Volksbank eGLiquidiert

Waltrop

Stammdaten

Register
Amtsgericht Recklinghausen GnR 104
Eingetragen
4.7.2003
Branche
Kreditinstitute des SparkassensektorsKreditinstitute des GenossenschaftssektorsKreditinstitute mit Sonderaufgaben
Gegenstand
1) Zweck der Genossenschaft ist. die wirtschaftliche Förderung und Betreuung der Mitglieder. 2) Gegenstand des Unternehmens ist die Durchführung von banküblichen und ergänzenden Geschäften, insbesondere, a) die Pflege des Spargedankens; b) die Annahme von sonstigen Einlagen; c) die Gewährung von Krediten aller Art; d) die Übernahme von Bürgschaften, Garantien und sonstigen Gewährleistungen sowie die Durchführung von Treuhandgeschäften; e) die Durchführung des Zahlungsverkehrs; f) die Durchführung des Auslandsgeschäfts einschließlich des An- und Verkaufs von Devisen und Sorten; g) die Vermögensberatung, Vermögensvermittlung und Vermögensverwaltung; h) der Erwerb und die Veräußerung sowie die Verwahrung und Verwaltung von Wertpapieren und anderen Vermögenswerten; i) die Vermittlung oder der Verkauf von Bausparverträgen, Versicherungen, Reisen und Immobilien. 3) Die Genossenschaft kann Zweigniederlassungen errichten und sich an Unternehmen beteiligen. 4) Die Ausdehnung des Geschäftsbetriebs auf Nichtmitglieder ist zugelassen.

Historie

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Konzern- und Jahresabschlüsse

Volksbank eG

Waltrop

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018

der Volksbank eG, Waltrop

I. Geschäftsverlauf

1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Kreditgenossenschaften

Entwicklung der Gesamtwirtschaft

Die deutsche Wirtschaft setzte im Jahr 2018 ihren Aufschwung fort. Allerdings fiel der Anstieg des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts gegenüber dem Vorjahr mit 1,4 % merklich schwächer aus als 2017 (+2,2 %). Grund hierfür waren sowohl nachfrageseitige als auch angebotsseitige Faktoren. Einerseits sahen sich die Unternehmen vermehrt angebotsseitigen Engpässen gegenübergestellt, vor allem bei Arbeitskräften und bei Vorleistungsgütern. Zudem beeinträchtigten Sonderfaktoren die Produktion, wie Streiks und eine schwere Grippewelle im Frühjahr sowie ein Pkw-Zulassungsstau (infolge von Problemen mit dem neuen Abgastestverfahren WLTP), der die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte erheblich belastete. Andererseits verlor der Welthandel im Vergleich zum Vorjahr etwas an Schwung, was sich nachfrageseitig dämpfend auswirkte.

Ursache für die schwächere Gangart des Welthandels war insbesondere, dass die globale Konjunkturentwicklung ihren Höhepunkt überschritten hatte und dass sich das handelspolitische Klima verschlechterte. Letzteres lag in erster Linie an der Handelspolitik der US-Regierung. So belegte US-Präsident Donald Trump schrittweise den Import von verschiedenen Produkten wie Stahl und Aluminium mit neuen Zöllen. In Reaktion darauf führten die betroffenen Handelspartner, hier vor allem China, aber auch die europäischen Staaten, Gegenzölle ein. Dennoch wurde das Wirtschaftswachstum hierzulande nur wenig durch die Handelskonflikte beeinträchtigt, nicht zuletzt, weil die Binnennachfrage weiterhin robust expandierte.

Ähnlich wie bereits im Vorjahr trugen die Konsumausgaben spürbar zum Anstieg des BIP bei. Das Ausgabenwachstum blieb aber deutlich hinter dem Zuwachs von 2017 zurück (+1,0 % gegenüber +1,7 %). Der Privatkonsum wurde erneut ausgeweitet (+1,0 %), begünstigt durch die nach wie vor solide Arbeitsmarktentwicklung und die vielfach kräftigen Lohnzuwächse. Zusätzliche Impulse gingen von der zu Jahresbeginn vorgenommenen Verminderung der Beitragssätze zur gesetzlichen Renten- und Krankenversicherung sowie den Entlastungen bei der Einkommensteuer aus.

Ungeachtet des schwieriger gewordenen internationalen Umfelds wurden die Ausrüstungsinvestitionen weiter erhöht. Angesichts der gestiegenen Auslastung der Produktionskapazitäten und der noch immer ausgesprochen günstigen Finanzierungsbedingungen legten die Investitionen in Maschinen, Fahrzeuge und Geräte sogar etwas stärker zu als im Vorjahr (+4,2 % gegenüber +3,7 %). Bei den Bauinvestitionen hielt das Wachstum ebenfalls an (+2,4 % nach +2,9 % in 2017), obgleich sich Arbeitskräfteengpässe immer deutlicher zeigten.

Im Zuge der weniger schwungvollen Entwicklung des Welthandels und der zunehmenden protektionistischen Tendenzen verlor der grenzüberschreitende Handel der deutschen Wirtschaft an Fahrt. Die Exporte stiegen 2018 weniger kräftig als im Vorjahr (+2,0 % gegenüber +4,6 %), wozu auch verzögerte Auswirkungen der vorangegangenen Aufwertung des Euro-Wechselkurses beigetragen haben dürften. Wegen des schwächeren Exportgeschäfts blieb auch das Importwachstum hinter dem Vorjahr zurück (+3,3 % gegenüber +4,8 %). Da jedoch der Anstieg der Importe den Exportzuwachs erheblich übertraf, verminderte der Außenhandel als Ganzes den BIP-Zuwachs rechnerisch um 0,4 Prozentpunkte.

Die öffentliche Hand schloss 2018 mit einem Rekord-Finanzierungsüberschuss von 58,0 Mrd. Euro ab, was 1,7 % des Bruttoinlandsprodukts entsprach. Wie bereits in den Vorjahren legten die staatlichen Einnahmen kräftig zu, befördert durch die höhere Beschäftigung und die steigenden Einkommen. Der Schuldenstand des Staates sank im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt von 63,9 % in 2017 auf rund 60 %.

Der Arbeitsmarkt präsentierte sich in einer anhaltend guten Grundverfassung. Die Erwerbstätigenzahl legte erneut spürbar zu. Sie stieg im Inland gegenüber dem Vorjahr um 569.000 auf 44,8 Mio. Menschen. Die Arbeitslosenzahl verminderte sich weiter. Bei der Bundesagentur für Arbeit waren 2,3 Mio. Arbeitslose registriert und damit 193.000 weniger als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote ging im Vergleich zu 2017 um 0,5 Prozentpunkte auf 5,2 % zurück.

Im Verlauf des Jahres 2018 hat der Anstieg der Verbraucherpreise deutlich angezogen. Die Inflationsrate, die im Zeitraum von Januar bis April in einer Bandbreite zwischen 1,1 % und 1,5 % gelegen hatte, schwankte in den übrigen Monaten um die Marke von 2 %. Treibender Faktor der Gesamtentwicklung waren die Energie- und Nahrungsmittelpreise, die sich angesichts höherer Rohölpreise und schwacher Ernten überdurchschnittlich verteuerten. Auf Jahressicht stiegen die Verbraucherpreise insgesamt um 1,8 % und damit leicht stärker als 2017 (+1,5 %).

Angesichts zunehmender Personal- und Materialengpässe und des schwieriger gewordenen weltwirtschaftlichen Umfelds verlangsamte sich das Expansionstempo des Verarbeitenden Gewerbes. Dessen preisbereinigte Bruttowertschöpfung legte 2018 um 1,0 % zu, nachdem sie im Vorjahr noch um 2,7 % gestiegen war. Die amtlichen Umsatzindizes der Industriebetriebe lassen erkennen, dass die Wachstumsimpulse abermals vor allem vom Ausland ausgingen.

Im Baugewerbe setzte sich das merkliche und breit angelegte Wachstum fort. Das Expansionstempo wurde sogar erhöht, trotz der zunehmenden Knappheit von Arbeitskräften, Bauland und Planungskapazitäten. Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung des Wirtschaftsbereichs stieg um 3,0 %, nach 2,4 % im Vorjahr. Das Investitionsvolumen legte sowohl im Wohnungsbau (+2,9 %) als auch im Nichtwohnungsbau (+1,6 %) zu.

Das Handwerk zeigte sich 2018 weiterhin kraftvoll. Gemäß den vorliegenden Angaben der amtlichen Handwerksberichterstattung hat sich das Umsatzwachstum leicht beschleunigt. So nahm der Gesamtumsatz in den ersten drei Quartalen des Jahres gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 4,8 % zu, nachdem er im Jahresdurchschnitt 2017 um 3,6 % gestiegen war.

Im Einzelhandel konnte das hohe Wachstumstempo der Vorjahre nicht gehalten werden. Der preisbereinigte Einzelhandelsumsatz legte 2018 gemäß dem derzeitigen amtlichen Datenstand um 1,2 % zu. In 2016 und 2017 war der Absatz noch um 2,5 % bzw. 2,3 % expandiert. Dabei fiel das Plus im Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren (+1,3 %) etwas stärker aus als im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln (+1,0 %).

Nicht nur im Einzelhandel, auch im Großhandel verlangsamte sich das Umsatzwachstum. Darauf deuten zumindest die momentan vorliegenden Angaben des Statistischen Bundesamts für die ersten drei Quartale hin. Demnach stieg der preisbereinigte Umsatz der Großhandelsunternehmen gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum lediglich um 1,0 %. Im gesamten Jahr 2017 hatte der Branchenumsatz noch um 4,3 % zugelegt.

Im Gefolge des anhaltenden Konjunkturaufschwungs expandierte die preisbereinigte Bruttowertschöpfung des Dienstleistungssektors weiter. Den verfügbaren amtlichen Daten zufolge lag der Zuwachs mit 1,6 % sogar leicht über dem Anstieg der Gesamtwirtschaft (+1,4 %). Das hohe Wertschöpfungsplus von 2017 (+2,1 %) wurde aber verfehlt.

Die Aktivitäten in der Landwirtschaft wurden erneut durch extreme Wetterlagen beeinträchtigt. Während im Vorjahr noch Spätfröste, Starkregen und Nässe belasteten, führten 2018 die Dürre insbesondere im Norden und Osten Deutschlands zur geringsten Getreide- und Futterernte seit der Jahrhundertwende. Die betriebswirtschaftliche Situation der Landwirtschaft hat sich im Wirtschaftsjahr 2017/18 weiter gefestigt, nach den starken Einbußen der Jahre 2014 und 2015 und der Erholung im Vorjahr.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat zum Jahresende 2018 das Ankaufprogramm für Anleihen beendet - die ultra-lockere Geldpolitik somit gedrosselt. Die Leitzinsen beließen die europäischen Notenbanker jedoch unverändert auf deren historisch niedrigen Niveaus. So blieb der EZB-Hauptrefinanzierungssatz für die Finanzinstitute des Euroraumes bei 0,0 % und der Einlagensatz mit -0,4 % im negativen Bereich.

Der Euro hat im Laufe des Jahres 2018 deutlich abgewertet. Allerdings war der Jahresstart dominiert durch einen schwachen US-Dollar, was dazu führte, dass im Februar 2018 für einen Euro bis zu 1,25 Dollar gezahlt werden mussten. Ausgelöst durch steigende US-Zinsen - zehnjährige Treasuries rentierten Ende April erstmals seit Ende 2013 über 3 % - und Sorgen des EZB-Präsidenten Draghi über eine abnehmende Konjunkturdynamik begann eine deutliche Korrektur des US-Dollars. Im weiteren Verlauf des Jahres profitierte der Greenback von steigenden Zinserwartungen für den US-Währungsraum. Der US-Dollar erreichte im November gegenüber dem Euro seinen Jahreshöchstkurs bei rund 1,12 Dollar. Schwächere US-Konjunkturindikatoren und Signale der US-Notenbank, den Zinsanstieg bedächtiger zu vollziehen, brachten den Aufstieg des US-Dollars im Jahr 2018 zum Erliegen. Gegenüber dem Euro beendete die US-Währung das Jahr 2018 mit einem Kurs von rund 1,15 Dollar pro Euro.

Der deutsche Leitindex startete zunächst erfreulich in das Jahr 2018. So konnte der DAX in den ersten Wochen deutlich um rund 700 Punkte auf das Jahreshoch von 13.559 Punkten klettern. Im weiteren Verlauf des Jahres bewegte sich der DAX volatil, aber beharrlich nach unten. Die Belastungsfaktoren waren wie an den Renten- und Devisenmärkten sowohl geopolitisch als auch konjunkturell geprägt. Neben Sondereffekten bei einigen Unternehmen belastete den DAX insbesondere die hohe Exportabhängigkeit der deutschen Unternehmen. Am Jahresende stand der DAX mit 10.559 Punkten 3.000 Punkte unter dem Jahreshoch und 18 % unter dem Wert, den er zu Jahresbeginn vorweisen konnte.

Entwicklung der deutschen Kreditgenossenschaften

Auch wenn die wirtschaftliche Entwicklung leicht an Schwung verlor, konnten die 875 Volks- und Raiffeisenbanken, PSD Banken, Sparda-Banken sowie die sonstigen Genossenschaftsbanken im zurückliegenden Geschäftsjahr weiter kräftig zulegen. Die positive Geschäftsentwicklung - in den letzten Jahren mit einem deutlich marktüberdurchschnittlichen Wachstum - zeigt einmal mehr, dass es den Kreditgenossenschaften gelungen ist, das Vertrauen der Kunden in ihr Geschäftsmodell weiter zu stärken und diese mit ihren Leistungen zu überzeugen. Die besonders starke Kundenorientierung und eine konservative Geschäftspolitik ließen die Kundenvolumina im Kredit- und Einlagengeschäft per Ende 2018 erneut deutlich wachsen: So stiegen die bilanziellen Kundeneinlagen der Kreditgenossenschaften um EUR 34,3 Mrd. auf EUR 696,7 Mrd. (+5,2 %). Auch die Kundenforderungen legten um EUR 31,9 Mrd. auf EUR 590,2 Mrd. (+5,7 %) zu. Die addierte Bilanzsumme aller Genossenschaftsbanken stieg um EUR 43,9 Mrd. auf EUR 935,1 Mrd. (+4,9 %).

Wachstumstreiber des Kreditgeschäfts waren wiederum die langfristigen Forderungen, die rund 90 % aller vergebenen Kredite ausmachen. Das langfristige Ausleihungsvolumen wuchs mit 5,5 % auf EUR 521,6 Mrd. Aber auch die kurz- und mittelfristigen Forderungen legten deutlich zu. Ihr prozentuales Wachstum lag sogar über dem der langfristigen Forderungen. Insgesamt stiegen die Kredite im kurz- und mittelfristigen Laufzeitband um 8,0 % bzw. 7,1 % auf EUR 34,5 Mrd. bzw. EUR 34,2 Mrd.

Treiber des starken Zuwachses bei den Kundeneinlagen waren die täglich fälligen Verbindlichkeiten, die insgesamt um EUR 33,7 Mrd. (oder 7,9 %) auf EUR 458,2 Mrd. stiegen. Zwei Drittel der Kundeneinlagen der Kreditgenossenschaften sind damit kurzfristige Sichteinlagen. Der Termineinlagenbestand der Kreditgenossenschaften lag per Ende 2018 bei EUR 47,3 Mrd. und damit um 1,9 Prozent über dem Vorjahreswert. Die Spareinlagen blieben mit einem Wachstum von 0,2 % weitgehend konstant bei EUR 186,1 Mrd. Der Bestand an Sparbriefen sank deutlich um 11,7 Prozent auf EUR 5,1 Mrd.

2. Entwicklung der Volksbank eG

Die Geschäftsentwicklung verlief im Geschäftsjahr 2018 insgesamt zufriedenstellend. Die geplanten Volumenszuwächse auf Basis von Durchschnittswerten konnten wir bei der Bilanzsumme, bei den Kundeneinlagen und bei den Kundenforderungen weitgehend erreichen bzw. übertreffen.

Im Geschäftsjahr 2018 stellt sich die Entwicklung der Bank im Einzelnen wie folgt dar:

Berichtsjahr 2017 Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Bilanzsumme 910.257 869.851 40.406 4,6
Außerbilanzielle Geschäfte *) 34.306 52.360 -18.054 -34,5

* ) Hierunter fallen die Posten unter dem Bilanzstrich 1 (Eventualverbindlichkeiten) und 2 (Andere Verpflichtungen).

Das Bilanzsummenwachstum ist vor allem auf eine Steigerung der Kundeneinlagen zurückzuführen. Die Zunahme bei den Kundenkrediten konnte durch die deutliche Erhöhung der Kundeneinlagen vollständig refinanziert werden.

Der Rückgang der außerbilanziellen Geschäfte ist vorrangig durch Reduzierungen unwiderruflicher Kreditzusagen begründet.

Aktivgeschäft Berichtsjahr 2017 Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Kundenforderungen 608.711 586.359 22.352 3,8
Wertpapieranlagen 179.383 166.259 13.124 7,9
Forderungen an Banken 57.821 50.812 7.009 13,8

Der Anstieg der Kundenforderungen resultiert sowohl aus langfristigen gewerblichen Krediten als auch aus privaten Baufinanzierungen. Diese positive Entwicklung lässt sich insbesondere auf das weiterhin niedrige Zinsniveau zurückführen. Die Refinanzierung erfolgte im Wesentlichen durch eine Steigerung bei den Kundeneinlagen. Das angestrebte Wachstumsziel (Prognose) von 5 % wurde jedoch nicht ganz erreicht. Dies lässt sich auf eine nachlassende Kreditnachfrage und eine verantwortungsvolle Kreditpolitik zurückführen.

Passivgeschäft Berichtsjahr 2017 Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Bankrefinanzierungen 115.030 109.552 5.478 5,0
Kundengelder 692.061 657.408 34.653 5,3
- Spareinlagen 183.928 182.861 1.067 0,6
- täglich fällige Einlagen 484.286 443.352 40.934 9,2
- Einlagen mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 23.847 31.195 -7.348 -23,6

Zum Bilanzstichtag haben sich unsere Bankrefinanzierungen erhöht. Im Wesentlichen ist die Volumensentwicklung auf den Anstieg von zweckgebundenen Sonderkreditmitteln gekennzeichnet, die wir an unsere Kunden weitergereicht haben. Die Kundeneinlagen sind gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen. Angesichts der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank fand das Wachstum wie im Vorjahr im Wesentlichen bei den täglich fälligen Einlagen statt. Diese erreichen inzwischen einen Anteil an den gesamten Kundeneinlagen von 70,0 %. Weniger liquide Bankprodukte wie Termineinlagen und Sparbriefe waren dagegen kaum gefragt und zeigten sich rückläufig.

Dienstleistungsgeschäft Berichtsjahr 2017 Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Erträge aus Wertpapierdienstleistungs- und Depotgeschäften 1.178 1.255 -77 -6,1
Vermittlungserträge 1.820 1.648 172 10,4
Erträge aus Zahlungsverkehr 4.313 3.907 406 10,4

Die Erträge aus Wertpapierdienstleistungs- und Depotgeschäften stellen sich rückläufig dar. Diese Entwicklung führen wir auf eine zunehmende Risikoaversion der Anleger bei Wertpapierprodukten zurück. Der erfreuliche Anstieg der Vermittlungserträge entfällt weitestgehend auf das Provisionsergebnis aus der Vermittlung von Krediten, Bausparverträgen und Versicherungen. Durch die zum 01.07.2017 durchgeführte Preisänderung bei Kontomodellen sind die bereichsbezogenen Erträge gegenüber dem Vorjahr deutlich angestiegen.

Investitionen

Die Sachinvestitionen beliefen sich auf TEUR 869. Sie betreffen im Wesentlichen die Modernisierung der Niederlassung in Lünen-Brambauer (TEUR 335) und die Ersatzbeschaffung von Betriebs- und Geschäftsausstattung (534 TEUR).

Neben den dargestellten Investitionen sind im Geschäftsjahr 2018 für Grundstücke und Gebäude sowie für die Betriebs- und Geschäftsausstattung Instandhaltungsaufwendungen in Höhe von TEUR 703 angefallen.

Personal- und Sozialbereich

Die Zahl unserer Angestellten zum 31.12.2018 beträgt 175 Mitarbeiter. Der Bestand hat sich gegenüber dem Vorjahr um vier Personen reduziert. Im Jahresdurchschnitt lag die Zahl der Beschäftigten leicht unter dem Durchschnittswert des Vorjahres. Im Jahr 2018 haben wir vier Auszubildende eingestellt. Fünf Mitarbeiter haben ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen, drei wurden in ein Angestelltenverhältnis übernommen.

Vielfältige Veränderungen der Aufgaben erfordern die permanente Weiterbildung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wir haben diese Bereitschaft zur fachlichen, sozialen und methodischen Qualifizierung auch im Jahr 2018 unterstützt. Insgesamt wurden für den Besuch von Weiterbildungsmaßnahmen und Veranstaltungen für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 567,4 Tage (Vorjahr 558,2 Tage) zur Verfügung gestellt.

Sonstige wichtige Vorgänge im Geschäftsjahr

Das Geschäftsjahr war durch keine außergewöhnlichen Vorgänge gekennzeichnet.

II. Darstellung der Lage sowie der Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Volksbank eG

1. Gesamtbanksteuerung, Risikomanagement

Risikomanagementsystem

Mit unserer Geschäftsphilosophie haben wir uns klar auf die Bedarfssituation unserer Mitglieder und Kunden ausgerichtet und daraus eine langfristige Unternehmensplanung entwickelt, die eine dauerhafte Begleitung unserer Mitglieder und Kunden in allen Finanzierungs- und Vermögensanlagenfragen sicherstellt.

Wie alle unternehmerischen Tätigkeiten ist auch das Bankgeschäft nicht frei von Risiken. Neben allgemeinen Risikofaktoren (z. B. Konjunkturschwankungen, neuen Technologien, Wettbewerbssituationen und sonstigen sich verändernden Rahmenbedingungen) bestehen spezifische Bankgeschäftsrisiken, die sich in Form von Adressenausfall- und Marktpreisrisiken sowie Liquiditäts- und operationellen Risiken zeigen.

Mit Hilfe von Kennzahlen- und Limitsystemen planen und steuern wir die Entwicklung unseres Instituts. Der Begrenzung der Risiken aus unserer Geschäftstätigkeit messen wir besondere Bedeutung bei. Durch Funktionstrennungen in den Arbeitsabläufen und die akribische Tätigkeit unserer Internen Revision haben wir die Zuverlässigkeit der Steuerungsinformationen aus der ordnungsgemäßen Geschäftsabwicklung sichergestellt.

Ziel unseres Risikomanagements ist es, negative Abweichungen von unseren Erfolgs-, Eigenmittel- und Liquiditätsplanungen zu vermeiden. Das Risikofrüherkennungs- und -überwachungssystem ist primär darauf ausgerichtet, Risiken rechtzeitig zu identifizieren und bei Bedarf gegensteuernde Maßnahmen einzuleiten. Die Einbindung des Risikomanagements in das Gesamtbanksteuerungssystem dient uns zugleich zur Erkennung und Nutzung von Chancenpotenzialen.

Auf der Grundlage von Risikotragfähigkeitsberechnungen haben wir für Marktpreis- und Adressenausfallrisiken sowie für Beteiligungsrisiken und operationelle Risiken Verlust- und Volumenslimite definiert. Das Risikocontrolling beinhaltet ferner die Identifizierung, Quantifizierung und Überwachung der Risiken. Über die Ergebnisse der zu diesem Zweck durchgeführten Analysen und Auswertungen, die auch Stress-Szenarien umfassen, werden Aufsichtsrat und Vorstand sowie die betreffenden Unternehmensbereiche zeitnah durch Risikoreports informiert.

Im Mittelpunkt des Risikomanagements steht die Gesamtheit aller geeigneten Maßnahmen einer aktiven und bewussten Steuerung der identifizierten Risiken.

Das Risikomanagement zur Früherkennung von Risiken ist vor dem Hintergrund wachsender Komplexität der Märkte im Bankgeschäft von erheblicher Bedeutung. Wir verstehen dies als eine zentrale Aufgabe. Die hierfür zuständigen Organisationseinheiten berichten direkt dem Vorstand.

Risikokategorien

Für unsere Bank sind die folgenden Risikokategorien relevant:

Adressenausfallrisiken

Unter dem Adressenausfallrisiko verstehen wir die Gefahr, dass Verluste oder entgangene Gewinne aufgrund des Ausfalls von Geschäftspartnern und ggf. der Migration und/oder der adressbezogenen Spreadveränderung das erwartete Ausmaß übersteigen. Das Adressenausfallrisiko umfasst das Kreditrisiko, das Kontrahenten- und Emittentenrisiko, das Spreadrisiko sowie Migrationsrisiken.

Die Ermittlung struktureller Kreditrisiken basiert insbesondere auf Kreditratings nach Verfahren der genossenschaftlichen Organisation. Diese Verfahren ermöglichen es, für alle wesentlichen Kreditsegmente Ausfallwahrscheinlichkeiten ("erwartete Verluste") zu ermitteln und den Krediten Risikoklassen zuzuordnen. Unser Kunden-Risikovolumen ist zu 96,6 % mit diesen Verfahren klassifiziert. Nur noch 3,4 % werden durch das BVR-I-Rating in Bonitätsnoten eingestuft.

Die Ausfallrisiken im Kreditportfolio ermittelt die Bank auf der Basis von aggregierten Blankoanteilen (Risikovolumen) und bestimmten Ausfallwahrscheinlichkeiten in den einzelnen Risikoklassen. Die für die Höhe der Blankoanteile zugrunde liegenden Kreditsicherheiten werden nach Wertermittlungsrichtlinien, die sich an den Richtlinien der genossenschaftlichen FinanzGruppe orientieren, angesetzt.

Über die "erwarteten Verluste" hinaus ermitteln wir die "unerwarteten Verluste" mittels eines Credit-Value-at-Risk (CVaR), der neben den Ausfallwahrscheinlichkeiten die Granularität des Kreditportfolios, insbesondere nach der Größenstruktur der ungesicherten Kreditzusagen, berücksichtigt. Das Risikomaß CVaR gibt an, dass die "unerwarteten Verluste" mit einer Wahrscheinlichkeit von 99,0 % innerhalb von zwölf Monaten einen bestimmten Betrag nicht übersteigen werden.

Die zum 31.12.2018 gemessenen Risiken lasten unser Verlustlimit für Adressausfallrisiken zu 78,7 % aus.

Die Ratingergebnisse werten wir auf aggregierter Basis u. a. nach Volumina, Blankoanteilen und Verlustpotenzial aus. Unsere Auswertungen geben außerdem Auskunft über die Verteilung des Kreditvolumens nach Branchen, Größen- und Risikoklassen sowie Sicherheiten.

Die Streuung der Kundenforderungen nach Branchen und Größenklassen ist ausgewogen. Nennenswerte Forderungen an Kreditnehmer mit Sitz im Ausland bestehen nicht.

Kredite mit akuten Ausfallrisiken sind hinreichend wertberichtigt. Der Umfang der vollwertigen, aber nach unserer Einschätzung mit erhöhten latenten Risiken behafteten Forderungen ist überschaubar; für hierin enthaltene Ausfallgefahren bestehen nach unserer Einschätzung ausreichende Abschirmungsmöglichkeiten aus dem laufenden Ergebnis bzw. in Form von Vorsorgereserven.

Adressenausfallrisiken in festverzinslichen Wertpapieren begegnen wir grundsätzlich dadurch, dass wir Emittentenlimite festgesetzt haben und keine Papiere mit einem schlechteren Rating als BBB- nach Standard & Poor's in den Bestand nehmen. Aktien bzw. andere nicht festverzinsliche Wertpapiere halten wir derzeit in Höhe von EUR 111,9 Mio.; hierbei handelt es sich ausschließlich um Fondsanlagen. Die Ausfallrisiken steuern wir über Value-at-Risk-Ansätze.

Marktpreisrisiken

Banken sind angesichts von Inkongruenzen zwischen aktivischen und passivischen Festzinspositionen insbesondere dem allgemeinen Zinsänderungsrisiko ausgesetzt.

Zinsänderungsrisiken messen wir mithilfe dynamisierter Zinselastizitätsbilanzen. Ausgehend von unseren Zinsprognosen werden die Auswirkungen hiervon abweichender Zinsentwicklungen auf das Jahresergebnis ermittelt. Nach abgestuften Risikoszenarien haben wir für mögliche Ergebnisbeeinträchtigungen Limite vorgegeben, an deren Auslastung sich unsere Steuerungsmaßnahmen ausrichten. Nach den zum 31.12.2018 gemessenen Zinsänderungsrisiken (einschließlich Kursrisiken in festverzinslichen Wertpapieren) wird eine Zinserhöhung, die unsere Zinsprognose auf Sicht von 12 Monaten um einen Prozentpunkt übersteigt, unser vorausberechnetes Ergebnis mit TEUR 2.379 belasten.

Die zum 31.12.2018 gemessenen Risiken lasten unser Verlustlimit für Zinsänderungsrisiken zu 77,6 % aus.

Zur Steuerung der globalen Zinsänderungsrisiken setzen wir Sicherungsderivate in Form von Zinsswaps ein.

Weiterhin messen wir das Zinsänderungsrisiko unserer Bank nach der Barwertmethode anhand der sog. Value-at-Risk-Kennziffer, die auf der Basis der historischen Zinsentwicklung seit dem 03.01.2011 den Barwertverlust angibt, der innerhalb eines Zeitraumes von 250 Handelstagen mit einer Wahrscheinlichkeit von 99,0 % nicht überschritten wird (historische Simulation). Die barwertigen Ergebnisse liefern uns zusätzliche Informationen bei der Steuerung der Zinsänderungsrisiken.

Den Großteil unseres Wertpapierbestands in Höhe von TEUR 165.448 haben wir der Liquiditätsreserve zugeordnet und dementsprechend nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet.

Den restlichen Teil unserer Wertpapiere von TEUR 13.935 halten wir im Anlagevermögen. Der bilanzielle Wertansatz liegt zum 31.12.2018 unterhalb des Marktwertes.

Bei den Investmentfonds wird die Risikomessung, auf der Basis der von Union Investment gelieferten Risikokennziffern, nach dem Value-at-Risk-Ansatz durchgeführt. Die Bank wendet auf ihre Fondsbestände eine Haltedauer von 250 Tagen bei einem Konfidenzniveau von 99,0 % an.

Geschäfte, die gemäß Artikel 102 ff. CRR dem Handelsbuch zuzurechnen sind, wurden nicht getätigt.

Liquiditätsrisiken bzw. Risiken aus Zahlungsstromschwankungen

Unsere Finanzplanung ist streng darauf ausgerichtet, allen gegenwärtigen und künftigen Zahlungsverpflichtungen pünktlich nachkommen zu können. Insoweit achten wir auf ausgewogene Laufzeitstrukturen der Aktiva und Passiva. Unsere im Rahmen des Bilanzstrukturmanagements getätigten Geldanlagen bei Korrespondenzbanken bzw. in Wertpapieren tragen neben Ertrags- auch Liquiditätsaspekten Rechnung.

Durch die überwiegende Refinanzierung durch Kundeneinlagen hat das Refinanzierungsrisiko für uns eine geringe Bedeutung.

Unplanmäßige Entwicklungen mit wesentlichen Auswirkungen auf unsere Liquiditätslage haben sich im Berichtsjahr nicht ergeben.

Operationelle Risiken

Neben Adressenausfall-, Marktpreis- und Liquiditätsrisiken hat sich unsere Bank aber auch auf operationelle Risiken (z. B. Betriebsrisiken im IT-Bereich, fehlerhafte Bearbeitungsvorgänge, Rechtsrisiken, Betrugs- und Diebstahlrisiken, allgemeine Geschäftsrisiken) einzustellen. Unser innerbetriebliches Überwachungssystem gewährleistet, die operationellen Risiken zu identifizieren und so weit wie möglich zu begrenzen. Den Betriebs- und Rechtsrisiken begegnen wir durch die Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern (z. B. im EDV Bereich oder im Formular- und Rechtswesen). Versicherbare Gefahrenpotenziale, z. B. Diebstahl- und Betrugsrisiken, haben wir durch Versicherungsverträge in banküblichem Umfang abgeschirmt.

Aus Rechtsstreitigkeiten bestehen Risiken, die wir nach unserer Einschätzung ausreichend abgedeckt haben.

Zusammenfassende Risikoeinschätzung

Die dargestellten Risiken werden nach unserer derzeitigen Einschätzung die künftige Entwicklung unserer Bank nicht wesentlich beeinträchtigen.

Durch die Basel-III-Anforderungen, die seit dem 1. Januar 2014 zur Anwendung kommen, ergeben sich erhöhte Eigenmittelanforderungen. Unter Berücksichtigung der aktuellen aufsichtsrechtlichen Anforderungen ist die Risikotragfähigkeit nach derzeitigem Planungsstand angesichts der laufenden Ertragskraft und der Vermögens-/Substanzsituation der Bank vollumfänglich gegeben.

Die Risikolage ist insgesamt als tragfähig einzustufen. Bestandsgefährdende Risiken sind nicht erkennbar.

2. Vermögenslage

Das bilanzielle Eigenkapital sowie die Eigenmittelausstattung und Kapitalquoten stellen sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt dar:

Berichtsjahr 2017 Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Eigenkapital laut Bilanz 1) 88.954 86.073 2.881 3,3
Eigenmittel (Art. 72 CRR) 102.060 100.603 1.457 1,4
Harte Kernkapitalquote 14,6 % 14,4 %    
Kernkapitalquote 14,6 % 14,4 %    
Gesamtkapitalquote 17,5 % 17,7 %    

1) Hierzu rechnen die Passivposten 11 (Fonds für allgemeine Bankrisiken) und 12 (Eigenkapital).

Angemessene Eigenmittel, auch als Bezugsgröße für eine Reihe von Aufsichtsnormen, bilden neben einer stets ausreichenden Liquidität die unverzichtbare Grundlage einer soliden Geschäftspolitik. Die vorgegebenen Anforderungen der CRR und des KWG wurden von uns im Geschäftsjahr 2018 jederzeit eingehalten.

Unter Berücksichtigung einer vom Vorstand und Aufsichtsrat zur kontinuierlichen Stärkung des Eigenkapitals beschlossenen Vorwegzuweisung von 1,9 Mio. EUR zu den Ergebnisrücklagen, die noch der Zustimmung der Vertreterversammlung bedarf, und der Zuführung von 0,6 Mio. EUR zum Fonds für allgemeine Bankrisiken beträgt unser Kernkapital 87,3 Mio. EUR; das sind 9,6 % der Bilanzsumme.

Nach unserer Unternehmensplanung ist von einer Einhaltung der Kapitalquoten bei dem erwarteten Geschäftsvolumenszuwachs sowie durch die geplanten Rücklagenzuführungen und die vorgesehene Einwerbung von Geschäftsguthaben auch zukünftig auszugehen.

Kundenforderungen

Die Aktivseite wird durch die Forderungen an Kunden wesentlich geprägt. Der Anteil an der Bilanzsumme liegt bei 66,9 % (Vorjahr 67,4 %) mit einem Volumen von TEUR 608.711 (Vorjahr TEUR 586.359). Von den Kundenforderungen, die durch langfristige Immobilienfinanzierungen dominiert werden, entfallen 26,1 % (Vorjahr 27,7 %) auf Realkredite gemäß §§ 14 und 16 PfandBG. Unser Kreditvolumen entfällt zu 46,7 % auf gewerbliche Kunden und zu 53,3 % auf private Kunden.

Struktur und räumlicher Umfang unseres Geschäftsgebietes ermöglichten uns weiterhin eine ausgewogene branchen- und größenmäßige Streuung unserer Ausleihungen.

Die durch die Vertreterversammlung festgesetzten Kredithöchstgrenzen für die einzelnen Kreditnehmer sowie sämtliche Kreditgrenzen des KWG wurden während des gesamten Berichtszeitraumes eingehalten.

Die Forderungen an unsere Kunden haben wir auch zum Jahresende 2018 wieder mit besonderer Vorsicht bewertet. Die für erkennbare bzw. latente Risiken in angemessener Höhe gebildeten Einzel- und Pauschalwertberichtigungen wurden von den entsprechenden Aktivposten abgesetzt.

Durch unsere Liquiditätsplanung konnten wir allen vertretbaren und berechtigten Kreditwünschen unserer Mitglieder und Kunden entsprechen.

Wertpapieranlagen

Der Anteil der Wertpapieranlagen an der Bilanzsumme liegt mit einem Volumen von TEUR 179.383 (Vorjahr TEUR 166.258) bei 19,7 % (Vorjahr 19,1 %). Davon haben wir TEUR 165.448 (Vorjahr TEUR 154.437) der Liquiditätsreserve und TEUR 13.935 (Vorjahr TEUR 11.821) dem Anlagevermögen zugeordnet.

Weitere wesentliche Aktiv- und Passivstrukturen

Die Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften betragen TEUR 25.129 (Vorjahr TEUR 25.146), was einem Anteil von 2,8 % (Vorjahr 2,9 %) an der Bilanzsumme entspricht.

Auf der Passivseite beträgt das Volumen der Kundeneinlagen TEUR 692.061 (Vorjahr TEUR 657.408) und hat somit einen Anteil von 76,0 % (Vorjahr 75,6 %) an der Bilanzsumme. Den größten Anteil an den Einlagen der Kunden bilden die täglich fälligen Verbindlichkeiten mit 70,0 % (Vorjahr 67,4 %).

Wir haben keine neuen derivativen Geschäfte getätigt. Die abgeschlossenen Währungsgeschäfte sind von untergeordneter Bedeutung.

Mitgliedschaft in der Sicherungseinrichtung des BVR

Zur Erfüllung von § 1 EinSiG i. V. m. § 1 Abs. 3d Satz 1 KWG gehört die Bank dem BVR Institutssicherung (BVR-ISG-Sicherungssystem) an. Das BVR-ISG Sicherungssystem ist eine Einrichtung der BVR Institutssicherung GmbH, Berlin (BVR-ISG), die als amtlich anerkanntes Einlagensicherungssystem gilt.

Daneben ist unsere Genossenschaft der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (BVR-SE) angeschlossen, die aus dem Garantiefonds und dem Garantieverbund besteht. Die BVR-SE ist als zusätzlicher, genossenschaftlicher Schutz parallel zum BVR-ISG Sicherungssystem tätig mit dem Ziel, den vollkommenen Kundeneinlagenschutz und den Schutz der zugehörigen Kreditinstitute zu gewährleisten.

3. Finanz- und Liquiditätslage

Die Zahlungsbereitschaft unserer Bank war im abgelaufenen Geschäftsjahr stets gegeben. Die Liquiditätskennzahl (Liquidity Coverage Ratio - LCR) haben wir eingehalten. Zum 31.12.2018 beträgt die LCR 177 % (Vorjahr 141 %).

Aufgrund unserer Liquiditätslage und -steuerung, der Einbindung in den genossenschaftlichen Liquiditätsverbund und der unterhaltenen Bankguthaben, gehen wir davon aus, dass auch in den kommenden Jahren nicht mit einer Beeinträchtigung der Zahlungsbereitschaft zu rechnen ist.

Unserer Verpflichtung aus der Verordnung der Europäischen Zentralbank über die Auferlegung einer Mindestreserve sind wir stets nachgekommen.

Liquiditätsbelastungen aus außerbilanziellen Verpflichtungen haben sich nicht ergeben.

4. Ertragslage

Die wesentlichen Erfolgskomponenten der Genossenschaft stellen sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

Erfolgskomponenten Berichtsjahr 2017 Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Zinsüberschuss 1) 18.001 18.229 -228 -1,3
Provisionsüberschuss 2) 7.259 6.808 451 6,6
Verwaltungsaufwendungen 16.564 16.437 127 0,8
a) Personalaufwendungen 10.213 10.116 97 1,0
b) andere Verwaltungsaufwendungen 6.351 6.321 30 0,5
Bewertungsergebnis 3) -2.571 -984 -1.587 161,3
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 4.982 6.725 -1.743 -25,9
Steueraufwand 1.693 2.590 -897 -34,6
Einstellungen in den Fonds für allgemeine Bankrisiken 600 1.500 -900 -60,0
Jahresüberschuss 2.690 2.636 54 2,0

1) GuV-Posten 1 abzüglich GuV-Posten 2 zuzüglich GuV-Posten 3

2) GuV-Posten 5 abzüglich GuV-Posten 6

3) Saldo aus den GuV-Posten 13 bis 16

Der Rückgang des Zinsüberschusses gegenüber dem Vorjahr ist dem anhaltenden Niedrig- bzw. Negativzinsumfeld geschuldet und ist dadurch gekennzeichnet, dass die Zinserträge deutlich stärker rückläufig waren als die Zinsaufwendungen. Der Rückgang der Zinsaufwendungen beträgt TEUR 408, der Rückgang der Zinserträge beläuft sich auf TEUR 636.

Der Anstieg des Provisionsergebnisses resultiert im Wesentlichen aus höheren Erträgen aus dem Zahlungsverkehr und aus der Vermittlung von Krediten, Bausparverträgen und Versicherungen.

Der moderate Anstieg der Personalaufwendungen beinhaltet im Wesentlichen tarifliche Gehaltssteigerungen.

Bei den anderen Verwaltungsaufwendungen wurden höhere Instandhaltungsaufwendungen, insbesondere für die Renovierung unserer Niederlassung in Lünen-Brambauer, durch niedrigere Beratungsaufwendungen kompensiert. Im Vorjahr waren hier noch einmalige Beratungsaufwendungen für die Einführung neuer Kontomodelle enthalten. In Summe war ein leichter Anstieg der anderen Verwaltungsaufwendungen zu verzeichnen.

Die negative Entwicklung des Aufwandsüberhangs aus der Bewertung resultiert im Wesentlichen aus Kurswertabschreibungen auf Rentenfondsbestände, die auf den deutlichen Zinsanstieg im 2. Halbjahr 2018 am amerikanischen Kapitalmarkt zurückzuführen sind.

Der Rückgang der Steueraufwendungen korrespondiert mit dem rückläufigen Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit.

Die Kapitalrendite (Jahresüberschuss nach Steuern/Bilanzsumme) betrug im Geschäftsjahr 0,30 % (Vorjahr 0,30 %).

Neben dem Jahresüberschuss ist das Betriebsergebnis vor Bewertung eine wichtige interne Berichtskennziffer unserer Bank. Es ermittelt sich aus dem Jahresüberschuss zuzüglich des Steueraufwandes und des Bewertungsergebnisses sowie bereinigt um wesentliche periodenfremde Erfolgsposten und Einmaleffekte bzw. Sondereinflüsse.

Das Betriebsergebnis vor Bewertung hat sich in 2018 leicht auf TEUR 7.103 (Vorjahr TEUR 7.093) erhöht. Dies entspricht 0,78 % (Vorjahr 0,82 %) der durchschnittlichen Bilanzsumme. In dem Betriebsergebnis ist ein Ertragssaldo in Höhe von TEUR 431 aus verschiedenen Sondereffekten nicht enthalten. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um erhaltene Vorfälligkeitsentschädigungen.

Die Aufwands-Ertrags-Relation (Cost-Income-Ratio), die das Verhältnis der Verwaltungs- und sonstigen betrieblichen Aufwendungen zum Zins- und Provisionsergebnis sowie den sonstigen betrieblichen Erträgen darstellt, hat sich im Vergleich zum Vorjahr leicht von 71,6 % auf 71,9 % erhöht.

5. Zusammenfassende Beurteilung der Lage

Die Geschäfte unserer Bank haben sich insgesamt zufriedenstellend entwickelt und schließen in Teilbereichen über den prognostizierten Werten.

Die Ertragslage des Geschäftsjahres stellt sich ebenfalls zufriedenstellend dar. Das Niveau des Vorjahres konnte entgegen unserer Planung gehalten werden. Hierzu haben insbesondere ein gegenüber der Planung niedrigerer Zinsaufwand, höhere Zinserträge im Kundenkreditgeschäft und bei Wertpapieranlagen, ein höherer Provisionsüberschuss sowie niedrigere Verwaltungsaufwendungen beigetragen.

Die Vermögenslage konnte durch eine entsprechende Eigenkapitaldotierung weiter verbessert werden. Die Eigenkapitalstruktur ist günstig.

Für erkennbare und latente Risiken im Kreditgeschäft sind Einzel- und Pauschalwertberichtigungen in angemessener Höhe gebildet.

III. Voraussichtliche Entwicklung (Prognosebericht)

1. Voraussichtlicher Geschäftsverlauf

Die Prognosen, die sich auf die Entwicklung unseres Institutes für das Geschäftsjahr 2019 beziehen, stellen Einschätzungen dar, die wir auf Basis der zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Wir weisen darauf hin, dass sich die Prognosen durch die Veränderungen der zugrunde liegenden Annahmen als unzutreffend erweisen können.

Die Bilanzsumme wird aufgrund eines unterstellten Kreditwachstums bei einer gleichzeitig geplanten Aufnahme von Refinanzierungsmitteln leicht steigen. Wir rechnen daher für das laufende Geschäftsjahr mit einem Bilanzsummenwachstum von ca. 1 %.

In Erwartung einer positiven regionalen Wirtschaftsentwicklung und der weiterhin hohen Investitionstätigkeit der privaten Haushalte in Wohnimmobilien gehen wir im Kundenkreditgeschäft für das Jahr 2019 von einem Wachstum in Höhe von ungefähr 5 % aus. Diese Prognose basiert auf der Annahme eines weiterhin niedrigen Zinsniveaus. An der langjährig praktizierten konservativen und risikoorientierten Kreditvergabepolitik werden wir weiterhin festhalten. Wir sind unverändert bestrebt, langfristige Finanzierungen bis 10 Jahre verstärkt aus eigenen Mitteln darzustellen. Die Vermittlung von Wohnungsbaukrediten an den genossenschaftlichen Verbundpartner, die Münchener Hypothekenbank eG, sowie von Bauspardarlehen an die Bausparkasse Schwäbisch Hall AG wird weiterhin Bedeutung haben.

Die Forderungen an Kreditinstitute und die Wertpapieranlagen werden sich voraussichtlich um ca. 9 % reduzieren. Dies ist in der verstärkten Kreditnachfrage begründet.

Im Einlagengeschäft gehen wir trotz des anhaltenden Konkurrenzdrucks, insbesondere durch Direktbanken, von einer konstanten Geschäftsentwicklung aus. Wir erwarten für das laufende Jahr kein Wachstum, da wir unterstellen, dass das zunehmende Bewusstsein für eine private Altersvorsorge das Einlagengeschäft zugunsten von Investmentfonds eher belasten wird. Ausgehend von unserer, von einem weiterhin niedrigen bzw. negativen Zinsniveau ausgehenden Zinsprognose, erwarten wir eine schwache Nachfrage im Einlagengeschäft. Zur weiteren Ausnutzung von Marktpotenzialen werden unsere Mitglieder und Kunden nach dem gesamtbedarfsorientierten Ansatz beraten.

Im Dienstleistungsgeschäft prognostizieren wir daher außerdem eine Belebung im Wertpapiergeschäft, speziell im Bereich der Investmentfonds von Union Investment.

Die Chancen der zukünftigen Entwicklung der Ertragslage liegen insbesondere in einem weiterhin stabilen konjunkturellen Umfeld mit entsprechenden positiven Auswirkungen auf unser Kreditvolumen sowie das Bewertungsergebnis im Kundengeschäft.

Wesentliche Risiken in der geschäftlichen Entwicklung resultieren vorwiegend aus einem unerwartet hohen Zinsanstieg, der sich negativ auf die Kreditnachfrage sowie die Verzinsung der Passiva auswirken würde. Weiterhin sehen wir ein Risiko in einem konjunkturell bedingten steigenden Abschreibungsbedarf im Kundenkreditgeschäft.

2. Vermögens- und Finanzlage

Nach unseren Planungsrechnungen, die insbesondere auf den zuvor genannten bzw. den zur Ertragslage dargestellten Prämissen beruhen, erwarten wir eine Stärkung unseres Eigenkapitals durch künftige Dotierungen der Rücklagen. Die vorgeschlagene Verwendung des Jahresüberschusses aus dem Geschäftsjahr 2018 wird, wenn die Vertreterversammlung dem Vorschlag zustimmt, zu einer weiteren Erhöhung der Eigenmittel im Sinne des Artikels 72 der CRR führen. Die bankaufsichtsrechtlichen Anforderungen an die Eigenmittel- und Liquiditätsausstattung werden wir auch im laufenden Jahr mit ausreichendem Spielraum einhalten.

Die in diesem Abschnitt dargestellten Risiken der künftigen Entwicklung werden die Vermögenslage voraussichtlich auch im Jahr 2019 nicht wesentlich belasten.

Die Umsetzung der CRR und CRD IV hat Auswirkungen auf unsere Kapitalplanung. Wir erwarten unter den derzeitigen Rahmenbedingungen keine außergewöhnlichen Belastungen sowie Risiken aus dieser Umsetzung.

Die bankaufsichtsrechtlichen Anforderungen an die Mindestreservebestimmung sowie die NSFR und die LCR werden wir auch im laufenden Jahr einhalten.

3. Ertragslage

Auf der Grundlage unserer Zinsprognose, die von einem gleichbleibenden bis leicht steigenden Zinsniveau im Kapitalmarktsegment und somit einer leicht steileren Zinsstrukturkurve ausgeht, sowie unter Berücksichtigung unserer Erwartungen zum voraussichtlichen Geschäftsverlauf im Kredit-/Einlagengeschäft, rechnen wir für das aktuelle Geschäftsjahr mit einem sinkenden Zinsergebnis. Der Rückgang wird im Wesentlichen von niedrigeren Zinserträgen bestimmt werden. Für das Jahr 2019 planen wir einen Zinsüberschuss von etwa EUR 16,8 Mio.

Unser Provisionsergebnis wird auch im aktuellen Jahr durch die Erträge aus der Kontoführung und dem Zahlungsverkehr sowie aus dem Vermittlungsgeschäft geprägt sein. Für das Geschäftsjahr 2019 planen wir mit einem Anstieg des Provisionsergebnisses auf ca. EUR 7,6 Mio.

Die Personalaufwendungen werden sich nach unseren Planungen im laufenden Jahr um ca. EUR 0,1 Mio. erhöhen. Hierbei haben wir vor allem tarifliche Gehaltssteigerungen unterstellt.

Für die anderen Verwaltungsaufwendungen planen wir im Geschäftsjahr 2019 eine Steigerung zum abgelaufenen Geschäftsjahr von ca. EUR 0,7 Mio. Dieser Anstieg entfällt im Wesentlichen auf höhere Energiekosten, Einmalaufwendungen im Zusammenhang mit der Einführung eines neuen EDV-Systems, höhere Garantiefondsbeiträge sowie steigende Instandhaltungsaufwendungen.

Insgesamt prognostizieren wir für das Jahr 2019 im Vergleich zum Berichtsjahr ein vermindertes Betriebsergebnis vor Bewertung in Höhe von etwa EUR 6,0 Mio. Auf der Grundlage der erwarteten Erträge und Aufwendungen wird sich die Cost-Income-Ratio für das kommende Jahr auf 76,1 % verschlechtern.

Aus der Bewertung von Kundenforderungen und Wertpapieren erwarten wir für das laufende Jahr Nettoaufwendungen von maximal EUR 2,0 Mio.

Unter Berücksichtigung der oben genannten Ausführungen rechnen wir für das Geschäftsjahr 2019 mit einem Jahresüberschuss vor Steuern von etwa EUR 4,2 Mio.

Die im Zusammenhang mit der prognostizierten Ertragslage stehenden Risiken resultieren insbesondere aus den Adressenausfall- und den Marktpreisrisiken, die wir im Abschnitt II.1. ausführlich erläuterten.

Zusätzliche wesentliche Ertragschancen sehen wir insbesondere für den Fall einer deutlich steileren Zinsstrukturkurve als von uns prognostiziert.

4. Gesamtaussage zur prognostizierten Lage und dem Geschäftsverlauf

Insgesamt erwarten wir, dass sich unsere Geschäfte noch zufriedenstellend entwickeln werden. Wir rechnen unter Berücksichtigung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung mit einer angemessenen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Wir sind zuversichtlich, dass es uns - wie in den Vorjahren - gelingen wird, mit unserer überdurchschnittlichen persönlichen Beratungs- und Dienstleistungsqualität sowie einer dauerhaften Realisierung des von den über 34.000 Mitgliedern der Bank nachhaltig befürworteten genossenschaftlichen Geschäftsmodells die gesteckten Ziele auch im Jahr 2019 zu erreichen.

IV. Zweigniederlassungen

Es bestehen folgende Zweigniederlassungen:

Volksbank Brambauer Zweigniederlassung der Volksbank eG mit Sitz in Waltrop, 44536 Lünen

Volksbank Datteln Zweigniederlassung der Volksbank eG mit Sitz in Waltrop, 45711 Datteln

Volksbank Henrichenburg Zweigniederlassung der Volksbank eG mit Sitz in Waltrop,

44581 Castrop-Rauxel

Volksbank Lünen Zweigniederlassung der Volksbank eG mit Sitz in Waltrop, 44532 Lünen

Volksbank Oer-Erkenschwick Zweigniederlassung der Volksbank eG mit Sitz in Waltrop,

45739 Oer-Erkenschwick

Die Geschäftsstruktur der Zweigniederlassungen entspricht der des Gesamtinstituts.

 

Waltrop, 28. März 2019

Volksbank eG

Der Vorstand

Ludger Suttmeyer

Gregor Mersmann

1. Jahresbilanz zum 31. Dezember 2018

Volksbank eG, Waltrop

Genossenschaftsregisternummer 104 beim Amtsgericht Recklinghausen

Aktivseite

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Barreserve          
a) Kassenbestand     19.893.052,54   19.428
b) Guthaben bei Zentralnotenbanken     7.374.175,35   8.267
darunter: bei der Deutschen Bundesbank 7.374.175,35       (8.267)
c) Guthaben bei Postgiroämtern     0,00 27.267.227,89 0
2. Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind          
a) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen     0,00   0
darunter: bei der Deutschen Bundesbank refinanzierbar 0,00       (0)
b) Wechsel     0,00 0,00 0
3. Forderungen an Kreditinstitute          
a) täglich fällig     55.393.176,67   33.384
b) andere Forderungen     2.427.833,69 57.821.010,36 17.428
4. Forderungen an Kunden       608.710.786,50 586.359
darunter:          
durch Grundpfandrechte gesichert 158.805.904,34       (162.422)
Kommunalkredite 10.108.809,26       (10.429)
5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere          
a) Geldmarktpapiere          
aa) von öffentlichen Emittenten   0,00     0
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00       (0)
ab) von anderen Emittenten   0,00 0,00   0
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00       (0)
b) Anleihen und Schuldverschreibungen          
ba) von öffentlichen Emittenten   20.117.029,31     12.005
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 20.117.029,31       (12.005)
bb) von anderen Emittenten   47.380.348,24 67.497.377,55   34.333
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 45.144.051,79       (32.096)
c) eigene Schuldverschreibungen     0,00 67.497.377,55 0
Nennbetrag 0,00       (0)
6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere       111.885.459,51 119.921
6a. Handelsbestand       0,00 0
7. Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften          
a) Beteiligungen     24.998.466,86   24.986
darunter:          
an Kreditinstituten 358.963,28       (359)
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00       (0)
b) Geschäftsguthaben bei Genossenschaften     130.121,60 25.128.588,46 159
darunter:          
bei Kreditgenossenschaften 119.000,00       (119)
bei Finanzdienstleistungsinstituten 0,00       (0)
8. Anteile an verbundenen Unternehmen       0,00 0
darunter:          
an Kreditinstituten 0,00       (0)
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00       (0)
9. Treuhandvermögen       4.306.256,06 5.346
darunter: Treuhandkredite 4.306.256,06       (5.346)
10. Ausgleichsforderungen gegen die öffentliche Hand einschließlich Schuldverschreibungen aus deren Umtausch       0,00 0
11. Immaterielle Anlagewerte          
a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte     0,00   0
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten     34.322,00   35
c) Geschäfts- oder Firmenwert     0,00   0
d) geleistete Anzahlungen     0,00 34.322,00 0
12. Sachanlagen       6.503.577,99 6.488
13. Sonstige Vermögensgegenstände       587.306,11 961
14. Rechnungsabgrenzungsposten       515.395,86 752
Summe der Aktiva       910.257.308,29 869.851

Passivseite

         
  Geschäftsjahr Vorjahr
  EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten          
a) täglich fällig     217.319,38   192
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist     114.813.003,93 115.030.323,31 109.360
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden          
a) Spareinlagen          
aa) mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten   182.991.060,80     179.905
ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten   936.653,91 183.927.714,71   2.957
b) andere Verbindlichkeiten          
ba) täglich fällig   484.285.881,13     443.352
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist   23.846.938,84 508.132.819,97 692.060.534,68 31.195
3. Verbriefte Verbindlichkeiten          
a) begebene Schuldverschreibungen     0,00   0
b) andere verbriefte Verbindlichkeiten     0,00 0,00 0
darunter:          
Geldmarktpapiere 0,00       (0)
eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf 0,00       (0)
3a. Handelsbestand       0,00 0
4. Treuhandverbindlichkeiten       4.306.256,06 5.346
darunter: Treuhandkredite 4.306.256,06       (5.346)
5. Sonstige Verbindlichkeiten       967.456,52 951
6. Rechnungsabgrenzungsposten       46.975,88 57
6a. Passive latente Steuern       0,00 0
7. Rückstellungen          
a) Rückstellungen für Pensionen u. ähnliche Verpflichtungen     5.583.935,00   5.101
b) Steuerrückstellungen     323.509,00   2.455
c) andere Rückstellungen     2.983.920,18 8.891.364,18 2.907
8. [gestrichen]       0,00 0
9. Nachrangige Verbindlichkeiten       0,00 0
10. Genussrechtskapital       0,00 0
darunter: vor Ablauf von zwei Jahren fällig 0,00       (0)
11. Fonds für allgemeine Bankrisiken       28.100.000,00 27.500
darunter: Sonderposten nach § 340e Abs. 4 HGB 0,00       (0)
12. Eigenkapital          
a) Gezeichnetes Kapital     6.831.630,68   6.964
b) Kapitalrücklage     0,00   0
c) Ergebnisrücklagen          
ca) gesetzliche Rücklage   27.480.551,83     26.226
cb) andere Ergebnisrücklagen   25.752.710,04 53.233.261,87   24.498
d) Bilanzgewinn     789.505,11 60.854.397,66 886
Summe der Passiva       910.257.308,29 869.851
Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Eventualverbindlichkeiten          
a) Eventualverbindlichkeiten aus weitergegebenen abgerechneten Wechseln   0,00     0
b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen   9.524.433,72     8.819
c) Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten   0,00 9.524.433,72   0
2. Andere Verpflichtungen          
a) Rücknahmeverpflichtungen aus unechten Pensionsgeschäften   0,00     0
b) Platzierungs- u. Übernahmeverpflichtungen   0,00     0
c) Unwiderrufliche Kreditzusagen   24.781.269,29 24.781.269,29   43.542
darunter: Lieferverpflichtungen aus zinsbezogenen Termingeschäften 0,00       (0)

2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2018 bis 31. Dezember 2018

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Zinserträge aus          
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften   17.553.494,19     18.019
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen   363.032,60 17.916.526,79   442
2. Zinsaufwendungen     3.663.098,44 14.253.428,35 4.071
3. Laufende Erträge aus          
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren     3.150.231,99   3.253
b) Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften     597.617,31   586
c) Anteilen an verbundenen Unternehmen     0,00 3.747.849,30 0
4. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen       0,00 0
5. Provisionserträge     7.850.936,97   7.386
6. Provisionsaufwendungen     591.775,00 7.259.161,97 578
7. Nettoertrag/-aufwand des Handelsbestands       0,00 0
8. Sonstige betriebliche Erträge       409.726,38 552
9. [gestrichen]       0,00 0
10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen          
a) Personalaufwand          
aa) Löhne und Gehälter   8.495.091,14     8.394
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung   1.717.681,83 10.212.772,97   1.722
darunter: für Altersversorgung 176.275,46       (216)
b) andere Verwaltungsaufwendungen     6.351.451,19 16.564.224,16 6.321
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen       872.605,02 894
12. Sonstige betriebliche Aufwendungen       678.167,70 548
13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft     2.610.939,86   984
14. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft     0,00 -2.610.939,86 0
15. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere     0,00   0
16. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren     39.869,77 39.869,77 0
17. Aufwendungen aus Verlustübernahme       1.857,16 2
18. [gestrichen]       0,00 0
19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit       4.982.241,87 6.725
20. Außerordentliche Erträge     0,00   0
21. Außerordentliche Aufwendungen     0,00   0
22. Außerordentliches Ergebnis       0,00 (0)
23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag     1.628.878,08   2.523
darunter: latente Steuern 0,00       (0)
24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen     63.858,68 1.692.736,76 66
24a. Aufwendungen aus der Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken       600.000,00 1.500
25. Jahresüberschuss       2.689.505,11 2.636
26. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr       0,00 0
        2.689.505,11 2.636
27. Entnahmen aus Ergebnisrücklagen          
a) aus der gesetzlichen Rücklage     0,00   0
b) aus anderen Ergebnisrücklagen     0,00 0,00 0
        2.689.505,11 2.636
28. Einstellungen in Ergebnisrücklagen          
a) in die gesetzliche Rücklage     950.000,00   875
b) in andere Ergebnisrücklagen     950.000,00 1.900.000,00 875
29. Bilanzgewinn       789.505,11 886

3. Anhang

A. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt. Gleichzeitig erfüllt der Jahresabschluss die Anforderungen des Genossenschaftsgesetzes (GenG) und der Satzung der Bank.

B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden

Bei Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden angewandt:

Die Bilanz wurde unter teilweiser Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt, wobei die satzungsmäßigen Mindestdotierungen zu den Ergebnisrücklagen Beachtung fanden.

Barreserven, Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden sowie in anderen Aktivposten enthaltene Forderungen wurden grundsätzlich mit ihrem Nennwert angesetzt. Soweit der Nennwert über dem Auszahlungsbetrag lag, wurde der Unterschiedsbetrag in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt; er wird planmäßig aufgelöst. Erkennbaren Bonitätsrisiken wurde durch ausreichende Wertkorrekturen ebenso Rechnung getragen wie dem allgemeinen Kreditrisiko.

Anteilige Zinsen, deren Fälligkeit nach dem Bilanzstichtag liegt, die aber am Bilanzstichtag bereits den Charakter von bankgeschäftlichen Forderungen oder Verbindlichkeiten haben, sind dem zugehörigen Aktiv- oder Passivposten der Bilanz zugeordnet.

Die wie Umlaufvermögen behandelten Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapiere, Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapiere haben wir nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet und dabei die von den "Wertpapiermitteilungen" (WM-Datenservice) zur Verfügung gestellten Jahresschlusskurse herangezogen. Soweit der Bewertungskurs des Stichtages über dem Buchwert lag, wurden die Wertpapiere mit dem höheren Wert, maximal mit den Anschaffungskosten, angesetzt.

Die wie Anlagevermögen behandelten Wertpapiere schreiben wir nur bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung auf ihren niedrigeren beizulegenden Wert ab (gemildertes Niederstwertprinzip).

Die zinsbezogenen Finanzinstrumente des Bankbuchs einschließlich der zur Steuerung des allgemeinen Zinsänderungsrisikos (Aktiv/Passiv-Steuerung) abgeschlossenen derivativen Geschäfte werden im Rahmen einer Gesamtbetrachtung aller zinstragenden bilanziellen und außerbilanziellen Positionen des Bankbuchs nach Maßgabe von IDW RS BFA 3 verlustfrei bewertet. Hierbei werden die zinsinduzierten Barwerte den Buchwerten gegenübergestellt und von dem positiven Überschuss die Risiko- und Bestandsverwaltungskosten abgezogen. Für einen danach eventuell verbleibenden Verlustüberhang wird eine Drohverlustrückstellung gebildet, die unter den anderen Rückstellungen ausgewiesen wird. Nach dem Ergebnis der Berechnungen zum 31.12.2018 war keine Rückstellung zu bilden. Der Umfang derivater Geschäfte sowie ergänzende Angaben zu ihrer Bewertung sind im Abschnitt D aufgeführt.

Strukturierte Finanzinstrumente, die aufgrund des eingebetteten Derivats im Vergleich zum Basisinstrument wesentlich erhöhte oder zusätzliche (andersartige) Risiken oder Chancen aufweisen, werden in ihre Komponenten zerlegt und einzeln nach den für diese geltenden Vorschriften bilanziert und bewertet. Die getrennte Bilanzierung erfolgt insbesondere, wenn ein eingebettetes Derivat bedingte oder unbedingte Abnahmeverpflichtungen für weitere Finanzinstrumente zu festgelegten Konditionen vorsieht, sodass die Möglichkeit besteht, dass die Abnahme der weiteren Finanzinstrumente nicht zum künftigen beizulegenden Zeitwert erfolgt.

Die Anschaffungskosten der getrennt bilanzierten Einzelkomponenten ergeben sich aus der Aufteilung der (gesamten) Anschaffungskosten des strukturierten Finanzinstruments im Verhältnis der beizulegenden Zeitwerte der Einzelkomponenten. Sofern der beizulegende Zeitwert des eingebetteten Derivats nicht separat ermittelt werden kann, ergibt sich sein Wert als Differenz aus dem beizulegenden Zeitwert des strukturierten Finanzinstruments insgesamt und dem beizulegenden Zeitwert des Basisinstruments.

Die Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften wurden grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Im Falle einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung sind sie mit dem beizulegenden Wert angesetzt. Einzelne Beteiligungen resultieren aus in Vorjahren geschlossenen Tauschgeschäften und sind nach Tauschgrundsätzen unter Buchwertfortführung bzw. Gewinnrealisierung bewertet. Die im Geschäftsjahr erworbenen Aktien der DZ Hyp AG sind durch Verschmelzung der WL Bank AG mit der DG Hyp AG zur DZ Hyp AG entstanden. Die Aktien wurden nach Tauschgrundsätzen mit dem Buchwert der hingegebenen Vermögensgegenstände aktiviert.

Die Bewertung des Treuhandvermögens erfolgte zu den Anschaffungskosten bzw. zum Nennwert.

Die Sachanlagen und die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu den Anschaffungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen wurden über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer, die sich grundsätzlich an den von der Finanzverwaltung veröffentlichten Abschreibungstabellen orientiert, vorgenommen. Auf Gebäude wurden lineare Abschreibungen bzw. für ältere Gebäude Abschreibungen mit fallenden Staffelsätzen verrechnet. Bewegliche Anlagegegenstände und Betriebsvorrichtungen wurden linear bzw. degressiv abgeschrieben.

Im Berichtszeitraum angeschaffte geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Netto-Einzelwert bis zu EUR 250 wurden in voller Höhe als andere Verwaltungsaufwendungen erfasst. Sie wurden in voller Höhe abgeschrieben, sofern die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut über EUR 250, aber nicht über EUR 800 lagen.

Passive latente Steuern ergaben sich im Wesentlichen aus der Bewertung von Fondsanlagen. Diese wurden insbesondere durch aktive latente Steuern aus der Bewertung von Kundenforderungen mehr als ausgeglichen. Der errechnete aktive Überhang wurde in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt. Für die Berechnung latenter Steuern wurde ein Steuersatz von 33 % zugrunde gelegt.

Die Passivierung der Verbindlichkeiten erfolgte zu dem jeweiligen Erfüllungsbetrag. Soweit der Erfüllungsbetrag höher als der Ausgabebetrag ist, wurde der Unterschiedsbetrag in den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten aufgenommen; er wird planmäßig getilgt.

Der Belastung aus Einlagen mit steigender Verzinsung und aus Zuschlägen sowie sonstigen über den Basiszins hinausgehenden Vorteilen für Einlagen wurde durch Rückstellungsbildung in angemessenem Umfang Rechnung getragen.

Die Bewertung der Treuhandverbindlichkeiten erfolgte zum Erfüllungsbetrag, der mit dem Nennwert der Verpflichtung übereinstimmt.

Den Pensionsrückstellungen liegen versicherungsmathematische Berechnungen auf Basis der "Richttafeln 2018 G" (Prof. Dr. Klaus Heubeck) zugrunde, die auf einem Rechnungszinsfuß gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) beruhen. Die Vereinfachungsregel des § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei der Abzinsung der Pensionsrückstellungen wurde in Anspruch genommen. Bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren wurde ein durchschnittlicher Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren von 3,20 % (Vorjahr 3,68 %) angesetzt. Es wurden erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen in Höhe von 2,00 % (Vorjahr 2,00 %) und eine Rentendynamik in Höhe von 2,00 % (Vorjahr 2,00 %) zugrunde gelegt.

Laufende Rentenverpflichtungen und Altersversorgungsverpflichtungen gegenüber ausgeschiedenen Mitarbeitern sind mit dem Barwert angesetzt. Verpflichtungen aus Pensionsanwartschaften werden mittels Anwartschaftsbarwertverfahren angesetzt.

Die Erfolgswirkungen aus der Änderung des für die Abzinsung der Alterversorgungsrückstellungen maßgeblichen Zinssatzes sind unter Ausübung des Wahlrechts unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen bzw. den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst (vgl. Abschnitt E).

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt TEUR 855.

Im Übrigen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten Rückstellungen in angemessener Höhe gebildet. Die erstmalige Einbuchung von Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr erfolgte mit dem abgezinsten Betrag (Nettomethode).

Die auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden gemäß § 256a HGB in Verbindung mit § 340h HGB umgerechnet.

Negative Zinsen auf finanzielle Vermögenswerte bzw. finanzielle Verbindlichkeiten werden in der Gewinn- und Verlustrechnung bei den betreffenden Zinserträgen bzw. Zinsaufwendungen in Abzug gebracht.

C. Entwicklung des Anlagevermögens 2018

Anschaffungs- / Herstellungskosten zu Beginn des Zugang (a) Zuschreibungen (b) Umbuchungen (a) Abgänge (b) Anschaffungs- / Herstellungskosten am Ende des
Geschäftsjahres Im Geschäftsjahr Geschäftsjahres
EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Anlagenwerte        
a) Selbstgeschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 0,00 0,00 (a) 0,00 (a) 0,00
    0,00 (b) 0,00 (b)  
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 473.114,58 23.705,63 (a) 0,00 (a) 496.820,21
    0,00 (b) 0,00 (b)  
c) Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 (a) 0,00 (a) 0,00
    0,00 (b) 0,00 (b)  
d) geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 (a) 0,00 (a) 0,00
    0,00 (b) 0,00 (b)  
Sachanlagen        
a) Grundstücke und Gebäude 15.264.870,31 335.070,59 (a) 0,00 (a) 15.250.103,24
    0,00 (b) 349.837,66 (b)  
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.500.241,68 533.471,23 (a) 0,00 (a) 8.333.777,10
    0,00 (b) 699.935,81 (b)  
Summe a 24.238.226,57 892.247,45 (a) 0,00 (a) 24.080.700,55
    0,00 (b) 1.049.773,47 (b)  
Änderungen der gesamten Abschreibungen im Zusammenhang mit
Abschreibungen zu Beginn des Geschäftsjahres (gesamt)
EUR
Abschreibungen Geschäftsjahr (a) Zuschreibungen Geschäftsjahr (b)
EUR
Zugängen (a) Zuschreibungen (b)
EUR
Umbuchungen (a) Abgänge (b)
EUR
Abschreibungen am Ende des Geschäftsjahres (gesamt)
EUR
Buchwerte Bilanzstichtag
EUR
Immaterielle Anlagenwerte            
a) Selbstgeschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 0,00 0,00 (a) 0,00 (a) 0,00 (a) 0,00 0,00
    0,00 (b) 0,00 (b) 0,00 (b)    
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 438.470,58 24.027,63 (a) 0,00 (a) 0,00 (a) 462.498,21 34.322,00
    0,00 (b) 0,00 (b) 0,00 (b)    
c) Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 (a) 0,00 (a) 0,00 (a) 0,00 0,00
    0,00 (b) 0,00 (b) 0,00 (b)    
d) geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 (a) 0,00 (a) 0,00 (a) 0,00 0,00
    0,00 (b) 0,00 (b) 0,00 (b)    
Sachanlagen            
a) Grundstücke und Gebäude 10.711.808,44 279.046,47 (a) 0,00 (a) 0,00 (a) 10.641.017,25 4.609.085,99
    0,00 (b) 0,00 (b) 349.837,66 (b)    
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.565.596,68 569.530,92 (a) 0,00 (a) 0,00 (a) 6.439.285,10 1.894.492,00
    0,00 (b) 0,00 (b) 695.842,50 (b)    
Summe a 17.715.875,70 872.605,02 (a) 0,00 (a) 0,00 (a) 17.542.800,56 6.537.899,99
    0,00 (b) 0,00 (b) 1.045.680,16 (b)    
Anschaffungskosten zu Beginn des Geschäftsjahres
EUR
Veränderungen (saldiert)
EUR
Buchwerte am Bilanzstichtag
EUR
Wertpapiere des Anlagevermögens 11.821.030,18 2.113.751,27 13.934.781,45
Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 25.145.505,36 -16.916,90 25.128.588,46
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00
Summe b 36.966.535,54 2.096.834,37 39.063.369,91
Summe a und b 61.204.762,11   45.601.269,90

D. Erläuterungen zur Bilanz

Die Forderungen an Kreditinstitute (A 3) enthalten EUR 57.603.217,83 (Vorjahr EUR 50.593.398,48) Forderungen an Beteiligungsunternehmen, davon sind EUR 55.968.233,06 Forderungen an die zuständige genossenschaftliche Zentralbank.

Von den in der Bilanz ausgewiesenen Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren (A 5) werden im Geschäftsjahr 2019 EUR 6.023.400,00 (ohne Berücksichtigung von Zinsabgrenzungen) fällig.

Die Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapiere enthalten EUR 24.983.314,24 (Vorjahr EUR 11.010.565,73) Forderungen an Beteiligungsunternehmen.

In folgenden Posten sind enthalten:

börsenfähig davon:
EUR börsennotiert
EUR
nicht börsennotiert
EUR
nicht mit dem Niederstwert bewertete börsenfähige Wertpapiere
EUR
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) 67.497.378 67.497.378 0 0
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere (A 6) 25.684.339 0 25.684.339 0

Wir halten folgende Anteile an Sondervermögen im Sinn des § 1 Abs. 10 KAGB oder Anlageaktien an Investmentaktiengesellschaften mit veränderlichem Kapital im Sinn der §§ 108 bis 123 KAGB oder vergleichbaren EU- bzw. sonstigen ausländischen Investmentvermögen im Posten Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere mit Anteilsquoten von mehr als 10 %:

Anlageziel Wert der Anteile i. S. §§ 168, 278 KAGB, § 36 InvG a. F. bzw. vergleichbarer ausländischer Vorschriften (Zeitwert)
EUR
Differenz zum Buchwert
EUR
Erfolgte Ausschüttung für das Geschäftsjahr
EUR
DEVIF-Fonds Nr. 514 (In- und ausländische Renten, Aktien) 50.587.040 3.755.876 977.500

Die Genossenschaft hält an folgenden Unternehmen Beteiligungen im Sinne des § 271 Abs. 1 HGB:

Anteil am Gesellschafts- Eigenkapital der Gesellschaft Ergebnis des letzten vorliegenden Jahresabschlusses
Name und Sitz kapital
%
Jahr TEUR Jahr TEUR
a) DZ Bank AG, Frankfurt am Main 0,00 2017 10.504.000 2017 570.000
b) DZ Privatbank S.A., Luxembourg 0,00 2017 640.651 2017 11.382
c) Bausparkasse Schwäbisch Hall AG, Schwäbisch Hall 0,01 2017 1.812.302 2017 0
d) Team Bank AG, Nürnberg 0,01 2017 539.699 2017 0
e) DZ Hyp AG, Münster 0,01 2017 1.762.342 2017 0
f) R + V Versicherung AG, Wiesbaden 0,01 2017 2.149.774 2017 0
g) Union Asset Management Holding AG, Frankfurt am Main 0,01 2017 919.247 2017 413.925
h) WGZ Beteiligungs GmbH & Co. KG, Düsseldorf 0,00 2018 2.946.830 2018 79.006
i) WGZ 2. Beteiligungs GmbH & Co. KG, Düsseldorf 0,69 2018 3.378.035 2018 75.430
j) Fiducia & GAD IT AG, Frankfurt am Main 0,00 2017 447.211 2017 20.644
k) GAD Beteiligungs GmbH & Co. KG, Düsseldorf 0,45 2018 117.954 2017 2.991
l) UIR Beteiligungs GmbH & Co. KG, Düsseldorf 0,66 2018 47.864 2018 3.038
m) WiN Emscher-Lippe Gesellschaft zur Strukturverbesserung mbH, Herten 14,29 2017 254 2017 -212

Zwischen den unter Buchstaben c, d, e und f genannten Unternehmen und der DZ Bank AG besteht ein Ergebnisabführungsvertrag.

Im Aktivposten Sachanlagen (A 12) sind Grundstücke und Bauten, die wir im Rahmen eigener Tätigkeit nutzen, in Höhe von EUR 3.623.282 und Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von EUR 1.894.492 enthalten.

Im Aktivposten Sonstige Vermögensgegenstände (A 13) sind Provisionsforderungen in Höhe von 384.810,00 enthalten.

Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten (A 14) sind EUR 66,16 Disagiobeträge aus aufgenommenen Verbindlichkeiten (Vorjahr EUR 135,13) enthalten.

In den Posten und Unterposten der Aktivseite sind nachrangige Vermögensgegenstände enthalten:

Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Aktiva 3b) 942.278 942.278
Aktiva 4 757.590 747.098
Aktiva 5 2.236.296 2.236.294

Neben Sortenbeständen in Höhe von EUR 22.230,45 enthalten die Vermögensgegenstände Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 414.031,90.

Für die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen gelten die folgenden Restlaufzeiten (ohne Berücksichtigung von Zinsabgrenzungen):

bis 3 Monate
EUR
mehr als 3 Monate bis ein Jahr
EUR
mehr als ein Jahr bis 5 Jahre
EUR
mehr als 5 Jahre
EUR
Andere Forderungen an Kreditinstitute (A 3b) (ohne Bausparguthaben) 0 0 940.500 0
Forderungen an Kunden (A 4) 18.722.518 41.462.656 142.992.231 381.779.611

In den Forderungen an Kunden (A 4) sind EUR 23.567.465,84 Forderungen mit unbestimmter Laufzeit enthalten.

Für die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten gelten die folgenden Restlaufzeiten (ohne Berücksichtigung von Zinsabgrenzungen):

bis 3 Monate
EUR
mehr als 3 Monate bis ein Jahr
EUR
mehr als ein Jahr bis 5 Jahre
EUR
mehr als 5 Jahre
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 1b) 2.138.266 6.390.605 43.141.813 63.130.782
Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten (P 2ab) 227.893 202.032 469.586 37.078
Andere Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 2bb) 20.361.021 2.487.472 592.174 405.545

In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) sind EUR 99.965.504 Verbindlichkeiten gegenüber der genossenschaftlichen Zentralbank enthalten.

In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) sind EUR 99.989.769,25 (Vorjahr 94.385.215,29) Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen enthalten.

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) sind durch Übertragung von Vermögensgegenständen 99.954.946,98 gesichert.

Im Bilanzposten Sonstige Verbindlichkeiten (P 5) sind folgende antizipative Beträge größeren Umfangs und wesentliche Einzelbeträge enthalten:

31.12.2018
EUR
Steuerabführungsbeträge 334.007
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 445.064

Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten (P 6) sind Disagiobeträge, die bei der Ausreichung von Forderungen in Abzug gebracht wurden, im Gesamtbetrag von EUR 45.143 (Vorjahr EUR 54.393) enthalten.

In den Schulden sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 414.031,90 enthalten.

Die unter Passivposten 12a "Gezeichnetes Kapital" ausgewiesenen Geschäftsguthaben gliedern sich wie folgt:

EUR
Geschäftsguthaben  
a) der verbleibenden Mitglieder 6.629.116
b) der ausscheidenden Mitglieder 202.515

Die Ergebnisrücklagen (P 12c) haben sich wie folgt entwickelt:

Gesetzliche Rücklage
EUR
andere Ergebnisrücklagen
EUR
Stand 01.01.2018 26.225.821 24.497.979
Einstellungen    
aus Bilanzgewinn des Vorjahres 304.731 304.731
aus Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 950.000 950.000
Stand 31.12.2018 27.480.552 25.752.710

Der aus der Neuregelung zur Bewertung von Altersvorsorgeverpflichtungen nach § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag beträgt EUR 855.414. Diesem Betrag stehen frei verfügbare Rücklagen in mindestens gleicher Höhe gegenüber.

Akute Risiken einer Inanspruchnahme aus den unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Haftungsverhältnissen sind durch Rückstellungen gedeckt. Die ausgewiesenen Verpflichtungen betreffen überwiegend breit gestreute Bürgschafts- und Gewährleistungsverträge für bzw. offene Kreditzusagen gegenüber Kunden. Die Risiken wurden im Zuge einer Einzelbewertung der Bonität dieser Kunden beurteilt. Sie unterliegen den für alle Kreditverhältnisse geltenden Risikoidentifizierungs- und -steuerungsverfahren, die eine rechtzeitige Erkennung von Risiken gewährleisten. Die ausgewiesenen Eventualverbindlichkeiten zeigen nicht die zukünftig aus diesen Verträgen zu erwartenden Zahlungsströme, da sie nach unserer Einschätzung überwiegend ohne Inanspruchnahme auslaufen werden.

Zum Bilanzstichtag bestanden folgende derivative Finanzinstrumente des Nichthandelsbestandes:

(Angaben in TEUR):

Nominalbeträge beizulegender Zeitwert
Zinsbezogene Geschäfte 12.760 -1.773
Aktien-/Indexbezogene Geschäfte 941 -71

Die Zinsswaps des Nichthandelsbestands sind mit ihrem Barwert zum Bilanzstichtag angegeben. Dabei haben wir die variablen Zinszahlungsströme mit Forward Rates - abgeleitet aus der aktuellen Zinsstrukturkurve - berechnet und diese - ebenso wie die fixen Zahlungsströme - mit der Swapkurve diskontiert. Die auf den Zeitraum vom jeweils letzten Zinstermin bis zum Bilanzstichtag entfallenden und im Jahresabschluss bereits berücksichtigten Zinsen sind im beizulegenden Zeitwert der Zinsswaps enthalten. Die zinsbezogenen Termingeschäfte dienen in voller Höhe der Steuerung des allgemeinen Zinsänderungsrisikos.

In den Forderungen an Kreditinstitute ist eine getrennt bilanzierte vinkulierte Wandelschuldverschreibung mit einem Nennbetrag von TEUR 941 enthalten. Die Bewertung der enthaltenen Option (Stillhalterposition) erfolgte mittels Differenzberechnung. Danach bestimmt sich der Wert der Option insbesondere nach dem Wert des zugrunde liegenden Basisobjekts und dessen Volatilität, dem Basispreis der Option sowie dem risikolosen Zinssatz einer fiktiven Vergleichsanleihe und der Restlaufzeit des Kontrakts

Die Bilanzierung erfolgt in den Positionen Aktiva 14 mit TEUR 74 und in Passiva 5 mit TEUR 173.

E. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Negative Zinsen aus Aktivgeschäften sind in den Zinserträgen in Höhe von EUR 66.192 (Reduktion des Zinsertrags) bzw. in den Zinsaufwendungen aus Passivgeschäften in Höhe von EUR 177.841 (Reduktion des Zinsaufwands) enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen (GuV-Posten 8) sind Mieterträge in Höhe von EUR 194.765,95 enthalten.

In den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 1.288.599, periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 45.751,73 und positive periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 91.666,67 enthalten.

Hiervon entfallen auf:

lfd. Posten der GuV - Art Betrag Aufwand
EUR
Betrag Ertrag
EUR
Vorfälligkeitsentschädigungen (GuV 1) 0 372.119
Zinsbonus GLRG (GuV 2) -91.667  
Steuererstattungen Vorjahre (GuV 23) 0 855.700

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (GuV 12) betreffen mit EUR 583.097,27 (Vorjahr EUR 433.178,06) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen. Des Weiteren wurden die für das Geschäftsjahr 2018 ermittelten Auf- und Abzinsungseffekte für Zinsrückstellungen insgesamt unter den Zinsaufwendungen erfasst. Dadurch haben sich die Zinsaufwendungen per Saldo um EUR 3.983,50 (Vorjahr 2.736,11) erhöht.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfallen in voller Höhe auf den Überschuss aus der normalen Geschäftstätigkeit.

F. Sonstige Angaben

Im Geschäftsjahr beliefen sich die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats auf EUR 26.804,16 und der früheren Vorstandsmitglieder auf EUR 193.469,72. Aus datenschutzrechtlichen Gründen haben wir auf die Angaben der Bezüge der derzeitigen Vorstandsmitglieder unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Für frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebene bestehen zum 31.12.2018 Pensionsrückstellungen in Höhe von EUR 3.050.753,00.

Die Forderungen an und Verpflichtungen aus eingegangenen Haftungsverhältnissen betrugen für Mitglieder des Vorstands EUR 387.950 und für Mitglieder des Aufsichtsrats EUR 2.312.894.

Nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen in Höhe von insgesamt EUR 4.413.412,33. Darin enthalten sind Garantieverpflichtungen gegenüber der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (Garantieverbund) in Höhe von EUR 1.848.330,00 und EUR 2.565.082,33 Verpflichtungen zur Zeichnung von Anteilen an zwei Immobilienfonds. Ferner besteht gemäß § 7 der Beitritts- und Verpflichtungserklärung zum institutsbezogenen Sicherungssystem der BVR Institutssicherung GmbH (BVR-ISG) eine Beitragsgarantie gegenüber der BVR-ISG. Diese betrifft Jahresbeiträge zum Erreichen der Zielausstattung bzw. Zahlungsverpflichtungen, Sonderbeiträge und Sonderzahlungen falls die verfügbaren Finanzmittel nicht ausreichen, um die Einleger eines dem institutsbezogenen Sicherungssystem angehörigen CRR-Kreditinstitutes im Entschädigungsfall zu entschädigen sowie Auffüllungspflichten nach Deckungsmaßnahmen.

Die Zahl der 2018 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:

Vollzeitbeschäftigte Teilzeitbeschäftigte
Prokuristen 8 0
Sonstige kaufmännische Mitarbeiter 109 45
  117 45

Außerdem wurden durchschnittlich 13 Auszubildende beschäftigt.

Mitgliederbewegung im Geschäftsjahr

Anzahl der Mitglieder Anzahl der Geschäftsanteile Haftsummen
EUR
Anfang 2018 34.960 39.321 29.490.750
Zugang 2018 582 582 436.500
Abgang 2018 1.065 1.196 897.000
Ende 2018 34.477 38.707 29.030.250
Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder haben sich im Geschäftsjahr vermindert um EUR 128.197
Die Haftsummen haben sich im Geschäftsjahr vermindert um EUR 460.500
Höhe des Geschäftsanteils EUR 250
Höhe der Haftsumme je Anteil EUR 750

Gemäß Teil 8 der CRR (Art. 435 bis 455) offenzulegende Inhalte sind zum Teil im Lagebericht enthalten. Wir beabsichtigen, die weiteren Angaben in einem separaten Offenlegungsbericht zu machen und auf unserer Homepage zu veröffentlichen.

Der Name und die Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes lauten:

Genossenschaftsverband - Verband der Regionen e.V.

Peter-Müller-Straße 26

40468 Düsseldorf

G. Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Mitglieder des Vorstands, ausgeübter Beruf

Suttmeyer, Ludger, Sprecher, Bankvorstand für Vorstandsstab, Vertriebsmanagement, Marktunterstützung und Unternehmenssteuerung

Mersmann, Gregor, Bankvorstand für Treasury, interne Revision, Privatkunden Beratung, Privatkunden Betreuung und Firmenkunden

Mitglieder des Aufsichtsrats, ausgeübter Beruf

Lamprecht, Harald, Vorsitzender, geschäftsführender Gesellschafter der Metallbau Lamprecht GmbH

Tewes, Bernd, stellvertretender Vorsitzender bis 04.09.2018, Geschäftsführer der Baugruppe Zabel

Beckmann, Ulrich, stellvertretender Vorsitzender ab 04.09.2018, selbständiger Wirtschaftsprüfer und Steuerberater

Gödeke, Helga, selbständige Apothekerin

Heitfeld, Hugo, geschäftsführender Gesellschafter der Hugo Heitfeld GmbH & Co. KG

Dr. Hölscher, Thomas, selbständiger Rechtsanwalt und Notar

Horstmann, Reiner, geschäftsführender Gesellschafter der Wienholt & Horstmann GmbH & Co. KG

zur Nieden, Heinz, Landwirt, Aufsichtsrat bis 12.06.2018

H. Vorschlag für die Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat vor, den Jahresüberschuss von EUR 2.689.505,11 - sowie nach den im Jahresabschluss mit EUR 1.900.000,00 ausgewiesenen Einstellungen in die Rücklagen (Bilanzgewinn von EUR 789.505,11) - wie folgt zu verwenden:

EUR
Ausschüttung einer Dividende von 4,00 % 271.419,61
Zuweisung zu den Ergebnisrücklagen  
a) Gesetzliche Rücklage 259.042,75
b) Andere Ergebnisrücklagen 259.042,75
  789.505,11

 

Waltrop, 13. März 2019

Volksbank eG

Der Vorstand

Ludger Suttmeyer

Gregor Mersmann

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Volksbank eG, Waltrop

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Volksbank eG, Waltrop (im Folgenden "Genossenschaft") - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Genossenschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Genossenschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Genossenschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO i. V. m. §§ 55 Abs. 2, 38 Abs. 1a GenG, dass alle bei uns beschäftigten Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Nachfolgend stellen wir den aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar:

a) Sachverhalt und Problemstellung

Die Forderungen an Kunden, saldiert mit den gebildeten Risikovorsorgen, belaufen sich auf 605,6 Mio. EUR. Dies entspricht 66,5 % der Bilanzsumme. Zudem bestehen Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 9,5 Mio. EUR und unwiderrufliche Kreditzusagen von 24,8 Mio. EUR.

Die Identifizierung von Wertminderungen und die Ermittlung von Einzelwertberichtigungen sowie die Bemessung von Rückstellungen für Eventualverbindlichkeiten unterliegen wesentlichen Schätzungsunsicherheiten und Ermessensspielräumen. Das Risiko für den Jahresabschluss liegt darin, dass Wertberichtigungsbedarf nicht rechtzeitig identifiziert bzw. die Höhe der Wertberichtigungen von der Einschätzung der wirtschaftlichen Lage und Entwicklung der jeweiligen Kreditnehmer sowie von der Bewertung der Kreditsicherheiten beeinflusst wird. Daher ist die zutreffende Bewertung der Kundenforderungen für den Jahresabschluss und insbesondere die Ertragslage von entscheidender Bedeutung und stellt nach unserer Einschätzung einen besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar.

b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

Im Rahmen der Jahresabschlussprüfung haben wir zunächst die Angemessenheit des relevanten Internen Kontrollsystems der Genossenschaft zur Bewertung von Kundenforderungen beurteilt. Dabei haben wir Kontrollmaßnahmen der Genossenschaft in den zur Bewertung der Kundenforderungen relevanten Prozessen der Genossenschaft identifiziert. Für die relevanten Kontrollmaßnahmen haben wir deren Aufbau bzw. Ausgestaltung gewürdigt und vergewissert, dass diese Kontrollen eingerichtet sind.

In Folge haben wir uns von der Wirksamkeit der eingerichteten relevanten Kontrollen der Genossenschaft stichprobenhaft überzeugt.

Des Weiteren haben wir analytische Prüfungshandlungen durchgeführt. Dabei wurde der Datenbestand der Genossenschaft in Hinblick auf vordefinierte Prüfkriterien ausgewertet. In diesem Zuge wurden neben den Bonitätseinstufungen insbesondere die Höhe der ungesicherten Kreditteile und die Gesamtzusage berücksichtigt. Hierauf aufbauend haben wir bewusst bzw. zufällig ausgewählte Kreditengagements hinsichtlich der Notwendigkeit und - soweit erforderlich - der Angemessenheit einer Risikovorsorge einer Einzelfallprüfung unterzogen.

c) Verweis auf weitergehende Informationen

Weitere Angaben der Genossenschaft zur Bilanzierung und Bewertung von Forderungen im Kreditgeschäft sind im Anhang im Abschnitt "Erläuterungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden" enthalten. Darüber hinaus enthält der Lagebericht Ausführungen zur Bewertung und zum Risikomanagement der Kundenforderungen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich.

Die sonstigen Informationen umfassen:

- den Geschäftsbericht 2018 - ohne weitere Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses und Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.

Diese Teile des Geschäftsberichts werden uns nach dem Datum des Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellt

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

- wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

- anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter der Genossenschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Genossenschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Genossenschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Genossenschaft.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit dem Aufsichtsrat unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im Internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber dem Aufsichtsrat eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihm alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit dem Aufsichtsrat erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir sind als zuständiger Prüfungsverband gesetzlicher Abschlussprüfer der Genossenschaft.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit unserer Berichterstattung an den Aufsichtsrat nach Artikel 11 EU-APrVO i. V. m. § 58 Abs. 3 GenG (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Bei uns beschäftigte Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, haben folgende Leistungen, die nicht im Jahresabschluss oder im Lagebericht der geprüften Genossenschaft angegeben wurden, zusätzlich zur Abschlussprüfung für die geprüfte Genossenschaft bzw. für die von dieser beherrschten Unternehmen erbracht:

- Prüfung des Wertpapierdienstleistungs- und -nebendienstleistungsgeschäftes nach § 89 WpHG

- Prüfung der Meldungen für die zweite Serie gezielter längerfristiger Refinanzierungsgeschäfte des Eurosystems (GLRG-II) gemäß Artikel 7 (5) c) des Beschlusses EZB/2016/10

- Schulung des Aufsichtsrats.

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Christian Beckmann.

 

Düsseldorf, 6. Mai 2019

Genossenschaftsverband - Verband der Regionen e.V.

Dieter Schulz, Wirtschaftsprüfer

Christian Beckmann, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses und Beschlussfassung über die Ergebnisverwendung

Die Vertreterversammlung vom 28.05.2019 hat den Jahresabschluss zum 31.12.2018 festgestellt und die Verwendung des Jahresüberschusses in Höhe von EUR 2.689.505,11 wie vom Vorstand vorgeschlagen beschlossen.

Bericht des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben erfüllt. Er nahm seine Überwachungsfunktion wahr und traf die in seinen Zuständigkeitsbereich fallenden Beschlüsse, dies beinhaltet auch die Befassung mit der Prüfung nach § 53 GenG.

Während des Geschäftsjahres berichtete der Vorstand dem Aufsichtsrat und den Ausschüssen des Aufsichtsrates regelmäßig, zeitnah und umfassend über den Geschäftsverlauf und alle bedeutenden Vorgänge, vor allem der Strategie, der Planung, der Risikolage und der Compliance betreffend. In den sechs gemeinsamen Sitzungen wurden des Weiteren die wirtschaftliche Lage und Entwicklung der Bank sowie grundsätzliche Fragen der Geschäftspolitik besprochen. Zusätzlich hat eine Ausschusssitzung stattgefunden. Auch zwischen den Aufsichtsratssitzungen bestand zwischen Aufsichtsrat und Vorstand ein ständiger Austausch: so nahm der Aufsichtsratsvorsitzende oder sein Stellvertreter an fünf Vorstandssitzungen teil.

Der Aufsichtsrat hat aus seiner Mitte unverändert zwei Ausschüsse eingerichtet.

Der Aufsichtsrat hat von der Möglichkeit der Bildung eines separaten Prüfungsausschusses keinen Gebrauch gemacht. Die im Gesetz vorgegebenen Aufgaben des Prüfungsausschusses werden durch das Gesamtgremium Aufsichtsrat wahrgenommen.

Der Aufsichtsrat verfügt aufgrund seiner Kenntnisse und Erfahrung in seiner Gesamtheit über ausreichende Branchen- und Sachkenntnisse sowie über Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung und Abschlussprüfung. Im Rahmen der Selbstbewertung gemäß § 25d Abs. 11 S. 2 Nr. 3 und 4 KWG hat der Aufsichtsrat diese Anforderungen überprüft. Der Aufsichtsrat ist zudem frei von Interessenskonflikten. Die gesetzlichen Anforderungen gemäß § 36 Abs. 4 GenG werden somit erfüllt.

Der vorliegende Jahresabschluss 2018 mit Lagebericht wurde vom Genossenschaftsverband - Verband der Regionen e.V. geprüft. Über das Prüfungsergebnis wird in der Vertreterversammlung berichtet.

Wir haben uns als Aufsichtsorgan selbst davon überzeugt, dass der Jahresabschluss zutreffend aus der Buchführung und den Inventaren unserer Bank entwickelt worden ist. Den Bericht der gesetzlichen Jahresabschlussprüfung und den Lagebericht haben wir entgegen genommen und kritisch geprüft. Der Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses entspricht den Vorschriften der Satzung.

Der Aufsichtsrat hat sich im Rahmen der gemeinsamen Prüfungsschlusssitzung (§ 57 Abs.4 GenG) mit den Prüfungsfeststellungen bezüglich der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses sowie der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagements und des internen Revisionssystems intensiv befasst. Außerdem haben wir uns über Besonderheiten und ggf. aufgetretene Unstimmingkeiten im Rahmen der Jahresabschlussprüfung informiert; solche traten nicht auf.

Im Ergebnis hat sich der Aufsichtsrat hinreichend von der ordnungsgemäßen Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses überzeugt und dazu beigetragen, dass die Rechnungslegung ordnungsgemäß ist.

Der Genossenschaftsverband - Verband der Regionen e. V. hat uns gegenüber die Unabhängigkeit der an der Abschlussprüfung beteiligten Mitarbeiter bestätigt.

Der Aufsichtsrat empfiehlt der Vertreterversammlung, den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss zum 31.12.2018 festzustellen und die vorgeschlagene Verwendung des Jahresüberschusses zu beschließen.

Durch Ablauf der Wahlzeit scheiden in diesem Jahr die Herren Ulrich Beckmann und Dr. Thomas Hölscher aus dem Aufsichtsrat aus. Die Wiederwahl der ausscheidenden Mitglieder des Aufsichtsrates ist zulässig und wird vorgeschlagen.

Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand und den Mitarbeitern Dank für die geleistete Arbeit aus.

 

Waltrop, 29. April 2019

Vorsitzender des Aufsichtsrates

Harald Lamprecht

Anlage zum Jahresabschluss gemäß § 26a Abs. 1 Satz 2 KWG zum 31. Dezember 2018

("Länderspezifische Berichterstattung")

Die Volksbank eG hat keine Niederlassungen im Ausland. Sämtliche nachfolgende Angaben entstammen dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2018 und beziehen sich ausschließlich auf ihre Geschäftstätigkeit als regional tätige Kreditgenossenschaft in der Bundesrepublik Deutschland. Die Tätigkeit der Volksbank eG besteht darin, Einlagen oder andere rückzahlbare Gelder von Privat- und Firmenkunden entgegenzunehmen und Kredite für eigene Rechnung zu gewähren.

Die Volksbank eG definiert den Umsatz aus der Summe folgender Komponenten der Gewinn- und Verlustrechnung nach HGB: Zinserträge, Zinsaufwendungen, laufende Erträge aus Aktien etc., Provisionserträge, Provisionsaufwendungen und sonstige betriebliche Erträge. Der Umsatz beträgt für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2018 TEUR 25.670.

Die Anzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger in Vollzeitäquivalenten zum Jahresende beträgt 148,2.

Der Gewinn vor Steuern beträgt TEUR 4.982.

Die Steuern auf Gewinn betragen TEUR 1.629 und betreffen laufende Steuern.

Die Volksbank eG hat im Geschäftsjahr keine öffentlichen Beihilfen erhalten.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

21 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
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