Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 102388
Vorher
ASTRA Gesellschaft für innovative Diagnostik mbHADT Altona Diagnostic Technologies GmbH
Eingetragen
13.9.2007
Branche
Forschung und Entwicklung im Bereich BiotechnologieHerstellung von PrüfmaschinenHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen Geräten
Gegenstand
Die Entwicklung, die Produktion und der Vertrieb von diagnostischen Testsystemen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Hans Kuhn
seit 9.7.2024
Geschäftsführer
Sönke Friedrichsen
seit 9.7.2024
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (5)

NameAnteil
27.81%
Ronald Begemann
27.81%
27.81%

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
altona Diagnostics Holding GmbH
Germany
117.600 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

altona Diagnostics GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Wirtschaftsbericht

1.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Basisprognose des IMF geht davon aus, dass die Weltwirtschaft in den Jahren 2024 und 2025 mit 3,2 Prozent und damit genauso schnell wie im Jahr 2023 wachsen wird. Eine leichte Beschleunigung in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften - wo das Wachstum von 1,6 Prozent im Jahr 2023 auf 1,7 Prozent im Jahr 2024 und 1,8 Prozent im Jahr 2025 steigen soll - wird durch eine leichte Verlangsamung in den Schwellen- und Entwicklungsländern von 4,3 Prozent im Jahr 2023 auf 4,2 Prozent in den Jahren 2024 und 2025 ausgeglichen. Die Prognose für das globale Wachstum in fünf Jahren ist mit 3,1 Prozent so niedrig wie seit Jahrzehnten nicht mehr.

Die globale Inflation wird den Prognosen zufolge stetig zurückgehen, von 6,8 Prozent im Jahr 2023 auf 5,9 Prozent im Jahr 2024 und 4,5 Prozent im Jahr 2025, wobei die fortgeschrittenen Volkswirtschaften früher zu ihren Inflationszielen zurückkehren als die Schwellen- und Entwicklungsländer.

Auch von Seiten der Fiskalpolitik sind eher dämpfende Einflüsse auf das Wachstum der Wirtschaft zu erwarten. Die anhaltend hohen Inflationsraten veranlassten die Zentralbanken bereits, die Leitzinsen zu erhöhen. Insgesamt ist daher mit einem Abnehmen der Wachstumsdynamik zu rechnen.

Die Wirtschaftsentwicklung des vergangenen Jahres sowie die Prognosen für 2024 und 2025 sind für die wichtigsten Wirtschaftsräume in der nachfolgenden Abbildung zusammengefasst.

2021 2022 2023 2024E 2025E
Welt 6,5 3,5 3,2 3,2 3,2
Eurozone 5,9 3,4 0,4 0,8 1,5
Deutschland 2,6 1,8 -0,3 0,2 1,3
USA 5,9 2,1 2,5 2,7 1,9
UK 7,6 4,0 0,1 0,5 1,5
Japan 2,1 1,1 1,9 0,9 1,0

Quelle: IWF, World Economic Outlook April 2024

1.2. Geschäftsverlauf

Die altona Diagnostics GmbH entwickelt innovative Testsysteme für die molekulare Diagnostik. Im Mittelpunkt stehen dabei Testsysteme zum Nachweis von Infektionskrankheiten. Wichtigste Produkte sind real-time PCR Assays. Mit der Produktlinie AltoStar bietet die Gesellschaft zudem einen automatisierten Workflow zur PCR-Diagnostik an (bestehend aus den erforderlichen Geräten, einer Steuerungssoftware und den zugehörigen PCR Assays, die auf dem System zum Einsatz kommen). Weitere Produktangebote befinden sich in der Entwicklung.

Anwender der Produkte sind zum weit überwiegenden Teil medizinische Labore sowie Groß- und Universitätskliniken, die über eigene Labore verfügen. Der Vertrieb der Produkte erfolgt entweder direkt an die Anwender (so genannte Direktmärkte, vor allem in der DACH-Region) oder aber über Distributoren bzw. eigene Vertriebstochtergesellschaften (so genannte Vertriebsmärkte).

Die im Geschäftsjahr 2022 sichtbar gewordene rückläufige Tendenz von SARS-Cov-2 hat sich in 2023 spürbar verstärkt und setzt sich auch in 2024 fort. So lag der Umsatzanteil mit SARS-CoV-2-Kits in 2023 nur noch im einstelligen Prozentbereich. Neben tendenziell rückläufiger Testzahlen war ebenfalls, wenn auch von geringerer Bedeutung, die hohe Anzahl auf dem Markt erhältlicher, zugelassener PCR-Tests hierfür verantwortlich. In der Folge war wie schon im Vorjahr ein sehr deutlicher Umsatzrückgang zu verzeichnen. Dies entsprach der erwarteten Entwicklung. PCR-Testkits für den Nachweis des Coronavirus SARS-CoV-2 sind seit 2023 nicht mehr das umsatzstärkste Produkt der altona Diagnostics GmbH. Die Umsätze mit PCR- Nachweisen für andere Parameter waren von der rückläufigen Entwicklung für den SARS-CoV-2-Nachweis nicht betroffen und entwickelten sich weiterhin positiv.

Beim AltoStar Workflow war im ersten Jahr der Pandemie aufgrund der kurzfristigen Bereitstellung von Investitionsbudgets auf Kundenseite eine dynamische Entwicklung der Nachfrage nach den Gerätesystemen zu verzeichnen. Die Investitionszurückhaltung in den zwei Folgejahre nach der Pandemie klang in 2023 merklich ab, so dass die Anzahl neu platzierter AltoStar-Workflows zum Vorjahr deutlich gesteigert werden konnte.

Wie schon in den Vorjahren wurden die Umsatzerlöse auch im abgelaufenen Jahr mehrheitlich im Ausland erzielt. Der Auslandsanteil stieg von 52 % im Jahr 2022 auf 66% im Berichtsjahr. Wie im Vorjahr entfiel vom Auslandsumsatz rund 40% auf das europäische Ausland und der Rest auf andere Kontinente. Die Produkte der altona Diagnostics werden auf allen Kontinenten vertrieben.

Die Umsatzerlöse sind im Vergleich zum Vorjahr um 30% zurückgegangen. Die Geschäftsleitung geht allerdings davon aus, dass die Umsatzbodenbildung durch das Abklingen der SARS-Pandemie im Geschäftsjahr 2023 erreicht wurde. In den Kernbereichen, d.h. den SARS-CoV-2 unabhängigen Diagnostik Märkten, ist das Unternehmen in den vergangenen Jahren deutlich gewachsen (ca. 50% Wachstum seit 2019, dem letzten Jahr vor Corona). Auch die Mitarbeiterzahl ist vor dem Hintergrund des gestiegenen Geschäftsumfangs seit 2019 um mehr als 50% gestiegen. Dieses wie auch das noch zu erwartende Wachstum in den Folgejahren machte die Erweiterung der räumlichen Infrastruktur erforderlich. So wurde im September 2022 ein moderner Logistik- und Lagerstandort in Hamburg in Betrieb genommen. Am selben Standort befindet sich eine Produktionshalle noch im Umbau. Hier sollen künftig einzelne Schritte des Herstellungsprozesses durchgeführt werden.

1.3. Ertragslage

Die Ergebnisstruktur der Gesellschaft stellte sich im Berichtszeitraum wie folgt dar:

2023 Vorjahr 2022
TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse 39.232 120,6% 56.147 112,5%
Verminderung/Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 139 0,4% -184 -0,4%
Sonstige betriebliche Erträge 2.080 6,4% 2.060 4,1%
Materialaufwand -8.913 -27,4% -8.098 -16,2%
Rohergebnis 32.538 100,0% 49.925 100,0%
Personalaufwand -18.106 -55,6% -17.025 -34,1%
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -2.067 -6,4% -2.016 -4,0%
Übrige betriebliche Aufwendungen -10.614 -32,6% -10.049 -20,1%
Sonstige Steuern -4 0,0% -3 0,0%
Betriebsergebnis 1.747 5,4% 20.832 41,7%
Zinserträge 208 -1,1% 53 -0,3%
Finanzergebnis 208 0,6% 53 0,1%
Ergebnis vor Steuern 1.955 6,0% 20.885 41,8%
Ertragsteuern -665 -2,0% -6.768 -13,6%
Jahresüberschuss 1.290 4,0% 14.117 28,3%
Veränderung
TEUR %
Umsatzerlöse -16.915 -30,1%
Verminderung/Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 323 -175,5%
Sonstige betriebliche Erträge 20 1,0%
Materialaufwand -815 10,1%
Rohergebnis -17.387 -34,8%
Personalaufwand -1.081 6,3%
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -51 2,5%
Übrige betriebliche Aufwendungen -565 5,6%
Sonstige Steuern -1 33,3%
Betriebsergebnis -19.085 -91,6%
Zinserträge 155 292,5%
Finanzergebnis 155 292,5%
Ergebnis vor Steuern -18.930 -90,6%
Ertragsteuern 6.103 -90,2%
Jahresüberschuss -12.827 -90,9%

Die Umsätze sind im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr um 30,1% zurückgegangen. Ursächlich hierfür ist, dass der Sondereffekt der SARS-CoV-2-Pandemie wie erwartet für das Unternehmen an Bedeutung verliert.

Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen vor allem Erträge aus der teilweisen Auflösung des passiven Rechnungsabgrenzungspostens, der im Geschäftsjahr 2014 im Zusammenhang mit einem Vertrag über die Nutzung der Technologie der Gesellschaft gebildet wurde, sowie Zuwendungen aus Förderungen.

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl hat sich hat sich erneut erhöht, jedoch nur in moderatem Umfang. Sie stieg von 296 (Vorjahr 2022) auf 298. Die Personalkosten stiegen gegenüber dem Vorjahr um 6,3%.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich um 5,6% erhöht. Dies ist vor allem auf Investitionskosten im IT-Bereich zurückzuführen. Es ist ebenfalls ein Anstieg der Aufwendungen für Werbung, Reisen und Veranstaltungen zu verzeichnen, die in den beiden Vorjahren pandemiebedingt stark gesunken waren.

1.4. Finanz- und Vermögenslage, Kapitalstruktur, Investitionen

Die Finanzlage des Unternehmens ist unverändert positiv zu bewerten. Die liquiden Mittel und Forderungen machen rund ein Drittel der Bilanzsumme aus. Zudem bestehen keine Finanzverbindlichkeiten. Die Gesellschaft ist vollständig eigenfinanziert.

Im Berichtsjahr wies die Gesellschaft die folgende Vermögensstruktur auf:

31.12.2023 31.12.2022 Veränd.
TEUR % TEUR % TEUR
Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen 16.706 31,5% 13.099 21,1% 3.607
Finanzanlagen 1.921 3,6% 1.750 2,8% 171
Vorräte 16.587 31,3% 19.256 31,0% -2.669
Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände 9.174 17,3% 7.123 11,5% 2.051
Liquide Mittel 8.437 15,9% 20.865 33,5% -12.428
Rechnungsabgrenzungsposten 167 0,3% 106 0,2% 61
Gesamtvermögen 52.992 100,0% 62.199 100,0% -9.207

Das Anlagevermögen besteht im Wesentlichen aus der Geschäfts- und Laborausstattung sowie aus den Beteiligungen an den Vertriebstochtergesellschaften und den Ausleihungen an diese Gesellschaften. Im Berichtsjahr hat sich das Sach-Anlagevermögen insbesondere aufgrund von Mieterausbauten für den neuen Logistik- und Produktionsstandort erhöht. Die in den Finanzanlagen enthaltenen Ausleihungen an verbundene Unternehmen dienen der Anschubfinanzierung und werden nach Erreichen des break even zurückgeführt. Analog wird mit Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verfahren, die gegenüber den Tochtergesellschaften bestehen.

Die Gesellschaft wies zum Bilanzstichtag die folgende Kapitalstruktur auf:

31.12.2023 31.12.2022 Veränd.
TEUR % TEUR % TEUR
Eigenkapital 48.711 91,9% 52.422 84,3% -3.711
Rückstellungen 1.514 2,9% 5.021 8,1% -3.507
Verbindlichkeiten 2.081 3,9% 3.155 5,1% -1.074
Rechnungsabgrenzungsposten 686 1,3% 1.601 2,6% -915
Gesamtkapital 52.992 100,0% 62.199 100,0% -9.207

Die Eigenkapitalquote hat sich gegenüber dem Vorjahr um 7,6 Prozentpunkte auf jetzt 91,9% erhöht. Die Rückstellungen betreffen zum überwiegenden Teil Steuerrückstellungen. Die sonstigen Rückstellungen wurden vor allem für erwartete Personalkosten gebildet (z.B. Urlaubsrückstellungen). Unter den Verbindlichkeiten sind vor allem kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erfasst.

Investitionen wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr erneut in allen Bereichen des Unternehmens vorgenommen. Im Bereich der technischen Anlagen waren Investitionen in die erhöhte Automatisierung von Produktionsprozessen von Bedeutung.

Der operative Cashflow der Gesellschaft betrug im Geschäftsjahr 2023 TEUR -1.809, der Cashflow aus Investitionstätigkeit TEUR -5.619 sowie der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit TEUR -5.000. Somit verminderte sich der Finanzmittelfonds gegenüber dem letzten Bilanzstichtag von TEUR 20.865 um TEUR 12.428 auf TEUR 8.437.

1.5. Personal

Im Geschäftsjahr 2023 beschäftigte die Gesellschaft durchschnittlich 298 Mitarbeiter. Damit hat sich die Zahl der Arbeitnehmer gegenüber dem Vorjahr rechnerisch um zwei Personen erhöht.

Gesundheits- und Arbeitsschutz sind organisatorisch fest in die Abläufe eingebunden. Vorgesetzte und Mitarbeiter werden regelmäßig geschult und unterwiesen.

Die Entlohnung erfolgt im Wesentlichen auf der Grundlage individueller Vereinbarungen; das Unternehmen ist tarifvertraglich nicht gebunden.

2. Prognose- sowie Risiko- und Chancenbericht

2.1 Prognosebericht

Die Geschäftsjahre 2020-2022 waren in erheblichem Ausmaß von der Corona-Pandemie geprägt. Ab dem Geschäftsjahr 2023 hat der Einfluss von SARS-CoV-2-Produkten auf das Geschäftsergebnis sehr stark nachgelassen und ist praktisch nicht mehr relevant. Ein endemischer Zustand wurde mittlerweile erreicht, wodurch das SARS-CoV-2-Virus nun ein Erreger unter Vielen ist, aber nicht gänzlich verschwinden wird. Die Menschheit wird dauerhaft mit den verschiedenen Varianten des Virus leben müssen. Daher ist auch längerfristig mit einer Nachfrage nach Testkits für den Nachweis des Virus, wenn auch auf sehr niedrigem Niveau, zu rechnen.

Eine zunehmend größere Rolle spielt dagegen der automatisierte AltoStar Diagnostik-Workflow. Das Angebot von für den AltoStar verfügbaren Testkits wird kontinuierlich ausgeweitet. Mit den FlexStar-Kits wurde zudem 2021 eine neue Produktlinie mit Multiplex-Assays lanciert (Nachweis mehrerer Erreger mit einem Test). Seitdem werden für diese Produktreihe kontinuierlich weitere Testkits auf den Markt gebracht, weitere sind in Planung. Der weitere Rollout des AltoStar-Systems soll 2024 und in den folgenden Jahren weiter forciert werden. Besondere Bedeutung haben dabei die Auslandsmärkte. Die Vertriebs- Tochtergesellschaften haben eigene Infrastruktur (Lager/Logistik) sowie personelle Ressourcen (Service- Ingenieure) aufgebaut.

Für das Jahr 2024 wird mit leicht steigenden Umsätzen gerechnet, die deutlich oberhalb des Vorpandemie- Niveaus erwartet werden. Dieser Trend wird für 2025 mit ähnlichen Steigerungsraten prognostiziert. Das Unternehmen rechnet damit, beide Jahre mit einem positiven Ergebnis abzuschließen.

Maßnahmen, um die personellen und infrastrukturellen Ressourcen an das gegenüber der Zeit vor der Pandemie gestiegene Geschäftsvolumen anzupassen, wurden im Berichtsjahr und dem Vorjahr bereits umgesetzt und wird im Wesentlichen voraussichtlich im Jahr 2024 abgeschlossen werden. Dies betrifft insbesondere den Ausbau und die technische Ausstattung der angemieteten Produktionshalle. Ein weiterer Personalaufbau soll jedoch nur sehr moderat und punktuell erfolgen.

Auf den Absatzmärkten wird ein leicht rückläufiges Preisniveau wahrgenommen. Das Preisniveau der Beschaffungsseite ist im Allgemeinen stabil bis leicht sinkend. Ein starker Preisauftrieb, wie er vor Allem 2020 und 2021 zu beobachten war, ist nicht zu erwarten, so dass von einer relativ konstanten Marge des Unternehmens ausgegangen werden kann.

Aufgrund der geringen Materialaufwandsquote erwartet das Unternehmen auch in Zukunft auf der Basis eines relativ hohen Rohertrags weiterhin positive Ergebnisse zu erzielen.

2.2 Risikobericht

Politische Risiken

Die Gesellschaft ist vom Kriegsgeschehen in der Ukraine nicht betroffen. Zudem bestehen keine Geschäftsbeziehungen mit Kunden oder Lieferanten in Russland oder Belarus. Auswirkungen des Krieges könnten sich daher nur indirekt, zum Beispiel durch gestiegene Preise für Vorprodukte, ergeben.

Markt- und regulatorische Risiken

Die Gesellschaft schätzt das vom (Absatz-)Markt ausgehende Risiko grundsätzlich als gering ein. Der Markt, in dem altona Diagnostics sich bewegt, verfügt über hohe Eintrittsbarrieren, was potenziellen Wettbewerbern den Marktzutritt erschwert. Durch die generell anzuwendende IVDR haben sich diese Eintrittsbarrieren noch einmal erhöht. Hieran ändert sich auch nichts durch den Umstand, dass die Übergangsfristen, die ursprünglich am 26. Mai 2022 auslaufen sollten, noch einmal verlängert wurden. Auch sind dem Unternehmen keine neuen disruptiven Technologien bekannt, wodurch die Produkte des Unternehmens obsolet werden bzw. der Gesamtmarkt schrumpfen könnte.

Auf dem Beschaffungsmarkt sind keine Entwicklungen erkennbar, die sich, abgesehen von einer gewöhnlichen Inflation, mittel- und langfristig durch außerordentliche Verteuerung oder Verknappung von benötigten Vorprodukten dauerhaft negativ auf die Geschäftsentwicklung auswirken könnten. Daher wird dieses Risiko ebenfalls derzeit als gering eingeschätzt. Allerdings hat es sich in der Pandemiesituation gezeigt, dass aufgrund komplexer, globaler Lieferketten das Risiko einer kurzfristigen, isolierten Verknappung einzelner Rohstoffe und Vorprodukte besteht. Des Weiteren muss generell mit einem inflationsbedingten Anstieg der Beschaffungspreise gerechnet werden. Die Gesellschaft begegnet diesen Risiken zum einen, indem vermehrt Zweit- und Drittlieferanten identifiziert und Lieferbeziehungen mit diesen Unternehmen aufgebaut werden. Zum anderen werden für kritische Artikel größere Lagerbestände vorgehalten. Aus strategischer Sicht wird das Unternehmen weiterhin bestrebt sein, bestimmte Vorprodukte selbst herzustellen bzw. in Auftragsfertigung exklusiv herstellen zu lassen.

Ein moderates Risiko geht von der Tendenz zur Erhöhung regulatorischer Hürden aus, die in verschiedenen Jurisdiktionen zu beobachten ist. Hieraus können sich erhöhte Aufwendungen und längere Vorlaufzeiten für die Einführung neuer Produkte ergeben. Gleichzeitig erhöhen sich dadurch die Markteintrittsbarrieren für Dritte.

Kunden- und Lieferantenrisiken

Das Risiko, Kunden in erheblichem Umfang zu verlieren, wird als gering eingeschätzt. Das Unternehmen verfügt zu vielen Kunden über stabile Geschäftsbeziehungen. Die Kundenstruktur ist zudem gut diversifiziert, so dass kein Klumpenrisiko besteht.

Auf der Lieferantenseite besteht zusätzlich zu den oben beschriebenen marktseitigen Restriktionen keine kritische Abhängigkeit von einem Dritten, die nicht über entsprechend langfristige Verträge abgesichert ist. Bei Ausfall von Lieferanten kann das Unternehmen in der Regel zu alternativen Herstellern wechseln. Des Weiteren ist altona Diagnostics dazu übergegangen (auch aus Gründen der Margenverbesserung), bestimmte Vorprodukte selbst herzustellen, so dass das Unternehmen künftig insgesamt weniger auf externe Lieferanten angewiesen sein wird.

Risiken der Produktentwicklung

Das weitere Wachstum des Unternehmens ist eng mit der Leistungsfähigkeit der Forschungs- und Entwicklungsabteilung verknüpft, die in der Vergangenheit regelmäßig in der Lage war, neue, marktgängige Produkte zu entwickeln oder bestehende Produkte weiterzuentwickeln. Wäre das Unternehmen hierzu nicht mehr oder nur noch eingeschränkt in der Lage, so würde dies seine Wettbewerbsposition schwächen. Zum Zwecke einer Risikostreuung werden daher mehrere Produktansätze parallel verfolgt, so dass sich ein einzelner Ausfall weniger gravierend auswirkt. Weiterhin kooperiert das Unternehmen in der Forschung und Entwicklung mit Forschungsinstituten und anderen Unternehmen, was ebenfalls zur Risikostreuung beiträgt.

Finanzielle Risiken

Die finanziellen Risiken werden von der Gesellschaft als sehr gering eingestuft. Das Unternehmen verfügt über ausreichend freie Liquidität, um den geplanten Ausbau des Geschäfts finanzieren zu können. Kredite wurden nicht aufgenommen, so dass von Erhöhungen der Leitzinsen keine negativen Auswirkungen zu erwarten sind. Besondere Finanzinstrumente werden von der Gesellschaft nicht eingesetzt. Kurssicherungsmaßnahmen wurden nicht vorgenommen, da Zahlungsströme in Fremdwährungen bislang für das Unternehmen von nachgeordneter Bedeutung waren.

Personelle Risiken

Wie bei vielen Technologieunternehmen hängt der Erfolg der altona Diagnostics GmbH stark von der Fähigkeit ab, hoch qualifizierte Führungskräfte und Wissenschaftler zu finden und an sich zu binden. Verliert das Unternehmen Personal in Schlüsselfunktionen, besteht die Gefahr, dass das Erreichen von Geschäftszielen behindert wird.

Dem Unternehmen ist es trotz des hohen Wachstumstempos und des damit einhergehenden Personalbedarfs bislang gelungen, Vakanzen adäquat zu besetzen. Auch die moderate Fluktuationsrate zeigt, dass altona Diagnostics als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen wird. Die personellen Risiken werden somit als gering eingeschätzt.

2.3 Chancenbericht

Die Gesellschaft agiert in einem wachsenden Marktumfeld. Der Markt für In-vitro-Diagnostik (IVD) soll im Jahr 2024 ein Volumen 82,5 Mrd. Euro umfassen (Quelle: Statista). Bis zum Jahr 2029 wird ein Wachstum bis auf 96,3 Mrd. Euro erwartet, was einem jährlichen Wachstum von ca. 3% CAGR entspricht (Quelle: Statista).

Innerhalb des IVD-Marktes weist die Molekulardiagnostik, deren wichtigstes Teilsegment der Nachweis von Infektionskrankheiten ist, eine deutliche größere Wachstumsdynamik auf. Von 11,8 Mrd. USD in 2023 soll der Markt um 10,2% auf 13,0 Mrd. USD in 2024 wachsen. Zwischen 2023 und 2029 wird mit durchschnittlich 9,2% jährlicher Wachstumsrate gerechnet (13,0 Mrd. USD zu 20,2 Mrd. USD).

(Quelle: jeweils https://www.mordorintelligence.com/de/industry-reports/molecular-diagnostics-market).

Das Unternehmen sieht sich mit seinen Produktlinien (AltoStar, Flexstar, RealStar) marktseitig sehr gut aufgestellt, um von dem prognostizierten Marktwachstum zu profitieren. Die Entwicklung vom Anbieter eines Verbrauchsprodukts (d.h. des einzelnen Testkits) zum Anbieter einer Gesamtlösung (einschließlich der Hard- und Software) stellt mit der damit verbundenen erhöhten Kundenbindung eine strategische Chance dar. Mittel- bis langfristig hat das Unternehmen das Potential, sich als konzernunabhängiger Komplettanbieter molekulardiagnostischer Produkte auf Basis der PCR-Technologie zu etablieren.

Darüber hinaus besteht durch das Alleinstellungsmerkmal des breiten Spektrums an in vitro Diagnostika für tropische Infektionserkrankungen sowie die bewiesene Fähigkeit, schnell auf Ausbruchsgeschehen reagieren zu können, weiterhin ein hohes Potential, neue Märkte zu erschließen bzw. erfolgreich auf sich neu einstellende Marktsituationen zu reagieren. Die schnelle Entwicklung eines Tests für das SARS-CoV- 2-Virus Anfang des Jahres 2020 untermauert diese Aussage.

Weitere unternehmerische Chancen bestehen in den qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Unternehmens, die zum großen Teil über ein Hochschulstudium verfügen und die mit ihrer Expertise und ihrem Engagement wesentlich zum Wert des Unternehmens beitragen. Aus dieser Akkumulation von Wissen und Erfahrung können kreative und innovative Lösungen und Produkte hervorgehen.

3. Sonstige Angaben

Bericht über die Forschung und Entwicklung

Im Geschäftsjahr 2023 sind zahlreiche Produktentwicklungen abgeschlossen worden und konnten in den Markt eingeführt werden. Zudem wurde für eine Reihe von Produkten der Anwendungsbereich mittels einer entsprechenden Validierung erweitert.

 

Hamburg, den 28. Juni 2024

Dr. Ulrich Spengler

Dr. Markus Heß

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31. Dezember 2023 Vorjahr 31. Dezember 2022
EUR EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 95.967,50 86.862,88
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.473.328,25 1.496.596,90
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.622.362,68 5.042.910,00
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.513.913,38 16.609.604,31 6.472.487,79 13.011.994,69
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 650.675,18 639.631,38
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.270.510,14 1.921.185,32 1.110.163,57 1.749.794,95
18.626.757,13 14.848.652,52
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 5.394.645,08 9.530.034,87
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 10.530.421,42 9.525.467,78
3. Geleistete Anzahlungen 662.475,44 16.587.541,94 200.049,43 19.255.552,08
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.976.955,23 3.468.970,68
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 5.753.686,38 3.457.972,45
3. Sonstige Vermögensgegenstände 441.793,87 196.078,39
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 3.134,19 (31.12.2022: EUR 9.839,19) 9.172.435,48 7.123.021,52
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 8.437.146,44 20.864.973,97
34.197.123,86 47.243.547,57
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 167.692,82 106.308,92
52.991.573,81 62.198.509,01

PASSIVA

31. Dezember 2023 Vorjahr 31. Dezember 2022
EUR EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 117.600,00 117.600,00
II. Kapitalrücklage 1.432.400,00 1.432.400,00
III. Bilanzgewinn 47.161.283,19 50.872.361,97
- davon vorhandener Gewinnvortrag aus dem Vorjahr EUR 45.872.361,97 (31.12.2022: EUR 36.754.864,94) 48.711.283,19 52.422.361,97
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 173.898,24 3.670.996,32
2. Sonstige Rückstellungen 1.339.708,71 1.513.606,95 1.349.529,21 5.020.525,53
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 10.083,34 31.319,98
- davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 10.083,34 (31.12.2022: EUR 31.319,98)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.318.828,63 1.509.909,25
- davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 1.318.828,63 (31.12.2022: EUR 1.509.909,25)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 36.231,98 0,00
- davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 36.231,98 (31.12.2022: EUR 0,00)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 715.289,72 1.613.142,28
davon
- Sonderposten für erhaltene Zuschüsse EUR 373.600,00 (31.12.2022: EUR 1.135.802,29)
- aus Steuern EUR 282.111,90 (31.12.2022: EUR 383.929,19)
- im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 42.951,53 (31.12.2022: EUR 79.736,39)
- mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 341.689,72 (31.12.2022: EUR 477.339,99) 2.080.433,67 3.154.371,51
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 686.250,00 1.601.250,00
52.991.573,81 62.198.509,01

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023 Vorjahr 2022
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 39.231.797,57 56.147.358,72
2. Erhöhung/-Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 139.271,91 -184.411,59
3. Sonstige betriebliche Erträge 2.080.321,41 41.451.390,89 2.060.374,88 58.023.322,01
- davon aus der Währungsumrechnung EUR 23.456,11 (Vorjahr 2022: EUR 896.308,85)
4. Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -8.913.296,62 -8.097.611,34
32.538.094,27 49.925.710,67
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 15.168.938,09 14.352.551,55
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 2.937.028,51 2.672.894,22
- davon für Altersversorgung EUR 32.494,92 (Vorjahr 2022: EUR 33.442,49)
18.105.966,60 17.025.445,77
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.067.087,64 2.015.873,74
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 10.614.453,11 10.048.716,26
- davon aus der Währungsumrechnung EUR 311.819,48 (Vorjahr 2022: EUR 69.340,58)
-30.787.507,35 -29.090.035,77
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 208.514,02 53.633,48
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 35.346,57 (Vorjahr 2022: EUR 32.256,23)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -869,41 0,00
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -665.249,11 -6.768.240,35
11. Ergebnis nach Steuern 1.292.982,42 14.121.068,03
12. Sonstige Steuern -4.061,20 -3.571,00
13. Jahresüberschuss 1.288.921,22 14.117.497,03
14. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 45.872.361,97 36.754.864,94
15. Bilanzgewinn 47.161.283,19 50.872.361,97

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der altona Diagnostics GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 102388 in das Handelsregister beim Amtsgericht Hamburg eingetragen und hat ihren Sitz in Hamburg.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft gem. § 267 Abs. 2 des Handelsgesetzbuches (HGB) auf.

II. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die auf die Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie deren Gliederung entsprechen den handelsrechtlichen Vorschriften für Kapitalgesellschaften.

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und entsprechend den steuerlichen Vorschriften linear vorgenommen.

Für in den Geschäftsjahren 2017 bis 2023 angeschaffte Anlagegüter mit Einzelanschaffungskosten zwischen Euro 251 und Euro 1.000 ist ein Sammelposten gebildet worden, der über einen Zeitraum von fünf Jahren linear abgeschrieben wird.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. In die Herstellungskosten der Fertigen und Unfertigen Erzeugnisse wurden angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten eingerechnet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden ausgehend von den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Zur Fremdwährungsumrechnung ist festzustellen, dass die betroffenen Vermögensgegenstände zum Zeitpunkt der Zugangsbewertung mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs umgerechnet werden. Die Folgebewertung der Vermögensgegenstände in fremder Währung mit einer Restlaufzeit größer als ein Jahr erfolgt zum Abschlussstichtag unter Beachtung des Imparitätsprinzips, wonach Kursverluste aufwandswirksam und Kursgewinne nicht berücksichtigt werden.

Die Sonstigen Rückstellungen decken alle bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses erkennbaren Risiken aus ungewissen Verbindlichkeiten in Höhe des Betrages ab, der zu ihrer Erfüllung nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist.

Verbindlichkeiten wurden zum Rückzahlungsbetrag angesetzt. Sofern die Tageswerte über den Rückzahlungsbeträgen lagen, wurden die Verbindlichkeiten zum höheren Tageswert angesetzt.

III. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung der Posten des Anlagevermögens sowie die Zusammensetzung und Entwicklung der darauf entfallenden Abschreibungen im Geschäftsjahr 2023 sind in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen Verpflichtungen aus Bonus- und Provisionsvereinbarungen, Urlaubsrückständen sowie Jahresabschluss- und Archivierungskosten und Beiträgen.

Belastungen durch Verbindlichkeiten im Sinne von § 285 Nr. 3 HGB resultieren im Wesentlichen aus langfristigen Mietverträgen und werden wie folgt fällig:

2024 2025 bis 2028 2029ff.
TEUR TEUR TEUR
2.407 5.637 4.191

Haftungsverhältnisse und Eventualverbindlichkeiten bestehen zugunsten einer Tochtergesellschaft in Höhe von TEUR 40 und betreffen eine Bürgschaft.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt nach geographisch bestimmten Märkten auf:

Region Umsatz
(TEUR)
Europa 14.500
Deutschland 12.962
Naher Osten 3.712
Nordamerika 3.213
Asien 2.621
Lateinamerika 1.462
Übrige Regionen 762
Summe 39.232

Der Steueraufwand in Höhe von TEUR 6.768 entfällt in voller Höhe auf das laufende Geschäftsjahr.

V. Aufstellung des Anteilsbesitzes

Firmenname / Sitz Anteilshöhe Jahresergebnis Eigenkapital
Altona Diagnostics Canada Inc., Toronto, Kanada 76% -88.632 1) CAD 2.444.497 1) CAD
Altona Diagnostics France SARL Joue les Tours, Frankreich 95% 161.024 EUR 3.324.353 EUR
Altona Diagnostics USA, Inc., San Francisco, Kalifornien, USA 95% 362.651 USD 9.105.379 USD
Altona Diagnostics India Private Limited, New Delhi, Indien 99% 17.084.350 2) INR 175.457.780 2) INR
Altona Diagnostics UK Ltd, Liverpool, Großbritannien 100% 483.512 GBP 8.690.176 GBP
Altona Diagnostics Brasil Ltda., Sao Paulo, Brasilien 97,3% -2.306.909 BRL -10.309.457 BRL
Altona Diagnostics Argentina SRL, Buenos Aires, Argentinien 80% -420.130.881 ARS 335.230.051 ARS
Altona Diagnostics Italia, S.r.l., Segrate (MI), Italien 100% -816.561 EUR 2.127.660 EUR
altona Diagnostics Polska Sp. Z o.o. Warschau, Polen 99% -24.725 PLN 25.275 PLN

1) Abweichendes Wirtschaftsjahr 2022
2) Abweichendes Wirtschaftsjahr (1. April 2022 - 31. März 2023)

VI. Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss der altona Diagnostics GmbH wird in den Konzernabschluss der altona Diagnostics Holding GmbH, Hamburg, einbezogen. Dabei handelt es sich um den Konzernabschluss für den größten Kreis der Unternehmen. Dieser wird im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt.

Zur Erstellung eines Konzernabschlusses war die altona Diagnostics GmbH zum 31. Dezember 2023 nicht verpflichtet, da die altona Diagnostics Holding GmbH, Hamburg, in ihrer Eigenschaft als deutsche Konzernleitung zum 31. Dezember 2023 einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht mit befreiender Wirkung für die altona Diagnostics GmbH erstellt. Dieser wird im Unternehmensregister offengelegt.

VII. Sonstige Angaben

Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 288 (Vorjahr: 291) Arbeitnehmer beschäftigt.

Vorgänge von besonderer Bedeutung, über die gemäß § 285 Nr. 33 HGB zu berichten wäre, lagen bis zu Erstellung dieses Anhangs nicht vor.

Alleinvertretungsberechtigte Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2023 waren

 

Herr Dr. Markus Heß, Biologe, Hamburg,

 

Herr Dr. Ulrich Spengler, Arzt, Hamburg.

Hinsichtlich der Angaben über die Gesamtbezüge der Geschäftsführer wurde die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen.

 

Hamburg, den 10. Juli 2024

Die Geschäftsführer

Dr. Ulrich Spengler

Dr. Markus Heß

Entwicklung der Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Entwicklung der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
Stand am 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
Euro Euro Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 655.618,46 45.112,78 0,00 700.731,24
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 1.496.596,90 14.462,35 0,00 1.511.059,25
2. Technische Anlagen und Maschinen 9.638.713,78 1.632.337,33 180.133,67 11.090.917,44
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.398.228,10 4.038.821,09 0,00 14.437.049,19
21.533.538,78 5.685.620,77 180.133,67 27.039.025,88
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 639.631,38 11.043,80 0,00 650.675,18
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.110.163,57 160.346,57 0,00 1.270.510,14
1.749.794,95 171.390,37 0,00 1.921.185,32
23.938.952,19 5.902.123,92 180.133,67 29.660.942,44
Entwicklung der Abschreibungen
Stand am 01.01.2023 Abschreibungen Geschäftsjahr Abgänge Stand am 31.12.2023
Euro Euro Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 568.755,58 36.008,16 0,00 604.763,74
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 0,00 37.731,00 0,00 37.731,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.595.803,78 995.952,98 123.202,00 5.468.554,76
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.925.740,31 997.395,50 0,00 4.923.135,81
8.521.544,09 2.031.079,48 123.202,00 10.429.421,57
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
9.090.299,67 2.067.087,64 123.202,00 11.034.185,31
Bilanzwerte
Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 95.967,50 86.862,88
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 1.473.328,25 1.496.596,90
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.622.362,68 5.042.910,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.513.913,38 6.472.487,79
16.609.604,31 13.011.994,69
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 650.675,18 639.631,38
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.270.510,14 1.110.163,57
1.921.185,32 1.749.794,95
18.626.757,13 14.848.652,52

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die altona Diagnostics GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der altona Diagnostics GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der altona Diagnostics GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahres-abschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/hgb-ja-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.

 

Hamburg, den 11. Juli 2024

GOESSLER + PARTNER GMBH
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