SAN Group Biotech Germany GmbH

Mühlenstraße 13, 49685 Emstek, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Oldenburg HRB 152142
Vorher
AniCon Labor GmbH
Eingetragen
8.7.2005
Branche
Erbringung von Dienstleistungen von medizinischen LaboratorienBeteiligungsgesellschaftenGroßhandel mit pharmazeutischen Erzeugnissen
Gegenstand
(1) Die Erbringung von Labordienstleistungen jeglicher Art einschließlich Beratung, Herstellung und Vertrieb von bestandspezifischen Veterinärimpfstoffen. (2) Die Gesellschaft kann gleichartige oder ähnliche Unternehmen erwerben, sich an solchen beteiligen, deren Vertretung übernehmen und Zweigniederlassungen errichten. Sie darf alle Geschäfte vornehmen, die den Gesellschaftszweck zu fördern geeignet sind.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Hannes Ludlage
seit 31.7.2024
Geschäftsführer
Christina Dr. Boß
seit 30.1.2024
Geschäftsführer
Wiebke Dr. Bielenberg
seit 17.10.2023
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
SAN Group GmbHAUT
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

San Venture Service GmbH
Austria
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SAN Group Biotech Germany GmbH

Höltinghausen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2023 bis zum 30.09.2024

Lagebericht zum 30.09.2024

A. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Die SAN Group Biotech Germany GmbH (SGBG) wurde 2005 gegründet als Dienstleistungsunternehmen mit veterinärmedizinischen Aktivitäten im Nutztiersektor. Die SGBG ist ein Unternehmen, das sich auf die Entwicklung und Vermarktung von innovativen biotechnologischen Produkten konzentriert. Ihr Geschäftsmodell umfasst vor allem die Forschung und Produktion von biopharmazeutischen Lösungen, die auf neuesten biotechnologischen Prozessen basieren. Dabei liegt ein Fokus auf der Herstellung von bestandsspezifischen (autogenen) Impfstoffen, die auf die Behandlung spezifischer Krankheiten oder Gesundheitsprobleme eines Bestandes oder einer epidemiologischen Einheit ausgerichtet sind. Zudem ist die SGBG in Bereichen Diagnostik, Gesundheitsvorsorge tätig und unterhält einen Entwicklungs- und Produktionsstandort für invitro Diagnostika (Testkits zum Nachweis von Pathogenen), sowie zwei Laboren (Veterinär- und Lebensmittel-/Trinkwasserlabor). Die SGBG verfolgt eine Strategie, die wissenschaftliche Innovation mit kommerziellen Anwendungen kombiniert, um in einem schnell wachsenden Markt Wettbewerbsvorteile zu erzielen.

Das Unternehmen beschäftigt sich mit Aufgaben zur Feststellung und Verbesserung der Tiergesundheit in der Geflügelwirtschaft, Schweine- und Rinderhaltung inklusive kleinen Wiederkäuern sowie im Rahmen der Produktion von Nutzfischen, als auch mit Lebensmitteldiagnostik.

Die SGBG ist seit 2021 Teil der global agierenden SAN-Gruppe.

Die SGBG betreibt vier Geschäftsbereiche, nämlich die Herstellung von bestandsspezifischen Impfstoffen (unter der Marke ANIVAC® ), In-Vitro-Diagnostika (unter der Marke KYLT® ), Lebensmitteldiagnostik (unter der Marke LM-Tech) sowie die Veterinärdiagnostik (unter der Marke ANICON).

Im Bereich der Lebensmitteldiagnostik resultieren die Umsätze im Wesentlichen aus dem Geschäft mit nationalen Kunden, welche großenteils Lebensmittelhersteller und -verarbeiter sind. In den Bereichen Veterinärdiagnostik, Herstellung von bestandsspezifischen Impfstoffen und Herstellung von In-Vitro- Diagnostika werden Umsätze international sowie national erwirtschaftet.

Kunden der SGBG sind neben Tierärzten insbesondere Integrationsunternehmen der Tierzucht und Tierhaltung, Lebensmittelhersteller und -verarbeiter, Labore und Biologikahersteller.

2. Ziele und Strategien

Zur Steuerung des Unternehmens werden bilanz-, ertrags- und liquiditätsorientierte Kennzahlen, insbesondere die Umsatzerlöse und der Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) herangezogen.

Die Steuerung des Unternehmens erfolgt aufgrund monatlicher Auswertungen zur Umsatz- und Ertragsentwicklung getrennt nach den vier Geschäftsfeldern.

Die verfügbare Liquidität wird laufend ermittelt und ihr Verlauf jeweils für die Folgemonate prognostiziert.

Der Planungs- und Controlling-Prozess sowie das konzernweite Regelwerk im SAN-Konzernverbund stellen zentrale Bestandteile des Steuerungsmanagementsystems der SGBG dar. Das Steuerungsmanagementsystem der SGBG trägt dazu bei, Ziele strukturiert zu erfassen, zu bewerten, zu dokumentieren und offen zu legen. EDV-gestützte Analysen ermöglichen die Identifikation und Bewertung von Abweichungen gegenüber erwarteten Entwicklungen. Es soll die Geschäftsführung in die Lage versetzen, Entscheidungen verantwortungsvoll umzusetzen und Chancen gezielt zu nutzen.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der bisherige konjunkturelle Verlauf in Deutschland im Jahr 2024 enttäuscht. Das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag im zweiten Quartal 2024 lediglich auf dem Niveau des vierten Quartals 2019, also vor den großen Belastungen durch die Corona-Pandemie. Nach der zwischenzeitigen Erholung ist seit Anfang 2022 keine konjunkturelle Bewegung mehr zu sehen. Der Krieg in der Ukraine und weitere geopolitische Konflikte belasten die Weltwirtschaft und besonders die deutsche Wirtschaft. Im ersten Halbjahr 2024 lag das reale BIP in Deutschland um 0,2 Prozent unter dem entsprechenden Vorjahresvolumen. Dabei ist entstehungsseitig kein einheitliches Konjunkturbild hinterlegt.

Die Weltwirtschaft wird weiterhin geprägt von den geo-politischen Unwägbarkeiten. Der Welthandel war im ersten Halbjahr 2024 relativ stabil und lag im Juni 2024 um 1,8 Prozent über dem Vorjahr. Die Weltproduktion zeigte im Frühjahr 2024 eine leichte Aufwärtsdynamik, sie ging zuletzt aber wieder zurück. Im Juni 2024 lag sie nur um 1,5 Prozent über dem Vorjahr. Für 2024 wird weiterhin ein Zuwachs bei der Weltwirtschaft von 2,5 Prozent erwartet, der Welthandel wird real nach einer leichten Aufwärtsrevision nur um 1,5 Prozent zulegen.

Im Euroraum belastet bislang die hohe Inflation die Konjunktur. Die Kerninflationsrate lag zuletzt mit 2,9 Prozent deutlich oberhalb des Inflationsziels der Europäischen Zentralbank (EZB). Die verschlechterten Wettbewerbsbedingungen und die globale Nachfrageschwäche schwächen die Industrieproduktion. Diese sinkt seit Frühjahr 2023 und lag im Juni 2024 rund 4 Prozent unter dem Vorjahr. Das Wachstum ist in den einzelnen Ländern uneinheitlich: Spanien liegt am oberen Ende, Italien und Frankreich liegen in der Mitte und Deutschland bleibt am unteren Ende. Vorlaufindikatoren deuten auf eine konjunkturelle Verlangsamung in der zweiten Jahreshälfte 2024 hin. Insgesamt wird der Euroraum im Jahr 2024 moderat mit 0,75 Prozent wachsen.1

Die SGBG operiert mit ihren vier Geschäftsbereichen im vor- und nachgelagerten Bereich der Nutztierhaltung in einem dynamischen und sich ständig verändernden Umfeld. Die branchenbezogenen Rahmenbedingungen, die für das Unternehmen von Bedeutung sind, lassen sich wie folgt zusammenfassen:

1. Marktentwicklung: Die Biotechnologiebranche wächst rasant, insbesondere in Bereichen wie personalisierte Medizin, Genomik und regenerative Medizin. Die Nachfrage nach innovativen Lösungen und Therapien nimmt zu.

2. Forschung und Entwicklung: Hohe Investitionen in F&E sind notwendig, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Kooperationen mit Universitäten und Forschungseinrichtungen sind oft entscheidend für den Erfolg.

3. Technologische Fortschritte: Schnelle technologische Entwicklungen, wie CRISPR und andere Gen- Editing-Technologien, verändern die Landschaft der Biotechnologie und eröffnen neue Möglichkeiten.

4. Wettbewerbsumfeld: Die Branche ist stark umkämpft, mit vielen kleinen und großen Unternehmen, die um Marktanteile kämpfen. Differenzierung durch Innovation und Qualität ist entscheidend.

5. Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein: Ein wachsendes Bewusstsein für Umwelt- und Nachhaltigkeit

1 Bardt, Hubertus / Demary, Markus / Grömling, Michael / Henger, Ralph / Hentze, Tobias / Obst, Thomas / Pimpertz, Jochen / Schaefer, Thilo / Schäfer, Holger / Seele, Stefanie, 2024, Licht und Schatten der deutschen Konjunktur - IW-Konjunkturprognose Herbst 2024, IW-Kurzbericht, Nr. 68, Köln

Bei genauerer Betrachtung der Entwicklungen zwischen 2022 und 2023 ist festzustellen, dass die Populationen von Schafen, Schweinen und Rindern alle in ähnlichem Maße zurückgingen (zwischen -1,0 % und -1,5 %). Der Rückgang der Schweinehaltung von 10,7 % im Jahr 2023 gegenüber den Tierzahlen im Jahr 2021 hat in 2024 gestoppt. Im Vergleichszeitraum Mai 2023 bis Mai 2024 wurden Schweinebestände sogar um 1,1 % aufgebaut.2 Der Geflügelmarkt wächst in der EU per Juli 2024 im Vergleich zum Vorjahr um 6,8%3 und auch die Lebensmittelverarbeitung mit einem Produktionsindex von +1,7% im ersten Halbjahr 2024 ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen4. Die Branche der Lebensmittellabore hat sich auch im Jahr 2024 weiter zentralisiert, durch Übernahmen und Zusammenschlüssen, werden die komplexeren Anforderungen mehr und mehr in spezialisierten Laboren bearbeitet. Die Nachfrage nach Testdienstleistungen im Bereich Life-Science bleibt generell hoch. In einigen Bereichen, vor allem im Lebensmittelsektor, zeigt sich aber ein stagnierendes Marktwachstum und hoher Preisdruck.5 Die Seuchenlage in Europa, insbesondere Blauzungenkrankheit, Aviäre Influenza und Afrikanische Schweinepest, führen auch im Jahr 2024 immer wieder zu Restriktionsgebieten und Handelshemmnissen, die die Nutztierhaltung in den jeweils betroffenen Regionen erschwert oder sogar zeitweise zum Erliegen bringt.

2. Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2023/2024 war für die SGBG ein Jahr mit vielen strukturellen und personellen Ver- änderungen. Die Umsätze der SGBG basieren - von wenigen Ausnahmen abgesehen - auf Geschäften entlang der Erzeugungskette für Lebensmittel tierischer Herkunft. Dies beginnt bei der Untersuchung von Bruteiern, Futtermitteln und Tränkewasser, setzt sich in der Krankheitsdiagnostik und Bereitstellung maßgeschneiderter Impfstoffe fort und endet mit Untersuchungen zur Qualität von Lebensmitteln und Trinkwasser. Das Tätigkeitsfeld der SGBG kann als konjunkturabhängig bezeichnet werden. Die weltweite Tierproduktion steht vor der Herausforderung, die wachsende Nachfrage nach tierischen Produkten zu decken und gleichzeitig die Umweltbelastung zu reduzieren. Technologische Fortschritte und nachhaltige Praktiken werden entscheidend sein, um diese Balance zu erreichen.

Die SGBG mit ihrem Produkt und Leistungsspektrum ist und wird auch zukünftig ein Begleiter zur Sicherstellung der Nachfrage nach tierischen Produkten sein. Durch Partnerschaften und der stetig wachsenden Internationalisierung zeigt sich im Jahr 2024 bereits erste Erfolge die kontinuierlich Nachverfolgt werden.

2 Statistische Wochenberichte - 8.11.2024 (45. Kalenderwoche)
3 EU Market Situation for Poulty 17.10.2024
4 www.bmel-statistik.de - 0206030-0000 Index der Nettoproduktion des Produzierenden Ernährungsgewerbes
5 Hans Böckler Stiftung - Branchenanalyse Laboranalytik Nummer 350, September 2024

Die SGBG reagiert auf diese Entwicklung u.a. mit einer Internationalisierung der Geschäftsaktivitäten. 2024 wurden 56 % des Umsatz in den Bereichen ANIVAC® , KYLT® und ANICON im Ausland realisiert.

Die geplante Umsatzsteigerung konnte zwar erfüllt werden, aber aufgrund von weiterhin strukturellen Veränderungen und Sondereffekten konnte das gewünschte positive Betriebsergebnis (EBIT) in 2024 noch nicht erreicht werden.

Insgesamt ist der Geschäftsverlauf aus Sicht der Geschäftsführung in der Gesamtleistung zufriedenstellend. Einschränkungen gibt es in den Bereichen der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sowie Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, die durch Sondereffekte das Jahresergebnis belastet haben.

3. Lage des Unternehmens

3.1 Ertragslage

Der Umsatz stieg 2023/2024 gegenüber dem Vorjahr um 2.521 TEUR auf 28.160 TEUR (+ 10 %).

Die Personalkostenquote sank gegenüber dem Vorjahr (46,9 %) auf 41,0 %; die Personalkosten 2023/2024 reduzierten sich auf 11.552 TEUR (Vj: 12.017 TEUR).

Sondereffekte wie Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens in Höhe von rd. 500 TEUR für nicht mehr verwendbare Materialien aus dem CoViD-19 - Diagnostik-Geschäft sowie sonstige betriebliche Aufwendungen für Interim Manager und Beratungsleistungen haben das Jahresergebnis belastet.

Das Jahresergebnis nach Steuern fiel 2023/2024 mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von 1.746 TEUR zwar um 669 TEUR besser aus als im Vorjahr, konnte allerdings noch nicht in den positiven Bereich zurückkehren.

3.2 Vermögenslage

Die Bilanzsumme zum 30.09.2024 fiel gegenüber dem Vorjahr um 8 % auf 17.260 TEUR.

Der Rückgang der Bilanzsumme begründet sich im Wesentlichen auf den Abbau von Lagerbeständen an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen bei Erhöhung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen durch Auffüllung des CashPool.

3.3 Finanzlage (Cash Flow)

Die Gesellschaft hat in 2023/2024 ein Nachsteuerergebnis i.H.v. -1.746 TEUR (Vj: -2.415 TEUR) erzielt. Daraus resultiert ein positiver Cash Flow aus Ifd. Geschäftstätigkeit i.H.v. 1.578 TEUR (Vj: 1.422 TEUR). Die liquiden Mittel verringerten sich im Berichtsjahr um 741 TEUR auf 1.042 TEUR (Vj: 1.783 TEUR).

Der negative Cash Flow aus Investitionstätigkeit belief sich in 2023/2024 auf -2.084 TEUR (Vj:-1.690 TEUR).

Aus Finanzierungstätigkeit war in 2022/2023 ein positiver Cash Flow i.H.v. 0 TEUR (Vj 461 TEUR) zu verzeichnen.

Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Die Gesellschaft ist in das Cash-Pooling des Konzerns eingebunden.

Dem in 2023/2024 erzielten Umsatz i.H.v. 28.160 TEUR (Vj: 25.640 TEUR) stand am Ende des Berichtsjahres ein Forderungsbestand aus Lieferungen und Leistungen i.H.v. 2.580 TEUR (Vj: 2.789 TEUR) gegenüber.

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Prognosebericht

Für das Wirtschaftsjahr 2024/2025 wird ein weiteres Wachstum für die Produktbereiche unter den Marken Kylt und ANIVAC erwartet. Insgesamt wird für 2024/2025 ein Umsatzanstieg von rund 13% sowie eine deutliche Verbesserung des Betriebsergebnisses (EBIT) erwartet. Für 2024/2025 wird ein positiver EBIT in Höhe von 1 bis 1,5 Mio. EUR erwartet.

Aufgrund der gesamtwirtschaftlichen und geopolitischen Rahmenbedingungen und einer hieraus resultierenden hohen Unsicherheit ist die Prognosefähigkeit für das laufende Geschäftsjahr 2024/2025 wesentlich beeinträchtigt.

2. Chancen- und Risikobericht

2.1 Chancen

Für die kommenden Jahre gibt es viele positive Faktoren, die ein weiteres Wachstum, wie in den vorangegangenen Jahren, ermöglichen werden:

1)

Politische Veränderungen verlangen nach einer stärkeren Betonung von Diagnostik und Prophylaxe in der Nutztiermedizin. Dieser Trend begann in verschiedenen EU-Mitgliedsstaaten und setzt sich auch international immer stärker durch.

2)

Mit der Schaffung eines EU-harmonisierten Marktes für bestandsspezifische Impfstoffe und eines speziellen GMP-Herstellungsstandards für diese Produkte durch die im Januar 2019 veröffentlichte neue EU-Tierarzneimittel-Verordnung (2019/6 EU) werden sich in vielen Ländern umfangreiche neue Marktzugänge für die SGBG eröffnen. Die umgekehrte Marktöffnung für Importe nach Deutschland durch ausländische Hersteller wird gleichzeitig, als wenig bedrohlich für das bereits bestehende Inlandsgeschäft bewertet.

3)

Der vorgenannte neue EU-Rechtsrahmen erhöht auch deutlich die zukünftigen regulatorischen Anforderungen im Bereich der Herstellung von bestandsspezifischen Impfstoffen: dies dürfte unweigerlich zu einem Selektionsprozess unter den bisherigen Herstellern führen, für den sich die SGBG konzeptionell und insbesondere aufgrund der vorgenannten strukturellen Neuaufstellung sowie auch aufgrund des modernen Impfstoffwerkes technisch bestens aufgestellt sieht.

4)

Infolge von Unternehmenszusammenschlüssen wird die Anzahl der Hersteller zugelassener Impfstoffe kleiner und gleichzeitig das Geschäftsvolumen der einzelnen Hersteller immer größer. Mit diesem Größenwachstum steigt auch die Erwartungshaltung an Mindestumsätze je Produkt, so dass Portfolios bereinigt und letztlich selbst bewährte und zugelassene Produkte nicht mehr fortgeführt werden. Die Nische, in der sich bestandsspezifische Impfstoffe bewegen dürfen, wird auch hierdurch ständig vergrößert.

5)

Durch geplante Erweiterung am Standort in Ahlhorn, und der Errichtung neuer Labore für den Bereich LM-Tech und Produktionsflächen für KYLT® , hat die Lebensmitteldiagnostik und In- Vitro-Diagnostika, nach Fertigstellung der Baumaßnahmen, weiteres Wachstumspotential.

6)

Der Campus Ahlhorn bietet weitere Wachstumsmöglichkeiten für das gesamte Unternehmen.

7)

Durch die Zugehörigkeit zur global agierenden SAN Group, kann das Netzwerk in der Gruppe genutzt werden, um neue Märkte leichter zu erschließen.

8)

Durch eines der modernsten Produktionsstätten für die bestandsspezifischen Impfstoffe, ist die SGBG für den zukünftigen GMP-Standard für bestandsspezifische Impfstoffe bestens vorbereitet. Sobald die Harmonisierung des EU-Rechts vollzogen ist, wird dadurch der Zugang zu neuen Märkten für bestandsspezifische Impfstoffe deutlich erleichtert.

2.2 Risiken

Die Kostensituation wird weiter angespannt bleiben, weil Effizienzsteigerungen und Kostenoptimierungen in der Produktion und den Laboren stark steigenden Lohnkosten, Material- und Transportkosten gegenüberstehen. Durch den hohen Energiebedarf des Unternehmens, spielen auch die gestiegenen Energiekosten eine nicht unerhebliche Rolle. Die Entwicklung im regionalen Arbeitsmarkt führt zu längeren Suchzeiten und höheren kosten, um offene Stellen zu besetzen.

Die strukturellen und personellen Veränderungen wurden in 2024 fortgesetzt und werden auch weiterhin die Kostensituation belastet. Automatisierung und Digitalisierung bilden Chancen und Risiken zugleich. Die größte Herausforderung wird die Maßnahmen parallel zum Wachstum voranzutreiben.

Die Gesellschaften beziehen wesentliche Produkte und Dienstleistungen von bestimmten Lieferanten und Dienstleistern. Sollten diese Lieferanten oder Dienstleister nicht in der Lage sein, ihre vertraglichen Verpflichtungen im Hinblick auf Qualität, Termin oder Umfang zu erfüllen, so kann dies Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaften haben. Der Einkauf agiert nach einheitlich festgelegten Einkaufs- und Lieferantenmanagementprozessen. Langfristige Verträge und ein aktives Lieferantenmanagement für strategisch bedeutsame Waren und Dienstleistungen sind dabei wichtige Elemente. Dadurch minimiert SGBG nicht nur einkaufsspezifische Risiken wie Lieferengpässe oder größere Preisschwankungen, sondern stellt auch die Wettbewerbsfähigkeit und reibungslose Produktionsabläufe sicher.

Die SGBG ist gegen wesentliche Risiken versichert. Andernfalls könnte ein nicht versicherter Schadenfall erhebliche Auswirkungen auf das Ergebnis haben.

Risiken mit potenzieller Auswirkung auf das Wachstum und den Absatz von Produkten der SGBG in internationalen Märkten können durch ungünstige politische Entwicklungen entstehen, wie beispielsweise in einer Eskalation geopolitischer Konflikte und in einer Verstärkung protektionistischer Tendenzen. Infolgedessen können sich negative Auswirkungen auf Absatz in unseren Exportmärkten ergeben.

Der Trend der abnehmenden Zahl an Nutztierhaltern und Nutztieren in Deutschland hält weiter an. Die Gesellschaft reagiert darauf mit einer weiteren Ausdehnung der Aktivitäten auf Länder, in die die Nutztierhaltung abwandert. Des Weiteren werden die Zugänge der SAN Group in den asiatischen und südamerikanischen Markt genutzt, um dort neue Kunden zu gewinnen. Hieraus ergeben sich die größten Wachstumschancen für die nächsten Jahre.

Insgesamt bestehen nach Einschätzung der Geschäftsführung für die Gesellschaft derzeit keine bestandsgefährdenden Risiken.

D. Sonstige Angaben

1. Mitarbeiter

In 2023/2024 beschäftigte die SGBG durchschnittlich 236 Personen, darunter auch Teilzeitbeschäftigte. Neben den Teilzeitbeschäftigten gibt es auch Auszubildende, wovon mehr als 74 % Frauen sind. Unter Akademikern im Team bilden Absolventen unterschiedlichster Biologie- und Biochemiestudiengänge die Mehrheit, erst danach rangieren Tierärzte und Landwirte.

Der Unternehmensstandort in Höltinghausen (Landkreis Cloppenburg) befindet sich inmitten des Oldenburger Münsterlandes, das aus den Landkreisen Cloppenburg und Vechta besteht. Die Ernährungswirtschaft ist der bedeutendste Wirtschaftszweig der Region, die sich durch hohe Prosperität, eine wachsende Bevölkerungszahl aufgrund von Zuzug und überdurchschnittlich hoher Geburtenrate sowie durch eine Arbeitslosenquote deutlich unter dem Landesdurchschnitt auszeichnet. Zur Erreichung und Aufrechterhaltung der hohen Qualitätsansprüche benötigt die Ernährungswirtschaft eine hochqualifizierte Labor-Infrastruktur, die in der Region sehr ausgeprägt vorhanden ist. Die SGBG befindet sich damit stets im Wettbewerb um qualifiziertes Personal. Eigene Ausbildungsaktivitäten mit derzeit 15 Auszubildenden, die Teilnahme an regionalen Jobmessen, die Ermöglichung von Praktika für Schüler und Studenten, die Ermöglichung zur Bearbeitung von Bachelor- und Masterarbeiten, die Unterstützung von Promotionsvorhaben, Fachtierarztausbildungen und Ausbildungsgängen zur Erlangung von int. „Diplomate“-Zertifikaten (EBVS® - European Board of Veterinary Specialists) sowie Programme zum frühen beruflichen Wiedereinstieg junger Eltern (eigene Kinderbetreuung, Krippen- und Kindergartenzuschüsse, Teilzeit-Wiedereinstiegsmodelle, Home-Office-Modelle) gehören ebenso zu den Instrumenten der Mitarbeitergewinnung und -bindung wie die Bereitstellung von Mahlzeiten oder Möglichkeiten zur artgerechten Unterbringung von Hunden während der Arbeitszeit.

2. Forschung und Entwicklung

Elementarer Bestandteil zukunftsfähiger Nutztierdiagnostik ist die Digitalisierung. Hierzu wurde intensiv in eine Labordatenbank und deren Auswertetools investiert und diese weiter ausgebaut. Gleichzeitig wurden bereits viele und werden kontinuierlich weitere laborinterne Datenaustauschprozesse durch Schaffung von Schnittstellen digitalisiert.

Aufgrund intensiver Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten konnte das Portfolio an Kylt® -In-Vitro-Diagnostika für die PCR deutlich erweitert werden. Darüber hinaus wurde damit begonnen, auch in eine Erweiterung des Kylt® -Methodenspektrums zu investieren. Die Herstellung bestandsspezifischer Impfstoffe wurde durch die Errichtung eines neuen Produktionsgebäudes in Höltinghausen zukunftssicher aufgestellt. Des Weiteren wurde hier in hochmoderne Produktionsanlagen investiert.

 

Höltinghausen, den 11. Dezember 2024

SAN Group Biotech Germany GmbH

gez. Christina Boss

gez. Hannes Ludlage

Bilanz zum 30. September 2024

AKTIVA

30.09.2024 30.09.2023
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 260.973,63 181.366,00
II. Sachanlagen 6.825.057,16 7.435.251,11
III. Finanzanlagen 55,71 55,71
7.086.086,50 7.616.672,82
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte 3.628.885,70 4.817.921,77
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.453.286,82 4.523.933,22
- davon gegen verbundene Unternehmen EUR 2.728.242,61 (Vorjahr: EUR 1.242.186,93)
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.042.189,72 1.782.585,25
10.124.362,24 11.124.440,24
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 49.430,70 39.388,13
17.259.879,44 18.780.501,19

PASSIVA

30.09.2024 30.09.2023
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 461.296,38 461.296,38
III. Gewinnvortrag 15.633.306,00 18.048.231,60
IV. Jahresfehlbetrag -1.746.135,57 -2.414.925,60
14.373.466,81 16.119.602,38
B. RÜCKSTELLUNGEN 1.057.126,57 952.729,75
C. VERBINDLICHKEITEN 1.829.286,06 1.691.969,06
- davon gegenüber verbundenen Unternehmen EUR 636.999,98 (Vorjahr: EUR 444.634,42)
D. PASSIVE LATENTE STEUERN 0,00 16.200,00
17.259.879,44 18.780.501,19

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2023 bis zum 30. September 2024

2023/24 2022/23
EUR EUR EUR
1. Rohergebnis 21.840.982,92 19.423.207,53
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -9.828.721,65 -9.920.669,12
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.723.519,16 -2.095.934,00
-11.552.240,81 -12.016.603,12
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -2.082.727,90 -1.760.712,88
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -10.021.945,42 -8.058.314,71
5. Betriebsergebnis -1.815.931,21 -2.412.423,18
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 60.967,25 6.153,00
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.029,50 -533,32
8. Finanzergebnis 59.937,75 5.619,68
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 16.199,89 0,90
10. Ergebnis nach Steuern -1.739.793,57 -2.406.802,60
11. Sonstige Steuern -6.342,00 -8.123,00
12. Jahresfehlbetrag -1.746.135,57 -2.414.925,60

Anhang zum Jahresabschluss auf den 30.09.2024

1. Allgemeine Angaben

Die SAN Group Biotech Germany GmbH hat ihren Sitz in Höltinghausen und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Oldenburg (Oldenburg) unter der Nummer HRB 152142.

Der Jahresabschluss zum 30.09.2024 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches, des GmbH-Gesetzes sowie unter Beachtung des Gesellschaftsvertrages aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist gemäß dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt.

Nach den in § 267 Abs. 2 HGB definierten Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Bei der Aufstellung werden daher die größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften teilweise in Anspruch genommen.

Soweit das Gesetz hinsichtlich Erläuterungen und sonstigen Angaben ein Wahlrecht eröffnet, diese entweder in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang auszuweisen, wurde durchgehend von der Möglichkeit des Ausweises im Anhang Gebrauch gemacht.

Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

Das negative Jahresergebnis resultierte im Wesentlichen aus außerordentlichen Abschreibungen im Umlaufvermögen sowie sonstigen betrieblichen Aufwendungen für Interim Manager und Beratungsleistungen. Die Gesellschaft plant im Geschäftsjahr 2024/2025 mit einer positiven Ertrags- und Liquiditätslage.

2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Geleistete Anzahlungen wurden mit dem Nennwert angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen werden über die folgenden (gruppeneinheitlichen) Nutzungsdauern vorgenommen:

Anlagengruppe Nutzungsdauern
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3 bis 5 Jahre
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen 5 bis 11 Jahre

Selbstständig nutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten von EUR 250,00 bis zu EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben.

Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten bewertet.

Die Vorräte an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, unfertigen und fertigen Erzeugnissen und Leistungen sowie Waren wurden mit den Herstellungs- bzw. Anschaffungskosten und, soweit erforderlich, mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Abschreibungen auf den niederen beizulegenden Wert werden vorgenommen, wenn der Börsen- oder Marktpreis niedriger war als die ursprünglichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Als solche werden bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen die Wiederbeschaffungskosten, bei fertigen und unfertigen Erzeugnissen und Leistungen sowie Waren die voraussichtlich erzielbaren Verkaufserlöse abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten oder niedrigere Wiederherstellungskosten angesetzt.

Die Herstellungskosten der unfertigen und fertigen Erzeugnisse enthalten die direkt zurechenbaren Kosten. Daneben werden auch angemessene Teile der Verwaltungs-, Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie des Wertverzehrs des Anlagevermögens einbezogen, soweit sie auf den Zeitraum der Herstellung entfallen.

Die Forderungen wurden mit ihren Nennwerten bewertet. Erkennbare Einzelrisiken im Forderungsbestand wurde durch Einzelwertberichtigung Rechnung getragen. Eine Pauschalwertberichtigung wegen des allgemeinen Ausfallrisikos wurde gebildet. Als uneinbringlich eingeschätzte Forderungen wurden abgeschrieben.

Die Posten „Sonstige Vermögensgegenstände“ und „Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten“ wurden jeweils zum Nennwert bewertet.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden gemäß § 250 Abs. 1 HGB Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, abgegrenzt.

Rückstellungen wurden für alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten jeweils in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet.

Die Verbindlichkeiten wurden mit ihren jeweiligen Erfüllungsbeträgen bewertet.

Die Berechnung der Latenten Steuern des Vorjahres beruht auf den temporären Unterschieden zwischen den Bilanzposten aus handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Betrachtungsweise gemäß § 274 HGB. Allerdings wird vom Aktivierungswahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht und auf den Ansatz aktiver latenter Steuern in der Bilanz verzichtet. Das Wahlrecht, nur den passivischen Überhang latenter Steuern auf temporäre Differenzen zwischen handels- und steuerrechtlichem Ansatz zu bilanzieren, wird grundsätzlich in Anspruch genommen. Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 30,0 % zugrunde gelegt.

Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgt mit dem Devisenkassamittelkurs am Entstehungstag. auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Sofern die Restlaufzeit, gerechnet vom Bilanzstichtag, größer einem Jahr beträgt, erfolgt die Umrechnung nur dann mit dem Devisenkassamittelkurs, sofern aus der Währungsposition Kursverluste drohen.

3. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen im Geschäftsjahr sind im Anlagenspiegel als Anlage zum Anhang dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 2.579.807,48 (Vorjahr: EUR 2.789.179,90) haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 2.728.242,61 (Vorjahr EUR 1.242.186,93) haben in Höhe von EUR 0 (Vorjahr EUR 953.236,33) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren in Höhe von EUR 2.203.633,58 (Vorjahr EUR 953.236,33) aus Forderungen gegen die Gesellschafterin sowie in Höhe von EUR 524.609,03 (Vorjahr EUR 288.950,60) aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Bei den Forderungen gegen die Gesellschafterin handelt es sich im Wesentlichen um Forderungen aus dem Cash-Pooling-Vertrag.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten wie im Vorjahr keine langfristigen Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 636,999,98 (Vorjahr EUR 444.634,42) betreffen in Höhe von EUR 523.924,55 (Vorjahr EUR 57.169,15) Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin sowie in Höhe von EUR 113.075,43 (Vorjahr EUR 387.465,27) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin handelt es sich um Verbindlichkeiten aus dem Cash-Pooling- Vertrag sowie um Verbindlichkeiten aus Services.

Die Verbindlichkeiten sind allesamt kurzfristig.

Latente Steuern

Für Computerhardware und Betriebs- und Anwendersoftware darf ab dem Veranlagungszeitraum 2021 steuerlich eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 1 Jahr angenommen werden, was handelsrechtlich nicht zulässig ist. Die Gesellschaft hat von diesem steuerlichen Wahlrecht Gebrauch gemacht, was dann zu Abschreibungsdifferenzen führt. Die passiven latenten Steuern beruhen auf der Differenz zwischen der höheren Abschreibung nach Steuerrecht und derjenigen nach Handelsrecht und wurden mit einem Steuersatz von insgesamt 30% (16% Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und 14% Gewerbesteuer) bewertet.

Am Bilanzstichtag betragen die passiven latenten Steuern EUR 0 (Vorjahr EUR 16.200,00).

Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft haftet zum 30.09.2024 in Höhe von EUR 11.651.587,79 für fremde Verbindlichkeiten, nämlich für solche einer Schwesterngesellschaft, der Campus Grundstücks GmbH (Vorjahr EUR 12.858.502,30).

Aufgrund der geordneten wirtschaftlichen Verhältnisse des Begünstigten, wird eine Inanspruchnahme aus dem Haftungsverhältnis nicht erwartet.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Währungsgewinne in Höhe von EUR 25.317,09 (Vorjahr EUR 25.248,12) enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen EUR 1.150,80 (Vorjahr EUR 1.958,34).

Die Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens Vorratsvermögen in Höhe von EUR 501.690,00 (Vorjahr EUR 0,00).

5. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen folgende, nicht in der Bilanz ausgewiesene Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzanlage von Bedeutung sind:

Sonstige finanzielle Verpflichtungen Fällig im Folgejahr Fällig im 2. bis 5. Jahr Fällig nach dem 5. Jahr Summe 30.9.2024
TEUR TEUR TEUR TEUR
aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen 2.091 6.760 7.767 16.618

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer während des Geschäftsjahres belief sich auf 236 (Vorjahr 236).

Davon entfielen auf

Techniker/gewerbliche Arbeitnehmer 19 (Vorjahr 26)

Angestellte 186 (Vorjahr 174)

Leitende Angestellte 12 (Vorjahr 12)

Aushilfen 19 (Vorjahr 24)

Organbezüge

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung belaufen sich für das Geschäftsjahr auf EUR 485.174,27. Hinsichtlich des Vorjahres wurde von der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Geschäftsführung

Als Geschäftsführer im Berichtszeitraum sind bestellt:

Hans Christoph Ahrens (bis Februar 2024)

Julien André Coitou (bis Juli 2024)

Dr. Christina Boss (seit Januar 2024)

Hannes Ludlage (seit Juli 2024)

Die Geschäftsführer vertreten die Gesellschaft jeweils gemeinsam mit einem weiteren Geschäftsführer oder einem Prokuristen. Die Geschäftsführer sind bzw. waren von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsleitung schlägt einen Vortrag des Jahresfehlbetrages in Höhe von EUR 1.746.135,57 auf neue Rechnung vor.

Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag 30.09.2024 sind keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz und Ertragslage der SAN Group Biotech Germany GmbH haben.

Konzernzugehörigkeit

Mutterunternehmen i. S. d. § 285 Nr. 14 und 14a HGB ist die SAN Group GmbH mit Sitz in 3130 Herzogenburg, Österreich. Diese stellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss des Mutterunternehmens einbezogen, dieser ist am Sitz der genannten Gesellschaft erhältlich.

 

Höltinghausen, den 11.12.2024

SAN Group Biotech Germany GmbH

gez. Christina Boss

gez. Hannes Ludlage

Anlagenspiegel nach Bilanzposten vom 01.10.2023 bis zum 30.09.2024

Anschaffungskosten / Herstellungskosten
Stand 01.10.2023 Zugang Abgang Stand 30.09.2024
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 610.833,56 146.146,80 0,00 756.980,36
610.833,56 146.146,80 0,00 756.980,36
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 14.261.494,44 1.065.004,09 0,00 15.326.498,53
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 468.513,11 0,00 160.699,31 307.813,80
14.730.007,55 1.065.004,09 160.699,31 15.634.312,33
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 55,71 0,00 0,00 55,71
55,71 0,00 0,00 55,71
15.340.896,82 1.211.150,89 160.699,31 16.391.348,40
Abschreibungen
01.10.2023 Zugang Abgang 30.09.2024
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 429.467,56 66.539,17 0,00 496.006,73
429.467,56 66.539,17 0,00 496.006,73
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.294.756,44 1.514.498,73 0,00 8.809.255,17
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
7.294.756,44 1.514.498,73 0,00 8.809.255,17
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
7.724.224,00 1.581.037,90 0,00 9.305.261,90
Buchwert
30.09.2024 30.09.2023
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 260.973,63 181.366,00
260.973,63 181.366,00
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.517.243,36 6.966.738,00
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 307.813,80 468.513,11
6.825.057,16 7.435.251,11
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 55,71 55,71
55,71 55,71
7.086.086,50 7.616.672,82

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang) und Lagebericht handelt es sich um die für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die SAN Group Biotech Germany GmbH, Höltinghausen

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der SAN Group Biotech Germany GmbH, Höltinghausen - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2023 bis zum 30. September 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SAN Group Biotech Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2023 bis zum 30. September 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögensund Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2023 bis zum 30. September 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „VERANTWOR- TUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRES- ABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Oldenburg, 28. Januar 2025

BDO Oldenburg GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Obst, Wirtschaftsprüfer

Böhnke, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses zum 30.09.2024

Auf der Gesellschafterversammlung der SAN Group Biotech Germany GmbH vom 11.03.2025 wurde der Jahresabschluss zum 30. September 2024 festgestellt.

Beschluss über die Ergebnisverwendung 2024

Die Gesellschafterversammlung beschließt am 11.03.2025 die Ergebnisverwendung entsprechend des Ergebnisverwendungsvorschlags im Anhang der Gesellschaft.

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