EQQO Holding GmbH
Dieselstraße 14, 48485 Neuenkirchen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Alexander Wulf seit 11.5.2022 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (3)
| Name | Anteil |
|---|---|
Zinnia International S.à r.l. | 82.75% |
| 12.25% | |
| 5.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
EQQO Holding GmbHNeuenkirchenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023KONZERNLAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 20231. Grundlagen des Konzerns 1.1. Geschäftsmodell des Konzerns Organisatorische Struktur des Konzerns Der Konzern besteht aus dem Mutterunternehmen, der EQQO Holding GmbH, sowie den Tochterunternehmen, der EQQO Infra GmbH, der EQQO Bau- und Industriereinigung GmbH, der EQQO Service GmbH, der EQQO Recycling GmbH, EQQO Stock 1 GmbH, der EQQO Mitte GmbH, der EQQO Süd GmbH (seit März 2023) sowie aus dem Teilkonzern EQQO Nederland B.V. und dessen Tochterunternehmen EQQO Exploitatie B.V., EQQO Milieu B.V. und Appeldoorn B.V. (seit Juli 2023). In Deutschland ist der EQQO-Konzern einer der größten privaten Infrastruktur-Dienstleister für Kommunen, kommunale Betriebe und Unternehmen - und der erste Anbieter von Circular Solutions im Segment Straßenreinigung. Der Mehrwert sind allumfassende und saubere Lösungen in der Reinigung und Pflege von Straßen, Plätzen und Flächen sowie in der Kehrricht-Verwertung. Konzernübergreifende Aufgaben und Funktionen werden von unseren Zentralbereichen wahrgenommen. Unternehmensbereiche und Absatzmärkte Unsere Dienstleistungen sind in ganz Deutschland verfügbar. In den Niederlanden sind wir vor allem in den Bereichen Bodenverwertung und (seit Juli 2023) Baustellenreinigung aktiv. Unser Dienstleistungsangebot umfasst Straßen- und Sinkkastenreinigung, Straßenkehrichtverwertung, Räum- und Winterdienst, Baustellen- und Industriereinigung, Kanalreinigung, Abfallsammlung im öffentlichen Raum sowie Grün- und Flächenpflege. Zu unseren Kunden gehören zahlreiche Kommunen und kommunale Betriebe, Straßen- und Autobahnmeistereien, Bauunternehmen sowie Unternehmen aus den Bereichen Handel, Logistik, Industrie und Immobilienverwaltung. Wir setzen weiterhin auf unseren nachhaltigen Ansatz unter der einheitlichen Marke "EQQO" mit dem Claim "Circular Solutions". EQQO steht für eine saubere und umweltfreundliche Zukunft. Wir sehen uns als Wegbereiter: Wir bieten unseren Kunden ökologisch und ökonomisch nachhaltige Infrastrukturdienstleistungen, die bei gleichbleibender Qualität auf jede Anforderung anpassbar sind. In diesem Sinne haben wir die Steidel GmbH in EQQO Süd GmbH umfirmiert. Die Appeldoorn B.V. wird aufgrund ihres hohen Bekanntheitsgrades im niederländischen Markt vorübergehend unter "Appeldoorn by EQQO" geführt. Standorte Das operative Geschäft betreiben wir von 5 Standorten aus: Der Zentrale in Neuenkirchen, dem Standort der ehemaligen TECHWA in Wolfhagen, der ehemaligen Steidel GmbH in Moosburg, sowie die niederländischen Standorte der ehemaligen Boon & Pijlman B.V. in Almelo und Appeldoorn B.V. in Veenendaal. Darüber hinaus sind viele Maschinen dezentral stationiert, um lange Anfahrtswege im Sinne unserer Kunden und der Umwelt zu vermeiden. 1.2. Forschung und Entwicklung Wir setzen konsequent auf digitale Mehrwerte für unsere Kunden, ob bei internen Prozessen oder der Qualitätsnachweisen. Digital optimierte Tourenpläne und GPS-gestütztes Telematiksystem sichern hohe Produktivität und Transparenz. Diese Transparenz zeigt sich nach außen in digitalen Qualitätsnachweisen in Echtzeit durch Cloud-Lösungen. Segmentübergreifend gehen wir neue Wege und haben im Geschäftsjahr eine Plattform entwickelt, die Angebot und Nachfrage für Winterdienstleistungen zusammenbringt. Diese wurde im Geschäftsjahr weiterentwickelt und bspw. um einen KI-basierten Chatbot erweitert. 1.3. Einkauf Gruppenweit bündeln wir unsere Bedarfe, insbesondere bei der Fahrzeugbeschaffung und Ersatzteilen. Wir sind der größte private Abnehmer für Großkehrmaschinen und setzen durchgängig auf einen modernen Fuhrpark. Dies sichert uns hohe Verfügbarkeit bei planbaren Wartungs- und Instandhaltungskosten. 1.4. Mitarbeiter Wichtigster Garant für unseren langjährigen und zukünftigen Erfolg sind unsere qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Daher werden die Mitarbeiter entsprechend ihren fachlichen Qualifikationen leistungsgerecht vergütet. Langjährige Betriebszugehörigkeit und einer hoher Bestand an wiederkehrenden Saisonarbeitskräften belegen die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Aus- und Weiterbildungen gehören für uns dabei genauso selbstverständlich zu den Leistungen an unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wie Sonderzahlungen, Leistungszulagen und -Prämien, Jobrad, eine betriebliche Altersvorsorge und Mitbestimmung und Einbindung bei betrieblichen Abläufen und Schutzbestimmungen. Wir schätzen die Expertise und Meinung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wert. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen Die Erholung der Wirtschaft verlief 2023 regional unterschiedlich. Insgesamt ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem Vorjahr um 0,3% gesunken. Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2023 geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine wie den extremen Energiepreiserhöhungen. Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise beispielsweise für Nahrungsmittel sowie der Fachkräftemangel und die andauernde, wenn auch im Jahresverlauf nachlassende Corona-Pandemie. Die Ausschreibungstätigkeit des Jahres 2023 war im Vergleich zum Jahr 2022 wieder verhalten, wobei die Dynamik je nach Segment variiert. Nach einer vergleichsweise hohen Anzahl von Ausschreibungen Ende 2022 im Bereich der Autobahn GmbH sind weniger Ausschreibungen veröffentlich worden. Der Trend des Anstiegs in der Anzahl von Ausschreibungen bei den arbeitsintensiven Vorgängen, wie beispielsweise der Senken- oder Gullyreinigung und dem Autobahnsegment, setzte sich im Jahr 2023 fort. Hintergrund ist der Personalmangel für manuelle Tätigkeiten bei Kommunen, Ländern und auf Bundesebene. Dies führte zu einem Auftragseingang, der auch im Jahr 2023 nicht vollständig abgearbeitet werden konnte. Trotzdem interpretieren die Mehrzahl der öffentlichen Auftraggeber das Gebot der Wirtschaftlichkeit bei Vergaben bei gegebenem Dienstleistungsumfang weiter nach dem Kriterium Preis. Ein Umdenken auch andere Kriterien wie beispielsweise ESG-Kriterien gewichtet in die Ausschreibungen aufzunehmen setzt sich nur langsam, meist entsprechend dem demografischen Wandel in den Verantwortlichkeiten, durch. Anhaltende Umstrukturierungen bei der Verantwortlichkeit für die Autobahnen des Bundes und die Bündelung der Autobahnmeistereien unter der Autobahn GmbH führen weiter zu erschwerter Planbarkeit in diesem Segment. Nach dem Schock des Ukraine-Konflikts und darauffolgendem Druck in den Lieferketten, die sich in verzögerter Lieferung von Spezialmaschinen und Ersatzteilen sowie deutlich gestiegenen Treibstoffkosten niederschlugen, war im Laufe des Jahres 2023 eine Entspannung auf hohem Niveau zu verzeichnen. Die demografische Entwicklung in Deutschland setzt sich fort und die sogenannten Geburtenstarken Jahrgänge werden vermehrt aus dem Arbeitsleben ausscheiden. Dies verstärkt den Druck auf Kommunen und Industrieunternehmen, Fachkräfte im Bereich der manuellen Tätigkeiten zu rekrutieren. 2.2. Finanzielle Leistungsindikatoren Die Geschäftsführung der EQQO-Gruppe steuert den Konzern mittels einer fest definierten Führungsstruktur und operativer Ziele, deren Erreichungsgrad durch festgelegte Kennzahlen überwacht wird. Hierbei stehen finanzielle Steuerungsgrößen im Fokus. Der Konzern zieht für seine interne Unternehmenssteuerung mehrere finanzwirtschaftliche und produktionsspezifische Kennzahlen heran, die eine ausgeglichene Steuerung des Unternehmens gewährleistet und die langfristigen Unternehmensziele in den Vordergrund stellt. Finanzielle Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse und das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Weiterhin wird der Geschäftsjahresverlauf im Voraus detailliert geplant und die Entwicklung monatlich analysiert. Eine konzernübergreifende Steuerung unter Anwendung nichtfinanzieller Leistungsindikatoren sind derzeit im Aufbau. Auf operativer Ebene der Tochtergesellschaften innerhalb der Handlungsfelder Umwelt und Nachhaltigkeit, Mitarbeiter und Arbeitssicherheit und vor allem Compliance werden bereits eine Vielzahl nichtfinanzieller Leistungsindikatoren erhoben und als Steuerungsinstrument eingesetzt. 2.3. Geschäftsverlauf Die Geschäftsführung der EQQO Holding GmbH beurteilt die wirtschaftliche Lage des Konzerns insgesamt als zufriedenstellend. Der anhaltende Mangel an Arbeitskräften, wobei sowohl qualifizierte als auch unqualifizierte Arbeitskräfte fehlten, wirkte sich im Berichtsjahr 2023 negativ auf die Geschäftsaktivitäten des EQQO-Konzerns aus, wobei sich das stark gestiegene Preisniveau des Jahres 2022 auf hohem Niveau stabilisierte und weitere Preissteigerungen zunächst nicht zu erwarten sind. Das B2A-Geschäft entwickelte sich organisch stark und im Rahmen der Erwartungen durch den hohen Auftragsbestand aus dem Jahr 2022, wobei die Restrukturierung der Autobahnmeistereien zur Autobahn GmbH für späte Vergaben und somit einen hohen Umsatz im Jahr 2023 in diesem Segment erzeugte. Das B2B-Segment zeigte sich organisch ebenfalls stark wachsend. Im Winterdienst konnten weiter Zuwächse von 34,4% im Vergleich zum Vorjahr erzielt werden, während das Baustellensegment mit +2,0% leicht über Vorjahresniveau abschloss. Für anorganisches Wachstum, insbesondere im B2B-Segment Baustellenreinigung, sorgten die Zukäufe der Firmen Steidel GmbH (EQQO Süd) und Appeldoorn B.V. Das Baustellenreinigungssegment als technologisches Spezialsegment war mit einem Anteil von 5,8% am Gesamtumsatz bisher unterrepräsentiert. Durch die strategischen Zukäufe konnte eine weitere Diversifizierung unseres Serviceangebotes sowie eine Ausgewogenheit zwischen B2A- und B2B-Segment in ihrem Beitrag zum Gesamterfolg des Unternehmens erreicht werden. 2.4. Ertragslage Der Gesamtumsatz des EQQO-Konzerns im Geschäftsjahr 2023 beträgt T€ 38.465 (i. Vj. T€ 27.440) und ist damit höher als das Vorjahr. Das Rohergebnis beträgt im Geschäftsjahr 2023 T€ 27.120 (i.Vj. T€ 19.506) und ist damit T€ 7.614 über Vorjahr. Sehr zufriedenstellend ist dabei, dass sich das organische und anorganische Wachstum dabei fast gleich verteilen. Die Materialaufwandsquote beträgt zum Abschlussstichtag 29,5 % und damit auf Vorjahresniveau. Der Personalaufwand beträgt T€ 14.505 bei einer Personalaufwandsquote in Höhe von 38,1% (Vorjahr: 35,3%). Der Anstieg ist im Wesentlichen auf starken Aufbau und Ausbildung des gewerblichen Personals sowie zu einem geringeren Teil auf gestiegene Löhne des gewerblichen Personals zurückzuführen. Die Abschreibungen des Geschäftsjahres 2023 belaufen sich auf T€ 10.125 (i.Vj. T€ 9.533) und resultieren im Wesentlichen aus den Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte. Das EBITDA beträgt T€ 5.535 (i.Vj. T€ 4.393). Es wird ein Konzernergebnis in Höhe von T€ -9.114 (i.Vj. T€ -8.516) ausgewiesen. Der Auftragsbestand ist im Vergleich zu Vorjahren insbesondere in den Bereichen der Senkenreinigung, Streckensammlungen und Autobahnreinigungen stark gestiegen. 2.5. Finanzlage Die Finanzlage ist als stabil zu bezeichnen. Es ist unser Ziel, die für operative Investitionen und das organische Wachstum erforderlichen Mittel selbst zu erwirtschaften. Für strategisches Wachstum im Sinne von Zukäufen steht dem Konzern eine bewilligte Finanzmittellinie in ausreichender Höhe zur Verfügung. Außerdem wurde in 2023 weiteres Eigenkapital für anorganisches Wachstum in Form einer Einzahlung in die Kapitalrücklage von den Gesellschaftern zur Verfügung gestellt. Die Cash Earnings nach DVFA/SG betragen T€ 1.132 (i.Vj. T€ 1.281) und resultieren aus dem Periodenergebnis sowie den Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von T€ -15.586 (i.Vj. T€ -1.034) ist im Wesentlichen geprägt durch die Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen in Höhe von T€ 14.138. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt T€ -10.010 (i.Vj. T€ 3.944) und setzt sich zusammen aus Einzahlungen in die Kapitalrücklage (T€ +10.286), Auszahlungen für die Tilgung von Finanzkrediten (i.Vj. T€ -574), Einzahlungen aus der Begehung der Anleihen und Krediten (T€ 4.000) sowie den gezahlten Zinsen (T€ -3.836). Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen in Höhe von T€ 43.885 (i.Vj. T€ 39.363). Es handelt sich um kurz-, mittel- und langfristige Verbindlichkeiten, die zu marktüblichen Konditionen finanziert sind. 2.6. Vermögenslage Die Bilanzsumme beträgt im Geschäftsjahr 2023 T€ 83.165 (i.Vj. T€ 74.823). Die Vermögens- und Liquiditätsverhältnisse des Konzerns sind geordnet. Das Anlagevermögen beträgt T€ 67.788 (i.Vj. T€ 66.531) und ist im Wesentlichen durch den Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von T€ 58.924 (i.Vj. T€ 60.006) geprägt. Die Struktur des kurz- und langfristig gebundenen Vermögens und der Verbindlichkeiten hält der Konzern aufgrund der Erfahrungen im Finanzierungsbereich stabil und ausgeglichen. Das Eigenkapital des Konzerns liegt bei T€ 24.666 (i.Vj. T€ 23.494). Die Eigenkapitalquote beträgt 29,7% (i.Vj. 31,3%). Die Finanzierung des Anlagevermögens erfolgt fristenkongruent. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen in Höhe von T€ 43.885 (i.Vj. T€ 39.363). Es handelt sich um kurz- und langfristige Darlehensverbindlichkeiten, die marktüblich verzinst sind. Auf die Angabe der Restlaufzeiten wird auf den Anhang verwiesen. Insgesamt weist die Gesellschaft solide Vermögens- und Finanzstrukturen auf. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen T€ 2.928 (i.Vj. T€ 2.146). In den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sind T€ 5.816 (i.Vj. T€ 5.692) enthalten, dies entspricht 7,0% (i.Vj. 7,6%) der Bilanzsumme. 3. Nachhaltigkeit Nachhaltigkeit bestimmt unser Handeln bei EQQO. Wir richten unsere Maßnahmen auf die drei Bereiche "Environment", "Social" und "Governance" (ESG) aus. Im Bereich der Umwelt (Environment) strebt EQQO mittel- bis langfristig CO 2 -neutrale Dienstleistungen an. Unser Standort in Neuenkirchen ist bereits CO 2 -neutral. Unser Streben gilt der Erprobung und (Mit-)Entwicklung alternativer, umweltfreundlicher Wege unsere Dienstleistungen durchzuführen. Zu diesem Zweck haben wir als Vorreiter elektrische Kleinkehrmaschinen angeschafft und verringern durch digitale Routenfindung unseren CO 2 -Fußabdruck. Im Bereich der Straßenkehrichtentsorgung verfolgt EQQO bereits das Motto "zirkulieren statt deponieren". Zentraler Bestandteile dieser Strategie ist unsere eigene Bodenaufbereitungsanlage in Almelo, Niederlande. Dadurch sind wir in der Lage, unseren Claim "Circular Solutions" zu leben und aus dem Straßenkehricht zusammen mit anderen kontaminierten Böden ein echtes Recycling-Produkt herzustellen, dass in diversen Bereichen Verwendung finden kann, u.a. dem Straßen- und Deichbau. Im Bereich Social sind unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie deren Schutz und Wohlbefinden die Triebfedern unseres Antriebs. Höchste Sicherheitsstandards, moderne Arbeitsmittel und Schutzkleidung sowie wiederholte Sicherheitsschulungen stellen sicher, dass die Gesundheit unserer Mitarbeiter bestmöglich geschützt wird. Lohngerechtigkeit innerhalb unserer Belegschaft ist für uns genauso selbstverständlich wie wettbewerbsfähige Vergütungen und Benefits. Zusätzlich startete in 2023 ein langfristig angelegtes, konzernweites Führungskräftetraining. Zu jeder Zeit übernehmen wir die volle Verantwortung für die Qualität unserer Dienstleistungen. Wir lassen unseren Kunden dabei zu jeder Zeit die volle Transparenz und die Möglichkeit der digitalen Leistungskontrolle - selbstverständlich unter Wahrung sämtlicher Datenschutzbestimmungen und unter Mitbestimmung unserer Mitarbeiter. Dabei ist uns der Dialog mit unseren Kunden - auf Politik- und Verwaltungsebene wichtig, um stets den aktuellen Anforderungen gerecht zu werden und die Zukunft der infrastrukturellen Dienstleistungen mitzugestalten. Im Bereich Governance sind wir den hohen Good Corporate Governance Standards unseres Gesellschafters verpflichtet. Wir haben höchste Ansprüche an Ethik und Integrität sowie eine Null-Toleranz-Politik hinsichtlich Korruption oder ähnlichem unethischen Verhalten. Wir sind dem freien Wettbewerb verpflichtet. Wiederkehrende Reportings in Einklang mit den internen und externen Rechnungslegungspflichten an unsere wichtigsten Stakeholder werden regelmäßig angepasst und erweitert. Unser Ziel ist dabei stets Mehrwerte zu generieren. 4. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 4.1. Prognosebericht Das Wirtschaftsjahr 2024 ist weiterhin von den Auswirkungen des Ukraine Krieges sowie dem wieder aufbrandenden Nahostkonflikt geprägt. Die Weltwirtschaft befindet sich derzeit in einer schwierigen Situation. Die globalen Wirtschaftssanktionen sowie die Energiekrise in Europa belasten die Weltwirtschaft. Die Wirtschafts- und Fiskalpolitik ist stärker gefragt, als jemals zuvor. Energiekosten halten sich in 2024 dennoch auf dem Niveau des Vorjahres, wobei die Prognosesicherheit vor dem Hintergrund dynamischer weltpolitischer Ereignisse niedrig ist. Entsprechend müssen wir uns als Gruppe weiter auf Unwägbarkeiten einstellen und flexibel reagieren. Mit Blick auf das Jahr 2024 erwarten wir eine leichte Steigerung des Umsatzes. Weitere Zukäufe zu tätigen ist geplant, wobei die Geschwindigkeit dieser Entwicklung von der Qualität der im Markt verfügbaren Targets abhängt. Der Verlauf der ersten fünf Monate des Geschäftsjahres stimmt hinsichtlich unseres geplanten organischen Wachstums positiv. Der Auftragseingang ist stabil und weitere Ausschreibungsgewinne insbesondere im Bereich der Autobahnreinigung, der Senkenreinigung und der Streckensammlung sind zu erwarten. Für das Jahr 2024 erwartet die Geschäftsführung trotz der Steigerung der Umsätze ein Wachstum des operativen Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr durch moderates Umsatzwachstum und weitere Verbesserung der Produktivität für die Skalierung der EQQO-Gruppe. 4.2. Risikobericht Wir aktualisieren regelmäßig die Risikoeinschätzung in Zusammenarbeit mit dem Beirat des Konzerns, um einen ganzheitlichen Blick auf die bestehenden Risiken zu haben. Risiko-minimierende Maßnahmen werden mit Augenmaß und im Rahmen der bestehenden Geschäftsordnung mit dem Beirat abgestimmt und eingesetzt. Unser Beirat ist mit branchen- und finanzmarkterfahrenen, unternehmensexternen Experten besetzt, die uns als Geschäftsführung beraten, Geschäftspläne kritisch hinterfragen und regelmäßig über den Erfolg der Unternehmung informiert werden. Zusätzlich unterstützt unser internes Kontrollsystem mit Vier-Augen-Prinzipien, KI-basiertem Daten-Management-System (DMS) und interner Legal Counsel das Risikomanagement. Die größten Herausforderungen für den EQQO-Konzern als Infrastrukturdienstleister sieht die Geschäftsführung in der Aufrechterhaltung und Verbesserung des hohen Preis-Leistungsniveaus. Dies betrifft sowohl die Beschaffung und Bindung von qualifiziertem Personal als auch die Sicherstellung einer hohen Verfügbarkeit des Maschinenparks. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, setzt der EQQO-Konzern auf ein umfassendes Qualitätsmanagementsystem, die intensive Einbindung von Lieferpartnern durch langfristige Partnerschaften und die kontinuierliche Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit in der Personalakquise und -bindung. Im B2A-Bereich bestehen allgemeine und branchenspezifische Marktrisiken, die durch politisch beeinflusste Verwaltungsentscheidungen geprägt sind. Diese Risiken sind in der Regel mittelfristig vorhersehbar und weniger von kurzfristigen Trends betroffen, trotz der allgemeinen Marktschwankungen. Die Bedeutung der von EQQO angebotenen Infrastrukturpflege und -erhaltung nimmt zu, bedingt durch vermehrte Starkregenereignisse und teilweise marode Brückeninfrastruktur. Der Bausektor im B2B-Bereich ist besonders anfällig für saisonale Schwankungen, die auch den EQQO-Konzern betreffen könnten. Da sich die Baustellenreinigung häufig auf Instandhaltungsarbeiten konzentriert, wie etwa die Rollsplittbeseitigung nach Straßenoberflächenbehandlungen, ist eine Verschiebung vom Neubau- zum Instandhaltungsbereich zu erwarten, jedoch kein nachhaltiger Rückgang der Dienstleistungsnachfrage. Der Klimawandel und globale Krisen wie der Russland-Ukraine-Konflikt führen zu steigenden Energiekosten, was sich auch auf die Treibstoffkosten auswirkt. Obwohl wir alternative Antriebsmethoden testen und einen CO 2 -neutralen Hauptsitz betreiben, bleibt Diesel ein essenzieller Rohstoff für unsere Dienstleistungen. Um die Beschaffung und Kalkulationssicherheit zu gewährleisten, konzentrieren wir uns auf zwei Hauptlieferanten mit Preisindizes. Dennoch müssen wir Preiserhöhungen an unsere Kunden weitergeben, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Im B2B-Segment erfolgen diese direkt, im B2A-Segment durch Preisgleitklauseln meist mit einem Jahr Verzögerung. Die stark steigende Inflation birgt finanzwirtschaftliche Risiken, da sie die Finanzierungskosten durch einen Anstieg des EURIBOR verteuert. Obwohl die hohe Kapitaldienstfähigkeit des EQQO-Konzerns es ermöglicht diese Erhöhung zu verkraften, könnten im ungünstigsten Fall negative Auswirkungen auf die Investitionstätigkeit entstehen. In der Regel führen höhere Finanzierungskosten zu sinkenden Preisen für langfristige Investitionsgüter, was diesen Effekt mittelfristig ausgleicht. Bereits im Geschäftsjahr 2022 hat die EQQO-Gruppe einen "Zins-Cap" abgeschlossen, um das Risiko steigender Zinsen zu begrenzen. Bei der Teilnahme an öffentlichen Ausschreibungen bestehen naturgemäß rechtliche Risiken. Dank der langjährigen Erfahrung des EQQO-Konzerns im B2A-Segment und der Organisationsstruktur mit eigenem Rechtsbeistand sind wir jedoch gut aufgestellt, um diesen Risiken zu begegnen und eine hohe Qualität bei der Erstellung vollständiger und korrekter Inhalte zu gewährleisten. Beim Transport und der Entsorgung des Straßenkehrichts bestehen ökologische Risiken. Verschiedene Audits und Zertifikate, darunter die des Entsorgungsfachbetriebs, gewährleisten jedoch, dass die höchsten Standards bei Lagerung und Transport eingehalten werden. Aus- und Weiterbildungen sowie die Förderung interner und externer Qualifikationen sichern ein hohes Maß an Arbeitssicherheit und unterstützen die langfristige Betriebszugehörigkeit unserer Fachkräfte. In der Personalbeschaffung bestehen Risiken, dass nicht genügend Kapazitäten für die Auftragsbearbeitung rekrutiert oder gebunden werden können. Diesem Risiko begegnen wir mit überdurchschnittlichen Personalbindungs- und Rekrutierungsinitiativen für unsere Branche. IT-Risiken begegnen wir durch die Einhaltung branchenüblicher IT-Sicherheitsstandards. 4.3. Chancenbericht Chancen durch Demografie Die demografische Entwicklung in Deutschland verschärft den Fachkräftemangel, der sowohl öffentliche als auch private Arbeitgeber betrifft. Analog der Erfahrung aus Vorjahren setzt sich der Trend zur verstärkten Vergabe von arbeitsintensiven Aufgaben wie der Reinigung von Senken und Gullys an externe Dienstleister fort. Viele Kommunen können zahlreiche hoheitliche Aufgaben nicht mehr eigenständig bewältigen. Die Personalentwicklung und -förderung sind in dieser Branche nicht ausreichend ausgeprägt. Der EQQO-Konzern qualifiziert Quereinsteiger und Neueinsteiger ohne branchenspezifische Erfahrung oder LKW-Führerschein zu Fachkräften weiter. Neben einem attraktiven Stundenlohn bietet der EQQO-Konzern seinen Mitarbeitern leistungsabhängige Vergütungen, eine betriebliche Altersvorsorge, Jobräder und weitere überdurchschnittliche Benefits in der Branche. Zudem fehlt vielen Wettbewerbern häufig eine Nachfolge. Der EQQO-Konzern bietet zahlreichen Betrieben eine faire Partnerschaft für die Zukunft, sodass sowohl Mitarbeiter als auch Unternehmen eine positive Perspektive erhalten. Chancen durch technologische Entwicklung Im Bereich der technologischen Entwicklung zeichnet sich ein bedeutender Wandel von fossilem Dieselkraftstoff hin zu "hydrotreated vegetable oil" (HVO) ab. Diese Innovation bietet zahlreiche Chancen für unser Unternehmen. HVO, ein synthetischer Biokraftstoff, wird aus erneuerbaren Rohstoffen hergestellt und ist nahezu frei von Schwefel und aromatischen Verbindungen, was zu einer signifikanten Reduktion der Emissionen von Schadstoffen führt. Diese umweltfreundlichen Eigenschaften erfüllen nicht nur die zunehmend strengen gesetzlichen Emissionsvorgaben, sondern unterstützen auch die Nachhaltigkeitsziele unseres Unternehmens. In unserer Tochtergesellschaft Appeldoorn in den Niederlanden setzen wir diesen Kraftstoff bereits erfolgreich und kostenneutral ein, da die Kunden in den Niederlanden bereit sind, dafür ein Premium zu zahlen. Diese Entwicklung ist auch in Deutschland zu erwarten. Durch die Umstellung auf HVO können wir unsere Marktposition entsprechend stärken und uns als Vorreiter in der Branche etablieren. Darüber hinaus eröffnet der Einsatz von HVO Potenzial für neue Geschäftsfelder und Partnerschaften, insbesondere im Bereich der nachhaltigen Mobilität und Logistik. Der kontinuierliche technologische Fortschritt und die zunehmende Verfügbarkeit von HVO fördern die Akzeptanz dieses Kraftstoffs und tragen zur langfristigen Sicherung unserer Wettbewerbsfähigkeit bei. Im Quartal 2/2024 wird die Tankstelle an unserem Hauptstandort in Neuenkirchen um eine HVO-Zapfstelle erweitert. Chancen durch Digitalisierung Chancen für die Vermarktung In der weiteren digitalen Vermarktung unserer Dienstleistungen, im ersten Schritt der Winterdienstplattform winterdienst.eqqo.eu liegen First-Mover-Potentiale, da die Art unserer Dienstleistungen bisher maßgeblich analog und über Ausschreibungen nachgefragt werden. Chancen für die Prozesseffizienz Die digitale Informationsübermittlung bei der Durchführung der Dienstleistungen, der Leistungskontrolle, der Zustandserfassung und der digitalen Routenplanung sind große Chancen für weitere Produktivitätssteigerungen. Chancen durch Marktstruktur Kleine, lokale Player mit geringer Professionalisierung bekommen durch den hohen Preisdruck bei Ausschreibungen Zuschläge. Diese Vergaben gehen zu Lasten der Umwelt (bspw. hoher CO 2 -Ausstoß alter Maschinen), der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer (schlechte Arbeitsbedingungen). Der EQQO-Konzern ändert dies durch professionalisierten Vertrieb und einen Dialog mit Politik und Verwaltung, die Standards für Ausschreibungen auf ein nachhaltiges Niveau im Hinblick auf ESG-Kriterien zu heben. Der hohe Compliance-Standard des EQQO-Konzern stellt eine hohe Integrität bei der Teilnahme an Ausschreibungen sicher. Chancen durch gesellschaftliche Trends, insbesondere gestiegenes Umweltbewusstsein Unser Claim "Circular Solutions" unterstreicht den Anspruch, u.a. erster zirkulärer Infrastrukturdienstleister der Welt zu sein. Das gestiegene Umweltbewusstsein durch die Gefahren des Klimawandels adressieren wir damit direkt und unterstützen Gemeinden und öffentliche Auftraggeber, ihrer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht zu werden und Umweltkriterien verstärkt in Ausschreibungen einfließen zu lassen. Diese kann der EQQO-Konzern durch seinen jungen Fuhrpark und moderne Verfahren zum Wohle der Umwelt bereits heute bedienen. Gesamtbild der Risiko- und Chancenlage Die Gesamtsituation der beschriebenen Einzelrisiken ist für den EQQO-Konzern durch das implementierte Risikomanagementsystem transparent und steuerbar. Derzeit sind die größten Herausforderungen die Unsicherheiten durch weltweite Krisen, die Gewinnung von Fachkräften und die Preissteigerungen im Energiebereich. Als bedeutendste Chancen sehen wir die demografischen Entwicklungen, das zunehmende Umweltbewusstsein in der Gesellschaft und die Möglichkeiten der Digitalisierung.
Neuenkirchen, den 26. Juni 2024 Geschäftsführung KONZERNBILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023AKTIVA
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 20231. Allgemeine Angaben Die Muttergesellschaft hat ihren Sitz in Neuenkirchen und ist beim Amtsgericht Steinfurt im Handelsregister, Abteilung B, unter der Nr. 13104 mit der Firma EQQO Holding GmbH eingetragen. Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt. Zusätzlich wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet. Der nach diesen Grundsätzen aufgestellte Konzernabschluss ist aus dem Jahresabschluss der EQQO Holding GmbH, Neuenkirchen, (Mutterunternehmen) und den jeweiligen Jahresabschlüssen der einbezogenen Tochtergesellschaften entwickelt worden. In der Gliederung der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ergaben sich gegenüber dem Vorjahr keine Änderungen. Die Vergleichbarkeit der Vorjahreszahlen ist in formeller und materieller Hinsicht gegeben. Die dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 zugrunde liegenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden unverändert zum Vorjahr angewandt. Für die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde das bisher angewandte Gesamtkostenverfahren des § 275 Abs. 2 HGB beibehalten. 2. Angaben zum Konsolidierungskreis 2.1 Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss sind neben der EQQO Holding GmbH (Mutterunternehmen) die Gesellschaften einbezogen, bei denen die EQQO Holding GmbH unmittelbar oder mittelbar beherrschenden Einfluss ausüben kann. Anteile an verbundenen Unternehmen (§ 313 Abs. 2 Nr. 1 HGB) Folgende Gesellschaften sind neben der EQQO Holding GmbH (Mutterunternehmen) in den Konzernabschluss einbezogen worden:
2.2 Befreiender Konzernabschluss Die folgenden Gesellschaften sind gemäß § 264 Abs. 3 HGB von ihrer Verpflichtung befreit, einen Jahresabschluss und einen Lagebericht nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften aufzustellen, prüfen zu lassen und offenzulegen. - EQQO GmbH - EQQO Infra GmbH - EQQO Bau- und Industriereinigung GmbH - EQQO Service GmbH - EQQO Recycling GmbH - EQQO Stock 1 GmbH - EQQO Mitte GmbH - EQQO Süd GmbH Diese Befreiungsvorschriften werden von den Gesellschaften hinsichtlich der Offenlegung in Anspruch genommen. 3. Konsolidierungsgrundsätze und -methoden 3.1 Kapitalkonsolidierung Die Kapitalkonsolidierung der Tochterunternehmen erfolgt nach der Neubewertungsmethode (§ 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB). Geschäfts- oder Firmenwerte werden gemäß § 309 Abs. 1 Satz 2 HGB linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer von zehn Jahren abgeschrieben. 3.2 Schuldenkonsolidierung Die Bilanzposten der in die Konsolidierung einbezogenen Unternehmen sind, soweit sie Forderungen bzw. Verpflichtungen gegenüber dem Mutter- oder anderen Tochterunternehmen beinhalten, gemäß § 303 Abs. 1 HGB gegeneinander aufgerechnet worden. 3.3 Aufwands- und Ertragskonsolidierung Gemäß § 305 Abs. 1 HGB sind die Erträge und Aufwendungen, die aus Beziehungen zwischen den in den Konsolidierungskreis einbezogenen Unternehmen stammen, gegeneinander aufgerechnet worden. 3.4 Zwischenergebniseliminierung Auf eine Eliminierung der Zwischenergebnisse ist im Geschäftsjahr gemäß § 304 Abs. 2 HGB verzichtet worden, da die Maßnahme lediglich von untergeordneter Bedeutung für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ist. 4. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bei Aufstellung des Konzernabschlusses wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt: Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Abschreibung des entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerts wurde nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer auf zehn Jahre planmäßig verteilt. Annahmen für die voraussichtliche Nutzungsdauer waren die Stabilität und Bestandsdauer der Branche, der Kundenstamm sowie erwartetes Expansionspotential, die aufgrund der Erfahrungen der Vergangenheit auf zehn Jahre geschätzt wurden. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen erfolgen linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände. Diese orientiert sich jeweils an den kürzesten zulässigen Nutzungsdauern der von der Finanzverwaltung veröffentlichten AfA-Tabellen. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis € 800,00 (Geringwertige Wirtschaftsgüter) wurden im Zugangsjahr in voller Höhe aufwandswirksam als Abschreibung erfasst. Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten bzw. - soweit erforderlich - mit dem niedrigeren am Bilanzstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden mit den Anschaffungskosten bzw. - soweit erforderlich - mit dem niedrigeren am Bilanzstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Die Waren wurden zu Anschaffungskosten bzw. - soweit erforderlich - mit dem niedrigeren Wert angesetzt, der sich aus einem Börsen- oder Marktpreis am Abschlussstichtag ergibt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Den latenten Risiken wurde durch die Bildung einer Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Die liquiden Mittel wurden zum Nennwert angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (projected unit credit method) unter Berücksichtigung der Heubeck'schen Richttafeln 2018G bewertet. Von dem Wahlrecht des § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB wurde Gebrauch gemacht. Demnach erfolgte die Abzinsung mit dem von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahren, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von fünfzehn Jahren ergibt. Aufgrund der getroffenen Vereinbarungen liegt der Berechnung als Annahme eine erwartete Lohn- bzw. Gehaltsentwicklung von 0,0 % p. a., eine Fluktuation von 0,0 % p. a. sowie eine Rentendynamik von 0,0 % p. a. zugrunde. Die Erfolgsauswirkungen aus der Änderung des Abzinsungssatzes wurden im Finanzergebnis gezeigt. Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten und für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet. Sie wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Die passiven latenten Steuern sind in Höhe der sich insgesamt ergebenden Steuerbelastung bewertet. Die handelsrechtlichen Wertansätze von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten weisen zu ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen auf. 5. Entwicklung des Konzernanlagevermögens zum 31. Dezember 2023
6. Konzernverbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2023
* : Der Gesamtbetrag der besicherten Verbindlichkeiten beträgt T€ 43.885 (Vorjahr: T€ 39.363). 7. Erläuterungen zur Konzernbilanz und zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 7.1 Konzernbilanz 7.1.1 Geschäfts- oder Firmenwert gemäß § 301 Abs. 3 HGB In dem Bilanzposten Geschäfts- oder Firmenwert ist ein Betrag von T€ 58.924 (Vorjahr: T€ 60.006) enthalten, der bei der Verrechnung nach § 301 Abs. 1 Satz 3 HGB (Kapitalkonsolidierung) entstanden ist. Dieser wird gemäß § 309 Abs. 1 Satz 2 HGB linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer von zehn Jahren abgeschrieben. Der Posten setzt sich wie folgt zusammen:
7.1.2 Passivischer Unterschiedsbetrag Der sich bei der Erstkonsolidierung der EQQO Recycling GmbH ergebende passivische Unterschiedsbetrag resultiert aus Gewinnvorträgen zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung. Dieser wird daher i. S. d. § 309 Abs. 2 Nr. 2 HGB als gesonderter Posten in das Eigenkapital einbezogen. Der Posten setzt sich im Geschäftsjahr wie folgt zusammen:
7.1.3 Ausschüttungsgesperrte Beträge Der ausschüttungsgesperrte Gesamtbetrag i.S.d. § 268 Abs. 8 HGB ergibt sich wie folgt:
7.2 Konzerngewinn- und Verlustrechnung Aufgliederung der Umsatzerlöse gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 3 HGB Umsatzspiegel nach Regionen
Umsatzspiegel nach Tätigkeitsbereichen
8. Sonstige Angaben 8.1 Anzahl der Beschäftigten Die durchschnittliche Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer stellt sich wie folgt dar:
8.2 Mitglieder der Geschäftsführung und Aufwendungen für Organe im Geschäftsjahr Der Geschäftsführung der Muttergesellschaft gehörten im Geschäftsjahr an: Herr Alexander Wulf, Dipl.-Kfm., Herr Guido Hamacher, Dipl.-Ing. (seit 2. Mai 2023), Herr Philipp Wernsmann, Dipl.-Kfm. (bis 31. März 2023). Die Geschäftsführer sind jeweils alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung unterbleibt gem. § 314 Abs. 3 HGB. Dem Beirat gehörten im Geschäftsjahr an: Herr Dr. Jörg Baving (Vorsitzender), Herr Claus Baving, Herr Julian Bärenfänger, Frau Birgit Ulrich, Herr Nils Pohlmann. Die Gesamtbezüge des Beirats belaufen sich auf T€ 91. 8.3 Sonstige finanzielle Verpflichtungen gem. § 314 Nr. 2a HGB Nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte sonstige finanzielle Verpflichtungen des folgenden Geschäftsjahres, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen zum Bilanzstichtag in folgendem Umfang:
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen im Sinne künftiger Zahlungsansprüche Dritter sind als Nettowert, d.h. ohne Umsatzsteuer, angesetzt. Die Mietverträge haben Restlaufzeiten von bis zu 12 Jahren. Die Leasingverträge haben Restlaufzeiten von bis zu vier Jahren. 8.4 Nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte derivative Finanzinstrumente gem. § 314 Nr. 11 HGB Zum Bilanzstichtag bestanden folgende derivative Finanzinstrumente, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanziert wurden:
Ein beizulegender Zeitwert im Sinne des § 255 Abs. 4 HGB konnte nicht bestimmt werden, da kein aktiver Markt besteht anhand dessen sich der Marktpreis ermitteln ließe. Des Weiteren können die Parameter zur Berechnung des beizulegenden Zeitwerts mit Hilfe allgemein anerkannter Bewertungsmethoden nicht hinreichend genau bestimmt werden. Aus oben genannten Gründen unterbleibt die Angabe des beizulegenden Zeitwerts. 8.5 Latente Steuern Die latenten Steuern beruhen auf folgenden Differenzen, die jeweils mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz (29,475 %) bewertet wurden:
Am Ende des Geschäftsjahres beträgt der Saldo der aktiven latenten Steuern T€ 58. 8.6 Abschlussprüferhonorar Das Gesamthonorar setzt sich im Geschäftsjahr wie folgt zusammen:
Die Angabe des Abschlussprüferhonorars ist mit dem Nettowert, d. h. ohne Umsatzsteuer, angesetzt. 8.7 Ergebnisverwendung Der Gewinnverwendungsvorschlag der Geschäftsleitung des Mutterunternehmens sieht vor, den Jahresfehlbetrag 2023 auf neue Rechnung vorzutragen.
Neuenkirchen, den 26. Juni 2024 Geschäftsführung Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2023
Konzerneigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023Zu dem am 9. August 2024 gebilligten Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde der folgende Bestätigungsvermerk mit Datum vom 28. Juni 2024 erteilt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die EQQO Holding GmbH, Neuenkirchen, Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der EQQO Holding GmbH, Neuenkirchen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der EQQO Holding GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und - vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Beirats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Beirat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. - holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. - beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Osnabrück, den 28. Juni 2024 PKF
WMS GmbH & Co. KG
Tobias Hochow, Wirtschaftsprüfer Yannick Herberger, Wirtschaftsprüfer |
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