Walther Flender Beteiligungsgesellschaft mbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Wolfram Schäfer seit 7.3.2024 | Geschäftsführer |
Ralf Neumann seit 7.3.2024 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 30.33% | |
Johannes-Nikolaus Schmidt | 30.33% |
| 9.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Walther Flender GmbHDüsseldorfJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023Lagebericht zum 30.09.2023A. Geschäfts- und Rahmenbedingungen 1. Unternehmensstruktur, Geschäftstätigkeit Das Unternehmen Walther Flender wurde 1935 zunächst als Einzelkaufmann gegründet. 1947 wurde Walther Flender in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung umgewandelt. In der Gesellschafterversammlung vom 18. April 2023 wurde die Firma "Walther Flender GmbH", eingetragen beim Amtsgericht Düsseldorf unter HRB 662 (die Vorgesellschaft), in die Firma "RSJ Holding GmbH" geändert. Zugleich wurde ihr gesamter operativer Geschäftsbetrieb auf die dadurch neu gegründete GmbH unter der Firma "Walther Flender GmbH", eingetragen beim Amtsgericht Düsseldorf unter HRB 100713, im Wege der Ausgliederung zur Neugründung mit Wirkung zum 1. Oktober 2022 übertragen. Die Eintragung im Handelsregister erfolgte am 23. Mai 2023. Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der Walther Flender GmbH besteht in der Entwicklung, Konzipierung, Herstellung, Bearbeitung und Vermarktung von Maschinenteilen für die Antriebstechnik, insbesondere für kundenspezifische Anwendungsfälle. Das Produktprogramm umfasst im Wesentlichen:
Das Stammhaus der Walther Flender GmbH befindet sich im Süden von Düsseldorf (Stadtteil Benrath). Von hier werden alle zentralen Funktionen des Unternehmens geleitet und überwiegend auch ausgeführt. Hierzu zählen insbesondere Verwaltung, Vertrieb, Materialwirtschaft, Technik, Forschung und Entwicklung, Qualitätssicherung und Produktion. Darüber hinaus erfolgt der Vertrieb deutschlandweit durch Vertriebsingenieure und wird durch Vertriebsbüros in Taucha bei Leipzig und Renningen bei Stuttgart unterstützt. In Sachsen-Anhalt (Alsleben) und in Baden-Württemberg (Renningen) verfügt die Gesellschaft über zwei weitere nationale Produktionsstandorte. 2. Geschäftsverlauf 2.1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft Weltwirtschaftliches Umfeld Nachdem im Jahr 2022 trotz hoher Energiepreise und großer Unsicherheit insbesondere in Folge des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine ein Zuwachs der Weltproduktion um 3,2 Prozent erreicht wurde, legte die Weltwirtschaft im Jahr 2023 mit historisch schwachen rund 3 Prozent zu. Gleichwohl fiel die Weltkonjunktur damit besser als zunächst erwartet aus - trotz Inflationsschocks und daraufhin erfolgten geldpolitischen Reaktionen. Besonders robust zeigte sich die Wirtschaft in den USA, schwach entwickelte sich die Produktion in der EU, die chinesische Wirtschaft wuchs um knapp über 5 Prozent. [Bundesverband der Deutschen Industrie e. V., BDI Globaler Wachstumsausblick 11/2023/ Kieler Konjunkturberichte Weltwirtschaft im Winter 2023] Deutsche Konjunktur Nachdem das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2022 um 1,9% gestiegen war, wurde die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023 von einer wirtschaftlichen Stagnation geprägt. Dabei kam es zwar nicht wie zunächst befürchtet zu einer Energieverknappung in Folge des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine, die Auswirkungen der nachlassenden Weltkonjunktur in Folge von geopolitischen Verwerfungen, Verunsicherungen und hohen Inflationsraten waren jedoch über das ganze Jahr hinweg auf Grund der hohen Exportquote in Deutschland spürbar. Die zunächst hohen Inflationsraten waren gegen Ende des Jahres 2023 rückläufig. Ausschlaggebend hierfür waren die drastischen Fiskalmaßnahmen. Von der Jahresmitte 2022 bis Herbst 2023 stiegen die Zentralbankzinsen im Euroraum in zehn Schritten von 0 auf 4,5 Prozent an. [Pressemitteilung vom 13. Januar 2023 - Nr. 020/23 Statistisches Bundesamt/ Institut der Deutschen Wirtschaft, IW-Konjunkturprognose Winter 2023/ Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Dezember 2023, Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz] 2.2. Entwicklung der Branche Im Jahr 2022 betrug der Umsatz im deutschen Maschinenbau rund 244 Milliarden Euro nach rund 222 Mrd. Euro im Vorjahr 2021. Für 2023 beläuft sich die Schätzung des Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e. V. (VDMA) auf 266 Mrd. Euro. Hauptabnehmerregionen waren dabei Europa (57,2%), Amerika (18,7%, davon Nordamerika 14,5%) sowie Ostasien (12,6%, davon China 9%). Im Verlauf des Jahres 2023 schächte sich das Exportwachstum ab. Nach einem Plus von 15,2 % im ersten Quartal lag das dritte Quartal mit 3,6% sogar unter dem Vorjahresniveau. Prägend für das Jahr 2023 waren zudem hohe Auftragsbestände und weniger Engpässe in den Lieferketten, weswegen die Produktion insgesamt gut verlief. Da die Auftragsbestände nach und nach aufgezehrt werden, kann dieser die Produktion immer weniger stützen. Der VDMA hat daher seine Prognose für 2024 von bisher minus 2 auf minus 4 % angepasst. [Statistisches Bundesamt, VDMA] 2.3. Einschätzung der Unternehmensleitung Die Geschäftsleitung der Walther Flender GmbH beurteilt die Entwicklung des Unternehmens im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022/23 insgesamt als sehr gut. Sowohl im Auftragseingang als auch im Umsatz und im Rohergebnis konnten deutliche Zuwächse erzielt werden. Nach einem Jahresüberschuss im Geschäftsjahr 2021/2022 (30.09.2022) in Höhe von 1.505 TEUR konnte das diesjährige Geschäftsjahr mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 2.010 TEUR abgeschlossen werden. Die Prognose aus dem Lagebericht des Vorjahrs bzgl. der erwarteten Entwicklung von Umsätzen und Ergebnis hat sich im Wesentlichen bewahrheitet. Die Auftragsreichweite zum Bilanzstichtag betrug ca. 5 Monatsumsätze. 3. Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Vorbemerkung: Um die Vergleichbarkeit mit den Vorjahreszahlen herzustellen, werden die angepassten Vorjahreszahlen (Pro-Forma-Zahlen der Vorgesellschaft) angegeben. Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Walther Flender GmbH hat sich im Geschäftsjahr 2022/23 weiter stabilisiert. Das Ergebnis der Walther Flender GmbH liegt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 2.010 T€ deutlich über dem Vorjahresniveau mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 1.505 T€. a. Ertragslage Der Umsatz der Walther Flender GmbH lag mit 53.158 T€ im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich über dem Niveau des Vorjahres (GJ 2021/2022: 47.020 T€). Die Umsatzerlöse verteilten sich auf die Geschäftsbereiche Maschinenteile mit 50,8 Mio. € (VJ: 44,3 Mio. €), Automotive mit 2,0 Mio. € (VJ: 2,3 Mio. €) und Sonstiges mit 0,385 Mio. (VJ: 0,4 Mio. €). Vom Umsatz entfielen rund 38 Mio. € auf das Inland (VJ: 36,4 Mio.) und rund 15.145 Mio. € auf das Ausland (VJ: 10,6 Mio.). Der Materialaufwand ist von 27.090 T€ auf 32.130 T€ gestiegen. Das Rohergebnis lag im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 21.354 T€ und somit deutlich über dem Vorjahresniveau (VJ: 20.338 T€). Durch die im Vergleich zum Umsatz (+13,1 %) überproportional gestiegenen Materialaufwendungen (+18,6 %) ist die Rohertragsquote (ohne die sonstigen betrieblichen Erträge) im Vergleich zum Vorjahr von 42,7% auf 39,7% gesunken. In den Materialaufwendungen ist eine Warenabwertung für die Aufgabe des Geschäftsbereichs Automotive von 1.025 T€ enthalten. Die Personalaufwendungen sind im abgelaufenen Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr von 10.747 T€ auf 11.147 T€ gestiegen; dies ist im Wesentlichen auf allgemeine Gehaltssteigerungen und die Zunahme der variablen Gehaltsbestandteile zurückzuführen. Die Personalaufwandsquote ist durch die überproportional gestiegenen Umsatzerlöse von 22,7 % im Vorjahr auf 20,8 % gefallen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen mit 6.358 T€ deutlich über dem Niveau des Vorjahres (6.095 T€); der Anteil am Umsatz betrug 11,9 % (Vorjahr: 12,9 %). Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist im Wesentlichen auf die um 324 T€ erhöhten Raumkosten, erhöhte Reiseaufwendungen (65 T€), fremde Provisionen (122 T€) sowie erhöhte Rechts- und Beratungskosten (146 T€) zurückzuführen. Die Verbesserung des Finanzergebnisses von 10 T€ auf 296 T€ ergibt sich im Wesentlichen aus den erhöhten Beteiligungserträgen (Anstieg von 373 T€ auf 505 T€) und aus der im Vorjahr vorgenommenen Abschreibung auf eine Finanzanlage (im laufenden Jahr 0 T€, im Vorjahr 178 T€). Das Ergebnis vor Ertragsteuern stieg im Berichtsjahr auf 2.857 T€ (Vorjahr 2.045 T€). Der Anstieg des Ergebnisses ist im Wesentlichen auf den gestiegenen Umsatz im Berichtsjahr bei niedriger Personalaufwandsquote zurückzuführen. Der Jahresüberschuss belief sich auf 2.010 T€ (Vorjahr 1.505 T€). b. Finanzlage Der Cashflow aus operativer Tätigkeit betrug im Berichtszeitraum 4.818 T€ (Vorjahr: 138 T€). Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit belief sich im Geschäftsjahr 2022/23 auf -907 T€ (Vorjahr: -914 T€), der im Wesentlichen auf die Investitionen in das Sachanlagevermögen (1.269 T€) zurückzuführen ist. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug 658 T€ (Vorjahr: -3.137 T€); er besteht im Wesentlichen aus der Aufnahme weiterer Bankdarlehen in Höhe von 5.985 sowie aus den planmäßigen Tilgungen der Bankdarlehen in Höhe von 5.088 T€. Die Liquiditätslage unseres Unternehmens war im Berichtsjahr zu jedem Zeitpunkt zufriedenstellend; wir waren daher zu jeder Zeit in der Lage, unseren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Es bestehen ausreichende Kreditlinien. Die Zinssätze sind marktüblich. Wir verfügten zum Bilanzstichtag über einen Finanzmittelbestand von 7.798 T€ (Im Vorjahr 3.229 T€). c. Vermögenslage Die Bilanzsumme der Walther Flender GmbH belief sich zum Bilanzstichtag am 30.09.2022 auf 26.675T€. Sie hat sich im Vergleich zum Vorjahr somit um 2.981 T€ erhöht. Größter Aktivposten sind die flüssigen Mittel mit 7.798 T€ und einem Anteil von 26,3 % der Bilanzsumme (im Vorjahr 3.229 T€ bzw. 12,1 %). An der Bilanzsumme hat das Anlagevermögen mit einem Betrag in Höhe von 6.476 T€ einen Anteil von rund 21,9 %. Es unterteilt sich auf Immaterielle Vermögensgegenstände (1.139 T€; Vorjahr: 1.183 T€), Sachanlagen (4.450 T€; Vorjahr: 4.198 T€) und Finanzanlagen 887 T€ (Vorjahr: 887 T€). Die getätigten Investitionsmaßnahmen (1.459 T€; Vorjahr: 2.297 T€) konnten mit eigenen Mitteln und i.d.R. mittelfristig abgeschlossenen Kreditverträgen durchgeführt werden und stärken die zukünftige Finanz- und Ertragslage des Unternehmens. Die Investitionen wurden hauptsächlich in neue technische Anlagen und Maschinen (677 T€), in die Betriebs- und Geschäftsausstattung (342 T€) und in Anlagen im Bau (251 T€) vorgenommen. Das Umlaufvermögen stieg von 20.231 T€ im Vorjahr auf 23.038 T€ zum Bilanzstichtag und entspricht einem Anteil an der Bilanzsumme von rund 77,7 % (Vorjahr: 75,8 %). Die größte Veränderung betraf (neben den flüssigen Mitteln) die Vorräte, die von 10.977 T€ auf 6.891 T€ gesunken sind; neben der in der Ertragslage erwähnten Abwertung ist die Verringerung im Wesentlichen auf den Abbau der in den Vorjahren angeschafften Bestände zurückzuführen. Das Eigenkapital beträgt 15.604 T€ (Vorjahr: 13.594 T€) und entspricht einem Anteil an der Bilanzsumme von 52,7 % (im Vorjahr 51,0 %). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (7.735T€; Vorjahr: 6.422 T€) betragen 24,7% (Vorjahr: 24,1 %) der Bilanzsumme. Sie bestehen im Wesentlichen, wie im Vorjahr, aus Darlehen mit einer Restlaufzeit zwischen 1 Jahr und 5 Jahren. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage war im Geschäftsjahr 2021/2022 und zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichtes zufriedenstellend. d. Finanzielle Leistungsindikatoren Für interne Steuerungszwecke verwenden wir die folgenden bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren:
Der Rohertrag entspricht dem Saldo aus Umsatzerlösen, Bestandsveränderung und Materialaufwand. B. Prognosebericht - Voraussichtliche Entwicklung mit ihren Chancen und Risiken 1. Konjunkturelle Aussichten 2024 Die OECD rechnet für 2024 mit einem globalen BIP-Wachstum von 2,9 %. Angesichts des nachlassenden Kostendrucks dürfte sich der allmähliche Rückgang der Inflation fortsetzen. Unsicherheitsfaktoren sind die aktuellen geopolitischen Spannungen, die sich mit dem Nahostkonflikt verstärkt haben. Die Geschwindigkeit des Wachstums dürfte in den einzelnen Ländern unterschiedlich ausfallen. [OECD-Wirtschaftsausblick, Februar 2024] Deutscher Maschinen- und Anlagenbau Der Verband des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus rechnet für das Jahr 2024 in Deutschland mit einem leichten Umsatzrückgang von 266 auf 263 Mrd. Euro. Grund hierfür ist, dass der Auftragsbestand die Produktion immer weniger stützen kann. [VDMA, Dezember 2023] 2. Aussichten der Gesellschaft Trotz der in den vorherigen Absätzen aufgeführten schwierigen Rahmenbedingungen bewertet die Geschäftsleitung der Walther Flender GmbH die Aussichten unter Berücksichtigung des hohen Auftragsbestandes als gut, auch wenn eine Prognose der zukünftigen Geschäftsentwicklung der Walther Flender GmbH zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung noch mit Unsicherheiten behaftet ist. Die in den Vorjahren erarbeitete und implementierte Wettbewerbsstrategie, in ausgewählten Märkten und Zielbranchen kundenspezifische und anwendungsorientierte Produkt- und (digitale) Servicelösungen in unserem Kerngeschäft der Antriebstechnik für unsere Kunden zu dimensionieren, zu entwickeln, herzustellen und zu liefern, führt zu einem Wettbewerbsvorteil, den wir weiter nachhaltig ausbauen werden. In unserer Forschungs- und Entwicklungsabteilung optimieren wir in Zusammenarbeit mit dem Business Development kontinuierlich unser Produkt- und Dienstleistungsportfolio, um unser Unternehmen an die sich ständig ändernden Marktbedingungen anzupassen. Ferner verbessern wir kontinuierlich unsere Administrations- und Produktionsprozesse, um unsere bedeutende Stellung am deutschen Markt zu festigen und unsere Kunden in größtmöglichen Maßen zufrieden zu stellen. Unsere solide Finanzkraft ermöglicht diese Bestrebungen. Für das nächste Geschäftsjahr sind neben Ersatzinvestitionen - insbesondere in der Produktion für Zahnriemenscheiben - auch Investitionen in den weiteren Ausbau der eigenen Produktion von Zahnriemen geplant (Produktionsanlagen und Formen). Diese werden voraussichtlich in einem niedrigen einstelligen Millionenbereich liegen und über Bankdarlehen mit entsprechenden kongruenten Laufzeiten finanziert. Vor diesem Hintergrund hält die Geschäftsleitung das folgende Basisszenario für realistisch: Für das Geschäftsjahr 2023/24 wird mit einem leichten Zuwachs der Umsätze und einem deutlichen Anstieg des Rohertrags - dies ist auch auf die einmalige Abwertung der Vorräte im Geschäftsjahr 2022/2023 in Höhe von 1.025 T€ zurückzuführen - gerechnet. Hier rechnen wir mit einem weiteren Wachstum im Bereich Maschinenteile/ Antriebstechnik und einem weiteren deutlichen Rückgang im Bereich Automotive. Wir rechnen mit einem deutlichen Anstieg des Ergebnisses vor Ertragsteuern. Die Geschäftspolitik wird im Wesentlichen unverändert bleiben. Dieses Basisszenario kann durch die zuvor aufgezeigten weltwirtschaftlichen Risiken negativ beeinflusst werden. C. Chancen- und Risikobericht C.1. Chancenbericht Die in der Vergangenheit erarbeiteten strategischen Wettbewerbsvorteile, in ausgewählten Märkten rund um das Kerngeschäft "Zahnriemenantriebe" komplette Antriebslösungen zu entwickeln, zu produzieren und zu vertreiben und die hieraus resultierenden Ertragspotenziale, stellen die wesentliche Chance dar. Die Entwicklung, Produktion und der Vertrieb der kompletten Antriebslösungen des Kerngeschäfts "Zahnriemenantriebe" sollen auch künftig weiter ausgebaut werden. Das Produkt- und Dienstleistungsportfolio wird hierfür an die sich ständig ändernden Marktbedingungen angepasst. Chancen sehen wir nicht nur in der Pflege unserer breiten Kundenbasis und in der Vertiefung bestehender Kundenbeziehungen durch den Vertrieb, sondern auch in der strategischen Definierung von Zielbranchen. Unter Berücksichtigung aller uns derzeit ersichtlichen Risiken versuchen wir in diesen Branchen durch unser Business Development Ertragspotenziale zu erschließen. C.2. Risikomanagementziele und -methoden Unsere Gesellschaft ist naturgemäß einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die sich aus der Geschäftstätigkeit als solcher ergeben. Diesen begegnen wir mit einem entsprechenden Risikomanagement, um unser Bestreben nach solidem, nachhaltigem Wachstum und Ertrag kontinuierlich zu realisieren und Risiken weitestgehend zu vermeiden. Im Einzelnen bedienen wir uns einer Reihe von Management-, Planungs- und Kontrollsystemen, die uns bei der Messung, Überwachung und Steuerung dieser Risiken unterstützen. Besonderes Gewicht legen wir dabei auf unsere Unternehmensplanung sowie das interne Berichtswesen und Controlling. Die strategische Unternehmensplanung ermöglicht es uns, potenzielle Risiken vor wesentlichen Entscheidungsfindungen abzuschätzen, während das interne Berichtswesen eine angemessene Beurteilung derartiger Risiken während der Durchführung und Abwicklung von Unternehmensprozessen ermöglicht. Nachfolgend beschreiben wir wesentliche Risikofaktoren, die unser Geschäft und unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage maßgeblich beeinflussen können. Hierbei ist zu betonen, dass die Aufzählung der Risiken nicht abschließend ist. Risiken, die uns derzeit noch nicht bekannt sind, oder Risiken, die wir derzeit noch als weniger signifikant einschätzen, könnten sich ebenfalls nachhaltig auf das Unternehmen auswirken. 1. Allgemeine Geschäftsrisiken Unser Unternehmen wird von den Unsicherheiten der oben aufgeführten konjunkturellen und (geo-) politischen Rahmenbedingungen beeinflusst. Zudem ist die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens naturgemäß in einem hohen Umfang von der Entwicklung unseres Kundenstamms abhängig. Die hiermit einhergehenden Risiken versuchen durch unser Business Development zu reduzieren. 2. Operative Risiken Wir betreiben komplexe Materialwirtschafts- und Produktionsprozesse. Bei Störungen in unseren Wertschöpfungsketten sind wir der Gefahr von Lieferverzögerungen und -engpässen, Qualitätsproblemen, sowie Produktsicherheits-, Arbeitssicherheits- und Umweltrisiken ausgesetzt. Um diesen Risiken zu begegnen, lassen wir unsere Prozesse jährlich durch den TÜV Rheinland nach der Prüfungsnorm ISO 9001:2015 zertifizieren (zuletzt am 29.06.2022 nach DIN ISO 9001/2015 zertifiziert; Gültigkeit des Zertifikats vom 01.08.2022 bis 31.07.2025). Zudem überprüfen wir kontinuierlich unsere Logistikprozesse und Produktionsverfahren und verbessern diese bei Bedarf. Unsere technischen Anlagen werden regelmäßig entsprechend bestehender öffentlich-rechtlicher oder privatrechtlicher Vorgaben inspiziert und unsere Mitarbeiter entsprechend aus- und weitergebildet. Versicherbare Risiken wie Sach- und Feuerschäden, Betriebsunterbrechungen, Cyber-Risiken und Betriebs- und Produkthaftungsrisiken sind in unserem Unternehmen in angemessenem Umfang abgesichert und werden jährlich überprüft und entsprechend adjustiert. IT-Risiken bewerten wir regelmäßig mit unserem hierfür zuständigen Partnerunternehmen sowie mit der Cyber- Risiko-Versicherung. Das Eintreten dieser Risiken bewerten wir als unwahrscheinlich, dafür aber als wesentlich. 3. Lieferantenrisiken Bei der Beschaffung unserer Handelswaren, Dienstleistungen sowie Komponenten und Vorprodukte für unsere Fertigung sind wir auf Fremdanbieter angewiesen. Die Einbeziehung Dritter in die Wertschöpfung schafft Risiken wie unerwartete Lieferschwierigkeiten oder unvorhergesehene Preiserhöhungen infolge von Marktengpässen oder Währungseinflüssen. Wir versuchen, lieferantenbezogene Risiken durch intensive Marktbeobachtungen, 2nd Source-Strategien, regelmäßige Gespräche mit unseren Lieferanten, gründliche Prüfung von Lieferqualität sowie durch Lieferverträge zu begegnen, um eine vorteilhafte Belieferung und marktgerechte Preise sicherzustellen. Das Eintreten dieser Risiken bewerten wir als unwahrscheinlich und unwesentlich. 4. Finanzrisiken Die für unser Unternehmen relevanten Finanzrisiken lassen sich in Kredit-, Fremdwährungs- und Zinsrisiken unterteilen: Das bestehende Kreditrisiko wird im Rahmen unseres durch den TÜV Rheinland zertifizierten Credit Management-Systems durch klar definierte Prozesse zur Beurteilung der Kreditwürdigkeit der Kunden reduziert. Wesentlicher Bestandteil unseres Credit Management-Systems ist eine Warenkreditversicherung sowie das regelmäßige Einholen von Auskünften über unsere Kunden bei namhaften Auskunfteien bzw. über das Unternehmensregister. Der Schwerpunkt unseres Forderungseinzugsmanagements liegt in einem geregelten Mahnwesen mit vollständigem und zeitnahem Forderungseinzug. Das Credit Management-System der Walther Flender GmbH wird seit September 2012 regelmäßig durch die TÜV Rheinland Cert GmbH zertifiziert. Im März 2023 wurde das Zertifikat im Rahmen eines Re-Zertifizierungsaudits mit Gültigkeit bis 08.03.2025 neu ausgestellt. Unser Unternehmen wickelt alle wesentlichen Transaktionen in Euro ab. Den Risiken auf den Devisen und Kapitalmärkten wird durch eine angemessene Verwendung von verschiedenen Sicherungsinstrumenten ausreichend Rechnung getragen. Aus den aufgenommenen Krediten bei Kreditinstituten resultiert für unser Unternehmen ein Zinsänderungsrisiko. Diesem wird ebenfalls durch den adäquaten Einsatz von Zinssicherungsinstrumenten (Mikro-Hedge) begegnet. Darüber hinaus sind wesentliche Kredite als Festsatzkredite abgeschlossen. Das mögliche Eintreten dieser Risiken bewerten wir als unwahrscheinlich und unwesentlich. 5. Gesamtrisiko Zum Bilanzstichtag und zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichtes sind uns keine Risiken ersichtlich, die eine Beeinträchtigung des Fortbestandes unseres Unternehmens zur Folge haben könnten. D. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Bei der Walther Flender GmbH handelt es sich um ein inhabergeführtes Familienunternehmen. Im Mittelpunkt unserer Geschäftstätigkeit steht der Kunde mit seinen spezifischen Bedürfnissen, denen wir mit einer umfassenden Kundenberatung, mit der Entwicklung kundenindividueller Produkt- und Servicelösungen und der überdurchschnittlichen Qualität unserer Produkte Rechnung tragen. Des Weiteren legen wir besonderen Wert auf die Bedürfnisse unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im Rahmen des Personalmanagements werden zentrale Themen der nachhaltigen Personalpolitik behandelt. Die hohe Wertschätzung unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gegenüber wird in einer unter dem Branchendurchschnitt liegenden Personalfluktuation reflektiert. Wir werden auch weiterhin als inhabergeführtes Familienunternehmen den Kunden und unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit ihren Bedürfnissen in den Mittelpunkt unserer Geschäftstätigkeit stellen. E. Forschungs- und Entwicklungsbericht Die Walther Flender GmbH hatte im Geschäftsjahr 2015/2016 mit der Entwicklung einer Software für die Auswahl kundenspezifischer Antriebskomponenten unter Berücksichtigung der Lebensdauer und Zuverlässigkeit der Antriebskomponenten begonnen. Diese Arbeiten wurden mittlerweile abgeschlossen, die Software kommt vermehrt unter der Marke L.E.A.N. Drive bei Kundenprojekten zum Einsatz. Auch die im Geschäftsjahr 2015/2016 begonnenen Entwicklungsarbeiten für die Herstellung neuartiger, hybrider Zahnriemen, die die Gesellschaft eigenständig produziert, wurden abgeschlossen. Das Herstellungsverfahren wurde mittlerweile patentiert (vgl. u. a. EP3820686, EP 3411212). Wir haben von dem Wahlrecht nach § 248 Abs. 2 Satz 1 HGB Gebrauch gemacht und die bisher hierfür angefallenen Aufwendungen von insgesamt 1.124 T€ in voller Höhe aktiviert (Aktivierungsquote somit 100 %). Abschreibungen auf die aktivierten Entwicklungskosten wurden im Berichtsjahr in Höhe von 108 T€ vorgenommen.
Düsseldorf, 3. April 2024 Walther Flender GmbH Simon-Martin Schmidt, Geschäftsführer Ralf Neumann, Geschäftsführer Wolfram Schäfer, Geschäftsführer Bilanz zum 30. September 2023AKTIVSEITE
PASSIVSEITE
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Oktober 2022 bis 30. September 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 1. Oktober 2022 bis 30. September 2023I. Allgemeines, Aufstellung des Jahresabschlusses und Rechnungslegungsgrundsätze Die Walther Flender GmbH wurde im Weg der Ausgliederung zum 1. Oktober 2022 neu gegründet und hat an diesem Tag den Geschäftsbetrieb aufgenommen. Die Handelsregistereintragung erfolgte am 5. Mai 2023. Im Zuge der Ausgliederung wurde der operative Geschäftsbetrieb von der RSJ Holding GmbH (vormals Walther Flender GmbH = Vorgesellschaft mit der Handelsregisternummer HRB 662) auf die Walther Flender GmbH übernommen. In der Vorgesellschaft angewandte Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden in der neu gegründeten Walther Flender GmbH weitergeführt. Um die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr herzustellen, werden die angepassten Vorjahreszahlen (Pro-Forma-Zahlen der Vorgesellschaft) angegeben. Die Walther Flender GmbH hat ihren Sitz in Düsseldorf. Sie ist unter der Registernummer HRB 100713 im Handelsregister des Registergerichtes Düsseldorf eingetragen. Der Jahresabschluss ist nach den allgemeinen Rechnungslegungsgrundsätzen des HGB (Vorschriften für alle Kaufleute, §§ 238 ff.) sowie den maßgebenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff.) aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften sind die Regelungen des GmbH-Gesetzes sowie etwaige Bestimmungen im Gesellschaftsvertrag beachtet worden. Angaben, die wahlweise in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind weitestgehend im Anhang aufgeführt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft. Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit erstellt. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Immaterielle Vermögensgegenstände, Sach- und Finanzanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten und, sofern abnutzbar, abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Von dem Wahlrecht nach § 248 Abs. 2 Satz 1 HGB für die Aktivierung von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens hat die Vorgesellschaft Gebrauch gemacht. Die Herstellungskosten wurden nach der handels- und steuerrechtlichen Wertuntergrenze bemessen. Sie werden linear auf die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Abschreibungen der immateriellen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich linear vorgenommen und entsprechen, soweit möglich, den zulässigen steuerlichen Sätzen. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer des Geschäfts- oder Firmenwertes wurde mit 10 Jahren (steuerlich 15 Jahre) festgelegt; dies entspricht der in der Vergangenheit in der Vorgesellschaft festgestellten durchschnittlichen Kundenbindungsdauer. Die Abschreibung der Sachanlagen entspricht in der Regel den höchstzulässigen steuerlichen Sätzen. Bei beweglichen Sachanlagen wenden wir für Zugänge in der Regel die lineare Methode an. Bei den Finanzanlagen werden gegebenenfalls Abschreibungen für voraussichtlich dauernde Wertminderungen berücksichtigt. Die Zusammensetzung des Anlagevermögens ist aus der Anlage zum Anhang ersichtlich. In den Vorräten haben wir die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zu Anschaffungskosten angesetzt. Die Handelswaren werden mit durchschnittlichen Einstandskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips sowie unter Berücksichtigung von Lieferantenskonti zuzüglich pauschal ermittelter Bearbeitungs- und anteiliger Frachtkosten bewertet. Abschläge für ungängiges Material wurden in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen. Die von ausländischen Lieferanten bezogene und in ausländischer Währung berechnete Ware wurde zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag angesetzt. Unfertige und fertige Erzeugnisse haben wir zu Herstellungskosten bewertet. Zinsen für Fremdkapital wurden nicht einbezogen. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände bewerten wir zu Anschaffungskosten. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden abzüglich einer Pauschalwertberichtigung zur Berücksichtigung des allgemeinen Ausfallrisikos bewertet. Für konkret gefährdete Forderungen am Bilanzstichtag wurden Einzelwertberichtigungen gebildet. Die Fremdwährungsforderungen wurden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Fremdwährungsforderungen an Kreditinstitute wurden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Bei der Bemessung der Rückstellungen haben wir allen erkennbaren Risiken angemessen und ausreichend Rechnung getragen. Die Bewertung der Gewährleistungsrückstellungen erfolgte mit einem pauschalen prozentualen Betrag des garantiebehafteten Umsatzes des letzten Geschäftsjahres. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr wurden nicht abgezinst. Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Zinsswaps stellen schwebende Geschäfte dar, die grundsätzlich nicht in der Bilanz ausgewiesen werden; sie bilden mit den variabel verzinslichen Darlehen eine Bewertungseinheit. Zur Absicherung von zukünftigen Zinssteigerungen bei variabel verzinslichen Darlehen wurde ein Zinsswap mit einem inländischen Kreditinstitut abgeschlossen. Die Wirksamkeit der Bewertungseinheit wurde nach der prospektiven Methode beurteilt. Das Darlehen und das Zinssicherungsinstrument stehen in Bezug auf Laufzeit und Zinsrisiko bei diesem Micro-Hedge in einem so engen Zusammenhang, dass erwartet wird, dass sich die gegenläufigen Wertänderungen zukünftig ausgleichen. Die sich im Rahmen der Bewertungseinheit ergebenden gegenläufigen Wertänderungen bzw. Zahlungsströme wurden nach der Einfrierungsmethode abgebildet. Aufwendungen und Erträge aus Fremdwährungen werden im Rahmen der Folgebewertung bzw. Liquidierung mit den tagesaktuellen Devisenkassamittelkursen umgerechnet. III. Bilanzerläuterungen 1. Immaterielle Vermögensgegenstände Die selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen die Entwicklungsaufwendungen einer Software, die für die Optimierung von kundenspezifischen Produktionsverfahren vorgesehen ist. Sie fielen in der Vorgesellschaft erstmals am 26. Oktober 2016 an. Die Fertigstellung erfolgte im Geschäftsjahr 2018/2019. Die Abschreibungen erfolgen linear über 10 Jahre. Der Ausweis der entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände betrifft EDV-Software, Lizenzen und Markenrechte. Die Zugänge des Geschäftsjahres betreffen Software für technische Bearbeitung und Aufwendungen für Markenrechte. Einzelheiten zur Zusammensetzung und Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände sind im beigefügten Anlagengitter dargestellt. 2. Sachanlagen Einzelheiten zur Zusammensetzung und Entwicklung der Sachanlagen sind im beigefügten Anlagengitter dargestellt. 3. Finanzanlagen
Die Eichhorn GmbH, Königswinter, wurde mit Wirkung zum 01. Oktober 2022 auf die Walther Flender GmbH, Düsseldorf, verschmolzen. 4. Vorräte Der Bestand setzt sich wie folgt zusammen:
5. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 6.680 T€ (Vorjahr: 4.801 T€) wurden die Einzelwertberichtigungen zu Forderungen in Höhe von 6 T€ (Vorjahr: 38 T€) und die Pauschalwertberichtigungen zu Forderungen in Höhe von 62 T€ (Vorjahr: 43 T€) aktivisch abgesetzt. Ihre Restlaufzeiten betragen bis zu einem Jahr. Zum 30. September 2023 bestanden 3.309T€ (Vorjahr: 3.484 T€) Inlands- und 3.439 T€ (Vorjahr: 1.397 T€) Auslandsforderungen. Die Auslandsforderungen bestehen teilweise aus Fremdwährungsforderungen (23 T€, Vorjahr: 23 T€). Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen bestanden gegen die RSJ Holding GmbH, Walther Flender Power Transmission (Changshu) Co. Ltd. und die Walther Flender s.r.o. mit Restlaufzeiten bis zu einem Jahr. Sie bestehen in Höhe von 1.040 T€ aus Darlehen und in Höhe von 439 T€ aus dem Liefer- und Leistungsverkehr. In den Sonstigen Vermögensgegenständen sind im Wesentlichen Forderungen gegenüber dem Stromversorger bezüglich der Strompreisbremse (129 T€) und gegenüber dem Warenkreditversicherer bezüglich eines Jahresbonus (21 T€). Ihre Restlaufzeiten betragen bis zu einem Jahr. 6. Rechnungsabgrenzungsposten Abgegrenzt sind zum 30. September 2023 nach § 250 Abs. 3 HGB verschiedene Disagien von 2 T€ (Vorjahr: 5 T€) sowie vorausbezahlte Zinssicherungsprämien, die über die Laufzeit abgeschrieben werden, Versicherungsprämien, Wartungskosten und ähnliches. 7. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung - Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden Die nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechneten Vermögensgegenstände werden mit dem Zeitwert bewertet; dieser richtet sich nach dem geschäftsplanmäßigen Deckungskapital zuzüglich solcher Überschussbeteiligungen, die nicht widerrufen werden können. Der vom Versicherer mitgeteilte Aktivwert stimmt mit diesem Wert überein. Darüber hinausgehende Versicherungsansprüche sind mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Zum 30. September 2023 wurde das den Pensionsverpflichtungen zugehörige Deckungsvermögen der Rückdeckungsversicherung in Höhe von 935 T€ (Zeitwert, Vorjahr: 1.052 T€) mit diesen verrechnet; der Restbetrag von 2 T€ (Anschaffungskosten, Vorjahr: rd. 0 T€) wird nach § 246 Abs. 2 HGB als gesonderter Posten "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" ausgewiesen. Dieser Posten errechnet sich wie folgt:
Aus der Verrechnung von damit in Zusammenhang stehenden Aufwendungen und Erträgen fielen Aufwendungen von 41 T€ (Vorjahr: Erträge von 34 T€) an. 8. Eigenkapital Zum Bilanzstichtag beträgt die Kapitalrücklage 8.593.853,64 €. Mit Ausgliederungsbeschluss wurde die RSJ Holding GmbH (vormals Walther Flender GmbH) zum 1. Oktober 2022 neu gegründet und der operative Geschäftsbetrieb an die Walther Flender GmbH ausgegliedert. Als Gegenleistung erhielt RSJ Holding GmbH (übertragende Gesellschaft) Gesellschaftsanteile an der neu gegründeten Gesellschaft, der Walther Flender GmbH (übernehmende Gesellschaft). Der das gezeichnete Kapital (5.000.000,00 €) übersteigende Wert der Sacheinlage bei Gründung wurde in die Kapitalrücklage (8.593.853,64 €) eingestellt. 9. Rückstellungen Die Bewertung der Pensionsrückstellungen und der ähnlichen Verpflichtungen erfolgte nach dem Teilwertverfahren. Die aufgrund der geänderten Bewertung nach dem BilMoG erforderliche Zuführung zu den Pensionsrückstellungen und ähnlichen Verpflichtungen (23 T€, Vorjahr: 49 T€) wurde im Geschäftsjahr nach Artikel 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB in Höhe von mindestens 1/15 dieses Unterschiedsbetrages vorgenommen (25 T€, Vorjahr: 25 T€). Als Grundlagen für die Berechnung wurden die "Heubeck Richttafeln 2018 G" von Dr. Klaus Heubeck, keine jährliche Steigerung für entsprechende Renten ab Rentenbeginn und für die erwarteten Lohn- und Gehaltssteigerungen sowie der gemäß § 253 Abs. 2 HGB durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre in Höhe von 1,81 % p.a. (Vorjahr: 1,77 % p.a.) verwendet. Deckungsvermögen in Höhe von rd. 935 T€ (Vorjahr: rd. 1.053 T€) wurde verrechnet. Der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen und ähnlichen Verpflichtungen (verrechnete Schulden) beträgt 2.021 T€ (Vorjahr: 2.274 T€). Die nicht in der Bilanz ausgewiesenen Rückstellungen für Pensionen, Anwartschaften auf Pensionen und ähnliche Verpflichtungen betragen 23 T€ (Vorjahr: 49 T€). Der zur Berechnung des Unterschiedsbetrages nach § 253 Abs. 6 HGB verwendete durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre beträgt 1,66 % p.a. (Vorjahr: 1,39 % p.a.) und die daraus resultierende Pensionsrückstellung beläuft sich auf 2.035 T€. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt 14.022 €. Die Sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Personalaufwendungen (684 T€, Vorjahr: 508 T€), Urlaubsverpflichtungen (165 T€, Vorjahr: 170 T€), Jubiläumsaufwendungen (114 T€, Vorjahr: 125 T€) sowie Reklamationen und Gewährleistungen (62 T€, Vorjahr: 77 T€). 10. Verbindlichkeiten Die Zusammensetzung der Verbindlichkeiten sowie die jeweiligen Restlaufzeiten zum 30. September 2023 ergeben sich aus der nachfolgenden Aufstellung:
Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit über einem Jahr betreffen die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Sie betragen 938.783,69 €. Für Investitionsdarlehen werden in der Regel die Finanzierungsobjekte sicherungsübereignet. Die entsprechende Aufstellung zum 30. September 2022 (Pro-Forma) ist nachfolgend dargestellt:
Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit über einem Jahr betreffen die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Sie betragen 2.408.975,44 €. In den Sonstigen Verbindlichkeiten sind an wesentlichen Posten enthalten: Umsatzsteuer und Lohnsteuer September (insgesamt 85 T€, Vorjahr: 224 T€), Verbindlichkeiten aus Lohn und Gehalt (133 T€, Vorjahr: 152 T€) - jeweils für das laufende Geschäftsjahr. Fremdwährungsverbindlichkeiten bestanden am Bilanzstichtag keine (Vorjahr: 13 €). 11. Aktive und passive latente Steuern Wir haben die passiven latenten Steuern mit den aktiven latenten Steuern wie folgt verrechnet:
Aktive latente Steuern ergaben sich im Wesentlichen aus temporären Differenzen im Bereich des Anlagevermögens, aus der nur steuerlichen Aufstockung von bestimmten Vermögensgegenständen, aus der Verschmelzung von Tochtergesellschaften und aus z.T. unterschiedlichen Abschreibungssätzen sowie aus der steuerlichen Aufhebung der Saldierung des Aktivwerts der Rückdeckungsversicherung mit der Pensionsrückstellung. Passive latente Steuern resultierten maßgeblich aus temporären Differenzen aus der Aktivierung von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens sowie aus der unterschiedlichen Bewertung der Pensionsrückstellung. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgte mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen. Die Bemessung der Körperschaftsteuer erfolgte mit dem Steuersatz von 15 % zuzüglich des Solidaritätszuschlags von 5,5 %. Die Berechnung der Gewerbesteuer erfolgte auf der Basis einer Steuermesszahl von 3,5 % und eines Hebesatzes von 440 %. Von dem Aktivierungswahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB für den Ansatz aktiver latenter Steuern wurde in der Vorgesellschaft kein Gebrauch gemacht. 12. Ausschüttungssperre Der Gesamtbetrag der Ausschüttungssperre beträgt 746.750,84 € und setzt sich wie folgt zusammen:
Der ausschüttungsfähige Betrag am Ende des Geschäftsjahres 2022/2023 beträgt 1.263.651,17 € und ergibt sich aus dem Jahresüberschuss von 2.010.402,01 € und abzüglich der o.g. Ausschüttungssperre von 746.750,84 €. IV. Erläuterungen der Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Aufgliederung:
2. Sonstige betriebliche Erträge Die Sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Strompreisbremse in Höhe von 163 T€ (Vorjahr: 0 T€), Gewinne aus dem Abgang von Sachanlagen von 17 T€ (Vorjahr: 43 T€) sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und der Einzelwertberichtigung 67 T€ (Vorjahr: 61 T€). 3. Personalaufwand Im Durchschnitt des Berichtsjahres wurden 188 (Vorjahr: 197) Mitarbeiter beschäftigt, davon 85 (Vorjahr: 85) gewerbliche Arbeitnehmer und 103 (Vorjahr: 112) Angestellte. 4. Abschreibungen Hinsichtlich der planmäßigen Abschreibungen verweisen wir auf die Ausführungen zur Bewertung und auf den beigefügten Anlagenspiegel. 5. Sonstige betriebliche Aufwendungen In diesem Posten sind im Wesentlichen Aufwendungen für Instandhaltung, Maschinenleasing und Lagerkosten (742 T€, Vorjahr: 804 T€), Raumkosten (1.972 T€, Vorjahr: 1.648 T€), Ausgangsfrachten (428 T€, Vorjahr: 471 T€), Aufwendungen für Leiharbeitnehmer (345 T€, Vorjahr: 308 T€), EDV-Kosten (596 T€, Vorjahr: 502 T€), Versicherungen/ Beiträge (303 T€, Vorjahr: 285 T€) sowie Kfz-Kosten (285 T€, Vorjahr: 276 T€) enthalten. 6. Erträge aus Beteiligungen Die Erträge aus Beteiligungen betreffen Gewinnausschüttungen der Walther Flender Beteiligungsgesellschaft mbH und der IngerSon IT Consulting GmbH. 7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Hierin enthalten sind im Wesentlichen Zinsen aus verbundenen Unternehmen (22 T€, Vorjahr: 17 T€) enthalten. 8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Hierin sind im Wesentlichen Bankzinsen (183 T€, Vorjahr: 170 T€) und Zinsen aus der Abzinsung von Rückstellungen (47 T€, Vorjahr: 41 T€) enthalten. 9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Der unter diesem Posten ausgewiesene Aufwand betrifft mit 755 T€ die Aufwendungen für das Geschäftsjahr (Vorjahr: 593 T€). Darüber hinaus fielen Aufwendungen für die Zuführung von latenten Steuern in Höhe von (91 T€, Vorjahr: 0 T€) an. 10. Sonstige Steuern In den Sonstigen Steuern sind im Wesentlichen Umsatzsteuer auf PKW-Nutzung (10 T€, Vorjahr: 36 T€) und Grundsteuer (27 T€, Vorjahr: 26 T€) enthalten. 11. Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung In den "Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe für bezogene Waren" sind 1.025 T€ für die Abwertung des aufgegebenen Geschäftsbereichs "Automotive" enthalten. V. Sonstige Angaben 1. Angaben zur Geschäftsführung Geschäftsführer der Gesellschaft sind
Die Geschäftsführer sind jeweils einzelvertretungsberechtigt. Unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB unterbleibt die Angabe der aktuellen und der früheren Geschäftsführerbezüge. 2. Konzernabschluss Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der RSJ Holding GmbH, Düsseldorf, einbezogen, die für den größten und zugleich kleinsten Kreis der verbundenen Unternehmen innerhalb der RSJ-Gruppe (vormals Walther Flender-Gruppe) den Konzernabschluss aufstellt. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Unternehmensregister offengelegt. 3. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Die Angaben zu dem Honorar für Leistungen des Abschlussprüfers gem. § 285 Nr. 17 HGB sind, wie im Vorjahr, in unserem Konzernabschluss enthalten. 4. Derivative Finanzinstrumente Der Nominalwert der zur Zinssicherung von Darlehen abgeschlossenen Zinsswap betrug im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses 3.000 T€ (Vorjahr: 3.000 T€); zum Bilanzstichtag betrug der Marktwert -3 T€ (Vorjahr 5 T€). Der Buchwert der in die Bewertungseinheiten einbezogenen Grundgeschäfte beträgt zum Bilanzstichtag 500 T€ (Vorjahr: 600 T€). 5. Sonstige finanzielle Verpflichtungen (einschließlich der Angaben über verbundene Unternehmen und Gesellschafter) Die nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäfte betreffen Leasingaufwendungen (Zeitwerte) in Höhe von 291 T€. Diese Aufwendungen betreffen im Wesentlichen Gegenstände des Mobilienleasings. Wir haben diese Leasingverträge abgeschlossen, um die Finanzierungsstruktur unserer Gesellschaft (wirtschaftlich und finanziell) zu verbessern. Risiken aus diesen Geschäften könnten sich aus dem Abfluss liquider Mittel ergeben. Darüber hinaus bestehen langfristige sonstige finanzielle Verpflichtungen von 7.939 T€ für Mietverträge, davon 7.594 T€ für Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen. Die Aufteilung der sonstigen finanziellen Verpflichtungen ist nachfolgend dargestellt:
6. Haftung Die Walther Flender GmbH haftet als Gesamtschuldnerin für Darlehen der Muttergesellschaft (verbundenes Unternehmen) zum Bilanzstichtag i.H.v. 1,2 Mio. €. Mit einer Inanspruchnahme ist derzeit nicht zu rechnen, da die Muttergesellschaft zum einen in der Vergangenheit ihre Darlehensverbindlichkeiten immer planmäßig erfüllt hat. Zum anderen werden ausweislich der Planung der Muttergesellschaft für das nächste Geschäftsjahr auch keine Liquiditätsengpässe erwartet, so dass auch hier mit planmäßigen Darlehenstilgungen gerechnet wird. 7. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss und den Gewinnvortrag des Geschäftsjahres 2022/2023 auf neue Rechnung vorzutragen. 8. Nachtragsbericht Über Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres am 30.09.2023 eingetreten sind, wird nachfolgend berichtet: Es gab keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag.
Düsseldorf, 3. April 2024 Walther Flender GmbH Simon-Martin Schmidt, Geschäftsführer Ralf Neumann, Geschäftsführer Wolfram Schäfer, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens (erweiterte Bruttodarstellung) zum 30. September 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Walther Flender GmbH, Düsseldorf Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Walther Flender GmbH, Düsseldorf, - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Walther Flender GmbH, Düsseldorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, 3. April 2024 GREIS
& BROSENT GMBH
Walter, Wirtschaftsprüfer Brosent, Wirtschaftsprüfer Feststellung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss der Walther Flender GmbH zum 30. September 2023 wurde in der Gesellschafterversammlung vom 18. April 2024 festgestellt. |
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