Christl Consult GmbH
Selbe AdresseArchitekturbüros für Hochbau
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Frank Prof. Dr. Ohle seit 7.7.2020 | Geschäftsführer |
Markus Schäffeler seit 18.6.2015 | Prokura |
Andreas Knur seit 25.3.2015 | Prokura |
Asmus Gerhard Wolff seit 8.7.2011 | Geschäftsführer |
Frederic de Somer seit 1.2.2008 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Van Genechten Packaging International NV | 94.00% |
Aestas NV | 6.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
VG Nicolaus GmbHKemptenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Inhaltsverzeichnis Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers Rechnungslegung Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt Allgemeine Auftragsbedingungen Hinweis: Den nachfolgenden Bestätigungsvermerk haben wir, unter Beachtung der gesetzlichen und berufsständischen Bestimmungen, nach Maßgabe der in der Anlage "Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt" beschriebenen Bedingungen erteilt. Falls das vorliegende Dokument in elektronischer Fassung für Zwecke der Offenlegung gemäß § 325 HGB verwendet wird, sind für diesen Zweck daraus nur die Dateien zur Rechnungslegung und im Falle gesetzlicher Prüfungspflicht der Bestätigungsvermerk resp. der diesbezüglich erteilte Vermerk bestimmt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die VG Nicolaus GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der VG Nicolaus GmbH, Kempten - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der VG Nicolaus GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Ravensburg, 13. Juni 2024 EY
GmbH & Co. KG
Fleck, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für 2023
Anhang für 2023I. Allgemeines Die VG Nicolaus GmbH, Kempten, ist im Handelsregister des Amtsgerichts Kempten unter HRB Nr. 475 eingetragen. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Erworbene immaterielle Anlagegegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend ihrer Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten -, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen erfolgen linear. Der zugrunde gelegte Abschreibungszeitraum entspricht den wirtschaftlichen Nutzungszeiten der Anlagegüter. Er beträgt bei EDV-Software drei Jahre, bei Geschäfts- und Fabrikgebäuden sowie Außenanlagen bis zu 50 Jahre. Technische Anlagen und Maschinen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung werden über 3 bis 19 Jahre abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter werden entsprechend den steuerlichen Vorschriften behandelt, da sie insgesamt von untergeordneter Bedeutung sind. Innerhalb der Finanzanlagen werden die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Die Bewertung der Vorräte erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Die Herstellungskosten enthalten die Materialeinzelkosten nebst einem Materialgemeinkostenzuschlag sowie Fertigungseinzel- und -gemeinkosten. Angemessene Teile der angefallenen Gemeinkosten werden in die Herstellungskosten einbezogen. Der verlustfreien Bewertung wird Rechnung getragen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Soweit notwendig werden angemessene Abschläge für erkennbare Einzelrisiken vorgenommen. Für das allgemeine Kreditrisiko ist eine Pauschalwertberichtigung von 0,5% (Vj 0,5%) auf den nicht gesicherten Anteil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (10%) gebildet worden. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der "Projected-Unit-Credit-Method" (PUC) unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Für die Abzinsung wird pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz (10-Jahresdurchschnitt) bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,83 % (Vj. 1,79%) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen werden mit 3,0% (Vj. 3,0%) und erwartete Rentensteigerungen mit 2,0% (Vj. 2,0%) berücksichtigt. Die Fluktuation wird mit einer Rate von 2,5% (Vj. 2,5%) berücksichtigt. Unter Inanspruchnahme des Wahlrechts nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wird der sich aus der Änderung der Rückstellungsbilanzierung nach §§ 249 Abs. 1 Satz 1, 253 Abs. 1 Satz 2, Abs. 2 HGB durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) ergebende Zuführungsbetrag über den Höchstzeitraum von 15 Jahren gleichmäßig verteilt. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind zu Ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. III. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist in der Übersicht "Entwicklung des Anlagevermögens 2023 dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr sämtlich innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 1.581 (Vj. TEUR 2.040) den Liefer- und Leistungsverkehr und in Höhe von TEUR 5 (Vj TEUR 0) Forderungen aus Zinsen gegenüber Gesellschafter. Latente Steuern Zum Bilanzstichtag bestehen temporäre Differenzen für Pensionsrückstellungen und sonstige Rückstellungen, die zu aktiven latenten Steuern führen würden. Diesen stehen temporäre Differenzen im Bereich des Anlagevermögens gegenüber, die zu passiven Steuern führen würden. Insgesamt ergibt sich ein Überhang von aktiven latenten Steuern, deren Aktivierung in Ausübung des Ansatzwahlrechts gemäß 274 Abs. 1 HGB unterbleibt. Der Berechnung liegt ein Steuersatz von 29,4 % zugrunde. Eigenkapital Das Stammkapital beträgt unverändert EUR 6.135.503 (DM 12.000.000). Gesellschafter am 31. Dezember 2023 sind mit 94,0 % der Anteile die Van Genechten Packaging International NV, Luxemburg, sowie mit 6,0 % der Anteile die Aestas N.V., Turnhout/Belgien. Unter Berücksichtigung des Gewinnvortrags in Höhe von TEUR 19.329 sowie des Jahresüberschusses im Geschäftsjahr 2023 von TEUR 3.573 ergibt sich zum 31. Dezember 2023 ein Bilanzgewinn von TEUR 22.902. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Der noch in künftigen Perioden anzusammelnde Fehlbetrag gemäß Art. 67 Abs. 1 EGHGB beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 143. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren (1,83%, Vj. 1,79%) und dem Ansatz der Pensionsrückstellungen des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren (1,75%, Vj. 1,45%) beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 149 (Vj. TEUR 632) und unterliegt grundsätzlich einer Ausschüttungssperre. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Verpflichtungen aus dem Personalbereich wie Berufsgenossenschaftsbeiträge, Urlaubs- und Gleitzeitansprüche von Mitarbeitern und Boni. Daneben bestehen u. a. Rückstellungen für ausstehende Rechnungen und Verpflichtungen gegenüber Kunden, Rückstellungen für Kundenreklamationen, Rückstellungen für unterlassene Instandhaltungen sowie Rückstellungen für Jahresabschlusskosten. Verbindlichkeiten Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten ergibt sich aus nachstehendem Verbindlichkeitenspiegel.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 823 (Vj. TEUR 889) Verbindlichkeiten aus dem Liefer- und Leistungsverkehr sowie in Höhe von TEUR 6.960 (Vj. TEUR 15.212) Verbindlichkeiten aus dem konzerninternen Verrechnungsverkehr im Rahmen des zentralen Finanz- und Liquiditätsmanagements mit der Van Genechten NV. Es bestehen wie im Vorjahr keine Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern. In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind TEUR 0 (Vj TEUR 1.052) für eine als Sicherheit übereignete Druckmaschine besichert. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Es werden vor allem Faltschachteln an Unternehmen der Nahrungsmittel- und Konsumgüterindustrie verkauft. Aufgliederung nach geografisch bestimmten Märkten:
Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 840 (Vj. TEUR 293) enthalten. Diese betreffen im Wesentlichen die Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 825 (Vj. TEUR 112) und Erträge aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 134). Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 15 (Vj. TEUR 76) enthalten. V. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Haftungsverhältnisse Die VG Nicolaus GmbH deckt Ihren Bedarf zur Finanzierung von Umlaufvermögen und Investitionen zum größten Teil aus dem konzernweiten Cash Pool der Van Genechten Gruppe. Im Rahmen der Cash-Pooling-Vereinbarungen haften alle am Cash Pool beteiligten Unternehmen gesamtschuldnerisch für etwaige Ausfälle gegenüber dem finanzierenden Bankenkonsortium. Der Betrag der gesamtschuldnerischen Haftung aus Sicht der VG Nicolaus GmbH beträgt TEUR 57.569. Die Finanz- und Liquiditätssituation der beteiligten Unternehmen der gesamten Van Genechten Gruppe wird regelmäßig durch das konzerninterne Treasury überprüft. Darüber hinaus verpflichtet uns der syndizierte Kreditvertrag zur Einhaltung von marktüblichen Covenants. Die Covenants konnten halbjährlich und zum 31. Dezember 2023 eingehalten werden. Die Eintrittswahrscheinlichkeit des Haftungsrisikos wird deshalb als gering eingeschätzt. Mitarbeiter
Abschlussprüferhonorar Das im Aufwand erfasste Honorar des Abschlussprüfers betrug im Berichtsjahr insgesamt TEUR 52. Dabei entfielen TEUR 42 auf Abschlussprüfungsleistungen und auf Steuerberatungsleistungen TEUR 10. Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben. GewinnverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 22.902 wie folgt zu verwenden: Vom Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 22.902 sollen TEUR 2.400 an die Gesellschafter ausgeschüttet werden und TEUR 20.502 auf neue Rechnung vorgetragen werden. Angaben zu den Organen der Gesellschaft Geschäftsführung Frederic de Somer, Turnhout/Belgien, Executive Director Van Genechten Packaging - Management Board Van Genechten Packaging Group - Dr. Frank Ohle, Bovenden/Deutschland, CEO Van Genechten Packaging Die Angaben zu den Geschäftsführerbezügen unterbleiben unter Inanspruchnahme von § 286 Abs. 4 HGB. Die Pensionsrückstellungen für frühere Mitglieder der Geschäftsführung betragen TEUR 1.869, die Gesamtbezüge TEUR 157. Konzernverhältnisse Der Abschluss der VG Nicolaus GmbH wird in den von der Van Genechten N.V., Turnhout/Belgien, für den kleinsten und größten Kreis aufgestellten Konzernabschluss einbezogen. Dieser Konzernabschluss wird auf der Plattform der Belgischen Nationalbank in Belgien veröffentlicht.
Kempten, 13. Juni 2024 Die Geschäftsführung Frederic de Somer Dr. Frank Ohle Entwicklung des Anlagevermögens 2023
Lagebericht für 2023I. GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS Geschäftsmodell Die VG Nicolaus GmbH ist ein Unternehmen der Van Genechten Packaging Gruppe und Hersteller von Direktverpackungen mit europäischem Schwerpunkt. Die Entwicklung, die Produktion und der Vertrieb von Verpackungslösungen stehen im Mittelpunkt der Unternehmensaktivitäten. Die VG Nicolaus GmbH produziert an den zwei deutschen Standorten, Pulheim bei Köln sowie Kempten im Allgäu, Faltschachteln und andere Direktverpackungen für internationale Großkunden sowie für nationale Bedarfsträger. Der Marktfokus liegt auf der europäischen Nahrungsmittel- und Konsumgüterindustrie. Der Unternehmensstandort in Pulheim ist wegen seiner Anlagen auf mittlere Losgrößen für komplexe Verpackungslösungen ausgerichtet. Insbesondere bedienen wir aus Pulheim den Markt für offsetkaschierte Verpackungen, wie auch teilweise warentragende und warenbegleitende Displays. Ein Alleinstellungsmerkmal am Standort Kempten ist der vorgelagerte Produktionsbereich Kartonveredelung. Die VG Nicolaus GmbH liefert durch die Weiterverarbeitung und Veredelung von Rohkarton zu anwendungsspezifischen Kartonverbünden und Kartonbeschichtungen einen wichtigen strategischen Produktschwerpunkt für die gesamte Van Genechten Packaging Gruppe. Aufgrund jahrzehntelanger Erfahrung in diesem Bereich befindet sich am Standort Kempten auch das Innovationszentrum für Kartonveredelung und Faltschachteldesign. Forschung und Entwicklung Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung befanden Jahr 2023 mit 1,7 Mio. Euro unverändert gegenüber dem Vorjahr. Die Personalkosten machen dabei den größten Anteil aus. Der Fokus lag im vergangenen Jahr vor allem auf der Forschung im Themengebiet der nachhaltigen Kartonverpackung und Recyclingfähigkeit unter Verwendung alternativer Rohstoffe- und Beschichtungstechnologien. Die Entwicklung innovativer Verpackungslösungen und neue Materialverbünde sowie der Implementierung neuer Projekte und Systeme sowohl intern als auch beim Kunden ist ein stetiger Prozess, bei dem derzeit vor allem Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung im Vordergrund stehen. Umwelt Neben der Entwicklung nachhaltiger und umweltfreundlicher Verpackungslösungen leistet der Konzern auch durch die Reduzierung der eingesetzten Ressourcen und die Integration von Abfallprodukten in den Recyclingkreislauf einen Beitrag zum Umweltschutz. Große Bedeutung kommt der Energieeffizienz und der Abfallreduzierung in der Produktion zu. Im Jahr 2023 wurde erneut das Energiemanagementsystem nach DIN EN ISO 50001 zertifiziert, mit dem Ziel, durch die Identifikation von Einsparpotenzialen und durch die stetige Umsetzung von gezielten Maßnahmen eine kontinuierliche Verbesserung der Energieeffizienz und eine Reduzierung des CO 2 Fußabdrucks herbeizuführen. Im Rahmen des Energiemanagementsystems wurden im Jahr 2023 weitere energetische Verbesserungen im Bereich der Kühltechnik, und der Innenbeleuchtung vorgenommen. Des Weiteren wurde die Fahrzeugflotte mit Fahrzeugen mit Elektroantrieb erweitert. Langfristig sollen alle Fahrzeuge mit umweltfreundlichen Antrieben ausgestattet werden. Mitarbeiter Im Jahr 2023 waren bei VG Nicolaus GmbH durchschnittlich 436 MitarbeiterInnen beschäftigt und engagierten sich für unsere Unternehmensziele. Dies bedeutet eine gleichbleibende Mitarbeiteranzahl zum Vorjahr. In 2023 beschäftigte das Unternehmen 28 Auszubildende in sieben Ausbildungsberufen. Trotz des Fachkräftemangels konnten alle vakanten Stellen in 2023 besetzt werden. Die kontinuierliche Durchführung von Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen mit Trainings und Schulungen am Arbeitsplatz und externen Seminaren sorgen dafür auch weiterhin die Qualifizierung unseres Personals hoch zu halten und damit die internationale Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. In 2023 wurde die Führungskräfteentwicklung auf den Nachwuchsführungskräftebereich ausgeweitet um auch im Bereich der Führung eine nachhaltige, wertschätzende und unternehmensorientierte Kontinuität sicherzustellen. II. WIRTSCHAFTSBERICHT Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Unsere Produkte werden hauptsächlich als Verpackung für Nahrungsmittel und Konsumgüter auf dem europäischen Markt eingesetzt. Daher sind die Ausgaben der privaten Haushalte, die Umsätze im Lebensmitteleinzelhandel und die sich veränderten politischen Rahmenbedingungen von besonderem Interesse für uns. Laut dem europäischen Wirtschaftsbericht vom Herbst 2023 stagnierte der private Konsum insgesamt, da das nominale Lohnwachstum der Inflation hinterherhinkte. Dies führte zu einer geringfügigen Verbesserung der privaten Konsumausgaben in der EU von nur 0,4 % im Vergleich zum Vorjahr. Bis zum Sommer 2023 war das Volumen der Einzelhandelsumsätze weiter rückläufig, auch im für unser Unternehmen relevanten Lebensmittelsegment. Für 2024 wird jedoch mit einer verbesserten Wachstumsrate von 1,3% bei den privaten Konsumausgaben insbesondere in der zweiten Jahreshälfte gerechnet. Im Bereich der Lebensmittelverpackungen, der für unser Unternehmen entscheidend ist, wird erwartet, dass Verbraucher aufgrund gestiegener Preise vermehrt zu "Private Label Produkten" greifen, die durch weniger hochwertige Verpackungslösungen gekennzeichnet sind. In wirtschaftlich schwierigen Zeiten neigen Verbraucher erfahrungsgemäß dazu, vermehrt verpackte Lebensmittel zu konsumieren, um bei frischen Lebensmitteln und Restaurantbesuchen zu sparen. Daher gehen wir davon aus, dass sich der Bedarf an verpackten Lebensmitteln nicht grundlegend ändert, sondern auf einem leicht verringerten Niveau stabil bleibt. Die Faltschachtelbranche in Deutschland verzeichnete laut dem statistischen Bundesamt für die Quartale I-III 2023 insgesamt ein um 3,9 % verringertes Produktionsvolumen gegenüber den Vorjahresperioden, während der Umsatzwert im gleichen Zeitraum um 1,3 % stieg. Die Verkaufspreise stiegen im ersten Quartal 2023 noch zweistellig an, sanken jedoch ab der Jahresmitte um 9,5 %. Mengenmäßig wurden im Jahr 2023 erstmals weniger Faltschachteln produziert als vor der Corona-Krise im Jahr 2019. Aktuell ist die Faltschachtelbranche von rückläufiger Nachfrage geprägt, was zu einer hohen Preissensibilität in den Absatzmärkten und somit stark sinkenden Preisen führt. Für das Jahr 2024 gehen wir von einer weiteren wirtschaftlichen Zurückhaltung im ersten Halbjahr 2024 aus. Eine leichte Erholung der aktuellen Situation in unserem traditionell sehr wettbewerbsintensiven Marktumfeld erwarten wir frühestens im zweiten Halbjahr 2024. Aufgrund der derzeit vorhandenen Überkapazitäten ist eine weitere Konsolidierung sowohl im europäischen als auch lokalem deutschen Markt zu erwarten. Insgesamt können die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für unser Unternehmen daher als verhältnismäßig stabil angesehen werden. Geschäftsverlauf und Ertragslage Die Umsatzerlöse haben sich im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um 4,0 Mio. Euro auf 126,9 Mio. Euro erhöht. Die Prognose zum Umsatzwachstum im Vorjahresbericht für das Jahr 2023 mit einem Zuwachs im mittleren einstelligen Prozentbereich ist mit einem Anstieg von 3,3 Prozent annähernd eingetroffen. Die Haupttreiber des Umsatzwachstums waren, wie erwartet, erhöhte Verkaufspreise, die aufgrund der gestiegenen Rohstoffpreise und der allgemeinen Inflation angepasst wurden. Die Gesamtleistung ist im Jahr 2023 wegen einer rückläufigen Nachfrage am Markt und aufgrund von Bestandsabbau gegenüber dem Vorjahr um 4,2 Mio. Euro gesunken. Für das abgelaufene Geschäftsjahr konnte ein Jahresergebnis in Höhe von 3,6 Mio. Euro (Vorjahr 3,2 Mio. Euro) erzielt werden. Wie erwartet hat sich das Ergebnis im sechsstelligen Bereich verbessert. Das verbesserte Jahresergebnis ist im Wesentlichen auf eine verbesserte Margensituation sowie höhere sonstige betriebliche Erträge u.a. durch Anlagenverkäufe zurückzuführen. Die für den Konzern wichtigste Kostengröße Materialaufwand ist im relativen Verhältnis gegen- über dem Vorjahr gesunken. Die Materialeinsatzquote, das Verhältnis dieser Kosten zur Gesamtleistung, reduzierte sich im Jahresverlauf 2023 auf 59,3 % (Vorjahr: 61,0 %). Die Einkaufspreise sind im Jahresverlauf bei allen Rohstoffen und ganz besonders bei Rohkarton und kunststoffbasierten Produkten deutlich zurückgegangen. Gemäß dem aktuellen Entgelttarifvertrag der Gewerkschaft Verdi für Papier, Pappe und kunststoffverarbeitende Industrie wurde die letzte Tarifsteigerung im September 2023 in Höhe von 5,1 % umgesetzt. Darüber hinaus wurden an die Beschäftigten Inflationsausgleichsprämien in Höhe von insgesamt 0,7 Mio. Euro bezahlt. Die Quote der gesamten Personalaufwendungen ist im Verhältnis zur Gesamtleistung auf 21,2% (Vorjahr: 19,7%) angestiegen. Ursächlich für die höhere Personalkostenquote sind vornehmlich die o.g. Tariferhöhung und die Inflationsausgleichsprämien im Verhältnis zu einer reduzierten Gesamtleistung gegenüber dem Vorjahr. Die sonstigen betrieblichen Erträge fielen mit einem Wert von 1,8 Mio. Euro (Vorjahr 0,7 Mio. Euro) hauptsächlich wegen der Auflösung von Rückstellungen und wegen Anlagenverkäufen um 1,1 Mio. Euro höher aus. Die Aufwendungen für Abschreibungen sind mit 3,4 Mio. Euro in 2023 wegen einer verstärkten Investitionstätigkeit gegenüber dem Vorjahr mit 3,0 Mio. Euro um 0,4 Mio. Euro angestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich insgesamt um 0,8 Mio. Euro auf 15,8 Mio. Euro hauptsächlich im Bereich der Transportaufwendungen, die infolge des rückläufigen Volumens gesunken sind. In Summe wurde im Jahr 2023 ein positives Ergebnis vor Ertragsteuern in Höhe von 5,3 Mio. Euro erzielt. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betrugen in 2023 1,7 Mio. Euro (Vorjahr: 1,8 Mio. Euro). Zusammenfassung Die Umsatzerlöse sind mit einem Zuwachs von 3,3 % gegenüber dem Vorjahr hauptsächlich inflationsbedingt angestiegen, wobei ab der Jahresmitte 2023 eine deutliche Trendwende eingesetzt hat. Die zweite Jahreshälfte war geprägt von tendenziell sinkenden Verkaufspreisen aufgrund nachlassender Einkaufspreise bei den Rohstoffen und einer gleichzeitig rückläufigen Nachfrage. Die Personalaufwendungen sind aufgrund der Tarifanpassung und wegen bezahlten Inflationsausgleichsprämien um insgesamt 4,0 % (1,0 Mio. Euro) gegenüber dem Vorjahr angestiegen. Durch konsequente Investitionen in eine gute Produktionseffizienz und durch eine erfolgreiche Marktbearbeitung war die VG Nicolaus GmbH in der Lage die Ertragskraft der beiden Standorte in Kempten und Pulheim auf einem hohen Niveau zu halten. Die Auflösung von Rückstellungen und Anlageverkäufe in Höhe von insgesamt 1,1 Mio. Euro trugen maßgeblich dazu bei, dass sich der Jahresüberschuss um 0,4 Mio. Euro auf 3,6 Mio. Euro verbesserte. Die Unternehmensleitung beurteilt die Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 als insgesamt positiv. Vermögens- und Finanzlage Im Verlauf des Geschäftsjahres 2023 verringerte sich die Bilanzsumme des Unternehmens von 79,0 Mio. Euro auf 71,4 Mio. Euro. Die Absenkung um 7,6 Mio. Euro resultierte hauptsächlich aus einem Abbau an Lagerbeständen und sinkenden Rohstoffpreisen. Das Anlagevermögen hat sich im Jahr 2023 um 1,2 Mio. Euro erhöht. Die Finanzanlagen haben sich um 1,4 Mio. Euro aufgrund eines Intercompany Darlehens erhöht, gleichzeitig sind die Sachanlagen um 0,3 Mio. Euro zurückgegangen. Den Investitionen in Höhe von 3,4 Mio. Euro standen Abschreibungen in Höhe von 3,4 Mio. Euro und Abgänge mit Restbuchwert in Höhe von 0,1 Mio. Euro gegenüber. Das Umlaufvermögen ist gegenüber dem Vorjahr um insgesamt 8,7 Mio. Euro zurückgegangen, wobei die Vorräte einen Anteil von 7,5 Mio. Euro und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen einen Anteil von 0,3 Mio. Euro an der Absenkung tragen. Nachdem in den Vorjahren die Lagerbestände zur Sicherung der Lieferfähigkeit deutlich erhöht waren, ist mit der Normalisierung der internationalen Lieferketten im vergangenen Jahr der Abbau dieser Sicherheitsbestände bei uns und unseren Kunden weitgehend abgeschlossen. Darüber hinaus sind die Warenbestände und Forderungen durch tendenziell niedrigere Preise und eine abgeschwächte Nachfrage im 2. Halbjahr getrieben. Des Weiteren nahmen die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen um 0,5 Mio. Euro und die sonstigen Vermögensgegenstände um 0,5 Mio. Euro ab. Die Rückstellungen sind im Jahr 2023 insbesondere aufgrund höherer Rückstellungen für Ertragssteuern mit einem Anteil von 1,7 Mio. Euro und inflationsbedingt höherer Pensionsrückstellungen mit einem Anteil von 1,3 Mio. Euro um insgesamt 1,1 Mio. Euro angestiegen. Die sonstigen Rückstellungen reduzierten sich wegen geringerer Rückstellungen für Umsatzsteuerverbindlichkeiten und Kundenboni um 1,9 Mio. Euro. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind aufgrund der Rückzahlung von Darlehen um 1,1 Mio. Euro auf null gesunken. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich aufgrund gesunkener Einkaufspreise bei den Rohstoffen und einer abgeschwächten Nachfrage um 3,1 Mio. Euro reduziert. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind im gleichen Zeitraum um 0,3 Mio. Euro angestiegen. Durch die geringere Inanspruchnahme des konzerneigenen Cash-Pools der Van Genechten Gruppe zur Finanzierung von Investitionen und Umlaufvermögen sind die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 8,3 Mio. Euro zurückgegangen. Das Eigenkapital ist durch das positive Jahresergebnis um 3,6 Mio. Euro auf 30,8 Mio. Euro angewachsen. Im Jahr 2023 wurden keine Ausschüttungen an die Gesellschafter vorgenommen. Die Eigenkapitalquote hat sich aufgrund der insgesamt niedrigeren Bilanzsumme und des positiven Jahresergebnisses auf 43,1 % (Vorjahr 34,4 %) erhöht. Die Gesellschaft sieht sich in der Lage, sämtliche Lieferanten, die skontofähig waren, auch mit Skontoabzug zu bezahlen. Die Finanzierung des laufenden Geschäftes erfolgte durch den Cash-Pool des Van Genechten Konzerns. Zahlungen in Fremdwährung wurden kursgesichert. Im Jahr 2023 betrugen die Investitionen in Sachanlagevermögen insgesamt rund 3,4 Mio. Euro (Vorjahr 5,8 Mio. Euro). Den größten Anteil trugen dabei mit 2,8 Mio. Euro Anschaffung in neue Maschinen im Bereich der Druckerei, um die Effizienz im operativen Bereich zu steigern und das Produktportfolio ausbauen zu können. Mit einem Investitionsaufkommen von 3,4 Mio. Euro vielen die Anschaffungen wegen zeitlichen Verzögerungen bei den Projekten um 0,6 Mio. Euro geringer aus als im Vorjahresbericht prognostiziert. III. PROGNOSEBERICHT Nachdem wir im Jahr 2023 mit einem Jahresüberschuss von 3,6 Mio. Euro bereits ein deutlich positives Ergebnis erzielt haben, planen wir für das kommende Jahr wieder ein Jahresergebnis auf gleichbleibendem Niveau. Wir gehen grundlegend weiterhin von einer positiven Geschäftsentwicklung für unser Unternehmen aus, planen jedoch aufgrund tendenziell sinkender Rohstoffpreise und diesbezüglich angepasster Verkaufspreise mit einem Umsatzrückgang im unteren, einstelligen Prozentbereich. Für das Berichtsjahr 2024 sind Investitionen vor allem in technische Anlagen und Maschinen im Wert von 5,9 Mio. Euro geplant, um die Produktivität nachhaltig zu steigern und um in profitablen Marktsegmenten weiter wachsen zu können. Die Erwartungen stehen jedoch unter dem Vorbehalt, dass es nicht zu signifikanten Margeneinbrüchen kommt und wir unsere Kapazitäten für den Rest des Jahres 2024 wie geplant auslasten können. IV. CHANCEN- UND RISIKOBERICHT Grundsätzlich sind alle Kunden kreditversichert, so dass sich das Ausfallrisiko auf den Selbstbehalt beschränkt. Ein aktives Risikomanagement überwacht ständig und systematisch alle Bereiche des Konzerns und leitet bei Bedarf entsprechende Maßnahmen ein. Dies wird konzernübergreifend und systemgestützt durchgeführt. Existenzgefährdende Risiken werden nicht gesehen. Bei dem mit Abstand größten Kostenfaktor Rohkarton und auch bei anderen Bedarfen sehen wir für das Jahr 2024 infolge einer verbesserten Versorgungslage und einer wiederkehrenden Preissensibilität weiter sinkende Preise. Bei den Kunststoffen und anderen mineralölbasierten Produkten haben sich die Preise im letzten Jahr aufgrund der rückläufigen Rohstoffkurse bereits etwas normalisiert. Hier sehen wir die Talsohle vorerst erreicht, weitere Preissenkungen sind in Abhängigkeit von der geopolitischen Situation möglich. Die größte Herausforderung für das kommende Jahr sehen wir neben der Volumenentwicklung durch die anhaltende Kaufzurückhaltung im Handel, in der Stabilisierung unserer Margen infolge des langfristig wirksamen Inflationsdrucks einerseits, unter anderem bei den Löhnen und Gehältern und der zunehmenden Preissensibilität auf den Absatzmärkten im Einzelhandel andererseits. Ein Liquiditätsrisiko sehen wir aufgrund der umfangreichen Finanzierungsmöglichkeit über den konzerneigenen Cash-Pool und der komfortablen Eigenkapitalquote aktuell nicht. Unser Kundenportfolio beinhaltet neben Risiken, die durch die wettbewerbsorientierte Preispolitik unserer Konkurrenten auftreten können, auch Chancen, die sich aus weiterentwickelten Strategien zur Marktbearbeitung ergeben. Vor allem der Trend zu nachhaltigen Verpackungslösungen und der zunehmende Austausch von Kunststoff durch nachwachsende Rohstoffe spielen eine immer wichtigere Rolle. Eine wesentliche Unterstützung erfolgt dabei durch unsere hauseigene Entwicklungsabteilung und den Bereich Kartonveredelung. Wir stufen die Risiken insgesamt als beherrschbar ein und sehen den Fortbestand der VG Nicolaus GmbH als nicht gefährdet an. Vielmehr sehen wir in unserem Geschäftsbereich für die Zukunft günstige Entwicklungsmöglichkeiten.
Kempten, 13. Juni 2024 Die Geschäftsführung Frederic de Somer Dr. Frank Ohle |
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