Niklas Gysinn UG (haftungsbeschränkt)
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Benedikt Jakob Brand seit 29.1.2015 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 14.60% | |
J******* N******** | 4.93% |
| 2.20% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
32 Gesellschafter
GmbH-Struktur
5 von 32 angezeigt
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Flip GmbHStuttgartJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023der Firma Flip GmbH1.1 Entwicklung der Gesamtwirtschaft Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat in seiner jüngsten Aktualisierung des World Economic Outlook vom Januar 2024 seine Prognose für das Weltwirtschaftswachstum im Jahr 2023 leicht nach oben korrigiert. Das globale Wachstum wird nun auf 3,1 % geschätzt und liegt damit unter dem Vorjahreswert von 3,5 %, aber 0,2 %-Punkte über der ursprünglichen Prognose vom Januar 2023 von 2,9 %. Anders stellt sich die wirtschaftliche Lage in Deutschland dar: Hier wird für das Jahr 2023 ein Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,3 % erwartet, nach einem Wachstum von 1,8 % im Vorjahr. Diese revidierte Prognose weicht deutlich von der zu Jahresbeginn erwarteten leichten Expansion von 0,1 % ab. Dieser Rückgang, der auch durch die vorläufigen Daten des Statistischen Bundesamtes bestätigt wird, bedeutet eine Verschlechterung um 2,1 % gegenüber 2022. Die Gründe hierfür sind vielfältig: Anhaltend hohe Inflationsraten, steigende Zinsen, die die Finanzierungsbedingungen erschweren, sowie eine schwächere Nachfrage sowohl aus dem Inland als auch aus dem Ausland. Diese wirtschaftlichen Rahmenbedingungen beeinflussen insbesondere den Dienstleistungssektor in Deutschland, der einen wesentlichen Teil der Wirtschaft ausmacht. Unternehmen wie die Flip GmbH, die im Bereich Software-as-a-Service (SaaS) für den Dienstleistungssektor tätig sind, stehen vor besonderen Herausforderungen. Der allgemeine wirtschaftliche Abschwung könnte zu einer geringeren Investitionsbereitschaft bei potenziellen und bestehenden Kunden führen, was wiederum die Nachfrage nach Dienstleistungen dämpfen könnte. 1.2 Entwicklung der Software-as-a-Service (SaaS)-Branche Die Flip GmbH hat sich auf die Entwicklung einer innovativen Anwendung spezialisiert, die auf die Bedürfnisse von Mitarbeitenden ohne Zugang zu einem digitalen Arbeitsplatz - sogenannte Deskless Worker (DW) - zugeschnitten ist. Zu dieser Zielgruppe gehören vor allem Mitarbeitende in der Produktion, in Supermärkten oder in der Logistik - Bereiche, in denen bisher wenig bis gar kein Zugang zu digitalen Kommunikations- und Organisationstools besteht. Die App der Flip GmbH ermöglicht es diesen Mitarbeitenden, an der Digitalisierung ihrer Unternehmen teilzuhaben und sich in die Unternehmensprozesse zu integrieren. Durch die Installation der App auf den privaten mobilen Endgeräten der Mitarbeitenden wird die interne Kommunikation deutlich verbessert. Dies unterstützt nicht nur den Informationsaustausch und die Zusammenarbeit im Unternehmen, sondern eröffnet auch Möglichkeiten für Innovations- und Wissensmanagement. Die Applikation bietet einen umfassenden Funktionsumfang, der genau auf die Bedürfnisse und Herausforderungen von Deskless Workern zugeschnitten ist. Ziel ist es, eine Brücke zwischen den digital nicht vernetzten Mitarbeitenden und der fortschreitenden Digitalisierung der Arbeitswelt zu schlagen. Die Lösung setzt bisher ungenutzte Potenziale in Unternehmen frei und leistet einen wichtigen Beitrag zur Steigerung von Effizienz und Innovationskraft. Der Vertrieb der Applikation erfolgt über das Software-as-a-Service-Modell (SaaS-Modell). Das SaaS-Modell ist ein Softwarevertriebsmodell, bei dem die Flip GmbH ihre Anwendungen als Dienstleistung über das Internet zur Verfügung stellt. Die Kunden zahlen nicht für den Besitz der Software selbst, sondern für deren Nutzung. Dieses Modell ermöglicht es dem Kunden die Software auf Abonnementbasis zu nutzen, wobei die Flip GmbH für die Wartung, den Betrieb und die laufende Aktualisierung der Software verantwortlich ist. Die Kunden profitieren von geringeren Vorabkosten, da keine umfangreichen Investitionen in Hardware oder Lizenzen notwendig sind. Stattdessen ermöglicht das SaaS-Modell eine skalierbare Nutzung, die flexibel an die Bedürfnisse und Größe des Kunden angepasst werden kann. Annual Recurring Revenue (ARR) ist eine zentrale Metrik zur Bewertung des finanziellen Erfolgs eines SaaS-Unternehmens wie der Flip GmbH. ARR misst die wiederkehrenden Einnahmen aus Abonnements innerhalb eines Jahres und dient als Indikator für die finanzielle Gesundheit und Stabilität des Unternehmens. Der ARR wird berechnet, indem die wiederkehrenden Einnahmen aus Kundenabonnements auf Jahresbasis hochgerechnet werden. Dabei werden nur Einnahmen berücksichtigt, die konstant und vorhersehbar sind, wie z. B. monatliche oder jährliche Softwarelizenzgebühren. Die Relevanz der Wiedergewinnungsrate ergibt sich aus ihrer Fähigkeit, die Nachhaltigkeit der Einnahmen zu messen und die voraussichtlichen künftigen Einnahmen zu prognostizieren. Ein steigender ARR ist ein Indikator für das Wachstum des Unternehmens und zeigt an, dass das Unternehmen nicht nur neue Kunden gewinnt, sondern auch bestehende Kundenbeziehungen pflegt und ausbaut. In der Praxis verwenden Unternehmen den ARR auch um die Wirksamkeit von Marketingstrategien zu bewerten, die Kundenbindung zu analysieren und Investitionen oder strategische Entscheidungen zu planen. Die Wachstumsdynamik der meisten SaaS-Unternehmen, insbesondere derjenigen mit einem jährlichen wiederkehrenden Umsatz (ARR) zwischen 1 und 30 Mio. USD, hat sich in den letzten drei Quartalen stabilisiert. Da es in Europa nicht viele relevante Daten zu der SaaS-Branche gibt, verwendet die Flip GmbH Daten aus den Vereinigten Staaten. Obwohl diese Unternehmen kein bzw. nur ein geringes Wachstum verzeichnen, gibt es positive Anzeichen dafür, dass sich das Wachstum nicht weiter verlangsamt. Dies deutet auf eine gewisse Widerstandsfähigkeit dieses Segments trotz der Herausforderungen des Marktes hin. Im Gegensatz dazu zeigen die leistungsstärksten Unternehmen aus der SaaS-Branche eine Beschleunigung der Wachstumsrate im ersten Halbjahr 2023. Diese Unternehmen verbessern ihre Leistung weiter, auch wenn ihre Wachstumsraten immer noch ein Drittel unter den Spitzenwerten von 2021 liegen. Nachdem die Wachstumsraten für diese Gruppe 2021 ihren Höhepunkt erreicht hatten, haben sie sich seither mehr als halbiert. Dies spiegelt eine allgemeine Verlangsamung wider und unterstreicht die Schwierigkeiten, mit denen neue Unternehmen in einem zunehmend gesättigten und wettbewerbsintensiven Markt konfrontiert sind (Chartmogul SaaS Growth Report 2023). Auch der Public SaaS ETF (BVP Nasdaq Emerging Cloud Index) spiegelt dies wider. Der Börsenkurs betrug zu Jahresbeginn 2023 1.193 USD und stieg über das Jahr hinweg um insgesamt 40 %, sodass der Schlusskurs zu Jahresende 1.672 USD betrug. Im vergangenen Geschäftsjahr konnten auch wesentliche Fortschritte im Bereich der Informationssicherheit erzielt werden. Flip wurde erfolgreich nach den international anerkannten Standards IEC/ISO 27001 für Informationssicherheits-Managementsysteme, IEC/ISO 27017 mit zusätzlichen Anforderungen für Cloud Service Provider und IEC/ISO 27018 für Datenschutzmaßnahmen bei Cloud-Auftragsverarbeitern zertifiziert. Darüber hinaus wurde die Flip GmbH als eines der ersten Unternehmen der Branche nach dem Standard Trusted Information Security Assessment Exchange (TISAX) zertifiziert. TISAX dient als Prüf- und Austauschmechanismus für Sicherheitsbewertungen und basiert auf dem VDA-ISA-Standard, der speziell für die Automobilindustrie entwickelt wurde. Diese Meilensteine unterstreichen das Engagement der Flip GmbH, höchste Standards zum Schutz von Kundendaten und -informationen zu gewährleisten. Die Umsetzung dieser Standards und die erfolgreiche Zertifizierung zeigen deutlich das Bestreben des Unternehmens, die Sicherheit, Vertraulichkeit, Verfügbarkeit und Integrität der Daten zu schützen und dies durch unabhängige Dritte bestätigen zu lassen. Dies stärkt das Vertrauen unserer Kunden und Stakeholder erheblich. 1.3 Umsatz- und Auftragsentwicklung Das Geschäftsjahr 2023 war auch wie die Vorjahre geprägt durch ein hohes Wachstum. Im Geschäftsjahr 2023 konnte ein Umsatz von 6.455 TEUR erzielt werden. Dies entspricht einer Steigerung von ca. 84 % gegenüber dem Vorjahr. Im Berichtsjahr konnte die Flip GmbH einen deutlichen Zuwachs an Enterprise-Kunden verzeichnen. Die Anzahl neuer Enterprise-Verträge ist im Vergleich zum Vorjahr um 79 % angestiegen. Diese Entwicklung ist vor allem auf gezielte Marketingstrategien und die starke Positionierung der Flip GmbH im Markt für Deskless Worker-Lösungen zurückzuführen. Der ARR ist eine zentrale Kennzahl für die wiederkehrenden Umsätze aus Kundenabonnements. Die positive Entwicklung ist vor allem auf den Zuwachs an langfristigen Kundenverträgen sowie auf die Verbreiterung der Kundenbasis zurückzuführen. Wichtiger Bestandteil des Anstiegs des ARR ist der Abschluss von Mehrjahresverträgen. Diese langfristigen Verträge sichern eine stabile und vorhersehbare Einnahmequelle, die für ein nachhaltiges Wachstum des Unternehmens unerlässlich ist. Darüber hinaus hat der qualitativ hochwertige Support der Flip GmbH wesentlich zur Kundenzufriedenheit und damit zur Vertragsverlängerung bei Bestandskunden beigetragen, denn wichtiger Schlüsselfaktor für die positive Auftragsentwicklung ist die hohe Qualität der Kundenbetreuung. Die Flip GmbH legt großen Wert auf die Bindung bestehender Kunden durch exzellenten Service und regelmäßige Updates der Softwarelösungen, die speziell auf die Bedürfnisse der Anwender zugeschnitten sind. Die Zufriedenheit der Kunden spiegelt sich in einer geringen Abwanderungsquote und einer hohen Vertragsverlängerungsquote wider. Das Wachstum führte zu einem deutlichen Anstieg der Mitarbeitenden um 16 % (20 Mitarbeitende) im Vergleich zum Vorjahr. Die Flip GmbH ist sich bewusst, dass der Erfolg ihrer SaaS-Lösung eng mit der Qualität und dem Engagement ihrer Mitarbeitenden zusammenhängt. Aus diesem Grund investiert das Unternehmen kontinuierlich in die Rekrutierung, Entwicklung und Weiterbildung seines Personals. Besonderes Augenmerk liegt auf der Rekrutierung von Fachkräften in den Bereichen Softwareentwicklung, Kundensupport und Vertrieb. Durch interne Weiterbildungsprogramme und die Förderung von Kompetenzen, die speziell auf die Anforderungen im Bereich digitaler Kommunikationslösungen für Deskless Worker zugeschnitten sind, stellt Flip sicher, dass seine Teams nicht nur technisch versiert, sondern auch in der Lage sind, effektiv auf die dynamischen Anforderungen des Marktes zu reagieren. Das Geschäftsmodell der Flip GmbH ist naturgemäß personalintensiv. Dies liegt vor allem daran, dass die Erstellung, Implementierung und Wartung der SaaS-Lösungen spezialisiertes Wissen und eine kontinuierliche Kundenbetreuung erfordern. Jede Kundeninteraktion, von der ersten Anfrage über den Onboarding-Prozess bis hin zum laufenden Support und regelmäßigen Updates, erfordert ein engagiertes Team von Mitarbeitenden. Die Komplexität der technischen Anforderungen und die Notwendigkeit einer hohen Kundenzufriedenheit machen es für Flip unerlässlich, in ein breites Spektrum an Talenten zu investieren, um die Qualität und Zuverlässigkeit seiner Dienstleistungen zu gewährleisten. Die Investition in qualifiziertes Personal unterstützt nicht nur die technologische Entwicklung und Implementierung der SaaS-Produkte, sondern fördert auch die Innovationsfähigkeit des Unternehmens. Durch die Schaffung eines Arbeitsumfeldes, das Kreativität und Fachwissen fördert, sichert sich die Flip GmbH einen Wettbewerbsvorteil in einem schnell wachsenden Markt. Dieser Ansatz trägt wesentlich zu einer Unternehmenskultur bei, die die Bindung und die Arbeitszufriedenheit erhöht, was wiederum unmittelbar zu einer Reduzierung der Fluktuation und einer Stabilisierung der Personalressourcen führt. Die Mitarbeitenden bilden auch in den kommenden Geschäftsjahren die Basis für ein weiteres erfolgreiches Wachstum des Unternehmens. 1.4. Finanzierungsmaßnahmen Ein wesentlicher Aspekt der Finanzierungsstrategie im vergangenen Jahr war, wie auch im Vorjahr, das Wandeldarlehen. Dieses Finanzierungsinstrument wurde im Wesentlichen von bestehenden Investoren zur Verfügung gestellt, die an den langfristigen Erfolg der Flip GmbH glauben und sich aktiv an der Zukunft des Unternehmens beteiligen wollen. Das Wandeldarlehen bietet den Vorteil, dass es unter bestimmten Bedingungen in Eigenkapital gewandelt werden kann und die Investoren so an der Wertsteigerung des Unternehmens partizipieren können. Diese Wandlungsoption stärkt nicht nur die Eigenkapitalbasis von Flip, sondern fördert auch das Engagement und die Unterstützung der Investoren. Parallel zum Wandeldarlehen hat die Flip GmbH signifikante Mittelzuflüsse aus dem operativen Geschäft generiert. Diese resultieren aus dem erfolgreichen Vertrieb der SaaS-Lösungen und dem kontinuierlichen Wachstum der Kundenbasis. Die Kombination aus Wandeldarlehen und operativem Cashflow spielt eine entscheidende Rolle für die finanzielle Stabilität der Flip GmbH. Durch diese Maßnahmen sichert das Unternehmen nicht nur seine kurzfristige Liquidität, sondern stellt auch die Weichen für zukünftiges Wachstum und Innovationen. Die Unterstützung der bestehenden Investoren unterstreicht das Vertrauen in die strategische Ausrichtung und das Management von Flip und zeigt die Bereitschaft, die Herausforderungen und Chancen des Marktes gemeinsam zu meistern. 2. Darstellung der Lage 2.1 Vermögenslage Die Bilanzsumme betrug im Berichtszeitraum 19.212 TEUR, im Vorjahr noch 25.687 TEUR. Dies entspricht einem Rückgang von rund 25 %. Auf der Aktivseite verringerten sich im Wesentlichen die liquiden Mittel um 7.435 TEUR. Auf der Passivseite sank das Eigenkapital um rd. 82 % von 14.993 TEUR auf 2.757 TEUR. Die Verbindlichkeiten aus dem Wandeldarlehen betrugen im Berichtszeitraum 13.163 TEUR im Vergleich zu TEUR 8.396 im Vorjahr. Dies entspricht einem Anstieg von rund 57 %. Aufgrund des gestiegenen Geschäftsvolumens erhöhten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die im Berichtszeitraum 540 TEUR betrugen. Im Vorjahr betrugen diese TEUR 316, was einer Steigerung von ca. 71 % entspricht. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten beliefen sich im Berichtszeitraum auf 1.969 TEUR (Vorjahr: 1.414 TEUR). Dies entspricht einem Anstieg von ca. 39 %, der auf das gestiegene Geschäftsvolumen und das Geschäftsmodell zurückzuführen ist. Die übrigen Veränderungen resultieren aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. 2.2 Finanzlage Durch die laufende Planung und Überwachung der Liquidität werden sowohl positive als auch negative Entwicklungen frühzeitig erkannt, so dass entsprechend eingegriffen und gegebenenfalls mit Gegenmaßnahmen reagiert werden kann. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug im Berichtszeitraum -11.762 TEUR im Vorjahr -8.166 TEUR. Die Erhöhung des negativen Cashflows in Höhe von TEUR 3.596 ist neben einer Vielzahl von Geschäftsvorfällen im Wesentlichen auf die Erhöhung der Löhne und Gehälter in Höhe von TEUR 2.571, die Erhöhung der Kosten für Fremdpersonal (Employer of Record Provider) in Höhe von TEUR 1.579 sowie auf die Steigerung von IT-Beratungskosten in Höhe von TEUR 950 zurückzuführen. Die Flip GmbH setzt ihre Expansionsstrategie konsequent fort und wird auch weiterhin Investitionen zu Lasten des EBITDA tätigen, um neue Märkte zu erschließen und bestehende Märkte weiter auszubauen. Durch die durchgeführten Kapitalmaßnahmen ist die Finanzlage nachhaltig stabil, so dass Flip über eine solide Finanzausstattung für die zukünftigen Geschäftsaktivitäten verfügt. Dies bestätigt auch die Quote der flüssigen Mittel, welche im Jahr 2023 bei 84% liegt und im Vorjahr 92% betrug. 2.3 Ertragslage Die Umsatzerlöse beliefen sich im Berichtszeitraum auf 6.455 TEUR. Im Vorjahr wurde ein Betrag von 3.514 TEUR ausgewiesen. Dies entspricht einer Steigerungsrate von 84 %. Im Berichtszeitraum entfielen rund 83 % des Gesamtumsatzes auf ARR. Im Vorjahr waren es noch ca. 89 %. Dies ist darauf zurückzuführen, dass sich der einmalige Umsatz (One Time Revenue) im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr fast verdreichfacht hat. Beim Onboarding von Enterprise-Kunden werden für die Implementierung des Systems in der Regel individuelle Programmierungen für Schnittstellen und Ähnliches durchgeführt. Durch den großen Zugang von Unternehmenskunden im Jahr 2023 hat sich die Zusammensetzung verändert. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen betrugen im Berichtszeitraum 427 TEUR. Im Vorjahr 2022 hat der entsprechende Wert 283 TEUR betragen. Dies entspricht einer Steigerungsrate gegenüber dem Vorjahr von 51 %. Dies ist im Wesentlichen auf die gestiegenen Serverkosten zurückzuführen, da diese aufgrund des gestiegenen Umsatzvolumens ebenfalls ausgebaut wurden. Die Löhne und Gehälter 2023 betrugen 8.670 TEUR gegenüber 6.099 TEUR im Vergleichszeitraum 2022, was einer Steigerungsrate von 42 % entspricht. Die sozialen Abgaben beliefen sich im Berichtsjahr 2023 auf 1.546 TEUR. Im Jahr 2022 lag der entsprechende Wert bei 1.202 TEUR. Dies entspricht einer Steigerungsrate von 29 %, die auf die Erhöhung des Personalbestandes zurückzuführen ist. Das EBITDA belief sich im Berichtszeitraum auf -11.731 TEUR. Im Vorjahr betrug es -8.210 TEUR (negative Steigerungsrate von rd. 43 %). Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass sich die Flip GmbH noch in der Aufbauphase befindet und das Produkt einer ständigen Weiterentwicklung unterliegt, weshalb in naher Zukunft noch weiterhin hohe Kosten für Entwicklung und die Marktdurchdringung anfallen werden. 2.4 Finanzielle Leistungsindikatoren Die Flip GmbH stützt sich bei der Unternehmenssteuerung im Wesentlichen auf zwei Kennzahlen: Umsatz und Cashflow. Der Umsatz dient dabei als wesentlicher Indikator für die aktuelle und prognostizierte Geschäftsentwicklung, während der Fokus auf den Cashflow als Maßstab für die Kosteneffizienz herangezogen wird und die Basis für zukünftige Investitionsentscheidungen bildet. Darüber hinaus fließen weitere Finanzkennzahlen wie das EBITDA in die Entscheidungsfindung mit ein.
3. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens - Prognosebericht In einem wirtschaftlich schwierigen Umfeld könnten insbesondere Unternehmenskunden ihre Ausgaben für neue Technologien und Dienstleistungen reduzieren. Dies würde unmittelbar zu einem Rückgang der Neukunden führen und könnte sich auch negativ auf die Verlängerungsrate bestehender Abonnements auswirken. Ein kleinerer Kundenstamm würde sich direkt auf den Umsatz und den ARR auswirken. Wir gehen derzeit von Umsatzerlösen von 8.000 TEUR bis 10.000 TEUR im Jahr 2024 aus. Die Anzahl der Mitarbeitenden wird sich im Vergleich zum Berichtsjahr 2023 von 124 voraussichtlich um 15 % auf 108 Mitarbeitende verringern. Die Flip GmbH plant bei Neubesetzungen in hochqualifiziertes Personal zu investieren, das in der Lage ist, komplexere Aufgaben zu übernehmen, um die Entwicklung und Implementierung der SaaS-Lösungen effizient voranzutreiben. Diese Mitarbeiter werden überwiegend in dem Bereich der Softwareentwicklung rekrutiert. Der strategische Fokus auf teurere, aber fachlich versiertere Arbeitskräfte soll die Innovationskraft stärken und die Technologieführerschaft im Markt sichern. Dies ist von besonderer Relevanz, da die Komplexität der Kundenanforderungen und die technologische Entwicklung eine ständige Anpassung und Verbesserung der angebotenen Produkte erfordern. Parallel zum Personalaufwand werden die Aufwendungen für Fremdleistungen voraussichtlich auf dem aktuell hohen Niveau bleiben. Diese Fremdleistungen umfassen unter anderem externe Beratung, Outsourcing von Nicht-Kernaktivitäten und spezialisierte Dienstleistungen, die zur Unterstützung der operativen Tätigkeiten und zur Ergänzung der internen Kompetenzen benötigt werden. Der anhaltend hohe Bedarf an Fremdleistungen ist zum Teil auf die Notwendigkeit zurückzuführen, schnell auf Marktveränderungen reagieren zu können und die Einführung neuer Technologien zu beschleunigen, die intern nicht sofort realisiert werden können. Die Entscheidung in teureres Personal zu investieren und die Ausgaben für externe Dienstleistungen hoch zu halten, wird zwar kurzfristig die Betriebskosten auf hohem Niveau belassen, langfristig jedoch die Wettbewerbsfähigkeit und Marktpräsenz der Flip GmbH verbessern. Durch die fokussierte Betonung von Qualität und Fachkompetenz soll eine höhere Kundenzufriedenheit und -bindung erreicht werden, was für die Erhaltung und den Ausbau der Marktposition in einem wettbewerbsintensiven Umfeld von entscheidender Bedeutung ist. Der Jahresfehlbetrag wird sich durch die oben erläuterten Punkte der weiteren Expansion auf voraussichtlich rund 9.500 TEUR bis 10.000 TEUR verbessern. 4. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Wir sind verpflichtet, über wesentliche Risiken zu berichten, die die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage maßgeblich beeinflussen könnten. Ein umfassendes Kontroll- und Risikomanagementsystem ist implementiert und wird laufend an neue Erkenntnisse angepasst. Wesentliche Ergebnisrisiken sind konjunkturelle Schwankungen, das durch die Haushaltspolitik beeinflusste Vergabeverhalten von Großkunden und eine darauf abgestimmte Wettbewerbspreispolitik von Mitbewerbern, da durch eine aggressive Preispolitik der Konkurrenz Kunden verloren gehen können. -Die hohe Produkt- und Servicequalität soll dazu beitragen, dass trotz höherer Preise neue Kunden gewonnen werden. Diese Faktoren können die operative Entwicklung unseres Unternehmensbereichs in Zukunft beeinträchtigen. Die aktuelle Auftragslage zeigt zwar eine positive Entwicklung, es besteht jedoch das Risiko einer Stagnation, insbesondere aufgrund der Preisstrategien der Wettbewerber. Das Risiko eines Forderungsausfalls besteht grundsätzlich, ist aber unwahrscheinlich, da Forderungsausfälle bei Großkunden relativ selten sind. Der Vertrieb an Großkunden bietet zudem den Vorteil, dass der Vertrieb des Flip-Produkts auch über Tochtergesellschaften erfolgen kann. Angesichts des Wettbewerbs um hochqualifizierte Talente in der Technologiebranche könnte die allgemeine Gehaltsentwicklung zu einem erhöhten Kostendruck führen. Höhere Gehaltsforderungen, getrieben durch Marktstandards und Inflation, könnten die Lohnkosten signifikant erhöhen. Dies stellt ein finanzielles Risiko dar, da es die Gewinnmargen belasten und die Skalierungs- und Investitionsflexibilität des Unternehmens einschränken könnte. Eine hohe Mitarbeiterfluktuation hingegen kann die Kontinuität und Effizienz der Geschäftsprozesse beeinträchtigen und zu erhöhten Kosten für die Rekrutierung und Einarbeitung neuer Mitarbeiter führen. Die Gründe für eine hohe Fluktuation können vielfältig sein, z. B. Unzufriedenheit mit dem Gehalt, eingeschränkte Karriereperspektiven oder mangelnde Work-Life-Balance. Die Flip GmbH hat dieses Risiko jedoch bereits als Chance genutzt, indem sie sich als attraktiver Arbeitgeber positioniert, welcher nicht nur wettbewerbsfähige Gehälter, sondern auch Zusatzleistungen wie Virtual Stock Option Plans (VSOP), flexible Arbeitszeiten, Home-Office-Möglichkeiten und umfangreiche Weiterbildungsangebote ermöglicht. Diese Leistungen können dazu beitragen, talentierte Fachkräfte zu gewinnen und langfristig zu binden, die Fluktuation zu verringern und die Mitarbeiterzufriedenheit zu erhöhen. Ein weiterer positiver Aspekt, der im Bericht hervorgehoben wird, ist die Möglichkeit, Prozesse zu verschlanken. Durch die Optimierung und Automatisierung von Arbeitsabläufen kann die Flip GmbH effizienter arbeiten und somit administrative Kosten einsparen. Dies ist besonders relevant in einem wirtschaftlich angespannten Umfeld, in dem Unternehmen ständig nach Möglichkeiten suchen müssen, ihre Betriebskosten zu senken, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Die aktuelle Marktdynamik und der Trend zur digitalen Transformation bieten der Flip GmbH die Chance, durch innovative Lösungen und Dienstleistungen sowohl die Nutzensteigerung für die Kunden als auch die Kostenersparnis für das Unternehmen selbst voranzutreiben. Dies könnte nicht nur zu einer stärkeren Kundenbindung führen, sondern auch die Position des Unternehmens als Marktführer in seinem Segment festigen.
Stuttgart, den 25. März 2024 Benedikt Brand BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Flip GmbH, StuttgartI. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) die nachfolgenden Bewertungsmethoden maßgebend. Die Wertansätze in der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit Fremdwährungen sind mit dem Tageskurs zum Entstehungszeitpunkt angesetzt. Einzel- bzw. Pauschalwertberichtigungen bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden nicht gebildet. Die flüssigen Mittel sind mit dem Nominalwert bilanziert. Vorhandene Bankkonten mit Fremdwährungen wurden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Bei dem Rechnungsabgrenzungsposten handelt es sich um transitorische Posten, die mit dem Nominalwert zum Ansatz kommen. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten mit Fremdwährungen sind mit dem Tageskurs zum Entstehungszeitpunkt angesetzt. Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. III. Angaben zur Bilanz Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Nutzungsdauer beträgt zwischen 3 und 13 Jahren. Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird als Zugang und Abgang ausgewiesen. Die Geschäftsjahresabschreibung enthält damit diese Beträge nicht. Die kumulierten Abschreibungen betrugen zum Beginn des Geschäftsjahres: 290.520,33 EUR Die kumulierten Abschreibungen betrugen am Ende des Geschäftsjahres: 495.399,27 EUR
Sonstige Vermögensgegenstände In den Sonstigen Vermögensgegenständen sind größere Beträge enthalten, welche sich erst nach dem Bilanzstichtag aufwandswirksam auswirken. Dabei handelt es sich um Guthaben bei der Plattform "HackerOne" in Höhe von 22.837,31 EUR. Verbindlichkeiten, die erst nach dem Bilanzstichtag entstehen In den Verbindlichkeiten sind größere Beträge in Höhe von 126.439,00 EUR enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag rechtlich entstehen. Dabei handelt es sich um Beträge, die erst nach dem Bilanzstichtag zu Ausgaben führen, aber zum Zweck der periodengerechten Gewinnermittlung bereits zum Bilanzstichtag als Aufwand erfasst wurden. Rückstellungen In den sonstigen Rückstellungen sind Rückstellungen für Personalkosten (Urlaub und Boni) in Höhe von 510.194,85 EUR enthalten. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von rund 1.319 TEUR. Hiervon entfallen 1.213 TEUR auf Mietverträge und 106 TEUR auf Leasingverträge. Für den Zeitraum ab dem Jahr 2028 bestehen derzeit keine sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträge mehr. Die jährlich kündbaren Verträge wurden nur mit der Mindestvertragslaufzeit berücksichtigt, da die Flip GmbH jederzeit in der Lage ist, sich den zukünftigen Verpflichtungen durch Kündigung zu entziehen. Virtuelles Mitarbeiterbeteiligungsprogramm (VSOP) Die Gesellschaft hat ein virtuelles Mitarbeiterbeteiligungsprogramm (VSOP) aufgesetzt. Das Programm wurde errichtet um Mitarbeitenden einen Anreiz zu bieten, sich am Unternehmen finanziell zu beteiligen. Die aus dem Programm resultierenden Verpflichtungen werden zum 31.12.2023 nicht bilanziert, da die Bedingungen, welche zu einer Zahlungsverpflichtung führen würden, zum Bilanzstichtag 31.12.2023 nicht mit hinreichender Wahrscheinlichkeit erfüllt sind. IV. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Angaben zur Vergütung der Geschäftsführung werden nicht gemacht. Es wird von der Schutzklausel gem. § 286 Abs. 4 HGB gebrauch gemacht. Vorgänge von besonderer Bedeutung Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses im März 2024 ist die Gesellschaft bilanziell überschuldet. Da jedoch das Wandeldarlehen aufgrund eines unbefristeten Rangrücktritts für den Überschuldungsstatus unerheblich ist und eine positive Fortführungsprognose ermittelt wurde, wird der Jahresabschluss zum 31.12.2023 nach dem Going-Concern-Prinzip im Sinne des § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB aufgestellt. Vorschlag zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresfehlbetrag beträgt 12.236.467,11 EUR. Der bereits vorliegende Verlustvortrag beträgt 13.190.504,86 EUR. Auf neue Rechnung werden insgesamt 25.426.971,97 EUR vorgetragen. Unterschrift der Geschäftsführung
Stuttgart, den 25.03.2024 gez. B. Brand sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 08.05.2024 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Flip GmbH, Stuttgart Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Flip GmbH bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1.1.2023 - 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Flip GmbH für das Geschäftsjahr vom 1.1.2023 - 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1.1.2023 bis zum 31.12.2023 und vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut für Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irrführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmässiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild der Lage des Unternehmens. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während der Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 23.04.2024 ADSCENDA GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Dischinger, Wirtschaftsprüfer |
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