Stammdaten

Register
Amtsgericht Bonn HRB 21374
Vorher
Blitz F13-sieben-drei GmbHAllied International Coatings (Germany) GmbHE.I.S. Verwaltungs GmbHE.I.S. Holding GmbH
Eingetragen
7.11.2013
Branche
Reparatur und Instandhaltung von zivilen Luft- und RaumfahrzeugenBetrieb von Flughäfen und Landeplätzen für LuftfahrzeugeReparatur und Instandhaltung von militärischen Luft- und Raumfahrzeugen
Gegenstand
der Betrieb von Flugzeugen, Entwicklung, Herstellung sowie Vermarktung von Flugzeugen und Flugzeugkomponenten und -systemen, Wartung, Instandhaltung und Überholung von Flugzeugen und Flugzeugkomponenten und -systemen, Erlangung von und Aufrechterhaltung der Lufttüchtigkeit von Flugzeugen und Flugzeugkomponenten und -systemen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Olaf Brodowski
seit 26.3.2026
Geschäftsführer
Gopal Chaudhuri
seit 7.1.2026
Prokura
Holger Reichert
seit 24.6.2024
Prokura
Tim-Oliver Quetschke
seit 27.10.2022
Prokura
Ines Kersjes
seit 27.10.2022
Prokura
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
QinetiQ Overseas Holdings LimitedGBR
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
QinetiQ Overseas Holdings Limited
United Kingdom
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

QinetiQ GmbH

Euskirchen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2022 bis zum 31.03.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis zum 31. März 2023

I. Geschäftsverlauf

1. Gegenstand des Unternehmens

Die QinetiQ GmbH ist eine 100%-Tochtergesellschaft der QinetiQ Overseas Holdings Limited mit Sitz in Farnborough/ Hampshire/Vereinigtes Königreich. Die Gesellschaft ist ein Anbieter im Bereich von Flugzieldarstellung und technischen Lösungen im Luftfahrbereich.

2. Produkte

Die QinetiQ GmbH ist in einzelne Business Units (Geschäftsbereiche) aufgeteilt und als Profitcenter mit eigener Bereichsleitung organisiert, um in größerer Eigenverantwortung den jeweiligen Geschäftsbereich führen und auf Marktveränderungen reagieren zu können. Die QinetiQ GmbH zeichnet sich vor allem durch die folgenden drei Tätigkeitsfelder und die damit verbundenen Kompetenzen aus:

Airborne Service:

Flugzieldarstellung für Heer, Luftwaffe und Marine, inklusive CAS (Close Air Support) Trainingsflüge für JTAC (Joint Terminal Attack Controller) für deutsche und NATO-Streitkräfte.

Betreiber einer Pilatus PC-9 und PC-12 Flotte mit der Genehmigung, militärische Trainingsmissionen durchzuführen.

Umrüstung und Modifikation von Luftfahrzeugen für Spezialaufgaben wie MedEvac, Transport, ISR (Intelligence, Surveillance and Reconnaissance) sowie als Testplattform für die Integration, den Test und die Qualifizierung von Missionsausrüstungen.

Special-Mission Aircraft Modification (SMAM):

Systemintegrator für Luftfahrzeuge mit hochentwickelten ISR-Fähigkeiten durch die Aircraft Conversion Center der Gesellschaft.

Lizensierter und zugelassener Betrieb für Part 21J (Entwicklung), Part 145 (Wartung), M (CAMO) und SPO (Specialized Operation) gemäß EASA, LBA und Luftfahrtamt der Bundeswehr.

Maintenance, Repair and Overhaul (MRO) & Product Solutions:

MRO und kundenspezifische Engineering-Dienstleistungen für eine breite Palette von Flugzeugen und Missionsausrüstung, wie z. B. Radar, elektrooptische Sensoren und Bedienerkonsolen, als einsatzfertige Produktlösungen.

Autorisiertes Servicecenter für führende OEMs der Luft- und Raumfahrt, darunter: Pilatus Service Center, Pratt & Whitney Maintenance Facility und Honeywell Avionics Service.

Hauptstandort der Gesellschaft ist in 41066 Mönchengladbach, Flughafenstraße 65.

3. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Die deutsche Luft- und Raumfahrtindustrie wuchs 2023 nach den Covid-Jahren wieder und beschäftigt mehr Menschen als je zuvor. 2023 war das erste Jahr, in dem die Branche die Werte von 2019 wieder erreichte bzw. übertraf.

Die Umsätze im Jahr entsprachen mit 46 Milliarden Euro einer deutlichen Steigerung (2022: 39 Milliarden Euro). Die Gesamtzahl der direkt Beschäftigten stieg um 10.000 auf 115.000 (2022: 105.000) (Quelle: Bundesverband der deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie, Branchendaten 2023).

In dieser Zeit hat QinetiQ weiterhin unsere Belegschaft auf einem minimalen Betriebsniveau gehalten, indem wir die Grundversorgung in Übereinstimmung mit den Anweisungen der medizinischen Fachkräfte aufrechterhalten und die Anweisungen der Kunden befolgt haben.

Das Segment der militärischen Luftfahrtindustrie verzeichnete einen weiteren Umsatzzuwachs auf 10,0 Milliarden Euro (2022: 8,4 Milliarden Euro) bei leicht erhöhter Beschäftigung um 5 % auf 24.000 (2022: 23.000). Zugleich bewirkten einige Sondereffekte gegenüber dem Pandemie-Jahr 2022 überproportionale Wachstumszahlen für 2023 - Inflation, Ukraine-Hilfe und das inzwischen aufgezehrte Sondervermögen für die Bundeswehr (Quelle: Bundesverband der deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie, Branchendaten 2023).

Modernisierung und Internationalisierung durch Einbindung neuer Technologien

Gerade was das Themenfeld „neue Technologien“ angeht, ergeben sich weitreichende Potenziale für die Strategieausrichtung der QinetiQ GmbH. Zu diesen Themen gehören: die Ökologisierung des Schlachtfelds (wie konventionelle Fahrzeuge im Laufe des Lebens umweltfreundlicher oder umweltfreundlicher gemacht werden können), das Aufkommen von mehr unbemannten und autonomen Fahrzeugen verschiedener Typen, das Aufkommen von Simulationen und einfachen Augmented-Reality-Anwendungen, die für den Verteidigungs- und Ausbildungssektor ausgeliehen werden könnten, und schließlich das Interesse an gerichteten Energiewaffen.

Neben den verschiedenen neuen Technologien, die für die QinetiQ GmbH eine ganze Reihe neuer Geschäftspotenziale mit sich bringen werden, sieht die Modernisierung der Bundeswehr unter anderem auch die Entwicklung moderner Technologie- und Servicekonzepte in den Bereichen Sicherheit und Ausbildung vor, die der Bundeswehr helfen werden, sich im Hinblick auf Bedrohungen sicher aufzustellen und die Ausbildung effizienter zu gestalten. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass im Geschäftsbereich der QinetiQ GmbH ein sehr vielversprechendes Wachstumspotenzial besteht. Gleichzeitig steht die Bundeswehr aber auch weiterhin vor großen Herausforderungen in den Bereichen Beschaffung und Personal, die auch die Tätigkeitsfelder der QinetiQ GmbH betreffen.

Dies ist auch ein Beispiel für Verzögerungen bei Ausschreibungen, da die Personalsituation der Bundeswehr trotz wachsender Budgets sehr angespannt ist und Projekte aufgrund von Personalmangel und langwierigen Prozessen und Know-how nicht rechtzeitig in Betrieb genommen werden können, was die Innovation in den eigenen Prozessen erstickt.

Vereinfacht gesagt leidet die Bundeswehr daher nach unserer Auffassung weiter weniger unter einem Finanzproblem als vielmehr unter einer eklatanten personellen Unterdeckung. Während dies wie oben beschrieben Verzögerungen mit sich bringt, ergeben sich für Unternehmen der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie dadurch auch zunehmende Möglichkeiten in Form von Dienstleistungen im Auftrag der Bundeswehr. QinetiQ unterstützt die Bundeswehr auch weiterhin mit der Bereitstellung der Leistungen unseres Hauptvertrags für die Darstellung von Bedrohungen aus der Luft, der im nächsten Jahr zur Erneuerung ausgeschrieben wird.

4. Personal

Die Anzahl der Mitarbeiter (ohne Geschäftsführung und ohne Auszubildende) betrug am Bilanzstichtag 31. März 2023 119 und verzeichnete damit im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang um 3 Mitarbeiter.

II. Wirtschaftliche Entwicklung

1. Geschäftsverlauf

Zu den bedeutsamen finanziellen Leistungsindikatoren des Unternehmens gehören die Gesamtleistung, das EBITDA und das Jahresergebnis vor Steuern. Deren Entwicklung wird in den nachfolgenden Passagen dargestellt.

Der Umsatz, Gesamtleistung sowie EBITDA und das Jahresergebnis vor Steuern der Gesellschaft lagen im Geschäftsjahr unter unseren Erwartungen, muss aber unter Berücksichtigung der Coronavirus-Pandemie insgesamt als zufriedenstellend bewertet werden, da die Anzahl der aufgrund der sog. "Shut Downs" weniger erbrachten Flugstundenleistungen durch entsprechende Hygienemaßnahmen begrenzt werden konnte. Wir haben uns deshalb nicht zu sehr auf staatliche Subventionen oder höhere Gewalt verlassen, um die Einflüsse auf unsere Gesellschaft zu mildern. QinetiQ hat eine ausgereifte und partnerschaftliche Sichtweise auf die Fortführung des Betriebs eingenommen und die Kunden bei ihren schwierigen Entscheidungen und Budgetbeschränkungen im gleichen Zeitraum unterstützt.

2. Lage des Unternehmens

a) Vermögenslage

Das Anlagevermögen hat sich gegenüber dem 31. März 2022 in einem ersten Schritt bei Investitionen von TEUR 16.077 im Geschäftsjahr 2023 erhöht. Die Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus dem Zugang von technischen Anlagen und Maschinen sowie von geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau; dies betrifft im Bereich der Sachanlagen zwei Flugzeuge mit spezieller technischer Ausstattung. Eines dieser Projekte wurde aufgrund von deutlich geringeren Wiederherstellungskosten um TEUR 4.270 außerplanmäßig auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Unter Berücksichtigung der planmäßigen Abschreibungen von TEUR 1.949 nahm das Anlagevermögen somit um TEUR 9.756 zu.

Das Vorratsvermögen hat sich bilanziell gegenüber dem 31. März 2022 um TEUR 205 erhöht. Diese Erhöhung resultiert aus einem höheren Bestand an Ersatzteilen und Verbrauchsmaterialien an unseren Standorten.

Der Posten Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände hat sich zum Bilanzstichtag im Vergleich zum 31. März 2022 um TEUR 3.943 erhöht. Dieser Anstieg beruht im Wesentlichen auf einer starken Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 2.409, einer Abgrenzung für noch nicht in Rechnung gestellte Umsätze von TEUR 1.332 und der Reduktion der Wertberichtigung im Vorjahr von TEUR 1.234, denen eine Verminderung der Steuerrückforderungen um TEUR 1.196 entgegensteht.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungen beinhalten wie im Vorjahr im Wesentlichen Mieten für Flugzeuge und Versicherungsvorauszahlungen und belaufen sich auf TEUR 937 (im Vorjahr: TEUR 836).

Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag erhöhte sich aufgrund des Verlustes um TEUR 10.886; die Eigenkapitalquote weist unverändert einen negativen Wert aus. Zum 31. März 2023 weist die Gesellschaft einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von TEUR 25.998 (im Vorjahr: TEUR 15.111) aus, der vor allem auf die planmäßigen und außerplanmäßigen Abschreibungen auf Geschäfts- und Firmenwert in Vorjahren sowie anderer immaterieller Vermögensgegenstände und den Verlust des Berichtsjahres zurückzuführen ist.

Die Rückstellungen sind im Berichtsjahr in Summe gestiegen. Dies resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Kostenabgrenzungen und der sonstigen Rückstellungen aufgrund höherer Personalverpflichtungen, welche teilweise kompensiert durch die Auflösung der Rückstellung für Überholungen wurden.

Die Verbindlichkeiten sind im Berichtsjahr um TEUR 23.146 gestiegen. Die Erhöhung ist im Wesentlichen auf einen Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um insgesamt TEUR 24.038 zurückzuführen. Davon entfallen TEUR 26.563 auf ein weiteres, in mehreren Tranchen gewährtes Darlehen, vermindert durch einen Rückgang von TEUR 2.525 bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet wie im Vorjahr im Wesentlichen im Voraus vereinnahmte Mieten für Flugzeuge und Sondervorauszahlungen. Die Verminderung im Berichtsjahr ist auf die Fakturierung im Laufe des Jahres zurückzuführen.

b) Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2023 erwirtschaftete die Gesellschaft eine Gesamtleistung (Umsatzerlöse plus Bestandsveränderungen) von TEUR 22.919 (im Vorjahr: TEUR 20.102). Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich von TEUR 164 im Vorjahr auf TEUR 1.105 im Berichtsjahr, hauptsächlich durch die Verminderung der Einzelwertberichtigung auf Forderungen um TEUR 581 und die Auflösung von Rückstellungen um TEUR 205. Der Materialaufwand betrug im Berichtsjahr TEUR 8.435 (im Vorjahr: TEUR 7.748). Die Materialaufwandsquote beträgt damit 36,8% und liegt 1,7 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert von 38,5%, was auf den im Vergleich zum Vorjahr veränderten Projektmix zurückzuführen ist. Der Personalaufwand betrug im Berichtsjahr TEUR 9.982 (im Vorjahr: TEUR 9.705). Die Personalaufwandsquote sank im Wesentlichen aufgrund der Erhöhung des Umsatzes bei nahezu unverändertem Personal auf 43,6% (im Vorjahr 48,3%), während die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gegenüber dem Vorjahresniveau um TEUR 298 stiegen. Beide Aufwandsarten sind saisonunabhängig. Das EBITDA verbesserte sich infolge der zuvor beschriebenen Effekte im Geschäftsjahr auf TEUR -96 (im Vorjahr: TEUR -2.589). Das Jahresergebnis vor Steuern sank jedoch infolge der zuvor beschriebenen außerplanmäßigen Abschreibung auf Anlagen im Bau sowie aufgrund der gestiegenen Finanzierungskosten auf TEUR -9.653 (im Vorjahr: TEUR -5.508).

c) Liquiditätslage

Im Geschäftsjahr 2023 erzielte die Gesellschaft einen operativen Cashflow von TEUR -12.134. Ursächlich hierfür waren im Berichtsjahr im Wesentlichen der Jahresverlust und die Erhöhung der Forderungen und der sonstigen Vermögensgegenstände.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit belief sich für das Geschäftsjahr 2023 auf TEUR -16.077, was auf Neuanschaffungen und Ersatzinvestitionen in Software (TEUR -34), technische Anlagen und Maschinen (TEUR -8.818) Betriebs- und Geschäftsausstattung (TEUR -49) sowie geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau bei Sachanlagen (TEUR -7176) zurückzuführen ist.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beläuft sich im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 26.563, welcher sich aus der Zuführung zum Darlehen von der Gesellschafterin in gleicher Höhe zusammensetzt.

Bezüglich der Patronatserklärung der QinetiQ Overseas Holdings Limited, Farnborough/Hampshire/Vereinigtes Königreich, verweisen wir auf den nachfolgenden Abschnitt.

III. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht

1. Risiko - und Chancenbericht

Aus derzeitiger Sicht lassen sich folgende wesentlichen Risiken, denen die Gesellschaft ausgesetzt ist, erkennen. Die nachfolgend dargestellten Risiken werden entsprechend einem absteigenden Grad (etwaiger negativer) finanzieller Auswirkungen aufgeführt.

Bei den im Folgenden genannten Risiken wird von einer erhöhten Eintrittswahrscheinlichkeit bei jeweils moderater Schadenshöhe ausgegangen.

a) Entwicklungsbeeinträchtigendes Risiko

Zum 31. März 2023 weist die Gesellschaft einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von TEUR 25.998 aus, der vor allem auf die planmäßigen und außerplanmäßigen Abschreibungen auf den Geschäfts- und Firmenwert sowie anderer immaterieller Vermögensgegenstände in Vorjahren sowie den Jahresfehlbetrag des Berichtsjahres zurückzuführen ist. Aufgrund erwarteter operativer Verluste in den Folgejahren wird der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag voraussichtlich weiter ansteigen. Zusätzlich wurde ein langjähriger Großauftrag der Gesellschaft neu ausgeschrieben. Die Gesellschaft hat diesen Auftrag im September 2024 gewonnen. Im Falle eines Auftragsverlusts könnte sie notwendige Maßnahmen jedoch nicht aus eigenen Mitteln finanzieren. Aus diesem Grund hat die QinetiQ Overseas Holdings Limited, das direkte Mutterunternehmen der QinetiQ GmbH eine bis zum 1. Januar 2026 befristete, ungekündigte Patronatserklärung ausgestellt, in der sie sich verpflichtet:

keine Rückzahlung von Beträgen anzustreben, die dem Unternehmen von der Muttergesellschaft und/oder anderen Konzernunternehmen zur Verfügung gestellt wurden, es sei denn, das Unternehmen hat eine angemessene alternative Finanzierung sichergestellt; und

weitere Zahlungen an das Unternehmen zu leisten, wenn das Unternehmen sie benötigt.

Mit Datum 14. Januar 2025 wurde diese Patronatserklärung bis zum 1. Januar 2028 verlängert.

Aufgrund der Bonität des Patrons geht die Gesellschaft davon aus, dass ihre Zahlungsfähigkeit und damit Going Concern nachhaltig sichergestellt sind. Zur Verbesserung der Bilanzstruktur wurde mit Gesellschafterbeschluss vom 17. Februar 2025 die Kapitalrücklage der Gesellschaft um TEUR 26.191 erhöht.

b) Weitere Risiken

Der größte Auftraggeber der Gesellschaft ist die Bundeswehr. In Zukunft werden die europäischen Märkte und die dortigen Kunden immer mehr an Bedeutung gewinnen. Hieraus ergeben sich Chancen und Risiken. Unsere kundenorientierten Aktivitäten werden zurzeit weiter ausgebaut, um das Geschäft auf eine breite Basis zu stellen.

Die QinetiQ GmbH ist im Wesentlichen abhängig vom Großkunden Bundeswehr. Ein Verlust des Großkunden kann erhebliche negative Auswirkungen auf den Umsatz und die Rentabilität der Gesellschaft haben. Die QinetiQ GmbH hat in der Vergangenheit erhebliche Zeit und Ressourcen in den Aufbau einer starken Beziehung zu dem Großkunden investiert, um Vertrauen aufzubauen und zu gewährleisten, dass sie die Bedürfnisse des Kunden versteht und erfüllen kann. Die Vertreter der Gesellschaft sind zuversichtlich, auch in Zukunft bei der Vergabe von Aufträgen zum Zuge zu kommen. Insbesondere hinsichtlich von anstehenden Großaufträgen setzt die QinetiQ GmbH auf eine sorgfältige Planung und Koordination bei der Angebotserstellung mit den bzw. unter Rückgriff auf entsprechende konzerninterne Ressourcen der QinetiQ-Gruppe.

Im Jahr 2023 wurde ein Großauftrag für einen Zeitraum von 10 Jahren neu ausgeschrieben, um den sich die QinetiQ GmbH bewarb und aufgrund der langjährigen, erfolgreichen Zusammenarbeit gute Erfolgschancen sah. Sofern dieser Auftrag nicht gewonnen worden wäre, wären deutliche Kapazitätsanpassungen unvermeidbar gewesen, falls es der Gesellschaft nicht gelingen sollte, die Auslastung durch die Gewinnung anderer Aufträge in ähnlicher Größenordnung sicherzustellen. Da die Gesellschaft 2024 diesen Auftrag gewonnen hat, ist die Auslastung der QinetiQ GmbH langfristig gesichert.

Ein weiteres Risiko der Gesellschaft ist die Abhängigkeit vom Konzern hinsichtlich Zentralfunktionen, Finanzierung und Bereitstellung von Technologie.

Sowohl der Ukraine-Russland-Konflikt als auch die durch die Covid-19-Pandemie bedingte, aufgestaute Konsumnachfrage führen in Kombination mit Verzögerungen in den wichtigsten internationalen Lieferketten und Transportwegen zu einem deutlichen Preisanstieg im Bereich Energie sowie bei vielen Rohstoffen und industriellen Vorprodukten. Die QinetiQ GmbH ist bestrebt, etwaige Preiserhöhungen bestmöglich abzufedern, es konnte jedoch nicht verhindert werden, dass sich diese Preiserhöhungen negativ auf die wirtschaftliche Entwicklung der QinetiQ GmbH auswirken.

Sollte die geopolitische Lage in Osteuropa weiterhin angespannt bleiben oder sich weiter verschlechtern, wird dies zu einem zu einem deutlichen Preisanstieg im Bereich Energie sowie bei vielen Rohstoffen und industriellen Vorprodukten führen, und eine nachhaltige Störung in Lieferketten und Nachfrage verursachen, ebenso wie das weitere Auftreten von Pandemien (neue COVID-Stämme).

Die Gesellschaft ist bestrebt, die Sicherheit der IT-Infrastruktur weiterzuentwickeln. Dies beinhaltet die Etablierung von Abwehrmaßnahmen für Cyber-Risiken inklusive der effizienten Aufdeckung und Behandlung allfälliger Attacken. Für die Aufrechterhaltung der Business Continuity sind verschiedene Maßnahmen etabliert.

Informationstechnologien bilden die Basis nahezu aller Geschäfts- und Kommunikationsprozesse der Gesellschaft. Auf Ausfälle oder Störungen von IT-Systemen können weitreichende Beeinträchtigungen in allen Wertschöpfungsstufen der Gesellschaft folgen, die wesentliche Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung haben können (IT-Risiken).

Hinzu kommen mögliche Risiken aus dem Verlust von Daten oder der Entwendung von Geschäftsgeheimnissen. Der reibungslosen Zurverfügungstellung von IT-Anwendungen und IT-Services wird bei der Gesellschaft eine hohe Bedeutung beigemessen. Um dies zu gewährleisten, sind entsprechende Prozesse und Organisationsstrukturen etabliert. Für den Fall von wesentlichen Störungen oder Datenverlusten existieren Notfallpläne.

Eine wichtige Basis für den langfristigen Erfolg sind kompetente und engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sollten wir zukünftig nicht in der Lage sein, geeignete Fach- und Führungskräfte zu rekrutieren und zu halten, bestehen Risiken für die erfolgreiche Umsetzung unserer Strategie (Personalrisiken).

Bei unseren Kunden ist eine Tendenz vorhanden, mehr und mehr Risiken hinsichtlich Produktentwicklung sowie Investitions- und Finanzierungskosten auf die Zulieferer zu verlagern. Wir wägen die Risiken genau ab und nehmen daher Aufträge in Abhängigkeit von unserer bestehenden Kapazität und vom geplanten Investitionsvolumen an.

Bonitäts- oder auch Liquiditätsrisiken können wir aufgrund des ausreichenden Bestands an liquiden Mitteln sowie Zugang zur Konzernfinanzierung über die QinetiQ Overseas Holdings Limited und bestehender Kreditlinien nicht erkennen. Risikobehaftete Finanzinstrumente werden nicht eingesetzt.

Mit unseren Lieferanten pflegen wir eine enge und partnerschaftliche Beziehung, die wir zum Teil durch gemeinsame Entwicklungen festigen. Um möglichen Engpässen oder Ausfällen zu begegnen, beobachten wir ergänzend den Beschaffungsmarkt.

Als weitere, weniger bedeutsame Risiken im Hinblick auf Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe sind zu nennen:

Da Fremdwährungstransaktionen nur in begrenztem Umfang stattfinden, sind keine wesentlichen Wechselkursrisiken vorhanden. Insofern wird bei Transaktionen in ausländischer Währung möglichst versucht, Ein- und Verkäufe gleichlautend in ausländischer Währung abzuschließen, um auf diese Weise Währungsrisiken auszuschließen. Ferner werden bei Bedarf Währungssicherungsgeschäfte mit der Konzernmutter abgeschlossen.

Insgesamt sind nach Einschätzung der Geschäftsführung die finanziellen Auswirkungen der Risiken bzw. die Gesamtrisikolage überschaubar. Bestandsgefährdende Risiken sind derzeit nicht erkennbar.

c) Chancen

Mit der Zugehörigkeit zu QinetiQ Group plc. eröffnen sich auch neue Chancen, die durch die Annahme von großvolumigen Aufträgen auch zu einer erheblichen Umsatzsteigerung führen könnten.

Aufgrund unserer Flexibilität im Konzernverbund ist die QinetiQ GmbH in der Lage, Kunden maßgeschneiderte Produkte anzubieten, die den Vorstellungen der Kunden entsprechen.

Für die kommenden Jahre sehen wir insbesondere Chancen im Erhalt von Großprojekten und langjährigen Serviceverträgen, die zu einem signifikanten Auftragseingang führen könnten.

Chancen für die Branche bietet zudem die allgemeine politische Lage, wie unter Abschnitt I.3. des Lageberichts dargestellt. Diese wird tendenziell zu einer Aufrüstung und einem höheren Bedarf an von QinetiQ erbrachten Dienstleistungen führen.

2. Prognosebericht

a) Ausblick

Die aktuelle Lage und Entwicklung des Kriegs in der Ukraine sowie die internationalen Sanktionen und Maßnahmen beobachten wir genau, um etwaige Auswirkungen auf unser Geschäft und unsere Kunden/ Lieferketten/ Finanzierung/ IT Sicherheit frühzeitig zu identifizieren und entsprechend zu handeln. Obwohl die QinetiQ GmbH keine Verbindungen nach Russland oder in die Ukraine hat, könnten steigende Energie- und Rohstoffpreise, Engpässe in den globalen Lieferketten und eine Störung der Nachfrage dazu führen, dass aufgrund gestiegener Material- oder Energiekosten das Ergebnis der Gesellschaft (EBITDA und das Jahresergebnis vor Steuern) niedriger ausfallen könnte als geplant.

Wir sehen einen Aufschwung in den späteren Jahren beim Auftragseingang, der im laufenden Geschäftsjahr (2025/26) im Umsatz realisiert wird.

Um den Veränderungen bei unseren Kunden erfolgreich zu begegnen, werden unsere Prozesse fortlaufend analysiert, um rechtzeitig auf veränderte Marktanforderungen reagieren zu können. Durch diese Maßnahmen wird sichergestellt, dass die QinetiQ GmbH auch zukünftig marktgerecht und stabil der kompetente Partner und Auftragnehmer der Bundeswehr und NATO-Organisationen in Sachen Entwicklung und Bereitstellung sein wird.

b) Erwartete Ertragslage

Nach diesem Berichtsjahr 2022/23 mit einem Umsatz von TEUR 22.919, EBITDA von TEUR -96 und Ergebnis vor Steuern von TEUR -9.653 erzielten wir in Berichtsjahr 2023/24 (alle Zahlen vorläufig) einen Umsatz von TEUR 30.812, EBITDA TEUR 6.150 und Ergebnis vor Steuern TEUR -2.024. Im Berichtsjahr 2024/25 erzielten wir (alle Zahlen vorläufig) einen Umsatz von TEUR 36.672, EBITDA TEUR 6.624 und Ergebnis vor Steuern TEUR -1.448. Wir gehen aufgrund des gewonnenen Großauftrags von einem kontinuierlichen Umsatzwachstum ab dem Geschäftsjahr 2024/25 aus. Dieses wird zu einem kontinuierlichen, moderaten Anstieg der Gesamtleistung führen sowie die Leistungsindikatoren EBITDA und Jahresergebnis vor Steuern in den Geschäftsjahren 2025/26 und 2026/27 nachhaltig deutlich verbessern.

Nach Verzögerungen bei der Neuverhandlung eines Großvertrags, wobei wir in den Jahren 2021/22 und 2022/23 nur Verlängerungen des alten Vertrags erzielen konnten, gewannen wir im Jahr 2023/24 und vor allem im Jahr 2024/25 neue Verträge, die den Erfolg der QinetiQ GmbH langfristig gewährleisten.

IV. Sonstige Angaben

1. Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Die Gesellschaft steuert ihr Geschäft ausschließlich anhand von finanziellen Leistungsindikatoren. Daher ist über nicht-finanzielle Leistungsindikatoren nicht zu berichten.

2. Bestehende Zweigniederlassungen

Die Gesellschaft unterhält Zweigniederlassungen in Kiel und Emden.

 

Mönchengladbach, den 20. November 2025

QinetiQ GmbH

Ben Duncan Edward Mason, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. März 2023

Aktiva

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31.03.2023
31.03.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 4.360.289,16 4.894.243,13
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 56.950,65
4.360.289,16 4.951.193,78
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 16.366.094,00 7.586.227,00
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 630.178,00 752.398,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 17.013.074,97 15.324.092,33
34.009.346,97 23.662.717,33
38.369.636,13 28.613.911,11
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 588.591,21 383.336,88
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.041.179,40 3.066.455,34
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 230,00 12.374,38
3. Sonstige Vermögensgegenstände 860.186,05 1.879.028,10
8.901.595,45 4.957.857,82
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 104.232,19 1.751.873,09
9.594.418,85 7.093.067,79
C. Rechnungsabgrenzungsposten 936.613,33 836.315,24
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 25.997.651,50 15.111.426,13
74.898.319,81 51.654.720,27

Passiva

31.03.2023
31.03.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 60.983.736,01 60.983.736,01
III. Verlustvortrag -76.120.162,14 -71.088.597,85
IV. Jahresfehlbetrag -10.886.225,37 -5.031.564,29
V. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 25.997.651,50 15.111.426,13
0,00 0,00
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 2.489.132,48 2.227.251,62
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 443.074,11 1.165.107,06
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 71.291.154,76 47.253.058,81
3. Sonstige Verbindlichkeiten 666.588,06 836.530,08
72.400.816,93 49.254.695,95
D. Rechnungsabgrenzungsposten 8.370,40 172.772,70
74.898.319,81 51.654.720,27

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. April 2022 bis 31. März 2023

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01.04.2022 -31.03.2023
01.04.2021 -31.03.2022
1. Umsatzerlöse 22.918.835,58 21.152.768,36
2. Verminderung des Bestands an unfertigen Erzeugnissen 0,00 -1.049.990,24
3. Sonstige betriebliche Erträge 1.104.519,67 164.342,04
- davon aus der Währungsumrechnung EUR 56.766,76 (Vorjahr: EUR 51.972,52)
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe -5.197.832,43 -3.926.880,65
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -3.237.597,39 -3.821.431,27
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -8.594.577,90 -8.145.484,83
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.387.910,75 -1.559.511,02
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -6.218.386,73 -1.609.624,76
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -5.701.069,94 -5.402.762,85
- davon aus der Währungsumrechnung EUR 141.701,92 (Vorjahr: EUR 179.260,42)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -3.338.674,73 -1.309.918,52
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.209.217,55 416.733,96
10. Ergebnis nach Steuern -10.861.912,17 -5.091.759,78
11. Sonstige Steuern -24.313,20 60.195,49
12. Jahresfehlbetrag -10.886.225,37 -5.031.564,29

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis zum 31. März 2023

A. Allgemeine Angaben

Die QinetiQ GmbH, mit Sitz in Euskirchen und Geschäftsanschrift Flughafenstraße 65, 41066 Mönchengladbach, ist unter der Nummer HRB 21374 im Handelsregister B des Amtsgerichts Bonn eingetragen.

Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

Der Jahresabschluss ist nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB angewandt.

Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch.

Aus Gründen der Übersichtlichkeit ist der Anhang in Tausend Euro (TEUR) aufgestellt.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt.

Der Bilanzstichtag der Gesellschaft ist jeweils der 31. März.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierung erfolgt unter dem Grundsatz der Unternehmensfortführung. Zum 31. März 2023 weist die Gesellschaft einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von TEUR 25.998 (im Vorjahr: TEUR 15.111) aus, der vor allem auf die außerplanmäßigen Abschreibungen auf Geschäfts- und Firmenwert sowie anderer immaterieller Vermögensgegenstände in Vorjahren und den Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres zurückzuführen ist. Aufgrund eventueller operativer Verluste in den Folgejahren wird der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag voraussichtlich weiter ansteigen.

Zur Finanzierung erwarteter zukünftiger Verluste hat die QinetiQ Overseas Holdings Limited, Farnborough/Vereinigtes Königreich, das direkte Mutterunternehmen der QinetiQ GmbH, eine vorerst bis zum 1. Januar 2026 befristete, ungekündigte Patronatserklärung ausgestellt, in der sie sich verpflichtet

keine Rückzahlung von Beträgen anzustreben, die dem Unternehmen von der Muttergesellschaft und/oder anderen Konzernunternehmen zur Verfügung gestellt wurden, es sei denn, das Unternehmen hat eine angemessene alternative Finanzierung sichergestellt; und

weitere Zahlungen an das Unternehmen zu leisten, wenn das Unternehmen sie benötigt.

Diese Patronatserklärung wurde am 14. Januar 2025 bis zum 1. Januar 2028 verlängert.

Insofern geht die Gesellschaft davon aus, dass ihre Zahlungsfähigkeit und damit Going Concern sichergestellt sind.

Es sind unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bis acht Jahren (entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten) vorgenommen. Der Auftragsbestand sowie der Geschäfts- oder Firmenwert, welche aus der Aufdeckung von stillen Reserven auf immaterielle Vermögensgegenstände im Rahmen der Umwandlung zum 31. Oktober 2017 resultieren und mittels des Weighted Average Return on Assets (WARA)-Ansatzes bewertet wurden, werden basierend auf dem zugrundeliegenden Geschäftsmodell über 38 Monate (Auftragsbestand) und 60 Monate (Geschäfts- oder Firmenwert) abgeschrieben. Sie wurden in Vorjahren in voller Höhe abgeschrieben.

Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlicher dauernder Wertminderung vorgenommen.

Das Sachanlagevermögen ist mit den steuerlich aktivierungspflichtigen Anschaffungs-/Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen grundsätzlich nach der linearen Methode über Nutzungsdauern von zwei bis 19 Jahren. Dabei werden technische Anlagen und Maschinen zwischen drei und 19 Jahren sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen drei und 18 Jahren abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen, soweit die beizulegenden Werte einzelner Sachanlagen ihren Buchwert unterschreiten. Die Regelung der Sofortabschreibung von abnutzbaren beweglichen Anlagegütern mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 entsprechend § 6 Abs. 2 EStG wird angewandt.

Die Bewertung der Roh, Hilfs und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten, einschließlich Anschaffungsnebenkosten, oder niedrigeren Zeitwerten, wobei für Lager und Verwertungsrisiken Abschläge in angemessenem Umfang vorgenommen wurden. Gleichartige Vermögensgegenstände werden zu einer Gruppe zusammengefasst und mit dem gewogenen Durchschnittswert nach § 240 Abs. 4 HGB angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit den notwendigen Erfüllungsbeträgen angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB in Verbindung mit § 253 Abs. 2 Satz 4 HGB mit fristadäquaten Zinssätzen abgezinst, die von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben worden sind. Die Abzinsung der einzelnen Rückstellungen erfolgt unter Berücksichtigung der Restlaufzeit der jeweiligen Rückstellung zum Bilanzstichtag.

Rückstellungen für Jubiläumsleistungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Jubiläumsleistungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank im Monat März 2023 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 1,50%. Bei der Ermittlung der Rückstellungen Jubiläumsleistungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,9% zugrunde gelegt sowie eine alters- und geschlechtsspezifische durchschnittliche Fluktuation von 5,0% p.a. unterstellt.

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert.

Die Zugangsbewertung der Forderungen und Verbindlichkeiten erfolgt zum jeweils tagesaktuellen Devisenkassamittelkurs. Bei Wechselkursänderungen bis zum Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung grundsätzlich zum Wechselkurs des Bilanzstichtags unter Beachtung des Niederstwertprinzips auf der Aktiv- und des Höchstwertprinzips auf der Passivseite. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Insofern sind im vorliegenden Jahresabschluss unrealisierte Gewinne aus der Währungsumrechnung enthalten. Bei einer Restlaufzeit über einem Jahr erfolgt die Umrechnung mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Entstehens.

Als Rechnungsabgrenzungsposten auf der Passivseite werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen.

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in den späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

C. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn und Verlustrechnung

I. Bilanz

1. Anlagevermögen

Die in der Anlage gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs.

Aufgrund der aktuellen und absehbaren wirtschaftlichen Entwicklung der Gesellschaft wurde der Geschäfts- und Firmenwert sowie weitere immaterielle Vermögensgegenstände wegen voraussichtlich dauernder Wertminderung in Vorjahren in voller Höhe außerplanmäßig abgeschrieben. Die planmäßigen Abschreibungen für diese Vermögensgegenstände betrugen in Vorjahren TEUR 15.313, die außerplanmäßigen weitere TEUR 36.243.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde eine im Bau befindliche Anlage außerplanmäßig auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben, weil die Wiederherstellungskosten nach erneuter Analyse deutlich unter den bislang aktivierten Herstellungskosten liegen. Der Betrag der außerplanmäßigen Abschreibungen beläuft sich auf TEUR 4.270; es handelt sich hier um einen Betrag von außergewöhnlicher Größenordnung i.S.d. § 285 Nr. 31 HGB.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

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31.03.2023
TEUR
31.03.2022
TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.041 3.067
Forderungen gegen verbundene Unternehmen - 12
Sonstige Vermögensgegenstände 860 1.879
8.901 4.958

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betrafen im Vorjahr vollständig Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände bestehen im Wesentlichen aus debitorischen Kreditoren, Forderungen aus Gewerbesteuer- und Körperschaftsteuerüberzahlungen und Kautionen. Im Geschäftsjahr bestehen sie auch aus Umsatzsteuerforderungen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben bis auf die Kautionen in Höhe von TEUR 60 (im Vorjahr: TEUR 60) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

3. Aktive Rechnungsabgrenzung

Die Rechnungsabgrenzung dient der periodengerechten Gewinnermittlung. Die aktiven Rechnungsabgrenzungen haben Forderungscharakter und betreffen Abgrenzungen, welche sich über den Bilanzstichtag hinaus erstrecken, und beinhalten im Wesentlichen vorausbezahlte Mieten für Flugzeuge und Sondervorauszahlungen.

4. Eigenkapital

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31.03.2023
TEUR
31.03.2022
TEUR
Gezeichnetes Kapital 25 25
Kapitalrücklage 60.984 60.984
Verlustvortrag - 76.120 - 71.089
Jahresfehlbetrag - 10.886 - 5.031
- 25.998 - 15.111

Die Kapitalrücklage resultiert aus Zuzahlungen der Gesellschafter nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB.

5. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen gliedern sich wie folgt:

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31.03.2023
TEUR
31.03.2022
TEUR
Kostenabgrenzungen Cut-Off 672 -
Rückstellungen Jahressonderzahlungen 493 381
Rückstellungen für Urlaub 280 332
Rückstellung Prüfungskosten 179 124
Rückstellung Jahresarbeitszeitkonten 149 144
Rückstellungen für Personalkosten 141 -
Jubiläumsrückstellungen 95 81
Rückstellungen Berufsgenossenschaft 73 189
Rückstellungen Überholungen PC9 - 684
Sonstige Rückstellungen 407 292
2.489 2.227

Nach der Betriebsvereinbarung zu Jubiläumsverpflichtungen der QinetiQ GmbH steht Mitarbeitern ab einer Betriebszugehörigkeit von fünf Jahren eine Zuwendung in Geldwert zu. Die Betriebsvereinbarung zur vertraglichen Regelung der Jubiläumszuwendungen trat am 1. Januar 2016 in Kraft. Die Jubiläumsrückstellungen in Höhe von TEUR 95 (im Vorjahr: TEUR 81) wurden gemäß dem Gutachten der MERCER Deutschland GmbH erfasst.

6. Verbindlichkeiten

Die Zusammensetzung der Verbindlichkeiten sowie deren Restlaufzeiten ergibt sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel.

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31.03.2023
Restlaufzeit bis 1 Jahr
TEUR
Restlaufzeit 1 - 5 Jahre
TEUR
Restlaufzeit über 5 Jahre
TEUR
Gesamt
TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 443 0 0 443
(Vorjahr) 1.165 0 0 1.165
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.367 69.924 0 71.291
(Vorjahr) 3.891 43.362 0 47.253
(Vorjahr) 836 0 0 836
2.477 69.924 0 72.401
(Vorjahr) 5.892 43.362 0 49.254

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren mit TEUR 69.924 (im Vorjahr: TEUR 43.362) aus der Finanzierungstätigkeit und im Übrigen aus Lieferungen und Leistungen. Sie bestehen vollständig aus Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter.

7. Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

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31.03.2023
TEUR
31.03.2022
TEUR
Verbindlichkeiten aus Steuern 159 255
Kreditorische Debitoren 346 525
Übrige sonstige Verbindlichkeiten 162 56
667 836

8. Passive Rechnungsabgrenzung

Die Rechnungsabgrenzung dient der periodengerechten Gewinnermittlung. Die passiven Rechnungsabgrenzungen haben Verbindlichkeitscharakter und betreffen Mieten für Flugzeuge, welche sich über den Bilanzstichtag hinaus erstrecken.

9. Latente Steuern

Latente Steuern werden insbesondere für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen des Auftragsbestands, der Bewertungskorrekturen sowie sonstiger Rückstellungen ermittelt. Soweit latente Körperschafts- und Gewerbesteuerverpflichtungen bestehen, werden diese grundsätzlich passiviert bzw. aktiviert.

Zum 31. März 2023 besteht ein Aktivüberhang; die Gesellschaft macht vom Wahlrecht zur Aktivierung der aktiven latenten Steuern keinen Gebrauch.

10. Sicherheiten

Die im Verbindlichkeitenspiegel ausgewiesenen Verbindlichkeiten sind wie folgt besichert:

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen. Die übrigen Verbindlichkeiten sind nicht besichert.

II. Gewinn und Verlustrechnung

1. Sonstige betriebliche Erträge

Es handelt sich bei den sonstigen betrieblichen Erträgen im Wesentlichen um Erträge aus Währungsumrechnungen, der Auflösung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen auf Forderungen und Kfz-Sachbezüge. Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 10 (im Vorjahr: TEUR 0) ausgewiesen.

2. Personalaufwand

Aufwendungen für Altersversorgung wurden in Höhe von TEUR 21 (im Vorjahr: TEUR 26) geleistet.

3. Abschreibungen

Wir verweisen auf unsere Ausführungen zum Anlagevermögen.

4. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich im Wesentlichen aus Rechts- und Beratungskosten in Höhe von TEUR 686 (im Vorjahr: TEUR 1.364), Aufwendungen für EDV-Kosten in Höhe von TEUR 433 (im Vorjahr: TEUR 411), Versicherungsbeiträgen in Höhe von TEUR 1.033 (im Vorjahr: TEUR 737), Reisekosten in Höhe von TEUR 531 (im Vorjahr: TEUR 522), Miet- und Leasingaufwendungen in Höhe von TEUR 606 (im Vorjahr: TEUR 548), Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens in Höhe von TEUR 38 (im Vorjahr: TEUR 0), Wertberichtigung auf Forderungen in Höhe von TEUR 16 (im Vorjahr: TEUR 0), Leiharbeiter in Höhe von TEUR 190 (im Vorjahr: TEUR 285), Verwaltungskosten in Höhe von TEUR 789 (im Vorjahr: TEUR 462) sowie Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 142 (im Vorjahr: TEUR 111) zusammen. Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 16 (im Vorjahr: TEUR 68) ausgewiesen.

5. Finanzergebnis

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten Zinsaufwendungen an den Gesellschafter in Höhe von TEUR 3.031 (im Vorjahr: TEUR 1.310).

6. Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten einen periodenfremden Steueraufwand von TEUR 1.209 (im Vorjahr: Steuerertrag von TEUR 417).

D. Sonstige Angaben

1. Personal

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 121 (im Vorjahr: 120) Angestellte.

Geschäftsführer und Auszubildende sind hier nicht berücksichtigt.

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen für das Geschäftsjahr 2023/2024 in Höhe von rund TEUR 254 aus Mietverträgen und TEUR 69 aus Leasingverträgen. Für die Geschäftsjahre 2024/2025 bis 2027/2028 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 420 aus Mietverträgen sowie TEUR 103 aus Leasingverträgen. Die Leasingaufwendungen werden im Wesentlichen für Kraftfahrzeuge anfallen. Dabei wurden solche Verträge, die jährlich kündbar sind, nur mit der Mindestvertragslaufzeit berücksichtigt, da die Gesellschaft jederzeit in der Lage ist, sich zukünftigen Verpflichtungen durch Kündigung zu entziehen.

Der Vorteil dieser außerbilanziellen Geschäfte in Form von Leasingverträgen liegt in der geringeren Kapitalbindung und dem Wegfall eines möglichen Verwertungsrisikos im Vergleich zum Erwerb dieser Vermögensgegenstände. Risiken könnten sich dagegen aus den mittelfristigen Vertragslaufzeiten ergeben, sofern diese Gegenstände künftig nicht mehr genutzt werden könnten, wofür es derzeit keine Anhaltspunkte gibt.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus den Miet- und Leasingverträgen setzen sich wie folgt zusammen:

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1 Jahr
TEUR
1-5 Jahre
TEUR
Gesamt
TEUR
Mietverträge gesamt 254 420 674
Leasingverträge gesamt 69 103 172
Summe 323 523 846

3. Organe der Gesellschaft

Geschäftsführer ist aktuell:

Ben Duncan Edward Mason, Managing Director, Barrister, Verwood/ Vereinigtes Königreich, vom 4. Juni 2024.

Ehemalige Geschäftsführer:

Holger Reichert, Chief Executive Officer, Dipl.-Ingenieur, Offenburg,

vom 2. November 2023 bis 3. Juni 2024;

Graham Ollis, Chief Executive Officer, Engineer, Berkshire/ Vereinigtes Königreich,

vom 1. August 2022 bis 24. Juni 2024;

Volker Wallrodt, Chief Executive Officer, Dipl.-Ingenieur, Mainz,

vom 1. März 2020 bis 1. August 2022;

Auf die Angabe nach § 285 Nr. 9 a) HGB wird unter Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

4. Vorschlag über die Ergebnisverwendung

Der Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2022/23 in Höhe von TEUR 10.886 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

5. Konzernzugehörigkeit

Die unmittelbare Muttergesellschaft der Gesellschaft ist QinetiQ Overseas Holdings Limited, Farnborough/Hampshire/Vereinigtes Königreich. Die Gesellschaft ist im Konzernabschluss der obersten Muttergesellschaft, QinetiQ Group plc, Farnborough/Hampshire/Vereinigtes Königreich, die für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen den Konzernabschluss aufstellt, einbezogen. Der Konzernabschluss ist vom Company Secretary, QinetiQ Group plc, Cody Technology Park, Ively Road, Farnborough, Vereinigtes Königreich, GU14 0LX erhältlich.

6. Sonstige Angaben

Die Gesellschaft haftet aufgrund des am 12. Juni 2018 in das Handelsregister eingetragenen Abspaltungsvorgangs gemäß § 133 UmwG gesamtschuldnerisch für die Verbindlichkeiten des übertragenden Rechtsträgers, die vor dem Wirksamwerden der Spaltung begründet worden sind. Derzeit liegen keine Hinweise auf eine mögliche Inanspruchnahme vor.

7. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhält die Gesellschaft Geschäftsbeziehungen zu zahlreichen Unternehmen, darunter auch verbundene Unternehmen, die als nahestehende Unternehmen gelten.

Die Gesellschaft unterhält Beziehungen zu verbundenen Unternehmen in den Bereichen:

Kauf / Verkauf von Vermögensgegenständen

Bezug / Erbringung von Dienstleistungen

Kostenweiterbelastungen

Zusammenfassung der wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen nach Geschäftsarten im Bereich Einkauf:

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Darlehen
TEUR
Dienstleistungen
TEUR
Zinsaufwand
TEUR
Gesellschafter 69.924 1.367 3.031

Zusammenfassung der wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen nach Geschäftsarten im Bereich Verkauf:

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Forderungen
TEUR
Dienstleistungen
TEUR
Weiterbelastungen
TEUR
Gesellschafter - - 42

E. Nachtragsbericht

Der Einmarsch der russischen Streitkräfte in die souveräne Ukraine am 24. Februar 2022 sowie die daraufhin verhängten internationalen Sanktionen stellen ein einschneidendes Ereignis dar, das deutliche Spuren in der Weltwirtschaft hinterlassen hat.

In der Realwirtschaft ergaben sich daraus erhebliche Risiken, beispielsweise im Hinblick auf Absatzmärkte, bestehende Lieferketten, insbesondere im Hinblick auf Rohstoff- und Energiebedarfe oder durch Cyberangriffe.

Obwohl die QinetiQ GmbH keine Verbindungen zu diesen Ländern hat, wirken sich steigende Energie- und Rohstoffpreise, Engpässe in den globalen Lieferketten und eine Störung der Nachfrage negativ auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung des Unternehmens aus.

Insgesamt sehen die gesetzlichen Vertreter keine solche wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Umständen, die Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft aufkommen lassen könnten, ihre Geschäftstätigkeit fortzusetzen, und dass die Gesellschaft möglicherweise nicht in der Lage sein könnte, ihr Vermögen zu verwerten und ihre Schulden im normalen Geschäftsgang zu begleichen.

Anfang 2023 schloss das Unternehmen mit der Parc Asset GmbH KG und Co. KG einen Kaufvertrag über den Erwerb von neun PC9B-Flugzeugen ab, die zuvor an das Unternehmen verleast wurden. Das Unternehmen hatte bereits im Vorfeld diese Flugzeuge für einen Großteil ihrer Betriebsdauer geleast. Der Kauf bot Sicherheit und Kontrolle über die Flugzeuge, was eine stärkere Position bei der Darstellung von Bedrohungen aus der Luft bei langsamer Geschwindigkeit ermöglicht. Zudem bot er die Möglichkeit, sie mit neuen Flügeln und Treibstofftanks aufzurüsten, um die Lebensdauer zu erhöhen und unseren Kunden langfristige Planungssicherheit zu gewähren. Das Unternehmen ist nun der rechtliche und wirtschaftliche Eigentümer dieser Flugzeuge und ist dabei, die Registrierung derselben vorbehaltlich der behördlichen Genehmigung zu übertragen. In der Zwischenzeit bleiben diese auf Parc Asset registriert.

Im September 2023 hat das Unternehmen durch einen Unfall eines seiner Flugzeuge (PC9 FGMT) zusammen mit dessen Besatzung von zwei erfahrenen Pilotenkollegen auf tragische Weise verloren. Das Unternehmen reagierte sofort mit Korrekturmaßnahmen, Abhilfemaßnahmen und nahm eine Reihe durchdachter Änderungen an Methoden, Praktiken und Standards vor, um nachhaltiges Vertrauen in den Betrieb zu gewährleisten. Die Untersuchung, die bis Ende 2024 folgte, ergab kein Verschulden des Unternehmens und die Ursachen des Vorfalls sind nach wie vor unbekannt. Das Unternehmen unterstützt weiterhin die Familien der verlorenen Kollegen und die Belegschaft als Ganzes beim Gedenken an unsere verlorenen Piloten.

Im Geschäftsjahr 2023/24 erhielt das Unternehmen im Rahmen einer Ausschreibung den Zuschlag für einen "Interims"-Vertrag zur Darstellung von Bedrohungen aus der Luft, der die im obigen Absatz beschriebenen stückweisen Auftragsvergaben ersetzt. Dieser Zwischenvertrag mit der Bezeichnung "Rookie" war seinerseits so konzipiert, dass er eine nachhaltige Vertragsabsicherung bietet, bis die der neue Hauptvertrag abgeschlossen werden konnte. Die Stabilität des Rookie-Vertrags spornte das Unternehmen und die Moral der Mitarbeiter an.

Später, im August 2024, erhielt das Unternehmen den Zuschlag für den Vertrag zur Darstellung von Luftbedrohungen mit langsamer Geschwindigkeit, der die Arbeiten für mindestens zehn Jahre (mit einer Option auf weitere zwei Jahre) sichert. Dies hat sich äußerst positiv auf unsere Belegschaft und das Geschäft als Ganzes ausgewirkt und die Auslastung und Arbeitsplätze des Großteils des Unternehmens für die Dauer des Vertrages gesichert.

Am 6. März 2025 wurde das Unternehmen refinanziert. TEUR 16.613 des Darlehens der Muttergesellschaft, QinetiQ Overseas Holdings Limited, wurden in Kapitalrücklagen umgewandelt, und zusätzlich erhielt QinetiQ GmbH von QinetiQ Overseas Holdings Limited TEUR 9.578 als Kapitalrücklage. Insgesamt wurden die Kapitalrücklagen des Unternehmens um TEUR 26.191 erhöht.

Zur Aktualisierung der Patronatserklärung verweisen wir auf Abschnitt B des Anhangs.

 

Euskirchen, den 20. November 2025

QinetiQ GmbH

Geschäftsführung

Ben Duncan

Edward Mason

Entwicklung des Anlagevermögens in der Zeit vom 1. April 2022 bis 31. März 2023

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Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.04.2022
Zugänge
Umbuchungen
Abgänge
31.03.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 11.101.218,06 34.194,20 55.790,35 0,00 11.191.202,61
2 Geschäfts - oder Firmenwert 67.585.109,31 0,00 0,00 0,00 67.585.109,31
3. Geleistete Anzahlungen 56.950,65 0,00 -56.950,65 0,00 0,00
78.743.278,02 34.194,20 -1.160,30 0,00 78.776.311,92
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 9.836.215,49 8.818.178,66 1.152.049,06 99.709,13 19.706.734,08
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.014.665,65 48.666,42 1.160,30 0,00 2.064.492,37
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 15.324.092,33 7.175.919,71 -1.152.049,06 65.308,24 21.282.654,74
27.174.973,47 16.042.764,79 1.160,30 165.017,37 43.053.881,19
105.918.251,49 16.076.958,99 0,00 165.017,37 121.830.193,11
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Abschreibungen Restbuchwerte
01.04.2022
Zugänge
Abgänge
31.03.2023
31.03.2023
31.03.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 6.206.974,93 623.938,52 0,00 6.830.913,45 4.360.289,16 4.894.243,13
2 Geschäfts - oder Firmenwert 67.585.109,31 0,00 0,00 67.585.109,31 0,00 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 56.950,65
73.792.084,24 623.938,52 0,00 74.416.022,76 4.360.289,16 4.951.193,78
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 2.249.988,49 1.152.821,72 62.170,13 3.340.640,08 16.366.094,00 7.586.227,00
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.262.267,65 172.046,72 0,00 1.434.314,37 630.178,00 752.398,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 4.269.579,77 0,00 4.269.579,77 17.013.074,97 15.324.092,33
3.512.256,14 5.594.448,21 62.170,13 9.044.534,22 34.009.346,97 23.662.717,33
77.304.340,38 6.218.386,73 62.170,13 83.460.556,98 38.369.636,13 28.613.911,11

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die QinetiQ GmbH, Euskirchen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der QinetiQ GmbH, Euskirchen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis zum 31. März 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der QinetiQ GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis zum 31. März 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis zum 31. März 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 20. November 2025

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Hedwig Schürmeyer, Wirtschaftsprüferin

ppa. Christian Dornhöfer, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31.03.2023 wurde am 21.11.2025 festgestellt.

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