Sparkasse Hochrhein
Waldshut-Tiengen
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Lagebericht 2023 der Sparkasse Hochrhein
1 Grundlagen der
Geschäftstätigkeit der Sparkasse
Die Sparkasse Hochrhein ist gemäß § 1
Abs. 1 der Satzung eine Anstalt des öffentlichen
Rechts mit Sitz in Waldshut-Tiengen. Sie ist Mitglied des
Sparkassenverbands Baden-Württemberg (SVBW), Stuttgart
und über diesen dem Deutschen Sparkassen- und
Giroverband e. V. (DSGV), Berlin, angeschlossen. Sie ist
beim Amtsgericht Freiburg im Breisgau unter der Nummer A
621025 im Handelsregister eingetragen.
Träger der Sparkasse sind die Städte und
Gemeinden Albbruck, Bad Säckingen, Dettighofen,
Dogern, Görwihl, Herrischried, Hohentengen, Jestetten,
Klettgau, Küssaberg, Lauchringen, Laufenburg,
Lottstetten, Murg, Rickenbach, Todtmoos, Waldshut-Tiengen,
Wehr, Weilheim und Wutöschingen. Organe der Sparkasse
sind der Verwaltungsrat, der Kreditausschuss und der
Vorstand.
Die Sparkasse ist Mitglied im Sparkassenverband
Baden-Württemberg und über dessen
Sparkassen-Teilfonds dem Sicherungssystem der
Sparkassen-Finanzgruppe angeschlossen. Die Bundesanstalt
für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat das
institutsbezogene Sicherungssystem der
Sparkassen-Finanzgruppe als Einlagensicherungssystem nach
dem Einlagensicherungsgesetz (EinSiG) anerkannt. Das
Sicherungssystem stellt im Entschädigungsfall sicher,
dass den Kunden der Sparkassen der gesetzliche Anspruch auf
Auszahlung ihrer Einlagen gemäß dem EinSiG
erfüllt werden kann ("gesetzliche Einlagensicherung").
Darüber hinaus ist es das Ziel des Sicherungssystems,
einen Entschädigungsfall zu vermeiden und die
Sparkassen selbst zu schützen, insbesondere deren
Liquidität und Solvenz zu gewährleisten
("diskretionäre Institutssicherung").
Die Sparkasse Hochrhein bietet als
selbstständiges regionales Wirtschaftsunternehmen
zusammen mit ihren Partnern aus der Sparkassen-Finanzgruppe
Privatkunden, Unternehmen und Kommunen
Finanzdienstleistungen und Finanzprodukte an, soweit das
Sparkassengesetz Baden-Württemberg, die
Sparkassengeschäftsordnung oder die Satzung keine
Einschränkungen vorsehen. Der im Sparkassengesetz
verankerte öffentliche Auftrag verpflichtet die
Sparkasse Hochrhein, mit ihrer Geschäftstätigkeit
in ihrem Geschäftsgebiet den Wettbewerb zu
stärken und die angemessene und ausreichende
Versorgung aller Bevölkerungskreise, der Wirtschaft -
insbesondere des Mittelstands - und der öffentlichen
Hand mit Bankdienstleistungen sicherzustellen.
Zur Erreichung dieser Ziele unterhält sie in
ihrem Geschäftsgebiet neben ihrer Hauptstelle in
Waldshut 14 mitarbeiterbesetzte Geschäftsstellen sowie
13 Selbstbedienungs-Filialen.
Die Gesamtzahl der Beschäftigten hat sich bis
zum 31. Dezember 2023 gegenüber dem Vorjahr um 3
Personen verringert. Von den 478 Mitarbeitenden arbeiten
ca. 29 % in Teilzeit.
2 Wirtschaftsbericht
2.1 Gesamtwirtschaftliche und
branchenbezogene Rahmenbedingungen
2.1.1 Volkswirtschaftliches Umfeld
Das Statistische Bundesamt weist für das Jahr
2023 ein Bruttoinlandsprodukt aus, das im Vergleich zum
Jahr 2022 um 0,3 % niedriger liegt. "Die
gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im
Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins
Stocken", sagte Dr. Ruth Brand, Präsidentin des
Statistischen Bundesamtes, bei der Pressekonferenz
"Bruttoinlandsprodukt 2023 für Deutschland" in Berlin.
"Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie
vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften
die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige
Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine
geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte
sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen
Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort", so Brand
weiter.
Die harmonisierten Verbraucherpreise stiegen nach
Angaben des statistischen Bundesamtes in Deutschland im
Jahresdurchschnitt um 6,0 % und damit weniger stark als
noch im Jahr 2022.
Treiber für den weiterhin hohen Anstieg der
Verbraucherpreise sind im Wesentlichen die Nahrungsmittel-
und die Energiepreise. Auf Ebene der Europäischen
Union betrug die Steigerungsrate 6,4 % und im Euro Raum 5,4
% (Quelle: Eurostat).
Gemäß Angaben der Bundesagentur für
Arbeit ist die jahresdurchschnittliche Arbeitslosenquote
auf Bundesebene um 0,4 %-Punkte auf 5,7 % leicht
angestiegen. Dies entspricht auch der Arbeitslosenquote auf
Bundesebene im Dezember 2023, die sich im Vergleich zum
Dezember 2022 um + 0,3 %-Punkte erhöht hat. Die
Dezemberwerte lagen in Baden-Württemberg bei 4,0 % (+
0,4 %-Punkte) und im Landkreis Waldshut-Tiengen ebenfalls
bei 4,0 % (+ 0,2 %-Punkte).
2.1.2 Deutsche und europäische
Kreditwirtschaft
Die hohe Inflationsrate im Jahr 2023 hat die EZB dazu
veranlasst, die Leitzinsen weiter deutlich anzuheben. In
insgesamt 6 Schritten (Februar 2023 bis März 2024)
wurden die Leitzinsen sehr stark angehoben und betragen
Mitte März 2024 für die
Hauptrefinanzierungsgeschäfte, für die
Spitzenrefinanzierungsfazilität und die
Einlagefazilität 4,50 %, 4,75 % bzw. 4,00 % p.a.. Der
Zinssatz für Einlagenfazilitäten der EZB hat
damit einen historischen Höchststand erreicht.
Die BaFin (Bundesanstalt für
Finanzdienstleistungsaufsicht) hat per
Allgemeinverfügung mit Wirkung zum 1. Februar 2022 die
Einführung des antizyklischen Kapitalpuffers mit einer
Höhe von 0,75 % beschlossen (bislang 0,00 %). Dieser
ist auf die institutsindividuellen, maßgeblichen
Kreditrisikopositionen anzuwenden, die in Deutschland
gelegen sind. Mit dieser Erhöhung des antizyklischen
Kapitalpuffers will die BaFin den Systemrisiken begegnen,
die durch starkes Kreditwachstum in den vergangenen Jahren
entstanden. Darüber hinaus hat die BaFin mit Wirkung
zum 01.04.2022 eine Allgemeinverfügung für die
Einführung eines sektoralen Systemrisikopuffers von
2,0 % der risikogewichteten Aktiva auf mit Wohnimmobilien
besicherte Kredite veröffentlicht. Beide
Maßnahmen, die mit der starken Kreditvergabe durch
den Bankensektor und der Preisentwicklung an den
Immobilienmärkten begründet werden, wirken
kurzfristig auf die Eigenmittelanforderungen und sind zum
1. Februar 2023 einzuhalten gewesen.
Mit Schreiben vom Januar 2024 hat die BaFin der
Sparkasse Hochrhein eine Neufestsetzung zusätzlicher
Eigenmittelanforderungen im Rahmen des SREP (Supervisory
Review and Evaluation Process) zugestellt. Die
zusätzlichen Eigenmittelanforderungen bei der
Sparkasse Hochrhein haben sich gegenüber dem Schreiben
vom Februar 2022 nicht verändert. Eine Neufestsetzung
der aufsichtlichen Eigenmittelempfehlung (zuvor
Eigenmittelzielkennziffer) im Januar 2023 wirkte sich nicht
auf die Eigenmittelanforderungen der Sparkasse Hochrhein
aus.
2.1.3 Sparkassen-Finanzgruppe
Internationale Rating-Agenturen stellen der
Sparkassen-Finanzgruppe regelmäßig sehr gute
Zeugnisse aus: Die Analysten der kanadischen DBRS
bestätigten das Rating der Sparkassen-Finanzgruppe
zuletzt im März 2023 mit einer Note "A (high)", die
eine gute Kreditqualität zum Ausdruck bringt. Dieses
sogenannte Floor-Rating zeigt an, dass die Bonität
aller Mitglieder der Sicherungseinrichtungen der
Sparkassen-Finanzgruppe mit mindestens A (high) bewertet
wird; kein Mitglied schneidet schlechter ab. Dieses Rating
können sich Institute individuell zuweisen lassen und
es wie ein Individualrating nutzen. Die Ratingagentur Fitch
hat zuletzt im April 2023 ihr Rating von "A+" für die
Sparkassen bestätigt. Dieses Gruppenrating können
sich die Sparkassen einzeln zuweisen lassen, es kann wie
ein Individualrating genutzt werden. Auch Moody's Investors
Service bestätigte die Einstufung unseres Verbunds
zuletzt im April 2023 mit dem Rating "Aa2". Das sogenannte
"Corporate Family Rating" für die
Sparkassen-Finanzgruppe bewertet die Gruppe als Ganzes. Es
stellt keine Einheitsnote dar, bestätigt aber die hohe
Solidität und Kreditwürdigkeit der
Sparkassen-Finanzgruppe insgesamt.
Die Zahl der Sparkassen hat sich durch weitere
Fusionen im Jahr 2023 auf 353 Sparkassen (gemäß
Deutscher Sparkassen- und Giroverband / DSGV Stand 01.
September 2023) reduziert. Weitere Konsolidierungen und die
Stärkung der Verbundstrukturen sind nicht
auszuschließen.
2.2 Regionale Wirtschaft
Die regionale Konjunktur der vergangenen Monate hat
sich besser entwickelt, als die Unternehmen dies noch im
Herbst 2023 erwartet hatten. Dennoch bleibt die Lage zu
Beginn des Jahres 2024 angesichts des Ukrainekrieges, des
Krieges im Gazastreifen und den damit verbundenen Unruhen
im Nahen Osten, der erhöhten Inflation und weltweiter
Zurückhaltung mit Blick auf die konjunkturellen
Aussichten angespannt. Die Mitglieder der Industrie- und
Handelskammer Hochrhein-Bodensee stufen die
Geschäftslage zum Jahreswechsel 2023/2024 marginal
schlechter als im Herbst 2023 ein. Insgesamt beurteilen ca.
32 % die momentane Geschäftslage als gut (Vorjahr 47
%). Die Mitglieder der Handwerkskammer Konstanz beurteilen
im vierten Quartal 2023 einer Veröffentlichung vom
Februar 2024 zu Folge mit 59 % die Geschäftslage als
gut. Im Vorjahresquartal waren dies ca. 74,5 %.
Nach Angaben des Schweizer Staatssekretariats
für Wirtschaft (SECO) wird das Wachstum des
Bruttoinlandsprodukts der Schweiz in 2023 mit 1,3 %
deutlich geringer ausfallen als im Vorjahr (2,5 %). Die
Arbeitslosenquote wird sich allerdings von 2,2 % auf 2,0 %
leicht verbessern.
2.3 Darstellung der bedeutsamsten
finanziellen Leistungsindikatoren
Als bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren
dienen in Übereinstimmung mit der sparkasseninternen
Berichterstattung folgende Steuerungsgrößen:
| ― |
Kundenkreditvolumen
1
|
| ― |
Kundeneinlagen
2
|
| ― |
Cost-Income-Ratio
3
|
| ― |
Gesamtkapitalquote
4
|
1 Auf Basis des Betriebsvergleichs der
Sparkassen / Kundenforderungen anhand einer
Jahresdurchschnittsberechnung
2 Auf Basis des Betriebsvergleichs der
Sparkassen / Kundenverbindlichkeiten anhand einer
Jahresdurchschnittsberechnung
3 Auf Basis einer betriebswirtschaftlichen
Betrachtung gemäß dem Betriebsvergleich der
Sparkassen (bereinigt um neutrale und aperiodische Effekte)
= Verwaltungsaufwand in Relation zum Rohertrag (Zins- und
Provisionsüberschuss) zuzüglich Nettoergebnis des
Handelsbestands sowie dem Saldo der sonstigen ordentlichen
Erträge und Aufwendungen
4 Verhältnis der angerechneten Eigenmittel
bezogen auf die risikobezogenen Positionswerte
|
Ø - Bestand |
Ø - Bestand |
Prognose |
|
in Mio. EUR |
in Mio. EUR |
zum |
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
31.12.2023 |
| Kundenkreditvolumen |
2.476,0 |
2.422,3 |
gleichbleibend |
| Kundeneinlagen |
2.522,8 |
2.528,8 |
gleichbleibend |
|
Wert |
Wert |
Prognose |
|
in % |
in % |
zum |
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
31.12.2023 |
| Cost-Income-Ratio |
53,0 % |
61,6 % |
leicht verbessert |
| Gesamtkapitalquote nach
CRR |
17,5 % |
17,4 % |
gleichbleibend |
Die Anfang 2023 für das Geschäftsjahr 2023
geplante Entwicklung der bedeutsamsten finanziellen
Leistungsindikatoren konnten wir in Teilen erreichen bzw.
übertreffen.
Das Kundenkreditvolumen hat sich etwas stärker
entwickelt als geplant. So konnten wir sowohl bei den
Geschäftskunden als auch den Privatkunden unsere
Wachstumsziele leicht übertreffen. Bei den Einlagen
unserer Kunden haben wir wie prognostiziert ein nahezu
unverändertes Volumen zu verzeichnen. Innerhalb
unserer Kundeneinlagen haben die Kunden deutliche
Umschichtungen in Festzinsprodukte vorgenommen.
Ein deutlicher Zuwachs gegenüber dem Vorjahr
sowohl beim Zins- und Provisionsüberschuss führte
bei nur leicht steigenden Kosten zu einer deutlichen
Verbesserung der Cost-Income-Ratio. Unsere
Gesamtkapitalquote konnten wir durch die Stärkung
unserer Eigenmittel (Gewinnthesaurierung des Vorjahres) bei
einer geringen Ausweitung der Risikoaktiva stabil halten.
2.4 Geschäftsverlauf
2.4.1 Darstellung, Analyse und
Beurteilung des Geschäftsverlaufs
Vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen sowie
branchenspezifischen Entwicklung, als auch den
Entwicklungen an den Geld- und Kapitalmärkten
beurteilen wir die Vermögens- und Finanzlage als sehr
gut. Die Ertragslage ist insgesamt durch deutlich
höhere ordentliche Ergebnisse bei gleichzeitig
deutlichen Zuschreibungen auf unser Wertpapiervermögen
als sehr zufriedenstellend zu beurteilen.
Ein leichter Rückgang sowohl bei den
Kundeneinlagen als auch den Institutionellen
Refinanzierungen führte zu einem annähernd
konstanten Geschäftsvolumen. Wesentliche
Wachstumsfelder waren im Jahr 2023 das
Kundenkreditgeschäft und unser
Wertpapiervermögen.
2.4.2 Bilanzsumme und
Geschäftsvolumen
Gegenüber dem Jahr 2022 haben wir sowohl die
Bilanzsumme als auch das Geschäftsvolumen (Bilanzsumme
zzgl. Eventualverbindlichkeiten) nahezu konstant halten
können. Die Bilanzsumme liegt mit 3.767,5 Mio. EUR um
0,7 % unter dem Wert des Vorjahres. Das
Geschäftsvolumen reduzierte sich um 26,3 Mio. EUR auf
3.821,7 Mio. EUR.
2.4.3 Kundenkreditgeschäft
Infolge der Zinsentwicklung und der hohen Preise und
Baukosten hatten wir eine deutliche Reduzierung der
Kreditnachfrage zu verzeichnen. Dennoch liegt das
Bruttowachstum der bilanzwirksamen Kredite an Unternehmen,
Privatpersonen und öffentliche Haushalte im Jahr 2023
bei 25,9 Mio. EUR. Den Bestand an Bürgschaften und
Garantien konnten wir um 3,0 % ausbauen.
Weiterleitungsmittel sind ein bedeutender
Finanzierungsbaustein für unsere Kunden. Der Bestand
zum Jahresende 2023 konnte gegenüber dem Vorjahr um
6,0 % erhöht werden. Das Wachstum des
Kundenkreditvolumens erfolgte vorwiegend im langfristigen
Bereich.
Das Volumen der Fremdwährungskredite, die
aufgrund der Grenznähe fast ausschließlich auf
Schweizer Franken lauten, liegt bei ca. 12 % des gesamten
Kreditvolumens und war leicht rückläufig.
2.4.4 Forderungen und Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten, Wertpapiere und
Derivate
Anpassungen an der Bilanzstruktur und
Währungsabsicherungen haben dazu geführt, dass
wir die Geldanlagen zur Liquiditätssteuerung unter
anderem bei der Bundesbank und der Schweizer Nationalbank
deutlich reduziert haben. Zusätzliche Investitionen in
Wertpapiere dienen der langfristigen Ertrags- und
Liquiditätssicherung. Insgesamt haben wir im
vergangenen Jahr die Eigenanlagen (Wertpapiervermögen
und Forderungen an Kreditinstitute) deutlich um 63,2 Mio.
EUR auf 1.020,9 Mio. EUR reduziert. Die Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten lagen mit 667,2 Mio. EUR
und einem Rückgang von 17,4 Mio. EUR leicht unter dem
Wert des Vorjahres.
Das Engagement in Derivaten erfolgte
ausschließlich zur Steuerung von Zinsrisiken und zur
Absicherung von Währungsrisiken. Hinsichtlich der Art
und des Umfangs sowie der Fristigkeiten der bestehenden
Geschäfte verweisen wir auf die Darstellungen im
Anhang.
2.4.5 Beteiligungen
Beteiligungen wurden weitgehend mit Unternehmen der
Sparkassen-Finanzgruppe eingegangen. Per Jahresende 2023
betrug der unter Beteiligungen ausgewiesene Anteilsbesitz
22,6 Mio. EUR. Die Veränderung gegenüber dem
Vorjahr ist auf eine anteilige Kapitalrückzahlung aus
der Beteiligung an unserem IT-Dienstleister
zurückzuführen.
2.4.6 Einlagengeschäft
Unsere Erwartungen aus dem Vorjahr an ein
gleichbleibendes Volumen der jahresdurchschnittlichen
Kundeneinlagen konnte mit einem Rückgang von 0,2 %
nahezu erfüllt werden. Stichtagsbezogen reduzierten
sich die Kundeneinlagen um 36,8 Mio. EUR auf 2.573,9 Mio.
EUR.
Der Rückgang war annähernd in allen
Kundengruppen zu verzeichnen. Das hohe Zinsniveau
führte dazu, dass deutliche Umschichtungen aus den
täglich fälligen Sichteinlagen und Tagesgeldern
als auch den Spareinlagen hin in festverzinsliche Produkte
wie Sparkassenbriefe und Festgelder vorgenommen wurden.
Aufgrund der inversen Zinsstruktur erfolgten die Einlagen
unserer Kunden hauptsächlich in Laufzeiten bis zu 2
Jahren.
2.4.7 Dienstleistungsgeschäft
Zum Jahresende 2023 führen wir für unsere
Kunden mehr als 98.000 Girokonten. Über 70 % dieser
Konten sind für das Online- oder Mobilebanking
freigeschaltet. Der bargeldlose Zugriff auf diese Konten
steigt kontinuierlich.
Der starke Zinsanstieg in Verbindung mit weiterhin
hohen Immobilienpreisen und allgemein wirtschaftlichen
Unsicherheiten hat die Vermittlung von Immobilien in 2023
deutlich erschwert. So ist die Anzahl als auch das Volumen
der vermittelten Objekte im Vergleich zum Vorjahr um ca. 8
% gesunken. Die hohen Zinsen und Preise auf dem
Immobilienmarkt führten neben einer
rückläufigen Nachfrage nach Immobilienkrediten
auch zu einem Umsatzrückgang im Bauspargeschäft.
So haben unsere Kunden in 2023 ca. 9 % weniger
Bausparverträge abgeschlossen als noch ein Jahr zuvor.
Im Auslandszahlungsverkehr haben sich sowohl die
Transaktionen als auch das Volumen um jeweils mehr als 8 %
gegenüber dem Vorjahr erhöht.
Im Geschäftsjahr 2023 haben unsere Kunden wieder
deutlich mehr Wertpapiere gekauft als verkauft. Bei einem
Umsatzvolumen von insgesamt 291,9 Mio. EUR hat sich das
Wertpapiervermögen unserer Kunden um 90,2 Mio. EUR
erhöht. Das entspricht einem Zuwachs des Nettoabsatzes
von 78,4 % gegenüber dem Vorjahr. Damit einhergehend
hat sich die Zahl der Depotkonten unserer Kunden um
über 6 % erhöht.
Bei der Vermittlung von Lebensversicherungen konnten
wir das sehr gute Ergebnis des Vorjahres nicht erreichen.
Gemessen an der Beitragssumme haben wir einen Rückgang
von 12,5 % gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Bei
den Krankenversicherungen erreichten wir einen Zuwachs der
Monatsbeiträge von 5,8 %.
2.4.8 Investitionen
Eine große energetische
Sanierungsmaßnahme haben wir auch zur Stärkung
unseres Standortes in Bad Säckingen bereits in 2022
begonnen. Die Fertigstellung und Inbetriebnahme erfolgte im
April 2024.
2.5 Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage
2.5.1 Vermögenslage
|
Bestand |
in %
des |
|
Mio.
EUR |
Geschäftsvolumens |
|
31.12.23 |
31.12.22 |
Veränd. |
31.12.23 |
31.12.22 |
| Aktivseite |
|
|
|
|
|
|
Kundenkreditgeschäft
1 |
2.682,0 |
2.655,1 |
27,0 |
70,2 |
69,0 |
| Forderungen an
Kreditinstitute |
219,0 |
320,0 |
-101,0 |
5,7 |
8,3 |
| Wertpapiervermögen
2 |
802,0 |
764,2 |
37,8 |
21,0 |
19,9 |
| Sonstige
Vermögenswerte |
118,8 |
108,8 |
10,0 |
3,1 |
2,8 |
| Passivseite |
|
|
|
|
|
| Einlagengeschäft
mit Kunden
3 |
2.573,9 |
2.610,7 |
-36,8 |
67,3 |
67,8 |
| Verbindlichkeiten
ggü. Kreditinstituten |
667,2 |
684,6 |
-17,4 |
17,5 |
17,8 |
| Sonstige
Passivposten |
124,2 |
133,0 |
-8,8 |
3,2 |
3,5 |
| Eigene Mittel
4 |
456,6 |
419,8 |
36,8 |
11,9 |
10,9 |
Die angegebenen Werte beruhen jeweils auf
kaufmännisch exakten Rundungen.
1 Aktivpositionen 4, 9 und
Eventualverbindlichkeiten
2 Aktivposten 5 und 6
3 Passivpositionen 2, 3 und 9
4 Einschließlich Fonds für allgemeine
Bankrisiken
Im Geschäftsjahr 2023 haben sich einige
Verschiebungen in der Bilanzstruktur ergeben. Der
Rückgang der Kundeneinlagen und Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten bei gleichzeitigem Wachstum
unseres Kundenkreditgeschäftes und des
Wertpapiervermögens führte zu einem deutlichen
Abbau der täglich fälligen Forderungen an
Kreditinstitute. Der Rückbau erfolgte im Wesentlichen
bei Einlagen bei der Schweizer Nationalbank und der
Bundesbank.
Sämtliche Vermögensgegenstände und
Rückstellungen werden vorsichtig bewertet. Die
Rückstellungen werden in Höhe des nach
vernünftiger kaufmännischer Beurteilung
notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Einzelheiten
sind dem Anhang zum Jahresabschluss zu entnehmen.
Nach der noch durch den Verwaltungsrat zu
beschließenden Zuführung des Bilanzgewinns
werden die bilanziellen Eigenmittel auf 456,6 Mio. EUR
ansteigen. Dies entspricht einem Zuwachs von 8,8 %. Neben
der Sicherheitsrücklage verfügt die Sparkasse
über umfangreiche ergänzende
Eigenkapitalbestandteile, unter anderem in Form von
Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB und dem
Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB.
Die Verschuldungsquote (Verhältnis des Kernkapitals
zur Summe der bilanziellen und außerbilanziellen
Positionen) beträgt am 31. Dezember 2023 11,06 % und
liegt damit über der aufsichtlichen Mindestanforderung
von 3,0 %.
Die Eigenmittelanforderungen wurden unter
Berücksichtigung des Kapitalerhaltungspuffers im
Jahresablauf jederzeit eingehalten. Die
vierteljährlich zu ermittelnde Gesamtkapitalquote
gemäß Art. 92 CRR über angemessene
Eigenmittel (Relation der Eigenmittel zum
Gesamtrisikobetrag, insbesondere bestehend aus
Kreditrisiken, Marktrisiken und operationellen Risiken)
überschreitet zum 31.12.2023 mit 17,47 % deutlich den
zum Stichtag vorgeschriebenen Mindestwert von 8,0 %
gemäß CRR zuzüglich unseres individuellen
SREP-Zuschlags, des zusätzlich vorzuhaltenden
Kapitalerhaltungspuffers, der individuellen
Eigenmittelempfehlung und des antizyklischen
Kapitalpuffers. In 2023 bewegte sich die Gesamtkapitalquote
in einer Bandbreite von 17,32 % bis 17,48 %. Zum
Bilanzstichtag verfügt die Sparkasse über eine
gute und solide Eigenmittelbasis. Auf Grundlage unserer
Kapitalplanung (Normative Perspektive) bis zum Jahr 2028
ist eine ausreichende Kapitalbasis für die geplante
zukünftige Geschäftsausweitung und die Umsetzung
unserer Geschäftsstrategie vorhanden.
2.5.2 Finanzlage
Die Zahlungsfähigkeit der Sparkasse Hochrhein
war im abgelaufenen Geschäftsjahr aufgrund unserer
angemessenen Liquiditätsvorsorge jederzeit gegeben.
Der Zugang zu Refinanzierungsquellen war
uneingeschränkt das ganze Jahr möglich.
Die zur Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit
eines Instituts über einen Betrachtungszeitraum von 30
Kalendertagen zu erfüllende
Liquiditätsdeckungsquote (Liquidity Coverage Ratio -
LCR) von mindestens 100 % hat die Sparkasse Hochrhein in
2023 mit Werten zu den Meldestichtagen in einer Bandbreite
von 131,6 % bis 214,0 % und zum Bilanzstichtag mit 178,3 %
jederzeit eingehalten.
Die strukturelle Liquiditätsquote (Net Stable
Funding Ratio - NSFR) lag im Jahr 2023 in einer Bandbreite
von 115,8 % bis 120,4 %. Der Wert zum Jahresende 2023
beträgt 120,4 %; damit wurde die aufsichtliche
Mindestquote von 100 % durchgängig eingehalten.
Die Kreditlinie bei der Landesbank
Baden-Württemberg wurde von uns vereinzelt in Anspruch
genommen. Zur Erfüllung der Mindestreservevorschriften
wurden entsprechende Guthaben bei der Deutschen Bundesbank
unterhalten. Darüber hinaus bestehen gezielte
längerfristige Refinanzierungsgeschäfte (GLRG
III) bei der EZB, die aufgrund von Fälligkeiten im
Jahr 2023 deutlich reduziert wurden. Die Sparkasse
Hochrhein nahm auch 2023 am elektronischen Verfahren zu
"MACCs (Mobilisation and Administration of Credit Claims)"
der Deutschen Bundesbank zur Nutzung von Kreditforderungen
als notenbankfähige Sicherheiten teil.
Die Zahlungsfähigkeit der Sparkasse Hochrhein
ist nach unserer Finanzplanung auch für die absehbare
Zukunft gesichert. Deshalb beurteilen wir die Finanzlage
der Sparkasse Hochrhein als gut und solide.
2.5.3 Ertragslage
Die wesentlichen Erfolgskomponenten der Gewinn- und
Verlustrechnung laut Jahresabschluss sind in der folgenden
Tabelle aufgeführt. Die Erträge und Aufwendungen
sind nicht um periodenfremde und
außergewöhnliche Posten bereinigt.
| Darstellung nach der
Gewinn- und Verlustrechnung |
Mio.
EUR |
Veränderung |
|
2023 |
2022 |
in Mio. EUR |
in % |
| Zinsüberschuss
1 |
64,6 |
54,0 |
10,6 |
19,7 |
| +
Provisionsüberschuss
2 |
25,4 |
23,1 |
2,4 |
10,3 |
| - Verwaltungsaufwand
3 |
-50,5 |
-48,5 |
-1,9 |
4,0 |
| +/- Sonstige ordentliche
Erträge und Aufwendungen
4 |
4,5 |
6,4 |
-1,9 |
-29,7 |
| = Ergebnis vor
Bewertung |
44,1 |
34,9 |
9,2 |
26,3 |
| - Aufwand aus Bewertung
und Risikovorsorge
5 |
3,9 |
-23,4 |
27,3 |
-- |
| - Zuführung zum
Fonds für allg. Bankrisiken |
-26,0 |
0,0 |
-26,0 |
-- |
| = Ergebnis nach
Bewertung |
22,0 |
11,5 |
10,5 |
91,2 |
| - Steuern |
-11,2 |
-6,9 |
-4,3 |
62,3 |
| =
Jahresüberschuss |
10,8 |
4,6 |
6,2 |
-- |
Die angegebenen Werte beruhen jeweils auf
kaufmännisch exakten Rundungen.
1 Zinsüberschuss: GuV-Posten Nr. 1 bis 4
2 Provisionsüberschuss: GuV-Posten Nr. 5
und 6
3 Verwaltungsaufwand: GuV-Posten Nr. 10
4 Sonstige betriebliche Erträge und
Aufwendungen: GuV-Posten Nr. 8, 11, 12
5 Aufwand aus Bewertung und Risikovorsorge:
GuV-Posten Nr. 13 bis 16
Der Anstieg des Zinsüberschusses gegenüber
dem Vorjahr um 10,6 Mio. EUR auf 64,6 Mio. EUR resultiert
wesentlich aus den in Vorjahren abgeschlossenen
langfristigen Zinsabsicherungen.
Der Provisionsüberschuss liegt mit 25,4 Mio. EUR
deutlich über dem Wert des Vorjahres. Wesentlicher
Treiber des Zuwachses sind Provisionen und Gebühren
aus dem Giroverkehr und die Sortenerträge. Weitere
relevante Positionen sind Erträge aus dem
Wertpapiergeschäft und der Vermittlung von Produkten
unserer Verbundpartner.
Der Rückgang der sonstigen ordentlichen
Erträge und Aufwendungen gegenüber dem Vorjahr
resultiert aus einem Sondereffekt im Jahr 2022.
Die Verwaltungsaufwendungen sind gegenüber dem
Vorjahr leicht gestiegen. Im Personalaufwand sind die
tarifrechtlichen und freiwilligen Sonderzahlungen des
Inflationsausgleichsgeldes spürbar. Für den
Anstieg bei den Sachaufwendungen sind neben den allgemeinen
Kostensteigerungen auch Investitionen und Instandhaltungen
für zeitgemäße Büroflächen in
unserer Hauptstelle in Waldshut und gestiegene IT-Kosten
verantwortlich.
Das Bewertungsergebnis, das sich aus der
Risikovorsorge für das Kreditgeschäft, den
Bewertungsmaßnahmen bei Wertpapieranlagen und
Beteiligungen zusammensetzt, beläuft sich auf 3,9 Mio.
EUR und hat sich damit um 27,3 Mio. EUR gegenüber dem
Vorjahr verbessert. Die im Jahr 2022 vorgenommenen
Abschreibungen auf unsere Wertpapiere aufgrund der
Anwendung des strengen Niederstwertprinzips führten
bei einem volatilen Zinsumfeld in 2023 insbesondere durch
den Zeitablauf bis zur Fälligkeit der Papiere zu
Zuschreibungen im Jahr 2023. Für die nächsten
Jahren gehen wir von weiteren ratierlichen Wertaufholungen
bzw. vollständiger Rückzahlung der
festverzinslichen Wertpapiere aus. Das positive Ergebnis
des Jahres 2023 ermöglichte uns die Dotierung des
Fonds für allgemeine Bankrisiken.
Nach Berücksichtigung der
Bewertungsmaßnahmen resultiert ein Ergebnis nach
Bewertung in Höhe von 22,0 Mio. EUR, das um 10,5 Mio.
EUR über dem Ergebnis des Vorjahres liegt.
Für das Geschäftsjahr 2023 ist mit 11,2
Mio. EUR ein um 4,3 Mio. EUR höherer Steueraufwand als
im Vorjahr auszuweisen.
Zur weiteren Analyse der Ertragslage unseres Hauses
setzen wir für interne Zwecke den sogenannten
"Betriebsvergleich" der Sparkassenorganisation ein, in dem
eine detaillierte Aufspaltung und Analyse des Ergebnisses
unserer Sparkasse in Relation zur jahresdurchschnittlichen
Bilanzsumme erfolgt. Zur Ermittlung eines
Betriebsergebnisses vor Bewertung werden die Erträge
und Aufwendungen um periodenfremde und
außergewöhnliche Posten bereinigt, die in der
internen Darstellung dem neutralen Ergebnis zugerechnet
werden. In das Betriebsergebnis vor Bewertung gehen damit
die ordentlichen Erträge und Aufwendungen des
laufenden Jahres ein. Nach Berücksichtigung des
Bewertungsergebnisses ergibt sich das Betriebsergebnis nach
Bewertung. Unter Berücksichtigung des neutralen
Ergebnisses und der Steuern verbleibt der
Jahresüberschuss. Das Betriebsergebnis vor Bewertung
liegt über dem Durchschnittswert der
baden-württembergischen Sparkassen vergleichbarer
Größenordnung und im vorderen Drittel aller
Sparkassen in Baden-Württemberg.
Die gemäß § 26a Absatz 1 Satz 4 KWG
offenzulegende Kapitalrendite, berechnet als Quotient aus
Jahresüberschuss und Bilanzsumme, beträgt im Jahr
2023 0,29 % (im Vorjahr 0,12 %).
3 Nachtragsbericht
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem
Schluss des Geschäftsjahres zum 31. Dezember 2023
haben sich nicht ergeben.
4 Risikobericht
4.1 Risikomanagement der Sparkasse
Zur Sicherstellung der langfristigen Fortführung
der Unternehmenstätigkeit auf Basis der eigenen
Substanz und Ertragskraft setzt die Sparkasse ein
Risikotragfähigkeitskonzept mit einer
regelmäßigen Berechnung der
Risikotragfähigkeit (ökonomische Perspektive) und
einer Kapitalplanung (normative Perspektive) ein. Die
Risikotragfähigkeit wird ergänzt um Stresstests,
und es erfolgt eine prozessuale Verknüpfung mit den
Strategien, der Risikoinventur und der
Risikoberichterstattung. Erstmals zum 31. März 2023
wurden damit fristgerecht die Anforderungen der am 24. Mai
2018 veröffentlichten aufsichtlichen Leitlinien an
bankinterne Risikotragfähigkeitskonzepte umgesetzt.
In der Geschäftsstrategie werden die Ziele der
Sparkasse für jede wesentliche
Geschäftstätigkeit sowie die Maßnahmen zur
Erreichung dieser Ziele dargestellt. Die Risikostrategie
umfasst die Ziele der Risikosteuerung der wesentlichen
Geschäftsaktivitäten sowie die Maßnahmen
zur Erreichung dieser Ziele.
Ziel der Risikoinventur ist es, mindestens
jährlich systematisch Risiken zu identifizieren, um
deren Wesentlichkeit beurteilen zu können. Zudem
werden regelmäßig quantitative und qualitative
Analysen zur Bestimmung von Risiko- und
Ertragskonzentrationen vorgenommen. Auf der Grundlage der
zuletzt durchgeführten Risikoinventur wurden folgende
Risiken in der ökonomischen und der normativen
Perspektive als wesentlich eingestuft:
| Risikoart |
Risikokategorie |
| Adressenrisiko |
Kundengeschäft |
|
Eigengeschäft |
| Marktpreisrisiko |
Zinsänderungsrisiko |
|
Spreadrisiko |
|
Aktienrisiko |
|
Immobilienrisiko |
| Beteiligungsrisiko |
- |
|
Liquiditätsrisiko |
Zahlungsunfähigkeitsrisiko |
|
Refinanzierungskostenrisiko |
| Operationelles
Risiko |
- |
Für die frühzeitige Identifizierung von
wesentlichen Risiken sowie von
risikoartenübergreifenden Effekten wurden Indikatoren
abgeleitet, die auf quantitativen oder qualitativen
Merkmalen basieren.
Ziel der Ermittlung der Risikotragfähigkeit in
der ökonomischen Perspektive ist die
Gewährleistung des Gläubigerschutzes. Die
Sparkasse ermittelte zum 31. Dezember 2023 ein
ökonomisches Risikodeckungspotenzial von 599,4 Mio.
EUR. Das daraus abgeleitete Gesamtlimit von 336,0 Mio. EUR
wurde auf die wesentlichen Risiken verteilt und so
bemessen, dass eine angemessene Steuerung der Risiken
ermöglicht wird. Die wesentlichen Risiken werden
vierteljährlich ermittelt und den Limiten
gegenübergestellt. Die bereitgestellte Limite reichten
sowohl unterjährig als auch zum Bilanzstichtag aus, um
die wesentlichen Risiken abzudecken.
Zur Berechnung des gesamtinstitutsbezogenen Risikos
wurden für alle wesentlichen Risiken das
Konfidenzniveau auf 99,9 % und der
Risikobetrachtungshorizont auf ein Jahr rollierend
festgelegt. Zwischen den wesentlichen Risikoarten werden
keine risikomindernden Diversifikationseffekte
berücksichtigt. Die Sparkasse berücksichtigt
innerhalb des Marktpreisrisikos zwischen den Risikofaktoren
Zinsen, Spreads und Aktien risikomindernde
Diversifikationseffekte.
Das auf der Grundlage des Gesamtlimits eingereichte
Limitsystem in der ökonomischen Perspektive stellt
sich zum 31. Dezember 2023 wie folgt dar:
| Risikoart |
Risikokategorie |
Limit |
Limitauslastung |
|
|
Mio. EUR |
Mio. EUR |
% |
| Adressenrisiko |
Kundengeschäft |
40,0 |
26,7 |
66,76 |
|
Eigengeschäft |
29,0 |
17,9 |
61,63 |
| Marktpreisrisiko |
Zinsänderungsrisiko |
75,0 |
50,1 |
66,82 |
|
Spreadrisiko |
50,0 |
29,7 |
59,43 |
|
Aktienrisiko |
17,0 |
11,4 |
66,85 |
|
Immobilienrisiko |
40,0 |
26,4 |
66,07 |
| Beteiligungsrisiko |
- |
10,0 |
5,8 |
58,38 |
|
Liquiditätsrisiko |
Refinanzierungskostenrisiko |
40,0 |
23,0 |
57,41 |
| Operationelles
Risiko |
- |
35,0 |
24,9 |
71,01 |
|
Risikotragfähigkeitslimit /Gesamtrisiko |
336,0 |
215,9 |
64,24 |
Die zuständigen Stellen steuern die Risiken im
Rahmen der bestehenden organisatorischen Regelungen und der
Limitvorgaben des Vorstands.
Ziel der Ermittlung der Risikotragfähigkeit in
der normativen Perspektive ist die Fortführung der
Sparkasse. Hierzu besteht ein zukunftsgerichteter
Kapitalplanungsprozess bis zum Jahr 2028. Um einen
Kapitalbedarf rechtzeitig identifizieren zu können,
wurden Annahmen über die künftige
Ergebnisentwicklung für das Planszenario sowie ein
adverses Szenario getroffen.
In der normativen Perspektive sind alle
regulatorischen und aufsichtlichen Anforderungen sowie die
darauf basierenden internen Anforderungen zu
berücksichtigen. Relevante Steuerungsgrößen
sind die Kernkapitalanforderung, die
Gesamtkapitalanforderung (SREP-Gesamtkapitalanforderung,
die kombinierte Pufferanforderung) und die
Eigenmittelempfehlung sowie die Strukturanforderungen
hinsichtlich des Kapitals, die
Höchstverschuldungsgrenze und die
Großkreditgrenze.
Für den betrachteten Zeitraum des Planszenarios,
der fünf Jahre umfasst, können die aufsichtlichen
Anforderungen vollständig erfüllt werden. Dies
gilt auch für den betrachteten Zeitraum des adversen
Szenarios, der drei Jahre umfasst, in dem jedoch nur die
harten Mindestkapitalanforderungen zwingend einzuhalten
sind.
Die der Risikotragfähigkeit zu Grunde liegenden
Annahmen sowie die Angemessenheit der Methoden und
Verfahren werden jährlich überprüft und bei
Bedarf angepasst (Validierung).
Die Sparkasse setzt zur Steuerung der
Zinsänderungsrisiken derivative Finanzinstrumente
(Swapgeschäfte) ein. Sie wurden mit nachfolgender
Ausnahme in die verlustfreie Bewertung des Bankbuches
einbezogen. Die zur Absicherung des Währungsrisikos
abgeschlossenen Cross Currency Swaps wurden zum
Bilanzstichtag bezogen auf den Zinsanteil einzeln bewertet.
Daneben ist die Sparkasse an drei
Kreditbasket-Transaktionen der Sparkassen-Finanzgruppe
beteiligt. Die hieraus resultierenden Kreditderivate werden
sowohl in der Position des Sicherungsnehmers als auch als
Sicherungsgeber gehalten. Dabei handelt es sich um in
emittierte Credit Linked Notes eingebettete Credit Default
Swaps.
Stresstests werden ergänzend zur
Risikotragfähigkeit durchgeführt. Ziel ist die
Abbildung außergewöhnlicher aber plausibel
möglicher Ereignisse über Szenario- und
Sensitivitätsanalysen. Als Ergebnis dieser
Simulationen ist festzuhalten, dass auch bei starker
Belastung die Risikotragfähigkeit der Sparkasse
gegeben ist. Ein Handlungsbedarf aus den Ergebnissen der
Simulationen wurde nicht abgeleitet.
Die turnusmäßige Risikoberichterstattung
an den Vorstand umfasst den Gesamtrisikobericht. Der
Bericht enthält neben quantitativen Informationen auch
eine qualitative Beurteilung zu wesentlichen Positionen und
Risiken. Auf besondere Risiken für die
Geschäftsentwicklung und dafür geplante
Maßnahmen wird gesondert eingegangen. Der
Verwaltungsrat wird vierteljährlich über die
Risikosituation informiert. Neben der
turnusmäßigen Berichterstattung ist auch
geregelt, in welchen Fällen eine
Ad-hoc-Berichterstattung zu erfolgen hat.
Der Sicherung der Funktionsfähigkeit und
Wirksamkeit von Steuerungs- und Überwachungssystemen
(Interne Kontrollverfahren) dienen neben eingerichteten
Funktionstrennungen bei Zuständigkeiten und
Arbeitsprozessen auch die Tätigkeiten der
Risikocontrolling-Funktion, der Compliance-Funktion und der
Internen Revision.
Die Risikocontrolling-Funktion, die
aufbauorganisatorisch von Bereichen, die Geschäfte
initiieren oder abschließen, getrennt ist, hat die
Aufgabe, die wesentlichen Risiken zu identifizieren, zu
beurteilen, zu überwachen und darüber zu
berichten. Der Risikocontrolling-Funktion obliegt die
Methodenauswahl, die Überprüfung der
Angemessenheit der eingesetzten Methoden und Verfahren und
die Errichtung und Weiterentwicklung der Risikosteuerungs-
und -controllingprozesse. Zusätzlich verantwortet sie
die Umsetzung der aufsichtlichen und gesetzlichen
Anforderungen, die Erstellung der
Risikotragfähigkeitsberechnung und die laufende
Überwachung der Einhaltung von Limiten. Sie
unterstützt den Vorstand in allen risikopolitischen
Fragen und ist an der Erstellung und Umsetzung der
Risikostrategie maßgeblich beteiligt. Die
Risikocontrolling-Funktion wird im Wesentlichen durch die
Mitarbeitenden der Abteilung Risikomanagement &
Compliance wahrgenommen.
Die Compliance-Funktion wirkt auf die Implementierung
wirksamer Verfahren zur Einhaltung der für die
Sparkasse wesentlichen rechtlichen Regelungen und Vorgaben
und entsprechender Kontrollen hin. Ferner hat sie den
Vorstand hinsichtlich der Einhaltung dieser rechtlichen
Regelungen und Vorgaben zu unterstützen und zu
beraten.
Die Interne Revision prüft und beurteilt
risikoorientiert und prozessunabhängig die Wirksamkeit
und Angemessenheit des Risikomanagements im Allgemeinen und
des internen Kontrollsystems im Besonderen sowie die
Ordnungsmäßigkeit grundsätzlich aller
Aktivitäten und Prozesse. Sie ist dem Vorstand
unmittelbar unterstellt und ihm gegenüber
berichtspflichtig.
Verfahren zur Aufnahme von
Geschäftsaktivitäten in neuen Produkten oder auf
neuen Märkten (Neu-Produkt-Prozess) sind festgelegt.
Zur Einschätzung der Wesentlichkeit geplanter
Veränderungen in der Aufbau- und Ablauforganisation
sowie den IT-Systemen bestehen Definitionen und Regelungen.
4.2 Strukturelle Darstellung der
wesentlichen Risiken
4.2.1 Adressenrisiko
Unter dem Adressenrisiko wird ein Verlust in einer
bilanziellen oder außerbilanziellen Position
verstanden, der durch eine Bonitätsverschlechterung
einschließlich des Ausfalls eines Schuldners bedingt
ist. Dabei wird das Adressenrisiko in das Ausfall- sowie
das Migrationsrisiko eines Schuldners unterteilt.
Das Ausfallrisiko umfasst die Gefahr eines Verlustes,
welcher aus einem drohenden bzw. vorliegenden
Zahlungsausfall eines Schuldners entsteht.
Das Migrationsrisiko bezeichnet die Gefahr eines
Verlustes, der sich dadurch ergibt, dass sich die
Bonitätseinstufung (Rating) des Schuldners
verändert hat.
Das Länderrisiko umfasst neben dem
bonitätsinduzierten Länderrisiko auch das
politische Risiko, z. B. aus einem Transferstopp. Das
Länderrisiko im Sinne eines Ausfalls oder einer
Bonitätsveränderung eines Schuldners ist Teil des
Adressenrisikos im Kunden- und Eigengeschäft. Der
Schuldner kann ein ausländischer öffentlicher
Haushalt oder ein sonstiger Schuldner sein, der seinen Sitz
im Ausland und somit in einem anderen Rechtsraum hat.
Die Messung des Adressenrisikos erfolgt in der
ökonomischen Perspektive über eine
Monte-Carlo-Simulation mithilfe der Anwendung
"CreditPortfolioView" (CPV). Dabei wird die Wertentwicklung
der einzelnen Geschäfte in einem jeweils spezifischen
ökonomischen Umfeld simuliert. Zur Bewertung werden
neben den Portfoliodaten der Sparkasse Risikoparameter (z.
B. Ausfallzeitreihen, Korrelationen, Migrations- und
Shiftmatrizen, Verwertungs-, Neubewertungs- und
Einbringungsquoten) verwendet, die aus historischen Daten
aller Sparkassen ermittelt wurden. Die Ergebnisse der
simulierten Wertentwicklungen werden zu einer
Wertänderungsverteilung zusammengeführt, woraus
die Risikokennzahlen wie z. B. der Value-at-Risk abgeleitet
werden. Die Risikomessung von Kunden- und
Eigengeschäft erfolgt jeweils isoliert.
4.2.1.1 Adressenrisiko im
Kundengeschäft
Das Adressenrisiko im Kundengeschäft umfasst
einerseits die Gefahr eines Verlustes durch einen drohenden
bzw. vorliegenden Zahlungsausfall eines originären
Kredites sowie von Eventualverbindlichkeiten wie
beispielsweise Avale (Ausfallrisiko). Andererseits umfasst
es auch die Gefahr, dass Sicherheiten teilweise oder ganz
an Wert verlieren und deshalb zur Absicherung der Kredite
nicht ausreichen oder überhaupt nicht beitragen
können (Sicherheitenverwertungs- und
-einbringungsrisiko).
Teil des Adressenrisikos im Kundengeschäft ist
auch die Gefahr, dass sich im Zeitablauf die
Bonitätseinstufung (Ratingklasse) des Kreditnehmers
ändert und damit ein möglicherweise höherer
Spread gegenüber der risikolosen Zinskurve
berücksichtigt werden muss (Migrationsrisiko).
Die Steuerung des Adressenrisikos im
Kundengeschäft erfolgt entsprechend der festgelegten
Strategie unter besonderer Berücksichtigung der
Größenklassenstruktur, der Bonitäten, der
Branchen, der gestellten Sicherheiten sowie des Risikos der
Engagements.
Der Risikomanagementprozess umfasst folgende
wesentliche Elemente:
| ― |
Trennung zwischen Markt (1.
Votum) und Marktfolge (2. Votum) bis in die
Geschäftsverteilung des Vorstands.
|
| ― |
Regelmäßige
Bonitätsbeurteilung und Beurteilung der
Kapitaldiensttragfähigkeit auf Basis aktueller
Unterlagen.
|
| ― |
Einsatz standardisierter
Risikoklassifizierungsverfahren (Rating- und
Scoringverfahren) in Kombination mit
bonitätsabhängiger Preisgestaltung und
bonitätsabhängigen Kompetenzen.
|
| ― |
Interne,
bonitätsabhängige Richtwerte für
Blankokreditobergrenzen, die unterhalb der
Großkreditgrenze des KWG liegen, dienen der
Vermeidung von Risikokonzentrationen im
Kundenkreditportfolio. Einzelfälle, die sich
diesen Grenzen nähern bzw. diese
überschreiten, unterliegen einer
verstärkten Beobachtung.
|
| ― |
Regelmäßige
Überprüfung von Sicherheiten.
|
| ― |
Einsatz eines
Risikofrüherkennungsverfahrens, das
gewährleistet, dass bei Auftreten von
signifikanten Bonitätsverschlechterungen
frühzeitig risikobegrenzende Maßnahmen
eingeleitet werden können.
|
| ― |
Festgelegte Verfahren zur
Überleitung von Kreditengagements in die
Intensivbetreuung oder Sanierungsbetreuung.
|
| ― |
Berechnung des Adressenrisikos
für die Risikotragfähigkeit in der
ökonomischen Perspektive mit dem
Kreditrisikomodell "CreditPortfolioView".
|
| ― |
Einsatz von
Sicherungsinstrumenten zur Reduzierung von
Blankovolumen mittels Kredithandelstransaktionen.
|
| ― |
Kreditportfolioüberwachung
auf Gesamthausebene mittels regelmäßigem
Reporting.
|
Das Kreditgeschäft der Sparkasse gliedert sich
in zwei große Gruppen: Das Firmenkunden-/
Kommunalkreditgeschäft und das
Privatkundenkreditgeschäft.
|
Buchwerte
* |
| Kreditgeschäft der
Sparkasse |
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
Mio. EUR |
Mio. EUR |
| Gewerbliche Kredite |
1.496,1 |
1.524,0 |
| Privatkredite |
1.444,9 |
1.455,4 |
| Öffentliche
Haushalte |
136,0 |
147,2 |
| Gesamt |
3.077,0 |
3.126,5 |
* nach Abzug von Einzelwertberichtigungen und
Vorsorgereserven
Zum 31. Dezember 2023 wurden etwa 48,6 % der zum
Jahresende ausgelegten Kreditmittel an Unternehmen und
wirtschaftlich selbstständige Privatpersonen vergeben,
47,0 % an wirtschaftlich unselbstständige und sonstige
Privatpersonen.
Die Schwerpunkte im gewerblichen
Kundenkreditgeschäft bilden Ausleihungen in den
Bereichen Grundstücks- und Wohnungswesen mit 403,0
Mio. EUR bzw. 13,1 % und an das verarbeitende Gewerbe mit
167,9 Mio. EUR bzw. 5,5 %.
Die Größenklassenstruktur im
Kundenkreditportfolio (ohne Kredite an Kreditinstitute)
zeigt insgesamt eine ausgewogene Streuung des
Kreditvolumens. Mit einem Anteil von 56,6 % überwiegen
kleinere Engagements bis zu einem Obligo von 1 Mio. EUR.
Bei Engagements mit einem Obligo über 5 Mio. EUR
beläuft sich der Anteil auf 27,2 %.
Das Kreditgeschäft der Sparkasse zeichnet sich
durch eine gute Bonitätsverteilung aus. Dies wird
durch strategische Vorgaben unterstützt. Zum 31.
Dezember 2023 ergibt sich im Kundengeschäft folgende
Ratingklassenstruktur:
| Ratingklasse |
Anzahl in % |
Volumen in % |
| 1 bis 9 |
90,3 |
90,4 |
| 10 bis 15 |
6,9 |
6,9 |
| 16 bis 18 |
1,1 |
2,0 |
| Ohne Rating/Scoring |
1,7 |
0,7 |
Das Länderrisiko (überwiegend Wohn- oder
Firmensitz in der Schweiz) ist für die Sparkasse von
untergeordneter Bedeutung. Das an Kreditnehmer mit Sitz im
Ausland ausgelegte Kreditvolumen einschließlich
Eigengeschäft betrug am 31. Dezember 2023 13,1 % des
Gesamtkreditvolumens.
Es erfolgt weiterhin eine laufende Überwachung
potentieller Risikokonzentrationen im Kreditgeschäft.
Insgesamt sind wir der Auffassung, dass unser
Kreditportfolio sowohl nach Branchen und
Größenklassen als auch nach Ratingklassen gut
diversifiziert ist.
Zur Absicherung von Adressenausfallrisiken bei
ausgewählten Kreditengagements nimmt die Sparkasse an
Kreditbasket-Transaktionen der Sparkassen-Finanzgruppe
teil. Das in sogenannte Sparkassen-Kreditbaskets
eingebrachte Kreditvolumen beträgt per 31.12.2023
insgesamt 17,3 Mio. EUR.
Risikovorsorgemaßnahmen sind für alle
Engagements vorgesehen, bei denen nach umfassender
Prüfung der wirtschaftlichen Verhältnisse der
Kreditnehmer davon ausgegangen werden kann, dass es
voraussichtlich nicht mehr möglich sein wird, alle
fälligen Zins- und Tilgungszahlungen gemäß
den vertraglich vereinbarten Kreditbedingungen zu
vereinnahmen. Bei der Bemessung der
Risikovorsorgemaßnahmen werden die voraussichtlichen
Realisationswerte der gestellten Sicherheiten
berücksichtigt. Für latente Risiken im
Forderungsbestand wurden Pauschalwertberichtigungen
gebildet. Das Verfahren für die Bildung der
Pauschalwertberichtigung ist im Anhang erläutert. Der
Vorstand wird vierteljährlich über die
Entwicklung der Strukturmerkmale des Kreditportfolios, die
Einhaltung der Limite und die Entwicklung der notwendigen
Vorsorgemaßnahmen für Einzelrisiken schriftlich
unterrichtet. Eine Ad-hoc-Berichterstattung ergänzt
bei Bedarf das standardisierte Verfahren.
Die Entwicklung der Risikovorsorge in 2023 zeigt im
Vergleich zum Vorjahr eine leichte Steigerung aufgrund
insgesamt höherer Neubildungen als Auflösungen
und Verbräuche.
4.2.1.2 Adressenrisiko im
Eigengeschäft
Das Adressenrisiko im Eigengeschäft umfasst die
Gefahr eines Verlustes, der aus einem drohenden bzw.
vorliegenden Zahlungsausfall eines Emittenten oder eines
Kontrahenten (Ausfallrisiko) resultieren kann.
Ebenso besteht die Gefahr, dass sich im Zeitablauf
die Bonitätseinstufung (Rating) des Schuldners
ändert und damit ein möglicherweise höherer
Spread gegenüber der risikolosen Zinskurve
berücksichtigt werden muss (Migrationsrisiko). Dabei
unterteilt sich das Kontrahentenrisiko in ein
Wiedereindeckungs-, ein Vorleistungs- und ein
Erfüllungsrisiko.
Zudem gibt es im Eigengeschäft das Risiko, dass
die tatsächlichen Restwerte der Emissionen bei Ausfall
von den prognostizierten Werten abweichen.
Ferner beinhalten Aktien eine
Adressenrisikokomponente. Diese besteht in der Gefahr einer
negativen Wertveränderung aufgrund von
Bonitätsverschlechterung oder Ausfall des
Aktienemittenten.
Die Steuerung des Eigengeschäfts erfolgt
entsprechend der festgelegten Strategie unter besonderer
Berücksichtigung der Größenklassenstruktur,
der Bonitäten, der Branchen sowie des Risikos der
Engagements.
Der Risikomanagementprozess umfasst folgende
wesentliche Elemente:
| ― |
Festlegung von Limiten je
Partner (Emittenten- und Kontrahentenlimite)
|
| ― |
Regelmäßige
Bonitätsüberwachung der Vertragspartner
anhand von externen Ratingeinstufungen sowie eigenen
Analysen
|
| ― |
Berechnung des Adressenrisikos
für die Risikotragfähigkeit in der
ökonomischen Perspektive mit dem Kreditmodell
"CreditPortfolioView"
|
| ― |
Festlegung von
risikobegrenzenden Anlagerichtlinien für den
Masterfonds
|
| ― |
Trennung zwischen Markt (1.
Votum) und Marktfolge (2. Votum) bis in die
Geschäftsverteilung des Vorstands
|
Dabei zeigen die folgende Tabelle die Ratingverteilung
im Eigengeschäft
1:
| Moody's/ Standard &
Poor's |
Aaa bis Baa1/
AAA bis BBB+ |
Baa2 bis Baa3/
BBB bis BBB- |
Ba1 bis Ba3/
BB+ bis BB- |
B1 bis C/
B+ bis C |
Ausfall |
ungeratet |
| 31.12.2023 |
74,7 % |
19,8 % |
5,3 % |
0,0 % |
0,2 % |
0,0 % |
| 31.12.2022 |
71,8 % |
22,9 % |
5,1 % |
0,0 % |
0,2 % |
0,1 % |
1 Berücksichtigt sind Renten
Unter Berücksichtigung des Beteiligungsrisikos
besteht eine Risikokonzentration bezüglich der Adresse
LBBW. Diese Konzentration ergibt sich als Folge der
Mitgliedschaft in der Sparkassen-Finanzgruppe und wird
gezielt überwacht. Zu berücksichtigen ist dabei
auch das institutsbezogene Sicherungssystem der
Sparkassen-Finanzgruppe.
4.2.2 Marktpreisrisiko
Das Marktpreisrisiko wird definiert als Verlust in
einer bilanziellen oder außerbilanziellen Position,
welcher sich aus der Veränderung von Risikofaktoren
ergibt.
Die Steuerung des Marktpreisrisikos erfolgt
entsprechend der festgelegten Strategie unter besonderer
Berücksichtigung der festgelegten Limite und der
vereinbarten Anlagerichtlinien für den bestehenden
Masterfonds. Der Anlageausschuss hat die Aufgabe, den
Vorstand bei der Umsetzung der Strategie zu
unterstützen.
4.2.2.1 Zinsänderungsrisiko
Das Zinsänderungsrisiko wird definiert als die
Gefahr eines Verlustes in einer bilanziellen oder
außerbilanziellen Position, welcher sich aus der
Veränderung der risikolosen Zinskurve ergibt. In einer
periodischen Sicht bzw. in der normativen Perspektive
können sich Veränderungen im Zinsüberschuss,
im Bewertungsergebnis Wertpapiere sowie aus einer Bildung
bzw. Veränderung einer Drohverlustrückstellung im
Rahmen der verlustfreien Bewertung des Bankbuchs
gemäß IDW RS BFA 3 n.F. ergeben. Schwankungen im
Zinskonditionsbetrag sind in die Betrachtung des
Zinsänderungsrisikos in der normativen Perspektive
integriert.
Der Risikomanagementprozess umfasst folgende
wesentliche Elemente:
| ― |
Periodische Steuerung und
normative Perspektive: Berechnungen auf Basis
verschiedener Zinsszenarien mittels der IT-Anwendung
"Integrierte Zinsbuchsteuerung Plus", Betrachtung des
laufenden Geschäftsjahres und der fünf
Folgejahre bei der Bestimmung der Auswirkungen auf
das handelsrechtliche Ergebnis.
|
| ― |
Ökonomische Perspektive:
Ermittlung des Value-at-Risk auf Basis des
Varianz-Kovarianz-Ansatzes mittels der von der
S-Rating und Risikosysteme GmbH entwickelten
IT-Anwendung "MPR". Die Parameter der
Normalverteilung werden aus historischen Daten
geschätzt. Unter Berücksichtigung der
Portfoliostruktur wurde der Delta-Gamma-Ansatz
ausgewählt.
|
| ― |
Steuerung des wertorientierten
Zinsänderungsrisikos auf Basis einer modernen
historischen Simulation der Marktzinsänderungen:
Die negative Abweichung der Performance innerhalb der
nächsten 3 Monate (Haltedauer) wird mit einem
Konfidenzniveau von 95,0 % berechnet. Zur Beurteilung
des Zinsänderungsrisikos orientiert sich die
Sparkasse an einer definierten Benchmark (angelehnt
an die Struktur des gleitenden
10-Jahresdurchschnitts). Abweichungen zeigen ggf.
einen Bedarf an Steuerungsmaßnahmen auf und
dienen als zusätzliche Information für zu
tätigende Neuanlagen, Verkäufe oder
Absicherungen.
|
| ― |
Ermittlung des
Zinsrisikokoeffizienten und des
Frühwarnindikators gemäß § 25a
Abs. 2 KWG auf Basis des BaFin-Rundschreibens 6/2019
vom 6. August 2019.
|
| ― |
Berücksichtigung von
Risiken aus Fonds nach dem Durchschauprinzip.
|
Zur Steuerung von Zinsänderungsrisiken wurden
derivative Finanzinstrumente in Form von Zinsswaps
eingesetzt (vgl. Angaben im Anhang zum Jahresabschluss).
Die Auswirkungen eines Zinsschocks um + bzw. - 200
Basispunkte auf den Barwert der zinstragenden
Geschäfte des Anlagebuchs stellen sich zum 31.
Dezember 2023 wie folgt dar:
|
Zinsänderungsrisiken |
|
Barwertveränderung |
|
+200 Basispunkte |
-200 Basispunkte |
| TEUR |
-48.308 |
+52.699 |
| in % der
Eigenmittel |
-11,57 |
+12,62 |
Weitere Zinsanstiege erhöhen das Risiko eines
Verpflichtungsüberschusses und damit das Risiko zur
Bildung einer Drohverlustrückstellung in
künftigen Jahresabschlüssen.
4.2.2.2 Spreadrisiko
Das Spreadrisiko wird definiert als die Gefahr eines
Verlustes in einer bilanziellen oder
außerbilanziellen Position, welcher sich aus der
Veränderung von Spreads bei gleichbleibendem Rating
ergibt. Dabei wird unter einem Spread die Differenz zu
einer risikolosen Zinskurve verstanden. Der Spread ist
unabhängig von der zu Grunde liegenden Zinskurve zu
sehen, d. h. ein Spread in einer anderen Währung wird
analog einem Spread in Euro behandelt.
Der Risikomanagementprozess umfasst folgende
wesentliche Elemente:
| ― |
Periodische Steuerung und
normative Perspektive: Berechnungen auf Basis
verschiedener Spreadszenarien mittels der
IT-Anwendung "Integrierte Zinsbuchsteuerung Plus"
|
| ― |
Ökonomische Perspektive:
Ermittlung des Value-at-Risk auf Basis des
Varianz-Kovarianz-Ansatzes mittels der IT-Anwendung
"MPR". Die Parameter der Normalverteilung werden aus
historischen Daten geschätzt. Unter
Berücksichtigung der Portfoliostruktur wurde der
Delta-Gamma-Ansatz ausgewählt.
|
| ― |
Berücksichtigung von
Risiken aus Fonds nach dem Durchschauprinzip
|
Per Ende 2023 besteht eine Risikokonzentration
bezüglich der Spreadklasse Bankschuldverschreibungen.
Die damit verbundenen Risiken werden gezielt überwacht
und im Rahmen der Risikomessung berücksichtigt.
Gesonderte Maßnahmen zum gezielten Risikoabbau sind
nicht notwendig.
4.2.2.3 Aktienrisiko
Das Aktienrisiko wird definiert als die Gefahr eines
Verlustes in einer bilanziellen oder
außerbilanziellen Position, welcher sich aus der
Veränderung von Aktienkursen ergibt. Neben dem
Marktpreisrisiko beinhalten Aktien auch eine
Adressenrisikokomponente.
In der normativen Perspektive umfasst das
Aktienrisiko darüber hinaus das Risiko, dass
Dividendenerträge nicht in der erwarteten Höhe
erzielt werden können.
Der Risikomanagementprozess umfasst folgende
wesentliche Elemente:
| ― |
Periodische Steuerung und
normative Perspektive: Berechnungen auf Basis
verschiedener Szenarien mittels der IT-Anwendung
"Integrierte Zinsbuchsteuerung Plus"
|
| ― |
Ökonomische Perspektive:
Ermittlung des Value-at-Risk auf Basis des
Varianz-Kovarianz-Ansatzes mittels der IT-Anwendung
"MPR". Die Parameter der Normalverteilung werden aus
historischen Daten geschätzt. Unter
Berücksichtigung der Portfoliostruktur wurde der
Delta-Gamma-Ansatz ausgewählt.
|
| ― |
Berücksichtigung von
Risiken aus Fonds nach dem Durchschauprinzip
|
Die Sparkasse ist als Institut mit
Handelsbuchtätigkeit von geringem Umfang eingestuft
und hat in 2023 keine Handelsbuchgeschäfte
getätigt. Aktien werden in einem überschaubaren
Umfang ausschließlich über den Masterfonds
gehalten. Die Sparkasse ist hierbei in Aktienfonds
investiert.
4.2.2.4 Immobilienrisiko
Das Immobilienrisiko wird definiert als die Gefahr
eines Verlustes in einer bilanziellen oder
außerbilanziellen Position, welcher sich aus der
Veränderung von Marktwerten aus Immobilien ergibt.
Immobilieninvestitionen umfassen sowohl Direktinvestitionen
(Renditeobjekte, Rettungserwerb) als auch indirekte
Investitionen (Immobilienfonds, Beteiligungen in
Immobiliengesellschaften).
In der normativen Perspektive umfasst das
Immobilienrisiko darüber hinaus das Mietertragsrisiko
aus eigenen, fremdgenutzten Immobilien.
Der Risikomanagementprozess umfasst folgende
wesentliche Elemente:
| ― |
Periodische Ermittlung und
normative Perspektive: Berechnungen auf Basis
verschiedener Szenarien.
|
| ― |
Ökonomische Perspektive:
Ermittlung des Value-at-Risk auf Basis des
Varianz-Kovarianz-Ansatzes mittels der IT-Anwendung
"caballito".
|
| ― |
Berücksichtigung von
Risiken aus Fonds nach dem Durchschauprinzip.
|
Immobilien werden sowohl im Eigenbestand als auch in
Immobilienfonds gehalten. Besondere Risiken sind aus den
Anlagen derzeit nicht erkennbar.
4.2.2.5 Beteiligungsrisiko
Das Beteiligungsrisiko umfasst die Gefahr eines
Verlusts durch eine negative Wertänderung einer
Beteiligung.
Je nach Beteiligungsart unterscheidet man nach dem
Risiko aus strategischen Beteiligungen,
Funktionsbeteiligungen und Kapitalbeteiligungen.
Die Steuerung des Beteiligungsrisikos erfolgt
entsprechend den strategischen Vorgaben des Vorstands.
Der Risikomanagementprozess umfasst folgende
wesentliche Elemente:
| ― |
Regelmäßige
qualitative Beurteilungen der Beteiligungen unter
Rückgriff auf das Beteiligungscontrolling des
Sparkassenverbandes Baden-Württemberg für
die Verbundbeteiligungen.
|
| ― |
In der normativen Perspektive
wird die Auswirkung auf aufsichtliche Quoten durch
Beteiligungen berücksichtigt.
|
| ― |
Ökonomische Perspektive:
Ermittlung des Value-at-Risk auf Basis einer
Szenarioanalyse.
|
Per Ende 2023 hat das Beteiligungsportfolio (inkl.
einem geschlossen Investmentvermögen und Anteilen an
Genossenschaften) einen Buchwert von 23,4 Mio. EUR.
Eine Gewinnerzielung steht bei den eingegangenen
Beteiligungen nicht im Vordergrund. Beteiligungen werden
nahezu ausschließlich mit Unternehmen der
Sparkassen-Finanzgruppe eingegangen und verfolgen
langfristige strategische Zwecke. Sie dienen insbesondere
der Stärkung des Verbunds der Sparkassen-Finanzgruppe
und unterstützen den Geschäftszweck der Sparkasse
durch Absicherung des Kundengeschäfts.
Unter Berücksichtigung des
Gesamtkreditengagements besteht eine Risikokonzentration
bezüglich der LBBW. Diese Konzentration ergibt sich
als Folge der Mitgliedschaft in der Sparkassen-Finanzgruppe
und wird gezielt überwacht.
4.2.3 Liquiditätsrisiken
Das Liquiditätsrisiko setzt sich aus dem
Zahlungsunfähigkeits- und dem
Refinanzierungskostenrisiko zusammen. Das
Liquiditätsrisiko umfasst in beiden Ausprägungen
auch das Marktliquiditätsrisiko. Dieses ist das
Risiko, dass aufgrund von Marktstörungen oder
unzulänglicher Markttiefe Finanztitel an den
Finanzmärkten nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt
und/oder nicht zu fairen Preisen gehandelt werden
können.
Das Zahlungsunfähigkeitsrisiko stellt die Gefahr
dar, Zahlungsverpflichtungen nicht in voller Höhe oder
nicht fristgerecht nachzukommen.
Das Refinanzierungskostenrisiko bildet die Gefahr ab,
dass die Refinanzierungskosten über der in der Planung
angesetzten Höhe liegen. Dies kann auf der Schwankung
des institutseigenen Spreads sowie aus der unerwarteten
Veränderung der Refinanzierungsstruktur beruhen. In
der ökonomischen Perspektive ergibt sich das
Refinanzierungskostenrisiko aus der negativen
Veränderung des Liquiditätsbetrages aufgrund von
marktbedingten Spreadschwankungen. In der normativen
Perspektive wird die GuV-Auswirkung des
Refinanzierungskostenrisikos in Form höherer
Zinsaufwendungen abgebildet. Aufgrund des Einflusses von
Bilanzbeständen und der Zinsentwicklung wird das
Refinanzierungskostenrisiko zusammen mit dem
Zinsänderungsrisiko betrachtet.
Die Steuerung des Liquiditätsrisikos erfolgt
entsprechend den strategischen Vorgaben des Vorstands.
Der Risikomanagementprozess umfasst folgende
wesentliche Elemente:
| ― |
Regelmäßige
Ermittlung und Überwachung der
Liquiditätsdeckungsquote (Liquidity Coverage
Ratio, LCR).
|
| ― |
Regelmäßige
Ermittlung und Überwachung der strukturellen
Liquiditätsquote (Net Stable Funding Ratio,
NSFR).
|
| ― |
Regelmäßige
Ermittlung der Survival Period und Festlegung einer
Risikotoleranz.
|
| ― |
Diversifikation der
Vermögens- und Kapitalstruktur.
|
| ― |
Regelmäßige
Erstellung von Liquiditätsübersichten auf
Basis einer hausinternen Liquiditätsplanung, in
der die erwarteten Mittelzuflüsse den erwarteten
Mittelabflüssen gegenübergestellt
werden.
|
| ― |
Tägliche Disposition der
laufenden Konten.
|
| ― |
Liquiditätsverbund mit
Verbundpartnern der Sparkassen-Finanzgruppe.
|
| ― |
Definition eines sich
abzeichnenden Liquiditätsengpasses sowie eines
Notfallplans.
|
| ― |
Erstellung einer
Refinanzierungsplanung.
|
| ― |
Ökonomische Perspektive:
Ermittlung des Value-at-Risk auf Basis des
Varianz-Kovarianz-Ansatzes mittels der von der
S-Rating und Risikosysteme GmbH entwickelten
IT-Anwendung "RKR". Der Risikowert beschreibt die
Veränderung des Liquiditätsbarwerts bei
veränderten Refinanzierungskosten, die aus
veränderten Marktliquiditätsspreads
resultieren. Die voraussichtliche
Liquiditätsspreadbindungsdauer der variabel
verzinslichen Geschäfte wird über
Liquiditätsmischungsverhältnisse
abgebildet.
|
| ― |
Regelmäßige
Überwachung der Fundingkonzentration zur
Ermittlung und Begrenzung des Anteils einzelner
Kontrahenten an der Gesamtrefinanzierung.
|
Unplanmäßige Entwicklungen, wie z. B.
vorzeitige Kündigungen sowie Zahlungsunfähigkeit
von Geschäftspartnern, werden dadurch
berücksichtigt, dass im Rahmen der Risiko- und
Stressszenarien sowohl ein Abfluss von Kundeneinlagen als
auch eine erhöhte Inanspruchnahme offener Kreditlinien
simuliert wird.
Die Survival Period (SVP) der Sparkasse beträgt
zum 31. Dezember 2023 länger als 12 Monate.
Die Zahlungsfähigkeit der Sparkasse war im
Geschäftsjahr jederzeit gegeben.
4.2.4 Operationelle Risiken
Das operationelle Risiko bedeutet die Gefahr eines
Verlusts durch Schäden, die infolge der
Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren,
Mitarbeitenden, der internen Infrastruktur oder infolge
externer Einflüsse eintreten.
Die Steuerung der operationellen Risiken erfolgt
entsprechend den strategischen Vorgaben des Vorstands.
Der Risikomanagementprozess umfasst folgende
wesentliche Elemente:
| ― |
Regelmäßige
Schätzung des operationellen Risikos auf Basis
der szenariobezogenen Schätzung von
risikorelevanten Verlustpotenzialen aus der
IT-Anwendung "OpRisk-Szenarien".
|
| ― |
Systematische Sammlung und
Analyse eingetretener Schadensfälle in einer
Schadensfalldatenbank.
|
| ― |
Periodische Steuerung und
normative Perspektive: Abbildung im Plan- und
adversen Szenario.
|
| ― |
Ökonomische Perspektive:
Ermittlung des Value-at-Risk auf Basis der
IT-Anwendung "OpRisk-Schätzverfahren" der SR.
Die Sparkasse schätzt hierzu zunächst den
Median ihrer eigenen Schadensfallhistorie. Dieser
Median wird mit dem Median des OpRisk-Pools
adjustiert und anschließend zur Ermittlung des
Risikos mittels sog. q-Faktoren auf das
gewünschte Konfidenzniveau skaliert. Die
q-Faktoren werden aus Schadensfällen aller
Sparkassen abgeleitet.
|
| ― |
Erstellung von
Notfallplänen, insbesondere im Bereich der
IT.
|
| ― |
Abschluss von
Versicherungen.
|
Wir haben aufgrund der bestehenden
IT-Abhängigkeit unseren IT-Dienstleister, die Finanz
Informatik GmbH & Co. KG mit Sitz in Frankfurt am Main,
als Risikokonzentration eingestuft. Diese Konzentration
ergibt sich als Folge der Mitgliedschaft in der
Sparkassen-Finanzgruppe. Im Rahmen der
Dienstleistersteuerung überwachen wir mittels
vereinbarter Service-Levels und durch ein
regelmäßiges Berichtssystem laufend die
Qualität der Leistungserbringung und die
Risikosituation der Auslagerung. Besondere Risiken sind
derzeit nicht erkennbar.
4.3 Gesamtbeurteilung der
Risikolage
Unser Haus verfügt über ein dem Umfang der
Geschäftstätigkeit entsprechendes System zur
Steuerung, Überwachung und Kontrolle der vorhandenen
Risiken gemäß § 25a KWG.
Durch das Risikomanagement der Sparkasse können
die wesentlichen Risiken frühzeitig identifiziert und
gesteuert sowie relevante Informationen an die
zuständigen Entscheidungsträger weitergeleitet
werden.
In 2023 bewegten sich die Risiken innerhalb der vom
Vorstand vorgegebenen Limite. Das Gesamtbanklimit
(ökonomische Perspektive) war am Bilanzstichtag mit
64,2 % ausgelastet. Die Mindestanforderungen an die
Einhaltung aufsichtlicher Kenngrößen der
normativen Perspektive der Risikotragfähigkeit wurden
sowohl im Planszenario als auch unter der
Berücksichtigung adverser Entwicklungen
vollständig erfüllt. Demnach war und ist die
Risikotragfähigkeit derzeit gegeben. Die
durchgeführten Stresstests zeigen, dass auch
außergewöhnliche Ereignisse durch das vorhandene
Risikodeckungspotenzial abgedeckt werden können.
Im Rahmen der Zusammenarbeit als
Sparkassen-Finanzgruppe liegen bei der LBBW und der Finanz
Informatik GmbH & Co. KG Risikokonzentrationen vor. Des
Weiteren liegt bezüglich der Spreadklasse
Bankschuldverschreibungen eine Risikokonzentration vor. Die
damit verbundenen Risiken werden intensiv überwacht.
Die Sparkasse nimmt am Risikomonitoring des
Sparkassenverbandes Baden-Württemberg teil. Die
Erhebung erfolgt dreimal jährlich. Dabei werden die
wichtigsten Risikomesszahlen auf Verbandsebene ausgewertet
und die Entwicklungen beobachtet. Jede Sparkasse wird
insgesamt bewertet und einer von vier Monitoringstufen
zugeordnet. Die Sparkasse Hochrhein ist der besten
Monitoringstufe zugeordnet.
Risiken der künftigen Entwicklung bestehen im
Hinblick auf die weiteren gesamtwirtschaftlichen und
geopolitischen Entwicklungen. Diese Risiken haben wir bei
der Risikomessung sowie in unserem internen Reporting
berücksichtigt. Steigende Herausforderungen
können zudem aus einem sich weiter verschärfenden
Fachkräftemangel sowie der Entwicklung in Bezug auf
das Thema Nachhaltigkeit resultieren. Risiken, die
bestandsgefährdend sind, sind nicht zu erkennen.
Insgesamt beurteilen wir unsere Risikolage - auch unter
Berücksichtigung der identifizierten
Risikokonzentrationen und den wirtschaftlichen
Rahmenbedingungen - weiterhin als günstig.
5 Chancenbericht
Unser Chancenmanagement haben wir in den laufenden
Strategieprozess integriert und etabliert.
Im Rahmen dieses Prozesses wird unsere
Geschäftsstrategie, die die geschäftspolitischen
Ziele und Absichten festlegt, durch die am Prozess
beteiligten Führungskräfte erarbeitet und vom
Vorstand in Kraft gesetzt. Durch in den Prozess integrierte
wiederkehrende Analysen und Beurteilungen sehen wir uns in
die Lage versetzt, frühzeitig Entwicklungen oder
Trends und Chancen zu erkennen und dementsprechende
Steuerungsmaßnahmen umzusetzen. Der Vorstand trifft
Entscheidungen zu den Maßnahmen und trägt die
Verantwortung für die Geschäftsstrategie. Durch
die Kommunikation der Geschäftsstrategie in allen
Bereichen der Sparkasse werden die Mitarbeiter auch
über die Ziele und Absichten in Kenntnis gesetzt.
Operationalisiert werden die Gesamthausziele auch durch
davon abgeleitete Zielvereinbarungen mit unseren
Vertriebsmitarbeitern.
Chancen sehen wir vor allem in einer besser als
erwartet laufenden Konjunktur, einem schnelleren
Rückgang der Inflation und einer Normalisierung der
Zinsstrukturkurve.
Chancen im Überblick:
| ― |
Unsere Kapitalausstattung
ermöglicht es, ein solides Wachstum im
Kreditgeschäft wahrzunehmen. Die anhaltende und
nachhaltige Stärkung unseres Kernkapitals ist
eine entscheidende Säule unserer
Geschäftsstrategie.
|
| ― |
Einen Vorteil im Wettbewerb
sehen wir durch die Weiterentwicklung unserer
Produkte und Prozesse. So wollen wir im Bereich der
Firmenkundenberatung mit dem Schwerpunkt "Erneuerbare
Energien" die Transformation in der Wirtschaft durch
spezielle Beratungsangebote begleiten.
|
| ― |
Aus der Bündelung von
Kompetenzen in der Sparkassen-Finanzgruppe und
Fokussierung auf unsere Kunden erwarten wir
Effizienzsteigerungen und Kostenverbesserungen.
|
| ― |
Laut dem Bewertungsportal kununu
wird die Sparkasse Hochrhein mit 4,1 Punkten als
überdurchschnittlicher Arbeitgeber in der
Branche Banken bewertet. Mit diesen positiven
Basiswerten und unserem neu organisierten
Personalmanagement treten wir dem
Fachkräftemangel entgegen.
|
Auf den Bedarf unterschiedlicher Kundengruppen
abgestimmte Produkte, Prozesse, Beratungskapazitäten
und Filialkonzeptionen stellen auch für die Zukunft
eine bedarfsgerechte Versorgung mit allen Dienstleistungen
bei hoher Qualität sicher.
Das Geschäftsmodell der Sparkassen, eine auf die
Veränderungen der Zukunft ausgerichtete
Geschäftsstrategie, eine sehr gute Kapitalausstattung
und eine angemessene Risikovorsorgepolitik sind wesentliche
Erfolgsfaktoren, die uns auch in Zukunft Chancen bieten, um
als Sparkasse Hochrhein erfolgreich zu sein.
6 Prognosebericht
6.1 Vorbemerkung
Die nachfolgenden Einschätzungen haben
Prognosecharakter. Sie stellen unsere Einschätzung der
wahrscheinlichsten künftigen Entwicklung auf Basis der
uns zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts zur
Verfügung stehenden Informationen dar. Da Prognosen
mit Unsicherheit behaftet sind bzw. sich durch die
Veränderungen der zugrundeliegenden Annahmen als
unzutreffend erweisen können, ist es möglich,
dass die tatsächlichen künftigen Ergebnisse
gegebenenfalls deutlich von den zum Zeitpunkt der
Erstellung des Lageberichts getroffenen Erwartungen
über die voraussichtlichen Entwicklungen abweichen. Zu
diesen gehören insbesondere die Konjunktur-,
Inflations- und Zinsentwicklungen, die Entwicklung der
Immobilienmärkte, aber auch geopolitische Krisen.
Der Prognosezeitraum umfasst das auf den
Bilanzstichtag folgende Geschäftsjahr. Die
Auswirkungen des Ukraine-Kriegs haben wir im Einklang mit
unserer internen strategischen Planung bei der Ermittlung
der Prognosen für das Geschäftsjahr 2024
berücksichtigt.
6.2 Rahmenbedingungen
Laut der Prognose der Bundesregierung vom Februar
2024 wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2024
lediglich um 0,2% im Vergleich zum Vorjahr wachsen. Damit
befände sich Deutschland in einer Stagnation. Die
Regierung rechnet für das Jahr 2024 mit einer
erheblich schwächeren Entwicklung der
Wirtschaftsleistung als noch im Herbst 2023 und korrigierte
die Prognose um 1,1 Prozentpunkte deutlich nach unten. Die
Auswirkungen der ansteigenden Preise im Energiesegment und
allgemein der hohen Inflation sowie die allgemeine
weltwirtschaftliche Schwäche, unter anderem bedingt
durch die Folgen des Krieges in der Ukraine, belasten die
deutsche Wirtschaft deutlich stärker als noch vor
sechs Monaten angenommen. Die Arbeitsmarktentwicklung in
Deutschland wird von der Bundesregierung trotz der
gedämpften BIP Erwartungen stabil gesehen. Die
Arbeitslosenquote für 2024 wird mit 5,9 % marginal
höher als in 2023 projiziert.
Die EZB hat in ihrer Sitzung am 7. März 2024 die
Leitzinsen zum fünften Mal hintereinander im Euroraum
nicht angepasst. So liegt der Zinssatz für
Hauptrefinanzierungen der Kreditinstitute bei der
Bundesbank / EZB im März 2024 bei 4,5 %. Im Juni 2024
erfolgte eine erste Zinssenkung der EZB.
6.3 Prognose
In unseren strategischen Planungen erwarten wir
für das Geschäftsjahr 2024 folgende Entwicklung
unserer bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren:
|
Ø - Bestand |
Prognose |
|
in Mio. EUR |
zum |
|
31.12.2023 |
31.12.2024 |
| Kundenkreditvolumen
1 |
2.476,0 |
gleichbleibend |
| Kundeneinlagen
2 |
2.522,8 |
gleichbleibend |
|
Wert |
Prognose |
|
in % |
zum |
| Weitere Kennzahlen |
31.12.2023 |
31.12.2024 |
| Cost-Income-Ratio
3 |
53,0 % |
leicht höher |
| Gesamtkapitalquote
4 |
17,5 % |
deutlich
höher |
1 Auf Basis des Betriebsvergleichs der
Sparkassen / Kundenforderungen anhand einer
Jahresdurchschnittsberechnung
2 Auf Basis des Betriebsvergleichs der
Sparkassen / Kundenverbindlichkeiten anhand einer
Jahresdurchschnittsberechnung
3 Auf Basis einer betriebswirtschaftlichen
Betrachtung gemäß dem Betriebsvergleich der
Sparkassen (bereinigt um neutrale und aperiodische Effekte)
= Verwaltungsaufwand in Relation zum Rohertrag (Zins- und
Provisionsüberschuss) zuzüglich Nettoergebnis des
Handelsbestands sowie dem Saldo der sonstigen ordentlichen
Erträge und Aufwendungen
4 Verhältnis der angerechneten Eigenmittel
bezogen auf die risikobezogenen Positionswerte
Unter Berücksichtigung unserer Annahmen zur
konjunkturellen Entwicklung, den Verbraucherpreisen und der
Zinsentwicklung gehen wir davon aus, dass im Jahr 2024
unsere Kunden weiterhin zurückhaltender mit
Investitionen und Baumaßnahmen sein werden. So sehen
wir unser jahresdurchschnittliches Kundenkreditvolumen auf
dem Niveau des Jahres 2023. In unseren Planungen gehen wir
weiterhin von einem stärkeren Wettbewerb um
Kundeneinlagen aus und erwarten ein im Jahresdurchschnitt
gleichbleibendes Volumen an Kundeneinlagen.
In unseren Planungen rechnen wir insgesamt damit,
dass wir sowohl unseren Zinsüberschuss als auch den
Provisionsüberschuss gegenüber dem Ergebnis 2023
leicht ausbauen können. Unser Verwaltungsaufwand,
bestehend aus dem Personal- und Sachaufwand, wird aufgrund
des laufenden Tarifvertrags und geplanter Investitionen
deutlich stärker ansteigen, sodass wir ein leicht
schlechteres Verhältnis der Aufwendungen zu den
Erträgen haben werden und somit eine leicht
höhere CIR ausweisen werden.
Die Eigenkapitalbildung aus dem Jahresabschluss 2023
wird die Entwicklung unseres Kundenkreditvolumens
überkompensieren, sodass wir nach unseren Planungen
insgesamt eine deutlich höhere Gesamtkapitalquote zum
Jahresende 2024 erwarten.
Unsere Perspektiven für das Geschäftsjahr
2024 beurteilen wir in Bezug auf die von uns erwarteten
Entwicklungen der Rahmenbedingungen und unsere
bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren
zusammengefasst als sehr gut.
Die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs und weiterer
protektionistischer geopolitischer Handlungen und der damit
zusammenhängenden Entwicklung der Energie- und
Rohstoffpreise als auch der Auswirkungen auf die
Lieferketten können die Chancen und Risiken der
künftigen Entwicklung hinsichtlich des Eintreffens der
für die bedeutsamsten finanziellen
Leistungsindikatoren getroffenen Prognosen voraussichtlich
negativ beeinflussen.
Aufgrund unserer vorausschauenden, strategischen
Planungen gehen wir dennoch davon aus, dass auch im
Prognosezeitraum sowohl die Risikotragfähigkeit als
auch die Einhaltung aller bankaufsichtlichen Kennziffern
durchgängig gewährleistet sein werden.
Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023
| der |
Sparkasse Hochrhein |
| Sitz |
Waldshut-Tiengen |
| eingetragen beim |
|
| Amtsgericht |
Freiburg |
| Handelsregister-Nr. |
HRA 621025 |
Jahresbilanz zum
31. Dezember 2023
Aktivseite
|
|
|
|
|
|
31.12.2022 |
|
|
|
EUR |
EUR |
EUR |
TEUR |
| 1. |
Barreserve |
|
|
|
|
|
a)
Kassenbestand |
|
16.132.177,59 |
|
14.302 |
|
b) Guthaben
bei der Deutschen Bundesbank |
|
24.470.784,93 |
|
25.130 |
|
|
|
|
|
40.602.962,52 |
39.432 |
| 2. |
Schuldtitel
öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur
Refinanzierung bei der Deutschen Bundesbank
zugelassen sind |
|
|
|
|
|
a)
Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen
sowie ähnliche Schuldtitel
öffentlicher Stellen |
|
0,00 |
|
0 |
|
b)
Wechsel |
|
0,00 |
|
0 |
|
|
|
|
|
0,00 |
0 |
| 3. |
Forderungen
an Kreditinstitute |
|
|
|
|
|
a)
täglich fällig |
|
185.554.531,26 |
|
291.102 |
|
b) andere
Forderungen |
|
33.404.995,54 |
|
28.849 |
|
|
|
|
|
218.959.526,80 |
319.950 |
| 4. |
Forderungen
an Kunden |
|
|
2.621.984.896,12 |
2.596.075 |
|
darunter: |
|
|
|
|
|
|
durch
Grundpfandrechte
gesichert |
1.215.800.736,16
EUR |
|
|
|
(1.150.518) |
|
Kommunalkredite |
115.885.290,52 EUR |
|
|
|
(114.301) |
| 5. |
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche
Wertpapiere |
|
|
|
|
|
a)
Geldmarktpapiere |
|
|
|
|
|
aa) von
öffentlichen Emittenten |
0,00 |
|
|
0 |
|
darunter: |
|
|
|
|
|
|
beleihbar bei der
Deutschen Bundesbank |
0,00 EUR |
|
|
|
(0) |
|
ab) von
anderen Emittenten |
0,00 |
|
|
0 |
|
darunter: |
|
|
|
|
|
|
beleihbar bei der
Deutschen Bundesbank |
0,00 EUR |
|
|
|
(0) |
|
|
|
|
0,00 |
|
0 |
|
b) Anleihen
und Schuldverschreibungen |
|
|
|
|
|
ba) von
öffentlichen Emittenten |
111.330.927,03 |
|
|
68.264 |
|
darunter: |
|
|
|
|
|
|
beleihbar bei der
Deutschen Bundesbank |
111.330.927,03 EUR |
|
|
|
(68.264) |
|
bb) von
anderen Emittenten |
302.093.492,32 |
|
|
307.772 |
|
darunter: |
|
|
|
|
|
|
beleihbar bei der
Deutschen Bundesbank |
275.113.402,73 EUR |
|
|
|
(282.588) |
|
|
|
|
413.424.419,35 |
|
376.036 |
|
c) eigene
Schuldverschreibungen |
|
0,00 |
|
0 |
|
Nennbetrag |
0,00 EUR |
|
|
|
(0) |
|
|
|
|
|
413.424.419,35 |
376.036 |
| 6. |
Aktien und
andere nicht festverzinsliche Wertpapiere |
|
|
388.562.758,58 |
388.169 |
| 6a. |
Handelsbestand |
|
|
0,00 |
0 |
| 7. |
Beteiligungen |
|
|
22.634.924,90 |
23.014 |
|
darunter: |
|
|
|
|
|
|
an Kreditinstituten |
428.482,26 EUR |
|
|
|
(428) |
|
an Finanzdienst-
leistungsinstituten |
1.543.695,63 EUR |
|
|
|
(1.544) |
|
an
Wertpapierinstituten |
0,00 EUR |
|
|
|
(0) |
| 8. |
Anteile an
verbundenen Unternehmen |
|
|
0,00 |
0 |
|
darunter: |
|
|
|
|
|
|
an Kreditinstituten |
0,00 EUR |
|
|
|
(0) |
|
an Finanzdienst-
leistungsinstituten |
0,00 EUR |
|
|
|
(0) |
|
an
Wertpapierinstituten |
0,00 EUR |
|
|
|
(0) |
| 9. |
Treuhandvermögen |
|
|
5.779.444,36 |
6.308 |
|
darunter: |
|
|
|
|
|
|
Treuhandkredite |
5.779.444,36 EUR |
|
|
|
(6.308) |
| 10. |
Ausgleichsforderungen gegen die öffentliche Hand
einschließlich Schuldverschreibungen aus deren
Umtausch |
|
|
0,00 |
0 |
| 11. |
Immaterielle
Anlagewerte |
|
|
|
|
|
a) Selbst
geschaffene gewerbliche Schutzrechte
und ähnliche Rechte und Werte |
|
0,00 |
|
0 |
|
b)
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte
sowie Lizenzen an solchen Rechten und
Werten |
|
16.395,00 |
|
27 |
|
c)
Geschäfts- oder Firmenwert |
|
0,00 |
|
0 |
|
d)
geleistete Anzahlungen |
|
0,00 |
|
0 |
|
|
|
|
|
16.395,00 |
27 |
| 12. |
Sachanlagen |
|
|
49.292.214,76 |
45.701 |
| 13. |
Sonstige
Vermögensgegenstände |
|
|
1.259.478,37 |
575 |
| 14. |
Rechnungsabgrenzungsposten |
|
|
4.992.266,82 |
80 |
| Summe der
Aktiva |
|
|
3.767.509.287,58 |
3.795.367 |
Passivseite
|
|
|
|
|
|
31.12.2022 |
|
|
|
EUR |
EUR |
EUR |
TEUR |
| 1. |
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten |
|
|
|
|
|
a)
täglich fällig |
|
9.522.474,74 |
|
1.289 |
|
b) mit
vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist |
|
657.629.774,70 |
|
683.266 |
|
|
|
|
|
667.152.249,44 |
684.555 |
| 2. |
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden |
|
|
|
|
|
a)
Spareinlagen |
|
|
|
|
|
aa) mit
vereinbarter Kündigungsfrist von drei
Monaten |
341.811.251,01 |
|
|
455.891 |
|
ab) mit
vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei
Monaten |
27.523.904,83 |
|
|
52.867 |
|
|
|
|
369.335.155,84 |
|
508.758 |
|
b) andere
Verbindlichkeiten |
|
|
|
|
|
ba)
täglich fällig |
1.725.123.398,85 |
|
|
1.972.795 |
|
bb) mit
vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist |
461.909.123,84 |
|
|
115.071 |
|
|
|
|
2.187.032.522,69 |
|
2.087.866 |
|
|
|
|
0,00 |
|
0 |
|
|
|
|
|
2.556.367.678,53 |
2.596.624 |
| 3. |
Verbriefte
Verbindlichkeiten |
|
|
|
|
|
a) begebene
Schuldverschreibungen |
|
17.501.423,07 |
|
14.042 |
|
b) andere
verbriefte Verbindlichkeiten |
|
0,00 |
|
0 |
|
darunter: |
|
|
|
|
|
|
Geldmarktpapiere |
0,00 EUR |
|
|
|
(0) |
|
|
|
|
|
17.501.423,07 |
14.042 |
| 3a. |
Handelsbestand |
|
|
0,00 |
0 |
| 4. |
Treuhandverbindlichkeiten |
|
|
5.779.444,36 |
6.308 |
|
darunter: |
|
|
|
|
|
|
Treuhandkredite |
5.779.444,36 EUR |
|
|
|
(6.308) |
| 5. |
Sonstige
Verbindlichkeiten |
|
|
26.450.960,00 |
29.603 |
| 6. |
Rechnungsabgrenzungsposten |
|
|
54.181,30 |
79 |
| 7. |
Rückstellungen |
|
|
|
|
|
a)
Rückstellungen für Pensionen und
ähnliche Verpflichtungen |
|
19.428.524,00 |
|
19.487 |
|
b)
Steuerrückstellungen |
|
4.886.012,00 |
|
10.036 |
|
c) andere
Rückstellungen |
|
13.286.732,11 |
|
14.796 |
|
|
|
|
|
37.601.268,11 |
44.320 |
| 8. |
(weggefallen) |
|
|
|
|
| 9. |
Nachrangige
Verbindlichkeiten |
|
|
0,00 |
0 |
| 10. |
Genussrechtskapital |
|
|
0,00 |
0 |
|
darunter: |
|
|
|
|
|
|
vor Ablauf von
zwei Jahren fällig |
0,00 EUR |
|
|
|
(0) |
| 11. |
Fonds
für allgemeine Bankrisiken |
|
|
196.000.000,00 |
170.000 |
| 12. |
Eigenkapital |
|
|
|
|
|
a)
gezeichnetes Kapital |
|
0,00 |
|
0 |
|
b)
Kapitalrücklage |
|
0,00 |
|
0 |
|
c)
Gewinnrücklagen |
|
|
|
|
|
ca)
Sicherheitsrücklage |
255.000.000,00 |
|
|
245.251 |
|
|
|
|
255.000.000,00 |
|
245.251 |
|
d)
Bilanzgewinn |
|
5.602.082,77 |
|
4.587 |
|
|
|
|
|
260.602.082,77 |
249.838 |
| Summe der
Passiva |
|
|
3.767.509.287,58 |
3.795.367 |
| 1. |
Eventualverbindlichkeiten |
|
|
|
|
|
a)
Eventualverbindlichkeiten aus weitergegebenen
abgerechneten Wechseln |
|
0,00 |
|
0 |
|
b)
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und
Gewährleistungsverträgen |
|
48.273.498,06 |
|
46.618 |
|
c) Haftung
aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde
Verbindlichkeiten |
|
6.003.789,33 |
|
6.062 |
|
|
|
|
|
54.277.287,39 |
52.680 |
| 2. |
Andere
Verpflichtungen |
|
|
|
|
|
a)
Rücknahmeverpflichtungen aus unechten
Pensionsgeschäften |
|
0,00 |
|
0 |
|
b)
Platzierungs- und Übernahmeverpflichtungen |
|
0,00 |
|
0 |
|
c)
Unwiderrufliche Kreditzusagen |
|
262.762.218,28 |
|
382.035 |
|
|
|
|
|
262.762.218,28 |
382.035 |
Gewinn-
und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31.
Dezember 2023
|
|
|
|
|
1.1.-31.12.2022 |
|
|
EUR |
EUR |
EUR |
TEUR |
| 1. |
Zinserträge aus |
|
|
|
|
|
a) Kredit-
und Geldmarktgeschäften |
75.492.388,79 |
|
|
47.580 |
|
darunter: |
|
|
|
|
|
|
abgesetzte
negative Zinsen |
0,00 EUR |
|
|
|
(178) |
|
aus der Abzinsung
von Rückstellungen |
0,17 EUR |
|
|
|
(0) |
|
b)
festverzinslichen Wertpapieren und
Schuldbuchforderungen |
5.706.110,85 |
|
|
4.795 |
|
|
|
|
81.198.499,64 |
|
52.375 |
| 2. |
Zinsaufwendungen |
|
23.541.745,60 |
|
5.008 |
|
darunter: |
|
|
|
|
|
|
abgesetzte
positive Zinsen |
95.523,29 EUR |
|
|
|
(1.991) |
|
aus der Aufzinsung
von Rückstellungen |
337.328,33 EUR |
|
|
|
(605) |
|
|
|
|
|
57.656.754,04 |
47.367 |
| 3. |
Laufende
Erträge aus |
|
|
|
|
|
a) Aktien
und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren |
|
5.000.000,00 |
|
5.000 |
|
b)
Beteiligungen |
|
1.944.047,90 |
|
1.593 |
|
c) Anteilen
an verbundenen Unternehmen |
|
0,00 |
|
0 |
|
|
|
|
|
6.944.047,90 |
6.593 |
| 4. |
Erträge
aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs-
oder
Teilgewinnabführungsverträgen |
|
|
0,00 |
0 |
| 5. |
Provisionserträge |
|
26.336.529,52 |
|
24.063 |
| 6. |
Provisionsaufwendungen |
|
889.747,38 |
|
994 |
|
|
|
|
|
25.446.782,14 |
23.068 |
| 7. |
Nettoertrag
oder Nettoaufwand des Handelsbestands |
|
|
0,00 |
0 |
| 8. |
Sonstige
betriebliche Erträge |
|
|
8.203.473,55 |
10.480 |
|
darunter: |
|
|
|
|
|
|
aus der
Fremdwährungs-
umrechnung |
5.590.060,91 EUR |
|
|
|
(5.781) |
| 9. |
(weggefallen) |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
98.251.057,63 |
87.508 |
| 10. |
Allgemeine
Verwaltungsaufwendungen |
|
|
|
|
|
a)
Personalaufwand |
|
|
|
|
|
aa)
Löhne und Gehälter |
25.012.155,49 |
|
|
23.935 |
|
ab) Soziale
Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung
und für Unterstützung |
7.434.408,06 |
|
|
8.080 |
|
darunter: |
|
|
|
|
|
|
für
Altersversorgung |
2.770.411,87 EUR |
|
|
|
(3.580) |
|
|
|
|
32.446.563,55 |
|
32.015 |
|
b) andere
Verwaltungsaufwendungen |
|
18.018.648,26 |
|
16.524 |
|
|
|
|
|
50.465.211,81 |
48.539 |
| 11. |
Abschreibungen und Wertberichtigungen auf
immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen |
|
|
2.414.266,70 |
2.271 |
| 12. |
Sonstige
betriebliche Aufwendungen |
|
|
1.275.757,14 |
1.788 |
|
darunter: |
|
|
|
|
|
|
aus der
Fremdwährungs-
umrechnung |
1.680,63 EUR |
|
|
|
(2) |
| 13. |
Abschreibungen und Wertberichtigungen auf
Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie
Zuführungen zu Rückstellungen im
Kreditgeschäft |
|
0,00 |
|
23.387 |
| 14. |
Erträge
aus Zuschreibungen zu Forderungen und
bestimmten Wertpapieren sowie aus der
Auflösung
von Rückstellungen im
Kreditgeschäft |
|
3.868.184,10 |
|
0 |
|
|
|
|
|
3.868.184,10 |
23.387 |
| 15. |
Abschreibungen und Wertberichtigungen auf
Beteiligungen, Anteile an verbundenen
Unternehmen
und wie Anlagevermögen behandelte
Wertpapiere |
|
0,00 |
|
35 |
| 16. |
Erträge
aus Zuschreibungen zu Beteiligungen,
Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie
Anlagevermögen behandelten
Wertpapieren |
|
1.517,06 |
|
0 |
|
|
|
|
|
1.517,06 |
35 |
| 17. |
Aufwendungen
aus Verlustübernahme |
|
|
0,00 |
0 |
| 18. |
Zuführungen zum Fonds für allgemeine
Bankrisiken |
|
|
26.000.000,00 |
0 |
| 19. |
Ergebnis der
normalen Geschäftstätigkeit |
|
|
21.965.523,14 |
11.489 |
| 20. |
Außerordentliche Erträge |
|
0,00 |
|
0 |
| 21. |
Außerordentliche Aufwendungen |
|
0,00 |
|
0 |
| 22. |
Außerordentliches Ergebnis |
|
|
0,00 |
0 |
| 23. |
Steuern vom
Einkommen und vom Ertrag |
|
11.055.474,75 |
|
6.770 |
| 24. |
Sonstige
Steuern, soweit nicht unter Posten 12
ausgewiesen |
|
145.855,75 |
|
132 |
|
|
|
|
|
11.201.330,50 |
6.902 |
| 25. |
Jahresüberschuss |
|
|
10.764.192,64 |
4.587 |
| 26. |
Gewinnvortrag/Verlustvortrag aus dem Vorjahr |
|
|
0,00 |
0 |
|
|
|
|
|
10.764.192,64 |
4.587 |
| 27. |
Einstellungen in Gewinnrücklagen |
|
|
|
|
|
a) in die
Sicherheitsrücklage |
|
5.162.109,87 |
|
0 |
|
|
|
|
|
5.162.109,87 |
0 |
| 28. |
Bilanzgewinn |
|
|
5.602.082,77 |
4.587 |
Anhang
Allgemeine Angaben
Die Sparkasse Hochrhein hat ihren Jahresabschluss
nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der
Verordnung über die Rechnungslegung der
Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute
(RechKredV) aufgestellt.
Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden
Forderungen an Kunden und Kreditinstitute (einschl.
Schuldscheine und Namensschuldverschreibungen) sind zum
Nennwert bilanziert. Bei der Auszahlung von Darlehen
einbehaltene Disagien werden auf deren Laufzeit bzw.
Festzinsbindungsdauer verteilt.
Für die im Rahmen unserer Kreditprozesse,
insbesondere zur Forderungsbewertung, identifizierten
akuten Ausfallrisiken werden Einzelwertberichtigungen
gebildet. Die Höhe der jeweiligen
Einzelwertberichtigung entspricht i. d. R. dem
Blankokreditanteil des ausfallgefährdeten
Kreditengagements. Sicherheiten werden dabei mit ihrem
erwarteten Realisationswert berücksichtigt.
Das latente Kreditrisiko ist durch
Pauschalwertberichtigungen abgeschirmt. Die Berechnung
erfolgt auf Basis der Grundsätze des IDW RS BFA 7.
Hierbei wurde das Bewertungsvereinfachungsverfahren
angewandt und der erwartete Verlust über einen
Betrachtungszeitraum von zwölf Monaten ohne eine
Anrechnung von Bonitätsprämien angesetzt. Die
Berechnung des erwarteten Verlusts erfolgt mit der
Anwendung, die in der internen Steuerung eingesetzt wird.
Basis dieser Berechnung waren insbesondere die mit unseren
Ratingverfahren auf Grundlage der in der Vergangenheit
ermittelten Ausfallwahrscheinlichkeiten der Kreditnehmer
für einen 12-Monatszeitraum und die im Rahmen der
Kreditprozesse bewerteten Sicherheiten. Kreditnehmer, die
im Rahmen der internen Risikosteuerung im Hinblick auf
einen Ausfall als risikolos betrachtet werden, wurden auch
für die handelsbilanzielle Betrachtung ausgeschlossen.
Die Voraussetzungen für die Anwendung des
vereinfachten Bewertungsverfahrens sind nach dem Ergebnis
unserer Analysen gegeben. Die im Rahmen der Berechnung der
Pauschalwertberichtigungen verwendeten Modelle und
Parameter spiegeln nach unserer Einschätzung die
Risikosituation zum Abschlussstichtag ausreichend wider.
Die Wertpapiere werden zu den Anschaffungskosten bzw.
niedrigeren Kurswerten oder den niedrigeren beizulegenden
Werten bilanziert (strenges Niederstwertprinzip). Für
die Ermittlung des Bewertungskurses haben wir die
Wertpapiere daraufhin untersucht, ob zum Bilanzstichtag ein
aktiver Markt vorliegt. Für die Abgrenzung, ob ein
aktiver Markt vorliegt, haben wir die Kriterien zugrunde
gelegt, die in der MiFID II (Markets in Financial
Instruments Directive - Richtlinie 2014/65/EU des
Europäischen Parlaments und des Rates vom 15. Mai
2014) für die Abgrenzung eines liquiden von einem
illiquiden Markt festgelegt wurden. In den Fällen, in
denen wir insoweit nicht von einem aktiven Markt ausgehen
konnten, haben wir die Bewertung anhand von gerechneten
Kursen des kursversorgenden Systems vorgenommen, denen
unter Verwendung laufzeit- und risikoadäquater
Zinssätze ein Discounted Cashflow-Modell zugrunde
liegt.
Die Beteiligungen, einschließlich dem unter
Bilanzposten Aktiva 6 ausgewiesenen Anteil an einem
geschlossenen Investmentvermögen, wurden nach dem
strengen Niederstwertprinzip bewertet.
Die immateriellen Anlagewerte und das
Sachanlagevermögen werden mit Anschaffungs- oder
Herstellungskosten, vermindert um planmäßige
Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen
Nutzungsdauer in Anlehnung an die steuerlichen
Abschreibungstabellen, bilanziert.
Außerplanmäßige Abschreibungen werden bei
voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Aus
Vereinfachungsgründen werden bei den Sachanlagen in
Anlehnung an die steuerlichen Regelungen
Vermögensgegenstände von geringem Wert (bis 250
Euro) sofort als Sachaufwand erfasst und geringwertige
Vermögensgegenstände (bis 800 Euro) sofort
abgeschrieben.
Die in den Sonstigen Vermögensgegenständen
enthaltenen Forderungen und Vermögenswerte wurden mit
dem Niederstwert bewertet.
Die Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit
dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Der Unterschied
zwischen Erfüllungs- und Ausgabebetrag wird unter den
Rechnungsabgrenzungen ausgewiesen.
Die Rückstellungen wurden in Höhe des
Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach
vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig
ist; sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und
ungewissen Verpflichtungen.
Die Pensionsrückstellungen wurden unter
Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze mit
dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Zugrundelegung der
Richttafeln Heubeck 2018 G ermittelt. Für die
Abzinsung wurde der sich aus den vergangenen zehn
Geschäftsjahren ergebende durchschnittliche
Marktzinssatz von 1,83 % bei einer pauschal angenommenen
Restlaufzeit von 15 Jahren verwendet. Die Erfolge aus der
Änderung des Abzinsungssatzes seit dem letzten
Abschlussstichtag werden im Zinsergebnis ausgewiesen. Bei
der Berechnung wurden jährliche Lohn- und
Gehaltssteigerungen von 3,0 % und ein Rententrend von
jährlich 2,5 % berücksichtigt. Einen
Fluktuationsabschlag haben wir weiterhin nicht angesetzt.
Aus der Berechnung der Rückstellungen mit dem
durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn
Geschäftsjahre und der vergangenen sieben
Geschäftsjahre ergibt sich ein Unterschiedsbetrag von
167 TEUR. Eine Ausschüttungssperre gemäß
§ 253 Abs. 6 HGB besteht nicht, da in Vorjahren
bereits in entsprechender Höhe die
Sicherheitsrücklage dotiert wurde.
Sparkassen haben ihren Arbeitnehmern Leistungen der
betrieblichen Altersversorgung nach Maßgabe des
"Tarifvertrags über die zusätzliche
Altersvorsorge der Beschäftigten des öffentlichen
Dienstes - Altersvorsorge-TV-Kommunal (ATV-K)" zugesagt. Um
den anspruchsberechtigten Mitarbeitern die Leistungen der
betrieblichen Altersversorgung gemäß ATV-K zu
verschaffen, ist die Sparkasse Mitglied in der
Zusatzversorgungskasse des Kommunalen Versorgungsverbands
Baden-Württemberg (ZVK). Die ZVK finanziert die
Versorgungsverpflichtungen im Umlage- und
Kapitaldeckungsverfahren (Hybridfinanzierung). Hierbei
werden im Rahmen eines Abschnittdeckungsverfahrens ein
Umlagesatz und ein Zusatzbeitrag bezogen auf die
zusatzversorgungspflichtigen Entgelte der versicherten
Beschäftigten ermittelt. Aus den Zusatzbeiträgen
wird gemäß § 64 ZVK-Satzung innerhalb des
Vermögens der ZVK ein separater Kapitalstock
aufgebaut. Die ZVK erhebt zusätzlich zur Deckung der
im ehemaligen Gesamtversorgungssystem entstandenen
Versorgungsansprüche ein Sanierungsgeld. Der
Rechtsanspruch der versorgungsberechtigten Mitarbeiter zur
Erfüllung des Leistungsanspruchs gemäß
ATV-K richtet sich gegen die ZVK, während die
Verpflichtung der Sparkasse ausschließlich darin
besteht, der ZVK im Rahmen des mit ihr begründeten
Mitgliedschaftsverhältnisses die erforderlichen,
satzungsmäßig geforderten Finanzierungsmittel
zur Verfügung zu stellen. Nach der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) in seinem
Rechnungslegungsstandard IDW RS HFA 30 n. F. vertretenen
Rechtsauffassung begründet die Durchführung der
betrieblichen Altersversorgung bei einem externen
Versorgungsträger wie der ZVK handelsrechtlich eine
mittelbare Versorgungsverpflichtung. Die ZVK hat im Auftrag
der Sparkasse den nach Rechtsauffassung des IDW (vgl. IDW
RS HFA 30 n. F.) zu ermittelnden Barwert der auf die
Sparkasse im umlagefinanzierten Abrechnungsverband
entfallenden Leistungsverpflichtung zum 31. Dezember 2023
ermittelt. Unabhängig davon, dass es sich bei dem
Kassenvermögen um Kollektivvermögen aller
Mitglieder des umlagefinanzierten Abrechnungsverbandes
handelt, ist es gemäß IDW RS HFA 30 n. F.
für Zwecke der Angaben im Anhang nach Art. 28 Abs. 2
EGHGB anteilig in Abzug zu bringen. Auf dieser Basis
beläuft sich der gemäß Art. 28 Abs. 2 EGHGB
anzugebende Betrag auf 48.908.841 EUR. Der Barwert der auf
die Sparkasse entfallenden Leistungsverpflichtung wurde in
Anlehnung an die versicherungsmathematischen
Grundsätze und Methoden
(Anwartschaftsbarwertverfahren), die auch für
unmittelbare Pensionsverpflichtungen angewendet wurden,
unter Berücksichtigung einer gemäß Satzung
der ZVK unterstellten jährlichen Rentensteigung von 1
% und unter Anwendung der Heubeck-Richttafeln RT 2005 G (in
einer an den Bestand der ZVK angepassten Modifikation)
ermittelt. Als Diskontierungszinssatz wurde
gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB i. V. m. der
Rückstellungsabzinsungsverordnung der auf Basis der
vergangenen zehn Jahre ermittelte durchschnittliche
Marktzinssatz von 1,82 % verwendet, der sich bei einer
pauschal angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Da
es sich nicht um ein endgehaltbezogenes Versorgungssystem
handelt, sind erwartete Gehaltssteigerungen nicht zu
berücksichtigen. Die Daten zum Versichertenbestand der
Versorgungseinrichtung per 31. Dezember 2023 liegen derzeit
noch nicht vor, sodass auf den Versichertenbestand per 31.
Dezember 2022 abgestellt wurde. Der gemäß Art.
28 Abs. 2 EGHGB anzugebende Betrag bezieht sich auf die
Einstandspflicht der Sparkasse gemäß § 1
Abs. 1 Satz 3 BetrAVG, bei der die Sparkasse für die
Erfüllung der zugesagten Leistung einzustehen hat
(Subsidiärhaftung), sofern die ZVK die vereinbarten
Leistungen nicht erbringt. Hierfür liegen
gemäß der Einschätzung des Verantwortlichen
Aktuars im Aktuar-Gutachten 2023 für die Sparkasse
keine Anhaltspunkte vor. Vielmehr bestätigt der
verantwortliche Aktuar der ZVK in diesem Gutachten die
Angemessenheit der rechnungsmäßigen Annahmen zur
Ermittlung des Finanzierungssatzes und bestätigt auf
Basis des versicherungsmathematischen
Äquivalenzprinzips die dauernde Erfüllbarkeit der
Leistungsverpflichtungen der ZVK.
Bezüglich der als wesentlich einzuordnenden, bei
den sonstigen Rückstellungen (Passivposten 7c)
ausgewiesenen Rückstellungen ergeben sich folgende
Hinweise:
Bei der Ermittlung der im Zusammenhang mit der
Rückstellungsbewertung entstehenden Aufwendungen und
Erträge wird davon ausgegangen, dass die Änderung
des Abzinsungssatzes zum Beginn der Periode eingetreten
ist. Erfolge aus der Änderung des Abzinsungssatzes
oder der Restlaufzeit werden einheitlich im Finanzergebnis
ausgewiesen.
Bei den Rückstellungen für steigende
Prämien bei Spareinlagen haben wir einen
Fluktuationsabschlag von 2,0 % angesetzt. Sie werden auch
bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger
abgezinst.
Nach IDW RS BFA 3 n. F. sind die zinsbezogenen
Instrumente des Bankbuchs (Zinsbuch) einer verlustfreien
Bewertung zu unterziehen. Zu diesem Zweck werden die
zinsbezogenen Vermögensgegenstände und Schulden
sowie derivative Finanzinstrumente (insbesondere
Zins-Swaps) des Bankbuchs einem Saldierungsbereich
zugeordnet. Für diesen ist unter Berücksichtigung
von voraussichtlich zur Bewirtschaftung des Bankbuchs
erforderlichen Aufwendungen (Refinanzierungs-, Risiko- und
Verwaltungskosten) zu prüfen, ob aus den noch zu
erwartenden Zahlungsströmen bis zur vollständigen
Abwicklung des Bestands ein Verlust droht. Die Sparkasse
wendet die barwertige Berechnungsmethode an. Der Barwert
ergibt sich aus den zum Abschlussstichtag abgezinsten
Zahlungsströmen des Bankbuchs. Betrags- und
Laufzeitinkongruenzen sind mittels fiktiver Geschäfte
zu schließen. Auf der Passivseite ist dabei der
angenommene individuelle Refinanzierungsaufschlag der
Sparkasse zu berücksichtigen. Die künftigen
für die vollständige Abwicklung des Bankbuchs
benötigten Verwaltungskosten wurden aus statistischen
Daten abgeleitet. Der ermittelte Verwaltungskostensatz
wurde auch für den Einbezug sogenannter Overheadkosten
berücksichtigt. Weiterhin wurden Gebühren und
Provisionserträge, die direkt aus den Zinsprodukten
resultieren, im Rahmen der verlustfreien Ermittlung des
Bankbuchs berücksichtigt. Zum Bilanzstichtag ergibt
sich kein Verpflichtungsüberschuss.
Die strukturierten Produkte Festzinsdarlehen mit
Verlängerungsoption des Schuldners, Festzinsdarlehen
mit späterem Zinslaufbeginn, Kundendarlehen mit
variablem Tilgungskorridor, Schuldscheine und
festverzinsliche Anleihen mit
Schuldnerkündigungsrechten wurden unter
Berücksichtigung des IDW RS HFA 22 einheitlich (ohne
Abspaltung der Nebenrechte) bilanziert.
Die Kredithandelstransaktionen
"Sparkassenkreditbasket XVI, XVII und XIX" wurden jeweils
unter Abspaltung der Nebenrechte bilanziert und bewertet.
Die als "erhaltene" Kreditsicherheiten behandelten Credit
Default Swaps werden nicht eigenständig bilanziert,
sondern bei der Bewertung der besicherten Forderung
berücksichtigt. Die übernommenen
Adressenausfallrisiken aus den Credit Linked Notes, die als
"gestellte" Kreditsicherheiten behandelt werden, wurden
nach IDW RS BFA 1 als Eventualverbindlichkeit ausgewiesen.
Für akute Ausfallrisiken wurde eine Rückstellung
gebildet.
Die zur Steuerung von Zinsänderungsrisiken
abgeschlossenen Zinsswapgeschäfte wurden in die
verlustfreie Bewertung der zinsbezogenen Geschäfte des
Bankbuchs (Zinsbuchs) einbezogen und waren somit nicht
gesondert zu bewerten. Die zur Absicherung des
Währungsrisikos abgeschlossenen Cross Currency Swaps
wurden zum Bilanzstichtag bezogen auf den Zinsanteil
einzeln bewertet. Für unrealisierte Bewertungsverluste
wurden Rückstellungen für drohende Verluste aus
schwebenden Geschäften gebildet.
Das Währungsrisiko wird über eine
Währungsgesamtposition je Währung als Einheit
gesteuert. In diese werden je Währung die einzelnen
Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten,
Devisentermingeschäfte, Kassageschäfte und auch
Cross Currency Swaps eingestellt und als Einheit behandelt.
Eine besondere Deckung gemäß § 340h HGB
wird in Höhe der sich hierbei betragsmäßig
ausgleichenden Positionen je Währung angenommen.
Die Umrechnung der auf fremde Währung lautenden
Bilanzposten und der am Bilanzstichtag nicht abgewickelten
Kassageschäfte erfolgte mit dem Kassamittelkurs. Die
Sortenbestände wurden zum EZB-Referenzkurs bewertet.
Nicht abgewickelte Termingeschäfte wurden zu
einheitlichen Kursen am Bilanzstichtag umgerechnet.
Die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung
wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung
berücksichtigt. Die Erträge aus der Umrechnung
besonders gedeckter Geschäfte, sowie aus offenen
Positionen mit Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr, wurden
ebenfalls erfolgswirksam vereinnahmt. Der Ausweis der
Aufwendungen und Erträge aus besonders gedeckten
Positionen erfolgte saldiert im sonstigen betrieblichen
Ergebnis.
Erläuterungen zur
Jahresbilanz
Aktivseite
3. Forderungen an Kreditinstitute
In dieser Position sind enthalten:
|
31.12.2023 |
Vorjahr |
|
TEUR |
TEUR |
| Forderungen an
Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht |
76 |
65 |
| Forderungen an die
eigene Girozentrale |
12.433 |
7.569 |
Die Unterposition b) - andere Forderungen - (ohne
anteilige Zinsen) setzt sich nach Restlaufzeiten wie folgt
zusammen:
|
TEUR |
| bis drei Monate |
6.231 |
| mehr als drei Monate bis
ein Jahr |
11.985 |
| mehr als ein Jahr bis
fünf Jahre |
15.000 |
| mehr als fünf
Jahre |
-- |
4. Forderungen an Kunden
In dieser Position sind enthalten:
|
31.12.2023 |
Vorjahr |
|
TEUR |
TEUR |
| Forderungen an
Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht |
15.916 |
15.911 |
| Im Rahmen des
sogenannten Pfandbriefpoolings wurden
grundpfandrechtlich besicherte Kundenforderungen an
die Landesbank Baden-Württemberg
übertragen. Die Landesbank kann diese
Forderungen zur Begebung von Hypotheken-Pfandbriefen
nutzen. Aufgrund der vertraglichen
Rückübertragungsmöglichkeiten
verbleibt das wirtschaftliche Eigentum an den
Forderungen bei der Sparkasse, die dem entsprechend
die Forderungen weiterhin unter Aktiva-Posten 4 und
mit nebenstehendem Betrag in dem dazugehörigen
Unterausweis "durch Grundpfandrechte besichert"
ausweist. Forderungen, denen keine entsprechende
Refinanzierung gegenüberstehen, sind mit Ihrem
Buchwert (6.004 TEUR) in den Angaben zur "Haftung aus
der Bestellung von Sicherheiten für fremde
Verbindlichkeiten" enthalten. |
57.901 |
|
Diese Position (ohne anteilige Zinsen) setzt sich
nach Restlaufzeiten wie folgt zusammen:
|
TEUR |
| bis drei Monate |
58.398 |
| mehr als drei Monate bis
ein Jahr |
229.727 |
| mehr als ein Jahr bis
fünf Jahre |
765.440 |
| mehr als fünf
Jahre |
1.524.665 |
| mit unbestimmter
Laufzeit |
42.264 |
5. Schuldverschreibungen und andere
festverzinsliche Wertpapiere
In dieser Position sind enthalten:
|
31.12.2023 |
|
TEUR |
| Beträge, die in dem
auf den Bilanzstichtag folgenden Jahr fällig
werden (ohne anteilige Zinsen) |
52.858 |
|
TEUR |
| Von den in dieser
Position enthaltenen Wertpapieren sind
börsennotiert |
349.672 |
6. Aktien und andere nicht
festverzinsliche Wertpapiere
Anteile an Investmentvermögen
An den folgenden Investmentvermögen halten wir
mehr als 10 % der Anteile:
Anlageziele
Bezeichnung des Investmentvermögens |
Marktwert |
Buchwert |
Ausschüttungen
im Geschäftsjahr |
|
TEUR |
TEUR |
TEUR |
| Gemischte Fonds |
|
|
|
| HRH-Strategie Fonds |
399.685 |
387.980 |
5.000 |
Beim HRH-Strategie Fonds ist die Rückgabe der
Anteile unter Abgabe einer unwiderruflichen Erklärung
zur Rückgabe möglich. Die Rückgabe erfolgt
spätestens am letzten Bankgeschäftstag des
übernächsten Kalenderquartals welches auf die
Rückgabeerklärung folgt. Es ist kein
Rücknahmeabschlag vorgesehen.
9. Treuhandvermögen
Das ausgewiesene Treuhandvermögen stellt in
voller Höhe Forderungen an Kunden (Aktivposten 4) dar.
12. Sachanlagen
In dieser Position sind enthalten:
|
TEUR |
| im Rahmen der eigenen
Tätigkeit genutzte Grundstücke und
Gebäude |
15.764 |
| Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
2.486 |
13. Sonstige
Vermögensgegenstände
In dieser Position sind enthalten:
|
31.12.2023 |
Vorjahr |
|
TEUR |
TEUR |
| nachrangige
Vermögensgegenstände |
133 |
133 |
14. Rechnungsabgrenzungsposten
In dieser Position sind enthalten:
|
31.12.2023 |
Vorjahr |
|
TEUR |
TEUR |
| Unterschiedsbetrag
zwischen Erfüllungs- und niedrigerem
Ausgabebetrag von Verbindlichkeiten oder
Anleihen |
4.924 |
1 |
Mehrere Positionen betreffende
Angaben
|
TEUR |
| Von den
Vermögensgegenständen lauten auf
Fremdwährung |
289.386 |
Anlagenspiegel
In nachstehenden Positionen enthaltenes
Anlagevermögen
|
Entwicklung des Anlagevermögens (Angaben in
TEUR) |
|
Entwicklung der Anschaffungs-/Herstellungskosten |
Entwicklung der
kumulierten Abschreibungen |
|
Stand am 1.1.
des Geschäftsjahres |
Zugänge |
Abgänge |
Umbuchungen |
Stand am 31.12.
des Geschäftsjahres |
Stand am 1.1.
des Geschäftsjahres |
|
|
|
|
|
|
|
| Immaterielle
Anlagewerte |
725 |
3 |
160 |
-- |
569 |
698 |
| Sachanlagen |
102.857 |
6.018 |
1.376 |
-- |
107.499 |
57.156 |
|
Veränderungssaldo (§ 34 Abs. 3
RechKredV) |
| Schuldverschreibungen
und andere festverzinsliche Wertpapiere |
|
|
|
|
|
|
| Aktien und andere nicht
festverzinsliche Wertpapiere |
|
|
|
|
|
|
| Beteiligungen |
|
|
|
|
|
|
| Sonstige
Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
|
|
|
Entwicklung des Anlagevermögens (Angaben in
TEUR) |
|
Entwicklung der kumulierten Abschreibungen |
|
Abschreibungen
im Geschäftsjahr |
Zuschreibungen
im Geschäftsjahr |
Änderungen der gesamten
Abschreibungen im Zusammenhang mit |
Stand am 31.12.
des Geschäftsjahres |
|
|
|
Zugängen |
Abgängen |
Umbuchungen |
|
| Immaterielle
Anlagewerte |
14 |
-- |
-- |
160 |
-- |
552 |
| Sachanlagen |
2.400 |
-- |
-- |
1.349 |
-- |
58.207 |
|
Veränderungssaldo (§ 34 Abs. 3
RechKredV) |
| Schuldverschreibungen
und andere festverzinsliche Wertpapiere |
|
|
|
|
|
3.351 |
| Aktien und andere nicht
festverzinsliche Wertpapiere |
|
|
|
|
|
-- |
| Beteiligungen |
|
|
|
|
|
-379 |
| Sonstige
Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
|
-- |
|
Entwicklung des Anlagevermögens (Angaben in
TEUR) |
|
Buchwerte |
|
Stand am 31.12.
des Geschäftsjahres |
Stand am 31.12.
des Vorjahres |
|
|
|
| Immaterielle
Anlagewerte |
16 |
28 |
| Sachanlagen |
49.292 |
45.701 |
|
(ohne
anteilige Zinsen) |
| Schuldverschreibungen
und andere festverzinsliche Wertpapiere |
17.285 |
13.934 |
| Aktien und andere nicht
festverzinsliche Wertpapiere |
583 |
583 |
| Beteiligungen |
22.635 |
23.014 |
| Sonstige
Vermögensgegenstände |
133 |
133 |
Passivseite
1. Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
In dieser Position sind enthalten:
|
31.12.2023 |
|
TEUR |
| Verbindlichkeiten
gegenüber der eigenen Girozentrale |
579.780 |
|
TEUR |
| Der Gesamtbetrag der als
Sicherheit übertragenen
Vermögensgegenstände für in dieser
Position enthaltene Verbindlichkeiten beläuft
sich auf insgesamt |
501.857 |
Die Unterposition b) - mit vereinbarter Laufzeit oder
Kündigungsfrist - setzt sich (ohne anteilige Zinsen)
nach Restlaufzeiten wie folgt zusammen:
|
TEUR |
| bis drei Monate |
141.401 |
| mehr als drei Monate bis
ein Jahr |
34.762 |
| mehr als ein Jahr bis
fünf Jahre |
176.045 |
| mehr als fünf
Jahre |
302.534 |
2. Verbindlichkeiten gegenüber
Kunden
Die Unterposition ab) - Spareinlagen mit vereinbarter
Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten - setzt sich
(ohne anteilige Zinsen) nach Restlaufzeiten wie folgt
zusammen:
|
TEUR |
| bis drei Monate |
3.397 |
| mehr als drei Monate bis
ein Jahr |
24.127 |
| mehr als ein Jahr bis
fünf Jahre |
-- |
| mehr als fünf
Jahre |
-- |
Die Unterposition bb) - andere Verbindlichkeiten mit
vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist-setzt sich
(ohne anteilige Zinsen) nach Restlaufzeiten wie folgt
zusammen:
|
TEUR |
| bis drei Monate |
185.862 |
| mehr als drei Monate bis
ein Jahr |
117.663 |
| mehr als ein Jahr bis
fünf Jahre |
157.271 |
| mehr als fünf
Jahre |
483 |
3. Verbriefte Verbindlichkeiten
In Unterposition a) - begebene Schuldverschreibungen
- enthalten:
|
31.12.2023 |
|
TEUR |
| Beträge, die in dem
auf den Bilanzstichtag folgenden Jahr fällig
werden (ohne anteilige Zinsen) |
6.000 |
4. Treuhandverbindlichkeiten
Bei den Treuhandverbindlichkeiten handelt es sich um
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
(Passivposten 1).
5. Sonstige Verbindlichkeiten
In dieser Position sind enthalten:
|
TEUR |
| Ausgleichsposten aus der
Währungssicherung mittels derivaten
Finanzinstrumenten |
23.380 |
6. Rechnungsabgrenzungsposten
In dieser Position sind enthalten:
|
31.12.2023 |
Vorjahr |
|
TEUR |
TEUR |
| Unterschiedsbetrag
zwischen Nennbetrag und niedrigerem Auszahlungsbetrag
von Forderungen |
47 |
69 |
Mehrere Positionen betreffende
Angaben
|
TEUR |
| Von den Schulden lauten
auf Fremdwährung |
123.639 |
Passivseite unter dem Strich
1. Eventualverbindlichkeiten
|
TEUR |
| Der Gesamtbetrag der als
Sicherheit übertragenen
Vermögensgegenstände für in dieser
Position enthaltene Verbindlichkeiten beläuft
sich auf insgesamt |
6.004 |
2. Andere Verpflichtungen
Im Posten "Andere Verpflichtungen" sind im
Unterposten c) "Unwiderrufliche Kreditzusagen" fünf
Einzelposten von wesentlicher Bedeutung in Bezug auf die
Gesamttätigkeit der Sparkasse enthalten; die
Einzelbeträge liegen zwischen 6,4 Mio. EUR und 30,0
Mio. EUR. Hierbei handelt es sich mit 42,3 Mio. EUR um
Kontokorrentkreditlinien und mit 21,5 Mio. EUR um
Darlehenszusagen und mit 9,9 Mio. EUR um Avalkreditzusagen.
Wir gehen derzeit grundsätzlich davon aus, dass die
unwiderruflichen Kreditzusagen künftig von den
Kreditnehmern in Anspruch genommen werden.
Erläuterungen zur Gewinn- und
Verlustrechnung
5. Provisionserträge
Wir haben Provisionserträge aus gegenüber
Dritten erbrachten Dienstleistungen für die
Vermittlung und Verwaltung von Versicherungen,
Bausparverträgen, Immobilien, Wertpapieren, Krediten,
Finanzierungen aus einer Hand und derivativen
Finanzinstrumenten erhalten.
8. Sonstige betriebliche
Erträge
In dieser Position sind enthalten:
|
TEUR |
| Erträge aus der
Währungsumrechnung aus
Dienstleistungsgeschäften |
5.590 |
28. Bilanzgewinn
Der Verwaltungsrat wird den Jahresabschluss zum 31.
Dezember 2023 in seiner Sitzung am 19. September 2024
feststellen. Der Vorschlag für die Verwendung des
Ergebnisses sieht vor, den Bilanzgewinn vollständig
der Sicherheitsrücklage zuzuführen.
Sonstige Angaben
Beteiligungen
| Name, Sitz |
Höhe des
Kapitalanteils |
Eigenkapital |
Jahresergebnis |
| Sparkassenverband
Baden-Württemberg, Stuttgart |
1,38 % |
-
1 |
-
1 |
|
SVB-Sparkassen-Versicherung Beteiligungs-GmbH Nr. 5,
Stuttgart |
10,28 % |
94.201 TEUR |
2.781 TEUR |
|
|
(30.09.2023) |
(2022/2023) |
1 Keine Angabe gemäß § 286 Abs.
3 Satz 2 HGB
Wir sind unbeschränkt haftende Gesellschafterin
der DKE-GbR, Berlin.
Der übrige Anteilsbesitz nach § 285 Nr. 11
HGB ist für die Beurteilung der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung.
Der Sparkassenverband Baden-Württemberg hat sich
zusammen mit den weiteren Trägern quotal entsprechend
seinem Stammkapitalanteil an der Bereitstellung von
zusätzlichem Eigenkapital für die Landesbank
Baden-Württemberg beteiligt. Als Mitglied des
Sparkassenverbands Baden-Württemberg sind wir
verpflichtet, über Umlagen den nicht anderweitig
gedeckten Verbandsaufwand entsprechend dem
maßgeblichen Umlageschlüssel abzudecken.
Darüber hinaus sind wir Mitglied des Sicherungssystems
der Deutschen Sparkassenorganisation, wobei das System der
freiwilligen Institutssicherung beibehalten wurde.
Zusätzlich erfüllt das Sicherungssystem auch die
Anforderungen des Einlagensicherungsgesetzes. Aus diesen
Verpflichtungen ist über die laufenden jährlichen
Beitragsverpflichtungen hinaus derzeit ein akutes Risiko
einer wesentlichen Inanspruchnahme nicht erkennbar.
Zum Erwerb der Landesbank Berlin Holding AG (LBBH)
durch die S-Finanzgruppe haben wir uns über den
Deutschen Sparkassen- und Giroverband ö.K. (DSGV) an
der Erwerbsgesellschaft der S-Finanzgruppe mbH & Co. KG
(Erwerbsgesellschaft) als Kommanditistin unterbeteiligt. In
diesem Zusammenhang besteht ein Aufwendungsersatzanspruch
des DSGV gegenüber den Unterbeteiligten für den
Fall, dass die über die Erwerbsgesellschaft
auszuschüttenden Dividenden der LBBH die laufenden
Aufwendungen (im Wesentlichen aus der Fremdfinanzierung)
nicht abdecken. Aktuell ist aus dieser Verpflichtung kein
akutes Risiko einer Inanspruchnahme erkennbar.
Derivative Finanzinstrumente
Die am Bilanzstichtag noch nicht abgewickelten
Termingeschäfte gliedern sich wie folgt:
|
Nominalbeträge |
|
in Mio.
Euro |
|
nach
Restlaufzeiten |
|
|
bis 1 Jahr |
1-5 Jahre |
> 5 Jahre |
Insgesamt |
| Zinsbezogene
Geschäfte |
|
|
|
|
| OTC-Produkte |
|
|
|
|
| Zinsswaps in EUR |
-- |
200,0 |
130,0 |
330,0 |
| Zinsswaps in CHF |
32,4 |
54,0 |
-- |
86,4 |
| Währungsbezogene
Geschäfte |
|
|
|
|
| OTC-Produkte |
|
|
|
|
|
Devisentermingeschäfte |
390,1 |
7,8 |
2,2 |
400,1 |
|
Cross-Currency-Swaps |
43,2 |
118,8 |
-- |
162,0 |
| Sonstige
Geschäfte |
|
|
|
|
| OTC-Produkte |
|
|
|
|
| Credit Default Swaps
(Sicherungsnehmerposition) |
6,0 |
11,4 |
-- |
17,4 |
| Insgesamt |
471,7 |
392,0 |
132,2 |
995,9 |
Die Zinsswaps dienen der Steuerung des Zinsbuches.
Zur Absicherung der gesamten Währungsposition wurden
Cross Currency Swaps eingesetzt. Die
Devisentermingeschäfte wurden ausschließlich als
gedeckte Auftragsgeschäfte mit
Dienstleistungscharakter abgeschlossen.
Bei den Kontrahenten im Derivategeschäft per 31.
Dezember 2023 handelt es sich um deutsche Kreditinstitute;
bei den Kontrahenten der CDS handelt es sich um sonstige
Kontrahenten. Zusätzlich wurden
Devisentermingeschäfte mit Kunden abgeschlossen.
Für die nicht zum beizulegenden Zeitwert
bilanzierten Derivate ergeben sich folgende
zusätzliche Angaben nach § 285 Nr. 19 HGB:
|
Nominalbeträge |
Zeitwerte
(1) |
Buchwerte |
|
in Mio. Euro |
in
TEUR |
in
TEUR |
|
Insgesamt |
+ |
./. |
Optionsprämie /
Variation-Margin |
Rückstellung
(P7) |
| Zinsbezogene
Geschäfte |
|
|
|
|
|
| OTC-Produkte |
|
|
|
|
|
| Zinsswaps in EUR |
330,0 |
32.308 |
-- |
|
-- |
| Zinsswaps in CHF |
86,4 |
3.546 |
-- |
|
-- |
| Währungsbezogene
Geschäfte |
|
|
|
|
|
| OTC-Produkte |
|
|
|
|
|
|
Devisentermingeschäfte |
400,1 |
0 |
-- |
|
-- |
| Cross-Currency-Swaps
(Zinsanteil) |
162,0 |
302 |
-82 |
|
82 |
| Sonstige
Geschäfte |
|
|
|
|
|
| OTC-Produkte |
|
|
|
|
|
| Credit Default Swaps
(Sicherungsnehmerposition) |
17,4 |
-- |
-85 |
|
-- |
| Insgesamt |
995,9 |
36.156 |
-167 |
|
82 |
(1) Ohne anteilige Zinsen
Bei OTC-gehandelten derivativen Finanzinstrumenten
werden theoretisch ermittelte Werte als Zeitwerte angesetzt
(Mark to Model Bewertung).
Bei der Mark to Model Bewertung wird bezüglich
der derivativen Finanzinstrumente wie folgt verfahren:
Zinsswaps werden in die Basisbestandteile
Kuponanleihe und Floater zerlegt und unter Zugrundelegung
entsprechender Zinsstrukturkurven getrennt bewertet. Der
Barwert des Swaps ergibt sich dabei aus der Differenz der
Barwerte der beiden Basisprodukte.
Die beizulegenden Zeitwerte der Kreditderivate werden
nach der JPMorgan-Methodik bewertet. Kern der Methodik ist,
dass der vereinbarte Spread und der aktuelle faire Spread
auf den jeweiligen Bewertungszeitpunkt abdiskontiert
werden. Die Differenz der Barwerte der beiden Cash-Flow
Reihen bildet den Zeitwert des Credit-Default-Swaps. Dabei
wird der faire Spread anhand der Ausfallwahrscheinlichkeit
des Referenzschuldners ermittelt, die aus historischen
Ausfallzeitreihen (bei nicht marktgängigen Adressen)
oder gehandelten Marktspreads (implizite
Ausfallwahrscheinlichkeit, bei Vorhandensein eines liquiden
Marktes für die Adresse) abgeleitet werden.
Latente Steuern
Aufgrund abweichender Ansatz- und
Bewertungsvorschriften zwischen Handels- und Steuerbilanz
bestehen zum Bilanzstichtag Steuerlatenzen. Dabei wird der
Gesamtbetrag der künftigen Steuerbelastungen durch
absehbare Steuerentlastungen überdeckt. Ein Ausweis
passiver latenter Steuern war insoweit nicht erforderlich,
auf den Ansatz aktiver latenter Steuern hat die Sparkasse
entsprechend § 274 Abs. 1 HGB verzichtet. Die
wesentlichen künftigen Steuerbelastungen resultieren
aus bilanziellen Ansatzunterschieden beim
Sachanlagevermögen und bei Aktien und anderen nicht
festverzinslichen Wertpapieren. Die zum Ausgleich der
künftigen Steuerbelastungen benötigten absehbaren
künftigen Steuerentlastungen ergeben sich unter
anderem aus unterschiedlichen bilanziellen Ansätzen
bei den Forderungen gegenüber Kunden und den
Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen
Wertpapieren.
Der Ermittlung der latenten Steuern wurde ein
Steuersatz von 29,3 % (Körperschaft- und Gewerbesteuer
zzgl. Solidaritätszuschlag) zugrunde gelegt.
Aus Beteiligungen an Personengesellschaften
resultierende, lediglich der Körperschaftsteuer und
dem Solidaritätszuschlag unterliegende Differenzen
wurden bei den Berechnungen mit einem Steuersatz von 15,825
% berücksichtigt.
Abschlussprüferhonorare
Für das Geschäftsjahr wurden von unserem
Abschlussprüfer für folgende Leistungen Honorare
berechnet:
|
TEUR |
| für die
Abschlussprüfung |
312 |
| für andere
Bestätigungen |
7 |
| für die
Steuerberatung |
1 |
| für sonstige |
0 |
Mitarbeiter/innen
Im Jahresdurchschnitt wurden beschäftigt:
|
Anzahl |
| Vollzeitkräfte |
269 |
| Teilzeit- und
Ultimokräfte anteilig |
94 |
| Auszubildende |
35 |
| Insgesamt |
398 |
Bezüge / Kreditgewährungen an
Vorstand und Verwaltungsrat
Für die früheren Mitglieder des Vorstandes
bzw. deren Hinterbliebene wurden Versorgungsbezüge in
Höhe von 926 TEUR bezahlt. Für diese
Personengruppe bestehen Pensionsrückstellungen in
Höhe von 15.724 TEUR.
Die Mitglieder des Verwaltungsrats erhielten für
ihre Tätigkeit im Berichtsjahr Gesamtbezüge in
Höhe von 141 TEUR.
Den Mitgliedern des Vorstandes wurden Kredite in
Höhe von 2 TEUR gewährt. An die Mitglieder des
Verwaltungsrates wurden Kredite in Höhe von 2.934 TEUR
ausgereicht.
Organe
| Verwaltungsrat |
|
| Vorsitzender |
GRUNER Martin,
Oberbürgermeister Waldshut-Tiengen ab 20.
Oktober 2023 |
|
Dr. FRANK Philipp,
Oberbürgermeister Waldshut-Tiengen bis 19.
Oktober 2023 |
| Stellvertreter |
GUHL Alexander,
Bürgermeister Bad Säckingen |
|
THATER Michael,
Bürgermeister Wehr |
| Mitglieder |
BENZ Martin,
Bürgermeister Hohentengen bis 29. Mai 2023 |
|
Dr. BROTZ Thorsten,
Geschäftsführender Gesellschafter einer
Möbelhausgruppe |
|
DÖRFLINGER Armin,
Sparkassenangestellter |
|
Dr. EBI Günter,
Geschäftsführender Gesellschafter eines
Maschinenbauunternehmens |
|
GRANACHER Karlheinz,
Sparkassenangestellter |
|
KAISER Stefan,
Bürgermeister Albbruck |
|
KAISER Thomas,
Installationsmeister, Kreishandwerksmeister |
|
KRIEGER Ulrich,
Bürgermeister Laufenburg ab 13. Juli 2023 |
|
KÜHNE Dietmar,
Geschäftsführender Gesellschafter eines
Kunststoffwerkes |
|
SCHÄFER Heike,
Sparkassenangestellte |
|
SCHÄUBLE Thomas,
Bürgermeister Lauchringen |
|
SCHMIDLE Adrian,
Bürgermeister Murg |
|
TAMBURIN Ines,
Sparkassenangestellte |
|
VOLZ Martin,
Sparkassenangestellter |
|
WEBER Manfred,
Bürgermeister Küssaberg |
|
WESNER Markus,
Sparkassenangestellter |
| Vorstand |
|
| Vorsitzender |
MORLOCK Wolf |
| Mitglieder |
GERSTNER David |
Der Vorsitzende des Vorstandes ist Mitglied im
Aufsichtsrat der SV Sparkassen-Versicherung
Lebensversicherung AG mit Sitz in Stuttgart.
Waldshut-Tiengen, den 20.
Juni 2024
Der Vorstand
| Wolf Morlock |
David Gerstner |
Anlage zum Jahresabschluss
gemäß § 26a Abs. 1 Satz 2 KWG zum
31.12.2023 ("Länderspezifische
Berichterstattung")
Die Sparkasse Hochrhein hat keine Niederlassung im
Ausland. Sämtliche nachfolgenden Angaben entstammen
dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und beziehen sich
ausschließlich auf ihre Geschäftstätigkeit
als regional tätige Sparkasse in der Bundesrepublik
Deutschland. Die Tätigkeit der Sparkasse Hochrhein
besteht im Wesentlichen darin, Einlagen oder andere
rückzahlbare Gelder von Privat- und Firmenkunden
entgegenzunehmen und Kredite für eigene Rechnung zu
gewähren.
Die Sparkasse Hochrhein definiert den Umsatz als
Saldo aus der Summe folgender Komponenten der Gewinn- und
Verlustrechnung nach HGB: Zinserträge,
Zinsaufwendungen, laufende Erträge aus Aktien etc.,
Erträge aus Gewinngemeinschaften etc.,
Provisionserträge, Provisionsaufwendungen,
Nettoertrag/-aufwand des Handelsbestands und sonstige
betriebliche Erträge. Der Umsatz beträgt für
den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2023 98.251
TEUR.
Die Anzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger in
Vollzeitäquivalenten beträgt im
Jahresdurchschnitt 363.
Der Gewinn vor Steuern beträgt 21.966 TEUR.
Die Steuern auf den Gewinn betragen 11.055 TEUR. Die
Steuern betreffen laufende Steuern.
Die Sparkasse Hochrhein hat im Geschäftsjahr
keine öffentlichen Beihilfen erhalten.
BESTÄTIGUNGSVERMERK
DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS
An die Sparkasse Hochrhein, Waldshut-Tiengen
VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES
JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der Sparkasse Hochrhein
(im Folgenden: Sparkasse) bestehend aus der Bilanz zum 31.
Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für
das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31.
Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der
Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden,
geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht
der Sparkasse für das Geschäftsjahr vom 1. Januar
2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― |
entspricht der beigefügte
Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den
deutschen, für Kreditinstitute geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter
Beachtung der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens- und Finanzlage der Sparkasse
zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage
für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023
bis zum 31. Dezember 2023 und
|
| ― |
vermittelt der beigefügte
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der
Lage der Sparkasse. In allen wesentlichen Belangen
steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem
Jahresabschluss, entspricht den deutschen
gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und
Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend
dar.
|
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1
Handelsgesetzbuch (im Folgenden: HGB) erklären wir,
dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die
Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des
Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die
Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses
und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317
HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr.
537/2014; im Folgenden: EU-APrVO) unter Beachtung der vom
Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere
Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen
ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks
weitergehend beschrieben. Wir sind von der Sparkasse
unabhängig in Übereinstimmung mit den
europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen
und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere
sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung
mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus
erklären wir gemäß Art. 10 Abs. 2 Buchstabe
f) EU-APrVO i. V. m. § 340k Abs. 3 HGB, dass alle von
uns beschäftigten Personen, die das Ergebnis der
Prüfung beeinflussen können, keine verbotenen
Nichtprüfungsleistungen nach Art. 5 Abs. 1 EU-APrVO
erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns
erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet
sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile
zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Besonders wichtige
Prüfungssachverhalte in der Prüfung des
Jahresabschlusses
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind
solche Sachverhalte, die nach unserem
pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in
unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember
2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit
unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und
bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu
berücksichtigt; wir geben kein gesondertes
Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Nachfolgend stellen wir den aus unserer Sicht
besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar:
Bewertung von Forderungen an
Kunden
a) Sachverhalt und Problemstellung
Das Kundenkreditgeschäft ist ein
maßgebliches Geschäftsfeld der Sparkasse. Bei
der Bewertung einzelner Kundenforderungen ist das
Adressenausfallrisiko des Kreditnehmers, d. h. insbesondere
die Wahrscheinlichkeit, mit der ein Kreditnehmer seinen
vertraglichen Leistungsverpflichtungen nicht mehr
nachkommen kann, sowie die Bewertung der ggf. vorliegenden
Sicherheiten, maßgeblich. Die Bewertung dieser
Forderungen beruht somit in einem hohen Maße auf den
Einschätzungen und Annahmen des Vorstands der
Sparkasse zu den genannten Sachverhalten. Die
Unsicherheiten bei diesen Ermessensentscheidungen sind
aktuell insbesondere durch die aktuellen wirtschaftlichen
Rahmenbedingungen geprägt. Von besonderer Bedeutung
ist hierbei die Einschätzung, inwieweit die hieraus
resultierenden Belastungen die Kapitaldienstfähigkeit
der betroffenen Kreditnehmer dauerhaft negativ
beeinflussen. Diese Thematik hat daher wesentliche
Auswirkungen auf den Jahresabschluss, insbesondere auf die
Ertragslage der Sparkasse. Für die Zwecke der
Rechnungslegung sind insofern die Kreditprozesse zur
Bewertung der Forderungen von besonderer Bedeutung. Die
Bewertung von Forderungen an Kunden bedarf insoweit einer
besonderen Befassung durch den Abschlussprüfer.
b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse
Bereits im Rahmen unserer vorgezogenen Prüfung
der organisatorischen Pflichten haben wir die
Ordnungsmäßigkeit der Kreditprozesse, u. a. die
Früherkennungsverfahren für Kreditrisiken und den
Forderungsbewertungsprozess, betrachtet. Die relevanten
Kreditprozesse sowie die Ausgestaltung und Wirksamkeit des
internen Kontrollsystems bei der Bewertung der
Kundenforderungen beurteilen wir regelmäßig auf
Grundlage von Aufbau- und Funktionsprüfungen.
Bei einer risikoorientierten - unter besonderer
Berücksichtigung der aktuellen wirtschaftlichen
Rahmenbedingungen - vorgenommenen bewussten Auswahl von
Kreditengagements haben wir aussagebezogene
Prüfungshandlungen in Form von
Einzelfallprüfungen vorgenommen und auf der Grundlage
von Kreditunterlagen zu den wirtschaftlichen
Verhältnissen die von der Sparkasse vorgenommene
Beurteilung des kreditnehmerbezogenen
Adressenausfallrisikos sowie die Bewertung der
Kreditsicherheiten bei ausfallgefährdeten Forderungen
nachvollzogen.
c) Verweis auf weitergehende Informationen
Weitere Informationen und Erläuterungen sind in
den Anhangangaben zu den Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden sowie zu den Beständen zum
Bilanzposten Aktiva 4 enthalten. Darüber hinaus
verweisen wir auf die Darstellungen und Erläuterungen
im Lagebericht (Abschnitt 2.3, 2.4.3, 2.5.1, 4.1, 4.2.1).
Verantwortung der gesetzlichen
Vertreter (Vorstand) und des Aufsichtsorgans
(Verwaltungsrat) für den Jahresabschluss und den
Lagebericht
Der Vorstand ist verantwortlich für die
Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen,
für Kreditinstitute geltenden handelsrechtlichen
Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und
dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Sparkasse vermittelt. Ferner
ist der Vorstand verantwortlich für die internen
Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den
deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen,
der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund
von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der
Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder
Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der
Vorstand dafür verantwortlich, die Fähigkeit der
Sparkasse zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat
er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern
einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er
dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem ist der Vorstand verantwortlich
für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt
ein zutreffendes Bild von der Lage der Sparkasse vermittelt
sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem
Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen
gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und
Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend
darstellt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für
die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als
notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines
Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden
deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen,
und um ausreichende geeignete Nachweise für die
Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Der Verwaltungsrat ist verantwortlich für die
Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der
Sparkasse zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Sparkasse vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht,
den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk
zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO
unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche
Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern
resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn
vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass
sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses
Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen
wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| ― |
identifizieren und beurteilen
wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen
im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und
führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf
diese Risiken durch sowie erlangen
Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet
sind, um als Grundlage für unsere
Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus
dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche
Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher
als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende
wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt
werden, da dolose Handlungen kollusives
Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte
Unvollständigkeiten, irreführende
Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen
interner Kontrollen beinhalten können.
|
| ― |
gewinnen wir ein
Verständnis von dem für die Prüfung
des Jahresabschlusses relevanten internen
Kontrollsystem und den für die Prüfung des
Lageberichts relevanten Vorkehrungen und
Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu
planen, die unter den gegebenen Umständen
angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein
Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme
abzugeben.
|
| ― |
beurteilen wir die
Angemessenheit der vom Vorstand angewandten
Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der
vom Vorstand dargestellten geschätzten Werte und
damit zusammenhängenden Angaben.
|
| ― |
ziehen wir Schlussfolgerungen
über die Angemessenheit des vom Vorstand
angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit
sowie, auf der Grundlage der erlangten
Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche
Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder
Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Sparkasse zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit aufwerfen können.
Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine
wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir
verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die
dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im
Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese
Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges
Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen
unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis
zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten
Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse
oder Gegebenheiten können jedoch dazu
führen, dass die Sparkasse ihre
Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen
kann.
|
| ― |
beurteilen wir Darstellung,
Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt
einschließlich der Angaben sowie ob der
Jahresabschluss die zugrunde liegenden
Geschäftsvorfälle und Ereignisse so
darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung
der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der
Sparkasse vermittelt.
|
| ― |
beurteilen wir den Einklang des
Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine
Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild
von der Lage der Sparkasse.
|
| ― |
führen wir
Prüfungshandlungen zu den vom Vorstand
dargestellten zukunftsorientierten Angaben im
Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter
Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei
insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben vom
Vorstand zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach
und beurteilen die sachgerechte Ableitung der
zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein
eigenständiges Prüfungsurteil zu den
zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde
liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein
erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige
Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten
Angaben abweichen.
|
Wir erörtern mit dem Verwaltungsrat unter
anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der
Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen,
einschließlich etwaiger Mängel im internen
Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung
feststellen.
Wir geben gegenüber dem Verwaltungsrat eine
Erklärung ab, dass wir die relevanten
Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und
erörtern mit ihm alle Beziehungen und sonstigen
Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen
werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit
auswirken, und, sofern einschlägig, die zur
Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen
vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen
Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit dem
Verwaltungsrat erörtert haben, diejenigen
Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses
für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten
waren und daher die besonders wichtigen
Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese
Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn,
Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die
öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE
RECHTLICHE ANFORDERUNGEN
Übrige Angaben gemäß
Art. 10 EU-APrVO
Wir sind nach § 30 Abs. 2 Satz 2
Sparkassengesetz für Baden-Württemberg i. V. m.
§ 340k Abs. 3 Satz 1 HGB gesetzlicher
Abschlussprüfer der Sparkasse.
Wir erklären, dass die in diesem
Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile
mit dem Prüfungsbericht nach Art. 11 EU-APrVO in
Einklang stehen.
Von uns beschäftigte Personen, die das Ergebnis
der Prüfung beeinflussen können, haben folgende
Leistungen, die nicht im Jahresabschluss oder im
Lagebericht angegeben wurden, zusätzlich zur
Abschlussprüfung für die Sparkasse erbracht:
| ― |
Prüfung im Zusammenhang mit
dem "MACCs-Verfahren" (Kreditforderungen -
Einreichung und Verwaltung) gemäß
Abschnitt V Nr. 11 (1) der Allgemeinen
Geschäftsbedingungen der Deutschen
Bundesbank
|
| ― |
Prüfung im Zusammenhang mit
der Kostenumlage der Bundesanstalt für
Finanzdienstleistungsaufsicht für den
Aufsichtsbereich Wertpapierhandel gemäß
§ 16j Abs. 2 Satz 2 des Gesetzes über die
Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht
(Finanzdienstleistungsaufsichtsgesetz - FinDAG)
|
VERANTWORTLICHER
WIRTSCHAFTSPRÜFER
Der für die Prüfung verantwortliche
Wirtschaftsprüfer ist Herr Thomas Witt.
Stuttgart, den 19. Juli
2024
Sparkassenverband Baden-Württemberg
Prüfungsstelle
Auszug
aus der Verwaltungsratssitzung vom 19. September 2024 /
Ergebnisverwendungsbeschluss
Die Prüfungsstelle des Sparkassenverbandes
Baden-Württemberg hat die Prüfung des
Jahresabschlusses 2023 lt. Bericht vom 19. Juli 2024
durchgeführt.
Der eingegangene Prüfungsbericht wird bekannt
gegeben.
Beschluss:
3. Der Verwaltungsrat beschließt gem. § 12
Abs. 2 Nr. 7 i. V. m. § 31 SpG, dass der
Überschuss in voller Höhe der
Sicherheitsrücklage zugeführt wird.
Waldshut, den 19. September
2024
| Der Vorsitzende des
Verwaltungsrats |
| Martin Gruner |
|