TCS Cards & Services GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Bernd Reichert seit 14.8.2006 | Geschäftsführer |
Uwe Storch seit 14.8.2006 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
SPS Holding AG | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
NeufassungGHP Card Systems GmbHBambergJahresabschluss zum 31. Dezember 2006Lagebericht der GHP Card Systems GmbH für das Geschäftsjahr vom 14. August bis 31. Dezember 2006Vorbemerkung Die GHP Card Systems GmbH wurde mit Eintragung in das Handelsregister vom 14.08.2006, HRB 5571 gegründet. Alleiniger Gesellschafter ist die GHP Holding GmbH. Zu Geschäftsführern der Gesellschaft wurden Herr Bernd Reichert und Herr Uwe Storch ernannt. Nach Gründung wurden von der systemform Holding GmbH (ehemalige GHP Card Systems GmbH), mit Sitz in Bamberg, im Zuge eines Asset Deals alle Maschinen / maschinellen Anlagen, Kunden- und Lieferantenvertrage sowie Mitarbeiterverträge und alle Beteiligungen an der Cards United GmbH, mit Sitz in Paderborn, der CF Card Factory GmbH, mit Sitz in Hessisch-Lichtenau sowie der EMKA Card Systems Ltd., mit Sitz in Tel Aviv-Israel übernommen. Alleine die Beteiligung an der systemform MediaCard GmbH verblieb als Asset bei der systemform Holding GmbH. 1. Wirtschaftliches Umfeld1.1 Gesamtwirtschaftliche EntwicklungDie Weltwirtschaft setzte im Jahr 2006 ihre inzwischen drei Jahre währende Hochkonjunktur fort. Die wirtschaftliche Expansion stand dabei auf einem breiteren Fundament. Neben den dynamischen Volkswirtschaften Ostasiens und den Vereinigten Staaten verzeichnete in diesem Jahr auch der Euro-Raum wieder einen kräftigen Anstieg es Bruttoinlandsprodukts. Nach Aussage des ifo-lnstituts wird die Expansion der Weltwirtschaft schwungvoll bleiben, sich jedoch vorübergehend etwas abschwächen. Insbesondere die kräftige Konjunkturbelebung in Deutschland wirkte sich stimulierend auf die anderen Mitgliedsstaaten des Euro-Raums aus. Dies trug dazu bei, dass sich die Wachstumsbeiträge innerhalb der einzelnen Mitgliedsstaaten nunmehr wieder etwas gleichmäßig auf Binnen- und Auslandsnachfrage verteilen. Der private Konsum expandierte im Jahr 2006 mit 2,1 v.H. kräftiger als in den Vorjahren. Zurückzuführen war dieser Anstieg in erster Linie auf eine günstige Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt. Die harmonisierte Arbeitslosenquote erreichte das bisher niedrigste Niveau seit der Euro-Einführung aus dem Jahr 2001. Die Investitionstätigkeit der Unternehmen beschleunigte sich gegenüber dem Vorjahr. Damit folgten die Bruttoanlageinvestitionen dem sehr rapiden Anstieg der Auftragseingänge in der zweiten Hälfte des Jahres 2005. Die Stimmungslage in der Wirtschaft - sowohl in den Industrie- als auch bei den Dienstleistungsunternehmen - war insgesamt ausgesprochen optimistisch. Die Exporte des Euro-Raums entwickelten sich dank der sehr guten Weltkonjunktur und vor dem Hintergrund eines gegenüber dem Vorjahr etwas günstigeren Außenwerts des Euro sehr lebhaft. In Deutschland stieg das Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr um beachtliche 2,4 v.H.. Im Unterschied zu den Jahren zuvor rührte der konjunkturelle Schwung dabei nicht mehr allein von einer kräftigen Zunahme der Exporte von Waren und Dienstleistungen her, sondern die inländische Verwendung trug ebenfalls spürbar zum Aufstieg bei. Wenngleich eine Reihe von Sondereffekten ihre Wirkung entfaltete, fußte die wirtschaftliche Dynamik zu einem überwiegenden Teil auf einer gefestigten Konjunktur. Der Aufschwung erreichte in 2006 schließlich auch den Arbeitsmarkt. Nach den ausgeprägten Rückgängen der Vorjahre kam es bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung in diesem Jahr zur Trendwende. Bei merklichem Zuwachs der Beschäftigung nahmen die Privaten Konsumausgaben, als wichtigste Komponente des Bruttoinlandsprodukts, nur moderat zu. Insgesamt zeigt sich die Konjunktur gefestigt, darüber hinaus entfaltete eine Reihe von Sondereffekten ihre Wirkung. Wie bereits in den Jahren zuvor stand die gesamte Volkswirtschaft unter dem Einfluss hoher Energiepreise. Wenngleich die abermalige Verteuerung von Brennstoffen die Gesamtwirtschaft belastete, dürfte der - im Vergleich zu einzelnen rapiden Preissprüngen in der Vergangenheit - schrittweise Anstieg der Ölpreise jedoch weniger stark die Gesamtwirtschaft gebremst haben als teilweise befürchtet wurde. Das außenwirtschaftliche Umfeld, das trotz der Ölpreisentwicklung von einer merklichen Zunahme der wirtschaftlichen Aktivitäten geprägt war, stützte einmal mehr die konjunkturelle Entwicklung. Darüber hinaus festigte sich die wirtschaftliche Dynamik auf den für die Exporteure wichtigen europäischen Absatzmärkten weiter. Die Importe von Waren und Dienstleistungen nahmen ebenfalls merklich zu, so dass die nominale Importquote weiter stieg. Maßgeblich hierfür war neben einer gefestigten Binnennachfrage die erhöhte Einfuhr von Vorleistungsgütern, die ihrerseits eng mit der Zunahme der Exporttätigkeit verbunden ist. Einen zusätzlichen Auftrieb erhielten die Importe dabei durch die vorgezogenen Ausgaben für langlebige Konsumgüter infolge der Anhebung der Umsatzsteuer in 2007. In den ersten neun Monaten des Jahres 2006 lag die Inflationsrate durchschnittlich bei 1,9 v.H., derselbe Wert wie im Durchschnitt des Vorjahres. Die Preisniveauentwicklung blieb auch in diesem Jahr vom ölpreisbedingten Anstieg der Energiepreise geprägt, der durch die Aufwertung des Euro nur leicht abgemildert wurde. Der binnenwirtschaftliche Preisdruck blieb trotz einiger Vorzieheffekte aufgrund der anstehenden Umsatzsteuer-Erhöhung insgesamt moderat. 1.2 Entwicklung der BrancheDie konjunkturelle Erholung insgesamt in der Bundesrepublik Deutschland hat sich auch positiv auf die Umsatzentwicklung in der Kartenbranche ausgewirkt. Weiterhin treibender Faktor im Kartenmarkt ist die Entwicklung im Bereich Loyalty- /Kundenkarten. Hier wurden neue Kartenprogramme gestartet bzw. von etablierten Kundenkarten- Anbietern neue Partner aufgenommen. Im Bereich der Kreditkarten war das Jahr 2006 geprägt durch den Austausch-Zyklus. Neue Kartenprodukte, wie z.B. die individuelle Bild-Kreditkarte oder die "Prepaid Karte" gaben ebenfalls erste Impulse für die insgesamt bessere Entwicklung am Kartenmarkt. Im Bereich der Wettbewerber gab es den Zusammenschluss zu Ende 2005 zwischen der Firma Sagem und der Firma Orga (Schwerpunkt Telekommunikationsbereich) sowie im Oktober 2006 die Übernahme der Firma PPC, mit Sitz in Paderborn, durch die Card Factory AG (gleichzeitig Anteilseignerin der Novacard GmbH). Eine gewisse Verunsicherung in der ansonsten positiven Entwicklung im Kartenmarkt ist lediglich bei der Einführung der neuen elektronischen Gesundheitskarte, bedingt durch politische und auch verbandspolitische Verzögerungen, festzustellen. In einem für den deutschen Markt neuen Bereich der Geschenkkarten (GiftCards) gab es erste Bestellungen und Aktionen im Einzelhandel. Hier ist davon auszugehen, dass sich dies in den nächsten Jahren, ähnlich wie in Europa bzw. USA, sehr stark weiterentwickeln wird. Die Entwicklung der GHP Card Systems GmbH im Jahr 2006 zeigte sich konform mit den Marktgegebenheiten. Insbesondere konnten wichtige Weichenstellungen, speziell für die Gewinnung von Neukunden und Projekten (z.B. BahnCard Projekt) gewonnen werden. 1.3 Umsatz- und AuftragsentwicklungUmsatz des Geschäftsjahres Bedingt durch die konjunkturelle Erholung in Deutschland und auch, speziell im Loyalty-/Kundenkartenbereich, durch verstärkte Vertriebsarbeit, speziell im Bereich der Wertkartenproduktion (Bank-/Kreditkarten und Karten mit Zahlfunktion) ist es gelungen, trotz der schwierigen Lage der GHP-Gruppe, die per Asset-Deal übernommenen Kunden mit ihren teilweise langfristigen Verträgen zu erhalten bzw. weiter auszubauen. Die einzelnen Produktgruppen haben sich hierbei wie folgt entwickelt: 1. Prepaid/Voucher Karten In diesem Segment ist es gelungen, weitere internationale Großaufträge zu akquirieren. Außerdem sind wir zwischenzeitlich der einzige Lieferant der T-Mobile Deutschland sowie anderer Auslandsgesellschaften von T-Mobile International. Die Verträge hierzu werden nach Aussage von T-Mobile International nicht mehr ausgeschrieben, so dass wir auch in den kommenden Geschäftsjahren mit diesen Umsätzen planen können. Ebenso ist es gelungen, durch die großen international neuen Kunden für die Produktionsanlage interessante Mengen zu akquirieren, die die Produktivität der technischen Anlagen optimal ausnutzen. 2. Bank- und Kreditkarten / Wertkarten In diesem Segment konnten weitere wichtige Kunden, neben den bereits vorhandenen, im ausgehenden Geschäftsjahr 2006 gewonnen werden. So unter anderem die Postbank sowie die GZS/First Data. Diese Kunden-Neugewinnungen werden im Geschäftsjahr 2007 zu entsprechenden Umsätzen führen. Ebenso haben wir im Bereich der individuellen Bild-/Kreditkarte mit der Postbank und der Landesbank Berlin Aufträge abgewickelt. Trotz schwieriger Bedingungen der GHP- Gruppe ist es gemeinsam mit Loyalty Partner in München gelungen, innerhalb eines Konsortiums das BahnCard- Projekt für 42 Monate (Erweiterung um optional weitere 6 Monate) zu gewinnen. Start der Produktion ist im März 2007. Dies bedeutet ein Umsatzvolumen per anno von ca. 1,8 Mio. €. Gleichzeitig stärkt dies die tägliche Auslastung im Bereich der Wertkarten. Somit ist ein Ziel der GHP Card Systems GmbH - Verstärkung der kontinuierlichen täglichen und wöchentlichen Abarbeitung von Aufträgen - weiter ausgebaut. 3. Kunden-/Loyaltykarten In diesem Produktbereich ist die GHP Card Systems GmbH weiterhin mit Abstand Marktführer in Deutschland (Marktanteil über 80 %). Alle großen Kundenbindungsprogramme, wie Loyalty-Payback / Happy Digits / Shell Club Smart etc., werden exklusiv von GHP Card Systems GmbH produziert. In 2006 ist unter anderem auch die Mineralölgesellschaft Aral Partner von Loyalty Payback geworden, was ebenfalls zu einer großen Karten- und Mailingaktion geführt hat. Die Marktposition der GHP Card Systems GmbH gilt hier als sicher und gefestigt, so dass wir auch in den nächsten Jahren mit einem gleichbleibend hohen Produktionsniveau rechnen können. Außerdem wird es zunehmend eine Umwandlung von der klassischen Kundenrabattkarte hin zu Kundenbindungskarten mit Zahlungsfunktion geben. Auch hier sind wir, bedingt durch unseren Ausbau in der Wertkarten- Produktion gut positioniert. 4. Chipkarten / KVK Karten / Telefonkarten Im Bereich der Telefonkarten haben wir uns bis auf die Deutsche Telekom / DeTe Card aus dem Markt zurück gezogen. Zur Auslastung der vorhandenen Kapazitäten in diesem Bereich ist es gelungen, im September 2006 einen langjährigen Kontrakt mit Firma Stralfors zu schließen, die uns mit einer Jahresmenge von ca. 8 Mio. Karten die Kapazitäten zu rund einem Drittel füllt. Wichtig hierbei ist, dass wir keinerlei Materialeinsatz haben, sondern lediglich als Lohnfertiger fungieren. Außerdem haben wir durch den Kontrakt mit unserer Schwesterfirma systemform MediaCard GmbH im Jahr 2006 ca. 3 Mio. KVK Karten implantiert und verarbeitet sowie ca. 1 Mio. Karten für die Firmengruppe Edeka. Im kommenden Geschäftsjahr werden wir im Bereich der Bank- und Kreditkarten weitere Kapazitäten in diesem Produktionsbereich füllen, dies bedingt durch die Einführung der Chip-Kreditkarte sowie den Einstieg der GHP Card Systems GmbH in den Bereich der EC-/Debitkarten. Abzuwarten bleibt die endgültige Einführung der elektronischen Gesundheitskarte, die wir dann ebenfalls für die systemform MediaCard GmbH in Bamberg im Bereich der Chipkartenabteilung implantieren und initialisieren werden. Ein entsprechender Dienstleistungsvertrag liegt vor. 1.4 Wirtschaftlichkeit der ProduktionInsgesamt ist es gelungen, bei einem gleichbleibenden Stammpersonal aber Rückführung im Bereich der Zeitarbeitskräfte (I.P. GmbH) einen höheren Mengendurchsatz zu erreichen. Steigerungen im Bereich der Prepaid Produktion von über 15 % sowie fast 40 % im Wertkartenbereich zeigen, dass sowohl von der Marktseite aber auch von der Produktionsseite her das Jahr 2006 positive Entwicklungen hatte. Auch durch den Einsatz des neuen Personalisierungssystems von Atlantic Zeiser (DOD Drucktechnologie) konnten wir speziell im Bereich der Kunden-/Loyaltykarten bei einigen Kunden diese neue Technologie anwenden und so bei annähernd gleichen Verkaufspreisen die Produktivität in diesem Bereich um den Faktor 8 erhöhen. Die Personalisierungsrate pro Stunde mit AZ DOD beträgt ca. 18.000 Karten gegenüber den Datacard Systemen mit ca. 2.500 Karten. Als nächstes Projekt liegt eine Zusammenführung der Produktion im Bereich der Kartenpersonalisierung an. Hier werden wir durch entsprechende räumliche Umbauten bis Anfang April 2007 eine Verbesserung dahingehend erzielen, dass wir Wertkarten- Personalisierungssysteme auch mit Personalisierung von Kunden- und Loyaltykarten belegen. Hierdurch würden die vorhandenen Personalisierungssysteme 3-schichtig zur Verfügung stehen. 1.5 Personal- und SozialbereichBedingt durch die schwierige Kostensituation und die Kündigung der im Zuge des Asset Deals übernommenen Regelungsabrede (40-Stunden-Woche ohne Lohnausgleich etc.) wurde in einer gemeinschaftlichen Aktion zwischen Geschäftsleitung, Betriebsrat und Mitarbeitern einzelvertraglich die Regelungsabrede zum Jahresende 2006 bis 31.12.2008 vereinbart. Weit über 96 % aller Mitarbeiter haben dieser Regelungsabrede zugestimmt. Dies ist eine wichtige Voraussetzung zur Gesundung des Unternehmens. Weiterhin haben wir saisonal Arbeitskräfte eingesetzt, sowohl von der konzerneigenen Firma I.P. GmbH (zurzeit ca. 63 Mitarbeiter unterjährig) als auch im kurzfristigen Bereich Mitarbeiter von Fremd-Zeitarbeitsfirmen. Diese Flexibilität im Bereich der Produktion wird wichtiger Baustein der Produktivität und Wirtschaftlichkeit der GHP Card Systems GmbH bleiben. 1.6 InvestitionenIm Jahr 2006 wurde im Vorgriff auf den Produktionsstart der BahnCard von Datacard eine Bildpersonalisierungsmaschine (MX6000) angeschafft, womit neben der Produktion der BahnCard auch andere bebilderte Kreditkarten oder Loyaltykarten verarbeitet werden können. Auf Mietbasis wurde im Dezember 2006 mit der Firma Datacard ein Vertrag zur Lieferung eines Personalisierungssystems für die EC-/Debitkarten geschlossen. Die Auslieferung des Systems erfolgt im März 2007. Die Miete ist zunächst auf mindestens 3 Monate / maximal 6 Monate vereinbart, danach wird dann entsprechend den Beschlüssen der notwendigen Gremien die Maschine entweder übernommen (unter Anrechnung der Mietkosten von 90 %) oder aber das System wird an Datacard zurück gegeben. Zwischenzeitlich haben wir neben der Postbank eine wichtige Ausschreibung der Unicredit in Italien gewonnen. Endgültige Verträge werden bis Ende März 2007 mit den einzelnen Ländern geschlossen. Hierbei wird die GHP Card Systems GmbH, beginnend ab April 2007, die Kredit- und Debitkarten für einige Banken dieser Gruppe in diversen europäischen Ländern für die nächsten drei Jahre abwickeln. Die vorgenannten Investitionen wurden auf Leasingbasis getätigt. 1.7 FehlerkostenDie Fehlerkosten im Geschäftsjahr 2006 beliefen sich auf 46 T€ oder 0,5 % vom Umsatz. Dies ist zum einen der konsequenteren Schulung der Mitarbeiter aber auch der steigenden Sensibilisierung der Abteilungsleiter zuzurechnen. Die Fehlerkosten im Verhältnis zum Umsatz belaufen sich gegenüber der branchenüblichen Kennzahl im unteren Bereich. Qualitätsmanagement ist ein wichtiges Führungselement der Geschäfts-Führung und wird als feststehender Tagesordnungspunkt in den 14-tägigen Abteilungsleiter- Sitzungen in 2007 weiter geführt. 2. Darstellung der Lage2.1 VermögenslageDas Anlagevermögen beträgt 11.166 T€. Dabei sind in den Investitionen im Wesentlichen Zugänge aus dem Asset Deal für immaterielle Vermögensgegenstände, Sach- und Finanzanlagen sowie der beim Asset Deal entstandene Goodwill in Höhe von 4.455 T€ enthalten. Aufgrund voraussichtlich dauerhafter Wertminderung wurde die Ausleihung an die Gesellschaft EMKA Card Systems Ltd., Israel um 339 T€ auf einen Restbuchwert in Höhe von 1 € abgeschrieben. Durch das negative Jahrsergebnis in Höhe von 948 T€ im Geschäftsjahr 2006 ergibt sich ein "Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag" in Höhe von 448 T€. 2.2 FinanzlageDer Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit der Gesellschaft ist mit 409 T€ positiv. Zusammen mit dem Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von 655 T€ konnten die Auszahlungen für die Investitionstätigkeit in Höhe von 763 T€ (nach Abzug der Zugänge aus dem Asset Deal) gedeckt werden. Im Unternehmen wird für Maschinen und Kraftfahrzeuge regelmäßig auf Leasing als Finanzierungsinstrument zurückgegriffen. Die finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingvertragen betragen zum Bilanzstichtag 3,2 Mio €. 2.3 ErtragslageDie Umsatzerlöse der Gesellschaft betragen im Geschäftsjahr 2006 8.220 T€. Es wurde eine Abschreibung auf die Ausleihung an die Gesellschaft EMKA Card Systems Ltd. in Höhe von 339 T€ aufgrund mangelnder Werthaltigkeit durchgeführt, die unter der Position Abschreibungen auf Finanzanlagen ausgewiesen wird. 3. Kurzbericht über TochterfirmenCF Card Factory GmbH Die CF Card Factory GmbH hat im Jahr 2006 ihren Umsatz weiter steigern können. Dies ist auf die insgesamt gute Umsatzentwicklung der Muttergesellschaft GHP Card Systems GmbH zurück zu führen (Umsatzanteil der CF Card Factory GmbH über 90 % GHP Card Systems GmbH). Durch weiterhin sehr strenges Kostenmanagement und hohe Auslastung der Produktionseinheiten ist es trotz leicht gestiegener Materialkosten gelungen, das Ergebnis der CF Card Factory GmbH gegenüber dem Vorjahr zu steigern. So betrug im Jahr 2005 der EBIT 130 T€ und im Jahr 2006 wurden 282 T€ EBIT erzielt. Zurzeit finden mit dem neuen Hauptgesellschafter der GHP Holding GmbH (Schweizer Post AG, Bern) Gespräche statt, um die Wertschöpfungskette der CF Card Factory GmbH um den Bereich Wertkarten-Rohlingsproduktion zu erweitern. Hierzu ist eine Zertifizierung nach VISA- und MasterCard - Standard notwendig. Die entsprechenden Businesspläne sind ausgearbeitet, liegen vor und wurden im Februar 2007 vom Gesellschafter-Ausschuss der GHP Holding positiv entschieden, allerdings abhängig gemacht von der Erteilung eines Großauftrags durch eine deutsche Großbank. Aus Sicht der Geschäftsleitung der GHP Card Systems GmbH wäre es auch für die GHP Card Systems GmbH wichtig, hier unabhängig von Wettbewerbern zu sein, um auch im Kartenrohlingsbereich anbieten zu können. Außerdem hätte die CF Card Factory GmbH die Möglichkeit, Kartenrohlinge über die Vertriebsgesellschaft Cards United GmbH im europäischen Ausland anzubieten. Insgesamt eine erfreuliche Entwicklung der CF Card Factory GmbH, die sich auch im nächsten Geschäftsjahr nach heutigen Erkenntnissen so fortsetzen wird. Cards United GmbH Die Vertriebsgesellschaft der GHP Card Systems GmbH im internationalen Bereich (Schwerpunkt Telekommunikation, Fulfillment, GSM/SIM Karten) hat sich im Geschäftsjahr 2006 ebenfalls positiv entwickelt. So konnte zum ersten Mal seit Gründung der Cards United GmbH ein positiver EBIT in Höhe von 137 T€ erzielt werden. Dies ist vor allen Dingen gelungen durch weitere Neukunden- Akquise, speziell im Bereich Prepaid/Voucherkarten, aber auch erste Erfolge im Bereich der Verarbeitung von GSM/SIM Karten im Fullfillment Bereich haben zum positiven Ergebnis beigetragen. Dieser Trend, speziell im Bereich Fulfillment, wird sich fortsetzen im Jahr 2007 und zu Produktionen sowohl bei der GHP Card Systems GmbH (maschinelle Verarbeitung) als auch bei der GHP- Tochterfirma GHP Direct Mail s.r.o. in Tschechien (Handlingsverarbeitung) führen. Außerdem ist es der Cards United GmbH gelungen, mit weiteren Partnern, die eingeschränkten Kapazitäten der GHP Card Systems GmbH im Bereich der PrepaidA/oucherkarten durch Handelswaren- Aufträge zu steigern. Ebenso sind erste Erfolge im Bereich der Handelsware GSM/SIM Karten erzielt worden. EMKA Card Systems Ltd., Israel Auch im Jahr 2006 hat die Beteiligungsgesellschaft Emka Card Systems im Israel ein negatives Betriebsergebnis erwirtschaftet. Nach Diskussion haben wir uns entschieden, das Joint Venture mit der Firma Emka Card Systems Ltd. in Israel aufzulösen. Hierzu gab es ein erstes Gespräch in Tel Aviv. Die entsprechenden Aktivitäten werden über die GHP Holding GmbH in enger Abstimmung mit der Geschäftsführung der GHP Card Systems GmbH vorangetrieben. Ziel ist es, bis spätestens 1. Quartal 2007 dieses Joint Venture beendet zu haben. Die noch offenen Gesellschafterdarlehen von GHP Card Systems GmbH an Emka wurden in der Bilanz des Jahres 2006 vollumfänglich abgeschrieben. 4. Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft mit ihren Chancen und Risiken4.1 Chancen und RisikenInnerhalb der Restrukturierungsmaßnahmen der GHP Gruppe wurden auch entsprechende Maßnahmen bei der GHP Card Systems GmbH gestartet (Regelungsabrede etc.). Weitere Maßnahmen zur Kostenreduzierung bei gleichzeitiger Steigerung der Produktivität wurden seitens der Geschäftsführung in einem Maßnahmenkatalog für das Jahr 2007 festgelegt. Dieser Maßnahmenkatalog wird mit dem zuständigen Geschäftsführer der GHP Holding GmbH im Laufe des Jahres 2007 überprüft und nachhaltig durchgesetzt. Insgesamt kann davon gesprochen werden, dass diese Maßnahmen auf der einen Seite und die Marktentwicklung auf der anderen Seite dazu geführt haben, dass der Turn-around der Gesellschaft gelingen und konsequent fortgeführt im Geschäftsjahr 2007 zu einem positiven EBIT führen wird. Gemäß dem zum Jahr 2006 erstmals eingeführten Risikomanagement der GHP Card Systems GmbH muss auf die höchsten Risiken hingewiesen werden. Nach Ansicht der Geschäftsführer besteht das höchste Risiko im Moment in der zu niedrigen Kapitalausstattung. Es besteht Einigkeit mit der Geschäftsleitung der GHP Holding GmbH, dass die Bilanzstruktur durch geeignete Maßnahmen, wie Erhöhung des Stammkapitals und/oder Gesellschafterdarlehen zu verbessern ist. Ebenso sind durch Maßnahmen, wie Schaffung einer Controlling- Stelle und Einführung von BAB und Kostenstellenplanung in 2007 künftig Maßnahmen zur Unternehmenssteuerung in geeigneter Form vorhanden. Finanz- und Währungsrisiken, vor allem im Zusammenhang mit unserem verstärkten Ausbau im Exportgeschäft begegnen wir durch währungskongruente Finanzierung des Geschäfts sowie durch Absicherung der Geschäfte über Akkreditive oder Bankbürgschaften. Die GHP Card Systems GmbH wickelt ihre Geschäfte ausschließlich auf EURO-Basis ab. Bei Berechnung an den Endkunden durch Cards United GmbH kann dies auch auf US Dollar-Basis geschehen. Hierbei wird bei Bedarf mit Währungssicherung (über GHP Holding GmbH) gearbeitet. Produktrisiken werden durch entsprechende Maßnahmen in der Qualitätssicherung und Begleitung der Produktion durch die Qualitätssicherung begegnet. Außerdem werden für risikobehaftete Produktionen, wie z.B. Kreditkartenbereich entsprechende Vermögensschaden- und Haftpflichtversicherungen abgeschlossen und aufgestockt. Im Bereich der Umweltrisiken hat die GHP Card Systems GmbH keine Problemstoffe, die zu Problemen führen könnten. Außerdem sind wir nach DIN EN 14001 zertifiziert. Im Bereich der Sicherheitsrisiken werden wir jährlich von VISA und Master Card sowie dem TÜVIT CERT (TU4) überprüft und reauditiert. Außerdem wird speziell im IT Bereich durch Einsatz von modernsten Firewall Systemen und entsprechendem 4-/6-Augen-Prinzip der Umgang mit sicherheitsrelevanten Daten überwacht und kontinuierlich überprüft. Durch eine noch zu geringe Basisauslastung durch lang laufende Auftragsverhältnisse muss unser Fokus in akquisitorischer Hinsicht auf der vertraglichen Absicherung von langfristigen Kundenaufträge mit planbaren Produktionsleistungen liegen. Hierdurch generieren wir auch eine deutlich verbesserte Auslastung unserer kapitalintensiven Produktionsanlagen. Im Bereich der Investitionen ist durch die neue Gesellschafterstruktur eine etwas größere Sicherheit gegeben, um künftigen Anforderungen im Technologiebereich des Kartenmarktes begegnen zu können. Unsere Stärken liegen grundsätzlich in der Dienstleistungsbreite und dem angebotenen Servicegrad rund um die Karte. Wir decken das gesamte Auflagenspektrum von Kleinstmengen bis zur Großauflage ab und bieten eine breite Kartenvielfalt an inklusive der Weiterverarbeitung und des Versands. Unser Vertrieb ist international ausgerichtet. Unsere Kundenbindung ist enorm hoch, da wir spezielle IT-Lösungen für Kartenanwendungen aller Art anbieten (z.B.: Flottenkarten, Kundenbindungsprogramme). 4.2 Bestandsgefährdende RisikenZum 31.12.2006 ergibt sich aufgrund des Jahresfehlbetrages in Höhe von 948 T€ ein negatives Eigenkapital in Höhe von 448 T€. Durch eine Rangrücktrittserklärung seitens der GHP Holding GmbH wird eine insolvenzrechtliche Überschuldung vermieden. Durch die positiven Ergebniserwartungen des neuen Geschäftsjahres wird von einer kurzfristig wieder herstellbaren Eigenkapitalsituation ausgegangen, die die Fortführung der Gesellschaft sichert. Außerdem sind durch entsprechende Maßnahmen auf der vertrieblichen sowie auf der Kostenseite in den nächsten Geschäftsjahren positive Ergebnisse geplant. Durch diese Maßnahmen der Ergebnisverbesserung wird die Gesellschaft in den nächsten vier Geschäftsjahren wieder ein positives Eigenkapital erzielen sowie auch die Entschuldung gegenüber der GHP Holding GmbH einleiten. Wir sind daher bei der Erstellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2006 von der Prämisse der Unternehmensfortführung ausgegangen. 4.3 Voraussichtliche Entwicklung der GesellschaftDurch die bereits oben erwähnten Vertriebserfolge auf der einen Seite sowie ein Maßnahmenpaket zur Kostenreduzierung auf der anderen Seite wird die GHP Card Systems GmbH im Jahr 2007 den Turn-around in Richtung positiver EBIT schaffen. Dies ist auch in der Planung für 2007 und Folgejahre entsprechend dokumentiert. Die weiteren Maßnahmen zur Kostenreduzierung wurden erstmalig für 2007 von der Geschäftsleitung mit den jeweils zuständigen Abteilungsleitern in Form von Zielgesprächen mit einem hinterlegten Prämiensystem vereinbart und sollten zu dem entsprechenden Erfolg führen. Außerdem wird auf der Personalkostenseite noch stärker mit flexiblem Einsatz von Zeitarbeitskräften, sowohl der zur GHP-Gruppe gehörenden I.P. GmbH als auch Fremdzeitarbeitsfirmen, gearbeitet, um saisonale Schwankungen noch besser abzufedern. Über die Eigenkapitalsituation der Gesellschaft sollen mit der GHP Holding GmbH und dem Gesellschafter- Ausschuss der GHP Holding GmbH Gespräche geführt werden, um diese für das Geschäftsjahr 2007 zu erhöhen bzw. zu verbessern. Durch die eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen sowie durch weitere Großprojekte, die langjährige Verträge beinhalten (z.B. BahnCard Projekt - 42 Monate Laufzeit / GSZ First Data / Loyalty Partner Payback - hier sind wir Exklusivproduzent / Happy Digits und andere) sowie durch die erkennbaren Erfolge im Bereich der Bank- und Kreditkarten (derzeitiger Marktanteil 35 %) und durch den geplanten Einstieg in die Debitkarten- Produktion wird die wirtschaftliche Gesundung der Gesellschaft untermauert. So planen wir für das Geschäftsjahr 2007 mit einem EBIT von 873 T€ und für das Geschäftsjahr 2008 von 1.363 T€. Hierbei stützen wir uns auch auf neue Produktgruppen, wie z.B. die Einführung der GiftCard in Deutschland, von der wir uns erhebliche Markterfolge erwarten. Außerdem werden wir als GHP Card Systems GmbH auch im Zuge der Einführung der elektronischen Gesundheitskarte als Lieferant für die systemform MediaCard GmbH in den nächsten Jahren auch in diesem Bereich entsprechende Umsatz- und Ergebnisbeitrage haben. Speziell in dem für uns wichtigen Bereich der durchschnittlichen Auslastung werden wir so von derzeit ca. 30-35 % Daueraufträge auf ca. 50 % Daueraufträge im Jahr 2008 angewachsen sein. Dies bedeutet für die Auslastung unterjährig eine gleichmäßigere Beschäftigung und eine etwas geringere Abhängigkeit vom so genannten Spot Geschäft (Einmalgeschäfte, Sondergeschäfte). Ebenso ist zu berücksichtigen, dass gerade im Bereich der Verschuldung gegenüber der GHP Holding GmbH, Vorlaufkosten enthalten sind, die im Zuge der Zertifizierung für Kredit- und Debitkarten angefallen sind und die erst ab dem Geschäftsjahr 2007 und folgende zu entsprechenden Ergebnisbeiträgen führen werden. Insgesamt sind die Voraussetzungen auch durch die Erstarkung der Konjunktur gegeben, um nachhaltig die GHP Card Systems GmbH mit positiven EBT's in den nächsten Geschäftsjahren zu gestalten. 5. Ereignisse nach dem BilanzstichtagEs haben nach dem Bilanzstichtag keine besonderen Ereignisse stattgefunden, über die zu berichten wäre.
Bamberg, 23. Februar 2007 Bernd Reichert Uwe Storch Bilanz zum 31. Dezember 2006AKTIVSEITE
Gewinn- und Verlustrechnungfür das Rumpfgeschäftsjahr vom 14. August 2006 bis 31. Dezember 2006GHP Card Systems GmbH, Bamberg
ANHANG für das Rumpfwirtschaftsjahr vom 14. August bis zum 31. Dezember 2006GHP Card Systems GmbH, BambergDie mit "Vorjahr" bezeichneten Angaben betreffen die Werte der Eröffnungsbilanz zum 14. August 2006. A. GRUNDSÄTZE DER BERICHTERSTATTUNGDie Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgt nach den Rechnungslegungsvorschriften des HGB und den ergänzenden Vorschriften des GmbHG. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren. Zur besseren Übersichtlichkeit sind bestimmte Vermerke der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung im Anhang dargestellt. Die Wertangaben im Anhang wurden auf volle EUR gerundet. Für die Abwicklung von Kundenaufträgen werden die hierfür erforderlichen Portokosten von den Kunden teilweise auf ein separat geführtes Bankkonten überwiesen, von denen die Deutsche Post AG den Portoeinzug vornimmt (sog. Portotreuhandkonto). Die GHP Card Systems GmbH verwaltet dieses Konto nur treuhänderisch; sie ist nicht wirtschaftliche Eigentümerin der überwiesenen Gelder. Die Verwaltung des Kontos erfolgt getrennt von den übrigen Konten in einer gesonderten Buchführung. Es wird aufgrund des treuhänderischen Charakters nicht in der Bilanz ausgewiesen. Das Portotreuhandkonto weist zum 31. Dezember 2006 einen Stand von EUR -38.598 aus. Die Gesellschaft wurde mit dem Gesellschaftsvertrag vom 10. August 2006 (UR-Nr. A 0879/2006 des Notars Heinz Wilhelm Hillmann, Bamberg) gegründet. Die Eintragung im Handelsregister erfolgte am 14. August 2006. Mit dem Unternehmenskauf- und Abtretungsvertrag vom 18. August 2006 (UR-Nr. A 0887/2006 des Notars Heinz Wilhelm Hillmann) hat die Firma systemform Holding GmbH mit Sitz in Bamberg (AG Bamberg, HRB 5429) an die Gesellschaft GHP Card Systems GmbH das Kartenherstellungsunternehmen verkauft. Der Vertrag umfasst sämtliche Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit Ausnahme der drei Geschäftsanteile an der systemform MediaCard GmbH sowie des zwischen der systemform Holding GmbH und der systemform MediaCard GmbH bestehenden Ergebnisabführungsvertrages vom 02. Dezember 2005. Weiterhin gehen durch diesen Unternehmenskauf- und Abtretungsvertrag sämtliche Ansprüche und Rechte, Kundenverträge sowie sonstige Verträge auf die Firma GHP Card Systems GmbH über. Der Übergangszeitpunkt ist der Ablauf des letzten Tages des Monats, in dem der Unternehmenskaufvertrag zwischen der Swiss Post GHP Holding GmbH, den verschiedenen Gesellschaftern der GHP Holding GmbH und der Fortuna Beteiligungs GmbH (UR.-Nr. A 813/2006 des Notars Heinz Wilhelm Hillmann, Bamberg vom 24. Juli 2006) wirksam wird, d. h. mit Ablauf des 30. September 2006. Der von der GHP Card Systems GmbH zu zahlende Kaufpreis beträgt EUR 1. Dadurch ergibt sich bei der GHP Card Systems Holding GmbH ein zu aktivierender Goodwill in Höhe von EUR 4.454.520, welcher über eine Nutzungsdauer von fünfzehn Jahren planmäßig linear abgeschrieben wird. Zur besseren Darstellung der bilanziellen Auswirkungen des Unternehmenskauf- und Abtretungsvertrages sind nachfolgend die Bilanzen der GHP Card Systems GmbH jeweils vor und nach dem Übergangszeitpunkt dargestellt. GHP Card Systems GmbH, BambergAKTIVSEITE
B. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN, WÄHRUNGSUMRECHNUNGDie Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von EUR 448.216 aus. Die Bewertung wurde trotz der bestehenden bilanziellen Überschuldung weiterhin unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit vorgenommen, da die GHP Holding GmbH gegenüber der Gesellschaft am 14. Februar 2007 eine Rangrücktrittserklärung abgegeben hat. In dieser Vereinbarung verpflichtet sich die GHP Holding GmbH, hinsichtlich ihrer bis zum 31. Dezember 2006 entstandenen Ansprüche gegen die Gesellschaft im Rang hinter die Forderungen anderer gegenwärtiger und zukünftiger Gläubiger der Gesellschaft zurückzutreten. Insbesondere verpflichtet sich die GHP Holding GmbH, die Erfüllung der Ansprüche nicht in der Überschuldung der Gesellschaft gem. § 64 Abs. 1 GmbHG geltend zu machen. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer von ein bis fünfzehn Jahren abgeschrieben. Der Geschäfts- und Firmenwert wird in Anlehnung an die steuerlichen Vorschriften über die Nutzungsdauer von fünfzehn Jahren abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und wird planmäßig linear über seine voraussichtliche Nutzungsdauer von ein bis zweiunddreißig Jahren abgeschrieben. Die jeweilige Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wird in Anlehnung an die steuerlichen AfA-Tabellen geschätzt. Geringwertige Vermögensgegenstände i.S.d. § 6 Abs. 2 EStG werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Sie sind in der Entwicklung des Anlagevermögens jeweils als Zu- und Abgänge ausgewiesen. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten aktiviert. Im Falle einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung wurden einzelne Finanzanlagen auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten und die unfertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet. Als Herstellungskosten werden die produktionsbezogenen Vollkosten angesetzt. Aufgrund der durchgeführten verlustfreien Bewertung wurden einzelne unfertige Erzeugnisse auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich mit dem Nennwert angesetzt. Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögensgegenständen werden Ausfallrisiken durch angemessene Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch angemessene Pauschalwertberichtigungen bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Rechnung getragen. Die Pauschalwertberichtigung beträgt 1 % und entspricht dem tatsächlichen Ausfallrisiko. Die liquiden Mittel (Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten) werden zu Nominalwerten ausgewiesen. Als Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben zu den Beträgen ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Die Auflösung erfolgt entsprechend ihrer wirtschaftlichen Zugehörigkeit zwischen ein und vier Jahren. Den Pensionsrückstellungen liegt ein versicherungsmathematisches Gutachten unter Berücksichtigung des § 6a EStG zugrunde. Die Berechung basiert auf den Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck und der Anwendung eines Rechnungszinsfußes von 6 %. Die zugesagten Rentenanpassungen, soweit diese nicht in der "Allgemeinen Betriebsvereinbarung betreffend die Versorgungsordnung für die Betriebsangehörigen" geregelt sind, betragen 3 % alle 3 Jahre ab Rentenbeginn. Die Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen (ausschließlich nach dem Blockmodell) wird auf Grundlage eines versicherungsmathematischen Gutachtens gebildet. Der Aufstockungsbetrag wurde mit dem Barwert der Verpflichtungen unter Verwendung der Richttafeln 2005 G angesetzt und mit einem Rechnungszins von 5,5 % p.a. ermittelt. Die Rückstellung für die Verbindlichkeit aus dem Erfüllungsrückstand wurde ebenfalls mit einer Abzinsung von 5,5 % p.a. errechnet. Die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des Betrages gebildet worden, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle bis zum Abschlussstichtag entstandenen Risiken und ungewissen Verpflichtungen abzudecken. Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden zum Durchschnittskurs ihres Buchungstages bewertet. Buchverluste aus Wechselkursänderungen zum Abschlussstichtag werden auf der Grundlage des Devisenmittelkurses ermittelt und ergebniswirksam berücksichtigt. C. ERLÄUTERUNGEN ZUM JAHRESABSCHLUSSI. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2006 ist im Anlagenspiegel dargestellt. Der Posten Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten beinhaltet entgeltlich erworbene EDV-Software. Der Anteilsbesitz der GHP Card Systems GmbH stellt sich zum 31.12.2006 wie folgt dar:
Das Darlehen an die Emka Card Systems Ltd., Tel Aviv, wurde in 2006 um EUR 339.217 außerplanmäßig auf EUR 1 abgeschrieben. II. Umlaufvermögen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 2.713.760 (Vorjahr EUR: 400.000 hiervon gegen die Gesellschafterin EUR 400.000) sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 2.679.076 (Vorjahr: EUR 0). Die Forderungen gegen Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 3.755 (Vorjahr: EUR 0). Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von insgesamt EUR 500.133 (Vorjahr: EUR 0) enthalten im Wesentlichen Schadensersatzansprüche in Höhe von EUR 124.300 (Vorjahr: EUR 0). Darüber hinaus sind Aktivwerte aus Lebensversicherungen in Höhe von EUR 83.152 ausgewiesen. III. Aktive Rechnungsabgrenzung Die aktive Rechnungsabgrenzung umfasst im Wesentlichen eine im Zusammenhang mit dem Einzug in das angemietete Gebäude in der Kronacher Str. 61 an den Vormieter zu leistende Abfindung in Höhe von EUR 47.422 (Vorjahr EUR 0), welche linear über vier Jahre aufgelöst wird. IV. Eigenkapital Das Eigenkapital in Höhe von EUR 448.216 setzt sich zusammen aus dem Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 948.216 und dem gezeichneten Kapital in Höhe von EUR 100.000 und der Kapitalrücklage in Höhe von EUR 400.000. V. Rückstellungen Die Veränderung der Pensionsrückstellungen ergibt sich aus dem Gutachten der Höfer Vorsorge-Management GmbH & Co. KG. Von den sonstigen Rückstellungen entfallen EUR 637.551 (Vorjahr: EUR 0) auf den Personalbereich. Im Wesentlichen setzt sich dieser Wert zusammen aus Rückstellungen für Urlaubslöhne und -gehälter in Höhe von EUR 240.415 (Vorjahr: EUR 0), tarifliche Jahressonderzahlungen in Höhe von EUR 184.300 und für Überstunden in Höhe von EUR 80.436 (Vorjahr: EUR 0). Der Restbetrag der Rückstellungen im Personalbereich entfällt auf ausstehende Tantiemezahlungen, Abfindungen sowie Berufsgenossenschaftsbeiträge. Weiterhin enthalten die sonstigen Rückstellungen eine Rückstellung für Kundenboni in Höhe von EUR 119.250 (Vorjahr: EUR 0). Die Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen wurde nach dem Gutachten der Höfer Vorsorge-Management GmbH & Co, KG auf EUR 89.893 angepasst. VI. Verbindlichkeiten Der Verbindlichkeitenspiegel der Gesellschaft stellt sich zum 31.12.2006 wie folgt dar:
Die Sicherheiten bestehen in Form von Sicherungsübereignungen. Über die genannten Sicherheiten hinaus bestehen in Bezug auf die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen im branchenüblichen Maße Eigentumsvorbehalte. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 388.727 (Vorjahr: EUR 0) enthalten. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter GHP Holding GmbH in Höhe von EUR 15.337.413 (Vorjahr: EUR 0) ausgewiesen. VII. Gewinn- und Verlustrechnung Von den Umsatzerlösen entfallen EUR 7.224.074 (Vorjahr: EUR 0) auf das Inland und EUR 996.101 (Vorjahr: EUR 0) auf das Ausland. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Herabsetzung der Einzelwertberichtigung in Höhe von EUR 6.000 (Vorjahr EUR: 0), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von EUR 21.560 (Vorjahr EUR: 0) sowie Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen in Höhe von EUR 10.495 (Vorjahr EUR: 0). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen zur Einstellung von Einzelwertberichtigungen in Höhe von EUR 4.169 (Vorjahr: EUR 0), Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen in Höhe von EUR 3 (Vorjahr: EUR 0) sowie Forderungsverluste in Höhe von EUR 348 (Vorjahr: EUR 0). Weiterhin sind übrige sonstige periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 5.497 (Vorjahr: EUR 0) enthalten. D. SONSTIGE ANGABENMit der Gründung der Gesellschaft wurden die Herren Bernd Reichert, wohnhaft in Annweiler am Trifels und Uwe Storch, wohnhaft in Stegaurach zum Geschäftsführer bestellt. Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung werden im Hinblick auf § 286 Abs. 4 HGB nicht angeben. Die Gesellschaft hat im Jahresdurchschnitt 232 Mitarbeiter beschäftigt, davon 106 gewerbliche Arbeitnehmer und 126 Angestellte. Zum 31.12.2006 haben Haftungsverhältnisse i.S.v. § 251 HGB aus Bürgschaften in Höhe EUR 503.623 (Vorjahr: EUR 0) bestanden. Diese bestehen in voller Höhe gegenüber verbundenen Unternehmen. Für die bestehende Kreditlinie bei der Commerzbank AG besteht in Höhe von EUR 750.000 eine gesamtschuldnerische Haftung der GHP Holding GmbH, der GHP Direct Mail GmbH, der GHP Dialog Services GmbH und der GHP Card Systems GmbH. Weiterhin besteht für die Kreditlinie der Dresdner Bank in Höhe von EUR 2.748.000 eine gesamtschuldnerische Haftung der GHP Holding GmbH, GHP Direct Mail GmbH, GHP Dialog Services GmbH, LS Dialogmarketing GmbH & Co. KG und GHP Card Systems GmbH, die sich auch auf sämtliche gegenwärtige und zukünftige Ansprüche erstreckt. Zum Abschlussstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen in Höhe von EUR 1.473.268 (Vorjahr EUR 0) und aus Leasingverträgen in Höhe von insgesamt EUR 1.742.653 (Vorjahr: EUR 0). Die GHP Holding GmbH, Bamberg, ist das Mutterunternehmen, das zum 31.12.2006 den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, in den die Gesellschaft einbezogen wird. Der Konzernabschluss ist beim Amtsgericht Bamberg unter HRB 110 offenzulegen. Die Schweizerische Post, Anstalt des öffentlichen Rechts, Bern, ist das Mutterunternehmen, das zum 31.12.2006 den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, in den die Gesellschaft einbezogen wird.
Bamberg, den 23. Februar 2007 Bernd Reichert, Geschäftsführer Uwe Storch, Geschäftsführer 6.1.5 BestätigungsvermerkBestätigungsvermerk des Abschlussprüfers Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der GHP Card Systems GmbH, Bamberg, für das Rumpfgeschäftsjahr vom 14. August 2006 bis 31. Dezember 2006 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen der gesetzlichen Vertreter in Abschnitt 4.2 des Lageberichtes hin. Dort wird ausgeführt, dass die Gesellschaft zum 31. Dezember 2006 bilanziell überschuldet ist und dass die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft unter Berücksichtigung der von der GHP Holding GmbH abgegebenen Rangrücktrittserklärung bei der Erstellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2006 von der Prämisse der Unternehmensfortführung ausgegangen sind.
Nürnberg, den 20. März 2007 Rödl
& Partner GmbH
Dr. Keller, Wirtschaftsprüfer Dehner, Wirtschaftsprüfer 6.2.1 Gesellschaftsrechtliche GrundlagenFirma, Handelsregister, Sitz Die Gesellschaft ist unter der Firma GHP Card Systems GmbH im Handelsregister des Amtsgerichts Bamberg unter HRB 5571 eingetragen. Ein Handelsregisterauszug vom 4. Januar 2007 mit der letzten Eintragung vom 14. August 2006 lag uns vor. Sitz der Gesellschaft ist Bamberg. Gegenstand des Unternehmens ist die Produktion, die Personalisierung und der Vertrieb von Plastik-, Kartonage- und Wertkarten aller Art, der Aufbau, die Produktion und die Verwaltung von Kundenbindungsmaßnahmen sowie die Produktion und Verarbeitung von Werbemitteln für alle Maßnahmen des Dialogmarketings. Die Gesellschaft kann gleiche oder branchenähnliche Unternehmungen erwerben, sich an solchen beteiligen, solche pachten und sämtliche einschlägigen Geschäfte betreiben, die geeignet sind, die Unternehmungen der Gesellschaft zu fördern. Gründung Die Gesellschaft wurde durch notariellen Vertrag vom 10. August 2006 errichtet. Größe der Gesellschaft Die Gesellschaft ist gemäß § 267 Abs. 2 HGB eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Gesellschaftsvertrag Die gesellschaftsrechtlichen Verhältnisse sind im Gesellschaftsvertrag in der Fassung vom 10. August 2006 geregelt. Stammkapital Das voll einbezahlte Stammkapital beträgt EUR 100.000,00. Der Geschäftsanteil wird gehalten von:
Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. OrganeGesellschafterversammlung Im Rumpfgeschäftsjahr vom 14. August 2006 bis 31. Dezember 2006 und bis zum Ende unserer Prüfung fand eine Gesellschafterversammlung statt. Folgender Beschluss von wesentlicher Bedeutung wurde gefasst: Gesellschafterversammlung vom 18. Dezember 2006:
Geschäftsführung Die Geschäftsführer sind im Anhang angegeben. Die Gesellschaft wird durch zwei Geschäftsführer gemeinsam vertreten. Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Unternehmensverbindungen Die Gesellschaft ist Mutterunternehmen für das folgende inländische Tochterunternehmen gemäß § 290 HGB, das damit auch verbundenes Unternehmen gemäß § 271 Abs. 2 HGB ist. Als verbundene Unternehmen werden alle unmittelbaren und mittelbaren Tochtergesellschaften der Gesellschaft angesehen.
Darüber hinaus hält die Gesellschaft Beteiligungen an dem folgenden Unternehmen, das gemäß § 311 HGB als assoziiertes Unternehmen gilt:
Die Gesellschaft ist gemäß § 271 Abs. 2 HGB i.V.m. § 290 HGB ein verbundenes Unternehmen der GHP Holding GmbH, Bamberg, die zum 31. Dezember 2006 den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, in den die Gesellschaft einbezogen wird. Die Schweizerische Post, Anstalt des öffentlichen Rechts, Bern/Schweiz, stellt zum 31. Dezember 2006 den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf, in den die Gesellschaft einbezogen wird. Es handelt sich hierbei ebenfalls um verbundene Unternehmen. 6.2.2 Steuerliche VerhältnisseSteuerbilanz Für Zwecke der Besteuerung erstellt die Gesellschaft eine gesonderte Steuerbilanz. 6.2.3 Wirtschaftliche VerhältnisseGegenstand des Unternehmens Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft umfasst die Produktion, die Personalisierung und der Vertrieb von Plastik-, Kartonage- und Wertkarten aller Art, der Aufbau, die Produktion und die Verwaltung von Kundenbindungsmaßnahmen sowie die Produktion und Verarbeitung von Werbemitteln für alle Maßnahmen des Dialogmarketings. Die Gesellschaft kann gleiche oder branchenähnliche Unternehmungen erwerben, sich an solchen beteiligen, solche pachten und sämtliche einschlägigen Geschäfte betreiben, die geeignet sind, die Unternehmungen der Gesellschaft zu fördern. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zu sonstigen finanziellen Verpflichtungen i.S.d. § 285 Nr. 3 HGB, die nicht in der Bilanz erscheinen und auch nicht nach § 251 HGB anzugeben sind, verweisen wir auf die Angaben der Gesellschaft im Anhang. Wesentliche Verträge Mietvertrag vom 20./22. Mai 1997 mit sieben Nachträgen (zuletzt vom 19. Oktober 2000) zwischen der GHP Card Systems GmbH, Bamberg (jetzt: systemform Holding GmbH als Rechtsvorgängerin der GHP Card Systems GmbH), und der Johann Freudensprung GmbH & Co. KG, Bottrop, über die Nutzung des Gebäudes und der Freifläche in der Kronacher Str. 61, 96052 Bamberg. Der Mietvertrag wurde bis zum 31. Dezember 2009 verlängert. Das Mietverhältnis kann mit einer Frist von 12 Monaten zum Kalenderjahresende gekündigt werden. Die Mieterin hat das Recht, den Mietvertrag noch drei Mal zu verlängern (erstmals bis zum 31. Dezember 2015 zum 30. Juni 2010). Die Miete beträgt zur Zeit monatlich brutto EUR 34.436,30. 6.2.4 Definition finanzanalytischer Kennzahlen
6.2.5 Analysierende Darstellungen der Vermögens-, Finanz- und ErtragslageDer von den gesetzlichen Vertretern aufgestellte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2006, bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang, ist diesem Bericht als Anlagen 6.1.2 bis 6.1.4 beigefügt. Zur Gliederung sowie zur Bilanzierung und Bewertung weisen wir auf die Angaben der gesetzlichen Vertreter im Anhang (Anlage 6.1.4) hin. Von einer weitergehenden Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft, als nachfolgend ausgeführt, haben wir in Abstimmung mit den gesetzlichen Vertretern abgesehen. 1. Zusammenfassung
Ertragslage
Finanzwirtschaftliche Lage
1) Einschließlich Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen im Verbundbereich
2. Ertragslage des Rumpfgeschäftsjahres vom 14. August 2006 bis 31. Dezember 2006 Erfolgsspaltung
Finanzergebnis Das Finanzergebnis setzt sich wie folgt zusammen:
Neutrales Ergebnis Das neutrale Ergebnis setzt sich wie folgt zusammen:
3. Finanzwirtschaftliche Lage zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2006 3.1 Vermögensstruktur
3.2 Kapitalstruktur
3.3 Kapitalflussrechnung Die Kapitalflussrechnung entspricht dem Deutschen Rechnungslegungsstandard Nr. 2 des Deutschen Rechnungslegungsstandards Committee und dient der Darstellung der Entwicklung der Liquidität und der Finanzkraft der Gesellschaft. Sie zeigt, wie sich die Zahlungsmittel des Unternehmens im Rumpfgeschäftsjahr durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. Dabei werden die Zahlungsströme nach den Cashflows für die Bereiche der laufenden Geschäftstätigkeit, der Investitions- und der Finanzierungstätigkeit gesondert dargestellt.
Die Kapitalflussrechnung zeigt eine Zunahme des Finanzmittelfonds, die sich ergibt durch
Damit zeigt auch die Kapitalflussrechnung die Entwicklung der Finanzlage auf. Die Gesellschaft konnte die Investitionen zum Teil aus dem laufenden Cashflow finanzieren. 4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestanden gemäß § 285 Nr. 3 HGB sonstige finanzielle Verpflichtungen wie folgt:
5. Haftungsverhältnisse Zum Bilanzstichtag bestanden gemäß § 251 HGB Haftungsverhältnisse wie folgt:
Entwicklung des Anlagevermögensfür das Rumpfgeschäftsjahr vom 14. August 2006 bis 31. Dezember 2006GHP Card Systems GmbH, Bamberg
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
13 nahegelegene Organisationen
Herstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Beteiligungsgesellschaften
Wagniskapital-Beteiligungsgesellschaften
Ingenieurbüros für Fachplanung von technischer Gebäudeausrüstung
Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Großhandel mit Sanitärkeramik
Herstellung von keramischen Wand- und Bodenfliesen und -platten
Großhandel mit Sanitärkeramik
Bauträger für Wohngebäude
Herstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Beteiligungsgesellschaften
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen