Getriebebau NORD GmbH & Co. KG
Selbe AdresseHerstellung von Lagern, Getrieben, Zahnrädern und Antriebselementen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Patrick Constantin Humbert seit 5.2.2016 | Kommanditist |
Ullrich Küchenmeister seit 6.1.2012 | Vollhaftender Gesellschafter |
Jutta Humbert seit 6.1.2012 | Vollhaftender Gesellschafter |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
Kommanditgesellschaft (KG)
2 von 3 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
NORD Drivesystems KGBargteheideKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Konzernlagebericht zum 31. Dezember 20231) Grundlagen der NORD Gruppe Geschäftsmodell Der NORD Drivesystems KG Konzern (im Folgenden: NORD Gruppe) ist ein weltweit führender Hersteller von Antriebstechnik. Sein Leistungsspektrum umfasst mechanische, elektrische und elektronische Antriebskomponenten einschließlich der damit verbundenen Dienstleistungen. Das Geschäftsmodell der NORD Gruppe ist darauf ausgerichtet, Kunden unterschiedlicher Größe und Branchenzugehörigkeit aus einer Hand das komplette Spektrum anbieten zu können. Mit der breiten Technologiebasis, dem diversifizierten Produktportfolio und dem weltumspannenden Servicenetz verfügt die NORD Gruppe über das dafür umfassende Angebot im Markt. Sitz der Unternehmenszentrale ist Bargteheide in der Nähe von Hamburg, Deutschland. Die NORD Gruppe beschäftigt 4.835 Mitarbeitende (31.12.2023) und ist in mehr als 60 Ländern vertreten. Im Geschäftsjahr 2023 erzielte die NORD Gruppe einen Umsatz von 1.087,9 Mio. EUR. Die wesentlichen Absatzmärkte sind weiter in Europa, Amerika und Asien. Ziele und Strategie NORD hat sich zum Ziel gesetzt, weltweit einer der führenden Hersteller in der Antriebstechnik zu sein, um seinen Kunden mit qualitativ hochwertigen Produkten und Dienstleistungen einen nachhaltigen Mehrwert zu bieten. Die Entwicklung in den Märkten hat sich weiter beschleunigt. Zudem ist der Wettbewerb noch stärker geworden. Es ist für das Unternehmen unabdingbar, flexibel zu sein, um schnell und effizient auf Kundenanforderungen zu reagieren und zu wachsen. Mit Blick auf die Wachstumsinitiativen hat die NORD Gruppe ihre produktionsseitigen sowie vertriebs- und marktstrategischen Voraussetzungen für eine globale Marktbearbeitung verbessert. In Summe soll ein profitables Wachstum bei gleichzeitiger Absicherung der Technologieposition erreicht werden. Unternehmenssteuerung Die wert- und wachstumsorientierte Strategie der NORD Gruppe findet ihre Entsprechung in der Unternehmenssteuerung. Mit den drei bedeutsamen Steuerungsgrößen (Umsatz, Rohertrag und EBIT), die im Berichtsjahr unverändert blieben, überprüft die NORD Gruppe fortlaufend Markterfolg, Profitabilität, Finanzkraft und Liquidität. Die Steuerungskennzahlen werden grundsätzlich monatlich ermittelt und den Gesellschaftern und der Geschäftsführung zur Verfügung gestellt. Auf diese Weise kann das Management im Falle von Abweichungen zeitnah gegensteuern. 2) Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Das Wachstum der Weltwirtschaft hat sich im Berichtsjahr 2023 weiter verlangsamt. Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht in seiner Januar-Prognose (IWF, Januar 2024) von einem Wachstum der Weltwirtschaftsleistung in Höhe von 3,1 Prozent aus nach 3,5 Prozent im Vorjahr. Unter anderem die Belastungen durch den fortdauernden Ukraine-Krieg, die Nachwirkungen der Corona-Pandemie und die gestiegenen Lebenshaltungskosten haben zu einer nur schwachen Erholung der Weltwirtschaft beigetragen. Die deutliche Anhebung der Leitzinsen durch die Zentralbanken zur Wiederherstellung der Preisstabilität führte zu ungünstigeren Finanzierungsbedingungen, allerdings bei deutlichen regionalen Unterschieden. In den entwickelten Volkswirtschaften bildete sich die Teuerungsrate laut IWF von 7,3 Prozent (2022) auf 4,6 Prozent im Berichtsjahr zurück. In den Entwicklungs- und Schwellenländern fiel der Effekt wesentlich geringer aus, dort lag die Inflationsrate im abgelaufenen Jahr bei 8,4 Prozent nach 9,8 im Vorjahr. Die straffe Geldpolitik beeinflusste ebenso die Wachstumsdynamik, da sich unter anderem die Investitionsneigung der Unternehmen durch die Verschärfung der Kreditbedingungen zurückbildete. Die steigende Wirtschaftsdynamik war nicht überall zu spüren; so fiel das Wachstum im Euroraum aufgrund der schwachen Verbraucherstimmung, der anhaltenden Auswirkungen der hohen Energiepreise und der Schwächephase des zinssensiblen verarbeitenden Gewerbes und der allgemeinen Unternehmensinvestitionen besonders gedämpft aus.
Quelle: Internationaler Währungsfonds, Stand: 31.01.2024 3) Branchenspezifische Rahmenbedingungen Die Märkte für Antriebstechnik wurden im Jahr 2023 nach Einschätzung der NORD Gruppe von wirtschaftlichen und politischen Unsicherheiten, dem gestiegenen Zinsniveau und hohen Inflationsraten beeinflusst. Sie wirkten sich negativ auf die Investitionsbereitschaft und damit auf die Nachfrage nach Antriebstechnik aus. Geplante Investitionen wurden aufgrund der Marktbelastungen teilweise aufgeschoben oder gestoppt. 4) Ertragslage Der Konzernumsatz erhöhte sich im Geschäftsjahr 2023 leicht um 0,7 Prozent auf 1.087,9 Mio. EUR (Vj. 1.079,9 Mio. EUR). Die nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellte Konzerngewinn- und Verlustrechnung weist für das Geschäftsjahr 2023 einen Rohertrag von 654,0 Mio. EUR aus (Vj. 651,7 Mio. EUR). Die Rohertragsmarge liegt damit bei 60,8 Prozent der Gesamtleistung (Vj. 60,6 Prozent). Die Ertragskraft in der NORD Gruppe (Basis EBIT) ist weiter um 15,3 Mio. EUR angestiegen. Damit liegt das Betriebsergebnis (EBIT) bei 224,7 Mio. EUR (Vj. 209,4 Mio. EUR). Dies entspricht 20,9 Prozent (Vj. 19,5 Prozent) der Gesamtleistung. Der Saldo aus Zinserträgen und -aufwendungen beträgt 6,7 Mio. EUR, während das Vorjahr einen Saldo von nur 0,7 Mio. EUR ausgewiesen hatte. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) ist in der NORD Gruppe um 21,3 Mio. EUR auf 231,4 Mio. EUR (Vj. 210,1 Mio. EUR) angestiegen. Der Ertragssteueraufwand ist auf 42,5 Mio. EUR (Vj. 34,2 Mio. EUR) gestiegen. Dies entspricht einer Ertragssteuerquote von 18,4 Prozent (Vj. 16,3 Prozent). Der Jahresüberschuss verzeichnet einen Anstieg um 12,7 Mio. EUR auf 186,3 Mio. (Vj. 173,6 Mio. EUR). 5) Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 114,0 Mio. EUR auf 1.170,3 Mio. EUR (Vj. 1.056,3 Mio. EUR) erhöht. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf den starken Anstieg der flüssigen Mittel (+64,7 Mio. EUR) und der Wertpapiere (+56,8 Mio. EUR) sowie des Anlagevermögens (+33,4 Mio. EUR) aber bei einem Rückgang der Vorräte (-36,9 Mio. EUR) und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (-4,0 Mio. EUR) zurückzuführen. Das Eigenkapital (einschließlich der Anteile Dritter) ist von 908,8 Mio. EUR auf 1.037,8 Mio. EUR angestiegen. Die Eigenkapitalquote betrug damit 88,7 Prozent (Vj. 86,0 Prozent). Die Finanzschulden (Bankverbindlichkeiten) sind durch die Ausnutzung eines Dispositionskredites im Vergleich zum Vorjahr bei 3,4 Mio. EUR gleich geblieben. 6) Finanzlage Ziel der Unternehmensleitung ist es, zu jeder Zeit eine ausreichende Liquidität in der NORD Gruppe sicherzustellen, um auch auf der Finanzseite eine stabile Basis für die Fortsetzung des profitablen Wachstums zu sichern. Vor diesem Hintergrund hat NORD auch im Jahr 2023 eine angemessene Liquiditätsausstattung durch einen Bestand von Wertpapieren und Zahlungsmitteln in Höhe von 410,9 Mio. EUR (Vj. 289,3 Mio. EUR) vorgehalten. Innerhalb der NORD Gruppe wird nach dem Grundsatz der internen Finanzierung gehandelt. Die Tochtergesellschaften nutzen entweder ihre eigenen Liquiditätsüberschüsse oder bei weiterem Finanzierungsbedarf die Möglichkeit konzerninterner Darlehen unter Berücksichtigung der länderspezifischen Gegebenheiten. Vereinzelt sind Kreditlinien mit lokalen Banken vereinbart. 7) Investitionen Die NORD Gruppe hat auch im Berichtsjahr 2023 den kontinuierlichen Ausbau durch gezielte Investitionen unterstützt. Dabei standen Investitionen in den Produktionsbereich erneut im Vordergrund. Der Investitionsentscheidungsprozess ist für die Gruppe zentralisiert. So wird jede größere Investition durch ein zentrales Investitionsgremium bzw. durch die Gesellschafter freigegeben. Insgesamt haben wir im Berichtsjahr 2023 Investitionen in Höhe von 67,0 Mio. EUR (Vj. 57,0 Mio. EUR) getätigt. Gemessen am Konzernumsatz liegt die Investitionsquote damit bei 6,2 Prozent (Vj. 5,3 Prozent). Investitionen nach Regionen:
Im Geschäftsjahr 2023 lag der Schwerpunkt der Investitionstätigkeit bei Gebäuden und technischen Anlagen in den Werken in USA und Polen. 8) Gesamtbewertung des Geschäftsjahres 2023 Die NORD Gruppe ist im Geschäftsjahr 2023 leicht gewachsen und hat trotz des anhaltend schwierigen gesamtwirtschaftlichen Umfelds einen Konzernumsatz in Höhe von 1.087,9, was einem Anstieg um 0,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr von 1.079,9 Mio. EUR entspricht. Das Ergebnis vor Steuern konnte gegenüber dem Vorjahr trotz höherer Personalkosten und Abschreibungen weiter gesteigert werden und liegt nun bei 231,4 Mio. EUR. Der Anstieg des Ergebnisses zum Vorjahr (+21,3 Mio. EUR) ist auf die Kostenkontrolle zurückzuführen. Damit wurde der Ausblick 2023 aus dem Lagebericht 2022 in Hinblick des Umsatzes leicht verfehlt, aber im Ergebnis übertroffen. Trotz des gestiegenen Wettbewerbsdrucks zeigt die insgesamt vergleichsweise gute Entwicklung, dass das auf Stabilität und Nachhaltigkeit angelegte Geschäftsmodell der NORD Gruppe tragfähig ist. 9) Forschung und Entwicklung Unsere Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten bilden die Grundlage unserer Zukunftsfähigkeit und sind von zentraler Bedeutung für NORD. Als einer der Marktführer im Bereich Antriebstechnik übernehmen wir globale Verantwortung und verfolgen bei Produktinnovationen eine nachhaltige, zielgerichtete und ganzheitliche Strategie, die von den beiden Megatrends Energieeffizienz und Digitalisierung geleitet wird. Unser Ziel ist es, neue innovative und energetisch hocheffiziente Systemlösungen in der Antriebstechnik zum Nutzen unserer Kunden zu generieren. Der Klimaschutz gehört dabei zu den wichtigsten Innovationstreibern - und zwar nicht nur in Bezug auf Effizienzsteigerungen im Betrieb, sondern auch hinsichtlich Ressourceneffizienz in der Herstellung. Durch den verstärkten Einsatz der Finite-Elemente-Simulation reduzieren wir sowohl bei unseren Neuentwicklungen als auch bei den bestehenden Getriebeserien den Materialeinsatz bei gleichbleibender Leistungsdichte. An unserem Standort in Bargteheide sind rund 141 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in verschiedenen Entwicklungsabteilungen tätig. Auch künftig werden die Themen Klimaschutz, Energieeffizienz und Digitalisierung nicht an Relevanz verlieren, ganz im Gegenteil. Nachhaltigkeit bleibt eine zentrale Anforderung und die digitale Transformation in der Industrie schreitet weiter voran. Mit der Entwicklung intelligenter, hocheffizienter Technologien bieten wir unseren Kunden langlebige und nachhaltige Antriebslösungen für das Industrie-4.0-Zeitalter, unterstützen bei der Reduzierung des Energieverbrauchs und stehen bei Antriebsauslegung und Retrofit-Projekten beratend zur Seite. Dank schnellem Return on Investment bei niedriger Total Cost of Ownership sind die neuen NORD-Produkte zudem ein entscheidender Baustein bei der Optimierung der Gesamtbetriebskosten. 10) Mitarbeitende Zum Geschäftsjahresende am 31. Dezember 2023 waren in der NORD Gruppe 4.835 (Vorjahr: 4.890) Mitarbeitende beschäftigt. Die regionale Aufteilung ist aus der folgenden Aufstellung ersichtlich: Mitarbeitende nach Regionen (zum Bilanzstichtag):
Qualifizierte und motivierte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sind eine wichtige Voraussetzung für den nachhaltigen Erfolg unseres Unternehmens. Durch gezielte Programme zur Aus- und Weiterbildung in der NORD Gruppe kann nicht nur der Bedarf an gut qualifiziertem Fachpersonal gedeckt, sondern auch die Mitarbeiterbindung weiter verstärkt werden. Das Unternehmen verzeichnet weltweit seit Jahren eine geringe Personalfluktuation. Arbeitssicherheit Die Arbeitsschutzpolitik der NORD Gruppe richtet sich an alle Mitarbeitende und Bereiche des Unternehmens und definiert die gesellschaftliche Verantwortung des Unternehmens, sowie die daraus hergeleiteten Schwerpunkte der Umsetzung. Ziel ist die kontinuierliche Verbesserung des betrieblichen Arbeitsschutzes. Alle arbeiten gleichermaßen verantwortungsbewusst bei der täglichen Umsetzung von Arbeitsschutzmaßnahmen mit. Jeder hat die Pflicht, auf erkannte Gefahren hinzuweisen, sowie das Recht auf Beseitigung von Gefahrenpotentialen. Wir schützen unsere Mitarbeitenden durch umfangreiche, vorbeugende Maßnahmen vor gesundheitlichen Beeinträchtigungen. NORD verpflichtet sich, einschlägige Gesetze und Vorschriften einzuhalten. Die Zusammenarbeit mit Behörden, Institutionen und qualifizierten Partnern wird laufend gepflegt. Das Ziel unserer Anstrengungen ist es, die Organisation und die Einrichtungen in einer Form zu gestalten, dass die Sicherheit und die Gesundheit der Mitarbeitenden nicht beeinträchtigt werden. Hierzu werden Analysen zur Gefährdung und Belastung durchgeführt. Präventive Maßnahmen stehen hierbei im Vordergrund. Das Unternehmen schafft die Möglichkeit der individuellen Schulung zum Thema "Arbeitsschutz". Alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen haben die Verantwortung und die Pflicht, dieses Angebot wahrzunehmen und die daraus gewonnenen Erkenntnisse umzusetzen. 11) Nachhaltigkeit[1] Nachhaltiges und verantwortungsvolles Wirtschaften ist ein zentraler Handlungsgrundsatz für die NORD-Gruppe. Die nachhaltige Ausrichtung des Konzerns zeigt sich im Bestreben nach möglichst umweltfreundlichen und sicheren Produkten, klima- und umweltschonenden Produktionsprozessen sowie nach einer sicheren und diskriminierungsfreien Arbeitsumgebung. Dies ist in unserer Unternehmenspolitik als zentrales Leitbild verankert. Die NORD Gruppe und ihre operativen Einheiten streben ein ausgewogenes Verhältnis der ökologischen, ökonomischen und sozialen Aspekte ihrer Aktivitäten an. Im Jahr 2022 haben wir außerdem eine globale Nachhaltigkeitsstrategie entwickelt, in der wir uns ambitionierte Ziele bis zum Jahr 2025 in den Handlungsfeldern Umwelt, Menschen, Produkte, Lieferkette und Governance gesetzt haben. Auch im Berichtsjahr 2023 haben wir die gesteckten Ziele erreichen können. So konnten wir bereits unseren zweiten Nachhaltigkeitsbericht über unsere deutschen Gesellschaften veröffentlichen, globale Umweltkennzahlen erfassen und eine Klimastrategie entwickeln. Grundlage unserer Nachhaltigkeit ist die konsequente Einhaltung aller relevanten Gesetze und Vorschriften. Umweltschutz, Ressourcenschonung und Menschenrechte sind für uns aber nicht nur eine Frage von Gesetzen und Verordnungen. Wir fokussieren diese aus eigener Initiative und Verpflichtung mit dem Ziel einer kontinuierlichen Verbesserung. Der Geltungsbereich des Umweltmanagementsystems umfasst die Unternehmenszentrale am Standort Bargteheide. Der Geltungsbereich des Energiemanagementsystems umfasst alle inländischen Werke an den Standorten in Bargteheide, Glinde und Gadebusch. Die aus den Umwelt- und Energiemanagementsystemen gewonnenen Erkenntnisse nutzen wir weltweit. Im Berichtsjahr 2023 konnten wir einen NORD Umweltmanagementstandard entwickeln, den wir an drei Standorten ausrollen konnten. Im Zusammenhang mit der Auswahl unserer Lieferanten beachten wir auch deren Engagement im Umweltschutz, sowie die Wahrung von Menschenrechten. Darauf aufbauend haben wir im Berichtsjahr 2023 das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz inklusive einer Risikoanalyse über unsere Lieferanten umgesetzt. Beim Beschaffungsvorgang wesentlicher energieverbrauchender Einrichtungen ist Energieeffizienz auch ein Entscheidungskriterium. Bei der Entwicklung neuer Produkte oder Fertigungsverfahren berücksichtigen wir die damit verbundenen Umweltauswirkungen frühzeitig und haben Nachhaltigkeit in unsere Entwicklungsprozesse und Konstruktionsrichtlinien eingebunden. Wir streben nach Einsatz von optimalen Rohstoffen und Zwischenprodukten und gestalten unsere Produkte so, dass sie nach Gebrauch im größtmöglichen Umfang einer Verwertung zugeführt werden können und im Einsatz bei unseren Kunden dazu beitragen, den Verbrauch von Energieressourcen zu reduzieren. Zusätzlich dazu haben wir im Berichtsjahr 2023 einen Beratungsansatz entwickelt, um unsere Kunden optimal bei der Emissionsermittlung in der Nutzungsphase unterstützen zu können. Wir optimieren unsere Fertigungsprozesse im Hinblick auf geringstmögliche Emissionen sowie niedrigen Energie- und Ressourcenverbrauch. Wir überwachen umweltbelastende Emissionen sowie unseren Energieverbrauch regelmäßig. Umweltbelastungen durch Abfälle, Abwasser und Lärm sowie Energieverschwendung wollen wir möglichst reduzieren und bestenfalls vermeiden. Wir fördern das eigenverantwortliche, umwelt- und energiebewusste Handeln unserer Mitarbeitenden, indem wir sie informieren, schulen und dazu ermutigen, eigene Ideen und Lösungsvorschläge einzubringen. Die Geschäftsführung verpflichtet und bekennt sich zur Verfügbarkeit von Informationen, sowie zur Bereitstellung der erforderlichen Ressourcen zur Erreichung der operativen und strategischen Nachhaltigkeitsziele. Die NORD Umwelt- und Energiepolitik wird regelmäßig überprüft und im Bedarfsfall angepasst. Wir informieren über unsere Aktivitäten und die damit verbundenen Umweltauswirkungen und pflegen ein durch Offenheit und Vertrauen geprägtes Verhältnis zu den zuständigen Behörden. 12) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Weitere wesentliche Ereignisse von besonderer Bedeutung für die NORD Gruppe sind nach Abschluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten. 13) Risiken und Chancen Die im Folgenden beschriebenen zukunftsgerichteten Aussagen und Informationen beruhen auf unseren heutigen Erwartungen und Einschätzungen. Sie bergen daher eine Reihe von Risiken und Ungewissheiten. Viele Faktoren, von denen zahlreiche außerhalb des Einflussbereichs der NORD Gruppe liegen, wirken sich auf die Geschäftsaktivitäten der Gruppe und dessen Ergebnisse aus. Die tatsächliche Geschäftsentwicklung kann unter anderem aufgrund der folgenden Chancen und Risiken von unseren Planungen abweichen. Die Entwicklung hängt insbesondere vom gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Umfeld ab und kann durch zunehmende Unsicherheiten der wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen beeinflusst werden, insbesondere in Hinblick auf den Ukraine-Krieg. Markt- und Wettbewerbsrisiken Marktrisiken resultieren daraus, dass die gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Entwicklung ungünstiger verlaufen kann als im Prognosebericht dargestellt. Zusätzlich können Risiken aus handels- und geopolitischen Spannungen den Erholungskurs der Weltwirtschaft teilweise ausbremsen. Besonders im Fokus steht dabei eine mögliche Eskalation des Handelskonflikts zwischen den USA und China, von dem auch Unternehmen betroffen sein können, die über ihre regionale Umsatzstruktur in beiden Ländern präsent sind. Zusätzlich stellt der Krieg zwischen Russland und der Ukraine einen weiteren erfolgshemmenden Faktor dar. Auf mittlere Sicht könnten neue Handelsbarrieren die Produktion spürbar beeinträchtigen und die Unterbrechung globaler Lieferketten nochmals verschärfen. Hinzu treten Finanzmarktrisiken, etwa in Form höherer Risikoprämien für Schwellenländer, welche die Finanzierung von Investitionen erschweren. In Summe könnte sich dies negativ auf die Investitionsbereitschaft der Kunden und die daraus resultierende Nachfrage nach Produkten der NORD Gruppe auswirken. Ob jedoch solche Marktrisiken relevant werden und dann einen wesentlichen Einfluss auf die Geschäfts- und Ertragslage haben, ist zurzeit nicht absehbar. Darüber hinaus beobachtet die NORD Gruppe den Markt und den Wettbewerb intensiv, um Marktrisiken frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig Produktionskapazitäten anpassen zu können. Über das weltwirtschaftliche Wachstum hinaus analysiert die NORD Gruppe unter anderem die Wechselkursentwicklung, die Preisstabilität, das Konsum- und Investitionsklima, die Außenhandelsaktivität sowie die politische Stabilität in den wesentlichen Absatzmärkten und prüft fortlaufend die möglichen Auswirkungen auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des Konzerns. Weitere Risiken gehen von der ständigen Veränderung des politischen, rechtlichen und gesellschaftlichen Umfelds des Unternehmens aus. Aufgrund der wirtschaftlichen Tätigkeit in Ländern, in denen politische und rechtliche Unsicherheiten bestehen, unterliegt die NORD Gruppe den entsprechenden Gefahren durch staatliche Reglementierungen, Änderungen bei Zollbestimmungen, Kapitaltransferbeschränkungen oder auch Enteignungen und soziale Unruhen. Wettbewerbsrisiken beschreiben das Risiko, dass die NORD Gruppe aufgrund wachsenden Wettbewerbsdrucks die erwarteten Margen und Marktanteile nicht erreicht. Die Märkte der NORD Gruppe sind durch einen intensiven, auch über den Preis geführten Wettbewerb gekennzeichnet. Der Preiswettbewerb wird dadurch verschärft, dass manche Hersteller, teils aufgrund der Währungssituation, teils aufgrund geringer lokaler Lohnkosten, über Kostenvorteile verfügen. In der Zukunft wird sich der Wettbewerbsdruck erwartungsgemäß weiter erhöhen. Zur Begrenzung des Wettbewerbsrisikos ist die NORD Gruppe ferner bestrebt, die eigene Kostenposition zu verbessern und günstige, stabile Bezugsquellen zu erschließen. Darüber hinaus evaluiert die NORD Gruppe fortwährend die Möglichkeiten zum Ausbau und zur Stärkung der Marktposition - insbesondere über den gezielten Bau und die Erweiterung von Produktionsanlagen. Finanzielle Risiken Die grundlegenden Risikostrategien für das Währungs- und Liquiditätsmanagement sowie die Ziele und Grundlagen der Finanzierung werden von den Gesellschaftern festgelegt. Dieses Gremium trifft sich regelmäßig. Als weltweit agierende Gruppe sind wir einer Reihe von finanziellen Risiken ausgesetzt. Hierzu zählen insbesondere Liquiditätsrisiken sowie Risiken, die aus einer Veränderung der Zinsen und Währungskurse resultieren. Aufgrund der fortdauernden Unsicherheiten an den Finanzmärkten, insbesondere im Euroraum, wurde die Überwachung dieser Risiken weiter verstärkt. Die NORD Gruppe verfolgt seit Jahren eine konservative und vorausschauende Politik der Liquiditätssicherung. Den Währungskursrisiken wirken wir entgegen, indem im Rahmen der Risikostrategie zentral Sicherungsentscheidungen getroffen werden. Dabei setzen wir Devisentermingeschäfte ein. Produktionsrisiken Eine Betriebsunterbrechung in einem unserer Hauptwerke über einen längeren Zeitraum könnte die Ertragslage und die Reputation des Unternehmens negativ beeinflussen. Priorität haben daher bei NORD Maßnahmen, die eine Betriebsunterbrechung vermeiden. Hierzu zählen insbesondere eine präventive Produktionsüberwachung und -wartung und vorbeugende Maßnahmen. Sollte trotz dieser Vermeidungsstrategien dennoch eine Betriebsunterbrechung auftreten, verfügen wir über Liefernetzwerke zwischen den Produktionsstätten, damit die Betriebsunterbrechung bei unseren Kunden keine bzw. nur geringe Auswirkungen hat. Beschaffungsrisiken Auf der Beschaffungsseite stellen die generelle Verfügbarkeit von Teilen und Komponenten sowie steigende Einkaufspreise von Rohstoffen, Energie sowie Vor- und Zwischenprodukten potenzielle Risiken dar. Die Material-, Energie- und Logistikkosten haben sich im Geschäftsjahr 2023 zwar insgesamt leicht rückläufig entwickelt, bleiben aber weiterhin wesentliche Einflussfaktoren auf die Kostenstruktur der NORD Gruppe. Außerdem können geopolitische Entwicklungen die Beschaffungspreise etwa bei Energierohstoffen abrupt ansteigen lassen. Darüber hinaus beeinflusst die Situation an den Rohstoffmärkten mit einer Verzögerung von typischerweise drei bis sechs Monaten die Preisentwicklung bei Komponenten. Die Lieferkettenrisiken für das Geschäftsjahr 2024 werden unter den aktuell vorherrschenden Marktbedingungen als beherrschbar erachtet. Die NORD Gruppe hat Gegenmaßnahmen auf der Lieferantenseite ergriffen. So wird den Störungen in den Lieferketten mit einer verstärkten Diversifizierung auf der Lieferantenseite und einem engmaschigen Monitoring der Lieferanten im Rahmen des globalen Beschaffungswesens begegnet. Die Diversifikation wird auch im Geschäftsjahr 2024 weiter vorangetrieben.. Daraus resultierende Lieferrückstände oder -engpässe können sich grundsätzlich vorübergehend umsatz- und liquiditätsmindernd auswirken und Produktionsineffizienzen zur Folge haben. Insgesamt werden die Beschaffungsrisiken weiterhin als mittelhoch eingeschätzt. Dem Risiko wird mit einer fortlaufenden Überwachung der Lieferketten, der Materialverfügbarkeit und der Lieferfähigkeit von Lieferanten begegnet. Für kritische Materialien werden zudem Sicherheitsbestände vorgehalten. Die NORD Gruppe ist bestrebt, Preissteigerungen an die Kunden weiterzugeben, doch gelingt dies unter Berücksichtigung der Wettbewerbssituation nicht immer vollständig. IT-Risiken Aufgrund der intensiven Vernetzung der Standorte untereinander sowie mit dem externen Unternehmensumfeld ist die NORD Gruppe darüber hinaus abhängig von reibungslos funktionierenden IT-Systemen. Etwaigen IT-bezogenen Risiken, die aus dem Ausfall der IT-Systeme und der IT-Infrastruktur oder Migrationsrisiken bei Software-Updates erwachsen können, begegnet die NORD Gruppe durch die fortlaufende Weiterentwicklung einer verlässlichen, erweiterbaren und flexiblen IT-Systemlandschaft. Die Qualitätssicherung erfolgt zusätzlich über externe unabhängige Prüfungen. Verschiedene technische und organisatorische Maßnahmen schützen die Daten der NORD Gruppe vor unberechtigtem Zugriff, Missbrauch und Verlust. Hierzu zählen insbesondere Maßnahmen zum Schutz vor und zur Abwehr von Cyber-Angriffen auf die IT-Systeme der NORD Gruppe. So werden unter anderem die Zugriffe auf die Konzerninfrastruktur auf ihre Berechtigung geprüft. Versicherungen in einem wirtschaftlich sinnvollen Umfang begrenzen das Risiko möglicher Schadensfälle zusätzlich. Rechtliche Risiken Als international tätiges Unternehmen ist die NORD Gruppe einer Vielzahl von rechtlichen Risiken ausgesetzt. Hierzu gehören insbesondere Risiken aus den Bereichen Produkthaftung, Wettbewerbsrecht, Steuerrecht, Personal und Umweltschutz. Es liegen gegenwärtig keine Erkenntnisse über wesentliche drohende Risiken in diesen Bereichen vor. Für potenzielle Schadensfälle und Haftungsrisiken hat die NORD Gruppe angemessene Versicherungen abgeschlossen, die sicherstellen, dass mögliche finanzielle Folgen eingetretener Risiken ausgeschlossen bzw. limitiert werden. Der Umfang dieser Versicherungen wird laufend in Anlehnung an die konkreten Anforderungen der Geschäftsbereiche optimiert. Gesamtaussage zur Risikosituation in der NORD Gruppe Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Risikosituation von NORD nicht wesentlich geändert, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden oder zu einer dauerhaften oder wesentlichen Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der NORD Gruppe führen könnte. Aus heutiger Sicht sind keine Risiken ersichtlich, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden. Die Risiken aus dem andauernden Ukraine-Krieg zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts sind nicht absehbar. Während der Risikobericht auf mögliche negative Einflussfaktoren und Abweichungen von dem im Prognosebericht unterstellten Szenario abstellt, sind auch mögliche positive Einflussfaktoren zu berücksichtigen. 14) Prognosebericht Ausblick gesamtwirtschaftliches Umfeld Der IWF erwartet für das Jahr 2024 ein Wachstum der Weltwirtschaftsleistung in Höhe von 3,1 Prozent und damit auf einem vergleichbaren Niveau zum Jahr 2023; der Durchschnittswert der vergangenen Jahre (2000-2019) lag bei 3,8 Prozent. Belastet wird das Wirtschaftswachstum durch die restriktive Geldpolitik, die Rücknahme der fiskalischen Unterstützungsmaßnahmen sowie das niedrige zugrunde liegende Produktivitätswachstum (IWF, Januar 2024). Aus Sicht des IWF bestehen allerdings erhebliche Risiken für die makroökonomische Prognose. So könnten aufgrund des Nahostkonflikts, der anhaltenden Angriffen im Roten Meer und des Kriegs in der Ukraine angebotsseitige Schocks zu erneut stark steigenden Lebensmittel-, Energie- und Transportkosten führen. Ein daraus resultierender erneuter Anstieg der Inflation würde zugleich eine Verfestigung der wachstumshemmenden Geldpolitik bedeuten. Zudem wird eine verstärkte Umsetzung von Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen aufgrund der in vielen Volkswirtschaften notwendigen Haushaltskonsolidierung als Risiko für das Wirtschaftswachstum gesehen. In China könnte sich der anhaltend angeschlagene Immobiliensektor weiterhin negativ auf das Binnenwachstum und die Handelspartner auswirken. Ausblick der NORD-Gruppe Die NORD-Gruppe erwartet für das Geschäftsjahr 2024 einen Umsatzrückgang im einstelligen Prozentbereich und damit verbunden einen rückläufigen Gewinn sowie leicht rückläufige Rentabilität. Weiter wird damit gerechnet, dass sich die Unsicherheiten auf den Beschaffungsmärkten - sowohl hinsichtlich der Materialverfügbarkeit als auch bei der Materialpreisentwicklung - fortsetzen werden.
Bargteheide, im August 2024 NORD Drivesystems KG [1] Dieser Abschnitt ist ungeprüft. KonzernbilanzAktiva
Konzern Gewinn- und Verlustrechnung
Konzern-Anhang 2023Grundsätze Grundlagen Die NORD Drivesystems KG als Obergesellschaft des NORD Drivesystems KG Konzern (im Folgenden: NORD Drivesystem Gruppe) ist unter der Nummer HRA 3262 AH im Handelsregister des Amtsgerichts Lübeck eingetragen. Sie stellt ihren Konzernabschluss nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) auf. Ergänzend werden die Vorschriften des Publizitätsgesetzes (PublG) beachtet. Soweit in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Positionen zur Verbesserung der Übersichtlichkeit zusammengefasst sind, werden sie im Anhang einzeln aufgeführt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt, jedoch erweitert um den gesonderten Ausweis der Gesamtleistung, des Betriebsergebnisses und des Ergebnisses vor Steuern. Die Berichtswährung ist Euro. Alle Beträge werden in Tausend Euro (T-EUR) angegeben, soweit nichts anderes vermerkt ist. Die Stichtage der einbezogenen Abschlüsse sind mit dem Stichtag des Jahresabschlusses der NORD Drivesystems KG identisch. Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss werden neben der NORD Drivesystems KG alle Unternehmen einbezogen, über die die NORD Drivesystems KG direkt oder indirekt einen beherrschenden Einfluss (Mehrheit der Stimmrechte, Recht zur Bestimmung der Finanz- und Geschäftspolitik) ausübt. Die 9 inländischen und 37 ausländischen in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften sind in der Aufstellung über den Anteilsbesitz am Ende des Anhangs aufgeführt. Durch die Einbeziehung in diesen Konzernabschluss sind Getriebebau NORD GmbH & Co. KG, Bargteheide, und Produktionstechnik NORD GmbH & Co. KG, Bargteheide, gem. § 264b HGB von der Verpflichtung befreit, ihren Jahresabschluss (und Lagebericht) prüfen zu lassen und offenzulegen. Konsolidierungsgrundsätze Bei allen Konzernunternehmen erfolgt die Einbeziehung nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung (§§ 300-307 HGB). Die Einzelabschlüsse werden zunächst unter Beachtung der jeweiligen nationalen Bilanzierungsbestimmungen aufgestellt. Soweit diese Bestimmungen von den Bilanzierungsvorschriften des HGB abweichen, werden die ausländischen Abschlüsse an die deutschen handelsrechtlichen Gliederungs- und Bewertungsvorschriften (§ 308 HGB) angepasst, ggf. mit Bildung latenter Steuern nach dem bilanzorientierten temporary-Konzept. Die Kapitalkonsolidierung erfolgte in der Vergangenheit nach der Buchwertmethode, d.h. die Beteiligungsbuchwerte der Muttergesellschaften wurden gegen die im Zeitpunkt des Erwerbs vorhandenen Eigenkapitalwerte der Tochtergesellschaften aufgerechnet. Dabei entstehende aktive Unterschiedsbeträge wurden als Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung aktiviert und in der Folgekonsolidierung über einen Zeitraum von fünf Jahren erfolgswirksam linear abgeschrieben. Seit der verpflichtenden Einführung der Neubewertungsmethode nach § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB in der Fassung des BilMoG kam es zu keinen Erstkonsolidierungen von neu erworbenen Tochtergesellschaften. Firmenwerte bis zu 150TEUR werden bei Erwerb sofort verrechnet. Die gegenseitigen Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Gesellschaften werden untereinander aufgerechnet, § 303 HGB. Zwischenergebnisse, die aus konzerninternen Lieferungen stammen, werden unter Berücksichtigung von latenten Steuern eliminiert, § 304 HGB. Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Gewinnausschüttungen werden voll gegeneinander aufgerechnet, § 305 HGB. Auf die ergebniswirksamen Konsolidierungsmaßnahmen, insbesondere auf die Eliminierung der Zwischenergebnisse, wurden gem. § 306 HGB latente Steuern gebildet. Währungsumrechnung Die Umrechnung der in fremder Währung aufgestellten Jahresabschlüsse erfolgt nach der modifizierten Stichtagskursmethode (§ 308a HGB). Die Umrechnung der Aktiv- und Passivwerte (mit Ausnahme des Eigenkapitals) sowie der Haftungsverhältnisse und der sonstigen finanziellen Verpflichtungen erfolgt zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag. Innerhalb des Eigenkapitals erfolgt die Umrechnung des gezeichneten Kapitals zu historischen Währungskursen, während der Jahresüberschuss ebenso wie die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet werden. Die sich daraus ergebenden Differenzen im Eigenkapital (im Vergleich zur Umrechnung mit den aktuellen Währungskursen) werden in der Konzernbilanz im Eigenkapital zwischen den Positionen "Gewinnrücklagen und übrige Eigenkapitalpositionen" und "Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter" aufgeteilt. Währungen Für die Währungsumrechnung wurden unter anderem folgende wichtige Wechselkurse verwendet:
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die in den Konzernabschluss übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden aller in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften werden einheitlich nach den für das Mutterunternehmen anwendbaren Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie ergänzend nach den Vorschriften des HGB für große Kapitalgesellschaften angesetzt und bewertet, §§ 300, 308 HGB. Anlagevermögen Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, angesetzt. Das Sachanlagevermögen ist mit Anschaffungskosten oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer, bewertet. Die Nutzungsdauer und die Abschreibungsmethode werden jedes Jahr überprüft und an die tatsächlichen Gegebenheiten angepasst. Im Einzelnen liegen den Wertansätzen folgende Nutzungsdauern zugrunde:
Vorräte Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren Nettoveräußerungswert bewertet. Der Nettoveräußerungswert entspricht dem erzielbaren Veräußerungserlös abzüglich der noch bis zur Fertigstellung anfallenden Kosten und abzüglich der bis zur Veräußerung anfallenden Vertriebskosten. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbedingte Abschreibungen, die direkt dem Herstellungsprozess zugeordnet werden können. Kosten der Verwaltung und des sozialen Bereichs werden berücksichtigt, soweit sie der Produktion zuzuordnen sind. Die Bewertung des Vorratsvermögens erfolgt nach dem Durchschnittsverfahren. Die Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Wertpapiere Die festverzinslichen Wertpapiere des Umlaufvermögens werden mit ihren Anschaffungskosten oder mit ihrem niedrigeren Stichtagskurs oder Rückzahlungsbetrag angesetzt. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und flüssige Mittel Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und flüssige Mittel werden grundsätzlich zu ihrem Nominalbetrag angesetzt. Bei der Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wird den erkennbaren Risiken durch angemessene Wertberichtigungen Rechnung getragen. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden in der Höhe der im Geschäftsjahr geleisteten Ausgaben gebildet, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. Latente Steuern Latente Steuern werden nach dem bilanzorientierten temporary-Konzept gem. §§ 274 und 306 HGB auf Unterschiedsbeträge von Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden zwischen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz gebildet. Zudem sind latente Steuern auf zeitliche Differenzen aus ergebniswirksamen Konsolidierungsmaßnahmen angesetzt. Latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge werden nur aktiviert, soweit der daraus resultierende Vorteil innerhalb der nächsten fünf Jahre voraussichtlich auch realisiert werden kann. Die aktiven und passiven Steuern werden saldiert ausgewiesen. Für die Bewertung der latenten Steuern wird der Steuersatz zu Grunde gelegt, der in den einzelnen Ländern zum Zeitpunkt der Auflösung der zeitlichen Differenzen bzw. Nutzung der steuerlichen Verlustvorträge gelten wird (Steuersätze zwischen 9% und 34%). Rückstellungen Rückstellungen werden für die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet. Rückstellungen für Gewährleistungsansprüche werden unter Berücksichtigung des bisherigen bzw. des geschätzten zukünftigen Schadensverlaufs gebildet. Vermögensgegenstände, die der Erfüllung von Altersteilzeitverpflichtungen dienen und verpfändet sind, werden gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den entsprechenden Rückstellungen saldiert. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. Passive Rechnungsabgrenzungsposten Passive Rechnungsabgrenzungsposten sind in Höhe der im Geschäftsjahr erhaltenen Einnahmen gebildet, die Ertrag für die Folgezeit darstellen. Erläuterungen zur Konzernbilanz (1) Anlagevermögen Die Entwicklung und Aufgliederung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ergibt sich aus dem Konzernanlagenspiegel, Seite 4 des Konzernabschlusses. (2) Vorräte Die Vorräte gliedern sich wie folgt auf:
Zwischengewinne und -verluste wurden erfolgswirksam eliminiert. (3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich wie folgt zusammen:
(4) Wertpapiere Bei den sonstigen Wertpapieren handelt es sich um Commercial Paper, Schuldscheindarlehen sowie festverzinsliche Wertpapiere mit jeweils kurzen Restlaufzeiten. (5) Flüssige Mittel Die flüssigen Mittel setzen sich aus Kassenbeständen, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten zusammen. Die flüssigen Mittel unterliegen keinen Verfügungsbeschränkungen. (6) Aktive latente Steuern
Auf temporäre Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz wurden aktive latente Steuern von 2.804 T-EUR (Vorjahr: 2.519 T-EUR, Differenzen bei den Vorräten und Rückstellungen) und passive latente Steuern von 2.817 T-EUR (Vorjahr: 2.716 T-EUR, Differenzen bei den Sachanlagen, insbesondere Gebäuden, und Vorräten) gebildet, saldiert -13 T-EUR. Die latenten Steuern aus der Anpassung an konzerneinheitliche Bewertungsmethoden resultieren aus Pauschalwertberichtigungen auf Forderungen und Gewährleistungsrückstellungen. (7) Eigenkapital Das Eigenkapital des Mutterunternehmens wird unter Berücksichtigung der Verwendung des Konzernjahresüberschusses dargestellt und setzt sich wie folgt zusammen:
Die Anteile anderer Gesellschafter entfallen ausschließlich auf den Minderheitsgesellschafter NORD Beteiligungs KG. (8) Sonstige Rückstellungen
In den übrigen Rückstellungen sind überwiegend Beträge für ausstehende Rechnungen enthalten. Gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB i.V.m. § 298 Abs. 1 HGB wurden Rückstellungen für Altersteilzeit in Höhe von 1,8 Mio. EUR mit den Aktivwerten der Rückdeckung in Höhe von 148 T-EUR verrechnet. Die Anschaffungskosten der verrechneten Vermögensgegenstände (Bankguthaben) entsprechen dem beizulegenden Zeitwert. Es wurden Zinsaufwendungen in Höhe von 9 T-EUR aus der Aufzinsung (Zinssatz: 1,04 %) gebucht. (9) Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. (10) Sonstige Verbindlichke iten
Erläuterungen zur Konzerngewinn- und Verlustrechnung (11) Umsatzerlöse Die Aufteilung der Umsatzerlöse nach geografisch bestimmten Regionen ist der nachstehenden Tabelle zu entnehmen:
Es wird auf die Umsatzaufteilung nach Tätigkeitsbereichen nach § 314 Abs. 1 Nr. 3 HGB verzichtet, da sich die Tätigkeitsbereiche der einbezogenen Unternehmen nicht wesentlich voneinander unterscheiden. (12) Sonstige betriebliche Erträge
In den übrigen Erträgen sind Zuschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens in Höhe von 1.645 TEUR enthalten. (13) Materialaufwand
In Abweichung zur Vorgehensweise im Vorjahr wurden die Ergebnisse der Zwischenergebniseliminierung im Berichtsjahr unter dem Materialaufwand erfasst. Die Vorjahresangabe (Ausweis unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen) wurde nicht angepasst. (14) Personalaufwand
Die Angabe der Gesamtbezüge der Mitglieder des Geschäftsführungsorgans des Mutterunternehmens unterbleibt gem. §§ 286 Abs. 4 i.V.m. 314 Abs. 3 HGB. (15) Sonstige betriebliche Aufwendungen
Zum Ausweis der Ergebnisse der Zwischenergebniseliminierung wird auf die Erläuterung zum Materialaufwand verweisen. In den übrigen betrieblichen Aufwendungen sind u.a. Vertriebs- und Verwaltungskosten, Währungsverluste von 735 T-EUR als auch die Zuführung zu Rückstellung für drohende Verluste aus abgeschlossenen Devisenkontrakte (1,6 Mio EUR) enthalten. Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar beträgt 252 T-EUR, davon entfallen 115 T-EUR auf die Abschlussprüfungsleistungen (davon 30 T-EUR für die Konzernabschlussprüfung) und 137 T-EUR auf Steuerberatungsleistungen. (16) Anteile anderer Gesellschafter Die im Jahresergebnis enthaltenen Ergebnisanteile anderer Gesellschafter setzen sich wie folgt zusammen:
Mitarbeiter Die Anzahl der 2023 durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter ergibt sich aus folgender Tabelle:
Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Zur Absicherung von Währungsrisiken im Konzern wurden Devisentermingeschäfte über einen Nominalbetrag von 155,0 Mio. EUR (Vj. 101,7 Mio. EUR) abgeschlossen. Die Devisenkontrakte haben zum 31.12.2023 einen negativen Zeitwert von 1,6 Mio. EUR. Die Zeitwerte werden anhand der von den an den Geschäften beteiligten Kreditinstituten bestätigten Marktdaten ermittelt. Die im Vorjahresabschluss gemachte Angabe über eine nicht passivierte Rentenverpflichtung gem. Art.28 Abs.2 EGHGB für eine Witwenrente kann ab dem Jahr 2023 unterbleiben, da die Zahlungsverpflichtung im Januar 2024 weggefallen ist. Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten. Auf den Prognosebericht am Ende des Lageberichts wird verwiesen.
Bargteheide, den 31. August 2024 NORD Drivesystems KG Die persönlich haftenden Gesellschafter gez. Jutta Humbert gez. Ullrich Küchenmeister Anteilsbesitz der NORD Drivesystems KG In den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen (Inland)
In den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen (Ausland)
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die NORD Drivesystems KG, Bargteheide Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der NORD Drivesystems KG und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31.12.2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1.1.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der NORD Drivesystems KG für das Geschäftsjahr vom 1.1.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Konzernlageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31.12.2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1.1.2023 bis zum 31.12.2023 und • vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsteil erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Abschnitt "Sonstige Informationen" genannten Bestandteile des Konzernlageberichts. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Konzernlageberichts: • die im Konzernlagebericht enthaltenen und als ungeprüft gekennzeichneten lageberichtsfremden Angaben. Die sonstigen Informationen umfassen nicht den Konzernabschluss, die inhaltlich geprüften Konzernlageberichtsangaben sowie unseren dazugehörigen Bestätigungsvermerk. Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. In Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen • wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschuss, zu den inhaltlich geprüften Konzernlageberichtsangaben oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnisse aufweisen oder • anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter der Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter der Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. • holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. • beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 30. August 2024 Hamburger
Revisions-GmbH
Dr.BR/-- Dr. Robert Röttger, Wirtschaftsprüfer Dr. Bernhard Röttger, Wirtschaftsprüfer Konzern-Anlagenspiegel
Konzern-Kapitalflussrechnung vom 01.01.2023 bis 31.12.2023
Konzerneigenkapitalspiegel
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