MAGNA Immobilien Soest GmbH
Selbe AdresseVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Manfred Moser seit 22.3.2012 | Geschäftsführer |
Nafiz Arslantepe seit 22.3.2012 | Prokura |
Michael Dipl.-Wirtschaftsing. Wellner seit 18.5.2010 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
MAGNA Metal-forming GmbH | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
BDW technologies Soest GmbHSoestJahresabschluss zum 31.12.2010Lagebericht1. Allgemeine Grundlagen Die Gesellschaft war bis zum 30. April 2010 eine 100%ige Tochter der Alcoa Automotive GmbH, Soest. Zum 1. Mai 2010 wurde die Gesellschaft an die BDW Leichtmetall Holding Soest GmbH veräußert. Der Geschäftsbetrieb wurde unverändert weiter geführt. 2. Marktentwicklung Die Weltwirtschaftskrise in Deutschland begann im November 2008 und endete im Laufe des 1. Halbjahres 2010 aufgrund des Asien-Booms. Die restlichen europäischen Länder nahmen an dem Exportboom aus eigenem Antrieb nicht teil, es fehlt an innovativen langlebigen Produkten. Deutschland bleibt auch in 2011 die exportorientierte Wirtschaftsmacht in Europa - Qualität als Markenzeichen. Nach dem Rückgang in 2009 hat die weltweite Automobilproduktion in 2010 wieder stark angezogen und ein Niveau von über 63 Mio. PKW erreicht. Dies entspricht einer Steigerung zum Vorjahr von über 24 %. Die deutschen Hersteller haben dabei weltweit in 2010 mit einer Steigerung von über 20% und ca. 13 Mio. PKW einen erheblichen Beitrag geleistet. Die Automobilzulieferer und insbesondere die BDW technologies Soest GmbH haben an diesem Boom deutlich partizipiert. Nach dem Rückgang in 2009 wurden seit Mitte 2010 die ohnehin geplanten Neuanläufe durch den allgemeinen Asienboom überlagert, was zu Mehrarbeit und Mehraufwand an allen Samstagen in der Gießerei führte. Nach der Übernahme des Unternehmens im Mai 2010 durch die BDW Leichtmetall Holding Soest GmbH konnten zusätzliche Aufträge durch Verlagerung von der BDW technologies GmbH, Markt Schwaben und der neuen Ausrichtung des Unternehmens gewonnen werden. Die Auslastung des Unternehmens bei gleichzeitigem starken Wachstum in den Folgejahren ist daher gesichert. Im Januar 2011 legten die deutschen BDW Holdings mehrheitlich ihre operativen BDW Unternehmungen durch Sacheinlage mit der NTP S.A. zur BDW technologies S.A. zusammen. Die zukünftige Konzernfinanzierung soll in Polen durch einen geplanten IPO im Herbst 2011 auf ein breiteres Eigenkapitalfundament gestellt werden. Die Wettbewerber DGS, DGH, AE, HONSEL (Insolvenz seit 28.10.2010), BRABANT, KSM und GF meldeten in 2010 noch ca. 10% Leerkapazitäten; auch diese Wettbewerber werden ab Anfang 2011 voll bis überlastet produzieren. Die europäischen und USA-Wettbewerber meldeten auch in 2010 noch zwischen 10% und 30% Maschinenleerstand, auch in 2011 werden diese Leerstände im Ausland nicht nennenswert abgebaut werden, deren Auslastung liegt noch weit unterhalb des Boomjahres 2007. Alle deutschen OEMs (außer Ford und Opel) nahmen am Boom des Chinamarktes mit den meisten PKW Klassen teil. Nur die LKW Sparte verharrte auf niedrigem Niveau, eine allmähliche Verbesserung wird im Laufe des Jahres 2011 erwartet. DAIMLER, VW, AUDI und ZF planen den eigenen Ausbau weiterer Produktionsstätten in den USA und China. Die BDW technologies-Gruppe folgt dem Trend im Bereich Strukturteile durch die Vergabe von Produktionslizenzen, eigene Betriebsstätten sind in diesen Märkten nicht geplant. Der Asienboom wird sich im 2. Halbjahr 2011 normalisieren. 3. Umsatz und Auftragsentwicklung (1) Umsatz: Die Gesamtumsätze im abgelaufenen Geschäftsjahr stiegen in Summe auf 38,1 Mio. €. Die Ursache für diesen starken Anstieg ist der Weltwirtschaftserholung geschuldet. Die Teileumsätze sind dabei auf nun 32,9 Mio. € gestiegen. Die im Inland erzielten Nettoumsatzerlöse erhöhten sich auf rund 18,7 Mio. € die Exporte erhöhten sich auf 19,4 Mio. €. (2) Auftragsentwicklung: Im Jahre 2010 wurden neue Projekte im Wert von 95 Mio. € akquiriert. Dies wird in den Folgejahren zu einem deutlichen Umsatzwachstum führen. 4. Produktion In 2010 wurden nach der Übernahme Änderungen in der Organisation und in den Prozessen vorgenommen. Zeitgleich wurde durch die Verlagerung von Produkten aus Markt Schwaben nach Soest die Auslastung der Maschinen deutlich erhöht. Dadurch konnten Verbesserungen im Nutzungsgrad und in der Produktivität erzielt werden. Mit der Anpassung der ersten Gießmaschine auf das High-Q-Verfahren können nun auch Powertrainteile wie Zylinderkopfhauben in Großserien hergestellt werden. Wichtige Fortschritte wurden darin erreicht, Druckguss als rentable Lösung für Fahrwerksteile als Konkurrenztechnologie zu geschmiedeten Teilen und zu Kokillengussverfahren zu positionieren. 5. Forschung und Entwicklung Die BDW bietet dem Markt Prozesse für den Alu-Druckguss an, die Schmelze wird im eigenen Haus hergestellt. Gegossen wird mit Kalt- oder Warmbehandlung, alles aus einer Hand. Um den CO2 Gehalt je kg Aluminium zu reduzieren hat die BDW eine Schrottlegierung für Strukturteile entwickelt, wo der Materialpreis um 10% unter einer Primärlegierung liegt und die Festigkeits- und Dehnwerte 90% des Primärlegierungsniveaus erreichen. Schrottlegierungen enthalten 90 % weniger CO2 je kg als Primärlegierungen. Alternativ zum 1,5 Stunden Lösungsglühen bei 460 ° C im Durchlaufofen glüht die BDW zukünftig innerhalb der Druckgusszelle direkt nach der Gießmaschine nur 2 Minuten prozesskonform das Strukturteil in einem kleinen Turboerhitzer vor der Wasserabschreckung. Dies führt zu Energie- und Zeiteinsparungen. 6. Investitionen Das Investitionsvolumen beläuft sich auf 2,2 Mio. € inkl. 1,2 Mio. € für Druckgussformen in 2010. Die Investitionen betreffen im Wesentlichen Maschinen zur Kapazitätserweiterung für das beginnende Wachstum. Der schriftliche Auftragsbestand lässt auf eine weitere Steigerung des Umsatzes ab 2012 für die Folgejahre auf rund 65 Mio. € schließen. Die zukünftigen Investitionen in Gießmaschinen und Bearbeitungszentren werden zu 20 % aus dem eigenen Cash Flow finanziert. 7. Personal- und Sozialwesen Mit der Übernahme in 2010 wurde zwischen dem Betriebsrat und der Geschäftsleitung ein Restrukturierungsplan im Bereich Personalkosten vereinbart. Dieser sieht neben einer Personalreduzierung, hauptsächlich im Verwaltungsbereich, eine Erhöhung der wöchentlichen Arbeitszeit auf 40 Stunden, bei einer Bezahlung von 37,5 Stunden vor. Der Personalabbau wurde durch einen Sozialplan abgefedert. Darüber hinaus wurde das Urlaubs- und Weihnachtsgeld nahezu halbiert sowie eine unbezahlte sogenannte Bringeschicht am Samstag für die Produktion eingeführt. Die Vereinbarung läuft bis zum Ende des Jahres 2012. Auf betriebsbedingte Kündigungen wird bis zu diesem Zeitpunkt verzichtet. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl erhöhte sich im Jahr 2010 auf 282 Mitarbeiter (mit Befristeten und Leiharbeitern, einschließlich Auszubildenden). Zum Jahresende waren 297 gegenüber 258 Mitarbeitern im Vorjahr beschäftigt. 8. Umweltschutz / Arbeitssicherheit Der Standort Soest wurde unter Alcoa erstmalig 1996 nach EMAS validiert. Die Validierung nach EMAS wurde bis 2002 beibehalten. In 2003 folgte der Übergang zur EN ISO 14001. Alle Überwachungsaudits zur EN ISO 14001 wurden seit der Erstzertifizierung in 2003 bestanden. Nach dem Betriebsübergang im Mai 2010 wurde das Umweltmanagementsystem des Standortes Soest erstmalig unter BDW im August 2010 nach EN ISO 14001 zertifiziert. In diesem Zusammenhang wurde ein integriertes Sicherheits-, Gesundheits- und Umwelt-Managementsystem aufgebaut. Das Unternehmen beteiligt sich weiterhin aktiv in dem Forum Betrieblicher Umweltschutz der Region Arnsberg-Hellweg-Sauerland. 9. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage (1) Ergebnisanalyse: Das Jahresergebnis vor Steuern (EBT) verbesserte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr von - T€ 322 auf T€ 3. Das Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) stieg von - T€ 318 auf T€ 112. Die Verbesserung des Ergebnisses liegt zum einem am starken Umsatzanstieg und den begonnenen Restrukturierungen, zum anderen an der Auflösung der Drohverlustückstellungen in Höhe von 2,9 Mio. €. Dem stehen nicht operative Aufwendungen in Höhe von 1,4 Mio. € aus dem Sozialplan und der Übernahme des Unternehmens durch den neuen Eigentümer gegenüber. Das Personalkostenverhältnis zur Gesamtleistung hat sich in 2010 mit 26,4 % gegenüber dem Vorjahr (60,1 %) deutlich reduziert. Die Kostenpositionen des sonstigen betrieblichen Aufwands wurden im Zuge der Restrukturierung ebenfalls verbessert. (2) Vermögens- und Finanzlage: Mit Wirkung zum 1. Mai 2010 veräußerte die Alcoa Automotive GmbH sämtliche Anteile an der BDW technologies Soest GmbH (vormals Automotive Structures and Components Deutschland GmbH) an die BDW Leichtmetall Holding Soest GmbH mit Sitz in Soest. Gleichzeitig wurde das bisherige 90 %ige Tochterunternehmen der BDW technologies Soest GmbH, die BDW Immobilien Soest GmbH (vormals Automotive Structures and Components Deutschland Real Estate GmbH), ebenfalls an die BDW Leichtmetall Holding Soest GmbH veräußert. Zuvor wurde in 2009 die heutige BDW technologies Soest GmbH als neue Gesellschaft gegründet und die Vermögenswerte und Schulden im Rahmen einer Sacheinlage der Alcoa Automotive GmbH eingelegt. Dabei wurde das gesamte Anlagevermögen noch im Vorfeld auf null abgeschrieben und die Beteiligung an der BDW Immobilien Soest GmbH aufgrund der Teilabschreibung der Gebäude auf 7,9 Mio. € neu bewertet. Auf der Basis des Kaufvertrages mit Alcoa wurde noch vor dem 1. Mai 2010 das Eigenkapital der Gesellschaft um 4,7 Mio. € auf 11,0 Mio. € erhöht. Mit gleichem Kaufvertrag wurde der BDW Leichtmetall Holding Soest GmbH zudem ein Darlehen von Alcoa in Höhe von 8,5 Mio. € (davon 7,5 Mio. € am Stichtag in Anspruch genommen und weitergereicht an die BDW technologies Soest GmbH) sowie eine Cash Einlage in Höhe von 1 Mio. € gewährt. Beide Mittel dienen insbesondere dazu, den Working Capital Bedarf für die ersten 12 Monate abzudecken. Die Gesellschaft war damit im Berichtszeitraum mit genügend liquiden Mitteln ausgestattet. Externe Bankdarlehen bestehen zum 31.12.2010 nicht. Das Umlaufvermögen und hier insbesondere die Vorräte wurden nach der Übernahme deutlich erhöht. Die Bestände lagen zum Zeitpunkt des Gesellschafterwechsels auf einem riskanten niedrigen Wert und haben damit auch einen optimierten Fertigungsprozess durch viele Rüstvorgänge behindert. Die Bilanzsumme reduzierte sich leicht von 19,4 Mio. € zum 31.12.2009 auf 18,6 Mio. € zum 31.12.2010. Der Anteil des Umlaufvermögens (ohne Guthaben bei Kreditinstituten) an der Bilanzsumme erhöhte sich auf 70,6 % gegenüber 58,8 % im Vorjahr. Hauptgrund hierfür ist der höhere Bestand an Vorräten und die Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die finanzielle Ausstattung unseres Unternehmens nach der gesellschaftsrechtlichen Reorganisation ist kurz- und mittelfristig durch Kreditlinien und sonstige finanzwirtschaftliche Maßnahmen gewährleistet. 10. Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung (1) Risiken: Wir weisen darauf hin, dass geschäfts- und/oder produktionsbedingt unerwartete Umstände grundsätzlich zu höheren als den geplanten Produktionskosten und somit auch zu negativen Deckungsbeiträgen und zu Verlusten führen können. Nach sorgfältigen Analysen und Planungen der künftigen Entwicklung der Ausschussraten sowie der anderen Produktionskosten bei allen unseren Projekten ergibt sich keine Notwendigkeit für die Bildung einer Rückstellung für drohende Verluste im Berichtsjahr. Um den produktionsbezogenen Risiken vorzubeugen, haben wir im Allgemeinen folgende Maßnahmen ergriffen: ständige Weiterbildung und Förderung der Mitarbeiter; hohe Investitionen in Prozesssicherung und -verbesserung; projektbezogene Aufbauorganisation. Ein weiteres Geschäftsrisiko sehen wir in dem eingangs erwähnten Konkurrenz- bzw. Preiskampf auf dem Markt. Dieser könnte ein Niveau erreichen, mit dem wir nicht mehr gewinnbringend konkurrieren können. Um diese Risiken zu minimieren, haben wir folgende Maßnahmen ergriffen: enge Zusammenarbeit mit Kunden, um spezifische Lösungen zu erzielen, die Marktvorteile beinhalten; Schwerpunkt auf hoher Produkt- und Prozessqualität. Ein weiteres Risiko sehen wir in der Entwicklung der Technologien, einschließlich der Risiken aus der Substitution durch andere Materialien. Um auf dem neuesten produkt- und produktionsbezogenen technologischen Stand zu bleiben, sind kontinuierliche Investitionen in Forschung und Entwicklung, Produktionsprozesse sowie Produktionsanlagen erforderlich, die große finanzielle Ressourcen in Anspruch nehmen. Ohne diese Ressourcen können solche erforderlichen Investitionen nicht oder nicht in einem erforderlichen Maße realisiert werden. Um die daraus resultierenden Risiken im Griff zu behalten, haben wir folgende Maßnahmen ergriffen: detaillierte Mittel- und Langfristplanung der Auftragsszenarien, sowie Analyse der Marktentwicklung, um kritische Investitionsentscheidungen zu planen. (2) Chancen: Unsere Chancen sehen wir sowohl in dem allgemeinen Wachstum des Aluminiummarktes, vor allem in der Automobilindustrie, als auch in dem sich stetig steigernden Einsatz von Aluminium als Strukturteillösung im Automobilmarkt. Die Gesellschaft hat, bedingt durch eine intensive Erfahrung mit der Entwicklung dieser Marktnische und konsequente Investitionen darin, eine vom Markt anerkannte Kernkompetenz erlangt. 11. Ausblick Im 2. Halbjahr 2011 wird sich der Asienboom auf hohem Niveau abschwächen. Die Automobilzulieferer werden die OEMs teilweise ausbremsen, da eine deutsche Bankfinanzierung schwieriger werden wird. Viele Banken haben durch die Krise in 2009 selber erhebliche Eigenkapitalschwächen und sind selber auf staatliche Hilfen angewiesen. Daher bereitet die BDW technologies Gruppe einen polnischen IPO im Herbst 2011 vor. Neben Anleihen soll durch den Börsengang die Eigenkapitalausstattung für das nennenswerte Wachstum verbessert werden. Neuanläufe sind reichlich am Markt akquirierbar, als Faustformel gilt, 1 Mio. € Neuumsatz im Peak setzt 1 Mio. € Investitionen 2 Jahre vor SOP voraus, daher ist eine langfristige Rahmenfinanzierung für die BDW Gruppe notwendig. Die CO2-Richtlinien verschärfen sich weltweit, dies spricht insbesondere für ein weltweites Wachstum der Strukturteile und Spaceframes. Ab 2014 werden in China und den USA die ersten Strukturteile und Spaceframes vor Ort gefertigt, die BDW Gruppe wird über die BDW technologies GmbH in Markt Schwaben durch Lizenzvergabe teilnehmen. Die BDW Gruppe wird die Wachstumsstrategie auf eine internationale Finanzierung durch einen Börsengang in Polen im Herbst 2011 umstellen. 12. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres Die bisherige alleinige Gesellschafterin BDW Leichtmetall Holding Soest GmbH, Soest, hat mit Gesellschafterbeschluss vom 18. Januar 2011 sämtliche Anteile an der BDW technologies Soest GmbH in die BDW technologies Spolka Akcyjna, Kedzierzyn-Kozle / Polen, einer Aktiengesellschaft nach polnischem Recht, gegen Gewährung von Anteilen an der polnischen Gesellschaft eingebracht.
Soest, den 31. März 2011 Die Geschäftsführung BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. VorbemerkungenDer Jahresabschluss zum 31. Dezember 2010 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches unter erstmaliger Anwendung der Vorschriften des Gesetzes zur Modernisierung des Bilanzrechts (BilMoG) vom 25. Mai 2009 aufgestellt worden. Die Ausweis- und Gliederungsvorschriften wurden entsprechend den gesetzlichen Vorschriften unter Berücksichtigung der Vorschriften des BilMoG befolgt. Durch BilMoG haben sich keine wesentlichen Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze ergeben. Eine Anpassung der Vorjahreswerte war nicht erforderlich. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2010 wurden die Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes angewendet. Die Gesellschaft ist zum Abschlussstichtag als mittelgroße Gesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 2 HGB einzustufen. Die Gewinn und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren des § 275 Abs. 2 HGB gegliedert. Vermerke wurden soweit möglich in den Anhang übernommen. Posten des Vorjahres, die weder im Geschäftsjahr noch im Vorjahr einen Betrag ausweisen, werden gemäß § 265 Abs. 8 HGB nicht angegeben. Gemäß Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 10. Mai 2010 wurde die Gesellschaft von Automotive Structures and Components - Deutschland GmbH in BDW technologies Soest umfirmiert. Die Eintragung im Handelsregister ist am 18. Mai 2010 erfolgt. Mit Beschlüssen der Gesellschafterversammlung vom 26. März 2010 und 30. April 2010 wurde die Kapitalrücklage um T€ 4.396 bzw. T€ 350 erhöht. Es handelt sich hierbei um andere Zuzahlungen der Gesellschafterin gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB. Mit Beschluss vom 1. Juli 2010 wurden T€ 263 aus der Kapitalrücklage entnommen. II. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenAnlagevermögenErworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Gegenstände des Sachanlagevermögens sind mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet und werden, soweit abnutzbar, entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Das bewegliche Anlagevermögen wird linear abgeschrieben. Liegt der beizulegende Wert unter dem Buchwert, so werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den beizulegenden Wert vorgenommen. UmlaufvermögenDie Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet. Soweit notwendig, werden Wertberichtigungen für Lagerrisiken vorgenommen. Unfertige und fertige Erzeugnisse sind mit den handelsrechtlich mindestens anzusetzenden Herstellungskosten, jedoch nicht höher als mit dem voraussichtlichen Verkaufserlös, abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten, bewertet. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen auf Fertigungsanlagen mit eingebunden. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten bilanziert. Erkennbare Risiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Rückstellungen und VerbindlichkeitenDie Rückstellungen werden in Höhe der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträge angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Geschäftsjahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten werden mit ihren Erfüllungsbeträgen passiviert. Grundlagen der Währungsumrechnung Forderungen in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen werden mit dem Enstehungskurs oder dem niedrigeren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Entstehungskurs oder dem höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. III. Angaben zur Bilanz1. AnlagevermögenDie Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2010 wird in dem nachfolgenden Anlagenspiegel dargestellt. Dabei ist zu beachten, dass zum 30. November 2009 alle Vermögenswerte und Schulden, die zum operativen Geschäft der Alcoa Automotive GmbH (AA) gehörten, im Rahmen einer Sacheinlage von der Alcoa Automotive GmbH übernommen wurden. Der Zeitwert der immateriellen Vermögensgegenstände und der Sacheinlagen betrug EUR 0. Weiterhin wurde von der AA die 90%ige Beteiligung an der Alcoa Automotive Real Estate GmbH & Co. KG am 30. November 2009 in die Gesellschaft eingelegt. Der Wert der Beteiligung betrug T€ 7.920. Mit Wirkung zum 1. Mai 2010 wurde die Beteiligung veräußert.
2. Forderungen und sonstige VermögensgegenständeSämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind bis auf T€ 48 innerhalb - wie im Vorjahr - eines Jahres fällig. T€ 48 der Forderungen gegen verbundene Unternahmen betreffen Forderungen gegen die Gesellschafterin und haben eine Restlaufzeit von 1 bis 5 Jahren. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in voller Höhe sonstige Forderungen. 3. VerbindlichkeitenSämtliche Verbindlichkeiten haben Restlaufzeiten von unter einem Jahr (Vorjahr: T€ 11.230 unter einem Jahr und T€ 1.705 1 - 5 Jahre). Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von T€ 122 (Vorjahr: T€ 353). IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse gliedern sich nach den geographischen Gesichtspunkten wie folgt:
2. Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus der Auflösung von Drohverlustrückstellungen in Höhe von T€ 2.916. 3. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des FinanzanlagevermögensDie Erträge betreffen in voller Höhe Zinsen von verbundenen Unternehmen. 4. Zinsen und ähnliche AufwendungenDie Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthalten Zinsen an verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 132. V. Sonstige Angaben1. GeschäftsführungGeschäftsführer war im Geschäftsjahr 2010: Stephan Heinemann, bis 30. April 2010 Dirk E. O. Westerheide, Dipl. -Ing., lic. oec. HSG, Versmold, ab dem 1. Mai 2010 Michael J. Wellner, Dipl.-Ing, Dipl. Wirtsch.-Ing., Soest, ab dem 10. Mai 2010 Die Angaben zu den Bezügen der Geschäftsführung werden gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterlassen. 2. Anzahl der MitarbeiterzahlDie Zahl der Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt:
Die Zahlen für das Rumpfgeschäftsjahr 2009 wurden auf den operativen Zeitraum (Dezember) bezogen. 3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle GeschäfteZum Bilanzstichtag bestanden die folgenden sonstigen finanziellen Verpflichtungen:
Die Miet- und Leasinggeschäfte ermöglichen die liquiditätsschonende Nutzung von Wirtschaftsgütern für das Unternehmen. Die Risiken dieser Geschäfte bestehen in längerfristigen Zahlungsverpflichtungen und sind in der oben stehenden Tabelle beziffert. Darüber hinaus bestehen Mietverpflichtungen gegenüber der BDW Immobilien Soest GmbH für die Nutzung der Immobilie in Höhe von jährlich T€ 798. 4. Einbeziehung in den KonzernabschlussDer Jahresabschluss der BDW technologies Soest GmbH, Soest, wird in den Konzernabschluss der BDW technologies holding GmbH, Soest einbezogen. 5. GewinnverwendungDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss 2010 in Höhe von € 2.505,11 auf neue Rechnung vorzutragen.
Soest, den 31. März 2011 Dirk E.O. Westerheide, Dipl.-Ing., lic.oec.HSG, Geschäftsführender Gesellschafter Michael J. Wellner, Dipl.-Ing. Dipl. Wirtsch.-Ing., Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersDer Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der BDW technologies Soest GmbH, Soest, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Düsseldorf, 31. März 2011 Karl
Berg GmbH
Dr. Kai Udo Pawelzik, Wirtschaftsprüfer Michael Hingmann, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss wurde mit Gesellschafterbeschluss vom 20.09.2011 festgestellt. |
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