Gebäudegesellschaft Braubachstraße eGbR
Selbe AdresseBauträger für Wohngebäude
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Meike Knops seit 22.11.2024 | Geschäftsführer |
Oliver Schlimm seit 2.2.2018 | Prokura |
Silvia Lena seit 3.5.2006 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 70.00% | |
Buchhändlerische Landesverbände Beteiligungsverwaltung GbR | 30.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
MVB GmbHFrankfurt am MainJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023AKTIVA
PASSIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1.1. BIS ZUM 31.12.2023
ANHANG 2023I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss MVB GmbH (MVB) hat ihren Sitz in Frankfurt am Main und ist dort beim Amtsgericht im Handelsregister unter der Nummer HR 9240 seit dem 16. November 1948 eingetragen. Der Jahresabschluss von MVB zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches, des GmbH-Gesetzes sowie nach den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Das Gliederungsschema für die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den §§ 266 und 275 des Handelsgesetzbuches. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren. Am 16. Oktober 2019 haben MVB und die Börsenverein des Deutschen Buchhandels Beteiligungsgesellschaft mbH (BBG) einen Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen. In der Gesellschafterversammlung vom 30. Oktober 2019 haben die Gesellschafter dem Abschluss zugestimmt. Die Eintragung im Handelsregister erfolgte am 6. Dezember 2019. II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten nach Abzug erforderlicher Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden linear und degressiv über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 3 bis 13 Jahren vorgenommen. Die Gesellschaft hat zum Bilanzstichtag selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände nach § 248 (2) Satz 1 HGB aktiviert. Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 250,00 werden sofort als Aufwand erfasst. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten zwischen EUR 250,00 und EUR 800,00 werden im Jahr der Anschaffung sofort abgeschrieben und als Abgang ausgewiesen. Der Ansatz der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. zu dem am Bilanzstichtag aufgrund dauerhafter Wertminderung beizulegenden niedrigeren Wert. Vorräte werden mit den einzeln festgestellten Anschaffungskosten bzw. mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie Wertpapiere werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind alle erkennbaren Risiken durch entsprechende Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen gebildet. Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller Gläubiger entzogen sind und ausschließlich zur Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen, die gegenüber Arbeitnehmern eingegangen wurden, wurden mit diesen Schulden saldiert. Der Ansatz des Kassenbestandes sowie der Guthaben bei Kreditinstituten erfolgt zum Nennwert. Die Pensionsrückstellungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung eines Rechnungszinsfußes von 1,83 % (Vorjahr: 1,78 %) und unter Berücksichtigung zukünftiger Gehaltssteigerungen mit dem nach der "Projected-Unit-Credit-Methode" ermittelten versicherungsmathematischen Barwert der Pensionsverpflichtungen bewertet. Den Berechnungen liegen die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde. Der Rententrend wurde mit 2,0 % p. a. und die Fluktuation wurde mit 0,91 % p. a. für die allgemeinen Zusagen und mit 0,0 % p. a. für die Sonderverpflichtungen im Rahmen der Bewertung berücksichtigt. Im Frühjahr 2016 hat der Gesetzgeber die Bewertung von Pensionsrückstellungen neu geregelt. Erstmals für das Geschäftsjahr 2016 sind Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen nicht mehr mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ergibt, sondern mit dem Marktzinssatz, der sich aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren ergibt, abzuzinsen. Die veränderte Bewertung der Pensionsrückstellungen ist mit einem deutlich geringeren Aufwand oder sogar Ertrag aus der Bewertung der Pensionsrückstellungen verbunden gewesen. Die höheren Gewinne des Jahres 2016 sowie der Folgejahre gehen einher mit einer Ausschüttungssperre, die in § 253 Abs. 6 HGB geregelt ist. Der Zinsaufwand für die Pensionsrückstellungen beträgt im Geschäftsjahr 2023 insgesamt TEUR 45 (Vorjahr: TEUR 73). Erstmalig ergab sich seit 2016 wieder ein Zinsertrag aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 13 (Vorjahr: Zinsaufwand TEUR 25). Die höheren Gewinne des Jahres 2016 sowie der Folgejahre gehen einher mit einer Ausschüttungssperre, die in § 253 Abs. 6 HGB geregelt ist. Demnach darf der Unterschied aus der Bewertung auf Basis des Sieben-Jahres-Durchschnittszinssatzes und auf Basis des Zehn-Jahres-Durchschnittszinssatzes nicht ausgeschüttet werden, sofern die frei verfügbaren Rücklagen zuzüglich des Gewinnvortrags und abzüglich des Verlustvortrags dem Unterschiedsbetrag nicht mindestens entsprechen. Der Ausschüttungssperre unterliegt zum 31. Dezember 2023 ein Gesamtbetrag von TEUR 21. Zur Bewertung von Ansprüchen aus Rückdeckungsversicherungen wurde das Erfüllungsbetragsverfahren unter Anwendung des Passivprimats gemäß IDW RH FAB 1.021 i. V. m. DAV/IVS-Ergebnisbericht vom 26. April 2022 erstmalig angesetzt. Daraus ergibt sich im laufenden Geschäftsjahr erstmalig auch eine unwesentliche Verzinsung der Aktivwerte aus den Rückdeckungsversicherungen. Die Bewertung der Altersteilzeitverpflichtungen erfolgt für die Handelsbilanz nach den Grundsätzen des IDW RS HFA 3 und auf Basis des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes. Bei der Bewertung nach der IDW-Stellungnahme ist für den Erfüllungsrückstand eine Abzinsung mit einem fristadäquaten Marktzins vorzunehmen, sofern die Laufzeit der Verpflichtung am Bilanzstichtag zwölf Monate oder mehr beträgt. Nach dem BilMoG ist hierfür der durchschnittliche Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre anzusetzen. Sofern biometrische Einflussfaktoren zu berücksichtigen waren, wurden die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Der Rechnungszinssatz wurde mit 1,75 % (Vorjahr: 1,44 %) und der Gehaltstrend unverändert mit 2,0 % berücksichtigt. Hinsichtlich der Sozialabgaben wurden die gesetzlichen Bemessungsgrößen zu Grunde gelegt. Die Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung eines Rechnungszinsfußes von 1,75 % (Vorjahr: 1,44 %) mit dem nach der "Projected-Unit-Credit-Methode" ermittelten versicherungsmathematischen Barwert der Pensionsverpflichtungen bewertet. Den Berechnungen liegen die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde. Die Fluktuation wurde mit 6,09 % (Vorjahr: 6,09 %) und der Gehaltstrend mit 2,0 % p. a. im Rahmen der Bewertung berücksichtigt. Wie im Vorjahr, ergab sich wieder ein Zinsertrag aus der Abzinsung der Altersteilzeit- und Jubiläumsrückstellungen in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 1). Durch den Abschluss des Ergebnisabführungsvertrages mit der BBG am 16. Oktober 2019 wurde ab dem Geschäftsjahr 2019 eine ertragsteuerliche Organschaft begründet. Rückstellungen für Ertragsteuern von MVB werden von der Organträgerin BBG gebildet und entrichtet. Steuerumlagen wurden nicht vereinbart. Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle am Bilanzstichtag drohenden Verluste und ungewisse Verbindlichkeiten abzudecken. Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen ausgewiesen. Für Fremdwährungsbeträge bei Vermögensgegenständen und Schulden sowie der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt die Umrechnung grundsätzlich zum Kurs am Tag der Einbuchung. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs in Abhängigkeit der zum Bilanzstichtag bestehenden Laufzeit bewertet. III. Angaben zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen. Im Geschäftsjahr 2022 hat MVB von dem Aktivierungswahlrecht nach § 248 (2) Satz 1 HGB Gebrauch gemacht und ein selbst geschaffenes immaterielles Wirtschaftsgut in Höhe von TEUR 85 aktiviert. Hierbei handelt es sich um Entwicklungskosten für die Teleordering-Plattform. Im laufenden Geschäftsjahr gab es weitere Entwicklungskosten für Teleordering in Höhe von TEUR 163. Dies wurde im Jahr 2023 fertiggestellt und dann an die Tochtergesellschaft MVB UK lizenziert. Gemäß § 268 (8) HGB unterliegt dieser Betrag nur dann einer Ausschüttungssperre, sofern die vorhandenen Gewinnrücklagen und der Gewinnvortrag nicht ausreichen, diesen Betrag auszugleichen. Unter Anzahlungen auf immat. Vermögensgegenstände werden die Entwicklungskosten für das selbst geschaffene immaterielle Wirtschaftsgut ISNI TEUR 15 und für die Implementierung des knk-Projektes von TEUR 302 ausgewiesen. Die Beteiligung in Höhe von 20,0 % an der GBS wurde zum 31. Dezember 2009 in Höhe der Pflichteinlage von EUR 2,0 Mio. aktiviert. Die Einlagen wurden in voller Höhe erbracht. Nach dem Ausscheiden des Mitgesellschafters Frankfurter Buchmesse GmbH (FBM) zum 30. November 2020 hält MVB 25,0 % der Geschäftsanteile an der GBS. MVB und FBM halten jeweils 50,0 % an MVB Brasil. In den Geschäftsjahren 2017 bis 2019 wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf die Beteiligung an der MVB Brasil in Höhe von insgesamt TEUR 601 auf den Erinnerungswert von EUR 1 vorgenommen. Mit Gesellschafterbeschluss vom 15. Juli 2020 hat die Gesellschaft ihren Namen von Metabooks Brasil Ltda. in MVB Brasil Ltda. geändert. MVB hält 74,9 % der Geschäftsanteile an MVB AMERICA LATINA (MVB AL). Aufgrund des Anlaufverlustes sowie den schwierigen Bedingungen des mexikanischen Buchmarkts, hauptsächlich bedingt durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie, wurde in den Jahren 2020 bis 2022 außerplanmäßige Abschreibungen auf den Beteiligungsansatz in Höhe von TEUR 586 auf einen Erinnerungswert von EUR 2 vorgenommen. Dieser wurde im Jahr 2023 unverändert fortgeführt. Zum 1. Juli 2017 erwarb die MVB US, Inc. (MVB US), eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von MVB die Bestellsysteme Pubnet und Pubeasy von der US-amerikanischen National Purchase Diary (NPD) Group. Unter den Finanzanlagen wird der Beteiligungsansatz mit Anschaffungskosten in Höhe von TEUR 979 (USD 1,1 Mio.) sowie die Ausleihungen an die amerikanische Tochtergesellschaft mit Anschaffungskosten in Höhe von TEUR 150 (Vorjahr: TEUR 550) ausgewiesen. Am 31. Januar 2022 wurde die MVB BOOKS UK LTD. (MVB UK) von MVB GmbH gegründet. Zuvor hatte der Aufsichtsrat der BBG der Gründung mit einem Kapital von (umgerechnet) bis zu EUR 4,2 Mio. und zum Abschluss eines Kaufvertrages (asset deal) über die Bestellsysteme "BookNet, Pubeasy UK und Teleordering Assets UK" zum Kaufpreis von bis zu USD 4,5 Mio. zugestimmt. Die Gründungskosten von EUR 121,80 sind als Beteiligungswert ausgewiesen. Zum 28. Februar 2022 erwarb die MVB UK die Bestellsysteme von der US-amerikanischen Gesellschaft Nielsen BookData. Zur Finanzierung des Kaufpreises hat MVB UK von MVB ein Darlehen in Höhe von TEUR 3.846 erhalten, das als Ausleihungen an verbundene Unternehmen ausgewiesen ist. Nach Tilgungen im Berichtsjahr in Höhe von TEUR 546 beträgt dieses Darlehen zum 31. Dezember 2023 TEUR 3.300. Umlaufvermögen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen im Geschäftsjahr 2023 im Wesentlichen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Im Geschäftsjahr 2023 werden unter den sonstigen Vermögensgegenständen Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen vor Saldierung in Höhe von TEUR 209 (Zeitwert: TEUR 209) ausgewiesen. Von dem Gesamtbetrag wurden Rückdeckungsversicherungen in Höhe von TEUR 91 (Zeitwert: TEUR 91) mit Pensionsverpflichtungen saldiert. Steuerrückstellungen Während der ertragsteuerlichen Organschaft werden die Ertragsteuern und latenten Steuern der Organgesellschaft auf Ebene des Organträgers BBG adressiert. Sonstige Rückstellungen In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für Prämien und Gehälter mit TEUR 412 (Vorjahr: TEUR 336), sonstige Personalkosten mit TEUR 214 (Vorjahr: TEUR 131), Jubiläumsverpflichtungen mit TEUR 157 (Vorjahr: TEUR 169), Altersteilzeitverpflichtung (saldiert) mit TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 14), Rechts- und Beratungskosten mit TEUR 126 (Vorjahr: TEUR 124), Archivierungskosten mit TEUR 67 (Vorjahr: TEUR 70), ausstehende Rechnungen mit TEUR 48 (Vorjahr: TEUR 40) sowie für die Einlösungsverpflichtung aus dem Buchschenkservice und ISBN-A mit TEUR 381 (Vorjahr: TEUR 329) enthalten. Verbindlichkeiten MVB hat am 31. Januar 2022 einen Darlehensvertrag mit der Sparkasse Odenwaldkreis über EUR 4,0 Mio. unterschrieben. Die Laufzeit beträgt 10 Jahre und der Zinssatz 1,63 % p. a. Das Darlehen wurde an die MVB UK zur Refinanzierung des Kaufpreises für die Bestellsysteme, BookNet, Pubeasy UK und Teleordering von der US-amerikanischen Gesellschaft Nielsen BookData weitergereicht. Die Auszahlung des Darlehens erfolgte in vier Tranchen, jeweils über TEUR 1.000 am 3. Mai 2022, am 18. Juli 2022, am 22. August 2022 und am 27. September 2022. Als Sicherheit wurde zu Lasten des BöV und der Gebäudegesellschaft "Haus des Buches" Leipzig GbR (HdB Leipzig) als Erbbauberechtigte eine bestehende Grundschuld in Höhe von EUR 19 Mio. im Erbbaugrundbuch von Leipzig reaktiviert. Dafür erhalten der BöV und HdB Leipzig eine jährliche Avalprovision in Höhe von 1,5 % (davon 65 % BöV und 35 % HdB Leipzig) auf die laufenden Kreditverbindlichkeiten. Unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Darlehensverbindlichkeiten gegenüber der FBM in Höhe von TEUR 1.200 enthalten. Am 8. Dezember 2022 wurde ein Darlehensvertrag über TEUR 1.000 zwischen BBG und MVB unterzeichnet. Das Darlehen war bis zum 31. März 2023 befristet. Das Darlehen wurde am 2. März 2023 einschließlich Zinsen vollständig getilgt. Ferner werden unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von TEUR 415 (Vorjahr: TEUR 53) aufgrund des abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrages vom 16. Oktober 2019 ausgewiesen. Die Laufzeiten sind dem folgenden Verbindlichkeiten Spiegel zu entnehmen:
Passiver Rechnungsabgrenzungsposten Die Gesellschaft hat insbesondere jahresübergreifende Vorauszahlungen ihrer Kundinnen und Kunden für Abonnements erhalten. Haftungsverhältnisse Zum Bilanzstichtag besteht ein Haftungsverhältnis gemäß § 251 HGB aus einer möglichen gesamtschuldnerischen Haftung für Verbindlichkeiten des verbundenen Unternehmens, der GBS, bei dem MVB eine Stellung als persönlich haftende Gesellschafterin bekleidet. Die Rückstellungen und Verbindlichkeiten der GBS belaufen sich zum 31. Dezember 2023 auf TEUR 8.132 (Vorjahr: TEUR 8.780). Aufgrund der Ertrags- und Liquiditätslage der Gesellschaft ist mit einer Inanspruchnahme aus dem oben genannten Haftungsverhältnis nicht zu rechnen.
IV. Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Der Jahresüberschuss beinhaltet periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen TEUR 77 (Vorjahr: TEUR 197), Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen TEUR 15 (Vorjahr: TEUR 214) und aus sonstigen Erträgen TEUR 30 (Vorjahr: TEUR 9), sowie periodenfremde Aufwendungen aus Forderungsverlusten TEUR 79 (Vorjahr: TEUR 41) und aus sonstigen Aufwendungen TEUR 12 (Vorjahr: TEUR 1). Weiterhin beinhaltet das Jahresergebnis vor Gewinnabführung Spenden für gemeinnützige Zwecke in Höhe von TEUR 21 (Vorjahr: TEUR 19). Im laufenden Geschäftsjahr wurden Erträge aus der Beteiligung GBS in Höhe von TEUR 57 (Vorjahr: TEUR 85) erzielt. Aus der Gewinnausschüttung der Tochtergesellschaft MVB US hat MVB einen Betrag von TEUR 549 erhalten. Im laufenden Geschäftsjahr ergeben sich Zinserträge aus Rückdeckungsversicherungen in Höhe von TEUR 5. Diese wurden mit dem Zinsaufwand aus Rückdeckungsversicherungen in Höhe von TEUR 2 saldiert. Der laufende Zinsaufwand aus der Aufzinsung für die Pensionsrückstellungen beträgt im Geschäftsjahr 2023 TEUR 45 (Vorjahr: TEUR 48). Im Frühjahr 2016 hat der Gesetzgeber die Bewertung von Pensionsrückstellungen neu geregelt. Erstmals für das Geschäftsjahr 2016 sind Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen nicht mehr mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ergibt, sondern mit dem Marktzinssatz, der sich aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren ergibt, abzuzinsen. Im laufenden Jahr ergibt sich daraus erstmals ein Zinsertrag in Höhe von TEUR 13 gegenüber (Vorjahr: Zinsaufwand TEUR 25). Der Zinsaufwand aus der Aufzinsung für die Jubiläumsrückstellungen beträgt im Geschäftsjahr 2023 TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 2). Aus der Veränderung des Rechnungszinsfußes ergibt sich ein Zinsertrag in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 1). Der Zinsaufwand aus der Aufzinsung für die Altersteilzeitrückstellungen beträgt im Geschäftsjahr 2023 TEUR 0,2 (Vorjahr: TEUR 1). Aus der Veränderung des Rechnungszinsfußes ergibt sich ein Zinsertrag in Höhe von EUR 55 (Vorjahr: EUR 13). V. Nachtragsbericht Ereignisse nach dem Bilanzstichtag: Gemeinsam mit dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels startet das Bildungsministerium (MBJS) die Sonderaktion "Lesen ist Leben". Insgesamt 889 Schulen im Land Brandenburg erhalten sogenannte Bücherschecks im Wert von insgesamt knapp drei Millionen Euro. Mit dieser einzigartigen Aktion unterstützt das MBJS die bisher schon in Brandenburg eingeführten Maßnahmen zur Stärkung der Lesekompetenz bei Schülerinnen und Schülern. Das Projekt wird im Geschäftsjahr 2024 umgesetzt. VI. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen: Aus Leasing-, Miet- und Wartungsverträgen ergeben sich für die Gesellschaft zum Bilanzstichtag insgesamt sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von jährlich TEUR 1.614 (Vorjahr: TEUR 1.574). Diese bestehen in Höhe von jährlich TEUR 625 gegenüber einem verbundenen Unternehmen aus den Verträgen für Miete und Mobiliarnutzung für den Geschäftssitz. Organe der Gesellschaft:
Wegen der Angabe der Gesamtbezüge wird auf § 286 Abs. 4 HGB verwiesen. Die Gesamtbezüge der ehemaligen Geschäftsführer und ihrer Hinterbliebenen beliefen sich auf TEUR 87 (Vorjahr: TEUR 82). Die Rückstellung für die Pensionsansprüche dieser Personengruppe valutiert zum Jahresende mit TEUR 1.103 (Vorjahr: TEUR 1.145). Aufsichtsrat Die alleinige Gesellschafterin BBG verfügt über einen Aufsichtsrat. Dieser Aufsichtsrat überwacht auch MVB. Belegschaft Im Jahresdurchschnitt (§ 267 Abs. 5 HGB) waren 135,8 Angestellte (Vorjahr: 132,8) bei der Gesellschaft beschäftigt (ohne Geschäftsführung, Auszubildende und Aushilfen). Davon sind 8 leitende Angestellte (Vorjahr: 8). Die Gesellschaft beschäftigt wie im Vorjahr keine gewerblichen Arbeitnehmer. Anteilsbesitz: Folgende unmittelbare Anteile an anderen Unternehmen i. S. v. § 285 Ziff. 11 HGB wurden im Geschäftsjahr gehalten:
1) Angaben aus dem geprüften
Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022
Konzernabschluss Die BBG stellt nach § 290 HGB einen Konzernabschluss auf, der im Bundesanzeiger offengelegt und in den MVB einbezogen wird. Die Gesellschaft ist gemäß § 293 Abs. 1 HGB von der Pflicht, einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht aufzustellen, befreit. ErgebnisverwendungsvorschlagMit Abschluss des Ergebnisabführungsvertrages vom 16. Oktober 2019 zwischen MVB und BBG wird das Jahresergebnis vollständig in Höhe von TEUR 415 an den Organträger BBG abgeführt.
Frankfurt am Main, 15. März 2024 Ronald Schild LAGEBERICHT 2023I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Der Technologie- und Informationsanbieter MVB GmbH (MVB) macht Bücher sichtbar. Zentrale Plattformen auf Basis internationaler Metadatenstandards ermöglichen Verlagen und Buchhandlungen im In- und Ausland die erfolgreiche und effiziente Vermarktung ihrer Titel. Redaktionelle und werbliche Formate sowie der persönliche Austausch bei Netzwerkveranstaltungen geben Orientierung in den verschiedenen Buchmärkten. Im engen Austausch mit Kunden und Marktteilnehmern aus allen Bereichen der Buchbranche arbeiten die Teams an den Standorten in Frankfurt am Main, Mexiko-Stadt, New York, Säo Paulo und London fortlaufend an innovativen Infrastrukturlösungen für den Buchhandel der Zukunft. Der im Jahr 2023 umsatzstärkste Bereich von MVB war der Geschäftsbereich Digital. Zu seinen Produkten zählen das Verzeichnis Lieferbarer Bücher (VLB) mit seiner öffentlichen Rechercheplattform buchhandel.de, VLB-TIX, das Bestellsystem IBU und der Zeitschriften-Informations-Service (ZIS) sowie die Dienstleistungen des Bücherschecks. Weiterhin gehört zu diesem Bereich die deutsche ISBN-Agentur. Der zweitstärkste Bereich 2023 war der Geschäftsbereich Medien. An Produkten beinhaltet der Fachbereich das Fachmagazin "Börsenblatt" sowohl Print als auch Online, das Kundenmagazin "Buchjournal" sowohl Print als auch Online, die Fachzeitschrift "Aus dem Antiquariat" sowie weitere Verlagsprodukte wie beispielsweise die Reden zum Friedenspreis des Deutschen Buchhandels, die Leseproben zum Deutschen Buchpreis und das Nachschlagewerk "Buch und Buchhandel in Zahlen" sowie die Gemeinschaftspräsentation Livro zu den Buchmessen in Frankfurt und Leipzig. Das Adressbuch für den deutschsprachigen Buchhandel (ADB) ist seit 2023 Teil des Geschäftsbereiches Medien, zuvor gehörte es zum Bereich Digital. Der Geschäftsbereich International verantwortet die vier ausländischen Tochtergesellschaften MVB US Inc., (MVB US), MVB Brasil Ltda. (MVB Brasil), MVB América Latina S. A. de C. V. (MVB AL) und MVB Books UK Ltd. (MVB UK). Zu den dort vertriebenen Produkten gehören zum einen die Bestellplattformen für die Buchbranche Pubnet, Pubeasy, Teleordering und BookNet, zum anderen wird mit Metabooks eine Metadatenbank basierend auf dem VLB angeboten. 2. Entwicklung neuer Geschäftsmodelle und Produkte Alle digitalen Produkte von MVB unterliegen einem kontinuierlichen Weiterentwicklungsprozess, um durch die Anpassung an die neuesten Technologien die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und das Serviceangebot auszuweiten. Auf das sich ständig ändernde Marktumfeld reagiert MVB, indem zum einen ein Fokus auf die bestehenden Produkte und deren Erweiterungen gelegt wird. Zum anderen sollen die Internationalisierung mit den skalierbaren IT-Produkten VLB und VLB-TIX sowie Pubeasy und Pubnet vorangetrieben und neue Märkte erschlossen werden. Bei VLB-TIX wurde das Inhousing-Projekt wie geplant Anfang des zweiten Quartals 2023 abgeschlossen und die Verlage als letzte Nutzergruppe auf das Neusystem umgezogen. VLB-TIX steht seitdem der gesamten Branche performant und stabil zur Verfügung. Mit dem Inhousing von VLB-TIX wurde zudem der Grundstein gelegt, um zukünftig Synergien zwischen VLB und VLB-TIX bestmöglich zu nutzen, da beide Produkte jetzt auf der gleichen technologischen Plattform betrieben werden. Beim VLB lag der Schwerpunkt der Entwicklungsarbeiten 2023 weiterhin auf der technischen Modernisierung, insbesondere im Frontend-Bereich. Der gesamte Meldebereich für Verlage wurde auf eine moderne Technologie umgestellt und die Erweiterung auf zusätzliche Felder, insbesondere für ONIX 3, vorbereitet. Das erneuerte Meldeformular wird im ersten Halbjahr 2024 für die Nutzer und Nutzerinnen im DACH-Bereich produktiv geschaltet und anschließend auch auf Metabooks in Brasilien und Mexiko ausgerollt. Durch ein Gerichtsurteil des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main im November 2023 1 wurde der Status des VLB als Referenzdatenbank für gebundene Ladenpreise erneut gestärkt. Dem Projekt "Lesemotive" liegt die "Quo vadis?"-Studie des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels (BöV) zugrunde, welche belegt hat, dass dem deutschen Buchmarkt viele Käuferinnen und Käufer verloren gehen. Die Implementierung der Lesemotive bewirkten beim VLB einen starken Imagegewinn im Handel. Hierzu hat vor allem die erfolgreiche Feldstudie der LG Buch 2 beigetragen, die belegte, dass eine Sortimentsausrichtung an den Lesemotiven zu einer besseren Orientierung in den Läden und höheren Umsätzen führt. Zudem sind die Lesemotive 2023 in METIS, dem Marktforschungstool von Media Control, integriert worden, so dass ab 2024 erweiterte Auswertungen für Handel und Verlage möglich sind. 2023 wurde das Thema "eindeutige Urheberidentifikation" durch ISNI, GND und ORCID vorangetrieben und ein Registrierungsservice für ISNI selbst entwickelt, der im 1. Halbjahr 2024 live gehen wird. In enger Kooperation mit der VG Wort und der DNB ist das Ziel, die Nutzung der eindeutigen Identifikationsnummern für Urheber bis 2025 in der Branche zu etablieren und gleichzeitig als Standard zu definieren. Der BÜCHER Gutschein, welcher seit Ende 2021 zunächst in allen deutschen Kauflandfilialen angeboten wurde, ist mittlerweile neben Kaufland auch bei Edeka und den dm-Drogeriemärkten im Angebot, zudem soll eine Listung bei einem weiteren großen Einzelhändler im Jahr 2024 erfolgen. Das Buchjournal erfuhr nach der Konzeption im Jahr 2022 im Jahr 2023 einen Relaunch. Das Magazin erhielt in Zusammenarbeit mit einer Agentur ein neues Gestaltungskonzept. Auch die Erscheinungsweise wird ab dem Jahr 2024 von sechs Mal jährlich auf zwei Mal jährlich geändert. Das Börsenblatt erhielt ebenfalls einen Relaunch und wird mit neuem Heftdesign und geänderter Periodizität im Jahr 2024 nun 26-mal erscheinen. Mit den "Bewegten Schaufenstern" wurde eine neue Werbeform geschaffen, um Kaufimpulse zu wecken. MVB bietet Buchhandlungen internetfähige Monitore an, auf denen Werbevideos von Verlagen gespielt werden. Dieses Konzept wurde im Jahr 2023 gelauncht und gut von den Verlagen und Buchhandlungen angenommen. MVB Brasil arbeitet weiter intensiv an Pubnet, die erste Verarbeitung von brasilianischen Bestelldokumenten durch PubX soll noch im Jahr 2024 realisiert werden. Derzeit wird ein Pilot-Projekt mit ausgewählten Kunden durchgeführt, der Launch des Produktivsystems soll 2024 erfolgen. Auch in Mexiko bei MVB AL soll dies perspektivisch geschehen. Bei MVB UK wurde das Inhouse-Projekt zu Teleordering im 2. Quartal 2023 erfolgreich abgeschlossen. Für 2024 sollen schrittweise neue Features ausgerollt werden. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Deutschland Nach Einschätzung des BöV lag der Umsatz im deutschen Buchhandel über alle zentralen Vertriebswege hinweg im Jahr 2023 um 2,9 % über dem des Vorjahres. Das stationäre Geschäft konnte im Jahr 2023 ein Umsatzplus von 2,8 % gegenüber 2022 erzielen. Dementgegen stand ein Absatzminus von 2,2 % gegen- über dem Vorjahr 3. Der durch die politischen Krisenherde und durch die Energiekrise entstandene Kostendruck bei allen Marktteilnehmern nimmt nur langsam ab.
1 Quelle:
https://www.boersenblatt.net/home/preisreferenz-des-vlb-bestaetigt-312893
USA Im Jahr 2023 fielen die Verkaufszahlen von gedruckten Büchern gegenüber dem Vorjahr nur um 2,6 %, was durch einen Anstieg um 1,7 % im vierten Quartal erreicht wurde. Dieser Rückgang war weniger stark als erwartet, insbesondere nach einem Rückgang von 4,1 % in den ersten neun Monaten des Jahres. Trotz des Rückgangs lagen die Verkaufszahlen von 2023 immer noch um 10 % höher als im Jahr 2019, dem letzten Jahr vor der Pandemie. Die Verlage unternahmen Maßnahmen, um eine personelle Überbesetzung abzubauen, die in den vorherigen Jahren aufgrund gestiegener Verkaufszahlen aufgetreten war. Mit der Abflachung der inflationsbedingten Kosten besteht die Hoffnung auf einen stabilen Markt im Jahr 2024, obwohl Unsicherheiten bestehen, u.a. wegen der bevorstehenden Präsidentschaftswahl und Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen von Kl auf das Buchgeschäft. 4 Brasilien Im Jahr 2023 verzeichnete der brasilianische Buchhandelssektor einen Rückgang sowohl beim Volumen als auch beim Umsatz; die Buchverkäufe sanken um 7,1 % gegenüber 2022 und der Umsatz um 0,8 %. Trotzdem stieg der durchschnittliche Buchpreis um 6,8 % und lag seit 2016 das erste Mal über der Inflation. Die Weihnachtszeit 2023 zeigte eine leichte Zunahme der Diversität an verkauften Büchern, konnte aber das Volumen und den Umsatz des gleichen Zeitraums im Jahr 2022 nicht erreichen. 5 Mexiko Die offizielle Statistik zu 2023 liegt noch nicht vor, aber fest steht bereits, dass sich die Branche immer noch nicht vollständig von den Auswirkungen der Pandemie erholt hat. Es gab einen leichten Anstieg der Verkäufe, aber sie liegen immer noch hinter der Anzahl von 2019 zurück. Trotz der Hoffnung auf eine Verbesserung im Jahr 2024 bleibt der Markt unsicher, insbesondere im Bildungssektor. CANIEM ist derzeit in einen Rechtsstreit mit der mexikanischen Regierung verwickelt, da diese Maßnahmen ergriffen hat, die das Geschäft der Schulbuchverlage erheblich beeinträchtigt haben. Großbritannien Im Jahr 2023 verzeichnete der britische Buchmarkt trotz eines Rückgangs von 5 % bei den Verkaufsmengen einen Anstieg des Werts um 1,3 %, der auf einen Anstieg der durchschnittlichen Verkaufspreise zurückzuführen ist. Laut den Daten des Total Consumer Market von Nielsen BookScan wurden im Jahr 2023 198,6 Millionen Exemplare verkauft, was 10,5 Millionen weniger als im Vorjahr entspricht. Trotz dieses Volumenrückgangs handelt es sich immer noch um das zweitgrößte jährliche Gesamtverkaufsvolumen von BookScan in 12 Jahren. 6 2. Prognose-Ist-Vergleich Die Gesamtleistung gemäß Budget 2023 in Höhe von EUR 19,7 Mio. wurde mit EUR 19,1 Mio. unterschritten. Das Betriebsergebnis von EUR -0,2 Mio. liegt deutlich unter dem Budget von EUR 0,6 Mio. Die Abweichung resultiert im Wesentlichen aus deutlich geringeren Erlösen im Geschäftsbereich Medien als erwartet (EUR -1,0 Mio.). Primär die Anzeigenerlöse in den verschiedenen Werbeformaten blieben durch die Vorsicht aller Marktteilnehmer (vermutlich wegen der hohen Inflation und den gestiegenen Energiepreisen) und dem damit einhergehenden Sparverhalten, besonders im Bereich der Werbekosten in unerwartet starkem Ausmaß zurück. Einsparungen auf der Kostenseite durch geringere Heftgrößen und Auflagen konnten dies nicht entsprechend ausgleichen. Insgesamt liegt der Geschäftsbereich Medien um EUR -0,6 Mio. unter Plan.
4 Quelle:
https://www.publishersweekly.com/pw/by-topic/industry-news/financial-reporting/article/94037-print-book-sales-fell-2-6-in-
2023.html
Der Geschäftsbereich Digital liegt mit einer Abweichung von EUR -0,3 Mio. unter dem geplanten Bereichsergebnis, maßgeblich verursacht durch Aufwendungen für das VLB-TIX-Inhousing-Projekt in Höhe von EUR -0,2 Mio. Einen der größten positiven Effekte auf das Ergebnis von MVB stellen die Erträge aus Gewinnausschüttung der Tochtergesellschaft MVB US in Höhe von EUR 0,6 Mio. gegenüber budgetierten EUR 0,4 Mio. dar. 3. Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr 2023 wurde auch aufgrund der Nachwirkungen der Vorjahre - u.a. durch die Corona-Pandemie, dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine, die Energiekrise und die Inflation - zwar mit einem positiven Jahresüberschuss, jedoch mit einem negativen Betriebsergebnis abgeschlossen. Für VLB-TIX lag der Fokus 2023 weiterhin maßgeblich auf der Performance-Optimierung bzw. dem Abschluss des Inhousing-Projektes. Nach dem Launch der Buchhandelsversion, welcher bereits im Dezember 2021 durchgeführt wurde, konnte im April 2023 das gesamte Projekt erfolgreich zu einem Ende geführt werden. Sämtlichen Anwendergruppen steht nun das Neusystem zur Verfügung. Der Personalaufwand bei MVB ist um EUR 0,5 Mio. auf EUR 10,5 Mio. gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Die Hauptursachen für den Anstieg des Personalaufwandes gegenüber dem Vorjahr begründen sich durch die Besetzung vakanter Stellen, Abfindungen, sowie durch die noch nicht ausgehandelte Tariferhöhung. Diese wurde mit 7 % ab Mai 2023 in den Rückstellungen abgebildet. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen EUR 3,4 Mio. und sind nur geringfügig im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Bei den Werbe- und Reisekosten kam es zu einer nur geringen Steigerung im Vergleich zum Vorjahr. Die Mieten und Aufwendungen EDV stiegen um EUR 0,2 Mio. zum Vorjahr, blieben aber geringfügig unter dem budgetierten Wert. Hauptgründe für die Steigerung sind höhere Lizenzkosten für Office 365, sowie Aufwendungen für Prozessverbesserungen und Dubletten Bereinigungen im Rahmen des ERP-Projektes. Die Raumkosten stiegen ebenfalls geringfügig, da eine Mietpreiserhöhung im Zuge des gestiegenen Verbraucherpreisindexes seitens des Vermieters, der Gebäudegesellschaft Braubachstraße GbR (GBS) durchgeführt wurde. Die Rechts- und Beratungskosten sanken um EUR 0,1 Mio., auch die sonstigen übrigen betrieblichen Aufwendungen gingen um EUR 0,1 Mio. zurück. Das Finanzergebnis erhöhte sich im Geschäftsjahr 2023 auf EUR 0,6 Mio. (Vorjahr: EUR 0,3). Grund dafür ist primär der Wegfall der außerplanmäßigen Abschreibungen auf den Beteiligungsansatz der Tochtergesellschaft MVB AL in Höhe von EUR 0,2 Mio. Seit Abschluss des Ergebnisabführungsvertrages vom 16. Oktober 2019 zwischen MVB und ihrer Muttergesellschaft, der Börsenverein des Deutschen Buchhandels Beteiligungsgesellschaft mbH (BBG), führt MVB seinen gesamten Gewinn in Höhe von TEUR 415 (Vorjahr: TEUR 53) an die BBG ab. MVB US MVB US hat im Jahr 2017 zwei US-amerikanische Bestellsysteme (Pubnet und Pubeasy) übernommen. Die Umsatzentwicklung von Pubnet und Pubeasy ist seit längerer Zeit stabil. Die Vertragsverlängerungen mit den Verlagen liefen bisher nach Plan. Der Bestell-Traffic von Pubnet hat sich seit dem Einbruch von 2020 wieder auf das Vor-COVID-Niveau erholt bzw. leicht übertroffen. In den letzten 12 Monaten (Kalenderjahr) hat Pubnet insgesamt ein 2,15 % höheres Datenvolumen gegenüber dem gleichen Zeitraum im Vorjahr übermittelt. Zum 1. Januar 2022 hat MVB US die digitale Branchen-Zeitschrift "Publishing Perspectives" von der Frankfurt Book Fair NY Inc. übernommen und führt das Produkt fort. MVB Brasil MVB Brasil wurde 2016 als paritätisches Joint Venture von MVB und FBM und in Zusammenarbeit mit dem brasilianischen Verlegerverband Câmara Brasileira do Livro (CBL) gegründet, um eine einheitliche Metadatenbank (Metabooks) für den brasilianischen Buchmarkt zu schaffen. Zum Jahresende 2023 befinden sich fast 183.000 aktive Titel auf der Plattform (+12.000 Titel zum Vorjahr). Neben Metabooks werden seit 2020 als technischer Dienstleister für CBL auch Erlöse aus der ISBN-Vergabe generiert. Im Jahr 2023 konnten ca. 196.000 ISBNs verkauft werden. Pubnet erzielt aktuell noch keine Umsätze, trotz erfolgreicher Tests. Grund hierfür ist die schleppend verlaufende softwareseitige Kundenanbindung an Pubnet, da die Verlage über keine EDI-fähigen ERP- oder POS-Systeme verfügen und Sonderprogrammierungen notwendig sind. MVB AL Das Projekt MVB AL, welches 2019 in Kooperation mit der FBM startete und an dem MVB 74,9 % hält, verzeichnet aktuell ca. 52.000 aktive Titel (+5.000 Titel zum Vorjahr) und 18.000 (+ 2.000 Titel zum Vorjahr) archivierte Titel im System. Trotz der erfolgreichen Produkteinführung bleibt die wirtschaftliche Entwicklung von MVB AL hinter der ursprünglichen Planung zurück. Die Neukundenakquise läuft seit einiger Zeit deutlich langsamer als zunächst angenommen, weshalb 2023 ein Freemium-Modell eingeführt wurde, um dadurch mehr Kunden auf die Plattform zu bekommen. MVB UK Anfang 2022 wurde MVB Books UK Ltd. als 100-prozentige Tochtergesellschaft von MVB gegründet. Im Rahmen eines Asset Deals wurden die drei Bestellplattformen Pubeasy UK, BookNet und Teleordering zum 1. März 2022 von der US-amerikanischen Gesellschaft Nielsen BookData erworben. In der Post-Merger-Phase wurden die administrativen Prozesse (z.B. Fakturierung) erfolgreich übernommen und die Eingliederung der neu erworbenen Produkte wurde vorangetrieben. Das neue, von MVB inhouse entwickelte, Teleordering ging am 20. Juni 2023 live. Die Umsatzerlöse sowie das geplante Jahresergebnis liegen auf dem geplanten Niveau. 4. Lage a) Ertragslage Umsatzentwicklung Die Umsatzerlöse in Höhe von EUR 18,8 Mio. haben sich im Vergleich zum Vorjahr um EUR 0,5 Mio. erhöht. Die Gesamtleistung in Höhe von EUR 19,1 Mio. liegt um EUR 0,2 Mio. über dem Vorjahr (EUR 18,9 Mio.). Die Anzeigenumsätze sind im Vergleich zum Vorjahr um EUR 0,4 Mio. gesunken. Bei allen Produkten des Geschäftsbereichs Medien, die Anzeigenerlöse generieren, gab es einen Umsatzrückgang. Auch bei Börsenblatt online konnte in diesem Jahr keine Steigerung erzielt werden. Einzig das neue Produkt "Bewegte Schaufenster" sorgte bei den Anzeigenerlösen gegenüber Vorjahr für einen positiven Effekt. Die Vertriebserlöse befinden sich mit EUR 2,9 Mio. in etwa auf dem Vorjahresniveau. Während es unter anderem bei den VLB-Abos, Datenclearing, IBU und dem neuen Produkt "Bewegte Schaufenster" zu leichten Steigerungen kam, ergaben sich unter anderem Rückgänge bei BBL-Print, dem BJ Selfmailer und dem Friedenspreis. Die Titelmeldegebühren liegen um EUR 0,7 Mio. über Vorjahresniveau. Erlössteigerungen gab es hier primär beim VLB in Höhe von EUR 0,5 Mio. aufgrund einer durchgeführten Preiserhöhung. Zusätzlich konnten Mehrerlöse bei der Livro-Einzeltitelausstellung von EUR 0,1 Mio. erzielt werden. Grund dafür war das Wiederstattfinden der Leipziger Buchmesse im Jahr 2023, nachdem diese in den vorhergehenden Jahren aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt wurde. Produktion und Beschaffung Der für die Leistungserstellung erforderliche Materialaufwand liegt in etwa um EUR 0,4 Mio. unter dem Vorjahresniveau bei EUR 4,9 Mio. Bei den Materialkosten gab es diverse gegenläufige Effekte. Unter anderem konnten Kosten durch den Wegfall der Ausgabe BJ-Lesewinter eingespart werden, dagegen standen höhere Materialkosten bei Börsenblatt Print und Buchjournal Print, da die Druckkosten ganzjährig auf einem höheren Niveau gegenüber dem Vorjahr lagen. Insgesamt kam es in der Summe aller Produkte nur zu geringfügigen Einsparungen. Die bezogenen Leistungen liegen mit EUR 4,1 Mio. deutlich um EUR 0,4 Mio. unter dem Vorjahreswert von EUR 4,5 Mio. Der Hauptgrund für den Kosteneinsparung gegenüber dem Vorjahr ergibt sich aus geringeren Entwicklungsleistungen für das VLB-TIX-Inhousing-Projekt (EUR -0,6 Mio.), welches im Jahr 2023 abgeschlossen wurde. b) Finanzlage Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 2,1 % der Bilanzsumme. Die kurzfristig fällig werdenden Lieferantenverbindlichkeiten können aus der verfügbaren Liquidität bedient werden. Die gesamten Verbindlichkeiten sind um EUR 1,6 Mio. auf EUR 9,6 Mio. gestiegen. Bankverbindlichkeiten bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von EUR 3,4 Mio. Zur Refinanzierung des Kaufpreises der Bestellsysteme über MVB UK hat MVB im Geschäftsjahr 2022 ein Darlehen in Höhe von EUR 4,0 Mio. aufgenommen und an MVB UK weitergereicht. Der Darlehensvertrag läuft über 10 Jahre. Zur Besicherung wurden die bereits eingetragenen Grundschulden, lastend auf dem Objekt Haus des Buches Leipzig zweckerklärt. Dafür zahlt MVB an die Sicherungsgeber BöV und HdB Leipzig eine Avalprovision auf die laufenden Kreditverbindlichkeiten. MVB hat 2017 zur Finanzierung des Kaufpreises von Pubnet und Pubeasy bei dem verbundenen Unternehmen FBM ein langfristiges Darlehen in Höhe von EUR 3,0 Mio. aufgenommen. Das Darlehen hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2027. Die jährliche Tilgung von EUR 0,3 Mio. wird quartalsweise beglichen. Die Darlehensverbindlichkeit zum 31. Dezember 2023 beträgt EUR 1,2 Mio. Im Geschäftsjahr 2022 hatte die Gesellschaft ein weiteres kurzfristiges Darlehen bei einem verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 1,0 Mio. zur Überbrückung eines kurzfristigen Liquiditätsengpasses aufgenommen. Das Darlehen wurde Anfang März 2023 einschließlich der Zinsen vollständig getilgt. MVB hat mit dem Börsenvereins-Landesverband Berlin-Brandenburg und dem Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg (MBJS) eine Kooperation über die Anfertigung einer Sonderedition Bücherschecks abgeschlossen. Die Abwicklung findet im Jahr 2024 statt. Daher wird eine erhaltene Anzahlung auf Bestellungen in Höhe von EUR 3,0 Mio. unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen. 2023 wurden Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von EUR 0,8 Mio. getätigt. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um Ersatzinvestitionen für Hard- und Software (EUR 0,2 Mio.) sowie für die Entwicklung von Teleordering (EUR 0,2 Mio.), den Ausbau eines Stockwerks zu einer neuen Arbeitswelt "new work space" in Höhe von EUR 0,1 Mio. und Kosten im Rahmen der Einführung des ERP-Projektes in Höhe von EUR 0,3 Mio. Der Bestand der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist gegenüber dem Vorjahr um EUR 0,6 Mio. auf EUR 8,0 Mio. gestiegen. Die liquiden Mittel sind zum Jahresende im Vergleich zum Vorjahr um EUR 1,7 Mio. auf EUR 2,3 Mio. gestiegen. Die Erhöhung der liquiden Mittel ist hauptsächlich durch die Vorauszahlung des Kaufbetrags aus der Kooperation mit dem MBJS für die Sonderedition Bücherscheck Brandenburg bedingt. Unter den Finanzanlagen werden die ausgereichten Darlehen an die Auslandstochtergesellschaften MVB US und MVB UK ausgewiesen. Das an MVB UK über EUR 4,0 Mio. ausgereichte Darlehen weist noch einen Restsaldo in Höhe von EUR 3,3 Mio. aus. MVB hat 2017 der Tochtergesellschaft MVB US ein Darlehen in Höhe von ursprünglich EUR 4,0 Mio. gewährt, um den Kaufpreis von Pubnet und Pubeasy zu finanzieren. Die Darlehensforderung zum 31. Dezember 2023 beträgt noch EUR 0,2 Mio. c) Vermögenslage Das Gesamtvermögen von MVB liegt zum 31. Dezember 2023 mit EUR 20,1 Mio. um EUR 1,7 Mio. über dem Vorjahr (EUR 18,4 Mio.). Dies ist hauptsächlich durch die Erhöhung der Verbindlichkeiten bedingt. Von dem Gesamtvermögen entfallen 44,5 % (Vorjahr: 52,4 %) auf das Anlagevermögen. d) Finanzielle Leistungsindikatoren MVB verfügt über eine Eigenkapitalquote von 32 % und liegt damit um 3,0 % unter dem Vorjahresniveau, was ausschließlich aus der gestiegenen Bilanzsumme resultiert. Zur Steuerung der Gesellschaft werden als finanzielle Leistungsindikatoren die Gesamtleistung, das Betriebs- und das Jahresergebnis herangezogen. 5. Prognosebericht Bei den Titelmeldungen ist für das Jahr 2024 mit EUR 7,7 Mio. ein geringfügiges Wachstum zum IST 2023 von EUR 0,1 Mio. geplant. Die Steigerung des Budgets 2024 zu den IST-Zahlen ergibt sich primär aus einer Preissteigerung bei VLB-TIX. Beim BBL wird die Anzahl der geplanten Hefte auf 26 Ausgaben reduziert. Dabei wird angenommen, dass die Anzeigenerlöse nicht in gleichem Maße zurückgehen werden. Insgesamt wird bei Börsenblatt print von einem Rückgang der Anzeigenerlöse von EUR 0,4 Mio. ausgegangen. Bei BBL.net wird eine Steigerung der Anzeigenerlöse in Höhe von EUR 0,1 Mio. prognostiziert. Insbesondere beim Stellenmarkt wird mit einem Anstieg gerechnet. Auch beim Buchjournal werden weniger Hefte als noch im Vorjahr erscheinen. Mit zwei Heften sollen hier EUR 0,4 Mio. an Anzeigenerlösen erzielt werden, dies entspricht einem Rückgang von EUR 0,2 Mio. gegenüber dem Vorjahr. Der Weihnachtsselfmailer wird wegen zu geringer Nachfrage für das Jahr 2024 ausgesetzt. Mit dem neuen Produkt "Bewegte Schaufenster" sollen nach einem erfolgreichen Start im Jahr 2023 nun ganzjährig Erlöse erzielt werden. Insgesamt gesehen wird von einem Rückgang der Anzeigenerlöse gegenüber 2023 in Höhe von EUR 0,4 Mio. ausgegangen. Für 2024 plant die FBM die Durchführung der Frankfurter Buchmesse als Präsenzmesse. Im Budget 2024 wurden auf Grundlage der getroffenen Prämissen Lizenzerträge in Höhe von EUR 0,9 Mio. prognostiziert. Bezüglich des weiter andauernden russischen Angriffskrieges auf die Ukraine und dem Krieg im Gazastreifen gehen wir davon aus, dass sich neben den höheren Energiekosten keine weiteren wesentlichen Auswirkungen auf MVB für das laufende Geschäftsjahr 2024 ergeben. Für 2024 plant MVB einen Umsatz in der Größenordnung von EUR 18,5 Mio. und einen Jahresüberschuss von EUR 0,6 Mio. vor Ergebnisabführung. Entwicklung der Beteiligungen/Tochterfirmen von MVB: MVB US Für 2024 wird sowohl bei Pubnet und Pubeasy als auch bei Publishing Perspectives mit gleichbleibenden Umsatzerlösen gegenüber dem Jahr 2023 gerechnet. Die Vertragsverlängerungen für 2024 verliefen bisher nach Plan. Durch Preiserhöhungen wird versucht, der inflationsbedingten Steigerung in den Kosten entgegenzuwirken. Das Jahresergebnis wird auf dem Niveau von 2023 geplant. MVB Brasil Für das Jahr 2024 plant MVB Brasil bei Metabooks aufgrund der historisch gewachsenen Titelanzahl und einer geplanten Preiserhöhung ein weiteres moderates Wachstum der Umsatzerlöse. Die ISBN-Erlöse werden aufgrund des reduzierten Provisionsanteils gegenüber 2023 geringer ausfallen. Um den Erlösrückgang auszugleichen, wird aktiv an der Einführung von Pubnet gearbeitet. Es wird erwartet, dass die erste Verarbeitung von brasilianischen Bestelldokumenten durch PubX im Jahr 2024 realisiert werden kann. Bei MVB Brasil wird mit einem positiven Betriebsergebnis geplant. MVB AL Die Wirtschaftslage für 2024 bleibt herausfordernd. Die Umsatzerlöse wachsen zwar, aber weniger schnell als erhofft. Die aktuelle Erlösplanung stützt sich ausschließlich auf bestehende Kundenverträge. Der weitere Geschäftsverlauf für 2024ff hängt stark von neuen größeren Vertragsabschlüssen ab. Auch für dieses Jahr wird mit einem negativen Jahresergebnis gerechnet. MVB UK Nach dem erfolgreichen Start des neuen Teleordering-Systems im Jahr 2023 stehen für das erste Quartal 2024 die Einführung neuer Plattformfunktionen und operative Prozessoptimierungen an. Die Umsatzplanung orientiert sich am Vorjahr, jedoch stehen noch Vertragsverlängerungen mit Preisanpassungen sowie Vertragsanpassungen einiger Verlage aus. Der Wegfall der TSA-Kosten (Transition-Service-Agreement) lässt ein positives Jahresergebnis für 2024 erwarten. 6. Chancen- und Risikobericht 6.1. Risikobericht Durch die anhaltende Verringerung der Anzahl an Buchhandlungen und die Konzentration im Verlagsbereich sind viele Produkte von MVB langfristig von Erlösrückgängen bedroht. Die Entwicklung der Anzeigenerlöse wird negativ durch die Substitution mit digitalen Medien und zielgerichteter Werbung seitens der Verlage beeinflusst. Inlandsgeschäft: Das VLB ist der Hauptumsatzbringer und trägt signifikant zum Unternehmenserfolg bei. Allgemeine Risiken für das VLB bestehen durch die anhaltende Marktkonzentration und mögliche Konkurrenzprodukte, wie die angebotenen Titelkataloge anderer Marktteilnehmer wie z. B. Amazon. Auch der zunehmende Umfang der Barsortimentskataloge sorgt für Konkurrenzsituationen. Für die Steigerung der Relevanz, insbesondere für Verlagskunden, sollen Produktentwicklung, neue Standards und Services sowie der Ausbau des VLB als technische bzw. infrastrukturelle Dienstleistung das Risiko reduzieren. Im Geschäftsbereich Medien sind die Hauptumsatzquellen nach wie vor das Börsenblatt und das Buchjournal, auch wenn perspektivisch das Risiko eines weiterhin rückläufigen Anzeigengeschäftes von MVB erwartet werden muss und dies die Ertragslage der Gesellschaft beeinflusst. Bereits im Jahr 2023 mussten hier große Einbußen hingenommen werden. Durch eine geänderte Periodizität bei Börsenblatt und Buchjournal wird dieser Entwicklung Rechnung getragen und zeitgleich das Risiko für weitere Reduzierungen der Printerlöse abgeschwächt. Die Konzentrationsprozesse durch Verlagsübernahmen sowie Veränderungen in den Werbeplanungen und Marketingstrategien der Verlage und die damit verbundene Reduzierung der Werbebudgets stellen ein konstant großes Risiko dar. Weitere, wenn auch geringfügigere Risiken ergeben sich unterjährig aus Papier- und Druckpreissteigerungen für alle Printprodukte. Die Haupteinnahmequelle von VLB-TIX basiert auf der Anzahl der gemeldeten Novitäten, welche im Vorjahr erschienen sind. Hier besteht das Risiko sinkender Neuerscheinungen. MVB ist Lizenzgeber der Frankfurter Buchmesse und der zentrale IT-Dienstleister für die Börsenvereinsgruppe. Im sehr unwahrscheinlichen Fall einer Absage der Präsenzveranstaltung Frankfurter Buchmesse durch die FBM besteht das Risiko, dass Lizenzeinnahmen entfallen. Im Bereich der Shared Services müsste eine Restrukturierung der Organisationsbereiche erfolgen, welche Dienstleistungen für die Frankfurter Buchmesse erbringen. Die hohe Inflation, die sich ursprünglich durch die Corona-Pandemie und den andauernden Angriffskrieg durch Russland auf die Ukraine entwickelt hat, ist nach wie vor ein Thema, auch wenn diese sich für 2024 weiter reduzieren soll. Neben den hohen Energiekosten, steigen auch die Dienstleistungskosten sowie die Personalkosten durch höhere Tarifabschlüsse, was das Ergebnis von MVB negativ beeinflussen wird. Aufgrund der negativen Spätfolgen der Corona-Pandemie sowie den gestiegenen Kosten sind weitere Firmeninsolvenzen nach wie vor nicht auszuschließen. Von Insolvenzen großer Kunden wären hierbei sämtliche Geschäftsbereiche von MVB betroffen. Um einem solchen Szenario entgegenzuwirken, werden Reserven zur Risikominimierung bei möglichen Zahlungsausfällen gebildet. Bezüglich der Cybersicherheit bestehen allgemeine Risiken wie z.B. eine Kompromittierung der Unternehmens-IT und der damit einhergehenden Verluste von Geschäftsdaten sowie Ransomware Angriffe auf die Clients und Server der Gruppe. Die IT-Abteilung hat Maßnahmen zum Schutz der IT-Systeme getroffen. Auch für die internationalen Tochterunternehmen ist die Cybersicherheit ein relevantes Risiko. Die zunehmende Relevanz von Künstlicher Intelligenz birgt ebenfalls Risiken für MVB. So könnten durch den Einsatz von KI von MVB angebotene Services von Umsatzrückgängen bedroht oder gar obsolet werden. Durch die Bildung einer bereichsübergreifenden Arbeitsgruppe zum Wissensaufbau über Kl und zum frühzeitigen Erkennen von Risiken für die von MVB angebotenen Produkte, soll dieses Risiko abgeschwächt werden. Das Thema Nachhaltigkeit wird sowohl von Kunden-, als auch von Arbeitnehmerseite zunehmend als wichtiger betrachtet. Zudem müssen mögliche gesetzliche Bestimmungen beachtet und eingehalten werden. Die Börsenvereinsgruppe arbeitet hier mit dem Dienstleister ORCA an der Verbesserung der eigenen CO 2 -Bilanz. Auslandsmärkte: Risiken werden in einer möglichen Marktkonsolidierung in den USA und UK durch weitere Fusionen und Zukäufe von Verlagsunternehmen gesehen. Dadurch besteht die Gefahr einer Reduzierung der potenziellen Anzahl von Kundinnen und Kunden. Auch wären große Verlagsgruppen in der Lage, den Buchhandlungen ein eigenes Bestellsystem anzubieten. Bei Großkundenverlusten bei MVB US und MVB UK könnte es zu Ausfällen bei den von MVB gewährten Darlehen kommen. Obwohl die Marktakzeptanz der Plattform Metabooks im brasilianischen Markt hoch ist, bestehen dennoch gewisse Unsicherheiten auf dem brasilianischen Markt. Damit verbunden bleibt das Risiko von Währungskursschwankungen und der Inflation auch für 2024 bestehen. Durch die Inflation kommt es zu steigenden Kosten in Brasilien. Zudem können nur Titel abgerechnet werden, welche sich auch im System befinden. Laden die Verlage die Titel nur verzögert hoch, kann sich dadurch das Ergebnis verringern. Das Risiko durch die Insolvenzsituation der beiden größten Buchhandelsketten Livraria Saraiva und Livraria Cultura wird weiterhin überwacht, der Markt scheint sich aber bereits an die neue Situation angepasst zu haben. Zudem erfolgte der Markteintritt eines Konkurrenten, dessen Auswirkungen auf Metabooks analysiert wird. Die Marktakzeptanz bei MVB AL deutet sich zwar an, kann aber nach wie vor noch nicht als gegeben bewertet werden. Das Risiko eines zu langsamen Wachstums bei Metabooks ist vorhanden, auch eine Rezession in Mexiko ist weiterhin im Bereich des Möglichen und könnte zu einem Einbruch des mexikanischen Buchmarktes führen. Zudem führt die, wenn auch sinkende, Inflation zu steigenden Kosten. Das Risiko der Währungskursschwankungen bleibt weiterhin bestehen. Durch die Internationalisierung ergeben sich neben den Wachstumschancen auch Währungsrisiken, sollte sich der Kurs des Euro gegenüber dem US-Dollar, dem brasilianischen Real, dem mexikanischen Peso oder dem britischen Pfund signifikant ändern. 6.2. Chancenbericht Inlandsmarkt: Der Budgetberechnung der Titelmeldeerlöse für 2024 liegt ein Prognosemodell zu Grunde, welches Titelwachstum und eine Verbesserung der Datenqualität antizipiert. Bei einer geringer als geplanten Verbesserung der Datenqualität und/oder einem größeren Titelwachstum, werden mehr Erlöse erzielt. Bei VLB-TIX steigt die Marktakzeptanz durch gestiegene Performance und Usability im Zuge der erfolgreichen Fertigstellung des Inhouse-Projektes im Jahr 2023. Auch der 2024 erschienene ORCA-Bericht zur Nachhaltigkeit von VLB-TIX ist hier ein Faktor. Damit können auch bei der Neuakquise noch Steigerungen erzielt werden. Mit der ISNI-Vergabe wird MVB ab 2024 ein neues Tätigkeitsfeld haben, welches sich auch positiver als angenommen entwickeln könnte. Der BÜCHER Gutschein des Bücherschecks für den Verkauf im Einzelhandel soll auch im Jahr 2024 bei weiteren Einzelhändlern ins Sortiment aufgenommen werden und so mehr Umsatz generieren. Im Geschäftsbereich Medien ist nach den Relaunchs von Börsenblatt Print und Buchjournal Print und der erfolgten Umstellung auf eine geringere Erscheinungshäufigkeit die Möglichkeit entstanden, dass unter anderem durch den Verknappungseffekt mehr Erlöse als erwartet erzielt werden könnten. Auslandsmärkte: Durch den eingeschlagenen Kurs der Internationalisierung besteht die Möglichkeit, weitere Skaleneffekte zu realisieren, sollten die digitalen Produkte wie z.B. Pubnet und Pubeasy, VLB-TIX oder das VLB/Metabooks in weiteren Märkten etabliert werden können. Den Plattformen Pubnet und Pubeasy liegt ein Abo-Modell zugrunde, das mit Jahresverträgen (in Ausnahmefällen Dreijahresverträge) gestaltet wird. Eine Marktanalyse hat ergeben, dass, bedingt durch die fehlende Marktbearbeitung der letzten Jahre, weitere Wachstumspotenziale in den USA realisierbar sind. Alle wesentlichen Filialisten und E-Commerce-Plattformen in Brasilien haben Schnittstellen zu Metabooks implementiert und beziehen aktuell die Daten. Da diese Unternehmen über eine hohe Marktmacht verfügen und ein starkes Interesse daran haben, alle Metadaten über die Plattform Metabooks zu beziehen, wird erwartet, dass perspektivisch nahezu alle Verlage diesen Weg nutzen werden bzw. müssen, um Metadaten zu beziehen. Zudem ist MVB Brasil seit 2020 technischer Dienstleister für die Vergabe der ISBN. Die Verkaufszahlen der ISBN sind stabil. Neben dem bisherigen Geschäftsmodell der Metadaten und der ISBN- Vergabe ist zudem eine Erweiterung des Produktportfolios mit Pubnet (bereits in der Pilotphase) und perspektivisch auch VLB-TIX geplant. Der mexikanische Buchmarkt hat sich im Jahr 2023 zwar weiter erholt, ist aber mit den Verkäufen noch nicht auf das Niveau von 2019 zurückgekehrt. Zur Unterstützung der Nutzung und Akquise von Kunden für Metabooks wurde im Jahr 2023 ein Freemium Modell eingeführt. Neben einer erhöhten Anzahl von Kunden auf der Plattform besteht dadurch auch eine Chance, Metabooks als mögliche mexikanische Preisreferenzdatenbank im mexikanischen Buchmarkt zu positionieren. MVB UK hat im vergangenen Jahr erfolgreich die Phase der Post-Merger-Integration abgeschlossen. Das eigen entwickelte System Teleordering wurde im Sommer 2023 gelauncht. Ein befürchteter Umsatzrückgang aufgrund von Kündigungen oder Preisnachlässen, ist nicht eingetroffen. Die Prozesse sind mittlerweile komplett integriert und befinden sich aktuell in der Optimierungsphase. Zur weiteren Optimierung der Prozesse wird eine Zusammenschließung der beiden Customer Support Teams in UK und USA eruiert. 6.3. Gesamtaussage Risiken in der künftigen Entwicklung werden im Geschäftsbereich Medien gesehen. Hier bestehen generell Marktrisiken aus der Veränderung des Buchmarkts, wie der Verlust von Kundinnen und Kunden durch die Konzentration im Buchhandel, Auswirkungen des andauernden Angriffskrieges durch Russland auf die Ukraine und der Energiepreiskrise und damit möglicherweise einhergehender Insolvenzen sowie der Verlust von Anzeigenvolumina im Print-Markt, sodass für den Geschäftsbereich Medien die Umsatzentwicklung im Print-Bereich und der Ausbau des Online-Geschäftes sowie Kostenoptimierungsmaßnahmen weiterhin im Fokus stehen werden. MVB hat in den letzten Jahren bereits eine Reihe von Fortschritten bei der Fokussierung auf die Kernprodukte und die Entwicklung neuer Produkte im digitalen Umfeld erreicht. Um diese positive Tendenz zu halten, muss die Entwicklung auch in den kommenden Jahren stetig vorangetrieben, sowie der eingeschlagene Weg der Internationalisierung zur Nutzung der Skaleneffekte konsequent weiterverfolgt werden. Das Risiko eines Ausfalls der Lizenzeinnahmen für die Präsenzveranstaltung der Frankfurter Buchmesse, welches in den vergangenen Jahren noch im Bereich des Möglichen lag, kann das kommende Jahr als gering eingeschätzt werden. Bestandsgefährdende Risiken sind nicht zu verzeichnen. 7. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen in erster Linie Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Ziel des Finanz- und Risikomanagements von MVB ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.
Frankfurt am Main, 15. März 2024 Ronald Schild Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt: BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die MVB GmbH, Frankfurt am Main Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der MVB GmbH, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MVB GmbH, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, 15. März 2024 DR.
KLEEBERG & PARTNER GMBH
ppa. Grimm, Wirtschaftsprüfer Dr. Petersen, Wirtschaftsprüfer Feststellung Jahresabschluss Der Jahresabschluss wurde in der Gesellschafterversammlung am 18. April 2024 festgestellt. |
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Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Wein, Sekt und Spirituosen
Erbringung von sonstigen Dienstleistungen für Veranstaltungen nicht künstlerischer Art
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Bauträger für Wohngebäude
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Möbeln
Erbringung von sonstigen Dienstleistungen für Veranstaltungen nicht künstlerischer Art
Beteiligungsgesellschaften
Verarbeitung von Kaffee und Tee, Herstellung von Kaffee-Ersatz
Erbringung von sonstigen Dienstleistungen für Veranstaltungen nicht künstlerischer Art
Vermittlungstätigkeiten für gastronomische Dienstleistungen
Erbringung von sonstigen gärtnerischen Dienstleistungen
Großhandel mit Fisch und Fischerzeugnissen
Erbringung von sonstigen Informationsdienstleistungen
Güterbeförderung in der Luftfahrt
Forschung und Entwicklung im Bereich Biotechnologie
Großhandel mit Lederwaren, Reisegepäck, Geschenk- und Werbeartikeln
Betrieb von Kläranlagen
Erbringung sonstiger reisebezogener Dienstleistungen a. n. g.
Herstellung von pharmazeutischen Spezialitäten und sonstigen pharmazeutischen Erzeugnissen
Forschung und Entwicklung im Bereich Biotechnologie
Betrieb von Flughäfen und Landeplätzen für Luftfahrzeuge
Einzelhandel mit kosmetischen Erzeugnissen und Körperpflegemitteln
Großhandel mit Kaffee, Tee, Kakao und Gewürzen
Sonstige Caterer und Erbringung sonstiger Verpflegungsdienstleistungen
Public-Relations-Beratung
Erbringung von sonstigen Dienstleistungen für Veranstaltungen nicht künstlerischer Art
Herstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Büros für Innenarchitektur
Großhandel mit Textilien
Herstellung von Würzmitteln und Soßen
Unternehmensberatung
Herstellung von Teigwaren
Großhandel mit NE-Erzen, NE-Metallen und NE-Metallhalbzeug
Beteiligungsgesellschaften
Herstellung von Waffen und Munition
Einzelhandel mit Fleisch und Fleischwaren
Vermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Erzeugung und erste Bearbeitung von Edelmetallen
Vermittlungstätigkeiten für gastronomische Dienstleistungen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen