Taller Beteiligungs eGbR
Selbe AdresseWagniskapital-Beteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
C****** B****** W***** | 0.01% |
B****** R*** B***** | 0.01% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
5 Gesellschafter
GmbH-Struktur
4 von 5 angezeigt
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Taller GmbHWaldbronnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Bilanz zum 31. Dezember 2022AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2022
Anhang für das Geschäftsjahr 20221. Allgemeine AngabenDie Taller GmbH mit Sitz in Waldbronn ist beim Amtsgericht Mannheim unter der Registernummer HRB 360605 geführt. Die Taller GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB. Der Jahresabschluss der Gesellschaft ist unter Beachtung der allgemeinen Vorschriften der §§ 242 bis 256a HGB sowie der ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften erstellt worden. Die AdCapital AG, Waldbronn, ist mittelbar über die Berliner Elektro-Technik GmbH, mehrheitlich an der Taller GmbH beteiligt. Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB angewendet. Der Abschluss wurde in Euro aufgestellt. 2. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Bewertungsvorschriften wurden unter Berücksichtigung der Fortführung der Unternehmenstätigkeit beachtet. Die Finanzierung der Taller GmbH ist über eine Zusage einer Cash-Pool Linie der Muttergesellschaft AdCapital AG sichergestellt. Für nähere Ausführungen verweisen wir auf den Lagebericht. Im Einzelnen erfolgen wie im Vorjahr Bilanzierung und Bewertung nach folgenden Grundsätzen: Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden nicht aktiviert. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um die planmäßigen Abschreibungen, angesetzt. Die Normalabschreibungen werden nach der linearen Methode pro rata temporis vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Alle übrigen Vermögensgegenstände werden einzeln aktiviert und über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind mit ihren Anschaffungskosten zuzüglich Transportkosten, vermindert um Anschaffungspreisminderungen oder zu niedrigeren Wertansätzen angesetzt. Unfertige Erzeugnisse und Leistungen und Fertigerzeugnisse werden mit ihren Herstellungskosten bewertet. Diese beinhalten Material- und Fertigungseinzelkosten, Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie die Sondereinzelkosten der Fertigung. Die anteiligen Abschreibungen auf Fertigungsanlagen sowie Verwaltungskosten des Material- sowie Fertigungsbereiches sind ebenfalls in den Herstellungskosten enthalten. Bestandsrisiken werden durch angemessene Abwertungen im Rahmen von Gängigkeitsanalysen und Reichweitenabschlägen berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Erkennbaren Bonitätsrisiken ist im Einzelfall durch direkt abgesetzte Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen worden. Das allgemeine Kredit- und Ausfallrisiko wird durch eine pauschal ermittelte Wertberichtigung i. H. v. 1 % auf den nicht einzelwertberichtigten Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen berücksichtigt. Für die Pensionsrückstellungen wurde wie im Vorjahr unter Inanspruchnahme des Wahlrechts nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB die Individualberechnungsmethode zu Grunde gelegt. Die Bewertung erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mit der Projected Unit Credit Methode. Künftige Rentensteigerungen werden nicht berücksichtigt, da ein gleichbleibender Rentenbetrag vertraglich vereinbart ist. Die Rückstellung für Pensionen hat sich hauptsächlich durch die Veränderung des Zinssatzes für die Abzinsung verändert, aus diesem Grund hat sich die Rückstellung um 22 TEUR erhöht. Daraus ergab sich ein Aufwand im Pensionsaufwand in Höhe von 56 TEUR (Vorjahr 10 TEUR Ertrag) und ein Zinsertrag in Höhe von 34 TEUR (Vorjahr 15 TEUR). Die der Berechnung zugrunde gelegten Zinsfüße der deutschen Bundesbank werden nach Maßgabe einer durch Rechtsverordnung ermittelten und monatlich veröffentlichten Zinssatztabelle für eine angenommene Restlaufzeit von 5 Jahren (0,96%) angewendet. Als Rechnungsgrundlage wurden die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck herangezogen. Die sonstigen Rückstellungen werden nach den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe des voraussichtlich notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. Zum Bilanzstichtag werden Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten mit dem zum Stichtag geltenden Devisenkassamittelkurs angesetzt. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger wurden gemäß § 256a Abs. 2 HGB die §§ 253 Abs. 1 Satz 1 und § 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB nicht angewendet und somit die Umrechnung nach den Vorgaben des § 256a HGB vorgenommen. Allen am Bilanzstichtag bestehenden Risiken, soweit sie bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses erkennbar waren, ist durch Bildung ausreichender Rückstellungen und Wertberichtigungen Rechnung getragen. 3. Erläuterungen zur Bilanz3.1. AnlagevermögenDie Entwicklung des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt, der diesem Bericht als Anlage beigefügt ist. 3.2. Forderungen und sonstige VermögensgegenständeDie Restlaufzeiten der Forderungen setzen sich wie folgt zusammen:
3.3. EigenkapitalDas gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklage sind im Vergleich zum Vorjahr unverändert. 3.4. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche VerpflichtungenFür die Pensionszusage liegt Deckungsvermögen in Form einer Rückdeckungsversicherung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB vor. Insgesamt wurden Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 434 mit den Pensionsverpflichtungen verrechnet. In der Gewinn- und Verlustrechnung wurden Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 6 (einschließlich Zinsänderungseffekt) verrechnet. Der Buchwert des Deckungsvermögens entspricht dem beizulegenden Zeitwert. Eine Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 Satz 3 HGB ist daher nicht einschlägig. Der Unterschiedsbetrag, welcher sich aus der Aufzinsung der Rückstellung mit dem Zinssatz der vergangenen zehn Jahre und demjenigen der vergangenen sieben Jahre ergibt, beträgt 22.596 €. Der Unterschiedsbetrag unterliegt der Ausschüttungssperre, das heißt Gewinne dürfen nur ausgeschüttet werden, wenn die nach der Ausschüttung verbleibenden frei verfügbaren Rücklagen zuzüglich eines Gewinnvortrags und abzüglich eines Verlustvortrags mindestens diesem Unterschiedsbetrag entsprechen. Die Pensionsverpflichtungen bestehen gegenüber einem ehemaligen Gesellschafter-Geschäftsführer. 3.5. Sonstige RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Die Rückstellungen für Personalaufwendungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Prämien, Urlaubs- und Gleitzeitkontenguthaben. In den sonstigen Rückstellungen werden die Risiken aus ausstehenden Lieferantenrechnungen, Jahresabschlusskosten und ungewisse Verbindlichkeiten ausgewiesen. 3.6. VerbindlichkeitenDie Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten zeigen sich wie folgt:
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen UnternehmenBei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich u.a. um eine Darlehensverbindlichkeit in Höhe von TEUR 2.570 gegenüber der AdCapital AG. 4. Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung4.1. Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge betreffen im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 283 TEUR (Vorjahr 40 TEUR), Erstattung für einen Versicherungsschaden in Höhe von 17 TEUR (Vorjahr 6 TEUR) und Erträge aus Kursgewinnen in Höhe von 22 TEUR (Vorjahr 30 TEUR). 4.2. Sonstige betriebliche AufwendungenIn den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 10 (Vorjahr 16 TEUR) und Kursverluste in Höhe von 6 TEUR (Vorjahr 8 TEUR) enthalten. 4.3. ZinserträgeDie Zinsen und ähnliche Erträge enthalten Zinserträge aus der Aufzinsung von Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von TEUR 34 (Vorjahr 15 TEUR). 5. Sonstige AngabenGeschäftsführungDie Gesellschaft hat einen Geschäftsführer. Die Geschäftsführung der Taller GmbH setzt sich wie folgt zusammen: Herr Hubert Schnatterer, Villingen (bis 13.10.2022) Herrn Uwe Scherm, Krailling b. München (ab 13.10.2022 bis 27.01.2023) Frau Annemarie Wegmeth, Winnenden (ab 27.01.2023) Die Gesellschaft wird, wenn nur ein Geschäftsführer bestellt ist, durch diesen allein, wenn mehrere Geschäftsführer bestellt sind, durch zwei Geschäftsführer gemeinsam oder einem Geschäftsführer in Gemeinschaft mit einem Prokuristen vertreten. Die Geschäftsführer sind befugt, alle Geschäfte vorzunehmen, die der gewöhnliche Betrieb der Gesellschaft mit sich bringt. Die Angabe der Gesamtbezüge unterbleibt unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB. Mutterunternehmen/KonzernzugehörigkeitDie Gesellschaft steht mittelbar unter der einheitlichen Leitung der AdCapital AG, Waldbronn, und wird in den von ihr aufgestellten Konzernabschluss im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen. Der Konzernabschluss der AdCapital AG wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. MitarbeiterDie durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigen Mitarbeiter zeigt nachfolgende Übersicht:
Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle VerpflichtungenEs bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverträgen für Maschinen, maschinelle und andere Anlagen sowie BGA und KFZ zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 440 Die Fälligkeit der Beträge ergibt sich wie folgt:
Des Weiteren bestehen Bestellobligo aus kurzfristigen Materialbestellungen in Höhe von TEUR 4.536. NachtragsberichtWesentliche Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach dem Abschlussstichtag nicht ergeben. Weder im Beschaffungsmarkt noch im Absatzmarkt werden wesentliche Risiken, die den Bestand des Unternehmens gefährden könnten, gesehen. ErgebnisverwendungDas ausgewiesene Jahresergebnis von EUR -769.026,33 wird auf neue Rechnung vorgetragen.
Waldbronn, den 4. März 2024 Taller GmbH gez. Annemarie Wegmeth, Geschäftsführerin Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2022
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022Grundlagen der Gesellschaft1. Geschäfts- und RahmenbedingungenDie Taller GmbH vertreibt Steckerbrücken und OEM-spezifische Netzanschlusssysteme, die als Hybridteile (Kunststoff-Metall-Verbindungen) am Hauptfirmensitz in Waldbronn in Massenfertigung hergestellt und weltweit an die Kabelkonfektionierungsindustrie und OEM vertrieben werden. Die Nachfrage nach Steckerbrücken in den Zielmärkten von Taller hat sich seit Beginn der Corona Krise und auch im Verlauf des Jahrs 2022 nicht grundlegend verändert. Gleichwohl war der Geschäftsverlauf wechselhaft und von vielen Turbulenzen geprägt. Im ersten Halbjahr 2022 konnte der gleiche Umsatz wie im Vorjahr erzielt werden, obwohl die Umsätze im Januar und Februar deutlich niedriger lagen als im Vorjahr. Die Volatilität hat sich somit deutlich erhöht. Für diese Umsätze im ersten Halbjahr 2022 könnten jedoch auch Nachholeffekte aus dem Vorjahr eine Rolle gespielt haben: Im zweiten Halbjahr 2021 traten nämlich im Juli Überschwemmungen im Ahrtal auf, in deren Folge durch dort ansässige Betriebe wesentliche Teile der metallverarbeitenden Industrie durch abrupte Unterbrechung der Lieferketten in Mitleidenschaft gezogen wurden. Auch Taller war davon erheblich betroffen und musste Liefertermine verschieben. Dadurch war der Umsatz im zweiten Halbjahr 2021 deutlich geringer als im ersten (-24 %). Diese Rahmenbedingungen setzten sich leider im Berichtsjahr fort: Der Umsatz im zweiten Halbjahr 2022 konnte gegenüber Vorjahr zwar gesteigert werden (+7 %), dennoch war der Umsatz verglichen mit dem ersten Halbjahr wie im Vorjahr um fast 20 % niedriger. Gründe hierfür sind zum einen die Zurückhaltung bei den Kunden, die ihre Lagerbestände, die sie wegen der Lieferprobleme im Vorjahr angelegt hatten, im Geschäftsjahr reduzierten, zum anderen jedoch auch Ressourcenengpässe aufgrund fehlender Komponenten der OEMs. Hier kommen auch die Auswirkungen des Ukrainekriegs (Inflation, Rohstoffknappheit, unterbrochene Lieferketten) zum Tragen. Nach dem Boom bei der "Weißen Ware" in der Zeit der Corona-Krise ergibt sich nunmehr ein starker Einbruch, wodurch auch Taller stark beeinflusst wird. 2. ProduktentwicklungFür die wichtigsten Produkte und Produktgruppen werden zahlreiche Patente unterhalten. Produktneuentwicklungen werden ebenfalls patentrechtlich abgesichert. Weiterentwicklungen an bestehenden Produkten und Fertigungsprozessen im Steckerbrückenbereich verfolgen hauptsächlich das Ziel, Material- und Prozesskosten einzusparen und dem Kunden ideale Voraussetzungen bei der Weiterverarbeitung von Taller-Produkten bieten zu können. Für die Gewinnung von Neuprojekten außerhalb des Steckerbrückengeschäftes (vor allem Erich Jaeger, aber auch externe Kunden) werden die bei Taller vorhandenen Kenntnisse und Fähigkeiten intensiv genutzt; die (potenziellen) Kunden werden dahingehend beraten, dass die Produktionskosten möglichst gering sind unter Einhaltung der geforderten Qualität. WirtschaftsberichtDarstellung des Geschäftsverlaufs 2022Umsatz und AuftragsentwicklungDie Umsatzerlöse betrugen 19.250 TEUR (Vorjahr: 18.615 TEUR), was einer Verbesserung von ca. 3 % entspricht. Aufgrund des im Vergleich zum ersten Halbjahr schwachen Umsatzes in der zweiten Jahreshälfte (- 19 %) konnte der Umsatz nicht stärker gesteigert werden und lag deshalb auch unter dem für 2022 prognostizierten Wert. Der Auftragsbestand zum Bilanzstichtag ist von ca. 9,8 Mio. EUR zum 31.12.2021 auf ca. 6,8 Mio. EUR zum 31.12.2022 deutlich gesunken. Die Exportquote liegt bei 75 % (Vorjahr 77 %). ProduktionIm Geschäftsjahr 2022 wurden der Maschinenpark an das Produktportfolio angepasst, Zykluszeiten bei einigen Werkzeugen optimiert und die Maschinenzuführungen von Rohmaterial und Komponenten verbessert. Durch Umsetzung von "quick wins" wie bspw. der Beseitigung von Leckagen im Druckluftsystem konnte insbesondere im zweiten Halbjahr die Grundlage für deutliche Kostensenkungen gelegt werden. BeschaffungDie Gesellschaft beschafft ihre benötigten Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe vorwiegend von langjährigen Lieferanten mit hoher Liefertreue und Qualität. Durch das Hochwasserereignis bei Aurubis Stolberg im Jahre 2021 mussten jedoch innerhalb kürzester Zeit auch neue Lieferanten qualifiziert werden, um die notwendige Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Die Lieferzeiten für Rohmaterialien haben sich aber erst in Q4/22 wieder auf einem normalen Niveau eingependelt. Der Lieferantenpool für die Bandproduktion wurde durch die Übernahme diverser Bandlieferanten in Europa reduziert. Die Preissituation hat sich hier weiterhin verschärft, bedingt durch die nach wie vor hohen Energiepreise. Im Kunststoffbereich war ein Abwärtstrend bei den Einkaufspreisen zu erkennen. Die Ausnutzung dieses Trends ist jedoch aufgrund erhöhter Kosten der Validierung bei den Prüfstellen und bei den Kunden nicht ohne weiteres möglich. Auch bei den Einkaufspreisen der Hauptmessinglegierung MS58 ließ sich zum Ende des Jahres 2022 ein Abwärtstrend erkennen. Die Taller GmbH gibt alle Metallteuerungszuschläge an die Kunden weiter. InvestitionenIm Rahmen der notwendigen Erhaltung und Modernisierung der Betriebsausstattung und des Gebäudes wurden 2022 insgesamt Investitionen in Höhe von 757 TEUR getätigt (Vorjahr 199 TEUR). Ein wesentlicher Teil hiervon entfällt auf den Kauf von technischen Anlagen und Maschinen von einer Schwestergesellschaft. Somit fallen die noch im Jahr 2022 angefallenen Mietaufwendungen in Höhe für diese Anlagen im Jahr 2023 weg (siehe unten unter "Ertragslage"). MitarbeiterIm Jahr 2022 waren durchschnittlich 71 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 71 Mitarbeiter), wovon 54 gewerbliche und 17 angestellte Arbeitnehmer sind. Die Zahl der Auszubildenden liegt zum Stichtag bei 5 (Vorjahr: 8). Die Taller GmbH strebt weiterhin die erfolgreiche Rekrutierung ihres Personals aus selbst ausgebildeten Arbeitskräften für den gewerblichen Bereich an. SteuerungssystemDie wesentlichen Steuerungsfaktoren der Taller GmbH sind die Umsatzerlöse und das EBIT. 3. Lage der GesellschaftErtragslageDie Umsatzerlöse haben sich 2022 gegenüber 2021 um 634 TEUR (+3 %) erhöht. Der im März 2022 für das Gesamtjahr prognostizierte Umsatzanstieg von 7 % gegenüber Vorjahr konnte somit nicht erreicht werden. Die Materialeinsatzquote hat sich 2022 auf 65,6 % erhöht (Vorjahr 63,4 %). Gründe hierfür waren die Beschaffung sehr teurer Rohmaterialien im Drahtbereich, nach wie vor Auswirkungen der Flut im Jahr 2021 und die damit verbundenen längeren Lieferzeiten. Der Rohertrag reduziert sich deswegen von 9.572 TEUR im Jahr 2021 auf 7.122 TEUR im Jahr 2022. Die Personalkosten sind im Jahr 2022 mit 3.831 TEUR geringer als im Vorjahr (2021: 3.925 TEUR). Die Abschreibungen in Höhe von 210 TEUR liegen um ca. 273 TEUR unter dem Vorjahreswert. Grund für diese deutliche Reduktion ist der Verkauf der Immobilie Ende 2021 an die AdCapital AG. Darüber hinaus sind in diesem Zusammenhang Mietaufwendungen von ca. 253 TEUR (Vorjahr 375 TEUR) für über eine Schwestergesellschaft für Taller beschaffte Maschinen und Anlagen zu nennen. Diese Aufwendungen sind - wegen des Kaufs der Maschinen im 4. Quartal 2022 durch Taller - im Jahr 2023 weggefallen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhen sich um 121 TEUR auf 3.746 TEUR. Zu nennen sind hier insbesondere aus dem Sale-and-lease-back-Vertrag unseres Geschäftsgebäudes mit der AdCapital AG erstmals angefallenen Mietaufwendungen in Höhe von 520 TEUR sowie die Erhöhung der Energiekosten (+200 TEUR). Dagegen reduzierten sich u.a. die Rechts- und Beratungskosten (-168 TEUR) sowie die Miet- und Leasingkosten (-118 TEUR). Insgesamt schließt die Taller GmbH das Geschäftsjahr 2022 mit einem Betriebsergebnis (EBIT) von -664 TEUR ab (Vorjahr +1.538 TEUR). Das Ergebnis im Vorjahr war beeinflusst durch positive Effekte durch den Verkauf der Immobilie an die AdCapital AG in Höhe von 2.772 TEUR. Aufgrund des im Vergleich zur Prognose geringeren Umsatzes wurde das im März 2022 prognostizierte ausgeglichene EBIT für das Gesamtjahr 2022 nicht erreicht. Das Finanzergebnis erreichte mit -104 TEUR das Vorjahresniveau (2021: -104 TEUR). Der Jahresfehlbetrag beträgt 769 TEUR (Vorjahr Jahresüberschuss 1.369 TEUR). Vermögens- und FinanzlageHinsichtlich der wesentlichen Entwicklungen im Anlagevermögen und im Verbundbereich verweisen wir auf unsere vorgenannten Ausführungen. Die Vorräte haben sich zum Jahresende 2022 im Zusammenhang mit der höheren Gesamtleistung leicht von 4.435 TEUR zum 31.12.2021 auf 4.822 TEUR zum 31.12.2022 erhöht, insbesondere aber auch wegen der im Jahresverlauf stark angestiegenen Metallkurse. Bedingt durch den Jahresfehlbetrag von 769 TEUR stellt sich die Kapitalstruktur wie folgt dar:
Die Gesellschaft war im Berichtsjahr jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Sie verfügte zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 über liquide Mittel in Höhe von 36 TEUR (Vorjahr 9 TEUR). Die Finanzierung der Gesellschaft ist über zwei Intercompany Darlehen der Muttergesellschaft AdCapital AG (davon eines im Rahmen Cash Pool) abgedeckt. In Summe standen zum Berichtsjahresende 2.050 TEUR an verfügbaren Linien zur Verfügung, davon ausgenutzt 1.601 TEUR. Die Inanspruchnahme der Cash-Pool-Linie bei der BW-Bank und die Nutzung eines Intercompany Darlehens bei Erich Jaeger (nur 2021) bzw. bei der AdCapital AG beliefen sich zusammen zum Bilanzstichtag auf 4.171 TEUR (Vorjahr 2.387 TEUR). Prognose-, Chancen- und Risikobericht4. RisikoberichtIm Rahmen des Risikomanagementsystems der Konzernobergesellschaft AdCapital AG werden regelmäßig die einzelnen Risiken der Taller GmbH identifiziert, bewertet und überwacht. Im vorliegenden Jahresabschluss wurden alle uns bis dato bekannte Risiken bezüglich der Werthaltigkeit der Vorräte und den Folgewirkungen von Produktausläufen berücksichtigt. Der hohen Volatilität des Beschaffungsmarktes wird durch die Weitergabe von Metallpreisveränderungen in Form von Metallteuerungszuschlägen an die Abnehmer entgegengewirkt. Hierbei werden in der überwiegenden Zahl der Geschäftsbeziehungen die den Kundenbestellmengen zugrundeliegenden Metallanteile tagesaktuell beim Messinglieferanten eingedeckt und somit der an diesem Tag gültige Messingpreis gesichert. Diese Metallpreissicherung wird dann zum Zeitpunkt der Bestellausführung in Form des Metallteuerungszuschlags (MTZ) an den Kunden weiterberechnet. Damit ist die Taller GmbH bei der Beschaffung von Messing und anderen börsennotierten Metalllegierungen in der Regel keinen wesentlichen Preisrisiken ausgesetzt. Potenziellen Ausfallrisiken von Kundenforderungen wird durch eine eigene Kreditwürdigkeitsprüfung sowie durch den Einsatz von Warenkreditversicherungen Rechnung getragen. Als Liquiditätsrisiko verstehen wir das Risiko, unseren Zahlungsverpflichtungen nicht beziehungsweise nicht termingerecht nachkommen zu können. Durch die zur Verfügung gestellte Cash-Pool-Linie und ein Darlehen von der mittelbaren Gesellschafterin AdCapital AG konnten wir unsere Zahlungsverpflichtungen im Jahr 2022 jederzeit erfüllen. Die Cash-Pool-Linie der Taller GmbH bei der AdCapital AG wird - im Rahmen der der AdCapital AG insgesamt zur Verfügung stehenden Cash-Pool-Linien - im Bedarfsfall angepasst. Somit wird die Zahlungsfähigkeit der Taller GmbH in den Jahren 2023 und 2024 sichergestellt sein. Wegen der schlechten Umsatzentwicklung im Jahr 2023 und der daraus resultierenden negativen Ergebnisse hat die mittelbare Gesellschafterin AdCapital AG im August 2023 auf Darlehen an Taller in Höhe von 2,0 Mio. EUR verzichtet (mit Besserungsschein). Hierdurch wurde das Eigenkapital der Taller gestärkt. In geringem Umfang werden Rohstoffe in USD eingekauft, die das Risiko von währungsbedingten Verlusten beinhalten. 5. ChancenberichtTrotz des im Jahr 2023 noch weiter reduzierten Umsatzniveaus sind wir optimistisch, dass dieser Einbruch mittelfristig reduziert, wenn nicht sogar aufgeholt werden kann. Hier zeigen sich dann erste Effekte des (Wieder-)Aufbaus eines Vertriebes und der Einbindung von Taller in die Produktionsstrategie der AdCapital AG. Denn Ende 2022 wurde die bisherige, eher passive Strategie der AdCapital AG hinsichtlich Taller grundlegend überarbeitet: die vorhandenen Stärken von Taller sollen genutzt werden, die sich jeweils bietenden Chancen zu ergreifen. Die Produktionskompetenz von Taller im Spritzguss, der Metallverarbeitung und Automatisierung im Bereich Hybridteile wird im Rahmen der Produktionsstrategie der AdCapital AG eingesetzt, um aus einem Leitwerk in Deutschland heraus starke Impulse und Standards für die weltweiten Werke der Erich Jaeger Gruppe zu setzen und somit neben dem Geschäftsmodell Steckerbrücken ein weiteres Standbein zu schaffen. Neben dem bisherigen Geschäft der Taller wird dieser Bereich mittelfristig einen substanziellen Beitrag zu Umsatz und Ertrag leisten. Aus Sicht AdCapital soll durch Insourcing bzw. Optimierung der Produktionsstandorte der verschiedenen AdCapital-Tochtergesellschaften eine Kostensenkung erzielt werden. Die Taller GmbH spielt bei den Überlegungen der AdCapital AG eine zentrale Rolle, weswegen die Taller von der AdCapital AG unterstützt wird bei den aktuell bestehenden bzw. den sich eventuell noch abzeichnenden Problemen bei Liquidität und Eigenkapital. Aufgrund dieser stärkeren finanziellen und strategischen Unterstützung durch die AdCapital AG sehen wir die Möglichkeit, die Chancen, die sich Taller aufgrund der aktuell sehr turbulenten und volatilen Zeiten bieten, ausnutzen zu können. 6. PrognoseberichtIm Jahr 2023 sahen wir eine deutliche negative konjunkturelle Eintrübung in der europäischen Kabelkonfektionierungsindustrie. Da die Verlässlichkeit der weltweiten Lieferketten sich wieder erhöht hat, besteht die Gefahr, dass Kunden verstärkt ihre Produkte wieder aus Asien beziehen. Für Taller selbst ist Asien wegen der Kosten, aber auch wegen der langen Lieferzeiten weiterhin kein Zielmarkt. Gegen Ende des Jahres 2023 ergab sich jedoch ein deutliches Wachstum beim Auftragseingang bei Taller - mittelfristig gehen wir deshalb davon aus, dass Taller die Verlustzone verlassen wird. Für 2023 ergibt sich auf Basis der vorläufigen, ungeprüften Zahlen ein Rückgang der Umsätze gegenüber Vorjahr um fast 50 %. Dies zieht ein negatives EBIT nach sich, trotz des positiven Effekts aus dem Darlehensverzicht zur Stärkung des Eigenkapitals. Gemäß der im Herbst 2023 für das Jahr 2024 erstellten Planung sehen wir es als umsetzbar an, im Jahr 2024 den Umsatz um rund 40 % gegenüber 2023 zu steigern, da sich seit Herbst 2023 der Auftragseingang gegenüber den vorhergehenden Monaten deutlich erhöht hat. Trotz des starken Umsatzwachstum wird der Wert aus 2022 im Jahr 2024 aber noch nicht wieder erreicht werden. Im Jahr 2024 wird gemäß Planung ein leicht positives EBIT erzielt werden können. Aufgrund der starken Unterstützung durch die AdCapital AG sehen wir es als realistisch an, die anstehenden Probleme zu meistern. Durch den Aufbau eines Vertriebs und die Erweiterung des Produktportfolios (insbesondere auch durch Teile von Erich Jaeger) wird sich Taller in absehbarer Zeit auf einen langfristigen Wachstumspfad begeben. Der Lagebericht enthält zukunftsorientierte Informationen und Erwartungen, d.h. Aussagen über geplante, in die Zukunft gerichtete Vorgänge. Diese in die Zukunft gerichteten Formulierungen sind umschrieben mit z. B. "geplant", "voraussichtlich", "erwartet" oder ähnlichen Umschreibungen. Diese Formulierungen basieren auf dem heutigen Kenntnis- und Wissensstand und bestimmten Planungsprämissen. Sie bergen deshalb eine Reihe von Risiken und Unsicherheiten, die zu einem nicht unerheblichen Teil außerhalb der Einflusssphäre des Unternehmens liegen und daher zu Abweichungen von den tatsächlichen Ergebnissen führen können.
Waldbronn, den 4. März 2024 Taller GmbH Annemarie Wegmeth, Geschäftsführerin BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Taller GmbH, WaldbronnPrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der Taller GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie den Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Taller GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 4. März 2024 Baker Tilly GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (Düsseldorf) Peter Schill, Wirtschaftsprüfer Jürgen Bechtold, Wirtschaftsprüfer |
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