DEB Abwicklungs-GmbHLiquidiert

57250 Netphen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Siegen HRB 1774
Vorher
Demler Bohrtechnik GmbHDEMCO Baumaschinen Consulting GmbH
Eingetragen
22.11.1976
Branche
BeteiligungsgesellschaftenKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Möbeln
Gegenstand
(1) Die Vermittlung sowie der An- und Verkauf von Baumaschinen und Sondermaschinen. Unternehmensgegenstand ist ferner die damit einhergehende Beratung (Consulting), insbesondere zur geeigneten und erforderlichen Ausstattung der Maschinenparks von Unternehmen. (2) Die Gesellschaft ist berechtigt, Zweigniederlassungen zu errichten, sich an anderen Unternehmen zu beteiligen sowie alle Geschäfte und Maßnahmen auszuführen, die im Hinblick auf den vorgenannten Zweck undmittelbar oder mittelbar in ihrem Interesse liegen.

Historie

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Management

NameRolle
Liquidator

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
98.00%
H********* D*****
2.00%

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Siegen
98.000 €
49.00%
Siegen
98.000 €
49.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

DEB Abwicklungs-GmbH (vormals: DEMCO Baumaschinen Consulting GmbH)

Netphen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016

Bilanz zum 31. Dezember 2016

AKTIVA

Vorjahr
A. Anlagevermögen      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten   6.342,48 25.370,35
II. Finanzanlagen      
Geschäftsguthaben bei Genossenschaften   1.600,00 1.600,00
B. Umlaufvermögen      
I. Vorräte      
Waren   616.671,75 5.886.679,01
II. Forderungen und sonstige Vermögen s- gegenstände      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 44.502,93   92.422,07
2. sonstige Vermögensgegenstände 81.650,51 126.153,44 243.642,15
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten   154.851,44 23.251,87
C. Rechnungsabgrenzungsposten   137.564,00 5.670,00
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag   12.358.200,94 11.593.016,08
    13.401.384,05 17.871.651,53

Passivseite

     
      Vorjahr
 
A. Eigenkapital      
I. Gezeichnetes Kapital 200.000,00   200.000,00
II. Gewinnrücklagen 1.630.000,00   1.630.000,00
III. Genussrechtskapital 750.000,00   750.000,00
IV. Verlustvortrag -14.173.016,08   -9.608.683,64
V. Jahresfehlbetrag -765.184,86   -4.564.332,44
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 12.358.200,94 0,00 11.593.016,08
B. Rückstellungen      
1. Steuerrückstellungen 0,00   5.752,29
2. sonstige Rückstellungen 672.544,84 672.544,84 1.162.500,00
C. Verbindlichkeiten      
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.064.214,51   10.868.350,91
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00   355.365,55
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 651.137,03   1.110.463,05
4. sonstige Verbindlichkeiten 6.013.487,67   4.369.219,73
    12.728.839,21  
    13.401.384,05 17.871.651,53

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2016

Vorjahr
1. Rohertrag   1.886.571,09   3.867.404,35
2. Personalaufwand        
a) Löhne und Gehälter 660.887,49   1.126.134,55  
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 122.523,07 -783.410,56 331.712,43 -1.457.846,98
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   -19.027,87   -1.627.316,77
4. sonstige betriebliche Aufwendungen   -1.375.731,75   -3.158.706,27
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.753,45   3.549,47  
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -481.814,27 -479.060,82 -966.125,56 -962.576,09
7. Außerordentliche Erträge 0,00   99.692,80  
8. Außerordentliche Aufwendungen 0,00   -1.545.793,81  
9. Außerordentliches Ergebnis   0,00   -1.446.101,01
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   5.733,30   229.593,71
11. Ergebnis nach Steuern   -764.926,61   -4.555.549,06
12. sonstige Steuern   -258,25   -8.783,38
13. Jahresfehlbetrag   -765.184,86   -4.564.332,44

Anhang für das Geschäftsjahr 2016

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der DEMCO Baumaschinen Consulting GmbH, Netphen, zum 31.12.2016 wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes unter Abkehr von der Going-Concern-Prämisse aufgestellt. Dabei werden die gesetzlichen Gliederungsschemata der §§ 266 bzw. 275 HGB unverändert angewandt.

Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S. des § 267 Abs. 2 HGB. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Siegen unter der Nummer HRB 1774 in das Handelsregister eingetragen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Bilanzierung und Bewertung erfolgte unter der Berücksichtigung der Abkehr von der Going-Concern-Prämisse.

Im Rahmen des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG), welches erstmalig auf Jahresabschlüsse für nach dem 31.12.2015 beginnende Geschäftsjahre anzuwenden ist, ist der Ausweis eines außerordentlichen Ergebnisses in der GuV entfallen. Das außerordentliche Ergebnis des Geschäftsjahres 2015 wird in der Vorjahresspalte der GuV unverändert dargestellt. Im Geschäftsjahr 2016 sind unabhängig von der erstmaligen Anwendung der Vorschriften des BilRUG keine Sachverhalte eingetreten, welche vor Einführung des BilRUG als außerordentlicher Aufwand oder außerordentlicher Ertrag auszuweisen gewesen wären.

II. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Aufgrund der Abkehr von der Going-Concern-Prämisse werden nur noch bis zum Zeitpunkt der Beendigung des operativen Geschäftsbetriebs verwertbare Vermögensgegenstände aktiviert und neben den bislang zu passivierenden Schulden auch solche Verpflichtungen berücksichtigt, die durch die Abkehr von der Going-Concern-Prämisse verursacht wurden. Die Bewertung der Vermögensgegenstände erfolgt unter Veräußerungsgesichtspunkten.

Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände erfolgt zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern betragen drei bis vier Jahre. Die Abschreibungen werden linear vorgenommen. Die Abschreibungen erfolgen bei Zugängen pro rata temporis.

Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden nur noch dann weiter planmäßig abgeschrieben, wenn sie betrieblich genutzt wurden.

Das Finanzanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren Zeitwert bewertet.

Die Waren werden nach dem Einzelbewertungsgrundsatz zu Anschaffungskosten gemäß § 255 HGB oder dem niedrigeren Zeitwert angesetzt. Bei der Ermittlung der Zeitwerte wurde die voraussichtliche Dauer bis zur Einstellung der operativen Geschäftstätigkeit berücksichtigt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bilanziert. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

Liquide Mittel werden zum Nennwert bilanziert.

Das Genussrechtskapital wird mit dem Einlagewert angesetzt.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten. Zudem wurden alle Verpflichtungen aufgenommen, die der zu erwartenden Einstellung der operativen Unternehmenstätigkeit zwangsläufig folgen, auch dann, wenn diese Verpflichtungen rechtlich noch nicht entstanden sind. Sie sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Fremdwährungen wurden zum jeweiligen Tages- bzw. Stichtagskurs umgerechnet.

III. Angaben zu den Posten der Bilanz

Anlagevermögen

Im Anlagevermögen werden nach Aufgabe der Going-Concern-Prämisse nur noch immaterielle Vermögensgegenstände und Finanzanlagen bilanziert.

Zur weiteren Erläuterung des Anlagevermögens verweisen wir auf den Anlagespiegel, der diesem Anhang als Anlage beigefügt ist.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben alle eine Laufzeit von bis zu einem Jahr.

Genussrechtkapital

Das Genussrechtskapital ist in drei Tranchen zu je TEUR 250 einbezahlt, wovon die erste erstmals zum 30. Dezember 2019, die zweite erstmals zum 30. Dezember 2020 und die dritte erstmals zum 30. Dezember 2021 von beiden Seiten kündbar ist. Eine Kündigung ist daneben vorzeitig aus wichtigem, von der jeweils anderen Partei zu vertretendem Grund, möglich.

Einlagen stiller Gesellschafter

Die stille Beteiligung wurde mit Wirkung zum 31. Juli 2015 gekündigt. Da der vereinbarte Rangrücktritt fort gilt und die Forderung von dem stillen Gesellschafter derzeit nicht zurückgefordert werden kann, wird zum Bilanzstichtag eine sonstige Verbindlichkeit in gleicher Höhe bilanziert.

Verbindlichkeiten

Von dem Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind EUR 3.383.620,03 durch bankübliche Sicherheiten gesichert. Von dem Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind EUR 260.433,90 und von dem Gesamtbetrag der sonstigen Verbindlichkeiten EUR 128.265,93 durch Schuldbeitritte gesichert. Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten resultieren EUR 161.166,46 aus Lieferungen und Leistungen.

Daneben bestehen geschäftsübliche Eigentumsvorbehalte bei Lieferantenkrediten.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Personalrückstellungen, Rückstellungen für Schadenersatz, Jahresabschlusskosten sowie im Zusammenhang mit der solventen Liquidation anfallende Rechts- und Beratungskosten.

IV. ANGABEN ZU DEN POSTEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen und sonstigen Rückstellungen von EUR 135.095,10. Die sonstigen betrieblichen Erträge des Vorjahres enthielten periodenfremde Erträge aus der Ausbuchung einer Verbindlichkeit aus Gewinnbeteiligung im Zusammenhang mit der stillen Gesellschaft von EUR 60.000,00.

Im Geschäftsjahr ergaben sich keine Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung. Der außerordentliche Aufwand des Vorjahres von EUR 1.545.793,81 ergab sich aus Rechts- und Beratungsleistungen im Zusammenhang mit der versuchten Sanierung der Gesellschaft sowie dem Konzept der solventen Liquidation.

Im Geschäftsjahr ergaben sich keine Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung. Der außerordentliche Ertrag des Vorjahres von EUR 99.692,80 resultierte aus Erträgen in Folge des asset deals bei der Tochtergesellschaft DL Abwicklungs GmbH, vormals DEMCO JCB Vertrieb & Service GmbH.

V. Sonstige Angaben

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl beträgt 15.

Angestellte 11
Gewerbliche 4
Auszubildende 1

Haftungsverhältnisse

Mittelbare Pensionsverpflichtungen

Der rechnerische Barwert aller unverfallbaren Anwartschaften aus mittelbaren Pensionsverpflichtungen beträgt TEUR 60. Im Zuge der nach Einstellung der operativen Geschäftstätigkeit geplanten Liquidation der Gesellschaft wird diese Verpflichtung von einer Versicherung übernommen werden. Dafür wurde in der Bilanz eine Rückstellung in Höhe der voraussichtlich zu entrichtenden Versicherungssumme von TEUR 125 gebildet.

Gemäß Art. 28 Abs. 1 EGHGB braucht für mittelbare Pensionsverpflichtungen eine Rückstellung grundsätzlich nicht gebildet zu werden. Im Falle der Abkehr von der Going-Concern-Prämisse hingegen sind Pensionsrückstellungen auch für mittelbare Pensionsverpflichtungen i.S.v. Art. 28 Abs. 1 EGHGB zu passivieren. Da diese Verpflichtung jedoch bereits durch Passivierung der zu entrichtenden Versicherungsprämie abgedeckt ist, wird zur Vermeidung einer Doppelerfassung auf die Bildung einer Pensionsrückstellung zu Gunsten einer Anhangsangabe analog zu Vorjahren verzichtet.

Außerbilanzielle Geschäfte

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden bis zum 31. Dezember 2016 an eine Factoringbank veräußert. Zum Bilanzstichtag waren Forderungen in Höhe von TEUR 145 (Vorjahr: TEUR 401) veräußert und sind daher nicht in der Bilanz enthalten.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus Miet-. Pacht- und Leasingverhältnissen bestehen Verpflichtungen in Höhe von TEUR 2 (Vorjahr TEUR 5.018)

Bedingte Verpflichtung aus Genussrechtskapital

Der Genussrechtsinhaber hat einen Anspruch auf das gewährte Genussrechtskapital, soweit durch die Verzinsung das Stammkapital nicht verbraucht wird oder sich durch die Verzinsung nicht ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag erhöht. Aufgrund der Eigenkapitalsituation besteht im abgelaufenen Geschäftsjahr kein Zinsanspruch. Der potenzielle Anspruch wird drei Jahre vorgetragen und entfällt dann endgültig. Die bedingte Verpflichtung beträgt EUR 282.376,14. Die Geschäftsführung rechnet aufgrund der Eigenkapitalsituation nicht mit einer Inanspruchnahme.

Ereignisse nach dem Stichtag

Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind.

Vorschlag für die Verwendung des Ergebnisses

Es wird vorgeschlagen, den Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2016 von EUR 765.184,86 auf neue Rechnung vorzutragen.

Geschäftsführung

Geschäftsführer im Berichtsjahr war:

Herr Ansgar Langemeyer, Bauingenieur

Aufstellung Anteilsbesitz gem. § 285 Nr. 11 HGB

Anteil am Kapital Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2016
% EUR EUR
DL Abwicklungs GmbH, Netphen (bis 12. März 2015 DEMCO JCB Vertrieb und Service GmbH) 100,00 456.146,50 192.312,46
Summe 100,00 456.146,50 192.312,46

 

Netphen, den 21. April 2017

DEMCO Baumaschinen Consulting GmbH

Dipl. Ing. Ansgar Langemeyer

I. Angabe über die Feststellung des Jahresabschlusses nach § 328 Abs. 1 Nr. 1 Satz 2 HGB

Mit Datum vom 24.04.2017 wurde der hier verkürzt wiedergegebene Jahresabschluss durch den Gesellschafter festgestellt.

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2016

Historische Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 1.1.2016 Abgänge Stand 31.12.2016
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 431.87 6,68 115.733,00 316.143,68
II. Sachanlagen      
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 24.251,72 24.251,72 0,00
III. Finanzanlagen      
1. Beteiligungen 600.000,00 0,00 600.000,00
2. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 1.600,00 0,00 1.600,00
  601.600,00 0,00 601.600,00
Anlagevermögen insgesamt 1.057.728,40 139.984,72 917.743,68
Kumulierte Abschreibungen
Stand 1.1.2016 Abschreibungen in 2016 Abgänge Stand 31.12.2016
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 406.506,33 19.027,87 115.733,00 309.801,20
II. Sachanlagen        
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 24.251,72 0,00 24.251,72 0,00
III. Finanzanlagen        
1. Beteiligungen 600.000,00 0,00 0,00 600.000,00
2. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 0,00 0,00 0,00 0,00
  600.000,00 0,00 0,00 600.000,00
Anlagevermögen insgesamt 1.030.758,05 19.027,87 139.984,72 909.801,20
Buchwert 31.12.2016 Buchwert 31.12.2015
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.342, 48 25.370,35
II. Sachanlagen    
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00
III. Finanzanlagen    
1. Beteiligungen 0,00 0,00
2. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 1.600,00 1.600,00
  1.600,00 1.600,00
Anlagevermögen insgesamt 7.942, 48 26.970,35

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016

Geschäftsmodell:

Die DEMCO Baumaschinen Consulting befasst sich mit dem weltweiten Handel und der deutschlandweiten Vermietung von Baumaschinen und Anbauteilen.

I. Darstellung des Geschäftsverlaufs

1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft:

Das Wirtschaftswachstum in Deutschland ist im vergangenen Jahr preisbereinigt um 1,9 % gewachsen (Quelle: Statistisches Bundesamt).

Nach Presseinformation des statistischen Bundesamtes vom 24.02.2017 ist

der Umsatz im Bauhauptgewerbe um 7,4 % gegenüber 2015 gestiegen.

Der Handel mit Baumaschinen und Baugeräten in Deutschland hat sich gegenüber dem Jahr 2015 im Bundesgebiet um rd. 9 % erhöht (Quelle: bbi Bundesverband der Baumaschinen-, Baugeräte- und Industriemaschinen-Firmen e.V.).

Der Umsatz bei der Vermietung von Baumaschinen ist nach bbi-Report bundesweit im Vergleichszeitraum um 7 % gestiegen.

2. Geschäftsentwicklung:

Das Geschäftsjahr 2016 war zunächst vom Ende 2015 gescheiterten M & A-Prozess geprägt. Nach Aufgabe des Standortes in Hanau zum 31. Dezember 2015 und des Standortes in Köln zum 30. März 2016 musste ein Redimensionierungsprozess eingeleitet werden. Zunächst wurde mit allen drei verbliebenen Standorten weiter geplant und gearbeitet.

Ende des ersten Quartals 2016 haben dann aber sämtliche Finanzierer der Zeppelin/CAT-Maschinen ihre Maschinen zur Eigenverwertung zurückgefordert. Eine Fortführung der operativen Geschäftstätigkeit erschien aussichtslos. Nach der Rückgabe der Zeppelin/CAT-Maschinen wurde eine Liquidationsplanung für das Unternehmen erstellt.

Damit wurde die Abkehr von der Going-Concern-Prämisse eingeleitet. Über einen Zeitraum bis April 2017 sollte zunächst eine stille Liquidation des Unternehmens erfolgen. Dadurch sollte vermieden werden, dass für die Maschinen nur noch schlechte Preise am Markt erzielt werden. Das Mietgeschäft sollte dabei bis Ende 2016 aufrechterhalten werden.

Im weiteren Verlauf wurde zunächst der Standort Langenfeld zum 31. August 2016 geschlossen. Der Standort in Gießen wurde im Oktober 2016 geräumt und danach wurde das verbleibende Mietgeschäft ausschließlich vom Standort Netphen aus geführt. Ab dem 1. Januar 2017 sollte dann der noch verbleibende Restbestand an Maschinen bis April 2017 verkauft werden. Dieses Konzept wurde den Finanzierern Ende Juni 2016 vorgestellt und von diesen im Juli 2016 so genehmigt. Darin verpflichteten sich die Finanzierer zur Vermeidung einer insolvenzrechtlichen Überschuldung für die nach erfolgter Schlussverteilung im Frühjahr 2017 verbleibenden Forderungen mit DEMCO qualifizierte Rangrücktritte zu vereinbaren.

Im Sommer 2016 führte der "Brexit"zu einem Verfall der Baumaschinenpreise, insbesondere des Herstellers JCB. Damit konnten nicht mehr die geplanten Verkaufserlöse und Ablösesalden für die Finanzierer erzielt werden.

Als im Herbst 2016 immer noch keine deutliche Erholung der Baumaschinenpreise festzustellen war, haben die Finanzierer um eine Überprüfung der Planung gebeten. Hierzu gab es zwei Konzepte, zum einen den kompletten Ab-verkauf aller Maschinen zum 31. Dezember 2016, zum anderen den Abverkauf zum 31. März 2017.

Die Finanzierer stimmten schließlich am 12. Dezember 2016 dem Abverkauf aller Maschinen zum 31. Dezember 2016 zu. Bis zum Jahresende wurden für alle Maschinen Käufer gefunden. Allerdings konnten nicht alle Verkäufe bis zum 31. Dezember 2016 final abgewickelt werden.

3.) Umsatz- und Auftragsentwicklung

Die Umsatzerlöse sanken insgesamt auf rund T€ 10.613 und lagen damit um rd. T€ 2.696 unter dem Vorjahresumsatz. Dabei stieg der Umsatz aus dem Verkauf von Maschinen, Anbau- und Ersatzteilen in 2016 um T€ 1.160. Der

Umsatz aus Vermietung und übrigen Leistungen sank um T€ 3.856 gegenüber dem Geschäftsjahr 2015.

4. Geschäftsergebnis:

Im Geschäftsjahr 2016 weist DEMCO einen Verlust von T€ 765 gegenüber einem Vorjahresverlust von T€ 4.564 aus. Zwar hat sich die Materialeinsatzquote in Folge des absatzmarktseitigen Preisdrucks erhöht, jedoch wurde das Ergebnis wegen der zum 31. Dezember 2015 gebildeten Rückstellungen nur in unwesentlichem Umfang durch Beratungskosten belastet. Zudem hat sich der Personalaufwand aufgrund der rückläufigen Mitarbeiterzahlen reduziert. Des Weiteren ist das Abschreibungsvolumen durch den Abverkauf der im Vorjahr unterjährig noch im Anlagevermögen befindlichen Maschinen deutlich gesunken.

5. Beschaffung und Vermarktung:

Im Geschäftsjahr erfolgte kein Ankauf von Neu- oder Gebrauchtmaschinen und auch keine Inzahlungnahme. Verkauft wurden Gebrauchtmaschinen aus dem Bestand des Mietparks.

6. Investitionen:

Investitionen erfolgten nicht.

7.) Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhaben:

Im Geschäftsjahr wurden keine neuen Darlehen aufgenommen. Die Finanzierungsmaßnahmen beschränkten sich lediglich auf Umfinanzierungen, Tilgungen und Streckungen sowie Tilgungsaussetzungen.

Der Bestand an Finanzierungsverbindlichkeiten betrug zum 31. Dezember 2016 rd. T€ 6.192 und setzte sich neben T€ 6.064 an Bankverbindlichkeiten aus weiteren T€ 128 an sonstigen Verbindlichkeiten gegenüber Nicht-Kreditinstituten zusammen.

Zudem bestehen T€ 2.000 an sonstigen Verbindlichkeiten aus der Kündigung der stillen Gesellschaft, welche derzeit aufgrund eines Rangrücktritts nicht von dem stillen Gesellschafter zurückgefordert werden können.

8.) Personal- und Sozialbereich:

Im Jahr 2016 wurden durchschnittlich 16 Mitarbeiter beschäftigt

(Vorjahr 31 Mitarbeiter).

Angestellte: 11
Gewerbliche: 4
Azubi kaufmännisch: 1

Bis zum Ende des Geschäftsjahres sind insgesamt 8 Mitarbeiter aus dem Unternehmen ausgeschieden.

Am 1. Januar 2017 betrug die Zahl der Mitarbeiter:

Angestellte: 4
Gewerbliche: 3
Azubi kaufmännisch: 0

II. Darstellung der Lage

Das abgelaufene Geschäftsjahr war weiterhin durch ein schwieriges Umfeld und wesentliche außerordentliche Sachverhalte und Belastungen geprägt. Zunächst wurden Sanierungsmaßnahmen eingeleitet, die den Fortbestand der Gesellschaft sicherstellen sollten. Dann musste zum Ende des Jahres durch die geplante Liquidation der gesamte Maschinenbestand abverkauft werden. Insgesamt wurde ein Jahresverlust in Höhe von T€ 765 erwirtschaftet, der den nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag auf T€ 12.358 erhöhte.

Im Einzelnen stellt sich die Lage wie folgt dar:

1.) Vermögenslage:

Das Gesamtvermögen wurde im Vergleich zum Vorjahr um rd. T€ 5.236 auf nunmehr rd. T€ 1.043 reduziert. Die Reduzierung resultiert im Wesentlichen aus dem Abverkauf des Maschinenbestandes.

Der Maschinenbestand im Umlaufvermögen wurde durch Abverkäufe um rd. T€ 4.521 auf rd. T€ 526 reduziert.

Forderungen aus Lieferungen- und Leistungen wurden regelmäßig an eine Factoringbank veräußert. Der verbleibende Bilanzansatz resultiert aus Altforderungen sowie nicht veräußerbaren Forderungen, welche in erforderlichem

Umfang wertberichtigt wurden.

Das Eigenkapital der Gesellschaft ist durch die Verluste in den Geschäftsjahren 2014 bis 2016 aufgebraucht und es wird ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Höhe von T€ 12.358 ausgewiesen.

2. Finanzlage:

Die Bankdarlehen wurden um T€ 4.804 auf T€ 6.064 zurückgeführt.

3.) Ertragslage:

Die Ertragslage ist wesentlich geprägt durch die einleitend beschriebenen Sondereffekte.

Die Umstrukturierung der Gesellschaft bewirkte im Markt für die Maschinenvermietung ein negatives Image, das durch fehlende Investitionen in Neumaschinen noch verstärkt wurde. In der Vergangenheit nicht durchgeführte Reparaturen und Inspektionen erforderten nachholende Maßnahmen mit hohen Kosten. Unter diesen Umständen konnte eine Erhöhung der Mietpreise nur schwer durchgesetzt werden.

Nach der Belastung mit Finanzierungskosten wurde ein negatives Jahresergebnis in Höhe von T€ 765 erwirtschaftet.

III. Künftige Entwicklung

Durch die Vorgabe der Finanzierer, die Maschinen zum 31. Dezember 2016 komplett zu verkaufen, wird das Jahr 2017 lediglich der Abwicklung des Unternehmens dienen. Dazu wird bis Ende April 2017 noch eine Mitarbeiterin in der Buchhaltung beschäftigt sein. Danach wird die DEMCO keine Mitarbeiter mehr beschäftigen.

Die Liquidation der DEMCO wurde von den Gesellschaftern zum 28. Februar 2017 beschlossen.

Die Anmeldung der Liquidation zum Handelsregister erfolgte mit Schreiben vom 22. März 2017 an das Amtsgericht Siegen. Mit Gesellschafterbeschluss vom 27. März 2017 wurde die Firma der Gesellschaft geändert in DEB Abwicklungs-GmbH.

Für die zum Abschluss der Verwertung der Sicherheiten bestehenden Restfinanzierungssalden wird mit dem jeweiligen Finanzierern ein qualifizierter Rangrücktritt vereinbart. Die mit qualifiziertem Rangrücktritt versehenen Forderungen der Finanzierer werden nach Abschluss der Verwertung der Aktiva an einen von DEM-CO zu benennenden Dritten gegen Zahlung eines Kaufpreises von EUR 1,00 abgetreten, um so die finale Umsetzung der solventen Liquidation im weiteren Zeitverlauf zu ermöglichen. Sollten die qualifizierten Rangrücktrittserklärungen seitens der Finanzierer entgegen der Absichtserklärungen nicht vereinbart werden, wäre der Bestand der Gesellschaft weiterhin gefährdet.

 

Netphen, den 21. April 2017

DEMCO Baumaschinen Consulting GmbH

Dipl.-Ing. Ansgar Langemeyer

Bestätigungsvermerk

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers an die DEMCO Baumaschinen Consulting GmbH

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der DEMCO Baumaschinen Consulting GmbH, Netphen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungs-grundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen der Geschäftsführung im Lagebericht hin. Dort wird unter Punkt III. ausgeführt, dass von einer Fortführung des Unternehmens nicht auszugehen ist. Die Liquidation der Gesellschaft wurde zum 28. Februar 2017 beschlossen und mit Schreiben vom 22. März 2017 zur Anmeldung in das Handelsregister angemeldet. Dementsprechend wurden Jahresabschluss und Lagebericht unter Aufgabe der Prämisse der Unternehmensfortführung aufgestellt. Darüber hinaus wird dargelegt, dass sich die Finanzierer verpflichtet haben, für die nach Verwertung der Sicherheiten verbleibenden Restforderungen mit der DEMCO Baumaschinen Consulting GmbH qualifizierte Rangrücktritte zu vereinbaren. Sollten die Rangrücktrittserklärungen nicht abgegeben werden, besteht das Risiko einer insolvenz-rechtlichen Überschuldung. Der Bestand der Gesellschaft ist somit weiterhin gefährdet.

 

Krefeld, den 21. April 2017

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