NordseeMilch eG
Stammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Frank Petersen seit 30.6.2022 | Vorsitzender des Vorstands |
Mathis Block seit 28.2.2022 | Vorsitzender des Vorstands |
Hella Andresen seit 28.2.2022 | Vorstandsmitglied |
Rüdiger Andresen seit 31.8.2017 | Vorstandsmitglied |
Matthias Peters seit 30.4.2014 | Vorstandsmitglied |
Christoph Bossmann seit 30.3.2009 | Prokura |
BeteiligungenBeta
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
NordseeMilch eGWitzwortJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023A. LageberichtI. Darstellung des Geschäftsverlaufs einschließlich des Geschäftsergebnisses Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Nach Aussage des Deutschen Raiffeisenverbandes e.V. beeinträchtigten die Spätfolgen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine und der Coronapandemie die konjunkturelle Entwicklung Deutschlands im Jahr 2023. Wegen dieser Belastungen sank das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,3 %, nachdem es 2022 noch merklich zugelegt hatte (+1,8 %). Die Inflationsrate verminderte sich zwar von 6,9 % im Jahresdurchschnitt 2022 auf 5,9 % im Jahr 2023. Der Preisauftrieb blieb damit aber weiterhin ausgesprochen hoch. Die bereits Ende 2022 im Zuge des Ukrainekriegs eingetretene wirtschaftliche Schwächephase dauerte im Wesentlichen das gesamte Jahr 2023 an. Dabei überlagerten sich die dämpfenden Einflüsse vielfach. Die bis ins Frühjahr bestehenden Hoffnungen auf eine konjunkturelle Erholung erfüllten sich nicht. Zu Jahresbeginn wurde die Konjunktur vor allem durch die nur langsam schwindenden Belastungen durch die hohe Inflation, die Materialengpässe und die teilweise noch bestehenden Coronaschutzmaßnahmen gedämpft. Im weiteren Jahresverlauf belasteten dann verstärkt die von den westlichen Notenbanken in Reaktion auf die Inflation vorgenommenen kräftigen Leitzinsanhebungen die wirtschaftliche Situation in Deutschland und weltweit. Überlagert wurden diese Einflüsse auch von dem andauernden Arbeits- und Fachkräftemangel hierzulande und den hohen Unsicherheiten, beispielsweise über die Folgen des Ende 2023 eskalierenden Nahostkonflikts und den wirtschaftspolitischen Kurs in Deutschland nach dem Haushaltsurteil des Bundesverfassungsgerichts im November. In Reaktion auf das Urteil musste die Bundesregierung zum Jahresende in ihrer Finanzplanung deutliche Kürzungen und Einsparungen vornehmen. Ähnlich wie bereits im Vorjahr zeigte sich die Investitionskonjunktur gespalten. Einerseits legten die Investitionen in Ausrüstungen wie Fahrzeuge und Maschinen erneut zu, wenn auch schwächer als 2022 (+3,0 % nach +4,0 %). Hier stützen die abnehmenden Lieferengpässe die Entwicklung, die eine sukzessive Abarbeitung der aufgestauten Auftragsbestände ermöglichten. Andererseits gaben die Bauinvestitionen, die im Vorjahr um 1,8 % gesunken waren, abermals nach. Diese wurden noch stärker als die Ausrüstungsinvestitionen durch die rasant steigenden Leitzinsen ausgebremst und verminderten sich, trotz eines witterungsbedingt günstigen Jahresauftakts, um 2,1 %. Neben dem zinsbedingten Nachfragerückgang, von dem der Wohnungsbau noch stärker als der Gewerbebau betroffen war, belastete die nur langsam nachlassende Baupreisdynamik das Investitionsgeschehen. Alles in allem gingen von den Bruttoanlageinvestitionen kaum Impulse für das preisbereinigte Wirtschaftswachstum aus. Branchenentwicklung Nach dem stark volatilen Marktverlauf mit sehr großen Preis- und Kostensteigerungen im Vorjahr bewegte sich das Marktgeschehen 2023 wieder einige Schritte in Richtung Normalität. Obwohl die Preise für Milch und Milchprodukte wie auch die Kosten für Energie und Betriebsmittel vor allem in der ersten Jahreshälfte teilweise deutlicher nachgaben, blieben sie auf einem im längerfristigen Vergleich höheren Niveau. Das Wachstum der weltweiten Milchproduktion hat sich 2023 gegenüber dem Vorjahr wieder etwas beschleunigt. Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) erwartet einen Anstieg um 1,3 % auf 950 Mio. t Milch (Vorjahr +0,6 %). Größere Steigerungen werden dabei in Asien, insbesondere in Indien und China, verzeichnet. In Ozeanien und Südamerika wird eine moderate Zunahme der Erzeugung prognostiziert, wobei insbesondere in Brasilien aufgrund größerer Kuhbestände, Milchleistungen und günstigeren Kosten das Milchaufkommen wächst. Hingegen wird in Afrika aufgrund eingeschränkter Verfügbarkeit von Futtermitteln, schlechter Weidebedingungen sowie durch konfliktbedingte Störungen der Viehzucht mit einem Rückgang der Milchproduktion gerechnet. Der Welthandel dürfte nach den Prognosen im Jahr 2023 etwa 84 Mio. t Milchäquivalent erreichen und damit nach einem Rückgang um 2,9 % im Vorjahr erneut um rd. 1,0 % schrumpfen. Der Rückgang beruht auf geringeren Importen in Asien, vornehmlich China, sowie steigender Inlandsproduktion und höherer Vorräte eingeführter Produkte. Importrückgänge werden auch in einigen anderen wichtigen Importländern wie den Philippinen, Indonesien und Malaysia erwartet, u. a. aufgrund hinter den Erwartungen zurückbleibender Verkäufe im Bereich Food Service. Auf der anderen Seite wird für Brasilien, Mexiko, Algerien und Saudi-Arabien mit steigenden Einfuhren gerechnet. Die internationalen Preise für Milchprodukte sind von Januar bis September 2023 hauptsächlich aufgrund einer schwachen Importnachfrage bei ausreichenden Beständen in importierenden Ländern gesunken. Ab Oktober erholte sich die Nachfrage und damit auch die Weltmarktpreise für Milchprodukte wieder. Der FAO-Preisindex, der auf Basis von Exportpreisen für Butter, Vollmilchpulver, Magermilchpulver und Käse kalkuliert wird, lag zum Jahresende bei 118,8 Punkten. Im Jahresdurchschnitt 2023 wurden 123,7 Punkte erreicht. Dieser Wert lag damit sehr deutlich unter dem Rekordwert von 149,5 Punkten des Vorjahres und damit etwa auf dem Niveau des Jahres 2021. In der Europäischen Union (EU) sind mit den hohen Milchpreisen im Vorjahr Ende 2022 und in der ersten Jahreshälfte 2023 höhere Milchmengen angeliefert worden, bevor dann ab Jahresmitte die Vorjahreslinie unterschritten wurde. Im gesamten Kalenderjahr dürfte das Milchaufkommen mit rd. 144,5 Mio. t die Anlieferungsmenge des Vorjahres knapp erreicht haben. Damit stagnierte die Produktion im dritten Jahr in Folge. Steigerungen der Milchmengen ergaben sich vor allem in Polen, Deutschland und den Niederlanden, während in Frankreich, Irland und Italien ein Rückgang des Milchaufkommens zu verzeichnen war. In Deutschland blieb die Milcherzeugung erst ab November hinter der Vorjahreslinie zurück. Für das Jahr 2023 dürfte sich insgesamt ein Plus von 1,4 % zeigen. Damit erreichte die Anlieferungsmenge rund 31,5 Mio. t. Gleichzeitig stiegen die Inhaltsstoffe der Rohmilch etwas an, womit den Molkereien mehr Milchfett und -eiweiß zur Verarbeitung zur Verfügung stand. Ein überproportionales Wachstum zeigte die Erzeugung von Biomilch. Hier lag die Steigerung in der Anlieferung etwa bei 5,0 % gegenüber dem Vorjahr. Ihr Anteil an der Gesamtanlieferung der deutschen Erzeuger stieg damit leicht auf etwa 4,4 % an. Der Strukturwandel in der deutschen Milchviehhaltung setzte sich 2023 gegenüber dem Vorjahr etwas beschleunigt fort. Nach den Ergebnissen der Viehzählung vom November 2023 ging im Vorjahresvergleich die Zahl der Milchkuhhalter um 4,4 % auf 50.581 zurück. Die Abnahmerate, die im Vorjahr 3,5 % betrug, lag damit wieder im langjährigen Durchschnitt von 4,5 %. Die Zahl der gehaltenen Milchkühe verminderte sich im Vorjahresvergleich um 2,5 % auf 3,71 Mio. Tiere. Die durchschnittliche Bestandsgröße stieg damit, bei großen regionalen Unterschieden, rechnerisch von 72,0 auf 73,4 Milchkühe je Haltung. Damit hat sich die durchschnittliche Anzahl der Kühe je Betrieb in der letzten Dekade um 20 Tiere erhöht. Nachdem im Vorjahr die Preise an den Märkten für Milchprodukte Rekordwerte erreicht hatten, kam es beginnend ab Herbst 2022 bis in die erste Jahreshälfte 2023 hinein vor dem Hintergrund eines wieder höheren Angebots bei gleichzeitig preisbedingt schwächerer Nachfrage zu deutlichen Korrekturen nach unten. In der zweiten Jahreshälfte kam es dann wieder zu einer Erholung. Im Jahresdurchschnitt gingen die Notierungen für Blockbutter um rd. 28 %, für Magermilchpulver in Lebensmittelqualität um rd. 33 % sowie die Preise für Schnittkäse um rd. 25 % zurück. Sie lagen damit über dem Niveau des Jahres 2021. Die private Nachfrage der deutschen Verbraucher litt weiterhin unter der gestiegenen Inflation. Lediglich bei Butter, Käse aus der Selbstbedienung und Joghurt konnten höhere Absatzmengen erreicht werden, während für andere Milchprodukte erneut Mengenrückgänge zu verzeichnen waren. Zudem griffen die Verbraucher innerhalb der Produktsegmente weiterhin verstärkt zu Aktionsware und Handelsmarken. Nachdem im Vorjahr die Kosten für landwirtschaftliche Betriebsmittel wie Energie, Futter- und Düngemittel nach Beginn des Ukrainekrieges explodiert waren, kam es im Jahresverlauf 2023 zu einer Entspannung. Dennoch bleibt das Niveau höher als bis 2022. Den gesunkenen Preisen für Milchprodukte folgend, gingen auch die Milcherzeugerpreise zurück. Dabei zeigten sich in Abhängigkeit der Produktionsausrichtung der Molkereien und auch regional größere Spreizungen in den Auszahlungsmöglichkeiten. Im Bundes- und Jahresdurchschnitt dürfte nach dem im Vorjahr erreichten Rekordwert der Preis für konventionelle Milch ab Hof bei voraussichtlich knapp 45 Ct/kg liegen. Dies bedeutet einen Rückgang um ca. 8 Cent oder 15 % gegenüber dem Vorjahr. Das Preisniveau war im längerfristigen Vergleich damit weiterhin überdurchschnittlich. Entwicklung der NordseeMilch eG Unternehmensgrundlagen Die Genossenschaft betreibt am Standort Witzwort eine Meierei. Die NordseeMilch eG hat sich auf die Herstellung von frischer Konsummilch spezialisiert. Im Berichtszeitraum wurde unsere geplante Erweiterungsinvestition fertig gestellt. Die Inbetriebnahme der technischen Anlagen wurde am Anfang des Geschäftsjahre 2023 abgeschlossen. Rohstoffeingang
In den Zukäufen sind die Lieferungen zweier Milchliefergruppen enthalten. Weitere Landwirte haben sich der Genossenschaft angeschlossen. Durch die besondere Marktlage war der Rohstoff im Berichtszeitraum knapp und teuer. Rohstoffverwendung (Hauptprodukte)
Es werden mehrere Milchsorten mit besonderer Nachhaltigkeit, wie z. B. Regionalität, Bio und Tierschutzwohl, in Witzwort für den Verbraucher hergestellt. Der Bereich der Herstellung loser Produkte wurde weiterhin ausgebaut. Erhebliche Veränderungen in der Rohstoffverwendung traten nicht ein. Umsatzerlöse
Beschaffung 2023 lieferten 150 Mitglieder Milch an die Meierei, davon 50 Bio-Milch und 26 WOT-Milch (Weidemilch/ohne Gentechnik/Tierwohl). Daneben lieferten 13 weitere Agrarbetriebe, davon drei Bio-Milch. Das von der NordseeMilch eG angebotene börsenorientierte Preismodell für die Zahlung von Milchgeld wurde im Jahr 2023 von weiteren Landwirten genutzt. Aufgrund der Diversität in der Verarbeitungsstätte ist es möglich, Landwirten mit unterschiedlichen Milchsorten zum Teil hohe Zuschläge zum Milchpreis zu zahlen. Investitionen/Finanzierung Das Investitionsvolumen der NordseeMilch eG betrug im Berichtsjahr rund 6,9 Mio. EUR. Die bestehenden langfristigen Bankdarlehen wurden planmäßig getilgt. Das laufende Geschäft sowie laufende Projekte und Anschaffungen konnten aus Eigenmitteln getätigt werden. Die über die Börse abgesicherten Milchfestpreise der teilnehmenden Landwirte werden auch bei großen Marktschwankungen insbesondere im Jahr 2023 von der Genossenschaft bis zur Auszahlung (max. 1 Jahr) finanziert. Personal- und Sozialbereich (nicht finanzielle Leistungsindikatoren) Die Genossenschaft beschäftigte im Berichtsjahr durchschnittlich insgesamt 113 Arbeitnehmer (Vorjahr 99 Mitarbeiter). Die Zahl der Auszubildenden belief sich unverändert auf 10, damit belief sich die Ausbildungsquote auf 8 % (Vorjahr 9 %). Die Ausfallzeiten aufgrund von Krankheitstagen lagen mit 6,24 % (Vorjahr: 6,12 %) auf unverändertem Niveau. Die Mitarbeiter der Meierei werden durch gezielte Fortbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen gefördert. Die Maßnahmen umfassten im Geschäftsjahr 2023 insgesamt 1.428 Stunden (Vorjahr: 809 Stunden). Tochtergesellschaft Das Tochterunternehmen Nordsee Logistik GmbH erwirtschaftete bei deutlich gestiegenem Umsatzvolumen 2023 erneut ein positives Ergebnis. Mit der Ausweitung des Fuhrparks und der Aufnahme der Milchsammlung wurde der Grundstein für weiteres organisches Wachstum gelegt. Sonstige wichtige Vorgänge im Geschäftsjahr Wichtige Vorgänge haben sich im Geschäftsjahr nicht ergeben. Die zum Großteil vertraglich fixierten Energiepreise waren hoch. Beurteilung der Entwicklung durch den Vorstand Der Rohstoffeingang stieg wie erwartet im Geschäftsjahr 2023 nur geringfügig über den Wert des Vorjahres. Durch die gestiegenen Absatzpreise und den höheren Anteil der eigenen Verwertung wurden die Kostenerhöhungen in verschiedenen Segmenten (Energie-, Verpackungs- und Betriebskosten) weitgehend kompensiert. Die Ertragslage des Geschäftsjahres 2023 kann insofern trotz der geschilderten Kostenentwicklung als gut betrachtet werden. Das von uns im vorjährigen Lagebericht prognostizierte Jahresergebnis in Höhe von 1 Mio. EUR wurde trotz einer den Milcherzeugern im Dezember 2023 gewährten Nachzahlung hierdurch deutlich übertroffen. Das Preisniveau der Erzeugermilchpreise war zwar wie prognostiziert rückläufig, im längerfristigen Vergleich aber weiterhin überdurchschnittlich. Die Milchgeldauszahlung 2023 lag etwa 10 Prozent über dem Durchschnitt im Land Schleswig-Holstein und stellt eine herausragende Leistung für die Mitglieder der NordseeMilch dar. II. Darstellung der Lage der Genossenschaft Vermögens- und Finanzlage
1) Sachanlagen It. Bilanz / Bilanzsumme
Das Sachanlagevermögen stieg aufgrund der Investitionstätigkeit im Berichtszeitraum am letzten Bilanzstichtag leicht auf 50,8 % der Bilanzsumme an. Das Anlagevermögen wird fast vollständig durch Eigenkapital, darüber hinaus durch lang- und mittelfristige Fremdmittel finanziert. Das bilanzielle Eigenkapital der Genossenschaft hat sich im Wesentlichen aufgrund des Jahresüberschusses auf 31,8 Mio. EUR erhöht. Trotz der weiter auf knapp 75 Mio. EUR gestiegenen Bilanzsumme verbesserte sich die Eigenkapitalquote damit auf 42,4 %. In Anbetracht des erheblichen Investitionsvolumens zum Ausbau der Kapazität der Meierei streben wir auch in den Folgejahren gute Jahresergebnisse an, um eine angemessene Dotierung der Rücklagen vornehmen zu können. Die Zahlungsfähigkeit war im Berichtsjahr gegeben. Ertragslage
Die Milchgeldauszahlung (Milch mit 4,0 % Fett und 3,4 Eiweiß) - als ein wichtiger Gradmesser der Ertragslage - lag dabei erneut über dem Durchschnitt in Schleswig-Holstein (der vergleichbare Auszahlungspreis liegt bei 40,8 Ct/kg). Der vergleichbare Auszahlungspreis der NordseeMilch eG für gentechnikfreie Erzeugermilch (ohne Bio-Milch) belief sich 2023 auf 45,7 Ct/kg (Vorjahr 55,7 Ct/kg). Der branchenübliche Preisrückgang ist nach dem vorausgegangenen Rekordjahr deutlich unter dem Landesschnitt. Die Auszahlung im Bio-Milchbereich belief sich auf 59,2 Ct/kg. Die neue Vermarktung als Verbandsware erhöht den Biomilchpreis für die Biolandwirte. Die NordseeMilch eG zahlt neben wenigen anderen milchwirtschaftlichen Genossenschaften in Deutschland eine Verzinsung auf das von den Mitgliedern eingebrachte Geschäftsguthaben. Die Dotierung der Sommermilchrückstellung zur Wintermilchstützung erfolgte im Berichtsjahr analog zum Vorjahr. III. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres (Nachtragsbericht) Über wichtige Vorgänge nach Ende des Geschäftsjahres ist nicht zu berichten. IV. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Das Eigenmilchaufkommen wird sich auf Ebene der Genossenschaft 2024 durch die Gewinnung von neuen Erzeugern im Vergleich zu 2023 leicht erhöhen. Durch die satzungsmäßige Bindung unserer Mitglieder (= Milchlieferanten) sehen wir derzeit keine Risiken auf der Beschaffungsseite. Entgegen allen Prognosen stieg die europäische Milchmenge nicht in dem erwarteten Maße an. Die Absatzsituation wuchs allerdings entsprechend weiter an. Nachhaltigkeitsthemen wie Emissionsreduktion, Gülle-Management, Tierwohl, Produktivität und Energieversorgung sind von zentraler Bedeutung und werden zukünftig das Engagement der gesamten Wertschöpfungskette erfordern. Während sich höhere Erzeugerpreise positiv auf die Milchproduktion auswirken, werden die genannten Auflagen voraussichtlich zu einer sehr starken Reduzierung der Mengen auf der Produktionsseite führen. Wir haben organisatorische Regelungen und Maßnahmen getroffen, damit die den Fortbestand der Genossenschaft gefährdenden und sonstigen wesentlichen Risiken der künftigen Entwicklung früh erkannt werden. Im Rahmen des Risikomanagements wurden zur Risikominderung Versicherungen abgeschlossen. Die Milchgeldauszahlungen orientieren sich insbesondere an der Nettoverwertung. Marktpreisänderungsrisiken kann so begegnet werden. Die notwendige Liquidität zur Begleichung der Verbindlichkeiten wird durch die Hausbanken gewährleistet. Produktionsrisiken wirken wir durch Qualitätssicherungssysteme (HACCP, IFS, Vlog, Pro Planet u.a.) in einem kontinuierlichen Prozess entgegen. Das zentrale Ziel des Risikomanagements liegt in der nachhaltigen Existenzsicherung und der Stärkung der Leistungsfähigkeit des Unternehmens. Dazu ist die Erkennung von Risiken und deren Bewältigung entsprechend geregelt. Monatliche Zwischenabschlüsse zum Zweck der kurzfristigen Erfolgskontrolle sowie Rohstoffrechnung und Betriebsbuchführung zum Zweck der vollständigen Erfassung des gesamten Rohstoffeingangs, der Produktion und dem Absatz nach Menge und Wert komplementieren das Risikomanagementsystem. Es finden regelmäßig Sitzungen von Vorstand und Aufsichtsrat statt. Der Vorstand berichtet dem Aufsichtsrat jeweils aktuell über die Risikolage der Genossenschaft. Die Berichterstattung wird dokumentiert. Wir bieten unseren Mitgliedern im Rahmen eines Börsen-Festpreis-Modells an, zukünftige Lieferungen zu einem vorher vertraglich fixierten Preis zu tätigen. Diese Kontingente werden über Butter- und Magermilchkontrakte an der Terminbörse (geschlossene Positionen) abgesichert. Darüber hinaus betreiben wir unterjährig für andere Zukäufe Absicherungsgeschäfte für eigene Rechnung. Bestandsgefährdende oder sonstige Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage liegen nicht vor. Positive Auswirkungen sehen wir durch die gute Struktur unserer Milch-Lieferanten und die dadurch gegebene Möglichkeit, Milch in der Haltungsform 3, 4 und 5 zu haben und im Lebensmitteleinzelhandel (LEH) anzubieten. Die Haltungsform ist eine große Chance für die norddeutschen Milcherzeuger und die NordseeMilch eG. Durch unsere Vertriebswege sehen wir hier gute Marktchancen. Die Auslastung unserer Betriebsanlagen wird auch weiterhin gegeben sein und sich entsprechend positiv auf die Kostenstruktur auswirken. Das Absatzvolumen konnte im LEH durch Hinzugewinnung von Lagern gesteigert werden. Die Kostensituation wird stetig analysiert und überwacht. Investitionen in neue Anlagen bieten neue Chancen. Die eigene Logistik hat entscheidende Vorteile in der Belieferung des LEH. Das Tochterunternehmen entwickelt sich sehr gut und rentabel. Im Hinblick auf die bestehenden Unsicherheiten aufgrund der Marktgegebenheiten in den Bereichen Verpackungsmaterial, Energie und Personal sowie der Entwicklung des Milchpreises auf dem Weltmarkt wird der Erzeugermilchpreis 2024 auf dem Niveau des Vorjahres liegen. Es wird ein stabiles Umsatzvolumen und der Ausweis eines Jahresüberschusses in Höhe von 1 bis 2 % des Umsatzes angestrebt. Die anspruchsvolle Inbetriebnahme der technischen Anlagen der Produktionserweiterung konnte zu Beginn des Geschäftsjahr 2023 erfolgreich abgeschlossen werden. Im Verlauf des Jahres 2024 wird die umfangreiche Investition in die Wärmeschaukel leicht verzögert abgeschlossen werden. Die Amortisationszeit variiert je nach Energiepreis und ist insgesamt kurz. Die Investition in die Wärmerückgewinnungsanlage ermöglicht jährliche Einsparungen von etwa 1.100.000 kWh. Diese reduziert unseren CO 2 -Fußabdruck. Es werden weiterhin Projekte im Bereich des Energiemanagements durchgeführt.
Witzwort, 7. März 2024 NordseeMilch eG Der Vorstand F. Petersen R. Andresen M. Block H. Andresen M. Peters B. Bericht des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Lagebericht und den im Jahresabschluss enthaltenen Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses geprüft, in Ordnung befunden und befürwortet den Vorschlag des Vorstands. Der Vorschlag entspricht den Vorschriften der Satzung.
Witzwort, 7. März 2024 J. Lorenzen, Aufsichtsratsvorsitzender Registergericht: FlensburgBestandteile Jahresabschluss 1. Bilanz 2. Gewinn- und Verlustrechnung 3. Anhang Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktivseite
Passivseite
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023
AnhangA. Allgemeine Angaben In der Gliederung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung ergaben sich mit Ausnahme der geänderten Zuordnung der Aufwendungen für Werklohnproduktion zu den bezogenen Leistungen, welche auch für den Vorjahresabschluss erfolgt ist, keine Veränderungen. B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bei Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt: Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Bauten und bewegliche Anlagegegenstände wurden mit den Anschaffungskosten bewertet und um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer orientiert sich an den steuerlichen AfA-Tabellen, soweit nicht betriebsbedingte Umstände dagegen sprechen. Geringwertige Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens bis zu einem Anschaffungspreis der steuerlich anerkannten Betragshöhe sind voll abgeschrieben und als Abgang behandelt worden. Die Grundstücke, die im Bau befindlichen Anlagen sowie die Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten bewertet. Die Vorräte sind mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. dem beizulegenden Wert bewertet. Beim Ansatz der Herstellungskosten sind anteilige Verwaltungs- und Sozialkosten einbezogen worden. Für die Bewertung des Ersatzteillagers wird weiterhin die Festwertmethode angewandt. Die Forderungen wurden mit dem Nennwert abzüglich einer Pauschalwertberichtigung für das allgemeine Kreditrisiko und das zinsfreie Zahlungsziel bewertet. Die flüssigen Mittel und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert angesetzt. Positionen in Fremdwährung wurden entsprechend § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Erhaltene Investitionszuschüsse werden in einen Passivposten eingestellt und ratierlich über die Nutzungsdauer der bezuschussten Vermögensgegenstände aufgelöst. Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen entsprechen den zu erwartenden Ausgaben. Sie wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Rechnungsabgrenzungsposten sind gebildet worden. Aus der Zuschreibung (Abschreibungen der Vorjahre nach § 254 HGB a.F. auf das Betriebsgebäude), die im Zuge der erstmaligen Anwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) erfolgte, resultiert ein Unterschiedsbetrag. Latente Steuern wurden unter Berücksichtigung einer durchschnittlichen Steuerbelastung von 30 % passiviert. C. Entwicklung des Anlagevermögens
D. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung I. BILANZ Angaben zu Unternehmen, soweit es sich um Beteiligungen im Sinne des § 271 Abs. 1 HGB handelt:
In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen oder Beteiligungsunternehmen sind folgende Beträge enthalten, die auch Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind:
Im Posten "Sonstige Vermögensgegenstände" sind antizipative Beträge in Höhe von TEUR 123 (Vorjahr: TEUR 770, noch nicht abziehbare Vorsteuer) enthalten. Die Ergebnisrücklagen haben sich wie folgt entwickelt:
Die sonstigen Rückstellungen entfallen im Wesentlichen auf meiereispezifische Rückstellungen sowie auf unterlassene Instandhaltungen, Personalverpflichtungen und ausstehende Rechnungen. Zum Ende des Geschäftsjahres ergeben sich nachfolgend genannte latente Steuersalden:
Im Laufe des Geschäftsjahrs änderten sich diese Salden (§ 285 Nr. 30 HGB) wie folgt:
Dieser Auflösungsbetrag ist in der Gewinn- und Verlustrechnung im Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" ausgewiesen. Von den Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit:
In den nachstehenden Verbindlichkeiten sind folgende Beträge enthalten, die auch Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen oder Beteiligungsunternehmen sind:
Von den Verbindlichkeiten sind durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert:
Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte. Zur Deckung des Bedarfes an Gas und Strom bestehen Abnahmeverträge mit einer Laufzeit bis Ende 2024 (Gas) und Ende 2025 (Strom). Auf Basis des Durchschnitts des Vorjahres liegen die vertraglich fixierten Energielieferungen in 2024 voraussichtlich bei einem Volumen von etwa EUR 3,6 Mio. p.a. Die Genossenschaft hat darüber hinaus diverse Stapler und Drucker geleast, die monatlichen Aufwendungen betragen TEUR 6. Die Verträge haben eine Laufzeit bis maximal zum 31. Mai 2029. Am Bilanzstichtag bestanden Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB aus der Bürgschaft für Verpflichtungen aus Leasingverträgen und der Abgabe einer harten Patronatserklärung. Die Bürgschaft betrifft Verpflichtungen aus Leasingverträgen des Tochterunternehmens Nordsee Logistik GmbH. Die jährlichen Leasingverpflichtungen betragen TEUR 106, die Leasingverträge haben eine Laufzeit bis Oktober 2024. In der Patronatserklärung hat sich die Genossenschaft verpflichtet, die Nordsee Logistik GmbH finanziell so auszustatten, dass sie ihre Verpflichtungen gegenüber Dritten bis Ende 2024 pünktlich und vollständig erbringen kann. Mit einer Inanspruchnahme ist nicht zu rechnen, weil wir aufgrund der positiven operativen Ergebnisentwicklung und der Kapitalausstattung des Tochterunternehmens davon ausgehen, dass dieses seinen Verpflichtungen gegenüber Dritten nachkommen wird. Die Genossenschaft hat zum Bilanzstichtag Festpreisvereinbarungen mit Landwirten für Rohmilchlieferungen im Geschäftsjahr 2024 über insgesamt 0,19 Mio. kg abgeschlossen. Diese Vereinbarungen wurden an der Terminbörse mit Futures über den preiskongruenten Verkauf von Butter und Magermilchpulver abgesichert (Bewertungseinheiten). Das Kontraktvolumen entspricht einen Rohmilchvolumen von ca. 0,2 Mio. kg. II. GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Die Umsatzerlöse aus der Vermarktung der Milch und Milcherzeugnisse beinhalten Exporterlöse von TEUR 6.472 sowie Inlandserlöse von TEUR 190.106. In dem Posten ,Sonstige betriebliche Erträge' sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 2,7 (TEUR 5,4) enthalten. In dem Posten ,Sonstige betriebliche Erträge' sind Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens Investitionszuschüsse in Höhe von TEUR 585,7 (TEUR 210,9) enthalten. In dem Posten ,Sonstige betriebliche Aufwendungen' sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung von TEUR 7,2 (TEUR 1,5) enthalten. Betrag und Art der in den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung enthaltenen periodenfremden Erträge und Aufwendungen:
In dem nachfolgend aufgeführten Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind Erträge aus verbundenen Unternehmen enthalten:
E. Sonstige Angaben Der Vorstand schlägt vor, den sich nach der beschlossenen Verzinsung der Geschäftsguthaben gemäß § 44 der Satzung von EUR 328.128,94 ergebenen Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden:
Die Zahl der im Geschäftsjahr durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:
Außerdem wurden durchschnittlich 10 Auszubildende beschäftigt. Mitgliederbewegung
Name und Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes Genoverband e.V. Karl-Wiechert-Allee 76 a 30625 Hannover Vorstand Frank Petersen - Vorsitzender Mathis Block - stellv. Vorsitzender Matthias Peters Rüdiger Andresen Hella Andresen Aufsichtsrat Jörg Lorenzen (Vorsitzender) Hans-Johann Koll Martin Schlichting Thijs van Wesemael Eckhard Ottersberg Thies Peter Espermüller Jasper Saxen (seit 28. März 2023)
Witzwort, 7. März 2024 NordseeMilch eG Der Vorstand Frank Petersen Rüdiger Andresen Mathis Block Hella Andresen Matthias Peters Dieser Jahresabschluss wurde gemäß § 48 GenG in der Generalversammlung am 26.03.2024 festgestellt und die Ergebnisverwendung wie vorgeschlagen beschlossen. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die NordseeMilch eG, Witzwort Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der NordseeMilch eG (im Folgenden "Genossenschaft") - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Genossenschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG in Verbindung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Genossenschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter der Genossenschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Genossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Genossenschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG i. V. mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit dem Aufsichtsrat unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hannover, 7. März 2024 Genoverband e.V. Rehbock, Wirtschaftsprüfer Büchsenschütz, Wirtschaftsprüfer |
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