Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 144024
Eingetragen
23.8.2012
Branche
BeteiligungsgesellschaftenErbringung von ergotherapeutischen DienstleistungenTätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklern
Gegenstand
(1) Gegenstand des Unternehmens sind Dienst- und Beratungsleistungen im Bereich der Gebäudeverwaltung und Medizintechnik einschließlich hauswirtschaftlicher Dienste und Beratungs- und Beschaffungsdienstleistungen für Krankenhäuser, Altenpflegeeinrichtungen, Kindertagesstätten, Einrichtungen der offenen Jugendarbeit, Schulen, Bildungseinrichtungen und andere gemeinnützige Betriebe. Gegenstand des Unternehmens sind weiterhin Strom- und Gaslieferungen als auch weitere Energiedienstleistungen sowie Lieferung von Wärme oder anderen Energieformen und Beratungs- und Beschaffungsdienstleistungen für Krankenhäuser, Altenpflegeeinrichtungen, Kindertagesstätten, Einrichtungen der offenen Jugendarbeit, Schulen, Bildungseinrichtungen und andere gemeinnützige Betriebe. (2) Das Unternehmen hat das Recht, Beteiligungen zu erwerben, zu halten und zu veräußern sowie Zweigniederlassungen zu errichten. Die Gesellschaft ist zu sämtlichen Geschäften und Maßnahmen berechtigt, die zur Erreichung des Gesellschaftszweckes notwendig oder zweckmäßig erscheinen. (3) Aufgabe der Gesellschaft ist auch die Beschaffung von Mitteln für die Erfüllung der steuerbegünstigten Zwecke anderer steuerbegünstigter Körperschaften. (4) Die Gesellschaft kann alle Geschäfte eingehen, die zur Erreichung oder Förderung des Gesellschaftszweckes unter Berücksichtigung des § 5 der Satzung dienlich sind, sofern nicht Bestimmungen des Abschnitts "Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung (AO) entgegenstehen. In diesem Rahmen kann die Gesellschaft auch: a) Geschäftsbesorgungs- und Kooperationsverträge jeder Art abschließen, b) Hilfspersonen entgeltlich und unentgeltlich einsetzen, c) eigene Rechtsträger gründen. (5) Die Gesellschaft liefert Strom und Gas einschließlich der damit verbundenen Nebenleistungen und hat die Stellung eines Gas- und Stromlieferanten mit Erlaubnisschein nach § 4 Abs. 1 StromStG bzw. § 38 Abs. 3 EnergieStG. (6) Das Unternehmen hat das Recht, Beteiligungen zu erwerben, zu halten und zu veräußern sowie Zweigniederlassungen zu errichten. Die Gesellschaft ist zu sämtlichen Geschäften und Maßnahmen berechtigt, die zur Erreichung des Gesellschaftszweckes notwendig oder zweckmäßig erscheinen. (7) Aufgabe der Gesellschaft ist auch die Beschaffung von Mitteln für die Erfüllung der steuerbegünstigten Zwecke anderer Körperschaften.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Michael Schlickum
seit 15.12.2023
Geschäftsführer
Ilias Sidiropoulos
seit 3.1.2014
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

JF 111 Verwaltungsgesellschaft Lichterfelde GmbH
Germany
30.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Johanniter Service GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT 2023

der Johanniter Service GmbH, Berlin

Inhaltsverzeichnis

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1 Organisatorische Struktur

1.2 Steuerungssystem

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2.2 Geschäftsverlauf

2.2.1 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

2.2.2 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft

2.2.2.1 Ertragslage

2.2.2.2 Bedeutsame Kennzahlen

2.2.2.3 Vergleich Kennzahlen Geschäftsjahr mit Vorjahresprognose

2.2.2.4 Vermögens- und Finanzlage

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1 Prognosebericht

3.2 Chancen- und Risikobericht

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1 Organisatorische Struktur

Die Johanniter Service GmbH ist im Facility Management für Senioreneinrichtungen und Krankenhäusern überwiegend für Konzerngesellschaften der Johanniter GmbH tätig. Der Tätigkeitsschwerpunkt liegt auf der Erbringung von technischen Dienstleistungen in den Bereichen Medizintechnik und Betriebstechnik. Weiterhin fungiert die Johanniter Service GmbH als zentraler Energieversorger für die Belieferung der Johanniter - Einrichtungen mit Strom und Gas und als Energiedienstleister.

1.2 Steuerungssystem

Die Leitung und Steuerung des Johanniter Konzerns erfolgt durch die Konzerngeschäftsführung. Weitere Organe sind der Gesellschafterausschuss und die Gesellschafterversammlung.

Die folgenden Bereiche werden zentral gesteuert: Governance, Risk & Compliance, Zentrale Revision, Nachhaltigkeit, Ethik, Personal, Unternehmensentwicklung, Unternehmenskommunikation, Fundraising, Medizinmanagement und -strategie, Pflegemanagement und -strategie, Qualitätsmanagement, Berichtwesen und Controlling, Finanz- und Rechnungswesen, strategischer Einkauf.

Die Johanniter definieren als wesentliche Kennzahlen zur Überwachung und Steuerung der Entwicklung das EAT (Ergebnis nach Steuern), das EBITDA (Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen, Steuern und Sondereffekten im nicht geförderten Bereich) und daraus abgeleitet die EBITDA-Rentabilität. Daneben stehen die Liquiditätsüberwachung und -steuerung im Fokus.

Die operative Verantwortung wird dabei auf die einzelnen Einrichtungen übertragen. Im Rahmen eines etablierten Risikomanagementsystems, das auf die zentralen Bereiche ausgerichtet ist, werden die Einrichtungen analysiert und Handlungsempfehlungen abgeleitet. In den Einrichtungen selbst sind interne Kontrollsysteme eingerichtet. Angesichts immer komplexerer Geschäftsprozesse, werden so Risiken minimiert und Schäden und Verluste vorgebeugt.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Bruttoinlandsprodukt ist laut Herbstgutachten des Bundesministeriums für Wirtschaft in 2023 um 0,4 % geschrumpft. Ursächlich hierfür sind unter anderem hohe Energiepreise, Inflation sowie zahlreiche kriegerische Konflikte. Für 2024 wird laut Herbstgutachten mit einem Aufschwung um 1,3 % gerechnet. Die Bundesregierung erwartet nach einem Anstieg der Verbraucherpreise um 6,1% in 2023 einen deutlichen Rückgang auf 2,6 % im nächsten Jahr. Der Arbeitsmarkt in Deutschland zeigt sich robust. Der aktuelle Fachkräftebedarf ist hoch. Die Bundesregierung plant durch hohe Investitionen in die Transformation zu einer klimaneutralen Wirtschaft und dem Fachkräfteeinwanderungsgesetz die Wirtschaft zu stabilisieren.

Im Januar 2023 ist eine neue EU-Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung (CSRD) in Kraft getreten. Aufgrund dieser Richtlinie werden künftig zahlreiche Unternehmen dazu verpflichtet sein, ihre Aktivitäten in puncto Nachhaltigkeit zu dokumentieren und offenzulegen, zudem werden damit verbindliche Berichtsstandards auf EU-Ebene eingeführt. Für große nicht börsennotierte Kapitalgesellschaften gelten die Berichtspflichten nach dem aktuellen Zeitplan ab dem 1. Januar 2025. Sowohl Mitarbeiter aber auch Geschäftspartner und Banken erwarten künftig eine klare Position zum Thema Nachhaltigkeit. So wird sich beispielsweise die Kreditvergabe von Finanzinstituten künftig vermehrt an Nachhaltigkeitsaktivitäten von Unternehmen ausrichten.

2.2 Geschäftsverlauf

2.2.1 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Die wirtschaftliche Lage der Johanniter Service GmbH hat sich aufgrund veränderter Rahmenbedingungen, insbesondere in der Sparte Energie, entspannt.

Die Geschäftsentwicklung ist für das abgelaufene Geschäftsjahr aus Sicht der Geschäftsführung positiv gewesen, die Johanniter Service GmbH konnte mit dem erreichten Ergebnis ihre Planungen übertreffen.

Das Ergebnis der Sparte Energie wurde durch die Auswirkungen der Preisentwicklung durch den Energiemarkt beeinflusst. Die über die Energieversorger eingekauften Arbeitspreise wurden vollständig an die Kunden weitergegeben. Die inflationsbedingten hohen Energiepreise konnten für den Kunden durch die Preisbremsen kompensiert werden.

Die Sparte Medizintechnik konnte durch eine weitere Leistungsausweitung und durch einen leistungsbezogenen Einsatz der Personalressourcen ein positives Ergebnis im Geschäftsjahr erzielen.

Die Sparte Betriebstechnik beendet das Geschäftsjahr mit einem geringen positiven Ergebnis.

2.2.2 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft

2.2.2.1 Ertragslage

Die Entwicklung der Umsatzerlöse resultierte aus folgenden Veränderungen:

2023 Vorjahr Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse 32.091,3 100,0 25.847,9 100,0 +6.243,4 +24,2
Personalaufwand 2.310,3 7,2 2.181,7 8,4 +128,6 +5,9
Materialaufwand 27.749,9 86,5 24.643,5 95,3 +3.106,4 +12,6
EBITDA 951,1 3,0 -2.345,4 -9,1 3.296,5 +140,6
Investitionsergebnis -62,4 -0,2 -94,4 -0,4 +32,0 +33,9
Finanzergebnis -0,2 0,0 -5,6 0,0 +5,4 +96,4
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -277,4 -0,9 0,0 0,0 -277,4 -
Sondereinflüsse 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 .
Jahresergebnis 611,1 1,9 -2.445,4 -9,5 3.056,5 +125,0

In den Sparten Medizin- und Betriebstechnik erhöhten sich die Umsätze leistungsbedingt um ca. 840 TEUR (9 %).

Der Umsatz in der Sparte Energie erhöhte sich um 6.087 TEUR (40 %) bedingt durch Kostensteigerungen und die verbrauchsabhängige Berechnung der Energiemengen. Die gewährten und weiterberechneten Preisbremsen in Höhe von ca. 5.100 TEUR haben umsatzreduzierende Auswirkungen. Der Materialaufwand in der Sparte Energie inklusive der erhaltenen Energiepreisbremsen in Höhe von ca. 5.100 TEUR erhöhte sich inflationsbedingt um 2.408 TEUR.

In den Sparten Medizin- und Betriebstechnik erhöhte sich der Materialaufwand inflationsbedingt und proportional zum Umsatz um 10%.

In den Umsatzerlösen sind periodenfremde Erträge in Höhe von 140 TEUR enthalten. Diese resultieren im Wesentlichen aus den Energiejahresendabrechnungen für das Geschäftsjahr 2022.

2023 Vorjahr Veränderung
Nachrichtlich TEUR % TEUR % TEUR %
Periodenfremde Erträge 139,9 0,4 796,0 3,1 -656,1 -82,4
Periodenfremde Aufwendungen 244,0 0,8 491,5 1,9 -247,5 -50,4
Periodenfremdes Ergebnis -104,1 -0,4 304,5 1,2 -408,6 -134,2

Im Geschäftsjahr wurde ein Jahresüberschuss in Höhe von 611 TEUR erwirtschaftet.

2.2.2.2 Bedeutsame Kennzahlen

Die wirtschaftliche Lage der Johanniter Service GmbH spiegelt sich in den Kennzahlen wider.

Bedeutsame Kennzahlen der Gesellschaft haben sich dabei wie folgt entwickelt:

2023 2022 Veränderung
TEUR/% Punkte
EBITDA-Rentabilität * % 3,0 -9,1 12,1
Umsatzrentabilität * % 1,9 -9,5 11,4
Personalaufwandsquote * % 7,2 8,4 -1,2

* gemessen an Umsatzerlösen

Die Entwicklung von EBITDA- und Umsatzrentabilität resultiert aus dem Geschäftsverlauf der Johanniter Service Gesellschaft.

2.2.2.3 Vergleich Kennzahlen Geschäftsjahr mit Vorjahresprognose

2023 Prognose 2023 Veränderung
TEUR/% Punkte
EBITDA-Rentabilität * % 3,0 0,4 2,6
Umsatzrentabilität * % 1,9 0,2 1,7
Personalaufwandsquote * % 7,2 6,1 1,1

* gemessen an Umsatzerlösen

Die positive Entwicklung von EBITDA- und Umsatzrentabilität resultierten insbesondere aus der Umsatzsteigerung in den Sparten Medizin- und Betriebstechnik und der positiven Ergebnisentwicklung in der Johanniter Service Gesellschaft. Die Entwicklung Personalaufwandquote resultiert aus tariflichen Personalkostensteigerungen.

2.2.2.4 Vermögens- und Finanzlage

Der Vermögens- und Kapitalaufbau der Gesellschaft ergibt sich aus den nach Liquiditätsgesichtspunkten zusammengefassten Bilanzzahlen. Das unter dem mittel- und langfristigen Vermögen ausgewiesene Anlagevermögen ist, wie auch in den Vorjahren, vollständig durch das Eigenkapital gedeckt. Das mittel- bis langfristige Fremdkapital setzt sich aus der Jubiläumsrückstellung sowie den sonstigen langfristigen Rückstellungen zusammen.

31.12.2023 Vorjahr
TEUR % TEUR %
Mittel- und langfristiges Vermögen 279,7 3,3 335,7 5,1
Kurzfristiges Vermögen 8.320,3 96,7 6.227,9 94,9
Betriebsvermögen 8.600,0 100,0 6.563,6 100,0
Eigenkapital 1.690,2 19,7 1.079,2 16,4
Mittel- und langfristiges Fremdkapital 11,9 0,1 10,4 0,2
Kurzfristiges Fremdkapital 6.897,9 80,2 5.474,0 83,4
Betriebskapital 8.600,0 100,0 6.563,6 100,0

Die folgende Übersicht stellt die Veränderung der liquiden Mittel im Jahresverlauf dar:

2023 Vorjahr
TEUR TEUR
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 1.399 27
Cashflow aus Investitionstätigkeit -49 561
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 0 -588
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 1.350 0
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 0 0
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 1.350 0

Die Zahlungsströme aus der Cash-Pool-Forderungen sind im Berichtsjahr im Cashflow aus Investitionstätigkeit ausgewiesen. Der Ausweis für das Vorjahr wurden entsprechend angepasst.

Die Zunahme des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit ist im Wesentlichen auf den Jahresüberschuss zurückzuführen. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit wird durch die Investitionen in das Anlagevermögen bestimmt. Im Cashflow aus Investitionstätigkeit sind die Veränderungen der Cash-Poolforderung gegen Gesellschafter in Höhe von 47 TEUR enthalten.

Unter dem Cashflow aus Finanzierungtätigkeit zeigt sich im Vorjahr hauptsächlich der Mittelabfluss aus der Gewinnabführung 2021 in Höhe von 588 TEUR.

Der Gesellschaft stand zum Stichtag, aber auch zu jedem Zeitpunkt im Geschäftsjahr, ausreichend Liquidität zur Verfügung.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1 Prognosebericht

Die Mittelfristplanung geht von weiteren Umsatzsteigerungen aus. Bei der Umsatzsteigerung wurde ein vorsichtiger Planansatz gewählt. Die erwarteten Kostensteigerungen in 2024 wurden in die Planung einbezogen.

Für 2024 sind folgende Kennzahlen geplant:

2024 2023 Veränderung
% Punkte
EBITDA-Rentabilität * % 0,8 3,0 -2,2
Umsatzrentabilität * % 0,4 1,9 -1,5
Personalaufwandsquote * % 9,6 7,2 2,4

* gemessen an Umsatzerlösen

Die Johanniter Service GmbH geht für das Geschäftsjahr 2024 von einem positiven Jahresergebnis aus. Aufgrund der Unsicherheiten am Energiemarkt werden die Kennzahlen EBITDA-Rentabilität und Umsatzrentabilität vorsichtig unter dem Vorjahresniveau geplant. Die Personalaufwandsquote wird in Höhe von 9,6 % geplant. Die Personalaufwendungen berücksichtigen tarifliche Steigerungen sowie die Besetzung aller offenen Stellen.

Im Bereich Energie sind neue Lieferverträge im Bereich Strom und Gas für die Jahre 2025-2027 abzuschließen. Hierbei werden die Planmengen für Strom und Gas auf der Grundlage der Lieferverträge zwischen der Johanniter Service GmbH und den Gesellschaften und Einrichtungen der Johanniter GmbH definiert und danach die Angebote von mehreren Lieferanten zur Bereitstellung von Strom und Gas eingeholt und verglichen.

Mit Inkrafttreten des Energieeffizienzgesetzes (EnEfG) am 18.11.2023 muss innerhalb des Johanniter-Konzerns bis zum Ablauf des 18. Juli 2025 ein Energie- oder Umweltmanagementsystem eingeführt werden. Die Johanniter Service GmbH koordiniert diese neue Aufgabenstellung und fungiert als zentrale Managementgesellschaft.

Für die Sparte Medizintechnik ist es für 2024 das Unternehmensziel, neue Objekte in Hamm und Gronau/Westf. in das Geschäftsmodell zu integrieren und die in den bewirtschafteten Objekten gewonnenen Erfahrungen in die Prozessabläufe und in den Ressourceneinsatz einfließen zu lassen.

In der Sparte Betriebstechnik wird auch im Jahr 2024 die Einführung des CAFM-Systems für Krankenhäuser und zusätzlich auch für Reha-Kliniken mit hoher Dynamik fortgesetzt. Ziel ist es hierbei, den Nutzern in den Einrichtungen ein modernes Help-Desk-System an die Hand zu geben, die Leistungsprozesse und -kosten zu dokumentieren und eine kosteneffiziente und gesetzeskonforme Bewirtschaftung der betrieblichen Anlagen zu gewährleisten.

3.2 Chancen- und Risikobericht

Es wird erwartet, dass sich die Inflation in 2024 mehr als halbiert und von 6,1 Prozent in 2023 auf 2,6 Prozent in 2024 fällt. Die Preissteigerungen der Vorjahre in nahezu allen Bereichen sind damit deutlich zurückgegangen. Nach aktuellem Stand sehe ich daher kein bestandgefährdendes Risiko.

Daneben haben sich wesentliche Veränderungen der Chancen- und Risikolage gegenüber dem Vorjahr nicht ergeben.

Ein Risiko für die Johanniter Service Gesellschaft besteht im Verhältnis zu dem Vorlieferanten im Rahmen seiner Marktposition günstige Preisregelungen für seine Abnehmer zu erzielen, um somit marktübliche Preise weiterberechnen zu können. Für 2024 wurden zum gegenwärtigen Zeitpunkt Tranchen für Strom und Gas zu marktüblichen Preisen eingekauft. Die eingekauften Arbeitspreise können an die Kunden weitergegeben werden, daher gibt es aktuell kein Risiko.

Daneben haben sich wesentliche Veränderungen der Risikolage gegenüber dem Vorjahr nicht ergeben.

Die Krankenhäuser und Senioreneinrichtungen der Johanniter GmbH sind Hauptkunde der Johanniter Service GmbH. Damit besteht für die Johanniter Service GmbH eine Abhängigkeit hinsichtlich des wirtschaftlichen Erfolges der Konzerngesellschaften. Sollten diese in ein bestandsgefährdendes Risiko geraten, würde dieses Schicksal sicherlich auch die Johanniter Service GmbH ereilen.

Vermehrte Insolvenzen im Gesundheitsbereich, insbesondere bei Krankenhäusern, sind auch 2024 weiter unverändert zu verzeichnen.

Eine Chance der Johanniter Service GmbH ist die Zugehörigkeit zum Johanniterkonzern. Daraus bieten sich der Gesellschaft auch in Zukunft weitere Wachstumsmöglichkeiten gerade auch im Zusammenhang mit der möglichen Übernahme von neuen Gesundheitseinrichtungen in den Johanniterverbund.

Die Schaffung von Kosten- und Mengentransparenz für die Einrichtungen im Johanniterverbund wird vor dem Hintergrund der gestiegenen Energiepreise von den Kunden verstärkt nachgefragt und bei den Großkunden (Krankenhäuser) besonders geschätzt. Das Geschäftsfeld, Errichtung und Betrieb von KWK-Anlagen, lässt sich trotz der gestiegenen Gaspreise noch weiter ausbauen, da die wirtschaftlichen Potentiale für Krankenhäuser und Senioreneinrichtungen nach wie vor vorhanden sind.

Die Dynamik der Erbringung von Energiedienstleistungen für die Einrichtungen der Johanniter GmbH wird sich in den kommenden Jahren forcieren, da die Umsetzung von Energieeffizienzmaßnahmen ein hohes Potential zur Erbringung von Consultingleistungen bietet.

Weitere Risiken bestehen in der tariflichen Entwicklung der Personalkosten und der Langfristigkeit der Wartungsverträge in den Sparten Medizin- und Betriebstechnik. Die zu erwartenden positiven Entwicklungen der Sparten Medizintechnik und Betriebstechnik bieten die Chance einer stabilen Umsatzentwicklung in den kommenden Jahren.

Ich bin davon überzeugt, dass unternehmerischer Erfolg nur im Einklang mit der Achtung von Menschenrechten und Umweltstandards von Dauer ist. Durch einen risikobasierten Managementansatz können menschenrechtliche sowie umweltbezogene Risiken identifiziert, durch angemessene Präventionsmaßnahmen adressiert und, im Falle des Eintrittes eines Risikos, durch geeignete Abhilfemaßnahmen korrigiert werden. Die Gesellschaft möchte einen Beitrag dazu leisten, Menschenrechte, sowie Umwelt- und Klimaschutz im Gesundheitswesen voranzubringen.

Die Geschäftsführung geht davon aus, dass die dargestellten Risiken nur als moderat einzuschätzen sind und daher keinen wesentlichen negativen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der nächsten Jahre haben werden, wobei das Risiko aus Kundeninsolvenzen nicht qualifiziert werden kann.

 

Berlin, den 28. März 2024

Michael Schlickum, Geschäftsführer

Bilanz

AKTIVA

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 454,00 2.239,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen 207.690,00 233.651,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 71.585,00 99.779,00
279.275,00 333.430,00
279.729,00 335.669,00
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.892.089,64 2.438.402,21
2. Forderungen gegen Gesellschafter 2.362.441,13 2.315.775,01
3. Übrige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 971.042,27 732.931,04
6.225.573,04 5.487.108,26
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.350.000,00 0,00
7.575.573,04 5.487.108,26
C. Rechnungsabgrenzungsposten 744.723,50 740.790,01
8.600.025,54 6.563.567,27

PASSIVA

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 30.000,00 30.000,00
II. Gewinnvortrag 1.049.172,04 3.494.548,31
III. Jahresüberschuss /-fehlbetrag 611.047,36 -2.445.376,27
1.690.219,40 1.079.172,04
B. Rückstellungen 2.785.559,36 1.857.926,30
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 286.957,65 59.559,65
2. Übrige Verbindlichkeiten 3.837.289,13 3.566.909,28
4.124.246,78 3.626.468,93
8.600.025,54 6.563.567,27

Gewinn- und Verlustrechnung

2023 Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Rohergebnis 4.571.263,14 1.377.363,67
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 1.937.399,39 1.837.255,50
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 372.927,85 344.470,62
- davon für Altersversorgung: EUR 0,00 (Vorjahr EUR 0,00) -
2.310.327,24 2.181.726,12
Zwischenergebnis 2.260.935,90 -804.362,45
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 62.416,80 94.406,36
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.306.469,91 1.538.965,13
1.368.886,71 1.633.371,49
Zwischenergebnis 892.049,19 -2.437.733,94
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 215,51 5.561,43
- davon an verbundene Unternehmen EUR 0,00 (Vorjahr EUR 5.561,43) -
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 277.398,00 0,00
7. Ergebnis nach Steuern 614.435,68 -2.443.295,37
8. Sonstige Steuern 3.388,32 2.080,90
9. Jahresüberschuss /-fehlbetrag 611.047,36 -2.445.376,27

Registergericht Berlin (Charlottenburg), HRB 144024 B

ANHANG

A. Allgemeine Bemerkungen zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde gem. §§ 242 ff und 264 ff HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Das Gliederungsschema von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung ist erweitert gemäß § 265 Abs. 5 HGB.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung findet das Gesamtkostenverfahren Anwendung.

Die Johanniter Service GmbH (kurz: JSG) ist seit dem II. Quartal 2016 als Energiedienstleister im Johanniter Verbund tätig; sie ist gemäß § 6 b Abs. 1 EnWG nicht verpflichtet, einen Jahresabschluss und Lagebericht nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften nach dem EnWG aufzustellen.

Bei der Johanniter Service GmbH handelt es sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gem. § 267 Abs. 2 HGB.

Bei der Bewertung wurde von der Fortsetzung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen.

Die Gesellschaft verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke durch ein planmäßiges Zusammenwirken mit steuerbegünstigten Körperschaften gemäß § 57 Abs. 3 der Abgabenordnung.

Es gilt der Gesellschaftsvertrag in der Fassung vom 11. Dezember 2023.

B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen erfolgen linear nach Maßgabe der folgenden betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern:

Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3-10 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1-15 Jahre

Anlagenzugänge werden im Monat der Anschaffung erfasst und pro rata temporis abgeschrieben.

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800 (netto) werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennwert bilanziert.

Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Auszahlungen für Vorgänge ausgewiesen, die in dem nachfolgenden Geschäftsjahr zum Aufwand führen.

Der Wertansatz für die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigt alle zum Zeitpunkt der Bilanzierung erkennbaren ungewissen Risiken, ungewisse Verbindlichkeiten und drohenden Verluste auf der Grundlage vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung. Sie sind in Höhe des Erfüllungsbetrages bewertet.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Soweit sich unterschiedliche Wertansätze zwischen Handels- und Steuerbilanz bestehen, ergeben sich überwiegend aktive latente Steuern. Aktive Steuerlatenzen werden in Ausübung des Wahlrechtes des § 274 Abs.1 Satz 2 HGB nicht aktiviert.

C. Angaben zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagevermögen

Die gesamte Darstellung der Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem Anlagespiegel, welcher als Anlage beigefügt ist.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich wie im Vorjahr um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die Forderungen gegen Gesellschafter (gleichzeitig verbundenes Unternehmen) betreffen wie im Vorjahr Forderungen aus dem Cash-Pooling.

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen an das Hauptzollamt und an Netzübertragungsbetreibern ausgewiesen.

Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten insbesondere die Zahlungen an Lieferanten für Leistungen aus Wartungsverträgen der Medizintechnik des nächsten Jahres.

Eigenkapital

Das Stammkapital in Höhe von 30 TEUR ist in voller Höhe eingezahlt.

Die Johanniter Service GmbH erwirtschaftete im Geschäftsjahr einen Jahresüberschuss in Höhe von 611.047,36 EUR.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt:

Stand 31.12.2023 Restlaufzeiten
(Vorjahr) bis zu 1 Jahr mehr als 1 Jahr davon mehr als 5 Jahre
EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 286.957,65 286.957,65 0,00 0,00
(Vorjahr) (59.559,65) (59.559,65) (0,00) (0,00)
Ürige Verbindlichkeiten 750.758,69 3.837.289,13 0,00 0,00
(Vorjahr) (133.655,54) (3.566.909,28) (0,00) (0,00)
Gesamt 4.124.246,78 4.124.246,78 0,00 0,00
(Vorjahr) (3.626.468,93) (3.626.468,93) (0,00) (0,00)

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen wie im Vorjahr aufgrund von Liefer- und Leistungsverpflichtungen.

Unter den sonstigen Verbindlichkeiten sind insbesondere Rückzahlungsverpflichtungen aus der Gaspreisbremse, Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern aus der Lohn- und Gehaltsabrechnung Dezember 2023 sowie Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuern ausgewiesen.

Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse wurden im Wesentlichen aus Lieferungen und Leistungen an verbundene Unternehmen (2023: 97,3 %; 2022: 97,6 %) erzielt.

Die Umsatzerlöse setzen sich hauptsächlich aus den Erlösen aus Medizintechnik, Energie und Betriebstechnik zusammen. Die periodenfremden Erträge betragen 140 TEUR (Vorjahr 796 TEUR) und resultieren im Wesentlichen aus den Energiejahresendabrechnungen für das Geschäftsjahr 2022.

Die Sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen.

Die Position Materialaufwand beinhaltet unter den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, hauptsächlich Energieaufwendungen in Höhe von 20.269 TEUR (Vorjahr 17.861 TEUR) und unter den Aufwendungen für bezogene Leistungen Wartungs- und Reparaturleistungen in Höhe von 7.477 TEUR (Vorjahr 6.789 TEUR unter Berücksichtigung von Skonto).

In den Sonstigen betriebliche Aufwendungen sind vor allem Aufwendungen für zentrale Verwaltungskosten, Rechtsberatung, EDV-Kosten, periodenfremde Aufwendungen, Kosten für Fort- und Weiterbildung sowie Miet- und Nutzungskosten enthalten.

Die periodenfremden Aufwendungen betragen 244 TEUR (Vorjahr: 492 TEUR) und betreffen im Wesentlichen Energiejahresendabrechnungen für 2022.

D. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Gesamtschuldnerische Haftung

Im Jahr 2018 wurde ein Cash-Pooling Vertrag zwischen einem Kreditinstitut und den folgenden Gesellschaften geschlossen:

JF 111 Verwaltungsgesellschaft Lichterfelde GmbH, Berlin (Führungskonto)

CEBONA GmbH, Berlin

Johanniter Service GmbH, Berlin

Johanniter Dienstleistungsgesellschaft mbH, Bonn

Das Kreditinstitut hat ein Pfandrecht an den Guthaben auf den einbezogenen Konten. Die Johanniter Service GmbH hat zum Bilanzstichtag eine Forderung gegen die JF 111 Verwaltungsgesellschaft Lichterfelde GmbH aus Cash-Pooling in Höhe von 2.362,4 TEUR.

Alle am Cash-Management-System beteiligten Gesellschaften übernehmen die gesamtschuldnerische Haftung für Soll-Salden auf dem Führungskonto. Zum 31.12.2023 weist das Führungskonto einen Haben-Saldo in Höhe von 640,5 TEUR aus.

Das Risiko der Inanspruchnahme aus dieser Vereinbarung ist aufgrund der finanziellen Lage als gering einzuschätzen.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen zum Bilanzstichtag in Höhe von 40.078 TEUR bestehen im Wesentlichen aus Wartungsverträgen der Medizin- und Betriebstechnik in Höhe von 30.366 TEUR und aus Verpflichtungen gegenüber Energieversorgern in Höhe von 9.685 TEUR. Das Volumen mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt 30.301 TEUR. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen in Höhe von 25 TEUR verbundene Unternehmen.

E. Sonstige Angaben

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer gem. § 285 Nr. 7 HGB nach Dienstarten beträgt:

Verwaltung 9
Energie 1
Medizintechnik 12
Betriebstechnik 14
36

Organe der Gesellschaft

Die Organe der Gesellschaft sind:

die Gesellschafterversammlung und

die Geschäftsführung.

Zum Geschäftsführer war im Jahr 2023 bestellt:

Frank Böker, Bad Oeynhausen, Geschäftsführer der Johanniter GmbH (bis 30.11.2023)

Michael Schlickum, Mainz, Geschäftsführer der Johanniter GmbH (ab 01.12.2023)

Der Beruf der Mitglieder der Geschäftsführung ist mit ihrer Organstellung identisch.

Hinsichtlich der Geschäftsführerbezüge wird von der Schutzklausel gem. § 286 (4) HGB Gebrauch gemacht.

Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft gehört zum Konzernkreis der Johanniter GmbH, Berlin. Ihr Jahresabschluss wird für den größten und kleinsten Kreis in den Konzernabschluss der Johanniter GmbH, Berlin, einbezogen. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Vermehrte Insolvenzen im Gesundheitsbereich, insbesondere bei Krankhäusern, sind auch 2024 weiter unverändert zu verzeichnen. Falls unsere Geschäftspartner davon betroffen wären, hätte dies durch eintretende Forderungsausfälle bzw. notwendige Kapazitätsänderungen einen deutlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Sonstige Angaben

Auf die Angabe des vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar wurde gemäß § 285 Nr. 17 HGB verzichtet, da die Angaben für die Gesellschaft im Konzernabschluss der Johanniter GmbH, Berlin, enthalten sind.

Es wird von der Gesellschafterversammlung vorgeschlagen, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Berlin, den 28. März 2024

Die Geschäftsführung

Michael Schlickum

Anlagespiegel

Entwicklung der Anschaffungswerte
Anfangsbestand Zugänge Abgang Endstand
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 225.111,81 0,00 0,00 225.111,81
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen 259.612,94 0,00 0,00 259.612,94
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 730.592,92 6.477,80 13.869,93 723.200,79
990.205,86 6.477,80 13.869,93 982.813,73
1.215.317,67 6.477,80 13.869,93 1.207.925,54
Entwicklung der Abschreibungen
Anfangs-bestand Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgang Endstand
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 222.872,81 1.785,00 0,00 224.657,81
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen 25.961,94 25.961,00 0,00 51.922,94
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 630.813,92 34.670,80 13.868,93 651.615,79
656.775,86 60.631,80 13.868,93 703.538,73
879.648,67 62.416,80 13.868,93 928.196,54
Restbuchwert
Stand 31.12.2023 Stand Vorjahr
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 454,00 2.239,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen 207.690,00 233.651,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 71.585,00 99.779,00
279.275,00 333.430,00
279.729,00 335.669,00

Bescheinigung

In dem vorstehenden zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Johanniter Service GmbH, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Johanniter Service GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Johanniter Service GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, den 31. Oktober 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Laurent Griffoul, Wirtschaftsprüfer

ppa. Jan Witing, Wirtschaftsprüfer

Mit Gesellschafterbeschluss vom 30. August 2024 wurde der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 festgestellt. Es wurde beschlossen, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 611.047,36 auf neue Rechnung vorzutragen.

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