Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 8173
Eingetragen
28.10.1998
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieGroßhandel mit Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und SoftwareBetrieb von Datenverarbeitungseinrichtungen für Dritte
Gegenstand
a) Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Informatik-Lösungen; b) Handel mit elektronischen Datenverarbeitungsanlagen und allen damit verbundenen Aggregaten, Komponenten und Betriebsmitteln, vornehmlich aus dem Lieferprogramm der Gruppe Bull; c) Dienstleistungen jeder Art zur Einführung, Beratung, Betreuung, Schulung und Wartung von Informatik-Lösungen;

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Martin Dr. Matzke
seit 22.2.2016
Geschäftsführer
Thomas Theissen
seit 27.10.2005
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Eviden Germany GmbH
Germany
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Bull GmbH

Köln

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024

Anlagenverzeichnis

Bilanz zum 31. Dezember 2024

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2024

Anhang für das Geschäftsjahr 2024

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024

Allgemeine Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüferinnen, Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften in der Fassung vom 1. Januar 2024

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Bull GmbH, Köln

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Bull GmbH, Köln, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Bull GmbH, Köln, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angabe „Bestandsgefährdende Risiken“ im Anhang sowie die Angaben in Abschnitt „Bestandsgefährdende Risiken“ des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die Gesellschaft in das Cash Concentrating (Cash Pooling) der Atos Gruppe in Deutschland eingebunden ist und mit dieser Einlage (Cash Pooling-Forderungen zum Stichtag) auch gesamtschuldnerisch für bestehende Verbindlichkeiten im Rahmen des Cash Pooling von Gesellschaften der Atos Gruppe in Deutschland haftet. Die Gesellschaft finanziert sich ausschließlich über das Cash Concentrating und verfügt derzeit über keine weiteren Finanzierungsmöglichkeiten. Zum 31. Dezember 2024 bestanden Forderungen aus dem Finanzmittelkonto in Höhe von TEUR 79.063 gegen die Atos Information Technology GmbH, München, (AIT) als Cash Pool-Führerin (Master) im Rahmen des Cash Pooling der Atos Gruppe in Deutschland. Die Gesellschaft ist daher in hohem Maße finanziell mit Blick auf die dauerhafte Werthaltigkeit der Forderungen im Rahmen des bisher nicht gekündigten Cash Poolings von der AIT abhängig.

Die AIT wiederum bedient sich aufgrund ihrer Eigenkapitalsituation des üblichen Mittels einer Zusage ihrer Gesellschafterin, der Atos SE, Frankreich, (Muttergesellschaft der weltweiten Atos Gruppe). Zwischen der AIT und der Atos SE besteht daher neben operativen Verflechtungen und einer Einbindung in einen internationalen Atos-Cash Pool bereits seit einigen Jahren eine Patronatserklärung mit einer aktuellen Laufzeit bis zum 31. Dezember 2026. Die Fortführung der Unternehmenstätigkeit der AIT und damit der Werthaltigkeit der Forderungen der Gesellschaft im Rahmen des bisher nicht gekündigten Cash Poolings mit der AIT ist daher von der Werthaltigkeit und der weiteren Aufrechterhaltung des internationalen Cash Poolings und der Patronatserklärung zwischen der Atos SE und der AIT im Prognosezeitraum abhängig.

Die Atos SE hat im Juli 2024 ein Schutzschirmverfahren nach französischem Recht eingeleitet und mit notwendiger Zustimmung von Gläubigern und Aktionären vom 27. September 2024 und notwendigem, positiven Gerichtsentscheid vom 24. Oktober 2024 abgeschlossen. Der erfolgreiche Abschluss des Schutzschirmverfahrens hat der Atos SE die Umsetzung eines umfangreichen finanziellen Restrukturierungsplans, der u.a. den Tausch von Schulden in Eigenkapital und das Bereitstellen von neuer Liquidität durch die Gläubiger vorsieht, und dem Gläubiger und Aktionäre mit ihrer Abstimmung am 27. September 2024 zugestimmt haben, ermöglicht. Die Atos SE hat am 19. Dezember 2024 mitgeteilt, dass die finanzielle Restrukturierung erfolgreich abgeschlossen wurde.

Über den Prognosezeitraum besteht durch die finanzielle Abhängigkeit von der AIT und durch die Abhängigkeit von der Aufrechterhaltung der finanziellen Unterstützung der AIT durch die Atos SE eine wesentliche Unsicherheit für die Gesellschaft und damit für die Gesellschaft ein Bestandsgefährdendes Risiko.

Wie in den Angaben „Bestandsgefährdende Risken“ im Anhang und im Abschnitt „Bestandsgefährdende Risiken“ des Lageberichts dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 15. Dezember 2025

Grant Thornton AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

André Prengel, Wirtschaftsprüfer

Renate Hermsdorf, Wirtschaftsprüferin

Bilanz zum 31. Dezember 2024

Aktiva

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31.12.2024 Vorjahr
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte sowie Lizenzen 336,76 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 12.601,65 15.208,88
2. Technische Anlagen und Maschinen 11.667,08 30.532,63
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 69.083,11 102.693,25
93.351,84 148.434,76
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 47.168.678,19 47.914.319,25
2. Beteiligungen 0,51 0,51
3. Aktivwerte aus Rückdeckungsversicherungen 137.397,95 101.686,00
47.306.076,65 48.016.005,76
47.399.765,25 48.164.440,52
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Unfertige Leistungen 55.183.597,83 26.691.695,68
2. Waren 771.310,04 128.697,58
3. Erhaltene Anzahlungen -35.447.310,53 -5.566.554,09
20.507.597,34 21.253.839,17
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.022.382,11 937.926,96
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 107.072.414,12 116.413.279,38
3. Sonstige Vermögensgegenstände 16.197.627,60 991.565,30
125.292.423,83 118.342.771,64
III. Guthaben bei Kreditinstituten 82.143.970,19 78.908.670,86
227.943.991,36 218.505.281,67
C. Rechnungsabgrenzungsposten 7.475.768,00 10.714.738,17
282.819.524,61 277.384.460,36

Passiva

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31.12.2024 Vorjahr
EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 23.000.000,00 23.000.000,00
II. Kapitalrücklage 18.000.000,00 18.000.000,00
III. Gewinn-/Verlustvortrag -5.755.387,75 -5.755.387,75
IV. Jahresfehlbetrag -287.002,16 0,00
34.957.610,09 35.244.612,25
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 64.659.369,27 70.706.340,84
2. Sonstige Rückstellungen 53.728.228,41 29.573.903,48
118.387.597,68 100.280.244,32
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 105.859.579,38 99.014.720,47
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 520.677,38 1.306.218,00
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6.164.398,52 2.447.691,63
4. Sonstige Verbindlichkeiten 4.980.649,05 22.430.614,23
117.525.304,33 125.199.244,33
D. Rechnungsabgrenzungsposten 11.949.012,51 16.660.359,46
282.819.524,61 277.384.460,36

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024

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2024 Vorjahr
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 37.620.776,80 46.563.725,70
2. Erhöhung des Bestandes an unfertigen Leistungen 28.491.902,15 14.283.372,88
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 132,75 606,42
4. Sonstige betriebliche Erträge 3.418.845,32 450.952,62
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Waren -32.381.905,11 -28.560.510,41
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -23.708.306,31 -23.262.968,98
6. Personalaufwand
a) Gehälter -5.672.355,83 -6.672.146,30
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.258.493,60 -815.918,12
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -56.270,63 -150.845,39
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -7.962.873,15 -5.966.884,26
9. Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen 1.299.482,49 887.101,13
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.184.057,81 2.726.370,15
11. Aufwendungen aus Verlustübernahmen -1.792.883,79 -829.566,13
12. Abschreibungen auf Finanzanlagen -745.641,06 -23.499.103,00
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -721.539,05 -991.886,81
14. Ergebnis nach Steuern -285.071,21 -25.837.700,50
15. Sonstige Steuern -1.930,95 0,00
16. Erträge aus Verlustübernahme 0,00 25.837.700,50
17. Jahresüberschuss -287.002,16 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2024

Allgemeines

Der Jahresabschluss ist nach Rechnungslegungsvorschriften der § 242 ff. und § 264 ff. HGB und des GmbH-Gesetzes aufgestellt und wird in Euro (EUR) angegeben. Das Unternehmen ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB und ist bei dem Amtsgericht Köln unter der Registernummer HRB 8173 eingetragen.

Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den gesetzlichen Bestimmungen des HGB, wobei für die Gewinn- und Verlustrechnung das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB Anwendung findet.

Bestandsgefährdende Risiken

Der Jahresabschluss wurde unter Zugrundelegung des Grundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt.

Die Gesellschaft ist in das Cash Concentrating (Cash Pooling) der Atos Gruppe in Deutschland eingebunden und haftet mit dieser Einlage (Cash Pooling-Forderungen zum Stichtag) auch gesamtschuldnerisch für bestehende Verbindlichkeiten im Rahmen des Cash Pooling von Gesellschaften der Atos Gruppe in Deutschland. Die Gesellschaft finanziert sich ausschließlich über das Cash Concentrating und verfügt derzeit über keine weiteren Finanzierungsmöglichkeiten. Zum 31. Dezember 2024 bestanden Forderungen aus dem Finanzmittelkonto in Höhe von TEUR 79.063 gegen die Atos Information Technology GmbH, München, (AIT) als Cash Pool-Führerin (Master) im Rahmen des Cash Pooling der Atos Gruppe in Deutschland. Die Gesellschaft ist daher in hohem Maße finanziell mit Blick auf die dauerhafte Werthaltigkeit der Forderungen im Rahmen des bisher nicht gekündigten Cash Poolings von der AIT abhängig.

Die AIT wiederum bedient sich aufgrund ihrer Eigenkapitalsituation des üblichen Mittels einer Zusage ihrer Gesellschafterin, der Atos SE, Frankreich, (Muttergesellschaft der weltweiten Atos Gruppe). Zwischen der AIT und der Atos SE besteht daher neben operativen Verflechtungen und einer Einbindung in einen internationalen Atos-Cash Pool bereits seit einigen Jahren eine Patronatserklärung mit einer aktuellen Laufzeit bis zum 31. Dezember 2026. Die Fortführung der Unternehmenstätigkeit der AIT und damit der Werthaltigkeit der Forderungen der Gesellschaft im Rahmen des bisher nicht gekündigten Cash-Poolings mit der AIT ist daher von der Werthaltigkeit und der weiteren Aufrechterhaltung des internationalen Cash Poolings und der Patronatserklärung zwischen der Atos SE und der AIT im Prognosezeitraum abhängig.

Die Atos SE hat im Juli 2024 ein Schutzschirmverfahren nach französischem Recht eingeleitet und mit notwendiger Zustimmung von Gläubigern und Aktionären vom 27. September 2024 und notwendigem, positiven Gerichtsentscheid vom 24. Oktober 2024 abgeschlossen. Der erfolgreiche Abschluss des Schutzschirmverfahrens hat der Atos SE die Umsetzung eines umfangreichen finanziellen Restrukturierungsplans, der u.a. den Tausch von Schulden in Eigenkapital und das Bereitstellen von neuer Liquidität durch die Gläubiger vorsieht, und dem Gläubiger und Aktionäre mit ihrer Abstimmung am 27. September 2024 zugestimmt haben, ermöglicht. Die Atos SE hat am 19. Dezember 2024 mitgeteilt, dass die finanzielle Restrukturierung erfolgreich abgeschlossen wurde.

Über den Prognosezeitraum besteht durch die finanzielle Abhängigkeit von der AIT und durch die Abhängigkeit von der Aufrechterhaltung der finanziellen Unterstützung der AIT durch die Atos SE eine wesentliche Unsicherheit für die Gesellschaft und damit für die Gesellschaft ein Bestandsgefährdendes Risiko.

I. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände werden, soweit gegen Entgelt erworben, zu Anschaffungskosten aktiviert und bei Abnutzbarkeit linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauer für Software-Lizenzen beträgt vier bzw. fünf Jahre.

Sachanlagen bewerten wir zu Anschaffungskosten zuzüglich Kosten aus Eigenleistungen, die im Rahmen der Installation und Inbetriebnahme anfallen abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen. Technische Anlagen und Maschinen werden über die Laufzeit des Projekts abgeschrieben, für das sie eingesetzt werden. Ihre Nutzungsdauer beträgt jedoch nicht mehr als sieben Jahre. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung werden über zwei bis zehn Jahre abgeschrieben. Nicht selbstständig nutzbare Anlagen für Arbeitsplatzsysteme wie Desktops, Drucker und Monitore mit einem Netto-Einzelwert bis EUR 800,00 werden einzeln aktiviert und über drei Jahre Nutzungsdauer abgeschrieben. Übrige geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Netto-Einzelwert bis EUR 800,00 werden im Zugangszeitpunkt erfasst und über die jeweilige Nutzungsdauer von 2 bis 10 Jahren abgeschrieben. Anlagegüter mit Netto-Anschaffungskosten von bis zu EUR 60,00 werden direkt aufwandswirksam erfasst.

Finanzanlagen bewerten wir zu Anschaffungskosten. Wir nehmen Abschreibungen auf einen niedrigeren Wert am Bilanzstichtag vor, wenn die Wertminderung als voraussichtlich dauerhaft angesehen wird.

Der Aktivwert für Rückdeckungsversicherungen (nur deferred compensation) wurde mit dem Nominalwert oder, soweit uneinbringlich, dem zum Stichtag niedrigeren Wert angesetzt.

Umlaufvermögen

Die Bewertung der unfertigen Leistungen erfolgt zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 Satz 2 HGB. Bei der Berechnung der Herstellungskosten werden neben Einzelkosten in Form von direkt zurechenbaren Personalaufwendungen sowie Aufwendungen für Drittdienstleister auch angemessene Teile der allgemeinen Verwaltungskosten sowie der Werteverzehr des Anlagevermögens einbezogen. Soweit erforderlich werden bei den unfertigen Leistungen Abwertungen im Rahmen der verlustfreien Bewertung vorgenommen.

Die Bewertung der Waren erfolgt zu Anschaffungskosten gemäß § 255 Abs. 1 HGB. Für die Bewertung der Waren wird unterstellt, dass die zuerst angeschafften Waren zuerst verbraucht werden.

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden offen vom Vorratsvermögen abgesetzt, soweit sie durch unfertige Leistungen gedeckt sind. Darüberhinausgehende Beträge werden unter den Verbindlichkeiten gesondert ausgewiesen.

Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen, die zu Nennwerten bilanziert werden, sind die erkennbaren Risiken durch entsprechende Bewertungsabschläge berücksichtigt; dem allgemeinen Ausfallrisiko wird durch Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Die Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nominalbetrag angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten

Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, ausgewiesen.

Als passiver Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, ausgewiesen.

Rückstellungen

Zur Bewertung der Pensionsverpflichtungen wird auf die Ausführungen unter den Erläuterungen zur Bilanz verwiesen.

In den Rückstellungen bilden wir für alle bis zur Bilanzsaufstellung erkennbaren Risiken aus ungewissen Verbindlichkeiten und für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in angemessenem und ausreichendem Umfang individuelle Vorsorgen. Diese werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung unter Berücksichtigung zukünftiger Preis- und Kostensteigerungen in Höhe des Erfüllungsbetrags gebildet. Bei der Ermittlung der im Zusammenhang mit der Rückstellungsbewertung entstehenden Aufwendungen und Erträge wird davon ausgegangen, dass eine Änderung des Abzinsungszinssatzes erst zum Ende der Periode eintritt, sodass der Buchwert der Verpflichtung mit dem Zinssatz zu Beginn der Periode aufgezinst wird. Das Abzinsungswahlrecht für kurzfristige Rückstellung wurde nicht genutzt.

Latente Steuern

Bei der Berechnung der latenten Steuern wird das Temporary-Konzept angewendet.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsumrechnung

Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden bei Einbuchung mit dem Devisenkassamittelkurs am Buchungstag umgerechnet. Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem niedrigeren bzw. höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Umsatzrealisation

Umsatzerlöse werden ausgewiesen, wenn der Gefahrenübergang erfolgt ist.

Bei Dienstleistungsverträgen erfolgt die Umsatzrealisation zum Zeitpunkt der Leistungserbringung. Im Projektgeschäft mit Werkvertragscharakter werden Umsätze gebucht, wenn der Vertrag erfüllt ist oder abgrenzbare Teilleistungen vom Kunden abgenommen worden sind.

II. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Es wird auf die gesonderte Anlage 1 zum Anhang (Anlagenspiegel) verwiesen, in der die Entwicklung des Anlagevermögens dargestellt ist.

Eine Anteilsbesitzliste gemäß § 285 Nr. 11 HGB ist als Anlage 2 zum Anhang beigefügt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus Cashpooling Forderungen in Höhe von TEUR 79.063 (Vorjahr Forderungen: TEUR 88.521). Weiterhin sind Forderungen aus der Ergebnisübernahme in Höhe von TEUR 25.838 (Vorjahr: TEUR 25.838) enthalten.

Ausschüttungssperre

Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB), die auf Pensionsrückstellungen und Altersteilzeitverpflichtungen entfallen, wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet. Die Anschaffungskosten der verrechneten Vermögensgegenstände betragen TEUR 1.388 (Vorjahr: TEUR 1.254), der Zeitwert der Vermögensgegenstände beläuft sich auf TEUR 1.506 (Vorjahr: TEUR 1.319). Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens wurde anhand des Nominalbetrags der Bankguthaben oder - soweit einschlägig anhand von Börsenkursen ermittelt. Der die Anschaffungskosten der Wertpapiere übersteigende gebuchte Betrag abzgl. hierauf ggf. entfallender passiver latenter Steuern unterliegt der Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 Satz 3 HGB. Dieser beträgt am 31. Dezember 2024 TEUR 81 (Vorjahr: TEUR 44).

Gemäß § 253 Abs. 6 HGB besteht ein ausschüttungsgesperrter Betrag in Höhe von TEUR 343 (Vorjahr: TEUR 509).

Rückstellungen

Als versicherungsmathematisches Berechnungsverfahren wurde die projizierte Einmalbeitragsmethode (Projected-Unit-Credit-Methode) angewandt. Die Bewertung erfolgte grundsätzlich unter Verwendung der Heubeck-Richttafeln 2018G. Für alle Verpflichtungen, außer Sterbegeld, wurden diese Tafelwerke hinsichtlich der Erwartungen bzgl. künftiger Langlebigkeitsverbesserungen modifiziert. Anstelle der in den RT 2018G standardmäßig angelegten Annahmen zur Langlebigkeitsverbesserung erfolgte die Modellierung künftiger Langlebigkeitsverbesserungen gemäß dem sog. Continuous Mortality Investigation-Ansatz (CMI-Ansatz), bei dem die beobachtbaren Kohorten- und Generationeneffekte der Langlebigkeitsverbesserungen in Deutschland in der Vergangenheit in die Extrapolation künftig unterstellter Langlebigkeitsverbesserungen Eingang findet. Als langfristige Rate der Langlebigkeitsverbesserungen wurde dabei ein Ansatz von 1,25% p.a. unterstellt. Dieser Ansatz ist konsistent zu den Einschätzungen hinsichtlich der langfristigen Langlebigkeitsentwicklungen in Westeuropa.

Folgende Annahmen wurden der Berechnung zugrunde gelegt:

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31.12.2024
Zinssatz (gemäß Vereinfachungsregel § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB) 1,90 %
erwartete Lohn und Gehaltssteigerungen 2,50 %
Erwartete Rentensteigerungen 2,00 %
Zugrunde gelegte Sterbetafeln Heubeck 2018 G mit CMI Langlebigkeitsverbesserung von 1,25 %
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TEUR
Pensionsverpflichtungen zum Erfüllungsbetrag 66.166
Deckungsvermögen zum beizulegenden Zeitwert
(Anschaffungskosten: TEUR 1.388) 1.506
64.660

Aufwendungen aus der Aufzinsung und aus dem zu verrechnenden Deckungsvermögen wurden wie folgt verrechnet:

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TEUR
Erträge aus Deckungsvermögen 78
Aufwendungen aus der Aufzinsung -797
Ausweis in der Gewinn- und Verlustrechnung -719

Die Sonstigen Rückstellungen setzen sich im Vorjahresvergleich wie folgt zusammen:

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31.12.2024 Vorjahr
TEUR TEUR
Rückstellungen für ausstehende Rechnungen 52.319 27.276
Projektrückstellungen und Gewährleistung 862 1.111
Personalbezogene Rückstellungen 307 480
Rückstellungen für Restrukturierung 0 78
Übrige 240 179
53.728 29.574

Verbindlichkeiten

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31.12.2024 Vorjahr
TEUR TEUR
Erhaltene Anzahlungen 105.859 99.015
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 521 1.306
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6.164 2.448
Sonstige Verbindlichkeiten 4.981 22.430
- davon aus Steuern 2.824 19.761
117.525 125.199

Die Verbindlichkeiten haben - wie im Vorjahr - Restlaufzeiten bis zu einem Jahr und sind unbesichert.

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich im Wesentlichen aus der Umsatzsteuerzahllast TEUR 2.734 (Vorjahr: TEUR 19.632) sowie Verbindlichkeiten aus Aufhebungsverträgen TEUR 1.916 (Vorjahr TEUR: 2.298) zusammen.

III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Aufgliederung nach Bereichen

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2024 Vorjahr
TEUR TEUR
Big Data & Security 29.221 37.475
Infrastructure & Data Management 7.999 8.797
Sonstige 400 292
37.620 46.564

Aufgliederung nach Regionen

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2024 Vorjahr
TEUR TEUR
Inland 36.664 44.209
Ausland 956 2.355
37.620 46.564

Die Umsatzerlöse im Ausland werden mit 96,6 % (Vorjahr: 90,8%) im europäischen Ausland sowie mit 3,4 % (Vorjahr: 9,2 %) im übrigen Ausland erzielt.

Sonstige betriebliche Erträge

Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 3.419 (Vorjahr: TEUR 451) handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus der Umgliederung der Erträge aus den sonstigen Aufwendungen für Firmen-PKWs in Höhe von TEUR 185 (Vorjahr: 204) und aus Auflösungen von Rückstellungen und Wertberichtigungen (TEUR 2.302 Vorjahr: 184) und Erträge aus der Währungsumrechnung von TEUR 26 (Vorjahr: TEUR 44) enthalten.

In den Sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 3.204 (Vorjahr: TEUR 184) enthalten.

Personalaufwand

In den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung sind TEUR 4.127 (Vorjahr: TEUR 5.285) Aufwendungen für Altersversorgung enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 7.963 (Vorjahr: TEUR 5.967) handelt es sich neben üblichen laufenden Aufwendungen wie Miet- und Leasingaufwendungen, Raumkosten, Reisekosten, sonstige Personalaufwendungen, Rechts- und Beratungskosten, Kfz-Kosten, Porto/Fracht, Fortbildungskosten hauptsächlich um bezogene Kostenweiterbelastungen von verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 3.002 (Vorjahr: TEUR 1.908). Die Kostenweiterbelastungen mit verbundenen Unternehmen beinhalten im Wesentlichen Weiterbelastungen für Dienstleistungen und Personal. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Beträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 13 (Vorjahr: TEUR 70).

Periodenfremde Aufwendungen sind in Höhe von TEUR 923 (Vorjahr: TEUR 1.144) enthalten.

Finanzergebnis

Infolge einer voraussichtlich dauernden Wertminderung wurde zum 31. Dezember 2024 auf Basis einer von uns durchgeführten Ermittlung des zu diesem Stichtag beizulegenden Werts (§ 253 Abs. 3 HGB) eine Abschreibung des Beteiligungsbuchwerts der SEC Consulting Deutschland GmbH, Berlin, in Höhe von TEUR 707 vorgenommen sowie der cv cryptovision GmbH, Gelsenkirchen, in Höhe von TEUR 39.

Unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen von TEUR 798 (Vorjahr: TEUR 973) ausgewiesen.

IV. Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter

Im Durchschnitt des Berichtsjahres wurden 76 (Vorjahr: 85) Mitarbeiter beschäftigt. Von den Mitarbeitern arbeiten durchschnittlich 71 (Vorjahr: 79) im operativen Geschäft und 5 (Vorjahr: 6) im Verwaltungsbereich.

Haftungsverhältnisse

Die Bull GmbH, ist in das konzernweite Cash-Pooling über die Commerzbank Hamburg eingebunden und haftet mit ihrer Einlage (Cash-Pooling-Forderung zum Stichtag) gesamtschuldnerisch für hieraus bestehende Verbindlichkeiten. Auf Basis aktueller Einschätzungen ist eine Inanspruchnahme nicht wahrscheinlich.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen beruhen auf Zahlungsverpflichtungen aus Mietverträgen für Immobilien-Objekte sowie Leasingverträgen und betragen am 31. Dezember 2024 (TEUR 121; Vorjahr: TEUR 676), davon mit einer Laufzeit über einem bis fünf Jahren TEUR 65.

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

In Bezug auf die zum Bilanzstichtag bestehenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hat das Unternehmen Factoringverträge abgeschlossen und dadurch Forderungen an ein Kreditinstitut zum Zweck der Verbesserung der Liquidität verkauft. Das Factoring dient der Sicherung der Liquidität sowie der Generierung von Wettbewerbsvorteilen durch längere Zahlungsziele. Risiken resultieren aus Abschlägen auf den Forderungsbestand sowie das Delkredererisiko. Durch das Factoring erhöhten sich die Flüssigen Mittel zum Bilanzstichtag um TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 1.153) bei einem entsprechenden Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Das konzernweite Factoringprogramm wurde zum 31.12.2024 beendet.

Nahestehende Personen und Unternehmen

Die nachfolgende Tabelle umfasst sämtliche Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen:

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Art des Geschäfts Art der Beziehung
Gesellschafterin Tochterunternehmen Verbundene Unternehmen
TEUR TEUR TEUR
Absatzgeschäfte 703 13 9.560
Beschaffungsgeschäfte 2.261 2.600 37.230
Erhaltene Ergebnisabführungen 0 1.299 0
Ausgegebener Verlustausgleich 0 1.793 0
Geleistete Kostenumlagen 0 0 3.002
Cash-Management-Konto 0 0 79.063
Forderungen aus Lieferungen 59 0 26.837
Verpflichtungen aus Lieferungen 215 0 3.514
Forderungen aus Ergebnisabführung 0 1.299 0
Verpflichtungen aus Ergebnisabführung 0 2.622 0

Honorare und Dienstleistungen des Abschlussprüfers

Das Honorar des Abschlussprüfers stellt sich aufgeschlüsselt wie folgt dar:

Honorar für Abschlussprüferleistungen: TEUR 30

Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft:

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Dr. Martin Matzke Geschäftsführer
Thomas Riechmann Head of Digital Security (bis 28. Februar 2025)

Die Geschäftsführer führen ihre Tätigkeit hauptberuflich aus. Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Für ehemalige Geschäftsführer sind Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 682 (Vorjahr: TEUR 703) ausgewiesen.

Konzernzugehörigkeit

Die Bull GmbH, Köln, ist ein 100%iges Tochterunternehmen der Eviden Germany GmbH, München. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Atos S.E., Bezons/Frankreich, einbezogen, die einen Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss der Atos S.E. ist am Gesellschaftssitz der Atos S.E., River Ouest, 80 Quai Voltaire, 95870 Bezons/Frankreich, im Registry of Commerce and Companies of Pontoise unter der Referenz 323 623 0603 oder über die Internet-Homepage der Konzernmutter (www.atos.net) verfügbar.

Ferner ist die Bull GmbH nach § 290 Abs. 2 Nr. 1 HGB verpflichtet, einen Konzernabschluss aufzustellen. Wir beabsichtigen in diesem Zusammenhang die Befreiungsregelung gemäß § 291 Abs. 2 HGB in Anspruch zu nehmen.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung wird der Gesellschafterversammlung vorschlagen, den Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 287.002,16 auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

Am 2. Juni 2025 veröffentlichte die Atos-Gruppe, dass der französische Staat ein verbindliches Angebot für einige Bereiche der Sparte Advanced Computing vorgelegt hat. Am 1. August 2025 veröffentlichte die Atos Gruppe, dass der Vertrag mit dem französischen Staat unterschrieben wurde. Es wird erwartet, dass die Transaktion im Jahr 2026 abgeschlossen wird.

Im Rahmen dieser Transaktion sollen die cv cryptovision GmbH und SEC Consult Deutschland GmbH von der Bull GmbH an die Eviden Germany GmbH Ende 2025 verkauft werden. Darüber hinaus sollen der Transfer des Advance Computing Geschäftes aus der Eviden Germany GmbH in die Bull GmbH erfolgen sowie der Transfer des Cyber Product Geschäftes aus der Bull GmbH in die Eviden Germany GmbH und der Transfer des Cyber Security Geschäftes aus der science + computing AG in die Eviden Germany GmbH erfolgen.

Es wird erwartet, dass diese Transaktionen im Jahr 2026 abgeschlossen werden.

 

Köln, den 15. Dezember 2025

Bull GmbH

Dr. Martin Matzke

Entwicklung des Anlagevermögens 01.01.2024 bis 31.12.2024

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Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand 01.01.2024 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2024
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte sowie Lizenzen 214.752,35 367,38 3.897,00 211.222,73
214.752,35 367,38 3.897,00 211.222,73
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 48.657,47 0,00 0,00 48.657,47
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.259.859,74 0,00 103.747,84 3.156.111,90
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.151.552,51 1.157,09 82.241,03 1.070.468,57
4.460.069,72 1.157,09 185.988,87 4.275.237,94
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 71.413.422,25 0,00 0,00 71.413.422,25
2. Beteiligungen 1.301.047,14 0,00 0,00 1.301.047,14
3. Aktivwerte aus Rückdeckungsversicherungen 101.686,00 38.903,95 3.192,00 137.397,95
72.816.155,39 38.903,95 3.192,00 72.851.867,34
77.490.977,46 40.428,42 193.077,87 77.338.328,01
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Abschreibungen
Stand 01.01.2024 Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge Stand 31.12.2024
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte sowie Lizenzen 214.752,35 30,62 3.897,00 210.885,97
214.752,35 30,62 3.897,00 210.885,97
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 33.448,59 2.607,23 0,00 36.055,82
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.229.327,11 18.865,55 103.747,84 3.144.444,82
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.048.859,26 34.767,23 82.241,03 1.001.385,46
4.311.634,96 56.240,01 185.988,87 4.181.886,10
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 23.499.103,00 745.641,06 0,00 24.244.744,06
2. Beteiligungen 1.301.046,63 0,00 0,00 1.301.046,63
3. Aktivwerte aus Rückdeckungsversicherungen 0,00 0,00 0,00 0,00
24.800.149,63 745.641,06 0,00 25.545.790,69
29.326.536,94 801.911,69 189.885,87 29.938.562,76
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Buchwerte
Stand 31.12.2024 Stand 31.12.2023
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte sowie Lizenzen 336,76 0,00
336,76 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 12.601,65 15.208,88
2. Technische Anlagen und Maschinen 11.667,08 30.532,63
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 69.083,11 102.693,25
93.351,84 148.434,76
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 47.168.678,19 47.914.319,25
2. Beteiligungen 0,51 0,51
3. Aktivwerte aus Rückdeckungsversicherungen 137.397,95 101.686,00
47.306.076,65 48.016.005,76
47.399.765,25 48.164.440,52

Anteilsbesitz zum 31. Dezember 2024

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Anteil Ergebnis 2024 Eigenkapital 31.12.2024
Nr. Name und Sitz der Gesellschaft % TEUR TEUR
1. science + computing Aktiengesellschaft, Tübingen 100,00 1.299 7.9831)
2. SEC Consult Deutschland GmbH, Berlin 100,00 -1.7932) 1.2061)
3. cv cryptovision GmbH, Gelsenkirchen 100,00 1.061 6.625

1) Nach Ergebnisabführung an die Bull GmbH, Köln

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024

Geschäftsmodell

Die Bull GmbH, Köln, (im Folgenden „Bull“) ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Eviden Germany GmbH (EGG), München. Bull ist ein IT-Dienstleister mit einem Portfolio aus Big Data & Security und Infrastructure & Data Management, das die gesamte Wertschöpfungskette der IT bereitstellt und ganzheitliche, branchenorientiere IT-Lösungen liefert. Darüber hinaus ermöglicht die ausgeprägte Innovationskultur, Innovationen mit messbarem Kundennutzen zu schaffen. Die Gesellschaft ist ein verlässlicher und nachhaltiger Partner bei der Umsetzung von Geschäftsprozessen.

Big Data & Security

Die Division Big Data & Security (BDS) vertreibt mit der BullSequana eine Produktlinie für anspruchsvolle Digitalisierungsprojekte. Im Bereich Security fokussiert sich BDS auf End-to-End-Verschlüsselung für Sprach-, SMS- und Mail-Kommunikation.

Tech Foundations

Auf dem Weg der digitalen Transformation klassischer IT-Outsourcing Services fokussiert sich die Division Tech Foundations (TECH) auf Wachstumsbereiche im Cloudumfeld sowie den Betrieb von stateof-the-art Netzwerk- und Rechenzentrumsinfrastruktur. Gezielte Mitarbeiterentwicklungsmaßnahmen dienen der kontinuierlichen Weiterentwicklung des Leistungsportfolios und der Erschließung neuer Markanteile insbesondere im Projekt- und Transformationsleistungsbereich.

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Basierend auf Analysen des statistischen Bundesamts ist die deutsche Wirtschaft in 2024 leicht gesunken. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) als umfassender Indikator für die gesamtwirtschaftliche Leistung ist gegenüber dem Vorjahr preisbereinigt um 0,2 % gesunken.

Die durchschnittliche Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland in 2024 betrug rund 46,1 Millionen und ist gegenüber dem Vorjahr nahezu stabil geblieben. Die Zahl der Erwerbslosen lag durchschnittlich bei knapp 1,5 Millionen und ist um 13,4% gestiegen.

Die Inflationsrate belief sich im Jahresdurchschnitt 2024 auf 2,2%.

Branchenentwicklung

Im Jahr 2024 war die branchenbezogene Umsatzentwicklung gemäß den Analysen des Branchenverbands bitkom wieder positiv (4,7%; Vorjahr 2,4%).

Dies ist im Wesentlichen auf die Informationstechnologie mit Schwerpunkt auf dem Bereich IT Services zurückzuführen, die in 2024 einen Anstieg von 3,5% (Vorjahr 5,0%) verzeichnete.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Durch die Einbindung in die Atos-Gruppe hat die Bull GmbH die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren des Atos-Konzerns für seine Steuerung übernommen. Insofern erfolgt die Steuerung im Geschäftsjahr 2024 nach den untenstehenden nichtfinanziellen Leistungsindikatoren.

Ein prägender Bestandteil der Unternehmensphilosophie ist die Berücksichtigung von Arbeitnehmerbelangen. Die gesamte Atos-Gruppe fördert durch eine angemessene Entlohnung und Ausbildung die Motivation und Leistungsfähigkeit ihrer Mitarbeiter. Für die Bull als modernes Technologieunternehmen sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Basis des Erfolgs unseres Unternehmens. Durch interne und externe Schulungen werden die Mitarbeiter darauf vorbereitet, sich den ständig wandelnden Marktanforderungen anzupassen. In 2024 werden diese Maßnahmen konsequent weitergeführt. In diesem Zusammenhang wurden für die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 24) aufgewendet. Die Mitarbeiterzufriedenheit wird über Mitarbeiterbefragungen auf Ebene aller deutschen Atos-Gesellschaften gemessen. Hierbei wurden sowohl Aspekte identifiziert, die Verbesserungspotenziale bieten, als auch Punkte, bei denen sich die Atos-Gruppe von anderen Arbeitgebern abhebt. Insgesamt wurde die Mitarbeiteridentifikation durch uns als zufriedenstellend eingestuft.

Nicht zuletzt aufgrund der steigenden Anzahl internationaler Geschäftsbeziehungen legt die Geschäftsführung Wert darauf, eine weltoffene internationale Unternehmenskultur aufrechtzuerhalten, in der unterschiedliche Sichtweisen, kulturelle Prägungen und Meinungen vorherrschen. Im Rahmen von Mitarbeiterbefragungen wurde identifiziert, dass sich die Atos-Gruppe durch ein internationales und innovatives Umfeld auszeichnet. Hierdurch sehen wir uns bestätigt, dass die Bemühungen zu einer weltoffenen internationalen Unternehmenskultur Wirkung zeigen.

Steuerungsgrößen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Das Unternehmen in Summe wird primär über die finanziellen Leistungsindikatoren externe Umsatzerlöse, Operating Margin, den Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit sowie den Bestand des Finanzmittelfonds gesteuert. Die Berechnung der Steuerungsgrößen beruht dabei auf dem für den Konzernabschluss nach der Rechnungslegung nach den International Financial Reporting Standards aufgestellten Reporting Package.

Die externen Umsatzerlöse werden in diesem Zusammenhang als Umsatzerlöse mit konzernfremden Unternehmen verstanden. Konzernfremde Unternehmen sind solche Gesellschaften, die nicht zum Konzern der Atos S.E., Bezons, Frankreich, gehören. Die externen Umsatzerlöse betragen auf Basis des für den Konzernabschluss erstellten Reporting Package im Geschäftsjahr 2024 Mio. EUR 64,4 (Vorjahr: Mio. EUR 48,0). Die Unterschiede zum vorliegenden Jahresabschluss (externe Umsatzerlöse von Mio. EUR -37,1) beruhen dabei auf Ausweisänderungen und Umbewertung nach HGB. Die Ausweisunterschiede beruhen darauf, dass die Bestandsveränderung im Reporting Package unter den Umsatzerlösen erfasst wird und im handelsrechtlichen Jahresabschluss in einem eigenen Posten erfasst ist (Mio. EUR - 28,5). Die Ergebnisunterschiede beruhen im Wesentlichen darauf, dass im Reporting Package die Percentage-of-completion-Methode nach IFRS 15 Anwendung findet, wohingegen im handelsrechtlichen Jahresabschluss die Completed-contract-Methode genutzt wird (Mio. EUR -0,7).

Die Operating Margin ist das HGB-Ergebnis „Jahresüberschuss“ korrigiert um das Steuer- und Finanzergebnis sowie die unten beschrieben Anpassungseffekte. Sie betrug auf dem für den Konzernabschluss nach der Rechnungslegung nach den International Financial Reporting Standards aufgestellten Reporting Package im Geschäftsjahr 2024 Mio. EUR 8,5 (Vorjahr: Mio. EUR -2,1). Die Unterschiede zum vorliegenden Jahresabschluss (Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern: Mio. EUR -0,5) beruhen dabei zum einen auf Ausweisunterschieden und zum anderen auf tatsächlichen Ergebnisunterschieden. Die Ausweisunterschiede (Mio. EUR -2,5) basieren darauf, dass Aufwendungen für die Bildung von Restrukturierungsrückstellungen sowie Teile der Management-Umlagen im Reporting Package unterhalb der Operating Margin ausgewiesen werden, wohingegen diese im Jahresabschluss im Ergebnis nach Steuern erfasst sind. Die Ergebnisunterschiede (Mio. EUR -6,4) resultieren im Wesentlichen aus Bewertungsunterschieden unfertigen Leistungen sowie auf wertaufhellenden Tatsachen, die für Zwecke des Reporting Package im Folgejahr erfasst werden.

Bezüglich des Auftragseinganges, des Cashflows aus operativer Geschäftstätigkeit sowie des Bestands des Finanzmittelfonds gibt es keine Unterschiede zwischen der Betrachtung im handelsrechtlichen Jahresabschluss und der Betrachtung im Reporting Package.

Ertragslage

Die Ertragslage stellt sich im Vorjahresvergleich wie folgt dar:

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2024 Vorjahr Veränderung
Gewinn- und Verlustrechnung TEUR TEUR TEUR
Umsatzerlöse 37.621 46.564 -8.943
Bestandsveränderung 28.492 14.283 14.209
Andere aktivierte Eigenleistungen 0 1 -1
Sonstige betriebliche Erträge 3.419 451 2.968
Materialaufwand -56.090 -51.823 -4.267
Personalaufwand -6.931 -7.488 557
Abschreibungen -56 -150 94
Sonstige betriebliche Aufwendungen -7.963 -5.967 -1.996
Erträge aus EAV 1.299 887 412
Aufwendungen aus Verlustübernahmen -1.793 -830 -963
Abschreibungen auf Finanzanlagen -746 -23.499 22.753
Zinsergebnis 2.462 1.734 728
Ergebnis nach Steuern -285 -25.838 25.553
Sonstige Steuern -2 0 -2
Erträge aus Verlustübernahme 0 25.838 -25.838
Jahresergebnis -287 0 -287

Der Rückgang der Umsatzerlöse resultiert im Wesentlichen daraus, dass im Vorjahr große Kundenprojekte fertiggestellt werden konnten.

Der Anstieg der Bestandsveränderung begründet sich im Wesentlichen durch Großprojekte, die im Geschäftsjahr noch nicht abgeschlossen werden konnten.

Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge begründet sich im Wesentlichen aus gestiegenen Rückstellungsauflösungen.

Die Materialaufwandsquote (definiert als prozentuales Verhältnis des Materialaufwands zu den Umsatzerlösen zzgl. Bestandsveränderung) hat sich mit 84,8 % im Vergleich zum Vorjahr (85,1 %) leicht verringert.

Der gesunkene Personalaufwand begründet sich im Wesentlichen durch einen Rückgang der Mitarbeiter von 85 zu 76 sowie einer geringeren Zuführung bei den Pensionsrückstellungen.

Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultiert aus einer Erhöhung der Verrechnungen von verbundenen Unternehmen um 1,1 Mio. EUR. Weiterhin haben sind die sonstigen Personalaufwendungen in Höhe von Mio. EUR 1,6 erhöht.

Im Vergleich zum Vorjahr wurden erhöhte Erträge aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der science + computing Aktiengesellschaft, Tübingen, in Höhe von Mio. EUR 1,3 (Vorjahr: Mio. EUR 0,9) erzielt. Gegenläufig gab es auch Verluste aus der Ergebnisübernahme der SEC Consult Deutschland Unternehmensberatung GmbH, Berlin von Mio. EUR 1,8 (Vorjahr: Mio. EUR 0,8).

Die Abschreibungen auf Finanzanlagen betreffen die Beteiligungsbuchwerte der SEC Consult Deutschland GmbH und die cv cryptovision GmbH aufgrund der Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert zum Bilanzstichtag 2024.

Das Ergebnis nach Steuern liegt aufgrund der oben beschriebenen Veränderungen mit Mio. EUR -0,3 deutlich über dem Niveau des Vorjahres (Mio. EUR -25,8).

Die zentralen Steuerungsgrößen der Ertragslage sind der externe Umsatz und die Operating Margin, die auf Basis der Rechnungslegung nach den International Financial Reporting Standards für den Konzernabschluss ermittelt werden.

Die externen Umsatzerlöse nach IFRS haben sich gegenüber dem Vorjahr um Mio. EUR 16,4 (Mio. EUR 64,4; Vorjahr: Mio. EUR 48,0) erhöht. Diese Entwicklung entsprach unseren Planungen (Plan: Mio. EUR 64,4).

Die Operating Margin nach IFRS hat sich um Mio. EUR 10,7 verbessert (Vorjahr: Mio. EUR -2,2). Dies entsprach unseren Erwartungen (Plan Mio. EUR 8,5).

Vermögenslage

Die Vermögenslage stellt sich im Vorjahresvergleich wie folgt dar:

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Bilanz 31.12.2024 Vorjahr Veränderung
TEUR TEUR TEUR
Anlagevermögen 47.400 48.164 -764
Umlaufvermögen 227.944 218.505 9.439
Rechnungsabgrenzung 7.476 10.715 -3.239
Summe Aktiva 282.819 277.384 5.435
Eigenkapital 34.957 35.244 -287
Rückstellungen 118.388 100.280 18.108
Verbindlichkeiten 117.525 125.199 -7.674
Rechnungsabgrenzung 11.949 16.660 -4.711
Summe Passiva 282.819 277.384 5.435

Die Bilanzsumme der Bull GmbH ist im Vorjahresvergleich um Mio. EUR 5,4 auf Mio. EUR 282,8 gestiegen. Dieser Anstieg resultiert aus den folgenden Effekten.

Der Rückgang des Anlagevermögens resultiert im Wesentlichen aus den Abschreibungen auf Finanzanlagen auf die Beteiligungsbuchwerte der SEC Consulting Deutschland GmbH sowie der cv cryptovision GmbH.

Der Anstieg des Umlaufvermögens resultiert im Wesentlichen aus einem Anstieg der sonstigen Vermögensgegenstände um Mio. EUR 15,2. Gegenläufig sind die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen um Mio. EUR 9,4 gesunken, Hintergrund ist der Rückgang der Cashpooling Forderung die um Mio. EUR 9,5 gesunken ist. Die Forderungen aus Lieferung und Leistung sind um Mio. EUR 1,1 gestiegen.

Die Eigenkapitalquote hat sich zum Bilanzstichtag im Vergleich zum Vorjahr um 0,3% auf 12,4 % leicht verschlechtert.

Die Rückstellungen haben sich insgesamt um Mio. EUR 18,1 erhöht. Dieser Anstieg begründet sich durch die gestiegenen sonstigen Rückstellungen, die um Mio. EUR 24,1 auf Mio. EUR 53,7 gestiegen sind. Dies resultiert im Wesentlichen auf gestiegene Rückstellungen für ausstehende Rechnungen, die um Mio. EUR 24,6 gestiegen sind.

Gegenläufig sind die Pensionsrückstellungen um Mio. EUR 6,0 zurückgegangen.

Der Rückgang der Verbindlichkeiten um Mio. EUR 7,7 auf Mio. EUR 117,5 beruht im Wesentlichen auf dem Rückgang der sonstigen Verbindlichkeiten um Mio. EUR 17,5. Gegenläufig sind die Verbindlichkeiten für Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen um Mio. EUR 6,8 sowie die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um Mio. EUR 3,7 gestiegen.

Zentrale Steuerungsgröße der Vermögenslage ist der Finanzmittelfonds. Der Finanzmittelfonds besteht aus liquiden Mitteln von Mio. EUR 82,1 (Vorjahr: Mio. EUR 78,9), zudem aus Cash-Pooling-Forderungen in Höhe von Mio. EUR 79,1 (Vorjahr: Mio. EUR 88,5). Diese Entwicklung entsprach unseren Erwartungen.

Finanzlage

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit belief sich auf Mio. EUR -7,1 (Vorjahr: Mio. EUR 101,1). Der negative Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit resultiert im Wesentlichen aus geringeren Einzahlungsüberschüssen auf Grund erhaltener Anzahlungen von Kunden.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit belief sich auf Mio. EUR 0,8 (Vorjahr: Mio. EUR -2,8). Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit resultiert im Wesentlichen aus dem Zahlungseingang der Ergebnisabführung der science + computing AG, Tübingen, für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von Mio. EUR 0,9. Gegenläufig haben sich insbesondere die Investitionen in das Finanzanlagevermögen ausgewirkt.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit belief sich im Geschäftsjahr 2024 auf Mio. EUR 0 (Vorjahr: Mio. EUR 9,6).

Die zentrale Steuerungsgröße ist der operative Cashflow. Dieser betrug im Geschäftsjahr 2024 Mio. EUR -7,1 nach Mio. EUR 101,1 im Vorjahr. Diese Entwicklung entsprach nicht unseren Erwartungen (Mio. EUR -6,6).

Gesamtaussage zur Lage

Der Anstieg der externen Umsatzerlöse nach IFRS (Mio. EUR 64,4 Vorjahr: Mio. EUR 48,0) begründet sich im Wesentlichen durch den Abschluss neuer Projekte. Die Operating Margin (Mio. EUR 8,5; Vorjahr: Mio. EUR -2,1) ist über dem Niveau des Vorjahres. Der negative Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit hat dazu beigetragen, dass sich der Finanzmittelfonds um Mio. EUR 6,2 auf Mio. EUR 161,2 verringert hat. Trotzdem erachten wir die Entwicklung im Geschäftsjahr 2024 als positiv. Daneben wird die Fortführung der konsequenten Nutzung von Größenvorteilen in Bezug auf Kosteneinsparungspotentiale fortgesetzt werden müssen, um auf diese Weise eine größere Sichtbarkeit am Markt zu erreichen.

Risikomanagement

Die Risikopolitik der Gesellschaft besteht darin, vorhandene Chancen optimal auszuschöpfen und die mit der Geschäftstätigkeit verbundenen Risiken nur einzugehen, um damit einen entsprechenden Mehrwert zu schaffen. Daher ist das Risikomanagement integraler Bestandteil der Geschäftsprozesse und Unternehmensentscheidungen.

Grundsätze, Prozesse und Verantwortlichkeiten sind so definiert und etabliert, dass sie eine korrekte und zeitnahe Bilanzierung aller geschäftlichen Transaktionen gewährleisten, eine frühzeitige Identifizierung von Risiken ermöglichen sowie laufend verlässliche Informationen über die finanzielle Situation des Unternehmens zur internen und externen Verwendung liefern können.

Die Risiken der Gesellschaft werden unterschieden in Basisrisiken (die unabhängig vom Geschäftsverlauf allein mit der Geschäftstätigkeit einhergehen, insbesondere Infrastrukturrisiken), operative Geschäftsrisiken und strategische Risiken.

Die Bull ist in das Risikomanagement der Atos-Gruppe integriert. Im Rahmen dieses Risikomanagements findet eine regelmäßige Risikoanalyse und -auswertung statt. Darüber hinaus wird vor einem Vertragsabschluss eine Risikoevaluierung durchgeführt und darauf aufbauend eine Entscheidung über den Abschluss des betreffenden Vertrags sowie notwendige Risikopositionen in der Kalkulation getroffen.

Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Die Verwendung von derivativen Finanzinstrumenten ist für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Bull von untergeordneter Bedeutung.

Unsere Gesellschaft setzt konzernweit Mechanismen zur Risikoabwägung in den Bereichen Kredit, Markt, Länder und Investitionen ein. In diesem Zusammenhang werden mögliche Risiken in Bezug auf Marktpreisänderungs- und Liquiditätsrisiken sowie die Entwicklung zukünftiger Zahlungsströme analysiert und im Bedarfsfall erforderliche Maßnahmen ergriffen. Für die Zukunft sehen wir finanzwirtschaftliche Risiken im Bezug auf die Bestandsgefährdung, die unter dem Abschnitt Bestandsgefährdende Risiken detaillierter erläutert werden.

Risiken aus Währungsschwankungen werden nicht abgesichert, die operativen Geschäfte werden jedoch im Wesentlichen nicht in Fremdwährung abgewickelt, so dass hier kein Risiko für die Gesellschaft gesehen wird.

Die Finanzierung erfolgt derzeit ausschließlich aus Eigenmitteln. Aufgrund des derzeit bestehenden Finanzmittelfonds bestehen Risiken im Bezug auf die Bestandsgefährdung, die unter dem Abschnitt Bestandsgefährdende Risiken detaillierter erläutert werden.

Beschaffungsrisiken durch unvorhergesehene Preiserhöhungen können nicht vollständig ausgeschlossen werden. Im Wesentlichen wird versucht, die Preiserhöhungen an die Kunden weiterzugegeben. Wir begegnen diesen Risiken mit einem intensiven Subcontractor-Management; hierdurch werden Beschaffungsrisiken minimiert und die notwendigen Kapazitäten abgesichert.

Forderungsrisiken durch unvorhersehbare Zahlungsausfälle von Kunden können nicht vollständig ausgeschlossen werden. Im Wesentlichen durch ein konsequentes Forderungsmanagement sowie durch eine angemessene Kundenbeurteilung sehen wir dieses Risiko als minimiert an. Aktuell sind alle bestehenden Forderungen werthaltig und keiner unserer Kunden mit offenen Forderungen musste Insolvenz anmelden.

Chancen- und Risikobericht

Die Darstellung der Chancen und Risiken der künftigen Geschäftstätigkeit wird im Folgenden nach den verschiedenen Chancen- und Risikoarten dargestellt, dabei erfolgt die Beurteilung der Chancen und Risiken je nach Einschätzung über die Eintrittswahrscheinlichkeit und das Chancen- bzw. Risikoausmaß.

Konjunkturelles Umfeld

Aus unserer Sicht wird die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank die Kapitalmärkte in den kommenden Jahren beruhigen. Für unsere Absatzländer ist die europäische Staatsschuldenkrise aber weiterhin ein großes volkswirtschaftliches Risiko. Mit Unsicherheit behaftet sind sowohl die langfristige Entwicklung der Staatsverschuldung als auch die volkswirtschaftliche Entwicklung in den europäischen Krisenstaaten. Eine Verschärfung dieser Situation könnte zu einer Belastung für die Kapitalmärkte und die Realwirtschaft werden. Diese Risiken könnten zu einer Zurückhaltung in den Investitionen und im Konsum und zu rückläufigen Staatsausgaben führen, was zu einem rückläufigen Geschäftsvolumen führen könnte.

Ein abkühlendes Wirtschaftsklima kann sich allerdings auch positiv auf die Nachfrage nach IT- Outsourcing auswirken, wenn die Wirtschaft aufgrund veränderter Rahmenbedingungen neue Wege zur Effizienzsteigerung sucht. Generell führt jedoch eine Verbesserung der konjunkturellen Lage in unseren Absatzmärkten zu einem Anstieg des Vertrauens der Marktteilnehmer, was normalerweise mit einer Ausweitung der Geschäftstätigkeit einhergeht.

Aufgrund der gegenwärtigen Politik der Europäischen Zentralbank schätzen wir das Risiko einer weiteren Verschärfung der Staatsschuldenkrise als gering ein, auch wenn die Auswirkungen einer weiteren Verschärfung hoch wären. Den Risiken begegnen wir durch eine kontinuierliche Erweiterung unseres Produkt- und Dienstleistungsangebotes in Bezug auf IT-Trends (z.B. Big Data, Internet of Things, Cyber Security, Industrie 4.0) sowie eine weitergehende Erschließung neuer Märkte im Konzernverbund.

Absatz

Bei allen Bestandskunden bestehen Preisrisiken bei der Verlängerung von Verträgen durch die zurückgehende Marktpreisentwicklung. Die Bull setzt daher Kostensenkungs- und Effizienzverbesserungsmaßnahmen zur Sicherung der Wirtschaftlichkeit um. Durch die fortlaufende Beurteilung der Wirtschaftlichkeit unserer Aufträge sehen wir Preisrisiken als beherrschbar an.

Daneben besteht ein allgemeines Risiko, ausreichende Umsätze mit Neukunden zu gewinnen und zu halten. Durch die verbesserte Wahrnehmung der Atos-Gruppe im deutschen Markt sind wir optimistisch, weitere Aufträge in zukunftsträchtigen Marktsegmenten generieren zu können.

Zum Management dieser Risiken bestehen geschäftsspezifische Projektmanagement-Richtlinien. Projekte mit besonderen Risikoindikatoren werden in einem speziellen Projekt-Reporting erfasst und unterliegen regelmäßigen Reviews durch das zentrale Controlling und Risikomanagement. Die Behandlung von Kredit-, Zins- und Währungsrisiken ist im Rahmen des Risikomanagements des Konzerntreasury der Atos-Gruppe geregelt.

Chancen bestehen insbesondere darin, durch die integrierten Vertriebsaktivitäten der Atos-Gruppe die Leistungen der Bull einem größeren Kundenkreis anzubieten und durch Konsolidierungen und Harmonisierung weitere Kostensenkungspotentiale zu erzielen.

Personal

Der wirtschaftliche Erfolg der Bull wird maßgeblich vom Erhalt qualifizierter Mitarbeiter geprägt. Das Fehlen von qualifiziertem Personal hätte wesentliche Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit. Auch und gerade während der Durchführung des Restrukturierungsprogramms wird daher auf die Förderung und Entwicklung der Mitarbeiter Wert gelegt. Hierdurch sehen wir eine angemessene Grundlage für den wirtschaftlichen Erfolg in der Zukunft.

Datenschutz und Datensicherheit

Unsere Produkte und Dienstleistungen unterliegen Risiken hinsichtlich des Datenschutzes und der Datensicherheit, vor allem in Verbindung mit dem Zugriff auf Kunden- oder Mitarbeiterdaten durch Unbefugte. Die Sicherheit und der Schutz unserer Daten haben für uns höchste Priorität. Dies gilt für alle Geschäftsbereiche, vor allem auch für das zukunftsträchtige Cloud-Geschäft. Vor diesem Hintergrund stufen wir das Risikoausmaß in Bezug auf den Datenschutz und die Datensicherheit als hoch ein, da diese für das Vertrauen unserer Kunden in unsere Produkte und Dienstleistungen elementar sind. Wir begegnen dem Risiko des Datendiebstahls durch ein umfangreiches Sicherheitskonzept, zu dem regelmäßige Sicherheitsüberprüfungen gehören. Hierdurch sehen wir uns angemessen aufgestellt, um dem Risiko des Datendiebstahls zu begegnen.

Marke und Reputation

Die mediale Darstellung unseres Konzerns sowie unserer Produkte und Dienstleistungen können einen großen Einfluss auf unseren Markenwert und unsere Reputation haben. Durch soziale Netzwerke kann es dabei zu einer noch schnelleren und umfangreicheren Verbreitung solcher Informationen kommen. Unser Konzern beurteilt die Chancen und Risiken aus der Medienpräsenz als hoch und daher möchten wir durch die gezielte Präsentation unseres Konzerns zukünftig die Reputation und die Markenbekanntheit steigern.

Gesamtaussage zur Risikolage

Die Bull profitiert insbesondere von der Innovationskraft der Atos-Gruppe und der kontinuierlichen Erweiterung der Angebotspalette. Wir sehen uns im Markt gut aufgestellt und adäquat gerüstet, um im Wettbewerb zu bestehen.

Am 2. Juni 2025 veröffentlichte die Atos-Gruppe, dass der französische Staat ein verbindliches Angebot für einige Bereiche der Sparte Advanced Computing vorgelegt hat. Am 1. August 2025 veröffentlichte die Atos Gruppe, dass der Vertrag mit dem französischen Staat unterschrieben wurde. Es wird erwartet, dass die Transaktion im Jahr 2026 abgeschlossen wird.

Im Rahmen dieser Transaktion sollen die cv cryptovision GmbH und SEC Consult Deutschland GmbH von der Bull GmbH an die Eviden Germany GmbH Ende 2025 verkauft werden. Darüber hinaus sollen der Transfer des Advance Computing Geschäftes aus der Eviden Germany GmbH in die Bull GmbH erfolgen sowie der Transfer des Cyber Product Geschäftes aus der Bull GmbH in die Eviden Germany GmbH und der Transfer des Cyber Security Geschäftes aus der science + computing AG in die Eviden Germany GmbH erfolgen.

Es wird erwartet, dass diese Transaktionen im Jahr 2026 abgeschlossen werden.

Herr Riechmann wurde als Geschäftsführer der Bull GmbH zum 28. Februar 2025 abberufen.

Bestandsgefährdende Risiken

Die Gesellschaft ist in das Cash Concentrating (Cash Pooling) der Atos Gruppe in Deutschland eingebunden und haftet mit dieser Einlage (Cash Pooling-Forderungen zum Stichtag) auch gesamtschuldnerisch für bestehende Verbindlichkeiten im Rahmen des Cash Pooling von Gesellschaften der Atos Gruppe in Deutschland. Die Gesellschaft finanziert sich ausschließlich über das Cash Concentrating und verfügt derzeit über keine weiteren Finanzierungsmöglichkeiten. Zum 31. Dezember 2024 bestanden Forderungen aus dem Finanzmittelkonto in Höhe von TEUR 79.063 gegen die Atos Information Technology GmbH, München, (AIT) als Cash Pool-Führerin (Master) im Rahmen des Cash Pooling der Atos Gruppe in Deutschland. Die Gesellschaft ist daher in hohem Maße finanziell mit Blick auf die dauerhafte Werthaltigkeit der Forderungen im Rahmen des bisher nicht gekündigten Cash Poolings von der AIT abhängig.

Die AIT wiederum bedient sich aufgrund ihrer Eigenkapitalsituation des üblichen Mittels einer Zusage ihrer Gesellschafterin, der Atos SE, Frankreich, (Muttergesellschaft der weltweiten Atos Gruppe). Zwischen der AIT und der Atos SE besteht daher neben operativen Verflechtungen und einer Einbindung in einen internationalen Atos-Cash Pool bereits seit einigen Jahren eine Patronatserklärung mit einer aktuellen Laufzeit bis zum 31. Dezember 2026. Die Fortführung der Unternehmenstätigkeit der AIT und damit der Werthaltigkeit der Forderungen der Gesellschaft im Rahmen des bisher nicht gekündigten Cash-Poolings mit der AIT ist daher von der Werthaltigkeit und der weiteren Aufrechterhaltung des internationalen Cash Poolings und der Patronatserklärung zwischen der Atos SE und der AIT im Prognosezeitraum abhängig.

Die Atos SE hat im Juli 2024 ein Schutzschirmverfahren nach französischem Recht eingeleitet und mit notwendiger Zustimmung von Gläubigern und Aktionären vom 27. September 2024 und notwendigem, positiven Gerichtsentscheid vom 24. Oktober 2024 abgeschlossen. Der erfolgreiche Abschluss des Schutzschirmverfahrens hat der Atos SE die Umsetzung eines umfangreichen finanziellen Restrukturierungsplans, der u.a. den Tausch von Schulden in Eigenkapital und das Bereitstellen von neuer Liquidität durch die Gläubiger vorsieht, und dem Gläubiger und Aktionäre mit ihrer Abstimmung am 27. September 2024 zugestimmt haben, ermöglicht. Die Atos SE hat am 19. Dezember 2024 mitgeteilt, dass die finanzielle Restrukturierung erfolgreich abgeschlossen wurde.

Über den Prognosezeitraum besteht durch die finanzielle Abhängigkeit von der AIT und durch die Abhängigkeit von der Aufrechterhaltung der finanziellen Unterstützung der AIT durch die Atos SE eine wesentliche Unsicherheit für die Gesellschaft und damit für die Gesellschaft ein Bestandsgefährdendes Risiko.

Aus diesem Grund findet durch die Geschäftsführung der AIT ein stetiges Monitoring und eine kontinuierliche Liquiditätsüberprüfung sowie Vorausschau statt. Die Geschäftsführung der Bull GmbH evaluiert und stützt sich auf diese Aktivitäten und führt darüber hinaus ein stetiges Monitoring und eine kontinuierliche Liquiditätsüberprüfung aus Sicht der Bull GmbH durch.

Prognosebericht

Für den weltweiten IT-Markt erwartet Gartner im Jahr 2025 eine Wachstumsrate (Growth in End-User Spending Forecast) von 9,3%. Für die Nachfrage nach Hardware, Software und IT-Dienstleistungen wird im Jahr 2025 eine vergleichbare Steigerung erwartet.

Für Deutschland wird eine IT-Spending-Wachstumsrate im Bereich Software und IT-Dienstleistungen von 4,4 % für das Jahr 2025 erwartet (bitkom, Branchenbarometer Juli 2025).

Durch die enge Einbindung in die Aufbauorganisation und in die Prozesse der Atos-Gruppe Deutschland ergeben sich für die Geschäftsentwicklung der Bull positive Effekte. Eine engere Integration in die Atos- Organisation wird darüber hinaus zur Optimierung der übergreifenden Organisation, besseren Zusammenarbeit mit den anderen Konzerngesellschaften und damit zur Steigerung des Erfolgs beitragen.

Für die Prognose unserer Geschäftsentwicklung haben wir die Chancen der künftigen Geschäftsentwicklung nur in dem Maße berücksichtigt, wie sie sich zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts bereits im Auftragseingang niedergeschlagen haben. Wir haben keine wesentlichen Auswirkungen der dargestellten Risiken berücksichtigt, da wir diese aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der getroffenen Maßnahmen zur Risikominimierung als handhabbar ansehen.

Die externen Umsatzerlöse für die Geschäftsjahre 2025 und 2026 planen wir in einer Größenordnung von Mio. EUR 257,5 und Mio. EUR 152,7. Die nach den International Financial Reporting Standards für Konzernzwecke ermittelte Operating Margin wird für 2025 mit Mio. EUR 4,1 und für 2026 mit Mio. EUR 1,9 geplant. Der Free Cashflow soll in 2025 Mio. EUR -104,9 und in 2026 Mio. EUR -15,1 betragen.

 

Köln, 15. Dezember 2025

Bull GmbH

Der Geschäftsführer

Dr. Martin Matzke

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