ROLEC Gehäuse- Systeme GmbH

Kreuzbreite 2, 31737 Rinteln, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Stadthagen HRB 2184
Eingetragen
5.3.1987
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem AnteilsbesitzManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Gegenstand
Gegenstand geändert, nun: 1. Herstellung und Vertrieb von Gehäusen und Zubehör für die Elektrotechnik und Elektronik. 2. Die Gesellschaft kann alle Geschäfte und Rechtshandlungen vornehmen, die unmittelbar oder mittelbar im Zusammenhang mit dem Gegenstand des Unternehmens stehen. Sie kann auch andere Unternehmen gründen, erwerben oder sich an ihnen (auch als persönlich haftende Gesellschafterin) beteiligen sowie Zweigniederlassungen errichten. 3. Ausgenommen sind erlaubnispflichtige Tätigkeiten jeder Art, soweit keine Erlaubnis vorliegt.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Elke Schekelmann
seit 3.7.2014
Prokura
Bettina Rose
seit 30.4.2012
Geschäftsführer
Matthias Rose
seit 2.8.2005
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Identifizierte Personen (3)

NameAnteil
49.00%
41.00%

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Rinteln
245.000 €
49.00%
Porta Westfalica
205.000 €
41.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ROLEC Gehäuse- Systeme GmbH

Rinteln

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. Grundlagen des Unternehmens

a. Geschäftsmodell

Die ROLEC Gehäuse-Systeme GmbH, gegründet 1987, entwickelt, produziert und vertreibt hochwertige Industriegehäuse aus Aluminium, Stahlblech, Edelstahl und thermoplastischen Kunststoffen für die Elektro- und Elektronikindustrie sowie Tragarmsysteme und funktionales Zubehör.

Die Kunden sind in der Hauptsache weiterverarbeitende Betriebe, die in den Gehäusen ihre Elektronik vor Staub und Wasser schützen. Rund die Hälfte des Umsatzes wird im Inland getätigt, die andere Hälfte im europäischen Ausland und in den anderen Industrienationen.

Die Rohteile werden bei Lieferanten im In- und Ausland in ROLEC-eigenen Werkzeugen hergestellt.

In Rinteln und Agueda/ Portugal findet die Veredelung der Rohware bis hin zu einbaufertigen Bauteilen nach Kundenwünschen statt. Die Zerspanung erfolgt auf modernen CNC-Bearbeitungszentren. Die Oberfläche kann in jeder gewünschten Farbe gepulvert oder lackiert werden. Eine individuelle Gestaltung von Gehäusen oder Frontplatten im Sieb- oder Digitaldruckverfahren ist ebenso möglich. In der Endmontage erfolgen Bestückung und Verpackung.

b. Steuerungssystem

Die jährliche Planung als Steuerungsinstrument wird zusammen mit den Abteilungsleitern erstellt. Dazu werden zunächst im Rahmen eines Zielmanagements die Unternehmensziele erarbeitet und auf Abteilungsziele heruntergebrochen. Am Ende steht eine an das Unternehmen angepasste "Balanced Scorecard".

Der Stand der Zielerreichung wird vierteljährlich im Rahmen eines Workshops überprüft.

c. Forschung und Entwicklung

Die Markteinführung und damit die Herstellung der Serienreife des Tragarmsystems taraSMART und der Gehäuseserie aluDOOR waren die Hauptaufgaben in der Konstruktion. Außerdem wurden verschiedene Zubehörteile für die Gehäuseserie profiPANEL erarbeitet. Die Entwicklung einer neuen formgebundenen Gehäuseserie wurde begonnen. Sie verlief von einem Handgehäuse hin zu einem Steuergehäuse und soll im Jahr 2024 abgeschlossen werden.

Die Gehäuseserie aluDOOR wurde für ihr außergewöhnliches Design mit dem Innovation Award ausgezeichnet.

2. Wirtschaftsbericht

a. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Auch im Jahr 2023 bleiben der Ukraine-Krieg, die gestiegenen Energiekosten und die hohe Inflation wichtige Themen. Eine Energiekrise aufgrund fehlender Rohstoffe konnte durch die Maßnahmen der Regierung abgewendet werden. In vielen Bereichen ist ein starker Mangel an Fachkräftepersonal zu bemerken. Das gilt auch für die Industrie. Hier soll der Einsatz von Robotern entgegenwirken. Auch der Einsatz von künstlicher Intelligenz wird als Mittel gegen den Fachkräftemangel bereits diskutiert. Ein großes Problem ist die Zunahme von Cyberkriminalität.

Gesellschaftlich wird der Versuch der Spaltung durch bewusste Falschinformationen im Netz und in den Sozialen Medien immer intensiver wahrgenommen.

Der Inflation wirkt die Europäische Zentralbank mit Zinssteigerungen entgegen. Nach Jahren der "Null-Zinsen-Politik" steigen die Zinsen überproportional und werden so wieder zu einem wichtigen Faktor bei Investitionsentscheidungen. Die zwar langsam sinkende, aber immer noch hohe Inflation und die steigenden Zinsen drücken den privaten Konsum als Wirtschaftsmotor. Insgesamt geht die Wirtschaftsleistung zurück.

b. Geschäftsverlauf

Der sehr gute Auftragseingang aus dem Jahr 2022 konnte im Jahr 2023 nicht wiederholt werden. Nach drei außergewöhnlich guten Monaten Anfang des Jahres brach er bereits im April 2023 um etwa 30% gegenüber dem Vormonat ein. Insgesamt ist der Auftragseingang im Jahr 2023 fast 15% niedriger als im Jahr 2022. Aufgrund des hohen Auftragsbestandes Anfang des Jahres konnte der Umsatz in den ersten 6 Monaten auf einem guten Niveau gehalten werden. Ab September jedoch waren nur noch Umsätze knapp über Gewinnschwellenniveau zu erzielen.

Der Materialeinsatz liegt mit 32,0% unter dem Vorjahresniveau. Preissteigerungen konnten im Verlauf des Jahres an die Kunden weitergegeben werden. Die Personalkosten sind trotz einer allgemeinen Entgelterhöhung von 5,2% zum 01.Juni 2023 gesunken. Hauptgrund ist die Abrechnung der einmaligen Inflationsausgleichsprämie im Jahr 2022.

Zum Jahresende waren insgesamt 135 Mitarbeitende (im Vorjahr 136), inklusive Aushilfskräften beschäftigt. Im Januar 2023 trat Patrick Morte Lopez in das Unternehmen ein und übernahm den neu geschaffenen Bereich "Strategische Projekte". Dies ist ein wichtiger Schritt in Richtung Zukunftssicherung des Unternehmens als mittelständisches Familienunternehmen, da Herr Morte Lopez zu gegebener Zeit als Familienmitglied an der Geschäftsführung beteiligt wird.

Die ROLEC Italia S.R.L. hat in 2023 das angestrebte Umsatzziel von rund 2 Mio. Euro fast erreicht. Da ein zusätzlicher Mitarbeiter für den Außendienst gewonnen werden konnte, sind die Personalkosten gestiegen, während die allgemeinen Verwaltungskosten konstant blieben. Das voraussichtliche Ergebnis wird etwas unter dem Vorjahresniveau liegen.

Die Unterstützung der Rolecgehaeuse Portugal Unipessoal, Ltd. wurde durch die Abordnung eines Kollegen aus Rinteln bis in den August 2023 fortgesetzt. Später erfolgte sie durch verschiedene Kollegen. Zum Ende des Jahres wurde diese Maßnahme abgeschlossen.

Die ausländischen Vertriebsgesellschaften entwickelten sich in 2023 unterschiedlich. Während die Firmen in den USA und Australien mit Umsatzrückgängen zu kämpfen hatten, konnten in Italien und Benelux weitere Steigerungen erzielt werden.

Die ROLEC Iberia S.L. hat ihren Betrieb aufgenommen. Leider kam es zu größeren Anlaufschwierigkeiten bei der Besetzung der Position des Außendienstmitarbeiters. Erst dauerte es lange, einen geeigneten Kandidaten zu finden. Und dieser hat dann nach kurzer Zeit das Unternehmen wieder verlassen, was erneut zu einer längeren Vakanz führte. Im Januar 2024 erfolgte ein Neustart mit einer Außendienstmitarbeiterin.

Der Vertrieb im Inland wird weiterhin von den ORCA Vertriebsgesellschaften übernommen.

Zur Unterstützung des gesamten Vertriebs wurde gemeinsam mit der Firma Odenwälder Kunststofftechnik Gehäusesysteme GmbH in Buchen ein neues CRM-System eingeführt, das es ermöglicht, die Kundenbeziehungen vom ersten Kontakt an transparent darzustellen, um so den Kundenwünschen schnell entsprechen und Wettbewerbsvorteile nutzen zu können. Große Vorteile dieses innovativen Systems sind die Arbeitserleichterung für den Vertrieb und die Möglichkeit, auch ausländische Vertretungen einzubinden.

c. Lage

i. Ertragslage

Die nachstehenden Kennzeichen verdeutlichen die Entwicklung der Ertragslage:

Veränderungen
2023
TEUR
2022
TEUR
in TEUR in %
Rohertrag 14.281 14.674 -393 -2,7%
Betriebsergebnis 2.111 2.528 -417 -16,5%
Finanzergebnis 501 610 -109 -17,9%
Neutrales Ergebnis 94 19 75 394,7%
Ergebnis vor Ertragsteuern 2.706 3.157 -451 -14,3%
Ergebnisabhängige Steuern 670 770 -100 -13,0%
Jahresüberschuss Handelsbilanz 2.036 2.387 -351 -14,7%

ii. Finanzlage

1. Kapitalstruktur

Die Veränderung der Kapitalstruktur im Vergleich zum Vorjahr zeigt die folgende Übersicht:

31.12.2023 31.12.2022
TEUR % TEUR %
Eigenkapital 14.165 77,3 13.129 76,6
lang- und mittelfristiges Fremdkapital 434 2,4 183 1,1
kurzfristiges Fremdkapital 3.712 20,3 3.812 22,3
Passiva 18.311 100,0 17.124 100,0

Die Eigenkapitalrendite vor Ertragsteuern liegt bei 19,1% nach 24,1% im Vorjahr.

2. Investitionen

Die Investitionen im Berichtsjahr 2023 verteilen sich wie folgt:

2023
TEUR
2022
TEUR
Werkzeuge zur Herstellung von Gehäusen 113 281
Anzahlungen für Neubau 0 1.407
Weitere Betriebsausstattung 769 480
Summe 882 2.168

In der Zerspanung wurde ein weiteres 5-Achs-Bearbeitungszentrum angeschafft und mit einen Belade-Roboter ausgerüstet, so dass jetzt 2 Maschinen in einer mannlosen Nachtschicht laufen können. Außerdem wurde die Wasseraufbereitung durch eine moderne energieeffiziente Verdampferanlage ersetzt. Bereits in 2022 wurde mit dem Bau einer Photovoltaikanlage auf der gesamten belegbaren Fläche der Hallendächer begonnen und in 2023 wurde die Anlage samt Speicher in Betrieb genommen. Als Reaktion auf den drohenden Gasmangel wurde eine Ölheizung incl. Tank angeschafft und zur Probe kurz in Betrieb genommen. Das sollte uns in die Lage versetzen, den Betrieb selbst bei vollem Ausfall der Gasversorgung aufrecht zu erhalten. Die Beheizung der Hallen und die Erzeugung der Prozesswärme für die Pulverbeschichtung wäre so im Notfall sichergestellt worden.

3. Liquidität

Die Kapitalflussrechnung stellt sich wie folgt dar:

2023
TEUR
2022
TEUR
Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit 3.007 2.320
Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit -882 -2.168
Mittelabfluss/ -zufluss aus Finanztätigkeit -304 -2.107
zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands 1.821 -1.955
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 3.426 5.381
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 5.247 3.426

Der Cash-Flow aus Gewinn nach Steuern plus Abschreibungen beträgt 2.882 TEUR nach 3.167 TEUR im Vorjahr.

Es bestehen langfristige Mietverträge mit der ROSE Immobilien GmbH, die seit 2021 zu jährlichen Zahlungen von 360 TEUR verpflichten. Zur Sicherung der IT-Verfügbarkeit wurden langfristige Wartungsverträge mit EDV-Dienstleistern abgeschlossen.

Die von den Kreditinstituten Sparkasse Schaumburg, Volksbank in Schaumburg e.G. und Commerzbank AG eingerichteten Kontokorrent-Kreditlinien wurden im Jahr 2023 nicht in Anspruch genommen.

Das in 2017 aufgenommene Darlehn bei der Sparkasse Schaumburg wurde vereinbarungsgemäß bedient. Zur Finanzierung des automatisierten 5-Achs-Bearbeitungszentrums mit und der Verdampferanlage wurde ein weiteres Darlehn bei der Sparkasse Schaumburg in Höhe von 420 TEUR aufgenommen.

Die Darlehn der Gesellschafter an die Gesellschaft aus noch nicht ausgezahlten Ausschüttungen beliefen sich zum 31.12.2023 auf 1.639 TEUR, zum 31.12.2022 waren es 1.517 TEUR.

iii. Vermögenslage

Die Veränderung der Vermögenslage im Vergleich zum Vorjahr zeigt die folgende Übersicht:

31.12.2023 31.12.2022
TEUR % TEUR %
Anlagevermögen 6.366 34,8 6.321 36,9
Umlaufvermögen inkl. RAP 11.945 65,2 10.803 63,1
Aktiva 18.311 100,0 17.124 100,0

Das Debitorenziel am Jahresende lag mit 20 Tagen 5 Tage unter dem von 2022. Der Grund hierfür liegt erneut in der schnelle Zahlweise der außereuropäischen Töchter, die Devisenkursschwankungen zu Lasten des Euro ausnutzten.

d. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Als wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren werden der Umsatz und der Gewinn nach Steuern angesehen.

Umweltschutz

Der Anteil der Produkte, die mit lösemittelhaltigen Lacken beschichtet werden, nahm weiter zugunsten der umweltfreundlich pulverbeschichteten ab.

Die reparaturanfällige und energieintensive Abwasseraufbereitungsanlage wurde durch eine moderne und energieeffiziente ersetzt. Somit fallen keine Produktionsabwässer mehr an.

Der entsorgungspflichtige Restanteil aus Kühlschmierstoffen konnte durch den Austausch der benutzten Mittel durch umweltfreundlichere weiter reduziert werden.

ROLEC ist Mitglied der VEA-Initiative Klimafreundlicher Mittelstand. Langfristig strebt ROLEC eine klimaneutrale Produktion an. Nach der Analyse der relevanten Daten im Jahr 2023 bescheinigt die VEA-Beratungs-GmbH Rolec, dass sich der Ausstoß von CO 2 -Äquivalenten von 571 Tonnen in 2021 auf 301 Tonnen in 2022 verringert hat.

3. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht

a. Prognosebericht

Der bereits im Frühjahr 2023 eingebrochene Auftragseingang hat sich im Frühjahr 2024 noch nicht wieder erholt. Um das Unternehmen nicht zu gefährden, wurde bereits im Januar für das ganze Jahr 2024 Kurzarbeit beantragt und bewilligt. Die Erwartungen sind, dass sich die Situation im Laufe des Sommers entspannt und ab Herbst auf Kurzarbeit verzichtet werden kann.

Die Position des Produktmanagers, die durch den Wechsel des Stelleninhabers in den Ruhestand Ende Januar 2024 vakant geworden war, konnte bereits zum 01.März 2024 neu besetzt werden.

Erstmals nach der Pandemie wird es im Sommer eine Vertretertagung mit Beteiligung aller ausländischen Handelsvertretungen und Tochtergesellschaften geben. Es werden ein reger Austausch zu den neuen Produkten und Ideen zum Produkt-Portfolio, bzw. zu neuen Vertriebsstrategien erwartet. Das Ziel ist, dass diese Tagung eine positive Stimmung erzeugt und die Vertriebsaktivitäten national und international intensiviert.

b. Risikobericht

Ausfallrisiko:

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind - soweit möglich - über eine Kreditausfallversicherung abgesichert. Für Kunden aus Ländern, in denen eine Versicherung der Kunden z.B. aufgrund der politischen oder wirtschaftlichen Lage im Land nicht möglich ist, greifen entsprechende Kreditlimits und speziell dokumentierte Vorgehensweisen. Aufgrund der Kundenstruktur führt der Ausfall einzelner Kundenforderungen nicht zu einer Gefährdung des Betriebes.

Risiko aus Produkthaftung:

Es besteht eine Haftpflichtversicherung für das Betriebs- und Produktrisiko in Höhe von 5 Mio. Euro.

Währungsrisiken:

Das Währungsrisiko ist trotz der internationalen Geschäftsaktivitäten eher gering, da die Preisvereinbarungen im Export in EURO geschlossen und Rechnungen ausschließlich in EURO fakturiert werden.

Der Teil des Wareneinkaufs, der in US-Dollar abgerechnet wird, kommt im Wesentlichen von Zweitlieferanten, so dass auch hier keine nennenswerten Risiken bestehen.

Marktrisiken:

Sowohl im Inland als auch im Ausland haben wir einige Großkunden, mit denen wir Projekte abwickeln. Hier besteht das Risiko, dass Projekte auslaufen oder die Kunden eigene Werkzeuge bauen und so die Umsätze einbrechen. Des Weiteren werden in nahezu allen Industriebereichen Investitionen aufgrund der weltweiten Krisensituation verzögert. Unser stabiler Kundenstamm, die Identifikation neuer Projekte und die Unterstützung der Techniker bei Problemlösungen helfen aber, diese Risiken zu minimieren.

c. Chancenbericht

Die an dieser Stelle bereits dargestellten Chancen einer sich verändernden Gesellschaft behalten ihres langfristigen Charakters wegen ihre Gültigkeit:

Elektro-Mobilität, Digitalisierung der staatlichen Verwaltung und der Schulen, Aufbau einer Industrie für Pandemie-Bedarf wie Schutzkleidung und Filter in Deutschland, Veränderungen in der Landwirtschaft und im Maschinenbau hin zu CO 2 -neutraler Produktion, Veränderungen in der Energiegewinnung hin zu erneuerbarer Energie - in all diesen Bereichen werden Gehäuse zum Schutz der eingebauten Elektronik benötigt. ROLEC ist gewillt, die Wachstumsmöglichkeiten, die sich daraus ergeben zu nutzen.

Zur Unterstützung der Ukraine und zur Sicherung des europäischen Raums vor militärischen Angriffen wird in ganz Europa die Rüstungsindustrie forciert. Dieser nach Jahren der Stagnation wieder wachsende Markt bietet ein nicht zu unterschätzendes Potential für Gehäuse und Tragarmsysteme.

Der Vertriebsstart der ROLEC Iberia ist nach Verzögerungen angelaufen, so dass die geplanten Umsatzziele zwar etwas später, aber doch zeitnah erreicht werden können.

Ständige Innovation und technische Kundenbegleitung von der Idee bis zur Projektrealisierung bleiben Wettbewerbsvorteile, die auch in der Zukunft die Stellung des Unternehmens am Markt sichern.

ROLEC verfügt seit Jahren über einen vergleichsweise konstanten Mitarbeiterstamm. Um diesen zu erhalten, investiert ROLEC in eine solide Ausbildung junger Menschen und die ständige Weiterbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

In Zeiten des Fachkräftemangels ist es wichtig, die vorhandenen Mitarbeitenden weiterzubilden und ihre Fähigkeiten an die sich verändernden Anforderungen anzupassen.

4. Risikobericht zur Verwendung von Finanzinstrumenten

Hauptziel des Finanzmanagements ist die Sicherstellung der Liquidität der Gesellschaft. Als wesentliches Nebenziel ist die Minimierung der Zinslasten der Gesellschaft zu nennen. Kurzfristige Verbindlichkeiten werden variabel finanziert.

Im Bereich der Kraftfahrzeug-Finanzierung wird verstärkt wieder Leasing eingesetzt. Der Grund hierfür liegt allerdings nicht ausschließlich in der Schonung der Liquiditätsreserven, sondern auch in der Wahrung der Flexibilität und der Beobachtung der Entwicklungen bei der Elektromobilität. Geleaste Fahrzeuge können nach Ablauf der Vertragslaufzeit zurückgegeben werden. Ob elektrische Fahrzeuge über die Jahre werthaltig sein werden, wird sich zeigen.

Im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit ist die Gesellschaft nur geringen Währungsschwankungen und Zinsrisiken unterworfen.

Die Fakturierung der Ausgangsrechnungen erfolgt ausschließlich in Euro. Einige Eingangsrechnungen von chinesischen Lieferanten werden in US-Dollar berechnet. In der Regel erhält das Unternehmen Rechnungen in Euro.

Die aktuellen Bankguthaben sind zu festen Konditionen auf Sparkonten angelegt, da das Geld weiterhin zur Finanzierung der Investitionen in Vertrieb und Anlagevermögen eingeplant ist, deshalb keinerlei Risiko unterworfen werden darf und kurzfristig zur Verfügung stehen muss.

Aufgrund der zurzeit geringen Bedeutung von Währungs- und Zinsschwankungen gibt es in der Gesellschaft keine expliziten Handlungsvorgaben für den Umgang mit Finanzinstrumenten.

Darlehn werden bei Bedarf mit den seit Jahren zum Bankenzirkel der Gesellschaft zählenden Kreditinstituten zu aktuellen Konditionen abgewickelt. Lieferantenrechnungen in US-Dollar werden mit dem aktuellen Tageskurs gerechnet.

5. Bericht über Umwelt- und andere Nachhaltigkeitsaspekte

Vor dem Hintergrund des Klimawandels und der angestrebten Klimaneutralität der Bundesrepublik in 2050 wird das Thema Klimaschutz immer wichtiger. Einige Großkunden werben bereits jetzt damit, dass sie an ihrer Klimaneutralität arbeiten und diese zukünftig auch von ihren Lieferanten fordern werden.

ROLECs Beitritt zu der VEA-Initiative Klimafreundlicher Mittelstand in 2021 war ein erster Schritt hin zu einer nachhaltigen Unternehmensführung und Produktion. Mit Unterstützung der VEA wurde eine Photovoltaikanlage auf der vorhandenen Dachfläche geplant und 2023 in Betrieb genommen. Die Menge des jährlich produzierten Stroms wird in Zukunft knapp die Hälfte eines Jahresbedarfes an Strom decken. Die andere Hälfte, die zugekauft wird, ist "grüner Strom".

Mit dem Strom der Photovoltaikanlage wird auch ein Ladepark mit 4 Ladesäulen für E-Fahrzeuge betrieben. Zur ROLEC-Flotte gehören mittlerweile 3 E-Autos und 3 Hybrid-Fahrzeuge. Mitarbeitende und Gäste des Hauses können ihre E-Fahrzeuge an den Ladesäulen zu günstigen Konditionen aufladen.

Die Wasseraufbereitungsanlage wurde in 2023 ausgetauscht. Die neue Verdampferanlage wird den sparsamen Umgang mit der Ressource Wasser weiter optimieren.

Neben den Umweltfaktoren zählen auch soziale Faktoren zu einer nachhaltigen Unternehmensführung. So gilt bei ROLEC schon seit vielen Jahren das Motto: gleiches Geld für gleiche Arbeit. Die Bezahlung der Mitarbeitenden erfolgt ausschließlich aufgrund ihrer Tätigkeiten und ihrer Qualifikation. Neben dieser Gleichbehandlung ist es der Geschäftsführung wichtig, den Mitarbeitenden ihre Wertschätzung auszudrücken.

Zum Schutz der Mitarbeitenden vor arbeitsbedingten Krankheiten oder Arbeitsunfällen arbeitet ROLEC eng mit der Berufsgenossenschaft BG ETEM und dem Werksarztzentrum Minden zusammen. Geeignete Hilfsmittel bei körperlich schwerer Arbeit wie heben und tragen oder bei Rückenproblemen im Verwaltungsbereich, wie zum Beispiel höhenverstellbare Schreibtische, stehen zur Verfügung oder werden nach Rücksprache angeschafft.

Die Mitarbeitenden sollen stärker in die Gestaltung des Unternehmens eingebunden werden. Um die dafür notwendige Transparenz zu gewährleisten wurde ein Newsletter ins Leben gerufen, in dem monatlich über die aktuellen Entwicklungen berichtet wird. Außerdem wurde eine regelmäßiger "Führungs-Informationskreis" ins Leben gerufen. Darin informieren die leitenden Mitarbeiter über Veränderungen, Projekte und Besonderheiten aus ihren Bereichen. Diese Informationen geben sie dann an die Mitarbeitenden in ihrem Bereich weiter.

 

Rinteln, den 7. Mai 2024

Die Geschäftsführung

Bettina Rose, Geschäftsführerin

Matthias Rose, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 6.366.125,18 6.320.880,54
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 38.674,89 73.462,00
1. Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 38.674,89 73.462,00
II. Sachanlagen 4.638.871,00 4.568.839,25
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.605.805,00 724.273,00
2. technische Anlagen und Maschinen 1.736.384,00 1.358.461,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.284.682,00 1.066.569,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 12.000,00 1.419.536,25
III. Finanzanlagen 1.688.579,29 1.678.579,29
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 576.928,93 576.928,93
2. Beteiligungen 101.650,36 101.650,36
3. sonstige Finanzanlagen 1.010.000,00 1.000.000,00
B. Umlaufvermögen 11.858.144,90 10.686.191,11
I. Vorräte 4.908.339,79 4.892.875,76
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.703.113,71 2.367.306,80
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 933.321,13 970.460,16
2. Forderungen gegen Gesellschafter 84.995,20 282.494,58
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 545.938,74 595.953,50
4. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 43.608,13 283.865,08
5. sonstige Vermögensgegenstände 95.250,51 234.533,48
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 5.246.691,40 3.426.008,55
C. Rechnungsabgrenzungsposten 86.926,54 117.034,09
Bilanzsumme, Summe Aktiva 18.311.196,62 17.124.105,74

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 14.164.191,64 13.128.671,53
I. gezeichnetes Kapital 500.000,00 500.000,00
II. Kapitalrücklage 30.677,51 30.677,51
III. Gewinnvortrag 11.597.994,02 10.210.608,87
IV. Jahresüberschuss 2.035.520,11 2.387.385,15
B. Rückstellungen 798.725,62 760.815,51
C. Verbindlichkeiten 3.348.279,36 3.234.618,70
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 580.323,80 245.091,54
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 542.149,34 288.404,14
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 1.639.360,45 1.517.220,34
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 109.114,98 55.000,00
5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 61.128,41 140.379,85
6. sonstige Verbindlichkeiten 416.202,38 988.522,83
Bilanzsumme, Summe Passiva 18.311.196,62 17.124.105,74

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 14.573.020,82 14.908.690,66
2. Personalaufwand 6.942.660,59 6.991.114,30
a) Löhne und Gehälter 5.777.463,32 5.859.920,44
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.165.197,27 1.131.193,86
3. Abschreibungen 846.313,91 780.279,77
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sowie auf aktivierte Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs 846.313,91 780.279,77
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 4.566.364,35 4.577.846,40
5. Erträge aus Beteiligungen 518.600,00 619.279,37
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 29.906,55 24.930,90
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 47.362,32 33.726,41
8. Steuern vom Einkommen und Ertrag 670.246,92 770.321,84
9. sonstige Steuern 13.059,17 12.227,06
Jahresüberschuss 2.035.520,11 2.387.385,15

Anhang

I. Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die ROLEC Gehäuse-Systeme GmbH hat ihren Sitz in Rinteln und ist beim Amtsgericht Stadthagen im Handelsregister unter Nr. B 2184 eingetragen.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gliederungsschema des Gesamtkostenverfahrens aufgestellt.

Im Einzelnen wurden folgende wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze angewandt:

Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen erfolgt zu den handelsrechtlich aktivierungspflichtigen Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen. Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten von bis zu € 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und sind in der Entwicklung des Anlagevermögens aus Vereinfachungsgründen jeweils als Zugang und Abgang bzw. als Zuführung und Auflösung ausgewiesen.

Die Abschreibungen werden entsprechend der festgelegten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer wie folgt vorgenommen:

Posten Abschreibungsmethode Nutzungsdauer
in Jahren
Software linear 3 bis 5
Bauten linear 10 bis 20
Außenanlagen linear 15 bis 17
Technische Anlagen und Maschinen linear 5 bis 20
Betriebs- und Geschäftsausstattung linear 3 bis 16

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt, sofern keine außerplanmäßigen Abschreibungen wegen voraussichtlich dauernder Wertminderung erforderlich sind.

Die Bestände des Vorratsvermögens wurden zum Bilanzstichtag aufgenommen.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten oder, soweit erforderlich, mit dem niedrigeren am Bilanzstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Bestandsrisiken wurde ausreichend Rechnung getragen.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten, oder soweit erforderlich, dem niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten werden neben den direkten Fertigungs- und Materialkosten anteilige Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie angemessene Teile des Werteverzehrs des Anlagevermögens angesetzt. Bestandsrisiken, die sich aus langer Lagerreichweite bzw. geminderter Verwertbarkeit ergeben, wird gemäß dem Grundsatz der verlustfreien Bewertung Rechnung getragen.

Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nennwert abzüglich erforderlicher Einzelwertberichtigungen. Zur Abdeckung des allgemeinen Ausfallrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % (Vorjahr: 1 %) auf den nicht einzelwertberichtigten Netto-Forderungsbestand gebildet.

Die Bewertung der Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten erfolgt zum Nennwert.

Die Steuerrückstellungen werden in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag drohenden Verluste und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Finanzanlagen, Forderungen, flüssige Mittel, Rückstellungen und Verbindlichkeiten sowie Haftungsverhältnisse werden grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Die Umrechnung von in Fremdwährung erworbenen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens oder der Vorräte erfolgt grundsätzlich zum Devisenmittelkurs des Transaktionszeitpunkts.

II. Angaben zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr haben sich wie folgt entwickelt:

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Im Posten Sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungen enthalten: Jubiläumszuwendungen (T€ 131), Grunderwerbsteuer (T€ 120), Gewährleistungen (T€ 107), ausstehenden Urlaub sowie Überstunden (T€ 68), Mitarbeiterprämien (T€ 53), Berufsgenossenschaft (T€ 35), Aufbewahrung Geschäftsunterlagen (T€ 30) sowie Abschlussprüfung und Jahresabschlusserstellung (T€ 32).

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten und deren Besicherung sind wie folgt (Vorjahreszahlen in Klammern):

Bilanz Restlaufzeit Sicherheiten
T€ bis 1 Jahr
T€
mehr als 1 Jahr
T€
mehr als 5 Jahre
T€
T€ Art
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 580 146 434 0 500 Grundpfandrechte sowie Abtretung Aussenstände
(245) (62) (183) (0) (500)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Liestungen 542 542 0 0 0
(288) (288) (0) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 1.640 1.640 0 0 0
(1517) (1517) (0) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 109 109 0 0 0
(55) (55) (0) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit einem Beteiligungsverhältnis 61 61 0 0 0
(140) (140) (0) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 416 416 0 0 0
(989) (989) (0) (0) (0)
3.348 2.914 434 0 500
(3.234) (3.051) (183) (0) (500)

Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Regionen:

Region T€
Deutschland 9.880
Europa (ohne Deutschland) 9.574
Nordamerika 893
Asien 573
Australien 412
Übrige 196
21.528

III. Sonstige Angaben

1. Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestehen keine Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB.

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die wesentlichen sonstigen finanziellen Verpflichtungen im Sinne des § 285 Nr. 3a HGB, die nicht in der Bilanz erscheinen und auch nicht nach § 251 HGB anzugeben sind, betragen insgesamt T€ 3.613 (Miet-, Leasing- und Wartungsverträge).

T€
2024 575
2025 bis 2030 3.038
3.613

Darüber hinaus bestehen zum Bilanzstichtag Verpflichtungen aus dem Bestellobligo für Rohstoffe und Werkzeuge in Höhe von T€ 774.

3. Geschäftsführer

Der Geschäftsführung gehörten im Geschäftsjahr an:

Herr Matthias Rose, Kaufmann, Rinteln

Frau Bettina Rose, Kauffrau, Porta Westfalica

Die Mitglieder der Geschäftsführung sind zur alleinigen Vertretung der Gesellschaft berechtigt. Sie sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Über die Vergütungen der Geschäftsführer wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB nicht berichtet.

4. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter

2023 2022
Verwaltung 38 35
Produktion 88 91
Aushilfen 10 10
136 136

In der durchschnittlichen Zahl der beschäftigten Mitarbeiter sind im Geschäftsjahr durchschnittlich 15 Auszubildende (Vorjahr: 15) enthalten.

5. Angaben zum Anteilsbesitz

Zum 31. Dezember 2023 war die Gesellschaft an den folgenden Unternehmen mit mindestens 20% beteiligt:

Firma, Sitz Anteil
in %
Währung Nennkapital Landeswährung Eigenkapital 31.12.2023 Landeswährung (in Tausend) Jahresergebnis 2023 Landeswährung (in Tausend)
ORCA Gehäusetechnik GmbH, Rinteln 39 30.000,00 208 36 *)
ORCA Gehäusetechnik GmbH, Buchen/Odenwald 49 100.000,00 563 65 *)
ROLEC Benelux B.V., Doetinchem/Niederlande 100 31.765,00 80 9 **)
ROLEC ITALIA S.R.L., Bellusco/Italien 90 50.000,00 157 42
GECO Gehäuse GmbH, Buchen/Odenwald 50 30.000,00 100 70 *)
ROLEC India PVT Ltd., New Delhi/Indien 75 INR 4.010.650,00 -7.495 557 **)
ROLEC ENCLOSURES, INC., Pennsylvania/USA 60 USD 300.000,00 784 171
ROLECGEHAEUSE PORTUGAL, UNIPESSOAL LDA, Lissabon/Portugal 100 200.000,00 669 210
ROLEC OKW Australia New Zealand Pty Ltd., Cranebrook/Australien 37,5 AUD 80.000,00 573 422 *)
ROLEC Iberia, Madrid, Spanien 51 100.000,00 100 0 ***)

*) Angabe zum Bilanzstichtag 30.06.2023

**) Angabe zum Bilanzstichtag 31.03.2016 ***) Angaben zum Bilanzstichtag 31.12.2022

6. Nachtragsbericht

Ergänzend zu den Ausführungen im Lagebericht ist auf die wirtschaftlichen Auswirkungen der Ukraine-Krise und der Situation im Nahen Osten hinzuweisen. Auch für 2024 und Folgejahre sind Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft nicht auszuschließen. Sollte auch die Elektrotechnik- und Elektronikbranche betroffen sein, sind Umsatzrückgänge und Kostensteigerungen in 2024 und Folgejahre möglich.

7. Vorschlag der Geschäftsführung für die Verwendung des Ergebnisses

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss in Höhe von € 2.035.520,11 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Rinteln, 28. März 2024

Matthias Rose, Geschäftsführer

Bettina Rose, Geschäftsführerin

Anlagespiegel

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
ANLAGEVERMÖGEN 01.01.2023
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
31.12.2023
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.236.880,15 8.250,89 0,00 0,00 1.245.131,04
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
1.236.880,15 8.250,89 0,00 0,00 1.245.131,04
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.322.680,46 55.263,53 0,00 962.483,93 2.340.427,92
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.383.755,79 443.397,65 5.245,34 112.500,00 2.934.408,10
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.041.381,54 363.325,48 114.391,68 344.552,32 7.634.867,66
4. Geleistete Anzahlungen 1.419.536,25 12.000,00 0,00 -1.419.536,25 12.000,00
12.167.354,04 873.986,66 119.637,02 0,00 12.921.703,68
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 623.579,27 0,00 0,00 0,00 623.579,27
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 70.000,00 0,00 0,00 0,00 70.000,00
3. Beteiligungen 101.650,36 0,00 0,00 0,00 101.650,36
4. Sonstige Ausleihungen 1.000.000,00 10.000,00 0,00 0,00 1.010.000,00
1.795.229,63 10.000,00 0,00 0,00 1.805.229,63
15.199.463,82 892.237,55 119.637,02 0,00 15.972.064,35
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
ANLAGEVERMÖGEN 01.01.2023
Zuführungen
Auflösungen
31.12.2023
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.163.418,15 43.038,00 0,00 1.206.456,15
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
1.163.418,15 43.038,00 0,00 1.206.456,15
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 598.407,46 136.215,46 0,00 734.622,92
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.025.294,79 177.974,65 5.245,34 1.198.024,10
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.974.812,54 489.085,80 113.712,68 6.350.185,66
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
7.598.514,79 803.275,91 118.958,02 8.282.832,68
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 46.650,34 0,00 0,00 46.650,34
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 70.000,00 0,00 0,00 70.000,00
3. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
116.650,34 0,00 0,00 116.650,34
8.878.583,28 846.313,91 118.958,02 9.605.939,17
NETTOBUCHWERTE
ANLAGEVERMÖGEN 31.12.2023
31.12.2022
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 38.674,89 73.462,00
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
38.674,89 73.462,00
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.605.805,00 724.273,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.736.384,00 1.358.461,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.284.682,00 1.066.569,00
4. Geleistete Anzahlungen 12.000,00 1.419.536,25
4.638.871,00 4.568.839,25
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 576.928,93 576.928,93
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00
3. Beteiligungen 101.650,36 101.650,36
4. Sonstige Ausleihungen 1.010.000,00 1.000.000,00
1.688.579,29 1.678.579,29
6.366.125,18 6.320.880,54

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 30.09.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die ROLEC Gehäuse-Systeme GmbH, Rinteln:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ROLEC GEHÄUSE-SYSTEME GMBH, RINTELN, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ROLEC GEHÄUSE-SYSTEME GMBH, RINTELN, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/1-v2-hgb-ja-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.

 

Hannover, den 8. Mai 2024

PETERS & PARTNER GMBH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Michael Peters, Wirtschaftsprüfer

Stefan Baumann, Wirtschaftsprüfer

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