Manmademastering KG
Selbe AdresseVeröffentlichung von Musikaufnahmen (Labels)
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sascha Klaus Kern seit 30.3.2026 | Geschäftsführer |
Markus Sander seit 21.1.2026 | Prokura |
Aris Paskopulos seit 21.1.2026 | Prokura |
Lynn Schäfer seit 21.1.2026 | Prokura |
Michael Spohn seit 1.2.2024 | Geschäftsführer |
Andreas Dr. Bermig seit 25.6.2015 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
SCHUFA Holding AGEigenbeteiligung | 0.00% |
| 0.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Forteil GmbHBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlagen des Unternehmens 1. Rechtliche Grundlagen Die Forteil GmbH (im Folgenden "Forteil" oder "Gesellschaft") wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2023 von der SCHUFA Holding AG, Wiesbaden, übernommen, die seither alleinige Gesellschafterin ist. Mit Bescheid vom 12. August 2019 hat die Gesellschaft nach § 34 Abs. 1 des Gesetzes über die Beaufsichtigung von Zahlungsdiensten (ZAG) von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) die Erlaubnis erhalten, Kontoinformationsdienste im Sinne des § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 8 ZAG zu erbringen. 2. Geschäftsmodell Die Forteil ist ein Online-Zahlungsinstitut mit Sitz in Berlin, das im Jahr 2015 gegründet wurde. Als Finanztechnologie-Unternehmen bietet Forteil mittels moderner Technologie Verbrauchern Transparenz durch Einsicht in Bonitäts- und Finanzdaten. Die individuellen Finanzdaten holt die Gesellschaft für den Nutzer als Kontoinformationsdienst über Bankenschnittstellen ein. Hierzu arbeitet Forteil mit zwei sog. API-Anbietern (Qwist GmbH, Berlin und Tink Germany GmbH, München) zusammen (Application Programming Interface bzw. API). Nutzer können ihre Bonität jederzeit kostenfrei online überprüfen. Die Bonitätsinformationen holt die Forteil im Wesentlichen von der Auskunftei SCHUFA Holding AG, Wiesbaden, ein. Darüber hinaus bietet Forteil verschiedene Finanzmanagement-Tools zur Analyse und Optimierung der eigenen Finanzsituation. So erhalten Nutzer auf die eigene Kreditwürdigkeit zugeschnittene Produktangebote - dazu zählen Kredite sowie Verbrauchertarife für Gas, Strom oder DSL. Die Umsätze ergeben sich durch Provisionen für vermittelte Produkte. Die hauptsächlich vermittelten Produkte sind unbesicherte Konsumentenkredite. Das Angebot der Forteil an den Endnutzer erfolgt unter der Marke "bonify" auf der Internet-Webseite (www.bonify.de) und/oder in einer mobilen Applikation (iOS oder Android) nach Registrierung und Anlage eines persönlichen Nutzerprofils (Benutzerkontos). II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Entwicklung des Marktes für den Vergleich sowie die Vermittlung von privaten Ratenkrediten in Deutschland hat nach zwei schwachen Jahren des Rückgangs aufgrund der COVID-19 Pandemie und einem leichten Anstieg im Jahr 2022 im Geschäftsjahr 2023 wieder einen Rückgang verzeichnet. Im Jahr 2023 vergaben die Kreditbanken gemäß den Angaben der Deutschen Bundesbank neue Konsumentenkredite im Wert von EUR 97,4 Mrd. 1 an Verbraucher (2022: EUR 104,1 Mrd.). Dies waren 6,4 Prozent weniger als im Jahr 2022 und 0,1 Prozent weniger als im Jahr 2021 (Quelle: Deutsche Bundesbank). Der Anteil der Verbraucher, die einen Konsumentenkredit zumindest teilweise online abschließen, wird auf 33% geschätzt (Quelle: Bankenfachverband). Die Entwicklung zeigt, dass der Ratenkreditmarkt unter der Pandemie und nun in Folge von negativen Effekten des Ukraine Krieges und der damit verbundenen Zurückhaltung der Verbraucher stark gelitten hat. Entsprechend beobachtet die Forteil GmbH die Entwicklungen und hat Maßnahmen getroffen, um mögliche negative Effekte entsprechend zu berücksichtigen. Diese Maßnahmen beinhalten unter anderem einen Ausbau der bezahlten Bonitätsprodukte, um die Umsatzabhängigkeit von der Vermittlung von Konsumentenkrediten zu reduzieren. 2. Geschäftsverlauf und Ertragslage Der Fokus im Geschäftsjahr 2023 lag auf der Adjustierung des Geschäftsmodells nach der Akquisition durch die SCHUFA Holding AG. Diese Anpassungen haben zu einem Rückgang der laufenden Erträge von TEUR 2.034 (i.Vj. TEUR 3.152) sowie der Provisionserträge von TEUR 446 (i.Vj. TEUR 1.326) geführt. Der Rückgang ist bedingt durch eine stärkere Fokussierung auf das Geschäft mit Bonitätsprodukten (nunmehr 5% des Umsatzes) und einer geringeren Fokussierung auf die Vermittlung von Krediten (25% des Umsatzes in 2023); der Großteil des Umsatzes wird, wie im Vorjahr, durch Beratungsleistungen erwirtschaftet (70%). Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen lagen im Berichtsjahr signifikant über dem Niveau des Vorjahres bei TEUR 8.682 (inkl. SozV, i.Vj. TEUR 5.180). Die anderen Verwaltungsaufwendungen erreichten eine Höhe von TEUR 5.740 (i.Vj. TEUR 3.119). Der Großteil dieser Aufwendungen entfiel auf Marketing- und Datenkosten, Raumkosten, Serverkosten, Rechtsverfolgungs- und Anwaltskosten. Insgesamt wurde das Geschäftsjahr 2023 mit einem Jahresfehlbetrag von TEUR -6.188 (i.Vj. Jahresüberschuss TEUR 161) abgeschlossen. Die Geschäftsführung ist mit dem Geschäftsjahr 2023 insgesamt zufrieden. Die Gesellschaft hat ihr Geschäftsmodell weiterentwickelt und konnte als primäres Ziel ein signifikantes Kundenwachstum bei schwierigen Marktbedingungen erreichen. Auch im Jahr 2024 erwartet Forteil aufgrund von Investitionen in das neue Geschäftsmodell sowie Aufwendungen in Marketing und Produktentwicklung ein negatives Jahresergebnis. 3. Vermögenslage Die Struktur der Aktiva ist durch Forderungen an Kunden von TEUR 525 (i.Vj. TEUR 384) wie auch Sonstige Vermögensgegenstände TEUR 980 (i.Vj. TEUR 126) geprägt. Die Struktur der Passiva ist durch Verbindlichkeiten gegenüber Kunden von TEUR 1.528 (i.Vj. TEUR 581) und Sonstige Verbindlichkeiten von TEUR 253 (i.Vj. TEUR 207) geprägt. 4. Finanzlage Der Finanzmittelbestand in Form von Forderungen an Kreditinstitute beträgt TEUR 980 (i.Vj. TEUR 126). Forteil weist bezogen auf die Bilanzsumme eine Eigenkapitalquote von 3% aus. Damit liegt die Eigenkapitalquote um 17%-Punkte unter der Quote des Vorjahres. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass ungeachtet der Höhe der Eigenkapitalquote die Finanzkraft aufgrund von Kapitalzusagen der Muttergesellschaft SCHUFA Holding AG gewährleistet und als solide einzuschätzen ist. Die Verbindlichkeiten und Rückstellungen sind nicht vollständig durch Bankguthaben gedeckt, allerdings ist eine unmittelbare Einbringung von liquiden Mitteln durch die SCHUFA Holding AG zum Jahresbeginn 2024 erfolgt, so dass die Gesellschaft ausreichend mit Liquidität versorgt ist. Durch die neue gesellschaftliche Situation ist hiervon auch weiterhin in den nächsten Jahren auszugehen, so dass die Gesellschaft langfristig eine stabile Liquiditätssituation aufweist. Wir verweisen auf den Nachtragsbericht des Anhangs. III. Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren Das Jahresergebnis ist der finanzielle Leistungsindikator der Gesellschaft. Im Vorjahr wurde ein negatives Jahresergebnis von TEUR 5.750 prognostiziert. Ursächlich für die Abweichung zum tatsächlichen Jahresfehlbetrag von TEUR -6.188 ist die Adjustierung des Geschäftsmodells im Anschluss an den Erwerb durch die SCHUFA Holding AG. Die Forteil GmbH hat keine nicht-finanziellen Leistungsindikatoren bestimmt. IV. Risikobericht 1. System zur Identifizierung und Steuerung Die Gesellschaft hat ein umfassendes, mehrstufiges Risikomanagement entwickelt, um Risiken zu identifizieren, das Gesamtrisiko der Gesellschaft zu überwachen und eine risiko- und ertragsorientierte Steuerung zu ermöglichen. Die Grundlagen der Steuerung sind in der Geschäftsstrategie, Risikostrategie und IT-Strategie dokumentiert und werden regelmäßig überprüft und aktualisiert. Die Umsetzung der zur Risikosteuerung notwendigen Maßnahmen sind im Organisationshandbuch dokumentiert. Das Risikomanagement der Gesellschaft wird kontinuierlich weiterentwickelt, die Effektivität der getroffenen Maßnahmen wird dabei stetig überwacht. Die verschiedenen Bestandteile des Risikomanagements werden maßgeblich durch automatisierte Verfahren unterstützt; hierbei werden Methoden der elektronischen, IT-gestützten Datenverarbeitung genutzt, um ein Höchstmaß an Wirksamkeit zu erreichen. Zur Verhinderung von Geldwäsche hat die Gesellschaft angemessene Kontrollen geschaffen. Zur Schaffung und Erhaltung der internen Sicherungsmaßnahmen ist ein Geldwäschebeauftragter bestellt. Vierteljährlich wird ein Risikobericht erstellt. Der Risikobericht enthält die Risikotragfähigkeitsrechnung. Die Ermittlung der Risikotragfähigkeit erfolgt quartalsweise. Die Interne Revision überprüft die Funktionsfähigkeit des Risikomanagements und erstellt quartalsweise Revisionsberichte. Zuständig innerhalb der Geschäftsführung ist Herr Dr. Andreas Bermig; die Zuständigkeit wird mit dem Geschäftsjahr 2024 auf Herrn Michael Spohn übergehen. Alle Risiken erfolgen in einer Nettobetrachtung. 2. Darstellung der Risiken 2.1 Adressenausfallrisiko Da die Gesellschaft im Rahmen der aufsichtsrechtlichen Tätigkeit weder Kredite bzw. Zahlungszusagen eingeht, besteht als Adressenausfallrisiko lediglich das marktübliche Risiko einer Insolvenz eines bedeutenden Kunden sowie von Kreditinstituten. Diesem Risiko wird durch ein zeitnahes Mahnwesen begegnet. 2.2 Marktpreisrisiken Hier sind grundsätzlich Risiken aus Zins-, Kurs- und Währungsrisiken zu unterscheiden. Da die Gesellschaft keine Kredite vergibt, ihr Vermögen in liquiden Mitteln hält und keine Geschäfte in Fremdwährung eingegangen werden, sind keine Marktpreisrisiken vorhanden. Zinsänderungs-, Kursänderungs- wie auch Währungsrisiken haben dementsprechend keine Auswirkung auf die Gesellschaft. 2.3 Liquiditätsrisiken Als Liquiditätsrisiko wird das Risiko definiert, dass Forteil Zahlungsverpflichtungen gegenüber anderen Parteien nicht oder nicht fristgerecht nachkommen kann. Da die Gesellschaft über angemessene liquide Mittel im Rahmen des Gesellschafterverhältnisses mit der SCHUFA Holding AG verfügt, sind Liquiditätsrisiken nicht zu erwarten. Entsprechend der kontinuierlichen Überwachung der aktuellen Marktsituation und der Kosten geht die Geschäftsleitung davon aus, dass die Liquidität im Geschäftsjahr 2024 gewährleistet ist. Daneben wird dies unter anderem auch durch eine schnelle Reaktionsfähigkeit auf Marktbewegungen bzgl. der Kostenposition des Unternehmens gewährleistet. 2.4 Operationelle Risiken Forteil definiert operationelles Risiko als die Gefahr von Schäden, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Mitarbeitern, der internen Infrastruktur oder infolge externer Einflüsse eintreten. Dies umfasst insbesondere Verlustrisiken aus Systemausfällen, menschlichen Fehlern sowie unzureichenden Prozessen und Kontrollen. Operationelle Risiken sollen wo möglich vermieden werden. Unter Berücksichtigung der Wirtschaftlichkeit sind operationelle Risiken sowie Prozessrisiken immer Teil der Geschäftstätigkeit. Diese Risiken können auch durch Kontrollen nur zum Teil unterbunden werden. Operationelle Risiken entstehen bei Forteil insbesondere bei der Entwicklung von IT-Anwendungen, sowie durch den Einsatz externer Dienstleister daran. Durch den hohen Automatisierungsgrad in den IT-Systemen werden operationelle Risiken grundsätzlich vermindert, jedoch sind insbesondere Fehler bei der Implementierung der IT-Systeme als Quelle für operationelle Risiken zu beachten. Zudem bestehen Cyberrisiken für die Gesellschaft - insbesondere durch Phishing wie auch Hackerangriffe. Rechtsrisiken werden als Teil der operationellen Risiken definiert. Operationelle Risiken sind grundsätzlich schwer zu quantifizieren, insbesondere wenn keine ausreichende Historie von tatsächlichen Schadensfällen aus einzelnen Bereichen der Ablauforganisation vorhanden ist, die verlässliche empirische Schätzungen zu deren Häufigkeit und Höhe zulassen. Daher nutzt Forteil für die Messung einen pauschalen Ansatz, der auf die Eintrittswahrscheinlichkeit wie auch Schwere (Auswirkung) des jeweiligen Risikos basiert. Grundsätzlich verfolgt Forteil für die Steuerung von operationellen Risiken einen qualitativen Ansatz der Risikovermeidung und Risikominderung. Operationelle Risiken sollen vermieden werden, wo immer dies wirtschaftlich sinnvoll und möglich ist. Die effiziente Steuerung der operationellen Risiken wird im Verantwortungsbereich der für den jeweiligen Geschäftsprozess verantwortlichen Führungskraft gesehen. Zur Verminderung operationeller Risiken werden u.a. die folgenden Ansätze verwendet:
Zur Absicherung der Risiken bestehen zudem Versicherungen, insb. im Hinblick auf Cyberrisiken. V. Prognose- und Chancenbericht Nach gut einem Jahr nach der Übernahme der Forteil durch die SCHUFA Holding AG fällt der Ausblick auf das Jahr 2024 positiv aus: im Rahmen der Privatkundenstrategie der SCHUFA nimmt die Gesellschaft eine wichtige Position ein und wird auch im Jahr 2024 weiter stark wachsen und das Angebot fortentwickeln. Trotz des herausfordernden Marktumfeldes geht die Gesellschaft von einer Verbesserung der makroökonomischen Lage im 2. Halbjahr 2024 und einer positiven Entwicklung der Verbraucherstimmung aus. Zudem sieht Forteil das Angebot der Unterstützung bei Bonitäts- und Finanzthemen gerade auch in schwierigen Zeiten als sehr gute Unterstützung für Verbraucher und Verbraucherinnen. Auf Basis des geplanten Wachstums bei neuen Nutzerregistrierungen und der damit einhergehenden Aufwendungen für Marketing und Produktentwicklung ist auch im Geschäftsjahr 2024 noch von einem negativen Ergebnis, das moderat unterhalb des Jahresergebnisses für das Geschäftsjahr 2023 liegt, auszugehen. VI. Nachtragsbericht Wir verweisen auf die Angaben im Anhang.
Berlin, den 18. September 2024 Dr.
Andreas Bermig
Michael
Spohn
Jahresbilanz zum 31. Dezember 2023A k t i v a
P a s s i v a
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Gewinn- und Verlustrechnung bis 31.12.2022 / Vorjahresvergleich
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Forteil GmbH hat ihren Sitz in Berlin und ist im Handelsregister B des Amtsgerichts Berlin Charlottenburg unter der Nummer HRB 168253 eingetragen. Der Gegenstand des Unternehmens ist die Information von Konsumenten, Datenverarbeitung und Vermittlung von Produkten und Dienstleistungen, einschließlich die erlaubnisbedürftige Vermittlung von Finanzprodukten und Versicherungsverträgen nach §§ 34c und 34d GewO sowie nach § 34i GewO, sowie alle diesem Zweck dienlichen Tätigkeiten. Die Forteil GmbH ist mit der Erteilung der Erlaubnis zur Erbringung von Kontoinformationsdiensten gemäß § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 8 ZAG vom 12. August 2019 ein Zahlungsinstitut gemäß § 1 Abs. 1 Satz 1 ZAG. Die Aufstellung des Jahresabschlusses der Gesellschaft erfolgte nach den handelsrechtlichen Vorschriften (§§ 242 ff. HGB), den ergänzenden Vorschriften für Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute, Wertpapierinstitute, Zahlungsinstitute und E-Geld-Institute (§§ 340 ff. HGB), den Regelungen der Verordnung über die Rechnungslegung der Zahlungsinstitute und E-Geld-Institute (RechZahlV) sowie den ergänzenden Regelungen des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG). Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) aufgestellt. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Das Zahlungsinstitut gilt gemäß §§ 340 Abs. 1 i.V.m. Abs. 4, 340a Abs.1 HGB als große Kapitalgesellschaft. II. Angaben zur Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Gliederung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den Formblättern 1 und 2 der RechZahlV. Im amtlichen Formblatt vorgesehene, aber nicht belegte Positionen, wurden nicht aufgeführt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Sachanlagen wurden mit ihren Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend ihrer voraussichtliche Nutzungsdauer angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Ausgaben, die Aufwendung für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Diese werden über die Dauer des Leistungszeitraumes aufgelöst. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Rückstellungen wurden für alle ungewissen Verbindlichkeiten gebildet und in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Das Eigenkapital wird zum Nennbetrag angesetzt. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die bisher angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden beibehalten. III. Erläuterungen zur Jahresbilanz Forderungen an Kreditinstitute Die Forderungen an Kreditinstitute von TEUR 980 (i.Vj. TEUR 126) resultieren aus Guthaben bei Kreditinstituten und sind täglich fällig. Forderungen an Kunden Die Forderungen an Kunden von TEUR 525 (i.Vj. TEUR 384) enthalten Forderungen an Gesellschafter von TEUR 485 (i.Vj. TEUR -). Die Forderungen an Kunden haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Anlagespiegel für das Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem Anlagespiegel zum Anhang. Sonstige Vermögensgegenstände Die Sonstigen Vermögensgegenstände von TEUR 451 (i.Vj. TEUR 463) enthalten eine Forderung auf die Auszahlung der Forschungszulage für die Jahre 2020 (Restbetrag für 2020 und 2021) bis 2022 gegenüber dem Finanzamt von TEUR 382 (i.Vj. TEUR 561). Die Forderung beruht auf dem Bescheid des Bundesministeriums für Bildung und Forschung vom 4. Juli 2022. Für das Jahr 2020 und 2021 wurden die Beträge durch das Finanzamt mit Bescheiden vom 29. September 2023 und 24. Januar 2024 festgesetzt. Die Sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr mit Ausnahme der ausgewiesenen Kaution von TEUR 19 (i.Vj. TEUR 23). Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betragen TEUR 89 (i.Vj. TEUR 28) und enthalten im Wesentlichen Betriebskosten für die IT-Infrastruktur. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von TEUR 2 (i.Vj. TEUR -) sind täglich fällig. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern von TEUR 879 (i.Vj. TEUR 1). Sonstige Verbindlichkeiten Die Sonstige Verbindlichkeiten von TEUR 253 (i.Vj. TEUR 207) enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern von TEUR 115 (i.Vj. TEUR 235) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit von TEUR 15 (i.Vj. TEUR 6. Rückstellungen Die anderen Rückstellungen von TEUR 292 (i.Vj. TEUR 59) enthalten im Wesentlichen Beträge für ausstehende Rechnungen von TEUR 131 (i.Vj. TEUR 2), für externe Jahresabschlusskosten von TEUR 72 (i.Vj. TEUR 23) sowie für noch nicht genommenen Urlaub von TEUR 89 (i.Vj. TEUR 34). Eigenkapital Das Eigenkapital von TEUR 59 (i.Vj. TEUR 247) resultiert aus dem Gezeichneten Kapital (Stammkapital) von TEUR 74 (i.Vj. TEUR 71), der Kapitalrücklage von TEUR 28.681 (i.Vj. TEUR 22.684) und dem Bilanzverlust von TEUR -28.696 (i.Vj. TEUR -22.508). Im Rahmen der Übertragung der Gesellschaftsanteile auf die SCHUFA Holding AG wurden die erworbenen eigenen Anteile unentgeltlich auf die SCHUFA Holding AG übertragen und sind mit der freien Kapitalrücklage verrechnet worden. Mit Gesellschafterbeschluss vom 30. Januar 2023 verpflichtete sich die SCHUFA Holding AG, Wiesbaden, zu einer Einzahlung in die freie Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB von TEUR 6.000. Diese wurde vollständig eingezahlt. IV. Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung Laufende Erträge Die laufenden Erträge von TEUR 2.034 (i.Vj. TEUR 3.152) betreffen Erträge aus sonstigen Tätigkeiten. Provisionserträge Die Provisionserträge von TEUR 446 (i.Vj. TEUR 1.326) betreffen Erträge aus Kontoinformationsdiensten von TEUR 68 (i.Vj. TEUR -) und Erträge aus sonstigen Tätigkeiten von TEUR 377 (i.Vj. TEUR 1.326). Sonstige betriebliche Erträge Die Sonstigen betrieblichen Erträge von TEUR 63 (i.Vj. TEUR 943) betreffen Erträge aus sonstigen Tätigkeiten. Im Vorjahr sind Erträge aus Forschungszulagen und Förderprogrammen von TEUR 869 enthalten. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen Die Allgemeinen Verwaltungskosten von TEUR 8.682 (i.Vj. TEUR 5.180) betreffen Kontoinformationsdienste von TEUR 3.634 (i.Vj. TEUR 957) und sonstige Tätigkeiten von TEUR 5.048 (i.Vj. TEUR 4.222). Der Personalaufwand beträgt für Kontoinformationsdienste TEUR 1.471 (i.Vj. TEUR 642) und für sonstige Tätigkeiten TEUR 1.471 (i.Vj. TEUR 1.418). Die anderen Verwaltungsaufwendungen betragen für Kontoinformationsdienste TEUR 2.163 (i.Vj. TEUR 315) und für sonstige Tätigkeiten TEUR 3.577 (i.Vj. TEUR 2.804). Sonstige betriebliche Aufwendungen Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung von TEUR 9 (i.Vj. TEUR 7). Jahresfehlbetrag Der Jahresfehlbetrag beträgt TEUR 6.188 (i.Vj. Jahresüberschuss TEUR 161) und resultiert aus Kontoinformationsdiensten von TEUR -3.566 (i.Vj. TEUR -957) sowie sonstigen Tätigkeiten von TEUR -2.622 (i.Vj. TEUR 1.118). V. Sonstige Angaben Mitarbeiter Die durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 31 (i.Vj. 27) und verteilt sich wie folgt auf die einzelnen Bereiche:
Zum 31. Dezember 2023 waren 32 (i. Vj. 27) Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen beschäftigt. Marktunübliche Geschäfte Im Geschäftsjahr 2023 wurden keine marktunüblichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen getätigt. Honorar des Abschlussprüfers Die im Geschäftsjahr als Aufwand gebuchten Honorare für die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft betragen TEUR 60 für die Prüfung des Jahresabschlusses 2023. Diese Honorare entfallen vollständig auf Abschlussprüfungsleistungen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus Dauerschuldverhältnissen bestehen zum Bilanzstichtag im Wesentlichen finanzielle Verpflichtungen aus der Miete für Büroräume. Die eingegangenen Verpflichtungen setzen sich wie folgt zusammen:
Konzernverhältnisse Die Forteil GmbH und die SCHUFA Holding AG, Wiesbaden, stehen als verbundene Unternehmen zueinander. Die SCHUFA Holding AG ist die Muttergesellschaft. Sie hält zum 31. Dezember 2023 100% der Geschäftsanteile und bezieht die Forteil GmbH in ihren Konzernabschluss ein. Der Erwerb der Anteile erfolgte mit notarieller Urkunde vom 14. Dezember 2022 und mit Wirkung zum 1. Januar 2023. Geschäftsführung Die Geschäftsführung hat folgende Mitglieder: Dr. Andreas Bermig (Dipl.-Kaufmann) Geschäftsführer Markt Michael Spohn (Dipl.-Kaufmann) seit 22. Januar 2024 Geschäftsführer Marktfolge Gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Bezüge verzichtet. Vorschlag zur Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag von TEUR 6.188 auf neue Rechnung vorzutragen. VI. Nachtragsbericht Am 29. Januar 2024 wurde eine Einstellung in die Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB von max. TEUR 10.000 beschlossen. Bisher erfolgte eine Einstellung in die Kapitalrücklage von TEUR 7.000. Diese wurde vollständig eingezahlt.
Berlin, den 18. September 2024 Dr.
Andreas Bermig
Michael
Spohn
Der Jahresabschluss wurde am 15.10.2024 festgestellt. Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Forteil GmbH, Berlin Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Forteil GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Forteil GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Institute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 18. September 2024 KPMG
AG
Bauer
Bluhme
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