AGRAVIS Ems-Jade GmbH
Raiffeisenstraße 12, 26427 Esens, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Manuela Oelrichs seit 25.11.2024 | Prokura |
Arnd Winkelmann seit 13.4.2022 | Geschäftsführer |
Wilhelm Lukas Funke seit 13.10.2021 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
AGRAVIS Raiffeisen AG | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
AGRAVIS Ems-Jade GmbHEsensJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016Amtsgericht Aurich HRB 1853 Bestandteile Jahresabschluss 1. Bilanz 2. Gewinn- und Verlustrechnung 3. Anhang 1. Bilanz zum 31. Dezember 2016Aktiva
2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01. bis 31.12.2016
Anhang für das Geschäftsjahr 2016A. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 ist auf der Grundlage des Handelsgesetzbuches (HGB) in der aktuellen Fassung sowie den ergänzenden Bestimmungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die AGRAVIS Ems-Jade GmbH, Esens, ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Die AGRAVIS Ems-Jade GmbH hat ihren Sitz in Esens und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Aurich (Reg.NR HRB 1853). Der Jahresabschluss ist in Euro unter Angabe der Vorjahreszahlen in TEUR aufgestellt und umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung und den Anhang. Die Gewinn- und Verlustrechnung folgt dem Gesamtkostenverfahren und entspricht den Vorgaben des § 275 HGB. Die Vorjahreszahlen der Umsatzerlöse sind aufgrund der Neufassung von § 277 Abs. 1 HGB durch das BilRUG nicht vergleichbar. Bei Anwendung des § 277 Abs. 1 HGB in der Fassung des BilRUG hätten sich für das Vorjahr Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 65.814 ergeben. Die anderen im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Berichtsjahr fortgeführt. B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Vermögensgegenstände und Schulden sind grundsätzlich einzeln bewertet. Alle vorhersehbaren Risiken und Verluste wurden berücksichtigt. Ebenso wurden Risiken berücksichtigt, die zwischen dem Abschlussstichtag und dem Tag der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt wurden. Dem Realisationsprinzip folgend sind nur Gewinne, die bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden, berücksichtigt. Im Einzelnen wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt: Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Bewertung des Anlagevermögens erfolgt zu den historischen Anschaffungskosten, vermindert um die kumulierten planmäßigen Abschreibungen. Die Abschreibung erfolgt planmäßig, überwiegend linear, über die voraussichtliche Nutzungsdauer. Bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung. Geringwertige abnutzbare Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis zu einem Betrag von EUR 410,00 werden im Zugangsjahr vollständig abgeschrieben und als Abgang behandelt. Die Bestimmung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern für Vermögensgegenstände des immateriellen und des Sachanlagevermögens erfolgt regelmäßig in Anlehnung an die durch die Finanzverwaltung veröffentlichten branchenbezogenen Abschreibungstabellen. Finanzanlagen Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Zuschreibungen werden vorgenommen, soweit die Gründe für eine vormalige Abschreibung nicht mehr bestehen. Umlaufvermögen Die Vorräte an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie unfertigen und fertigen Erzeugnissen werden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten oder zu niedrigeren Wiederbeschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Waren werden zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Wiederbeschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Zur Ermittlung von Abwertungen auf einen ggf. niedrigeren Marktwert am Bilanzstichtag (verlustfreie Bewertung) werden bei den Handelswaren auf Artikelebene Bewertungseinheiten aus den vorhandenen Beständen und den am Stichtag noch unerfüllten Teilen der über diese Waren abgeschlossenen Einkaufs- und Verkaufskontrakte gebildet. Wenn Kontrakte über Mischprodukte abgeschlossen sind (z.B. Düngermischungen, Futter), werden diese in ihre Rezepturen aufgelöst. Soweit sich danach die einbezogenen Mengen nicht ausgleichen ("geschlossene Position"), wird wegen der ungedeckten Spitzenbeträge eine Beschaffung bzw. ein Verkauf zu den aktuellen Marktpreisen des Bilanzstichtages angenommen. Abwertungen auf den Warenbestand bzw. Rückstellungen für drohende Verluste werden nur dann vorgenommen, wenn sich aus dem danach ermittelten Abwicklungsergebnis ein rechnerischer Verlust ergibt (hierbei kommt die Einfrierungsmethode zur Anwendung). Die Bewertungseinheiten führen für jeden einbezogenen Artikel zu einer vollständigen Absicherung bestehender Preisrisiken, wenn und soweit die in die Bewertungseinheit einbezogenen Kontrakte planmäßig abgewickelt werden. Bestandsrisiken aus der Lagerdauer und der Verwertbarkeit der Bestände wird durch ausreichende Wertabschläge, die aufgrund einer konzerneinheitlichen Bewertungsrichtlinie ermittelt wurden, Rechnung getragen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung (unverändert 1 %) Rechnung getragen. Kassenbestände, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks sind zum Nennwert bewertet. Latente Steuern Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt anhand des bilanzorientierten Konzepts. Danach werden auf Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen der Vermögensgegenstände und Schulden und deren steuerlichen Wertansätzen latente Steuern abgegrenzt, sofern sich die Differenz in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder umkehren und sich daraus Steuerbelastungen oder -entlastungen ergeben. Im Falle einer sich insgesamt ergebenden Steuerentlastung wird das Aktivierungswahlrecht gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht ausgeübt. Eigenkapital Das vollständig eingezahlte gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt. Die Kapitalrücklage wurde auf Grundlage eines Beschlusses der Gesellschafterversammlung vom 05.10.2016 von zuvor EUR 3.780.129,49 um EUR 2.100.000,00 auf EUR 5.880.129,49 erhöht. Rückstellungen Die Pensionsverpflichtungen wurden nach dem Projected-Unit-Credit-Verfahren (PUC-Verfahren) unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze auf Basis der 2006 veröffentlichten Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Nach diesem Verfahren errechnet sich die Höhe der Pensionsverpflichtungen aus der zum Bilanzstichtag er-dienten Anwartschaft unter Berücksichtigung zukünftiger Gehalts- und Rentensteigerungen sowie einer von Alter und Dienstzeit abhängigen wahrscheinlichen Fluktuation. Der Rechnungszins wird pauschal mit dem von der Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn (Vorjahr: sieben) Geschäftsjahre angesetzt, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren (§ 253 Abs. 2 Satz 1 HGB n.F.) ergibt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten fristadäquaten Zinssätzen abgezinst. Steuer- und sonstige Rückstellungen werden in Höhe ihres nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Erträge und Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen werden jeweils gesondert unter den Posten "Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" bzw. "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" ausgewiesen. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Es bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte der Warenlieferanten. Zum Abschlussstichtag bestanden keine auf fremde Währungen lautenden Positionen. Auch unterjährig wurden keine auf fremde Währungen lautenden Geschäfte getätigt. Entsprechende Angaben sind somit nicht erforderlich. C. Entwicklung des Anlagevermögens Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2016 ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. D. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung I. Bilanz Die Gesellschaft besitzt folgende Kapitalanteile an anderen Unternehmen:
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von nicht mehr als einem Jahr. Rückstellungen Die Bewertung der Pensionsrückstellungen basiert auf folgenden Rechnungsgrundlagen:
Die Mitarbeiterfluktuation wurde wie im Vorjahr altersabhängig in einer Bandbreite von 1 bis 4 % p.a. berücksichtigt. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 S.1 HGB zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt insgesamt TEUR 33. In den sonstigen Rückstellungen sind insbesondere enthalten:
Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeit auf:
In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind enthalten:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von TEUR 7.548 (Vorjahr: TEUR 9.199) gegenüber der Konzernmuttergesellschaft AGRAVIS Raiffeisen AG. Darin enthalten ist ein in 2014 gewährtes Darlehen in Höhe von TEUR 5.000 mit einer Laufzeit von 5 Jahren. Der Zinssatz beträgt 2,75 % p.a. II. GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:
Die Umsatzerlöse des Vorjahres werden hier nach der durch das BilRUG geänderten Definition nach § 277 Abs. 1 HGB dargestellt. In dem Posten Zinsen und ähnliche Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 13 (Vorjahr: TEUR 39) enthalten. In den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind folgende aperiodische Erträge und Aufwendungen enthalten:
E. Sonstige Angaben Außerbilanzielle Verpflichtungen Am Bilanzstichtag bestanden folgende Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB:
Mit einer Inanspruchnahme aus diesen Verbindlichkeiten wird nicht gerechnet. Es bestehen folgende nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte sonstige finanzielle Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind:
Sämtliche Verpflichtungen haben zum Bilanzstichtag eine Restlaufzeit von weniger als fünf Jahren. Mitarbeiter Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 84 (Vorjahr: 87) Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen beschäftigt. Dabei handelt es sich um 75 Vollzeit- und neun Teilzeitkräfte. Darüber hinaus wurden 3 (Vorjahr: 5) Auszubildende beschäftigt. Konzernzugehörigkeit Die AGRAVIS Ems-Jade GmbH, Esens, ist ein Tochterunternehmen der AGRAVIS Agrarholding GmbH, Münster. Der vorliegende Jahresabschluss wird über die Gesellschafterin in den gemäß § 290 HGB aufgestellten Konzernabschluss des obersten Mutterunternehmens des Konzerns, der AGRAVIS Raiffeisen AG, Münster/Hannover, einbezogen. Die AGRAVIS Raiffeisen AG, Münster/Hannover, stellt zugleich den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger veröffentlicht. Geschäftsführer der Gesellschaft Gerhard Schröder, Dipl. Ingenieur Agrar, Ochtersum (bis 31.07.2016) Dr. Philipp Spinne, Bereichsleiter Agrarzentren AGRAVIS Raiffeisen AG, Münster (seit 20.07.2016) Bezüge der Geschäftsführung Gemäß § 286 Abs. 4 HGB wurde auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung verzichtet. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen entsprechend § 285 Nr. 21 HGB zu marktunüblichen Konditionen wurden nicht getätigt. Am Bilanzstichtag bestanden keine Forderungen gegen Mitglieder der Geschäftsführung. Das vom Abschlussprüfer Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, für das Geschäftsjahr 2016 berechnete Gesamthonorar nach § 285 Nr. 17 HGB ist in der entsprechenden Anhangangabe des Konzernabschlusses der AGRAVIS Raiffeisen AG enthalten. Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 643.147,90 mit dem Verlustvortrag in Höhe von EUR 2.103.463,45 zu verrechnen und den sich danach ergebenden Bilanzverlust in Höhe von EUR 2.746.611,35 auf neue Rechnung vorzutragen. Nachtragsbericht Nach dem Ablauf des Geschäftsjahres 2016 sind wesentliche Vorgänge von besonderer Bedeutung nicht eingetreten.
Esens, den 30. März 2017 AGRAVIS Ems-Jade GmbH, Esens - Die Geschäftsführung - Dr. Philipp Spinne Entwicklung des Anlagevermögens
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| Anschaffungs-/ Herstellungskosten | |||||
| Stand | Zugänge |
Umbuchung
des |
Abgänge | Stand | |
| 1.1. | Gesch.-jahres | 31.12. | |||
| EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u.ä. Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 26.998,96 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 26.998,96 |
| 3. Geschäfts- oder Firmenwert | 18.120,80 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 18.120,80 |
| 4. Geleistete Anzahlungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Summe Immat. Vermögensgegenstände | 45.119,76 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 45.119,76 |
| B. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 149.463,77 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 149.463,77 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 5.081.367,79 | 65.168,36 | 0,00 | 3.753,00 | 5.142.783,15 |
| 3. Andere Anlegen, Betriebs- und Geschältsausstattung | 2.305.099,45 | 31.216,68 | 4.280,49 | 92.281,24 | 2.248.315,58 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 24.296,26 | -18.249,55 | -4.280,49 | 1.766,02 | 0,00 |
| Summe Sachanlagen | 7.560.227,07 | 78.135,69 | 0,00 | 97.800,26 | 7.540.562,50 |
| III. Finanzanlagen | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 3. Beteiligungen | 18.000,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 18.000,00 |
| 4 Ausleihungen an Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 5. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften | 11.600,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 11.600,00 |
| 6. Sonstige Ausleihungen | 50.114,38 | 0,00 | 0,00 | 50.114,36 | 0,00 |
| Summe Finanzanlagen | 79.714,38 | 0,00 | 0,00 | 50.114,38 | 29.600,00 |
| Anlagevermögen Insgesamt | 7.685.061,21 | 78.135,69 | 0,00 | 147.914,64 | 7.615.282,26 |
| Abschreibungen | |||||
|
Stand
(kumuliert) |
Zugänge | Umbuchung | Abgänge |
Stand
(kumuliert) |
|
| 1.1. | des Geschäftsjahres | 31.12. | |||
| EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u.ä. Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 25.847,67 | 1.151,29 | 0,00 | 0,00 | 26.998,96 |
| 3. Geschäfts- oder Firmenwert | 11.779,15 | 1.208,05 | 0,00 | 0,00 | 12.987,20 |
| 4. Geleistete Anzahlungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Summe Immat. Vermögensgegenstände | 37.626,82 | 2.359,34 | 0,00 | 0,00 | 39.986,16 |
| B. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 75.169,65 | 18.738,15 | 0,00 | 0,00 | 93.907,80 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 1.936.052,25 | 315.369,28 | 0,00 | 2.168,40 | 2.249.253,13 |
| 3. Andere Anlegen, Betriebs- und Geschältsausstattung | 1.455.138,52 | 220.068,37 | 0,00 | 88.029,27 | 1.587.177,62 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Summe Sachanlagen | 3.466.360,42 | 554.175,80 | 0,00 | 90.197,67 | 3.930.338,55 |
| III. Finanzanlagen | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 3. Beteiligungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 4 Ausleihungen an Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 5. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 6. Sonstige Ausleihungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Summe Finanzanlagen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Anlagevermögen Insgesamt | 3.503.987,24 | 556.535,14 | 0,00 | 90.197,67 | 3.970.324,71 |
| Buchwerte | ||
| Stand | Stand | |
| 31.12.2016 | 31.12.2015 | |
| EUR | EUR | |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 0,00 | 0,00 |
| 2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u.ä. Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 0,00 | 1.151,29 |
| 3. Geschäfts- oder Firmenwert | 5.133,60 | 6.341,65 |
| 4. Geleistete Anzahlungen | 0,00 | 0,00 |
| Summe Immat. Vermögensgegenstände | 5.133,60 | 7.492,94 |
| B. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 55.555,97 | 74.294,12 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 2.893.530,02 | 3.145.315,54 |
| 3. Andere Anlegen, Betriebs- und Geschältsausstattung | 661.137,96 | 849.960,93 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0,00 | 24.296,06 |
| Summe Sachanlagen | 3.610.223,95 | 4.093.866,65 |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 0,00 | 0,00 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 0,00 | 0,00 |
| 3. Beteiligungen | 18.000,00 | 18.000,00 |
| 4 Ausleihungen an Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 0,00 | 0,00 |
| 5. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften | 11.600,00 | 11.600,00 |
| 6. Sonstige Ausleihungen | 0.00 | 50.114,38 |
| Summe Finanzanlagen | 29.600,00 | 79.714,38 |
| Anlagevermögen Insgesamt | 3.044.957,55 | 4.181.073,97 |
Lagebericht
für das Geschäftsjahr 2016
1. Geschäftsmodell und Grundlagen des Unternehmens
Die AGRAVIS Ems-Jade GmbH ist als regionale Vertriebseinheit des AGRAVIS-Konzerns ein führendes Agrarhandelsunternehmen mit Tätigkeitsschwerpunkt in der norddeutschen Region zwischen Ems und Jade. Das Unternehmen ist im Juni 2008 aus dem Zusammenschluss der Raiffeisen-Handelsgesellschaften in Esens und Aurich hervorgegangen. Zu diesem Zweck war die Raiffeisen-Handelsgesellschaft mbH, Esens, auf die RHG Aurich Raiffeisen-Handelsgesellschaft mbH, Aurich, als aufnehmenden Rechtsträger verschmolzen worden. Die RHG Aurich wurde zugleich auf AGRAVIS Ems-Jade GmbH umfirmiert. Als Grundlage der Geschäftstätigkeit werden in der Region Lagerhäuser, Tankstellen und Raiffeisenmärkte an insgesamt zwölf Standorten und zwei Nebenstellen unterhalten.
Entsprechend dem Gegenstand der Gesellschaft werden schwerpunktmäßig ein Handelsgeschäft mit Getreide und sonstigen landwirtschaftlichen Erzeugnissen und Bedarfsgütern sowie der Vertrieb von Futtermitteln und Energie betrieben. Die AGRAVIS Ems-Jade bietet ihren Kunden daneben Beratungsleistungen zum Beispiel in den Bereichen Futtermittel und Pflanzenschutz an.
Im Geschäftsfeld Agrar ist die Gesellschaft an ihren Standorten der unmittelbare Ansprechpartner der landwirtschaftlichen Kunden in allen Fragen von der Betriebsmittelbeschaffung bis zur Vermarktung der Ernteerzeugnisse. Den Landwirten werden fachkompetente Beratung, umfangreicher Service und qualitativ hochwertige Produkte in den folgenden Bereichen angeboten:
• Getreide
• Futtermittel
• Düngemittel
• Pflanzenschutz
• Saaten
• Landwirtschaftlicher Bedarf
Das Angebot in den Raiffeisenmärkten unseres Unternehmens richtet sich neben unserer traditionell landwirtschaftlich geprägten Kundschaft auch an die gesamte ländliche Bevölkerung mit ihrem Bedarfsspektrum rund um Haus, Heimtier und Garten. Im Fokus stehen dabei Familien, Eigenheim- und Gartenbesitzer sowie die Halter von Heimtieren, weiterhin auch die Halter von Nutztieren. Die Raiffeisen-Märkte sind Fachmärkte für die Sortimente Gartenbedarf, Heimtierfutter und -zubehör, Reitsport und Bekleidung. Standortbezogen ergänzen zusätzliche Sortimente wie Kaltwasseraquaristik, Bauernmarkt-Produkte, Lebensmittel, Getränke, Spielwaren, Bau- und Brennstoffe sowie Heimwerkerbedarf das Angebot.
Im Geschäftsfeld Energie beliefert die Gesellschaft ihre Kunden frei Haus mit Heizöl, Diesel, Flüssiggas und Holzpellets. Die Gesellschaft betreibt ferner acht Tankstellen in der Region.
Die AGRAVIS Ems-Jade GmbH ist über ihre unmittelbare Gesellschafterin - die AGRAVIS Agrarholding GmbH, Münster - ein mittelbares Tochterunternehmen der AGRAVIS Raiffeisen AG, Münster/ Hannover. Die Gesellschaft ist damit in den Leistungs- und Finanzierungsverbund des AGRAVIS-Konzerns eingebunden.
Einrichtungen für Forschung und Entwicklung bestehen aufgrund der Geschäftstätigkeit unserer Gesellschaft als Handelsunternehmen nicht.
2. Wirtschaftsbericht
Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft
Gesamtwirtschaft
Der Aufschwung im Euro-Raum und in Deutschland setzte sich auch im Jahr 2016 fort. Die Eurozone verzeichnete laut IWF ein Wachstum von 1,7 Prozent. In Frankreich, neben Deutschland die größte Volkswirtschaft in der EU, betrug es plus 1,3 Prozent. Trotz des angekündigten EU-Austritts zeigte sich die britische Wirtschaft überraschend robust. Im vierten Quartal 2016 wuchs die Wirtschaftsleistung gegenüber dem Vorquartal um 0,6 Prozent. Befürchtungen, das Brexit-Votum könnte die britische Wirtschaft in einen Schockzustand versetzen, haben sich bisher nicht bewahrheitet.
Die Auslastung der Produktionskapazitäten nahm weiter zu, und der Aufschwung, der im Frühjahr 2013 begonnen hatte, setzte sich fort. Getragen wurde der Aufschwung von deutlich höheren privaten und öffentlichen Konsumausgaben sowie den Wohnbauinvestitionen. Ferner schlug sich die erhöhte Exportnachfrage in einer stärkeren privaten Konsumnachfrage nieder. Die Ausfuhren deutscher Unternehmen erreichten in 2016 einen neuen Höchstwert. Die verbesserte Konsumentenstimmung spiegelte zudem die gute Lage auf dem Arbeitsmarkt wider. So stieg die Anzahl der Erwerbstätigen 2016 uni 429.000 auf 43,5 Mio. Personen. Die Zahl der Arbeitslosen verringerte sich im Schnitt au, 2,69 Mio. Menschen, so wenige wie seit 1991 nicht mehr. Die Arbeitslosenquote betrug im Jahresmittel 6,1 Prozent.
Getreidemarkt
Die Marktpreise für Getreide und Ölsaaten waren in 2016 weiter rückläufig. Der Ölsaatenmarkt hat in der zweiten Jahreshälfte 2016 einen Aufschwung erlebt. Der weiterhin steigende Getreideverbrauch trifft auf weltweit sehr gute Erntemengen.
Für Anfang 2017 rechnen die Marktbeteiligten mit einer insgesamt weiteren Festigung der Erzeugerpreise. Ein Indiz dafür sind die Preise für Weizen und Mais, die Anfang Februar 2017 an den Terminmärkten ein Mehrmonatshoch erreichten.
Milchmarkt
Die Milchpreise haben sich im Jahr 2016 weiterhin deutlich verringert. Der negative Preistrend konnte in der zweiten Jahreshälfte 2016 angehalten und umgekehrt werden. Allerdings sind die Milchpreise weiterhin für die Betriebe maximal auf einem kostendeckenden Niveau. Eine tiefgreifende Erholung, mit einem Milchpreis deutlich über 40 ct. pro Liter, wird aktuell nicht gesehen.
Schweinemarkt
Die Schweinepreise haben sich im Jahr 2016 wieder erholt und sind insgesamt auf den meisten internationalen Märkten im Aufwind.
Geschäftsverlauf
Der Geschäftsverlauf kann - gemessen an dem für unser Unternehmen als Handelsgesellschaft zentralen finanziellen Leistungsindikator der Umsatzentwicklung - wie folgt zusammengefasst werden:
| Umsätze |
Berichtsjahr
TEUR |
Vorjahr
TEUR |
| Futtermittel | 15.669 | 18.320 |
| Düngemittel | 6.310 | 7.876 |
| Pflanzenschutzmittel | 4.764 | 5.226 |
| Saatgut | 2.798 | 2.851 |
| Treib-/Brennstoffe | 11.466 | 11.927 |
| Raiffeisenmärkte | 3.537 | 3.553 |
| Baustoffe, Photovoltaik | 0 | 0 |
| Getreide, Ölsaaten | 10.002 | 15.325 |
| Innerbetriebliche Verrechnungen | -4 | -9 |
| Warenumsatz | 54.542 | 65.069 |
| Dienstleistungen/Sonstiges | 683 | 622 |
| Umsätze gesamt | 55.225 | 65.691 |
Die Umsatzerlöse und Umschlagsmengen haben sich im Vergleich zum Vorjahr aufgrund des späten Frühjahrs und einer rückläufigen Ernte verringert. Zudem verringerten rückläufige Preise den Umsatz um Mio. EUR 10,4 im Vergleich zum Vorjahr.
Die Geschäftsentwicklung ist nach wie vor von einem extrem starken Wettbewerb geprägt. Im Geschäftsjahr 2016 wurden rund 72 % der Umsatzerlöse im klassischen landwirtschaftlichen Warengeschäft erzielt. Die Möglichkeit weiterer Diversifikationen ist als begrenzt anzusehen.
Investitionen
Investitionen in das Sachanlagevermögen erfolgten im Geschäftsjahr 2016 in Höhe von rund TEUR 78 (Vorjahr: TEUR 600). Nach der Fertigstellung des neuen Standortes Hage in 2014 und der Beendigung der Modernisierung in Pewsum sowie einiger Ersatzinvestitionen in 2015 wurden in 2016 überwiegend nicht-aktivierungsfähige Ausgaben für Reparaturen und Instandsetzungen getätigt.
Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf
Das Geschäftsjahr 2016 hat sich aufgrund von witterungs- sowie erntebedingten Widrigkeiten als sehr schwierig erwiesen. Das im Vorjahr formulierte Unternehmensziel wurde nicht erreicht. Die Gesellschaft schreibt wie im Vorjahr 2015 ein negatives operatives Ergebnis. Das Jahresergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 483 auf TEUR -643 verschlechtert.
Personal- und Sozialbereich
Im Durchschnitt des Geschäftsjahres 2016 wurden von der Gesellschaft 75 Vollzeitkräfte, neun Teilzeitkräfte und drei Auszubildende beschäftigt. Mitarbeiterschulungen sind im Geschäftsjahr 2016 bei Bedarf vorgenommen worden. Für einige Mitarbeiter bestehen Altersvorsorgeregelungen.
Ertragslage der Gesellschaft
Die Ertragslage stellt sich zusammenfassend wie folgt dar:
| Geschäftsjahr | Vorjahr | Veränderung | |||
| TEUR | % v.U. | TEUR | % v.U. | TEUR | |
| Umsatzerlöse | 55.225 | 100,0 | 65.691 | 100,0 | -10.466 |
| Materialaufwand | 49.668 | 89,9 | 59.774 | 91,0 | -10.106 |
| Rohertrag | 5.557 | 10,1 | 5.917 | 9,0 | -360 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 148 | 0,3 | 444 | 0,7 | -296 |
| Rohergebnis | 5.705 | 10,3 | 6.361 | 9,7 | -656 |
| Personal- und Sachaufwand | 5.781 | 10,5 | 5.791 | 8,8 | -10 |
| Abschreibungen | 557 | 1,0 | 615 | 0,9 | -58 |
| Betriebsergebnis | -632 | -1,1 | -45 | 0,0 | -587 |
| Finanzergebnis | -3 | 0,0 | -67 | -0,1 | 64 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | -635 | -1,2 | -112 | -0,1 | -523 |
| Außerordentliches Ergebnis | 0 | 0,0 | -4 | 0,0 | 4 |
| Einkommen- und Ertragsteuern | 0 | 0,0 | 36 | 0,0 | 36 |
| Sonstige Steuern | 8 | 0,0 | 8 | 0,0 | 0 |
| Jahresergebnis | -643 | -1,2 | -160 | -0,2 | -483 |
Die Vorjahreszahlen der Umsatzerlöse sind aufgrund der Neufassung von § 277 Abs. 1 HGB durch das BilRUG nicht vergleichbar. Bei Anwendung des § 277 Abs. 1 HGB in der Fassung des BilRUG hätten sich für das Vorjahr Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 65.814 ergeben. In den Umsätzen des Geschäftsjahres 2016 sind i.H.v. TEUR 174 Sachverhalte gebucht worden, die bei Geltung des BilRUG bereits im Geschäftsjahr 2015 in diesem als Sonstige betriebliche Erträge ausgewiesen worden wären.
Die Ertragslage der Gesellschaft hat sich in 2016 gegenüber dem Vorjahr verschlechtert. Aufgrund der witterungs- sowie erntebedingten Widrigkeiten sowie der gesunkenen Produktpreise sank der Rohertrag um TEUR 360. Das Betriebsergebnis von TEUR -632 liegt deutlich unter Vorjahr.
Aus dem Jahresabschluss abgeleitete Kennziffern zur Ertragslage haben sich wie folgt entwickelt:
| Geschäftsjahr | Vorjahr | |
| EBIT (TEUR) | -640 | -53 |
| EBITDA (TEUR) | -83 | 562 |
Finanzlage
Zur Finanzierung der Betriebsmittel stehen derzeit ausreichende Kreditlinien der AGRAVIS Raiffeisen AG und der übrigen Lieferanten zur Verfügung. Investitionen in das Anlagevermögen können durch fristenkongruente Darlehen durch unsere Hausbanken finanziert werden.
Die Liquidität der Gesellschaft war im Geschäftsjahr jederzeit sichergestellt.
Der Anteil des Fremdkapitals an der Bilanzsumme beträgt 78,5 % gegenüber 88,6 % im Vorjahr. Das Fremdkapital ist gegenüber dem Vorjahr um rd. Mio. EUR 1,7 auf rd. Mio. EUR 11,7 verringert.
Die Finanzlage ist geordnet.
Vermögenslage
Die Bilanzsumme hat sich im Geschäftsjahr um Mio. EUR 0,3 auf Mio. EUR 14,8 verringert. Der Rückgang entfällt auf der Aktivseite im Wesentlichen auf die Verringerung der Sachanlagen. Auf der Passivseite sind die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um Mio. EUR 1,7 zurückgegangen. Demgegenüber wurde durch die Alleingesellschafterin AGRAVIS Agrarholding GmbH eine Einlage in das Eigenkapital (als "andere Zuzahlung" i.S.d. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB in die Kapitalrücklage) in Höhe von Mio. EUR 2,1 geleistet.
Die Vermögenslage der Gesellschaft ist auf der Aktivseite durch Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen geprägt; insgesamt entfallen auf der Aktivseite rd. 75 % der Bilanzsumme auf diese beiden Posten.
Die Finanzierung der Bilanzsumme erfolgte durch kurzfristige Verbindlichkeiten und das Eigenkapital. Die Eigenkapitalquote beträgt 21,5 % (Vorjahr: 11,4 0/0) der Bilanzsumme.
Die Umschlagshäufigkeit der Vorräte und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hat sich wie folgt entwickelt:
| Geschäftsjahr | Vorjahr | |
| Umschlagshäufigkeit Vorräte | 7,9 | 8,5 |
| Umschlagshäufigkeit der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 13,1 | 17,3 |
Die Vermögenslage ist geordnet.
3. Risikobericht
Im Rahmen des Risikomanagements der Gesellschaft werden insbesondere die folgenden Risikofelder fortlaufend betrachtet:
Rechtliche Gefährdungspotentiale
Rechtliches Gefährdungspotential war bis zum Schluss des Berichtsjahres nicht gegeben und wird sich nach unserer Einschätzung auch zukünftig nicht ergeben.
Wirtschaftliche Gefährdungspotenziale
Wirtschaftliche Risiken werden in der Konzentration der Einkäufe durch Ausschreibungen und dem weiterhin starken Strukturwandel in der Landwirtschaft gesehen. Besonders zu beachten ist auch die wirtschaftliche Entwicklung vieler landwirtschaftlicher Betriebe. Dies betrifft im Wesentlichen derzeit den Bereich der Milchviehbetriebe. Weiteres Gefährdungspotenzial sehen wir in der nach wie vor hohen Wettbewerbsintensität in der Region und in der auch zukünftig schwierig einschätzbaren Marktpreisentwicklung im Geschäft mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen (Getreide/Ölsaaten).
Risikomanagementsystem und Gesamtaussage zur Risikosituation
In der Gesellschaft wurden aufgrund konzerneinheitlicher organisatorischer Vorkehrungen Regelungen und Maßnahmen getroffen, damit den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende und sonstige wesentliche Risiken der künftigen Entwicklung in der Gesellschaft früh erkannt werden.
Regelmäßige Zwischenberichte, Monats- und Quartalsabschlüsse erhöhen die Sicherheit. Die prognostizierte Volatilität der Märkte hat sich in 2016 gezeigt. Deshalb sind die Steuerungsinstrumente im Betrieb fortentwickelt worden. Alle Bereichsverantwortlichen beobachten täglich Entwicklungen und geben in gemeinsamen Besprechungen mit der Geschäftsleitung Berichte ab, in denen Strategien, die Chance und Risiko bewerten, festgelegt und umgesetzt werden. Ständige Weiterbildungen der Mitarbeiter in den verschiedenen Bereichen gewährleisten neueste Informationsstände und decken die gesetzlichen Anforderungen wie Berufskraftfahrerqualifikation oder andere Sachkundenach-weisprüfungen ab.
Nach den vorliegenden Informationen aus diesem System haben sich keine bestandsgefährdenden oder sonstigen Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft ergeben.
4. Prognose- und Chancenbericht
Für die erste Jahreshälfte 2017 ist von weiterhin niedrigen Preisen für Getreide auszugehen. Die Preise für Milch, Schweinefleisch und Ölsaaten haben sich etwas erholt - bleiben aber volatil. Von daher gehen wir von einer etwas besseren Kaufkraft der landwirtschaftlichen Betriebe im ersten Halbjahr 2017 aus. Mit einem Anstieg der Agrarpreise würde sich die Situation für die landwirtschaftlichen Betriebe und für den Großhandel nachhaltig verbessern. In der Zukunft wird es darauf ankommen, den landwirtschaftlichen Betrieben die beste Beratung und Dienstleistungen anzubieten, da die staatlichen Institutionen immer weniger in der Lage sind, ihren Aufgaben nachzukommen. Die konstant wachsenden Betriebe werden sich immer mehr auf die spezialisierte Produktion konzentrieren und in den Randbereichen auf gute Dienstleistungen und Beratung angewiesen sein. Hier liegt eine gute Chance für die AGRAVIS Ems-Jade GmbH, in der Zukunft die Kundenbindung zu den führenden Betrieben auszubauen.
In unserer Planung gehen wir für das Folgejahr - unter der Annahme eines sich im zweiten Halbjahr 2017 weiter stabilisierenden Preisniveaus für Agrarrohstoffe - von einem Umsatzwachstum aus. In Abhängigkeit von der Entwicklung der globalen Märkte für Agrarrohstoffe (insb. Getreide und Dünger) kann sich jedoch eine davon abweichende und durch uns nicht beeinflussbare Umsatzentwicklung einstellen.
Betreffend die Abläufe in unserem Unternehmen sind für 2017 kostensenkende Maßnahmen im Bereich der Prozessabläufe beschlossen worden. Zudem soll der Vertrieb an den Kunden in allen Sparten (Agrar, Energie und Einzelhandel) deutlich verbessert werden, sodass für 2017 mit einem verbesserten Ergebnis gerechnet wird. Insgesamt rechnen wir daher für das Jahr 2017 mit einem leicht positiven Ergebnis.
5. Nichtfinanzielle Leistungsfaktoren
Durch unsere breite Produktpalette sind wir auch zukünftig in der Lage, unsere Marktstellung zu festigen und auszubauen. Zusammen mit unseren sehr motivierten Mitarbeitern im Vertrieb sowie in der Administration werden wir weiterhin um eine hohe Akzeptanz bei den Kunden bemüht sein. Durch systematische Aus- und Fortbildungsmaßnahmen unserer Mitarbeiter sind wir in der Lage, das große Know-how zu sichern.
Esens, den 30. März 2017
AGRAVIS Ems-Jade GmbH
Dr. Philipp Spinne - Geschäftsführer -
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der AGRAVIS Ems-Jade GmbH, Esens, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der AGRAVIS Ems-Jade GmbH, Esens, den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Düsseldorf, den 7. Juni 2017
Deloitte
GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
(Tissen) Wirtschaftsprüfer
(Dr. Bergs) Wirtschaftsprüfer
Beschlussfassung über die Ergebnisverwendung
Auszug aus dem Protokoll vom 18.07.2017
Das Geschäftsjahr endete mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von 643.147,90 Euro. Nach Verrechnung mit dem Verlustvortrag in Höhe von 2.103.463,45 Euro ergibt sich ein Bilanzverlust in Höhe von 2.746.611,35 Euro.
Die Gesellschafterversammlung beschließt, den Bilanzverlust auf neue Rechnung vorzutragen.
Münster, den 18. Juli 2017
Die Gesellschafter
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