Kraus & Naimer Produktion GmbH
Selbe AdresseHerstellung von elektrischem Installationsmaterial
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ralf Schick seit 12.5.2010 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Kraus & Naimer Produktion GmbH | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Kraus & Naimer GmbHKarlsruheJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Kraus & Naimer GmbH1. Grundlagen des Unternehmens 1.1. Beschreibung der Geschäftstätigkeit Die Kraus & Naimer GmbH in Karlsruhe ist die deutsche Vertriebsgesellschaft der weltweit operierenden Kraus & Naimer Gruppe mit insgesamt ca. 800 Mitarbeitern. 1907 in Wien gegründet, ist die Gruppe Marktführer im Bereich mechanische Lasttrenn- und Nockenschalter. Die Kraus & Naimer Gruppe verfügt weltweit über 6 Fabriken und 18 Vertriebsgesellschaften. Die Kraus & Naimer GmbH vermarktet im deutschen Markt hauptsächlich Produkte rund um das Thema elektromechanische Schaltgeräte, die in den Fabriken der Kraus & Naimer Gruppe hergestellt werden. Eine Auswahl von Handelswaren in Ergänzung zum Schalter runden das Programm ab. Zusätzlich bietet die Kraus & Naimer GmbH kundenspezifische Lösungen im Bereich Sperren und Schließen elektrischer Anlagen an. Hier werden spezielle kundenspezifische Schließsysteme für verschiedene Einsatzgebiete, z.B. in der Bahntechnik oder im EVU-Bereich, konzipiert und vertrieben. Darüber hinaus gibt es das junge Geschäftsfeld Kraus & Naimer Controls (KN-C). In diesem stark wachsenden Bereich bietet das Unternehmen seinen Kunden Hard- und Softwarelösungen, wie auch Engineering-Leistungen im Bereich Digitalisierung (IIoT) an. Von Hardwarekomponenten wie HMI's oder Industrial PC's bis hin zur Integration, speziellen kundenspezifischen Programmierungen z.B. in CODESYS oder WEB-Anbindungen. 1.2. Vertrieb / Applikation Die Kraus & Naimer GmbH operiert nach einem klassischen Flächenvertriebskonzept. Mit derzeit 6 Vertriebsingenieuren im Außendienst garantiert das Unternehmen seinen Kunden einen umfassenden vor Ort Service Deutschland weit. Die Vertriebsingenieure arbeiten dabei im Team mit jeweils einem kaufmännischen und einem technischen Innendienst Mitarbeiter am Standort Karlsruhe zusammen. Der Bereich KN-C wird technisch zusätzlich durch ein Team von Applikationsingenieuren abgedeckt. Sowohl im klassischen Schalterbereich als auch im Bereich KN-C arbeitet man sehr eng mit den Entwicklungs- und Konstruktionsabteilungen der Kunden zusammen. Der Anteil an kundenspezifischen Lösungen liegt im Bereich KN-C bei nahezu 100%, im Schalterbereich bei über 80%. Im Schalterbereich sorgt ein mannigfaltiger Baukasten für eine große Anzahl an Variationsmöglichkeiten. Zusätzlich gibt es viele kundenspezifische Anpassungen und Zusatzeinrichtungen, die speziell für die jeweilige Applikation entworfen und gefertigt werden. Dies geschieht auch in Zusammenarbeit mit Partnerherstellern wie z.B. bei Schließkomponenten oder bei speziellen Gehäusen. Bei der IIoT Integration übernimmt die Applikationsabteilung passgenau die Projektbereiche bzw. Aufgaben, die der Kunden entweder aufgrund fehlenden Knowhows oder fehlender Manpower selbst nicht abdecken kann. Ziel ist es den Kunden bei der Überführung seiner Projekte in die IIoT Welt bestmöglich zu unterstützen. Gerade im Bereich bestehender Maschinen und Anlagen, die in die IIoT Welt integriert werden sollen, ist dies besonders gefragt. Hier füllt Kraus & Naimer die Lücke zwischen den kundeneigenen Möglichkeiten und der zur erfolgreichen Realisierung fehlenden Teilbereichen. 1.3. Produkteinkauf / Materialwirtschaft Im Bereich Schaltgeräte und Zubehör wird die Kraus & Naimer GmbH aus den konzerneigenen Werken in Weikersdorf (Austria) und Karlsruhe beliefert. Durch die interne Vernetzung über SAP gibt es keine langen Bestellwege. Die Verrechnung erfolgt über das Kraus & Naimer eigene Intercompany-Code-Preissystem. Die Belieferung aus dem am Standort ansässigen Werk in Karlsruhe, aus dem hauptsächlich Haupt- und Revisionsschalter bezogen werden, erfolgt täglich sofort nach Fertigstellung der Ware. Aus dem Werk Weikersdorf, aus dem hauptsächlich Nockenschalter bezogen werden, wird die Kraus & Naimer GmbH zwei Mal wöchentlich beliefert. Darüber hinaus unterhält die Kraus & Naimer GmbH ein entsprechend großes Fertigwarenlager, in dem Standardschalter sowie auch kundenspezifische Schalter vorgehalten werden. Für das mannigfaltige Zubehör an speziellen Schloss- und Schließmechanismen, arbeitet man mit einem großen deutschen Hersteller zusammen. Die Produkte werden in Zusammenarbeit mit und für Kraus & Naimer entwickelt und größtenteils auch exklusiv für Kraus & Naimer gefertigt. Um die Lieferkette zu sichern, werden jeweils Kapazitäten in der Fertigung des produzierenden Unternehmens mittelfristig reserviert. Im Bereich explosionsgeschützter Schalter gibt es eine Kooperation mit der Schwestergesellschaft Kraus & Naimer B.V. in Holland. Die elektronischen HMI-Standardkomponenten werden als Brand Label von einem namhaften italienischen Hersteller bezogen. Für kundenspezifische HMI-Hardwarelösungen z.B. im Open Frame Bereich, besteht eine Kooperation mit einem weiteren HMI-Hersteller. Weitere elektronische Zubehörkomponenten werden projektbezogen am Markt von diversen Herstellern nach Bedarf eingekauft. Das komplette Programm von Leucht- und Spezialgriffen wird ebenfalls von einem deutschen namhaften Hersteller für Kraus & Naimer in Deutschland gefertigt. Die Produktbeschaffung/-verfügbarkeit war im Jahr 2023 größtenteils unproblematisch. Problemtisch waren z.T. nur spezielle HMI's und Industrie PC's, aufgrund immer noch schlechter Verfügbarkeit von Prozessoren und anderen elektronischen Bauteilen. Jedoch kam es auch hier nicht zu problematischen Verzögerungen. 1.4. Personal- und Sozialbereich Der Personalaufwand im Geschäftsjahr 2023 belief sich auf rund 3,12 Mio. € (2,84 Mio. €, 2022). Die durchschnittliche, nach § 267 Abs. 5 HGB, ermittelte Arbeitnehmerzahl betrug 41 Mitarbeiter (im Vorjahr: 39). Die Arbeitnehmeranzahl teilt sich wie folgt auf:
2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen Die deutsche Elektro- und Digitalindustrie hat im Jahr 2023 die Zurückhaltung ausländischer Kunden zu spüren bekommen. Laut den statistischen Zahlen des ZVEI blieben die Auftragseingänge um 2,2 Prozent hinter dem Vorjahreswert zurück. Während die Bestellungen aus dem Inland um 2,6 Prozent zulegten, laut dem Branchenverband waren die Unternehmen weiterhin zu Investitionen bereit und profitierten von den Trends zur Elektrifizierung, Digitalisierung und Automatisierung, gab es im Ausland ein Minus von 6,1 Prozent. Der Umsatz einschließlich Preiserhöhungen stieg nach vorläufigen Berechnungen im Gesamtjahr durch die erhöhte Inlandsnachfrage über die gesamte Branche um 6 Prozent auf insgesamt 238,1 Milliarden Euro. Das zweite Halbjahr zeigte sich dabei wesentlich schwächer mit fallender Tendenz zum Jahresende. So sanken die Bestellungen im Dezember um satte 5,3 Prozent gegenüber dem Vormonat. Die preisbereinigte Produktion verfehlte das Niveau des Vorjahresmonats klar um 10,2 Prozent. Dabei lag das erste Quartal mit einem 6-prozentigen Anstieg der realen Produktion noch deutlich über Vorjahr. Vom 2.ten Quartal an nahm die Auslastung der Produktionen allerdings kontinuierlich ab. Dies hat die Wachstumsrate für das gesamte letzte Jahr spürbar nach unten gedrückt. So konnte der aggregierte Branchenoutput 2023 letztlich nur noch in Summe um ein halbes Prozent zulegen. Gemäß ZVEI hatte die deutsche Elektro- und Digitalindustrie zum Jahresende 2023 insgesamt 908 Tausend Menschen beschäftigt. Damit bleibt die Elektroindustrie - nach Köpfen - die zweitgrößte Branche des Verarbeitenden Gewerbes in Deutschland. Mit 107 Tausend Angestellten ist mehr als ein Neuntel der Branchenbeschäftigten allein im Bereich Forschung & Entwicklung (F&E) tätig. Sie bilden die Basis für den Beitrag der Elektro- und Digitalindustrie zu technologischem Fortschritt und damit Wachstum und Wohlstand. Die nachlassende konjunkturelle Dynamik seit dem zweiten Quartal 2023 hat sich beschäftigungswirksam kaum bemerkbar gemacht. Allerdings sind die Unternehmen der Elektro- und Digitalindustrie im Laufe des Jahres bei ihren Beschäftigungsplänen laut ifo-Befragung zurückhaltender geworden. Diese waren ab Juli 2023 per Saldo negativ. Ende 2023 lagen sie bei minus 18 Prozentpunkten. Herausforderungen 2023 der Branche lagen verstärkt in den Bereichen Umweltschutz, der Ressourcenknappheit und den Anstrengungen für die Sicherheit. Zudem spielten gesetzliche und regulatorische Rahmenbedingungen eine entscheidende Rolle, da sie die Entwicklung von neuen Produkten und Dienstleistungen sowie die Geschäftsmodelle der Unternehmen stark beeinflussten. Es ist daher für Unternehmen der Elektroindustrie von großer Bedeutung, sich kontinuierlich über die aktuellen Trends und Anforderungen zu informieren und ihre Strategien entsprechend anzupassen, um wettbewerbsfähig zu bleiben und den Anschluss nicht zu verlieren. 2.2 Ausschnitt über den Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens 2.2.1 Umsatz- und Auftragsentwicklung Trotz Abschwächung der wirtschaftlichen Lage und dem damit einhergehenden Rückgang im Auftragseingang in der zweiten Jahreshälfte, konnte der Umsatz aufgrund der starken ersten Jahreshälfte leicht um 1,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden. 2.2.2 Darstellungen der Ertragslage und des Geschäftsergebnisses Das Jahresergebnis befindet sich mit TEUR 456 (2022: TEUR 464) trotz gestiegenem Umsatz aufgrund erhöhter Aufwendungen nur leicht unter dem Niveau des Vorjahres . Der Rohertrag bzw. die Handelsspanne (Umsatz abzgl. Materialaufwand) hat sich im Jahr 2023 aufgrund der Umsatzsteigerung und stabiler Preise um 386 TEUR erhöht. Gegenläufig erhöhten sich die Personalaufwendungen sowie die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gegenüber dem Geschäftsjahr 2022. 2.2.3 Darstellungen der Vermögenslage Das Gesamtvermögen hat sich um TEUR 515 von TEUR 7.956 auf TEUR 8.471 erhöht. Auf der Aktivseite ergibt sich die Erhöhung durch den Anstieg des Vorratsvermögens sowie der Bankguthaben. Gegenläufig ergab sich auf der Aktivseite ein Rückgang der Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände. Die Entwicklung der Passivseite ist von der thesaurierungsbedingten Erhöhung des Eigenkapitals geprägt. 2.2.4 Darstellungen der Finanzlage In der folgenden Übersicht sind die Zahlungsströme getrennt nachlaufender Geschäftstätigkeit, Investitions- und Finanzierungstätigkeit aufbereitet.
2.3 Gesamtaussage Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind zum Zeitpunkt der Lageberichtserstellung als gut einzustufen. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1. Prognosebericht 3.1.1 Planungsprämissen Die Umsatzplanung für das Jahr 2024 erfolgte auf Basis der von Kraus & Naimer erhobenen Marktdaten und deren Bewertung. Diese werden von einer repräsentativen Auswahl von Kunden in den verschiedenen Branchen erhoben. Gleichzeitig finden Konjunkturdaten der einschlägigen Wirtschaftsorganisationen, wie ZVEI, VDMA, wvib etc. Beachtung. Aufgrund der großen wirtschaftlichen Unsicherheiten, muss auch die Planung der Kraus & Naimer GmbH, trotz gewissenhafter Abwägung aller wichtigen Faktoren, als unsicher angesehen werden. Eine genaue Beobachtung des Marktes und ggf. ein schnelles Nachsteuern wird über das ganze Jahr hinweg erforderlich sein. 3.1.2 Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2024 Der Planumsatz für das Jahr 2024 musste aufgrund der anhaltend schwachen Auftragslage nach unten korrigiert werden. Aktuell liegt die Umsatzerwartung einige Prozentpunkte unter Vorjahresniveau. Das Ergebnis dürfte sich aufgrund dieser Situation, sowie den anhaltenden Preisdruck am Markt entsprechend verschlechtern. 3.2 Chancen- und Risikobericht 3.2.1 Risikomanagementsystem Risiken des laufenden Geschäftsbetriebes sollen sowohl durch das vorhandene Berichtssystem als auch durch regelmäßige institutionalisierte Besprechungen erkannt und adressiert werden. Neben den internen monatlichen Berichten werden wesentliche Finanz- und Umsatzberichte monatlich bzw. quartalsweise für die Gesellschafter der Kraus & Naimer GmbH erstellt. Um Marktrisiken frühzeitig zu erkennen und einzuschätzen zu können, werden monatlich Daten aus relevanten Quellen (ZVEI Datenbank und monatliche Konjunkturberichte, VDMA Auftragseingangszahlen, wvib Konjunkturbarometer etc.) ausgewertet. Versicherbare Risiken werden durch einen angemessenen Versicherungsschutz begrenzt. Um Risiken aus rechtlichen und steuerrechtlichen Vorschriften und Gesetzen zu erkennen und zu minimieren, werden im Einzelfall externe Fachleute beauftragt. 3.2.2 Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Risiken Laut der ifo Konjunkturprognose aus dem Frühjahr 2024 sind die gesamtwirtschaftlichen Risiken im Jahr 2024 für Deutschland mannigfaltig. Vor allem von der weiteren Entwicklung der Energiepreise geht hohe Unsicherheit aus. Bislang wird davon ausgegangen, dass sich die Preise für Rohöl, Strom und Erdgas im Prognosezeitraum gemäß den Kursen an den Terminmärkten entwickeln werden. Demnach haben die jüngsten Preisrückgänge Bestand und die Preise pendeln sich nur knapp oberhalb des Niveaus ein, das in den Jahren vor der Coronakrise zu beobachten war. Hiervon dürften die Industrie- und Konsumkonjunktur profitieren. Jedoch hängt der weitere Verlauf entscheidend von den geopolitischen Umständen ab, die sich jederzeit ändern können und damit erheblichen Einfluss auf die konjunkturelle Entwicklung der deutschen Wirtschaft haben. Die derzeit größten geopolitischen Risiken umfassen laut dem Global Risks Report 2024 des Weltwirtschaftsforums die Bedrohungen durch Fehl- und Desinformation, insbesondere im Kontext der rasanten technologischen Veränderungen und wirtschaftlichen Unsicherheiten. Klimabezogene Gefahren dominieren weiterhin die langfristigen Risiken, während die Spannungen zwischen Russland und der NATO, Cyberangriffe und die problematischen Handelsbeziehungen insbesondere zwischen der Europäischen Union und USA, sowie China mittelfristig große Risiken bergen. Es ist entscheidend, dass Deutschland seine Außenhandelsstrategie anpasst, um Resilienz gegenüber geopolitischen Risiken zu erhöhen und die Wirtschaftsleistung zu sichern. Ein weiteres erhebliches Risiko geht von der derzeitigen deutschen Wirtschafts- und Finanzpolitik aus. Zwar konnte eine Einigung für den Haushalt des laufenden Jahres erzielt werden und die Einhaltung der Schuldenbremse dürfte gewährleistet sein, allerdings ist es vor dem Hintergrund der derzeitigen Haushaltssituation sowie vor allem im Hinblick auf die vorrausichtlich abermals schwierigen Verhandlungen zum Bundeshaushalt 2025 sehr wahrscheinlich, dass dringend notwendige Reformen auf die lange Bank geschoben oder nur zögerlich in Angriff genommen. Dieser Stillstand und die Unsicherheit über wichtige wirtschaftspolitische Weichenstellungen lähmen die Konjunktur und hemmen das langfristige Wachstum, da Ausgaben für Investitionen und Konsum zurückgehalten werden. Sollte sich die Unsicherheit, anders als in der vorliegenden Prognose unterstellt, nicht auflösen, dürfte die erwartete Erholung weiter in die Ferne rücken. Der Bericht des BMWK beschreibt die wirtschaftliche Lage im ersten Quartal 2024 in Deutschland leicht positiv. Die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland hat sich zu Jahresbeginn mit einem realen BIP-Zuwachs um 0,2 Prozent leicht belebt. Wachstumsimpulse gingen dabei vor allem von den Bauinvestitionen (witterungsbedingt) sowie dem Außenbeitrag (Ausfuhren minus Einfuhren) aus. Investitionen in Infrastruktur und Ausrüstung, sowie der private Konsum dürften sich dagegen noch schwach entwickelt haben. Im Zuge geringerer Inflationsraten, erwarteter geldpolitischer Lockerungen, steigender Löhne und Einkommen, einem stabilen Arbeitsmarkt und zunehmender Impulse von der Außenwirtschaft dürfte sich die konjunkturelle Erholung dennoch allmählich festigen und an Breite und Dynamik gewinnen. Die Produktion im Produzierenden Gewerbe ging nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im März preis-, kalender- und saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat leicht um 0,4 Prozent zurück. Die Herstellung in der Industrie verringerte sich zuletzt ebenfalls um 0,4 Prozent. Die Inflationsrate lag im April unverändert bei 2,2 Prozent. Die Inflation zeigt damit seit März 2023 weiter einen rückläufigen Trend. Auf dem Arbeitsmarkt kommt die übliche Frühjahrsbelebung im Zuge der schwachen Konjunktur noch nicht in Fahrt. Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen stieg nach endgültigen Ergebnissen im Februar um 10,0 Prozent gegenüber dem Vormonat (+31,1 Prozent gegenüber Vorjahresmonat) auf 1.785. Dies ist die höchste Zuwachsrate auf Monatsbasis seit März 2022. Der IWH-Insolvenztrend weist für den April 2024 mit 1.367 Insolvenzen von Personen- und Kapitalgesellschaften einen Höchstwert seit Beginn der Erfassung im Januar 2016 aus. Gleichzeitig erwartet das IWH aber ab Mai bzw. spätestens ab Juni eine Entspannung der Insolvenzzahlen. Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA) prognostiziert für das Jahr 2024 einen signifikanten Produktionsrückgang. Die sinkenden Auftragsbestände können die Produktion immer weniger stützen, während Neuaufträge ausbleiben. Laut einer VDMA-Umfrage liegt die Auftragsreichweite bei 60-Prozent der Unternehmen bereits unter dem langjährigen Durchschnitt. Zusätzlich bleibt die Investitionstätigkeit in Schlüsselmärkten wie den USA und China schwach und auch im Inland trüben sich die Investitionserwartungen ein. Hinzu kommt, dass der Ukraine-Krieg und die hohe Inflation die Nachfrage nach Maschinen und Anlagen bremsen. Für 2024 erwartet Atradius, dass sich die Situation der Autoindustrie bei Herstellern und dadurch auch bei den Zulieferern weiter verschlechtert. Der weltweit größte Autozulieferer Bosch hat angekündigt, 1.500 Stellen zu streichen, ZF Friedrichshafen plant ein ganzes Werk zu schließen, um nur einige Beispiele zu nennen. Dies schlägt sich auch extrem auf die Investitionstätigkeit in diesen Bereichen nieder. Es werden im Jahr 2024 kaum neue Anlagen und Infrastruktur geschaffen. Im Bereich Bahntechnik sieht die Sachlage etwas positiver aus. Durch weltweit prognostizierte massive Investitionen in Zug- und Streckentechnik, lassen sich hier noch Wachstumsraten erzielen. Allein die DB hat angekündigt 16,4 Mrd. € in das Schienennetz zu investieren. USA kündigt eine Investition von 7,6 Mrd. € für landesweit 10 Bahninfrastrukturprojekte an, darunter auch die High Speed Train Verbindungen Los Angeles - San Francisco und Los Angeles - Las Vegas. Davon profitieren auch in großem Maße deutsche Unternehmen. 3.3 Unternehmensspezifische Risiken 3.3.1 Beschaffungsrisiken Durch die weltweite Abschwächung insbesondere der chinesischen Wirtschaft sind derzeit keine gravierenden Verfügbarkeits- bzw. Beschaffungsrisiken bei den gängigen Rohstoffen zu erwarten. Der Konflikt im Gazastreifen und in Israel könnten allerdings weiter eskalieren und auf die gesamte Region übergreifen, aus der etwa 35 Prozent der weltweiten Ölexporte und 14 Prozent der Gasexporte stammen. Anhaltende Angriffe im Roten Meer - durch das 11 Prozent des Welthandels fließen - und der andauernde Krieg in der Ukraine könnten zu neuen negativen Versorgungsschocks für den weltweiten Aufschwung führen und die Lebensmittel-, Energie- und Transportkosten in die Höhe treiben. Die Kosten für die Containerschifffahrt sind bereits stark gestiegen, und die Lage im Nahen Osten bleibt unbeständig. Eine weitere geoökonomische Fragmentierung könnte auch den grenzüberschreitenden Fluss von Rohstoffen einschränken und zu zusätzlicher Preisvolatilität führen. Weiter zunehmen wird auch die Gefahr von Produktions- und Förderausfällen durch Naturkatastrophen. Diese treten kurzfristig auf und können große Auswirkungen haben. Die Kraus & Naimer GmbH ist als Bezieher von Endgeräten und Baugruppen mittelbar von diesen Entwicklungen betroffen. Um eine Lieferzuverlässigkeit zu sicher, arbeitet das Unternehmen eng mit den Lieferanten aus eigenem Hause, sowie mit externen Lieferanten zusammen. Rahmenaufträge und Bedarfsvorschauinformationen helfen den Lieferanten bei der Disposition und Produktionsplanung und sichern so Verfügbarkeit. Die Kraus & Naimer GmbH achtet darauf, dass die Partner eine langfristig angelegte Beschaffungspolitik haben und soweit möglich mit Multisourcing-Strategien in der Lage sind, Lieferausfälle zu kompensieren. Die Auswirkungen von Naturkatastrophen lassen sich auch durch die o.a. Maßnahmen nicht verhindern. Allerdings können Dienste wie z.B. Resilinc dafür sorgen, dass Auswirkungen schnell erkannt und bewertet werden können, um so zeitnah gegensteuern zu können. 3.3.2 Absatzseitige Risiken Die gesamtwirtschaftlichen Risiken und Rahmenbedingungen schlagen auch auf die Umsatzentwicklung der Kraus & Naimer GmbH in vielfältiger Weise durch. Die angebotenen elektromechanischen und elektronischen Produkte finden in nahezu allen Branchen und Applikationen Ihre Anwendung. Hauptsächlich die Marktentwicklungen im Maschinen- und Anlagenbau, aber auch in der Bahntechnik oder im Bereich Heizung/Klima/Lüftung, schlagen sich in den Auftragsbüchern der Kraus & Naimer GmbH nieder. Hinzu kommen Anwendungen im Energiesektor, hauptsächlich bei erneuerbaren Energien. Gerade in diesem Bereich ist der Bedarf sehr sprunghaft. Große Volumen werden oft in kürzester Zeit benötigt. Teilmärkte können über Nacht entstehen und auch genauso schnell verschwinden. Die Gründe hierfür können in der staatlichen Subventionspolitik, im technischen Wandel oder z.B. in der Anpassung von Vorschriften und Normen liegen. Aktuell besteht in diesem Teilmarkt weltweit gerade eine sehr hohe Nachfrage. Ein Großteil der Produkte verlässt nach Integration in die jeweilige Kundenapplikation den deutschen Markt, weshalb der Absatz im deutschen Markt in zweiter Instanz sehr abhängig von der weltwirtschaftlichen Lage und der weltweiten Wettbewerbsfähigkeit z.B. des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus ist. Zu den allgemeinen und gesamtwirtschaftlichen Risiken kommen noch produktspezifische Risiken. Gerade bei elektromechanischen Komponenten führt der hohe Kostendruck in den Kundenapplikationen im deutschen Markt dazu, dass auch verstärkt Anbieter aus Billiglohnländern zum Einsatz kommen. Diese kommen vornehmlich aus Osteuropa, aber auch Asien. Bisher konnte Kraus & Naimer diesen Billiganbietern mit der marktbekannten Qualität, dem umfassenden Service, einer rundum Kundenbetreuung aber auch durch die hohe Flexibilität mit kundenspezifischen Lösungen Paroli bieten. Es ist jedoch auch hier zu beobachten, dass aufgrund des Kostendrucks kundenseitig mehr Standardlösungen angestrebt werden. Im Bereich der HMI und Industrial PC's gehört Kraus & Naimer noch nicht zu den führenden Anbietern. Hier ist vor allem Imageaufbau und Überzeugungsarbeit zu leisten. Vorteilhaft wirkt sich hier das Konzept des begleitenden Engineerings aus. So wird die Hardware zum Bestandteil einer gesamten Leistung bestehend aus Komponenten und Engineering. Kraus & Naimer avanciert damit zum Problemlöser, weg vom reinen Komponentenlieferanten. 3.3.3 Finanzwirtschaftliche Risiken Der Finanzmittelbedarf wird im Wesentlichen durch Mittelzuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit gedeckt. Die Finanz- und Kreditlinien der zusammenarbeitenden Banken werden bis dato nicht ausgeschöpft. Im Bedarfsfalle kann auf eigene kurzfristig verfügbare Mittel zurückgegriffen werden, darüber hinaus besteht auch die Möglichkeit der Finanzmittelbeschaffung über die Kraus & Naimer Gruppe. Diese Möglichkeiten reichen von verlängerten Zahlungszielen oder Stundungen bis hin zu Bürgschaften der Holding, sollte dieser Schritt erforderlich werden. Aufgrund der aktuellen Kostensituation bei den produzierenden Unternehmen, dürfte das Zahlungsausfallrisiko bei B2B Kunden steigen. Ein Indiz sind die sich häufenden Anfragen nach verlängerten Zahlungszielen und Überziehungen bei den Zahlungsfristen. Hier beobachtet das Unternehmen die Entwicklung auf Kundenbasis sehr genau, um frühzeitig gegensteuern zu können. 3.3.4 Technologie- und Qualitätsrisiken Die gruppeneigenen Werke, sowie die externen Partner sin alle mindestens nach dem Standard der ISO 9001:2015 zertifiziert. Für externe Lieferanten gibt es einen umfassenden Qualifizierungsprozess incl. Sicherung der Lieferketten. Die Risiken aus einer Produkthaftung für Brand Label Produkte und Projektierungsleistungen sind durch entsprechende Versicherungen abgedeckt. Über den normalen Deckungsrahmen hinaus gibt es zusätzlich noch eine Konzerngesellschaft übergreifende Schirmpolice für einen erweiterten Haftungsumfang in einem etwaigen Produktschadenfall. 3.3.5 Gesamtrisiko Nach den derzeit vorliegenden Erkenntnissen sind gegenwärtig keine Einzelrisiken von Bedeutung bekannt, die ein wesentliches Risiko für die erwartete Entwicklung oder den Bestand des Unternehmens darstellen.
Für die Richtigkeit gez. Ralf Schick Quellenangabe: Zitate, Zahlen, Text und Fakten: • ZVEI-Konjunkturdaten • ZVEI "Die deutsche Elektroindustrie" • VDMA-Auftragseingangsstatistik • Bericht IWF 2023 • Ifo Konjunkturprognose FJ 2024 • Weltwitschaftsforum-Global Risks Report 2024 • Konjunkturaussagen IWH • Atradius - Automorive Markt 2024 • DIW Berlin Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung e. V. • Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz • Europäische Kommission "Frühjahrsprognose 2024" • Sachverständigenrat Konjunkturprognose 2023/2024 • Statista https://de.statista.com/statistik/daten/studie/ • Statistisches Bundesamt D_STATIS • Marktforschungsunternehmen Gartner • WLW inside business: Ausblick auf 2024 HandelsbilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
ANHANG ZUM GESCHÄFTSJAHR 2023KRAUS & NAIMER GMBH, KARLSRUHE1. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die Kraus & Naimer GmbH hat ihren Sitz in Karlsruhe. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim unter der Nr. HRB 107180 eingetragen. 2. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den handelsrechtlichen Vorschriften gemäß §§ 242 ff. und 264 ff HGB. aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB. Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung erfolgen Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang vorgenommen werden können, im Wesentlichen im Anhang. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Der Jahresabschluss vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. 3. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibung vermindert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen werden neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Die Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer unter Berücksichtigung der betrieblichen Nutzungsverhältnisse abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Anlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen. Die Anlagegüter werden linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 (Vj. EUR 800,00) sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Die Kassenbestände und das Bankguthaben werden mit dem Nennwert angesetzt. Als Rechnungsabgrenzungsposten auf der Aktivseite werden Ausgaben ausgewiesen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. Das Eigenkapital wird zum Nennbetrag angesetzt. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Bewertung erfolgt nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Verwendung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Für die Abzinsung wurde zum einen pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten zehn Jahre bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,82 % (i. Vj.: 1,78 %) bzw. ein durchschnittlicher Marktzinssatz der tatsächlichen Restlaufzeit von 4 Jahren von 1,06 % (i. Vj.: 0,96 %) gemäß der Rückstellungs¬abzinsungs¬verordnung vom 18.11.2009 verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 2 % (i. Vj.: 2 %) und erwartete Renten¬steigerungen mit 2 % (i. Vj.: 2 %) berücksichtigt. Die Bewertung der Rückstellung für Jubiläumsleistungen erfolgte mit Ausnahme der nicht einschlägigen Annahme zu den erwarteten Rentensteigerungen unter Heranziehung der für Zwecke der Pensionsrückstellungsbewertung zugrunde gelegten Bewertungsparameter mit einem laufzeitadäquaten Zinssatz von 1,74 % (i. Vj.: 1,44 %). Die Bewertung der Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen erfolgte mit einem laufzeitadäquaten Zinssatz von 1,07 % für einen Zeitraum von 3 Jahren. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 2 % berücksichtigt. Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung der Verpflichtungen aus Altersteilzeit dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (Plan¬vermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB), werden in Höhe des beizulegenden Werts mit den Rückstellungen für Altersteilzeit (Ausweis unter den sonstigen Rückstellungen) verrechnet. Bei den Vermögensgegenständen handelt es sich um verpfändete Rückdeckungsversicherungen. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz in Höhe von 30,8 % bzw. im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Auf einen gesonderten Ansatz der aktiven latenten Steuern wurde verzichtet. Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus Pensionsrückstellungen, Personalrückstellungen und steuerlichen Verlustvorträgen. Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind in Höhe von EUR 132.436,71 (i. Vj. EUR 169.339,52) innerhalb eines Jahres fällig und entfallen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt. Die Kapitalrücklage wurde gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB gebildet. Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Durch die Verlängerung der Anzahl der Basisjahre von sieben auf zehn Jahre bei der Ermittlung des Abzinsungssatzes für die Pensionsrückstellungen ergibt sich ein Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB, der in die Ermittlung des ausschüttungsgesperrten Betrages grundsätzlich miteinzubeziehen ist. Für das laufende Geschäftsjahr ergäbe sich nach alter Zinssatzermittlung über einen sieben-Jahreszeitraum ein Zinssatz von 1,74 % bzw. 1,00 % bei zeitpunktbezogenen Zusagen und schlussendlich ein Unterschieds¬betrag nach § 253 Abs. 6 HGB von EUR 1.401,00. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle nach kaufmännischer Vorsicht erkennbaren Risiken. Sie beinhalten insbesondere Rückstellungen aus dem Personal¬bereich. Aus der Verrechnung des Planvermögens (EUR 36.142,13) mit dem Erfüllungsbetrag der hierauf entfallenden Altersteilzeitverpflichtung ergibt sich eine Rückstellung für Altersteilzeit in Höhe von EUR 45.572,87.
Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten zum 31.12.2023 haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Im Vorjahr bestanden keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 1.033.857,04 (i. Vj. EUR 927.027,64). Haftungsverhältnisse Haftungsverhältnisse i. S. d. § 251 HGB bestanden am Bilanzstichtag nicht. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
4. Angaben zur Bilanz Entwicklung des Anlagevermögens
5. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Sonstige betriebliche Erträge Die in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthaltenen Erträge aus der Währungsumrechnung betragen EUR 1.447,14 (2022: EUR 813,93). Des Weiteren sind periodenfremde Erträge aus abgeschriebenen Forderungen in Höhe von EUR 88,34 (2022: EUR 1,71) sowie Erträge aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen in Höhe von EUR 1.300,00 (2022: EUR 0,00) enthalten. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen Aufwendungen aus der Währungsumrechnung betragen EUR 4.263,37 (2022: EUR 3.226,73). Weiterhin sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 17.811,50 (2022: EUR 2.189,89) enthalten. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Wertberichtigungen auf sonstige Forderungen. Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen in Höhe von EUR 8.312,82 (2022: EUR 14.155,27) enthalten. 6. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer Die durchschnittliche, nach § 267 Abs. 5 HGB ermittelte, Arbeitnehmerzahl wird in der folgenden Tabelle dargestellt.
Geschäftsführung Kaufmännischer Geschäftsführer der Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2023 Herr Ralf Schick. Gesamthonorar des Abschlussprüfers
Derivative Finanzinstrumente Am Bilanzstichtag bestanden keine derivativen Finanzinstrumente. Nachtragsbericht nach § 285 Nr. 33 HGB Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag, die nicht im Abschluss enthalten sind, waren nicht zu verzeichnen. GewinnverwendungsvorschlagDer ausgewiesene Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von EUR 456.002,54 und der Gewinnvortrag aus dem Vorjahr von EUR 5.568.225,67 sollen auf neue Rechnung vorgetragen werden.
15. Mai 2024 Für die Richtigkeit gez. Ralf Schick sonstige Berichtsbestandteile
Karlsruhe, 15.05.2024 gez. Ralf Schick Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 23.06.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Kraus & Naimer GmbH Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Kraus & Naimer GmbH, Karlsruhe - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Kraus & Naimer GmbH, Karlsruhe, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 • und vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahres¬abschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahres¬abschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammen¬hängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schluss¬folgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahres¬abschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Waldshut-Tiengen, 21. Juni 2024 Auren
KG
Michael Greiner, Wirtschaftsprüfer Christian-Andreas Steinwachs, Wirtschaftsprüfer |
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