Stammdaten

Register
Amtsgericht Aurich HRB 1853
Vorher
RHG Aurich Raiffeisen-Handelsgesellschaft mbH
Eingetragen
22.2.2006
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von landwirtschaftlichen Grundstoffen, lebenden Tieren, textilen Rohstoffen und HalbwarenGroßhandel mit Getreide, Rohtabak, Saatgut und FuttermittelnGroßhandel mit landwirtschaftlichen Maschinen und Geräten
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist der Handel mit landwirtschaftlichen und ländlichen Erzeugnissen und Bedarfsartikeln, Artikeln des Haus-, Hofund Gartenbedarfs, sowie mit Treib- und Baustoffen. Gegenstand des Unternehmens kann darüber hinaus die Herstellung und der Vertrieb von Futtermitteln aller Art sein, ferner die Aufnahme, Lagerung, Trocknung und Bearbeitung von landwirtschaftlichen Erzeugnissen für die Futtermittelproduktion.

Historie

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Management

NameRolle
Manuela Oelrichs
seit 25.11.2024
Prokura
Arnd Winkelmann
seit 13.4.2022
Geschäftsführer
Wilhelm Lukas Funke
seit 13.10.2021
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
AGRAVIS Raiffeisen AG
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
50.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

AGRAVIS Ems-Jade GmbH

Esens

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016

Amtsgericht Aurich

HRB 1853

Bestandteile Jahresabschluss

1. Bilanz

2. Gewinn- und Verlustrechnung

3. Anhang

1. Bilanz zum 31. Dezember 2016

Aktiva

31.12.2016 31.12.2015
EUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
1 Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00   0
2 Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u.ä. Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0   1
3. Geschäfts- oder Firmenwert 5.133,60   6
4. Geleistete Anzahlungen 0,00   0
    5.133,60 7
II. Sachanlagen      
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 55.555,97   75
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.893.530,02   3.145
3 Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 661.137,96   850
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00   24
    3.610.223,95 4.094
III. Finanzanlagen      
1 Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00   0
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00   0
davon an Gesellschafter 0,00 EUR     (0)
3. Beteiligungen 18.000,00   18
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00   0
5. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 11.600,00   12
6 Sonstige Ausleihungen 0,00   50
    29.600,00 80
Anlegevermögen insgesamt:   3.644.957,55 4.181
B. Umlaufvermögen      
I. Vorräte      
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 6.025,00   5
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 0,00   0
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 6.902.320,05   6.605
4. Geleistete Anzahlungen 0,00   0
       
    6.908.345,05 6.610
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.204.012,77   4.122
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00   0
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00   0
4. Sonstige Vermögensgegenstände 41.530,44   203
    4.245.543,21 4.325
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks   39.689,48 20
C. Rechnungsabgrenzungsposten   0,00 0
D. Aktive latente Steuern   0,00 0
Summe der Aktivseite:   14.838.535,29 15.136

Passiva

     
  EUR 31.12.2016
EUR
31.12.2015
TEUR
A. Eigenkapital      
I. Gezeichnetes Kapital   50.000,00 50
II. Kapitalrücklage   5.880.129,49 3.780
III. Gewinnrücklagen      
1. Gesetzliche Rücklage 0,00   0
2. Andere Gewinnrücklagen 0,00   0
    0,00 0
IV. Bilanzverlust      
1. Verlustvortrag (-) -2.103.463,45   -1.944
2. Jahresfehlbetrag -643.147,90   -160
3. Einstellung in Rücklagen (-) 0,00   0
4. Entnahme aus Rücklagen 0,00   0
    -2.746.611,35 -2.103
V. Genussrechtskapital   0,00 0
Eigenkapital insgesamt:   3.183.518,14 1.727
B. Sonderposten aus Investitionszulagen   0,00 0
C. Rückstellungen      
1. Rückstellungen für Pensionen u. 8. Verpflichtungen 299.309,00   311
2. Steuerrückstellungen 0,00   0
3. Sonstige Rückstellungen 430.104,13   413
    729.413,13 724
D. Verbindlichkeiten      
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.245.950,92   2.281
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00   0
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.056.575,93   1.127
4. Verbindlichkeiten aus der Annahme gezogener Wechsel und der Ausstellung eigener Wechsel 0,00   0
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren 0,00 EUR     (0)
5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 7.548.253,31   9.199
6. Verbindlichkeilen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0   5
7. Sonstige Verbindlichkeiten 74.723,86   74
davon   10.925.604,02 12.685
- aus Steuern 12.528,64 EUR     (21)
- im Rahmen der sozialen Sicherheit 0,00 EUR     (0)
E. Rechnungsabgrenzungsposten   0,00 0
F. Passive latente Steuern   0,00 0
Summe der Passivseite:   14.838.535,29 15.136

2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01. bis 31.12.2016

2016 Vorjahr
EUR EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 55.225.229,96   65.691
2. Erhöhung oder Verminderung (-) des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 0,00   0
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 0,00   0
4. Sonstige betriebliche Erträge 147.712,71   444
davon Erträge nach Artikel 67 Absatz 1 und 2 EGHGB 0,00 EUR     (0)
    55.372.942,67 66.135
5. Materialaufwand      
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 49.518.749,94   59.740
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 149.578,35   34
    49.668.328,29 59.774
Rohergebnis   5.704.614,38 6.361
6. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter 2.566.906,32   2.639
       
6) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 583.910,69   567
davon für Altersversorgung 43.571,39 EUR     (45)
    3.150.817,01 3.226
7. Abschreibungen      
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   556.535,14 615
davon außerplanmäßige Abschreibungen 0,00 EUR     0
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen   2.629.714,06 2.568
davon Aufwendungen nach Artikel 67 Absatz 1 und 2 EGHGB 3.625,66 EUR     (4)
Zwischensumme   -632.451,63 -48
9. Erträge aus Beteiligungen und Geschäftsguthaben 693,00   0
davon aus verbundenen Unternehmen 0,00 EUR     (0)
9 a) Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 0,00   0
10. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,00   0
davon aus verbundenen Unternehmen 0,00 EUR     (0)
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 277.681,98   242
davon aus Abzinsung 4.694,00 EUR     (0)
davon aus verbundenen Unternehmen 8.582,86 EUR     (0)
  278.374,98   242
12. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,00   0
davon außerplanmäßige Abschreibungen 0,00 EUR     (0)
12 a) Aufwendungen aus Verlustübernahmen 0,00   0
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 280.899,90   310
davon aus Aufzinsung 14.071,38 EUR     (39)
davon an verbundene Unternehmen 195.904,43 EUR     (191)
14. Vergütung für Genussrechtskapital 0,00   0
  280.899,90   -116
Zwischensumme   -2.524,92 -43
15. Steuern vorn Einkommen und vom Ertrag   275,15 36
davon latente Steuern 0,00 EUR     (0)
16. Ergebnis nach Steuern   -635.251,90 -152
17. Sonstige Steuern   7.896,00 8
18. Erträge aus Verlustübernahmen   0,00 0
19. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn   0,00 0
20. Jahresfehlbetrag   -643.147,90 -160
21. Verlustvortrag (-)   2.103.463,45 -1.944
22. Einstellung in Rücklagen (-)   0,00 0
23. Entnahme aus Rücklagen   0,00 0
24. Bilanzverlust   -2.746.611,35 -2.103

Anhang für das Geschäftsjahr 2016

A. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 ist auf der Grundlage des Handelsgesetzbuches (HGB) in der aktuellen Fassung sowie den ergänzenden Bestimmungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die AGRAVIS Ems-Jade GmbH, Esens, ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

Die AGRAVIS Ems-Jade GmbH hat ihren Sitz in Esens und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Aurich (Reg.NR HRB 1853).

Der Jahresabschluss ist in Euro unter Angabe der Vorjahreszahlen in TEUR aufgestellt und umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung und den Anhang. Die Gewinn- und Verlustrechnung folgt dem Gesamtkostenverfahren und entspricht den Vorgaben des § 275 HGB.

Die Vorjahreszahlen der Umsatzerlöse sind aufgrund der Neufassung von § 277 Abs. 1 HGB durch das BilRUG nicht vergleichbar. Bei Anwendung des § 277 Abs. 1 HGB in der Fassung des BilRUG hätten sich für das Vorjahr Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 65.814 ergeben.

Die anderen im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Berichtsjahr fortgeführt.

B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Vermögensgegenstände und Schulden sind grundsätzlich einzeln bewertet. Alle vorhersehbaren Risiken und Verluste wurden berücksichtigt. Ebenso wurden Risiken berücksichtigt, die zwischen dem Abschlussstichtag und dem Tag der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt wurden. Dem Realisationsprinzip folgend sind nur Gewinne, die bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden, berücksichtigt.

Im Einzelnen wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt:

Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Die Bewertung des Anlagevermögens erfolgt zu den historischen Anschaffungskosten, vermindert um die kumulierten planmäßigen Abschreibungen. Die Abschreibung erfolgt planmäßig, überwiegend linear, über die voraussichtliche Nutzungsdauer. Bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung.

Geringwertige abnutzbare Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis zu einem Betrag von EUR 410,00 werden im Zugangsjahr vollständig abgeschrieben und als Abgang behandelt.

Die Bestimmung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern für Vermögensgegenstände des immateriellen und des Sachanlagevermögens erfolgt regelmäßig in Anlehnung an die durch die Finanzverwaltung veröffentlichten branchenbezogenen Abschreibungstabellen.

Finanzanlagen

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Zuschreibungen werden vorgenommen, soweit die Gründe für eine vormalige Abschreibung nicht mehr bestehen.

Umlaufvermögen

Die Vorräte an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie unfertigen und fertigen Erzeugnissen werden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten oder zu niedrigeren Wiederbeschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Waren werden zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Wiederbeschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet.

Zur Ermittlung von Abwertungen auf einen ggf. niedrigeren Marktwert am Bilanzstichtag (verlustfreie Bewertung) werden bei den Handelswaren auf Artikelebene Bewertungseinheiten aus den vorhandenen Beständen und den am Stichtag noch unerfüllten Teilen der über diese Waren abgeschlossenen Einkaufs- und Verkaufskontrakte gebildet. Wenn Kontrakte über Mischprodukte abgeschlossen sind (z.B. Düngermischungen, Futter), werden diese in ihre Rezepturen aufgelöst. Soweit sich danach die einbezogenen Mengen nicht ausgleichen ("geschlossene Position"), wird wegen der ungedeckten Spitzenbeträge eine Beschaffung bzw. ein Verkauf zu den aktuellen Marktpreisen des Bilanzstichtages angenommen. Abwertungen auf den Warenbestand bzw. Rückstellungen für drohende Verluste werden nur dann vorgenommen, wenn sich aus dem danach ermittelten Abwicklungsergebnis ein rechnerischer Verlust ergibt (hierbei kommt die Einfrierungsmethode zur Anwendung).

Die Bewertungseinheiten führen für jeden einbezogenen Artikel zu einer vollständigen Absicherung bestehender Preisrisiken, wenn und soweit die in die Bewertungseinheit einbezogenen Kontrakte planmäßig abgewickelt werden.

Bestandsrisiken aus der Lagerdauer und der Verwertbarkeit der Bestände wird durch ausreichende Wertabschläge, die aufgrund einer konzerneinheitlichen Bewertungsrichtlinie ermittelt wurden, Rechnung getragen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung (unverändert 1 %) Rechnung getragen.

Kassenbestände, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks sind zum Nennwert bewertet.

Latente Steuern

Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt anhand des bilanzorientierten Konzepts. Danach werden auf Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen der Vermögensgegenstände und Schulden und deren steuerlichen Wertansätzen latente Steuern abgegrenzt, sofern sich die Differenz in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder umkehren und sich daraus Steuerbelastungen oder -entlastungen ergeben.

Im Falle einer sich insgesamt ergebenden Steuerentlastung wird das Aktivierungswahlrecht gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht ausgeübt.

Eigenkapital

Das vollständig eingezahlte gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt.

Die Kapitalrücklage wurde auf Grundlage eines Beschlusses der Gesellschafterversammlung vom 05.10.2016 von zuvor EUR 3.780.129,49 um EUR 2.100.000,00 auf EUR 5.880.129,49 erhöht.

Rückstellungen

Die Pensionsverpflichtungen wurden nach dem Projected-Unit-Credit-Verfahren (PUC-Verfahren) unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze auf Basis der 2006 veröffentlichten Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Nach diesem Verfahren errechnet sich die Höhe der Pensionsverpflichtungen aus der zum Bilanzstichtag er-dienten Anwartschaft unter Berücksichtigung zukünftiger Gehalts- und Rentensteigerungen sowie einer von Alter und Dienstzeit abhängigen wahrscheinlichen Fluktuation. Der Rechnungszins wird pauschal mit dem von der Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn (Vorjahr: sieben) Geschäftsjahre angesetzt, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren (§ 253 Abs. 2 Satz 1 HGB n.F.) ergibt.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten fristadäquaten Zinssätzen abgezinst.

Steuer- und sonstige Rückstellungen werden in Höhe ihres nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Erträge und Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen werden jeweils gesondert unter den Posten "Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" bzw. "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" ausgewiesen.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Es bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte der Warenlieferanten.

Zum Abschlussstichtag bestanden keine auf fremde Währungen lautenden Positionen. Auch unterjährig wurden keine auf fremde Währungen lautenden Geschäfte getätigt. Entsprechende Angaben sind somit nicht erforderlich.

C. Entwicklung des Anlagevermögens

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2016 ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

D. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

I. Bilanz

Die Gesellschaft besitzt folgende Kapitalanteile an anderen Unternehmen:

Sitz Anteil am Gesellschaftskapital Eigenkapital der Gesellschaft am 31.12.2016 Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag (-) 2016
% TEUR TEUR
Raiffeisen Energie GmbH & Co. KG Hannover 1,49 1.206 428

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von nicht mehr als einem Jahr.

Rückstellungen

Die Bewertung der Pensionsrückstellungen basiert auf folgenden Rechnungsgrundlagen:

Geschäftsjahr Vorjahr
Rententrend 1,80% 1,80%
Gehaltstrend 3,00% 3,00%
Zinssatz 4,01% 3,89%

Die Mitarbeiterfluktuation wurde wie im Vorjahr altersabhängig in einer Bandbreite von 1 bis 4 % p.a. berücksichtigt.

Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 S.1 HGB zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt insgesamt TEUR 33.

In den sonstigen Rückstellungen sind insbesondere enthalten:

2016 Vorjahr
TEUR TEUR
- Kontraktrisiken Agrarerzeugnisse 41 70
- Ausstehende Rechnungen 19 0
- Verpflichtungen im Personal- und Sozialbereich 299 279

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeit auf:

31.12.2016
davon mit einer Restlaufzeit
gesamt bis zu einem Jahr zwischen einem und fünf Jahren von mehr als fünf Jahren
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.246 36 2.210 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.057 1.057 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 7.548 7.548 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 0 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 75 75 0 0
Summe 10.926 8.716 2.210 0
Vorjahr
davon mit einer Restlaufzeit
gesamt bis zu einem Jahr zwischen einem und fünf Jahren von mehr als fünf Jahren
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.281 36 2.245 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.126 1.126 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 9.199 9.199 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 5 5 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 74 74 0 0
Summe 12.685 10.440 2.245 0

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind enthalten:

Geschäftsjahr
TEUR
Vorjahr
TEUR
- Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.330 1.150
- Sonstige Verbindlichkeiten 6.218 8.049

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von TEUR 7.548 (Vorjahr: TEUR 9.199) gegenüber der Konzernmuttergesellschaft AGRAVIS Raiffeisen AG. Darin enthalten ist ein in 2014 gewährtes Darlehen in Höhe von TEUR 5.000 mit einer Laufzeit von 5 Jahren. Der Zinssatz beträgt 2,75 % p.a.

II. GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:

Geschäftsjahr Vorjahr
TEUR TEUR
- Warenumsatz 54.542 65.069
- Dienstleistungsumsatz 683 744
  55.335 65.813

Die Umsatzerlöse des Vorjahres werden hier nach der durch das BilRUG geänderten Definition nach § 277 Abs. 1 HGB dargestellt.

In dem Posten Zinsen und ähnliche Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 13 (Vorjahr: TEUR 39) enthalten.

In den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind folgende aperiodische Erträge und Aufwendungen enthalten:

Geschäftsjahr Vorjahr
Erträge TEUR TEUR
- aus Forderungsbewertung 79 101
- aus der Auflösung von Rückstellungen 10 11
- Sonstige 22 167
Aufwendungen    
- aus Forderungsbewertung 132 44
- Sonstige 29 27

E. Sonstige Angaben

Außerbilanzielle Verpflichtungen

Am Bilanzstichtag bestanden folgende Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB:

davon zugunsten verbundenen Unternehmen
Geschäftsjahr Vorjahr Geschäftsjahr Vorjahr
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten        
- aus Gewährleistungsverträgen 115 95 0 0

Mit einer Inanspruchnahme aus diesen Verbindlichkeiten wird nicht gerechnet.

Es bestehen folgende nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte sonstige finanzielle Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind:

davon gegenüber verbundenen Unternehmen
Geschäftsjahr Vorjahr Geschäftsjahr Vorjahr
TEUR TEUR TEUR TEUR
- Miet- und Erbbaurechtsverpflichtungen (Jahresbetrag) 609 601 559 556
-Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen 95 70 0 0

Sämtliche Verpflichtungen haben zum Bilanzstichtag eine Restlaufzeit von weniger als fünf Jahren.

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 84 (Vorjahr: 87) Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen beschäftigt. Dabei handelt es sich um 75 Vollzeit- und neun Teilzeitkräfte. Darüber hinaus wurden 3 (Vorjahr: 5) Auszubildende beschäftigt.

Konzernzugehörigkeit

Die AGRAVIS Ems-Jade GmbH, Esens, ist ein Tochterunternehmen der AGRAVIS Agrarholding GmbH, Münster. Der vorliegende Jahresabschluss wird über die Gesellschafterin in den gemäß § 290 HGB aufgestellten Konzernabschluss des obersten Mutterunternehmens des Konzerns, der AGRAVIS Raiffeisen AG, Münster/Hannover, einbezogen. Die AGRAVIS Raiffeisen AG, Münster/Hannover, stellt zugleich den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Geschäftsführer der Gesellschaft

Gerhard Schröder, Dipl. Ingenieur Agrar, Ochtersum (bis 31.07.2016)

Dr. Philipp Spinne, Bereichsleiter Agrarzentren AGRAVIS Raiffeisen AG, Münster (seit 20.07.2016)

Bezüge der Geschäftsführung

Gemäß § 286 Abs. 4 HGB wurde auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung verzichtet.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen entsprechend § 285 Nr. 21 HGB zu marktunüblichen Konditionen wurden nicht getätigt.

Am Bilanzstichtag bestanden keine Forderungen gegen Mitglieder der Geschäftsführung.

Das vom Abschlussprüfer Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, für das Geschäftsjahr 2016 berechnete Gesamthonorar nach § 285 Nr. 17 HGB ist in der entsprechenden Anhangangabe des Konzernabschlusses der AGRAVIS Raiffeisen AG enthalten.

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 643.147,90 mit dem Verlustvortrag in Höhe von EUR 2.103.463,45 zu verrechnen und den sich danach ergebenden Bilanzverlust in Höhe von EUR 2.746.611,35 auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

Nach dem Ablauf des Geschäftsjahres 2016 sind wesentliche Vorgänge von besonderer Bedeutung nicht eingetreten.

 

Esens, den 30. März 2017

AGRAVIS Ems-Jade GmbH, Esens

- Die Geschäftsführung -

Dr. Philipp Spinne

Entwicklung des Anlagevermögens
im Geschäftsjahr 2016

Anschaffungs-/ Herstellungskosten
Stand Zugänge Umbuchung
des
Abgänge Stand
1.1. Gesch.-jahres 31.12.
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u.ä. Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 26.998,96 0,00 0,00 0,00 26.998,96
3. Geschäfts- oder Firmenwert 18.120,80 0,00 0,00 0,00 18.120,80
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Immat. Vermögensgegenstände 45.119,76 0,00 0,00 0,00 45.119,76
B. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 149.463,77 0,00 0,00 0,00 149.463,77
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.081.367,79 65.168,36 0,00 3.753,00 5.142.783,15
3. Andere Anlegen, Betriebs- und Geschältsausstattung 2.305.099,45 31.216,68 4.280,49 92.281,24 2.248.315,58
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 24.296,26 -18.249,55 -4.280,49 1.766,02 0,00
Summe Sachanlagen 7.560.227,07 78.135,69 0,00 97.800,26 7.540.562,50
III. Finanzanlagen          
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Beteiligungen 18.000,00 0,00 0,00 0,00 18.000,00
4 Ausleihungen an Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
5. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 11.600,00 0,00 0,00 0,00 11.600,00
6. Sonstige Ausleihungen 50.114,38 0,00 0,00 50.114,36 0,00
Summe Finanzanlagen 79.714,38 0,00 0,00 50.114,38 29.600,00
Anlagevermögen Insgesamt 7.685.061,21 78.135,69 0,00 147.914,64 7.615.282,26
Abschreibungen
Stand
(kumuliert)
Zugänge Umbuchung Abgänge Stand
(kumuliert)
1.1. des Geschäftsjahres 31.12.
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u.ä. Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 25.847,67 1.151,29 0,00 0,00 26.998,96
3. Geschäfts- oder Firmenwert 11.779,15 1.208,05 0,00 0,00 12.987,20
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Immat. Vermögensgegenstände 37.626,82 2.359,34 0,00 0,00 39.986,16
B. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 75.169,65 18.738,15 0,00 0,00 93.907,80
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.936.052,25 315.369,28 0,00 2.168,40 2.249.253,13
3. Andere Anlegen, Betriebs- und Geschältsausstattung 1.455.138,52 220.068,37 0,00 88.029,27 1.587.177,62
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 3.466.360,42 554.175,80 0,00 90.197,67 3.930.338,55
III. Finanzanlagen          
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
4 Ausleihungen an Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
5. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
6. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Anlagevermögen Insgesamt 3.503.987,24 556.535,14 0,00 90.197,67 3.970.324,71
Buchwerte
Stand Stand
31.12.2016 31.12.2015
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u.ä. Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 1.151,29
3. Geschäfts- oder Firmenwert 5.133,60 6.341,65
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
Summe Immat. Vermögensgegenstände 5.133,60 7.492,94
B. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 55.555,97 74.294,12
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.893.530,02 3.145.315,54
3. Andere Anlegen, Betriebs- und Geschältsausstattung 661.137,96 849.960,93
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 24.296,06
Summe Sachanlagen 3.610.223,95 4.093.866,65
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00
3. Beteiligungen 18.000,00 18.000,00
4 Ausleihungen an Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00
5. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 11.600,00 11.600,00
6. Sonstige Ausleihungen 0.00 50.114,38
Summe Finanzanlagen 29.600,00 79.714,38
Anlagevermögen Insgesamt 3.044.957,55 4.181.073,97

  
Lagebericht
für das Geschäftsjahr 2016

1. Geschäftsmodell und Grundlagen des Unternehmens

Die AGRAVIS Ems-Jade GmbH ist als regionale Vertriebseinheit des AGRAVIS-Konzerns ein führendes Agrarhandelsunternehmen mit Tätigkeitsschwerpunkt in der norddeutschen Region zwischen Ems und Jade. Das Unternehmen ist im Juni 2008 aus dem Zusammenschluss der Raiffeisen-Handelsgesellschaften in Esens und Aurich hervorgegangen. Zu diesem Zweck war die Raiffeisen-Handelsgesellschaft mbH, Esens, auf die RHG Aurich Raiffeisen-Handelsgesellschaft mbH, Aurich, als aufnehmenden Rechtsträger verschmolzen worden. Die RHG Aurich wurde zugleich auf AGRAVIS Ems-Jade GmbH umfirmiert. Als Grundlage der Geschäftstätigkeit werden in der Region Lagerhäuser, Tankstellen und Raiffeisenmärkte an insgesamt zwölf Standorten und zwei Nebenstellen unterhalten.

Entsprechend dem Gegenstand der Gesellschaft werden schwerpunktmäßig ein Handelsgeschäft mit Getreide und sonstigen landwirtschaftlichen Erzeugnissen und Bedarfsgütern sowie der Vertrieb von Futtermitteln und Energie betrieben. Die AGRAVIS Ems-Jade bietet ihren Kunden daneben Beratungsleistungen zum Beispiel in den Bereichen Futtermittel und Pflanzenschutz an.

Im Geschäftsfeld Agrar ist die Gesellschaft an ihren Standorten der unmittelbare Ansprechpartner der landwirtschaftlichen Kunden in allen Fragen von der Betriebsmittelbeschaffung bis zur Vermarktung der Ernteerzeugnisse. Den Landwirten werden fachkompetente Beratung, umfangreicher Service und qualitativ hochwertige Produkte in den folgenden Bereichen angeboten:

• Getreide

• Futtermittel

• Düngemittel

• Pflanzenschutz

• Saaten

• Landwirtschaftlicher Bedarf

Das Angebot in den Raiffeisenmärkten unseres Unternehmens richtet sich neben unserer traditionell landwirtschaftlich geprägten Kundschaft auch an die gesamte ländliche Bevölkerung mit ihrem Bedarfsspektrum rund um Haus, Heimtier und Garten. Im Fokus stehen dabei Familien, Eigenheim- und Gartenbesitzer sowie die Halter von Heimtieren, weiterhin auch die Halter von Nutztieren. Die Raiffeisen-Märkte sind Fachmärkte für die Sortimente Gartenbedarf, Heimtierfutter und -zubehör, Reitsport und Bekleidung. Standortbezogen ergänzen zusätzliche Sortimente wie Kaltwasseraquaristik, Bauernmarkt-Produkte, Lebensmittel, Getränke, Spielwaren, Bau- und Brennstoffe sowie Heimwerkerbedarf das Angebot.

Im Geschäftsfeld Energie beliefert die Gesellschaft ihre Kunden frei Haus mit Heizöl, Diesel, Flüssiggas und Holzpellets. Die Gesellschaft betreibt ferner acht Tankstellen in der Region.

Die AGRAVIS Ems-Jade GmbH ist über ihre unmittelbare Gesellschafterin - die AGRAVIS Agrarholding GmbH, Münster - ein mittelbares Tochterunternehmen der AGRAVIS Raiffeisen AG, Münster/ Hannover. Die Gesellschaft ist damit in den Leistungs- und Finanzierungsverbund des AGRAVIS-Konzerns eingebunden.

Einrichtungen für Forschung und Entwicklung bestehen aufgrund der Geschäftstätigkeit unserer Gesellschaft als Handelsunternehmen nicht.

2. Wirtschaftsbericht

Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Gesamtwirtschaft

Der Aufschwung im Euro-Raum und in Deutschland setzte sich auch im Jahr 2016 fort. Die Eurozone verzeichnete laut IWF ein Wachstum von 1,7 Prozent. In Frankreich, neben Deutschland die größte Volkswirtschaft in der EU, betrug es plus 1,3 Prozent. Trotz des angekündigten EU-Austritts zeigte sich die britische Wirtschaft überraschend robust. Im vierten Quartal 2016 wuchs die Wirtschaftsleistung gegenüber dem Vorquartal um 0,6 Prozent. Befürchtungen, das Brexit-Votum könnte die britische Wirtschaft in einen Schockzustand versetzen, haben sich bisher nicht bewahrheitet.

Die Auslastung der Produktionskapazitäten nahm weiter zu, und der Aufschwung, der im Frühjahr 2013 begonnen hatte, setzte sich fort. Getragen wurde der Aufschwung von deutlich höheren privaten und öffentlichen Konsumausgaben sowie den Wohnbauinvestitionen. Ferner schlug sich die erhöhte Exportnachfrage in einer stärkeren privaten Konsumnachfrage nieder. Die Ausfuhren deutscher Unternehmen erreichten in 2016 einen neuen Höchstwert. Die verbesserte Konsumentenstimmung spiegelte zudem die gute Lage auf dem Arbeitsmarkt wider. So stieg die Anzahl der Erwerbstätigen 2016 uni 429.000 auf 43,5 Mio. Personen. Die Zahl der Arbeitslosen verringerte sich im Schnitt au, 2,69 Mio. Menschen, so wenige wie seit 1991 nicht mehr. Die Arbeitslosenquote betrug im Jahresmittel 6,1 Prozent.

Getreidemarkt

Die Marktpreise für Getreide und Ölsaaten waren in 2016 weiter rückläufig. Der Ölsaatenmarkt hat in der zweiten Jahreshälfte 2016 einen Aufschwung erlebt. Der weiterhin steigende Getreideverbrauch trifft auf weltweit sehr gute Erntemengen.

Für Anfang 2017 rechnen die Marktbeteiligten mit einer insgesamt weiteren Festigung der Erzeugerpreise. Ein Indiz dafür sind die Preise für Weizen und Mais, die Anfang Februar 2017 an den Terminmärkten ein Mehrmonatshoch erreichten.

Milchmarkt

Die Milchpreise haben sich im Jahr 2016 weiterhin deutlich verringert. Der negative Preistrend konnte in der zweiten Jahreshälfte 2016 angehalten und umgekehrt werden. Allerdings sind die Milchpreise weiterhin für die Betriebe maximal auf einem kostendeckenden Niveau. Eine tiefgreifende Erholung, mit einem Milchpreis deutlich über 40 ct. pro Liter, wird aktuell nicht gesehen.

Schweinemarkt

Die Schweinepreise haben sich im Jahr 2016 wieder erholt und sind insgesamt auf den meisten internationalen Märkten im Aufwind.

Geschäftsverlauf

Der Geschäftsverlauf kann - gemessen an dem für unser Unternehmen als Handelsgesellschaft zentralen finanziellen Leistungsindikator der Umsatzentwicklung - wie folgt zusammengefasst werden:

Umsätze Berichtsjahr
TEUR
Vorjahr
TEUR
Futtermittel 15.669 18.320
Düngemittel 6.310 7.876
Pflanzenschutzmittel 4.764 5.226
Saatgut 2.798 2.851
Treib-/Brennstoffe 11.466 11.927
Raiffeisenmärkte 3.537 3.553
Baustoffe, Photovoltaik 0 0
Getreide, Ölsaaten 10.002 15.325
Innerbetriebliche Verrechnungen -4 -9
Warenumsatz 54.542 65.069
Dienstleistungen/Sonstiges 683 622
Umsätze gesamt 55.225 65.691

Die Umsatzerlöse und Umschlagsmengen haben sich im Vergleich zum Vorjahr aufgrund des späten Frühjahrs und einer rückläufigen Ernte verringert. Zudem verringerten rückläufige Preise den Umsatz um Mio. EUR 10,4 im Vergleich zum Vorjahr.

Die Geschäftsentwicklung ist nach wie vor von einem extrem starken Wettbewerb geprägt. Im Geschäftsjahr 2016 wurden rund 72 % der Umsatzerlöse im klassischen landwirtschaftlichen Warengeschäft erzielt. Die Möglichkeit weiterer Diversifikationen ist als begrenzt anzusehen.

Investitionen

Investitionen in das Sachanlagevermögen erfolgten im Geschäftsjahr 2016 in Höhe von rund TEUR 78 (Vorjahr: TEUR 600). Nach der Fertigstellung des neuen Standortes Hage in 2014 und der Beendigung der Modernisierung in Pewsum sowie einiger Ersatzinvestitionen in 2015 wurden in 2016 überwiegend nicht-aktivierungsfähige Ausgaben für Reparaturen und Instandsetzungen getätigt.

Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2016 hat sich aufgrund von witterungs- sowie erntebedingten Widrigkeiten als sehr schwierig erwiesen. Das im Vorjahr formulierte Unternehmensziel wurde nicht erreicht. Die Gesellschaft schreibt wie im Vorjahr 2015 ein negatives operatives Ergebnis. Das Jahresergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 483 auf TEUR -643 verschlechtert.

Personal- und Sozialbereich

Im Durchschnitt des Geschäftsjahres 2016 wurden von der Gesellschaft 75 Vollzeitkräfte, neun Teilzeitkräfte und drei Auszubildende beschäftigt. Mitarbeiterschulungen sind im Geschäftsjahr 2016 bei Bedarf vorgenommen worden. Für einige Mitarbeiter bestehen Altersvorsorgeregelungen.

Ertragslage der Gesellschaft

Die Ertragslage stellt sich zusammenfassend wie folgt dar:

Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
TEUR % v.U. TEUR % v.U. TEUR
Umsatzerlöse 55.225 100,0 65.691 100,0 -10.466
Materialaufwand 49.668 89,9 59.774 91,0 -10.106
Rohertrag 5.557 10,1 5.917 9,0 -360
Sonstige betriebliche Erträge 148 0,3 444 0,7 -296
Rohergebnis 5.705 10,3 6.361 9,7 -656
Personal- und Sachaufwand 5.781 10,5 5.791 8,8 -10
Abschreibungen 557 1,0 615 0,9 -58
Betriebsergebnis -632 -1,1 -45 0,0 -587
Finanzergebnis -3 0,0 -67 -0,1 64
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -635 -1,2 -112 -0,1 -523
Außerordentliches Ergebnis 0 0,0 -4 0,0 4
Einkommen- und Ertragsteuern 0 0,0 36 0,0 36
Sonstige Steuern 8 0,0 8 0,0 0
Jahresergebnis -643 -1,2 -160 -0,2 -483

Die Vorjahreszahlen der Umsatzerlöse sind aufgrund der Neufassung von § 277 Abs. 1 HGB durch das BilRUG nicht vergleichbar. Bei Anwendung des § 277 Abs. 1 HGB in der Fassung des BilRUG hätten sich für das Vorjahr Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 65.814 ergeben. In den Umsätzen des Geschäftsjahres 2016 sind i.H.v. TEUR 174 Sachverhalte gebucht worden, die bei Geltung des BilRUG bereits im Geschäftsjahr 2015 in diesem als Sonstige betriebliche Erträge ausgewiesen worden wären.

Die Ertragslage der Gesellschaft hat sich in 2016 gegenüber dem Vorjahr verschlechtert. Aufgrund der witterungs- sowie erntebedingten Widrigkeiten sowie der gesunkenen Produktpreise sank der Rohertrag um TEUR 360. Das Betriebsergebnis von TEUR -632 liegt deutlich unter Vorjahr.

Aus dem Jahresabschluss abgeleitete Kennziffern zur Ertragslage haben sich wie folgt entwickelt:

Geschäftsjahr Vorjahr
EBIT (TEUR) -640 -53
EBITDA (TEUR) -83 562

Finanzlage

Zur Finanzierung der Betriebsmittel stehen derzeit ausreichende Kreditlinien der AGRAVIS Raiffeisen AG und der übrigen Lieferanten zur Verfügung. Investitionen in das Anlagevermögen können durch fristenkongruente Darlehen durch unsere Hausbanken finanziert werden.

Die Liquidität der Gesellschaft war im Geschäftsjahr jederzeit sichergestellt.

Der Anteil des Fremdkapitals an der Bilanzsumme beträgt 78,5 % gegenüber 88,6 % im Vorjahr. Das Fremdkapital ist gegenüber dem Vorjahr um rd. Mio. EUR 1,7 auf rd. Mio. EUR 11,7 verringert.

Die Finanzlage ist geordnet.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich im Geschäftsjahr um Mio. EUR 0,3 auf Mio. EUR 14,8 verringert. Der Rückgang entfällt auf der Aktivseite im Wesentlichen auf die Verringerung der Sachanlagen. Auf der Passivseite sind die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um Mio. EUR 1,7 zurückgegangen. Demgegenüber wurde durch die Alleingesellschafterin AGRAVIS Agrarholding GmbH eine Einlage in das Eigenkapital (als "andere Zuzahlung" i.S.d. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB in die Kapitalrücklage) in Höhe von Mio. EUR 2,1 geleistet.

Die Vermögenslage der Gesellschaft ist auf der Aktivseite durch Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen geprägt; insgesamt entfallen auf der Aktivseite rd. 75 % der Bilanzsumme auf diese beiden Posten.

Die Finanzierung der Bilanzsumme erfolgte durch kurzfristige Verbindlichkeiten und das Eigenkapital. Die Eigenkapitalquote beträgt 21,5 % (Vorjahr: 11,4 0/0) der Bilanzsumme.

Die Umschlagshäufigkeit der Vorräte und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hat sich wie folgt entwickelt:

Geschäftsjahr Vorjahr
Umschlagshäufigkeit Vorräte 7,9 8,5
Umschlagshäufigkeit der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 13,1 17,3

Die Vermögenslage ist geordnet.

3. Risikobericht

Im Rahmen des Risikomanagements der Gesellschaft werden insbesondere die folgenden Risikofelder fortlaufend betrachtet:

Rechtliche Gefährdungspotentiale

Rechtliches Gefährdungspotential war bis zum Schluss des Berichtsjahres nicht gegeben und wird sich nach unserer Einschätzung auch zukünftig nicht ergeben.

Wirtschaftliche Gefährdungspotenziale

Wirtschaftliche Risiken werden in der Konzentration der Einkäufe durch Ausschreibungen und dem weiterhin starken Strukturwandel in der Landwirtschaft gesehen. Besonders zu beachten ist auch die wirtschaftliche Entwicklung vieler landwirtschaftlicher Betriebe. Dies betrifft im Wesentlichen derzeit den Bereich der Milchviehbetriebe. Weiteres Gefährdungspotenzial sehen wir in der nach wie vor hohen Wettbewerbsintensität in der Region und in der auch zukünftig schwierig einschätzbaren Marktpreisentwicklung im Geschäft mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen (Getreide/Ölsaaten).

Risikomanagementsystem und Gesamtaussage zur Risikosituation

In der Gesellschaft wurden aufgrund konzerneinheitlicher organisatorischer Vorkehrungen Regelungen und Maßnahmen getroffen, damit den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende und sonstige wesentliche Risiken der künftigen Entwicklung in der Gesellschaft früh erkannt werden.

Regelmäßige Zwischenberichte, Monats- und Quartalsabschlüsse erhöhen die Sicherheit. Die prognostizierte Volatilität der Märkte hat sich in 2016 gezeigt. Deshalb sind die Steuerungsinstrumente im Betrieb fortentwickelt worden. Alle Bereichsverantwortlichen beobachten täglich Entwicklungen und geben in gemeinsamen Besprechungen mit der Geschäftsleitung Berichte ab, in denen Strategien, die Chance und Risiko bewerten, festgelegt und umgesetzt werden. Ständige Weiterbildungen der Mitarbeiter in den verschiedenen Bereichen gewährleisten neueste Informationsstände und decken die gesetzlichen Anforderungen wie Berufskraftfahrerqualifikation oder andere Sachkundenach-weisprüfungen ab.

Nach den vorliegenden Informationen aus diesem System haben sich keine bestandsgefährdenden oder sonstigen Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft ergeben.

4. Prognose- und Chancenbericht

Für die erste Jahreshälfte 2017 ist von weiterhin niedrigen Preisen für Getreide auszugehen. Die Preise für Milch, Schweinefleisch und Ölsaaten haben sich etwas erholt - bleiben aber volatil. Von daher gehen wir von einer etwas besseren Kaufkraft der landwirtschaftlichen Betriebe im ersten Halbjahr 2017 aus. Mit einem Anstieg der Agrarpreise würde sich die Situation für die landwirtschaftlichen Betriebe und für den Großhandel nachhaltig verbessern. In der Zukunft wird es darauf ankommen, den landwirtschaftlichen Betrieben die beste Beratung und Dienstleistungen anzubieten, da die staatlichen Institutionen immer weniger in der Lage sind, ihren Aufgaben nachzukommen. Die konstant wachsenden Betriebe werden sich immer mehr auf die spezialisierte Produktion konzentrieren und in den Randbereichen auf gute Dienstleistungen und Beratung angewiesen sein. Hier liegt eine gute Chance für die AGRAVIS Ems-Jade GmbH, in der Zukunft die Kundenbindung zu den führenden Betrieben auszubauen.

In unserer Planung gehen wir für das Folgejahr - unter der Annahme eines sich im zweiten Halbjahr 2017 weiter stabilisierenden Preisniveaus für Agrarrohstoffe - von einem Umsatzwachstum aus. In Abhängigkeit von der Entwicklung der globalen Märkte für Agrarrohstoffe (insb. Getreide und Dünger) kann sich jedoch eine davon abweichende und durch uns nicht beeinflussbare Umsatzentwicklung einstellen.

Betreffend die Abläufe in unserem Unternehmen sind für 2017 kostensenkende Maßnahmen im Bereich der Prozessabläufe beschlossen worden. Zudem soll der Vertrieb an den Kunden in allen Sparten (Agrar, Energie und Einzelhandel) deutlich verbessert werden, sodass für 2017 mit einem verbesserten Ergebnis gerechnet wird. Insgesamt rechnen wir daher für das Jahr 2017 mit einem leicht positiven Ergebnis.

5. Nichtfinanzielle Leistungsfaktoren

Durch unsere breite Produktpalette sind wir auch zukünftig in der Lage, unsere Marktstellung zu festigen und auszubauen. Zusammen mit unseren sehr motivierten Mitarbeitern im Vertrieb sowie in der Administration werden wir weiterhin um eine hohe Akzeptanz bei den Kunden bemüht sein. Durch systematische Aus- und Fortbildungsmaßnahmen unserer Mitarbeiter sind wir in der Lage, das große Know-how zu sichern.

 

Esens, den 30. März 2017

AGRAVIS Ems-Jade GmbH

Dr. Philipp Spinne - Geschäftsführer -

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der AGRAVIS Ems-Jade GmbH, Esens, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der AGRAVIS Ems-Jade GmbH, Esens, den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Düsseldorf, den 7. Juni 2017

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

(Tissen) Wirtschaftsprüfer

(Dr. Bergs) Wirtschaftsprüfer

Beschlussfassung über die Ergebnisverwendung

Auszug aus dem Protokoll vom 18.07.2017

Das Geschäftsjahr endete mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von 643.147,90 Euro. Nach Verrechnung mit dem Verlustvortrag in Höhe von 2.103.463,45 Euro ergibt sich ein Bilanzverlust in Höhe von 2.746.611,35 Euro.

Die Gesellschafterversammlung beschließt, den Bilanzverlust auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Münster, den 18. Juli 2017

Die Gesellschafter

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