Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 209689
Eingetragen
27.8.2019
Branche
Verlegen von ComputerspielenVerlegen von sonstiger SoftwareOnline-Bereitstellung von Software
Gegenstand
Das Veröffentlichen und der Vertrieb von Software (in erster Linie Videospiele) an Endnutzer auf der Grundlage von Linzenzvereinbarungen mit den Software Rechtsinhabern und die Entgegennahme der Zahlungen der Nutzer auf Grundlage von Vereinbarungen mit Zahlungsdienstleistern und damit in Zusammenhang stehende Geschäftsvorgänge.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Dmitry Burkovskiy
seit 16.3.2026
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Xsolla Holding CompanyUSA
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Xsolla Holding Company
United States
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Xsolla Berlin GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. UMLAUFVERMÖGEN
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 945.055,98 564.193,08
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.324.863,70 1.303.874,21
3. Sonstige Vermögensgegenstände 2.271.745,67 542.091,27
6.541.665,35 2.410.158,56
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 854.926,96 8.036.342,08
7.396.592,31 10.446.500,64
B. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 24.549,97 16.240,00
7.421.142,28 10.462.740,64

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 1.563.130,33 1.051.987,48
III. Jahresüberschuss 1.492.519,62 511.142,85
3.080.649,95 1.588.130,33
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 380.568,00 141.599,00
2. Sonstige Rückstellungen 54.097,80 48.743,66
434.665,80 190.342,66
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 970,82 0,00
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 970,82 (Vorjahr: EUR 0,00)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 32.562,41 73.337,02
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 32.562,41 (Vorjahr: EUR 73.337,02)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 6.945.905,08
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 6.945.905,08)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 3.872.293,30 1.665.025,55
- davon aus Steuern: EUR 3.842.835,67 (Vorjahr: EUR 1.665.025,55)
- davon im Rahmen der soziale Sicherheit: EUR 29.457,63 (Vorjahr: EUR 0,00)
3.905.826,53 8.684.267,65
7.421.142,28 10.462.740,64

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1.1. BIS ZUM 31.12.2023

1.1. - 31.12.2023 1.1. - 31.12.2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 93.327.004,21 30.365.537,70
2. Sonstige betriebliche Erträge 91.503,00 35.631,64
- davon aus Währungsumrechnung EUR 91.503,00 (Vorjahr: EUR 35.631,64)
3. Materialaufwand -89.123.278,21 -28.116.590,83
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -1.373.748,37 -866.868,13
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -245.121,16 -109.149,11
-1.618.869,53 -976.017,24
5. Abschreibungen 0,00 -1.759,50
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -542.558,97 -614.469,23
- davon aus Währumgsumrechnung: EUR -46.105,47 (Vorjahr: EUR -37.365,86)
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 71.158,06
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 71.158,06)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -29,86 -14.528,18
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -641.251,02 -237.819,57
10. Ergebnis nach Steuern 1.492.519,62 511.142,85
11. Jahresüberschuss 1.492.519,62 511.142,85

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Xsolla Berlin GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Berlin
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Charlottenburg
Register-Nr.: HRB 209689

Der vorstehende Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt.

Gegenstand des Unternehmens ist das Veröffentlichen und der Vertrieb von Software (in erster Linie Videospiele) an Endnutzer auf der Grundlage von Lizenzvereinbarungen mit den Software-Rechtsinhabern und die Entgegennahme der Zahlungen der Nutzer auf Grundlage von Vereinbarungen mit Zahlungsdienstleistern und damit in Zusammenhang stehende Geschäftsvorgänge.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Größenabhängige Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB wurden in Anspruch genommen.

Die Angaben nach § 285 Nr. 9 Buchstabe a und b unterbleiben in Übereinstimmung mit § 286 Abs. 4 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 275 Abs. 1 und 2 HGB im Gesamtkostenverfahren erstellt.

B. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände werden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken mit dem Nennbetrag bewertet.

Die liquiden Mittel wurden mit den Nennwerten angesetzt.

Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen sind Zahlungen des laufenden Wirtschaftsjahres, die erst im Folgejahr bezogene Leistungen betreffen.

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden i. H. des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr wurden am Abschlussstichtag zum Stichtagkurs umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten wurden zum Stichtagskurs angesetzt, soweit die Entstehungskurse nicht niedriger waren (bei Aktivposten) oder höher lagen (bei Passivposten).

2. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

C. Angaben zur Bilanz

1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen belaufen sich auf TEUR 3.325 (Vorjahr: TEUR 1.304).

Die Forderung resultiert aus einer Lizenzüberzahlung aus dem Geschäftsjahr 2023 an die Xsolla (USA), Inc., Kalifornien (USA) in Höhe von TEUR 2.068 (Vorjahr: TEUR 0,00).

2. Angaben zu sonstigen Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 54 (Vorjahr: TEUR 49) betreffen im Wesentlichen ungewisse Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit nicht genommenen Urlaubstagen (TEUR 30; Vorjahr: TEUR 35) sowie Abschluss- und Prüfungskosten in Höhe von TEUR 20 (Vorjahr: TEUR 12).

3. Angaben zu Verbindlichkeiten

Art der Verbindlichkeit Restlaufzeiten
Gesamtbetrag Bis 1 Jahr davon 1-5 Jahre größer 5 Jahre
TEUR
Kreditinstitute (Paypal) 1 1 0 0
Vorjahr (0) (0) (0) (0)
Lieferungen und Leistungen 33 33 0 0
Vorjahr (73) (73) (0) (0)
gegenüber verbundenen Unternehmen 0 0 0 0
Vorjahr (6.946) (6.946) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 3.872 3.872 0 0
Vorjahr (1.665) (1.665) (0) (0)
Summe 3.906 3.906 0 0
Vorjahr (8.684) (8.684) (0) (0)

D. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Der Umsatz aus der Veröffentlichung und dem Vertrieb von Software von TEUR 93.327 setzt sich nach geographischen Märkten wie folgt zusammen:

TEUR
Europa 75.579
Amerika 1.361
Asien 16.266
Afrika 44
Ozeanien 77
Gesamt 93.327

E. Sonstige Angaben

1. Gesamthonorar

Die Befreiungsvorschrift gemäß § 288 Abs. 2 S. 2 HGB wird in Anspruch genommen.

2. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die Gesellschaft hatte im Geschäftsjahr durchschnittlich 12 Angestellte (Vorjahr: 8 Angestellte) beschäftigt.

3. Konzernzugehörigkeit

Das Mutterunternehmen Xsolla Holding Company mit Sitz in 251 Little Falls Drive, Wilmington/Delaware 19808 United States, erstellt den Konzernabschluss für den kleinsten sowie den größten Kreis der Unternehmen. Dieser wird nicht veröffentlicht und ist daher bei der besagten Muttergesellschaft an vorstehender Adresse erhältlich.

4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Insgesamt bestehen Verpflichtungen in folgender Höhe

2024 2025-2028
TEUR TEUR
Mietvertrag 140 105

5. Geschäftsführung

Der Geschäftsführung gehörten im Berichtsjahr an:

Herr Miikka Luotio, Berlin, Deutschland, Geschäftsführer (ausgeschieden am 19. Mai 2023)

Herr Roland Jancic, Berlin, Deutschland, Geschäftsführer (bestellt am 20. Mai 2023)

6. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss zum 31. Dezember 2023 in Höhe von EUR 1.492.519,62 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

 

Berlin, den 28. Oktober 2024

Roland Jancic

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

1. Grundlagen

Xsolla Berlin GmbH, Berlin (die "Gesellschaft"), ist eine am 20. Mai 2019 in Deutschland gegründete Gesellschaft mit beschränkter Haftung mit Sitz in der Krausenstraße 9-10, 10117 Berlin.

Gegenstand des Unternehmens ist das Veröffentlichen und der Vertrieb von Software, in erster Linie von Videospielen an Endnutzer. Grundlage hierfür sind Lizenzvereinbarungen mit den Software-Rechtsinhabern und die Entgegennahme der Zahlungen der Nutzer auf Grundlage von Vereinbarungen mit Zahlungsdienstleistern und damit in Zusammenhang stehende Geschäftsvorgänge.

Bei den finanziellen Steuerungskennzahlen liegt der Fokus auf der Maximierung der Umsatzerlöse sowie Optimierung der Kosten und des operativen Ergebnisses (EBITDA).

2. Rechtliche Konzernstruktur

Die unmittelbare Muttergesellschaft des Unternehmens ist die Xsolla Holding Company ("Xsolla Holding"), Delaware (USA).

3. Zielgruppe, Absatzmärkte und Geschäftsfelder

Die Xsolla Gruppe entwickelt und verwaltet eine Reihe von Werkzeugen und Dienstleistungen, die es Entwicklern und Verlegern von Videospielen ermöglichen, ihre Spiele weltweit zu verkaufen.

Als innovativer Marktführer im Bereich Games Commerce löst die Xsolla Gruppe weiterhin die inhärenten Komplexitäten des globalen Vertriebs, Marketings und der Monetarisierung, um ihren Partnern zu helfen, mehr Regionen zu erreichen, mehr Umsatz zu generieren und Beziehungen zu Spielern weltweit aufzubauen. 1

1 BusinessWire, Optimierung der Entwicklungseffizienz: Maßgeschneiderte Lösungen für die nahtlose Integration in die wichtigsten Spielplattformen, 2024

Die "Pay Station" ermöglicht Spieleentwicklern Zahlungen für Spiele und spielbezogene Einkäufe anzubieten, indem Sie den Zugang zu vielen verschiedenen Zahlungsmethoden weltweit ermöglicht, wie Kreditkarten, Debitkarten, Paypal und anderen Zahlungsmöglichkeiten. Die "Pay Station" bietet eine sichere Zahlungsschnittstelle für Gamer.

Darüber hinaus bietet die Xsolla Gruppe auch noch weitere Produkte wie beispielsweise "Buy Button", "Site Builder", "In-Game Services" sowie "Subscriptions" an.

Die Lösungen der Xsolla Gruppe funktionieren in über 200 Ländern, mit über 700 Zahlungsmethoden und mit über 130 Währungen in über 20 Sprachen.

4. Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen

4.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das weltweite Wachstum lag 2023 bei 3,2 % (EU 0,4 %) und die globale Inflation bei 6,8 % (EU 6,0 %). 2

2 IMF, World Economic Outlook, April 2024

International stellt die geopolitische Unsicherheit ein erhebliches Risiko für die Konjunktur dar. Sie liegt deutlich höher als im historischen Durchschnitt der Jahre bis 2021. Gründe hierfür sind der andauernde Krieg in der Ukraine und der Nahostkonflikt infolge des Terrorangriffs der Hamas auf Israel. Durch eine Ausweitung des Nahostkonflikts könnten insbesondere die Energiepreise erneut ansteigen. 3

3 Sachverständigenrat, Frühjahrsgutachten 2024, Mai 2024

Die deutsche Wirtschaft war im gesamten Jahresverlauf 2023 von einer wirtschaftlichen Stagnation (Wachstum -0,2 %) bei gleichzeitig hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten geprägt. 4 Ursächlich für diese schwächer als zu Jahresbeginn allgemein erwartete Entwicklung waren vor allem die Nachwirkungen der massiven Kaufkraftverluste im Zuge der Energiepreiskrise. Hinzu kommt die deutlich geringere Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft sowie die dämpfenden Effekte der geopolitischen Spannungen und Krisen. 5

4 IMF, World Economic Outlook, April 2024

5 BM für Wirtschaft und Klimaschutz, Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Dezember 2023, Dezember 2023

4.2 Branchenspezifische Entwicklung

Der Umsatz mit Games, Games-Hardware und Gaming-Online-Services stieg in 2023 um 6 % auf rund EUR 9,97 Mrd. Dieser stellt einen deutlichen Anstieg dar, nachdem die Umsätze im Jahr davor lediglich um 1 % zugelegt hatten. Zu den größten Wachstumstreibern gehören Spielekonsolen und ihr Zubehör sowie In-Game- und In-App-Käufe. Trotz der großen Fülle an hochklassigen Titeln, die den Umsatz bei Games-Käufen um 4 % haben steigen lassen, ist die Anzahl der verkauften Spiele gleichzeitig um 8 % zurückgegangen. Das Umsatzwachstum geht danach ausschließlich auf höhere Durchschnittspreise zurück. Deutlich positiver entwickelte sich hingegen der Markt für In-Game- und In-App-Käufe: Hier stieg der Umsatz um rund 6 % auf EUR 4,7 Mrd. 6

6 Verband der deutschen Games-Branche, 09.04.2024

5. Geschäftsverlauf und Lage

Die finanziellen Leistungsindikatoren des Unternehmens zur Messung des Wachstums sind das Umsatzwachstum sowie die Entwicklung des EBITDA. Der nicht-finanzielle Leistungsindikator stellt das User-Wachstum dar.

5.1 Ertragslage

Die Umsatzerlöse aus der Veröffentlichung und der Vertrieb von Software beliefen sich im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 93.327 gegenüber TEUR 30.366 im Vorjahr. Der Anstieg der Umsatzerlöse entspricht 207,3 % gegenüber dem Vorjahr. Dieses bemerkenswerte Wachstum ist auf die gestiegene Nachfrage nach den Dienstleistungen des Unternehmens und die Ausweitung des Kundenstamms zurückzuführen.

Der Materialaufwand hat sich ebenfalls um 316,9 % auf TEUR 89.123 (Vorjahr: TEUR 28.117) erhöht. Der Anstieg des Materialaufwands geht mit den gestiegenen Lizenzaufwendungen einher, welche auf die erhöhten Umsatzerlöse zurückzuführen sind.

Die Ertragslage der Xsolla Berlin GmbH war im Jahr 2023 mit einem deutlichen Anstieg des Rohertrags und des Jahresüberschusses positiv zu bewerten. Zu diesem optimistischen Ergebnis trugen die Strategien des Unternehmens zur Umsatzgenerierung und die strikte Kostenkontrolle bei.

Auch der Personalaufwand zeigt einen Anstieg von 65,9 %. Die Personalkosten haben sich um TEUR 643 auf TEUR 1.619 (Vorjahr: TEUR 976) erhöht. Der erhöhten Aufwendungen des Berichtsjahrs sind auf die Erhöhung der Gehälter und Provisionen als auch auf eine Erhöhung der Mitarbeiterzahlen zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken auf TEUR 543 (Vorjahr: TEUR 614). Der Rückgang von 11,7 % ist vor allem auf geringere Werbe- und Marketingaufwendungen, insbesondere Messekosten, im Berichtsjahr zurückzuführen.

Das Ergebnis vor Steuern der Gesellschaft betrug TEUR 2.134 (Vorjahr: TEUR 749). Der deutliche Anstieg des Ergebnisses vor Steuern ist auf die erhöhten Umsatzerlöse (207,3 %) und zugleich erhöhten Materialaufwendung (316,9 %) und Personalaufwendungen (65,9 %) zurückzuführen. Allerdings haben sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen leicht rückläufig um TEUR 72 (-11,7 %) auf TEUR 543 (Vorjahr: TEUR 614) entwickelt.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag haben sich aufgrund des gestiegenen operativen Ergebnisses gegenüber dem Vorjahr um 269,6 % auf TEUR 641 (Vorjahr: TEUR 238) erhöht.

5.2 Finanzlage

Die Gesellschaft erwirtschaftete im Geschäftsjahr ein Ergebnis nach Steuern von TEUR 1.493 (Vorjahr: TEUR 511). Die flüssigen Mittel beliefen sich zum Stichtag auf TEUR 855 (Vorjahr: TEUR 8.036).

Die Finanzierungsstruktur der Gesellschaft ist durch eine solide Eigenkapitalquote geprägt. Sie belief sich zum Bilanzstichtag auf 41,5 % (Vorjahr: 15,2 %). Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr jederzeit in der Lage die fälligen Verbindlichkeiten fristgerecht zu begleichen.

Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft ist stabil. Zum Zeitpunkt der Berichterstattung geht die Geschäftsführung von einer stabilen Geschäftslage aus. Gleichzeitig werden jedoch mögliche Risiken kontinuierlich beobachtet, um gegebenenfalls zeitnah darauf reagieren zu können. Die Gesellschaft geht derzeit davon aus, dass im Geschäftsjahr 2024 ein positives Ergebnis erzielt werden kann.

5.3 Vermögenslage

Das Unternehmen verfügte über eine Bilanzsumme in Höhe von TEUR 7.421 (Vorjahr: TEUR 10.463). Der Rückgang ist im Wesentlichen auf Reduktion der Flüssigen Mittel einhergehend mit der Begleichung der Verbindlichkeit gegenüber Xsolla (USA), Inc, Kalifornien (USA), i. H. v. TEUR 6.946 zurückzuführen.

Das Eigenkapital der Gesellschaft betrug im Berichtsjahr TEUR 3.081 (Vorjahr: TEUR 1.588).

Die Rückstellungen für Steuern und sonstige Rückstellungen betrugen TEUR 435 (Vorjahr: TEUR 190). Der Anstieg der Rückstellungen ist im Wesentlichen auf den Anstieg der Steuerrückstellungen um 268,8 % auf TEUR 381 (Vorjahr: TEUR 142) zurückzuführen.

Die am Jahresende bestehenden Verbindlichkeiten setzten sich aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitute (Paypal) in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 0), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe TEUR 33 (Vorjahr: TEUR 73) und sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 3.872 (Vorjahr: TEUR 1.665) zusammen.

Der Anstieg der sonstigen Verbindlichkeiten resultiert aus Steuerverbindlichkeiten aus dem "One-Stop-Shop Verfahren" in Höhe von TEUR 1.868 (Vorjahr: TEUR 842) sowie aus dem "Import-One-Stop-Shop Verfahren" in Höhe von TEUR 1.903 (Vorjahr: TEUR 771).

6 Risiko- und Chancenbericht

6.1 Einschätzung der Geschäftsführung zur Gesamtrisiko- und Chancensituation

Die Einschätzung der Gesamtrisikosituation ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Risikokategorien bzw. Einzelrisiken.

Unsere wesentlichen Herausforderungen sind insbesondere die regulatorischen Rahmenbedingungen und der Veränderungsdruck aus neuen Technologien.

Aus heutiger Sicht sieht die Geschäftsführung den Bestand der Gesellschaft nicht gefährdet. Für die Gesellschaft und die wesentlichen Beteiligungen bestehen weder zum Abschlussstichtag noch zum Zeitpunkt der Aufstellung des Abschlusses bestandsgefährdende Risiken.

6.2 Risikobericht

Das Fremdwährungsrisiko der Gesellschaft ist begrenzt. Die Gesellschaft erstellt ihren Jahresabschluss in Euro tätigt aber gelegentlich Transaktionen in Fremdwährung. Infolgedessen unterliegt die Gesellschaft aufgrund von Wechselkursschwankungen einem Wechselkursrisiko.

Das Liquiditätsrisiko des Unternehmens wird dadurch gesteuert, dass das Unternehmen einen Bestand an liquiden Mitteln überwacht und aufrechterhält, der von der Geschäftsleitung als angemessen für die Finanzierung der Geschäftstätigkeit des Unternehmens angesehen wird.

Das wichtigste operative Risiko für das Unternehmen ist das Risiko, dass Wettbewerber neue Technologien entwickeln, welche die derzeit von der Xsolla Berlin GmbH eingesetzten Technologien veralten lassen könnten. Um dieses Risiko zu beherrschen, entwickelt die Xsolla Gruppe ihre Produkte ständig weiter. Die Wettbewerbsfähigkeit wird gewährleistet, indem die Xsolla Gruppe zeitnah auf mögliche Veränderungen im Nachfrageverhalten der Verbraucher versucht zu reagieren.

Ebenso besteht ein technisches Risiko im Rahmen der Abrechnung von Zahlungsvorgänge mit dritten Zahlungsdienstleiter. Die Zahlungsdienstleister sind vertraglich eingebunden, welche ihrerseits den Risiken des technischen Versagens, des Datenverlustes oder dem Betrug seitens Dritter ausgesetzt sind. Diese Risiken wirken sich letztendlich auch auf die Xsolla aus. Durch die Wahl der Zahlungsdienstleister, mit denen Xsolla in Vertrag steht, ist das Risiko als kalkulierbar einzustufen.

Die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung kann zugleich das Wachstum der Xsolla beeinflussen, soweit die allgemeine Kaufkraft sinkt. Dies stellt ein Risiko des Umfelds dar.

6.3 Chancenbericht

Die Xsolla Gruppe unterstützt ihre Kunden bei der Bewältigung der Komplexität von globalem Vertrieb, Marketing und Monetarisierung.

Ebenso erhofft sich Xsolla Berlin GmbH in neue Märkte und Länder vorzudringen.

6.4 Zusammenfassung

Die Zusammensetzung der Risiken hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht wesentlich verändert. Die Chancenlage, die sich mittelfristig bietet, ist gegenüber dem Vorjahr ebenfalls nahezu unverändert.

Unter Berücksichtigung der jeweiligen Eintrittswahrscheinlichkeiten und der potenziellen finanziellen Auswirkungen der erläuterten Risiken und Chancen wird zum jetzigen Zeitpunkt keine zukünftige Entwicklung erwartet, bei der Risiken einzeln oder in Wechselwirkung mit anderen Risiken zu einer dauerhaften und bestandsgefährdenden Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage der der Gesellschaft führen könnten.

Die Gesellschaft ist gut positioniert, um Marktchancen zu nutzen, gleichzeitig aber auch den beschriebenen Risiken ausgesetzt. Eine detaillierte und zeitnahe Berichterstattung ermöglicht es, Markt- und Geschäftsentwicklungen und -Veränderungen frühzeitig zu erkennen und darauf angemessen zu reagieren. Wir sind davon überzeugt, dass die Strategie der Xsolla Gruppe das Unternehmen in die Lage versetzen wird, seinen Marktanteil in Zukunft weiter auszubauen.

7 Prognosebericht

7.1 Prognose Weltwirtschaft

Wirtschaftsexpertinnen und -experten aus aller Welt erwarten für 2024 ein durchschnittliches BIP-Wachstum von 2,6 %. Dies entspricht in etwa dem Wirtschaftswachstum des Vorjahres (2,7 %). 7

7 ifo Institut, Economic Experts Survey (EES), 23. Januar 2024

Der andauernde Konflikt in der Ukraine und der Konflikt im Nahen Osten stellen erhebliche Risikofaktoren für die Weltwirtschaft dar. Neben der Gefahr, dass die Energiepreise erneut steigen, ist die weitere geld- und fiskalpolitische Ausrichtung unsicher. Sollte sich der Rückgang der Inflation im Euro-Raum am aktuellen Rand verlangsamen, könnte dies die EZB veranlassen, die ersten Leitzinssenkungen zu verschieben. In diesem Fällen dürfte sich die wirtschaftliche Erholung erneut verzögern, nicht zuletzt, da ein weiterer Anstieg der wirtschaftlichen Unsicherheit das Investitionsklima zusätzlich belasten dürfte. 8

8 Sachverständigenrat, Frühjahrsgutachten 2024, Mai 2024

7.2 Prognose Deutschland

Der Sachverständigenrat erwartet für 2024 nur ein geringes BIP-Wachstum in Deutschland von 0,2 %. Allerdings ist davon auszugehen, dass die deutsche Wirtschaft im Jahresverlauf etwas an Fahrt gewinnt. So dürften die Inflation zurückgehen und die Nominallöhne steigen, sodass ein anhaltendes Wachstum der Realeinkommen im Verlauf des Jahres 2024 zu einer moderaten Belebung der privaten Konsumausgaben führt. 9

9 Sachverständigenrat, Frühjahrsgutachten 2024, Mai 2024

7.3 Prognose Branche

Es wird weiter ein Wachstum auf dem Gamingmarkt erwartet - wenn auch nicht mehr so stark wie zu Pandemiezeiten. Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Umsatz der 32 umsatzstärksten Spieleunternehmen der Welt um 6,2 %. Das Wachstum liegt damit etwas höher als im Vorjahr (5,4 %), aber niedrigerer als 2021 (plus 12,9 %) und 2020 (27,1 %). 10

10 EY, Gamingindustrie auf schmalen Grat, 10. Mai 2024

Der deutsche Markt für Online-Spiele kann bis zum Jahr 2024 einen Umsatz von rund EUR 347,40 Mio. verzeichnen. Zudem wird laut Prognose das Marktvolumen bis zum Jahr 2027 auf etwa EUR 357,60 Mio. ansteigen, was einem erwarteten jährlichen Umsatzwachstum von 0,97 % (CAGR 2024-2027) entspricht. 11

11 Statista, Online Games Deutschland, 2024

Die Anzahl der Nutzer im deutschen Online-Spiele-Markt wird laut Prognose im Jahr 2027 voraussichtlich 9,4 Mio. Nutzer betragen. Der durchschnittliche Erlös pro Nutzer (ARPU) wird bei EUR 38,02 erwartet. Die Penetrationsrate, also der Anteil der Nutzer im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung, wird im Jahr 2024 bei 10,9 % liegen und bis zum Jahr 2027 voraussichtlich auf 11,3 % steigen. 12

12 Statista, Online Games Deutschland, 2024

Im Vergleich zu anderen Ländern weltweit wird in China der höchste Umsatz in Höhe von EUR 6.057 Mio. im Jahr 2024 erwartet. 13

13 Statista, Online Games Deutschland, 2024

7.4 Prognose Gesellschaft

Die Xsolla Berlin GmbH hat im Jahr 2023 ein starkes Ergebnis mit einem signifikanten Wachstum der Umsätze und des Nettogewinns erzielt. Die strategischen Initiativen und Marktexpansionsbemühungen des Unternehmens haben es gut für zukünftiges Wachstum positioniert. Die Geschäftsführung ist zuversichtlich, dass das Unternehmen in der Lage sein wird, das dynamische Marktumfeld zu meistern und die sich bietenden Chancen zu nutzen. Somit erwartet das Unternehmen aufgrund der gestiegenen User und der hohen weltweiten Akzeptanz von Videospielen einen weiteren starken Anstieg in den Umsatzerlösen sowie einen deutlichen Anstieg des EBITDA.

Die Xsolla Berlin GmbH ist gut positioniert, um ihren Wachstumskurs im Jahr 2024 fortzusetzen, indem sie ihre starke Marktpräsenz nutzt und ihr Dienstleistungsangebot ausbaut. Das Unternehmen will seine technologischen Fähigkeiten weiter ausbauen und seinen Marktanteil in der Spieleindustrie erhöhen. Somit erwartet das Unternehmen ebenfalls eine weltweite Ausweitung der Useranzahl.

 

Berlin, den 28. Oktober 2024

Roland Jancic

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Xsolla Berlin GmbH, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Xsolla Berlin GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Xsolla Berlin GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, 28. Oktober 2024

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