Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Thomson Reuters Germany GmbH
Brüsseler Straße 1-3, 60325 Frankfurt am Main, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Maria Sheahan seit 20.8.2020 | Prokura |
Sabine Wollrab seit 24.6.2020 | Geschäftsführer |
Katja Gödde seit 6.11.2018 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Thomson Reuters Holdings B.V. | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Thomson Reuters Germany GmbHFrankfurt am MainJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023A. Grundlagen des UnternehmensDie Thomson Reuters Germany GmbH ist im Wesentlichen auf das Geschäftsfeld Nachrichten in Text-, Bild- und Videoform sowie Dienstleistungen für Medien, Unternehmen und Finanzinstitutionen fokussiert. Daneben werden im Bereich Corporates standardisierte Softwarelösungen für die Bereiche Tax & Accounting, Indirect Tax und Global Trade Management für zumeist global agierende Unternehmen betreut. B. Wirtschaftsbericht1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Der Geschäftserfolg der Thomson Reuters Germany GmbH hängt maßgeblich von der Entwicklung der Medienmärkte in Deutschland ab, und diese wiederum von der allgemeinen konjunkturellen Lage. Die wirtschaftliche Situation bestimmt die Bereitschaft von Unternehmen, in Werbung und Anzeigen zu investieren, sowie der Verbraucher, Geld für die Mediennutzung auszugeben. Die Thomson Reuters Germany GmbH erzielt Erlöse mit lokalen Kunden aus der Medienindustrie (Print, Online, Bild und TV) sowie verschiedenen Firmenkunden und Institutionen. Durch das Abonnement-Modell mit längerfristigen Verträgen schlägt sich eine Branchenentwicklung eher verzögert in den Umsätzen des Unternehmens nieder, die dadurch weniger volatil sind. Während die Weltwirtschaft 2023 um 3,2 % wuchs, schrumpfte die deutsche Wirtschaft um 0,3 % (IWF World Economic Outlook; April 2024). Sie war damit das Schlusslicht unter den größten Industrienationen der Welt. Der deutsche Werbemarkt verbuchte dabei ein leichtes Plus von 0,3 %. Die schwache Werbekonjunktur zum Jahresanfang konnte vor allem dank eines guten Weihnachtsgeschäfts noch in ein leichtes Wachstum umgewandelt werden. Bei den für die Thomson Reuters Germany GmbH relevanten Mediengattungen verzeichnete TV - auf die mit 49 % aller Brutto-Werbeeinnahmen der größte Teil des Kuchens entfällt - ein Minus von 3,5 %, Zeitungen ein Plus von 7,8 %, Online-Werbung einen Anstieg um 3,8 % und Radio ein Plus von 2,9 %. Publikumszeitschriften büßten allerdings 8,1 % ein. Im Jahr zuvor waren die Brutto-Werbeumsätze um 3,4 % gefallen. Die Entwicklung weg von den klassischen Medien, vor allem gedruckten Zeitungen und Zeitschriften, hin zu digitalen, multimedialen Angeboten schreitet voran. Dem Digital News Report 2023 des Reuters Instituts zufolge haben die Corona-Krise und der Krieg in der Ukraine diesen Trend beschleunigt. Allerdings spielen Plattformen der Sozialen Medien wie YouTube oder TikTok eine immer größere Rolle, die Nutzung von eigenen Webseiten oder Apps von Nachrichtenmarken nimmt ab. Die Bereitschaft, für digitale, personalisierte Inhalte zu bezahlen, scheint der Studie zufolge ein Plateau erreicht zu haben. In Deutschland sind elf Prozent der Menschen bereit, für digitale Nachrichten zu zahlen, was unter dem globalen Durchschnitt von 15 Prozent liegt. Eine Rolle spielt dabei auch die Diskussion um die Qualität und die Glaubwürdigkeit von kostenlos im Internet verfügbaren Nachrichten, gerade in Zeiten von Krieg und Wahlen. Mit schnellen, vertrauenswürdigen, digitalen Nachrichten in Text, Bild und Video hat Reuters die passenden Angebote. Allerdings stellte das Reuters Institut bei seiner Umfrage auch ein rückläufiges Nachrichteninteresse fest: 52 % der Befragten in Deutschland sagten, dass sie sehr oder überaus an Nachrichten interessiert seien. 2022 waren es noch 57 % gewesen. Der Trend zur Nachrichtenvermeidung hielt an: Rund 32 Prozent gaben an, Nachrichten oft oder manchmal aus dem Weg zu gehen. 2. Geschäftsverlauf Thomson Reuters investierte im Jahr 2023 in Lösungen, welche auf künstlicher Intelligenz basieren und führte weltweit Akquisitionen zur Unterstützung des Wachstums in diesem Bereich durch. Der Konzernumsatz wuchs organisch und durch die Akquisitionen. Insgesamt erzielte Thomson Reuters weltweit ein Umsatzplus von 3 %. Die bereinigte EBITDA-Marge (adjusted EBITDA margin) des Konzerns erhöhte sich im Geschäftsjahr 2023 von 35,1 % auf 39,1 %. Für die deutsche Gesellschaft war der Geschäftsverlauf zufriedenstellend, da die Umsätze mit den Drittkunden im Rahmen der Erwartungen lagen und gegenüber dem Vorjahr nur leicht um 1 % fielen. Das EBITDA stieg um 36,0 %, da sich das Rohergebnis um 3 % verringerte, während die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersvorsorge um 35,7 % niedriger als im Vorjahr waren. Die Umsatzerlöse der Gesellschaft betragen im Geschäftsjahr 2023 € 36,8 Mio. gegenüber dem Vorjahresumsatz von € 35,7 Mio. Aus dem Umsatz entfallen € 20,5 Mio. (VJ 19,3 Mio.) auf interne Dienstleistungserträge im Konzern und € 16,3 Mio. (VJ € 16,4 Mio.) auf Drittkundenumsätze. Diese wurden im Wesentlichen mit Abonnementverträgen in Höhe von € 15,8 Mio. (VJ € 15,5 Mio.) erzielt. Die gesamten Umsatzerlöse sind gestiegen, da infolge einer Vertragsänderung auch Unterstützungsdienstleistungen belastet werden und sich der Kostenaufschlagssatz im Bereich der Nachrichten erhöhte, was die niedrigere Kostenbasis ausgleichen konnte. Das operative Geschäft wird neben der Beobachtung des Umsatzes anhand von Kennzahlen wie EBT-Marge (Ergebnis vor Steuern / Umsatzerlöse), Umsatzerlöse mit Drittkunden und EBITDA geleitet. Die EBT-Marge ist im Vergleich zum Vorjahr höher, da insbesondere die Aufwendungen für Altersvorsorge um 35,7 % gegenüber dem Vorjahr gesunken sind. Zudem hatte der gestiegene Kostenaufschlagssatz im Bereich der Redaktion einen positiven Effekt auf das EBITDA. Dieses stieg insgesamt um 36,0 % gegenüber dem Vorjahr. Für das Geschäftsjahr 2023 war mit einer EBT-Marge (Ergebnis vor Steuern/Umsatzerlöse) von -3,0 % und einem EBITDA von € 1,9 Mio. geplant worden. Die Ist-Marge beträgt -0,6 % für das Geschäftsjahr 2023 und ist somit höher als geplant. Dies ergibt sich aus dem Umstand, dass die Kosten gefallen sind, infolge der Vertragsänderung die Erträge aus Konzerndienstleistungen jedoch gestiegen sind. Zudem wurde ein Zinsertrag von T€ 416 im laufenden Geschäftsjahr erfasst, während T€ 24 geplant waren. Die Planung für das Geschäftsjahr 2023 ergab sich aus den erwarteten niedrigeren Kosten und den niedrigeren prognostizierten Dienstleistungserträgen. Durch die Vertragsänderung für die Dienstleistungen vergrößerten sich die Dienstleistungsgebühren gegenüber dem Vorjahr trotz der gesunkenen Kostenbasis im Bereich der Redaktion. Es wurde ein EBITDA mit € 2,1 Mio. erreicht. Die EBT-Marge war mit dem gestiegenen Kostenaufschlag mit -0,6 % über der Planung. 3. Entwicklung der Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme der Gesellschaft beträgt € 22,0 Mio. gegenüber der Vorjahressumme von € 24,2 Mio. Diese setzt sich im Wesentlichen aus dem entgeltlich erworbenen Firmenwert in Höhe von € 8,6 Mio. (VJ 10,5 Mio.) und den Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von € 6,7 Mio. (VJ € 5,9 Mio.) zusammen. Das Umlaufvermögen wird von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von € 6,8 Mio. (VJ € 5,9 Mio.) bestimmt, welche in Höhe von € 0,8 Mio. auf den Liefer- und Leistungsverkehr entfallen und in Höhe von € 5,9 Mio. auf ein kurzfristig kündbares, verzinsliches Darlehen, welches am Bilanzstichtag noch eine Laufzeit 9 Monaten hat. Dieses Darlehen ist jederzeit kündbar und es kann eine Rückzahlung gefordert werden. Innerhalb der sonstigen Vermögensgegenstände werden insbesondere die Aktivwerte der Rückdeckungsversicherungen mit € 1,7 Mio. (VJ € 1,6 Mio.) ausgewiesen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen € 0,2 Mio. (VJ € 0,3 Mio.) und reduzierten sich leicht auch folgend dem leichten Umsatzrückgang mit den Drittkunden. Auf der Aktivseite wurden aktive latente Steuern in Höhe von € 2,2 Mio. (VJ € 2,5 Mio.) ausgewiesen, welche sich auf temporäre Differenzen zwischen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz beziehen. Das Eigenkapital besteht aus dem gezeichneten Kapital in Höhe von € 27.000 und einer Kapitalrücklage in Höhe von € 18,1 Mio. Die Eigenkapitalquote beträgt 67,9 % (VJ 64,0 %). Die Gesellschaft finanziert sich damit weitgehend durch Eigenkapital. Weitere wesentliche Posten der Passivseite sind die langfristigen Pensionsrückstellungen mit € 4,7 Mio. (VJ € 4,8 Mio.) und die sonstigen Rückstellungen mit € 1,3 Mio. (VJ € 1,6 Mio.). In den Rückstellungen sind Abfindungen für Mitarbeiter von € 0,1 Mio. (VJ € 0,3 Mio.) enthalten. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen € 0,03 Mio. (VJ € 1,3 Mio.), da die Zahlungsausgleiche mit den verbundenen Unternehmen meist im laufenden Geschäftsjahr stattfanden. Im Jahr 2023 waren diese zum Bilanzstichtag niedriger, da die Forderungen, infolge der im Jahr 2023 höheren Konzernumsätze, verrechnet werden konnten. Die sonstigen Verbindlichkeiten bestimmen sich im Wesentlichen aus der Lohnsteuerverbindlichkeit von € 0,4 Mio. (VJ € 0,4 Mio.). Zur Finanzierung wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr keine derivativen Finanzinstrumente eingesetzt. Die Bonität und Liquidität waren zu jeder Zeit gegeben, da die Gesellschaft in das Konzern Treasury eingebunden ist. Sie nimmt am konzerninternen Cash Pooling teil, wobei die Banksalden täglich auf null gestellt werden (Cash Concentration) und die Guthabensalden zu einer kurzfristigen Darlehensforderung an eine Konzerngesellschaft werden. Infolge des Geschäftsmodells der Abonnentenverträge mit einer sicheren Marge und der Dienstleistungsverträge mit Kostenerstattung hat die Gesellschaft einen positiven Cash-Flow, welcher sich in den gestiegenen Forderungen an die verbundenen Unternehmen zeigt. 4. Entwicklung der Ertragslage Die Abonnementumsätze entwickelten sich im Geschäftsjahr stabil und konnten leicht gesteigert werden. Der Personalaufwand ist mit € 15,7 Mio. gegenüber dem Vorjahresaufwand von € 16,3 Mio. niedriger, da die Aufwendungen für Altersversorgung um € 1,0 Mio. gesunken sind, da im Vorjahr ein Einmaleffekt die Pensionsrückstellungen anstiegen lies und inflationsbedingt der Rentenanpassungstrend erhöht werden musste. Der Materialaufwand war mit € 16,2 Mio. gegenüber dem Vorjahr mit € 14,8 Mio. höher, da die bezogenen Leistungen im Konzern gestiegen sind. Das Jahresergebnis 2023 beträgt € -0,6 Mio. (VJ € -1,1 Mio.). Dieses Ergebnis bestimmt sich im Wesentlichen aus den Dienstleistungserträgen im Konzern, wo ein Kostenaufschlag von 6,5 % auf die Dienstleistungen der Redaktion erzielt wird, welche den größten Umsatzanteil mit € 18,7 Mio. (VJ € 18,4 Mio.) erwirtschaftete. Aus den Kundenumsätzen Media Sales wurde eine konstante Marge von 2 % bezogen auf die Umsätze erwirtschaftet. Diese positiven Leistungsbeiträge werden durch die lineare Abschreibung des im Geschäftsjahr 2018 erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerts belastet. 5. Finanzielle Leistungsindikatoren Die EBT-Marge (Ergebnis vor Steuern/Umsatzerlöse) betrug im Geschäftsjahr 2023 -0,6 % (VJ -4,0 %). Das EBITDA der Gesellschaft beträgt € 2,1 Mio. (VJ € 1,5 Mio.) und bestimmt sich durch die operative Marge auf die Dienstleistungsumsätze mit Konzernunternehmen und die Außenumsätze im Bereich Media Sales. Der Umsatz mit Drittkunden ist um 1% von € 16,4 Mio. auf € 16,3 Mio. gefallen. 6. Entwicklung der Mitarbeiterzahl Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 134 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (VJ 134) bei der Gesellschaft beschäftigt. Zum Jahresende betrug die Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 131 (VJ 137). Die geringere Mitarbeiteranzahl zum Jahresende entspringt der normalen Fluktuation. Die Belegschaft wird durch einen Betriebsrat vertreten. Die betrieblichen Sozialleistungen bestehen aus betrieblicher Altersversorgung sowie Jubiläumsleistungen. C. Chancen und Risiken der künftigen GeschäftsentwicklungDie Thomson Reuters Germany GmbH ist vollständig in das Risikomanagementsystem der Konzernobergesellschaft integriert. Ziele sind die möglichst frühzeitige Identifikation von Risiken und die Entwicklung von Maßnahmen zur Minimierung und Gegensteuerung. 1. Chancen Chancen für das Geschäft der Thomson Reuters Germany GmbH ergeben sich aus Folgenden Entwicklungen. Dabei sind die Chancen im Folgenden nach ihrer Bedeutung absteigend sortiert:
Die Chancen der Gesellschaft liegen in einer steigenden Nachfrage nach schnellen, zuverlässigen und nach höchsten journalistischen Standards erstellten Nachrichten in Zeiten, in denen im Internet Informationen unsicheren Ursprungs und "Fake News" zuhauf kursieren. Gerade zur Berichterstattung über die Corona-Krise, den Krieg in der Ukraine und dem Krieg im Nahen Osten hat die Redaktion von Thomson Reuters Germany positive Kundenreaktionen auf das Angebot erhalten. Zusätzliches Geschäft lässt sich daraus aber nur bedingt realisieren, da Abonnements Nachrichten zu allen aktuellen Entwicklungen umfassen.
Besonderes Augenmerk liegt weiter auf der Ausweitung des Geschäfts mit Unternehmenskunden. Größere Konzerne Fragen für ihre Pressestellen ein Angebot an Nachrichten vor allem aus den Bereichen Politik, Wirtschaft und Finanzen nach, wie Thomson Reuters Germany sie bietet.
Reuters entwickelt die Einsatzmöglichkeiten für Automatisierungen und Künstliche Intelligenz kontinuierlich weiter. Daraus können sich Vorteile für die Effektivität der eingesetzten Ressourcen als auch für die Produktpalette ergeben, ebenso wie Einnahmen aus dem Zur-Verfügung-Stellen des Reuters-Archivs, um generative KI-Modelle zu trainieren. 2. Externe Risiken Das Geschäft der Gesellschaft kann insbesondere von folgenden externen Risiken beeinflusst werden. Dabei sind die Risiken im Folgenden nach ihrer Bedeutung absteigend sortiert:
Für das Jahr 2024 wird ein leichtes Wirtschaftswachstum für Deutschland erwartet, aber es gibt zahlreiche Risiken. So könnte eine Ausweitung des Krieges in der Ukraine und eine Verschärfung der EU-Sanktionen gegen Russland die Konjunktur und damit die Ausgaben der Unternehmen für Werbung und die Ausgaben der Konsumenten für die Mediennutzung dämpfen. Ebenso nachteilig könnte sich ein Handelskrieg zwischen der EU, den USA und China auswirken. Beides würde die Medienbranche belasten, die wegen des fundamentalen Wandels hin zu digitalen, multimedialen Angeboten unter Reform- und Spardruck steht. Somit besteht das Risiko, dass der Kostendruck an Nachrichtenzulieferer wie Thomson Reuters Germany weitergegeben wird. Das Risiko wird als mittel eingeschätzt.
Die Wettbewerbssituation im deutschen Medienmarkt ist groß - Thomson Reuters konkurriert vor allem mit den Anbietern Bloomberg, dpa, AP und AFP im lokalen Markt. Dazu ist in den vergangenen Jahren die Verfügbarkeit von öffentlichen Quellen an kostenlosen oder relativ preisgünstigen Informationen, insbesondere über das Internet, ständig gewachsen. Dieser Trend hat sich über die zunehmende Digitalisierung beschleunigt. Die Markteintrittsbarrieren wurden reduziert und der Wettbewerb intensiviert. Dies kann die Nachfrage nach unseren Dienstleistungen schmälern. Das Risiko wird als mittel eingestuft.
Die Integrität unserer Marken und unsere Reputation sind eine wesentliche Grundlage für das Vertrauen, welches uns unsere Kunden als Anbieter von Informationen und Nachrichten entgegenbringen. Negative Presse oder Öffentlichkeit gegenüber unserem Unternehmen oder unseren Produkten und Dienstleistungen könnte sich auf die Beziehung zu unseren Kunden auswirken. Fehler beim Schutz unserer Marken, niedrigere Produktstabilität oder Verletzungen der Thomson Reuters Trust Principles könnten die Glaubwürdigkeit und damit das Geschäft von Thomson Reuters negativ beeinflussen. Das Risiko wird aber derzeit als gering eingestuft. Abhängigkeit von Netzwerksystemen und dem Internet Wir bewegen sehr schnell beträchtliche Mengen an Inhalten auf unseren computerbasierten Netzwerken. Daher sind wir von der Verlässlichkeit und Sicherheit unserer elektronischen Auslieferungssysteme und des Internets abhängig. Ein signifikanter Zusammenbruch oder jede Unterbrechung - Sabotage, Einbrüche, menschliche Fehler, Naturkatastrophen, der Ausfall von Strom- oder Verschlüsselungssystemen und Computerviren - könnten unsere Systeme dazu bringen, langsamer zu arbeiten oder für schlimmstenfalls eine gewisse Zeit auszufallen. Diese Risiken werden durch das Thomson Reuters Risikofrüherkennungssystem überwacht. Das Risiko wird derzeit als gering eingestuft. 3. Interne Risiken Das Geschäft der Gesellschaft kann insbesondere von folgenden internen Risiken negativ beeinflusst werden. Dabei sind die Risiken im Folgenden nach ihrer Bedeutung absteigend sortiert:
Unser Erfolg hängt auch von der Fähigkeit ab, hoch qualifiziertes, diverses Personal zu rekrutieren und zu halten. Wir konkurrieren mit vielen Unternehmen, die nach gut ausgebildeten Mitarbeitern suchen. Das Risiko wird derzeit als gering eingestuft. 4. Ausblick und Prognose Der Internationale Währungsfonds rechnet im laufenden Jahr mit einem stabilen globalen Wachstum von 3,2 % (Vorjahr: 3,2 %). Das Bundeswirtschaftsministerium prognostiziert in seiner Ende April veröffentlichten Projektion für Deutschland im Jahr 2024 ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 0,3 %, für das Jahr 2025 dann eine Zunahme von 1,0 %. Die zarte Hoffnung auf eine wirtschaftliche Erholung führt im deutschen Medienmarkt zu einer deutlichen Zuversicht: In den ersten fünf Monaten verbuchte die Branche bei den Brutto-Werbeumsätzen den Nielsen-Daten zufolge einen Anstieg von 10,4 %. Von den für Reuters wichtigen Mediengattungen verbuchte TV ein Plus von 12,3 %, Zeitungen von 8,7 %, Online-Werbung von 8,0 % und Radio von 12,8 %. Zeitschriften notierten ein Minus von 6,3 %. Wegen des Wandels der Branche hält der Reformdruck vor allem auf klassische Medien wie Zeitungen, Zeitschriften und das herkömmliche Fernsehen allerdings an. Die Konkurrenz durch globale Internetanbieter, Streaming-Dienste, die rasant voranschreitende Digitalisierung und der Trend zur Automatisierung und Skalierung über Künstliche Intelligenz (KI) setzen klassischen Erlösmodellen zu. Umsatzzuwächse im Digitalbereich können Einbußen im traditionellen Geschäft zum Teil ausgleichen, zumindest bei denen, die schon früh auf bezahlte Online-Abonnements gesetzt haben. Gleichzeitig ist der Bedarf an zuverlässigen, fakten-basierten Nachrichten groß, gerade aus den internationalen Krisengebieten. Das Abonnement-Geschäft von Thomson Reuters Germany GmbH stabilisiert die Einnahmen auch in einem volatilen Markt. Einzelnen Kündigungen standen im vergangenen Jahr Vertragsverlängerungen und auch Neugeschäft gegenüber. Außerdem konnten Preiserhöhungen durchgesetzt werden. Für das Geschäftsjahr 2024 wird daher im Drittkunden-Geschäft mit Medien und Unternehmen mit stabilen Umsätzen gerechnet. Für das Geschäftsjahr 2024 wird mit einer leicht gesunkenen EBT-Marge (Ergebnis vor Steuern/Umsatzerlöse) von -0,98 % und einem höheren EBITDA von € 2,1 Mio. gegenüber dem Geschäftsjahr 2023 sowie um 1% höheren Umsätzen mit Drittkunden gegenüber 2023 geplant.
Frankfurt am Main, den 1. November 2024 Geschäftsführerin Katja Gödde Sabine Wollrab Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine AngabenDer vorliegende Jahresabschluss für die Thomson Reuters Germany GmbH, Frankfurt am Main, Amtsgericht Frankfurt am Main, HRB 111038 wurde gemäß den §§ 242 ff. und den §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Von den Aufstellungserleichterungen gemäß § 288 Abs. 2 HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften wurde teilweise Gebrauch gemacht. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Die Vermögens- und Schuldposten sind unter Beachtung der Vorschriften des HGB für Kapitalgesellschaften und der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung bewertet. Gemäß Gesellschaftsvertrag läuft das Geschäftsjahr bis zum 31. Dezember eines jeden Jahres. II. Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und AusweismethodenDer Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern Prämisse) gem. § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB aufgestellt. Im Berichtsjahr wurden die angewandten Darstellungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Vorjahres beibehalten. Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Der Geschäfts- oder Firmenwert entfällt auf die Geschäftsbereiche Editorial, Media Sales sowie sonstige unterstützende Bereiche. Er wird über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben. Die betriebliche Nutzungsdauer basierte auf einer Einschätzung der zeitlichen Ertragsrückflüsse auf Basis der identifizierten Komponenten des Geschäfts- und Firmenwertes. Diese repräsentieren insbesondere Kundenstämme sowie das 'Know-how' (Mitarbeiter, Prozesse), die im Rahmen des Erwerbs des Geschäftsbetriebes übernommen wurden. Die Ertragspotentiale dieser Komponenten werden voraussichtlich über einen Zeitraum von mindestens 10 Jahren ausgeschöpft. Erworbene Gegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Im Zugangsjahr erfolgen die Abschreibungen zeitanteilig. Geleisteten Anzahlungen werden zum Nennwert angesetzt. Mietereinbauten werden über acht Jahre bzw. 8,83 Jahre oder - sofern kürzer - über die Restlaufzeit des Mietvertrages abgeschrieben. Den anderen Anlagen und der Betriebs- und Geschäftsausstattung wird je nach Anlagengruppe eine Nutzungsdauer zwischen drei und 13 Jahren zugrunde gelegt. Vermögensgegenstände, deren Anschaffungskosten weniger als € 250,00 (netto) betragen, werden im Zugangszeitpunkt aufwandswirksam erfasst. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von netto € 800,00 (netto) werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Dem Ausfallrisiko von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Die Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen werden mit dem durch die Versicherungsgesellschaft bestätigten garantierten Aktivwert angesetzt. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden bei Erstbewertung mit dem jeweils gültigen Umrechnungskurs und zum Stichtag mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet. Langfristige Forderungen in Fremdwährung bestehen nicht. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Verwendung der projizierten Einmalbeitragsmethode (Projected-Unit-Credit-Methode) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck ermittelt. Zum Jahresende wurde die Verpflichtung unter Zugrundelegung eines Diskontierungssatzes von 1,82 % p.a. (VJ 1,78 % p.a.) sowie Gehaltssteigerungsraten von 3,25 % p.a. und einem Rententrend von 1,00 % für die Zusagen mit reiner Anpassungsgarantie und 3,00 % p.a. für die übrigen Zusagen unter Berücksichtigung einer alters- und geschlechtsspezifischen Fluktuation ermittelt. Der Rechnungszinssatz p.a. von 1,82 % p.a. wurde dementsprechend im 10-Jahres-Durchschnitt und bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ermittelt. Im 7-Jahres-Durchschnitt und bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt sich ein Rechnungszinssatz p.a. von 1,74% p.a. (VJ 1,44 % p.a.), was zu einem Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB führt, welcher der Ausschüttungssperre unterliegt. Jubiläumsrückstellungen werden mittels projizierter Einmalbeitragsmethode mit einem Zinssatz entsprechend § 253 HGB von 1,74 % p.a. (VJ 1,44 % p.a.) bei Gehaltsteigerungsraten von 3,25 % p.a. ermittelt. Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden bei Erstbewertung mit dem jeweils gültigen Umrechnungskurs und zum Stichtag mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Langfristige Verbindlichkeiten in Fremdwährung bestehen nicht. Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. III. Angaben zur BilanzAnlagevermögen Die Aufgliederung und Entwicklung der Posten des Anlagevermögens ergibt sich aus dem Anlagenspiegel, der nachfolgend beigefügt ist. Immaterielle Vermögensgegenstände Am 12. Juli 2018 war mit der damaligen Thomson Reuters (Markets) GmbH, Frankfurt am Main, der Kauf von bestimmten Unternehmensteilen vereinbart worden. Die Übertragung erfolgte am 1. August 2018. Die Differenz zwischen dem Kaufpreis und den erworbenen Vermögensgegenständen und Schulden in Höhe von € 18,7 Mio. wurde als entgeltlich erworbener Firmenwert aktiviert, welcher über 10 Jahre linear abgeschrieben wird. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen von T€ 6.674 (Vorjahr T€ 5.879) enthalten Forderungen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr in Höhe von T€ 760, (Vorjahr T€ 189). Zudem entfallen T€ 5.914 (VJ T€ 5.690) auf eine verzinste Forderung aus einem Darlehensverhältnis mit einem verbundenen Unternehmen. Die unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesenen Aktivwerte aus Rückdeckungsversicherungen in Höhe von T€ 1.729 (Vorjahr T€ 1.639) haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die Forderung aus dem Darlehensverhältnis mit dem verbundenen Unternehmen hat am Bilanzstichtag eine Laufzeit von unter einem Jahr. Alle anderen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten im Sinne des § 250 Abs. 1 HGB umfasst vorausgezahlte Mieten, welche Aufwand für den Zeitraum nach dem Abschlussstichtag darstellen. Latente Steuern Die latenten Steuern berechnen sich auf Basis eines Steuersatzes von 30,97 %. Da ein Aktivüberhang der latenten Steuern aus den unterschiedlichen Bilanzansätzen zum Bilanzstichtag besteht, wurde von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht und es wurden T€ 2.188 aktiviert. Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus temporären Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz im Geschäfts- oder Firmenwert und in den Rückstellungen für Pensionen und Abfindungen. Der Betrag der aktiven latenten Steuern von T€ 2.188 ist gemäß § 268 Abs. 8 HGB grundsätzlich ausschüttungsgesperrt. Es bestehen jedoch ausreichend frei verfügbare Rücklagen. Eigenkapital Das Eigenkapital besteht aus dem Stammkapital von € 27.000 und der Kapitalrücklage von € 18,1 Mio. und wird zum Nennwert bilanziert. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt im Geschäftsjahr T€ 93 (VJ T€ 432) und unterliegt grundsätzlich der Ausschüttungssperre. Es bestehen jedoch ausreichend frei verfügbare Rücklagen. Steuerrückstellungen Die Steuerrückstellungen entfallen mit T€ -34 auf das laufende Geschäftsjahr und in Höhe von T€ 232 auf das Vorjahr. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen (T€ 1.333; VJ T€ 1.632) betreffen personalbezogene Rückstellungen - insbesondere für Abfindungen, Boni, nicht genommenen Urlaub und Überstunden (T€ 729; VJ T€ 1.070) und übrige Rückstellungen - insbesondere für Mieten, Rückstellungen für mietfreie Zeit, Gutschriften und ausstehende Eingangsrechnungen (T€ 603; VJ T€ 562). Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (T€ 31; VJ T€ 1.257) enthalten Verbindlichkeiten aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr (T€ 31; VJ T€ 1.257). Alle Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten Der passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält im Wesentlichen erhaltene Vorauszahlungen aus vertragsgemäß abgerechneten, zeitraumbezogenen Leistungen, die die Gesellschaft im Folgejahr an Kunden zu erbringen hat. IV. Angaben zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2023 entfallen auf die folgenden Bereiche:
Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2023 und 2022 wurden für Leistungen erzielt, die fast ausschließlich im Inland erbracht wurden. Ertragsteuern Die Ertragsteuern beziehen sich auf den Aufwand aus der Veränderung der aktivierten latenten Steuern i.H.v. T€ 333. Infolge des ertragssteuerlichen Verlustes fallen für das laufende Geschäftsjahr keine Ertragsteuern an. Im Geschäftsjahr 2023 trat das deutsche Mindeststeuergesetz in Kraft, aber seine Regelungen waren noch nicht anwendbar. Die Thomson Reuters Gruppe wird ab dem Jahr 2024 die Auswirkungen aus der Anwendung des deutschen Mindeststeuergesetzes berechnen und für die Gesellschaft angegeben. Für das Jahr 2023 wurde auf Konzernebene nach IAS 12 auf die Angaben aus den im Geschäftsjahr 2023 noch nicht anzuwendenden Steuergesetzen verzichtet. V. Sonstige AngabenGeschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhält die Gesellschaft Geschäftsbeziehungen zu zahlreichen Unternehmen, darunter auch verbundene Unternehmen, die als nahestehende Unternehmen gelten. Da alle Geschäfte mit und zwischen mittel- oder unmittelbar in hundertprozentigem Anteilsbesitz stehenden, in den Konzernabschluss der Thomson Reuters Corporation, Ontario/Kanada, einbezogenen Unternehmen getätigt werden, entfällt gemäß § 285 Nr. 21 HGB eine weitere Angabe. Als nahestehende Personen gelten die Mitglieder der Geschäftsführung. Außer den Vergütungen für die Geschäftsführung bestehen keine Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Personen. Mitarbeiterzahl Im Jahresdurchschnitt wurden 134 (VJ 134) Mitarbeiter beschäftigt. Die Gesellschaft beschäftigt ausschließlich Angestellte. Von den Mitarbeitern sind im Jahresdurchschnitt 120 (VJ 114) in der Redaktion, 10 (VJ 15) im Vertrieb und 4 (VJ 5) in der Verwaltung beschäftigt. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus Miet- und Leasingverträgen wie folgt:
Zum Bilanzstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse im Sinne von § 251 HGB. Mitglieder der Geschäftsführung Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2023 waren:
Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge für die Geschäftsführer für das Geschäftsjahr 2023 wurde unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Gesellschafter und Konzernverhältnisse Die Gesellschaft ist ein 100%iges Tochterunternehmen der Thomson Reuters Holding B.V., Amsterdam. Der Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen, in den die Gesellschaft einbezogen wird, wird durch die Thomson Reuters Corporation, Ontario/Kanada, aufgestellt. Der Konzernabschluss ist auf Anfrage bei dieser Gesellschaft oder im Internet https://ir.thomsonreuters.com/financial-information/annual-reports erhältlich. Eine Veröffentlichung erfolgt in Kanada darüber hinaus in dem System for Electronic Document Analysis and Retrieval (SEDAR+) der Canadian Securities Administrators (CSA) unter www.sedarplus.castatt. Verlustverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzverlust von T€ 3.207, der sich aus dem Jahresfehlbetrag von T€ 551 und dem Verlustvortrag von T€ 2.656 ergibt, auf neue Rechnung vorzutragen. Nachtragsbericht Es fanden keine Ereignisse nach dem Bilanzstichtag statt, welche eine Auswirkung auf die vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft haben.
Frankfurt am Main, den 1. November 2024 Geschäftsführerin Katja Gödde Sabine Wollrab Entwicklung des Anlagevermögens 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Thomson Reuters Germany GmbH , Frankfurt am Main Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Thomson Reuters Germany GmbH , Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Thomson Reuters Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 1. November 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Matthias Böhm, Wirtschaftsprüfer ppa. Lucas Taudte, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 11.12.2024 festgestellt. |
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