Thelen Technopark Berlin GmbH

Alfredstraße 150, 45131 Essen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Essen HRB 24974
Vorher
Technopark Berlin Wohlrabedamm GmbH
Eingetragen
4.9.2013
Branche
Vermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenBeteiligungsgesellschaftenVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Wohngrundstücken, Wohngebäuden und Wohnungen
Gegenstand
Der Erwerb, das halten und Verwalten eigenen Vermögens und Firmenbeteiligungen aller Art, die An- und Vermietung sowie der Ankauf und die Verwaltung von Immobilien aller Art, insbesondere in Berlin.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Christoph Thelen
seit 28.1.2016
Geschäftsführer
Wolfgang Thelen
seit 21.10.2013
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
47.000 €
94.00%
Germany
3.000 €
6.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Thelen Technopark Berlin GmbH

Essen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021

Thelen Technopark Berlin GmbH, Essen

I. Geschäft und Rahmenbedingungen

Geschäftsverlauf im Jahr 2021

Die Gesellschaft ist Eigentümerin des sogenannten Technoparks in Berlin im Stadtteil Spandau.

Sie entwickelt, erweitert und modernisiert die dortigen Immobilien und vermietet diese im Wesentlichen an verschiedene gewerbliche Mieter und öffentliche Einrichtungen. Inmitten von historischen Gebäuden, die aufwendig saniert und modernisiert wurden, entstand ein einzigartiger Büro- und Technologiestandort. Unternehmen profitieren von der zentralen Lage inmitten der Europäischen Union, günstigen Verkehrswegen, einer gut ausgebauten Infrastruktur sowie einer lebendigen Wissenschaftslandschaft. Zudem garantiert die Hauptstadtregion ein großes Potential an qualifizierten Fach- und Führungskräften. Berlin fördert verstärkt die Entwicklung von Zukunftsbranchen und innovativen Unternehmen. Der Thelen Technopark Berlin verfügt über eine hervorragende Verkehrsanbindung, sowohl die Autobahn als auch Bus- und U-Bahnstation sind nur wenige Gehminuten entfernt.

Durch einen hohen Grad an Flächenbelegung konnten die Mietumsätze im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden. Das hohe Umsatzniveau führte in Zusammenhang mit einer kosteneffizienten Aufwandsstruktur zu einem hohen positiven Ergebnis, welches auf Grund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführt worden ist.

Die Thelen Technopark Berlin GmbH beschäftigt keine eigenen Mitarbeiter. Die Aufgaben der Geschäftsbesorgung (Vermietung, Objektverwaltung etc.), die Aufgaben der Buchführung, Bilanzierung, rechtliche und Betreuung etc. werden daher von anderen (teilweise verbundenen) Unternehmen wahrgenommen.

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftliche Konjunktur ist ein wichtiger Indikator für die Entwicklung der Immobilienbranche. Im Jahr 2021 ist die deutsche Wirtschaft mit einem Anstieg des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 2,7 % gewachsen, das BIP blieb aber deutlich unter dem Vorkrisenniveau. Die Quartalswachstumsrate des BIP war im ersten Quartal 2021 aufgrund der erheblichen Corona bedingten Einschränkungen mit -1,9% noch negativ, während es im zweiten und dritten Quartal dann um 2,0 % und 1,7 % wuchs. Das vierte Quartal war dann wieder von Restriktionen geprägt, so dass das BIP in Höhe von -0,5 bis -1% wuchs.

Die Binnenwirtschaft trug nach Auslaufen der Corona-bedingten Einschränkungen einen großen Beitrag zur konjunkturellen Erholung bei. Vor allem der konsumnahe Dienstleistungssektor verzeichnete in den Sommermonaten aufgrund von Aufholeffekten ein starkes Wachstum.

Dagegen schwächte sich die Konjunktur durch angebotsseitige Probleme in der Industrie vor allem im dritten Quartal 2021 merklich ab. Die Knappheit an Vorprodukten und Rohstoffen sowie der Mangel an Halbleitern verschärfte sich in der zweiten Jahreshälfte 2021 merklich, was besonders die Automobilbranche zu spüren bekam. (ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss e.V.: Frühjahrsgutachten Immobilienwirtschaft 2022 des Rates der Immobilienweise (i. F. kurz "ZIA 2022"); 32).

"Die positive Entwicklung bei den realen Bauinvestitionen setzte sich im Jahr 2021 fort, wenngleich mit geringerer Dynamik. Insgesamt wird mit einem Wachstum für 2021 mit 1,2% gerechnet. Aber im dritten Quartal machten sich Materialengpässe bei Baustoffen wie Holz, Stahl und Dämmstoffen in der Bauwirtschaft bemerkbar. Eine leichte Entspannung gab es dann im vierten Quartal. Darüber hinaus dürften die mitunter erheblichen Preissteigerungen in 2021 stark dämpfend gewirkt haben und bedingten einen realen Rückgang der Bauinvestitionen. Der Wohnungsbau trug in 2021 weiterhin die Bauinvestitionen (3,5% Zuwachs gegenüber 2020), während die Investitionen in den Nichtwohnungsbau leicht rückgängig waren (-0,4%). Insbesondere die Investitionen in den Hochbau wurden zurückgefahren, während sich die Investitionen im Tiefbau im Laufe des Jahres etwas robuster zeigten." (ZIA 2022: 35).

Vor allem beim Wohnungsbau wird in den kommenden Quartalen weiterhin von hohen Investitionsvolumina ausgegangen. Die Wohnungsknappheit in Metropolregionen und in den so genannten Schwarmstädten führt zu einem erheblichen Nachfrageüberhang und anhaltend steigenden Mieten bzw. Wohnungskaufpreisen. Insgesamt haben sich die Wohnungsmieten regional unterschiedlich entwickelt: Besonders in West- und Süddeutschland steigen die Mieten stärker als in Ostdeutschland (ZIA 2022: 191ff.).

Während der Wohnungsmarkt im Jahr 2021 vor allem durch die Diskussion um bezahlbare Mieten bei gleichzeitig steigenden Baukosten geprägt war, verzeichnet auch der Logistikimmobilienmarkt Wachstumstrends. Grund dafür ist die steigende Nachfrage nach logistischen Dienstleistungen. Deutschland profitiert von der zentralen Lage innerhalb Europas, der optimalen Verkehrsanbindung und der gut ausgebauten Infrastruktur. Diese Bedeutung spiegelt sich auch im Logistics Performance Index wider, bei dem Deutschland regelmäßig auf dem weltweit ersten Platz liegt (ZIA 2022: 108ff.). Die Logistikwirtschaft ist - auch aufgrund des steigenden Marktanteil des Onlinehandels - ein wachsender Wirtschaftszweig, der eine Vielzahl an Jobs bereitstellt und eine hohe Beschäftigungsdynamik aufweist (ZIA 2022: 108ff.).

Während die Mieten für Lager- und Logistikflächen in Deutschland viele Jahre stabil waren, steigen die Mieten seit 2016 über alle Städtekategorien vermehrt an (ZIA 2022: 108f.). Anfangs konnte die steigende Nachfrage über Neubau kompensiert werden, doch mittlerweile ist der Markt durch einen Mangel an verfügbaren Grundstücken geprägt. Das Jahr 2021 ist durch ein erhöhtes Neubauvolumen und eine steigende Anzahl an fertiggestellten Neubaulogistikflächen gekennzeichnet. Die Summe aller neuen Logistikflächen in Deutschland hat sich gegenüber dem bisherigen Spitzenjahr 2019 um 1,7 Mio m 2 auf 6 Mio, m 2 erhöht. (ZIA 2022: 7). Der Neubau von Logistikflächen konzentriert sich weiterhin auf die großen etablierten deutschen Logistikstandorte.

Der Markt für Gewerbeimmobilien untergliedert sich in Unternehmens- und Büroimmobilien (ZIA 2022: 81f.). Der Markt für Büroimmobilien wird in 2021 geprägt durch die Auswirkungen der Corona-Krise, ESG und EU-Taxonomie. Diskussionen um Homeoffice-bedingte Flächenreduktion sind 2021 bereits abgeflaut. Besonders interessant sind Büroimmobilien als Investmentprodukt, was an dem gestiegenen Investitionsvolumen pro Einzelobjekt deutlich wird (ZIA 2022: 81).

Der Flächenumsatz stieg nach den Verlusten im Vorjahr im Jahr 2021 in den 127 größten Büromärkten um 8,5% wieder an: So stiegen in 2021 die Flächenumsätze in den A-Städte um 26% sowie in den deutschen B-Städten um 5,6% (ZIA 2022: 5). Entsprechend dieser Entwicklungen sind wie im Vorjahr die A-Städte von hohen und die B- und C-Städten von geringen Neubauaktivitäten gekennzeichnet (ZIA 2022: 82f.). Aufgrund der steigenden Nachfrage sind insgesamt steigende Mietpreise sowie ein Rückgang des Leerstandes zu verzeichnen (ZIA 2022: 82f.).

Der Industrie- und Logistikimmobilienmarkt in Berlin verzeichnete im Jahr 2021 eine rege Bautätigkeit. Mit einem Fertigstellungsvolumen von rund 540.000 m 2 zählte Berlin in 2021 zu den Top-Development-Regionen (ZIA 2022: 116).

Auch der Flächenumsatz für Büroimmobilien auf dem Berliner Markt stieg im Jahr 2021 um 850.000 m 2, so dass Berlin unter den A-Städten Spitzenreiter war. (ZIA 2022: 865).

Diese Entwicklungen spiegeln sich ebenfalls im Transaktionsvolumen des Berliner Investmentmarktes wider. Dieses betrug im Jahr 2021 10,8 Mrd. €. Das Transaktionsvolumen im Bürosegment macht dabei rund 6,3 Mrd. € aus, gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung um 12% -und ist somit der größte Anteil des Investmentmarkts (ZIA 2022: 82, 95).

II. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Ertragslage

Erfolgsrechnung
in T€
2021 % 2020 % Veränderung %
Umsatz 16.873 100,0 15.870 100,0 1.003 6,3
Materialaufwand -3.612 -21,4 -3.335 -21,0 -277 8,3
so. betr. Aufwendungen/ so. betr. Erträge 85 0,5 -273 -1,7 358 -131,1
EBITDA adjusted 13.346 79,1 12.262 77,3 1.084 8,8
Abschreibungen -2.720 -16,1 -2.485 -15,7 -235 9,5
EBIT (operatives Ergebnis) 10.626 63,0 9.777 61,6 849 8,7
Finanzergebnis -1.012 -6,0 -910 -5,7 -102 11,2
Steueraufwand -67 -0,4 -67 -0,4 0 0,0
Erfolg nach Steuern/            
Jahresüberschuss 9.547 56,6 8.800 55,5 747 8,5

Die Ertragslage hat sich in 2021 gegenüber 2020 verbessert.

In der obigen Übersicht zur Erfolgsrechnung wird diese Verbesserung anhand der Kennzahl EBITDA adjusted deutlich; diese hat sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 1.084 (8,8%) verbessert.

Der Gesamtumsatz belief sich im Wirtschaftsjahr auf TEUR 16.873 und konnte gegenüber dem Vorjahr um 1.003 T€ gesteigert werden.

Die Abschreibungen erhöhten sich im Geschäftsjahr aufgrund der Investitionen in weitere Gebäude um TEUR 235. Die Materialaufwendungen haben sich im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr um TEUR 277 erhöht, hier sind insbesondere die Wärmekosten sowie Grundsteuern zu nennen.

Im Geschäftsjahr belief sich das Ergebnis auf € 9.546.585,28 (Vorjahr € 8.800.034,25), das entspricht einer Verbesserung von 8,5% gegenüber dem Vorjahr.

Die Ergebnisverbesserung gegenüber dem Vorjahr in Höhe von T€ 747 ist u.a. darauf zurückzuführen, dass im Geschäftsjahr 2021 eine weitere Immobilie fertiggestellt wurde, die zu einer Steigerung der Mieterlöse führte.

Finanzlage

Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfristen zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

2021
T€
2020
T€
Veränderung
T€
Jahresergebnis 9.547 8.800 747
Abschreibungen 2.720 2.485 235
Veränderung Rückstellungen 190 -197 387
Auflösung Sonderposten -564 -564 0
Einfacher Cashflow 11.893 10.524 1.369

Die Gesellschaft verfügt über einen positiven Cashflow, so dass sie dem Kapitaldienst für ihre Bankverbindlichkeiten in Höhe von 6,6 Mio. € in 2021 nachkommen kann.

Auch die für 2022 geplanten Erweiterungsbauten werden durch die Aufnahme weitere Darlehen finanziert.

Vermögenslage

Die Vermögenslage der Gesellschaft ist zum einen durch die Investitionen in das Sachanlagevermögen gekennzeichnet. Außerdem hat die Gesellschaft Ausleihungen an nahestehende Unternehmen in Höhe von 28,5 Mio. € getätigt.

Die Vermögenslage stellt sich zusammengefasst wie folgt dar:

2021
T€
2020
T€
Veränderung
T€
AKTIVA      
Langfristig gebundene Vermögenswerte 108.905 104.063 4.842
Kurzfristig gebundene Vermögenswerte 7.549 6.086 1.463
  116.454 110.149 6.305
PASSIVA      
Eigenkapital und SoPo 24.336 24.900 -564
Langfristiges Fremdkapital 53.090 55.779 -2.689
Kurzfristiges Fremdkapital 39.028 29.470 9.558
  116.454 110.149 6.305

Die langfristigen Vermögenswerte betragen 93,5 % der Bilanzsumme von TEUR 116.454 und sind im Vergleich zum Vorabschluss um TEUR 4.842 gestiegen. Der Anstieg ist auf weitere Investitionen in neue Gebäude zurückzuführen. Die kurzfristigen Vermögenswerte belaufen sich auf TEUR 7.549; dies ist gegenüber dem Vorabschluss eine Steigerung von TEUR 1.463.

Die Eigenkapitalquote (Eigenkapital zuzüglich SoPo im Verhältnis zur Bilanzsumme) betrug zum Bilanzstichtag 20,9 %. Der betragsmäßige Rückgang um TEUR 564 begründet sich aus der Auflösung des (in das Eigenkapital eingerechneten) Sonderpostens mit Rücklageanteil (Rücklage nach § 6b EStG).

Wesentlicher Bestandteil der langfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten im Geschäftsjahr sind die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die Abnahme entfällt fast ausschließlich auf diese Position. In den Verbindlichkeiten aus Kreditinstituten ist auch die Refinanzierung der Ausleihungen an nahestehende Unternehmen in Höhe von 28,5 Mio. € enthalten.

Die kurzfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten sind im Vergleich zum Vorabschluss stark gestiegen. Dies betrifft im Wesentlichen die Verbindlichkeit aus Lieferungen und Leistungen, die aufgrund der Bautätigkeiten angestiegen sind, sowie der Verbindlichkeit gegenüber dem Gesellschafter Thelen Berlin Capital GmbH, zu dem ein Ergebnisabführungsvertrag besteht.

III. Chancen- und Risikobericht

Das Risikomanagement ist darauf ausgerichtet, die für das Unternehmen wesentlichen Risiken zu vermeiden bzw. zu minimieren. Als wesentliche Risiken werden folgende Risiken identifiziert:

- Erzielung angemessener Mieten,

- Leerstände,

- Mietausfälle,

- Erfüllung des Kapitaldienstes und notwendiger Instandhaltungsmaßnahmen

- Ausfall des Kapitaldienstes bei den Ausleihungen an nahestehende Unternehmen.

Die Risiken aus der Vermietung werden durch Objektlisten, in denen die benötigten Informationen wie Ist-Mieten, Leerstände, Soll-Mieten etc. zusammengefasst sind, beobachtet. Mietausfällen (Ausfallrisiko) wird durch Bonitätsnachfragen bei Auskunfteien sowie durch ein systemunterstütztes Mahnverfahren entgegengewirkt. Die Erfüllung des Kapitaldienstes und notwendiger Instandhaltungsmaßnahmen erfolgt im Rahmen der Planung.

Die Risiken der künftigen Entwicklung sind vor allem in möglichen Leerständen der Immobilien zu sehen. Hierbei sind die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen (die Folgen aus den Sanktionen gegenüber Russland aufgrund des Ukraine-Krieges und die Energiekrise) als Faktor zu nennen.

Die Risikolandschaft hat sich im Berichtszeitraum nicht wesentlich gegenüber dem Vorjahr verändert. Die Einschätzung der Gesamtsituation ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Einzelrisiken. Aus heutiger Sicht zeichnen sich keine den Fortbestand des Unternehmens gefährdenden Risiken ab.

Chancen ergeben sich aus den zusätzlich errichteten Objekten, deren Entwicklung und Bewirtschaftung.

IV. Prognosebericht

Die Gesellschaft wird zukünftig höhere Jahresüberschüsse vor Gewinnabführung in Höhe von ca. 9 - 10 Mio. € ausweisen, die auf Basis der bestehenden Auslastungen bzw. Mietverträgen sowie u.a. auch auf Mieterlössteigerungen durch weitere in 2022 fertiggestellte Gebäude zurückzuführen sind.

 

Essen, 06. Februar 2023

gez. Wolfgang Thelen

gez. Christoph Thelen

Bilanz

Aktiva

31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. Anlagevermögen 108.905.338,73 104.062.680,72
I. Sachanlagen 80.435.019,74 76.192.819,59
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 79.820.277,05 68.201.385,05
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.230,00 3.766,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 611.512,69 7.987.668,54
II. Finanzanlagen 28.470.318,99 27.869.861,13
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.739.361,15 1.700.363,65
2. Sonstige Finanzanlagen 26.730.957,84 26.169.497,48
B. Umlaufvermögen 7.437.406,46 5.952.025,95
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.546.916,60 5.528.466,03
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.580.199,60 3.544.752,08
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 295.437,27 294.227,77
3. sonstige Vermögensgegenstände 1.671.279,73 1.689.486,18
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.890.489,86 423.559,92
C. Rechnungsabgrenzungsposten 111.397,98 133.808,18
Aktiva 116.454.143,17 110.148.514,85

Passiva

   
31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. Eigenkapital 9.093.839,07 9.093.839,07
I. Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
II. Kapitalrücklage 7.450.000,00 7.450.000,00
III. Gewinnrücklagen 376.847,32 376.847,32
IV. Gewinnvortrag 1.216.991,75 1.216.991,75
B. Sonderposten mit Rücklageanteil 15.241.525,05 15.805.517,05
C. Rückstellungen 483.937,05 293.570,38
D. Verbindlichkeiten 91.548.453,86 84.924.216,28
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 68.291.881,17 68.631.061,28
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 68.291.881,17 68.631.061,28
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 16.802.555,81 12.628.250,98
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 16.802.555,81 12.628.250,98
3. sonstige Verbindlichkeiten 6.454.016,88 3.664.904,02
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 6.454.016,88 3.664.904,02
E. Rechnungsabgrenzungsposten 86.388,14 31.372,07
Passiva 116.454.143,17 110.148.514,85

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1.1.2020 - 31.12.2020
EUR
1. Rohergebnis 14.065.314,21 13.292.248,23
2. Abschreibungen 2.720.199,92 2.484.682,92
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.720.199,92 2.484.682,92
3. sonstige betriebliche Aufwendungen 719.591,12 1.030.304,85
4. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 537.602,12 553.224,16
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 103.145,77 93.327,64
davon aus verbundenen Unternehmen 74.445,02 65.031,58
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.652.662,69 1.556.751,92
davon an verbundene Unternehmen 103.656,14 65.256,80
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 1.108,76 1.270,49
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 67.023,09 67.026,09
8. Ergebnis nach Steuern 9.546.585,28 8.800.034,25
9. aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 9.546.585,28 8.800.034,25
10. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2021

der Thelen Technopark Berlin GmbH

I. Allgemeine Angaben und Erläuterungen zum Jahresabschluss

Die Thelen Technopark Berlin GmbH hat ihren Sitz in Essen und ist eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Essen unter der Nummer HRB 24974.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 ist nach den Vorschriften der §§ 242, 264 ff. HBG in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

Die Wertansätze zum 31.12.2020 wurden unverändert übernommen.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

1. Anlagevermögen

Die Sachanlagen werden mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Steuerlich mögliche Sonderabschreibungen werden genutzt und aktivisch abgesetzt. Für die Abschreibungen gelten die Grundsätze des § 7 EStG. Die beweglichen Anlagegüter werden nach Maßgabe der jeweils kürzesten steuerlich für zulässig gehaltene Nutzungsdauer in der Regel linear abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden mit ihrem Nominalwert angesetzt.

2. Umlaufvermögen

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Nominalwerten, Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt.

Bankguthaben werden zum Nennwert bilanziert.

3. Passiva

Der Sonderposten mit Rücklageanteil entspricht den Vorschriften des § 6b EStG.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

III. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz

1. Sachanlagevermögen

Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens sind im Anlagenspiegel dargestellt.

2. Finanzanlagevermögen

Es werden Ausleihungen an nahestehende Unternehmen in Höhe von Mio. € 26,7 unter den sonstigen Ausleihungen ausgewiesen.

3. Forderungen gegen Gesellschafter

Forderungen gegen Gesellschafter belaufen sich auf T€ 295 (Vorjahr T€ 294).

4. Sonstige Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen eine Altlastenrückstellung, eine Rückstellung für fehlende Rechnungen sowie eine Rückstellung für die Jahresabschlussprüfung enthalten.

5. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die Verbindlichkeiten sind durch Grundpfandrechte, durch Abtretung von Mietansprüchen, Kontenverpfändung und Abtretung von Nutzungsentgelten gesichert.

6. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter belaufen sich auf Mio. € 14.

7. Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft haftet für Schulden von verbundenen / beteiligten Unternehmen in Höhe von rd. Mio. € 19,5. Für diese Schulden verbundener Unternehmen sind Grundschulden auf Immobilien der Gesellschaft eingetragen (Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten). Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses liegen keine Erkenntnisse dafür vor, dass der Schuldner seinen Verpflichtungen nicht nachkommt und damit eine Inanspruchnahme aus dem Haftungsverhältnis zu erwarten ist.

III. Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Bei den Umsatzerlösen handelt es sich um Mieteinnahmen von fremden Unternehmen im Inland.

2. Erträge aus der Auflösung von Sonderposten mit Rücklageanteil

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Auflösung von Sonderposten mit Rücklageanteil in Höhe von T€ 564.

3. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge / Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge betreffen in Höhe von T€ 74 (im Vorjahr T€ 65) verbundene Unternehmen. Von den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen entfällt ein Betrag in Höhe von TEUR 1 auf die Zinsbehandlung von Rückstellungen.

4. Ergebnisabführung

Von der Ergebnisabführung entfallen T€ 360 auf außenstehende Gesellschafter.

IV. Ergänzende Angaben

1. Angaben zu den Organen der Gesellschaft

Im Geschäftsjahr gehörten der Geschäftsführung an:

Herr Wolfgang Thelen (Kaufmann)

Herr Christoph Thelen (Kaufmann)

2. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag mit erheblichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben sich nicht ergeben.

3. Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft ist ein Tochterunternehmen der Thelen Holding GmbH, Essen und wird in deren Konzernabschluss einbezogen. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

 

Essen, den 06.02.2023

gez.

Wolfgang Thelen

Christoph Thelen

Geschäftsführer

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2021
EUR
Zugänge Abgänge-
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibungen 31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen        
I. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 94.370.273,52 306.500,62 14.032.055,30 28.888.552,39
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.606,38     4.376,38
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 7.987.668,54 6.655.899,45 14.032.055,30- 0,00
Summe Sachanlagen 102.365.548,44 6.962.400,07 0,00 28.892.928,77
II. Finanzanlagen        
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.700.363,65 38.997,50   0,00
2. sonstige Ausleihungen 26.169.497,48 2.008.990,36   0,00
    1.447.530,00-    
Summe Finanzanlagen 27.869.861,13 2.047.987,86   0,00
    1.447.530,00-    
Summe Anlagevermögen 130.235.409,57 9.010.387,93 0,00 28.892.928,77
    1.447.530,00-    
Abschreibungen Zuschreibungen- vom 01.01.2021 bis 31.12.2021
EUR
Buchwert 31.12.2021
EUR
Buchwert 31.12.2020
EUR
A. Anlagevermögen      
I. Sachanlagen      
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.719.663,92 79.820.277,05 68.201.385,05
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 536,00 3.230,00 3.766,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau   611.512,69 7.987.668,54
Summe Sachanlagen 2.720.199,92 80.435.019,74 76.192.819,59
II. Finanzanlagen      
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen   1.739.361,15 1.700.363,65
2. sonstige Ausleihungen   26.730.957,84 26.169.497,48
       
Summe Finanzanlagen   28.470.318,99 27.869.861,13
       
Summe Anlagevermögen 2.720.199,92 108.905.338,73 104.062.680,72
       

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 17.03.2023 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Thelen Technopark Berlin GmbH, Essen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Thelen Technopark Berlin GmbH, Essen - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Essen, den 16. März 2023

NICON GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Nickel, Wirtschaftsprüfer

gez. Beyer, Wirtschaftsprüfer

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