PDV Verwaltungs GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Andreas Werner seit 23.12.2015 | Prokura |
Dirk Nerling seit 25.11.2015 | Geschäftsführer |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
PDV-Systeme GmbHErfurtJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2016 bis zum 30.09.2017Lagebericht zum Geschäftsjahr 2016/171 GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS 1.1 GESCHÄFTSMODELL 1.2 FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG 1.3 STANDORTE 2 WIRTSCHAFTSBERICHT 2.1 DER MARKT 2.2 GESCHÄFTSVERLAUF 2.3 ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE 3 NACHTRAGSBERICHT 4 PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT 4.1 PROGNOSE 4.2 RISIKOBERICHT 4.3 CHANCENBERICHT 5 RISIKOBERICHTERSTATTUNG IN BEZUG AUF DIE VERWENDUNG VON FINANZINSTRUMENTEN 1 Grundlagen des Unternehmens 1.1 Geschäftsmodell Das Geschäftsmodell der PDV-Systeme basiert auf der Herstellung und dem Verkauf von Produkten zur Digitalisierung der Branche Öffentliche Verwaltung, rund um die E-Akte und der Erbringung von Dienstleistungen zur Implementierung, Anpassung und Wartung der PDV-Produkte. 1.2 Forschung und Entwicklung Die VIS Produktfamilie wurde 2017 in der erweiterten Version VIS 5.4 dem Markt zur Verfügung gestellt. Die Schwerpunkte der Version 5.4 waren die Erweiterung der Interoperabilität mit marktkonformen Schnittstellen wie CMIS und SAP Archive Link bzw. der Bereich der Ergonomie und Barrierefreiheit. In 2017 erhielt das Produkt VIS 5.4 für die Funktionalität Barrierefreiheit die Zertifizierung des BIK. Mit der Version 5.5 wurde das Produkt stabilisiert. Entwicklungsleistungen für neue Produkte, wie die "Aussonderung", den "ScanClient", den "MobileClient" bzw. neue Schnittstellen wurden realisiert. Es konnten weitere Kunden für die Produkte rund um die VIS-Suite gewonnen werden. Die 2015 begonnene Branchenerweiterung VIS-Justiz wurde basierend auf den Justiz- Erfahrungen aus Bund und Ländern in den Versionen VIS-Justiz 1.8, 1.9 entwickelt und dem Markt zur Verfügung gestellt. Die Version VIS-Justiz 1.11 befindet sich in Entwicklung und ist geprägt durch den elektronischen Rechtsverkehr, die Erweiterung zur Anbindung von justizspezifischen Fachverfahren, Verbesserung der Ergonomie und Stabilisierung. Es konnten weitere Kunden für VIS-Justiz gewonnen werden, so zum Beispiel der Freistaat Thüringen, der Freistaat Sachsen und das Land Schleswig/Holstein. In Bezug auf die im Berichtsjahr vorgenommene Aktivierung von selbst erstellter Software verweisen wir auf die Angaben im Jahresabschluss. 1.3 Standorte Die deutschlandweite Nachfrage nach den Produkten und Dienstleistungen der PDV-Systeme kann optimaler aus regionalen Repräsentanzen bedient werden. Aktuell ist die PDV-Systeme neben der Hauptniederlassung in Erfurt auch an den Standorten Potsdam und Chemnitz (ab 1.10.2017) vertreten. Zusätzlich wurden in unmittelbarer Nähe zur Hauptniederlassung weitere Büroräume angemietet. 2 Wirtschaftsbericht 2.1 Der Markt Der Markt für die elektronische Aktenführung und elektronische Verwaltungsarbeit in Deutschland verzeichnet weiterhin eine konstante Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen. Neben der Bedienung des "klassischen" E-Akte Marktes aus Bund, Ländern und Kommunen führte auch die Etablierung von VIS-Justiz als weitere Branche innerhalb der öffentlichen Verwaltung für die PDV zu einer stabilen und auf Wachstum ausgerichteten Auftragslage. Die von der Bundesregierung 2012 beschlossenen E-Government- sowie E-Justice-Gesetze führen mit zeitlicher Verzögerung zu einer steigenden Anzahl von Planungen und Ausschreibungen bei Kunden der öffentlichen Verwaltung. Diese Entwicklung wird ebenfalls durch eine vermehrt auf die öffentliche Verwaltung zukommende Lösung der Demografie- Thematik unterstützt. Damit verbunden stellen die notwendigen Digitalisierungen von E-Akten und Geschäftsprozessen eine solide Basis dar. Neben den Ausgaben für die IT-Sicherheit und Cloud-Dienste zählt die Digitalisierung und damit ECM-Software somit zu den Markttreibern der IT-Industrie. Unser Markt Innerhalb von der Öffentlichen Verwaltung gehören einzelne Sektoren wie Bund, Landesverwaltungen, Kommunen und Branchen wie Justiz zu den Gruppen mit der höchsten Wachstumsdynamik und stellen somit aus Sicht von PDV die Zielgruppen der nächsten Jahre dar. 2.2 Geschäftsverlauf Wir haben das Geschäftsjahr 2016/17 mit einer Gesamtleistung von 24,4 Mio. € abgeschlossen. Der Planumsatz von 18,9 Mio. € (Ist: 23,5 Mio. €) sowie das geplante EBITDA von 5 Mio. € (IST: 6,8 Mio. €) wurden übertroffen. Eine wesentliche Grundlage für die positive Geschäftsentwicklung ist sowohl das stabile und erfolgreiche Projektgeschäft bei Bestandskunden, als auch erfolgreiche und planmäßige Projektstarts bei Neukunden, wie z.B. Bundessozialgericht, Bundesfinanzhof und Bezirke Oberbayern. Der Großauftrag der Justiz Baden-Württemberg erreichte planmäßig die im Geschäftsjahr liegenden Meilensteine und es wurden darüber hinaus weitere Change Requests realisiert. Weiterhin konnte die PDV ihre führende Rolle im Bereich der Kirchen behaupten. Die bestehenden Projekte in den Erzbistümern Köln, Freiburg, Paderborn und Münster verlaufen planmäßig und tragen zum guten Geschäftsverlauf bei. Zudem konnten die laufenden Einführungs- und Rollout-Projekte bei den Kunden in Sachsen und Thüringen erfolgreich fortgeführt werden. Ferner konnte die Zusammenarbeit mit dem Land Berlin intensiviert und damit neue Projekte generiert werden, wie beispielsweise die Projekte BOWI bzw. SIDOK. Weiterhin konnte eine gute Auftragslage im Umfeld Mobile Solution zu einem sehr guten Geschäftsverlauf beitragen. Im Geschäftsjahr 2016/17 konnte das Geschäftsfeld Betriebsunterstützung weiter ausgebaut werden, unter anderem mit unserem Partner Dataport im Umfeld Kommunal und Justiz, aber auch mit den Ländern Berlin und Sachsen sowie dem Land Baden-Württemberg. 2.3 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Ertragslage: Im Geschäftsjahr 2017 hat die Gesellschaft einen Gewinn von 6,5 Mio. € auf Grundlage eines ab 01.10.2016 wirksamen Ergebnisabführungsvertrages an die PDV Beteiligungs GmbH abgeführt. Gegenüber dem Vorjahr mit einem Jahresüberschuss von 3,2 Mio. € bedeutet dies eine umfangreiche Ergebnisverbesserung, die vor allem durch höhere Umsatzerlöse realisiert werden konnte. Der Umsatz von 23,5 Mio. € (VJ 17,8 Mio. €) setzt sich aus nachfolgenden Erlöskategorien zusammen:
Ursächlich für den absoluten Anstieg der Umsatzerlöse ist der erhöhte Verkauf von Fremdprodukten (i. W. Oracle) Alle übrigen Kategorien, insbesondere Projektdienstleistungen (um 1,4 Mio. €) und VIS-Produkte (um 0,75 Mio. €) sind ebenfalls im Vergleich zum Vorjahr gewachsen. In diesem Geschäftsjahr wurden immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 0,9 Mio. € selbst geschaffen. Im Vorjahr resultierte die Höhe der sonstigen betrieblichen Erträge (0,2 Mio. €, VJ 0,5 Mio. €) im Wesentlichen aus Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen (0,2 Mio. € im VJ). Der Anstieg des Materialaufwands (8,3 Mio. €, VJ 4,7 Mio. €) ist zum großen Teil auf den Einkauf der Fremdlizenzen (Oracle) zurückzuführen. Die Personalaufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr durch die Einstellung neuer Mitarbeiter um 0,1 Mio. € auf 6,8 Mio. € gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 0,1 Mio. € rückläufig. Das erreichte EBITDA von 6,8 Mio. € (VJ 4,1 Mio. €) hat sich deutlich im Vergleich zum Vorjahr verbessert. Der Ertragssteueraufwand ging um EUR 1,2 Mio. ging aufgrund der ab 01.10.2016 bestehenden Organschaft mit der PDV Beteiligungs GmbH zurück. Vermögens- und Finanzlage: Zum 30. September 2017 belief sich das Gesamtvermögen auf 13,0 Mio. € (VJ 7,1 Mio. €). Das Anlagevermögen stieg auf 1,5 Mio. € (VJ 0,4 Mio. €) an und das Umlaufvermögen erhöhte sich auf 11,3 Mio. € (VJ 6,5 Mio. €). Die Steigerung im Anlagevermögen ist auf die Aktivierung von selbstgeschaffenen immateriellen Vermögenswerten (in Entwicklung und teilweise aktiviert) bei der PDV-Systeme GmbH zurückzuführen. Das gestiegene Umlaufvermögen ist stichtagsbezogen zum 30.09.2017 durch erhöhte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 4,2 Mio. € im Zusammenhang mit dem einmaligen Verkauf von Oracle-Produkten sowie auf ein höheres Bankguthaben von 0,8 Mio. € zurückzuführen. Gegenläufig haben sich die Vorräte um 0,5 Mio. € verringert. Das Eigenkapital hat sich mit 4,1 Mio. € nicht verändert. Aufgrund des ab 01.10.2016 gültigen Ergebnisabführungsvertrages zwischen der PDV Beteiligungs GmbH und der PDV-Systeme GmbH wird der im Geschäftsjahr vom 01.10.2016 bis 30.09.2017 entstandene Gewinn von 6,5 Mio. € an die PDV Beteiligungs GmbH abgeführt. Die Eigenkapitalquote lag zum 30. September 2017 bedingt durch den stichtagbedingt hohen Bilanzwert bei 31% (VJ 57%). Das Fremdkapital erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 5,9 Mio. €. Eine wesentliche Veränderung ist zurückzuführen auf die Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen im Zusammenhang mit dem Oracle-Lizenzeinkauf zum Geschäftsjahresende. Es wurden erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen (0,5 Mio. €) bilanziert. Erhöhungen traten auch bei den sonstigen Rückstellungen (insbesondere für noch nicht berechnete Leistungen), den sonstigen Verbindlichkeiten (gegenüber der Gesellschafterin) sowie den passiven Rechnungsabgrenzungsposten auf. Aufgrund des deutlich positiven Periodenergebnisses konnte erneut ein positiver Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit erzielt werden. Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit resultiert aus Investitionen in immaterielle Vermögenswerte bzw. Betriebs- und Geschäftsausstattung. Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit ist vor allem geprägt durch die Ergebnisabführung. Es bestehen Kreditlinien, die in Form von Avalen genutzt werden. Aufgrund der beschriebenen Effekte ist der Finanzmittelfonds im Vergleich zum Vorjahr um 0,8 Mio. € gestiegen.
Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt im Wesentlichen aus dem operativen Cashflow. Es sind keine Engpässe im Zahlungsfluss zu erwarten. Die Vermögens-/Finanz- und Ertragslage stellte sich aus Sicht der Geschäftsführung als sehr zufriedenstellend dar. Die Planvorgaben wurden übererfüllt. Personal Die PDV-Systeme GmbH beschäftigte zum 30.09.2017 136 Mitarbeiter (Vorjahr 114). Davon befinden sich 8 in Ausbildung an der Dualen Hochschule Gera. 3 Nachtragsbericht Es sind keine berichtsrelevanten Vorgänge eingetreten. 4 Prognose-, Chancen- und Risikobericht 4.1 Prognose Die steigende Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen zur Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung führt zu einer positiven Prognose. Der erfolgreiche Geschäftsverlauf wird sich im neuen Geschäftsjahr sowohl im weiteren Aufbau von Personalressourcen als auch durch den Aufbau weiterer Standorte wiederspiegeln. Am 1. Oktober 2017 wurde die Geschäftsstelle Chemnitz mit 11 neuen Mitarbeitern eröffnet. Planungen für die kommenden Jahre sehen vor, Standorte in den Regionen Nord und Süd zu etablieren, um das dezentrale Wachstum in Kernregionen der PDV-Systeme zu unterstützen. Wir planen für das Geschäftsjahr 2017/18 Umsatzerlöse von 21,9 Mio. € und ein EBITDA von 5,6 Mio. €. Weiterhin planen wir im nächsten Jahr die Einstellung von 25 neuen Mitarbeitern. Gleichzeitig soll die bestehende gute Mitarbeiterbindung weiter erhöht werden. 4.2 Risikobericht Mit Hinblick auf die aktuelle Marktsituation, die starke Positionierung der PDV-Systeme und die volkswirtschaftliche Gesamtverfassung erwarten wir keine speziellen Risiken aus einer grundsätzlich negativen Marktentwicklung. Trotz der grundsätzlich positiven Marktbewertung sind einzelne Risikofaktoren nicht auszuschließen. Politische Veränderungen können zu Veränderungen der in den vergangenen Jahrzehnten durch etablierte Parteien und durch diese bestimmten und implementierten Strukturen führen. Dies kann einen negativen finanziellen Einfluss auf die Prioritäten von Politik / Verwaltung und somit auch auf deren Haushalte zur Folge haben. Des Weiteren bestehen für die Gesellschaft Risiken durch den mittelbaren Einfluss der Konjunktur auf die Haushalte der öffentlichen Kunden, was wiederum im Bereich der Neukunden- und der Dienstleistungsakquise zu weniger Ausschreibungen und Aufträgen führen könnte. Weiterhin besteht das Risiko, dass PDV sich nicht gegen den Wettbewerb in Ausschreibungen durchsetzen kann und die geplanten Umsätze nicht erreicht werden können. Um dieses Risiko zu minimieren, bemüht sich die PDV, Ausschreibungen in einer sehr hohen Qualität zu beantworten und die Produkte der PDV entsprechend den Marktanforderungen kontinuierlich zu modernisieren. Für das Geschäftsjahr 2018 sehen wir kein Risiko für die Auslastung der Mitarbeiter der PDV-Systeme, vielmehr sind fehlende Ressourcen bei den anstehenden Projektbeauftragungen für die Unterstützung von Rollouts und Anpassungen denkbar. Diesen beugen wir durch unser geplantes Mitarbeiterwachstum vor, indem die Personalausstattung den wachsenden Bedarfen unseres Marktes angepasst werden soll. Die Verfügbarkeit von geeignetem IT-Personal könnte aufgrund der dynamischen Marktentwicklung zum Wachstumshemmnis werden, dem wir mit regionalem Wachstum entgegentreten möchten. 4.3 Chancenbericht Für PDV-Systeme bietet sich in den nächsten Jahren die Chance, sich als erfolgreicher Produkthersteller und überregionaler IT Dienstleister im Bereich der Öffentlichen Verwaltung weiter zu etablieren. Im bisherigen, durch PDV-Systeme bearbeiteten Markt der Landesverwaltungen, ergeben sich Chancen in den Verwaltungen, die Produkte zur Digitalisierung der E-Akte zurzeit ausgeschrieben haben bzw. Ausschreibungen planen so z.B. die Länder Hessen, Baden- Württemberg, Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und das Saarland. Im kommunalen Umfeld kann PDV-Systeme den Rollout Stand der Bestandskunden weiter vorantreiben, die weiter vervollständigte Anzahl von Schnittstellen zu kommunalen Fachverfahren und die kommunalen Fachschalen ermöglichen in diesem Marktbereich einen standardisierten Rollout. Die gute Positionierung als neuer Anbieter im Bereich der Justiz für Verwaltungs- und Verfahrensakten bietet der PDV-Systeme die Chance sich in diesen Bundesländern als Standard für die Justiz zu etablieren und den Rollout gemeinsam mit den Auftraggebern zu gestalten. 5 Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten Die bestehenden Kreditlinien werden für die Absicherung von Bürgschaften für umfangreiche Kundenprojekte, welche im Rahmen von Ausschreibungen gewonnen werden, genutzt. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist schwer einschätzbar, ob und in welcher Höhe für zukünftige Projekte dieses Finanzinstrument weiter ausgeschöpft wird.
Erfurt, den 26.01.2018 Dirk Nerling, Geschäftsführer Bilanz zum 30. September 2017Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Oktober 2016 bis 30. September 2017
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2016 bis 30. September 2017A. Allgemeine Angaben
Der Jahresabschluss der PDV Systeme GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes sowie des Gesellschaftsvertrags zu beachten. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Die Gliederung des Jahresabschlusses erfolgt zum 30.09.2017 unter Beachtung der §§ 266 und 275 HGB in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BiLRUG). Aufgrund der Neuregelungen des BiLRUG ergaben sich keine Änderungen hinsichtlich der Kontenzuordnungen in der Bilanz sowie in der Gewinn- und Verlustrechnung. B. Angaben zu Bilanzierung und Bewertung Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Entgeltlich erworbene und selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die aktivierten Herstellungskosten selbst geschaffener Software-Produkte betragen insgesamt TEUR 938. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um eigene Personalkosten inkl. angemessener Teile der Verwaltungsgemeinkosten, die gemäß der handelsrechtlichen Wertobergrenze aktiviert wurden. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 410,00 werden im Jahre des Zugangs aktiviert und in voller Höhe abgeschrieben. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips angesetzt. In Arbeit befindliche Aufträge werden mit den Herstellungskosten unter Berücksichtigung angemessener Gemeinkostenzuschläge gemäß der handelsrechtlichen Wertuntergrenze angesetzt. Die Forderungen und sonstigen Vermögengegenstände werden mit den Nennwerten angesetzt. Allen erkennbaren Risiken wird durch die Bildung angemessener Wertberichtigungen Rechnung getragen. Dabei werden Einzelrisiken durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen und latente Forderungsausfallrisiken durch angemessene Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Der Posten Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung wurde gemäß § 246 Abs. 2 Satz 3 HGB gebildet und enthält mit TEUR 51 den verbleibenden Teil des Deckungsvermögens nach Verrechnung mit der Pensionsverpflichtung (TEUR 93). Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden die Rückstellungen auf Basis eines versicherungsmathematischer Gutachtens gebildet. Die Pensionsverpflichtungen wurden gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem vorhandenen Deckungsvermögen saldiert. Das Deckungsvermögen besteht aus einer Rückdeckungsversicherung bei der Swiss Life AG, die Anschaffungskosten entsprechen dem beizulegenden Zeitwert und betragen TEUR 144. Das Eigenkapital wird zum Nennwert angesetzt. Rückstellungen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Garantie- und Gewährleistungsrückstellungen wurden in Höhe von 1,0 % bis 2,00 % des risikobehafteten Nettoumsatzes gebildet. Dabei wurden Erfahrungswerte der Vergangenheit, Erkenntnisse aus der Auftragsbearbeitung und Ist-Zeiterfassung sowie eventuell bestehende Rückgriffsrechte auf Vorlieferanten bzw. Dienstleister bei der Bewertung berücksichtigt. Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden die Rückstellungen auf Basis versicherungsmathematischer Gutachten gebildet. Die Pensionsverpflichtungen wurden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit einer Rückdeckungsversicherung saldiert. Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde das modifizierte Teilwertverfahren angewendet. Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:
Es wurde das Wahlrecht gemäß Artikel 75 EGHGB zur vorzeitigen Anwendung der ab dem 17. März 2016 geltenden Fassung des § 253 Absatz 2 des Handelsgesetzbuchs in Anspruch genommen. Demnach wurde bei dem zugrunde gelegten Zinssatz für die Abzinsung der Pensionsrückstellung statt des 7-Jahresdurchschnittszinssatzes in Höhe von 2,91 % der 10-Jahresdurchschnittszinssatz in Höhe von 3,77 % verwendet. Es ergibt sich ein Rückstellungsbetrag in Höhe von TEUR 93. Der zur Ausschüttung gesperrte Unterschiedsbetrag zwischen beiden Wertansätzen beträgt TEUR 9 Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Einnahmen, die Erträge für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. C. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Brutto-Anlagenspiegel Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte sind aus dem beigefügtem Anlagenspiegel zu entnehmen, siehe Anlage zum Anhang. Abschreibung Die Abschreibungen des laufenden Geschäftsjahres je Posten der Bilanz sind dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Waren In den Waren sind erworbene Lizenzen und Wartungsleistungen ausgewiesen, die zum Bilanzstichtag noch nicht an Kunden geliefert bzw. weiterberechnet wurden. Angabe zu Forderungen Der Nennwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beträgt TEUR 7.252. Die Forderungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Einzel- und Pauschalwertberichtigungen wurden in Höhe von TEUR 216 gebildet. Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände betragen TEUR 591 und haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Dabei handelt es sich überwiegend um Vorsteuerbeträge (TEUR 585), welche erst im folgenden Geschäftsjahr abziehbar sind. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung Siehe Absatz Verrechnung von Vermögenswerten und Schulden. Eigenkapital Im Bilanzgewinn ausgewiesen wird der Gewinnvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von EUR 672.894,35. Der handelsrechtliche Jahresüberschuss des laufenden Geschäftsjahres ist aufgrund des abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrages an die Firma PDV Beteiligungs GmbH abzuführen. Rückstellungen Im Posten Rückstellungen TEUR 1.773 sind die nachfolgenden, nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten:
Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt:
Verrechnung von Aufwendungen und Erträgen
Angabe zu Verbindlichkeiten Alle Verbindlichkeiten besitzen eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Sämtliche Verbindlichkeiten sind unbesichert. Andere aktivierte Eigenleistungen / Latente Steuern Im Berichtsjahr sind insgesamt TEUR 1.484 Forschungs- und Entwicklungskosten angefallen, davon entfallen auf aktivierte Herstellungskosten selbst geschaffener Software-Produkte TEUR 938. Auf selbst geschaffene Software-Produkte wurden im laufenden Geschäftsjahr planmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 50 vorgenommen, so dass sich auf den Bilanzstichtag ein Restbuchwert von TEUR 888 ergibt. Auf die Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände entfallen passive latente Steuern in Höhe von TEUR 287, diese sind bei der PDV Beteiligungs GmbH zu bilanzieren. Es besteht ein gemäß § 268 Abs. 8 HGB ausschüttungsgesperrter Betrag von TEUR 601. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von TEUR 34. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Management- und Beratungskosten an die PDV Beteiligungs GmbH in Höhe von TEUR 857. Sonstige Pflichtangaben Haftungsverhältnisse Am Bilanzstichtag bestanden Eventualverbindlichkeiten aus gesamtschuldnerischer Haftung der PDV-Systeme GmbH im Zusammenhang mit einem Universalkredit des Gesellschafters PDV Beteiligungs GmbH bei Banken in Höhe von EUR 9,8 Mio. Die PDV Systeme GmbH schätzt das Risiko einer Inanspruchnahme aus Haftungsverhältnissen aufgrund der aktuellen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der PDV Beteiligungs GmbH als unwahrscheinlich ein. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus Mietverträgen für Geschäftsstellen und für Einrichtung in Höhe von TEUR 1.116 sowie aus PKW-Leasing in Höhe von TEUR 376. Abschluss Ergebnisabführungsvertrag Die PDV-Systeme GmbH, Erfurt (Organgesellschaft) hat mit der PDV Beteiligungs GmbH, Erfurt (Organträger), einen Gewinnabführungs- und Verlustübernahmevertrag mit Wirkung zum 1. Oktober 2016 abgeschlossen. Der Jahresüberschuss des Berichtsjahres war somit erstmalig an den Organträger abzuführen. Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Person geführt: Geschäftsführer: Dirk Nerling, ausgeübter Beruf: Datenverarbeitungskaufmann Der Geschäftsführer führte die Geschäfte über einen Management-Service-Vertrag mit der PDV Beteiligungs GmbH. Die Angabe der Gesamtbezüge entfällt mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Im Geschäftsjahr waren zudem 8 BA-Studenten beschäftigt. Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer inkl. der BA-Studenten beträgt damit 129.
Erfurt, den 26.01.2018 Dirk Nerling, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2016/2017
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der PDV-Systeme GmbH, Erfurt, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2016 bis 30. September 2017 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Jena, den 26. Januar 2018 KPMG
AG
Lauer, Wirtschaftsprüfer Leser, Wirtschaftsprüfer |
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