Hanse Haus GmbH
Selbe AdresseHerstellung von nichtelektrischen Haushaltsgeräten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christian Garke seit 18.4.2019 | Geschäftsführer |
Marcus Frank D'Agostino seit 5.3.2018 | Geschäftsführer |
Marco Hammer seit 17.6.2015 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
WSCP VIII Investments S.à r.l. | 58.41% |
WSCP VIII Emp Investments S.à r.l. | 10.51% |
ELQ INVESTORS IV LTD | 8.12% |
WSCP VIII Investments S.à r.l. | 6.58% |
| 5.02% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Oikos Holding GmbHSchlüchternKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019JAHRESABSCHLUSS UND LAGEBERICHT 2019Zusammengefasster Lagebericht für das Geschäftsjahr 2019der Oikos Holding GmbH, Schlüchtern1. Grundlagen des Konzerns1.1. VorbemerkungDie Oikos Holding GmbH ist Muttergesellschaft der Oikos-Gruppe und besteht im Wesentlichen aus den Teilkonzernen Bien-Zenker Holding GmbH und Hanse Haus Holding GmbH. Die Oikos Holding GmbH, Schlüchtern, ist zu 90% im Besitz der Equistone Partners Europe, London/Edinburgh/Paris und zu 10% im Besitz der INOS 17-069 UG, Schlüchtern. Zur Bien-Zenker Gruppe (im Folgenden auch Bien-Zenker) gehören neben der Bien-Zenker Holding GmbH, Schlüchtern, die Bien-Zenker GmbH, Schlüchtern, die Zenker Grundstücks- und Projektentwicklungsgesellschaft mbH, Schlüchtern, die Living Fertighaus GmbH, Schlüchtern, die Top All inclusive Fertighaus GmbH, Schlüchtern, die INSIDE Werbungs- und Vermittlungs GmbH, Schlüchtern, die Living Fertighaus AT GmbH, Wien, Österreich, die Bien-Zenker CZ s.r.o., Planá nad Lužnicí, Tschechien, sowie die Binovabau GmbH, Schlüchtern. Darüber hinaus ist die Bien-Zenker GmbH zu 3% an der Betonwerk Oranienbaum Verwaltungs-GmbH, Oranienbaum, sowie zu 3% an der Betonwerk Oranienbaum GmbH & Co. KG, Oranienbaum, beteiligt. Zur Hanse Haus Gruppe (im Folgenden auch Hanse Haus) gehören neben der Hanse Haus Holding GmbH, Schlüchtern, die Hanse Haus Holding II GmbH Schlüchtern, die Hanse Haus GmbH & Co. KG, Oberleichtersbach, die Hanse Haus Komplementär GmbH, Oberleichtersbach, die Hanse Haus CH GmbH in Suhr, Schweiz, die Hanse Haus Bespoke Limited in Reading, Großbritannien. Mit Vertrag vom 10. März 2017 wurde die Hanse Haus Modular Limited, St. Albans, Großbritannien, gegründet, an der die Hanse Haus GmbH & Co. KG 50% der Anteile hält. Das Unternehmen hat seinen Geschäftsbetrieb noch nicht aufgenommen. 1.2. Geschäftsmodell des KonzernsFertighausbauSowohl Hanse Haus als auch Bien-Zenker zählen beide zu den renommierten Fertighausbauunternehmen in Deutschland und sind als Hersteller von Ein- und Zweifamilienhäusern für private Bauherren tätig, in dem auch der überwiegende Teil der Umsätze erzielt wird. Der Hauptabsatzmarkt der Oikos-Gruppe ist in Deutschland. Hanse Haus unterhält in 2019 zwei Produktionsstätten in Oberleichtersbach sowie zahlreiche Vertriebsstützpunkte (hauptsächlich auf Musterhausausstellungen) in Deutschland, Schweiz, Großbritannien, Italien und Luxemburg. Mit den Marken Bien-Zenker im mittleren bis gehobenen Preissegment sowie Living Haus bietet Bien-Zenker ein vielfältiges Produktportfolio an. Bien-Zenker verfügte in 2019 über die Produktionsstätte in Schlüchtern sowie über zahlreiche Vertriebsstützpunkte (hauptsächlich auf Musterhausausstellungen) in Deutschland und in Österreich. 1.3. Forschung und EntwicklungFür die Unternehmensstrategie der Oikos-Gruppe ist bei beiden Fertighausherstellern die Entwicklung neuer Produkte, die Weiterentwicklung der bestehenden Grundrissvorschläge, die Integration von Smart-Home Anwendungen und neuen Heizungstechniken von großer Bedeutung. Durch die permanente Weiterentwicklung der Produkte zählen Hanse Haus und Bien-Zenker zu den führenden Hausbauunternehmen in Deutschland. Für Hanse Haus ist die Entwicklung neuer Produkte, die Weiterentwicklung der bestehenden Grundrissvorschläge, die Integration von Smart-Home Anwendungen und neuen Heizungstechniken von großer Bedeutung. In diesem Zusammenhang gibt es regelmäßige Kooperationen mit der Fachhochschule Rosenheim und es werden Forschungsarbeiten vergeben und betreut. Darüber hinaus gibt es Engagements in überregionalen Arbeitskreisen. Mit alle dem soll der Qualitätsanspruch auch in der Zukunft gewährleistet werden. Im Geschäftsjahr 2019 sind TEUR 498 (Vj.: TEUR 491) an Entwicklungskosten angefallen, die aufwandswirksam gebucht wurden. Bien-Zenker ist nicht in der Forschung tätig. Für die Unternehmensstrategie sind jedoch die Entwicklung neuer Produkte und die Weiterentwicklung bestehender Hausangebote von großer Bedeutung. Im Geschäftsjahr 2019 sind TEUR 327 an Entwicklungskosten angefallen (Vj.: TEUR 329). Im Jahr 2019 lag der Focus auf der Entwicklung von Hausangeboten für z.B. innerstädtische Lückenbebauung und Doppelhäuser auf kleineren Grundstücken, um die steigende Nachfrage in dem Bereich besser bedienen zu können. Es erfolgte ein Facelift der Hausserie "Edition", bei dem ausschließlich kostengünstige Bauteile auswählbar sind, um dadurch einen Wettbewerbsvorteil generieren zu können. Aus der Entwicklung eines Mercedes-Benz-Hauses im Jahr 2018 wurden Bauteilkomponenten in das Angebot von Bien-Zenker übernommen (z.B. ökologisch bepflanzte freistehende Außenwand, abgerundete Außenwände, etc.). Neue Häuser mit kubischer Architektur, die das Marktangebot im Bereich exklusiver Häuser erweitern, wurden unter dem Projektnamen "Architektur 2.0" konzipiert. Mit der Erstellung und Einführung eines neuen Kundeninformationsportals, das per App über Tablet und Mobiltelefon nutzbar ist, hat Bien-Zenker wieder in Innovationen in modernste Techniken investiert. Für die Vertriebsmitarbeiter von Bien-Zenker wurde in 2019 ein Projekt gestartet, das die Präsentation der Verkaufsunterlagen deutlich verbessert. Zukünftig sollen alle Angebote und Verträge mit fotorealistischen 3D-Animationen ausgestattet sein, damit die Verkäufer die Hausinteressenten mit Hilfe einer "Virtual-Reality-Brille" durch das "Wunschhaus" führen können. Bien-Zenker geht davon aus, dass diese innovative Unternehmensdarstellung bei den Interessenten positive Emotionen weckt, die zu Kaufentscheidungen führen. 2. Wirtschaftsbericht2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 1WeltwirtschaftDas Wachstumstempo der Weltwirtschaft hat sich spürbar verlangsamt. Dies gilt sowohl für die fortgeschrittenen Volkswirtschaften als auch für die Schwellenländer. Der Sachverständigenrat rechnet für das Jahr 2019 mit einem Wachstum des globalen Bruttoinlandsprodukts von nur noch 2,6 % nach 3,3 % im Vorjahr. Insbesondere der Welthandel entwickelte sich sehr schwach. Eine erneute Eskalation der Handelskonflikte - zum einen zwischen den USA und China und zum anderen zwischen den USA und der EU - dürfte das Wachstum der Weltwirtschaft weiter belasten. Im Euro-Raum erwartet der Sachverständigenrat in 2019 ein BIP-Wachstum von 1,2 % nach 1,9 % im Vorjahr. DeutschlandDas Bruttoinlandsprodukt ist im Jahr 2019 preisbereinigt um +0,6 % und damit schwächer als im Vorjahr gewachsen. 2 Trotz der schwächeren Konjunktur hat sich die Situation auf dem Arbeitsmarkt weiter positiv entwickelt. Im gesamten Jahresverlauf 2019 stieg die Beschäftigung an, während sich die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr verringerte. 3 BranchenentwicklungDie Umsätze in Deutschland für das Bauhauptgewerbe sind in den ersten elf Monaten 2019 um 5,2 % im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Die Auftragseingänge für das Bauhauptgewerbe (Betriebe mit 20 und mehr tätigen Personen) entwickelten sich ebenfalls positiv. Sie erhöhten sich in den ersten elf Monaten 2019 im Vergleich zum Vorjahr um 4,0 %. Die erteilten Baugenehmigungen für Wohnungen in neu errichteten Wohngebäuden betrugen in den ersten elf Monaten 275.190 Einheiten (+0,2 % im Vergleich zum Vorjahr). Die Baugenehmigungen für die Ein- und Zweifamilienhäuser sind um +1,4 % auf 103.214 Einheiten und damit stärker als der Gesamtmarkt gestiegen. Baugenehmigungen für Wohnungen in neu errichteten Wohngebäuden
Quelle: Statistisches Bundesamt, Wiesbaden Der Markt für Fertighäuser entwickelte sich in 2019 besser als der Gesamtmarkt. Die erteilten Baugenehmigungen für Fertighäuser sind in den ersten elf Monaten im Vergleich zum Vorjahr um 7,2 % gestiegen und betrugen insgesamt 19.349 (Vj.: 18.057) Einheiten. Der Marktanteil der Fertighäuser konnte in 2019 erstmals die 20 %-Marke leicht übertreffen und belief sich Ende November 2019 auf 20,7 % (Vj.: 19,6 %). Der Marktanteil der Oikos-Gruppe am Fertighausbau in Deutschland beträgt rund 8,1 % (Vj.: 7,2 %). Zu den Wettbewerbern im Ein- und Zweifamilienhausbau gehören die im BDF (Bundesverband Deutscher Fertigbau e.V.) organisierten Unternehmen, regional tätige größere Zimmereibetriebe sowie die Baufirmen, die in konventioneller Bauweise Einfamilienhäuser errichten. Die Wettbewerbssituation hat sich in 2019 nicht nennenswert verändert und ist weiterhin sehr intensiv.
1 Die Angaben in den Abschnitten Weltwirtschaft
und Deutschland zu den allgemeinen Rahmenbedingungen des
Konzerns wurden dem Jahresgutachten des
Sachverständigenrats 19/20 entnommen.
2.2. GeschäftsverlaufAllgemeine Beurteilung der GeschäftsentwicklungDie Geschäftsentwicklung verlief in 2019 für die Oikos-Gruppe weiterhin positiv und hat die Erwartungen übertroffen. Die Auftragseingänge erhöhten sich um 52,0 % auf EUR 576,0 Mio. (Vj.: EUR 379,0 Mio.). Die Umsatzerlöse lagen im Berichtsjahr bei EUR 358,5 Mio. und sind damit um 11,7 % im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Der Planwert in Höhe von EUR 347,0 Mio. wurde um 3,3 % übertroffen. Das erhöhte Umsatzvolumen hatte einen Anstieg des EBITDA um 46,1 % auf EUR 37,7 Mio. zur Folge. Die gute Marktposition konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter gefestigt werden. Der Auftragsbestand erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr und betrug zum Bilanzstichtag EUR 850,0 Mio. (Vj.: EUR 622,4 Mio.), was rechnerisch einer Reichweite von rund 20 Monaten entspricht. Insgesamt ist die Geschäftsführung mit dem Verlauf des Geschäftsjahres sehr zufrieden. 2.3. LageAufgrund der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 ab dem 1. Januar 2019 sind in der Gewinn- und Verlustrechnung die Positionen "Abschreibungen", "Sonstiger betrieblicher Aufwand" und "Finanzaufwendungen" sowie in der Bilanz die Positionen "Sachanlagen", "Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten" und "Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten" nur bedingt mit dem Vorjahr vergleichbar. Die Vorjahreszahlen wurden nicht angepasst. Zu den Auswirkungen in der Gewinn- und Verlustrechnung und in der Bilanz wird im Anhang auf die Abschnitte 1.1 "Grundlage der Erstellung des Abschlusses" und 5. "Leasingverhältnisse" verwiesen. Darüber hinaus war im Vorjahr das Jahresergebnis wesentlich durch die Unternehmensumfinanzierung und den Anteilserwerb durch die Equistone Funds beeinflusst. Die im Rahmen des Unternehmenserwerbs bilanzierten unfertigen Leistungen und Auftragsbestände wurden im Vorjahr in Höhe von TEUR 32.150 abgeschrieben. Gegenläufig wirkte sich der in diesem Zusammenhang darauf entfallende latente Steuerertrag mit TEUR 9.107 aus. ErtragslageDie Umsatzerlöse erhöhten sich aufgrund des gestiegenen Gesamtvolumens im abgelaufenen Geschäftsjahr um 11,7 % auf EUR 358,5 Mio. (Vj.: EUR 320,9 Mio.). Davon wurden Umsatzerlöse in Höhe von EUR 344,6 Mio. (Vj.: EUR 297,4 Mio.) im Inland und EUR 13,9 Mio. (Vj.: EUR 23,5 Mio.) im Ausland erzielt. Es konnte in 2019 eine Gesamtleistung (Umsatzerlöse zuzüglich Bestandsveränderung und aktivierte Eigenleistungen) in Höhe von EUR 368,0 Mio. (Vj.: EUR 326,7 Mio.) erreicht werden. Der Materialaufwand betrug im Berichtszeitraum EUR 205,8 Mio. (Vj.: EUR 184,9 Mio.). Im Wesentlichen besteht dieser mit EUR 127,3 Mio. (Vj.: EUR 113,2 Mio.) aus bezogenen Fertigungsleistungen und mit EUR 78,5 Mio. (Vj.: EUR 71,7 Mio.) aus Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen. Der Materialaufwand ist proportional zum Umsatz angestiegen. Die Konzernrohertragsmarge - definiert als Gesamtleistung abzüglich Materialaufwendungen bezogen auf die Gesamtleistung - belief sich im Berichtszeitraum auf 44,1 % (Vj.: 43,4 %). Die Personalaufwendungen erhöhten sich auf EUR 76,4 Mio. (Vj.: EUR 71,5 Mio.). Hier wurde dem gesteigerten Produktionsvolumen im Berichtsjahr sowie der weiter steigenden Kapazität in 2020 durch Personalaufbau Rechnung getragen. Sonstige betriebliche Aufwendungen sind in Höhe von EUR 51,1 Mio. (Vj.: EUR 51,6 Mio.) angefallen. Darin sind EUR 34,9 Mio. (Vj.: EUR 31,0 Mio.) für Vertriebskosten sowie EUR 2,5 Mio. (Vj.: EUR 2,4 Mio.) für IT-Aufwendungen enthalten. Aus den erläuterten Sachverhalten ergibt sich das EBITDA (Ergebnis vor Abschreibungen, Finanzergebnis und Ertragsteuern) in Höhe von EUR 37,7 Mio. (Vj.: EUR 25,8 Mio.). Die Abschreibungen beliefen sich auf EUR 13,2 Mio. (Vj.: EUR 41,4 Mio.). Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die im Vorjahr einmaligen Abschreibungen im Rahmen des Unternehmenserwerbs in Höhe von EUR 32,2 Mio. zurückzuführen. Gegenläufig erhöhten sich die Abschreibungen, wie einleitend beschrieben, im Wesentlichen durch die Bilanzierung der Leasingverhältnisse nach IFRS16. Durch die erstmalige Anwendung kommt es zu einer Verschiebung der Aufwendungen zwischen dem sonstigen betrieblichen Aufwand und den Abschreibungen sowie den Zinsaufwendungen. Das EBIT (Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragssteuern) beträgt EUR 24,5 Mio. (Vj.: EUR -15,5 Mio.). Das Finanzergebnis, ermittelt aus den Finanzerträgen abzüglich Finanzaufwendungen, betrug in 2019 EUR -14,5 Mio. (Vj.: EUR -14,5 Mio.). Aufgrund eines gesunkenen Zinssatzes für Darlehenstilgungen sind die Zinsaufwendungen von EUR 14,4 Mio. im Vorjahr auf EUR 13,2 Mio. im Berichtsjahr gesunken. Gegenläufig sind erstmals Zinsaufwendungen in Höhe von EUR 1,0 Mio. aus Leasingverhältnissen enthalten. Aufgrund der vorbeschriebenen Entwicklung der Geschäftstätigkeit ergibt sich im Berichtsjahr ein EBT (Ergebnis vor Ertragsteuern) in Höhe von EUR 10,0 Mio. (Vj.: EUR -30,1 Mio.). FinanzlageDie Finanzlage wird als gut eingeschätzt, da der Konzern aus der operativen Geschäftstätigkeit ausreichende Zahlungsmittelzuflüsse erzielt, mit denen die notwendigen Investitionen finanziert und Zahlungen an Kapitalgeber bedient werden können. Die Guthaben bei Kreditinstituten beliefen sich am Bilanzstichtag auf EUR 12,7 Mio. (Vj.: EUR 13,7 Mio.). Die nicht in Anspruch genommene Kreditlinie betrug am Bilanzstichtag EUR 17,8 Mio. (Vj.: EUR 12,2 Mio.). Als Sicherheit für bestehende Kreditlinien wurden immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 28,7 Mio., Sachanlagevermögen in von EUR 7,4 Mio., Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 5,6 Mio. und Bankguthaben in Höhe von EUR 11,8 Mio. verwendet. Verschiedene Bürgschaften, Avale und Garantien sind durch Liquide Mittel in Höhe von EUR 0,9 Mio. besichert. Im Rahmen der Unternehmensfinanzierung wurden sämtliche gegenwärtigen und zukünftigen Geschäftsanteile bzw. Kommanditanteile an folgenden Gruppengesellschaften verpfändet: Bien-Zenker Holding GmbH, Hanse Haus Holding GmbH, Hanse Haus Holding II GmbH, Hanse Haus Komplementär GmbH, Bien-Zenker GmbH und Hanse Haus GmbH & Co. KG. Kapitalflussrechnung - Kurzfassung -
Der Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit belief sich im Geschäftsjahr 2019 auf EUR 29,8 Mio. (Vj.: EUR 9,8 Mio.). Im Wesentlichen trug das erzielte Jahresergebnis bereinigt um die Abschreibungen zur positiven Entwicklung bei. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit betrug EUR -9,7 Mio. (Vj.: EUR -190,4 Mio.). Den Auszahlungen für Investitionen in Höhe von EUR 9,9 Mio. standen Einzahlungen aus dem Verkauf von Anlagevermögen in Höhe von EUR 0,2 Mio. gegenüber. Im Vorjahr waren EUR 182,9 Mio. Auszahlungen für den Erwerb von Tochterunternehmen enthalten. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit lag im Berichtszeitraum bei EUR -21,1 Mio. (Vj.: EUR 186,4 Mio.). Der Mittelabfluss resultiert im Wesentlichen aus der Tilgung von Finanzschulden in Höhe von EUR 20,0 Mio. Gegenläufig wirkten sich EUR 2,9 Mio. durch die Aufnahme von Finanzschulden aus. Darüber hinaus ist ein Tilgungsanteil für Leasingverbindlichkeiten in Höhe von EUR 2,9 Mio. und ein Zinsanteil für Leasingverbindlichkeiten in Höhe von EUR 1,0 Mio. enthalten. Zum Bilanzstichtag am 31. Dezember 2019 bestanden Bankverbindlichkeiten in Höhe von EUR 115,3 Mio. (Vj.: EUR 132,3 Mio.). Im Rahmen der Kaufpreisfinanzierung des Erwerbs des Oikos-Konzerns durch Equistone wurde am 23. Januar 2018 ein Konsortial-Darlehen in Höhe von insgesamt EUR 157,0 Mio. aufgenommen. Die ursprüngliche Höhe des Konsortialdarlehens setzt sich zusammen aus insgesamt EUR 132,0 Mio. Tilgungsdarlehen (aufgeteilt in Facility A in Höhe von EUR 47,0 Mio. und Facility B in Höhe von EUR 85,0 Mio.) sowie EUR 25,0 Mio. Betriebsmittellinie (davon EUR 5,0 Mio. für Avale). Die Tilgungsdarlehen valutierten zum Bilanzstichtag mit insgesamt EUR 114,0 Mio. (Vj. EUR 125,0 Mio.). Die Betriebsmittellinien waren mit insgesamt EUR 2,9 Mio. durch die Hanse Haus GmbH & Co. KG in Anspruch genommen (Vj.: EUR 8,0 Mio. durch die Oikos Group GmbH). Mit dem Kreditgeber sind Finanzkennzahlen vereinbart, die bei Nichteinhaltung zu einem außerordentlichen Kündigungsrecht führen würden. VermögenslageDie Bilanzsumme der Oikos Gruppe betrug zum 31. Dezember 2019 EUR 376,4 Mio. (Vj.: EUR 329,1 Mio.). Die langfristigen Vermögenswerte beliefen sich zum Bilanzstichtag auf EUR 282,1 Mio. (Vj.: EUR 249,7 Mio.). Der Anteil der langfristigen Vermögenswerte an der Bilanzsumme betrug 74,9% (Vj.: 75,9%). Die wesentlichen Posten sind der Geschäfts- und Firmenwert aus der Akquisition der Oikos-Gruppe in Höhe von EUR 176,0 Mio. (Vj.: EUR 176,0 Mio.), Grundstücke und Gebäude mit EUR 47,7 Mio. (Vj.: EUR 26,6 Mio.) sowie die Markenrechte mit EUR 28,7 Mio. (Vj.: EUR 30,5 Mio.). Im Berichtsjahr sind durch die Erstanwendung von IFRS 16 erstmals Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen in den langfristigen Vermögenswerten enthalten. Hierzu wird auf den Abschnitt 5.1 "Nutzungsrechte nach Anlageklassen" im Anhang verwiesen. Die kurzfristigen Vermögenswerte betrugen EUR 94,3 Mio. (Vj.: EUR 79,4 Mio.) oder 25,1% (Vj.: 24,1%) der Bilanzsumme. Der wesentliche Anstieg in den kurzfristigen Vermögenswerten ist auf die Vorräte zurückzuführen. Diese haben sich aufgrund des höheren Auftragsbestands um EUR 12,7 Mio. auf EUR 59,6 Mio. (Vj.: EUR 46,9 Mio.) erhöht. Außerdem sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von EUR 5,6 Mio. (Vj.: EUR 4,9 Mio.), sonstige Vermögenswerte von EUR 16,5 Mio. (Vj.: EUR 14,0 Mio.) sowie die Zahlungsmittel mit einem Betrag zum Stichtag von EUR 12,7 Mio. (Vj. EUR 13,7 Mio.) enthalten. Das Eigenkapital im Konzern beläuft sich per Ende 2019 auf EUR -15,6 Mio. (Vj.: EUR -20,8 Mio.). Die Eigenkapitalquote beträgt -4,1% (Vj.: -6,3%). Das langfristige Fremdkapital betrug zum Bilanzstichtag EUR 262,9 Mio. (Vj.: EUR 236,2 Mio.). Der Anteil des langfristigen Fremdkapitals an der Bilanzsumme betrug 69,8% (Vj.: 71,8%). Darin sind Bankverbindlichkeiten in Höhe von EUR 104,5 Mio. (Vj.: EUR 115,4 Mio.), Gesellschafterdarlehen in Höhe von EUR 106,5 Mio. (Vj.: EUR 98,6 Mio.), Pensionen in Höhe von EUR 9,6 Mio. (Vj.: EUR 9,3 Mio.) sowie latente Steuerschulden mit EUR 17,6 Mio. (Vj.: EUR 11,1 Mio.) enthalten. Das kurzfristige Fremdkapital belief sich auf EUR 129,1 Mio. (Vj.: EUR 113,7 Mio.) oder 34,3% (Vj.: 34,5%) der Bilanzsumme. Die wesentlichen Positionen sind mit EUR 10,8 Mio. (Vj.: EUR 16,9 Mio.) Bankverbindlichkeiten sowie mit EUR 64,4 Mio. (Vj.: EUR 48,6 Mio.) erhaltene Kundenanzahlungen. Die erhaltenen Kundenanzahlungen erhöhten sich hauptsächlich durch die gestiegene Anzahl der in Ausführung befindlichen Bauaufträge. Darüber hinaus werden Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von EUR 12,2 Mio. (Vj.: EUR 11,0 Mio.), sonstige kurzfristige Rückstellungen in Höhe von EUR 9,5 Mio. (Vj.: EUR 9,4 Mio.), im Wesentlichen für Garantien/Gewährleistungen, ausstehende Rechnungen sowie Erfolgsbeteiligungen ausgewiesen. Steuerrückstellungen bestanden in Höhe von EUR 3,8 Mio. (Vj.: EUR 3,1 Mio.). Bei den Finanzschulden handelt es sich um überwiegend variabel verzinsliche Bankverbindlichkeiten. Die Verzinsung der Bankverbindlichkeiten lag zum 31. Dezember 2019 zwischen 2,75% und 3,75% p.a. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern und anderen nahestehenden Personen und Unternehmen sind im Wesentlichen mit 8,0% p.a. verzinst. 2.4. Finanzielle und nicht finanzielle LeistungsindikatorenFinanzielle LeistungsindikatorenFinanzielle Leistungsindikatoren werden konzernweit nur nach IFRS Kennzahlen festgelegt. Als finanzielle Leistungsindikatoren zählen der Umsatz und das EBITDA. Das EBITDA bedeutet: "Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände". Sowohl Umsatz und EBITDA sind zentrale Größen für die Steuerung der Oikos-Gruppe. Nichtfinanzielle LeistungsindikatorenPersonalAm 31. Dezember 2019 waren 1.339 (Vj.: 1.273) Mitarbeiter in der Oikos-Gruppe beschäftigt. Davon waren 84 (Vj.: 80) Auszubildende in den verschiedensten Berufssparten eingestellt. Innovationen, Beschaffung und UmweltschutzIm Geschäftsjahr 2019 hat Hanse Haus zwei neue Musterhäuser errichtet. Als einer der ersten Anbieter ist Hanse Haus in der Lage, alle Häuser mit einem Nachhaltigkeitszertifikat der deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen zu versehen. Mit dieser Maßnahme wurde ein weiterer wichtiger Schritt zur Etablierung von Hanse Haus als den Anbieter von qualitativ hochwertigen Niedrigenergiehäusern geschafft. In 2019 wurde Hanse Haus in der Ausgabe 41/2019 erneut durch die Zeitschrift Focus-Money zum siebten Mal in Folge als einer der fairsten Fertighausanbieter ausgezeichnet. In 2019 wurde Hanse Haus erneut durch den Landkreis Bad Kissingen zur Teilnahme am Wettbewerb "Großer Preis des Mittelstandes" nominiert und in 2019 als "Premier" ausgezeichnet. Hanse Haus hat in 2019 erneut das Bonitätszertifikat "CrefoZert" der Creditreform erhalten und gehört damit zu den 2,0% der deutschen Unternehmen, die exklusiv für eine außergewöhnlich gute Bonität ausgezeichnet werden. Bei Bien-Zenker wurden in der ersten Jahreshälfte 2019 eine PKW-Ladestation errichtet, die nicht nur durch Mitarbeiter oder Kunden, sondern auch durch Reisende genutzt werden kann, was durch entsprechende Publikationen im Internet ermöglicht wird. Um der wachsenden Nachfrage gerecht zu werden wird im Frühjahr 2020 eine weitere Ladesäule in Betrieb genommen. Nachdem die notwendige Infrastruktur geschaffen wurde, konnten nach intensiven Fahrzeugtests drei Dieselfahrzeuge gegen zwei Diesel-Hybrid- sowie ein Benzin-Hybrid Fahrzeug getauscht werden. Das bereits in 2018 eingeführte "Dienstradmodell", bei dem Mitarbeitern ermöglicht wird über das Unternehmen ein Fahrrad oder E-Bike zu leasen wurde so gut angenommen, dass neben der Ladestation für die Bikes, inzwischen auch eine überdachte Abstellmöglichkeit geschaffen wurde. Hier können nun E-Bikes nicht nur aufgeladen, sondern auch sämtliche Räder sicher geparkt werden. Der Strom sämtlicher Ladesäulen stammt, genau wie der gesamte Strom, aus regenerativen Quellen = 100% Öko-Strom. Im Bereich Beschaffung ist besonders die Einführung des sog. "Nachunternehmer-Poolings". Hierbei werden gemeinsam bundesweit Arbeiten auf der Baustelle koordiniert und Nachunternehmern feste, firmenstandortnahe Postleitzahlen-Gebiete zugeordnet, um Anfahrtswege deutlich zu reduzieren. Durch diese Maßnahme werden die Unternehmen gleichmäßig ausgelastet, parallel findet eine Verschiebung der Zeiten von der Straße auf die Baustelle statt. Durch das Zusammenarbeiten der Einkaufsabteilungen von Bien-Zenker und Hanse Haus und die Anwendung einer Leadbuyerstruktur, konnten die Beschaffungskosten unter dem kalkulierten Budget gehalten werden. Die Bien-Zenker Häuser sind ab 2019 im Standard mit der Nachhaltigkeitszertifizierung in Gold des DGNB (Deutsche Gesellschaft für nachhaltiges Bauen) ausgestattet. Daher ist es unabdingbar, dass bei der Lieferanten- und Materialauswahl höchster Wert auf Umweltverträglichkeit gelegt wird. Die Bien-Zenker GmbH ist sowohl Mitglied der Qualitätsgemeinschaft Deutscher Fertigbau e.V. als auch der Bundesgütegemeinschaft Montagebau und Fertighäuser e.V. Zusätzlich zu der Eigenüberwachung unterliegen unsere Arbeiten und Leistungen auch der einer regelmäßigen Fremdüberwachung. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht3.1. PrognoseberichtWeltwirtschaft 4Vor Beginn der "Corona-Pandemie" wurde für den Euro-Raum eine Fortsetzung des Aufschwungs erwartet, allerdings mit langsamerem Tempo als in den Vorjahren. Der Sachverständigenrat erwartet für 2020 für den Euro-Raum ein BIP-Wachstum von 1,1 %, das leicht unter dem von der Europäischen Kommission geschätzten Potenzialwachstum von 1,3 % liegt. Gestärkt wurde das Wachstum von der anhaltent hohen Auslastung auf dem Arbeitsmarkt, den steigenden Löhnen und des weiteren Rückgangs der Arbeitslosenquote. Risiken stellen jedoch der am 31. Januar 2020 vollzogene Brexit sowie das Corona-Virus und dessen wirtschaftlichen Auswirkungen dar. Die genauen wirtschaftlichen Auswirkungen des Brexits sind derzeit kaum zu beziffern. Insbesondere eine starke Einschränkung der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Großbritannien und der EU könnte die Wirtschaftsentwicklung deutlich beeinträchtigen. Langfristig wird der Brexit mit erheblichen wirtschaftlichen Folgen für die Volkswirtschaft Großbritanniens verbunden sein. Die Auswirkungen des Corona-Virus werden derzeit täglich neu analysiert und es kommt weltweit zu einer Verlangsamung der wirtschaftlichen Entwicklung. Die Geschäftsführung hat die Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung analysiert und sieht im wesentlichen Risiken für die Einhaltung der Ziele der Mehrjahresplanung im Falle einer vorübergehenden Schließung des Geschäftsbetriebes sowie möglicher indirekter Folgen aus der Verzögerung bei der Auslieferung von fertigen Häusern. Um das Risiko der möglichen Auswirkungen zu reduzieren hat die Geschäftsführung ihre Mitarbeiter auf die notwendige Hygiene hingewiesen und befindet sich im engen Austausch mit ihren Kunden um Lieferengpässe frühzeitig zu adressieren. Derzeit sieht die Geschäftsführung in den möglichen Auswirkungen des "Corona Virus" kein bestandsgefährdendes Risiko, wird aber weiterhin an möglichen Szenarien arbeiten, die es ermöglichen die wirtschaftlichen Auswirkungen für den Oikos-Konzern zu minimieren. Ausblick Oikos-GruppeFür 2020 kann die Oikos-Gruppe derzeit keine belastbaren Aussagen über die gesamtwirtschaftliche Entwicklung abgeben. Das Bruttoinlandsprodukt soll in Deutschland in 2020 gemäß Prognose des Sachverständigenrats um 0,9 % und gemäß Prognose der Bundesregierung um 1,0 % wachsen, vor Berücksichtigung des "Corona Virus". Dazu tragen laut Sachverständigenrat vor allem, wie in den Vorjahren, die privaten Konsumausgaben bei, insbesondere da mit einer anhaltenden positiven Einkommensentwicklung zu rechnen ist. Auch die Bauinvestitionen werden durch die weiter anhaltend niedrigen Zinsen und durch die anhaltend hohe Nachfrage nach Wohnungen eine weitere Stütze des Wirtschaftswachstums sein. Die Entwicklung des Marktes für Ein- und Zweifamilienhäuser wird in einer vergleichbaren Größenordnung liegen wie im Vorjahr. Die Entwicklung des Fertigbaus sieht die Oikos-Gruppe auf Grund der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen positiv und geht davon aus, weitere Marktanteile zu gewinnen. Die Oikos-Gruppe plant trotz der "Corona-Pandemie" für das Jahr 2020 eine deutliche Umsatzsteigerung im Vergleich zum Vorjahr, die zwischen 9 % und 15 % eingeschätzt wird. Das erhöhte Abrechnungsvolumen wird dazu beitragen, dass sich das EBITDA im Vergleich zum Istwert des Berichtsjahres in Höhe von EUR 37,7 Mio. proportional verbessern wird. Die Oikos-Gruppe geht davon aus, dass die Steigerung der Personalkosten in 2020 proportional zur Steigerung der Gesamtleistung verläuft. Bei den Beschaffungspreisen rechnet die Oikos-Gruppe in 2020 mit einer leichten Erhöhung im Vergleich zum Vorjahr. Auch in 2020 werden zur kontinuierlichen Verbesserung des Umweltschutzes auf der Basis unseres Umweltmanagementsystems weitere Ziele erarbeitet und die Umsetzung der entsprechenden Umweltschutzmaßnahmen eingeleitet. Der Schwerpunkt der Investitionen in 2020 entfällt auf die Erweiterung der Produktionskapazitäten, die Erneuerung des Maschinenparks in der Produktion und auf den Bau von Musterhäusern. 3.2. Chancen- und RisikoberichtDie Oikos-Gruppe ist durch Ihr unternehmerisches Handeln bei seinen geschäftlichen Aktivitäten neben der Wahrnehmung von Chancen auch Risiken unterschiedlicher Art ausgesetzt. Dabei ist die Zielsetzung stets, ein ausgewogenes Verhältnis von Chancen und Risiken zu erreichen. Unangemessene Risiken werden nicht eingegangen. Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem stellt hierzu die erforderlichen Instrumente und Maßnahmen bereit und unterstützt die Sicherung des Fortbestands des Unternehmens. Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Chancen und RisikenDie Zahl der Baugenehmigungen für den Ein- und Zweifamilienhausbau lag in den ersten elf Monaten 2019 um 1,4 % über der des Vorjahreszeitraums. Damit bestätigte sich die Erwartung einer stabilen Bautätigkeit. Der Marktanteil der Fertighäuser von Ein- und Zweifamilienhäusern lag mit 20,7 % deutlich über dem Vorjahreswert. Die Oikos-Gruppe sieht durch die in den letzten Jahren stabile Entwicklung des Fertighausmarkts gegenüber dem konventionellen Bau und durch die niedrigen Hypothekenzinsen ein zusätzliches Marktpotential, da derzeit viele Bauinteressenten durch den geringeren Kapitaldienst die Möglichkeit haben, den Wunsch nach einem Eigenheim zu erfüllen. Für 2020 werden weiterhin günstige Hypothekenzinsen erwartet. Unternehmensspezifische Chancen und RisikenDas Management von Chancen ist eine fortwährende Aufgabe, um den langfristigen Erfolg des Unternehmens zu sichern. Durch die bundesweite Marktpräsenz werden frühzeitig Trends und Chancen erkannt. Darüber hinaus ermöglicht eine intensive Markt- sowie Wettbewerbsbeobachtung das Identifizieren von Chancen hinsichtlich von Geschäftspotentialen. Unternehmensspezifische Chancen für die Oikos-Gruppe leiten sich aus der starken Marke und den aktuellen Produktportfolios ab. Die Oikos-Gruppe wird Kunden weiterhin innovative, zeitgemäße und bedarfsgerechte Häuser anbieten, die dem aktuellen Konsumverhalten und den aktuellen Trends Rechnung tragen. Dabei wird dem Internet und insbesondere den sozialen Netzwerken im Hinblick auf die Kundengewinnung eine immer größere Bedeutung zukommen. Neben den vorbeschriebenen Chancen, könnte sich das Risiko ergeben, dass das Produktportfolio dem Konsumverhalten der Kunden und den aktuellen Trends nicht entspricht. Diesem Risiko begegnet die Oikos-Gruppe mit der kontinuierlichen Weiterentwicklung des Produktportfolios und permanenter Marktbeobachtung. Im Fertighausbau vermarktet die Oikos-Gruppe Häuser über drei eigene Vertriebslinien. Der Markenpolitik und der Produktentwicklung hinsichtlich der Zielgruppen und der regionalen Marktanforderungen wird besondere Bedeutung beigemessen. Die Nachfrage nach energieeffizienten und nachhaltig gebauten Häusern wird weiter zunehmen. Mit den äußerst energieeffizienten bis hin zum PlusEnergie-Haus sind die Unternehmen der Oikos-Gruppe durch eine starke Marktposition gut für die Zukunft aufgestellt. Zunehmende Fertighausquote, Verschärfung der ENEV, NachhaltigkeitIn den letzten Jahren nehmen Bauinteressenten zunehmend die Vorteile von Fertighäusern gegenüber konventionell gebauten Häusern wahr. Die Oikos-Gruppe geht davon aus, dass die Fertighausquote weiter zunehmen wird und sieht Chancen für eine Ausweitung der Geschäftstätigkeit. Auch die zunehmende Verschärfung der Energieeinsparverordnung (ENEV) bietet Chancen für die energieeffiziente Bauweise. Bei Hanse Haus haben bereits alle Häuser, die ab 2017 gebaut werden, eine Serien-Nachhaltigkeitszertifizierung von der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen. Die Bien-Zenker Häuser sind ab 2019 im Standard mit einer Nachhaltigkeitszertifizierung in Gold ausgestattet. Hier sieht die Oikos-Gruppe erhebliche Chancen zu einer weiteren positiven Geschäftsentwicklung. Abhängigkeit von WettereinflüssenDer hohe Vorfertigungsgrad der Fertighäuser ermöglicht es, wetterunabhängig bei gleichbleibend hohem Qualitätsstandard zu produzieren. Die Errichtung der Keller und Bodenplatten im Außenbereich unterliegt jedoch den natürlichen Witterungseinflüssen. So kann ein strenger und langer Winter zu Umsatzeinbußen führen, die in der Folgezeit nur mit größeren Anstrengungen und Mehraufwand aufgeholt werden können. Solche witterungsbedingten Einflüsse können zu deutlichen Ergebniseinbußen führen. BeschaffungsrisikenAbhängigkeiten von einzelnen Lieferanten werden soweit wie möglich vermieden. Es besteht grundsätzlich die Möglichkeit, den Materialbedarf auch kurzfristig bei anderen Zulieferern zu decken. Für alle wichtigen Lieferanten und Dienstleister werden Rahmenverträge abgeschlossen, die in der Regel eine Laufzeit von 12 Monaten haben. Durch regelmäßige Lieferantenbewertungen reduzieren wir die Risiken bei Qualität, Verfügbarkeit und Beschaffungspreisen. Mit der Einführung des "Nachunternehmer-Poolings" wird der gesamte Planungsprozess und der Ablauf auf den Baustellen durch die bessere Verfügbarkeit qualifizierter Nachunternehmer verbunden mit Zeitersparnis und Kostenreduktion optimiert. Finanzierungs-, Kredit- und Währungsrisiken sowie Risiken aus ZahlungsstromschwankungenDie Liquiditätssteuerung in der Oikos-Gruppe erfolgt durch permanente Überwachung der Finanzströme. Die Liquiditätsplanung berücksichtigt die saisonalen Schwankungen und zeigt rechtzeitig den Liquiditäts- und Finanzierungsbedarf auf. Im Fertighausbau müssen neben der langfristigen Finanzierung des Anlagevermögens ausreichende Betriebsmittelkreditlinien bzw. Bankguthaben zur Verfügung stehen, um saisonale Schwankungen ausgleichen zu können. Das Kreditrisiko aus dem operativen Geschäft im Fertighausbau gegenüber unseren Kunden ist sehr gering, da vor Produktionsbeginn eine Finanzierungsbestätigung bzw. Bankbürgschaft vorgelegt werden muss. In den übrigen Bereichen ist durch interne Kreditlinien das Ausfallrisiko reduziert. Die Fakturierung der Lieferungen und Leistungen erfolgt fast ausschließlich in der Euro-Währung. Aufgrund der Saisonalität der Produktionsauslastung ist der Bedarf an Liquidität zur Finanzierung des laufenden Geschäftes in Abhängigkeit von der Jahreszeit sehr unterschiedlich. Einem ersten Halbjahr mit unterdurchschnittlichen Bauleistungen steht ein zweites Halbjahr mit überdurchschnittlich hohen Hausumsätzen und entsprechenden Mittelzuflüssen gegenüber. Um die Risiken aus diesen Saisonalitäten zu minimieren, betreiben wir ein aktives Finanzmanagement, wobei der Liquiditätsüberwachung und der Liquiditätssteuerung eine besondere Bedeutung zukommt. Gewährleistungs- und rechtliche RisikenDie permanente Weiterentwicklung unserer Produkte ist von strategischer Bedeutung für die Oikos-Gruppe. Neben den sich eröffnenden Chancen bestehen aber auch Risiken. So kann selbst nach sorgfältigsten Tests und Prüfungen nicht gänzlich ausgeschlossen werden, dass gegebenenfalls - mit zeitlicher Verzögerung - Gewährleistungsansprüche gegen die Oikos-Gruppe erhoben werden. Diesem Risiko begegnen wir mit einem internen Qualitätsmanagement und einer Fremdüberwachung, welche die hohe Qualität unserer Produkte sichert. Erfahrungsgemäß muss sich die Oikos-Gruppe im Zuge des Geschäftsbetriebes mit gerichtlichen und außergerichtlichen Ansprüchen Dritter auseinandersetzen. Nach derzeitiger Einschätzung liegen keine laufenden oder absehbaren Gerichts- oder Schiedsverfahren vor, die einen erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft haben könnten. IT-RisikenDer Großteil unserer Geschäftsprozesse wird mit Hilfe leistungsfähiger und moderner IT-Lösungen unterstützt. Bei der ERP-Software setzen wir bekannte Standardlösungen ein, um unsere Prozesse mit großer Zuverlässigkeit abzubilden. Auf Datensicherheit und Verfügbarkeit unserer Systeme legen wir größten Wert. Die ständige Aufrechterhaltung und Optimierung der IT-Systeme erfolgt durch qualifizierte interne und externe Experten. Unberechtigtem Datenzugriff, Datenmissbrauch und Datenverlust wird durch Einsatz aktueller Virensoftware, Firewalls, adäquater Zugangs- und Zugriffskonzepte und vorhandener Back-up-Systeme vorgebeugt. Für unerwartete IT-Systemausfälle existieren entsprechende Notfallpläne und Notfallszenarien. Gesamtrisiko und -chancenDie Einschätzung der Gesamtrisikosituation ist das Ergebnis der zusammengefassten Betrachtung aller wesentlichen Einzelrisiken. Aus heutiger Sicht sind keine Risiken erkennbar, die allein oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten. 4. Wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems in Hinblick auf den RechnungslegungsprozessDas interne Kontrollsystem der Oikos-Gruppe beinhaltet auch die Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung sowie die Einhaltung von maßgeblichen rechtlichen Vorschriften. Das Risikofrüherkennungssystem überwacht im Wesentlichen folgende Risikofelder im Finanz- und Rechnungswesen: Finanzierungs- und Liquiditätsrisiken, Unterschlagungsrisiken, Risiken von Fehlbuchungen, Debitoren- und Steuerrisiken. Diesen Risiken begegnen wir mit einer Vielfalt an Maßnahmen. Von Seiten der IT setzen wir Standardsoftware ein in Verbindung mit individuellen Zugriffsrechten. Die Verantwortlichkeiten und Unterschriftsberechtigungen der Funktionsträger sind geregelt. Mit Hilfe des Vier-Augen-Prinzips werden Risiken von Fehlverhalten minimiert. Regelmäßige interne Kontrollen gewährleisten die vollständige und richtige Erfassung und Bewertung der Geschäftsvorfälle. Das Bilanzierungshandbuch dient zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit der Monats- und Jahresabschlüsse. Darüber hinaus wird die Wirksamkeit des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems durch externe Prüfungen überwacht. 5. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von FinanzinstrumentenDie originären Finanzinstrumente betreffen auf der Aktivseite im Wesentlichen die flüssigen Mittel und die Forderungen. Soweit bei den finanziellen Vermögenswerten Ausfallrisiken wahrscheinlich sind, werden diese Risiken durch Wertberichtigungen erfasst. Auf der Passivseite entsprechen die Finanzinstrumente den Verbindlichkeiten sowie Devisentermingeschäften, die zur Sicherung von Forderungen in GBP und CHF abgeschlossen werden. Zum Bilanzstichtag bestehen Devisentermingeschäfte zur Absicherung von GBP und CHF mit einem Nominalvolumen von TEUR 2.984 und einem Marktwert von TEUR 3.015. 6. Zukunftsbezogene AussagenWir weisen darauf hin, dass bei zukunftsbezogenen Aussagen die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können, wenn eine der genannten oder andere Unsicherheiten eintreten oder sich die in den Aussagen zugrunde liegenden Annahmen als unzutreffend erweisen.
Schlüchtern, den 20. März 2020 Oikos Holding GmbH Marco Hammer Christian Garke Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2019der Oikos Holding GmbH, Schlüchtern
Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr 2019der Oikos Holding GmbH, Schlüchtern
Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019der Oikos Holding GmbH, SchlüchternAktiva
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung zum 31. Dezember 2019der Oikos Holding GmbH, Schlüchtern
Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2019der Oikos Holding GmbH, Schlüchtern
1) Die Zuordnung zur Finanzierungstätigkeit
ist auf Basis der originären
Geschäftstätigkeit erfolgt.
In dem Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit sind folgende Zahlungsströme enthalten:
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2019der Oikos Holding GmbH, Schlüchtern1. Grundsätze der Rechnungslegung1.1 Grundlage der Erstellung des AbschlussesDie Oikos Holding GmbH mit Sitz in Schlüchtern (Adresse: Am Distelrasen 2, 36381 Schlüchtern) ist unter HRB 96579 im Handelsregister des Amtsgerichts Hanau eingetragen. Die Oikos Holding GmbH ist Muttergesellschaft der Oikos Group GmbH, Schlüchtern. Die Oikos Group GmbH ist Muttergesellschaft der Oikos Development Holding GmbH, Schlüchtern, die wiederum Muttergesellschaft der Bien-Zenker Gruppe sowie der Hanse Haus Gruppe (nachfolgend BAU-Gruppe) ist. Zur Bien-Zenker Gruppe gehören neben der Bien-Zenker Holding GmbH, Schlüchtern, die Bien-Zenker GmbH, Schlüchtern, die Zenker Grundstücks- und Projektentwicklungsgesellschaft mbH, Schlüchtern, des Weiteren die Living Fertighaus GmbH, Schlüchtern, die Living Fertighaus AT GmbH, Wien, Österreich, die Top All inclusive Fertighaus GmbH, Schlüchtern, die INSIDE Werbungs- und Vermittlungs GmbH, Schlüchtern, die Bien-Zenker CZ s.r.o, Planá nad Lužnici, Tschechien, und die Binovabau GmbH, Schlüchtern. Darüber hinaus ist die Bien-Zenker GmbH zu 3% an der Betonwerk Oranienbaum Verwaltungs-GmbH, Oranienbaum, sowie zu 3% an der Betonwerk Oranienbaum GmbH & Co. KG, Oranienbaum, beteiligt. Zur Hanse Haus Gruppe gehören neben der Hanse Haus GmbH & Co. KG die Hanse Haus Komplementär GmbH und die Hanse Haus CH GmbH in Suhr, Schweiz, sowie die Hanse Haus Komplementär GmbH. Mit Datum vom 10. Mai 2016 wurde die Hanse Haus Holding II GmbH gegründet, in die die Hanse Haus Holding GmbH ihre Geschäftsanteile an der Hanse Haus GmbH & Co. KG und der Hanse Haus Komplementär GmbH eingebracht hat. Mit Datum vom 07. Oktober 2016 wurde die Hanse Haus Bespoke Limited, Reading, UK, als 100%-Tochtergesellschaft der Hanse Haus GmbH & Co. KG gegründet. Die Aufnahme der Geschäftstätigkeit erfolgte im Dezember 2017 und ist für den Konzern von untergeordneter Bedeutung. Mit Vertrag vom 10. März 2017 wurde die Hanse Haus Modular Limited, St. Albans, UK, gegründet, an der die Hanse Haus GmbH & Co. KG 50% der Anteile hält. Das Unternehmen hat seinen Geschäftsbetrieb noch nicht aufgenommen. Bien-Zenker und Hanse Haus zählen zu den führenden Fertighausherstellern in Deutschland. Das Kerngeschäft liegt im Fertighausbau von Ein- und Zweifamilienhäusern für private Bauherren, in dem im Wesentlichen alle Umsätze erzielt werden. Die Unternehmen planen, bauen und vertreiben Fertighäuser, insbesondere für private Bauherren im Inland und im europäischen Ausland. Die BAU-Gruppe unterhält neben den Produktionsstätten in Schlüchtern und Oberleichtersbach zahlreiche Vertriebsstützpunkte (hauptsächlich auf Musterhausausstellungen) in Deutschland, Österreich, Schweiz, Großbritannien, Italien und Luxemburg. Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2019 wurde nach §315e HGB in Verbindung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Boards (IASB) und den Interpretationen des International Financial Reporting and Interpretation Committees (IFRIC) erstellt, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Die Oikos Holding GmbH ist gesetzlich nicht zur Aufstellung eines IFRS Konzernabschlusses verpflichtet. Alle Beträge werden grundsätzlich in Euro ausgewiesen. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Bilanz wird in langfristige und kurzfristige Posten untergliedert. Wir weisen darauf hin, dass Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch genau ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben usw.) auftreten können. Sämtliche für das Geschäftsjahr 2019 verpflichtend anzuwendenden IFRS, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, wurden berücksichtigt. Der Konzern enthält auch die nach den handelsrechtlichen Vorschriften ergänzend aufzunehmenden Anhangsangaben. Erstmalig verpflichtend anzuwendende Standards und Interpretationen
Übernahme von IFRS 16 "Leasingverhältnisse"Der Konzern hat mit Wirkung zum 1. Januar 2019 den verpflichtenden Standard IFRS 16 "Leasingverhältnisse" unter Anwendung des modifizierten retrospektiven Ansatzes mit optionalen praktischen Vereinfachungsregeln als Übergangsansatz übernommen. Demnach wird der kumulierte Effekt aus der erstmaligen Anwendung des Standards als Anpassung des Eröffnungsbestands der Gewinnrücklagen zum Zeitpunkt der Erstanwendung erfasst, während die Vorjahreszahlen für das Geschäftsjahr 2018 nicht angepasst wurden. Aus der Anwendung des neuen Standards ergeben sich Auswirkungen auf die Bilanzierung von Leasingverhältnissen des Konzerns, da grundsätzlich alle Leasingverhältnisse in der Bilanz eines Leasingnehmers zu erfassen sind. Ein Leasingnehmer bilanziert einen Vermögenswert, der sein Recht auf Nutzung des zugrundeliegenden Vermögenswerts darstellt, sowie eine Leasingverbindlichkeit, die seiner Leasingverpflichtung zur Leistung der Leasingzahlungen widerspiegelt. Die Art der Aufwendungen im Zusammenhang mit diesen Leasingverhältnissen hat sich verändert: in der Gewinn- und Verlustrechnung kommt es zu einer Verschiebung von der Position "sonstiger betrieblicher Aufwand" zu den Positionen "Abschreibungen" und "Finanzaufwendungen", da nun Abschreibungsaufwendungen für das Nutzungsrecht und Zinsaufwendungen für die Leasingverbindlichkeiten erfasst werden. Vor diesem Hintergrund sind Änderungen für einige Leistungskennzahlen, insbesondere eine Bilanzverlängerung, eine Verminderung der Eigenkapitalquote sowie ein Anstieg von EBITDA und EBIT eingetreten. Die Änderungen gelten für Miet- und Leasingverhältnisse, die zuvor gemäß IAS17 als Operating-Leasingverhältnisse klassifiziert wurden. Es wurde von im Standard vorgesehenen Ausnahmeregelungen, wie beispielsweise der Nicht-Aktivierung von kurzfristigen Leasingverhältnissen und von Leasingverhältnissen über geringwertige Vermögenswerte, Gebrauch gemacht. Ein Leasingverhältnis wird als kurzfristig angesehen, wenn die Mietdauer zum Anfangsdatum 12 Monate oder weniger beträgt. Als geringwertiger Vermögenswert gelten Vermögenswerte mit einem Neuwert von rund US$ 5.000 oder weniger. Die Entscheidung für die Anwendung dieser Erleichterung als Rechnungslegungsgrundsatz ist auf jedes einzelne Leasingverhältnis zulässig. Für die Bewertung der zum Zeitpunkt der Erstanwendung bestehenden Nutzungsrechte wurde für die einzubeziehenden Leasingverhältnisse (im Wesentlichen Betriebsimmobilie Schlüchtern und Ausstellungsplätze in Musterhausausstellungen) der retrospektive Ansatz angewendet. Die erstmalige Anwendung des Standards IFRS 16 stellt sich in der Bilanz wie folgt dar: Aktiva
Für weitere Informationen zur Anwendung von IFRS 16 wird auf Abschnitt 5. "Leasingverhältnisse" verwiesen. Freiwillig vorzeitig anwendbare Standards und InterpretationenFolgende Standards, Änderungen von Standards und Interpretationen sind bereits durch die Europäische Union anerkannt. Eine verpflichtende Anwendung ist erst für die Zukunft vorgesehen. Die Gesellschaft hat die Regelungen nicht vorzeitig angewandt.
In der EU (noch) nicht anwendbare Standards und Interpretationen(EU-Endorsement ist noch nicht erfolgt)
Aus den oben genannten Standards erwartet die Geschäftsführung keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss. 1.2 Konsolidierungskreis sowie wesentliche Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDer Konzernabschluss der Oikos Holding GmbH beinhaltet neben dem Mutterunternehmen derzeit ausschließlich Tochterunternehmen. Als Tochterunternehmen gilt ein Unternehmen, das von der Oikos Holding GmbH beherrscht wird. Beherrschung liegt vor, wenn die Oikos Holding GmbH schwankenden Renditen aus seinem Engagement bei seinen Beteiligungsunternehmen ausgesetzt ist bzw. das Anrecht auf diese besitzt und die Fähigkeit hat, diese Renditen mittels seiner Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen zu beeinflussen. KonsolidierungskreisZum 31. Dezember 2019 umfasst der Konzern neben der Oikos Holding GmbH unverändert 17 vollkonsolidierte Tochterunternehmen. Die Anteilsbesitzliste des Konzerns stellt sich wie folgt dar:
Die in der Anteilsbesitzliste mit * gekennzeichneten Kapitalgesellschaften sind von der Offenlegung gem. § 264 Absatz 3 HGB in Deutschland befreit. KonsolidierungszeitpunktDie Abschlüsse der Tochterunternehmen werden unter Anwendung einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zum gleichen Bilanzstichtag aufgestellt wie der Abschluss des Mutterunternehmens. KonsolidierungsgrundsätzeAlle konzerninternen Salden, Transaktionen, Erträge, Aufwendungen, Gewinne und Verluste aus konzerninternen Transaktionen werden in voller Höhe eliminiert. Tochtergesellschaften werden ab dem Erwerbszeitpunkt, d.h. ab dem Zeitpunkt, an dem der Konzern die Beherrschung erlangt, vollkonsolidiert. Die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode. Hierbei werden die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte sowie die übernommenen Schulden und Eventualschulden des erworbenen Unternehmens zum beizulegenden Zeitwert angesetzt, einschließlich derer, die das erworbene Unternehmen vorher nicht angesetzt hatte. Der Teil der Anschaffungskosten der Tochterunternehmen, der den beizulegenden Zeitwert des erworbenen Nettovermögens übersteigt, wird als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert und in der Folgezeit einem regelmäßigen, mindestens jährlichen Werthaltigkeitstest unterzogen. Die Anschaffungskosten der erworbenen Tochterunternehmen enthalten sowohl den direkt gezahlten Kaufpreis als auch den beizulegenden Zeitwert einer bedingten Kaufpreisverpflichtung (z.B. aus so genannten "Earn Out"-Klauseln) soweit sie wahrscheinlich ist und verlässlich bewertet werden kann. Nicht in den Anschaffungskosten enthalten sind die mit dem Unternehmenszusammenschluss verbundenen Kosten, d.h. sogenannte Anschaffungsnebenkosten. Nicht beherrschende Anteile sind der Teil des Periodenergebnisses und des Reinvermögens, der auf Anteile entfällt, die nicht vom Konzern gehalten werden. Nicht beherrschende Anteile werden gesondert innerhalb des Eigenkapitals in der Konzernbilanz ausgewiesen. Der Zu-Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen wird nach der "modified parent company - Methode" (erfolgsneutrale Eigenkapitaltransaktion) bilanziert. FremdwährungsumrechnungDer Konzernabschluss wird in Euro, der funktionalen Währung des Konzerns, aufgestellt. Jedes Unternehmen stellt seinen Jahresabschluss auf Basis seiner eigenen funktionalen Währung auf. Die im Abschluss des jeweiligen Unternehmens enthaltenen Posten werden unter Verwendung dieser funktionalen Währung bewertet. Fremdwährungstransaktionen werden zunächst zum am Tag des Geschäftsvorfalles gültigen Kassakurs umgerechnet. Monetäre Vermögenswerte und Schulden in einer Fremdwährung werden zum Bilanzstichtag zum Stichtagskurs in die funktionale Währung umgerechnet, unabhängig davon, ob sie kursgesichert sind oder nicht. Devisensicherungsgeschäfte werden zum beizulegenden Zeitwert angesetzt. Währungsdifferenzen von Vermögenswerten und Schulden werden im Periodenergebnis erfasst. Nicht monetäre Posten, die zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten in einer Fremdwährung bewertet wurden, werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalles umgerechnet. Nicht monetäre Posten, die mit ihrem beizulegenden Zeitwert in einer Fremdwährung bewertet werden, werden mit dem Kurs umgerechnet, der zum Zeitpunkt der Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes gültig war. Fremdwährungsgewinne und -verluste aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die auf Fremdwährungen lauten, sind in den sonstigen Aufwendungen oder Erträgen ausgewiesen. Fremdwährungsgewinne und -verluste, die aus der Umrechnung von Finanzverbindlichkeiten oder -forderungen entstanden, werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Die funktionale Währung der nicht der Europäischen Währungsunion angehörigen Konzerngesellschaften ist in der Regel die Währung des primären Wirtschaftsumfelds, in dem das Unternehmen tätig ist. Die funktionale Währung ist die jeweilige Landeswährung. Zum Bilanzstichtag werden die Vermögenswerte und Schulden dieser Tochterunternehmen zum Stichtagskurs in die Berichtswährung des Konzerns, den Euro, umgerechnet. Erträge und Aufwendungen werden zum gleitenden Jahresdurchschnittskurs des Geschäftsjahres umgerechnet. Die Wechselkurse zum Euro der für die Oikos-Gruppe relevanten Währungen stellen sich am 31. Dezember 2019 wie folgt dar:
SachanlagenSachanlagen enthalten im Konzern im Wesentlichen Grundstücke und Gebäude, Technische Anlagen und Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Anlagen im Bau. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen, zuzüglich erforderlicher Wertaufholungen, angesetzt. Software, die integraler Bestandteil der Sachanlage ist, wird als Bestandteil der Anlage aktiviert. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten. Sachanlagen werden linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauern für Sachanlagen sind wie folgt:
In den Gebäuden enthalten sind Musterhäuser, die zwischen 7,5 und 33 Jahren abgeschrieben werden. Die Buchwerte der Sachanlagen werden auf Wertminderung überprüft, sobald Indikatoren dafür vorliegen, dass der Buchwert eines Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag übersteigt. Die Restbuchwerte, Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden für Sachanlagen werden jedes Jahr überprüft und gegebenenfalls angepasst. Bei Anlageabgängen werden Unterschiedsbeträge zwischen Nettoveräußerungserlösen und dem Restbuchwert ermittelt und in der Periode, in der der Posten ausgebucht wird, erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten von EUR 250,00 bis zu EUR 800,00 sind im Anschaffungsjahr in voller Höhe abgeschrieben worden, wobei im Jahr des Zugangs ein Abgang unterstellt wurde. Immaterielle VermögenswerteImmaterielle Vermögenswerte umfassen im Wesentlichen Patente, Softwarelizenzen, Kundenbeziehungen sowie Markenrechte. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte, aus denen dem Konzern wahrscheinlich ein künftiger Nutzen zufließt und die verlässlich bewertet werden können, werden mit ihren Herstellungskosten aktiviert und planmäßig linear abgeschrieben. Die Herstellungskosten umfassen dabei alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten einschließlich der zu berücksichtigenden Fremdkapitalkosten, die in engem Zusammenhang mit der Finanzierung von Kauf oder Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes stehen. Nach erstmaligem Ansatz werden immaterielle Vermögenswerte mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt, abzüglich kumulierter Abschreibungen und aller kumulierten Wertminderungen. Die Nutzungsdauern für immaterielle Vermögenswerte mit einer begrenzten Nutzungsdauer sind wie folgt:
Immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden auf eine mögliche Wertminderung untersucht, wann immer es einen Anhaltspunkt dafür gibt, dass der immaterielle Vermögenswert wertgemindert sein könnte. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den Abschreibungen erfasst. Bei immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer wird mindestens einmal jährlich sowie bei Vorliegen konkreter Indikationen auf eine Wertminderung ein Werthaltigkeitstest durchgeführt. Geschäfts- und FirmenwertGeschäfts- oder Firmenwerte haben eine zeitlich unbestimmte Nutzungsdauer und werden nicht planmäßig abgeschrieben. Sie werden mindestens jährlich, bei Anzeichen für eine Wertminderung gegebenenfalls auch anlassbezogen, einer Werthaltigkeitsprüfung (Impairment-Test) nach Maßgabe des IAS 36 unterzogen. Die Werthaltigkeitsprüfung der Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgt per 30. November eines jeden Geschäftsjahres auf Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Der erzielbare Betrag einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit wird durch Ermittlung des Nutzungswerts bestimmt. Forschungs- und EntwicklungskostenForschungskosten werden als Aufwand in der Periode erfasst, in der sie angefallen sind. Ein immaterieller Vermögenswert, der aus der Entwicklung im Rahmen eines einzelnen Projekts entsteht, wird nur dann erfasst, wenn gemäß IAS 38 die folgenden Nachweise über den künftigen wirtschaftlichen Nutzen des Vermögenswerts erbracht werden können:
Nach erstmaligem Ansatz der Entwicklungskosten wird das Anschaffungskostenmodell angewandt, nach dem der Vermögenswert zu Herstellungskosten abzüglich kumulierter linearer Abschreibungen und Wertminderungen anzusetzen ist. Die aktivierten Entwicklungskosten werden über den Zeitraum der erwarteten zukünftigen Umsatzerlöse abgeschrieben, die mit dem jeweiligen Projekt in Verbindung stehen. Werthaltigkeitstest bei Sachanlagen und immateriellen VermögenswertenSachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (außer Geschäfts- oder Firmenwert), für die eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen wurde, werden an folgenden Bilanzstichtagen daraufhin überprüft, ob die Wertminderungsgründe weggefallen sind und daher eine komplette oder teilweise Wertaufholung vorzunehmen ist. VorräteVorräte sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten (ermittelt nach der Durchschnittskostenmethode, soweit die entsprechenden Voraussetzungen vorliegen) oder niedrigeren Nettoveräußerungswerten am Bilanzstichtag bewertet. Der realisierbare Nettoveräußerungswert bestimmt sich als der erwartete Verkaufspreis abzüglich der Kosten für Fertigstellung und Vertrieb. Zuvor erfasste Wertminderungen müssen bei Wegfall der Gründe hierfür zurückgenommen werden. Die Herstellungskosten enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Abschreibungen. Direkt zurechenbare Kosten enthalten vor allem Kosten für Personal und direkt zuordenbares Material. Für Risiken im Vorratsvermögen werden darüber hinaus individuelle Wertberichtigungen vorgenommen. Rohstoffe sind zu Anschaffungskosten mit dem gewichteten Durchschnittspreis bewertet. Forderungen aus Lieferungen und LeistungenForderungen aus Lieferungen und Leistungen werden im Zugangszeitpunkt zum beizulegenden Zeitwert und bei der Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich einer Wertberichtigung für uneinbringliche Forderungen angesetzt. Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen kürzen nicht den ursprünglichen Einbuchungsbetrag, sondern werden auf Wertberichtigungskonten erfasst. Erst wenn die Forderung uneinbringlich wird, erfolgt die Ausbuchung der Bruttoforderung und die Entlastung des korrespondierenden Wertberichtigungskontos. ZahlungsmittelDie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen den Kassenbestand und Bankguthaben sowie kurzfristige Einlagen mit ursprünglichen Fälligkeiten von bis zu drei Monaten. Genutzte Kontokorrentkredite werden in den Finanzschulden ausgewiesen. Leistungen an ArbeitnehmerDie Oikos-Gruppe unterhält unterschiedliche Pensionspläne. Die Pläne werden in der Regel durch Zahlungen an rechtlich unabhängige Pensionskassen oder Versicherungsfonds finanziert, deren Höhe auf regelmäßig eingeholten versicherungsmathematischen Berechnungen basiert. Die Oikos-Gruppe hat sowohl beitragsorientierte als auch leistungsorientierte Pensionspläne. Bei beitragsorientierten Pensionsplänen liegt die Verpflichtung nicht bei der Gesellschaft, sondern bei der jeweiligen Versorgungseinrichtung. Zahlungsverpflichtungen aus diesen Plänen werden als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung zeitkongruent mit der Erbringung der Arbeitsleistung erfasst. Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (Defined Benefit Obligation, DBO) und der Fair Value des Planvermögens werden als leistungsorientierte Nettoschuld bzw. Nettovermögenswert in der Bilanz erfasst. Die DBO wird jährlich von unabhängigen Aktuaren mittels der Projected-Unit-Credit-Methode bestimmt. Dabei werden sowohl die am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften als auch künftig zu erwartende Steigerungen der Entgelte und Renten berücksichtigt. Der Diskontierungszinssatz wird auf der Grundlage von Renditen bestimmt, die am Bilanzstichtag für erstrangige, festverzinsliche Anleihen mit entsprechender Laufzeit erzielt werden. Das Planvermögen umfasst Vermögenswerte, die von langfristig ausgelegten Fonds zur Erfüllung von Leistungen an Arbeitnehmer gehalten werden, sowie qualifizierende Versicherungspolicen. Das Planvermögen ist vor dem Zugriff der Gläubiger der Gesellschaft geschützt und kann nicht direkt an den Konzern gezahlt werden. Übersteigt der Fair Value des Planvermögens den Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung, wird nur unter Berücksichtigung der Obergrenze für den Vermögenswert (Asset Ceiling) ein Nettovermögenswert ausgewiesen. Der Vorsorgeaufwand setzt sich aus drei Teilen zusammen: Dienstzeitaufwand, Nettozinskomponente und Neubewertung leistungsorientierte Pensionspläne. Der Dienstzeitaufwand ist Teil des Personalaufwands und setzt sich zusammen aus dem laufenden Dienstzeitaufwand, dem nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwand (beinhaltend Gewinne/ Verluste aus Planänderungen oder Plankürzungen) sowie Gewinnen/ Verlusten aus Abgeltung eines Plans. Die Nettozinskomponente wird im Finanzergebnis erfasst und durch Anwendung des Diskontierungszinssatzes auf die Anfang des Jahres bestehende leistungsorientierte Nettoschuld bzw. auf den Nettovermögenswert bestimmt. Aus der versicherungsmathematischen Bewertung resultierende Gewinne und Verluste werden sofort im sonstigen Ergebnis als Neubewertung leistungsorientierte Pensionspläne erfasst. Unter diese Position fallen auch die Rendite des Planvermögens (exklusive Zinsen basierend auf dem Diskontierungszinssatz) und gegebenenfalls Auswirkungen aus der Änderung eines Asset Ceiling. Diese Neubewertung leistungsorientierte Pensionspläne wird zu keinem späteren Zeitpunkt in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert. Wesentliche übrige langfristige Leistungen an Mitarbeiter (z.B. Altersteilzeit, Dienstjubiläen) werden ebenfalls nach der Projected-Unit-Credit-Methode bewertet. FinanzschuldenFinanzschulden umfassen Verpflichtungen gegenüber Banken, Gesellschaftern, Leasinggebern sowie derivative Instrumente. Der erstmalige Ansatz von Darlehen und Leasingverbindlichkeiten erfolgt zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Transaktionskosten. Die Folgebilanzierung geschieht unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten. Derivative Instrumente werden zum beizulegenden Zeitwert angesetzt, siehe hierzu die Ausführungen unter "Derivative Finanzinstrumente". Zu Leasingverbindlichkeiten siehe die Ausführungen unter "Leasingverhältnisse". Sonstige RückstellungenEine Rückstellung wird dann angesetzt, wenn der Konzern eine gegenwärtige (gesetzliche oder faktische) Verpflichtung auf Grund eines vergangenen Ereignisses hat, der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen zur Erfüllung der Verpflichtung wahrscheinlich und eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. Sofern der Konzern für eine passivierte Rückstellung zumindest teilweise eine Rückerstattung erwartet (wie z.B. bei einem Versicherungsvertrag), wird die Erstattung als gesonderter Vermögenswert nur dann erfasst, wenn die Erstattung so gut wie sicher ist. Der Aufwand zur Bildung der Rückstellung wird in der Gewinn- und Verlustrechnung nach Abzug der Erstattung ausgewiesen. Ist die Wirkung des Zinseffekts wesentlich, werden Rückstellungen zu einem marktüblichen Zinssatz abgezinst. Im Falle einer Abzinsung wird die durch Zeitablauf bedingte Erhöhung der Rückstellungen als Zinsaufwand erfasst. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und LeistungenVerbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden mit ihren Rückzahlungsbeträgen angesetzt. Laufende und latente SteuernDie tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für die laufende Periode und für frühere Perioden sind mit dem Betrag zu bewerten, in dessen Höhe eine Erstattung von den Steuerbehörden bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörden erwartet wird. Der Berechnung des Betrags werden die Steuersätze und Steuergesetze zu Grunde gelegt, die für den jeweiligen Veranlagungszeitraum gelten. Latente Steuern werden für alle am Bilanzstichtag bestehenden zeitlichen Unterschiede zwischen den Buchwerten von Vermögenswerten oder Schulden in der Bilanz und ihren korrespondierenden steuerlichen Werten sowie für steuerliche Verlustvorträge ausgewiesen. Der Berechnung der latenten Steuern liegen die Steuersätze zugrunde, deren Gültigkeit erwartet wird zu dem Zeitpunkt, zu dem sich die zeitlichen Unterschiede umkehren werden. Latente Steuerforderungen aus abzugsfähigen temporären Differenzen und steuerlichen Verlustvorträgen werden in dem Umfang angesetzt in dem zukünftig ein ausreichender steuerlicher Gewinn wahrscheinlich ist. Latente Steuerforderungen und latente Steuerschulden werden nur saldiert, wenn sie von der gleichen Steuerbehörde oder im Falle einer steuerlichen Organschaft, die in unterschiedliche Gesellschaften erhobene Ertragsteuern betreffen und das Unternehmen ein einklagbares Recht hat, die bilanzierten Beträge gegeneinander aufzurechnen. Latente Steuern, die sich auf Posten beziehen, die direkt im Eigenkapital erfasst werden, werden im Eigenkapital und nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. LeasingverhältnisseDer Konzern beurteilt zu Beginn des Vertrags, ob dieser ein Leasingverhältnis darstellt oder enthält. Für alle Leasingverhältnisse erfasst die Gesellschaft ein Nutzungsrecht und eine entsprechende Leasingverbindlichkeit. In der Konzernbilanz werden die Nutzungsrechte im Sachanlagevermögen und die Leasingverbindlichkeiten unter den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten nach ihrer Fristigkeit ausgewiesen. Es wurde von im Standard vorgesehenen Ausnahmeregelungen, wie beispielsweise der Nicht-Aktivierung von kurzfristigen Leasingverhältnissen und von Leasingverhältnissen über geringwertige Vermögenswerte, Gebrauch gemacht. Ein Leasingverhältnis wird als kurzfristig angesehen, wenn die Mietdauer zum Anfangsdatum 12 Monate oder weniger beträgt. Als geringwertiger Vermögenswert gelten Vermögenswerte mit einem Neuwert von rund US$ 5.000 oder weniger. Die Entscheidung für die Anwendung dieser Erleichterung als Rechnungslegungsgrundsatz ist auf jedes einzelne Leasingverhältnis zulässig. Für weitere Ausführungen wird auf Abschnitt 5. "Leasingverhältnisse" verwiesen. Die Leasingverbindlichkeiten werden erstmalig mit dem Barwert der zu Beginn des Leasingverhältnisses noch nicht gezahlten Leasingzahlungen bewertet, diskontiert mit dem dem Leasingverhältnis zugrundeliegenden Zinssatz. Diese werden unter Abschnitt 5. "Leasingverhältnisse" weiter erläutert. Folgende Leasingzahlungen wurden bei der Bewertung der Leasingverbindlichkeiten mit einbezogen:
Weitere Komponenten sowie Kaufoptionen, Restwertgarantien und Strafzahlungen lagen nicht vor und wurden daher bei der Berechnung der Leasingverbindlichkeiten nicht berücksichtigt. Die Folgebewertung der Leasingverbindlichkeiten erfolgt durch Erhöhung des Buchwerts um die Verzinsung der Leasingverbindlichkeiten (unter Anwendung der Effektivzinsmethode) und durch Reduzierung des Buchwerts um die geleisteten Leasingzahlungen. Ein Neubewertung der Leasingverbindlichkeiten hat die Gesellschaft im Zusammenhang mit der indexbasierten Anpassung der Leasingzahlungen vorgenommen. In diesen Fällen wird die Leasingverbindlichkeit durch Abzinsung der angepassten Leasingzahlung mit einem unveränderten Diskontierungszinssatz neubewertet. Die Nutzungsrechte umfassen im Rahmen der erstmaligen Bewertung die entsprechende Leasingverbindlichkeiten, die Leasingraten, die vor oder zu Beginn des Leasingverhältnisses geleistet werden. Die Folgebewertung erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungen. Nutzungsrechte werden grundsätzlich über die Laufzeit des Leasingverhältnisses abgeschrieben. Abweichend davon ist die Abschreibung entsprechend über die Laufzeit des dem Leasingverhältnis zugrunde liegenden Vermögenswertes vorzunehmen, wenn dessen Nutzungsdauer kürzer ist als die Laufzeit des Leasingverhältnisses. Die Abschreibung beginnt mit dem Beginn des Leasingverhältnisses. Zur Prüfung der Notwendigkeit einer Wertberichtigung eines Nutzungsrechts wendet die Gesellschaft IAS 36 an und erfasst sämtliche Wertberichtigungen wie in den Bilanzierungsgrundsätzen für Sachanlagen beschrieben. Wertminderungen lagen zum Bilanzstichtag nicht vor. ErtragsrealisierungDie Oikos-Gruppe wendet zur Umsatzrealisierung seit dem Geschäftsjahr 2018 die Grundsätze des IFRS 15 auf alle neuen Verträge mit Kunden an. Dem folgend wird anhand eines fünfstufigen Modells jeder Vertrag mit Kunden evaluiert und der Zeitpunkt bzw. Zeitraum der Umsatzrealisierung bestimmt. Das Modell enthält die folgenden Schritte: 1. Identifizierung des Vertrags/ der Verträge mit einem Kunden 2. Identifizierung der eigenständigen Leistungsverpflichtungen in dem Vertrag 3. Bestimmung des Transaktionspreises 4. Verteilung des Transaktionspreises auf die Leistungsverpflichtungen des Vertrags 5. Erlöserfassung bei Erfüllung der Leistungsverpflichtungen durch das Unternehmen. Unter Anwendung der Kriterien aus IFRS 15 erwirtschaftet der Konzern ausschließlich zeitpunktbezogene Umsatzerlöse. Die Leistungserbringung durch die Gesellschaft entsteht zum Zeitpunkt der Abnahme des Bauvorhabens durch den Kunden bzw. durch Übergabe des Bauvorhabens an den Kunden. Es gelten die gesetzlichen Garantieverpflichtungen. Die vertragliche Ausgestaltung der Bauvorhaben räumt dem Verkäufer das Recht ein, im Hinblick auf den Leistungsfortschritt beim Kunden Teilzahlungen anzufordern. Umsatzerlöse mit Zeitraumbezug lagen im Geschäftsjahr nicht vor. Zinserträge werden unter Beachtung des Effektivzinssatzes und der Höhe der Restforderung zeitproportional über die Restlaufzeit erfasst. Erlöse aus Nutzungsentgelten werden unter Berücksichtigung der zugrunde liegenden Verträge periodengerecht erfasst. FinanzinstrumenteGrundlagenEin Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt. Finanzinstrumente werden zum Erfüllungstag bilanziert, sobald OIKOS Vertragspartei des Finanzinstruments wird. Die erstmalige Bewertung finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verpflichtungen erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Transaktionskosten erhöhen bzw. vermindern den Erstbuchwert, wenn der finanzielle Vermögenswert bzw. die finanzielle Verbindlichkeit nicht zum beizulegenden Zeitwert mit Erfassung der Wertänderungen im Periodenergebnis bewertet wird. Nach IFRS 9 werden im Rahmen der Folgebilanzierung alle finanziellen Vermögenswerte in zwei Klassifizierungskategorien aufgeteilt, nämlich diejenigen, die zu fortgeführten Anschaffungskosten und diejenigen, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Wenn finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, so können Aufwendungen und Erträge entweder vollständig im Periodenergebnis (at fair value through profit or loss, FVTPL) oder im sonstigen Ergebnis (at fair value through other comprehensive income, FVTOCI) zu erfassen sein. Die Klassifizierung wird festgelegt, wenn der finanzielle Vermögenswert erstmalig angesetzt wird, wenn also das Unternehmen Gegenpartei der vertraglichen Vereinbarungen des Instruments wird. In bestimmten Fällen kann jedoch eine spätere Umklassifizierung finanzieller Vermögenswerte notwendig sein. Finanzielle VermögenswerteEin vom berichtenden Unternehmen gehaltenes Schuldinstrument, das die folgenden zwei Bedingungen erfüllt, muss zum beizulegenden Zeitwert mit Erfassung der Wertänderungen im sonstigen Ergebnis (FVTOCI) bewertet werden:
Ein gehaltenes Schuldinstrument, das die folgenden zwei Bedingungen erfüllt, muss zu fortgeführten Anschaffungskosten (ggf. unter Anwendung der Effektivzinsmethode) bewertet werden:
Alle anderen Schuldinstrumente, welche die beiden genannten Bedingungen nicht erfüllen, müssen zum beizulegenden Zeitwert mit Erfassung der Wertänderungen im Periodenergebnis bewertet werden (at fair value through profit or loss, FVTPL). EffektivzinsmethodeDie Effektivzinsmethode ist eine Methode zur Berechnung der fortgeführten Anschaffungskosten eines Schuldtitels und der Zuordnung von Zinserträgen auf die jeweiligen Perioden. Für alle Finanzinstrumente die nicht der Gruppe von finanziellen wertgeminderten Vermögenswerten (sog. purchased or orginated impaired financial assets) zugeordnet werden, ist der Effektivzinssatz derjenige Zinssatz mit dem geschätzte künftige Einzahlungen (einschließlich aller Gebühren, welche Teil des Effektivzinssatzes sind, Transaktionskosten und sonstigen Agien und Disagien) über die erwartete Laufzeit des Schuldtitels oder einer ggf. kürzeren Periode auf den Nettobuchwert aus erstmaliger Erfassung abgezinst werden. Im Falle finanzieller Vermögenswerte, die bereits bei Zugang objektive Hinweise auf Wertminderung aufweisen, wird der Zinsertrag durch Anwendung eines angepassten Zinssatzes auf die fortgeführten Anschaffungskosten ermittelt. Dieser angepasste Zinssatz ist der Zins, mit welchem die bei Zugang erwarteten Zahlungsströme (ausdrücklich unter Berücksichtigung der erwarteten Zahlungsausfälle als auch der vertraglichen Regelungen) auf den Buchwert bei Zugang diskontiert werden. Der Zinsertrag für Schuldinstrumente, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bzw. zu FVTOCI bewertet werden wird auf Basis der Effektivzinsmethode ermittelt. Für alle finanziellen Vermögenswerte, die nicht bereits bei Zugang objektive Hinweise auf Wertminderung aufweisen, wird der Zinsertrag unter Anwendung der Effektivzinsmethode auf den Bruttobuchwert ermittelt. Eine Ausnahme bilden finanzielle Vermögenswerte, die zwar nicht bei Zugang, jedoch später objektive Hinweise auf Wertminderung aufweisen. Der Zinsertrag finanzieller Vermögenswerte, die zwar nicht bei Zugang, jedoch später objektive Hinweise auf Wertminderung aufweisen, wird durch Anwendung des Effektivzinssatzes auf die fortgeführten Anschaffungskosten ermittelt. Sofern sich in Folgeperioden, das Kreditrisiko des finanziellen Vermögenswertes, welches zur Einstufung geführt hat, verbessert, das die objektive Hinweise auf Wertminderung nicht weiter vorliegen, wird der Zinsertrag unter Anwendung des Effektivzinssatzes auf Basis des Bruttobuchwerts ermittelt. Im Falle finanzieller Vermögenswerte, die bereits bei Zugang objektive Hinweise auf Wertminderung aufweisen, erfolgt die Bewertung - auch nach Verbesserung des Kreditrisikos - nicht auf Basis des Bruttobuchwerts. Zinserträge werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter der Position "Finanzerträge" erfasst. Eigenkapitalinstrument eingestuft als FVTOCIBeim erstmaligen Ansatz kann die Gesellschaft die unwiderrufliche Entscheidung treffen, durch sie gehaltene Eigenkapitalinstrumente zum beizulegenden Zeitwert mit Erfassung der Wertänderungen im sonstigen Gesamtergebnis (at fair value through other comprehensive income, FVTOCI) zu bewerten, wobei nur Erträge aus Dividenden im Periodenergebnis erfasst werden, sofern sie keine Kapitalrückzahlung darstellen. Im Gegensatz zu gehaltenen Schuldinstrumenten in der Kategorie FVTOCI erfolgt beim Abgang des Eigenkapitalinstruments keine Reklassifizierung der aufgelaufenen Bewertungsergebnisse in den Gewinn und Verlust. Diese Einstufung ist nur dann möglich sofern diese Eigenkapitalinstrumente nicht zu Handelszwecken gehalten werden. Ein finanzieller Vermögenswert wird zu Handelszwecken eingestuft, wenn dieser:
Die Gesellschaft hat alle Beteiligungen, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden, als FVTOCI bei erstmaliger Anwendung des IFRS 9 eingestuft. Finanzielle Vermögenswerte eingestuft als FVTPLFinanzielle Vermögenswerte, die nicht die Kriterien der Einstufung als FVTOCI bzw. zu fortgeführten Anschaffungskosten erfüllen, werden als FVTPL erfasst. Finanzielle Vermögenswerte eingestuft als FVTPL werden zum beizulegenden Zeitwert am Ende jeder Berichtsperiode ermittelt, alle daraus resultierenden Gewinne und Verluste werden direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, sofern sie nicht Bestandteil einer Sicherungsbeziehung sind. Fremdwährungsgewinne und -verlusteDie Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte welche in einer fremden Währung erfasst wurden, werden mit dem Stichtagskurs zu jeder Berichtsperiode umgerechnet. Für
Wertminderung von finanziellen VermögenswertenDie Gesellschaft erfasst für die erwarteten Ausfälle von finanziellen Vermögenswerten ("expected loss model") Wertminderungen, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bzw. zu FVTOCI bewertet werden. Keine Wertminderungen werden auf Eigenkapitalinstrumente erfasst. Der Betrag der erwarteten Ausfälle wird zum Ende einer Berichtsperiode aktualisiert um den Veränderungen des Ausfallrisikos seit der erstmaligen Erfassung Rechnung zu tragen. Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wendet die Gesellschaft das vereinfachte Verfahren an. Demnach werden für diese Finanzinstrumente Wertminderungen auf Basis der erwarteten Ausfälle über deren Gesamtlaufzeit gebildet. Hierzu hat die Gesellschaft auf Basis von Erfahrungswerten der Vergangenheit eine Risikomatrix entwickelt, und bildet entsprechende Wertberichtigungen. Für alle anderen Finanzinstrumente bildet die Gesellschaft eine Rücklage wenn es zu einer signifikanten Erhöhung des Ausfallsrisikos im Vergleich zur erstmaligen Erfassung kommt. Sofern keine Anzeichen für ein erhöhtes Ausfallrisiko bestehen, erfasst die Gesellschaft eine Risikovorsorge in Höhe des erwarteten Verlusts für einen 12-Monatszeitraum. Die Risikovorsorgen werden unterschieden nach einer Risikovorsorge über die Gesamtlaufzeit des Finanzinstruments und über einen 12-Monatsbetrachtungszeitraum. Signifikante Erhöhung des AusfallrisikosBei der Beurteilung, ob es seit erstmaliger Erfassung zu einem signifikanten Anstieg des Ausfallsrisikos kam, berücksichtigt die Gesellschaft sowohl qualitative als auch quantitative Informationen, die verfügbar und entscheidungsrelevant sind, eine solche Beurteilung zu unterstützen. Dies beinhaltet sowohl historische als auch zukünftige Informationen. Zukünftige Informationen beinhalten Informationen hinsichtlich der Entwicklung der Industrie, in der der Schuldner operiert. Diese Information wird von Industrieexperten, Finanzanalysten oder öffentlichen Einrichtungen erlangt. Folgende Faktoren werden bei der Einstufung des Ausfallrisikos berücksichtigt
Unabhängig von der oben beschriebenen Beurteilung, wird im Fall eines Rückstands vertraglich vereinbarter Zahlungen von mehr als 30 Tagen, von einer signifikanten Verschlechterung des Kreditrisikos ausgegangen, sofern keine verfügbaren und entscheidungsrelevanten Informationen das Gegenteil besagen. Die Gesellschaft überwacht in regelmäßigen Abständen, ob die genannten Kriterien bei der Beurteilung des Ausfallrisikos weiterhin angemessen sind und passt diese sofern nicht mehr zutreffend entsprechend an. Finanzielle Vermögenswerte, die bereits eine Wertminderung bei Zugang aufweisenEin finanzieller Vermögenswert ist bereits wertgemindert, wenn eines oder mehrere der folgenden Ereignisse stattgefunden haben:
Ausbuchung finanzieller VermögenswerteDer Konzern bucht einen finanziellen Vermögenswert nur aus, wenn die vertraglichen Rechte auf die Zahlungsströme aus finanziellen Vermögenswerten auslaufen oder er den finanziellen Vermögenswert sowie im Wesentlichen alle mit dem Eigentum des Vermögenswertes verbundene Chancen und Risiken auf einen Dritten überträgt. Sofern der Konzern weder im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken überträgt noch zurückbehält, aber weiterhin die Verfügungsmacht über den übertragenen Vermögenswert hat, erfasst der Konzern seinen verbleibenden Anteil am Vermögen und eine entsprechende Verbindlichkeit in Höhe der möglicherweise zu zahlenden Beträge. Für den Fall, dass der Konzern im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken eines übertragenen finanziellen Vermögenswerts zurück behält, erfasst der Konzern weiterhin den finanziellen Vermögenswert sowie ein besichertes Darlehen für die erhaltene Gegenleistung. Bei der vollständigen Ausbuchung eines finanziellen Vermögenswertes wird die Differenz zwischen Buchwert und der Summe aus dem erhaltenen oder zu erhaltenden Entgelt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Bei Schuldinstrumenten, die als FVTOCI erfasst wurden, werden die kumulierten Gewinne oder Verluste, die im sonstigen Ergebnis erfasst wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung reklassifiziert. Bei Eigenkapitalinstrumenten, die als FVTOCI erfasst wurden, werden diese kumulierten Gewinn oder Verluste demgegenüber nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung übertragen sondern erfolgsneutral in die Gewinnrücklage überführt. Finanzielle VerbindlichkeitenFremd- und Eigenkapitalinstrumente werden entsprechend dem wirtschaftlichen Gehalt der Vertragsvereinbarung und den Definitionen als finanzielle Verbindlichkeit oder Eigenkapital klassifiziert. EigenkapitalinstrumentEin Eigenkapitalinstrument ist ein Vertrag, der einen Residualanspruch an den Vermögenswerten eines Unternehmens nach Abzug aller dazugehörigen Schulden begründet. Eigenkapitalinstrumente werden zum erhaltenen Ausgabeerlös abzüglich direkt zurechenbarer Ausgabekosten erfasst. Ausgabekosten sind dabei solche Kosten, die ohne die Ausgabe des Eigenkapitalinstruments nicht angefallen wären. Rückkäufe von eigenen Eigenkapitalinstrumenten werden direkt vom Eigenkapital abgezogen. Weder Kauf noch Verkauf, Ausgabe oder Einziehung von eigenen Eigenkapitalinstrumenten werden im Gewinn oder Verlust erfasst. Finanzielle VerbindlichkeitenAlle finanziellen Verbindlichkeiten werden entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode oder als FVTPL erfasst. Finanzielle Verbindlichkeiten als FVTPLFinanzielle Verbindlichkeiten werden als FVTPL klassifiziert sofern die finanzielle Verbindlichkeit
Finanzielle Verbindlichkeiten, die als FVTPL klassifiziert wurden, werden mit dem beizulegenden Zeitwert erfasst. Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts werden, sofern sie kein Bestandteil einer Sicherungsbeziehung sind, in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, dabei werden auch die Zinszahlungen auf die finanzielle Verbindlichkeit berücksichtigt. Sofern sich die Veränderung des beizulegenden Zeitwertes auf ein verändertes Ausfallrisiko der Verbindlichkeit zurückzuführen ist, werden die dabei entstehenden Gewinne und Verluste erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis im Eigenkapital erfasst. Zukünftige Änderungen führen nicht zu einer Erfassung in der Gewinn und Verlustrechnung, stattdessen werden sie bei Ausbuchung der finanziellen Verbindlichkeit in die Gewinnrücklage überführt. Ausbuchung finanzieller VerbindlichkeitenDie Ausbuchung einer Verbindlichkeit oder eines Teils der Verbindlichkeit erfolgt im Zeitpunkt ihrer Erfüllung, des Rückkaufs oder des Schuldenerlasses. Die Differenz zwischen dem Buchwert des finanziellen Verbindlichkeit und der gezahlten und zahlbaren Leistung wird in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Bestimmung des beizulegenden ZeitwertsBei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts eines Vermögenswertes oder einer Schuld verwendet der Konzern, soweit wie möglich, am Markt beobachtbare Daten. Basierend auf den in den Bewertungstechniken verwendeten Inputfaktoren werden die beizulegenden Zeitwerte in unterschiedliche Stufen der Fair-Value-Hierarchie eingeordnet: Hierarchie 1: notierte Preise (unbereinigt) auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte und Schulden. Hierarchie 2: Bewertungsparameter, bei denen es sich nicht um die in Hierarchie 1 berücksichtigten, notierten Preise handelt, die sich aber für den Vermögenswert oder die Schuld entweder direkt oder indirekt beobachten lassen. Hierarchie 3: nicht auf beobachtbaren Marktdaten basierende Faktoren für die Bewertung des Vermögenswerts oder der Schuld. 1.3 Ermittlung des beizulegenden ZeitwertsEine Vielzahl von Bilanzierungsgrundsätzen des Konzerns setzen die Ermittlung eines beizulegenden Zeitwerts für finanzielle und nicht finanzielle Vermögenswerte und Schulden voraus. In bestimmten Fällen werden weitere Informationen hinsichtlich der Annahmen für die Ermittlung von beizulegenden Zeitwerten in den spezifischen Anhangangaben für diesen Vermögenswert oder diese Schuld aufgeführt. Die beizulegenden Zeitwerte für die Bewertung wurden anhand der folgenden Methoden ermittelt: DerivateFür Finanzinstrumente entspricht der beizulegende Zeitwert grundsätzlich dem Betrag, den der Konzern erhalten bzw. zahlen würde, wenn er die Finanzinstrumente am Bilanzstichtag tauschen bzw. begleichen wollte. Sofern Marktpreise an Märkten für Finanzinstrumente quotiert werden, werden diese verwendet. Ansonsten werden die beizulegenden Zeitwerte auf Basis der am Bilanzstichtag bestehenden Marktkonditionen - Zinssätze, Devisenkurse, Warenpreise - unter Verwendung der Mittelkurse berechnet. Dabei werden die Zeitwerte mittels anerkannter finanzmathematischer Modelle berechnet, wie z.B. des Optionspreismodells für Devisen- und Zinsoptionen oder der Discounted Cash-Flow-Methode für Zinsswaps. Der beizulegende Zeitwert basiert dabei auf externen Bewertungen unserer Geschäftsbanken. SachanlagenDer beizulegende Zeitwert für Sachanlagen, die aus einem Unternehmenszusammenschluss resultieren, basiert auf Marktwerten. Für die Bewertung von Grundstücken und Gebäuden wurden unabhängige Gutachten herangezogen. Technische Anlagen und Maschinen wurden zu geschätzten Verkaufspreisen angesetzt, sofern verfügbar. Ansonsten erfolgte die Bewertung zu Wiederbeschaffungskosten, die entsprechend um Altersabschläge korrigiert wurden. Immaterielle VermögenswerteDer beizulegende Zeitwert für immaterielle Vermögenswerte basiert auf den diskontierten Cash Flows, die aus der Nutzung und dem möglichen Verkauf der Vermögenswerte zu erwarten sind. Finanzanlagen und sonstige FinanzverbindlichkeitenDer beizulegende Zeitwert von Finanzanlagen, die auf den geregelten Märkten gehandelt werden, wird durch den am Bilanzstichtag gegebenen Marktpreis (Geldkurs) bestimmt. Der Zeitwert von Finanzanlagen, für die kein geregelter Markt besteht, wird von den aktuellen Marktpreisen vergleichbarer Wertpapiere abgeleitet oder anhand erwarteter Cashflows des zugrunde liegenden Vermögenswerts errechnet. Der beizulegende Zeitwert für finanzielle Verbindlichkeiten errechnet sich aus dem Barwert künftiger Tilgungs- und Zins-Cashflows unter Verwendung des am Bilanzstichtag geltenden Zinssatzes. 1.4 Wesentliche Ermessensentscheidungen und SchätzungenDie Erstellung der Jahresabschlüsse erfordert in bestimmten Einzelfällen Ermessensentscheidungen sowie Schätzungen und Annahmen der Geschäftsleitung über die Beträge von Forderungen, Verbindlichkeiten und Rückstellungen, die Angabe von Eventualschulden sowie die ausgewiesenen Erträge und Aufwendungen. Die tatsächlichen Ergebnisse können hiervon abweichen. Im Folgenden werden mögliche Effekte von Schätzungsänderungen auf den Ansatz und die Bewertung von Vermögenswerten und Schulden dargestellt. Rückstellungen und VerbindlichkeitenÄnderungen in der Einschätzung der Wahrscheinlichkeit einer gegenwärtigen Verpflichtung oder eines erwarteten Ressourcenabflusses können dazu führen, dass sich die Rückstellungshöhe ändert oder dass bisher als Eventualverbindlichkeiten ausgewiesene Verpflichtungen als Rückstellung zu passivieren sind. ErtragsteuernFür die Bildung von Steuerrückstellungen sind Schätzungen vorzunehmen. Außerdem ist zu bestimmen, ob eine Wertberichtigung bei den latenten Steuerforderungen notwendig ist. Die Wahrscheinlichkeit, dass latente Steuerforderungen, die aus zeitlichen Unterschieden und Verlustvorträgen herrühren, gegen zu versteuernde Gewinne verrechnet werden können, ist zu beurteilen. Es bestehen zudem Unsicherheiten hinsichtlich der Auslegung komplexer Steuervorschriften sowie der Höhe und des Zeitpunkts künftiger, zu versteuernder Einkünfte. Unterschiede zwischen den tatsächlichen Ergebnissen und den getroffenen Annahmen oder künftige Änderungen dieser Annahmen können Auswirkungen auf zukünftige Steueraufwendungen und -erstattungen haben. Leistungen an ArbeitnehmerDer Barwert der Verpflichtungen aus Pensionsplänen, Altersteilzeit und sonstigen Vorruhestandsleistungen hängt von Faktoren ab, die auf versicherungsmathematischen Annahmen beruhen. Diese Annahmen schließen den Abzinsungssatz, die künftige erwartete Gehaltssteigerungsrate, die Fluktuationsrate sowie das Sterbealter mit ein. Jede Änderung dieser Annahmen hat Auswirkungen auf die Pensionsverpflichtungen. Der angemessene Zinssatz wird jährlich neu ermittelt. Bei der Ermittlung des Abzinsungsfaktors legt der Konzern den Zinssatz von Industrieanleihen hoher Bonität zugrunde, deren Laufzeiten denen der Pensionsverpflichtungen entsprechen. Bewertung von VermögenswertenÄnderungen in der Einschätzung der Nutzungsdauer oder im Ergebnis aus einem Wertminderungstest von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen sowie Änderungen in der Einschätzung des Abwertungsbedarfs auf Forderungen und Vorräte können dazu führen, dass sich die Höhe der Vermögenswerte ändert, wodurch das Periodenergebnis beeinflusst wird. Es werden Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen gebildet, um geschätzten Verlusten aus der Zahlungsunfähigkeit oder - unwilligkeit von Kunden Rechnung zu tragen. Im Rahmen der Ermittlung möglicher Wertberichtigungen werden zukunftsorientierte Informationen verwendet bei der Ableitung von Annahmen hinsichtlich der Ausfallwahrscheinlichkeit und bei der Ermittlung des erwarteten Verlustes. Weitere Informationen hinsichtlich der Ausfallwahrscheinlichkeit befinden sich bei den jeweiligen Ausführungen zu den Bilanzpositionen. Im Rahmen der Durchführung von Impairment Tests werden Annahmen getroffen, die der Ermittlung des erzielbaren Betrags zugrunde liegen. Bei diesen Bewertungsunsicherheiten werden die bestmöglichen Erkenntnisse, bezogen auf die Verhältnisse am Bilanzstichtag herangezogen. Die tatsächlichen Beträge können sich von den Schätzungen unterscheiden. Die im Abschluss erfassten und mit diesen Unsicherheiten belegten Buchwerte sind aus der Bilanz bzw. den zugehörigen Erläuterungen im Anhang zu entnehmen. Die Bilanzierung von Leasingverhältnissen erfordert Ermessensentscheidungen hinsichtlich der Bestimmung der Zinssätze sowie der den Leasingverhältnissen zugrundliegenden Laufzeiten. Zum Aufstellungszeitpunkt des Konzernabschlusses ist nicht von wesentlichen Änderungen der Bilanzierung und Bewertung zugrunde gelegten Annahmen auszugehen. Insofern sind aus gegenwärtiger Sicht keine nennenswerten Anpassungen der Annahmen und Schätzungen oder der Buchwerte der betroffenen Vermögenswerte und Schulden im Geschäftsjahr 2019 zu erwarten. 2. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung2.1 Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse werden in der nachfolgenden Tabelle nach geografisch bestimmten Märkten unterteilt:
Die Umsatzerlöse sind ausschließlich zeitpunktbezogen. Teilabnahmen lagen zum Abschlussstichtag nicht vor. 2.2 Sonstige betriebliche Erträge
2.3 Materialaufwand
2.4 Personalaufwand
Den überwiegenden Teil der Aufwendungen für Personal umfassen die Entgelte für die Löhne, Gehälter, Bezüge und alle sonstigen Vergütungen für im Geschäftsjahr geleistete Arbeiten der Mitarbeiter des Konzerns. Unter den sozialen Abgaben werden die vom Unternehmen zu tragenden gesetzlichen Pflichtabgaben, insbesondere die Beiträge zur Sozialversicherung, ausgewiesen. Aufwendungen für Altersversorgung beziehen sich auf tätige und nicht mehr tätige Betriebsangehörige oder deren Hinterbliebene. Diese Aufwendungen umfassen die Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen, Arbeitgeberanteile zur betrieblichen Zusatzversorgung und vom Unternehmen übernommene Leistungen für die Altersversorgung von Mitarbeitern. Nicht als Personalaufwand erfasst sind Beträge aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen. Diese sind unter dem Finanzergebnis ausgewiesen (Abschnitt 2.6). 2.5 Sonstige betriebliche Aufwendungen
Bei den übrigen Aufwendungen handelt es sich im Wesentlichen in Höhe von TEUR 2.562 um IT-Aufwendungen (Vj.: TEUR 2.441) und in Höhe von TEUR 1.837 um Beratungskosten (Vj: TEUR 3.465). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen für kurzfristige Leasingverhältnisse in Höhe von TEUR 408 enthalten. Auf die Vorjahresangabe wurde in Ermangelung der Anwendung von IFRS 16 im Vorjahr verzichtet. 2.6 FinanzergebnisFinanzerträge
Finanzaufwendungen
Die sonstigen Finanzaufwendungen resultieren aus Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen und Zinsaufwendungen aus Leasingverhältnissen. Hinsichtlich den Zinsaufwendungen aus Leasingverhältnissen wird auf Abschnitt 5.2 "Zinsaufwendungen aus Leasingverhältnissen" verwiesen. Die Darlehen bei Kreditinstituten wurden im Berichtsjahr mit Zinssätzen zwischen 2,75% und 3,75% verzinst. Finanzkosten im Zusammenhang mit finanziellen Verbindlichkeiten die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden, sind in Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten. 2.7 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Die laufenden Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen im Inland Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer. Bei den Auslandsgesellschaften sind ertragsabhängige Steuern enthalten, die nach den nationalen Vorschriften ermittelt wurden. Im Konzern wurde im Berichtsjahr ein Steuersatz von 28,775% angesetzt. Er enthält neben dem einheitlichen Körperschaftsteuersatz und dem Solidaritätszuschlag einen Gewerbesteuersatz. Die nachfolgende Überleitung geht von einem mit dem Konzernsteuersatz bewerteten erwarteten Steueraufwand aus und leitet auf den tatsächlichen Steueraufwand über.
Im sonstigen Ergebnis sind latente Steuern in Höhe von TEUR 185 (Vj.: TEUR 43) enthalten. Diese sind in der vorstehenden Überleitungsrechnung in "Sonstiges" enthalten. Der im Vorjahr ausgewiesene ungenutzte Gewerbesteuerverlustvortrag in Höhe von EUR 1.070.777,00 wurde im Berichtsjahr verbraucht. 2.8 Angaben zur KapitalflussrechnungDer Finanzmittelfonds setzt sich wie folgt zusammen:
Die Barmittel und Guthaben bei Kreditinstituten enthalten verpfändete Guthaben in Höhe von TEUR 855 (Vj.: TEUR 889). Hinsichtlich der Betriebsmittellinie wird auf die weiterführenden Angaben unter Abschnitt 4.3 "Finanzschulden" verwiesen. 3. Erläuterungen zur Konzernbilanz - AKTIVA3.1 Immaterielle Vermögenswerte
Zur Absicherung von Krediten siehe "Finanzschulden" Abschnitt 4.3.Geschäfts- oder FirmenwertDer Geschäfts- oder Firmenwert wird für Zwecke der Wertminderungsprüfung folgenden zahlungsgenerierenden Einheiten zugeordnet:
Der Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwert wurde vor Erfassung der Wertminderung den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wie folgt zugeordnet:
Die Bewertung der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten fällt in die Fair Value Hierarchie 2. Bien-ZenkerDer erzielbare Ertrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit wurde durch eine Nutzungswertberechnung auf Grundlage von Zahlungsstromprognosen aus von der Geschäftsführung bewilligten Finanzbudgets von 4 Jahren und einem Abzinsungssatz von 6,22 % bestimmt. Die Zahlungsstromprognosen beruhen während des gesamten budgetierten Zeitraums auf denselben geschätzten Preissteigerungsraten für Einsatzmaterialien und Leistungen. Die Zahlungsstromreihen wurden für einen Zeitraum nach dem 4. Jahr unter Zugrunde legen von einer jährlichen Wachstumsrate von 1 % extrapoliert. Die Geschäftsführung ist der Ansicht, dass keine vernünftigerweise denkbare Veränderung der Grundannahmen (Zinsen und Wachstumsrate), auf denen die Bestimmung des erzielbaren Betrags basiert, dazu führen würde, dass der kumulierte Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit deren kumulierten erzielbaren Wert unterschreitet. Hanse HausDer erzielbare Ertrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit wurde durch eine Nutzungswertberechnung auf Grundlage von Zahlungsstromprognosen aus von der Geschäftsführung bewilligten Finanzbudgets von 4 Jahren und einem Abzinsungssatz von 6,22 % bestimmt. Die Zahlungsstromprognosen beruhen während des gesamten budgetierten Zeitraums auf denselben geschätzten Preissteigerungsraten für Einsatzmaterialien und Leistungen. Die Zahlungsstromreihen wurden für einen Zeitraum nach dem 4. Jahr unter Zugrunde legen von einer jährlichen Wachstumsrate von 1 % extrapoliert. Die Geschäftsführung ist der Ansicht, dass keine vernünftigerweise denkbare Veränderung der Grundannahmen (Zinsen und Wachstumsrate), auf denen die Bestimmung des erzielbaren Betrags basiert, dazu führen würde, dass der kumulierte Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit deren kumulierten erzielbaren Wert unterschreitet. Markenrechte, die als immaterielle Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer aktiviert wurden, bestanden in Höhe von EUR 28.653.182,00 (Vj.: EUR 30.464.084,00). Hierbei handelt es sich um Markenrechte, für die eine Nutzungsdauer von 10 Jahren geschätzt wurde. Die Abschreibungen auf die Markenrechte sind in der Gewinn- und Verlustrechnung in der Position Abschreibung enthalten. Die im Berichtszeitraum ergebniswirksam als Aufwand erfassten Ausgaben für Forschung und Entwicklung beliefen sich auf TEUR 825 (Vj.: TEUR 820). 3.2 Sachanlagen
Die Sachanlagen dienen teilweise zur Absicherung von Krediten (siehe "Finanzschulden" Abschnitt 4.3.). Für weitere Angaben zu IFRS 16 wird auf die Abschnitte 5.4 " Zuführungen zu Nutzungsrechten" und 5.5 "Buchwert der Nutzungsrechte nach Anlageklassen" verwiesen. 3.3 Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte
Davon entfallen TEUR 1.335 auf Ausleihungen (Vj.: TEUR 1.335) sowie TEUR 49 (Vj.: TEUR 49) auf die Beteiligungen an der Betonwerk Oranienbaum GmbH & Co. KG, Oranienbaum, sowie der Betonwerk Oranienbaum Verwaltungs-GmbH, Oranienbaum. 3.4 Latente SteuerforderungenDer Bestand der latenten Steuerforderungen verteilt sich auf temporäre Differenzen bei folgenden Bilanzposten:
3.5 Vorräte
Im Zusammenhang mit den Vorräten wurden im Geschäftsjahr TEUR 205.795 (Vj.: TEUR 184.880) aufwandswirksam erfasst. Die Summe der aufwandswirksam erfassten Anschaffungskosten- oder Herstellungskosten der Vorräte umfasst Abschreibungen auf den Nettoveräußerungspreis in Höhe von TEUR 65 (Vj.: TEUR 83) aufgrund von Überreichweiten, Überalterung, verminderter Gängigkeit oder nachlaufende Kosten. Die Realisierung der Vorräte wird erwartungsgemäß innerhalb von 12 Monaten erfolgen. 3.6 Forderungen aus Lieferungen und LeistungenDer Netto-Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 5.577 (Vj.: TEUR 4.853) entspricht dem beizulegenden Zeitwert. Die Gesellschaften gewähren branchen- und landesübliche Zahlungsziele. Darüber hinaus werden für alle Forderungen auf Basis von Informationen der aktuellen wirtschaftlichen Lage der Gegenpartei und historischen Erfahrungswerten hinsichtlich des Zahlungsverhaltens Wertminderungen vorgenommen. Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entwickelten sich wie folgt:
Der Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist überwiegend als angemessene Schätzung des beizulegenden Zeitwerts anzunehmen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind alle innerhalb eines Jahres fällig. Hinsichtlich des Kreditausfallrisikos sieht der Konzern derzeit keine Konzentration, aufgrund der Tatsache, dass die Kunden des Oikos Konzerns in der Regel infolge der Geschäftstätigkeit im privaten Wohnungsbau Einmalkunden sind. Es besteht demnach nur eine äußerst niedrige Kundenkonzentration. Das Ausfallrisiko der nicht wertberichtigten Forderungen wird als niedrig eingeschätzt, da durch das eng gefasste Risikomanagement die Ausfallwahrscheinlichkeit gering gehalten wird. Die Kunden müssen eine unwiderrufliche Finanzierungsbestätigung bzw. Bürgschaft ihrer Bank vor Produktionsbeginn der Häuser abgeben. Die Zuführung sowie die Auflösung der Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen ausgewiesen. Die Überfälligkeiten nicht wertgeminderter Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind folgender Tabelle zu entnehmen:
3.7 Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte
In den Finanzforderungen gegen Gesellschafter und andere nahestehenden Personen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 0 (Vj.: TEUR 0) enthalten. In den übrigen finanziellen Vermögenswerten sind im Wesentlichen Lieferantenboni in Höhe von TEUR 1.576 (Vj.: TEUR 1.220) enthalten. Die Wertberichtigungen auf die sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte betrifft die Klassen Vorschüsse Handelsvertreter sowie übrige finanzielle Vermögenswerte und entwickelten sich wie folgt:
Für die anderen Klassen wurden keine Wertberichtigungen gebildet. Sämtliche sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte sind nicht überfällig. 3.8 Sonstige kurzfristige Vermögenswerte
Sämtliche sonstige kurzfristige Vermögenswerte sind nicht überfällig. Ausfallrisiken bestehen in dieser Position nicht. 3.9 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Der Zahlungsmittelbestand besteht aus kurzfristigen Einlagen bei Kreditinstituten in der EURO-Zone. Von einem Ausfallrisiko wird daher nicht ausgegangen. Von den Zahlungsmitteln sind TEUR 855 (Vj.: TEUR 889) nicht frei verfügbar. Zu den Zahlungsmitteln, die zur Absicherung von Krediten dienen, siehe "Finanzschulden", Abschnitt 4.3. 4. Erläuterungen zur Konzernbilanz - PASSIVA4.1 EigenkapitalDas gezeichnete Kapital der Oikos Holding GmbH beträgt TEUR 500 (Vj.: TEUR 500) und ist vollständig eingezahlt. Die Kapitalrücklage beträgt TEUR 4.500 (Vj.: TEUR 4.500) und resultiert aus dem Agio infolge der durch die Gesellschafter einbezahlten Kapitalerhöhung. Die Gewinnrücklagen enthalten in der Vergangenheit erzielte Ergebnisvorträge der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften. Sonstige Ergebnisbestandteile sind auf die Veränderung der Pensionsrückstellungen zurückzuführen. Die Entwicklung des Eigenkapitals ist der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung zu entnehmen. KapitalmanagementDie Zielsetzung des Konzerns liegt in der Stärkung des Eigenkapitals der Einzelgesellschaften, um das Vertrauen der Kreditgeber und des Marktes zu erhalten und um die zukünftige Geschäftsentwicklung zu stärken. Das Kapitalmanagement der Oikos-Gruppe orientiert sich an den strategischen Zielen des Konzerns. Hierbei wird auf eine ökonomisch sinnvolle Aufteilung zwischen Finanzschulden und Eigenkapital Wert gelegt. Im Mittelpunkt steht die mittelfristige Steigerung des Unternehmenswerts. Diesem Ziel wird sowohl durch striktes Kostenmanagement als auch durch strategische Weiterentwicklung des Konzerns Rechnung getragen. Die Oikos-Gruppe überwacht ihre Kapitalstruktur mithilfe eines Verschuldungsgrads, der dem Verhältnis von Net Debt zum EBITDA entspricht. Hierbei orientiert sich der Konzern zum Bilanzstichtag an einem Ziel-Verschuldungsgrad von kleiner 4,20 (Vj.: kleiner 5,00). Die Net Debt umfassen die lang- und kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, gegenüber Gesellschaftern sowie aus Finanzierungsleasing abzüglich der liquiden Mittel.
4.2 Leistungen an ArbeitnehmerDer Konzern hat Verpflichtungen aus leistungsorientierten und beitragsorientierten Pensionsplänen. 4.2.1 Leistungsorientierte PensionszusagenAufgrund von Versorgungsplänen für Zusagen auf Alters- und Hinterbliebenenleistungen sowie Berufsunfähigkeitsrenten werden Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen bei zwei deutschen Unternehmen der Bien-Zenker Gruppe gebildet. Hierbei handelt es sich um Pensionszusagen, die feste Leistungsansprüche gewähren und als leistungsorientierte Pläne gemäß IAS 19 zu bilanzieren sind. Die Pensionsrückstellungen werden zum Bilanzstichtag nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Berücksichtigung künftiger Entwicklungen versicherungsmathematisch bewertet. Die Versorgungsverpflichtungen werden als Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenrenten gewährt. Voraussetzung für das Fälligwerden der Leistungen ist die Erfüllung der vorgesehenen Wartezeit. Die Wartezeit für die Altersrente beträgt 15 Jahre und für die Invalidenrente 10 Jahre. Die Dienstjahre für die Erfüllung der Wartezeit zählen nur bis zum Eintritt des Versorgungsfalls, längstens jedoch bis zum 65. Lebensjahr. Außerdem bestehen Anwartschaften auf Hinterbliebenenrente. Die Hinterbliebenenversorgung sieht die Gewährung von Witwen-, Witwer- und Waisenrenten vor. Die Leistungen an den jeweiligen Mitarbeiter sind abhängig vom Eintrittsdatum, von der Dienstzeit sowie vom Einkommen. Für den Konzern ergaben sich aus den getätigten Pensionszusagen folgende Risiken:
Für die Bewertung der Pensionspläne sind als Rechengrundlage die Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck verwendet worden. Sämtliche Pensionspläne sind zum 31. Dezember 2019 bewertet worden. Bei den Anspruchsberechtigten handelt es sich nahezu ausschließlich um Rentner sowie unverfallbar Ausgeschiedene. Entwicklung des Barwertes der leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen
Finanzierungsstand
Veränderung der Nettoschuld in der Bilanz
Bei den Anspruchsberechtigten handelt es sich nahezu ausschließlich um Rentner sowie unverfallbar Ausgeschiedene. Pensionsaufwendungen
Versicherungsmathematische Annahmen
PensionszahlungenNachfolgende Übersicht enthält die in den kommenden 10 Jahren erwarteten Pensionszahlungen:
Der Barwert der Pensionsverpflichtung hat eine durchschnittliche Laufzeit von 12,87 Jahren. SensitivitätsanalyseFolgende Übersicht zeigt eine Sensitivitätsbetrachtung der wesentlichen versicherungsmathematischen Parameter:
Obwohl die Analyse die vollständige Verteilung der erwarteten Pensionen nicht berücksichtigt, liefert sie einen Näherungswert für die dargestellten Annahmen. Zur Absicherung im Insolvenzfall leistet die Bien-Zenker Gruppe Zahlungen für leistungsorientierte Pensionszusagen an den Pensions-Sicherungs-Verein. 4.2.2 Beitragsorientierte PensionszusagenFür Mitarbeiter im Inland sind Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung zu leisten, die als beitragsorientierte Leistungspläne zu klassifizieren sind. Bei diesen Plänen liegt die Verpflichtung nicht bei der Oikos-Gruppe, sondern bei der jeweiligen Versorgungseinrichtung. Über die Zahlung der Beiträge hinaus besteht für die Oikos-Gruppe keine weitere Verpflichtung. Im Geschäftsjahr 2019 wurden Beiträge in Höhe von insgesamt TEUR 5.453 (Vj.: TEUR 4.970) geleistet. Die Beiträge wurden zeitkongruent mit der Erbringung der Arbeitsleistung im Personalaufwand erfasst. 4.3 Finanzschulden
Die Bankverbindlichkeiten haben sich in 2019 im Wesentlichen durch die planmäßigen Tilgungen verändert. Darüber hinaus sind außerplanmäßige Tilgungen des Bankdarlehens erfolgt. Bei den Finanzschulden handelt es sich um überwiegend variabel verzinsliche Bankverbindlichkeiten. Die Verzinsung der Bankverbindlichkeiten lag zum 31. Dezember 2019 bei 2,75% p.a. bzw. 3,25% p.a. (Vj.: 3,25% p.a. bzw. 3,75% p.a.). Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern und anderen nahestehenden Personen und Unternehmen sind im Wesentlichen mit 8,0% p.a. (Vj.: 8,0% p.a.) verzinst. Die Gesellschafterdarlehen in Höhe von TEUR 106.461 (Vj.: TEUR 98.556) stehen auf Basis eines erklärten qualifizierten Rangrücktritts hinter allen anderen bestehenden und künftigen Verbindlichkeiten, sind unbesichert und stärken insoweit die Substanz der Unternehmensgruppe erheblich. Die vereinbarten Zinsen führen bis auf weiteres nicht zu Auszahlungen. Im Rahmen der Kaufpreisfinanzierung des Erwerbs des Oikos-Konzerns durch die Equistone Funds wurde am 23. Januar 2018 ein Konsortial-Darlehen in Höhe von insgesamt EUR 157,0 Mio. aufgenommen. Die ursprüngliche Höhe des Konsortialdarlehens setzt sich zusammen aus insgesamt EUR 132,0 Mio. Tilgungsdarlehen (aufgeteilt in Facility A in Höhe von EUR 47,0 Mio. und Facility B in Höhe von EUR 85,0 Mio.) sowie EUR 25,0 Mio. Betriebsmittellinie (davon EUR 5,0 Mio. für Avale). Die Tilgungsdarlehen waren zum Bilanzstichtag mit insgesamt EUR 114,0 Mio. (Vj: EUR 125,0 Mio.) valutiert. Die Betriebsmittellinien waren mit insgesamt EUR 2,9 Mio. durch die Hanse Haus GmbH & Co. KG in Anspruch genommen (Vj.: EUR 8,0 Mio. durch die Oikos Group GmbH). Die Verzinsung sowie die künftigen Fälligkeiten des Tilgungsdarlehens der Oikos-Gruppe stellen sich wie folgt dar:
Es besteht weiterhin eine Kontokorrentlinie bei der Postbank in Höhe von TEUR 750 (Vj.: TEUR 750). Im Vorjahr gab es weitere Finanzschulden im Zusammenhang mit der Finanzierung von Fahrzeugen bei der Mercedes Bank in Höhe TEUR 35, für die die Fahrzeugbriefe als Sicherheit einbehalten wurden. Finanzschulden in Höhe von TEUR 116.894 (Vj.: TEUR 133.598) sind besichert. Insgesamt wurden für Bankkredite des Konzerns folgende Vermögenswerte als Sicherheit gegeben:
4.4 Sonstige Rückstellungen
Die Bewertung der Gewährleistungsrückstellung erfolgt auf Basis von Erfahrungswerten für Reparaturen und Reklamationen in der Vergangenheit. Es ist zu erwarten, dass der Großteil dieser Kosten innerhalb des folgenden Geschäftsjahres anfallen wird. Die der Berechnung der Gewährleistungsrückstellung zugrundeliegenden Annahmen basieren auf dem aktuellen Absatzniveau und den derzeitig verfügbaren Informationen über Reklamationen für alle verkauften Produkte innerhalb des fünfjährigen Gewährleistungszeitraums. Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rechtsstreitigkeiten, Boni und Verkaufsprovisionen. Die Personalrückstellungen enthalten im Wesentlichen Erfolgsbeteiligungen und Abfindungen. Mit Ausnahme der Rückstellung für Rechtsstreitigkeiten werden diese Rückstellungen anhand gesetzlicher Vorgaben oder vertraglicher Vereinbarungen ermittelt, so dass die Schätzunsicherheiten gering sind. Erwartete Auszahlungen der Rückstellungen:
4.5 Latente SteuerschuldenDer Bestand der latenten Steuerschulden verteilt sich auf temporäre Differenzen bei folgenden Bilanzposten:
4.6 Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten
Hierbei handelt es sich ausschließlich um Leasingverbindlichkeiten aus IFRS 16. Die Fälligkeiten stellen sich wie folgt dar:
4.7 ErtragsteuerverbindlichkeitenDie im Konzernabschluss ausgewiesenen Ertragssteuerverbindlichkeiten enthalten in Höhe von TEUR 3.439 (Vj.: TEUR 2.666) Ertragssteuerverbindlichkeiten für das laufende Geschäftsjahr sowie in Höhe von TEUR 383 (Vj.: TEUR 653) Ertragssteuerverbindlichkeiten für Vorjahre. 4.8 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und LeistungenDie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind alle innerhalb eines Jahres fällig. 4.9 Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten
Die ausstehenden Lieferantenrechnungen enthalten auch Verbindlichkeiten aus erhaltenen Gütern und erbrachten Dienstleistungen, die noch nicht in Rechnung gestellt wurden, da nur eine geringe Unsicherheit hinsichtlich der Höhe der Verpflichtung besteht. Die beizulegenden Zeitwerte der sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten entsprechen aufgrund ihrer Kurzfristigkeit den Buchwerten. Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig. 4.10 Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten
Die Steuerverbindlichkeiten In- und Ausland beinhalten im Wesentlichen Umsatzsteuerverbindlichkeiten. Die beizulegenden Zeitwerte der sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten entsprechen aufgrund ihrer Kurzfristigkeit den Buchwerten. Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig. Die personalbezogenen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten für ausstehenden Urlaub und Gleitzeitguthaben und entwickelten sich im Geschäftsjahr wie folgt:
Die verbleibenden personalbezogenen Verbindlichkeiten unterliegen keinen Unsicherheiten hinsichtlich Höhe oder Zeitpunkt der Fälligkeit. 5. Leasingverhältnisse5.1 Nutzungsrechte nach Anlageklassen
5.2 Zinsaufwendungen aus LeasingverhältnissenMit der Erstanwendung von IFRS 16 wurden die Leasingverbindlichkeiten mit folgenden Zinssätzen abgezinst:
5.3 Zahlungsmittelabfluss aus Leasingverhältnissen
5.4 Fristigkeiten der LeasingverbindlichkeitenNachfolgende Übersicht enthält die in den kommenden Jahren erwarteten undiskontierten Auszahlungen der Leasingverbindlichkeiten:
6. Finanzinstrumente6.1 FinanzrisikomanagementDie Gesamtverantwortung für das Finanzrisikomanagement trägt die Geschäftsführung. Der Konzern hat interne Richtlinien im Rahmen des Risikomanagements erlassen, die den Einsatz von Finanzinstrumenten regeln. Dabei ist die Trennung der Funktionen hinsichtlich der operativen Abwicklung der Geschäfte einerseits und dem Finanzcontrolling andererseits gegeben. Die Richtlinien im Konzern sind so ausgerichtet, dass mögliche Risiken rechtzeitig erkannt und Maßnahmen zur Gegensteuerung eingeleitet werden können. Die Richtlinien werden den Erfordernissen des Marktes laufend angepasst. Management von Preisrisiken:In Finanzinstrumenten bestehen Preisrisiken, wenn sich Risikovariablen wie z.B. Börsenkurse oder -indizes auf die Marktwerte der Finanzinstrumente auswirken. Die Währungs- und Zinsrisiken werden nachfolgend näher erläutert. Wesentliche sonstige Preisrisiken waren nicht gegeben. Management von Währungsrisiken:Da die Beteiligungsunternehmen der Oikos-Gruppe in Großbritannien, in der Schweiz und in Tschechien tätig sind, sind sie im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit Wechselkursrisiken ausgesetzt. Im Folgenden wurde eine erforderliche Währungssensitivitätsanalyse für das Geschäftsjahr 2019 durchgeführt. Hierbei wurde die Sensitivität eines Anstiegs oder Abfalls des EUR gegenüber dem GBP, dem CHF und der CZK um 10% ermittelt. Wenn der Euro gegenüber dem Kurs am Bilanzstichtag um 10% aufgewertet gewesen wäre, wäre das Konzern-Eigenkapital aufgrund direkter Veränderungen um TEUR 18 niedriger (Vj.: TEUR 14 niedriger) gewesen. Wenn der Euro gegenüber dem Kurs am Bilanzstichtag um 10% abgewertet gewesen wäre, wäre das Konzern-Eigenkapital aufgrund direkter Veränderungen um TEUR 22 höher (Vj.: TEUR 17 höher) gewesen. Management von Zinsänderungsrisiken:Das operative Geschäft wird neben den Käuferzahlungen bei Baufortschritt sowie über den Abschluss von fest und variabel verzinslichen Verbindlichkeiten finanziert. Für die festverzinslichen Finanzverbindlichkeiten sind die Auswirkungen von Marktzinsschwankungen mittelfristig absehbar. Die Risiken aus den variabel verzinslichen Finanzverbindlichkeiten werden durch den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten wie z. B. Caps begrenzt. Die gemäß IFRS 9 durchgeführte Zinssensitivitätsanalyse basiert auf folgenden Annahmen:
Wenn das Marktzinsniveau im Berichtsjahr um 1%-Punkt höher gewesen wäre, wäre das Konzernergebnis um TEUR 2.318 niedriger (Vj.: TEUR 2.216 niedriger) gewesen, davon resultieren TEUR 163 (Vj.: TEUR 0) im Zusammenhang mit Zinsaufwendungen aus Leasingverhältnissen. Wenn das Marktzinsniveau im Berichtsjahr um 1%-Punkt niedriger gewesen wäre, wäre das Konzernergebnis um TEUR 2.377 höher (Vj.: TEUR 2.216 höher) gewesen, davon resultieren TEUR 222 (Vj.: TEUR 0) im Zusammenhang mit Zinsaufwendungen aus Leasingverhältnissen. Management von Liquiditätsrisiken:Ein umsichtiges Konzern-Liquiditätsmanagement zur Reduzierung von Liquiditätsrisiken beinhaltet die Bestandssicherung von flüssigen Mitteln sowie die Verfügbarkeit ausreichender Kreditlinien. Die folgende Fälligkeitsanalyse zeigt die vertraglich vereinbarten Pflicht-Tilgungszahlungen, die aus den Finanzschulden in den Folgejahren erwartet werden. Da Kreditverträge teilweise vorzeitige Sondertilgungen erlauben, können die tatsächlichen Tilgungen von den vertraglich festgelegten Pflichttilgungen abweichen. Die Summe der Tilgungen weicht vom Buchwert der Finanzschulden ab, da in diesem Buchwert Zinsabgrenzungen enthalten sind bzw. Transaktionskosten abgezogen wurden. Darüber hinaus wurden Abzinsungen vorgenommen.
Management von Ausfallrisiken:Das Kreditrisiko beschreibt die Gefahr eines wirtschaftlichen Verlustes, wenn der Kontrahent seinen vertraglichen Verpflichtungen bzw. Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt. Die Gruppe steuert das Kreditrisiko auf der Basis der Richtlinien des internen Risikomanagements und betreibt ein effizientes Mahnwesen. Außenstände im operativen Geschäft werden kontinuierlich überwacht, möglichen Ausfällen wird durch Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Im Regelfall kommen die nachfolgenden Kreditsicherungen zur Anwendung:
Die Ausfallrisiken der Gruppe beschränken sich auf ein übliches Geschäftsrisiko, dem durch die Bildung von Wertberichtigungen Rechnung getragen wird. Das maximale Ausfallrisiko (Kreditrisiko) umfasst den kompletten Ausfall der positiven Buchwerte der Finanzinstrumente. Das Ausfallrisiko der nicht wertberichtigten Finanzinstrumente wird als niedrig eingeschätzt, da durch das eng gefasste Risikomanagement die Ausfallwahrscheinlichkeit gering gehalten wird. Die Kunden müssen eine unwiderrufliche Finanzierungsbestätigung bzw. Bürgschaft ihrer Bank vor Produktionsbeginn der Häuser abgeben. Neben der Berücksichtigung aktuell verfügbarer Kreditauskünfte werden, soweit möglich und sinnvoll, Kreditversicherungen abgeschlossen. Den Kontrahentenrisiken bei derivativen Finanzinstrumenten wird dadurch Rechnung getragen, dass Derivate ausschließlich mit größeren Kreditinstituten abgeschlossen werden. Zum Berichtszeitpunkt bestanden Ausfallrisiken in folgenden Positionen:
6.2 Zusätzliche Angaben zu den FinanzinstrumentenDie folgende Tabelle leitet die Bilanzpositionen zum 31. Dezember 2019 der Finanzinstrumente zu Klassen und Bewertungskategorien des IFRS 9 über. Außerdem werden die aggregierten Buchwerte pro Bewertungskategorie und die beizulegenden Zeitwerte für jede Klasse dargestellt.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Fair Value Hierarchien der Vermögenswerte und Schulden, die in der Bilanz zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden:
Bei den variabel verzinslichen Verbindlichkeiten wurden angenommen, dass die Buchwerte den Marktwerten entsprechen. Für alle anderen Finanzinstrumente ist der beizulegende Zeitwert aufgrund der kurzen Laufzeit bzw. Fälligkeit gleich dem Buchwert. Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien
7. Eventualverbindlichkeiten, Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle VerpflichtungenEs bestand ein Bestellobligo für Sachanlagen zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 2.374 (Vj.: TEUR 2.103). Der Konzern erwartet die Fälligkeit des Bestellobligos in 2020. Bezüglich der Leasingverpflichtungen wird auf Abschnitt 5. "Leasingverhältnisse" verwiesen. 8. Sonstige Angaben8.1 Transaktionen mit nahestehenden Personen und UnternehmenAls nahestehend im Sinne dieser Anhangsangabe gelten solche Personen und Unternehmen, die das berichtende Unternehmen beherrschen oder an dessen gemeinschaftlicher Führung sie beteiligt sind, die maßgeblichen Einfluss auf das Unternehmen haben oder im Management des berichtenden Unternehmens oder eines Mutterunternehmens eine Schlüsselposition bekleiden. Die Geschäftsvorfälle zwischen der Oikos Holding GmbH und ihren Tochtergesellschaften wurden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert. Direkter Gesellschafter und damit nahestehende Personen der Oikos Holding GmbH sind zu 90 % die Equistone Partners Europe, London/Edinburgh/Paris und zu 10 % die INOS 17-069 UG, Schlüchtern. Zum Bilanzstichtag stellen sich die bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten sowie die dazugehörigen Erträge und Aufwendungen mit nahe stehenden Personen wie folgt dar:
8.2 GeschäftsführungMarco Hammer, Ebersburg Vorsitzender der Geschäftsführung Christian Garke, Marquartstein (ab 12.04.2019) Geschäftsführer Finanzen, Personal, Recht, IT Michael Belschak, Köln (bis 02.01.2019) Geschäftsführer Finanzen, Personal, Recht, IT Die fixen und variablen Gesamtbezüge der Geschäftsführung betrugen auf Ebene des Mutterunternehmens und der einbezogenen Tochterunternehmen im Berichtsjahr TEUR 662 (Vj.: TEUR 1.731). Im Vorjahr waren Aufwendungen für Abfindungen in Höhe von TEUR 878 enthalten. 8.3 Vorschlag zur Verwendung des KonzernergebnissesDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss der Oikos Holding GmbH in Höhe von EUR 5.640.240,35 in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen. 8.4 Mitarbeiter
8.5 Ereignisse nach dem BilanzstichtagIm Rahmen der Ausweitung der Produktionstätigkeit im Konzern hat die Hanse Haus GmbH & Co. KG die Liegenschaften der Torbau Bad Brückenau GmbH mit Wirkung zum 01. Januar 2020 übernommen. Darüber hinaus sind keine berichtspflichtigen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag eingetreten. 8.6 Honorar des AbschlussprüfersIm Geschäftsjahr 2019 wurden folgende Honorare für den Abschlussprüfer Warth & Klein Grant Thornton AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Wiesbaden, im Aufwand erfasst:
Das Abschlussprüferhonorar bezog sich vor allem auf die Prüfung des Konzernabschlusses sowie der Prüfung der Einzelabschlüsse der Hanse Haus GmbH & Co. KG und der Bien-Zenker GmbH. Die sonstigen Leistungen enthalten ausschließlich sonstige Prüfungsleistungen. 8.7 KonzernabschlussDer Konzernabschluss der Oikos Holding GmbH, Schlüchtern, wurde freiwillig nach §315e Absatz 3 HGB nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anerkannt sind, aufgestellt. 8.8 Freigabe des AbschlussesDer vorliegende Konzernabschluss wurde mit dem unterschriebenen Datum von der Geschäftsführung aufgestellt und zur Veröffentlichung freigegeben.
Schlüchtern, 20. März 2020 Geschäftsführung Marco Hammer Christian Garke Sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung:Der Konzernabschluss der Oikos Holding GmbH zum 31.12.2019 weist eine Bilanzsumme von EUR 376.407.710,55 und ein Jahresergebnis von EUR 5.640.240,35 aus. Die Gesellschafterversammlung hat am 13.05.2020 den Konzernabschluss gebilligt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Oikos Holding GmbH, Schlüchtern PrüfungsurteileWir haben den Konzernabschluss der Oikos Holding GmbH, Schlüchtern, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Oikos Holding GmbH, Schlüchtern, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den KonzernlageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des KonzernlageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 20. März 2020 Warth
& Klein Grant Thornton AG
Frank Schmitt, Wirtschaftsprüfer Maximilian Meyer zu Schwabedissen, Wirtschaftsprüfer |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
1 nahegelegene Organisation
Herstellung von nichtelektrischen Haushaltsgeräten
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen