Färber Gas GmbH
De-Vos-Straße 11, 25524 Itzehoe, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Nils Merten Färber seit 13.3.2020 | Geschäftsführer |
Hans-Jürgen Färber seit 7.4.2006 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 100.00% | |
| 9.90% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Färber Gas GmbHItzehoeJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024In dem nachstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden größenabhängige Erleichterungen zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht haben wird folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Färber Gas GmbH, Itzehoe Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Färber Gas GmbH, Itzehoe, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Färber Gas GmbH, Itzehoe, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften sowie bestimmten Personenhandelsgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Kiel, 9. Dezember 2024 rt
Revision + Treuhand GmbH & Co. KG
gez. Holtzberg, Wirtschaftsprüfer gez. Grimm, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. März 2024der Färber Gas GmbHAmtsgericht Pinneberg, HRB 1316 IZAKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechung für die Zeit vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024der Färber Gas GmbH, Itzehoe
Anhang vom 1. April 2023 bis 31. März 2024Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss zum 31. März 2024 der Färber Gas GmbH wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bei der Bewertung wurde gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Der entgeltlich erworbene Geschäfts- und Firmenwert wird aufgrund der vereinbarten vertraglichen Laufzeiten über einen Zeitraum von 15 Jahren abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wurde ebenfalls zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen und erfolgten ausschließlich linear. Zugänge von Vermögensgegenständen mit Anschaffungskosten von bis zu 800,00 € werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. Die Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten bilanziert. Die Vorräte beinhalten die zu Herstellungskosten bewerteten unfertigen Leistungen und den Warenbestand an Flüssiggas und Zubehör. Die Bewertung der Gasbestände erfolgt mit dem Einkaufspreis am Bilanzstichtag unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Der Zubehörbestand wurde mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nennbetrag angesetzt. Risikobehaftete Forderungen wurden einzelwertberichtigt. Darüber hinaus wurde zur Abdeckung von Einziehungskosten und des allgemeinen Ausfallrisikos eine Pauschalwertberichtigung von 1% auf alle nicht einzelwertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gebildet. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Ausgaben des Geschäftsjahres, die Aufwand für eine bestimme Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. Die Rückstellung für Pensionen und andere Verpflichtungen wurde nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) gebildet. Folgende Annahmen wurden zugrunde gelegt:
Es besteht ein Unterschiedsbetrag (zugleich Ausschüttungssperre) gemäß § 253 Abs. 6 HGB in Höhe von 6.010,00 €. Die Rückstellung für Pensionen wird gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB mit der zu deren Deckung abgeschlossenen Rückdeckungsversicherung saldiert. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Der Abzinsungssatz wurde nach den Vorschriften der Rückstellungsabzinsungsverordnung ermittelt. Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag bewertet. Erläuterungen zur Bilanz Hinsichtlich der Zusammensetzung und der Entwicklung des Anlagevermögens wird auf den beigefügten Anlagenspiegel verwiesen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 0,00 € (Vorjahr: 296,80 €) und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 279.204,51 € (Vorjahr: 307.848,47 €). Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen in Höhe von 203.388,77 € (Vorjahr: 504.187,44 €) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von 1.579,73 € (Vorjahr: 1.593,41 €) sonstige Vermögensgegenstände. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten antizipative Forderungen aus noch nicht abziehbaren Vorsteuern und Steuererstattungsansprüchen in Höhe von 9.155,74 € (Vorjahr: 12.955,55 €). Forderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr bestehen in Höhe von 1.579,73 € (Vorjahr: 106.389,05 €). Der Posten Rückstellung für Pensionsverpflichtungen weist die zur Erfüllung dieser Verpflichtung dienenden Vermögensgegenstände abzüglich des Zeitwerts der zur Deckung der Pensionsverpflichtung abgeschlossenen Rückdeckungsversicherungen aus. Dementsprechend ergibt sich gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB folgender saldierter Ausweis in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung:
Gemäß den Regelungen im Gerätesicherheitsgesetz, in der Betriebssicherheitsverordnung sowie Technische Regeln für Druckbehälter (TRB) und Technische Regeln Flüssiggas (TRF) ist die Gesellschaft verpflichtet, bei ihren Flüssiggasbehältern eine zweijährige Untersuchung und eine 10- jährige Prüfung durchzuführen. Die Gesellschaft bildet im Hinblick auf die Wartungsintervalle die Rückstellung für Wartungsverpflichtungen in Höhe des voraussichtlich im Rahmen der Wartung anfallenden Personal- und Materialaufwandes. Diese betrugen zum 31.03.2024 888.839,09 € (Vorjahr: 995.613,90 €). Auf Grundlage bestehender Liefervereinbarungen erhält die Gesellschaft von ihren Kunden jährliche Wartungspauschalen. Sonstige Rückstellungen werden des Weiteren gebildet für ausstehende Urlaubs-, Weihnachtsgeld- und Urlaubsgeldverpflichtungen (unter Berücksichtigung des abweichenden Wirtschaftsjahres) und geleistete Überstunden der Fahrer, für Aufbewahrungspflichten und für Abschluss- und Prüfungskosten. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 239,88 € (Vorjahr: 321,95 €) enthalten. Die Zusammensetzung, Entwicklung und Fristigkeit der Verbindlichkeiten ergibt sich aus dem folgenden Verbindlichkeitenspiegel. Sonstige finanzielle Verpflichtungen ergeben sich aus den laufenden Miet- und Leasingverträgen in Höhe von 113.270,37 € (Vorjahr: 113.675,75 €) jährlich. Sonstige Pflichtangaben Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 46 (Vorjahr: 46) Arbeitnehmer (ohne Geschäftsführer und Auszubildende) beschäftigt. Aufteilung nach Gruppen: Leitende Mitarbeiter, Innendienst: 25 (Vorjahr: 26) Arbeitnehmer; Monteure, Fahrer, Helfer: 21 (Vorjahr: 20) Arbeitnehmer. Geschäftsführer während des abgelaufenen Geschäftsjahres waren Herr Hans-Jürgen Färber, Heizungsbaumeister, Elektromeister, Gas- und Wasserinstallationsmeister und Herr Nils-Merten Färber, Betriebswirt. Es bestehen Beteiligungen mit mehr als 20 % der Anteile an folgenden Unternehmen:
Mit der Färber Haustechnik GmbH besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag.
Itzehoe, den 26. November 2024 Färber Gas GmbH Geschäftsführung gez. Hans-Jürgen Färber gez. Nils Merten Färber Anlagenspiegel zum 31.3.2024 der Färber Gas GmbH, Itzehoe
VerbindlichkeitenspiegelFärber Gas GmbHItzehoe
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023/2024 zum Bilanzstichtag 31.03.2024der Färber Gas GmbHI. Grundlagen des Unternehmens Die Färber Gas GmbH betreibt den Vertrieb von Flüssiggas, vornehmlich in Norddeutschland und Ostdeutschland. Der Vertrieb unterteilt sich dabei unter anderem in Tankgas als Heizgas (Lieferung an Haushalte, Landwirtschaft, Gewerbe), Flaschengas (Camping, Freizeit, Handwerk) und Autogas (Treibstoff für Kfz und Gabelstapler). Flüssiggas wird neben dem Einsatz in Privathaushalten unter anderem in der Landwirtschaft (Aufzucht von Ferkeln), Gastronomie (Zubereitung der Gerichte, Beheizung der Räumlichkeiten), im Freizeitbereich, in der Industrie (Hallenbeheizung, Produktion) und dem Handwerk (Dachdeckerarbeiten, Heizungsbau) eingesetzt. Die Färber Gas GmbH unterhält eine Zweigniederlassung in Altentreptow, in der das gesamte Produktportfolio angeboten wird. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Laut Jahresgutachten 2024/25 des Sachverständigenrat betrug der Rückgang des Bruttoinlandsproduktes in 2023 0,3%. Für das Jahr 2024 erwartet er einen Rückgang um 0,1% und hat damit seine Prognose gegenüber dem Frühjahr 2024 um 0,3 Prozentpunkte nach unten revidiert. Im Jahr 2025 ist mit einem geringen Wirtschaftswachstum von 0,4% zu rechnen. Die deutsche Volkswirtschaft wird nach Meinung der Wirtschaftsweisen sowohl von konjunkturellen als auch von strukturellen Problemen ausgebremst. Die Stagnation beruht zum einen auf der sich verfestigenden Industrieschwäche sowie vielerlei Unsicherheiten, die die Erholung der Investitionen und des privaten Konsums weiter verzögern könnten. Eine positivere Entwicklung könnte sich einstellen, wenn die privaten Haushalte ihre Konsumzurückhaltung aufgeben und die Sparquote zurückgeht. Nachdem die Inflationsrate in 2023 bei 5,9% lag, wird für 2024 mit einer durchschnittlichen Inflationsrate von 2,2% gerechnet und ist damit 0,2 Prozentpunkte geringer als im Frühjahr 2024 prognostiziert. 2025 ist mit einer Inflationsrate von 2,1% zu rechnen. Die Energiepreise sind zwar nach der Energiekrise deutlich zurückgegangen, haben sich aber oberhalb des Niveaus vor der Corona-Pandemie stabilisiert. Die Arbeitslosenquote ist trotz des weiterhin bestehenden Fachkräftemangels gegenüber dem Vorjahr um 0,3 Prozentpunkte auf 6,0% gestiegen und spiegelt damit die allgemeine Wachstumsschwäche der deutschen Wirtschaft wider. Der Primärenergieverbrauch in Deutschland nahm nach den Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) 2023 um 8,1% ab. Das Niveau des Energieverbrauchs sowie seine Zusammensetzung (Energiemix) wurden im Jahr 2023 weiterhin durch die Folgen des Krieges in der Ukraine bzw. die damit verbundenen spürbar höheren Energiepreise geprägt. Darüber hinaus wird der Energieverbrauch weiterhin durch politische und regulatorische Vorgaben auf nationaler oder europäischer Ebene beeinflusst. Nach dem Ausstieg aus der Kernenergie und dem schrittweisen geplanten Ausstieg aus der Kohleverstromung kommt der Ausbau erneuerbarer Energien immer größere Bedeutung zu. Auch das höhere durchschnittliche Temperaturniveau hat zu einem geringeren Primärenergieverbrauch geführt. Ohne den Einfluss der Witterung und der Lagerbestandsveränderungen wäre der Verbrauch um 7,9% gesunken. Mit einem Anteil am Primärenergieverbrauch von 35,6% blieb das Mineralöl nach wie vor der wichtigste Energieträger, gefolgt vom Erdgas mit einem Anteil von 24,7%. An dritter Stelle rangierten die erneuerbaren Energieträger mit einem Anteil 19,6% vor der Braunkohle mit 8,3% und der Steinkohle mit 8,7%. Im April 2023 wurden die letzten drei Kernkraftwerke stillgelegt. Nach den "Amtlichen Mineralöldaten für die Bundesrepublik Deutschland 2023" sank der Gesamtabsatz an Flüssiggas im Inland im Jahr 2023 erneut um 10,2%. Ein wesentlicher Grund für die schwächere Nachfrage ist zum einen ein milder Winter und die Energiesparmaßnahmen privater Haushalte. Der Inlandsabsatz zur Energieversorgung sank um 17,5%. Der Inlandsabsatz der im DVFG (Deutscher Verband Flüssiggas e. V.) organisierten Unternehmen sank um 6,2%. Maßgeblich trug zu dem Absatzrückgang die geringe Nachfrage nach Brenngas mit 5,5% bei. Innerhalb dieses Segments ist insbesondere der Absatz von Flaschengas um 13,3% und der Verkauf von Brenngas an Haushalte um 6% zurückgegangen. Beim Autogas ist ein Absatzrückgang von 14,2% zu verzeichnen. Tankgas ist mit 52,9% nach wie vor das absatzstärkste Segment der DVFG-Mitglieder. Laut Kraftfahrt-Bundesamt waren am 1. Januar 2024 bundesweit 313.723 Autogas-Fahrzeuge zugelassen. Das entspricht einem Minus von 4,0% gegenüber dem Vorjahr. Die Anzahl der Neuzulassungen ist in 2023 um 12,4% gesunken. Auf dem Beschaffungsmarkt gab es zu Beginn des Geschäftsjahres eine deutliche Preiskorrektur. Von einem sehr hohen Niveau im Frühjahr ausgehend sank der Preis - allerdings mit Schwankungen - und befindet sich am Ende des Geschäftsjahres auf dem Niveau vom Herbst 2021 bevor damals aufgrund von Lieferengpässen und dem Angriffskrieg die Energiekosten stark gestiegen waren. 2. Geschäftsverlauf Der Gesamtabsatz an Flüssiggas der Färber Gas GmbH hat sich gegenüber dem Vorjahr kaum verändert. Auch die Absatzanteile in den verschiedenen Geschäftsfeldern sind in etwa gleichgeblieben Insgesamt war der Geschäftsverlauf im Jahr 2023/24 sehr zufriedenstellend, auch wenn das sehr gute Ergebnis des Vorjahres nicht nochmal erreicht werden konnte. 3. Lage a) Ertragslage Das Rohergebnis hat sich mit 8.871 T€ gegenüber dem Vorjahresniveau (10.736 T€) verschlechtert. Die Umsatzerlöse sind deutlich stärker gesunken als der Materialaufwand. Wesentliche Ursache hierfür sind Preise, die sich auf dem Beschaffungsmarkt auf dem Niveau vom Herbst 2021 befinden und auf dem Absatzmarkt zu Preissenkungen geführt haben. Die Personalkosten sind um 4,1% gesunken. Aufgrund des gesunkenen Rohergebnisses und den gegenüber dem Vorjahr etwas geringeren Gesamtaufwendungen liegt das Betriebsergebnis mit 3.453 T€ (Vorjahr: TEUR 5.022) deutlich unter dem Vorjahresniveau. Insgesamt entsprechen die Ergebnisse der Prognose des Vorjahres. Das Finanzergebnis und das neutrale Ergebnis wurden im Wesentlichen aus Erträgen aus Beteiligungen (Ergebnisübernahme) und den erzielten Erträgen aus Wertpapieren und Zinsen erzielt. Insgesamt konnte so ein Jahresüberschuss von 2.906 T€ (Vorjahr: 3.727 T€) erwirtschaftet werden. b) Vermögens- und Finanzlage Unter Berücksichtigung des zum 31.03.2024 ausgewiesenen Jahresüberschusses beträgt das Eigenkapital zum Bilanzstichtag 20.449 T€. Die Eigenkapitalquote ist unter Berücksichtigung der vorgenommenen Ergebnisverwendung von 69,5% auf 73,7% gestiegen. Die Vermögensstruktur weist einen Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme von 26,9% (im Vorjahr 27,2%) aus. Das langfristig gebundene Vermögen ist vollständig durch Eigenkapital finanziert. Der Anteil des Umlaufvermögens inkl. Rechnungsabgrenzungsposten an der Bilanzsumme beträgt 73,1% (im Vorjahr 72,8%). Die Finanzlage kann man als sehr gut zu bezeichnen. Der Bestand an liquiden Mitteln ist um 2.939 T€ gestiegen. Der Finanzbedarf der Gesellschaft konnte auch im Berichtszeitraum vollständig aus dem operativen Geschäft gedeckt und die Investitionen konnten aus eigenen Mitteln finanziert werden. Fremdfinanzierung durch Kreditinstitute wurde nicht benötigt. c) Finanzielle Leistungsindikatoren Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Rohergebnis, Betriebsergebnis und Ergebnis vor Steuern (EBT) heran. Das Rohergebnis berechnen wir dabei aus den Umsatzerlösen abzüglich des Materialaufwandes samt zugehöriger Nebenkosten und Energiesteuern. Im Geschäftsjahr 2023/2024 beträgt das Rohergebnis 8.871,0 T€. Damit ist es gegenüber dem Vorjahr in Höhe von 1.864,7 T€ gesunken, was auf eine geringere Marge zurückzuführen ist. Das Betriebsergebnis als für uns bedeutsamsten Leistungsindikator errechnen wir aus dem Rohergebnis zuzüglich sonstiger Erträge, abzüglich Personalaufwand, Abschreibungen und sonstiger Aufwendungen und ohne Berücksichtigung des Finanz- und Beteiligungsergebnisses und des neutralen Ergebnisses. Im Berichtsjahr haben wir ein Betriebsergebnis von 3.453,5 T€ (Vorjahr 5.021,7 T€) erwirtschaftet. Das Ergebnis vor Steuern liegt mit 4.051,9 T€ ebenfalls deutlich unter dem des Vorjahres. III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Prognosebericht Wesentliche Einflussfaktoren auf unser Geschäft sind die Witterung und die Veränderung der energiepolitischen und ordnungsrechtlichen Rahmenbedingungen. Allgemeine konjunkturelle Entwicklungen wirken sich hingegen wenig auf die Geschäftsentwicklung aus. Die Umsatzentwicklung hängt im Wesentlichen von der Witterung und dem Heizverhalten der Kunden ab. Die Absatzzahlen des Geschäftsjahres 2023/24 haben sich gegenüber dem Vorjahr nur unwesentlich verändert. Der Abwärtstrend hat sich demnach nicht fortgesetzt. Obwohl eine Gasmangellage nicht wie befürchtet eingetreten ist, nutzen die Kunden weiterhin Einsparpotentiale. Unterstellt man für das kommende Geschäftsjahr einen normalen Temperaturverlauf in der Heizperiode, gehen wir davon ausgehen, dass der Absatz von Heizgas leicht rückläufig sein wird. Aufgrund einer geringeren Marge wird es zudem voraussichtlich zu einem Ergebnisrückgang kommen. Die Akquise von Neukunden ist positiv und soll langfristig den Absatzrückgang durch zusätzliche Energieeffizienzmaßnahmen und einer vermehrten Nutzung Erneuerbarer Energien teilweise kompensieren. Nach wie vor erleben wir ein großes Interesse von Neukunden an dem Energieträger Flüssiggas als Alternative zu Erdgas, Heizöl oder Strom. Da die Zahl der neu zugelassenen Autogas-PKW gesunken ist, erwarten wir, dass der Autogasabsatz weiter rückläufig bleibt. Auch im Bereich Flaschengas erwarten wir, dass sich der Absatzrückgang fortsetzt. Für das Geschäftsjahr 2024/2025 erwarten wir aufgrund der derzeit vorliegenden Geschäftszahlen ein deutlich niedrigeres Betriebsergebnis, da sich zum einen das Spotmarktniveau wieder an die langfristigen Beschaffungspreise angeglichen hat und zum anderen die in den vergangenen zwei Geschäftsjahren nachgelaufenen Termingeschäfte aus der Erdgas- und Strombeschaffung deutlich geringer ausfallen werden. 2. Risiko- und Chancenbericht Als Lieferant von Flüssiggas sind wir insbesondere von Witterungsschwankungen abhängig. Somit unterliegen wir beim Heizgasabsatz einem gewissen Mengenrisiko, das wir nicht beeinflussen können. Die Sanktionspakete der EU gegen Russland können zu einer Verknappung des Angebots an Flüssiggas in Deutschland führen. Dem Risiko einer Verknappung des Marktes begegnen wir durch langfristige Lieferverträge und engem Kontakt zu unseren Lieferanten und dem Einkauf bei mehreren Lieferanten und an verschiedenen Standorten. Des Weiteren hat die Einlagerung von Flüssiggas im Salzwerk Bernburg an Bedeutung gewonnen. Wir konnten die Kapazität unseres Kontingentes in Bernburg ausweiten, um hier eine Menge an Flüssiggas einzulagern, mit der wir Engpässe überbrücken können. Der Energiesektor unterliegt starken Preisschwankungen. Insbesondere waren aufgrund der Energiekrise als Folge des russischen Angriffskrieges in der Ukraine die Preise für verschiedene Energieträger massiv gestiegen. Dazu zählen insbesondere Erdgas und Strom. Auch Produkte aus der Rohölverarbeitung hatten eine wesentliche Preissteigerung erfahren. Hierzu zählt neben Kerosin, Benzin, Diesel und Heizöl unter anderem auch Flüssiggas. Inzwischen hat sich das Preisniveau auf dem Energiemarkt wieder entspannt und liegt etwa auf dem Niveau vor der Energiekrise. Dem Preisrisiko im Flüssiggasbereich begegnen wir, indem wir Preisänderungen in angemessener Weise an die Kunden weitergeben. Da diese Anpassung auf der Absatzseite mit einer leichten Verzögerung gegenüber der Beschaffungsseite erfolgt, besteht in Zeiten von Preissteigerungen das Risiko sinkender Margen und unzufriedener Kunden. Das Risiko sinkender Margen wird dadurch geglättet, dass es auch immer Zeiten sinkender Einkaufspreise gibt. Eine hohe Kundenzufriedenheit wird zum einen dadurch erreicht werden, dass durch die Betreuung durch unsere geschulten Mitarbeiter eine große Kundennähe gegeben ist und zum anderen dadurch, dass unser Unternehmen nicht nur die Gaslieferungen vornimmt, sondern auch alle weiteren Dienstleistungen im Zusammenhang mit Anlagenbau und Wartung anbietet. Die Flüssiggasbehälter stellen eine der wesentlichen Grundlagen des Geschäftsbetriebes dar. Es besteht das grundsätzliche Risiko, dass aufgrund der Altersstruktur des Behälterbestandes technische Mängel auftreten können. Diesem Risiko wird entgegengewirkt, indem die Flüssiggasbehälter in regelmäßigen, gesetzlichen vorgeschriebenen Abständen technischen Überprüfungen unterzogen werden und bei Bedarf neue Lackierungen erhalten. Behälter, die sich in einem Lager befinden, werden sorgfältig geprüft und gründlich aufgearbeitet. Nicht mehr nutzbare Behälter werden verschrottet und durch Neuzukäufe ersetzt. Gesetzliche Regelungen zur Energieeffizienz führen zu sinkenden Energieverbräuchen im Wärmemarkt. Auch der Anteil der Erneuerbaren Energien wird weiter ansteigen. Obwohl wir davon ausgehen, dass dadurch der Absatz langfristig sinken wird, halten wir Flüssiggas auch in regenerativer oder biogener Form für einen effizienten und mobilen Energieträger, der vor allem im ländlichen Raum weiterhin gute Chancen auf dem Wärme- und Energiemarkt hat. Laut der Studie "Flüssiggas (LPG) im Wärmemarkt des ländlichen - Beitrag zu Versorgungssicherheit und Klimaschutz" kann das 65-Prozent-Erneuerbare-Energien-Ziel bis 2035 in rund 830.000 Gebäuden mit älteren Ölheizungen kaum anders erreicht werden, als durch einen Umstieg auf Flüssiggas-Hybridheizungen oder Flüssiggas-Heizungen mit regenerativem oder biogenem Anteil. Das eröffnet weiterhin große Chancen im Neukundengeschäft. Im Geschäft mit Autogas (LPG) erwarten wir weiterhin leicht rückläufige Umsätze. Aufgrund des politischen Drucks in Richtung "all electric" haben sich die meisten Automobilhersteller aus dem Segment Autogas als alternativem Kraftstoff verabschiedet. Die nachträgliche Umrüstung von modernen Direkteinspritzmotoren stellt die Werkstätten außerdem vor technische Herausforderungen. Mit bundesweit über 6.000 Tankstellen ist das Kraftstoffangebot für Autogas-Fahrer breit verfügbar. In dieser starken Infrastruktur könnte regeneratives oder biogenes Flüssiggas künftig zur Reduktion von CO 2 auch im Verkehrssektor beitragen. 3. Risikoberichterstattung in Bezug auf Finanzinstrumente Bei den in der Gesellschaft eingesetzten Finanzinstrumenten handelt es sich insbesondere um Wertpapiere des Anlagevermögens, Guthaben bei Kreditinstituten sowie Kundenforderungen. Bei den Wertpapieren des Anlagevermögens handelt es sich um Schatzbriefe eines großen inländischen Versicherungsunternehmens. Die Guthaben bei Kreditinstituten werden ausschließlich bei inländischen Kreditinstituten gehalten. Alle Bankkonten werden in Euro geführt, so dass sich hieraus keine Wechselkursrisiken ergeben. Etwaige überschüssige Liquidität wird ausschließlich auf Geldmarktkonten angelegt. Die Kundenforderungen sind kleinteilig und betreffen im Wesentlichen private Kunden, bei denen das Ausfallrisiko als gering anzusehen ist. Aufgrund unserer guten Liquiditätslage werden Lieferantenverbindlichkeiten von uns innerhalb der vereinbarten Zahlungsfrist gezahlt. Derivative Finanzinstrumente werden von uns nicht eingesetzt.
26. November 2024 Färber Gas GmbH Geschäftsführung Der Jahresabschluss zum 31. März 2024 wurde am 20. Dezember 2024 festgestellt. |
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