Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 170804
Vorher
AXIS Engineering AG
Eingetragen
20.11.2007
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieIngenieurbüros für Fachplanung von technischer GebäudeausrüstungIngenieurbüros für Fachplanung von sonstigen technischen Anlagen
Gegenstand
Beratung, Entwicklung und Realisierung von Projekten im Ingenieurwesen einschließlich technischer sowie administrativer Unterstützung, insbesondere im Bereich Informationstechnologie, Elektrotechnik und Konstruktionstechnik sowie im Umfeld zu diesen Technologien sowie Personalberatung im Ingenieurwesen.

Historie

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Management

NameRolle
Carolin Gerling
seit 22.6.2011
Prokura
Amir Hossein Roughani
seit 20.11.2007
Vorstandsmitglied

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Konzern- und Jahresabschlüsse

VISPIRON AG

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010

Lagebericht

A. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Die globale Konjunktur hat sich im Jahre 2010 deutlich erholt. Die wirtschaftliche Lage verbesserte sich von Monat zu Monat kontinuierlich. Der ifo-Gechäftsklima-Index verdeutlicht diese Entwicklung. Zu Beginn des Geschäftsjahres 2010 notierte der Index für das Geschäftsklima bei 99,4 Punkten. Zum Ende des Geschäftsjahres lag er bei 114.4 Punkten.

Die weltweite Wirtschaftsleistung zeigte ebenfalls einen deutlichen Aufwärtstrend. Nachdem sie in 2009 laut Herbstgutachten 2010 um 1,9 Prozent zurück ging, betrug das Wachstum des globalen Bruttoinlandsprodukts +3,9 %. Das Wachstum war vor allem auf die dynamische wirtschaftliche Entwicklung der Schwellenländer in Asien und Südamerika, auf die positiven Auswirkungen der staatlichen Konjunkturprogramme und auf den Wiederaufbau industrieller Lagerbestände zurückzuführen. Weitere Wachstumsimpulse resultierten aus der weltweit anziehenden Investitionsgüternachfrage und aus der spürbaren Belebung des internationalen Handels, welche insbesondere den exportorientierten Volkswirtschaften wie Deutschland und Japan eine schnelle Erholung ermöglichte.

Die deutsche Wirtschaft erlebte in 2010 mit einem Wachstum von 3,6% einen deutlichen Aufschwung und fungierte in der Europäischen Union als Wachstumstreiber.

Auch die Zahl der Arbeitslosen lag laut der Bundesagentur für Arbeit niedriger als im Vorjahr.

Engineering Markt

Seit Mitte 2010 hatten laut einer Lünendonk-Studie die führenden Anbieter von Technologie-Beratung und Engineering Services die Finanz- und Wirtschaftskrise für ihre Branche weitgehend überwunden. So vergibt die Automobil-Industrie wieder verstärkt Aufträge an externe Dienstleister. Treiber für diese Aufträge ist der hohe Bedarf an Ressourcen, um den Entwicklungs-Rückstand im Bereich von Antriebstechnologien wie Hybrid-Motoren oder Elektromobilität rasch zu schließen.

Weil die OEMs neue Produktionsstätten in China und anderen Ländern Asiens aufbauen, sind Auswirkungen auf die Methoden und die Leistungstiefe in der Forschung und Entwicklung sowie beim produktionsnahen Engineering absehbar. Für den Zeitraum von 2010 bis 2015 rechnet die Lünendonk-Studie 2010 mit durchschnittlich einem jährlichen Wachstum von 7,1 %.

Auch für die langfristige Entwicklung von 2015 bis 2020 sind die Erwartungen laut der Studie hoch: So prognostizieren die Unternehmen jährliche Wachstumsraten von 6,5 %.

Automobilindustrie

Die Automobilindustrie ist der größte Wirtschaftszweig Deutschlands. Mit einem Umsatz von 317 Mrd. EUR leistete die Branche 2010 gut 20 Prozent des Gesamtumsatzes der deutschen Industrie (Angabe lt. VDA).

Die Automobilindustrie entwickelte sich im Jahre 2010 als Konjunktur-Lokomotive. Im abgelaufenen Jahr erzielte die deutsche Automobilindustrie Umsätze in Höhe von mehr als 317 Mrd. EUR (+20 Prozent). Dabei stammten 118 Mrd. EUR aus dem Inlandsgeschäft (+5 Prozent), knapp 200 Mrd. EUR setzen die Unternehmen auf den Auslandsmärkten um. Die Bedeutung der Auslandsaktivitäten hat sich in den letzten Jahren weiter verstärkt. 1996 erzielten die Unternehmen der deutschen Automobilindustrie letztmals mehr Umsatz auf dem Inlands- als auf dem Auslandsmarkt, seither ist der Anteil auf aktuell nur noch 37 Prozent zurückgegangen (VDA).

Luftfahrtindustrie

Die Luftfahrtindustrie verzeichnet ebenfalls einen Aufwärtstrend. Bereits im Jahr 2009, das stark von der globalen Krise bestimmt war, erhöhten sich laut BDLI (Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie e.V.) die Umsätze in der deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie im Vergleich zum Vorjahr um vier Prozent auf 23,7 Mird. EUR. 2010 zog die weltweite Nachfrage weiter an. Ähnlich wie die Automobilindustrie ist auch die Luftfahrtindustrie ein Technologietreiber. Hohe, neue Marktanforderungen - wie z.B. effizientere und umweltfreundliche Flugzeuge - bieten für Entwicklungsdienstleister sehr gute Wachstumsmöglichkeiten.

2. Wirtschaftliche Entwicklung VISPIRON

Die konjunkturellen und branchenspezifischen Rahmenbedingungen haben bei der VISPIRON zu einer positiven wirtschaftlichen Entwicklung geführt. Mit einem Umsatz von 18,0 Mio. EUR (Vj. 15,0 Mio. EUR) konnte ein Wachstum von rund 20 % erzielt werden. Damit wurde das geplante Umsatzziel erreicht. Mit einigen Neukunden wie der Volkswagen AG konnten wichtige Fortschritte für die weitere Expansion erreicht werden. Der Bereich Automotive ist weiterhin der Kernumsatzbereich der VISPIRON. Im Bereich des Flottenmanagements konnten im Geschäftsjahr 2010 die ersten größeren Bestandskunden gewonnen und erstmals ein Umsatz über 100 TEUR erzielt werden.

Das EBT (vor Gewinnabführung) liegt mit 1,7 Mio. EUR deutlich über dem Wert des Vorjahres (0,5 Mio. EUR). Der Rohertrag ist von 7,8 Mio. EUR auf 9,9 Mio. EUR angestiegen. Entsprechend dazu stiegen die Personalkosten und sonstigen Kosten im Geschäftsjahr wieder an.

Der von der VISPRION ROTEC GmbH abgeführte Gewinn beläuft sich auf 662 TEUR (Vj. 345 TEUR). Der deutliche Anstieg ist unter anderem auf das Umsatzwachstum im Bereich der Automobilindustrie am Ende des Geschäftsjahres 2010 zurückzuführen. Erstmals in der Unternehmensgeschichte überstieg dabei der Auslandsumsatzanteil den inländischen.

3. Investition und Finanzierung

Die Finanzierung des laufenden Geschäftsbetriebes der Gesellschaft erfolgt ausschließlich durch Eigenkapital. Darüber hinaus steht der VISPIRON eine zum Ablauf des Geschäftsjahres nicht in Anspruch genommene Kreditlinie zur Verfügung, die im Laufe des Geschäftsjahres erhöht werden konnte. Die Eigenkapitalquote liegt mit 31,1 % etwa auf dem Vorjahresniveau mit 32,5 %. Grund für die leichten Rückgang ist die in 2010 um rd. 0,5 Mio. EUR höhere Bilanzsumme.

Die Investition und Weiterentwicklung des im Jahre 2009 erworbenen Fahrtenbuchsystems wurde auch im Jahre 2010 aus dem eigenen operativen Cash flow finanziert.

Zur Finanzierung des Kaufs von 100% der Anteile an der VISPIRON ROTEC GmbH (München) wurden Fremdmittel aufgenommen. Zum 31.12.2010 belief sich der Darlehensstand auf 2,0 Mio. EUR (Vj. 2,6 Mio. €). Hiervon sind 1,0 Mio. € im Jahr 2011 zu tilgen. Weiterhin wurde der Kaufpreis teilweise durch den Verkäufer gestundet. Das Restdarlehen von 0,8 Mio. € ist je zur Hälfte in den Jahren 2011 und 2012 zur Rückzahlung fällig.

4. Mitarbeiter

Hochqualifizierte und engagierte Mitarbeiter sind ein wesentlicher Erfolgsfaktor für das Unternehmen. Ziel ist es, neue qualifizierte Mitarbeiter für das Unternehmen zu gewinnen und das Wissen und die Erfahrung jedes einzelnen Mitarbeiters optimal zu nutzen und zu förderen.

Festangestellte Mitarbeiter VISPIRON

Ende des Jahres waren 141 Mitarbeiter fest bei der VISPIRON angestellt (Vj. 116). Neben der Neueinstellung qualifizierter Projektmitarbeiter liegt der Schwerpunkt der Mitarbeitergewinnung weiterhin im Ausbau des Key Account Managements, da hier die Basis für das weitere Wachstum gelegt wird. Gezielte Maßnahmen an und mit Hochschulen um Hochschulabsolventen fürs Unternehmen zu gewinnen werden permanent umgesetzt.

Die aufgrund der angespannten Wirtschaftslage notwendigen Einführung der Kurzarbeit konnte zwischenzeitlich wieder aufgehoben werden, so dass sämtliche Mitarbeiter in einer Vollbeschäftigung stehen.

Durch die allgemeine Situation des "Fachkräftemangels" ist es schwierig, die offenen und ausgeschriebenen Projekte mit qualifiziertem Personal zu besetzen.

Freiberufliche Mitarbeiter VISPIRON

VISPIRON hat sich systematisch den Zugang zu über 60.000 freiberuflichen Experten geschaffen. Diese Basis wird weiter ausgebaut. Die Experten unterstützen VISPIRON in den Bereichen Informationstechnologie, Engineering, Konstruktion und SAP. Die Partner (freiberufliche Mitarbeiter) der VISPIRON bringen durchschnittlich 8 Jahre Projekterfahrung mit und verfügen über fundiertes Wissen in ihrem Fachgebiet.

Die Aufwendungen für festangestellte und freiberufliche Mitarbeiter bilden mit rund 85 % an der Gesamtleistung wie in den Vorjahren den größten Kostenblock bei VISPIRON.

5. Beteiligungen

Die VISPIRON Engineering GmbH, Schweiz, ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der VISPIRON AG. Durch die schweizer Gesellschaft ist die VISPIRON AG in der Lage, die Schweizer Kunden vor Ort zu betreuen. Im Jahre 2010 hat die Gesellschaft einen Umsatz in Höhe von 203 T€ Schweizer Franken erzielt.

Zum 01.01.2008 hat die VISPIRON AG 100% der Anteile an der VISPIRON ROTEC GmbH übernommen. Die Gesellschaft entwickelt, produziert und vertreibt Messtechnik für Dreh- und Schwingungsanalysen. Mit 14 Mitarbeitern wurde in 2010 ein Umsatz in Höhe von 2,6 Mio. EUR erzielt. Das EBT lag bei 662 TEUR.

Im September 2008 wurde die VISPIRON ENERGY GmbH gegründet. Die VISPIRON ENERGY erbringt Test- und Engineering-Leistungen für Photovoltaik-Komponenten und Systeme. In 2010 wurde ein Umsatz von 138 TEUR erzielt. Der EBT ist mit 29 TEUR positiv.

Im Dezember 2009 wurde die VISPIRON PV-TEC GbmH gegründet, an der die VISPIRON AG zunächst 74,9 % der Anteile hielt. Ende Dezember 2010 wurden die restlichen 25,1 % hinzuerworben. Die Geschäftstätigkeit der VISPIRON PV-TEC ist die Entwicklung und Vermarktung von Photovoltaik-Technologien und der dazugehörigen Beratungsdienstleistungen. Im ersten operativen Jahr der PV-TEC lag der Umsatz bei 50 TEUR bei einem Jahresfehlbetrag von 5 TEUR.

B. Ertragslage

Die VISPIRON AG erzielte im Geschäftsjahr 2010 ein im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessertes positives Ergebnis von 1,7 Mio. EUR (Vj. 0,5 Mio. EUR). Ursächlich für den Ergebnisanstieg war die allgemein anziehende Konjunktur, die zu einem Anstieg des Umsatzes sowohl bei der VISPIRON AG als auch bei der VISPIRON ROTEC GmbH geführt hat. Letztere brachte für das Geschäftsjahr 2010 einen im Vergleich zum Vorjahr fast doppelt so großen Gewinn in die VISPIRON ein. Auch der erfolgte Aufbau des Key Account Managements führte zu einem deutlichen Anstieg des Umsatzes.

C. Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme hat sich im Berichtszeitraum auf 10,9 Mio. EUR erhöht (Vj. 10,3 Mio. EUR).

Eine Ursache für die Erhöhung der Bilanzsumme liegt im Aufbau der Forderungen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden um 0,8 Mio. EUR aufgebaut, die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind um 0,3 Mio. EUR angestiegen.

Das Eigenkapital betrug weiterhin 3,4 Mio. EUR. Die Eigenkapitalquote liegt bei 31,1 %. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen zum 31.12.2010 noch in Höhe von 1,93 Mio. EUR (Vj. 2,66 Mio).

Die Rückstellungen (487 TEUR, Vj. 535 TEUR) betreffen wie im Vorjahr vollumfänglich die sonstigen Rückstellungen, da im Rahmen des körperschaftssteuerlichen Organschaftverhältnisses mit der Muttergesellschaft VEYTRON GmbH keine Ertragsteuern abzuführen sind.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen lagen mit 1,2 Mio. EUR über dem Vorjahresniveau (1,0 Mio. EUR). Die Verbindlichkeiten im Verbund (1,4 Mio. EUR, Vj. 0,65 Mio. EUR) sind um 0,75 Mio. EUR angestiegen. Dies resultiert insbesondere aus der Gewinnabführung zur Muttergesellschaft VEYTRON GmbH. In den sonstigen Verbindlichkeiten (1,5 Mio. EUR) sind Verpflichtungen für den Kaufpreis der VISPIRON ROTEC GmbH von 0,76 Mio. EUR enthalten.

D. Nachtragsbericht

Bedeutsame Vorgänge nach dem Schluss des Geschäftsjahres, die das durch den Jahresabschluss tatsächlich vermittelte Bild beeinflussen, waren wie folgt zu verzeichnen:

Aufgrund des Verschmelzungsvertrages vom 15.06.2011 sowie der Beschlüsse der Gesellschafterversammlung sind die VISPIRON ENERGY GmbH und die VISPIRON PV-TEC GmbH auf die VISPIRON AG verschmolzen. Die Eintragung in das Handelsregister erfolgte am 28.06.2011.

E. Risikobericht

Risikoberichterstattung zu Finanzinstrumenten

Die VISPIRON AG tätigt ihre operativen Geschäfte ausschließlich in Deutschland und der Schweiz. Im Folgenden werden die Risiken, bestehend aus Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus zukünftigen Zahlungsstromschwankungen und das Risikomanagement näher beschrieben:

Preisänderungsrisiken

Preisänderungsrisiken umfassen Währungsrisiken, Zinsrisiken sowie Marktrisiken.

Währungsrisiken bestehen nicht, da die Gesellschaft ihre Finanztransaktionen ausschließlich in der EUR-Währung abwickelt. Das in Schweizer Franken abgewickelte Auftragsvolumen und die möglichen Währungsschwankungen zwischen dem EUR und dem Schweizer Franken sind unerheblich und können daher vernachlässigt werden.

Marktrisiken, d. h. Wertveränderungen der Finanzinstrumente (Fair Value Risiko) bzw. Zinsrisiken auf Grund von Marktzinssatzänderungen bei den Finanzanlagen werden derzeit als gering eingeschätzt.

Zinsrisiken bestehen aufgrund der Inanspruchnahme von Darlehen mit variablem Zinssatz. Von den der Gesellschaft zur Verfügung stehenden Darlehen ist eine Tranche von 0,53 Mio. EUR mit einem festen Zinssatz bis Ende 2012 ausgestattet. Durch die vereinbarten Tilgungen wird sich das Darlehen bis Ablauf der Zinsbindung auf einen Saldo von 264 TEUR reduzieren. Es ist geplant, den Restsaldo dann zurückzuführen. Das Zinsänderungsrisiko kann für dieses Darlehen vernachlässigt werden. Ebenso für eine Tranche in Höhe von 0,9 Mio. EUR. Dieses ist mit einem festen Zinssatz bis September 2011 ausgestattet. Zum 30.09.2011 wird dieser Betrag von der VISPIRON getilgt sein.

Das verbleibende Darlehen in Höhe von 0,5 Mio. EUR ist mit einem variablen Zinssatz ausgestattet (Marktzinssatz zuzüglich Bankmarge). Die Refinanzierung erfolgt in der Regel in Tranchen zu drei bzw. sechs Monaten. Ein Anstieg des Zinsniveaus um einen Prozentpunkt würde die Finanzierungskosten der VISPIRON um 5 TEUR erhöhen. Diese Zinsänderungsrisiko wird als nicht erheblich und daher vernachlässigbar angesehen.

Ausfall- und Liquiditätsrisiken, Risiken aus Zahlungsstromschwankungen

Für die Gesellschaft besteht ein Ausfallrisiko (Kreditrisiko) dahingehend, dass der Wertansatz der Vermögenswerte beeinträchtigt werden könnte, wenn die Geschäftspartner ihren Verpflichtungen nicht bzw. nicht in voller Höhe nachkommen. Das maximale Ausfallrisiko umfasst daher imWesentlichen die bilanzierten Vorräte und Kundenforderungen.

Zur Minimierung der Ausfallrisiken bei Kundenforderungen werden Geschäfte nur mit Kunden guter Bonität bzw. unter Einhaltung von vorgegebenen Risikolimits eingegangen.

Liquiditätsrisiken bestehen dahingehend, dass der für das Geschäftsjahr 2011 ermittelte Kapitalbedarf (u.a. aus Investitionen und Darlehensrückzahlungen) ggf. nicht allein aus dem erwarteten Cash Flow der Gesellschaft gedeckt werden könnte. Zur Finanzierung stehen für diesen Fall Kontokorrentlinien Umfang zur Verfügung.

Risiken aus Zahlungsstromschwankungen sind derzeit nicht ersichtlich.

Da derzeit keine derivativen Finanzinstrumente eingesetzt werden, sind hierzu keine Angaben erforderlich.

Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Der langfristige Trend, Entwicklungsdienstleistungen zu "variabilisieren" und an extene Dienstleister zu vergeben, ist aus Sicht des Unternehmens weiterhin ungebrochen. Dieser Trend wird duch den bestehenden Preisdruck auf Seiten der Kunden noch verstärkt. Zudem ist festzustellen, dass in immer stärkeren Ausmaß auch sehr komplexe Aufträge extern vergeben werden. Teilweise werden Kompetenzcenter mit hoch spezialisierten Ingenieurleistungen angefragt. Für diesen Trend sieht sich die VISPRION AG auch für die Zukunft gut gerüstet. Hierfür wurde auch in die nächsten Schritte investiert, wie Schaffung weiterer Standorte bzw. Vertretungen innerhalb Deutschlands. Das Unternehmen profitiert auch weiterhin vor allem durch die in den Tochterunternehmen vorhandenen Kompetenzen.

Durch den Erwerb der ROTEC, die Gründung der Tochtergesellschaften ENERGY, PV-TEC und ASIS und den Erwerb der Assets der PinCar AG hat die VISPRION seit 2008 ihr Angebotsportfolio deutlich vergrößert. In diese Diversifikation musste investiert werden und führte somit zu entsprechend niedrigeren Renditen in 2008 und 2009. Auf der anderen Seite hat die VISPIRON dadurch die Branchen- und Produktabhängigkeit reduziert. Im Jahre 2010 konnten aber bereits die ersten Früchte aus diesen Investitonen geerntet werden.

Die neuen Geschäftsfelder (u.a. das Flottenmanagement) arbeiten derzeit noch nicht profitabel und müssen gegenwärtig durch das etablierte Geschäftsfeld Consulting subventioniert werden. Diese Quersubventionierung birgt Risiken, zum Beispiel dann, wenn notwendige Investitionen im etablierten Geschäftsfeld unterbleiben, oder das Geschäftsfeld insgesamt vernachlässigt werden würde.

F. Ausblick

Durch die weltweit verbesserte Wirtschaftslage kann von einer positiven Entwicklung in den kommenden Jahren ausgegangen werden. Das Unternehmen geht davon aus, dass es in 2011 zu einem weiteren Anstieg der Nachfrage und somit zu einem Umsatzplus im Vergleich zu den Vorjahren kommen wird. Dies zeigte sich bereits in einzelnen Bereichen bis zum Erstellungszeitpunkts dieses Berichtes. Wir gehen daher von einem Umsatzwachstum im Vergleich zum Vorjahr in einem Umfang von bis zu 10 % aus. Mittelfristig strebt das Unternehmen noch höhere Wachstumsquoten an. Demgegenüber werden höhere Entwicklungskosten für das Produkt CarSynk-Log erwartet. Für die Jahre 2011 und 2012 wird mit einem Ergebnis mindestens auf dem Niveau des abgelaufenen Geschäftsjahres gerechnet.

Hauptabsatzmarkt der VISPIRON AG ist Deutschland; die Branchen sind Automobil, Luft- und Raumfahrt, Telekommunikation, Industrie, Maschinenbau, Medizintechnik, Banken und Versicherungen. Derzeit stärkste Branche ist der Automobilbereich. In 2007 hat der Automobilbereich fast 75 % des Umsatzes dargestellt. In den letzten Jahren wurde dieser Anteil deutlich gesenkt auf ca. 55 %. Diese Diversifikation und damit die Reduzierung der Abhängigkeit von einer Branche ist weiterhin ein strategisches Ziel des Unternehmens.

Im Bereich Engineering gibt es eine Vielzahl von Wettbewerbern, mit denen sich die VISPIRON AG messen muss. Der Schwerpunkt der Wettbewerber liegt in der Regel jedoch im mechanischen Bereich. VISPIRON hat sich im Gegensatz dazu auf den Bereich Elektronik fokussiert. Durch den weiter wachsenden Elektronikanteil in vielen Produkten - insbesondere in der Automobilbranche - hat VISPIRON hierdurch Vorteile gegenüber Konkurrenten. Im Bereich sicherheitsrelevanter und innovativer IT- und Mechatronik-Systeme sowie bei Mess- und Updatetechnologien gewinnt VISPIRON in zunehmendem Maße Alleinstellungsmerkmale und hebt sich damit von den möglichen Wettbewerbern ab.

Ein weiterer Wettbewerbsvorteil der VISPIRON AG besteht durch die Möglichkeit auf das Produkt-Knowhow der Tochterunternehmen zugreifen zu können. Hierdurch wird die Abhängigkeit vom Dienstleistungsgeschäft in Summe reduziert. Zudem ergeben sich durch die Bündelung der Kompetenzen auch neue Akquisitionsansätze beim Kunden.

Im Geschäftsjahr 2010 wurde das Produkt CarSync-Log von der VISPIRON AG auf den Markt gebracht. Das Produkt zeigt ein hohes Ertragspotenzial. Mit dem break even für CarSync-Log wird im Jahr 2013 gerechnet.

 

München, den 25.07.2011

VISPIRON AG, München

Vorstand

Amir Roughani

Bilanz

Aktiva

  31.12.2010
EUR
31.12.2009
EUR
A. Anlagevermögen 5.024.521,35 5.091.841,10
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 38.090,00 33.100,00
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 38.090,00 33.100,00
II. Sachanlagen 408.823,25 496.628,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 38.573,00 77.147,00
2. technische Anlagen und Maschinen 25.966,00 29.308,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 324.127,00 390.173,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 20.157,25 0,00
III. Finanzanlagen 4.577.608,10 4.562.113,10
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4.305.608,10 4.263.113,10
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 272.000,00 299.000,00
B. Umlaufvermögen 5.802.757,19 5.197.037,51
I. Vorräte 1.021.000,00 1.194.015,44
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.599.482,71 2.414.145,36
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 632.866,85 315.838,88
2. sonstige Vermögensgegenstände 2.966.615,86 2.098.306,48
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 3.333,28 0,00
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.182.274,48 1.588.876,71
C. Rechnungsabgrenzungsposten 27.510,17 88.835,58
Bilanzsumme, Summe Aktiva 10.854.788,71 10.377.714,19

Passiva

   
  31.12.2010
EUR
31.12.2009
EUR
A. Eigenkapital 3.379.861,53 3.378.861,53
I. gezeichnetes Kapital 500.000,00 500.000,00
II. Gewinnrücklagen 576.000,00 575.000,00
III. Gewinnvortrag 2.303.861,53 2.303.861,53
IV. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00
B. Rückstellungen 487.330,00 534.870,00
C. Verbindlichkeiten 6.987.597,18 6.463.982,66
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.928.646,83 2.660.020,12
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.406.759,99 650.742,17
3. sonstige Verbindlichkeiten 3.652.190,36 3.153.220,37
Bilanzsumme, Summe Passiva 10.854.788,71 10.377.714,19

Gewinn- und Verlustrechnung

  1.1.2010 - 31.12.2010
EUR
1.1.2009 - 31.12.2009
EUR
1. Rohergebnis 9.898.166,69 7.749.845,46
2. Personalaufwand 7.072.612,68 5.980.074,64
a) Löhne und Gehälter 5.925.540,32 5.060.346,83
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.147.072,36 919.727,81
davon für Altersversorgung 7.116,36 6.398,59
3. Abschreibungen 168.447,35 162.266,97
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sowie auf aktivierte Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs 168.447,35 162.266,97
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.469.281,19 1.216.603,75
5. auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags erhaltene Gewinne 661.843,25 345.380,51
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 12.131,24 9.711,11
davon aus verbundenen Unternehmen 10.478,88 8.761,50
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 157.097,33 165.996,61
davon an verbundene Unternehmen 1.016,99 11.090,98
8. Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,00 69.211,33
9. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1.704.702,63 510.783,78
10. sonstige Steuern 4.721,34 3.851,11
11. auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 1.699.981,29 506.932,67
12. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00

Ergebnisverwendung

Ergebnisverwendungsvorschlag des Vorstands / der Geschäftsleitung

Der Jahresabschluss zum 31.12.2010 wurde am 17. August 2011 festgestellt.

Aufgrund der bestehenden Gewinnabführungsvertrags wurde der Jahresüberschuss vollumfänglich an die Muttergesellschaft abgeführt.

Anhang für das Geschäftsjahr 2010

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Der Jahresabschluss wurde erstmals nach den Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) aufgestellt. Die bisherige Form der Darstellung und die bisher angewandten Bewertungsmethoden wurden insoweit angepasst. Eine Durchbrechung der Stetigkeit liegt insoweit nicht vor (Art. 67 Abs. 8 Satz 1 EGHGB). Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend Art. 67 Abs. 8 Satz 2 EGHGB nicht angepasst.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von zwei bis fünf Jahren bewertet.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen (Nutzungsdauer zwischen drei und vierzehn Jahren) angesetzt. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter im Wert bis € 150,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Zugänge im Wert zwischen € 150,00 und € 1.000,00 werden in Anlehnung an steuerliche Vorschriften in einem Sammelposten erfasst und über 5 Jahre abgeschrieben.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen und die Ausleihungen an verbundene Unternehmen ( Finanzanlagen) sind mit den Anschaffungskosten bewertet.

Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens (unfertige Leistungen, Waren) erfolgte zu Anschaffungs- und Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Die Ermittlung der Herstellungskosten bei den unfertigen Leistungen erfolgte unter Einbeziehung der Material- und Fertigungseinzel- und -gemeinkosten sowie angemessener Teil der Kosten der allgemeinen Verwaltung. Die Bewertung erfolgte damit zu Vollkosten. Im Vorjahr erfolgte die Bewertung der unfertigen Leistungen retrograd. Die Änderung der Bewertungsmethode führte zu einer Gewinnminderung von rund T€ 50.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % auf die Netto-Forderungen sowie durch Bildung von Einzelwertberichtigungen ausreichend Rechnung getragen. Dabei wurden die Forderungen gegen verbundene Unternehmen nicht in die Berechnung der Pauschalwertberichtigung einbezogen.

Alle anderen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nominalwert angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 I 2 HGB). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 II 1 HGB). Die Gewährleistungsrückstellung wurde mit einem pauschalen Satz von 0,5 % des gewährleistungsbehafteten Umsatzes berechnet.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet.

Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgte bei den kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag.

III. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Anlagengegenstände im Jahr 2010 ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen T€ 632 (Vj. T€ 316) sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 199 (Vj. T€ 224) enthalten.

In den sonstigen Vermögensgegenständen T€ 123 (Vj. T€ 64) sind antizipative Posten in Höhe von T€ 92 (Vj. T€ 20) enthalten. Diese betreffen im Folgejahr abziehbare Vorsteuern.

Das gezeichnete Kapital setzt sich aus 500.000 nennwertlosen Stückaktien zusammen. Auf eine Stückaktie entfällt ein rechnerischer Wert von € 1,00. Aktien werden von der VEYTRON GmbH als alleinigen Aktionär gehalten. Die gesetzliche Rücklage beträgt T€ 50 und damit 10 % des Grundkapitals. Weitere Zuführungen sind damit nicht erforderlich. Die anderen Gewinnrücklagen (T€ 526) erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 1, welche aus der Abzinsung von Rückstellungen aus der Umstellung auf das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz resultierten. Der Gewinnvortrag blieb unverändert und stellt gleichzeitig den Bilanzgewinn dar , nachdem der Jahresüberschuss vollumfänglich an die Muttergesellschaft abgeführt wurde und keine weiteren Zu- oder Abgänge beim Bilanzgewinn zu verzeichnen waren.

Die sonstigen Rückstellungen (T€ 488)setzen sich wie folgt zusammen (in T€):

Ausstehende Urlaubstage 167
Überstunden 72
Beiträge Berufsgenossenschaft 39
Gewährleistung 74
Abschluss und Prüfung 40
Aufbewahrung Geschäftsunterlagen 10
Ausgleichsabgabe 21
Prämien Mitarbeiter 31
Aufsichtsratsvergütungen 34

Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die Fristigkeitsangaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeitenspiegel zusammengefasst (in T€):

2009: Stand 31.12.2009 Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre Restlaufzeit über 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.660 1.632 1.028 0
erhaltene Anzahlungen 855 855 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.003 1.003 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 651 651 0 0
sonstige Verbindlichkeiten 1.295 1.295 0 0
  6.464 5.436 1.028 0
2010: Stand 31.12.2010 Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre Restlaufzeit über 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.929 1.033 896 0
erhaltene Anzahlungen 887 887 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.265 1.265 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.407 1.407 0 0
sonstige Verbindlichkeiten 1.500 1.139 361 0
  6.988 5.731 1.257 0

Zur Besicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von T€ 1.929 (Vj. T€ 2.660) wurden Anteile an verbundenen Unternehmen (Anschaffungskosten T€ 4.244) verpfändet.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen T€ 1.407 (Vj. T€ 651) betreffen in Höhe von T€ 169 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen:

(Jahresbeträge für 2011 ohne Umsatzsteuer in T€)

Leasing für Fahrzeuge 56
Leasing Geräte 9
Mieten für Geschäftsräume, Werkstatt und Stellplätze 233

Die VISPIRON AG finanziert sämtliche Firmenfahrzeuge über Leasingvereinbarungen. Die Laufzeit der Verträge beträgt in der Regel 36 Monate. Darüber hinaus werden Bürogeräte teilweise geleast (Laufzeit jeweils bis 2012). Die Mietverträge für Büroräume sind mit einer Laufzeit bis zum 31.12.2014 abgeschlossen.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 49 enthalten. Diese entfallen auf die Auflösung von Rückstellungen (T€ 18) sowie sonstige Erstattungen (Nebenkosten und Rückvergütungen) bzw. Anlagenerlöse (T€ 31). Die periodenfremden Aufwendungen (T€ 43) betreffen überwiegend Nachzahlungen aus der Lohnsteuerprüfung.

IV. Sonstige Angaben

Im Jahresdurchschnitt 2010 wurden 134 (Vj. 112) Mitarbeiter (ohne Vorstand) beschäftigt.

Dem Vorstand gehören folgende Personen an:

Amir Roughani, Vorstandsvorsitzender, Hallbergmoos

Herr Amir Roughani ist einzelvertretungsberechtigt. Der Vorstand ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Der Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen:

(1) Dr. Johannes Weidelener, Rechtsanwalt, München (Vorsitzender)

(2) Dr. Michael Maier, Vorstand der Fidor AG, Krailling (stellvertretender Vorsitzender)

(3) Patrick Tessmann, Sprecher der Geschäftsführung Bankhaus Reuschel & Co., Grünwald (bis 31.03.2010)

(4) Joachim Rohwedder, CEO der Kuka Nordic AG, Stuttgart (ab 01.04.2010)

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen T€ 24.

Im Folgenden werden die Angaben zu Unternehmen zusammengefasst, an denen die VISPIRON AG, München, Anteile von mehr als 20 % besitzt:

Gesellschaft/Sitz Anteil
%
Eigenkapital
T€
Ergebnis 2010
T€
VISPIRON GmbH, Zürich (Schweiz) 100,0 45 1
VISPIRON ROTEC GmbH, München 100,0 1.118 *
VISPIRON ENERGY GmbH, Frankfurt (Oder) 100,0 64 21
VISPIRON PV-TEC GmbH, München 100,0 39 -5
Solar Cert GmbH, Frankfurt (Oder) 75,0 79 51

*) Mit den Tochtergesellschaften VISPIRON ROTEC GmbH und VISPIRON ASIS GmbH besteht ein Gewinnabführungsvertrag. Diese Tochtergesellschaften weisen deshalb ein Jahresergebnis von T€ 0 aus.

 

München, den 25.07.2011

VISPIRON AG, München

Vorstand

Amir Roughani

Anlagespiegel

  Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2010
Zugang 2010
Abgang 2010
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2010
kumulierte Abschreibungen 01.01.2010
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 58.100,90 25.010,00 0,00 83.110,90 25.000,90
1.Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 58.100,90 25.010,00 0,00 83.110,90 25.000,90
II. Sachanlagen 843.050,93 66.289,60 7.213,00 902.127,53 346.422,93
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 151.454,12 0,00 0,00 151.454,12 74.307,12
2. Technische Anlagen und Maschinen 33.950,00 0,00 0,00 33.950,00 4.642,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 657.646,81 46.132,35 7.213,00 696.566,16 267.473,81
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 20.157,25 0,00 20.157,25 0,00
III. Finanzanlagen 4.562.113,10 232.995,00 217.500,00 4.577.608,10 0,00
1. Anteile an vernundenen Unternehmen 4.263.113,10 67.495,00 25.000,00 4.305.608,10 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Untenehmen 299.000,00 165.500,00 192.500,00 272.000,00 0,00
  5.463.264,93 324.294,60 224.713,00 5.562.846,53 371.423,83
  Zugang 2010
Abgang 2010
kumulierte Abschreibungen 31.12.2010
Buchwert 31.12.2010
Buchwert 31.12.2009
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 20.200,00 0,00 45.020,90 38.090,00 33.100,00
1.Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 20.200,00 0,00 45.020,90 38.090,00 33.100,00
II. Sachanlagen 148.427,35 1.546,00 493.304,28 408.823,25 496.628,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 38.574,00 0,00 112.881,12 38.573,00 77.147,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.342,00 770,00 7.984,00 25.966,00 29.308,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 106.511,35 1.546,00 372.439,16 324.127,00 390.173,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 20.157,25 0,00
III. Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 4.577.608,10 4.562.113,10
1. Anteile an vernundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 4.305.608,10 4.263.113,10
2. Ausleihungen an verbundene Untenehmen 0,00 0,00 0,00 272.000,00 299.000,00
  168.447,35 1.546,00 538.325,18 5.024.521,35 5.091.841,10

Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2010

der VISPIRON AG, München, ("Gesellschaft")

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2010 gemäß dem ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben und Zuständigkeiten die Geschäftsführung des Vorstands überwacht und beratend begleitet. Der Aufsichtsrat hat sich dazu im Geschäftsjahr 2010 ausführlich mit der Situation und den Aussichten des Unternehmens, insbesondere der strategischen Weiterentwicklung und dem Aufbau des Berichtswesens und Risikomanagement, befasst.

Der Aufsichtsratsvorsitzende wurde regelmäßig, zeitnah und umfassend vom Vorstand mündlich und schriftlich über die aktuelle Geschäftslage und wesentliche Geschäftsvorfälle unterrichtet. Im abgelaufenen Geschäftsjahr fanden vier ordentliche Aufsichtsratssitzungen statt, in dem der Vorstand vom Aufsichtsrat aufgefordert wurde, über die Geschäftsführung der Gesellschaft umfassend, ausführlich, zeitnah, schriftlich und mündlich sowie den gesetzlichen Vorgaben entsprechend über den Gang der Geschäfte, die wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung der Gesellschaft und des Konzerns sowie über die Strategie und Planung der Gesellschaft zu informieren. Sämtliche für das Unternehmen bedeutsame Projekte und Geschäftsvorgänge haben wir auf Basis der Berichte des Vorstands in den Aufsichtsratssitzungen eingehend erörtert.

Zentrale strategische Entscheidungen wurden vom Aufsichtsrat sorgfältig geprüft und mit dem Vorstand vertieft erörtert und sorgfältig geprüft. Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2010 aufgrund der Größe des Unternehmens keine Ausschüsse gebildet.

Durch den Aufsichtsrat zustimmungspflichtige Geschäfte wurden im Geschäftsjahr 2010 nicht vollzogen, so dass ein Bericht hierzu entfällt.

Der Aufsichtsrat hat sich in der Bilanzsitzung vom 17. August 2011 bei Anwesenheit des Wirtschaftsprüfers Dr. Andreas Koller, als Vertreter des bestellten Jahresabschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2010, der Akanthus Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, mit dem Jahresabschluss der Gesellschaft und dem Lagebericht, die jeweils vom Vorstand aufgestellt und dem Aufsichtsrat frühzeitig im Vorfeld der Bilanzsitzung vorgelegt wurden, eingehend befasst. Der Jahresabschluss 2010 der Gesellschaft mit Lagebericht wurde vom Abschlussprüfer geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Aufsichtsrat hat sich dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer angeschlossen. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung von Jahresabschluss und Lagebericht hat der Aufsichtsrat festgestellt, dass Einwendungen nicht zu erheben sind. Der vom Vorstand aufgestellte, geprüfte und testierte Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2010 wurde vom Aufsichtsrat gebilligt und ist damit festgestellt.

In der Sitzung vom 26. September 2011 wurde zudem der geprüfte Konzernjahresabschluss 2010 der VISPIRON AG mit ihren Töchterunternehmen von Herrn Wirtschaftsprüfer Klaus Loibl, als Vertreter der Akanthus Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, vorgestellt. Der Aufsichtsrat hat diesen Konzernabschluss einstimmig gebilligt.

Herr Amir Roughani war im Geschäftsjahr 2010 bis Ende Dezember 2010 mehrheitlich am Grundkapital der Gesellschaft beteiligt. Herr Amir Roughani gilt dabei als herrschendes Unternehmen im Sinne des § 312 AktG gegenüber der Gesellschaft und der Vorstand hat demnach gemäß § 312 AktG für das Geschäftsjahr 2010 einen Bericht über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen erstellt (Abhängigkeitsbericht). Der Abhängigkeitsbericht des Vorstands enthält dazu folgende Schlusserklärung des Vorstands, die auch in den Lagebericht aufgenommen wurde: "Unsere Gesellschaft erhielt bei jedem im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung. Weitere Maßnahmen im Sinne des § 312 AktG sind weder getroffen noch unterlassen worden. Dieser Beurteilung liegen die Umstände zu Grunde, die uns zum Zeitpunkt der berichtspflichtigen Vorgänge bekannt waren." Der Jahresabschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2010, die Akanthus GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, hat den Abhängigkeitsbericht geprüft und uneingeschränkten Bestätigungsvermerk dazu erteilt. Der Bericht des Vorstands und der diesbezügliche Prüfungsbericht des Abschlussprüfers sind dem Aufsichtsrat ebenfalls zugeleitet worden. Der Aufsichtsrat hat sich dem Ergebnis der Prüfung durch den Jahresabschlussprüfer angeschlossen. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung des Berichts des Vorstands über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen im Geschäftsjahr 2010 gemäß § 312 AktG, bei der sich keine Beanstandungen ergeben haben, sind Einwendungen gegen die Schlusserklärung des Vorstands in diesem Bericht nicht zu erheben.

Der Aufsichtsrat bedankt sich beim Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der VISPIRON AG für Ihr Engagement und die geleistete Arbeit im Geschäftsjahr 2010. Er wird weiterhin den Vorstand bei seinen Aktivitäten mit der gebotenen Sorgfalt begleiten und überwachen und dem Vorstand auch beratend, insbesondere bei der Konsolidierung und der Umsetzung der geplanten Wachstumsstrategie, zur Seite stehen.

 

München, den 02.11.2011

Für den Aufsichtsrat

Dr. Johannes Weidelener, Vorsitzender des Aufsichtsrates

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 17.08.2011 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der VISPIRON AG, München, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

München, 25. Juli 2011

Akanthus GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Andreas Koller, Wirtschaftsprüfer

Klaus Loibl, Wirtschaftsprüfer

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