Stammdaten

Register
Amtsgericht Pinneberg HRB 1316 IZ
Eingetragen
7.4.2006
Branche
Großhandel mit AnstrichmittelnGroßhandel mit TabakwarenGroßhandel mit Brennstoffen und Mineralölerzeugnissen
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist der Vertrieb von Flüssiggas sowie der Groß- und Einzelhandel mit anderen Waren, soweit der Handel mit diesen anderen Waren nicht einer besonderen behördlichen Genehmigung bedarf. Die Tätigkeit der Gesellschaft erstreckt sich auf die Errichtung und Wartung von Flüssiggasanlagen. Die Gesellschaft kann sich an anderen Unternehmen beteiligen, andere Unternehmen erwerben und Zweigniederlassungen errichten.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Nils Merten Färber
seit 13.3.2020
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Eichholz 26 25524 Heiligenstedten
302.400 €
90.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Färber Gas GmbH

Itzehoe

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024

In dem nachstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden größenabhängige Erleichterungen zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht haben wird folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Färber Gas GmbH, Itzehoe

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Färber Gas GmbH, Itzehoe, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Färber Gas GmbH, Itzehoe, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften und Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften sowie bestimmten Personenhandelsgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Kiel, 9. Dezember 2024

rt Revision + Treuhand GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Holtzberg, Wirtschaftsprüfer

gez. Grimm, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. März 2024

der Färber Gas GmbH

Amtsgericht Pinneberg, HRB 1316 IZ

AKTIVA

31.03.2024 31.03.2023
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Geschäfts oder Firmenwert 2,00 4.660,00
2. Übrige Immaterielle Vermögensgegenstände 5.954,00 13.028,00
5.956,00 17.688,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 22.682,86 24.651,86
2. Technische Anlagen und Maschinen 698.856,51 918.779,51
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geschäftsausstattung 1.343.731,00 1.234.297,00
2.065.270,37 2.177.728,37
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 51.129,19 51.129,19
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 650.000,00 350.000,00
3. Beteiligungen 102.600,00 52.600,00
4. Übrige Finanzanlagen 4.578.355,36 4.490.420,81
5.382.084,55 4.944.150,00
7.453.310,92 7.139.566,37
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte 1.802.196,17 2.674.650,05
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 279.204,51 308.145,27
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 204.968,50 505.780,85
3. Übrige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.675.676,96 2.304.367,67
2.159.849,97 3.118.293,79
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 16.291.832,26 13.352.956,84
20.253.878,40 19.145.900,68
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 32.801,14 40.764,92
27.739.990,46 26.326.231,97

PASSIVA

31.03.2024 31.03.2023
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 336.000,00 336.000,00
II. Gewinnrücklagen 47.191,00 47.191,00
III. Gewinnvortrag 17.159.350,90 14.182.241,45
IV. Jahresüberschuss 2.906.259,43 3.727.109,45
20.448.801,33 18.292.541,90
B. RÜCKSTELLUNGEN 3.745.540,04 3.582.177,29
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.319,12 25.279,66
2. Übrige Verbindlichkeiten 3.544.329,97 4.426.233,12
3.545.649,09 4.451.512,78
27.739.990,46 26.326.231,97

Gewinn- und Verlustrechung für die Zeit vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024

der Färber Gas GmbH, Itzehoe

2023/24 2022/23
EUR EUR
1. Rohergebnis 9.510.740,64 11.357.317,10
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -2.409.601,63 -2.517.030,34
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -474.529,98 -489.354,08
- davon für Altersversorgung: EUR 64.621,55 (Vorjahr: EUR 72.569,32)
-2.884.131,61 -3.006.384,42
3. Abschreibungen
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -550.676,20 -554.502,14
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.609.285,24 -2.748.170,68
5. Erträge aus Beteiligungen 69,60 17,64
6. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 249.867,55 293.507,82
7. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 113.246,31 63.811,98
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 4.847,23 (Vorjahr: EUR 3.500,00)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 236.775,82 33.348,35
- davon aus Abzinsung: EUR 16.126,56 (Vorjahr: EUR 8.479,01)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.593,98 -2.859,16
- Zinsaufwand Aufzinsung von Rückstellungen: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 2.859,16)
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.145.650,31 -1.682.430,58
11. Ergebnis nach Steuern 2.919.362,58 3.753.655,91
12. Sonstige Steuern -13.103,15 -26.546,46
13. Jahresüberschuss 2.906.259,43 3.727.109,45

Anhang vom 1. April 2023 bis 31. März 2024

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss zum 31. März 2024 der Färber Gas GmbH wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei der Bewertung wurde gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen.

Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Der entgeltlich erworbene Geschäfts- und Firmenwert wird aufgrund der vereinbarten vertraglichen Laufzeiten über einen Zeitraum von 15 Jahren abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wurde ebenfalls zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen und erfolgten ausschließlich linear. Zugänge von Vermögensgegenständen mit Anschaffungskosten von bis zu 800,00 € werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten bilanziert.

Die Vorräte beinhalten die zu Herstellungskosten bewerteten unfertigen Leistungen und den Warenbestand an Flüssiggas und Zubehör. Die Bewertung der Gasbestände erfolgt mit dem Einkaufspreis am Bilanzstichtag unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Der Zubehörbestand wurde mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nennbetrag angesetzt. Risikobehaftete Forderungen wurden einzelwertberichtigt. Darüber hinaus wurde zur Abdeckung von Einziehungskosten und des allgemeinen Ausfallrisikos eine Pauschalwertberichtigung von 1% auf alle nicht einzelwertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gebildet.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Ausgaben des Geschäftsjahres, die Aufwand für eine bestimme Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.

Die Rückstellung für Pensionen und andere Verpflichtungen wurde nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) gebildet. Folgende Annahmen wurden zugrunde gelegt:

Es wird pauschal der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte Rechnungszinssatz für eine Restlaufzeit von 15 Jahren in Höhe von 1,83% (Vorjahr: 1,79%) p.a. angesetzt. Seit dem Geschäftsjahr 2015/2016 erfolgt hierbei die Abzinsung gemäß § 253 Abs. 1 S.2 HGB auf Grundlage des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Jahren (bis Geschäftsjahr 2014/2015: sieben Jahre).

Rentenanpassungen werden mit einem Trend von 1,5% (Vorjahr: 1,5%) p.a., berücksichtigt.

Als biometrische Rechnungsgrundlagen werden die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet.

Es besteht ein Unterschiedsbetrag (zugleich Ausschüttungssperre) gemäß § 253 Abs. 6 HGB in Höhe von 6.010,00 €.

Die Rückstellung für Pensionen wird gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB mit der zu deren Deckung abgeschlossenen Rückdeckungsversicherung saldiert.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Der Abzinsungssatz wurde nach den Vorschriften der Rückstellungsabzinsungsverordnung ermittelt.

Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag bewertet.

Erläuterungen zur Bilanz

Hinsichtlich der Zusammensetzung und der Entwicklung des Anlagevermögens wird auf den beigefügten Anlagenspiegel verwiesen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 0,00 € (Vorjahr: 296,80 €) und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 279.204,51 € (Vorjahr: 307.848,47 €). Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen in Höhe von 203.388,77 € (Vorjahr: 504.187,44 €) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von 1.579,73 € (Vorjahr: 1.593,41 €) sonstige Vermögensgegenstände.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten antizipative Forderungen aus noch nicht abziehbaren Vorsteuern und Steuererstattungsansprüchen in Höhe von 9.155,74 € (Vorjahr: 12.955,55 €).

Forderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr bestehen in Höhe von 1.579,73 € (Vorjahr: 106.389,05 €).

Der Posten Rückstellung für Pensionsverpflichtungen weist die zur Erfüllung dieser Verpflichtung dienenden Vermögensgegenstände abzüglich des Zeitwerts der zur Deckung der Pensionsverpflichtung abgeschlossenen Rückdeckungsversicherungen aus. Dementsprechend ergibt sich gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB folgender saldierter Ausweis in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung:

Pensionsverpflichtung per 31.03.2024 1.669.451,00 €
Zeitwert der Rückdeckungsversicherung per 31.03.2024 1.551.691,23 €
Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 117.759,77 €
Zinsaufwand aus Pensionsverpflichtung 28.768,00 €
Zinsertrag aus Rückdeckungsversicherung 36.458,98 €
Zinsertrag (saldiert) 7.690,98 €

Gemäß den Regelungen im Gerätesicherheitsgesetz, in der Betriebssicherheitsverordnung sowie Technische Regeln für Druckbehälter (TRB) und Technische Regeln Flüssiggas (TRF) ist die Gesellschaft verpflichtet, bei ihren Flüssiggasbehältern eine zweijährige Untersuchung und eine 10- jährige Prüfung durchzuführen. Die Gesellschaft bildet im Hinblick auf die Wartungsintervalle die Rückstellung für Wartungsverpflichtungen in Höhe des voraussichtlich im Rahmen der Wartung anfallenden Personal- und Materialaufwandes. Diese betrugen zum 31.03.2024 888.839,09 € (Vorjahr: 995.613,90 €). Auf Grundlage bestehender Liefervereinbarungen erhält die Gesellschaft von ihren Kunden jährliche Wartungspauschalen. Sonstige Rückstellungen werden des Weiteren gebildet für ausstehende Urlaubs-, Weihnachtsgeld- und Urlaubsgeldverpflichtungen (unter Berücksichtigung des abweichenden Wirtschaftsjahres) und geleistete Überstunden der Fahrer, für Aufbewahrungspflichten und für Abschluss- und Prüfungskosten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 239,88 € (Vorjahr: 321,95 €) enthalten.

Die Zusammensetzung, Entwicklung und Fristigkeit der Verbindlichkeiten ergibt sich aus dem folgenden Verbindlichkeitenspiegel.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen ergeben sich aus den laufenden Miet- und Leasingverträgen in Höhe von 113.270,37 € (Vorjahr: 113.675,75 €) jährlich.

Sonstige Pflichtangaben

Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 46 (Vorjahr: 46) Arbeitnehmer (ohne Geschäftsführer und Auszubildende) beschäftigt. Aufteilung nach Gruppen: Leitende Mitarbeiter, Innendienst: 25 (Vorjahr: 26) Arbeitnehmer; Monteure, Fahrer, Helfer: 21 (Vorjahr: 20) Arbeitnehmer.

Geschäftsführer während des abgelaufenen Geschäftsjahres waren Herr Hans-Jürgen Färber, Heizungsbaumeister, Elektromeister, Gas- und Wasserinstallationsmeister und Herr Nils-Merten Färber, Betriebswirt.

Es bestehen Beteiligungen mit mehr als 20 % der Anteile an folgenden Unternehmen:

Beteiligung Kapital (31.12.2023) Beteiligungsquote Jahresergebnis (2022)
Färber Haustechnik GmbH, Heiligenstedten 22.395,47 100 % 0,00

Mit der Färber Haustechnik GmbH besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag.

 

Itzehoe, den 26. November 2024

Färber Gas GmbH

Geschäftsführung

gez. Hans-Jürgen Färber

gez. Nils Merten Färber

Anlagenspiegel zum 31.3.2024 der Färber Gas GmbH, Itzehoe

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.04.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.03.2024
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Geschäfts- oder Firmenwert 140.658,00 0,00 0,00 0,00 140.658,00
2. Übrige Immaterielle Vermögensgegenstände 548.942,52 0,00 0,00 117.192,46 431.750,06
689.600,52 0,00 0,00 117.192,46 572.408,06
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 130.729,98 0,00 0,00 0,00 130.729,98
2. Technische Anlagen und Maschinen 9.691.704,46 41.698,09 0,00 108.543,70 9.624.858,85
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.111.581,00 388.149,11 0,00 489.350,73 4.010.379,38
13.934.015,44 429.847,20 0,00 597.894,43 13.765.968,21
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 51.129,19 0,00 0,00 0,00 51.129,19
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 350.000,00 300.000,00 0,00 0,00 650.000,00
3. Beteiligungen 52.600,00 50.000,00 0,00 0,00 102.600,00
4. Übrige Finanzanlagen 4.490.420,81 87.934,55 0,00 0,00 4.578.355,36
4.944.150,00 437.934,55 0,00 0,00 5.382.084,55
19.567.765,96 867.781,75 0,00 715.086,89 19.720.460,82
Kumulierte Abschreibungen
01.04.2023 Zugänge Abgänge 31.03.2024
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Geschäfts- oder Firmenwert 135.998,00 4.658,00 0,00 140.656,00
2. Übrige Immaterielle Vermögensgegenstände 535.914,52 7.065,00 117.183,46 425.796,06
671.912,52 11.723,00 117.183,46 566.452,06
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 106.078,12 1.969,00 0,00 108.047,12
2. Technische Anlagen und Maschinen 8.772.924,95 261.601,09 108.523,70 8.926.002,34
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.877.284,00 275.383,11 486.018,73 2.666.648,38
11.756.287,07 538.953,20 594,542,43 11.700.697,84
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Übrige Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
12.428.199,59 550.676,20 711.725,89 12.267.149,90
Nettobuchwerte
31.03.2024 31.03.2023
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Geschäfts- oder Firmenwert 2,00 4.660,00
2. Übrige Immaterielle Vermögensgegenstände 5.954,00 13.028,00
5.956,00 17.688,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 22.682,86 24.651,86
2. Technische Anlagen und Maschinen 698.856,51 918.779,51
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.343.731,00 1.234.297,00
2.065.270,37 2.177.728,37
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 51.129,19 51.129,19
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 650.000,00 350.000,00
3. Beteiligungen 102.600,00 52.600,00
4. Übrige Finanzanlagen 4.578.355,36 4.490.420,81
5.382.084,55 4.944.150,00
7.453.310,92 7.139.566,37

Verbindlichkeitenspiegel

Färber Gas GmbH

Itzehoe

31.03.2024 davon mit einer Restlaufzeit von
Gesamtbetrag bis zu einem Jahr mehr als einem Jahr bis zu fünf Jahren mehr als fünf Jahren
EUR EUR EUR EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.319,12 1.319,12 0,00 0,00
2. Übrige Verbindlichkeiten 3.544.329,97 3.544.329,97 0,00 0.00
3.545.649,09 3.545.649,09 0,00 0,00
31.03.2023 davon mit einer Restlaufzeit von
Gesamtbetrag bis zu einem Jahr mehr als einem Jahr bis zu fünf Jahren mehr als fünf Jahren
EUR EUR EUR EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 25.279,66 25.279,66 0,00 0,00
2. Übrige Verbindlichkeiten 4.426.233,12 4.426.233,12 0,00 0.00
4.451.512,78 4.451.512,78 0,00 0,00

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023/2024 zum Bilanzstichtag 31.03.2024

der Färber Gas GmbH

I. Grundlagen des Unternehmens

Die Färber Gas GmbH betreibt den Vertrieb von Flüssiggas, vornehmlich in Norddeutschland und Ostdeutschland. Der Vertrieb unterteilt sich dabei unter anderem in Tankgas als Heizgas (Lieferung an Haushalte, Landwirtschaft, Gewerbe), Flaschengas (Camping, Freizeit, Handwerk) und Autogas (Treibstoff für Kfz und Gabelstapler).

Flüssiggas wird neben dem Einsatz in Privathaushalten unter anderem in der Landwirtschaft (Aufzucht von Ferkeln), Gastronomie (Zubereitung der Gerichte, Beheizung der Räumlichkeiten), im Freizeitbereich, in der Industrie (Hallenbeheizung, Produktion) und dem Handwerk (Dachdeckerarbeiten, Heizungsbau) eingesetzt.

Die Färber Gas GmbH unterhält eine Zweigniederlassung in Altentreptow, in der das gesamte Produktportfolio angeboten wird.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Laut Jahresgutachten 2024/25 des Sachverständigenrat betrug der Rückgang des Bruttoinlandsproduktes in 2023 0,3%. Für das Jahr 2024 erwartet er einen Rückgang um 0,1% und hat damit seine Prognose gegenüber dem Frühjahr 2024 um 0,3 Prozentpunkte nach unten revidiert. Im Jahr 2025 ist mit einem geringen Wirtschaftswachstum von 0,4% zu rechnen. Die deutsche Volkswirtschaft wird nach Meinung der Wirtschaftsweisen sowohl von konjunkturellen als auch von strukturellen Problemen ausgebremst. Die Stagnation beruht zum einen auf der sich verfestigenden Industrieschwäche sowie vielerlei Unsicherheiten, die die Erholung der Investitionen und des privaten Konsums weiter verzögern könnten. Eine positivere Entwicklung könnte sich einstellen, wenn die privaten Haushalte ihre Konsumzurückhaltung aufgeben und die Sparquote zurückgeht.

Nachdem die Inflationsrate in 2023 bei 5,9% lag, wird für 2024 mit einer durchschnittlichen Inflationsrate von 2,2% gerechnet und ist damit 0,2 Prozentpunkte geringer als im Frühjahr 2024 prognostiziert. 2025 ist mit einer Inflationsrate von 2,1% zu rechnen. Die Energiepreise sind zwar nach der Energiekrise deutlich zurückgegangen, haben sich aber oberhalb des Niveaus vor der Corona-Pandemie stabilisiert.

Die Arbeitslosenquote ist trotz des weiterhin bestehenden Fachkräftemangels gegenüber dem Vorjahr um 0,3 Prozentpunkte auf 6,0% gestiegen und spiegelt damit die allgemeine Wachstumsschwäche der deutschen Wirtschaft wider.

Der Primärenergieverbrauch in Deutschland nahm nach den Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) 2023 um 8,1% ab. Das Niveau des Energieverbrauchs sowie seine Zusammensetzung (Energiemix) wurden im Jahr 2023 weiterhin durch die Folgen des Krieges in der Ukraine bzw. die damit verbundenen spürbar höheren Energiepreise geprägt. Darüber hinaus wird der Energieverbrauch weiterhin durch politische und regulatorische Vorgaben auf nationaler oder europäischer Ebene beeinflusst. Nach dem Ausstieg aus der Kernenergie und dem schrittweisen geplanten Ausstieg aus der Kohleverstromung kommt der Ausbau erneuerbarer Energien immer größere Bedeutung zu.

Auch das höhere durchschnittliche Temperaturniveau hat zu einem geringeren Primärenergieverbrauch geführt. Ohne den Einfluss der Witterung und der Lagerbestandsveränderungen wäre der Verbrauch um 7,9% gesunken.

Mit einem Anteil am Primärenergieverbrauch von 35,6% blieb das Mineralöl nach wie vor der wichtigste Energieträger, gefolgt vom Erdgas mit einem Anteil von 24,7%. An dritter Stelle rangierten die erneuerbaren Energieträger mit einem Anteil 19,6% vor der Braunkohle mit 8,3% und der Steinkohle mit 8,7%. Im April 2023 wurden die letzten drei Kernkraftwerke stillgelegt.

Nach den "Amtlichen Mineralöldaten für die Bundesrepublik Deutschland 2023" sank der Gesamtabsatz an Flüssiggas im Inland im Jahr 2023 erneut um 10,2%. Ein wesentlicher Grund für die schwächere Nachfrage ist zum einen ein milder Winter und die Energiesparmaßnahmen privater Haushalte. Der Inlandsabsatz zur Energieversorgung sank um 17,5%.

Der Inlandsabsatz der im DVFG (Deutscher Verband Flüssiggas e. V.) organisierten Unternehmen sank um 6,2%. Maßgeblich trug zu dem Absatzrückgang die geringe Nachfrage nach Brenngas mit 5,5% bei. Innerhalb dieses Segments ist insbesondere der Absatz von Flaschengas um 13,3% und der Verkauf von Brenngas an Haushalte um 6% zurückgegangen. Beim Autogas ist ein Absatzrückgang von 14,2% zu verzeichnen. Tankgas ist mit 52,9% nach wie vor das absatzstärkste Segment der DVFG-Mitglieder.

Laut Kraftfahrt-Bundesamt waren am 1. Januar 2024 bundesweit 313.723 Autogas-Fahrzeuge zugelassen. Das entspricht einem Minus von 4,0% gegenüber dem Vorjahr. Die Anzahl der Neuzulassungen ist in 2023 um 12,4% gesunken.

Auf dem Beschaffungsmarkt gab es zu Beginn des Geschäftsjahres eine deutliche Preiskorrektur. Von einem sehr hohen Niveau im Frühjahr ausgehend sank der Preis - allerdings mit Schwankungen - und befindet sich am Ende des Geschäftsjahres auf dem Niveau vom Herbst 2021 bevor damals aufgrund von Lieferengpässen und dem Angriffskrieg die Energiekosten stark gestiegen waren.

2. Geschäftsverlauf

Der Gesamtabsatz an Flüssiggas der Färber Gas GmbH hat sich gegenüber dem Vorjahr kaum verändert. Auch die Absatzanteile in den verschiedenen Geschäftsfeldern sind in etwa gleichgeblieben

Insgesamt war der Geschäftsverlauf im Jahr 2023/24 sehr zufriedenstellend, auch wenn das sehr gute Ergebnis des Vorjahres nicht nochmal erreicht werden konnte.

3. Lage

a) Ertragslage

Das Rohergebnis hat sich mit 8.871 T€ gegenüber dem Vorjahresniveau (10.736 T€) verschlechtert. Die Umsatzerlöse sind deutlich stärker gesunken als der Materialaufwand. Wesentliche Ursache hierfür sind Preise, die sich auf dem Beschaffungsmarkt auf dem Niveau vom Herbst 2021 befinden und auf dem Absatzmarkt zu Preissenkungen geführt haben.

Die Personalkosten sind um 4,1% gesunken. Aufgrund des gesunkenen Rohergebnisses und den gegenüber dem Vorjahr etwas geringeren Gesamtaufwendungen liegt das Betriebsergebnis mit 3.453 T€ (Vorjahr: TEUR 5.022) deutlich unter dem Vorjahresniveau.

Insgesamt entsprechen die Ergebnisse der Prognose des Vorjahres.

Das Finanzergebnis und das neutrale Ergebnis wurden im Wesentlichen aus Erträgen aus Beteiligungen (Ergebnisübernahme) und den erzielten Erträgen aus Wertpapieren und Zinsen erzielt. Insgesamt konnte so ein Jahresüberschuss von 2.906 T€ (Vorjahr: 3.727 T€) erwirtschaftet werden.

b) Vermögens- und Finanzlage

Unter Berücksichtigung des zum 31.03.2024 ausgewiesenen Jahresüberschusses beträgt das Eigenkapital zum Bilanzstichtag 20.449 T€. Die Eigenkapitalquote ist unter Berücksichtigung der vorgenommenen Ergebnisverwendung von 69,5% auf 73,7% gestiegen.

Die Vermögensstruktur weist einen Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme von 26,9% (im Vorjahr 27,2%) aus. Das langfristig gebundene Vermögen ist vollständig durch Eigenkapital finanziert. Der Anteil des Umlaufvermögens inkl. Rechnungsabgrenzungsposten an der Bilanzsumme beträgt 73,1% (im Vorjahr 72,8%).

Die Finanzlage kann man als sehr gut zu bezeichnen. Der Bestand an liquiden Mitteln ist um 2.939 T€ gestiegen. Der Finanzbedarf der Gesellschaft konnte auch im Berichtszeitraum vollständig aus dem operativen Geschäft gedeckt und die Investitionen konnten aus eigenen Mitteln finanziert werden. Fremdfinanzierung durch Kreditinstitute wurde nicht benötigt.

c) Finanzielle Leistungsindikatoren

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Rohergebnis, Betriebsergebnis und Ergebnis vor Steuern (EBT) heran.

Das Rohergebnis berechnen wir dabei aus den Umsatzerlösen abzüglich des Materialaufwandes samt zugehöriger Nebenkosten und Energiesteuern.

Im Geschäftsjahr 2023/2024 beträgt das Rohergebnis 8.871,0 T€. Damit ist es gegenüber dem Vorjahr in Höhe von 1.864,7 T€ gesunken, was auf eine geringere Marge zurückzuführen ist.

Das Betriebsergebnis als für uns bedeutsamsten Leistungsindikator errechnen wir aus dem Rohergebnis zuzüglich sonstiger Erträge, abzüglich Personalaufwand, Abschreibungen und sonstiger Aufwendungen und ohne Berücksichtigung des Finanz- und Beteiligungsergebnisses und des neutralen Ergebnisses. Im Berichtsjahr haben wir ein Betriebsergebnis von 3.453,5 T€ (Vorjahr 5.021,7 T€) erwirtschaftet.

Das Ergebnis vor Steuern liegt mit 4.051,9 T€ ebenfalls deutlich unter dem des Vorjahres.

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Prognosebericht

Wesentliche Einflussfaktoren auf unser Geschäft sind die Witterung und die Veränderung der energiepolitischen und ordnungsrechtlichen Rahmenbedingungen. Allgemeine konjunkturelle Entwicklungen wirken sich hingegen wenig auf die Geschäftsentwicklung aus.

Die Umsatzentwicklung hängt im Wesentlichen von der Witterung und dem Heizverhalten der Kunden ab. Die Absatzzahlen des Geschäftsjahres 2023/24 haben sich gegenüber dem Vorjahr nur unwesentlich verändert. Der Abwärtstrend hat sich demnach nicht fortgesetzt. Obwohl eine Gasmangellage nicht wie befürchtet eingetreten ist, nutzen die Kunden weiterhin Einsparpotentiale. Unterstellt man für das kommende Geschäftsjahr einen normalen Temperaturverlauf in der Heizperiode, gehen wir davon ausgehen, dass der Absatz von Heizgas leicht rückläufig sein wird. Aufgrund einer geringeren Marge wird es zudem voraussichtlich zu einem Ergebnisrückgang kommen.

Die Akquise von Neukunden ist positiv und soll langfristig den Absatzrückgang durch zusätzliche Energieeffizienzmaßnahmen und einer vermehrten Nutzung Erneuerbarer Energien teilweise kompensieren. Nach wie vor erleben wir ein großes Interesse von Neukunden an dem Energieträger Flüssiggas als Alternative zu Erdgas, Heizöl oder Strom.

Da die Zahl der neu zugelassenen Autogas-PKW gesunken ist, erwarten wir, dass der Autogasabsatz weiter rückläufig bleibt.

Auch im Bereich Flaschengas erwarten wir, dass sich der Absatzrückgang fortsetzt.

Für das Geschäftsjahr 2024/2025 erwarten wir aufgrund der derzeit vorliegenden Geschäftszahlen ein deutlich niedrigeres Betriebsergebnis, da sich zum einen das Spotmarktniveau wieder an die langfristigen Beschaffungspreise angeglichen hat und zum anderen die in den vergangenen zwei Geschäftsjahren nachgelaufenen Termingeschäfte aus der Erdgas- und Strombeschaffung deutlich geringer ausfallen werden.

2. Risiko- und Chancenbericht

Als Lieferant von Flüssiggas sind wir insbesondere von Witterungsschwankungen abhängig. Somit unterliegen wir beim Heizgasabsatz einem gewissen Mengenrisiko, das wir nicht beeinflussen können.

Die Sanktionspakete der EU gegen Russland können zu einer Verknappung des Angebots an Flüssiggas in Deutschland führen.

Dem Risiko einer Verknappung des Marktes begegnen wir durch langfristige Lieferverträge und engem Kontakt zu unseren Lieferanten und dem Einkauf bei mehreren Lieferanten und an verschiedenen Standorten. Des Weiteren hat die Einlagerung von Flüssiggas im Salzwerk Bernburg an Bedeutung gewonnen. Wir konnten die Kapazität unseres Kontingentes in Bernburg ausweiten, um hier eine Menge an Flüssiggas einzulagern, mit der wir Engpässe überbrücken können.

Der Energiesektor unterliegt starken Preisschwankungen. Insbesondere waren aufgrund der Energiekrise als Folge des russischen Angriffskrieges in der Ukraine die Preise für verschiedene Energieträger massiv gestiegen. Dazu zählen insbesondere Erdgas und Strom. Auch Produkte aus der Rohölverarbeitung hatten eine wesentliche Preissteigerung erfahren. Hierzu zählt neben Kerosin, Benzin, Diesel und Heizöl unter anderem auch Flüssiggas. Inzwischen hat sich das Preisniveau auf dem Energiemarkt wieder entspannt und liegt etwa auf dem Niveau vor der Energiekrise.

Dem Preisrisiko im Flüssiggasbereich begegnen wir, indem wir Preisänderungen in angemessener Weise an die Kunden weitergeben. Da diese Anpassung auf der Absatzseite mit einer leichten Verzögerung gegenüber der Beschaffungsseite erfolgt, besteht in Zeiten von Preissteigerungen das Risiko sinkender Margen und unzufriedener Kunden. Das Risiko sinkender Margen wird dadurch geglättet, dass es auch immer Zeiten sinkender Einkaufspreise gibt. Eine hohe Kundenzufriedenheit wird zum einen dadurch erreicht werden, dass durch die Betreuung durch unsere geschulten Mitarbeiter eine große Kundennähe gegeben ist und zum anderen dadurch, dass unser Unternehmen nicht nur die Gaslieferungen vornimmt, sondern auch alle weiteren Dienstleistungen im Zusammenhang mit Anlagenbau und Wartung anbietet.

Die Flüssiggasbehälter stellen eine der wesentlichen Grundlagen des Geschäftsbetriebes dar. Es besteht das grundsätzliche Risiko, dass aufgrund der Altersstruktur des Behälterbestandes technische Mängel auftreten können. Diesem Risiko wird entgegengewirkt, indem die Flüssiggasbehälter in regelmäßigen, gesetzlichen vorgeschriebenen Abständen technischen Überprüfungen unterzogen werden und bei Bedarf neue Lackierungen erhalten. Behälter, die sich in einem Lager befinden, werden sorgfältig geprüft und gründlich aufgearbeitet. Nicht mehr nutzbare Behälter werden verschrottet und durch Neuzukäufe ersetzt.

Gesetzliche Regelungen zur Energieeffizienz führen zu sinkenden Energieverbräuchen im Wärmemarkt. Auch der Anteil der Erneuerbaren Energien wird weiter ansteigen. Obwohl wir davon ausgehen, dass dadurch der Absatz langfristig sinken wird, halten wir Flüssiggas auch in regenerativer oder biogener Form für einen effizienten und mobilen Energieträger, der vor allem im ländlichen Raum weiterhin gute Chancen auf dem Wärme- und Energiemarkt hat.

Laut der Studie "Flüssiggas (LPG) im Wärmemarkt des ländlichen - Beitrag zu Versorgungssicherheit und Klimaschutz" kann das 65-Prozent-Erneuerbare-Energien-Ziel bis 2035 in rund 830.000 Gebäuden mit älteren Ölheizungen kaum anders erreicht werden, als durch einen Umstieg auf Flüssiggas-Hybridheizungen oder Flüssiggas-Heizungen mit regenerativem oder biogenem Anteil. Das eröffnet weiterhin große Chancen im Neukundengeschäft.

Im Geschäft mit Autogas (LPG) erwarten wir weiterhin leicht rückläufige Umsätze. Aufgrund des politischen Drucks in Richtung "all electric" haben sich die meisten Automobilhersteller aus dem Segment Autogas als alternativem Kraftstoff verabschiedet. Die nachträgliche Umrüstung von modernen Direkteinspritzmotoren stellt die Werkstätten außerdem vor technische Herausforderungen.

Mit bundesweit über 6.000 Tankstellen ist das Kraftstoffangebot für Autogas-Fahrer breit verfügbar. In dieser starken Infrastruktur könnte regeneratives oder biogenes Flüssiggas künftig zur Reduktion von CO 2 auch im Verkehrssektor beitragen.

3. Risikoberichterstattung in Bezug auf Finanzinstrumente

Bei den in der Gesellschaft eingesetzten Finanzinstrumenten handelt es sich insbesondere um Wertpapiere des Anlagevermögens, Guthaben bei Kreditinstituten sowie Kundenforderungen. Bei den Wertpapieren des Anlagevermögens handelt es sich um Schatzbriefe eines großen inländischen Versicherungsunternehmens. Die Guthaben bei Kreditinstituten werden ausschließlich bei inländischen Kreditinstituten gehalten. Alle Bankkonten werden in Euro geführt, so dass sich hieraus keine Wechselkursrisiken ergeben. Etwaige überschüssige Liquidität wird ausschließlich auf Geldmarktkonten angelegt. Die Kundenforderungen sind kleinteilig und betreffen im Wesentlichen private Kunden, bei denen das Ausfallrisiko als gering anzusehen ist. Aufgrund unserer guten Liquiditätslage werden Lieferantenverbindlichkeiten von uns innerhalb der vereinbarten Zahlungsfrist gezahlt. Derivative Finanzinstrumente werden von uns nicht eingesetzt.

 

26. November 2024

Färber Gas GmbH

Geschäftsführung

Der Jahresabschluss zum 31. März 2024 wurde am 20. Dezember 2024 festgestellt.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

3 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.