Stammdaten

Register
Amtsgericht Pinneberg HRB 12515 PI
Vorher
Berschiek & Seemann GmbH
Eingetragen
4.5.2016
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenEinzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 t oder wenigerTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagenteilen und -zubehör
Gegenstand
Der Betrieb einer Kraftfahrzeugreparaturwerkstatt sowie der Handel mit Neu- und Gebrauchtwagen, ferner ist Gegenstand des Unternehmens der Handel mit Waren aller Art, insbesondere mit Kraftfahrzeugersatzteilen und Merchandisingartikel, soweit dies nicht erlaubnispflichtig ist, sowie die Vermietung von Fahrzeugen. Die Gesellschaft ist berechtigt, alle geschäftlichen Maßnahmen durchzuführen, die zur Förderung des Gesellschaftszweckes beitragen. Die Gesellschaft ist berechtigt, Unternehmen zu übernehmen, sich an anderen Unternehmen zu beteiligen sowie Zweigniederlassungen zu errichten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jan Seemann
seit 4.5.2016
Geschäftsführer
Bastian Berschiek
seit 4.5.2016
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

90.00% identifiziert10.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
45.00%
45.00%

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
Bastian Berschiek
Klein-Nordende
11.250 €
45.00%
Jan Seemann
Rellingen
11.250 €
45.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Finck & Claus GmbH

Pinneberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2023 bis zum 30.09.2024

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023/24

Finck & Claus GmbH, Pinneberg

I. Grundlagen und Geschäftsmodell der Gesellschaft, Ziele und Strategien

Die Finck & Claus GmbH mit Sitz in Pinneberg ist beim Amtsgericht Pinneberg unter HRB 12515 PI eingetragen. Gegenstand des Unternehmens ist der Handel mit Neu- und Gebrauchtwagen sowie mit Ersatzteilen, die Durchführung von Reparaturen und artverwandten Geschäften. Der Neuwagenhandel erstreckt sich auf die Marke Volvo, mit diesem Hersteller bestehen Händlerverträge.

II. Wirtschaftsbericht

1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft

Nach Informationen des ifo Instituts aus dem September 2024 steckt die deutsche Wirtschaft in der Krise fest. Dabei belasten sowohl konjunkturelle als auch strukturelle Faktoren die wirtschaftliche Entwicklung. Nach einem Rückgang um 0,3 % im vergangenen Jahr wird das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr wohl nur stagnieren. In den kommenden beiden Jahren dürfte eine allmähliche Erholung einsetzen, im Zuge derer die Wirtschaftsleistung um 0,9 bzw. 1,5 % zunehmen wird. Damit wurde die Wachstumsprognose gegenüber der ifo Konjunkturprognose aus dem Sommer 2024 deutlich um 0,4 Prozentpunkte für das laufende Jahr und um 0,6 Prozentpunkte für das Jahr 2026 gesenkt. Entgegen den Erwartungen können sich Industrie- und Konsumkonjunktur nur sehr langsam aus ihrer Starre befreien.

2. Markt- und Branchenentwicklung

Nach den Verlautbarungen des Zentralverbandes Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) und führender Wirtschaftsinstitute verzeichnete der Kfz-Einzelhandel im Kalenderjahr 2024 weiterhin Einbußen bei den Umsatzerlösen in sämtlichen Geschäftsbereichen. Auch die drei Standorte Pinneberg, Elmshorn und Büdelsdorf waren von diesem Trend betroffen. Die hohen Rohstoffpreise führten zu höheren Fahrzeugpreisen, während die verfügbaren Einkommen und Ausgabensituation nicht angepasst wurden. Dies hatte Auswirkungen auf den Absatz von Neuwagen, als Folge konnte der Handel mit Gebrauchtfahrzeugen zulegen. Zudem trägt die zunehmende Verunsicherung über den Kurs der Regierung in der Verkehrs- und Klimapolitik zu dieser Entwicklung bei.

3. Geschäftsverlauf und Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Geschäftsverlauf

Die Gesellschaft verzeichnet im Vergleich zum Vorjahr ein geringeres Geschäftsergebnis. Diese Entwicklung ist auf den Einbruch des Neuwagenhandels und die gestiegenen Kosten zurückzuführen.

Die Umsatzerlöse übertrafen das Vorjahresergebnis, während der operative Gewinn rückläufig war. Dies ist auf die flexible Anpassung der Gesellschaft an den Markt sowie eine kontinuierlich gelebte Kostensensibilität zurückzuführen.

Ertragslage

Aus der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023/24 ergibt sich insgesamt ein Anstieg des Umsatzes als wesentlichen finanziellen Leistungsindikator von rund TEUR 1.277 (oder 3,2 %). Dieser Umsatzanstieg ist unter Berücksichtigung der Verlautbarungen verschiedener Institutionen sehr hoch im Rahmen der Branchenentwicklung. Da sich im gleichen Zeitraum auch der Materialaufwand um rund TEUR 1.138 (oder 3,6 %) erhöht hat, erhöht sich das Rohergebnis als weiterer finanzieller Leistungsindikator um rd. TEUR 566.

Der Rückgang des Jahresergebnisses 2023/24 um TEUR 328 ist im Wesentlichen auf die steigen Kosten zurückzuführen.

Finanzlage

Der Fahrzeugbestand wird unverändert über spezielle Einkaufsfinanzierungssysteme mehrerer Kreditinstitute finanziert, ergänzend durch eine angemessene Kreditlinie der Hausbank. Der Anstieg des Neuwagenbestandes (+ TEUR 550 bzw. 10,1 %) resultiert aus dem Ankauf von Auslaufmodellen anderer Volvo-Händler, die diese schnellstmöglich abverkaufen wollten. Diese Modelle werden an den Standorten Pinneberg und Elmshorn stark nachgefragt. Gleiches gilt für die Bestände der Vorführ- und Gebrauchtwagen.

Die Gesellschaft war während des gesamten Geschäftsjahres in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen und Verbindlichkeiten im Zeitpunkt der Fälligkeit zu tilgen.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um TEUR 1.284 auf TEUR 15.831 zum 30. September 2024 erhöht. Die Eigenkapitalquote ist bei erhöhter Bilanzsumme und der durchgeführten Ausschüttung (TEUR 500) mit 23,6 % (im Vorjahr 23,5 %) nahezu konstant. Es ist im Geschäftsjahr 2024/25 keine Gewinnausschüttung vorgesehen.

Auf der Aktivseite der Bilanz hat sich das Anlagevermögen im Wesentlichen durch den Anstieg des Bestandes an Vorführwagen um TEUR 110 erhöht. Der Bestand der Neuwagen und Gebrauchtwagen im Vorratsvermögen hat ebenfalls um TEUR 927 zugelegt. Im gleichen Zeitraum haben sich die Bankbestände um TEUR 255 auf TEUR 1.642 reduziert.

Auf der Passivseite haben sich im Wesentlichen korrespondierend zur Erhöhung der Fahrzeugbestände die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten im Rahmen der Fahrzeugfinanzierung um TEUR 824 erhöht.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf:

Umsatzentwicklung, die eine stabile Entwicklung aufweist,

Rohergebnis, dass sich insgesamt positiv auf Planniveau entwickelt,

Branchenentwicklung.

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatzentwicklung und Rohergebnis heran. Die Darstellung und Analyse der finanziellen Leistungsindikatoren erfolgt innerhalb der Berichterstattung über den Geschäftsverlauf und die Lage an den jeweils relevanten Stellen.

Die Finck & Claus GmbH beschäftigte im Geschäftsjahr 2023/24 durchschnittlich 77 Mitarbeiter.

5. Gesamtaussage

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird insgesamt als gut eingeschätzt. Die strategische Ausrichtung des Unternehmens hat trotz der Energiekrise und der wirtschaftlich angespannten Lage zu einem guten Jahresergebnis geführt. Die Gesellschaft war zu jedem Zeitpunkt des Geschäftsjahres in der Lage, die fälligen Verbindlichkeiten zu begleichen.

III. Chancen- und Risikobericht

Chancen und Risiken für das Unternehmen werden fortlaufend in Abstimmung mit dem Fahrzeughersteller analysiert. Damit soll sichergestellt werden, dass künftige Entwicklungen in den verschiedenen Geschäftsbereichen frühzeitig erkannt werden. Die interne Unternehmenssteuerung wird durch eine spartenbezogene Deckungsbeitragsrechnung nach Geschäftsbereichen mit Abweichungsanalysen zur Planung durchgeführt.

Durch die Nutzung entsprechender Informationsdienste von Verbänden sowie persönlichen Kontakten zu den Herstellern, Kunden und Wettbewerbern (im Rahmen von Händlervertretungen) werden Strategien und Maßnahmen aus den unterschiedlichen Perspektiven Vertrieb, Marketing und Beschaffung entwickelt, die in strategische und operative Planungen eingearbeitet und durch regelmäßige Analysen in ihrer Umsetzung verfolgt werden. Die Zielerreichung und auftretende Abweichungen werden durch Anpassungsmaßnahmen korrigiert.

Nachhaltige Wachstumschancen ergeben sich weiterhin insbesondere im Bereich Neuwagen. In diesem Geschäftsbereich wird die gewählte Strategie konsequent in Zusammenarbeit mit dem Fahrzeughersteller Volvo fortgesetzt. Nachgelagert ergeben sich daraus auch positive Effekte auf die Auslastung des Werkstattbereiches.

Die Nachfrage nach Fahrzeugen mit Hybrid- und Elektroantrieb nimmt langsam wieder zu. Bei dieser Entwicklung sind jedoch notwendige Investitionen in die Ausstattung der Werkstatt zu beachten.

Als kurzfristige Chance stellt sich der Handel mit Gebrauchtwagen dar. Aufgrund der hohen Kosten von Neufahrzeugen hat sich das Unternehmen der aktuellen Situation angepasst und setzt am Markt verstärkt auf den An- und Verkauf von Gebrauchtfahrzeugen. Diese sind kurzfristig verfügbar und sichern das Unternehmen finanziell ab, da gute Gewinnmargen erzielt werden.

IV. Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr 2024/25 erwarten wir weiterhin positive Absatzzahlen für Neuwagen und Nutzfahrzeuge. Diese Prognose ist jedoch mit gewissen Risiken verbunden, die sich aus den hohen Kosten, den Auswirkungen des russischen Angriffskrieges und dem unsicheren Kurs der Regierung in der Verkehrs- und Klimapolitik ergeben. Wir sind zuversichtlich, dass wir unsere geplanten Ziele erreichen werden.

Insgesamt erwarten wir für das laufende Geschäftsjahr 2024/25 ein Jahresergebnis von TEUR 850.

Der Handel mit Gebrauchtwagen wird aufgrund der bereits genannten Schwierigkeiten und der aktuell zu erzielenden Margen auch im Geschäftsjahr 2024/25 weiter ausgebaut. Der Markt wird laufend beobachtet, um auf Schwankungen frühzeitig reagieren zu können.

Weiterhin werden wir die Spezialisierung auf E-Fahrzeuge weiter vorantreiben, da Volvo ab dem Jahr 2030 die Produktion von Fahrzeugen mit Verbrennermotoren einstellen und sich vollständig auf die Herstellung von E-Fahrzeugen konzentrieren wird. Da die EU entsprechende Pläne für ein Verbot der Neuzulassung ab dem Jahr 2035 vorbereitet, gilt es hier, sich frühzeitig am Markt zu platzieren.

Im Bereich der Werkstatt erwarten wir eine Stabilisierung der Jahresleistung. Modernisierungen im Bereich der Werkstatt werden zudem zu einer nachhaltigen Verbesserung der Kostenstruktur unseres Unternehmens beitragen. Durch einen stabilen Kundenbestand ist noch hier Kontinuität zu erwarten.

Die wirtschaftlichen Auswirkungen des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine und der hohen Inflation in Bezug auf unsere Absatz und Rentabilitätsplanung für die kommenden Geschäftsjahre können wir zum heutigen Zeitpunkt noch nicht endgültig beurteilen. Wir erwarten unter Berücksichtigung der Gesamtumstände jedoch insgesamt eine positive Entwicklung in den kommenden Geschäftsjahren.

V. Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

 

Pinneberg, den 21. Februar 2025

Finck & Claus GmbH, Pinneberg

Geschäftsführung

gez. Bastian Berschiek

gez. Jan Seemann

Bilanz zum 30. September 2024

Finck & Claus GmbH, Pinneberg

AKTIVA

30.9.2024 30.9.2023
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 8.260,00 24,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.725,00 1.859,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 358.300,00 123.713,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 153.103,00 173.564,00
4. Vorführfahrzeuge 2.792.898,00 2.682.921,00
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 80.510,09
3.306.026,00 3.062.567,09
III. Finanzanlagen
Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 5.000,00 5.000,00
3.319.286,00 3.067.591,09
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte 8.254.008,91 7.357.094,22
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.608.894,53 2.217.767,75
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.642.155,30 1.897.008,28
12.505.058,74 11.471.870,25
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 6.954,46 7.597,54
15.831.299,20 14.547.058,88

PASSIVA

30.9.2024 30.9.2023
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Bilanzgewin 3.713.217,21 3.388.418,65
3.738.217,21 3.413.418,65
B. RÜCKSTELLUNGEN 466.973,41 451.795,96
C. VERBINDLICHKEITEN 11.626.108,58 10.681.356,34
D. PASSIVE LATENTE STEUERN 0,00 487,93
15.831.299,20 14.547.058,88

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023/24

Finck & Claus GmbH, Pinneberg

2023/24 2022/23
EUR EUR
1. Rohergebnis 8.945.726,68 8.379.769,55
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -3.174.131,97 -2.978.595,54
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -634.905,50 -541.963,36
- davon für Altersversorgung: EUR 12.483,29 (Vorjahr: EUR 12.148,11)
-3.809.037,47 -3.520.558,90
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen -699.096,76 -477.026,80
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.812.023,27 -2.524.845,99
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 998,49 370,95
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 6.575,63 6.415,45
- davon Erträge aus der Abzinsung: EUR 6.243,67 (Vorjahr: EUR 5.853,05)
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -409.585,59 -195.771,04
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -373.742,65 -499.468,28
9. Ergebnis nach Steuern 849.815,06 1.168.884,94
10. Sonstige Steuern -25.016,50 -15.804,92
11. Jahresüberschuss 824.798,56 1.153.080,02
12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 3.388.418,65 2.535.338,63
13. Gewinnausschüttung -500.000,00 -300.000,00
14. Bilanzgewinn 3.713.217,21 3.388.418,65

Anhang für das Geschäftsjahr 2023/24

Finck & Claus GmbH, Pinneberg

I. Allgemeine Angaben

Die Finck & Claus GmbH hat ihren Sitz in Pinneberg. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Pinneberg unter HRB 12515 PI eingetragen.

Die Gesellschaft ist nach den Größenkriterien des § 267 Abs. 2 HGB eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023/24 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt worden. Die ergänzenden Bestimmungen des GmbHG wurden beachtet.

Die Gliederung des Jahresabschlusses erfolgte nach den handelsrechtlichen Vorschriften der §§ 264 ff. HGB. Die größenabhängigen Erleichterungen für die Aufstellung des Jahresabschlusses gemäß §§ 266, 276 und 288 HGB wurden teilweise in Anspruch genommen.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungskosten abzüglich Anschaffungskostenminderungen unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen angesetzt und bewertet worden.

Die der Abschreibungsberechnung zugrunde gelegten linearen Abschreibungssätze berücksichtigen grundsätzlich die auch steuerlich anerkannten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern zwischen einem und siebzehn Jahren. Die Abschreibungen werden zeitanteilig bemessen.

Geringwertige Anlagegüter im Einzelwert zwischen EUR 250,00 und EUR 800,00 werden im Anschaffungsjahr in voller Höhe abgeschrieben.

Die Vorführfahrzeuge sind zu Anschaffungskosten abzüglich Anschaffungskostenminderungen unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen angesetzt und bewertet worden.

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben.

Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile werden zu Anschaffungskosten angesetzt.

Die Waren beinhalten Neu- und Gebrauchtfahrzeuge sowie Ersatzteile. Die Bewertung erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich notwendiger Wertminderungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert (verlustfreie Bewertung).

Die Bewertung des Bestands an Gebrauchtwagen erfolgt zu Anschaffungskosten gemindert um Abschläge im Rahmen der verlustfreien Bewertung. Hierbei wurden auf die am Absatzmarkt erzielbaren Veräußerungserlöse notwendige Abschläge für in Folgejahren noch entstehende Kosten vorgenommen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nominalwert angesetzt. Dem allgemeinen Zins- und Beitreibungsrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Die Guthaben bei Kreditinstituten wurden mit den Nominalbetragen angesetzt; die Kassenbestände mit dem Nennwert.

Das als gezeichnetes Kapital ausgewiesene Stammkapital der Gesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 25. Das Kapital ist vollständig eingezahlt.

Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Wesentliche Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen nicht.

Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

Bestehen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, werden sich daraus insgesamt ergebende Steuerbelastungen passiviert und Steuerentlastungen aktiviert.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung und die Aufteilung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sind in dem Anlagenspiegel auf Seite 6 dargestellt.

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen ist ein Betrag von TEUR 12 (Vj. TEUR 3) mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr ausgewiesen.

Alle Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 11.626.108,58 (Vj. EUR 10.681.356,34) haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen in Höhe von EUR 10.562.252,88 (Vj. EUR 9.738.744,72).

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 325 (Vj. TEUR 159) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 14 (Vj. TEUR 7).

Soweit Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten im Zusammenhang mit der Finanzierung von Fahrzeugen eingegangen sind, werden die Fahrzeuge an das finanzierende Institut sicherungsübereignet.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

V. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverträgen in Höhe von insgesamt TEUR 2 p.a. für die Jahre 2025 bis 2028. Aus Miet- und Pachtverträgen ergeben sich sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von ca. TEUR 765 p.a.

Anzahl der Beschäftigten

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2023/24 durchschnittlich 77 Mitarbeiter (Vj. 70), davon 49 Mitarbeiter im gewerblichen Bereich (Vj. 52) sowie 18 Mitarbeiter im kaufmännischen Bereich (Vj. 18). Darüber hinaus sind zum Abschlussstichtag 10 Auszubildende (Vj. 7) beschäftigt.

Organe der Gesellschaft

Geschäftsführer der Gesellschaft sind:

Herr Bastian Berschiek, Klein-Nordende,

Herr Jan Seemann, Rellingen.

Die Geschäftsführer vertraten bzw. vertreten die Gesellschaft gemeinsam.

VI. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 824.798,56 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Pinneberg, den 21. Februar 2025

Finck & Claus GmbH, Pinneberg

Geschäftsführung

gez. Bastian Berschiek

gez. Jan Seemann

Der Jahresabschluss der Finck & Claus GmbH, Pinneberg, wurde am 13. März 2025 festgestellt. Gemäß Gesellschafterbeschluss vom 13. März 2025 wurde beschlossen, EUR 824.798,56 auf neue Rechnung vorzutragen.

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023/24 Finck & Claus GmbH, Pinneberg

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Okt. 2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge 30. Sep. 2024
EUR EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 905,00 8.497,25 0,00 0,00 9.402,25
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.273,50 0,00 0,00 0,00 2.273,50
2. Technische Anlagen und Maschinen 151.072,34 85.510,96 176.859,45 9.763,87 403.678,88
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 372.105,28 59.021,49 0,00 6.894,12 424.232,65
4. Vorführfahrzeuge 3.077.913,51 3.037.710,61 0,00 2.859.157,34 3.256.466,78
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 80.510,09 96.349,36 -176.859,45 0,00 0,00
III. FINANZANLAGEN 3.683.874,72 3.278.592,42 0,00 2.875.815,33 4.086.651,81
Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 5.000,00 0,00 0,00 0,00 5.000,00
3.689.779,72 3.287.089,67 0,00 2.875.815,33 4.101.054,06
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
1. Okt. 2023 Zugänge Abgänge 30. Sep. 2024
EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 881,00 261,25 0,00 1.142,25
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 414,50 134,00 0,00 548,50
2. Technische Anlagen und Maschinen 27.359,34 22.615,41 4.595,87 45.378,88
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 198.541,28 78.479,49 5.891,12 271.129,65
4. Vorführfahrzeuge 394.992,51 597.606,61 529.030,34 463.568,78
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
III. FINANZANLAGEN 621.307,63 698.835,51 539.517,33 780.625,81
Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 0,00 0,00 0,00 0,00
622.188,63 699.096,76 539.517,33 781.768,06
RESTBUCHWERTE
30. Sep. 2024 30. Sep. 2023
EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.260,00 24,00
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.725,00 1.859,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 358.300,00 123.713,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 153.103,00 173.564,00
4. Vorführfahrzeuge 2.792.898,00 2.682.921,00
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 80.510,09
III. FINANZANLAGEN 3.306.026,00 3.062.567,09
Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 5.000,00 5.000,00
3.319.286,00 3.067.591,09

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

BESTÄTIGUNGSVERMERKS DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Finck & Claus GmbH, Pinneberg

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Finck & Claus GmbH, Pinneberg, - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2023 bis zum 30. September 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Finck & Claus GmbH, Pinneberg, für das Geschäftsjahr 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2023 bis zum 30. September 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Kiel, den 7. März 2025

tricon GmbH
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Hendrik Heuser, Wirtschaftsprüfer

Knud Oelerking, Wirtschaftsprüfer

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