Euromar Commodities GmbH

16833 Fehrbellin, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Neuruppin HRB 6621
Eingetragen
14.3.2005
Branche
Großhandel mit Kaffee, Tee, Kakao und GewürzenVerarbeitung von Kaffee und Tee, Herstellung von Kaffee-ErsatzBearbeitung und Veredlung von Kunststoffwaren
Gegenstand
Die Eintragung betreffend den Gegenstand ist von Amts wegen berichtigt und wird wie folgt berichtigt eingetragen: Die Verarbeitung von Kakaobohnen und Kakaohalbfabrikaten. der Handel mit Kakao, Kakaohalbfabrikaten, bei der Herstellung und Verarbeitung von Kakao eingesetzten Geräten, Verpackungen für Kakao und Kakaoprodukte sowie alle im Zusammenhang mit diesem Handel und der Verarbeitung von Kakao stehenden nicht erlaubnispflichtigen Dienstleistungen.

Historie

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Management

NameRolle
Josef Schultheis
seit 8.11.2016
Geschäftsführer
Peter Banks Johnson
seit 14.3.2005
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

6.00% identifiziert94.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
6.00%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
94.00%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Kurfürst 1456 GmbH
Germany
25.000 €
94.00%
M*** H* J******
1.596 €
6.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Euromar Commodities GmbH

Fehrbellin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2013 bis zum 31.12.2013

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2013

EUROMAR COMMODITIES GMBH, FEHRBELLIN

A. Darstellung des Geschäftsverlaufs

1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft/Rahmenbedingungen

Die Euromar Commodities GmbH verarbeitet in Fehrbellin (Land Brandenburg) Rohkakaobohnen zu Kakaomasse, -butter, -pulver und -kuchen. Die Kakaobohnen stammen überwiegend aus westafrikanischen Ursprungsländern.

Euromar hat, wie bereits in den Vorjahren auch, im Geschäftsjahr 2013 seine Position innehalb des deutschen und internationalen Markts weiter ausbauen können. Insbesondere in Westeuropa konnten signifikante Wachstumsraten mit namhaften Kunden bei gleichzeitigem Aufrechterhalten des starken Wachstums in Osteuropa erzielt werden. Vor allem der Absatz von Kakaobutter hat im vergangenen Jahr zu signifikanten Umsatzsteigerungen geführt.

Entwicklung der Rohkakaobohnenpreise (LIFFE) über die letzten 20 Jahre

Chart

Die weltweite Anbaumenge an Rohkakao im Geschäftsjahr 2013 ist im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken - die Kakaovermahlung dafür leicht gestiegen. Hauptanbauland ist nach wie vor die Elfenbeinküste, gefolgt von Ghana. Der gegen Anfang des Jahres 2013 begonnene Preisanstieg für Kakaobohnen hat sich auch im Jahr 2013 fortgesetzt.

Die Rohkakaovermahlung am Standort Deutschland ist im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert, gleiches gilt für Westeuropa. Deutschland belegt dabei, wie in den Vorjahren, den zweiten Platz. Der Haupt-Rohkakaovermahler in Westeuropa ist dabei wie schon in den letzten Jahren, die Niederlande. Die weltweite Rohkakaovermahlung ist, wie in den vergangenen Jahren, leicht gestiegen. Dieser Anstieg resultiert wie im Vorjahr, insbesondere aus dem Ausbau von neuen Kapazitäten in Asien.

Die Gesellschaft rechnet auch für das Geschäftsjahr 2014 und die Folgejahre mit einem konstanten Wachstum der Nachfrage für Kakao- und Kakaohalbfabrikate.

2. Umsatz- und Auftragsentwicklung

Der Umsatz aus Produktion und Handelstätigkeit von Euromar im laufenden Geschäftsjahr 2013 lag bei EUR 523,4 Mio. (Vorjahr EUR 468,8 Mio.) und konnte damit im Ver-gleich zum Vorjahr um EUR 54,6 Mio. gesteigert werden. Dieser Anstieg ist insbesondere auf die Preissteigerungen für Kakaobutter zurückzuführen.

Entwicklung von Absatzpreisen/-mengen nach Produktgruppen

  2013
TEUR
2012
TEUR
Bohnen 92.814 80.202
Masse 85.000 120.076
Butter 224.931 170.113
Pulver 56.551 61.530
Kuchen 13.678 36.663
Schalen 208 227
Handel Kakaomaschinen 6.416 0
Sonstige 43.823 24.667
  523.421 493.478

Umsätze nach Märkten

Der westeuropäische Umsatz (inklusive Umsätze im Inland) im Geschäftsjahr 2013 betrug EUR 332,0 Mio. und ist damit im Vergleich zum Vorjahr (EUR 254,7 Mio.) um 30 % gestiegen.

Dieser Anstieg steht direkt in Verbindung mit der gestiegenen Absatzmenge der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2013. Die Aufteilung der im Geschäftsjahr 2013 gelieferten Produkte nach geografisch bestimmten Märkten stellt sich wie folgt dar:

Umsatz geographisch nach Regionen in TEUR

Chart

Das größte Wachstum umsatzmäßig fand in Westeuropa statt. Auch in Osteuropa konnte eine hohe Wachstumsrate aufrechterhalten werden. Rückgänge wurden auf dem nordamerikanischen und asiatischen Märkten verzeichnet. Diese Rückgänge sind basierend auf absoluten Zahlen zu vernachlässigen und resultieren aus einer geänderten Marktfokussierung von Euromar. Der Gesamtumsatz ist um 12 % im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.

3. Produktion

Die Produktionszahlen im Geschäftsjaher 2013 waren im Vergleich zum Geschäftsjahr 2012 rückläufig. Hintergrund ist, dass das Marktumfeld es erlaubt hat, Halbfabrikate für den Produktionsprozess günstiger zuzukaufen, als diese selbst aus den Kakaobohnen zu produzieren um bestehende Verkaufskontrakte zu erfüllen.

Euromar wird auch in der Zukunft die Strategie des flexiblen Einkaufs nutzen um weiterhin einkaufsseitig konsequent die Entscheidungen, welche im besten Interesse des Unternehmens sind, zu treffen. Ermöglicht wird dies durch die kontinuierlichen Investitionen in flexible Produktionskapazitäten.

4. Beschaffung

Die Beschaffung der Rohware erfolgt - wie auch in den letzten Jahren - primär durch internationale Handelshäuser. Im Kakaoproduktbereich hat Euromar - wie bereits in den Vorjahren - Kakaomasse und Kakaobutter nicht nur über Handelshäuser, sondern auch direkt von Zulieferern aus den Ursprungsländern bezogen.

Der bereits im letzten Jahr eingeschlagene Weg zur Sicherung von zertifizierten Rohkakaobohnen über eine sehr enge Zusammenarbeit mit Zulieferern in den entsprechenden Ursprungsländern - bis hin zur Bereitstellung oder Vermittlung der für die Einkäufe notwendigen Betriebsmittellinien - wurde konsequent weiter verfolgt.

5. Investitionen

Im Berichtszeitraum wurden Investitionen in Höhe von insgesamt EUR 6,7 Mio. getätigt:

Investitionsgegenstand Investitionsvolumen davon abgeschlossen in 2013
Gebäude 0,672 Mio. EUR 0,672 Mio. EUR
Maschinen 5,351 Mio. EUR 5,143 Mio. EUR
Betriebsausstattung 0,706 Mio. EUR 0,706 Mio. EUR
Investitionen Gesamt 6,729 Mio. EUR 6,521 Mio. EUR

Im vergangenen Geschäftsjahr wurde intensiv daran gearbeitet, in den Vorjahren begonnen Projekte in 2013 fertigzustellen. So konnten die Masseherstellung sowie auch die Erweiterungen in der Kakaopulveranlage abgeschlossen werden.

Bereits seit 2012 sind zusätzliche Investitionen in eine Schmelze sowie in eine weitere Deodorisierungsanlage erfolgt. Hier sind im Geschäftsjahr verstärkte Aktivitäten erfolgt. Beide Anlagen werden voraussichtlich 2014, verbunden mit einer starken Kapazitätserhöhung, in Betrieb gehen.

Weitere Investitionen sind und werden in die Erweiterung der Butterverarbeitungskapazitäten vorgenommen.

6. Finanzierungsmaßnahmen

Im Geschäftsjahr 2013 wurde weiter an einer Optimierung der Finanzierungsstruktur gearbeitet. Die Refinanzierung des Anlagevermögens mit langfristigen Mitteln wurde wie geplant im dritten Quartal des Geschäftsjahrs 2013 abgeschlossen. Gleichzeitig dazu wurde die verfügbare Kreditlinie zur Vorratsfinanzierung fast vervierfacht.

Eine weitere Hausbank wurde zusätzlich mit in den Geschäftsbereich der Finanzierung aufgenommen, welche neben dem Tagesgeschäft aktiv die weiteren Investitionen der Gesellschaft begleitet.

7. Personal- und Sozialbereich

Die Mitarbeiterzahl zum Stichtag betrug 146 Arbeitnehmer im Jahr 2013. Dabei ist die Fluktuation anhaltend niedrig. Zum 31. Dezember 2013 haben sich 5 Euromar Mitarbeiter in Ausbildung befunden. Darüber hinaus beschäftigte EUROMAR noch 4 weitere Mitarbeiter in Teilzeit. Das Unternehmen arbeitet unverändert im 4-Schichtsystem und ist an keinen Tarifvertrag gebunden. Die Entlohnung erfolgt zu ortsüblichen Konditionen.

Den besonderen Umständen in einem Lebensmittelbetrieb wird durch gesonderte Maßnahmen im Hygienebereich und Maßnahmen zur Vermeidung von Lärmbelästigungen Rechnung getragen.

Besonderen Umständen in einem Lebensmittelbetrieb werden durch gesonderte Maßnahmen im Hygienebereich und zur Vermeidung von Lärmbelästigungen Rechnung getragen.

8. Umweltschutz

Das Umweltmanagementsystem nach DIN EN ISO 14001 wurde bei Euromar im Zeit-raum bis April 2013 eingeführt. Das Zertifizierungsaudit erfolgte am 19. Juni 2013 und die Zertifikatsübergabe fand am 2. Juli 2013 statt.

Durch die Einführung des Umweltmanagementes können die ökonomischen und ökologischen Ziele des Unternehmens erreicht und ständig verbessert werden. Das Ziel ist, die Herstellung der hochwertigen Produkte unter Vermeidung von Umweltbelastungen und Unfällen nach dem Stand des technisch Möglichen und wirtschaftlich Vertretbarem zu erreichen. Strategische und operative Umweltziele werden regelmäßig gesetzt und deren Wirkung geprüft.

B. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

1. Vermögenslage

Aktiva

  2013 2012 Veränderung
  TEUR % TEUR % TEUR
Immaterielle Vermögensgegenstände 226 0 24 0 202
Sachanlagen 29.899 16 29.591 26 308
Sonstige Vermögensgegenstände 59 0 53 0 6
Langfristig gebundenes Vermögen 30.184 16 29.668 26 516
Vorräte 108.211 59 43.443 39 64.768
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 24.277 13 24.615 22 -338
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 8.843 5 3.770 3 5.073
Sonstige Vermögensgegenstände 10.566 6 9.821 9 745
Rechnungsabgrenzungsposten 168 0 324 0 -156
Kurzfristig gebundenes Vermögen 152.065 83 81.973 73 70.092
Liquide Mittel 1.127 1 440 1 687
Gesamtvermögen 183.376 100 112.081 100 71.295

Zum Ende des Jahres 2013 ist im Vergleich zum Vorjahr ein Anstieg der Vorräte um das 2 ½ -fache zu verzeichnen. Dieser resultiert aus der Erhöhung der Finanzierungslinien und deren Ausnutzung. Das Vorratsvermögen und dessen Erhöhung dienen der Absicherung von schwebenden Verkaufskontrakten. Durch die Bildung von Bewertungseinheiten wird der tatsächlich durchgeführten Absicherung von Schwankungen der Kakaopreise Rechnung getragen.

Der Forderungsbestand aus Lieferungs- und Leistungsbeziehungen konnte in Bezug auf den Stand zum Ende des Vorjahrs weiter reduziert werden. Eine stabile durchschnittliche Forderungsgröße ist zu verzeichnen, die weiterhin größtenteils durch einen Warenkreditversicherer abgesichert ist.

Passiva

  2013 2012 Veränderung
  TEUR % TEUR % TEUR
Gezeichnetes Kapital 27 0 27 0 0
Rücklagen 5.000 3 5.000 5 0
Gewinnvortrag 12.682 7 8.851 8 3.831
Jahresüberschuss 7.588 4 3.830 3 3.758
Bilanzielles Eigenkapital 25.297 14 17.708 16 7.589
Sonderposten für vereinnahmte Zuschüsse 468 0 149 0 319
Wirtschaftliches Eigenkapital 25.765 14 17.857 16 7.908
Nachrangdarlehen 1.318 1 19.306 17 -17.988
Lang- und mittelfristiges Fremdkapital gegenüber Kreditinstituten 12.325 7 6.514 6 5.811
Rückstellungen 4.989 3 2.113 2 2.876
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 54.824 30 8.187 7 46.637
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 83.417 45 57.208 51 26.209
Übrige Verbindlichkeiten 738 0 896 1 -158
Kurzfristiges Fremdkapital 143.968 78 68.404 61 75.564
Gesamtkapital 183.376 100 112.081 100 71.295

Die deutliche Erhöhung der Bankverbindlichkeiten resultiert zum einen aus der Erhöhung der Kreditlinie um das 3 ½ - fache für Rohware und Fertigerzeugnisse, notwendig geworden durch den wie zuvor beschriebenen Mehrbedarf. Zum anderen ist ein Nachrangdarlehen durch Ablösung in ein kommerzielles Bankdarlehen überführt worden. Simultan zum Anstieg des Vorratsvermögens der Gesellschaft haben sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 26.210 erhöht.

Mit dem erwirtschafteten Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 7.588 ist das Eigenkapital der Gesellschaft auf TEUR 25.297 angestiegen. Die bilanzielle Eigenkapitalquote gegenüber dem Vorjahr ist bei gleichzeitigem Anstieg der Bilanzsumme mit 14 % annähernd gleich geblieben.

2. Finanzlage

Die Betrachtung der kurzfristigen Liquidität zum Bilanzstichtag zeigt folgendes Bild:

  2013
TEUR
2012
TEUR
2011
TEUR
2010
TEUR
Liquidität ersten Grades        
Liquide Mittel 1.127 440 207 1.142
Kurzfristige Forderungen 43.854 38.206 42.583 25.857
Kurzfristiges Fremdkapital 143.968 68.403 79.829 57.321
Unterdeckung -98.987 -29.757 -37.039 -30.322
Liquidität zweiten Grades        
Vorräte 108.211 43.442 39.930 30.480
Über-/Unterdeckung 9.224 13.685 2.891 158

Die Zahlungsfähigkeit war im Berichtsjahr jederzeit gesichert.

Wie bereits im Vorjahr konnte die Unterdeckung nach Einbeziehung der Vorräte ausgeglichen werden.

Grundsätzlich ist eine deutlich positive Entwicklung des Liquiditätsgrads in den letzten Berichtszeiträumen zu verzeichnen.

Ertragslage

Die aus der Gewinn- und Verlustrechnung abgeleitete Darstellung der Ertragslage zeigt folgendes Bild:

  2013 2012 Veränderung
  TEUR % TEUR %  
Umsatzerlöse 523.421 91 493.478 100 29.943
Bestandsveränderung 54.060 9 -296 0 54.356
Aktivierte Eigenleistungen 328 0 707 0 -379
Gesamtleistung 577.809 100 493.889 100 83.920
Materialaufwand -519.226 90 -457.035 93 -62.191
Rohergebnis 58.583 10 36.854 7 21.729
Personalaufwand -5.311 1 -5.380 1 69
Abschreibungen -5.137 1 -5.346 1 209
Sonstige betriebliche Aufwendungen -48.468 8 -34.311 7 -14.157
Sonstige Steuern -76 0 -211 0 135
Sonstige betriebliche Erträge 9.869 2 15.638 3 -5.769
Ordentliches Betriebsergebnis 9.460 2 7.244 1 2.216
Finanzergebnis -2.600 0 -4.966 1 2.366
Außerordentliches Ergebnis 2.624 0 2.133 0 491
Steuern vom Einkommen und Ertrag -1.896 0 -581 0 -1.315
Jahresergebnis 7.588 1 3.830 1 3.758

Auf Grund der gestiegenen Umsatzerlöse und der wesentlichen Erhöhung der Bestandsvorräte ist für die Gesamtleistung der Gesellschaft ein Zuwachs um TEUR 83.920 (17 %) zu verzeichnen. Die Wareneinsatzquote dagegen ist im Vergleich zum Vorjahr um 3 % auf 90 % gefallen.

Bei den Abschreibungen in Höhe von TEUR 5.137 handelt es sich um planmäßige Abschreibungen auf Gebäude und Maschinen. Die im Vergleich zum Vorjahr dargestellte Verminderung der Abschreibungen resultiert daher, dass die Gesellschaft zwar fortlaufend investiert und auch neue zusätzliche Anlagen implementiert, aber auch mit dem vorhandenen planmäßig abgeschriebenen Maschinenpark wirtschaftlich und gewinnbringend arbeitet.

Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist auf die weitere Erhöhung der Lagerhaltungskosten und Kosten der Warenabgabe als Folge der Erhöhung des Vorratsvermögens zurückzuführen. Des Weiteren ist es der Gesellschaft gelungen, den Großteil ihrer Forderungen durch einen Warenkreditversicherer absichern zu lassen, verbunden mit einer wesentlichen Erhöhung der Kosten für Versicherungsprämien. Trotzdem hat die Gesellschaft aktuellen politischen Entwicklungen Rechnung getragen. Für Forderungen gegen Kunden in der Ukraine und Russland sind Einzelwertberichtigungen in wesentlicher Höhe gebildet worden.

Innerhalb des Jahres hat es die Gesellschaft wieder verstanden, Kursdifferenzen auch im Vergleich zum Vorjahr im Rahmen zu halten. Die unterjährigen Wechselkursschwankungen führten zu Kursgewinnen innerhalb der sonstigen betrieblichen Erträge von TEUR 6.005 und Kursverlusten innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendun-gen von TEUR 9.304. Weitere TEUR 1.217 resultieren aus Kursverlusten, die im Rahmen der Bildung von Rückstellungen für Bewertungseinheiten berücksichtigt wurden.

Das ordentliche Betriebsergebnis verbessert sich gegenüber dem Vorjahr um 30,6 % (TEUR 2.216) auf TEUR 9.460.

Auch im vorliegenden Berichtsjahr entschloss sich der Gesellschafter zur Umwandlung eines weiteren Nachrangdarlehens nebst aufgelaufenen Zinsen in Höhe von TEUR 2.685 in Eigenkapital. Der Ertrag aus dem Darlehensverzicht ist im außerordentlichen Ergebnis ausgewiesen. Die Kapitalerhöhung erfolgte steuerneutral.

C. Zukünftige Entwicklung und Risiken sowie Chancen der zukünftigen Entwicklung

1. Prognosen der zukünftigen Entwicklung

Die Geschäftsjahre 2014 und 2015 lassen eine positive Umsatz- und Ertragsprognose zu. Für das Geschäftsjahr 2014 erwartet die Gesellschaft mit EUR 711 Mio. einen um EUR 188 Mio. höheren Umsatz als im Geschäftsjahr 2013 (EUR 523 Mio.).

Dieser Umsatzanstieg resultiert aus der gestiegenen Nachfrage nach Euromar-Produkten, insbesondere von Premiumherstellern in Westeuropa. Diese bildeten im Geschäftsjahr 2013 einen besonderen Schwerpunkt. Ermöglicht wurde dies aufgrund der gestiegenen Qualität, welche aus den kontinuierlichen Investitionen in bessere Maschinen, verbesserte Prozesse und Investitionen in Mitarbeiter resultiert. Zusätzlich honoriert der Markt die Tatsache, dass Euromar fortwährend daran arbeitet, kundenindividuelle und spezifische Lösungen in Zusammenarbeit mit seinen Kunden zu entwickeln.

Auch die Absatzmengen in die osteuropäischen Märkte sind weiterhin steigend und der Ausbau von Marktanteilen insbesondere in Russland und der Ukraine bleibt weiterhin ein Hauptfokus der Geschäftsführung. Trotz der aktuellen politischen Situation geht Euromar nicht von einer längerfristigen Beeinträchtigung der Geschäftsmöglichkeiten in dieser Region aus.

Wie bereits in den Vorjahren setzt sich der Trend zur Konsolidierung in der Kakaohalbfabrikatebranche weiter fort. Davon profitiert Euromar, da die Gesellschaft als einziger unabhängiger Kakao-Halbfabrikate Hersteller in Deutschland unverändert Bedeutung im Rahmen der Lieferantendiversifizierung bei seinen Abnehmern erfährt.

Aufgrund der bereits geschlossenen Kontrakte für 2014 und 2015 ergibt sich bereits jetzt eine stabile Auslastung im Geschätsjahr 2014 von EUR 410 Mio. Diese Zahl beinhaltet auch schon geschlossene Handelsgeschäfte.

Darstellung der Kontraktwerte:

TEUR FY14 YTD Q2 FY14 Q3 FY14 Q4 2014 FY14 FY15
Handelsbohnen 10,733 13,163 10,130 4,527 38,552 12,491
Masse 7,948 17,386 22,712 20,702 68,747 7,616
Butter 36,122 69,236 84,903 61,516 251,777 28,251
Pulver/Kuchen 6,644 17,003 17,505 10,612 51,763 21,510
Gesamt 61,446 116,787 135,249 97,357 410,840 69,868

Die bereits zum aktuellen Zeitpunkt kontrahierten Mengen an Produkten stellen eine hohe Auslastung der Produktioskapazitäten sicher und entsprechen bereits aktuell in Bean Equivalents den im Geschäftsjahr 2013 verkauften Mengen an Produkten. Wie auch in den vergangnenen Jahren rechnet die Gesellschaft mit zusätzlichen kurzfristigen Verkäufen und daraus resultierend noch deutlichen Umsatzsteigerungen.

2. Risikobericht

Zur Deckung des physischen Bedarfs des Unternehmens an Bohnen, Masse, Butter, Pulver und Kuchen werden Terminkontrakte abgeschlossen.

Dazu tätigt die Gesellschaft insbesondere mit Transmar Commodity Group Ltd. auch Absatzgeschäfte, die zur Beschaffung kurzfristiger Liquidität, dienen sowie Arbitragegeschäfte zur Ausnutzung von Preisunterschieden im Rahmen der Kuppelproduktion.

Das Risiko von Verlusten auf Grund marktabhängiger Preis- und Währungsschwankungen soll durch den kongruenten Abschluss von Ein- und Verkaufskontrakten auf Termin (Natural Hedging) minimiert werden. Die maßgeblichen Terminmärkte für Rohstoffe in New York und London sind stark volatil, so dass es zu drohenden Verlusten kommen kann. Euromar sichert fixierte Verkaufskontrakte durch den Abschluss von kongruenten Einkaufskontrakten ab. Der Position-Report zeigt die offenen Positionen und liegt der Geschäftsführung zum Controlling permanent vor, um Preise, Währungen und Fristen verkaufs- und einkaufsseitig auszugleichen und die Risiken aus fixierten Kontrakten im Rahmen eines Macro-Hedge zu kompensieren. Die Berichterstattung gegenüber der Geschäftsführung im Rahmen des Risikocontrollings soll sicherstellen, dass Risikopositionen erfasst sind und offene Positionen im Rahmen eines vorgegebenen Limits geschlossen werden. Das Risikocontrolling sowie das Schließen der offenen Positionen aus Warenterminkontrakten obliegen der Geschäftsführung. Die Funktionstrennung zwischen Abwicklung und Kontrolle der Absicherung und Buchhaltung ist gewährleistet.

Das Währungsrisiko aus fixierten und unfixierten Einkaufs- und Verkaufskontrakten sowie das Marktpreisrisiko aus den geplanten Einkaufskontrakten werden im Rahmen von Bewertungseinheiten kompensatorisch abgebildet. Für verbleibende Risiken bestehen Rückstellungen für Bewertungseinheiten von TEUR 142 (Vorjahr EUR 1,3 Mio.).

Um die Risiken, welche sich aus der oligopolistischen Marktstruktur ergeben, zu minimieren und die sich bietenden Chancen besser nutzen zu können, hat Euromar wie bereits in den Vorjahren, die Zusammenarbeit mit den bestehenden langjährigen Zulieferern kontinuierlich ausgebaut und den bereits im Geschäftsjahr 2010 eingeschlagenen Weg konsequent weiterverfolgt, sich direkten Zugang zu Rohkakaolieferanten in west- und ostafrikanischen Ländern zu sichern (unter anderem durch Bereitstellung von Kapital zum Bohneneinkauf). Schwerpunkt im Geschäftsjahr 2013 war dabei die Intensivierung der Zusammenarbeit mit Halbfabrikateherstellern in den Ursprungsländern - insbesondere Westafrika. Unverändert verfolgte Euromar auch im Geschäftsjahr 2013 den Ausbau des direkten Zugangs zu zertifiziertem Kakao in den Anbauländern. Damit reagiert Euromar nicht nur pro aktiv auf das sich ändernde Marktumfeld. Durch die Fokussierung auf zertifizierte Kakaobohnen wird die Gesellschaft insbesondere auch direkt die Lebensumstände von tausenden von Kleinbauern in diesen Ländern verbessern und wird damit seiner sozialen Verantwortung im Rahmen seiner Position in der Wertschöpfungskette gerecht.

D. Sonstige Angaben

1. Nachhaltigkeit

Die Nachfrage für zertifizierte und nachhaltig angebaute Kakaoprodukte hat sich auch in 2013 weiter fortgesetzt. Entsprechend dazu hat Euromar konsequent den Export von zertifizierten und nachverfolgbaren Kakaobohnen und Kakaohalbfabrikaten aus ganz Afrika weiter ausgebaut. Dies beinhaltet auf der Zuliefererseite insbesondere ein Joint Venture in der Elfenbeinküste, von welchem tausende von Tonnen an zertifiziertem Kakao für den Handel und die Weiterverarbeitung bezogen wurden.

Neben dem Ausbau des zertifizierten Zulieferernetzwerks für Kakaobohnen und Kakaohalbfabrikate hat Euromar im Rahmen seiner Nachhaltigkeitsstrategie auch im Geschäftsjahr 2013 weiter in nachhaltige Projekte im Ursprungsländern investiert, unter anderem in Projekte für sauberes Wasser und im Gesundheitswesen in Ghana. In Uganda wurde der Grundstein für eine Bibliothek und ein Gemeinschaftszentrum gelegt. Weiterhin hat Euromar mit einer Non-Profit-Organisation zusammengearbeitet, um die Bereitstellung von 22.000 Büchern für diese Bibliothek zu ermöglichen, welche teilweise auch den lokalen Schulen zur Verfügung gestellt werden.

Zertifizierungsseitig hat Euromar im Geschäftsjahr 2013 auch erfolgreich die Rainforest Alliance Zertifizierung erhalten - ein Prozess welcher neben der Auditierung der Fabrik auch die Überprüfung des Managementsystems beinhaltete. Darüber hinaus hat Euromar auch erfolgreich das nachhaltige SEDEX Audit abgeschlossen, welches in Verbindung mit Nachhaltigkeit stehende Investitionen und deren Umsetzung in Firmen bewertet. Der Erhalt beider Zertifizierungen ermöglicht Euromar den weiteren Ausbau der Produktpalette für seine Kunden sowie die Zusammenarbeit mit Kunden, welche die SEDEX Zertifizierung als eine Lieferantenvoraussetzung in ihren Einkaufsrichtlinien vorsehen.

Auf Verbandsebene hat Euromar seine aktive Rolle im Leitungsgremium des UTZ Good Inside Programm beibehalten und setzt sich weiterhin aktiv dafür ein, die Menge an zertifiziertem Kakao auszubauen. Darüber hinaus ist Euromar auch aktiv in der World Cocoa Foundation tätig. Zusätzlich ist Euromar auch im Deutschen Normierungsausschuss vertreten, welcher sich auf internationaler Ebene mit der Normierung und weiteren Standar-disierung von nachhaltiger Zertifizierung in Europa beschäftigt. Zielsetzung dieses Ausschusses ist die Verabschiedung einer globalen Norm zur Zertifizierung von Kakaoprodukten in Ursprungsländern.

2. Forschung und Entwicklung

Die im Jahr 2005 gestarteten Maßnahmen zur Zertifizierung des Qualitätsmanagementsystems nach DIN EN ISO 9001 sowie HACCP nach dem Codex Alimentarius sind implementiert und weiter entwickelt worden. Das Re-Zertifizierungsaudit im November 2013 durch den TÜV Nord ergab keine wesentlichen Abweichungen, so dass EUROMAR weiterhin die Zertifikate führen kann.

Darüber hinaus wurde die Bio-Zertifizierung durch die Kontrolle der Kontrollstelle QCI DE-ÖKO-013 im Oktober 2009 erfüllt. Die Kontrolle im Juli 2013 führte zu einer Gültigkeitsverlängerung der Bescheinigung.

Für die Verarbeitung von Kakao aus nachhaltigem und zertifiziertem Anbau wurde im Jahr 2011 ein Rückverfolgbarkeitssystem gemäß den Anforderungen der UTZ CERTIFIED Good Inside chain of custody for cocoa, version 2.0 eingeführt und zertifiziert. Das von der Zertifizierungsgesellschaft LACON GmbH durchgeführte Audit im September 2013 ergab eine Zertifikatsverlängerung.

Zusätzlich wurde im Jahr 2013 die Rainforest Alliance Zertifizierung durch die Organisation NEPCon gemäß den Anforderungen Sustainable Agriculture Network erfolgreich umgesetzt.

Im November 2011 wurde Euromar nach dem BRC Standard "Globaler Standard für Le-benssicherheit" des British Retail Consortium ebenfalls vom TÜV Nord zertifiziert. Die Re-Zertifizierung nach dem Standard Version 6 im November 2013 führte basierend auf der Anzahl der festgestellten Abweichungen zu einer "B-Klassifizierung".

Das Energiemanagementsystem nach DIN ISO 50001 wurde bei Euromar bereits im Mai 2012 durch das Zertifizierungsaudit erfolgreich eingeführt. Durch die Übergabe und Erreichung des Zertifikats konnten ständige Verbesserungen der Energieeffizienz im Unternehmen erreicht werden. Es wurde eine kontinuierliche Erfassung und Speicherung von 30 Messdaten integriert mit denen aussagekräftige Energieverbrauchs-Kennzahlen erstellt und überprüft werden können. Eines der Ziele war die temperaturabhängige kaskadierte Schaltung der Kälteanlagen mit dem der monatliche Stromverbrauch um mehr als 26.000 kWh gesenkt werden konnte.

Im Geschäftsjahr 2013 wurde ein neues Forschungsprojekt eingereicht und im ersten Quartal 2014 genehmigt. Die Laufzeit des Projekts beträgt 24 Monate, beginnend ab Mai 2014.

3. Investitionsanträge 2013

Der im Geschäftsjahr 2011 eingereichte ILB 6 Antrag wurde am 4. Oktober 2012 final beschieden und hat einen Bewilligungszeitraum bis in das 3. Quartal des Jahres 2014.

Die Gesellschaft hat darüber hinaus im Dezember 2013 einen weiteren Investitionsantrag (ILB 7) eingereicht. Dieser wurde final im Mai 2014 beschieden.

4. Ereignisse nach dem Stichtag

Es ergaben sich keine besonderen Vorfälle nach dem Stichtag.

 

Fehrbellin, den 31. Mai 2014

Euromar Commodities GmbH

gez. Peter B. Johnson

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2013

EUROMAR COMMODITIES GMBH, FEHRBELLIN

AKTIVA

  31.12.2013
EUR
31.12.2012
TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 30.124.578,05 29.615
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 225.509,85 24
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 225.509,85 24
II. Sachanlagen 29.899.068,20 29.591
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.418.875,64 6.191
2. Technische Anlagen und Maschinen 13.283.453,62 13.053
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.380.056,68 1.170
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 8.816.682,26 9.177
B. UMLAUFVERMÖGEN 153.083.164,60 82.142
I. Vorräte 108.210.996,55 43.443
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 18.148.658,15 6.433
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 470.138,55 477
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 88.809.063,98 34.454
4. Geleistete Anzahlungen 783.135,87 2.079
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 43.745.742,67 38.259
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 24.277.190,07 24.615
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 8.843.303,84 3.770
3. Sonstige Vermögensgegenstände 10.625.248,76 9.874
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.126.425,38 440
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 167.988,33 324
  183.375.730,98 112.081

Passiva

   
  31.12.2013
EUR
31.12.2012
TEUR
A. EIGENKAPITAL 25.296.400,98 17.708
I. Gezeichnetes Kapital 26.596,00 27
II. Kapitalrücklage 5.000.000,00 5.000
III. Gewinnvortrag 12.681.903,45 8.851
IV. Jahresüberschuss 7.587.901,53 3.830
B. SONDERPOSTEN FÜR VEREINNAHMTE ZUSCHÜSSE 467.730,45 149
C. RÜCKSTELLUNGEN 4.989.425,13 2.113
1. Steuerrückstellungen 1.689.019,80 199
2. Sonstige Rückstellungen 3.300.405,33 1.914
D. VERBINDLICHKEITEN 152.622.174,42 92.111
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 67.149.201,20 14.701
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 83.416.741,71 57.207
3. Nachrangdarlehen 1.317.780,00 19.306
4. Sonstige Verbindlichkeiten 738.451,51 897
  183.375.730,98 112.081

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2013

  2013
EUR
2012
TEUR
1. Umsatzerlöse 523.420.689,17 493.478
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 54.059.827,21 -296
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 328.572,73 707
4. Sonstige betriebliche Erträge 9.869.289,18 15.638
5. Materialaufwand -519.226.083,46 -457.035
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -515.238.739,51 -453.069
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -3.987.343,95 -3.966
6. Personalaufwand -5.310.798,16 -5.380
a) Löhne und Gehälter -4.403.657,66 -4.530
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -907.140,50 -850
7. Abschreibungen -5.136.720,93 -5.346
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -5.136.720,93 -5.346
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -48.468.548,62 -34.310
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 798.409,52 34
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen, davon an verb. Unternehmen TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 210) -3.398.594,66 -5.002
11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 6.936.041,98 2.488
12. Außerordentliche Erträge 2.685.012,60 3.679
13. Außerordentliche Aufwendungen -60.631,83 -1.545
14. Außerordentliches Ergebnis 2.624.380,77 2.134
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.895.927,00 -581
16. Sonstige Steuern -76.594,22 -211
17. Jahresüberschuss 7.587.901,53 3.830

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2013

EUROMAR COMMODITIES GMBH, FEHRBELLIN

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss und zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierung erfolgte entsprechend den Bestimmungen des deutschen Handelsgesetzbuchs unter Beachtung der besonderen Regelungen für große Kapitalgesellschaften.

Es werden grundsätzlich Finanzinstrumente eingesetzt, um Risiken aus Fremdwährungs- und Rohstoffpreisrisiken entgegenzuwirken, die im Rahmen der laufenden Geschäftstätigkeit entstehen können. Schwebende Verkaufsgeschäfte (Grundgeschäfte) werden bei Vorliegen der handelsrechtlichen Voraussetzungen zum Ausgleich gegenläufiger Wertänderungen oder Zahlungsströme aus dem Eintritt vergleichbarer Risiken mit derivativen Finanzinstrumenten (Sicherungsgeschäften) im Rahmen von Macro-Hedges zu Bewertungseinheiten zusammengefasst.

In dem Umfang, in dem die durch die jeweilige Bewertungseinheit gebildete Sicherungsbeziehung effektiv ist, werden die sich ausgleichenden Wertänderungen aus Grundgeschäft und Sicherungsgeschäft nicht erfasst. Die Effektivität der Sicherungsbeziehung wird auf Basis der Dollar Offset-Methode beurteilt. In dem Umfang, in dem eine Sicherung ineffektiv ist, werden verbleibende Verlustüberhänge sofort in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst; ein verbleibender Gewinnüberhang bleibt dagegen unberücksichtigt.

Anlagevermögen

Die Bewertung des Anlagevermögens erfolgte zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Anschaffungsnebenkosten werden berücksichtigt.

Bei den Gegenständen des Anlagevermögens, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, sind die Anschaffungs- oder Herstellungskosten um planmäßige Abschreibungen vermindert worden. Die Abschreibungen erfolgen zeitanteilig.

Es kommen grundsätzlich folgende Abschreibungssätze zur Anwendung:

  Nutzungsdauer in Jahren Abschreibungssatz
in %
Abschreibungsmethode
immaterielle Vermögensgegenstände 3-5 20,0-33,3 linear
Wirtschaftsgebäude 5-17 5,88-20,0 linear
technische Anlagen und Maschinen 3-16 6,25-33,3 linear
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3-15 6,67-33,3 linear

Anlagenabgänge wurden zu den auf den Zeitpunkt des Ausscheidens aus dem Anlagevermögen ermittelten Restbuchwerten ausgebucht.

Für die ab 2008 angeschafften abnutzbaren, beweglichen Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, wurden Sammelposten gebildet, wenn deren Anschaffungskosten mehr als EUR 150,00 und bis EUR 1.000,00 betragen haben. Die Auflösung erfolgt mit 20 % p. a. Da der Wert der Sammelposten von untergeordneter Bedeutung ist, wurden aus Wirtschaftlichkeitsgründen die Werte für die Handelsbilanz übernommen.

Umlaufvermögen

Die Gegenstände des Umlaufvermögens sind mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet worden. Soweit der den Gegenständen am Abschlusstag beizulegende Wert niedriger ist als die Anschaffungs- oder Herstellungskosten wurden diese angesetzt.

Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind unter Berücksichtigung der Verbrauchsfolgemethode "first in - first out" zu den gewichteten Einstandspreisen aktiviert.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind mit den Herstellungskosten bewertet, die aus der Betriebsabrechnung des Berichtsjahres abgeleitet wurden.

Kakaoroh-, Kakaohalb- und Kakaofertigprodukte werden als Sicherungsinstrumente zur Absicherung von Wertschwankungen von schwebenden Verkaufskontrakten in die Bewertungseinheiten einbezogen. Zum Stichtag waren wegen hochpreisiger Warenzukäufe in den Monaten November und Dezember Wertberichtigungen auf das Vorratsvermögen in Höhe von EUR 142.343,75 notwendig.

Im Geschäftsjahr wurde für den neu hinzu gekommenen Handel mit Kakaomaschinen eine Position dafür im Umlaufvermögen in Höhe von EUR 288.667,67 bilanziell erfasst. Die Maschinen wurden mit den Anschaffungskosten angesetzt.

Sonderposten für vereinnahmte Zuschüsse

Der Posten beinhaltet vereinnahmte Investitionszuschüsse der Investitionsbank des Landes Brandenburg. Zuschüsse aus öffentlichen Mitteln, die zur Anschaffung oder Herstellung von Anlagegütern bestimmt sind, wurden entsprechend des Wahlrechts angesichts des besseren Einblicks in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in einen gesonderten Passivposten eingestellt.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Rückstellungen

Die Bewertung der Rückstellungen erfolgte in Höhe des Betrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zu deren Erfüllung notwendig ist.

Sicherungsinstrumente

Zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken schließt die Gesellschaft Devisentermingeschäfte ab und zur Absicherung von Rohstoffmarktpreisrisiken werden Warentermingeschäfte eingesetzt. Ziel des Einsatzes von Sicherungsinstrumenten ist, in Bezug auf Ergebnis und Zahlungsmittelflüsse, die Fluktuationen zu reduzieren, die sich aus Veränderungen von Wechselkursen und Marktpreisen ergeben. Ihr Einsatz erfolgt nach klar definierten Vorgaben und unterliegt strengen Kontrollen.

Die Sicherungsinstrumente haben folgende Nominalwerte und nachstehende beizulegende Zeitwerte:

in EUR Mio. Nominalwerte Marktwerte
    positiv negativ
Warentermingeschäfte 500,053 92,032 -19,401
Devisentermingeschäfte      
USD 19,031 0,000 -0,913
GBP 2,558 0,056 0,000
Insgesamt 521,642 92,088 -20,314

Die beizulegenden Zeitwerte der Sicherungsinstrumente werden mit marktüblichen Bewertungsmethoden unter Berücksichtigung der am Bewertungsstichtag vorliegenden Marktdaten (Marktwerte) ermittelt. Devisenkontrakte werden einzeln auf Basis des Austauschbetrags mit den aktuellen Marktterminkursen am Abschlussstichtag im Vergleich zu den vereinbarten Termin- bzw. Kontraktkursen bewertet. Die Marktterminkurse richten sich nach den Kassakursen unter Berücksichtigung von Terminauf- und -abschlägen.

Der Marktwert von Warenterminkontrakten wird mit den zum Bewertungsstichtag am Markt verfügbaren Kassapreisen bestimmt.

Den positiven Marktwerten der Sicherungsinstrumente stehen negative Marktwertveränderungen aus den Grundgeschäften gegenüber. Da die Sicherungs- und Grundgeschäfte in Form von Bewertungseinheiten zusammengefasst werden (vgl. nachfolgende Angaben), ist eine Rückstellung in Höhe der negativen Marktwerte der Sicherungsinstrumente nicht anzusetzen, sofern die positiven Marktwerte die negativen übersteigen.

Zum Bilanzstichtag stehen den negativen Marktwerten aus Devisentermingeschäften nicht ausreichend positive Marktwerte gegenüber. Die Ineffektivität beträgt EUR 0,9 Mio.

Bewertungseinheiten

Die ökonomisch eingegangenen Sicherungsbeziehungen werden auch im Rahmen der Bilanzierung durch handelsrechtliche Bewertungseinheiten (Macro-Hedges) abgebildet.

Zur Abbildung der sich im Rahmen einer Bewertungseinheit ergebenden gegenläufigen Wertänderungen (wirksame Teile der gebildeten Bewertungseinheiten) wird die Einfrierungsmethode angewendet.

Der Buchwert der abgesicherten Vermögensgegenstände (Vorräte) beträgt EUR 104,986 Mio. Der Umfang der schwebenden Geschäfte beträgt insgesamt EUR 380,707 Mio. und verteilt sich wie folgt:

  EUR Mio.
Schwebende Geschäfte (gesichertes Risiko) 380,7
davon Kakaopreisrisiko 381,0
davon USD Fremdwährungsrisiko -0,3
davon GBP Fremdwährungsrisiko -0,0

Die Höhe der mit Bewertungseinheiten abgesicherten Risiken beträgt EUR 43,2 Mio., d. h. in dieser Höhe wurden bis zum Abschlussstichtag negative Wert- bzw. Zahlungsstromänderungen vermieden.

Die gegenläufigen Wertänderungen der Grundgeschäfte und Sicherungsinstrumente werden sich in der Zukunft voraussichtlich in voller Sicherungshöhe ausgleichen. Die in den Bewertungseinheiten zusammengefassten Grundgeschäfte weisen hochgradig homogene Risiken auf. Bei den Sicherungsinstrumenten wird der Preis- bzw. Kursindex jeweils so gewählt, dass er mit dem Grundgeschäft übereinstimmt und die Sicherungsinstrumente somit demselben Risiko unterliegen wie die Grundgeschäfte (keine Basisrisiken). Es wird eine hohe Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung erwartet. Die Wertänderungen der Grundgeschäfte sind bis zum Laufzeitende gesichert.

Zur Bestimmung der prospektiven Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung wird die Critical Term Match Methode angewendet. Soweit die bewertungsrelevanten Parameter von Grund- und Sicherungsgeschäft übereinstimmen, kann von einer hinreichenden Effektivität ausgegangen werden. Zusätzlich wird auf das dokumentierte, angemessene und funktionsfähige Risikomanagementsystem der Euromar verwiesen.

Zur rechnerischen Ermittlung des Betrags der bisherigen Unwirksamkeit wird die Dollar-Offset-Methode in kumulierter Form angewendet. Bei der Dollar-Offset-Methode werden die kumulierten Marktwertänderungen der Grundgeschäfte mit den kumulierten Marktwertänderungen der Sicherungsinstrumente ab dem Designierungszeitpunkt in absoluten Geldbeträgen miteinander verglichen. Der Dollar-Offset-Test wird zu jedem Abschlusstermin durchgeführt.

Ineffektivitäten werden erfasst, wenn sich aus den kumulierten Wertänderungen der Grundgeschäfte und den kumulierten Wertänderungen der Sicherungsinstrumente per Saldo ein Nettoverlust ergibt. In diesem Fall wird in Höhe des Nettoverlusts eine Drohverlustrückstellung gebildet. Eine Gewinnspitze bleibt unberücksichtigt. Zum 31. Dezember 2013 wurde eine Rückstellung für Bewertungseinheiten in Höhe von EUR 1,3 Mio. für Ineffektivitäten im Bereich der Devisentermingeschäfte gebildet.

Währungsumrechnung

Fremdwährungspositionen wurden mit dem Devisenkassamittel am Abschlussstichtag bewertet. Bei Restlaufzeiten von einem Jahr oder weniger erfolgt eine ergebniswirksame Stichtagsbewertung der nicht realisierten Kurseffekte. Nicht realisierte Kursverluste sind im Jahr 2013 nicht zu verzeichnen.

Änderung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie Durchbrechungen der Ausweisstetigkeit im Anhang

Die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden grundsätzlich beibehalten. Die Methode der erstmalig in 2011 in Bewertungseinheiten zusammengefassten angesetzten Wertänderungen aus schwebenden Verkaufsgeschäften (Grundgeschäfte) mit gegenläufigen Wertänderungen aus schwebenden Beschaffungsgeschäften sowie bilanziertem Vorratsvermögen (Sicherungsgeschäfte) nach § 254 HGB wurde in 2013 fortgeführt. Ebenfalls wurde die erstmals in 2012 erfolgte Hinzunahme von unfixierten Einkaufs- und Verkaufskontrakten weiterhin angewandt. Auf die oben aufgeführten Erläuterungen zum Ansatz von Bewertungseinheiten wird verwiesen.

Aufgrund von Veränderungen des Kreises der mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen werden Darlehensbeziehungen, die im vergangenen Jahr unter den "Sonstigen Vermögensgegenständen" ausgewiesen worden sind, in diesem Jahr abweichend unter den "Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen" gezeigt. Die Lieferungs- und Leistungsbeziehungen zu verbundenen Unternehmen werden unverändert als Forderungen bzw. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen.

II. Angaben zu einzelnen Posten des Jahresabschlusses

Anlagevermögen

Hierzu wird auf den nachstehenden Anlagespiegel verwiesen.

Anlagenspiegel

EUROMAR Commodities GmbH

Bilanzposten Anschaffungs- und Herstellungskosten
  Stand 01.01.2013 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand 31.12.2013
A. Anlagevermögen          
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Kozessionen, gewerbliche Schutzrechte 624.999,42 19.750,00 202.421,83 0,00 847.171,75
  624.999,42 19.750,00 202.421,83 0,00 847.171,75
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.719.645,37 36.376,86 635.521,40 0,00 9.391.543,63
2. technische Anlagen und Maschinen 36.996.700,93 428.356,72 4.714.303,71 2.981.137,59 39.158.223,77
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.493.019,47 212.464,67 271.726,49 23.009,24 2.954.201,39
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 9.176.707,64 6.031.663,55 -5.823.973,43 567.715,50 8.816.682,26
  57.386.073,41 6.708.861,80 -202.421,00 3.571.862,33 60.320.651,05
  58.011.072,83 6.728.612,30 0,00 3.571.862,33 61.167.822,80
Bilanzposten Abschreibungen
  Stand 01.01.2013 Abschreibungen Abgänge Stand 31.12.2013
A. Anlagevermögen        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Kozessionen, gewerbliche Schutzrechte 600.609,00 21.052,90 0,00 621.661,90
  600.609,00 21.052,90 0,00 621.661,90
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.528.770,96 443.897,03 0,00 2.972.667,99
2. technische Anlagen und Maschinen 23.943.548,70 4.398.123,84 2.466.902,39 25.874.770,15
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.322.867,55 273.647,16 22.370,00 1.574.144,71
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  27.795.187,21 5.115.668,03 2.489.272,39 30.421.582,85
  28.395.796,21 5.136.720,93 2.489.272,39 31.043.244,75
Bilanzposten Buchwerte
  Stand 31.12.2013 Vorjahr
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Kozessionen, gewerbliche Schutzrechte 225.509,85 24.390,42
  225.509,85 24.390,42
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.418.875,64 6.190.874,41
2. technische Anlagen und Maschinen 13.283.453,62 13.053.152,23
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.380.056,68 1.170.151,92
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 8.816.682,26 9.176.707,64
  29.899.068,20 29.590.886,20
  30.124.578,05 29.615.276,62

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen werden grundsätzlich mit ihrem Nominalbetrag angesetzt. Erforderliche Einzelwertberichtigungen wurden im Geschäftsjahr in Höhe von TEUR 12.234 (Vorjahr TEUR 432) durchgeführt.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Aufgrund von Umstrukturierungen auf Gesellschafterebene hat sich der Kreis der mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr geändert. Darlehensbeziehungen mit Unternehmen, die im letzten Jahr unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen wurden, werden im Geschäftsjahr als Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen. Die Forderungen aus Lieferungs- und Leistungsbeziehungen mit verbundenen Unternehmen werden unverändert unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen.

Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind TEUR 6.706 Forderungen gegen verbundene Unternehmen.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen die infolge der Brandschäden gegenüber der Versicherung reklamierten und von der Gesellschaft vorfinanzierten Schadensersatzansprüche für Sach- und Ertragsausfallschäden in Höhe von TEUR 2.626, Forderungen gegenüber Kreditoren in Höhe von TEUR 3.179, Forderungen an das Finanzamt für Investitionszulagen in Höhe von TEUR 1.415 und aus Vorsteuerüberhang in Höhe von TEUR 2.023.

Rechnungsabgrenzungsposten

Rechnungsabgrenzungen wurden in Höhe von TEUR 168 bilanziert.

Eigenkapital

Die Kapitalrücklage beinhaltet freiwillige Zuzahlungen der Gesellschafterin in das Eigenkapital.

In 2013 erfolgte eine zusätzliche Kapitalerhöhung durch Darlehensverzicht der Gesellschafterin in Höhe von EUR 2.635.012,60, die entsprechend der Vorgehensweise des Vorjahres außerordentlich und steuerneutral erfolgswirksam zugeführt wurde und damit den Bilanzgewinn erhöht.

Sonderposten für vereinnahmte Zuschüsse

Der Sonderposten für vereinnahmte Zuschüsse ist im Berichtsjahr auf EUR 467.730,45 gestiegen (Vorjahr EUR 148.853,12), da die Gesellschaft neue Fördermittel der Investitionsbank des Landes Brandenburg erhalten hat. Die planmäßige Auflösung des Sonderpostens erfolgt grundsätzlich analog zum Verlauf der Abschreibungen für die bezuschussten Wirtschaftsgüter. Der Ausweis der Auflösung erfolgte unter dem Posten "sonstige betriebliche Erträge". Im Berichtsjahr musste die Gesellschaft Zuschüsse aus vergangenen Jahren zurückzahlen.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt:

  Stand 01.01.2013
EUR
Inanspruchnahme
EUR
Zuführung
EUR
Stand 31.12.2013
EUR
Ausstehende Lieferantenrechnungen 417.260,21 6.146.593,51 7.496.217,39 1.766.884,09
Jahresabschlussprüfung 102.200,00 139.300,00 167.300,00 130.200,00
Bewertungseinheiten 1.319.711,25 1.319.711,25 1.359.359,35 1.359.359,35
Urlaub 74.942,14 75.047,60 44.067,35 43.961,89
  1.914.113,60 7.680.652,36 9.066.944,09 3.300.405,33

Verbindlichkeiten

Zur Zusammensetzung aller Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten und nach Art der Sicherheit wird auf den nachstehenden Verbindlichkeitsspiegel (in TEUR) verwiesen.

Verbindlichkeitenspiegel

mit einer Restlaufzeit von

Verbindlichkeiten Gesamtbetrag
TEUR
bis zu 1 Jahr
TEUR
1 bis 5 Jahren
TEUR
mehr als 5 Jahren
TEUR
gesicherte Beträge
TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 67.149 54.824 8.560 3.765 67.149
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistunge 83.417 83.417 - - -
3. Nachrangdarlehen 1.318 406 912 - -
4. sonstige Verbindlichkeite 738 738 - - -
- davon aus Steuern 160 160 - - -
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit - - - - -

Die Besicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erfolgt über eine Grundschuld in Höhe von TEUR 15.000 auf dem Betriebsgrundstück, die Sicherungsübereignung des Maschinenparks und die Vorausabtretung der Rechte gegenüber dem Versicherer des Gebäudes und des Maschinenparks. Des Weiteren dienen die Warenbestände als Besicherung.

Nachrangdarlehen

Bei den Nachrangdarlehen handelt es sich um Darlehen der ILB, zu denen die Gesellschafterin erklärt, im Rang quotal hinter den Darlehen gegenüber Kreditinstituten zurück zu treten.

Angaben zu den Umsatzerlösen nach § 284 Nr. 4 HGB

Die Umsatzerlöse teilen sich nach Produktgruppen wie folgt auf:

  2013
TEUR
2012
TEUR
Bohnen 92.814 80.202
Masse 85.000 120.076
Butter 224.931 170.113
Pulver 56.551 61.530
Kuchen 13.678 36.663
Schalen 208 227
Handel Kakaomaschinen 6.416 0
Sonstige 43.823 24.667
  523.421 493.478

Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach geographischen Märkten zeigt folgendes Bild:

  2013
TEUR
2012
TEUR
Nordamerika 103.519 154.723
Westeuropa 225.706 157.963
Deutschland 106.326 97.953
Osteuropa 82.975 68.404
Asien 3.481 2.875
Übersee 0 10.092
Afrika 200 273
Südamerika 1.214 1.195
  523.421 493.478

Außerordentliche Erträge und außerordentliche Aufwendungen

Das außerordentliche Ergebnis beträgt insgesamt TEUR 2.624, vorrangig durch die erfolgswirksame Umwandlung eines bestehenden Nachrangdarlehens der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 2.000 in Kapital. Die dazugehörigen Zinsen von TEUR 635 aus Vorjahren sind durch Zinsverzicht ebenfalls als außerordentlicher Ertrag eingeflossen.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betragen im abgelaufenen Geschäftsjahr TEUR 1.896. Das außerordentliche Ergebnis beinhaltet nicht steuerpflichtige Gesellschaftereinlagen in Höhe von TEUR 2.635. Das verbleibende steuerpflichtige außerordentliche Ergebnis führt zu einer Minderung der Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von TEUR 30.

III. Sonstige Angaben zum Jahresabschluss

Haftungsverhältnisse

Im Rahmen der im abgelaufenen Geschäftsjahr erfolgten Refinanzierung bestehender Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden Sicherheiten für Verbindlichkeiten der Gesellschafterin in Form einer Grundschuld sowie der Sicherungsübereignung von technischen Anlagen gestellt. Des Weiteren wurde das entsprechende Darlehen von nominell EUR 15 Mio. als Verbindlichkeit in die Bilanz der Gesellschaft überführt und ist durch diese zu tilgen.

Die Gesellschaft ist gegenüber der Commerzbank AG in eine selbstschuldnerische Höchstbetragsbürgschaft in Höhe von TEUR 650 zu Gunsten eines Investitionsdarlehens der GC Real Estate eingetreten.

Angaben zum Versicherungsschutz

Es besteht umfassender Versicherungsschutz für Feuer, Betriebshaftpflicht, Betriebsunterbrechung, Sach- und Umweltschäden. Die Jahresprämie beträgt TEUR 451 (Vorjahr TEUR 479).

Die Produkthaftpflicht ist innerhalb der Betriebshaftpflicht mitversichert. Alle Bestände in den Euromar zur Verfügung stehenden Warenlagern sind mit insgesamt EUR 30 Mio. versichert.

Es besteht eine Warenkreditversicherung zur Besicherung aller Forderungen gegenüber Lieferkunden. Die Jahresprämie ist auf TEUR 442 (Vorjahr TEUR 43) beziffert.

Angaben zu sonstigen finanziellen Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3 a HGB

Aus Investitionen besteht ein Bestellobligo in Höhe von TEUR 3.932. Für Einkäufe an Betriebs- und Hilfsstoffen sowie Ersatzteilen besteht zum Ende des Jahres ein Bestellobligo in Höhe von TEUR 122.

Aus fixierten Warenterminkontrakten besteht ein Bestellobligo in Höhe von TEUR 266.685. Aus den zu Finanzierungszwecken veräußerten Kakaobohnen und Kakaomasse wurden Euromar Waren im Wert von TEUR 32.631 zum Rückkauf angedient. Eine Verpflichtung zum Rückkauf besteht nicht. Aus Gebäudemietverträgen ergab sich eine monatliche Belastung von EUR 6.000. Die daraus resultierende jährliche Belastung stellt sich wie folgt dar:

  TEUR
2014 72
2015 72
2016 72

Aus fünfzehn Leasingverträgen resultieren folgende jährliche Belastungen:

  TEUR
2014 67
2015 49
2016 41
2017 21

Angaben zu den Arbeitnehmern nach § 285 Nr. 7 HGB

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer beträgt 146 (Vorjahr 133) und teilt sich wie folgt auf:

  2013 2012
Angestellte:    
- weiblich 25 25
- männlich 31 28
gewerbliche Arbeitnehmer:    
- weiblich 10 11
- männlich 80 69

Gewinnverwendung

Zur Gewinnverwendung wird die Geschäftsführung der Gesellschafterversammlung folgende Beschlussvorlage unterbreiten:

  2013
EUR
2012
EUR
Gewinnvortrag 12.681.903,45 8.851.475,09
Jahresüberschuss 7.587.901,53 3.830.428,36
Einstellung in den Gewinnvortrag 20.269.804,98 12.681.903,45

Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin bestehen nicht.

Das von der Gesellschafterin in 2012 durch Schuldbeitritt übernommene Darlehen wurde im Geschäftsjahr durch ein mit Buchgrundschulden gesichertes Darlehen der Commerzbank in Höhe von TEUR 15.000 ausgelöst. TEUR 535 wurde hierauf getilgt. Im Zuge der Darlehensübernahme in 2012 wurde mit der Gesellschafterin eine Kontokorrentabrede getroffen, aus der im Geschäftsjahr Forderungen gegen die Gesellschaft in Höhe von TEUR 5.127 resultieren.

Angaben zu marktunüblichen Geschäften mit nahestehenden Unternehmen nach § 285 Nr. 21 HGB

Die Muttergesellschaft Euromar L.L.C., New Jersey, USA, hat im Geschäftsjahr auf ein Nachrangdarlehen über TEUR 2.000 zzgl Zinsen in Höhe von TEUR 635 verzichtet. Der Darlehensverzicht wurde erfolgswirksam als außerordentlicher Ertrag erfasst und erhöht den Bilanzgewinn.

Die Gesellschaft gewährt der Muttergesellschaft Euromar L.L.C., New Jersey, USA, ein Kontokorrentdarlehen über TEUR 5.127. Das Darlehen hat eine Laufzeit bis zum 31. März 2017 und wird mit LIBOR + 10,5 % verzinst.

Die Gesellschaft hat aus der Veräußerung von Maschinen an die Morristown Group LLC, New Jersey, USA, einen Erlös von TEUR 3.300 erzielt, der in voller Höhe ertragswirksam wurde. Den veräußerten Maschinen sind Anschaffungskosten zuzuordnen, die über den Wareneinsatz erfasst wurden.

Angaben zur Geschäftsführung

Geschäftsführer ist:

- Johnson, Peter B., Neuruppin (Deutschland) - alleinvertretungsberechtigt -

Angaben zu den Bezügen nach § 285 Nr. 9 a HGB

Die Gesellschaft macht von der Ausnahmevorschrift des § 286 (4) HGB Gebrauch.

Angaben zu Organkrediten nach § 285 Nr. 9 c HGB

Seit dem 1. Januar 2008 wird dem Geschäftsführer Herrn Peter B. Johnson durch die Gesellschaft ein Arbeitgeberdarlehen in Höhe von bis zu TEUR 500 gewährt, welches zum Abschlussstichtag in Höhe von EUR 0,00 in Anspruch genommen wurde. Das Darlehen ist zeitlich nicht beschränkt. Der Geschäftsführer ist berechtigt, das Darlehen ganz oder teilweise zu tilgen. Temporäre Tilgungsraten wurden nicht vereinbart. Das Darlehen kann von der Gesellschaft erst nach Beendigung der Geschäftsführerstellung gekündigt werden. In diesem Fall ist eine Kündigungsfrist von 6 Monaten vorgesehen.

Zinsen werden monatlich berechnet und sind bei Beendigung des Darlehens zur Zahlung fällig. Für die gesamte Laufzeit ist ein variabler Zinssatz in Höhe des jeweils zuletzt veröffentlichten Effektivzinssatzes für Neugeschäfte bzw. Konsumentenkredite der Deutschen Bundesbank abzüglich eines Abschlags von 4 % vereinbart. Sollte dieser Zinssatz unterhalb des Mindestzinssatzes von 5 % liegen, wird der Zinssatz von 5 % angewendet.

Prüferhonorar

Insgesamt sind für den Abschlussprüfer ETL AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Zweigniederlassung Hannover, für Abschlussprüfungsleistungen Honorare in Höhe von TEUR 167 im Aufwand erfasst worden.

Für sonstige Leistungen wurden TEUR 3 im Aufwand erfasst.

Angaben nach § 285 Nr. 14 HGB

Bei dem Mutterunternehmen handelt es sich um Euromar Commodities L.L.C. mit Sitz in Somerville, New Jersey, USA.

 

Fehrbellin, den 31. Mai 2014

Euromar Commodities GmbH

gez. Peter B. Johnson

Angaben zur Feststellung

Der Jahresabschluss wurde am 8. September 2014 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS

"Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Euromar Commodities GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2013 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bilds der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."

 

Hannover, 2. Juni 2014

ETL AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Zweigniederlassung Hannover

Hille Behrens, Wirtschaftsprüferin

ppa. DR. UNIV. Dirk Wilters, Wirtschaftsprüfer

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