Thermo Fisher Diagnostics GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit medizinischen und orthopädischen Artikeln, Dental- und Laborbedarf
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
Managementdaten für KG sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
Kommanditgesellschaft (KG)
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Microgenics B.V. & Co. KGHennigsdorfJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023A) Grundlagen der GesellschaftDie Microgenics B.V. & Co. KG mit Sitz in Hennigsdorf (im Folgenden "Microgenics" oder "Gesellschaft") ist durch formwechselnde Umwandlung der Microgenics GmbH, Hennigsdorf, HRB 11973 gemäß Umwandlungsbeschluss vom 20. Dezember 2019 und mit Wirkung durch die Handelsregistereintragung vom 22. Januar 2020 entstanden. Die Firma "Microgenics GmbH" ist demnach zu diesem Zeitpunkt erloschen. Die Gesellschaftsanteile der Microgenics B.V. & Co. KG werden von der Thermo Fisher Scientific Germany BV & Co. KG, Braunschweig (Komplementärin mit 99,99 % Anteil) und von der Thermo Fisher Germany BV, Breda, (Kommanditistin mit 0,01 % Anteil) gehalten. Seit dem 1. März 2020 hält die Thermo Fisher Germany B.V., Breda, den 0,01 % Anteil treuhänderisch für die Thermo Fisher Scientific Germany BV & Co. KG, Braunschweig. 1. Konzernzugehörigkeit Die Gesellschaft gehört zum US-amerikanischen Konzern der Thermo Fisher Scientific Inc., einem weltweit führenden Anbieter und Lieferant für wissenschaftliche Anwendungen mit Börsennotierung in den USA (New York Stock Exchange: "TMO"). Ziel und Mission von Thermo Fisher ist es, den Kunden zu ermöglichen, die Welt gesünder, sauberer und sicherer zu machen. Dabei unterstützt der Gesamtkonzern seine Kunden dabei, die Forschung im Bereich der Biowissenschaften zu beschleunigen, komplexe analytische Herausforderungen zu lösen, die Produktivität in ihren Laboren zu steigern und die Patientengesundheit durch Diagnostik oder die Entwicklung und Herstellung neuer Therapien, zu verbessern. Thermo Fisher hat im Geschäftsjahr 2023 Umsätze von 42,9 Mrd. USD (Vorjahr: 44,9 Mrd. USD) erzielt und beschäftigt weltweit mehr als 120.000 Mitarbeiter. Der Konzern unterteilt seine weltweiten Aktivitäten in die Segmente "Analytical Instruments", "Specialty Diagnostics", "Life Science Solutions" und "Laboratory Products and Biopharma Services". Quelle: Homepage Thermo Fisher Scientific Inc., USA 2. Geschäftsmodell der Gesellschaft Die Microgenics ist Bestandteil des Konzernhauptsegments SDG (Specialty Diagnostics Group) und wird in die Untersparte CDD (Clinical Diagnostics Division) eingeordnet. Die Gesellschaft ist eine reine Handelsfirma und hat weder eigene Produktionsstätten noch eine eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung. Die Microgenics beschafft ihre Ware überwiegend von der Microgenics Corp. in Fremont, USA (verbundenes Unternehmen), Richard-Allan Scientific Co., USA (externe Gesellschaft) und Vantaa (verbundenes Unternehmen) in Finnland. Als reine Handelsfirma und Zwischenhändler werden alle Vorräte bei dem Kooperationspartner Rhenus in Velten gelagert. Von diesem Lagerstandort heraus werden alle Kunden im In- und Ausland beliefert. Das Produktportfolio der Gesellschaft umfasst Drogen- und Medikamentenspiegeltests, Klinische Chemie/Immunologie, Cascadion, anatomische Pathologie sowie Qualitätskontrollen. Dabei verkauft Microgenics Tests sowie die entsprechenden Geräte zum Testen. Der Geschäftsbereich "Cascadion" wurde planmäßig Ende Juli 2023 eingestellt. Die Aufteilung in Sparten erfolgt im Wesentlichen nach "Niche", "A&A", und dem Geschäftszweig "CDR" (Cascadion) mit LC-MS-Instrumenten (bis zum Juli 2023). Der wesentliche Bereich "Niche" vertreibt Reagenzien, Kalibratoren und Kontrollen für die Bereiche Drogenanalytik und Medikamentenspiegelüberwachung sowie die MAS-Qualitätskontrollen. Auch hier bietet Microgenics den Kunden individuelle Lösungen aus Tests und Instrumenten. Das Reagenzien-Menü beinhaltet über 80 sorgfältig validierte Verfahren für die Untersuchung von Toxykologie, Enzymen, Substraten, Elektrolyten und spezifischen Proteinen und Qualitätskontrollen. In dem Bereich A&A "Klinische Chemie" werden die klinisch-chemischen Systemlösungen "Indiko" und "Indiko Plus" vertrieben, welche effektive und präzise Analysen in der medizinischen Diagnostik garantieren. Nach der in 2017 abgeschlossenen Reorganisation des europäischen Vertriebes erzielt die Microgenics im Wesentlichen Umsätze mit verbundenen Unternehmen. Zusätzlich werden Drittumsätze mit Handelspartnern in EEMEA ("Eastern Europe, Middle-East and Afrika") und einigen wenigen Key-Account Kunden in Europa getätigt. In Deutschland gibt es neben dem Stammhaus in Hennigsdorf weitere Büroräume an dem Thermo Fisher-Standort in Dreieich. An diesem Standort werden Service -und Wartungsdienstleistungen, die Aufbereitung von gebrauchten Geräten sowie Tätigkeiten der allgemeinen Verwaltung angeboten. 3. Steuerungssysteme Die Geschäftsführung verwendet zur Steuerung und Überwachung der Geschäftstätigkeit die finanziellen Leistungsindikatoren "Umsatzerlöse" und "operatives Ergebnis" (EBIT - Earnings before interest and taxes), welches nach US Rechnungslegungsvorschriften ermittelt wird. 4. Umwelt- und Arbeitsschutz Es ist erforderlich, dass die weltweit verkauften Thermo Fisher Scientific Produkte sowohl länderspezifische Sicherheitsbestimmungen als auch die internationalen Sicherheitsstandards erfüllen. Thermo Fisher Scientific ist ein weltweit führendes Unternehmen im Dienste der Wissenschaft und mit dieser Position geht ein hohes Verantwortungsbewusstsein gegenüber der globalen Gemeinschaft in Bezug auf Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeiter und den Schutz der Umwelt einher. Quelle: Homepage Thermo Fisher Scientific Inc., USA B) Wirtschaftliche Rahmenbedingungen, Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Der Anstieg der Weltproduktion im Geschäftsjahr 2023 - gemessen auf Basis von Kaufpreisparitäten - beläuft sich nach Einschätzung von Wirtschaftsforschungsinstituten auf + 3,1%. Nachdem die Weltwirtschaft im ersten Quartal 2023 deutlich angezogen hatte, expandierte sie im Sommerhalbjahr nur moderat. Im vierten Quartal ließ das Expansionstempo nochmals nach. Die Weltkonjunktur verlangsamte sich somit erneut gegen Ende des Jahres 2023. Die Industrieproduktion zeigt weltweit - trotz verbesserter Rahmenbedingungen durch die Beendigung der restriktiven Corona-Politik in China - im Jahresdurchschnitt nur einen Zuwachs von 0,9%. Der Welthandel erlebte im ersten Halbjahr 2023 - nicht zuletzt durch die Krisen im Nahen Osten - einen Tiefpunkt. In der zweiten Jahreshälfte zeigte sich eine allmähliche Stabilisierung. Nach wie vor ist der Welthandel durch Einschränkungen bei der Nutzung des Suez Kanals und der damit verbundenen erheblichen Verlängerung der Transportwege zwischen Europa und Asien, zumindest kurzfristig beeinträchtigt. Die Entwicklung im Jahr 2023 verlief international betrachtet unterschiedlich. In den USA, einem bedeutenden Markt für den Thermo Fisher Konzern, war ein robuster Anstieg des Wirtschaftswachstums von rund +2,5% zu verzeichnen. Im Vergleich zum Anstieg in den USA, entwickelte sich die Situation im Euroraum deutlich schwächer. Hier wird der Anstieg des Bruttoinlandsprodukts für das Jahr 2023 nur mit +0,5% beziffert. In China - einem strategisch ebenfalls wichtigen Markt für Thermo Fisher - konnte ein Wirtschaftswachstum von moderaten 5,2% erreicht werden. Nach Beendigung der Null-Covid-Politik dürften im Wesentlichen strukturelle Probleme die wirtschaftliche Expansion beeinträchtigen. Quelle für Prozentzahlen und Aussagen: ifw Kiel: Kieler Konjunkturbericht Welt Q1/2024, Stand März 2024 In Deutschland stagniert die Wirtschaftsleistung. Die Veränderung des preisbereinigten Bruttoinlandsproduktes im Jahr 2023 verglichen mit dem ohnehin schwachen Vorjahr liegt bei - 0,3%. Besonders betroffen ist die Wertschöpfung in der Industrie und in der Bauwirtschaft. Lediglich der private Konsum und die rückläufige Inflation wirkten sich positiv auf die deutsche Wirtschaftsleistung aus. Die aktuell vorliegenden Frühindikatoren deuten für den Jahresbeginn 2024 auf keine konjunkturelle Trendwende hin. Das ifo Institut geht davon aus, dass sich der Rückgang der Wirtschaftsleistung im ersten Quartal 2024 mit - 0,1% gegenüber dem Vorquartal fortsetzen wird. Quelle: ifo Konjunkturprognose Frühjahr 2024 Die gesamtwirtschaftliche Situation stellt sich somit im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 bzw. unter Berücksichtigung der Frühindikatoren für das erste Quartal 2024 weniger positiv dar als im Vorjahr. Auf einzelne Branchen bezogen, können sich jedoch unterschiedliche Sichtweisen ergeben. Gesamtaussage zum abgelaufenen Geschäftsjahr: Aufgrund der internationalen Ausrichtung des Thermo Fisher Konzerns ist vor allem die Entwicklung in Europa von hoher Bedeutung. Als Unternehmen der SDG-Branche waren die Rahmenbedingungen für Microgenics B.V.& Co. KG im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 als überwiegend zufriedenstellend zu bezeichnen mit entsprechender Wirkung auf den Umsatz. 2. Geschäftsverlauf 2.1 Wesentliche Ereignisse während des Geschäftsjahres Am Ende des Geschäftsjahres 2022 wurde die Einstellung des Produktbereiches Cascadion angekündigt und im Juli 2023 wurde der Geschäftszweig eingestellt. Für Abfindungszahlungen für in diesem Zusammenhang freigesetzte Mitarbeiter wurde eine Rückstellung in 2022 in Höhe von TEUR 1.136 gebildet und im laufenden Geschäftsjahr vollumfänglich verwendet. 2.2 Geschäftsentwicklung Die Gesellschaft agiert vorwiegend als Intercompany Handelsgesellschaft. Der Umsatzanstieg von TEUR 34.767 im Vorjahr auf TEUR 37.840 im laufenden Geschäftsjahr wurde hauptsächlich in EU-Ländern erzielt. Insgesamt war die Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2023 zufriedenstellend. Finanzielle Leistungsindikatoren Die wesentlichen finanziellen Steuerungskennzahlen nach HGB-Rechnungslegungsgrundsätzen sind nachfolgend dargestellt.
Die Umsatzerlöse und das EBIT übertreffen in beiden Kategorien die prognostizierten Werte ("Geschäftsentwicklung auf Vorjahresniveau"). Der Umsatzanstieg war insbesondere im Ausland höher als erwartet. Darüber hinaus sind Weiterbelastungen an verbundene Unternehmen, die sich im laufenden Geschäftsjahr nahezu verdoppelt haben, nicht Bestandteil der Umsatzprognose. Das EBIT entwickelte sich ebenfalls besser als prognostiziert, hauptsächlich bedingt durch höhere Umsätze und niedrigere Personalkosten. Das EBIT enthält einen außerordentlichen Effekt von TEUR 1.043 aus der nicht mehr gegebenen Verwertbarkeit von Produkten im Zusammenhang mit der Einstellung des Geschäftsbereiches Cascadion, der in der Gewinn- und Verlustrechnung als Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens separat ausgewiesen wird. 3. Lage der Gesellschaft Zur Darstellung der Lage der Gesellschaft werden im Folgenden Ausführungen zur Ertragslage und hier insbesondere zur Umsatzentwicklung sowie zur Finanz- und Vermögenslage des Geschäftsjahres 2023 gemacht. Die Vorjahreszahlen werden zu Vergleichszwecken herangezogen. 3.1 Ertragslage Umsatzentwicklung Die Umsatzerlöse teilen sich wie folgt auf:
Die Umsätze nach Geschäftsbereichen gliedern sich wie folgt:
Entwicklung Materialaufwand Der Materialaufwand ist von TEUR 19.268 auf TEUR 21.832 gestiegen. Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand durch Umsatz) beträgt 57,7 % und liegt damit leicht über der des Vorjahres von 55,4 %. Die Änderungen im Produktmix erklären die etwas niedrigere Rohmarge. Entwicklung Personalaufwand und Mitarbeiter Im Quartalsdurchschnitt ging die Anzahl der Mitarbeiter von 62 auf 47 zurück. Der Personalaufwand je Mitarbeiter liegt bei TEUR 133 (Vorjahr: TEUR 115) ist jedoch im Verlauf zum Vorjahr rückläufig. Durch regelmäßige Qualifizierungsprogramme sowie Förderungsmaßnahmen ist ein hoher Qualitätsstandard der Mitarbeiter gewährleistet. Die Vergütung der Mitarbeiter orientiert sich an den Konzernvorgaben von Thermo Fisher, die Gehaltssteigerungen von durchschnittlich 2-3 % vorsieht. Die Vergütungen werden im Rahmen jährlicher Gehaltserhöhung angepasst. Die Mitarbeiterfluktuation bewegt sich in einem geschäftsüblichen Rahmen. Die Anzahl der Mitarbeiter ohne Auszubildende und Geschäftsführer betrug am Ende des Geschäftsjahres 44 Mitarbeiter (Vorjahr: 57 Mitarbeiter) und der Rückgang ist im Wesentlichen durch die Restrukturierung des Vorjahres begründet. Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens Durch die Aufgabe des Geschäftsbereiches Cascadion waren Bestände aus dem Vorratsvermögen in Höhe von TEUR 1.043 nicht mehr verwertbar und wurden somit außerplanmäßig abgeschrieben. Es handelt sich um einen Effekt von außergewöhnlicher Größenordnung bzw. Bedeutung. Sonstige betriebliche Aufwendungen Dieser Posten enthält im Wesentlichen Aufwendungen für Frachtkosten mit TEUR 2.712 (Vorjahr: TEUR 2.761) und Verpackungskosten mit TEUR 1.771 (Vorjahr: TEUR 153). Der Anstieg der Verpackungskosten ist zurückzuführen auf In-vitro Diagnostik (IVD) konforme, aber dadurch deutlich teurere Verpackungsmaterialien. Im Vorjahr war darüber hinaus die Zuführung zur Rückstellung für Restrukturierung im Zusammenhang mit der Einstellung des Produktbereiches "Cascadion" in Höhe von TEUR 1.136 als Effekt von außergewöhnlicher Größenordnung bzw. Bedeutung, enthalten. Finanzergebnis Das Finanzergebnis verbesserte sich von TEUR 68 im Vorjahr auf TEUR 2.818 im laufenden Geschäftsjahr infolge deutlich höherer Zinserträge auf Cash Pool Guthaben. EBIT / Jahresüberschuss Das höhere EBIT in Höhe von TEUR 2.470 (Vorjahr: TEUR 1.435) ist Ausdruck der vorstehend beschriebenen Effekte. Durch das deutlich verbesserte Zinsergebnis konnte der Jahresüberschuss von TEUR 1.503 auf TEUR 5.288 gesteigert werden. 3.2 Finanzlage Finanzierung Die Versorgung mit Liquidität wird durch den Thermo Fisher Konzern sichergestellt. Die Gesellschaft ist in das konzernweite Cash Pool System einbezogen. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen aus Cash Pooling belaufen sich auf TEUR 111.002 (Vorjahr: TEUR 102.738). Außerbilanzielle Verpflichtungen bestehen in Form von Miet- und Leasingverträgen, die in den nächsten Jahren zu finanziellen Belastungen in einer Größenordnung von TEUR 197 (Vorjahr: TEUR 190) führen werden. Investitionen und daraus resultierende finanzielle Verpflichtungen Die Gesellschaft betreibt ausschließlich Handel. Im Bereich der immateriellen Vermögensgegenstände und des Sachanlagevermögens gab es im laufenden Geschäftsjahr Ersatzinvestitionen in Höhe von TEUR 7 (Vorjahr: TEUR 14). Wesentliche finanzielle Verpflichtungen aus bereits begonnenen oder geplanten Investitionen und damit verbundene Finanzierungsvorhaben bestehen nicht. Gesamtaussage zur Finanzlage: Die Gesellschaft kann über ihre Einbeziehung in das konzernweite Cash Pool System auf interne Finanzierungsquellen zurückgreifen bzw. trägt über ihr Cash Pool Guthaben zur Konzernfinanzierung bei. Nach Ansicht der Geschäftsleitung ist die Gesellschaft in der Lage, jederzeit fristgerecht ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. 3.3 Vermögenslage Vermögensstruktur Die Bilanzstruktur ist homogen, die Bilanzsumme ist leicht (- TEUR 1.397) gesunken. Das Anlagevermögen ist mit weniger als 1% der Bilanzsumme von untergeordneter Bedeutung. Wesentlicher Posten des Umlaufvermögens sind - im Einklang mit dem Geschäftsmodell der Gesellschaft - die Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Rund 91% der Bilanzsumme sind - wie im Vorjahr- durch Eigenkapital gedeckt. Die Vorräte sind von TEUR 6.142 auf TEUR 5.308 in 2023 (-13,6 %), hauptsächlich in Folge der Einstellung des Geschäftsbereiches "Cascadion", gesunken. Die Umschlagshäufigkeit als Quotient aus Umsätzen und Vorräten ist auf Grund der erhöhten Umsätze und der niedrigeren Vorräte von 5,7 in 2022 auf 7,1 im Geschäftsjahr 2023 gestiegen. Der wesentliche Posten bei den Forderungen betrifft mit TEUR 123.905 (Vorjahr: TEUR 123.827) Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen. Diese resultieren überwiegend aus Cash Pool Guthaben in Höhe von TEUR 111.002 (Vorjahr: TEUR 102.738). Die sonstigen Rückstellungen sind von TEUR 3.705 in 2022 auf TEUR 1.617 in 2023 gesunken. Die Restrukturierungsrückstellung des Vorjahres im Zusammenhang mit der Einstellung des Produktbereiches "Cascadion" (TEUR 1.136) wurde in 2023 vollumfänglich verwendet. Die Rückstellung für den voraussichtlichen Verpflichtungsumfang von Mitarbeitern gewährten Aktienoptionen hat sich im laufenden Geschäftsjahr um TEUR 488 reduziert. Hieraus erklären sich im Wesentlichen die niedrigeren Rückstellungen am Bilanzstichtag. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern enthalten unter anderem das Jahresergebnis, welches auf den Gesellschafterdarlehenskonten gutgeschrieben wird. Infolgedessen haben sich die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern von TEUR 1.804 auf TEUR 5.583 erhöht. Kapitalstruktur Die Eigenkapitalquote ist in Folge der etwas niedrigeren Bilanzsumme von 90,2 % im Vorjahr auf 91,1 % im laufenden Geschäftsjahr leicht gestiegen. Das erzielte Jahresergebnis wurde den Gesellschafterdarlehenskonten im Verhältnis ihrer Anteile zugeführt. Die Fremdkapitalquote ist von 9,8 % in 2022 auf 8,9 % im abgelaufenen Geschäftsjahr leicht gesunken. Grund hierfür ist im Wesentlichen der Rückgang bei den sonstigen Rückstellungen, der über den Anstieg der Verbindlichkeiten hinausgeht. Gesamtaussage zur Lage Insgesamt sieht die Geschäftsleitung die Geschäftsentwicklung und Lage der Microgenics trotz eingangs beschriebener, gesamtwirtschaftlicher Unsicherheiten als zufriedenstellend an. Die Einbeziehung in den weltweiten Thermo Fisher Scientific Konzern, der insbesondere die Liquidität der Gesellschaft durch das konzernweite Cash Pool System sichert, spielt dabei eine erhebliche Rolle. C) Chancen- und Risikobericht1. Chancenbericht In der Vergangenheit ist die Microgenics als wesentlicher Händler von Produkten für Endkunden aufgetreten. Im Geschäftsjahr 2017 wurde die Umstellung auf eine überwiegend als Intercompany-Händler auftretende Gesellschaft abgeschlossen. Dazu wurden im deutschen Markt sowie ausländischen Märkten jeweils eigene Gesellschaften der Thermogroup gegründet, die sich am zentralen/ alleinigen Lager der Microgenics B.V. & Co. KG bedienen. Hierbei wird für die Zukunft eine wesentliche Chance für die Gesellschaft im Bereich Umsatz gesehen, um als alleiniger Verbundhändler für Europa sowie den Nahen Osten und Afrika aufzutreten. Langjährige Erfahrungen mit bisherigen Verbundpartnern werden zu weiteren Synergien mit neuen sowie bisherigen Verbundpartnern führen. Der Ausbau von Qualitätskontrollen mit Hilfe des Produktspektrums von Microgenics wird ein erhöhtes Geschäftsvolumen nach sich ziehen. Insgesamt ist die Geschäftsführung positiv gestimmt, die sich ergebenden Chancen zu nutzen. Durch die bestehenden Geschäftsbeziehungen in sehr viele Länder, die Einbindung in den weltweiten Thermo-Fisher-Konzern und das vorhandene technische know how sind auch zukünftig erhebliche Potentiale erkennbar. Wesentliche Chancen (sowie Risiken) aus der Einbeziehung in den Konzernverbund Grundsätzlich besteht für eine Gesellschaft, die finanziell und operativ eng in einen internationalen Konzern eingebunden ist, ein gewisses Risiko in Bezug auf ihre Eigenständigkeit und ihre wirtschaftlichen Entfaltungsmöglichkeiten, da die Konzernstrategie mit dem Interesse einer einzelnen Gesellschaft nicht immer einher gehen wird. Es besteht das Risiko, dass Maßnahmen, die aus Konzernsicht sinnvoll erscheinen, sich nachteilig auf die Einzelgesellschaft auswirken könnten. Die Konzerngesellschaften sind somit in gewisser Weise von Entscheidungen, die auf übergeordneten Ebenen getroffen werden, abhängig. Andererseits bietet insbesondere die finanzielle Eingliederung in eine finanzstarke, übergeordnete Organisation wesentliche Chancen. Als reine Vertriebsgesellschaft ist die Microgenics abhängig von der Vertriebsstrategie des Konzerns und den verfügbaren Produkten. Dies kann sowohl ein Risiko als auch eine Chance darstellen. Die Einbindung in den Konzern eröffnet internationale Absatzwege, Zugang zu Forschungs- und Entwicklungsergebnissen sowie die breite Versorgung mit neu entwickelten Produkten. Darüber hinaus erfolgt eine finanzielle Absicherung unter dem internationalen Cash Pool System. Die Microgenics B.V. & Co. KG sieht ein gewisses theoretisches Risiko, leitet von ihrer Einbindung in den Thermo Fisher Konzern jedoch überwiegend Chancen ab. 2. Risikomanagementsystem Die Gesamtpalette von operativen Risiken in den Geschäftsbereichen Ein- und Verkauf, Personal, Qualitätsmanagement sowie im Finanzwesen sind Bestandteil des Konzerncontrollings. Eine standardisierte, monatliche Finanzberichterstattung aller Konzerngesellschaften, unter Berücksichtigung von Analysen zu Budgetabweichungen, liefert einen zeitnahen Informationsfluss und eröffnet die Möglichkeit, korrigierende Maßnahmen einzuleiten. 2.1 Risikobericht Im Folgenden werden Risiken im Hinblick auf ihre Bedeutung für die Gesellschaft gewichtet. Der Betrachtungszeitraum entspricht dem Prognosezeitraum. Globale Risikolage und Einfluss aktueller Krisenherde (Russland/Ukraine und Nahost) (mittleres Risiko) Die Gesellschaft hat absatzseitig wenige Berührungspunkte mit der Krisenregion in Osteuropa (Russland, Ukraine) und im Nahen Osten. Beschaffungsseitig zeichnete sich zu Beginn des Geschäftsjahres 2023 im Hinblick auf die Verfügbarkeit von Rohstoffen bzw. in Bezug auf die Entwicklung der Energiepreise eine gewisse Entspannung ab. Insofern ist gegenwärtig von einer leichten Verbesserung der Gesamtsituation auszugehen. Es könnten sich jedoch - sollte die geopolitische Lage in Osteuropa oder in Nahost und hier insbesondere die Beeinträchtigung der Transportwege - weiterhin angespannt bleiben oder sich weiter verschlechtern - erneut nachhaltige Beeinträchtigungen im Bereich der Lieferketten verbunden mit Preisanstiegen bei Energie und industriellen Vorprodukten, ergeben. Dieses Risiko ist aber gering, weil der größe Lieferant der Gesellschaft die ebenfalls zum Thermo Fisher Konzern gehörende Microsoft Corporation in den USA ist, sodass sich kein direktes Risiko ergibt. Microgenics ist bestrebt, etwaige Preiserhöhungen bestmöglich abzufedern, es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass sich diese Preiserhöhungen nachteilig auf die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft auswirken. Beschaffungsmarktrisiko (mittleres Risiko) Die Gesellschaft sieht das Risiko von Beschaffungsengpässen bei einzelnen Produkten. Es soll mit einem qualifizierten Mitarbeiteraufbau und Schulungen im Einkauf entgegengewirkt werden. Daneben wird die Abhängigkeit vom externen Dienstleister als Lagerbetreiber gesehen. Dieses Risiko wird durch langfristige Verträge und enge Verzahnung der Prozesse versucht, zu minimieren. Die Gesellschaft versucht Kostensteigerungen an ihre Kunden weiterzugeben. Aus aktuellem Anlass sieht die Gesellschaft ein erhöhtes Risiko für Beschaffungsengpässe in Folge unterbrochener Lieferketten. Allerdings kann die Gesellschaft durch die Einbindung in den weltweiten Thermo Konzern dieser Entwicklung teilweise entgegenwirken, da zumindest auf Ebene der Microgenics in weiten Teilen keine unmittelbare Abhängigkeit von externen Lieferanten gegeben ist. Trotzdem wird gegenwärtig von einem mittleren Risiko ausgegangen. Währungsrisiko (mittleres Risiko) Ein Risiko ergibt sich, wenn Preisänderungen an den Finanzmärkten den Wert von Forderungen und Verbindlichkeiten negativ beeinflussen. Für die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie für die Verbindlichkeiten besteht ein Preisrisiko im Wesentlichen aus Wechselkursschwankungen, da diese Bilanzpositionen teilweise auch in Fremdwährungen vorhanden sind. Währungsrisiken sind durch Käufe im Ausland gegeben, insbesondere die erheblichen US-Dollar Schwankungen können Einfluss auf das Ergebnis nehmen. Es erfolgen derzeit keine Absicherungen dieser Geschäfte, was zu einer mittleren Risikoeinschätzung führt. Cyber- und IT-Risiken (mittleres Risiko) Wie die meisten großen internationalen Unternehmen sind auch die Gesellschaften des Thermo Fisher Konzerns regelmäßig der Gefahr von Cyberangriffen und anderen Cybersicherheitsvorfällen ausgesetzt, weshalb Cybersicherheit konzernweit in den gesamten Risikomanagementprozess integriert wird. Eine erhebliche Störung oder Verletzung der Sicherheit unserer Informationstechnologiesysteme oder ein Verstoß gegen Datenschutzgesetze könnte sich nachteilig auf unser Geschäft auswirken. Als Teil unserer ständigen Bemühungen, unsere derzeitigen Informationssysteme zu aktualisieren, implementieren wir regelmäßig neue Enterprise-Resource-Planning-Software und andere Softwareanwendungen, um bestimmte unserer Geschäftsvorgänge zu verwalten. Während wir Funktionen implementieren und hinzufügen, können Probleme auftreten, die wir nicht vorhergesehen haben. Solche Probleme könnten unsere Fähigkeit beeinträchtigen, Angebote zu erstellen, Kundenbestellungen entgegenzunehmen und unser Geschäft anderweitig zeitnah zu führen. Wenn wir Systeme aktualisieren oder ändern, kann es zu Dienstunterbrechungen, Datenverlust oder eingeschränkter Funktionalität kommen. Wenn unsere neuen Systeme außerdem keine genauen Preis- und Kostendaten liefern, könnten unsere Betriebsergebnisse und Cashflows nachteilig beeinflusst werden. Wir verlassen uns auf unsere Informationstechnologiesysteme, um elektronische Informationen (einschließlich sensibler Daten wie vertraulicher Geschäftsinformationen und personenbezogener Daten von Mitarbeitern, Kunden und anderen Geschäftspartnern) zu verarbeiten, zu übertragen und zu speichern und eine Vielzahl kritischer Geschäftsprozesse zu verwalten oder zu unterstützen. Unsere Systeme können anfällig für Schäden oder Unterbrechungen durch Naturkatastrophen, Stromausfälle, Telekommunikationsausfälle, Terroranschläge, Computerhackerangriffe, Computerviren, Ransomware, Phishing, Computer-Denial-of-Service-Angriffe, unbefugten Zugriff auf Kunden- oder Mitarbeiterdaten oder Geschäftsgeheimnisse sein. Wir sind der Meinung, dass Cybersicherheit in der Verantwortung jedes Mitarbeiters liegt, und informieren und teilen regelmäßig Best Practices mit unseren Mitarbeitern, um das Bewusstsein für Cybersicherheitsbedrohungen durch ein Schulungsprogramm zum Sicherheitsbewusstsein zu schärfen, einschließlich regelmäßiger Übungen, regelmäßiger Simulationen von Cyber-Ereignissen und einer jährlichen Bescheinigung unserer Richtlinie zur akzeptablen Nutzung von Technologien. Wir gehen nicht davon aus, dass es derzeit Cybersicherheitsvorfälle gibt, die das Unternehmen oder seine Geschäftsstrategie, seine Betriebsergebnisse oder seine Finanzlage wesentlich beeinträchtigt haben oder nach vernünftigem Ermessen wesentlich beeinträchtigen werden. Absatz- und Ausfallrisiko (mittleres bzw. geringes Risiko) Zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit wird das Produktsortiment kontinuierlich überprüft und weiterentwickelt. Dem Ausfallrisiko für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber fremden Dritten wird durch eine Wertberichtigung Rechnung getragen, die dieses Risiko angemessen berücksichtigt. Durch die verstärkte Ausrichtung als Intercompany-Handelsgesellschaft bestehen im Wesentlichen Forderungen bei Verbundgesellschaften, deren Ausfallrisiko durch die übergreifende Teilnahme am Cash Pooling der Thermo Gruppe minimiert wird. Aus diesem Grund sieht die Gesellschaft ein geringes Ausfallrisiko von kurzfristigen Vermögenspositionen. Insgesamt wird durch die Wandlung hin zu einem Händler für Verbundgesellschaften neben dem Risiko des Forderungsausfalls das Risiko für den Umsatzausfall einerseits geringer, da die Microgenics aufgrund des zentralen/ alleinigen Lagers als alleiniger Handelspartner für Verbundgesellschaften gilt. Andererseits kann sich ein potentielles Absatzrisiko der Verbundgesellschaften negativ auf die Microgenics B.V.& Co. KG auswirken. Risiken (und Chancen) aus der Einbeziehung in den Konzernverbund (Einschätzung: niedrig): Als reine Vertriebsgesellschaft ist die Microgenics abhängig von der Vertriebsstrategie des Konzerns und den verfügbaren Produkten. Dies kann sowohl ein Risiko als auch eine Chance darstellen. Die Einbindung in den Konzern eröffnet internationale Absatzwege, Zugang zu Forschungs- und Entwicklungsergebnissen sowie die breite Versorgung mit neu entwickelten Produkten. Darüber hinaus erfolgt eine finanzielle Absicherung unter dem internationalen Cash-Pool System. Andererseits ist die Gesellschaft in gewisser Weise von Entscheidungen, die auf übergeordneten Ebenen getroffen werden, abhängig. Mitarbeiterrisiko (geringes Risiko) Die Mitarbeiterfluktuation bzw. die Neugewinnung von Mitarbeitern vor dem Hintergrund des allgemeinen Fachkräftemangels stellt für die Gesellschaft aufgrund der allgemeinen Situation auf dem Arbeitsmarkt ein gewisses Risiko dar. Allerdings ist die Fluktuation überschaubar, weshalb von einem eher geringen Risiko ausgegangen wird. Liquiditätsrisiko (geringes Risiko) In Folge der soliden Finanzlage (überdurchschnittlich hohe Cash Pool Forderungen) wird das Liquiditätsrisiko als gering eingestuft. Das Liquiditätsrisiko für den konzernweiten Cash Pool ist auf Ebene des Gesamtkonzerns der Thermo Fisher Scientific Inc. in USA zu beurteilen. Nach gegenwärtiger Einschätzung lassen sich keine wesentlichen Liquiditätsrisiken hieraus ableiten. Rechtliche Risiken (geringes Risiko) Es bestehen derzeit keine nennenswerten Rechtsstreitigkeiten, die einer Risikovorsorge bedürfen. 2.2 Gesamtrisikoeinschätzung Die Geschäftsleitung sieht ein global erhöhtes Risiko im Einklang mit der aktuellen weltpolitischen Entwicklung hauptsächlich in Folge bestehender Unsicherheiten über den weiteren Verlauf geopolitischer Konflikte und deren Auswirkungen. Ein Risiko für das künftige Fortbestehen des Unternehmens wird auf Basis der Auftragslage, der Branchensituation, der Geschäftsstruktur und der finanziellen Eingliederung in den Thermo Fisher Cash-Pool nicht gesehen. D) Prognosebericht1. Allgemeine Wirtschaftsprognosen Derzeitigen Wirtschaftsprognosen zur Folge wird mit einem Anstieg des Weltwirtschaftswachstums von + 3,2% für das Geschäftsjahr 2024 gerechnet. Im Euroraum wird momentan für 2024 ein Wirtschaftswachstum von +0,9% angenommen. Für die USA hingegen wird mit einem Wachstum von +2,2%, für China wird ein Wachstum von +5,2%, für Deutschland von lediglich + 0,2% gerechnet. Quelle: ifw Kiel: Kieler Konjunkturbericht Q2/2024 (Welt und Deutschland), Stand Juni 2024 Die Prognosen hängen unter anderem von der weiteren Entwicklung geopolitischer Auseinandersetzungen und den damit verbundenen, internationalen Auswirkungen, sowie der Inflations- und Zinsentwicklung ab und sind dementsprechend mit Unsicherheiten behaftet. 2. Prognose in Bezug auf die Entwicklung der Gesellschaft Aufgrund der insgesamt unsicheren Rahmenbedingungen, aber vor dem Hintergrund eines soliden Auftragsbestands, erwartet die Gesellschaft für die Berichtsperiode 2024 eine Geschäftsentwicklung auf Vorjahresniveau und eine leicht steigende Tendenz für 2025. Die Umsatzerlöse und das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) für das Geschäftsjahr 2024 werden anhand derzeitiger Prognosen auf dem Niveau des Vorjahres erwartet. Die Liquidität wird wie vorstehend beschrieben als gesichert angesehen. Für das Jahr 2025 wird ein leichter Anstieg der finanziellen Leistungsindikatoren Umsatzerlöse und EBIT erwartet. Allerdings sind - vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen Situation - Prognosen mit gewissen Unsicherheiten behaftet.
Hennigsdorf, den 15. Juli 2024 Microgenics B.V. & Co. KG Die Geschäftsführung Petrus van der Zande Dr. Elli Neu Claudia Dierig Urmi Prasad Richardson Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023I. Allgemeine AngabenAngaben zum Unternehmen:
Die Microgenics B.V.& Co. KG ist urch formwechselnde Umwandlung der Microgenics GmbH, Hennigsdorf, HRB 11973 gemäß Umwandlungsbeschluss vom 20. Dezember 2019 mit Wirkung durch die Handelsregistereintragung vom 22. Januar 2020 entstanden. Persönlich haftende Gesellschafterin ist seit diesem Zeitpunkt die Thermo Fisher Scientific Germany BV & Co. KG, Braunschweig. Die Microgenics B.V. & Co. KG ist erstmalig eine mittelgroße (Vorjahr: große) Personenhandelsgesellschaft i.S.v. § 267 Abs. 2 HGB. Der Jahresabschluss wurde nach den für alle Kaufleute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften der §§ 242 ff. HGB sowie den ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Aufwendungen und Erträge werden auf das Geschäftsjahr abgegrenzt. Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. Aus Gründen der Übersichtlichkeit ist der Anhang in TEUR aufgestellt. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, im Anhang aufgeführt. II. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sowie Ausweisgrundsätze sind gegenüber dem Vorjahr unverändert. Anlagevermögen Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten (§ 255 Abs. 1 HGB) angesetzt und werden über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 3 Jahren linear abgeschrieben. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Das Sachanlagevermögen wird mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten (§ 255 Abs. 1 und 2 HGB) angesetzt und wird über die voraussichtlichen Nutzungsdauern zwischen 3 und 13 Jahren linear abgeschrieben. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Im laufenden Geschäftsjahr sind keine außerplanmäßigen Abschreibungen angefallen. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden gemäß § 6 Abs. 2 EStG sofort abgeschrieben. Vorräte Die Bewertung der Waren erfolgt zu Anschaffungskosten (§ 255 Abs. 1 HGB) bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert gemäß § 253 Abs. 4 Satz 2 HGB. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und / oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen. Im laufenden Geschäftsjahr sind außerplanmäßige Abschreibungen angefallen. Forderungen und übrige Aktiva Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Das allgemeine Kreditrisiko ist in Form einer Pauschalwertberichtigung von 0,7 % des Nettoforderungsbestands berücksichtigt. Die Guthaben bei Kreditinstituten sind mit den Nennwerten bilanziert. Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, sind unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Eigenkapital Zum Abschlussstichtag wird das Eigenkapital der Personenhandelsgesellschaft gemäß § 265 Abs. 5 HGB in Verbindung mit § 264 c Abs. 2 HGB mit dem Nennwert ausgewiesen. Rückstellungen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen im Rahmen von unmittelbaren Versorgungszusagen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Es wurden die Anwendungsregelungen des Rechnungslegungshinweises FAB 1.021 für Pensionszusagen, die vollständig oder teilweise von einer Rückdeckungsversicherung abhängen bzw. für die eine Rückdeckungsversicherung abgeschlossen wurde, berücksichtigt. Bewertungsgrundlagen für nicht rückgedeckte Bestandteile: Zum 31. Dezember 2023 werden die Pensionsverpflichtungen mit dem 10-jährigen Durchschnittszinssatz von 1,82 % (Vorjahr: 1,78 %) abgezinst. Der anzuwendende Diskontierungszinssatz wird von der Deutschen Bundesbank nach Maßgabe der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) ermittelt und monatlich bekannt gegeben. Es wird gemäß der Vereinfachungsregel des § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB eine pauschale Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt. Es wird keine Fluktuation angesetzt, da der Pensionsplan lediglich eine Person umfasst. Erfolgswirkungen aus einer Änderung des Diskontierungszinssatzes werden im operativen Ergebnis erfasst. Bei den Pensionsrückstellungen ergibt sich aus der Anwendung des 10-jährigen Durchschnittszinssatzes im Vergleich zur Anwendung des 7-jährigen Durchschnittszinssatzes zum Stichtag 31. Dezember 2023 ein Unterschiedsbetrag von EUR 18 (Vorjahr: TEUR 0,1). In Höhe des Differenzbetrages der Diskontierung der Verpflichtung mit dem 7-jährigen Durchschnittssatz besteht grundsätzlich eine Ausschüttungssperre. Bewertungsgrundlagen für rückgedeckte Bestandteile: (FAB 1.021) Die Gesellschaft hat bei der Bilanzierung das Deckungskapitalverfahren (Primat der Aktivseite) angewendet und eine Bewertung analog der Rückdeckungsversicherung vorgenommen. Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung dieser Verpflichtungen dienen und dem Zugriff fremder Dritter entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), werden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet und mit den Pensionsverpflichtungen verrechnet. Die Bewertung des zweckgebundenen, verpfändeten und insolvenzgesicherten Deckungsvermögens in Höhe von TEUR 102 (Vorjahr: TEUR 100) erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Es handelt sich dabei um den vom Versicherungsunternehmen mitgeteilten Aktivwert und entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung). Aufwendungen und Erträge aus der Aufzinsung werden miteinander verrechnet. Weiterhin bestehen auch unmittelbare Zusagen, deren Höhe sich ausschließlich nach dem zugrundeliegenden Deckungsvermögen bestimmt. Die Bewertung des zweckgebundenen, verpfändeten und insolvenzgesicherten Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Es handelt sich dabei um den vom Versicherungsunternehmen mitgeteilten Aktivwert und entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung). Der Verpflichtungsbetrag und das verrechnete Deckungsvermögen beträgt TEUR 13 (Vorjahr: TEUR 13). Für die Vermögensverzinsung wurde ein Zinssatz von 4,0 % (Vorjahr: 4,0 %) verwendet. Die sonstigen Rückstellungen decken alle erkennbaren Risiken und Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die sonstigen Rückstellungen enthalten Beträge für den voraussichtlichen Verpflichtungsumfang der Gesellschaft aus Aktienoptionen und anderen aktienbasierten Vergütungen (Restricted Stock Units, "RSU"), die bestimmten Mitarbeitern der Microgenics BV& Co. KG von der Thermo Fisher Scientific Inc., Waltham, USA, gewährt wurden. Die Gesellschaft hat sich vertraglich verpflichtet, der Thermo Fisher Scientific Inc., sämtliche Aufwendungen, die im Zusammenhang mit der Ausübung dieser Aktienoptionen oder "RSUs" entstehen, zu ersetzen. Der Verpflichtungsumfang bei Aktienoptionen besteht aus der Differenz zwischen dem künftigen Ausübungspreis und einer vom Mitarbeiter zu leistenden Zuzahlung. Im Fall gewährter RSUs entfällt die zu leistende Zuzahlung und es besteht somit ein Verpflichtungsumfang in Höhe des voraussichtlichen Börsenkurses zum Ausübungszeitpunkt pro gewährter Einheit zzgl. der über den Erdienungszeitraum aufgelaufenen Dividenden (Dividendenäquivalent). Die Rückstellung für ausgeübte Aktienoptionen oder RSUs wird mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt und beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 98 (Vorjahr: TEUR 475). Die Rückstellung für den noch nicht ausgeübten Verpflichtungsumfang in Höhe von TEUR 88 (Vorjahr: TEUR 198) wird folgendermaßen ermittelt: Der Erfüllungsbetrag für RSUs wird ratierlich über den Erdienungszeitraum (von in der Regel bis zu 3,5 Jahren) angesammelt. Der Verpflichtungsumfang für gewährte Aktienoptionen richtet sich nach folgenden Kriterien: Aktienoptionen, die bereits ausübbar sind, werden mit ihrem inneren Wert (Börsenkurs am Bilanzstichtag abzüglich der vom Mitarbeiter zu leistenden Zuzahlung) bewertet. Für noch nicht ausübbare Aktienoptionen wird das Verfahren nach Black-Scholes mit folgenden Annahmen zugrunde gelegt:
Verbindlichkeiten Der Ausweis der Verbindlichkeiten erfolgt grundsätzlich mit dem Erfüllungsbetrag. Fremdwährungsumrechnung Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Dabei wird ein konzernweit festgelegter und in regelmäßigen Abständen aktualisierter Konzernkurs verwendet. Die Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet: Kurzfristige Fremdwährungsforderungen sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsforderungen bzw. -verbindlichkeiten liegen derzeit nicht vor. Latente Steuern bzw. Ertragsteuern: Aufgrund des seit dem 1. März 2020 bestehenden Treuhandvertrages zwischen der Thermo Fisher Germany B.V., Breda und der Thermo Fisher Scientific Germany BV & Co. KG, Braunschweig, ist die Microgenics B.V. & Co. KG für ertragsteuerliche Zwecke nicht mehr existent, sodass das Betriebsvermögen der Microgenics B.V. & Co. KG vollständig der Thermo Fisher Scientific Germany BV & Co. KG, Braunschweig, als eigenes Betriebsvermögen zugerechnet wird. Die Microgenics B.V. & Co. KG stellt seither eine Betriebsstätte der Thermo Fisher Scientific Germany BV & Co. KG, Braunschweig, dar. Dies hat zur Folge, dass sich die Geschäftsvorfälle der Microgenics B.V. & Co. KG ertragsteuerlich ausschließlich auf Ebene der Thermo Fisher Scientific Germany BV & Co. KG, Braunschweig, auswirken und keine Steuern im Einzelabschluss der Microgenics B.V. & Co. KG ausgewiesen werden. III. Erläuterungen zur Bilanz1. Aktiva Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem Anlagenspiegel ersichtlich, der diesem Anhang als Anlage beigefügt ist. Vorräte Die Bewertung der Waren ergibt sich wie folgt:
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 123.905 (Vorjahr: TEUR 123.827) betreffen mit TEUR 111.002 Cash Pool Forderungen (Vorjahr: TEUR 102.738) und mit TEUR 12.903 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr: TEUR 21.089). Es bestehen sonstige Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 192 (Vorjahr: TEUR 0). Die sonstigen Vermögensgegenstände weisen einen Betrag in Höhe von TEUR 176 (Vorjahr TEUR 650) aus Umsatzsteuer aus. 2. Passiva Eigenkapital Das Festkapital der Gesellschaft beträgt wie im Vorjahr TEUR 1.147. Persönlich haftende Gesellschafterin ist die Thermo Fisher Scientific Germany BV & Co. KG, Braunschweig, mit einer Pflichteinlage von EUR 1.146.885 (99,99 %). Kommanditistin ist die Thermo Fisher Germany BV mit Sitz in Breda, Niederlande, und einer Pflichteinlage/Haftsumme von EUR 115 (0,01 %). Die Einlagen sind durch die formwechselnde Umwandlung vollständig geleistet. Darüber hinaus wird für jeden Gesellschafter ein Rücklagenkonto (Kapitalkonto II) ausgewiesen. Hier werden diejenigen Gesellschaftereinlagen ausgewiesen, die das Festkapital überschreiten. Dieses Rücklagenkonto ist unverzinslich. Die Gesellschafter können beschließen, diesem Konto weitere Einlagen zuzuführen oder dieses ganz oder teilweise aufzulösen. Neben den Kapitalkonten I und II wird für jeden Gesellschafter ein verzinsliches Gesellschafterdarlehenskonto geführt. Auf diesem werden im Wesentlichen die Gewinnanteile der Gesellschafter, Zinsen, Steuern und sonstige Zahlungen verbucht. Klarstellend zum Gesellschaftsvertrag werden klassische Lieferungs- und Leistungsbeziehungen (z.B. die Verwaltungskostenumlage) nicht über dieses verzinsliche Konto abgerechnet. Mit Wirkung vom 1. März 2020 wurde zwischen den beiden Gesellschaftern ein Treuhandvertrag abgeschlossen, auf dessen Grundlage die Thermo Fisher Germany B.V., Breda, ihren 0,01 % Kommanditanteil treuhänderisch für die Komplementärin, die Thermo Fisher Scientific Germany BV.& Co. KG, Braunschweig, nunmehr hält. Sie ist als Treuhänderin verpflichtet, Sämtliches, was sie aus dem Kommanditanteil erlangt, an die Thermo Fisher Scientific Germany BV & Co. KG, Braunschweig, als Treugeberin herauszugeben. Wirtschaftlich stehen somit 100 % des Ergebnisses der Microgenics B.V. & Co. KG der Thermo Fisher Scientific Germany BV & Co. KG, Braunschweig, zu. Rückstellungen Der Berechnung der Pensionsrückstellungen liegen versicherungsmathematische Gutachten zugrunde. Die Bruttoverpflichtung beträgt TEUR 126. Sie ist mit Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 102 saldiert. Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Die Restrukturierungsrückstellung des Vorjahres wurde im Zusammenhang mit der Einstellung des Produktbereiches "Cascadion" am Standort Hennigsdorf gebildet und im laufenden Geschäftsjahr vollumfänglich verbraucht bzw. mit TEUR 305 aufgelöst. Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen mit TEUR 4.196 (Vorjahr TEUR 6.862) wie im Vorjahr vollständig aus Lieferungen und Leistungen. Mit TEUR 5.377 (Vorjahr: TEUR 1.548) bestehen Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern aus dem jeweiligen Jahresergebnis, gegebenenfalls unter Berücksichtigung der Verzinsung des Gesellschafterverrechnungskontos. Aufgrund des unter den Erläuterungen zum Eigenkapital beschriebenen Treuhandvertrages bestehen die gesamten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern wirtschaftlich nur gegenüber der Thermo Fisher Scientific Germany BV & Co. KG, Braunschweig. Darüber hinaus ist die Verbindlichkeit aus der Management Umlage mit TEUR 206 (Vorjahr: TEUR 256) in den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern enthalten. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten einen Betrag von TEUR 79 (Vorjahr: TEUR 186) aus Steuern sowie einen Betrag von TEUR 12 (Vorjahr: TEUR 4) aus sozialer Sicherheit. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungSonstige betriebliche Erträge Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 1.200 (Vorjahr: TEUR 461) sind Erträge aus der Währungsumrechnung von insgesamt TEUR 787 (Vorjahr: TEUR 146) ausgewiesen. Es sind außerdem periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen oder Wertberichtigungen von TEUR 324 (Vorjahr: TEUR 107) enthalten. Personalaufwand Die Gesellschaft weist TEUR 109 (Vorjahr: TEUR 34) für Altersversorgung und Unterstützung aus. Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens Im Zusammenhang mit der Einstellung des Geschäftsbereiches "Cascadion" wurden im laufenden Geschäftsjahr Waren im Gesamtbetrag von TEUR 1.043 abgeschrieben. Hierbei handelt es sich um einen Effekt von außergewöhnlicher Größenordnung und Bedeutung. Sonstige betriebliche Aufwendungen Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung von insgesamt TEUR 515 (Vorjahr: TEUR 285) ausgewiesen. Darüber hinaus enthält dieser Posten im Wesentlichen Frachtkosten mit TEUR 2.712 (Vorjahr: TEUR 2.761), Verpackungskosten mit TEUR 1.771 (Vorjahr: TEUR 153), Fremdarbeiten im Vertrieb und Verwaltung mit TEUR 492 (Vorjahr: TEUR 610), Werbe- und Reisekosten mit TEUR 311 (Vorjahr: TEUR 521), Raumkosten mit TEUR 265 (Vorjahr: TEUR 229) sowie Fahrzeugkosten mit TEUR 40 (Vorjahr: TEUR 388). Im Vorjahr war darüber hinaus die Zuführung zur Rückstellung für Restrukturierung im Zusammenhang mit der Einstellung des Produktbereiches "Cascadion" in Höhe von TEUR 1.136 als Effekt von außergewöhnlicher Größenordnung bzw. Bedeutung enthalten. Zinserträge und - aufwendungen Zinserträge bestehen in Höhe von TEUR 2.911 (Vorjahr: TEUR 116) mit verbundenen Unternehmen. Unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen von TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 3) ausgewiesen. Es sind Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 89 (Vorjahr: TEUR 45) mit verbundenen Unternehmen enthalten. Ertragsteuern Wie eingangs erwähnt, werden die deutschen Ertragsteuern bzw. latenten Steuern auf Ebene der Komplementärin, (Thermo Fisher Scientific Germany B.V. & Co. KG, Braunschweig), erfasst. V. Sonstige AngabenHaftungsverhältnisse Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB bestehen nicht. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Zwecke der Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes werden KFZ-Leasingverträge mit i.d.R. bis zu 5-jährigen Laufzeiten eingegangen. Darüber hinaus werden Mietverträge mit i.d.R. bis zu 5-jährigen Laufzeiten abgeschlossen. Mögliche Risiken ergeben sich aus den Kündigungsrechten, da die Verträge in der Regel für längere Laufzeiten abgeschlossen und nur aus wichtigem Grund gekündigt werden können. Vorteile ergeben sich aus der Einsparung von Verwaltungsaufgaben, verbesserter Liquidität sowie dem Entfall des Verwertungsrisikos. Aus den bestehenden Miet- und Leasingverträgen ergeben sich finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 197 (Vorjahr: TEUR 190). Hiervon werden TEUR 105 (Vorjahr: TEUR 122) innerhalb eines Jahres fällig. Restlaufzeiten größer als 5 Jahre bestehen wie im Vorjahr nicht. Ausschüttungsgesperrte Beträge Bei den Pensionsrückstellungen ergibt sich aus der Anwendung des 10-jährigen Durchschnittszinssatzes im Vergleich zur Anwendung des 7-jährigen Durchschnittszinssatzes zum Stichtag 31. Dezember 2023 ein Unterschiedsbetrag von EUR 18 (Vorjahr: TEUR 0,1). Dieser Differenzbetrag ist gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB grundsätzlich ausschüttungsgesperrt. Es liegen keine weiteren Beträge vor, die einer Ausschüttungssperre im Sinne des § 268 Abs. 8 HGB unterliegen. Abschlussprüfungshonorare Die im Geschäftsjahr entstandenen Honorare betreffen ausschließlich Honorare für Abschlussprüfung in Höhe von TEUR 43. Mitarbeiterzahl Die Anzahl der Mitarbeiter ohne Auszubildende und Geschäftsführer betrug im Jahresdurchschnitt 47 (Vorjahr: 62 Mitarbeiter). Persönlich haftender Gesellschafter und Geschäftsführung Die Gesellschaft wird vertreten durch die Komplementärin Thermo Fisher Scientific Germany B.V. & Co. KG, Braunschweig, die einzelvertretungsberechtigt und von § 181 BGB befreit ist. Diese wiederum wird durch deren Komplementärin, die Thermo Fisher Germany B.V., Breda, Niederlande, vertreten. Letztere unterhält auch eine Zweigniederlassung in Deutschland, eingetragen im Handelsregister Braunschweig unter HRB 201363. Das im Handelsregister der Thermo Fisher Germany B.V., Breda, eingetragene Haftkapital beträgt TEUR 18. Als Geschäftsführer der Thermo Fisher Germany B.V., Breda, waren im Geschäftsjahr 2023 bestellt:
Alle Geschäftsführer waren einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Kein Geschäftsführer erhielt Bezüge von der Microgenics B.V. & Co. KG. VI. OffenlegungDer Jahresabschluss der Microgenics BV & Co. KG für das Geschäftsjahr 2023 wird im Unternehmensregister veröffentlicht. VII. NachtragsberichtEreignisse nach dem Bilanzstichtag, die sich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft auswirken, lagen nicht vor. VIII. ErgebnisverwendungDer Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von TEUR 5.288 wird den Darlehenskonten der Gesellschafter im Verhältnis ihrer Anteile gutgeschrieben. IX. KonzernbeziehungenDie Gesellschaftsanteile der Microgenics B.V. & Co. KG wurden zum Bilanzstichtag mit 99,99 % von der Thermo Fisher Scientific Germany B.V. & Co. KG, Braunschweig, und mit 0,01 % von der Thermo Fisher Germany B.V., Breda, (treuhänderisch für die TFS Germany BV & Co. KG) gehalten. Diese sind wiederum Tochterunternehmen der Thermo Fisher Scientific Inc., Waltham/MA, USA, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Konsolidierungskreis aufstellt. Die Microgenics B.V. & Co. KG wird in diesen Konzernabschluss einbezogen. Die Thermo Fisher Scientific Inc. und die in ihren Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden als verbundene Unternehmen im Abschluss der Gesellschaft dargestellt. Der Konzernabschluss der Thermo Fisher Scientific Inc. wird nach den US-amerikanischen Generally Accepted Accounting Principles (US-GAAP) aufgestellt und ist auf Anforderung am Sitz der Thermo Fisher Scientific Inc. in Waltham, Massachusetts / USA, sowie im EDGAR (Electronic Data Gathering, Analysis and Retrieval-) System der US-amerikanischen Börsenaufsicht unter der Registernummer 0000097745 erhältlich. Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister unter der Thermo Fisher Scientific Germany BV & Co. KG, Braunschweig, HRA 14421, Braunschweig, in englischer Sprache veröffentlicht.
Hennigsdorf, den 15. Juli 2024 Microgenics B.V. & Co. KG Die Geschäftsführung Petrus van der Zande Dr. Elli Neu Claudia Dierig Urmi Prasad Richardson Entwicklung des Anlagevermögens für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Microgenics B.V. & Co. KG, Hennigsdorf Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Microgenics B.V. & Co. KG, Hennigsdorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Microgenics B.V. & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 25. Oktober 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Hedwig Schürmeyer, Wirtschaftsprüferin ppa. Marcel Klause, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 13.11.2024 festgestellt. |
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