Güterbeförderung in der Binnenschifffahrt
Quarterback Hamburg GmbH
Zirkusweg 2, 20359 Hamburg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Katja Böschel seit 7.1.2025 | Prokura |
Knud Börner seit 15.11.2022 | Geschäftsführer |
Stefanie Werner ( vormals Gohla) seit 15.11.2022 | Prokura |
Steffen Voigt seit 15.11.2022 | Geschäftsführer |
Britta, geb. Jachmann Haltermann seit 15.11.2022 | Prokura |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 0.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
QUARTERBACK Immobilien AGLeipzigKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die QUARTERBACK Immobilien AG, Leipzig Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der QUARTERBACK Immobilien AG, Leipzig, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der QUARTERBACK Immobilien AG, Leipzig, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Die Prüfung des Konzernabschlusses haben wir unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Leipzig, den 25. Mai 2023 Grant
Thornton AG
Sebastian Koch, Wirtschaftsprüfer Kathleen Hennig, Wirtschaftsprüferin Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022AKTIVA
PASSIVA
Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr 2022
Veränderung des Konzerneigenkapitals im Geschäftsjahr 2022
Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2022
Inhaltsverzeichnis Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022 1. Allgemeines (1) Geschäftstätigkeit (2) Grundlagen der Erstellung des Abschlusses (3) Konsolidierungskreis 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (4) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze (5) Wesentliche Schätzungen und Annahmen 3. Erläuterungen zur Konzern-Gesamtergebnisrechnung (6) Umsatzerlöse (7) Bestandsveränderungen (8) Materialaufwand (9) Sonstige betriebliche Erträge (10) Personalaufwand (11) Sonstige betriebliche Aufwendungen (12) Finanzerträge (13) Finanzaufwendungen (14) Ergebnis von At Equity einbezogenen Unternehmen (15) Ertragsteuern 4. Erläuterungen zur Konzernbilanz (16) Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (17) Sachanlagen (18) Immaterielle Vermögenswerte (19) Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen (20) Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte (21) Zum Verkauf bestimmte Grundstücke und Gebäude (22) Andere Vorräte (23) Vertragsvermögenswerte (24) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (25) Forderungen aus Ertragsteuern (26) Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte (27) Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Vermögenswerte (28) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (29) Eigenkapital (30) Finanzverbindlichkeiten (31) Vertragsverbindlichkeiten (32) Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (33) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (34) Sonstige Rückstellungen (35) Steuerschulden (36) Sonstige nichtfinanzielle Verbindlichkeiten (37) Latente Steuern 5. Erläuterungen zur Konzernkapitalflussrechnung (38) Konzernkapitalflussrechnung 6. Sonstige Angaben (39) Sonstige finanzielle Verpflichtungen (40) Angaben zu Leasingverhältnissen (41) Angaben zu Finanzinstrumenten (42) Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen (43) Personal (44) Befreiung nach § 264 HGB (45) Abschlussprüferhonorare (46) Übergeordnete beherrschende Partei i.S.v. IAS 24 (47) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Konzernanhang für das Geschäftsjahr 20221. Allgemeines Die QUARTERBACK Immobilien AG im Folgenden auch "Gesellschaft" bzw. in Zusammenhang mit ihren Tochtergesellschaften und Gemeinschaftsunternehmen "QUARTERBACK", oder "Konzern" genannt ist eine nicht börsennotierte Aktiengesellschaft des deutschen Rechts. Die QUARTERBACK Immobilien AG ist die Muttergesellschaft des Konzerns. Sie ist beim Amtsgericht Leipzig unter der Nummer HRB 35062 registriert. Der Sitz der Gesellschaft befindet sich in der Käthe-Kollwitz-Straße 21, 04109 Leipzig, Deutschland. Der Konzernabschluss ist in Euro (€) dargestellt, da allen Konzerntransaktionen diese Währung zugrunde liegt. Euro ist die funktionale Währung aller in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften. Sofern nicht anders angegeben, erfolgt der Ausweis in Tausend Euro (T€). Wir weisen darauf hin, dass bei der Verwendung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben aufgrund kaufmännischer Rundung Differenzen auch innerhalb einzelner tabellarischen Darstellungen auftreten können. Dies betrifft auch die dargestellten Summen und Zwischensummen des Konzernabschlusses. Die Konzern-Gesamtergebnisrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Das Geschäftsjahr der QUARTERBACK Immobilien AG und der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften entspricht dem Kalenderjahr. (1) Geschäftstätigkeit Die Geschäftstätigkeit der QUARTERBACK umfasst die gesamte Wertschöpfungskette im Immobilienbereich. Kernbereich des Konzerns ist der Erwerb, die Entwicklung und das Errichten von Immobilien und deren Verkauf. Daneben hält und bewirtschaftet der Konzern Wohn- und Immobilien im Eigenbestand. (2) Grundlagen der Erstellung des Abschlusses Der Konzernabschluss der QUARTERBACK und ihrer Tochterunternehmen wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 3 i.V.m. § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Die Berichterstattung für das Geschäftsjahr 2022 erfolgt nach den verpflichtend anzuwendenden Standards und vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der vorliegende Konzernabschluss wurde durch den Vorstand der QUARTERBACK Immobilien AG am 23. Mai 2023 aufgestellt und zur Veröffentlichung freigegeben. Für die Geschäftsjahre 2022 und 2021 wurden die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden nach IFRS angewendet. Bereits veröffentlichte, aber noch nicht angewendete Standards und Interpretationen sowie Änderungen an Standards und Interpretationen T 02a | Neu anzuwendende bzw. geändert Standards und Interpretationen
Bereits veröffentlichte, aber noch nicht angewendete Standards und Interpretationen sowie Änderungen an Standards und Interpretationen T 02b | Bereits veröffentlichte, aber noch nicht angewandte Standards und Interpretationen, sowie Änderungen zu bestehenden Standards und Interpretationen
Die Erstanwendung dieser Standards soll zum verpflichtenden Termin erfolgen. Aus der künftigen Anwendung der neuen Rechnungslegungsvorschriften erwartet die Gesellschaft keine signifikanten Auswirkungen auf den Konzernabschluss. (3) Konsolidierungskreis Der Konzernabschluss umfasst neben der QUARTERBACK Immobilien AG 156 (Vj. 133) Tochtergesellschaften, die im Konzern vollkonsolidiert werden. Weiterhin hält der Konzern Beteiligungen an 8 (Vj. 9) Gesellschaften, welche gemeinschaftlich mit einem anderen Unternehmen geführt werden und im Rahmen der At Equity Methode konsolidiert werden. Daneben sind 8 (Vj. 6) assoziierte Unternehmen bzw. Teilkonzerne nach der At Equity Methode konsolidiert, bei denen die QUARTERBACK lediglich einen maßgeblichen Einfluss ausübt. Der Kreis der vollkonsolidierten Gesellschaften ist gegenüber dem Vorjahr um 23 Gesellschaften angestiegen. Hierbei handelt es sich um Neugründungen und Erwerbe von Immobilienobjektgesellschaften. Einzig der Erwerb der BERLING Ingenieurgesellschaft mbH ist nach IFRS 3 als Unternehmenszusammenschluss zu klassifizieren. Übersicht über die vollkonsolidierten Tochterunternehmen Es wurden alle Tochtergesellschaften, die von der QUARTERBACK Immobilien AG beherrscht werden, sofern sie für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung sind, voll konsolidiert. In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 wurden demnach folgende Gesellschaften auf Basis der Vollkonsolidierung einbezogen:
Nachfolgende Tabelle zeigt die Gesellschaften, die im Geschäftsjahr erstmalig im Rahmen der Vollkonsolidierung einbezogen wurden:
Gemeinschaftsunternehmen Ein Gemeinschaftsunternehmen ist eine gemeinsame Vereinbarung, bei der die beteiligten Parteien (Partnerunternehmen), die gemeinschaftlich die Führung über die Vereinbarung ausüben, Rechte am Nettovermögen der Vereinbarung besitzen. Diese Gemeinschaftsunternehmen werden nach der At Equity Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Der Konzernabschluss umfasst 8 (Vj. 9) Gemeinschaftsunternehmen:
Assoziierte Unternehmen Bei assoziierten Unternehmen verfügt der Konzern lediglich über einen maßgeblichen Einfluss. Der Konzernabschluss umfasst 8 (Vj. 6) assoziierte Unternehmen bzw. Teilkonzerne, die nach der At Equity Methode bilanziert werden. Die assoziierten Unternehmen bzw. Teilkonzerne enthalten folgende Gesellschaften:
IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse BERLING Ingenieurgesellschaft mbH, Berlin Die Quarterback hat im Rahmen eines Unternehmenserwerbs die BERLING Ingenieurgesellschaft mbH ("BERLING"), Berlin, erworben. Der Erwerbszeitpunkt, an dem die QUARTERBACK die Beherrschung über den erworbenen Geschäftsbetrieb erlangte, ist der 1. Januar 2022. Zu diesem Zeitpunkt hielt die QUARTERBACK 85% der Anteile der erworbenen Gesellschaften. BERLING betreibt deutschlandweit Bauvorhaben, wobei der Fokus auf Berlin liegt. Das Unternehmen ist auf die Beratung, Planung und Bauüberwachung in der technischen Ausrüstung und der technischen Infrastruktur spezialisiert. Durch den Erwerb der Berling sollen vor allem die Kompetenzen im Bereich von zukunftsweisenden Technologien bei der technischen Gebäudeausrüstung mit Fokus auf die wachsende "Environmental Social Governance"-Anforderungen bei der Planung und dem Bau von Wohn- und Gewerbeimmobilien erweitert werden und Synergiepotenziale im Bereich von Planung und Umsetzung von Projekten gehoben werden. Im Jahr 2022 trug die BERLING Umsatzerlöse von EUR 1,58 Mio. und einen Verlust von EUR 0,02 Mio. zum Konzernergebnis bei. Die übertragene Gegenleistung für den Erwerb der BERLING von EUR 6,55 Mio. umfasst eine Barkaufpreiskomponente in Höhe von EUR 5,4 Mio. sowie eine Put-Option der Altgesellschafter über die Andienung der verbleibenden 15% der Anteile nach einer Mindestlaufzeit ab dem 1. Januar 2027. Die Put-Option wird zum Fair Value mit EUR 1,15 Mio. angesetzt. Der Ausübungspreis der Option ermittelt sich aus den durchschnittlichen Umsatzerlösen im Ausübungszeitpunkt multipliziert mit einem Faktor und dem entsprechenden Anteil. Die Bewertung zum Fair Value erfolgte mittels Monte-Carlo-Simulation. Aufgrund der vertraglichen Gestaltung der Option ist aktuell davon auszugehen, dass die Option ausgeübt wird. Folglich sind die noch nicht erworbenen 15% der Anteile als Verbindlichkeit bilanziert und werden nicht als nicht beherrschende Anteile passiviert. Die erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden weisen die folgenden beizulegenden Zeitwerte auf:
Die immateriellen Vermögenswerte umfassen den Kundenstamm, den Auftragsbestand sowie entgeltlich erworbene Software. Kundenstamm und Auftragsbestand unterliegen Fair Value Anpassungen. Der Fair Value für beide Positionen wurde auf Basis des MEEM-Ansatzes bestimmt. Für den Kundenstamm wird mit einer Nutzungsdauer von 6 Jahren ein Fair Value von EUR 1,46 Mio. angesetzt. Der Fair Value für den Auftragsbestand beträgt EUR 1,0 Mio. basierend auf einer Nutzungsdauer von 4 Jahren. Der Geschäfts- oder Firmenwert repräsentiert im Wesentlichen erwartete Ertragspotenziale des erworbenen Geschäftsbetriebs sowie Synergiepotenziale vor allem im Bereich der Planung und Umsetzung von Projekten resultierend aus der Integration der BERLING und der Erweiterung der Kompetenzen durch weiteren Mitarbeiterzuwachs. Der Bruttobetrag der erworbenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht dem beizulegenden Zeitwert. Bei diesem Unternehmenserwerb sind Transaktionskosten im Zusammenhang mit einem nach IFRS 3 bilanzierten Unternehmenszusammenschluss in Höhe von TEUR 39 entstanden. IAS 28 Erwerb von Beteiligungen an assoziierten Unternehmen KVL Bauconsult GmbH, Berlin Am 1. Januar 2022 hat die Quarterback 35 % an der KVL Bauconsult GmbH, Berlin, erworben, das als Gemeinschaftsunternehmen klassifiziert wurde. Neben der KVL Bauconsult GmbH umfasst die Gruppe zum 31. Dezember 2022 weitere zehn vollkonsolidierte Tochtergesellschaften ("KVL"). Neben dem Hauptgeschäft, dem Projektmanagement, bietet KVL zusätzlich sachverständige Dienstleistungen und strategische & technische Immobilienberatung an. Die nachstehende Tabelle fasst die Finanzinformationen der KVL zusammen. Die zweite Tabelle zeigt die Überleitung der KVL Finanzinformationen auf den Buchwert des Anteils der Quarterback an der KVL.
Aus der at-Equity-Fortschreibung der Beteiligungen an der KVL ergibt sich ein Ergebnis in Höhe von EUR 0,6 Mio. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (4) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Im Folgenden werden die im Konzernabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze dargestellt. Darüberhinausgehende Informationen zu einzelnen Posten der Konzern-Gesamtergebnisrechnung und der Konzernbilanz sowie entsprechende Zahlenangaben ergeben sich aus den nachfolgend dargestellten Erläuterungen. Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt unter Beachtung des Going-Concern-Prinzips. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien Der Konzern klassifiziert Immobilien bei erstmaligem Ansatz entsprechend der zu dem Zeitpunkt beabsichtigten Nutzung entweder als Finanzinvestition gehaltene Immobilie, als Vorratsimmobilien in den zum Verkauf bestimmten Grundstücken und Gebäuden oder als selbstgenutzte Immobilie im Sachanlagevermögen. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilie umfassen alle Immobilien, die zur Erzielung von Mieteinnahmen oder zur langfristigen Wertsteigerung gehalten und nicht vom Konzern selbst genutzt werden. Hierzu zählen neben Bestandsimmobilien auch unbebaute Grundstücke und vereinzelt Projektentwicklungen. Finanzimmobilien werden bei erstmaliger Bewertung zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten einschließlich Nebenkosten angesetzt. Im Rahmen der Folgebewertung werden sie zu ihren beizulegenden Zeitwerten angesetzt, die die Marktbedingungen am Bilanzstichtag widerspiegeln. Ein Gewinn oder Verlust aus der Änderung der beizulegenden Zeitwerte wird in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung erfasst. Für als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien werden jährlich Bewertungsgutachten durch externe Sachverständige erstellt. Sachanlagen Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen und Wertminderungen, bewertet. Abgänge werden sowohl bei den historischen Anschaffungskosten als auch bei den kumulierten Abschreibungen erfasst. Gewinne oder Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen oder Aufwendungen ausgewiesen. Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden, soweit abnutzbar, entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauern der Sachanlagen betragen zwischen 3 und 19 Jahren. Immaterielle Vermögenswerte Geschäfts- oder Firmenwerte ("Goodwill") aus einem Unternehmenszusammenschluss werden bei erstmaligem Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet, die sich als Überschuss der übertragenen Gegenleistung (Anschaffungskosten) über die identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Schulden bemessen. Nach dem erstmaligen Ansatz werden Geschäfts- oder Firmenwerte zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich - bei Vorliegen von Anhaltspunkten auch unterjährig - entsprechend den Regelungen des IAS 36 auf Betrachtungsebene zahlungsmittelgenerierender Einheiten ("cash generating units") auf Wertminderungen überprüft. Eine spätere Zuschreibung infolge des Wegfalls der Gründe für einen in vergangenen Geschäftsjahren erfassten Wertminderungsaufwand erfolgt nicht. Sonstige immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen und Wertminderungen, bewertet. Immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer, von in der Regel drei bis fünf Jahren, linear abgeschrieben. Selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte und erworbene immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer liegen gegenwärtig nicht vor. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte werden in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung erfasst. Wertminderungen von sonstigen immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen Ein Werthaltigkeitstest wird bei immateriellen Vermögenswerten mit begrenzter Nutzungsdauer sowie bei Sachanlagen bei Vorliegen konkreter Anhaltspunkte durchgeführt. Eine Wertminderung wird ergebniswirksam erfasst, soweit der erzielbare Betrag des Vermögenswerts den Buchwert unterschreitet. Der erzielbare Betrag wird für jeden Vermögenswert grundsätzlich einzeln ermittelt. Sofern dies nicht möglich ist, erfolgt die Ermittlung auf Basis einer Gruppe von Vermögenswerten, die weitgehend unabhängige Cashflows generieren. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert. Jede Wertminderung wird sofort erfolgswirksam erfasst. Bei Entfall des Grundes für eine in den Vorjahren erfasste Wertminderung erfolgt eine Wertaufholung bis maximal zur Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten. Zuschüsse aus öffentlichen oder privaten Mitteln für den Erwerb von Sachanlagen werden von den Anschaffungskosten abgezogen und vermindern die lineare Abschreibung über die erwartete Nutzungsdauer der betreffenden Vermögenswerte. Finanzielle Vermögenswerte Im Konzern werden gegenwärtig folgende finanzielle Vermögenswerte bilanziert:
Der Konzern stuft die finanziellen Vermögenswerte in folgende Bewertungskategorien ein:
Die Einstufung ist abhängig vom Geschäftsmodell des Unternehmens für die Steuerung der finanziellen Vermögenswerte und von den vertraglichen Zahlungsströmen. Wird der finanzielle Vermögenswert gehalten, um vertragliche Zahlungsströme zu vereinnahmen, die ausschließlich aus Zins- und Tilgungszahlungen bestehen, wird der finanzielle Vermögenswert zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Alle anderen finanziellen Vermögenswerte werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Wertminderungen von finanziellen Vermögenswerten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, basieren auf dem zu erwartenden Kreditverlust. Für die sonstigen finanziellen Vermögenswerte werden angemessene einzelfallbezogene Wertminderungen vorgenommen. Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die Ansprüche auf den Erhalt von Zahlungsströmen aus den finanziellen Vermögenswerten ausgelaufen oder übertragen worden sind und der Konzern im Wesentlichen alle Risiken und Chancen aus dem Eigentum übertragen hat. Der Konzern legt die Klassifizierung seiner finanziellen Vermögenswerte mit dem erstmaligen Ansatz fest. Der Konzern verfügt gegenwärtig ausschließlich über finanzielle Vermögenswerte, die nach IFRS 9 zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden. Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen Die Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen werden nach der At Equity Methode bilanziert. Die Anteile werden in der Bilanz zu Anschaffungskosten zuzüglich nach dem Erwerb eingetretener Änderungen des Anteils des Konzerns am Reinvermögen erfasst. Bei der Anwendung der At Equity Methode stellt der Konzern fest, ob hinsichtlich der Nettoinvestition des Konzerns die Berücksichtigung eines zusätzlichen Wertminderungsaufwands erforderlich ist. Die Gesamtergebnisrechnung enthält den Anteil des Konzerns am Erfolg der Unternehmen im "Ergebnis aus At Equity bilanzierten Unternehmen". Zum Verkauf bestimmte Grundstücke und Gebäude Zum Verkauf bestimmte Grundstücke und Gebäude werden mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder mit dem niedrigeren Nettoveräußerungswert angesetzt. Die Anschaffungskosten umfassen hierbei die direkt zurechenbaren Erwerbs- und Bereitstellungskosten, d. h. insbesondere Anschaffungskosten für das Grundstück sowie Anschaffungsnebenkosten. Die Herstellungskosten umfassen die dem Immobilienentwicklungsprozess direkt zurechenbaren Kosten sowie externe Fremdkapitalkosten, soweit diese auf den Zeitraum der Herstellung entfallen. Der erwartete Nettoveräußerungswert entspricht dem im normalen Geschäftsgang voraussichtlich erzielbaren Verkaufserlös abzüglich noch anfallender Vertriebs- und Herstellungskosten. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der notwendigen Vertriebskosten. Zur Ermittlung der Nettoveräußerungswerte werden Gutachten herangezogen, die von einem externen unabhängigen Gutachter erstellt werden. Andere Vorräte Die geleisteten Anzahlungen auf Vorräte entfallen in der Regel auf Anzahlungen für ausstehende Bauleistungen und auf Anzahlungen für Immobilienerwerbe, bei denen der wirtschaftliche Übergang zum Bilanzstichtag noch nicht erfolgt ist. Die Bewertung erfolgt zum Nennwert. Sofern Anzeichen für eine Wertminderung vorliegen, werden diese im Jahr des Entstehens erfolgswirksam erfasst. Finanzielle Verbindlichkeiten Im Konzern werden gegenwärtig folgende finanzielle Verbindlichkeiten bilanziert:
Die finanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns werden klassifiziert als
Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden unter den Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen. Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern und sonstigen Darlehensgebern, die keine Kreditinstitute sind, werden unter den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Finanzverbindlichkeiten Darlehen werden beim erstmaligen Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich der mit der Kreditaufnahme direkt im Zusammenhang stehenden Transaktionskosten bewertet. Nach dem erstmaligen Ansatz werden die verzinslichen Darlehen unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Gewinne und Verluste werden erfolgswirksam erfasst, wenn die Schulden ausgebucht werden. Die Transaktionskosten werden über die Laufzeit der Darlehen amortisiert. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten werden beim erstmaligen Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode. Gewinne und Verluste werden erfolgswirksam erfasst. Derivative Finanzinstrumente Der Konzern verwendet, in geringem Umfang, Finanzinstrumente, um sich gegen Zinsrisiken abzusichern. Die erstmalige Bewertung dieser Finanzinstrumente, zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses, erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Sofern der beizulegende Zeitwert positiv ist, wird das derivative Finanzinstrument als finanzieller Vermögenswert angesetzt, bei einem negativen beizulegenden Zeitwert erfolgt der Ansatz als finanzielle Verbindlichkeit. Die Folgebewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Der Ausweis finanzieller Vermögenswerte aus derivativen Finanzinstrumenten erfolgt unter den sonstigen langfristigen Vermögenswerten. Am Bilanzstichtag des Geschäftsjahres und des Vorjahres bestehen keine finanziellen Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten. Rückstellungen Rückstellungen werden gebildet, soweit gegenüber Dritten eine gegenwärtige Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis besteht, die künftig wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen führt und deren Höhe zuverlässig geschätzt werden kann. Rückstellungen werden nur für rechtliche oder faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten gebildet. Rückstellungen werden mit ihrem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag angesetzt. Steuern Tatsächliche Steuern Tatsächliche Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für laufende und vergangene Perioden werden mit dem Betrag bewertet, in dessen Höhe eine Erstattung durch die Steuerbehörden oder eine Zahlung an die Steuerbehörden erwartet wird. Für die Bewertung der Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden werden die geltenden Steuersätze am Bilanzstichtag herangezogen. Latente Steuern Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt nach IAS 12 "Ertragsteuern". Demnach werden auf sämtliche temporäre Differenzen zwischen den Wertansätzen von Vermögenswerten und Schulden zwischen der IFRS- und der Steuerbilanz latente Steuern gebildet, unabhängig von dem Zeitraum, innerhalb dessen sich diese Differenzen ausgleichen. Ausgenommen hiervon sind:
Latente Steueransprüche und -schulden werden anhand der Steuersätze bemessen, deren Gültigkeit für die Periode, in der ein Vermögenswert realisiert oder eine Schuld erfüllt wird, erwartet wird. Dabei werden die Steuersätze (und Steuervorschriften) zu Grunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gültig sind oder in Kürze gelten werden. Latente Steuern, die sich auf unmittelbar im Eigenkapital erfasste Posten beziehen, werden ebenfalls unmittelbar im Eigenkapital erfasst. Auf steuerliche Verlustvorträge werden aktive latente Steuern gebildet, soweit deren Realisierbarkeit wahrscheinlich ist. Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden saldiert, wenn der Konzern einen einklagbaren Anspruch auf Aufrechnung der Steueransprüche und Steuerschulden hat. Zudem müssen es sich um Steueransprüche und Steuerschulden des gleichen Steuersubjekts handeln, die von derselben Steuerbehörde erhoben werden. Ertrags- und Aufwandsrealisierung Umsatzerlöse aus Bauaufträgen Die Umsatzerlöse aus Gütern oder Dienstleistungen werden mit Übergang der Verfügungsgewalt von der QUARTERBACK auf deren Kunden zeitpunkt- oder zeitraumbezogen nach Erfüllung der Leistungsverpflichtung mit dem Betrag bilanziert, auf den der Konzern erwartungsgemäß Anspruch hat. Die QUARTERBACK veräußert Immobilienprojekte vorrangig im Rahmen von Globalverkäufen an institutionelle Investoren. In geringem Umfang werden einzelne Objekte an Endkunden verkauft. Die hieraus erzielten Erlöse aus der Veräußerung von Projektimmobilien werden gemäß IFRS 15 entweder zu einem bestimmten Zeitpunkt oder in einem bestimmten Zeitraum erfasst, sobald Kunden die Verfügungsgewalt über den betreffenden Vermögenswert erlangen. Die QUARTERBACK erfüllt bei der Veräußerung von Objekteinheiten in der Regel die Kriterien für den zeitraumbezogenen Kontrollübergang und realisiert die Umsatzerlöse anhand des Fertigstellungsgrads des Bauprojekts ab dem Zeitpunkt des Vertragsschlusses mit Kunden (Cost-to-Cost-Methode). Der Umsatz wird auf Grundlage der in einem Kundenvertrag festgelegten Gegenleistung gemessen. Gemäß IFRS 15 sind für jeden Kundenvertrag die einzelne Leistungsverpflichtungen zu separieren und der Transaktionspreis wird auf die einzelnen Leistungsverpflichtungen aufgeteilt. Die einzelnen, separierbaren Leistungsverpflichtungen werden, je nachdem zu welchem Zeitpunkt die Verfügungsgewalt auf den Kunden übergeht, zeitraum- oder zeitpunktbezogen erfüllt. Der auf die jeweilige Leistung entfallenden Anteil des Transaktionspreises wird, entsprechend der Erfüllung der Leistungspflicht, zeitraum- oder zeitpunktbezogen vereinnahmt. Sind die Kriterien des IFRS 15.35 für das Vorliegen einer Leistungsverpflichtung, die zeitraumbezogen erfüllt wird, im Einzelfall nicht erfüllt, wird die Leistungsverpflichtung zeitpunktbezogen erfüllt. Kundenanzahlungen, die im Zusammenhang mit zeitpunktbezogen zu erfüllenden Leistungsverpflichtungen stehen, werden innerhalb der sonstigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Bei Globalverkäufen an institutionelle Investoren liegen in der Regel zwei separierbare Leistungsverpflichtungen vor: Die Bauleistung oder Herstellung von Gebäuden und die Verschaffung der Verfügungsgewalt an einem Grundstück. Die Leistungspflicht Bauleistung wird zeitraumbezogen erbracht. Der auf die Bauleistung entfallende Anteil des Transaktionspreises wird zeitraumbezogen, entsprechend des Fertigstellungsgrades, realisiert. Der Zeitraum beginnt mit Abschluss des Kundenvertrages und endet mit der Übergabe des Immobilienprojektes an den Kunden. Die Verfügungsgewalt an dem Grundstück geht in der Regel am Ende des Projektes auf den Kunden über. Der hierauf entfallende Transaktionspreis wird zeitpunktbezogen, am Ende des Projektzyklus, als Umsatz vereinnahmt. Im Hinblick auf die Veräußerung einzelner Immobilienobjekte an Endkunden im Rahmen des WEG (Gesetz über das Wohnungseigentum und das Dauerwohnrecht) wird lediglich eine Leistungsverpflichtung identifiziert. Diese wird zeitraumbezogen erfüllt und der Transaktionspreis zeitraumbezogen als Umsatz vereinnahmt. Eine Trennung einzelner Leistungsverpflichtungen ist, mangels gesonderten Nutzens der jeweiligen einzelnen Leistungen für den Kunden, hier nicht möglich. Kosten für die Vertragsanbahnung von Kundenverträgen werden aktiviert und über die Vertragslaufzeit als sonstiger betrieblicher Aufwand amortisiert. Ist der Zeitraum zwischen Vertragsabschluss und Abnahme des Sondereigentums sowie des anteiligen Gemeinschaftseigentums nicht länger als ein Jahr, werden die Vertragsanbahnungskosten beim Konzern nicht aktiviert. Umsatzerlöse aus Vermietung Die Umsatzerlöse aus Vermietung werden monatlich über die Laufzeit der Mietverhältnisse entsprechend dem Mietvertrag erfasst. Neben den Mieten werden auch die Betriebskosten als Umsatzerlöse ausgewiesen und entsprechende Kosten als Materialaufwand angesetzt. Soweit Mietzuschüsse oder andere Vorteile mit dem Mieter vereinbart sind, werden diese über die Grundmietzeit verteilt. Sonstige Erlöse Sonstige Erträge werden entsprechend ihrer Realisierung erfasst. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Geschäftsbesorgungsverträge, welche zeitanteilig realisiert werden. Aufwendungen Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung als Aufwand erfasst. Zinsaufwendungen und Zinserträge Zinsaufwendungen, die direkt dem Erwerb, Bau oder Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes zugeordnet werden können, werden als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Alle anderen Zinsaufwendungen werden in der Periode, in der sie angefallen sind, erfolgswirksam erfasst. Die QUARTERBACK geht immer dann von einem qualifizierten Vermögenswert aus, wenn die Zeit zwischen Beginn des Projektes und dessen Realisierung mehr als ein Jahr beträgt. Die Zinsaktivierung wird beendet, sobald ein Forward-Deal für eine Wohnungseinheit oder das gesamte Objekt abgeschlossen ist. Die übrigen Zinsaufwendungen und Zinserträge werden periodengerecht als Aufwand bzw. Ertrag erfasst. Leasingverhältnisse Der Konzern bilanziert als Leasingnehmer Dauerschuldverhältnisse, die die Nutzung und Kontrolle eines identifizierbaren Vermögenswertes gegen Entgeltzahlung für einen bestimmten Zeitraum vorsehen. Im Rahmen dieser Leasingverhältnisse werden Vermögenswerte in Form von Nutzungsrechten angesetzt. Diese werden in der Bilanz innerhalb der Sachanlagen ausgewiesen. Korrespondierend hierzu werden Leasingverbindlichkeiten in Höhe des Barwertes der künftigen Leasingzahlungen, die über die Vertragslaufzeit anfallen, angesetzt. Die Leasingverbindlichkeiten werden innerhalb der Bilanz unter den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Bei der Bestimmung der Vertragslaufzeiten der Leasingverhältnisse werden Verlängerungs- und Kündigungsoptionen berücksichtigt. Für die Bestimmung des Barwertes der künftigen Leasingzahlungen wird der Grenzfremdkapitalzinssatz für vergleichbare besicherte Kredite herangezogen. Der durchschnittliche Fremdkapitalzinssatz für Finanzverbindlichkeiten lag im Geschäftsjahr bei rund 3,0 %. Die Nutzungsrechte werden linear abgeschrieben. Für kurzfristige Leasingverhältnisse und für Leasinggegenstände mit geringem Wert, nutzt der Konzern die Anwendungserleichterung und erfasst die Leasingzahlungen grundsätzlich linear in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung. Der Konzern tritt auch als Leasinggeber, als Vermieter von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien, auf. Diese Leasingverhältnisse sind als Operating Leasing eingestuft. Leistungen an Arbeitnehmer Aufwendungen an staatliche Rentenversicherungsträger für beitragsorientierte Pläne zur Rentenversicherung werden im Personalaufwand erfasst. Leistungsorientierte Vorsorgepläne liegen im Konzern derzeit nicht vor. Unternehmenszusammenschlüsse Unternehmenserwerbe im Sinne des IFRS 3 werden unter Anwendung der Erwerbsmethode bilanziert. Danach werden die Anschaffungskosten des Unternehmenserwerbs auf die erworbenen, einzeln identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden und Eventualschulden entsprechend ihren beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt verteilt. Ein verbleibender aktiver Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert angesetzt, ein nach nochmaliger Überprüfung verbliebener passiver Unterschiedsbetrag wird erfolgswirksam vereinnahmt. Anschaffungsnebenkosten werden aufwandswirksam erfasst. Werden Anteile an bereits zuvor bzw. danach voll konsolidierten Unternehmen erworben bzw. veräußert (Unternehmenserwerb ohne Statuswechsel), werden die Unterschiedsbeträge zwischen dem Kaufpreis und dem Buchwert des erworbenen bzw. veräußerten Reinvermögens erfolgsneutral innerhalb des Eigenkapitals erfasst. Bei sukzessiven Unternehmenserwerben, z. B. beim Übergang eines assoziierten Unternehmens zur Vollkonsolidierung als Tochterunternehmen, wird der bisher bilanzierte Buchwert dieses Unternehmens als Teil der Anschaffungskosten des Unternehmenserwerbs mit seinem beizulegenden Zeitwert neu bewertet und ein daraus entstehender Gewinn oder Verlust ergebniswirksam erfasst. Der Konzern erwirbt weiterhin Unternehmen, die nicht in den Anwendungsbereich des IFRS 3 fallen. Hierbei handelt es sich um Immobilienobjektgesellschaften, die als einzig wesentliche Vermögenswerte, Immobilien halten und über keinen eigenen Geschäftsbetrieb verfügen. Neben den wesentlichen Vermögenswerten in Form von Immobilien sind diese Unternehmen in der Regel auch mit Kreditfinanzierungen ausgestattet, die im Rahmen des Ankaufs durch den Konzern meist übernommen werden. Ein sich im Rahmen der Erstkonsolidierung ergebender Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten inklusive nicht-beherrschender Anteile und dem erworbenen Nettoreinvermögen - Vermögenswerte abzüglich Schulden - wird in voller Höhe auf dem Buchwert der erworbenen Immobilien allokiert, nachdem diese den wesentlichen erworbenen Vermögenswert darstellen. Abgrenzung des Konsolidierungskreises - Forward Deals Der Konzern konsolidiert auch Tochterunternehmen, bei denen es sich um Immobilienobjektgesellschaft handelt, deren Geschäftstätigkeit sich auf die Entwicklung und den Bau eines einzelnen Immobilienobjektes konzentriert. Die Immobilienobjekte dieser vollkonsolidierten Gesellschaften werden im Rahmen von sog. Forward-Deals (als Asset-Deals) oftmals bereits vor Fertigstellung an Kunden veräußert. Diese Gesellschaften werden auch nach Veräußerung der Immobilienobjekte weiterhin vollkonsolidiert. Der Konzern verfügt neben den gesellschaftsrechtlichen Stimmrechten weiterhin über wesentliche Chancen und Risiken variabler Zahlungsflüsse, so verbleibt insbesondere das Risiko steigender Baukosten beim Konzern. Weiterhin verfügt der Konzern über gesellschaftsrechtliche Durchgriffsmöglichkeiten aufgrund der Stimmrechtsmehrheit. Abgrenzung des Konsolidierungskreises - Anteile an assoziierten Unternehmen Beteiligungen werden im Konzern als Anteile an assoziierten Unternehmen bilanziert, sofern der Konzern einen maßgeblichen Einfluss auf die Beteiligungsgesellschaft ausüben kann, und nicht wie bei einem Tochterunternehmen dieses beherrscht. Das Vorliegen eines maßgeblichen Einflusses wird ab einer Beteiligungshöhe von 20% vermutet. Die Höhe der Beteiligung ist nicht das alleinige Kriterium für die Abgrenzung assoziierter Unternehmen von Tochterunternehmen und Gemeinschaftsunternehmen. So kann die Vermutung, dass ein assoziiertes Unternehmen, in Abgrenzung zu einem Tochterunternehmen vorliegt, wiederlegt werden, wenn - trotz nicht vorhandener Stimmrechtsmehrheit - eine Beherrschung des Unternehmens durch den Konzern möglich ist. Bei den im Konzern als assoziierte Unternehmen einbezogenen Gesellschaften verfügt der Konzern neben der Beteiligung häufig über Einflussmöglichkeiten durch seine Tätigkeit als Generalunternehmer bei der Herstellung von Bauvorhaben der assoziierten Unternehmen. Eine Beherrschungsmöglichkeit ist hierdurch nicht gegeben. Die assoziierten Unternehmen haben allesamt einen wesentlichen zweiten Investor, der in ähnlichem Maße wie die QUARTERBACK an den variablen Rückflüssen beteiligt ist und zudem weitere Rückflüsse aus der Bereitstellung von Finanzierungen generiert. Durch die bereitgestellten Finanzierungen hat der zweite Investor Einflussmöglichkeiten, losgelöst vom gesellschaftsrechtlichen Stimmrechtsanteil. Der Konzern kann daher keinen über den gesellschaftsrechtlichen Stimmrechtsanteil hinausgehenden Einfluss auf die Gesellschaften geltend machen. (5) Wesentliche Schätzungen und Annahmen Im Rahmen der Erstellung des Konzernabschlusses müssen im Hinblick auf künftige Ereignisse, Schätzungen und Annahmen vom Management vorgenommen werden, die einen Einfluss auf die Posten des Konzernabschlusses und die Erläuterungen zum Konzernabschluss haben. Die tatsächlichen Entwicklungen können von den vorgenommenen Schätzungen und Annahmen abweichen. Schätzungen und Annahmen sind insbesondere erforderlich für die Bewertung von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien (siehe Abschnitt 16), zum Verkauf von bestimmten Grundstücken und Gebäuden (siehe Abschnitt 21), Vertragsvermögenswerten (siehe Abschnitt 23), latenten Steuerforderungen (siehe Abschnitt 37), und dem Ansatz von Rückstellungen (siehe Abschnitt 34). 3. Erläuterungen zur Konzern-Gesamtergebnisrechnung (6) Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:
Die Umsatzerlöse in Höhe von T€ 311.073 (Vj. T€ 206.586) wurden in voller Höhe in Deutschland erwirtschaftet. Die Erlöse aus Bauaufträgen wurden in Höhe von T€ 183.338 (Vj. T€ 134.589) zeitraumbezogen, und in Höhe von T€ 10.894 (Vj. T€ 9.728) zeitpunktbezogen realisiert. Die Gesamthöhe der zum Bilanzstichtag nicht oder teilweise nicht erfüllten Leistungsverpflichtungen aus Bauaufträgen beträgt T€ 1.076.354 (Vj. T€ 1.088.752). Der Zeitraum für die Realisierung der Umsatzerlöse beträgt durchschnittlich drei Jahre. Die Projekte werden vorrangig vor Fertigstellung veräußert. Die Kaufpreiszahlungen erfolgen in den meisten Fällen in Raten entsprechend dem Baufortschritt bei Erreichen bestimmter Meilensteine. Die Kundenverträge des Konzerns im Zusammenhang mit Bauaufträgen enthalten in der Regel zwei Leistungsverpflichtungen im Sinne des IFRS 15. Der Gesamtkaufpreis der Kundenverträge wird entsprechend der relativen Einzelveräußerungspreise auf die Leistungsverpflichtungen - Übertragung Grundstück und Herstellung Gebäude - aufgeteilt. Hierbei wird bei der Ermittlung des relativen Einzelveräußerungspreises des Grundstücks eine angemessene Verzinsung berücksichtigt. Der relative Einzelveräußerungspreis, der auf die Leistungsverpflichtung Grundstück entfällt, wird zeitpunktbezogen mit Übergang an den Käufer realisiert, der relative Einzelveräußerungspreis, der auf die Herstellungsleistung des Gebäudes entfällt, wird zeitraumbezogen realisiert. Die Ermittlung der zeitraumbezogenen Umsatzerlöse erfolgt anhand des Fertigstellungsgrades der Bauprojekte. Wesentlicher Parameter für die Berechnung des Fertigstellungsgrades sind die bereits angefallenen Baukosten im Verhältnis zu den geplanten Gesamtbaukosten. Schätzungsänderungen werden zum Zeitpunkt des Bekanntwerdens in voller Höhe ergebniswirksam berücksichtigt. Im Berichtsjahr sind Umsatzerlöse in Höhe von T€-21.553 (Vj. T€-597) auf Schätzungsänderungen zurückzuführen. Die Sonstigen Erlöse werden in Höhe von T€ 23.579 (Vj. T€ 19.032) zeitraumbezogen und in Höhe von T€ 66.985 (Vj. T€ 21.165) zeitpunktbezogen realisiert. Die Erlöse aus Vermietung und Verpachtung werden gemäß IFRS 16 realisiert. (7) Bestandsveränderungen Die Bestandsveränderungen von zum Verkauf bestimmten Grundstücken und Gebäuden betragen im Geschäftsjahr T€ 302.158 (Vj. T€ 631.251). Im Geschäftsjahr enthalten diese Zinsaktivierungen in Höhe von T€ 29.551 (Vj. T€ 22.325). (8) Materialaufwand Der Materialaufwand beträgt im Geschäftsjahr T€ 493.748 (Vj. T€ 734.000) und entfällt im Wesentlichen auf Anschaffungskosten und Herstellungskosten für Immobilienobjekte. Wertminderungen und Wertaufholungen auf die zum Verkauf bestimmten Grundstücke und Gebäude werden innerhalb des Materialaufwands ausgewiesen. Im Geschäftsjahr wurden Wertminderungen in Höhe von T€ 11.939 vorgenommen (Vj. T€ 2.885). Die Wertaufholungen betrugen in 2022 T€ 2.014 (Vj. T€ 4.983). (9) Sonstige betriebliche Erträge Die Zusammensetzung der sonstigen betrieblichen Erträge stellt sich wie folgt dar:
Die Erträge aus der Ausbuchung von Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von T€ 2.000 (Vj. T€ 0) resultieren aus einer Darlehensverbindlichkeit, die nicht mehr bedient werden muss. (10) Personalaufwand Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen:
Die Aufwendungen für staatliche Altersvorsorge betragen T€ 1.745 (Vj. T€ 1.117) und sind in den Aufwendungen für soziale Abgaben und Altersversorgung enthalten. (11) Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
Im Geschäftsjahr sind unter Sonstiges Wertminderungen von finanziellen Vermögenswerten in Höhe von T€ 480 (Vj. T€ 44) enthalten. Bei den Mietaufwendungen handelt es sich im Wesentlichen um Aufwendungen für kurzfristige Mietverhältnisse. (12) Finanzerträge Die Finanzerträge setzen sich wie folgt zusammen:
Die Finanzerträge aus finanziellen Vermögenswerten resultieren in Höhe von T€ 17.285 (Vj. T€ 271) aus derivativen Finanzinstrumenten. Hierbei handelt es sich um Zinssicherungsinstrumente, die im Wesentlichen unterjährig abgeschlossen und abgerechnet wurden. Die übrigen Finanzerträge aus finanziellen Vermögenswerten resultieren im Wesentlichen aus Zinserträgen aus Darlehen an assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen. (13) Finanzaufwendungen Die Finanzaufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
Zinsaufwendungen aus sonstigen Rückstellungen und nicht-finanziellen Verbindlichkeiten beinhalten vor allem die Effekte aus der Bewertung langfristiger Rückstellungen mit dem Barwert und Zinsen auf nicht-finanzielle Verbindlichkeiten und Steuerschulden. Die Finanzaufwendungen aus derivativen Finanzinstrumenten resultieren aus Zinssicherungsinstrumenten, die unterjährig abgeschlossen und abgerechnet wurden. Von den gesamten Finanzierungsaufwendungen in Höhe von T€ 78.202 (Vj. T€ 46.580) sind T€ 29.551 (Vj. T€ 22.325) als Herstellungskosten für zum Verkauf bestimmte Grundstücke und Gebäude aktiviert worden. (14) Ergebnis von At Equity einbezogenen Unternehmen Das Ergebnis von At Equity einbezogenen Unternehmen in Höhe von insgesamt T€ 2.436 (Vj. T€ 2.801) entfällt in voller Höhe auf die anteiligen ergebniswirksamen Eigenkapitalveränderungen des Geschäftsjahres der nach der At Equity Methode in den Konzernabschluss einbezogenen assoziierten Gesellschaften und Gemeinschaftsunternehmen. (15) Ertragsteuern Die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen unterliegen, je nach Rechtsform und Tätigkeit, teilweise der Körperschaftsteuer (einschließlich des Solidaritätszuschlags) und teilweise der Gewerbesteuer. Bei der Ermittlung der steuerlichen Bemessungsgrundlagen kommt es dabei regelmäßig zu Hinzurechnungen und Kürzungen bestimmter Aufwendungen und Erträge. Die Höhe der Ertragsteuern bemisst sich an dem so ermittelten zu versteuernden Einkommen bzw. am so ermittelten Gewerbeertrag. Der Ertragssteueraufwand/-ertrag setzt sich wie folgt zusammen:
Nachfolgende Tabelle zeigt die steuerliche Überleitungsrechnung von dem im Geschäftsjahr erwarteten Ertragssteueraufwand zum tatsächlich ausgewiesenen Steuerertrag bzw. Steueraufwand. Zur Ermittlung des erwarteten Steuerertrags wird der im Geschäftsjahr gültige Konzernsteuersatz von 31,93 % (Vj. 31,93 %) mit dem Ergebnis vor Steuern multipliziert.
Die Vortragsfähigkeit steuerlicher Verlustvorträge ist zeitlich unbegrenzt. Der Konzern setzt aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge an, sofern eine Nutzung der Verlustvorträge in der Zukunft wahrscheinlich ist. Der Ansatz erfolgt in der Regel bis zur Höhe passiver latenter Steuern, in Ausnahmen darüber hinaus, sofern ein entsprechendes steuerliches Ergebnis in der Zukunft durch bestehende Verträge oder steuerliche Planungsrechnungen belegt werden kann. Bei den steuerlichen Planungsrechnungen wird ein Prognosezeitraum von 5 Jahren herangezogen. Per 31. Dezember 2022 wurden auf körperschaftssteuerliche Verlustvorträge in Höhe von T€ 61.670 (Vj. T€ 60.880) und auf gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von T€ 44.144 (Vj. T€ 46.522) keine aktiven latenten Steuern gebildet. 4. Erläuterungen zur Konzernbilanz (16) Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien haben sich wie folgt entwickelt:
Die Umgliederungen zwischen Bewertungsbereichen in Höhe von T€ -34.175 (Vj. T€ -10.182) umfassen unter anderem Umgliederungen in die zum Verkauf bestimmten Grundstücke und Gebäude. Die als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien unterliegen zum Großteil Verfügungsbeschränkungen im Zusammenhang mit objektbezogenen Finanzierungen, im Wesentlichen durch Grundpfandrechte und der Abtretung von Mietforderungen. In der Konzern-Gesamtergebnisrechnung sind neben dem Ergebnis aus der Anpassung des beizulegenden Zeitwerts folgende wesentliche Beträge für als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien enthalten:
Die Bewertungen der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien erfolgten anhand von Bewertungsmodellen gemäß Stufe 3 der Bemessungshierarchie des IFRS 13 "Bemessung des beizulegenden Zeitwerts". Das daraus resultierende Bewertungsergebnis von T€ 21.061 (Vj. T€ 14.039) ist in voller Höhe erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn und Verlustrechnung als Ergebnis aus der Fair-Value-Anpassung der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien abgebildet. Die QUARTERBACK hat für das Geschäftsjahr und die Vergleichsperiode seinen Immobilienbestand durch unabhängige externe Gutachter bewerten lassen. Die Sachverständigen verfügen über die notwendige berufliche Qualifikation und Erfahrung zur Durchführung der Bewertung. Die Gutachten basieren auf:
Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts erfolgte auf Grundlage der Discounted-Cashflow-Methode (DCF-Methode). Dabei werden künftig erwartete Einnahmeüberschüsse einer Immobilie mittels eines marktgerechten Diskontierungszinssatzes auf den Bewertungsstichtag abdiskontiert. Als Einnahmen werden die Nettokaltmieten herangezogen, als Ausgaben die nicht-umlegbaren Bewirtschaftungskosten (u.a. Instandhaltungs- und Verwaltungskosten) gegenübergestellt. Hierbei wird als Detailplanungsphase regelmäßig ein Zeitraum von 10 Jahren zugrunde gelegt. Zum Ende der Detailplanungsphase wird ein potenzieller Veräußerungswert für die Immobilien prognostiziert. Mit dem objektspezifischen Kapitalisierungssatz wird der stabilisierte Jahresreinertrag des zehnten Jahres auf ewig kapitalisiert. Der kapitalisierte Endwert wird ebenso wie die Cashflows des Detailplanungszeitraums auf den Bewertungszeitpunkt abgezinst. Die Summe der abgezinsten Einzahlungsüberschüsse aus Vermietung und dem abgezinsten potenziellen Veräußerungspreis ergibt den Bruttokapitalwert der Immobilie. Der Bruttokapitalwert wird unter Berücksichtigung von typisierten Transaktionskosten in einen Nettokapitalwert umgerechnet. Für die Bewertung der Bestandsimmobilien wurde das Ertragswertverfahren (DCF-Methode) angewendet, für die Bewertung der Projektimmobilien wurde die Residualwertmethode angewandt. Bestandsimmobilien Die nachfolgende Übersicht zeigt den beizulegenden Zeitwert der Bestandsimmobilien und die wesentlichen Inputfaktoren, die im Rahmen des Ertragswertverfahrens verwendet wurden.
Die Bewertung durch den externen Gutachter erfolgte dem Bilanzstichtag vorgelagert per 30. September 2022 (Vorjahr: 30. September 2021). Der Bewertung lagen Mieterlisten und Leerstandslisten überwiegend per September 2022 (Vorjahr: September 2021) zugrunde. Sofern zum jeweiligen Abschlussstichtag wesentliche Veränderungen gegenüber der Vorbewertung im Hinblick auf Mieterträge, Mietflächen, Leerstände erkennbar waren, wurde die Bewertung durch das externe Gutachten zum Abschlussstichtag aktualisiert und die geänderte Ertragssituation berücksichtigt. Die zur Bewertung der Immobilien verwendeten Annahmen werden durch den unabhängigen Gutachter aufgrund seiner fachlichen Expertise getroffen und sind mit Unsicherheiten behaftet. Die nachfolgende Übersicht zeigt die Auswirkung möglicher Schwankungen der verwendeten wesentlichen Inputparameter auf den Buchwert der Bestandsimmobilien.
Es sind Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Parametern möglich. Auswirkungen hieraus sind aufgrund der Komplexität der Zusammenhänge nicht bestimmbar oder von untergeordneter Bedeutung. Projektimmobilien Bei den Projektimmobilien handelt es sich um in der Planungs- und Bauphase befindliche Projektentwicklungen. Die Projektimmobilien werden im Rahmen des Residualwertverfahrens durch einen externen Gutachter bewertet. In einem ersten Schritt wird hierbei der Nettokapitalwert nach fiktiver Fertigstellung des Projekts ermittelt, in dem der prognostizierte Jahresreinertrag (Jahresrohertrag vermindert um nicht-umlegbare Bewirtschaftungskosten) mit einer Nettoanfangsrendite kapitalisiert wird. Um den Nettokapitalwert zu ermitteln, müssen vom Bruttokapitalwert die Kauferwerbsnebenkosten abgezogen werden. Im zweiten Schritt werden von diesem Wert die zur Fertigstellung noch erforderlichen Kosten sowie ein typisierter Projektentwicklergewinn abgezogen. Die wesentlichen, im Rahmen der Bewertung herangezogenen Inputfaktoren, sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt:
Bei einer Anpassung dieser wesentlichen Inputfaktoren (Erhöhung/Absenkung des Nettokapitalwerts nach Fertigstellung um 10%; Absenkung/Erhöhung der Projektentwicklungskosten um 10%) ergeben sich folgende nicht kumulierte Wertanpassungen bezogen auf den Buchwert der Projektimmobilien:
(17) Sachanlagen In diesem Posten werden nach IAS 16 klassifizierte Grundstücke und Gebäude, technische Anlagen und Maschinen, andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung, sowie nach IFRS 16 klassifizierte Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen ausgewiesen. Die Sachanlagen haben sich wie folgt entwickelt:
Die selbstgenutzten Immobilien und Grundstücke sind, wie im vorangegangenen Geschäftsjahr, in voller Höhe dinglich besichert. Zudem bestehen für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung eine Besicherung in Höhe von T€ 5.300 (Vj. T€ 0). Darüber hinaus enthalten die anderen ausgewiesenen Sachanlagen keine Eigentums- und Verfügungsbeschränkungen. (18) Immaterielle Vermögenswerte Die Entwicklung der Immateriellen Vermögenswerte ist nachfolgend dargestellt:
Der ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von T€ 14.333 (Vj. T€ 10.203) resultierte aus dem Unternehmenszusammenschluss mit der Isaria München Projektentwicklungs GmbH zum 1. März 2021 (T€ 10.203) und dem Unternehmenskauf der BERLING Ingenieurgesellschaft GmbH (T€ 4.130) in 2022. Der Geschäfts- oder Firmenwert repräsentiert im Wesentlichen erwartete Ertragspotentiale und Synergiepotentiale durch die Integration in den Konzern. Der Geschäfts- oder Firmenwert wurde zum Ende des Geschäftsjahres auf Werthaltigkeit überprüft. Dem Werthaltigkeitstest lagen die nachfolgend genannten Planungsprämissen zugrunde: Die Planung der Mittelzuflüsse basiert auf Erfahrungswerten. Die Zahlungsströme nach der fünfjährigen Detailplanungsphase werden unter Nutzung einer Wachstumsrate von 1% (Vj. 1%) fortentwickelt. Zur Ermittlung des Barwerts wird ein Diskontierungssatz auf Basis des Kapitalkostensatzes von 7% (Vj. 8%) vor Steuern verwendet. Der Werthaltigkeitstest führte zu keiner Wertminderung. Weder im Hinblick auf mögliche Änderungen des Kapitalkostensatzes noch im Hinblick auf die möglichen Änderungen der Wachstumsrate gibt es aktuell realistische Änderungsszenarien, die zu einem Wertminderungsbedarf des Geschäfts- oder Firmenwerts führen würden. Für die ausgewiesenen immateriellen Vermögenswerte bestehen keine Eigentums- und Verfügungsbeschränkungen. (19) Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen Die Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen betragen am Bilanzstichtag T€ 116.605 (Vj. T€ 107.272). Die assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen sind im Konzernabschluss nach der Equity-Methode, wie im Abschnitt zu den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen dargestellt, bilanziert. Risiken im Zusammenhang mit diesen Beteiligungen bestehen im Wesentlichen aus typischen Projektentwicklungsrisiken. Hierzu zählen insbesondere steigende Baukosten, die Verfügbarkeit von Nachunternehmen, Rohstoffen und Arbeitskräften und Finanzierungsrisiken. Nachfolgend sind die Finanzinformationen zu wesentlichen assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen dargestellt:
Bei den wesentlichen assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen handelt es sich um immobilienhaltende Gesellschaften, die ihrerseits Immobilienobjekte halten, die zum Verkauf bestimmt sind oder als Finanzinvestitionen gehalten werden sollen. Der Konzern ist entsprechend seiner Beteiligungsquote an den Erlösen aus der Veräußerung und etwaigen künftigen Mieteinnahmen und an den anteiligen Ausgaben beteiligt. Der Konzern erbringt Bauleistungen für die assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen und erzielt hieraus Erlöse. Weiterhin hat der Konzern Darlehen an die assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen ausgereicht und erhält hierfür Zinserträge. Zusätzlich zu diesen Beteiligungen hält die QUARTERBACK Anteile an 6 (Vj. 7) weiteren Unternehmen, die im Einzelnen derzeit von untergeordneter Bedeutung sind und nach der At Equity-Methode bilanziert werden; notierte Marktpreise liegen nicht vor. Die nachstehende Tabelle gliedert in aggregierter Form den Buchwert und den Anteil am Ergebnis dieser Unternehmen auf:
Der Anteil des Konzerns am Ergebnis der nicht wesentlichen at-Equity-einbezogenen Gesellschaften entfällt im Geschäftsjahr und im Vorjahr resultiert in voller Höhe aus fortzuführenden Geschäftsbereichen. Ergebnisse aus aufgegeben Geschäftsbereichen sind im Berichtsjahr und im Vorjahr nicht entstanden. (20) Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte Die sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:
Bei den Wertpapieren des Anlagevermögens handelt es sich in Höhe von T€ 655 (Vj. T€ 0) um derivative Finanzinstrumente. (21) Zum Verkauf bestimmte Grundstücke und Gebäude Die zum Verkauf bestimmten Grundstücke und Gebäude betragen am Bilanzstichtag T€ 1.255.546 (Vj. T€ 933.649) und enthalten im Wesentlichen Grundstücke, unfertige und fertige Gebäude, die zum Verkauf im normalen Geschäftsvorgang vorgesehen sind. Weiterhin enthalten sind T€ 11.297 (Vj. T€ 0) für unfertige Leistungen im Bereich Planung, Beratung und Bauüberwachung in der technischen Ausrüstung und der technischen Infrastruktur. In 2022 wurden Zinsaufwendungen in Höhe von T€ 29.551 (Vj. T€ 22.325) aktiviert. Es handelt sich hierbei um Zinsaufwendungen externer Darlehensgeber für Projektfinanzierungen. Zum Bilanzstichtag betragen die erfassten Wertminderungen in den zum Verkauf bestimmten Grundstücken und Gebäuden T€ 13.412 (Vorjahr: T€ 3.487). In der Konzern-Gesamtergebnisrechnung wurden im Geschäftsjahr Wertminderungen in Höhe von T€ 11.939 vorgenommen (Vj. T€ 2.885). Die erfolgswirksamen Wertaufholungen betrugen in 2022 T€ 2.014 (Vj. T€ 4.983). Die zum Verkauf bestimmten Grundstücke und Gebäude unterliegen in nahezu voller Höhe Verfügungsbeschränkungen aufgrund der Projektfinanzierungen durch externe Kapitalgeber. Es wird damit gerechnet, dass zum Verkauf bestimmte Grundstücke und Gebäude im Wert von € 1.103 Mio. erst nach mehr als zwölf Monaten realisiert werden können. (22) Andere Vorräte Die anderen Vorräte setzen sich wie folgt zusammen:
Bei den geleisteten Anzahlungen für Objektankauf handelt es sich um Anzahlungen für Immobilienprojekte, bei denen das wirtschaftliche Eigentum noch nicht auf den Konzern übergegangen ist. (23) Vertragsvermögenswerte Im Zusammenhang mit der Erlösrealisierung aus Bauaufträgen hat die QUARTERBACK folgende Vertragsvermögenswerte erfasst:
Die Vertragsvermögenswerte entwickeln sich entsprechend der Veränderung der Leistungsstände der veräußerten Projekte und wurden in der Bilanz um erhaltene Kundenanzahlungen saldiert ausgewiesen. Die Vertragsvermögenswerte enthalten am Bilanzstichtag aktivierte Kosten der Vertragsanbahnung in Höhe von T€ 148 (Vj.T€ 204). Die Amortisation der Vertragsanbahnungskosten erfolgt analog zur Erfüllung der Leistungsverpflichtung entsprechend des Fertigstellungsgrades der Projekte. Der Zyklus der Vertragsvermögenswerte entspricht in der Regel dem Zeitraum zwischen dem Abschluss des Kaufvertrags mit dem Kunden und der Fertigstellung des Bauprojektes mit Abnahme durch den Kunden. Dieser Zeitraum beträgt per 31. Dezember 2022 im Durchschnitt drei Jahre. (24) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:
Von den Forderungen aus dem Verkauf von Grundstücken und Gebäuden bestehen Forderungen in Höhe von T€ 3.100 (Vj. T€ 8.123) gegen nahestehende Unternehmen. Von den Forderungen aus Dienstleistungsverträgen bestehen Forderungen in Höhe von T€ 3.900 (Vj. T€ 4.118) gegen nahestehende Unternehmen und Personen. Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus dem Verkauf von Grundstücken und Gebäuden sowie anderen Lieferungen und Leistungen haben sich wie folgt entwickelt:
Im Geschäftsjahr wurden Wertminderungsaufwendungen von T€ 180 (Vj. T€ 9) auf Forderungsverluste erfasst. Es bestehen keine wesentlichen Wertminderungsrisiken bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Bei Forderungen aus dem Verkauf von Grundstücken und Gebäuden bestehen in der Regel Rückgriffsmöglichkeiten des Konzerns auf die veräußerten Immobilien bis zur vollständigen Kaufpreiszahlung. Forderungen aus Vermietung sind in der Regel durch Kautionen besichert. Hinsichtlich der nicht wertgeminderten Forderungen deuten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden. (25) Forderungen aus Ertragsteuern
(26) Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:
Die Darlehen zum 31. Dezember 2022 enthalten in Höhe von T€ 15.690 (Vj. T€ 90) Darlehen gegen nahestehende Personen und Unternehmen. (27) Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Vermögenswerte Die sonstigen kurzfristigen nicht finanziellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:
(28) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Zum Bilanzstichtag bestehen Verfügungsbeschränkungen in Höhe von T€ 43.450 (Vj. T€ 26.570). (29) Eigenkapital Für eine Übersicht über die Entwicklung des Eigenkapitals wird auf die Eigenkapitalveränderungsrechnung verwiesen. Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital des Konzerns beträgt € 300.000 (Vj. € 300.000) und umfasst das voll erbrachte Grundkapital der QUARTERBACK Immobilien AG. Das Grundkapital ist eingeteilt in 300.000 Aktien im Nennbetrag von je € 1,00. Kapitalrücklage Im Geschäftsjahr gab es eine Veränderung der Kapitalrücklagen in Höhe von T€ 170 (Vj. T€ 0) durch den Ankauf von nicht beherrschenden Anteilen. Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital Das erwirtschaftete Konzerneigenkapital enthält den kumulierten Ergebnisvortrag des Konzerns. Nicht beherrschende Anteile Die nicht beherrschenden Anteile beziehen sich im Wesentlichen auf die Ergebnisanteile Dritter an den vollkonsolidierten Beteiligungsunternehmen, bei denen die QUARTERBACK nicht zu 100 % beteiligt ist. Die nachfolgende Tabelle enthält Einzelheiten zu den nicht 100%igen Tochterunternehmen des Konzerns, an denen wesentliche nicht beherrschende Anteile bestehen.
Die zusammenfassenden Finanzinformationen hinsichtlich der Tochterunternehmen des Konzerns, an denen wesentliche nicht beherrschende Anteile bestehen, sind nachfolgend angegeben. Die zusammenfassenden Finanzinformationen entsprechen den Beträgen vor konzerninternen Eliminierungen.
(30) Finanzverbindlichkeiten Der Konzern hat insbesondere zur Finanzierung für den Ankauf von Grundstücken und für die Herstellung von Gebäuden vor allem objektbezogene Finanzierungen bei Kreditinstituten aufgenommen. Die Zusammensetzung der Finanzverbindlichkeiten stellte sich zum jeweiligen Bilanzstichtag wie folgt dar:
Die Finanzverbindlichkeiten sind zu einem nicht unwesentlichen Teil variabel verzinst. Der durchschnittliche Zinssatz beträgt rund 3,2 % (Vj.rund 2,8 %). Innerhalb der Finanzverbindlichkeiten wurden am Bilanzstichtag Transaktionskosten in Höhe von T€ 5.807 (Vj.T€ 3.084) von der jeweiligen Verbindlichkeit abgesetzt. Diese Transaktionskosten werden über die Laufzeit der Darlehen amortisiert. Die Finanzverbindlichkeiten sind nahezu vollständig besichert. Als Sicherheit werden im Wesentlichen Grundpfandrechte sowie Abtretung von Mieteinnahmen gewährt. (31) Vertragsverbindlichkeiten Die Vertragsverbindlichkeiten aus Bauaufträgen setzen sich wie folgt zusammen:
Der Zyklus der Vertragsverbindlichkeiten entspricht in der Regel dem Zeitraum zwischen dem Abschluss des Kaufvertrags mit dem Kunden und der Fertigstellung des Bauprojektes mit Abnahme durch den Kunden. Dieser Zeitraum beträgt per 31. Dezember 2022, wie im Vorjahr, im Durchschnitt drei Jahre. Im Zusammenhang mit den Vertragsverbindlichkeiten zum vorangegangenen Bilanzstichtag in Höhe von T€ 62.738 (Vj. T€ 1.333) wurden im Geschäftsjahr Umsatzerlöse durch Leistungserbringung in Höhe von T€ 62.738 (Vj. T€ 1.333) erbracht. (32) Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten Die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
(33) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen zum Stichtag T€ 27.632 (Vj. T€ 36.883). Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen liegen unter einem Jahr. (34) Sonstige Rückstellungen Die gesamten lang- und kurzfristigen sonstigen Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt:
Gewährleistungsrückstellungen bestehen im Zusammenhang mit für Kunden hergestellte Bauvorhaben und resultieren vorrangig aus gesetzlichen Gewährleistungspflichten. Die gesetzliche Gewährleistungsfrist für Neubauprojekte beträgt in Deutschland 5 Jahre. Die Höhe der Gewährleistungsrückstellungen basiert auf Erfahrungswerten und wird in Abhängigkeit zu den Baukosten gebildet. Erwartete Erstattungen im Zusammenhang mit Gewährleistungssachverhalten betragen am Bilanzstichtag T€ 0 (Vj. T€ 0). (35) Steuerschulden Die Steuerschulden (T€ 22.359; Vj. T€ 19.356) beinhalten Steuerrückstellungen für Ertragsteuern für noch nicht abschließend veranlagte Geschäftsjahre. (36) Sonstige nichtfinanzielle Verbindlichkeiten Die sonstigen nichtfinanziellen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
(37) Latente Steuern Latente Steuern wurden aufgrund von temporären Abweichungen zwischen Steuerwert und dem Wertansatz in der IFRS-Bilanz berechnet. Ist die Realisierung aktiver latenter Steuern unwahrscheinlich, erfolgt eine Wertberichtigung bis zur Höhe der für das jeweilige Steuersubjekt gebildeten passiven latenten Steuern. Es sind latente Steueransprüche auf steuerliche Verlustvorträge in Höhe von insgesamt T€ 23.979 (Vj. T€ 11.404) auf Ebene verschiedener Gesellschaften aktiviert. Es werden nur aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge aktiviert, sofern ein ausreichendes steuerliches Einkommen in der nahen Zukunft wahrscheinlich ist. Dies wird angenommen sofern in entsprechender Höhe passive latente Steuern aus temporären Differenzen vorliegen oder die Projektreife der jeweiligen Immobilienobjektgesellschaft eine verlässliche Planung des künftigen steuerlichen Ergebnisses zulässt. Die latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen:
5. Erläuterungen zur Konzernkapitalflussrechnung (38) Konzernkapitalflussrechnung Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel des Konzerns im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzuflüsse und Mittelabflüsse verändert haben. Hierbei wird gemäß IAS 7 ("Kapitalflussrechnungen") zwischen Zahlungsströmen aus laufender Geschäftstätigkeit, aus Investitions- und aus Finanzierungstätigkeit unterschieden. Zahlungsströme im Zusammenhang mit Grundstückserwerben werden im Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ausgewiesen. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit enthält in 2022 sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge in Höhe von T€ 8.423 (Vj. T€ 13.485). Diese nicht zahlungswirksamen Aufwendungen und Erträge resultieren im Wesentlichen aus dem Ergebnis aus Fair-Value Anpassung der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien und aus Wertminderungen und -aufholungen der zum Verkauf bestimmten Grundstücke und Gebäude. Dem Konzern stehen finanzielle Mittel in Höhe von T€ 162.274 (Vj. T€ 114.015) aus Finanzierungszusagen zur Verfügung, die bis zum Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommen wurden. Die Cashflows aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden zahlungsbezogen ermittelt. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit wird demgegenüber ausgehend vom Konzernjahresergebnis indirekt abgeleitet. Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeiten haben sich im Geschäftsjahr 2022 wie folgt entwickelt:
Bei den nicht zahlungswirksamen Veränderungen in Höhe von T€ 50.900 (Vj.T€ 77.948) handelt es sich mit T€ 28.106 (Vj.17.714) um Zinsabgrenzungen und amortisierte Transaktionskosten im Zusammenhang mit Darlehensverträgen und mit T€ 18.000 (Vj.T€ 48.006) um übernommene Darlehen aus dem Ankauf von Immobilienobjektgesellschaften. 6. Sonstige Angaben (39) Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum 31. Dezember 2022 bestehen finanzielle Verpflichtungen in Höhe € 54,8 Mio. Diese betreffen den Erwerb von Immobilien i.S.d. IAS 2. Im Vorjahr betrugen die finanziellen Verpflichtungen € 107,3 Mio. und entfielen auf den Erwerb von Immobilien i.S.d. IAS 2 (€ 106,1 Mio.), den Erwerb von assoziierten Unternehmen i.S.d. IAS 28 (€ 0,8 Mio.) und für den Erwerb von Unternehmen i.S.d. IFRS 3 (€ 0,4 Mio.). (40) Angaben zu Leasingverhältnissen Der Konzern als Leasingnehmer Die Verpflichtungen des Konzerns aus Leasingverhältnissen stellen sich wie folgt dar:
Zum 31. Dezember 2022 wurden Nutzungsrechte in Höhe von T€ 14.642 (Vj. T€ 15.308) bilanziert, die sich auf die folgenden Arten von Vermögenswerten beziehen:
In 2022 gab es Zugänge zu den Nutzungsrechten in Höhe von T€ 4.793 (Vj. T€ 8.828). Bei den Zugängen handelt es sich im Wesentlichen um Nutzungsrechte im Zusammenhang mit der Nutzung von Immobilien und Kraftfahrzeugen. In der Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr 2022 sind T€ 2.579 (Vj. T€ 1.626) Abschreibungen auf Nutzungsrechte und T€ 281 (Vj. T€ 149) Zinsaufwendungen für Leasingverbindlichkeiten erfasst. Die Leasingzahlungen werden im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ausgewiesen und betragen zum 31. Dezember 2022 T€ 5.283 (Vj. T€ 2.041). Der Konzern als Leasinggeber Der Konzern tritt als Leasinggeber im Rahmen von Operating-Leasingverhältnissen auf. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um die Vermietung von Wohn- und Gewerbeeinheiten. Aus diesen Leasing- und Mietverträgen erwartet der Konzern in 2023 im Wesentlichen nicht variable Mietzahlungen in Höhe von ca. € 17 Mio. Da es sich im Wesentlichen um Wohnraum handelt und in der Regel auch keine Indizierung der Mieten vorliegt, gehen wir davon aus, dass diese Mietzahlungen auch über die Folgeperioden geleistet werden. Es handelt sich allerdings in der Regel um Mietverträge mit kurzfristiger Kündigungsmöglichkeit, die keine langfristigen Mindestvertragslaufzeiten vorsehen. (41) Angaben zu Finanzinstrumenten Finanzrisikomanagement Der Konzern ist verschiedenen finanziellen Risiken ausgesetzt, die sich aus den betrieblichen Geschäftstätigkeiten und den Finanztätigkeiten des Konzerns ergeben. Die für den Konzern bedeutendsten finanziellen Risiken ergeben sich aus der Kreditwürdigkeit und Zahlungsfähigkeit der Gegenparteien des Konzerns, dem Liquiditätsrisiko sowie der Änderung der Zinssätze. Die Grundzüge der Finanzpolitik werden von der Geschäftsführung festgelegt und überwacht. Die Umsetzung der Finanzpolitik sowie das laufende Risikomanagement obliegen dem Konzern-Controlling. Bestimmte Transaktionen bedürfen der vorherigen Genehmigung durch die Vorstände, die darüber hinaus regelmäßig über den Umfang und den Betrag des aktuellen Risikoausmaßes informiert werden. Die wesentlichen durch den Konzern verwendeten Finanzinstrumente umfassen Darlehen und Zahlungsmittel. Der Hauptzweck dieser Finanzinstrumente ist die Finanzierung der Geschäftstätigkeit des Konzerns. Der Konzern verfügt über verschiedene weitere finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, wie zum Beispiel Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die unmittelbar im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit entstehen. Die nachfolgende Tabelle zeigt Buchwerte und beizulegende Zeitwerte der im Konzernabschluss erfassten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten je Bewertungskategorie nach IFRS 9:
Die Bewertung der beizulegenden Zeitwerte der finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns leitet sich aus der Stufe 2 der Fair-Value-Hierarchie ab. Die beizulegenden Zeitwerte wurden wie folgt ermittelt:
Nachfolgende Übersicht zeigt die vertraglich vereinbarten, undiskontierten Auszahlungen:
Gewinne und Verluste aus finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten sind nachfolgend dargestellt:
Die sich aus den Finanzinstrumenten ergebenden wesentlichen Risiken des Konzerns bestehen aus zinsbedingten Cashflow-, Liquiditäts-, Ausfall- sowie Marktrisiken. Die Unternehmensleitung erstellt und überprüft Richtlinien zum Risikomanagement für jedes dieser Risiken, die im Folgenden dargestellt werden: Kreditrisiko (Ausfallrisiko) Kreditrisiken ergeben sich aus der Möglichkeit, dass Gegenparteien (Kunden und sonstige Schuldner) einer Transaktion nicht in der Lage sind, ihre Verpflichtungen zu erfüllen und dem Konzern daraus ein finanzieller Schaden entsteht. Das maximale Kreditrisiko (Ausfallrisiko) entspricht ohne Berücksichtigung von Verrechnungsvereinbarungen und ohne Berücksichtigung jeglicher zusätzlichen Sicherheiten oder sonstiger Kreditverbesserungen maximal dem Buchwert der finanziellen Vermögenswerte des Konzerns zuzüglich der bereits dargestellten Eventualverbindlichkeiten. Der Konzern trägt dem Kreditrisiko, soweit notwendig, durch die Bildung von entsprechenden Wertminderungen Rechnung. Das Kreditrisiko wird durch Einholung von Käuferanzahlungen gemindert. Hohe Forderungsausfallrisiken sieht der Konzern historisch bedingt nicht. Zweifelhafte Forderungen werden wertberichtigt. Im Falle von uneinbringlichen Forderungen werden diese vollständig abgeschrieben. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die innerhalb des Konzerns im Wesentlichen Forderungen aus Grundstücksverkäufen betreffen, unterliegen einem aktiven Risikomanagement mit Fokussierung auf die Überwachung der laufenden Forderungen. Ziel des Forderungsmanagements ist die Verbesserung der Konzernliquidität durch eine optimierte Vermögensverwendung unter gleichzeitiger Einhaltung eines annehmbaren Risikoniveaus. Die Gefahr von Risikokonzentrationen ist im Konzern grundsätzlich als gering anzusehen, da in der Regel der Großteil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Erwerbern von Wohneinheiten besteht, für die Käuferanzahlungen eingeholt werden. Bei großen Kaufpreisforderungen gegenüber einzelnen Gläubigern aus Globalverkäufen werden im Vorfeld bei Bedarf individuelle Bonitätsprüfungen durchgeführt, um das Risiko eines Zahlungsausfalls zu reduzieren. Liquiditätsrisiken Liquiditätsrisiken ergeben sich, wenn die kurzfristig fälligen finanziellen Verpflichtungen die kurzfristig verfügbaren finanziellen Vermögenswerte übersteigen. Die Steuerung des Liquiditätsrisikos erfolgt durch eine konzernweite Liquiditätsplanung und wird laufend überwacht. Die Gesellschaft geht davon aus, dass aus den bestehenden Finanzierungszusagen und aus bereits zur Verfügung stehenden Mitteln sowie durch Geldeingänge aus dem operativen Geschäft im Jahr 2022 die anstehenden Prolongationen und bestehenden Projektentwicklungen vollständig finanziert werden können und die allgemeine Liquidität gesichert ist. Alle im Geschäftsjahr 2022 fälligen Anleihen und Kredite konnten abgelöst oder verlängert werden. Marktrisiko (Zinssatzrisiken) Das Zinsänderungsrisiko, dem der Konzern ausgesetzt ist, entsteht hauptsächlich aus den langfristigen finanziellen Schulden mit variablem Zinssatz. Bezogen auf die Finanzverbindlichkeiten mit variabler Verzinsung hätte eine Erhöhung/Verminderung des Zinssatzes um 0,5 % zum Bilanzstichtag zu einem Anstieg/einer Verringerung des monatlichen Zinsaufwands um T€ 374/T€ 374 (Vj. T€ 105/T€ 105) geführt. Kapitalsteuerung Zusätzlich unterliegt der Konzern üblichen und branchenspezifischen Mindestkapitalanforderungen der Kreditwirtschaft, insbesondere bei der Finanzierung spezifischer Immobilienobjekte. Diese Mindestkapitalanforderungen werden laufend überwacht und wurden im Geschäftsjahr wie auch im Vorjahr erfüllt. Das Kapital wird mithilfe der Eigenkapitalquote überwacht. Zielgröße der Kapitalsteuerung ist es eine Eigenkapitalquote von 10% nicht zu unterschreiten. Die Eigenkapitalquote beträgt per 31. Dezember 2022 15 % (31. Dezember 2021: 17 %). (42) Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen Als nahestehende Unternehmen und Personen im Sinne des IAS 24 gelten unter anderem Unternehmen und Personen, wenn eine der Parteien direkt oder indirekt über die Möglichkeit verfügt, die andere Partei zu beherrschen oder auf diese einen maßgeblichen Einfluss ausüben kann. Nahestehende Unternehmen Zu den nahestehenden Unternehmen zählen insbesondere die in den Konzernabschluss einbezogenen verbundenen, gemeinschaftlich geführten und assoziierten Unternehmen. Für eine Übersicht dieser Unternehmen wird auf den Abschnitt zum Konsolidierungskreis verwiesen. Weiterhin zählt zu den nahestehenden Unternehmen der börsennotierte Deutsche Wohnen SE-Konzern, mit Sitz in Berlin, und dessen Mutterunternehmen die börsennotierte Vonovia SE, mit Sitz in Bochum. Der Deutsche Wohnen SE-Konzern hält 40 % an der QUARTERBACK Immobilien AG und ist weiterhin an elf Finanzbeteiligungen der QUARTERBACK Immobilien AG mit Beteiligungsquoten zwischen 44 % und 50 % beteiligt. Weiterhin zählt zu den nahestehenden Unternehmen die nicht börsennotierte LE Bridge AG, mit Sitz in Leipzig. Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen im Geschäftsjahr Die QUARTERBACK und deren assoziierte Unternehmen hatten im Geschäftsjahr 2022 Geschäftsbeziehungen zur Deutsche Wohnen Gruppe. Diese Transaktionen resultieren grundsätzlich aus dem normalen Lieferungs- und Leistungsaustausch. Zudem bestehen zum Abschlussstichtag Darlehensverbindlichkeiten des Konzerns in Höhe von € 672,0 Mio. (Vj.€ 669,3 Mio.). Der Zinssatz für die Darlehen betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 5,5 % p.a. (Vj.5,5% p.a.). Es bestehen Projektimmobilienverkäufe der QUARTERBACK an Tochterunternehmen der Deutsche Wohnen SE per 31. Dezember 2022 in Höhe von € 814,4 Mio. (Vj.€ 823,0 Mio.), zu denen die Deutsche Wohnen Gruppe Anzahlungen per 31.12.2022 in Höhe von € 290,1 Mio. (Vj. € 126,9 Mio.) geleistet hat. Im Rahmen von der QUARTERBACK an die Deutsche Wohnen erbrachter Geschäftsbesorgungsleistungen in Höhe von € 19,5 Mio. (Vj. € 14,3 Mio.) hat die QUARTERBACK zum 31. Dezember 2022 Forderungen in Höhe von € 1,5 Mio. (Vj. € 0,9 Mio.). Per 31. Dezember 2022 bestehen offene Darlehens- und Zinsverbindlichkeiten in Höhe von € 26,3 Mio. (31. Dezember 2021: € 26,3 Mio.) gegenüber der LE Bridge AG. Im Geschäftsjahr sind hierauf Zinsaufwendungen in Höhe von € 2,4 Mio. (Vj. € 2,8 Mio.) angefallen. Der Konzern erbringt Bauleistungen für die assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen und erzielt hieraus Erlöse und erhält hierfür Anzahlungen. Diese Erlöse betrugen im Geschäftsjahr € 60,4 Mio. (Vj. € 12,4 Mio.). Die erhaltenen Anzahlungen betrugen per 31. Dezember 2022 € 78,2 Mio. (Vj. € 84,9 Mio.). Am Bilanzstichtag bestehen Forderungen des Konzerns gegenüber assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen in Höhe von € 64,2 Mio. (Vj. € 53,5 Mio.). Die Zinserträge aus Darlehen des Konzerns an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen betrugen im Geschäftsjahr € 2,8 Mio. (Vj. € 1,8 Mio.). Nahestehende Personen Nahestehende Personen sind namentlich die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats und deren nahe Angehörige. Darüber hinaus gibt es kein Management in Schlüsselpositionen. Vorstandsmitglieder der QUARTERBACK Immobilien AG:
Für die Vergütung der Vorstände wurden im Geschäftsjahr T€ 2.615 (Vj. T€ 1.710) aufgewendet. Diese betreffen ausschließlich kurzfristig fällige Vergütungen. Aufsichtsratsmitglieder der QUARTERBACK Immobilien AG:
Für die Aufsichtsratvergütungen wurden per 31. Dezember 2022 Rückstellungen in Höhe von T€ 220 (Vj. T€ 236) gebildet. Darüber hinaus wurden Aufsichtsratsvergütungen in Höhe von T€ 125 in 2022 bezahlt (Vj. T€ 30). Diese betreffen ausschließlich kurzfristig fällige Vergütungen. Transaktionen mit nahestehenden Personen im Geschäftsjahr 2022 Der Vorstandsvorsitzende Herr Tarik Wolf hat in seiner Funktion als Aktionär der QUARTERBACK Immobilien AG Darlehen an den Konzern ausgereicht. Per 31. Dezember 2022 hat die QUARTERBACK offene Darlehens- und Zinsverbindlichkeiten in Höhe von €42,9 Mio. (31. Dezember 2021: € 79,1 Mio.) gegenüber Herrn Tarik Wolf. Weiterhin bestehen Darlehensforderungen des Konzerns gegenüber Herrn Tarik Wolf in Höhe von € 15,6 Mio. Der Zinssatz für die Darlehen beträgt 5,5 % p.a. (Vj. 5,0 %). Die Forderungen des Konzerns gegenüber Herrn Tarik Wolf für die Abwicklung von Bauaufträgen betragen am 31. Dezember 2022 € 1,5 Mio. (Vj.1,3 Mio.). Verschiedene Konzernunternehmen haben mit Tarik Wolf bzw. ihm nahestehenden Unternehmen Mietverträge abgeschlossen. Die jährlichen Mietzahlungen belaufen sich auf € 0,2 Mio. (Vj. € 0,2 Mio.). Aus der Immobilienverwaltung entstehen jährliche Provisionen gegen Tarik Wolf bzw. ihm nahestehenden Unternehmen in Höhe von € 0,6 Mio. (€ 0,7 Mio.). (43) Personal Im Geschäftsjahr 2022 waren durchschnittlich 345 Angestellte beschäftigt (Vj.242). (44) Befreiung nach § 264 HGB Folgende Tochterunternehmen machen für das Geschäftsjahr 2022 von der Befreiung des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch:
(45) Abschlussprüferhonorare Für Honorare des Konzernabschlussprüfers sind im Geschäftsjahr Aufwendungen netto in Höhe von T€ 425 (Vj.T€ 581) entstanden. Die Honorare betrafen ausschließlich Prüfungsleistungen. (46) Übergeordnete beherrschende Partei i.S.v. IAS 24 Die übergeordnete beherrschende Partei des Konzerns ist Herr Tarik Wolf als Mehrheitsanteilseigner. (47) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Zwischen dem Bilanzstichtag und dem Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses sind keine Sachverhalte eingetreten, die für die Beurteilung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns von wesentlicher Bedeutung sind.
Leipzig, den 23. Mai 2023 Tarik Wolf, Vorstandsvorsitzender, CEO Andy Herrmann, Mitglied des Vorstands, CFO Henrik Thomsen, Mitglied des Vorstands, CDO Marko Lehmann, Mitglied des Vorstands, COO Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 20221. GRUNDLAGEN DES KONZERNS 1.1 Geschäftsmodell Die QUARTERBACK Immobilien AG als Mutterunternehmen (im Folgenden auch kurz "Gesellschaft", "QUARTERBACK" oder "Konzern" genannt) ist ein nicht börsennotiertes Unternehmen mit Sitz in Leipzig, eingetragen im Handelsregister vom Amtsgericht Leipzig unter HRB 35062. Der Gegenstand der Gesellschaft ist das Verwalten des eigenen Vermögens, insbesondere das Halten und Verwalten von Beteiligungen sowie das Halten, Verwalten und Entwickeln von eigenen Immobilien. Der Konzern ist einer der führenden bundesweit tätigen Projektentwickler und -realisierer für Wohnimmobilien in Deutschland. Der Schwerpunkt der Entwicklungs- und Bauaktivitäten liegt auf den deutschen wachstumsstarken Metropolregionen Berlin, Leipzig, Dresden, Stuttgart, München, Köln/Düsseldorf, Hamburg und Frankfurt am Main. Ergänzt werden diese Regionen durch ausgewählte Einzelstädte (z.B. Jena, Erfurt). Diese Märkte sind seit Jahren von einem starken strukturellen Nachfrageüberhang nach Wohnimmobilien gekennzeichnet. Um in den Märken und Regionen mit tiefer Marktkenntnis schnell und vernetzt agieren zu können, ist die QUARTERBACK in den genannten Metropolregionen und auch in einigen Einzelstädten mit operativen Tochtergesellschaften bzw. Niederlassungen präsent. Die Kernbereiche des Konzerns lassen sich in vier Bereiche aufteilen, die gleichzeitig die gesamte Wertschöpfungskette im Immobilienbereich abbilden: Der Bereich Projektentwicklung zum Verkauf umfasst den Erwerb, die Entwicklung und das Errichten von Wohnimmobilien bzw. Wohnquartieren und deren Verkauf an institutionelle Investoren. Eine wesentliche Stärke des Konzerns liegt in der Projektrealisierung, daher liegt der Schwerpunkt bei der Akquisition neuer Grundstücke auf Flächen, die sich in einem fortgeschrittenen oder abgeschlossenen Baugenehmigungsprozess befinden. Dies ist verbunden mit der Zielsetzung einer möglichst kurzfristigen Veräußerung und Errichtung des Projektes. Verkäufe erfolgen im Wesentlichen im Rahmen von Forward Sale and Funding Verträgen, bereits vor Baubeginn. Der Konzern hat dadurch eine frühzeitige Veräußerungssicherheit, verbunden mit deutlich reduzierten Liquiditätserfordernissen und Zinsrisiken. Die Projektentwicklung mittels Dienstleitungsvertrag für Dritte ist der zweite Kernbereich. Hier übernehmen Konzerngesellschaften die Entwicklung und Errichtung von Wohnimmobilien und Wohnquartieren im Rahmen von Dienstleistungsverträgen für eine festgelegte Vergütung gegenüber Dritten. Hier nutzt der Konzern seine bundesweite Aufstellung für die Leistungserbringung. Die mehrjährigen Verträge sichern dem Konzern kontinuierliche Einnahmen. Die Projektentwicklungen befinden sich nicht auf der Bilanz des Konzerns und erfordern somit keine Kapitalbindung (damit auch keine Finanzierungs- oder Zinsänderungsrisiken) vom Konzern. Ein weiterer Bereich ist die Projektentwicklung für den Eigenbestand. Zur Stärkung des eigenen Immobilienportfolios oder zur optimalen Ausentwicklung eines Projektes für einen möglichen Verkauf erfolgen in ausgewählten Kernmärkten (im Wesentlichen Leipzig, Dresden, Erfurt, Berlin) Projektrealisierungen dauerhaft oder zunächst für den Eigenbestand. Hier schließt sich der vierte Kernbereich des Konzerns, die Verwaltung und Vermietung des Eigenbestandes von rund 2.000 Wohn-/Gewerbeeinheiten, an. Dabei bildet der Konzern über eine Tochtergesellschaft das komplette Leistungsbild für ein optimales Portfoliomanagement ab. Dazu gehören neben dem Assetmanagement und der Hausverwaltung auch konzerneigene Vermietungs-, Hausmeister- und Buchhaltungsteams. Die Vermietung des konzerneigenen langfristigen Immobilienbestandes bedeutet neben den Dienstleistungserträgen eine zweite langfristig gesicherte Umsatz- und Ertragskomponente des Konzerns, zusätzlich zum Kerngeschäft Projektentwicklung zum Verkauf. Die Aktivitäten und Entwicklungen der Bereiche des Konzerns werden im Projektcontrolling und im Konzerncontrolling regelmäßig analysiert. Auswirkungen von Marktänderungen (z.B. Kaufpreis-, Kosten- oder Zinsentwicklungen) werden ständig überwacht und untersucht, um kurzfristig steuernd und optimierend auf die Entwicklungen Einfluss nehmen zu können. In alle Geschäftsprozesse und Auswirkungen von Projekt- und Marktentwicklungen ist der Vorstand des Konzerns einbezogen. Hierzu finden regelmäßig interne Besprechungen und Abstimmungen statt, in denen neben den einzelnen Projekten im Ankauf, der Entwicklung und dem Verkauf auch projektübergreifende Entwicklungen diskutiert und abgestimmt werden. Der Vorstand des Konzerns setzte sich im Geschäftsjahr 2022 aus vier Mitgliedern, dem Chief Executive Officer (CEO), dem Chief Financial Officer (CFO), dem Chief Development Officer (CDO) sowie dem Chief Operating Officer (COO) zusammen. 1.2 Steuerungssystem Zur Steuerung unseres wirtschaftlichen Erfolges nutzen wir die Kennzahlen Umsatzerlöse, Rohertrag und Ergebnis vor Steuern. Umsatzerlöse Eine wichtige Kennzahl zur Steuerung des Konzerns ist der Umsatz. Die Umsätze werden untergliedert in Erlöse aus Bauaufträgen, Erlöse aus Vermietung und Verpachtung sowie den sonstigen Erlösen. Die Erlöse aus Bauaufträgen werden zeitraumbezogen realisiert, alle anderen Erlöse werden zeitpunktbezogen vereinnahmt. Rohertrag Eine der zentralen Größen für die Leistungsmessung ist der Rohertrag, welcher aus den Umsatzerlösen abzüglich des Materialaufwands und den Bestandsveränderungen ermittelt wird. Ergebnis vor Steuern Das Ergebnis vor Steuern ermittelt sich aus dem Rohertrag abzüglich des Personalaufwandes, sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen, Ergebnis aus der Fair Value Anpassung der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien, Abschreibungen, Finanzerträgen und -aufwendungen sowie dem Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen. 2. WIRTSCHAFTSBERICHT 2.1 Entwicklung der Gesamtwirtschaft in Deutschland in 2022 1/2 In Deutschland war die wirtschaftliche Situation im Jahr 2022 von den Folgen des Kriegs in der Ukraine durch die extremen Energiepreiserhöhungen geprägt. Hinzu kamen die verschärften Liefer- und Materialengpässe, der Fachkräftemangel sowie die andauernde, wenn auch nachlassende, Corona Pandemie. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt stieg nach Berechnungen des statistischen Bundesamtes im Jahr 2022 um 1,9% gegenüber dem Vorjahr, im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona Pandemie, lag das BIP 0,7% höher. Das Wirtschaftswachstum im Jahr 2022 wird wesentlich von den gestiegenen Konsumausgaben privater Haushalte (+4,6% gegenüber Vorjahr) gestützt. Im Zuge der Aufhebung fast sämtlicher Corona Schutzmaßnahmen kam es hier zu Nachholeffekten. Die Konsumausgaben des Staates stiegen vergleichsweise moderat um 1,1%. Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung stieg im Jahr 2022 insgesamt um 1,8% gegenüber dem Vorjahr. Die sonstigen Dienstleistungen konnten mit 6,3% besonders stark zulegen. Aber auch die Wirtschaftsbereiche Handel Verkehr und Gastgewerbe konnten mit 4,0% im Vergleich zum Jahr 2021 wachsen. Das verarbeitende Gewerbe hatte nur einen leichten Zuwachs von 0,2%. Für das gesamte Jahr 2022 wird die Inflationsrate mit 7,9% angegeben. Wesentlich geprägt wurde die Entwicklung von stark steigenden Energie- und Nahrungsmittelpreisen. Die Inflationsentwicklungen im Euro-Raum führte bei der Europäischen Zentralbank in 2022 zu einer deutlichen Erhöhung des Zinssatzes für das Hauptfinanzierungsbedingungen. In vier Schritten wurde der Zinssatz im Berichtsjahr um 2,5% angehoben. Diese Entwicklung setzte sich in den ersten drei Monaten 2023 mit zwei weiteren Zinserhöhungen um insgesamt 1% fort. Die Refinanzierungskonditionen für Unternehmen in Deutschland haben sich damit in 2022 gegenüber dem Vorjahr deutlich verschlechtert.
1 Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2022 um 1,9 %
gestiegen
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/01/PD23_020_811.html
2.2 Entwicklung der Branche im abgelaufenen Geschäftsjahr 3/4 Im Gegensatz zu den unter 2.1 beschriebenen Wirtschaftsbereichen, ist im Baugewerbe die Wirtschaftsleistung 2022 weiter um 2,3% gegenüber dem Vorjahr gesunken. Der Material- und Fachkräftemangel sowie hohe Baukosten und zunehmend schlechtere Finanzierungsbedingungen haben zum deutlichen Rückgang der Bruttowertschöpfung geführt. Die Bauinvestitionen nahmen im Jahr 2022 preisbereinigt um 1,6% ab. Fehlende Baumaterialien und der Fachkräftemangel wirkten sich dabei vor allem im Hochbau sowie Wohnbauten aus. Der negative Trend wurde durch, aufgrund andauernder hoher Baupreise sowie steigenden Bauzinsen, Auftragsstornierungen bei gewerblichen und privaten Bauvorhaben verstärkt. Das Transaktionsvolumen für Wohnimmobilien und -portfolios ist im Vergleich zum Vorjahr um 76% gesunken und betrug nur noch EUR 12,2 Mrd. Das ist der niedrigste Wert seit 10 Jahren. Im normalerweise starken 4. Quartal lag das Transaktionsvolumen bei nur EUR 1,96 Mrd., was ein Rückgang von 80% im Vergleich zum Fünfjahresschnitt bedeutet. Die Anzahl der Transaktionen ist mit 372 im Vergleich zum Vorjahr (420) aber nur moderat gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr fehlten allerdings die großvolumigen Deals. Bei Immobilien, die sich in der Erstellung befinden oder errichtet werden sollen, wird zunehmend darauf geachtet, dass diese die Fähigkeit haben, sich zukünftig an Marktveränderungen noch flexibler anzupassen. Neben der Flexibilität hält auch das Thema soziale und insbesondere ökologische Nachhaltigkeit (kurz: ESG) deutlich stärkeren Einzug in die Wohnungswirtschaft. 2.3 Geschäftsverlauf des Konzerns Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich auf die Entwicklung des Kernbereichs Projektentwicklung zum Verkauf der QUARTERBACK spürbar ausgewirkt. Trotz der schwierigen Umstände konnte die QUARTERBACK im Geschäftsjahr 2022 erfolgreich Projektentwicklungen im Volumen von rund EUR 0,5 Mrd. veräußern. So wurde ein Portfolio von zehn Projekten an einen institutionellen Investor verkauft. Drei Projekte wurden im Geschäftsjahr bereits fertiggestellt. Die restlichen Projekte befinden sich sowohl im Planungs- bzw. Entwicklungsstadium als auch in der Bauphase. Alle abgeschlossenen Forward Deals haben zum Ende des Geschäftsjahres noch ein offenes Auftragsvolumen von insgesamt EUR 1.076,4 Mio. Die Projekte haben eine durchschnittliche Laufzeit von 3 Jahren. Durch den bundesweiten Ankauf neuer Projektentwicklungen wurde die Projektpipeline weiter gestärkt. In 2022 kamen 16 neue Projektentwicklungen mit einem Ankaufsvolumen (inkl. Nebenkosten) in Höhe von EUR 240,8 Mio. hinzu. Diese Projekte sollen vorrangig an institutionelle Investoren veräußert werden. Das für 2022 geplante Neubauvolumen konnte insbesondere durch die Materialengpässe und Kostenunsicherheiten nicht vollständig erreicht werden. Aber auch durch zum Teil deutliche Verzögerungen bei der Erteilung von Baugenehmigungen und damit einhergehende späterer Baubeginne, blieb das Umsatzwachstum und damit das erzielte Ergebnis aus diesem Bereich hinter den für 2022 geplanten Werten.
3 Große Wohnungstransaktionen bleiben 2022
die Ausnahme
https://www.jll.de/de/presse/Starke-Wohnungsnachfrage-wird-fuer-Marktbelebung-im-Fruehjahr-2023-sorgen
Im Bereich Projektentwicklung mittels Dienstleitungsvertrag wurden die geplanten Umsätze leicht übertroffen. In der Verwaltung und Vermietung des Eigenbestandes wurde der geplante Umsatz und Ergebnisbeitrag erreicht, insbesondere mit Blick auf den erfolgten Teilverkaufs des Bestandes in Magdeburg. Im Geschäftsjahr hat die QUARTERBACK entschieden, die Beständen an Wohn- und Gewerbeimmobilien in Magdeburg und Chemnitz zu veräußern. Dabei wurden etwa 50% des Bestandes in Magdeburg im Berichtsjahr veräußert. Für den Bestand in Chemnitz wurde ein Kaufvertrag abgeschlossen, der Übergang von Besitz, Nutzen und Lasten an den Käufer erfolgte im 1. Quartal 2023. Für 2022 wurde mit einem deutlich gestiegenen Gesamtumsatz und Rohertrag geplant. Die Steigerung des Gesamtumsatzes wurde insbesondere aus der fortschreitenden Umsatzrealisierung bereits geschlossener Forward-Deals, abgerechneten Bauleistungen und aus einem leicht wachsenden Dienstleistungsumsatz erzielt. Die Umsätze sind insgesamt gegenüber dem Vorjahr um mehr als 50% angestiegen. Der Rohertrag veränderte sich im Geschäftsjahr um +15%. Damit wurde der prognostizierte deutliche Anstieg des Rohertrags nicht ganz erreicht. Der ursprüngliche Plan für das Geschäftsjahr 2022 konnte aufgrund der beschriebenen Rahmenbedingungen zwar nicht erreicht werden, dennoch beurteilen wir den Geschäftsverlauf und das erzielte Wachstum als positiv. Die durchgeführten Maßnahmen und Ankäufe aus im Jahr 2022 werden positive Auswirkungen auf die Entwicklung der Folgejahre haben. Durch weitere Zukäufe im Geschäftsjahr und im Geschäftsjahresverlauf später vollzogene Verkäufe, aber auch durch gestiegene Marktzinsen hat sich der Zinsaufwand um 31,6 Mio. im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Das prognostizierte deutliche Wachstum des Ergebnisses vor Steuern konnte nicht erreicht werden. Das Ergebnis vor Steuern lag mit EUR 25,9 Mio. leicht unter dem Vorjahrswert (Vj.: EUR 30,1 Mio.). Neben der Erweiterung der bundesweiten Ausrichtung der QUARTERBACK im Geschäftsjahr und Vorjahr hat sich die QUARTERBACK an Unternehmen beteiligt, die Projektmanagementdienstleistungen und Ingenieursleistungen erbringen. Hieraus konnten erste Synergien gehoben werden. Neben dem Aufbau und Festigung der operativen Kapazitäten, wurden die administrativen Abteilungen (Holdingfunktionen) ebenfalls dem wachsenden Konzern und Anforderungen angepasst. Dazu zählen neben dem Mitarbeiteraufbau in Bereichen wie Rechnungswesen, Controlling, Human Ressources, auch die Weiterentwicklung und Einführung von Systemen und Prozessen zur Stärkung des Projektcontrolling und des Risikomanagements. Die QUARTERBACK beschäftigte im Geschäftsjahr durchschnittlich 345 (Vj.: 242) Mitarbeiter, ein Anstieg um 103 Mitarbeiter im Vergleich zum Vorjahr. 2.4 Wirtschaftliche Lage des Konzerns 2.4.1 Ertragslage Die wirtschaftliche Lage des Konzerns entwickelte sich im Geschäftsjahr, trotz der Herausforderungen in der Branche, weiterhin positiv. Der Gesamtumsatz ist im Geschäftsjahr um EUR 104,5 Mio. auf EUR 311,1 Mio. deutlich gestiegen. Den größten Anteil mit EUR 194,2 Mio. (Vj.: 144,3 Mio.) haben die im Rahmen von Verkäufen und Forward Deals erwirtschafteten Erlöse aus Bauaufträgen. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus dem Baubeginn bzw. fortschreitender Bautätigkeit bei bereits verkauften Projekten und aus dem erfolgreichen Abschluss weiterer Forward Transaktionen in 2022. Die sonstigen Erlöse haben sich im Geschäftsjahr mit EUR 90,6 Mio. im Vergleich zum Vorjahr (Vj.: EUR 40,2 Mio.) mehr als verdoppelt. Die sonstigen Erlöse wurden im Wesentlichen aus Dienstleistungsverträgen im Zusammenhang mit Geschäftsbesorgungsleistungen und aus Erlösen für Bauleistungen, die der Konzern für assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen erbracht hat, erwirtschaftet. Durch die im Vorjahr und im Geschäftsjahr neu erworbenen Immobilien, sowie durch ein effizientes Property Management bei den Bestandsimmobilien, konnten die Mieterlöse um EUR 4,2 Mio. auf EUR 26,3 Mio. gesteigert werden (Vj.: EUR 22,1 Mio.). Die Bestandsveränderungen betrugen im Geschäftsjahr EUR 302,2 Mio. nach EUR 631,3 Mio. im Vorjahr. Der Rückgang der Bestandsveränderung in Höhe von EUR 329,1 Mio. resultiert im Wesentlichen aus dem geringen Ankaufsvolumen neuer Immobilienobjekte im Jahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr. Die Materialaufwendungen des Geschäftsjahres betrugen EUR 493,7 Mio. und sanken gegenüber dem Vorjahr um EUR 240,3 Mio. (Vj.: EUR 734,0 Mio.). Der Rückgang der Materialaufwendungen resultiert ebenfalls im Wesentlichen aus dem geringeren Ankaufsvolumen neuer Projektentwicklungen im Vorjahresvergleich. Der Rohertrag konnte im Geschäftsjahr mit EUR 119,5 Mio. im Vergleich zum Vorjahr (Vj.: EUR 103,8 Mio.) um EUR 15,7 Mio. gesteigert werden. Der Anstieg des Rohertrags resultierte im Wesentlichen aus der fortschreitenden Bautätigkeit und der im Geschäftsjahr neu abgeschlossenen Forward Transaktionen, weiterhin aus den gestiegenen Erlösen aus Dienstleistungsverträgen und aus Bauleistungen für assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen. Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen um EUR 3,8 Mio. auf EUR 6,5 Mio. (Vj.: EUR 2,7 Mio.). Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus einmaligen Erträgen. Die Personalaufwendungen betrugen im Geschäftsjahr EUR 32,4 Mio. und haben sich um EUR 12,8 Mio. im Vergleich zum Vorjahr vor allem durch den Zuwachs der Mitarbeiter erhöht. Im Jahr 2022 waren durchschnittlich 345 Angestellte nach durchschnittlich 242 Angestellten im Vorjahr im Konzern beschäftigt. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen EUR 29,2 Mio. und liegen damit etwas über dem Vorjahresniveau (Vj.: EUR 26,7 Mio.). Das Ergebnis aus der Fair-Value-Anpassung der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien betrug im Geschäftsjahr EUR 21,1 Mio. und resultierte im Wesentlichen aus dem Bewertungsergebnis einer Projektimmobilie. Die Finanzierungsaufwendungen fielen um EUR 31,6 Mio. höher aus und betrugen im Jahr 2022 EUR 78,2 Mio. (Vj: EUR 46,6 Mio.). Der Anstieg resultierte vor allem aus einem höheren Finanzierungsvolumen, insbesondere aufgrund der Projektakquisitionen der letzten beiden Jahre, gestiegenen Zinssätzen bei Refinanzierungen bzw. für variabel verzinsliche Finanzverbindlichkeiten. Die Finanzierungsaufwendungen enthalten zudem einen einmaligen Aufwand in Höhe von EUR 3,7 Mio. aus der Auflösung eines Zinssicherungsgeschäftes. Der durchschnittliche Zinssatz der Finanzverbindlichkeiten betrug im Geschäftsjahr rund 3,2% nach 2,8% im Vorjahr. Gegenläufig sind die Finanzerträge um EUR 17,9 Mio. auf EUR 20,6 Mio. gestiegen. Dieser starke Anstieg resultiert im Wesentlichen aus einmaligen Erträgen aus Zinssicherungsgeschäften. Das Ergebnis vor Steuern verringerte sich leicht im Vergleich zum Vorjahr von EUR 30,1 Mio. um EUR 4,1 Mio. auf EUR 26,0 Mio., nachdem insbesondere die gestiegenen Finanzaufwendungen und Personalaufwendungen nicht vollständig durch die positive Entwicklung des Rohertrags und dem Ergebnis aus Fair-Value-Anpassungen der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien kompensiert werden konnten. Die Aufwendungen für Ertragsteuern betrugen im Jahr 2022 EUR 18,1 Mio. nach EUR 13,7 Mio. in 2021. Die Aufwendungen für Ertragsteuern resultieren mit EUR 7,6 Mio. aus Ertragsteuern für das abgelaufene Geschäftsjahr und mit EUR 11,0 Mio. aus Nettosteueraufwand latenter Steuern. Aus Vorjahreszeiträumen wurden Erträge aus Ertragsteuern in Höhe von EUR 0,5 Mio. realisiert. Für 2022 ergab sich ein Gesamtergebnis (nach Steuern) in Höhe von EUR 7,8 Mio. (Vj.: EUR 16,4 Mio.). 2.4.2 Vermögenslage Die Bilanzsumme der QUARTERBACK Immobilien AG beträgt EUR 2.379,2 Mio. (Vj.: EUR 2.018,9 Mio.). Die Aktivseite der Bilanz setzt sich mit 32,1 % (Vj.: 37,1 %) aus langfristigen Vermögenswerten bzw. 67,9% (Vj.: 62,9%) aus kurzfristigen Vermögenswerten zusammen. Diese sind im Wesentlichen finanziert durch Eigenkapital und Gesellschafterdarlehen (zusammen 44,9 %) sowie Finanzverbindlichkeiten und erhaltene Anzahlungen. Die Erhöhung der Aktiva um EUR 360,4 Mio. im Vergleich zum Vorjahr resultierte im Wesentlichen aus dem Anstieg der zum Verkauf bestimmten Grundstücke und Gebäude um EUR 321,9 Mio. auf EUR 1.255,5 Mio. am Bilanzstichtag (Vj.: 933,6 Mio.). Dieser Anstieg resultierte im Wesentlichen aus aktivierten Anschaffungskosten für neu erworbene Projekte und aktivierten Baukosten. Das Eigenkapital stieg um EUR 9,5 Mio. auf EUR 351,5 Mio. am Bilanzstichtag (Vj.: EUR 342,0 Mio.). Der Anstieg resultiert mit EUR 7,8 Mio. aus dem Konzerngesamtergebnis und mit EUR 1,7 Mio. aus Veränderungen von Minderheitenanteilen, im Wesentlichen durch Erstkonsolidierungen im Konzern bzw. den Ankäufen von Minderheitenanteilen bei bereits bestehenden Konzerngesellschaften. Die Eigenkapitalquote ist aufgrund des, im Wesentlichen mit Fremdkapital finanzierten Wachstums im Vergleich zum Vorjahr auf 14,8% (Vj.: 16,9%) gesunken. Die Verbindlichkeiten des Konzerns sind im Vorjahresvergleich um EUR 350,9 Mio. auf EUR 2.027,8 Mio. (Vj.: EUR 1.676,9 Mio.) angestiegen. Die langfristigen Verbindlichkeiten betrugen EUR 840,6 Mio. per 31. Dezember 2022 (Vj.: EUR 769,6 Mio.). Der Anstieg in Höhe von EUR 71,0 Mio. resultierte aus einem Zugang von EUR 246,1 Mio. bei den langfristigen Finanzverbindlichkeiten, hauptsächlich durch die Aufnahme neuer Darlehen für Objektfinanzierungen. Gegenläufig wirkte der Rückgang der sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten um EUR 194,2 Mio. aus der Umgliederung von Gesellschafterdarlehen in Höhe von EUR 193,0 Mio. in die kurzfristigen Schulden. Der Saldo der kurzfristigen Gesellschafterdarlehen beträgt per 31. Dezember 2022 EUR 566,6 Mio. (Vj.: EUR 408,6 Mio.). Von diesem Darlehen wurden Anfang Januar 2023 Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von EUR 332,2 Mio. bis 2024 und Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von EUR 149,5 Mio. bis 2025 prolongiert. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten stiegen zum Bilanzstichtag um EUR 279,9 Mio. auf EUR 1.187,2 Mio. (Vj.: EUR 907,3 Mio.). Der Anstieg resultierte im Wesentlichen mit EUR 152,7 Mio. aus dem zuvor beschriebenen Anstieg der kurzfristigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten durch die Umgliederung von Gesellschafterdarlehen. Weiterhin stiegen insbesondere die Vertragsverbindlichkeiten um EUR 88,5 Mio. auf EUR 151,2 Mio. am Bilanzstichtag (Vj.: EUR 62,7 Mio.), nachdem im Berichtsjahr weitere Anzahlungen von Kunden im Rahmen von Forward Transaktionen geleistet wurden. Die ersten Kaufpreisraten der Kunden enthalten in der Regel den Kaufpreisanteil für das Grundstück. Die Erfüllung der Leistungsverpflichtung in Bezug auf die Übereignung des Grundstücks erfolgt in der Regel erst mit Übergabe der verkauften Projektentwicklung nach Fertigstellung. Weiterhin stiegen die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten um EUR 38,1 Mio. auf EUR 241,3 Mio. vor allem durch die Aufnahme neuer Darlehen für Objektfinanzierungen. Die Gesellschafterdarlehen werden insbesondere für kurz- und mittelfristige Zwischenfinanzierungen genutzt und dienen dem Konzern dazu, schnell und unkompliziert Projekte oder Bestände ankaufen zu können. Diese Finanzierungen werden sukzessive durch Kaufpreiszahlungen bei Projektverkäufen oder Finanzierungen mit Finanzinstituten abgelöst. Die finanziellen Verpflichtungen wurden stets durch fristgerechte Zahlungen erfüllt. Die Zahlungsfähigkeit war jederzeit gewährleistet. 2.4.3 Finanzlage Die Liquidität des Konzerns am Ende des Geschäftsjahres 2022 beträgt rund 4,4% bezogen auf die Bilanzsumme. Die für die im Geschäftsjahr erfolgten Investitionen und dafür erforderlichen liquiden Mittel wurden im Wesentlichen über Liquiditätszuflüsse von Gesellschafter- und Bankdarlehen bereitgestellt. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente des Konzerns betragen am 31. Dezember 2022 EUR 104,9 Mio. und haben sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 7,8 Mio. verringert (31. Dezember 2021: EUR 112,7 Mio.). Die Veränderung resultierte mit EUR -162,0 Mio. aus dem Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit. Dieser resultierte maßgeblich aus dem Periodenergebnis vor Steuern und Zinsen in Höhe von EUR 81,1 Mio., bereinigt um zahlungsunwirksame Aufwendungen Erträge in Höhe von EUR -8,4 Mio. zuzüglich Veränderungen des Nettoumlaufvermögens in Höhe von EUR -227,8 Mio. und gezahlter Ertragsteuern in Höhe von EUR -8,4 Mio. Die Veränderung des Nettoumlaufvermögens ist im Wesentlichen durch die Änderungen der zum Verkauf bestimmten Grundstücke und Gebäude und anderen Vorräte in Höhe von EUR -238,7 Mio. bestimmt. Hierbei handelt es sich um Mittelabflüsse für Anschaffungs- und Herstellungskosten des Immobilienportfolios im Bereich Projektentwicklung. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug im Jahr 2022 EUR -8,7 Mio. (Vj.: EUR -98,4 Mio.). Wesentliche Einflussfaktoren waren die Einzahlungen aus der Veräußerung von als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien in Höhe von EUR 97,7 Mio. (Vj.: EUR 3,8 Mio.), Auszahlungen für Anschaffungs- und Herstellungskosten für als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien in Höhe von EUR 98,1 Mio. (Vj.: EUR 73,6 Mio.), Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen in Höhe von EUR 8,5 Mio. (Vj.: EUR 8,9 Mio.) und erhaltene Zinszahlungen aus Investitionstätigkeit in Höhe von EUR 2,5 Mio. (Vj.: EUR 2,4 Mio.). Aus dem Cashflow aus Finanzierungstätigkeit flossen dem Konzern im Geschäftsjahr Nettoeinzahlungen in Höhe von EUR 162,8 Mio. (Vj.: EUR 687,4 Mio.) zu. Die Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzierungen betrugen EUR 424,6 Mio. (Vj.: EUR 1.053,8 Mio.). Auszahlungen wurden im Wesentlichen für die Tilgung von Finanzierungen in Höhe von EUR 219,5 Mio. (Vj.: EUR 334,3 Mio.) und mit EUR 36,9 Mio. (Vj.: EUR 30,1 Mio.) für Zinszahlungen getätigt. 3. PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT 3.1 Chancenbericht Der Konzern ist, insbesondere auch nach der bundesweiten Erweiterung der Standorte, mit seiner Projektentwicklungssparte in dynamischen und angespannten Wohnungsmärkten tätig. Der Schwerpunkt der Entwicklungstätigkeiten liegt im Wohnungsgeschossbau und damit in dem in diesen Märkten weiter stark nachgefragten Immobiliensegment. Die Kernkompetenz des Konzerns besteht in der regionalen Verankerung der lokalen Projektentwicklungsteams in ihren Märkten. QUARTERBACK pflegt langjährige und gute Geschäftsbeziehungen zu seinen Bau- und Investitionspartnern, das zu einer positiven Entwicklung des Konzerns beiträgt. Die bundesweiten Projekte stärken die mittelfristige Entwicklungspipeline und verbunden mit den aufgebauten lokalen Projektentwicklungsstandorten und -präsenzen, werden sie die bundesweite Ausrichtung der QUARTERBACK langfristig manifestieren. Bei den Projektentwicklungen für den Verkauf wird die Vermarktung der Projektpipeline mittels Forward Sale and Funding Verträgen, gefolgt von einem kurzfristigen Baustart weiter angestrebt und ausgebaut. Die QUARTERBACK verringert damit neben Exit Risiken auch Zinsänderungs- und Refinanzierungsrisiken. Die Fokussierung auf Metropolregionen mit strukturellem Nachfrageüberhang bei Wohnimmobilien sichert die Marktstabilität. Durch die bereits in den Vorjahren abgeschlossenen Forward Sale und Funding Verträge hat der Konzern auch in schwierigen Absatzzeiten ein hohes Bauvolumen und planbare Einnahmen. Neben den Forward Sale and Funding Verträgen hat der Konzern ausgewählte Projekt als Warehousingprojekte qualifiziert. Diese Projekte werden vom Konzern auf eigene Rechnung errichtet und vermietet und sollen zu einem späteren Zeitpunkt, unter anderem im Rahmen von Portfoliotransaktionen, ausentwickelt weiterveräußert werden. Im Bereich der Vermietung von Bestandsimmobilien sehen wir auch für die Zukunft weiterhin eine hohe Nachfrage an Wohn- und Gewerberäumen an unseren Standorten, verbunden mit einer positiven Mietentwicklung und geringen Leerstandsquoten. Durch das "in House" erbrachte Hausverwaltungs- und Gebäudemanagement können wir dieses sicherstellen und unsere Leistungen gegebenenfalls auch gegenüber Dritten im Kernmarkt Leipzig weiter ausbauen. Dem Konzern gelingt es, durch schlanke Strukturen, sehr effizient und schnell auf Veränderungen am Markt zu agieren. Durch den Ende 2022 begonnenen Aufbau des Segments QUARTERBACK Energy und dem Eingehen von Partnerschaften in diesem Bereich erwartet der Konzern positive Effekte. Die QUARTERBACK deckt in dieser Sparte sowohl Entwicklungs- und Ingenieursleistungen für Rooftop-, Agri- und Greenfield-Solarflächen ab, als auch entsprechende Installations- und Wartungsleistungen für diese Anlagen über eine Beteiligungsgesellschaft. Erste entsprechende Projekte und Flächen wurden im ersten Quartal 2023 erworben. Die Entwicklungen und Errichtungen werden im Wesentlichen für Dritte erfolgen. 3.2 Risikobericht Die wesentlichen Risiken des Konzerns begründen sich zum einem in den Baukosten und in der Verfügbarkeit von Nachunternehmen, Rohstoffen und Arbeitskräften. Zum anderen beeinflussen sich verändernde Finanzierungskosten und Mietentwicklungen die Bereitschaft von Investoren, in Wohnimmobilien zu investieren. Zur Identifikation von Kostenüberschreitungen nutzt die QUARTERBACK eine Softwarelösung, welche der Unternehmenssteuerung dient. Die aufgelaufenen sowie die kommenden Baukosten werden regelmäßig erfasst und mit dem Vorstand besprochen, sodass auf Abweichungen frühzeitig reagiert und gegengesteuert werden kann. Steigende Kosten können im Rahmen von Forward Transaktionen nur teilweise an den Kunden weitergegeben werden, sodass auf die Einhaltung der geplanten Kosten ein starker Fokus liegt. Die Beauftragung der Gewerke erfolgen überwiegend durch Einzelvergaben, sodass die QUARTERBACK auf veränderte Situationen und Märkte schneller reagieren kann. Grundsätzliche Ertragsrisiken sehen wir im Wesentlichen in konjunkturellen und durch Rohstoffverknappung begründeten Einflüssen. Neben insbesondere den Lieferengpässen bei Baumaterialien, die zu zeitlichen Verzögerungen und auch Kostenanstiegen führen, sind es auch steigende Energie- und Transportkosten, die zu weiteren Kostenanstiegen führen. Der anhaltende Krieg in der Ukraine verstärkt diesen Effekt. Angesichts dessen lässt sich eine künftige Beeinträchtigung der operativen Ergebnissituation, insbesondere in unserer Hauptsparte Wohnungsgeschossbau, nicht ausschließen. Die Gesellschaft begegnet dem Risiko durch langfristige Auftragsvergaben von einzelnen Gewerken zu fixierten Preisen. Allerdings ist der bisher nicht vergebene Anteil an Gewerken erheblich gestiegen, sodass das Risiko von Baukostensteigerung als wesentlich einzuschätzen ist. Die gestiegenen Finanzierungskosten haben in den letzten Monaten auch zu einem gesunkenen Transaktionsvolumen auf dem Wohnimmobilienmarkt beigetragen. Derzeit gestiegenen Renditeanforderungen können nur teilweise durch deutlich ansteigende (Perspektiv-) Mieten in den Metropolregionen, resultierend aus starkem Zuzug bei wenig Neubau, kompensiert werden. Daneben ist durch die allgemeine Entwicklung der Bau- und Refinanzierungskosten eine fortschreitende Verringerung bzw. Stornierung von Bauaktivitäten zu beobachten, die zu sinkenden Auftragsbüchern bei Bauunternehmen führen. Hier ist davon auszugehen, dass sich diese Entwicklung noch im Jahr 2023 dämpfend auf die Baukosten auswirkt. Die langfristigen Bestandfinanzierungen sind im Wesentlichen langfristig und festverzinslich vereinbart. Hier sehen wir kein Zinsänderungsrisiko. Die kurzfristigen Grundstücksankaufsfinanzierungen der Projektimmobilien werden im Rahmen der Projektverkäufe (Forward Sale and Funding) zurückgeführt. Die kurzfristigen Projektfinanzierungen sind mit variabler Verzinsung abgeschlossen. Sollten sich der Anstieg der Zinsen weiter fortsetzen, müssen die Projekte bis zum Abschluss von Forward Sale und Funding Verträgen höhere Zinskosten tragen, die sich negativ auf die Marge auswirken. Hier stufen wir das Zinsänderungsrisiko als relevant ein. Mögliche Zinssatzrisken sind im Anhang unter Nr. 41 unter dem Marktrisiko dargestellt. Währungsrisiken aus Forderungen an Auftraggeber und Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten und Subunternehmern in fremder Währung ergeben sich nicht. Bei den kurzfristigen Finanzierungen durch Gesellschafterdarlehen (EUR 566,6 Mio.) besteht ein theoretisches Risiko, dass diese nicht verlängert und planmäßig zurückgeführt werden müssen. Da es keine Anzeichen dafür gibt, stufen wir das Risiko als nicht relevant ein. Im Dezember 2022 und Januar 2023 wurden fällige Darlehen entsprechend verlängert. Durch die Forward Deals/ -Fundings können mit den ersten Kaufpreisraten die Ankaufskosten finanziert werden, wodurch das Refinanzierungsrisiko sinkt und die Kapitalbindung gesenkt wird. Das wesentliche Risiko in den Bestandsgesellschaften begründet sich in dem konjunkturellen sowie dem politischen Einfluss auf die Wohnungswirtschaft, hier insbesondere in der Verpflichtung zum anteiligen Sozialwohnungsbau und nachhaltigem Bau sowie die Einführung von Mietpreisbremsen und Beschränkung von Kappungsgrenzen. Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien werden bei der QUARTERBACK mit dem beizulegenden Zeitwert bilanziert. Die Bewertung wird durch einen externen Gutachter erstellt. Die Einflussfaktoren auf den Immobilienwert sind im Anhang unter Nr. 16 dargestellt. Es besteht daher das Risiko, dass bei einer negativen Entwicklung der Inputparameter die angenommenen Wertansätze des Immobilienvermögens wertberichtigt werden müssen. Alle uns bekannten Risiken sind nach derzeitigem Erkenntnisstand durch entsprechende Rückstellungen ausreichend abgedeckt. Bestandsgefährdende Risiken sind nach unseren Erkenntnissen nicht gegeben. 3.3 Prognosebericht Die Entwicklung 2022 der deutschen Wirtschaft und im Baugewerbe hat sich zu Beginn des Jahres 2023 fortgesetzt und auch der russische Angriffskrieg in der Ukraine zeigt weiterhin seine Folgen. Die Inflationsquote lag in den ersten zwei Monaten 2023 bei 8,7%. In unserem Kernbereich, der Projektentwicklung zum Verkauf mittels Forward Sale Verträgen, gehen wir davon aus, dass erst nach einer Stabilisierung der Zinssituation und Senkung der Baukosten wieder mit größeren Portfoliotransaktionen zu rechnen ist. Mit einer Erholung rechnen wir ab der zweiten Jahreshälfte 2023. Aufgrund der bereits abgeschlossenen Forward Sale Verträge rechnen wir im Jahr 2023 mit einem deutlich ansteigenden Ergebnis aus der Umsatzrealisierung aufgrund der voranschreitenden Bautätigkeit der verkauften Projekte. Im Vergleich zum Vorjahr rechnen wir mit einem sinkenden Dienstleistungsumsatz, da Verträge und Projekte in 2023 auslaufen. Die Bestandshaltung des Konzerns konzentriert sich weiterhin auf Neubau- und Altbauobjekte in Mitteldeutschland, hauptsächlich in dem Bundesland Sachsen. Hier gehen wir von stabilen Mieterträgen in den kommenden Jahren aus. Daher wird im Jahr 2023 mit einem deutlich ansteigenden Gesamtumsatz sowie Rohertrag gerechnet. Insgesamt geht der Vorstand von einem deutlich wachsenden Ergebnis vor Steuern im Jahr 2023 im Vergleich zu dem Ergebnis des Geschäftsjahres 2022 aus.
23.Mai.2023 Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die QUARTERBACK Immobilien AG, Leipzig Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der QUARTERBACK Immobilien AG, Leipzig, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der QUARTERBACK Immobilien AG, Leipzig, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Die Prüfung des Konzernabschlusses haben wir unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Leipzig, den 25. Mai 2023 Grant
Thornton AG
Sebastian Koch, Wirtschaftsprüfer Kathleen Hennig, Wirtschaftsprüferin Die Feststellung bzw. Billigung des Konzernabschlusses erfolgte am 12. Juni 2023 |
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MEDIVATO AG
Selbe AdresseErbringung von ergotherapeutischen Dienstleistungen
ZRT Management eGbR
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
HEF Advisory UG (haftungsbeschränkt)
Selbe AdresseErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Healthistant GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen Geräten
Verwaltungsgesellschaft MS "NORDLION" mbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Verwaltungsgesellschaft Neo Arhi mbH
Selbe AdresseVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Verwaltungsgesellschaft NORD MAAS Feeders mbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Verwaltungsgesellschaft NORD Investmentholding mbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Bond EMEA GmbH
Selbe AdresseErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Staatliche Lotterieeinnahme Woyke e.K.
Selbe AdresseSpielhallen und Betrieb von Glücksspielautomaten
Vermögensverwaltungsgesellschaft Nemo 1 GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
REEDEREI NORD GMBH
Selbe AdresseErbringung von sonstigen Dienstleistungen für die Schifffahrt a. n. g.
Pawlik Consultants GmbH
Selbe AdresseErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Eltito UG (haftungsbeschränkt)
Selbe AdresseErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Würzburger Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG
Selbe AdresseWagniskapital-Beteiligungsgesellschaften
Verwaltungsgesellschaft MS "MOSEL" mbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
CONCEPTUM LOGISTICS GROUP HOLDING GmbH
Selbe AdresseErbringung von Logistikdienstleistungen
FA Business Solutions GmbH
Selbe AdresseBinden von Druckerzeugnissen und damit verbundene Dienstleistungen
addM GmbH
Selbe AdresseTätigkeiten von Werbeagenturen
Schifffahrtsgesellschaft MS "NORDTAJO" mbH & Co. KG
Selbe AdressePersonenbeförderung in der Binnenschifffahrt
Schifffahrtsgesellschaft MS "NORDRHONE" mbH & Co. KG
Selbe AdressePersonenbeförderung in der Binnenschifffahrt
OOI - Nord Investment GmbH & Co. KG
Selbe AdresseWagniskapital-Beteiligungsgesellschaften
Puig Deutschland GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit kosmetischen Erzeugnissen und Körperpflegemitteln
perdü GmbH
Selbe AdresseUnternehmensberatung
Blue Sun Shipping GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Hamburg Core Real Estate GmbH & Co. KG
Selbe AdresseVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Verwaltungsgesellschaft Neue MS "NORDATLANTIC" mbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Jantzen & Deeke GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit Tabakwaren
Albert Panzer GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit Kaffee, Tee, Kakao und Gewürzen
Brand Pier GmbH
Selbe AdresseTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Wein, Sekt und Spirituosen
Güterbeförderung in der Binnenschifffahrt
Hamburg Core Real Estate Verwaltungs GmbH
Selbe AdresseVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
OOI - Nord Investment Verwaltungs GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
RessourcenReich GmbH
Selbe AdresseSonstige Überlassung von Arbeitskräften
Schifffahrtsgesellschaft MS "N SCHELDE" mbH & Co. KG
Selbe AdresseGüterbeförderung in der Binnenschifffahrt
Verwaltungsgesellschaft MS "NORDMED" mbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Schifffahrtsgesellschaft MS "NORDMAAS" mbH & Co. KG
Selbe AdresseGüterbeförderung in der Binnenschifffahrt
MindPeak GmbH
Selbe AdresseEntwicklung und Programmierung von künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen
Güterbeförderung in der Binnenschifffahrt
Beteiligungsgesellschaften
Personenbeförderung in der Binnenschifffahrt
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