HOCHTIEF Lithium Holding GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Steffen Dr. Schindler seit 24.2.2025 | Prokura |
Damian Georg Dr. Nowak seit 24.2.2025 | Prokura |
Julian Dr. Meyer seit 7.7.2022 | Geschäftsführer |
Erol Dr. Erdem seit 7.7.2022 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
HOCHTIEF AktiengesellschaftEssenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Konzernbericht 2021KOMBINIERTER FINANZ- UND NACHHALTIGKEITSBERICHTDer HOCHTIEF-Konzern auf einen BlickDivision HOCHTIEF AmericasDie Division HOCHTIEF Americas bündelt unsere Bauaktivitäten in den USA und Kanada. Unsere Tochtergesellschaften sind bekannte Player in den Bereichen Hochbau und Infrastruktur: Turner agiert erfolgreich als Nummer 1 im allgemeinen Hochbau in den USA, Flatiron ist gefragt beim Bau von Brücken und Highways (Engineering News-Record 2021). Mehr Informationen finden Sie im Segmentbericht Division HOCHTIEF Asia PacificIn der Division HOCHTIEF Asia Pacific ist unsere Mehrheitsbeteiligung an der CIMIC-Unternehmensgruppe tätig. Die operativen Gesellschaften von CIMIC belegen führende Positionen in den Bereichen Infrastrukturbau, Public-Private-Partnerships, und einem breiten Spektrum an Service-Aktivitäten in Australien und ausgewählten Märkten in der Region Asien-Pazifik. Mehr Informationen finden Sie im Segmentbericht Division HOCHTIEF EuropeDie Division HOCHTIEF Europe fasst unsere operativen Gesellschaften in Europa organisatorisch zusammen. Sie agieren in den Bereichen Infrastruktur- und Hochbau sowie Public-Private-Partnerships und decken die Segmente Verkehrs-, soziale und urbane Infrastruktur ab. Auch Ingenieurdienstleistungen, unter anderem für virtuelles Bauen, gehört zum Portfolio. Mehr Informationen finden Sie im Segmentbericht Abertis-InvestmentHOCHTIEF ist mit 20 Prozent an Abertis Infraestructuras, S.A. beteiligt, einem führenden internationalen Mautstraßenbetreiber. Die Gesellschaft betreibt insgesamt etwa 8.000 Mautstraßenkilometer in 16 Ländern, insbesondere in Frankreich, Spanien, Nordamerika, Brasilien, Chile und Mexiko. Mehr Informationen finden Sie im Segmentbericht Titelseite: Science and Engineering Complex an der Harvard University, Cambridge, USA Gebaut für Wissenschaftler und Ingenieure von morgen: Die Turner Construction Company stellte den Gebäudekomplex für Wissenschaft und Technik auf dem Campus der Harvard University fertig; das Projekt wurde mit einem LEED-Platin-Zertifikat ausgezeichnet. Konzernbericht 2021KOMBINIERTER FINANZ- UND NACHHALTIGKEITSBERICHTDer vorliegende kombinierte Konzernbericht beinhaltet die Finanz- und Nachhaltigkeitsberichterstattung des HOCHTIEF-Konzerns für das abgeschlossene Geschäftsjahr 2021. Er verdeutlicht die enge Beziehung zwischen ökonomischen, ökologischen und sozialen Aspekten sowie ihren Einfluss auf unseren Unternehmenserfolg. Informationen zu diesem BerichtDer Konzernbericht umfasst den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021 und folgt dem am 31. März 2021 veröffentlichten Bericht. Sofern Berichtszeiträume bei der Datenangabe abweichen, Vorjahresvergleiche nicht uneingeschränkt möglich sind oder Betrachtungsgrenzen erreicht werden, weisen wir dies explizit aus. Ende Dezember 2020 finalisierte die australische Tochtergesellschaft CIMIC die geplante Veräußerung von 50 Prozent der Anteile an der Gesellschaft Thiess. Thiess wurde in der HOCHTIEF-Bilanz für 2020 at-Equity einbezogen. Thiess wurde in den nichtfinanziellen Zahlen für das Geschäftsjahr 2021 nicht berücksichtigt. Für eine bessere Vergleichbarkeit der Zahlen aus dem Geschäftsjahr 2021 mit den Vorjahreszahlen werden die Kennzahlen für 2020 ohne die Werte von Thiess an ausgewiesenen Stellen separat als "auf vergleichbarer Basis" ausgewiesen. Für 2021 veröffentlicht Thiess einen eigenen Nachhaltigkeitsbericht. Am 15. Februar 2021 gab CIMIC die Unterzeichnung eines Kaufvertrags mit SALD Investment LLC ("SALD") über den Verkauf der von CIMIC gehaltenen Beteiligung an BICC im Mittleren Osten bekannt. SALD, eine privatwirtschaftliche Investmentgesellschaft mit Sitz in den Vereinigten Arabischen Emiraten, wird die 45-prozentige Beteiligung von CIMIC an BICC zum Nominalwert erwerben. Auch die verbleibenden, im Besitz des CIMIC-Mitgesellschafters befindlichen 55 Prozent an BICC wird SALD ebenfalls zu einem Nominalbetrag erwerben. Der Verkauf deckt alle Beteiligungen von CIMIC im Mittleren Osten ab. Nach Abschluss der Transaktion werden sich alle Unternehmensteile von BICC in den Vereinigten Arabischen Emiraten, in Katar, in Oman und in Saudi-Arabien im Eigentum von SALD befinden. Der Abschluss der Vereinbarung über den Beteiligungserwerb steht noch aus. Er steht unter dem Vorbehalt der Erfüllung bestimmter Vorbedingungen sowie der Erteilung aller erforderlichen Genehmigungen. In einem ersten Schritt wurden die Vertreter von CIMIC im Management am 17. Mai 2021 von Vertretern von SALD abgelöst. Zudem wurde SALD zur Führung des Unternehmens bevollmächtigt. Der Verkauf des Geschäfts in Katar ist abgeschlossen. Die nichtfinanziellen Informationen in diesem Konzernbericht beinhalten keine Informationen (Konzepte und angewandten Due-Diligence-Prozesse, Ergebnisse der Konzepte, Risiken) bezüglich BICC, da für diesen Konzernteil ein Konzept für die nichtfinanziellen Aspekte nicht verfolgt wurde und keine Berichterstattung von nichtfinanziellen Informationen an HOCHTIEF stattgefunden hat. CIMIC hatte zu keinem Zeitpunkt einen beherrschenden Einfluss auf BICC. Während des Veräußerungsprozesses wird BICC vom Erwerber und dessen Managementteam geführt. Das Wohlergehen der Belegschaft von BICC ist CIMIC jedoch wichtig, und CIMIC wird auch weiterhin mit dem Erwerber an einer Lösung dieser Problematik arbeiten. Andere wesentliche Verkäufe oder Übernahmen von Gesellschaften im HOCHIEF-Konzern gab es im Berichtsjahr nicht. Der Konzernabschluss wurde nach den Vorgaben der International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB zu berücksichtigenden handelsrechtlichen Vorschriften (HGB) erstellt. Die Offenlegung erfolgt mit dem verpflichtenden einheitlichen elektronischen Berichtsformat ESEF (European Single Electronic Format). Erstmals wird die delegierte Verordnung zur EU-Klimataxonomie angewendet: In der nichtfinanziellen Erklärung berichtet HOCHTIEF über Art und Umfang seiner nachhaltigen Tätigkeiten im Sinne der Taxonomie-Verordnung. Der Konzernbericht orientiert sich im Hinblick auf Nachhaltigkeitsaspekte an den Standards der Global Reporting Initiative (www.globalreporting.org), die im Sinne von § 289d HGB verwendet werden. Der vorliegende Bericht dient auch als Fortschrittsbericht über die Umsetzung der Prinzipien des UN Global Compact (www.unglobalcompact.org) und wird auf den Internetseiten der Organisation veröffentlicht. Lageberichtsfremde Bestandteile sind entsprechend gekennzeichnet. Die Angaben zu Nachhaltigkeitsthemen beziehen sich auf die für den Konzern relevanten Themen, die unter anderem das Ergebnis einer regelmäßigen Wesentlichkeitsanalyse unter Stakeholdern sind. Stakeholderdialoge wurden im Berichtsjahr im Rahmen der Entwicklung des Nachhaltigkeitsplans 2025 für den HOCHTIEF-Konzern vor allem mit Lieferanten sowie Banken geführt. Ausgewählte Ziele der Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen haben wir den Nachhaltigkeitsthemen von HOCHTIEF zugeordnet und in den Konzernbericht integriert. Eine Erläuterung zu den verwendeten Fachbegriffen finden Sie im Glossar am Ende dieses Konzernberichts. In allen Texten beziehen wir uns grundsätzlich ausdrücklich auf Männer, Frauen und Menschen diversen Geschlechts. Der nächste Konzernbericht wird voraussichtlich im Februar 2023 erscheinen. Bekenntnis zu Fairness, Nachhaltigkeit und InnovationLangfristige Mitgliedschaften und freiwillige Verpflichtungen sind Ausdruck unseres Anspruchs und unserer Verantwortung. Unser Unternehmen wurde überdies auch 2021 in etablierten Nachhaltigkeitsratings positiv bewertet und in Indizes aufgenommen - unten einige Beispiele für diese Auszeichnungen. COMMITMENTS (BEISPIELE)
Weitere Commitments:
MITGLIEDSCHAFTEN (BEISPIELE)
NACHHALTIGKEITSRATINGS/INDIZES (BEISPIELE)
HOCHTIEF BAUT DIE WELT VON MORGEN.HOCHTIEF ist ein technisch ausgerichteter, globaler Infrastrukturkonzern mit führenden Positionen in seinen Kernaktivitäten Bau, Dienstleistungen und Konzessionen/Public-Private-Partnership (PPP). In diesen Bereichen agieren wir erfolgreich auf der Basis unserer in fast 150 Jahren gewonnenen Kompetenzen im Entwickeln, Finanzieren, Bauen und Betreiben. Die Tätigkeitsschwerpunkte liegen in Nordamerika, Australien und Europa. Mit innovativen Lösungen und umfassender Projekt- und Ingenieurkompetenz differenzieren wir uns vom Wettbewerb. So steigern wir die Profitabilität des Unternehmens und schaffen nachhaltig Werte für alle Stakeholder -etwa Kunden, Aktionäre und HOCHTIEF selbst. Der Verantwortung gegenüber unseren Kunden, Geschäftspartnern, Aktionären und Mitarbeitern sowie unserem gesellschaftlichen und natürlichen Umfeld sind wir uns stets bewusst und stehen im Dialog mit vielfältigen Stakeholdergruppen. Im Sinne der Zukunftsfähigkeit fördern wir konsequent das Zusammenspiel von Ökonomie, Ökologie und Sozialem. HOCHTIEF-Konzern: Wesentliche Kennzahlen
Hinweise: Operative Erträge sind bereinigt um nicht-operative Effekte. Umsätze 2020 berichtet sind um Gorgon Jetty und andere kleinere Effekte adjustiert. Die GuV 2020 auf vergleichbarer Basis wurde um den Gewinn aus dem Thiess-Verkauf, Gorgon Jetty sowie weitere CIMIC-Effekte in 2020 adjustiert und beinhaltet eine PPA-Anpassung für Thiess. Gleichsam zum Cashflow und der Auftragsentwicklung wird im Vergleichszeitraum Thiess als 50-prozentiges, nach der Equity-Methode bilanziertes Joint-Venture berücksichtigt und zeigt fortgeführte Aktivitäten. Liebe Aktionäre und Freunde von HOCHTIEF, HOCHTIEF hat im Geschäftsjahr 2021 trotz der großen Herausforderungen durch die Covid-19-Pandemie seine operative Resilienz unter Beweis gestellt. Dank der engen Zusammenarbeit mit unseren Kunden und Partnern sowie einer guten Organisation und Logistik konnten wir das Projektgeschäft erfolgreich weiterführen. Erneut haben unsere Mitarbeitenden hohes Engagement, Disziplin und Flexibilität bewiesen - darauf bin ich stolz. Im abgelaufenen Geschäftsjahr verzeichnete HOCHTIEF beim operativen Konzerngewinn, Cashflow und Auftragseingang solide Zuwächse. Andererseits resultierte aus dem Schiedsspruch zu einem Altprojekt, das den Bau eines Wasserkraftwerks in Chile zum Gegenstand hatte, für den nominalen Konzerngewinn des Jahres 2021 ein negativer Sondereinfluss in Höhe von 195 Mio. Euro. Zum Ende des Berichtszeitraums verfügte der Konzern über ein Nettofinanzvermögen von über 550 Mio. Euro und einen Auftragsbestand von 52 Mrd. Euro, der deutlich über dem Wert von Dezember 2019 vor Beginn der Pandemie liegt. Im Geschäftsjahr 2021 haben wir uns noch stärker auf die Bereiche Umwelt, Soziales und Governance (ESG) fokussiert. HOCHTIEF unterstützt die Ziele des Pariser Abkommens, die Erderwärmung zu stoppen und bis 2050 Klimaneutralität zu erreichen, vorbehaltlos und hat den Ehrgeiz, dieses Ziel für unseren Konzern deutlich früher zu erreichen. Unser Nachhaltigkeitsplan 2025 wurde genehmigt, und wir haben unser Ziel kommuniziert, bereits ab dem Jahr 2045 klimaneutral zu wirtschaften. Der Vorstand, der nun auch um die Position eines Chief Sustainability Officers erweitert wurde, arbeitet federführend an dieser doppelten Transformation - grün und digital -, die ein wesentliches Element unserer Strategie ist. Die ESG-Planung von HOCHTIEF ist ausführlich im nichtfinanziellen Konzernbericht dargestellt. Der operative Konzerngewinn belief sich im Jahr 2021 auf 454 Mio. Euro. Dies entspricht einer Steigerung von 26 Prozent gegenüber den um die Veräußerung der 50-prozentigen Beteiligung an Thiess im Jahr 2020 bereinigten und damit vergleichbaren 359 Mio. Euro des Vorjahres. Das Unternehmen erzielte nach der einmaligen Belastung aus dem Projekt in Chile einen nominalen Konzerngewinn von 208 Mio. Euro, der damit um 33 Prozent unter dem Vorjahresergebnis von 312 Mio. Euro lag. Das operative Ergebnis vor Steuern verbesserte sich um 160 Mio. Euro beziehungsweise 29 Prozent auf 710 Mio. Euro, wozu vor allem die Division HOCHTIEF Asia Pacific und Abertis beitrugen. Die Margen blieben in allen Divisions stabil. Die von HOCHTIEF generierte operative PBT-Marge von 3,3 Prozent lag vor Berücksichtigung von Abertis um 40 Basispunkte höher als im Vorjahr. Der Ergebnisbeitrag aus unserer Beteiligung an dem Mautstraßenbetreiber erhöhte sich im Vorjahresvergleich um 75 Mio. Euro. HOCHTIEF konnte im Geschäftsjahr 2021 robuste Cashflows generieren. Das Net Cash aus laufender Geschäftstätigkeit vor Factoring erreichte im Berichtsjahr 760 Mio. Euro und wurde auch durch eine solide Entwicklung beim Nettoumlaufvermögen gestützt. Nach Abzug der betrieblichen Investitionen von netto 56 Mio. Euro belief sich der Free Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit auf 704 Mio. Euro und lag damit um 10 Prozent höher als im Vorjahr. Zum Ende des Geschäftsjahres 2021 wies HOCHTIEF ein Nettofinanzvermögen von 556 Mio. Euro aus. Nach Eliminierung der Factoring-Effekte ergab sich damit im Vorjahresvergleich ein Anstieg um 292 Mio. Euro. Auch die Vergütung der Aktionäre, die sich im Geschäftsjahr auf 311 Mio. Euro belief, ist hier bereits herausgerechnet. Der Konzern beendete das Quartal mit einer hohen Liquidität von nahezu 5 Mrd. Euro. Zusätzlich stehen bislang nicht in Anspruch genommene Kreditlinien in Höhe von 3,6 Mrd. Euro zur Verfügung. Bei unverändert disziplinierter Angebotsstrategie des HOCHTIEF-Konzerns erhöhte sich der Auftragseingang im Vorjahresvergleich um 8 Mrd. Euro bzw. 36 Prozent auf über 30 Mrd. Euro. Infolgedessen stieg der Auftragsbestand des Konzerns seit Dezember 2020 um über 6 Mrd. Euro bzw. 12 Prozent auf 52 Mrd. Euro und liegt nun deutlich über dem Vor-Covid-Niveau von Dezember 2019 (48,3 Mrd. Euro). Der Auftragsbestand entfällt zur Hälfte auf Projekte in Nordamerika, gefolgt vom asiatisch-pazifischen Raum (41 Prozent) und Europa (9 Prozent). Die für das Geschäftsjahr 2021 vorgeschlagene Dividende von 1,91 Euro je Aktie entspricht einer Ausschüttungsquote von 65 Prozent des nominalen Konzerngewinns beziehungsweise absolut 135 Mio. Euro. Seit 2012 hat HOCHTIEF Dividenden in Höhe von insgesamt 2,1 Mrd. Euro an seine Aktionäre ausgeschüttet. Dieser Betrag entspricht 29,00 Euro je Aktie. Auch zukünftig setzt der Konzern auf eine attraktive Aktionärsvergütung. Aktives Ausloten von Optionen für Kapitalallokationen ist ein wesentliches Element der Konzernstrategie. Mit seiner langjährigen soliden Aufstellung in den wichtigen lokalen Märkten, dem zunehmenden, risikominimierten Auftragsbestand und einer aktuellen Tenderpipeline mit relevanten Projekten in den Kernmärkten im Wert von 600 Mrd. Euro für 2022 und darüber hinaus - darunter auch PPP-Projekte - ist der HOCHTIEF-Konzern für die Zukunft gut positioniert. Hinzu kommen zahlreiche staatliche Konjunkturpakete, die zusätzliche Geschäftschancen bieten. Im Jahr 2021 hat HOCHTIEF seine digitale Transformation fortgesetzt, angeführt von unserem Technologie- und Innovations-Hub Nexplore. Nexplore prüft systematisch Technologie und das Marktumfeld im IT-Bereich auf Einsatzmöglichkeiten in unseren Geschäftsfeldern und entwickelt maßgeschneiderte Software, Tools und Prozesse für unsere Branche. Zum aktuell bearbeiteten Themenspektrum zählen etwa Künstliche Intelligenz, virtuelle Realität, Machine-Learning, Internet der Dinge und Industrie 4.0. Die von Nexplore entwickelten Produkte und digitalen Verfahren sollen kontinuierlich die Effizienz und Ausführungsqualität steigern sowie die Projektsteuerung optimieren. Zahlreiche Nexplore-Produkte sind bereits in der praktischen Anwendung. Die Auftraggeber, Projektpartner und Mitarbeitenden profitieren unmittelbar von diesen Innovationen. HOCHTIEF hat 2021 seine führende Rolle bei ESG-Themen weiter verbessert und sich das Ziel gesetzt, bis 2045 klimaneutral zu sein. Zur digitalen Transformation, die wir mit Nexplore bereits erfolgreich eingeleitet haben, kommt nun ergänzend die grüne Transformation. Wir rücken nachhaltiges Handeln noch stärker ins Zentrum unserer Arbeit. Schon jetzt gehören wir mit unserer Nachhaltigkeitsleistung zu den führenden Unternehmen unserer Branche: HOCHTIEF wurde 2021 zum 16. Mal in Folge in den renommierten Dow Jones Sustainability Index aufgenommen und ist als eines von nur drei Infrastrukturunternehmen im DJSI-World-Index gelistet. Auch Rating-Agenturen bewerten HOCHTIEF positiv - so erhielt der Konzern etwa von Sustainalytics das Prädikat "ESG Top-Rated" und behielt das AA-ESG-Rating von MSCI bei. Im Klimaranking CDP ist HOCHTIEF erneut mit einem B-Rating vertreten und wurde im Berichtsjahr als einer der "Financial Times' Europe's Climate Leaders 2021" ausgezeichnet. Diese führende Rolle in den Bereichen Umwelt, Soziales und verantwortungsvolle Unternehmensführung, auch ESG (Environmental, Social and Governance) genannt, werden wir weiter ausbauen. In einem umfassenden konzernweiten Dialogprozess, in den auch Kunden, Nachunternehmen und Lieferanten einbezogen wurden, haben wir unseren "Nachhaltigkeitsplan 2025" entwickelt. Er setzt unsere Arbeit im Einklang mit den Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen fort und enthält ein klares Commitment: Wir wollen das Pariser Abkommen unterstützen und bis 2045 klimaneutral sein, inklusive eines Netto-Null-Ziels für Scope-1- und -2-Emissionen bis 2038. Mit dem Nachhaltigkeitsplan 2025 beziehen wir Stellung und übernehmen Verantwortung. Die vielfältigen Aspekte unserer Initiative und die konkreten Zielsetzungen stellen wir in diesem Konzernbericht detailliert dar. KonzernausblickVor dem Hintergrund solider Margen, einer positiven Cashflow-Entwicklung und eines zunehmenden Auftragsbestands in unseren Kernmärkten, der im Jahr 2021 von einem starken Anstieg der Auftragseingänge profitierte, beurteilen wir die Aussichten für HOCHTIEF positiv. Wir streben für 2022 einen operativen Konzerngewinn im Bereich von 475 bis 520 Mio. Euro an, entsprechend einer Steigerung von 5 bis 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Mit unserer technischen Kompetenz, unserer starken Konzernbilanz und der fokussierten Aufstellung in unseren Kernmärkten sind wir für die Zukunft gut positioniert. Im Jahr 2023 wird HOCHTIEF 150 Jahre alt. In aller Welt bekannte Meilensteinprojekte prägen die Historie unseres Konzerns. Dank unserer Mitarbeitenden, die jeden Tag exzellente Team-Leistungen unter Beweis stellen, können wir unsere Top-Position ausbauen - heute und morgen.
Ihr Marcelino Fernández Verdes, Vorsitzender des Vorstands Bericht des AufsichtsratsSehr geehrte Aktionäre,Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2021 sämtliche Aufgaben wahrgenommen, die er nach Gesetz und Satzung zu erfüllen hat. Es haben im abgelaufenen Geschäftsjahr vier ordentliche Sitzungen, eine außerordentliche Sitzung und die konstituierende Sitzung nach der Neuwahl des Aufsichtsrats stattgefunden. In den ordentlichen und der einen außerordentlichen Sitzung hat der Aufsichtsrat die gebotenen Entscheidungen auf Basis von Beschlussvorschlägen des Vorstands getroffen. Im Gesamtaufsichtsrat und in den Ausschüssen hatte er ausreichend Gelegenheit, sich mit den Vorlagen im Detail zu befassen. Der Aufsichtsrat hat alle nach Gesetz oder Satzung erforderlichen Beschlüsse gefasst, sofern erforderlich, tat er dies im schriftlichen Verfahren. Mit einer Ausnahme haben sämtliche Mitglieder des Aufsichtsrats während ihrer Amtszeit an allen Sitzungen des Gremiums teilgenommen. Eine individualisierte Übersicht über die Sitzungspräsenz im Aufsichtsrat und in seinen Ausschüssen zeigt die nachfolgende Tabelle. Sowohl die Anteilseigner- als auch die Arbeitnehmervertreter haben die Aufsichtsratssitzungen regelmäßig in getrennten Diskussionen vorbereitet. Zu einzelnen Themen hat sich der Aufsichtsrat ohne Beisein des Vorstands besprochen. Beratungsschwerpunkte. Im Geschäftsjahr 2021 hat sich der Aufsichtsrat mit einer großen Zahl von Themen befasst. Dabei standen die erheblichen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Rentabilität und Liquidität des Konzerns sowie die dadurch notwendigen Anpassungen des Geschäftsbetriebs weiterhin im Fokus. Gegenstand der sechs Sitzungen waren darüber hinaus folgende Themen: In der Bilanzsitzung am 18. Februar 2021 sowie in der außerordentlichen Sitzung am 30./31. März 2021 erörterte der Aufsichtsrat jeweils den Jahres- und den Konzernabschluss 2020. Hierbei befasste er sich auch mit der Vollkonsolidierung von BIC Contracting LLC (BICC) in Dubai, VAE. Ebenso beschäftigte er sich mit der Tagesordnung sowie den Beschlussvorschlägen für die Hauptversammlung im Mai 2021 einschließlich des Dividendenvorschlags betreffend das Geschäftsjahr 2020. Ein weiterer Punkt war die operative Planung und die Finanz- und Bilanzplanung für die Jahre 2021 bis 2023. Der Vorstand erläuterte hierzu die wesentlichen Prämissen für die Planung und gab einen Überblick über bedeutende Entwicklungen im HOCHTIEF-Konzern. Der Aufsichtsrat hat die Planung des Vorstands beraten und zustimmend zur Kenntnis genommen. Weiterer Tagesordnungspunkt war die Vergütung für die Vorstandsmitglieder. Hierbei hat der Aufsichtsrat über das Vergütungssystem für die Vorstandsmitglieder beraten und dazu Beschluss gefasst. In der Sitzung am 5. Mai 2021 berichtete der Vorstand sowohl über den Geschäftsverlauf im ersten Quartal als auch über die bevorstehende Hauptversammlung. Weiterhin informierte der Vorsitzende des Prüfungsausschusses über die Berichte, die der Chief Compliance Officer und der Leiter der Konzernrevision dem Ausschuss erstattet hatten. Präsenz der Aufsichtsratsmitglieder bei Sitzungen 2021 1
Nach der Hauptversammlung am 6. Mai 2021 kamen sämtliche gewählten Anteilseigner- und Arbeitnehmervertreter des Aufsichtsrats zu einer konstituierenden Sitzung zusammen. In dieser Sitzung wählten sie den Aufsichtsratsvorsitzenden und seinen Stellvertreter. Außerdem wurden die Mitglieder der Ausschüsse des Aufsichtsrats und deren Vorsitzende gewählt. In der Aufsichtsratssitzung am 16. September 2021 wurde der Geschäftsverlauf des ersten Halbjahres erörtert. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses berichtete über die Ergebnisse der prüferischen Durchsicht des Halbjahresabschlusses sowie über die Prüfungsstrategie zur Konzernabschlussprüfung 2021. Weiterhin befasste sich der Aufsichtsrat in dieser Sitzung mit Vorstandsangelegenheiten. Hierbei wurde insbesondere das Diversitäts-Konzept für den Vorstand erörtert und beschlossen. Außerdem wurde Frau Martina Steffen als weiteres Mitglied des Vorstands bestellt. Am 28. Oktober 2021 fand die letzte Sitzung des Aufsichtsrats im Berichtsjahr statt. In dieser Sitzung besprach der Aufsichtsrat den Geschäftsverlauf der ersten neun Monate des Geschäftsjahres. Weiterhin wurde das Gesamtgremium über die Erörterungen im Prüfungsausschuss zum Risikomanagementsystem und den Risikobericht informiert. Weiter fasste der Aufsichtsrat Beschlüsse über die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG sowie über die Erklärung zur Unternehmensführung. Über die Corporate Governance der Gesellschaft berichtet der Aufsichtsrat gemeinsam mit dem Vorstand in der Erklärung zur Unternehmensführung. In der Sitzung hat sich der Aufsichtsrat auch mit der Prüfung der nichtfinanziellen Konzernberichterstattung befasst. Der Abschlussprüfer, die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, wurde durch den Aufsichtsrat zum Prüfer für die nichtfinanzielle Berichterstattung im Rahmen des Konzernberichts 2021 (gesonderte betriebswirtschaftliche Prüfung mit begrenzter Sicherheit) bestellt. Der Aufsichtsrat hat vier Ausschüsse gebildet, deren Mitglieder im Kapitel Gremien aufgeführt sind. Die Ausschüsse haben die Aufgabe, die Themen und Beschlüsse der Aufsichtsratssitzungen vorzubereiten. Zum Teil hat der Aufsichtsrat den Ausschüssen auch die Entscheidungskompetenz zu einzelnen Themen übertragen. Die Vorsitzenden der Ausschüsse haben den Aufsichtsrat regelmäßig über die Beratungen und Entscheidungen der Ausschüsse informiert. Der Prüfungsausschuss tagte im Jahr 2021 fünfmal. Die Quartalsfinanzberichte, der Halbjahresabschluss, der Jahresabschluss sowie der Konzernabschluss waren Gegenstand intensiver Beratungen. Die Berichte und Abschlüsse haben der Aufsichtsrat bzw. der Prüfungsausschuss jeweils vor der Veröffentlichung mit dem Vorstand erörtert. Der Prüfungsausschuss gab dem Aufsichtsrat eine Empfehlung für dessen Vorschlag an die Hauptversammlung zur Wahl des Abschlussprüfers und bereitete außerdem die Erteilung des Prüfungsauftrags inklusive der Honorarvereinbarung vor. Zudem befasste sich der Prüfungsausschuss mit dem Risikomanagementsystem des Konzerns, dem rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystem und dem Bericht der internen Revision. Der Chief Compliance Officer berichtete dem Ausschuss in einem ausführlichen Vortrag über die Entwicklung der Compliance-Organisation, einzelne potenzielle Compliance-Fälle und daraus folgende Maßnahmen. Ein weiteres regelmäßiges Thema der Sitzungen im abgelaufenen Geschäftsjahr waren die Berichte über wesentliche Projekte der Divisions HOCHTIEF Americas, HOCHTIEF Asia Pacific und HOCHTIEF Europe. Im Jahr 2021 trat der Personalausschuss zu zwei Sitzungen zusammen. In diesen Sitzungen befasste er sich mit den Details der Vorstandsbezüge, der Festlegung des Vergütungssystems für die Mitglieder des Vorstands sowie dem Diversitäts-Konzept für den Vorstand und fasste die notwendigen Beschlüsse. In diesem Zusammenhang bereitete der Personalausschuss die Personalentscheidungen des Aufsichtsrats vor und sprach hierfür die notwendigen Empfehlungen an das Plenum aus. Der Nominierungsausschuss und der Vermittlungsausschuss gemäß § 27 Abs. 3 MitbestG wurden 2021 nicht einberufen. Interessenkonflikte. Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind nach den Regeln des Deutschen Corporate Governance Kodex und der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats gehalten, unverzüglich offenzulegen, wenn bei ihnen Interessenkonflikte auftreten. Im Berichtsjahr 2021 sind keine entsprechenden Mitteilungen eingegangen. Jahresabschluss 2021. Der vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellte Jahresabschluss der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, der Konzernabschluss nach IFRS (International Financial Reporting Standards) und der mit dem Lagebericht der HOCHTIEF Aktiengesellschaft zusammengefasste Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021 sind geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Die Prüfung führte die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft durch, die von der Hauptversammlung am 6. Mai 2021 zum Abschlussprüfer gewählt und vom Aufsichtsrat mit der Prüfung des Jahres- und des Konzernabschlusses beauftragt worden war. Die Prüfung erfolgte unter Einbeziehung der Buchführung. Darüber hinaus prüfte die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft den nichtfinanziellen Konzernbericht. Die Prüfung durch diesen Abschlussprüfer erfolgte zum dritten Mal nach dem letzten Prüferwechsel. Die für die Durchführung verantwortlichen Wirtschaftsprüfer wechseln entsprechend den gesetzlichen Vorgaben. Verantwortliche Wirtschaftsprüferin ist im Berichtsjahr Frau Charlotte Salzmann für den Konzernabschluss und für den Jahresabschluss. Der Abschlussprüfer hat festgestellt, dass der Vorstand über ein geeignetes Risikofrüherkennungssystem verfügt. Die vorgenannten Unterlagen sowie der Konzernbericht, der Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers sind allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig vor der Sitzung des Prüfungsausschusses bzw. vor der Bilanzsitzung am 23. Februar 2022 übersandt worden. Zusätzlich vorgelegt wurde der gesonderte nichtfinanzielle Konzernbericht. Der Vorstand hat die Unterlagen zudem in der Sitzung mündlich erläutert. In der Sitzung erörterten die verantwortlichen Wirtschaftsprüfer die wichtigsten Ergebnisse der Prüfung und standen für darüber hinausgehende Auskünfte zur Verfügung. Der Prüfungsausschuss hatte sich vor der Sitzung des Aufsichtsrats eingehend mit diesen Unterlagen befasst und anschließend dem Aufsichtsrat die Billigung der Abschlüsse empfohlen. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Konzernabschluss, den mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefassten Konzernlagebericht, den gesonderten nichtfinanziellen Konzernbericht und den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns geprüft und keine Einwendungen erhoben. Unter Berücksichtigung der Beratung im Prüfungsausschuss hat der Aufsichtsrat im Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses durch den Abschlussprüfer zugestimmt. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss gebilligt und damit den Jahresabschluss festgestellt. Er schließt sich dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns an. Bericht gemäß § 312 AktG. Der vom Vorstand gemäß § 312 AktG erstellte Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen ist vom Abschlussprüfer geprüft worden. Dieser Bericht, ebenso wie der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers, ist allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig vor der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats übermittelt worden. Die verantwortlichen Wirtschaftsprüfer nahmen an den Besprechungen des Aufsichtsrats über diese Vorlagen teil und erörterten die wichtigsten Ergebnisse der Prüfung. Der Aufsichtsrat hat den Bericht gemäß § 312 AktG geprüft und als in Ordnung befunden. Der Abschlussprüfer hat den Bestätigungsvermerk gemäß § 313 Abs. 3 AktG wie folgt erteilt: "Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass 1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, 2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war." Der Aufsichtsrat hat von dem Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers zustimmend Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen. Personelle Veränderungen im Aufsichtsrat. Mit Ablauf der Wahlperiode am 6. Mai 2021 sind von den Arbeitnehmervertretern Herr Arno Gellweiler und Frau Sabine Roth aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Der Aufsichtsrat dankt Herrn Gellweiler und Frau Roth für die langjährige, vertrauensvolle Zusammenarbeit und ihren fachmännischen Rat. Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 6. Mai 2021 sind alle bisherigen Anteilseignervertreter erneut zu Mitgliedern des Aufsichtsrats gewählt worden. Von den Arbeitnehmern wurde Herr Fritz Bank als Nachfolger für einen der beiden ausgeschiedenen Arbeitnehmervertreter in den Aufsichtsrat gewählt. Frau Natalie Drews wurde durch Beschluss des Amtsgerichts Essen vom 4. Juni 2021 als Arbeitnehmervertreterin zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt. Die übrigen Arbeitnehmervertreter sind erneut zu Mitgliedern des Aufsichtsrats gewählt worden. In seiner konstituierenden Sitzung am 6. Mai 2021 hat der Aufsichtsrat Herrn Pedro López Jiménez erneut zum Vorsitzenden und Herrn Matthias Maurer zu seinem Stellvertreter gewählt. Unterstützung bei der Amtseinführung (Onboarding). Gemäß Empfehlung D.12 des Deutschen Corporate Governance Kodex soll im Bericht des Aufsichtsrats über durchgeführte Maßnahmen zur Unterstützung von neu gewählten Mitgliedern des Aufsichtsrats bei ihrer Amtseinführung berichtet werden (Onboarding). Im Rahmen der Neuwahlen zum Aufsichtsrat in 2021 sind zwei Arbeitnehmervertreter neu in den Aufsichtsrat eingetreten. Zur Amtseinführung haben die neuen Aufsichtsratsmitglieder eine Anzahl von Schlüsseldokumenten erhalten, wie z.B. die Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat und die Satzung der Gesellschaft. Außerdem wurden die beiden neuen Aufsichtsratsmitglieder durch ein persönliches Gespräch mit Führungskräften der Gesellschaft mit der Organisation und Arbeitsweise des Aufsichtsrats vertraut gemacht und hatten hierbei ausführlich die Gelegenheit, Fragen zu stellen. Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand, den Unternehmensleitungen sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die im abgelaufenen Geschäftsjahr geleistete Arbeit und ihren tatkräftigen und loyalen Einsatz für den Erfolg des Unternehmens Dank und Anerkennung aus.
Essen, im Februar 2022 Der Aufsichtsrat Pedro López Jiménez, Vorsitzender VorstandMarcelino Fernández Verdes, Vorsitzender des Vorstands,Jahrgang 1955, gehört seit April 2012 dem Vorstand der HOCHTIEF Aktiengesellschaft in Essen an und ist seit November 2012 Vorstandsvorsitzender der HOCHTIEF Aktiengesellschaft und ist für alle Divisions zuständig. Von März 2014 bis Oktober 2016 war er Chief Executive Officer (CEO) der australischen HOCHTIEF-Tochtergesellschaft CIMIC, von Juni 2014 bis November 2020 war er Executive Chairman bei CIMIC. Von Mai 2017 bis Mai 2021 gehörte er als CEO dem Board of Directors von ACS, dem Mehrheitsaktionär von HOCHTIEF, an. Im Board of Directors der HOCHTIEF-Finanzbeteiligung Abertis ist er seit Mai 2018 President. Am 18. Mai 2018 wurde er zum Chairman von Abertis ernannt. Marcelino Fernández Verdes studierte Bauingenieurwesen an der Universität in Barcelona und nahm seit 1984 unterschiedliche Positionen in der Baubranche wahr. 1994 wurde er General Manager bei OCP und im Jahr 1997 General Manager und 2000 Chairman und CEO der Gesellschaft ACS Proyectos, Obras y Construcciones. Nach der Fusion von Grupo ACS und Grupo Dragados 2003 übernahm Fernández Verdes die Position des Chairman und CEO von Dragados S.A. Ab 2006 war er Chairman und CEO sowohl der Bau- als auch der Umwelt- und Konzessionssparte von ACS Actividades de Construcción y Servicios, S.A. Im Jahr 2000 wurde Fernández Verdes in das Executive Committee der ACS Group und 2006 in den Board of Directors der ACS Servicios y Concesiones, S.L. (Chairman und CEO) berufen. Peter Sassenfeld, Finanzvorstand,Jahrgang 1966, ist seit November 2011 Mitglied des Vorstands der HOCHTIEF Aktiengesellschaft in Essen. Als Finanzvorstand der HOCHTIEF Aktiengesellschaft ist er für die Konzernabteilungen Mergers & Acquisitions, Controlling, Finanzen, Capital Markets Strategy/Investor Relations, Rechnungswesen und Steuern sowie Versicherungen zuständig. Seit Juli 2015 ist er zudem Finanzvorstand der HOCHTIEF Solutions AG. Peter Sassenfeld studierte Betriebswirtschaftslehre an der Universität des Saarlandes. Nach seinem Studium arbeitete er zunächst in verschiedenen Managementpositionen bei Mannesmann im In- und Ausland. Anschließend leitete er die weltweiten Mergers- und Acquisitions-Aktivitäten des Bayer-Konzerns in Leverkusen. Seit Oktober 2005 war er für die Krauss-Maffei Group in München tätig, ab Februar 2007 als Finanzvorstand der KraussMaffei AG. Im Mai 2010 übernahm Sassenfeld den Finanzvorstand der Ferrostaal AG in Essen. José Ignacio Legorburo,Jahrgang 1965, ist seit Mai 2014 Mitglied des Vorstands der HOCHTIEF Aktiengesellschaft in Essen. Dort ist er Chief Operating Officer (COO) und verantwortet in der Division Europe die Beteiligungsgesellschaften Infrastructure und Engineering. Im Mai 2014 wurde Legorburo zum Vorstandsmitglied und Chief Operating Officer (COO) der HOCHTIEF Solutions AG ernannt. In mehr als 25 Jahren Tätigkeit innerhalb der europäischen Baubranche leitete er zuvor als European Managing Director die ACS-Bautochter Dragados und weitete deren Geschäft innerhalb Europas, mit Fokus auf Großbritannien, aus. Außerdem führte er weitere Einheiten von ACS, zum Beispiel die Hochbausparte des Bauunternehmens Vias. Zuvor war er seit 1989 im ACS-Konzern als Bauingenieur und Projektleiter, später als Managing Director aktiv. Legorburo hat Bauingenieurwesen an der Universität in Madrid studiert. Nikolaus Graf von Matuschka,Jahrgang 1963, ist seit Mai 2014 Mitglied des Vorstands der HOCHTIEF Aktiengesellschaft in Essen. Dort verantwortet er die Bereiche PPP, Real Estate und Internal Services und ist zudem für die Konzernabteilung IT und damit für das Thema IT-Sicherheit zuständig. Er war von November 2015 bis September 2021 Arbeitsdirektor und bis Mai 2021 verantwortlich für das Thema Nachhaltigkeit/Corporate Responsibility im HOCHTIEF-Konzern. Nikolaus Graf von Matuschka ist seit 1998 für HOCHTIEF in wechselnden Managementpositionen tätig und war für verschiedene Segmente und Regionen des Europageschäfts von HOCHTIEF direkt verantwortlich. Seit Februar 2013 ist er Vorstandsmitglied der HOCHTIEF Solutions AG, im Mai 2014 wurde er dort zum Vorstandsvorsitzenden (CEO) berufen. Graf von Matuschka ist Industriekaufmann und verfügt über ein Wirtschaftsdiplom Betriebswirt (VWA) sowie den Bachelor of Business Administration B.B.A. der Universität Hogeschool van Utrecht. Martina Steffen,Jahrgang 1970, ist seit September 2021 Mitglied des Vorstands und Arbeitsdirektorin der HOCHTIEF Aktiengesellschaft in Essen. Sie verantwortet das Personalressort des Konzerns und als Chief Sustainability Officer den Bereich Nachhaltigkeit. Seit Oktober 2021 ist sie ebenfalls Mitglied des Vorstands und Arbeitsdirektorin der HOCHTIEF Solutions AG. Martina Steffen ist bereits seit 1989 für HOCHTIEF in wechselnden Positionen tätig, seit August 2009 leitet sie die Konzernabteilung Personal der HOCHTIEF Aktiengesellschaft und im Mai 2021 hat sie zusätzlich die Aufgabe des Chief Sustainability Officer für die HOCHTIEF-Gruppe übernommen. Davor war sie in verschiedenen Funktionen im IT- und Personalbereich im HOCHTIEF-Konzern tätig. Martina Steffen ist Datenverarbeitungskauffrau und verfügt über ein Wirtschafts-Diplom Informatik-Betriebswirtin (VWA). HOCHTIEF am KapitalmarktEntwicklung der europäischen AktienmärkteDie Entwicklung der europäischen Aktienmärkte im Jahr 2021 lässt sich in zwei Phasen unterteilen: In der ersten Jahreshälfte verzeichneten die Märkte solide Zuwächse, wobei vor allem die Entwicklung der Unternehmensgewinne positive Resonanz fand. Dazu trugen nicht zuletzt die weltweit angelaufene Covid-19-Impfkampagne und ein groß angelegtes Konjunkturpaket in den USA sowie die stützende Geldpolitik der Notenbanken bei. Im zweiten Halbjahr trübten die neu aufkommenden Covid-19-Virusvarianten und globale Lieferengpässe die Aussichten auf eine Konjunkturerholung. Hinzu kommt, dass die Notenbanken angesichts der deutlich anziehenden Inflation ihre bis dato expansive Geldpolitik zurückfahren und die Leitzinsen anheben dürften. Ende 2021 erreichte das Zinsniveau nahezu einen Jahreshöchststand, was sich ungünstig auf die relative Attraktivität von Aktien als Anlageklasse auswirkte. Die Performance von Sektoren, Teilsektoren und Einzeltiteln zeigte die übliche Schwankungsbreite. Der DAX legte im Gesamtjahr 2021 um 16 Prozent zu (2020: +4 Prozent), während der SDAX um 11 Prozent (2020: +9 Prozent) stieg. Der Sektorindex STOXX Europe 600 Construction & Materials erzielte ein Plus von 31 Prozent (2020: -3 Prozent). Hier fiel insbesondere die sehr starke Performance mehrerer Baustoffunternehmen positiv ins Gewicht. Kursentwicklung der HOCHTIEF-AktieZum Jahresende schloss die HOCHTIEF-Aktie bei 71,00 Euro. Einschließlich der Dividende in Höhe von 3,93 Euro je Aktie betrug der Total Shareholder Return 2021 somit -6 Prozent. Total Shareholder Return nach Quartalen in Prozent (2021)
HOCHTIEF-Aktie: Kennzahlen
1 Per Jahresende
AktionärsvergütungDie für das Geschäftsjahr 2021 vorgeschlagene Dividende von 1,91 Euro je Aktie entspricht einer Ausschüttungsquote von 65 Prozent des nominalen Konzerngewinns bzw. absolut 135 Mio. Euro. Seit 2012 hat HOCHTIEF Dividenden in Höhe von insgesamt 2,1 Mrd. Euro an seine Aktionäre ausgeschüttet. Dieser Betrag entspricht 29,00 Euro je Aktie. Auch zukünftig setzt der Konzern auf eine attraktive Aktionärsvergütung. AktienrückkaufIm Rahmen unseres am 8. November 2021 angekündigten Aktienrückkaufprogramms wurden bis zum Jahresende insgesamt 71.650 Aktien zu einem durchschnittlichen Preis von 69,20 Euro zurückgekauft. Das Aktienrückkaufprogramm beruht auf der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 28. April 2020. Zwischen dem 8. November 2021 und dem 7. November 2022 werden bis zu 4,6 Mio. HOCHTIEF-Aktien zurückgekauft. Dies entspricht etwa 6,5 Prozent des Grundkapitals des Unternehmens. AktionärsstrukturDie Zahl der im Umlauf befindlichen HOCHTIEF-Aktien blieb im Verlauf des Jahres 2021 unverändert bei 70,65 Mio. Stück. Größter Aktionär bleibt ACS mit einer Beteiligungsquote von unverändert 50,4 Prozent (35.611.834 Aktien). Atlantia gab am 7. Mai 2021 bekannt, dass die Beteiligungsquote von den zuvor am 2. Mai 2019 gemeldeten 18,0 Prozent (12.725.470 Aktien) auf 15,9 Prozent (11.235.329 Aktien) zurückgeführt wurde. HOCHTIEF hielt zum Jahresende 2.525.851 eigene Aktien (2.459.263 per Ende 2020), was 3,6 Prozent des Grundkapitals entspricht. Der Anteil der Aktien im Streubesitz belief sich Ende 2021 auf 30,1 Prozent gegenüber 28,1 Prozent Ende 2020.
AnalystenDie diversifizierten Aktivitäten und die starke Marktposition von HOCHTIEF in den entwickelten Märkten werden von den Analysten weiterhin honoriert. Zum Jahresende verzeichnete HOCHTIEF drei Kauf- und sechs Halteempfehlungen. Verkaufsempfehlungen wurden nicht abgegeben. Das durchschnittliche Kursziel der Analysten lag zum Jahresende bei 83 Euro je Aktie, was zu diesem Zeitpunkt einem Aufwärtspotenzial von mehr als 17 Prozent entsprach. Die aktuellen Bewertungen und das durchschnittliche Kursziel der Analysten finden Sie auf unserer Internetseite (www.hochtief.de/investor-relations/hochtief-aktie). Ratingverteilung der Analysten (zum 31.12.)
KapitalmarktkommunikationDie transparente und zeitnahe Kommunikation mit dem Markt hat für das HOCHTIEF-Management und die Abteilung Capital Markets Strategy/Investor Relations hohe Priorität. 2021 haben wir an einer Reihe virtueller internationaler Investorenkonferenzen teilgenommen und dem Markt unsere Quartalsergebnisse regelmäßig in Telefonkonferenzen vorgestellt. Auf unserer Internetseite stellen wir in der Rubrik Investor Relations alle Dokumente, die zu den Quartalsergebnissen veröffentlicht werden, und weitere für die Aktionäre relevante Informationen zur Verfügung. HOCHTIEF für starke Nachhaltigkeitsleistung ausgezeichnetHOCHTIEF wurde auch 2021 wieder für sein großes Engagement im Nachhaltigkeitsbereich ausgezeichnet und qualifizierte sich erneut für die Aufnahme in wichtige Nachhaltigkeitsindizes. So wurde der Konzern zum sechzehnten Mal in Folge von S&P Global in den international renommierten Dow Jones Sustainability Index (DJSI) World aufgenommen. Die Aktie von HOCHTIEF ist zudem weiterhin im FTSE4Good-Index vertreten. Außerdem wird der Konzern erneut im S&P Global Sustainability Yearbook 2021 in der Kategorie Bronze aufgeführt. Grundlage für die Bronze-Einstufung im Berichtsjahr ist ein im Corporate Sustainability Assessment (CSA) 2020 von S&P Global vergebenes Rating, das zu den besten 5-10 Prozent der jeweiligen Branche zählt. Auch im Jahr 2021 hat MSCI für den Konzern ein starkes AA-ESG-Rating vergeben. Sustainalytics führt HOCHTIEF in seinem globalen Nachhaltigkeitsranking unter den besten 10 Prozent in der Kategorie "Construction & Engineering". Der Konzern erhielt damit das Prädikat "ESG Top-rated". HOCHTIEF ist bei der internationalen CSR-Plattform EcoVadis mit dem Gold-Status registriert. Der Konzern gehört damit zu den besten fünf Prozent der bewerteten Unternehmen. Des Weiteren sind wir langjährige Teilnehmer am Klimaranking CDP. Hier hat HOCHTIEF erneut ein B-Rating erhalten, womit der Konzern über dem Durchschnitt aller bewerteten Unternehmen liegt. Weitere Informationen finden Sie unter: www.hochtief.de/investor-relations LennetalbrückeHagen, DeutschlandIm März 2021 verschob HOCHTIEF an der Autobahn 45 eine Brücke von fast 1.000 Metern Länge. Einen vergleichbaren Querverschub hatte es in Deutschland bislang nicht gegeben. Zusammengefasster LageberichtKonzernstruktur und GeschäftstätigkeitKonzernstruktur 2021
Konzernstruktur 2021Die operativen Gesellschaften des HOCHTIEF-Konzerns sind den drei Divisions HOCHTIEF Americas, HOCHTIEF Asia Pacific und HOCHTIEF Europe zugeordnet. Hinzu kommt die Beteiligung von 20 Prozent des HOCHTIEF-Konzerns am Mautstraßenbetreiber Abertis Infraestructuras, die seit Ende 2019 in der Einheit Abertis-Investment ausgewiesen wird. Abertis ist einer der - nach Kilometern im Betrieb - führenden internationale Mautstraßenbetreiber und verantwortet in mehreren Ländern Europas, Amerikas und Asiens das Management von Straßen mit hohem Verkehrsaufkommen. Zu Beginn des Geschäftsjahres, am 15. Februar 2021, gab das HOCHTIEF-Tochterunternehmen CIMIC die Unterzeichnung eines Kaufvertrags mit SALD Investment LLC ("SALD") über seine Beteiligung von 45 Prozent an der BIC Contracting LLC (BICC) in Dubai, Vereinigte Arabische Emirate, bekannt. Dementsprechend wird BICC als aufgegebener Geschäftsbereich (nicht fortgeführte Aktivitäten) gemäß IFRS 5 klassifiziert und zum 31. Dezember 2021 entsprechend ausgewiesen. Die Konzernstruktur spiegelt die starke Regionalpräsenz mit Fokus auf entwickelte Märkte (weitere Informationen finden Sie auf Seite 2 sowie im Kapitel Märkte). Die globale Präsenz in ausgewählten Kernmärkten ermöglicht es dem Konzern, vielfältige regionale Marktchancen zu realisieren. HOCHTIEF ist eines der internationalsten Unternehmen der Baubranche und erbringt etwa 96 Prozent der Leistung außerhalb des Heimatmarkts Deutschland. Die strategische und operative Management-Holding von HOCHTIEF leitet den Konzern durch Führung und Steuerung. Die Verantwortung für die strategische, organisatorische und operative Entwicklung des gesamten Konzerns liegt beim Vorstand sowie bei den zentralen Konzernabteilungen (Steuerungsebene). Die Holding umfasst die folgenden Konzernabteilungen: Corporate Governance/Konzerncompliance und Recht/Konzernrevision, Personal, IT, Mergers and Acquisitions und Innovation, Kommunikation, Controlling, Finanzen, Capital Markets Strategy/Investor Relations, Rechnungswesen und Steuern sowie Versicherungen. Geschäftstätigkeit des HOCHTIEF-Konzerns 1Der globale Infrastrukturkonzern HOCHTIEF konzentriert sich auf Aktivitäten in den Segmenten Bau und Services sowie Public-Private-Partnership (PPP) und Konzessionen und deckt überwiegend in entwickelten Märkten den gesamten Lebenszyklus von Infrastrukturprojekten ab. Diese Leistungen erbringt HOCHTIEF auf der Basis seiner langjährigen Erfahrung im Entwickeln, Finanzieren, Bauen und Betreiben. Der Konzern verfügt mit seinem Leistungsspektrum und der globalen Aufstellung über ein ausgewogenes Geschäftsprofil. Die Tochtergesellschaften des Konzerns sind in ihren Märkten erfolgreich positioniert. Die operativen Gesellschaften und Fachabteilungen kooperieren eng miteinander - so entsteht ein kontinuierlicher globaler Wissenstransfer im Konzern, von dem unsere Stakeholder profitieren. Die Zusammenarbeit mit externen Partnern gestalten wir so, dass wir vertrauensvoll und produktiv zusammenarbeiten können. Die Auswahl der Nachunternehmer, Zulieferer und Dienstleister treffen wir anhand transparenter Kriterien und verbindlicher Prozesse. Der gemeinsamen Arbeit liegen unsere hohen Standards zugrunde - hierzu zählen insbesondere die Bedingungen unseres Code of Conduct für Vertragspartner, die anerkannt werden müssen. Jedes unserer Projekte ist ein Unikat und bedarf darum individueller Lösungen. Gemäß unseren Unternehmensgrundsätzen arbeiten wir dafür mit hoher Innovationskraft und Qualität. Nachhaltigkeit gilt bei unseren Aktivitäten als strategisches Prinzip. Wesentliche Steuerungsgrößen bei HOCHTIEFDie Steuerung des HOCHTIEF-Konzerns erfolgt im Wesentlichen über die folgenden Kennzahlen, die unseren Fokus auf cashgestützte Gewinne am besten widerspiegeln - die Steuerungsgröße Nettofinanzvermögen/Nettofinanzschulden betrachten wir dabei in Abhängigkeit von Kapitalallokation: Finanzielle Steuerungsgrößen
Nichtfinanzielle Steuerungsgröße
Globale Präsenz: HOCHTIEF agiert mit Fokus auf entwickelte Märkte. Diese Karte zeigt eine Auswahl der Beteiligungsgesellschaften und Ihrer geografischen Aktivitäten gemäß der Unternehmensstruktur 2021.
HOCHTIEF Americas• Turner (USA, Kanada) • Flatiron (USA, Kanada) • Clark Builders (Kanada) (Auswahl der bedeutendsten Aktivitäten) HOCHTIEF Asia Pacific• CIMIC (Australien) • CPB Contractors (Australien, Neuseeland, Papua-Neuguinea) • UGL (Australien, Neuseeland, Südostasien) • Ventia (Australien, Neukaledonien, Neuseeland) • Pacific Partnerships (Australien, Neuseeland) • Leighton Asia (Hongkong, Indien, Indonesien, Malaysia, Philippinen, Singapur) • Broad Construction (Australien) • Sedgman (Australien, Chile, China. Kanada, Südafrika) • EIC Activities (Australien) (Auswahl der bedeutendsten Aktivitäten und Beteiligungen) HOCHTIEF Europe• HOCHTIEF Solutions (Deutschland) • HOCHTIEF Infrastructure (Dänemark, Deutschland, Großbritannien, Niederlande, Österreich, Norwegen, Polen, Schweden, Slowakei, Tschechien) • HOCHTIEF Engineering (Australien, Deutschland, Indien, Niederlande, Schweiz) • HOCHTIEF PPP Solutions (Deutschland, Griechenland, Großbritannien, Irland, Niederlande) • HOCHTIEF ViCon (Australien, Deutschland, Großbritannien, Niederlande, Schweiz) (Auswahl der bedeutendsten Aktivitäten) Abertis-Investment• Abertis Infraestructuras, S.A. (Argentinien, Brasilien, Chile. Frankreich, Großbritannien. Indien, Irland, Italien, Kanada, Kolumbien, Kroatien, Mexiko, Puerto Rico, Spanien, Ungarn, USA) Die auf der Karte beispielhaft genannten Gesellschaften verdeutlichen die internationale Ausrichtung von HOCHTIEF. Die Geschäftstätigkeiten werden entweder über Niederlassungen oder über rechtlich selbstständige Gesellschaften ausgeübt. Weitere Informationen zu den Divisions finden Sie in der Segmentberichterstattung. Insgesamt werden im Konzernabschluss neben der HOCHTIEF Aktiengesellschaft 353 Gesellschaften vollkonsolidiert, 101 Gesellschaften at Equity konsolidiert sowie 92 gemeinschaftliche Tätigkeiten anteilig in den Konzernabschluss einbezogen, Die organisatorische Darstellung wird durch die rechtliche Darstellung der wesentlichen Beteiligungsgesellschaften ergänzt. Weitere Informationen finden Sie unter: www.hochtief.de/anteilsliste2021 1 Adressen und Ansprechpartner unserer Tochter- und Beteiligungsgesellschaften sowie von deren Niederlassungen finden Sie im Internet. StrategieNachhaltig Werte schaffen für alle StakeholderHOCHTIEF ist ein technisch ausgerichteter, globaler Infrastrukturkonzern mit führenden Positionen in seinen Kernaktivitäten Bau, Dienstleistungen und Konzessionen/Public-Private-Partnership (PPP) und mit Tätigkeitsschwerpunkten in Nordamerika, Australien und Europa. Umsatz nach Divisions (2021)
Seit fast 150 Jahren realisiert HOCHTIEF auf Basis seiner Kernkompetenz Bauen Großprojekte für seine Kunden. Heute zählen auch Engineering-, Ressourcen- und Infrastrukturwartungsdienstleistungen sowie Public-Private-Partnership-Projekte (Greenfield und Brownfield-Konzessionen) zu den Leistungen. Diese erbringen wir in ausgewählten Regionen, hauptsächlich in entwickelten Ländern. HOCHTIEF deckt heute als führender Infrastrukturkonzern - gemessen am Umsatz - den gesamten Lebenszyklus von Infrastrukturprojekten ab. Dadurch verfügt der Konzern über ein ausgewogenes Geschäftsprofil bezüglich Cashflow-Vorhersehbarkeit, Kapitalintensität und Margen. Die HOCHTIEF-Vision blickt in die Zukunft: "HOCHTIEF baut die Welt von morgen." Unsere Geschäftsaktivitäten gründen auf einer gemeinsamen Konzernkultur mit geteilten Werten. Im Wertekanon des Konzerns sind fünf Grundsätze vereint: Integrität, Verlässlichkeit, Innovation, Ergebnisorientierung und Nachhaltigkeit. Sie alle werden untermauert vom Prinzip der Sicherheit. Die Grundsätze gelten für alle Mitarbeitenden bei HOCHTIEF und für alle Tätigkeitsbereiche, operativ wie strategisch. Indem wir Projekte ganzheitlich betrachten, fördern wir eine Kultur der Zusammenarbeit zwischen unseren Konzerngesellschaften, von der die Stakeholder profitieren. Dieser integrierte Ansatz bestimmt auch den HOCHTIEF-Fokus auf die wichtigen ESG-Dimensionen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung. Um einen Zukunftsbeitrag zu leisten und die Ziele des Pariser Klimaabkommens zu unterstützen, priorisieren alle Gesellschaften den neuen Nachhaltigkeitsplan 2025, mit dem klaren Commitment: Wir wollen Klimaneutralität bis 2045 erreichen. Um diese nachhaltige Transformation unserer Branche zu fördern, setzt HOCHTIEF besonders auf digitale Lösungen. Der Vorstand leitet die grüne und digitale Transformation als ein Schlüsselelement unserer Strategie. Diese Priorisierung wird durch die fortgesetzten Aktivitäten in den Bereichen Soziales und Governance ergänzt. So wurde im Berichtsjahr das Positionspapier zum Thema Menschenrechte aktualisiert und im Jahr 2021 eine ESG-Komponente als Teil der variablen Vergütung der Vorstandsmitglieder eingeführt. Strategie und Risikodiversifikation
Unsere Strategie ist es, die Stellung von HOCHTIEF in den Kernmärkten weiter zu stärken und Marktwachstumschancen zu verfolgen. Gleichzeitig setzen wir auf die Verbesserung der cashgestützten Profitabilität und konsequentes Risikomanagement. Unsere Geschäftsbereiche sind flexibel, sodass sich die Unternehmensführung schnell auf veränderte Marktbedingungen einstellen kann. Eine aktive und disziplinierte Kapitalverwendung hat für uns hohe Priorität. Wir richten unseren Fokus weiterhin auf eine attraktive Aktionärsvergütung sowie auf Investitionen in strategische Wachstumschancen, um so für alle Stakeholder nachhaltig Werte zu schaffen. Mit folgenden zentralen Elementen unserer Strategie wollen wir unsere Ziele erreichen: Fokus auf Aktivitäten und Märkte mit starker WettbewerbspositionWir wollen unsere Ertragskraft nachhaltig steigern. Eine wichtige Rolle kommt hierbei dem Risikomanagement zu, das auch die Entscheidung über unser Tätigkeitsspektrum und die geografische Aufstellung umfasst. Wir konzentrieren uns auf die starken Wettbewerbspositionen unserer Tochtergesellschaften. Die bestehenden Positionen wollen wir ausbauen und Marktwachstumschancen in disziplinierter Weise nutzen. BauUnser Kompetenzspektrum umfasst das Planen, Finanzieren, Bauen, Betreiben und Warten von Verkehrs- und Energieinfrastruktur sowie sozialer und urbaner Infrastruktur. Damit sind wir gut aufgestellt, um von öffentlichen wie privaten Investitionen in den Neubau oder in den Ausbau bestehender Infrastruktur profitieren zu können. Unsere Teams vor Ort verfügen über Erfahrung mit der Realisierung technisch komplexer und für alle Beteiligten erfolgreicher Großprojekte. Unsere wichtigsten Tochtergesellschaften sind seit Jahrzehnten in ihren Märkten etabliert:
ServicesIm Mittelpunkt unseres vielfältigen Dienstleistungsspektrums stehen zwei Kerngeschäftsfelder: zum einen Engineering-, Bau- und Infrastrukturwartungsdienstleistungen, zum anderen Ressourcen-Dienstleistungen. Die Service-Aktivitäten der Division HOCHTIEF Asia Pacific werden primär von zwei Gesellschaften erbracht: UGL bedient den Markt mit Komplettlösungen für den gesamten Lebenszyklus kritischer Anlagen in den Bereichen Energie, Wasser, Rohstoffe, Verkehr und soziale Infrastruktur, und Ventia ist einer der größten Anbieter im Bereich der Grundversorgung für Infrastruktur in Australien und Neuseeland. Dienstleistungen im Ressourcensektor werden von Sedgman und Thiess erbracht, die für die Bereiche Planung, Bau und Betrieb moderner Mineralienverarbeitungsanlagen sowie damit verbundener Infrastruktur maßgeschneiderte Kundenlösungen anbieten. PPP und KonzessionenUnsere Aktivitäten im Bereich Konzessionen/PPP-Projekte stehen auf einem breiten Fundament und umfassen neben Greenfield- auch umfangreiche Brownfield-Aktivitäten. Der Fokus unserer Tochtergesellschaft HOCHTIEF PPP Solutions liegt auf Greenfield-PPP-Projektentwicklungen in Europa. Dabei wird eigenes Kapital in die Projektgesellschaften investiert, gleichzeitig werden große Teile der Bauausführung übernommen. Unter dem Dach unserer Tochtergesellschaft CIMIC ist Pacific Partnerships federführend für diese Aufgaben in Australien zuständig. Über die 20-prozentige Beteiligung am international führenden Mautstraßenbetreiber Abertis sind wir im Brownfield-Markt aktiv: Das Unternehmen ist vor allem in Frankreich, Spanien, Brasilien, Chile, Nordamerika und Mexiko, aber auch in anderen Märkten vertreten. Abertis betreibt insgesamt etwa 8.000 Mautstraßenkilometer in 16 Ländern. Zusammen mit unserem Mehrheitsanteilseigner ACS ist HOCHTIEF seit 1985 der größte PPP-Projektentwickler nach Anzahl der Konzessionen sowie investiertem Kapital und verfügt damit über ein einmaliges Erfahrungsprofil. Fokus auf nachhaltige und cashgestützte ProfitabilitätNachhaltige Profitabilität, konsequent unterstützt durch Cash-Generierung, ist ein Kernelement unserer Strategie und die Basis für eine attraktive Aktionärsvergütung sowie künftige Investitionen in strategisches Wachstum. Das Net Cash aus laufender Geschäftstätigkeit vor Factoring lag im Geschäftsjahr 2021 bei 760 Mio. Euro. Dazu trug das saisonal starke vierte Quartal mit einer soliden Performance bei. Das Nettofinanzvermögen von HOCHTIEF belief sich Ende Dezember 2021 auf 556 Mio. Euro. Bereinigt um die Factoring-Schwankungen wies HOCHTIEF nach einer im Berichtsjahr ausgeschütteten Dividende von 311 Mio. Euro eine Nettovermögensposition von 910 Mio. Euro aus. Zum Jahresende 2020 hatte diese bei 618 Mio. Euro gelegen. Kontinuierlicher Fokus auf RisikomanagementBei all unseren Projekten ist ein effektives Risikomanagement von zentraler Bedeutung. Dieses erfordert kontinuierliche Verbesserungen. Darum arbeiten wir stetig an der Anpassung und Optimierung der Risikomanagementprozesse (weitere Informationen dazu im Chancen- und Risikobericht) und tragen so auch zur Steigerung der Rendite bei. Wir konzentrieren uns auf ausgewählte, attraktive Märkte, in denen unser Know-how bei Engineering und Projektmanagement sowie unsere langjährige Präsenz vor Ort gute Voraussetzungen für die Ausführung unserer Kernaktivitäten schaffen, und evaluieren kontinuierlich die Marktchancen, um unsere Aktivitäten gezielt daran auszurichten. Diversifikation und Optimierung der FinanzierungsinstrumenteDie Verbesserung der Finanzstruktur bleibt ein strategisches Ziel von HOCHTIEF: Die Diversifikation der zur Verfügung stehenden Finanzierungsinstrumente, insbesondere die Ausweitung der kurzfristigen und langfristigen Fremdfinanzierungsquellen auch außerhalb des klassischen Bankenmarkts, ist ein wesentliches Mittel zur Zielerreichung. Der breite Markt- und Investorenzugang zu diversen Finanzinstrumenten wie Schuldscheindarlehen, Privatplatzierungen und öffentlichen Anleihen ermöglicht es HOCHTIEF, neue Finanzierungen sowie Refinanzierungen bestehender Verbindlichkeiten zu attraktiven Konditionen abzuschließen. Damit einhergehend kann HOCHTIEF in Rahmen der langfristigen Finanzstrategie kontiniuerlich eine zielgerichtete Steuerung und Verlängerung des Fälligkeitenprofils sicherstellen und darüber hinaus im aktuellen Zinsumfeld eine weitere Reduktion des durchschnittlichen Zinsaufwands schaffen. Aktive und disziplinierte Kapitalallokation als Priorität der UnternehmensleitungDie Kapitalverwendung zählt unverändert zu den wichtigsten Prioritäten der Unternehmensleitung. Wir verfolgen einen aktiven und disziplinierten Ansatz bei den von uns identifizierten Chancen. Dazu zählen strategische Übernahmen, PPP-Investitionen oder die zusätzliche Vergütung von Aktionären durch Dividenden und Aktienrückkäufe. Beschleunigung von Innovationsprozessen durch digitale Entwicklungen 1Innovation hatte schon immer einen hohen Stellenwert im Konzern, und HOCHTIEF treibt gemeinsam mit den operativen Gesellschaften aktiv die Digitalisierung in den Kernaktivitäten voran - dies ist ein wesentlicher Teil unserer strategischen Transformation - grün und digital. Nexplore, 2018 gegründet, ist unsere digitale Initiative, um HOCHTIEF effizienter sowie nachhaltiger zu machen, und um unser Wissen zu verbreiten - der beste Weg, um die Welt von morgen zu bauen. Nexplore arbeitet über Innovation-Center an zahlreichen internationalen Standorten - unter anderem in Essen, Darmstadt, Madrid, Minneapolis, München, New York, Sydney und Hongkong - sowie über Kooperationen mit führenden Universitäten und IT-Unternehmen. Nexplore prüft systematisch Technologie und das Marktumfeld im IT-Bereich auf Einsatzmöglichkeiten in unseren Geschäftsfeldern und entwickelt maßgeschneiderte Software, Tools und Prozesse für unsere Branche. Zum aktuell bearbeiteten Themenspektrum zählen etwa Künstliche Intelligenz, virtuelle Realität, Machine-Learning, Internet der Dinge und Industrie 4.0. Die von Nexplore entwickelten Produkte und digitale Verfahren sollen kontinuierlich die Effizienz und Ausführungsqualität steigern sowie die Projektsteuerung optimieren. Zahlreiche Nexplore-Produkte sind bereits in der praktischen Anwendung. Die Mitarbeitenden, Auftraggeber und Projektpartner profitieren unmittelbar von diesen Innovationen. Nexplore will seine Produktentwicklungen auch extern vermarkten und so neue Erlösquellen für HOCHTIEF erschließen. Attraktivität als Arbeitgeber ausbauen 1HOCHTIEF und seine Konzerngesellschaften gelten in ihren Märkten als attraktive Arbeitgeber - diese Position wollen wir halten und weiter ausbauen. Nur mit kompetenten, engagierten Mitarbeitenden und in funktionierenden Teams können wir wirtschaftlich erfolgreich sein. HOCHTIEF will auch in Zukunft anspruchsvolle und erfüllende Arbeitsplätze mit sicheren, gerechten Arbeitsbedingungen bieten. Unsere Personalarbeit ist darauf ausgerichtet, die passenden Mitarbeitenden für unsere Projektarbeit zu finden und dauerhaft an unser Unternehmen zu binden. Wir setzen auf Weiterbildung und investieren in die individuelle Entwicklung. Wir fördern eine Kultur der Diversität und wollen berufliche Chancen für alle bieten. Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz haben Priorität. Wir arbeiten kontinuierlich daran, die Sicherheit weiter zu optimieren. Mit der Unfallhäufigkeit "Lost Time Injury Frequency Rate" (LTIFR) haben wir eine nichtfinanzielle Steuerungsgröße etabliert. Es bleibt unser erklärtes Ziel, die Unfallhäufigkeit weiter zu reduzieren. (Weitere Informationen dazu im Kapitel Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz.) Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung 1Umfassende ESG-Strategie verabschiedetUnsere Nachhaltigkeitsstrategie ist integraler Bestandteil der Konzernstrategie, mit der wir Werte für unsere Stakeholder schaffen. Nachhaltigkeit definieren wir als die konsequente Vereinbarung von Ökonomie, Ökologie und Sozialem in der gesamten Geschäftstätigkeit mit dem Ziel, die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens zu sichern. Die Grundsätze des Konzerns beinhalten explizit auch Nachhaltigkeit als Prinzip. Dafür richten wir den Blick ganzheitlich auf unsere Geschäftsfelder und operativen Tätigkeiten, und damit auf unsere Kunden. Die Belange weiterer Stakeholder, zu denen beispielsweise Lieferanten und Nachunternehmer, aber auch Anwohner im Umfeld unserer Projekte gehören, haben wir stets im Blick. Im Berichtsjahr wurde eine umfassende Strategie zu den Nachhaltigkeitsdimensionen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung erarbeitet und im Januar 2022 verabschiedet. Dazu wurde unter direkter Leitung des Vorstands eine Arbeitsgruppe gebildet, die Ziele und Maßnahmen identifizierte und Kennzahlen definierte, und die auch weltweit die operativen Gesellschaften einbezog. Die ESG-Arbeitsgruppe trat im Berichtsjahr temporär an die Stelle des CR-Committees. Bestandteil der CR-Organisation bei HOCHTIEF ist das Stakeholdermanagement. Es dient der Erfassung und strategischen Berücksichtigung der Anforderungen von Interessengruppen - ein wichtiges Element, um Relevanz und Gültigkeit der von uns bearbeiteten wesentlichen Themen sicherzustellen. Unternehmerischer Erfolg durch nachhaltiges HandelnAls globaler Infrastrukturkonzern verantworten wir unmittelbare Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft und wollen unseren Einfluss positiv gestalten. Risiken begegnen wir aktiv, Chancen nutzen wir gezielt. Wir wollen für die Kunden ebenso wie für den Konzern Werte erhalten, schaffen und steigern. Nachhaltigkeitsbeiträge auf unseren Märkten leisten wir etwa durch nachhaltige Gebäude und Infrastruktur sowie durch einen ökologisch und sozial verantwortungsvoll gestalteten Bauprozess. Durch Innovationen bei Produkten und Dienstleistungen entstehen ressourcenschonende Lösungen in unseren Geschäftsfeldern. Durch die im Berichtsjahr neuen Anforderungen, die sich aus dem Aktionsplan "Finanzierung nachhaltigen Wachstums" der Europäischen Union und der Taxonomie-Verordnung ergeben, haben wir unsere taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeiten ermittelt und begonnen, auch unsere taxonomiekonformen Aktivitäten zu erheben. (Weitere Informationen dazu im Kapitel EU-Taxonomie.) Dies ist ein wichtiger Schritt für unser langfristiges Ziel, Nachhaltigkeit in das Finanzreporting vollständig zu integrieren und das Nachhaltigkeitscontrolling zu verbessern. HOCHTIEF will langfristig seine Position als führender Anbieter nachhaltiger Infrastrukturlösungen am Markt festigen. Update der Wesentlichkeitsmatrix mit höherer Gewichtung auf Klimawandel, Kreislaufwirtschaft und WasserschutzDie Definition nach den GRI-Standards wesentlicher Themenfelder der Nachhaltigkeit überprüfen wir regelmäßig und berücksichtigen dabei Geschäftsrelevanz, Auswirkungen und Stakeholderinteressen. Die Priorisierung der Themen richtet sich nach der Relevanz für HOCHTIEF sowie den Auswirkungen auf den Konzern. Die Auswirkung der HOCHTIEF-Geschäftsaktivitäten auf die einzelnen Aspekte war Teil unserer Analyse im Jahr 2020 und wurde zweifach gewichtet in die Ergebnisse "Auswirkungen auf das Geschäft" einbezogen. Mit dem Faktor 1 gewichtet, wurden in der Analyse von 2020 ergänzend die potenziellen HOCHTIEF-Auswirkungen in den kommenden drei Jahren auf Basis von Trend-Analysen berücksichtigt. Die Analyse der wesentlichen Themen aus dem Vorjahr wurde 2021 im Zuge der Entwicklung unserer umfassenden ESG-Strategie sowie auf Basis der Erkenntnisse aus einer Reihe von Stakeholderdialogen mit Lieferanten sowie Banken und Analysten bearbeitet. Mit insgesamt 25 Partnern hat HOCHTIEF einen offenen Dialog zu nachhaltigen Themen geführt. So haben wir uns mit Material- und Maschinenherstellern sowie Nachunternehmern zu ihren strategischen Ansätzen zur Nachhaltigkeit und konkret zur Bereitstellung nachhaltiger Materialien und Geräte ausgetauscht. Mit Bankenvertretern und Analysten haben wir über Erfahrungen und Ansprüche an unser Unternehmen gesprochen. Zur Harmonisierung mit dem Nachhaltigkeitsplan 2025 haben sich bei einigen Themen die Begrifflichkeiten verändert (Kreislaufwirtschaft, Wasserschutz, Biodiversität und Ökosysteme, Nachhaltige Produkte und Dienstleistungen, Diversität und Talent, Arbeitsumfeld, Soziale Aktivitäten, Anti-Korruption und Anti-Bestechung, Verantwortungsvolle Lieferkette), einige neue Themen sind hinzugekommen (Globales Umweltmanagement, Nachhaltige Unternehmensführung, Nachhaltige Finanzierung). Das Thema Menschenrechte wurde vom Schnittstellenthema zum wesentlichen Thema umgewidmet. Zur besseren Übersichtlichkeit sind die Veränderungen in einer Tabelle dargestellt: Veränderung der Darstellung wesentlicher Themen im Vergleich zum Vorjahr
Die Wesentlichkeitsmatrix wurde im Dezember 2021 abschließend auf Topmanagementebene bewertet und verabschiedet. Im Zuge dieser Bewertung wurden die folgenden Themenfelder aufgrund ihrer zunehmenden Bedeutung jeweils höher gewichtet: Klimawandel (höhere Gewichtung auf der x-Achse), Kreislaufwirtschaft (höhere Gewichtung auf der y-Achse) und Wasserschutz (höhere Gewichtung auf der x- sowie y-Achse). Die Darstellung nach sechs Themenfeldern der Nachhaltigkeit wurde ebenfalls abgeändert: Als Dimensionen betrachten wir Umwelt, Soziales, Unternehmensführung sowie Digitalisierung/Innovation, diesen Themenbereichen sind jeweils Themenfelder zugeordnet. Sie werden im Rahmen des neuen Nachhaltigkeitsplans 2025 bearbeitet. Wesentlichkeitsmatrix 2021
Themenfelder der Nachhaltigkeit von HOCHTIEF unter Einbindung der Sustainable Development Goals (SDGs)
Zukunft gestalten: Lösungen zu Megatrends - Beispiele 1
Herausforderungen durch globale Megatrends aktiv begegnenIn seinem Unternehmenshandeln reagiert HOCHTIEF auf globale Megatrends. Daraus entstehen zunehmend komplexe Herausforderungen, aber auch attraktive Chancen. Unser Hauptaugenmerk gilt dabei den Chancen für organisches Wachstum, die sich besonders aus Megatrends wie der Globalisierung, Urbanisierung und Digitalisierung sowie dem demografischen Wandel und dem Klimawandel ergeben. Diesen bewährten Ansatz verfolgen wir weiterhin und nehmen auch neue Chancen in den Blick. California High Speed RailwayKalifornien, USAFlatiron baut mit Partnern einen mehr als 100 Kilometer langen Abschnitt für die kalifornische Hochgeschwindigkeitsbahn - er ist Teil der künftigen Verbindung von San Francisco und Sacramento nach San Diego. Märkte und RahmenbedingungenBau Entwicklungen in der Baubranche weltweit 1Das Investitionsvolumen in der globalen Baubranche belief sich im Jahr 2021 nach Schätzungen von IHS Markit auf insgesamt 9,9 Bio. Euro (preisbereinigt in US-Dollar, 2015 = 100). Dies entspricht einem Anstieg um 3,2 Prozent gegenüber 2020, der hauptsächlich auf die Aufhebung von Beschränkungen zur Bekämpfung der Covid-19-Pandemie zurückzuführen ist. Die Investitionstätigkeit bewegt sich weiterhin leicht unter Vor-Pandemie-Niveau. Es wird erwartet, dass sich der positive Trend 2022 und 2023 mit jährlichen Zuwachsraten von 3,3 Prozent beziehungsweise 3,6 Prozent fortsetzt. Das globale Wachstum in diesem Zeitraum wird voraussichtlich von allen großen Segmenten ausgehen, wobei die Infrastrukturausgaben den höchsten Wachstumsbeitrag beisteuern dürften. Ab 2023 wird das Wachstum aller Voraussicht nach auch von allen Regionen getragen werden. Wachstum der Gesamtinvestitionen der Baubranche nach Segmenten 1 2
Wachstum der Investitionen der Baubranche nach Regionen 2
Nordamerika 3Die nordamerikanische Baubranche verzeichnete 2021 in den für HOCHTIEF relevanten Ländern insgesamt einen leichten Rückgang der Geschäftstätigkeit, die laut IHS Markit hauptsächlich durch die starke Entwicklung im Wohnungsbau gestützt wurde. Das Gesamtvolumen lag bei rund 1,2 Bio. Euro. Laut den Prognosen dürften sich die Segmenttrends im Jahr 2022 abschwächen und 2023 aufgrund einer spätzyklischen Erholung der Bautätigkeit im Hochbau (ohne Wohnungsbau), einer Zunahme der Infrastrukturausgaben und einer Normalisierung des Wohnungsbaus umkehren. Es wird erwartet, dass die Märkte im nordamerikanischen Bausektor bis zum Jahr 2023 mit einem Wachstum von 1,3 Prozent wieder ins Plus drehen.
1 Wenn kein anderer Verweis angegeben ist,
beziehen wir uns auf IHS Markit, Global Construction
Outlook, Stand: Januar 2022.
Bezüglich des Baumarkts in den USA wird für 2022 insgesamt ein leichter Rückgang (-2,7 Prozent) und für 2023 dann wieder ein positives Wachstum von 1,4 Prozent prognostiziert. Der Infrastrukturbau dürfte dabei die höchsten Wachstumsraten verzeichnen. Ihm kommt das im Juli 2021 vom US-Senat verabschiedete Infrastrukturgesetz zugute, das ein Volumen von 1,2 Bio. US-Dollar (1,1 Bio. Euro) besitzt und die US-Infrastrukturinvestitionen ab 2023 ein ganzes Jahrzehnt lang ankurbeln dürfte. Die Bautätigkeit im Hochbau (ohne Wohnungsbau) wird der Entwicklung hinterherhinken, weil die Rückkehr von Arbeitskräften an ihren Arbeitsplatz und die Normalisierung des Verkehrsaufkommens noch auf sich warten lassen. Für 2023 zeichnet sich jedoch eine Erholung ab. Gleichzeitig dürfte der seit zwei Jahren anhaltende Boom im Wohnungsbau abklingen. Mit Blick auf den Baumarkt in Kanada wird erwartet, dass sich die Trends 2022 gegenüber 2021 umkehren. Sowohl im Hochbau (ohne Wohnungsbau) als auch im Infrastruktursegment wird mit Wachstum gerechnet. Die Bautätigkeit im Hochbau (ohne Wohnungsbau) sollte durch einen Anstieg der Unternehmensgewinne, eine bessere Kapazitätsauslastung und einen allgemeinen Rückgang der mit der Covid-19-Pandemie verbundenen Unsicherheit gestützt werden. Das starke Wachstum bei den staatlich finanzierten Verkehrsprojekten wird dem Infrastruktursegment ab 2022 voraussichtlich zu einer positiven Entwicklung verhelfen. Dagegen ist in den nächsten Jahren mit einem Rückgang der Investitionen im Wohnungsbau zu rechnen, da sich die Nachfrage in diesem Segment angesichts steigender Zinsen abschwächt. Wachstum der für HOCHTIEF relevanten regionalen Baumärkte 1
1 Prozentuale Veränderungen gegenüber
Vorjahr (preisbereinigt in US-Dollar, 2015 = 100); IHS
Markit, Global Construction Outlook, Stand: Januar 2022
Wachstum der Investitionen der Baubranche nach Segmenten in Nordamerika (USA und Kanada)
Asien-Pazifik 1In den für HOCHTIEF relevanten Ländern des asiatisch-pazifischen Raums hat die Baubranche das ganze Jahr 2021 hindurch ein robustes Wachstum verzeichnet. Dies war dem Umstand zu verdanken, dass die Kunden an ihren Investitionsplänen und -zusagen im Infrastrukturbau festhielten und diese sogar ausweiteten. IHS Markit geht davon aus, dass die Wachstumsraten in der Region 2022 und 2023 auf einem hohen, stabilen Niveau von mindestens fünf Prozent verharren. In Australien haben die Bundesregierung sowie die Regierungen der Bundesstaaten und Territorien in ihren jüngsten Vierjahres-Haushaltsplänen große Programme für den Verkehr und die soziale Infrastruktur vorgesehen. Dadurch stieg das Volumen der Infrastrukturzusagen auf 225 Mrd. australische Dollar (144 Mrd. Euro). 2 Diese umfangreichen Infrastrukturinvestitionsprogramme der öffentlichen Hand tragen zu den positiven Aussichten der australischen Baubranche in den kommenden Jahren bei. Außerdem wird mit anhaltenden Investitionen durch den Privatsektor gerechnet, die größtenteils in PPP-Projekte fließen dürften. Auf den Märkten außerhalb Australiens haben sich die Aussichten für die Baubranche in den vergangenen Jahren weiter verbessert. So hat zum Beispiel die neuseeländische Regierung im aktuellen Haushalt für 2021/2022 ein Infrastrukturinvestitionsprogramm mit einem Rekordvolumen von 57,3 Mrd. neuseeländischen Dollar (35 Mrd. Euro) für die kommenden fünf Jahre berücksichtigt, das hohe Investitionen in das Straßen- und Schienennetz, in Schulen und Krankenhäuser sowie in den Wohnungsbau und die Energieerzeugung vorsieht. Dieses Investitionsprogramm beinhaltet unter anderem zusätzliche Mittel von 300 Mio. neuseeländischen Dollar (181 Mio. Euro) für das auf Umweltschutzprojekte spezialisierte Finanzinstitut Green Investment Finance, die zur Eindämmung des Klimawandels eingesetzt werden sollen. 3 Auf den Märkten Südostasiens eröffnen sich dem Konzern dank der anhaltenden Investitionen in wirtschaftliche und soziale Infrastrukturprojekte vielfältige Geschäftschancen.
1 Wenn kein anderer Verweis angegeben ist,
beziehen wir uns auf CIMIC Annual Report 2021, Strategy and
Operating Environment Outlook, und IHS Markit, Global
Construction Outlook, Stand: Januar 2022.
Wachstum der Investitionen der Baubranche nach Segmenten in den für HOCHTIEF relevanten Ländern im Raum Asien-Pazifik
Europa 1In den für HOCHTIEF relevanten Ländern Europas verzeichnete der Bausektor 2021 einen soliden, breit abgestützten Aufschwung, da sich die Bautätigkeit von den coronabedingten Auswirkungen des Jahres 2020 erholte. Laut IHS Markit erreichte das Marktvolumen im Bausektor insgesamt ein Volumen von rund 1,2 Bio. Euro. Der Ausblick für die kommenden Jahre ist nach wie vor positiv. Mit einem erwarteten Wachstum von 2,2 Prozent für das Jahr 2022 wird erwartet, dass das Aktivitätsniveau aus Vor-Pandemie-Zeiten wieder erreicht wird. Auch für 2023 wird ein solides Wachstum von 2,5 Prozent prognostiziert. Die höchsten Zuwächse in diesem Zeitraum werden mit 3,1 Prozent im Jahr 2022 und 3,0 Prozent im Jahr 2023 für den Infrastrukturbereich erwartet. Das Segment Hochbau (ohne Wohnungsbau) entwickelt sich mit Wachstumsraten von voraussichtlich 2,5 Prozent im Jahr 2022 und 2,0 Prozent im Jahr 2023 robust. Diese Wachstumsaussichten verteilen sich gleichmäßig auf die europäischen Kernmärkte von HOCHTIEF. IHS Markit geht davon aus, dass diese Märkte von einer Normalisierung der Arbeitsbedingungen, einem stetigen Anstieg der Aktivität im Wohnungsbau sowie von Mitteln aus der Aufbau- und Resilienzfazilität (Recovery and Resilience Facility, RRF) der EU profitieren werden. 2 Störungen innerhalb der Lieferketten und steigende Energiepreise haben in letzter Zeit die Erwartungen jedoch gedämpft, zumal die anhaltende Covid-19-Pandemie insbesondere in Regionen mit niedrigeren Impfquoten weitere Risiken birgt. Wachstum der Investitionen der Bauindustrie nach Segmenten in den für HOCHTIEF relevanten Ländern in Europa
1 Wenn kein anderer Verweis angegeben ist,
beziehen wir uns auf IHS Markit, Global Construction
Outlook, Stand: Januar 2022.
Services 1WartungsdienstleistungenDer Konzern ist - insbesondere mit seiner Division HOCHTIEF Asia Pacific - in einer ganzen Reihe von Dienstleistungsmärkten tätig. Zahlreiche wesentliche Treiber untermauern diesen positiven Ausblick. Dazu zählt eine signifikante Unterfinanzierung bei wachsender Kapitalbasis. Die Wartungsausgaben haben mit dem Bevölkerungswachstum nicht Schritt gehalten. Dadurch ist die Auslastung der bestehenden Anlagen und der Bedarf an zusätzlichen Infrastrukturinvestitionen gestiegen. Überlagert wird diese Entwicklung durch die anhaltende Tendenz der Eigentümer, die Wartungsdienstleistungen an spezialisierte Dienstleister auszulagern. Ihr Ziel ist es, damit die operative Effizienz zu steigern, den Fokus auf das Kerngeschäft zu legen, die Produktivität zu erhöhen und sich der Notwendigkeit zu entziehen, spezialisierte Wartungskapazitäten intern vorzuhalten. Dieser Trend wird durch die zunehmende technologische Integration und Projektkomplexität noch verstärkt. BIS Oxford Economics schätzt das durchschnittliche Volumen des Markts für Wartungsdienstleistungen in Australien in den fünf Jahren bis 2024/2025 auf 51,6 Mrd. australische Dollar (33 Mrd. Euro), was einem Wachstum um zwölf Prozent gegenüber dem Durchschnitt der fünf Jahre bis 2019/2020 entspricht. Der Markt für ausgelagerte Wartungsdienstleistungen wird voraussichtlich stärker wachsen als der Gesamtmarkt und über denselben Vergleichszeitraum im Durchschnitt der fünf Jahre bis 2024/2025 um 15 Prozent auf 30,6 Mrd. australische Dollar (20 Mrd. Euro) zulegen. 2 Ressourcen-Dienstleistungen 3Die Tätigkeiten im Bereich Ressourcen und Mineralienverarbeitung sind unserer Division HOCHTIEF Asia Pacific zuzuordnen. Die robuste globale Nachfrage nach Engagements in zentralen Rohstoffbereichen und der starke strukturelle Rückenwind tragen zu einem positiven Ausblick bei. Unter diesen Trends sind das anhaltende Bevölkerungswachstum, die zunehmende Urbanisierung und Industrialisierung, die weltweit steigenden Lebensstandards sowie die begrenzten Substitutionsmöglichkeiten für die wichtigsten Rohstoffe zu nennen. Die Aktivitäten bei Schlüsselrohstoffen sind außerdem äußerst wichtig für die Entwicklung neuer, emissionsarmer Technologien, die in den kommenden Jahrzehnten an Dynamik gewinnen werden. Konzessionen und PPPEuropaIn der Breite verzeichnete der europäische PPP-Markt für Greenfield-Projekte 2021 insgesamt einen Rückgang beim Transaktionsvolumen wie auch bei der Anzahl der Projekte, da die Beschaffungsprozesse unter dem Eindruck der Covid-19-Pandemie standen, sowie einen Anstieg im Brownfield-Transaktionsvolumen und der Anzahl der Projekte insbesondere in Großbritannien und Deutschland. 4 Basierend auf den Aktivitäten in der aktuellen PPP-Greenfield-Pipeline von HOCHTIEF gehen wir davon aus, dass sich die für den Konzern relevanten europäischen Märkte auf einem weiterhin soliden Niveau bewegen werden. In Deutschland ist die Pipeline von PPP-Projekten im Bereich der sozialen Infrastruktur gut gefüllt. Beschafft werden diese Projekte hauptsächlich auf Landes- und Kommunalebene, allen voran in den Bereichen Bildung und Verwaltung. Das von der Bundesregierung aufgelegte Programm zur Vergabe von elf Straßen im Rahmen einer PPP schreitet voran. Das bisherige Programm wurde im Koalitionsvertrag der neuen Regierung bestätigt, sodass mit einem guten Auftragsniveau im Bereich der Verkehrsinfrastruktur zu rechnen ist. 5 Die griechische Regierung will stark auf PPP als Beschaffungsmöglichkeit setzen und hat bereits mehrere Greenfield-Projekte angekündigt (Kreta und Athen). Zudem sind Neuausschreibungen für eine Reihe großer Brownfield-Projekte geplant.
1 Wenn kein anderer Verweis angegeben ist,
beziehen wir uns auf: CIMIC Annual Report 2021, Strategy
and Operating Environment Outlook.
Die norwegische Straßenbaubehörde Statens vegvesen hat ihre Auftragsvergabe für große Straßenbauprojekte durch öffentlich-private Partnerschaften weiter fortgesetzt. Diese ergänzen die rekordhohen Investitionen in die Infrastruktur, die das norwegische Verkehrsministerium in seinem nationalen Transportplan (NTP) für die zwölf Jahre von 2018 bis 2029 veranschlagt hat. 1 In anderen für HOCHTIEF relevanten europäischen PPP-Märkten wie Großbritannien und Osteuropa hält der Zustrom von Infrastruktur- und sozialen Greenfield-Projekten beständig an. Asien-Pazifik 2Das PPP-Beschaffungsmodell wird für die Kunden immer attraktiver. Schließlich bietet das Contracting-Modell ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, ermöglicht eine Verbesserung der Dienstleistungen und eröffnet die Möglichkeit des Risikotransfers auf jene Partei, die das betreffende Risiko am besten steuern kann. Regierungen bedienen sich immer öfter öffentlich-privater Partnerschaften (PPPs). Vor diesem Hintergrund hat unsere lokale Tochtergesellschaft Chancen in den Bereichen Verkehr, soziale Infrastruktur - einschließlich Krankenhäusern, Schulen und Gefängnissen (Dienstleistungen außerhalb des Strafvollzugs) - sowie Versorgung etwa mit Wasser und Energie identifiziert. Australien hat in seinem National PPP Policy Framework 3 festgelegt, dass bei Projekten mit einem Wert von über 50 Mio. australischen Dollar (32 Mio. Euro) immer eine PPP-Vergabe in Betracht zu ziehen ist. Und in Neuseeland bemüht sich die Regierung aktiv um nichttraditionelle Beschaffungsoptionen, wenn diese über die Projektlaufzeit nachweislich ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis bieten als konventionelle Beschaffungsmethoden. 4 Abertis-InvestmentDas Verkehrsaufkommen auf Mautstraßen hat sich 2021 aufgrund der Lockerung der im Vorjahr pandemiebedingt eingeführten Mobilitätsbeschränkungen deutlich erhöht. Das durchschnittliche tägliche Verkehrsaufkommen bei den Konzessionen im Portfolio von Abertis hat sich gegenüber dem Vorjahr um 21 Prozent erhöht. Dabei lag das Verkehrsvolumen im zweiten Halbjahr durchweg über dem Vor-Pandemie-Niveau von 2019. Die Aussichten für 2022 und darüber hinaus hängen davon ab, inwieweit die Eindämmungsmaßnahmen und Impfprogramme im Kampf gegen die Varianten des Coronavirus erfolgreich sind und somit für eine nachhaltige Erholung der Wirtschaft sorgen können.
1 Inframation News, Norway's multi-billion euro
transport plan could yield more PPPs, April 2017
Auftragsentwicklung 2021Auftragsbestand nach starkem Auftragseingang über Vor-Pandemie-NiveauDer Auftragseingang belief sich im Geschäftsjahr 2021 auf 30,2 Mrd. Euro und lag damit nominal um 36 Prozent (währungsbereinigt: 35 Prozent) über dem Vorjahreswert. Getragen wurde dieser deutliche Zuwachs insbesondere von unserer Division HOCHTIEF Asia Pacific. Der Konzern hält auch weiterhin an seiner disziplinierten Auftragsannahme in allen Divisions fest. Infolge des starken Auftragseingangs erhöhte sich der Auftragsbestand auf 51,9 Mrd. Euro - das sind 8 Prozent mehr als im Dezember 2019 vor Beginn der Pandemie. Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Auftragsbestand um 6,1 Mrd. Euro in absoluten Zahlen beziehungsweise relativ um 13 Prozent. Zu dieser positiven Entwicklung trugen alle Divisions bei. Unser Fokus liegt auch weiterhin auf den entwickelten Märkten und einem geografisch diversifizierten Auftragsbestand. HOCHTIEF Americas: Weitere Steigerung des Auftragsbestands im Geschäftsjahr 2021Der Auftragseingang in der Division HOCHTIEF Americas bewegte sich im Jahresverlauf auf einem soliden Niveau von 15,3 Mrd. Euro und entsprach damit dem 1,1-Fachen der Leistung. Im Vorjahresvergleich stiegen die Neuaufträge währungsbereinigt um 2 Prozent. Hier erwies sich vor allem das vierte Quartal als sehr erfolgreich. Der Auftragsbestand der Division stieg gegenüber dem Vorjahr währungsbereinigt um 6 Prozent auf 26,1 Mrd. Euro und unterstrich damit die starke Geschäftsentwicklung. Einschließlich eines positiven Wechselkurseffekts lag der Auftragsbestand 2021 nominal um 15 Prozent über dem Vorjahr. HOCHTIEF Asia Pacific: Dynamische Auftragsentwicklung im Jahr 2021 nach Verzögerungen bei Projektvergaben im Jahr davorMit 12,9 Mrd. Euro lag der Auftragseingang 2021 nicht nur deutlich über dem Vorjahreswert (+173 Prozent), sondern auch klar über dem Vor-Pandemie-Niveau von 2019. Ende 2021 belief sich der Auftragsbestand der Division HOCHTIEF Asia Pacific auf 21,2 Mrd. Euro und verzeichnete einen Anstieg um nominal 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bereinigt um Wechselkurseffekte und die reduzierte Beteiligung an Ventia ergab sich ein Zuwachs von 19 Prozent. HOCHTIEF Europe: Anstieg des Auftragsbestands um 6 Prozent dank solidem AuftragseingangDie Division HOCHTIEF Europe verbuchte 2021 einen robusten Auftragseingang in Höhe von 1,9 Mrd. Euro; dies entspricht dem 1,1-Fachen der Leistung im Berichtszeitraum. Infolgedessen blieb der Auftragsbestand der Division Ende Dezember 2021 mit 4,6 Mrd. Euro robust, mit einem Plus von 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auftragseingang 1 in Mrd. EUR
Leistung 1 2 in Mrd. EUR
Auftragsbestand1 in Mrd. EUR
Auftragseingang nach Regionen
Leistung 2 nach Regionen
Auftragsbestand nach Regionen
1 Alle Zahlen beziehen sich nur auf
fortgeführte Geschäftsbereiche, sofern nicht
anders angegeben.
California State Route 20Yuba County, KalifornienDie Arbeiten am Timbuctoo Roadway stellte Flatiron mithilfe innovativer Technik schneller als geplant fertig. Das Projekt erhielt dafür den Caltrans 2021 Excellence in Partnering Award. Ertrags-, Finanz- und VermögenslageAlle Vorjahresangaben sind, sofern nicht anders angegeben, angepasste AngabenZusammenfassende Beurteilung der wirtschaftlichen LageIm Geschäftsjahr 2021 lieferte der HOCHTIEF-Konzern ungeachtet der diversen Auswirkungen von Covid-19 auf unsere Kernmärkte eine solide operative Performance. Der Auftragseingang verzeichnete weitere Zuwächse, und Umsatz und Cashflow lagen auf vergleichbarer Basis auf Vorjahresniveau. Der Konzern schloss den Berichtszeitraum mit einer Net-Cash-Position in Höhe von 556 Mio. Euro und einem Auftragsbestand von 51,9 Mrd. Euro, der um 8 Prozent über dem Vor-Corona-Niveau vom Dezember 2019 auf vergleichbarer Basis liegt. Unsere australische Tochtergesellschaft CIMIC hatte im Laufe des Geschäftsjahres 2020 eine Vereinbarung über die Veräußerung von 50 Prozent der Anteile an Thiess abgeschlossen und die Transaktion am 31. Dezember 2020 finalisiert. Thiess wurde dementsprechend nicht länger als vollkonsolidiertes Unternehmen im HOCHTIEF-Konzernabschluss geführt und die Vermögenswerte und Schulden wurden zum 31. Dezember 2020 entkonsolidiert. Die Gesellschaft war noch mit sämtlichen Erträgen und Aufwendungen für den Zeitraum vom 01. Januar bis 31. Dezember 2020 im HOCHTIEF-Konzernabschluss enthalten. Mit Beginn des Geschäftsjahres 2021 wurden die Ergebnisbeiträge von Thiess at Equity bilanziert. Um eine vergleichbare Basis zu schaffen und die zugrunde liegende Entwicklung der jeweiligen Größen zu verdeutlichen, verweisen wir in diesem Bericht daher insbesondere auch auf die um den Effekt des Thiess-Anteilsverkaufs bereinigten Zahlen für das Geschäftsjahr 2020. Die auf vergleichbarer Basis dargestellten Umsätze für das Geschäftsjahr 2020 beinhalten keine Umsätze von Thiess und wurden adjustiert um den wesentlichen Gorgon Jetty-Effekt und weitere geringfügige Effekte. Der nominale Konzerngewinn des Geschäftsjahres 2021 wurde insbesondere durch die Entscheidung in einem langjährigen Schiedsgerichtsverfahren über ein Altprojekt aus dem Jahr 2012 zum Bau eines Wasserkraftwerks in Chile negativ beeinflusst. Das Schiedsurteil führte zu einem außerordentlichen Einmaleffekt in Höhe von -195 Mio. Euro. Daher blieb der nominale Konzerngewinn mit insgesamt 208 Mio. Euro unter den 312 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2020 auf vergleichbarer Basis. Bereinigt um diesen Effekt, lag der nominale Konzerngewinn im Geschäftsjahr 2021 bei 403 Mio. Euro. Die Geschäftsentwicklung in unseren Divisons HOCHTIEF Americas, HOCHTIEF Asia Pacific und HOCHTIEF Europe wurde im Geschäftsjahr 2021 durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie beeinflusst. Aufgrund der starken Stellung in den wesentlichen Kernmärkten verlief die Geschäftsentwicklung insgesamt robust. Eine deutliche Verbesserung der Geschäftsentwicklung verzeichnete unsere at Equity bilanzierte Beteiligungsgesellschaft Abertis. Nachdem im Vorjahr die von den Regierungen verhängten temporären Lockdown-Maßnahmen und Reisebeschränkungen zu einer deutlich rückläufigen Verkehrsentwicklung und zu erheblichen Umsatzeinbußen im Mautstraßenbereich geführt hatten, zeigte sich im Geschäftsjahr 2021 eine deutliche Belebung der Verkehrszahlen und der Einnahmen aus dem Mautstraßengeschäft. Folglich stieg der Ergebnisbeitrag unseres Abertis-Investments auf 58 Mio. Euro gegenüber -17 Mio. Euro im Vorjahr. KonzernumsatzHOCHTIEF verzeichnete im Geschäftsjahr 2021 ungeachtet der Auswirkungen durch Covid-19 eine robuste Umsatzentwicklung. Basierend auf einem starken Auftragsbestand, erzielte der Konzern Umsatzerlöse in Höhe von insgesamt 21,4 Mrd. Euro. Auf vergleichbarer Basis und um Wechselkursschwankungen bereinigt, lagen die Umsatzerlöse damit stabil auf Vorjahreshöhe. Umsatzerlöse
* Bereinigt um Thiess-Effekt, Gorgon Jetty und
sonstige Effekte von untergeordneter Bedeutung
Die Umsatzerlöse der Division HOCHTIEF Americas beliefen sich im Geschäftsjahr 2021 auf solide 13,8 Mrd. Euro (Vorjahr 14,7 Mrd. Euro). Der Rückgang in lokaler Währung betrug 3 Prozent und spiegelt die Auswirkungen von Covid-19 und die Fertigstellung mehrerer großvolumiger Joint-Venture-Projekte wider. Auf Ebene der Division HOCHTIEF Asia Pacific belief sich der Umsatz auf 6,1 Mrd. Euro. Der Umsatz von CIMIC belief sich im Geschäftsjahr 2021 auf 9,7 Mrd. australische Dollar (6,1 Mrd. Euro) im Vergleich zu 9,0 Mrd. australischen Dollar (5,4 Mrd. Euro) auf vergleichbarer Basis im Vorjahr. Dieser Anstieg reflektiert die Erholung von den Covid-19-Auswirkungen des Vorjahres, ungeachtet temporärer, coronabedingter Projektstillstände im dritten Quartal 2021 in allen Geschäftsbereichen. Das Wachstum um 8 Prozent gegenüber dem Vorjahr ist auf die Zunahme der Aktivitäten im australischen Bau- und Dienstleistungsgeschäft zurückzuführen. In der Berichtsperiode stiegen die Umsatzerlöse der Division HOCHTIEF Europe im Vergleich zum Vorjahr um 3 Prozent auf 1,3 Mrd. Euro. Dies reflektiert die Zuwächse im Kerngeschäftsfeld Bauen. Das auf Märkten außerhalb Deutschlands erzielte Konzernumsatzvolumen entspricht 96 Prozent des gesamten Umsatzes. Der Internationalisierungsgrad des HOCHTIEF-Konzerns lag damit auf Vorjahresniveau. Betriebswirtschaftliche Gewinn- und Verlustrechnung
Ergebnisse der fortgeführten AktivitätenHOCHTIEF verzeichnete bei den fortgeführten Aktivitäten trotz der weiterhin spürbaren Auswirkungen der Corona-Pandemie in den Kernmärkten eine insgesamt robuste Performance. Mit einer Ergebnisbelastung in Höhe von 195 Mio. Euro wirkte sich jedoch die Entscheidung des Schiedsgerichts zum chilenischen Altprojekt als einmaliger außerordentlicher Einmaleffekt deutlich negativ auf die nominalen Ergebniszahlen des Geschäftsjahres 2021 aus. Das EBIT (bereinigt) des HOCHTIEF-Konzerns belief sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 757 Mio. Euro. Dies entspricht einem Anstieg um 9 Prozent gegenüber den 695 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2020 auf vergleichbarer Basis (2020 berichtet: 1,0 Mrd. Euro). Die Netto-Zinserträge und das sonstige Finanzergebnis enthalten das Ergebnis aus Ausleihungen, das sonstige Beteiligungsergebnis sowie das Finanzergebnis. Mit Aufwendungen in Höhe von 96 Mio. Euro ergab sich hier - insbesondere aufgrund gesunkener Zinsaufwendungen - eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorjahr (135 Mio. Euro). Das nominale Ergebnis vor Steuern (PBT) des HOCHTIEF-Konzerns belief sich im Geschäftsjahr 2021 auf 435 Mio. Euro. Bereinigt um den negativen außerordentlichen Einmaleffekt in Höhe von 195 Mio. Euro im Zusammenhang mit dem chilenischen Altprojekt, lag das nominale PBT bei 630 Mio. Euro (548 Mio. Euro auf vergleichbarer Basis im Vorjahr). Nicht-operative Effekte beliefen sich im Geschäftsjahr 2021 auf 275 Mio. Euro (Vorjahr 2 Mio. Euro auf vergleichbarer Basis). Diese enthalten im Wesentlichen den einmaligen außerordentlichen Einmaleffekt in Höhe von 195 Mio. Euro im Zusammenhang mit dem chilenischen Altprojekt. Das operative PBT (das heißt das nominale PBT, bereinigt um nicht-operative Effekte) belief sich für das Geschäftsjahr 2021 auf 710 Mio. Euro im Vergleich zu 550 Mio. Euro auf vergleichbarer Basis im Vorjahr. Die Verbesserung beläuft sich auf 29 Prozent. Ergebnis vor Steuern (PBT) - fortgeführte Aktivitäten
Die Division HOCHTIEF Americas erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr auf Basis einer soliden Auftragsentwicklung ein nominales PBT in Höhe von 323 Mio. Euro. Auf währungsbereinigter Basis zeigte sich eine Verbesserung um 2 Prozent. Das Ergebnis der Division HOCHTIEF Asia Pacific spiegelt die HOCHTIEF-Beteiligung an CIMIC (78,58 Prozent zum 31. Dezember 2021, unverändert gegenüber Vorjahr) und die damit verbundenen Finanzierungs- und Holdingkosten sowie die Kursveränderungen des australischen Dollars gegenüber dem Euro wider. Das nominale PBT belief sich im Geschäftsjahr 2021 auf 262 Mio. Euro gegenüber 200 Mio. Euro auf vergleichbarer Basis im Vorjahr. Auf währungsbereinigter Basis wurde damit eine Verbesserung um 24 Prozent erzielt. Die nominale Ergebnisentwicklung der Division HOCHTIEF Europe wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr im Wesentlichen durch den negativen außerordentlichen Einmaleffekt in Höhe von 195 Mio. Euro aus dem Schiedsgerichtsverfahren über ein Altprojekt zum Bau eines Wasserkraftwerks in Chile aus dem Jahr 2012 beeinflusst. Das PBT der Division HOCHTIEF Europe belief sich für das Geschäftsjahr 2021 daher auf -150 Mio. Euro. Bereinigt um diesen einmaligen Sondereffekt, verzeichnete die Division HOCHTIEF Europe mit einer soliden Geschäftsentwicklung in den Kerngeschäftsfeldern eine leichte Verbesserung beim nominalen PBT auf 45 Mio. Euro (Vorjahr 43 Mio. Euro). Der Beitrag des Abertis-Investments zum Ergebnis des HOCHTIEF-Konzerns spiegelt die 20-Prozent-Beteiligung des Konzerns an der Abertis HoldCo S.A., die operative Entwicklung von Abertis sowie Effekte aus der nicht zahlungswirksamen Kaufpreisallokation (PPA) wider. Nachdem es im Vorjahr infolge der umfassenden Lockdown-Maßnahmen zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie zu einem deutlichen Rückgang des durchschnittlichen Verkehrsaufkommens und Umsatzrückgängen bei den von Abertis betriebenen Mautstraßen kam, zeigte sich im Geschäftsjahr 2021 eine deutliche Erholung der durchschnittlichen täglichen Verkehrsentwicklung in den für Abertis relevanten Märkten. Aufgrund der deutlich gestiegenen Mauteinnahmen und operativen Performanceverbesserungen belief sich der Ergebnisbeitrag des Abertis-Investments für das Geschäftsjahr 2021 daher auf 58 Mio. Euro gegenüber -17 Mio. Euro im Vorjahr. Dies bedeutet eine Verbesserung um 75 Mio. Euro. Die Aufwendungen aus Ertragsteuern beliefen sich im Geschäftsjahr 2021 auf 142 Mio. Euro (Vorjahr 145 Mio. Euro auf vergleichbarer Basis). Die daraus resultierende Steuerquote lag bei 33 Prozent und damit über Vorjahresniveau (26 Prozent auf vergleichbarer Basis). Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus dem negativen außerordentlichen Einmaleffekt im Ergebnis vor Steuern in Höhe von 195 Mio. Euro im Zusammenhang mit dem chilenischen Altprojekt, der sich nicht auf die Steuern auswirkte. Der nominale Konzerngewinn des HOCHTIEF-Konzerns belief sich im Geschäftsjahr 2021 auf 208 Mio. Euro (Vorjahr 312 Mio. Euro auf vergleichbarer Basis). Beim operativen Konzerngewinn erreichte HOCHTIEF eine Verbesserung um 26 Prozent auf 454 Mio. Euro (Vorjahr 359 Mio. Euro auf vergleichbarer Basis). Konzerngewinn/-verlust - fortgeführte Aktivitäten
Ergebnisse der nicht fortgeführten AktivitätenDie Ergebnisse der nicht fortgeführten Aktivitäten betreffen die 45-prozentige Beteiligung an BICC. Am 15. Februar 2021 gab CIMIC die Unterzeichnung eines Kaufvertrags mit SALD Investment LLC ("SALD") über den Verkauf der von CIMIC gehaltenen Anteile an der vollkonsolidierten Tochtergesellschaft BICC bekannt. Das gemäß IFRS 5 zum 31. Dezember 2020 als aufgegebener Geschäftsbereich klassifizierte Tochterunternehmen wurde im ersten Quartal 2021 aufgrund des Verlusts der Kontrolle entkonsolidiert. Die privatwirtschaftliche Investmentgesellschaft SALD mit Sitz in den Vereinigten Arabischen Emiraten wird die 45-prozentige Beteiligung von CIMIC an BICC zum Nominalwert erwerben. SALD kauft auch die verbleibenden, nicht im Besitz von CIMIC befindlichen 55 Prozent an BICC zu einem Nominalbetrag. Aufgrund der Verkaufstransaktion wurde BICC im laufenden Geschäftsjahr als vollkonsolidiertes Unternehmen aus dem Konzernabschluss entkonsolidiert. Die Summe aus dem laufenden Ergebnis von BICC vom 1. Januar 2021 bis zum 14. Februar 2021 und dem Entkonsolidierungsergebnis beträgt insgesamt -4 Mio. Euro (31. Dezember 2020: 32 Mio. Euro). Die Transaktion erhöht nicht CIMICs finanzielle Risikoposition im Mittleren Osten. Die mit dem Investment verbundenen Risiken wurden bereits in Vorjahren erfasst. FinanzlageCashflow - fortgeführte Aktivitäten
HOCHTIEF erzielte im Geschäftsjahr 2021 ein Net Cash aus laufender Geschäftstätigkeit vor Factoring in Höhe von 760 Mio. Euro. Auf vergleichbarer Basis lag der Wert damit trotz der weiterhin spürbaren Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Vorjahresniveau (761 Mio. Euro). Die betrieblichen Investitionen (brutto) beliefen sich im Geschäftsjahr 2021 auf 79 Mio. Euro (davon entfielen 54 Prozent auf die Division HOCHTIEF Asia Pacific). Der deutliche Rückgang um 318 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahreswert von 397 Mio. Euro spiegelt die Entkonsolidierung von Thiess zum Geschäftsjahresende 2020 wider. Auf vergleichbarer Basis lagen die betrieblichen Investitionen (brutto) im Vorjahr bei 144 Mio. Euro. Der auf dieser Basis resultierende Rückgang um 65 Mio. Euro ist in erster Linie auf die Anschaffung und den Einsatz von Tunnelbauausrüstungen im Vorjahr und die anschließende Weiterverwendung bei der Erstellung großvolumiger Infrastrukturprojekte im abgelaufenen Geschäftsjahr zurückzuführen. Die Einnahmen aus betrieblichen Anlagenabgängen blieben mit 24 Mio. Euro auf Vorjahresniveau (22 Mio. Euro auf vergleichbarer Basis). Per Saldo führten die betrieblichen Investitionen (netto) zu einem Liquiditätsabfluss in Höhe von 56 Mio. Euro (Vorjahr 122 Mio. Euro auf vergleichbarer Basis). Der Free Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit vor Factoring belief sich in 2021 auf 704 Mio. Euro (2020: 727 Mio. Euro bzw. 640 Mio. Euro auf vergleichbarer Basis). Der in der Kapitalflussrechnung des HOCHTIEF-Konzerns ausgewiesene Cashflow aus der Investitionstätigkeit (fortgeführte Aktivitäten) zeigt im Geschäftsjahr 2021 einen Mittelabfluss in Höhe von 209 Mio. Euro. Neben den Mittelabflüssen für betriebliche Nettoinvestitionen (56 Mio. Euro) und für Akquisitionen und Beteiligungen (105 Mio. Euro) wirkte sich darin die Veränderung der Wertpapiere und Finanzforderungen mit -50 Mio. Euro aus. Im Mittelzufluss des Vorjahres in Höhe von 648 Mio. Euro wirkte sich vor allem der Cashzufluss aus dem Teilverkauf von 50 Prozent der Anteile an Thiess mit 1,3 Mrd. Euro aus. Im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (fortgeführte Aktivitäten) weist HOCHTIEF für das Geschäftsjahr 2021 per Saldo einen Mittelabfluss in Höhe von 1,1 Mrd. Euro (Vorjahr 642 Mio. Euro) aus. Darin sind Finanzmittelaufnahmen im Umfang von 2,0 Mrd. Euro (Vorjahr 4,0 Mrd. Euro) enthalten. Diese wurden in erster Linie von CIMIC und der HOCHTIEF Aktiengesellschaft durch die Begebung von Unternehmensanleihen getätigt. Den Finanzmittelaufnahmen standen Tilgungen von Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 2,6 Mrd. Euro (Vorjahr 3,4 Mrd. Euro) gegenüber. Diese entfielen vor allem auf CIMIC und die HOCHTIEF Aktiengesellschaft für Rückzahlungen von Unternehmensanleihen, Barkreditfazilitäten, Schuldscheindarlehen sowie von Mitteln aus dem Commercial-Paper-Programm und sonstigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Im Vorjahr enthielten die Tilgungen neben Rückzahlungen von Kreditverbindlichkeiten vor allem Zahlungen von CIMIC im Zusammenhang mit dem Rückzug aus der Region Mittlerer Osten. Die Rückzahlungen von Leasingverbindlichkeiten beliefen sich im Geschäftsjahr 2021 auf 160 Mio. Euro (Vorjahr 299 Mio. Euro). Darüber hinaus flossen liquide Mittel für Dividendenzahlungen an HOCHTIEF-Aktionäre und an Minderheitsbeteiligungen in Höhe von 319 Mio. Euro (Vorjahr 441 Mio. Euro) ab. Für den Rückkauf eigener Aktien wurden bei HOCHTIEF im Geschäftsjahr 2021 flüssige Mittel in Höhe von 5 Mio. Euro (Vorjahr 338 Mio. Euro für die Aktienrückkaufprogramme von HOCHTIEF und CIMIC) verwendet. Zudem wurden im Vorjahr 103 Mio. Euro zur Aufstockung der Beteiligungsquote an CIMIC auf 78,58 Prozent investiert. Im Geschäftsjahr 2021 wurden keine weiteren CIMIC-Anteile erworben. VermögenslageDie Bilanzsumme des HOCHTIEF-Konzerns belief sich zum Stichtag 31. Dezember 2021 auf 16,2 Mrd. Euro. Im Vergleich zum Geschäftsjahresende 2020 (17,0 Mrd. Euro) ergab sich ein Rückgang um 746 Mio. Euro. Die Struktur der Konzernbilanz wurde vor allem durch den Abgang von zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten und Schulden beeinflusst. Das gemäß IFRS 5 zum 31. Dezember 2020 als aufgegebener Geschäftsbereich klassifizierte Tochterunternehmen BICC wurde im ersten Quartal 2021 aufgrund des Verlusts der Kontrolle entkonsolidiert. Dementsprechend sind die als zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte im Umfang von 828 Mio. Euro und die mit den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten verbundenen Schulden in Höhe von 837 Mio. Euro aus der HOCHTIEF-Konzernbilanz abgegangen (siehe Anhangangabe 1). KonzernbilanzAktiva
Die langfristigen Vermögenswerte blieben mit 5,3 Mrd. Euro auf dem Niveau vom Geschäftsjahresende 2020. Darin waren immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 1,1 Mrd. Euro (31. Dezember 2020: 1,0 Mrd. Euro) enthalten. Der Anstieg um 50 Mio. Euro resultierte im Wesentlichen aus Wechselkurseffekten. Das Sachanlagevermögen ging insgesamt um 94 Mio. Euro auf 818 Mio. Euro zurück. Hierin wirkten sich im Wesentlichen planmäßige Abschreibungen von CIMIC aus. Die im Zusammenhang mit der Anwendung von IFRS 16 "Leasingverhältnisse" im Sachanlagevermögen aktivierten Nutzungsrechte verminderten sich leicht um 7 Mio. Euro auf 321 Mio. Euro (31. Dezember 2020: 328 Mio. Euro). Das Finanzanlagevermögen belief sich zum Stichtag 31. Dezember 2021 auf 2,6 Mrd. Euro (31. Dezember 2020: 2,5 Mrd. Euro). Der Anstieg um 119 Mio. Euro resultierte im Wesentlichen aus der at-Equity-Wertfortschreibung von CIMIC-Beteiligungen. Der Buchwert von Abertis wird vor allem durch Dividendenzahlungen von Abertis (119 Mio. Euro) gemindert. Die kurzfristigen Vermögenswerte beliefen sich zum 31. Dezember 2021 auf 10,9 Mrd. Euro (31. Dezember 2020: 11,7 Mrd. Euro). Der Bestand der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen lag zum Geschäftsjahresende 2021 bei 5,5 Mrd. Euro. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 471 Mio. Euro betraf vor allem Vertragsvermögenswerte bei CIMIC sowie Forderungen bei HOCHTIEF Americas und jeweilige Währungseffekte. Das Factoring-Volumen des HOCHTIEF-Konzerns war aufgrund der weiteren Reduzierung bei CIMIC im Vergleich zum Vorjahr (1,1 Mrd. Euro) um nominal 309 Mio. Euro rückläufig und belief sich zum Geschäftsjahresende 2021 auf 758 Mio. Euro. Der Wertpapierbestand erhöhte sich im Geschäftsjahr 2021 um 98 Mio. Euro auf 572 Mio. Euro. Die flüssigen Mittel gingen im abgelaufenen Geschäftsjahr um 668 Mio. Euro auf 4,3 Mrd. Euro zurück. Nachdem die im Vorjahr aus Vorsichtsgründen getätigten Mittelaufnahmen zu einer Erhöhung der Liquiditätsreserve führten, wurde diese im abgelaufenen Geschäftsjahr zurückgeführt und flüssige Mittel wurden vor allem zum Abbau von Schulden sowie für Dividendenzahlungen verwendet. Insgesamt verfügt HOCHTIEF zum Stichtag 31. Dezember 2021 mit 4,9 Mrd. Euro über eine weiterhin starke Liquiditätsposition. Die als zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte gingen um 800 Mio. Euro auf 28 Mio. Euro zurück. Der Rückgang stand im Zusammenhang mit der im ersten Quartal 2021 erfolgten Entkonsolidierung von BICC. Der verbleibende Wert umfasst als zur Veräußerung gehaltene Projektinvestitionen bei CIMIC. Das Eigenkapital des HOCHTIEF-Konzerns belief sich zum Stichtag 31. Dezember 2021 auf 1.086 Mio. Euro (31. Dezember 2020: 963 Mio. Euro). Die Veränderungen betrafen das Ergebnis nach Steuern (289 Mio. Euro), Währungseffekte (153 Mio. Euro) und sonstige ergebnisneutrale Veränderungen (119 Mio. Euro) dem gegenläufig die Dividenden (-433 Mio. Euro) sowie die Effekte aus dem Aktienrückkaufprogramm von HOCHTIEF (-5 Mio. Euro) gegenüberstanden. Bei den langfristigen Schulden ergab sich im Geschäftsjahr 2021 ein leichter Anstieg um 109 Mio. Euro auf 5,4 Mrd. Euro. Darin werden langfristige Rückstellungen im Umfang von 899 Mio. Euro (31. Dezember 2020: 840 Mio. Euro) ausgewiesen. Vom Gesamtbestand der langfristigen Schulden entfielen --- unverändert zum Vorjahr --- 4,2 Mrd. Euro auf langfristige Finanz- und Leasingverbindlichkeiten. Zur Diversifizierung und Erweiterung des Laufzeitspektrums emittierte der HOCHTIEF-Konzern im laufenden Geschäftsjahr Anleihen --- davon eine HOCHTIEF-Anleihe mit einem Nominalvolumen von 500 Mio. Euro und eine Euro-Anleihe von CIMIC mit einem Nominalvolumen von 625 Mio. Euro. Diese Aufnahmen wurden durch eine Reklassifizierung von vormals langfristigen Schulden als kurzfristige Schulden und durch die Rückzahlung von Konsortialkrediten kompensiert. Die im Zusammenhang mit der Anwendung des IFRS 16 ausgewiesenen langfristigen Leasingverbindlichkeiten beliefen sich zum Stichtag 31. Dezember 2021 auf 272 Mio. Euro (31. Dezember 2020: 279 Mio. Euro). Die langfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten stiegen per Saldo um 45 Mio. Euro auf 255 Mio. Euro und betreffen vorrangig CIMIC. Die kurzfristigen Schulden gingen im Geschäftsjahr 2021 um 978 Mio. Euro auf 9,7 Mrd. Euro zurück. Die kurzfristigen Rückstellungen erhöhten sich - im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Entscheidung im Schiedsgerichtsverfahren zu dem chilenischen Altprojekt - um 116 Mio. Euro auf 891 Mio. Euro. Bei den Finanzverbindlichkeiten ergab sich ein Rückgang um 521 Mio. Euro auf 530 Mio. Euro. Hier wirkten sich die Rückzahlungen von in Anspruch genommenen Kreditlinien - insbesondere einer im Mai 2020 vereinbarten und voll in Anspruch genommenen Kreditlinie in Höhe von 400 Mio. Euro sowie eine Rückzahlung von 276 Mio. Euro aus dem im Mai 2020 aufgelegten Commercial-Paper-Programm - aus. Diese Kreditrückzahlungen wurden durch eine Reklassifizierung von vormals langfristigen Schulden als kurzfristige Schulden teilweise kompensiert. Die Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 116 Mio. Euro gingen im Vergleich zum Vorjahr (123 Mio. Euro) leicht zurück. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten stiegen im Wesentlichen durch höhere Vertragsverbindlichkeiten von CIMIC um 215 Mio. Euro auf 8,1 Mrd. Euro. Die mit den als zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten verbundene Schulden wurden im Zusammenhang mit der im ersten Quartal 2021 erfolgten Entkonsolidierung von BICC im Umfang von 837 Mio. Euro vollständig aus der HOCHTIEF-Konzernbilanz ausgebucht. Das Nettofinanzvermögen des HOCHTIEF-Konzerns belief sich zum Stichtag 31. Dezember 2021 auf 556 Mio. Euro (Vorjahr 618 Mio. Euro). Dieser Wert ergibt sich nach einer cashwirksamen Reduzierung des Factoring um 354 Mio. Euro und Dividendenzahlungen von insgesamt 319 Mio. Euro. Entwicklung Nettofinanzvermögen (+)/Nettofinanzschulden (-) im HOCHTIEF-Konzern - fortgeführte Aktivitäten
Langfristige Sicherung der Konzernliquidität und Optimierung der FinanzstrukturSowohl HOCHTIEF als auch CIMIC konnten die für das vergangene Berichtsjahr geplanten Finanzierungsvorhaben zur langfristigen Sicherung der Liquidität und zur Optimierung der Finanzstruktur erfolgreich umsetzen. Das rege Investoreninteresse der beiden in 2021 getätigten Anleiheemissionen sowie die anhaltende Unterstützung der Banken haben gezeigt, dass die HOCHTIEF-Gruppe weiterhin ein gutes Standing im Finanzmarkt genießt. Bankfinanzierungen der HOCHTIEF AktiengesellschaftAls vorübergehende Erhöhung der Liquiditätsreserven im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie hat HOCHTIEF im Mai 2020 eine syndizierte Barkreditfazilität in Höhe von 400 Mio. Euro mit einer Laufzeit bis November 2021 abgeschlossen. Im April 2021 wurde die seither vollständig in Anspruch genommene Kreditlinie in Höhe von 400 Mio. Euro aus angelegten Mitteln vollständig zurückgezahlt. Der im August 2017 mit einer Laufzeit bis 2024 abgeschlossene syndizierte Bar- und Avalkredit über 1,7 Mrd. Euro zählt weiterhin zu den wichtigsten Finanzierungsinstrumenten der HOCHTIEF Aktiengesellschaft. Die Avalkredittranche in Höhe von 1,2 Mrd. Euro ermöglicht die Bereitstellung von Bürgschaften für die gewöhnliche Geschäftstätigkeit vornehmlich der Division HOCHTIEF Europe. Die Barkredittranche in Höhe von 0,5 Mrd. Euro wird im Bedarfsfall flexibel genutzt. Zum Berichtsstichtag war die Linie nicht in Anspruch genommen. Weiterhin verfügt die HOCHTIEF Aktiengesellschaft über bilaterale kurzfristige Barkreditlinien zur Versorgung der operativen Einheiten mit ausreichenden liquiden Mitteln zur Finanzierung des laufenden Geschäfts. Diese jährlich zu verlängernden Linien belaufen sich auf 393 Mio. Euro. Die Kredite sind zu zirka 15 Prozent schriftlich und mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr von den Banken bestätigt. Zum Berichtsstichtag waren diese kurzfristigen Barkreditlinien nicht genutzt. Bilaterale Avalkreditlinien über rund 1,3 Mrd. Euro ergänzen den syndizierten Avalkredit der HOCHTIEF Aktiengesellschaft zum Jahresende 2021. Die verschiedenen Instrumente sichern dem Konzern eine langfristige und breit diversifizierte Finanzierung, und dies zu unverändert attraktiven Kreditbedingungen und Konditionen. Keines der von HOCHTIEF abgeschlossenen Finanzierungsinstrumente ist besichert; sie basieren auf einer Gleichbehandlung aller Kreditgeber (pari passu). Zu den syndizierten und bilateralen Krediten kommen im Bedarfsfall weitere individuelle Kredite für Projektfinanzierungen hinzu. Diese Finanzierungen, die jeweils auf Basis eines konkreten Projekts verhandelt und abgeschlossen werden, sind ausschließlich projektbezogen nutzbar und werden spätestens beim Verkauf der Projekte aus den erzielten Erlösen zurückbezahlt. Eine Besicherung erfolgt in der Regel auf den Vermögenswerten des Projekts selbst. Ein Rückgriff auf den HOCHTIEF-Konzern ist in den allermeisten Fällen ausdrücklich ausgeschlossen. Kapitalmarktfinanzierungen der HOCHTIEF AktiengesellschaftHOCHTIEF konnte mit der im April 2021 getätigten Anleiheemission den erfolgreichen Track-Record auf dem Kapitalmarkt weiter ausbauen. Die achtjährige Anleihe mit einem Nominalvolumen von 500 Mio. Euro und einem Kupon von 0,625 Prozent per annum traf auf reges Investoreninteresse und diente allgemeinen Unternehmenszwecken, wie beispielsweise der Refinanzierung kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten. Somit konnte das Fälligkeitenprofil der HOCHTIEF-Finanzierungsstruktur weiter diversifiziert und verlängert werden. Wie auch im abgelaufenen Berichtsjahr sowie in den Jahren zuvor, wird die HOCHTIEF Aktiengesellschaft darüber hinaus die Finanz- und Kapitalmärkte unverändert intensiv beobachten und sich eventuell ergebende Opportunitäten nutzen, um die Konzernfinanzierung weiter zu optimieren und zu diversifizieren. Finanzierungsereignisse in den Divisions Americas und Asia PacificUnverändert zum Vorjahr bestehen für die Divisions HOCHTIEF Americas und HOCHTIEF Asia Pacific lokale Finanzierungen. Im März 2021 hat CIMIC eine syndizierte Performance Bonding Facility in Höhe von 1,4 Mrd. australischen Dollar und mit einer dreijährigen Laufzeit abgeschlossen. Die Finanzierung löst eine im März 2021 abgelaufene Fazilität in Höhe von 1,35 Mrd. australischen Dollar ab und deckt neben den bestehenden bilateralen Garantie- und Bonding-Fazilitäten den operativen Bonding-Bedarf ab. Im Mai beziehungsweise Juni 2021 hat die CIMIC Finance Pty Limited mit der erfolgreichen Debüttransaktion im Euro-Medium-Term-Note-Markt die für die CIMIC-Gruppe zur Verfügung stehenden Finanzierungsquellen weiter diversifiziert. Die Unternehmensanleihe mit einem nominalen Volumen von 625 Mio. Euro hat eine Laufzeit bis Mai 2029 und wird mit 1,5 Prozent verzinst. Für die Division HOCHTIEF Americas ist insbesondere die US-Bondingfazilität von besonderer Bedeutung. Mit einem ausstehenden Volumen von zirka 7,9 Mrd. Euro (zirka 8,9 Mrd. US-Dollar) ist sie unverändert der zentrale Finanzierungsbaustein für das US-amerikanische Geschäft. Sowohl die Turner- als auch die Flatiron-Gruppe nutzen diese Linie im Rahmen des sogenannten Bondings. Diese lokale Surety-Bonding-Linie wird von HOCHTIEF unverändert durch eine Konzerngarantie unterlegt. Aufgrund der angestiegenen Auftragsentwicklung und des damit verbundenen Bedarfs an erhöhten Bonding-Kapazitäten konnte die Bonding-Kapazität bedarfsgerecht im Laufe des Berichtsjahres erhöht werden. Bonitätsrating der HOCHTIEF-GruppeIm März 2021 verringerte die Ratingagentur Standard & Poor's ("S&P") das Rating für HOCHTIEF auf BBB-/A-3. Dabei wurde der Ausblick auf die weitere Bonitätsentwicklung als stabil bewertet ("outlook stable"). Auch für CIMIC änderte sich das S&P-Rating auf BBB-/A-3 im März. In der Folge bestätigte S&P dieses Rating im Oktober, während die Ratingagentur Moody's bereits im Januar 2021 das bisherige Bonitätsrating bestätigte ("Baa2/stabil"). Nachhaltige Finanzierung bei HOCHTIEF 1HOCHTIEF versteht unter nachhaltiger Finanzierung alle Finanzierungs- und Investitionsentscheidungen, bei denen auch Kriterien aus den Bereichen Umwelt, Soziales und Governance (ESG-Kriterien) zum Tragen kommen. Darüber hinaus fließen übergreifend Betrachtungen der längerfristigen ökonomischen Nachhaltigkeit der finanzierten Unternehmensbereiche ein. Nachhaltige Finanzierung umfasst jene Finanzierungs- und Investitionsaktivitäten, die unter anderem zur Unterstützung der Ziele für nachhaltige Entwicklung der Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen (SDGs) und des Pariser Klimaabkommens erforderlich sind. Darunter fallen Aktivitäten, die sich sowohl auf die Umwelt als auch auf die Gesellschaft positiv auswirken. Nachhaltige Finanzierung ist ein wichtiger Faktor für die Umsetzung der konzernweiten Nachhaltigkeitsstrategie von HOCHTIEF und die Erreichung der damit verbundenen langfristigen Ziele. Zur Vorbereitung künftiger nachhaltiger Finanzierungstätigkeiten innerhalb des HOCHTIEF-Konzerns wird das Finanzteam von HOCHTIEF aktiv die Nachhaltigkeitsagenda des Unternehmens fördern. Hierzu plant das Team, eine Sustainable-Finance-Rahmendokumentation zu verabschieden, die Investoren den Zugang zu nachhaltigen Finanzierungsinstrumenten von HOCHTIEF vereinfacht. Durch diese Maßnahme werden sich der breite Investorenkreis von HOCHTIEF und die langfristige Finanzierungssicherheit von HOCHTIEF durch die Finanzmärkte, in denen das Thema Nachhaltigkeit immer mehr an Relevanz gewinnt, weiter vergrößern. Im zweiten Halbjahr 2021 hat das HOCHTIEF-Finanzteam den Prozess für die Erstellung einer eigenen Sustainable-Finance-Rahmendokumentation angestoßen. Die Sustainable-Finance-Rahmendokumentation wird den Nachhaltigkeitsplan 2025 mit der Finanzierungsstrategie des Konzerns verbinden und HOCHTIEF so in die Lage versetzen, nachhaltige Finanzierungsinstrumente, zum Beispiel Green Bonds und Sustainability-Linked Bonds, zu emittieren. In die Abstimmung zu der Rahmendokumentation ist der Vorstand eng eingebunden. Bei sogenannten "sustainability-linked" Finanzierungsinstrumenten fließen die zentralen Nachhaltigkeitsziele von HOCHTIEF in Form von spezifischen Nachhaltigkeitskennzahlen (Sustainable Performance Indicators) mit ein. Dadurch lässt sich der Fortschritt des Unternehmens bei der Erreichung seiner Nachhaltigkeitsziele während der gesamten Laufzeit derartiger nachhaltiger Finanzierungsinstrumente nachvollziehen. Die Finanzierungskosten werden dabei an die Erreichung dieser Nachhaltigkeitskennzahlen gekoppelt. Die mit sogenannten grünen Finanzierungsinstrumenten (wie zum Beispiel Green Bonds oder Green Loans) erzielten Erlöse können speziell zur Finanzierung geeigneter Nachhaltigkeitsprojekte genutzt werden, um so die wichtigsten Nachhaltigkeitsziele von HOCHTIEF weiter voranzutreiben. In der geplanten Sustainable-Finance-Rahmendokumentation wird HOCHTIEF die Klassifikationslogik, die Zulassungskriterien, die geltenden Due-Diligence-Anforderungen sowie das Verifizierungsverfahren für künftige nachhaltige Finanzierungsaktivitäten definieren. Außerdem werden sich darin die Grundsätze und Anforderungen für die Berichterstattung finden. Um die Übereinstimmung dieses Rahmens mit den jeweils aktuellen marktüblichen Sustainable-Finance-Grundsätzen zu gewährleisten und zu bestätigen, beabsichtigt HOCHTIEF die Erstellung eines Nachhaltigkeitsgutachtens durch einen externen Gutachter, eine sogenannte "Second Party Opinion" (SPO). Bericht nach § 312 AktG über Beziehungen zu verbundenen UnternehmenMit dem Großaktionär ACS Actividades de Construcción y Servicios, S.A. besteht kein Beherrschungsvertrag, sodass der Vorstand der HOCHTIEF Aktiengesellschaft zur Aufstellung eines Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG verpflichtet ist. In diesem Abhängigkeitsbericht wird vom Vorstand folgende Schlusserklärung gegeben: "Wir erklären, dass unsere Gesellschaft nach den Umständen, die uns zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte mit dem herrschenden oder einem mit diesem verbundenen Unternehmen im Sinne des § 312 AktG vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielt. Im Berichtszeitraum wurden berichtspflichtige Rechtsgeschäfte mit Dritten oder Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse des herrschenden Unternehmens oder eines mit diesem verbundenen Unternehmens nicht getroffen oder unterlassen." Erläuterungen zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der HOCHTIEF Aktiengesellschaft (Holding) nach HGBDie HOCHTIEF Aktiengesellschaft führt die Divisions des Konzerns als strategische und operative Management-Holding. Als zentrale Steuerungsebene verantwortet sie die unternehmerischen Ziele, die grundsätzliche strategische Ausrichtung, die Unternehmenspolitik und die Organisation des HOCHTIEF-Konzerns. Das Ergebnis der HOCHTIEF Aktiengesellschaft ist vor allem durch das Beteiligungs- und Finanzergebnis sowie durch Erlöse und Aufwendungen bestimmt, die im Zusammenhang mit der Ausübung dieser Holdingfunktionen stehen. Der Jahresabschluss der HOCHTIEF Aktiengesellschaft ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich keine Änderungen der Ansatz- und Bewertungsmethoden ergeben. Die Bekanntmachung des Jahresabschlusses und des mit dem Konzernlagebericht zusammengefassten Lageberichts der HOCHTIEF Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr 2021 erfolgt im Bundesanzeiger. ErtragslageDie Umsatzerlöse der HOCHTIEF Aktiengesellschaft resultierten im Wesentlichen aus Leistungen im Zusammenhang mit der Ausübung der Holdingfunktion. Dazu gehörten vor allem die Vergütung für Service-, Dienst- und Verwaltungsleistungen sowie Mieterträge. Die Umsatzerlöse stiegen infolge höherer Umlagen für Dienstleistungen im Vergleich zum Vorjahr um 9 Mio. Euro auf 93 Mio. Euro. Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich im Wesentlichen aufgrund von Erträgen aus Lizenzvereinbarungen und höheren Erträgen aus Währungskursgewinnen um 19 Mio. Euro auf 25 Mio. Euro. Der Personalaufwand erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen im Zusammenhang mit gestiegenen Aufwendungen für Tantiemen und Gratifikationen sowie für Altersversorgung um 17 Mio. Euro auf 36 Mio. Euro. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verminderten sich im Vergleich zum Vorjahr (96 Mio. Euro) um 15 Mio. Euro auf 81 Mio. Euro. Der Rückgang resultierte im Wesentlichen aus geringeren Aufwendungen für Erstattungsansprüche von Tochtergesellschaften sowie geringeren Währungskursverlusten. Das Ergebnis aus Finanzanlagen in Höhe von 248 Mio. Euro enthielt wie im Vorjahr (582 Mio. Euro) im Wesentlichen Erträge und Aufwendungen aus Gewinnabführungsverträgen sowie Erträge aus Beteiligungen. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahreswert um 334 Mio. Euro resultierte vor allem aus um 140 Mio. Euro geringeren Erträgen aus Gewinnabführungsverträgen und um 136 Mio. Euro höheren Aufwendungen aus Verlustübernahmen, im Wesentlichen bedingt durch den negativen außerordentlichen Einmaleffekt in Höhe von 195 Mio. Euro über ein Altprojekt zum Bau eines Wasserkraftwerks in Chile aus dem Jahr 2012. Die Erträge aus Beteiligungen von der Abertis HoldCo S.A. beliefen sich auf 119 Mio. Euro (Vorjahr 173 Mio. Euro). Das Zinsergebnis blieb mit -28 Mio. Euro auf Vorjahresniveau (-29 Mio. Euro). Der Jahresüberschuss der HOCHTIEF Aktiengesellschaft belief sich im Geschäftsjahr 2021 auf 157 Mio. Euro (Vorjahr 524 Mio. Euro). Gewinn- und Verlustrechnungder HOCHTIEF Aktiengesellschaft (Kurzfassung)
Finanz- und VermögenslageDie Finanz- und Vermögenslage der HOCHTIEF Aktiengesellschaft ist aufgrund ihrer Holdingfunktion durch die Finanzanlagen und Forderungen gegen verbundene Unternehmen geprägt. Der Anteil dieser Positionen an der Bilanzsumme belief sich zum Stichtag 31. Dezember 2021 auf 91 Prozent (31. Dezember 2020: 89 Prozent). Die zum 31. Dezember 2021 ausgewiesenen Finanzanlagen der HOCHTIEF Aktiengesellschaft in Höhe von 4,9 Mrd. Euro betrafen in erster Linie Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen. Der Bestand erhöhte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr im Wesentlichen durch Zugänge bei Anteilen an verbundenen Unternehmen um 90 Mio. Euro. Die Anteile an verbundenen Unternehmen enthielten im Wesentlichen die Beteiligungsbuchwerte an der HOCHTIEF Asia Pacific GmbH, der HOCHTIEF Americas GmbH, der HOCHTIEF Solutions AG und an der HOCHTIEF Insurance Broking and Risk Management Solutions GmbH. Die Beteiligungen entfielen im Wesentlichen auf die Anteile an der Abertis HoldCo S.A. Die Vorräte, Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände und Rechnungsabgrenzungsposten stiegen im Wesentlichen im Zusammenhang mit dem Konzernfinanzverkehr mit verbundenen Unternehmen um 140 Mio. Euro auf 997 Mio. Euro. Der Bestand an Finanzmitteln belief sich zum Stichtag 31. Dezember 2021 auf 509 Mio. Euro (Vorjahr 579 Mio. Euro). Die Veränderungen im laufenden Geschäftsjahr betrafen im Wesentlichen die Liquiditätsabflüsse für die Dividendenausschüttung sowie Tilgungen und Aufnahmen von Krediten. Der aktivische Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung in Höhe von 5 Mio. Euro (Vorjahr 11 Mio. Euro) resultiert aus Pensionsplänen, bei denen der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens den Erfüllungsbetrag der abgedeckten Pensionsverpflichtungen übersteigt. Das gezeichnete Kapital der HOCHTIEF Aktiengesellschaft ist zum Stichtag 31. Dezember 2021 in 70.646.707 nennwertlose Stückaktien eingeteilt. Der Nominalwert sowie der unter Berücksichtigung der im Bestand befindlichen eigenen Aktien ermittelte Wert des gezeichneten Kapitals belief sich auf 174 Mio. Euro (Vorjahr 175 Mio. Euro). Die Kapitalrücklage enthält im Wesentlichen das Aufgeld aus der Ausgabe von Aktien durch die HOCHTIEF Aktiengesellschaft und blieb mit 1,7 Mrd. Euro gegenüber dem Vorjahr unverändert. Die Eigenkapitalquote lag zum Stichtag 31. Dezember 2021 bei 41 Prozent (31. Dezember 2020: 44 Prozent). Bilanzder HOCHTIEF Aktiengesellschaft (Kurzfassung)
Die Verbindlichkeiten beliefen sich zum Geschäftsjahresende 2021 auf 3,6 Mrd. Euro. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 211 Mio. Euro resultierte in erster Linie als Saldo aus den im laufenden Geschäftsjahr vollzogenen Finanztransaktionen im Kapital- und Bankenmarkt und aus dem Konzernfinanzverkehr. Im April 2021 wurde eine Anleihe im Nominalvolumen von 500 Mio. Euro und einer Laufzeit von 8 Jahren und einem Kupon von 0,63 Prozent per annum am internationalen Kapitalmarkt platziert. Gegenläufig wurde die im Mai 2020 abgeschlossene syndizierte einjährige Barkreditfazilität in Höhe von 400 Mio. Euro im April 2021 aus angelegten Mitteln vollständig zurückgezahlt. Zudem waren von dem im Mai 2020 aufgelegten Commercial-Paper-Programm mit einem Maximalwert von 750 Mio. Euro zum Stichtag 31. Dezember 2021 keine Mittel ausgenutzt (31. Dezember 2020: 276 Mio. Euro). Das Volumen der in Anspruch genommenen Schuldscheindarlehen wurde zum Stichtag 31. Dezember 2021 um 26 Mio. Euro auf 744 Mio. Euro vermindert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 880 Mio. Euro (Vorjahr 459 Mio. Euro) standen im Zusammenhang mit dem Konzernfinanzverkehr. Der Gesamtbestand der Anleihen setzt sich wie folgt zusammen:
Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft weist für das Geschäftsjahr 2021 einen Jahresüberschuss in Höhe von 157,2 Mio. Euro aus. Unter Berücksichtigung der Einstellungen in die Gewinnrücklagen (32,0 Mio. Euro) und des Gewinnvortrags (9,7 Mio. Euro) ergibt sich ein Bilanzgewinn in Höhe von 134,9 Mio. Euro. Gewinnverwendungsvorschlag des VorstandsDer Vorstand schlägt vor, zu beschließen: Der Bilanzgewinn der HOCHTIEF Aktiengesellschaft des Geschäftsjahres 2021 in Höhe von 134.935.210,37 Euro wird zur Ausschüttung einer Dividende von 1,91 Euro je Stückaktie auf das Grundkapital von 180.855.569,92 Euro, eingeteilt in 70.646.707 Stückaktien, verwendet. Die Dividende ist am 7. Juli 2022 fällig. Der Betrag, der auf die am Tag der Hauptversammlung im Besitz der Gesellschaft befindlichen eigenen Aktien auszuschütten wäre und der gemäß § 71b AktG von der Ausschüttung auszuschließen ist, wird auf neue Rechnung vorgetragen. Am Tag der Aufstellung des Jahresabschlusses, am 21. Februar 2022, ergibt sich für die HOCHTIEF Aktiengesellschaft ein Bestand an eigenen Aktien von insgesamt 2.525.851 Stück, womit ein Betrag in Höhe von 4.824.375,41 Euro auf neue Rechnung vorzutragen wäre. Bis zur Hauptversammlung kann sich die Zahl der für das Geschäftsjahr 2021 dividendenberechtigten Stückaktien verändern. In diesem Fall wird bei unveränderter Ausschüttung von 1,91 Euro je für das Geschäftsjahr 2021 dividendenberechtigter Stückaktie der Hauptversammlung ein entsprechend angepasster Gewinnverwendungsvorschlag unterbreitet. Prognose für die HOCHTIEF Aktiengesellschaft (Holding) nach HGBDer Leistungsindikator für die HOCHTIEF Aktiengesellschaft (Holding) nach HGB ist der Jahresüberschuss. Der Prognosewert für das Geschäftsjahr 2021 wurde nicht erreicht. Ausschlaggebend hierfür waren die höhere Verlustübernahme von der HOCHTIEF Solutions AG in Höhe von 180 Mio. Euro (Vorjahr 42 Mio. Euro) im Zusammenhang mit der negativen Ergebnisauswirkung der Schiedsgerichtsentscheidung zum chilenischen Altprojekt in Höhe von 195 Mio. Euro sowie geringere Erträge aus der Beteiligung an Abertis HoldCo S.A. in Höhe von 119 Mio. Euro (Vorjahr 173 Mio. Euro). Für den Jahresüberschuss erwarten wir für das Geschäftsjahr 2022 einen Wert deutlich über dem Vorjahresniveau. Angaben nach § 289 Abs. 2 Satz 2 HGBDie Angaben nach § 160 Abs. 1 Nr. 2 AktG sind im Anhang zum Jahresabschluss der HOCHTIEF Aktiengesellschaft enthalten. Angaben gemäß § 289a Satz 1 Nr. 1 beziehungsweise § 315a Satz 1 Nr. 1 HGBDie Angaben zur Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals gemäß §§ 289a Satz 1 Nr. 1, 315a Satz 1 Nr. 1 HGB sind im Anhang beziehungsweise Konzernanhang enthalten. Beschränkungen im Sinne von §§ 289a Satz 1 Nr. 2, 315a Satz 1 Nr. 2 HGB, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind dem Vorstand nicht bekannt. Kapitalbeteiligungen von mehr als zehn Prozent der Stimmrechte im Sinne von §§ 289a Satz 1 Nr. 3, 315a Satz 1 Nr. 3 HGB: ACS, Actividades de Construcción y Servicios, S.A. mit Sitz in Madrid/Spanien, hat uns am 11. Mai 2015 gemäß § 25a Abs. 1 WpHG (alte Fassung) mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil gemäß §§ 21, 22 WpHG (alte Fassung) an der HOCHTIEF Aktiengesellschaft am 8. Mai 2015 60,70 Prozent betrug. Der Anteil vom HOCHTIEF-Aktionär ACS lag zum 31. Dezember 2021 bei 50,41 Prozent (2020: 50,41 Prozent). Die Atlantia S.p.A. mit Sitz in Rom, Italien, hat uns mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil gemäß § 33 WpHG am 4. Mai 2021 15,90 Prozent betrug. Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, existieren nicht. Es ist dem Vorstand nicht bekannt, dass Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben. Ernennung und Abberufung der Vorstandsmitglieder/Satzungsänderungen: Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands bestimmt sich nach den §§ 84, 85 AktG und § 31 MitbestG in Verbindung mit §§ 9 Abs. 2, 7 Abs. 1 der Satzung. Gesetzliche Vorschriften zur Änderung der Satzung finden sich in §§ 179 ff., 133 AktG. Soweit das Gesetz außer der Stimmenmehrheit eine Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Kapitals verlangt, genügt nach § 23 Abs. 3 der Satzung die einfache Mehrheit, sofern nicht zwingend eine andere Mehrheit vorgeschrieben ist. Nach § 15 der Satzung ist der Aufsichtsrat ermächtigt, Satzungsänderungen vorzunehmen, die nur die Fassung der Satzung betreffen. Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe neuer Aktien: Der Vorstand ist gemäß § 4 Abs. 5 der Satzung ermächtigt, das Grundkapital bis zum 9. Mai 2022 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 65.752 Tsd. Euro zu erhöhen (genehmigtes Kapital I). Die weiteren Einzelheiten ergeben sich aus der vorgenannten Satzungsbestimmung. Der Vorstand ist gemäß § 4 Abs. 6 der Satzung ermächtigt, das Grundkapital bis zum 6. Mai 2024 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 24.675 Tsd. Euro zu erhöhen (genehmigtes Kapital II). Die weiteren Einzelheiten ergeben sich aus der vorgenannten Satzungsbestimmung. Das Grundkapital der Gesellschaft ist gemäß § 4 Abs. 4 der Satzung um bis zu 46.080 Tsd. Euro, eingeteilt in bis zu 18 Mio. Stück auf den Inhaber lautende Stückaktien, bedingt erhöht (bedingtes Kapital). Die Einzelheiten ergeben sich aus der vorgenannten Satzungsbestimmung. Ermächtigung zum Aktienrückkauf: Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 28. April 2020 ist die Gesellschaft gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt worden, eigene Aktien zu erwerben. Diese Ermächtigung gilt bis zum 27. April 2025. Sie ist insgesamt auf einen Anteil von zehn Prozent des im Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung oder - falls dieser Wert geringer ist - des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals beschränkt. Die Ermächtigung kann unmittelbar durch die Gesellschaft oder durch ein von der Gesellschaft abhängiges oder in ihrem Mehrheitsbesitz stehendes Unternehmen oder durch von der Gesellschaft oder von der Gesellschaft abhängige oder in ihrem Mehrheitsbesitz stehende Unternehmen beauftragte Dritte ausgeübt werden und erlaubt den Erwerb eigener Aktien im ganzen Umfang der Ermächtigung oder in Teilbeträgen sowie den einmaligen oder mehrmaligen Erwerb. Der Erwerb eigener Aktien kann über die Börse oder mittels eines an sämtliche Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots oder mittels einer an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten oder durch die Ausgabe von Andienungsrechten an die Aktionäre erfolgen. Die Bedingungen für den Erwerb werden im Beschluss weiter spezifiziert. Der Vorstand ist durch den Beschluss der Hauptversammlung vom 28. April 2020 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bei einer Veräußerung eigener Aktien durch ein Angebot an alle Aktionäre den Inhabern der von der Gesellschaft oder einem ihrer nachgeordneten Konzernunternehmen ausgegebenen Options- und/oder Wandelanleihen ein Bezugsrecht auf die Aktien zu gewähren. Der Vorstand ist weiter ermächtigt, eigene Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an sämtliche Aktionäre zu veräußern, wenn die Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenkurs von Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. Der Vorstand der HOCHTIEF Aktiengesellschaft ist ferner unter den nachstehenden Voraussetzungen ermächtigt, eigene Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats Dritten in anderer Weise als über die Börse oder mittels Angebot an sämtliche Aktionäre anzubieten und zu übertragen. Dies kann im Zuge des Erwerbs von Unternehmen oder Beteiligungen daran oder von Unternehmensteilen oder von sonstigen Vermögensgegenständen oder im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen geschehen. Dies ist außerdem zulässig zur Einführung von Aktien der Gesellschaft an ausländischen Börsen, an denen sie bisher nicht zum Handel zugelassen sind. Außerdem dürfen die Aktien Personen zum Erwerb angeboten werden, die im Arbeitsverhältnis zu der Gesellschaft oder einem mit ihr verbundenen Unternehmen stehen oder standen. Weiterhin dürfen die Aktien den Inhabern der von der Gesellschaft oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen der Gesellschaft begebenen Schuldverschreibungen bei Ausübung ihrer Options- und/oder Wandlungsrechte und/oder -pflichten gewährt werden. Weiterhin dürfen die Aktien (amtierenden oder ausgeschiedenen) Mitgliedern des Vorstands der Gesellschaft und (amtierenden oder ausgeschiedenen) Mitgliedern von Vorständen und Geschäftsführungen der von der Gesellschaft abhängigen Unternehmen im Sinne von § 17 AktG sowie Personen, die im Arbeitsverhältnis zu der Gesellschaft oder einem von der Gesellschaft abhängigen Unternehmen im Sinne von § 17 AktG stehen oder standen, mit der Verpflichtung übertragen werden, sie für einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren seit der Übertragung zu halten. Eine solche Übertragung ist nur zulässig, um bestehende Ansprüche des Übertragungsempfängers auf variable Vergütung zu tilgen. Die weiteren Bedingungen der Übertragung werden im Beschluss weiter spezifiziert. Im Fall der Ausgabe der Aktien an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft entscheidet allein der Aufsichtsrat der Gesellschaft über die Ausgabe. Das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auf diese eigenen Aktien wird gemäß §§ 71 Abs. 1 Nr. 8, 186 Abs. 3, 4 AktG insoweit ausgeschlossen, wie diese Aktien gemäß den vorstehenden Ermächtigungen verwendet werden. Weiterhin ist der Vorstand ermächtigt, die eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats einzuziehen, ohne dass die Einziehung und ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedürfen. Die Bedingungen der Bezugsrechtsgewährung, Veräußerung und Übertragung beziehungsweise Einziehung der eigenen Aktien werden in dem Beschluss der Hauptversammlung weiter spezifiziert. Durch weiteren Beschluss der Hauptversammlung vom 28. April 2020 ist die Gesellschaft zum Einsatz von Eigenkapitalderivaten im Rahmen des Erwerbs eigener Aktien gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG sowie zum Ausschluss des Andienungs- und Bezugsrechts ermächtigt worden. Dadurch soll das Volumen an Aktien, das insgesamt erworben werden darf, nicht erhöht werden; es werden lediglich im Rahmen der Höchstgrenze der vorgenannten Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien und unter Anrechnung auf diese Höchstgrenze weitere Handlungsalternativen zum Erwerb eigener Aktien eröffnet. Der Vorstand ist ermächtigt worden, Optionen zu erwerben, die der Gesellschaft das Recht vermitteln, bei Ausübung der Optionen Aktien der Gesellschaft zu erwerben (Call-Optionen). Der Vorstand ist ferner ermächtigt worden, Optionen zu veräußern, welche die Gesellschaft bei Ausübung der Optionen durch deren Inhaber zum Erwerb von Aktien der Gesellschaft verpflichten (Put-Optionen). Ferner kann der Erwerb unter Einsatz einer Kombination aus Call- und Put-Optionen oder Terminkaufverträgen erfolgen. Die Bedingungen zum Einsatz von Eigenkapitalderivaten im Rahmen des Erwerbs eigener Aktien sowie zum Ausschluss des Andienungs- und Bezugsrechts werden in dem Beschluss der Hauptversammlung weiter spezifiziert. Change-of-Control-Klauseln im Zusammenhang mit Darlehensverträgen und Finanzierungsinstrumenten:
Bei den oben aufgeführten Anleihefinanzierungen und Privatplatzierungen wurden in die Vertragsbedingungen (basierend auf dem Vertragswerk des Debt-Issuance-Programms 1 ) Change-of-Control-Bestimmungen aufgenommen, die dem jeweiligen Gläubiger das Recht geben, die vorzeitige Rückzahlung der von ihm gehaltenen Schuldverschreibungen zum Nennbetrag zuzüglich aufgelaufener Zinsen zu verlangen, sofern der Gläubiger innerhalb eines Zeitraums von 45 Tagen nach Veröffentlichung der Rückzahlungsmitteilung durch die Emittentin eine schriftliche Ausübungserklärung eingereicht hat. Ein Kontrollwechsel im vorgenannten Sinne tritt einerseits durch den Erwerb der Kontrolle an der HOCHTIEF Aktiengesellschaft im Sinne von § 29 Abs. 2 WpÜG durch eine Person oder eine Personengruppe (mit Ausnahme des Aktionärs ACS [ACS Actividades de Construcción y Servicios, S.A.] und seiner verbundenen Unternehmen) in abgestimmtem Verhalten im Sinne von § 30 Abs. 2 WpÜG oder durch den Abschluss eines Gewinnabführungs-, Beherrschungs- oder sonstigen Unternehmensvertrags im Sinne von §§ 291, 292 AktG, soweit die Emittentin dadurch zum beherrschten Unternehmen wird, ein. Im März 2017 begab die HOCHTIEF Aktiengesellschaft ein Schuldscheindarlehen über 500 Mio. Euro. Ein weiteres Schuldscheindarlehen wurde im Mai 2019 über ursprünglich 300 Mio. Euro begeben. Daneben begab die HOCHTIEF Aktiengesellschaft im Juni 2019 ein bilaterales Darlehen über 25 Mio. Euro. In der Vertragsdokumentation dieser Darlehen sind ebenfalls Change-of-Control-Bestimmungen aufgenommen, die die HOCHTIEF Aktiengesellschaft zur Rückzahlung des Darlehens einschließlich bis dahin aufgelaufener Zinsen verpflichten, sofern die HOCHTIEF Aktiengesellschaft und der betreffende Darlehensgeber nicht binnen 60 Bankarbeitstagen ab Mitteilung eines Kontrollwechsels sich über die Fortführung des Darlehens geeinigt haben und der betreffende Darlehensgeber die vorzeitige Rückzahlung binnen zehn Bankarbeitstagen nach Ablauf der oben genannten 60-Bankarbeitstage-Frist schriftlich verlangt. Ein Kontrollwechsel liegt dann vor, wenn im Sinne von § 29 Abs. 2 WpÜG eine Person (mit Ausnahme eines Mitglieds der ACS-Gruppe) oder eine Mehrzahl von Personen (mit Ausnahme von Mitgliedern der ACS-Gruppe), die ihr Verhalten im Sinne von § 30 Abs. 2 WpÜG miteinander abstimmen, die Kontrolle über die HOCHTIEF Aktiengesellschaft erwerben oder ein Gewinnabführungsvertrag, ein Beherrschungsvertrag oder ein anderer Unternehmensvertrag im Sinne von § 291 oder § 292 AktG zwischen einem Mitglied der ACS-Gruppe und der HOCHTIEF Aktiengesellschaft als beherrschtes Unternehmen abgeschlossen wird. Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft hat am 9. August 2017 mit einem internationalen Bankenkonsortium einen syndizierten Bar- und Avalkreditvertrag über insgesamt 1,7 Mrd. Euro abgeschlossen. Diese syndizierte Fazilität mit einer Laufzeit bis August 2024 besteht einerseits aus einer Avalkredit-Tranche über 1,2 Mrd. Euro und andererseits aus einer Barkreditlinie über 500 Mio. Euro. Diese Fazilität enthält Change-of-Control-Bestimmungen. Danach können die jeweiligen Kreditgeber (nachdem mit dem Kreditnehmer zuvor Verhandlungen zur Fortführung der Kredite, die unter Berücksichtigung der Kreditwürdigkeit der Person des Übernehmers, der Gefahr eventueller Änderungen der Unternehmensstrategie und eventueller Beschränkungen der Kreditgeber bei der Kreditvergabe zu führen sind, ergebnislos geblieben sind) ihre Kreditengagements unter der nachfolgend genannten Voraussetzung vorzeitig beenden. Diese Voraussetzung tritt ein, wenn eine Person oder eine Gruppe von Personen im Wege abgestimmten Verhaltens die Kontrolle im Sinne von § 29 Abs. 2 WpÜG über den Kreditnehmer erlangt. Die Erklärung zur Beendigung des Kreditengagements kann bis zum Ablauf von 70 Tagen nach Kenntniserlangung der HOCHTIEF Aktiengesellschaft vom Eintritt der vorgenannten Voraussetzung unter Berücksichtigung einer Mindestbedenkzeit von zehn Tagen von den Kreditgebern abgegeben werden. Die vorgenannten Change-of-Control-Bestimmungen gelten auch weiterhin nicht für den Aktionär ACS und die mit ihm verbundenen Unternehmen. Es existieren folgende weitere materielle Kreditverträge, die Change-of-Control-Bestimmungen enthalten: Am 30. Januar 2019 wurde mit einem inländischen Kreditinstitut ein Rahmenkreditvertrag über 65 Mio. Euro abgeschlossen. Dieser Darlehensvertrag hat eine Bestimmung, wonach die HOCHTIEF Aktiengesellschaft im Fall eines Kontrollwechsels zur vorzeitigen Rückzahlung der Darlehen verpflichtet ist, falls sie und der Darlehensgeber nicht binnen 60 Tagen ab Mitteilung des Kontrollwechsels eine Einigung über die Fortführung des Darlehens erzielt haben und der Darlehensgeber die vorzeitige Rückzahlung binnen zehn Tagen nach Ablauf der 60-Tage-Frist verlangt. Kontrollwechsel im vorgenannten Sinne bedeutet den Erwerb der Kontrolle an der HOCHTIEF Aktiengesellschaft im Sinne von § 29 Abs. 2 WpÜG durch eine Person oder eine Personengruppe in abgestimmtem Verhalten im Sinne von § 30 Abs. 2 WpÜG. Bezüglich des vorgenannten Darlehensvertrags gelten die vorgenannten Change-of-Control-Bestimmungen nicht für den Aktionär ACS und seine verbundenen Unternehmen. Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft hat im August 2019 als Garantin zusammen mit der Flatiron Construction Corporation und mehreren Tochtergesellschaften als Kreditnehmer einen syndizierten Aval- und Barkreditvertrag über zirka 265 Mio. Euro (300 Mio. US-Dollar) mit einem internationalen Bankenkonsortium abgeschlossen, der inhaltlich identische Change-of-Control-Bestimmungen entsprechend der Definition im syndizierten Bar- und Avalkredit vom August 2017 enthält, die den Gläubigern das Recht gibt, die vorzeitige Rückzahlung des Kreditengagements zu verlangen. Weiterhin hat die HOCHTIEF Aktiengesellschaft ebenfalls als Garantin im August 2019 zusammen mit der Flatiron Construction Corporation einen bilateralen Avalkreditvertrag über zirka 104 Mio. Euro (150 Mio. kanadische Dollar) abgeschlossen. Dieser Vertrag enthält eine Change-of-Control-Bestimmung, die dem Gläubiger das Recht gibt, den Vertrag im Falle eines Kontrollwechsels (definiert analog zum zuvor genannten Rahmenkreditvertrag vom Januar 2019) vorzeitig zu kündigen, sollte nicht binnen 60 Tagen nach der unverzüglichen Benachrichtigung über den Kontrollwechsel eine Einigung über die Fortführung des Vertragsverhältnisses zwischen HOCHTIEF und der Bank erzielt worden sein. Zwischen der HOCHTIEF Aktiengesellschaft und sechs US-Surety-Gesellschaften besteht zum Berichtsstichtag weiterhin zur Absicherung der von diesen bereitgestellten Bondinglinie in Höhe von zirka 8,4 Mrd. Euro (9,5 Mrd. US-Dollar) eine "General Counter Indemnity" in entsprechender Höhe. Diese "General Counter Indemnity" enthält weiterhin eine Change-of-Control-Bestimmung, die den Surety-Gesellschaften unter der nachfolgend genannten Voraussetzung das Recht einräumt, von der HOCHTIEF Aktiengesellschaft eine Sicherheitsleistung von maximal zirka 441 Mio. Euro (500 Mio. US-Dollar) zu fordern. Die Voraussetzung tritt grundsätzlich ein, wenn eine Person oder eine Gruppe von Personen (mit Ausnahme des Aktionärs ACS und seiner verbundenen Unternehmen) im Wege abgestimmten Verhaltens im Sinne von § 30 Abs. 2 WpÜG insgesamt 30 Prozent oder mehr der Aktien der HOCHTIEF Aktiengesellschaft erwirbt. Die Sicherheitsleistung hat in diesem Fall innerhalb von 30 Bankarbeitstagen nach Geltendmachung der Forderung zu erfolgen. Weitere wesentliche Vereinbarungen unter der Bedingung eines Kontrollwechsels: Ein Wechsel der Mehrheitsbeteiligung durch einen direkten oder indirekten Erwerb an der HOCHTIEF Aktiengesellschaft ist in der D&O Versicherung als gefahrerheblicher Umstand definiert und als solcher innerhalb vorgegebener Fristen dem Versicherer anzuzeigen. Ein gefahrerheblicher Umstand berechtigt den Versicherer, eine Prämienanpassung zu fordern. Bei Nichteinigung über die Höhe der Prämienanpassung kommt es bezüglich des gefahrerheblichen Umstands zu einem Wegfall des Deckungsschutzes. Über die Pflichtangaben gemäß § 289a Abs. 1 Nr. 8, § 315a Abs. 1 Nr. 8 HGB hinaus bestehen bei anderen Konzerngesellschaften weitere Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels stehen und nachfolgend nicht abschließend dargestellt sind: Im Geschäftsfeld PPP werden dem Auftraggeber in den Projektverträgen häufig weitgehende Gestaltungsrechte eingeräumt, die eine Änderung der Beteiligungsverhältnisse an der jeweiligen Projektgesellschaft erschweren sollen. Entschädigungsvereinbarungen mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots bestehen zum Bilanzstichtag nicht. Erläuternder Bericht des Vorstands der HOCHTIEF Aktiengesellschaft gemäß § 176 Abs. 1 AktG zu den Angaben nach den §§ 289a, 315a HGB zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2021Der Vorstand gibt zu den Angaben gemäß §§ 289a, 315a HGB in dem mit dem Lagebericht der HOCHTIEF Aktiengesellschaft zusammengefassten Konzernlagebericht folgende Erläuterungen: Bei unseren Angaben haben wir die Verhältnisse zugrunde gelegt, wie sie im Geschäftsjahr 2021 und bis zur Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts bestanden haben. Es handelt sich um Informationen zum gezeichneten Kapital, über die Übertragung von Aktien betreffende Beschränkungen, zu direkten und indirekten Beteiligungen am Kapital, die 10% der Stimmrechte überschreiten, zu den gesetzlichen Vorschriften und Bestimmungen der Satzung der Gesellschaft über die Ernennung und Abberufung der Vorstandsmitglieder und über die Änderung der Satzung, zu den Befugnissen des Vorstands, insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen, sowie zu wesentlichen Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen. Die Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals und die mit den ausgegebenen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien der Gesellschaft verbundenen Rechte ergeben sich auch aus der Satzung der Gesellschaft. Die Kapitalbeteiligung von ACS, Actividades de Construcción y Servicios, S.A. ist aufgrund der veröffentlichten Stimmrechtsmitteilung vom 11. Mai 2015 bekannt. Die Kapitalbeteiligung der Atlantia S.p.A. ist aufgrund der am 7.5.2021 veröffentlichten Stimmrechtsmitteilung bekannt. Beschränkungen des Stimmrechts der Aktien können sich aus den Vorschriften des Aktiengesetzes ergeben. So unterliegen Aktionäre unter bestimmten Voraussetzungen einem Stimmverbot (§ 136 AktG). Außerdem steht der Gesellschaft kein Stimmrecht aus eigenen Aktien zu (§ 71b AktG). Vertragliche Beschränkungen in Bezug auf das Stimmrecht oder die Übertragung der Aktien sind uns - mit einer Ausnahme - nicht bekannt. Soweit Vorstandsmitgliedern von der Gesellschaft Aktien übertragen wurden, um ihre Ansprüche auf variable Vergütung zu tilgen, unterliegen diese Aktien einer Sperrfrist von zwei oder drei Jahren. Die Angaben gemäß §§ 289a Satz 1Nr. 3, 315a Satz 1 Nr. 3 HGB zu direkten oder indirekten Beteiligungen am Kapital, die zehn vom Hundert der Stimmrechte überschreiten, sind im (Konzern-)Anhang enthalten. Die Angaben zur Bestellung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands geben die Vorschriften des Aktiengesetzes und der Satzung inhaltlich zutreffend wieder. Das Gleiche gilt für die Angaben zur Änderung der Satzung. Die Befugnisse des Vorstands, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen, beruhen sämtlich auf entsprechenden Ermächtigungsbeschlüssen der Hauptversammlung aus den Jahren 2017, 2019 und 2020 zu einem bedingten und einem genehmigten Kapital sowie u.a. zur Ermächtigung zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien. Diese Befugnisse sind zutreffend unter Hinweis auf die von der Hauptversammlung beschlossenen Ermächtigungen dargestellt. Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft hat u. a. Darlehens- und Finanzierungsverträge abgeschlossen, die Change-of-Control-Klauseln mit Kündigungsrecht enthalten. Falls die Darlehensgeber bei Eintritt eines solchen Kontrollwechsels ihr Kündigungsrecht ausüben würden, müsste der entsprechende Finanzierungsbedarf der HOCHTIEF Aktiengesellschaft beziehungsweise des HOCHTIEF-Konzerns auf andere Weise sichergestellt werden. Informatorisch wird darauf hingewiesen, dass über die Pflichtangaben gemäß den vorgenannten Bestimmungen des HGB hinaus auch bei anderen Konzerngesellschaften weitere Vereinbarungen bestehen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels stehen und nachfolgend auszugsweise und nicht abschließend erwähnt sind: Im Geschäftsbereich PPP werden dem Auftraggeber in den Projektverträgen häufig weitgehende Gestaltungsrechte eingeräumt, die eine Änderung der Beteiligungsverhältnisse an der jeweiligen Projektgesellschaft erschweren sollen. Die übrigen nach den §§ 289a, 315a HGB geforderten Angaben betreffen Verhältnisse, die bei der HOCHTIEF Aktiengesellschaft nicht vorliegen. Daher sind wir auf diese in dem mit dem Lagebericht der HOCHTIEF Aktiengesellschaft zusammengefassten Konzernlagebericht nicht näher eingegangen. Weder gibt es Stimmrechtsbeschränkungen, Stimmrechtskontrollen durch am Kapital der Gesellschaft beteiligte Arbeitnehmer, Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots noch Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen.
Essen, im Februar 2022 Marcelino Fernández Verdes Peter Sassenfeld Nikolaus Graf von Matuschka José Ignacio Legorburo Escobar Martina Steffen Tennessee State Library and ArchiveNashville, USADas beeindruckende Bibliotheks- und Archivgebäude des Bundesstaates Tennessee wurde 2021 von der Turner Construction Company fertiggestellt und bewahrt einen riesigen Fundus an Dokumenten und Materialien auf. Es ist mit modernster Technik ausgestattet. SegmentberichtDivision HOCHTIEF AmericasUnter dem Dach der Division HOCHTIEF Americas operieren unsere nordamerikanischen Gesellschaften mit dem Fokus auf Hoch- und Verkehrsinfrastrukturbau. Die Turner Construction Company mit Sitz in New York City ist im Hochbau aktiv und arbeitet meist auf Basis risikoarmer Construction-Management-Vertragsmodelle. Die Gesellschaft ist auch im Berichtsjahr führend im generellen Hochbau in den USA - sie erreicht diese Position vor allem durch ihre innovativen Ansätze, unter anderem mit zeitgemäßen Methoden wie Building Information Modeling (BIM) und Lean Construction, die zu hoher Effizienz und Qualität führen. Von den eingesetzten Instrumenten und Prozessen profitieren Kunden, Nutzer und weitere Stakeholder. Turner ist in mehreren Hochbau-Marktsegmenten führender Anbieter, wie Analysen des renommierten Magazins Engineering News-Record (ENR) 2021 bestätigten: Im Berichtsjahr lag die Gesellschaft erneut auf Platz 1 im allgemeinen Hochbau und im nachhaltigen Bauen. Weitere Erstplatzierungen gibt es in den Marktsegmenten Aerospace, Commercial Office und Health Care. Mit der Gesellschaft Clark Builders sind wir ebenfalls im Hochbau tätig, sie konzentriert sich auf Nord- und Westkanada und kooperiert eng mit Turner. Der Fokus liegt auf Verwaltungs-, Gewerbe- und Gesundheitsimmobilien sowie Sportstätten. Unser Spezialist für innovative Infrastrukturlösungen in den USA und Kanada ist Flatiron. Die Gesellschaft mit Sitz in Broomfield, Colorado, ist renommierter Anbieter für die Segmente Autobahnen, Brücken, Flughäfen, Bahnstrecken, Dämme, Wasserversorgung und sonstige Tiefbauprojekte. Anerkannt werden die erfolgreichen Leistungen von Flatiron ebenfalls regelmäßig durch Listung in den ENR-Rankings - im Berichtsjahr erreichte Flatiron Top-Ten-Platzierungen in den folgenden Kategorien: Bridges, Highways, Transmission and Distribution, Dams and Reservoirs. Unsere nordamerikanischen Gesellschaften setzen sich für Fairness und Vielfalt in der Baubranche ein und unterstützten im Berichtsjahr aktiv die erste "Construction Inclusion Week" in den USA, um Integration zu fördern und um zu Gesprächen über die Vielfalt im Baugewerbe zu motivieren. In Nordamerika sind die Aussichten für den Gesamtmarkt ab 2023 positiv (+1,3 Prozent), während sich im Jahr 2022 (-2,6 Prozent) insgesamt noch die Einflüsse durch Covid-19 bemerkbar machen dürften, besonders im Segment Hochbau (ohne Wohnungsbau). IHS Markit geht davon aus, dass steigende Infrastrukturinvestitionen das Wachstum ab 2022 wieder ankurbeln werden, und rechnet für den Hochbau (ohne Wohnungsbau) mit einer Erholung ab 2023. Gleichzeitig schwächt sich die Dynamik im Wohnungsbau nach starken Wachstumsraten im Geschäftsjahr 2021 ab. Projektbeispiele: Neuaufträge aus dem BerichtsjahrZu den Neuaufträgen in den USA gehört der Neubau des Robley Rex Veterans Administration Medical Center in Louisville, Kentucky, mit einem Gesamtwert von zirka 700 Mio. Euro. Turner wird das Gebäude, ausgelegt für mehr als 100 Patientenbetten, innerhalb eines Joint Ventures bis 2025 fertigstellen. In Sacramento arbeitet Turner an einem 318-Mio.-Euro-Projekt für das Department of General Services des Bundesstaats Kalifornien. Das Projekt beinhaltet den Abriss des ursprünglichen 17-geschossigen Bauwerks von 1964 und den Bau eines hochmodernen Gebäudes, das ab Frühjahr 2025 von etwa 2.500 Menschen genutzt werden soll. In Washington, D.C. errichtet Turner gemeinsam mit einem Partner für den Gesundheitsdienstleister Universal Health Services ein neues Krankenhaus mit 136 Betten. Das Gesamtvolumen des Projekts beläuft sich auf zirka 313 Mio. Euro. Preconstruction-Beratungsleistungen erbringt Turner für das Yale Physical Sciences and Engineering Building in New Haven, Connecticut, im Wert von 306 Mio. Euro. Der Baubeginn ist für Sommer 2023 geplant, die Fertigstellung für 2027. Das Gebäude soll nachhaltig gestaltet werden und Null-Energie-Standards umsetzen. Schon während des Bauprozesses liegt ein Fokus auf niedrigen Energieverbräuchen und einem geringen CO 2 -Ausstoß. Ein weiterer Großauftrag für Turner: Bis 2025 soll die Gesellschaft für die University of California in Berkeley das Gateway Project realisieren. Der futuristische Neubau wird als "Division of Computing, Data Science and Society" dienen und ist Teil der Kampagne "Light the Way", in die eine Summe von insgesamt zirka 5,2 Mrd. Euro investiert werden soll. Für Turner wird es das achte Projekt auf dem Campus sein. In Bellevue, Washington, übernimmt Turner für den Kunden Amazon das Construction-Management für eine Gewerbeeinheit mit einer Fläche von mehr als 90.000 Quadratmetern. In Vancouver, Kanada, baut Turner ebenfalls für Amazon "The Post". Der Onlineversandhändler wird dort 40 Stockwerke sowie zwei "Mega"-Etagen beziehen, die sich jeweils über die Fläche eines gesamten Stadtblocks erstrecken. Die hochmoderne Arbeitsumgebung wird Veranstaltungsräume, Schulungseinrichtungen, Cateringmöglichkeiten sowie Sportplätze und Veranstaltungsflächen im Freien umfassen. Turner baut das Inglewood Basketball and Entertainment Center, eine neue Arena mit 18.000 festen Sitzplätzen für die Los Angeles Clippers in Kalifornien. Zum Projektumfang gehören ein Trainingszentrum, Mannschaftsbüros und Parkhäuser. Für das Projekt Stony Brook Southampton Hospital, New York, wird Turner auf dem Campus ein neues Gebäude unter anderem für Patientenversorgung, Diagnostik und Behandlung, Verwaltung und unterstützende Bereiche sowie medizinische Ausbildung bauen. Das Projekt Great Wolf Lodge Perryville verantwortet Turner in Maryland: Neben einem Hotel mit 700 Zimmern entstehen ein Wasserpark, ein Entertainment-Center für Familien, Geschäfte, Restaurants und ein Konferenzzentrum. Flatiron führt innerhalb eines Joint Ventures das Projekt "I-10 Broadway Curve" in Arizona aus, bei dem ein knapp 18 Kilometer langes Teilstück der Autobahn erweitert wird. Der Auftragswert für die Arbeitsgemeinschaft beläuft sich auf zirka 507 Mio. Euro. Gemeinsam mit Joint-Venture-Partnern arbeitet Flatiron an zwei großen Projekten zur Verbreiterung und Sanierung von Abschnitten der I-95 in North Carolina. Der Gesamtauftragswert der beiden Projekte beläuft sich auf zirka 560 Mio. Euro, der Anteil von Flatiron beträgt etwa 386 Mio. Euro. Beide Projekte werden die Breite der I-95 verdoppeln. Bei einem der Projekte wird ein Abschnitt der Autobahn erhöht und modernisiert, um die Widerstandsfähigkeit gegen Sturmereignisse zu verbessern. Im Santa Clara County, Kalifornien, realisiert Flatiron das Anderson Dam Tunnel Project mit einem Auftragswert von zirka 134 Mio. Euro. Zum Projekt gehört der Bau eines Tunnels und einer Umleitung durch einen Damm, der aufgrund von Erdbebenrisiken in der Region ertüchtigt werden muss. Flatiron plant und baut zudem das Pumpwerk Morena in San Diego. Das Projekt soll 2025 fertiggestellt werden und hat einen Wert von zirka 91 Mio. Euro. Die Arbeiten sind ein wesentlicher Teil des Zwei-Mrd.-US-Dollar-Programms "Pure Water San Diego". Der Anteil der Flughafenprojekte am Umsatz von Flatiron wächst weiter. Im Berichtsjahr erhielt die Gesellschaft ein Rollbahnprojekt am George Bush Intercontinental Airport in Houston mit einem Wert von zirka 64 Mio. Euro sowie ein weiteres Rollbahnprojekt am Denver International Airport. Im Dezember 2021 setzten Turner und Flatiron den ersten Spatenstich für das 2,2 Mrd. Euro teure Projekt zur Planung und zum Bau eines neuen Flughafenterminals, der den bestehenden Terminal 1 am San Diego International Airport ersetzen soll. Zu den Kennzahlen der Division HOCHTIEF AmericasDie Division HOCHTIEF Americas verzeichnete im Geschäftsjahr 2021 trotz der Auswirkungen der Corona-Pandemie eine robuste Performance mit stabiler Ergebnisentwicklung in Landeswährung und einem deutlichen Zuwachs beim Auftragsbestand. Mit 13,8 Mrd. Euro fielen die Umsatzerlöse im Berichtsjahr bei stabiler Leistung währungsbereinigt um 3 Prozent niedriger aus als im Vergleichsjahr 2020. Das operative Vorsteuerergebnis stieg im Vorjahresvergleich leicht auf 351 Mio. Euro und lag damit am oberen Ende der von uns für 2021 prognostizierten Bandbreite von 320-350 Mio. Euro, begleitet von einer soliden Marge von 2,5 Prozent gegenüber 2,3 Prozent im Geschäftsjahr 2020. Das den Construction-Management-Aktivitäten, auf die der Großteil der Umsatzerlöse der Division HOCHTIEF Americas entfällt, zugrunde liegende Cost-Plus-Geschäftsmodell generiert nach wie vor hervorragende Ergebnisse. Das von der Division erzielte Net Cash aus laufender Geschäftstätigkeit belief sich im Jahr 2021 vor Factoring auf 343 Mio. Euro. Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr ist auf zeitliche Effekte bei Projekten und eine Normalisierung der in den Vorjahren hohen Mittelzuflüsse aus der Veränderung des Nettoumlaufvermögens zurückzuführen. Ende Dezember wies die Bilanz der Division HOCHTIEF Americas eine starke Nettovermögensposition von mehr als 1,5 Mrd. Euro aus, was einem Zuwachs von 131 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr entspricht. Zum Ende des Berichtszeitraums erreichte der Auftragsbestand 26,1 Mrd. Euro und übertraf damit den Vorjahreswert um 15 Prozent bzw. währungsbereinigt um 6 Prozent. Der seit Dezember 2020 verzeichnete absolute Anstieg um 3,5 Mrd. Euro markiert einen neuen Rekord. Die im Jahr 2021 gewonnenen Neuaufträge lagen bei 15,3 Mrd. Euro und stiegen damit gegenüber dem Vorjahr währungsbereinigt um 2 Prozent. Der Auftragseingang belief sich auf das 1,1-Fache der Leistung des Berichtsjahres. Ausblick HOCHTIEF AmericasFür das Jahr 2022 streben wir ein operatives Ergebnis vor Steuern im Bereich von 350 bis 370 Mio. Euro an. Division HOCHTIEF Americas: Wesentliche Kennzahlen
Hinweis: Operative Erträge sind bereinigt um nicht-operative Effekte. WestConnex, Anschlussstelle RozelleSydney, AustralienDie Teams von CPB Contractors und EIC Activities bringen ihre Tunnelbau- und Ingenieurfachkenntnisse beim Bau der Autobahnanschlussstelle Rozelle ein, den sie mit einem Joint-Venture-Partner realisieren. Division HOCHTIEF Asia PacificDie Entwicklung der Division HOCHTIEF Asia Pacific ist im Wesentlichen bestimmt durch die HOCHTIEF-Beteiligung an CIMIC (78,58 Prozent zum Jahresende 2021). Verbunden mit diesen Aktivitäten sind Finanzierungs- und Holdingkosten sowie Kursveränderungen des australischen Dollars gegenüber dem Euro. Die operativen Gesellschaften von CIMIC bieten Leistungen in den Bereichen Bau, Ressourcen-Dienstleistungen und Mineralienverarbeitung, Dienstleistungen sowie Public-Private-Partnerships (PPP) an. Die Engineering-orientierte CIMIC-Gruppe bearbeitet den gesamten Lebenszyklus von Assets, Infrastruktur- und Rohstoffprojekten und vereint unter ihrem Dach branchenführende, operativ ausgerichtete Unternehmen, die mit gebündelter Erfahrung und Fachkompetenz neues Wissen erschließen, zukunftsfähige Lösungen entwickeln und nachhaltig Werte für ihre Kunden schaffen. CPB Contractors ist ein führendes internationales Bauunternehmen, das in Australien, Neuseeland, Asien und Papua-Neuguinea tätig ist. Das Unternehmen betreut Großprojekte in allen Schlüsselbereichen der Baubranche, darunter Straßen-, Schienen- und Tunnelbau, Verteidigung, Hochbau sowie Rohstoffinfrastruktur. Zu CPB Contractors gehört auch Broad Construction, ein in der australischen Baubranche geschätzter Generalunternehmer, der Neubau-, Ausstattungs- und Sanierungsprojekte durchführt. Leighton Asia realisiert einige der prestigeträchtigsten Projekte in Asien. So ist das 1975 gegründete Unternehmen mit Sitz in Hongkong an bedeutenden Infrastrukturprojekten in Hongkong, Macau, Singapur, auf den Philippinen, in Indonesien, Malaysia und Indien beteiligt. Sedgman ist ein führender Anbieter von integrierten Lösungen im Bereich der Mineralienverarbeitung. Von Machbarkeitsstudien über die Inbetriebnahme bis hin zum laufenden Betrieb kann das Unternehmen bereits mehr als 250 Projekte und 100 Inbetriebnahmen von Anlagen an den unterschiedlichsten und teilweise entlegenen Standorten weltweit verzeichnen -ein eindrucksvoller Beleg für seine führende Position in der Mineralienverarbeitung, die auf einer ganzheitlichen Integration und einer wertorientierten Herangehensweise basiert. UGL ist Marktführer für Asset-Komplettlösungen. Mit einem Leistungsangebot, das den gesamten Lebenszyklus abdeckt, liefert das Unternehmen seinen Kunden operativen Mehrwert und ein verbessertes Kundenerlebnis bei kritischen Assets in den Bereichen Strom, Wasser, erneuerbare Energien, Rohstoffe, Telekommunikation, Verkehr, Verteidigung und Sicherheit sowie soziale Infrastruktur. Pacific Partnerships entwickelt, investiert in und verwaltet Infrastrukturkonzessionen für die CIMIC-Gruppe. Dabei offeriert das Unternehmen umfassende, werthaltige Lösungen für wesentliche Infrastrukturvorhaben, die als Public-Private-Partnership-Modelle realisiert werden. EIC Activities ist im CIMIC-Konzern für den Bereich Engineering und technische Dienstleistungen zuständig und bietet einen Wettbewerbsvorteil für die Akquirierung und Realisierung profitabler Projekte mit Mehrwert für die Kunden. Thiess betreibt in Zusammenarbeit mit seinen Kunden führende Tage- und Untertagebauprojekte in Australien, Asien und Amerika. Seit mehr als 80 Jahren ist das Unternehmen auf eine Vielzahl unterschiedlicher Rohstoffe, Geologien, Umgebungen und Kulturen spezialisiert. Zum 31. Dezember 2020 hat CIMIC 50 Prozent der Anteile von Thiess veräußert, das Unternehmen wird somit im Abschluss von CIMIC als At-Equity-Gesellschaft geführt. CIMIC ist zudem mit 32,8 Prozent an Ventia beteiligt. Das Serviceunternehmen wurde im November 2021 erstmals an der australischen und der neuseeländischen Wertpapierbörse notiert. Im Rahmen des Börsengangs wurden die Ventia-Aktien insgesamt mit rund 1,45 Mrd. australischen Dollar bewertet. Das Angebotsvolumen des Börsengangs betrug 438 Mio. australische Dollar. Dies entspricht 30,1 Prozent des Grundkapitals von Ventia nach dem Angebot. 26 Prozent entfallen dabei auf die Ausgabe neuer Aktien und 4 Prozent auf den Verkauf von Aktien aus dem Bestand der bestehenden Großaktionäre von Ventia (jeweils 2 Prozent). Der von CIMIC behaltene Anteil wird zum Beteiligungsbuchwert nach dem Börsengang fortgeschrieben. Das Innovationsprogramm der Gruppe wird von EIC Activities geleitet und zielt auf die schnellere Entwicklung und Einführung von Innovationen in allen CIMIC-Unternehmen. Dabei kommt es insbesondere über die Konzerngesellschaft Nexplore zum Austausch und zur Kooperation innerhalb des HOCHTIEF-Konzerns. CIMIC realisiert nachhaltige Gebäude und Infrastrukturprojekte in Australien und anderen Märkten. Auch 2021 war die Gesellschaft im Dow Jones Sustainability Index für Australien und im FTSE4Good-Index gelistet. Außerdem wurde CIMIC von CDP erneut für seine Klimaschutzmaßnahmen gewürdigt. Das sich bietende Marktumfeld bleibt positiv: In den für HOCHTIEF relevanten Ländern im asiatisch-pazifischen Raum erwartet IHS Markit weiterhin ein kräftiges Wachstum von über fünf Prozent ab 2022, unter anderem auch durch die Abkehr von strikten Covid-19-Maßnahmen. In unseren Kernmärkten investieren die öffentliche Hand und die Privatwirtschaft weiterhin massiv. Der Ausblick für CIMIC bleibt angesichts zahlreicher von den Regierungen angekündigter Konjunkturpakete in seinen zentralen Bau- und Dienstleistungsmärkten attraktiv; ferner ergeben sich zusätzliche Chancen aus der starken PPP-Pipeline. Projektbeispiele: Neuaufträge aus dem BerichtsjahrBauDen ersten Abschnitt der Autobahn M6 in Sydney mit einem Auftragswert von zirka 1,2 Mrd. Euro übernehmen die beiden CIMIC-Gesellschaften CPB Contractors und UGL. Das Projekt wird künftig den Süden von Sydney an das Autobahnnetz der Stadt anbinden, Fahrzeiten und Staus verringern sowie kleinere Straßen vom Schwerlastverkehr befreien. Es umfasst Tunnel, Autobahnausfahrten und -auffahrten sowie Rad- und Gehwege. Ebenfalls in Sydney realisiert CPB Contractors in einem Joint Venture den Ausbau des Warringah Freeway, einer der verkehrsreichsten Autobahnen der Metropole, mit einem Gesamtwert von zirka 749 Mio. Euro; der Anteil von CPB Contractors liegt bei zirka 500 Mio. Euro. Das Projekt umfasst die Modernisierung eines Autobahnabschnitts von rund vier Kilometern und soll Staus reduzieren und den komplexen Straßenverlauf vereinfachen. Der Vertrag sieht eine umfassende Zusammenarbeit zwischen den Auftragnehmern und dem Auftraggeber vor und wird so bessere Ergebnisse für alle Beteiligten sicherstellen. In Queensland verantwortet CPB Contractors einen weiteren Abschnitt des Projekts "Bruce Highway Upgrade" zwischen Cooroy und Curra im Straßenabschnitt D von Woondum nach Curra. Daraus werden Umsatzerlöse von 188 Mio. Euro erzielt. Bis 2024 wird ein neues Teilstück der Autobahn mit einer Länge von 18 Kilometern gebaut, hinzu kommen Neuausrichtungen bestehender Straßen, 19 Brücken und eine neue Anschlussstelle. CPB Contractors wurde zudem innerhalb eines Joint Ventures beauftragt, für den Western Sydney International (Nancy-Bird Walton) Airport, der 2026 eröffnet werden soll, Arbeiten im Vorfeldbereich und an der Fahrbahndecke auszuführen. Es ist bereits der dritte von der CIMIC-Konzerngesellschaft realisierte Auftrag für den Flughafen; der Auftragswert für CPB beträgt zirka 164 Mio. Euro. Das Unternehmen baut unter anderem Runways, Rollfelder und Straßen über einen Zeitraum von zwei Jahren. CPB Contractors und ein Joint-Venture-Partner wurden auch für die Realisierung der Bahnhofsbereiche und Tunnelbauarbeiten für die U-Bahn-Verbindung zwischen Sydney und dem Western Sydney Airport ausgewählt. Aus dem Auftrag im Wert von 1,4 Mrd. Euro wird CPB Contractors Umsatzerlöse in Höhe von zirka 857 Mio. Euro erzielen. Die neue U-Bahn wird den neuen Flughafen mit öffentlichen Verkehrsmitteln erschließen und einen nachhaltigen wirtschaftlichen Beitrag für den Westen Sydneys leisten. Im Central Business District von Sydney, direkt über der U-Bahn-Station Pitt Street, errichtet CPB Contractors neben den Arbeiten an der U-Bahn-Station nun auch zwei neue Gebäude: den Parkline Place, ein gewerbliches Immobilienprojekt, über dem Nordeingang des Bahnhofs sowie ein Wohnhochhaus über dem Südeingang. Beide Gebäude werden über 39 Etagen verfügen, die Umsatzerlöse betragen 237 Mio. Euro für die Gewerbeimmobilie und zirka 95 Mio. Euro für den Wohnturm. Darüber hinaus wurden CPB Contractors und seine Partner für den Ausbau der Fahrspuren an der Main South Road und der Victor Harbor Road in South Australia engagiert. Der Vertrag wird CPB Contractors Einnahmen in Höhe von etwa 196 Mio. Euro einbringen. Das Projekt soll die Verkehrsüberlastung minimieren, die Verkehrssicherheit und die Verkehrsanbindung verbessern und das Wirtschaftswachstum in der Region Southern Fleurieu fördern. Leighton Asia erhielt den Auftrag zum Bau des Gewerbekomplexes Equinox in der indischen Stadt Hyderabad, für den ein Platinzertifikat des Indian Green Building Council angestrebt wird. Aus dem Vertrag wird Leighton Asia Umsatzerlöse von rund 88 Mio. Euro erzielen. Die Bauarbeiten umfassen die Realisierung von vier gewerblichen Bürotürmen, die aus zwei Gebäuden mit 20 sowie weiteren zwei Gebäuden mit elf Etagen bestehen. Broad Construction realisiert das Projekt Ferny Grove Central in Brisbane: Bis voraussichtlich 2023 wird der bestehende Pendlerparkplatz am Bahnhof Ferny Grove in ein Wohn- und Gewerbequartier mit Einzelhandel umgestaltet. Außerdem sollen zusätzliche Parkplatzflächen für Pendler entstehen. Zudem erweitert Broad Construction ein Hochsicherheitsgefängnis im Süden von Perth. Die Arbeiten umfassen unter anderem den Bau einer Hochsicherheitseinheit, von Unterkünften und Wirtschaftsbereichen. Des Weiteren wurde CPB Contractors innerhalb einer Arbeitsgemeinschaft als Partner für die Zusammenarbeit mit der Australian Rail Track Corporation für die Ausführung des "Inland Rail's southern civil works program" ausgewählt. Die Eisenbahngesellschaft der australischen Regierung beauftragte das 50:50-Joint-Venture von CPB Contractors unter einem Collaborative Framework Agreement (CFA) mit der Planung und Durchführung von Bauarbeiten zwischen Narrabri und Narromine im Norden von New South Wales. Die Arbeiten umfassen den Bau neuer Gleisanlagen mit einer Länge von mehr als 300 Kilometern. CPB Contractors ist zudem zum bevorzugten Anbieter für den Bau des neuen Dunedin-Krankenhauses in Neuseeland im Rahmen eines sogenannten Early Contractor Engagement (ECE) ausgewählt worden. Die ECE-Phase wird zirka 18 Monate andauern, parallel zur Planung des Gebäudes. Daran schließt sich die Realisierungsphase an. Über eine weitere Einbindung von CPB Contractors in den Bau des Krankenhauses wird voraussichtlich im Jahr 2023 entschieden. ServicesDie CIMIC-Gesellschaft UGL erhielt einen Zehn-Jahres-Auftrag für den Betrieb und die Instandhaltung der Schieneninfrastruktur des wichtigen Nahverkehrsnetzes in New South Wales, das sich über mehr als 2.300 Kilometer erstreckt. UGL wird hier Umsatzerlöse von voraussichtlich mehr als 958 Mio. Euro generieren. Von Chevron Australia hat UGL einen langfristigen Vertrag für Wartungs- und Erweiterungsarbeiten in der Pilbara-Region in Westaustralien erhalten. UGL wird in den von Chevron betriebenen Anlagen Brownfield-Projekte durchführen, Frontline- und Ofenwartungsarbeiten sowie Turnaround-Dienstleistungen erbringen. UGL erwartet aus diesem Vertrag, der mit einer verlängerbaren Laufzeit von bis zu zehn Jahren ausgestattet ist, Einnahmen von zirka 26 Mio. Euro pro Jahr. In Neuseeland hat UGL einen Auftrag für den Betrieb des Personennahverkehrsnetzes von Auckland erhalten. Mit dem Auftrag werden über einen anfänglichen Zeitraum von acht Jahren Einnahmen in Höhe von mehr als 355 Mio. Euro erzielt. UGL und sein Joint-Venture-Partner werden den Zugbetrieb verantworten; dazu zählen die Bereitstellung von BAhnpersonal, die Erstellung von Fahrplänen sowie der Betrieb und die Instandhaltung von Bahnhöfen. UGL hat darüber hinaus einen Auftrag für Planung, Bau und Installation einer Hochspannungsleitung von Kidston nach Mt Fox in Queensland sowie einer neuen 275-kV-Schaltanlage am Mt Fox erhalten. Aus dem Auftrag werden UGL Einnahmen in Höhe von zirka 95 Mio. Euro zufließen. In Victoria sicherte sich UGL im Rahmen einer Allianz den Auftrag für die Modernisierung der Gippsland-Linie zur Verbesserung des örtlichen Bahnangebots. UGL wird mit dem Projekt Umsatzerlöse in Höhe von zirka 80 Mio. Euro erzielen. Die Modernisierungsarbeiten umfassen auch den Bau weiterer Bahnsteige sowie Ausbesserungsarbeiten an Bahnhöfen. Das Projekt soll bis Ende 2022 abgeschlossen sein. Von einem langjährigen Kunden hat UGL den Auftrag für die Konzeption, Produktion und Bereitstellung neuer Lokomotiven mit einem kraftstoffsparenden dieselelektrischen Antrieb erhalten. Über einen Zeitraum von sieben Jahren wird UGL Einnahmen in Höhe von zirka 186 Mio. Euro realisieren; der Auftrag stärkt zudem die Position des Unternehmens als einziger Hersteller von Güterzuglokomotiven in Australien. Die Lokomotiven vom Typ C44 Evolution werden die technologisch fortschrittlichsten und umweltfreundlichsten dieselelektrischenLokomotiven mit dem effizientesten Kraftstoffverbrauch des Landes sein und werden vor Ort entwickelt und hergestellt. Ventia hat einen Auftrag für Asset-Management-Dienstleistungen für mehr als 30 staatliche Einrichtungen in South Australia erhalten, unter anderem für Schulen, Krankenhäuser und Polizeistationen. Der Vertrag mit einer Laufzeit von fünf Jahren und sieben Monaten wird zu Einnahmen in Höhe von zirka 1,1 Mrd. Euro führen. Zudem schloss Ventia mit Chevron Australia einen bedeutenden langfristigen Rahmenvertrag über Wartungsarbeiten in der Region Pilbara in Western Australia. Basierend auf dem veranschlagten Volumen bzw. Arbeitsumfang, wird der Vertrag mit einer Laufzeit von zehn Jahren Ventia jährliche Einnahmen von voraussichtlich rund 63 Mio. Euro sichern. Visionstream Australia, das Telekommunikationsunternehmen von Ventia, hat einen Vertrag über wichtige Modernisierungsarbeiten im Glasfasernetz erhalten. Der Vertrag wird Ventia in den kommenden 2,5 Jahren Einnahmen in Höhe von voraussichtlich etwa 253 Mio. Euro einbringen, abhängig von Arbeitsaufträgen und Volumen. PPPPacific Partnerships, CPB Contractors und Ventia haben mit weiteren Mitgliedern eines Konsortiums den Vertragsabschluss mit der Regierung des Bundesstaates Victoria zur Realisierung des Primary Package des North-East-Link-Projekts in Melbourne erreicht. Das PPP-Projekt sieht den Bau zweier Tunnelröhren mit je drei Spuren vor, die eine Lücke im Autobahnnetz von Melbourne schließen sollen. Künftig werden täglich bis zu 135.000 Fahrzeuge den North East Link nutzen, wodurch Staus im Nordosten der Stadt reduziert werden sollen. Die Einnahmen der CIMIC-Gruppe werden sich auf 2,5 Mrd. Euro belaufen. Zu den Kennzahlen der Division HOCHTIEF Asia PacificDer Ergebnisbeitrag der Division HOCHTIEF Asia Pacific spiegelt die HOCHTIEF-Beteiligung an CIMIC (78,58 Prozent per Ende Dezember 2021) und die damit verbundenen Finanzierungs- und Holdingkosten sowie die Kursveränderungen des australischen Dollars gegenüber dem Euro wider. Die Gewinn- und Verlustrechnung 2020 auf vergleichbarer Basis wurde um den Gewinn aus dem Thiess-Verkauf, Gorgon Jetty sowie weitere CIMIC-Effekte im Jahr 2020 adjustiert und beinhaltet eine PPA-Anpassung für Thiess. Gleichsam zum Cashflow und der Auftragsentwicklung wird im Vergleichszeitraum Thiess als 50-prozentiges, nach der Equity-Methode bilanziertes Joint-Venture berücksichtigt und zeigt fortgeführte Aktivitäten. Das Ergebnis vor Steuern von HOCHTIEF Asia Pacific belief sich 2021 auf 262 Mio. Euro, entsprechend einem Zuwachs um 62 Mio. Euro bzw. 31 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch die Umsatzerlöse von 6,1 Mrd. Euro übertrafen den Vorjahreswert um 13 Prozent. Zum Ende des Berichtszeitraums wies die Division eine Nettofinanzverschuldung von 318 Mio. Euro und einen um Währungseffekte bereinigten Auftragsbestand von 21,2 Mrd. Euro aus, der damit gegenüber dem Vorjahr um 12,3 Prozent stieg. Kennzahlen CIMICVor dem Hintergrund einer hohen Wachstumsdynamik im australischen Bau- und Dienstleistungssektor stiegen die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2021 um 7,6 Prozent auf 9,7 Mrd. australische Dollar. CIMIC erzielte ohne Sondereinflüsse einen Nettogewinn nach Steuern (UNPAT) von 405 Mio. australischen Dollar. Im Vergleichszeitraum hatte er bei 352 Mio. australischen Dollar gelegen. Mit 9,4 Prozent, 5,2 Prozent und 4,2 Prozent zeigten sich die EBITDA-, PBT- und NPAT-Margen stabil. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit belief sich im Berichtsjahr vor Factoring auf 516 Mio. australische Dollar und verbesserte sich damit gegenüber dem Vorjahr um 603 Mio. australische Dollar. Hierzu trug vor allem die starke Geschäftsentwicklung im vierten Quartal bei. Das Factoring-Volumen verringerte sich von 976 Mio. australischen Dollar im Dezember 2020 auf 434 Mio. australische Dollar zum Geschäftsjahresende 2021. Zum Ende des Berichtszeitraums lag die Nettoverschuldung bei 498 Mio. australischen Dollar. Zur Entwicklung seit Jahresbeginn trugen unter anderem die Verringerung des Factoring-Volumens um 542 Mio. australische Dollar im Berichtszeitraum sowie die Dividendenausschüttung von 318 Mio. australischen Dollar bei. CIMIC verfügt weiterhin über ein solides Investment-Grade-Rating von Moody's und S&P. Der Auftragseingang belief sich im Geschäftsjahr 2021 auf 20,4 Mrd. australische Dollar und liegt damit bereits wieder deutlich über dem Niveau von 2019, also vor der Corona-Pandemie. Beim Auftragsbestand verzeichnete CIMIC zum Ende des Berichtszeitraums mit 33,2 Mrd. australischen Dollar einen Zuwachs von 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zum Ende des Geschäftsjahres weist die Pipeline an relevanten Projekten, die 2021 und darüber hinaus ausgeschrieben oder vergeben werden sollen, ein Volumen von rund 480 Mrd. australischen Dollar auf. Dazu gehören auch PPP-Projekte im Wert von 115 Mrd. australischen Dollar. Ausblick HOCHTIEF Asia PacificVorbehaltlich der Marktbedingungen erwartet CIMIC für 2022 einen Konzerngewinn (NPAT) im Bereich von 425 bis 460 Mio. australischen Dollar. Division HOCHTIEF Asia Pacific: Wesentliche Kennzahlen
London Power TunnelLondon, GroßbritannienEdith (Bild) und drei weitere Tunnelvortriebsmaschinen sind die wichtigsten Akteure beim Projekt LPT2. Im Süden Londons realisiert HOCHTIEF einen Tunnel mit einer Länge von 32,5 Kilometern für die Stromversorgung. Division HOCHTIEF EuropeDie Division HOCHTIEF Europe bündelt hauptsächlich die Bauaktivitäten, die durch PPP-Aktivitäten ergänzt werden. Präsent sind wir auf den Märkten in Deutschland, Polen, Tschechien, Österreich, UK, Skandinavien und den Niederlanden. Zu unseren anerkannten Stärken zählen unser internationales Netzwerk, die technische Kompetenz, das Risikomanagement, unser Fokus auf Nachhaltigkeit und die Finanzkraft des Konzerns. Wir konzentrieren uns in Europa auf Aktivitäten in den Bereichen Verkehrs-, Energie- sowie soziale und urbane Infrastruktur. Hierfür bieten unsere operativen Gesellschaften ein vielfältiges Leistungsspektrum: In der Gesellschaft HOCHTIEF Infrastructure sind das Hoch- und das Infrastrukturbaugeschäft gebündelt. HOCHTIEF PPP Solutions übernimmt für öffentliche Auftraggeber Planung, Finanzierung, Bau und Betrieb von Infrastrukturbauwerken auf Basis des PPP-Modells. Die Gesellschaft kooperiert bei allen Projekten mit weiteren HOCHTIEF-Einheiten. Kunden profitieren von der Erfahrung und den innovativen Ansätzen unserer Teams. HOCHTIEF Engineering bietet anspruchsvolle Ingenieurdienstleistungen auf unterschiedlichen Gebieten, die Gesellschaft HOCHTIEF ViCon ist einer der erfahrensten Dienstleister im Bereich des virtuellen Bauens und des Building Information Modeling (BIM). In den für HOCHTIEF relevanten Ländern Europas verzeichneten die Bauaktivitäten im Geschäftsjahr 2021 ein solides Wachstum von 2,8 Prozent, zu dem alle Marktsegmente beitrugen. Auch der Ausblick für die Folgejahre ist mit Wachstumsraten von 2,2 Prozent im Jahr 2022 und 2,5 Prozent im Jahr 2023 positiv und schließt dabei alle relevanten Länder ein. Mit 3,1 Prozent für das Jahr 2022 und 3,0 Prozent für das Jahr 2023 werden die höchsten Zuwächse in diesem Zeitraum für das Segment Infrastruktur erwartet. Das Segment Hochbau (ohne Wohnungsbau) wird sich voraussichtlich mit Wachstumsraten zwischen 2,0 Prozent und 2,5 Prozent in den Jahren 2022 bis 2023 solide entwickeln. Projektbeispiele: Neuaufträge aus dem BerichtsjahrBauHOCHTIEF hat von National Grid den Zuschlag für den Bau eines Stromversorgungstunnels im walisischen Nationalpark Snowdonia (Großbritannien) mit einem Auftragswert von zirka 241 Mio. Euro erhalten. In dem auf sieben Jahre angelegten Projekt werden zwei Schächte und ein 3,4 Kilometer langer Tunnel gebaut, um Strom unter der Mündung des Flusses Dwyryd hindurchzuführen. Das Tunnelprojekt wurde entwickelt, um die optischen Auswirkungen der noch oberirdisch verlaufenden Freileitung von National Grid über der Mündung zu verringern. Es ist bereits das zweite Tunnelbauprojekt von HOCHTIEF für den Kunden; derzeit ist HOCHTIEF in einem Joint Venture an der Realisierung eines 32 Kilometer langen Tunnels für die Stromversorgung in London beteiligt. HOCHTIEF realisiert in Prag ein Metroprojekt mit einem Gesamtvolumen von zirka 540 Mio. Euro, der HOCHTIEF-Anteil liegt bei zirka 137 Mio. Euro. Für die Linie D im Süden der tschechischen Hauptstadt entstehen zunächst zwei U-Bahn-Stationen und ein 1,2 Kilometer langer Tunnelabschnitt. In den Niederlanden baut HOCHTIEF die Kapazitäten des Rotterdamer Hafens aus. Der größte Containerhafen Europas wird um Kaianlagen mit einer Länge von zirka 2,4 Kilometern erweitert. Das Projekt hat ein Gesamtvolumen von knapp 170 Mio. Euro, der HOCHTIEF-Anteil beträgt etwa 70 Mio. Euro. Beiträge zu einer nachhaltigen Bauausführung leistet die Arbeitsgemeinschaft um HOCHTIEF etwa durch die Anlieferung von Baumaterialien über den Wasserweg oder die Reduzierung von Emissionen durch die Verwendung elektrisch angetriebener Geräte sowie umweltschonender Kraftstoffe. Unterwasser-Betonblöcke an den Kaianlagen fungieren künftig als künstliche Riffe, um die Artenvielfalt unterhalb der Wasseroberfläche zu fördern. HOCHTIEF hat den Weiterbau der A-1-Rheinbrücke in Leverkusen übernommen: Bis Ende 2023 soll ein Brückenteil des ungefähr einen Kilometer langen Bauwerks fertiggestellt werden. Dieses wird die alte Autobahnbrücke ersetzen, die mittlerweile so stark beeinträchtigt ist, dass für schwere Fahrzeuge ein Durchfahrtsverbot gilt. An dem Gesamtauftragsvolumen von 216 Mio. Euro hält HOCHTIEF einen Anteil von 32 Prozent. In der Slowakei hat im Frühjahr 2021 der Ausbau eines fünf Kilometer langen Teilstücks der Autobahn R3 durch ein Konsortium um HOCHTIEF begonnen. Der Auftrag beinhaltet zirka 100 Bauwerke, 14 Brücken und Lärmschutzwände mit einer Länge von mehr als 2.000 Metern, die Arbeiten sollen im Oktober 2023 abgeschlossen werden. Die neue Direktion der Continentale Krankenversicherung baut HOCHTIEF bis 2024 in Dortmund. Ein verbindendes Erdgeschoss wird die Basis für drei unterschiedlich ausgerichtete Baukörper mit bis zu 16 Geschossen bilden. Insgesamt werden hier 1.600 Mitarbeitende ihren neuen Arbeitsplatz finden, die zuvor auf drei unterschiedliche Standorte verteilt waren. In Ludwigshafen am Rhein verantwortet HOCHTIEF den Neubau des Projekts Metropol. Die zwei Gebäudekomplexe werden bis Juli 2024 errichtet und künftig neben Büros auch ein Hotel, ein Medizinzentrum sowie Gastronomie und Einzelhandel bieten. Zudem wird HOCHTIEF in Berlin innerhalb einer Arbeitsgemeinschaft das "Haus der Statistik" zum Teil abreißen, umbauen und sanieren. Es handelt sich um einen Komplex mit sieben mehrgeschossigen Bauteilen und Flachbauten am Alexanderplatz, der ab dem dritten Quartal 2024 vielfältig und gemeinwohlorientiert genutzt werden soll. Geplant sind Büro- und Verwaltungsflächen, Wohnungen sowie Räume für Kunst, Kultur und Bildung. Mit dem "Sky Campus" realisiert HOCHTIEF bis Anfang 2023 ein Bürogebäude in unmittelbarer Nähe zur Start- und Landebahn des Hamburger Flughafens. Eine Besonderheit hier: Die komplette Klimatisierung (Heizen, Kühlen und Lüften) werden Hybridsegel übernehmen, die gleichzeitig eine akustische Wirkung entfalten. An der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung NRW in Duisburg entsteht in einem Folgeauftrag ein Erweiterungsbau für den Kunden Aurelis. Das siebengeschossige Schulungs- und Bürogebäude soll Mitte 2023 fertiggestellt werden. Auch in Köln zahlt sich die Kundenzufriedenheit durch eine weitere Beauftragung aus: Nach der erfolgreichen Übergabe der Bürogebäude ID Cologne A1 und A2 Anfang 2021 erfolgte der Auftrag für den schlüsselfertigen Bau eines weiteren Gebäudes auf dem Gelände eines ehemaligen Güterbahnhofs. Die Fertigstellung ist für Oktober 2023 geplant, eine Zertifizierung mit LEED-Gold wird angestrebt. Zwei 95 Meter hohe Wohntürme errichtet HOCHTIEF in Warschau als Teil des geplanten Ensembles "Towarowa Towers", das künftig fünf Gebäude umfassen soll. Zunächst entstehen die Zwillingstürme mit jeweils 29 Geschossen, in denen 600 Apartments sowie Geschäftsflächen Platz finden werden. PPP und KonzessionenIn Nürnberg hat HOCHTIEF ein modernes Verwaltungsgebäude für die AOK Mittelfranken errichtet und an den Kunden übergeben. Der PPP-Vertrag beinhaltet Planung, Bau, Finanzierung sowie den Betrieb über 25 Jahre. Ebenfalls erfolgreich an den Kunden übergeben wurde das neue Gebäude des Heisenberg-Gymnasiums in Gladbeck (Nordrhein-Westfalen); ungefähr 800 Schülerinnen und Schüler lernen nun in modernen Klassenräumen. Zum PPP-Projekt gehört der Abriss des Bestandsgebäudes bis Sommer 2022 sowie der Betrieb, dessen Laufzeit ebenfalls 25 Jahre beträgt. Zudem hat HOCHTIEF PPP Solutions die Anteile an der Mautstraße Presidio Parkway in San Francisco veräußert, der südlichen Zufahrt zur Golden Gate Bridge. Die Bauarbeiten mit Beteiligung der amerikanischen HOCHTIEF-Tochter Flatiron waren 2015 abgeschlossen worden. Zu den Kennzahlen der Division HOCHTIEF EuropeDie Umsatzerlöse stiegen im Vorjahresvergleich um 3 Prozent auf 1,3 Mrd. Euro. Nominal verbuchte die Division HOCHTIEF Europe einen Vorsteuerverlust von 150 Mio. Euro, der auf den Sondereinfluss in Höhe von 195 Mio. Euro aus dem Schiedsspruch zum Projekt in Chile zurückzuführen war. Das operative Vorsteuerergebnis belief sich auf 60 Mio. Euro. Das Net Cash aus laufender Geschäftstätigkeit erreichte 94 Mio. Euro und spiegelt eine hohe Cash Conversion im Kerngeschäft wider. Zum Ende des Geschäftsjahres 2021 wies die Division HOCHTIEF Europe eine nach wie vor solide Nettovermögensposition von 799 Mio. Euro aus. Der Auftragseingang lag im Berichtszeitraum bei 1,9 Mrd. Euro und blieb damit gegenüber dem Vorjahr weitgehend stabil. Er entspricht dem 1,1-Fachen der Leistung im Berichtsjahr. Der Auftragsbestand der Division belief sich Ende Dezember 2021 auf 4,6 Mrd. Euro und lag damit um 6 Prozent über dem Vorjahreswert. Ausblick HOCHTIEF EuropeFür das Jahr 2022 erwarten wir, dass die Division HOCHTIEF Europe ein operatives Ergebnis vor Steuern von 45 bis 65 Mio. Euro erreicht. Division HOCHTIEF Europe: Wesentliche Kennzahlen
Hinweis: Operative Erträge sind bereinigt um nicht-operative Effekte Red de Carreteras de OccidenteMexikoAbertis ist seit 2020 am Mautunternehmen Red de Carreteras de Occidente (RCO) beteiligt. RCO betreibt in fünf Konzessionen fast 880 Kilometer Mautstraßen in Mexiko - dazu gehört auch die wichtige Hauptverbindung zwischen den Großstädten Mexiko-Stadt und Guadalajara. Abertis InvestmentSeit Juni 2018 hält HOCHTIEF eine 20-prozentige Beteiligung an Abertis HoldCo, dem direkten Eigentümer von 98,7 Prozent an Abertis Infraestructuras, S.A. (Abertis), einem führenden internationalen Mautstraßenbetreiber. Dieses Investment wird nach der Equity-Methode einbezogen, und der Beitrag zum Konzerngewinn ist folglich als operative Position im EBITDA enthalten. Der Beitrag des Abertis-Investments zum Ergebnis des HOCHTIEF-Konzerns spiegelt die operative Leistung von Abertis sowie den nicht zahlungswirksamen Aufwand aus der Kaufpreisallokation (PPA) wider. Für das Geschäftsjahr 2021 wurde ein Ergebnisbeitrag von Abertis in Höhe von 58 Mio. Euro erfasst, verglichen mit -17 Mio. Euro im Jahr 2020. EBITDA 2021 nach Ländern
Wesentliche Entwicklungen bei AbertisIm Geschäftsjahr 2021 verzeichnete Abertis eine Zunahme des durchschnittlichen täglichen Verkehrsaufkommens um 21 Prozent gegenüber dem Vorjahresniveau. Diese Steigerung ist neben der Lockerung der pandemiebedingten Mobilitätseinschränkungen des vergangenen Jahres auch der Resilienz des diversifizierten Mautstraßen-Portfolios zu verdanken. In der zweiten Jahreshälfte lag das Verkehrsaufkommen durchgehend über dem Niveau des Jahres 2019. Die in den einzelnen Ländern im Vergleich zum Vorjahr verzeichnete Ergebnisentwicklung variierte in Abhängigkeit von Dauer und Ausmaß der Lockdowns sowie der maßgeblichen Reisebeschränkungen: Frankreich +19 Prozent, Spanien +29 Prozent, Italien +24 Prozent, Brasilien +9 Prozent, Chile +41 Prozent, Mexiko +17 Prozent und USA +16 Prozent. Mit 4,9 Mrd. Euro lagen die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2021 sowohl absolut als auch auf vergleichbarer Basis um 20 Prozent über dem Vorjahresniveau. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum stieg das EBITDA im Berichtsjahr um 28 Prozent auf 3,35 Mrd. Euro (auf vergleichbarer Basis: 29 Prozent). Darin berücksichtigt sind die vollständige Konsolidierung der im Jahr 2020 erworbenen Gesellschaften RCO; (Mexiko) und ERC (USA) sowie der Einfluss der auslaufenden Konzessionen für die AP-7 und Invicat in Spanien. Im Berichtsjahr konnte Abertis den Gewinn nach Steuern vor Kaufpreisallokation vor allem dank des deutlich höheren Verkehrsaufkommens und der verbesserten operativen Leistung gegenüber dem Vorjahr um 89 Prozent auf 691 Mio. Euro steigern. Der Beitrag von Abertis zum Ergebnis des mit 20 Prozent beteiligten HOCHTIEF-Konzerns belief sich nach Kaufpreisallokation im Jahr 2021 auf 58 Mio. Euro, wobei auch im vierten Quartal 2021 ein starker Ergebniszuwachs auf 15 Mio. Euro (+28 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr) zu verzeichnen war. Die Mautstraßengesellschaft schüttete im April 2021 eine Dividende in Höhe von 601 Mio. Euro aus, von der HOCHTIEF anteilig 119 Mio. Euro erhielt. Für das Geschäftsjahr 2022 sieht die Dividendenpolitik eine Ausschüttung in Höhe von 600 Mio. Euro vor. Im Oktober 2021 gab Abertis bekannt, mit dem chilenischen Infrastrukturministerium eine Vereinbarung über die Entwicklung eines Großprojekts mit einem Investitionsvolumen von mehr als 300 Mio. Euro geschlossen zu haben. Im Rahmen dieser Vereinbarung soll die Konzessionsdauer für die chilenische Autopista Central verlängert werden. Ausblick Abertis-InvestmentFür das Jahr 2022 rechnen wir vorbehaltlich der Marktbedingungen damit, dass unser Abertis-Investment einen positiven Beitrag zum Nettogewinn des HOCHTIEF-Konzerns leisten wird. Abertis-Investment: Wesentliche Kennzahlen
Beitrag Abertis-Investment am Ergebnis von HOCHTIEF
2 Das nominale Ergebnis ist im EBITDA, Ergebnis
vor Steuern/PBT und Konzerngewinn enthalten.
Schulen KronsbergHannover, DeutschlandHOCHTIEF stellte 2021 den Neubau einer Grundschule und den Erweiterungsbau der Integrierten Gesamtschule Kronsberg einschließlich Mensa und Einfeldsporthalle fertig. So entstand ein optimales Lernumfeld für junge Menschen. Compliance 1Compliance ist wesentlich bei der Umsetzung der Unternehmensprinzipien von HOCHTIEF. Unser Ziel ist es, Kartellrechtsverstößen und Korruption gezielt vorzubeugen: Durch angemessene Maßnahmen, wie die Durchführung von Schulungen und die Anpassung von Prozessen im gesamten Konzern, wollen wir Verletzungen der Unternehmensregelungen verhindern und alle Mitarbeitenden sensibilisieren. Die Compliance-OrganisationDer Vorstandsvorsitzende der HOCHTIEF Aktiengesellschaft verantwortet den Bereich Compliance. Unterstützt wird er durch den Chief Compliance Officer und die Abteilung Konzerncompliance & Recht. Die Compliance-Organisationsstrukturen in den HOCHTIEF-Divisions sind ähnlich aufgebaut, an ihrer Spitze steht jeweils ein Compliance Officer. Die Compliance Officer berichten regelmäßig an den Chief Compliance Officer, der einmal im Jahr den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats informiert. Die Compliance Officer sorgen dafür, dass das Compliance-Programm in den Divisions umgesetzt wird, dass Compliance-Risiken frühzeitig erkannt und entsprechende Maßnahmen entwickelt werden. Unmittelbare Ansprechpartner für die Mitarbeitenden in den Gesellschaften sind die Compliance Manager. Diese unterstützen die Implementierung und Weiterentwicklung des Programms und berichten an die zuständigen Compliance Officer. Die Divisions verfügen über eigene Compliance Committees mit Beteiligung einzelner Fachabteilungen - etwa Personal, Revision und Procurement. Diese Gremien kommen mindestens einmal im Quartal zusammen und beraten beziehungsweise unterstützen die Compliance-Organisation bei der Integration und stetigen Verbesserung des Programms in die Geschäftsabläufe und -prozesse. Bei erwiesenen Compliance-Verstößen berät das Compliance Committee über entsprechende Sanktionen. Bei Verstößen in Bereichen, die nicht zu Compliance gehören, sind die jeweiligen Fachabteilungen verantwortlich, beispielsweise das AGUS Center oder der Datenschutzbeauftragte (weitere Informationen dazu in den Kapiteln Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz sowie Chancen- und Risikobericht). Das Compliance-Programm von HOCHTIEFAlle Mitarbeitenden und Führungskräfte stehen bei HOCHTIEF in der Verantwortung für Compliance: Sie sind verpflichtet, alle Anforderungen zu erfüllen, um Compliance-Verstößen vorzubeugen. Wir sind überzeugt, dass ethische und ökonomische Werte voneinander abhängig sind und dass geschäftliches Handeln von einem fairen Miteinander geprägt sein und im Rahmen der geltenden Bestimmungen erfolgen muss. HOCHTIEF erwartet von seinen Mitarbeitenden, dass sie den unternehmenseigenen Verhaltenskodex in ihrem Arbeitsalltag leben und einhalten. Dieser umfasst neben wichtigen gesetzlichen Vorgaben auch Anforderungen unserer Selbstverpflichtungserklärungen, die wir einhalten und fördern. Dazu gehören die Vorgaben des UN Global Compact und die ILO-Kernarbeitsnormen. Der HOCHTIEF Code of Conduct, der als Verhaltenskodex bereits eine fast 20-jährige Tradition bei HOCHTIEF hat, enthält in neun Sprachen verbindliche Regelungen für alle Mitarbeitenden. Diese Standards sind auch in die Verhaltenskodizes der Gesellschaften der Divisions HOCHTIEF Americas und HOCHTIEF Asia Pacific eingeflossen. Elemente des HOCHTIEF Code of Conduct
Der HOCHTIEF Code of Conduct gibt klare Orientierung und enthält Leitlinien für das Verhalten, das wir von unseren Mitarbeitenden im Arbeitsalltag erwarten (siehe Grafik "Elemente des HOCHTIEF Code of Conduct"). Er beantwortet kartellrechtliche Fragen, unterstützt bei möglichen Interessenkonflikten oder bei Verhandlungen mit Geschäftspartnern. Zudem soll er dabei helfen, Bestechungs- oder Korruptionssituationen zu erkennen und mit Spenden oder Sponsorengeldern richtig umzugehen. Um ein faires Miteinander zu gestalten, fordert HOCHTIEF auch von Geschäftspartnern, Kunden und Lieferanten, dass sie die Anforderungen des Konzerns einhalten. Dazu ist der HOCHTIEF Code of Conduct für Vertragspartner entwickelt worden, der in 14 Sprachen verfügbar ist. Unser Ziel ist es, erfolgreiche und langfristig gute Geschäftsbeziehungen zu etablieren. Vor Geschäftsabschlüssen finden daher Due-Diligence-Prüfungen statt: Konzerncompliance überprüft beispielsweise Joint-Venture-Partner oder Berater durch ein genau definiertes Auswahlverfahren und gibt den Abschluss unter Integritätsgesichtspunkten frei. Diese sogenannte "Business Partner Compliance Due Diligence" wird durch Konzerncompliance umfassend dokumentiert und die Einhaltung der Standards regelmäßig überprüft. Wir informieren die Mitarbeitenden kontinuierlich über die internen Medien zum Compliance-Programm, zu Ansprechpartnern und internen Richtlinien. Im Intranet finden sie auch ein Angebot unserer Schulungen. Anzahl der Code-of-Conduct-Schulungen 1
1 Schulungen zum HOCHTIEF Code of Conduct, die
alle angestellten Mitarbeitenden im Berichtsjahr erhalten
haben. Um die Vergleichbarkeit der Divisions
sicherzustellen, wurde im Berichtsjahr der Fokus
ausschließlich auf die Anzahl der E-Learnings und
Code-of-Conduct-Schulungen gelegt.
Im Berichtsjahr 2021 haben wir - wie auch im Vorjahr - erneut das Ziel erreicht, dass jeder Mitarbeitende mindestens einmal an einer Code-of-Conduct-Schulung teilgenommen hat. Unser Ziel:Unser Anspruch ist es, diese Quote von 100 Prozent dauerhaft beizubehalten und unmittelbar auch für Mitarbeitende zu etablieren, die neu in den Konzern eintreten. Die Umsetzung erfolgt durch E-Learnings zum HOCHTIEF Code of Conduct. Darüber hinaus werden die Mitarbeitenden auch in Form von Präsenztrainings und Web-Trainings zu verschiedenen Compliance-Themen geschult. Zum Thema Datenschutz wurde in der Division HOCHTIEF Europe ebenfalls ein E-Learning mit einer Abschlussquote von 100 Prozent ausgerollt. Wir erwarten von allen HOCHTIEF-Mitarbeitenden, dass sie über mögliche Verdachtsfälle von Compliance-Verstößen informieren. Dazu stehen verschiedene Kommunikationskanäle bereit. Wenn Mitarbeitende sich nicht direkt an ihre Vorgesetzten wenden möchten, können sie die Hinweissysteme nutzen, die es in allen Divisions gibt. Sowohl Hotlines als auch E-Mail-Adressen stehen zur Verfügung. Alle Meldungen werden an die Compliance Officer oder an Konzerncompliance weitergeleitet. Um die Hinweisgeber zu schützen, werden die Meldungen auf Wunsch auch anonymisiert. Auch externe Stakeholder, beispielsweise Geschäftspartner oder Nachunternehmer, können Hinweise einreichen. HOCHTIEF hat dazu alle Kontaktmöglichkeiten auf der Konzern-Website veröffentlicht. Für 2022 wird es zusätzlich zu den bereits bestehenden Möglichkeiten eine webbasierte Lösung geben, die insbesondere in Bezug auf die Möglichkeit der anonymen Meldung den rechtlichen Vorgaben der EU-Richtlinie zum Hinweisgeberschutz entspricht. Im Jahr 2021 sind 267 Meldungen über die Hinweissysteme eingegangen. Alle gemeldeten Sachverhalte wurden durch Konzerncompliance, die Konzernrevision oder die zuständige Fachabteilung untersucht. Die Einhaltung der Compliance-Regeln wird regelmäßig in sogenannten Compliance-Projekt-Audits überwacht. So prüft Konzerncompliance beispielsweise HOCHTIEF-Projekte, die nach definierten Risikokriterien ausgewählt wurden, daraufhin, ob die Compliance-Vorgaben umgesetzt und eingehalten wurden. In Ergänzung dazu überwacht auch die Konzernrevision die Einhaltung der Compliance-Prozesse und der entsprechenden Richtlinien. Im Jahr 2021 fanden 39 Prüfungen in der Division HOCHTIEF Europe statt. Mit höchster Priorität und ohne Kompromisse gehen wir vor, wenn Verstöße gegen Gesetze und interne Richtlinien auftreten, um diese aufzuklären. Selbstverständlich achten wir dabei darauf, anonym Beschuldigte vor Unrecht zu schützen. Wenn arbeitsrechtliche Schritte, wie eine Kündigung des Arbeitsverhältnisses, erfolgen, sind die jeweiligen Vorgesetzten beziehungsweise die Geschäftsleitung dafür verantwortlich, dass diese eingeleitet und umgesetzt werden. Bei Regelverstößen prüft der zuständige Compliance Officer, ob die vorhandenen Vorgaben und Prozesse angemessen und ausreichend sind. Ist dies nicht der Fall, werden entsprechende Maßnahmen oder Vorgaben eingeführt oder überarbeitet. Darüber hinaus führt Konzerncompliance regelmäßig Risikoanalysen durch, um Korruptions- und Kartellrechtsrisiken zu betrachten und - soweit erforderlich - angemessene Maßnahmen zur Reduzierung eines Risikos zu treffen. Die nächste Risikoanalyse ist für 2022 avisiert. Im Auftrag des Vorstands hat die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte bereits in der Vergangenheit die Angemessenheit des Compliance-Management-Systems anhand des IDW PS 980 in Verbindung mit der ISO 37001 für HOCHTIEF Europe überprüft. 2021 wurde die Prüfung der Gesellschaften der Division Americas abgeschlossen. Tax-ComplianceSteuerliche Aufgaben sind in der Konzernrichtlinie Steuern zusammengefasst. Diese regelt die Aufgaben, Ziele, Rechte und Pflichten unter anderem der Steuerabteilung der HOCHTIEF Aktiengesellschaft (Konzernsteuerabteilung). Die Konzernsteuerabteilung berät den Vorstand und die Verantwortungsträger der in der Betreuung stehenden Gesellschaften in sämtlichen steuerlichen Angelegenheiten und berichtet dem Vorstand regelmäßig. Ein Tax-Compliance-Management-System (TCMS) ist in Deutschland etabliert, für das im Jahr 2021 eine Wirksamkeitsprüfung durchgeführt wurde. Es entspricht den Anforderungen an ein TCMS und ist nach IDW PS 980 aufgesetzt. Das Set-up der Tax-Compliance-Management-Systeme in anderen Ländern erfolgt sukzessive. HOCHTIEF strebt mit den jeweiligen Steuerverwaltungen partnerschaftliche Verhältnisse an, die auf gegenseitigem Vertrauen und Transparenz beruhen. VergütungsberichtIm nachfolgenden Vergütungsbericht, der Bestandteil des Lageberichts ist, werden die Vergütungssysteme des Vorstands und des Aufsichtsrats grundlegend dargestellt. Zudem werden die Vergütungen, die die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der HOCHTIEF Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr 2021 erhalten haben, individuell offengelegt. Der Bericht entspricht den Anforderungen des §162 des deutschen Aktiengesetzes und den Empfehlungen und Anforderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK). Vergütungsbericht der Mitglieder des VorstandsRückblick auf das Geschäftsjahr 2021 aus VergütungssichtVergütungssystemDas aktuell gültige Vergütungssystem für die Mitglieder des Vorstands ist auf eine langfristige und nachhaltige Unternehmensführung ausgerichtet. Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung sind sowohl die Aufgaben des einzelnen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung, die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens als auch die Üblichkeit der Vergütung unter Berücksichtigung des Vergleichsumfelds. Ziel des Vergütungssystems ist es, eine erfolgreiche und nachhaltige Unternehmensführung zu unterstützen, indem die Vergütung der Vorstandsmitglieder sowohl an die kurzfristige als auch an die langfristige Entwicklung der Gesellschaft gekoppelt ist. Das Vergütungssystem umfasst leistungsbezogene und am Unternehmenserfolg orientierte Parameter. Dabei weisen die variablen Vergütungsbestandteile eine überwiegend mehrjährige Bemessungsgrundlage auf und setzen damit langfristige Verhaltensanreize. Durch die Ausgestaltung der langfristigen variablen Vergütung, die auch die Entwicklung des Aktienkurses honoriert, wird zudem die Zielsetzung des Managements mit den unmittelbaren Interessen der Aktionäre in Einklang gebracht. Das aktuelle Vergütungssystem für die Mitglieder des Vorstands wurde vom Aufsichtsrat nach Vorbereitung durch den Personalausschuss beschlossen und von der Hauptversammlung am 6. Mai 2021 (TOP 6) mit einer Mehrheit von 94,29 Prozent der abgegebenen Stimmen gebilligt. Festsetzung und Überprüfung des VergütungssystemsDer Aufsichtsrat ist als Gesamtgremium zuständig für die Beschlussfassung über das Vergütungssystem der Mitglieder des Vorstands und die Festlegung der individuellen Bezüge. Der Personalausschuss unterstützt den Aufsichtsrat dabei. Er überwacht die angemessene Ausgestaltung des Vergütungssystems und bereitet die Beschlüsse des Aufsichtsrats vor. Bei wesentlichen Änderungen am Vergütungssystem, und ab 2021 mindestens alle vier Jahre, wird das Vergütungssystem der Hauptversammlung zur Billigung vorgelegt. Personalausschuss
Aufsichtsrat
Hauptversammlung
Der Vergütungsbericht wurde durch den Vorstand und den Aufsichtsrat gemeinsam erstellt und vom Abschlussprüfer KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft formell und materiell geprüft. Revelante VeränderungenDer Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung im September 2021 Martina Steffen (51) zum neuen Vorstandsmitglied und zur Arbeitsdirektorin des Konzerns für drei Jahre bestellt. Sie übernimmt die Verantwortung für das Personalressort und den Bereich Nachhaltigkeit. Im Rahmen der seit 2020 stattgefundenen Wiederbestellungen bzw. Neubestellung wurden mit Ignacio Legorburo, Peter Sassenfeld und Martina Steffen Dienstverträge nach dem neuen Vergütungssystem vereinbart. Grundsätze der VergütungsfestsetzungDas Vergütungssystem leistet in seiner Gesamtheit einen wesentlichen Anteil zur Förderung der Konzernstrategie. Das Vergütungssystem und die Leistungskriterien (Ziele) seiner variablen Bestandteile incentivieren eine langfristige und nachhaltige Entwicklung des Konzerns. Das Vergütungssystem leistet einen wichtigen Beitrag, um die Interessen der Aktionäre, der Kunden, der Mitarbeitenden und der weiteren Stakeholder zu verknüpfen. Die Leistung der Vorstandsmitglieder wird durch adäquat und ambitioniert gesetzte Leistungskriterien (Ziele) innerhalb der variablen Vergütungsbestandteile angemessen berücksichtigt (Pay for Performance). Bei der Gestaltung des Vergütungssystems wird die aktuelle Marktpraxis berücksichtigt. Festsetzung der ZielvergütungDie Zielgesamtvergütung besteht im Einzelnen aus einer erfolgsunabhängigen Festvergütung, Nebenleistungen, einer aus einem Short-Term-Incentive-Plan (STIP) und zwei Long-Term-Incentive-Plänen (LTIP I/II) bestehenden erfolgsbezogenen variablen Vergütung sowie aus einem Versorgungsentgelt bzw. einer Pensionszusage. Die Festvergütung trägt 40 Prozent zur Zieldirektvergütung bei, während die variablen Vergütungsbestandteile 60 Prozent der Zieldirektvergütung entsprechen. Rund zwei Drittel der variablen Vergütung (LTIP I/II) stehen den Vorstandsmitgliedern nicht sofort zur Verfügung, sind von der Entwicklung zukünftiger Kennzahlen abhängig und somit auf den langfristigen Erfolg des Unternehmens ausgerichtet. Vergütungsstruktur (Zieldirektvergütung ohne Nebenleistungen und Versorgungsentgelt/Pensionsaufwand)
Die nachfolgende Tabelle zeigt die vertraglich vereinbarte Zielvergütung bei einer Zielerreichung in Höhe von 100 Prozent und die Vergütungsstruktur in Prozent der Zielgesamtvergütung für die Geschäftsjahre 2020 und 2021.
1 Übertragung von Aktien mit einer drei-
bzw. zweijährigen Sperrfrist
Einhaltung der MaximalvergütungUm ein ausgewogenes Chancen-Risiko-Profil zu erreichen und eine entsprechende Anreizwirkung des Vergütungssystems zu erzielen, sind die variablen Vergütungsbestandteile so ausgestaltet, dass die Beträge auf null sinken oder auf maximal 200 Prozent steigen können. Darüber hinaus werden bei Gewährung LTIP-Höchstbeträge (Caps) vereinbart. Zusätzlich wird für neue Vorstandsmitglieder und bei Wiederbestellungen von Vorstandsmitgliedern seit dem Jahr 2020 eine Maximalvergütung festgelegt. Die Maximalvergütung für ein Geschäftsjahr beträgt gemäß dem neuen Vergütungssystem für den Vorstandsvorsitzenden 9 Mio. Euro und für die ordentlichen Vorstandsmitglieder 6 Mio. Euro. Unter Maximalvergütung versteht HOCHTIEF dabei den Gesamtpersonalaufwand für das Vorstandsmitglied für das jeweilige Geschäftsjahr. Im Rahmen der stattgefundenen Wiederbestellungen bzw. Neubestellungen wurde eine entsprechende Maximalvergütung mit Ignacio Legorburo, Peter Sassenfeld und Martina Steffen vereinbart. Eine Überprüfung der Maximalvergütung für das Geschäftsjahr 2021 kann erst in den Geschäftsjahren 2025 bis 2027 nach der Ausübung des Long-Term-Incentive-Plans 2022, der für das Geschäftsjahr 2021 gewährt wird, durchgeführt werden. Angemessenheit der VergütungDer Aufsichtsrat überprüft regelmäßig das System und die Angemessenheit der einzelnen Vergütungskomponenten sowie der Gesamtvergütung. Dabei berücksichtigt er auch die Höhe und Struktur der Vorstandsvergütung vergleichbarer Unternehmen (horizontaler Benchmark) sowie das Verhältnis der Vorstandsvergütung zur Vergütung der Belegschaft auch in der zeitlichen Entwicklung (vertikaler Benchmark). Die Überprüfung der Angemessenheit und Marktüblichkeit der Vorstandsvergütung erfolgt bisher auf der Basis eines Vergleichs der Vergütungen der im MDAX notierten Unternehmen. Betrachtet man für HOCHTIEF die Index-Zuordnung sowie die Unternehmenskennzahlen Umsatz, Mitarbeitendenanzahl und Marktkapitalisierung, ist der MDAX-Vergleich ein valider Vergleichsmarkt. Im Rahmen der vertikalen Angemessenheitsprüfung stellt der Aufsichtsrat sowohl auf die Vergütung der Führungskräfte als auch der Belegschaft in Deutschland im Zeitverlauf ab. Anwendung des Vergütungssystems im Geschäftsjahr 2021
FestvergütungDie Festvergütung der Vorstandsmitglieder wurde monatlich anteilig als Gehalt gezahlt. NebenleistungenZusätzlich zur Festvergütung erhielten die Vorstandsmitglieder Nebenleistungen. Dazu zählte im Wesentlichen der nach steuerlichen Richtlinien anzusetzende Wert der privaten Nutzung des Dienstwagens und vermögenswerter Vorteile. Variable Vergütung
Die variable Vergütung soll die richtigen Anreize für den Vorstand setzen, im Sinne der Unternehmensstrategie, der Aktionäre, Kunden, Mitarbeitenden sowie der weiteren Stakeholder zu handeln. Um die Umsetzung der Unternehmensstrategie im Sinne einer langfristigen und nachhaltigen Entwicklung des Unternehmens sicherzustellen, werden daraus jährliche Ziele finanzieller und nichtfinanzieller Art abgeleitet, deren Erreichung über die variable Vergütung incentiviert wird. Mit der variablen Vergütung soll Erfolg belohnt werden. Werden Ziele nicht erreicht, kann die variable Vergütung auf null sinken.
Die variable Vergütung der Vorstandsmitglieder ist regelmäßig zu 90% an finanzielle Ziele und zu 10% an ein nichtfinanzielles Ziel, das den Bereichen Environmental, Social, Governance ("ESG-Ziel") zuzuordnen ist, gekoppelt. Bei den finanziellen Zielen werden, der Unternehmensstrategie folgend, jeweils zur Hälfte der Konzerngewinn und der bereinigte Free Cashflow als Kennzahlen herangezogen. Die Generierung des Nettogewinns ermöglicht es dem Konzern, ins Geschäft zu reinvestieren, Wachstumschancen zu nutzen und Gewinne an Aktionäre auszuschütten. Die Konzentration auf Cashbacked-Profits sichert die Qualität dieser Gewinne und erfordert, dass sich das Management auf den Free Cashflow konzentriert. Die Fokussierung auf den Konzerngewinn und den Free Cashflow ist daher ein integraler und wesentlicher Bestandteil der Konzernstrategie. Zusätzlich wird als nichtfinanzielles Ziel ein ESG-Ziel berücksichtigt. Der Aufsichtsrat wird hierüber nach pflichtgemäßem Ermessen entscheiden und bleibt befugt, auch zwei oder drei ESG-Ziele festzulegen und insoweit gegebenenfalls auch den Anteil der ESG-Ziele auf 20% zu erhöhen. Der mögliche Zielerreichungsgrad liegt sowohl für die einzelnen finanziellen Ziele als auch für das ESG-Ziel zwischen 0% und 200%. Liegt der tatsächlich erreichte Wert auf oder unter dem unteren Wert der Bandbreite, beträgt der Zielerreichungsgrad stets 0%. Wenn alle Ziele einen Zielerreichungsgrad von 0% erreichen, beträgt der Gesamtzielerreichungsgrad ebenfalls 0% und es erfolgt keine Auszahlung des STIP und des LTIP I sowie keine Gewährung eines Long-Term-Incentive-Plans zur Erfüllung der Vergütungskomponente LTIP II. Liegt der tatsächliche Wert auf oder über dem obersten Wert der Bandbreite, ergibt sich der maximale Zielerreichungsgrad von 200%. Innerhalb der Bandbreite entwickelt sich die Zielerreichung linear. Der Aufsichtsrat wird jeweils vor oder zu Beginn eines Geschäftsjahres nach pflichtgemäßem Ermessen und unter Berücksichtigung der Planung die Ziele für die Kenngrößen Konzerngewinn, (bereinigter) Free Cashflow und für das ESG-Ziel festlegen. Die Festlegung erfolgt einheitlich für alle Vorstandsmitglieder. Eine nachträgliche Änderung der Zielwerte oder der Vergleichsparameter findet nicht statt. Nach Abschluss des Geschäftsjahres wird auf der Basis der Entwicklung des Konzerns für das jeweilige Geschäftsjahr der Gesamtzielerreichungsgrad der variablen Vergütung im Rahmen der Billigung des Jahresabschlusses durch den Aufsichtsrat festgestellt. Für den Ziel-Ist-Vergleich werden bei der Ermittlung der Zielerreichung der finanziellen Ziele bei wesentlichen Akquisitionen, Desinvestitionen oder sonstigen einmaligen Ereignissen Anpassungen um den entsprechenden Einfluss bei der Transaktion vorgenommen. Der Aufsichtsrat soll entsprechend der Empfehlung G.11 Satz 1 DCGK befugt sein, bei der Feststellung der Zielerreichung außergewöhnlichen Entwicklungen in angemessenem Rahmen Rechnung zu tragen. Konzerngewinn
Bereinigter Free Cashflow
Für das Geschäftsjahr 2021 orientierte sich der Gesamtzielerreichungsgrad der variablen Vergütung der Vorstandsmitglieder zu 90 Prozent an finanziellen Zielen und zu zehn Prozent an einem nichtfinanziellen Nachhaltigkeitsziel. Im Geschäftsjahr 2021 lag der Konzerngewinn bei 207,9 Mio. Euro. Somit wurde für dieses finanzielle Ziel eine Zielerreichung in Höhe von 3,8 % erzielt. Da der Plan-Ist-Abgleich des bereinigten Free Cashflows bei 54,8 % lag, wurde für dieses finanzielle Ziel im Geschäftsjahr 2021 eine Zielerreichung von 0 % erreicht. Zusätzlich wurde für 2021 als nichtfinanzielles ESG-Ziel die Implementierung eines Compliance-Zertifikats für die Gesellschaften Turner und Flatiron festgelegt. Mit der Zertifizierung wird sichergestellt, dass das Compliance-System von HOCHTIEF den Anforderungen international anerkannter Prüfungsstandards für Compliance-Management-Systeme entspricht. Bereits der Zertifizierungsprozess als solcher dient der erneuten intensiven Auseinandersetzung mit den intern implementierten Regeln und Maßnahmen. Das ESG-Ziel wurde zu 200% erfüllt, da sowohl die Tochtergesellschaft Turner als auch Flatiron das Compliance-Zertifikat erhalten haben. Berechnet man somit unter Berücksichtigung der entsprechenden Gewichtung den Gesamtzielerreichungsgrad für die variable Vergütung, dann liegt dieser für das Geschäftsjahr 2021 bei 21,7 %. ESG-Ziel/Compliance-Zertifikat Amerika
Variable Vergütung
Abhängig von der individuellen Vergütungsstruktur des Vorstandsmitglieds wird etwa ein Drittel der variablen Vergütung bar ausgezahlt (STIP). Darüber hinaus wird rund ein Drittel der variablen Vergütung nach Abzug der Steuern durch Übertragung von Aktien der HOCHTIEF Aktiengesellschaft in das Depot des Vorstandsmitglieds vergütet. Erst nach einer dreijährigen Sperrfrist 1 kann das Vorstandsmitglied über die dividendenberechtigten Aktien frei verfügen (LTIP I - Deferral). Damit ist sichergestellt, dass die Vorstandsmitglieder HOCHTIEF-Aktien besitzen (Share Ownership). Das restliche in etwa ein Drittel der variablen Vergütung wird durch Gewährung eines jährlich neu aufzulegenden Long-Term-Incentive-Plans (LTIP II) mit einer dreijährigen Wartezeit erfüllt. Somit ist gewährleistet, dass die Gewährungsbeträge für die Long-Term-Incentive-Komponenten I (Deferral) und II von der Erreichung der Ziele des jeweiligen Geschäftsjahres abhängen und damit einer mindestens vierjährigen Erfolgsabhängigkeit 1 unterliegen. Durch den Long-Term-Incentive-Plan werden den Vorstandsmitgliedern Performance-Stock-Awards (PSA) gewährt. Dazu wird der Betrag aus der Vergütungskomponente LTIP II mithilfe des Fair Values pro PSA in eine Anzahl Performance-Stock-Awards umgerechnet. Die Planbedingungen sehen vor, dass die Vorstandsmitglieder für jeden PSA nach Ablauf einer Wartezeit von drei Jahren innerhalb des zweijährigen Ausübungszeitraums einen Zahlungsanspruch in Höhe des Börsenschlusskurses der HOCHTIEF-Aktie des letzten Börsenhandelstags vor dem Ausübungstag zuzüglich eines Performance-Bonusses haben. Die Höhe des Performance-Bonusses ist abhängig von der Zielerreichung beim bereinigten Free Cashflow des jeweils letzten abgelaufenen Geschäftsjahres vor der Ausübung. Der Performance-Bonus kann zwischen 0 und 200% des Börsenschlusskurses der HOCHTIEF-Aktie des letzten Börsenhandelstags vor dem Ausübungstag liegen. Der Aktienkurs sowie der Performance-Bonus sind auf einen Maximalwert begrenzt, damit die Höhe auch im Fall von außerordentlichen bzw. nicht vorhersehbaren Entwicklungen angemessen bleibt.
Im Geschäftsjahr 2021 ausgeübte Long-Term-Incentive-Pläne
Gewährte und noch nicht ausgeübte Long-Term-Incentive-Pläne 1
1 Für das Geschäftsjahr 2019 wurde im
Jahr 2020 kein LTIP 2020 gewährt.
Aktienbesitz (Share Ownership)Aufgrund der Gewährung der LTIP-I-Komponente in Aktien besitzen die Mitglieder des Vorstands die folgenden gesperrten HOCHTIEF-Aktien:
1 Marcelino Fernández Verdes hat auf die
Auszahlung seiner variablen Vergütung für die
Geschäftsjahre 2019 und 2020 verzichtet.
Versorgungsentgelt/PensionszusagenAuf die Gewährung einer betrieblichen Altersversorgung wird für Neueintritte ab dem Jahr 2021 verzichtet. Neu bestellte Vorstandsmitglieder erhalten ein sogenanntes Versorgungsentgelt für den Aufbau einer privaten Altersvorsorge als pauschalen Betrag, der direkt ausgezahlt wird. Das Versorgungsentgelt wird zwischen 20% und 40% der jeweiligen Festvergütung betragen. Damit entfallen für das Unternehmen alle Zinsrisiken und sonstigen biometrischen Risiken für die Finanzierung einer Zusage. Darüber hinaus entfällt die Komplexität aus den versicherungsmathematischen Berechnungen und der Administration. Die Finanzierung der Altersvorsorge wird in die Hände der Vorstandsmitglieder gelegt. Das Versorgungsentgelt wird nicht als Grundlage für die Bemessung der variablen Vergütungsbestandteile verwendet. Alle Mitglieder des Vorstands, die vor 2021 bestellt wurden, haben als betriebliche Altersversorgung einzelvertragliche Pensionszusagen erhalten, die eine Inanspruchnahme der Pension frühestens ab Vollendung des 65. Lebensjahres vorsehen. Die Höhe der Pension bemisst sich an der Festvergütung. Dabei wird ein prozentualer Anteil der Festvergütung als Pension gewährt, der mit der Bestelldauer steigt. Als Höchstbetrag erhält das Vorstandsmitglied 65 Prozent der letzten Festvergütung. Die Hinterbliebenenversorgung beträgt 60 Prozent des Pensionsanspruchs. Der Personalausschuss überprüft bei erheblichen Vertragsveränderungen das Versorgungsniveau der Vorstandsmitglieder und den daraus abgeleiteten jährlichen und langfristigen Pensionsaufwand für das Unternehmen. Mithilfe eines versicherungsmathematischen Gutachtens wird der jährliche Pensionsaufwand (Dienstzeitaufwand) berechnet, der erforderlich ist, um den erworbenen Pensionsanspruch einschließlich der Hinterbliebenenversorgung lebenslang im Rentenalter erfüllen zu können. Die Pension beziehungsweise Hinterbliebenenversorgung wird gemäß § 16 BetrAVG alle drei Jahre überprüft und um die Steigerung des Verbraucherpreisindex für Deutschland im Vergleichszeitraum angepasst. Die nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick über den für das Geschäftsjahr 2021 angefallenen Pensionsaufwand sowie über die Höhe der Pensionsverpflichtungen der im Berichtsjahr amtierenden Vorstandsmitglieder gemäß IFRS:
Malus-/Clawback-RegelungEin Herabsetzungsrecht der variablen Vergütung bei Verschlechterung der Lage der Gesellschaft besteht nach § 87 Abs. 2 AktG. Darüber hinaus wurden in neuen Vorstandsverträgen und bei Wiederbestellungen von Vorstandsmitgliedern seit dem Jahr 2020 Malus-/Clawback-Regelungen vertraglich integriert, die eine Reduktion beziehungsweise Rückforderung variabler Vergütungsbestandteile bei schwerwiegenden Verstößen gegen gesetzliche Pflichten oder gegen unternehmensinterne Verhaltensrichtlinien ermöglichen. Der befristete Rückforderungsanspruch besteht auch nach Beendigung der Vorstandstätigkeit weiter. Die Geltendmachung steht im pflichtgemäßen Ermessen des Aufsichtsrats. Im vergangenen Geschäftsjahr kam es zu keiner Reduzierung oder Rückforderung von variablen Vergütungsbestandteilen durch den Aufsichtsrat. Fortzahlung der Bezüge im KrankheitsfallIm Fall ärztlich bescheinigter Arbeitsunfähigkeit behält das Vorstandsmitglied den Anspruch auf sein festes Jahresgehalt und die anteiligen Ansprüche der variablen Vergütung für die Dauer von zwölf Monaten, jedoch nicht über die Gültigkeit des Dienstvertrags hinaus. Entsprechendes gilt, wenn das Vorstandsmitglied an der Ausübung seiner Tätigkeit durch andere, durch ihn nicht verschuldete Gründe verhindert ist. Im Geschäftsjahr gab es keinen entsprechenden Krankheitsfall. Regelungen im Falle der Beendigung des DienstvertragsBei einer vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit werden Abfindungszahlungen an die Vorstände den Wert von zwei Jahresvergütungen nicht überschreiten (Abfindungs-Cap) und es wird nicht mehr als die Restlaufzeit des Dienstvertrags vergütet. Ein Sonderkündigungs- oder Abfindungsrecht bei einem Kontrollwechsel (Change of Control) existiert nicht. Bei Nichtverlängerung des Dienstvertrags erhalten die Vorstandsmitglieder, die vor 2021 bestellt wurden, eine Abfindung in Höhe der Festvergütung für ein Jahr. Die Abfindung setzt voraus, dass das Vorstandsmitglied bei Ende des Anstellungsvertrags mindestens in der zweiten Amtsperiode dem Vorstand angehörte und noch nicht das 65. Lebensjahr vollendet hat. Bei einer Vertragsauflösung werden mehrjährige, variable Vergütungsbestandteile nach den ursprünglich vereinbarten Zielen und nach den im Vertrag festgelegten Fälligkeitszeitpunkten oder Haltedauern ausgezahlt. Die Dienstverträge sehen kein nachvertragliches Wettbewerbsverbot vor. Der Aufsichtsrat ist befugt, in geeigneten Fällen nach pflichtgemäßem Ermessen ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot (mit Karenzentschädigung) zu vereinbaren. Im Jahr 2021 wurden keine Beendigungsvereinbarungen getroffen. Kredite und VorschüsseKeinem Vorstandsmitglied wurden Kredite oder Vorschüsse gewährt. Nebentätigkeiten der VorstandsmitgliederBeteiligungen an Unternehmen sowie entgeltliche oder unentgeltliche Nebenbeschäftigungen - auch Mandate in Aufsichtsorganen oder Beiräten -, welche die Interessen von HOCHTIEF, ihrer Tochter- oder Beteiligungsgesellschaften oder die dienstliche Tätigkeit berühren, dürfen nur mit Zustimmung des Aufsichtsrats übernommen werden. Vergütungen für die Wahrnehmung von Mandaten in Gremien anderer Unternehmen, an denen HOCHTIEF unmittelbar oder mittelbar eine Beteiligung hält, wurden nicht an die Vorstandsmitglieder ausgezahlt beziehungsweise auf die Vorstandsvergütung angerechnet. Nur in besonderen Fällen kann der Aufsichtsrat sich für eine Nichtanrechnung der Vergütung entscheiden. Im Geschäftsjahr wurden alle entsprechenden Nebentätigkeiten angerechnet. Darüber hinaus wurde in neuen Vorstandsverträgen und bei Wiederbestellungen von Vorstandsmitgliedern ab dem Jahr 2020 geregelt, dass bei der Übernahme konzernfremder Aufsichtsratsmandate der Aufsichtsrat entscheidet, ob und inwieweit die Vergütung auch in diesen Fällen anzurechnen ist. Von den betroffenen Vorstandsmitgliedern hat es keine Übernahme konzernfremder Aufsichtsratsmandate im Geschäftsjahr gegeben. Angaben zur Höhe der Vorstandsvergütung in den Geschäftsjahren 2021 und 2020Angabe der gewährten und geschuldeten Vergütung der aktiven VorstandsmitgliederDie nachfolgende Tabelle zeigt die gewährte und geschuldete Vergütung der aktiven Vorstandsmitglieder für die Geschäftsjahre 2020 und 2021. Unter "gewährte und geschuldete Vergütung" wird die Vergütung dargestellt, die für die vollständig erbrachte Tätigkeit des jeweiligen Geschäftsjahres dem Vorstandsmitglied vertraglich zusteht.
1 Übertragung von Aktien mit einer drei-
beziehungsweise zweijährigen Sperrfrist
1 Übertragung von Aktien mit einer drei-
beziehungsweise zweijährigen Sperrfrist
Angabe der Vergütung früherer VorstandsmitgliederFür die Vorstandsmitglieder, die nach dem 31. Dezember 2011 das Unternehmen verlassen haben, wurden im Geschäftsjahr 2021 die vertraglich vereinbarten Pensionen gezahlt. Herr Dr. Rohr hat eine Pension in Höhe von 349 Tsd. Euro und Herr Dr. Stieler von 291 Tsd. Euro erhalten. Dabei handelt es sich jeweils um 100% der Gesamtvergütung, die erfolgsunabhängig gezahlt wird. An weitere ehemalige Mitglieder des Vorstands wurden im Geschäftsjahr 2021 Beträge in Höhe von 3.656 Tsd. Euro (Vorjahr 3.788 Tsd. Euro) gezahlt. Vergütungsbericht der Mitglieder des AufsichtsratsStruktur der AufsichtsratsvergütungGemäß dem Beschluss der Hauptversammlung vom 6. Mai 2015 erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats ausschließlich eine feste Vergütung. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 6. Mai 2021 wurde das Vergütungssystem für die Mitglieder des Aufsichtsrats einschließlich der Vergütungsregelung in § 18 der Satzung bestätigt. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten gemäß §18 Abs. 1 der Satzung eine feste Vergütung, die sich für jedes Mitglied auf 65.000 Euro jährlich beläuft, sowie ein Sitzungsgeld, das pro Teilnahme an einer Sitzung des Aufsichtsrats und des Prüfungsausschusses 2.000 Euro und pro Teilnahme an einer Sitzung eines sonstigen Ausschusses des Aufsichtsrats 1.500 Euro beträgt. Daneben erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats den Ersatz ihrer Auslagen, einschließlich der etwaigen auf ihre Bezüge entfallenden Umsatzsteuer. Gemäß §18 Abs. 2 der Satzung erhält der Vorsitzende des Aufsichtsrats das Dreifache, sein Stellvertreter und die Vorsitzenden der Ausschüsse erhalten je das Zweifache und die sonstigen Mitglieder der Ausschüsse je das 1 /-fache der vorstehend genannten festen Vergütung. Hat ein Mitglied des Aufsichtsrats zur gleichen Zeit mehrere dieser Ämter inne, erhält es nur die Vergütung für das am höchsten vergütete Amt. Aufsichtsratsmitglieder, die nur während eines Teils des Geschäftsjahres dem Aufsichtsrat angehört haben, erhalten eine im Verhältnis der Zeit geringere Vergütung. Die feste Vergütung sowie die Sitzungsgelder werden mit Ablauf des jeweiligen Geschäftsjahres fällig. Für das Geschäftsjahr 2021 erfolgte die Auszahlung der Aufsichtsratsvergütung sowie der Sitzungsgelder im Januar 2022. Angaben zur Höhe der Aufsichtsratsvergütung in den Geschäftsjahren 2021 und 2020Der Aufwand für die Festvergütung und die Sitzungsgelder sowie die Vergütung für Mandate bei Konzerngesellschaften betrug für das Geschäftsjahr 2021 2.245 Tsd. Euro (Vorjahr: 2.213 Tsd. Euro / ohne Umsatzsteuer). Die nachfolgende Tabelle zeigt die auf die einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrats entfallenden Beträge der gesamten Vergütung im Vergleich zum Vorjahr. Darüber hinaus erhielten einzelne Mitglieder des Aufsichtsrats der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, die Mandate bei Konzerngesellschaften wahrnehmen, für die Tätigkeit Vergütungen, die ebenfalls in der Tabelle aufgeführt sind.
Vergleichende Darstellung der Vergütungs- und ErtragsentwicklungDie nachfolgende Übersicht stellt die relative Entwicklung der im jeweiligen Geschäftsjahr gewährten und geschuldeten Vergütung der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder im Vergleich zur durchschnittlichen Vergütung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Deutschland auf Vollzeitäquivalenzbasis sowie zu den Ertragskennzahlen dar.
Ausblick auf das Geschäftsjahr 2022 aus VergütungssichtFür das Geschäftsjahr 2022 sind bisher keine Veränderungen der Vergütungssysteme für die Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder geplant. University of Oklahoma, Medical CenterOklahoma City, USADas OU Medical Center wurde von der Turner Construction Company erweitert. Der neue Bettenturm mit neun Stockwerken bietet höchste Qualität im medizinischen Bereich. Innovation und digitale Entwicklung 1Innovation als Treiber für ProjekterfolgInnovation fördert und sichert den Arbeits- und Projekterfolg von HOCHTIEF. Eigene, projektbezogen entwickelte Lösungen und die Nutzung neuer Systeme und Methoden steigern Qualität, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit. Digitale Technologien leisten einen entscheidenden Beitrag zur Effizienz unserer Tätigkeiten. Deshalb ist Innovation ein wichtiger Unternehmensgrundsatz unseres Konzerns. Im Zuge unserer ESG-Strategie betrachten wir Innovation und Digitalisierung als "Enabler", also als ermöglichende Basisvoraussetzung für unternehmerisch erfolgreiches Bauen. Die strategischen Ziele unserer Innovationsarbeit sind die kontinuierliche Verbesserung der operativen Effizienz und Sicherheit und die dauerhafte Wettbewerbsfähigkeit aller operativen Gesellschaften. Wir setzen zudem durch eigene Produktentwicklungen Impulse im Markt und etablieren uns über die Gesellschaft Nexplore und im Bereich Building Information Modeling mit HOCHTIEF ViCon als unabhängiger Anbieter digitaler Lösungen. Der Vorstand ist in die Arbeit des Innovationsmanagements eng eingebunden. Innovationsarbeit bei HOCHTIEF ist direkt in das Projektgeschäft eingebettet. So können wir auf die individuellen Herausforderungen bestmöglich reagieren, profitieren von der Erfahrung und Kompetenz der operativen Einheiten und können die Wünsche unserer Kunden erfüllen. Die Mitarbeitenden tragen dabei unmittelbar zur Verbesserung bestehender und zur Weiterentwicklung neuer Technologien und Prozesse bei. Wir unterstützen ihre Arbeit durch Schulungen, Motivations- und Informationsprogramme. So leben wir im Konzern die Innovationskultur.
Strategisches Innovationsmanagement durch NexploreUnsere Innovationstochter Nexplore ist für das strategische Management von Verbesserungen bei HOCHTIEF verantwortlich und betreut darüber hinaus die operative Umsetzung von Ideen und neuen Tools. Die Gesellschaft betreibt Innovations-, Entwicklungs- und Forschungszentren, die sich in der Nähe der wichtigsten Tochtergesellschaften von HOCHTIEF befinden: Die Research-Center arbeiten eng mit Forschungseinrichtungen zusammen, Innovation-Center konzipieren neue Lösungen, Development-Center entwickeln Software. Nexplore betreibt solche Zentren in Deutschland, Spanien, den USA, Australien und Hongkong. Innovative Technologien auf HOCHTIEF-Baustellen: Auf Basis von Blockchain-Technologie werden Lieferprozess und Qualität von geliefertem Beton gesteuert und dokumentiert. Die komplexe Technologie wurde unter anderem beim S-Bahn-Projekt Marienhof erprobt (links). Der Einsatz von Drohnen, mit dem Daten zusammengetragen werden, bewährt sich in der Praxisanwendung, wie hier beim Projekt Rheinbrücke in Duisburg. Nexplore kooperiert nicht nur mit Experten im Konzern, sondern auch mit führenden Technologieunternehmen. Der Schwerpunkt der Entwicklungsarbeit liegt in den Bereichen Blockchain-Technologie, Künstliche Intelligenz, Internet of Things, Natural Language Processing und Data-Management. Darüber hinaus werden komplexe Zukunftsszenarien untersucht und ausgewertet, genutzt wird dafür ein eigenentwickeltes Programm (Life as a Service). Im Berichtsjahr hat Nexplore eine Reihe neuer digitaler Produkte in verschiedenen HOCHTIEF-Gesellschaften eingesetzt und zur Marktreife geführt (Beispiele siehe Kasten am Ende dieses Kapitels). Wir setzen diese Entwicklungen bereits auf rund 40 Baustellen ein. Die Produkte werden Schritt für Schritt konzernweit verfügbar sein und in der Folge auch auf dem Markt angeboten. Ziel von Nexplore ist es, sich als führender Anbieter für Digitallösungen im Markt zu positionieren. Bei der systematischen Entwicklung und Adaption digitaler Produkte und Lösungen arbeitet Nexplore eng mit den operativen Einheiten und ihren Innovationsorganisationen zusammen: Ziel ist es, die praktische Erfahrung der Projektfachleute mit den modernsten Technologien zu kombinieren. So kann im Arbeitsalltag schnell überprüft werden, wie neue Entwicklungen die Effizienz und Qualität weiter steigern können. Nexplore hat zudem Partnerschaften mit herausragenden Universitäten und Forschungseinrichtungen abgeschlossen. Dazu zählen das Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Boston, die Universidad Politécnica de Madrid, Universitäten in Minnesota und Hongkong sowie das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI). Mit der Technischen Universität Darmstadt wurde im Berichtsjahr die 2020 begonnene Partnerschaft fortgeführt: Doktoranden der Universität arbeiten innerhalb des Forschungsprojekts "Artificial Intelligence in Construction" (AICO) an praktischen Fragestellungen aus dem HOCHTIEF-Konzern. Im Rahmen dieses "Dual PhD" - einem bislang weltweit einmaligen Format in der Wissenschaftslandschaft - sind sie in konkrete Produktentwicklungen involviert. Für die Studierenden entsteht so ein strukturierter Promotionsprozess mit wertvoller unmittelbarer Praxiserfahrung. Die Teams entwickeln zum Beispiel Anwendungen in den Bereichen robotische Navigation, Deep-Learning sowie Natural Language Understanding - hier geht es um Texterkennung sowie die Entwicklung eines automatisierten Textverständnisses. Projektorientierte Innovationsarbeit in den GesellschaftenIn den operativen HOCHTIEF-Gesellschaften sind dezentral organisierte Innovationseinheiten angesiedelt. Ihre Arbeit orientiert sich an bestehenden oder neuen Anforderungen in ihren Geschäftsbereichen. Gemeinsam mit Projektteams testete das Innovation Department von der US-Tochtergesellschaft Turner innovative Instrumente wie hochentwickelte Roboter, Exoskelette und KI-gesteuerte Sensorgeräte. Auch das aktive Ideenmanagement ist ein entscheidender Erfolgsbaustein: So werden bei Turner Innovationsvorschläge der Mitarbeitenden in einem klar definierten und zentral gesteuerten Prozess zusammengetragen und evaluiert. Das Turner-Programm "Innovation Challenge" unterstützt diesen Prozess und hilft bei der Entwicklung zielgerichteter Innovationen. Es ruft die Mitarbeitenden auf, Ideen für wichtige Bereiche zur Identifikation von Geschäftschancen vorzustellen. Anschließend arbeiten ausgewählte Teilnehmer mit Mitgliedern des Innovation Department von Turner und mit Vordenkern des Unternehmens an der Entwicklung und Umsetzung neuer Lösungen. 2021 konnten mit Hilfe des Programms vor allem Ideen in den drei Fokusfeldern Automatisierung, Big Data und Vernetzung aufgenommen werden. Darüber hinaus stärkte Turner seine Innovationskultur durch unternehmensweite Veranstaltungen wie den jährlichen Turner Innovation Summit. Das Innovationsteam unserer US-Gesellschaft Flatiron hat 2021 mehrere Innovationsinitiativen auf den Weg gebracht. Das Unternehmen möchte in der gesamten Belegschaft innovationsorientiertes Denken etablieren und neue Technologien zur Steigerung von Effizienz und Rentabilität nutzen. So hat Flatiron beispielsweise ein Drohnenprogramm eingeführt, bei dem eigene Drohnen in verschiedenen Projekten eingesetzt werden. Außerdem hat unsere Tochtergesellschaft einen Innovationspreis für Personen und Projekte ins Leben gerufen, die im Unternehmen Wesentliches bewirken. Im Intranet wurde eine "Innovation Site" eingerichtet, auf der alle Informationen und Initiativen zu Innovationen gesammelt werden. Darüber hinaus informiert Flatiron die Beschäftigten in Webinaren über neueste Technologien und Innovationen, die bereits in verschiedenen Projekten zum Einsatz kommen - etwa im Bereich der Maschinensteuerung. Weitere Beispiele sind das Drohnenprogramm sowie neue Technologien im Bereich Virtual Design Construction. In der CIMIC-Gruppe arbeitet die auf Engineering und technische Dienstleistungen spezialisierte Gesellschaft EIC Activities mit den operativen CIMIC-Einheiten zusammen, um wettbewerbsfähige Lösungen zu realisieren. Bereits in der Angebotsphase von Projekten sind Spezialisten von EIC Activities involviert, um Innovationspotenziale zu definieren, Risiken zu begrenzen und Mehrwert zu schaffen. Die EIC-Spezialisten gewähren Zugang zu technischen Ressourcen und zu Spitzentechnologien, machen ihr technisches Know-how und Best Practices laufend unternehmensweit verfügbar und steuern das Wissensnetzwerk von CIMIC. Bestehende digitale Lösungen von CIMIC werden gemeinsam mit Nexplore weiterentwickelt. In der Datenbank "Interactive Project Knowledge Library", die als gemeinsame Plattform zur Verfügung steht, wird Wissen aus Projekten bei CIMIC intern dokumentiert und geteilt. So können die Angebots- und Projektteams des Unternehmens Erfolgsmuster wiederholen, schnell dazulernen und immer neue Innovationen auf den Weg bringen. Neben der Verfügbarkeit von Projektdokumenten und -berichten bietet die Plattform auch Möglichkeiten zum Austausch in Communitys. Bei HOCHTIEF Solutions sorgt die Arbeit der Experten in den Einheiten HOCHTIEF Engineering für Planungs-, Engineering- und Beratungsleistungen sowie Projektsteuerung und Bauprozessmanagementleistungen aus einer Hand. Das Spektrum dieser Einheit reicht von der Preconstruction-Unterstützung bis hin zum Gewährleistungsmanagement und schließt dabei den gesamten Planungs- und Bauprozess ein, dabei sind die Teams eng mit der Bauausführung vernetzt. Das Technical Competence Center (TCC) von HOCHTIEF Infrastructure bündelt das Spezial-Know-how in der Planung und Abwicklung von internationalen Großprojekten. Die Experten unterstützen die Niederlassungen von HOCHTIEF Infrastructure von der Präqualifikation über die Angebotserstellung bis zur Projektausführung. Kompetenzzentrum für innovative Lösungen im Hochbau ist das Technische Büro Building: Architekten, Ingenieure und Techniker unterstützen Hochbauprojekte planerisch, steuernd und kalkulatorisch vor allem bei der Objektplanung, Tragwerksplanung und Gebäudetechnik sowie bei Bauphysik, Fassadentechnik, Green Building und Technische Dokumentation. Als interner Ideen-Hub dient der "Ideenraum". Auf der internen Plattform können die Mitarbeitenden ihre Ideen, Anregungen und Best-Practice-Beispiele veröffentlichen. In einem strukturierten Prozess werden diese von Fachleuten innerhalb des Konzerns evaluiert und weiterbearbeitet. Die besten Ideen werden ausgezeichnet und prämiert. Mit Werbekampagnen und Initiativen wurden im Berichtsjahr Schwerpunktthemen, etwa "IT-Verbesserungen", besonders gefördert. Ideen oder Projektvorschläge zum Themenkomplex Digitalisierung werden in der Folge vor allem bei Nexplore weiterbearbeitet und können in die Entwicklung neuer Produkte münden. Die dezentral agierenden Einheiten stimmen sich fachlich innerhalb des Konzerns ab. Nexplore übernimmt insbesondere für Digitalisierungsprojekte mit konzernweiter Bedeutung und Einsatzmöglichkeit die Federführung: Die Gesellschaft fördert die Entwicklung eigener Produkte oder unterstützt bei der Auswahl von Angeboten im externen Markt. Im Berichtsjahr wurde die internationale Arbeit an gemeinsamen Konzernpilotprojekten im Bereich Digitalisierung weiter ausgebaut. Branchenthemen treiben wir auch gemeinsam mit Partnern in der Industrie voran. So beteiligt sich HOCHTIEF als aktives Mitglied im Branchennetzwerk ENCORD (European Network of Construction Companies for Research and Development) am branchenspezifischen Austausch zu Zukunftsthemen. Building Information ModelingBuilding Information Modeling (BIM) mit seinen vielfältigen Einsatzformen und -möglichkeiten blieb auch 2021 von hoher Bedeutung. Bei dieser digitalen Form der Planung und Ausführung sind alle Beteiligten mithilfe eines mehrdimensionalen Computermodells vernetzt. Dazu werden dreidimensionale Planungsunterlagen mit weiteren Daten, etwa Zeit- und Kostenplänen, verknüpft. BIM ermöglicht die Überprüfung des Baufortschritts in Echtzeit und verbessert den Planungsprozess. Wartung und Betrieb von Gebäuden und Infrastrukturprojekten können mithilfe solcher Daten optimiert werden. BIM ist darüber hinaus auch ein wichtiges Tool für die Verringerung von bautypischen Risiken. Bei HOCHTIEF wird die Expertise zu BIM in der Tochtergesellschaft HOCHTIEF ViCon gebündelt. Als Dienstleister und Berater unterstützt die Gesellschaft interne und externe Kunden beim Einsatz von BIM. Bei großen Bauprojekten der Konzerngesellschaften ist BIM regelmäßig im Einsatz - bis heute hat HOCHTIEF konzernweit BIM-Erfahrung in mehreren Tausend Projekten gesammelt. Unser Ziel ist es, BIM flächendeckend zu verwenden. Zur Unterstützung wurde die 2018 gestartete BIM-Schulungskampagne "BIM4HOCHTIEF" der HOCHTIEF-Gesellschaft ViCon auch 2021 fortgesetzt. Konzernweit wurden im Berichtsjahr 2.842 Mitarbeitende (2020: 5.973) zum aktuellen Stand der Technologie fortgebildet. Bei der Ausbildung von BIM-Fachleuten kooperiert HOCHTIEF ViCon zudem in entsprechenden Programmen mit der Ruhr-Universität Bochum und der Technischen Universität München. HOCHTIEF ViCon beteiligt sich aktiv am "Stufenplan Digitales Planen und Bauen" des deutschen Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur und begleitet unter anderem eine Reihe von Pilotprojekten. Von der deutschen Bundesregierung erhielt die Gesellschaft 2021 den Auftrag, die BIM-Implementierungsstrategie für die künftigen Hochbauprojekte des Bundes zu entwickeln. Innovation als Treiber für NachhaltigkeitHOCHTIEF setzt auch im Management von Nachhaltigkeit auf digitale Lösungen. Von Nexplore entwickelte Programme senken den Energieverbrauch, identifizieren Energieeinsparpotenziale, vereinfachen Abläufe und senken Kosten. Mit digitalen Daten und Modellen leisten wir einen direkten Beitrag zum Umweltschutz. Wir nutzen etwa Künstliche Intelligenz im Instandhaltungsmanagement von Autobahnen, verkürzen Transportwege dank vorausberechneter Logistik und entdecken systematisch Fehler in virtuellen Planungsmodellen. Roboter und Sensoren überwachen darüber hinaus den Bauablauf und kontrollieren die Qualität. Nicht zuletzt führt die Erhebung und Auswertung von Daten auch langfristig zum effizienten Betrieb von Bauwerken und zu einer ganzheitlichen Planung späterer baulicher Maßnahmen. Für 2022 ist geplant, den Stromverbrauch auf allen Baustellen in Deutschland digital zu erfassen. Dieses "Energy Metering" wurde im Rahmen von Pilotprojekten erprobt und soll nun ausgerollt werden, um das Echtzeit-Monitoring des Stromverbrauchs zu ermöglichen - daraus lassen sich Steuerungsmaßnahmen zur Energiereduktion ableiten. Digitale Tools ermöglichen insgesamt nicht nur deutlich mehr Sicherheit und Ressourceneffizienz, sondern sind auch ein direkter Beitrag in die Zukunftsfähigkeit des Konzerns. HOCHTIEF erschließt durch die Verknüpfung seiner neu entwickelten Produkte gänzlich neue Geschäftsmodelle für das Bauen. Fakten und Kennzahlen(1) Investitionsvolumen Innovationsprojekte (in Mio. Euro)
Die in der Grafik genannten Zahlen beziehen sich auf Innovationsprojekte des Konzern-Innovationsmanagements auf Holdingebene. (2) Anzahl der Mitarbeitenden, die 2021 an BIM-Schulungen oder ähnlichen Maßnahmen teilgenommen haben
1 Bei CIMIC fanden im Berichtsjahr insgesamt 53
BIM- und/oder GIS-Schulungen statt. Aufgrund eines
Systemwechsels liegen für 2021 keine Teilnehmerzahlen
vor.
Projektbeispiele aus dem KonzernAktuelle Nexplore-Produkte (Beispiele):Nexplore ProductivityDieses digitale Tool erfasst den Gesamtstatus eines Bauprojekts auf einen Blick auf einer zentralen Cloudplattform, auf der die Nutzer des Tools sämtliche Projektdaten erfassen, prüfen, vergleichen und visualisieren können. So ermöglicht das Tool einen guten Überblick über den Gesamtstatus eines Vorhabens und hilft dabei, Planungsprobleme zu identifizieren und nachzuverfolgen sowie Punktwolken bei Infrastrukturprojektenprojekten darzustellen, zu bearbeiten und zu analysieren. Mit diesem Tool wird das Produktivitäts-Management komplexer Vorhaben einfacher, da die Beteiligten den Gesamtstatus klar im Blick haben und den tatsächlichen Projektfortschritt bzw. die aufgelaufenen Kosten mit dem Zeitplan und dem Budget abgleichen können. Nexplore ConcreteMit diesem Verfahren werden die Beteiligten in allen Phasen des Beton-Lebenszyklus verknüpft. Es dient zur Optimierung der Betonarbeiten und soll somit auch die CO 2 -Bilanz bisheriger Verfahren verbessern, die wegen Fehlern und des Mangels an Echtzeitdaten und verlässlichen Informationen oft ungünstig ausfällt. Dafür werden auf einer zentralen Plattform alle Projektbeteiligten, die in die Bestellung und Anlieferung von Beton involviert sind, miteinander vernetzt. Dank der Integration von Softwarelösungen anderer Drittanbieter ermöglicht die Plattform Kommunikation in Echtzeit sowie den Austausch und die Speicherung von Daten an zentraler Stelle. Zudem schaltet sie Fehlerquellen aus und sorgt durch die Reduzierung manueller Eingriffe für mehr Effizienz. Nexplore Drone ServicesDieses digitale Produkt bietet Baustellen eine kontinuierliche, präzise Fortschrittskontrolle durch das Monitoring via Drohne. Deutlich effizienter und genauer als das herkömmliche Verfahren, vereinfacht der Prozess durch die verlässliche Datenverfügbarkeit die Dokumentation. Der Einsatz - insbesondere in schwierigem Gelände - erhöht zudem deutlich die Arbeitssicherheit. Weitere Vorteile: Datenlücken in entlegenen oder schwer zugänglichen Gebieten werden geschlossen, Entscheidungen können fundiert getroffen und ungeplante Kosten durch unvorhergesehene Massenbewegungen vermieden werden. Nexplore Quality ControlDas digitale, modulare System ermöglicht eine stetig wachsende Reihe von Funktionen, darunter Inspektionsmanagement, Qualitätswarnungen, die Möglichkeit zum Hochladen und Teilen von Bildern, Aufgaben- und Mängelmanagement, digitale Formulare oder ein Baustellentagebuch. Damit bietet es für unterschiedliche Projektbeteiligte wie Baufirmen, Nachunternehmer, Berater und Auftraggeber eine kostengünstige und flexible Lösung. Nexplore Quality Control ersetzt fehleranfällige Prozesse, etwa die Datenerfassung, -weitergabe und -archivierung über Formulare. Nexplore Safety CameraDie flexible, skalierbare Überwachungslösung - Nexplore Safety Camera - kann mithilfe von KI-Technologie Personen auf Baustellen entdecken und warnen. Sie wurde speziell für die Baubranche entwickelt, um Sicherheitsrisiken an beweglichen Anlagenteilen zu verringern und die Notwendigkeit menschlicher Aufsicht zu reduzieren. Ein akustischer und optischer Abstandswarnmelder sorgt dafür, dass Kollisionen auf dem Baustellengelände vermieden werden. Bis zu acht HD-Kameras mit 180°-Weitwinkel stellen jeweils eine optimale Abdeckung ohne toten Winkel sicher. Die Kameras lassen sich bei unterschiedlichsten Licht- und Wetterverhältnissen einsetzen und unterstützen eine Vielzahl von Fahrzeugtypen. Nexplore Energy MeteringMithilfe dieser Lösung lässt sich der Energieverbrauch an jeder Verbrauchsstelle separat messen und detailliert erfassen. Hohe Verbräuche werden so in Echtzeit aufgezeigt. Die Energiezähler sind mit einer Cloudplattform verknüpft, auf der die Daten gespeichert, ausgewertet und mittels Dashboard visualisiert werden. Echtzeitdaten zu wichtigen Parametern erleichtern zielgenaue Entscheidungen und sorgen für effizientere Workflows. Das System bietet seinen Nutzern eine ganze Reihe von Vorteilen, indem es unerwartete Verbräuche aufzeigt, Energie und Kosten spart, Stromausfällen durch die frühzeitige Entdeckung von Anomalien vorbeugt und das Team von Berichtsaufgaben entlastet. Nexplore Contract AnalyzerDie digitale Plattform minimiert Risiken in Vertrags- und Angebotsunterlagen durch eine Analyse und das Extrahieren relevanter Passagen. Durch das automatisierte Natural Language Processing (NLP) werden Schlüsselthemen, Risiken, kritische Themen sowie Chancen identifiziert und markiert. Die Nutzer können über die gesamte Database nach bestimmten Formulierungen suchen. Der Einsatz des Tools minimiert den Aufwand der manuellen Suche und verringert das Risiko fehlender Klauseln. Zudem müssen nicht dieselben Arbeiten für jeden Vertragsentwurf ausgeführt werden. Nexplore Subcontractor Management ToolDas Nexplore Subcontractor Management Tool sorgt für eine Verbesserung des Controllings in der Lieferkette: Ein zentrales Tool erfasst, speichert und verarbeitet den aktuellen Status aller Projekte und der zugehörigen Kontraktoren, Nachunternehmer, Lieferanten und Berater in Echtzeit. In dem digitalen Prozess werden Datenanalysen ausgewertet und eine genauere Prognose für Zahlungen ermittelt. Auf einen Blick lassen sich somit alle Termine, Abweichungen und Prognosen zur Fertigstellung visualisieren. Damit entfallen zeitintensive manuelle Prüfungen aller einzelnen Leistungen. Nexplore DeliveriesDieses Tool verbindet alle Beteiligten, die in die Logistik eines Projekts eingebunden sind, zur Terminplanung und zum Management von Lieferungen im vorgegebenen Zeitplan. Nachunternehmer können ihre Lieferzeiten fest buchen. Die Plattform erlaubt eine detaillierte Übersicht aller erwarteten Lieferungen und Materialien sowie der Anzahl der Fahrzeuge und informiert alle Beteiligten über den Status der Lieferung. So wird die Baustelle effizient und sicher beliefert, zudem lassen sich Materialien von Anfang an tracken. Nexplore Health Check Supply ChainDiese Datenbank bietet die Möglichkeit einer kontinuierlichen Analyse der Lieferkette und das Auffinden möglicher Verzögerungen. Der "Gesundheitscheck" erfasst nicht-vertrauliche Informationen und gibt diese an die Nutzer weiter. Durch eine Verknüpfung mit Analysediensten entsteht ein verbessertes Reporting mit aktuellen Dashboards, um solche Störungen in der Lieferkette abzubilden. Möglich ist die getrennte Darstellung von Herstellern, Lieferanten und Produktlinien. Das Tool ersetzt komplexe interne Systeme für Steuerungsprozesse, verhindert die verspätete Benachrichtigung zu verzögerten Lieferungen und sorgt für hohe Transparenz bei Unterbrechungen in der Lieferkette. Projektbeispiele:BIM-Anwendung bei InfrastrukturprojektenBeim Infrastrukturprojekt Rozelle Interchange in Sydney, dem letzten Teilstück des Megaprojekts WestConnex, nutzt CPB Contractors den neuesten Stand der BIM-Technologie zur Vereinfachung von Bauprozessen und im Bereich Arbeitssicherheit. Bei dem Projekt galt es sicherzustellen, dass die Detailplanung für die komplexen Höhlenabschnitte des Tunnels fertiggestellt war, bevor die Arbeiten begannen. Dazu wurde ein 4-D-BIM-Modell über alle Projektphasen hinweg eingesetzt. Die Technologie ermöglichte die Identifizierung von Risiken und ermöglichte die Visualisierung alternativer Baumethoden für das gesamte Team. Beim Bau der Schwelmetalbrücke an der A1 wurde BIM vom Kunden DEGES bereits in der Entwurfsplanung eingesetzt. Im Rahmen eines Pilotprojekts nutzt HOCHTIEF ein umfassendes BIM-Modell, um das Projekt digital zu steuern. Intelligente StraßenraumerfassungDie HOCHTIEF-Tochter EDGITAL bietet mit dem Angebot der intelligenten Straßenraumerfassung zukunftsorientierte Lösungen für Planung, Bau, Betrieb und Erhalt von Straßenbauwerken zur Unterstützung von Kommunen: Eine zum Beispiel in Müllfahrzeugen eingesetzte Box ermöglicht die Erfassung des Straßenzustands in einem bestimmten Gebiet. Von HOCHTIEF-Ingenieuren entwickelte KI-Modelle werten diese Daten aus - daraus lassen sich etwa Dashboards, verknüpft mit Handlungsempfehlungen, generieren. Auch die Priorisierung von Erhaltungsmaßnahmen erfolgt datengestützt. Nicht nur der Straßenzustand, sondern auch der Einsatz etwa des Schilderinventars lässt sich automatisch erkennen und monitoren. IT-gestütztes LebensdauermanagementHOCHTIEF Engineering hat eine IT-Lösung entwickelt, um das Monitoring und die Dokumentation des Zustands von Bestandsgebäuden zu unterstützen. Diese Lösung, die sich aus spezieller Hardware und der eigens entwickelten Software AMpro zusammensetzt, ist bereits bei zahlreichen Projekten erfolgreich eingesetzt worden. Bei Begehungen durch fachkundige HOCHTIEF-Mitarbeitende werden dabei zum Beispiel Betonbauteile, Anlagen der Technischen Gebäudeausrüstung oder Bereiche der Fassade in Augenschein genommen. Die Aufnahme der Situation erfolgt IT-gestützt, die Daten werden in einer Datenbank gespeichert. Vorhandene Bestandsunterlagen können als Grundlage für die Begehung im System hinterlegt werden, Fotos der vorgefundenen Situation auf den Bestandsunterlagen verortet und verlinkt werden. Die Ausgabe der Daten erfolgt nach Begehung und Interpretation der Ergebnisse üblicherweise in Berichtsform. Jedoch kann auch die Datenbank direkt genutzt werden, um nach bestimmten Schadensarten zu filtern, Daten zu ergänzen oder direkt weiterzubearbeiten. Die erzeugte Datenlage dient zur weiteren Projektbearbeitung, beispielsweise einer Sanierungsplanung inklusive Ausschreibung sowie der Instandsetzung der vorgefundenen Mängel. Die Inhalte dieses Abschnitts sind weder Bestandteil der gesetzlichen Jahres- und Konzernabschlussprüfung noch der gesonderten betriebswirtschaftlichen Prüfung mit begrenzter Sicherheit durch die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Cross River RailBrisbane, AustraliaMit dem Projekt Cross River Rail in Queensland, Australien, an dem mehrere CIMIC-Einheiten beteiligt sind, entsteht ein modernes öffentliches Verkehrssystem für die gesamte Region - ein Beitrag für die zukunftsfähige Infrastruktur in der Region. Mitarbeiterinnen und MitarbeiterHOCHTIEF als Arbeitgeber 1PersonalstrategieDie HOCHTIEF-Personalstrategie, die sich eng an der Konzernstrategie orientiert, baut auf unseren Unternehmensgrundsätzen auf - Integrität, Verlässlichkeit, Innovation, Ergebnisorientierung und Nachhaltigkeit - und berücksichtigt dabei das Grundprinzip "Sicherheit". Unser wertvollstes und wichtigstes Potenzial für den Erfolg bilden unsere Mitarbeitenden. Ihr Wissen und ihre Fähigkeiten, ihr Engagement und ihr Talent ermöglichen den Erfolg unseres Konzerns. Nur kompetente Teams können die komplexen Leistungen rund ums Bauen erbringen. Aus diesem Grund sind die wichtigsten Ziele, geeignetes Personal für HOCHTIEF zu rekrutieren und Mitarbeitende zu binden, gezielt zu entwickeln und zu fördern. Um diese Ziele zu erreichen, werden wir uns weiterhin als attraktiver Arbeitgeber positionieren und individuelle Entwicklungsmöglichkeiten sowie Karriereoptionen bieten. Konzernweit bieten wir ein sicheres, inspirierendes Arbeitsumfeld sowie eine leistungsgerechte Vergütung und vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten. So können wir unter anderem einem Fachkräftemangel, beispielsweise aufgrund des demografischen Wandels, entgegentreten. Im Berichtsjahr haben wir zudem unsere wesentlichen Personalthemen sowie unser soziales Engagement im Nachhaltigkeitsplan verankert. So haben wir zu den relevanten Themen Gesundheit und Sicherheit, Diversität und Talent - also Vielfalt am Arbeitsplatz und Weiterbildung, Talentmanagement und Rekrutierung - sowie Arbeitsumfeld und soziale Aktivitäten konzernweit Ziele und Maßnahmen vereinbart. Darüber hinaus spielte die Formulierung des Nachhaltigkeitsplans 2025, mit dessen Hilfe wir unsere führende Rolle bei ökologischen, sozialen und Governance-Themen ausbauen wollen, eine wichtige Rolle. Übergeordnete Themen im Zusammenhang mit der Personalarbeit werden zentral in der Konzernabteilung Personal identifiziert und entwickelt sowie in der Folge gemeinsam mit den Gesellschaften individuell angepasst und unmittelbar umgesetzt. Dafür ist ein kontinuierlicher interner und externer fachlicher Austausch über Bedarfe und Entwicklungen etabliert. Operative Personalthemen verantworten die jeweiligen Einheiten auf dezentraler Ebene. Unsere Personalarbeit wurde auch im Jahr 2021 durch die Covid-19-Pandemie beeinflusst. Der Schutz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hatte weiterhin einen sehr hohen Stellenwert. Alle Gesundheitsschutzmaßnahmen wurden eng mit dem Vorstand abgestimmt, stets an die jeweiligen Gegebenheiten angepasst und unmittelbar umgesetzt. Aufgrund unserer konsequenten Infektionsschutzmaßnahmen auf den Baustellen konnte der weitaus größte Teil der Projekte weitergeführt werden. Ein weiterer Baustein des Gesundheitsschutzes war die Arbeit eines Teils unserer Mitarbeitenden im Homeoffice. Dabei konnten wir auf die reibungslosen Arbeitsprozesse und guten technischen Voraussetzungen zurückgreifen, die sich bereits im Vorjahr bewährt hatten. Dies hat auch die Mitarbeiterbefragung Dialog@HOCHTIEF, die Ende 2020 bei HOCHTIEF in Europa stattfand, bestätigt. Dort erzielten wir ein positives Feedback in Bezug auf die Schutzmaßnahmen gegen die Ausbreitung der Covid-19-Pandemie. Die kontinuierliche Veränderung der Arbeitswelt unterstützen wir durch geeignete Maßnahmen wie den weiteren Ausbau digitalisierter Arbeitsweisen. Mitarbeitendenzahlen33.835 Menschen waren im Berichtsjahr im HOCHTIEF-Konzern beschäftigt. Im Vergleich zum Vorjahr zeigt sich ein Rückgang um 2,7 Prozent. Die dargestellten Personalzahlen der Vorjahre sind bereinigt um die seit Ende 2020 nur noch in einer 50-Prozent-Beteiligung at-Equity geführte Gesellschaft Thiess. 11.044 Personen wurden 2021 konzernweit neu eingestellt, 12.930 Personen verließen das Unternehmen. Innerhalb Deutschlands lag der Turnover bei 13,3 Prozent (2020: 9,4 Prozent 1 ), ohne Berücksichtigung von Sondereffekten (Transformation einer Tochtergesellschaft) lag er bei 9,8 Prozent. Unsere Zielgröße liegt bei acht bis zwölf Prozent. In unserem internationalen Geschäftsumfeld werden viele Personen projektbezogen eingestellt, sodass größere Schwankungen keine Seltenheit sind, folglich weisen wir keine konzernweite Fluktuationsgröße aus. Zum Stichtag 31. Dezember 2021 arbeiteten 91,38 Prozent der HOCHTIEF-Beschäftigten in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für HOCHTIEF gewinnenDie Talente für morgen werden heute ausgebildet. Die HOCHTIEF-Gesellschaften pflegen enge Verbindungen zu Schulen und Hochschulen, um frühzeitig junge Menschen für eine Tätigkeit in unserem Konzern zu begeistern. Zu talentierten, interessierten Studierenden halten wir intensiven Kontakt über unsere Praktikantenbindungsprogramme oder über längerfristige Werkstudententätigkeiten - ein wichtiger Baustein, wenn es darum geht, junge Talente zu fördern und für HOCHTIEF zu begeistern. Insgesamt verzeichnen wir einen hohen Zulauf an Bewerbungen, der sich auch auf unsere Aktivitäten in den sozialen Medien zurückführen lässt: Auf Kanälen wie XING, LinkedIn, Twitter, Facebook und Instagram sowie durch Ausschreibungen auf Jobportalen - in Deutschland etwa Indeed, Jobware oder Stepstone - positionieren sich die HOCHTIEF-Gesellschaften als Arbeitgeber. 2021 erreichten uns allein in Deutschland rund 12.500 Bewerbungen. Der Schwerpunkt bei der Stellenbesetzung lag wieder im Tätigkeitsfeld "Bauingenieure mit Berufserfahrung". Die Rekrutierungsprozesse waren im Berichtsjahr pandemiebedingt erneut wesentlich durch digitale Formate geprägt. In Deutschland haben wir im Berichtsjahr 52 Nachwuchskräfte eingestellt (2020: 48), bei Turner in den USA waren es 347 (2020: 334). Neue Beschäftigte nehmen in der Regel an einem der speziellen Onboarding-Programme unserer Gesellschaften teil, die bei der Orientierung und Einarbeitung unterstützen. Solche Onboarding-Programme fanden im Berichtsjahr virtuell statt, etwa bei Turner und auch in Deutschland. Für Schulabsolventinnen und -absolventen bietet HOCHTIEF in Deutschland nicht nur den Weg einer Ausbildung, sondern auch ein Studium in Kombination mit einer Ausbildung. 2021 waren in Deutschland 95 Auszubildende bei HOCHTIEF beschäftigt (2020: 98); zum Stichtag 31. Dezember 2021 lag die Ausbildungsquote bei 3,1 Prozent. Ausbildungsberufe bei HOCHTIEFKaufmännischIndustriekauffrau/-mann Bachelor of Arts (Industriekauffrau/-mann) TechnischBauzeichner/-in Bachelor of Engineering (w/m/d) Vermessungstechniker/-in GewerblichBaugeräteführer/-in Beton- und Stahlbetonbauer/-in Elektroniker/-in Betriebstechnik Mechatroniker/-in Zimmerer/Zimmerin Entwicklungsangebot als ZukunftsbausteinAttraktive Weiterbildungs- und Karriereoptionen sind sowohl für diejenigen, die bereits im Konzern tätig sind, als auch für diejenigen, die sich bewerben möchten, von zentraler Bedeutung. Die kontinuierliche Entwicklung der Mitarbeitenden bildet ein wesentliches Element für die Fach- und Führungskompetenz bei der Bearbeitung der anspruchsvollen Tätigkeiten und Aufgaben und damit für die Zukunftsfähigkeit des Konzerns. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhalten einmal im Jahr die Möglichkeit, im strukturierten Jahresgespräch über individuelle Weiterentwicklungsmöglichkeiten und -maßnahmen zu sprechen. HOCHTIEF bietet ein vielfältiges Schulungskonzept, das regelmäßig an aktuelle Bedarfe angepasst wird. Beispiele sind etwa Schulungen im Zusammenhang mit der Digitalisierung oder Gesundheitstrainings bei HOCHTIEF Infrastructure, um Unfälle zu vermeiden, sowie ein neu entwickeltes betriebswirtschaftliches Planspiel in digitalem Format. Im Berichtsjahr startete HOCHTIEF für Mitarbeitende in Deutschland sowie für europäische Mitarbeitende mit dem "Future Lab"-Programm ein neues Format der Mitarbeiterentwicklung und -bindung. Das Programm ist für Potenzialträger auf der Ebene des mittleren Managements ausgerichtet und soll diese bei ihrer weiteren beruflichen und persönlichen Entwicklung unterstützen. Damit ergänzt das Future-Lab-Programm die bereits bestehenden Programme für Nachwuchskräfte des Ingenieurwesens, die Expertenlaufbahn, die Bauleitungs- und Projektleitungstrainings sowie das konzernweite Executive-Development-Programm.Die vielfältigen Weiterbildungsaktivitäten werden bei HOCHTIEF über eigene Institutionen in den operativen Einheiten angeboten, beispielsweise über die HOCHTIEF-Akademie in der Division HOCHTIEF Europe oder über die Turner University in der Division HOCHTIEF Americas. Im Berichtsjahr wurde der überwiegende Teil der Veranstaltungen erfolgreich digital umgesetzt. Zudem wurden innovative Formate eingesetzt: So hat etwa Turner ein All-Access-Technical-Training eingeführt, bei dem die besten Ausbilder des Unternehmens technische Themen virtuell im gesamten Unternehmen unterrichten; bei HOCHTIEF PPP Solutions gab es "Lunch & Learn"-Angebote. In Deutschland hat sich die im ersten Quartal 2021 erfolgte Einführung eines neuen Learning-Management-Systems bewährt, in das neben der Seminarorganisation von Präsenz- und Online-Trainings zusätzliche virtuelle Webtrainings integriert werden können. Für 2022 ist der Roll-out dieses Systems in der gesamten Division HOCHTIEF Europe geplant. Die Möglichkeiten von Online- und Hybridseminaren (Online-Trainings kombiniert mit Präsenzveranstaltungen) werden wir weiter ausbauen, da wir damit sowohl eine positive Resonanz als auch gute Lernerfolge erzielen konnten. So wurden im Berichtsjahr beispielsweise in Deutschland 84,4 Prozent der Seminare als Online-Schulungen erteilt, 2020 waren es knapp 71 Prozent. Im Jahr 2021 lag die Anzahl der Weiterbildungsstunden 1 trotz der besonderen Rahmenbedingungen konzernweit bei 14,2 Stunden pro Person (2020 auf vergleichbarer Basis 2 : 10,0 Stunden).
1 Die Angabe beinhaltet 97,3 Prozent (2020: 98,0
Prozent) der durchschnittlichen Gesamtbelegschaft des
Konzerns.
Unser Ziel:Unser erklärtes Ziel ist es, dass bis 2023 alle im Konzern Beschäftigten mindestens 20 Trainingsstunden pro Jahr absolvieren. Inhaltlich spielen dabei aktuelle Themen wie Digitalisierung, Building Information Modeling (BIM) sowie Nachhaltigkeit eine große Rolle. So wollen wir den Mitarbeitenden mehr Trainings etwa zu Klimawandel und Umweltmanagement, aber auch zu Diversität, Gleichstellung und Anti-Diskriminierung anbieten, um unsere Ziele im Bereich Nachhaltigkeit zu erreichen. Positives Arbeitsumfeld gestaltenDie Zufriedenheit unserer Mitarbeitenden wird maßgeblich durch die Rahmenbedingungen für ihre tägliche Arbeit geprägt. Dies erfordert neben generellen Anpassungen an die geänderte Arbeitswelt auch individuelle Maßnahmen bezüglich der konkreten Arbeitsplätze auf den Baustellen und in den Büros - zum Beispiel hinsichtlich der Räumlichkeiten oder Anpassungen an persönliche Bedürfnisse des Mitarbeitenden. Geeignete Maßnahmen zur Gestaltung eines positiven Arbeitsumfelds werden daher fortlaufend geprüft und flexibel angepasst. Dabei werden stets die kulturellen Gegebenheiten und gesetzlichen Bestimmungen im direkten Kontext berücksichtigt. Darüber hinaus beinhalten verschiedene Richtlinien und Betriebsvereinbarungen Regelungen, die das Arbeitsumfeld zugunsten der Mitarbeitenden strukturieren. Unser Ziel:Die HOCHTIEF-Gesellschaften werden künftig spezifische Fluktuationsraten als Zielgrößen festlegen und prüfen. Es obliegt dem Management jeder HOCHTIEF-Gesellschaft, anhand definierter Fluktuationsraten den Erfolg der implementierten Maßnahmen zu prüfen und gegebenenfalls anzupassen. Relevante Themen, die das Arbeitsumfeld betreffen, können durch die Mitarbeitenden unmittelbar bei ihren Vorgesetzten, den Betriebsräten oder über die internationalen Compliance-Hotlines adressiert werden. Vielfalt als VorteilBei HOCHTIEF pflegen wir eine Kultur, die auf Offenheit und Respekt füreinander ausgerichtet ist - unabhängig von der ethnischen Herkunft, der Nationalität, dem Geschlecht, der Religion oder Weltanschauung, der Behinderung, dem Alter oder der sexuellen Identität der Mitarbeitenden. Die Berücksichtigung von Diversität ist ein integraler Bestandteil der Personalprozesse bei HOCHTIEF, denn die Vielfalt unserer Teams beeinflusst auch ihre Motivation und ihr Leistungsvermögen. Die Vielzahl von Stellen und die Ausgestaltung der verschiedenen Arbeitsplätze bei HOCHTIEF ermöglichen viele individuelle Einsatzmöglichkeiten. In Einstellungsverfahren achten wir darauf, dass wir keine unbewussten Denkmuster gegenüber denjenigen entwickeln, die sich bei uns bewerben. Hierzu gibt es spezielle Schulungsangebote im Konzern. Solche Angebote sind auch für HOCHTIEF Europe 2022 geplant. Traditionell sind die meisten Stellen in der Bauindustrie mit Männern besetzt - doch der Anteil von Frauen steigt insgesamt. Unser Anliegen ist es, den Anteil an Frauen, die in technischen Berufen beschäftigt sind, zu erhöhen, indem wir zukünftig anstreben, mehr junge Expertinnen einzustellen. Unsere Ziele:So planen wir, den Anteil der weiblichen technischen Nachwuchskräfte unter den neu eingestellten Mitarbeitenden bis 2025 auf mindestens 35 Prozent zu erhöhen - natürlich in Abhängigkeit von den Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt. Zudem soll der Anteil weiblicher Führungskräfte deutlich erhöht werden: Wir wollen den Anteil der Frauen in Senior-Management-Positionen bis 2025 um 50 Prozent steigern. Um das Thema Vielfalt noch weiter zu festigen, beteiligten sich unsere US-Gesellschaften Turner - als Gründungsmitglied -sowie Flatiron im Oktober 2021 an der ersten "Construction Inclusion Week": In Teams wurde darüber diskutiert, wie ein positives Umfeld auf den Baustellen gefördert werden kann und Maßnahmen zur Förderung von Vielfalt, Gleichberechtigung und Integration bestärkt werden können. Thematisiert wurden unter anderem die Bedeutung des Engagements der Führungskräfte bei diesem Thema, der Umgang mit unbewussten Denkmustern, die Vielfalt von Zulieferern, die Kultur auf der Baustelle und der Einsatz für die Gemeinschaft. "A welcoming place for everyone" lautet das Motto bei Turner: Alle sind willkommen. Bei Flatiron soll eine 2021 gestartete Aktionsreihe die Sensibilität für Diversität, Gleichheit und Inklusion noch weiter erhöhen. Dazu dienten Gastvorträge, Podiumsdiskussionen und weiterführende Informationen. Bei CIMIC in der Division HOCHTIEF Asia Pacific lag der Fokus einmal mehr auf Projekten, die Frauen in technischen Berufen fördern, sowie der Integration indigener Menschen. Auch die Vielfalt im Zusammenspiel unterschiedlicher Altersgruppen wird berücksichtigt. Wir setzen uns aktiv für die Vernetzung erfahrener und jüngerer Kollegen und Kolleginnen auf allen Ebenen ein, um Fach- und Spezialwissen in beide Richtungen weiterzugeben. Unser Ziel:Bis 2025 wollen wir die Zusammenarbeit in generationenübergreifenden Teams noch weiter fördern. Zudem stellen wir gezielt Nachwuchskräfte ein, da insbesondere in der Division HOCHTIEF Europe mittelfristig viele Fachkräfte das Pensionsalter erreichen. Unser Ziel:Wir wollen spezielle Trainingsprogramme für Nachwuchskräfte zur Karriereentwicklung im Konzern fördern. In Deutschland lautet unser Ziel, pro Jahr 50 Nachwuchskräfte für das speziell für junge Ingenieure entwickelte "Young Engineers' Program" einzustellen; im Berichtsjahr waren es 47 (2020: 42). Inklusion sehen wir bei HOCHTIEF als gesellschaftliche Verpflichtung. Die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung lässt sich in der Baubranche in der Regel überwiegend bei Tätigkeiten in administrativen Bereichen umsetzen. Die Schwerbehindertenquote bei HOCHTIEF in Deutschland liegt bei 3,3 Prozent (Stichtag: 31. Dezember 2021). Um möglichen neuen Mitarbeitenden bestmögliche Perspektiven aufzuzeigen, begleitet in Deutschland grundsätzlich der jeweils zuständige Schwerbehindertenvertreter die Vorstellungsgespräche mit schwerbehinderten Bewerberinnen und Bewerbern. Mitbestimmung bei HOCHTIEFHOCHTIEF setzt auf eine aktive Mitbestimmung und auf eine Kultur der Fairness und des Dialogs. In Deutschland werden insgesamt 96,5 Prozent der Mitarbeitenden durch Betriebsräte vertreten. In der Division HOCHTIEF Americas sind es 17,5 Prozent und in der Division HOCHTIEF Asia Pacific sind es 46,9 Prozent, die durch Gewerkschaften vertreten werden. Um ein Meinungsbild innerhalb der Belegschaft zu erhalten und ein unabhängiges Bild ihrer Zufriedenheit und ihres Engagements zu gewinnen, lädt HOCHTIEF die Mitarbeitenden regelmäßig zur Teilnahme an Befragungen ein. Die im Berichtsjahr abgeleiteten Ergebnisse und Maßnahmen aus der letzten Befragung im November 2020 innerhalb der Division HOCHTIEF Europe sind in diverse Projekte eingebettet worden. Die nächste Befragung wird hier voraussichtlich Ende 2022 stattfinden. Bei Turner fand Ende 2021 ebenfalls eine Befragung der Mitarbeitenden statt. Darüber hinaus finden in den Einheiten Impulsbefragungen zu aktuellen Themen statt. Leistungsgerechte Vergütung und AltersversorgungEs ist unser Anspruch, den Mitarbeitenden eine leistungsgerechte, wirtschaftliche, wettbewerbsfähige, attraktive und faire Vergütung zu bieten. Unsere Vergütungssysteme sind an den Regularien in den Ländern und Märkten unserer Aktivitäten ausgerichtet und werden durch weitere Leistungen ergänzt, darunter soziale Leistungen und spezielle Angebote wie etwa das Jobfahrrad in Deutschland. Für uns ist die Einhaltung von Mindestlohnbestimmungen selbstverständlich. Darüber hinaus haben wir das Thema Living Wage (angemessene Vergütung zur Deckung der Kosten für die Wohnung, Lebensmittel, Kleidung, Gesundheitsversorgung und Bildung) aufgegriffen. Hier prüfen wir zunächst innerhalb der europäischen Einheiten, ob dort allen Mitarbeitenden eine angemessene Vergütung gezahlt wird. Grundsätzlich basiert die Vergütung auf den Aspekten Tätigkeit, Qualifikation, Erfahrung und Verantwortung. Zusätzlich werden interne Gender-Pay-Gap-Analysen als Controlling-Instrument eingesetzt. Um eine faire und marktkonforme Entlohnung sicherzustellen, überprüfen wir regelmäßig auf Basis interner und externer Benchmarks die festen und variablen Bestandteile unserer Vergütungssysteme. Als verantwortungsbewusster Arbeitgeber berücksichtigen wir auch die Absicherung unserer Mitarbeitenden im Alter. Viele Konzerngesellschaften bieten ihrer Belegschaft - abhängig von den gesetzlichen Rahmenbedingungen in den jeweiligen Ländern - ergänzende Altersversorgungsmodelle an. Dazu zählen unter anderem Versicherungsangebote und die Möglichkeit zur Entgeltumwandlung. 2021 wurde die Richtlinie "Soziales Engagement" verabschiedet, die unter anderem den Anwendungsbereich des Helfmann-Fonds (HOCHTIEF-Fonds) um die Unterstützung lokaler und grenzübergreifender Projekte erweitern wird. Dieser Fonds dient bisher insbesondere dazu, Konzern-Beschäftigten und ihren Angehörigen in Notfällen Hilfe zukommen zu lassen. Verbindung von Berufs- und PrivatlebenEine positive Verbindung von Arbeits- und Privatleben ist wichtig für die Gesundheit, Motivation und Leistungskraft unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter - ein Aspekt, der durch die Covid-19-Pandemie noch einmal an Bedeutung gewonnen hat, da in dieser Zeit die Bereiche noch enger verschmolzen sind als bisher. International wurden Maßnahmen - jeweils lokal angepasst - geplant und umgesetzt, um eine sichere Arbeitsumgebung für alle Mitarbeitenden und Projektbeteiligten zu schaffen. Diese Maßnahmen wirkten sich auch auf das Privatleben aus, etwa die Verlagerung der Arbeitszeit ins Home-office. Bei den weltweit agierenden HOCHTIEF-Gesellschaften finden verschiedene Arbeitszeitregelungen Anwendung. Diese sind an den jeweiligen Erfordernissen des Geschäftsfelds, der Gesellschaft und der Tätigkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie deren Bedürfnissen - unter der Einhaltung der tariflichen und gesetzlichen Bestimmungen vor Ort - ausgerichtet. Konzernweit bieten wir diverse Programme und Maßnahmen an, etwa Teilzeitmodelle und Telearbeit, flexible Arbeitszeiten und mobiles Arbeiten. In vielen Gesellschaften gibt es zudem individuelle Elternzeitmodelle. Im gesamten Konzern bieten wir zur Unterstützung der Gesundheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Vorsorgemaßnahmen an. Dazu zählen Impfangebote gegen Covid-19 sowie gegen Grippe, diverse Check-up-Untersuchungen, Gesundheitsscreenings, Sportprogramme und vielfältige Seminare - auch im Online-Format - zu Themen in den Bereichen Arbeitssicherheit, Gesundheit oder mentale Fitness. Projektbeispiele aus dem KonzernErfolgreiches Recruiting durch PartnerschaftenTurner pflegt Partnerschaften zu mehr als 80 Kern-Bildungseinrichtungen, da das College-Recruiting einen der besten Einstellungswege für hervorragend qualifizierte junge Ingenieure darstellt. Allein 2020/2021 wurden 356 Absolventen direkt aus diesen Universitäten eingestellt. Zu den Campus-Aktivitäten von Turner zählen Karrieremessen, Turner-Präsentationen, Interviews, Trainings im Lebenslaufschreiben, Gastvorlesungen und Treffen mit Karrierecoaches - pandemiebedingt wurden diese vor allem virtuell umgesetzt. Seit Herbst 2021 wurden zudem auch Hybridveranstaltungen durchgeführt. Recruiting-Aktivitäten für spezielle ZielgruppenEinen Recruiting-Schwerpunkt bei Turner bildet das Thema Diversity. Turner ist als Sponsor von sechs nationalen Diversity-Konferenzen pro Jahr aktiv, darunter die Events der National Society of Women Engineers, der National Society for Hispanic Professional Engineers und der National Society for Black Engineers. Bei diesen Konferenzen stellt sich Turner als Arbeitgeber vor und rekrutiert sowohl Praktikanten, Jungingenieure und erfahrene Kräfte. Über diese nationalen Partnerschaften hinaus gibt es ein lokales Netzwerk zwischen den Turner-Niederlassungen und den lokalen Einheiten der Organisationen. Turner pflegt auch eine Partnerschaft mit "Getting Hired", eine Community in den sozialen Medien, in der mehr als 100.000 qualifizierte Jobsuchende mit Behinderung gelistet sind. Alle Stellenausschreibungen von Turner werden automatisch auch auf diesen Seiten veröffentlicht. Zudem setzt Turner auf die Einstellung von Militär-Veteranen: Die Organisation Recruit Military berät Turner dazu, auf welchen Wegen das Unternehmen Veteranen am besten erreichen kann. Turner hat eine Taskforce gegründet, besetzt mit Veteranen aus dem Unternehmen, um die externen Bemühungen um diese Zielgruppe weiter zu verbessern. Bei Flatiron wurden 2021 mehrere spezielle Trainings für Einstellungsgespräche angeboten: Dabei ging es etwa um die Verbesserung der Interview-Skills bei der Einstellung, zum anderen um das Sourcing mehr diverser Kandidaten durch das Recruiting-Team und den Einsatz von Techniken, um eher passive Kandidaten zu erreichen. Bei CIMIC ist die Teilnahme am "CareerTracker"-Programm etabliert. Mit dieser Organisation werden speziell Praktikanten von Universitäten eingestellt, die Aborigines und Torres-Strait-Insulaner sind. Aktive NachwuchsarbeitSeit Jahren engagiert sich Turner mit der Organisation YouthForce 2020 für ein Programm, das schon die Kleinsten für die Baubranche begeistern soll, sich aber auch an ältere Schülerinnen und Schüler richtet. In diversen YouthForce-Aktivitäten arbeiten Turner-Teams eng mit Jugendlichen zusammen, die sich für Design und Ingenieurwesen interessieren. Die Partnerschaften sind langfristig angelegt und fördern größtmögliche Diversität. DiversityBei Flatiron befasste sich die Personalarbeit im Berichtsjahr strategisch mit der Förderung von Diversity, Gleichstellung und Inklusion. So wurde eine Reihe von Aktivitäten - darunter Gastvorträge, Podiumsdiskussionen und Grundsatzinformationen für die Mitarbeitenden - realisiert. Bei Turner sorgt das "Inclusion Action Committee" für die Verbesserung von Praxis, Prozessen und Programmen zur Vermeidung unbewusster Denkmuster. Turner hat unter anderem eine neue Hotline und ein Vorfallmeldesystem speziell für das Reporting von Voreingenommenheitsfällen eingerichtet. Auch bei CIMIC sind Trainingsprogramme zur Sicherstellung von "Equal Employment Opportunities" und Vermeidung von Diskriminierung und Belästigung ebenso wie der Vermeidung unbewusster Denkmuster etabliert. Auch liegt der Fokus eines "Neurodiversity-Programms" auf der Einbindung von Menschen mit Autismus oder mit einer Behinderung. Förderung von Work-Life-BalanceWährend der Pandemie sorgt bei Turner die Plattform eines internen Eltern-Netzwerks für die Unterstützung von Eltern, die der Doppelbelastung von Arbeits- und Familienleben ausgesetzt sind - dazu gab es unter anderem Webinars. Um frühzeitig die Arbeitszukunft zu gestalten, wurde bei Turner eine Management-Arbeitsgruppe zur Gestaltung des "Workplace of the Future" (Arbeitsplatz der Zukunft) eingerichtet, die HR-Abteilung begleitet diese Aktivitäten eng. Die Initiative fokussiert sich insbesondere auf die Entwicklung von Parametern für Projekt-Mitarbeitende, die in der Regel weniger gut "remote" arbeiten können. Nicht zuletzt unterstützt die Personalabteilung das "Wellness Committee", das sich auf Achtsamkeit, mentale Gesundheit, finanzielle Sicherheit sowie physisches und familiäres Wohlergehen der Mitarbeitenden konzentriert. So wird etwa eine Merkkarte an alle verteilt, zudem wurde eine Kampagne zur Suizid-Prävention erarbeitet. Die Inhalte dieses Abschnitts sind weder Bestandteil der gesetzlichen Jahres- und Konzernabschlussprüfung noch der gesonderten betriebswirtschaftlichen Prüfung mit begrenzter Sicherheit durch die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Fakten und Kennzahlen(1) Anzahl der Mitarbeitenden bei
HOCHTIEF nach Divisions (ohne indirekte Mitarbeitende)
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| HOCHTIEF-Konzern | HOCHTIEF Americas | HOCHTIEF Asia Pacific | HOCHTIEF Europe (inkl. Holding) | |
| Mitarbeitende (Gesamtbelegschaft) | 33.835 | 11.487 | 17.359 | 4.989 |
| - davon Männer | 27.211 | 8.769 | 14.745 | 3.697 |
| - davon Frauen | 6.624 | 2.718 | 2.614 | 1.292 |
| - Frauen in Führungspositionen, in % | 13,8 % | 16,9 % | 14,1 % | 8,8 % |
| Angestellte (inkl. Ausbildung) | 22.407 | 9.321 | 9.162 | 3.924 |
| - davon Männer | 16.266 | 6.670 | 6.940 | 2.656 |
| - davon Frauen | 6.141 | 2.651 | 2.222 | 1.268 |
| Gewerbliche (inkl. Ausbildung) | 11.428 | 2.166 | 8.197 | 1.065 |
| - davon Männer | 10.945 | 2.099 | 7.805 | 1.041 |
| - davon Frauen | 483 | 67 | 392 | 24 |
| Eintritte | 11.044 | 3.168 | 7.400 | 476 |
| Austritte | 12.930 | 3.443 | 8.677 | 810 |
| Befristete Verträge | 2.917 | 125 | 2.414 | 378 |
| - davon Männer | 2.406 | 85 | 2.059 | 262 |
| - davon Frauen | 511 | 40 | 355 | 116 |
| Unbefristete Verträge | 30.918 | 11.362 | 14.945 | 4.611 |
| - davon Männer | 24.805 | 8.684 | 12.686 | 3.435 |
| - davon Frauen | 6.113 | 2.678 | 2.259 | 1.176 |
Alle Daten werden quartalsweise und jährlich weltweit für die Personalberichterstattung erhoben, sofern nicht anders ausgewiesen.
Eine Konzernrichtlinie regelt die einheitliche Definition und Zählweise von Mitarbeitenden im HOCHTIEF-Konzern.
| Gesamt | Vollzeit | Teilzeit |
Teilzeit
in % |
|
| Gesamtbelegschaft | 3.289 | 2.860 | 429 | 13,0 % |
| - davon Männer | 2.441 | 2.284 | 157 | 6,4 % |
| - davon Frauen | 848 | 576 | 272 | 32,1 % |
| Mitarbeitende in Elternzeit | davon Rückkehr nach Elternzeit | davon keine Rückkehr nach Elternzeit |
Rückkehrquote
in % |
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| Gesamt | 157 | 89 | 19 | 82,4 % |
| - davon Männer | 80 | 65 | 11 | 85,5 % |
| - davon Frauen | 77 | 24 | 8 | 75,0 % |
| Elternzeitrückkehrer 2020 | davon auch 12 Monate nach Rückkehr bei HOCHTIEF beschäftigt |
Verbleibquote
in % |
|
| Gesamt | 75 | 64 | 85,3 % |
| - davon Männer | 50 | 41 | 82,0 % |
| - davon Frauen | 25 | 23 | 92,0 % |
Hinweis: Weitere Informationen und Kennzahlen zum Thema "Arbeitsumfeld" finden Sie auf der HOCHTIEF-Website unter www.hochtief.de/nachhaltigkeit.
Die Gesundheit und das Wohlergehen unserer Mitarbeitenden 2 hat für uns höchste Priorität. Die Strategie von HOCHTIEF unterstreicht diese Bedeutung: Das Prinzip der Sicherheit dient als solides Fundament und ist integraler Bestandteil unserer Unternehmenskultur. Dies ist so bedeutsam, weil ein großer Teil der Tätigkeiten in unserem Projektalltag mit Risiken verbunden ist, die die Gesundheit unserer Mitarbeitenden gefährden. Zudem führen Unfälle auch zu Verzögerungen im Projektablauf und können so wirtschaftliche Konsequenzen nach sich ziehen. Arbeitssicherheit steht darum im Zentrum aller Aktivitäten. Mit zahlreichen Maßnahmen und maßgeschneiderten Konzepten, die kontinuierlich weiterentwickelt werden, sorgen wir für ein sicheres Arbeitsumfeld für Mitarbeitende und Vertragspartner - auf den Baustellen ebenso wie in den Büros.
Unser oberstes Ziel ist es, Projekte unfallfrei auszuführen, wobei wir alle beteiligten Menschen einbeziehen.
Auch im Jahr 2021 wurde unsere Arbeit durch die Covid-19-Pandemie beeinflusst. HOCHTIEF hat dabei die bereits etablierten Infektionsschutzmaßnahmen und Konzepte weiterentwickelt und die jeweiligen regionalen Vorgaben und Bedingungen berücksichtigt. Unsere Konzepte werden fortwährend angepasst und um neue Erkenntnisse ergänzt. Das Ziel bei allen Maßnahmen ist es, die Gesundheit unserer Mitarbeitenden zu schützen sowie die Projektarbeit bestmöglich fortzuführen. Diese Maßnahmen werden in die Arbeitsprozesse bei HOCHTIEF integriert.
Unsere Infektionsschutzkonzepte und -maßnahmen, die sich auf die nationalen Vorgaben stützen und die wir auch als gesamtgesellschaftlichen Beitrag verstehen, beinhalten unter anderem die Verlegung von Arbeiten ins Homeoffice, wo immer dies möglich ist, auch Veranstaltungen und Schulungen finden primär digital statt. Auf den Baustellen werden die Arbeitsprozesse so gestaltet, dass alle Anwesenden zum bestmöglichen Schutz den Mindestabstand einhalten können; geeignete Atemschutzmasken sind zu tragen, die Hygienemaßnahmen zu berücksichtigen. Teilweise wurden schützende Plexiglastrennscheiben eingesetzt und Selbsttests zur Verfügung gestellt. Eine eigens von Nexplore entwickelte App, bei der Mitarbeitende ihren Gesundheitsstatus auf freiwilliger Basis einchecken können, war ein Beitrag zur besseren Übersicht und Arbeitsplatzplanung der Projektleiter.
Arbeitssicherheitsunterweisungen erfolgten im Berichtsjahr online oder unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln auf den Projekten. Die Konzepte werden regelmäßig von den Arbeitssicherheitsexperten und dem Vorstand geprüft sowie gegebenenfalls angepasst. Insgesamt führten die erfolgreichen Maßnahmen und die Disziplin der Mitarbeitenden dazu, dass größere Ansteckungswellen vermieden werden konnten. So konnte der Geschäftsbetrieb auch 2021 weitestgehend weitergeführt werden.
Konzernweit sind im Berichtsjahr insgesamt 3.079 Mitarbeitende an einer Covid-19-Infektion erkrankt. Bei Turner gab es sechs Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19. Den Angehörigen gilt unser Mitgefühl.
1 Die Inhalte dieses Abschnitts sind nicht
Bestandteil der gesetzlichen Jahres- und
Konzernabschlussprüfung, sondern werden einer
gesonderten betriebswirtschaftlichen Prüfung nach ISAE
3000 mit begrenzter Sicherheit durch die KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft unterzogen.
2 Sofern nicht anders gekennzeichnet, beziehen
sich die Kennzahlen zu Arbeitssicherheit und
Gesundheitsschutz auf eigene Mitarbeitende.
Bei HOCHTIEF verantwortet das interne Kompetenzzentrum für Arbeitssicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz (AGUS Center) alle Themen rund um Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz. Das AGUS Center berichtet direkt an den Vorstand. Die Verantwortlichkeiten sowie Aufbau- und Ablauforganisation werden durch Richtlinien definiert, die in den einzelnen Ländergesellschaften, bedingt durch jeweilige Gesetze und Vorgaben, ergänzt werden. Die AGUS-Fachkräfte erarbeiten zudem grundlegende Regelungen, Richtlinien und Konzepte und entwickeln diese weiter. Auf Konzernebene sind sie für die Koordination der Arbeitssicherheits- und Gesundheitsthemen zuständig. Der Austausch mit den Arbeitssicherheitsexperten in den operativen Gesellschaften erfolgt regelmäßig beziehungsweise bedarfsgerecht. Die Sicherheitsexperten koordinieren die Umsetzung der jeweiligen gesetzlichen Bedingungen und Standards sowie interne Regelungen und Initiativen auf den Baustellen. Sie stehen den Projektteams beratend und unterstützend zur Seite.
1) Arbeitssicherheit, Gesundheits-, Umwelt- und
Klimaschutz
Diese Grafik ist weder Bestandteil der gesetzlichen Jahres- und Konzernabschlussprüfung noch der gesonderten betriebswirtschaftlichen Prüfung mit begrenzter Sicherheit durch die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.
Unsere wichtigsten Reglements zur Arbeitssicherheit sind die Konzernrichtlinie Arbeitssicherheit, Gesundheits-, Umwelt- und Klimaschutz sowie der HOCHTIEF Code of Conduct und der HOCHTIEF Code of Conduct für Vertragspartner. Zudem evaluieren die Sicherheitsteams von HOCHTIEF arbeitsplatz- und projektspezifische Risiken sowohl auf den Projekten als auch an den Bürostandorten. Je nach Situation werden auch Betriebsärzte in die fachlichen Beratungen einbezogen. Neben regelmäßigen Begehungen durch die Sicherheitsexperten finden stichprobenartige Kontrollen durch die interne Revision statt. So können eventuelle Risiken schnell lokalisiert und minimiert werden.
HOCHTIEF hat Arbeitssicherheit als integralen Baustein in seine Managementsysteme implementiert. Die darin enthaltenen Vorgaben betreffen alle Mitarbeitenden innerhalb der jeweiligen Einheiten. Unserem Arbeitssicherheitsmanagement liegen internationale Standards wie BS OHSAS 18001 beziehungsweise ISO 45001 zugrunde. 79,98 Prozent der HOCHTIEF-Mitarbeitenden waren 2021 in einem entsprechend zertifizierten Bereich tätig (2020 auf vergleichbarer Basis 1 : 78,63 Prozent). Diesen Schnitt wollen wir weiter verbessern:
Es ist unser Ziel, dass bis 2023 alle Gesellschaften nach diesen Standards zertifiziert sind.
Erste Maßnahmen sind bereits eingeleitet. Zertifizierte HOCHTIEF-Einheiten befolgen das jeweilige Managementsystem und die enthaltenen Prozesse, die zudem die Zusammenarbeit mit Nachunternehmern in Bezug auf Arbeitssicherheit beschreiben.
Die Regelungen der Managementsysteme betreffen alle Menschen, für die HOCHTIEF verantwortlich ist, dazu gehören die eigenen Mitarbeitenden wie auch von HOCHTIEF eingestellte Leiharbeiter. Auf Basis jährlicher Überprüfungen werden unsere Managementsysteme laufend weiterentwickelt.
Bei HOCHTIEF dient bereits seit 2015 die Kennzahl der Unfallhäufigkeit (Lost Time Injury Frequency Rate, LTIFR) als nichtfinanzielle Steuerungsgröße. Dies ist Ausdruck der hohen Bedeutung des Themas Arbeitssicherheit für den gesamten Konzern. Folglich wird die Entwicklung dieser Quote quartalsweise an den Vorstand berichtet. Die LTIFR setzt sich aus der Anzahl der Unfälle pro eine Million Arbeitsstunden zusammen, wobei Unfälle mit mindestens einem Ausfalltag nach dem Unfalltag gezählt werden. Diese Definition entspricht den Standards der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO).
2021 stieg die LTIFR von HOCHTIEF auf 1,54 (2020 auf vergleichbarer Basis 1 : 1,16). Diese Entwicklung basiert größtenteils auf einer höheren Unfallhäufigkeit in den Divisions HOCHTIEF Americas und HOCHTIEF Asia Pacific. Unsere Prognose für 2021 von 1,16 haben wir nicht erreicht. Wir werden dieser Entwicklung intensiv mit gezielten Maßnahmen entgegenwirken. Wir sind weiterhin der Ansicht, dass insbesondere durch die deutlich gesteigerte Sensibilität für Gesundheitsschutz und sicheres Verhalten am Arbeitsplatz im Rahmen von Covid-19 eine nachhaltige Verbesserung des Bewusstseins für verhaltensbasierten Arbeitsschutz zu verzeichnen ist.
Wir verfolgen daher weiterhin das Ziel, die LTIFR bis zum Jahr 2030 auf 0,9 zu senken, als Zwischenziel wollen wir bis zum Jahr 2025 eine LTIFR von 1,04 erreichen.
Eine Vielzahl von Bauleistungen im Projektgeschäft wird durch Kontraktoren (Nachunternehmer, Lieferanten, Arbeitnehmerüberlassungen) erbracht. Die Kontraktoren sind vertraglich dazu verpflichtet, die Arbeitssicherheitsregeln von HOCHTIEF -ebenso wie weitere Vorgaben - auf den Baustellen zu befolgen. Sie werden eng in die Arbeitsschutzaktivitäten einbezogen und informiert. 2021 lag die Unfallhäufigkeitskenngröße LTIFR von Kontraktoren bei 1,28 (2020 auf vergleichbarer Basis 1 : 1,50). Diese Angabe bezieht sich auf die Gesellschaften CIMIC und Turner.
Unser Ziel ist es, die Unfallrate der Kontraktoren bis 2025 durch Sensibilisierung und intensive Einbindung in Präventionsmaßnahmen in den Bereichen Gesundheit und Sicherheit zu verbessern.
Mit der Berufskrankheitsrate (Occupational Illness Frequency Rate, OIFR) ermitteln wir bei HOCHTIEF eine weitere Kenngröße, die alle anerkannten Fälle von Berufskrankheiten, bezogen auf eine Million Arbeitsstunden, berücksichtigt. Sie ermöglicht es uns, langfristige Gesundheitsrisiken am Arbeitsplatz im Nachgang zu analysieren und Präventionsmaßnahmen daraus abzuleiten. In der Regel bilden sich berufsbedingte Erkrankungen über längere Zeiträume heraus. Die OIFR betrug im Berichtsjahr für die Divisions HOCHTIEF Asia Pacific und HOCHTIEF Europe 0,57 (2020: 0,54; auf vergleichbarer Basis 1 : 0,75). Die positive Entwicklung der OIFR ist primär durch eine geringere Anzahl an anerkannten Berufskrankheiten in der Division HOCHTIEF Europe zu begründen. Aufgrund abweichender Versicherungssysteme wird diese Zahl für die Division HOCHTIEF Americas derzeit nicht erhoben. Unser Ziel ist es, dass alle Risiken in jeglichen Arbeitssituationen, die zu Berufskrankheiten führen können, möglichst früh erkannt werden, sodass gezielte Maßnahmen getroffen werden können, um präventiv entgegenzuwirken. Um unser Ziel, die Verbesserung dieser Kennzahl, zu erreichen, kooperieren wir eng mit qualifizierten Arbeitsmedizinern und bieten beispielsweise gesundheitsfördernde Seminare sowie Untersuchungen an.
Durch kontinuierliche Informationen sensibilisieren wir unsere Mitarbeitenden in den operativen Gesellschaften für Themen rund um Gesundheit und Arbeitssicherheit. Dazu dienen Projektleitersitzungen, Sicherheitsbegehungen, an denen oft auch Mitglieder des Managements teilnehmen, sowie (Gast-)Vorträge, Unterweisungen und Weiterbildungen. Uns ist es wichtig, dass alle Beteiligten auf den Projekten ein Bewusstsein dafür entwickeln, dass sie nicht nur für ihre eigene Sicherheit, sondern auch für die der Menschen in ihrem Umfeld verantwortlich sind.
Die Kommunikation auf den Baustellen bezieht auch Menschen mit ein, die nicht in einem direkten Arbeitsverhältnis zu HOCHTIEF stehen, darunter Leiharbeiter und Arbeiter von Nachunternehmern und Lieferanten. Hierfür werden Broschüren, Plakate und weitere Kommunikationsmittel in mehrere Sprachen übersetzt.
Die Weiterbildungsmöglichkeiten in Bezug auf Arbeitssicherheit sind an die Gegebenheiten und Geschäftsfelder der jeweiligen operativen Einheiten angepasst, um maßgeschneiderte Angebote zu schaffen. Sie decken sowohl aktuelle als auch grundlegende Themen ab. Alle Seminare und Lehrgänge werden von qualifizierten Fachkräften geleitet.
Wir streben an, dass 100 Prozent aller neu eingestellten Mitarbeitenden bis 2023 zu Themen der Arbeitssicherheit und der Gesundheit geschult werden sollen.
Darüber hinaus haben sich jährlich stattfindende Aktionen wie der Tag der Arbeitssicherheit und Safety Stand-Downs etabliert. Im Berichtsjahr drehte sich am Tag der Arbeitssicherheit der Division HOCHTIEF Europe alles um die Risiken beim Stolpern, Rutschen und Stürzen: Unsere Analysen haben gezeigt, dass hier viele Ursachen für Arbeitsunfälle liegen. Neben Vorträgen, die digital im Intranet übertragen wurden, konnten vereinzelte Aktionen unter Corona-Bedingungen stattfinden: So wurden in Duisburg und Erfurt "Stolperwege" mit unterschiedlichen Oberflächen (Vereisung, Teppichfalten, Kies, Sand) aufgebaut, die unter Berücksichtigung verschiedenster Bedingungen (Einschränkung des Sehsinns durch verschmutzte Schutzbrille oder des Hörsinns durch Ohrenschützer) eine Herausforderung darstellten.
Der 17. Safety Stand-down bei Turner in den USA fand unter dem Thema "Be Safe, Accountable, and Relentless" ("Handle sicher, verantwortungsbewusst und entschieden") statt und leitete die Woche der Sicherheit auf allen der zirka 1,500 Projekten ein. Die Gesellschaft hat schon vor vielen Jahren ihr Arbeitssicherheitsprogramm "Building L.I.F.E." (Living Injury Free Every Day) initiiert, in den anderen operativen Gesellschaften gibt es ähnliche Herangehensweisen.
Um die Arbeitssicherheit noch weiter zu verbessern, sind Aspekte des Arbeitsschutzes und der Mängelverfolgung in unsere Building-Information-Modeling-Applikationen (BIM) integriert. Seit 2021 nutzt Turner zudem Sensoren an den Kranen, verbunden mit einer speziellen Software, um auf den Baustellen unter anderem die Sicherheit zu erhöhen.
Fest verankert sind Aspekte der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes in den vertraglichen Vereinbarungen mit Nachunternehmern und in den Projektverträgen, dies geschieht unter anderem durch die Anerkennung des HOCHTIEF Code of Conduct für Vertragspartner. Zudem stimmen sich Vertreter der Mitarbeitenden, des Managements und des Betriebsrats in Arbeitssicherheitsausschüssen regelmäßig zu aktuellen Themen und Entwicklungen im Bereich Arbeitssicherheit ab.
Körperliche und mentale Gesundheit sind essenziell - HOCHTIEF fördert diese daher durch eine Vielfalt von Angeboten in allen Einheiten. Dazu gehören Seminare zu physischer und psychischer Gesundheit sowie gezielte Aktionen zu speziellen Themen, wobei personenbezogene Informationen selbstverständlich vertraulich und datenschutzkonform behandelt werden. Das Spektrum reicht von Sehtests über Impfkampagnen bis hin zu Resilienztrainings. Möglich ist zum Teil auch die Bezuschussung privat absolvierter Gesundheitskurse. An einigen Standorten können sich die Mitarbeitenden mit allen Themen, zu denen sie sonst einen Hausarzt konsultieren, an einen Betriebsarzt wenden. In allen Fällen legen wir Wert darauf, dass die Meldung von Gesundheitsinformationen keine negativen Auswirkungen auf die Arbeitssituation der Mitarbeitenden hat.
Auch im Berichtsjahr galt es insbesondere, die Mitarbeitenden vor den Risiken einer Covid-19-Infektion zu schützen. Detaillierte Hygienekonzepte wurden entwickelt, Prozesse im Arbeitsablauf auf den Projekten angepasst, Anwesenheitsregelungen organisiert sowie zusätzliche Container bereitgestellt, damit der Sicherheitsabstand gewahrt werden konnte. Wir haben zudem Covid-19-, aber auch Grippeimpfkampagnen initiiert.
Die Voraussetzung für sichere Projekte ist eine gute und präzise Planung: Wenn Arbeitssicherheitskonzepte schon in der Vorbereitung entwickelt und berücksichtigt werden, können Aspekte der Risikoprävention verständlich und strukturiert in die Arbeitsprozesse integriert werden.
Deshalb erarbeiten unsere Arbeitssicherheitsexperten individuelle Konzepte und Prozesse für jedes Projekt. Diese basieren auf den konzernweit gültigen Kriterien und berücksichtigen die jeweiligen Bedingungen vor Ort. Alle Projektbeteiligten sind dazu verpflichtet, an den Arbeitssicherheitseinweisungen auf der Baustelle teilzunehmen. Dabei werden gegebenenfalls gezielt Fokusthemen angesprochen.
Den weiteren Verlauf bis zur Fertigstellung des Projekts begleiten unsere Sicherheitsfachkräfte, damit sie mögliche Risiken kontinuierlich beurteilen und analysieren können, um Präventionskonzepte zu erarbeiten. Sie ermitteln und evaluieren fortwährend die Gefahrenpotenziale, sodass alle Schutzmaßnahmen und Arbeitssicherheitskonzepte angepasst werden können. Solch ein vorausschauender Prozess dient nicht nur dem Wohlergehen der Beteiligten, sondern auch dem wirtschaftlichen Erfolg des Projekts.
Im Baustellenalltag sind alle Projektbeteiligten dazu aufgerufen, auf arbeitsbedingte Gefahren und gefährliche Situationen zu achten und diese offenzulegen. Gemeinsam mit den Arbeitssicherheitsfachkräften wird in der Folge solcher Meldungen die Sachlage analysiert, sodass umgehend mit gezielten Maßnahmen gegengesteuert werden kann. Dies wird von der Baustellenleitung, in bestimmten Fällen zudem vom Management begleitet. Die involvierten Führungskräfte zeichnen auch hier dafür verantwortlich, dass die Meldung von Gefahrensituationen keine negativen Auswirkungen auf die Beteiligten hat.
Sicherheitsrelevante Vorkommnisse dokumentieren wir in einem strukturierten Berichtswesen, das den Vorgaben des "Recording and Notification of Occupational Accidents and Diseases" der ILO entspricht. Auch dies trägt dazu bei, die Unfallursachen möglichst genau zu evaluieren sowie Präventions- und Gegenmaßnahmen zu erarbeiten. Unsichere Situationen und Beinaheunfälle werden bei HOCHTIEF auf Projektebene erfasst und von den Verantwortlichen weiterverfolgt. Bei schweren Vorfällen wird stets das Management einbezogen.
Sollte trotz umfassender Maßnahmen ein Unfall geschehen, sind die Vorgesetzten dazu angehalten, mit den Betroffenen in einem Gespräch das Geschehen zu analysieren und nach Ursachen zu suchen. Die Ergebnisse werden in Präventionskonzepte eingearbeitet, um möglichen künftigen Gefahrensituationen entgegenzuwirken. Eine solche gelebte Praxis des verhaltensbasierten Präventionsansatzes gilt im gesamten HOCHTIEF-Konzern.
Leider können wir trotz umfassender Vorsorgemaßnahmen nicht ausschließen, dass Unfälle mit schweren oder sogar tödlichen Folgen auf HOCHTIEF-Baustellen geschehen.
Es ist unser erklärtes Ziel, tödliche Unfälle in allen Aktivitäten sowohl bei den eigenen Mitarbeitenden als auch bei den Nachunternehmern zu verhindern.
Unsere tiefe Anteilnahme gilt den Angehörigen von Mitarbeitenden, die tödlich verunglückt sind. Um tödliche Unfälle umfassend aufzuklären, kooperieren wir mit den Behörden und analysieren sehr genau, um vergleichbare Risiken künftig auszuschließen.
In Australien wurde das das Team von UGL Unipart mit dem Safe Work NSW 2021 Large Regional Business Award ausgezeichnet. Der Preis "Herausragende Lösung für ein risikoreiches Gesundheits- und Sicherheitsproblem für gefährdete Arbeitnehmer" wurde für eine gesondert angefertigte Hebevorrichtung verliehen, die risikoreiche manuelle Handlungen und Verletzungen der Arbeitnehmer vermeidet. Die Idee für diese maßgefertigte Vorrichtung entstand, als Techniker eine 38 Kilogramm schwere Platte über die Schultern heben mussten, während sie in einer ungünstigen Position unter einem Personenzug mit begrenztem Platz arbeiteten. Die Lösung des Teams: eine speziell angefertigte Scherenhebebühne auf Schienen mit einem hydraulischen Heber, der die Platte in Position bringt. Diese benutzerfreundliche Vorrichtung wird nun bei jedem Kupplungswechsel eingesetzt, sodass das Risiko für gefährliche manuelle Arbeiten, Muskel-Skelett-Verletzungen und Quetschung minimiert wird.
Eine Höhenrettung spielte das Baustellenteam der Strombrücke Magdeburg gemeinsam mit der Berufsfeuerwehr der Stadt durch: Verliert jemand das Bewusstsein, ist dies immer kritisch - doch sollte dies einem Kranführer passieren, müssen besondere Prozesse gestartet werden. Die Höhenretter sondierten die Lage in der Kabine und entschieden sich dafür, das bewusstlose Opfer abzuseilen - aufgrund der beträchtlichen Höhe und kräftiger Winde fixierten mehrere Feuerwehrleute das Seil. Einer der Feuerwehrmänner kletterte schließlich über den Ausleger und nahm den "Bewusstlosen", in einer Trage an sich gegurtet, mit nach unten. Notfallsanitäter und -ärzte waren einsatzbereit vor Ort. Die Übung funktionierte reibungslos. Somit können die Feuerwehr Magdeburg und das Baustellenteam zuversichtlich sein, dass im Ernstfall schnell und beherzt Hilfe geleistet werden kann.
Die Inhalte dieses Abschnitts sind weder Bestandteil der gesetzlichen Jahres- und Konzernabschlussprüfung noch der gesonderten betriebswirtschaftlichen Prüfung mit begrenzter Sicherheit durch die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.
Die nichtfinanziellen Kennzahlen beinhalten keine Informationen bezüglich BICC, da für diesen Konzernteil ein Konzept für die nichtfinanziellen Aspekte nicht verfolgt wurde und keine Berichterstattung von nichtfinanziellen Informationen an HOCHTIEF stattfand.
| Division | HOCHTIEF-Konzern | HOCHTIEF Americas | HOCHTIEF Asia Pacific | HOCHTIEF Europe (inkl. Holding) |
| 2021 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 2020 | 3 | 1 | 1 | 1 |
| 2019 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 2018 | 2 | 1 | 0 | 1 |
| Division | HOCHTIEF-Konzern | HOCHTIEF Americas | HOCHTIEF Asia Pacific | HOCHTIEF Europe (inkl. Holding) |
| 2021 | 3 | 0 | 1 | 2 |
| 2020 | 1 | 1 | 0 | 0 |
| 2019 | 3 | 3 | 0 | 0 |
Wir bedauern es zutiefst, dass Menschen bei der Arbeit zu Tode gekommen sind. Ihren Angehörigen gilt unsere Anteilnahme.
1 Die nichtfinanziellen Kennzahlen beinhalten
keine Informationen bezüglich BICC, da für diesen
Konzernteil ein Konzept für die nichtfinanziellen
Aspekte nicht verfolgt wurde und keine Berichterstattung
von nichtfinanziellen Informationen an HOCHTIEF stattfand.
2 Für eine bessere Vergleichbarkeit der
Zahlen aus dem Geschäftsjahr 2021 mit den
Vorjahreszahlen werden die Kennzahlen für 2020 ohne
die Werte der Ende Dezember 2020 von CIMIC in Teilen
veräußerten Gesellschaft Thiess separat
ausgewiesen. Die um den Thiess-Anteil bereinigt
ausgewiesenen Vorjahreszahlen wurden nicht geprüft.
1 Die nichtfinanziellen Kennzahlen beinhalten
keine Informationen bezüglich BICC, da für diesen
Konzernteil ein Konzept für die nichtfinanziellen
Aspekte nicht verfolgt wurde und keine Berichterstattung
von nichtfinanziellen Informationen an HOCHTIEF stattfand.
2 Für eine bessere Vergleichbarkeit der
Zahlen aus dem Geschäftsjahr 2021 mit den
Vorjahreszahlen werden die Kennzahlen für 2020 ohne
die Werte der Ende Dezember 2020 von CIMIC in Teilen
veräußerten Gesellschaft Thiess separat
ausgewiesen. Die um den Thiess-Anteil bereinigt
ausgewiesenen Vorjahreszahlen wurden nicht geprüft.
1 Die nichtfinanziellen Kennzahlen beinhalten
keine Informationen bezüglich BICC, da für diesen
Konzernteil ein Konzept für die nichtfinanziellen
Aspekte nicht verfolgt wurde und keine Berichterstattung
von nichtfinanziellen Informationen an HOCHTIEF stattfand.
2 Für eine bessere Vergleichbarkeit der
Zahlen aus dem Geschäftsjahr 2021 mit den
Vorjahreszahlen werden die Kennzahlen für 2020 ohne
die Werte der Ende Dezember 2020 von CIMIC in Teilen
veräußerten Gesellschaft Thiess separat
ausgewiesen. Die um den Thiess-Anteil bereinigt
ausgewiesenen Vorjahreszahlen wurden nicht geprüft.
| 2021 | |
| Fehleinschätzung | 11 |
| Arbeitsbelastung | 4 |
| Koordination | 4 |
| Handhabung | 2 |
| Sonstige | 4 |
| 2021 | |
| Arbeitsaufgabe | 9 |
| Fehleinschätzung | 6 |
| Arbeitsvorbereitung | 5 |
| Handhabung | 3 |
| Einhaltung von Regeln/Anweisungen | 3 |
| Koordination | 3 |
| Verkehrswege | 1 |
| 2021 | |
| Handhabung | 19 |
| Verkehrswege | 13 |
| Einhaltung von Regeln/Anweisungen | 5 |
| Material/Nutzung | 4 |
| Externe Ursache | 4 |
| Fehleinschätzung | 3 |
| Arbeitsaufgabe | 3 |
| Ordnung und Sauberkeit | 3 |
| PSA Nutzung | 2 |
| Arbeitsvorbereitung | 1 |
| Schutzeinrichtung | 1 |
| Arbeitsmittel | 1 |
Als neues architektonisches Highlight im Düsseldorfer Medienhafen setzt das Mizal Akzente: Der hochmoderne Komplex bietet Arbeitsplätze für bis zu 3.000 Menschen, Dachgärten sowie eine Tiefgarage mit automatischem Parksystem und soll mit DGNB-Gold ausgezeichnet werden.
Transparente, innovative und nachhaltige Prozesse zeichnen den Einkauf bei HOCHTIEF aus. Dabei steht die partnerschaftliche und effiziente Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten und Nachunternehmern stets im Fokus. Für den Einkauf von Material - insbesondere Beton, Stahl und Holz - sowie Nachunternehmerleistungen - beispielsweise Leistungen von Handwerksunternehmen - hat HOCHTIEF im Berichtsjahr 16,1 Mrd. Euro aufgewendet. Gemessen an der Konzernleistung entspricht dies einem Anteil von 75 Prozent.
Wir verfolgen in allen Divisions und Unternehmenseinheiten ein einheitliches und klares Ziel: Für unsere Projekte möchten wir die "richtigen" Partner auswählen, die unseren hohen ökonomischen, ökologischen und sozialen Standards entsprechen: eine hohe Qualität von Lieferungen und Leistungen, das korrekte Verhalten der Mitarbeitenden unserer Partner sowie ein nachhaltiger Herstellungs- beziehungsweise Arbeitsprozess. Teil aller Verträge mit Lieferanten und Nachunternehmern ist die Einhaltung unserer Standards unter anderem in den Bereichen Arbeits- und Menschenrechte, Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Umweltschutz und faire Geschäftspraktiken.
Die sorgfältige Auswahl unserer Partner ist von einem umfangreichen Risikomanagementprozess geprägt. Ziel ist es, Einkaufsrisiken in Bezug auf Nachhaltigkeit (Nichtbeachten unserer hohen Standards, beispielsweise im Bereich Menschenrechte und Umweltschutz), Qualität (Material-, Produkt- oder Servicequalität), Preis (zum Beispiel durch erhöhte Entgeltforderungen, Währungsrisiken oder Rohstoffrisiken), Versorgung (etwa durch Lieferung von Falschmengen) sowie Lieferantenausfälle (beispielsweise durch Insolvenzen, höhere Gewalt oder rechtliche und politische Marktveränderungen) zu minimieren. Auch Compliance-Risiken, die beispielsweise durch lieferantenseitige Gesetzesverstöße entstehen, wirken wir entgegen. Den Risiken der Verknappung von Materialien wie Kies und Sand, aber auch von Handwerkskraft begegnen wir durch vorausschauendes Einkaufsmanagement. Längere Vertragslaufzeiten und die Zusammenarbeit mit Schlüssellieferanten sorgen für einen langfristigen Zugriff auf Ressourcen.
Wir verfolgen weiterhin das Ziel, die Transparenz in unserer Lieferkette kontinuierlich zu steigern und nachhaltige Aspekte auch künftig fest in unseren Einkaufsprozessen zu verankern.
Bis 2025 werden wir in 50 Prozent der signifikanten Vergabeentscheidungen (basierend auf dem Vertragsvolumen) Nachhaltigkeitskriterien mit einbeziehen.
Durch die digitale Transformation in unserem Unternehmen beziehen wir bereits heute bei einem großen Teil der Vergabeentscheidungen automatisiert messbare Indikatoren für die Nachhaltigkeitsleistung, etwa Ergebnisse von internen und externen Bewertungen oder Informationen über finanzielle Risiken, mit ein.
Wir legen ein ganzheitliches und mehrstufiges Nachunternehmer- und Lieferantenmanagement zugrunde, um die Leistungsfähigkeit unserer Vertragspartner zu beurteilen.
Dazu haben wir in jeder unserer drei operativen Divisions umfangreiche Präqualifizierungsverfahren etabliert: Wir beurteilen potenzielle Nachunternehmer und Lieferanten anhand vielfältiger Informationen aus einer Lieferantenselbstauskunft, bei der unter anderem Angaben zur Unternehmensstruktur, Kreditwürdigkeit und Finanzstärke abgefragt werden, sowie anhand weiterer interner und externer Daten, wie Informationen von Ratingagenturen. Der Präqualifizierungsprozess zeigt, ob die Produkte und Dienstleistungen neuer Vertragspartner unseren ökonomischen, ökologischen und sozialen Anforderungen entsprechen.
Die Kooperation mit Ratingfirmen ergänzt unseren Präqualifizierungsprozess seit vielen Jahren um eine unabhängige Aussage über die Nachhaltigkeits-Performance potenzieller Geschäftspartner. Im Berichtsjahr haben wir uns in diesem Bereich neu aufgestellt und die Zusammenarbeit mit der Ratingfirma Integrity Next begonnen. Die Informationen, die die Nachunternehmer und Lieferanten unter anderem zu den Themen Umweltschutz, Arbeits- und Menschenrechte, faire Anti-Korruption und Anti-Bestechung, Verantwortung in der Lieferkette sowie CO 2 -Fußabdruck vorlegen, werden von Integrity Next bewertet. Werden Risiken erkannt, erarbeiten wir gemeinsam mit dem entsprechenden Partner spezielle Maßnahmen der Lieferantenentwicklung (Corrective Action Plans). Wir planen, die Kooperation mit Integrity Next auch 2022 fortzusetzen.
Wir überprüfen unsere Präqualifizierungsprozesse regelmäßig und ergänzen sie - wo möglich und sinnvoll - um weitere Schritte. Dies ist ein wesentlicher Beitrag zur Erreichung unseres Ziels, die Nachhaltigkeits-Performance als feste Messgröße in unsere Vergabeentscheidungen zu integrieren.
Als konzernweite nichtfinanzielle Steuerungsgröße ist bei HOCHTIEF die Unfallhäufigkeit (LTIFR) etabliert. Diese Kennzahl ist bei unseren Aktivitäten in Europa und bei Turner zugleich ein verpflichtender Teil des Präqualifizierungsprozesses. Damit stärken wir das Risikomanagement im Einkauf und verdeutlichen zugleich die hohe Priorität für das Thema Arbeitssicherheit auf unseren Baustellen.
Unser internationales Projektgeschäft zeichnet sich durch umfangreiche Lieferketten aus, in denen wir mit vielen Menschen - direkt oder indirekt - in Kontakt treten. HOCHTIEF trägt für jeden von ihnen eine Verantwortung. Nicht nur die Sicherheit und Gesundheit, sondern insbesondere die Achtung aller Menschenrechte entlang unserer gesamten Lieferkette sind daher von oberster Priorität für HOCHTIEF. Lieferanten und Nachunternehmer, auch potenzielle Partner, aus Ländern, die ein erhöhtes Risiko im Hinblick auf Menschenrechtsverletzungen aufweisen, werden in der Division HOCHTIEF Europe von uns mit besonderem Fokus geprüft. Durch eine um das Thema Menschenrechte erweiterte Lieferantenselbstauskunft -die wir gezielt bewerten - möchten wir sicherstellen, dass potenzielle Vertragspartner in ihrem Handeln unsere Anforderungen an die Einhaltung der Menschenrechte erfüllen. HOCHTIEF kaufte auch 2021 zum größten Teil Materialien und Dienstleistungen von Nachunternehmern und Lieferanten aus Ländern ein, die in Übereinstimmung mit den UN-Konventionen einen hohen Menschenrechtsstandard vorweisen. In den sehr wenigen Beschaffungsländern, in denen die UN-Konventionen nicht berücksichtigt werden, setzen wir mit unseren Anforderungen Standards (mehr zum Thema im Kapitel Menschenrechte).
Ständiger und wesentlicher Bestandteil unseres umfangreichen Präqualifizierungsprozesses sind auch grundsätzliche sowie branchenspezifische Compliance-Themen. So beziehen wir beispielsweise Informationen über Verurteilungen oder laufende Verfahren wegen Korruption, Geldwäsche oder Kartellrechtsverstöße mit ein. Lieferanten und Nachunternehmer aus Ländern mit einem erhöhten Risiko für Korruption müssen zusätzlich tiefer gehende Fragen zu ausgewählten Compliance-Aspekten beantworten, beispielsweise, welche konkreten Maßnahmen sie zur Verhinderung von Rechtsverstößen in ihren Unternehmen implementiert haben. Die Antworten werden in der Division HOCHTIEF Europe gezielt ausgewertet und bei Anlass mittels eines weiteren internen Prüfprozesses im Detail untersucht (sogenannte HOCHTIEF Business Partner Due Diligence). Nur nach positiver Prüfung kann eine Zusammenarbeit mit dem betreffenden Nachunternehmer oder Lieferanten begründet beziehungsweise fortgesetzt werden. In der Division HOCHTIEF Asia Pacific durchlaufen alle Geschäftspartner eine entsprechende Compliance-spezifische Due-Diligence-Prüfung. Dieses Vorgehen greift auch bei potenziellen Partnern.
2021 waren zirka 99,35 Prozent unserer Vertragspartner präqualifiziert.
In unseren Projekten geben die präqualifizierten Lieferanten und Nachunternehmer ein Angebot für die verschiedenen Gewerke ab. So stellen wir innerhalb der Ausschreibung und bei der Vergabe einen im Sinne unserer Einkaufsrichtlinie effektiven Wettbewerb her. Wir schreiben die Leistungsanforderungen, die Qualität der Leistungen, Kosten und relevante Termine in bindenden Verträgen mit den ausgewählten Partnern fest. Ob neue oder langjährige Partner: Alle Lieferanten und Nachunternehmer müssen sich bei jedem Vertragsschluss durch die Präqualifizierung klar zu dem HOCHTIEF-Verhaltenskodex für Vertragspartner bekennen. Damit tritt die Verpflichtung unserer Lieferanten und Nachunternehmer in Kraft, die darin festgeschriebenen Menschenrechte, Arbeits- und Sozialstandards sowie Umweltstandards einzuhalten - und diese auch von ihren Auftragnehmern einzufordern.
Im Bau- und Projektgeschäft ist HOCHTIEF weltweit stets an wechselnden Standorten tätig. Dabei beauftragen wir bevorzugt Lieferanten und Nachunternehmer, die im Umfeld unserer Projektstandorte ansässig sind. Dies sichert nicht nur Arbeitsplätze, sondern stärkt nachhaltig die wirtschaftliche Entwicklung in den Regionen, in denen wir Projekte realisieren. Zudem ergänzen unsere Projektteams so ihr Know-how über lokale Gegebenheiten. Darüber hinaus halten wir damit Transportwege kurz und minimieren den Ausstoß von CO 2 -Emissionen. Wo notwendig und sinnvoll, beauftragen wir aber auch überregional tätige Partner, die sich in früherer Zusammenarbeit bereits bewährt haben. 2021 haben wir weltweit etwa 75,05 Prozent unseres Einkaufsvolumens an Lieferanten und Nachunternehmer aus regionalen Einzugsgebieten vergeben.
Wir wollen sicherstellen, dass unsere Partner während der Zusammenarbeit alle vertraglichen Vereinbarungen und Verpflichtungen erfüllen und darüber hinaus im Einklang mit unseren Anforderungen aus dem Bereich Nachhaltigkeit agieren.
Unsere Projektteams überwachen die Nachunternehmer und Lieferanten auf den HOCHTIEF-Baustellen daher kontinuierlich und überprüfen so die Umsetzung der vertraglich vereinbarten Leistungen ebenso wie das angelieferte Material. Dabei ist ein wesentlicher Aspekt, dass alle Regelungen und Anweisungen zur Arbeitssicherheit eingehalten werden und Abfall korrekt entsorgt beziehungsweise recycelt wird. Darüber hinaus lassen wir uns bestätigen, ob unsere Partner bei der Vergütung ihrer Mitarbeitenden die jeweiligen Mindestlohngesetze einhalten.
Diese kontinuierliche Überwachung auf den Baustellen ergänzen wir durch strukturierte Bewertungen unserer Vertragspartner, die unsere Projektteams nach erfolgter Lieferung beziehungsweise nach erbrachter Leistung vornehmen. Dabei bewerten unsere Projektteams nicht nur neue Partner, sondern auch bereits etablierte Lieferanten und Nachunternehmer. Diese Bewertungen werden sowohl mithilfe etablierter IT-Systeme als auch manuell innerhalb der Projekte durchgeführt und beinhalten in den Divisions HOCHTIEF Europe und HOCHTIEF Asia Pacific beispielsweise neben ökonomischen (etwa dem Nachtragsverhalten) auch ökologische Aspekte (etwa den Umgang mit Gefahrstoffen und Abfällen sowie das Bewusstsein für ressourcenschonendes Arbeiten) und soziale Fragen (etwa die Einhaltung der Menschenrechte, der Arbeitssicherheitsvorschriften und die gerechte Entlohnung).
Wir ergänzen diese Bewertungen durch Lieferantenbesuche, Audits, die Auswertung externer Informationen sowie die Nachhaltigkeitsbewertungen durch Integrity Next. Abhängig von den nationalen Gegebenheiten erfolgen Auditierungen entweder intern oder durch externe Partner.
Vertragspartner mit einer insgesamt positiven Bewertung werden in künftige Vergabeprozesse miteinbezogen.
Vertragspartner, die unsere Anforderungen nicht erfüllen und von unseren Projektteams entsprechend negativ bewertet werden, fördern wir entweder im Rahmen unserer Lieferantenentwicklung - zum Beispiel in Zusammenarbeit mit Integrity Next - durch gezielte Maßnahmen oder kennzeichnen sie in unseren Systemen entsprechend, sodass sie für künftige Vergaben nicht mehr berücksichtigt werden (Ausphasung).
Wir werden jährlich den Anteil der Lieferanten erhöhen, die eine systematische Bewertung nach Abschluss der Leistung erhalten; bis 2025 erhalten mindestens 50 Prozent aller signifikanten Lieferanten eine solche Bewertung.
Der operative Einkauf ist bei HOCHTIEF fest integrierter Bestandteil der Projekt- und Niederlassungsorganisation und wird durch die zentralen Einkaufseinheiten der jeweiligen Division unterstützt. So entsteht ein gut funktionierendes Einkaufsnetzwerk.
Mit jedem HOCHTIEF-Projekt entsteht ein Unikat. Damit gehen nicht nur immer wechselnde Standorte einher, sondern auch eine stets geänderte Zusammensetzung der Beteiligten. In der Folge entstehen auch individuelle Herausforderungen für die Auswahl der passenden Lieferanten und Nachunternehmer. Damit wir die richtigen Partner auswählen, findet der projektbezogene Einkauf und das damit verbundene Lieferanten- und Nachunternehmermanagement bei HOCHTIEF vorwiegend projektbezogen und lokal statt. Hier setzen unsere Projekteinkäufer ihre detaillierten Kenntnisse zu regionalen, nationalen und internationalen Märkten sowie ihr tiefgreifendes Projekt-Know-how ein, um die am besten geeigneten Vertragspartner auszuwählen. Durch die stetig wechselnden Standorte hat HOCHTIEF einen laufenden Bedarf an neuen Lieferanten und Nachunternehmern.
In jeder Division gibt es eine zentrale Einkaufseinheit mit dem Auftrag, die Einhaltung aller einkaufsrelevanten Richtlinien und Compliance-Vorgaben sicherzustellen. Diese Einheiten sind untereinander vernetzt, tauschen sich fortlaufend aus und unterstützen sich bei Bedarf gegenseitig, etwa bei der Auswahl und Steuerung internationaler Vertragspartner.
Innerhalb der jeweiligen Division steuern und unterstützen die zentralen Einkaufseinheiten den Projekteinkauf. Zusätzlich übernimmt HOCHTIEF Solutions die Funktion des Einkaufs auf Konzernebene: Sie fördert den konzernweiten Austausch und stößt strategische Initiativen an, etwa Maßnahmen aus den Bereichen Nachhaltigkeit in der Lieferkette oder Digitalisierung, um den Einkauf insgesamt weiterzuentwickeln. So sind wir 2021 beispielsweise konzernweit im Rahmen von Stake-holderdialogen in den Austausch mit unseren wichtigsten Lieferanten und Nachunternehmern sowie mit Herstellern unserer Hauptbaustoffe gegangen, um Chancen und Herausforderungen sowie Ziele einer nachhaltigen Entwicklung der Baubranche zu bewerten. Der Konzernvorstand wird kontinuierlich in die Einkaufsaktivitäten eingebunden.
Interne Regelwerke sollen Transparenz, Wettbewerb, Ordnungsmäßigkeit und Nachhaltigkeit beim Einkauf gemäß einem einheitlichen Verständnis sicherstellen. Unsere Einkaufsprozesse orientieren sich an der der ISO-Norm 20400 zur nachhaltigen Beschaffung.
Gemäß der Bewertung des Dow Jones Sustainability Index 2021 zählte das Supply-Chain-Management von HOCHTIEF im Berichtsjahr weltweit zu den zwei besten Systemen unter den evaluierten Unternehmen.
Die Partnerschaften der CIMIC-Gruppe mit Organisationen wie Supply Nation ermöglichen den Zugang zu einem dynamischen Wirtschaftszweig der Aborigines und Torres Strait Islander, wodurch die Lieferkette diversifiziert und gestärkt wird. Die CIMIC-Gesellschaften beauftragen indigene Unternehmen mit einer breiten Palette von Lieferungen und Dienstleistungen, darunter Arbeitskräfteverleih und -Vermittlung, Schulungen, Technologielösungen, Kran- und Hebedienstleistungen, Fuhrparkmanagement, Abfallmanagement, Kleidung und persönliche Schutzausrüstung, Bauarbeiten, Umwelt- und Sanierungsarbeiten, Betonpumpen, Transport, Klempnerdienste, Druckerei, Reinigung und Catering.
Die Inhalte der Projektbeispiele sind weder Bestandteil der gesetzlichen Jahres- und Konzernabschlussprüfung noch der gesonderten betriebswirtschaftlichen Prüfung mit begrenzter Sicherheit durch die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.
Das Javits Center in Manhattan ist das meistbesuchte Kongresszentrum in den USA. Turner erweiterte es in den vergangenen Jahren um mehr als 110.000 Quadratmeter. Bei der Renovierung wurde auch das Dach begrünt und mit 3.000 Solarmodulen bestückt.
Das Investitionsvolumen in der globalen Baubranche belief sich im Jahr 2021 nach Schätzungen von IHS Markit auf insgesamt 9,9 Billionen Euro. Dies entspricht einem Anstieg um 3,2 Prozent gegenüber 2020, was primär auf Lockerungen bei den Covid-19-Beschränkungen zurückzuführen ist. Die Investitionsaktivitäten liegen weiterhin leicht unterhalb des Vor-Corona-Niveaus. Der positive Trend wird 2022 und 2023 mit Zuwachsraten von 3,3 Prozent bzw. 3,6 Prozent voraussichtlich anhalten. Auch in den für HOCHTIEF relevanten Märkten und Regionen sind die Wachstumsaussichten weiterhin positiv. Das gilt auch für die für uns relevante Zahl der Projekte. Unser Auftragsbestand lag zum Jahresende 2021 stabil bei 51,9 Mrd. Euro und damit um 13 Prozent über dem Vorjahreswert. HOCHTIEF ist mit seiner globalen Präsenz und seinem Leistungsportfolio nach wie vor sehr gut aufgestellt. Mit Blick auf die generellen Aussichten für das Jahr 2022 und darüber hinaus sowie auf unsere operative Performance im Geschäftsjahr 2021 gehen wir davon aus, dass wir bei unseren wesentlichen Kennzahlen auch weiterhin robuste Ergebnisse erreichen werden.
Unsere Strategie ist es, die Stellung von HOCHTIEF in den Kernmärkten weiter zu stärken und Marktwachstumschancen zu verfolgen. Gleichzeitig setzen wir auf cashgestützte Profitabilität und konsequentes Risikomanagement. Unsere Geschäftsbereiche sind flexibel, sodass sich die Unternehmensführung schnell auf veränderte Marktbedingungen einstellen kann. Eine aktive und disziplinierte Kapitalverwendung hat für uns hohe Priorität, und wir richten unser Augenmerk weiterhin auf eine attraktive Aktionärsvergütung sowie Investitionen in strategische Wachstumschancen, um so für alle Stakeholder nachhaltig Werte zu schaffen.
HOCHTIEF kann für das Geschäftsjahr 2021 trotz der Auswirkungen der Corona-Pandemie robuste Ergebnisse vorweisen. Im Berichtszeitraum waren das Kerngeschäft der Divisions HOCHTIEF Americas, HOCHTIEF Asia Pacific und HOCHTIEF Europe sowie unsere 20-prozentige Beteiligung an der Abertis HoldCo (Abertis-Investment) in unterschiedlichem Maße von der Covid-19-Pandemie betroffen. Die meisten unserer Bau-, Ressourcen-Dienstleistungs- und Servicestandorte wurden von Regierungsseite als wesentlich eingestuft und konnten daher ihren Betrieb im Berichtszeitraum aufrechterhalten. Bei Abertis führte das im Geschäftsjahr 2021 weiter steigende Verkehrsaufkommen im Vergleich zu 2020 zu deutlich höheren Umsatzerlösen im Mautstraßenbereich und damit zu einem signifikant verbesserten Ergebnisbeitrag von 58 Mio. Euro, nach -17 Mio. Euro im Vorjahr. Ohne den Beitrag von Abertis verbesserte sich der operative Konzerngewinn um 5 Prozent. Der operative Gewinn des HOCHTIEF-Konzerns belief sich auf 454 Mio. Euro und lag damit am oberen Ende der zum Jahresbeginn 2021 prognostizierten Spanne (410 bis 460 Mio. Euro) und um 26 Prozent über dem Vorjahr. Der Konzern erzielte einen nominalen Gewinn von 208 Mio. Euro und ein Net Cash aus laufender Geschäftstätigkeit vor Factoring von 760 Mio. Euro. HOCHTIEF beendete das Jahr mit einem Auftragsbestand von knapp 52 Mrd. Euro.
Das Nettofinanzvermögen des HOCHTIEF-Konzerns belief sich zum Stichtag 31. Dezember 2021 auf solide 556 Mio. Euro (Vorjahr: 618 Mio. Euro). Bereinigt um die Reduzierung im Factoring (354 Mio. Euro) würde sich das Nettofinanzvermögen auf 910 Mio. Euro belaufen und um 292 Mio. Euro über dem Wert des Vorjahres liegen.
In 2021 ist - entgegen dem positivem Trend des Vorjahres - die Lost Time Injury Frequency Rate (LTIFR) im HOCHTIEF-Konzern auf 1,54 angestiegen. Dies ist durch ein erhöhtes Unfallgeschehen in Einheiten der Divisions HOCHTIEF Americas und HOCHTIEF Asia Pacific bedingt. In mehreren Einheiten der Division HOCHTIEF Europe konnte die Unfallhäufigkeit jedoch in etwa auf Vorjahresniveau gehalten und teilweise noch verbessert werden. Diese positive Entwicklung ist erneut auf unterschiedliche Trainingsmaßnahmen sowie die hohe, durch die Corona-Pandemie begründete Sensibilisierung der Mitarbeiter für Gesundheit und Unversehrtheit zurückzuführen. Es erfolgten auch in 2021 zahlreiche zusätzliche Aktionen und Unterweisungen. Die CIMIC-Gesellschaft Thiess wird in den nichtfinanziellen Zahlen für 2021 und somit auch in der LTIFR-Kennzahl der Division HOCHTIEF Asia Pacific erstmalig nicht berücksichtigt. Dieser Effekt und die Entwicklung der Unfallfrequenz in den mitarbeiterstarken Divisions HOCHTIEF Americas und HOCHTIEF Asia Pacific im Berichtsjahr nehmen einen wesentlichen Einfluss auf die LTIFR des HOCHTIEF-Konzerns. Das Bewusstsein für Gesundheit und Unversehrtheit an den Arbeitsstätten des Konzerns wollen wir im gesamten Konzern weiterhin intensiv fördern. Zugleich ist uns bewusst, dass die Zahl der Unfallhäufigkeit auch von weiteren Faktoren abhängig ist und die Kennzahl LTIFR nur über einen längeren Zeitraum betrachtet nachhaltig weiterverbessert werden kann.
1 Weitere Informationen finden Sie im Kapitel
Märkte.
2 Weitere Informationen finden Sie im Kapitel
Strategie.
3 Weitere Informationen finden Sie im Kapitel
Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage.
Aus den genannten Gründen halten wir für 2022 an unserer LTIFR-Prognose von 1,16 fest. Wie aus den berichteten LTIFR-Werten für 2021 ersichtlich, ist das Unfallgeschehen in der Division HOCHTIEF Europe trotz des positiven Trends im Vergleich zu den anderen Divisions höher. Dies wurde bei der Prognose ebenfalls berücksichtigt. An unserem LTIFR-Ziel von 1,04 bis 2025 und von 0,9 für das Jahr 2030 halten wir weiterhin fest.
Der Auftragsbestand von HOCHTIEF lag zum Jahresende 2021 bei soliden 51,9 Mrd. Euro, was einer Verbesserung um 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht und deutlich über Vor-Pandemie-Niveau liegt. Berücksichtigt man zudem eine Tenderpipeline für das Jahr 2022 im Wert von über 600 Mrd. Euro 1 , bleibt der fundamentale Ausblick für die Aktivitäten in den für HOCHTIEF relevanten Märkten in diesem Jahr weiterhin positiv. Die für die Prognose herangezogenen Wechselkurse entsprechen nahezu den Kassakursen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des HOCHTIEF-Konzernberichts. Die positiven Aussichten spiegeln sich auch in unserer Erwartungshaltung für die wesentlichen Steuerungsgrößen des HOCHTIEF-Konzerns im Geschäftsjahr 2022 wider, wie auch der HOCHTIEF Aktiengesellschaft.
Für den HOCHTIEF-Konzern erwarten wir für das Jahr 2022 einen operativen Konzerngewinn im Bereich von 475 bis 520 Mio. Euro. Dies entspricht einem Zuwachs von 5 bis 15 Prozent (operativer Konzerngewinn 2021), vorbehaltlich sich ändernder Marktbedingungen und der Entwicklung der Covid-19-Pandemie. 2022 erwartet HOCHTIEF ein ähnlich solides Nettofinanzvermögen wie im Vorjahr, wobei die Veränderung gegenüber 2021 von Entscheidungen hinsichtlich Kapitalallokation und Aktionärsvergütung sowie von den Marktbedingungen und den Auswirkungen von Covid-19 abhängt.
Wie bisher werden wir den Schwerpunkt weiter auf Sicherheit legen, das Basisprinzip der HOCHTIEF-Grundsätze. Für das Geschäftsjahr 2022 streben wir für die fortgeführten Aktivitäten eine Unfallquote (LTIFR) von unter 1.16 an. Wir halten weiterhin an unserem Ziel fest, die Unfallquote für fortgeführte Aktivitäten bis zum Jahr 2030 auf unter 0,9 zu verbessern.
HOCHTIEF geht davon aus, dass sich die nicht-operativen Effekte - ohne den negativen Sondereinfluss in Höhe von 195 Mio. Euro aus dem Schiedsspruch zu einem Projekt in Chile - auf einem ähnlichen Niveau bewegen werden wie 2021; diese werden voraussichtlich im Wesentlichen aus Restrukturierungskosten und Investitionen bestehen.
Die Vergütung der Aktionäre genießt für HOCHTIEF auch weiterhin Priorität. Die vorgeschlagene Dividende von 1,91 Euro je Aktie entspricht einer unveränderten Konzernpolitik zur Ausschüttungsquote von 65 Prozent des nominalen Konzerngewinns.
1 Diese Angabe ist nicht Bestandteil der
gesetzlichen Jahres- und Konzernabschlussprüfung
Bei HOCHTIEF unterscheiden sich die Geschäftsfelder und Projekte hinsichtlich ihrer Art, des Volumens, der Dauer, der Komplexität sowie des technischen Anspruchs. Vor diesem Hintergrund ist es von besonderer Bedeutung für den Konzernerfolg, dass das Chancen- und Risikomanagement auf die Geschäftstätigkeit zugeschnitten ist und das operative Geschehen individueller Projekte in den Fokus nimmt. (Eine Übersicht zu aktuellen Marktchancen finden Sie im Kapitel Märkte und Rahmenbedingungen.)
Das von HOCHTIEF etablierte Risikomanagementsystem bezieht alle Ebenen der Organisation mit ein und definiert Richtlinien, Verantwortlichkeiten, Prozesse sowie Instrumente. Chancen und Risiken werden frühzeitig bewertet und daraus geeignete Maßnahmen abgeleitet, um Chancen wahrzunehmen und Risiken effektiv zu reduzieren. Dabei behandeln wir finanzielle sowie nichtfinanzielle Aspekte.
Wir verfolgen kontinuierlich die Entwicklung konzernrelevanter Märkte und Regionen und berücksichtigen dies in entsprechenden Planungen. Sollten sich Einflussfaktoren bei einem Projekt oder in einem Geschäftsfeld anders darstellen als bis zu diesem Zeitpunkt angenommen, könnte dies Auswirkungen auf die wesentlichen Kennzahlen von HOCHTIEF haben und möglicherweise das prognostizierte Wachstum für ein Geschäftsjahr oder mehrere aufeinanderfolgende Jahre verändern.
Die Finanz- und Ertragslage der HOCHTIEF Aktiengesellschaft als Management-Holding ist letztendlich bestimmt durch das Vermögen der Konzerngesellschaften und deren Fähigkeit zur Erwirtschaftung nachhaltiger positiver Ergebnisbeiträge sowie positiver Cashflows. Das Risikoprofil der Gesellschaft stimmt somit im Wesentlichen mit dem des Konzerns überein. Die Berichterstattung an die HOCHTIEF Aktiengesellschaft bildet die Basis für die Sicht auf die Lage der Gesellschaft.
Das konzernweite Risikomanagement beinhaltet eine Reihe einzelner Komponenten. Den übergeordneten Rahmen bilden Richtlinien, die im Hinblick auf die sich ändernden gesetzlichen Anforderungen laufend überprüft und bei Bedarf angepasst werden. Weiterhin tragen konzernweit gültige Standards, etwa zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Sozialstandards sowie Verhaltens- und Compliance-Regeln wie der Code of Conduct, dazu bei, Risiken zu minimieren. Schließlich ergänzen individuelle Systeme, Prozesse und Organisationsanweisungen, die der Identifikation, Bewertung und Steuerung von Chancen und Risiken dienen, das Risiko- und Chancenmanagement in den Divisions und operativen Einheiten von HOCHTIEF.
HOCHTIEF sieht sich in Bezug auf die Vermeidung und Bewältigung langfristiger Risiken sehr gut aufgestellt.
Den Begriff "Risiko" definiert HOCHTIEF als ein Ereignis mit möglicher negativer Auswirkung auf die - im Hinblick auf die unternehmerischen Ziele - im Plan formulierten Erwartungswerte relevanter wirtschaftlicher Kennzahlen. Hierbei bezieht sich ein Risiko primär auf Ereignisse mit möglicher Auswirkung auf das Ergebnis vor Steuern und die Liquidität. Um eine transparente Darstellung zu ermöglichen, werden die einzelnen Risiken nach Risikokategorien gegliedert.
Im Risikomanagement werden die folgenden Risikokategorien in einem detaillierten Bottom-up-Prozess betrachtet, die einen direkten oder indirekten Einfluss auf die Geschäftstätigkeit im HOCHTIEF-Konzern nehmen:
| ― |
Marktrisiken und regulatorische Risiken |
| ― |
Umweltrisiken |
| ― |
Finanzielle Risiken |
| ― |
Personelle und soziale Risiken |
| ― |
Interne und technologische Risiken |
| ― |
Projekt- und Vertragsrisiken |
| ― |
Investitionsrisiken |
| ― |
Rechtliche Risiken (inklusive Menschenrechte, krimineller Handlungen und Korruption) |
Zudem berücksichtigen wir bei unserer Betrachtung grundsätzlich auch Risiken, die sich aus unseren Produkten und Dienstleistungen für unsere Stakeholder ergeben.
Wir betrachten zugleich stets auch die Chancen, die sich in unseren Projekten und Märkten ergeben, und entwickeln diese aktiv. Als "Chance" definieren wir mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer positiven Abweichung von Prognosen bzw. Zielen des Konzerns führen können. Die Identifikation und das Nutzen von Chancen können einen wichtigen Beitrag dazu leisten, die bestehende Marktposition zu erhalten und auszubauen.
1 inkl. Menschenrechte, kriminelle Handlungen
und Korruption
Alle HOCHTIEF-Divisions verbessern kontinuierlich ihr Risikomanagement in ihrem jeweiligen Marktumfeld.
Turner und Flatiron in der Division HOCHTIEF Americas sind in das Risikomanagementsystem von HOCHTIEF integriert. Das "Risk Management Steering Committee" übernimmt bei Turner eine Schlüsselrolle: Es koordiniert und überwacht sämtliche risikobezogenen Themen. Durch eine speziell entwickelte Risikomatrix kann Turner potenzielle Risiken frühzeitig identifizieren und - sofern erforderlich - kontrollieren. Zudem werden auf Ebene der Business-Units quartalsweise Risikoanalysen erstellt und die Ergebnisse in einem "Riskmemo" aggregiert. Bei Flatiron deckt eine Abteilung für Risikomanagement alle Aspekte des Risikomanagements ab. Alle Projekte werden bereits in der Angebotsphase systematisch aus Risikosicht analysiert und bewertet. In monatlichen Gesprächen zu allen wesentlichen Projekten werden auf Topmanagementebene Risiken sowie Gegenmaßnahmen identifiziert und der aktuelle Status der Risikosituation abgestimmt und bewertet. Die Einbindung der internen technischen Kompetenzzentren Turner Engineering Group bzw. Flatiron Technical Services Group trägt bei den Gesellschaften zusätzlich zur Vermeidung von Projektrisiken bei.
In der Division HOCHTIEF Asia Pacific definiert CIMIC das Risikomanagement als die Identifikation, Bewertung und Behandlung von Risiken mit potenziell erheblichem Einfluss auf die Geschäftstätigkeit, die Mitarbeitenden, den Ruf des Unternehmens, das Umfeld und die Standorte, an denen das Unternehmen tätig ist, sowie auf dessen wirtschaftliche Perspektiven. Der Rahmen für das Risikomanagement von CIMIC wird laufend überwacht. Er ist auf die eigene Geschäftstätigkeit abgestimmt, in bestehende Prozesse eingebettet und auf die kurz- und langfristigen Unternehmensziele ausgerichtet. Mit seinen vielfältigen Aktivitäten, seiner breiten geografischen Aufstellung und seinem großen Marktspektrum ist CIMIC einer Reihe von Risikofaktoren ausgesetzt, die das Erreichen der Unternehmensziele potenziell gefährden können. Wie in allen anderen Divisions steht das Risikomanagement bei CIMIC im Einklang mit der HOCHTIEF-Konzernrichtlinie zum Risikoreporting.
Die Gesellschaft HOCHTIEF Infrastructure, die das Baugeschäft in Europa verantwortet, gliedert das Risikomanagement in fünf Fachbereiche: "Project Acquisition and Implementation" (Begleitung der kompletten Angebotsbearbeitung der operativen Einheiten); "Project Risk Management" (Unterstützung der operativen Einheiten im Risk-Monitoring); "Dispute Resolution and Litigation" (Projektmanagement für Streitschlichtungen); "Technical Quality Control Group" (Reduktion technischer Risiken und Verbesserung der Projektausführung); und "Qualitätsmanagement" (QM) (Erarbeitung, Dokumentation und Weiterverbesserung der Prozesse für unser operatives Geschäft; interne und externe QM-Audits; kontinuierlicher Verbesserungsprozess (KVP); Best Practice; und Lean Construction).
Die Gesellschaft HOCHTIEF PPP Solutions, die Planungs-, Finanzierungs-, Bau- und Betriebsleistungen im Rahmen von öffentlich-privaten Partnerschaften (Public-Private-Partnerships) für Verkehrs- und soziale Infrastruktur realisiert, hat ein Risikomanagementsystem zur systematischen Erfassung, Bewertung und Kontrolle von Risiken implementiert. In den Kernprozessen "Acquisition", "Execution" und "Divestment" werden regelmäßig Chancen und Risiken analysiert. Durch eine aktive Risikosteuerung mit geeigneten Maßnahmen wird das Gefährdungspotenzial reduziert. Die Bandbreite der zu ergreifenden Maßnahmen ist vielfältig, je nach betrachtetem Risiko beinhaltet dies zum Beispiel die aktive Zusammenarbeit mit dem Kunden, um eine alternative technische Lösung zu erarbeiten, die Versicherung von Risiken oder eine zusätzliche Rückstellungsbildung zur Risikovorsorge. Das Risikomanagement ist Teil des Qualitätsmanagementsystems, das HOCHTIEF PPP Solutions zur kontinuierlichen Verbesserung der Qualität seiner Projekte und Dienstleistungen und zur systematischen Prozessoptimierung eingeführt hat.
Das Chancenmanagement erfolgt im Wesentlichen durch das strategische Management sowie im Rahmen des dezentralen kontinuierlichen Verbesserungsprozesses. Um Chancen rechtzeitig zu identifizieren und wahrnehmen zu können, beobachten wir unsere Märkte und ihre Entwicklung intensiv. Zu den aktuellen Chancen für den HOCHTIEF-Konzern zählen insbesondere Akquisitionen sowie erhöhte Investitionsvolumina in unseren Kernmärkten.
HOCHTIEF verfolgt die kontinuierliche Verbesserung des Risikomanagements als ein zentrales strategisches Ziel. Die Bedeutung des Themas und der strategische HOCHTIEF-Ansatz werden den Mitarbeitenden nahegebracht: So bieten wir interne Schulungen und Fortbildungen zum Themenbereich Risikomanagement an und legen Wert darauf, dass Mitarbeitende an solchen Schulungen teilnehmen.
HOCHTIEF verfügt über ein Vergütungssystem mit fixen und variablen Komponenten, das regelmäßig überprüft wird. Ein wichtiger Bestandteil dieses Systems ist die Einführung von risikobezogenen Messgrößen und Zielen, an deren Erfüllung oder Nichterfüllung sich die Mitarbeitenden im Rahmen entsprechend den Aufgaben und Verantwortlichkeiten gestalteter individueller Zielvereinbarungen messen lassen. HOCHTIEF bietet seinen Mitarbeitenden vielfältige Systeme und Tools, um mögliche Risiken zu identifizieren, auf potenzielle Risiken für HOCHTIEF hinzuweisen und, wenn nötig, gegenzusteuern.
Die Zertifizierung von HOCHTIEF nach ISO 9001:2015, die auch den Umgang mit Chancen und Risiken betrachtet, ist ein zusätzlicher Beleg für die gute Umsetzung des Chancen- und Risikomanagements von HOCHTIEF.
Als unternehmenseigener Versicherungsmakler koordiniert die HOCHTIEF Insurance Broking and Risk Management Solutions GmbH das versicherungsbezogene Risikomanagement der Divisions des HOCHTIEF-Konzerns und ist damit Teil des konzernweiten Risikomanagements. Die Gesellschaft ist unmittelbar der HOCHTIEF Aktiengesellschaft zugeordnet.
Zielsetzung ist der Schutz der Konzernbilanz durch einen bedarfsgerechten Versicherungsschutz für die vielfältigen Projekte und Aktivitäten des HOCHTIEF-Konzerns zu minimalen Gesamtrisikokosten (Total Cost of Risk). Zusätzlich wird das lokale Risikomanagement der operativen Einheiten durch die Bereitstellung von aggregierten Informationen unterstützt, die durch Erhebung und Analyse von Daten im Rahmen eines konzernweiten Versicherungsberichtswesens gewonnen werden.
Versicherungslösungen für Verkehrsinfrastrukturprojekte sowie für Projekte der sozialen und urbanen Infrastruktur decken die relevanten versicherbaren Risiken vor und während der Bauphase sowie in der Betriebsphase ab. Der Fokus der umfassenden Versicherungskonzepte liegt auf der sachgerechten Absicherung von Sach- und Vermögensschäden. Typische Instrumente hierfür bieten neben der Haftpflichtversicherung die Bauleistungs- und die Sach-Allgefahrenversicherung. Neben den Einheiten des HOCHTIEF-Konzerns werden auch externe Unternehmen, in erster Linie Projektpartner, Eigentümer und Endnutzer, in den Versicherungsschutz der Projekte miteinbezogen.
Durch die Versicherungsgesellschaften Builders Reinsurance S.A. und Builders Direct S.A. sowie die Beratungsgesellschaft Independent (Re)insurance Services S.A. werden darüber hinaus weitere Produkte und Dienstleistungen zur Optimierung der Risiko- und Kostenstruktur des Konzerns sowie für externe Kunden bereitgestellt. Die Ratingagentur AM Best hat die Finanzstärke beider Versicherungsgesellschaften 2021 erneut mit "a-" (Excellent) bewertet.
Eine konzernweit gültige Richtlinie regelt den einheitlichen Umgang mit der Risikoberichterstattung. Sie umfasst die Meldung und Kommunikation von Risiken, die Aufbau- und Ablauforganisation sowie die Definition eines gültigen Rahmens des Risikoberichtswesens. Dieser Risikoberichterstattungsprozess ist zusätzlich zum operativen Risikomanagement Teil der konzernweiten Prozesse zur Handhabung von Risiken. Die Richtlinie wurde im Berichtsjahr bezüglich der Risikodefinition sowie der Risikokategorien überarbeitet und um den Aspekt der Risikotragfähigkeitstests ergänzt.
Finanzielle und nichtfinanzielle Risiken werden in den Planungs- und Prognoseprozess einbezogen. In einem mehrstufigen Prozess erfassen die operativen und die Holding-Gesellschaften ihre Risikoposten und bewerten diese zusammen mit dem Management und dem Controlling der Divisions. Anschließend werden die relevanten Risiken an das Konzerncontrolling gemeldet, unter Angabe der potenziellen Auswirkungen auf Ergebnis und Liquidität im aktuellen Geschäftsjahr und in den zwei darauffolgenden Jahren, sowie der Risikokategorie, des möglichen Eintrittszeitpunkts, der Eintrittswahrscheinlichkeit und der bereits getroffenen Maßnahmen zur Abwendung und Minderung der beobachteten Risiken. Die daraus resultierende Risikosituation wird in einen abschließend erstellten Risikobericht für den Vorstand überführt. Zudem wird dem Audit-Committee des Aufsichtsrats regelmäßig über die aktuelle Risikosituation im Konzern berichtet.
Die Erstellung fallbezogener Risikoszenarien bildet mögliche Auswirkungen auf HOCHTIEF und Korrelationen einzelner Risiken untereinander ab und dient dazu, vorhandene Sensitivitäten beurteilen zu können. Mittels der vorhandenen Instrumente wird die Risikosituation fortlaufend kontrolliert. Wesentliche Änderungen werden unabhängig von den regelmäßigen Aktualisierungen unverzüglich gemeldet ("internes Ad-hoc-Reporting"). In diesem Zusammenhang bildet der Investitionsausschuss ein wesentliches Element des Risikomanagements von HOCHTIEF: Bevor genehmigungspflichtige Investitionen, Desinvestitionen und Beteiligungen getätigt werden, bewertet er die damit verbundenen möglichen Risiken für HOCHTIEF. So werden diese vermieden oder zumindest reduziert. Ziel ist es, mittels Standardkriterien und -verfahren sicherzustellen, dass Entscheidungen gemäß identischen genehmigten Prinzipien getroffen werden. Dabei sind Projektgröße und -komplexität wichtige Kriterien für die Art und den Umfang der Risikobetrachtung.
Die Konzernrevision übernimmt als unabhängige interne Prüfungsinstanz die Überwachung der Geschäftsprozesse und des Risikomanagements hinsichtlich der Einhaltung von Gesetzen, Verordnungen, Richtlinien, internen Kontrollsystemen und Unternehmenszielen. Das Programm risikobasierter Prüfungen wird durch außerplanmäßige Sonderprüfungen ergänzt. Dafür hat die Konzernrevision weitgehende und uneingeschränkte Informations- und Prüfungsrechte im Konzern. Sie ist eine unabhängige interne Institution, die im Auftrag des HOCHTIEF-Vorstands Prüfungen in den Geschäftsbereichen, Beteiligungsgesellschaften, Projektgesellschaften sowie bei Fremdfirmen, für die vertragliche Prüfungsrechte bestehen, wahrnimmt und den Vorstand dahin gehend sowie in seiner Leitungsfunktion durch unabhängige Analysen, Auswertungen und Vorschläge unterstützt. Die Konzernrevision berichtet dem Management und dem Vorstand über jede ihrer Prüfungen sowie zusammengefasst dem Prüfungsausschuss von HOCHTIEF.
Ziel der Konzernrevision ist es, zur Sicherung des Betriebsvermögens beizutragen, die Zuverlässigkeit der Risikomanagement- und Überwachungssysteme zu bewerten und einen Beitrag zu deren Verbesserung sowie zur Wirtschaftlichkeit in den unternehmensinternen Prozessen zu leisten.
Die Konzerngesellschaften Turner und CIMIC besitzen zusätzlich eigenständige Revisionseinheiten. Die Ergebnisse aus den Revisionsprüfungen werden herangezogen, um das Risikomanagement - und hier insbesondere die Risikofrüherkennung und -steuerung - weiter zu optimieren. Die Prozesse der Revision folgen internationalen Prüfungsstandards und werden regelmäßigen, unabhängigen Quality-Assessments unterzogen.
Eine verlässliche und ordnungsgemäße Finanzberichterstattung ist sowohl für die Entscheidungen des Managements als auch für die Information von Stakeholdern und Öffentlichkeit von zentraler Bedeutung. Im HOCHTIEF-Konzern werden die aus dem Konzernrechnungslegungsprozess resultierenden Risiken folgendermaßen berücksichtigt: Die konzerneinheitliche Bilanzierung und Bewertung ist durch eine IFRS-Richtlinie gewährleistet. Diese wird jährlich aktualisiert. Für die deutschen Konzerngesellschaften wird zusätzlich eine jährlich aktualisierte HGB-Bilanzierungsrichtlinie erstellt. Die Tochtergesellschaften verantworten in enger Abstimmung mit dem Konzernrechnungswesen die Einhaltung der konzernweit gültigen Bilanzierungsvorschriften in ihren Abschlüssen.
Die Bilanzierung von Finanzinstrumenten erfolgt in Absprache mit der Abteilung Konzernfinanzen. So werden Verlässlichkeit und Richtigkeit der verarbeiteten Zahlen sichergestellt.
Die Bewertung derivativer Finanzinstrumente wird zudem durch ein im Industrie- und Bankensektor etabliertes Treasury-Management-Tool unterstützt. Darüber hinaus setzt HOCHTIEF externe Dienstleister ein, zum Beispiel für die Bewertung von Pensionsverpflichtungen.
Die korrekte Durchführung der Kapital- und Schulden-, Aufwands- und Ertragskonsolidierung sowie der Zwischengewinneliminierung wird durch die softwaregestützte Erstellung des Konzernabschlusses sowie systemseitige Plausibilisierungen des Zahlenwerks unterstützt. Sofern dennoch in Einzelfällen Klärungsbedarf bestehen sollte, werden diese vom Konzernrechnungswesen geprüft und geklärt. Das im Konzern eingesetzte Konsolidierungssystem verfügt über ein Zugriffsberechtigungssystem. So wird gewährleistet, dass die jeweils verantwortlichen Mitarbeitenden nur auf die für sie relevanten Daten zugreifen können. Das Konsolidierungssystem wird von der Konzernrevision regelmäßig überprüft.
Die verbindlich definierten Risikokategorien ermöglichen eine einheitliche und transparente Darstellung. Die Risikobewertung und -berichterstattung dienen der Quantifizierung von Risiken hinsichtlich ihres Schadenspotenzials und ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit, nach Berücksichtigung bereits getroffener Maßnahmen. Der jeweilige Erwartungswert ergibt sich dabei als Multiplikation der Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos und dessen potenzieller Auswirkung auf die Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Die aggregierten Risiken im aktuellen Geschäftsjahr und in den zwei darauffolgenden Jahren in den nachfolgend aufgeführten Risikokategorien werden in Abhängigkeit vom Erwartungswert als "gering" (mögliche Auswirkungen von 0 bis 250 Mio. Euro akkumuliert über drei Jahre), "mittel" (mögliche Auswirkungen von 250 bis 500 Mio. Euro akkumuliert über drei Jahre) beziehungsweise "hoch" (mögliche Auswirkungen über 500 Mio. Euro akkumuliert über drei Jahre) klassifiziert. Der Erwartungswert des Schadenspotenzials bezieht sich sowohl auf das Vorsteuerergebnis als auch auf die Liquidität.
Die im HOCHTIEF-Konzern angewandte Risikodefinition umfasst finanzielle und nichtfinanzielle Risiken und ihre Auswirkungen. Dabei ist es für den internen Berichtsprozess unerheblich, ob ein zu berichtendes Risiko auf finanzielle oder nichtfinanzielle Aspekte zurückzuführen ist. Eine meldepflichtige Abweichung bezüglich Nettoschadenshöhe und Erwartungswert ist gegeben, sobald der Wert oberhalb der jeweiligen Meldegrenzen liegt. Somit werden wesentliche Risiken im Sinne des §289c Abs. 3 Satz 1 Nr. 3 und 4 HGB berücksichtigt, die sehr wahrscheinlich schwerwiegende negative Auswirkungen auf nichtfinanzielle Aspekte haben. Risiken mit Auswirkungen unterhalb der Meldeschwellen werden nur erfasst, wenn sie große potenzielle Auswirkungen auf nichtfinanzielle Aspekte haben oder die finanziellen Auswirkungen wahrscheinlich groß, aber derzeit nicht quantifizierbar sind.
In Bezug auf die Nachhaltigkeitsaspekte gemäß HGB erfolgt das Nachhaltigkeitsmanagement bei HOCHTIEF dezentral.
Das operative Geschehen wird durch den Chief Sustainability Officer von HOCHTIEF gesteuert und überwacht - eine Aufgabe, die auch in der Verantwortung der Fachabteilungen der Konzernzentrale liegt. Diese betrachten die für ihre Themen relevanten Risiken im Zusammenhang mit ihren Kernaufgaben beziehungsweise innerhalb ihrer Zielsysteme. Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft beziehungsweise die Risiken und Chancen daraus werden überdies auf Projektebene behandelt. So gehören zum Beispiel Umwelt- sowie Stakeholdermanagement-Konzepte zu den üblichen Arbeitsmitteln in der Abwicklung von Bauprojekten.
Auch Chancen werden hinsichtlich ihrer Auswirkung auf das Ergebnis vor Steuern und die Liquidität betrachtet. Chancen für HOCHTIEF sehen wir vor allem in unseren Kernmärkten, in denen wir - insbesondere in unseren bestehenden Marktsegmenten - Wachstumspotenzial aktiv bewerten.
Das Gesamtrisiko des HOCHTIEF-Konzerns wird durch die Summierung der Erwartungswerte der Einzelrisiken sowie das Aggregieren auf Konzernebene nach Divisions und den genannten Kategorien ermittelt. Chancen werden insbesondere durch die genaue Beobachtung von Märkten und die Identifikation sich bietender Marktpotenziale in allen Geschäftsbereichen des Konzerns definiert.
Das bei HOCHTIEF für das Geschäftsjahr 2022 identifizierte Gesamtrisiko besteht hauptsächlich aus den im Folgenden erläuterten, den einzelnen Kategorien zugeordneten Risiken:
Die wirtschaftliche Entwicklung des HOCHTIEF-Konzerns ist eng mit den makroökonomischen Trends und Konjunkturzyklen der Länder und Regionen, in denen HOCHTIEF tätig ist, verbunden. (Weitere Informationen zu unseren Märkten und der Positionierung von HOCHTIEF finden Sie im Kapitel Märkte sowie im Segmentbericht.)
Auch 2021 hat die weltweite Covid-19-Pandemie die wirtschaftliche Entwicklung negativ beeinflusst. HOCHTIEF war 2021 in den jeweiligen Kernmärkten in unterschiedlichem Ausmaß betroffen, einerseits durch pandemiebedingte Beschränkungen und zusätzliche Auflagen bei Projekten sowie durch Verzögerungen bei der Vergabe neuer Projekte, andererseits durch eine Verkehrsentwicklung bei unserer Finanzbeteiligung Abertis, die pandemiebedingt im Gesamtjahr noch unter Vor-Covid-Niveau liegt.
Nach Einschätzung von IHS Markit wird sich die Wirtschaftsleistung in allen bedeutenden Regionen und Märkten weiter erholen.
Wir beobachten weltwirtschaftliche und geopolitische Entwicklungen in den für HOCHTIEF bedeutenden Regionen und Märkten intensiv. HOCHTIEF konzentriert sich auf attraktive Märkte in Amerika, in der Region Asien-Pazifik und in Europa. Dabei sind wir in unseren Marktsegmenten weltweit bereits in führenden Markt- und Technologiepositionen vertreten. Aus dieser Position heraus sehen wir weiterhin gute Chancen, um unsere Marktposition und das Kerngeschäft zielgerichtet weiter auszubauen und nachhaltig profitabel zu wachsen.
Veränderungen der geopolitischen Lage können möglicherweise langfristig negative Auswirkungen auf die globale Weltwirtschaft haben und insbesondere das öffentliche Investitionsvolumen reduzieren. Dadurch können sich langfristig die Wachstumsperspektiven in den für HOCHTIEF bedeutenden Märkten reduzieren und/oder die künftige Geschäftsentwicklung kann beeinträchtigt werden. Mit seiner starken weltweiten Präsenz, fokussiert auf entwickelte Märkte, und mit seinen renommierten lokalen Gesellschaften kann HOCHTIEF mögliche regionale Schwankungen ausgleichen und flexibel auf derartige Risiken reagieren.
Im Jahr 2021 ist das US-Wirtschaftswachstum gegenüber dem Vorjahr trotz der weiterhin präsenten weltweiten Corona-Pandemie angestiegen. Das Infrastrukturprogramm der US-Regierung ist in den IHS-Markit-Prognosen enthalten. Die weitere Entwicklung der bestehenden Handelskonflikte zwischen den USA und ihren Handelspartnern ist mit Unsicherheiten behaftet. Eine Verschärfung dieser Konflikte könnte sich künftig negativ auf die weltwirtschaftliche Entwicklung auswirken und so möglicherweise zu einer Reduktion der Wirtschaftsleistung beitragen. IHS Markit erwartet für die kommenden Jahre eine positive Entwicklung der nordamerikanischen Bauwirtschaft, maßgeblich unterstützt durch das beschlossene Infrastrukturpogramm der US-Regierung und bedeutende Projektentwicklungen in Kanada.
In den Märkten Asien und Australien ist eine deutlich positive Entwicklung für das Jahr 2021 festzustellen. Durch neue Infrastrukturprogramme seitens der australischen Regierung ist der Marktausblick für das Jahr 2022 gleichbleibend positiv, das bereits einsetzende Wachstum wird sich im Jahr 2023 auf hohem Niveau stabilisieren. In Kombination mit der starken PPP-Kompetenz ist die Division HOCHTIEF Asia Pacific über unsere Tochtergesellschaft CIMIC sehr gut positioniert, um sich weiterhin nachhaltig profitabel zu entwickeln. Zudem wird erwartet, dass die weltweite Nachfrage nach Rohstoffen weiter zunehmen wird. Dies dürfte den Ausbau der Rohstoffförderung insbesondere im australischen Markt beeinflussen und sich positiv auf unsere Aktivitäten im Bereich Ressourcen-Dienstleistungen und Mineralienverarbeitung auswirken. Durch eine zunehmende Internationalisierung in diesem Segment ist CIMIC für eine solche positive Entwicklung zusätzlich gut ausgerichtet. Das zunehmende Outsourcing von Wartungsleistungen durch Asset-Eigentümer dürfte sich positiv auf den Bereich Services auswirken und das Konjunkturrisiko mindern.
Die Pandemie führte 2021 weltweit zu Störungen in den Lieferketten, mit entsprechenden Folgen für die Verfügbarkeit von Produkten und Materialien. Für 2022 erwartet IHS Markit, dass sich diese Störungen fortsetzen. Dies könnte sich negativ für HOCHTIEF in einzelnen Projekten oder Märkten auswirken.
Politische Unsicherheiten in Europa, politischer Populismus und Protektionismus können negative Auswirkungen auf den europäischen Wirtschaftsraum haben. Insbesondere zollpolitische Maßnahmen, in einigen Ländern außerhalb und innerhalb der Europäischen Union, können sich negativ auf die Auftragsvergabe auswirken. Durch die Vielzahl von staatlichen Investitionsprogrammen in einzelnen europäischen Ländern sehen wir sehr gute Chancen, die wir weiterhin nutzen wollen.
Der Anstieg des Ölpreises im Jahr 2021 und weitere Preiserhöhungen können negative Auswirkungen auf unsere Betriebskosten haben. Insbesondere bei unseren Aktivitäten im Bereich Ressourcen-Dienstleistungen wird dieses Risiko betrachtet und kontinuierlich bewertet. Höhere Betriebskosten wiederum können negative Auswirkungen auf die jeweiligen Projekte haben. HOCHTIEF versucht daher, dieses langfristige Risiko in Zusammenarbeit mit den Kunden ausgewogen zu verteilen und einen fairen Interessenausgleich zu erzielen. Dadurch ist HOCHTIEF in der Lage, das Risiko auf eine zu vernachlässigende Größe zu reduzieren.
Trotz der weiterhin bestehenden Unsicherheit in Bezug auf die zeitliche Dauer der Covid-19-Pandemie bis zur Normalisierung der wirtschaftlichen Aktivität in unseren Kernmärkten sehen wir keine für HOCHTIEF signifikanten Marktrisiken und schätzen daher das Risiko als gering ein.
Ein hoher Internationalisierungsgrad sowie die Geschäftstätigkeit von HOCHTIEF beinhalten Risiken, die sich durch regulatorische Änderungen, derzeit insbesondere in den Bereichen Steuern und Umweltschutz, äußern.
Derartige Risiken können unsere wesentlichen Steuerungskennzahlen beeinflussen und Auswirkungen auf die Ergebnissituation haben, insbesondere bei Projekten mit mehrjährigen Laufzeiten. HOCHTIEF beobachtet kontinuierlich nationale und internationale regulatorische Initiativen und sich daraus abzeichnende mögliche Änderungen für HOCHTIEF in den verschiedenen Märkten.
Den steigenden gesetzlichen Anforderungen zu Nachhaltigkeitskriterien und Umweltschutz begegnen wir operativ mit energieeffizienten Lösungen im Hoch- und Tiefbau. Hier gehört HOCHTIEF zu den führenden Anbietern und kann seine gute Marktstellung nutzen. Zudem werden derzeit zahlreiche Maßnahmen im Zuge des Nachhaltigkeitsplans 2025 entwickelt, durch die wir unsere Nachhaltigkeitsleistung weiter steigern wollen. Die umweltspezifischen Regulierungen können für HOCHTIEF mit steigenden operativen Kosten in den Projekten verbunden sein, die jedoch üblicherweise an den Kunden weitergegeben werden.
Aktuell sehen wir keine bedeutsamen regulatorischen Risiken für HOCHTIEF und stufen das Risiko daher als gering ein.
Das Beschaffungsmanagement von HOCHTIEF stellt sicher, dass leistungsfähige Geschäftspartner - Nachunternehmer und Lieferanten - ausgewählt werden. (Weitere Informationen dazu finden Sie im Kapitel Procurement.) Ständige Marktbeobachtung und enge Kontakte zu Nachunternehmern und Lieferanten sowie Institutionen garantieren, dass wir Veränderungen im Beschaffungsmarkt zeitnah erkennen und entsprechend auf sie reagieren können.
Die Verfügbarkeit von Ressourcen spielt eine bedeutende Rolle für die Beschaffung von HOCHTIEF. Darum richten wir einen besonderen Fokus auf Ressourcen, die zunehmend knapper werden - im Materialbereich beispielsweise die Basismaterialien Kies und Sand, aber auch die Verfügbarkeit von Handwerksfirmen, etwa im Bereich technische Gebäudeausstattung oder Trockenbau. Darüber hinaus zog die Corona-Pandemie auch im Berichtsjahr eine Knappheit und oder Verteuerung zahlreicher weiterer Warengruppen, insbesondere der Materialien Stahl und Holz, nach sich. Zudem sind die Logisitikkosten gestiegen. Dieser Verknappung und Verteuerung der für unser Geschäft wesentlichen Materialien begegnen wir mit einem vorausschauenden Einkaufsmanagement: Unsere Projektteams melden Materialbedarfe möglichst früh, damit benötigte Kontingente rechtzeitig sichergestellt werden können.
Obwohl HOCHTIEF mit einzelnen Geschäftspartnern zum Teil hohe Umsätze generiert und bestimmte Leistungen nur von wenigen Geschäftspartnern erbracht werden können, bestehen keine wesentlichen geschäftskritischen Abhängigkeiten. Mit einer detaillierten Präqualifikation unserer Geschäftspartner im Vorfeld sowie Bewertungen sowohl während der Ausführungsphase als auch nach Abschluss der Projekte erhalten wir aus technischer wie auch aus kaufmännischer Sicht eine fundierte Übersicht der Leistungsfähigkeit unserer Geschäftspartner. So werden Ausfallrisiken minimiert und Handlungsalternativen geschaffen, um die an uns gestellten Anforderungen unserer Kunden bestmöglich erfüllen zu können.
Auf Grundlage der aktuellen weltwirtschaftlichen und der erwarteten Entwicklung epidemischen Lage stufen wir die Beschaffungsrisiken von HOCHTIEF insgesamt als gering ein.
HOCHTIEF arbeitet bei seinen Projekten kontinuierlich eng mit vielfältigen Stakeholdergruppen zusammen, um Ansprüche und Bedarfe vor Ort zu kennen und darauf angemessen reagieren zu können. So gehören Information der Stakeholder und die Kommunikation mit ihnen zum regulären Projektmanagement und dienen zugleich der Risikovorbeugung, um etwa Verzögerungen im Projektablauf zu vermeiden. Zudem beschäftigen wir uns mit Sozialrisiken, die sich aus den Geschäftsfeldern des Konzerns ergeben können, etwa in einer exemplarischen Analyse zum Management der Auswirkungen der Bautätigkeit.
Eine regelmäßige detaillierte Marktforschung zu Reputation und Image des Konzerns gibt zudem Anhaltspunkte zur Wahrnehmung des Konzerns in der Öffentlichkeit.
Die Risiken im Zusammenhang mit Reputationsthemen stufen wir als gering ein.
Wir berücksichtigen durch unser Risikomanagement ökologische und soziale Risiken, die auf die Geschäftstätigkeit von HOCHTIEF direkten oder indirekten Einfluss nehmen, ebenso wie Risiken, die sich für unsere Stakeholder und die Umwelt aus unseren Produkten und Dienstleistungen ergeben oder ergeben können - etwa bezüglich Luft-, Wasser- und Bodenreinheit, Gesundheit oder Artenschutz. Diese werden als Projektrisiken berücksichtigt.
Auch Aspekte im Zusammenhang mit dem Klimawandel spielen als Risiken eine Rolle - etwa die Häufung extremer Wetterereignisse wie Stürme, zunehmende Niederschläge, extreme Hitzewellen und Dürren. Klimarisiken werden bei HOCHTIEF als durch Klimaereignisse ausgelöste Schadensfälle mit potenziellen negativen Auswirkungen auf die qualitative und quantitative Erreichung von Geschäftszielen definiert. Um die Folgen des Klimawandels für HOCHTIEF insgesamt zu identifizieren und Risiken adäquat zu bewerten, orientieren wir uns an externen Rahmenwerken wie der "Task Force on Climate-related Financial Disclosures" (TCFD). Derzeit beschäftigt sich HOCHTIEF mit der Quantifizierung der finanziellen Implikationen und, damit einhergehend, der Formulierung eines Klimaziels. Im Berichtsjahr haben wir ein Analyseprojekt abgeschlossen, bei dem Klimarisiken in verschiedenen Szenarien evaluiert und quantifiziert wurden. HOCHTIEF ist auf der Basis dieser Erkenntnisse dabei, ein Klimaziel zu formulieren, das sämtliche Aktivitäten im Konzern berücksichtigt. Im Projektgeschäft bilden Klimarisiken auf operativer Ebene einen Bestandteil von Projektrisiken, da sie unmittelbar mit der Projektbearbeitung zusammenhängen.
Im HOCHTIEF-Kerngeschäft Bauen entstehen CO 2 -Emissionen in der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette (Scope-3-Emissionen). Hier besteht eine große Verantwortung für das Management von Auswirkungen (Impact-Management), zugleich bietet nachhaltiges Handeln auch die Chance, einen aktiven Klimabeitrag zu leisten.
Außergewöhnliche Wetterbedingungen wie Starkregen, Flut, Sturm und extreme Hitze oder Kälte können das Fortschreiten laufender Bauaktivitäten signifikant beeinflussen und eine Verringerung der Produktivität ebenso wie eine Gefährdung der Sicherheit unserer Mitarbeitenden und Nachunternehmer sowie Dritter zur Folge haben. Aus diesem Grund werden Präventions- und Schutzmaßnahmen bei den Projekten ergriffen. Das Kostenrisiko aus Schäden, die aufgrund von ungewöhnlichen oder außergewöhnlichen Wetterbedingungen dennoch bei Bauprojekten entstehen können, wird projektbezogen überprüft und typischerweise auf Versicherer transferiert.
Auch die Prävention von Umweltschäden ist von großer Bedeutung, da diese sich langfristig negativ auf Umwelt, Mensch und Tier auswirken und der Wirtschaftlichkeit von Projekten sowie der Reputation des Unternehmens schaden können. Im Rahmen unseres Umweltmanagements identifizieren wir Gefahrenquellen und berücksichtigen diese in der Planung des Projektablaufs, zudem erfassen und werten wir Unfälle im Umweltbereich aus, um künftig Präventionsmaßnahmen ergreifen zu können.
Die Risiken im Zusammenhang mit Umweltthemen stufen wir als gering ein.
Aufgrund des Klimawandels entstehen für HOCHTIEF zugleich auch wirtschaftliche Chancen durch sich verändernde Anforderungen und Bedarfe: Bauwerke für erneuerbare Energien, für Hochwasserschutz sowie Wasserver- und -entsorgung, die Wiedererrichtung von durch Extremwetterereignisse beschädigter Infrastruktur ebenso wie Investitionen in widerstandsfähigere Infrastrukturbauwerke bieten neues Geschäftspotenzial, das HOCHTIEF auf Basis seiner Kompetenzen nutzen kann. Auch den wachsenden Markt für nachhaltige Zertifizierungen von Gebäuden und Infrastrukturprojekten bedienen wir bereits erfolgreich und sehen hier ein hohes weiteres Wachstumspotenzial.
Das Finanzmanagement zielt darauf, den Finanzbedarf innerhalb des Konzerns zu koordinieren und die finanzielle Unabhängigkeit des Unternehmens jederzeit langfristig sicherzustellen. Dafür arbeitet HOCHTIEF auf Basis einer stabilen, die nächsten Jahre absichernden Konzernfinanzierung und mit der Begrenzung finanzwirtschaftlicher Risiken. Die Finanzaktivitäten im HOCHTIEF-Konzern werden auf Basis einer konzernweit gültigen Finanzrichtlinie getätigt. Diese allgemeine Finanzrichtlinie wird durch funktionale, operative Arbeitsanweisungen ergänzt. Sie regeln ebenfalls den Einsatz von Finanzinstrumenten und Derivaten. Diese dürfen nur zur Absicherung von grundgeschäftsbezogenen Positionen abgeschlossen werden.
Die Sicherstellung jederzeitiger Liquidität des Konzerns ist oberstes Ziel des Finanzrisikomanagements. Liquidität bedeutet für den HOCHTIEF-Konzern nicht nur Zahlungsfähigkeit im engeren Sinne, sondern auch die langfristige Verfügbarkeit des notwendigen finanziellen Spielraums für das Grundgeschäft (zum Beispiel Sicherheitenmanagement/Avale). Die Sicherstellung jederzeitiger Liquidität verlangt daher die gesamthafte Steuerung aller finanziellen Ressourcen des Konzerns inklusive seiner Bonität und damit seiner Finanzierungsfähigkeit.
Ein weiteres Ziel ist die Minimierung finanzwirtschaftlicher Risiken für den Unternehmenswert und die Ertragskraft des HOCHTIEF-Konzerns (Währungs-, Zinsänderungs-, Kurs- und Rohstoffpreisrisiken jeglicher Art sowie Kontrahentenrisiken). HOCHTIEF arbeitet mit weitgehend zentralen Liquiditätsstrukturen zur konzernweiten Bündelung von Liquidität (insbesondere dem sogenannten Cash-Pooling), unter anderem zur Vermeidung von Liquiditätsengpässen auf Einzelgesellschaftsebene.
Währungsrisiken (im Sinne von Transaktionsrisiken) entstehen bei HOCHTIEF aus Forderungen, Verbindlichkeiten, flüssigen Mitteln und Wertpapieren sowie schwebenden Geschäften in einer anderen als der funktionalen Währung der jeweiligen Konzerngesellschaft. Zur Absicherung gegen wechselkursbedingte Schwankungen dieser Zahlungen beziehungsweise Positionen werden Währungsderivate, maßgeblich Devisentermingeschäfte, eingesetzt.
Zinsrisiken entstehen bei HOCHTIEF durch Finanzpositionen der Aktivseite - im Wesentlichen durch verzinsliche Wertpapiere des Umlaufvermögens. Zinsrisiken auf der Passivseite der Bilanz betreffen insbesondere Finanzverbindlichkeiten. Risiken werden hierbei durch zwei Ansätze minimiert: zum einen durch sogenanntes Natural Hedging, also das Eliminieren von gegenläufigen Zinsrisiken aus originären Finanzinstrumenten auf der Aktiv- und der Passivseite; zum anderen durch den Einsatz von Zinsderivaten.
Ausfallrisiken ergeben sich im HOCHTIEF-Konzern aus dem operativen Geschäft sowie aus bestimmten Finanzierungsaktivitäten. Das Risikomanagement erfolgt bei HOCHTIEF im operativen Geschäft durch die laufende bereichsbezogene Überwachung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Bei Feststellung eines konkreten Ausfallrisikos wird diesem Risiko durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen im notwendigen Umfang Rechnung getragen.
Darüber hinaus sind im Konzern die Zuständigkeiten zwischen den Finanz-, Handels- und den korrespondierenden Kontroll- und Abwicklungsaktivitäten strikt getrennt. Bei allen Handelsvorfällen ist mindestens das Vieraugenprinzip verbindlich vorgeschrieben. Die Einhaltung aller Richtlinien und Vorgaben wird regelmäßig durch die interne Revision kontrolliert.
Das monatliche Berichtswesen sorgt für die Überwachung und das Monitoring möglicher Finanzrisiken. Es umfasst die Liquiditätsplanung mit einem langfristigen Horizont von 18 Monaten und stellt damit die Grundlage für die Koordination und Sicherstellung des Finanzbedarfs auf Konzernebene dar. In die Liquiditätsplanung geht neben den bekannten Fälligkeiten aus den bestehenden Konzernfinanzierungen auch die Planung hinsichtlich der Liquiditätszu- und -abflüsse ein. Darüber hinaus werden auch die Auswirkungen definierter Stressszenarien auf die Liquiditätspositionen dargestellt.
Die wesentlichen Finanzierungsinstrumente der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, bestehend aus Unternehmensanleihen, mehreren Schuldscheindarlehen, Privatplatzierungen, einem Commercial-Paper-Programm sowie einer syndizierten Kreditlinie (Bar und Aval), beinhalten keine Financial Covenants in der jeweiligen Dokumentation.
Dank unseres effizienten Finanzmanagements schätzen wir unsere Finanzrisiken insgesamt als gering ein.
Alle Mitarbeitenden tragen wesentlich zum wirtschaftlichen Erfolg von HOCHTIEF bei. Die Personalstrategie (weitere Informationen dazu im Kapitel Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter) leistet dabei einen wertvollen Beitrag zur Unternehmensstrategie. Auch wenn sich die Lage am Arbeitsmarkt für einige Mitarbeitergruppen nur wenig entspannt hat, gelingt es HOCHTIEF, den Bedarf an qualifizierten Mitarbeitenden zu decken. Unser vorrangiges Ziel bleibt es weiterhin, unser positives Image zu vermitteln und die Attraktivität als Arbeitgeber für unterschiedliche Zielgruppen und Qualifikationen zu erhalten. Zudem möchten wir die Potenziale unserer Mitarbeitenden bestmöglich weiterentwickeln und optimal einsetzen.
Anhand eines Risikoleitfadens erfolgt eine systematische Erhebung der Hauptrisikogruppen, wie Qualifikations-, Motivations-, Fluktuations- und Nachfolgerisiko, sowie deren mögliche Auswirkungen für HOCHTIEF. Die Systematik des Risikomanagements im Personalbereich wird regelmäßig auf neue Risiken hin überprüft und im Bedarfsfall angepasst.
Im vergangenen Jahr konnte HOCHTIEF aufgrund von umgesetzten Schutzmaßnahmen die durch die Pandemie erhöhten Personalrisiken verringern. Im weiteren Verlauf der Pandemie kann es jedoch zu äußeren Einflüssen kommen, die zurzeit hinsichtlich möglicher Risiken nicht realistisch bewertet werden können. HOCHTIEF wird auch im Jahr 2022 Maßnahmen ergreifen, um die Personalrisiken weiterhin so gering wie möglich zu halten.
Die Arbeitssicherheit und der Gesundheitsschutz unserer Mitarbeitenden (weitere Informationen dazu im Kapitel Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz) besitzen höchste Priorität, da jeder Unfall auch menschliches Leid bedeutet. Eine effektive Arbeitssicherheit beugt Projektrisiken vor, da Arbeitsunfälle die wirtschaftliche Umsetzung von Projekten negativ beeinflussen. Defizite im Bereich der Arbeitssicherheit können sich zudem negativ auf die Reputation des Unternehmens auswirken.
Sämtlichen Unternehmensgrundsätzen liegt als Basis das Prinzip der Sicherheit zugrunde. Detaillierte Gefährdungsbeurteilungen geben bei unseren Projekten und in unseren Büros Aufschluss über Sicherheitsrisiken, denen wir präventiv oder durch gezielte Maßnahmen begegnen. Eine wesentliche nichtfinanzielle Steuerungsgröße ist die Kennzahl "Unfallhäufigkeit": Dies unterstreicht die Bedeutung für HOCHTIEF.
Unser Fokus liegt auf der proaktiven Vermeidung von Arbeitsunfällen und arbeitsplatzbedingten Erkrankungen. Regelmäßige Aktionstage, Intranet- und Plakatkampagnen sowie Schulungen schärfen das Bewusstsein der Mitarbeitenden für Themen rund um Arbeitssicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz. Dies gilt auch für die Vertragspartner und Nachunternehmer, für die wir rechtlich verantwortlich sind.
Die Risiken für unsere Gesellschaften und Tätigkeiten bezüglich Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz stufen wir insgesamt als gering ein.
Die Pensionsverpflichtungen bei HOCHTIEF sind zu einem großen Teil durch Planvermögen gedeckt und mit werthaltigen Vermögenswerten unterlegt. Das Planvermögen setzt sich aus verschiedenen Anlageklassen zusammen, die einer ausgewogenen strategischen Anlagenallokation und einer an den Laufzeiten der Pensionszahlungen sowie an der erwarteten Entwicklung der Pensionsverpflichtungen ausgerichteten Anlagenstruktur folgen. Mittels dieser breit diversifizierten Anlagestrategie ist HOCHTIEF in der Lage, mögliche Schwankungen an den Kapitalmärkten, die den Wert des Planvermögens und die Deckungslücke zu den Pensionsverpflichtungen beeinflussen, zu einem möglichst hohen Anteil zu kompensieren. Zudem kann die Veränderung von Bewertungsparametern, wie des Abzinsungssatzes oder der Lebenserwartung, zu einer Erhöhung der versicherungsmathematisch ermittelten Pensionsverpflichtungen führen.
Risiken aus den Pensionsverpflichtungen von HOCHTIEF werden als gering eingestuft.
IT-Risiken begegnet HOCHTIEF auf allen Ebenen der Organisation: Aufmerksamkeit im Aufsichtsrat, Verantwortung im Vorstand, das Mandat umgesetzt durch eine IT-Sicherheitsorganisation, beraten durch spezialisierte Sicherheitsdienstleister, betrieben durch kompetente Dienstleister und in der täglichen Arbeit beachtet durch kontinuierlich sensibilisierte Mitarbeitende. Innerhalb unserer Dienstleistungsverträge werden die IT-Servicebereiche in Leistungsscheinen deutlich gegliedert. Fachliche Anforderungen an Verfügbarkeit, Vertraulichkeit und Integrität werden durch die Vorgabe von messbaren Zielgrößen erfüllt. Im Bereich der geschäftskritischen Systeme werden Maßnahmen zur Erreichung entsprechend hoher Schutzziele umgesetzt. Der Einsatz moderner Hard- und Softwaretechnik sowie Zugangs- und Zutrittskontrollen gewährleisten den Schutz der Daten vor unerlaubtem Zugriff. So befinden sich die geschäftskritischen Daten in unterschiedlichen Brandabschnitten zertifizierter Rechenzentren. In regelmäßigen externen Penetrationstests wird die Zuverlässigkeit unserer Firewallsysteme gegen Angriffe aus dem Internet überprüft. Für vertrauliche Daten und Vorgänge, unter anderem für die Datenspeicherung und den E-Mail-Austausch, werden technische oder organisatorische Maßnahmen, zum Beispiel Verschlüsselungssysteme, angewendet. Auch verfolgen wir das Thema Cyberkriminalität aufmerksam und passen unsere Maßnahmen kontinuierlich der geänderten Bedrohungslage an.
Die Richtlinie zur IT-Sicherheit, die für die Divisions HOCHTIEF Europe und HOCHTIEF Americas gilt, wird auf Basis aktueller Standards und mit Unterstützung von Experten kontinuierlich weiterentwickelt und durch Audits im In- und Ausland verifiziert. Unsere Tochtergesellschaft CIMIC in der Division HOCHTIEF Asia Pacific setzt eigene Informations- und Kommunikationssysteme sowie entsprechende Richtlinien ein, die im Einklang mit den geltenden HOCHTIEF-Richtlinien stehen. Dadurch werden die Anforderungen an Sicherheit, Vertraulichkeit und Verfügbarkeit der Daten gewährleistet.
Risiken aus internen und technologischen Themen stufen wir als gering ein.
HOCHTIEF nimmt den Schutz personenbezogener Daten seiner Mitarbeitenden, Kunden und Kooperationspartner sehr ernst und legt daher stets ein besonderes Augenmerk auf die Gewährleistung eines hohen Datenschutzniveaus bei der Verarbeitung personenbezogener Daten. Aus diesem Grund hat HOCHTIEF in der Division HOCHTIEF Europe eine Datenschutzorganisation aufgebaut. Hierzu gehören Datenschutzbeauftragte in Deutschland, Tschechien, dem Vereinigten Königreich sowie in Polen und Luxemburg. Datenschutzkoordinatoren unterstützen die Geschäftsleitungen bei der Einhaltung der Verpflichtungen aus der EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) sowie der Konzernvorgaben im Bereich des Datenschutzes. Sie werden von den jeweiligen Gesellschaften benannt und arbeiten eng mit den zuständigen Datenschutzbeauftragten zusammen. Die datenschutzrechtliche Betreuung erfolgt durch die Rechtsabteilung.
HOCHTIEF hat in der Konzernrichtlinie Datenschutzstandards für den Umgang mit personenbezogenen Daten für die Division HOCHTIEF Europe festgelegt. Neben regelmäßigen Schulungen der Datenschutzkoordinatoren und aller Mitarbeitenden gehört hierzu auch die Überprüfung der Einhaltung datenschutzrechtlicher Anforderungen in Audits. Informationen zum Thema Datenschutz stellt HOCHTIEF im Intranet für alle Mitarbeitenden zur Verfügung. Die Verarbeitung personenbezogener Daten in den einzelnen HOCHTIEF-Gesellschaften wird im Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten erfasst.
Die Verarbeitung personenbezogener Daten erfolgt auf der Basis geeigneter technischer und organisatorischer Maßnahmen zur Datensicherheit. Soweit Dienstleister mit der Verarbeitung beauftragt werden, erfolgt dies nach sorgfältiger Auswahl und auf der Grundlage einer Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung unter Einbeziehung von Kontroll- und Prüfrechten. Der Prozess zum Abschluss einer Auftragsverarbeitung sieht die Einbindung der Datenschutzkoordinatoren, der Datenschutzbeauftragten und der Rechtsabteilung aufseiten von HOCHTIEF vor. Hierdurch wird gewährleistet, dass die Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern stets auf hohem Datenschutzniveau erfolgt. Die Dienstleister stellen sicher, dass die personenbezogenen Daten ausschließlich nach den gesetzlichen Regeln verarbeitet werden und werden von HOCHTIEF entsprechend verpflichtet.
HOCHTIEF erwartet von seinen Mitarbeitenden die Beachtung datenschutzrechtlicher Anforderungen im Geschäftsalltag. Um auch im Falle einer Datenschutzverletzung schnell und angemessen reagieren zu können, hat HOCHTIEF einen Prozess zur Meldung von Datenschutzvorfällen implementiert, der auch die Möglichkeit einer anonymen Meldung vorsieht. Bei einer internen Meldung erfolgt die Prüfung unter Einbeziehung der zuständigen Datenschutzkoordinatoren und Datenschutzbeauftragten sowie der Rechtsabteilung und gegebenenfalls der zuständigen IT-Abteilungen. In Einzelfällen werden externe Rechtsanwälte konsultiert. Vorfälle werden ausnahmslos und lückenlos ermittelt, untersucht und bewertet. Soweit erforderlich, werden sie der zuständigen Aufsichtsbehörde innerhalb der gesetzlich vorgesehenen Frist gemeldet. Diesbezüglich ist eine enge Kooperation mit den Aufsichtsbehörden für HOCHTIEF selbstverständlich. Die Vorfälle werden dokumentiert und - soweit erforderlich - durch einen Maßnahmenplan abgeschlossen, um zukünftigen Vorfällen bestmöglich vorzubeugen.
Bisher gab es bei HOCHTIEF keine nennenswerten Schadensfälle im Datenschutzbereich. Aufgrund der rasanten Entwicklungen und der Vielzahl von Anforderungen sowie deren Anpassungen wird HOCHTIEF auch künftig einen angemessenen Fokus auf den Datenschutz legen.
In unserem klassischen Baugeschäft bilden Projekt- und Vertragsrisiken eine wesentliche Kategorie des Risikomanagements. So zählen technische Risiken, die etwa aus komplexen geologischen Gegebenheiten bei Bauprojekten resultieren, zu den Herausforderungen unseres Geschäfts. Diesen Risiken begegnen wir mit der technischen Kompetenz und langjährigen Projekterfahrung unserer spezialisierten Mitarbeitenden. Allen Projekten sind Kalkulationsrisiken immanent, und auch die Bewertung von projektspezifischen Nachträgen birgt Risiken, die kontinuierlich überprüft werden. Aus den Geschäftsfeldern außerhalb des Baugeschäfts - insbesondere Ressourcen-Dienstleistungen, Public-Private-Partnership und Dienstleistungen - resultieren ebenfalls Risiken, die es zu überwachen gilt, etwa eine veränderte Nachfragesituation.
Als technisch ausgerichteter, globaler Infrastrukturkonzern ist HOCHTIEF auch mit einer Vielzahl vertraglicher Risiken konfrontiert. Compliance ist ein wesentliches Element zur Durchsetzung unserer Unternehmensgrundsätze. Dennoch sind wir als internationaler Baukonzern im Rahmen unserer gewöhnlichen Geschäftstätigkeit einer Reihe von Risiken im Zusammenhang mit Gerichtsverfahren, Ansprüchen und behördlichen Verfahren ausgesetzt, auch wenn es unser Ziel ist, gerichtliche Auseinandersetzungen so weit wie möglich zu vermeiden. Der Ausgang von Rechtsstreitigkeiten und behördlichen Verfahren lässt sich meist nur schwer vorhersagen. Durch die frühzeitige Einbindung der Rechtsabteilungen im Vorfeld gerichtlicher Auseinandersetzungen, den Einsatz spezialisierter Inhouse-Teams bei der Begleitung solcher Verfahren sowie die Mandatierung erfahrener Kanzleien stellen wir jedoch sicher, dass die Prozessrisiken so weit wie möglich reduziert werden. Neben den Kosten und Aufwendungen für die Verfahren selbst können wir nicht ausschließen, dass in einzelnen dieser Verfahren negative Entscheidungen ergehen. Für laufende Verfahren werden auf Basis des geschätzten Risikos Rückstellungen gebildet. Wir gehen davon aus, dass diese getroffene bilanzielle Vorsorge ausreichend ist.
In der Division HOCHTIEF Americas ergaben sich für das Projekt Autobahn C-470 in Colorado, USA, Risiken aus Planungsproblemen, die erhebliche Auswirkungen auf das Projekt hatten. Das Flatiron-Projekt beinhaltete die Erweiterung durch mautpflichtige Schnellfahrspuren in beide Richtungen und den Neubau/Ausbau von Brücken für einen rund 20 Kilometer langen Abschnitt der Autobahn C-470 sowie die Sanierung des Autobahnkreuzes mit der Interstate 25. Die Joint-Venture-Partner fordern die Erstattung der entstandenen Mehrkosten. Ein Gerichtsentscheid wird jedoch nicht vor 2024 erwartet.
Flatiron realisierte - gemeinsam mit Partnern - das Projekt New Champlain Bridge Corridor in Montreal, Kanada, ein Joint Venture für den Bau einer neuen Brücke über den Sankt-Lorenz-Strom. Ein Kranfahrerstreik im Jahr 2018 und mehrere Probleme im Rahmen der Planung des Projekts führten zu Beeinträchtigungen beim Bau der neuen Brücke. Da mit dem Auftraggeber keine Einigung über die gestellten Ansprüche erzielt werden konnte, verfolgt das Joint Venture diese seit Oktober 2021 vor Gericht.
Am 13. Februar 2012 informierte CIMIC darüber, dass man der australischen Bundespolizei (AFP) einen möglichen Verstoß gegen die eigenen Ethikrichtlinien durch Mitarbeitende von Leighton International gemeldet habe, der - sollte er sich bestätigen - womöglich australisches Gesetz gebrochen hat. Die Angelegenheit war und ist teilweise noch immer Gegenstand der folgenden Untersuchungen:
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Im März 2014 leitete die australische Regulierungsbehörde ASIC eine förmliche Untersuchung bezüglich möglicher Verstöße gegen das australische Aktiengesetz (Corporations Act) im Zusammenhang mit verschiedenen von der AFP untersuchten Sachverhalten ein. Im März 2017 informierte die ASIC CIMIC, dass sie ihre Untersuchung abgeschlossen habe und keine weiteren Schritte unternehmen werde. |
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Am 22. Mai 2018 gab die britische Strafverfolgungsbehörde (Serious Fraud Office, SFO) bekannt, Strafanzeige gegen einzelne Personen erhoben zu haben, bei denen es sich in keinem Fall um Mitarbeitende von CIMIC handelte. Am 26. Juni 2018 informierte die SFO zudem darüber, auch Strafanzeige gegen ein Unternehmen gestellt zu haben, das nicht zur CIMIC-Gruppe gehört. In einer Mitteilung vom 19. Juli 2019 meldete die SFO, dass sich eine Person im Sinne der Anklage schuldig bekannt habe. Im Zuge der Verfahren in den Jahren 2020 und 2021 wurden die Personen in einigen Anklagepunkten schuldig gesprochen. Diese Urteile wurden jedoch zum Teil von der Berufungsinstanz aufgehoben. Die Schuldfeststellungen der Gerichte stehen in keinem Zusammenhang mit Strafanzeigen in Verbindung mit von Unternehmen der CIMIC-Gruppe geschlossenen Verträgen. |
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Am 1. März 2019 schloss CIMIC eine Untersuchungsvereinbarung mit dem US-Justizministerium ab. Am 30. Oktober 2019 erklärte das US-Justizministerium, drei nicht bei CIMIC angestellte Personen hätten sich im März 2019 der Verabredung zur Übertretung des US-Gesetzes gegen Korruption im Ausland (Foreign Corrupt Practices Act) schuldig bekannt. |
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Die AFP setzte CIMIC am 18. November 2020 darüber in Kenntnis, gegen einen früheren Mitarbeiter wegen mutmaßlicher Bestechungsdelikte im Ausland und damit verbundener Angelegenheiten Strafanzeige gestellt zu haben. Am 23. Februar 2021 teilte die AFP mit, eine weitere Strafanzeige wegen mutmaßlicher Bestechungsdelikte im Ausland gestellt zu haben. Am 11. Januar 2021 informierte die AFP CIMIC, einen zweiten früheren Mitarbeiter wegen der Begehung ähnlicher Verstöße angezeigt zu haben. Die AFP wies zudem darauf hin, dass noch gegen einen weiteren ehemaligen Angestellten Strafanzeige gestellt werden könnte und dass die Untersuchungen fortgeführt würden. CIMIC ist nicht bekannt, wann diese Fälle verhandelt oder Untersuchungsergebnisse vorliegen werden. Strafanzeigen gegen Unternehmen der CIMIC-Gruppe wurden nicht gestellt. CIMIC kooperiert weiterhin mit allen Ermittlungsbehörden. |
Am 25. August 2020 setzte das Unternehmen die australische Wertpapierbehörde ASX davon in Kenntnis, dass eine Gruppe von Aktionären am 24. August 2020 ein Verfahren eingeleitet hatte. Dabei ging es um Offenlegungen zu der nicht beherrschenden 45-prozentigen Beteiligung des Unternehmens im Mittleren Osten und um das Cashflow-Reporting des Unternehmens im Zusammenhang mit Factoring-Vereinbarungen im Zeitraum vom 7. Februar 2018 bis 22. Januar 2020. Das Unternehmen sieht hierfür keine stichhaltige Grundlage und wird sich gegen die Klage verteidigen.
UGL, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von CIMIC, wurde gemeinsam mit ihren Konsortialpartnern CH2M Hill Companies Limited (CH2M) und General Electric Company von JKC Australia LNG Pty Ltd (JKC) mit Arbeiten im Zusammenhang mit dem Bau eines Kombikraftwerks (Combined Cycle Power Plant, CCPP) für das Ichthys LNG Project im Northern Territory beauftragt. Im Januar 2017 kündigte das UGL-CH2M-Konsortium seinen Vertrag mit JKC über die Planung, den Bau und die Inbetriebnahme dieses Kraftwerks (CCPP-Vertrag). Die Schiedsverhandlung bezüglich der Kündigung des CCPP-Vertrags ist für April 2022 anberaumt, eine Entscheidung wird nach derzeitigem Stand voraussichtlich 2023 fallen.
CPB Contractors, eine weitere hundertprozentige Tochtergesellschaft von CIMIC, sowie ihr Joint-Venture-Partner John Holland sind mit dem Bau des Westgate-Tunnels für den Mautstraßen-Betreiber Transurban und den Bundesstaat Victoria beauftragt. Da Baustellenabraum aufgrund von Bodenverunreinigungen nicht abtransportiert werden konnte, kam es zwischen den Parteien zu einem Streit. Hierbei geht es in erster Linie um die Offenlegung von Bodenverunreinigungen und die Frage, welche Partei für die Kosten der Beseitigung dieser Verunreinigungen und die daraus resultierenden Verzögerungen verantwortlich ist. Nach einem Schlichtungsverfahren im Dezember 2021 einigten sich die Parteien auf einen Vergleich. Für die Wirksamkeit des Vergleichs müssen die Parteien die Projektdokumente an die Vergleichsbedingungen anpassen und die projektrelevanten Rechtsvorschriften einhalten. Dies wird voraussichtlich im ersten Quartal 2022 abgeschlossen sein.
CPB Contractors und ihr Joint-Venture-Partner Hansen Yuncken wurden in einem 50/50-Joint-Venture mit der Planung und dem Bau des neuen Royal Adelaide Hospital für die Regierung des Bundesstaats South Australia beauftragt. Bei dem Projekt kam es aufgrund der komplexen Abhängigkeitsverhältnisse zwischen den staatlichen Arbeiten und jenen des Joint Venture zu Schwierigkeiten und Verzögerungen und in weiterer Folge zu einem Streit zwischen den Parteien. Ein Schiedsverfahren zur Beilegung des Streits wurde eingeleitet, hat sich jedoch verzögert, so dass die Verhandlungen wahrscheinlich erst 2022 beginnen werden und eine Entscheidung erst 2023 fallen wird in 2023.
In der Division HOCHTIEF Europe bestehen Risiken nach einer Havarie am Projekt Tunnel Rastatt. HOCHTIEF ist an einer Arbeitsgemeinschaft beteiligt, die den Tunnel als Teilprojekt der Ausbau-/Neubaustrecke Karlsruhe - Basel für die DB Netz AG realisiert. Im August 2017 kam es zu einem Schaden an dem teilweise hergestellten Tunnels mit nachfolgender Sperrung der Rheintalbahn. Zur Klärung der Ursachen und Verantwortlichkeiten haben sich die Arbeitsgemeinschaft und die DB Netz AG auf ein außergerichtliches Streitbeilegungsverfahren verständigt, das noch andauert.
Das Risiko aus Projekt- und Vertragsrisiken stufen wir auf Basis der vorherigen Ausführungen insgesamt als gering ein.
Für die Zukunft können wir nicht ausschließen, dass in Einzelfällen signifikante Wertberichtigungen auf unsere Beteiligungen sowohl im Konzernabschluss als auch im Jahresabschluss von HOCHTIEF notwendig sein können.
Der Investitionsprozess ist bei HOCHTIEF durch eine Investitionsrichtlinie geregelt, die den Prozess, das Genehmigungsverfahren sowie anwendbare Standards und Instrumente definiert. Da Investitionen in der Regel Entscheidungen unter Unsicherheit darstellen, bergen diese häufig Risiken im Hinblick auf die Vorteilhaftigkeit der Investitionen ab, d.h. die Möglichkeit, dass die zukünftigen Einzahlungsüberschüsse und Renditen eines Investitionsprojektes vom Investitionsszenario negativ abweichen und somit niedrigere Rückflüsse über die Investitionslaufzeit zu einer Verschlechterung der HOCHTIEF-Vermögensposition führen. Unter Investitionsrisiken fallen klassischerweise Risiken aus Fusionen und Übernahmen oder Risiken aus Investitionen in Beteiligungen an Unternehmen auf die HOCHTIEF keinen maßgeblichen Einfluss hat.
Die Investitionsrisiken stufen wir insgesamt als gering ein.
Rechtliche Risiken können aus komplexen Großprojekten resultieren. Zu allen bei HOCHTIEF bekannten Risiken, die sich aus laufenden oder erwarteten Rechtsstreitigkeiten, Rechtsansprüchen und behördlichen Verfahren bei individuellen Großprojekten ergeben, wurde wo erforderlich Vorsorge gebildet.
Wir wollen Verstöße gegen die menschenrechtliche Sorgfaltspflicht verhindern. Im Berichtsjahr wurde eine menschenrechtliche Risikoanalyse durchgeführt, um wesentliche menschenrechtliche Risiken im Baugeschäft zu evaluieren. Kommunikationsmaßnahmen sollen dazu beitragen, die Awareness und die Sensibilität der Mitarbeitenden zu dem Thema zu steigern. (Weitere Informationen dazu finden Sie im Kapitel Menschenrechte.)
Die Risiken im Zusammenhang mit Menschenrechten stufen wir als gering ein.
Unser Compliance-System (weitere Informationen dazu im Kapitel Compliance) hat das Ziel, Korruptions- und Kartellrechtsverstöße bereits im Vorfeld zu verhindern. Dies geschieht nicht nur durch regelmäßige Schulungen unserer Mitarbeitenden, sondern auch durch die Einführung geeigneter Prozesse und systematischer Kontrollen. So ist es die Aufgabe der Compliance-Organisation, solche organisatorischen Vorkehrungen zu treffen, die geeignet sind, ein regelgerechtes Verhalten des Unternehmens, seiner Organe und Mitarbeitenden gegenüber geltendem Recht sicherzustellen.
Die Risiken im Zusammenhang mit Compliance stufen wir daher als gering ein.
Als technisch ausgerichteter, globaler Infrastrukturkonzern mit Toppositionen in seinen Kernaktivitäten Bau, Dienstleistungen und Konzessionen/Public-Private-Partnership (PPP) und mit Tätigkeitsschwerpunkten in Australien, Nordamerika und Europa verfolgt HOCHTIEF die Strategie, die Stellung in den Kernmärkten weiter zu stärken und Marktwachstumschancen zu verfolgen. Gleichzeitig setzen wir auf cashgestützte Profitabilität und konsequentes Risikomanagement. Unsere Geschäftsbereiche sind flexibel, sodass sich die Unternehmensführung schnell auf veränderte Marktbedingungen einstellen kann. Eine aktive und disziplinierte Kapitalverwendung hat für uns hohe Priorität, und wir wollen unseren Fokus weiterhin auf eine attraktive Aktionärsvergütung sowie Investitionen in strategische Wachstumschancen richten, um so für alle Stakeholder nachhaltig Werte zu schaffen. Mit der konsequenten Vereinbarung von Ökonomie, Ökologie und Sozialem in der gesamten Geschäftstätigkeit verfolgen wir das Ziel, die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens zu sichern. Dafür richten wir den Blick ganzheitlich auf unsere Geschäftsfelder und operativen Tätigkeiten ebenso wie auf unser Umfeld und die Belange unserer Stakeholder.
Unsere Strategie umfasst die folgenden Elemente:
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Fokus auf Aktivitäten und Märkte mit starker Wettbewerbsposition |
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Fokus auf nachhaltige und cashgestützte Profitabilität |
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Kontinuierlicher Fokus auf Risikomanagement |
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Diversifikation und Optimierung der Finanzierungsinstrumente |
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Aktive und disziplinierte Kapitalallokation |
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Beschleunigung von Innovationsprozessen durch digitale Entwicklungen |
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Ausbau der Position als attraktiver Arbeitgeber |
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Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung |
Wir entwickeln diese Elemente kontinuierlich weiter und wollen bestehendes Optimierungspotenzial ausschöpfen. Die damit verbundenen Initiativen werden zusätzliche positive Effekte nach sich ziehen und sich positiv auf die Geschäftstätigkeit von HOCHTIEF auswirken. Ein aktives Stakeholdermanagement zielt darauf, die für uns relevanten Themen zu antizipieren, Geschäftschancen und Marktpotenziale zu nutzen und Risiken zu verringern.
Von unserem frühen Engagement für nachhaltiges Bauen profitieren wir im Hoch- ebenso wie im Infrastrukturbau und sehen weiteres Entwicklungspotenzial in unseren Märkten. Auch durch den Klimawandel entstehen für HOCHTIEF wirtschaftliche Chancen durch die sich verändernden Anforderungen und Bedarfe, und HOCHTIEF sieht hier ein hohes Geschäftspotenzial für weiterführende Aufgaben.
Unsere Innovationsfähigkeit ist ein wichtiger Treiber für den wirtschaftlichen Erfolg von HOCHTIEF und leistet einen effektiven Beitrag zum nachhaltigen Handeln. Die Innovationsorganisation bei HOCHTIEF schafft die Grundlagen für Mehrwert durch Innovation - gerade im Bereich des digitalen Bauens, der im Markt stetig an Bedeutung gewinnt. Sie hilft uns, die Qualität unserer Arbeit weiter zu steigern und die Wettbewerbsfähigkeit, insbesondere in umkämpften Märkten, zu erhöhen. Die weitere Verbesserung im Innovationsbereich kann positive Auswirkungen auf den geschäftlichen Erfolg ebenso wie die Ausübung der ökologischen und gesellschaftlichen Verantwortung haben.
Die Gesamtrisikosituation des Konzerns hat sich im Berichtsjahr 2021 nicht wesentlich verändert. HOCHTIEF wird weiterhin intensiv daran arbeiten, die Risikosituation immer weiter zu optimieren. Dazu wird der Risikomanagementansatz kontinuierlich überprüft und bedarfsweise angepasst, um auf diese Weise eine mögliche Volatilität der wesentlichen Steuerungsgrößen von HOCHTIEF zu vermeiden.
Die konsequente Umsetzung unserer konzerneinheitlichen Strategie hilft HOCHTIEF, die sich ergebenden Chancen zu realisieren. Wir gehen davon aus, möglichen Risiken positiv entgegenwirken und so die negativen Auswirkungen auf das unternehmerische Handeln vermeiden oder mildern zu können.
Aus derzeitiger Sicht stellen die im vorangegangenen Bericht beschriebenen Risiken aufgrund ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer potenziellen Auswirkungen für HOCHTIEF keine Risiken dar, die den Fortbestand des HOCHTIEF-Konzerns gefährden.
Aufgrund unserer Analysen sowie der guten Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2021 schätzen wir die Risikotragfähigkeit von HOCHTIEF weiterhin als robust ein.
In Washington hat die Turner Construction Company eine öffentliche Bibliothek errichtet und nutzte dafür vorgefertigte Dübelholzmodule. Das nachhaltig gestaltete Gebäude ist ein Gewinn für die gesamte Umgebung.
Das Prinzip der Nachhaltigkeit bildet einen elementaren Bestandteil der HOCHTIEF-Vision, der Konzerngrundsätze sowie der Strategie von HOCHTIEF. Untermauert wird dies durch die 2021 erfolgte Neuformulierung einer dezidierten, langfristigen ESG-Strategie als essenzieller Bestandteil der Konzernstrategie. Dem Nachhaltigkeitsverständnis von HOCHTIEF liegt das Konzept der Vereinbarkeit von Ökonomie, Ökologie und Sozialem in der gesamten Geschäftstätigkeit zugrunde. Übergeordnetes Ziel ist es, für alle Stakeholder nachhaltig Werte zu schaffen. (Weitere Informationen im Kapitel Strategie.)
Aktuelle Kernthemen der nichtfinanziellen Berichterstattung sind Themen der Unternehmensführung (nachhaltige Unternehmensführung, Anti-Korruption und Anti-Bestechung, verantwortungsvolle Lieferkette, Menschenrechte), soziale Themen (Gesundheit und Sicherheit, Vielfalt am Arbeitsplatz, Weiterbildung, Talentmanagement und Rekrutierung, Arbeitsumfeld und soziale Aktivitäten), Umweltthemen (globales Umweltmanagement, Klimawandel, Kreislaufwirtschaft, Wasserschutz, Biodiversität und Ökosysteme, nachhaltige Produkte und Dienstleistungen) sowie Innovation/Digitale Transformation. Hinzu kommt als neues Thema die Darstellung zur EU-Taxonomie: HOCHTIEF berichtet für das Geschäftsjahr 2021 erstmals über den Anteil der Umsatzerlöse, der Investitionsausgaben und der operativen Ausgaben von taxonomiefähigen und nicht taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeiten. Bei dieser Darstellung bleiben frühere Geschäftsjahre unberücksichtigt.
Transparenz über die aktuelle Nachhaltigkeitsleistung erzielt HOCHTIEF über diese Berichterstattung hinaus auch durch die Beteiligung an Nachhaltigkeitsratings, etwa dem Dow Jones Sustainability Index und dem CDP, sowie über Informationsangebote, etwa auf der Konzernwebsite und in seinen Publikationen.
Der nichtfinanzielle Konzernbericht wird gemäß § 315b Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 Buchstabea HGB zusammen mit dem Konzernlagebericht offengelegt. Als Rahmenwerk werden die Standards der Global Reporting Initiative (GRI) verwendet (weitere Informationen dazu im GRI-Index nach GRI-Standards). Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft ist nicht aufstellungspflichtig gemäß § 289b Abs. 1 HGB und veröffentlicht neben dem nichtfinanziellen Konzernbericht keinen eigenen nichtfinanziellen Bericht.
HOCHTIEF ist ein technisch ausgerichteter, globaler Infrastrukturkonzern mit Toppositionen in seinen Kernaktivitäten Bau, Dienstleistungen und Konzessionen/Public-Private-Partnership (PPP) mit Tätigkeitsschwerpunkten in Nordamerika, Australien und Europa. Seit fast 150 Jahren realisiert HOCHTIEF auf Basis seiner Kernkompetenz im Hoch- und Tiefbau komplexe Projekte für seine Kunden und verfügt über umfassende Erfahrung im Entwickeln, Finanzieren, Bauen und Betreiben von Infrastruktur-Assets. HOCHTIEF deckt damit den gesamten Lebenszyklus von Infrastrukturprojekten ab.
Die gemäß dem HGB erforderlichen Informationen zu Umwelt-, Sozial- und Arbeitnehmerbelangen, zur Achtung der Menschenrechte sowie zur Bekämpfung von Korruption und Bestechung werden in diesem Konzernbericht dargestellt. Wir verwenden eine nichtfinanzielle Steuerungsgröße (LTIFR) sowie eine Reihe themenfeldbezogener Indikatoren, die jedoch nicht als bedeutsamste nichtfinanzielle Indikatoren gemäß § 315c in Verbindung mit § 289c Abs. 3 Nr. 5 HGB behandelt werden.
Verweise auf die entsprechenden Konzepte, Prozesse, Ergebnisse und Risiken zu den Aspekten werden in einer Übersicht auf der Folgeseite aufgeführt.
Die 2020 in Teilen veräußerte Gesellschaft Thiess wurde in der HOCHTIEF-Bilanz für 2020 at-Equity einbezogen, jedoch in den nichtfinanziellen Zahlen für das gesamte Berichtsjahr 2020 berücksichtigt. Für das Berichtsjahr 2021 ist Thiess nun auch in den nichtfinanziellen Zahlen nicht mehr enthalten. Für eine bessere Vergleichbarkeit der Zahlen aus dem Geschäftsjahr 2021 mit den Vorjahreszahlen werden die nichtfinanziellen Kennzahlen für 2020 ohne die Werte von Thiess an ausgewiesenen Stellen separat dargestellt.
Die nichtfinanziellen Informationen in diesem Konzernbericht beinhalten keine Informationen (Konzepte und angewandte Due-Diligence-Prozesse, Ergebnisse der Konzepte, Risiken) bezüglich der im Februar 2021 veräußerten CIMIC-Beteiligung BIC Contracting LLC (BICC), die seit dem Berichtsjahr 2020 als aufgegebener Geschäftsbereich klassifiziert wird, da für diesen Konzernteil ein Konzept für die nichtfinanziellen Aspekte nicht verfolgt wurde und keine Berichterstattung von nichtfinanziellen Informationen an HOCHTIEF stattgefunden hat.
Als wesentlich erachten wir Themen, die Relevanz für HOCHTIEF haben und den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis sowie das Umfeld des Unternehmens beeinflussen können. Die Perspektiven und Belange der Stakeholder von HOCHTIEF nehmen wir in diese Betrachtung auf. Die Wesentlichkeit der Themen ermitteln wir durch eine regelmäßige Überprüfung und Auswertung der Aspekte und wesentlichen Risiken gemäß HGB.
Eine Darstellung der für HOCHTIEF wesentlichen Chancen und Risiken, darunter auch Risiken im Zusammenhang mit den oben genannten Aspekten, erfolgt im zusammengefassten Lagebericht im Chancen- und Risikobericht. Wesentliche Risiken im Sinne des § 289c Abs. 3, Nr. 3 und 4 HGB sind dem Konzern nicht bekannt.
| Seite | ||
| Nichtfinanzieller Konzernbericht | ||
| Nichtfinanzielle Themen | ||
| Geschäftsmodell | 25-26, 27, 28-35 | |
| Umweltbelange (Konzepte, Ergebnisse) | ||
| Klimawandel | 165-166, 177-184 | |
| Kreislaufwirtschaft | 167-168, 177-179 | |
| Wasserschutz | 168-169, 183 | |
| Biodiversität und Ökosysteme | 169-170 | |
| Nachhaltige Produkte und Dienstleistungen | 170-171, 183-184 | |
| Arbeitnehmerbelange (Konzepte, Ergebnisse) | ||
| Gesundheit und Sicherheit | 123-131 | |
| Diversität und Talent | 113-117, 121 | |
| Arbeitsumfeld | 115 | |
| Sozialbelange (Konzepte, Ergebnisse) | ||
| Soziale Aktivitäten | 191-193 | |
| Antikorruption und Bestechung (Konzepte, Ergebnisse) | ||
| Anti-Korruption und Anti-Bestechung | 85-88, 192 | |
| Achtung der Menschenrechte (Konzepte, Ergebnisse) | ||
| Menschenrechte | 187-190 | |
| Verantwortungsvolle Lieferkette | 133-136 | |
| Risikomanagement zu den nichtfinanziellen Themen | 148-149, 150-151, 155 |
Weitere Informationen finden Sie in unserem Nachhaltigkeitsplan 2025.
Nachhaltigkeit ist seit langem Teil der Konzernstrategie und durch unsere 2021 gestartete ESG-Initiative stärker denn je in unseren Aktivitäten verankert: Wir haben im Berichtsjahr mit dem Nachhaltigkeitsplan 2025 konkrete, messbare Ziele definiert. In einem internen, konzernweit gestalteten Prozess und unter Beteiligung relevanter Stakeholder haben wir unseren Nachhaltigkeitsweg für HOCHTIEF auf ein neues Niveau gehoben. Der Nachhaltigkeitsplan 2025 beschreibt innerhalb der drei Dimensionen Unternehmensführung, Umwelt und soziale Aktivitäten die wesentlichen Themenfelder der Nachhaltigkeit ("Lines of Action"). Diesen sind Commitments und Kennzahlen (KPIs) zugeordnet. Aktuell entwickeln wir Maßnahmen und Aktivitäten, die zur erfolgreichen Umsetzung des Plans führen. Die Commitments und KPIs des Nachhaltigkeitsplans finden Sie am Ende dieses nichtfinanziellen Konzernberichts (Nachhaltigkeitsplan 2025).
HOCHTIEF realisiert individuelle Bauwerke bei unterschiedlichsten Rahmenbedingungen. Unsere Projektarbeit ist geprägt von einem ganzheitlichen, lösungsorientierten Ansatz. Dabei berücksichtigen wir den gesamten Lebenszyklus von Projekten und haben den Anspruch, Ökonomie, Ökologie und Soziales zu verbinden. Wir verstehen Nachhaltigkeit als konkrete Aufgabe im gesamten Konzern und wollen uns durch eine nachhaltige Unternehmensführung noch deutlich weiterentwickeln - gerade weil HOCHTIEF seit vielen Jahren für seine Nachhaltigkeitsleistung anerkannt ist, etwa durch die Listung im Dow Jones Sustainability Index. Unter anderem soll der Nachhaltigkeitsplan 2025 Effizienzsteigerungen bewirken, neue Chancen kreieren, Risiken verringern, Geschäftsbeziehungen mit Interessenvertretern festigen, eine umfassende Verantwortung sicherstellen und den Übergang in eine CO 2 -arme Kreislaufwirtschaft einleiten.
Der Vorstand leitet die grüne und digitale Transformation des Konzerns. So wurde ein Chief Sustainability Officer ernannt und ein umgestelltes Vergütungssystem für Vorstände umgesetzt. Der erfolgsabhängige Anteil der Vorstandsbezüge ist bereits zu einem Teil an die Erreichung von Nachhaltigkeitszielen geknüpft.
Wir wollen ESG-Ziele in die Vergütung des HOCHTIEF-Vorstands und des Top-Managements konzernweit bis 2025 aufnehmen.
Auf Ebene der HOCHTIEF-Divisions und großen Tochtergesellschaften wurden und werden Nachhaltigkeitsgremien gebildet, die sich eng mit dem Vorstand und den für Nachhaltigkeit zuständigen Gremien und Konzernabteilungen austauschen.
Die mit Nachhaltigkeit verbundenen Chancen für unser Unternehmen, für die Umwelt und unsere Stakeholder wollen wir konsequent nutzen und potenzielle Risiken bestmöglich minimieren. Dazu überprüfen wir kontinuierlich unsere Strukturen, Prozesse und Systeme und passen sie bei Bedarf an veränderte Rahmenbedingungen an. Voraussetzung für eine solche Steuerung sind operationalisierbare Ziele, klare Leitplanken und Regeln in Form von internen Richtlinien und externen Zertifizierungen. Die Umsetzung dieser Vorschriften und Standards wird von der Revision, durch die etablierten Risikomanagementprozesse und die für Nachhaltigkeit zuständigen Steuerungseinheiten kontinuierlich überwacht.
Zu den neuen Themen im Bereich der Nachhaltigkeit zählt die von der Europäischen Union ab 2021 vorgeschriebene Prüfung der Taxonomiefähigkeit der Wirtschaftstätigkeiten. Dafür haben wir ein Rahmenwerk mit klaren Anweisungen entwickelt und zahlreiche interne Schulungen zu diesem Thema durchgeführt. Ab dem Berichtsjahr 2022 verlangt die EU-Kommission noch tiefer gehende Analysen und zusätzliche Nachweise. Wir bereiten uns auf diese neuen Anforderungen intensiv vor.
Wir wollen die EU Sustainbale Finance Action Plans/EU-Taxonomie integrieren und/oder ESG-Kriterien in Finanzentscheidungen berücksichtigen.
HOCHTIEF belegt in zahlreichen Nachhaltigkeitsrankings Spitzenplätze (www.hochtief.de/nachhaltigkeit). Wir sind davon überzeugt, dass erfolgreiches unternehmerisches Handeln nur im Einklang mit einer guten ESG-Performance möglich ist. Deshalb werden wir gemeinsam mit unseren Kunden und Projektpartnern in Zukunft noch mehr Informationen erheben. Die nachhaltige Unternehmensführung ist eng verknüpft mit anderen wesentlichen Themen wie "verantwortungsvolle Lieferkette" oder "globales Umweltmanagement".
Aktive Beiträge zur verbesserten Nachhaltigkeitsleistung bei unseren Bauprojekten können wir für unsere Kunden vor allem durch die konstruktive Gestaltung der Planungs- und Realisierungsphase leisten und dabei auch Projektrisiken minimieren. Spezielle Vertragsmodelle, etwa das von HOCHTIEF entwickelte "PreFair"-Modell, fördern in besonderer Weise den Dialog mit den Kunden, um Projekte zu optimieren. Eine vorausschauende und ganzheitliche Planung erleichtert es auch, das Geschäft unter besonderen Rahmenbedingungen, wie etwa in der aktuellen Pandemie, erfolgreich weiterzuführen.
Nähere Informationen zum Umweltschutz, zur EU-Taxnonomie, zu unserem Umgang mit dem Thema Menschenrechte und sozialen Aktivitäten im HOCHTIEF-Konzern finden Sie in den folgenden Kapiteln.
Jedes Bauprojekt bedeutet grundsätzlich einen Eingriff in bestehende Strukturen. Während der Bauarbeiten wie auch nach Projektende werden Menschen und Umwelt im Umfeld direkt oder indirekt beeinflusst. Hier möchten wir positive Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit, die in unserem Einflussbereich liegen, stärken und negative Effekte minimieren. Vor diesem Hintergrund beziehen wir in die Projektplanung auch die realen und möglichen Auswirkungen unserer Aktivitäten mit ein. Mit bautechnischen und technologischen Innovationen, die oft projektspezifisch entwickelt werden, tragen wir zu einer nachhaltigeren Leistung bei. Wir kommen unserer Verpflichtung nach, im Falle von Missständen sofortige Abhilfemaßnahmen zu ergreifen.
Die Umweltauswirkungen durch unsere Bau- und Dienstleistungstätigkeiten sind stets projektabhängig. Dazu zählen etwa Flächenverbrauch, Bodenaushub, Eingriffe in den Wasserhaushalt, Verbrauch von Energie, Wasser und Rohstoffen, das Entstehen von Lärm, Staub, Erschütterungen, Emissionen, Abwasser und Abfall. Wir verfolgen bei jedem Projekt das Ziel, das natürliche Umfeld stets bestmöglich zu schützen und zu bewahren. Dazu erarbeiten wir individuelle Projektmanagementpläne und sehen es als unsere Aufgabe, Umweltfaktoren auch für die Gesellschaft verantwortlich zu gestalten.
Die sozialen Auswirkungen haben wir ebenfalls im Blick: Positive Beiträge des Konzerns sind etwa die Schaffung von Arbeitsplätzen und die Steigerung von Wirtschaftsfaktoren vor Ort. Durch die Projekte selbst tragen wir zur unmittelbaren Umfeldverbesserung bei, etwa beim Bau von Schulen und anderer sozialer Infrastruktur. Soziale Verantwortung übernehmen wir nicht zuletzt durch unser Engagement für die Communitys im Umfeld unserer Projekte und Standorte.
Für ein ausgewogenes Zusammenspiel von Ökonomie, Ökologie und Sozialem bieten Zertifizierungssysteme für Bauprojekte, etwa DGNB, LEED, BREEAM, GreenStar oder ISCA, optimale Voraussetzungen: Sie berücksichtigen vielfältige nachhaltige Aspekte, basierend auf einem systematischen Management der Auswirkungen, und betrachten den ressourcenschonenden Bauprozess ebenso wie den Betrieb von Gebäuden und Infrastrukturprojekten. HOCHTIEF ist hier für seine Kunden ein erfahrener Partner: In Rankings wie dem des Magazins Engineering News-Record (ENR) werden HOCHTIEF und seine operativen Gesellschaften als Topanbieter von Green Buildings ausgezeichnet. Zu unseren Nachhaltigkeitszielen zählt, den durch zertifizierte Projekte erzielten Umsatz weiter deutlich zu steigern.
Die Messbarkeit der Nachhaltigkeitsleistung in unseren Projekten spielt eine immer größere Rolle. Dabei liegt der Einfluss von HOCHTIEF auf die Nachhaltigkeit von Projekten im Wesentlichen im Bauprozess, den damit verbundenen Aktivitäten selbst sowie im fundierten Planungsprozess. Zu diesem Ergebnis war auch ein bereits 2020 durchgeführtes Forschungsprojekt zur Impact-Messung gekommen, bei dem exemplarisch Baustellen-Impacts durch Fachleute der Zeppelin-Universität in Friedrichshafen untersucht worden waren. Vor diesem Hintergrund planen wir, die Erhebung verschiedener Daten weiter zu standardisieren, um aus Messgrößen Ziele abzuleiten.
Um diese Ziele zu erreichen und das Projektgeschäft nachhaltig weiterzuentwickeln, benötigen wir die aktive Mitarbeit unserer Teams. Darum setzen wir im Rahmen unserer Nachhaltigkeitsziele unter anderem auf Schulungen, um das Wissen und die Kompetenz für nachhaltiges Handeln weiter zu steigern. Auch in der internen Kommunikation spielt das Thema Nachhaltigkeit bei HOCHTIEF eine wichtige Rolle und sorgt dafür, dass Mitarbeitende zum Beispiel über neue Entwicklungen informiert werden.
Auch neue Formate tragen zu mehr Bewusstsein für das Thema bei: So beschäftigten sich beim Turner Sustainability Summit im November 2021 gut 500 Mitarbeitende mit der Frage, wie sich der Einfluss ihrer Tätigkeit auf die Umwelt positiv gestalten lässt. In Vorträgen und Diskussionen ging es darum, wie der Wandel zu mehr Nachhaltigkeit im Unternehmen und in der Branche aktiv mitgestaltet werden kann.
Unser Qualitätsmanagement sichert den Projekterfolg, denn es sorgt für strukturierte, verlässliche Prozesse. Die Projekte von HOCHTIEF Solutions und den CIMIC-Gesellschaften werden auf Basis des Qualitätsmanagementsystems DIN EN ISO 9001 ausgeführt. Damit beträgt die Zertifizierungsquote nach ISO 9001 im Konzern derzeit insgesamt 65,4 Prozent.
In den Einheiten sind Qualitätsmanager für die Einhaltung der Standards verantwortlich, sie entwickeln bedarfsgerecht Verbesserungsmaßnahmen und Kontrollen. Im gesamten HOCHTIEF-Konzern tragen interne und externe Audits sowie ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess dazu bei, das Qualitätsmanagement zu optimieren.
Wir stehen kontinuierlich im Dialog mit den verschiedensten Stakeholdergruppen und setzen uns mit ihren unterschiedlichen Ansprüchen konstruktiv auseinander, um sie in unserer Arbeit berücksichtigen zu können. Unser Ziel ist es, wesentliche Anforderungen und Erwartungen systematisch zu erfassen und strategisch mit einzubeziehen. Dabei identifizieren wir die Anspruchsgruppen (siehe Kasten), involvieren sie und laden sie auf verschiedenen Wegen zur aktiven Beteiligung ein. Das Feedback von Stakeholdern fließt auch in die Definition unserer ESG-Themen ein (weitere Informationen hierzu finden Sie im Kapitel Strategie).
Die Konzerneinheiten nutzen unter anderem folgende Formate und Aktivitäten zur Einbindung der Stakeholder - im Berichtsjahr fanden die Aktivitäten vorwiegend digital statt:
| ― |
Baustellenkommunikation (kontinuierlich) |
| ― |
Mitarbeitendenfeedbacks (alle zwei Jahre) |
| ― |
Führungskräfteveranstaltungen des Vorstands (regelmäßig) |
| ― |
Pressearbeit (kontinuierlich) |
| ― |
Kapitalmarktkommunikation (kontinuierlich) |
| ― |
Fachmessen, Kongresse und Veranstaltungen (kontinuierlich/anlassbezogen) |
| ― |
Marktstudien (regelmäßig) |
| ― |
Kundenbefragungen/-zufriedenheitsanalysen (regelmäßig) |
| ― |
Image- und Reputationsuntersuchungen (jährlich) |
| ― |
CR-/ESG-Stakeholderdialoge (regelmäßig) |
| ― |
Qualitätsbewertungen/-audits (kontinuierlich) |
Aktionäre/Aktionärinnen
Analysten/Analystinnen
Bankenvertreter/Bankenvertreterinnen
Investoren/Investorinnen
Journalisten/Journalistinnen
Kunden/Kundinnen
Lieferanten/Lieferantinnen
Mitarbeitende
Nachbarn/Nachbarinnen
Anwohner/Anwohnerinnen
Nachunternehmer/Nachunternehmerinnen
Schüler und Schülerinnen/Studierende
Absolventen/Absolventinnen
Staat/Behörden
Universitäten/Hochschulen
Verbände/NGOs Wissenschaft
Die Zufriedenheit der Kunden spielt eine große Rolle für den wirtschaftlichen Erfolg des Konzerns. Wir setzen im Zuge unserer Grundsätze auf klare Ergebnisorientierung. Das Feedback unserer Kunden nehmen wir in dezentral eingesetzten Instrumenten auf, etwa durch Befragungen - die Rückmeldungen werten wir aus, um Verbesserungen für Folgeprojekte zu erzielen. Viele Kunden beauftragen unsere Gesellschaften mehrere Male und drücken ihre Zufriedenheit in sogenannten Folgeaufträgen aus. Die Wiederholkundenrate bildet damit einen wichtigen Indikator für die Zufriedenheit unserer Kunden. 2021 lag die Wiederholkundenrate im Konzern bei 83,3 Prozent. Dieser hohe Wert bestätigt uns einmal mehr, dass unsere Auftraggeber gern mit HOCHTIEF zusammenarbeiten.
Für 2022 planen wir zudem eine differenzierte Zufriedenheitsbefragung unserer Kunden.
| 2018 | 2019 | 2020 | 2021 | |
| Gesamt 2 | 77,0 | 81,5 | 83,9 3 | 83,3 |
| Konzern-Coverage 4 | 100 % | 100 % | 100 % | 100 % |
1 Wir definieren Wiederholkunden als Kunden, die
HOCHTIEF mindestens ein zweites Mal beauftragen. Wir nutzen
die Wiederholkundenrate zur Bestimmung der
Kundenzufriedenheit.
2 Gewichtet in Relation zur erbrachten
Konzernleistung des jeweiligen Geschäftsjahres
3 Zahl angepasst aufgrund einer
rückwirkenden Korrektur der Gewichtung, darum
ungeprüft.
4 Die Coverage zeigt die Höhe des
Abdeckungsgrads der Kennzahlen in Relation zur
Konzernleistung.
Auch die Wahrnehmung von HOCHTIEF in der Öffentlichkeit spielt eine wichtige Rolle für uns. Darum messen und analysieren wir regelmäßig unseren Reputationswert durch eine repräsentative Online-Befragung. Hier wird unser Konzern seit vielen Jahren konstant gut bewertet. Für 2021 verzeichneten wir einen deutlichen Anstieg bei den positiven Bewertungen von HOCHTIEF.
| 2018 | 2019 | 2020 | 2021 2 |
| 83 | 87 | 88 | 93 |
1 Ausgewiesen wird die Summe der Bewertungen der
Reputation von HOCHTIEF mit ausgezeichnet, sehr gut und
gut.
2 Im Berichtsjahr haben 93 Prozent der Befragten
in einer Studie des Marktforschungsinstituts YouGov in
Deutschland die Reputation von HOCHTIEF mit
ausgezeichnet/sehr gut/gut bewertet. Sechs Prozent
bewerteten die Reputation als mittelmäßig, ein
Prozent als schlecht. Befragt werden Entscheider in
Großunternehmen.
Wir wollen nicht nur in der Natur, sondern auch im Einklang mit ihr arbeiten. Bei der Projektarbeit für unsere Kunden wirken wir unmittelbar auf die Umwelt ein - auf das Klima, auf Böden, Wasser, Luft, die Ökosysteme und die biologische Vielfalt. Umwelt- und Klimaschutz sind darum seit jeher aktive Handlungsfelder im Konzern. Oberstes Ziel ist es, negative Auswirkungen unserer Projekte auf die Umwelt zu vermeiden oder zumindest soweit wie möglich zu reduzieren. In unserem im Berichtsjahr aufgesetzten Nachhaltigkeitsplan 2025 haben wir uns klare Ziele im Bereich Umweltschutz gesetzt: Im Folgenden geben wir einen Überblick über die für unsere Aktivitäten wesentlichen Umweltthemen und wie wir diesen begegnen.
Unsere Geschäftsaktivitäten sind energie- und damit emissionsintensiv. Besonders in der vorgelagerten sowie nachgelagerten Wertschöpfungskette des Baugeschäfts, etwa bei der Produktion von Stahl und Zement (vorgelagert) oder dem Betrieb von Immobilien (nachgelagert), werden große Mengen an Emissionen verursacht. Das World Green Building Council schätzt, dass etwa 35 Prozent des weltweiten Gesamtenergieverbrauchs und zirka 38 Prozent der energiebezogenen CO 2 -Emissionen auf den Bau und Betrieb von Gebäuden entfallen. 1
Das Ziel des Pariser Klimaabkommens, den globalen Temperaturanstieg auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen, unterstützen wir aktiv: Auf Basis fundierter Analysen, die sich auch an den Empfehlungen der Task Force on Climate-Related Financial Disclosures (TCFD) orientieren, und in enger Abstimmung mit unseren operativen Gesellschaften, haben wir im Berichtsjahr erstmalig ein Klimaziel formuliert. Dafür wurden Szenarien entwickelt, die die Klimaauswirkungen für das Unternehmen über verschiedene Zeithorizonte bewerten.
Auf diesen Analysen aufbauend streben wir an, bis 2045 Klimaneutralität "Netto Null" im Konzern zu erreichen.
Bereits bis zum Jahr 2038 wollen wir Klimaneutralität für die Scope-1- und Scope-2-Emissionen erreichen und haben dementsprechend auch kurzfristige Reduktionsziele bis 2025 definiert. So planen wir, im Vergleich zum Basisjahr 2019, 20 Prozent bei Scope 1 zu reduzieren und 35 Prozent bei Scope 2.
Um unsere Klimaziele zu erreichen, folgen wir einer strategischen Transformation aus Nachhaltigkeit und Digitalisierung. Dabei geht es unter anderem darum, Bauprozesse mithilfe innovativer Technologien effizienter und nachhaltiger zu gestalten sowie auch gemeinsam mit relevanten Stakeholdergruppen klimafreundliche Lösungen zu entwickeln.
Unser Beitrag zum Klima- und Umweltschutz ist dort am größten, wo wir den Bauprozess direkt gestalten können. Übernehmen wir Planung, Betrieb und Erhaltung können wir unseren Kunden über den gesamten Projektlebenszyklus optimierte Lösungen anbieten. Insbesondere bei PPP-Projekten haben wir große Einflussmöglichkeiten auf die nachhaltige Gestaltung von Projekten. Im Dialog mit unseren Kunden entwickeln wir Konzepte, um Ressourcen und Klima zu schonen und zugleich die Effizienz bei Betrieb und Erhaltung zu erhöhen. Hierzu ermitteln unsere Experten bereits in der Planungsphase, ob sich Materialien mehrfach nutzen oder recyceln lassen, sodass Ressourcen geschont und der Ausstoß schädlicher Emissionen minimiert werden können. Bei konventionell realisierten Bauprojekten bieten wir partnerschaftliche Vertragsmodelle wie PreFair oder den Wettbewerblichen Dialog für eine enge Abstimmung mit den Kunden: In einer intensiven Preconstruction-Phase lassen sich die Planung gezielt optimieren und mögliche Defizite ausräumen, um Umwelt und Klima zu schonen. Der Einsatz von Building Information Modeling (BIM) sorgt für effiziente Prozessabläufe und ressourcenschonendes Arbeiten.
1 Quelle: World Green Building Council, Global
Status Report for Buildings and Construction 2020
Maßgeschneiderte Umweltschutzkonzepte begleiten unsere Projektarbeit von Anfang an. Dabei blicken unsere Experten auch auf mögliche Auswirkungen durch den Bauprozess: Wir nehmen nicht nur das unmittelbare Baugeschehen in den Fokus, sondern auch das weitere Umfeld der Projekte, etwa die Bebauung in der Nachbarschaft oder umgebende Landschaftsareale. Dies bedeutet für uns auch aktives Risikomanagement. Die Risiken von Umweltschäden und weiteren Beeinträchtigungen versuchen wir bei jedem Projekt zu minimieren.
2021 wurde HOCHTIEF einmal mehr für seinen Beitrag zum Klimaschutz ausgezeichnet und erzielte im CDP-Klimaranking erneut den Score "B" (2020: "B"), was gemäß CDP-Kriterien dem Managementstatus entspricht. CIMIC erhielt im gleichen Rating die Bewertung "B-". Darüber hinaus wurde HOCHTIEF in einer Untersuchung der Financial Times und des Forschungsunternehmens Statista im Berichtsjahr als einer der "Europe's Climate Leaders 2021" ausgezeichnet.
Die operativen Gesellschaften innerhalb der HOCHTIEF-Divisions organisieren ihre Umwelt- und Klimaschutzbelange grundsätzlich entsprechend der Konzernvorgaben und eigenverantwortlich. Interne Umweltexperten unterstützen die Projektteams dabei, gesetzliche und interne Rahmenbedingungen in die Baustellenprozesse zu implementieren und so die Rechtskonformität zu sichern. Zudem überprüft die Konzernrevision bei ausgewählten Projekten, ob alle Anforderungen umgesetzt werden.
Um Umweltschutzthemen bei den HOCHTIEF-Projekten in die Arbeitsabläufe zu integrieren, haben wir entsprechende Managementsysteme implementiert, die dem internationalen Standard ISO 14001 entsprechen. 2021 lag der Anteil der Konzerneinheiten, die entsprechend den Umweltmanagementsystemen zertifiziert sind 1 , bei 60,3 Prozent (2020 auf vergleichbarer Basis 2 : 59,2 Prozent; jeweils gemessen an der Mitarbeitendenzahl).
Den prozentualen Anteil aller Mitarbeitenden, die unter einem zertifizierten Umweltschutzmanagementsystem arbeiten, wollen wir bis 2025 auf mindestens 90 Prozent steigern.
Die Konzernrichtlinie Arbeitssicherheit, Gesundheits-, Umwelt- und Klimaschutz definiert bei HOCHTIEF die Organisation, Koordination und die Anforderungen von Umwelt- und Klimaschutzthemen. Ziel ist es nicht nur, die Gesundheit von HOCHTIEF-Mitarbeitenden und der Mitarbeitenden Dritter nachhaltig zu schützen - wir wollen auch die natürliche Unwelt erhalten, mit Ressourcen effektiv umgehen und das Klima schützen.
2021 wurde die strategische Arbeit zum Thema Umwelt- und Klimaschutz zudem durch die ESG-Arbeitsgruppe "Umwelt" ergänzt, die sich insbesondere damit befasst, Maßnahmen zu identifizieren, Zielsetzungen zu formulieren und mit den operativen Gesellschaften zu besprechen. Gemeinsam untersuchen die Experten der Arbeitsgruppe klimarelevante Chancen und Risiken und entwickeln Strategien, damit HOCHTIEF seine ehrgeizigen Klimaziele erreichen kann.
1 Die nichtfinanziellen Kennzahlen beinhalten
hier und im Folgenden keine Informationen bezüglich
BICC, da für diesen Konzernteil ein Konzept für
die nichtfinanziellen Aspekte nicht verfolgt wurde und
keine Berichterstattung von nichtfinanziellen Informationen
an HOCHTIEF stattfand.
2 Für eine bessere Vergleichbarkeit der
Zahlen aus dem Geschäftsjahr 2021 mit den
Vorjahreszahlen werden die Kennzahlen für 2020 ohne
die Werte der Ende Dezember 2020 von CIMIC in Teilen
veräußerten Gesellschaft Thiess separat
ausgewiesen. Die um den Thiess-Anteil bereinigt
ausgewiesenen Vorjahreszahlen wurden nicht geprüft.
Bei der Ausführung von Projekten gilt es, gesetzliche und normative Vorgaben einzuhalten. Dies ist die erste Voraussetzung für wirtschaftliches und zugleich umweltbewusstes Arbeiten und somit auch ein Beitrag zum Risikomanagement. Darum setzen unsere Projektteams früh an, erarbeiten Präventionsmaßnahmen bereits während der Planung und setzen diese im Bauprozess um - oder passen sie an, wenn sich die Gegebenheiten ändern. Experten ermitteln und beurteilen die jeweiligen Umweltrisiken jedes Vorhabens, prüfen etwaige Risiken und geben Handlungsempfehlungen.
Trotz dieses Risikomanagements und der hohen Achtsamkeit unserer Teams können Umweltschäden entstehen. HOCHTIEF teilt diese in folgende Kategorien ein:
Kategorie 1: hochgradige Auswirkungen auf die Gemeinschaft und/oder die Umwelt oder irreversible schädliche Langzeitfolgen
Kategorie 2: mäßig schwere Auswirkungen auf die Gemeinschaft und/oder die Umwelt (1-3 Monate), aber langfristig vollständig reversibel
Kategorie 3: kurzfristige und geringe Auswirkungen (einschließlich Auswirkungen auf Belästigungsniveau) auf die Gemeinschaft und/oder die Umwelt (<1 Monat), ohne Restauswirkungen vollständig reversibel.
Im Falle eines erheblichen Umweltschadens muss dieser sofort über das interne Kriseninformationssystem gemeldet werden. Wir erfassen Umweltschadensfälle über ein Berichtswesen, analysieren sie, arbeiten sie auf und definieren Maßnahmen. Beinaheunfälle sind wichtige Indikatoren, die Hinweise auf risikobehaftete Situationen und Prozesse liefern, und werden genauso behandelt. Im Berichtsjahr wurden keine Schäden der Kategorie 1 gemeldet.
Im Berichtsjahr zahlte die CIMIC-Gesellschaft CPB Contractors fünf Bußgeldstrafen für Umweltschäden, die jeweils die interne Berichtsgrenze von 10.000 Euro überschreiten, insgesamt 79.441 Euro (133.000 neuseeländische Dollar). Die Bußgelder bezogen sich auf zurückliegende Vorfälle aus dem Jahr 2019: Ein Bußgeld über 37.630 Euro (63.000 neuseeländische Dollar) stand im Zusammenhang mit Abwassereinleitungen beim Baypark to Bayfair Link Project, vier Bußgelder zu je 10.453 Euro (17.500 neuseeländische Dollar) standen im Zusammenhang mit Erdarbeiten beim Projekt Transmission Gully Motorway.
Es ist unser Ziel, die Zahl von Umweltschäden der Kategorie 1 bei 0 zu halten.
Um unsere Ziele im Bereich Umweltschutz zu erreichen, benötigen wir die Unterstützung aller Mitarbeitenden.
Um sie für Klima- und Umweltschutz nicht nur zu motivieren, sondern auch fachlich zu rüsten, werden wir den Einsatz von Trainings in diesem Bereich intensivieren und streben an, bis 2025 mindestens 50 Prozent der Mitarbeitenden zu Umweltthemen zu schulen.
Bei Bauaktivitäten fallen häufig große Abfallmengen an. Vor diesem Hintergrund kommt dem Abfallmanagement eine hohe Bedeutung zu. Durch unser Projektgeschäft mit variierenden Bauaufgaben kann es bei den Abfallmengen zu starken Schwankungen kommen: Gerade bei großen Infrastrukturprojekten, etwa im Tunnelbau, gibt es phasenweise ein sehr hohes Volumen an Abraum, Wertstoffen und Abfall. Dies wird in größtmöglichem Maße beispielsweise für Aufschüttungen oder als Unterbau im Straßenbau genutzt oder findet auch in anderen Projekten Verwendung. Indem wir solche Baurestmassen so sortenrein wie möglich trennen, erreichen wir eine sehr hochwertige Wiederverwertung. 1
HOCHTIEF-Experten entwerfen frühzeitig Entsorgungskonzepte für jedes Vorhaben, um Materialströme ökonomisch und ökologisch sinnvoll sowie ordnungsgemäß zu lenken. Dabei werden die Menge des entstehenden Abfalls und die des benötigten Materials kalkuliert, Verwendungsmöglichkeiten des Abfalls im selben Projekt ausgelotet sowie Transport- und Entsorgungswege effizient geplant - so sollen etwa Leerfahrten nach Möglichkeit vermieden werden. Zur Kalkulation und sortenreinen Trennung werden in einigen Gesellschaften spezielle Verfahren eingesetzt, etwa das Waste-Tracking-System bei Turner, ein digitales Programm zur Abfallerhebung.
Kommt es in Projekten zum Umgang mit Gefahrstoffen oder gefahrstoffhaltigen Materialien, die Gefahren für Mensch und Umwelt bergen, ist besondere Sorgfalt geboten. Bei Handhabung und Entsorgung solcher Materialien gehen wir bei HOCHTIEF umsichtig und verantwortungsvoll vor, stets unter Beachtung der lokalen gesetzlichen ebenso wie der internen Vorgaben. In der Division HOCHTIEF Europe nutzen wir eine Software, die die jeweiligen Vorgaben der Gefahrstoffverzeichnisse aufzeigt. In diesem Tool finden sich arbeitsplatzspezifische Betriebsanweisungen, genaue Informationen zu einzelnen Gefahrstoffen sowie Sicherheitsdatenblätter. Bei Abbruch-, Umbau- oder Revitalisierungsprojekten müssen kritische Inhaltsstoffe vor Projektstart identifiziert werden, damit sie sicher und in Einklang mit den Vorgaben entsorgt werden können. Dafür werden unsere Mitarbeitenden geschult und sensibilisiert.
Grundsätzlich vermeiden wir Abfall soweit wie möglich. Andernfalls versuchen wir, Abfallmengen zumindest zu reduzieren und verbleibende Abfälle zu recyceln. Wir unterstützen das Prinzip der Kreislaufwirtschaft, also eine längstmögliche Nutzung von Materialien und Produkten: Durch deren Wiedernutzung werden Abfälle und Umweltverschmutzung vermieden und Ressourcen gespart. Wir wollen hierbei einen Beitrag leisten:
Wir wollen Wiederverwendung stetig fördern und die Nutzung recycelter Baumaterialien steigern.
Dazu wollen wir intern ebenso wie bei Kunden und Partnern das Bewusstsein für Wiedernutzung und Recycling fördern.
Im Jahr 2021 lag die Recyclingquote mit 87 Prozent (2020: 90 Prozent; auf vergleichbarer Basis 1 : 90 Prozent) und damit erneut oberhalb der Zielquote von 85 Prozent (exklusive Wiederverwertung), die für das Berichtsjahr galt. Diese Angaben beziehen sich auf das absolute Gesamtabfallaufkommen im Konzern. Wir verwenden Wertstoffe nach Möglichkeit bei anderen Projekten wieder.
Wir wollen unsere Projekte über den gesamten Lebenszyklus nachhaltig optimieren. Dafür sind fundierte Lebenszyklus- oder Kreislaufwirtschaftsanalysen im Vorfeld erforderlich. HOCHTIEF bietet diese Leistung an und wird durch die aktive Ansprache von Kunden das Bewusstsein dafür weiter schärfen.
Unser Ziel ist es, bis 2025 bei mindestens 200 Bauprojekten Lebenszyklus- oder Zirkularitätsanalysen für die wichtigsten Komponenten durchzuführen.
Die Zählung dieser Analysen soll im Jahr 2022 starten.
Insbesondere der Einsatz digitaler Methoden kann die Nachhaltigkeitsleistung klar verbessern, auch im Bereich der Kreislaufwirtschaft. Denn die digitale Erfassung von Baumaterialien ermöglicht deren effiziente Verfolgung über die gesamte Lebensdauer eines Bauwerks.
Wir wollen den Anteil von Bauprojekten, bei denen der Einsatz von Baumaterialien digital erfasst wird - etwa durch den Einsatz von BIM 6D - um jährlich mindestens zehn Prozent steigern.
Um unseren Beitrag zur Kreislaufwirtschaft weiter zu verbessern, haben wir im Zuge unseres Nachhaltigkeitsplans 2025 folgende neue Ziele im Konzern definiert:
| ― |
Jährliche Abfall-Recycling-Quote (inkl. Wiederverwendung): mindestens 80 Prozent bis 2025 |
| ― |
Reduzierung selbst verursachter gefährlicher Abfälle: weniger als ein Prozent des Gesamtabfalls bis 2030 |
| ― |
Deponierung nicht gefährlicher Abfälle: Quote Null bis 2045 |
An diesen Zielen arbeiten wir nun gemeinsam mit allen operativen Einheiten, und vernetzen uns mit Stakeholdern auf Kunden- und Lieferantenseite.
Der Umgang mit Wasser gehört zu den für HOCHTIEF wesentlichen Themen. Bei allen unseren Aktivitäten wollen wir verantwortlich mit dieser wertvollen Ressource umgehen und diese schützen, indem wir effizient und schonend mit Wasser umgehen. Dabei spielt Wasser beim Bauen eine wichtige Rolle: So müssen beispielsweise bei hohen Außentemperaturen große Mengen Wasser eingesetzt werden, um Beton zu kühlen oder Staub zu binden. Weitere Maßnahmen wie etwa das Verdichten oder Versiegeln sowie die Rodung von Flächen, Entwässerungsmaßnahmen oder das Senken des Grundwasserspiegels wirken sich auf den Wasserhaushalt im Umkreis der Baustelle aus. Mögliche Folgen sind zum Beispiel Wasserverknappung oder Sedimentation.
Entnahme, Verbrauch und Einleitung von Wasser richten sich nach Projektart und -ort. Wasserschutzkonzepte bei unseren Projekten berücksichtigen jeweils die Voraussetzungen vor Ort, etwa die Nutzung von Grund- und Trinkwasser, die Ableitung von Brauch- und Abwasser, Versickerung, Wasserverschmutzung und -aufarbeitung. Die Projektteams erstellen bedarfsweise auch Erosions- und Sedimentationskontrollpläne und erarbeiten Wasserschutzkonzepte gemeinsam mit Behörden und gegebenenfalls Stakeholdern vor Ort. Auch ab- beziehungsweise prozesswasserbedingte Auswirkungen werden stets projektabhängig identifiziert. Generell ist es unser Ziel, den Verbrauch von Trinkwasser in der Projektarbeit zu reduzieren sowie mehr Wasser zu recyceln und wiederzuverwerten.
Wir haben uns das konkrete Ziel gesetzt, eine jährliche Wasserwiederaufbereitungs-/wiedernutzungsrate von mindestens zehn Prozent des entnommenen Wassers zu erreichen.
Insbesondere in Regionen, die von Wasserknappheit oder -mangel betroffen sind, ist ein effizientes Wassermanagement gefragt. Einige Konzerngesellschaften, darunter vor allem CIMIC, operieren teilweise in solchen Regionen unter Wasserstress, also etwa Regionen in Australien, Asien oder der Westküste der USA. Auch in Europa und Nordamerika nehmen Hitze- und Dürreperioden zu. Darum agieren wir in enger Abstimmung mit Behörden und Stakeholdern, um nicht nur den Wasserverbrauch, sondern auch dessen Auswirkungen gering zu halten. So erstellen die Projektteams von CIMIC beispielsweise bei jedem Vorhaben dezidierte Wassermanagementpläne und suchen nach Möglichkeiten, Wasser zu recyceln oder mehrfach zu verwenden. Sie evaluieren die Umfeldbedingungen, die Menge des Wasserbedarfs, verfügbare Quellen, das regulatorische Umfeld sowie Verpflichtungen gegenüber Grundstücksbesitzern und legen Kontrollmaßnahmen fest. Diese Aktivitäten wollen wir weiter ausbauen: Im HOCHTIEF-Konzern soll der Wasserschutz bei allen Projekten gefördert werden.
Bis 2023 sollen Wasserschutzpläne und korrespondierende Maßnahmen für sämtliche Projekte in Gebieten unter Wasserstress implementiert werden.
Im Berichtsjahr war vor allem bei CIMIC eine deutlich höhere Wasserentnahme zu verzeichnen - ein wesentlicher Grund ist die Staubbindung bei Erdarbeiten im Rahmen von Großprojekten. Zugleich reduzierte sich die Wasserableitung. Beides war bedingt durch die anhaltende Trockenheit in Australien. Die höhere Wasserentnahme wurde zum Teil durch das Auffangen und die Aufbereitung von Wasser zur Wiedernutzung kompensiert: Im Jahr 2021 wurden insgesamt etwa 28 Prozent des genutzten Wassers von CIMIC aus wiederaufbereitetem/-verwendetem Wasser bezogen (2020: 16 Prozent; auf vergleichbarer Basis 1 : 6 Prozent). Im CDP-Water-Ranking erreichte die Gesellschaft den Score "B-" (2020: "B-").
Biodiversität bildet die Basis für funktionierende und stabile Ökosysteme. Unsere Bau-Aktivitäten können das ökologische Umfeld und damit die Artenvielfalt beeinflussen. Wir sehen es als unsere Pflicht, Ökosysteme und Biodiversität durch die effiziente Nutzung natürlicher Ressourcen zu schützen, zu erhalten oder wiederherzustellen.
Es ist unser erklärtes Ziel, bei unseren Projekten ein Bewusstsein für die Bewahrung von Biodiversität und Ökosystemen zu schaffen. Dafür wollen wir im HOCHTIEF-Konzern langfristige Initiativen zur Bewahrung von Ökosystemen und der Steigerung von Biodiversität etablieren.
Darüber hinaus behandeln wir deses Thema als Teil der projektbezogenen Umweltkonzepte und -strategien und arbeiten hier eng mit unseren Kunden und den Behörden zusammen. Wir setzen auf Biodiversitätskonzepte, regelmäßiges Monitoring und die Beratung durch Experten. Die Instrumente, die wir nutzen, sind etwa ökologische Gutachten sowie daraus entstehende Artenschutzkonzepte, besonders dann, wenn sich Naturschutzgebiete in der Umgebung des Projektgeländes befinden.
Daher ist es unser Ziel, bis 2023 Biodiversitäts-Aktionspläne für alle Projekte in sensiblen Naturgebieten und entsprechende Maßnahmen zu implementieren.
HOCHTIEF realisiert mit seinen Bauwerken dauerhafte Infrastruktur. Dies wollen wir in möglichst nachhaltiger Weise tun. Darum fördern wir nachhaltige Produkte, die umweltverantwortlich, resilient und ressourceneffizient über den gesamten Lebenszyklus von Bauwerken wirken: Von Design, Bau, Betrieb, Wartung und Renovierung bis hin zum Abriss.
Wir wollen Innovation und Entwicklung nachhaltiger Produkte und Leistungen vorantreiben.
Insbesondere der Bau zertifizierter nachhaltiger Gebäude ist hierfür ein wichtiger Hebel. Bei diesen Bauwerken wird die Menge des CO 2 -Ausstoßes im Vergleich zu konventionell gebauten Projekten erheblich reduziert - zum Beispiel, weil nachhaltig produziertes oder recyceltes Material verbaut wird oder Aufträge an regionale Nachunternehmer und Lieferanten gehen und so die Transportwege kurz gehalten werden. Gerade bei "Green Buildings" zeigt sich, dass sie durch ihren energieeffizienten Betrieb langfristig Emissionen einsparen: Laut einer Studie des U.S. Green Building Council 1 verringern sich die CO 2-Emissionen bei LEED-zertifizierten Gebäuden um 34 Prozent, der Energiebedarf sinkt um 25 Prozent und die Wassereinsparung liegt bei elf Prozent im Vergleich zu herkömmlich gebauten Gebäuden. Angaben des Green Building Councils of Australia zeigen, dass Immobilien mit der Green-Star-Zertifizierung 66 Prozent weniger Emissionen abgeben und 51 Prozent weniger Wasser verbrauchen. 2 Großes Potenzial besteht auch bei nachhaltigen Verkehrsinfrastrukturvorhaben: In mehreren Ländern, darunter Australien, werden bereits heute häufig Zertifizierungssysteme für Straßen, Schienenwege, Brücken und Tunnel eingesetzt oder, wie in den Niederlanden, hohe Umweltvorgaben für Projekte gesteckt. Denn es gibt gerade in der Bau- und in der Betriebsphase immense Einflussmöglichkeiten, um Energie und Ressourcen einzusparen.
1 Quelle: "Re-Assessing Green Building
Performance", 2011
2 Quelle: Green Building Council of Australia,
"Introducing Green Star", 2020
HOCHTIEF fördert explizit das nachhaltige Bauen und berät seine Kunden zu entsprechenden Zertifizierungen. Dazu beschäftigen wir konzernweit 1.234 akkreditierte Auditoren, die Zertifizierungsphasen qualifiziert begleiten.
Wir wollen unser Engagement schon im Angebotsprozess verstärken und haben uns das Ziel gesetzt, bei mindestens 50 Prozent der Bauprojekte, bei denen es gemäß Vergaberecht möglich ist, schon in der Angebots- oder Preconstruction-Phase nachhaltige Lösungen vorzuschlagen - etwa beim nachhaltigen Design, den Materialien oder der Energieeffizienz.
HOCHTIEF hat im Jahr 2021 zertifizierte nachhaltige Bau- und Infrastrukturprojekte mit einem Gesamtwert von zirka 9,7 Mrd. Euro (2020: 8,3 Mrd. Euro) bearbeitet. Der Umsatz, den Turner im Bereich Green Building im Berichtsjahr erwirtschaftete, lag bei zirka 6,4 Mrd. Euro (2020: 6,0 Mrd. Euro). Im Ranking des renommierten Branchenmagazins Engineering News-Record (ENR) lag Turner auch 2021 wieder auf Platz 1 im Ranking der "Top Green Contractors" in den USA. CIMIC ist insbesondere bei nachhaltigen Infrastrukturprojekten einer der führenden Anbieter und meldete einen Gesamtumsatz von ungefähr 2,9 Mrd. Euro (2020: 1,7 Mrd. Euro) im Bereich nachhaltige Hochbau- und Infrastrukturprojekte.
HOCHTIEF will diese Zahlen weiter steigern und bis 2025 mindestens 50 Prozent seiner Umsatzerlöse aus Infrastruktur und Hochbau aus zertifizierten Projekten generieren.
Art, Umfang und Standort unserer Projekte beeinflussen die Höhe der Material- und Energieverbräuche und die daraus ermittelten Emissionen innerhalb eines Geschäftsjahres direkt. Unsere Projekte sind in der Regel Unikate und naturgemäß nicht unmittelbar miteinander vergleichbar: Der Tunnelvortrieb durch Hartgestein mit einer Tunnelbohrmaschine ist beispielsweise wesentlich energieintensiver als eine Hochbaustelle auf weicherem Baugrund. Der Bau von Großprojekten erstreckt sich über mehrere Jahre mit unterschiedlichen Bauphasen und damit auch ganz unterschiedliche Auswirkungen etwa auf Abfallentstehung oder Materialverbrauch.
Die in diesem Kapitel dargestellten Kennzahlen im Bereich Umwelt- und Klimaschutz beziehen sich auf Energie-, Material und Wasserverbräuche, die entweder vom HOCHTIEF-Konzern eingekauft wurden oder unmittelbar durch unsere Tätigkeiten auf der Baustelle und im Büro als Verbräuche erfasst worden sind. Die Kennzahlen stehen stets in Relation zur erbrachten Konzernleistung des jeweiligen Geschäftsjahres, da Menge, Art, Standort und Umfang der Projekte Einfluss auf diese Kennzahlen haben und sich somit auf den Umfang der Emissionen auswirken, die durch die Geschäftstätigkeit von HOCHTIEF entstehen. Die Konzernleistung lag 2021 bei 24,86 Mrd. Euro (2020: 24,55 Mrd. Euro). 1 Die Coverage erklärt den Abdeckungsgrad der Kennzahlen in Relation zur Konzernleistung.
1 Die Zahlen beziehen sich nur auf
fortgeführte Geschäftsbereiche.
Die Emissionswerte werden in Anlehnung an das Greenhouse Gas Protocol klassifiziert und ermittelt. Die einbezogenen Verbräuche stellen wir in der Übersicht "Einbezogene Verbräuche zur Berechnung der Scope-Emissionen bei HOCHTIEF" auf den Kennzahlenseiten dar.
Wir streben einen möglichst einheitlichen Detaillierungsgrad in der Datenerhebung der einzelnen Divisions an, um Kennzahlen besser miteinander vergleichen und nachvollziehen zu können. Dafür setzen wir verstärkt auf eine projektbasierte Verbrauchsdatenerfassung im Konzern. Der Fokus liegt dabei auf der Messung wesentlicher Verbräuche. Die so erhobenen Zahlen sollen künftig für die Kennzahlenerhebung verwendet werden, um die Plausibilität und damit die Qualität der Daten weiter zu erhöhen. Unser Nachhaltigkeits-Controlling soll auch auf dieser Basis weiter ausgebaut werden, um mittel- bis langfristig damit steuern zu können.
Wir konnten in den vergangenen Jahren gute Fortschritte bei der Verbrauchsdatenerfassung erzielen und werden dieses Instrument künftig weiter ausbauen. Um die Entwicklungen unserer Emissionen sowie den Erfolg unserer Maßnahmen zu messen, wurde in 2021 das Berichtsjahr 2019 als Basisjahr festgelegt, und es wurden die oben im Text beschriebenen Scope-1- und Scope-2-Reduktionsziele bis 2025 aufgesetzt. Die Vergleichbarkeit der Daten ist dabei von großer Bedeutung. Darum planen wir, die Vebrauchsmengen des definierten Basisjahres mit dem Erfassungsverständnis von heute zu verifizieren.
Beim Bauprojekt Cougar Creek in Alberta, Kanada, bei dem Flatiron einen Hochwasserrückhalt errichtet, wird Abwasser, das die Umwelt schädigen könnte - Überlaufwasser, Betonguss oder Spritzbetonabwasser - in einem Rückhaltetank gesammelt und fachgerecht entsorgt.
Bei HOCHTIEF UK wurde im Rahmen des Bauprojekts Combwhich Wharf Development ein Areal angelegt, um zu verhindern, dass bei den Pressarbeiten zementhaltiges Wasser in den Parrett-Fluss gelangt. Bei Rammarbeiten wurde verdrängtes Wasser abgepumpt und abgeleitet, um die Kontaminierung des Grund- und Flusswassers zu vermeiden. Zudem wurden abgetrennte und ausgekleidete Becken angelegt, um Material sicher entfernen zu können.
Auch beim Projekt "Strombrückenzug Magdeburg" erfolgte eine kontrollierte Rückführung von Grundwasser und Kühlwasser in die Elbe, beim Projekt "A100" in Berlin wurde Grundwasser kontrolliert in den Vorfluter rückgeführt. Beim Bauprojekt "Tunnel Stellingen", das in einer Wasserschutzzone III liegt, werden die bauzeitlich geförderten Grundwassermengen grundsätzlich auf ein erforderliches Minimum begrenzt. Das geförderte Grundwasser wird dauerhaft in einer Enteisungsanlage bewahrt und in bestimmten Abschnitten zusätzlich für die weitere Nutzung aufbereitet. Die gereinigten Wassermengen werden dem natürlichen Wasserhaushalt kontrolliert wieder zugeführt - so entsteht ein geschlossener Kreislauf.
Auch bei CIMIC wird aktiver Erosionsschutz betrieben: Bei einer Eisenerzmine in der Pilbara-Region, Western Australia, hat CPB Contractors unterirdische Erdarbeiten ausgeführt. Die Gegend ist anfällig für starke Regenfälle und damit Überflutungen und Wassererosion. Sicherheit dagegen bietet das sogenannte "Rip-Rap"-Verfahren: Das Aufschichten von Steinen in Ablaufbereichen schützt Hänge und Boden. Dafür setzt CPB Contractos Eisenbahnschwellen ein, die sonst deponiert worden wären. Die Methode erwies sich als so erfolgreich, dass ein zweiter Bereich eingerichtet werden soll. Insgesamt hat CPB 10.000 Schwellen verwendet - und die Beschaffung von mehr als 1.800 Kubikmetern Gestein aus der Umgegend wurde überflüssig.
Turner setzt zur Prävention von Leckagen auf "Toolbox Talks": In Baustellenupdates werden die Mitarbeitenden auf Bauprojekten für die Auswirkungen von Lecks sensibilisiert. Leckagen wurden auch als Inspektionspunkt in die Listen der Arbeits- und Umweltschutzbegehungen aufgenommen. Die Vermeidung von unkontrolliertem Wasserabfluss trägt zur Arbeitssicherheit bei und reduziert die Verbrauchskosten ebenso wie die Gefahr von Wasserschäden und Schimmelbildung.
Turner setzte unter anderem beim im Jahr 2021 fertiggestellten New Natural Resources Headquarters in Kalifornien Reifenwaschanlagen an den Baustellenausfahrten ein, um den Regenwasserabfluss zu kontrollieren, Wasser zu sparen, und Arbeitskosten zu senken. Pro Fahrzeugwäsche kann dieses System knapp 380 Liter Wasser sparen.
Der Schutz vor Erosion spielt ebenfalls eine bedeutende Rolle in unseren Bauprojekten: Üblicherweise werden Projekte so angelegt, dass Bodenerosion während der Bauphase von Beginn an minimiert wird. So werden etwa beim Infrastrukturprojekt Rodanthe Bridge von Flatiron in North Carolina die Auswirkungen auf das Wasser und die Meeresflora und -fauna bestmöglich reduziert - dafür gelten strenge Umweltauflagen für den Abfluss von Sediment und Trübwasser. Beim Bau von LEED-zertifizierten Gebäuden werden Maßnahmen umgesetzt, um bei Regen das Abschwemmen von Sediment in die umliegenden Wasserwege zu verhindern.
Die Mitarbeitenden von HOCHTIEF setzen immer stärker aufs Rad: Neben dem Angebot in Deutschland, ein Jobrad zu leasen, das auf überaus große Resonanz stößt, befürworten wir explizit die Teilnahme an Aktionen wie "Stadtradeln". So nahmen im Berichtsjahr 66 Mitarbeitende an der bundesweiten Initiative teil und stiegen so oft wie möglich anstatt ins Auto aufs Rad. Insgesamt fuhren sie mehr als 13.000 Kilometer. Eine ähnliche Initiative gibt es in Dänemark, die 2021 den Titel "We bike to work again!" trug. Das Team der Südhafen-Tunnelbaustelle in Kopenhagen hat die Herausforderung angenommen: Insgesamt fuhren 48 Mitarbeitende der Arbeitsgemeinschaft innerhalb von zwei Wochen 6.020 Kilometer mit dem Rad.
Die CIMIC-Gesellschaft CPB Contractos ist an den Arbeiten zum Schienenrojekt "Parramatta Light Rail" in Sydney beteiligt und erreichte in der Projekt-Modellierung eine Reduktion von 36 Prozent der grauen CO 2 -Emissionen beim Materialverbrauch über den gesamten Projektlebenszyklus. Damit erhielt das Projekt eine Level-3-Bewertung für den Materialbereich bei der ISCA-Zertifizierung.
Der Einsatz von speziellem Vogelschutzglas spielte eine wichtige Rolle für ein Turner-Bauprojekt an der Universität von Chicago: Da das Gebäude in unmittelbarer Nähe zu einer Parkanlage und dicht am Lake Michigan liegt, befindet es sich mitten in einer Vogelzugroute. Zusammen mit der Vogelschutzorganisation American Birds Conservancy arbeitete das Projektteam gemeinsam mit Glasherstellern an einer speziellen Glasbeschichtung zum Vogelschutz, die für das menschliche Auge weitgehend unsichtbar ist. Auch beim Javits Convention Center in New York City verhindert der Einsatz eines speziell gemusterten Glases, das die Vögel als Hindernis wahrnehmen, die Kollision mit dem Gebäude.
Das Anlegen von Wiesenflächen für Bienen ist inzwischen bei vielen Projekten üblich. Die Turner-Niederlassung in Portland hat gemeinsam mit der Organisation Best Bees gearbeitet, um Bienenstöcke auf dem Dach des Bürogebäudes zu installieren - ein Beitrag gegen das Bienensterben.
Beim Projekt Combwhich Wharf von HOCHTIEF in Großbritannien wurden Schutzzäune für Reptilien und Otter eingesetzt. Zudem sorgten Signalschilder für die Aufmerksamkeit der vorbeifahrenden Autofahrer. Ein eigens angelegter unterirdischer Tunnel sorgte schon vor dem Beginn der Bauarbeiten für die sichere Unterquerung des Baugebiets für die Otter.
Das CIMIC-Team von CPB Contractors kooperierte im Rahmen der Arbeiten der Metro Tunnel Rail Systems Alliance in Victoria mit den lokalen Zoos und einer Interessensgemeinschaft zum Schutz des behelmten Honigfressers - der Vogel ist das Wappentier von Victoria. So wurde eine Habitatfläche von etwa 4.000 Quadratmetern bepflanzt und mit Bodenschutz gegen Unkraut versehen. In Australien wird die Population des Vogels auf etwa 260 Exemplare geschätzt. Die Aufforstungsprogramme sollen für die für die Vöglen notwendigen Nasszonen und nektarproduzierenden Bäume sorgen.
Großer Wert auf die Minimierung von Umweltauswirkungen wird auch bei den Bauarbeiten zum Schienenprojekt Yanchep Rail Extension in Perth, an denen CPB Contractos beteiligt ist. Vor Beginn der Arbeiten wurden von der Arbeitsgemeinschaft NEWest Alliance mehr als 500 Grasbäume gesichert, diese werden nun aufbewahrt und später an den drei neu entstandenen Bahnstationen wieder eingepflanzt.
Auch beim Bauprojekt Tunnel Stellingen spielt der Artenschutz eine wichtige Rolle: So sorgt eine blickdichte, hohe Wand um die zentrale Baustelleneinrichtungsfläche für den Schutz des im umliegenden Biotop brütenden Kiebitzes. Zum Schutz der Fauna ebenso wie der Anlieger werden durchgehend geräuschgeminderte Bauverfahren und schallgedämpfte Baumaschinen verwendet.
Der Baumschutz wird bei den Projektarbeiten der HOCHTIEF-Niederlassung Hamburg groß geschrieben: So arbeiten die Teams mit Schutzzäunen und Stammschutz, zudem werden Wurzelsuchgräben angelegt und Projekte durch einen Baumsachverständigen begleitet, um den Fortbestand zu sichern. Auch beim Projekt Strombrückenzug Magdeburg werden die Stämme und Wurzeln der Bäume auf dem Bauareal speziell geschützt.
Die Inhalte dieses Abschnitts sind weder Bestandteil der gesetzlichen Jahres- und Konzernabschlussprüfung noch der gesonderten betriebswirtschaftlichen Prüfung mit begrenzter Sicherheit durch die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.
Art, Umfang und Standort unserer Projekte beeinflussen die berichteten Kennzahlen und die daraus ermittelten Emissionen innerhalb eines Geschäftsjahres. Die Kennzahlen sind daher über die Jahre nur bedingt miteinander vergleichbar.
Die nichtfinanziellen Kennzahlen beinhalten keine Informationen bezüglich BICC, da für diesen Konzernteil ein Konzept für die nichtfinanziellen Aspekte nicht verfolgt wurde und keine Berichterstattung von nichtfinanziellen Informationen an HOCHTIEF stattfand.
Für eine bessere Vergleichbarkeit der Zahlen aus dem Geschäftsjahr 2021 mit den Vorjahreszahlen werden die Kennzahlen für 2020 ohne die Werte der Ende Dezember 2020 von CIMIC in Teilen veräußerten Gesellschaft Thiess separat ausgewiesen. Die um den Thiess-Anteil bereinigt ausgewiesenen Vorjahreszahlen wurden nicht geprüft.
| 2018 | 2019 | 2020 | 2020 auf vergleichbarer Basis | 2021 | |
| Kategorie 1 | 0 | 1 | 0 | 0 | 0 |
| Kategorie 2 | 14 | 30 | 18 | 18 | 15 |
| 2018 | 2019 | 2020 | 2020 auf vergleichbarer Basis | 2021 | |
| Abfallmenge gesamt (t) | 14.616.332 3 | 9.803.569 4 | 9.785.093 5 | 9.755.959 | 13.953.978 |
| Verfahren zur Rückgewinnung | 13.467.078 3 | 7.671.802 4 | 8.807.372 5 | 8.796.092 | 12.083.225 |
| Verfahren zur Entsorgung | 1.149.254 3 | 2.131.766 | 977.722 | 959.868 | 1.870.754 |
| Recyclingquote 2 | 93,4 % | 78,4 % | 90,0 % | 90,2 % | 87,0 % |
| Konzern-Coverage * | 95 % | 95 % | 100 % | 100 % | 100 % |
1 Abfälle werden von Entsorgungsunternehmen
abgeholt und außerhalb der Baustellen verwertet
2 Vorjahreswerte angepasst gemäß
neuer Berechnung
3 Zahlen angepasst aufgrund einer
rückwirkenden Qualitätsprüfung in der
Division HOCHTIEF Asia Pacific im Jahr 2021, darum
ungeprüft.
4 Zahlen angepasst aufgrund einer
rückwirkenden Qualitätsprüfung in der
Division HOCHTIEF Americas im Jahr 2021, darum
ungeprüft.
5 Zahlen angepasst aufgrund einer
rückwirkenden Qualitätsprüfung in den
Divisions HOCHTIEF Americas und HOCHTIEF Asia Pacific im
Jahr 2021, darum ungeprüft.
| 2018 | 2019 | 2020 | 2020 auf vergleichbarer Basis | 2021 | |
| Gefährlicher Abfall (t) | 113.632 | 93.859 | 294.820 | 291.365 | 392.350 |
| Verfahren zur Rückgewinnung (t) | 14.308 | 8.148 | 154.990 | 151.535 | 208.412 |
| Aufbereitung zur Wiederverwendung | 2.823 | 1 | 27.969 | 27.969 | 28.853 |
| Recycling | 9.855 | 8.147 | 127.021 | 123.566 | 179.559 |
| Kompostierung | 1.630 | - | - | - | - |
| Verfahren zur Entsorgung (t) | 99.324 | 85.711 | 139.830 | 139.830 | 183.938 |
| Verbrennung (mit Energierückgewinnung) | 241 | 402 | 356 | 356 | 13.737 |
| Verbrennung (ohne Energierückgewinnung) | 66 | - | 1 | 1 | 24 |
| Deponierung | 99.017 | 85.309 | 139.473 | 139.473 | 170.177 |
| Konzern-Coverage * | 95 % | 95 % | 100 % | 100 % | 100 % |
| 2018 | 2019 | 2020 | 2020 auf vergleichbarer Basis | 2021 | |
| Ungefährlicher Abfall (t) | 14.502.700 3 | 9.709.710 4 | 9.490.274 5 | 9.464.595 | 13.561.629 |
| Verfahren zur Rückgewinnung (t) | 13.452.770 3 | 7.663.655 4 | 8.652.382 5 | 8.644.557 | 11.874.813 |
| Aufbereitung zur Wiederverwendung | 11.100.042 | 5.892.974 | 7.402.574 | 7.402.574 | 10.784.086 |
| Recycling | 2.351.481 3 | 1.770.674 4 | 1.246.920 5 | 1.239.095 | 1.090.229 |
| Kompostierung | 1.247 | 8 | 2.888 | 2.888 | 497 |
| Verfahren zur Entsorgung (t) | 1.049.930 3 | 2.046.055 | 837.892 | 820.038 | 1.686.816 |
| Verbrennung (mit Energierückgewinnung) | 159.149 | 1.902 | 2.335 | 2.335 | 49.423 |
| Verbrennung (ohne Energierückgewinnung) | - | - | 6.566 | 6.566 | 10 |
| Deponierung | 890.781 3 | 2.044.153 | 828.991 | 811.137 | 1.637.383 |
| Konzern-Coverage * | 95 % | 95 % | 100 % | 100 % | 100 % |
3 Zahlen angepasst aufgrund einer
rückwirkenden Qualitätsprüfung in der
Division HOCHTIEF Asia Pacific im Jahr 2021, darum
ungeprüft.
4 Zahlen angepasst aufgrund einer
rückwirkenden Qualitätsprüfung in der
Division HOCHTIEF Americas im Jahr 2021, darum
ungeprüft.
5 Zahlen angepasst aufgrund einer
rückwirkenden Qualitätsprüfung in den
Divisions HOCHTIEF Americas und HOCHTIEF Asia Pacific im
Jahr 2021, darum ungeprüft.
| Asphalt (t) | 2018 | 2019 | 2020 | 2021 |
| HOCHTIEF Americas | 749.019 | 684.841 | 492.202 | 623.839 |
| HOCHTIEF Asia Pacific | 362.730 | 1.035.970 | 1.151.150 | 728.350 |
| HOCHTIEF Asia Pacific auf vergleichbarer Basis | 362.730 | 1.035.970 | 1.151.150 | - |
| HOCHTIEF Europe | - | - | - | 9.300 |
| HOCHTIEF-Konzern | 1.111.749 | 1.720.811 | 1.643.352 | 1.361.489 |
| HOCHTIEF-Konzern auf vergleichbarer Basis | 1.111.749 | 1.720.811 | 1.643.352 | - |
| Davon recycelter Asphalt | - | - | - | 16 % |
| Konzern-Coverage * | 45 % | 48 % | 42 % | 100 % |
1 Rechnungsvolumina und mittlere Preise bilden
die Basis für die Mengenberechnungen.
| Beton (m 3 ) | 2018 | 2019 | 2020 | 2021 |
| HOCHTIEF Americas | 1.535.384 | 1.594.670 | 1.085.508 | 1.191.611 |
| HOCHTIEF Asia Pacific | 1.569.529 | 2.321.038 | 970.854 2 | 871.463 |
| HOCHTIEF Asia Pacific auf vergleichbarer Basis | 1.569.529 | 2.321.038 | 970.854 | - |
| HOCHTIEF Europe | 538.063 | 605.301 | 702.593 | 508.032 |
| HOCHTIEF-Konzern | 3.642.976 | 4.521.009 | 2.758.955 2 | 2.571.106 |
| HOCHTIEF-Konzern auf vergleichbarer Basis | 3.642.976 | 4.521.009 | 2.758.955 | - |
| Davon recycelter Beton | - | - | - | 23 % |
| Konzern-Coverage * | 100 % | 100 % | 100 % | 100 % |
| Glas (t) | 2018 | 2019 | 2020 | 2021 |
| HOCHTIEF Americas | - | - | 767 | 13.217 |
| HOCHTIEF Asia Pacific | - | - | 60 | 220 |
| HOCHTIEF Asia Pacific auf vergleichbarer Basis | - | - | 60 | - |
| HOCHTIEF Europe | - | - | - | - |
| HOCHTIEF-Konzern | - | - | 827 | 13.437 |
| HOCHTIEF-Konzern auf vergleichbarer Basis | - | - | 827 | - |
| Davon recyceltes Glas | - | - | - | 0 % |
| Konzern-Coverage * | - | - | 42 % | 93 % |
| Stahl (t) | 2018 | 2019 | 2020 | 2021 |
| HOCHTIEF Americas | 354.666 | 270.369 | 140.462 | 231.265 |
| HOCHTIEF Asia Pacific | 139.430 2 | 137.440 2 | 106.270 | 104.650 |
| HOCHTIEF Asia Pacific auf vergleichbarer Basis | 139.430 | 137.440 | 103.470 | - |
| HOCHTIEF Europe | 98.960 | 35.570 | 102.823 3 | 77.870 |
| HOCHTIEF-Konzern | 593.056 2 | 443.379 2 | 349.555 3 | 413.785 |
| HOCHTIEF-Konzern auf vergleichbarer Basis | 593.056 | 443.379 | 346.755 | - |
| Davon recycelter Stahl | - | - | - | 69 % |
| Konzern-Coverage * | 100 % | 100 % | 100 % | 100 % |
2 Zahlen angepasst aufgrund einer
rückwirkenden Qualitätsprüfung in der
Division HOCHTIEF Asia Pacific im Jahr 2021, darum
ungeprüft.
3 Zahlen angepasst aufgrund einer
rückwirkenden Qualitätsprüfung in der
Division HOCHTIEF Europe im Jahr 2021, darum
ungeprüft.
| Zement (t) | 2018 | 2019 | 2020 | 2021 |
| HOCHTIEF Americas | - | - | - | 81.872 |
| HOCHTIEF Asia Pacific | - | - | - | 4.720 |
| HOCHTIEF Asia Pacific auf vergleichbarer Basis | - | - | - | - |
| HOCHTIEF Europe | - | - | - | 6.983 |
| HOCHTIEF-Konzern | - | - | - | 93.575 |
| HOCHTIEF-Konzern auf vergleichbarer Basis | - | - | - | - |
| Konzern-Coverage * | - | - | - | 100 % |
| Zuschlagstoffe (t) | 2018 | 2019 | 2020 | 2021 |
| HOCHTIEF Americas | - | - | - | 2.948.988 |
| HOCHTIEF Asia Pacific | - | - | - | 20.310 |
| HOCHTIEF Asia Pacific auf vergleichbarer Basis | - | - | - | - |
| HOCHTIEF Europe | - | - | - | 914.458 |
| HOCHTIEF-Konzern | - | - | - | 3.883.756 |
| HOCHTIEF-Konzern auf vergleichbarer Basis | - | - | - | - |
| Davon recycelte Zuschlagstoffe | - | - | - | 23 % |
| Konzern-Coverage * | - | - | - | 100 % |
| Holz 2 (m 3) | 2018 | 2019 | 2020 | 2021 |
| HOCHTIEF Americas | 3.725.928 | 2.130.450 | 1.092.530 | 3.015.522 |
| HOCHTIEF Asia Pacific | 34.533 | 11.867 | 53.493 3 | 3.427 |
| HOCHTIEF Asia Pacific auf vergleichbarer Basis | 34.533 | 11.867 | 52.693 | - |
| HOCHTIEF Europe | 12.657 | 11.944 | 7.680 | 4.826 |
| HOCHTIEF-Konzern | 3.773.118 | 2.154.261 | 1.153.703 3 | 3.023.775 |
| HOCHTIEF-Konzern auf vergleichbarer Basis | 3.773.118 | 2.154.261 | 1.152.903 | - |
| Davon recyceltes Holz | - | - | - | 5 % |
| Konzern-Coverage * | 100 % | 100 % | 100 % | 100 % |
1 Rechnungsvolumina und mittlere Preise bilden
die Basis für die Mengenberechnungen.
2 Von der Gesamtmenge des eingesetzten Holzes im
Berichtsjahr 2021 sind 1,3% FSC-zertifiziert und 1,2%
CSA-zertifiziert. Weniger als 1 % entfiel auf PEFC- oder
andere Zertifizierungssysteme der Forstwirtschaft. Die
Konzern-Coverage beträgt 93%.
3 Zahlen angepasst aufgrund einer
rückwirkenden Qualitätsprüfung in der
Division HOCHTIEF Asia Pacific im Jahr 2021, darum
ungeprüft.
| Benzin (MWh) | 2018 | 2019 | 2020 | 2021 |
| HOCHTIEF Americas 2 | 116.360 | 99.418 5 | 93.361 5 | 84.676 |
| HOCHTIEF Asia Pacific 3 | 8.810 4 | 7.280 | 6.590 | 6.150 |
| HOCHTIEF Asia Pacific auf vergleichbarer Basis | 8.630 | 7.110 | 6.530 | - |
| HOCHTIEF Europe | 10.532 | 11.689 | 11.319 6 | 11.421 |
| HOCHTIEF-Konzern | 135.702 4 | 118.387 5 | 111.270 7 | 102.247 |
| HOCHTIEF-Konzern auf vergleichbarer Basis | 135.522 | 118.217 | 111.210 | - |
| Konzern-Coverage * | 100 % | 100 % | 100 % | 100 % |
1 Die Verbrauchswerte werden entweder direkt
erfasst oder mithilfe von mittleren Preisen.
2 Inklusive Biobenzin (2021: 2.105 MWh)
3 Inklusive Biobenzin (2021: 490 MWh)
4 Zahlen angepasst aufgrund einer
rückwirkenden Qualitätsprüfung in der
Division HOCHTIEF Asia Pacific im Jahr 2021, darum
ungeprüft.
5 Zahlen angepasst aufgrund einer
rückwirkenden Qualitätsprüfung in der
Division HOCHTIEF Americas im Jahr 2021, darum
ungeprüft.
6 Zahlen angepasst aufgrund einer
rückwirkenden Qualitätsprüfung in der
Division HOCHTIEF Europe im Jahr 2021, darum
ungeprüft.
7 Zahl angepasst aufgrund der rückwirkenden
Qualitätsprüfungen in den Divisions HOCHTIEF
Americas und HOCHTIEF Europe im Jahr 2021, darum
ungeprüft.
| Diesel (MWh) | 2018 | 2019 | 2020 | 2021 |
| HOCHTIEF Americas 2 | 551.229 | 520.848 4 | 169.413 4 | 160.720 |
| HOCHTIEF Asia Pacific 3 | 10.627.420 | 10.411.100 | 9.443.450 5 | 445.440 |
| HOCHTIEF Asia Pacific auf vergleichbarer Basis | 924.600 | 773.660 | 620.030 | - |
| HOCHTIEF Europe | 85.889 | 69.276 | 52.798 6 | 52.236 |
| HOCHTIEF-Konzern | 11.264.538 | 11.001.224 4 | 9.665.661 7 | 658.396 |
| HOCHTIEF-Konzern auf vergleichbarer Basis | 1.561.718 | 1.363.784 | 842.242 | - |
| Konzern-Coverage * | 100 % | 100 % | 100 % | 100 % |
2 Inklusive Biodiesel (2021: 10.144 MWh)
3 Inklusive Biodiesel (2021: 1.090 MWh)
4 Zahlen angepasst aufgrund einer
rückwirkenden Qualitätsprüfung in der
Division HOCHTIEF Americas im Jahr 2021, darum
ungeprüft.
5 Zahlen angepasst aufgrund einer
rückwirkenden Qualitätsprüfung in der
Division HOCHTIEF Asia Pacific im Jahr 2021, darum
ungeprüft.
6 Zahlen angepasst aufgrund einer
rückwirkenden Qualitätsprüfung in der
Division HOCHTIEF Europe im Jahr 2021, darum
ungeprüft.
7 Zahl angepasst aufgrund der rückwirkenden
Qualitätsprüfungen in den Divisions HOCHTIEF
Americas, HOCHTIEF Asia Pacific und HOCHTIEF Europe im Jahr
2021, darum ungeprüft.
| Erdgas (MWh) | 2018 | 2019 | 2020 | 2021 |
| HOCHTIEF Americas | - | - | - | 85.024 |
| HOCHTIEF Asia Pacific | - | - | - | - |
| HOCHTIEF Asia Pacific auf vergleichbarer Basis | - | - | - | - |
| HOCHTIEF Europe | - | - | - | - |
| HOCHTIEF-Konzern | - | - | - | 85.024 |
| HOCHTIEF-Konzern auf vergleichbarer Basis | - | - | - | - |
| Konzern-Coverage * | - | - | - | 56 % |
| LPG 2 (MWh) | 2018 | 2019 | 2020 | 2021 |
| HOCHTIEF Americas | 184 | 117 3 | 13.330 3 | 7.795 |
| HOCHTIEF Asia Pacific | 6.020 | 4.980 4 | 2.660 | 5.140 |
| HOCHTIEF Asia Pacific auf vergleichbarer Basis | 6.020 | 4.980 | 2.660 | - |
| HOCHTIEF Europe | - | - | - | 3.317 |
| HOCHTIEF-Konzern | 6.204 | 5.097 5 | 15.990 3 | 16.252 |
| HOCHTIEF-Konzern auf vergleichbarer Basis | 6.204 | 5.097 | 15.990 | - |
| Konzern-Coverage * | 48 % | 94 % | 94 % | 100 % |
2 Liquefied Petroleum Gas (Flüssiggas).
Zusätzlicher Verbrauch von Liquefied Natural Gas (LNG)
2021 in der Division HOCHTIEF Asia Pacific: 1.230 MWh
3 Zahlen angepasst aufgrund einer
rückwirkenden Qualitätsprüfung in der
Division HOCHTIEF Americas im Jahr 2021, darum
ungeprüft.
4 Zahlen angepasst aufgrund einer
rückwirkenden Qualitätsprüfung in der
Division HOCHTIEF Asia Pacific im Jahr 2021, darum
ungeprüft.
5 Zahl angepasst aufgrund der rückwirkenden
Qualitätsprüfungen in den Divisions HOCHTIEF
Americas und HOCHTIEF Asia Pacific im Jahr 2021, darum
ungeprüft.
| Strom (MWh) | 2018 | 2019 | 2020 | 2021 |
| HOCHTIEF Americas | 9.423 | 11.991 | 8.698 5 | 8.535 |
| HOCHTIEF Asia Pacific 2 | 153.050 | 141.140 | 86.170 6 | 113.710 |
| HOCHTIEF Asia Pacific auf vergleichbarer Basis | 148.690 | 137.140 | 82.910 | - |
| HOCHTIEF Europe 3 | 67.650 4 | 71.061 4 | 42.725 4 | 33.378 |
| HOCHTIEF-Konzern | 230.123 4 | 224.192 4 | 137.593 7 | 155.623 |
| HOCHTIEF-Konzern auf vergleichbarer Basis | 225.763 | 220.192 | 134.333 | - |
| Konzern-Coverage * | 95 % | 95 % | 94 % | 100 % |
2 Inklusive Ökostrom (2021: 10.480 MWh)
3 Neue Berechnungsmethode gewählt. Wert ab
2021 inklusive Ökostrom (2021: 1.043 MWh) und ab 2020
inklusive Fernwärme (2021: 5.010 MWh).
4 Zahlen angepasst aufgrund einer
rückwirkenden Qualitätsprüfung in der
Division HOCHTIEF Europe im Jahr 2021, darum
ungeprüft.
5 Zahlen angepasst aufgrund einer
rückwirkenden Qualitätsprüfung in der
Division HOCHTIEF Americas im Jahr 2021, darum
ungeprüft.
6 Zahlen angepasst aufgrund einer
rückwirkenden Qualitätsprüfung in der
Division HOCHTIEF Asia Pacific im Jahr 2021, darum
ungeprüft.
7 Zahl angepasst aufgrund der rückwirkenden
Qualitätsprüfungen in den Divisions HOCHTIEF
Americas, HOCHTIEF Asia Pacific und HOCHTIEF Europe im Jahr
2021, darum ungeprüft.
| Zug (km) | 2018 | 2019 | 2020 | 2021 |
| HOCHTIEF Americas 1 | 2.050.114 | 1.708.196 | 2.820.642 | 260.106 |
| HOCHTIEF Asia Pacific 2 | - | - | - | - |
| HOCHTIEF Europe | 5.516.151 | 5.059.768 | 1.748.048 | 2.008.139 |
| HOCHTIEF-Konzern | 7.566.265 | 6.767.964 | 4.568.690 | 2.268.245 |
| Konzern-Coverage * | 49 % | 53 % | 57 % | 63 % |
1 Die Daten beruhen teilweise auf
geschätzten Werten.
2 Daten werden nicht erhoben, da dieses
Verkehrsmittel für Dienstreisen kaum genutzt wird.
| Flugzeug 1 (km) | 2018 | 2019 | 2020 | 2021 |
| HOCHTIEF Americas | 73.295.253 | 72.059.721 | 39.486.811 2 | 12.321.673 |
| HOCHTIEF Asia Pacific | 99.745.359 | 96.187.164 | 28.759.456 | 17.677.451 |
| HOCHTIEF Asia Pacific auf vergleichbarer Basis | - | - | 23.664.613 | - |
| HOCHTIEF Europe | 8.615.639 | 8.478.692 | 3.266.019 | 1.933.209 |
| HOCHTIEF-Konzern | 181.656.251 | 176.725.577 | 71.512.286 2 | 31.932.333 |
| HOCHTIEF-Konzern auf vergleichbarer Basis | - | - | 66.417.443 | - |
| Konzern-Coverage * | 97 % | 97 % | 98 % | 97 % |
1 Eine detaillierte Auflistung der Flugreisen
nach Kurz-, Mittel- und Langstrecke finden Sie unter
www.hochtief.de/verantwortung/nachhaltigkeit/nachhaltigkeit-im-konzern/kennzahlen.
2 Zahlen angepasst aufgrund einer
rückwirkenden Qualitätsprüfung in der
Division HOCHTIEF Americas im Jahr 2021, darum
ungeprüft.
| Mietwagen (km) | 2018 | 2019 | 2020 | 2021 |
| HOCHTIEF Americas | 3.756.042 | 3.797.097 | 3.275.253 | 1.564.469 |
| HOCHTIEF Asia Pacific | 6.202.514 | 6.767.551 1 | 6.102.073 | 3.513.296 |
| HOCHTIEF Asia Pacific auf vergleichbarer Basis | 6.202.514 | 6.767.551 | 6.102.073 | - |
| HOCHTIEF Europe | 746.982 | 511.575 | 344.404 | 260.402 |
| HOCHTIEF-Konzern | 10.705.538 | 11.076.223 1 | 9.721.730 | 5.338.167 |
| HOCHTIEF-Konzern auf vergleichbarer Basis | 10.705.538 | 11.076.223 | 9.721.730 | - |
| Konzern-Coverage * | 92 % | 97 % | 98 % | 97 % |
| Scope 1 (t CO 2 e) | 2018 | 2019 | 2020 | 2021 |
| HOCHTIEF Americas | 176.611 | 164.230 | 71.713 | 83.262 |
| HOCHTIEF Asia Pacific | 2.692.120 | 2.634.340 | 2.391.160 | 115.280 |
| HOCHTIEF Asia Pacific auf vergleichbarer Basis | 236.980 | 198.710 | 161.280 | - |
| HOCHTIEF Europe | 24.494 | 21.456 | 16.956 | 17.637 |
| HOCHTIEF-Konzern | 2.893.225 | 2.820.026 | 2.479.829 | 216.179 |
| HOCHTIEF-Konzern auf vergleichbarer Basis | 438.086 | 384.397 | 249.949 | - |
| Konzern-Coverage * | 100 % | 100 % | 100 % | 100 % 3 |
1 Enthalten sind alle Gesellschaften unter
operativer Kontrolle (exklusive Arbeitsgemeinschaften).
Quellen der CO
2 -Umrechnungsfaktoren: GHG Protocol, DEFRA und
Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle. Die
Zahlen von HOCHTIEF Asia Pacific werden auf Basis des
australischen Rahmenwerks National Greenhouse and Energy
Reporting (NGER) berechnet.
2 Die Emissionswerte wurden aufgrund der
Verwendung aktualisierter Emissionsfaktoren im Berichtsjahr
2021 rückwirkend für die Jahre 2018 bis 2020
angepasst, darum sind diese ungeprüft.
3 Aufgrund der erstmaligen Erfassung von
Erdgasverbrauch im Berichtsjahr 2021 wurde dieser nicht in
der Coverage-Berechnung 2021 berücksichtigt.
| Scope 2 2 (t CO 2 e) | 2018 | 2019 | 2020 | 2021 |
| HOCHTIEF Americas | 3.578 | 4.179 | 2.897 | 3.106 |
| HOCHTIEF Asia Pacific | 125.560 | 122.030 | 60.810 | 78.830 |
| HOCHTIEF Asia Pacific auf vergleichbarer Basis | 122.110 | 118.860 | 58.190 | - |
| HOCHTIEF Europe 3 | 29.895 | 27.080 | 13.726 | 10.555 |
| HOCHTIEF-Konzern | 159.033 | 153.289 | 77.433 | 92.491 |
| HOCHTIEF-Konzern auf vergleichbarer Basis | 155.583 | 150.119 | 74.813 | - |
| Konzern-Coverage * | 95 % | 95 % | 94 % | 100 % |
2 Berechnet auf Basis standortbezogener
Emissionsfaktoren
3 Zahlen 2018 bis 2020 aufgrund einer
aktualisierten Berechnungsmethode der Stromverbräuche
in der Division HOCHTIEF Europe rückwirkend angepasst,
darum ungeprüft.
| Scope 3 2 (t CO 2 e) | 2018 | 2019 | 2020 | 2021 |
| HOCHTIEF Americas | 1.892.801 3 | 1.460.444 3 | 855.516 3 | 1.526.363 |
| HOCHTIEF Asia Pacific | 1.016.260 | 1.142.820 4 | 800.610 4 | 714.910 |
| HOCHTIEF Asia Pacific auf vergleichbarer Basis | 1.008.390 | 1.133.730 | 780.300 | - |
| HOCHTIEF Europe | 350.138 | 278.263 | 412.583 6 | 318.207 |
| HOCHTIEF-Konzern | 3.259.199 3 | 2.881.527 5 | 2.068.709 7 | 2.559.480 |
| HOCHTIEF-Konzern auf vergleichbarer Basis | 3.251.329 | 2.872.437 | 2.048.399 | - |
| Konzern-Coverage * | 85 % | 86 % | 87 % | 96 % |
2 Eine Auflistung der Scope-3-Zusammensetzung
finden Sie unter
www.hochtief.de/verantwortung/nachhaltigkeit/nachhaltigkeit-im-konzern/kennzahlen.
3 Zahlen angepasst aufgrund einer
rückwirkenden Qualitätsprüfung in der
Division HOCHTIEF Americas im Jahr 2021, darum
ungeprüft.
4 Zahlen angepasst aufgrund einer
rückwirkenden Qualitätsprüfung in der
Division HOCHTIEF Asia Pacific im Jahr 2021, darum
ungeprüft.
5 Zahlen angepasst aufgrund einer
rückwirkenden Qualitätsprüfung in den
Divisions HOCHTIEF Americas und HOCHTIEF Asia Pacific im
Jahr 2021, darum ungeprüft.
6 Zahlen angepasst aufgrund einer
rückwirkenden Qualitätsprüfung in der
Division HOCHTIEF Europe im Jahr 2021, darum
ungeprüft.
7 Zahl angepasst aufgrund der rückwirkenden
Qualitätsprüfungen in den Divisions HOCHTIEF
Americas, HOCHTIEF Asia Pacific und HOCHTIEF Europe im Jahr
2021, darum ungeprüft.
| Einbezogene Verbrauche zur Berechnung der Scope-Emissionen bei HOCHTIEF | |
| Scope 1 | Direkte Emissionen: Benzin, Diesel, Erdgas, LNG, LPG |
| Scope 2 | Indirekte Emissionen: Strom, Fernwärme, Fernkälte |
| Scope 3 | Erweiterte Emissionen: Abfall, Materialien (Asphalt, Beton, Glas, Holz, Stahl, Zement, Zuschlagstoffe), Dienstreisen (Zug, Flugzeug, Mietwagen) |
| 2020 | |||||
| 2018 | 2019 | 2020 | auf vergleichbarer Basis | 2021 | |
| Wasserentnahme nach Quelle (m3) | 8.472.121 1 | 17.530.444 1 | 19.024.513 | 3.846.883 | 6.264.163 |
| Frisches Oberflächenwasser | 3.620.820 | 11.868.950 1 | 12.421.890 | 116.890 | 327.200 |
| Erneuerbares Grundwasser | 1.358.520 | 2.502.420 | 1.029.010 | 1.029.010 | 779.000 |
| Nicht-erneuerbares Grundwasser | 761.000 | 215.080 | 316.704 | 74 | - |
| Brackiges Oberflächenwasser/Meerwasser | 220.290 | - | - | - | - |
| Produziertes Wasser | 240 | - | - | - | - |
| Quellen von Drittanbietern (Netz, kommunale Versorgung) | 2.511.251 1 | 2.943.994 | 5.256.909 | 2.700.909 | 2.424.963 |
| Regenwasser | - | - | - | - | 2.733.000 |
| Wasserrückführung nach Zielort (m3) | 9.212.276 | 11.747.715 | 7.450.083 | 1.555.083 | 1.007.674 |
| Frisches Oberflächenwasser | 7.803.390 | 11.513.610 | 7.162.120 | 1.315.120 | 414.290 |
| Grundwasser | 525.720 | 1.300 | - | - | 373.000 |
| Brackiges Oberflächenwasser/Meerwasser | 642.190 | - | - | - | 320 |
| Quellen von Drittanbietern (Netz, kommunale Versorgung) | 240.976 | 232.805 | 287.963 | 239.963 | 220.064 |
| Wasserverbrauch (m3) | -740.155 2 | 5.782.729 1 | 11.574.429 | 2.291.799 | 5.256.490 |
| Konzern-Coverage * | 95 % | 95 % | 100 % | 100 % | 100 % |
1 Zahlen angepasst aufgrund einer
rückwirkenden Qualitätsprüfung in der
Division HOCHTIEF Asia Pacific im Jahr 2021, darum
ungeprüft.
2 Der negative Wert im Jahr 2018 ist auf
Grubenentwässerungsarbeiten in der Division HOCHTIEF
Asia Pacific bei einem Ressourcenprojekt in Indonesien
zurückzuführen, bei dem erhebliche Wassermengen
abgeleitet wurden.
| 2020 | |||||
| 2018 | 2019 | 2020 | auf vergleichbarer Basis | 2021 | |
| Verbrauch von wiederaufbereitetem Frischwasser (m3) | 9.200.150 | 108.174 | 241.700 | 197.180 | 2.233.000 |
| Verbrauch von wiederverwendetem Frischwasser (m3) | - | 4.189.000 | 3.325.000 | 0 | 3.925 |
| Brackiges Oberflächenwasser/Meerwasser wiederaufbereitet/wiederverwendet (m3) | - | - | 330.215 | 330.215 | - |
| Wiederaufbereitetes/Wiederverwendetes Wasser (m3) | 9.200.150 | 4.297.174 | 3.896.915 | 527.395 | 2.236.925 |
| Konzern-Coverage * | 43 % | 39 % | 42 % 1 | 42 % 1 | 43 % |
1 Konzern-Coverage rückwirkend angepasst,
darum ungeprüft.
| 2018 | 2019 | 2020 | 2021 | |
| HOCHTIEF Americas 2 | 632 | 647 | 676 | 703 |
| HOCHTIEF Asia Pacific 3 | 76 | 80 | 80 | 81 |
| HOCHTIEF Europe 4 | 81 | 92 | 96 | 101 |
| HOCHTIEF-Konzern 3 | 789 | 819 | 852 | 885 |
1 Kumulierte Anzahl der seit 2000 zertifizierten
nachhaltigen Gebäude, die jeweils bis Jahresende von
HOCHTIEF fertiggestellt wurden oder in Bearbeitung waren.
2 LEED, Sonstige
3 Green Star, LEED, Sonstige; der Wert für
die Division HOCHTIEF Asia Pacific, und somit auch für
den Konzern, wurde für das Jahr 2019 angepasst und ist
weder Bestandteil der gesetzlichen Jahres- und
Konzernabschlussprüfung noch der gesonderten
betriebswirtschaftlichen Prüfung mit begrenzter
Sicherheit durch die KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.
4 DGNB, LEED, BREEAM, Sonstige; inklusive
Vorzertifizierungen
| 2018 | 2019 | 2020 | 2021 | |
| HOCHTIEF Americas 2 | 1 | 1 | 1 | 2 |
| HOCHTIEF Asia Pacific 3 | 22 | 33 | 34 | 35 |
| HOCHTIEF Europe 4 | 7 | 7 | 7 | 8 |
| HOCHTIEF-Konzern 3 | 30 | 41 | 42 | 45 |
1 Kumulierte Anzahl der seit 2013 zertifizierten
und registrierten nachhaltigen Infrastrukturprojekte
jeweils bis Jahresende.
2 Greenroads, Sonstige
3 ISCA, Greenroads; die Werte für die
Division HOCHTIEF Asia Pacific, und somit auch für den
Konzern, wurden für die Jahre 2018, 2019 und 2020
angepasst und sind weder Bestandteil der gesetzlichen
Jahres- und Konzernabschlussprüfung noch der
gesonderten betriebswirtschaftlichen Prüfung mit
begrenzter Sicherheit durch die KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.
4 CEEQUAL
Im Konzernbericht 2021 berichtet HOCHTIEF erstmalig zum Anteil der taxonomiefähigen Wirtschaftsaktivitäten gemäß den Anforderungen der EU-Kommission. Diese zielt mit dem Aktionsplan "Finanzierung nachhaltigen Wachstums" (Action Plan on Sustainable Finance) im Wesentlichen darauf ab, das Wirtschafts- und Finanzsystem in der EU nachhaltiger zu gestalten und eine Klimaneutralität bis zum Jahr 2050 zu erreichen. Kernmaßnahme dieses Aktionsplans ist die EU-Taxonomie-Verordnung. Diese stellt ein normiertes Klassifizierungssystem für grüne Wirtschaftstätigkeiten dar und definiert sechs Umweltziele:
1. Klimaschutz;
2. Anpassung an den Klimawandel;
3. die nachhaltige Nutzung und Schutz von Wasser- und Meeresressourcen;
4. der Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft;
5. Vermeidung und Verringerung der Umweltverschmutzung;
6. der Schutz und Wiederherstellung der Biodiversität und der Ökosysteme.
Vor dem Hintergrund der EU-Taxonomie-Verordnung berichtet HOCHTIEF nachfolgend über den Anteil der Umsatzerlöse, der Investitionsausgaben (CapEx) und der operativen Ausgaben (OpEx) von taxonomiefähigen ("taxonomy-eligible") bzw. nicht-taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeiten erstmals im Geschäftsjahr 2021. Dabei sind die Umsatzerlöse definiert als Nettoumsatzerlöse gemäß IFRS, wie sie in der Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung ausgewiesen sind, und beziehen sich mithin nur auf vollkonsolidierte Tochtergesellschaften. Somit werden Unternehmen, die nach der Equity-Methode, als zur Veräußerung gehalten oder ergebnisneutral als Finanzinvestition bilanziert werden, nicht berücksichtigt.
Die taxonomiefähigen Wirtschaftsaktivitäten des HOCHTIEF-Konzerns erstreckten sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf die Kernaktivitäten Bau, Dienstleistungen und Konzessionen/Public-Private-Partnership (PPP).
Zur Identifizierung taxonomiefähiger Aktivitäten wurde jede Bau-, Dienstleistungs- und Konzessions-/PPP-Aktivität mit den Vorgaben der EU-Taxonomie abgeglichen. Zusätzlich nutzte HOCHTIEF weltweit anerkannte und von unabhängigen Organisationen durchgeführte Zertifizierungssysteme als Anhaltspunkt für taxonomiekonforme Aktivitäten, die ab dem Geschäftsjahr 2022 im Detail offenzulegen sind. Für den Bau von Gebäuden sind dies vor allem BREEAM (Outstanding, Excellent oder Very Good), DGNB (Platin, Gold oder Silber), Green Star (Six, Five oder Four Green Star), LEED (Platinum, Gold oder Silver) und WELL (Platinum, Gold oder Silver). Bei der Infrastruktur sind es CEEQUAL (Outstanding, Excellent oder Very Good), Greenroads (Evergreen, Gold oder Silver) und ISCA (Excellent oder Leading). HOCHTIEF hat auch andere Zertifikate mit einbezogen, sofern diese zu den oben genannten vergleichbar sind. Wir betrachten niedrigere, nicht angeführte Zertifizierungsstufen nicht als einen geeigneten Indikator für die Taxonomiekonformität. Zertifizierungen werden in der Regel nach Abschluss eines Projekts und nicht während der Projektphase erteilt. Wenn jedoch eine entsprechende Zertifizierung erzielt werden soll und die Einhaltung der Zertifizierungskriterien auf einer angemessenen Grundlage erwartet werden kann, können diese Projekte bereits während der Projektphase als HOCHTIEF-Indikator für die Taxonomiekonformität gesehen werden.
Der Anteil der Umsatzerlöse an taxonomiekonformen Wirtschaftsaktivitäten wird dabei im Verhältnis zu den in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Umsatzerlösen berichtet. Weitere Informationen zu diesen Umsatzerlösen finden sich in den Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung (Umsatzerlöse).
Die Berechnung von CapEx erfolgt auf Bruttobasis, d.h. ohne Berücksichtigung von Neubewertungen oder planmäßigen bzw. außerplanmäßigen Abschreibungen. CapEx umfassen Investitionen in langfristige immaterielle oder materielle Vermögenswerte, einschließlich der im Rahmen von Asset oder Share Deals erworbenen Güter, wie sie in der Konzernbilanz ersichtlich sind. Weitere Informationen zum CapEx finden Sie in den Erläuterungen zur Konzernbilanz (Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen, Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien, Leasingverbindlichkeiten). OpEx berücksichtigen nicht aktivierbare Aufwendungen, die in der Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung erfasst sind, wie Forschung und Entwicklung, Gebäudesanierungsmaßnahmen, kurzfristiges Leasing, Wartung und Instandhaltung sowie alle anderen direkten Aufwendungen aus der Instandhaltung von Sachanlagen zur Sicherstellung der Betriebsbereitschaft der taxonomiefähigen Vermögenswerte. In der nachfolgenden Tabelle ist der prozentuale Anteil der taxonomiefähigen und nicht-taxonomiefähigen Wirtschaftsaktivitäten nach Umsatzerlösen und CapEx aufgegliedert:
| Umsatzerlöse | CapEx | |
| Gesamtbetrag (in Mio. EUR) | 21.378 | 200 |
| Anteil der taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeiten (in Prozent) | 91 | 80 |
| davon aus den Aktivitäten | ||
| Neubau von Gebäuden | 11.553 | 35 |
| Schienenverkehrsinfrastruktur | 1.634 | 18 |
| Infrastruktur für einen CO 2 -armen Straßenverkehr und öffentlichen Verkehr | 972 | 20 |
| Andere | 5.129 | 49 |
| Anteil der nicht-taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeiten (in Prozent) | 9 | 20 |
In dem bei HOCHTIEF genutzten Reporting-Tool werden die ermittelten CapEx-Werte auf Tausend in Landeswährung gerundet und basieren in Teilen auf Schätzungen.
Darüber hinaus beträgt der Anteil der taxonomiefähigen Wirtschaftsaktivitäten am OpEx 82 Prozent und der entsprechende Anteil der nicht-taxonomiefähigen Aktivitäten 18 Prozent.
Das am 2. Februar 2022 veröffentlichte FAQ-Dokument der EU-Kommission wird in der diesjährigen Berichterstattung nicht adressiert, da eine Umsetzung in Anbetracht der zeitlichen Befristung bis zum Offenlegungsdatum des Jahres- und Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2021 inklusive der Nichtfinanziellen Erklärung nicht mehr erfolgen konnte. Insbesondere erfolgte die Bewertung der Taxonomiefähigkeit der Wirtschaftstätigkeiten unabhängig einer Unterscheidung zwischen "eligible", "eligible-to-be-enabling" und "eligible-to-be-transitional" sowie ohne die Beurteilung der technischen Bewertungskriterien. Weiterhin wurde in Bezug auf das Umweltziel "Anpassung an den Klimawandel" keine Vulnerabilitäts- und Risikoanalyse durchgeführt oder ein konkreter Plan zu weiteren Anpassungslösungen implementiert.
Neben taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeiten sind für das Geschäftsjahr 2022 auch die oben beschriebenen Kennzahlen von taxonomiekonformen Aktivitäten (taxonomy-aligned) zu erheben und offenzulegen. Dabei sind von HOCHTIEF für die ersten beiden Umweltziele taxonomiekonforme Wirtschaftstätigkeiten zu identifizieren, für die anderen vier Umweltziele entsprechend nur taxonomiefähige Tätigkeiten.
Bei HOCHTIEF haben wir für die Achtung und Einhaltung aller international anerkannten Menschenrechte klare und verbindliche Standards für unsere Gesellschaften weltweit und entlang der Wertschöpfungskette festgelegt. Der Konzern richtet sein Engagement an den maßgeblichen internationalen Menschenrechtsstandards aus, die im Positionspapier des Unternehmens zum Thema Menschenrechte verankert sind. Das Papier wurde im Berichtsjahr aktualisiert und berücksichtigt nun weitere Einzelheiten aus internationalen Richtlinien wie den Leitprinzipien der Vereinten Nationen für Wirtschaft und Menschenrechte (UNGP).
Das überarbeitete Dokument, das vom HOCHTIEF-Vorstand verabschiedet worden ist, beschreibt die besonderen Sorgfaltspflichten zum Schutz der Menschenrechte im gesamten Unternehmen. Zudem bekräftigt es die diesbezüglichen Anforderungen des Konzerns an die Mitarbeitenden und Geschäftspartner, die bereits seit der Verabschiedung des HOCHTIEF Code of Conduct und des HOCHTIEF Code of Conduct für Vertragspartner im Jahr 2011 gelten.
2021 haben wir weitere wichtige Maßnahmen umgesetzt, um die genannten Standards sowohl intern als auch extern noch besser zu kommunizieren. So findet sich auf der Konzernwebsite nun ein Bereich ausschließlich zum Thema Menschenrechte. Hinzu kommt ein neuer Leitfaden für Geschäftspartner: "Menschenrechte - Unsere Anforderungen an Sie". Er ist auch Bestandteil des Lieferantenauswahlverfahrens in Europa.
Im Rahmen von Stakeholderinitiativen setzt sich HOCHTIEF schon seit Langem für die Einhaltung der Menschenrechte ein. Ein Beispiel hierfür ist die Verpflichtung des Konzerns zur Einhaltung der ILO-Kernarbeitsnormen, die das Unternehmen gemeinsam mit mehreren Gewerkschaftsföderationen im Jahr 2000 unterzeichnet hat.
Die Koordination unseres Engagements obliegt dem Chief Human Rights Officer, der im Jahr 2021 vom Vorstand erstmals ernannt worden ist. Mithilfe eines weiterentwickelten Due-Diligence-Prozesses werden mögliche menschenrechtliche Risiken aufgrund unserer globalen Geschäftstätigkeit für die Betroffenen identifiziert und geeignete Maßnahmen definiert, um die Wahrscheinlichkeit, dass Risiken in den jeweiligen HOCHTIEF-Gesellschaften und Fachabteilungen oder für die Mitarbeitenden und Geschäftspartner eintreten, zu reduzieren.
Der Due-Diligence-Prozess ist Bestandteil unseres Human-Rights-Corporate-Management-Systems. Für die Division HOCHTIEF Europe wurde diese Risikoanalyse bereits im Berichtsjahr abgeschlossen. In den Divisions HOCHTIEF Americas und HOCHTIEF Asia Pacific dauert dieser Prozess noch an.
Das Human-Rights-Corporate-Management-System ermöglicht es, den jeweils in den Ländern der Geschäftstätigkeit von HOCHTIEF geltenden unternehmens- und menschenrechtlichen Anforderungen zu entsprechen. Dazu zählt auch das im Juli 2021 verabschiedete und am 1. Januar 2023 in Kraft tretende deutsche Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz.
| ― |
Öffentliches Bekenntnis zu wesentlichen Menschenrechtsstandards |
| ― |
Beschlossen auf höchster Ebene |
| ― |
Definition interner und externer Anforderungen (globale Wertschöpfungskette) |
| ― |
Zuweisung von Due-Diligence-Verantwortlichkeiten |
| ― |
Sensibilisierung und Kommunikation |
| ― |
Identifizierung der möglicherweise von unserer Tätigkeit und Wertschöpfungskette betroffenen gesellschaftlichen Akteure und Definition ihrer verletzlichen Menschenrechte |
| ― |
Länderanalyse (Schutzgrad, kritische Themen und gesetzliche Vorschriften) |
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Beurteilung möglicher Verstöße in unseren eigenen Bau- und PPP-Aktivitäten und in der Wertschöpfungskette |
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Risikogewichtung und -priorisierung |
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Zuweisung von Risiken zu den Funktionsbereichen, denen bei der Risikoanalyse eine wichtige Rolle zukommt |
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Erfassung der verfügbaren Kontrollinstrumente zur Prävention, Minderung und Reaktion auf das jeweilige Risiko und die betroffenen gesellschaftlichen Akteure |
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Bewertung der Wirksamkeit der Kontrollinstrumente, Ermittlung von Verbesserungsbedarf und Erarbeitung von Aktionsplänen |
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Überwachungs- und Berichtspflichten mit Schwerpunkt auf Melde- und Beschwerdemechanismen |
Für die Bewertung der für uns maßgeblichen Menschenrechtsrisiken haben wir auf zwei komplementäre Ansätze zurückgegriffen, sodass wir die in unserer Wertschöpfungskette möglicherweise auftretenden negativen Folgen umfassend abbilden können.
Zu diesem Zweck haben wir zunächst eine risikobasierte Top-down-Länderanalyse durchgeführt. Im Jahr 2020 waren darin 26 Länder erfasst, in denen der Konzern tätig ist. Die Ergebnisse vermitteln einen Überblick über die Menschenrechtssituation im politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Kontext des jeweiligen Landes. Darüber hinaus wurden in der Due Diligence die für Unternehmen im Bereich der Menschenrechte geltenden gesetzlichen Anforderungen sowie die wichtigsten zu berücksichtigenden Risikofaktoren erfasst.
Im zweiten Schritt haben wir im Jahr 2021 für unsere Bau- und Public-Private-Partnership-(PPP-)Aktivitäten in Europa eine Bottom-up-Analyse der einzelnen Geschäftsfelder durchgeführt. In diese flossen zum einen die Ergebnisse der Länderanalyse, zum anderen die Ergebnisse eines Projektes aus 2019 in Westeuropa, das unter Mitwirkung von Mitarbeitenden und zivilgesellschaftlichen Organisationen durchgeführt worden ist. Für Nordamerika haben wir mit einer Bottom-up-Analyse bereits begonnen und werden sie 2022 abschließen.
Mit der Analyse der Geschäftsfelder berücksichtigen wir breiter gefasste Stakeholder- und Länderperspektiven anhand einer Auswertung von mehr als 15 Fachstudien, die von renommierten Organisationen publiziert wurden. Darüber hinaus wurden Daten bei elf Tochtergesellschaften und Niederlassungen der Divisions HOCHTIEF Americas und HOCHTIEF Europe erhoben, indem Interviews durchgeführt und an Mitarbeitende der Gesellschaften Fragebögen übermittelt wurden. Involviert wurden unter anderem die Fachabteilungen Konzerncompliance, Einkauf, AGUS Center, Personal und Recht/Governance Operations. Außerdem werden spezifische Risiken auf Projektebene betrachtet. Dabei haben wir alle international anerkannten Menschenrechte sowie die potenziellen Risiken und Auswirkungen der Tätigkeit unserer mittel- und unmittelbaren Geschäftspartner berücksichtigt.
Die Beurteilung unserer Aktivitäten in den Bereichen Bau und PPP mithilfe der beschriebenen Methodik führte zu folgenden Ergebnissen: Insgesamt wurden fünf Gruppen gefährdeter gesellschaftlicher Akteure identifiziert, also potenziell Betroffene entlang unserer Wertschöpfungskette, deren Menschenrechte verletzt werden könnten. Außerdem haben wir 42 Risiken im Baubereich sowie sechs Risiken im PPP-Bereich in den unterschiedlichen Phasen unserer Tätigkeit identifiziert.
| Wesentliche Menschenrechtsthemen | Betroffene gesellschaftliche Akteure |
| 1. Kulturelle Rechte und geistiges Eigentum | 1. HOCHTIEF-Mitarbeitende, einschließlich Zeitarbeitskräfte, migrierte Menschen, Studierende sowie Mitarbeitende mit jeder anderen Form der Beschäftigung |
| 2. Datenschutz und Privatsphäre | |
| 3. Menschenwürdige Beschäftigungs- und Arbeitsbedingungen | 2. Mitarbeitende in unserer Lieferkette, einschließlich Zeitarbeitskräfte, Wanderarbeitende, Studierende sowie Mitarbeitende mit jeder anderen Form der Beschäftigung |
| 4. Freie Meinungsäußerung | |
| 5. Gesundheit und Wohlbefinden | 3. Geschäftspartner und Kunden: Öffentliche und private Einrichtungen/Unternehmen, die in geschäftlicher Beziehung zu HOCHTIEF stehen, beispielsweise Kunden, Lieferanten, Auftragnehmer, Nachunternehmer, Joint-Venture-Partner und weitere Vertragspartner |
| 6. Nutzung von Ländereien und Eigentumsrechte | |
| 7. Schutz vor Diskriminierung und Belästigung | 4. Lokale Gemeinschaften: Dazu gehören Personen, die in der Umgebung unserer Projekte wohnen, Menschen, die diese nutzen, und die Zivilgesellschaft. |
| 8. Schutz der körperlichen Integrität | |
| 9. Vermeidung von Arbeitsausbeutung und moderner Sklaverei | 5. Gefährdete Gruppen, einschließlich Wanderarbeitende, indigene Bevölkerungsgruppen und andere Minderheiten, Jugendliche, Kinder, Frauen und Menschen mit Behinderung und/oder eingeschränkter Mobilität |
| 10. Transparenz und Antikorruption |
Nach Abschluss der Analysen in den Bereichen wurden die Auswirkungen der einzelnen Risiken evaluiert. Basierend auf diesen Ergebnissen, können wir abschätzen, wie gravierend die Auswirkungen des Eintretens eines solchen Risikos für die potenziell Betroffenen sein können, und Maßnahmen priorisieren, die in Bezug auf die einzelnen potenziellen Risiken getroffen werden sollen. Auf dieser Basis werden derzeit unter Einbindung der Fachabteilungen die für den Konzern maßgeblichen Menschenrechtsthemen definiert.
Im Berichtsjahr wurde auch in der Division HOCHTIEF Asia Pacific bei CIMIC eine entsprechende Analyse der Geschäftsfelder initiiert. Nach Abschluss dieser Untersuchung wird der Konzern über eine Beurteilung der Menschenrechtsrisiken in den wichtigsten Geschäftsfeldern verfügen. CIMIC hat bereits mehrere projektbasierte Impact-Assessments für Menschenrechte zum Thema moderne Sklaverei durchgeführt. Informationen dazu veröffentlicht CIMIC auch in seinem Geschäftsbericht und im Modern Slavery Statement.
Schließlich wurden die identifizierten Risiken im Human-Rights-Corporate-Management-System erfasst und unter Beteiligung der Bereiche den jeweiligen Fachabteilungen zugewiesen. Auf Grundlage der durchgeführten Risikoanalyse konnten Verbesserungsbedarf ermittelt und konkrete Maßnahmen identifiziert werden: Für mehrere HOCHTIEF-Niederlassungen und Tochtergesellschaften wurden Aktionspläne mit konkreten Handlungsempfehlungen abgeleitet. Im Berichtsjahr wurden bei HOCHTIEF keine Menschenrechtsverletzungen bekannt.
2021 haben wir entlang unserer globalen Lieferkette deutliche Fortschritte im Umgang mit menschenrechtlichen Risiken erzielt. Den für Lieferanten und Nachunternehmer aus Ländern mit hohem Risiko für Menschenrechtsverletzungen (gemäß UN-Konvention) geltenden Due-Diligence-Prozess haben wir im Rahmen des nachhaltigen Beschaffungsprogramms systematisch ausgeweitet; dieser gilt nun für das gesamte europäische Geschäft. Zusätzlich zur verpflichtenden Einhaltung des HOCHTIEF Code of Conduct für Vertragspartner im europäischen Geschäft erhalten die Mitarbeitenden im Einkauf gezielte Schulungen, welche Maßnahmen im Umgang mit menschenrechtlichen Risiken getroffen werden sollen, zum Beispiel durch Verhandlung besonderer Vertragsklauseln.
Darüber hinaus hat HOCHTIEF damit begonnen, innerhalb der Präqualifizierung grundlegende Informationen zum Thema Menschenrechte für Lieferanten und Nachunternehmer bereitzustellen. Seit mehreren Jahren wird der Lieferantenauswahlprozess bei HOCHTIEF bereits durch extern durchgeführte ESG-Bewertungen ergänzt. Im Jahr 2021 hat die Division HOCHTIEF Europe beispielsweise eine Kooperation mit dem neuen Partner Integrity Next initiiert, der die Analysen für die Lieferanten kostenfrei übernimmt und alle relevanten Nachhaltigkeitsthemen abdeckt, darunter auch Menschenrechte. Die Ergebnisse fließen in Bieterlisten ein und werden bei der Vergabeentscheidung berücksichtigt.
Nach der Auftragsvergabe werden alle Lieferanten während der Bauphase kontinuierlich auf ihre Erfüllung der ESG-Kriterien überprüft. In den Divisions HOCHTIEF Europe und HOCHTIEF Asia Pacific müssen die Gesellschaften nach Abschluss der Arbeiten Bewertungsfragebögen ausfüllen.
Die Ergebnisse werden bei nachfolgenden Vergabeentscheidungen beziehungsweise Kooperationen berücksichtigt. Im Falle von festgestellten Verstößen werden mit dem betreffenden Unternehmen Abhilfemaßnahmen vereinbart.
Weitere risikobasierte Due-Diligence-Maßnahmen zur Einhaltung der Menschenrechte durch unsere Geschäftspartner, die von den beteiligten HOCHTIEF-Abteilungen umgesetzt werden, sind unter anderem Vertragsklauseln, die als Mindeststandards für Joint-Venture-Partner vereinbart werden müssen und die menschenrechtliche Sorgfaltspflichten im Rahmen der Zusammenarbeit regeln.
Das Thema Menschenrechte wurde auch in die Projektstart- und Projektleiterschulungen aufgenommen, die regelmäßig in der Division HOCHTIEF Europe stattfinden. Zudem waren die Menschenrechte auch in diesem Jahr wieder Bestandteil des für jeden Mitarbeitenden verpflichtenden E-Learning-Moduls zum Code of Conduct, in dem der Menschenrechtsthematik ein eigenes Kapitel gewidmet ist.
HOCHTIEF überprüft das Human-Rights-Corporate-Management-System jährlich, damit die Maßnahmen kontinuierlich verbessert und weiterentwickelt werden können. Die erste Überprüfung soll 2022 erfolgen.
Fortlaufend entwickeln wir unsere Schulungs- und Sensibilisierungsmaßnahmen, um die Effektivität des Systems zu verbessern. So initiierte HOCHTIEF im Jahr 2021 eine unternehmensinterne Informationskampagne, um allen Mitarbeitenden den Chief Human Rights Officer und seine Aufgaben vorzustellen. Dazu gehörten eine entsprechende Ankündigung im Intranet und ein Interview im Kundenmagazin "concepts by HOCHTIEF" zum Thema Menschenrechte in der Bauindustrie. Zuletzt führte der Chief Human Rights Officer im Dezember 2021 ein Webinar durch, an dem alle Mitarbeitenden teilnehmen konnten.
Zur Information interner und externer Stakeholder haben wir im Intranet und auf der Website ein in mehreren Sprachen abrufbares Erklärvideo mit grundlegenden Informationen zum Thema Menschenrechte veröffentlicht. Damit sollen Mitarbeitende, aber auch Außenstehende für das Thema sensibilisiert und dazu angehalten werden, Hinweise auf Verstöße über die bestehenden Hinweis-Hotlines zu melden.
Zudem wollen wir die Mitarbeitenden weiterhin aktiv schulen: Die Zielvorgaben des Konzerns für 2022 umfassen auch eine Reihe von Trainingsaktivitäten, darunter die Implementierung eines E-Learning-Moduls zu Menschenrechten, das schrittweise - beginnend in der Division HOCHTIEF Europe - bereitgestellt werden soll.
Bis 2025 sollen alle Mitarbeitenden im Konzern zum Thema Menschenrechte geschult sein.
Schließlich sensibilisiert HOCHTIEF dafür, dass die Hinweis-Hotlines auch für die Meldung von möglichen Menschenrechtsverstößen zur Verfügung stehen. Diese Beschwerdemechanismen sind öffentlich und für alle unsere Stakeholder zugänglich. Die Meldemöglichkeiten und der Zugang zu den einzelnen Kanälen umfassen bereits jetzt die kostenfreie Übermittlung anonymer Hinweise. Im Zuge der Digitalisierung des Hinweissystems in der Division HOCHTIEF Europe im Jahr 2022 haben wir diese Optionen noch erweitert.
Bei HOCHTIEF unterstützen wir die Gesellschaft nicht nur durch unsere Kompetenz in unseren Projekten, sondern auch durch unser soziales Engagement. Häufig sind wir direkt im Umfeld unserer Projekte sozial tätig; mit übergeordneten Initiativen engagieren wir uns darüber hinaus auch konzernweit. Wir sind überzeugt, dass wir durch Spenden, Sponsoring und Freiwilligenprogramme einen Unterschied machen können. Auch in Katastrophenfällen wollen wir Hilfe leisten - dazu gehört es, einen Beitrag für Mitarbeitende und ihre Angehörigen zu leisten, die sich in individuellen und unvorhersehbaren Notlagen befinden, etwa durch Naturkatastrophen.
Grundsätzlich sind die Spenden- und Sponsoringaktivitäten bei HOCHTIEF dezentral organisiert - entsprechend der projektbezogenen Standortstruktur. Die operativen Gesellschaften nutzen jeweils eigene Budgets für ihre sozialen Aktivitäten. Dafür gelten die Vorgaben der Richtlinie "Spenden und Sponsoring". Die Abteilung Konzernkommunikation verantwortet diese Richtlinie, sie regelt zudem die Ausrichtung des Engagements. Das HOCHTIEF-Management ist dabei kontinuierlich eingebunden. 2021 haben wir ergänzend dazu die Konzernrichtlinie "Soziales Engagement" im Verantwortungsbereich der Konzernabteilung Personal veröffentlicht, die aktuelle und künftige Bereiche für philanthropisches und soziales Engagement definiert. Sie regelt auch Bestimmungen für soziales Engagement, um dieses messbar zu machen und geeignete Leistungsindikatoren (KPIs) zu entwickeln.
Auch künftig haben bei HOCHTIEF die Sponsoringschwerpunkte "Bildung und Nachwuchsförderung" sowie "Gestaltung und Erhaltung von Lebensräumen" Bestand. Sachspenden, Wissenstransfer ebenso wie das Corporate Volunteering sollen dazu beitragen. Beide Schwerpunkte passen besonders gut zur Kultur und Strategie unseres Konzerns und leisten einen direkten Beitrag zu den Sustainable Development Goals Nummer 4 (Hochwertige Bildung) und Nummer 11 (Nachhaltige Städte und Gemeinden).
Unser soziales Engagement wollen wir weiterentwickeln und Initiativen zu den SDGs 4 und 11 fördern.
Derzeit arbeiten wir daran, Kennzahlen zu definieren, um eventuell Zielgrößen für unser gesellschaftliches Engagement vorzugeben.
Bis 2025 wollen wir das Monitoring definierter Volunteering-Projekte verbessern und Maßnahmen implementieren, um positive Einflüsse auf die Community zu messen.
Soziale Aktivitäten sollen transparent in die Geschäftsprozesse integriert werden. Ziel ist es, die Auswirkungen unseres Engagements messbar zu machen. Idealerweise führt dies dazu, dass wir die Stakeholder im Umfeld unserer Projekte noch gezielter unterstützen können.
Auch im Bereich Corporate Volunteering wollen wir mehr tun und unsere Mitarbeitenden im Konzern dafür gewinnen, sich gemeinsam im Namen von HOCHTIEF zu engagieren. Entsprechende Ideen und Projekte wollen wir stärker fördern. Ein Beispiel aus dem Berichtsjahr: Nach der verheerenden Flutkatastrophe im Westen Deutschlands im Juli 2021 bildete sich bei HOCHTIEF die Initiative "Taskforce Hochwasser". Experten verschiedener HOCHTIEF-Einheiten berieten unter anderem im Ahrtal das Technische Hilfswerk - eine Brücke sowie rund 85 Gebäude im Weinort Rech wurden auf Standsicherheit überprüft, für das THW erstellten die Experten ein Schadenskataster. Zudem rief der Betriebsrat zu einer Spendenaktion für betroffene Kolleginnen und Kollegen auf.
Das konzernweite Budget für Spenden und Sponsoring lag im Berichtsjahr bei zirka 4,5 Mio. Euro (2020: 5,3 Mio. Euro).
Diese Summe soll ab 2022 bis 2025 jährlich um drei Prozent angehoben werden.
Der HOCHTIEF Code of Conduct benennt klar die Vorgaben für Spenden an politische Organisationen: "HOCHTIEF-Organisationseinheiten und -Gesellschaften leisten keine direkten oder indirekten Spenden an politische Organisationen, Parteien oder einzelne Politiker."
Seit 2010 kooperiert HOCHTIEF als Partner mit der US-Nichtregierungsorganisation Bridges to Prosperity. Diese Partnerschaft ist unserem Sponsoringschwerpunkt "Gestaltung und Erhaltung von Lebensräumen" zugeordnet. Gemeinsam mit B2P verfolgen wir das Ziel, Menschen in abgelegenen ländlichen Regionen einen besseren Zugang zu Schlüsselinfrastruktur wie Schulen, Krankenhäusern oder Märkten zu ermöglichen. Dies gelingt durch den Bau von Fußgängerbrücken, die insbesondere in der Regenzeit sichere Wege ermöglichen. HOCHTIEF setzt mit der Kooperation gezielt auf die Förderung von Menschen in Regionen, in denen der Konzern nicht selbst operativ tätig ist.
HOCHTIEF unterstützt den Bau von Brücken in der Regel auch durch die Entsendung von Mitarbeitendenteams, die vor Ort gemeinsam mit den Communitys den Bau ausführen. Pandemiebedingt war dies 2020 und 2021 nicht möglich. HOCHTIEF hat dennoch ein Brückenprojekt finanziert, das im Berichtsjahr durch ein B2P-Team realisiert werden konnte. Die Ntaruka-Brücke im Nordwesten Ruandas ist 44 Meter lang und dient zirka 1.600 Menschen als Überquerungshilfe, wenn der Pegel des Cyacika River in der Regenzeit steigt.
Auch 2022 wird HOCHTIEF sein Engagement fortsetzen. Wir planen, in den kommenden Jahren wieder Teams von HOCHTIEF entsenden zu können. Insgesamt waren bislang mehr als 270 Mitarbeitende aus dem gesamten Konzern bei B2P-Projekten im Einsatz, die ihre Erfahrungen durchweg als sehr positiv bewerten - ein wichtiger Beitrag zur Bindung und Motivation unserer Mitarbeitenden.
1 Die Zahlen beruhen auf Angaben von B2P und
wurden von HOCHTIEF übernommen. Die Inhalte dieses
Abschnitts sind weder Bestandteil der gesetzlichen Jahres-
und Konzernabschlussprüfung noch der gesonderten
betriebswirtschaftlichen Prüfung mit begrenzter
Sicherheit durch die KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.
2 Pandemiebedingt fand der für 2020
geplante Brückenbau erst im Jahr 2021 statt.
In Tschechien organisierte HOCHTIEF eine Fundraisingaktion für Einrichtungen, die von den Folgen der Covid-19-Pande-mie stark betroffen waren. Die eingegangenen Spenden von rund 6.000 Euro wurden vom Unternehmen verdoppelt und an ein Hospiz sowie ein Krankenhaus zur Anschaffung von Luftfiltern gespendet. Etwa 500 Menschen profitieren unmittelbar von der Aktion. Nach einem verheerenden Wirbelsturm in Südmorawien reagierte HOCHTIEF CZ mit einer Spendenaktion. Gut 1.000 Menschen profitierten beim Wiederaufbau von Baumaterial im Wert von 8.600 Euro, das HOCHITEF beschaffte.
Auch der Belegschaft von Turner war es wichtig, in ihrer Community ein Zeichen zu setzen und die Bedeutung der Arbeit des medizinischen Personals während der Covid-19-Pandemie zu betonen. So spendete etwa das Team der Turner-Niederlassung in New Jersey Geld und finanzierte damit 565 Mahlzeiten für die Beschäftigten mehrerer Krankenhäuser - eine Aufmerksamkeit als Dank für ihren unermüdlichen Einsatz. Auch die Community Food Bank des Bundesstaats erhielt eine Spende: Das Geld soll denjenigen zugutekommen, die vom ökonomischen pandemiebedingten Abschwung direkt betroffen sind.
Schon zum vierten Mal in Folge unterstützte HOCHTIEF in Österreich die soziale Einrichtung MOMO, Wiens mobiles Kinderhospiz, mit einer Spende. Dabei spendeten sowohl die Mitarbeitenden als auch das Unternehmen. MOMO begleitet Kinder mit lebensverkürzenden oder lebensbedrohlichen Erkrankungen und unterstützt ihre Familien.
Auch die CIMIC-Gesellschaft CPB Contractors übernimmt Verantwortung in der Community: Das Team in Perth arbeitet mit der Organisation "Friends with Dignity", die mit ihrem Back-to-School-Programm unter anderem Kinder unterstützt, die Opfer häuslicher Gewalt wurden. Für den Start der Kinder in das neue Schuljahr spendeten die Mitarbeitenden Schulrucksäcke gefüllt mit nützlicher Ausstattung.
Für die gemeinnützige Organisation Habitat for Humanity beteiligte sich die Turner-Niederlassung Chicago an einer Aktion speziell für Frauen: Dabei wurden rund 10.000 Euro gesammelt, die dazu beitragen, dass zwei Häuser im Süden Chicagos gebaut werden können - sie sind für Frauen und Kinder in Notsituationen bestimmt.
In Polen engagierte sich HOCHTIEF mit einer Spende an das polnische Komitee für die Bewahrung von Kinderrechten (KOPD). Die NGO setzt sich für die angemessene Interessenvertretung von Kindern und ihren Familien ein.
HOCHTIEF Polska zählt zudem zu den Gründern des Projekts "Deutsch-Polnische Gärten" in Warschau und engagierte sich auch im Berichtsjahr dafür: Hier revitalisieren die Deutsche Botschaft in Warschau und die Stadt Warschau gemeinsam mit deutschen und polnischen Partnern über mehrere Jahre eine große Grünfläche im Skaryszew-Park der Hauptstadt - ein Beitrag zur Wahrnehmung der Gartenkulturen beider Länder und ein Symbol für die Völkerverständigung.
Wo immer möglich, fördern auch die Gesellschaften von CIMIC in Australien das gemeinsame kulturelle Verständnis - etwa beim Projekt Metronet in Perth, wo CBP Contractors unter anderem an der Errichtung von zwei Bahnstationen beteiligt ist. An einer der Stationen liegt ein kulturhistorisch bedeutendes Wasserloch - schon früh im Planungsprozess wurde darauf geachtet, diesen für die Noongar-Kultur heiligen Ort nicht zu stören und ihn in das Baudesign zu integrieren. Dafür wurde eine Fachgruppe der Noongar - sie sind indigene Einwohner des Südwestens von Western Australia - einbezogen. In der Noongar-Kultur ist die Regenbogenschlange Zeichen des Schaffungsgeistes, der auch das Wasser bewahrt - seine Präsenz wurde in rituellen Zeremonien vor Baubeginn anerkannt und gefeiert.
Die Analysen von Bridges to Prosperity zeigen, dass die Fußgängerbrücken einen erheblichen Einfluss auf die Communitys haben. So finden in den Gemeinden nach dem Brückenbau durchschnittlich 59 Prozent mehr Frauen Arbeit, die Produktivität der Landwirtschaft nimmt um zirka 75 Prozent zu, und die Einkommen steigen um etwa 30 Prozent.
Die Inhalte dieses Abschnitts sind weder Bestandteil der gesetzlichen Jahres- und Konzernabschlussprüfung noch der gesonderten betriebswirtschaftlichen Prüfung mit begrenzter Sicherheit durch die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.
Hier stellen wir die Ziele dar, die sich HOCHTIEF im Zuge des neuen Nachhaltigkeitsplans 2025 im Berichtsjahr gegeben hat. Die Formulierung der Ziele basiert auf einem umfangreichen internen Strategieprozess, in den auch die operativen Einheiten des Konzerns einbezogen wurden.
Für unsere Commitments haben wir Kennzahlen (KPIs) definiert, an denen wir unseren Fortschritt und die Zielerreichung messen können.
| Steigerung des prozentualen Anteils aller Mitarbeitenden, die unter einem zertifizierten Umweltschutzmanagementsystem (ISO 14001) arbeiten, auf mindestens 90% bis 2025 | • Prozentsatz der Umsetzung von ISO-14001-Zertifizierung nach Mitarbeitendenzahl |
| Steigerung der Awareness und des Wissens über Umweltthemen durch Schulungen von mindestens 50% der Mitarbeitenden bis 2025 | • Zahl der Schulungsstunden pro Mitarbeitendem zu Umweltthemen |
| • Prozentsatz geschulter Mitarbeitender bezüglich Umweltthemen | |
| Null Umweltvorfälle mit schwerwiegenden Umweltschäden (Kategorie 1) | • Anzahl der Umweltschäden (Kategorie 1 und 2) |
| Klimaneutralität "Netto-Null" bis 2045 erreichen | • Direkte Treibhausgasemissionen (Scope 1) (tCO 2 äq) |
| Klimaneutralität "Netto-Null" für Scope-1-Emissionen bis 2038 erreichen Scope-1-Emissionen bis 2025 im Vergleich zum Basisjahr 2019 um mindestens 20% reduzieren | • Indirekte Treibhausgasemissionen (Scope 2) (tCO 2 äq) - Prozentualer Anteil des gekauften Ökostroms am Gesamtstromverbrauch - Prozentualer Anteil des produzierten Ökostroms am Gesamtstromverbrauch |
| Klimaneutralität "Netto-Null" für Scope-2-Emissionen bis 2038 erreichen Scope-2-Emissionen bis 2025 im Vergleich zum Basisjahr 2019 um mindestens 35% reduzieren | • Sonstige indirekte Treibhausgasemissionen (Scope 3) (tCO 2 äq) |
| • Intensität der Treibhausgasemissionen (tCO 2 äq/€) | |
| Klimaneutralität "Netto-Null" für Scope-3-Emissionen (in relevanten Kategorien) bis 2045 erreichen | |
| Prüfung des "Netto-Null"-Ansatzes - in Übereinstimmung mit 1,5 °C maximalem Temperaturanstieg gemäß dem Übereinkommen von Paris bis Ende 2023 |
| Erreichen einer Quote Null für nicht gefährliche Abfälle zur Deponierung bis 2045 | • Abfall zur Deponierung (Tonnen) |
| • Abfallvolumen nach Entsorgungsmethode (Tonnen) | |
| Erreichen einer jährlichen Recycling-Rate für Bauabfall von mindestens 80 Prozent bis 2025 und nachfolgend sukzessive Steigerung | • Jährliche Abfallrecyclingquote (%) |
| • Prozentualer Anteil des selbst erzeugten Sondermülls am gesamten Abfall | |
| Reduzierung selbst verursachter gefährlicher Abfälle auf weniger als 1% des Gesamtabfalls bis 2030 | • Anzahl der Lebenszyklusanalysen/Zirkularitätsanalysen für Bauprojekte |
| • Anteil der Bauprojekte mit digitaler Erfassung der Baustoffe (BIM 6D) | |
| Förderung von Lebenszyklusanalysen oder Zirkularitätsanalysen durch aktive Kundeneinbindung und Ausführung solcher Analysen bei mindestens 200 Bauprojekten bis 2025 | • Anteil der recycelten Materialien am Gesamtmaterialverbrauch und Aufschlüsselung nach Materialart |
| • Anteil des Holzes aus zertifizierter Waldwirtschaft am Gesamtholzverbrauch (FSC, PEFC, SFI) | |
| Steigerung des Anteils von Bauprojekten, bei denen der Einsatz von Baumaterialien digital erfasst wird (BIM 6D) um mindestens 10% jährlich | |
| Stetige Förderung von Wiederverwendung und Steigerung der Nutzung von recycelten Baumaterialien |
| Förderung von Wasserschutz bei allen Projekten; Implementierung von Wasserschutzplänen und Ausführung entsprechender Maßnahmen bei 100% der Projekte in Gebieten unter Wasserstress bis 2023 | • Prozentsatz von Projekten in Gebieten unter Wasserstress, die einen Wasserschutzplan implementiert haben (%) |
| • Wasserverbrauch insgesamt (m 3 ) | |
| • Anteil des Wasserverbrauchs in Gebieten unter Wasserstress (%) am Gesamtwasserverbrauch | |
| Implementierung von Maßnahmen zur Reduzierung von Wasserverbrauch und Erreichen einer jährlichen Wasserwiederaufbereitungs-/wiedernutzungsrate von mindestens 10% des entnommenen Wassers | • Anteil des wiederaufbereiteten Wassers an der insgesamt entnommenen Wassermenge (%) |
| Schaffung von Bewusstsein für und Bewahrung von Biodiversität und Ökosystemen bei allen Projekten; Implementierung von Biodiversitäts-Aktionsplänen und Ausführung entsprechender Maßnahmen bei 100% der Projekte in sensiblen Naturgebieten bis 2023 | • Prozentsatz von Projekten in sensiblen Naturgebieten, die einen Biodiversitäts-Aktionsplan implementiert haben |
| Etablierung und Implementierung langfristiger Initiativen zur proaktiven Bewahrung von Ökosystemen und der Steigerung von Biodiversität | • Gesamtzahl der Initiativen zur Bewahrung oder Steigerung von Biodiversität und Ökosystemen |
| Stimulierung von Innovation und Entwicklung nachhaltiger Produkte und Dienstleistungen | • Anzahl der entwickelten nachhaltigen Produkte und Dienstleistungen |
| Erreichen von mindestens 50% der Umsatzerlöse aus Infrastruktur- und Hochbau durch zertifizierte Projekte bis 2025 | • Umsatzanteil zertifizierter Bauprojekte am erzielten Gesamtumsatz aus Infrastruktur- und Bauprojekten |
| • Umsatzanteil aus umweltfreundlichen Gebäuden gemäß der EU-Taxonomiemethodik "Alignment" | |
| Anbieten nachhaltiger Lösungen in der Angebots- oder Preconstruction-Phase bei mindestens 50% der Bauprojekte bis 2025 (wo gemäß Vergaberecht möglich) | • Anzahl der Projekte mit Zertifizierung für nachhaltiges Bauen (z.B. LEED, DGNB, ISCA) |
| • Anzahl der akkreditierten Auditoren im Bereich der Zertifizierung für nachhaltiges Bauen (z.B. LEED, DGNB, ISCA) | |
| • Anzahl und prozentualer Anteil der Projekte mit nachhaltigen Lösungen in der Angebots- oder Preconstruction-Phase |
| Unfallfreie Projektausführung; Null Todesfälle bei allen Aktivitäten für eigene Mitarbeitende und Nachunternehmer | • Lost Time Injury Frequency Rate (LTIFR) |
| LTIFR von 1,04 bis 2025; langfristiges Ziel: 0,9 bis 2030 | |
| Arbeitssicherheits- und Gesundheitsschulung für 100% der neuen Mitarbeitenden bis 2023 | |
| Steigerung des prozentualen Anteils der Gesamtbelegschaft, die unter einem zertifizierten Arbeitssicherheits- und Gesundheitsschutzsystem arbeitet (z.B. BS OSHAS 18001 oder ISO 45001) auf 100% bis 2023 | |
| Verbesserung der Unfallrate von Kontraktoren durch mehr Schulungen und zunehmendes Bewusstsein für Gesundheit und Sicherheit bei Kontraktoren bis 2025 |
| Steigerung der Frauenquote in Senior-Management-Positionen um 50% bis 2025 gegenüber 2019 | • Gesamtbelegschaft nach Geschlechtern |
| • Management-Positionen nach Geschlechtern | |
| • Junior-Management-Positionen nach Geschlechtern | |
| Anteil der weiblichen technischen Nachwuchskräfte unter den neu eingestellten Mitarbeitenden weltweit bei mindestens 35% bis 2025 (Spiegelung des Beschäftigungsmarkts) | • Top-Management-Positionen nach Geschlechtern |
| • Neueinstellungen nach Geschlechtern | |
| • Belegschaft nach Altersgruppen | |
| Förderung von Generationen-Diversität in den Teams, Förderung enger Zusammenarbeit zwischen älteren und jüngeren Mitarbeitenden bis 2025 |
| Steigerung der Weiterbildungsstunden pro Gesellschaft auf mindestens 20 Stunden pro Person bis 2023 | • Gesamtanzahl der Weiterbildungsstunden |
| • Weiterbildungsstunden pro Mitarbeitendem im Gesamtkonzern | |
| Jährliche Steigerung der internen Schulungen zu nachhaltigkeitsbezogenen Themen (Klimawandel, Nachhaltigkeitsstandards, Lebenszyklusmodell im Baugeschäft, Umweltmanagement, Diversität, Gleichstellung, Inklusion, Anti-Diskriminierung, Anti-Belästigung etc.) | |
| Förderung spezieller Trainingsprogramme für Nachwuchskräfte zur Karriereentwicklung im Unternehmen |
| Festlegung und Monitoring künftiger Fluktuationsraten in den Gesellschaften | • Belegschaft nach Tätigkeitsbereichen |
| • Feste Arbeitsverträge vs. befristete Arbeitsverträge (nach Geschlecht, Tätigkeitsbereichen) | |
| • Fluktuationsrate konzernweit |
| Erhöhung des Budgets für Spenden und Sponsoring um jährlich 3% bis 2025, beginnend 2022 | • Konzernweites Budget für Spenden und Sponsoring |
| Verbesserung des Monitorings definierter Volunteering-Projekte; Implementierung von Maßnahmen, die es ermöglichen, positive Einflüsse auf die Community zu messen, bis 2025 | |
| Förderung von Freiwilligeninitiativen zum SDG 4 (Hochwertige Bildung) und SDG 11 (Nachhaltige Städte und Gemeinden) |
| Aufnahme von ESG-Zielen in die Vergütung des HOCHTIEF-Vorstands und des Top-Managements konzernweit bis 2025 | • Verknüpfung nichtfinanzieller Indikatoren mit der variablen Vergütung des Vorstands |
| • Prozentualer Anteil der Führungskräfte, deren variable Vergütung an die Erreichung von ESG-Zielen geknüpft ist (konzernweit) |
| Beibehaltung von 100% Compliance-Schulungsabdeckung der Mitarbeitenden, inkl. Neubeschäftigter | • Compliance-Schulungen pro Mitarbeitendem (Durchschnitt) |
| Aufnahme von ESG-Kriterien in den Auswahlprozess bei 50% der bedeutenden Lieferanten (basierend auf den Einkaufsausgaben), bis 2025 | • Ausgaben an lokale Lieferanten |
| • Prozentualer Anteil der nach ESG-Kriterien bewerteten Tier-1-Lieferanten | |
| Jährliche Steigerung des prozentualen Anteils der Lieferanten, die ein systematisches Projekt-Nachbereitungsassessment erhalten, mit Bewertung von mindestens 50% der bedeutenden Lieferanten bis 2025 | • Prozentualer Anteil der Lieferanten, die ethische und soziale Governance-Standards einhielten (oder zertifiziert sind) |
| • Prozentualer Anteil der Lieferanten, die eine Bewertung nach Projektende erhalten | |
| • Prozentualer Anteil der nach ESG-Kriterien zugelassenen Lieferanten | |
| • Prozentualer Anteil der Lieferanten, die ESG-Risiken ermittelt und Abhilfemaßnahmen umgesetzt haben | |
| • Gesamtverbrauch an Baustoffen |
| Schulung von 100% der Mitarbeitenden zu Menschenrechtsrisiken bis 2025 | • Anzahl der zum Thema Menschenrechte geschulten Mitarbeitenden |
| Integration des EU Sustainable Finance Action Plans/Taxonomie und/oder Berücksichtigung von ESG-Kriterien in Finanzentscheidungen | • Umsatz, Investitionsausgaben und Betriebsaufwand gemäß EU-Taxonomie/Eligibility (2022) |
| • Umsatz, Investitionsausgaben und Betriebsaufwand EU-Taxonomie-konform/Alignment (ab 2023) |
| 50% der Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationsprojekte bei Projekten mit Nachhaltigkeitsbezug bis 2025 | • Investitionsvolumen in Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationsprojekte (Euro) |
| • Investitionsvolumen in Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationsprojekte mit Nachhaltigkeitsbezug | |
| • Investitionen in/Umsatzerlöse aus Forschung, Entwicklung und Innovation | |
| • Anzahl der Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationsprojekte mit Nachhaltigkeitsbezug | |
| • Anzahl der Patente mit Nachhaltigkeitsbezug |
HOCHTIEF bekennt sich zur Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung und teilt die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs). Im Zusammenhang mit unserer Geschäftstätigkeit haben die unten genannten Ziele und Indikatoren besondere Relevanz für das Nachhaltigkeitsmanagement des HOCHTIEF-Konzerns. Im Zuge der Erarbeitung des Nachhaltigkeitsplans 2025 wurden diese einer erneuten Review unterzogen. In dieser Übersicht zeigen wir, welchen Beitrag HOCHTIEF konkret leistet.
| ― |
aktive Förderung von Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Gesundheitsangebote und Sportprogramme für Mitarbeiter |
| ― |
Bau von Gesundheitsimmobilien |
| ― |
soziales Engagement/Spenden- und Sponsoringprojekte für lokale Gemeinschaften |
| ― |
umfangreiches Weiterbildungsangebot für HOCHTIEF-Mitarbeitende |
| ― |
Bau und Betrieb von Bildungsimmobilien |
| ― |
Unterstützung akademischer Projekte/Hochschulkooperationen |
| ― |
soziales Engagement/Spenden- und Sponsoringprojekte für lokale Gemeinschaften |
| ― |
Unterstützung von Schülerinnen und Studierenden in MINT-Fächern an Schulen und Universitäten |
| ― |
Awareness-Training gegen unbewusste Vorurteile |
| ― |
Initiativen für mehr Frauen in Führungspositionen |
| ― |
Bau von Hochwasserschutzprojekten und Wasseraufbereitungsanlagen |
| ― |
Bau von Wasserver- und -entsorgungsprojekten |
| ― |
Bau von Energieinfrastrukturprojekten |
| ― |
Bau von nachhaltigen/zertifizierten Hochbau- und Infrastrukturprojekten |
| ― |
Bau- und Betriebsleistungen für Projekte im Bereich erneuerbare Energien |
| ― |
Förderung von Betrieben, die von Frauen und Minderheiten geführt werden |
| ― |
Maßnahmen zur nachhaltigen Finanzierung |
| ― |
Initiativen zur menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht in der Lieferkette |
| ― |
Bau von nachhaltigen, zertifizierten Infrastrukturprojekten |
| ― |
Realisierung von PPP-Modellen |
| ― |
Aus- und Neubau von Verkehrsinfrastruktur und Netzausbau im Bereich Telekommunikation |
| ― |
Konzernweite Digitalisierungs- und Innovationsprojekte |
| ― |
Engagement in Verbänden und Brancheninitiativen |
| ― |
Unterstützung akademischer Projekte/Hochschulkooperationen |
| ― |
Unterstützung von Mitarbeitenden in nicht selbst verschuldeten Notsituationen |
| ― |
Gesellschaftliches Engagement für lokale Gemeinschaften |
| ― |
Bau von nachhaltigen, zertifizierten und resilienten Projekten |
| ― |
Bau von Kultur- und Bildungsimmobilien, öffentlichen Gebäuden und Infrastruktur für den öffentlichen Personennahverkehr |
| ― |
Realisierung von PPP-Modellen |
| ― |
gesellschaftliches Engagement/Spenden- und Sponsoringprojekte für lokale Gemeinschaften |
| ― |
Engagement in Verbänden und Brancheninitiativen |
| ― |
Nachhaltigkeit im Einkauf und in der Wertschöpfungskette |
| ― |
Hohe Standards im Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz |
| ― |
Lebenszyklusmanagement |
| ― |
Zusammenarbeit mit der Ratingfirma Integrity Next |
| ― |
Nachhaltigkeit im Bauprozess und in der Wertschöpfungskette |
| ― |
Bau von Hochwasserschutzprojekten und resilienter Infrastruktur |
| ― |
Engagement in Verbänden und Brancheninitiativen |
| ― |
Förderung von Wasserschutz in der Projektarbeit |
| ― |
Maßnahmen zur Erhaltung von Biodiversität |
| ― |
Nachhaltigkeit im Bauprozess und in der Wertschöpfungskette |
| ― |
Maßnahmen zur Erhaltung von Biodiversität, zum Beispiel Renaturierungsmaßnahmen |
| ― |
aktive Compliance-Arbeit |
| ― |
gesellschaftliches Engagement/Spenden- und Sponsoringprojekte für lokale Gemeinschaften |
| ― |
Engagement in Verbänden und Brancheninitiativen |
| ― |
aktive Beteiligung an der Initiative "Wirtschaft macht Klimaschutz" |
* Diese SDGs werden derzeit als die für
HOCHTIEF bedeutendsten bewertet.
HOCHTIEF CZ erhielt für Rekonstruktion und Modernisierung der Burg Helfštýn die Auszeichnung "Bau des Jahres 2021". Nun ist die alte Festungsanlage wieder für Besucher zugänglich.
| (In Tsd. EUR) | Anhang | 2021 | 2020 |
| Umsatzerlöse | (2) | 21.377.874 | 22.953.752 |
| Bestandsveränderung der Erzeugnisse | 23.562 | 30.991 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | (3) | 206.217 | 1.651.822 |
| Materialaufwand | (4) | -16.116.075 | -17.435.055 |
| Personalaufwand | (5) | -3.749.819 | -4.418.586 |
| Abschreibungen | (6) | -314.178 | -703.634 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | (7) | -1.041.911 | -1.169.595 |
| Gewinn- und Verlustanteile an assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden | (8) | 145.181 | 106.936 |
| Übriges Beteiligungsergebnis | (8) | 28.722 | 19.911 |
| Finanzerträge | (9) | 52.456 | 63.975 |
| Finanzaufwendungen | (9) | -177.047 | -218.571 |
| Ergebnis vor Steuern - fortgeführte Aktivitäten | 434.982 | 881.946 | |
| Ertragsteuern | (10) | -141.585 | -332.305 |
| Ergebnis nach Steuern - fortgeführte Aktivitäten | 293.397 | 549.641 | |
| davon: Anteile ohne beherrschenden Einfluss | 85.476 | 122.400 | |
| davon: Anteile der HOCHTIEF-Aktionäre (Konzerngewinn/-verlust) | 207.921 | 427.241 | |
| Ergebnis nach Steuern - nicht fortgeführte Aktivitäten | (1) | -4.479 | 32.439 |
| davon: Anteile ohne beherrschenden Einfluss | -4.479 | 32.439 | |
| davon: Anteile der HOCHTIEF-Aktionäre (Konzerngewinn/-verlust) | - | - | |
| Ergebnis nach Steuern - insgesamt | 288.918 | 582.080 | |
| davon: Anteile ohne beherrschenden Einfluss | (11) | 80.997 | 154.839 |
| davon: Anteile der HOCHTIEF-Aktionäre (Konzerngewinn/-verlust) | 207.921 | 427.241 | |
| Ergebnis je Aktie (in EUR) | |||
| Unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Aktie - fortgeführte Aktivitäten | 3,05 | 6,16 | |
| Unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Aktie - nicht fortgeführte Aktivitäten | - | - | |
| Ergebnis je Aktie gesamt | (32) | 3,05 | 6,16 |
| (In Tsd. EUR) | Anhang (24) | 2021 | 2020 |
| Ergebnis nach Steuern | 288.918 | 582.080 | |
| Ergebnisbestandteile, die möglicherweise in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden | |||
| Unterschied aus der Währungsumrechnung | 153.030 | -222.098 | |
| Marktbewertung von Finanzinstrumenten | |||
| originär | 56.055 | -3.764 | |
| derivativ | 5.730 | -1.921 | |
| Anteil der direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen von at Equity bilanzierten assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen | 74.142 | -66.106 | |
| Ergebnisbestandteile, die nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert: werden | |||
| Neubewertung von leistungsorientierten Plänen | -3.818 | -28.969 | |
| Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen nach Steuern | 285.139 | -322.858 | |
| Gesamtergebnis des Geschäftsjahres nach Steuern | 574.057 | 259.222 | |
| davon: Anteile ohne beherrschenden Einfluss | 128.841 | 78.481 | |
| davon: Anteile der HOCHTIEF-Aktionäre | 445.216 | 180.741 |
Aktiva
| (In Tsd. EUR) | Anhang | 31.12.2021 | 31.12.2020 |
| Langfristige Vermögenswerte | |||
| Immaterielle Vermögenswerte | (12) | 1.091.132 | 1.041.440 |
| Sachanlagen | (13) | 818.480 | 912.110 |
| Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien | (14) | 19.474 | 20.629 |
| At Equity bilanzierte Finanzanlagen | (15) | 2.505.442 | 2.409.185 |
| Übrige Finanzanlagen | (16) | 86.638 | 63.641 |
| Finanzforderungen | (17) | 107.954 | 111.580 |
| Sonstige Forderungen und sonstige Vermögenswerte | (18) | 209.925 | 180.542 |
| Ertragsteueransprüche | (19) | 12 | 4.065 |
| Latente Steuern | (20) | 456.196 | 520.553 |
| 5.295.253 | 5.263.745 | ||
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| Vorräte | (21) | 345.215 | 284.094 |
| Finanzforderungen | (17) | 101.315 | 113.962 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen | (18) | 5.511.078 | 5.040.054 |
| Ertragsteueransprüche | (19) | 100.366 | 27.795 |
| Wertpapiere | (22) | 571.825 | 473.537 |
| Flüssige Mittel | (23) | 4.281.642 | 4.949.899 |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | (1) | 28.369 | 828.469 |
| 10.939.810 | 11.717.810 | ||
| 16.235.063 | 16.981.555 | ||
|
Passiva |
|||
| Eigenkapital | (24) | ||
| Anteile der HOCHTIEF-Aktionäre | |||
| Gezeichnetes Kapital | 180.856 | 180.856 | |
| Kapitalrücklage | 1.711.090 | 1.711.057 | |
| Gewinnrücklagen | -903.448 | -940.217 | |
| davon: Verrechnung eigener Aktien | 174.303 | 169.695 | |
| Erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen | -322.436 | -559.731 | |
| Bilanzgewinn | 134.935 | 277.642 | |
| 800.997 | 669.607 | ||
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss | 284.764 | 293.012 | |
| 1.085.761 | 962.619 | ||
| Langfristige Schulden | |||
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | (26) | 441.373 | 481.607 |
| Andere Rückstellungen | (27) | 457.617 | 358.597 |
| Finanzverbindlichkeiten | (28) | 3.936.056 | 3.932.097 |
| Leasingverbindlichkeiten | (29) | 271.554 | 279.367 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | (30) | 254.941 | 209.914 |
| Latente Steuern | (20) | 52.485 | 43.608 |
| 5.414.026 | 5.305.190 | ||
| Kurzfristige Schulden | |||
| Andere Rückstellungen | (27) | 891.420 | 775.477 |
| Finanzverbindlichkeiten | (28) | 530.203 | 1.051.368 |
| Leasingverbindlichkeiten | (29) | 115.728 | 123.068 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | (30) | 8.071.716 | 7.857.106 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | (31) | 126.209 | 69.602 |
| Mit den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten verbundene Schulden | (1) | - | 837.125 |
| 9.735.276 | 10.713.746 | ||
| 16.235.063 | 16.981.555 |
| (In Tsd. EUR) | Anhang (36) | 2021 | 2020 |
| Ergebnis nach Steuern | 288.918 | 582.080 | |
| Abschreibungen/Zuschreibungen | 314.225 | 689.676 | |
| Veränderung der Rückstellungen | 163.073 | -3.682 | |
| Veränderung der latenten Steuern | -38.843 | 233.241 | |
| Ergebnis aus dem Abgang von Anlagegegenständen und kurzfristigen Wertpapieren | -10.085 | -20.582 | |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge sowie Ergebnisse aus Entkonsolidierungen | 84.226 | -317.416 | |
| Veränderung des Nettoumlaufvermögens | -415.044 | -456.693 | |
| Veränderung der sonstigen Bilanzposten | 726 | 704 | |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 387.196 | 707.328 | |
| Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | |||
| Betriebliche Investitionen | -79.237 | -397.256 | |
| Einzahlungen aus Anlagenabgängen | 23.688 | 26.085 | |
| Akquisitionen und Beteiligungen | |||
| Investitionen | -194.427 | -286.143 | |
| Einzahlungen aus Anlagenabgängen/Desinvestments * | 89.117 | 1.441.216 | |
| Veränderung flüssiger Mittel aus Erst- und Entkonsolidierungen | -9.127 | -64.868 | |
| Veränderung der Wertpapiere und Finanzforderungen | -50.013 | -71.288 | |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -219.999 | 647.746 | |
| Auszahlungen aus dem Rückkauf eigener Aktien | -4.952 | -168.053 | |
| Einzahlungen aus dem Verkauf eigener Aktien | 376 | - | |
| Auszahlungen aus dem Rückkauf eigener Aktien bei CIMIC | - | -169.772 | |
| Einzahlungen in das Eigenkapital durch Anteile ohne beherrschenden Einfluss | 8.363 | 19.719 | |
| Auszahlungen aus dem Eigenkapital an Anteile ohne beherrschenden Einfluss | - | -14.996 | |
| Auszahlungen für den Erwerb von zusätzlichen Anteilen an Tochterunternehmen | -9.869 | -103.828 | |
| Dividenden an HOCHTIEF-Aktionäre und an Anteile ohne beherrschenden Einfluss | -319.333 | -441.021 | |
| Sonstige Finanzierungsvorgänge | -53.563 | - | |
| Aufnahme von Finanzschulden | 2.050.774 | 3.990.415 | |
| Tilgung von Finanzschulden | -2.586.997 | -3.445.868 | |
| Tilgung von Leasingschulden | -159.924 | -298.738 | |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -1.075.125 | -632.142 | |
| Zahlungswirksame Veränderungen der flüssigen Mittel | -907.928 | 722.932 | |
| Einfluss von Wechselkursänderungen auf die flüssigen Mittel | 224.978 | -257.925 | |
| Veränderung der flüssigen Mittel insgesamt | -682.950 | 465.007 | |
| Flüssige Mittel zum Jahresanfang | 4.964.592 | 4.499.585 | |
| davon: zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | 14.693 | - | |
| davon: flüssige Mittel laut Konzernbilanz | 4.949.899 | 4.499.585 | |
| Flüssige Mittel zum Jahresende | 4.281.642 | 4.964.592 | |
| davon: zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | - | 14.693 | |
| davon: flüssige Mittel laut Konzernbilanz | 4.281.642 | 4.949.899 |
| Anhang (24) | Erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen | |||
| (In Tsd. EUR) | Gezeichnetes Kapital HOCHTIEF Aktiengesellschaft | Kapitalrücklage HOCHTIEF Aktiengesellschaft | Gewinnrücklagen | Neubewertung von leistungsorientierten Plänen |
| Stand 1.1.2020 | 180.856 | 1.711.057 | -702.957 | -356.288 |
| Dividenden | - | - | - | - |
| Ergebnis nach Steuern | - | - | - | - |
| Veränderung aus Währungsumrechnung und Marktbewertung von Finanzinstrumenten | - | - | - | - |
| Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Plänen | - | - | - | -28.969 |
| Gesamtergebnis | - | - | - | -28.969 |
| Einstellung in die Gewinnrücklagen | - | - | 153.666 | - |
| Übrige neutrale Veränderungen * | - | - | -390.926 | - |
| Stand 31.12.2020 | 180.856 | 1.711.057 | -940.217 | -385.257 |
| Stand 1.1.2021 | 180.856 | 1.711.057 | -940.217 | -385.257 |
| Dividenden | - | - | - | - |
| Ergebnis nach Steuern | - | - | - | - |
| Veränderung aus Währungsumrechnung und Marktbewertung von Finanzinstrumenten | - | - | - | - |
| Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Plänen | - | - | - | -3.818 |
| Gesamtergebnis | - | - | - | -3.818 |
| Einstellung in die Gewinnrücklagen | - | - | 82.651 | - |
| Übrige neutrale Veränderungen * | - | 33 | -45.882 | - |
| Stand 31.12.2021 | 180.856 | 1.711.090 | -903.448 | -389.075 |
| Anhang (24) | Erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen | |
| (In Tsd. EUR) | Unterschied aus der Währungsumrechnung | Marktbewertung von Finanzinstrumenten |
| Stand 1.1.2020 | 104.140 | -61.083 |
| Dividenden | - | - |
| Ergebnis nach Steuern | - | - |
| Veränderung aus Währungsumrechnung und Marktbewertung von Finanzinstrumenten | -153.318 | -64.213 |
| Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Plänen | - | - |
| Gesamtergebnis | -153.318 | -64.213 |
| Einstellung in die Gewinnrücklagen | - | - |
| Übrige neutrale Veränderungen * | - | - |
| Stand 31.12.2020 | -49.178 | -125.296 |
| Stand 1.1.2021 | -49.178 | -125.296 |
| Dividenden | - | - |
| Ergebnis nach Steuern | - | - |
| Veränderung aus Währungsumrechnung und Marktbewertung von Finanzinstrumenten | 115.832 | 125.281 |
| Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Plänen | - | - |
| Gesamtergebnis | 115.832 | 125.281 |
| Einstellung in die Gewinnrücklagen | - | - |
| Übrige neutrale Veränderungen * | - | - |
| Stand 31.12.2021 | 66.654 | -15 |
|
Anhang (24)
(In Tsd. EUR) |
Bilanzgewinn | Anteile der HOCHTIEF-Aktionäre | Anteile ohne beherrschenden Einfluss | Summe |
| Stand 1.1.2020 | 409.751 | 1.285.476 | 309.443 | 1.594.919 |
| Dividenden | -405.684 | -405.684 | -39.715 | -445.399 |
| Ergebnis nach Steuern | 427.241 | 427.241 | 154.839 | 582.080 |
| Veränderung aus Währungsumrechnung und Marktbewertung von Finanzinstrumenten | - | -217.531 | -76.358 | -293.889 |
| Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Plänen | - | -28.969 | - | -28.969 |
| Gesamtergebnis | 427.241 | 180.741 | 78.481 | 259.222 |
| Einstellung in die Gewinnrücklagen | -153.666 | - | - | - |
| Übrige neutrale Veränderungen * | - | -390.926 | -55.197 | -446.123 |
| Stand 31.12.2020 | 277.642 | 669.607 | 293.012 | 962.619 |
| Stand 1.1.2021 | 277.642 | 669.607 | 293.012 | 962.619 |
| Dividenden | -267.977 | -267.977 | -164.729 | -432.706 |
| Ergebnis nach Steuern | 207.921 | 207.921 | 80.997 | 288.918 |
| Veränderung aus Währungsumrechnung und Marktbewertung von Finanzinstrumenten | - | 241.113 | 47.844 | 288.957 |
| Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Plänen | - | -3.818 | - | -3.818 |
| Gesamtergebnis | 207.921 | 445.216 | 128.841 | 574.057 |
| Einstellung in die Gewinnrücklagen | -82.651 | - | - | - |
| Übrige neutrale Veränderungen * | - | -45.849 | 27.640 | -18.209 |
| Stand 31.12.2021 | 134.935 | 800.997 | 284.764 | 1.085.761 |
Der Konzernabschluss wird nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Die Bilanzierung im Vorjahr erfolgte nach denselben Grundsätzen.
Neben der Gewinn- und Verlustrechnung, der Gesamtergebnisrechnung, der Bilanz und der Kapitalflussrechnung wird die Entwicklung des Eigenkapitals dargestellt. Die Anhangangaben beinhalten zudem eine Segmentberichterstattung.
Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind verschiedene Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt.
Als eigenständiger börsennotierter Konzern veröffentlicht die HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen, Deutschland, Amtsgericht Essen, Handelsregisternummer HRB 279, ihren Konzernabschluss, der gleichzeitig in den Konzernabschluss der ACS Actividades de Construcción y Servicios, S.A., Madrid, Spanien, (ACS) einbezogen wird. Der Konzernabschluss der HOCHTIEF Aktiengesellschaft wird im Bundesanzeiger, der Konzernabschluss von ACS im Verzeichnis der Comisión Nacional del Mercado de Valores veröffentlicht.
Der vorliegende Abschluss umfasst das Geschäftsjahr 2021 auf Basis der Berichtsperiode vom 1. Januar bis zum 31. Dezember des Jahres.
Der Vorstand der HOCHTIEF Aktiengesellschaft hat diesen Abschluss am 21. Februar 2022 zur Veröffentlichung freigegeben. Die Billigung wird in der Aufsichtsratssitzung am 23. Februar 2022 erfolgen.
Die Covid-19-Pandemie dauert in allen wichtigen Ländern und Regionen der Geschäftstätigkeit von HOCHTIEF an. Da sich die Kunden kontinuierlich auf die Weiterführung des Geschäfts fokussieren und die Bereiche Bau/PPP und Construction-Management/Service in allen betreffenden Ländern als wesentliche Aktivitäten gelten, konnte die operative Fortführung von Projekten gesichert werden.
In Australien kam es im Zuge der staatlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Delta-Virusvariante im dritten Quartal 2021 in den Bundesstaaten New South Wales und Victoria zu vorübergehenden Standortschließungen. Gleiches galt für Neuseeland. In die Finanz- und Ertragslage fließen daher die Auswirkungen der Schließungen auf die Umsatz- und Margenentwicklung ein und sind auch in den aktuellen Finanzprognosen des Konzerns für das Geschäftsjahr berücksichtigt. In den meisten Fällen konnten die pandemiebedingten Kosten an die Kunden weitergegeben oder durch Kostensenkungen aufgefangen werden. Seit dem Ausbruch der Pandemie waren operative Aktivitäten des Konzerns im In- und Ausland betroffen. Das Management überwacht auch weiterhin die mit dem Auftragsportfolio des Konzerns verbundenen Risiken. Zur Maximierung der Resilienz des Geschäfts tragen die steigenden Impfquoten ebenso bei wie die im Konzern inzwischen umgesetzten Kontroll- und Eindämmungsmaßnahmen.
Ungeachtet möglicher zukünftiger Unwägbarkeiten - wie etwa weitere Corona-bedingte Standortschließungen, Lieferengpässe und ungünstige makroökonomische Entwicklungen - fällt der Ausblick für die Kernmärkte des Konzerns nicht zuletzt wegen des soliden Auftragsbestands weiterhin positiv aus. Der Konzern überwacht die pandemiebedingten Risikofaktoren weiterhin engmaschig und berücksichtigt mögliche Auswirkungen auf die Liquiditätslage, die Werthaltigkeit von Vermögenswerten und prognostizierte Auftragskosten.
In den Konzernabschluss einbezogen sind neben der HOCHTIEF Aktiengesellschaft grundsätzlich alle in- und ausländischen Tochterunternehmen, die die HOCHTIEF Aktiengesellschaft unmittelbar oder mittelbar beherrscht. Beherrschung liegt grundsätzlich vor, wenn der HOCHTIEF Aktiengesellschaft die Stimmrechtsmehrheit bei einem Unternehmen zusteht. Dies geht regelmäßig einher mit einer Anteilsmehrheit. Des Weiteren werden zehn Unternehmen (Vorjahr 19 Unternehmen) aufgrund vertraglicher Bestimmungen vollkonsolidiert. Assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert. Sofern die HOCHTIEF Aktiengesellschaft bei Unternehmen über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt, mit den anderen Anteilseignern vertraglich jedoch eine gemeinschaftliche Führung vereinbart wurde, werden diese Unternehmen ebenfalls nach der Equity-Methode einbezogen, sofern diese nicht als gemeinschaftliche Tätigkeit klassifiziert sind.
Soweit Anteile an Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen aus Konzernsicht insgesamt von untergeordneter Bedeutung sind, werden sie nicht konsolidiert und gemäß IFRS 9 bewertet.
Einige in den Konzernabschluss einbezogene Tochterunternehmen machen von Teilen der Befreiungsvorschriften der §§ 264 Abs. 3 beziehungsweise 264b HGB Gebrauch. Eine Liste der diese Befreiungsregelungen in Anspruch nehmenden Gesellschaften findet sich in der Anhangangabe Nr. 42.
Zum 31. Dezember 2021 wurden neben der HOCHTIEF Aktiengesellschaft insgesamt 45 inländische und 308 ausländische Tochterunternehmen im Rahmen der Vollkonsolidierung sowie vier Spezialfonds in den Konzernabschluss einbezogen. Die Anzahl der konsolidierten Unternehmen hat sich gegenüber dem Vorjahr um 22 Gesellschaften vermindert, die Anzahl der konsolidierten Spezialfonds ist unverändert geblieben. Im Inland wurde im Berichtsjahr eine Gesellschaft und im Ausland wurden 19 Gesellschaften erstmals konsolidiert. Die Zugänge entfallen auf die Divisions HOCHTIEF Asia Pacific (16), HOCHTIEF Europe (2), HOCHTIEF Americas (1) und die Konzernzentrale (1). Eine inländische sowie 41 ausländische Gesellschaften sind aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden. Die Abgänge betreffen die Divisions HOCHTIEF Asia Pacific (30), HOCHTIEF Americas (7) und HOCHTIEF Europe (5). Erst- beziehungsweise Entkonsolidierungen erfolgen grundsätzlich zum Zeitpunkt des Anteilserwerbs beziehungsweise der Anteilsveräußerung.
36 Tochterunternehmen von insgesamt untergeordneter Bedeutung für die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns wurden nicht konsolidiert (Vorjahr 33 Tochterunternehmen). Ihr Umsatz machte zusammen weniger als ein Prozent des Konzernumsatzes aus.
Nach der Equity-Methode wurden 14 inländische und 87 ausländische Unternehmen einbezogen. Per Saldo hat sich die Anzahl um 16 Gesellschaften vermindert. Den Zugängen von drei Unternehmen stehen 19 Abgänge gegenüber. Die Zugänge entfallen auf die Division HOCHTIEF Asia Pacific (3). Die Abgänge betreffen die Divisions HOCHTIEF Americas (9), HOCHTIEF Asia Pacific (7) und HOCHTIEF Europe (3). Wegen ihrer insgesamt untergeordneten Bedeutung wurde bei zehn Unternehmen auf die Einbeziehung in den Konzernabschluss auf Basis der Equity-Methode verzichtet.
Zudem werden insgesamt 92 gemeinschaftliche Tätigkeiten anteilig in den Konzernabschluss einbezogen. Sie entfallen auf die Divisions HOCHTIEF Asia Pacific (60), HOCHTIEF Americas (31) und HOCHTIEF Europe (1) (Vorjahr 76 gemeinschaftliche Tätigkeiten).
Am 24. Mai 2021 gab die CIMIC Residential Investments Pty Limited ("CRI"), ein beherrschtes Unternehmen innerhalb des Konzerns, die Absicht bekannt, die bisher nicht gehaltenen, nicht beherrschenden Anteile an Devine zu einem Preis von 0,24 australischen Dollar pro Aktie im Rahmen eines außerbörslichen, unkonditionierten Übernahmeangebots erwerben zu wollen. Am 9. Juli 2021 erhöhte CRI seine Beteiligung an Devine auf 90 Prozent und übte das Recht auf obligatorischen Erwerb der verbleibenden Anteile an Devine aus. Der Kaufpreis belief sich auf insgesamt 15,6 Mio. australische Dollar (9,9 Mio. Euro). Der Erwerb wurde gemäß IFRS 10 als Transaktion mit Anteilseignern erfasst. Die zuvor aufgelaufenen, auf die nicht beherrschenden Anteile entfallenden Verluste in Höhe von 43,8 Mio. Euro wurden den Eigentümern der Muttergesellschaft zugewiesen.
Am 19. November 2021 hat Ventia, ein Gemeinschaftsunternehmen mit Beteiligung des Konzerns und von Fonds, die von verbundenen Unternehmen der Apollo Global Management LLC ("Apollo") verwaltet werden, einen Börsengang an der Australian Securities Exchange abgeschlossen. Hierbei wurden 30 Prozent des Grundkapitals von Ventia an der Börse platziert, wovon 26 Prozent auf die Ausgabe neuer Aktien zur Optimierung der Fremdkapitalstruktur und 4 Prozent auf den Verkauf von Aktien durch die Ventia-Hauptgesellschafter CIMIC und Apollo (jeweils 2 Prozent) entfielen. CIMIC ist an Ventia weiterhin mit 32,8 Prozent beteiligt. Ventia unterliegt nicht mehr der gemeinschaftlichen Führung durch den Konzern. Die Beteiligung war zuvor als Gemeinschaftsunternehmen erfasst worden und wird nun gemäß den Bilanzierungsgrundsätzen des Konzerns als assoziiertes Unternehmen geführt.
Die anteilige Veräußerung führt zu einem Vorsteuergewinn von 60,3 Mio. australischen Dollar (38,2 Mio. Euro).
Die vereinnahmte Gegenleistung belief sich abzüglich Transaktionskosten insgesamt auf 95,0 Mio. australische Dollar (60,2 Mio. Euro) und umfasste auch eine nicht zahlungswirksame Komponente, die dem Gewinn aus der Verwässerung der Konzernbeteiligung an Ventia durch die Ausgabe der neuen Aktien entspricht. Die zahlungswirksame Gegenleistung wurde zum 31. Dezember 2021 vereinnahmt. Der Veräußerungsbuchwert von 33,9 Mio. australischen Dollar (21,5 Mio. Euro) umfasst den Anteil der verkauften Aktien, die vom Konzern gehalten worden waren sowie einen Anteil am Buchwert der Konzernbeteiligung, welcher der aus der Ausgabe der neuen Aktien resultierenden Verwässerung entspricht. Im Rahmen der Transaktion wurden erfolgsneutrale Rücklagen in Höhe von 0,8 Mio. australischen Dollar (0,5 Mio. Euro) recycelt.
Am 31. Dezember 2020 veräußerte der Konzern eine 50-prozentige Beteiligung an dem hundertprozentigen Tochterunternehmen Thiess an von Elliott Advisors (UK) Ltd ("Elliott") beratene Fonds und schloss mit Elliott eine Joint-Venture-Vereinbarung. Da der Konzern keinen beherrschenden Einfluss mehr auf Thiess ausübt, wurde die Transaktion als Veräußerung von kontrollierten Unternehmen und Erwerb einer Beteiligung an einem Gemeinschaftsunternehmen zum 31. Dezember 2020 erfasst. Eine ausführliche Darstellung der Veräußerung findet sich im HOCHTIEF-Konzernbericht 2020 und nachfolgend im Überblick:
| (In Mio. EUR) | |
| Veräußerungsgewinn | |
| Summe der in bar erhaltenen Gegenleistung | 1.432 |
| Nicht zahlungswirksame Gegenleistung | 712 |
| Buchwert Nettovermögen bei Veräußerung | -594 |
| Erfolgswirksame Umgliederung von erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen | -37 |
| Gewinn aus der Veräußerung von beherrschten Unternehmen vor Steuern | 1.513 |
| Transaktionskosten | -163 |
| Nettogewinn aus der Veräußerung von beherrschten Unternehmen vor Steuern | 1.350 |
| Buchwert der Vermögenswerte und Schulden von veräußerten Unternehmen und Geschäftsbereichen | |
| Flüssige Mittel | 80 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen | 521 |
| Vorräte: Verbrauchsmaterialien und Entwicklungsobjekte | 86 |
| Aktive latente Steuern | 36 |
| Sachanlagen | 791 |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 94 |
| Übrige Immaterielle Vermögenswerte | 20 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | -617 |
| Rückstellungen | -91 |
| Leasingverbindlichkeiten | -305 |
| Passive latente Steuern | -8 |
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss | -13 |
| Veräußertes Nettovermögen | 594 |
| Cashflows aus dem Verkauf | |
| Gegenleistung abzüglich Transaktionskosten * | 1.399 |
| Veräußerte flüssige Mittel | -80 |
| Zahlungsmittelzuflüsse (netto) | 1.319 |
Die im Ergebnis und Cashflow des Konzerns enthaltenen Ergebnisse von Thiess für das Vorjahr sind im Folgenden dargestellt.
| (In Mio. EUR) | 2020 |
| Periodenergebnis von Thiess | |
| Umsatzerlöse | 2.177 |
| Aufwendungen | -1.842 |
| Nettofinanzaufwendungen | -17 |
| Gewinn- und Verlustanteile an assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen | 1 |
| Ergebnis vor Steuern vor Ergebnis aus Verkauf von Thiess | 319 |
| Ergebnis aus dem Verkauf von Vermögenswerten von Thiess | 1.350 |
| Ergebnis vor Steuern | 1.669 |
| Ertragsteuern vor dem Verkauf von Vermögenswerten von Thiess | -80 |
| Ertragsteuern aus dem Verkauf von Vermögenswerten von Thiess | -408 |
| Ertragsteuern von Thiess | -488 |
| Ergebnis nach Steuern von Thiess | 1.181 |
| davon: Anteile ohne beherrschenden Einfluss | 257 |
| davon: Anteile der HOCHTIEF-Aktionäre (Konzerngewinn) | 924 |
| Cashflows von Thiess | |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 69 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -245 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | 135 |
| Cashflow von Thiess | -41 |
Am 15. Februar 2021 gab CIMIC die Unterzeichnung eines Kaufvertrags mit SALD Investment LLC ("SALD") über den Verkauf der von CIMIC gehaltenen Beteiligung im Mittleren Osten bekannt. SALD, eine privatwirtschaftliche Investmentgesellschaft mit Sitz in den Vereinigten Arabischen Emiraten, wird die 45-prozentige Beteiligung von CIMIC an BICC zum Nominalwert erwerben. Auch die verbleibenden, im Besitz des CIMIC-Mitgesellschafters befindlichen 55 Prozent an BICC wird SALD ebenfalls zu einem Nominalbetrag erwerben. Der Verkauf deckt alle Beteiligungen von CIMIC im Mittleren Osten ab. Nach Abschluss der Transaktion werden sich alle Unternehmensteile von BICC in den Vereinigten Arabischen Emiraten, in Katar, in Oman und in Saudi-Arabien im Eigentum von SALD befinden.
Der Vollzug der Vereinbarung über den Beteiligungserwerb steht noch aus. Er steht unter dem Vorbehalt der Erfüllung bestimmter Vorbedingungen sowie der Erteilung aller erforderlichen Genehmigungen. In einem ersten Schritt wurden die Vertreter von CIMIC im Management am 17. Mai 2021 von Vertretern von SALD abgelöst. Zudem wurde SALD zur Führung des Unternehmens bevollmächtigt. Der Verkauf des Geschäfts in Katar wurde mit der Übertragung der Anteile abgeschlossen.
CIMIC hat mit dem Käufer vereinbart, Mittel in bestimmter Höhe in BICC einzubringen. Dennoch führt die Transaktion nicht zu einer Erhöhung des Finanzengagements von CIMIC im Mittleren Osten. Im Berichtszeitraum bis zum 31. Dezember 2021 wurde ein Betrag in Höhe von 84,5 Mio. australischen Dollar (53,5 Mio. Euro) für Finanzgarantien und sonstige Aufwendungen von CIMIC gemäß ergänztem Kaufvertrag gezahlt. Diese Beträge waren als Finanzverbindlichkeit sowie weitere Verbindlichkeiten im Abschluss zum 31. Dezember 2020 bereits erfasst.
Das gemäß IFRS 5 zum 31. Dezember 2020 als aufgegebener Geschäftsbereich klassifizierte Tochterunternehmen BICC (Segment: HOCHTIEF Asia Pacific) wurde im Jahr 2021 aufgrund des Verlusts der Kontrolle entkonsolidiert.
Die Buchwerte der Vermögenswerte und Schulden von zum 14. Februar 2021 veräußerten Unternehmen und Geschäftsbereichen stellen sich wie folgt dar:
| (In Mio. EUR) | 14.02.2021 | 31.12.2020 |
| Langfristige Vermögenswerte | ||
| Immaterielle Vermögenswerte | 89 | 89 |
| Sachanlagen | - | 1 |
| Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien | 14 | 14 |
| 103 | 104 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 695 | 724 |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | 798 | 828 |
| Langfristige Schulden | ||
| Rückstellungen | 11 | 11 |
| Finanzverbindlichkeiten | 1 | 1 |
| 12 | 12 | |
| Kurzfristige Schulden | 799 | 825 |
| Mit den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten verbundene Schulden | 811 | 837 |
Das Veräußerungsergebnis beträgt 0 Euro, denn die mit dem Unternehmen verbundenen Risiken waren bereits in den vorhergehenden Jahren ausgewiesen worden (Summe der in bar erhaltenen Gegenleistung: 0 Euro; Summe der erhaltenen nicht zahlungswirksamen Gegenleistung: 0 Euro; auf HOCHTIEF entfallender Buchwert bei Veräußerung: -20 Mio. Euro; erfolgswirksame Umgliederung von erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen: 20 Mio. Euro; Transaktionskosten: 0 Euro). Die mitveräußerten flüssigen Mittel belaufen sich auf insgesamt 11 Mio. Euro, was zu Liquiditätsabflüssen in identischer Höhe führt.
Das Ergebnis und die Aufwendungen sowie die Cashflows von zum 14. Februar 2021 veräußerten Unternehmen und Geschäftsbereichen stellen sich wie folgt dar:
| (In Mio. EUR) | 01.01.- 14.02.2021 | 01.01.- 31.12.2020 |
| Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten | ||
| Umsatzerlöse | 10 | 139 |
| Laufende Aufwendungen | -14 | -59 |
| Finanzergebnis | - | -48 |
| Gewinn- und Verlustanteile an assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen | - | - |
| Ergebnis vor Steuern | -4 | 32 |
| Ertragsteuern | - | - |
| Ergebnis nach Steuern - nicht fortgeführte Aktivitäten * | -4 | 32 |
| Cashflows aus nicht fortgeführten Aktivitäten | ||
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | -18 | -35 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -11 | - |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | 14 | 10 |
| Cashflow aus nicht fortgeführten Aktivitäten | -15 | -25 |
Zum 31. Dezember 2021 war zusätzlich ein kumulierter Betrag in Höhe von 0 Euro (Vorjahr -31 Mio. Euro, davon HOCHTIEF-Anteil -20 Mio. Euro) erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte in Höhe von 28,4 Mio. Euro (Vorjahr 828,5 Mio. Euro) beziehen sich auf die 15-prozentige Konzernbeteiligung an der Wellington Gateway Partnership No.1 Limited und der Wellington Gateway General Partner No.1 Limited mit Sitz in Neuseeland, wobei die Veräußerungsmodalitäten bereits vereinbart wurden und noch unter dem Vorbehalt der Finalisierung stehen. Dementsprechend wurde die Beteiligung neu als "zur Veräußerung gehalten" erfasst, denn HOCHTIEF geht von einer Realisierung des Wertes innerhalb von 12 Monaten aus.
Der Vorjahreswert in Höhe von 828,5 Mio. Euro entfällt vollständig auf BICC. Wie oben dargestellt steht der Abschluss der Vereinbarung über den Erwerb der 45-prozentigen Beteiligung von CIMIC an BICC durch SALD unter dem Vorbehalt der Erfüllung bestimmter Vorbedingungen sowie der Erteilung aller erforderlichen Genehmigungen. Die Beteiligten arbeiten weiterhin gemeinsam an der Erfüllung der verbleibenden Vorbedingungen und der Einholung aller erforderlichen Genehmigungen. Die Beteiligung hat einen Buchwert von 0 Euro.
Die in die Konsolidierung einbezogenen Abschlüsse der in- und ausländischen Unternehmen werden nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Alle Unternehmenszusammenschlüsse werden nach der Erwerbsmethode bilanziert. Dementsprechend erfolgt die Kapitalkonsolidierung im Erwerbszeitpunkt durch Verrechnung der Kaufpreise mit dem neu bewerteten Nettovermögen des jeweiligen Tochterunternehmens. Im Zusammenhang mit dem Erwerb angefallene Transaktionskosten werden direkt als Aufwand erfasst. Die ansatzfähigen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden des jeweiligen Tochterunternehmens werden dabei mit ihren vollen beizulegenden Zeitwerten angesetzt, unabhängig von der Höhe eines eventuellen Minderheitenanteils. Die Bewertung der nicht beherrschenden Anteile an dem erworbenen Unternehmen erfolgt entsprechend dem Wahlrecht im IFRS 3 zum Erwerbszeitpunkt entweder zum beizulegenden Zeitwert oder zum entsprechenden Anteil der gegenwärtigen Eigentumsinstrumente an den für das identifizierbare Nettovermögen des erworbenen Unternehmens angesetzten Beträgen. Immaterielle Vermögenswerte sind gesondert vom Geschäfts- oder Firmenwert zu bilanzieren, wenn sie vom Unternehmen trennbar sind oder sich aus einem vertraglichen oder einem anderen Recht ergeben. Verbleibende aktive Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- oder Firmenwerte aktiviert. Aktivierte Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern einmal jährlich sowie zusätzlich bei Vorliegen von Indikatoren, die auf eine mögliche Wertminderung des Buchwerts hindeuten, einem Werthaltigkeitstest gemäß IAS 36 unterzogen. Negative Unterschiedsbeträge aus der Erstkonsolidierung werden im Zeitpunkt ihrer Entstehung ertragswirksam erfasst. Im Rahmen der Entkonsolidierung einer Gesellschaft wird ein anteiliger Geschäfts- oder Firmenwert der veräußernden Division bei der Berechnung des Abgangserfolgs berücksichtigt.
Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Unternehmen werden eliminiert. Zwischenergebnisse werden herausgerechnet, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind. In Einzelabschlüssen vorgenommene Wertminderungen auf Anteile an einbezogenen Unternehmen werden zurückgenommen.
Die gleichen Konsolidierungsgrundsätze gelten auch für die at Equity bilanzierten Finanzanlagen. Sie umfassen sowohl die assoziierten Unternehmen als auch die Gemeinschaftsunternehmen des Konzerns. Ein verbleibender Unterschiedsbetrag ist als Geschäfts- oder Firmenwert im Beteiligungsansatz enthalten. Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Anwendung der Equity-Methode werden ebenfalls nicht planmäßig abgeschrieben. Wertminderungen des Equity-Buchwerts werden in den Gewinn- und Verlustanteilen an assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bewertet werden, ausgewiesen. Die Abschlüsse aller nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen werden nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt.
Für die Währungsumrechnung der wesentlichen ausländischen Konzerngesellschaften wurden folgende Wechselkurse zugrunde gelegt:
| Jahresdurchschnitt | Bilanzstichtag | |||
| (In EUR) | 2021 | 2020 | 2021 | 2020 |
| 1 US-Dollar (USD) | 0,85 | 0,87 | 0,88 | 0,81 |
| 1 australischer Dollar (AUD) | 0,63 | 0,60 | 0,64 | 0,63 |
| 1 britisches Pfund (GBP) | 1,16 | 1,12 | 1,19 | 1,11 |
| 100 polnische Zloty (PLN) | 21,87 | 22,38 | 21,75 | 21,93 |
| 100 tschechische Kronen (CZK) | 3,90 | 3,77 | 4,02 | 3,81 |
| 100 chilenische Pesos (CLP) | 0,11 | 0,11 | 0,10 | 0,12 |
In den Einzelabschlüssen der Gesellschaften werden Geschäftsvorfälle in fremder Währung mit dem Tagesmittelkurs zum Zeitpunkt der Ersteinbuchung bewertet. Bis zum Bilanzstichtag eingetretene Kursgewinne und -verluste aus der Bewertung monetärer Aktiva und Passiva in fremder Währung werden zu Tagesmittelkursen am Bilanzstichtag ergebniswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen beziehungsweise Aufwendungen berücksichtigt. Sofern es sich um Währungsumrechnungsdifferenzen handelt, die sich aus einer Nettoinvestition in eine ausländische Gesellschaft ergeben, werden sie bis zur Veräußerung der Gesellschaft in den erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen erfasst. Hierzu zählen beispielsweise in Fremdwährung notierte Forderungen gegenüber vollkonsolidierten Konzerngesellschaften, deren Rückzahlung in absehbarer Zeit weder geplant noch wahrscheinlich ist und die damit Eigenkapitalcharakter aufweisen.
Als Umrechnungsverfahren für die Abschlüsse ausländischer Gesellschaften wird die funktionale Währungsumrechnung angewendet. Im Konzernabschluss erfolgt die Umrechnung der Bilanzposten aller ausländischen Gesellschaften von der jeweiligen Landeswährung in Euro entsprechend den amtlichen Vorschriften zu Tagesmittelkursen am Bilanzstichtag, da die in den Konzernabschluss einbezogenen Auslandsgesellschaften ihr Geschäft selbstständig in ihrer Landeswährung betreiben. Bei der Umrechnung der Eigenkapitalfortschreibung von ausländischen Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, wird entsprechend vorgegangen. Differenzen gegenüber der Vorjahresumrechnung werden in den erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen erfasst und erst bei Veräußerung der Beteiligung erfolgswirksam realisiert. Geschäfts- oder Firmenwerte werden als Vermögenswerte der wirtschaftlich selbstständigen ausländischen Teileinheit mit dem Stichtagskurs umgerechnet. Die Umrechnung von Aufwands- und Ertragsposten erfolgt mit Jahresdurchschnittskursen.
Umsatzerlöse werden im HOCHTIEF-Konzern nach Abzug von Umsatzsteuer und anderen Steuern sowie gekürzt um erwartete Erlösminderungen, wie Skonti, Boni und Rabatte, ausgewiesen. Umsatzerlöse aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen sowie Construction-Management- und Serviceverträgen werden in Übereinstimmung mit den nachfolgend genannten Regelungen vereinnahmt.
Die Ausgestaltung von kundenspezifischen Fertigungsaufträgen basiert im HOCHTIEF-Konzern hauptsächlich auf Projekten (Verträgen) mit nur einer Leistungsverpflichtung. Im Allgemeinen beinhalten Verträge verschiedene miteinander verbundene Aktivitäten, die im Rahmen des Bauprozesses erforderlich sind. Die erbrachte Leistung einschließlich des anteiligen Ergebnisses wird in der Regel zeitraumbezogen in den Umsatzerlösen ausgewiesen. Der Projektfortschritt wird im Wesentlichen mithilfe der inputbasierten Methode (Cost-to-Cost-Methode) ermittelt.
In Abhängigkeit vom Verhältnis zwischen der Leistungserbringung des HOCHTIEF-Konzerns und der Zahlung des Kunden erfolgt der Ausweis der Aufträge als Vertragsvermögenswert unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen oder als Vertragsverbindlichkeit unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Soweit die kumulierte Vertragsleistung (Auftragskosten und Auftragsergebnis) die Anzahlungen im Einzelfall übersteigt, erfolgt der Ausweis der Fertigungsaufträge aktivisch unter den Vertragsvermögenswerten. Verbleibt nach Abzug der Anzahlung ein negativer Saldo, wird dieser als Verpflichtung aus Fertigungsaufträgen passivisch unter den Vertragsverbindlichkeiten ausgewiesen. Die saldierte Darstellung erfolgt dabei auf projektbezogener Ebene. Vertragsvermögenswerte werden innerhalb eines Geschäftszyklus des HOCHTIEF-Konzerns realisiert. Daher erfolgt ihr Ausweis gemäß IAS 1 unter den kurzfristigen Vermögenswerten, auch wenn sich die Realisierung der gesamten Forderung beziehungsweise die Durchführung eines Fertigungsauftrags über einen längeren Zeitraum als ein Jahr erstreckt. Bereits in Rechnung gestellte Teilleistungen werden als Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bilanziert.
Als Auftragserlöse werden vertragliche Erlöse sowie Vertragsmodifikationen in Übereinstimmung mit IFRS 15 angesetzt. Derartige Modifikationen umfassen auch Nachträge, die im Rahmen der Umsatzerlöse Berücksichtigung finden, soweit durchsetzbare Ansprüche gegeben sind. Nachträge, können in branchenüblichen Vertragsklauseln zum Anspruch auf Vergütung für eine eigenmächtige, aber notwendige Leistungserbringung, bestehen (beispielweise bei unvorhergesehenen Ereignissen) oder zum Anspruch auf Mehrkostenerstattung bei Verschuldung durch den Auftraggeber (beispielweise bei Störungen im Bauablauf). Durchsetzbare Ansprüche sind entweder durch den Kunden ausdrücklich anerkannt oder es erfolgt eine Einschätzung darüber, ob eine Anspruchsgrundlage gegenüber dem Kunden besteht. Sofern ermessensbehaftet die Beurteilung erfolgt, wird der dadurch gerechtfertigte Mehrerlös geschätzt. Bei der Ermittlung derartiger Erlöse werden die Grundsätze für die Bilanzierung von Verträgen mit variabler Gegenleistung angewendet. Ein erfahrungsbasiert ermittelter Erwartungswert, der bereits zukünftige Preisnachlässe/ Rabatte berücksichtigt, wird zusätzlich durch die Regeln zur Berücksichtigung von Beschränkungen auf einen Betrag gekürzt, von dem hochwahrscheinlich ausgegangen werden kann, dass es zu keiner signifikanten Stornierung kommt. Werden Änderungen der Vertragsgestaltung oder der Vertragsbedingungen vereinbart, erfolgt eine entsprechende Anpassung des Transaktionspreises.
Erlöse aus Construction-Management- und aus Serviceverträgen ergeben sich aus Instandhaltungs- und sonstigen Dienstleistungen, die unterschiedliche Leistungen und Prozesse beinhalten können. Wenn unterschiedliche Dienstleistungen eng miteinander verbunden sind, stellen sie eine einzelne Leistungsverpflichtung dar und werden über einen bestimmten Zeitraum erfüllt. Dementsprechend werden die zugehörigen Erlöse im HOCHTIEF-Konzern zeitraumbezogen anhand des Fertigstellungsgrads erfasst, der im Wesentlichen mithilfe der inputbasierten Methode (Cost-to-Cost-Methode) ermittelt wird. Analog zu Erlösen aus Fertigungsaufträgen bestehen auch hier Anreize, Nachträge und Vertragsänderungen, die derselben Anforderung unterliegen. Somit werden nur solche Erlöse ausgewiesen, bei denen es hochwahrscheinlich ist, dass es nicht zu einer signifikanten Stornierung kommen wird.
Auftragskosten, die im Rahmen einer Ausschreibung anfallen, werden dann aktiviert, wenn zum einen davon ausgegangen werden kann, dass sie abrechenbar sind, und sie zum anderen entweder bei einer ausbleibenden Auftragsvergabe nicht angefallen wären oder projektimmanent sind.
Vor Vertragsbeginn anfallende Kosten (Kosten der Vertragserfüllung) können durch Mobilisierungs-/ Baustelleneinrichtungskosten, Machbarkeits-/ Umweltverträglichkeitsstudien und Vorentwurfstätigkeiten entstehen, da es sich hierbei um Kosten handelt, die zur Erfüllung eines Vertrags anfallen. Soweit ein Ausgleich dieser Kosten erwartet wird, werden sie aktiviert und in Abhängigkeit von der Übertragung der Dienstleistung auf den Kunden über die Vertragslaufzeit abgeschrieben. Soweit die Kosten ganz oder teilweise durch den Kunden erstattet werden, wird der erhaltene Betrag abgegrenzt, den Leistungsverpflichtungen im Rahmen des Vertrags zugeordnet und über die Laufzeit des Vertrags als Erlös erfasst.
Der HOCHTIEF-Konzern hat keine Verträge, bei denen der Zeitraum bis zur Übertragung der versprochenen Waren oder Dienstleistungen auf den Kunden eine Finanzierungskomponente darstellt. Infolgedessen passt der Konzern in der Regel keinen der Transaktionspreise um den Zeitwert des Geldes an.
Im Allgemeinen beinhalten Bau- und Dienstleistungsverträge Mängel- und Gewährleistungsfristen im Anschluss an die Fertigstellung des Projekts. Diese Verpflichtungen werden nicht als separate Leistungsverpflichtungen betrachtet und daher geschätzt in die Gesamtkosten der Verträge einbezogen. Soweit erforderlich, werden Beträge im Einklang mit IAS 37 unter den Rückstellungen erfasst.
Für belastende Verträge wird gemäß IAS 37 eine Drohverlustrückstellung gebildet, und zwar für den Unterschiedsbetrag zwischen den erwarteten Kosten für die Erfüllung eines Vertrags und dem Transaktionspreis, wenn die prognostizierten Kosten höher sind als die prognostizierten Erlöse.
Immaterielle Vermögenswerte werden mit den fortgeführten Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten bilanziert. Sämtliche immateriellen Vermögenswerte mit Ausnahme der bei Erstkonsolidierung aktivierten Firmennamen sowie der Geschäfts- oder Firmenwerte weisen eine bestimmbare Nutzungsdauer auf. Sie enthalten Konzessionen und sonstige Nutzungsrechte, deren Nutzungsdauer bis zu 30 Jahre beträgt. Diese werden entsprechend ihrem wirtschaftlichen Nutzungsverlauf abgeschrieben. Darüber hinaus betreffen sie künftige Ergebnisse aus im Zusammenhang mit Unternehmenskäufen erworbenen Auftragsbeständen, die entsprechend der Abrechnung der Aufträge erfolgswirksam verteilt werden. Ebenfalls zählen dazu Software für kaufmännische und technische Anwendungen, die linear über drei bis fünf Jahre abgeschrieben wird, sowie Rechte aus verschiedenen Finanzierungsvereinbarungen mit Kreditinstituten, die über Vertragslaufzeiten von bis zu sieben Jahren ergebniswirksam verteilt werden. Die Nutzungsdauern und die Abschreibungsmethoden werden jedes Jahr überprüft.
Firmennamen und Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern einmal jährlich sowie zusätzlich bei Vorliegen von Indikatoren, die auf eine mögliche Wertminderung hindeuten, einem Werthaltigkeitstest nach IAS 36 unterzogen. Die in den Divisions HOCHTIEF Americas und HOCHTIEF Asia Pacific bilanzierten Firmennamen wurden als immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmbarer Nutzungsdauer eingestuft, da sie weder einen Produktlebenszyklus haben noch einer technischen, technologischen oder kommerziellen Abnutzung sowie anderen Restriktionen unterliegen.
Aktivierte Entwicklungskosten werden innerhalb der immateriellen Vermögenswerte ausgewiesen und linear über fünf Jahre abgeschrieben.
Sachanlagen werden mit den fortgeführten Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten bilanziert. Als Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten werden nur diejenigen Kosten aktiviert, die der Sachanlage direkt zugerechnet werden können. Fremdkapitalkosten werden als Teil der Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten aktiviert, sofern es sich bei der Sachanlage um einen qualifizierten Vermögenswert handelt. Sachanlagen werden grundsätzlich linear abgeschrieben. Abweichend davon erfolgt im Bereich Ressourcen-Dienstleistungen die Abschreibung überwiegend leistungsbezogen.
Die planmäßigen linearen Abschreibungen für unsere unternehmenstypischen Anlagen werden nach folgenden konzerneinheitlichen Nutzungsdauern bemessen:
| Jahre | |
| Gebäude / Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 20 bis 50 |
| Technische Anlagen und Maschinen, Transportgeräte | 3 bis 10 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3 bis 8 |
| Nutzungsrechte | 2 bis 70 |
Die Nutzungsdauern und die Abschreibungsmethoden werden jedes Jahr überprüft.
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (Investment Properties) werden zu fortgeführten Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten bilanziert. In die erstmalige Bewertung werden Transaktionskosten einbezogen. Der beizulegende Zeitwert dieser Immobilien wird gesondert angegeben. Er wird nach international anerkannten Bewertungsmethoden - wie durch die Ableitung aus dem aktuellen Marktpreis vergleichbarer Immobilien oder mithilfe der Discounted-Cashflow-Methode - ermittelt. Wie das Sachanlagevermögen, werden auch die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien grundsätzlich linear abgeschrieben.
Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte (einschließlich der Geschäfts- oder Firmenwerte) und auf Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden erfasst, wenn der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts dessen Buchwert unterschreitet. Der erzielbare Betrag ist grundsätzlich der höhere der beiden Werte aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert eines einzelnen Vermögenswerts oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Im Rahmen der Werthaltigkeitsprüfung kann es erforderlich sein, Vermögenswerte und gegebenenfalls Schulden zu zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zusammenzufassen. Für Zwecke des Goodwill-Werthaltigkeitstests entsprechen die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten den HOCHTIEF-Divisions in der Segmentberichterstattung. Ist ein Vermögenswert Teil einer selbstständigen zahlungsmittelgenerierenden Einheit, wird die Wertminderung auf der Basis des erzielbaren Betrags dieser Einheit ermittelt. Wurde einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet und übersteigt der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit deren erzielbaren Betrag, wird zunächst der zugeordnete Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe des Differenzbetrags aus erzielbarem Betrag und Buchwert wertgemindert. Übersteigt der Abwertungsbedarf den zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwert, werden die Buchwerte der übrigen Vermögenswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheit grundsätzlich anteilig auf Basis ihrer einzelnen Buchwerte reduziert. Wenn der Grund für eine früher vorgenommene Wertminderung entfallen ist, wird mit Ausnahme von Geschäfts- oder Firmenwerten eine Zuschreibung auf die fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen.
Eine gemeinsame Vereinbarung ist ein Arrangement, bei dem zwei oder mehr Parteien gemeinschaftlich die Führung ausüben. Bei den daran beteiligten Parteien ist die Art der gemeinsamen Vereinbarung mittels der Beurteilung ihrer Rechte und Verpflichtungen entweder als gemeinschaftliche Tätigkeit (Joint Operation) oder als Gemeinschaftsunternehmen (Joint Venture) zu beurteilen. Bei einer gemeinschaftlichen Tätigkeit haben die Parteien unmittelbare Rechte an den der Vereinbarung zuzurechnenden Vermögenswerten und Verpflichtungen hinsichtlich deren Schulden. Dabei bilanziert jede Partei die Vermögenswerte, Schulden, Aufwendungen und Erlöse sowie ihren Anteil an vorgenannten gemeinschaftlich gehaltenen beziehungsweise eingegangenen Posten anteilig entsprechend den Rechten und Verpflichtungen des HOCHTIEF-Konzerns. Im Gegensatz dazu erfasst jede Partei bei einem Gemeinschaftsunternehmen, bei dem Rechte am Nettovermögen bestehen, ihren Anteil an diesem Unternehmen nach der Equity-Methode.
At Equity bilanzierte Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten, die sich in das erworbene anteilige Eigenkapital des assoziierten Unternehmens beziehungsweise Gemeinschaftsunternehmens sowie gegebenenfalls Geschäfts- oder Firmenwerte aufteilen, bilanziert. Der Buchwert wird jährlich um die anteiligen Nachsteuerergebnisse, ausgeschütteten Dividenden und sonstigen Eigenkapitalveränderungen erhöht beziehungsweise vermindert. Der gesamte Equity-Buchwert wird bei Vorliegen von Indikatoren, die auf eine mögliche Wertminderung hindeuten, einem Werthaltigkeitstest nach IAS 36 unterzogen. Unterschreitet der erzielbare Betrag den Buchwert einer at Equity bilanzierten Finanzanlage, erfolgt eine Wertminderung in Höhe des Differenzbetrags. Spätere Wertaufholungen werden erfolgswirksam erfasst.
Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen liegen vor, wenn seitens der öffentlichen Hand beauftragt wird, die Finanzierung, Planung, Entwicklung, Erstellung oder Erweiterung und das Betreiben sowie die Instandhaltung einer Infrastruktur durchzuführen, mit der eine öffentliche Aufgabe erfüllt wird (wie zum Beispiel Straßen, Brücken, Tunnel, Schulen etc.). Für die während der Dauer der Vereinbarung erbrachten Dienstleistungen erhält HOCHTIEF als Betreiber ein Entgelt. Die typische Dauer von Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen beträgt bis zu 30 Jahre. Die Gegenleistung der öffentlichen Hand für die erbrachte Leistung kann aus Sicht von HOCHTIEF in Ansprüchen auf einen finanziellen oder immateriellen Vermögenswert bestehen. Entscheidendes Kriterium für den Ansatz eines finanziellen oder eines immateriellen Vermögenswerts ist das Nachfragerisiko des erhaltenen Entgelts.
Latente Steuern werden aus temporären Differenzen zwischen IFRS-Bilanz und steuerlicher Basis der Einzelgesellschaften, aus Konsolidierungsvorgängen und aus der erwarteten Nutzung bestehender Zins- und Verlustvorträge angesetzt. Ausnahmen hierzu stellen die Ansatzverbote einer latenten Steuerschuld aus dem erstmaligen Ansatz des Geschäfts- oder Firmenwerts sowie im Rahmen der Initial Recognition Exception. Aktive latente Steuern aus temporären Differenzen sowie aus der erwarteten Nutzung bestehender Zins- und Verlustvorträge in Folgejahren werden nur insoweit gebildet, als deren Realisierung mit ausreichender Sicherheit gewährleistet ist. Aktive und passive latente Steuern werden je Gesellschaft beziehungsweise Steuergruppe und Steuerart miteinander saldiert. Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten beziehungsweise erwartet werden. Diese liegen im Wesentlichen in einer Bandbreite von 10 Prozent bis 35 Prozent. Im Inland wird unter Berücksichtigung des Körperschaftsteuersatzes, des Solidaritätszuschlags sowie des konzerndurchschnittlichen Gewerbesteuersatzes unverändert gegenüber dem Vorjahr ein Steuersatz von 31,5 Prozent zugrunde gelegt. Veränderungen der aktiven und passiven latenten Steuern spiegeln sich grundsätzlich erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung wider. Eine Ausnahme hiervon stellen die im sonstigen Ergebnis oder erfolgsneutral direkt im Eigenkapital vorzunehmenden Veränderungen dar. Im Übrigen werden die zum Bilanzstichtag gültigen beziehungsweise verabschiedeten steuerlichen Vorschriften zur Bewertung der latenten Steuern angewandt.
Die Vorräte werden zu Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen produktionsbezogene Vollkosten. Im Einzelnen enthalten die Herstellungskosten neben den direkt zurechenbaren Kosten angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich fertigungsbedingter Abschreibungen. Sofern Gegenstände des Vorratsvermögens einen qualifizierten Vermögenswert darstellen, werden Fremdkapitalkosten als Teil der Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten aktiviert. Zur Ermittlung des Bilanzansatzes von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen werden überwiegend das First-in-first-out-Verfahren sowie die Methode des gleitenden Durchschnitts angewendet. Niedrigere Werte am Abschlussstichtag aufgrund gesunkener Nettoveräußerungswerte werden angesetzt. Soweit bei früher abgewerteten Vorräten der Nettoveräußerungswert gestiegen ist, wird die daraus resultierende, zwingend vorzunehmende Wertaufholung als Minderung des Materialaufwands erfasst.
Flüssige Mittel bestehen als Kassenbestände, Guthaben bei Kreditinstituten und kurzfristig veräußerbare Wertpapiere mit einer Restlaufzeit bei Erwerb von bis zu drei Monaten, die nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen.
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte sowie diesen zugehörige Schulden werden nach IFRS 5 bewertet und gesondert als kurzfristig ausgewiesen. Als "Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte" gelten Vermögenswerte, die in ihrem gegenwärtigen Zustand sofort veräußerbar sind und deren Veräußerung hochwahrscheinlich ist. Dabei kann es sich um einzelne langfristige Vermögenswerte, um zur Veräußerung stehende Gruppen von Vermögenswerten (Veräußerungsgruppen) oder um aufgegebene Geschäftsbereiche handeln. Ein derartiger Geschäftsbereich liegt vor, wenn der nicht fortzuführende Unternehmensbestandteil entweder einen separaten wesentlichen Geschäftszweig beziehungsweise einen geografischen Geschäftsbereich darstellt und Teil eines einzelnen, abgestimmten Plans zur Veräußerung eines gesonderten wesentlichen Geschäftszweigs beziehungsweise eines geografischen Geschäftsbereichs ist oder es sich um ein Tochterunternehmen handelt, das ausschließlich mit der Absicht zur Weiterveräußerung erworben wurde. Schulden, die zusammen mit Vermögenswerten in einer Transaktion abgegeben werden sollen, sind Bestandteil einer Veräußerungsgruppe beziehungsweise eines aufgegebenen Geschäftsbereichs. Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte werden nicht mehr planmäßig abgeschrieben und sind zum niedrigeren Wert aus ihrem Buchwert und ihrem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten anzusetzen. Gewinne oder Verluste aus der Bewertung einzelner zur Veräußerung gehaltener Vermögenswerte und von Veräußerungsgruppen werden bis zu deren endgültiger Veräußerung im Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Dagegen erfolgt der Ausweis von Gewinnen oder Verlusten aus der Bewertung von aufgegebenen Geschäftsbereichen mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten ebenso wie die Ergebnisse aus der Geschäftstätigkeit beziehungsweise aus der Veräußerung dieser Geschäftsbereiche separat als Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten in der Gewinn- und Verlustrechnung.
Aktienbasierte Vergütungen werden nach IFRS 2 bewertet. Die aktienbasierten Vergütungsprogramme werden konzernweit als aktienbasierte Vergütungen mit Barausgleich bilanziert. Die Rückstellungen für Verpflichtungen aus den Long-Term-Incentive-Plänen wurden in Höhe des zu erwartenden Aufwands gebildet, wobei dieser ratierlich über die festgelegte Wartezeit verteilt wird beziehungsweise wurde. Der beizulegende Zeitwert der Optionen wird mithilfe anerkannter finanzwirtschaftlicher Modelle bestimmt. Dabei erfolgt die Bewertung der Pläne auf der Grundlage des von Black/ Scholes entwickelten Optionsbewertungsmodells. Zur Lösung des bei den genannten Plänen vorliegenden spezifischen Bewertungsproblems werden die Verfahren der Binomialbäume verwendet. Die Berechnungen wurden von einem externen Gutachter vorgenommen.
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden für Verpflichtungen aus Anwartschaften und laufenden Leistungen an aktive und ehemalige Mitarbeitende und deren Hinterbliebene gebildet. Die Verpflichtungen beziehen sich insbesondere auf Ruhegelder, teils als Grund-, teils als Zusatzversorgung. Die individuellen Zusagen basieren auf länderspezifisch unterschiedlichen Leistungen; sie bemessen sich in der Regel nach der Dauer der Betriebszugehörigkeit und der Vergütung der Mitarbeitenden. Aufgrund ihres Versorgungscharakters werden die Verpflichtungen der Turner-Gruppe für die Krankheitskosten der Mitarbeitenden nach deren Eintritt in den Ruhestand ebenfalls unter den Pensionsrückstellungen ausgewiesen. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) berechnet. Bei diesem Verfahren werden nicht nur die am Stichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftig zu erwartende Steigerungen von Gehältern und Renten berücksichtigt. Bei der Turner-Gruppe werden zusätzlich die künftig zu erwartenden Steigerungen der Gesundheitskosten einbezogen. Die Berechnung basiert auf versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung biometrischer Rechnungsgrundlagen. Planvermögen im Sinne von IAS 19 wird offen von den Pensionsverpflichtungen abgesetzt. Zum Planvermögen zählen an Pensionsfonds zur Erfüllung der Pensionsverpflichtungen übertragene Vermögenswerte, im Rahmen der Entgeltumwandlung der Mitarbeitenden (Deferred Compensation) erworbene Fondsanteile sowie qualifizierte Versicherungspolicen in Form von verpfändeten Rückdeckungsversicherungen. Übersteigt der beizulegende Zeitwert des Planvermögens den Barwert der Versorgungsansprüche, so wird der Differenzbetrag unter den langfristigen sonstigen Vermögenswerten ausgewiesen, soweit keine Vermögenswertbegrenzung nach IAS 19 vorliegt.
Neubewertungen aus leistungsorientierten Pensionsplänen werden im Jahr ihres Entstehens erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet. Der Dienstzeitaufwand wird im Personalaufwand ausgewiesen und die Nettozinskomponente, bestehend aus dem Zinsanteil der Verpflichtungszuführung, vermindert um die erwarteten Erträge des Planvermögens (jeweils mit dem Abzinsungsfaktor der Pensionsverpflichtungen berechnet), im Finanzergebnis erfasst.
Alle sonstigen Rückstellungen berücksichtigen sämtliche am Bilanzstichtag gegenwärtigen Verpflichtungen, die auf vergangenen Ereignissen beruhen und deren Höhe und/ oder Fälligkeit unsicher sind. Die Rückstellungen werden auf Basis der bestmöglichen Schätzung passiviert, das heißt unter der Berücksichtigung von Preis- und Kostensteigerungen und nicht mit Erstattungsansprüchen saldiert. Rückstellungen werden nur gebildet, wenn ihnen eine rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Dritten zugrunde liegt. Langfristige Rückstellungen werden bei einer wesentlichen Wirkung eines Zinseffektes mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Betrag bilanziert und unter den langfristigen Schulden ausgewiesen.
Ertragsteuerverbindlichkeiten enthalten Verpflichtungen aus laufenden Ertragsteuern. Ertragsteuerverbindlichkeiten werden mit entsprechenden Steuererstattungsansprüchen saldiert, wenn sie in demselben Steuerhoheitsgebiet bestehen und hinsichtlich Art und Fristigkeit gleich sind. Die Ermittlung des laufenden Steueraufwands zum Jahresabschluss erfolgt grundsätzlich unter Beachtung der Rechtsauffassung der Finanzverwaltung. Steuererklärungen werden auf Grundlage der anzuwendenden Rechtsvorschriften erstellt, wobei die aktuelle Rechtsprechung und aktualisierte Verwaltungsanweisungen berücksichtigt werden.
Die Ansatz- und Bewertungspflichten, die sich hinsichtlich der Anwendung von IFRIC 23 ergeben, wendet HOCHTIEF im Konzernabschluss an. IFRIC 23 beinhaltet Klarstellungen, wie die in IAS 12 festgelegten Ansatz- und Bewertungsvorschriften anzuwenden sind, wenn Unsicherheit bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung besteht und umfasst tatsächliche und latente Steueransprüche oder Steuerschulden. Gemäß IFRIC 23 können unsichere steuerliche Behandlungen gesondert oder zusammen mit einer oder mehreren anderen unsicheren steuerlichen Behandlungen zusammengefasst zu berücksichtigen sein. Hierbei ist diejenige Methode zu wählen, die sich besser für die Vorhersage der Auflösung der Unsicherheit eignet. Bei der Beurteilung ist davon auszugehen, dass eine Steuerbehörde sämtliche Beträge prüfen wird, zu deren Prüfung sie befugt ist und dass sie für deren Prüfung über sämtliche einschlägige Informationen verfügt. Wenn es als unwahrscheinlich angesehen wird, dass die Steuerbehörde eine unsichere steuerliche Behandlung akzeptiert, so ist zur Berücksichtigung der Auswirkung der Unsicherheit in Abhängigkeit davon, welche Methode sich besser für die Vorhersage der Auflösung der Unsicherheit eignet, entweder der wahrscheinlichste Betrag oder der Erwartungswert auf jede unsichere steuerliche Behandlung anzuwenden.
Die Unternehmen des Konzerns sind weltweit in einer Vielzahl von Ländern ertragsteuerpflichtig. Bei der Beurteilung der weltweiten Ertragsteueransprüche und -schulden kann insbesondere die Interpretation von steuerlichen Vorschriften mit Unsicherheiten behaftet sein. Eine unterschiedliche Sichtweise der jeweiligen Finanzbehörden bezüglich der richtigen Interpretation von steuerlichen Normen kann nicht ausgeschlossen werden. Änderungen der Annahmen über die richtige Interpretation von steuerlichen Normen wie zum Beispiel aufgrund geänderter Rechtsprechungen fließen in die Bilanzierung der ungewissen Ertragsteueransprüche und -schulden im entsprechenden Wirtschaftsjahr ein.
Potenzielle Steuerforderungen durch aktuelle Rechtsentwicklungen werden verbindlichkeitsmindernd berücksichtigt beziehungsweise bei einem Erstattungsanspruch entsprechend aktiviert, wenn die Realisierung wahrscheinlich ist. Steuerminderungen, die mit der Finanzverwaltung einvernehmlich vereinbart wurden, werden als Minderung der Steuerverbindlichkeit beziehungsweise als Forderung behandelt.
Eventualverbindlichkeiten sind mögliche oder bestehende Verpflichtungen, die auf vergangenen Ereignissen beruhen und bei denen ein Ressourcenabfluss nicht wahrscheinlich ist beziehungsweise die Höhe der Verpflichtung nicht ausreichend verlässlich geschätzt werden kann. Sie werden gesondert erläutert und in der Bilanz nicht erfasst, es sei denn, sie ergeben sich aus der Übernahme im Rahmen eines Unternehmenserwerbs. Die angegebenen Verpflichtungsvolumina bei den Eventualschulden entsprechen dem am Bilanzstichtag bestehenden Haftungsumfang.
In IFRS 16 werden die Grundsätze für den Ansatz, die Bewertung, die Darstellung und die Angabe von Leasingverhältnissen sowohl für den Leasingnehmer als auch den Leasinggeber dargelegt.
Der Konzern beurteilt bei Vertragsbeginn, ob ein Vertrag ein Leasingverhältnis darstellt oder beinhaltet. Dies ist der Fall, wenn der Vertrag dazu berechtigt, die Nutzung eines identifizierten Vermögenswerts gegen Zahlung eines Entgelts für einen bestimmten Zeitraum zu kontrollieren. In diesen Fällen erfasst der Konzern ein Nutzungsrecht und eine entsprechende Leasingverbindlichkeit für alle Leasingvereinbarungen. Hiervon ausgenommen sind kurzfristige, kündbare Leasingverhältnisse, bei denen im Falle einer Kündigung durch den Leasingnehmer die mit der Kündigung verbundenen Verluste zulasten des Leasinggebers gehen, sowie geleaste Vermögenswerte von geringem Wert. Bei diesen Leasingverhältnissen erfasst der Konzern die Leasingzahlungen als betrieblichen Aufwand linear über die Dauer des Leasingverhältnisses, es sei denn, eine andere systematische Basis ist repräsentativer für den Zeitverlauf, in dem der wirtschaftliche Nutzen der geleasten Vermögenswerte verbraucht wird.
Der Konzern verfügt über ein Leasingportfolio, das sich überwiegend auf Sachanlagen, Betriebsgeräte und die Leasingfahrzeuge verteilt. Angesichts der operativen Tätigkeit des Konzerns in den Bereichen Bau, Construction-Management und Dienstleistungen stellen Leasinggegenstände einen wichtigen Bestandteil des Geschäftsbetriebs dar.
Die vom Konzern ausgewiesenen Nutzungsrechte umfassen die erstmalige Bewertung der entsprechenden Leasingverbindlichkeit, alle bei oder vor Vertragsbeginn geleisteten Leasingzahlungen abzüglich aller etwaigen erhaltenen Leasinganreize sowie etwaiger direkter Kosten. Kosten, die dem Konzern für das Stilllegen des Vermögenswerts, die Wiederherstellung des Standorts oder die Wiederherstellung des Vermögenswerts entstehen, sind in den Kosten des Nutzungsrechts in geschätzter Höhe enthalten.
Das Nutzungsrecht wird in Folgeperioden nach dem Anschaffungskostenmodell bewertet, wobei kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen auf das Nutzungsrecht erfolgen. Ist in den Kosten des Nutzungsrechts berücksichtigt, dass der Konzern eine Kaufoption ausüben wird, so wird das Nutzungsrecht vom Bereitstellungsdatum bis zum Ende der Nutzungsdauer des zugrunde liegenden Vermögenswerts abgeschrieben. Andernfalls nimmt der Konzern Abschreibungen auf den Vermögenswert bis zum Ende seiner Nutzungsdauer oder der kürzeren Laufzeit des Leasingverhältnisses vor. Die Abschreibung beginnt mit dem Bereitstellungsdatum und der Buchwert des Vermögenswerts wird angepasst, um dem kumulierten Saldo der Abschreibungen Rechnung zu tragen.
Eine etwaige Neubewertung der Leasingverbindlichkeit wird auch auf den Wert des Nutzungsrechts angewandt.
Die Nutzungsrechte werden in der Bilanz innerhalb der Sachanlagen ausgewiesen.
Die Leasingverbindlichkeit wird bei erstmaligem Ansatz zum Barwert der zum Bereitstellungsdatum noch nicht geleisteten Leasingzahlungen bewertet, abgezinst mit dem Zinssatz, der dem Leasingverhältnis zugrunde liegt. Lässt sich dieser Zinssatz nicht ohne Weiteres bestimmen, zieht der Konzern seinen Grenzfremdkapitalzinssatz heran. HOCHTIEF weist die Zinsaufwendungen für die Leasingverbindlichkeit getrennt vom Abschreibungsbetrag für das Nutzungsrecht aus.
Folgende Positionen werden ebenfalls in der Bewertung der Leasingverbindlichkeit berücksichtigt:
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feste Leasingzahlungen, die mit etwaigen Leasinganreizen verrechnet werden; |
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variable Leasingzahlungen für Leasingverbindlichkeiten, die an einen variablen Index gekoppelt sind; |
| ― |
Beträge, die im Rahmen von Restwertgarantien voraussichtlich an den Leasinggeber entrichtet werden müssen; |
| ― |
der Ausübungspreis von Kaufoptionen (sofern die Ausübung der Option hinreichend sicher ist); und |
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Strafzahlungen für eine Kündigung von Leasingverhältnissen, wenn bei der Laufzeit des Leasingverhältnisses eine vorzeitige Kündigung berücksichtigt ist. |
Die Leasingverbindlichkeit wird in der Bilanz separat ausgewiesen. Bei Verbindlichkeiten, die innerhalb von zwölf Monaten zurückgezahlt werden, erfolgt der Ausweis als kurzfristig und bei Verbindlichkeiten, die über einen Zeitraum von mehr als zwölf Monaten zurückgezahlt werden, erfolgt der Ausweis als langfristig.
In Folgeperioden wird die Leasingverbindlichkeit bewertet, indem der Saldo um die geleisteten Leasingrückzahlungen reduziert und der Buchwert um die Zinsen auf die Leasingverbindlichkeit erhöht wird.
In den folgenden Fällen muss der Konzern die Leasingverbindlichkeit neu bewerten und eine Anpassung am Nutzungsrecht vornehmen:
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Die Laufzeit des Leasingverhältnisses wurde geändert oder es hat sich eine Änderung bei der Einschätzung des Konzerns hinsichtlich der Ausübung der Kaufoption ergeben. In diesem Fall wird die Leasingverbindlichkeit neu bewertet und zu diesem Zweck werden die geänderten Leasingzahlungen mittels eines geänderten Diskontierungssatzes abgezinst; |
| ― |
Ein Leasingvertrag wird geändert und die Änderung des Leasingverhältnisses wird nicht als separates Leasingverhältnis ausgewiesen. In diesem Fall wird die Leasingverbindlichkeit neu bewertet und zu diesem Zweck werden die geänderten Leasingzahlungen mittels eines geänderten Diskontierungssatzes abgezinst; und |
| ― |
die Leasingzahlungen werden aufgrund von Änderungen am Index oder einer Änderung der erwarteten Zahlungen aufgrund eines garantierten Restwerts angepasst. In diesen Fällen wird die Leasingverbindlichkeit neu bewertet und zu diesem Zweck werden die geänderten Leasingzahlungen mit dem ursprünglichen Diskontierungssatz abgezinst. Ergibt sich die Änderung der Leasingzahlungen jedoch durch eine Veränderung eines variablen Zinssatzes, wird ein modifizierter Diskontierungssatz angewandt. |
Hinsichtlich einiger Untervermietungen von Immobilien sowie der Vermietung von Anlagen und Geräten an seine Partner, Lieferanten und Auftragnehmer schließt der Konzern Leasingverträge als Leasinggeber ab. Diese Leasingverhältnisse werden entweder als Finanzierungsleasing oder als Operating-Leasingverhältnisse eingestuft. Werden durch die Bedingungen des Leasingverhältnisses im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen auf den Leasingnehmer übertragen, wird der Vertrag als Finanzierungsleasing klassifiziert. Ist dies nicht der Fall, erfolgt die Einstufung als Operating-Leasingverhältnis. Erträge aus Operating-Leasingverhältnissen werden linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfasst. Anfängliche direkte Kosten, die bei den Verhandlungen und beim Abschluss von Operating-Leasingverhältnissen entstehen, werden im Buchwert des geleasten Vermögenswerts berücksichtigt. Vom Leasingnehmer zu zahlende Beträge werden im Rahmen von Finanzierungsleasingverhältnissen als Forderungen ausgewiesen.
Im Folgenden sind zunächst die für den HOCHTIEF-Konzern relevanten Klassifizierungs-, Bewertungs- und Ausbuchungsvorschriften für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten kurz dargestellt. Im Anschluss werden die im Anwendungsbereich von IFRS 9 liegenden Bilanzpositionen übrige Finanzanlagen, Ausleihungen, Forderungen und sonstige Vermögenswerte, Wertpapiere, Verbindlichkeiten und derivative Finanzinstrumente erläutert.
Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten - mit Ausnahme von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -, die in den Anwendungsbereich von IFRS 9 fallen, werden beim Erstansatz zum beizulegenden Zeitwert bewertet. In den Folgeperioden sind finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert auf der Grundlage des Geschäftsmodells des Unternehmens zur Steuerung finanzieller Vermögenswerte und der Eigenschaften der vertraglichen Zahlungsströme zu bewerten. Die Klassifizierung unterliegt folgenden Kriterien:
| ― |
Schuldinstrumente, die im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten werden, dessen Ziel die Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme ist und deren vertragliche Zahlungsströme ausschließlich aus der Zahlung von Kapital und Zinsen auf den ausstehenden Kapitalbetrag bestehen, werden in Folgeperioden zu fortgeführten Anschaffungskosten (at Amortized Cost, "AC") bewertet. |
| ― |
Schuldinstrumente, die im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten werden, dessen Ziel sowohl die Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme als auch die Veräußerung der Schuldinstrumente ist und deren vertragliche Zahlungsströme ausschließlich aus der Zahlung von Kapital und Zinsen auf den ausstehenden Kapitalbetrag bestehen, werden in Folgeperioden unter Berücksichtigung latenter Steuern erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (at Fair Value through Other Comprehensive Income, "FVOCI") bewertet. Bei Veräußerung werden unrealisierte Gewinne und Verluste erfolgswirksam aufgelöst. |
| ― |
Alle sonstigen Schuldinstrumente und Eigenkapitalinstrumente werden in Folgeperioden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (at Fair Value through Profit or Loss, "FVPL") bewertet. |
Unabhängig von den vorangegangenen Ausführungen kann der HOCHTIEF-Konzern beim erstmaligen Ansatz eines finanziellen Vermögenswerts die folgende permanente Einstufung vornehmen:
| ― |
Der Konzern kann unwiderruflich entscheiden, nachfolgende Änderungen des beizulegenden Zeitwerts eines Eigenkapitalinstruments, das weder zu Handelszwecken gehalten wird noch eine bedingte Gegenleistung im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses darstellt, unter Berücksichtigung latenter Steuern erfolgsneutral im Eigenkapital zu erfassen. Bei Veräußerung werden unrealisierte Gewinne und Verluste in die Gewinnrücklagen umgegliedert. |
| ― |
Der Konzern kann unwiderruflich ein Schuldinstrument, welches die Kriterien für fortgeführte Anschaffungskosten oder "FVOCI" erfüllt, als zum "FVPL" bewertet einstufen, wenn dies eine Bewertungs- oder Ansatzinkongruenz erheblich verringert oder beseitigt. |
Hinsichtlich der Bewertung werden beim Ausweis von Wertminderungen auf finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten oder "FVOCI" bewertet werden, erwartete Verluste (Expected Credit Losses) berücksichtigt. Bei der Quantifizierung der erwarteten Kreditverluste wird beim erstmaligen Ansatz des Vermögenswerts die Ausfallwahrscheinlichkeit miteinbezogen und in den Folgeperioden fortlaufend geprüft, ob sich das Ausfallrisiko seit dem erstmaligen Ansatz signifikant verändert hat. Dabei berücksichtigt der HOCHTIEF-Konzern sowohl quantitative als auch qualitative Informationen, die angemessen und belastbar sind, einschließlich historischer Erfahrungswerte und zukunftsgerichteter Informationen, die mit angemessenem Kosten- oder Zeitaufwand verfügbar sind. Zu den zukunftsgerichteten Informationen gehören unter anderem die Zukunftsaussichten für die Branchen, in denen die Kreditnehmer des Konzerns tätig sind. Diese werden aus Wirtschaftsgutachten sowie aus Einschätzungen von Finanzanalysten, staatlichen Stellen, maßgeblichen Thinktanks und ähnlichen Organisationen abgeleitet. Außerdem werden verschiedene externe Quellen aktueller und prognostizierter Wirtschaftsdaten herangezogen, die für die Kerngeschäftstätigkeit des HOCHTIEF-Konzerns relevant sind. Bei der Beurteilung, ob sich das Ausfallrisiko signifikant verändert hat, werden insbesondere - sofern verfügbar - die folgenden Informationen berücksichtigt:
| ― |
bestehende oder erwartete signifikante nachteilige Änderungen der geschäftlichen, finanziellen oder wirtschaftlichen Bedingungen, die voraussichtlich zu einer signifikanten Änderung hinsichtlich der Fähigkeit des Kreditnehmers führen, seinen Schuldverpflichtungen nachzukommen, |
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eine tatsächliche oder voraussichtliche signifikante Änderung der Geschäftsergebnisse des Kreditnehmers, |
| ― |
signifikante Erhöhungen des Ausfallrisikos bei anderen Finanzinstrumenten desselben Kreditnehmers, |
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externe Bonitätsratings, |
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signifikante Änderungen des Werts der Sicherheiten für die Verpflichtung oder der Qualität der Garantien Dritter beziehungsweise der Kreditsicherheiten, |
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signifikante Änderungen der voraussichtlichen Vertragstreue und des erwarteten Verhaltens des Kreditnehmers, einschließlich Änderungen des Zahlungsstatus der Kreditnehmer im Konzern und Änderungen der Geschäftsergebnisse des Kreditnehmers, |
| ― |
makroökonomische Informationen, wie Marktzinssätze und Wachstumsraten. |
Eine Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten erfolgt, wenn die vertraglichen Rechte bezüglich der Zahlungsströme aus dem Vermögenswert auslaufen oder im Wesentlichen sämtliche Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum des Vermögenswerts verbunden sind, auf ein anderes Unternehmen übertragen werden. Der HOCHTIEF-Konzern bucht finanzielle Vermögenswerte ebenfalls aus, sofern alle wesentlichen mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken zwar weder übertragen noch zurückbehalten werden, jedoch die Verfügungsgewalt über den Vermögenswert nicht mehr gegeben ist. Sofern die Verfügungsgewalt unverändert beim HOCHTIEF-Konzern liegt, wird das anhaltende Engagement am Vermögenswert und eine korrespondierende Verbindlichkeit für Beträge, die potenziell zu zahlen sind, erfasst.
Die unter den übrigen Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an nicht konsolidierten Tochterunternehmen und übrigen Beteiligungen gehören der Bewertungskategorie "FVPL" an. Zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts wird bei öffentlich notierten finanziellen Vermögenswerten der jeweilige Marktpreis herangezogen. Liegt kein aktiver Markt vor, wird der beizulegende Zeitwert grundsätzlich mithilfe der Verwendung der jüngsten Marktgeschäfte oder mittels einer Bewertungsmethode - wie zum Beispiel der Discounted-Cashflow-Methode - ermittelt. Die Anschaffungskosten können eine angemessene Schätzung des beizulegenden Zeitwerts darstellen, sofern nicht ausreichend aktuelle Informationen zur Bemessung des Zeitwerts vorliegen oder eine große Bandbreite an potenziellen Wertansätzen des beizulegenden Zeitwerts besteht und gleichzeitig die Anschaffungskosten der besten Schätzung des beizulegenden Zeitwerts innerhalb dieser Bandbreite entsprechen. Der erstmalige Ansatz erfolgt am Erfüllungstag.
Ausleihungen werden mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Marktüblich verzinsliche Ausleihungen sind zu Anschaffungskosten bilanziert, zinslose beziehungsweise niedrig verzinsliche Ausleihungen werden mit ihrem abgezinsten Betrag bilanziert. Basis einer Abzinsung ist stets ein risikoadäquater Diskontierungssatz.
Forderungen und sonstige Vermögenswerte werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die Folgebewertung erfolgt mittels der Effektivzinsmethode unter Berücksichtigung von Transaktionskosten. Diese Kosten umfassen dabei sämtliche Kosten, die ohne Abschluss der Transaktion nicht entstanden wären. Die Forderungen setzen sich aus den Finanzforderungen, den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie den sonstigen Forderungen zusammen. Eine bilanzielle Vorsorge für erwartete Kreditverluste wird für Forderungen erfasst. Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen können im Rahmen des vereinfachten Ansatzes die erwarteten Kreditverluste auf Basis kalkulierter Verlustraten ermittelt werden, die aus historischen und prognostizierten Daten abgeleitet sind sowie dem jeweiligen Kunden und dem ökonomischen Umfeld der Region Rechnung tragen. Liegen objektive substanzielle Hinweise für eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswerts vor, erfolgt die Effektivverzinsung auf Basis des Nettobuchwerts. Derartige objektive Hinweise für das Vorliegen einer Wertminderung sind beispielsweise eine Verschlechterung der Bonität eines Schuldners und damit verbundene Zahlungsstockungen oder eine drohende Zahlungsunfähigkeit. Für Finanzforderungen und sonstige Forderungen erfolgt die Bestimmung der erwarteten Kreditverluste in Abhängigkeit von Ausfallrisiken auf Basis der Ausfälle, die entweder in den nächsten zwölf Monaten oder in der verbleibenden Restlaufzeit erwartet werden. Die Effektivverzinsung erfolgt in diesen Fällen auf Basis des Bruttobuchwerts. Signifikante Veränderungen der Ausfallrisiken werden dabei fortlaufend berücksichtigt. Forderungen werden im Rahmen des Factorings ausgebucht, wenn im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken übertragen werden.
Die unter den kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesenen Wertpapiere werden sowohl in Abhängigkeit von dem Geschäftsmodell als auch in Abhängigkeit von der Zahlungsstromcharakteristik entweder der Bewertungskategorie "AC" oder der Bewertungskategorie "FVOCI" zugeordnet. Für Wertpapiere besteht unter IFRS 9 die Option zur erfolgswirksamen Bewertung zum beizulegenden Zeitwert. Im Wesentlichen sind hier die Wertpapiere in den Spezial- und Investmentfonds sowie festverzinsliche Titel mit einer Restlaufzeit bei Erwerb von mehr als drei Monaten, für die keine dauerhafte Halteabsicht besteht, erfasst. Die Erstbewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgt am Erfüllungstag unter Einbeziehung der direkt mit dem Erwerb des Wertpapiers verbundenen Transaktionskosten. Unrealisierte Gewinne oder Verluste bei als erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Fremdkapitalinstrumenten werden in den erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen ausgewiesen und erst bei Veräußerung erfolgswirksam aufgelöst. Eine bilanzielle Vorsorge für erwartete Kreditverluste wird für Wertpapiere erfasst, die den Bewertungskategorien "AC" und "FVOCI" angehören. Erwartete Kreditverluste werden in Abhängigkeit von Ausfallrisiken entweder auf Basis der in den nächsten zwölf Monaten oder auf Basis der in der verbleibenden Restlaufzeit erwarteten Ausfälle kalkuliert. Signifikante Veränderungen der Ausfallrisiken werden dabei berücksichtigt. Sofern keine objektiven Hinweise auf Wertminderung vorliegen, erfolgt die Effektivverzinsung auf Basis des Bruttobuchwerts. Liegen indes objektive Hinweise für die Wertminderung eines finanziellen Vermögenswerts vor, erfolgt die Effektivverzinsung auf Basis des Nettobuchwerts. Für ausgewählte Wertpapiere erfolgt auf Basis der Regelungen des "Overlay-Approach" eine erfolgsneutrale Fortschreibung zum beizulegenden Zeitwert.
Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Die Folgebewertung erfolgt mittels der Effektivzinsmethode. Mit Finanzinstituten abgeschlossene Supply-Chain-Finance-Vereinbarungen entsprechen den üblichen Zahlungsbedingungen und verändern die ursprüngliche Verbindlichkeit gegenüber den Lieferanten nicht, sodass die Beträge unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen oder den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen werden.
Derivative Finanzinstrumente werden unabhängig vom Verwendungszweck zum beizulegenden Zeitwert bewertet und unter den sonstigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerten beziehungsweise den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Der Erstansatz erfolgt zum Handelstag. Alle derivativen Finanzinstrumente werden auf Basis aktueller Marktkonditionen zum Bilanzstichtag bewertet. Die Erfassung der Änderungen des beizulegenden Zeitwerts hängt vom Verwendungszweck ab. Grundsätzlich werden Derivate im HOCHTIEF-Konzern nur zu Sicherungszwecken eingesetzt.
Sicherungsbeziehungen werden im Einklang mit der Risikomanagementstrategie und der ökonomischen Risikosteuerung des HOCHTIEF-Konzerns so strukturiert, dass eine möglichst hohe Effektivität gewährleistet wird. Bei einem Cashflow-Hedge erfolgt eine Absicherung gegen das Risiko schwankender Zahlungsströme aus einem Grundgeschäft, wie zum Beispiel der Sicherung variabel verzinslicher Darlehen, um den aus Zinssatzschwankungen resultierenden variierenden Zahlungen entgegenzuwirken. Hierbei sind unrealisierte Gewinne und Verluste unter Berücksichtigung latenter Steuern grundsätzlich zunächst erfolgsneutral in der Cashflow-Hedge-Reserve zu erfassen (Cashflow-Hedge). Der erfolgsneutral erfasste Teil der Wertänderungen wird in die Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht, sobald das Grundgeschäft erfolgswirksam erfasst wird. Wenn geplante Transaktionen gesichert werden, die in einer Folgeperiode zum Ansatz eines finanziellen Vermögenswerts oder einer finanziellen Schuld führen, sind die bis zu diesem Zeitpunkt erfolgsneutral in der Cashflow-Hedge-Reserve erfassten Beträge in der Periode erfolgswirksam aufzulösen, in der auch der finanzielle Vermögenswert oder die finanzielle Verbindlichkeit das Periodenergebnis beeinflussen. Führt die gesicherte geplante Transaktion zum Ansatz eines nichtfinanziellen Vermögenswerts oder einer nichtfinanziellen Verbindlichkeit, werden die erfolgsneutral in der Cashflow-Hedge-Reserve erfassten Beträge mit dem erstmaligen Wertansatz des Vermögenswerts beziehungsweise der Verbindlichkeit verrechnet. In den genannten Fällen wird nur der effektive Teil der Wertänderungen erfolgsneutral in der Cashflow-Hedge-Reserve erfasst. Der ineffektive Teil ist sofort erfolgswirksam in die Gewinn- und Verlustrechnung zu übernehmen. Aktuell werden im HOCHTIEF-Konzern ausschließlich Cashflow-Hedges bilanziell abgebildet. Des Weiteren befinden sich auch Derivate - zum Beispiel eine Put-Option - im Bestand, die zwar zu ökonomischen Sicherungszwecken eingesetzt werden, für die jedoch nicht die Regelungen zum Hedge-Accounting angewendet werden. In diesen Fällen werden die Änderungen des beizulegenden Zeitwerts erfolgswirksam erfasst.
Ermessensausübungen des Managements bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind im Wesentlichen bei folgenden Sachverhalten erforderlich:
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HOCHTIEF berücksichtigt in seiner Geschäftstätigkeit Kriterien aus den Bereichen Umwelt, Soziales und Governance (ESG) und insbesondere die sich aus dem Klimawandel ergebenden Chancen und Risiken. ESG-Kriterien fließen in die Unternehmensführung und -strategie, die Risikosteuerung sowie die Festlegung von Kennzahlen und Zielen und die Erfolgsmessung ein. HOCHTIEF bekennt sich zum nachhaltigen Wirtschaften. Eine ausführliche Darstellung der ESG-Performance und der in diesem Bereich erzielten Fortschritte findet sich im Nachhaltigkeitsbericht, der Teil des vorliegenden Konzernberichts ist. Die möglichen Auswirkungen von ESG-Faktoren - und insbesondere des Klimawandels - sind im Konzernbericht berücksichtigt. Diese umfassen unter anderem mögliche Einflüsse auf den erwarteten Cashflow, der sich aus dem Bau/PPP- und Construction-Management-/Servicegeschäft des Konzerns ergibt. Wir weisen darauf hin, dass HOCHTIEF vor allem als Bau- und Serviceunternehmen tätig ist und mit Ausnahme einiger Beteiligungen an PPP-Infrastruktur nicht als langfristiger Eigentümer realisierter Projekte agiert. |
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Feststellung, ob Leasingverhältnisse bestehen, |
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Finanzielle Vermögenswerte können unabhängig vom Business-Modell und dem Vorliegen von Standard-Zahlungsstrom-Bedingungen erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, wenn die Voraussetzungen für die "Fair Value-Option" vorliegen, |
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Bilanzierung der Risikomanagementstrategie bei Sicherungsgeschäften über die Abbildung als Hedge Accounting, |
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Bilanzielle Abbildung von Supply-Chain-Finanzierungsvereinbarungen für Lieferanten, |
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Vermögenswerte, die veräußert werden sollen, müssen daraufhin überprüft werden, ob sie sofort veräußerbar sind und ob die Veräußerung hochwahrscheinlich ist. Wenn das der Fall ist, sind die Vermögenswerte und gegebenenfalls die mit diesen in einer Transaktion abzugebenden Schulden als "Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte" beziehungsweise als "Mit den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten verbundene Schulden" auszuweisen sowie entsprechend zu bewerten. In diesem Zusammenhang ist zu beurteilen, ob es sich um einen langfristigen Vermögenswert, eine Veräußerungsgruppe oder um einen aufgegebenen Geschäftsbereich handelt. |
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Feststellung von Beherrschung oder gemeinschaftlicher Führung Wir nehmen laufend eine Neubeurteilung der Sachverhalte und Umstände anhand aktuell verfügbarer Informationen vor, um zu prüfen, ob nach IFRS Änderungen an bisherigen Schlussfolgerungen zu Feststellungen von Beherrschung oder gemeinschaftlicher Führung erforderlich sind. Die im laufenden Jahr durchgeführten Neubeurteilungen beziehen sich auf die Konzernbeteiligungen an BIC Contracting, Ventia Services Group Limited ("Ventia") und der Thiess Group Holdings Pty Limited ("Thiess"). Die Veräußerung der Beteiligung an BIC Contracting ist bereits im Abschnitt "Konsolidierungskreis" dargestellt. |
Am 19. November 2021 hat Ventia, ein Gemeinschaftsunternehmen mit Beteiligung des Konzerns und von Fonds, die von verbundenen Unternehmen der Apollo Global Management LLC ("Apollo") verwaltet werden, einen Börsengang an der Australian Securities Exchange abgeschlossen. Hierbei wurden 30 Prozent des Grundkapitals von Ventia an der Börse platziert, wovon 26 Prozent auf die Ausgabe neuer Aktien zur Optimierung der Fremdkapitalstruktur entfielen. Weitere 4 Prozent entfielen auf den Verkauf von Aktien durch die Ventia-Hauptgesellschafter CIMIC und Apollo (jeweils 2 Prozent), um so einen Streubesitz von 30 Prozent zu erreichen. CIMIC ist an Ventia weiterhin mit 32,8 Prozent beteiligt; gemäß IFRS 10 und IFRS 11 unterliegt Ventia jedoch nicht mehr der gemeinschaftlichen Führung durch den Konzern. Stattdessen hat CIMIC einen maßgeblichen Einfluss auf das Beteiligungsunternehmen, welches zuvor als Gemeinschaftsunternehmen erfasst worden war und nun gemäß Bilanzierungsgrundsätzen des Konzerns als assoziiertes Unternehmen geführt wird.
Im Vorjahr schloss CIMIC mit der Elliott Advisors (UK) Ltd ("Elliott") eine Vereinbarung über den Erwerb einer 50-prozentigen Beteiligung an Thiess durch von Elliott beratene Fonds, wobei die übrigen 50 Prozent bei CIMIC verbleiben sollten. Der Verkauf wurde am 31. Dezember 2020 abgeschlossen. Die Transaktionsvereinbarungen sehen Optionen für zukünftige Anteilsübertragungen vor, einschließlich eines möglichen Börsengangs oder eines Verkaufs an Dritte, sowie eine Option ("Put-Option") für Elliott, wonach dieser seinen Anteil an Thiess im Zeitraum zwischen drei und sechs Jahren nach Abschluss des Kaufvertrags ganz oder teilweise an CIMIC verkaufen kann. Die Aktionärsvereinbarung schreibt außerdem eine Mindestausschüttung an jeden Aktionär in Höhe von 180 Mio. australischen Dollar pro Jahr für die ersten sechs Jahre vor, mit Vorzugszahlung an Elliott. CIMIC hat im Rahmen der Transaktion Garantien und Bürgschaften gestellt, die den üblichen Einschränkungen unterliegen.
Bei der Entscheidung, ob die Transaktion nach IFRS als Veräußerung zu bilanzieren war und die Bilanzierung eines Gemeinschaftsunternehmens für den verbleibenden Anteil des Konzerns an Thiess zu erfolgen hatte, oder der Konzern nach der Veräußerung des 50-prozentigen Anteils an Elliott weiterhin die Beherrschung über Thiess ausübte, war ermessensbehaftet. Dabei wurden der in der Aktionärsvereinbarung vorgeschriebene Entscheidungsfindungsprozess und die jeweilige Risikoposition der Parteien hinsichtlich variabler Renditen gewürdigt.
Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass der Konzern gemäß den zwischen den Parteien bestehenden vertraglichen Vereinbarungen nicht die alleinige Kontrolle über die relevanten Aktivitäten oder wesentlichen Entscheidungsergebnisse von Thiess ausüben kann, da die Aktionärsvereinbarung eine paritätische Vertretung im Vorstand und die Zustimmung beider Aktionäre (oder ihrer Vorstandsbeauftragten) zu relevanten Geschäftsaktivitäten vorschreibt.
CIMIC und Elliott sind bei Thiess dem Risiko variabler Renditen ausgesetzt. Elliott trägt die Risiken und Chancen aus der gehaltenen Beteiligung, darunter fällt auch der Zeitraum der Ausübbarkeit der Put-Option. Aufgrund der Preisgestaltung der Put-Option hat Elliott nicht die Möglichkeit, im Falle der Ausübung von positiven Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts von Thiess zu profitieren. Jegliche zukünftigen Veränderungen im beizulegenden Zeitwert der Put-Option werden in der Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns erfasst.
Da der Konzern derzeit nicht in der Lage ist, die relevanten Aktivitäten von Thiess zu kontrollieren, und Elliott dem Risiko variabler Renditen ausgesetzt ist, sind wir zu dem Schluss gekommen, dass seit dem 31. Dezember 2020 keine Beherrschung von Thiess durch den Konzern mehr vorliegt. Die Transaktion wurde daher mit Stichtag 31. Dezember 2020 als Veräußerung eines Tochterunternehmens und die verbleibende Beteiligung als Gemeinschaftsunternehmen erfasst (siehe Anhangangabe Nr. 15). Auch im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 ist Thiess weiterhin als Gemeinschaftsunternehmen erfasst.
| ― |
Vermögensabgänge:
|
Welche Entscheidung im HOCHTIEF-Konzern im Hinblick auf die jeweiligen Sachverhalte grundsätzlich getroffen wurde, kann der Erläuterung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entnommen werden.
Schätzungen und Annahmen des Managements, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie die Angabe der Eventualschulden beziehen, sind bei der Aufstellung des Konzernabschlusses nach IFRS notwendig. Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf:
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Bau/PPP- und
Construction-Management-/Servicegeschäft:
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die Beurteilung von Projekten bis zum Projektabschluss, insbesondere im Hinblick auf die Bilanzierung von Vertragsmodifikationen sowie den Zeitpunkt und die Höhe der Gewinnrealisierung, |
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die Festlegung der wirtschaftlichen Nutzungsdauern von immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien, |
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die Bemessung erwarteter Kreditverluste (Expected Credit Losses), |
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die Schätzung von Restwertgarantien und Optionen zum Aufkauf von Leasingverbindlichkeiten, |
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die Schätzung von Mietverlängerungsoptionen, |
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die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen, |
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| ― |
die Prüfung der Werthaltigkeit von at Equity bilanzierten Beteiligungen, |
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die Prüfung der Werthaltigkeit von Geschäfts- oder Firmenwerten auf Basis der Dreijahresplanung oder, im Falle von börsennotierten Unternehmen, auf Basis des Aktienkurses und anderen Vermögenswerten sowie |
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| ― |
die Beurteilung des Ansatzes von latenten Steuern unter Berücksichtigung der erwarteten künftigen Geschäftsentwicklung im Einklang mit der Konzernstrategie. |
Die Annahmen und Schätzungen basieren auf den jeweils aktuellen Verhältnissen und Einschätzungen. Bei den zukunftsbezogenen Annahmen und Schätzungen zum Bilanzstichtag werden in Bezug auf die erwartete künftige Geschäftsentwicklung die zum Zeitpunkt der Konzernabschlusserstellung vorliegenden Umstände sowie die als realistisch unterstellte zukünftige Entwicklung des globalen und des branchenbezogenen Umfelds berücksichtigt. Durch von den Annahmen abweichende und außerhalb des Einflussbereichs des Managements liegende Entwicklungen dieser Rahmenbedingungen können die sich tatsächlich ergebenden Beträge von den geschätzten Werten abweichen. Im Fall einer derartigen Entwicklung werden die Annahmen und, falls erforderlich, die Buchwerte der betroffenen Vermögenswerte und Schulden an den neuen Kenntnisstand angepasst.
Die Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden aufgrund der Verabschiedung von Änderungen bestehender oder neuer IFRS und IFRIC durch das International Accounting Standards Board (IASB) beziehungsweise das IFRS Interpretations Committee (IFRS IC) insoweit erforderlich, als diese von der EU übernommen wurden und in der Berichtsperiode vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 verpflichtend anzuwenden sind bzw. vorzeitig angewendet werden können.
Diese Neuregelungen betreffen die folgenden Standards und Interpretationen:
| ― |
Änderungen an IFRS 16 "Leasingverhältnisse": "Covid-19-bezogene Mietkonzessionen" |
| ― |
Änderungen zu IFRS 9 "Finanzinstrumente", IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung", IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben", IFRS 4 "Versicherungsverträge" und IFRS 16 Leasingverhältnisse: "Reform der Referenzzinssätze - Phase 2" |
| ― |
Änderungen zu IFRS 4 "Versicherungsverträge": "Verlängerung der vorübergehenden Befreiung von der Anwendung von IFRS 9" |
Die Angabepflichten, die sich aus den Änderungen an IFRS 16, IFRS 9, IFRS 7, IFRS 4 sowie IAS 39 ergeben, hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf den HOCHTIEF-Konzernabschluss.
Vom International Accounting Standards Board (IASB) und vom IFRS Interpretations Committee (IFRS IC) wurden neue Rechnungslegungsvorschriften in Form von Standards und Interpretationen verabschiedet, die für den HOCHTIEF-Konzernabschluss relevant sind, aber im Geschäftsjahr 2021 noch nicht verpflichtend anzuwenden waren und teilweise von der EU noch nicht übernommen wurden.
Der im Mai 2017 vom IASB veröffentlichte Standard löst künftig den aktuellen Standard IFRS 4 "Versicherungsverträge" ab. Der Standard sieht verschiedene Bewertungsmodelle für die Abbildung von Versicherungsverträgen vor. Der Erstanwendungszeitpunkt wird für Berichtsperioden erwartet, die am oder nach dem 1. Januar 2023 beginnen. Auswirkungen des neuen Standards auf den HOCHTIEF-Konzern werden aktuell noch analysiert.
Die übrigen vom IASB und vom IFRS IC verabschiedeten Neuregelungen haben für den HOCHTIEF-Konzern aus heutiger Sicht keine bedeutende Relevanz. Mögliche Auswirkungen auf den Konzernabschluss werden zurzeit noch untersucht:
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Änderungen zu IFRS 17 "Insurance contracts": "Initial Application of IFRS 17 and IFRS 9 - Comparative Information" |
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Änderungen zu IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse": "Reference to the Conceptual Framework" |
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Änderungen zu IAS 16 "Sachanlagen": "Proceeds before Intended Use" |
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Änderungen zu IAS 12 "Income Taxes": "Deferred Tax related to Assets and Liabilities arising from a Single Transaction" |
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Änderungen zu IAS 8 "Rechnungslegungsmethoden, Änderungen von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen und Fehler: "Definition of Accounting Estimates" |
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Änderungen zu IAS 1 "Darstellung des Abschlusses": "Classification of Liabilities as Current or Non-current - Deferral of Effective Date" |
| ― |
Änderungen zu IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" und IFRS Practise Statement 2: "Disclosure of Accounting policies" |
Des Weiteren hat das IASB im Rahmen des sogenannten "Annual Improvements Process" im Mai 2020 den Sammelstandard "Annual Improvements Cycle 2018-2020" veröffentlicht. Dabei wurden kleinere, aber notwendige Änderungen an IFRS 16, IFRS 9, IFRS 1 und IAS 41 verabschiedet.
Die Umsatzerlöse in Höhe von 21.377.874 Tsd. Euro (Vorjahr 22.953.752 Tsd. Euro) beinhalten nach dem Fertigungsfortschritt realisierte Leistungsverpflichtungen beim klassischen Baugeschäft und Construction-Management sowie Lieferungen und Leistungen an Arbeitsgemeinschaften und sonstige Leistungen. Des Weiteren werden in dieser Position Erlöse aus der Erbringung von Dienstleistungen, wie Bauplanung, Projektentwicklung, Logistik, Asset-Management sowie Konzessions- und Versicherungsgeschäft, ausgewiesen.
Die Umsätze nach Divisions gliedern sich in die Aktivitäten "Bau/PPP", "Construction-Management/Services" und "Andere". "Bau/PPP" beinhaltet Flatiron bei HOCHTIEF Americas, CPB Contractors und Leighton Asia bei HOCHTIEF Asia Pacific sowie HOCHTIEF Infrastructure und HOCHTIEF PPP Solutions bei HOCHTIEF Europe. Die wesentlichen "Construction-Management- und Services"-Gesellschaften sind Turner bei HOCHTIEF Americas, das Dienstleistungsgeschäft von UGL und das Mineralienverarbeitungsgeschäft von Sedgman bei HOCHTIEF Asia Pacific und HOCHTIEF Engineering sowie synexs und Trinac bei HOCHTIEF Europe. Umsätze aus dem Nichtkerngeschäft sind der Kategorie "Andere" zugeordnet.
Die Aufgliederung der Umsatzerlöse aus fortgeführten Aktivitäten stellt sich wie folgt dar (in Tsd. EUR):
| 2021 Divisions | Aktivitäten | |||||
| Bau/PPP | Construction-Management/Services | Andere | ||||
| HOCHTIEF Americas | 1.443.595 | 6,8 % | 12.344.974 | 57,7 % | 4.394 | 0,0 % |
| HOCHTIEF Asia Pacific | 4.356.439 | 20,4 % | 1.746.728 | 8,2 % | 34.150 | 0,1 % |
| HOCHTIEF Europe | 1.236.687 | 5,8 % | 42.019 | 0,2 % | 25.698 | 0,1 % |
| Corporate | - | - | - | - | 143.190 | 0,7 % |
| HOCHTIEF-Konzern | 7.036.721 | 33,0 % | 14.133.721 | 66,1 % | 207.432 | 0,9 % |
| 2021 Divisions | Umsatzerlöse gesamt | |
| HOCHTIEF Americas | 13.792.963 | 64,5 % |
| HOCHTIEF Asia Pacific | 6.137.317 | 28,7 % |
| HOCHTIEF Europe | 1.304.404 | 6,1 % |
| Corporate | 143.190 | 0,7 % |
| HOCHTIEF-Konzern | 21.377.874 | 100,0 % |
| 2020 Divisions | Aktivitäten | |||||
| Bau/PPP | Construction-Management/Services | Andere | ||||
| HOCHTIEF Americas | 1.431.631 | 6,2 % | 13.239.707 | 57,7 % | 4.749 | 0,0 % |
| HOCHTIEF Asia Pacific | 3.287.083 | 14,3 % | 3.596.050 | 15,7 % | 3.199 | 0,0 % |
| HOCHTIEF Europe | 1.191.750 | 5,2 % | 46.247 | 0,2 % | 27.660 | 0,1 % |
| Corporate | - | - | - | - | 125.676 | 0,6 % |
| HOCHTIEF-Konzern | 5.910.464 | 25,7 % | 16.882.004 | 73,6 % | 161.284 | 0,7 % |
| 2020 Divisions | Umsatzerlöse gesamt | |
| HOCHTIEF Americas | 14.676.087 | 63,9 % |
| HOCHTIEF Asia Pacific | 6.886.332 | 30,0 % |
| HOCHTIEF Europe | 1.265.657 | 5,5 % |
| Corporate | 125.676 | 0,6 % |
| HOCHTIEF-Konzern | 22.953.752 | 100,0 % |
Nicht aus Kundenverträgen stammende Umsätze, im Wesentlichen aus der Aktivität "Andere" in Corporate, betragen 173.126 Tsd. Euro (Vorjahr 157.390 Tsd. Euro).
Die in der Berichtsperiode erfassten Umsatzerlöse, die zu Beginn der Berichtsperiode in den Vertragsverbindlichkeiten enthalten waren, betragen 967 Mio. Euro (Vorjahr 741 Mio. Euro). Der Betrag von im Berichtszeitraum erfassten Umsatzerlösen aus Leistungsverpflichtungen, die in früheren Perioden erfüllt (oder teilweise erfüllt) wurden, beträgt 27 Mio. Euro (Vorjahr -773 Mio. Euro).
Die im Vorjahr erfassten Gesamtumsatzerlöse enthalten eine einmalige Reduzierung der Umsatzerlöse in Höhe von 694,2 Mio. Euro aus Schiedsverfahren (Gorgon Jetty).
Die Aufteilung des Auftragsbestands aus fortgeführten Aktivitäten (verbleibende Leistungsverpflichtungen) nach Aktivitäten und Divisions ist wie folgt (in Tsd. EUR):
| 2021 Divisions | Aktivitäten | |||||
| Bau/PPP | Construction-Management/Services | Andere | ||||
| HOCHTIEF Americas | 4.890.157 | 9,4 % | 21.184.714 | 40,8 % | - | - |
| HOCHTIEF Asia Pacific | 6.418.523 | 12,4 % | 14.829.256 | 28,6 % | - | - |
| HOCHTIEF Europe | 4.562.573 | 8,8 % | 31.204 | 0,0 % | - | - |
| Corporate | - | - | - | - | - | - |
| HOCHTIEF-Konzern | 15.871.253 | 30,6 % | 36.045.174 | 69,4 % | - | - |
| 2021 Divisions | Auftragsbestand gesamt | |
| HOCHTIEF Americas | 26.074.871 | 50,2 % |
| HOCHTIEF Asia Pacific | 21.247.779 | 41,0 % |
| HOCHTIEF Europe | 4.593.777 | 8,8 % |
| Corporate | - | - |
| HOCHTIEF-Konzern | 51.916.427 * | 100,0 % |
| 2020 Divisions | Aktivitäten | |||||
| Bau/PPP | Construction-Management/Services | Andere | ||||
| HOCHTIEF Americas | 4.477.742 | 9,8 % | 18.121.449 | 39,5 % | - | - |
| HOCHTIEF Asia Pacific | 7.879.981 | 17,2 % | 11.042.165 | 24,1 % | - | - |
| HOCHTIEF Europe | 4.289.917 | 9,3 % | 29.159 | 0,1 % | - | - |
| Corporate | - | - | - | - | - | - |
| HOCHTIEF-Konzern | 16.647.640 | 36,3 % | 29.192.773 | 63,7 % | - | - |
| 2020 Divisions | Auftragsbestand gesamt | |
| HOCHTIEF Americas | 22.599.191 | 49,3 % |
| HOCHTIEF Asia Pacific | 18.922.146 | 41,3 % |
| HOCHTIEF Europe | 4.319.076 | 9,4 % |
| Corporate | - | - |
| HOCHTIEF-Konzern | 45.840.413 ** | 100,0 % |
Die Vertragslaufzeiten variieren je nach Geschäftstätigkeit. Die durchschnittlichen Vertragslaufzeiten sind nachstehend aufgeführt, jedoch weichen einige Verträge von diesen üblichen Laufzeiten ab. Während die Umsatzerlöse normalerweise über diese unterschiedlichen Laufzeiten vereinnahmt werden, wird bei einem größeren Teil der oben angegebenen Umsatzerlöse eine kurzfristige Vereinnahmung erwartet.
| ― |
Bau: ein bis vier Jahre |
| ― |
PPP: bis 30 Jahre |
| ― |
Construction-Management/Services: bis zehn Jahre |
Die rechnerische Auftragsreichweite liegt bei 25 Monaten.
| (In Tsd. EUR) | 2021 | 2020 |
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 49.345 | 33.206 |
| Erträge aus Ent- und Übergangskonsolidierungen | 32.611 | 1.537.135 |
| Kursgewinne aus Fremdwährungen | 30.307 | 19.306 |
| Erträge aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen | 7.275 | 20.320 |
| Erträge aus Abgängen/Zuschreibungen von Forderungen | 4.171 | 1.845 |
| Übrige | 82.508 | 40.010 |
| 206.217 | 1.651.822 |
Die Erträge aus Ent- und Übergangskonsolidierungen entfallen auf die Division HOCHTIEF Europe. Im Vorjahr enthielt der Wert überwiegend die Veräußerung eines 50%-Anteils sowie die Neubewertung des zurückbehaltenen 50%-Anteils an der Thiess Pty Limited in der Division Asia Pacific.
Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge enthalten unter anderem Erträge aus Versicherungsentschädigungen und Umsatzsteuererstattungsansprüche sowie weitere, nicht an anderer Stelle auszuweisende Erträge.
| (In Tsd. EUR) | 2021 | 2020 |
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 1.614.014 | 1.826.062 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 14.502.061 | 15.608.993 |
| 16.116.075 | 17.435.055 |
| (In Tsd. EUR) | 2021 | 2020 |
| Löhne und Gehälter | 3.214.703 | 3.845.074 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 535.116 | 573.512 |
| 3.749.819 | 4.418.586 |
Die Aufwendungen für Altersversorgung betragen 177.454 Tsd. Euro (Vorjahr 205.014 Tsd. Euro). Sie betreffen im Wesentlichen die im Geschäftsjahr erdienten Versorgungsansprüche aus leistungsorientierten Pensionsplänen und die Zahlungen an beitragsorientierte Versorgungssysteme. Die Zahlungen an staatliche Rentenversicherungsträger sind in den sozialen Abgaben enthalten.
| 2021 | 2020 | |
| Deutschland | 3.120 | 3.212 |
| International | 29.746 | 44.395 * |
| 32.866 | 47.607 |
| (In Tsd. EUR) | 2021 | 2020 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 15.894 | 27.945 |
| Sachanlagen | 297.128 | 675.058 |
| davon: Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen | 132.815 | 262.700 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 1.156 | 631 |
| 314.178 | 703.634 |
Die Abschreibungen enthalten Wertminderungen in der Division HOCHTIEF Americas in Höhe von 169 Tsd Euro (Vorjahr 0 Tsd. Euro) und in der Division HOCHTIEF Europe in Höhe von 114 Tsd. Euro (Vorjahr 270 Tsd. Euro). Der Vorjahreswert enthielt zudem Wertminderungen in der Division HOCHTIEF Asia Pacific in Höhe von 31.207 Tsd. Euro.
| (In Tsd. EUR) | 2021 | 2020 |
| Versicherungen | 291.897 | 346.736 |
| Mieten, Pachten und Leasing | 100.072 | 122.694 |
| Organisation und Programmierung | 75.665 | 85.693 |
| Gerichts-, Anwalts- und Notarkosten | 60.326 | 93.344 |
| Technische und kaufmännische Beratung | 45.963 | 105.645 |
| Verluste aus Wertminderungen und Abgängen von kurzfristigen Vermögenswerten (außer Vorräten) | 42.606 | 2.919 |
| Büromaterial | 41.470 | 51.473 |
| Reisekosten | 35.135 | 53.966 |
| Kursverluste aus Fremdwährungen | 22.819 | 38.583 |
| Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen | 22.169 | 25.054 |
| Sonstige Steuern | 16.707 | 11.221 |
| Kosten des Post- und Zahlungsverkehrs | 12.436 | 14.311 |
| Übrige | 274.646 | 217.956 |
| 1.041.911 | 1.169.595 |
Der Versicherungsaufwand betrifft überwiegend die Absicherung von projektbezogenen Risiken in der Turner-Gruppe. Hierbei wird durch Zusammenführen von Versicherungsleistungen von Turner und anderen Projektbeteiligten, wie Lieferanten und Kunden, die Minimierung der aus der Projektabwicklung resultierenden Risiken für Turner sowie für die Kunden erreicht. Den Versicherungsaufwendungen stehen entsprechende im Umsatz ausgewiesene Erlöse gegenüber.
Die übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Berichtsjahr Aufwendungen aus einem Schiedgerichtsverfahren über ein Altprojekt aus 2012, das den Bau eines Wasserkraftwerkes in Chile zum Gegenstand hatte und die weiteren sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Kosten der Auftragsabwicklung, Sachkosten der Verwaltung, Jahresabschlusskosten und weitere, nicht an anderer Stelle auszuweisende Aufwendungen.
Im Beteiligungsergebnis werden sämtliche Erträge und Aufwendungen gezeigt, die im Zusammenhang mit at Equity bewerteten Finanzanlagen und mit Beteiligungen entstanden sind.
Das Beteiligungsergebnis setzt sich wie folgt zusammen:
| (In Tsd. EUR) | 2021 | 2020 |
| Gewinn- und Verlustanteile an assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden | 145.181 | 106.936 |
| davon positive Marktwertänderungen | - | 6.244 |
| davon negative Marktwertänderungen | -11.789 | -781 |
| Ergebnis aus nicht konsolidierten Tochterunternehmen | 135 | 96 |
| davon positive Marktwertänderungen | 13 | 27 |
| davon negative Marktwertänderungen | - | - |
| Ergebnis aus übrigen Beteiligungen | 12.025 | 8.914 |
| davon positive Marktwertänderungen | 12.482 | 9.838 |
| davon negative Marktwertänderungen | -1.447 | -1.369 |
| Erträge aus dem Abgang von Beteiligungen | 20 | 43 |
| Aufwendungen aus dem Abgang von Beteiligungen | -25 | -132 |
| Erträge aus Ausleihungen an Beteiligungen | 16.567 | 11.119 |
| Aufwendungen aus Ausleihungen an Beteiligungen | - | -129 |
| Übriges Beteiligungsergebnis | 28.722 | 19.911 |
| 173.903 | 126.847 |
Die Gewinn- und Verlustanteile an assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bewertet werden, entfallen mit 90.506 Tsd. Euro (Vorjahr -11.960 Tsd. Euro) auf assoziierte Unternehmen und mit 54.675 Tsd. Euro (Vorjahr 118.896 Tsd. Euro) auf Gemeinschaftsunternehmen.
Das Ergebnis aus übrigen Beteiligungen enthält im Geschäftsjahr Zuschreibungen auf Beteiligungen der Division HOCHTIEF Asia Pacific in Höhe von 12.482 Tsd. Euro (Vorjahr 9.838 Tsd. Euro).
| (In Tsd. EUR) | 2021 | 2020 |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 23.584 | 41.230 |
| Andere Finanzerträge | 28.872 | 22.745 |
| Finanzerträge | 52.456 | 63.975 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -143.057 | -189.417 |
| Zinsanteile an Zuführungen zu langfristigen Rückstellungen | -5.610 | -6.361 |
| davon Nettozinsaufwendungen aus Pensionsverpflichtungen | -5.479 | -6.185 |
| Andere Finanzaufwendungen | -28.380 | -22.793 |
| Finanzaufwendungen | -177.047 | -218.571 |
| -124.591 | -154.596 |
Zinsen und ähnliche Erträge beziehungsweise Aufwendungen enthalten alle Zinserträge aus Liquiditätsanlagen, verzinslichen Wertpapieren und sonstigen Ausleihungen sowie sämtliche Zinsaufwendungen. Zu den Zinsen und ähnlichen Erträgen zählen darüber hinaus alle Gewinnanteile und Dividenden aus Wertpapieren. Per Saldo ergibt sich hieraus ein Zinsergebnis in Höhe von -119.473 Tsd. Euro (Vorjahr -148.187 Tsd. Euro).
Im Geschäftsjahr wurden für nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente Zinserträge in Höhe von 23.584 Tsd. Euro (Vorjahr 41.230 Tsd. Euro) erzielt. Zinsaufwendungen fielen für nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente in Höhe von 128.222 Tsd. Euro (Vorjahr 162.132 Tsd. Euro) an.
In den anderen Finanzerträgen sind in Höhe von 10.011 Tsd. Euro (Vorjahr 8.464 Tsd. Euro) Zinsen aus Umsatzsteuererstattungsansprüchen der HOCHTIEF Aktiengesellschaft ausgewiesen.
Die Nettozinsaufwendungen aus Pensionsverpflichtungen in Höhe von 5.479 Tsd. Euro (Vorjahr 6.185 Tsd. Euro) enthalten die jährlichen Aufzinsungsbeträge im Zusammenhang mit der Barwertfortschreibung der langfristigen Pensionsverpflichtungen in Höhe von 13.836 Tsd. Euro (Vorjahr 19.327 Tsd. Euro), saldiert mit den Zinserträgen aus Planvermögen in Höhe von 8.357 Tsd. Euro (Vorjahr 13.142 Tsd. Euro).
Finanzerträge und -aufwendungen, die nicht den Zinsen und ähnlichen Erträgen beziehungsweise Aufwendungen oder den Zinsanteilen an Zuführungen zu langfristigen Rückstellungen zugeordnet werden können, werden unter den anderen Finanzerträgen oder den anderen Finanzaufwendungen ausgewiesen. Darunter fallen vor allem Erträge und Aufwendungen aus der Veräußerung von Wertpapieren und aus Finanzderivaten sowie Aufwendungen aus Wertminderungen von Wertpapieren und sonstigen Ausleihungen.
Die Ertragsteuern des HOCHTIEF-Konzerns sind die in den einzelnen Ländern gezahlten oder geschuldeten Steuern auf Einkommen und Ertrag sowie die latenten Steuern. Sie gliedern sich nach ihrer Herkunft wie folgt:
| (In Tsd. EUR) | 2021 | 2020 |
| Tatsächliche Ertragsteuern | 180.427 | 99.064 |
| davon periodenfremd | 44.126 | -26.252 |
| Latente Steuern | -38.842 | 233.241 |
| davon aus temporären Differenzen | -8.720 | 190.275 |
| davon aus steuerlichen Verlustvorträgen/Steuergutschriften | 12.976 | -3.134 |
| davon Wertminderungen (bzw. Umkehrung früherer Wertminderungen) latenter Steueransprüche | -43.098 | 46.100 |
| 141.585 | 332.305 |
Der Betrag der Minderung des Steueraufwands, der durch die Nutzung von Verlustvorträgen, für die bisher keine aktiven latenten Steuern angesetzt wurden, sowie durch bisher unberücksichtigte temporäre Differenzen und Steuergutschriften entstanden ist, beläuft sich auf 6.854 Tsd. Euro (Vorjahr 24.443 Tsd. Euro).
Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt auf Basis der Steuersätze, die in den einzelnen Ländern am Bilanzstichtag gelten oder inhaltlich in Kraft gesetzt wurden. Unter Berücksichtigung eines durchschnittlichen Gewerbesteuerhebesatzes berechnet sich der zugrunde gelegte Konzernsteuersatz in Höhe von unverändert 31,5 Prozent wie folgt:
| (In Prozent) | 2021 | 2020 |
| Körperschaftsteuersatz | 15,000 | 15,000 |
| Solidaritätszuschlag | 5,500 | 5,500 |
| Körperschaftsteuersatz inklusive Solidaritätszuschlag | 15,825 | 15,825 |
| Durchschnittlicher Gewerbesteuersatz | 15,675 | 15,675 |
| Konzernsteuersatz | 31,500 | 31,500 |
Der effektive Steueraufwand in Höhe von 141.585 Tsd. Euro (Vorjahr 332.305 Tsd. Euro) weicht um 4.566 Tsd. Euro (Vorjahr 54.492 Tsd. Euro) vom erwarteten Steueraufwand in Höhe von 137.019 Tsd. Euro (Vorjahr 277.813 Tsd. Euro) ab. Der erwartete Steueraufwand ergibt sich aus der Anwendung des Konzernsteuersatzes auf das Ergebnis vor Steuern.
Die folgende Überleitungsrechnung bildet den Unterschied zwischen dem erwarteten und dem effektiven Steueraufwand ab:
| (In Tsd. EUR) | 2021 | 2020 |
| Ergebnis vor Steuern | 434.982 | 881.946 |
| Erwarteter Steueraufwand 31,5 Prozent | 137.019 | 277.813 |
| Unterschied zu ausländischen Steuersätzen | -19.668 | -57.717 |
| Abweichungen durch Bemessungsgrundlage der Gewerbesteuer | 2.262 | 1.508 |
| Änderungen von Wertberichtigungen auf aktive latente Steuern/Verluste ohne Bildung von latenten Steuern/Nutzung von Verlustvorträgen/Steuergutschriften | -28.780 | 114.361 |
| Steuereffekte auf: | ||
| steuerfreie Erträge | -52.156 | -65.450 |
| steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen | 91.313 | 27.686 |
| Equity-Bilanzierung von assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen einschließlich Abschreibungen auf assoziierte und Gemeinschaftsunternehmen | -11.793 | 52.564 |
| Sonstiges | 23.388 | -18.460 |
| Effektiver Steueraufwand | 141.585 | 332.305 |
| Effektiver Steuersatz (in Prozent) | 32,6 | 37,7 |
Die steuerfreien Erträge betreffen - wie im Vorjahr - im Wesentlichen Einkünfte aus Beteiligungen.
Die Position "Sonstiges" enthält im Wesentlichen Steueraufwendungen in Höhe von 44.126 Tsd. Euro und latente Steuererträge in Höhe von 29.046 Tsd. Euro aus periodenfremden Geschäftsvorfällen. Im Vorjahr beinhaltet die Position im Wesentlichen Steuererträge aus periodenfremden Geschäftsvorfällen in Höhe von 26.252 Tsd. Euro sowie Aufwendungen in Höhe von 16.230 Tsd. Euro, die im Zusammenhang mit der Veräußerung von Thiess stehen.
Die Anteile ohne beherrschenden Einfluss in Höhe von 80.997 Tsd. Euro (Vorjahr 154.839 Tsd. Euro) betreffen mit 81.135 Tsd. Euro (Vorjahr 155.826 Tsd. Euro) Gewinnanteile und mit 138 Tsd. Euro (Vorjahr 987 Tsd. Euro) Verlustanteile. Die Gewinnanteile entfallen mit 51.300 Tsd. Euro (Vorjahr 110.570 Tsd. Euro) auf die CIMIC-Gruppe.
Die Aufgliederung der in der Konzernbilanz zusammengefassten Anlageposition "Immaterielle Vermögenswerte" und ihre Entwicklung stellen sich im Geschäftsjahr sowie im Vorjahr wie folgt dar:
| (In Tsd. EUR) | Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung | Summe |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||
| Stand 1.1.2021 | 427.839 | 917.887 | 1.345.726 |
| Zu-/Abgänge durch Änderung des Konsolidierungskreises | 2.945 | 7.728 | 10.673 |
| Zugänge | 8.949 | - | 8.949 |
| Abgänge | -1.854 | - | -1.854 |
| Umbuchungen | 3.614 | - | 3.614 |
| Währungsanpassungen | 14.836 | 42.613 | 57.449 |
| Stand 31.12.2021 | 456.329 | 968.228 | 1.424.557 |
| Kumulierte Abschreibungen | |||
| Stand 1.1.2021 | 304.286 | - | 304.286 |
| Zu-/Abgänge durch Änderung des Konsolidierungskreises | 3.997 | - | 3.997 |
| Zugänge | 15.894 | - | 15.894 |
| Abgänge | -694 | - | -694 |
| Umbuchungen | 7 | - | 7 |
| Währungsanpassungen | 9.935 | - | 9.935 |
| Zuschreibungen | - | - | - |
| Stand 31.12.2021 | 333.425 | - | 333.425 |
| Buchwerte Stand 31.12.2021 | 122.904 | 968.228 | 1.091.132 |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||
| Stand 1.1.2020 | 435.566 | 1.930.222 | 2.365.788 |
| Zu-/Abgänge durch Änderung des Konsolidierungskreises | -1.497 | -79.163 | -80.660 |
| Zugänge | 15.959 | - | 15.959 |
| Abgänge | -7.326 | - | -7.326 |
| Umbuchungen * | -2.671 | -806.851 | -809.522 |
| Währungsanpassungen | -12.192 | -126.321 | -138.513 |
| Stand 31.12.2020 | 427.839 | 917.887 | 1.345.726 |
| Kumulierte Abschreibungen | |||
| Stand 1.1.2020 | 296.933 | 766.027 | 1.062.960 |
| Zu-/Abgänge durch Änderung des Konsolidierungskreises | -4.144 | - | -4.144 |
| Zugänge | 27.945 | - | 27.945 |
| Abgänge | -5.681 | - | -5.681 |
| Umbuchungen * | -4.708 | -717.548 | -722.256 |
| Währungsanpassungen | -6.059 | -48.479 | -54.538 |
| Zuschreibungen | - | - | - |
| Stand 31.12.2020 | 304.286 | - | 304.286 |
| Buchwerte Stand 31.12.2020 | 123.553 | 917.887 | 1.041.440 |
* Enthält Umbuchungen bei BICC in die
Bilanzposition "zur Veräußerung gehaltenen
Vermögenswerte"
Die immateriellen Vermögenswerte unterliegen - wie im Vorjahr - keinen Verfügungsbeschränkungen. Es sind im Geschäftsjahr Entwicklungskosten in Höhe von 2.824 Tsd. Euro (Vorjahr 2.580 Tsd. Euro) aktiviert worden. Für unternehmensübergreifende Forschungs- und Entwicklungsprojekte des zentralen Innovationsmanagements wurden insgesamt 30.986 Tsd. Euro (Vorjahr 30.918 Tsd. Euro) aufwandswirksam erfasst.
Die immateriellen Vermögenswerte enthalten aus Erstkonsolidierungen Firmennamen in Höhe von 43.315 Tsd. Euro (Vorjahr 40.269 Tsd. Euro), die sowohl die Division HOCHTIEF Americas mit 41.192 Tsd. Euro (Vorjahr 38.183 Tsd. Euro) als auch die Division HOCHTIEF Asia Pacific mit 2.123 Tsd. Euro (Vorjahr 2.086 Tsd. Euro) betreffen. Die Firmennamen werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern einmal jährlich sowie zusätzlich bei Vorliegen bestimmter, auf eine mögliche Wertminderung hindeutender Indikatoren einem Werthaltigkeitstest in Analogie zum unten beschriebenen entsprechenden Test für Geschäfts- oder Firmenwerte gemäß IAS 36 unterzogen. Im Berichtsjahr ergab sich ein Wertminderungsbedarf in der Division HOCHTIEF Americas in Höhe von 169 Tsd. Euro (Vorjahr 0 Tsd. EUR). Zudem resultieren die Veränderungen im Geschäftsjahr 2021 mit 3.178 Tsd. Euro (Division HOCHTIEF Americas) und 37 Tsd. Euro (Division HOCHTIEF Asia Pacific) aus Währungsanpassungen.
Die im Rahmen der Erstkonsolidierung aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte von vollkonsolidierten Gesellschaften, deren Aktivitäten fortgeführt werden, sind zahlungsmittelgenerierenden Einheiten auf Segmentebene zugeordnet worden, um die nachfolgend beschriebenen Werthaltigkeitstests durchzuführen. Die Zuordnung erfolgte entsprechend der Segmentberichterstattung zu den einzelnen Divisions.
Die jährliche Werthaltigkeitsprüfung der Geschäfts- oder Firmenwerte auf Ebene der Segmente (Divisions) wird bei HOCHTIEF für die Divisions HOCHTIEF Americas und HOCHTIEF Europe zum 31. März des Geschäftsjahres sowie für die Division HOCHTIEF Asia Pacific zum 31. Dezember des Geschäftsjahres durchgeführt. Zum Bilanzstichtag wird sichergestellt, dass keine wesentlichen Veränderungen der Parameter für die Werthaltigkeitsprüfung bestehen, aus denen heraus sich eine Wertminderung ergeben würde. Im Rahmen der Werthaltigkeitstests wird der erzielbare Betrag einer Division mit deren Buchwert verglichen.
Die erzielbaren Beträge der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten HOCHTIEF Americas und HOCHTIEF Europe werden anhand ihres individuellen Nutzungswerts bestimmt. Dieser entspricht dem Barwert der zukünftigen Free Cashflows, die voraussichtlich aus einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit erzielt werden können. Der Nutzungswert wird auf der Grundlage eines Unternehmensbewertungsmodells (Discounted-Cashflow-Methode) ermittelt, wobei dieser aus unternehmensinterner Sicht bestimmt wird. Der Bestimmung liegen Cashflow-Planungen zugrunde, die grundsätzlich auf der vom Vorstand genehmigten und im Zeitpunkt der Durchführung des Werthaltigkeitstests gültigen Planung für eine Detailperiode von drei Jahren basieren. Im Detailplanungszeitraum wurde für HOCHTIEF Americas mit nahezu konstanten beziehungsweise für HOCHTIEF Europe mit leicht steigenden Umsatzerlösen und EBIT-Margen geplant. In diese Planung fließen Erfahrungen ebenso wie Erwartungen hinsichtlich der zukünftigen Marktentwicklung ein. Für den sich anschließenden Zeitraum werden gleichbleibende Cashflows ohne Berücksichtigung einer Wachstumsrate im Terminal Value angesetzt. Ausgehend vom Free Cashflow des letzten Planjahres wird ein nachhaltiger Cashflow ermittelt. Die Planungsprämissen werden an den aktuellen Erkenntnisstand angepasst. Die Kapitalkostensätze basieren auf dem Konzept der durchschnittlichen gewichteten Kapitalkosten (WACC). Es erfolgt zunächst eine Nach-Steuer-Berechnung des Nutzungswerts durch Diskontierung der Cashflows mit einem für jede zahlungsmittelgenerierende Einheit separat ermittelten Kapitalkostensatz nach Steuern. Im Anschluss wird der Diskontierungssatz vor Steuern für Zwecke der Anhangangaben iterativ ermittelt.
Die im Rahmen der Werthaltigkeitstests verwendeten Diskontierungssätze für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten HOCHTIEF Americas und HOCHTIEF Europe liegen vor Steuern bei 7,71 und 8,41 Prozent (Vorjahr 7,55 und 8,61 Prozent).
Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit HOCHTIEF Asia Pacific wird anhand des beizulegenden Zeitwerts, der aus dem Börsenwert von CIMIC abgeleitet wird, bestimmt.
Ein Vergleich der erzielbaren Beträge der Divisions bei fortgeführten Aktivitäten mit deren Buchwerten ergab - wie im Vorjahr - keinen Abwertungsbedarf für Geschäfts- oder Firmenwerte.
Im Geschäftsjahr 2021 veränderten sich die Geschäfts- oder Firmenwerte der einzelnen Divisions wie folgt:
| (In Tsd. EUR) | Stand 1.1.2021 | Währungsanpassungen | Änderung Konsolidierungskreis | Umbuchungen | Stand 31.12.2021 |
| HOCHTIEF Americas | 293.465 | 24.483 | - | - | 317.948 |
| HOCHTIEF Asia Pacific | 593.290 | 18.130 | 7.728 | - | 619.148 |
| HOCHTIEF Europe | 31.132 | - | - | - | 31.132 |
| HOCHTIEF-Konzern | 917.887 | 42.613 | 7.728 | - | 968.228 |
| (In Tsd. EUR) | Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | Technische Anlagen und Maschinen, Transportgeräte | Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||
| Stand 1.1.2021 | 106.015 | 927.932 | 204.160 | 61.930 |
| Zu-/Abgänge durch Änderung des Konsolidierungskreises | 180 | 3.945 | 268 | - |
| Zugänge | 1.272 | 55.642 | 12.456 | 6.342 |
| Abgänge | -1.833 | -144.249 | -41.953 | - |
| Umbuchungen | -4.273 | 4.894 | 16 | -7.617 |
| Währungsanpassungen | 2.080 | 32.501 | 12.684 | 1.145 |
| Stand 31.12.2021 | 103.441 | 880.665 | 187.631 | 61.800 |
| Kumulierte Abschreibungen | ||||
| Stand 1.1.2021 | 55.163 | 517.042 | 143.878 | - |
| Zu-/Abgänge durch Änderung des Konsolidierungskreises | - | 71 | 5 | - |
| Zugänge | 5.579 | 140.514 | 18.220 | - |
| Abgänge | -1.442 | -127.234 | -41.611 | - |
| Umbuchungen | -4.317 | -4.331 | 4.009 | - |
| Währungsanpassungen | 1.437 | 20.523 | 9.124 | - |
| Zuschreibungen | -694 | - | - | - |
| Stand 31.12.2021 | 55.726 | 546.585 | 133.625 | - |
| Buchwerte Stand 31.12.2021 | 47.715 | 334.080 | 54.006 | 61.800 |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||
| Stand 1.1.2020 | 174.336 | 2.606.427 | 213.352 | 53.178 |
| Zu-/Abgänge durch Änderung des Konsolidierungskreises | -2.775 | -1.387.850 | - | - |
| Zugänge | 3.029 | 358.311 | 12.128 | 15.721 |
| Abgänge | -2.757 | -330.631 | -9.760 | -67 |
| Umbuchungen * | -62.568 | -126.487 | 4.031 | -5.711 |
| Währungsanpassungen | -3.250 | -191.838 | -15.591 | -1.191 |
| Stand 31.12.2020 | 106.015 | 927.932 | 204.160 | 61.930 |
| Kumulierte Abschreibungen | ||||
| Stand 1.1.2020 | 116.881 | 1.594.149 | 147.994 | - |
| Zu-/Abgänge durch Änderung des Konsolidierungskreises | -1.579 | -904.342 | - | - |
| Zugänge | 6.251 | 386.596 | 19.511 | - |
| Abgänge | -2.120 | -317.406 | -9.183 | - |
| Umbuchungen * | -61.362 | -119.187 | -3.919 | - |
| Währungsanpassungen | -2.908 | -122.768 | -10.525 | - |
| Zuschreibungen | - | - | - | - |
| Stand 31.12.2020 | 55.163 | 517.042 | 143.878 | - |
| Buchwerte Stand 31.12.2020 | 50.852 | 410.890 | 60.282 | 61.930 |
| (In Tsd. EUR) | Nutzungsrechte -Grundstücke und Bauten | Nutzungsrechte -Technische Anlagen, Maschinen und Betriebs- und Geschäftsausstattung |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||
| Stand 1.1.2021 | 708.984 | 192.601 |
| Zu-/Abgänge durch Änderung des Konsolidierungskreises | 1.095 | 1.510 |
| Zugänge | 68.691 | 46.316 |
| Abgänge | -129.171 | -56.755 |
| Umbuchungen | 358 | -1.090 |
| Währungsanpassungen | 16.692 | 10.209 |
| Stand 31.12.2021 | 666.649 | 192.791 |
| Kumulierte Abschreibungen | ||
| Stand 1.1.2021 | 459.580 | 113.849 |
| Zu-/Abgänge durch Änderung des Konsolidierungskreises | 108 | -58 |
| Zugänge | 76.522 | 56.293 |
| Abgänge | -127.553 | -55.023 |
| Umbuchungen | 1 | -733 |
| Währungsanpassungen | 9.544 | 6.031 |
| Zuschreibungen | - | - |
| Stand 31.12.2021 | 418.202 | 120.359 |
| Buchwerte Stand 31.12.2021 | 248.447 | 72.432 |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||
| Stand 1.1.2020 | 792.087 | 643.001 |
| Zu-/Abgänge durch Änderung des Konsolidierungskreises | -66.361 | -453.689 |
| Zugänge | 62.797 | 149.735 |
| Abgänge | -63.934 | -115.917 |
| Umbuchungen * | -749 | -1.072 |
| Währungsanpassungen | -14.856 | -29.457 |
| Stand 31.12.2020 | 708.984 | 192.601 |
| Kumulierte Abschreibungen | ||
| Stand 1.1.2020 | 474.631 | 282.974 |
| Zu-/Abgänge durch Änderung des Konsolidierungskreises | -22.601 | -235.984 |
| Zugänge | 79.092 | 183.608 |
| Abgänge | -63.873 | -101.615 |
| Umbuchungen * | -600 | -1.221 |
| Währungsanpassungen | -7.069 | -13.913 |
| Zuschreibungen | - | - |
| Stand 31.12.2020 | 459.580 | 113.849 |
| Buchwerte Stand 31.12.2020 | 249.404 | 78.752 |
| (In Tsd. EUR) | Summe |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |
| Stand 1.1.2021 | 2.201.622 |
| Zu-/Abgänge durch Änderung des Konsolidierungskreises | 6.998 |
| Zugänge | 190.719 |
| Abgänge | -373.961 |
| Umbuchungen | -7.712 |
| Währungsanpassungen | 75.311 |
| Stand 31.12.2021 | 2.092.977 |
| Kumulierte Abschreibungen | |
| Stand 1.1.2021 | 1.289.512 |
| Zu-/Abgänge durch Änderung des Konsolidierungskreises | 126 |
| Zugänge | 297.128 |
| Abgänge | -352.863 |
| Umbuchungen | -5.371 |
| Währungsanpassungen | 46.659 |
| Zuschreibungen | -694 |
| Stand 31.12.2021 | 1.274.497 |
| Buchwerte Stand 31.12.2021 | 818.480 |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |
| Stand 1.1.2020 | 4.482.381 |
| Zu-/Abgänge durch Änderung des Konsolidierungskreises | -1.910.675 |
| Zugänge | 601.721 |
| Abgänge | -523.066 |
| Umbuchungen * | -192.556 |
| Währungsanpassungen | -256.183 |
| Stand 31.12.2020 | 2.201.622 |
| Kumulierte Abschreibungen | |
| Stand 1.1.2020 | 2.616.629 |
| Zu-/Abgänge durch Änderung des Konsolidierungskreises | -1.164.506 |
| Zugänge | 675.058 |
| Abgänge | -494.197 |
| Umbuchungen * | -186.289 |
| Währungsanpassungen | -157.183 |
| Zuschreibungen | - |
| Stand 31.12.2020 | 1.289.512 |
| Buchwerte Stand 31.12.2020 | 912.110 |
* Enthält Umbuchungen bei BICC in die
Bilanzposition "zur Veräußerung gehaltenen
Vermögenswerte"
Sachanlagen wurden im Berichtsjahr nicht wertgemindert (Vorjahr 31.207 Tsd. Euro in der Division HOCHTIEF Asia Pacific) und unterliegen - wie im Vorjahr - keinen Verfügungsbeschränkungen.
| (In Tsd. EUR) | |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |
| Stand 1.1.2021 | 27.435 |
| Zu-/Abgänge durch Änderung des Konsolidierungskreises | - |
| Zugänge | 1 |
| Abgänge | - |
| Umbuchungen | - |
| Währungsanpassungen | - |
| Stand 31.12.2021 | 27.436 |
| Kumulierte Abschreibungen | |
| Stand 1.1.2021 | 6.806 |
| Zugänge | 1.156 |
| Abgänge | - |
| Umbuchungen | - |
| Währungsanpassungen | - |
| Stand 31.12.2021 | 7.962 |
| Buchwerte Stand 31.12.2021 | 19.474 |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |
| Stand 1.1.2020 | 58.757 |
| Zu-/Abgänge durch Änderung des Konsolidierungskreises | 19.842 |
| Zugänge | 12 |
| Abgänge | -11.553 |
| Umbuchungen * | -38.255 |
| Währungsanpassungen | -1.368 |
| Stand 31.12.2020 | 27.435 |
| Kumulierte Abschreibungen | |
| Stand 1.1.2020 | 39.598 |
| Zugänge | 631 |
| Abgänge | -9.181 |
| Umbuchungen * | -23.405 |
| Währungsanpassungen | -837 |
| Stand 31.12.2020 | 6.806 |
| Buchwerte Stand 31.12.2020 | 20.629 |
* Enthält Umbuchungen bei BICC in die
Bilanzposition "zur Veräußerung gehaltenen
Vermögenswerte"
Für als Finanzinvestition gehaltene Immobilien wurden im Geschäftsjahr 2021 Wertminderungen in Höhe von 114 Tsd. Euro vorgenommen (Vorjahr 270 Tsd. Euro).
Zum 31. Dezember 2021 beträgt der beizulegende Zeitwert der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 19.474 Tsd. Euro (Vorjahr 20.629 Tsd. Euro). Er wird unverändert nach international anerkannten Bewertungsmethoden ermittelt, wie durch die Ableitung aus dem aktuellen Marktpreis vergleichbarer Immobilien oder die Discounted-Cashflow-Methode.
Die Mieterlöse aus als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien der fortgeführten Aktivitäten beliefen sich im Berichtsjahr auf 3.467 Tsd. Euro (Vorjahr 1.284 Tsd. Euro). Von den direkten betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 891 Tsd. Euro (Vorjahr 626 Tsd. Euro) entfielen 796 Tsd. Euro (Vorjahr 217 Tsd. Euro) auf vermietete und 95 Tsd. Euro (Vorjahr 409 Tsd. Euro) auf nicht vermietete als Finanzinvestition gehaltene Immobilien der fortgeführten Aktivitäten.
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien unterliegen - wie im Vorjahr - keinen Verfügungsbeschränkungen.
| (In Tsd. EUR) | 31.12.2021 | 31.12.2020 |
| At Equity bilanzierte assoziierte Unternehmen | 1.280.330 | 1.185.266 |
| At Equity bilanzierte Gemeinschaftsunternehmen | 1.225.112 | 1.223.919 |
| 2.505.442 | 2.409.185 |
Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft hält an der Abertis HoldCo, S.A. mit Sitz in Madrid, Spanien, einen Anteil von 20 Prozent minus einer Aktie. Der Anteil der HOCHTIEF Aktiengesellschaft an der Abertis HoldCo, S.A. begründet einen maßgeblichen Einfluss (im Sinne des IAS 28) und somit erfolgt die Einbeziehung in den Konzernabschluss als assoziiertes Unternehmen nach der Equity-Methode.
| (In Tsd. EUR) | 31.12.2021 | 31.12.2020 |
| 100,00 % | 100,00 % | |
| Langfristige Vermögenswerte | 39.147.851 | 41.589.347 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 6.832.489 | 4.973.427 |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | - | 26.750 |
| Langfristige Schulden | 32.646.700 | 32.845.543 |
| Kurzfristige Schulden | 3.380.626 | 4.193.594 |
| Mit den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten verbundene Schulden | - | - |
| Eigenkapital | 9.953.014 | 9.550.387 |
| Nicht beherrschende Anteile | 2.684.799 | 2.840.199 |
| Eigenkapital ohne nicht beherrschende Anteile | 7.268.215 | 6.710.188 |
| Im Eigenkapital von Abertis ausgewiesene Hybridanleihe | -1.954.894 | -1.225.759 |
| Dem Eigentümer des Unternehmens zurechenbares Eigenkapital | 5.313.321 | 5.484.429 |
| HOCHTIEF-Anteil am Eigenkapital (Beteiligungsquote 20,00 %) | 1.062.664 | 1.096.886 |
| Anschaffungsnebenkosten | 56.501 | 56.501 |
| Buchwert der Beteiligung | 1.119.165 | 1.153.387 |
| (In Tsd. EUR) | 2021 | 2020 |
| 100,00 % | 100,00 % | |
| Umsatzerlöse | 4.853.694 | 4.053.648 |
| Gewinn aus fortgeführten Geschäftsbereichen | 26.024 | -178.435 |
| Ergebnis nach Steuern aus nicht fortgeführten Aktivitäten | - | - |
| Jahresgewinn | 26.024 | -178.435 |
| Nicht beherrschende Anteile | -263.822 | -92.947 |
| Jahresgewinn, der den Eigentümern des Unternehmens zuzurechnen ist | 289.846 | -85.488 |
| Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen nach Steuern | 262.129 | -388.802 |
| Nicht beherrschende Anteile | 121.145 | -234.528 |
| Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen nach Steuern, die den Eigentümern des Unternehmens zuzurechnen sind | 140.984 | -154.274 |
| Gesamtergebnis | 288.153 | -567.237 |
| Nicht beherrschende Anteile | -142.677 | -327.475 |
| Gesamtergebnis, das den Eigentümern des Unternehmens zuzurechnen ist | 430.830 | -239.762 |
| HOCHTIEF-Anteil am Gesamtergebnis, das den Eigentümern des Unternehmens zuzurechnen ist (Beteiligungsquote 20,00 %) | 86.166 | -47.953 |
| Jahresgewinn | 57.969 | -17.098 |
| Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | 28.197 | -30.855 |
| Vom assoziierten Unternehmen während des Jahres erhaltene Dividenden | 118.738 | 172.770 |
Die folgende Übersicht zeigt die Buchwerte sowie anteilige Posten der Gesamtergebnisrechnungen der at Equity bilanzierten und für sich genommen nicht wesentlichen assoziierten Unternehmen in aggregierter Form:
| (In Tsd. EUR) | 2021 | 2020 |
| Buchwerte der Anteile | 161.165 | 31.879 |
| Ergebnis vor Steuern | 45.468 | 6.285 |
| Ertragsteuern | -12.931 | -1.147 |
| Ergebnis nach Steuern | 32.537 | 5.138 |
| Erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen | - | - |
| Gesamtergebnis | 32.537 | 5.138 |
Die Anteile an assoziierten Unternehmen unterliegen - wie im Vorjahr - keinen Verfügungsbeschränkungen.
Am 31. Dezember 2020 veräußerte der Konzern seine 50-prozentige Beteiligung an dem früheren hundertprozentigen Tochterunternehmen Thiess an von Elliott beratene Fonds und schloss mit Elliott eine Joint-Venture-Vereinbarung (siehe Anhangangabe Nr. 1). Die Ergebnisse des Thiess-Gemeinschaftsunternehmens werden seitdem nach der Equity-Methode bilanziert.
Die folgenden Tabellen fassen die Finanzinformationen für das für den Konzern als wesentlich klassifizierte Gemeinschaftsunternehmen Thiess zusammen. Dabei wurde die Wesentlichkeit aus einem Vergleich der Nettobuchwerte der einzelnen Beteiligungen mit dem Gesamtbuchwert und Ergebnisanteil aller nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen unter Berücksichtigung relevanter qualitativer Faktoren abgeleitet.
Die dargestellten Informationen zeigen die Beträge aus dem Konzernabschluss des Gemeinschaftsunternehmens und -sofern angegeben - den entsprechenden Konzernanteil. Zudem fließen hier auch Anpassungen ein, die der Konzern bei der Anwendung der Equity-Methode vorzunehmen hatte, darunter Wertberichtigungen und unterschiedliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze.
| (In Tsd. EUR) | 31.12.2021 | 31.12.2020 * |
| 100,00% | 100,00% | |
| Langfristige Vermögenswerte | 2.935.703 | 2.902.873 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 634.774 | 461.312 |
| davon: Flüssige Mittel | 132.309 | 80.335 |
| Langfristige Schulden | 1.366.315 | 1.327.065 |
| davon: Finanzverbindlichkeiten | 1.184.246 | 1.145.384 |
| Kurzfristige Schulden | 548.319 | 599.523 |
| davon: Finanzverbindlichkeiten | 113.993 | 176.586 |
| Eigenkapital | 1.655.843 | 1.437.597 |
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss | 13.449 | 13.337 |
| Anteile der Aktionäre | 1.642.394 | 1.424.260 |
| Buchwert der Beteiligung (50%) ** | 796.222 | 712.130 |
* 31. Dezember 2020: Die Bilanz des
Thiess-Joint-Ventures wurde angepasst, um gemäß
IFRS 3 die Finalisierung der auf Thiess-Ebene
getätigten Kaufpreisallokation (PPA) abzubilden.
** 31. Dezember 2021: Der Buchwert der
Beteiligung weicht von einer 50-prozentigen Aufteilung des
Eigenkapitals (Anteile der Aktionäre) von Thiess ab.
Ursächlich dafür ist die Vorzugsdividende in
Höhe von 180,0 Mio. australischen Dollar (114,0 Mio.
Euro) an Elliott. Dadurch stehen dem Konzern am
Thiess-Ergebnis nach Steuern weniger als 50% zu (siehe
nachfolgende Erläuterungen), was sich spiegelbildlich
im Eigenkapital und der Fortschreibung des Buchwerts der
Beteiligung zeigt.
| (In Tsd. EUR) | 2021 |
| 100,00% | |
| Umsatzerlöse | 2.123.287 |
| Sonstige Aufwendungen | -1.440.910 |
| Abschreibungen | -392.256 |
| Zinserträge | 697 |
| Zinsaufwendungen | -38.332 |
| Ergebnis vor Steuern | 252.486 |
| Ertragsteuern | -70.455 |
| Ergebnis nach Steuern | 182.031 |
| davon: Anteile ohne beherrschenden Einfluss | -3.295 |
| davon: Anteile der CIMIC-Aktionäre | 178.736 |
| Erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen | 11.658 |
| Gesamtergebnis | 190.394 |
| Konzernanteil (50%) am: | |
| Ergebnis nach Steuern * | 64.690 |
| Erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen | 5.829 |
| Gesamtergebnis | 70.519 |
| Erhaltene Dividende | - |
Da der Konzern eine 50-prozentige Beteiligung von Thiess an Elliott am 31. Dezember 2020 veräußerte und eine Joint-Venture-Vereinbarung schloss, wird für das Periodenergebnis keine Vergleichsperiode 2020 dargestellt.
Die folgende Übersicht zeigt die Buchwerte sowie anteilige Posten der Gesamtergebnisrechnungen der at Equity bilanzierten und für sich genommen nicht wesentlichen Gemeinschaftsunternehmen in aggregierter Form:
| (In Tsd. EUR) | 2021 | 2020 |
| Buchwerte der Anteile | 428.890 | 511.789 |
| Ergebnis vor Steuern | -9.877 | 129.488 |
| Ertragsteuern | -138 | -10.592 |
| Ergebnis nach Steuern | -10.015 | 118.896 |
| Erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen | 40.116 | -35.251 |
| Gesamtergebnis | 30.101 | 83.645 |
In dem Ergebnis aus at Equity bilanzierten Gemeinschaftsunternehmen sind Wertminderungen in Höhe von 11.789 Tsd. Euro (Vorjahr 781 Tsd. Euro) enthalten. Im Vorjahr waren in der Ergebnisgröße zudem Wertaufholungen in Höhe von 6.244 Tsd. Euro enthalten.
Anteile an Gemeinschaftsunternehmen sind in Höhe von 73.767 Tsd. Euro (Vorjahr 81.510 Tsd. Euro) verpfändet.
| (In Tsd. EUR) | 31.12.2021 | 31.12.2020 |
| Nicht konsolidierte Tochterunternehmen | 2.211 | 2.151 |
| Übrige Beteiligungen | 60.219 | 42.470 |
| Wertpapiere des Finanzanlagevermögens | 24.208 | 19.020 |
| 86.638 | 63.641 |
Die übrigen Beteiligungen wurden im Berichtsjahr in Höhe von 1.447 Tsd. Euro (Vorjahr 1.369 Tsd. Euro) wertgemindert und in Höhe von 12.482 Tsd. Euro (Vorjahr 9.838 Tsd. Euro) zugeschrieben. Außerdem wurden die nicht konsolidierten Tochterunternehmen in Höhe von 13 Tsd. Euro (Vorjahr 27 Tsd. Euro) zugeschrieben. Die übrigen Finanzanlagen unterliegen - wie im Vorjahr - keinen Verfügungsbeschränkungen.
| 31.12.2021 | 31.12.2020 | |||
| (In Tsd. EUR) | langfristig | kurzfristig | langfristig | kurzfristig |
| Ausleihungen an nicht konsolidierte Tochterunternehmen und an Beteiligungen | 106.764 | 21.304 | 111.499 | 24.259 |
| Finanzforderungen gegenüber nicht konsolidierten Tochterunternehmen | - | 1.527 | - | 5.372 |
| Finanzforderungen gegenüber Beteiligungen | - | 35.181 | - | 70.678 |
| Zinsforderungen aus Steuererstattungen | - | 20.004 | - | 9.993 |
| Zinsabgrenzungen | - | 4.107 | - | 3.479 |
| Übrige Finanzforderungen | 1.190 | 19.192 | 81 | 181 |
| 107.954 | 101.315 | 111.580 | 113.962 | |
Gegenüber Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, bestehen Ausleihungen und Finanzforderungen in Höhe von insgesamt 163.195 Tsd. Euro (Vorjahr 206.385 Tsd. Euro).
| (In Tsd. EUR) | 31.12.2021 | 31.12.2020 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 3.074.853 | 2.992.476 |
| Vertragsvermögenswerte | 1.740.381 | 1.413.818 |
| Sonstige Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 905.769 | 814.302 |
| 5.721.003 | 5.220.596 |
In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen gegenüber Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, in Höhe von 14.504 Tsd. Euro (Vorjahr 19.959 Tsd. Euro) enthalten. Davon entfallen 6.224 Tsd. Euro (Vorjahr 8.052 Tsd. Euro) auf Forderungen von CIMIC gegenüber der Thiess Pty Limited.
Noch nicht abgerechnete Leistungen werden als Vertragsvermögenswerte erfasst, sofern die Anzahlungen die kumulierte Leistung (Auftragskosten und Auftragsergebnis) nicht übersteigen. Verbleibt nach Abzug der Anzahlungen ein negativer Saldo, wird dieser unter den Vertragsverbindlichkeiten ausgewiesen.
Die Veränderung der Salden ergibt sich im Wesentlichen aus den im operativen Geschäft erbrachten Leistungen und erhaltenen Zahlungen sowie aus Umbuchungen in die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. In den Vertragsvermögenswerten sind Auftragserlangungs-/erfüllungskosten in Höhe von 38.741 Tsd. Euro (Vorjahr 35.211 Tsd. Euro) enthalten.
Die sonstigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:
| 31.12.2021 | 31.12.2020 | |||
| (In Tsd. EUR) | langfristig | kurzfristig | langfristig | kurzfristig |
| Schadenersatz- und Garantieansprüche | - | 180.304 | - | 180.125 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 10.784 | 94.403 | 14.578 | 98.976 |
| Forderungen aus Steuern (ohne Ertragsteuern) | - | 66.548 | - | 62.888 |
| Forderungen aus Derivaten | 11.577 | 2.033 | 746 | 3.330 |
| Guthaben der Pensionsfonds | 413 | - | 16.176 | - |
| Übrige sonstige Vermögenswerte | 187.151 | 352.556 | 149.042 | 288.441 |
| 209.925 | 695.844 | 180.542 | 633.760 | |
Die Schadenersatz- und Garantieansprüche enthalten mit 177.388 Tsd. Euro (Vorjahr 149.648 Tsd. Euro) im Wesentlichen Erstattungsansprüche aus Versicherungsverträgen der Turner-Gruppe.
Die Rechnungsabgrenzungsposten ergeben sich durch Versicherungsprämien sowie durch Vorauszahlungen für Wartungs- und Serviceleistungen. Des Weiteren sind hier Provisionen enthalten, die die HOCHTIEF-Versicherungsgesellschaften für Vertragsabschlüsse an die Erstversicherer gezahlt haben. Sie werden über die jeweilige Vertragslaufzeit aufgelöst.
Die übrigen sonstigen Vermögenswerte unterliegen - wie im Vorjahr - keinen Verfügungsbeschränkungen.
Bei den Ertragsteueransprüchen in Höhe von 100.378 Tsd. Euro (Vorjahr 31.860 Tsd. Euro) handelt es sich um Forderungen gegenüber in- und ausländischen Finanzbehörden. Diese setzen sich zusammen aus langfristigen Ansprüchen in Höhe von 12 Tsd. Euro (Vorjahr 4.065 Tsd. Euro) und kurzfristigen Ertragsteueransprüchen in Höhe von 100.366 Tsd. Euro (Vorjahr 27.795 Tsd. Euro).
Die aktiven und passiven latenten Steuern verteilen sich wie folgt:
| 31.12.2021 | 31.12.2020 | 2021 | 2020 | |||
| (in Tsd. EUR) | Aktive latente Steuern | Passive latente Steuern | Aktive latente Steuern | Passive latente Steuern | Erfolgswirksame Veränderung | |
| Langfristige Vermögenswerte | ||||||
| Immaterielle Vermögenswerte | 10.008 | 15.752 | 995 | 12.461 | -6.201 | 214 |
| Sachanlagen | 13.687 | 50.410 | 12.852 | 47.852 | -4.598 | 654 |
| Finanzanlagen | 7.835 | 50.574 | 31.680 | 24.732 | 42.331 | -130 |
| übrige langfristige Vermögenswerte | 404 | 32.024 | 388 | 41.413 | -14.967 | 768 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||||||
| Vorräte | 29.077 | 2.836 | 23.002 | 2.196 | -5.738 | -35.630 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 3.942 | 35.564 | 13.300 | 67.710 | -85.915 | 93.176 |
| übrige kurzfristige Vermögenswerte | 155.960 | 8.133 | 161.116 | 6.381 | 5.201 | -264.981 |
| Langfristige Schulden | ||||||
| Pensionsrückstellungen | 31.672 | - | 87.372 | - | 20.214 | 6.011 |
| Sonstige Rückstellungen | 7.708 | 47.055 | 39.899 | 36.950 | 42.424 | -25.777 |
| Übrige langfristige Schulden | 75.372 | 193 | 26.908 | 3.077 | 826 | -12.126 |
| Kurzfristige Schulden | ||||||
| Sonstige Rückstellungen | 69.195 | - | 37.955 | 138 | -29.839 | 24.832 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 72.502 | 81.414 | 91.807 | 68.214 | 32.691 | -18.622 |
| Übrige kurzfristige Schulden | 39.637 | 1.157 | 72.037 | 854 | -16.649 | -8.484 |
| Steueraufwand aufgrund des Thiess Veräußerungsgewinns | - | - | - | - | - | 445.670 |
| 516.999 | 325.112 | 599.311 | 311.978 | -20.220 | 205.575 | |
| Verlustvorträge | 208.024 | - | 189.612 | - | -14.822 | 27.666 |
| Zinsvorträge | 3.800 | - | - | - | -3.800 | - |
| Bruttobetrag | 728.823 | 325.112 | 788.923 | 311.978 | -38.842 | 233.241 |
| Saldierung | 272.627 | 272.627 | 268.370 | 268.370 | - | - |
| Bilanzausweis | 456.196 | 52.485 | 520.553 | 43.608 | - | - |
Grundsätzlich werden für alle abzugsfähigen temporären Differenzen latente Steuern aktiviert, wenn voraussichtlich künftig steuerpflichtiges Einkommen zu deren Realisierung verfügbar sein wird.
Aktive und passive latente Steuern sind je Gesellschaft beziehungsweise Organkreis miteinander saldiert worden. Im Bruttobetrag der aktiven latenten Steuern von 728.823 Tsd. Euro (Vorjahr 788.923 Tsd. Euro) sind aktivierte Steuerminderungsansprüche enthalten, die sich aus der erwarteten Nutzung bestehender Verlustvorträge und Steuergutschriften in Folgejahren ergeben:
| (In Tsd. EUR) | 31.12.2021 | 31.12.2020 |
| Körperschaftsteuer (oder vergleichbare ausländische Ertragsteuer) | 182.782 | 189.612 |
| Gewerbesteuer | 25.242 | - |
| 208.024 | 189.612 |
Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge werden nur insoweit angesetzt, als die Realisierung mit ausreichender Sicherheit gewährleistet ist. Soweit zu versteuernde temporäre Differenzen nicht in ausreichendem Umfang vorliegen, wird bei der Bewertung der latenten Steuern auf abzugsfähige temporäre Differenzen und / oder Verlustvorträge das erwartete zu versteuernde Einkommen aus der Planung abgeleitet, wobei Einschränkungen hinsichtlich zu beachtender Regeln der Mindestbesteuerungen Berücksichtigung finden.
Die Beträge in- und ausländischer körperschaft- und gewerbesteuerlicher Verlustvorträge, für die keine latenten Steueransprüche angesetzt wurden, belaufen sich auf 1.689.758 Tsd. Euro (Vorjahr 1.737.722 Tsd. Euro) und 1.367.241 Tsd. Euro (Vorjahr 1.578.831 Tsd. Euro).
Die zeitlich begrenzt nutzbaren Verlustvorträge, für die keine aktiven latenten Steuern angesetzt wurden, belaufen sich auf 94.748 Tsd. Euro (Vorjahr 152.529 Tsd. Euro). Die Nutzungsdauer von 68 Tsd. Euro (Vorjahr 64.242 Tsd. Euro) ist auf drei Jahre begrenzt. 81.972 Tsd. Euro (Vorjahr 80.506 Tsd. Euro) verfallen innerhalb von 7 Jahren und 12.708 Tsd. Euro (Vorjahr 7.781 Tsd. Euro) innerhalb von 17 Jahren.
Der Betrag der abzugsfähigen temporären Differenzen, für den in der Bilanz kein latenter Steueranspruch angesetzt wurde, beläuft sich auf 253.882 Tsd. Euro (Vorjahr 82.952 Tsd. Euro).
Im Berichtsjahr bestanden bei inländischen und ausländischen Konzerngesellschaften, die im abgelaufenen Geschäftsjahr oder in Vorjahren Verluste erzielten, aktive latente Steuern aus temporären Differenzen oder Verlustvorträgen in Höhe von 157.297 Tsd. Euro (Vorjahr 153.666 Tsd. Euro), die als werthaltig beurteilt werden. Der Ansatz der latenten Steueransprüche in Bezug auf steuerliche Verluste wird durch die prognostizierten künftigen steuerpflichtigen Gewinne der Gruppe unter Bezugnahme auf den aktuellen Auftragsbestand, die erwarteten Auftragseingänge und die bisherige Leistung unterstützt.
Auf Zinsvorträge in Höhe von 398.880 Tsd. Euro (Vorjahr 440.867 Tsd. Euro) wurden keine aktiven latenten Steuern angesetzt. Die Veränderungen der Zinsvorträge resultieren aus Anpassungen an die Betriebsprüfung sowie aus laufenden Änderungen.
Auf temporäre Differenzen in Höhe von 9.422 Tsd. Euro (Vorjahr 17.609 Tsd. Euro), die im Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen stehen, wurden keine latenten Steuerschulden bilanziert, da die Umkehrung vom Konzern bestimmt werden kann und es nicht wahrscheinlich ist, dass sich diese temporären Differenzen in absehbarer Zeit umkehren werden.
Im Geschäftsjahr wurden folgende latente Steuern erfolgsneutral erfasst:
| (In Tsd. EUR) | 2021 | 2020 |
| Veränderung erfolgsneutral erfasster latenter Steuern | -112.076 | 38.209 |
| davon Änderung Konsolidierungskreis / Sonstiges | -55.058 | 16.342 |
| davon Umrechnung ausländischer Abschlüsse | 7.449 | 2.255 |
| davon im Gesamtergebnis erfasste latente Steuern für die erfolgsneutrale Bewertung von originären und derivativen Finanzinstrumenten | -28.477 | 9.834 |
| davon im Gesamtergebnis erfasste latente Steuern für die Neubewertung leistungsorientierter Pläne | -35.990 | 9.778 |
| (In Tsd. EUR) | 31.12.2021 | 31.12.2020 |
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 157.072 | 123.658 |
| Unfertige Leistungen und Erzeugnisse | 174.498 | 146.773 |
| Fertige Erzeugnisse | 10.711 | 10.407 |
| Geleistete Anzahlungen | 2.934 | 3.256 |
| 345.215 | 284.094 |
Gemäß IAS 23 wurden unter den unfertigen Leistungen Fremdkapitalkosten in Höhe von 18.987 Tsd. Euro (Vorjahr 18.793 Tsd. Euro) aktiviert. Bei der Ermittlung der Fremdkapitalkosten wurden Zinssätze zwischen 1,32 Prozent und 6,63 Prozent zugrunde gelegt (Vorjahr Zinssätze zwischen 1,56 Prozent und 6,63 Prozent).
Die Vorräte unterliegen - wie im Vorjahr - keinen Verfügungsbeschränkungen.
Bei den kurzfristigen Wertpapieren in Höhe von 571.825 Tsd. Euro (Vorjahr 473.537 Tsd. Euro) handelt es sich im Wesentlichen um festverzinsliche Titel mit einer Restlaufzeit bei Erwerb von mehr als drei Monaten, für die keine dauerhafte Halteabsicht besteht. Darüber hinaus beinhalten sie Aktien, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, sowie in Spezial- und Investmentfonds gehaltene Wertpapiere. Bei Erwerb der Aktien ist nicht beabsichtigt, diese kurzfristig zu veräußern.
Die kurzfristigen Wertpapiere, die der Bewertungskategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" angehören, werden im Wesentlichen auf Basis der Regelungen des "Overlay-Approach" abgebildet.
Die kurzfristigen Wertpapiere sind in Höhe von 3.499 Tsd. Euro (Vorjahr 3.604 Tsd. Euro) als Sicherheiten für die Ansprüche von Mitarbeitenden aus Altersteilzeit verpfändet.
Außerhalb der extern gemanagten Anlagen werden in der Direktanlage ausschließlich Anleihen erstklassiger Emittenten gekauft und durch eine breite Diversifizierung Konzentrationsrisiken in Bezug auf einzelne Emittenten strikt vermieden.
Flüssige Mittel in Höhe von 4.281.642 Tsd. Euro (Vorjahr 4.949.899 Tsd. Euro) bestehen als Kassenbestände, als Guthaben bei Kreditinstituten sowie als kurzfristig veräußerbare Wertpapiere mit einer Restlaufzeit bei Erwerb von bis zu drei Monaten. Diese unterliegen nur unwesentlichen Wertschwankungen. Einige flüssige Mittel in Höhe von 277.233 Tsd. Euro (Vorjahr 281.526 Tsd. Euro) sind verfügungsbeschränkt, entfallend auf bestimmte betriebliche Beschränkungen in Höhe von 111.239 Tsd. Euro (Vorjahr 144.376 Tsd. Euro) sowie im Zusammenhang mit dem Verkauf von Forderungen in Höhe von 165.994 Tsd. Euro (Vorjahr 137.150 Tsd. Euro).
Die Darstellung der Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals ist Bestandteil des Konzernabschlusses.
Das Grundkapital der Gesellschaft ist in 70.646.707 auf den Inhaber lautende Stückaktien eingeteilt und beträgt 180.855.569,92 Euro. Der auf die einzelne Aktie entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals beträgt 2,56 Euro. Zum 31. Dezember 2021 ergibt sich für die HOCHTIEF Aktiengesellschaft ein Bestand an eigenen Aktien im Sinne von § 160 Abs. 1 Nr. 2 AktG von insgesamt 2.525.851 Stück (Vorjahr 2.459.263 Stück). Diese Aktien wurden seit dem 7. Oktober 2014 für die in den Hauptversammlungsbeschlüssen vom 7. Mai 2014, 6. Mai 2015 und 28. April 2020 genannten Zwecke und zur Verwendung für alle sonstigen aktienrechtlich zulässigen Zwecke erworben. Der auf diese eigenen Aktien entfallende Betrag des Grundkapitals beträgt 6.466.178,56 Euro (3,58 Prozent des Grundkapitals) gegenüber dem Vorjahr 6.295.713,28 Euro und 3,48 Prozent.
Am 8. November 2021 wurde ein Aktienrückkaufprogramm beschlossen. Demnach können bis zu 4.610.379 Stückaktien der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, das sind rund 6,5 Prozent des Grundkapitals, von der HOCHTIEF Aktiengesellschaft zurückgekauft werden. Der Erwerb soll ausschließlich über das Xetra-Handelssystem erfolgen. Der Rückkauf findet im Zeitraum 8. November 2021 bis 7. November 2022 statt. Das Aktienrückkaufprogramm basiert auf der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 28. April 2020, bis zum 27. April 2025 Aktien in Höhe von bis zu zehn Prozent des im Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung bestehenden Grundkapitals zurückzukaufen. Der Rückkauf wird durch eine von der Gesellschaft mandatierte Bank und in Übereinstimmung mit Artikel 2 bis 4 der Delegierten Verordnung (EU) 2016/1052 der Kommission vom 8. März 2016 durchgeführt. Zum Stichtag 31.12.2021 wurden 0,1013 Prozent des Grundkapitals zurückgekauft. Dies entspricht 71.560 Aktien.
4.972 eigene Aktien wurden im Mai 2021 an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft zu einem Preis von 75,60 Euro je Aktie mit der Verpflichtung übertragen, sie für einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren seit der Übertragung zu halten. Damit wurden bestehende Ansprüche der Übertragungsempfänger auf variable Vergütung getilgt. Der auf diese Aktien entfallende Betrag des Grundkapitals beträgt 12.728,32 Euro (0,007 Prozent des Grundkapitals).
Die Kapitalrücklage enthält unverändert das Aufgeld aus der Ausgabe von Aktien durch die HOCHTIEF Aktiengesellschaft in Höhe von 1.674.269 Tsd. Euro, den Buchgewinn aus der Veräußerung eigener Aktien (4.309 Tsd. Euro) sowie die auf die eingezogenen Aktien der Geschäftsjahre 2016 (12.824 Tsd. Euro) und 2014 (19.688 Tsd. Euro) entfallenden Beträge des Grundkapitals.
Der Bilanzgewinn der HOCHTIEF Aktiengesellschaft und der Bilanzgewinn des HOCHTIEF-Konzerns sind identisch. Die im Geschäftsjahr ausgeschüttete Dividende betrug 267.977 Tsd. Euro (Vorjahr 405.684 Tsd. Euro).
Dem Vorstand sind keine Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, bekannt.
Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, existieren nicht. Es ist dem Vorstand nicht bekannt, dass Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben.
Gesetzliche Vorschriften über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und über die Änderung der Satzung finden sich in den §§ 84, 85 AktG beziehungsweise §§ 179, 133 AktG. Nach § 7 Abs. 1 der Satzung besteht der Vorstand mindestens aus zwei Personen. § 23 Abs. 1 der Satzung bestimmt, dass die Beschlüsse der Hauptversammlung mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst werden, sofern nicht das Gesetz zwingend etwas anderes bestimmt. Soweit das Gesetz außer der Stimmenmehrheit eine Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Kapitals verlangt, genügt nach § 23 Abs. 3 der Satzung die einfache Mehrheit, sofern nicht zwingend eine andere Mehrheit vorgeschrieben ist.
Nach Maßgabe des Beschlusses der Hauptversammlung vom 10. Mai 2017 und des am 24. Oktober 2018 geänderten § 4 Abs. 5 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital bis zum 9. Mai 2022 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals um bis zu insgesamt 65.752 Tsd. Euro zu erhöhen (genehmigtes Kapital I). Die weiteren Einzelheiten ergeben sich aus der vorgenannten Satzungsbestimmung.
Nach Maßgabe des Beschlusses der Hauptversammlung vom 7. Mai 2019 und des entsprechend eingefügten § 4 Abs. 6 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital bis zum 6. Mai 2024 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals um bis zu insgesamt 24.675 Tsd. Euro zu erhöhen (genehmigtes Kapital II). Die weiteren Einzelheiten ergeben sich aus der vorgenannten Satzungsbestimmung.
Nach Maßgabe des Beschlusses der Hauptversammlung vom 10. Mai 2017 und des insoweit geänderten § 4 Abs. 4 der Satzung ist das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 46.080 Tsd. Euro, eingeteilt in bis zu 18 Mio. Stück auf den Inhaber lautende Stückaktien, bedingt erhöht (bedingtes Kapital). Durch den Beschluss wird der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 9. Mai 2022 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber oder auf den Namen lautende Options- und/oder Wandelanleihen, Genussrechte oder Gewinnschuldverschreibungen oder eine Kombination dieser Instrumente (zusammen "Schuldverschreibungen") im Gesamtnennbetrag von bis zu 4.000.000.000,00 Euro mit oder ohne Laufzeitbeschränkung auszugeben und den Inhabern oder Gläubigern von Optionsanleihen oder Optionsgenussscheinen oder Optionsgewinnschuldverschreibungen Optionsrechte oder -pflichten oder den Inhabern oder Gläubigern von Wandelanleihen oder Wandelgenussscheinen oder Wandelgewinnschuldverschreibungen Wandlungsrechte oder -pflichten auf bis zu 18 Mio. auf den Inhaber lautende Stückaktien der HOCHTIEF Aktiengesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von insgesamt bis zu 46.080.000,00 Euro nach näherer Maßgabe der Bedingungen dieser Schuldverschreibungen zu gewähren oder aufzuerlegen.
Ermächtigung zum Aktienrückkauf:
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 28. April 2020 ist die Gesellschaft gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt worden, eigene Aktien zu erwerben. Diese Ermächtigung gilt bis zum 27. April 2025. Sie ist insgesamt auf einen Anteil von zehn Prozent des im Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung oder - falls dieser Wert geringer ist - des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals beschränkt. Die Ermächtigung kann unmittelbar durch die Gesellschaft oder durch ein von der Gesellschaft abhängiges oder in ihrem Mehrheitsbesitz stehendes Unternehmen oder durch von der Gesellschaft oder von der Gesellschaft abhängige oder in ihrem Mehrheitsbesitz stehende Unternehmen beauftragte Dritte ausgeübt werden und erlaubt den Erwerb eigener Aktien im ganzen Umfang der Ermächtigung oder in Teilbeträgen sowie den einmaligen oder mehrmaligen Erwerb. Der Erwerb eigener Aktien kann über die Börse oder mittels eines an sämtliche Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots oder mittels einer an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten oder durch die Ausgabe von Andienungsrechten an die Aktionäre erfolgen. Die Bedingungen für den Erwerb werden im Beschluss weiter spezifiziert.
Der Vorstand ist durch den Beschluss der Hauptversammlung vom 28. April 2020 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bei einer Veräußerung eigener Aktien durch ein Angebot an alle Aktionäre den Inhabern der von der Gesellschaft oder einem ihrer nachgeordneten Konzernunternehmen ausgegebenen Options- und /oder Wandelanleihen ein Bezugsrecht auf die Aktien zu gewähren. Der Vorstand ist weiter ermächtigt, eigene Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an sämtliche Aktionäre zu veräußern, wenn die Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenkurs von Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet.
Der Vorstand der HOCHTIEF Aktiengesellschaft ist ferner unter den nachstehenden Voraussetzungen ermächtigt, eigene Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats Dritten in anderer Weise als über die Börse oder mittels Angebot an sämtliche Aktionäre anzubieten und zu übertragen. Dies kann im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen oder Beteiligungen daran oder von Unternehmensteilen oder von sonstigen Vermögensgegenständen oder im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen geschehen. Dies ist außerdem zulässig zur Einführung von Aktien der Gesellschaft an ausländischen Börsen, an denen sie bisher nicht zum Handel zugelassen sind. Außerdem dürfen die Aktien Personen zum Erwerb angeboten werden, die im Arbeitsverhältnis zu der Gesellschaft oder einem mit ihr verbundenen Unternehmen stehen oder standen. Außerdem dürfen die Aktien den Inhabern der von der Gesellschaft oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen der Gesellschaft begebenen Schuldverschreibungen bei Ausübung ihrer Options- und/oder Wandlungsrechte und/oder -pflichten gewährt werden.
Weiterhin dürfen die Aktien (amtierenden oder ausgeschiedenen) Mitgliedern des Vorstands der Gesellschaft und (amtierenden oder ausgeschiedenen) Mitgliedern von Vorständen und Geschäftsführungen der von der Gesellschaft abhängigen Unternehmen im Sinne von § 17 AktG sowie Personen, die im Arbeitsverhältnis zu der Gesellschaft oder einem von der Gesellschaft abhängigen Unternehmen im Sinne von § 17 AktG stehen oder standen, mit der Verpflichtung übertragen werden, sie für einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren seit der Übertragung zu halten. Eine solche Übertragung ist nur zulässig, um bestehende Ansprüche des Übertragungsempfängers auf variable Vergütung zu tilgen. Die weiteren Bedingungen der Übertragung werden im Beschluss weiter spezifiziert. Im Fall der Ausgabe der Aktien an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft entscheidet allein der Aufsichtsrat der Gesellschaft über die Ausgabe.
Das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auf diese eigenen Aktien wird gemäß §§ 71 Abs. 1 Nr. 8, 186 Abs. 3 und 4 AktG insoweit ausgeschlossen, wie diese Aktien gemäß den vorstehenden Ermächtigungen verwendet werden.
Weiterhin ist der Vorstand ermächtigt, die eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats einzuziehen, ohne dass die Einziehung und ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedürfen.
Die Bedingungen der Bezugsrechtsgewährung, Veräußerung, Übertragung beziehungsweise Einziehung der eigenen Aktien werden in dem Beschluss der Hauptversammlung weiter spezifiziert.
Durch weiteren Beschluss der Hauptversammlung vom 28. April 2020 ist die Gesellschaft zum Einsatz von Eigenkapitalderivaten im Rahmen des Erwerbs eigener Aktien gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG sowie zum Ausschluss des Andienungs- und Bezugsrechts ermächtigt worden. Dadurch soll das Volumen an Aktien, das insgesamt erworben werden darf, nicht erhöht werden; es werden lediglich im Rahmen der Höchstgrenze der vorgenannten Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien und unter Anrechnung auf diese Höchstgrenze weitere Handlungsalternativen zum Erwerb eigener Aktien eröffnet. Der Vorstand ist ermächtigt worden, Optionen zu erwerben, die der Gesellschaft das Recht vermitteln, bei Ausübung der Optionen Aktien der Gesellschaft zu erwerben (Call-Optionen). Der Vorstand ist ferner ermächtigt worden, Optionen zu veräußern, welche die Gesellschaft bei Ausübung der Optionen durch deren Inhaber zum Erwerb von Aktien der Gesellschaft verpflichten (Put-Optionen). Ferner kann der Erwerb unter Einsatz einer Kombination aus Call- und Put-Optionen oder Terminkaufverträgen erfolgen. Die Bedingungen zum Einsatz von Eigenkapitalderivaten im Rahmen des Erwerbs eigener Aktien sowie zum Ausschluss des Andienungs- und Bezugsrechts werden in dem Beschluss der Hauptversammlung weiter spezifiziert.
Die Anteile ohne beherrschenden Einfluss in Höhe von 284.764 Tsd. Euro (Vorjahr 293.012 Tsd. Euro) ergeben sich aus Dritten zustehenden Anteilen am Eigenkapital von einbezogenen Konzerngesellschaften; sie betreffen mit 146.326 Tsd. Euro (Vorjahr 90.539 Tsd. Euro) die CIMIC-Gruppe.
Die CIMIC Group Limited ist ein Tochterunternehmen der HOCHTIEF Aktiengesellschaft mit Sitz in Sydney, Australien. Im Konzernabschluss der HOCHTIEF Aktiengesellschaft werden nicht beherrschende Anteile an der CIMIC-Gruppe ausgewiesen, die für HOCHTIEF wesentlich sind. Der Anteil an unserer australischen Tochter CIMIC liegt zum 31. Dezember 2021 bei 78,58 Prozent (Vorjahr 78,58 Prozent). Die folgende Übersicht enthält zusammengefasste Finanzinformationen über das Tochterunternehmen:
| (In Tsd. EUR) | 2021 | 2020 |
| Langfristige Vermögenswerte | 2.659.431 | 2.575.683 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 2.981.557 | 3.273.155 |
| Langfristige Schulden | 1.701.890 | 1.994.075 |
| Kurzfristige Schulden | 3.247.958 | 3.293.583 |
| Eigenkapital | 691.140 | 561.180 |
| davon Anteile ohne beherrschenden Einfluss | -2.184 | -46.820 |
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss am Eigenkapital insgesamt | 146.326 | 83.414 |
| Umsatzerlöse | 6.137.317 | 6.886.332 |
| Ergebnis vor Steuern | 315.364 | 598.654 |
| Ertragsteuern | -59.396 | -226.419 |
| Ergebnis nach Steuern | 255.968 | 372.235 |
| davon Anteile ohne beherrschenden Einfluss | 1.210 | -2.039 |
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss am Ergebnis nach Steuern insgesamt | 55.779 | 78.131 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | -87.330 | -160.054 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -36.284 | 925.595 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -616.805 | 89.449 |
Die erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen stellen einen Bestandteil der Gewinnrücklagen dar. Erfasst werden dort die erfolgsneutralen Änderungen des beizulegenden Zeitwerts aus der Marktbewertung von originären und derivativen Finanzinstrumenten sowie Währungsdifferenzen aus der Umrechnung von ausländischen Abschlüssen. Des Weiteren beinhalten die erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen den Anteil der erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen von at Equity bilanzierten assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen sowie die Neubewertung von leistungsorientierten Plänen, die zukünftig nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umzugliedern ist.
Die Veränderungen der direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen stellen sich im Vorjahresvergleich wie folgt dar:
| (In Tsd. EUR) | 2021 | 2020 |
| Unterschied aus der Währungsumrechnung | ||
| Erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen des laufenden Jahres | 155.510 | -254.261 |
| Erfolgswirksame Umgliederungen in die Gewinn- und Verlustrechnung | -2.480 | 32.163 |
| 153.030 | -222.098 | |
| Marktbewertung von Finanzinstrumenten - originär | ||
| Erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen des laufenden Jahres | 59.694 | -350 |
| Erfolgswirksame Umgliederungen in die Gewinn- und Verlustrechnung | -3.639 | -3.414 |
| 56.055 | -3.764 | |
| Marktbewertung von Finanzinstrumenten - derivativ | ||
| Erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen des laufenden Jahres | 5.730 | -3.956 |
| Erfolgswirksame Umgliederungen in die Gewinn- und Verlustrechnung | - | 2.035 |
| 5.730 | -1.921 | |
| Anteil der direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen von at Equity bilanzierten assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen | ||
| Erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen des laufenden Jahres | 69.429 | -72.246 |
| Erfolgswirksame Umgliederungen in die Gewinn- und Verlustrechnung | 4.713 | 6.140 |
| 74.142 | -66.106 | |
| Neubewertung von leistungsorientierten Plänen | -3.818 | -28.969 |
| Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen nach Steuern | 285.139 | -322.858 |
Die Ertragsteuereffekte auf die Veränderungen der direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen verteilen sich wie folgt:
| 2021 | 2020 | |||||
| (In Tsd. EUR) | Betrag vor Ertragsteuern | Ertragsteuern | Betrag nach Ertragsteuern | Betrag vor Ertragsteuern | Ertragsteuern | Betrag nach Ertragsteuern |
| Unterschied aus der Währungsumrechnung | 153.030 | - | 153.030 | -222.098 | - | -222.098 |
| Marktbewertung von Finanzinstrumenten -originär | 72.115 | -16.060 | 56.055 | -13.006 | 9.242 | -3.764 |
| Marktbewertung von Finanzinstrumenten -derivativ | 18.147 | -12.417 | 5.730 | -2.513 | 592 | -1.921 |
| Anteil der direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen von at Equity bilanzierten assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen | 74.142 | - | 74.142 | -66.106 | - | -66.106 |
| Neubewertung von leistungsorientierten Plänen | 32.172 | -35.990 | -3.818 | -38.747 | 9.778 | -28.969 |
| Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | 349.606 | -64.467 | 285.139 | -342.470 | 19.612 | -322.858 |
Während des Berichtsjahres bestanden folgende aktienbasierte Vergütungssysteme für Führungskräfte der HOCHTIEF Aktiengesellschaft und nachgeordneter verbundener Unternehmen:
Im Geschäftsjahr 2017 wurde für die Mitglieder des Vorstands und für ausgewählte Führungskräfte auf Basis eines Beschlusses des Aufsichtsrats ein Long-Term-Incentive-Plan 2017 (LTIP 2017) aufgelegt. Der Plan basiert auf Performance-Stock-Awards.
Die Planbedingungen sehen vor, dass die Berechtigten von der gewährenden Gesellschaft für jeden Performance-Stock-Award (PSA) nach Ablauf einer Wartezeit von drei Jahren innerhalb des zweijährigen Ausübungszeitraums einen Zahlungsanspruch in Höhe des Börsenschlusskurses der HOCHTIEF-Aktie des letzten Börsenhandelstags vor dem Ausübungstag zuzüglich eines Performance-Bonusses haben. Die Höhe des Performance-Bonusses ist abhängig vom bereinigten Free Cashflow des jeweils letzten abgelaufenen Geschäftsjahres vor der Ausübung.
Der Gewinn ist auf 514,62 Euro pro PSA begrenzt.
Im Geschäftsjahr 2018 wurde für die Mitglieder des Vorstands und für ausgewählte Führungskräfte auf Basis eines Beschlusses des Aufsichtsrats ein Long-Term-Incentive-Plan 2018 (LTIP 2018) aufgelegt. Der Plan basiert auf Performance-Stock-Awards.
Die Planbedingungen sehen vor, dass die Berechtigten von der gewährenden Gesellschaft für jeden Performance-Stock-Award (PSA) nach Ablauf einer Wartezeit von drei Jahren innerhalb des zweijährigen Ausübungszeitraums einen Zahlungsanspruch in Höhe des Börsenschlusskurses der HOCHTIEF-Aktie des letzten Börsenhandelstags vor dem Ausübungstag zuzüglich eines Performance-Bonusses haben. Die Höhe des Performance-Bonusses ist für die jeweilige Gesellschaft abhängig von der relevanten Cash-Kennzahl des jeweils letzten abgelaufenen Geschäftsjahres vor der Ausübung. Für die Vorstände und Führungskräfte der HOCHTIEF Aktiengesellschaft ist der Performance-Bonus abhängig vom bereinigten Free Cashflow.
Der Gewinn ist auf 533,70 Euro pro PSA begrenzt.
Im Geschäftsjahr 2019 wurde für die Mitglieder des Vorstands und für ausgewählte Führungskräfte auf Basis eines Beschlusses des Aufsichtsrats ein Long-Term-Incentive-Plan 2019 (LTIP 2019) aufgelegt. Der Plan basiert auf Performance-Stock-Awards.
Die Planbedingungen sehen vor, dass die Berechtigten von der gewährenden Gesellschaft für jeden Performance-Stock-Award (PSA) nach Ablauf einer Wartezeit von drei Jahren innerhalb des zweijährigen Ausübungszeitraums einen Zahlungsanspruch in Höhe des Börsenschlusskurses der HOCHTIEF-Aktie des letzten Börsenhandelstags vor dem Ausübungstag zuzüglich eines Performance-Bonusses haben. Die Höhe des Performance-Bonusses ist für die jeweilige Gesellschaft abhängig von der relevanten Cash-Kennzahl des jeweils letzten abgelaufenen Geschäftsjahres vor der Ausübung. Für die Vorstände und Führungskräfte der HOCHTIEF Aktiengesellschaft ist der Performance-Bonus abhängig vom bereinigten Free Cashflow.
Der Gewinn ist auf 477,12 Euro pro PSA begrenzt.
Im Geschäftsjahr 2021 wurde für die Mitglieder des Vorstands und für ausgewählte Führungskräfte auf Basis eines Beschlusses des Aufsichtsrats ein Long-Term-Incentive-Plan 2021 (LTIP 2021) aufgelegt. Der Plan basiert auf Performance-Stock-Awards.
Die Planbedingungen sehen vor, dass die Berechtigten von der gewährenden Gesellschaft für jeden Performance-Stock-Award (PSA) nach Ablauf einer Wartezeit von drei Jahren innerhalb des zweijährigen Ausübungszeitraums einen Zahlungsanspruch in Höhe des Börsenschlusskurses der HOCHTIEF-Aktie des letzten Börsenhandelstags vor dem Ausübungstag zuzüglich eines Performance-Bonusses haben. Die Höhe des Performance-Bonusses ist für die jeweilige Gesellschaft abhängig von der relevanten Cash-Kennzahl der letzten drei Jahre vor der Ausübung. Für die Vorstände und Führungskräfte der HOCHTIEF Aktiengesellschaft ist der Performance-Bonus abhängig vom bereinigten Free Cashflow des jeweils letzten abgelaufenen Geschäftsjahres vor der Ausübung.
Der Gewinn ist auf 292,95 Euro pro PSA begrenzt.
Die Ausübungsbedingungen aller aufgelegten Pläne sehen vor, dass bei Ausübung - und bei Vorliegen aller anderen hierzu erforderlichen Voraussetzungen - die HOCHTIEF Aktiengesellschaft grundsätzlich ein Wahlrecht hat, anstelle der Auszahlung des Gewinns auch HOCHTIEF-Aktien zu liefern. Soweit die Bezugsberechtigten nicht bei der HOCHTIEF Aktiengesellschaft beschäftigt sind, werden die mit der Ausübung entstehenden Aufwendungen durch das jeweilige verbundene Unternehmen getragen.
Für die Pläne sind bislang die folgenden Stückzahlen ausgegeben, verfallen oder ausgeübt worden:
| Ursprünglich ausgegeben | Stand 31.12.2020 | 2021 neu gewährt | 2021 verfallen | 2021 ausgeübt/ abgegolten | Stand 31.12.2021 | |
| LTIP 2017 - Performance-Stock-Awards | 20.081 | 16.181 | - | - | 13.981 | 2.200 |
| LTIP 2018 - Performance-Stock-Awards | 20.069 | 20.069 | - | - | 2.450 | 17.619 |
| LTIP 2019 - Performance-Stock-Awards | 21.485 | 21.485 | - | 300 | - | 21.185 |
| LTIP 2021 - Performance-Stock-Awards | - | - | 12.857 | - | - | 12.857 |
Für die vorstehend genannten aktienbasierten Vergütungspläne waren zum Bilanzstichtag Rückstellungen in Höhe von 6.682 Tsd. Euro (Vorjahr 8.356 Tsd. Euro) passiviert. Der Gesamtaufwand für die genannten Pläne betrug im Berichtsjahr 765 Tsd. Euro (Vorjahr 985 Tsd. Euro). Der innere Wert der zum Ende der Berichtsperiode ausübbaren Pläne betrug 1.321 Tsd. Euro (Vorjahr 1.309 Tsd. Euro).
Bei leistungsorientierten Versorgungsplänen besteht die Verpflichtung des Unternehmens darin, zugesagte Leistungen an aktive und frühere Mitarbeitende zu erbringen. In Deutschland bestehen die Pensionsverpflichtungen im Wesentlichen aus Direktzusagen der aktuellen Versorgungsordnung 2000+ und aus Plänen mit Entgeltumwandlungen. Die Versorgungsordnung 2000+ besteht seit dem 01. Januar 2000 in Form eines beitragsorientierten Bausteinsystems. Der jährliche Rentenbaustein hängt vom Einkommen und vom Lebensalter des Beschäftigten ("Verrentungsfaktor") ab sowie von einem allgemeinen Versorgungsbeitrag, der durch die HOCHTIEF Aktiengesellschaft alle drei Jahre geprüft und gegebenenfalls angepasst wird. Die Summe aller erworbenen jährlichen Rentenbausteine ergibt die spätere Versorgungsleistung. Bei leitenden Angestellten bestehen vereinzelt noch dienstzeit- und endgehaltsabhängige Pensionszusagen, die jedoch seit 1995 mit Ausnahme des Vorstandsbereichs nicht mehr angeboten werden. Die Leistung umfasst eine Altersrente, eine Invalidenrente sowie eine Hinterbliebenenrente und wird fast ausschließlich als lebenslange Annuitätenzahlung gewährt.
Darüber hinaus hatten Mitarbeitende im Inland bis zum 31. Dezember 2013 die Möglichkeit, an einer Entgeltumwandlung zugunsten betrieblicher Altersversorgung teilzunehmen. Das umgewandelte Entgelt wurde in ausgewählte Investmentfonds investiert. Der Leistungsanspruch richtet sich nach dem Zeitwert der erworbenen Fondsanteile bei Renteneintritt. Er entspricht jedoch mindestens dem umgewandelten Entgelt einschließlich einer von HOCHTIEF garantierten Erhöhung, die zwischen 3,50 und 1,75 Prozent p.a. liegt. Bei Renteneintritt besteht ein Wahlrecht zwischen einer Kapitalzahlung oder einer fünf- beziehungsweise sechsjährigen Annuitätenzahlung.
Leistungsorientierte Pensionspläne im Ausland bestehen bei Turner in den USA und bei HOCHTIEF (UK) in Großbritannien. Der wesentliche leistungsorientierte Pensionsplan bei Turner wurde zum 30. September 2021 abgefunden beziehungsweise an Versicherungen ausgegliedert. Zuvor wurde der Plan zum 31. Dezember 2003 eingefroren, sodass daraus keine neuen Ansprüche mehr erworben werden konnten. Im Rahmen der Ausgliederung wurden den Pensionsberechtigten Einmalzahlungen und/oder die Übertragung ihrer Ansprüche auf den beitragsorientierten Turner Retirement Investment Plan ("TRIP") 401(k) angeboten. Pensionsverpflichtungen, die nicht durch Einmalzahlungen abgefunden werden konnten, wurden an Versicherungen ausgegliedert. Insgesamt wurde ein Betrag in Höhe von 194.544 Tsd. Euro an die Pensionsberechtigten beziehungsweise an Versicherungen gezahlt. Daraus resultierten 557 Tsd. Euro Erträge aus der Planabgeltung. Nach der Planabgeltung verblieb ein Planvermögen in Höhe von 11.679 Tsd Euro, welches im Geschäftsjahr 2022 für Beitragszahlungen an den TRIP 401(k) Plan verwendet wird. Die verbleibenden Verpflichtungen bei Turner enthalten im Wesentlichen pensionsähnliche Verpflichtungen für künftige Krankheitskosten von Rentnern. HOCHTIEF (UK) hat einen dienstzeitabhängigen, endgehaltsbezogenen Pensionsplan. Für jedes Beschäftigungsjahr wird 1/75 des letzten pensionsfähigen Endgehalts als monatliche Rente gewährt. Die Zusagen umfassen Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenleistungen.
Die leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen im HOCHTIEF-Konzern setzen sich wie folgt zusammen:
| 31.12.2021 | |||
| (In Tsd. EUR) | Deutschland | USA | Großbritannien |
| Aktive Mitarbeitende | 141.511 | 174 | 11.099 |
| davon endgehaltsabhängig | 31.832 | - | 11.099 |
| davon nicht endgehaltsabhängig | 109.679 | 174 | - |
| Unverfallbare Ansprüche | 155.684 | 9 | 20.572 |
| Laufende Pensionen | 483.991 | 592 | 26.505 |
| Pensionsähnliche Verpflichtungen | 86 | 62.572 | - |
| Gesamt | 781.272 | 63.347 | 58.176 |
| Duration in Jahren (gewichtet) | 14,6 | 13,8 | 17,4 |
| 31.12.2020 | |||
| (In Tsd. EUR) | Deutschland | USA | Großbritannien |
| Aktive Mitarbeitende | 145.340 | 78.340 | 9.980 |
| davon endgehaltsabhängig | 29.113 | - | 9.980 |
| davon nicht endgehaltsabhängig | 116.227 | 78.340 | - |
| Unverfallbare Ansprüche | 163.479 | 42.675 | 19.846 |
| Laufende Pensionen | 509.540 | 90.078 | 26.225 |
| Pensionsähnliche Verpflichtungen | 90 | 65.813 | - |
| Gesamt | 818.449 | 276.906 | 56.051 |
| Duration in Jahren (gewichtet) | 15,0 | 10,1 | 19,3 |
Hinsichtlich der Finanzierung von Pensionszusagen bestehen in Deutschland keine gesetzlichen oder regulatorischen Mindestdotierungsverpflichtungen. Die inländischen Pensionsverpflichtungen sind ausschließlich fondsfinanziert. Die Fondsfinanzierung erfolgt über ein Contractual-Trust-Arrangement (CTA). Die übertragenen Vermögenswerte werden durch einen externen Treuhänder verwaltet und dienen ausschließlich der Finanzierung der inländischen Pensionsverpflichtungen. Übertragene Barmittel werden am Kapitalmarkt nach Maßgabe der im Treuhandvertrag und in den Kapitalanlagerichtlinien festgelegten Anlagegrundsätze investiert. Die Anlageentscheidungen werden nicht durch den Treuhänder, sondern durch einen Anlageausschuss getroffen.
Basis der Anlagerichtlinien und der jeweiligen Anlageentscheidungen sind die Ergebnisse der in regelmäßigen Abständen von drei bis fünf Jahren durch externe Spezialisten erstellten sogenannten Asset-Liability-Matching-Studie (ALM-Studie). Darin wird die Entwicklung der Pensionsverbindlichkeiten und weiterer wichtiger wirtschaftlicher Faktoren über einen sehr weit in die Zukunft reichenden Zeitraum und in zahlreichen verschiedenen Modellkombinationen simuliert (Monte-Carlo-Simulation). Anhand diverser Kriterien wird im Ergebnis der ALM-Studie dann die zur langfristigen Sicherstellung der Bedienung der Pensionsverbindlichkeiten optimale Assetallokation ermittelt.
Zur Sicherstellung einer möglichst optimalen und konservativ ausgelegten Risikostruktur ist zudem ein sogenanntes Risiko-Overlay-Management durch einen externen Overlay-Manager etabliert worden. Dieser verfügt über ein fest definiertes jährliches Risikobudget und handelt auf Basis eines klar strukturierten Prozesses zum Overlay-Management vollkommen autark. HOCHTIEF verfolgt eine möglichst vollumfänglich gedeckte Finanzierung der Pensionszusagen und eine jährliche oder zumindest zeitnahe Dotierung neu erdienter Dienstzeitaufwendungen. Bei bestehenden Unterdeckungen leisten die Gesellschaften von Zeit zu Zeit darüber hinaus zusätzliche Zuführungen. Pensionszusagen in Deutschland, die über die Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung hinausgehen, werden zusätzlich durch Rückdeckungsversicherungen abgedeckt. Pensionsverpflichtungen aus der bis zum 31. Dezember 2013 angebotenen Entgeltumwandlung der Mitarbeitenden wurden durch den Erwerb von Publikumsfondsanteilen abgesichert. Der Deckungsgrad der durch den HOCHTIEF Pension Trust e. V. abgedeckten Verpflichtungen beträgt zum 31. Dezember 2021 etwa 47 Prozent (Vorjahr 45 Prozent); insgesamt beträgt der Deckungsgrad in Deutschland etwa 53 Prozent (Vorjahr 51 Prozent). Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Pensionsverpflichtungen in den letzten Jahren durch die gesunkenen Kapitalmarktzinsen erheblich angestiegen sind und dass bei einer entsprechenden Erholung des Zinsniveaus der Deckungsgrad wieder deutlich ansteigen wird.
Die eingefrorenen leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen der Turner-Gruppe wurden ebenfalls durch einen Pensionsfonds abgedeckt. Zum 30. September 2021 wurden diese Pensionsverpflichtungen ausgegliedert und das Planvermögen für Einmalzahlungen an Versicherungen und an die Pensionsberechtigten genutzt. Der nach der Ausgliederung verbliebende Überschuss des Planvermögens wird im Geschäftsjahr 2022 für Leistungen an beitragsorientierte Pensionspläne verwendet.
Auch bei HOCHTIEF (UK) erfolgt die Fondsfinanzierung über eine Treuhandlösung. Es bestehen gesetzliche Mindestdotierungsverpflichtungen. Falls die vorgesehenen Dotierungen nicht ausreichen, um eine Unterdeckung des Plans auszugleichen, wird ein zusätzlicher Sanierungsplan erstellt. Eine Überprüfung der Finanzierung des Plans erfolgt mindestens alle drei Jahre. Der Deckungsgrad der Pensionsverpflichtungen bei HOCHTIEF (UK) beträgt etwa 83 Prozent (Vorjahr 74 Prozent).
Die Deckung des Anwartschaftsbarwerts durch Planvermögen ist in folgender Übersicht dargestellt:
| 31.12.2021 | 31.12.2020 | |||
| (In Tsd. EUR) | Anwartschaftsbarwert | Planvermögen | Anwartschaftsbarwert | Planvermögen |
| Ohne Planvermögensdeckung | 63.347 | - | 67.008 | - |
| Teilweise Planvermögensdeckung | 837.443 | 459.417 | 872.232 | 457.633 |
| Unvollständige Planvermögensdeckung | 900.790 | 459.417 | 939.240 | 457.633 |
| Vollständige Planvermögensdeckung | 2.005 | 2.418 | 212.166 | 228.342 |
| Gesamtsumme | 902.795 | 461.835 | 1.151.406 | 685.975 |
Die Höhe der Rückstellung wird nach versicherungsmathematischen Methoden berechnet, für die Schätzungen unumgänglich sind. Im Einzelnen liegen der Berechnung folgende versicherungsmathematische Annahmen zugrunde:
| 2021 | 2020 | |||||
| (In Prozent) | Deutschland | USA | Großbritannien | Deutschland | USA | Großbritannien |
| Abzinsungsfaktor * | 1,31 | 2,64 | 1,80 | 1,00 | 2,17 | 1,45 |
| Gehaltssteigerungsrate | 2,75 | - | 2,50 | 2,75 | - | 2,00 |
| Rentensteigerungsrate * | 1,75 | - | 3,45 | 1,50 | - | 3,30 |
Die Abzinsungsfaktoren wurden aus dem "Mercer Pension Discount Yield Curve Approach" (MPDYC) unter Berücksichtigung der unternehmensindividuellen Duration des Pensionsbestands abgeleitet. In den USA (Turner-Gruppe) entfällt seit 2004 aufgrund der Veränderung der Versorgungsordnung die Berücksichtigung von Gehalts- und Rentensteigerungen.
Die zugrunde gelegten Sterbewahrscheinlichkeiten basieren auf publizierten landesspezifischen Statistiken und Erfahrungswerten. Folgende Sterbetafeln wurden bei der versicherungsmathematischen Berechnung der Pensionsverpflichtungen verwendet:
| Deutschland | Heubeck Richttafeln 2018 G |
| USA | PRI2012 table projected generationally with MP2021 |
| Großbritannien | S3PMA / S3PFA_M CMI_2019 [1,25 %] year of birth |
Die Veränderung des Anwartschaftsbarwerts der Pensionsverpflichtungen sowie des Marktwerts des Planvermögens stellt sich wie folgt dar:
| 2021 | 2020 | |||||
| (In Tsd. EUR) | Inland | Ausland | Gesamt | Inland | Ausland | Gesamt |
| Anwartschaftsbarwert am 1.1. | 818.449 | 332.957 | 1.151.406 | 800.024 | 337.982 | 1.138.006 |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 7.126 | 2.780 | 9.906 | 6.992 | 2.454 | 9.446 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | - | - | - | - | - | - |
| Erträge aus Planabgeltungen | - | -557 | -557 | - | - | - |
| Zinsaufwand | 7.999 | 5.837 | 13.836 | 10.159 | 9.168 | 19.327 |
| Neubewertungen | ||||||
| Versicherungsmathematische Gewinne (-/Verluste (+) aufgrund der Veränderung von demografischen Annahmen | - | -8.996 | -8.996 | - | -1.422 | -1.422 |
| Versicherungsmathematische Gewinne (-/Verluste (+) aufgrund der Veränderung von finanziellen Annahmen | -16.019 | -5.940 | -21.959 | 35.897 | 27.937 | 63.834 |
| Erfahrungsbedingte versicherungsmathematische Gewinne (-/Verluste (+) | 422 | 1.274 | 1.696 | 2.222 | 2.058 | 4.280 |
| Rentenzahlungen aus Firmenvermögen | -391 | -3.606 | -3.997 | -425 | -2.814 | -3.239 |
| Rentenzahlungen aus Fondsvermögen | -36.263 | -24.943 | -61.206 | -36.383 | -14.462 | -50.845 |
| Zahlungen für Planabgeltungen aus Firmenvermögen | - | -74 | -74 | - | - | - |
| Zahlungen für Planabgeltungen aus Fondsvermögen | - | -194.470 | -194.470 | - | - | - |
| Mitarbeiterbeiträge | - | 83 | 83 | - | 98 | 98 |
| Effekte von Übertragungen | -51 | - | -51 | -37 | - | -37 |
| Änderungen Konsolidierungskreis | - | - | - | - | - | - |
| Währungsanpassungen | - | 17.178 | 17.178 | - | -28.042 | -28.042 |
| Anwartschaftsbarwert am 31.12. | 781.272 | 121.523 | 902.795 | 818.449 | 332.957 | 1.151.406 |
| 2021 | 2020 | |||||
| (In Tsd. EUR) | Inland | Ausland | Gesamt | Inland | Ausland | Gesamt |
| Planvermögen am 1.1. | 418.566 | 267.409 | 685.975 | 452.797 | 272.529 | 725.326 |
| Zinserträge aus Planvermögen | 4.161 | 4.196 | 8.357 | 5.858 | 7.284 | 13.142 |
| Ergebniswirksam erfasste, aus dem Planvermögen geleistete Planverwaltungskosten | - | -958 | -958 | - | -1.404 | -1.404 |
| Neubewertungen | ||||||
| Ergebnis aus Planvermögen, das nicht in den Nettozinsaufwendungen bzw. -erträgen enthalten ist | 20.871 | -4.246 | 16.625 | -9.853 | 23.902 | 14.049 |
| Abweichungen zwischen erwarteten und tatsächlich ergebniswirksam erfassten Planverwaltungskosten | - | -967 | -967 | - | 88 | 88 |
| Firmenbeiträge | 6.286 | 2.108 | 8.394 | 6.147 | 2.064 | 8.211 |
| Mitarbeiterbeiträge | - | 83 | 83 | - | 98 | 98 |
| Rentenzahlungen | -36.263 | -24.943 | -61.206 | -36.383 | -14.462 | -50.845 |
| Zahlungen für Planabgeltungen | - | -194.470 | -194.470 | - | - | - |
| Ausbuchung Planüberschuss nach Planabgeltung | - | -11.679 | -11.679 | - | - | - |
| Effekte von Übertragungen | -8 | - | -8 | - | - | - |
| Währungsanpassungen | - | 11.689 | 11.689 | - | -22.690 | -22.690 |
| Planvermögen am 31.12. | 413.613 | 48.222 | 461.835 | 418.566 | 267.409 | 685.975 |
Aus der Anlage des Planvermögens zur Deckung der zukünftigen Pensionsverpflichtungen ergaben sich tatsächliche Erträge in Höhe von 24.982 Tsd. Euro (Vorjahr 27.191 Tsd. Euro).
Die Pensionsrückstellungen ergeben sich wie folgt:
| (In Tsd. EUR) | 31.12.2021 | 31.12.2020 |
| Anwartschaftsbarwert | 902.795 | 1.151.406 |
| Abzüglich Planvermögen | 461.835 | 685.975 |
| Finanzierungsstatus | 440.960 | 465.431 |
| Vermögenswerte aus überdeckten Plänen | 413 | 16.176 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 441.373 | 481.607 |
Der Zeitwert des Planvermögens verteilt sich wie folgt auf die einzelnen Vermögenswertkategorien:
| 31.12.2021 | Zeitwert | |||
| (In Tsd. EUR) | Marktpreisnotierung an einem aktiven Markt | Keine Marktpreisnotierung an einem aktiven Markt | Gesamt | in Prozent |
| Aktien | ||||
| US-Aktien | 30.886 | - | 30.886 | 6,69 |
| Europäische Aktien | 22.940 | - | 22.940 | 4,97 |
| Schwellenländer-Aktien | 7.913 | - | 7.913 | 1,71 |
| Sonstige Aktien | 9.719 | - | 9.719 | 2,10 |
| Anleihen | ||||
| US-Staatsanleihen | 13.585 | 1.094 | 14.679 | 3,18 |
| Europäische Staatsanleihen | 20.626 | - | 20.626 | 4,46 |
| Schwellenländer-Staatsanleihen | 20.419 | - | 20.419 | 4,42 |
| Unternehmensanleihen | 67.571 | - | 67.571 | 14,63 |
| Sonstige Anleihen | 2.070 | 782 | 2.852 | 0,62 |
| Besicherte Kredite | ||||
| US | 8.392 | - | 8.392 | 1,82 |
| Europa | 8.550 | - | 8.550 | 1,85 |
| Fondsanteile | 60.807 | - | 60.807 | 13,17 |
| Immobilien | - | 57.081 | 57.081 | 12,36 |
| Infrastruktur | - | 40.539 | 40.539 | 8,78 |
| Versicherungen | - | 79.472 | 79.472 | 17,21 |
| Barvermögen | 8.795 | - | 8.795 | 1,90 |
| Sonstiges | 764 | -170 | 594 | 0,13 |
| Gesamt | 283.037 | 178.798 | 461.835 | 100,00 |
| 31.12.2020 | Zeitwert | |||
| (In Tsd. EUR) | Marktpreisnotierung an einem aktiven Markt | Keine Marktpreisnotierung an einem aktiven Markt | Gesamt | in Prozent |
| Aktien | ||||
| US-Aktien | 23.085 | - | 23.085 | 3,37 |
| Europäische Aktien | 24.858 | - | 24.858 | 3,62 |
| Schwellenländer-Aktien | 10.423 | - | 10.423 | 1,52 |
| Sonstige Aktien | 14.867 | - | 14.867 | 2,17 |
| Anleihen | ||||
| US-Staatsanleihen | 48.102 | 1.111 | 49.213 | 7,17 |
| Europäische Staatsanleihen | 22.095 | - | 22.095 | 3,22 |
| Schwellenländer-Staatsanleihen | 25.108 | - | 25.108 | 3,66 |
| Unternehmensanleihen | 242.892 | - | 242.892 | 35,41 |
| Sonstige Anleihen | 17.127 | 1.709 | 18.836 | 2,75 |
| Besicherte Kredite | ||||
| US | 8.476 | - | 8.476 | 1,24 |
| Europa | 8.744 | - | 8.744 | 1,27 |
| Fondsanteile | 51.591 | - | 51.591 | 7,52 |
| Immobilien | - | 55.866 | 55.866 | 8,14 |
| Infrastruktur | - | 33.909 | 33.909 | 4,94 |
| Versicherungen | - | 81.085 | 81.085 | 11,82 |
| Barvermögen | 13.412 | - | 13.412 | 1,96 |
| Sonstiges | 697 | 818 | 1.515 | 0,22 |
| Gesamt | 511.477 | 174.498 | 685.975 | 100,00 |
Der Aufwand aus den leistungsorientierten Pensionsplänen setzt sich wie folgt zusammen:
| 2021 | 2020 | |||||
| (In Tsd. EUR) | Inland | Ausland | Gesamt | Inland | Ausland | Gesamt |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 7.126 | 2.780 | 9.906 | 6.992 | 2.454 | 9.446 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | - | - | - | - | - | - |
| Erträge aus Planabgeltungen | - | -557 | -557 | - | - | - |
| Personalaufwand gesamt | 7.126 | 2.223 | 9.349 | 6.992 | 2.454 | 9.446 |
| Zinsaufwand für die bereits erworbenen Versorgungsansprüche | 7.999 | 5.837 | 13.836 | 10.159 | 9.168 | 19.327 |
| Zinserträge aus Planvermögen | -4.161 | -4.196 | -8.357 | -5.858 | -7.284 | -13.142 |
| Nettozinsaufwand (Finanzergebnis) | 3.838 | 1.641 | 5.479 | 4.301 | 1.884 | 6.185 |
| Ergebniswirksam erfasste, aus dem Planvermögen geleistete Planverwaltungskosten | - | 958 | 958 | - | 1.404 | 1.404 |
| Summe der erfolgswirksam erfassten Beträge | 10.964 | 4.822 | 15.786 | 11.293 | 5.742 | 17.035 |
Zusätzlich zu den ergebniswirksamen Aufwendungen sind in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung im Geschäftsjahr vor latenten Steuern unter Berücksichtigung von Konsolidierungskreisänderungen und Währungsanpassungen 32.173 Tsd. Euro (Vorjahr -38.747 Tsd. Euro) Neubewertungen aus leistungsorientierten Plänen neu erfasst worden. Kumulativ sind dort vor Berücksichtigung latenter Steuern -505.604 Tsd. Euro (Vorjahr -537.777 Tsd. Euro) enthalten.
Aufgrund ihres Versorgungscharakters werden die Verpflichtungen der Turner-Gruppe für die Krankheitskosten der Mitarbeiter nach deren Eintritt in den Ruhestand unter den Pensionsrückstellungen ausgewiesen. Der Anwartschaftsbarwert zum 31. Dezember 2021 beträgt 62.572 Tsd. Euro (Vorjahr 65.813 Tsd. Euro). Von den laufenden Dienstzeitaufwendungen entfallen 2.522 Tsd. Euro (Vorjahr 2.194 Tsd. Euro) und von den Zinsaufwendungen 1.670 Tsd. Euro (Vorjahr 2.016 Tsd. Euro) auf die Krankheitskosten.
Die Pensionsverpflichtungen im HOCHTIEF-Konzern sind folgenden wesentlichen Risiken ausgesetzt:
Die Umrechnung von (fiktiven) Beiträgen in Leistungen aus der beitragsorientierten Versorgungsordnung erfolgt anhand einer Tabelle mit festem Zins, unabhängig vom aktuellen Marktzins. Somit trägt HOCHTIEF bezüglich der Leistungsermittlung das Risiko aus der Änderung der allgemeinen Kapitalmarktzinsen. Die Pensionsverpflichtungen haben sich durch allgemein gesunkene Kapitalmarktzinsen in den letzten Jahren erheblich erhöht. Der vergleichbar starke Effekt liegt in der relativ langen Laufzeit der Verpflichtungen begründet.
Betriebsrenten im Inland müssen aufgrund gesetzlicher Vorschriften zumindest alle drei Jahre in Höhe der Inflationsrate erhöht werden. Bei Betriebsrentenzusagen in Deutschland nach der Versorgungsordnung 2000+ erfolgt eine feste Rentenanpassung von einem Prozent p. a., sodass hier nur ein geringfügiges Inflationsrisiko in der Rentenphase besteht. Bei Pensionszusagen von Turner besteht kein Inflationsrisiko.
Aufgrund der gewährten "lebenslangen Renten" wird das Risiko, dass die Rentenberechtigten länger leben als versicherungsmathematisch kalkuliert, durch den HOCHTIEF-Konzern getragen. Normalerweise wird dieses Risiko durch das Kollektiv aller Rentenberechtigten ausgeglichen und kommt nur zum Tragen, wenn die allgemeine Lebenserwartung höher ausfällt als erwartet.
Die Effekte aus den genannten Risiken auf die leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen bei einer entsprechenden Änderung der versicherungsmathematischen Annahmen können nachfolgender Sensitivitätsanalyse entnommen werden:
| 31.12.2021 | ||||||
| Inland | Ausland | Gesamt | ||||
| (In Tsd. Euro) | Anstieg | Rückgang | Anstieg | Rückgang | Anstieg | Rückgang |
| Abzinsungsfaktor +0,50 % / -0,50 % | -53.814 | 60.436 | -8.880 | 10.011 | -62.694 | 70.447 |
| Abzinsungsfaktor +1,00 % / -1,00 % | -101.569 | 130.211 | -16.782 | 21.334 | -118.351 | 151.545 |
| Gehaltssteigerungsrate +0,50 % / -0,50 % | 589 | -571 | 563 | -521 | 1.152 | -1.092 |
| Rentensteigerungsrate +0,25 % / -0,25 % | 20.211 | -19.268 | 1.425 | -1.397 | 21.636 | -20.665 |
| Lebenserwartung +1 Jahr | 40.407 | n/a | 3.858 | n/a | 44.265 | n/a |
| 31.12.2020 | ||||||
| Inland | Ausland | Gesamt | ||||
| (In Tsd. Euro) | Anstieg | Rückgang | Anstieg | Rückgang | Anstieg | Rückgang |
| Abzinsungsfaktor +0,50 % / -0,50 % | -57.951 | 64.904 | -18.327 | 20.409 | -76.278 | 85.313 |
| Abzinsungsfaktor +1,00 % / -1,00 % | -107.900 | 138.887 | -34.851 | 43.221 | -142.751 | 182.108 |
| Gehaltssteigerungsrate +0,50 % / -0,50 % | 619 | -602 | 591 | -558 | 1.210 | -1.160 |
| Rentensteigerungsrate +0,25 % / -0,25 % | 19.947 | -19.191 | 1.442 | -1.376 | 21.389 | -20.567 |
| Lebenserwartung +1 Jahr | 41.615 | n/a | 9.678 | n/a | 51.293 | n/a |
Folgende Pensionszahlungen werden zum 31. Dezember 2021 für die Folgejahre erwartet:
| (In Tsd. EUR) | |
| Fällig im Geschäftsjahr 2022 | 40.128 |
| Fällig im Geschäftsjahr 2023 | 41.489 |
| Fällig im Geschäftsjahr 2024 | 41.292 |
| Fällig im Geschäftsjahr 2025 | 41.729 |
| Fällig im Geschäftsjahr 2026 | 42.117 |
| Fällig in den Geschäftsjahren 2027 bis 2031 | 200.108 |
Die Beiträge an leistungsorientierte Pläne werden im Geschäftsjahr 2022 voraussichtlich 8.700 Tsd. Euro betragen.
Bei den beitragsorientierten Altersversorgungssystemen zahlt das Unternehmen aufgrund gesetzlicher oder vertraglicher Bestimmungen beziehungsweise auf freiwilliger Basis Beiträge an staatliche oder private Rentenversicherungsträger. Über die Entrichtung von Beitragszahlungen hinaus besteht für das Unternehmen keine weitere Leistungsverpflichtung. Beitragsorientierte Pensionspläne bestehen in den USA bei Turner, Flatiron und E.E. Cruz sowie in Australien bei CIMIC. Bei Turner werden in Abhängigkeit von der Betriebszugehörigkeit zwischen drei und neun Prozent des Gehalts an einen externen Versorgungsträger gezahlt. Zusätzlich haben die Turner-Mitarbeitenden die Möglichkeit, bis zur gesetzlichen Höchstgrenze einen Teil ihres Grundgehalts umzuwandeln und im Rahmen eines "401-(k)-Plans" in einen Investmentfonds einzuzahlen. Turner stockt die ersten fünf Prozent der Gehaltsumwandlung je nach Betriebszugehörigkeit um bis zu 100 Prozent auf. Alle anspruchsberechtigten Mitarbeitenden werden automatisch in den Plan aufgenommen und können sofort nach ihrer Einstellung dem Plan beitreten, jedoch ist der Pensionsanspruch erst ab einer Betriebszugehörigkeit von drei Jahren unverfallbar. Die meisten Einzahlungen sind steuerlich begünstigt, es gibt aber auch die Möglichkeit, die Beiträge aus dem versteuerten Einkommen zu leisten und dafür die Investmenterträge steuerfrei zu vereinnahmen; das Risiko der Investmententwicklung liegt beim Mitarbeitenden. Auch die beitragsorientierten Pläne bei Flatiron und E.E. Cruz sind 401-(k)-Pläne. Anspruchsberechtigt sind alle nicht gewerkschaftlich organisierten Mitarbeitende. Für Angestellte werden zunächst unabhängig von einer Eigenbeteiligung der Mitarbeitenden 3,0 Prozent vom Gehalt als Beitragszahlung geleistet. Die Mitarbeitenden können durch Entgeltumwandlungen die Beitragszahlungen erhöhen. Die Eigenbeteiligung der Mitarbeitenden wird bis zu weiteren 3,0 Prozent der Gehälter verdoppelt. Dies gilt bei E.E Cruz auch für gewerbliche Mitarbeitende. Für gewerbliche Mitarbeitende bei Flatiron werden unabhängig von einer Eigenbeteiligung der Mitarbeitenden 4,0 Prozent der Löhne als Beitragszahlung geleistet. In Australien zahlt CIMIC seit dem 1. Juli 2021 10,00 Prozent (zuvor 9,50 Prozent) der Lohn- und Gehaltssumme in die gesetzlich vorgeschriebene Altersversorgung (Superannuation) ein. Der Beitrag wird voraussichtlich bis zum Jahr 2025 schrittweise auf 12,0 Prozent erhöht werden. Die Mitarbeitenden können aus verschiedenen Fonds auswählen und tragen das Risiko der Investmententwicklung. Sie haben die Möglichkeit, den Beitrag durch freiwillige Zuzahlungen aufzustocken. Die Zuzahlungen sind steuerlich begünstigt.
Folgende Beiträge wurden an beitragsorientierte Versorgungssysteme und staatliche Rentenversicherungsträger geleistet:
| (In Tsd. EUR) | 2021 | 2020 |
| Leistungen an beitragsorientierte Pläne | ||
| CIMIC | 103.088 | 129.443 |
| Turner | 55.001 | 53.578 |
| Flatiron | 8.805 | 10.036 |
| Sonstige | 979 | 863 |
| Gesamt | 167.873 | 193.920 |
| Leistungen an staatliche Rentenversicherungsträger (Arbeitgeberanteil) | 26.419 | 26.561 |
Die Aufwendungen werden im Personalaufwand ausgewiesen.
| 31.12.2021 | 31.12.2020 | |||||
| (In Tsd. EUR) | langfristig | kurzfristig | Summe | langfristig | kurzfristig | Summe |
| Personalrückstellungen | 169.649 | 288.868 | 458.517 | 134.221 | 264.794 | 399.015 |
| Rückstellungen zur Deckung von Versicherungsfällen | 215.432 | 86.182 | 301.614 | 180.516 | 57.608 | 238.124 |
| Rückstellungen für Projektschäden | - | 161.912 | 161.912 | - | 149.648 | 149.648 |
| Gewährleistungsverpflichtungen | - | 26.778 | 26.778 | - | 27.065 | 27.065 |
| Prozessrisiken | - | 13.305 | 13.305 | - | 12.531 | 12.531 |
| Übrige sonstige Rückstellungen | 72.536 | 314.375 | 386.911 | 43.860 | 263.831 | 307.691 |
| Sonstige Rückstellungen | 457.617 | 891.420 | 1.349.037 | 358.597 | 775.477 | 1.134.074 |
Die Personalrückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Aktienoptionsprogramme, Jubiläumszuwendungen, Urlaubsverpflichtungen, Abfindungen sowie Vorruhestandsregelungen.
Die Rückstellungen zur Deckung von Versicherungsfällen setzen sich aus Schaden- und Spätschadenrückstellungen zusammen. Der Betrag der Spätschadenrückstellung wird jährlich von einem externen Gutachter ermittelt, wobei dieser im Wesentlichen von einer langfristigen Inanspruchnahme ausgeht.
Die Rückstellungen für Projektschäden enthalten kurzfristige Rückstellungen in Höhe von 161.912 Tsd. Euro (Vorjahr 149.648 Tsd. Euro) gegenüber Kunden der Turner-Gruppe, die durch Versicherungsansprüche vollständig abgedeckt sind. Die Versicherungsansprüche werden innerhalb der sonstigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerte ausgewiesen.
In den übrigen sonstigen Rückstellungen sind unter anderem Kosten der Auftragsabwicklung und nachträgliche Kosten abgerechneter Aufträge, Schadenersatzleistungen sowie andere ungewisse Verbindlichkeiten berücksichtigt. Gegenwärtig gehen wir für die Mehrheit dieser Rückstellungen von einer kurzfristigen Inanspruchnahme im folgenden Jahr aus.
| (In Tsd. EUR) | Stand 1.1.2021 | Zuführungen | Auflösungen | Änderung Konsolidierungskreis, Währungsanpassungen, Umbuchungen, Übertragungen |
| Personalrückstellungen | 399.015 | 289.983 | -5.917 | 21.603 |
| Rückstellungen zur Deckung von Versicherungsfällen | 238.124 | 49.725 | - | 25.863 |
| Rückstellungen für Projektschäden | 149.648 | - | - | 12.476 |
| Gewährleistungsverpflichtungen | 27.065 | 11.136 | -4.217 | -3 |
| Prozessrisiken | 12.531 | 5.129 | -734 | 650 |
| Übrige sonstige Rückstellungen | 307.691 | 226.234 | -38.477 | -5.377 |
| Sonstige Rückstellungen | 1.134.074 | 582.207 | -49.345 | 55.212 |
| (In Tsd. EUR) | Inanspruchnahmen | Stand 31.12.2021 |
| Personalrückstellungen | -246.167 | 458.517 |
| Rückstellungen zur Deckung von Versicherungsfällen | -12.098 | 301.614 |
| Rückstellungen für Projektschäden | -212 | 161.912 |
| Gewährleistungsverpflichtungen | -7.203 | 26.778 |
| Prozessrisiken | -4.271 | 13.305 |
| Übrige sonstige Rückstellungen | -103.160 | 386.911 |
| Sonstige Rückstellungen | -373.111 | 1.349.037 |
| 31.12.2021 | 31.12.2020 | |||
| (In Tsd. EUR) | langfristig | kurzfristig | langfristig | kurzfristig |
| Anleihen | 2.554.340 | 186.784 | 1.597.020 | 284.005 |
| davon Commercial-Paper-Programm | - | - | - | 276.000 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 790.098 | 157.495 | 1.539.872 | 736.416 |
| Schuldscheindarlehen | 566.048 | 183.091 | 768.703 | 6.129 |
| Finanzverbindlichkeiten gegenüber nicht konsolidierten Tochterunternehmen | - | 724 | - | 1.062 |
| Finanzverbindlichkeiten gegenüber Beteiligungen | 15.150 | 1.960 | 14.000 | 1.353 |
| Übrige Finanzverbindlichkeiten | 10.420 | 149 | 12.502 | 22.403 |
| 3.936.056 | 530.203 | 3.932.097 | 1.051.368 | |
|
Buchwert 31.12.2021
(in Tsd. EUR) |
Buchwert 31.12.2020
(in Tsd. EUR) |
Nominalwert 31.12.2021
(in Tsd.) |
Zinssatz
in Prozent |
Ursprüngliche Laufzeit
(in Jahren) |
Fälligkeit | |
| Anleihe HOCHTIEF AG (2021) | 495.499 | - | 500.000 EUR | 0,63 | 8 | April 2029 |
| Anleihe HOCHTIEF AG (2019) | 50.635 | 50.622 | 50.000 EUR | 2,30 | 15 | April 2034 |
| Anleihe HOCHTIEF AG (2019) | 496.960 | 496.278 | 500.000 EUR | 0,50 | 8 | September 2027 |
| Anleihe HOCHTIEF AG (2019) | 249.413 | 249.246 | 250.000 EUR | 1,25 | 12 | September 2031 |
| Anleihe HOCHTIEF AG (2019) | 100.745 | 96.083 | 1.000.000 NOK | 1,67 | 10 | Juli 2029 |
| Anleihe HOCHTIEF AG (2019) | 48.524 | 46.389 | 50.000 CHF | 0,77 | 6 | Juni 2025 |
| Anleihe HOCHTIEF AG (2018) | 502.485 | 501.949 | 500.000 EUR | 1,75 | 7 | Juli 2025 |
| CIMIC Eurobond (2021) | 620.301 | - | 625.000 EUR | 1,50 | 8 | Mai 2029 |
| CIMIC US-$ Senior Notes (2012) | 176.562 | 164.458 | 201.300 USD | 5,95 | 10 | November 2022 |
| 2.741.124 | 1.605.025 |
Im April 2021 hat HOCHTIEF eine Anleihe über 500 Mio. Euro mit einer Laufzeit von acht Jahren und einem Kupon von 0,63 Prozent per anno am internationalen Kapitalmarkt platziert. Die Ratingagentur S&P hat das Anleiherating mit einem Investment-Grade-Rating BBB- eingestuft. Durch die Emission konnte das Fälligkeitenprofil der langfristigen HOCHTIEFFinanzierungen weiter diversifiziert und verlängert werden. Die Emissionserlöse werden für allgemeine Unternehmenszwecke, wie beispielsweise die Refinanzierung kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten, genutzt.
Im Oktober 2021 wurde ein im Mai 2019 begebenes und variabel verzinstes Schuldscheindarlehen in Höhe von 26 Mio. Euro vorzeitig vor dem planmäßigen Laufzeitende gemäß § 489 (1) Nr. 1, zweiter Halbsatz BGB gekündigt. Das Darlehen mit einer ursprünglichen Laufzeit von sieben Jahren wurde mit Wertstellung im November 2021 getilgt.
Im Mai und Juni 2021 hat die CIMIC Finance Pty Limited Unternehmensanleihen mit einem Volumen von insgesamt 625,0 Mio. Euro am Euro Medium Term Note-Markt platziert.
Zur vorübergehenden Erweiterung der Liquiditätsreserven im Rahmen der Corona-Pandemie hat die HOCHTIEF Aktiengesellschaft im Mai 2020 eine syndizierte Barkreditfazilität in Höhe von 400 Mio. Euro und einer Laufzeit bis November 2021 abgeschlossen. Im April 2021 wurde die seither vollständig in Anspruch genommene Kreditlinie in Höhe von 400 Mio. Euro aus angelegten Mitteln vollständig zurückgezahlt.
Am 20. Mai 2021 und am 2. Juni 2021 hat CIMIC Finance Pty Limited festverzinsliche achtjährige Unternehmensanleihen mit einem Volumen von 625,0 Mio. Euro am Euro-Medium-Term-Note-Markt platziert. Die Anleihen werden ab dem 28. Mai 2021 mit einem Kupon von 1,5 Prozent per annum verzinst und haben eine Laufzeit bis zum 29. Mai 2029. Die Auszahlung des Kupons erfolgt jährlich am 28. Mai. Zur Absicherung der Anleihen gegen Schwankungen in der Wechselkursentwicklung des australischen Dollars gegenüber dem Euro schloss CIMIC einen Zins-Währungsswap (Cross Currency Interest Rate Swap) ab. Die Bedingungen entsprechen den Bedingungen und dem Wert der zugrunde liegenden Anleihen. CIMIC hat dies als Sicherungsbeziehung ausgewiesen und dokumentiert und tauscht die festverzinsliche, auf Euro lautende Schuld gegen eine festverzinsliche, auf australische Dollar lautende Schuld mit einem Zinskupon von 3,5 Prozent.
|
Buchwert 31.12.2021
(in Tsd. EUR) |
Durchschnittlicher Zins
in Prozent |
Buchwert 31.12.2020
(in Tsd. EUR) |
Durchschnittlicher Zins
in Prozent |
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| Variabel verzinsliche Kredite | 774.664 | 1,29 | 1.695.618 | 1,37 |
| Festverzinsliche Kredite | 172.929 | 3,68 | 580.670 | 1,95 |
| 947.593 | 2.276.288 |
Es bestehen Finanzverbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, in Höhe von 17.109 Tsd. Euro (Vorjahr 15.352 Tsd. Euro).
Die Leasingverbindlichkeiten weisen ein Gesamtvolumen von 387.282 Tsd. Euro (Vorjahr 402.435 Tsd. Euro) auf, das sich in langfristige Verbindlichkeiten in Höhe von 271.554 Tsd. Euro (Vorjahr 279.367 Tsd. Euro) und in kurzfristige Verbindlichkeiten in Höhe von 115.728 Tsd. Euro (Vorjahr 123.068 Tsd. Euro) aufteilt.
Im Rahmen von Leasingverhältnissen werden folgende Beträge erfasst:
| (In Tsd. EUR) | 2021 | 2020 |
| Zinsaufwendungen auf Leasingverbindlichkeit | 14.835 | 27.285 |
| Aufwendungen aus kurzfristigen Leasingverhältnissen | 57.690 | 63.555 |
| Aufwendungen aus Leasingverhältnissen mit geringwertigen Vermögenswerten | 12.291 | 15.872 |
| Aufwendungen aus variablen Leasingzahlungen, die nicht in der Leasingverbindlichkeit berücksichtigt wurden | 11.071 | 17.853 |
| Aufwendungen aus der Neubewertung von Leasingverhältnissen | 61 | 44 |
| Sonstige Aufwendungen aus Leasingverhältnissen | 18.959 | 25.371 |
| Erträge aus Untermietverhältnissen | - | - |
| Erträge aus Sale- and Leaseback-Transaktionen | - | - |
| Erträge aus der Neubewertung von Leasingverhältnissen | - | - |
| Sonstige Erträge aus Leasingverhältnissen | 259 | 215 |
Die gesamten Zahlungsmittelabflüsse aus Leasingverhältnissen umfassen 259.066 Tsd. Euro (Vorjahr 419.850 Tsd. Euro).
Einige Leasingverhältnisse enthalten Verlängerungsoptionen bis zu einem Jahr vor dem Ende der nicht kündbaren Vertragslaufzeit zugunsten des Konzerns. In neuen Leasingverhältnissen vereinbart der Konzern nach Möglichkeit Verlängerungsoptionen, um operative Flexibilität zu ermöglichen. Die bestehenden Verlängerungsoptionen können nur vom Konzern und nicht von den Leasinggebern ausgeübt werden. Der Konzern bewertet bei Beginn des Leasingverhältnisses, ob hinreichende Sicherheit besteht, dass die Verlängerungsoptionen ausgeübt werden; in den Fällen, in denen dies hinreichend sicher ist, wurde der Verlängerungszeitraum in die Leasingverbindlichkeit mit einbezogen. Bei Eintritt eines wesentlichen Ereignisses oder bei bedeutenden Veränderungen der Umstände, auf die der Konzern Einfluss hat, wird erneut bewertet, ob der Konzern die Optionen mit hinreichender Sicherheit ausüben wird.
Bestimmte Leasingverträge enthalten unter Umständen eine Option zur Übernahme des Vermögenswerts am Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses oder bedingte Mietgarantien, durch die der Konzern bei Ablauf des Leasingverhältnisses aufgrund der Rückgabebedingungen Renditeschwankungen unterliegen kann. Der Konzern berücksichtigt Zahlungen für bedingte Mietgarantien oder die Übernahmeoption nur, wenn eine Zahlung am Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses hinreichend sicher ist. Bei Eintritt eines wesentlichen Ereignisses oder bei bedeutenden Veränderungen der Umstände, auf die der Konzern Einfluss hat, wird erneut bewertet, ob der Konzern die Optionen mit hinreichender Sicherheit ausüben wird.
Die Fälligkeitsanalyse der Leasingverbindlichkeiten ist unter Anhangangabe Nr. 33 dargestellt.
| (In Tsd. EUR) | 31.12.2021 | 31.12.2020 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 5.478.284 | 5.568.759 |
| Vertragsverbindlichkeiten | 2.166.467 | 1.893.381 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 681.906 | 604.880 |
| 8.326.657 | 8.067.020 |
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beinhalten langfristige Verbindlichkeiten in Höhe von 35.582 Tsd. Euro (Vorjahr 114.684 Tsd. Euro) und kurzfristige Verbindlichkeiten in Höhe von 5.442.702 Tsd. Euro (Vorjahr 5.454.075 Tsd. Euro).
In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, in Höhe von 53.431 Tsd. Euro (Vorjahr 4.045 Tsd. Euro) enthalten.
Die Vertragsverbindlichkeiten in Höhe von 2.166.467 Tsd. Euro (Vorjahr 1.893.381 Tsd. Euro) enthalten Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo gegenüber Kunden, bei denen die erhaltenen Anzahlungen die Herstellungskosten einschließlich Gewinnanteilen übersteigen.
Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
| 31.12.2021 | 31.12.2020 | |||
| (In Tsd. EUR) | langfristig | kurzfristig | langfristig | kurzfristig |
| Verbindlichkeiten aus dem Erwerb von Finanzanlagen | 118.493 | 20.667 | - | - |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 87.356 | 31.474 | 78.199 | 27.534 |
| Verbindlichkeiten aus Steuern (ohne Ertragsteuern) | - | 61.532 | - | 71.073 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitenden | - | 56.498 | - | 61.875 |
| Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit | - | 19.510 | - | 34.063 |
| Verbindlichkeiten aus Derivaten | 13.424 | 721 | 16.946 | 22.204 |
| Übrige sonstige Verbindlichkeiten | 86 | 272.145 | 85 | 292.901 |
| 219.359 | 462.547 | 95.230 | 509.650 | |
Die Rechnungsabgrenzungsposten betreffen im Wesentlichen im Voraus erhaltene Versicherungsprämien, die die folgenden Geschäftsjahre betreffen und über die Laufzeit des jeweiligen Versicherungsvertrags aufgelöst werden, sowie Mieten.
Bei den Ertragsteuerverbindlichkeiten in Höhe von 126.209 Tsd. Euro (Vorjahr 69.602 Tsd. Euro) handelt es sich um Verbindlichkeiten gegenüber in- und ausländischen Finanzbehörden. Davon sind 75.841 Tsd. Euro periodenfremd (Vorjahr 22.648 Tsd. Euro).
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie ergibt sich, indem der auf die Aktien entfallende Konzernanteil am Ergebnis nach Steuern durch die durchschnittliche Zahl der im Umlauf befindlichen Aktien dividiert wird. Eine Verwässerung dieser Kennzahl kann durch sogenannte potenzielle Aktien auftreten (vor allem Aktienoptionen und Wandelanleihen). Die aktienbasierten Vergütungsprogramme von HOCHTIEF wirken nicht gewinnverwässernd. Damit entsprechen sich das verwässerte und das unverwässerte Ergebnis je Aktie.
| 2021 | 2020 | |
| Ergebnis nach Steuern aus fortgeführten Aktivitäten - Anteile der HOCHTIEF-Aktionäre (in Tsd. Euro) | 207.921 | 427.241 |
| Ergebnis nach Steuern aus nicht fortgeführten Aktivitäten - Anteile der HOCHTIEF-Aktionäre (in Tsd. Euro) | - | - |
| Konzerngewinn/ -verlust gesamt (in Tsd. Euro) | 207.921 | 427.241 |
| Zahl der im Umlauf befindlichen Aktien (gewichteter Durchschnitt) in Tsd. Stück | 68.183 | 69.394 |
| Ergebnis je Aktie aus fortgeführten Aktivitäten - Anteile der HOCHTIEF-Aktionäre (in Euro) | 3,05 | 6,16 |
| Ergebnis je Aktie aus nicht fortgeführten Aktivitäten - Anteile der HOCHTIEF-Aktionäre (in Euro) | - | - |
| Ergebnis je Aktie gesamt (in Euro) | 3,05 | 6,16 |
| Dividende je Aktie (in Euro) | - | 3,93 |
| Vorgeschlagene Dividende je Aktie (in Euro) | 1,91 | - |
Zu den Finanzinstrumenten zählen finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie vertragliche Ansprüche und Verpflichtungen in Bezug auf den Tausch beziehungsweise die Übertragung finanzieller Vermögenswerte. Unterschieden werden originäre und derivative Finanzinstrumente.
Die originären Finanzinstrumente umfassen auf der Aktivseite im Wesentlichen die flüssigen Mittel, die kurzfristigen Wertpapiere, die Forderungen und die übrigen Finanzanlagen. Die Wertpapiere sind mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt.
Die beizulegenden Zeitwerte der finanziellen Vermögenswerte, die den Bewertungskategorien "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVPL)" und "erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (FVOCI)" angehören, ergeben sich aus den Börsenkursen oder werden für den Fall, dass es keinen Börsenkurs gibt, auf der Grundlage anerkannter Bewertungsmethoden ermittelt.
Auf der Passivseite enthalten die originären Finanzinstrumente im Wesentlichen die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Verbindlichkeiten.
Derivative Finanzinstrumente werden in Abhängigkeit von deren beizulegendem Zeitwert entweder unter den sonstigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerten oder den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Derivate werden im HOCHTIEF-Konzern ausschließlich zu Sicherungszwecken für vorhandene Grundgeschäfte sowie im Rahmen des Asset-Managements eingesetzt.
Der Bestand an originären und derivativen Finanzinstrumenten wird in der Bilanz ausgewiesen. Die Höhe der finanziellen Vermögenswerte gibt das maximale Ausfallrisiko an. Soweit bei den finanziellen Vermögenswerten Ausfallrisiken erkennbar sind, werden diese Risiken durch Wertberichtigungen beziehungsweise Expected Credit Losses abgedeckt.
Alle Finanzaktivitäten erfolgen im HOCHTIEF-Konzern auf Basis einer konzernweit gültigen Finanzrichtlinie. Ergänzend zur generellen Finanzrichtlinie gelten funktionale, operative Arbeitsanweisungen zu verschiedenen Themenbereichen, wie beispielsweise zum Währungs- und Sicherheitenmanagement. Diese regeln die Risikomanagementstrategie und die jeweiligen Grundsätze im Umgang mit den einzelnen Finanzrisiken.
Die Sicherstellung jederzeitiger Liquidität des Konzerns ist oberstes Ziel des Finanzrisikomanagements. Liquidität bedeutet für den HOCHTIEF-Konzern nicht nur Zahlungsfähigkeit im engeren Sinne, sondern auch die langfristige Verfügbarkeit des notwendigen finanziellen Spielraums für das Grundgeschäft (zum Beispiel Sicherheitenmanagement/Avale). Die Sicherstellung jederzeitiger Liquidität verlangt daher die gesamthafte Steuerung aller finanziellen Ressourcen des Konzerns inklusive seiner Bonität und damit seiner Finanzierungsfähigkeit.
Ein weiteres Ziel ist die Minimierung finanzwirtschaftlicher Risiken für den Unternehmenswert und die Ertragskraft des HOCHTIEF-Konzerns (Währungs-, Zinsänderungs-, Kurs- und Rohstoffpreisrisiken jeglicher Art sowie Kontrahentenrisiken).
Aus dem operativen Geschäft des HOCHTIEF-Konzerns ergeben sich immer wieder neue oder veränderte Finanzrisikopositionen. "Risikominimierung" bedeutet daher nicht den völligen Ausschluss aller finanziellen Risiken, sondern die weitgehende Reduzierung jederzeit quantifizierbarer Finanzrisikopositionen innerhalb konkret vorgegebener Handlungsrahmen. Hierdurch soll eine rasche Handlungs- und Anpassungsfähigkeit bei unvorhergesehenen Situationen sichergestellt werden.
Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft arbeitet mit weitgehend zentralen Liquiditätsstrukturen zur konzernweiten Bündelung von Liquidität (insbesondere dem sogenannten Cash-Pooling). Die zentrale Liquidität wird täglich ermittelt sowie im Rahmen einer rollierenden 18-Monats-Planung durch einen Bottom-up-Prozess monatlich geplant. Liquiditätsplanungen werden durch monatliche Stress-Szenarien ergänzt. Auf Basis der Liquiditätsplanung steuert HOCHTIEF sein Wertpapiervermögen sowie das Kreditportfolio aktiv.
In den nachfolgenden Tabellen werden die maximal zu leistenden Auszahlungen dargestellt. Die Betrachtung bildet den für HOCHTIEF ungünstigsten Fall ab, das heißt den jeweils frühestmöglichen vertraglichen Zahlungstermin (sogenannter "Worst Case"). Dabei werden Gläubigerkündigungsrechte berücksichtigt. Fremdwährungspositionen werden jeweils mit dem am Bilanzstichtag geltenden Stichtagskassakurs umgerechnet. Zinszahlungen aus variabel verzinsten Positionen werden einheitlich mit dem letzten Zinsfixing vor dem Bilanzstichtag berechnet. Neben originären Finanzinstrumenten werden auch derivative Finanzinstrumente (beispielsweise Devisentermingeschäfte und Zinsswaps) berücksichtigt. Ferner werden eingeräumte, noch nicht vollständig gezogene Kreditlinien und herausgelegte Finanzgarantien einbezogen.
Den in den nachstehenden Tabellen dargestellten, maximal zu leistenden Auszahlungen ("Worst-Case"-Betrachtung) stehen in den gleichen Perioden jeweils - hier nicht aufgeführte - vertraglich fixierte Einzahlungen (zum Beispiel aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) gegenüber.
| (In Tsd. EUR) | 2022 | 2023 | 2024-2025 | nach 2025 | Summe |
| Originäre finanzielle Verbindlichkeiten | 6.056.991 | 1.055.804 | 1.039.761 | 2.271.991 | 10.424.547 |
| Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen | 115.728 | 228.280 | 25.278 | 17.996 | 387.282 |
| Derivative Finanzinstrumente | 721 | 292 | - | 13.132 | 14.145 |
| Kreditzusagen/Finanzgarantien | 1.116 | 16.289 | 753 | 547 | 18.705 |
| 6.174.556 | 1.300.665 | 1.065.792 | 2.303.666 | 10.844.679 |
| (In Tsd. EUR) | 2021 | 2022 | 2023-2024 | nach 2024 | Summe |
| Originäre finanzielle Verbindlichkeiten | 6.552.083 | 839.045 | 1.707.262 | 1.652.231 | 10.750.621 |
| Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen | 123.068 | 248.932 | 22.342 | 8.092 | 402.434 |
| Derivative Finanzinstrumente | 22.204 | 13 | - | 16.933 | 39.150 |
| Kreditzusagen/Finanzgarantien | 2.111 | - | 5.575 | 7.091 | 14.777 |
| 6.699.466 | 1.087.990 | 1.735.179 | 1.684.347 | 11.206.982 |
Darüber hinaus ist die Liquiditätsversorgung des Konzerns auch wegen der vorhandenen Kassenbestände und der verfügbaren Guthaben bei Kreditinstituten, der veräußerbaren kurzfristigen Wertpapiere, der freien, ungenutzten Barkreditlinien sowie möglicher Emissionen unter dem Commercial-Paper-Programm ausreichend und auch langfristig sichergestellt. Folgende Tabelle zeigt die wesentlichen Liquiditätsinstrumente auf:
| (In Tsd. EUR) | 31.12.2021 | 31.12.2020 |
| Kassenbestände und verfügbare Guthaben bei Kreditinstituten | 3.561.506 | 3.933.010 |
| Veräußerbare Wertpapiere | 1.011.230 | 1.204.009 |
| Freie Barkreditlinien (nominal) | 2.796.202 | 1.849.232 |
| 7.368.938 | 6.986.251 | |
| Freie Avalkreditlinien | 2.512.216 | 2.376.272 |
Wegen der jeweils breiten und internationalen Syndizierung bestehender Finanzierungen wird ein Refinanzierungsrisiko für den langfristigen Aval- und Barbereich aufgrund des langfristig ausgerichteten Laufzeitprofils sowie der diversen Refinanzierungsalternativen derzeit nicht gesehen. Mit dem genehmigten Kapital I in Höhe von bis zu 65.752 Tsd. Euro, dem genehmigten Kapital II von bis zu 24.675 Tsd. Euro sowie dem bedingten Kapital in Höhe von bis zu 46.080 Tsd. Euro besteht ein angemessener Rahmen, um bei Bedarf die Eigenmittel zu erhöhen.
Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden in der Bilanz saldiert dargestellt, wenn es einen rechtlich durchsetzbaren Anspruch gibt, die erfassten Beträge zu saldieren. Zusätzlich muss die Absicht bestehen, zu saldieren oder die finanziellen Vermögenswerte zu realisieren und gleichzeitig die finanziellen Verbindlichkeiten zu begleichen. Aufgrund einer rechtlich verbindlichen Bankenvereinbarung wurden in der Division HOCHTIEF Asia Pacific finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 41.114 Tsd. Euro und finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von 20.365 Tsd. Euro saldiert in der Bilanz mit ihrem verbleibenden Nettobetrag von 20.749 Tsd. Euro ausgewiesen. Zum 31. Dezember 2020 erfolgte in der Division HOCHTIEF Asia Pacific keine entsprechende Saldierung.
Der Konzern schließt Factoring-Vereinbarungen mit Banken und Finanzinstituten ab. Diese Vereinbarungen beziehen sich nur auf vom Kunden anerkannte, bestätigte Forderungen ohne Rückgriffmöglichkeit, bei denen die Zahlung lediglich von einer Frist abhängt. Im Rahmen dieser Factoring-Vereinbarungen gilt:
| ― |
Forderungen werden im Rahmen des Factorings ausgebucht, wenn im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken übertragen werden; |
| ― |
Der Mittelzufluss an den Konzern entsteht nur, wenn ein vom Kunden bestätigter und vertraglich zur Zahlung an den Konzern fälliger Betrag vorhanden ist, wenn es keine Streitigkeiten bezüglich der fälligen Beträge gibt und der Kunde dies durch eine Bestätigung anerkannt hat; und |
| ― |
Mit dem Eingang beim Konzern erlischt unwiderruflich das Recht des Konzerns auf die bestätigte Forderung gegenüber den Kunden. |
Das Factoring dieser Forderungen erfolgt daher ohne Rückgriffmöglichkeit. Zum 31. Dezember 2021 lag das Volumen des Factorings ohne Rückgriffmöglichkeit konzernweit bei 0,8 Mrd. Euro (Vorjahr: 1,1 Mrd. Euro).
Der Konzern schließt mit Finanzinstituten Supply-Chain-Finanzierungsvereinbarungen für Lieferanten ab, die sich zur Verbesserung ihrer Liquidität für eine frühzeitige Zahlung von Waren und Dienstleistungen entscheiden können. Das Supply-Chain-Finanzierungsprogramm wird auf freiwilliger Basis angeboten und Lieferanten können jederzeit nach eigenem Ermessen ein- und aussteigen. Die Bedingungen der Vereinbarungen sind wie folgt:
| ― |
Der Gläubiger steht im Zusammenhang mit operativen Aufwendungen, die sich aus der Lieferung von Waren und der Erbringung von Dienstleistungen ergeben; |
| ― |
Sie spiegeln übliche Kreditbedingungen wider; |
| ― |
Es bestehen keine zusätzlichen Krediterweiterungen; und |
| ― |
Es gelten die branchenüblichen Verpflichtungen, wie zum Beispiel die Gewährleistungspflicht für fehlerhafte Arbeiten. |
Dementsprechend verändern die Bedingungen der Vereinbarungen die ursprüngliche Verbindlichkeit nicht. Daher werden die Beträge auch weiterhin unter Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten erfasst. Der durchschnittliche Fälligkeitstermin der ausgewiesenen finanziellen Verbindlichkeiten, die Teil der Vereinbarung sind, beträgt 30 Tage nach Rechnungsdatum und entspricht dem durchschnittlichen Fälligkeitstermin von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die nicht Teil eines Supplier Finance Arrangements sind. Die konzernweiten Supply-Chain-Finanzierungen lagen am 31. Dezember 2021 bei 63,7 Mio. Euro (Vorjahr: 145,6 Mio. Euro).
Währungsrisiken (im Sinne von Transaktionsrisiken) entstehen bei HOCHTIEF aus Forderungen, Verbindlichkeiten, flüssigen Mitteln und Wertpapieren sowie schwebenden Geschäften in einer anderen als der funktionalen Währung der jeweiligen Konzerngesellschaft. Zur Absicherung gegen wechselkursbedingte Schwankungen dieser Zahlungen beziehungsweise Positionen werden Währungsderivate, maßgeblich Devisentermingeschäfte, eingesetzt. Die prospektive Effektivität zwischen Grundgeschäft und Sicherungsinstrument konnte für sämtliche Sicherungsbeziehungen durch die "Critical-Terms-Match-Methode" bestätigt werden. Grundsätzlich sichert HOCHTIEF alle Währungsrisiken aus Fremdwährungstransaktionen ab.
Die Abwicklung der Sicherungen der Konzerngesellschaften - mit Ausnahme der Sicherungen der CIMIC-Gruppe - erfolgt im Wesentlichen über die HOCHTIEF Aktiengesellschaft. Durch eine verbindliche Richtlinie sind Nutzung, getrennte Kontrolle und Verantwortlichkeiten bei allen Konzernunternehmen klar geregelt. Grundsätzlich werden Währungsderivate nur zur Absicherung von Risiken eingesetzt (sogenanntes Hedging). Jegliche Form der Spekulation ist durch die verbindlich und konzernweit geltende Finanzrichtlinie untersagt. Vertragspartner der extern abgeschlossenen Derivate sind grundsätzlich Kreditinstitute erster Bonität.
In der nachfolgenden Tabelle sind die beizulegenden Zeitwerte der Währungsderivate, deren Marktwertänderungen sowie Nominalwerte und maximale Restlaufzeiten dargestellt:
| (In Tsd. EUR) | 31.12.2021 | 31.12.2020 |
| Aktiva | ||
| Devisentermingeschäfte/ Zins-Währungswaps | ||
| mit Sicherungshintergrund (Cashflow-Hedge-Accounting) | 11.943 | 2.644 |
| mit Sicherungshintergrund (ohne Cashflow-Hedge-Accounting) | 1.602 | 1.380 |
| 13.545 | 4.024 | |
| Passiva | ||
| Devisentermingeschäfte/ Zins-Währungsswaps | ||
| mit Sicherungshintergrund (Cashflow-Hedge-Accounting) | 5.285 | 30.581 |
| mit Sicherungshintergrund (ohne Cashflow-Hedge-Accounting) | 9 | 335 |
| 5.294 | 30.916 | |
| Marktwertänderungen | ||
| aus Derivaten mit Sicherungshintergrund (Cashflow-Hedge-Accounting) - erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst | -9.984 | -5.139 |
| aus Derivaten mit Sicherungshintergrund (ohne Cashflow-Hedge-Accounting) - unmittelbar in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst | -870 | -3.140 |
| Nominalwerte | ||
| Devisentermingeschäfte/ Zins-Währungsswaps | ||
| mit Sicherungshintergrund (Cashflow-Hedge-Accounting) | 892.339 | 621.637 |
| mit Sicherungshintergrund (ohne Cashflow-Hedge-Accounting) | 233.531 | 187.331 |
| Maximale Restlaufzeit | ||
| (In Monaten) | ||
| mit Sicherungshintergrund (Cashflow-Hedge-Accounting) | 91 | 103 |
| mit Sicherungshintergrund (ohne Cashflow-Hedge-Accounting) | 12 | 12 |
Wird Hedge-Accounting angewendet, werden die unrealisierten Gewinne und Verluste des Sicherungsgeschäfts unter Berücksichtigung latenter Steuern zunächst in den erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen erfasst. Die Gewinne und Verluste werden erst dann realisiert, wenn auch das abgesicherte Grundgeschäft erfolgswirksam wird. Derivate werden auf Basis aktueller Marktkonditionen zum Bilanzstichtag bewertet. Bei der Interpretation der positiven und negativen beizulegenden Zeitwerte von derivativen Finanzinstrumenten ist zu beachten, dass ihnen gegenläufige Grundgeschäfte gegenüberstehen.
Die durchschnittlichen Sicherungskurse der Devisentermingeschäfte betragen für die Währungspaare EUR/USD und EUR/PLN 1,1437 beziehungsweise 4,7131.
Bei Zins-Währungsswaps schließt die HOCHTIEF Aktiengesellschaft Fremdwährungs-Basis-Spreads der Sicherungsinstrumente von der Sicherungsbeziehung aus und erfasst die Absicherungskosten (Cost of Hedging) erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis.
Die folgende Tabelle zeigt sowohl die Überleitung der Cashflow-Hedge-Reserve als auch die Überleitung der Absicherungskosten (Cost of Hedging), in der die nicht designierten Fremdwährungs-Basis-Spreads der Zins-Währungsswaps enthalten sind.
| (In Tsd. EUR) | Stand 1.1.2021 | Sicherungsergebnisse | Umklassifizierung | Umgliederung in Vorräte (Basis Adjustment) | Stand 31.12.2021 |
| Cashflow-Hedge-Reserve | -1.060 | 4.923 | 4.330 | - | 8.193 |
| Cost of Hedging | -581 | 3.481 | - | - | 2.900 |
Folgende Sensitivitätsanalysen zeigen auf, welche wesentlichen Effekte sich aus einer Schwankung von zehn Prozent der Fremdwährungen im Verhältnis zu der jeweiligen Funktionalwährung der Konzerngesellschaft auf das Eigenkapital beziehungsweise auf das Jahresergebnis des HOCHTIEF-Konzerns ergeben hätten. Die Analyse basiert auf dem jeweiligen Risikoexposure zum Bilanzstichtag.
| 31.12.2021 | 31.12.2020 | |||||
| Fremdwährung | Risikoexposure | Fremdwährung | ||||
| (In Tsd. EUR) |
steigt um zehn
Prozent |
fällt um zehn
Prozent |
steigt um zehn
Prozent |
fällt um zehn
Prozent |
||
| Änderung des Eigenkapitals aufgrund von Marktwertschwankungen eingesetzter Währungsderivate mit Sicherungshintergrund (Cashflow-Hedge-Accounting) | ||||||
| Funktionalwährung | Fremdwährung | |||||
| EUR | CHF | 4.782 | -4.782 | 48.398 | 4.531 | -4.531 |
| EUR | NOK | 9.790 | -9.790 | 100.112 | 9.333 | -9.333 |
| EUR | PLN | -290 | 290 | 2.948 | - | - |
| AUD | EUR | 64.161 | -64.161 | 633.324 | -597 | 597 |
| AUD | NZD | 1.205 | -1.205 | 12.063 | 478 | -478 |
| AUD | USD | 1.827 | -1.827 | 18.172 | -38.076 | 38.076 |
| AUD | HKD | -3.056 | 3.056 | 30.566 | -1.594 | 1.594 |
| CZK | EUR | - | - | - | -157 | 157 |
| Änderung des Jahresergebnisses aufgrund nicht gesicherter Währungspositionen bei originären Finanzinstrumenten sowie durch Marktwertschwankungen bei derivativen Finanzinstrumenten (ohne Cashflow-Hedge-Accounting) | ||||||
| Funktionalwährung | Fremdwährung | |||||
| EUR | CZK | -2 | 2 | 17 | 235 | -235 |
| EUR | DKK | 220 | -220 | 2.196 | 216 | -216 |
| EUR | HUF | 204 | -204 | 2.039 | -186 | 186 |
| EUR | NOK | 6 | -6 | 58 | 54 | -54 |
| EUR | PLN | 17 | -17 | 173 | 17 | -17 |
| EUR | SEK | 97 | -97 | 965 | 174 | -174 |
| EUR | USD | -15.525 | 15.525 | 156.661 | -8.892 | 8.892 |
| AUD | AED | 934 | -934 | 9.341 | 186 | -186 |
| AUD | CAD | 62 | -62 | 624 | 320 | -320 |
| AUD | EUR | 501 | -501 | 5.011 | 962 | -962 |
| AUD | HKD | 1.214 | -1.214 | 12.141 | 1.944 | -1.944 |
| AUD | SGD | 1.344 | -1.344 | 13.444 | 2.577 | -2.577 |
| AUD | USD | 1.966 | -1.966 | 19.663 | 6.374 | -6.374 |
| CZK | EUR | 6.465 | -6.465 | 64.649 | -2.307 | 2.307 |
| USD | CAD | -44 | 44 | 442 | -50 | 50 |
| USD | EUR | -9.967 | 9.967 | 99.268 | -342 | 342 |
| USD | GBP | -1.575 | 1.575 | 16.048 | -929 | 929 |
| (In Tsd. EUR) | 31.12.2020 Risikoexposure | |
| Änderung des Eigenkapitals aufgrund von Marktwertschwankungen eingesetzter Währungsderivate mit Sicherungshintergrund (Cashflow-Hedge-Accounting) | ||
| Funktionalwährung | Fremdwährung | |
| EUR | CHF | 46.288 |
| EUR | NOK | 95.508 |
| EUR | PLN | - |
| AUD | EUR | 5.426 |
| AUD | NZD | 4.710 |
| AUD | USD | 339.833 |
| AUD | HKD | 15.766 |
| CZK | EUR | 1.563 |
| Änderung des Jahresergebnisses aufgrund nicht gesicherter Währungspositionen bei originären Finanzinstrumenten sowie durch Marktwertschwankungen bei derivativen Finanzinstrumenten (ohne Cashflow-Hedge-Accounting) | ||
| Funktionalwährung | Fremdwährung | |
| EUR | CZK | 2.352 |
| EUR | DKK | 2.164 |
| EUR | HUF | 1.863 |
| EUR | NOK | 542 |
| EUR | PLN | 174 |
| EUR | SEK | 1.737 |
| EUR | USD | 89.876 |
| AUD | AED | 1.861 |
| AUD | CAD | 1.523 |
| AUD | EUR | 9.618 |
| AUD | HKD | 19.438 |
| AUD | SGD | 25.768 |
| AUD | USD | 63.745 |
| CZK | EUR | 23.065 |
| USD | CAD | 507 |
| USD | EUR | 3.590 |
| USD | GBP | 9.498 |
Zinsrisiken entstehen bei HOCHTIEF durch Finanzpositionen der Aktivseite - im Wesentlichen durch kurzfristige verzinsliche Wertpapiere. Zinsrisiken auf der Passivseite der Bilanz betreffen insbesondere Finanzverbindlichkeiten. Risiken werden hierbei durch zwei Ansätze minimiert: zum einen durch sogenanntes Natural Hedging, also das Eliminieren von gegenläufigen Zinsrisiken aus originären Finanzinstrumenten auf der Aktiv- und der Passivseite; zum anderen durch den Einsatz von Zinsderivaten. Dies sind in der Regel Zinsswaps, durch die Cashflow-Risiken, die durch Änderungen von Zinssätzen bei variabel verzinslichen Finanzpositionen entstehen, entsprechend der jährlichen Konzernfinanzierungsstrategie gesteuert werden. Die prospektive Effektivität zwischen Grundgeschäft und Sicherungsinstrument konnte für sämtliche Sicherungsbeziehungen durch die "Critical-Terms-Match-Methode" bestätigt werden. Analog zum Vorgehen bei Währungsderivaten erfolgt die Abwicklung der Sicherungen der Konzerngesellschaften - mit Ausnahme der Sicherungen der CIMIC-Gruppe -im Wesentlichen über die HOCHTIEF Aktiengesellschaft. Ebenfalls bestehen analoge Regelungen und eine Richtlinie sowie die grundsätzliche Bindung an vorhandene Grundgeschäfte (also kein spekulativer Einsatz). Vertragspartner der extern abgeschlossenen Derivate sind grundsätzlich Kreditinstitute erster Bonität.
In der nachfolgenden Tabelle sind die beizulegenden Zeitwerte der Zinsderivate, deren Marktwertänderungen sowie Nominalwerte und maximale Restlaufzeiten dargestellt:
| (In Tsd. EUR) | 31.12.2021 | 31.12.2020 |
| Aktiva | ||
| Zinstermingeschäfte/ Zinsswaps | ||
| mit Sicherungshintergrund (Cashflow-Hedge-Accounting) | - | - |
| mit Sicherungshintergrund (ohne Cashflow-Hedge-Accounting) | 64 | 51 |
| 64 | 51 | |
| Passiva | ||
| Zinstermingeschäfte/ Zinsswaps | ||
| mit Sicherungshintergrund (Cashflow-Hedge-Accounting) | - | - |
| mit Sicherungshintergrund (ohne Cashflow-Hedge-Accounting) | 526 | 55 |
| 526 | 55 | |
| Marktwertänderungen | ||
| aus Derivaten mit Sicherungshintergrund (Cashflow-Hedge-Accounting) - erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst | - | - |
| aus Derivaten mit Sicherungshintergrund (ohne Cashflow-Hedge-Accounting) - unmittelbar in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst | 62 | 231 |
| Nominalwerte | ||
| Zinstermingeschäfte/ Zinsswaps | ||
| mit Sicherungshintergrund (Cashflow-Hedge-Accounting) | - | - |
| mit Sicherungshintergrund (ohne Cashflow-Hedge-Accounting) | 135.523 | 124.501 |
| Maximale Restlaufzeit | ||
| (In Monaten) | ||
| mit Sicherungshintergrund (Cashflow-Hedge-Accounting) | - | - |
| mit Sicherungshintergrund (ohne Cashflow-Hedge-Accounting) | 28 | 16 |
Folgende Sensitivitätsanalysen zeigen auf, welche Effekte sich aus einer Schwankung um einen Prozentpunkt des jeweiligen Marktzinsniveaus auf das Eigenkapital beziehungsweise auf das Jahresergebnis ergeben hätten. Die Analyse basiert auf dem jeweiligen Risikoexposure zum Bilanzstichtag.
| 31.12.2021 | 31.12.2020 | |||||
| Marktzinsniveau | Risikoexposure | Marktzinsniveau | Risikoexposure | |||
| (In Tsd. EUR) | steigt um einen Prozentpunkt | fällt um einen Prozentpunkt | steigt um einen Prozentpunkt | fällt um einen Prozentpunkt | ||
| Änderung des Eigenkapitals aufgrund von Marktwertschwankungen eingesetzter Zinsderivate mit Sicherungshintergrund (Cashflow-Hedge-Accounting) und Marktwertschwankungen festverzinslicher Wertpapiere, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden | 54.564 | -51.026 | 1.116.409 | 7.110 | -6.440 | 74.689 |
| Änderung des Jahresergebnisses aufgrund nicht gesicherter, zinsvariabler Positionen bei originären Finanzinstrumenten sowie durch Marktwertschwankungen bei derivativen Finanzinstrumenten (ohne Cashflow-Hedge-Accounting) | -9.908 | 9.910 | 941.421 | -17.503 | 17.504 | 1.750.662 |
Sonstige Preisrisiken entstehen bei HOCHTIEF durch Anlagen in kurzfristige beziehungsweise langfristige, nicht zinstragende Wertpapiere. Darüber hinaus resultieren Preisrisiken aus übrigen Finanzanlagen, im Wesentlichen Beteiligungen. In der nachfolgenden Tabelle werden diese Positionen dargestellt:
| (In Tsd. EUR) | 31.12.2021 | 31.12.2020 |
| Preisrisikopositionen der langfristigen Vermögenswerte | 86.638 | 63.641 |
| Preisrisikopositionen der kurzfristigen Vermögenswerte | 25.223 | 13.820 |
In der nachfolgenden Tabelle sind die beizulegenden Zeitwerte der Aktienoptions- und Aktientermingeschäfte, deren Marktwertänderungen sowie Nominalwerte und maximale Restlaufzeiten dargestellt:
| (In Tsd. EUR) | 31.12.2021 | 31.12.2020 |
| Aktiva | - | - |
| Passiva | ||
| Aktienoptions- und Aktientermingeschäfte | ||
| mit Sicherungshintergrund (Cashflow-Hedge-Accounting) | - | - |
| mit Sicherungshintergrund (ohne Cashflow-Hedge-Accounting) | 8.325 | 8.178 |
| 8.325 | 8.178 | |
| Marktwertänderungen | ||
| aus Derivaten mit Sicherungshintergrund (Cashflow-Hedge-Accounting) - erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst | - | - |
| aus Derivaten mit Sicherungshintergrund (ohne Cashflow-Hedge-Accounting) - unmittelbar in Gewinn- und Verlustrechnung erfasst | - | - |
| Nominalwerte | ||
| Aktienoptions- und Aktientermingeschäfte | ||
| mit Sicherungshintergrund (Cashflow-Hedge-Accounting) | - | - |
| mit Sicherungshintergrund (ohne Cashflow-Hedge-Accounting) | 8.325 | 8.178 |
| Maximale Restlaufzeit | ||
| (In Monaten) | ||
| mit Sicherungshintergrund (Cashflow-Hedge-Accounting) | - | - |
| mit Sicherungshintergrund (ohne Cashflow-Hedge-Accounting) | 60 | 72 |
Folgende Sensitivitätsanalysen zeigen auf, welche Effekte sich aus Schwankungen der Marktwerte von originären und derivativen Finanzinstrumenten von zehn Prozent auf das Eigenkapital beziehungsweise auf das Jahresergebnis ergeben hätten. Die Analyse basiert auf dem jeweiligen Volumen zum Bilanzstichtag.
| 31.12.2021 Marktwert | 31.12.2020 Marktwert | |||
| (In Tsd. EUR) | steigt um zehn Prozent | fällt um zehn Prozent | steigt um zehn Prozent | fällt um zehn Prozent |
| Änderung des Eigenkapitals aufgrund von Kurswertänderungen von nicht wertgeminderten Wertpapieren | 17.702 | -17.702 | 12.791 | -12.791 |
| Änderung des Eigenkapitals aufgrund von Wertänderungen bei nicht wertgeminderten, zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Beteiligungen | 7.489 | -7.489 | 4.167 | -4.167 |
Im Bereich der Versicherungsaktivitäten, die im HOCHTIEF-Konzern gemessen am Umsatz und der Bilanzsumme nicht wesentlich sind, wird bei ausgewählten Wertpapieren der "Overlay-Approach" angewendet, sodass Marktwertschwankungen erfolgsneutral erfasst werden. Der Buchwert der unter den "Overlay-Approach" fallenden Wertpapiere beträgt zum 31. Dezember 2021 25.223 Tsd. Euro (Vorjahr 13.820 Tsd. Euro). Die in der Berichtsperiode erfolgsneutral erfassten Marktwertschwankungen betragen 1.924 Tsd. Euro (Vorjahr -594 Tsd. Euro).
Ausfallrisiken ergeben sich im HOCHTIEF-Konzern aus dem operativen Geschäft sowie aus bestimmten Finanzierungsaktivitäten.
Das Risikomanagement erfolgt bei HOCHTIEF im operativen Geschäft durch die laufende bereichsbezogene Überwachung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Für diese können im Rahmen des vereinfachten Ansatzes nach IFRS 9 erwartete Kreditverluste auf Basis kalkulierter Verlustraten ermittelt werden, die aus historischen und prognostizierten Daten abgeleitet sind sowie dem jeweiligen Kunden und dem ökonomischen Umfeld der Region Rechnung tragen. HOCHTIEF betrachtet die folgenden Sachverhalte als Zahlungsausfall im Sinne des internen Managements von Ausfallrisiken, denn erfahrungsgemäß sind Forderungen, die eines der folgenden Kriterien erfüllen, in der Regel uneinbringlich:
| ― |
Es liegt ein wesentlicher Verstoß des Kontrahenten gegen die Financial Covenants vor, der in absehbarer Zeit voraussichtlich nicht geheilt werden kann, oder |
| ― |
Interne oder aus externen Quellen gewonnene Informationen deuten darauf hin, dass der Schuldner seine Gläubiger, darunter den HOCHTIEF-Konzern, voraussichtlich nicht vollständig befriedigen kann (ohne Berücksichtigung von für HOCHTIEF bestehenden Sicherheiten). Unabhängig von der obigen Analyse geht HOCHTIEF von einem Zahlungsausfall aus, wenn ein finanzieller Vermögenswert deutlich überfällig ist, es sei denn, der HOCHTIEF-Konzern verfügt über plausible und belegbare Informationen dahin gehend, dass ein zeitlich weiter gefasstes Ausfallkriterium angemessener ist. |
Der HOCHTIEF-Konzern hat gegenüber Dritten für Konzerngesellschaften Finanzgarantien sowie Kreditzusagen herausgelegt. Dabei werden Finanzgarantien und Kreditzusagen nur für Gesellschaften bester Bonität übernommen, sodass das Risiko einer Inanspruchnahme von HOCHTIEF äußerst gering ist.
Das maximale Ausfallrisiko der finanziellen Vermögenswerte entspricht den in der Bilanz angesetzten Buchwerten. Diesen sind jedoch die vom HOCHTIEF-Konzern hereingenommenen Sicherheiten gegenüberzustellen, sodass das tatsächliche Ausfallrisiko geringer ist. Bei ausgereichten Finanzgarantien entspricht der maximale Ausfall dem Höchstbetrag, der von HOCHTIEF zu zahlen ist. Kreditzusagen können maximal in Höhe ihres zugesagten Betrags ausfallen. Zum 31. Dezember 2021 betrug das maximale Ausfallrisiko aus Finanzgarantien und Kreditzusagen 18.705 Euro (Vorjahr 14.777 Tsd. Euro). Eine Inanspruchnahme aus diesen HOCHTIEF-Garantien ist in der Vergangenheit nicht erfolgt und wird aufgrund der wirtschaftlichen Verhältnisse auch nicht für die Zukunft erwartet.
HOCHTIEF erhält Sicherheiten zur Besicherung von Vertragserfüllung und Gewährleistung durch Nachunternehmer oder zur Besicherung von Vergütungsansprüchen. Unter anderem werden hierbei Gewährleistungs-, Vertragserfüllungs-, Vorauszahlungs- und Zahlungsbürgschaften hereingenommen. HOCHTIEF regelt die Hereinnahme von Sicherheiten in einer Arbeitsanweisung. Diese umfasst unter anderem die vertragliche Gestaltung, Durchführung und Verwaltung aller Vereinbarungen. Details werden, abhängig zum Beispiel von Land und Rechtsprechung, unterschiedlich geregelt. Bezüglich der Ausfallrisiken prüft HOCHTIEF bei allen hereingenommenen Avalen die Bonität des Sicherheitengebers. HOCHTIEF bedient sich bei der Bonitätsbeurteilung so weit wie möglich externer Spezialisten (beispielsweise Ratingagenturen). Die Angabe von beizulegenden Zeitwerten der erhaltenen Sicherheiten ist nicht erfolgt, da eine verlässliche Ermittlung nicht regelmäßig möglich ist.
Die folgenden Tabellen zeigen die Bruttobuchwerte überfälliger und nicht überfälliger Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Bilanzstichtag sowie zum Vorjahr, deren Wertberichtigungen entweder auf Basis einer Wertminderungsmatrix (vereinfachter Ansatz) oder ohne Wertminderungsmatrix erfolgen. Vertragsvermögenswerte sind Bestandteil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Auch Überfälligkeiten von mehr als 30 Tagen sind regelmäßig nicht mit einer Erhöhung des Ausfallrisikos verbunden.
| Wertberichtigungsmatrix | ||||||
| (In Tsd. EUR) | Bruttobuchwert | keine Anwendung der Wertberichtigungsmatrix | nicht überfällig | bis 30 Tage überfällig | 31 Tage bis 60 Tage überfällig | 61 Tage bis 90 Tage überfällig |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 5.351.612 | 1.885.055 | 3.118.047 | 93.493 | 24.065 | 14.924 |
| 5.351.612 | 1.885.055 | 3.118.047 | 93.493 | 24.065 | 14.924 | |
| Wertberichtigungsmatrix | |
| (In Tsd. EUR) | über 90 Tage überfällig |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 216.028 |
| 216.028 |
| Wertberichtigungsmatrix | ||||||
| (In Tsd. EUR) | Bruttobuchwert | keine Anwendung der Wertberichtigungsmatrix | nicht überfällig | bis 30 Tage überfällig | 31 Tage bis 60 Tage überfällig | 61 Tage bis 90 Tage überfällig |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 4.964.538 | 1.560.640 | 3.016.655 | 157.269 | 22.780 | 8.178 |
| 4.964.538 | 1.560.640 | 3.016.655 | 157.269 | 22.780 | 8.178 | |
| Wertberichtigungsmatrix | |
| (In Tsd. EUR) | über 90 Tage überfällig |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 199.016 |
| 199.016 |
Die Überfälligkeiten der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind branchenspezifisch geprägt. Die Zahlungseingänge erfolgen in Abhängigkeit vom Prozess der Auftragsabnahme und Rechnungsprüfung, der regelmäßig - insbesondere bei Großprojekten - einen längeren Zeitraum in Anspruch nimmt. Die überfälligen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen im Wesentlichen gegenüber öffentlichen Auftraggebern und Industrieunternehmen mit erstklassiger Bonität, sodass diese im Wesentlichen einem geringen Ausfallrisiko (Low-Credit-Risk) unterliegen.
Der Anfangsbestand des Wertberichtigungsvolumens auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beläuft sich zu Beginn der Berichtsperiode auf 113.274 Tsd. Euro. Die laufenden Veränderungen im Geschäftsjahr 2021 ermitteln sich aus Zuführungen, Auflösungen, Inanspruchnahmen, Währungsanpassungen und Änderungen des Konsolidierungskreises und betragen -9.448 Tsd. Euro (Vorjahr -51.837 Tsd. Euro), sodass sich zum 31. Dezember 2021 ein Wertberichtigungsvolumen in Höhe von 103.826 Tsd. Euro ergibt. Prozentual berechnet sich eine Verlustrate auf den Bruttobuchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 1,94 Prozent (Vorjahr 2,28 Prozent). Im Wesentlichen beziehen sich diese Wertberichtigungen (Expected Credit Losses) bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf branchentypische Wertberichtigungen. Wertberichtigungen auf Vertragsvermögenswerte sind in diesem Kontext als unwesentlich einzustufen.
Die nachstehenden Tabellen zeigen für die Geschäftsjahre 2021 und 2020 die Entwicklung der Expected Credit Losses (ECL) auf finanzielle Vermögenswerte, die unter das allgemeine Wertminderungsmodell nach IFRS 9 fallen:
| (In Tsd. EUR) | Stufe 1 12-Monats-ECL | Stufe 2 Lifetime-ECL Bruttobuchwert | Stufe 3 Lifetime-ECL Nettobuchwert | Summe |
| Finanzforderungen | ||||
| Stand 1.1.2021 | 1.712 | 16.865 | 31.390 | 49.967 |
| Neubewertung (geänderte Bewertungsparameter) | -3.316 | -4.200 | 5.586 | -1.930 |
| Transfer in Stufe 1 | 3.369 | -3.369 | - | - |
| Transfer in Stufe 2 | - | - | - | - |
| Transfer in Stufe 3 | - | - | - | - |
| Neu erworbene / ausgegebene finanzielle Vermögenswerte | - | - | 61.350 | 61.350 |
| Zurückgezahlte oder ausgebuchte finanzielle Vermögenswerte | 791 | -859 | 6.344 | 6.276 |
| Sonstige Veränderungen * | 61 | - | 570 | 631 |
| Stand 31.12.2021 | 2.617 | 8.437 | 105.240 | 116.294 |
| - | ||||
| Kurzfristige sonstige Forderungen und sonstige Vermögenswerte | ||||
| Stand 1.1.2021 | 155 | - | - | 155 |
| Neubewertung (geänderte Bewertungsparameter) | -32 | - | - | -32 |
| Transfer in Stufe 1 | - | - | - | - |
| Transfer in Stufe 2 | - | - | - | - |
| Transfer in Stufe 3 | - | - | - | - |
| Neu erworbene / ausgegebene finanzielle Vermögenswerte | - | - | - | - |
| Zurückgezahlte oder ausgebuchte finanzielle Vermögenswerte | -1 | - | - | -1 |
| Sonstige Veränderungen * | - | - | - | - |
| Stand 31.12.2021 | 122 | - | - | 122 |
* Die sonstigen Veränderungen ergeben sich
aus Währungsanpassungen.
| (In Tsd. EUR) | Stufe 1 12-Monats-ECL | Stufe 2 Lifetime-ECL Bruttobuchwert | Stufe 3 Lifetime-ECL Nettobuchwert | Summe |
| Finanzforderungen | ||||
| Stand 1.1.2020 | 14.674 | 17.089 | 28.966 | 60.729 |
| Neubewertung (geänderte Bewertungsparameter) | 409 | -224 | - | 185 |
| Transfer in Stufe 1 | - | - | - | - |
| Transfer in Stufe 2 | - | - | - | - |
| Transfer in Stufe 3 | - | - | - | - |
| Neu erworbene / ausgegebene finanzielle Vermögenswerte | - | - | 4.832 | 4.832 |
| Zurückgezahlte oder ausgebuchte finanzielle Vermögenswerte | -13.335 | - | 498 | -12.837 |
| Sonstige Veränderungen * | -36 | - | -2.906 | -2.942 |
| Stand 31.12.2020 | 1.712 | 16.865 | 31.390 | 49.967 |
| Kurzfristige sonstige Forderungen und sonstige Vermögenswerte | ||||
| Stand 1.1.2020 | 334 | - | - | 334 |
| Neubewertung (geänderte Bewertungsparameter) | -179 | - | - | -179 |
| Transfer in Stufe 1 | - | - | - | - |
| Transfer in Stufe 2 | - | - | - | - |
| Transfer in Stufe 3 | - | - | - | - |
| Neu erworbene / ausgegebene finanzielle Vermögenswerte | - | - | - | - |
| Zurückgezahlte oder ausgebuchte finanzielle Vermögenswerte | - | - | - | - |
| Sonstige Veränderungen * | - | - | - | - |
| Stand 31.12.2020 | 155 | - | - | 155 |
Dabei werden die Stufen der Expected Credit Losses (ECL) anhand der folgenden Risikoklassen konkretisiert.
| Risikoklasse | Unternehmensdefinition der Risikoklasse | Grundlage für den Ansatz erwarteter Kreditverluste |
| Kein Risiko (performing) | Kunden haben ein geringes Ausfallrisiko, keine überfälligen Beträge | Erwartete Verluste (Expected Credit Losses) über 12 Monate bzw. über die Laufzeit, wenn die Laufzeit des Vermögenswerts weniger als 12 Monate beträgt |
| Erhöhtes Risiko (underperforming) | Der Betrag ist erstmalig überfällig (es sei denn, es liegen angemessene und belastbare Informationen vor, die das Gegenteil belegen) oder das Ausfallrisiko hat sich seit dem erstmaligen Ansatz signifikant erhöht. | Über die Laufzeit erwartete Verluste - nicht ausfallgefährdet; Bruttobuchwert |
| Not leidend (non-performing) | Der Betrag ist deutlich überfällig (es sei denn, es liegen angemessene und belastbare Informationen vor, die das Gegenteil belegen) und es gibt objektive Hinweise darauf, dass der Vermögenswert ausfallgefährdet ist. | Über die Laufzeit erwartete Verluste - ausfallgefährdet; Nettobuchwert |
| Ausbuchung (write off) | Es gibt Hinweise darauf, dass sich der Schuldner in großen finanziellen Schwierigkeiten befindet und der Konzern keine realistische Aussicht auf eine Rückzahlung hat. | Vermögenswert wird ausgebucht |
Um die Ausfallrisikopositionen des HOCHTIEF-Konzerns beurteilen zu können, enthalten die nachfolgenden Tabellen die Bruttobuchwerte der finanziellen Vermögenswerte, unterteilt nach den Risikoklassen innerhalb der ECL-Stufen.
| 31.12.2021 | ||||
| (In Tsd. EUR) | Stufe 1 12-Monats-ECL | Stufe 2 Lifetime-ECL Bruttobuchwert | Stufe 3 Lifetime-ECL Nettobuchwert | Summe |
| Risikoklassen | ||||
| Kein Risiko (performing) | 4.277.121 | 4.655 | - | 4.281.776 |
| Erhöhtes Risiko (underperforming) | 46.270 | 28.412 | - | 74.682 |
| Not leidend (non-performing) | 46.125 | 166.962 | 99.694 | 312.781 |
| 4.369.516 | 200.029 | 99.694 | 4.669.239 | |
| 31.12.2020 | ||||
| (In Tsd. EUR) | Stufe 1 12-Monats-ECL | Stufe 2 Lifetime-ECL Bruttobuchwert | Stufe 3 Lifetime-ECL Nettobuchwert | Summe |
| Risikoklassen | ||||
| Kein Risiko (performing) | 3.710.469 | 5.132 | - | 3.715.601 |
| Erhöhtes Risiko (underperforming) | 15.005 | 53.854 | - | 68.859 |
| Not leidend (non-performing) | 10.978 | 163.868 | 61.393 | 236.239 |
| 3.736.452 | 222.854 | 61.393 | 4.020.699 | |
Der HOCHTIEF-Konzern steuert sein Kapital mit dem Ziel, zu gewährleisten, dass sämtliche Konzernunternehmen weiterhin ihr Geschäft unter der Prämisse der Unternehmensfortführung betreiben können. Darüber hinaus stehen die kontinuierliche Steigerung des Unternehmenswerts sowie die Aufrechterhaltung ausreichender Liquiditätsreserven im Fokus der finanzstrategischen Ziele der HOCHTIEF-Gruppe. Durch die Optimierung des Verhältnisses von Eigen- zu Fremdkapital werden die Kapitalkosten so gering wie möglich gehalten. Diese Maßnahmen dienen in erster Linie zur Sicherung einer bestmöglichen Bonität, aber auch zur Maximierung der Erträge der Anteilseigner. Durch mittelfristige Liquiditätsplanungen in den Konzerneinheiten wird sichergestellt, dass sämtliche operativen Geschäftsbereiche zu jeder Zeit mit ausreichender Liquidität versorgt sind.
Die Kapitalstruktur setzt sich aus den in der Bilanz ausgewiesenen lang- und kurzfristigen Schulden abzüglich der flüssigen Mittel als Nettofremdkapital und dem bilanziellen Eigenkapital zusammen. Die Zielsetzung im Rahmen des Kapitalmanagements ist insbesondere auf den Erhalt des Investment-Grade-Ratings der HOCHTIEF-Gruppe ausgerichtet, um somit kontinuierlichen Zugang zum Fremdkapitalmarkt zu gewährleisten und die Kapitalkosten zu optimieren. Zur Einhaltung dieser Ziele werden die Auswirkungen wesentlicher Kapitaltransaktionen und Geschäftsaktivitäten vorab auf die Konformität mit den quantitativen Kapitalanforderungen der Ratingagentur S&P geprüft. Zum Berichtsstichtag entspricht das "BBB-"-Rating mit stabilem Ausblick von HOCHTIEF dieser Zielvorgabe. Die Gesamtstrategie des Kapitalrisikomanagements hat sich im laufenden Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert.
Nachfolgend werden die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte nach Klassen von Finanzinstrumenten und die Buchwerte nach den Bewertungskategorien des IFRS 9 zum 31. Dezember 2021 und zum 31. Dezember 2020 dargestellt:
| 2021 | Buchwert je Bewertungskategorie | |||
| Finanzielle Vermögenswerte | Finanzielle Verbindlichkeiten | |||
| (In Tsd. EUR) | erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert -Eigenkapitalinstrumente | erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert -Fremdkapitalinstrumente | erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | zu fortgeführten Anschaffungskosten |
| Aktiva | ||||
| Übrige Finanzanlagen | ||||
| zum Fair Value bewertet | - | - | 86.638 | - |
| zu Anschaffungskosten bewertet | - | - | - | - |
| - | - | 86.638 | - | |
| Finanzforderungen | ||||
| langfristig | - | - | - | 107.954 |
| kurzfristig | - | - | - | 101.315 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | - | - | 38.849 | 3.036.004 |
| Sonstige Forderungen und sonstige Vermögenswerte | ||||
| langfristig | ||||
| zum Fair Value bewertet | - | - | 7 | - |
| zu fortgeführten Anschaffungskosten | - | - | - | - |
| nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 | - | - | - | - |
| - | - | 7 | - | |
| kurzfristig | ||||
| zum Fair Value bewertet | - | - | 1.659 | - |
| zu fortgeführten Anschaffungskosten | - | - | - | 233.098 |
| nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 | - | - | - | - |
| - | - | 1.659 | 233.098 | |
| Wertpapiere | 151.800 | 389.960 | 30.065 | - |
| Flüssige Mittel | - | - | - | 4.281.642 |
| Passiva | ||||
| Finanzverbindlichkeiten | ||||
| langfristig | - | - | - | - |
| kurzfristig | - | - | - | - |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | ||||
| langfristig | - | - | - | - |
| kurzfristig | - | - | - | - |
| Sonstige Verbindlichkeiten | ||||
| langfristig | ||||
| zum Fair Value bewertet | - | - | - | - |
| zu fortgeführten Anschaffungskosten | - | - | - | - |
| nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 | - | - | - | - |
| - | - | - | - | |
| kurzfristig | ||||
| zum Fair Value bewertet | - | - | - | - |
| zu fortgeführten Anschaffungskosten | - | - | - | - |
| nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 | - | - | - | - |
| - | - | - | - | |
| 2021 | Buchwert je Bewertungskategorie | |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | ||
| (In Tsd. EUR) | zu Handelszwecken gehalten | zu fortgeführten Anschaffungskosten |
| Aktiva | ||
| Übrige Finanzanlagen | ||
| zum Fair Value bewertet | - | - |
| zu Anschaffungskosten bewertet | - | - |
| - | - | |
| Finanzforderungen | ||
| langfristig | - | - |
| kurzfristig | - | - |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | - | - |
| Sonstige Forderungen und sonstige Vermögenswerte | ||
| langfristig | ||
| zum Fair Value bewertet | - | - |
| zu fortgeführten Anschaffungskosten | - | - |
| nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 | - | - |
| - | - | |
| kurzfristig | ||
| zum Fair Value bewertet | - | - |
| zu fortgeführten Anschaffungskosten | - | - |
| nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 | - | - |
| - | - | |
| Wertpapiere | - | - |
| Flüssige Mittel | - | - |
| Passiva | ||
| Finanzverbindlichkeiten | ||
| langfristig | - | 3.787.840 |
| kurzfristig | - | 529.150 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | ||
| langfristig | - | 35.582 |
| kurzfristig | - | 5.425.870 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | ||
| langfristig | ||
| zum Fair Value bewertet | 8.617 | - |
| zu fortgeführten Anschaffungskosten | - | 118.579 |
| nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 | - | - |
| 8.617 | 118.579 | |
| kurzfristig | ||
| zum Fair Value bewertet | 244 | - |
| zu fortgeführten Anschaffungskosten | - | 53.581 |
| nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 | - | - |
| 244 | 53.581 | |
| 2021 | Keiner Bewertungskategorie zugehörig | |||
| (In Tsd. EUR) | in einem bilanziellen Sicherungszusammenhang stehend | nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 | Summe Buchwerte 31.12.2021 | Summe beizulegende Zeitwerte 31.12.2021 |
| Aktiva | ||||
| Übrige Finanzanlagen | ||||
| zum Fair Value bewertet | - | - | 86.638 | 86.638 |
| zu Anschaffungskosten bewertet | - | - | - | - |
| - | - | 86.638 | 86.638 | |
| Finanzforderungen | ||||
| langfristig | - | - | 107.954 | 107.954 |
| kurzfristig | - | - | 101.315 | n/a |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | - | 1.740.381 | 4.815.234 | 38.849 |
| Sonstige Forderungen und sonstige Vermögenswerte | ||||
| langfristig | ||||
| zum Fair Value bewertet | 11.570 | - | 11.577 | 11.577 |
| zu fortgeführten Anschaffungskosten | - | - | - | - |
| nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 | - | 198.348 | 198.348 | n/a |
| 11.570 | 198.348 | 209.925 | 11.577 | |
| kurzfristig | ||||
| zum Fair Value bewertet | 374 | - | 2.033 | 2.033 |
| zu fortgeführten Anschaffungskosten | - | - | 233.098 | n/a |
| nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 | - | 460.713 | 460.713 | n/a |
| 374 | 460.713 | 695.844 | 2.033 | |
| Wertpapiere | - | - | 571.825 | 571.825 |
| Flüssige Mittel | - | - | 4.281.642 | n/a |
| Passiva | ||||
| Finanzverbindlichkeiten | ||||
| langfristig | 148.216 | - | 3.936.056 | 3.965.188 |
| kurzfristig | 1.053 | - | 530.203 | 530.203 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | ||||
| langfristig | - | - | 35.582 | n/a |
| kurzfristig | - | 2.183.299 | 7.609.169 | n/a |
| Sonstige Verbindlichkeiten | ||||
| langfristig | ||||
| zum Fair Value bewertet | 4.807 | - | 13.424 | 13.424 |
| zu fortgeführten Anschaffungskosten | - | - | 118.579 | n/a |
| nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 | - | 87.356 | 87.356 | n/a |
| 4.807 | 87.356 | 219.359 | 13.424 | |
| kurzfristig | ||||
| zum Fair Value bewertet | 477 | - | 721 | 721 |
| zu fortgeführten Anschaffungskosten | - | - | 53.581 | n/a |
| nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 | - | 408.245 | 408.245 | n/a |
| 477 | 408.245 | 462.547 | 721 | |
* Sind im Sinne des IFRS 13 der
Fair-Value-Hierarchie-Stufe 2 zuzuordnen.
| 2020 | Buchwert je Bewertungskategorie | |||
| Finanzielle Vermögenswerte | Finanzielle Verbindlichkeiten | |||
| (In Tsd. EUR) | erfolgsneutral zum beizulegenden Zeit wert - Eigenkapitalinstrumente | erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert -Fremdkapitalinstrumente | erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | zu fortgeführten Anschaffungskosten |
| Aktiva | ||||
| Übrige Finanzanlagen | ||||
| zum Fair Value bewertet | - | - | 63.641 | - |
| zu Anschaffungskosten | ||||
| bewertet | - | - | - | - |
| - | - | 63.641 | - | |
| Finanzforderungen | ||||
| langfristig | - | - | - | 111.580 |
| kurzfristig | - | - | - | 113.962 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | - | - | - | 2.992.476 |
| Sonstige Forderungen und sonstige Vermögenswerte | ||||
| langfristig | ||||
| zum Fair Value bewertet | - | - | 11 | - |
| zu fortgeführten Anschaffungskosten | - | - | - | - |
| nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 | - | - | - | - |
| - | - | 11 | - | |
| kurzfristig | ||||
| zum Fair Value bewertet | - | - | 1.421 | - |
| zu fortgeführten Anschaffungskosten | - | - | - | 248.949 |
| nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 | - | - | - | - |
| - | - | 1.421 | 248.949 | |
| Wertpapiere | 114.092 | 340.733 | 18.712 | - |
| Flüssige Mittel | - | - | - | 4.949.899 |
| Passiva | ||||
| Finanzverbindlichkeiten | ||||
| langfristig | - | - | - | - |
| kurzfristig | - | - | - | - |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | ||||
| langfristig | - | - | - | - |
| kurzfristig | - | - | - | - |
| Sonstige Verbindlichkeiten | ||||
| langfristig | ||||
| zum Fair Value bewertet | - | - | - | - |
| zu fortgeführten Anschaffungskosten | - | - | - | - |
| nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 | - | - | - | - |
| - | - | - | - | |
| kurzfristig | ||||
| zum Fair Value bewertet | - | - | - | - |
| zu fortgeführten Anschaffungskosten | - | - | - | - |
| nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 | - | - | - | - |
| - | - | - | - | |
| 2020 | Buchwert je Bewertungskategorie | |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | ||
| (In Tsd. EUR) | zu Handelszwecken gehalten | zu fortgeführten Anschaffungskosten |
| Aktiva | ||
| Übrige Finanzanlagen | ||
| zum Fair Value bewertet | - | - |
| zu Anschaffungskosten | ||
| bewertet | - | - |
| - | - | |
| Finanzforderungen | ||
| langfristig | - | - |
| kurzfristig | - | - |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | - | - |
| Sonstige Forderungen und sonstige Vermögenswerte | ||
| langfristig | ||
| zum Fair Value bewertet | - | - |
| zu fortgeführten Anschaffungskosten | - | - |
| nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 | - | - |
| - | - | |
| kurzfristig | ||
| zum Fair Value bewertet | - | - |
| zu fortgeführten Anschaffungskosten | - | - |
| nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 | - | - |
| - | - | |
| Wertpapiere | - | - |
| Flüssige Mittel | - | - |
| Passiva | ||
| Finanzverbindlichkeiten | ||
| langfristig | - | 3.790.630 |
| kurzfristig | - | 1.050.363 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | ||
| langfristig | - | 114.684 |
| kurzfristig | - | 5.442.469 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | ||
| langfristig | ||
| zum Fair Value bewertet | 8.191 | - |
| zu fortgeführten Anschaffungskosten | - | 85 |
| nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 | - | - |
| 8.191 | 85 | |
| kurzfristig | ||
| zum Fair Value bewertet | 377 | - |
| zu fortgeführten Anschaffungskosten | - | 21.853 |
| nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 | - | - |
| 377 | 21.853 | |
| 2020 | Keiner Bewertungskategorie zugehörig | |||
| (In Tsd. EUR) | in einem bilanziellen Sicherungszusammenhang stehend | nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 | Summe Buchwerte 31.12.2020 | Summe beizulegende Zeitwerte 31.12.2020 |
| Aktiva | ||||
| Übrige Finanzanlagen | ||||
| zum Fair Value bewertet | - | - | 63.641 | 63.641 |
| zu Anschaffungskosten | ||||
| bewertet | - | - | - | - |
| - | - | 63.641 | 63.641 | |
| Finanzforderungen | ||||
| langfristig | - | - | 111.580 | 111.580 |
| kurzfristig | - | - | 113.962 | n/a |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | - | 1.413.818 | 4.406.294 | n/a |
| Sonstige Forderungen und sonstige Vermögenswerte | ||||
| langfristig | ||||
| zum Fair Value bewertet | 735 | - | 746 | 746 |
| zu fortgeführten Anschaffungskosten | - | - | - | - |
| nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 | - | 179.796 | 179.796 | n/a |
| 735 | 179.796 | 180.542 | 746 | |
| kurzfristig | ||||
| zum Fair Value bewertet | 1.909 | - | 3.330 | 3.330 |
| zu fortgeführten Anschaffungskosten | - | - | 248.949 | n/a |
| nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 | - | 381.481 | 381.481 | n/a |
| 1.909 | 381.481 | 633.760 | 3.330 | |
| Wertpapiere | - | - | 473.537 | 473.537 |
| Flüssige Mittel | - | - | 4.949.899 | n/a |
| Passiva | ||||
| Finanzverbindlichkeiten | ||||
| langfristig | 141.467 | - | 3.932.097 | 4.004.393 |
| kurzfristig | 1.005 | - | 1.051.368 | 1.051.368 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | ||||
| langfristig | - | - | 114.684 | n/a |
| kurzfristig | - | 1.904.987 | 7.347.456 | n/a |
| Sonstige Verbindlichkeiten | ||||
| langfristig | ||||
| zum Fair Value bewertet | 8.755 | - | 16.946 | 16.946 |
| zu fortgeführten Anschaffungskosten | - | - | 85 | n/a |
| nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 | - | 78.199 | 78.199 | n/a |
| 8.755 | 78.199 | 95.230 | 16.946 | |
| kurzfristig | ||||
| zum Fair Value bewertet | 21.827 | - | 22.204 | 22.204 |
| zu fortgeführten Anschaffungskosten | - | - | 21.853 | n/a |
| nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 | - | 465.593 | 465.593 | n/a |
| 21.827 | 465.593 | 509.650 | 22.204 | |
* Sind im Sinne des IFRS 13 der
Fair-Value-Hierarchie-Stufe 2 zuzuordnen.
Bei den kurzfristigen Finanzinstrumenten entsprechen aufgrund der kurzen Restlaufzeiten beziehungsweise der Bilanzierung zum Marktwert die Buchwerte im Wesentlichen den Marktwerten zum Abschlussstichtag. Die langfristigen Wertpapiere werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet, sodass sich auch hier Buchwert und beizulegender Zeitwert entsprechen. Soweit nicht genügend neuere Informationen zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts für Anteile an nicht konsolidierten Tochterunternehmen und übrigen Beteiligungen vorliegen, können die Anschaffungskosten eine angemessene Schätzung des beizulegenden Zeitwerts sein.
Bei den Angaben zur nachstehenden Fair-Value-Hierarchie von zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumenten ist dieser Wert der Preis, zu dem unter aktuellen Marktbedingungen am Bemessungsstichtag ein geordneter Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern stattfinden kann, im Zuge dessen der Vermögenswert verkauft oder die Schuld übertragen werden würde (Exit-Preis). Bei nichtfinanziellen Vermögenswerten wird der beizulegende Zeitwert auf der Grundlage seiner höchst- und bestmöglichen Nutzung durch Marktteilnehmer bestimmt. Für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts ist, basierend auf den Eingangsparametern, die in die angewandten Bewertungsverfahren einfließen, in Abhängigkeit von der Marktnähe folgende dreistufige Fair-Value-Hierarchie zu unterscheiden:
Stufe 1: Vorliegen von notierten Preisen in aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Schulden (ohne die Vornahme von Anpassungen) als Eingangsparameter; zum Beispiel börsennotierte Wertpapiere.
Stufe 2: Verwendung von anderen Eingangsparametern als den notierten Preisen der Stufe 1, die für den Vermögenswert oder die Schuld entweder direkt, das heißt als Preis, oder indirekt, das heißt aus Preisen, abgeleitet oder beobachtet werden können; zum Beispiel Zinsswaps oder Devisentermingeschäfte.
Stufe 3: Keine relevant beobachtbaren Eingangsparameter sind verfügbar, sodass als Eingangsparameter ein Abgangspreis aus Sicht eines Marktteilnehmers zu ermitteln ist, der den Vermögenswert hält oder die Schuld begleichen muss; zum Beispiel Beteiligungen, die zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind und deren Zeitwert durch eine Unternehmensbewertung ermittelt wurde.
| 31.12.2021 | 31.12.2020 | |||||
| (In Tsd. EUR) | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe3 |
| Aktiva | ||||||
| Übrige Finanzanlagen | 2.415 | 32.736 | 51.487 | 308 | 27.133 | 36.200 |
| Sonstige und finanzielle Forderungen sowie sonstige Vermögenswerte | ||||||
| langfristig | 7 | 11.570 | - | 3 | 744 | - |
| kurzfristig | 57 | 40.824 | - | 71 | 3.259 | - |
| Wertpapiere | 571.777 | 48 | - | 473.398 | 139 | - |
| Passiva | ||||||
| Sonstige Verbindlichkeiten | ||||||
| langfristig | 292 | 4.807 | 8.325 | 13 | 8.755 | 8.178 |
| kurzfristig | 234 | 487 | - | 42 | 22.162 | - |
Im laufenden Geschäftsjahr erfolgte zwischen den zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumenten der Stufen 1 und 2 keine Umgliederung. Auch die Stufe 3 blieb gegenüber dem Vorjahr insoweit unverändert.
Die Devisentermingeschäfte des Konzerns werden nicht in aktiven Märkten gehandelt. Die beizulegenden Zeitwerte dieser Verträge werden geschätzt. Dies erfolgt anhand einer Bewertungsmethode, die die Anwendung beobachtbarer Eingangsparameter, wie zum Beispiel Marktwechselkurse und Marktzinssätze, maximiert. Sie werden deshalb Stufe 2 der Fair-Value-Hierarchie zugeordnet.
In Stufe 3 wird der Fair Value von Anteilen an nicht börsennotierten Gesellschaften in Übereinstimmung mit allgemein anerkannten Bewertungsverfahren - basierend auf Discounted-Cashflow-Analysen - bestimmt. Dabei werden als nicht beobachtbare Eingangsparameter eine interne Verzinsung von 9 Prozent, Wachstumsraten zwischen 2,5 und 3,0 Prozent sowie erforderliche Diskontierungen zwischen 8 und 15 Prozent verwendet.
Der Vertrag im Rahmen der Veräußerung von Thiess beinhaltet eine Option für Elliott zum Verkauf oder Teilverkauf seiner 50-prozentigen Beteiligung an Thiess nach dem dritten Jahrestag, vier bis sechs Jahre nach Abschluss der Transaktion am 31. Dezember 2020, an CIMIC. Der Ausübungspreis ist der niedrigere der beiden folgenden Werte: der von Elliot entrichtete Kaufpreis für die Thiess-Anteile oder ein Preis, der sich an der Entwicklung des S&P/ ASX 200 Total Return Index orientiert, zuzüglich des kumulierten Werts einer etwaigen Unterschreitung der vereinbarten Mindestausschüttungen. Diese Option hat aktuell keine Auswirkungen auf die Beherrschung des Unternehmens.
Der beizulegende Zeitwert der Put-Option lässt sich nicht anhand eines beobachtbaren Marktpreises feststellen. Die Ermittlung des Wertes der Erlöse aus der Put-Option erfolgt anhand einer wahrscheinlichkeitsgewichteten Methode (Probability Weighted Expected Returns Methodology) zur erwarteten Rendite, basierend auf zukünftigen potenziellen Auszahlungen bei Ausübung der Option, bereinigt um die jährlichen Mindestausschüttungen laut Aktionärsvereinbarung; dieser wird mit dem geschätzten Ausübungspreis verglichen, um einen beizulegenden Zeitwert zu ermitteln. Bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der Put-Option wurden externe, unabhängige Bewertungsunternehmen hinzugezogen. Zum 31. Dezember 2021 wurde der beizulegende Zeitwert dieser Option mit 13,0 Mio. australischen Dollar (8,3 Mio. Euro) ermittelt [31. Dezember 2020: 13,0 Mio. australische Dollar (8,2 Mio. Euro)].
Als Eingangsparameter für die Optionsbewertung wurden ein erwarteter Ausübungszeitraum von 2 bis 5 Jahren, ein EBITDA-Multiplikator (3,5- bis 4,5-fach) sowie Diskontierungsfaktoren zwischen 10 und 15 Prozent unterstellt. Veränderungen in den nicht beobachtbaren Eingangsparametern hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf das Gesamtergebnis, die Gesamtvermögenswerte und -schulden sowie das Eigenkapital.
Die Put-Option wird gemäß IFRS 9 als derivatives Finanzinstrument bilanziert und daher im Abschluss als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet ausgewiesen.
| (In Tsd. EUR) | Stand 1.1.2021 | Währungsanpassungen | In der GuV erfasste Gewinne (+)/ Verluste (-) | Übrige Veränderungen | Stand 31.12.2021 |
| Aktiva | |||||
| Übrige Finanzanlagen | 36.200 | 891 | 12.427 | 1.969 | 51.487 |
| Passiva | |||||
| Sonstige Verbindlichkeiten | |||||
| langfristig | 8.178 | 147 | - | - | 8.325 |
| kurzfristig | - | - | - | - | - |
| (In Tsd. EUR) | Stand 1.1.2020 | Währungsanpassungen | In der GuV erfasste Gewinne (+)/ Verluste (-) | Übrige Veränderungen | Stand 31.12.2020 |
| Aktiva | |||||
| Übrige Finanzanlagen | 70.118 | -955 | 8.747 | -41.710 | 36.200 |
| Passiva | |||||
| Sonstige Verbindlichkeiten | |||||
| langfristig | - | 331 | 7.847 | - | 8.178 |
| kurzfristig | - | - | - | - | - |
Die übrigen Veränderungen des Geschäftsjahres 2021 werden erfolgsneutral abgebildet.
Finanzielle Vermögenswerte mit einem Buchwert von 280.732 Tsd. Euro sind zum 31. Dezember 2021 (Vorjahr 286.418 Tsd. Euro) als Sicherheiten für bilanzierte finanzielle Verbindlichkeiten und nicht bilanzierte Eventualschulden gegeben.
Die folgende Tabelle zeigt das Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten nach IFRS 9-Bewertungskategorien für die Geschäftsjahre 2021 und 2020:
| (In Tsd. EUR) | 2021 | 2020 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten | -3.198 | 14.364 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | 13.539 | 4.051 |
| Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert - Fremdkapitalinstrumente | 12.302 | 11.817 |
| Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert - Eigenkapitalinstrumente | 2.430 | 1.984 |
| Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten | -143.101 | -189.677 |
| -118.028 | -157.461 |
In die Ermittlung des Nettoergebnisses aus Finanzinstrumenten werden Zinserträge und -aufwendungen, Wertberichtigungen und -aufholungen, Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung, Dividendenerträge, Abgangsgewinne beziehungsweise -verluste und sonstige erfolgswirksam oder erfolgsneutral erfasste Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Finanzinstrumenten einbezogen.
| (In Tsd. EUR) | 31.12.2021 | 31.12.2020 angepasst |
| Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Garantien | 604 | 1.350 |
Die Haftungsverhältnisse waren überwiegend zur Sicherung aufgenommener Bankkredite, für Vertragserfüllungen, Gewährleistungsverpflichtungen und Vorauszahlungen gegeben. Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft bürgte am Bilanzstichtag im Wesentlichen für Beteiligungsgesellschaften und Arbeitsgemeinschaften. Im Übrigen haftet die HOCHTIEF Aktiengesellschaft gesamtschuldnerisch für alle Arbeitsgemeinschaften, an denen die HOCHTIEF Aktiengesellschaft in Deutschland beteiligt ist.
Als weitere Eventualschulden sind im Wesentlichen mögliche Verpflichtungen laufender öffentlich-rechtlicher Verfahren berücksichtigt.
| Insgesamt verfügbar | davon genutzt | Laufzeit bis | |||
| (In Mrd.) | 2021 | 2020 | 2021 | 2020 | |
| HOCHTIEF AG | |||||
| Syndizierte Avalkreditlinie (EUR) | 1,20 | 1,20 | 0,87 | 0,79 | 09.08.2024 |
| Weitere Avalkreditlinien (EUR) | 1,28 | 1,32 | 0,64 | 0,53 | n.a. |
| Turner/Flatiron | |||||
| Bonding (USD) | 9,50 | 9,50 | 8,91 | 9,06 | bis auf Weiteres |
| Flatiron syndizierter Avalkredit (USD) | 0,10 | 0,10 | 0,02 | 0,02 | 16.08.2024 |
| Weitere Avalkreditlinien (USD) | 0,15 | 0,15 | 0,07 | 0,08 | n.a. |
| CIMIC | |||||
| Syndizierte Avalkreditlinie (AUD) | 1,40 | 1,35 | 1,15 | 1,11 | 24.03.2024 |
| Weitere Avalkreditlinien (AUD) | 4,53 | 4,45 | 3,71 | 3,91 | n.a. |
Im März 2021 hat CIMIC eine syndizierte Performance Bonding Facility in Höhe von 1,4 Mrd. australischen Dollar und mit einer dreijährigen Laufzeit abgeschlossen. Die Finanzierung löst eine im März 2021 abgelaufene Fazilitiät in Höhe von 1,35 Mrd. australischen Dollar ab und deckt neben den bestehenden bilateralen Garantie- und Bonding-Fazilitäten den operativen Bonding-Bedarf der Gruppe ab.
Die syndizierte US-Surety-Bonding-Linie, die Turner sowie die Flatiron-Gruppe für ihre operativen Aktivitäten beanspruchen, wurde aufgrund der angestiegenen Auftragsentwicklung und des damit verbundenen Bedarfs an erhöhten Bonding-Kapazitäten im Laufe des Berichtsjahres weiter erhöht. Zum Berichtsstichtag betrug das ausstehende Volumen zirka 7,9 Mrd. Euro (zirka 8,9 Mrd. US-Dollar).
Das Bestellobligo aus erteilten Investitionsaufträgen beträgt im Konzern 20.544 Tsd. Euro (Vorjahr 46.931 Tsd. Euro) und betrifft im Wesentlichen die CIMIC-Gruppe mit 20.395 Tsd. Euro (Vorjahr 46.205 Tsd. Euro).
Gesellschaften des HOCHTIEF-Konzerns sind im Rahmen ihres Geschäftsbetriebs in Gerichtsprozesse und Schiedsverfahren involviert. HOCHTIEF erwartet durch die Prozesse und Schiedsverfahren nach derzeitiger Einschätzung keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die wirtschaftliche und finanzielle Situation des Konzerns.
Die HOCHTIEF-Struktur entspricht der operativen Ausrichtung des Konzerns und spiegelt die Präsenz in wichtigen nationalen und internationalen Regionen sowie Märkten wider. Im HOCHTIEF-Konzern ergibt sich die Segmentabgrenzung aus den jeweiligen geschäftlichen Aktivitäten der Divisions. Die Segmentierung basiert dabei auf der internen Berichterstattung.
Es bestehen folgende berichtspflichtige Divisions/Segmente:
HOCHTIEF Americas umfasst das Baumanagement und die Bautätigkeiten der operativen Einheiten in den USA und in Kanada;
HOCHTIEF Asia Pacific bündelt die Aktivitäten in den Bereichen Bau, Dienstleistungen und PPP im asiatisch-pazifischen Raum und beinhaltet unter anderem die Beteiligung an Thiess, die bis Dezember des vergangenen Geschäftsjahres als Tochtergesellschaft vollkonsolidiert wurde und seitdem nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen wird;
HOCHTIEF Europe bündelt das Kerngeschäft in Europa sowie in ausgewählten weiteren Regionen und plant, entwickelt, baut, bewirtschaftet und verwaltet Immobilien und Infrastruktureinrichtungen (PPP);
Abertis-Investment beinhaltet die Beteiligung am spanischen Mautstraßenbetreiber Abertis Infraestructuras S.A.
Unter Corporate werden die Konzernzentrale und andere, nicht den gesondert dargestellten Divisions zuordenbare Tätigkeiten, wie beispielsweise das Management unserer finanziellen Ressourcen und Versicherungsaktivitäten, sowie Konsolidierungseffekte dargestellt. Die Versicherungsaktivitäten werden in der Konzernzentrale verantwortlich von der HOCHTIEF Insurance Broking and Risk Management Solutions GmbH - mit Gesellschaften in Luxemburg, zu denen unter anderem die Builders Reinsurance S.A. gehört - gesteuert. Die HOCHTIEF-Versicherungsgesellschaften bieten vor allem Rückversicherungsleistungen für Bauleistungs-, Nachunternehmerausfall-, Haftpflicht- sowie Arbeitnehmerunfallversicherungen an.
| Divisions | Außenumsätze | Innenumsätze | Bereichsumsätze Außen- und Innenumsatz | |||
| (In Tsd. EUR) | 2021 | 2020 | 2021 | 2020 | 2021 | 2020 |
| HOCHTIEF Americas | 13.792.963 | 14.676.087 | - | - | 13.792.963 | 14.676.087 |
| HOCHTIEF Asia Pacific | 6.137.317 | 6.886.332 | - | - | 6.137.317 | 6.886.332 |
| HOCHTIEF Europe | 1.304.404 | 1.265.657 | 5.047 | 5.033 | 1.309.451 | 1.270.690 |
| Abertis-Investment | - | - | - | - | - | - |
| Corporate | 143.190 | 125.676 | 7.472 | 6.854 | 150.662 | 132.530 |
| HOCHTIEF-Konzern - fortgeführte Aktivitäten | 21.377.874 | 22.953.752 | 12.519 | 11.887 | 21.390.393 | 22.965.639 |
| HOCHTIEF-Konzern - nicht fortgeführte Aktivitäten | 9.849 | 138.571 | - | - | 9.849 | 138.571 |
| HOCHTIEF-Konzern gesamt | 21.387.723 | 23.092.323 | 12.519 | 11.887 | 21.400.242 | 23.104.210 |
| Divisions | Leistung | Nominales Ergebnis vor Steuern/PBT | Nominaler Konzerngewinn (+)/-verlust (-) * | |||
| (In Tsd. EUR) | 2021 | 2020 | 2021 | 2020 | 2021 | 2020 |
| HOCHTIEF Americas | 13.724.414 | 14.283.800 | 323.100 | 325.881 | 231.701 | 236.550 |
| HOCHTIEF Asia Pacific | 9.319.792 | 8.578.566 | 262.051 | 534.050 | 146.877 | 229.500 |
| HOCHTIEF Europe | 1.674.412 | 1.566.565 | -150.017 | 42.919 | -164.917 | 40.151 |
| Abertis-Investment | - | - | 57.969 | -17.098 | 57.969 | -17.098 |
| Corporate | 138.733 | 120.686 | -58.121 | -3.806 | -63.709 | -61.862 |
| HOCHTIEF-Konzern - fortgeführte Aktivitäten | 24.857.351 | 24.549.617 | 434.982 | 881.946 | 207.921 | 427.241 |
| HOCHTIEF-Konzern - nicht fortgeführte Aktivitäten | 9.849 | 132.131 | -4.479 | 32.439 | - | - |
| HOCHTIEF-Konzern gesamt | 24.867.200 | 24.681.748 | 430.503 | 914.385 | 207.921 | 427.241 |
* Anteile der HOCHTIEF-Aktionäre am
Ergebnis nach Steuern
| Divisions | EBITDA bereinigt | Planmäßige Abschreibungen | Gewinn- und Verlustanteile an assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden | |||
| (In Tsd. EUR) | 2021 | 2020 | 2021 | 2020 | 2021 | 2020 |
| HOCHTIEF Americas | 421.526 | 430.448 | 81.193 | 85.949 | -37.206 | 41.899 |
| HOCHTIEF Asia Pacific | 574.660 | 1.263.578 | 179.773 | 534.136 | 117.649 | 42.936 |
| HOCHTIEF Europe | 109.425 | 110.831 | 49.275 | 47.726 | 6.896 | 39.349 |
| Abertis-Investment | 57.969 | -17.098 | - | - | 57.969 | -17.098 |
| Corporate | -92.883 | -38.059 | 3.654 | 4.346 | -127 | -150 |
| HOCHTIEF-Konzern - fortgeführte Aktivitäten | 1.070.697 | 1.749.700 | 313.895 | 672.157 | 145.181 | 106.936 |
| HOCHTIEF-Konzern - nicht fortgeführte Aktivitäten | -4.479 | 80.478 | - | - | - | -1.197 |
| HOCHTIEF-Konzern gesamt | 1.066.218 | 1.830.178 | 313.895 | 672.157 | 145.181 | 105.739 |
| Divisions | Zinsen und ähnliche Erträge | Zinsen und ähnliche Aufwendungen | Zahlungsunwirksame Aufwendungen | |||
| (In Tsd. EUR) | 2021 | 2020 | 2021 | 2020 | 2021 | 2020 |
| HOCHTIEF Americas | 1.556 | 7.024 | 19.901 | 20.355 | 188.632 | 99.836 |
| HOCHTIEF Asia Pacific | 8.036 | 13.929 | 140.428 | 178.113 | 94.305 | 170.338 |
| HOCHTIEF Europe | 1.265 | 1.119 | 9.504 | 11.561 | 240.335 | 96.795 |
| Abertis-Investment | - | - | - | - | - | - |
| Corporate | 12.727 | 19.158 | -26.776 | -20.612 | 82.678 | 30.547 |
| HOCHTIEF-Konzern - fortgeführte Aktivitäten | 23.584 | 41.230 | 143.057 | 189.417 | 605.950 | 397.516 |
| HOCHTIEF-Konzern - nicht fortgeführte Aktivitäten | - | - | - | 48.039 | - | - |
| HOCHTIEF-Konzern gesamt | 23.584 | 41.230 | 143.057 | 237.456 | 605.950 | 397.516 |
| Divisions | Buchwerte der at Equity bilanzierten Finanzanlagen | Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien und Finanzanlagen | Nettofinanzvermögen (+) / Nettofinanzschulden (-) | |||
| (In Tsd. EUR) | 2021 | 2020 | 2021 | 2020 | 2021 | 2020 |
| HOCHTIEF Americas | 196.373 | 240.494 | 232.265 | 352.658 | 1.530.868 | 1.399.510 |
| HOCHTIEF Asia Pacific | 1.089.011 | 867.000 | 194.828 | 484.206 | -317.830 | 114.117 |
| HOCHTIEF Europe | 90.982 | 138.427 | 56.259 | 56.228 | 798.815 | 544.363 |
| Abertis-Investment | 1.119.165 | 1.153.387 | - | - | - | - |
| Corporate | 9.911 | 9.877 | 4.517 | 4.207 | -1.456.057 | -1.440.106 |
| HOCHTIEF-Konzern - fortgeführte Aktivitäten | 2.505.442 | 2.409.185 | 487.869 | 897.299 | 555.796 | 617.884 |
| HOCHTIEF-Konzern - nicht fortgeführte Aktivitäten | - | - | - | - | - | - |
| HOCHTIEF-Konzern gesamt | 2.505.442 | 2.409.185 | 487.869 | 897.299 | 555.796 | 617.884 |
| Regionen | Außenumsätze nach Sitz der Kunden | Langfristige Vermögenswerte | ||
| (In Tsd. EUR) | 2021 | 2020 | 2021 | 2020 |
| Deutschland | 925.899 | 857.398 | 198.630 | 183.513 |
| Übriges Europa | 399.526 | 432.448 | 94.692 | 96.506 |
| USA | 13.069.175 | 14.016.645 | 502.089 | 475.693 |
| Übriges Amerika | 819.459 | 829.893 | 64.018 | 59.372 |
| Asien | 685.541 | 1.419.238 | 273.945 | 311.859 |
| Australien | 5.192.443 | 5.019.356 | 794.917 | 847.236 |
| Übriges Ozeanien | 285.831 | 292.760 | 795 | - |
| Afrika | - | 86.014 | - | - |
| HOCHTIEF-Konzern - fortgeführte Aktivitäten | 21.377.874 | 22.953.752 | 1.929.086 | 1.974.179 |
| HOCHTIEF-Konzern - nicht fortgeführte Aktivitäten (Asien) | 9.849 | 138.571 | - | - |
| HOCHTIEF-Konzern gesamt | 21.387.723 | 23.092.323 | 1.929.086 | 1.974.179 |
Die Innenumsätze geben die Höhe der Umsätze zwischen den Divisions an. Innenumsätze werden zu Bedingungen wie unter fremden Dritten abgerechnet. Die Außenumsätze enthalten im Wesentlichen Umsatzerlöse aus nach dem Fertigungsfortschritt realisierten Leistungsverpflichtungen im klassischen Baugeschäft, Construction-Management und bei Ressourcen-Dienstleistungen. Die Summe aus Außenumsätzen und Innenumsätzen ergibt die Bereichsumsätze.
Die Leistung enthält neben der Leistung der vollkonsolidierten Gesellschaften auch die anteilige Leistung von Arbeitsgemeinschaften.
Das Ergebnis vor Steuern lässt sich wie folgt zum bereinigten EBIT/EBITDA überleiten:
| (In Tsd. EUR) | 2021 | 2020 |
| Ergebnis vor Steuern - fortgeführte Aktivitäten | 434.982 | 881.946 |
| + Finanzaufwendungen | 177.047 | 218.571 |
| - Finanzerträge | -52.456 | -63.975 |
| - Übriges Beteiligungsergebnis (ohne Ergebnis aus dem Abgang von Beteiligungen) | -28.727 | -20.000 |
| Bereinigungen | ||
| - Kursgewinne aus Fremdwährungen | -30.307 | -19.306 |
| + Kursverluste aus Fremdwährungen | 22.819 | 38.583 |
| - Erträge aus Abgängen/Zuschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | -7.969 | -20.320 |
| + Aufwendungen aus Abgängen von Anlagevermögen | 829 | 3.152 |
| - Erträge aus Abgängen/Zuschreibungen von Forderungen und sonstigen Vermögenswerten | -4.171 | -1.845 |
| + Verluste aus Wertminderungen/Abgängen kurzfristiger Vermögenswerte (außer Vorräten) | 42.606 | 2.919 |
| + Anpassung übriger nicht operativer Netto-Aufwendungen | 201.866 | 26.341 |
| EBIT (bereinigt) - fortgeführte Aktivitäten | 756.519 | 1.046.066 |
| + Abschreibungen | 314.178 | 703.634 |
| EBITDA (bereinigt) - fortgeführte Aktivitäten | 1.070.697 | 1.749.700 |
Die Anpassung übriger nicht operativer Netto-Aufwendungen innerhalb der Kennzahlen EBIT/EBITDA (bereinigt) enthält im Berichtsjahr im Wesentlichen Aufwendungen aus einem Schiedgerichtsverfahren über ein Altprojekt aus 2012, das den Bau eines Wasserkraftwerks in Chile zum Gegenstand hatte. HOCHTIEF hat sich bereits 2017 aus dem chilenischen Baumarkt zurückgezogen.
Die planmäßigen Abschreibungen betreffen immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer, Sachanlagen (einschließlich Nutzungsrechte) sowie als Finanzinvestition gehaltene Immobilien.
Die Gewinn- und Verlustanteile an assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, umfassen Erträge und Aufwendungen aus diesen Beteiligungen einschließlich Wertminderungen auf at Equity bilanzierte Finanzanlagen.
Die zahlungsunwirksamen Aufwendungen enthalten Zuführungen zu den Rückstellungen.
Die Investitionen umfassen die Zugänge bei den immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien, at Equity bilanzierten Finanzanlagen (ohne Fortschreibung des Equity-Buchwerts), Tochterunternehmen sowie den übrigen Beteiligungen.
Das Nettofinanzvermögen setzt sich wie folgt zusammen:
| (In Tsd. EUR) | 31.12.2021 | 31.12.2020 |
| Flüssige Mittel | 4.281.642 | 4.949.899 |
| Kurzfristige Wertpapiere | 571.825 | 473.537 |
| Kurzfristige Finanzforderungen | 101.315 | 113.962 |
| Kurzfristige Forderungen aus Steuern (ohne Ertragsteuern) | 66.548 | 62.888 |
| Dividendenforderungen | - | - |
| Ins Nettofinanzvermögen einbezogenes Finanzvermögen | 5.021.330 | 5.600.286 |
| Anleihen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Schuldscheindarlehen | 4.437.855 | 4.932.144 |
| Finanzverbindlichkeiten gegenüber Beteiligungen | 17.110 | 15.353 |
| Übrige Finanzverbindlichkeiten | 10.569 | 34.905 |
| Ins Nettofinanzvermögen einbezogene Finanzverbindlichkeiten | 4.465.534 | 4.982.402 |
| Nettofinanzvermögen | 555.796 | 617.884 |
Die langfristigen Vermögenswerte beinhalten die immateriellen Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien.
Die Kapitalflussrechnung ist nach den Cashflows aus laufender Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit gegliedert. Auswirkungen von Wechselkursänderungen sind dabei eliminiert; ihr Einfluss auf die flüssigen Mittel wird gesondert gezeigt. Mittelveränderungen aus dem Erwerb und der Veräußerung konsolidierter Gesellschaften werden innerhalb der Investitionstätigkeit gesondert ausgewiesen. Die Veränderung der flüssigen Mittel aus Erst- und Entkonsolidierungen in Höhe von -9.127 Tsd. Euro (Vorjahr -64.868 Tsd. Euro) entfiel mit 1.414 Tsd. Euro (Vorjahr 15.832 Tsd. Euro) auf erworbene flüssige Mittel aus Akquisitionen und mit 10.541 Tsd. Euro (Vorjahr 80.700 Tsd. Euro) auf mitveräußerte Bestände an flüssigen Mitteln.
Die in der Kapitalflussrechnung mit 4.281.642 Tsd. Euro (Vorjahr 4.949.899 Tsd. Euro) ausgewiesenen flüssigen Mittel zum Jahresende stimmen mit dem entsprechenden Gesamtbetrag der flüssigen Mittel in der Bilanz überein. Hiervon bestehen 437 Tsd. Euro (Vorjahr 345 Tsd. Euro) als Kassenbestände, 3.838.302 Tsd. Euro (Vorjahr 4.214.191 Tsd. Euro) als Guthaben bei Kreditinstituten sowie 442.903 Tsd. Euro (Vorjahr 735.363 Tsd. Euro) als kurzfristig veräußerbare Wertpapiere mit einer Restlaufzeit bei Erwerb von bis zu drei Monaten. Die flüssigen Mittel unterliegen Verfügungsbeschränkungen in Höhe von 277.233 Tsd. Euro (Vorjahr 281.526 Tsd. Euro).
In der Cashflow-Veränderung aus laufender Geschäftstätigkeit werden alle zahlungsunwirksamen Aufwendungen und Erträge sowie das Ergebnis aus Anlagenabgängen und Entkonsolidierungen bereinigt.
| (In Tsd. Euro) | 31.12.2021 | 31.12.2020 |
| Flüssige Mittel | 4.281.642 | 4.949.899 |
| Kurzfristige Finanzanlagen und Beteiligungen | 2.882 | 2.831 |
| Flüssige und äquivalente Mittel | 4.284.524 | 4.952.730 |
| (In Tsd. Euro) | 2021 | 2020 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 387.196 | 707.328 |
| Veränderung kurzfristige Finanzanlagen und Beteiligungen | - | - |
| Net Cash aus laufender Geschäftstätigkeit | 387.196 | 707.328 |
Im Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit sind unter anderem enthalten:
| ― |
erhaltene Zinsen in Höhe von 33.345 Tsd. Euro (Vorjahr 51.906 Tsd. Euro), |
| ― |
gezahlte Zinsen in Höhe von 111.593 Tsd. Euro (Vorjahr 201.572 Tsd. Euro) und |
| ― |
gezahlte Ertragsteuern in Höhe von 123.774 Tsd. Euro (Vorjahr 152.803 Tsd. Euro). |
Nach Abzug des nicht zahlungswirksamen Teils aus der Equity-Bilanzierung beträgt das zugeflossene Beteiligungsergebnis (Dividenden) 241.585 Tsd. Euro (Vorjahr 406.601 Tsd. Euro).
Desinvestments betreffen die Entkonsolidierung vollkonsolidierter Tochtergesellschaften. Hierdurch haben sich die langfristigen Vermögenswerte um 103.386 Tsd. Euro (Vorjahr 963.251 Tsd. Euro) und die kurzfristigen Vermögenswerte um 695.829 Tsd. Euro (Vorjahr 688.022 Tsd. Euro) vermindert. Die lang- und kurzfristigen Schulden reduzierten sich um 11.788 Tsd. Euro (Vorjahr 144.024 Tsd. Euro) beziehungsweise 804.872 Tsd. Euro (Vorjahr 876.989 Tsd. Euro). Des Weiteren wurden im Geschäftsjahr 2021 keine Verkaufserlöse (Vorjahr 1.439.737 Tsd. Euro) erzielt. Die Verkaufserlöse des Vorjahres wurden vollständig durch liquide Mittel beglichen.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Dividenden in Höhe von 267.977 Tsd. Euro (Vorjahr 405.684 Tsd. Euro) an HOCHTIEF-Aktionäre ausgeschüttet. Dividenden an fremde Gesellschafter sind in Höhe von 51.356 Tsd. Euro (Vorjahr 35.337 Tsd. Euro) gezahlt worden; sie betreffen mit 43.093 Tsd. Euro (Vorjahr 6.867 Tsd. Euro) die CIMIC-Gruppe. Zusammen mit bereits in Vorjahren geleisteten Anzahlungen auf Ausschüttungen in Höhe von 113.373 Tsd. Euro belaufen sich die in der Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals ausgewiesenen Dividenden auf 432.706 Tsd. Euro.
Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsaktivitäten haben sich wie folgt entwickelt:
| 1.1.2021 | Zahlungswirksame Veränderungen | Zahlungsunwirksame Veränderungen | 31.12.2021 | |||
| (In Tsd. Euro) | Aufnahmen | Tilgungen | Währungsanpassungen | Änderungen des Konsolidierungskreises und Sonstiges | ||
| Anleihen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Schuldscheindarlehen | 4.932.144 | 2.045.038 | -2.583.528 | 47.819 | -3.618 | 4.437.855 |
| Finanzverbindlichkeiten gegenüber nicht konsolidierten Tochterunternehmen und Beteiligungen | 16.415 | 5.736 | -460 | -3.906 | 49 | 17.834 |
| Übrige Finanzverbindlichkeiten | 34.906 | - | -3.009 | 1.783 | -23.111 | 10.569 |
| Finanzverbindlichkeiten | 4.983.465 | 2.050.774 | -2.586.997 | 45.696 | -26.680 | 4.466.258 |
| 1.1.2020 | Zahlungswirksame Veränderungen | Zahlungsunwirksame Veränderungen | 31.12.2020 | |||
| (In Tsd. Euro) | Aufnahmen | Tilgungen | Währungsanpassungen | Änderungen des Konsolidierungskreises und Sonstiges * | ||
| Anleihen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Schuldscheindarlehen | 4.637.901 | 3.975.368 | -3.444.364 | -105.982 | -130.779 | 4.932.144 |
| Finanzverbindlichkeiten gegenüber nicht konsolidierten Tochterunternehmen und Beteiligungen | 13.476 | 2.979 | -1.065 | 1.027 | -2 | 16.415 |
| Übrige Finanzverbindlichkeiten | 26.255 | 12.068 | -439 | -2.978 | - | 34.906 |
| Finanzverbindlichkeiten | 4.677.632 | 3.990.415 | -3.445.868 | -107.933 | -130.781 | 4.983.465 |
Als nahestehende Unternehmen und Personen im Sinne des IAS 24 gelten juristische und natürliche Personen, die auf die HOCHTIEF Aktiengesellschaft und deren Tochterunternehmen Einfluss nehmen können oder der Kontrolle, der gemeinschaftlichen Führung oder einem maßgeblichen Einfluss durch die HOCHTIEF Aktiengesellschaft beziehungsweise deren Tochterunternehmen unterliegen. Als wesentliches nahestehendes Unternehmen zählt als Muttergesellschaft der HOCHTIEF Aktiengesellschaft die ACS. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden keine wesentlichen Geschäfte zwischen der HOCHTIEF Aktiengesellschaft beziehungsweise deren Konzernunternehmen und der ACS beziehungsweise deren verbundenen Unternehmen abgeschlossen. Die wesentlichen Beziehungen zwischen vollkonsolidierten Gesellschaften des Konzerns und nahestehenden Unternehmen beziehungsweise Personen betreffen assoziierte und Gemeinschaftsunternehmen, deren Transaktionen aus dem operativen Geschäft zu folgenden Abschlussposten führten:
| Assoziierte Unternehmen | Gemeinschaftsunternehmen | |||
| (In Tsd. EUR) | 2021 | 2020 | 2021 | 2020 |
| Erträge | 2.236 | 6.446 | 121.009 | 134.874 |
| Aufwendungen | 6.868 | 30 | 1.854 | 1.632 |
| Forderungen | 9.094 | 8.933 | 349.848 | 396.278 |
| Verbindlichkeiten | 1.522 | 1.022 | 244.540 | 277.574 |
Weitere wesentliche Geschäfte zwischen der HOCHTIEF Aktiengesellschaft beziehungsweise Konzernunternehmen und Mitgliedern des Vorstands beziehungsweise Aufsichtsrats oder ihnen nahestehenden Personen oder Gesellschaften wurden im Berichtszeitraum nicht abgeschlossen. Interessenkonflikte traten weder bei Mitgliedern des Vorstands noch des Aufsichtsrats auf.
Der Vergütungsbericht, der auch Bestandteil des zusammgefassten Lageberichts ist, fasst die Grundsätze zusammen, die auf die Festlegung der Vergütung des Vorstands der HOCHTIEF Aktiengesellschaft Anwendung finden, und erläutert Höhe sowie Struktur der Vorstandsbezüge. Außerdem werden Grundsätze und Höhe der Vergütung des Aufsichtsrats beschrieben.
Der Aufwand aus der kurzfristigen und langfristigen Vergütung des Vorstands für das Geschäftsjahr 2021 betrug 3.378 Tsd. Euro (Vorjahr: 3.580 Tsd. Euro) bzw. 348 Tsd. Euro (Vorjahr: 732 Tsd. Euro).
Im Geschäftsjahr sind für Pensionsverpflichtungen aktiver Vorstandsmitglieder Dienstzeitaufwendungen und Versorgungsentgelt in Höhe von 3.014 Tsd. Euro (Vorjahr 2.824 Tsd. Euro) gemäß IFRS angefallen.
Im Jahr 2021 wurden keine Aufwendungen aufgrund von Beendigungsvereinbarungen erfasst.
Der Aufwand aus anteilsbasierter Vergütung betrug im Geschäftsjahr 2021 388 Tsd. Euro (Vorjahr 740 Tsd. Euro).
Die Gesamtbezüge der aktiven Mitglieder des Vorstands belaufen sich im Geschäftsjahr 2021 auf 4.105 Tsd. Euro (Vorjahr 5.044 Tsd. Euro).
In den Gesamtbezügen des Vorstands ist die für das Geschäftsjahr gewährte aktienbasierte Vergütung mit einem beizulegenden Zeitwert von 348 Tsd. Euro (Vorjahr 732 Tsd. Euro) enthalten. Die entsprechende Anzahl der gewährten Performance Stock Awards (PSA) für das Geschäftsjahr 2021 wird erst im kommenden Geschäftsjahr ermittelt (Vorjahr 6.357 PSA).
An frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebene wurden Beträge in Höhe von 4.560 Tsd. Euro (Vorjahr 4.313 Tsd. Euro) gezahlt. Die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Vorstandsmitgliedern und ihren Hinterbliebenen betrugen gemäß IFRS 83.314 Tsd. Euro (Vorjahr 87.144 Tsd. Euro).
Die Gesamtbezüge für die Festvergütung und die Sitzungsgelder sowie die Vergütungen für Mandate bei Konzerngesellschaften der Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen 2.245 Tsd. Euro (Vorjahr 2.213 Tsd. Euro).
Im Geschäftsjahr 2021 als auch im Vorjahr wurden keine Vorschüsse und Kredite an die Vorstandsmitglieder und Aufsichtsratsmitglieder gewährt.
Insgesamt sind für den Abschlussprüfer KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft im inländischen Verbund folgende Honorare für erbrachte Dienstleistungen als Aufwand erfasst worden:
| (In Tsd. EUR) | 2021 | 2020 |
| Abschlussprüfungsleistungen | 1.947 | 1.644 |
| davon das Vorjahr betreffende Abschlussprüfungsleistungen | 256 | - |
| Andere Bestätigungsleistungen | 194 | 138 |
| Steuerberatungsleistungen | 15 | 16 |
| Sonstige Leistungen | - | 29 |
| 2.156 | 1.827 |
Der inländische Verbund setzt sich aus der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft als bestelltem Konzernabschlussprüfer sowie den mit ihr im Sinne von § 271 Abs. 2 HGB verbundenen Unternehmen zusammen. In den Honoraren für Abschlussprüfungen sind neben den Honoraren für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts durch den Konzernabschlussprüfer KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft auch dessen Honorare für die Prüfung der Jahresabschlüsse der HOCHTIEF Aktiengesellschaft und ihrer Tochterunternehmen im Inland sowie die prüferische Durchsicht des Halbjahresfinanzberichts zum 30. Juni 2021 enthalten. Vom Abschlussprüfer wurden für die HOCHTIEF Aktiengesellschaft andere Bestätigungsleistungen im Wesentlichen im Rahmen der Erteilung eines Comfort Letters sowie im Rahmen von Untersuchungshandlungen nach ISAE 3000 im Zusammenhang mit der Prüfung des gesonderten nichtfinanziellen Konzernberichts und des Nachhaltigkeitsberichts erbracht. Steuerberatungsleistungen betreffen die steuerliche Betreuung ausländischer Mitarbeiter. Im Vorjahr enthielten die sonstigen Leistungen im Wesentlichen Beratungsleistungen im Zusammenhang mit den Themengebieten Datenschutz und Archivierung.
Für die HOCHTIEF Aktiengesellschaft ist die gemäß § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben und der Öffentlichkeit auf den HOCHTIEF-Internetseiten dauerhaft zugänglich gemacht worden.
Im Wertaufhellungszeitraum haben sich keine berichtspflichtigen Sachverhalte ereignet.
Die folgenden inländischen vollkonsolidierten Tochtergesellschaften machen für das Geschäftsjahr von Teilen der Befreiungsvorschriften Gebrauch:
A.L.E.X.-Bau GmbH, Essen,
Deutsche Baumanagement GmbH, Essen,
Deutsche Bau- und Siedlungs-Gesellschaft mbH, Essen,
Eurafrica Baugesellschaft mbH, Essen,
forum am Hirschgarten Nord GmbH & Co. KG, Essen,
forum am Hirschgarten Süd GmbH & Co. KG, Essen,
HOCHTIEF Americas GmbH, Essen,
HOCHTIEF Asia Pacific GmbH, Essen,
HOCHTIEF Bau und Betrieb GmbH, Essen,
HOCHTIEF BePo Hessen Bewirtschaftung GmbH, Essen,
HOCHTIEF BePo Hessen GmbH, Essen,
HOCHTIEF Engineering GmbH, Essen,
HOCHTIEF Infrastructure GmbH, Essen,
HOCHTIEF Insurance Broking and Risk Management Solutions GmbH, Essen,
HOCHTIEF OBK Vermietungsgesellschaft mbH, Essen,
HOCHTIEF Offshore Crewing GmbH, Essen,
HOCHTIEF ÖPP Projektgesellschaft mbH, Essen,
HOCHTIEF PPP Europa GmbH, Essen,
HOCHTIEF PPP Operations GmbH, Essen,
HOCHTIEF PPP Schulpartner Braunschweig GmbH, Braunschweig,
HOCHTIEF PPP Solutions GmbH, Essen,
HOCHTIEF PPP Transport Westeuropa GmbH, Essen,
HOCHTIEF Projektentwicklung GmbH, Essen,
HOCHTIEF Solutions AG, Essen,
HOCHTIEF Solutions Real Estate GmbH, Essen,
HOCHTIEF ViCon GmbH, Essen,
HTP Immo GmbH, Essen,
I. B.G. Immobilien- und Beteiligungsgesellschaft Thüringen-Sachsen mbH, Essen,
LOFTWERK Eschborn GmbH & Co. KG, Essen,
Maximiliansplatz 13 GmbH & Co. KG, Essen,
MK 1 Am Nordbahnhof Berlin GmbH & Co. KG, Essen,
Projektgesellschaft Börsentor Frankfurt GmbH & Co. KG, Essen,
Projektgesellschaft Konrad-Adenauer-Ufer Köln GmbH & Co. KG, Essen,
Projektgesellschaft Marco Polo Tower GmbH & Co. KG, Hamburg,
Spiegel-Insel Hamburg GmbH & Co. KG, Essen,
synexs GmbH, Essen,
Tivoli Garden GmbH & Co. KG, Essen,
Tivoli Office GmbH & Co. KG, Essen,
TRINAC GmbH, Essen,
ViA6West Service GmbH, Bad Rappenau.
Die vollständige Anteilsliste gemäß den Anforderungen des § 313 HGB ist im Bundesanzeiger sowie auf unserer Internetseite www.hochtief.de/anteilsliste2021 veröffentlicht.
Pedro López Jiménez
Madrid, Vorsitzender des Aufsichtsrats der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Member of the Board, Member of the Nomination Committee and Vice-Chairman of the Executive Committee of ACS, Actividades de Construcción y Servicios, S.A., Madrid
b) Abertis Infraestructuras, S.A. (Chairman of the Audit and Control Committee as well as Member of the Board)
ACS Servicios y Concesiones, S.L. (Chairman) 1
ACS Servicios, Comunicaciones y Energía, S.L. (Vice-Chairman) 1
CIMIC Group Limited 1,2
Dragados, S.A. (Vice-Chairman) 1
Matthias Maurer *
Hamburg, stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats,
Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats HOCHTIEF Infrastructure GmbH
b) Medizinischer Dienst der Krankenversicherung Mecklenburg-Vorpommern e.V. (Vorsitzender des Verwaltungsrats)
Fritz Bank *
Kreuzau, stellvertretender Vorsitzender des Konzernbetriebsrats der HOCHTIEF Aktiengesellschaft (ab 06.05.2021)
Dipl.-Ing., Dipl.-Wirtsch.-Ing. Beate Bell
Köln, Geschäftsführerin der immoADVICE GmbH
Christoph Breimann *
Lüdinghausen, Leiter Technisches Büro Building der HOCHTIEF Infrastructure GmbH
Carsten Burckhardt *
Dortmund, Mitglied des Bundesvorstands der IG Bauen-Agrar-Umwelt
a) Zusatzversorgungskasse des Baugewerbes AG
Zusatzversorgungskasse Steine & Erden (ZVK Bayern)
Zusatzversorgungskasse des Dachdeckerhandwerks VVaG
Zusatzversorgungskasse für das Maler- und Lackiererhandwerk VVaG
Zusatzversorgungskasse des Gerüstbaugewerbes VVaG
b) Präsidium der Europäischen Föderation der Bau- und Holzarbeiter (EFBH)
Verwaltungsrat der Bundesagentur für Arbeit
Vorstand des XertifiX e.V. (NGO)
a) Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu
bildenden Aufsichtsräten (Stand: 31. Dezember 2021)
b) Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und
ausländischen Kontrollgremien von
Wirtschaftsunternehmen (Stand: 31. Dezember 2021)
* Aufsichtsratsmitglied der Arbeitnehmer
1 Konzerninternes Mandat
2 Börsennotierte Gesellschaft
José Luis del Valle Pérez
Madrid, Member, Director and Secretary of the Board of ACS, Actividades de Construcción y Servicios, S.A., and General Secretary of the ACS Group, Madrid
b) ACS Servicios y Concesiones, S.L. 1
ACS Servicios, Comunicaciones y Energía, S.L. 1
CIMIC Group Limited 1,2
Cobra Gestión de Infraestructuras, S.A. 1
Dragados, S.A. 1
Natalie Drews *
Hainburg, freigestellte Betriebsratsvorsitzende, HOCHTIEF Infrastructure GmbH am Standort Frankfurt am Main (ab 04.06.2021)
Ángel García Altozano
Madrid, Corporate General Manager von ACS, Actividades de Construcción y Servicios, S.A., Madrid
b) ACS Servicios y Concesiones, S.L. 1
ACS Servicios, Comunicaciones y Energia, S.L. 1
Dragados, S.A. 1
GED Capital
Dr. rer. pol. h. c. Francisco Javier García Sanz
Madrid, ehem. Mitglied des Vorstands der Volkswagen Aktiengesellschaft, Wolfsburg, im Ruhestand
b) Acerinox, S.A.
Vidacaixa
TUBACEX
WP StB Dipl. oec. Patricia Geibel-Conrad
Leonberg, Wirtschaftsprüfung/Steuerberatung in eigener Praxis/Unternehmensberatung
a) CEWE Stiftung & Co. KGaA, Oldenburg 2
DEUTZ AG, Köln 2
Arno Gellweiler *
Oberhausen, Konstrukteur im Bereich Ingenieur- und Brückenbau, HOCHTIEF Engineering GmbH, Consult Infrastructure (bis 06.05.2021)
Luis Nogueira Miguelsanz
Madrid, Secretary-General, Dragados, S.A.
Nikolaos Paraskevopoulos *
Bottrop, Mitglied des Konzernbetriebsrats der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Vorsitzender Betriebsrat Essen der TRINAC GmbH
Sabine Roth *
Ratingen, Sachbearbeiterin im kaufmännischen Innendienst (bis 06.05.2021)
a) Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu
bildenden Aufsichtsräten (Stand: 31. Dezember 2021)
b) Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und
ausländischen Kontrollgremien von
Wirtschaftsunternehmen (Stand: 31. Dezember 2021)
* Aufsichtsratsmitglied der Arbeitnehmer
1 Konzerninternes Mandat
2 Börsennotierte Gesellschaft
Nicole Simons *
Niddatal, Rechtsanwältin und Mitglied des Bundesvorstands der IG Bauen-Agrar-Umwelt
a) SOKA-BAU Zusatzversorgungskasse des Baugewerbes AG
Zusatzversorgungskasse des Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerks VVaG (ZVK Steinmetz) (alternierende Vorsitzende) b) DGB-Rechtsschutz GmbH
facts - Die Infoline GmbH (Vorsitzende)
Klaus Stümper *
Lohmar, Vorsitzender des Konzernbetriebsrats der HOCHTIEF Aktiengesellschaft
Dipl.-Geol. MBA Christine Wolff
Hamburg, Unternehmensberaterin
a) SIEVERT SE
b) Sweco AB 2
Ángel García Altozano (Vorsitzender)
Fritz Bank (ab 06.05.2021)
Carsten Burckhardt (bis 06.05.2021)
José Luis del Valle Pérez
Patricia Geibel-Conrad
Matthias Maurer
Luis Nogueira Miguelsanz
Sabine Roth (bis 06.05.2021)
Nicole Simons (ab 06.05.2021)
Klaus Stümper (stellv.)
Pedro López Jiménez (Vorsitzender)
Beate Bell
Carsten Burckhardt (ab 06.05.2021)
Natalie Drews (ab 16.09.2021)
José Luis del Valle Pérez
Arno Gellweiler (bis 06.05.2021)
Matthias Maurer (vom 06.05.2021 bis 16.09.2021)
Nicole Simons (bis 06.05.2021)
Klaus Stümper
Christine Wolff
Pedro López Jiménez (Vorsitzender)
José Luis del Valle Pérez
Christine Wolff
a) Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu
bildenden Aufsichtsräten (Stand: 31. Dezember 2021)
b) Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und
ausländischen Kontrollgremien von
Wirtschaftsunternehmen (Stand: 31. Dezember 2021)
* Aufsichtsratsmitglied der Arbeitnehmer
Pedro López Jiménez (Vorsitzender)
Beate Bell
Matthias Maurer
Nikolaos Paraskevopoulos
Marcelino Fernández Verdes
Madrid, Vorsitzender des Vorstands der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen
b) Abertis Infraestructuras, S.A. (President)
Flatiron Holding, Inc. 1
The Turner Corporation (Member of the Board of Directors) 1
Peter Sassenfeld
Duisburg, Mitglied des Vorstands (Chief Financial Officer - CFO) der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen, und Mitglied des Vorstands der HOCHTIEF Solutions AG, Essen
b) CIMIC Group Limited1 1,2
Flatiron Holding, Inc. 1
HOCHTIEF AUSTRALIA HOLDINGS Ltd. 1
The Turner Corporation 1
José Ignacio Legorburo Escobar
Düsseldorf, Mitglied des Vorstands und Chief Operating Officer (COO) der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen, und der HOCHTIEF Solutions AG, Essen
Nikolaus Graf von Matuschka
Aldenhoven/Jüchen, Mitglied des Vorstands der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen, und Vorsitzender des Vorstands der HOCHTIEF Solutions AG, Essen
a) HOCHTIEF Infrastructure GmbH (Vorsitzender) 1
Malteser Deutschland gGmbH 3
Martina Steffen
Velbert, Mitglied des Vorstands und Arbeitsdirektorin der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen, und Mitglied des Vorstands und Arbeitsdirektorin der HOCHTIEF Solutions AG, Essen
a) HOCHTIEF Infrastructure GmbH 1
a) Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu
bildenden Aufsichtsräten (Stand: 31. Dezember 2021)
b) Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und
ausländischen Kontrollgremien von
Wirtschaftsunternehmen (Stand: 31. Dezember 2021)
1 Konzerninternes Mandat
2 Börsennotierte Gesellschaft
3 Gemeinnütziges Unternehmen
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der HOCHTIEF Aktiengesellschaft zusammengefasst ist, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Essen, 21. Februar 2022
HOCHTIEF Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Marcelino Fernández Verdes
José Ignacio Legorburo Escobar
Nikolaus Graf von Matuschka
Peter Sassenfeld
Martina Steffen
Als Ergebnis unserer Prüfung haben wir den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:
Wir haben den Konzernabschluss der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lagebericht (im Folgenden: Konzernlagebericht) der HOCHTIEF Aktiengesellschaft inklusive des im Lagebericht enthaltenen Vergütungsberichts, einschließlich der dazugehörigen Angaben für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.
Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Konzernlageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.
Der Konzernlagebericht enthält als ungeprüft gekennzeichnete, nicht vom Gesetz vorgesehene Querverweise. Diese Querverweise sowie die Informationen, auf die sich die Querverweise beziehen, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― |
entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und |
| ― |
vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Abschnitt "Sonstige Informationen" genannten Bestandteile des Konzernlageberichts. Der Konzernlagebericht enthält als ungeprüft gekennzeichnete, nicht vom Gesetz vorgesehene Querverweise. Unser Prüfungsurteil erstreckt sich nicht auf diese Querverweise sowie die Informationen, auf die sich die Querverweise beziehen. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.
Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen verweisen wir auf die Erläuterungen "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" sowie "Ermessensausübungen des Managements bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" in den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen des Konzernanhangs. Angaben zur Höhe und Aufteilung der Umsatzerlöse finden sich im Konzernanhang im Kapitel Erläuterung der Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung zu "Umsatzerlöse" (Note 2).
Die Umsatzerlöse des Konzerns belaufen sich im Geschäftsjahr 2021 auf EUR 21.378 Mio.
Ein wesentlicher Teil der Geschäftstätigkeit der HOCHTIEF Gruppe bezieht sich auf die Abwicklung von kundenspezifischen Fertigungsaufträgen. Bei diesen handelt es sich vornehmlich um Baugeschäft und Bauprojektmanagement. Als Auftragserlöse werden vertragliche Erlöse sowie Vertragsmodifikationen in Übereinstimmung mit IFRS 15 angesetzt. Derartige Modifikationen umfassen auch Nachträge, die im Rahmen der Umsatzerlöse Berücksichtigung finden, soweit durchsetzbare Ansprüche gegeben sind. Entsprechend dem Fertigstellungsgrad als Maß für die Übertragung der Verfügungsgewalt auf den Kunden werden die Umsatzerlöse zeitraumbezogen einschließlich des anteiligen Ergebnisses aus dem jeweiligen Fertigungsauftrag erfasst.
Die wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter in diesem Zusammenhang betreffen:
| ― |
Bestimmung des Fertigstellungsgrads |
| ― |
Schätzung der gesamten Auftragsleistung und der gesamten Auftragskosten inklusive prognostizierter Kostensteigerungen |
| ― |
Schätzung der gesamten Vertragserlöse unter Berücksichtigung von Vertragsänderungen und von Nachtragsforderungen, für die es hochwahrscheinlich ist, dass sie in Zukunft nicht in signifikantem Umfang zu stornieren sein werden |
Die wesentlichen Märkte des Konzerns befinden sich in den Regionen Asia Pacific, den USA sowie in Europa. Durch die weltweit tätigen Konzerngesellschaften werden unterschiedliche Vereinbarungen mit den Kunden getroffen, die zum Teil komplexe vertragliche Regelungen enthalten.
Aufgrund der Nutzung von verschiedenen vertraglichen Vereinbarungen in den unterschiedlichen Märkten und den Ermessensspielräumen bei der Beurteilung des Zeitpunktes der Übertragung der Verfügungsgewalt auf den Kunden besteht das Risiko für den Abschluss, dass die Umsatzerlöse zum Stichtag nicht in richtiger Höhe abgegrenzt werden.
Auf Basis unseres erlangten Prozessverständnisses haben wir die Ausgestaltung und Einrichtung identifizierter interner Kontrollen, insbesondere bezüglich der korrekten Ermittlung des Fertigstellungsgrads der Aufträge beurteilt. Soweit wir uns auf die identifizierten Kontrollen gestützt haben, haben wir auch deren Funktionsfähigkeit gewürdigt. Dabei lag ein Schwerpunkt auf den Kontrollen zur Prüfung von Projektberechnungen.
Die Angemessenheit der bedeutsamen Ermessensentscheidungen, wie das Vorhandensein eines rechtlich durchsetzbaren Zahlungsanspruchs inklusive einer angemessenen Marge für bereits erbrachte Leistungen sowie die Auswahl der Methode für die Fortschrittsmessung und die Abschätzung des Fertigstellungsgrads zum Bilanzstichtag, haben wir anhand von risikoorientiert ausgewählten Verträgen beurteilt. Wesentliche Kriterien für die risikoorientierte Auswahl waren die im aktuellen Geschäftsjahr erfassten Umsatzerlöse, die Projekthistorie in Bezug auf die Höhe des Gesamtauftragswertes, die Höhe der Erlöse aus Vertragsmodifikationen, das erwartete Projektergebnis sowie im laufenden Geschäftsjahr erfasste oder erwartete Änderungen der Projektmarge.
Darüber hinaus beinhalteten unsere Prüfungshandlungen unter anderem die Gewinnung eines Verständnisses der zugrunde liegenden Verträge, die Befragung der Projektmanager zur Entwicklung der Projekte, die Würdigung der Einschätzung der Gesellschaft zu Eintrittswahrscheinlichkeiten von rechtlichen Auftragsrisiken, die Prüfung der angefallenen und prognostizierten Kosten anhand entsprechender Nachweise und die Prüfung der drohenden Verluste aus verlustbringenden Projekten. Ferner haben wir Nachweise von Dritten für ausgewählte Projekte eingeholt (zum Beispiel Bestätigungen von Auftraggebern und Rechtsanwälten) sowie unter Einbeziehung unserer Ingenieure Baustellen - teilweise physisch und teilweise virtuell - besichtigt.
Aufbauend auf den zuvor erlangten Erkenntnissen haben wir die sachgerechte Ermittlung des jeweiligen Fertigstellungsgrads sowie die bilanzielle und erfolgsrechnerische Erfassung beurteilt.
Die Vorgehensweise der HOCHTIEF Gruppe zur periodengerechten Erfassung von Umsatzerlösen ist sachgerecht. Die der Bilanzierung zugrunde liegenden Annahmen und Methoden sind insgesamt angemessen.
Zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen verweisen wir auf die Erläuterungen in den Abschnitten "Immaterielle Vermögenswerte" sowie "Wertminderungen" in den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen des Konzernanhangs. Angaben zur Höhe der Geschäfts- oder Firmenwerte finden sich im Konzernanhang im Kapitel Erläuterung der Konzernbilanz zu "Immaterielle Vermögenswerte" (Note 12). Erläuterungen zur wirtschaftlichen Entwicklung der Geschäftssegmente finden sich im Konzernlagebericht im Kapitel "Segmentbericht".
Die Geschäfts- oder Firmenwerte betragen zum 31. Dezember 2021 EUR 968 Mio. und haben mit 89 % des Konzerneigenkapitals eine erhebliche Bedeutung für die Vermögenslage. Im Jahr 2021 ist von der Gesellschaft kein Wertminderungsaufwand identifiziert worden.
Die Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte wird jährlich auf Ebene der Geschäftssegmente (Divisions) HOCHTIEF Americas, HOCHTIEF Asia Pacific und HOCHTIEF Europe überprüft. Dazu wird der Buchwert mit dem erzielbaren Betrag des jeweiligen Geschäftssegments verglichen. Liegt der Buchwert über dem erzielbaren Betrag, ergibt sich ein Abwertungsbedarf. Der erzielbare Betrag ist der höhere Wert aus dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Kosten der Veräußerung und dem Nutzungswert des Geschäftssegments. Für die Division HOCHTIEF Asia Pacific wird der erzielbare Betrag anhand des beizulegenden Zeitwerts, der aus dem Börsenwert der CIMIC Group Ltd., North Sydney/Australien (im Folgenden kurz "CIMIC") abgeleitet wird, bestimmt. Stichtag für die Werthaltigkeitsprüfung in den Divisionen HOCHTIEF Americas und HOCHTIEF Europe war der 31. März 2021, die Werthaltigkeitsprüfung der Division HOCHTIEF Asia Pacific wurde zum 31. Dezember 2021 vorgenommen.
Die Werthaltigkeitsprüfung der Geschäfts- oder Firmenwerte ist komplex und beruht auf einer Reihe ermessensbehafteter Annahmen. Hierzu zählen unter anderem die erwartete und auch von Neuprojekten abhängige Umsatz- und Kostenentwicklung der Geschäftssegmente für die nächsten drei Jahre und der verwendete Abzinsungssatz.
Es besteht das Risiko für den Abschluss, dass eine zum Abschlussstichtag bestehende Wertminderung nicht erkannt wurde.
Unter Einbeziehung unserer Bewertungsspezialisten haben wir unter anderem die Angemessenheit der wesentlichen Annahmen sowie der Berechnungsmethoden der Gesellschaft beurteilt. Dazu haben wir die erwartete Geschäfts- und Ergebnisentwicklung mit den Planungsverantwortlichen erörtert. Außerdem haben wir Abstimmungen mit anderen intern verfügbaren Prognosen und der vom Vorstand genehmigten sowie vom Aufsichtsrat zur Kenntnis genommenen Planung für die HOCHTIEF Gruppe vorgenommen. Darüber hinaus haben wir die Konsistenz der Annahmen mit externen Markteinschätzungen beurteilt.
Ferner haben wir uns von der bisherigen Prognosegüte der Gesellschaft überzeugt, indem wir Planungen früherer Geschäftsjahre mit den tatsächlich realisierten Ergebnissen verglichen und Abweichungen analysiert haben. Wir haben die dem Abzinsungssatz zugrunde liegenden Annahmen und Daten, insbesondere den risikofreien Zinssatz, die Marktrisikoprämie und den Betafaktor, mit eigenen Annahmen und öffentlich verfügbaren Daten verglichen.
Zur Beurteilung der methodisch und mathematisch sachgerechten Umsetzung der Bewertungsmethode haben wir die von der Gesellschaft vorgenommene Bewertung anhand eigener Berechnungen nachvollzogen und Abweichungen analysiert.
Um der bestehenden Prognoseunsicherheit und dem vorgezogenen Stichtag für die Werthaltigkeitsprüfung in den Divisionen HOCHTIEF Americas und HOCHTIEF Europe Rechnung zu tragen, haben wir die Auswirkungen möglicher Veränderungen der Planung sowie des Abzinsungssatzes auf den erzielbaren Betrag zum Stichtag untersucht, indem wir alternative Szenarien berechnet und mit den Werten der Gesellschaft verglichen haben (Sensitivitätsanalyse).
Da der erzielbare Betrag für die Division HOCHTIEF Asia Pacific anhand des aus dem Börsenwert von CIMIC abgeleiteten beizulegenden Zeitwerts bestimmt wird, haben wir die von der HOCHTIEF Gruppe verwendeten Börsenkurse mit öffentlich verfügbaren Marktdaten zum Bilanzstichtag verglichen.
Die der Werthaltigkeitsprüfung der Geschäfts- oder Firmenwerte zugrunde liegenden Berechnungsmethoden sind sachgerecht und stehen im Einklang mit den anzuwendenden Bewertungsgrundsätzen.
Die der Bewertung zugrunde liegenden Annahmen und Daten der Gesellschaft sind insgesamt angemessen.
Die gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Konzernlageberichts:
| ― |
die integrierte zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung der Gesellschaft und des Konzerns, deren Angaben als ungeprüft gekennzeichnet sind, |
| ― |
die zusammengefasste Erklärung zur Unternehmensführung der Gesellschaft und des Konzerns, auf die im Konzernlagebericht Bezug genommen wird, und |
| ― |
die im Konzernlagebericht enthaltenen lageberichtsfremden und als ungeprüft gekennzeichneten Angaben. |
Die sonstigen Informationen umfassen zudem den gesonderten nichtfinanziellen Konzernbericht und die übrigen Teile des Geschäftsberichts (Konzernbericht). Die sonstigen Informationen umfassen nicht den Konzernabschluss, die inhaltlich geprüften Konzernlageberichtsangaben sowie unseren dazugehörigen Bestätigungsvermerk.
Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
| ― |
wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zu den inhaltlich geprüften Konzernlageberichtsangaben oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder |
| ― |
anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. |
Auftragsgemäß haben wir eine gesonderte betriebswirtschaftliche Prüfung des gesonderten nichtfinanziellen Konzernberichts durchgeführt. In Bezug auf Art, Umfang und Ergebnisse dieser betriebswirtschaftlichen Prüfung weisen wir auf unseren Prüfungsvermerk vom 23. Februar 2022 hin.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.
Die gesetzlichen Vertreter und der Aufsichtsrat sind des Weiteren verantwortlich für die Aufstellung des im Konzernlagebericht in einem besonderen Abschnitt enthaltenen Vergütungsberichts, einschließlich der dazugehörigen Angaben, der den Anforderungen des § 162 AktG entspricht. Ferner sind sie verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Vergütungsberichts, einschließlich der dazugehörigen Angaben, zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| ― |
identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
| ― |
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. |
| ― |
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
| ― |
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
| ― |
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. |
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holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. |
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beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. |
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führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
Wir haben gemäß § 317 Abs. 3a HGB eine Prüfung mit hinreichender Sicherheit durchgeführt, ob die in der bereitgestellten Datei "HT_Konzern_2021-12-31-de_20220221.zip" (SHA256-Hashwert: 92782042cced376e243ddb211100752435b3c1916532fde0c84860e0b5b5771d) enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts (im Folgenden auch als "ESEF-Unterlagen" bezeichnet) den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat ("ESEF-Format") in allen wesentlichen Belangen entsprechen. In Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften erstreckt sich diese Prüfung nur auf die Überführung der Informationen des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in das ESEF-Format und daher weder auf die in diesen Wiedergaben enthaltenen noch auf andere in der oben genannten Datei enthaltene Informationen.
Nach unserer Beurteilung entsprechen die in der oben genannten bereitgestellten Datei enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in allen wesentlichen Belangen den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat. Über dieses Prüfungsurteil sowie unsere im voranstehenden "Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" enthaltenen Prüfungsurteile zum beigefügten Konzernabschluss und zum beigefügten Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 hinaus geben wir keinerlei Prüfungsurteil zu den in diesen Wiedergaben enthaltenen Informationen sowie zu den anderen in der oben genannten Datei enthaltenen Informationen ab.
Wir haben unsere Prüfung der in der oben genannten bereitgestellten Datei enthaltenen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 Abs. 3a HGB unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben von Abschlüssen und Lageberichten nach § 317 Abs. 3a HGB (IDW PS 410 (10/2021)) und des International Standard on Assurance Engagements 3000 (Revised) durchgeführt. Unsere Verantwortung danach ist nachstehend weitergehend beschrieben. Unsere Wirtschaftsprüferpraxis hat die Anforderungen an das Qualitätssicherungssystem des IDW Qualitätssicherungsstandards: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QS 1) angewendet.
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Erstellung der ESEF-Unterlagen mit den elektronischen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts nach Maßgabe des § 328 Abs. 1 Satz 4 Nr. 1 HGB und für die Auszeichnung des Konzernabschlusses nach Maßgabe des § 328 Abs. 1 Satz 4 Nr. 2 HGB.
Ferner sind die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Erstellung der ESEF-Unterlagen zu ermöglichen, die frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - Verstößen gegen die Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat sind.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Prozesses der Erstellung der ESEF-Unterlagen als Teil des Rechnungslegungsprozesses.
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die ESEF-Unterlagen frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - Verstößen gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB sind. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| ― |
identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - Verstöße gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. |
| ― |
gewinnen wir ein Verständnis von den für die Prüfung der ESEF-Unterlagen relevanten internen Kontrollen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Kontrollen abzugeben. |
| ― |
beurteilen wir die technische Gültigkeit der ESEF-Unterlagen, d. h. ob die die ESEF-Unterlagen enthaltende bereitgestellte Datei die Vorgaben der Delegierten Verordnung (EU) 2019/815 in der zum Abschlussstichtag geltenden Fassung an die technische Spezifikation für diese Datei erfüllt. |
| ― |
beurteilen wir, ob die ESEF-Unterlagen eine inhaltsgleiche XHTML-Wiedergabe des geprüften Konzernabschlusses und des geprüften Konzernlageberichts ermöglichen. |
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beurteilen wir, ob die Auszeichnung der ESEF-Unterlagen mit Inline XBRL-Technologie (iXBRL) nach Maßgabe der Artikel 4 und 6 der Delegierten Verordnung (EU) 2019/815 eine angemessene und vollständige maschinenlesbare XBRL-Kopie der XHTML-Wiedergabe ermöglicht. |
Unser Bestätigungsvermerk ist stets im Zusammenhang mit dem geprüften Konzernabschluss und dem geprüften Konzernlagebericht sowie den geprüften ESEF-Unterlagen zu lesen. Der in das ESEF-Format überführte Konzernabschluss und der Konzernlagebericht - auch die im Bundesanzeiger bekanntzumachenden Fassungen - sind lediglich elektronische Wiedergaben des geprüften Konzernabschlusses und des geprüften Konzernlageberichts und treten nicht an deren Stelle. Insbesondere ist der ESEF-Vermerk und unser darin enthaltenes Prüfungsurteil nur in Verbindung mit den in elektronischer Form bereitgestellten geprüften ESEF-Unterlagen verwendbar.
Wir wurden von der Hauptversammlung am 6. Mai 2021 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 23. Dezember 2021 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind seit dem Geschäftsjahr 2019 als Konzernabschlussprüfer der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen, tätig.
Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
Die für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüferin ist Charlotte Salzmann.
Essen, den 23. Februar 2022
KPMG
AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
gez. Ufer, Wirtschaftsprüfer
gez. Salzmann, Wirtschaftsprüferin
Beim Bau der Heimstätte des FC Cincinnati nutzte die Turner Construction Company ein cloud-basiertes BIM-360-Modell zur Koordination. Das erste Spiel im neu eröffneten Stadion fand im Mai 2021 statt.
Dieser Konzernbericht enthält zukunftsbezogene Aussagen. Diese Aussagen spiegeln die gegenwärtigen Auffassungen, Erwartungen und Annahmen des Vorstands der HOCHTIEF Aktiengesellschaft über künftige, die HOCHTIEF Aktiengesellschaft beziehungsweise den HOCHTIEF-Konzern betreffende Ereignisse und Entwicklungen wider und basieren auf Informationen, die dem Vorstand der HOCHTIEF Aktiengesellschaft zum gegenwärtigen Zeitpunkt zur Verfügung stehen. Zukunftsbezogene Aussagen enthalten keine Gewähr für den Eintritt zukünftiger Ergebnisse (zum Beispiel der Vorsteuerergebnisse oder der Konzerngewinne) und Entwicklungen (zum Beispiel hinsichtlich geplanter Beteiligungsveräußerungen, geplanter Investitionen bzw. Zukäufe, der allgemeinen Geschäftsaktivität oder der Geschäftsstrategie) und sind mit Risiken und Unsicherheiten verbunden. Die tatsächlichen zukünftigen Ergebnisse (zum Beispiel die Vorsteuerergebnisse oder die Konzerngewinne), Dividenden und weitere Entwicklungen (zum Beispiel hinsichtlich geplanter Beteiligungsveräußerungen, geplanter Investitionen beziehungsweise Zukäufe, der allgemeinen Geschäftsaktivität oder der Geschäftsstrategie), betreffend die HOCHTIEF Aktiengesellschaft und den HOCHTIEF-Konzern, können daher aufgrund verschiedener Faktoren wesentlich von den hier geäußerten oder implizit zugrunde gelegten Erwartungen und Annahmen abweichen. Zu diesen Faktoren gehören insbesondere Veränderungen der allgemeinen wirtschaftlichen Lage, der branchenspezifischen Lage und der Wettbewerbssituation. Darüber hinaus können die Entwicklungen auf den Finanzmärkten, Wechselkursschwankungen sowie nationale und internationale Gesetzesänderungen, insbesondere auch in Bezug auf steuerliche Regelungen, das Verhalten von Mitgesellschaftern sowie andere Faktoren einen Einfluss auf die tatsächlichen zukünftigen Ergebnisse (zum Beispiel die Vorsteuerergebnisse oder die Konzerngewinne), Dividenden und weitere Entwicklungen (zum Beispiel hinsichtlich geplanter Beteiligungsveräußerungen, geplanter Investitionen beziehungsweise Zukäufe, der allgemeinen Geschäftsaktivität oder der Geschäftsstrategie), betreffend die HOCHTIEF Aktiengesellschaft und den HOCHTIEF-Konzern, haben. Etwaige Angaben zu Dividenden stehen zudem unter dem Vorbehalt, dass für das jeweilige Geschäftsjahr ein entsprechender Bilanzgewinn im handelsrechtlichen Einzelabschluss der HOCHTIEF Aktiengesellschaft ausgewiesen werden kann und dass die zuständigen Organe der HOCHTIEF-Aktiengesellschaft unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen Situation der Gesellschaft entsprechende Beschlüsse fassen. Abgesehen von rechtlichen Veröffentlichungspflichten übernimmt die HOCHTIEF Aktiengesellschaft keine Verpflichtung, die in diesem Konzernbericht enthaltenen Aussagen zu aktualisieren.
Der GRI-Inhaltsindex von HOCHTIEF folgt den Vorgaben der GRI-Standards 2016, Ausnahmen betreffen lediglich die Indikatoren "GRI 303: Wasser und Abwasser 2018", "GRI 306: Abfall 2020" sowie "GRI 403: Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz 2018".
| UNGC-Prinzipien | GRI-Inhaltsindex nach GRI-Standard (2016) (in Übereinstimmung mit den Leitlinien "Kern") | |
| GRI 101 | Grundlagen | |
| Abschnitt 2 | Verwendung der GRI-Standards für die Nachhaltigkeitsberichterstattung | |
| GRI 102 | Allgemeine Angaben | |
| 1 | Organisationsprofil | |
| 102-1 | Name der Organisation | |
| 102-2 | Aktivitäten, Marken, Produkte und Dienstleistungen | |
| 102-3 | Ort des Hauptsitzes | |
| 102-4 | Betriebsstätten | |
| 102-5 | Eigentum und Rechtsform | |
| 102-6 | Bediente Märkte | |
| 102-7 | Größenordnung der Organisation | |
| 102-8 | Informationen über Angestellte und andere Mitarbeiter | |
| 102-9 | Lieferkette | |
| 102-10 | Signifikante Änderungen in der Organisation und ihrer Lieferkette | |
| 7 | 102-11 | Vorsorgeprinzip oder Vorsichtsmaßnahmen |
| 5, 8 | 102-12 | Externe Initiativen |
| 8 | 102-13 | Mitgliedschaft in Verbänden |
| 2 | Strategie | |
| 102-14 | Aussagen der Führungskräfte | |
| 3 | Ethik und Integrität | |
| 1, 2, 4, 5, 6, 10 | 102-16 | Werte, Richtlinien, Standards und Verhaltensnormen |
| 4 | Führung | |
| 102-18 | Führungsstruktur | |
| 102-20 | Zuständigkeit auf Vorstandsebene für ökonomische, ökologische und soziale Themen | |
| 8 | 5 | Einbeziehung von Stakeholdern |
| 102-40 | Liste der Stakeholder-Gruppen | |
| 3 | 102-41 | Tarifverhandlungen |
| 102-42 | Bestimmen und Auswählen von Stakeholdern | |
| 102-43 | Ansatz für die Stakeholder-Einbeziehung | |
| 10 | 102-44 | Schlüsselthemen und Anliegen |
| 6 | Vorgehensweise bei der Berichterstattung | |
| 102-45 | Entitäten, die in den Konzernabschlüssen erwähnt werden | |
| 102-46 | Bestimmung von Berichtsinhalt und Themenabgrenzung | |
| 102-47 | Liste der wesentlichen Themen | |
| 102-48 | Neuformulierung der Informationen | |
| 102-49 | Änderungen bei der Berichterstattung | |
| 102-50 | Berichtszeitraum | |
| 102-51 | Datum des aktuellsten Berichts | |
| 102-52 | Berichtszyklus | |
| 102-53 | Kontaktangaben zum Bericht | |
| 102-54 | Aussagen zur Berichterstattung in Übereinstimmung mit den GRI-Standards | |
| 102-55 | GRI-Inhaltsindex | |
| 102-56 | Externe Prüfung | |
| Unternehmensführung | ||
| 1, 2, 4,10 | 103-1 | Nachhaltige Unternehmensführung |
| Abgrenzung: Eigene Organisation | ||
| 103-2 | Der Managementansatz und seine Bestandteile | |
| 103-3 | Beurteilung des Managementansatzes | |
| 102-35 | Vergütungspolitik | |
| 1, 2, 4, 10 | 103-1 | Nachhaltige Finanzierung |
| Abgrenzung: Eigene Organisation, Geschäftspartner | ||
| 103-2 | Der Managementansatz und seine Bestandteile | |
| 103-3 | Beurteilung des Managementansatzes | |
| 201-2 | Finanzielle Folgen des Klimawandels für die Organisation und andere mit dem Klimawandel verbundene Risiken und Chancen | |
| 1, 2, 4, 10 | 103-1 | Anti-Korruption und Anti-Bestechung |
| Abgrenzung: Eigene Organisation, Geschäftspartner, Lieferkette | ||
| 103-2 | Der Managementansatz und seine Bestandteile | |
| 103-3 | Beurteilung des Managementansatzes | |
| 205-1 | Geschäftsstandorte, die im Hinblick auf Korruptionsrisiken geprüft wurden | |
| 205-2 | Informationen und Schulungen zu Strategien und Maßnahmen zur Korruptionsbekämpfung | |
| 206-1 | Rechtsverfahren aufgrund von wettbewerbswidrigem Verhalten oder Kartell- und Monopolbildung | |
| 103-1 | Verantwortungsvolle Lieferkette | |
| Abgrenzung: Geschäftspartner, Lieferkette | ||
| 103-2 | Der Managementansatz und seine Bestandteile | |
| 103-3 | Beurteilung des Managementansatzes | |
| 204-1 | Anteil der Ausgaben für lokale Lieferanten | |
| 414-1 | Neue Lieferanten, die anhand von sozialen Kriterien überprüft wurden | |
| Selbst definierter Indikator: Lieferketten-Management (Anzahl präqualifizierter Vertragspartner) | ||
| 1, 2, 3, 4, | 103-1 | Menschenrechte |
| 5, 6, 10 | Abgrenzung: Eigene Organisation, Geschäftspartner, Lieferkette, Nutzer | |
| 103-2 | Der Managementansatz und seine Bestandteile | |
| 103-3 | Beurteilung des Managementansatzes | |
| 412-1 | Geschäftsstandorte, an denen eine Prüfung auf Einhaltung der Menschenrechte oder eine menschenrechtliche Folgenabschätzung durchgeführt wurden | |
| 412-2 | Schulungen für Angestellte zu Menschenrechtspolitik und -verfahren | |
| 7, 8, 9 | Umwelt | |
| 103-1 | Globales Umweltmanagement | |
| Abgrenzung: Eigene Organisation, Geschäftspartner, Lieferkette, Nutzer | ||
| 103-2 | Der Managementansatz und seine Bestandteile | |
| 103-3 | Beurteilung des Managementansatzes | |
| 307-1 | Nichteinhaltung von Umweltschutzgesetzen und -verordnungen | |
| 103-1 | Klimawandel | |
| Abgrenzung: Eigene Organisation, Geschäftspartner, Lieferkette | ||
| 103-2 | Der Managementansatz und seine Bestandteile | |
| 103-3 | Beurteilung des Managementansatzes | |
| 302-1 | Energieverbrauch innerhalb der Organisation | |
| 305-1 | Direkte THG-Emissionen (Scope 1) | |
| 305-2 | Indirekte energiebedingte THG-Emissionen (Scope 2) | |
| 305-3 | Sonstige indirekte THG-Emissionen (Scope 3) | |
| 103-1 | Wasserschutz | |
| Abgrenzung: Eigene Organisation, Geschäftspartner, Lieferkette | ||
| 103-2 | Der Managementansatz und seine Bestandteile | |
| 103-3 | Beurteilung des Managementansatzes | |
| 303-1 | Wasser als gemeinsam genutzte Ressource | |
| 303-2 | Umgang mit den Auswirkungen der Wasserrückführung | |
| 303-3 | Wasserentnahme | |
| 303-4 | Wasserrückführung | |
| 303-5 | Wasserverbrauch | |
| 103-1 | Biodiversität und Ökosysteme | |
| Abgrenzung: Eigene Organisation, Geschäftspartner, Lieferkette | ||
| 103-2 | Der Managementansatz und seine Bestandteile | |
| 103-3 | Beurteilung des Managementansatzes | |
| 304-1 | Eigene, gemietete oder verwaltete Betriebsstandorte, die sich in oder neben Schutzgebieten und Gebieten mit hohem Biodiversitätswert außerhalb von Schutzgebieten befinden | |
| 304-2 | Erhebliche Auswirkungen von Aktivitäten, Produkten und Dienstleistungen auf die Biodiversität | |
| 103-1 | Kreislaufwirtschaft | |
| Abgrenzung: Eigene Organisation, Geschäftspartner, Lieferkette, Nutzer | ||
| 103-2 | Der Managementansatz und seine Bestandteile | |
| 103-3 | Beurteilung des Managementansatzes | |
| 301-1 | Eingesetzte Materialien nach Gewicht oder Volumen | |
| 301-2 | Eingesetzte recycelte Ausgangsstoffe | |
| 306-1 | Anfallender Abfall und erhebliche abfallbezogene Auswirkungen | |
| 306-2 | Management erheblicher abfallbezogener Auswirkungen | |
| 306-3 | Angefallener Abfall | |
| 306-4 | Von Entsorgung umgeleiteter Abfall | |
| 306-5 | Zur Entsorgung weitergeleiteter Abfall | |
| 103-1 | Nachhaltige Produkte und Dienstleistungen | |
| Abgrenzung: Eigene Organisation, Geschäftspartner, Lieferkette | ||
| 103-2 | Der Managementansatz und seine Bestandteile | |
| 103-3 | Beurteilung des Managementansatzes | |
| 203-1 | Infrastrukturinvestitionen und geförderte Dienstleistungen | |
| Soziale Themen | ||
| 103-1 | Gesundheit und Sicherheit | |
| Abgrenzung: Eigene Organisation, Geschäftspartner, Lieferkette | ||
| 103-2 | Der Managementansatz und seine Bestandteile | |
| 103-3 | Beurteilung des Managementansatzes | |
| 403-1 | Managementsystem für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz | |
| 403-2 | Gefahrenidentifizierung, Risikobewertung und Untersuchung von Vorfällen | |
| 403-3 | Arbeitsmedizinische Dienste | |
| 403-4 | Mitarbeiterbeteiligung, Konsultation und Kommunikation zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz | |
| 403-5 | Mitarbeiterschulungen zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz | |
| 403-6 | Förderung der Gesundheit der Mitarbeiter | |
| 403-7 | Vermeidung und Abmilderung von direkt mit Geschäftsbeziehungen verbundenen Auswirkungen auf die Arbeitssicherheit und den Gesundheitsschutz | |
| 403-8 | Mitarbeiter, die von einem Managementsystem für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz abgedeckt sind | |
| 403-9 | Arbeitsbedingte Verletzungen | |
| 403-10 | Arbeitsbedingte Erkrankungen | |
| 6 | 103-1 | Diversität und Talent |
| Abgrenzung: Eigene Organisation | ||
| 103-2 | Der Managementansatz und seine Bestandteile | |
| 103-3 | Beurteilung des Managementansatzes | |
| 404-1 | Durchschnittliche Stundenzahl für Aus- und Weiterbildung pro Jahr und Angestelltem | |
| Selbst definierter Indikator: Einstellung von Nachwuchskräften | ||
| 3, 6 | 103-1 | Arbeitsumfeld |
| Abgrenzung: Eigene Organisation | ||
| 103-2 | Der Managementansatz und seine Bestandteile | |
| 103-3 | Beurteilung des Managementansatzes | |
| 401-1 | Neue Angestellte und Angestelltenfluktuation | |
| 103-1 | Soziale Aktivitäten | |
| Abgrenzung: Eigene Organisation, Geschäftspartner, Lieferkette, Nutzer | ||
| 103-2 | Der Managementansatz und seine Bestandteile | |
| 103-3 | Beurteilung des Managementansatzes | |
| 413-1 | Geschäftsstandorte mit Einbindung lokaler Gemeinschaften, Folgenabschätzungen und Förderprogrammen | |
| 10 | 415-1 | Parteispenden |
| Selbst definierter Indikator: Anzahl der Menschen, die von den durch HOCHTIEF gebauten B2P-Brücken profitieren | ||
| 7,8,9 | Digitalisierung und Innovation | |
| 103-1 | Abgrenzung: Eigene Organisation, Geschäftspartner, Lieferkette, Nutzer | |
| 103-2 | Der Managementansatz und seine Bestandteile | |
| 103-3 | Beurteilung des Managementansatzes | |
| Selbst definierter Indikator: Zukunftsweisende Arbeitsmethode BIM |
| UNGC-Prinzipien | ||
| Seite | Weitere Informationen/ Hinweise | |
| - | - | |
| 1 Impressum | ||
| 2, 25-27, 67-83 | Ein Ausschluss von Produkten oder Dienstleistungen auf bestimmten Märkten liegt nicht vor. | |
| Impressum | ||
| 2, 27 | ||
| 22, 296 Impressum | ||
| 2, 25-27, 37-42 | ||
| 120, 294 | www.hochtief.de/anteilsliste2021 | |
| 112-122 | Basierend auf dem von HOCHTIEF realisierten Modell des Construction-Managements werden Bautätigkeiten, vor allem in den Divisions HOCHTIEF Europe und HOCHTIEF Americas, im Wesentlichen nicht durch eigene Mitarbeitende realisiert. Schwankungen bei der Zahl eigener Mitarbeitender sind aufgrund projektbezogen befristet eingestellter Mitarbeitender insbesondere bei CIMIC üblich. | |
| 133-137 | ||
| 3-4 | ||
| 7 | 160-163 | |
| 5, 8 | 5, 191-194 | https://www.hochtief.de/verantwortung/ |
| 8 | 5, 191-194 | https://www.hochtief.de/verantwortung/ |
| 10-13, 14- 17, 60, 64- 65 | ||
| 1, 2, 4, 5, 6, 10 | 6, 28-34, 85-88, 112-122, 123-131, 160-194 | www.hochtief.de/compliance |
| 19-20, 25- 26 | www.hochtief.de/corporate-governance | |
| 20, 160 | ||
| 8 | ||
| 162 | ||
| 3 | 117 | Die Prozentzahl der Angestellten, die unter Tarifverhandlungsvereinbarungen fallen, wird derzeit nicht erhoben. |
| 33-34, 162 | ||
| 33-34, 162 | ||
| 10 | 33-34 | |
| 27, 211-213 | Die Nachhaltigkeitskennzahlen werden dem Konsolidierungskreis entsprechend erhoben. | |
| 3-4, 33-34, 158-159 | ||
| 28, 33-34, 195-201 | ||
| 3-4 | Neudarstellungen aufgrund von Datenaktualisierungen werden grundsätzlich ausgewiesen. | |
| 3-4 | ||
| 4 | ||
| Impressum | ||
| 4 | ||
| Impressum | ||
| 3, 158, Index der GRI | ||
| Index der GRI | ||
| Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts; Vermerk des unabhängigen Wirtschaftsprüfers über eine Prüfung zur Erlangung begrenzter Sicherheit des gesonderten nichtfinanziellen Konzernberichts und der Nachhaltigkeitsinformationen | ||
| 1, 2, 4,10 | 89, 160-161 | |
| 160-161 | ||
| 160-161 | ||
| Vergütungsbericht | Informationen zu Anstellungsprämien oder Zahlungen als Einstellungsanreiz sind im Vergütungsbericht nicht genannt, da keine entsprechenden Zahlungen erfolgt sind. Nur wenn solche Zahlungen erfolgen würden, würden diese im Vergütungsbestandteil "Nebenleistungen" explizit aufgeführt werden. | |
| 1, 2, 4, 10 | 55-56 | |
| 55-56 | ||
| 55-56 | ||
| 148-149 | Die Kosten von Maßnahmen für das Management von Risiken oder Chancen werden nicht berichtet. | |
| 1, 2, 4, 10 | 85-88, 135 | |
| 85-88 | ||
| 85-88 | ||
| 87 | Aufgrund unseres heterogenen Projektgeschäfts findet derzeit keine prozentuale Erhebung in Bezug auf Betriebsstätten, die auf Korruption geprüft wurden, statt. | |
| 86-87 | Die Mitglieder des Kontrollorgans sind in die Prozesse über die Richtlinien und Verfahren der Organisation zur Korruptionsbekämpfung stetig eingebunden und erhalten in diesem Bereich regelmäßig Schulungen. Weitere Angaben werden hierzu derzeit nicht erhoben. | |
| Jeder Vertragspartner (Joint-Venture Partner, Nachunternehmer/Lieferanten) muss standardmäßig den Code of Conduct für Vertragspartner akzeptieren. Aufgrund der Ausgestaltung unterschiedlicher Projektverträge wird kein zentrales Controlling durchgeführt. | ||
| HOCHTIEF berichtet aus Vertraulichkeitsgründen grundsätzlich nicht über eventuelle Kartellverfahren und deren Ergebnisse. | ||
| 133-136 | ||
| 133-136 | ||
| 133-136 | ||
| 135 | Hauptstandorte sind in diesem Zusammenhang im Wesentlichen die wechselnden Großbaustellen. Das regionale Einzugsgebiet wird in jeder HOCHTIEF-Division anders definiert. So werden bei HOCHTIEF Europe Lieferanten aus Gebieten mit angrenzenden Postleitzahlen als regional bezeichnet. Im weniger dicht besiedelten Australien kann auch ein größeres Gebiet als regional gelten. | |
| 135-136 | ||
| 134 | ||
| 1, 2, 3, 4, | 187-190 | |
| 5, 6, 10 | ||
| 187-190 | ||
| 187-190 | ||
| 188-189 | Eine Aufschlüsselung entsprechender Prüfungen nach Ländern ist im Rahmen des Human-Rights-Corporate-Management-Sysems geplant. | |
| 86-87, 190 | Menschenrechte werden bei HOCHTIEF im Kontext des Code of Conduct betrachtet und sind Teil von Schulungen. Differenzierte Angaben dazu werden derzeit nicht erhoben. | |
| 7, 8, 9 | ||
| 164-166 | ||
| 164-166 | ||
| 164-166 | ||
| 166, 177 | ||
| 164-166 | ||
| 164-165 | ||
| 164-165 | ||
| 180-191 | Es werden länderspezifische Umrechnungsfaktoren verwendet. Der Dampfverbrauch wird aus Gründen der Wesentlichkeit nicht erfasst. Der Verkauf von Energie ist in unserem Geschäft keine wesentliche Kategorie. Der Verbrauch erneuerbarer Treibstoffe wird nicht konzernweit erhoben. Die Summen der Verbräuche von Benzin (inkl. Biobenzin), Diesel (inkl. Biodiesel), LPG, LNG und Strom (inkl. Fernwärme, Fernkälte, Ökostrom) ergeben den gesamten Energieverbrauch und werden nicht gesondert ausgewiesen. | |
| 182 | Berichtet wird derzeit CO 2 e. Biogene CO 2-Emissionen werden nicht ausgewiesen. | |
| 182 | Berichtet wird derzeit CO 2 e. | |
| 182 | Berichtet wird derzeit CO 2 e. Biogene CO 2-Emissionen werden nicht ausgewiesen. | |
| 168-169 | ||
| 168-169 | ||
| 168-169 | ||
| 168-169, 183 | Wasserkonzepte und Wasserschutzpläne werden stets projektspezifisch und entsprechend den gesetzlichen Anforderungen vor Ort erarbeitet. Wo unsere Tochtergesellschaften Projektarbeit in Gebieten unter Wasserstress realisieren, planen wir, die Wasserentnahmen genauer zu analysieren und mit einem öffentlich anerkannten Bewertungsinstrument, wie dem Water Risk Atlas, abzugleichen. Im Zuge des Nachhalitgkeitsplans 2025 ist das Thema Wasserstress dezidiert adressiert. HOCHTIEF plant, bis Ende 2023 eine standardisierte Methodologie (in Ergänzung zur bestehenden Erfassung der Wasserverbräuche) zu erarbeiten und zu implementieren. | |
| 168-169, 183 | Wasserkonzepte und Wasserschutzpläne werden stets projektspezifisch und entsprechend den gesetzlichen Anforderungen vor Ort erarbeitet. Auch die Mindeststandards für die Qualität der Abwassereinleitung sind projektabhängig. | |
| 168-169, 183 | Zur Berechnung werden Rechnungsvolumina beziehungsweise einzelne Projektdatenerfassungen verwendet. Wo unsere Tochtergesellschaften Projektarbeit in Gebieten unter Wasserstress realisieren, planen wir, die Wasserentnahmen genauer zu analysieren und mit einem öffentlich anerkannten Bewertungsinstrument, wie dem Water Risk Atlas, abzugleichen. | |
| 168-169, 183 | Zur Berechnung werden Rechnungsvolumina beziehungsweise einzelne Projektdatenerfassungen verwendet. Wo unsere Tochtergesellschaften Projektarbeit in Gebieten unter Wasserstress realisieren, planen wir, die Wasserentnahmen genauer zu analysieren und mit einem öffentlich anerkannten Bewertungsinstrument, wie dem Water Risk Atlas, abzugleichen. | |
| 168-169, 183 | Zur Berechnung werden Rechnungsvolumina beziehungsweise einzelne Projektdatenerfassungen verwendet. Wo unsere Tochtergesellschaften Projektarbeit in Gebieten unter Wasserstress realisieren, planen wir, die Wasserentnahmen genauer zu analysieren und mit einem öffentlich anerkannten Bewertungsinstrument, wie dem Water Risk Atlas, abzugleichen. | |
| 169-170 | ||
| 169-170 | Das Thema Biodiversität wird bei HOCHTIEF projektbezogen und in Abhängigkeit von lokalen Gegebenheiten verfolgt. Managementkonzepte entstehen projektbezogen. | |
| 169-170 | ||
| 175-176 | Die GRI-Definition von Betriebsstandorten ist auf das Projektgeschäft von HOCHTIEF nicht anwendbar. Schutzgebiete werden bei Projektvorhaben durch hohe Auflagen geschützt. Beispiele werden im Bericht genannt. | |
| 169-170 | Das Management von Auswirkungen erfolgt bei HOCHTIEF projektspezifisch und wird im Rahmen von Baustellen behandelt. | |
| 166-168 | ||
| 166-168 | Wir verfolgen das übergeordnete Ziel, am Markt den Lebenszyklus-Ansatz zu forcieren und Kreislaufwirtschaftsmodelle zu etablieren. Managementkonzepte entstehen projektbezogen. | |
| 166-168 | ||
| 178-179 | ||
| 178-179 | ||
| 177-178 | ||
| 177-178 | ||
| 177-178 | ||
| 177-178 | ||
| 177-178 | ||
| 170-171 | ||
| 170-171 | Wir verfolgen als einer der Marktführer das übergeordnete Ziel, das grüne Bauen zu forcieren. Dies hängt projektbezogen stark vom Kundenwunsch ab. Managementkonzepte entstehen projektbezogen. | |
| 170-171 | ||
| 170-171, 183-184 | ||
| 123-131 | ||
| 123-131 | ||
| 123-131 | ||
| 123-125 | ||
| 127-128 | Arbeitnehmervertreter sind in den regelmäßigen ASA-Sitzungen vertreten, in denen Arbeitsschutzrisiken und -maßnahmen behandelt werden. Gefährdungen werden in den Gefährdungsbeurteilungen projektbegleitend identifiziert und bei Bedarf werden entsprechende Maßnahmen ergriffen. Alle Mitarbeitenden sind aufgefordert, unsichere Situationen bei ihrem Vorgesetzten zu melden. | |
| 126 | ||
| 126-127 | ||
| 126-127 | ||
| 127 | Im Zuge von Seminar- und Informationsangeboten (z. B. Ergonomie, Ernährung, Resilienz), Thementagen und langfristigen Programmen (Fit for Work - Fit for Life) werden in den einzelnen Gesellschaften für die Mitarbeitenden kostenlose Programme angeboten. | |
| 127-128 | Arbeitssicherheitsgefährdungen im Rahmen von Projekten, auf die wir keinen direkten Einfluss haben, werden in den Gefährdungsbeurteilungen berücksichtigt. | |
| 129 | Die Abfrage von Arbeitssicherheitsmanagementsystemen von Nachunternehmen erfolgt im Rahmen der Präqualifizierung. | |
| 130-131 | Todesfälle und Unfallhäufigkeit werden derzeit auch für Nachunternehmer berichtet, da ein entsprechendes Reporting von Verletzungsdaten nicht implementiert ist. Arbeitsbedingte Verletzungen mit schweren Folgen werden weder für eigene Mitarbeitende noch für Nachunternehmer berichtet, da ein entsprechendes Reporting nicht implementiert ist. Aus Vertraulichkeitsgründen wird die Anzahl der geleisteten Arbeitsstunden nicht berichtet. | |
| 127-128 | Todesfälle und Unfallhäufigkeit werden derzeit auch für Nachunternehmer berichtet, da ein entsprechendes Reporting von Verletzungsdaten für Nachunternehmer nicht implementiert ist. Durch Berufskrankheiten bedingte Todesfälle werden nicht an HOCHTIEF gemeldet. Anerkannte Berufskrankheiten eigener Mitarbeitender 2021 (Deutschland): Plattenepithelkarzinom oder multiple aktinische Keratose (5), Lärmschwerhörigkeit (1), durch Asbest verursachtes Mesotheliom des Rippen- und Bauchfells (1). Berufskrankheiten werden in der Regel über die Träger der Unfallversicherungen identifiziert und anerkannt. | |
| 6 | 113-117 | |
| 113-117 | ||
| 113-117 | ||
| 114 | HOCHTIEF weist die Aus- und Weiterbildungsstunden derzeit nicht nach Geschlecht und Angestelltenkategorie aus und bereitet deren Erhebung vor. | |
| 113 | ||
| 3, 6 | 115 | |
| 115 | ||
| 115 | ||
| 113, 120 | Die Angaben nach Altersgruppe und Geschlecht werden derzeit von HOCHTIEF nicht erbracht, deren Erhebung wird vorbereitet. | |
| 191-193 | ||
| 191-193 | ||
| 191-193 | ||
| 191-192 | Die entsprechenden Aktivitäten sind aufgrund der projektbezogenen Standortstruktur dezentral organisiert, dementsprechend werden keine prozentualen Angaben ausgewiesen. | |
| 10 | 192, Code of Conduct | |
| 193 | ||
| 7,8,9 | ||
| 104-108 | ||
| 104-108 | ||
| 104-108 | ||
| 107-108 |
Die Inhalte der angegebenen Internetadressen sind weder Bestandteil der gesetzlichen Jahres- und Konzernabschlussprüfung noch der gesonderten betriebswirtschaftlichen Prüfung mit begrenzter Sicherheit durch die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.
Wir haben den gesonderten nichtfinanziellen Konzernbericht (im Folgenden "nichtfinanzieller Konzernbericht") und die Nachhaltigkeitsinformationen in den Kapiteln "Strategie", "Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage", "Compliance", "Innovation und digitale Entwicklung", "Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter", "Procurement" und "Chancen und Risikobericht" des Lageberichts (im Folgenden "Nachhaltigkeitsinformationen") der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen (im Folgenden "Gesellschaft" oder "HOCHTIEF"), für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021 einer Prüfung zur Erlangung begrenzter Sicherheit unterzogen.
Nicht Gegenstand unserer Prüfung war die materielle Prüfung von produktbezogenen und dienstleistungsbezogenen Angaben im nichtfinanziellen Konzernbericht sowie von Verweisen auf Internetseiten und externe Dokumentationsquellen sowie zukunftsbezogenen Aussagen.
HOCHTIEF lässt Bewertungen von Nachunternehmen und Lieferanten durch einen von der HOCHTIEF Aktiengesellschaft beauftragten externen Dienstleister zur Sicherstellung der Einhaltung der Vorgaben der Gesellschaft im Bereich Nachhaltigkeit zu den Themen Umweltschutz, Arbeits- und Menschenrechte, faire Geschäftspraktiken und Lieferkette durchführen. Die Angemessenheit und Richtigkeit der Schlussfolgerungen aus den jeweils durchgeführten Prüfungshandlungen des beauftragten Dienstleisters waren nicht Bestandteil unserer Prüfung mit begrenzter Prüfungssicherheit.
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des nichtfinanziellen Konzernberichts in Übereinstimmung mit den §§ 315b, 315c i. V. m. 289c bis 289e HGB und mit Artikel 8 der VERORDNUNG (EU) 2020/852 DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES vom 18. Juni 2020 über die Einrichtung eines Rahmens zur Erleichterung nachhaltiger Investitionen und zur Änderung der Verordnung (EU) 2019/2088 (im Folgenden "EU-Taxonomieverordnung") und den hierzu erlassenen delegierten Rechtsakten sowie mit der in Abschnitt "Bericht zur EU-Taxonomie-Verordnung" des nichtfinanziellen Konzernberichts dargestellten eigenen Auslegung der in der EU-Taxonomieverordnung und den hierzu erlassenen delegierten Rechtsakten enthaltenen Formulierungen und Begriffe. Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind ferner verantwortlich für die Aufstellung der Nachhaltigkeitsinformationen in Übereinstimmung mit den Berichtskriterien. Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft wendet die in den Standards der Global Reporting Initiative (GRI) genannten Grundsätze und Standardangaben in der Option "Core" (im Folgenden "Berichtskriterien") an.
Diese Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft umfasst die Auswahl und Anwendung angemessener Methoden zur Aufstellung des nichtfinanziellen Konzernberichts sowie das Treffen von Annahmen und die Vornahme von Schätzungen zu einzelnen Angaben, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung des nichtfinanziellen Konzernberichts und der Nachhaltigkeitsinformationen zu ermöglichen, die frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Angaben ist.
Die EU-Taxonomieverordnung und die hierzu erlassenen delegierten Rechtsakte enthalten Formulierungen und Begriffe, die noch erheblichen Auslegungsunsicherheiten unterliegen und für die noch nicht in jedem Fall Klarstellungen veröffentlicht wurden. Daher haben die gesetzlichen Vertreter ihre Auslegung der EU-Taxonomieverordnung und der hierzu erlassenen delegierten Rechtsakte im Abschnitt "Bericht zur EU-Taxonomie-Verordnung" des nichtfinanziellen Konzernberichts niedergelegt. Sie sind verantwortlich für die Vertretbarkeit dieser Auslegung. Aufgrund des immanenten Risikos, dass unbestimmte Rechtsbegriffe unterschiedlich ausgelegt werden können, ist die Rechtskonformität der Auslegung mit Unsicherheiten behaftet.
Unsere Aufgabe ist es, auf Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung ein Prüfungsurteil mit begrenzter Sicherheit über den nichtfinanziellen Konzernbericht und die Nachhaltigkeitsinformationen abzugeben.
Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit dem International Standard on Assurance Engagements (ISAE) 3000 (Revised): "Assurance Engagements other than Audits or Reviews of Historical Financial Information", herausgegeben vom IAASB, als Limited Assurance Engagement durchgeführt. Danach haben wir die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass wir mit einer begrenzten Sicherheit beurteilen können, dass uns keine Sachverhalte bekannt geworden sind, die uns zu der Auffassung gelangen lassen, dass
| ― |
der nichtfinanzielle Konzernbericht der Gesellschaft im Berichtszeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021 in allen wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den §§ 315b, 315c i. V. m. 289c bis 289e HGB und der EU-Taxonomieverordnung und den hierzu erlassenen delegierten Rechtsakten sowie der in Abschnitt "Bericht zur EU-Taxonomie-Verordnung" des nichtfinanziellen Konzernberichts dargestellten Auslegung durch die gesetzlichen Vertreter aufgestellt worden ist. |
| ― |
die Nachhaltigkeitsinformationen der Gesellschaft im Berichtszeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021 in allen wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den Berichtkriterien aufgestellt worden sind. |
Dies bedeutet nicht, dass zu jeder Angabe jeweils ein separates Prüfungsurteil abgegeben wird. Bei einer Prüfung zur Erlangung einer begrenzten Sicherheit sind die durchgeführten Prüfungshandlungen im Vergleich zu einer Prüfung zur Erlangung einer hinreichenden Sicherheit weniger umfangreich, sodass dementsprechend eine erheblich geringere Prüfungssicherheit erlangt wird. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Wirtschaftsprüfers.
Im Rahmen unseres Auftrags haben wir unter anderem folgende Prüfungshandlungen und sonstige Tätigkeiten durchgeführt:
| ― |
Befragungen von für die Wesentlichkeitsanalyse verantwortlichen Mitarbeitern auf Gruppenebene, um ein Verständnis über die Vorgehensweise zur Identifizierung wesentlicher Themen und entsprechender Berichtsgrenzen von HOCHTIEF Aktiengesellschaft zu erlangen, |
| ― |
Eine Risikoeinschätzung, einschließlich einer Medienanalyse, zu relevanten Informationen über die Nachhaltigkeitsleistung von HOCHTIEF Aktiengesellschaft in der Berichtsperiode, |
| ― |
Einschätzung der Konzeption und der Implementierung von Systemen und Prozessen für die Ermittlung, Verarbeitung und Überwachung von Angaben, einschließlich der Konsolidierung der Daten, zu Umwelt-, Arbeitnehmer- und Sozialbelangen, Achtung der Menschenrechte und Bekämpfung von Korruption und Bestechung, |
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Befragungen von Mitarbeitern auf Gruppenebene, die für die Ermittlung der Angaben zu Konzepten, Due-Diligence-Prozessen, Ergebnissen und Risiken, die Durchführung von internen Kontrollhandlungen und die Konsolidierung der Angaben verantwortlich sind, |
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Einsichtnahme in ausgewählte interne und externe Dokumente, |
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Analytische Beurteilung der Daten und Trends der quantitativen Angaben, welche zur Konsolidierung auf Gruppenebene von allen Standorten gemeldet wurden, |
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Einschätzung der lokalen Datenerhebungs-, Validierungs- und Berichterstattungsprozesse sowie der Verlässlichkeit der gemeldeten Daten durch eine Stichprobenerhebung am Standort Turner in den Vereinigten Staaten von Amerika (USA), |
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Beurteilung des Prozesses zur Identifikation der taxonomiefähigen Wirtschaftsaktivitäten und der entsprechenden Angaben im nichtfinanziellen Konzernbericht, |
| ― |
Einschätzung der Gesamtdarstellung der Angaben. |
Die gesetzlichen Vertreter haben bei der Ermittlung der Angaben gemäß Artikel 8 der EU-Taxonomieverordnung unbestimmte Rechtsbegriffe auszulegen. Aufgrund des immanenten Risikos, dass unbestimmte Rechtsbegriffe unterschiedlich ausgelegt werden können, sind die Rechtskonformität der Auslegung und dementsprechend unsere diesbezügliche Prüfung mit Unsicherheiten behaftet.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise hinreichend und angemessen sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.
Bei der Durchführung des Auftrags haben wir die Anforderungen an Unabhängigkeit und Qualitätssicherung aus den nationalen gesetzlichen Regelungen und berufsständischen Verlautbarungen, insbesondere der Berufssatzung für Wirtschaftsprüfer und vereidigte Buchprüfer sowie des IDW-Qualitätssicherungsstandards: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QS 1), beachtet.
Auf der Grundlage der durchgeführten Prüfungshandlungen und der erlangten Prüfungsnachweise sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Auffassung gelangen lassen, dass der nichtfinanzielle Konzernbericht und die Nachhaltigkeitsinformationen der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen, für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 in allen wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den §§ 315b, 315c i. V. m. 289c bis 289e HGB und mit der EU-Taxonomieverordnung und den hierzu erlassenen delegierten Rechtsakten sowie der in Abschnitt "Bericht zur EU-Taxonomie-Verordnung" des nichtfinanziellen Konzernberichts dargestellten Auslegung und den Berichtskriterien für die Nachhaltigkeitsinformationen aufgestellt worden sind.
Dieser Vermerk ist an die HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen, gerichtet und ausschließlich für diesen bestimmt.
Dem Auftrag, in dessen Erfüllung wir vorstehend benannte Leistungen für die HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen, erbracht haben, lagen die Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften vom 1. Januar 2017 zugrunde (https://www.kpmg.de/bescheinigungen/lib/aab.pdf). Durch Kenntnisnahme und Nutzung der in diesem Vermerk enthaltenen Informationen bestätigt jeder Empfänger, die dort getroffenen Regelungen (einschließlich der Haftungsregelung unter Nr. 9 der Allgemeinen Auftragsbedingungen) zur Kenntnis genommen zu haben, und erkennt deren Geltung im Verhältnis zu uns an .
Köln, den 23. Februar 2022
KPMG
AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Krause
ppa. Dietrich
Organisation von Arbeitssicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz im HOCHTIEF-Konzern.
Aufgrund von aktuellen Erkenntnissen ist eine zukünftige Beauftragung einzelner Nachunternehmer beziehungsweise Lieferanten nicht mehr vorgesehen. Sie werden dann mit einem entsprechenden Sperrvermerk versehen und aus dem Pool potenzieller Partner "ausgephast".
Ein unter einem internationalen Bankenkonsortium strukturierter Bankenkredit zur Gewährung eines Barkredits sowie zur Herauslegung von Bankbürgschaften zur Absicherung von Auftraggebern.
Dieses in den USA gesetzlich vorgesehene Sicherungsmittel garantiert die Erfüllung von Projekten der öffentlichen Hand und findet darüber hinaus auch Anwendung bei ausgewählten weiteren Kunden. Das hohe Volumen ist im US-amerikanischen Markt erforderlich, da Bauprojekte oftmals mit 100 Prozent der Auftragssumme abgesichert werden müssen - im Gegensatz zu anderen Rechtsordnungen, in denen im Regelfall eine 10-Prozent-Vertragserfüllungsbürgschaft zu stellen ist.
Investment in bestehende Assets und deren Management. Zu unterscheiden von Greenfield-Projekten, die von Grund auf neu begonnen werden und keinen Beschränkungen aus vorangegangenen Arbeiten unterliegen, das heißt Investitionen in neue oder neu überholte Anlagen und Infrastruktur sowie deren Bau und Instandhaltung.
Eine von institutionellen Investoren gegründete, global agierende CO 2 -Transparenzinitiative. Ziel ist es, klimabezogene Unternehmensdaten zu sammeln und zu veröffentlichen. www.cdp.net
CR ("Unternehmensverantwortung") bezeichnet den HOCHTIEF-spezifischen Beitrag zur Nachhaltigkeit, der durch die CR-Organisation koordiniert wird.
Abdeckungsgrad von Kennzahlen in der Berichterstattung, die bei HOCHTIEF in Relation zur erbrachten Konzernleistung im jeweiligen Geschäftsjahr stehen.
Die D&O-Versicherung, auch Organ- oder Managerhaftpflichtversicherung, ist eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung, die ein Unternehmen für seine Organe abschließt. Abgesichert ist das persönliche Haftungsrisiko der Organe aus deren Tätigkeit für das Unternehmen aufgrund von gesellschaftsrechtlichen und gesetzlichen Haftungsbestimmungen.
Ein Herausgeber von Wertpapieren: Bei Aktien handelt es sich hierbei um Unternehmen, bei Anleihen um Unternehmen, öffentliche Körperschaften, den Staat oder andere Institutionen.
ESG ist die etablierte Bezeichnung für den Bereich Themen Umwelt, Soziales und Governance.
Kreditvertraglich vereinbarte Finanzkennzahlen, zu deren Einhaltung der Kreditnehmer verpflichtet ist.
Gebäude, die durch entsprechende Organisationen für die Berücksichtigung nachhaltiger Aspekte bei Planung, Bau und Betrieb zertifiziert werden. Die Zertifizierungen BREEAM, DGNB, Green Star und LEED werden bei HOCHTIEF-Projekten derzeit am häufigsten angewendet.
Nachhaltige Infrastrukturprojekte (Verkehrsprojekte oder auch Kraftwerke), die effizient und ressourcenschonend realisiert und dafür durch entsprechende Organisationen wie CEEQUAL, Greenroads oder ISCA zertifiziert werden.
Projekte, die von Grund auf neu begonnen werden und keinen Beschränkungen aus vorangegangenen Arbeiten unterliegen, das heißt Investitionen in neue oder neu überholte Anlagen und Infrastruktur sowie deren Bau und Instandhaltung. Zu unterscheiden von Brownfield-Projekten, das heißt dem Investment in bestehende Assets und deren Management.
Kreislaufwirtschaft bezeichnet ein Produktions- und Konsummodell, das den Wert der Produkte, Materialien und Ressourcen so lange wie möglich erhalten möchte; dabei gilt es, Abfall und weitere negative Umwelteinflüsse zu vermeiden.
Als Kontraktoren definiert HOCHTIEF sowohl Nachunternehmer als auch Personen, die durch Arbeitnehmerüberlassungen temporär bei HOCHTIEF arbeiten.
Integraler Ansatz für die optimierte Planung und Ausführung von Bauprojekten, bei dem der gesamte Lebenszyklus eines Bauwerks betrachtet wird.
Die Methode der Lebenszyklusanalyse (life cycle assessment) wird immer öfter genutzt, um die potenziellen ökonomischen Auswirkungen von Produkten und Dienstleistungen sowie der damit verbundenen Ressourcennutzung zu erheben. In der Bauwirtschaft wird dabei in der Regel der gesamte Lebenszyklus eines Bauwerks betrachtet.
Die Leistung bezeichnet die insgesamt im Unternehmen und bei vollkonsolidierten Beteiligungsgesellschaften sowie anteilig in Arbeitsgemeinschaften erbrachte Bauproduktion. Außerdem enthält sie die im Berichtszeitraum angefallenen weiteren Umsätze und Aktivitäten im baufremden Bereich.
Ein Long-Term-Incentive-Plan ist ein Anreizsystem beziehungsweise Vergütungsinstrument, das ausgewählten Führungskräften angeboten wird. Sie sollen am langfristigen Erfolg des Unternehmens beteiligt und dadurch an das Unternehmen gebunden werden.
Die LTIFR entspricht den Unfällen pro einer Mio. Arbeitsstunden. Dabei werden nach internationalen Standards Unfälle ab dem ersten Ausfalltag berücksichtigt.
Bei HOCHTIEF definiert als die konsequente Vereinbarung von Ökonomie, Ökologie und Sozialem in der Geschäftstätigkeit mit dem Ziel, die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens zu sichern.
Ein partnerschaftliches Vertragsmodell bei HOCHTIEF. Dem Bau geht dabei eine Preconstruction-Phase voraus. Durch das Planungsmanagement werden Planungslücken verhindert, die Koordination wird optimiert und das Nachtragsrisiko reduziert. Die Zusammenarbeit zwischen allen Projektbeteiligten sorgt für Termin-, Budget- und Qualitätssicherheit.
Auch Öffentlich-Private Partnerschaft (ÖPP): Zusammenarbeit zwischen öffentlicher Hand und privaten Akteuren. Kennzeichnend für diese Kooperation ist, dass öffentliche und private Partner sowohl gemeinsame projektbezogene als auch unterschiedliche, ihren jeweiligen Funktionen entsprechende Ziele und Interessen verfolgen.
Direkte und indirekte Emissionen von CO 2 und anderen Treibhausgasen, in Anlehung an das Greenhouse Gas Protocol (Treibhausgasprotokoll) differenziert nach einbezogenen Emissionsquellen. Scope 1: direkte Emissionsquellen im Besitz oder in der Kontrolle des Unternehmens; Scope 2: indirekte Emissionen aus verbrauchter Energie des Unternehmens; Scope 3: erweiterte Emissionen aus der Wertschöpfungskette des Unternehmens.
Bei HOCHTIEF beinhaltet dieser Begriff Wartungs- und Betriebsleistungen. Für den australischen Markt fallen die folgenden Sektoren darunter: Straßen, Nichtwohnungsbau, Ressourcenindustrie, Leicht- und Schwerindustrie, Elektrizität, Wasser und Abwasser, Schiene, Telekommunikation, Häfen, Verteidigung, Gaspipelines. Facility-Management-Leistungen von HOCHTIEF auf dem deutschen Markt umfassen die folgenden Bereiche: Gebäudereinigung, Gebäudetechnik, Sicherheits- und Wachdienste, Catering/Restaurant/Kantinenbetrieb, kaufmännische Verwaltung, Energiemanagement, Garten-/Landschaftspflege, Contracting, industrielle Reinigung, (Klein-)Anlagenbau, Empfangs-/Büroservices, Fuhrpark, Logistik.
Interne und externe Anspruchsgruppen, die entweder die ökonomische, ökologische und soziale Leistung von HOCHTIEF wesentlich beeinflussen und in Zukunft beeinflussen können oder von der ökonomischen, ökologischen und sozialen Leistung des Konzerns wesentlich betroffen sind und in Zukunft betroffen sein könnten. Beim Stakeholder-Management werden die Anforderungen wesentlicher Interessengruppen systematisch erfasst und strategisch für das nachhaltige und verantwortliche Wirtschaften sowie die öffentliche Positionierung berücksichtigt.
Eine strategische Initiative der Vereinten Nationen für Unternehmen, die sich verpflichten, ihre Geschäftstätigkeiten und Strategien an zehn anerkannten Prinzipien auszurichten. www.unglobalcompact.org
Wasserstress beziehungsweise Wasserknappheit entsteht, wenn die Nachfrage nach Wasser die zur Verfügung stehende Menge an Wasser während einer gewissen Zeitspanne übersteigt oder wenn die ungenügende Qualität des Wassers die Nutzung einschränkt.
| 2017 | 2018 | 2019 angepasst | 2020 | 2021 | ||
| Auftragseingang 1 (Mio. EUR) | 30.443 | 28.098 | 30.429 | 23.070 | 30.162 | |
| davon: | Deutschland | 884 | 1.226 | 1.357 | 1.242 | 902 |
| International | 29.559 | 26.872 | 29.072 | 21.828 | 29.260 | |
| Leistung 1 (Mio. EUR) | 24.518 | 25.446 | 27.139 | 24.550 | 24.857 | |
| davon: | Deutschland | 1.069 | 1.173 | 877 | 981 | 1.052 |
| International | 23.449 | 24.273 | 26.262 | 23.569 | 23.805 | |
| Auftragsbestand 1 am Jahresende (Mio. EUR) | 44.644 | 47.267 | 51.362 | 45.840 | 51.916 | |
| davon: | Deutschland | 2.470 | 2.316 | 2.818 | 3.009 | 2.926 |
| International | 42.174 | 44.951 | 48.544 | 42.831 | 48.990 | |
| Mitarbeitende am Jahresende (Anzahl) | 53.890 | 55.777 | 53.282 | 46.644 | 33.835 | |
| davon: | Deutschland | 3.403 | 3.462 | 3.515 | 3.445 | 3.289 |
| International | 50.487 | 52.315 | 49.767 | 43.199 2 | 30.546 | |
| Umsatzerlöse (Mio. EUR) | 22.631 | 23.882 | 25.852 | 22.954 | 21.378 | |
| Veränderung zum Vorjahr (in %) | 13,7 | 5,5 | 8,2 | -11,2 | -6,9 | |
| Materialaufwand (Mio. EUR) | 16.229 | 17.355 | 18.990 | 17.435 | 16.116 | |
| Materialintensität (in %) | 71,9 | 72,7 | 73,4 | 75,9 | 75,3 | |
| Personalaufwand (Mio. EUR) | 4.120 | 4.168 | 4.389 | 4.419 | 3.750 | |
| Personalintensität (in %) | 18,2 | 17,5 | 17,0 | 19,2 | 17,5 | |
| Abschreibungen (Mio. EUR) | 396 | 562 | 701 | 704 | 314 | |
| Beteiligungsergebnis (Mio. EUR) | 177 | 290 | 299 | 127 | 174 | |
| Finanzergebnis (Mio. EUR) | -118 | -115 | -153 | -155 | -125 | |
| Ergebnis vor Steuern - fortgeführte Aktivitäten (Mio. EUR) | 824 | 979 | 1.050 | 882 | 435 | |
| davon: Americas (Mio. EUR) | 254 | 297 | 310 | 326 | 323 | |
| Asia Pacific (Mio. EUR) | 579 | 618 | 612 | 534 | 262 | |
| Europe (Mio. EUR) | 33 | 52 | 54 | 43 | -150 | |
| Umsatzrendite vor Steuern (in %) | 3,6 | 4,1 | 4,1 | 3,8 | 2,0 | |
| Ergebnis nach Steuern - fortgeführte Aktivitäten (Mio. EUR) | 582 | 720 | 792 | 550 | 293 | |
| Ergebnis nach Steuern - nicht fortgeführte Aktivitäten (Mio. EUR) | - | - | -1.053 | 32 | -4 | |
| Ergebnis nach Steuern - gesamt (Mio. EUR) | 582 | 720 | -261 | 582 | 289 | |
| Eigenkapitalrendite - fortgeführte Aktivitäten (in %) | 23,0 | 29,9 | 49,7 | 57,1 | 27,0 | |
| Konzerngewinn /-verlust - fortgeführte Aktivitäten (Mio. EUR) | 421 | 543 | 614 | 427 | 208 | |
| Konzerngewinn /-verlust - nicht fortgeführte Aktivitäten (Mio. EUR) | - | - | -820 | - | - | |
| Konzerngewinn /-verlust - gesamt (Mio. EUR) | 421 | 543 | -206 | 427 | 208 | |
| EBITDA bereinigt - fortgeführte Aktivitäten (Mio. EUR) | 1.321 | 1.686 | 1.893 | 1.750 | 1.071 | |
| EBIT bereinigt - fortgeführte Aktivitäten (Mio. EUR) | 925 | 1.124 | 1.192 | 1.046 | 757 | |
| Ergebnis je Aktie - fortgeführte Aktivitäten (EUR) | 6,55 | 8,30 | 8,70 | 6,16 | 3,05 | |
| Ergebnis je Aktie - nicht fortgeführte Aktivitäten (EUR) | - | - | -11,62 | - | - | |
| Ergebnis je Aktie - gesamt (EUR) | 6,55 | 8,30 | -2,92 | 6,16 | 3,05 | |
| Dividende je Aktie (EUR) | 3,38 | 4,98 | 5,80 | 3,93 | 1,91 3 | |
| Ausschüttungsbetrag (Mio. EUR) | 217 | 352 | 410 | 278 | 135 | |
| Free Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -fortgeführte Aktivitäten 4 (Mio. EUR) | 1.120 | 1.230 | 1.084 | 372 | 332 |
1 Alle Zahlen beziehen sich nur auf
fortgeführte Geschäftsbereiche, sofern nicht
anders angegeben.
2 Zum Stichtag 31. Dezember 2020 wurden 11.862
Mitarbeitende der CIMIC-Gesellschaft Thiess
berücksichtigt, die zum Jahresende at equity in den
Konzernabschluss einbezogen wurde.
3 Vorgeschlagene Dividende je Aktie
4 Free Cashflow aus laufender
Geschäftstätigkeit: Cashflow aus laufender
Geschäftstätigkeit und Mittelveränderung aus
Investitionen und Anlageabgängen bei immateriellen
Vermögenswerten, Sachanlagen und als Finanzinvestition
gehaltene Immobilien sowie die Veränderung
kurzfristiger Finanzanlagen und Beteiligungen
Aktiva
| 2017 | 2018 | 2019 angepasst | 2020 angepasst | 2021 | |
| Immaterielle Vermögenswerte (Mio. EUR) | 1.192 | 1.159 | 1.303 | 1.041 | 1.091 |
| Sachanlagen (Mio. EUR) | 960 | 1.647 | 1.866 | 912 | 819 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (Mio. EUR) | 9 | 7 | 19 | 21 | 19 |
| Finanzanlagen (Mio. EUR) | 651 | 1.939 | 2.012 | 2.473 | 2.592 |
| Andere langfristige Vermögenswerte (Mio. EUR) | 1.148 | 803 | 1.005 | 817 | 774 |
| Langfristige Vermögenswerte (Mio. EUR) | 3.960 | 5.555 | 6.205 | 5.264 | 5.295 |
| in % der Bilanzsumme | 29,7 | 35,5 | 32,6 | 31,0 | 32,6 |
| Vorräte (Mio. EUR) | 425 | 378 | 440 | 284 | 345 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte (Mio. EUR) | 5.419 | 5.700 | 7.406 | 5.182 | 5.713 |
| Wertpapiere und flüssige Mittel (Mio. EUR) | 3.524 | 4.011 | 4.954 | 5.423 | 4.854 |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte (Mio. EUR) | 21 | 1 | - | 829 | 28 |
| Kurzfristige Vermögenswerte (Mio. EUR) | 9.389 | 10.090 | 12.800 | 11.718 | 10.940 |
| in % der Bilanzsumme | 70,3 | 64,5 | 67,4 | 69,0 | 67,4 |
| Bilanzsumme (Mio. EUR) | 13.349 | 15.645 | 19.005 | 16.982 | 16.235 |
|
Passiva |
|||||
| Anteile der HOCHTIEF-Aktionäre (Mio. EUR) | 1.788 | 1.860 | 1.286 | 670 | 801 |
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss (Mio. EUR) | 746 | 551 | 309 | 293 | 285 |
| Eigenkapital (Mio. EUR) | 2.534 | 2.411 | 1.595 | 963 | 1.086 |
| in % der Bilanzsumme | 19,0 | 15,4 | 8,4 | 5,7 | 6,7 |
| in % der langfristigen Vermögenswerte | 64,0 | 43,4 | 25,7 | 18,3 | 20,5 |
| Langfristige Rückstellungen (Mio. EUR) | 717 | 760 | 797 | 840 | 899 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten (Mio. EUR) | 2.183 | 2.070 | 3.132 | 3.932 | 3.936 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten (Mio. EUR) | 162 | 658 | 763 | 533 | 579 |
| Langfristige Schulden (Mio. EUR) | 3.062 | 3.488 | 4.692 | 5.305 | 5.414 |
| in % der Bilanzsumme | 22,9 | 22,3 | 24,7 | 31,2 | 33,3 |
| Kurzfristige Rückstellungen (Mio. EUR) | 729 | 842 | 1.138 | 776 | 891 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten (Mio. EUR) | 236 | 600 | 1.546 | 1.051 | 530 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten (Mio. EUR) | 6.788 | 8.304 | 10.034 | 8.050 | 8.314 |
| Mit den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten verbundene Schulden (Mio. EUR) | - | - | - | 837 | - |
| Kurzfristige Schulden (Mio. EUR) | 7.753 | 9.746 | 12.718 | 10.714 | 9.735 |
| in % der Bilanzsumme | 58,1 | 62,3 | 66,9 | 63,1 | 60,0 |
| Bilanzsumme (Mio. EUR) | 13.349 | 15.645 | 19.005 | 16.982 | 16.235 |
| Sachanlagenintensität 5 (in %) | 7,2 | 10,5 | 9,8 | 5,4 | 5,0 |
| Investitionen einschließlich Akquisitionen gesamt (Mio. EUR) | 394 | 2.259 | 1.237 | 897 | 488 |
| davon Immaterielle Vermögenswerte (Mio. EUR) | 18 | 5 | 16 | 16 | 9 |
| davon Sachanlagen (Mio. EUR) | 339 | 736 | 858 | 602 | 191 |
| davon als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (Mio. EUR) | - | - | - | - | - |
| davon Finanzanlagen (Mio. EUR) | 37 | 1.518 | 363 | 279 | 288 |
| Investitionsquote 6 (in %) | 8,9 | 13,9 | 12,7 | 17,3 | 5,6 |
| Finanzierungsquote 7 (in %) | 110,9 | 75,8 | 80,2 | 113,9 | 157,0 |
| Umschlagshäufigkeit der Forderungen 8 | 4,6 | 5,1 | 4,6 | 4,3 | 4,6 |
| Umschlagshäufigkeit des Gesamtkapitals 9 | 1,7 | 1,6 | 1,5 | 1,3 | 1,3 |
| Nettofinanzvermögen (+) / -schulden (-) - fortgeführte Aktivitäten (Mio. EUR) | 1.266 | 1.564 | 1.529 10 | 618 | 556 |
5 Sachanlagenintensität: Verhältnis
Sachanlagen zur Bilanzsumme
6 Investitionsquote: Verhältnis
Investitionen in Immaterielle Vermögenswerte,
Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
zu kumulierten Anschaffungskosten
7 Finanzierungsquote: Verhältnis
Abschreibungen zu Investitionen in Immaterielle
Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition
gehaltene Immobilien
8 Umschlagshäufigkeit der Forderungen:
Verhältnis Umsatzerlöse zu durchschnittlichem
Forderungsbestand aus Lieferungen und Leistungen inkl.
Vertragsvermögenswerte
9 Umschlagshäufigkeit des Gesamtkapitals:
Verhältnis Umsatzerlöse zu durchschnittlichem
Gesamtkapital (Bilanzsumme)
10 Einschließlich kurzfristiger
Finanzanlagen und Beteiligungen
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Alle im Folgenden nicht aufgeführten Bilder: HOCHTIEF-Bildarchiv, Essen; Turner Construction Company (S. 2, S. 8., S. 115 rechts, S. 157, S. 170 links, S. 175 links, S. 192 rechts, S. 317); Flatiron (S. 36, S. 45, S. 170 rechts); Brad Feinknopf (Titelseite, S. 6); CIMIC Group (S. 2, S. 71); Abertis (S. 2, S. 81); John Schweikert (S. 7, S. 66); Christian Bierwagen (S. 7, S. 84); HOCHTIEF CZ (S. 8, S. 204); CIMIC/Schwerdtfeger (S. 10); ACS (S. 14); Martin Diver (S. 77) Perkins + Will (S. 103); Michael Knecht (S. 105 links); Ryan Rix (S. 111); CIMIC Group/Ryan Rix (S. 115 links); Simon Westerdahl (S. 124 rechts); Albert Vecerka/Esto (S. 138); HOCHTIEF/Thomas Fendt (S. 168 links); Dang Nguyen, AC Martin (S. 168 rechts); Jochen Zink (S. 173 links); Udo Görisch (S. 173 rechts); Hauke (S. 174 rechts); Alexandra Roth/Explorado (S. 192 links); Bridges to Prosperity (S. 193);
Dieser Konzernbericht liegt auch in englischer Sprache vor.
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Der Redaktionsschluss für diesen Konzernbericht war der 21. Februar 2022. Der Bericht wurde am 23. Februar 2022 veröffentlicht.
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