M S B Maschinen-, Stahl - und Behälterbau GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Maschinen für die Metallerzeugung, von Walzwerkseinrichtungen und Gießmaschinen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Britta Melanie Wahlen seit 15.12.2020 | Prokura |
Peter Georg Oskar Kuntz seit 15.12.2020 | Geschäftsführer |
Simon Ludwig Hartung seit 25.4.2017 | Prokura |
Jens Christian Schmidt seit 9.2.2016 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
LOACKER Recycling GmbH | 90.00% |
Loacker Beteiligungs GmbH | 10.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Loacker Saar Recycling GmbHHomburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023I. Grundlagen der Gesellschaft Die Loacker Saar Recycling GmbH (Loacker Saar) ist ein Entsorgungsunternehmen, dessen Unternehmenssitz sich in Homburg (Saarland) befindet. Die Kernkompetenz des Unternehmens liegt im Recycling von Schrott und Metallen. Die Anteile der Loacker Saar werden von der Loacker Recycling GmbH (Götzis, Österreich - 90 %) und von der Loacker Beteiligungs GmbH (Götzis, Österreich - 10%) gehalten. Die Loacker Saar war im Geschäftsjahr an zwei Standorten in Homburg (Beeder Straße, Metalle; An der Remise, Schrott) vertreten. Im Jahresdurchschnitt waren 101 (VJ 104) Mitarbeiter bei der Loacker Saar beschäftigt. II. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die europäische Wirtschaft musste nach einem kräftigem Start in das Jahr 2023 eine deutliche Verlangsamung über den Sommer verzeichnen. Die starken Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank (EZB) zur Bekämpfung der Inflation haben vor allem die produzierende Industrie, den Investitionsgüterbereich und die Bauwirtschaft geschwächt. Die Industrieproduktion ist seit mehreren Quartalen rückläufig (Quelle: Pressemitteilung des Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz vom 07. Februar 2024). Zwar ist der Konsum zu Beginn des Geschäftsjahres noch gestiegen, gegen Ende der Berichtsperiode hat die Dynamik aber nachgelassen. Zudem haben die Unternehmen nach Auflösung der Lieferkettenprobleme ihre teils hohen Lagerbestände an Vorprodukten wieder abgebaut (Quelle: Europäische Kommission). Nach aktuellen Einschätzungen der Europäischen Kommission beträgt das reale BIP-Wachstum in der EU im Jahr 2023 nur 0,5 %. Branchenbezogene Rahmenbedingungen Für die Loacker Saar Recycling GmbH bedeutete dieses wirtschaftliche Umfeld rückläufige Mengen aus den Sektoren Bau, Maschinenbau, Konsumgüter und aus der Investitionsgüterindustrie. In der europäischen Automobilindustrie hat sich die Lage bei den Lieferketten deutlich entspannt, wodurch sich die Nachfrage gegenüber dem Vorjahr verbessert hat. Die knappe Verfügbarkeit von Schrotten sorgte zu Beginn des laufenden Geschäftsjahres zunächst für eine Erholung der Stahlschrottpreise, die nach der Hochphase im ersten Halbjahr 2022 in der zweiten Jahreshälfte 2022 stark gesunken waren. Von Januar bis April 2023 bewegten sich die Preise seitwärts oder stiegen leicht an. Im Mai gaben die Preise stark nach. Begründet wurde der Rückgang mit dem begrenzten Bedarf der Stahlwerke aufgrund der geringen Nachfrage nach Baustahl. Diese Preisentwicklung setzte sich im Jahresverlauf fort. Laut Bundesvereinigung Deutscher Stahlrecycling- und Entsorgungsunternehmen e.V. (BDSV) betrug der Durchschnittspreis für die Leitschrottsorte 2 im Jahr 2023 340 Euro und lag damit um 74 Euro oder knapp 18 % unter dem durchschnittlichen Wert des Vorjahresvergleichszeitraums von 414 Euro. Die rückläufige Nachfrage der Baubranche nach NE-Metallen konnte nicht vollständig durch die verbesserte Absatzsituation im Automobilsektor kompensiert werden. Nachdem die chinesische Regierung ihre Null-Covid-Strategie beendet hatte, stiegen die Kurse für NE-Metalle an der Londoner Metallbörse Anfang des laufenden Geschäftsjahres zunächst rasant an. Die weiterhin hohe Inflation und die zu ihrer Bekämpfung erhöhten Zinsen bewirkten jedoch, dass die Notierungen der Industriemetalle in den Folgemonaten kontinuierlich nachgaben. Erst zum Jahresende fand eine leichte Erholung bei den Kupfer- und Aluminiumpreisen statt. Der Preis für Aluminium sank im Vergleich zum Vorjahr um 15 % auf im Schnitt 2.295 Euro pro Tonne. Der durch-schnittliche Preis für eine Tonne Kupfer verringerte sich um 2 % auf 8.535 Euro. Der Durchschnittspreis für eine Tonne Nickel sank um 17% auf 20.935 Euro (Quelle: Boerse.de). Geschäftsverlauf Die in Abschnitt II geschilderten Rahmenbedingungen sorgten bei der Loacker Saar Recycling GmbH für einen heterogenen Geschäftsverlauf im Geschäftsjahr 2023. Das erste Quartal 2023 verlief besser als erwartet und war von einem relativ hohen Absatz geprägt. Im weiteren Verlauf entwickelte sich das Geschäftsumfeld der Loacker Saar Recycling GmbH im Einklang mit der zunehmenden Volatilität der Märkte jedoch herausfordernd. Im Wesentlichen wirkten sich hier makroökonomische Entwicklungen wie die Verteuerung der Energiepreise, Inflation, Zinspolitik und stark rückläufige Direktinvestitionen auf verschiedene Wirtschaftssektoren wie den Automobilsektor oder den Bausektor aus. In der Folge verzeichneten bedeutende Abnehmerindustrien der Loacker Saar Recycling GmbH Nachfragerückgänge. Der erwartete Konjunkturrückgang war im Geschäftsjahres 2023 deutlich spürbar. Der erwirtschaftete Umsatz liegt mit TEUR 104.439 dennoch leicht über unseren Erwartungen. Es konnte ein Gesamtabsatz von 173.799 Tonnen erzielt werden. Die gehandelten Mengen lagen somit um 5,4 % über dem Vorjahresvergleichszeitraum. Aufgrund der knappen Materialverfügbarkeit herrschte am Markt ein großer Preiskampf um die vorhandenen Mengen. Dadurch mussten wir beim Rohertrag einen Rückgang von 12 % im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen und haben die geplante Steigerung von 41 % klar verfehlt. Die Fertigstellung und Inbetriebnahme der neuen Metallhalle hat sich um einige Monate verzögert. Die Kostenreduzierung (Wegfall Miete Standort Beeder Straße, Reduzierung der Logistikkosten, bessere Ressourcenplanung bei Maschinen und Personal) konnte damit nicht wie geplant schon im 2. Halbjahr 2023 realisiert werden. Zusätzlich haben die Kosten für die Rückgabe des gemieteten Standorts und den Umzug in die neue Halle das Ergebnis belastet. Die geplanten Optimierungsmaßnahmen aus dem Projekt werden sich somit erst in 2024 positiv auswirken. Die weiterhin hohen Transport- und Finanzierungskosten haben das Ergebnis in 2023 über alle Bereiche belastet. Bereich Schrott Zu Beginn des Berichtsjahres 2023 verzeichneten wir im FE-Bereich aufgrund der knappen Verfügbarkeit von Schrotten steigende Preise. Im Jahresverlauf unterlagen die Preise für Stahlschrott vor allem aufgrund der stark konjunkturabhängigen Nachfrage der Stahlwerke erheblichen Schwankungen. Dennoch konnten die Mengen aufgrund der Rückgewinnung eines größeren Kunden sowie dem Material aus Abbrucharbeiten aus der Region gesteigert werden. In Summe lagen die gehandelten FE-Mengen im Jahr 2023 9 % über den gehandelten Tonnagen des Vorjahresvergleichszeitraums aber dennoch deutlich unter den gesetzten Zielen. Bereich Metall Das zurückliegende Geschäftsjahr war im NE-Bereich sehr herausfordernd. Das Geschäftsjahr begann aufgrund der steigenden Börsenpreise vielversprechend. Dieser Anstieg hielt jedoch nicht sehr lange an. Schon vor Ende des 1. Quartals fielen die Preise kontinuierlich. Der Preisrückgang an der Börse ging mit steigenden LME-Lagerbeständen einher. Mengenmäßig mussten wir in diesem Bereich einen deutlichen Rückgang verzeichnen. In Summe lagen die vermarkteten NE-Mengen im Jahr 2023 14 % unter den Mengen des Vorjahresvergleichszeitraums sowie unter den Erwartungen des Managements. Ertragslage Der Umsatz sank von TEUR 122.424 auf TEUR 104.439. 45 % (VJ 42 %) der Umsätze entfallen auf Schrott, 54 % (VJ 57 %) auf Metalle. Der Rohertrag beträgt TEUR 12.012 (VJ TEUR 13.648). Die Marge des Rohertrags erhöhte sich auf 11,5 % (VJ 11,1 %). Das Betriebsergebnis beträgt TEUR -545 (VJ TEUR 1.846). Im Vorjahresergebnis sind Erträge aus Anlagenverkäufen aufgrund der durchgeführten Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von TEUR 1.460 enthalten. Finanzlage Sachanlagen Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden TEUR 8.678 (VJ TEUR 11.950) in Sachanlagen investiert. Cash-Flow-Rechnung Aus laufender Geschäftstätigkeit konnte ein Netto-Geldfluss in Höhe von TEUR 1.723 (VJ TEUR -2.748) erzielt werden. Aus Investitionen in Sachanlagen, Beteiligungen und sonstigen, auch kurzfristigen Finanzanlagen resultiert ein Netto-Geldfluss in Höhe von TEUR -8.532 (VJ TEUR -11.731). Aus der Finanzierungstätigkeit resultiert ein Netto-Geldfluss in Höhe von TEUR 7.211 (VJ TEUR -1.769). Der Finanzmittelfonds ist mit TEUR -15.439 ausgewiesen, die zahlungswirksame Veränderung beträgt TEUR 402. Der Finanzmittelfonds setzt sich aus Guthaben bei Kreditinstituten sowie aus Verbindlichkeiten aus dem Cash-Pool mit der Muttergesellschaft zusammen. Vermögenslage Das Anlagevermögen hat einen Anteil von 61,5% (VJ 57 %) an der Bilanzsumme. Auf das Umlaufvermögen entfallen 38 % (VJ 43 %) der Bilanzsumme. Die Eigenkapitalquote stieg von 12,3 % auf 16,9 %. Langfristige Verbindlichkeiten haben einen Anteil von 46,2 % (VJ 21 %) an der Bilanzsumme. Der Anteil der kurzfristigen Verbindlichkeiten beträgt 37 % (VJ 48 %). Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren Personal / Personalentwicklung Die Personalentwicklung der Loacker Recycling GmbH basiert sowohl auf lokalen, spezifischen Maßnahmen als auch auf Trainingsmaßnahmen, die am Zentralstandort Götzis entwickelt und für die gesamte Unternehmensgruppe angeboten werden. Umwelt Im Konzernverbund der Loacker Recycling GmbH hat das ökologische Sammeln und Behandeln von Abfällen (Wertstoffe) oberste Priorität. Stetig wird an der Weiterentwicklung aller Anlagen gearbeitet, um einerseits diese am aktuellen Stand der Technik zu halten und andererseits die sortenreine Trennung der Wertstoffe zu verbessern. Dies kommt vor allem auch mit dem Aufbau eines umfassenden Managementsystems zum Ausdruck. III. Chancen- und Risikobericht sowie Prognosebericht Risiko- und Chancenbericht Preisänderungsrisiko Dem Preisänderungsrisiko für Schrott und Metalle wird entgegengetreten indem wesentliche Lagerbestandsmengen vorverkauft sind und somit ein Verlust durch fallende Rohstoffpreise weitestgehend vermieden wird. Außerdem wird der Markt permanent beobachtet, um auf Preisänderungen schnell reagieren zu können. Mit der Begrenzung des Risikos sind auch die Chancen, die sich aus Preisänderungen ergeben begrenzt. Forderungsausfallsrisiko Das Ausfallrisiko bei Kundenforderungen wird durch Wertberichtigungen und durch ein Debitorenmanagement (striktes Mahnwesen, Kreditlimit, Kreditinformationen) sowie eine Warenkreditversicherung begrenzt. Zinsänderungsrisiko Die Finanzierung erfolgt variabel, es bestehen bei allen Bankverbindlichkeiten Vereinbarungen mit Anpassung an den Euribor (3-Monats-Euribor). Das Zinsänderungsrisiko wird laufend überwacht und gegebenenfalls durch Zinsabsicherungsgeschäfte gesteuert. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden keine Zinsabsicherungsgeschäfte eingesetzt. Da Zinssenkungen nur noch in sehr geringem Umfang möglich sind, ergeben sich nur sehr geringe Chancen aus einer Reduzierung der Zinsen. Liquiditätsrisiko Die Betriebsmittelfinanzierung erfolgt durch den Cash Pool der Loacker Gruppe. Somit kann die Gesellschaft auf ausreichend freie Kreditlinien zurückgreifen. Sonstige Risiken Alle uns im Bilanzerstellungszeitraum bekannten Risiken sind nach derzeitigem Erkenntnisstand durch entsprechende Rückstellungen ausreichend abgedeckt. Im Übrigen lässt sich aber der Einfluss des aktuellen Ukraine-Krieges auf unsere wirtschaftliche Lage nicht hinreichend quantifizieren. Bestandsgefährdende Risiken sind nach unseren Erkenntnissen aber aktuell nicht gegeben. Chancen der künftigen Entwicklung Chancen sehen wir in einer mittelfristigen Verbesserung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie in Synergieeffekten aus der Loacker-Gruppe. Prognosebericht Im Jahr 2023 wurde das Wachstum durch die erhebliche geldpolitische Straffung und die teilweise Rücknahme der fiskalpolitischen Unterstützungsmaßnahmen gebremst. Aktuell ist der Konjunkturrückgang immer noch spürbar. Die zinssensitiven Segmente Bau, Maschinenbau sowie Konsumgüterindustrie haben sich deutlich abgeschwächt und werden aus heutiger Sicht auch in den ersten Monaten des neuen Geschäftsjahres keine deutliche Erholung zeigen. Es wird jedoch erwartet, dass sich die Wirtschaftstätigkeit im weiteren Jahresverlauf allmählich verbessern wird. Da die Inflation weiter abflaut, dürften das Reallohnwachstum und ein robuster Arbeitsmarkt zu einer Erholung des Konsums beitragen. Darüber hinaus sollte die Aussicht auf erste Zinssenkungen zusätzlich für Konjunkturoptimismus sorgen. Das erwartete Wachstum in der EU liegt gemäß jüngster Prognose der Europäischen Kommission bei 0,9 %. Das globale Umfeld ist jedoch nach wie vor sehr unsicher. Die aktuellen geopolitischen Spannungen können sich weiterhin jederzeit negativ auf Wachstum und Inflation auswirken. Wir gehen davon aus, dass ein Großteil unserer Abnehmerindustrien im Jahresverlauf wieder moderate Zuwächse verzeichnen werden. Lediglich für die Baubranche gehen wir davon aus, dass die Auftragslage schwierig bleiben wird und in 2024 noch keine Erholung einsetzen wird. Die geringe Materialverfügbarkeit wird deshalb sicher noch über die nächsten Wochen weiter bestehen. Daher werden wir mit herausfordernden wirtschaftlichen Entwicklungen in allen Kernmärkten konfrontiert sein. Wir sind dennoch zuversichtlich, dass wir sowohl im NE-Bereich als auch im FE-Bereich die geplanten Mengen erreichen werden. Die Optimierung der Abläufe nach Fertigstellung der Metallhalle sollte im Geschäftsjahr 2024 nun zur erwarteten Kostenreduzierung bei den Logistik- und Personalkosten führen. Durch die umfangreichen Investitionen der letzten Monate sollte sich auch die Wertschöpfung am Platz aufgrund der verbesserten Sortierungs- und Bearbeitungsmöglichkeiten erhöhen. Wir rechnen daher insgesamt mit einer Umsatzsteigerung von ca. 5 %. Die Marge des Rohertrag soll von 11,5 % auf 16 % steigen. Das Management erwartet somit für 2024 einen Jahresüberschuss, der mit TEUR 750 deutlich über dem Ergebnis des Vorjahres liegen wird.
Homburg, den 25. April 2024 Peter
Kuntz
BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023LOACKER SAAR RECYCLING GMBH, HOMBURGA K T I V A
P A S S I V A
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023I. Allgemeine Grundlagen Die Gesellschaft ist unter der Firma Loacker Saar Recycling GmbH mit Sitz in Homburg im Handelsregister des Amtsgerichts Saarbrücken unter der Nummer HRB 3724 eingetragen. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus gleichem Grunde wurden die Angaben zu Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke ebenfalls an dieser Stelle gemacht. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu fortgeschriebenen Anschaffungskosten, reduziert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen erfolgen linear entsprechend der Nutzungsdauer. Bei Zugängen während des Geschäftsjahres erfolgen die Abschreibungen zeitanteilig. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen erfolgen linear entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer. Bei Zugängen während des Geschäftsjahres erfolgen die Abschreibungen zeitanteilig. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von EUR 800 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst. Ein sofortiger Abgang wird unterstellt. Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren beizulegenden Werten und Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Waren erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren beizulegenden Werten am Bilanzstichtag. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert angesetzt. Zur Berücksichtigung von Kreditrisiken wurden nicht versicherte Kundenforderungen, soweit erforderlich, einzeln wertberichtigt. Liquide Mittel und das Eigenkapital sind zum Nennwert angesetzt. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der PUC-Methode unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" ermittelt. Für die Abzinsung wird pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz aus den vergangenen 10 Jahren bei einer durchschnittlichen Restaufzeit von 15 Jahren von 1,83 % (VJ 1,78 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung verwendet. Zur Erfüllung der Altersvorsorgeverpflichtungen werden Versicherungen zur Rückdeckung von Pensionsverpflichtungen verwendet. Das Vermögen ist zugunsten der Anspruchsberechtigten verpfändet und wird als Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit der Rückstellung verrechnet. Übersteigt das Deckungsvermögen den Rückstellungsbetrag, so wird ein aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung ausgewiesen. Der Wertansatz der Rückdeckungsversicherung wird mit dem gem. IDW RH FAB 1.021 ermitteltem beizulegendem Zeitwert des Deckungsvermögens bewertet und nach dem Primat der Passivseite ermittelt. Bei der Bemessung der Steuerrückstellungen wurden die da Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern berücksichtigt. Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit einem laufzeitadäquaten Zinssatz abgezinst. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit ihren unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. III. Erläuterungen zur Bilanz zum 31. Dezember 2023 Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Fremdkapitalzinsen wurden nicht aktiviert. Vorräte Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren zur Gänze aus Lieferungen und Leistungen. Gegen den Gesellschafter bestehen Forderungen in Höhe von TEUR 1.206 (VJ TEUR 2 141). Sonstige Vermögensgegenstände teilen sich wie folgt auf:
Eigenkapital Das Stammkapital in Höhe von EUR 5.000.000 ist voll einbezahlt. Im Geschäftsjahr 2023 wurde eine andere Zuzahlung in die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB in Höhe von EUR 5.500.000 vorgenommen. Rückstellungen Pensionsrückstellungen Für die Erfüllung der Pensionsverpflichtung wurden Ansprüche aus der Rückdeckungsversicherung an den Versorgungsberechtigten verpfändet. Dieser Vermögenswert wurde mit dem Rückstellungsbetrag saldiert.
Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen tragen allen erkennbaren Risiken angemessen Rechnung.
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
Sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den Haftungsverhältnissen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Form von Zahlungsverpflichtungen aus Leasingverträgen bis Laufzeitende in Höhe von TEUR 293 (VJ TEUR 80). Die Leasingverträge enden bis Juli 2026. Geschäfte mit nahestehenden Personen Es wurden keine Geschäfte mit nahestehenden Personen zu nicht marktüblichen Konditionen bzw. zu drittvergleichsfremden Bedingungen abgeschlossen. Die bestehenden Verträge sehen keine Differenzierungen zwischen Dritten und nahestehenden Personen vor. Ausschüttungssperre Aufgrund des Unterschiedsbetrags im Sinne von § 253 Abs. 6 HGB besteht in Höhe von TEUR 2 (VJ TEUR 11) eine Ausschüttungssperre. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen:
Sonstige betriebliche Erträge
Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten in Höhe von TEUR 122 (VJ 1.459) Erträge aus dem Verkauf von nicht mehr benötigtem Anlagevermögen sowie persiodenfremde Erträge aus den Auflösungen von Rückstellungen und Wertberichtigungen in Höhe von 183 (VJ 424). Sonstige betriebliche Aufwendungen
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen aus Forderungsverlusten und aus der Erhöhung von Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von 49 TEUR (VJ 92 TEUR) enthalten. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen mit TEUR 276 Erstattungsansprüche für Vorjahre. V. Sonstige Angaben Geschäftsführung Im Jahr 2023 wurde die Geschäftsführung durch Herrn Peter Kuntz wahrgenommen. Gesamtbezüge der Geschäftsführung Die Angabe der Organbezüge unterbleibt unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB. Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter (ohne Geschäftsführer)
Konzernverhältnisse Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Loacker Recycling GmbH (Götzis, Österreich) einbezogen. Der Konzernabschluss wird im Firmenbuch des Landesgerichts Feldkirch/AT offengelegt. Honorar des Abschlussprüfers Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2023 beläuft sich ausschließlich für Prüfungsleistungen auf TEUR 23 und auf TEUR 13 für Steuerberatungsleitungen. Gewinnverwendung/Gewinnverwendungsvorschlag Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR -2.196.794,29 auf neue Rechnung vorzutragen.
Homburg, 25. April 2024 Der Geschäftsführer Peter Kuntz
Bestätigungsvermerkdes unabhängigen Abschlussprüfers An die Loacker Saar Recycling GmbH, Homburg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Loacker Saar Recycling GmbH, Homburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Loacker Saar Recycling GmbH, Homburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und des Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 25. April 2024 Linn
Goppold Treuhand GmbH
Schierl
Fleischmann
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