Cecil GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit Textilien
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Beatrice Winkler seit 27.4.2023 | Prokura |
Markus Schilling seit 27.6.2021 | Prokura |
Christian Rudlof seit 6.9.2019 | Geschäftsführer |
Daniel Dr. Weiß seit 23.7.2019 | Prokura |
Torsten Sommer seit 2.7.2019 | Prokura |
Jim Nowak seit 2.7.2019 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
CBR Service GmbHIsernhagenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Feststellung des KonzernabschlussesDer Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde am 27. April 2023 festgestellt. Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022Inhaltsverzeichnis A. Grundlagen des CBR-Konzerns A.1. Struktur und Geschäftstätigkeit A.2. Organisation und Struktur A.3. Produktentstehung und -Vertrieb A.4. Beschaffung und Produktion B. Wirtschaftsbericht B.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen B.2. Überblick über den Geschäftsverlauf B.2.1. Ertragslage B.2.2. Finanzlage B.2.3. Vermögenslage C. Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren D. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung D.1. Allgemein D.2. Risiken im Einzelnen D.3. Beurteilung der Risiko-Situation durch die Geschäftsführung D.4. Chancenbericht E. Prognosebericht E.1. Wirtschaftsentwicklung E.2. Entwicklung privater Konsum E.3. Entwicklung der CBR-Gruppe - Erwartung für 2023 A. Grundlagen des CBR-KonzernsA.1. Struktur und GeschäftstätigkeitKonzernprofil Die CBR Fashion Group (nachfolgend auch CBR genannt) mit der Konzern-Muttergesellschaft CBR Service GmbH (nachfolgend auch CBR Service), Isernhagen im Großraum Hannover, ist ein international tätiger Modekonzern, der die Fashion-Marken Street One, CECIL und Street One MEN über die drei Absatzkanäle Wholesale, eCommerce und Retail/Outlet vertreibt.
Gemessen am Umsatz hält CBR eine führende Stellung unter den Anbietern für Damenmode in Deutschland. Die Marken der CBR stehen für schnell drehende Damen- und Herrenbekleidung im mittleren Preissegment. CBR verkauft überwiegend an Großhandelspartner, aber zunehmend auch direkt an Endkunden bzw. -innen über das Internet sowie in eigenen Geschäften und Outlets. CBR entwickelt und verkauft bis zu zwölf Kollektionen im Jahr sowie zusätzlich ein Quick-Response- bzw. Never-Out-of-Stock-Programm mit absatzstarken Basics, die innerhalb von 24 bis 48 Stunden (nach-)geliefert werden können. CBR liefert praktisch täglich Waren aus, im letzten Jahr waren es durchschnittlich rund 170.000 Fashionartikel pro Tag. A.2. Organisation und StrukturCBR nutzt für ihre geschäftlichen Aktivitäten verschiedene Konzerngesellschaften, die durch die Geschäftsführung der CBR Service GmbH einheitlich geführt werden. Die drei Markengesellschaften Street One GmbH, Cecil GmbH und Street One MEN GmbH verantworten die strategische Weiterentwicklung der Marken Street One, CECIL und Street One MEN. Sie sind zudem für den Großhandelsvertrieb zuständig und beliefern rund 7.900 Verkaufsstellen in 20 Ländern. Im Inland verkaufen sie ihre Produkte direkt an die Großhandelspartner. Im Ausland erfolgt der Vertrieb überwiegend über zur CBR-Gruppe gehörende lokale Vertriebsgesellschaften. Wo dies nicht erforderlich ist, beliefern die deutschen Markengesellschaften die Großhandelspartner auch im Ausland direkt. Im März 2022 haben wir unsere neueste Marke "Street One MEN" eingeführt, die sich auf das Mainstream-Segment im Männermode-Markt konzentriert. Street One MEN steht für ein Easy-to-Wear-Gefühl, 365 Tage im Jahr mit einer klar definierten Auswahl an topaktuellen Stücken für einen lässigen, maskulinen Look. Das Team von Street One MEN hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Sinn für Mode und Ästhetik des Kleidungsstils zu verstehen und zu reflektieren. Mit zehn Kollektionen pro Jahr sind wir bestrebt, unsere Kunden immer wieder aufs Neue zu überraschen und das richtige Produkt zum richtigen Zeitpunkt zu liefern. Das Engagement des Teams für die Zufriedenheit seiner Kunden spiegelt sich in hoher Qualität und guten Passformen der Produkte wider. Das Onlinegeschäft (eCommerce) der Gruppe betreibt die CBR eCommerce GmbH. Sie bietet die Produkte der Marken jeweils in einem eigenen Online-Shop sowie auf Online-Marktplätzen (z.B. Amazon, Zalando) an. Außer auf dem deutschen Heimatmarkt ist unser eCommerce in fünf weiteren europäischen Ländern aktiv. Die zur Gruppe gehörenden Retail- und Outlet-Gesellschaften betreiben 76 eigene Läden in Deutschland und Österreich sowie 25 Outlets in z.B. Deutschland, Österreich und den Niederlanden. Die CBR Service GmbH und die CBR Fashion GmbH in Isernhagen erbringen für die Gruppe Dienstleistungen in zentralen Funktionen wie Finanzen, Recht, Personal sowie Logistik und IT. A.3. Produktentstehung und -VertriebDie bis zu zwölf Kollektionen werden je Marke unabhängig voneinander von jeweils einem zentralen Marken-Designteam in Deutschland für alle Vertriebsländer entworfen. Die genaue Analyse von Fashiontrends durch das Produktmarketing steht am Anfang des monatlichen Produktentstehungsprozesses. Unter Berücksichtigung der jeweiligen Markenstrategie sowie aus der Analyse der Fashiontrends wird monatlich ein Kollektionsthema definiert. Auch werden der Abverkaufserfolg vergangener Saisons, markenspezifische Charakteristika und Trends bei der Umsetzung der kreativen Ideen berücksichtigt. Die kreativen Ideen des Produktmarketings werden in einem zweiten Schritt vom Designteam schnitttechnisch umgesetzt und zu Prototypen weiterentwickelt. Nach der Prototypenerstellung folgen die Anfertigung einer Musterkollektion sowie deren Präsentation an die Großhandelskunden in den Showrooms der CBR-Gruppe im In- und Ausland. Nach dem Verkauf der Kollektionen an die Großhandelspartner werden die Kollektionen anschließend produziert und an den Großhandel sowie den eigenen Einzel- und Onlinehandel ausgeliefert. A.4. Beschaffung und ProduktionDie Produktion erfolgt durch konzernfremde Lieferanten primär in Südosteuropa und Asien. Alle Geschäftsbeziehungen basieren auf dem Verhaltenskodex der CBR ("Code of Conduct"), welcher die zentralen Grundsätze und Standards der Abkommen und Normen der International Labour Organisation (ILO), die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen sowie weitere einschlägige UN-Konventionen über die Rechte des Kindes und die zur Beseitigung der Diskriminierung festgelegten Regelungen umfasst. Die Einhaltung der Standards wird durch regelmäßige Audits in den weltweiten Produktionsstätten durch einen renommierten externen Dienstleister überwacht. CBR arbeitet mit ihrem textilökologischen Konzept stetig daran, dass alle Artikel möglichst schadstoffarm produziert werden. Die Produkte werden neben allgemeinen Qualitätsprüfungen auch umfangreichen textilökologischen Tests unterzogen. B. WirtschaftsberichtB.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenDie gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2022 vor allem durch die Folgen des Krieges in der Ukraine und extreme Energiepreissteigerungen geprägt. Hinzu kamen sich verschärfende Material- und Versorgungsengpässe, der Fachkräftemangel sowie massiv steigende Lebenshaltungskosten. Die Lage der Corona-Pandemie entspannte sich im Jahresverlauf hingegen zunehmend. Trotz dieser anhaltend schwierigen Rahmenbedingungen hat sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 insgesamt gut entwickelt. Nach Schätzungen des Statistischen Bundesamtes lag das BIP im Jahr 2022 um 0,7% höher als im Jahr 2019, dem Jahr vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie. Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung stieg 2022 insgesamt um 1,8% gegenüber 2021, wobei die Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftszweigen sehr unterschiedlich verlief: Einige Dienstleistungsbranchen profitierten von Nachholeffekten nach dem Wegfall fast aller Corona-Schutzmaßnahmen. Besonders stark wuchsen zum Beispiel Kreativ- und Unterhaltungswirtschaft, Verkehr und das Gastgewerbe, die vom Wegfall der Schutzmaßnahmen profitierten. Dagegen ging die Bruttowertschöpfung im Handel zurück, nachdem sie im Vorjahr noch gestiegen war. Auf der Nachfrageseite waren die privaten Konsumausgaben der wichtigste Wachstumsträger der deutschen Wirtschaft im Jahr 2022. Sie nahmen im Vergleich zu 2021 preisbereinigt um 4,6% zu und erreichten damit fast das Vorkrisenniveau von 2019. Dies ist vor allem auf Nachholeffekte im Zusammenhang mit der Aufhebung fast aller Corona-Schutzmaßnahmen im Frühjahr 2022 zurückzuführen. Der Arbeitsmarkt blieb trotz des schwierigen Umfelds robust. Im Jahresdurchschnitt 2022 waren in Deutschland 45,6 Millionen Menschen erwerbstätig. Das waren 1,3% oder 589.000 Personen mehr als im Vorjahr und so viele wie nie zuvor in Deutschland. Der Anstieg der Beschäftigung im Jahr 2022 fand insbesondere bei den sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten und in den Dienstleistungsbereichen statt. Der stationäre Modehandel konnte nach Angaben der Fachzeitschrift Textilwirtschaft von der Normalisierung der Corona-Situation im Jahr 2022 profitieren. Trotz des zeitweise sehr negativen Konsumklimas als Folge des Ukraine-Konflikts und der hohen Inflation, konnte die Branche die hohen Verluste aus den ersten beiden Corona-Jahren wieder etwas ausgleichen. Im Vergleich zu 2021 steigerten die Mode-Einzelhandelsunternehmen ihren Umsatz um 9%. Eine Studie des bevh (Bundesverband E-Commerce und Versandhandel) zeigt hingegen einen Rückgang beim Online-Kauf von Mode. Demnach sind allein im 3. Quartal die Online-Ausgaben für Mode im Vergleich zum Vorjahr um 16,9% gesunken. Im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 stiegen sie jedoch um 11,3%. Die kumulierten Umsätze der gesamten E-Commerce-Branche für die ersten drei Quartale des Jahres 2022 sind im Vergleich zum Jahr 2021 um 4,4% gesunken, liegen aber um 15,0% höher als im gleichen Zeitraum des Jahres 2020 und immer noch um 27,2% höher als im gleichen Zeitraum des Jahres 2019. B.2. Überblick über den GeschäftsverlaufGesamtaussage zum Geschäftsverlauf Der Umsatz der CBR Gruppe ist insgesamt um 101,3 Mio. EUR (18,8 %) auf 641,7 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Wir definieren "Fashion" als Geschäft aus dem Verkauf von Textilien sowie Accessoires und "Non-Fashion" als Geschäft aus dem Verkauf von Ladenbaueinrichtungen, Weiterbelastung von Frachtrechnungen und Porto sowie sogenannten Merchandising-Artikeln, wie z.B. Einkaufstüten oder Kleiderbügel. Die Umsätze aus dem reinen Fashion-Geschäft sind um 99,2 Mio. EUR (18,7 %) gestiegen. Das Umsatzwachstum spiegelt sich in allen Kanälen wider, wird jedoch nach dem Ende der COVID-19 bedingten Einschränkungen im stationären Einzelhandel dominiert, insbesondere vom Wholesale- (+74,6 Mio. EUR) und dem Retail/Outlet-Geschäft. Aufgrund des harten Wettbewerbs und der hohen Lagerbestände im Markt, war die Weitergabe von Kostensteigerungen nur begrenzt möglich. Insgesamt hat sich das operative Ergebnis vor dem Finanzergebnis sowie Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (EBIT) von 59,6 Mio. EUR im Jahr 2021 um 5,1 Mio. EUR auf 54,4 Mio. EUR im Jahr 2022 verringert. Dies ist außer durch konstant hohe Beschaffungs- und Distributionskosten im Wesentlichen durch Wertberichtigungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert und IFRS 16 Nutzungsrechte begründet. Das Finanzergebnis hat sich von -45,1 Mio. EUR im Jahr 2021 auf -29,5 Mio. EUR im Jahr 2022 verbessert. Ursächlich hierfür sind Einmaleffekte durch die im April 2021 erfolgte Refinanzierung. Diese enthielten die Entrichtung eines Vorfälligkeitsentgelts im Zusammenhang mit der vorzeitigen Tilgung der bis dahin bestehenden Anleihe sowie die Ausbuchung der noch aktivisch abgegrenzten Transaktionskosten, die bei Ausgabe der alten Finanzierung anfielen. Die laufenden Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind insgesamt von im Vorjahr 20,6 Mio. EUR auf 25,0 Mio. EUR gestiegen. Gegenläufig sind dabei die Ertragsteuern für Vorjahre, die mit einem Steuerertrag von 1,8 Mio. EUR um 3,3 Mio. EUR unter dem Steueraufwand des Vorjahres von 1,5 Mio. EUR liegen. Bereinigt um die Ertragsteuern für Vorjahre, betragen die Ertragsteuern für das abgelaufene Geschäftsjahr 26,8 Mio. EUR und liegen damit um 7,7 Mio. EUR über dem Vorjahreswert von 19,1 Mio. EUR, aufgrund des deutlichen Anstieges des zu versteuernden Einkommens. Die Erträge aus latenten Steuern liegen mit einem Ertrag von 12,0 Mio. EUR (im Vorjahr 17,6 Mio. EUR) um 5,6 Mio. EUR unter Vorjahresniveau. Sie beinhalten im Wesentlichen Erträge aus dem Goodwill und Right of Use Asset Impairment. Erträge aus der Kundenstammabschreibung fielen aufgrund des Auslaufens der Abschreibung Mitte des Geschäftsjahres, nur etwa in halber Höhe der Vorjahre an. Wesentlicher gegenläufiger Effekt war die Neubewertung latenter Steuern auf Verlustvorträge. Insgesamt hat sich das Konzernjahresergebnis von 11,5 Mio. EUR im Vorjahr auf 11,9 Mio. EUR im Jahr 2022 erhöht. Vergleich des tatsächlichen mit dem prognostizierten Geschäftsverlauf Zu Beginn des Geschäftsjahres 2022 haben wir die Erwartung geäußert, dass sich das Umsatzniveau besser als der Textileinzelhandels-Markt entwickelt und sich nach Abbau der Pandemiebeschränkungen wieder auf dem Vor-Corona-Niveau bewegt. Gleichzeitig sind wir von einem weiterhin ansteigenden eCommerce Geschäft ausgegangen, bei insgesamt rückläufiger Margenentwicklung im Zuge der Verwerfungen in den globalen Liefer- und Produktionsketten. Laut Daten des statistischen Bundesamtes stiegen die Textil-Einzelhandelsumsätze in Deutschland in 2022 stationär um 27,4% im Vergleich zu 2021. Im Online- und Versandhandeln ergab sich hingegen ein Rückgang um 8,5% zum Jahr 2021. Die CBR-Gruppe mit ihrem größten Absatzmarkt Deutschland, konnte mit einem stationären Umsatzwachstum von 19,3% nicht ganz mit dem Wachstums des stationären Textilmarktes mithalten, jedoch lag der eCommerce mit einem Wachstum von 5,4% klar über der Marktentwicklung. Diese Entwicklung ist insbesondere im Hinblick auf das anspruchsvolle Marktumfeld besonders erfreulich. Da sich die CBR-Geschäftsentwicklung in den vergangenen Pandemie-Jahren vergleichsweise robust gezeigt hat, fielen die Nachholeffekte bei anderen Textilunternehmen in 2022 deutlicher stärker aus. Das EBITDA-Wachstum konnte mit dem starken Umsatzwachstum nicht vollends mithalten und legte nur von 127,6 Mio. EUR auf 133,4 Mio. EUR um 4,6 % zu. Der Ukraine Konflikt und der daraus folgenden Kosten- und Inflationsdruck ließen bei steigenden operativen Kosten die EBITDA Marge leicht sinken, sodass das Niveau von vor der Pandemie nicht vollends erreicht wurde. Insgesamt ist die erhoffte Erholung des Geschäfts nach der Pandemie eingetreten und wir sehen uns in einer guten Ausgangslage für die kommenden Aufgaben. B.2.1. ErtragslageDie Kanäle entwickelten sich hinsichtlich Umsatzes und Ergebnisses im Jahr 2022 wie folgt:
Im Vergleich hierzu die Entwicklung des Jahres 2021:
Umsatz im Konzern Im Geschäftsjahr 2022 erwirtschaftete die CBR-Gruppe einen Umsatz von 641,7 Mio. EUR. Dies entspricht einer Erhöhung des Umsatzes um 18,8 %, die durch den Wegfall der COVID-19 Beschränkungen begünstigt wurde. Dabei hat sich der Umsatz unseres Kerngeschäftes Fashion (97,9 % Anteil am Gesamtumsatz) um 99,2 Mio. EUR (18,7 %) gegenüber dem Vorjahr erhöht. Die gestiegenen Beschaffungskosten konnten zumindest teilweise weitergegeben werden. Die Non-Fashion-Umsatzerlöse haben sich gegenüber dem Vorjahr ebenfalls positiv entwickelt. Diese sind um 19,0 % auf 13,6 Mio. EUR gestiegen und sind unter anderem auf einen Anstieg der Expansionstätigkeit zurückzuführen. Geschäftsbereiche Im Wholesale-Geschäft wuchs der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 74,5 Mio. EUR bzw. um 21,8 %, was durch den Wegfall pandemiebedingter Einschränkungen im Handel gestützt wurde. Das betrifft auch das Retail-Geschäft (Retail/Outlet), welches einen starken Umsatzzuwachs von 18,7 Mio. EUR (40,1 %) gegenüber dem Vorjahr verzeichnen konnte. Der eCommerce konnte trotz eines anspruchsvollen Geschäftsumfeldes mit hohen Warenbeständen im Markt ein Umsatzzuwachs von 8,2 Mio. EUR (5,4 %) gegenüber dem Vorjahr verzeichnen. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge sind insbesondere aufgrund von geringeren Auflösungen von Rückstellungen (-3,3 Mio. EUR) und deutlich geringeren öffentlichen Zuwendungen (-11,2 Mio. EUR) von 21,6 Mio. EUR im Jahr 2021 auf 6,4 Mio. EUR im Jahr 2022 gesunken. Materialeinsatz Der Materialeinsatz hat sich von 268,5 Mio. EUR im Vorjahr auf 319,4 Mio. EUR in 2022 erhöht (18,9 %) und ist auf den Umsatzanstieg zurückzuführen. Die teilweise Weitergabe der gestiegenen Kosten der Berichtsperiode zeigt sich auch im konstanten Niveau der Materialeinsatzquote von 49,8 % (VJ: 49,7 %). Die Rohertragsquote verbleibt mit 50,3 % (50,2 %) ebenfalls auf Vorjahresniveau. Personalaufwand, Wertminderungsaufwand, sonstige betriebliche Aufwendungen und Abschreibungen Der Personalaufwand hat sich im Wesentlichen durch den Wegfall von Kurzarbeit und gestiegene anteilsbasierten Vergütungen um 11,5 Mio. EUR (21,8 %) erhöht. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 19,4 Mio. EUR (17,3 %) gestiegen. Die Erhöhung bei den Vertriebsaufwendungen in Höhe von 3,7 Mio. EUR ergibt sich aus höheren Handelsvertreterprovisionen (höherer Anteil durch Handelsvertreter betreuter Gebiete) und umsatzabhängige Marketing-Kosten. Darüber hinaus ergab sich ein Anstieg der Kosten der Warenabgabe (Kommissionierung und Fracht) um 5,0 Mio. EUR als Folge des Umsatzwachstums unseres Online-Handels sowie gestiegener Kommissionierungskosten in den anderen Kanälen. Der Wertminderungsaufwand auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verringerte sich dank einer positiveren Erwartung von Forderungsausfällen um 1,3 Mio. EUR auf 0,1 Mio. EUR. Des Weiteren wurden im Geschäftsjahr Wertminderungen des Geschäfts- oder Firmenwertes von 29,1 Mio. EUR und von Nutzungsrechten aus Immobilienmietverträgen über 5,0 Mio. EUR erfasst. Die Wertminderungen auf Nutzungsrechte entfallen auf das Segment Retail/Outlet und betragen 5,0 Mio. EUR (VJ: 0,0 Mio. EUR). Wertminderungen des Geschäfts- oder Firmenwertes von 29,1 Mio. EUR (VJ: 0,0 Mio. EUR) entfallen auf die Segmente Wholesale und eCommerce. Die Abschreibungen auf materielle und immaterielle Vermögenswerte haben sich um 23,0 Mio. EUR (-33,9 %) reduziert. Der Rückgang ergibt sich vor allem aus der im Geschäftsjahr ausgelaufenen Kundenstammabschreibung. Finanzergebnis Der Rückgang der Finanzerträge um 0,8 Mio. EUR geht auf niedrigere Zinserträge aus Steuern zurück, die im Wesentlichen aus der Beendigung von Verständigungsverfahren resultieren. Zur Minderung der Finanzaufwendungen um 16,3 Mio. EUR haben primär Einmaleffekte aus der im April 2021 erfolgten Refinanzierung beigetragen, die zu entsprechenden Aufwendungen im Vorjahr geführt haben. Diese beinhalteten die Entrichtung eines Vorfälligkeitsentgelts im Zusammenhang mit der vorzeitigen Tilgung der bis dahin bestehenden Anleihe sowie die Ausbuchung der bis dahin aktivisch abgegrenzten Transaktionskosten, die bei Ausgabe der alten Finanzierung auftraten. B.2.2. FinanzlageDie CBR-Gruppe deckt ihren Kapitalbedarf aus dem operativen Cashflow sowie über mittelfristige Finanzierungen. Im April 2021 wurde eine Anleihe in Höhe von 470,0 Mio. EUR emittiert, die mit 5,5% verzinst wird und die mittelfristige Liquidität bis in das Jahr 2026 sichert. Zusätzlich besteht eine Revolving Credit Facility in Höhe von 50,0 Mio. EUR. Cashflow
Der operative Cashflow lag 2022 mit 108,8 Mio. EUR um 16,9 (-13,4 %) unter dem Niveau des Vorjahres von 125,6 Mio. EUR. Dem höheren Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von 133,2 Mio. EUR (Vorjahr: 127,6 Mio. EUR) standen höhere gezahlte Ertragssteuern von 26,7 Mio. EUR (VJ: 18,6 Mio. EUR) gegenüber. Zusätzlich kam es in 2022 stichtagsbezogen zu einer Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 2,4 Mio. EUR, während es im Vorjahr zu einem Anstieg von 8,4 Mio. EUR gekommen war. Gegenläufig wirkte sich allerdings eine geringere Zunahme der Forderungen aus Lieferung und Leistung aus, aufgrund von Verschiebungen der Auslieferung in den letzten Wochen der Geschäftsjahre. Während die Forderungen in 2022 um 1,2 Mio. EUR stiegen, kam es im Vergleich zu 2021 zu einer Erhöhung von 7,8 Mio. EUR. Ein weiterer Effekt resultiert aus den sonstigen Vermögenswerten, die in 2022 nur um 1,0 Mio. EUR sanken, während es in 2021 im Wesentlichen aufgrund des Wechsels des Payment Providers mit besseren Zahlungskonditionen im Bereich des eCommerce zu einer Senkung um 10,7 Mio. EUR kam. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit lag mit -9,7 Mio. EUR um 2,7 Mio. EUR (39,6 %) über dem Niveau des Vorjahres von -6,9 Mio. EUR. Insbesondere lagen Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, im Wesentlichen aus Vertragsanbahnungskosten, mit 5,8 Mio. EUR um 1,5 Mio. EUR über dem Vorjahr. Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit lag mit -166,4 Mio. EUR um 111,1 Mio. EUR über dem Niveau des Vorjahres. Dies lag im Wesentlichen an Auskehrungen an Gesellschafter in Höhe von -127,8 Mio. EUR, wohingegen es im Vorjahr keine Auskehrungen gab. Die vorzeitige Rückführung der 2017 emittierten Anleihe in Höhe von 450,0 Mio. EUR und die Rückzahlung der mit 20,0 Mio. EUR in Anspruch genommenen Zwischenfinanzierung, konnten Cashflow neutral durch die neu emittierte Anleihe im Geschäftsjahr 2021 in Höhe von 470,0 Mio. EUR ausgeglichen werden. Die zusätzlichen Transaktionskosten der Anleihen-Refinanzierung stellten hingegen Cashflow-Belastungen in Höhe von -14,4 Mio. EUR dar. Sämtliche Zahlungsverpflichtungen konnten im Berichtsjahr erfüllt werden. Liquiditätsengpässe bestanden nicht und sind auch in Zukunft nicht absehbar. Dem Konzern stehen ausreichend liquide Mittel und Kreditlinien wie die Revolving Credit Facility (RCF) zur Verfügung. Die RCF-Kreditlinie in Höhe von 50,0 Mio. EUR wurde zum Bilanzstichtag mit 9,0 Mio. EUR durch Akkreditive, Bürgschaften und Avale in Anspruch genommen. Investitionen In immaterielle Vermögenswerte wurden rund 5,8 Mio. EUR (Vorjahr: 4,3 Mio. EUR) investiert. Schwerpunkt bildeten hier weitere Investitionen in aktivierte Vertragsanbahnungskosten in Höhe von 4,8 Mio. EUR (Vorjahr: 3,4 Mio. EUR) und eine verbesserte IT-Landschaft. Der Großteil der Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen (3,8 Mio. EUR; Vorjahr: 2,8 Mio. EUR) ist auf Betriebs- und Geschäftsausstattung zurückzuführen, die im Wesentlichen die Neugestaltung von Ladeneinbauten und IT-Equipment betrafen. B.2.3. VermögenslageAusgewählte Bilanzposten Die Bilanzsumme zum 31.12.2022 hat sich gegenüber dem Vorjahresstichtag um 118,8 Mio. EUR auf 1.059,2 Mio. EUR (VJ: 1.178,0 Mio. EUR) reduziert. Immaterielle Vermögenswerte beliefen sich zum Bilanzstichtag 2022 auf 858,2 Mio. EUR und lagen damit um 54,0 Mio. EUR unter dem Vorjahresniveau (31.12.2021: 912,2 Mio. EUR). Ihr Anteil beträgt 77,4% (Vorjahr: 82,0%) der gesamten Vermögenswerte. In den immateriellen Vermögenswerten sind Firmenwerte aus Unternehmenszusammenschlüssen in Höhe von 837,5 Mio. EUR (31.12.2021: 866,6 Mio. EUR), Kundenstämme in Höhe von 0,0 Mio. EUR (31.12.2021: 21,8 Mio. EUR), Vertragsanbahnungskosten in Höhe von 12,2 Mio. EUR (31.12.2021: 12,7 Mio. EUR) sowie Software und Lizenzen in Höhe von 8,6 Mio. EUR (31.12.2021: 11,1 Mio. EUR) enthalten. Die Sachanlagen beliefen sich zum Jahresende 2022 auf 44,4 Mio. EUR (31.12.2021: 49,7 Mio. EUR). Sie umfassen im Wesentlichen Nutzungsrechte aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von 34,4 Mio. EUR (31.12.2021: 40,4 Mio. EUR) sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von 10,0 Mio. EUR (31.12.2021: 9,3 Mio. EUR). Die Aktiven latenten Steuern haben sich um 2,1 Mio. EUR von 3,7 Mio. EUR in 2021 auf 1,6 Mio. EUR in 2022 verringert, unter anderem aufgrund der Neubewertung der nutzbaren Verlustvorträge. Die Vorräte sind im Vergleich zum Vorjahr um 5,4 Mio. EUR auf 42,3 Mio. EUR gestiegen (31.12.2021: 36,9 Mio. EUR), was insbesondere auf stichtagsbedingt höhere Kollektionsbestände, trotz gleichzeitig angestiegener Wertberichtigungen zurückzuführen ist. Im Vorratsbestand sind Abwertungen auf den Nettoveräußerungswert in Höhe von 17,6 Mio. EUR (31.12.2021 : 13,1 Mio. EUR) enthalten. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich zum Bilanzstichtag um 1,2 Mio. EUR auf 16,0 Mio. EUR (31.12.2021: 14,8 Mio. EUR) erhöht. Unter Berücksichtigung der Verringerung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 2,4 Mio. EUR auf 27,7 Mio. EUR (31.12.2021: 30,1 Mio. EUR) stieg das Core Net Working Capital (definiert als Summe aus Vorräten, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) gegenüber dem Vorjahr um 8,7 Mio. EUR an. Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte bestehen vorrangig aus Forderungen aus dem Onlinehandel gegenüber einem Zahlungsdienstleister. Im Vorjahresvergleich haben sie sich um 0,4 Mio. EUR verringert, was auf die Entwicklung der stichtagsbedingten Umsätze zurückzuführen ist. Die sonstigen Vermögenswerte sanken um 0,6 Mio. EUR auf insgesamt 4,9 Mio. EUR, was im Wesentlichen auf Kapitalertragsteuer Forderungen beruht. Enthalten sind darüber hinaus u.a. geleistete Kautionen und steuerrechtliche Zinsforderungen. Die Ertragsteueransprüche haben sich um 4,5 Mio. EUR auf 23,4 Mio. EUR (31.12.2021: 18,9 Mio. EUR) erhöht. Wesentlichste Aspekte sind hierbei die Forderungen aufgrund der laufenden Verständigungsverfahren für die Jahre 2011 bis 2014, der Änderungsanträge für die Jahre 2015 bis 2017 sowie der beabsichtigten Verständigungsverfahren für die Jahre 2015 bis 2017 in Höhe von 21,3 Mio. EUR. Die Ansprüche wurden auf Basis bereits beendeter Verfahren sowie aufgrund einer günstigen Entwicklung des Wechselkurses für Schweizer Franken neu bewertet. Darüber hinaus bestehen Erstattungsansprüche aus der laufenden Veranlagung. Die liquiden Mittel der CBR-Gruppe haben sich zum Bilanzstichtag um 67,3 Mio. EUR auf 67,2 Mio. EUR (31.12.2021: 134,5 Mio. EUR) verringert. Diese Entwicklung resultiert vorrangig aus vorgenommenen Ausschüttungen an den Gesellschafter (-127,8 Mio. EUR), bei einer im Vergleich zum Vorjahr verbesserten Geschäftsentwicklung. Der Rückgang des Eigenkapitals der CBR-Gruppe um 4,8 Mio. EUR auf 298,3 Mio. EUR (31.12.2021: 293,5 Mio. EUR) ergibt sich im Wesentlichen aus den Auskehrungen an den Gesellschafter von 127,8 Mio. EUR, trotz der Einlage eines Gesellschafterdarlehens über 113,9 Mio. EUR, der Erhöhung der Kapitalrücklage um eine anteilsbasierte Vergütung von 6,7 Mio. EUR und dem Konzerngesamtergebnis des Geschäftsjahres von 11,9 Mio. EUR. Der Rückgang der langfristigen Finanz- und Leasingverbindlichkeiten um 1,4 Mio. EUR auf 494,4 Mio. EUR (31.12.2021: 495,8 Mio. EUR) resultiert im Wesentlichen aus dem Rückgang der Leasingverbindlichkeiten. Zur Stärkung der Eigenkapitalbasis wurden die im Vorjahr ausgewiesenen Darlehen gegenüber nahestehenden Unternehmen im Geschäftsjahr in voller Höhe (113,9 Mio. EUR) zur Stärkung der Eigenkapitalbasis in die Kapitalrücklage eingelegt. Die passiven latenten Steuern haben sich von 163,7 Mio. EUR auf 149,5 Mio. EUR um 14,1 Mio. EUR reduziert. In Höhe von 6,7 Mio. EUR resultiert die Veränderung aus dem Impairment auf den steuerlich abgeschriebenen Goodwill sowie auf die Right of Use Assets. Die Steuersatzentwicklung wirkte sich mit 0,9 Mio. EUR aus, wodurch sich insbesondere die passiven latenten Steuern auf den Goodwill um 0,5 Mio. EUR verminderten. Darüber hinaus führte die Abschreibung des Kundenstammes zu einer Verminderung passiver latenter Steuern, die mit 6,0 Mio. EUR, unter dem Vorjahreswert in Höhe von 14,1 Mio. EUR liegt, bedingt durch das Auslaufen der Kundenstammabschreibung zur Mitte des Geschäftsjahres. Im Bereich des kurzfristigen Fremdkapitals haben sich insbesondere die Ertragsteuerverbindlichkeiten um 2,8 Mio. EUR auf 17,1 Mio. EUR (31.12.2021: 14,3 Mio. EUR) erhöht. Reguläre Zahlungen für Vorjahre in Höhe von 8,4 Mio. EUR verminderten die Verbindlichkeiten ebenso, wie die erfolgswirksame Ausbuchung der Rückstellung für ein Klageverfahren in Österreich in Höhe von 5,1 Mio.€, nachdem dieses durch mündliche Verhandlung vor dem Bundesfinanzgericht zu unseren Gunsten entschieden wurde. Erhöhend wirkten dagegen die reguläre Bildung von Steuerrückstellungen für das laufende Jahr in Höhe von 5,0 Mio. EUR sowie die Bildung einer Rückstellung für erwartete Mehrsteuern aus der derzeit laufenden Betriebsprüfung für die Jahre 2015 bis 2019 in Höhe von 11,3 Mio. EUR. Die sonstigen kurzfristigen Rückstellungen sind leicht um 1,2 Mio. EUR auf 8,3 Mio. EUR (VJ: 7,2 Mio. EUR) gestiegen. Der Anstieg ist insbesondere bedingt durch Rückbauverpflichtungen die sich aufgrund gestiegener Kosten deutlich erhöht haben. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind stichtagsbedingt im Vorjahresvergleich um 2,4 Mio. EUR auf 27,7 Mio. EUR gesunken. Die sonstigen finanziellen und Leasingverbindlichkeiten haben sich 2022 um 3,8 Mio. EUR auf 33,3 Mio. EUR erhöht. Zum Anstieg haben vor allem deutlich gestiegene Rückbaukosten beigetragen, trotz eines stichtagsbedingten leichten Rückgangs der Rückerstattungsverbindlichkeit für Retouren des eCommerce. Die sonstigen Verbindlichkeiten haben sich um 0,1 Mio. EUR auf 23,8 Mio. EUR erhöht und befinden sich damit auf Vorjahresniveau. Ein leichter Rückgang der Verbindlichkeiten für Umsatz- und Einfuhrumsatzsteuer wurde hier durch gestiegene Personalverbindlichkeiten wie Tantieme kompensiert. C. Finanzielle und nicht-finanzielle LeistungsindikatorenZiel des CBR-Managements ist die Fokussierung auf unsere Kunden, das Produkt und die Marken, um dadurch eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes zu erreichen. Dem rückläufigen Wachstumstrend im Großhandel begegnet das Management insbesondere mit Maßnahmen zum Ausbau des Geschäftes im Onlinehandel und zur Erschließung neuer Märkte (stationär und online) im Ausland sowie der Erweiterung des Sortiments um eine Herrenmode-Marke. Die CBR-Gruppe wird durch die Geschäftsführung der Muttergesellschaft, der CBR Service GmbH gesteuert, die insbesondere die strategische Ausrichtung festlegt. Die operative Umsetzung erfolgt durch die Leiter der Fachbereiche. Die Organisations- und Führungsstruktur ordnet Befugnisse und Verantwortlichkeiten unternehmensintern eindeutig zu und definiert die Berichtslinien. Im Rahmen der wertorientierten Unternehmensführung kommen verschiedene Stellgrößen zum Einsatz. Als Indikator für die Profitabilität des Konzerns dienen in erster Linie das EBITDA (das Ergebnis vor dem Finanzergebnis und Steuern vom Einkommen und vom Ertrag und Wertminderungen) und die EBITDA-Marge (das Verhältnis von EBITDA zum Umsatz), für die wir einen Zielwert (gegebenenfalls bereinigt um Sondereffekte) von mindestens 15% definiert haben. Die CBR vergleicht die Marktperformance unserer Partner an den Verkaufsstützpunkten mit dem Durchschnittswert der Branche und will stärker wachsen als der Markt. Die Erfüllung der budgetierten Zielvorgaben in Bezug auf EBITDA, Umsatz und die zugrundeliegenden Treiber sind im Vergütungssystem der Führungskräfte berücksichtigt. Alle Aktivitäten zur Umsatzsteigerung werden an ihrem Potenzial gemessen, das EBITDA und die EBITDA-Marge langfristig zu steigern. Die wesentlichen Ansatzpunkte zur Steigerung der EBITDA-Marge werden in einer Erhöhung der Umsatzerlöse, der Verbesserung des Rohertrages und Kostensenkungen im operativen Bereich gesehen. Die Planungs-, Steuerungs- und Kontrollaktivitäten des Konzerns fokussieren sich auf die Optimierung der beschriebenen zentralen Steuerungsgrößen. Die Kernelemente des unternehmensinternen Steuerungssystems sind das Budget und das konzernweite, IT-gestützte Berichtswesen. Die Jahresplanung wird in regelmäßigen Abständen vor dem Hintergrund der tatsächlichen Geschäftsentwicklung und bestehenden Chancen und Risiken überprüft, um das zu erwartende Konzernergebnis im laufenden Jahr zu prognostizieren und auf eventuelle Fehlentwicklungen frühzeitig reagieren zu können. Auf Basis der erwarteten Cashflow-Entwicklung wird zudem regelmäßig eine Prognose zur Entwicklung der Liquiditätssituation erstellt. Dadurch können finanzielle Risiken frühzeitig erkannt und Maßnahmen hinsichtlich des Finanzierungsbedarfs getroffen werden. Als Teil der Modeindustrie liegt es in unserer Verantwortung, respektvoll und schonend mit den Ressourcen unserer Erde umzugehen. Das erwarten nicht zuletzt auch unsere Kunden und Partner sowie die Gesellschaft von uns. Losgelöst von Kennzahlen und sonstigen Leistungsindikatoren sind daher für uns die Themen Umwelt (Environmental), Soziales (Social) und verantwortungsvolle Unternehmensführung (Governance) - kurz ESG - von besonderer Bedeutung. Wir arbeiten intensiv daran, alle Geschäftsprozesse Schritt für Schritt nachhaltiger zu gestalten. CBR unterfällt gegenwärtig noch nicht dem deutschen Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz, erfüllt aber gleichwohl bereits die meisten Anforderungen. Neu ist primär die Berichtspflicht, die für CBR erstmals 2025 für das Geschäftsjahr 2024 gelten wird. Auf diese bereiten wir uns gegenwärtig intensiv vor und befassen uns dabei auch bereits mit der zukünftigen europäischen Corporate Sustainability Reporting Directive und den dazu im November 2022 veröffentlichten Standards zur nicht-finanziellen Berichterstattung ("European Sustainability Reporting Standards") sowie der EU-Taxonomie. Ziel ist die Herstellung einer geeigneten Daten- und Informationsgrundlage sowie der Aufbau eines einheitlichen ESG-Berichtswesens. Umwelt (Environmental) CBR unterstützt den Tierschutz und produziert pelzfrei. Sie ist Mitglied im "Fur Free Retailer Program" und tritt damit gegen den Einsatz von Echtpelz auf. Aus Gründen des Tierschutzes verzichtet CBR grundsätzlich auch auf die Verwendung von unzertifizierter Mohairwolle, Angorawolle, nicht-zertifizierter Daunen, Graugänsedaunen sowie Materialien aus Lebendrupf und Häutung. CBR arbeitet mit ihrem textilökologischen Konzept stetig daran, dass alle Artikel möglichst schadstoffarm produziert werden. Im Rahmen der Lieferantenaudits wird der Umgang mit Chemikalien ebenso überprüft wie die Einhaltung der örtlichen Umweltschutzbestimmungen, insbesondere der Umgang mit Abwasser. Bevor ein Artikel von CBR ausgeliefert wird, wird dieser neben allgemeinen Qualitätsprüfungen auch umfangreichen textilökologischen Tests unterzogen. Soziales Mitarbeiter der CBR-Gruppe Unsere Teammitglieder die Grundlage für den Konzernerfolg. Die Fähigkeiten aller Kollegen und ihre Leidenschaft für Mode drücken sich in unseren innovativen Produkten aus. Zentrales Ziel der Personalarbeit der CBR ist es in einem dynamischen Umfeld den Teamgeist, die Leistungsbereitschaft und die Leistungsfähigkeit jedes Einzelnen zu fördern und ein von Offenheit und Kreativität geprägtes Arbeitsklima zu schaffen. Kompetente Führungskräfte schaffen dabei die Rahmenbedingungen für bestmögliche individuelle Leistung und Erfolg und stellen damit die Zukunftsfähigkeit des Konzerns sicher. Als Arbeitgeber ist sich die CBR ihrer Verantwortung bewusst. Die außerordentliche Schnelllebigkeit der CBR und ihrer Marken birgt immer wieder die Herausforderung, berufliches und privates Leben in ein Gleichgewicht zu bringen. Die Beschäftigten der CBR-Gruppe profitieren deshalb unter anderem von verschiedenen Gleitzeitmodellen, die auch in einer Vollzeitfunktion die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglichen sollen. Eine Altersvorsorge, täglich frisches Obst und freie Getränke am Firmensitz, die HannoverCard und ein vergünstigter Mitarbeitereinkauf runden das Paket ab. Die CBR möchte Talente für sich gewinnen, in den eigenen Reihen halten und Entwicklungspotenziale fördern. Die Investition in die Fähigkeiten jedes Einzelnen steigert die Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns. Aus diesem Grund werden regelmäßig Feedbackgespräche und mindestens einmal pro Jahr ein Jahresgespräch in einer möglichst offenen, wertschätzenden und angenehmen Atmosphäre geführt, in denen sich mit den Qualifikationen, Stärken und Potentialen sowie Möglichkeiten zur persönlichen Weiterentwicklung auseinandergesetzt wird. Die CBR positioniert sich deutlich zur Berufsausbildung und gibt so jedes Jahr jungen Menschen beste Einstiegschancen in einer einzigartigen Branche. Dabei werden verschiedene Ausbildungsberufe angeboten, wie der Kaufmann im Groß- und Außenhandel, der Fachinformatiker für IT-Anwendungsentwicklung und der Kaufmann im Bereich "eCommerce". Weiterhin werden duale Studenten in Kooperation mit einer Partner-Fachhochschule ausgebildet. Im vergangenen Jahr befanden sich 17 Auszubildende und zwei dual Studierende im Konzern. Damit ist die Anzahl im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Im Geschäftsjahr 2022 sind insgesamt neun Auszubildende eingestellt worden. In 2022 konnten drei Auszubildenden und zwei dual Studierende, die 2022 ausgelernt haben, eine Weiterbeschäftigungsmöglichkeit angeboten werden. Dies bestärkt deutlich den Stellenwert der Ausbildung bei der CBR sowie die Planungssicherheit für die berufliche Zukunft der Mitarbeiter. Die Mitarbeiterzahl von CBR hat sich im Jahr 2022 erhöht. Am Ende des Geschäftsjahres 2022 waren 1.071 Mitarbeiter (ohne Auszubildende) bei der CBR beschäftigt. Gegenüber dem Vorjahr (2021: 1.054 Mitarbeiter) hat sich die Anzahl damit um 17 Mitarbeiter (1,6 %) gesteigert. Dieser leichte Anstieg ist auf die Etablierung der Marke Street One MEN, sowie einen Anstieg des Personals auf den eigenen Flächen zurückzuführen. Sozialstandards in der Lieferkette Textilproduktion findet heute überwiegend in Ländern statt, in denen nicht die gleichen Arbeitsbedingungen und Sozialstandards gelten wie in Europa. Neben der Einhaltung der jeweiligen nationalen Gesetze erwartet CBR daher von seinen Lieferanten die Einhaltung der von den Vereinten Nationen (UN) und der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) definierten international anerkannten Standards und Konventionen. Aufbauend auf ihrem Code of Conduct hat CBR zudem detaillierte Anforderungen in einem Handbuch definiert (Social Compliance Manual), das jeder Lieferant erhält und zu beachten hat. Die Einhaltung der Vorgaben wird mittels regelmäßiger Audits überwacht, die der international anerkannte Auditdienstleister ELEVATE für CBR vornimmt. Wenn sich Missstände zeigen, strebt CBR deren Behebung an, nicht die Beendigung der Geschäftsbeziehung mit dem betroffenen Lieferanten. Diese ist letztes Mittel, wenn ein Lieferant nicht bereit oder in der Lage ist, an Verbesserungen zu arbeiten. ELEVATE führt im Rahmen der Audits auch vertrauliche Mitarbeiterinterviews durch. Die von CBR bereits seit Jahren angebotene Möglichkeit sich auch direkt an CBR zu wenden, wird Anfang 2023 um eine Möglichkeit ergänzt, rund um die Uhr in mehr als 70 Sprachen per Web, App oder Telefon Hinweise zu geben und dabei auf Wunsch auch vollkommen anonym zu bleiben (CBR Fashion SpeakUp Line). Damit wird CBR sowohl die Anforderungen des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetztes an einen wirksamen Beschwerdemechanismus als auch die des deutschen Hinweisgeberschutzgesetzes bzw. der europäischen Whistleblower-Richtline erfüllen. Verantwortungsvolle Unternehmensführung Die Einhaltung der geltenden Gesetze ist für CBR eine Selbstverständlichkeit. CBR verfügt über eine angemessen ausgestattete Rechts- und Compliance-Abteilung, die bei allen rechtlich relevanten Konzernaktivitäten involviert wird. Neben der Beratung im Einzelfall ermöglicht dies eine laufende Beobachtung möglicher Rechtsrisiken. Für erfahrungsgemäß besonders kritische Bereiche oder wenn sich ein konkreter Bedarf zeigt, initiiert die Compliance-Abteilung den Erlass von Richtlinien oder Schulungen. Neben einer allgemeinen Richtlinie für Compliance & Geschäftsethik besteht daher z.B. auch eine gesonderte Datenschutzrichtlinie. Bei Spezialthemen wie Steuern, IT und Personal wird die Einhaltung der Gesetze durch die jeweilige Fachabteilung sichergestellt. Für das Thema Arbeitssicherheit besteht bei CBR ein Arbeitssicherheitsausschuss ("ASA") unter Leitung der Arbeitssicherheitsbeauftragten. Neben der allgemeine Arbeitssicherheitsorganisation kümmert sich der ASA - wie beispielsweise in der Corona-Pandemie - auch adhoc um alle für die Sicherheit der CBR-Mitarbeiter relevante Spezialthemen. Forschung und Entwicklung CBR muss sich Monat für Monat im Wettbewerb des europäischen Bekleidungsmarkts beweisen und Kollektionen entwickeln, die den hohen Design-, Trend- und Qualitätsansprüchen der Kunden Rechnung tragen. Die am Anfang der Wertschöpfungskette stehenden Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten haben entscheidenden Einfluss auf die von den Kunden wahrgenommene Innovationsstärke und Design-Kompetenz des Konzerns. Bis zu 140 Artikel je Marke werden in rund 14 Warengruppen monatlich angeboten und umfassen ein komplettes Angebot von Hosen über Shirts, Strick, Blusen, Hemden und Jacken. Neben dem kompletten Fashion-Sortiment vermarkten die Damen-Marken Street One und CECIL auch Accessoires. Alle Artikel sind farblich und stilistisch aufeinander abgestimmt. Das Sortiment lässt sich untereinander und mit Teilen aus früheren Kollektionen kombinieren. Ziel jeder Kollektion ist, dass die Ware einwandfrei den Handel erreicht, die Passform sicher und der Größenausfall verlässlich ist. D. Chancen und Risiken der künftigen EntwicklungD.1. AllgemeinDie Geschäftsaktivitäten von CBR bieten eine Vielzahl von Chancen und unterliegen zugleich permanenten Risiken. Das Ergreifen von Chancen sowie das Erkennen und Vermeiden von Risiken sowie der bewusste Umgang damit, sind daher von entscheidender Bedeutung für die Entwicklung des Unternehmens. Bei der Wahrnehmung von Chancen achtet CBR darauf, dass ein akzeptables Risikoprofil gewahrt bleibt. Die Risiko- und Chancenpolitik der CBR verfolgt dementsprechend neben der Bestandssicherung des Unternehmens das Ziel, die finanziellen und strategischen Unternehmensziele zu erreichen. Sie ist der nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts verpflichtet. Gemeinsam mit einer systematischen Identifikation neuer Chancen wird so die Entscheidungssicherheit im Unternehmen erhöht und die Grundlage für eine konstante Zielerreichung gelegt. Durch Unternehmensrichtlinien wird sichergestellt, dass Risikoabwägungen von Beginn an im Entscheidungsprozess der Geschäftsführung berücksichtigt werden. CBR verfügt über Verfahrensanweisungen, die die Prozesse des Risikomanagements regeln und die für die Mitarbeiter eine Grundlage für den Umgang mit Risiken darstellen. Um die finanziellen Auswirkungen von verbleibenden Risikopositionen zu begrenzen, haben wir, sofern ökonomisch sinnvoll, Versicherungsschutz erworben. Unternehmerisches Denken und Handeln auf allen Ebenen prägt die Unternehmenskultur von CBR. Wir schätzen eine hohe Eigenverantwortung bei unseren Mitarbeitern. Es obliegt daher neben der Geschäftsführung auch allen weiteren Mitarbeitern von CBR, unabhängig von ihrem jeweiligen Verantwortungsbereich und -umfang, kontinuierlich Chancen zu suchen und nach Möglichkeit erfolgreich umzusetzen. Alle Unternehmensbereiche sind angehalten, Potentiale auf operativer wie strategischer Ebene zu identifizieren, Maßnahmen zu deren Ausschöpfung zu entwickeln und diese mit dem Ziel einer überplanmäßigen Ergebnisentwicklung zu realisieren. D.2. Risiken im EinzelnenIm Folgenden werden für die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der CBR-Gruppe im Geschäftsjahr 2022 sowie für künftige Perioden als bedeutend betrachtete Risiken erläutert. Dabei handelt es sich um solche Risiken, die im Risikomanagementprozess mit "geringen" bis "hohen" potenziellen Auswirkungen bewertet worden sind. Grundsätzlich ist nicht vollständig auszuschließen, dass weitere latente Risiken oder solche, die aktuell als unwesentlich eingeschätzt werden, die Unternehmensentwicklung zukünftig über das angegebene Maß hinaus beeinträchtigen. Ungeachtet der eingeleiteten Maßnahmen zur Steuerung der identifizierten Risiken bleiben bei allen unternehmerischen Aktivitäten Restrisiken bestehen, die auch durch ein effizientes Risikomanagementsystem nicht gänzlich vermieden werden können. Gesamtwirtschaftliche Chancen und Risiken Konjunkturelle Verschlechterungen der Wirtschaftslage wie auch Veränderungen der politischen und rechtlichen Verhältnisse in unseren Hauptabsatzgebieten insbesondere in Deutschland, Österreich, Schweiz und den Benelux-Staaten stellen ein Risikopotential dar, aus dem sich das Risiko einer rückläufigen Nachfrage nach Bekleidung und Accessoires ergeben kann. Konjunkturelle Effekte können dabei sowohl global als auch vereinzelt in unterschiedlichen Märkten auftreten, sich gegenseitig beeinflussen und auch unsere Profitabilität beeinflussen. Die CBR verfügt durch zeitlich vorgelagerte Ordereingänge und Informationen aus dem konzerneigenen Einzelhandel und den Online-Stores über wichtige Frühwarnindikatoren, die eine frühe Prognose der Auswirkungen möglicher gesamtwirtschaftlicher Risiken erlauben. Um die Auswirkungen konjunktureller Schwankungen zu minimieren, hat die CBR-Gruppe verschiedene Maßnahmen getroffen. Hierzu gehört ein klares Markenprofil, mit dem der Ausbau von Marktanteilen in einem wettbewerbsintensiven Umfeld angestrebt wird. Ein auf europaweites Wachstum angelegtes internationales Geschäftsmodell erschließt zudem neue Konsumentenpotenziale und trägt zur Kompensation möglicher Nachfragerückgänge in einzelnen Märkten bei. Ungünstige gesamtwirtschaftliche Entwicklungen können jedoch trotz der eingeleiteten Maßnahmen Auswirkungen auf die geplante Unternehmensentwicklung haben. Der Ausbruch der Corona-Pandemie und die daraus resultierenden Lockdown-Beschlüsse in Deutschland und im europäischen Ausland führten auch bei der CBR zu deutlichen Absatzrückgängen sowie gestiegenen Vorratsbeständen. Genauso können kriegerische Konflikte wie in der Ukraine zu erheblicher Unsicherheit und Verwerfungen an den globalen Märkten führen, die zu Nachfragerückgängen und gestiegenen Beschaffungspreisen führen könnten. Derartige Ereignisse könnten auch in Zukunft einen negativen Einfluss auf die Geschäftslage der CBR nehmen. Zu den Maßnahmen potenzieller Nachfragerückgänge können neben einer Reduzierung der Beschaffungsaktivitäten, ein strikteres Management des kurzfristigen operativen Nettovermögens (u.a. Anpassung Zahlungsziele) sowie eine verstärkte Kostenkontrolle zählen. Branchenspezifische Chancen und Risiken Der Mainstream Modemarkt in Europa unterliegt permanenten Veränderungen und ist durch eine große Anzahl an etablierten und neuen Wettbewerbern geprägt. Unsere Hauptwettbewerber sind sowohl Anbieter von Mode des mittleren Preissegments als auch aus dem Hoch- und dem Niedrigpreissegment, da Kunden sich zunehmend zwischen den Preissegmenten bewegen. Aus sich verändernden Fashion- und Lifestyle-Trends wie auch aus sich änderndem Konsumentenverhalten können Kollektions- und Branchenrisiken entstehen. Die Herausforderung besteht darin, die Trends rechtzeitig zu erkennen und schnell in Kollektionen und Vertriebskanäle umzusetzen. Diesem Umstand begegnet CBR mit intensiven Analysen der Märkte sowie der detaillierten Auswertung der Verkaufsentwicklung der eigenen wie auch Kollektionen der Wettbewerber. Eine inzwischen größere Kundennähe aufgrund des direkt möglichen Austauschs mit den Konsumenten in den eigenen Einzelhandelsgeschäften und Online-Stores trägt wesentlich dazu bei, Informationen zu Trends und Kaufverhalten rasch in die Kollektion einfließen zu lassen. Unsere Wettbewerber sind unter anderem große internationale Modeketten, die eine hohe Markenbekanntheit und starke Marktpräsenz haben, über große finanzielle Ressourcen sowie hohe Vertriebs- und Marketingbudgets verfügen und auch auf eine aggressive Preispolitik zurückgreifen können. Wir sehen uns aber nicht nur mit klassischen Firmen der Modebranche im Wettbewerb, sondern auch mit Onlinehändlern, Katalogversendern, Kaufhäusern und Nicht-Bekleidungsmärkten (wie z.B. Supermärkte), die Bekleidung in ihr Sortiment aufnehmen. Unser Onlinehandel selbst unterliegt der Herausforderung, dass wir mit einer rasanten technologischen Entwicklung mithalten müssen und den Risiken, dass wir uns auf Dritte bezüglich Hardware und Software verlassen müssen. Weiter unterliegen wir dem Risiko, dass unsere Onlineshop-Verfügbarkeiten instabil, gar nicht erreichbar oder Cyber-Angriffen ausgeliefert sind sowie dass Kundendaten gehackt werden. Hinzu kommen niedrige Markt-Eintrittsbarrieren und überschaubare Kosten, um einen Onlinehandel zu gründen, sodass wir einen verstärkten Wettbewerb durch andere Onlinehändler erwarten. Wir generieren mit unseren Top 10 Großhandelskunden einen nennenswerten Anteil unseres Umsatzes. Der Anteil des Großhandelsgeschäftes am Gesamtumsatz ist in der Vergangenheit zurückgegangen und ein weiterer Rückgang ist nicht ausgeschlossen. Wenn ein wesentlicher Großhandelspartner das Geschäft mit uns reduzieren oder ganz einstellen würde (ggf. auch wegen einer Insolvenz), kann das einen wesentlichen Rückgang unserer Umsätze bedeuten und damit unser Ergebnis belasten. Grundsätzlich sind rückläufige Kundenfrequenzen die größte Herausforderung für das Wachstum unserer Retail- und Outlet-Stores, aber genauso auch für unser Großhandelsgeschäft und können einen wesentlichen negativen Effekt auf unser Geschäft und damit auf unseren wirtschaftlichen Erfolg haben. Kundenfrequenzen in Stores hängen auch vom Erfolg von Shopping-Centern ab, in denen die Stores liegen. Wir sind in hohem Maße von den Kundenfrequenzen solcher Einkaufszentren abhängig, die wiederum von der Anziehungskraft anderer Händler abhängt. Storeschließungen anderer Händler und Leerstände in Shopping-Centern können zu rückläufigen Kundenfrequenzen führen und es gibt keine Sicherheit, dass unsere Partner oder wir alternative Stores in besseren Lagen bekommen können. Darüber hinaus ist es möglich, dass vormalige A-Lagen unbeliebt werden können, wenn neue Shopping-Center mit höherer Beliebtheit eröffnen. Aus den wirtschaftlichen Belastungen der Corona Pandemie können auch über das Jahr 2022 hinaus für CBR negative Effekte durch den Ausfall von Partnern resultieren, mit ggf. längerfristigem negativen Einfluss auf die Ertragschancen. Wir beobachten, dass sich die Einkaufsgewohnheiten insbesondere in Mittel- und Kleinstädten geändert haben, wo viele unserer Partnerstores liegen. Während in der Vergangenheit Kunden gerne in ihren Heimatstädten einkaufen gingen, gibt es nun einen starken Trend online oder auf den Haupteinkaufsstraßen großer Städte zu shoppen, was zu niedrigeren Umsätzen in den kleineren Städten führen kann. Wir vermarkten unsere Produkte in 20 Ländern innerhalb Europas und unterliegen damit den ökonomischen, politischen und rechtlichen Risiken, die mit einer multinationalen Geschäftstätigkeit einhergehen. Allgemeine Bedingungen, wie eine moderne Infrastruktur, Transportmöglichkeiten sowie die Verfügbarkeit von Fachkräften, könnten sich in manchen Ländern verschlechtern oder nicht gut entwickeln. Solche Verschlechterungen können zu rückläufigen Umsätzen in diesen Ländern und damit zu verschlechterten Ergebnissen führen. Der Einzelhandelsverband HDE rechnet wegen des anhaltend starken Booms des Online- und eCommerce-Handels in den kommenden Jahren mit einem starken Rückgang von stationären Ladengeschäften. Diese Entwicklung hat sich durch Corona-bedingte Geschäftsschließungen noch beschleunigt. Auch für die CBR kann dies zu einem rückläufigen stationären Großhandelsgeschäft führen. CBR hat sich auf diesen Trend zur Digitalisierung eingestellt und die eigenen eCommerce-Aktivitäten ausgebaut. Zudem unterstützt CBR auch die Einzelhandelspartner bei deren Online-Aktivitäten mit professionellen Bildern und Artikelbeschreibungen. Die Online-Aktivitäten der Einzelhandelspartner, einschließlich deren zunehmender Nutzung von Online-Plattformen (d.h. Marktplätzen wie Amazon und Zalando), stabilisieren und stärken das Großhandelsgeschäft. Zugleich beschränken die Aktivitäten der Einzelhandelspartner auf den Online-Marktplätzen aber auch den eigenen Absatz der CBR über Online-Plattformen. Aggressive Preisstrategien einzelner Einzelhandelspartner könnten zudem alle anderen Einzelhändler (auch die primär stationär aktiven) unter Druck setzen und sich damit auch für CBR in Summe nachteilig auswirken. Beschaffungs- und Produktrisiken Die hohen Anforderungen an die Schnelligkeit und die Qualität der CBR-Produkte und damit an die Beschaffungs- und Produktionsprozesse bedingen enge Partnerschaften mit Lieferanten. Eine Konzentration von Produktionskapazitäten kann jedoch im Falle eines Produktionsausfalls Umsatzeinbußen durch verspätete oder ausgefallene Lieferungen nach sich ziehen. Wir beziehen unsere Ware aus Ländern mit geringerer politischer, ökonomischer und gesetzlicher Stabilität als wir es in Westeuropa gewohnt sind und die in besonderem Maße vom globalen Klimawandel betroffen sind. Diese Länder sind zahlreichen Risiken ausgesetzt, die außerhalb unserer Kontrolle liegen und unser Geschäft beeinflussen können. Diese Risiken reichen von möglichen Handelsrestriktionen, Korruption, Streiks, Embargos bis zu Gefahren für Leib und Leben aufgrund von Krankheiten, Gewalt oder Terrorismus sowie Umweltkatastrophen (Überschwemmungen, Stürme mit Stromausfall). Mit dem Ziel, negative Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten zu können, werden strategische Lieferanten regelmäßig durch eine externe Audit Firma überprüft und bewertet. Die Lieferantenbeziehungen werden dabei mit einer Vendor Score Card regelmäßig auch mit dem Ziel überprüft und bewertet, Risiken rechtzeitig zu identifizieren und entsprechende Maßnahmen zur Sicherstellung der Warenversorgung einleiten zu können. Auf den größten externen Lieferanten entfielen im Geschäftsjahr 2022 10,3% des gesamten Beschaffungsvolumens (2021: 8,1%). Im Rahmen globaler Pandemien oder kriegerischer Auseinandersetzungen kann es zu lokalen Lockdowns oder zu vereinzelten Ausfällen von Lieferanten kommen, mit Auswirkungen auf die zeitliche Verfügbarkeit und Produktionskosten der Ware sowie gestiegenen Beschaffungskosten. Diesem Beschaffungsrisiko wird durch Marktbeobachtung und Diversifikation sowie durch Verpflichtung neuer Lieferanten aus kostengünstigeren Märkten begegnet, die dennoch in der Lage sind, gleichwertig gute Qualität zu liefern oder hierzu qualifiziert werden können. Aufgrund des zeitlichen Vorlaufs in den Beschaffungs- und Produktionsprozessen kann auf definierte Frühwarnindikatoren reagiert werden. Trotz der flexiblen Verlagerung von Produktionsstandorten wird infolge der weltweit steigenden Inflation davon ausgegangen, dass Risiken höherer Produktionskosten zunehmen und sich negativ auf die erwartete Ergebnisentwicklung auswirken können. Qualitätsrisiken Die Produktqualität spielt für den Auftritt der drei CBR Marken eine entscheidende Rolle. Die CBR Produkte unterliegen daher einer konzerneinheitlichen Qualitätskontrolle. Dadurch vermindern sich die Risiken von Haftungsansprüchen und kostenintensiven Rückrufaktionen. Durch die enge Zusammenarbeit mit Lieferanten und Agenturen wird die Beschaffung der Marken hinsichtlich Qualität und Logistikorganisation unterstützt und dadurch das Beschaffungs- und Produktrisiko aktiv verringert. Zudem wird jeder Artikel nach Wareneingang in der eigenen Qualitätsabteilung gesichtet und sowohl physisch als auch optisch überprüft. Dennoch ist auch zukünftig ein gewisses Maß an Produktretouren aus qualitativen Gründen möglich. Logistikrisiken Logistikrisiken bestehen dahingehend, dass Fehler oder Ausfälle in der Logistik zu nicht zeitgerechter oder falscher Auslieferung und damit zu Umsatzausfällen führen. Diesem Risiko begegnen wir mit einer permanenten Prüfung und Optimierung unserer Logistikprozesse. Zeitgleich versuchen wir auch hier durch die parallele Nutzung zweier Logistik-Hubs zusätzliche Abhängigkeiten und Risiken zu reduzieren. Inbound-Logistik-Risiken bestehen dahingehend, dass CBR auf die zeitgerechte Anlieferung von Ware auf dem Luft- und Wasserweg sowie durch LKW angewiesen ist. Internationale Krisenherde, Umweltkatastrophen, Pandemien und Streiks sowie Abwicklungsprobleme bei unseren Logistik-Dienstleistern können zu Verzögerungen oder gar Ausfällen im Warenzugang und damit zu Umsatzausfällen führen. COVID-19-bedingt können Logistikrisiken zusätzlich durch Reisebeschränkungen sowie gestörte internationale Lieferketten bestehen, die zu Ausfällen oder erhöhten Transport- und Distributionskosten durch Ressourcenknappheit führen können. Personelle Risiken Personalrisiken ergeben sich im Wesentlichen durch Engpässe bei der Personalbeschaffung, Fachkräftemangel und Fluktuation. Diese Risiken werden mithilfe eines leistungsorientierten Vergütungssystems sowie gezielter interner und externer Fortbildungsangebote begrenzt. Der Erfolg des CBR-Konzerns beruht auf dem hohen Engagement und Wissensstand der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die in der Vergangenheit eingeführten Maßnahmen, unter anderem zur Förderung von Talenten und zur Steigerung der Attraktivität von CBR als Arbeitgeber, werden auch in Zukunft im Fokus stehen. Rechtliche Risiken Im Rahmen der weltweiten Geschäftsaktivitäten können rechtliche Risiken entstehen. Wesentliche Rechtsgeschäfte des CBR-Konzerns werden von der zentralen Rechtsabteilung des Konzerns geprüft, um Rechtsstreitigkeiten weitestgehend zu vermeiden. Typischerweise resultieren diese Risiken aus den Themenfeldern Arbeitsrecht, geistiges Eigentum und allgemeines Vertragsrecht. Die Rechtsabteilung arbeitet eng mit lokalen Anwälten der jeweiligen Länder sowie den Tochtergesellschaften zusammen. Alle ökonomisch sinnvoll versicherbaren Risiken werden durch weltweit wirksame Versicherungen reduziert. Für laufende Gerichts- und Rechtsberatungskosten sind im abgelaufenen Geschäftsjahr Rückstellungen in angemessener Höhe gebildet worden. Belastungen aufgrund weiterer rechtlicher Risiken werden als möglich eingeschätzt, jedoch ist die Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns aus Sicht der Geschäftsführung derzeit gering. Der Erfolg unserer Produkte hängt maßgeblich vom Wert unserer Marken ab. Deswegen ist unser wirtschaftlicher Erfolg stark davon abhängig, dass wir unser geistiges Eigentum, wie Marken, Know-how, Kundenstämme und Domain-Namen schützen. Compliance-Risiken Wir unterliegen dem Risiko von Produktdiebstahl sowie Unterschlagung von Geld und Produkten als Folge von Versagen unserer internen Kontrollen. Des Weiteren unterliegen wir dem Risiko des Missbrauchs unserer Kundendaten, was in Schadensersatzforderungen und Reputationsverlust unserer Marken resultieren könnte. Neben den rechtlichen Risiken besteht das Risiko der Rufschädigung durch Fehlverhalten von Lieferanten im Bereich der Social Compliance. Diesem Risiko begegnen wir zusätzlich zu den vertraglichen Verpflichtungen zur Einhaltung unserer Social Compliance-Richtlinien (siehe auch unter 1.3 Beschaffung und Produktion) mit Kontrollen der Einhaltung derselben anhand von "social audits" in den Produktionsstätten der Lieferanten. Diese Audits werden durch ein externes Audit-Dienstleistungsunternehmen durchgeführt. CBR betreibt eine Whistleblower-Hotline, die es den Mitarbeitern erlaubt, anonym per Telefon oder Internet-Fehlverhalten von Mitarbeitern an das Compliance-Office zu melden. Daneben besteht auch die Möglichkeit, dies anonym an eine externe Vertrauensperson zu melden. Alle eingehenden Meldungen werden untersucht und ggf. Maßnahmen eingeleitet, die im Falle von erkennbarem Fehlverhalten bis zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses führen können. Steuerliche Fragestellungen werden durch die zentrale Steuerabteilung in Zusammenarbeit mit externen Steuerberatern regelmäßig analysiert und beurteilt. Steuerliche Risiken bestehen grundsätzlich für alle offenen Veranlagungszeiträume und können aus der laufenden Geschäftstätigkeit oder Änderungen in der rechtlichen oder steuerlichen Struktur des Konzerns, wie auch aus Änderungen in der Steuergesetzgebung einzelner Länder oder anderer Einschätzungen bestehender Sachverhalte durch die Steuerbehörden resultieren. Die CBR-Gruppe verfolgt ausdrücklich keine aggressive Steuerpolitik, wodurch steuerliche Risiken minimiert werden. Für bereits bekannte steuerliche Risiken und Verpflichtungen wurden Rückstellungen in angemessener Höhe gebildet. Die Höhe dieser Rückstellungen basiert auf verschiedenen Annahmen wie beispielsweise der Auslegung der jeweiligen Vorschrift, aktueller Rechtsprechungen und der Verwaltungsauffassung. Bei der Beurteilung wird auch auf die Einschätzung lokaler externer Sachverständiger wie Anwälte oder Steuerberater zurückgegriffen. IT-Risiken Der Zweck der IT besteht in der optimalen Unterstützung der Informationsverarbeitung der Unternehmensprozesse. Somit besteht die wesentlichen IT-Risiken darin, dass der ordnungsgemäße Betrieb der Informationsverarbeitung der wesentlichen Geschäftsprozesse nicht mehr sichergestellt werden kann. Hierzu zählen die Verfügbarkeit der Basis- IT Infrastruktur, die Client-Systeme sowie die Anwendungssysteme. Des Weiteren muss sichergestellt werden, dass die vorgehaltenen Daten vor Verlust, Veränderung, Diebstahl und unsachgemäßen bzw. nicht legitimierten Gebrauch geschützt werden. Wesentliche Geschäftsprozesse sind hier insbesondere die Logistikprozesse zur Bestellung und Auslieferung der Waren unter Berücksichtigung der Faktura-Prozesse, sämtliche digitale Informationsflüsse unserer Partner (in der Regel via EDIFACT) sowie der Betrieb des eCommerce-Shops. Zur Sicherstellung des Betriebs müssen somit im Rahmen des Business Continuity Managements die möglichen Gefährdungen betrachtet und durch entsprechende Maßnahmen abgesichert werden. Um den Ausfall von Hard- und Software zu vermeiden, sind die wichtigsten serverbasierten IT-Systeme redundant aufgebaut und werden auf zwei selbst betriebenen Rechenzentren an unterschiedlichen Standorten aufgeteilt. Zudem wird verstärkt auf die Nutzung von Cloud-Infrastruktur zurückgegriffen, um die Ausfall-Risiken weiter zu reduzieren. Durch Etablierung eines Release Prozesses unter Berücksichtigung dokumentierter und durchgeführter Tests, soll das Risiko von fehlerhaft eingeführter Software reduziert werden. Die CBR hat ein umfangreiches Maßnahmenpaket zur Stärkung der IT Sicherheit umgesetzt, um der stetig steigenden Gefahr von Einschränkung der Geschäftstätigkeit infolge von IT Sicherheitsvorfällen in Unternehmen entgegenzuwirken. Dies schließt auch die Sensibilisierung der Mitarbeiter mit ein. Ein Information Security Management System (ISMS) befindet sich im Aufbau, damit Maßnahmen noch gezielter auf die konkreten Informationsbedürfnisse ausgerichtet werden können. Da die Gesamtinfrastruktur einer heutigen IT Umgebung stark abhängig von der Qualität externer Systeme ist, gelten für Dienstleister und Service Provider die gleichen Anforderungen an die Verfügbarkeit, Service Level und IT-Sicherheitsmaßnahmen. Durch entsprechende Service Level und Kontrollen wird dies sichergestellt. Trotz dieser Schutzmaßnahmen besteht allerdings immer ein Restrisiko, dass durch externe Faktoren wie bspw. Naturkatastrophen, Hacker-Angriffen, aber auch durch interne Einflüsse mögliche Schädigungen der IT-Infrastruktur zu erheblichen finanziellen Schäden führen können. Zur Begrenzung dieser Risiken hat CBR eine Cyber-Versicherung abgeschlossen. Finanzielle Risiken Der CBR-Konzern unterliegt Finanzierungs- und Liquiditätsrisiken, Zinsänderungs-, Währungs- und Kreditrisiken sowie steuerlichen Risiken. Die genannten Risiken unterliegen fortlaufend intensiven Kontrollen. Das Management des Liquiditätsrisikos zählt zu den zentralen Aufgaben des Treasury und des CFO. Das Liquiditätsrisiko besteht darin, dass aufgrund unzureichender Verfügbarkeit von Zahlungsmitteln bestehenden oder zukünftigen Zahlungsverpflichtungen in Bezug auf Fristigkeit, Volumen und Währung nicht nachgekommen werden kann. Dieses Risiko wird im CBR-Konzern zentral gesteuert. Um jederzeit die Zahlungsfähigkeit und die finanzielle Flexibilität des Konzerns sicherzustellen, wird auf Basis einer zentralen rollierenden Liquiditätsplanung mit einem Planungszeitraum von einem Jahr der Finanzbedarf ermittelt und durch Kreditlinien sowie liquide Mittel abgesichert. Mittels der zentralen Finanzdisposition (Cash-Pooling) in Verbindung mit dem Konzern-Cash-Management wird die Konzerninnenfinanzierung gesteuert. Aus der internationalen Ausrichtung der Geschäftsaktivitäten resultieren Lieferungs- und Zahlungsströme in unterschiedlichen Währungen, woraus Währungskursrisiken entstehen. Eine Risikominimierung wird auf der Lieferantenseite durch eine Abrechnung ausschließlich auf EUR-Basis erreicht. Konzerninterne Abrechnungen an die ausländischen Vertriebsgesellschaften erfolgen ausschließlich in EUR; das Wechselkursrisiko wird durch kurzfristige Zahlungsziele minimiert. Geldeingänge in Fremdwährungen belaufen sich auf circa 8 % des gesamten Volumens und betreffen überwiegend Schweizer Franken. Marktbedingte Schwankungen der Zinssätze wirken sich einerseits auf zukünftige Zinserträge und Zinszahlungen für variabel verzinsliche Zahlungsmittelbestände und Verbindlichkeiten aus. Andererseits haben sie Einfluss auf den Marktwert von Finanzinstrumenten. Wesentliche Zinssatzänderungen können daher Rentabilität, Liquidität und Finanzlage des Konzerns beeinflussen. Da die derzeitigen finanziellen Verbindlichkeiten von CBR einer Zinsbindung unterliegen, resultiert daraus kein Zinsänderungs- und Cashflow-Risiko. Mögliche Risiken können sich aus einer möglichen Refinanzierung der bestehenden Anleihe ergeben. Kreditrisiken bestehen darin, dass Kunden oder andere Vertragspartner ihre finanziellen Verpflichtungen nicht erfüllen und CBR dadurch einen Vermögensschaden erleidet. Um dieses Risiko zu minimieren, werden Neu- und Bestandskunden bei Anlass auf ihre Bonität geprüft. Durch tägliche Meldung des Großteils der Umsätze der Partner ist CBR außerdem frühzeitig über kritische Geschäftsverläufe informiert, sodass proaktiv gehandelt werden kann. Generell werden Ausfallrisiken bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch kurze Zahlungsziele und eine hohe Anzahl von Einzugsermächtigungen abgesichert. Aus den wirtschaftlichen Belastungen der Pandemie oder Auswirkungen globaler Konflikte könnte durch Beeinträchtigungen der Ertragskraft ebenfalls ein Risiko für die Werthaltigkeit von immateriellen Vermögenswerten wie Geschäfts- oder Firmenwerte bestehen. D.3. Beurteilung der Risiko-Situation durch die GeschäftsführungBasierend auf den detaillierten Informationen geht die Geschäftsführung davon aus, dass nach derzeitigem Informationsstand alle Einzelrisiken wie auch aggregierten Risiken als grundsätzlich beherrschbar einzustufen sind. Wechselseitige Abhängigkeiten oder gemeinsame Ursachen, die zu einem gleichzeitigen Eintreten mehrerer Risiken führen könnten, gefährden ebenso wenig den Fortbestand des Unternehmens. Grundsätzlich ist jedoch nicht vollständig auszuschließen, dass weitere latente Risiken bestehen, die im Rahmen des Risikomanagementprozesses nicht oder nur unzureichend erkannt worden sind. Eine anhaltende Marktverschlechterung ist zwar als wesentliches Risiko denkbar, die Einhaltung und Fortentwicklung der zentralen Erfolgsfaktoren und Funktionsabläufe der Unternehmensgruppe werden jedoch anhand von regelmäßigen Plan-, Soll- und Ist-Analysen laufend überprüft. Die Kontrolle findet dabei einerseits zentral durch Instrumente wie betriebswirtschaftliche Auswertung und Konzern-Berichtswesen statt; darüber hinaus sind unterjährig regelmäßige Forecast-Prozesse implementiert. Andererseits werden ergänzend in den einzelnen Funktions- und Arbeitsbereichen permanente Kontrollen zur Einhaltung spezifischer Erfolgsfaktoren und Zielgrößen durchgeführt. Die unterschiedlichen Instrumente der Unternehmenssteuerung werden sowohl dezentral in den einzelnen Unternehmenseinheiten als auch in der CBR Service GmbH zentral mittels Controlling und Risikomanagement zusammengefasst. D.4. ChancenberichtDie systematische Identifikation und Realisierung wertsteigernder unternehmerischer Chancen ist ein wichtiges Element zur Sicherstellung eines profitablen Unternehmenswachstums. Aufgrund der direkten Verknüpfung mit den Zielen und der Strategie des jeweiligen Geschäftsbereichs obliegt die Verantwortung für die Identifikation, Bewertung und Realisierung von Chancen dem operativen Management. Chancen werden nur verfolgt, wenn sie das mit ihnen verbundene Risiko überwiegen und das Risiko als beherrschbar und in seinen potenziellen Auswirkungen als begrenzt eingeschätzt wird. Kurzfristige Chancen, verstanden als potenzielle, positive Abweichungen vom geplanten operativen Ergebnis (EBITDA) für das laufende Geschäftsjahr, werden in regelmäßigen Abständen zentral überwacht. Das langfristige Chancenmanagement ist unmittelbar mit der Konzernplanung verknüpft. Identifizierte und anhand ihres Beitrags zum Unternehmenswert bemessene Chancen fließen in die jährliche Budget- und langfristige strategische Planung ein. Dabei trifft die Geschäftsführung im Dialog mit den operativen Einheiten die Entscheidung für ihre Realisierung und teilt die dazu notwendigen Ressourcen zu. CBR hat die folgenden wesentlichen Chancen identifiziert, die ihren Ursprung sowohl im Unternehmensumfeld als auch in der Unternehmensstrategie selbst haben. Externe Chancen Die konjunkturelle Lage auf seinen Absatzmärkten beeinflusst die Wachstumsaussichten des Konzerns. Als Konsumgüterunternehmen kann CBR unmittelbar von positiven gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen und deren Auswirkungen auf das Konsumentenvertrauen und das Kaufverhalten der Kunden profitieren. Aus der zurückliegenden COVID-19-Pandemie und dem Ukraine Konflikt können sich Nachholeffekte aus bisher ausgebliebenen oder verschobenen Investitionen sowie staatlichen Subventionen entwickeln, die zu einer dynamischen, wirtschaftlichen Erholung führen könnten. In diesem Umfeld könnte CBR von seiner starken Marktstellung profitieren und gegebenenfalls sogar seinen Marktanteil ausbauen. Durch die im abgelaufenen Geschäftsjahr beschleunigte Entwicklung vom stationären hin zum Onlinehandel können sich darüber hinaus zusätzliche Potentiale für das eCommerce-Geschäft entwickeln. Regulatorische und gesetzgeberische Veränderungen können einen potenziell positiven Einfluss auf die Absatzchancen und die Profitabilität des Unternehmens haben. Die Senkung von Einfuhrzöllen oder Steuern kann beispielsweise die Wettbewerbsposition des Unternehmens in Relation zum lokalen Wettbewerb verbessern. Strategische und operative Chancen Wesentliche Chancen für die CBR-Gruppe sehen wir in der Stabilisierung bestehender Kernmärkte, der Expansionen innerhalb von Nicht-Kernländern mit bislang geringer Marktdurchdringung sowie insbesondere dem Ausbau unseres eigenen Onlinehandels wie auch des Outlet-Geschäfts. Auch in der Professionalisierung unserer Retail-Strukturen und verbesserter Produktperformance sehen wir vor dem Hintergrund sich verändernder Vertriebsstrukturen im Modeeinzelhandel, insbesondere durch die zunehmende Marktpräsenz von rein vertikalen Modeanbietern und die damit verbundene Verdrängung kleinerer und mittlerer Händler, gute Chancen für den eigenen Retail-Bereich. Durch die selbständige Flächenbewirtschaftung können nicht nur Umsätze und Erträge verbessert werden. Wir erhalten ebenso wertvolle Einblicke in die Bedürfnisse unserer Kundinnen und können diese schnell in unseren Kollektionen umsetzen. Für den eCommerce sehen wir sehr gute Wachstumschancen, da dieser Vertriebskanal gegenwärtig nicht nur über höchste Wachstumsraten innerhalb des Einzelhandels verfügt, sondern auch aufgrund des bisher vergleichsweise moderaten Anteils am Gesamtumsatz der CBR entsprechende Potentiale bietet. Mit dem Ausbau und der kontinuierlichen Verbesserung unserer Online-Stores, versuchen wir den Ansprüchen der Konsumenten in Bezug auf Produktpräsentation, Produktauswahl und Service zu entsprechen. Die enge Verzahnung des Online-Angebots mit dem stationären Einzelhandel bietet darüber hinaus der Kernzielgruppe des Unternehmens komfortable und effiziente Einkaufsmöglichkeiten. Gleichzeitig nutzt die CBR soziale Medien, um die Wahrnehmung seiner Marken zu verstärken und sie zu emotionalisieren. Prozessverbesserungen und die Optimierung von Kostenstrukturen können die Umsatz- und insbesondere die Ertragslage des Konzerns positiv beeinflussen. E. PrognoseberichtE.1. WirtschaftsentwicklungDie aktuelle Wirtschaftslage ist geprägt von den infolge des Ukraine-Konflikts stark gestiegenen Energiepreisen, den deutlich höheren Kosten für Nahrungsmittel und den sich nur langsam entspannenden Versorgungsengpässen, welche die deutsche Wirtschaft so stark belasten, dass sie im Winterhalbjahr in eine Rezession abgleitet. Doch angesichts dieser Herausforderungen zeigt sich die deutsche Wirtschaft robust, auch weil die staatliche Entlastungspolitik in Deutschland und anderen EU-Ländern greift. Vor allem die Energiepreisbremse ist ein wesentlicher Grund dafür, dass der private Konsum im kommenden Jahr nicht so stark einbricht, wie noch im Frühherbst erwartet wurde. Das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung erwartet daher, dass die Wirtschaft im Jahresdurchschnitt 2023 um 0,3 Prozent schrumpfen wird. Die Deutsche Bundesbank erwartet für das kommende Jahr 2023 einen kalenderbereinigten Rückgang der deutschen Wirtschaft um 0,5%. Für 2024 wird erneut ein Wachstum von 1,7% erwartet und für das Folgejahr 2025 ein Wachstum von 1,4%. Das Erreichen der gesamtwirtschaftlichen Produktionskapazitäten auf normale Niveaus wird erst im Jahr 2025 erwartet. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt bleibt trotz der leichten Rezession im Winter und der eher zögerlichen Erholung im weiteren Jahresverlauf relativ stabil. Die Arbeitslosigkeit sinkt im Jahresdurchschnitt 2022 moderat und wird 2023 den Erwartungen nach trotz eines leichten Aufschwungs leicht unter dem Niveau von 2021 bleiben. Allerdings wird die Kurzarbeit in diesem Winter wieder spürbar zunehmen. Es wird ein Rückgang der Inflationsrate von durchschnittlich 7,8 Prozent im Jahr 2022 auf 5,1 Prozent im Jahr 2023 erwartet, womit sie weiterhin auf einem hohen Niveau verbleibt. E.2. Entwicklung privater KonsumDer private Konsum ist im Laufe des Jahres 2022 trotz der starken Verunsicherung durch den Ukraine-Krieg und der hohen Inflation kräftig gestiegen. Nach Einschätzung der Deutschen Bundesbank ist dies vor allem auf Nachholeffekte zurückzuführen, nachdem die Schutzmaßnahmen gegen die Pandemie im Frühjahr weitgehend weggefallen sind. Diese positiven Kräfte überwogen auch noch im dritten Quartal, dürften aber bis Ende 2022 nachgelassen haben. Im Winterhalbjahr 2022/2023 dürften die Haushalte ihre Konsumausgaben aufgrund der hohen Inflation deutlich einschränken, da dadurch das real verfügbare Einkommen geschmälert wird. Insgesamt rechnet das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) in seiner Herbstprojektion für 2023 mit einem Rückgang des realen privaten Konsums um 0,9%. Der Staat steuert mit Hilfspaketen und dem Schutzschirm dagegen und stabilisiert die Lage bestmöglich. Ohne diese Maßnahmen wäre mit einem noch stärkeren Rückgang des privaten Konsums zu rechnen. Im Jahr 2024 soll sich der preisbereinigte private Konsum wieder deutlich erholen (+2,4%). E.3. Entwicklung der CBR-Gruppe - Erwartung für 2023Für das Jahr 2023 gehen wir davon aus, dass wir das starke Ergebnis des Jahres 2022 nicht vollumfänglich halten können. Da wir die Umsätze konzernweit auf einem etwas geringeren Niveau zur Vorperiode erwarten, gehen wir beim EBITDA, und somit der auch der EBITDA-Marge, von einem leichten Rückgang aus. Die anhaltend hohe Inflation, zusammen mit den weiterhin erhöhten Beschaffungs- und Logistikkosten, lassen sich im aktuellen Markumfeld nicht beliebig an die Kunden weitergeben. Zudem wirkt sich umsatzseitig das deutlich abgeschwächte Wachstum im Online-Bereich auch im Orderverhalten von bedeutenden Wholesale-Kunden aus. Wir sind davon überzeugt, dass sich eine maßvolle Preispolitik positiv auf die Kundenbindung auswirkt und damit langfristig zu höheren Ergebnissen und zu einer überdurchschnittlichen Profitabilität beiträgt. Die unverändert stringente Fokussierung auf unsere Kunden, das Produkt und auf unsere Marken sollen weiterhin wesentlich zur Zielerreichung beitragen. Wir haben als CBR-Gruppe daher weiterhin den Anspruch uns besser zu entwickeln als der Textile-Gesamtmarkt. Unsere stationären und nicht-stationären Kanäle haben unterschiedliche Herausforderungen zu bewältigen, was sich zum Teil in der erwarteten Geschäftsentwicklung niederschlägt. Im stationären Geschäft wird es anspruchsvoll den, insbesondere Covid-19 bedingten, Rückgang der Verkaufsflächen durch Expansionsflächen auszugleichen, wodurch wir einen mittleren einstelligen prozentualen Rückgang des Umsatzes zum Vorjahr erwarten. Aufgrund des beschriebenen Kostendrucks wird die Margenentwicklung leicht hinter die Umsatzentwicklung zurückfallen. Im Onlinehandel beherrschen weiterhin hohe Warenbestände und Rabattaktionen den Markt. Trotz dieses herausfordernden Umfeldes trauen wir uns ein mittleres einstelliges Umsatzwachstum in diesem Kanal zu, welches sich durch den Margendruck nicht vollumfänglich im Ergebnis widerspiegeln wird. Die wichtigsten Herausforderungen im Jahr 2023 sind deshalb die Verteidigung von profitablen Umsatzerlösen und die Stabilisierung der operativen Kosten, sodass sich trotz der beschriebenen Widrigkeiten Umsatz und EBITDA weiterhin deutlich über dem Marktdurchschnitt befinden.
Isernhagen, den 09. März 2023 CBR Service GmbH Jim Nowak Christian Rudlof Gendersensible Sprache Die CBR-Gruppe bekennt sich zu Diversität und Toleranz. Dies soll sich auch in der von uns verwendeten Sprache widerspiegeln. Wir verzichten daher möglichst auf die Verwendung des generischen Maskulinums, bei dem andere Geschlechter "mitgemeint" sind. Stattdessen verwenden wir bevorzugt neutrale Formulierungen oder Doppelnennungen. Sollte dies an einzelnen Stellen nicht möglich gewesen sein, weisen wir darauf hin, dass die entsprechenden Formulierungen ausdrücklich alle Geschlechter umfassen. Konzern-Gesamtergebnisrechnung
KonzernbilanzAktiva
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
Konzern-Kapitalflussrechnung
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022Inhaltsverzeichnis A. Allgemeine Angaben B. Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden B.1. Grundlagen der Aufstellung B.2. Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden B.2.1. Anwendung neuer IFRS bzw. geänderter IFRS B.2.2. Neue, aber noch nicht verpflichtend anzuwendende Standards und Interpretationen B.3. Konsolidierungsgrundsätze B.4. Währungsumrechnung B.5. Konsolidierungskreis B.6. Schätzungsunsicherheiten und Ermessensentscheidungen B.6.1. Bedeutende Ermessensausübungen B.6.2. Hauptquellen von Schätzungsunsicherheiten B.7. Rechnungslegungsgrundsätze B.7.1. Sachanlagen B.7.2. Geschäfts- oder Firmenwert B.7.3. Sonstige immaterielle Vermögenswerte B.7.4. Finanzinstrumente B.7.5. Vorräte B.7.6. Leasing B.7.7. Sonstige Vermögenswerte B.7.8. Ertragsteuern B.7.9. Sonstige Rückstellungen B.7.10. Wertminderungen B.7.11. Umsatzrealisierung B.7.12. Zuwendungen der öffentlichen Hand C. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung C.1. Umsatzerlöse C.2. Sonstige betriebliche Erträge C.3. Materialaufwand C.4. Personalaufwand C.5. Abschreibungen und Wertminderungen auf das Anlagevermögen C.6. Sonstige betriebliche Aufwendungen C.7. Finanzergebnis C.8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag D. Erläuterungen zur Konzernbilanz D.1. Immaterielle Vermögenswerte D.1.1. Geschäfts- oder Firmenwert D.2. Sachanlagen D.3. Vorräte D.4. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige finanzielle und sonstige kurzfristige Vermögenswerte D.5. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente D.6. Eigenkapital D.7. Finanz- und Leasingverbindlichkeiten sowie Darlehen gegenüber nahestehenden Unternehmen D.8. Sonstige langfristige Rückstellungen D.9. Sonstige kurzfristige Rückstellungen D.10. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen D.11. Sonstige Finanz- und Leasingverbindlichkeiten D.12. Ertragsteuerverbindlichkeiten D.13. Sonstige Verbindlichkeiten D.14. Management von Finanzrisiken D.15. Weitere Informationen zu Finanzinstrumenten und zur Bemessung beizulegender Zeitwerte D.16. Nettogewinne und Nettoverluste aus Finanzinstrumenten E. Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung F. Sonstige Erläuterungen F.1. Leasingverhältnisse F.2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen F.3. Beziehungen zu nahestehenden Personen und Unternehmen F.4. Anteilsbasierte Vergütung F.5. Geschäfte mit Geschäftsführern F.6. Geschäfte mit sonstigen nahestehenden Unternehmen F.7. Angaben zum Honorar des Abschlussprüfers A. Allgemeine AngabenDie CBR Fashion Group ist ein international tätiger Modekonzern, der die drei Fashion-Marken Street One, Street One MEN und CECIL über die drei Absatzkanäle Wholesale, eCommerce und Retail/Outlet vertreibt. Mutterunternehmen des CBR-Konzerns ist die CBR Service GmbH (nachfolgend "Mutterunternehmen" oder "CBR Service") mit Sitz in 30916 Isernhagen, Imkerstraße 4, Deutschland, die im Handelsregister des Amtsgerichts Hannover unter der Registernummer HRB 218 471 eingetragen ist. Gesellschafterin ist die in Luxemburg ansässige Alteri Style SARL, oberstes Mutterunternehmen ist die Apollo Capital Management, L.P., Delaware/USA. Der Konzernabschluss wurde auf den Konzernabschlussstichtag 31.12.2022 (VJ: 31.12.2021) aufgestellt. Das Geschäftsjahr stellt das Kalenderjahr dar. Der Abschlussstichtag und das Konzerngeschäftsjahr entsprechen dem Stichtag des Mutterunternehmens und dem Geschäftsjahr sämtlicher einbezogener Gesellschaften. B. Wesentliche Bilanzierungs- und BewertungsmethodenB.1. Grundlagen der AufstellungDer Konzernabschluss der CBR Service GmbH wurde (nachfolgend auch "CBR", "CBR-Gruppe" oder "wir") zum 31.12.2022 entsprechend den vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen International Financial Reporting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind ("IFRS"), einschließlich der Auslegung des International Financial Reporting Standard Interpretations Committee (IFRS IC) aufgestellt. Ergänzend findet § 315e HGB bei der CBR Anwendung. Dabei werden alle für das Geschäftsjahr 2022 verpflichtend anzuwendenden Standards und Auslegungen berücksichtigt, soweit sie für den vorliegenden Konzernabschluss relevant sind. Die Vergleichszahlen wurden nach denselben Grundsätzen wie im Vorjahr ermittelt. Der Konzernabschluss wird in Euro (EUR) aufgestellt. Die Darstellung des Abschlusses erfolgt in tausend Euro (TEUR). Dabei können sich Rundungsdifferenzen ergeben. Die Konzernbilanz wird gemäß IAS 1.5 ff. in langfristige und kurzfristige Bestandteile untergliedert. Die Konzern-Gesamtergebnisrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren dargestellt. Der Konzernabschluss wurde auf Grundlage der historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten aufgestellt. Eine entsprechende Erläuterung erfolgt im Rahmen der jeweiligen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Historische Anschaffungs- oder Herstellungskosten basieren im Allgemeinen auf dem beizulegenden Zeitwert der im Austausch für den Vermögenswert entrichteten Gegenleistung. Der beizulegende Zeitwert ist der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt werden würde. Dies gilt unabhängig davon, ob der Preis direkt beobachtbar oder unter Anwendung einer Bewertungsmethode geschätzt worden ist. Die Geschäftsführung hat zum Zeitpunkt der Genehmigung des Abschlusses die gerechtfertigte Erwartung, dass der Konzern über ausreichende Ressourcen verfügt, um in absehbarer Zukunft operativ weiter bestehen zu können. Daher wurde der Konzernabschluss weiterhin unter Zugrundelegung der Fortführungsannahme aufgestellt. B.2. Änderung der Bilanzierungs- und BewertungsmethodenB.2.1. Anwendung neuer IFRS bzw. geänderter IFRSDie angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden, mit Ausnahme der nachfolgend aufgeführten Standards / Interpretationen.
Änderungen an IFRS 3 Verweis auf das Rahmenkonzept Durch die Änderungen wurde IFRS 3 dahingehend aktualisiert, dass sich die Verweise nunmehr auf das aktuelle Rahmenkonzept für die Finanzberichterstattung 2018 beziehen. Die Änderungen enthalten auch das Erfordernis, dass ein Erwerber bei Verpflichtungen, die in den Anwendungsbereich von IAS 37 fallen, IAS 37 anwendet, um festzustellen, ob zum Erwerbszeitpunkt eine gegenwärtige Verpflichtung aufgrund von Ereignissen der Vergangenheit besteht. Bei einer Abgabe, die in den Anwendungsbereich von IFRIC 21 fällt, wendet der Erwerber IFRIC 21 an, um zu bestimmen, ob das verpflichtende Ereignis, das zu einer Verpflichtung zur Zahlung der Abgabe führt, bis zum Erwerbszeitpunkt eingetreten ist. Schließlich fügen die Änderungen eine ausdrückliche Klarstellung hinzu, dass ein Erwerber die bei einem Unternehmenszusammenschluss erworbenen Eventualforderungen nicht ansetzen darf. Änderungen an IAS 16 Erträge vor Erreichen des betriebsbereiten Zustands Die Änderungen an IAS 16 verbieten nunmehr explizit den Abzug möglicher Nettoerträge von den Anschaffungskosten einer Sachanlage. Sofern Güter hergestellt werden, während eine Sachanlage an den vom Management beabsichtigten Standort bzw. in den beabsichtigten betriebsbereiten Zustand gebracht wird, hat ein Unternehmen die Erträge aus der Veräußerung solcher Güter und deren Herstellungskosten erfolgswirksam in Übereinstimmung mit den jeweils einschlägigen Standards zu erfassen. Für die Bewertung der Herstellungskosten sind die Vorschriften in IAS 2 anzuwenden. Kosten für Testläufe, mit denen überprüft wird, ob der Vermögenswert ordnungsgemäß funktioniert, stellen weiterhin ein Beispiel für direkt zurechenbare Kosten dar. Durch die Änderungen wird nunmehr klargestellt, dass Testläufe dazu dienen zu beurteilen, ob die technische oder physische Leistungsfähigkeit des Vermögenswerts dergestalt ist, dass dieser für die Herstellung oder Lieferung von Gütern oder Dienstleistungen, die Vermietung an Dritte oder für Verwaltungszwecke genutzt werden kann. Weiterhin sind nun zusätzliche Anhangangaben zu den erfolgswirksam erfassten Erträgen und Kosten aus der Veräußerung von Gütern erforderlich, die im Rahmen von Testläufen produziert wurden, die nicht im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit des Unternehmens anfallen. Die jeweiligen Beträge sind anzugeben und darüber hinaus die Posten, in denen diese enthalten sind. Dies ist nur dann nicht erforderlich, wenn sie in der Gesamtergebnisrechnung separat ausgewiesen werden. Die Änderungen hatten keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss, da im Konzern keine Sachanlagen vorhanden sind, bei denen im Rahmen von Testläufen Güter hergestellt werden. Änderungen an IAS 37 Umfang der Erfüllungskosten bei belastenden Verträgen Die Änderungen an IAS 37 konkretisieren den Umfang der Erfüllungskosten bei belastenden Verträgen. Als Erfüllungskosten sind alle direkt zurechenbaren Kosten zu berücksichtigen, also sowohl die inkrementellen Kosten der Erfüllung des Vertrags (z.B. direkt zurechenbare Arbeits- und Materialkosten) als auch eine Verrechnung anderer, der Erfüllung des Vertrags direkt zurechenbaren Kosten (z.B. anteilige Abschreibung auf Sachanlagen, die für die Erfüllung mehrerer Verträge genutzt werden). Die Änderungen sind auf alle Verträge anzuwenden, bei denen zum Zeitpunkt des Inkrafttretens noch nicht alle Verpflichtungen erfüllt wurden. Die Vergleichsinformationen sind nicht anzupassen; stattdessen ist der kumulierte Effekt der Erstanwendung in den Gewinnrücklagen (oder einem anderen geeigneten Eigenkapitalposten) der Eröffnungsbilanz zu erfassen. Die Änderungen hatten keine Auswirkung auf den Konzernabschluss, da die Gesellschaft bereits bisher alle direkt zurechenbaren Kosten als Erfüllungskosten berücksichtigt hat. Jährliche Verbesserungen an den IFRS (Zyklus 2018 - 2020) IFRS 1 Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards Tochterunternehmen dürfen als Erstanwender kumulierte Umrechnungsdifferenzen mit den vom Mutterunternehmen ausgewiesenen Beträgen im Zeitpunkt des Übergangs des Mutterunternehmens auf IFRS bewerten. IFRS 9 Finanzinstrumente In den 10-Prozent-Test sind durch den Kreditnehmer explizit nur Gebühren, die zwischen ihm und dem Kreditgeber gezahlt bzw. erhalten wurden, einschließlich der Gebühren, die entweder vom Kreditnehmer oder vom Kreditgeber im Namen des anderen gezahlt oder erhalten wurden, zu berücksichtigen. Cashflows, die an andere Parteien als den Kreditnehmer und den Kreditgeber gezahlt oder erhalten wurden, sind nicht einzubeziehen. IFRS 16 Leasingverhältnisse Darstellung der Erstattung von Mietereinbauten durch den Leasinggeber wurde aus dem erläuternden Beispiel 13 entfernt, da aus dem Beispiel nicht explizit hervorgeht, dass der Definition von Leasinganreizen nicht entsprochen wird. IAS 41 Landwirtschaft Verpflichtung, steuerliche Cashflows bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts eines biologischen Vermögenswertes unter Verwendung der Barwertmethode auszuschließen, wurde entfernt. Abhängig von den jeweiligen Tatsachen und Umständen kann ein Unternehmen den beizulegenden Zeitwert unter Beachtung der gemäß IFRS 13 geltenden Anforderungen durch Diskontierung von Cashflows nach Steuern (unter Verwendung eines Diskontierungssatzes nach Steuern) oder Cashflows vor Steuern (unter Verwendung eines Diskontierungssatzes vor Steuern) ermitteln. Die Änderungen hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss. B.2.2. Neue, aber noch nicht verpflichtend anzuwendende Standards und InterpretationenDie folgenden neuen bzw. geänderten Standards bzw. Interpretationen wurden vom IASB bereits verabschiedet, sind aber noch nicht verpflichtend in Kraft getreten bzw. noch nicht in europäisches Recht übernommen worden. Die Gesellschaft hat die Regelungen nicht vorzeitig angewandt.
B.3. KonsolidierungsgrundsätzeIn dem vorliegenden Konzernabschluss der CBR Fashion Group werden die CBR Service GmbH und ihre in- und ausländischen Tochterunternehmen einbezogen, über die sie Beherrschung ausübt. Beherrschung liegt vor, wenn die CBR Fashion Group eine Risikobelastung durch oder Anrechte auf schwankende Renditen aus ihrem Engagement bei einem Beteiligungsunternehmen hat und sie ihre Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen auch dazu einsetzen kann, diese Renditen zu beeinflussen. Im Allgemeinen wird davon ausgegangen, dass der Besitz einer Mehrheit der (mittelbaren oder unmittelbaren) Stimmrechte zur Beherrschung führt. Die Abschlüsse von in den Konzernabschluss einzubeziehenden Tochterunternehmen werden ab dem Zeitpunkt des Beginns der Möglichkeit der Ausübung einer Beherrschung bis zum Zeitpunkt der Beendigung der Möglichkeit der Ausübung einer Beherrschung in den Konzernabschluss einbezogen. Die Abschlüsse der CBR Fashion Group und ihrer in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen werden unter Beachtung einheitlich geltender Ansatz- und Bewertungsgrundsätze zum Abschlussstichtag des Konzernabschlusses (31.12.2022) aufgestellt. Ansatz-, Bewertungs-, Konsolidierungs- und Gliederungsgrundsätze wurden von allen in den Konzernabschluss einzubeziehenden Gesellschaften stetig angewendet. Alle konzerninternen Vermögenswerte, Schulden, Erträge und Aufwendungen sowie Zahlungsströme aus Geschäftsvorfällen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert. Bei den ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgängen wurden ertragsteuerliche Auswirkungen berücksichtigt und latente Steuern in Ansatz gebracht. Die Kapitalkonsolidierung der Tochterunternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode (sog. »Purchase Method«). Danach werden die Anschaffungskosten der Beteiligung auf die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und die übernommenen identifizierbaren Schulden und Eventualverbindlichkeiten Erwerbszeitpunkt allokiert. Auf stille Reserven und Lasten, die im Rahmen der Erstkonsolidierung aufgedeckt wurden, sind latente Steuern angesetzt worden, sofern diese Aufdeckung nicht auch steuerlich nachvollzogen wurde. Aufgedeckte stille Reserven und Lasten werden in den Folgeperioden entsprechend der Behandlung der korrespondierenden Vermögenswerte und Schulden fortgeführt. Ein Überschuss der Anschaffungskosten der Beteiligung über die anteiligen Nettozeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten wird als Geschäfts- oder Firmenwert bilanziert. Übersteigt der beizulegende Zeitwert des erworbenen Reinvermögens die übertragene Gesamtgegenleistung, so beurteilt die CBR Fashion Group erneut, ob alle erworbenen Vermögenswerte und alle übernommenen Schulden korrekt identifiziert wurden. Des Weiteren überprüft die Gruppe die Verfahren, mit denen die Beträge ermittelt worden sind. Übersteigt der beizulegende Zeitwert des erworbenen Reinvermögens nach der Neubewertung noch immer die übertragene Gesamtgegenleistung, so wird der Unterschiedsbetrag ergebniswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Im Rahmen eines Unternehmenserwerbs angefallene Kosten werden als Aufwand erfasst. B.4. WährungsumrechnungDie in den Abschlüssen der einzelnen Gesellschaften des Konzerns erfassten Posten werden auf der Grundlage der jeweiligen funktionalen Währung bewertet. Die Berichtswährung des Konzernabschlusses ist der Euro (EUR). Transaktionen in Fremdwährungen werden zum aktuellen Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls in die jeweilige funktionale Währung umgerechnet. Monetäre Vermögenswerte und Schulden in Fremdwährung werden mit dem Kurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen werden ergebniswirksam berücksichtigt und in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen respektive unter den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst. Nicht monetäre Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten in einer Fremdwährung bewertet wurden, werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Die Umrechnung der Abschlüsse der einbezogenen Gesellschaften, deren funktionale Währung von der Berichtswährung des Konzerns abweicht, wird wie folgt vorgenommen: Die Vermögenswerte und Schulden werden zu dem am Bilanzstichtag gültigen Wechselkurs (Mittelkurs), das Eigenkapital zu historischen Kursen und die Aufwendungen und Erträge zum Jahresdurchschnittswechselkurs umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen, die aus Wechselkursveränderungen zwischen einzelnen Geschäftsjahren entstehen, werden grundsätzlich erfolgsneutral unter dem Bilanzposten »Rücklage aus Fremdwährungsumrechnung« im Eigenkapital ausgewiesen. Die für CBR wesentlichen Umrechnungskurse des Geschäftsjahres sind im Folgenden angegeben:
B.5. KonsolidierungskreisDer Konsolidierungskreis umfasst neben der CBR Service GmbH alle in- und ausländischen Beteiligungsunternehmen, über die sie Verfügungsgewalt ausüben kann, schwankenden Renditen aus ihrem Engagement in dem Beteiligungsunternehmen ausgesetzt ist und diese Renditen aufgrund ihrer Verfügungsgewalt der Höhe nach beeinflussen kann. Nachfolgend werden die Anzahl und die zum Konzern zugehörigen Tochterunternehmen dargestellt. An jedem Tochterunternehmen werden Anteile von 100% gehalten und die Eigenkapitalbeteiligung entspricht der Stimmrechtsbeteiligung.
Anzahl der 100%-gien Tochterunternehmen
Veränderungen im Anteilsbesitz der Gruppe bei bestehenden Tochterunternehmen
Befreiung gemäß §264 Abs. 3 HGB Die folgenden Tochterunternehmen machen von der Befreiungsvorschrift gemäß §264 Abs. 3 HGB Gebrauch und sind für das Geschäftsjahr 2022 von ihrer Verpflichtung befreit, einen handelsrechtlichen Jahresabschluss und einen Lagebericht nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften aufzustellen, prüfen zu lassen und offenzulegen:
B.6. Schätzungsunsicherheiten und ErmessensentscheidungenDie Aufstellung des IFRS-Konzernabschlusses erfordert Ermessensausübungen, Schätzungen und Annahmen, die Einfluss auf den Ansatz von Vermögenswerten und Schulden, die Angabe von Eventualverbindlichkeiten zum Bilanzstichtag sowie die Erfassung von Erträgen und Aufwendungen haben. Unsere Ermessensausübungen, Schätzungen und Annahmen beruhen auf historischen Informationen und sind unsere besten Einschätzungen auf Basis von Informationen über wirtschaftliche Rahmenbedingungen in den Branchen oder Regionen, in denen wir oder unsere Kunden tätig sind. Deren Veränderung könnte sich nachteilig auf unsere Beurteilungen auswirken. Unsere Schätzungen und die zugrunde liegenden Annahmen werden regelmäßig überprüft. Wenngleich wir der Auffassung sind, dass unsere Schätzungen über die künftige Entwicklung der zugrunde liegenden Ungewissheiten angemessen sind, können die tatsächlichen Ergebnisse von den ursprünglich von uns getroffenen Schätzungen und Annahmen abweichen. Die hieraus resultierenden Schätzungsänderungen werden in der Berichtsperiode berücksichtigt, in der die Änderung vorgenommen wird, sowie in den hiervon betroffenen künftigen Berichtsperioden. B.6.1. Bedeutende ErmessensausübungenBedeutende Ermessensentscheidungen wurden insbesondere hinsichtlich der folgenden Sachverhalte vorgenommen, welche die Beträge im Abschluss wesentlich beeinflussen und daher für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entscheidend sind: Beurteilung der Bilanzierungsfähigkeit von Vermögenswerten Die Beurteilung des Vorliegens der Ansatzkriterien von Vermögenswerten, insbesondere bei der Abgrenzung der Forschungs- von der Entwicklungsphase selbst erstellter immaterieller Vermögenswerte, stellt eine bedeutende Ermessensausübung dar. Festlegung der Nutzungsdauern von Vermögenswerten Die immateriellen Vermögenswerte, mit Ausnahme der Geschäfts- oder Firmenwerte, sowie das Sachanlagevermögen (ohne Grund und Boden) haben eine begrenzte Nutzungsdauer. Deshalb sind die Anschaffungskosten für immaterielle Vermögenswerte sowie das Sachanlagevermögen planmäßig über die jeweilige Nutzungsdauer zu verteilen. Wesentliche Ermessensentscheidungen liegen hinsichtlich der Einschätzung vor, ob ein immaterieller Vermögenswert eine begrenzte oder unbegrenzte Nutzungsdauer hat. B.6.2. Hauptquellen von SchätzungsunsicherheitenIm Folgenden werden die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie die sonstigen wesentlichen Quellen von Schätzungsunsicherheiten zum Ende der Berichtsperiode angegeben, durch die ein beträchtliches Risiko entstehen kann, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine wesentliche Anpassung der ausgewiesenen Vermögenswerte und Schulden erforderlich wird. Festlegung der Nutzungsdauern (insbesondere Kundenstamm) Schätzungen sind bei der Bestimmung der Nutzungsdauer eines immateriellen Vermögenswertes und des Sachanlagevermögens erforderlich. Der Abschreibungszeitraum hat Auswirkungen auf die in den einzelnen Perioden erfassten Aufwendungen für planmäßige Abschreibungen. Siehe hierzu unter B.7.1 und B.7.3. Prüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte CBR prüft mindestens einmal jährlich, ob der Geschäfts- oder Firmenwert einer Wertminderung unterliegt. Dies erfordert eine Schätzung des erzielbaren Betrags der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen die Geschäfts- oder Firmenwerte zugeordnet sind. Zur Schätzung des erzielbaren Betrags muss CBR die voraussichtlichen künftigen Cashflows aus den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten schätzen und darüber hinaus einen angemessenen Abzinsungssatz wählen, um den Barwert dieser Cashflows zu ermitteln. Dazu werden Annahmen und Schätzungen über zukünftige Cashflows verwendet, die komplexer Natur sind und mit erheblichen Unsicherheiten hinsichtlich künftiger Entwicklungen verbunden sind. Sie können durch eine Vielzahl von Faktoren beeinflusst werden, zum Beispiel durch Änderungen unserer internen Prognosen und der Schätzung der gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten (Weighted Average Cost of Capital, WACC). Aufgrund dieser Faktoren könnten die tatsächlichen Cashflows und Werte erheblich von den prognostizierten künftigen Cashflows abweichen, die letztlich in das Discounted-Cash-Flow-Modell Eingang gefunden haben. Wenngleich wir der Auffassung sind, dass unsere in der Vergangenheit getroffenen Annahmen und Schätzungen angemessen sind, könnten künftige Änderungen der Annahmen und Schätzungen unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erheblich beeinträchtigen. Außerdem werden die Ergebnisse der Werthaltigkeitstests für Geschäfts- oder Firmenwerte von der Aufteilung dieser Geschäfts- oder Firmenwerte auf zahlungsmittelgenerierende Einheiten beeinflusst. Siehe hierzu unsere Ausführungen unter D.1.1. Prüfung der Werthaltigkeit von immateriellen Vermögenswerten, mit Ausnahme der Geschäfts- oder Firmenwerte sowie des Sachanlagevermögens Sofern Anhaltspunkte für die Wertminderung eines immateriellen Vermögenswerts oder einer Sachanlage vorliegen, wird der erzielbare Betrag des Vermögenswerts bzw. der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ermittelt, um ggf. die Höhe der Wertminderung zu bestimmen. Der erzielbare Betrag ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert, abzüglich Kosten der Veräußerung und dem Nutzungswert. Bei der Ermittlung des Nutzungswertes werden die geschätzten künftigen Zahlungsströme mit einem Vorsteuerzinssatz abgezinst. Dieser Vorsteuerzinssatz berücksichtigt zum einen die momentane Markteinschätzung über den Zeitwert des Geldes, zum anderen die dem Vermögenswert inhärenten Risiken, insoweit diese nicht bereits Eingang in die Schätzung der Zahlungsströme gefunden haben. Wenn der erzielbare Betrag eines Vermögenswertes (oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit) den Buchwert unterschreitet, wird der Buchwert des Vermögenswertes (oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit) auf den erzielbaren Betrag gemindert. Der Wertminderungsaufwand wird sofort erfolgswirksam erfasst. Bewertung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vorräten Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfasst der Konzern stets die über die erwartete Restlaufzeit erwarteten Verluste auf Basis homogener Forderungsklassen. Bei der Beurteilung der notwendigen Risikovorsorge berücksichtigt CBR angemessene und belastbare qualitative und quantitative Informationen über vergangene Ereignisse, gegenwärtige Bedingungen sowie Prognosen künftiger wirtschaftlicher Entwicklungen, die am Abschlussstichtag verfügbar sind (siehe hierzu unter B.7.2). Für Bestandsrisiken bei Vorräten, die sich aus der Lagerdauer und einer Verminderung des Nettoveräußerungswerts ergeben, werden Abwertungen vorgenommen. Für Fertigerzeugnisse und Handelswaren werden Vorräte mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet, der dem geschätzten, im normalen Geschäftsgang erzielbaren Verkaufserlös, abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und den notwendigen Vertriebskosten entspricht. Ein Niederstwerttest wird für Handelswaren und Fertigerzeugnisse anhand von Gängigkeits-, Reichweiten- und Nettoveräußerungswertanalysen durchgeführt, deren künftige Erwartungswerte sich aus den Erfahrungen der Vergangenheit ergeben. Wertminderungen auf den erwarteten niedrigeren Verkaufspreis sowohl auf Ebene der Vertriebsgesellschaften als auch aus Sicht des Konzerns werden über diese Abwertungsroutinen antizipiert, was mit erheblichen Schätzungen verbunden ist. Änderungen unserer Schätzung in Bezug auf die über die Restlaufzeit erwarteten Verluste für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und nicht gängige Vorräte könnten wesentliche Auswirkungen auf die in unserem Konzernabschluss ausgewiesenen Vermögenswerte und Aufwendungen haben. Überdies könnte das Konzernergebnis nachteilig beeinflusst werden, wenn die tatsächlichen Forderungsausfälle höher ausfallen bzw. die Ware schlechter verkäuflich ist als zunächst angenommen. Festlegung der Retourenquoten und daraus abgeleiteten Gewährleistungs- und Retourenansprüche Die Bestimmung der Retouren und zugehörigen Verbindlichkeiten ist in erheblichem Maß mit Schätzunsicherheiten verbunden. Die Verbindlichkeiten für Retouren und Rückstellungen für Gewährleistungen basieren auf Schätzungen, die sich aus historischen Daten mit ähnlichen Produkten und Dienstleistungen ableiten. Die Ermittlung der Gewährleistungsrückstellung erfolgt auf Basis der Jahresretourenquote bezogen auf den Monatsdurchschnitt der Umsätze des vierten Quartals. Etwaige Unterschiede zwischen der ursprünglichen Einschätzung und dem tatsächlichen Ausgang können in der jeweiligen Periode Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben (siehe hierzu unter D.9). Schätzunsicherheiten bei tatsächlichen Ertragsteuern und latenten Steuern Unsicherheiten bestehen hinsichtlich der Auslegung komplexer steuerrechtlicher Vorschriften, Änderungen des Steuerrechts sowie der Höhe und des Entstehungszeitpunkts künftig zu versteuernder Ergebnisse. Angesichts der großen Bandbreite internationaler Geschäftsbeziehungen und des langfristigen Charakters und der Komplexität bestehender vertraglicher Vereinbarungen ist es möglich, dass Abweichungen zwischen den tatsächlichen Ergebnissen und den getroffenen Annahmen bzw. künftige Änderungen solcher Annahmen in Zukunft Anpassungen des bereits erfassten Steuerertrags und Steueraufwands erfordern. Der Konzern bildet, basierend auf besten Schätzungen, Rückstellungen für mögliche Auswirkungen steuerlicher Außenprüfungen und unterschiedlicher Auslegungen steuerrechtlicher Vorschriften durch das steuerpflichtige Unternehmen und die zuständige Steuerbehörde. Solche unterschiedlichen Auslegungen können sich aus einer Vielzahl unterschiedlicher Sachverhalte ergeben, in Abhängigkeit der lokalen Gesetzgebung. Latente Steueransprüche werden für nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge in dem Maße angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass hierfür zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, so dass die Verlustvorträge tatsächlich genutzt werden können. Bei der Ermittlung aktivierbarer latenter Steueransprüche ist eine wesentliche Schätzung des Managements bezüglich des erwarteten Eintrittszeitpunkts und der Höhe des künftig zu versteuernden Einkommens sowie der zukünftigen Steuerplanungsstrategien erforderlich. Die wesentlichen Annahmen und Parameter für die vorgenommenen Schätzungen sind in den folgenden Erläuterungen zum Konzernabschluss dargelegt. B.7. RechnungslegungsgrundsätzeB.7.1. SachanlagenVermögenswerte des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und erfasster Wertminderungen ausgewiesen. Grundstücke werden nicht abgeschrieben: Die Abschreibung erfolgt dergestalt, dass die Anschaffungs- oder Herstellungskosten von Vermögenswerten (mit Ausnahme von Grund und Boden) über deren voraussichtliche Nutzungsdauer überwiegend linear abgeschrieben werden. Die erwarteten Nutzungsdauern, Restwerte und Abschreibungsmethoden werden jährlich überprüft und sämtliche notwendige Schätzungsänderungen prospektiv berücksichtigt. Die Abschreibungssätze betragen hier:
Der sich aus dem Verkauf oder der Stilllegung einer Sachanlage ergebende Gewinn oder Verlust bestimmt sich als Differenz zwischen dem Veräußerungserlös und dem Buchwert des Vermögenswertes und wird erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen erfasst: Beizulegender Zeitwert von Sachanlagen Sachanlagen, die im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben wurden, werden im Erwerbszeitpunkt zum beizulegenden Zeitwert auf Basis von Marktwerten bewertet. Der Marktwert einer Sachanlage ist der geschätzte Wert, zu dem die Immobilie am Tag der Bewertung verkauft werden könnte, vorausgesetzt es würde zu einer geschäftlichen Transaktion zwischen einem kaufbereiten Käufer und einem verkaufsbereiten Verkäufer kommen, bei der beide Parteien wissentlich, umsichtig und ohne Zwang agieren und angemessene Marketingaktivitäten vorausgegangen sind. Der beizulegende Zeitwert von Sachanlagen basiert auf Preisangeboten für vergleichbare Vermögenswerte. B.7.2. Geschäfts- oder FirmenwertDer Geschäfts- oder Firmenwert, der bei dem Erwerb eines Tochterunternehmens entsteht, entspricht dem Überschuss der Anschaffungskosten des Erwerbs über den Konzernanteil an dem beizulegenden Nettozeitwert der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden des Tochterunternehmens zum Erwerbszeitpunkt. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird im Zugangszeitpunkt mit seinen Anschaffungskosten bilanziert und in den Folgeperioden mit seinen Anschaffungskosten abzüglich aller kumulierten Wertminderungsaufwendungen bewertet. Mit dem Unternehmenszusammenschluss verbundene Kosten werden grundsätzlich in der Periode der Entstehung als Aufwand erfasst. Definition zahlungsmittelgenerierende Einheit Wholesale Der Wholesale Kanal spiegelt das Kerngeschäft der Gesellschaft wider, den Vertrieb von Modekollektionen an die Großhandelspartner und deren Point of Sale (POS). Die Wholesale-POS umfassen vier verschiedene Formate: Monolabel-Stores, Multibrand-Stores, Shop-in-Stores und Multilabel/Soft Shops. Die Wholesale-Einheiten sind auch für die weitere Entwicklung der Damen-Modemarken Street One und CECIL sowie der Herren-Modemarke Street One MEN verantwortlich. eCommerce Der eCommerce-Kanal ist der strategischer Wachstumsfokus der Gesellschaft. Die eCommerce-Plattformen Street One, Street One MEN und CECIL sind in Deutschland und sechs weiteren europäischen Ländern sowie in Kooperation mit Online-Marktplätzen aktiv. Geschäfts- oder Firmenwerte Zur Prüfung der Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwertes verweisen wir auf B.7.10. Ein für den Geschäfts- oder Firmenwert erfasster Wertminderungsaufwand darf in künftigen Perioden nicht aufgeholt werden. Bei der Veräußerung eines Tochterunternehmens wird der darauf entfallende Betrag des Geschäfts- oder Firmenwertes im Rahmen der Ermittlung des Abgangserfolges berücksichtigt. B.7.3. Sonstige immaterielle VermögenswerteImmaterielle Vermögenswerte werden beim erstmaligen Ansatz zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die Kosten, die als Vertragsanbahnungskosten gemäß IFRS 15.91ff. identifiziert wurden, sind gewährte Subventionen für CBR Ladenbausysteme in Form von direkten Zuschüssen und Übernahme von Unterdeckungen. Die Anschaffungskosten eines immateriellen Vermögenswerts, der bei einem Unternehmenszusammenschluss erworben wurde, entsprechen seinem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt. Für die immateriellen Vermögenswerte wird zunächst festgestellt, ob sie eine begrenzte oder unbegrenzte Nutzungsdauer haben. Im CBR-Konzern gibt es mit Ausnahme des Geschäfts- oder Firmenwertes derzeit keine immateriellen Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer. Bei immateriellen Vermögenswerten mit begrenzter Nutzungsdauer werden die Anschaffungs- oder Herstellungskosten in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung linear über folgende Nutzungsdauern abgeschrieben: Der Abschreibungssatz beträgt:
Vertragsanbahnungskosten werden über die vereinbarte Laufzeit des zugrunde liegenden Vertrags mit dem Kunden amortisiert. Anpassungen erfolgen gemäß IFRS 15.100 grundsätzlich immer, wenn sich der erwartete zeitliche Ablauf der Übertragung der Waren auf den Kunden signifikant ändert. Die oben genannte Nutzungsdauer sowie die Abschreibungsmethode werden am Ende jedes Geschäftsjahres überprüft. Beizulegender Zeitwert von Immaterielle Vermögenswerten Der beizulegende Zeitwert von Kundenstämmen und Markenwerten, die im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben wurden, basiert auf den diskontierten Cashflows, die aus der Nutzung und dem möglichen Verkauf der Vermögenswerte zu erwarten sind. B.7.4. FinanzinstrumenteAllgemein Ein Finanzinstrument ist ein vertraglich vereinbarter Anspruch oder eine vertraglich vereinbarte Verpflichtung, woraus ein Zu- bzw. Abfluss von finanziellen Vermögenswerten oder die Ausgabe von Eigenkapitalinstrumenten resultiert. Finanzielle Vermögenswerte (außer einer Forderung aus Lieferungen und Leistungen ohne wesentliche Finanzierungskomponenten) und finanzielle Verbindlichkeiten sind gem. IFRS 9 bei Zugang zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Transaktionskosten, die direkt dem Erwerb oder der Emission von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten (welche nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden ("FVTPL") zuzurechnen sind), erhöhen oder reduzieren den beizulegenden Zeitwert der finanziellen Vermögenswerte oder finanziellen Verbindlichkeiten bei Zugang. Transaktionskosten, die direkt dem Erwerb von erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten oder finanziellen Verbindlichkeiten zuzurechnen sind, werden unmittelbar in der Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung erfasst. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ohne wesentliche Finanzierungskomponenten werden beim erstmaligen Ansatz zum Transaktionspreis bewertet. Finanzielle Vermögenswerte umfassen bei CBR insbesondere Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen, Forderungen aus Lieferungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte. Finanzielle Verbindlichkeiten begründen regelmäßig eine Verpflichtung zur Lieferung von Zahlungsmitteln oder einem anderen finanziellen Vermögenswert. Diese setzen sich aus originären Verbindlichkeiten und den negativen beizulegenden Zeitwerten von derivativen Finanzinstrumenten zusammen. Originäre Verbindlichkeiten der CBR umfassen grundsätzlich Verbindlichkeiten aus der ausgegebenen Anleihe, Darlehen gegenüber nahestehenden Unternehmen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Klassifizierung, Erst- und Folgebewertung Finanzielle Vermögenswerte Bei der erstmaligen Erfassung wird ein finanzieller Vermögenswert wie folgt eingestuft und bewertet:
Finanzielle Vermögenswerte werden nach der erstmaligen Erfassung nicht reklassifiziert, es sei denn, CBR ändert sein Geschäftsmodell zur Steuerung der finanziellen Vermögenswerte. In diesem Fall werden alle betroffenen finanziellen Vermögenswerte am ersten Tag der Berichtsperiode reklassifiziert, die auf die Änderung des Geschäftsmodells folgt. Ein finanzieller Vermögenswert wird zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, wenn beide der folgenden Bedingungen erfüllt sind:
Ein finanzieller Vermögenswert wird als FVOCI klassifiziert, wenn beide der folgenden Bedingungen erfüllt sind:
Alle anderen finanziellen Vermögenswerte, die die oben genannten Bedingungen nicht erfüllen, werden grundsätzlich erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Beim erstmaligen Ansatz eines Eigenkapitalinvestments, das nicht zu Handelszwecken gehalten wird, kann CBR unwiderruflich wählen, Folgeänderungen im beizulegenden Zeitwert des Investments im sonstigen Ergebnis zu zeigen. Diese Wahl wird einzelfallbezogen für jedes Investment getroffen. Von dem Wahlrecht wurde in der Berichtsperiode kein Gebrauch gemacht. Sämtliche von CBR gehaltenen finanziellen Vermögenswerte, werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Von der Möglichkeit der "FVTPL Designation" wurde zum Stichtag kein Gebrauch gemacht. Finanzielle Vermögenswerte - Einschätzung des Geschäftsmodells: CBR trifft eine Einschätzung der Ziele des Geschäftsmodells, in dem der finanzielle Vermögenswert gehalten wird, auf einer Portfolio-Ebene, da dies am besten die Art widerspiegelt, wie das Geschäft gesteuert und Informationen an das Management gegeben werden. Die zu berücksichtigenden Informationen schließen ein:
Finanzielle Vermögenswerte, die zu Handelszwecken gehalten oder verwaltet werden und deren Wertentwicklung anhand des beizulegenden Zeitwertes beurteilt wird, werden zu FVTPL bewertet. Finanzielle Vermögenswerte - Einschätzung über die vertraglichen Zahlungsströme (ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen) Bei der Einschätzung, ob die vertraglichen Zahlungsströme ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen auf den ausstehenden Nominalbetrag darstellen, berücksichtigt CBR die vertraglichen Vereinbarungen des Instruments. Dies umfasst eine Einschätzung, ob der finanzielle Vermögenswert eine vertragliche Vereinbarung enthält, die den Zeitpunkt oder den Betrag der vertraglichen Zahlungsströme ändern könnte, sodass diese nicht mehr die nachfolgenden Bedingungen erfüllen:
Eine vorzeitige Rückzahlungsmöglichkeit steht im Einklang mit dem Kriterium, der ausschließlichen Zins- und Tilgungszahlungen, wenn der Betrag der vorzeitigen Rückzahlung im Wesentlichen nicht geleistete Zins- und Tilgungszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag umfasst, wobei angemessenes zusätzliches Entgelt für die vorzeitige Beendigung des Vertrages enthalten sein kann. Finanzielle Vermögenswerte - Folgebewertung und Gewinn und Verluste:
Finanzielle Verbindlichkeiten Finanzielle Verbindlichkeiten werden wie folgt eingestuft und bewertet:
Eine finanzielle Verbindlichkeit wird zu FVTPL eingestuft, wenn sie als zu Handelszwecken gehalten eingestuft wird, ein Derivat ist oder beim Erstansatz als FVTPL designiert wird. Finanzielle Verbindlichkeiten zu FVTPL werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet und Nettogewinne oder -verluste, einschließlich Zinsaufwendungen, werden im Gewinn oder Verlust erfasst. Andere finanzielle Verbindlichkeiten werden bei der Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten mittels der Effektivzinsmethode bewertet. Zinsaufwendungen und Fremdwährungsumrechnungsdifferenzen werden im Gewinn oder Verlust erfasst. Gewinne oder Verluste aus der Ausbuchung werden ebenfalls im Gewinn oder Verlust erfasst. Ausbuchung Finanzielle Vermögenswerte CBR bucht einen finanziellen Vermögenswert aus, wenn die vertraglichen Rechte hinsichtlich der Zahlungsströme aus dem finanziellen Vermögenswert auslaufen oder er die Rechte zum Erhalt der Zahlungsströme in einer Transaktion überträgt, in der auch alle wesentlichen mit dem Eigentum des finanziellen Vermögenswertes verbundenen Risiken und Chancen übertragen werden. Finanzielle Verbindlichkeiten CBR bucht eine finanzielle Verbindlichkeit aus, wenn die vertraglichen Verpflichtungen erfüllt, aufgehoben oder ausgelaufen sind. CBR bucht des Weiteren eine finanzielle Verbindlichkeit aus, wenn deren Vertragsbedingungen geändert werden und die Zahlungsströme der angepassten Verbindlichkeit signifikant anders sind. In diesem Fall wird eine neue finanzielle Verbindlichkeit basierend auf den angepassten Bedingungen zum beizulegenden Zeitwert erfasst. Bei der Ausbuchung einer finanziellen Verbindlichkeit wird die Differenz zwischen dem Buchwert der getilgten Verbindlichkeit und dem gezahlten Entgelt (einschließlich übertragener unbarer Vermögenswerte oder übernommener Verbindlichkeiten) im Gewinn oder Verlust erfasst. Verrechnung Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden saldiert und in der Bilanz als Nettobetrag ausgewiesen, wenn CBR einen gegenwärtigen, durchsetzbaren Rechtsanspruch hat, die erfassten Beträge miteinander zu verrechnen, und es beabsichtigt ist, entweder den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen oder gleichzeitig mit der Verwertung des betreffenden Vermögenswertes die dazugehörige Verbindlichkeit abzulösen. Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes Eine Vielzahl von Bilanzierungsgrundsätzen setzen die Ermittlung eines beizulegenden Zeitwerts für finanzielle und nicht-finanzielle Vermögenswerte und Schulden voraus. Die beizulegenden Zeitwerte für die Bewertung wurden anhand der nachfolgend dargestellten Methoden ermittelt. Weitere Informationen hinsichtlich der Annahmen für die Ermittlung von beizulegenden Zeitwerten werden in den spezifischen Anhangangaben für bestimmte Vermögenswerte oder Schulden aufgeführt. Finanzinstrumente - allgemeine Grundsätze Entsprechend der dreistufigen Bemessungshierarchie erfolgt die Einteilung der Bewertungstechniken der zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts verwendeten Inputfaktoren nach IFRS 13 in drei Level:
Inputfaktoren in Level 3 sind Inputfaktoren, die auf Bewertungsmethoden beruhen, die Faktoren für den Vermögenswert oder die Schuld beinhalten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren (nicht beobachtbare Parameter). B.7.5. VorräteVorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Der Nettoveräußerungswert stellt den geschätzten Verkaufspreis der Vorräte abzüglich aller geschätzten Aufwendungen dar, die für die Veräußerung notwendig sind. Die Anschaffungskosten der Vorräte basieren auf Aufwendungen, die den Einkauf und den Transport der Vorräte zu ihrem Bestimmungsort betreffen. Dabei kommt das gleitende Durchschnittskostenverfahren zur Anwendung. B.7.6. LeasingCBR als Leasingnehmer CBR beurteilt zu Beginn eines Vertrags, ob dieser ein Leasingverhältnis darstellt oder enthält. Für alle Leasingverhältnisse bei denen CBR der Leasingnehmer ist, erfasst der Konzern ein Nutzungsrecht und eine entsprechende Leasingverbindlichkeit. Ausgenommen davon sind kurzfristige Leasingverhältnisse und Leasingverhältnisse über geringwertige Vermögenswerte. Bei diesen Leasingverhältnissen erfasst der Konzern die Leasingzahlungen grundsätzlich linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als sonstigen Aufwand. Leasingverbindlichkeit Die Leasingverbindlichkeit wird bei der erstmaligen Erfassung mit dem Barwert der zu Beginn des Leasingverhältnisses noch nicht gezahlten Leasingzahlungen bewertet, diskontiert mit dem dem Leasingverhältnis zugrunde liegenden Zinssatz. Wenn dieser Zinssatz nicht ohne weiteres bestimmt werden kann, verwendet der Konzern seinen Grenzfremdkapitalzinssatz. Der Grenzfremdkapitalzinssatz der CBR wurde unter Berücksichtigung der unterschiedlichen zugrunde liegenden Vermögenswerte, der Laufzeiten, der Risikostrukturen und der Währungen ermittelt. Folgende Leasingzahlungen werden in die Bewertung der Leasingverbindlichkeit einbezogen:
Die Leasingverbindlichkeiten werden in der Konzernbilanz als separater Posten ausgewiesen Die Folgebewertung der Leasingverbindlichkeit erfolgt durch Erhöhung des Buchwerts um die Verzinsung der Leasingverbindlichkeit (unter Anwendung der Effektivzinsmethode) und durch Reduzierung des Buchwerts um die geleisteten Leasingzahlungen. Leasingverbindlichkeiten werden neu bewertet, wenn sich die künftigen Leasingzahlungen aufgrund einer Indexanpassung verändern, die Laufzeit angepasst wird, CBR seine Schätzung zu den voraussichtlichen Zahlungen im Rahmen einer Restwertgarantie anpasst, wenn CBR seine Einschätzung über die Ausübung einer Kauf-, Verlängerungs- oder Kündigungsoption ändert oder sich eine de facto feste Leasingzahlung ändert. Nutzungsrechte Die Nutzungsrechte entsprechen im Rahmen der erstmaligen Bewertung der entsprechenden Leasingverbindlichkeit, die Leasingraten, die zu oder vor Beginn des Leasingverhältnisses geleistet werden, abzüglich erhaltener Leasinganreize sowie anfängliche direkte Kosten. Die Folgebewertung erfolgt zu so ermittelten Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungen. Ist der Konzern zum Rück- oder Abbau eines Leasingobjekts, zur Wiederherstellung des Standortes, an dem sich das Leasingobjekt befindet, oder zur Wiederherstellung des dem Leasingverhältnis zugrunde liegenden Vermögenswerts, in den durch die Bedingungen des Leasingverhältnisses geforderten Zustand verpflichtet, wird eine Rückstellung gemäß IAS 37 gebildet und bewertet. Soweit sich die Kosten auf ein Nutzungsrecht beziehen, werden die Kosten in dem entsprechenden Nutzungsrecht erfasst, es sei denn, diese Kosten fallen für die Herstellung von Vorräten an. Nutzungsrechte werden grundsätzlich über die Laufzeit des Leasingverhältnisses abgeschrieben. Abweichend davon ist die Abschreibung entsprechend über die Laufzeit des dem Leasingverhältnis zugrunde liegenden Vermögenswerts vorzunehmen, wenn dessen Nutzungsdauer kürzer ist als die Laufzeit des Leasingverhältnisses. Die Abschreibung beginnt mit dem Beginn des Leasingverhältnisses. Zur Prüfung der Notwendigkeit einer Wertberichtigung eines Nutzungsrechts wendet der Konzern IAS 36 an und erfasst sämtliche Wertberichtigungen wie in den Bilanzierungsgrundsätzen für Sachanlagen beschrieben. Siehe hierzu unter B.7.10. Bei einer Neubewertung der Leasingverbindlichkeit wird eine entsprechende erfolgsneutrale Anpassung des Buchwertes des Nutzungsrechtes vorgenommen. Die Anpassung wird erfolgswirksam erfasst, wenn die Anpassung zu einem negativen Buchwert führen würde. In der Bilanz weist CBR Nutzungsrechte in den Sachanlagen und Leasingverbindlichkeiten gesondert in den finanziellen Verbindlichkeiten aus. CBR hat beschlossen, Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten für folgende Leasingverhältnisse nicht zu aktivieren:
CBR erfasst die mit diesen Leasingverhältnissen in Zusammenhang stehenden Leasingzahlungen über die Laufzeit des Leasingverhältnisses linear als Aufwand. Im Rahmen der gewährten Erleichterungsvorschriften erlaubt IFRS 16 dem Leasingnehmer, auf eine Trennung zwischen Nicht-Leasingkomponenten und Leasingkomponenten zu verzichten und Verträge über Leasingverhältnisse mit zugehörigen Nicht-Leasingkomponenten entsprechend als eine einzige Vereinbarung nach IFRS 16 zu bilanzieren. Der Konzern hat von dieser Erleichterungsvorschrift für KFZ-Leasingverträge Gebrauch gemacht. Bis zum 31.12.2022 trat CBR nicht im wesentlichen Maße als Leasinggeber auf, weshalb auf Angaben hierzu verzichtet wird. B.7.7. Sonstige VermögenswerteSonstige Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Allen erkennbaren Risiken wird durch angemessene Wertberichtigungen Rechnung getragen, welche durch historische Ausfallraten und individuelle Risikoeinschätzung bestimmt werden. Unverzinsliche und niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von über einem Jahr werden abgezinst. B.7.8. ErtragsteuernErtragsteuern umfassen laufende sowie latente Steuern und werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sei denn sie beziehen sich auf Posten, die erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis oder im Eigenkapital verrechnet werden. Laufende Steuern sind die erwarteten Steuerzahlungen auf Basis des steuerpflichtigen Gewinns des laufenden Berichtsjahres, bewertet mit dem Steuersatz für das Berichtsjahr. Außerdem werden hier Änderungen aus den Vorjahren erfasst, die zum Beispiel aufgrund von Betriebsprüfungen entstehen können. Latente Steuern werden nach der bilanzorientierten Methode (temporary difference approach) bilanziert und für die Unterschiede zwischen dem Buchwert der Vermögenswerte, der Schulden im Konzernabschluss und den entsprechenden steuerlichen Wertansätzen sowie auf steuerliche Verlustvorträge erfasst. Latente Steuerschulden werden im Allgemeinen für alle steuerbaren temporären Differenzen bilanziert und latente Steueransprüche insoweit erfasst, wie es wahrscheinlich ist, dass steuerbare Gewinne zur Verfügung stehen, für welche die abzugsfähigen temporären Differenzen genutzt werden können. Solche latenten Steuerschulden werden ebenfalls angesetzt, soweit die temporären Differenzen aus der planmäßigen Abschreibung eines steuerlichen Firmenwertes oder infolge eines Goodwill Impairments entstehen. Für jenen Teil des Goodwills, der den steuerlichen Firmenwert übersteigt, werden weder beim Erstansatz noch in nachfolgenden Perioden latente Steuern erfasst. Latente Steueransprüche und Steuerschulden werden außerdem nicht für Differenzen angesetzt, die sich aus der erstmaligen Erfassung (außer bei Unternehmenszusammenschlüssen) von anderen Vermögenswerten und Schulden ergeben, welche aus Vorfällen resultieren, die weder das zu versteuernde Einkommen noch den Jahresüberschuss berühren. Die Buchwerte der latenten Steueransprüche werden jedes Jahr zum Bilanzstichtag geprüft und bewertet, im Hinblick auf die Wahrscheinlichkeit, dass genügend zu versteuerndes Einkommen zur Verfügung steht, um den Anspruch vollständig oder teilweise zu realisieren. Latente Steueransprüche und Steuerschulden werden auf Basis der erwarteten Steuersätze (und der Steuergesetze) ermittelt, die im Zeitpunkt der Erfüllung der Schuld oder der Realisierung des Vermögenswertes voraussichtlich Geltung haben werden. Dabei werden die Steuersätze (und die Steuergesetze) verwendet, die zum Abschlussstichtag gültig oder angekündigt sind. Die Bewertung von latenten Steueransprüchen und Steuerschulden spiegelt die steuerlichen Konsequenzen wider, die sich aus der Art und Weise ergeben würden, wie der Konzern zum Bilanzstichtag erwartet, die Schuld zu erfüllen bzw. den Vermögenswert zu realisieren. Für Deutschland wird der kombinierte Steuersatz der deutschen Konzernobergesellschaft CBR Service GmbH angewandt, der sich auf 30,5% (2021: 30,6%) beläuft. Für temporäre Differenzen, die sich in ausländischen Konzerngesellschaften ergeben, wird der jeweilige erwartete Steuersatz, der im Zeitpunkt der Erfüllung der Schuld oder der Realisierung des Vermögenswertes voraussichtlich in dem betreffenden Land gelten wird, angewandt. Für Konzernsachverhalte wird ein gewichteter Konzernsteuersatz von derzeit 30,0% (2021: 29,4%) verwendet. Für temporäre Differenzen aus der Zwischengewinneliminierung wird ein gewichteter Steuersatz der die Vermögensgegenstände bilanzierenden Unternehmen von derzeit 29,4% angewandt. Latente Steueransprüche und Steuerschulden werden saldiert, wenn ein einklagbares Recht zur Aufrechnung von laufenden Steueransprüchen mit laufenden Steuerschulden vorliegt und wenn sie im Zusammenhang mit Ertragsteuern stehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden und der Konzern die Absicht hat, seine laufenden Steueransprüche und seine Steuerschulden auf Nettobasis zu begleichen. Für alle zu versteuernden temporären Differenzen in Verbindung mit Anteilen an Tochterunternehmen (sogenannte Outside Basis Differences) werden latente Steuern bilanziert, ausgenommen in dem Umfang, in dem CBR in der Lage ist, den zeitlichen Verlauf der Auflösung der temporären Differenzen zu steuern und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit nicht auflösen werden. B.7.9. Sonstige RückstellungenRückstellungen werden gebildet, wenn der Konzern eine gegenwärtige Verpflichtung (rechtlicher oder faktischer Natur) aus einem vergangenen Ereignis hat und es wahrscheinlich ist, dass die Erfüllung der Verpflichtung mit dem Abfluss von Ressourcen einhergeht und eine verlässliche Schätzung des Betrages der Rückstellung möglich ist. Der angesetzte Rückstellungsbetrag ist der beste Schätzwert, der sich am Abschlussstichtag für die hinzugebende Leistung ergibt, um die gegenwärtige Verpflichtung zu erfüllen. Dabei sind bei der Ermittlung der Verpflichtung inhärente Risiken und Unsicherheiten zu berücksichtigen. Wird eine Rückstellung auf Basis, der für die Erfüllung der Verpflichtung geschätzten Zahlungsströme bewertet, sind diese Zahlungsströme abzuzinsen, sofern der Zinseffekt wesentlich ist. Der angesetzte Rückstellungsbetrag ist der beste Schätzwert am Bilanzstichtag für die hinzugebende Leistung unter Berücksichtigung der der Verpflichtung zugrunde liegenden Risiken und Unsicherheiten. Die Höhe der Rückstellung wird regelmäßig angepasst, wenn neue Erkenntnisse vorliegen oder veränderte Rahmenbedingungen bestehen. Wenn eine Rückstellung mithilfe der geschätzten Cashflows für die Erfüllung der Verpflichtung bewertet wird, ist der Buchwert der Rückstellung der Barwert dieser Cashflows. Zuführungen zu den Rückstellungen werden grundsätzlich erfolgswirksam in der jeweiligen Aufwandskategorie berücksichtigt. Kann davon ausgegangen werden, dass Teile oder der gesamte zur Erfüllung der Rückstellung notwendige wirtschaftliche Nutzen durch einen außenstehenden Dritten erstattet wird, wird dieser Anspruch als Vermögenswert aktiviert, wenn die Erstattung so gut wie sicher ist und ihr Betrag zuverlässig geschätzt werden kann. Belastende Verträge Gegenwärtige Verpflichtungen, die im Zusammenhang mit belastenden Verträgen entstehen, werden als Rückstellung erfasst. Das Bestehen eines belastenden Vertrages wird angenommen, wenn der Konzern Vertragspartner eines Vertrags ist, von dem erwartet wird, dass die unvermeidbaren Kosten zur Erfüllung des Vertrages den aus diesem Vertrag erwachsenden wirtschaftlichen Nutzen übersteigen werden. Gewährleistungen Rückstellungen für die erwarteten Aufwendungen aus Gewährleistungsverpflichtungen gemäß nationalem Kaufvertragsrecht werden zum Verkaufszeitpunkt der betreffenden Produkte nach der besten Einschätzung der Geschäftsführung hinsichtlich der zur Erfüllung der Verpflichtung des Konzerns notwendigen Ausgaben angesetzt. Rückbauverpflichtungen Rückstellungen für die Kosten zur Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands von geleasten Sachanlagen, wie sie in den Bedingungen des Leasingverhältnisses vorgesehen sind, werden gebildet, wenn die Verpflichtung entweder zu Beginn des Leasingverhältnisses oder als Folge der Nutzung des Leasingobjekts während eines bestimmten Zeitraums innerhalb des Leasingverhältnisses entsteht. Die Geschäftsführung ermittelt die nach bestmöglicher Schätzung anfallenden Ausgaben, die zur Wiederherstellung der Sachanlagen erforderlich wären. Die Schätzungen werden regelmäßig überprüft und gegebenenfalls an neue Gegebenheiten angepasst. B.7.10. Wertminderungen Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten Der Konzern erfasst eine Wertberichtigung für die erwarteten Verluste aus Finanzinvestitionen in Fremdkapitalinstrumente, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, Forderungen aus Finanzierungsleasingverhältnissen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Vertragsvermögenswerten und Finanzgarantien. Die Höhe der erwarteten Verluste wird zu jedem Bilanzstichtag aktualisiert, um den Veränderungen des Ausfallrisikos seit der erstmaligen Erfassung des jeweiligen Finanzinstruments Rechnung zu tragen. Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Vertragsvermögenswerten und Forderungen aus Finanzierungsleasingverhältnissen erfasst der Konzern stets die über die erwartete Restlaufzeit erwarteten Verluste. Diese werden unter Bezugnahme auf den bisherigen Ausfall der Schuldner und einer Analyse der aktuellen Finanzlage der Schuldner, unter Berücksichtigung von schuldnerspezifischen Faktoren, der allgemeinen wirtschaftlichen Bedingungen der Branche, in der die Schuldner tätig sind, und einer Beurteilung sowohl der aktuellen als auch der prognostizierten Entwicklung der Verhältnisse am Bilanzstichtag, gegebenenfalls einschließlich unter Berücksichtigung des Zeitwerts des Geldes, geschätzt. Für alle anderen Finanzinstrumente erfasst der Konzern, den über die Restlaufzeit erwarteten Verlust nur dann, wenn sich das Ausfallrisiko seit der erstmaligen Erfassung signifikant erhöht hat. Hat sich das Ausfallrisiko seit der erstmaligen Erfassung nicht signifikant erhöht, erfasst der Konzern für diese Finanzinstrumente weiterhin den erwarteten 12-Monats-Verlust als Wertberichtigung. Der über die Restlaufzeit erwartete Verlust stellt den sich aus allen möglichen Ausfallereignissen über die erwartete Laufzeit eines Finanzinstruments ergebenden Verlust dar. Im Gegensatz dazu repräsentiert der erwartete 12-Monats-Verlust den Teil des über die Laufzeit erwarteten Verlusts, der aus möglichen Ausfallereignissen innerhalb der nächsten zwölf Monate nach dem Abschlussstichtag resultiert. Zur Beurteilung, ob sich das Ausfallrisiko bei einem Finanzinstrument seit der erstmaligen Erfassung signifikant erhöht hat, vergleicht der Konzern das Risiko eines Ausfalls des Finanzinstruments zum Bilanzstichtag mit dem entsprechenden Risiko eines Ausfalls des Finanzinstruments zum Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung. Bei dieser Beurteilung berücksichtigt der Konzern sowohl quantitative als auch qualitative Informationen, die angemessen und nachvollziehbar sind, einschließlich historischer Erfahrungen und zukunftsorientierter Informationen, die ohne übermäßigen Aufwand oder Kosten verfügbar sind. Zu den zukunftsgerichteten Informationen gehören die Zukunftsaussichten der Branchen, in denen die Schuldner des Konzerns tätig sind, die aus Wirtschaftsgutachten, Finanzanalysten, hoheitlichen Stellen, relevanten Think-Tanks und ähnlichen Organisationen gewonnen wurden, sowie die Berücksichtigung verschiedener externer Quellen für aktuelle und prognostizierte Wirtschaftsinformationen, die sich auf die Kerngeschäfte des Konzerns beziehen. Finanzielle Vermögenswerte mit objektivem Hinweis auf Wertminderung Ein objektiver Hinweis auf Wertminderung liegt vor, wenn ein oder mehrere Ereignisse eingetreten sind, die einen negativen Einfluss auf die geschätzten zukünftigen Cashflows des entsprechenden finanziellen Vermögenswerts haben. Der Nachweis, dass ein objektiver Hinweis auf Wertminderung vorliegt, beinhaltet die folgenden Ereignisse:
Ergibt sich in den Folgeperioden, dass die Gründe für die Wertminderung nicht mehr vorliegen, wird eine erfolgswirksame Wertaufholung erfasst. Sofern eine bereits wertgeminderte Forderung als uneinbringlich eingestuft wird, erfolgt die entsprechende Ausbuchung. Direktabschreibungen Der Konzern schreibt einen finanziellen Vermögenswert direkt ab und vermindert dadurch den Bruttobuchwert, wenn Informationen vorliegen, die darauf hindeuten, dass sich der Schuldner in erheblichen finanziellen Schwierigkeiten befindet und keine realistische Aussicht auf eine Zahlung mehr besteht. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn der Schuldner sich in einem Liquidations- oder Insolvenzverfahren befindet. Bereits abgeschriebene finanzielle Vermögenswerte können noch Gegenstand von Zwangsvollstreckungsmaßnahmen des Konzerns sein. Etwaige daraus erhaltene Rückflüsse werden bei Eintritt erfolgswirksam erfasst. Wertminderungen von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten mit Ausnahme der Geschäfts- oder Firmenwerte Zu jedem Abschlussstichtag überprüft der Konzern die Buchwerte der Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerte, um festzustellen, ob es Anhaltspunkte für eine eingetretene Wertminderung dieser Vermögenswerte gibt. Sind solche Anhaltspunkte erkennbar, wird der erzielbare Betrag des Vermögenswertes geschätzt, um den Umfang eines eventuellen Wertminderungsaufwands festzustellen. Kann der erzielbare Betrag für den einzelnen Vermögenswert nicht geschätzt werden, erfolgt die Schätzung des erzielbaren Betrags der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, zu welcher der Vermögenswert gehört. Wenn eine angemessene und stetige Grundlage zur Verteilung ermittelt werden kann, werden die gemeinschaftlichen Vermögenswerte auf die einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten verteilt. Andernfalls erfolgt eine Verteilung auf die kleinste Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, für die eine angemessene und stetige Grundlage der Verteilung ermittelt werden kann. Bei immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer bzw. bei solchen, die noch nicht für eine Nutzung zur Verfügung stehen, wird mindestens jährlich und immer dann, wenn ein Anhaltspunkt für eine Wertminderung vorliegt, ein Wertminderungstest durchgeführt. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Bei der Ermittlung des Nutzungswertes werden die geschätzten künftigen Zahlungsströme mit einem Vorsteuerzinssatz abgezinst. Dieser Vorsteuerzinssatz berücksichtigt zum einen die momentane Markteinschätzung über den Zeitwert des Geldes, zum anderen die dem Vermögenswert inhärenten Risiken, insoweit diese nicht bereits Eingang in die Schätzung der Zahlungsströme gefunden haben. Wenn der geschätzte erzielbare Betrag eines Vermögenswertes oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit den Buchwert unterschreitet, wird der Buchwert des Vermögenswertes oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit auf den erzielbaren Betrag vermindert. Der Wertminderungsaufwand wird sofort erfolgswirksam erfasst, es sei denn, der entsprechende Vermögenswert wird mit seinem Neubewertungsbetrag angesetzt. Sollte sich der Wertminderungsaufwand in der Folge umkehren, wird der Buchwert des Vermögenswertes oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit auf die jüngste Schätzung des erzielbaren Betrages erhöht. Die Erhöhung des Buchwertes ist dabei auf den Wert beschränkt, der sich ergeben hätte, wenn für den Vermögenswert oder die zahlungsmittelgenerierende Einheit in den Vorjahren kein Wertminderungsaufwand erfasst worden wäre. Eine Wertaufholung wird unmittelbar erfolgswirksam erfasst, soweit sie den in Vorjahren für den Vermögenswert erfassten Wertminderungsaufwand eliminiert. Im Geschäftsjahr 2022 wurden Wertminderungen (Impairments) in Höhe von 5 Mio. EUR (VJ: 0 EUR) auf Nutzungsrechte von Retail und Outlet Stores erfasst. Dies resultiert im Wesentlichen aus dem enormen Inflationsanstieg und den Auswirkungen des Ukrainekriegs bspw. auf Energiekosten, einem erwartet anspruchsvollen Geschäftsumfeld sowie gestiegenen Kapitalkosten (WACC), welche in einzelnen Flächen nicht durch die gute Geschäftsentwicklung kompensiert werden konnte. Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwerts Der Geschäfts- oder Firmenwert wird einmal im Jahr, und wenn Ereignisse auf einen Wertberichtigungsbedarf hinweisen, auf Wertminderung untersucht. Ein Geschäfts- oder Firmenwert ist auf jene zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns zu allokieren, die aus den Synergien des Zusammenschlusses Nutzen ziehen. Jede Einheit, der der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet worden ist, stellt die niedrigste Ebene innerhalb des Konzerns dar, auf der der Geschäfts- oder Firmenwert für interne Managementzwecke überwacht wird. Die Wertberichtigung eines Geschäfts- oder Firmenwerts wird durch die Ermittlung des erzielbaren Betrags der zahlungsmittelgenerierenden Einheit bestimmt, auf die sich der Geschäfts- oder Firmenwert bezieht. Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert. Liegt der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit unter ihrem Buchwert, wird eine Wertberichtigung vorgenommen. Verluste aus Wertberichtungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte dürfen in späteren Perioden nicht aufgeholt werden. CBR nimmt die jährliche Überprüfung des Geschäfts- oder Firmenwerts auf Werthaltigkeit grundsätzlich zum 30. September vor. Bei CBR werden die folgenden Geschäfts- oder Firmenwerte bestimmt:
Der erzielbare Betrag entspricht dem Nutzungswert und wurde als Barwert zukünftiger Cashflows ermittelt. Die zukünftigen Cashflows wurden aus der Planung des CBR-Konzerns abgeleitet. Die Berechnung des Barwerts der geschätzten zukünftigen Cashflows beruht im Wesentlichen auf Annahmen zu künftigen Absatzpreisen, beziehungsweise -mengen und -kosten unter Berücksichtigung veränderter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen. Beim Ansatz des Nutzungswerts wird die zahlungsmittelgenerierende Einheit in ihrer bisherigen Nutzung bewertet. Netto-Zahlungsmittelzuflüsse jenseits der Planungsperiode werden unter Anwendung individueller, aus jeweiligen Marktinformationen abgeleiteter Wachstumsraten auf Basis langfristiger Geschäftserwartungen bestimmt. Der Planung liegt ein Detailplanungszeitraum für das Geschäftsjahr 2023 und angenommene Wachstumsraten für die Jahre 2023 bis 2026 zugrunde. Zur Bemessung der ewigen Rente wurde eine Wachstumsrate von 1,0% (VJ: 1,0%) zugrunde gelegt. Die ermittelten Cashflows wurden mit einem identischen gewichteten Kapitalkostensatz vor Steuern in Höhe von 10,0% (VJ: 8,3) diskontiert. Die Gewichtung der Eigen- und Fremdkapitalkosten erfolgt mit einer Kapitalstruktur, die aus einer Gruppe vergleichbarer Unternehmen abgeleitet wurde. Für die Ermittlung der Eigen- und Fremdkapitalkosten wurde auf Kapitalmarktdaten und auf Daten vergleichbarer Unternehmen abgestellt. Im Geschäftsjahr 2022 wurden Wertminderungen (Impairments) in Höhe von 29,1 Mio. EUR (VJ: 0 EUR) auf den Geschäfts- oder Firmenwert erfasst. Dies resultiert im Wesentlichen aus deutlich gestiegenen Kapitalkosten (WACC) sowie einem erwartet anspruchsvollen Geschäftsumfeld im Planungszeitraum infolge des enormen Inflationsanstiegs und der Auswirkungen des Ukrainekriegs bspw. auf Energiekosten. B.7.11. UmsatzrealisierungUmsatzerlöse werden entsprechend IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden (IFRS 15) zum beizulegenden Zeitwert der bereits erhaltenen oder noch zu erhaltenden Gegenleistung bewertet und um erwartete Kundenrückgaben, Rabatte und andere ähnliche Abzüge gekürzt. CBR erzielt Umsatzerlöse in den folgenden Bereichen:
Die folgenden Leistungsverpflichtungen bestehen:
Umsatzerlöse werden in Höhe der Gegenleistung erfasst, die sich auf bereits erfüllte Leistungsverpflichtungen aus Verträgen mit Kunden beziehen. CBR realisiert Umsatzerlöse, sobald die Kontrolle an der Ware auf den Kunden übergegangen ist. Während der Kontrollübergang im Wholesale und eCommerce beim Verlassen der Ware des Versandlagers erfolgt, tritt er im Retail/Outlet beim Verkauf am Point-of-Sale ein. Die Ermittlung der Umsatzerlöse bei eCommerce erfolgt unter Berücksichtigung der innerhalb der aktuell sechswöchigen Rückgabefrist erwarteten Retouren. Auf Basis von Erfahrungswerten wird hierfür eine Rückerstattungsverbindlichkeit in Höhe des erwarteten Rückerstattungswertes erlösschmälernd gebucht. Als Gegenposten wird daraus ein Recht auf Retouren in den Vorräten erfolgsneutral in Höhe der Anschaffungskosten ausgewiesen. CBR hat in ihren Verträgen mit Kunden keine wesentlichen Finanzierungskomponenten, sodass die entsprechenden Angaben nicht dargestellt werden. Das Nutzungsrecht an der Marke stellt - unabhängig von den jeweiligen Vertriebskanälen (Wholesale, eCommerce und Retail/Outlet) - keine separate Leistungsverpflichtung dar. Der Erwerb des Nutzungsrechts ist nur in Verbindung mit dem Erwerb der Ware möglich. Außerdem dient es lediglich zur Unterstützung des CECIL- / Street One-Markenauftritts und ist daher nicht als abtrennbare separate Leistungsverpflichtung zu erfassen. Für Aufwendungen für Handelsvertreterprovisionen wird vom Wahlrecht des IFRS 15.94 Gebrauch gemacht. Sie werden bei ihrem Entstehen vollständig im Aufwand erfasst, da der Abschreibungszeitraum nicht mehr als ein Jahr betragen würde. Die von CBR erbrachten Leistungen sind grundsätzlich in 10 Tagen zu zahlen. Die Zahlungsziele betragen für den Bereich Wholesale in der Regel 10 Tage. Während im Retail/Outlet eine direkte Zahlung bei Verkauf stattfindet, gibt es im Bereich eCommerce in Abhängigkeit der gewählten Zahlart ein Zahlungsziel von 0 - 30 Tagen. Die Rückgabefrist wurde zur Unterstützung des Onlinegeschäfts auf sechs Wochen ausgeweitet. B.7.12. Zuwendungen der öffentlichen HandZuwendungen der öffentlichen Hand werden so lange nicht erfasst, bis eine angemessene Sicherheit darüber besteht, dass der Konzern die dazugehörigen Bedingungen, die mit den Zuwendungen in Verbindung stehen, erfüllen wird und die Zuwendungen auch gewährt werden. Zuwendungen der öffentlichen Hand sind planmäßig in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen, und zwar im Verlauf der Perioden, in denen der Konzern die entsprechenden Aufwendungen, die die Zuwendungen der öffentlichen Hand kompensieren sollen, als Aufwendungen ansetzt. Konkret werden Zuwendungen der öffentlichen Hand, deren wichtigste Bedingung der Kauf, der Bau oder die sonstige Anschaffung langfristiger Vermögenswerte (einschließlich Sachanlagen) ist, als Abgrenzungsposten in der Bilanz erfasst und auf einer systematischen und vernünftigen Grundlage erfolgswirksam über die Laufzeit des entsprechenden Vermögenswertes erfasst. Zuwendungen der öffentlichen Hand, die als Ausgleich für bereits angefallene Aufwendungen oder Verluste oder zur sofortigen finanziellen Unterstützung, ohne künftig damit verbundenem Aufwand gezahlt werden, werden in der Periode in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, in der der entsprechende Anspruch entsteht. C. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungC.1. UmsatzerlöseDie Aufgliederung der Konzernumsatzerlöse für das Geschäftsjahr stellt sich wie folgt dar:
Die Umsatzerlöse Non-Fashion beinhalten überwiegend Umsätze aus Ladenbau und Merchandising-Artikeln sowie Paket- und Versandgebühren. Die Aufteilung der Konzernumsatzerlöse nach Vertriebskanälen ergibt folgendes Bild:
C.2. Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge gliedern sich wie folgt:
Die Zuwendungen der öffentlichen Hand stellen Verlust- und Fixkostenkompensationen im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie dar. Der gesamte Betrag in Höhe von 156 TEUR entfällt auf das Ausland. Rückstellungen und finanzielle Verbindlichkeiten wurden im Vorjahr auf Basis vorliegender Parameter und Einschätzungen gebildet. Nicht eingetretene Erwartungen führten zu Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen und von finanziellen Verbindlichkeiten, im Wesentlichen für Ausgleichszahlungen an Partner (D.9) sowie Tantieme-Zahlungen an Mitarbeiter (D.13). Die Erträge aus Kursdifferenzen enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Umrechnung von Schweizer Franken in Euro. Durch COVID-19-bedingte Mietkonzessionen ergaben sich Erträge in Höhe von 131 TEUR. Die übrigen betrieblichen Erträge setzen sich u.a. aus Baukostenzuschüssen sowie Erstattungen von Mietnebenkosten zusammen. C.3. MaterialaufwandDer Materialaufwand setzt sich wie folgt zusammen:
Der Materialaufwand Fashion hat sich im Wesentlichen analog zur Umsatzentwicklung erhöht. Der Materialaufwand Non-Fashion beinhaltet im Wesentlichen Aufwand für Ladenbauten und Merchandising-Artikel sowie Paket- und Versandgebühren. Der Anstieg des Materialaufwands Non-Fashion aus Ladenbau ist bedingt durch den langsamen Anstieg des Expansionsgeschäfts nach der COVID-19-Pandemie. C.4. PersonalaufwandDie Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmer für das Geschäftsjahr stellen sich wie folgt dar:
Der Anstieg des Aufwands für Löhne und Gehälter ist im Geschäftsjahr insbesondere durch ergebnisbedingte Zuführungen zu Bonus-Rückstellungen für Mitarbeiter begründet. Die Sozialabgaben beinhalten die vom Unternehmen zu tragenden gesetzlichen Abgaben. Darin und in den Aufwendungen für Altersvorsorge sind beitragsorientierte Versorgungsleistungen in Höhe von 0,4 Mio. EUR (VJ: 0,4 Mio. EUR) enthalten, davon für Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen 29,5 TEUR (VJ: 29,6 TEUR). Bezüglich der auf den Arbeitgeber-Anteil entfallenden Sozialversicherungsaufwendungen des Kurzarbeitergeldes wurde das Wahlrecht nach IAS 20.29 ff. dahingehend ausgeübt, dass die Erstattungen in Höhe von 51 TEUR (VJ: 412 TEUR) mit den entsprechenden Aufwendungen saldiert sind (Nettoausweis). Die durchschnittliche Anzahl an Mitarbeitern während des Jahres verteilen sich auf die Bereiche Administration und Design/Marketing/Vertrieb wie folgt:
C.5. Abschreibungen und Wertminderungen auf das AnlagevermögenDie Abschreibungen und Wertminderungen auf das Anlagevermögen gliedern sich wie folgt:
Für Ausführungen zur Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwerts siehe hierzu unter B.7.2. und B.7.10 Die Wertminderung von Sachanlagen betreffen Nutzungsrechte aus Leasingverträgen im Retail/Outlet Kanal. Deren Werthaltigkeit wurde infolge gestiegener Kapitalkosten (WACC) und in Erwartung eines anspruchsvollen Geschäftsumfeldes, u.a. verbunden mit Inflations- und Kostendruck, überprüft. Die Abschreibungen des Akquisitions-Kundenstamms sind im Geschäftsjahr 2022 ausgelaufen. Die gesunkenen Abschreibungen auf Nutzungsrechte resultieren aus einem leichten Rückgang des Vertragsbestands. Der Rückgang der Abschreibungen auf sonstige immaterielle Vermögenswerte beruht im Wesentlichen auf rückläufige Bestände von Lizenzen und Rechten. Aufgrund immer verbreiteterer SaaS-Lösungen ("Software as a Service"), nehmen die aktivierbaren Investitionen weiter ab. C.6. Sonstige betriebliche AufwendungenBei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ergibt sich folgende Unterteilung:
Die Kosten der Warenabgabe von Fashionware haben sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt entwickelt:
Die Ausgangsfrachten Fashion und das Verpackungsmaterial sind infolge der Ausweitung des eCommerce-Geschäfts sowie der spürbaren Kosteninflation im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Die Kommissionierungskosten haben sich im Wesentlichen durch den deutlichen Umsatzanstieg, die Einführung der Street One MEN Logistikprozesse sowie durch Warenverlagerungen zwischen den Absatzkanälen erhöht. Die Vertriebsaufwendungen werden im Folgenden aufgegliedert:
Der Anstieg der Werbekosten ist insbesondere auf höhere Aufwendungen für Online-Marketing zurückzuführen. Die Provisionen haben sich im Vergleich zum Vorjahr erhöht, da die zugrundeliegenden Umsatzerlöse im Ausland gestiegen sind. Die Reise- und sonstigen Vertriebskosten sind durch aktivere Vertriebsarbeit nach Beendigung der COVID-19-Pandemie begründet. Die Betriebsaufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
Die IT-Kosten haben sich vor allem durch Projekte erhöht, wie das eCommerce "Replatforming" sowie die Verbesserung und Erweiterung des ERP-Systems. Der vermehrte Abschluss von SaaS-Verträgen führt zu einem Rückgang aktivierungsfähiger IT-Aufwendungen. Die Raumkosten beinhalten im Wesentlichen Rückbaukosten von Mietflächen, die infolge der Inflation deutlich gestiegen sind. Aufgrund einer späten Konkretisierung der Förderbedingungen wurde im Geschäftsjahr eine Rückstellung über 4.478 TEUR für die erwartete anteilige Rückzahlung der bereits erhaltenen "Überbrückungshilfen aus öffentlicher Hand" gebildet. In den Nebenkosten des Geldverkehrs sind umsatzabhängige Gebühren an Zahlungsdienstleister in Höhe von 2,7 Mio. EUR (VJ: 2,3 Mio. EUR.) enthalten. Der Anstieg ist bedingt durch die positive Geschäftsentwicklung. Die gestiegenen sonstigen Personalaufwendungen resultieren unter anderem aus Recruiting und sonstigen freiwilligen Sozialleistungen. C.7. FinanzergebnisDas Finanzergebnis setzt sich aus Zinserträgen, Erträgen aus Wertpapieren und sonstigen Ausleihungen, Zinsaufwendungen sowie Abschreibungen auf Finanzanlagen zusammen.
Die Zinserträge aus Steuern resultieren im Wesentlichen in Höhe von 841 TEUR aus der Beendigung des Klageverfahrens in Österreich, welches im November 2022 durch das österreichische Bundesfinanzgericht zu unseren Gunsten entschieden wurde. Hinzu kommen in Höhe von 394 TEUR Zinserträge aus der Reduzierung der Rückstellungen für Zinsen auf Ertragsteuern, resultierend aus der Betriebsprüfung für die Jahre 2011 bis 2014, die derzeit von der Vollziehung ausgesetzt sind. Des Weiteren resultieren Zinserträge aus der Erhöhung der Forderung um 111 TEUR für bereits gezahlte, aber ebenso vorläufig festgesetzte Zinsen. Die Neubewertung erfolgte aufgrund der Neuregelung des Zinssatzes für Zinsen nach § 233 AO. Der Anstieg der Zinsaufwendungen aus langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten ist im Wesentlichen auf eine leicht erhöhte Verzinsung der im April 2021 neu ausgegebenen Anleihe zurückzuführen. Die Zinsaufwendungen aus Steuern resultieren aus der Bildung einer Rückstellung für die Verzinsung erwarteter Steuernachzahlungen, aufgrund der derzeit laufenden Betriebsprüfung für die Jahre 2015 bis 2019. Die Provisionen und Gebühren enthielten im Vorjahr Aufwendungen für ein Vorfälligkeitsentgelt aus vorzeitiger Rückzahlung der bisherigen Anleihe sowie die Auflösung des Restbetrags der dazugehörigen aktivierten Transaktionskosten. C.8. Steuern vom Einkommen und vom ErtragDie Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ergeben sich aus dem laufenden Steueraufwand sowie aus der Veränderung des Bestandes latenter Ertragsteuern.
Der Steueraufwand für das Geschäftsjahr kann wie folgt auf den Periodenerfolg übergeleitet werden:
Auswirkungen abweichender Steuersätze ausländischer Gesellschaften entstehen aufgrund des höheren Steuersatzes in Deutschland gegenüber den anderen betroffenen Ländern. Die Ertragsteuern für Vorjahre setzen sich wie folgt zusammen:
Die Bestände an latenten Ertragsteuern ergeben sich wie folgt:
Die im Jahr 2021 erstmalig gebuchten aktiven latente Steuern für Verlustvorträge österreichischer Gesellschaften wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr gemindert da sich die Prognose hinsichtlich der Nutzbarkeit dieser Verlustvorträge geändert hat. Darüber hinaus bestehen 40,4 Mio. EUR Verlustvorträge, für die keine aktiven latenten Steuern gebildet wurden. D. Erläuterungen zur KonzernbilanzD.1. Immaterielle Vermögensgegenstände
D.1.1. Geschäfts- oder FirmenwertDer Geschäfts- oder Firmenwert, der bei dem Erwerb eines Tochterunternehmens entsteht, entspricht dem Überschuss der Anschaffungskosten des Erwerbs über den Konzernanteil an dem beizulegenden Nettozeitwert der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden des Tochterunternehmens zum Erwerbszeitpunkt. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird im Zugangszeitpunkt mit seinen Anschaffungskosten bilanziert und in den Folgeperioden mit seinen Anschaffungskosten abzüglich aller kumulierten Wertminderungsaufwendungen bewertet. Mit dem Unternehmenszusammenschluss verbundene Kosten werden grundsätzlich in der Periode der Entstehung als Aufwand erfasst. Definition zahlungsmittelgenerierende Einheit Wholesale Der Wholesale Kanal spiegelt das Kerngeschäft der Gesellschaft wider, den Vertrieb von Modekollektionen an die Großhandelspartner und deren Point of Sale (POS). Die Wholesale-POS umfassen vier verschiedene Formate: Monolabel-Stores, Multibrand-Stores, Shop-in-Stores und Multilabel/Soft Shops. Die Wholesale-Einheiten sind auch für die weitere Entwicklung der Damen-Modemarken Street One und CECIL sowie der Herren-Modemarke Street One MEN verantwortlich. eCommerce Der eCommerce-Kanal ist der strategischer Wachstumsfokus der Gesellschaft. Die eCommerce-Plattformen Street One, Street One MEN und CECIL sind in Deutschland und sechs weiteren europäischen Ländern sowie in Kooperation mit Online-Marktplätzen aktiv. Geschäfts- oder Firmenwerte Allokation Der bilanzierte Geschäfts- oder Firmenwert der CBR wird auf die zwei Vertriebskanäle Wholesale und eCommerce verteilt. Die Vertriebskanäle stellen die niedrigste Ebene dar, auf der der Geschäfts- oder Firmenwert für interne Managementzwecke überwacht wird. Den Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnete Buchwerte von Geschäfts- oder Firmenwerten stellen sich wie folgt dar:
Annahmen für das Discounted Cashflow Modell, die der Wertminderungsprüfung im Jahr 2021 zugrunde lagen:
Annahmen für das Discounted Cashflow Modell, die der Wertminderungsprüfung im Jahr 2022 zugrunde liegen:
Zur Prüfung der Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwertes verweisen wir auf B.7.10. Ein für den Geschäfts- oder Firmenwert erfasster Wertminderungsaufwand darf in künftigen Perioden nicht aufgeholt werden. Bei der Veräußerung eines Tochterunternehmens wird der darauf entfallende Betrag des Geschäfts- oder Firmenwertes im Rahmen der Ermittlung des Abgangserfolges berücksichtigt. Der Kundenstamm wurde im Wesentlichen im Jahr 2007 im Rahmen der Kaufpreisallokation identifiziert und wurde bis 2022 abgeschrieben. Weitere Erwerbe von Kundenstämmen erfolgen in kleinem Umfang bei der Übernahme von Own Retail-Flächen und im eCommerce. Es wurde im Jahr 2022 insbesondere in die Anbahnung neuer Verträge (4,8 Mio. EUR, VJ: 3,4 Mio. EUR) und weiter in den Ausbau der IT-Infrastruktur (1,0 Mio. EUR, VJ: 0,8 Mio. EUR) investiert. D.2. Sachanlagen
Die wesentlichen Anlagenzugänge des Geschäftsjahres resultieren aus Investitionen in Einbauten und Umbauten von Verkaufsflächen und Showrooms (2,9 Mio. EUR, VJ: 2,2 Mio. EUR) sowie Einrichtung und EDV-Equipment (0,8 Mio. EUR, VJ: 0,4 Mio. EUR). Aus Wesentlichkeitsgründen sind Anlagen im Bau mit den Posten der Betriebs- und Geschäftsausstattung zusammengefasst. D.3. Vorräte
Die fertigen Erzeugnisse und Waren sind stichtagsbedingt sowie durch die Erholung der angespannten Beschaffungslage und der daraus folgenden verbesserten Inbound Lieferquoten um EUR 4.726 Millionen gestiegen. Auf die fertigen Erzeugnisse und Waren wurden Wertminderungen auf den niedrigeren Nettoveräußerungswert vorgenommen. Aufgrund von Abweichungen zwischen unserer Markteinschätzung und der tatsächlichen Produktnachfrage haben sich die Bestände zum Stichtag deutlich erhöht und ergaben aufgrund der Kurzlebigkeit unserer Kollektionen insgesamt höhere Abwertungen als im Vorjahr. Siehe hierzu C.3. Das Recht auf Erhalt zurückgegebener Waren ergibt sich grundsätzlich aus dem sechswöchigen Rückgaberecht von Kunden bei eCommerce. Der Wert wird auf Basis der Retourenquote für die relevanten Umsätze ermittelt. D.4. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige finanzielle und sonstige kurzfristige Vermögenswerte
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind nicht verzinslich und haben im Wesentlichen eine Restlaufzeit von 0 bis 10 Tagen. Ihr Buchwert entspricht den Anschaffungskosten und stellt gleichzeitig das maximale Ausfallrisiko dar, dem der Konzern am Abschlussstichtag ausgesetzt ist. Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte enthalten Forderungen des eigenen Onlinehandels gegenüber einem Zahlungsdienstleister (1,3 Mio. EUR, VJ:1,7 Mio. EUR). Die Ertragsteueransprüche enthalten die erwarteten Forderungen von ausländischen Gesellschaften aufgrund der laufenden Verständigungsverfahren für die Jahre 2011 bis 2014, der Änderungsanträge für die Jahre 2015 bis 2017 sowie der beabsichtigten Verständigungsverfahren für die Jahre 2015 bis 2017 in Höhe von 21,3 Mio. EUR. Die Ansprüche wurden auf Basis bereits beendeter Verfahren sowie aufgrund einer günstigen Entwicklung des Wechselkurses für Schweizer Franken neu bewertet. Darüber hinaus bestehen Erstattungsansprüche aus laufender Veranlagung. Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entwickeln sich wie folgt:
Es gab im Geschäftsjahr keine Transfers zwischen nach "Simplified Approach" bewerteten und den einzelwertberichtigten Forderungen. Die folgende Tabelle stellt die Entwicklung der Bruttobuchwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Berichtsjahr dar:
Das Ausfallrisiko der finanziellen Vermögenswerte aus Zahlungsdienstleistungen und Mode Zentralregulierern wird als äußerst gering eingeschätzt. Aus Wesentlichkeitsgründen sind daher Wertberichtigungen auf diese finanziellen Vermögenswerte unterblieben. Aufgrund der vom CBR-Konzern vorgegebenen Zahlungsziele von grundsätzlich 10 Tagen bei Forderungen der Lieferung von Fashionware liegen keine wesentlichen Forderungen älter als 60 Tage vor und daher wird auf eine Darstellung der Altersstruktur der Forderungen verzichtet. Die einzelnen Forderungen werden Risikoklassen zugeteilt, die nach entsprechenden Merkmalen wie Zahlungsplänen, Verlängerungen von Zahlungsfristen, Rückgaben von Belastungen oder dem Erreichen der dritten Mahnstufe unterteilt werden. Je nach Risikoklasse erfolgt eine individuelle Wertberichtigung von 30% bis 100%. Es sind keine wesentlichen Beträge an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Gegenstand von Zwangsvollstreckungsmaßnahmen. D.5. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Die Werte im Geldtransit betreffen Bargeld, EC- und Kreditkartenumsätze der Bereiche Retail/Outlet und eCommerce zur Einzahlung bei der Bank, die wegen der Feiertage zum Jahreswechsel noch nicht im Bankguthaben enthalten waren. D.6. EigenkapitalAngaben zum Kapitalmanagement
Das Gezeichnete Kapital besteht aus 50.000 Anteilen mit einem Nennwert von je 1,00 EUR und ist vollständig eingezahlt. Durch die Gesellschafterversammlung der CBR Service GmbH wurden Ausschüttungen am 3. Februar 2022 in Höhe von 64,2 Mio. EUR, am 6. April 2022 in Höhe von 21,0 Mio. EUR und am 24. November 2022 in Höhe von 42,6 Mio. EUR beschlossen und ausgezahlt. Das zwischen der Alteri StyleCayman 2 Ltd. und der CBR Service GmbH bestehende Darlehen im Wert von 114,0 Mio. EUR wurde am 3. Februar 2022 von der Alleingesellschafterin erworben und von dieser in das Eigenkapital der CBR Service GmbH zur Stärkung der Kapitalstruktur eingebracht. Die Kapitalkonten haben sich daraufhin wie folgt entwickelt: Kapitalrücklage
Gewinnvortrag
Der CBR-Konzern verfügt auch mit einer Eigenkapitalquote (Eigenkapital im Verhältnis zur Bilanzsumme) von 28,2 % (VJ: 24,9 %) über eine solide Eigenkapitalstruktur. Vorrangiges Ziel des Kapitalmanagements der CBR ist es, den finanziellen Spielraum für zukunftsweisende Investitionen für die Fortführung des Unternehmenswachstums und damit für die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts zu gewährleisten. Weder im Jahr 2022 noch in den Vorjahren wurden Änderungen der Ziele, Richtlinien und Verfahren vorgenommen. Für Ausführungen zu anteilsbasierten Vergütungen siehe hierzu unter F.4. Rücklage aus Fremdwährungsumrechnung Umrechnungsdifferenzen aus der Umrechnung der funktionalen Währung ausländischer Tochtergesellschaften in die Berichtswährung des Konzerns werden im Konzern direkt im sonstigen Ergebnis erfasst und in der Rücklage aus Fremdwährungsumrechnung kumuliert.
D.7. Finanz- und Leasingverbindlichkeiten sowie Darlehen gegenüber nahestehenden UnternehmenDie Angabe gibt Informationen über die vertraglichen Bedingungen der verzinslichen Darlehen und Ausleihungen des Konzerns. Finanz- und Leasingverbindlichkeiten
Darlehen gegenüber nahestehenden Unternehmen
Zum Stichtag besteht weiterhin die im Jahr 2021 emittierte Anleihe (Nominalwert 470 Mio. EUR, Zins 5,5%). Die Anleihe wurde von der CT Investment GmbH ausgegeben, einer Tochtergesellschaft der CBR Service GmbH, und hat eine Laufzeit bis April 2026. Die Anleihe ist durch Verpfändung der Anteile an der CBR Fashion GmbH, Street One GmbH und Cecil GmbH, CBR eCommerce GmbH und durch die CBR Service GmbH als Garantiegeber (Parent Guarantor) gesichert. Die Konditionen der Anleihe sehen keine laufenden Anforderungen an die finanzielle Leistungsfähigkeit vor. Die im Rahmen der Emission angefallenen Transaktionskosten werden über die Laufzeit der Anleihe mittels der Effektivzinsmethode amortisiert. Zum Finanzaufwand siehe hierzu unter C.7. Zusätzlich verfügt CBR über eine Revolving Credit Facility über 50,0 Mio. EUR, deren Bedingungen im SSRF (Super Senior Revolving Facilities Agreement) geregelt sind. Hier muss seitdem am 30. Juni 2022 endenden Quartal, ein quartalsweises Compliance Certificate abgegeben werden, in welchem die Super Senior Net Debt Cover und die Net Debt Cover (Schuldendeckung) geprüft werden. Zum 31. Dezember 2021 wurde die Kreditlinie der Revolving Credit Facility in Höhe von 50,0 Mio. EUR mit 9.0 Mio. EUR (VJ: 7,7 Mio. EUR) für Avale und Akkreditive genutzt. Das Darlehen gegenüber der nahestehenden Alteri StyleCayman 2 Ltd. über 103,0 Mio. EUR mit einem Zinssatz von 5,17% wurde im Februar 2022 von der alleinigen Gesellschafterin erworben und zur Stärkung der Kapitalstruktur in die CBR Service GmbH eingelegt. D.8. Sonstige langfristige Rückstellungen
Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen bestehen aus Verpflichtungen gegenüber Vermietern zur Herstellung des Zustands vor Überlassung der Mietsache. Der Barwert der Rückbauverpflichtung wird in der Periode erfasst, in der die Verpflichtung entstanden ist. Die Zuführung zur Rückstellung für Rückbauverpflichtung enthält Zinsen in Höhe von 278,3 TEUR (VJ: 82,3 TEUR). Im Geschäftsjahr 2022 erfolgte eine Umgliederung von 2.636,1 TEUR netto in die kurzfristigen Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen. Der Anstieg der Zinsaufwendungen sowie der Rückbauverpflichtungen ist durch gestiegene Diskontierungszinssätze sowie inflationsbedingt gestiegenen Rückbaukostensätze begründet. Grundsätzlich gehen wir davon aus, dass die entsprechenden Mittelabflüsse zum Zeitpunkt der Beendigung des jeweiligen Mietverhältnisses anfallen, wobei sowohl das Ende des Mietverhältnisses als auch die Höhe der zu erbringenden Leistung jeweils bestmöglich geschätzt worden sind. Die Personalrückstellungen sind im Wesentlichen Jubiläumszusagen gegenüber Mitarbeitern der gesamten CBR Gruppe. Wir gehen davon aus, dass die Mittelabflüsse der langfristigen Rückstellungen innerhalb der nächsten fünfundzwanzig Jahre sukzessive erfolgen. D.9. Sonstige kurzfristige Rückstellungen
Die Rückstellungen für Zinsen auf Ertragsteuern beinhalten Zinsen auf bereits festgesetzte Körperschaft- und Gewerbesteuer in Deutschland in Höhe von 2,8 Mio. EUR, als Folge der Betriebsprüfung für die Jahre 2011 bis 2014. Für diese Zinsen wurde Aussetzung der Vollziehung gewährt. Nachdem die gesetzliche Neuregelung erfolgt ist, haben wir die Rückstellung, soweit sie auf Verzinsungszeiträume ab 2019 entfällt, neu bewertet. Darüber hinaus wurde eine Rückstellung in Höhe von 0,5 Mio. EUR für Zinsen auf erwartete Mehrsteuern aus der laufenden Betriebsprüfung für die Jahre 2015 bis 2019 gebildet. Die Rückstellung für Zinsen auf österreichische Körperschaftsteuer in Höhe von 0,8 Mio. EUR in Zusammenhang mit möglichen Steuernachzahlungen aufgrund des in Österreich angestrengten Klageverfahrens, wurde nach erfolgreicher Beendigung des Verfahrens ertragswirksam aufgelöst. Die Rückstellung für Rückbauverpflichtungen betrifft die kurzfristig erwarteten Zahlungen für den Rückbau von Mietereinbauten. Die Erhöhung steht im Einklang mit dem Anstieg der langfristigen Rückstellungen. Wir gehen davon aus, dass der Mittelabfluss der kurzfristigen Rückstellungen innerhalb der nächsten Monate, spätestens bis zum Ende des Jahres erfolgt.
Rückstellungsspiegel Vergleichsjahr
D.10. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und LeistungenDie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr fast ausschließlich eine Restlaufzeit von bis zu 30 Tagen. Aufgrund von Schwankungen in der Anzahl von Arbeitstagen, Auslieferungs- und Anlieferungsquoten zum Monatsende, schwanken die Stände von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sind häufig nicht miteinander vergleichbar. D.11. Sonstige Finanz- und Leasingverbindlichkeiten
Durch die Tilgung der bereits bestehenden Leasingverbindlichkeiten sowie eine geringere Anzahl an Neuverträgen, ergibt sich insgesamt ein Rückgang der Leasingverbindlichkeit. Der Posten "Rückerstattungsverbindlichkeit" umfasst Verpflichtungen für Retouren aufgrund des sechswöchigen Rückgaberechts im eCommerce-Geschäft. Die Rückerstattungsverbindlichkeit wird anhand der zugrunde liegenden Umsätze und historischer Erfahrungen über Retourenquoten gebildet und korrigiert in entsprechender Höhe die Umsatzerlöse. Der Rückgang von 7,3 Mio. EUR auf 5,2 Mio. EUR resultiert aus leicht niedrigeren Umsatzerlösen der letzten sechs Wochen des Geschäftsjahres im eCommerce-Geschäft im Vergleich zum Vorjahr. Die sonstigen vertraglichen Verpflichtungen enthalten im Wesentlichen erwartete Rückzahlungen von bereits erhaltenen öffentlichen Zuwendungen in Höhe von 4,5 Mio. EUR, infolge einer späten Konkretisierung der Förderbedingungen. Die Zinsverbindlichkeiten entsprechen abgegrenzten Zinszahlungen der Anleihe, die am 15. April 2023 (Vorjahr: 1. April 2022) zur Auszahlung kommen. Der Anstieg der Rückstellung für Handelsvertreterprovisionen ist auf höhere Orderwerte der ersten drei Kollektionen des Geschäftsjahres 2022 zurückzuführen. D.12. Ertragsteuerverbindlichkeiten
Die Ertragsteuerverbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für erwartete Mehrsteuern aus der derzeit laufenden Betriebsprüfung für die Jahre 2015 bis 2019 in Höhe von 10,1 Mio. EUR sowie für erwartete Zahlungen aufgrund der ausstehenden Veranlagungen für die Jahre 2021 und 2022 in Höhe von 5,8 Mio. EUR. Die Rückstellungen für das in Österreich angestrengte Klageverfahren nach einer Betriebsprüfung für die Jahre 2007-2014 konnte nach erfolgreicher Beendigung durch mündliche Verhandlung vor dem Bundesfinanzgericht ausgebucht werden. D.12. Sonstige Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten aus Tantiemen sind im Wesentlichen durch die hohe Zielerreichung infolge der positiven Geschäftsentwicklung gestiegen. Die Entwicklung der Umsatzsteuerverbindlichkeit ist grundsätzlich an die Umsatzentwicklung gekoppelt. Der Rückgang zum 31.12.2022 resultiert darüber hinaus im Wesentlichen aus dem Abzug der Umsatzsteuersondervorauszahlung, die im Jahr 2021 aufgrund der COVID-19-Pandemie auf 0 EUR herabgesetzt war, sowie aus einer vorgezogenen Zahlung der Umsatzsteuer in Österreich. Die Verbindlichkeiten aus sonstigen Betriebssteuern beinhalten insbesondere ein Aufschubkonto für Einfuhrumsatzsteuerzahlungen. Die Verbindlichkeiten aus Lohnsteuer sind aufgrund der Zahlung anteilsbasierter Vergütungen im Dezember 2022 deutlich gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Die Verbindlichkeiten aus Mietzahlungen basieren auf Rückforderungen von Vermietern, da zwischenzeitlich gewährte Mietminderungen aufgrund der Gewährung von staatlichen Corona-Hilfen erstattungspflichtig wurden. Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten und Rückstellungen (exklusive passive latente Steuern):
Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten aus der Anleihe sind durch Abtretung des wesentlichen Anlage- und Umlaufvermögens der Konzerngesellschaften gesichert. D.14. Management von FinanzrisikenDie wesentlichen durch den CBR-Konzern eingegangenen finanziellen Verbindlichkeiten umfassen eine festverzinsliche Anleihe, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten. Der Hauptzweck dieser finanziellen Verbindlichkeiten ist die Finanzierung der Geschäftstätigkeit des Konzerns sowie die Aufrechterhaltung seiner Geschäftstätigkeit. Die wichtigsten finanziellen Vermögenswerte des Konzerns sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen sowie Zahlungsmittel, die unmittelbar aus seiner Geschäftstätigkeit resultieren. Der CBR-Konzern ist Markt-, Kredit- und Liquiditätsrisiken ausgesetzt. Die Steuerung dieser Risiken obliegt der Geschäftsführung des Konzerns und basiert auf konzernweit gültigen Richtlinien, in denen Ziele, Grundsätze, Verantwortlichkeiten und Kompetenzen festgelegt sind. Sie werden regelmäßig überprüft und an aktuelle Markt- und Produktionsentwicklungen angepasst. Das Risikomanagement ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Marktrisiko Marktrisiko ist das Risiko, dass der beizulegende Zeitwert oder der künftige Cashflow eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen der Marktpreise schwankt. Das Marktrisiko beinhaltet drei Risikoarten: Zinsrisiko, Rohstoffpreisrisiko und Währungsrisiko. Dem Marktrisiko ausgesetzte Finanzinstrumente umfassen insbesondere verzinsliche Darlehen. Zinsrisiko Zinsänderungsrisiken bestehen aufgrund einer Änderung des Marktzinses und können bei variabel verzinslichen Finanzinstrumenten zu Zinszahlungsschwankungen führen. Mit der Refinanzierung der festverzinslichen Anleihe im April 2021 besteht weiterhin für den weitaus größeren Anteil kein wesentliches Zinsrisiko, da damit die wesentlichen finanziellen Verbindlichkeiten festverzinslich sind. Rohstoffpreisrisiko Die Volatilität bestimmter Preise hat mittelbar Auswirkungen auf den Konzern. Von allen verwendeten Rohstoffen hat die Preisentwicklung der Baumwolle den größten Einfluss auf das Unternehmensergebnis. Da CBR nicht selbst herstellt und seine Produkte auf der ganzen Welt fertigen lässt, ist eine Sicherung über Termingeschäfte nicht möglich. Währungsrisiko CBR ist im Rahmen seiner globalen Geschäftstätigkeit zwei Arten von Währungsrisiken ausgesetzt. Das Transaktionsrisiko entsteht durch Wertänderungen zukünftiger Fremdwährungszahlungen aufgrund von Wechselkursschwankungen im Einzelabschluss der Konzerngesellschaften. Diese versucht CBR dadurch zu minimieren, dass Liefer- und Zahlungsströme weitestgehend in EURO abgebildet werden. Es bestehen in geringem Umfang auf fremde Währung lautende Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, aus denen potenzielle Währungsrisiken resultieren. In der Vergangenheit wurden Absicherungen auf Währungsrisiken aus der Schweizer Franken (CHF) mittels Devisenoptionen abgeschlossen. Zum Jahresende 2022 waren keine Devisensicherungsgeschäfte abgeschlossen. Das Translationsrisiko beschreibt das Risiko einer Veränderung der Bilanz- und Gewinn- und Verlustrechnungs-Posten einer Tochtergesellschaft aufgrund von Währungskursveränderungen bei der Umrechnung der lokalen Einzelabschlüsse in die Konzernwährung. Durch Währungsschwankungen verursachte Veränderungen aus der Translation der Bilanzposten dieser Gesellschaften werden im Konzerneigenkapital abgebildet. Die Risiken hieraus werden üblicherweise nicht gesichert. Effekte aus der Währungsumrechnung von Tochterunternehmen, deren funktionale Währung nicht die Berichtswährung des CBR-Konzerns ist, berühren die Cashflows in lokaler Währung nicht. Ein wesentliches Währungsrisiko ergab sich im CBR-Konzern, wie in den Vorjahren, aus dem US-Dollar. Viele Lieferanten erstellen Frachtrechnungen und Produktkalkulationen auf US-Dollar-Basis, wenngleich die tatsächliche Fakturierung in EURO erfolgt. Dieses Währungsrisiko kann nicht gesichert und nur in der Produktkalkulation berücksichtigt werden. Im Geschäftsjahr 2022 ergibt sich aus Fremdwährungsgewinnen und -verlusten ein Ergebnisbeitrag von -0,1 Mio. EUR, (VJ: 0,7 Mio. EUR). Liquiditätsrisiko Das Risiko, dass CBR seinen finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen kann, wird durch eine umfassende kurz- und langfristige Liquiditätsplanung unter Berücksichtigung bestehender Kreditlinien mitigiert. Die Deckung des Finanzbedarfs für das operative Geschäft der Konzerngesellschaften erfolgt durch Eigenkapital, Cash-Pooling-Vereinbarungen, Darlehen von Konzernunternehmen und externen Darlehensgebern sowie die langfristige Anleihefinanzierung, soweit dies im Rahmen der jeweiligen rechtlichen und steuerlichen Gegebenheiten möglich und sinnvoll ist. Darüber hinaus kann CBR auf die bestehende RCF-Linie zurückgreifen. Das Ziel ist es, ein Gleichgewicht zwischen der kontinuierlichen Deckung des Finanzmittelbedarfs und der Sicherstellung der Flexibilität durch die Nutzung von Kontokorrentkrediten und Bankdarlehen zu wahren. Der Konzern bewertete die Risiken hinsichtlich der Refinanzierung seiner Schulden, nach erfolgreichen Refinanzierungen in den Jahren 2017 und 2021, als gering. Finanzierungsquellen stehen im ausreichenden Umfang zur Verfügung. Die folgende Übersicht zeigt die vertraglich vereinbarten Zins- und Tilgungszahlungen von kurz- und langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten einschließlich erwarteter Zinszahlungen.
Die CBR-Gruppe hat eine Anleihe emittiert, die Auflagen enthält. Bei Verstößen kann es zu vorzeitigen Rückzahlungsverpflichtungen kommen. Dies ist nach derzeitigem Ermessen jedoch nicht wahrscheinlich. Die Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen bestanden aus einem Darlehen von Alteri StyleCayman 2 Ltd., Cayman Island, welches im Februar 2022 zur Stärkung des Eigenkapitals der Gesellschaft eingelegt wurde. Siehe auch D.6 . Ausfallrisiko Das Ausfallrisiko ist das Risiko finanzieller Verluste, falls ein Kunde oder die Vertragspartei eines Finanzinstrumentes seinen bzw. ihren vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommt. Das Ausfallrisiko betrifft im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Das Ausfallrisiko von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bei CBR wird hauptsächlich durch die individuellen Merkmale der Kunden beeinflusst. Merkmale der gesamten Kundenbasis, einschließlich des Ausfallrisikos der Branche und der Länder, werden nicht berücksichtigt, da sich hieraus in der Vergangenheit keine Auffälligkeiten ergeben haben. CBR hat ein Forderungsmanagement eingeführt, mit dessen Hilfe Neukunden zunächst individuell hinsichtlich ihrer Kreditwürdigkeit analysiert werden, bevor der Konzern seine standardisierten Liefer- und Zahlungskonditionen anbietet. Diese Analyse umfasst im Wesentlichen Jahresabschlüsse und Auskünfte von Kreditagenturen. Darüber hinaus umfasst das Forderungsmanagement konzernweite Richtlinien. Eine regelmäßige Analyse der Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sorgt für eine permanente Überwachung und Begrenzung der Risiken und minimiert auf diese Weise die Forderungsverluste. Aufgrund der generell kurzen Zahlungsziele der Kunden im CBR-Konzern, sowie Kunden, für die Zentralregulierer den Ausgleich übernehmen, bestehen weder hinsichtlich der Kunden noch für einzelne Länder besondere Konzentrationen von Kreditrisiken. Zur Überwachung des Ausfallrisikos werden die Kunden hinsichtlich ihrer Kreditwürdigkeit in Gruppen eingeteilt. Dabei wird berücksichtigt, ob es sich um Kunden mit in der Vergangenheit aufgetretenen Zahlungsproblemen handelt (z.B. mehrere Rücklastschriften), ob diese weiter anhalten und wie sich die Altersstruktur der Forderungen entwickelt. Das maximale Ausfallrisiko des Konzerns für die Bilanzposten zum 31. Dezember 2023 und 2021 entspricht den in D.15 dargestellten Buchwerten. Das Ausfallrisiko aus Guthaben bei Banken und Finanzinstituten wird in Übereinstimmung mit den Konzernrichtlinien vom Konzern-Treasury gesteuert. Im Rahmen der Geldanlage werden Finanzkontrakte nur mit Banken abgeschlossen, die wir sorgfältig ausgewählt und permanent beobachtet haben. Das maximale Ausfallrisiko des Konzerns zum Stichtag entspricht den in D.15 dargestellten Buchwerten. Der Prozess wurde gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. D.15. Weitere Informationen zu Finanzinstrumenten und zur Bemessung beizulegender ZeitwerteDie nachfolgende Tabelle zeigt die Buchwerte sämtlicher im Konzernabschluss erfasster Finanzinstrumente nach Bewertungskategorien nach IFRS 9 Finanzinstrumente (IFRS 9), aufgegliedert nach Bilanzpositionen:
Liquide Mittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte der Kategorie "amortised cost" (AC) sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen die bilanzierten Werte zum Abschlussstichtag dem beizulegenden Zeitwert. Zur Bewertung der Darlehen gegenüber nahestehenden Unternehmen B.7.4. Der Zeitwert der Anleihe bestimmt sich nach deren Kurs zum Bilanzstichtag (Level 1), da sie auf einem aktiven Markt gehandelt wird. D.16. Nettogewinne und Nettoverluste aus Finanzinstrumenten
Die Nettogewinne und -verluste aus Finanzinstrumenten umfassen Bewertungsergebnisse, die Erfassung und Auflösung von Aufwendungen aus Wertminderungen, Zinsaufwendungen sowie alle sonstigen Ergebniswirkungen aus Finanzinstrumenten. Die Nettoverluste aus Finanzverbindlichkeiten enthalten Zinsaufwendungen aus der Anwendung der Effektivzinsmethode in Höhe von 1,5 Mio. EUR (VJ:1,9 Mio. EUR). E. Erläuterungen zur KapitalflussrechnungDie Konzernkapitalflussrechnung weist für das Berichtsjahr 2022 und das Vorjahr entsprechend IAS 7 Kapitalflussrechnung die Entwicklung der Zahlungsströme getrennt nach Mittelzu- und -abflüssen aus betrieblicher Tätigkeit, Investitions- und Finanzierungstätigkeit aus. Die Ermittlung des Cash Flows aus betrieblichen Tätigkeiten erfolgt nach der indirekten Methode. Der in der Kapitalflussrechnung dargestellte Finanzmittelfonds beinhaltet alle in der Bilanz ausgewiesenen liquiden Mittel, die sich aus Kassenbeständen, Geldtransit, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten zusammensetzen. Die Einflüsse aus wechselkursbedingten Änderungen der flüssigen Mittel betreffen Fremdwährungen und werden gesondert als wechselkursbedingte Veränderung des Finanzmittelfonds ausgewiesen. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Verbindlichkeiten aus der Finanzierungstätigkeit einschließlich zahlungswirksamer und zahlungsunwirksamer Veränderungen.
F. Sonstige ErläuterungenF.1. LeasingverhältnisseCBR mietet eine Vielzahl unterschiedlicher Vermögenswerte. Darunter fallen Gebäude, IT-Anlagen und Fahrzeuge. CBR mietet Einzelhandelsflächen, Showrooms und Büros. Die Laufzeit der Leasingvereinbarungen beträgt typischerweise drei bis zehn Jahre mit der Option, die Leasingvereinbarungen nach diesem Zeitraum zu verlängern. Die Leasingzahlungen werden regelmäßig erneut verhandelt, um die Marktmieten zu reflektieren. Manche Leasingvereinbarungen sehen zusätzliche Mietzahlungen auf Basis der Veränderung lokaler Preisindizes und der Umsatzentwicklung vor. All diese Mietverhältnisse wurden als kombinierte Leasingverhältnisse von Grundstücken und Gebäuden abgeschlossen. CBR mietet Fahrzeuge mit vertraglichen Laufzeiten zwischen drei und fünf Jahren. Mietverlängerungsoptionen bestehen in der Regel nicht, beziehungsweise werden nicht ausgeübt. Für die einzelnen Fälligkeiten siehe hierzu unter D.14. CBR mietet IT-Ausstattung mit vertraglichen Laufzeiten zwischen einem und fünf Jahren. Mietverlängerungsoptionen bestehen in der Regel ebenfalls nicht, beziehungsweise werden nicht ausgeübt. Nutzungsrechte Nutzungsrechte aller Art werden als Sachanlagen dargestellt (siehe hierzu unter D.14).
In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Beträge
Ein Teil der Immobilien-Leasingverhältnisse, bei denen CBR als Leasingnehmer auftritt, enthalten variable Leasingzahlungen, die an die Umsätze aus den geleasten Flächen gekoppelt sind. Variable Zahlungsbedingungen werden verwendet, um Mietzahlungen mit den generierten Cashflows zu verknüpfen und dabei die Fixkosten zu senken. Verträge mit umsatzabhängigen Mieten, die Mindestleasingzahlungen enthalten, gehen in dieser Höhe in die Ermittlung des Nutzungsrechts und der Leasingverbindlichkeiten ein. Darüberhinausgehende umsatzabhängige Zahlungen werden als Mietaufwendungen erfasst. Die Abschreibungen auf Nutzungsrechte aus Grundstücken und Gebäuden in Höhe von 14.918 TEUR enthalten 4.972 TEUR Wertminderungen auf einzelne Retail und Outlet Stores. Es bestanden zum Stichtag nicht bilanzierte finanzielle Verpflichtungen aus kurzfristigen Leasingverhältnissen in Höhe von 524 TEUR (VJ: 334 TEUR). Die Leasingzahlungen für diese Flächen gliedern sich wie folgt auf:
Insgesamt umfassen die variablen Leasingzahlungen 5,7 % der gesamten Leasingzahlungen der CBR. Die variablen Leasingzahlungen hängen von den Verkäufen und damit auch von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in der DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) über die nächsten Jahre ab. Durch die Bestrebung zunehmend variable Vereinbarungen zu treffen, erwartet CBR, dass dieses Verhältnis der variablen Leasingzahlungen zu den gesamten Leasingzahlungen in den zukünftigen Perioden leicht steigen wird. Von den Leasingzahlungen sind zum Stichtag im Operativen Cashflow 1.701,1 TEUR (VJ: 1.470,4 TEUR) erfasst. Dies ist durch geringwertige und kurzfristige Leasingverhältnisse sowie durch variable Leasingzahlungen begründet. Verlängerungsoptionen Einige Immobilienleasingverhältnisse enthalten Verlängerungsoptionen, die bis zu drei Monate vor Ablauf der unkündbaren Vertragslaufzeit vom Konzern ausübungsfähig sind. Nach Möglichkeit strebt CBR beim Abschluss neuer Leasingverhältnisse die Aufnahme von Verlängerungsoptionen an, um operative Flexibilität zu gewinnen. Die Verlängerungsoptionen sind nur von CBR und nicht vom Leasinggeber auszuüben. CBR beurteilt am Bereitstellungsdatum des Leasingobjekts, ob die Ausübung von Verlängerungsoptionen hinreichend sicher ist. CBR bestimmt erneut, ob die Ausübung einer Verlängerungsoption hinreichend sicher ist, wenn signifikante Ereignisse oder Änderungen von Umständen, die innerhalb seiner Kontrolle liegen, eintreten. F.2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Hierin enthalten sind nicht bilanzierte finanzielle Verpflichtungen mit einer vertraglichen Laufzeit über einem Jahr. Eventualverbindlichkeiten bestehen keine. F.3. Beziehungen zu nahestehenden Personen und UnternehmenAls nahestehende Personen und Unternehmen gemäß IAS 24 gelten für die CBR-Gruppe die Personen und Unternehmen, die die CBR-Gruppe beherrschen bzw. einen maßgeblichen Einfluss auf diese ausüben oder durch die CBR-Gruppe beherrscht bzw. maßgeblich beeinflusst werden. Dementsprechend werden die Mitglieder der Geschäftsführung sowie die Gesellschafterin der CBR Service GmbH, die Alteri Style S.à r.L., Luxemburg sowie deren Gesellschafter, die Alteri StyleCayman 1, Ltd., Cayman Islands, die beherrschten Unternehmen und die Mitglieder der Geschäftsführung der Tochterunternehmen der CBR Fashion Gruppe als nahestehende Personen und Unternehmen definiert. Siehe hierzu unter F.5 und F.6. F.4. Anteilsbasierte VergütungDie Alteri Gruppe gewährt bestimmten Mitarbeitern der CBR Gruppe einen Long-term Incentive Plan (LTIP), um eine gemeinsame Ausrichtung der Interessen der CBR Gruppe und der Begünstigten sicherzustellen. Die Alteri Gruppe beabsichtigt daher, den Begünstigten im Rahmen des LTIP eine Bonuszahlung zu gewähren, um den Beitrag der Begünstigten zur betrieblichen Wertschöpfung innerhalb der CBR Gruppe anzuerkennen und zu honorieren. Der individuelle LTIP-Bonus, der an die Begünstigten ausgezahlt wird, hängt vom Eintreten eines Liquiditätsereignisses und der laufenden Beschäftigung der Begünstigten bis zu einem solchen Ereignis ab. Unter Liquiditätsereignis ist jedes Ereignis zu verstehen, das zu einer Ausschüttung oder Kaufpreiszahlung im Sinne des LTIP führt. Unter Ausschüttung sind alle Leistungen zu verstehen, die die Gesellschafterin oder ein mit ihr verbundenes Unternehmen (Alteri Gruppe) von der CBR Gruppe erhalten hat; beispielsweise Gewinnausschüttungen, Kapitalrückzahlungen sowie Tilgungen von Gesellschafterdarlehen. Dazu zählen auch Zahlungen an die Alteri Gruppe seitens der CBR Gruppe, wenn und soweit diese nicht zu marktüblichen Bedingungen erfolgt sind. Als Kaufpreiszahlung gelten alle Erlöse (in Form von Sachleistungen oder Barmitteln), die Mitglieder der Alteri Gruppe im Zusammenhang mit einem Verkauf oder einer anderen Veräußerung von Eigenkapital- oder Schuldtiteln der CBR Gruppe erhalten. Alle im Rahmen des LTIP durch die Alteri Gruppe gewährten Ansprüche wurden gemäß IFRS 2 als anteilsbasierte Vergütung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumenten klassifiziert, da die CBR Gruppe nicht zum Ausgleich der Ansprüche aus dem Plan verpflichtet ist, jedoch von den von den Begünstigten erbrachten Dienstleistungen profitiert. CBR hat die folgenden Parameter im Rahmen der Bewertung berücksichtigt:
Die Bewertung basiert auf einer sogenannten Monte-Carlo-Simulation. Das Bewertungsmodell verwendet zeitkongruente risikofreie Zinssätze, die vom Informationsanbieter Bloomberg bezogen wurden. Zur Schätzung der zeitkongruenten risikofreien Zinssätze wurden Renditen deutscher Staatsanleihen herangezogen. Für die Bewertung der Bezugsrechte wurde die erwartete Volatilität auf der Grundlage der zeitlich kongruenten historischen Volatilität von Peer-Group-Unternehmen ermittelt. Die erwartete Volatilität basiert auf der Annahme, dass zukünftige Trends aus der historischen Volatilität abgeleitet werden können, was bedeutet, dass die tatsächlich auftretende Volatilität von den getroffenen Annahmen abweichen kann. Der Aufwand aus der anteilsbasierten Vergütung wird während des Erdienungszeitraums anteilig mit einer entsprechenden Erhöhung des Eigenkapitals erfasst. Darüber hinaus basiert der erfasste Betrag auf der besten verfügbaren Schätzung der Anzahl der zur Auszahlung kommenden Bezugsrechte und wird überarbeitet, wenn nachfolgende Informationen darauf hinweisen, dass die Anzahl der zur Auszahlung kommenden Bezugsrechte von früheren Schätzungen abweicht. Im Rahmen der Ermittlung des Aufwands aus anteilsbasierter Vergütung zum 31.12.2022 wurde eine durchschnittliche erwartete Fluktuation i.H.v. 7,5% p.a. zugrunde gelegt, welche auf der historischen Fluktuation sowie auf Annahmen des Managements der CBR beruht. Die erwartete Fluktuation wird an zukünftigen Stichtagen auf Basis der aktuellen Erwartungen angepasst. Zum 31.12.2022 wurde im Rahmen des LTIP eine Kapitalrücklage in Höhe von 16,5 Mio. EUR (31.12.2021: 9,8 Mio. EUR) erfasst. Der Periodenaufwand für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember beträgt 6,7 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum 3,9 Mio. EUR). F.5. Geschäfte mit GeschäftsführernDie Konzernmuttergesellschaft CBR Service GmbH wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr von:
als Geschäftsführer vertreten. CBR definiert sein Management als die Geschäftsführer der CBR Service GmbH. Für die Mitglieder des Managements sind die folgenden Gesamtbezüge, in Form von kurzfristig fälligen Leistungen im abgelaufenen Geschäftsjahr angefallen: Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung belaufen sich in 2022 auf 5,3 Mio. EUR (2021 2,1 Mio. EUR). In den Bezügen der Geschäftsführung sind 2,7 Mio. EUR (VJ: 0,0 Mio. EUR) aus anteilsbasierten Vergütungen enthalten. F.6. Geschäfte mit sonstigen nahestehenden UnternehmenDie Konditionen für Darlehen an verbundene Unternehmen und Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen sind unter D.7. F.7. Angaben zum Honorar des AbschlussprüfersFür die im Geschäftsjahr 2022 erbrachten Dienstleistungen des Konzernabschlussprüfers sind insgesamt Aufwendungen in Höhe von 0,5 Mio. EUR (VJ: 0,3 Mio. EUR) erfasst worden. Diese entfallen nahezu vollständig auf Abschlussprüfungsleistungen. Der Abschluss wurde am 9. März 2023 von der Geschäftsführung genehmigt und zur Veröffentlichung frei gegeben.
Isernhagen, den 09. März 2023 CBR Service GmbH Jim Nowak Christian Rudlof BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die CBR Service GmbH, Isernhagen Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der CBR Service GmbH, Isernhagen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der CBR Service GmbH, Isernhagen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Die als ungeprüft gekennzeichneten Teile des Konzernlageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die als ungeprüft gekennzeichneten Teile des Konzernlageberichts. Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Konzernabschlussprüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hannover, 9. März 2023 Deloitte
GmbH
Thorsten Schwibinger, Wirtschaftsprüfer Sebastian Flögel, Wirtschaftsprüfer |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
4 nahegelegene Organisationen
Großhandel mit Textilien
Großhandel mit Geräten der Unterhaltungselektronik
Großhandel mit Geräten der Unterhaltungselektronik
Herstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen