VR-Bank Freudenberg-Niederfischbach eG
FreudenbergStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sebastian Halbe seit 5.2.2025 | Prokura |
Jörg Stephan Padtberg seit 17.6.2021 | Vorstandsmitglied |
Matthias Jung seit 17.6.2021 | Vorstandsmitglied |
Matthias Schwan seit 20.7.2017 | Prokura |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
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Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
VR-Bank Freudenberg-Niederfischbach eGFreudenbergJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023VR-Bank Freudenberg-Niederfischbach eG, Freudenberg Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Gliederung des Lageberichts A. Grundlagen der Geschäftstätigkeit B. Geschäftsverlauf und Lage (Wirtschaftsbericht) 1. Rahmenbedingungen 2. Finanzielle Leistungsindikatoren 3. Darstellung, Analyse und Beurteilung des Geschäftsverlaufs 4. Darstellung, Analyse und Beurteilung der wirtschaftlichen Lage a) Ertragslage b) Finanzlage c) Vermögenslage 5. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage C. Risiko- und Chancenbericht D. Prognosebericht A. Grundlagen der Geschäftstätigkeit Die VR-Bank Freudenberg-Niederfischbach eG ist eine in ihrer Region tätige genossenschaftliche Universalbank mit einer über 90jährigen Tradition. Unser Geschäftsgebiet umfasst die Stadt Freudenberg sowie die Gemeinden Niederfischbach, Harbach und Friesenhagen. Derzeit unterhalten wir neben der Hauptstelle in Freudenberg eine Filiale in Niederfischbach. Geschäftszweck der Bank als Kreditinstitut ist die wirtschaftliche Förderung und Betreuung der Mitglieder und Kunden. Darin gründet auch die enge regionale Bindung an das Geschäftsgebiet. Unser Beratungsangebot an Mitglieder und Kunden umfasst Lösungen aus dem Einlagen und Kreditgeschäft, der Versicherungs- und Wertpapiervermittlung sowie sonstigen bankbezogenen Dienstleistungen. Damit decken wir sämtliche finanziellen und vorsorgebezogenen Bedürfnisse ab. Die Bank nutzt die geschäftlichen Möglichkeiten der genossenschaftlichen FinanzGruppe (gFG). Die gFG mit einer Vielzahl leistungsfähiger Partner bietet die Chance, die dezentrale Leistungsfähigkeit der Bank innerhalb der gFG mit zentraler Bereitstellung von Dienstleistungen durch die Verbundpartner zu kombinieren. Die Bank ist dem Prüfungsverband "Genoverband e.V." angeschlossen. Zur Erfüllung von § 1 EinSiG i. V. m. § 1 Abs. 3d Satz 1 KWG gehört die Bank dem BVR- Institutssicherungssystem (BVR-ISG-Sicherungssystem) an. Das BVR-ISG-Sicherungssystem ist eine Einrichtung der BVR Institutssicherung GmbH, Berlin (BVR-ISG), die als amtlich anerkanntes Einlagensicherungssystem gilt. Daneben ist unsere Genossenschaft der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (BVR-SE) angeschlossen, die aus dem Garantiefonds und dem Garantieverbund besteht. Die BVR-SE ist als zusätzlicher, genossenschaftlicher Schutz parallel zum BVR-ISG-Sicherungssystem tätig. B. Geschäftsverlauf und Lage (Wirtschaftsbericht) 1. Rahmenbedingungen Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Leichter Rückgang der Wirtschaftsleistung Im Jahr 2023 beeinträchtigten die Spätfolgen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine und der Coronapandemie die konjunkturelle Entwicklung Deutschlands. Wegen dieser Belastungen sank das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,3%, nachdem es 2022 noch merklich zugelegt hatte (+1,8%). Die Inflationsrate verminderte sich zwar von 6,9% im Jahresdurchschnitt 2022 auf 5,9% im Jahr 2023. Der Preisauftrieb blieb damit aber weiterhin ausgesprochen hoch. Dämpfende Einflüsse überlagern sich Die bereits Ende 2022 im Zuge des Ukrainekriegs eingetretene wirtschaftliche Schwächephase dauerte im Wesentlichen das gesamte Jahr 2023 an. Dabei überlagerten sich die dämpfenden Einflüsse vielfach. Die bis ins Frühjahr bestehenden Hoffnungen auf eine konjunkturelle Erholung erfüllten sich nicht. Zu Jahresbeginn wurde die Konjunktur vor allem durch die nur langsam schwindenden Belastungen durch die hohe Inflation, die Materialengpässe und die teilweise noch bestehenden Coronaschutzmaßnahmen gedämpft. Im weiteren Jahresverlauf belasteten dann verstärkt die von den westlichen Notenbanken in Reaktion auf die Inflation vorgenommenen kräftigen Leitzinsanhebungen die wirtschaftliche Situation in Deutschland und weltweit. Überlagert wurden diese Einflüsse auch von dem andauernden Arbeits- und Fachkräftemangel hierzulande und den hohen Unsicherheiten, beispielsweise über die Folgen des Ende 2023 eskalierenden Nahostkonflikts und den wirtschaftspolitischen Kurs in Deutschland nach dem Haushaltsurteil des Bundesverfassungsgerichts im November. In Reaktion auf das Urteil musste die Bundesregierung zum Jahresende in ihrer Finanzplanung deutliche Kürzungen und Einsparungen vornehmen. Inflation hemmt den Privatkonsum Nach einem durch die Erholung von der Coronakrise getriebenen kräftigen Zuwachs im Vorjahr um 3,9% gingen die privaten Konsumausgaben 2023 preisbereinigt um 0,7% zurück. Hauptgrund war der kräftige Anstieg der Verbraucherpreise, der die Kaufkraft der Einkommen vieler Haushalte deutlich dämpfte. Gespaltene Investitionskonjunktur Ähnlich wie bereits im Vorjahr zeigte sich die Investitionskonjunktur gespalten. Einerseits legten die Investitionen in Ausrüstungen wie Fahrzeuge und Maschinen erneut zu, wenn auch schwächer als 2022 (+3,0% nach +4,0%). Andererseits gaben die Bauinvestitionen, die im Vorjahr um 1,8% gesunken waren, abermals nach. Schwacher Außenhandel Der grenzüberschreitende Handel der deutschen Wirtschaft konnte 2023 nicht an die deutlichen Zuwächse während der Erholung von der Coronakrise im Jahr 2022 anknüpfen. Sowohl die Exporte als auch die Importe sanken um 2,2% beziehungsweise 3,4%, nachdem sie im Vorjahr noch um 3,3% und 6,6% gestiegen waren. Robuste Arbeitsmarktlage Trotz der allgemeinen Konjunkturschwäche blieb der Arbeitsmarkt in einer soliden Grundverfassung. Zwar stieg die Arbeitslosenzahl in der Statistik, auch wegen der verstärkten Erfassung Geflüchteter, von 2,4 Millionen Menschen im Vorjahr auf 2,6 Millionen Menschen. Die Arbeitslosenquote befand sich mit 5,7% aber nach wie vor auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau und nur leicht über dem Stand von 2022 (5,3%). Inflationsrate nach Höchststand etwas gesunken Nachdem die jährliche Veränderungsrate des Verbraucherpreisindex 2022 mit 6,9% den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung erreicht hatte, ging sie 2023 etwas zurück. Im Jahresdurchschnitt lag die Inflationsrate bei 5,9%, wobei die Monatswerte einen klar rückläufigen Trend zeigten. So ist die Inflationsrate ausgehend von den im Januar und Februar mit jeweils 8,7% markierten Maximalwerten bis November und Dezember auf Jahrestiefstände von 3,2% und 3,7% gefallen. Generell haben sich die Triebkräfte der Inflation verschoben, weg von den Importpreisen hin zur Binnenteuerung. Industrie mit leichtem Wertschöpfungsrückgang Im Verarbeitenden Gewerbe belasteten die trotz der nachlassenden Preisdynamik insgesamt noch immer sehr hohen Energiepreise, die nur langsam schwindenden Materialengpässe und die globale Nachfrageschwäche die Lage. Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung des Wirtschaftsbereichs gab daher nochmals leicht nach. Sie sank gegenüber dem Vorjahr um 0,3% und damit in gleichem Umfang wie 2022 (-0,3%). Verhaltene Baukonjunktur Die Baukonjunktur präsentierte sich abermals schwach. Nach einem deutlichen Rückgang im Vorjahr (-3,3%) verminderte sich die preisbereinigte Bruttowertschöpfung des Baugewerbes 2023 nochmals, wenngleich mit einer Veränderungsrate von -0,2% weniger stark als zuvor. Hemmend auf die Aktivitäten des Wirtschaftsbereichs wirkten vor allem die weiterhin hohen Baukosten, der anhaltende Mangel an Arbeitskräften und die, wegen der gestiegenen Zinsen, verschlechterten Finanzierungsbedingungen. Stabile Geschäftsentwicklung im Handwerk Das Handwerk hat die vielfältigen Herausforderungen des Jahres 2023 vergleichsweise robust gemeistert. Darauf lässt der Geschäftsklimaindikator des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks schließen, der nach einem Rückgang im Vorjahr wieder über die Marke von 100 Punkten stieg, die eine Grenze zwischen einer positiven und einer negativen Konjunkturlage markiert. Schwieriges Jahr für den Einzelhandel Im Einzelhandel haben die im Vorjahresvergleich nur wenig verminderten Preisanstiege merkliche Spuren hinterlassen. Wegen der Kaufkraft zehrenden Inflation hielten sich die Verbraucher mit ihren Ausgaben zurück. Zusätzlich dämpften die hohen wirtschaftlichen Unsicherheiten die Anschaffungsneigung. Vor diesem Hintergrund sank der preisbereinigte Einzelhandelsumsatz um deutliche 3,3%, nachdem er bereits 2022 um 0,7% nachgegeben hatte. Umsatzrückgang im Großhandel Angesichts der rückläufigen Konsumausgaben und der verhaltenen Industriekonjunktur gab der preisbereinigte Absatz im Großhandel ebenfalls nach. Dies legen zumindest die amtlichen Monatsdaten nahe, die bis einschließlich November vorliegen. Demnach unterschritt der Großhandelsumsatz im Zeitraum von Januar bis November sein entsprechendes Vorjahresniveau um 4,2%, wobei der Produktionsverbindungshandel (-4,9%) einen stärkeren Rückgang erfuhr als der Konsumtionsverbindungshandel (-3,4%). Dienstleistungssektor mit Wertschöpfungszuwachs Der Dienstleistungssektor blieb 2023 eine zentrale Stütze der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung des Wirtschaftsbereichs legte mit einem Anstieg um 0,5% allerdings weniger dynamisch zu als im Vorjahr (+3,0%). Finanzmärkte Die Finanzmärkte sehen Zins- und Inflationsgipfel erreicht Das langsame, noch andauernde Abklingen des Inflationsschocks des Jahres 2022 dominierte das vergangene Jahr 2023 an den Finanzmärkten. Die Notenbanken setzten ihre geldpolitischen Straffungen aus dem Vorjahr fort und erhöhten ihre Leitzinsen weiter. Die größten westlichen Notenbanken, die Europäische Zentralbank (EZB) und die Federal Reserve der USA (Fed), erreichten damit 2023 und binnen unter achtzehn Monaten Erhöhungsphase die höchsten Leitzinsniveaus seit der globalen Finanzkrise von 2008; im Falle der EZB die höchsten seit Einführung des Euro. Im Zuge dieser Zinspolitik sanken die konjunkturellen Aussichten der Weltwirtschaft aufgrund der steigenden Finanzierungskosten. Die Finanzmärkte entwickelten sich trotz dieser Belastungen positiv und bewerteten die rückläufigen Inflationsraten des Jahres 2023 als Zeichen für schneller als zu Jahresbeginn erwartet folgende Zinssenkungen im Jahr 2024. USA: Fed lässt Zinserhöhungszyklus auslaufen Die US-Notenbank Fed beendete am 27. Juli 2023 ihren geldpolitischen Straffungskurs bei einem Leitzinskorridor von 5,25 bis 5,5%. Damit erhöhte die Fed ihre Zinsen 2023 noch um 100 Basispunkte, nachdem sie 2022 mit 425 Basispunkten das Gros ihrer geldpolitischen Reaktion auf den Inflationsschock bereits vollzogen hatte. Den Abbau ihrer Bestände an Staatsanleihen und Mortgage-backed securities (hypothekarisch besicherte Wertpapiere) setzte die US-Notenbank in dem von ihr 2022 festgelegten Tempo fort. Europa: EZB erhöht Leitzinsen um 200 Basispunkte auf höchstes Zinsniveau ihrer Geschichte Nachdem die Europäische Zentralbank ihre Leitzinsen 2022 um 250 Basispunkte erhöht hatte, vollzog sie 2023 sechs weitere Zinserhöhungen um insgesamt 200 Basispunkte. Am 20. September 2023 erreichten die Leitzinsen ihren vorläufigen Höhepunkt mit 4% für die Einlagefazilität und 4,5% für die Hauptrefinanzierungsfazilität sowie 4,75% für die Spitzenrefinanzierungsfazilität. Damit überschritt die EZB erstmals ihr vor der Finanzkrise erreichtes Leitzinsniveau, als die Einlagefazilität im Maximum bei 3,25% gelegen hatte. Auf den nachfolgenden Sitzungen bis zum Jahresende bestätigte die EZB dieses Zinsniveau und kündigte ähnlich der Fed an, es so lange aufrecht halten zu wollen, bis die Inflation das mittelfristige EZB-Ziel von 2% wieder erreiche. Anleihenachterbahn mit finalen Kursgewinnen Inflations- und Zinserwartungen sowie die tatsächlichen Entscheidungen der Notenbanken prägten die Anleihemärkte 2023 in Form hoher Volatilität. Das Jahr begann, nach den starken Kursverlusten durch Kriegs-, Inflations- und Zinsschocks 2022, mit einer Kurserholung von Staatsanleihen. In der Folge fielen ihre Renditen. So belief sich die Rendite der zehnjährigen deutschen Staatsanleihe am 02. Februar 2023 auf 2,07%, nach noch 2,56% an Neujahr. Aufgrund der weiterhin restriktiven Politik der Notenbanken stiegen die Renditen danach jedoch wieder an. In der Spitze erreichte die zehnjährige Bundesanleihe am 02. März 2023 eine Rendite von 2,75% Euro stabilisiert sich mit geopolitischer Lage und Leitzinserhöhungen der EZB Die europäische Gemeinschaftswährung wertete im Verlauf des Jahres 2023 leicht von 1,07 US-Dollar auf 1,10 US-Dollar auf. Dabei profitierte die Gemeinschaftswährung von der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank, die ihre Leitzinsen um 200 Basispunkte erhöhte, während die US-Notenbank Fed ihre Leitzinsen um niedrigere 100 Basispunkte anhob. Dies verringerte den Zinsabstand der großen Währungsräume und ließ den Euro als Devise nach einem schwachen 2022 attraktiver werden. DAX schließt nahe Rekordhoch Die Aktienmärkte setzten zum Jahresauftakt die Erholung von Ende 2022 fort. Der DAX stieg vom 01. Januar bis zum 09. März 2023 um 12,3% auf 15.633,21 Punkte. Anschließend erschütterte jedoch die Krise der US-Regionalbanken die Finanzmärkte, insbesondere die plötzliche Zahlungsunfähigkeit der Silicon Valley Bank. Dies löste einen Schock auf den Aktienmärkten aus. Der DAX etwa verlor bis zum 17. März 5,5% seines Kurswertes. Ende Juli notierte der DAX bei 16.446,83 Punkten und damit 18,1% über seinem Jahreseinstandswert. Zum Jahresende verstärkte sich die Erholung aufgrund sinkender Inflationszahlen und damit verbundener Hoffnungen auf Leitzinssenkungen der Notenbanken, womit eine Belebung der Konjunktur im Jahr 2024 verbunden wurde. Der DAX legte von Anfang November bis Jahresende um 13,1% zu. Dadurch schloss er das Jahr mit 16.751,64 Punkten und auf Jahressicht um 20,3% im Plus ab. Im globalen Vergleich entwickelte sich der deutsche Leitindex damit ähnlich zum Euro Stoxx 50, der 19,2% zulegen konnte, aber schwächer als der S&P 500 und der Nasdaq Composite. Letztere konnten 24,2 beziehungsweise 43,4% zulegen. Branchenbezogene Entwicklung Vor dem Hintergrund mehrerer belastender Faktoren wie einem stark rückläufigen Wohnungsneubau und einer schwachen Kreditnachfrage der Firmenkunden infolge der wirtschaftlichen Stagnation hat sich das Kundengeschäft der 697 Genossenschaftsbanken zufriedenstellend entwickelt. Die Kreditbestände insgesamt stiegen um 2,6% auf 777 Milliarden Euro. Der Marktanteil erhöhte sich um 0,3 Prozentpunkte auf 18,1%. Der Bestand an Firmenkundenkrediten wuchs um 3,8% auf 414 Milliarden Euro. Der Marktanteil legte um 0,5 Prozentpunkte auf 22,4% zu. Auf der Privatkundenseite wuchsen die Kreditbestände um 1,3% auf 363 Milliarden Euro. Die Marktanteile erhöhten sich um 0,2 Prozentpunkte auf 24,1%. Auf der Einlagenseite eröffnete das gestiegene Zinsniveau den Kunden der Genossenschaftsbanken wieder attraktive Anlagemöglichkeiten in klassischen Fest- und Termingeldern oder Sparbriefen. Viele Kunden schichteten ihre während der Coronapandemie gebildeten hohen Sichteinlagenbestände in höher verzinsliche Produkte um. Anderseits belasteten die höheren Lebenshaltungskosten infolge der Inflation die Sparfähigkeit der Kunden. Im Ergebnis blieben die Kundeneinlagen der Genossenschaftsbanken mit 860 Milliarden Euro nahezu konstant (minus 0,2%). Nach vorläufigen Zahlen konnten die deutschen Genossenschaftsbanken im Geschäftsjahr 2023 ihren Jahresüberschuss vor Steuern um 6,2 Milliarden Euro auf 10,7 Milliarden Euro steigern. Der Zinsüberschuss stieg um 15,4% auf 20,6 Milliarden Euro. Dabei vervierfachten sich die Zinsaufwendungen auf 7,2 Milliarden Euro, vor allem aus Umschichtungen von Kundengeldern in höherverzinsliche Einlagen. Die Zinserträge wuchsen um 41,5% auf 27,8 Milliarden Euro. Der Provisionsüberschuss legte unter anderem wegen eines regen Vermittlungsgeschäfts gemeinsam mit den Verbundpartnern um 4,3% auf 6,5 Milliarden Euro zu. Der allgemeine Verwaltungsaufwand stieg um 5,5% auf 16,6 Milliarden Euro. Das Ergebnis der operativen Geschäftstätigkeit (Teilbetriebsergebnis) wuchs um 25,7% auf 10,5 Milliarden Euro. Das Betriebsergebnis vor Bewertung stieg um 23,1% auf 11,6 Milliarden Euro. Das Bewertungsergebnis erreichte minus 698 Millionen Euro. Bei der Risikovorsorge im Wertpapierbereich zeigten sich mit 1,4 Milliarden Euro erste Wertaufholungen, nachdem im Jahr 2022 mit minus 5,7 Milliarden Euro noch sehr hohe Abschreibungen im Depot A infolge der Zinswende das Ergebnis reduzierten. Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft spiegelt die gedämpften Konjunkturaussichten, den Zinsanstieg und die Zunahme der Unternehmens- und Verbraucherinsolvenzen wider. Die Abschreibungen im Kreditgeschäft der Genossenschaftsbanken summieren sich im Jahr 2023 voraussichtlich auf minus 1,5 Milliarden Euro. Der Jahresüberschuss vor Steuern stieg deutlich um 6,2 Milliarden Euro auf beachtliche 10,7 Milliarden Euro. Dem Fonds für allgemeine Bankrisiken werden voraussichtlich 4 Milliarden Euro zugeführt. Nach Steuern bleibt damit ein Jahresüberschuss von 3,5 Milliarden Euro. Die Genossenschaftsbanken haben ihre gute Ergebnisentwicklung dazu genutzt, ihr Eigenkapital weiter zu stärken. So stieg das bilanzielle Eigenkapital im Berichtszeitraum um 3,2% auf 64 Milliarden Euro. Die Geschäftsguthaben (gezeichnetes Kapital) legten um 4,8% auf 17 Milliarden Euro. Die regulatorischen Eigenmittel nach CRR wuchsen um 3,9% auf 111,5 Milliarden Euro. Das Kernkapital legte um 3,9% auf 103,2 Milliarden Euro zu. Die (harte) Kernkapitalquote stieg um 0,32 Prozentpunkte auf komfortable 15,63%. Im Jahresvergleich hat sich die Gesamtkapitalquote von 16,54% um 0,35 Prozentpunkte auf 16,89% erhöht. Regionale Entwicklung Unsere Bank ist mit der Hauptstelle Freudenberg in Nordrhein Westfalen ansässig, mit der Filiale Niederfischbach in Rheinland Pfalz. Daher wird im Folgenden Bezug genommen auf die wirtschaftliche Entwicklung sowohl in Nordrhein-Westfalen als auch in Rheinland-Pfalz. Die Wirtschaftsleistung ist in Nordrhein-Westfalen nach ersten vorläufigen Berechnungen für das Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr preisbereinigt um 1,0% gesunken. Damit fiel der Rückgang der Wirtschaftsleistung in NRW stärker aus als im Bundesdurchschnitt (-0,3%). Die Betrachtung der Wirtschaftsbereiche zeigt, dass die Bruttowertschöpfung im Produzierenden Gewerbe preisbereinigt mit -3,8% gegenüber dem Vorjahr stärker sank als im gesamten Bundesgebiet (-1,5%). Der Anstieg in den Dienstleistungsbereichen, die einen Anteil von 71,8% an der gesamten Bruttowertschöpfung umfassen, konnte diese negative Entwicklung nicht vollständig ausgleichen. Die Dienstleistungsbereiche verzeichneten einen preisbereinigten Anstieg von 0,4% und lagen dabei unterhalb des bundesweiten Durchschnitts (+0,5%). Am höchsten war der Anstieg innerhalb der Dienstleistungsbereiche im Bereich "Öffentliche und sonstige Dienstleister, Erziehung und Gesundheit, Private Haushalte mit Hauspersonal" (+0,9%). Maßgebliche Beiträge zum Rückgang der Bruttowertschöpfung kamen aus dem Verarbeitenden Gewerbe, das einen Anteil von 17,7% der gesamten Bruttowertschöpfung in NRW ausmacht (preisbereinigt -2,7%). Dem stand innerhalb des Produzierenden Gewerbes ein Anstieg im Baugewerbe von preisbereinigt 0,5% gegenüber. Das Jahr 2023 war für die rheinland-pfälzische Wirtschaft ein schwieriges Jahr. Das Bruttoinlandsprodukt, die wichtigste Kennzahl für die Wirtschaftsleistung eines Landes, schrumpfte in Rheinland-Pfalz um 4,9% (Deutschland: -0,3%). Dieses kräftige Minus ist vor allem darauf zurückzuführen, dass im Bereich Forschung und Entwicklung die Wertschöpfung im Zusammenhang mit der Entwicklung eines Coronaimpfstoffes deutlich zurückging. Zudem verringerte sich in der Pharmaindustrie die Wertschöpfung aus der Produktion von Impfstoffen. Darüber hinaus wirkten sich in den energieintensiven Industriebranchen die hohen Preise für Energieträger negativ auf die Wertschöpfungsentwicklung aus. In fast allen energieintensiven Branchen gingen die Umsätze kräftig zurück 2. Finanzielle Leistungsindikatoren Über unsere strategische Eckwert- und Kapitalplanung planen und steuern wir die Entwicklung unseres Institutes auf Grundlage von Kennzahlen und Limiten. Dabei verwenden wir die folgenden bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren, die sich auch aus unserer Geschäfts- und Risikostrategie ableiten lassen und die wir mithilfe unseres internen Berichtswesens regelmäßig überwachen. Als bedeutsamster Leistungsindikator für die Rentabilität der Bank wird die Relation des Betriebsergebnisses vor Bewertung zur durchschnittlichen Bilanzsumme (nachfolgend: "BE vor Bewertung/dBS") festgelegt. Die Kennzahl BE vor Bewertung/dBS misst die Ertragskraft der Bank (Saldo aus den GuV-Posten 1 bis 12 (bereinigt um betriebswirtschaftlich außerordentliche Aufwendungen und Erträge) in Relation zur durchschnittlichen Bilanzsumme (gemessen als Durchschnittswert der monatlichen Ultimobilanzen). Als Leistungsindikator für die Wirtschaftlichkeit/Effizienz oder Produktivität unseres Instituts wurde die Cost-Income-Ratio (nachfolgend: "CIR") bestimmt. Sie stellt das Verhältnis der Verwaltungsaufwendungen zum Zins- und Provisionsergebnis inkl. lfd. Erträge aus Aktien, Fonds und Beteiligungen sowie dem Saldo der sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen, jeweils bereinigt um betriebswirtschaftlich außerordentliche Aufwendungen und Erträge, dar. Den Strukturanteil der bilanziellen Kundeneinlagen und -kredite definieren wir als Indikator für die Zukunftsfähigkeit, die zukünftige Ertragskraft und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Bank. Für den Leistungsindikator "bilanzielle Kundeneinlagen" hat die Bank eine strategische Bandbreite zwischen 70% und 80% der durchschnittlichen Bilanzsumme festgelegt, für den Leistungsindikator "bilanzielle Kundenkredite" eine strategische Bandbreite zwischen 60% und 70% des durchschnittlichen Bilanzvolumens. Zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit der Bank durch nachhaltiges Wachstum werden im Kontext steigender Kapitalanforderungen angemessene Eigenmittel benötigt. Als bedeutsamster Leistungsindikator für die Kapitalausstattung dient die aufsichtsrechtlich festgelegte Gesamtkapitalquote nach Art. 92 Abs. 2 CRR. Die Gesamtkapitalquote ermittelt sich als Verhältnis der gewichteten Risikoaktiva (Gesamtrisikobetrag) zu den aufsichtsrechtlichen Eigenmitteln nach Art. 72 CRR. Die Darstellung, Analyse und Beurteilung der einzelnen finanziellen Leistungsindikatoren erfolgt in den nächsten Abschnitten. 3. Darstellung, Analyse und Beurteilung des Geschäftsverlaufs Die Entwicklung der von uns definierten bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren im Geschäftsjahr 2023 stellt sich wie folgt dar: Im Verhältnis zur durchschnittlichen Bilanzsumme betragen die bilanziellen Kundeneinlagen 78,0%, die bilanziellen Kundenkredite 67,5%. Beide Leistungsindikatoren liegen damit innerhalb der von uns festgelegten Bandbreiten. Die Rentabilitätskennzahl BE vor Bewertung/dBS erhöhte sich im Vorjahresvergleich von 0,53% auf 0,71% und liegt damit auf Planniveau (0,70%). Die CIR lag im Geschäftsjahr 2023 bei 76,7% (Vorjahr: 79,7%) und somit unterhalb des geplanten Wertes von 77,7%. Die Gesamtkapitalquote belief sich auf 20,3% nach 20,5% im Vorjahr und liegt damit ebenfalls auf Planniveau (20,4%). Die Leistungsindikatoren Rentabilitätskennzahl BE vor Bewertung/dBS sowie die CIR entwickelten sich besser als von uns prognostiziert. Grund hierfür ist ein deutlich höherer Zins- und Provisionsüberschuss, der die Steigerung bei den Verwaltungsaufwendungen mehr als kompensierte.
*) Hierunter fallen die Posten unter dem Bilanzstrich 1 (Eventualverbindlichkeiten) und 2 (Andere Verpflichtungen) Ursächlich für den Anstieg der Bilanzsumme war im Wesentlichen das Wachstum der Kundeneinlagen. Die außerbilanziellen Geschäfte liegen durch einen Rückgang bei den unwiderruflichen Kreditzusagen unter Vorjahresniveau.
Im Geschäftsjahr konnte das Kundenkreditgeschäft, insbesondere im Bereich der Darlehensgewährung, um 4,4% ausgebaut werden. Im Rahmen der Planung war aufgrund des prognostizierten Zinsanstiegs und der damit verbundenen Einschätzung einer zurückhaltenden Kundenachfrage nach Finanzierungen ein Anstieg von 3,0% angenommen worden. Der Schwerpunkt unseres Kreditgeschäftes liegt im Bereich der Privatkunden, insbesondere bei privaten Immobilienfinanzierungen. Die Kreditvergabe an Firmenkunden betraf schwerpunktmäßig Unternehmensfinanzierungen des regionalen Mittelstands sowie von Handwerks- und Gewerbebetrieben. Größte Branche ist die Grundstücks- und Wohnungswirtschaft. Die Steigerung der Forderungen an Kreditinstitute resultiert aus einem erhöhten Guthaben bei unserer Zentralbank aufgrund von Zuflüssen bei den Kundeneinlagen wie auch durch die Aufnahme neuer Refinanzierungsdarlehen bei der DZ Bank.
Die gestiegenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten resultieren aus der Aufnahme von eigenen Refinanzierungsdarlehen sowie aus zweckgebundenen Refinanzierungsmitteln im Zusammenhang mit Darlehen an unsere Kunden. Aufgrund des allgemein erhöhten Zinsniveaus im Jahr 2023 wurden in unserem Hause für befristete Kundeneinlagen wieder Zinsen gewährt. Dies trug maßgeblich zum Anstieg der Kundeneinlagen in Höhe von 8,4% bei. Der Zuwachs lag dabei deutlich über unseren Planungen von 1,6%. Dem Rückgang der Spareinlagen stand ein deutlicher Zuwachs bei den anderen Einlagen gegenüber. Innerhalb der anderen Einlagen kam es zu starken Umschichtungen von Sichteinlagen in befristete Einlagen. Das von uns betreute Kundenvolumen stieg im Berichtsjahr von 580.006,4 TEUR auf TEUR 623.516,8 an. Dies bedeutet einen erfreulichen Zuwachs in Höhe von 43.510,4 TEUR bzw. 7,5%.
Durch ein im Vergleich zum Vorjahr nochmals verbessertes Wertpapierdienstleistungsgeschäft, insbesondere mit Anlagezertifikaten, kam es zu einem starken Anstieg der Erträge aus diesem Bereich. Durch den Anstieg der Erträge aus dem Zahlungsverkehr konnte der Rückgang bei den Vermittlungserträgen teilweise ausgeglichen werden. 4. Darstellung, Analyse und Beurteilung der wirtschaftlichen Lage a) Ertragslage Die wesentlichen Erfolgskomponenten der Genossenschaft haben sich im Vorjahresvergleich wie folgt entwickelt:
1) GuV-Posten 1 abzüglich GuV-Posten 2 zuzüglich GuV-Posten 3 2) GuV-Posten 5 abzüglich GuV-Posten 6 3) Saldo aus den GuV-Posten 1 bis 12, entspricht nicht der Definition des finanziellen Leistungsindikators BE vor Bewertung/dBS 4) Saldo aus den GuV-Posten 13 bis 16 Aufgrund des im Jahr 2023 allgemein höheren Zinsniveaus sowie des gewachsenen Kundenkreditgeschäftes stiegen die Zinserträge aus diesem Bereich an. Auch die Zinserträge aus unseren Eigenanlagen legten zu. Da sich die Zinserträge insgesamt deutlich stärker erhöhten als die Zinsaufwendungen, konnte der hohe Zinsüberschuss von 1,95% (Vorjahr 1,64%) im Verhältnis zur durchschnittlichen Bilanzsumme erzielt werden. Demzufolge lag der erzielte Zinsüberschuss oberhalb des geplanten Wertes von TEUR 5.077. Das Provisionsergebnis konnte auf 1,08% (Vorjahr 0,98%) im Verhältnis zur durchschnittlichen Bilanzsumme gesteigert werden. Der erzielte Provisionsüberschuss lag oberhalb des geplanten Wertes von TEUR 2.485. Wesentlich zu diesem Anstieg beigetragen hat das verbesserte Wertpapierdienstleistungsgeschäft, insbesondere mit Anlagezertifikaten. Schwerpunkt des Provisionsergebnisses sind die Erträge aus dem Zahlungsverkehr, die sich im Vergleich zum Vorjahr stärker als von uns prognostiziert erhöhten. Die Personalaufwendungen erhöhten sich durch eine höhere Mitarbeiterzahl und tarifliche Anpassungen auf 1,29% im Verhältnis zur durchschnittlichen Bilanzsumme (Vorjahr 1,28%). Sie lagen mit TEUR 3.407 aufgrund Langzeiterkrankung einer Mitarbeiterin sowie Ausscheiden und erst späterem Neueintritt von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unterhalb unserer Planungen von TEUR 3.490. Die anderen Verwaltungsaufwendungen haben sich auf 0,88% im Verhältnis zur durchschnittlichen Bilanzsumme erhöht (Vorjahr 0,74%). Mit TEUR 2.320 liegen sie oberhalb unserer Planungen von TEUR 2.110. Ursächlich hierfür sind gestiegene IT- und Energiekosten, erhöhte Prüfungs- und Beratungsaufwendungen, ein Anstieg der Aufwendungen für ausgelagerte Bankdienstleistungen sowie erhöhte Instandhaltungsaufwendungen für Grundstücke und Gebäude. Zudem wurde ein in unserem Besitz befindliches, fremdgenutztes Gebäude außerplanmäßig abgeschrieben, da es wertlos war. Die geschilderten Faktoren führten in Summe zum erfreulichen Anstieg des Betriebsergebnisses vor Bewertung im Verhältnis zur durchschnittlichen Bilanzsumme (BE vor Bewertung/dBS) von 0,53% auf 0,71%, welches damit leicht über dem geplanten Ergebnis von 0,70% liegt. b) Finanzlage Investitionen Es wurde ein Grundstück erworben, auf dem wir die Errichtung eines Wohnobjektes mit 8 Wohneinheiten planen. Zudem wurde ein Firmenfahrzeug neu angeschafft. Liquidität Die Liquiditätslage stellt sich wie folgt dar: Die Geschäfts- und Refinanzierungsstruktur der Bank ist maßgeblich geprägt durch das Kundengeschäft als Basis der Liquiditätsausstattung. Die Zahlungsfähigkeit unseres Instituts war im abgelaufenen Geschäftsjahr nach Art, Höhe und Fristigkeit gegeben. Die monatlichen Meldungen der Liquidity Coverage Ratio (LCR) wiesen im Berichtszeitraum einen Wert von mindestens 150% aus. Zum Bilanzstichtag lag die Stresskennzahl bei 474% und damit deutlich über unserer selbst gesetzten LCR-Warngrenze von 120%. Die Quartalsmeldungen der Net Stable Funding Ratio (NSFR) wiesen im Berichtszeitraum einen Wert von mindestens 124% aus. Zum Bilanzstichtag lag der Wert bei 125% und damit deutlich über unserer selbst gesetzten NSFR-Warngrenze von 115%. Bei Liquiditätsschwankungen kann die Bank auf ausreichende Liquiditätsreserven auch in Form von Bankguthaben zurückgreifen. Durch die Einbindung in den genossenschaftlichen Liquiditätsverbund und die Refinanzierungsfazilitäten der EZB bestehen weitere Refinanzierungsmöglichkeiten. Vor diesem Hintergrund ist die Fähigkeit der Kreditgenossenschaft zur Erfüllung der Zahlungsverpflichtungen jederzeit gesichert. Liquiditätsbelastungen aus außerbilanziellen Verpflichtungen haben sich nicht ergeben. c) Vermögenslage Die Eigenkapitalstruktur der Bank ist geprägt von Geschäftsguthaben der Mitglieder und erwirtschafteten Rücklagen. Im Geschäftsjahr wurde das Eigenkapital durch Zuführungen zu den Rücklagen, Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken sowie steigende Geschäftsguthaben gestärkt. Der Anteil des bilanziellen Eigenkapitals an der Bilanzsumme hat sich von 10,9% (Vorjahr) auf 10,6% reduziert. Die in unserem Institut getroffenen Vorkehrungen zur ordnungsgemäßen Ermittlung des Kernkapitals und des Ergänzungskapitals im Rahmen der bankaufsichtlichen Meldungen sind angemessen. Nach den vertraglichen sowie satzungsmäßigen Regelungen erfüllen die angesetzten Kapitalinstrumente die Anforderungen der CRR zur Anrechnung als aufsichtsrechtlich anerkanntes Kern- und Ergänzungskapital. Die relevanten Vorgaben des KWG sowie der CRR wurden eingehalten. Die Kapitalrendite gemäß § 26a Abs. 1 Satz 4 KWG beläuft sich auf 0,15 % (Vorjahr 0,05 %). Das bilanzielle Eigenkapital sowie die Eigenmittelausstattung und Kapitalquoten stellen sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt dar:
1) Hierzu rechnen die Passivposten 11 (Fonds für allgemeine Bankrisiken) und 12 (Eigenkapital). Die Entwicklung der risikogewichteten Aktiva (147,3 Mio. € statt 150,8 Mio. €) wie auch die des Eigenkapitals (30,0 Mio. € statt 30,8 Mio. €) blieben unter den Erwartungen aus der Planung. Gleichwohl ergab sich zum Berichtsstichtag eine Gesamtkapitalquote von 20,3%, welche damit dem Niveau der Planung (20,4%) entspricht. Die Wertpapieranlagen der Genossenschaft entwickelten sich wie folgt:
Von den Wertpapieranlagen entfällt ein Anteil von 73,5% auf Schuldverschreibungen und festverzinsliche Wertpapiere (Aktivposten 5) bzw. von 26,5% auf Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere (Aktivposten 6). Die im Bestand befindlichen Wertpapiere im Aktivposten 5 wurden zu 51,4% dem Anlagevermögen zugeordnet und mit dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet. Ein Anteil von 48,6% wurde der Liquiditätsreserve zugeordnet und nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Die Schuldverschreibungen und festverzinslichen Wertpapiere sind zu 92,5% festverzinsliche und zu 7,5% variabel verzinsliche Wertpapiere (jeweils ohne Berücksichtigung der Zinsabgrenzung) von Emittenten guter Bonität (mindestens Investmentgrade nach S&P Standard & Poors) enthalten. Vom Wertpapierbestand (Aktivposten 5) entfallen TEUR 1.993 auf öffentliche Emittenten, TEUR 26.587 auf Kreditinstitute und TEUR 4.270 auf Nichtbanken. Im Aktivposten 5 sind Anleihen ausländischer Emittenten in Höhe von TEUR 9.897 enthalten. Alle Wertpapiere lauten auf Euro. Wesentliche Veränderungen in der Struktur sowie Bonitätseinstufung bei den Wertpapieranlagen haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht ergeben. Der Aktivposten 6 beinhaltet ausnahmslos Anteile an Investmentfonds, welche der Liquiditätsreserve zugeordnet sind. Überschüssige Liquidität sowie durch Fälligkeiten oder Verkäufe frei gewordene Mittel im Wertpapierportfolio wurden überwiegend zur Finanzierung der Kundenforderungen eingesetzt. Vom gesamten Wertpapierbestand wurde ein Teilbetrag in Höhe von TEUR 16.879 wie Anlagevermögen bewertet. Abschreibungen auf diesen Teilbestand wurden in Höhe von TEUR 946 vermieden. 5. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Insgesamt beurteilen wir die Geschäftsentwicklung und die wirtschaftliche Lage unseres Hauses im Vergleich zum Vorjahr als gut. Das Wachstum des für die Bank wichtigsten Geschäftsbereichs, das Geschäft mit Kunden überwiegend aus der Region, setzte sich fort. Das Wachstum der bilanziellen Kundeneinlagen und -kredite hat unsere Erwartungen aus der Eckwertplanung übertroffen. Der Anteil der bilanziellen Kundeneinlagen und -kredite an der durchschnittlichen Bilanzsumme liegt jeweils innerhalb der von uns gesetzten Bandbreiten. Der Zuwachs beim insgesamt betreuten Kundenvolumen (bilanzielle Kundeneinlagen und -kredite zuzüglich außerbilanzielle Einlagen und Kredite unserer Kunden bei unseren Partnern der genossenschaftlichen Finanzgruppe) lag bei 7,5%. Die Vermögenslage der Bank zeichnet sich unverändert durch eine angemessene Eigenkapitalausstattung aus, da die aufsichtsrechtlichen Anforderungen an die Gesamtkapitalquote sowohl im Vorjahr als auch im Geschäftsjahr jederzeit eingehalten wurden. Für erkennbare und latente Risiken in den Kundenforderungen sind Wertberichtigungen gebildet. Dem allgemeinen Kreditrisiko ist durch Bildung von Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen worden. Finanzlage und Liquiditätsausstattung entsprechen den aufsichtsrechtlichen und betrieblichen Erfordernissen. Vor dem Hintergrund eines im Vergleich zum Vorjahr von 0,53% auf 0,71% gestiegenen Betriebsergebnisses vor Bewertung im Verhältnis zur durchschnittlichen Bilanzsumme (BE vor Bewertung/dBS) und eines deutlich gestiegenen Ergebnisses der normalen Geschäftstätigkeit hat sich die Ertragslage der Bank positiv entwickelt. Die Cost-Income-Ratio (CIR) verbesserte sich von 79,7% auf 76,7%. C. Risiko- und Chancenbericht Risikomanagementsystem und -prozess Unsere im Risikohandbuch dokumentierte Geschäfts- und Risikostrategie basiert auf einem Strategieprozess und ist ausgerichtet auf das Kundengeschäft mit Mitgliedern und Kunden aus unserer Region. Wesentliche Bestandteile der Geschäftsstrategie sind die aus der Risikotragfähigkeit der Bank abgeleiteten Teilstrategien für die wesentlichen Geschäftsaktivitäten Bankvertrieb und Handelsgeschäfte. Konsistent zu unserer Geschäfts- und Risikostrategie wurde eine Unternehmensplanung entwickelt, die eine langfristige und umfassende Begleitung unserer Mitglieder und Kunden im Hinblick auf Finanzierungswünsche, Vermögensanlagen und Dienstleistungen rund um den Zahlungsverkehr sicherstellt. Mit Hilfe einer strategischen Eckwert- und Kapitalplanung für einen Zeitraum von 5 Jahren steuern wir die Entwicklung unseres Instituts. Die Annahmen für die Markt- und Volumenentwicklungen erfolgen hierbei durch Experten auf Basis von Marktprognosen. Die abgeleiteten Ertrags- und Vermögenswirkungen werden anhand von Simulationsrechnungen mit Unterstützung der Steuerungssoftware VR-Control ermittelt. Die Geschäfts- und Risikostrategie sowie die Teilstrategien werden im Rahmen des von uns festgelegten Strategieprozesses regelmäßig und ggf. anlassbezogen überprüft Ziel unserer Risikostrategie ist nicht die vollständige Vermeidung von Risiken, sondern die Wahrung eines angemessenen Chancen-Risiko-Profils. Wir haben ein System zur Früherkennung von Risiken implementiert. Vor dem Hintergrund wachsender Komplexität der Märkte im Bankgeschäft sehen wir dies als eine zentrale Aufgabe an. Die zuständigen Organisationseinheiten berichten unmittelbar an den Vorstand. In diesem Rahmen ist ein Risikocontrolling- und Managementsystem mit entsprechenden Instrumenten eingerichtet, um bei Bedarf gegensteuernde Maßnahmen einleiten zu können. Ziel des Risikomanagements unserer Bank ist es, Risiken, die den Erfolg wesentlich beeinflussen oder gar den Fortbestand gefährden können, frühzeitig zu erkennen sowie umfassend zu messen, zu überwachen und zu steuern. Integraler Bestandteil ist dabei die fortlaufende Sicherstellung der Risikotragfähigkeit. Zur Bestimmung unserer Risikotragfähigkeit haben wir zum 1. Januar 2023 auf die normative und ökonomische Perspektive gemäß ICAAP-Leitfaden der Bundesbank/BaFin aus 2018 als komplementäre, sich ergänzende Ansätze umgestellt. Unsere zur Risikotragfähigkeitssteuerung eingesetzten Methoden und Verfahren berücksichtigen somit das Ziel der Fortführung unseres Instituts (normative Perspektive), als auch den Schutz unserer Gläubiger vor Verlusten aus ökonomischer Sicht (ökonomische Perspektive). Die Risikotragfähigkeit in der normativen Perspektive, die einen periodischen Steuerungskreis darstellt, zielt auf die Fortführung der operativen Geschäftstätigkeit. In der normativen Perspektive betrachten wir die Einhaltung regulatorischer Anforderungen. Diese umfassen insbesondere die Kapitalgrößen, die Kapitalanforderungen sowie Strukturanforderungen hinsichtlich des Kapitals wie beispielsweise die Höchstverschuldungsquote und die Großkreditgrenzen. Die Risikotragfähigkeit ist demnach gegeben, sofern das vorhandene Kapital den ermittelten Kapitalbedarf abdeckt, die Einhaltung der Kapitalquoten bewirkt und sämtliche Strukturanforderungen hinsichtlich des Kapitals erfüllt werden. Die normative Perspektive bilden wir ausgehend von der Gesamtbankplanung über einen Zeithorizont von 5 Jahren ab. In dieser wird die Entwicklung des regulatorischen Kapitalbedarfs im Rahmen einer mehrjährigen Kapitalplanung bestimmt. Neben einem Planszenario werden mögliche abweichende Entwicklungen wie Bonitätsverschlechterungen im Kundenkreditgeschäft in einem adversen Szenario berücksichtigt. Die Risikotragfähigkeit in der ökonomischen Perspektive zielt auf den Schutz der Gläubiger ab. In der ökonomischen Perspektive, die in unserem Institut barwertig ermittelt wird, werden das Risikodeckungspotenzial und die konsistent dazu ökonomisch ermittelten Risiken gegenübergestellt. Die ökonomische Risikotragfähigkeit ist demnach gegeben, wenn die barwertigen Risiken durch das Risikodeckungspotenzial laufend gedeckt sind. Die Bewertung des Risikodeckungspotenzials erfolgt unabhängig von Rechnungslegungskonventionen und aufsichtlichen Eigenmittelanforderungen. Ausgangspunkt bei der barwertigen Ermittlung des Risikodeckungspotenzials ist der Barwert (Marktwert) sämtlicher Vermögenswerte (mit Ausnahme der von der Bank selbst genutzten Immobilien) und Verbindlichkeiten. Auf Basis des ermittelten Risikodeckungspotenzials legen wir im Rahmen unseres Strategie- und Limitierungsprozesses einmal im Jahr unser Gesamtbankrisikolimit fest. Wir stellen dabei sicher, dass genügend freies Risikodeckungspotenzial zur Verfügung steht, um zukünftige Wertschwankungen aufzufangen. Die Risikomessung für die in der ökonomischen Perspektive der Risikotragfähigkeit berücksichtigten Risikoklassen erfolgt mithilfe geeigneter Value-at-Risk (VaR)-Modelle mit einem Konfidenzniveau von 99,9% mit einem Risikobetrachtungshorizont von einem Jahr. Bei den Risikoklassen, für die kein statistisches Verlustverteilungsmodell verwendet wird, erfolgt eine expertenbasierte Risikoeinschätzung, die dem Ausmaß nach dem 99,9%-Quantil entspricht. Die Risikoaggregation erfolgt ohne Berücksichtigung von Korrelationen zwischen den einzelnen Risikoarten additiv. Die Ermittlung der Liquiditätstragfähigkeit erfolgt ebenfalls in einer normativen und einer ökonomischen Perspektive anhand von aufsichtsrechtlichen Liquiditätskennzahlen sowie einer Überwachung des Überlebenshorizonts. In der normativen Perspektive wird das Ziel verfolgt, kurzfristig und in unserer mehrjährigen Geschäftsplanung die aufsichtsrechtlichen Liquiditätsanforderungen einzuhalten. Dazu werden hochliquide Vermögenswerte den aufsichtsrechtlichen Nettomittelabflüssen gegenübergestellt. Für die Steuerung der normativen Liquiditätstragfähigkeit verwenden wir die aufsichtsrechtlich vorgegebene Kennzahl Liquidity Coverage Ratio (LCR). Zusätzlich wird die Net Stable Funding Ratio (NSFR) als normative Mindestgröße in der Banksteuerung berücksichtigt. Diese zeigt das Verhältnis von verfügbarer zur erforderlichen stabilen Refinanzierung auf. In der ökonomischen Perspektive werden vierteljährlich neben der Plan Liquiditätsablaufbilanz zusätzliche Stress Liquiditätsablaufbilanzen erstellt. Diese berücksichtigen die Liquiditätsauswirkungen von institutseigenen und marktweiten Ursachen sowie eine Kombination daraus. Wir haben einen Mindest-Überlebenshorizont von 6 Monaten für die Plan-Liquiditätsablaufbilanz sowie die Stress-Liquiditätsablaufbilanzen definiert, dieser wurde im Berichtszeitraum nicht unterschritten. Die eingerichteten Systeme und Verfahren des Risikomanagements sind dem Profil und der Geschäfts- und Risikostrategie der Bank sowie ihrer Größe angemessen und entsprechen den Anforderungen der MaRisk. Die Bildung der Risikovorsorge richtet sich nach den Vorgaben der Rechnungslegung zur Bewertung von Forderungen und Bildung von Rückstellungen. Risiken Als Risiko definieren wir die negative Abweichung vom erwarteten Ergebnis bzw. Planwert aufgrund von Unsicherheit. Zur Beurteilung der Wesentlichkeit von möglichen Risiken verschafft sich unsere Geschäftsleitung, einmal im Jahr im Rahmen der Risikoinventur sowie anlassbezogen, einen Überblick über die Risiken unserer Bank auf Gesamtinstitutsebene. Dabei werden auch übergreifende Risiken wie das Modell, Reputations und Nachhaltigkeitsrisiko sowie Risikokonzentrationen in der Wesentlichkeitsbewertung der einzelnen Risikoklassen berücksichtigt. Zum Abschlussstichtag werden das Bonitäts- und Besicherungsrisiko (Kreditrisiko Kunden- und Eigengeschäft), das Beteiligungsrisiko, das Zinsrisiko und das Immobilienrisiko (Marktrisiken) sowie das operationelle Risiko als wesentliche Risiken bewertet. Für unsere Risikobeurteilung zum Abschlussstichtag legen wir konsistent zum Prognosezeitraum einen Zeitraum von einem Jahr zu Grunde, in dem auch das Vorliegen von bestandsgefährdenden Risiken beurteilt wird. Bestandsgefährdende Risiken (wesentliche Risiken mit hohen Auswirkungen) liegen für den hier zugrunde gelegten Beurteilungszeitraum von einem Jahr nicht vor. Adressenausfallrisiken bzw. Kreditrisiko Das Kreditrisiko beschreibt die Gefahr, dass Verluste oder entgangene Gewinne aufgrund des Ausfalls von Geschäftspartnern, der Ratingmigration und/oder der adressbezogenen Spreadveränderung entstehen. Es umfasst das Kreditrisiko im Kundengeschäft sowie im Eigengeschäft sowie weitere Kreditrisiken, wie beispielsweise das Beteiligungsrisiko. Das Adressenausfallrisiko stufen wir als aufsichtsrechtlich wesentlich und betriebswirtschaftlich hoch ein. Es handelt sich um ein bedeutendes Risiko mit hoher Eintrittswahrscheinlichkeit und großem Schadenspotenzial und damit entsprechend wesentlicher Auswirkung auf die Vermögens, Finanz und Ertragslage. Zur Steuerung des Kreditrisikos setzen wir im Kundengeschäft Ratingsysteme zur Beurteilung der Bonität einzelner Engagements ein (im wesentlichen VRRating). Zur Bestimmung der Ausfallwahrscheinlichkeiten verwendet die Bank vorrangig die Verfahren der Genossenschaftlichen Finanzgruppe Volksbanken Raiffeisenbanken. Um die Spezifika der einzelnen Kundensegmente abbilden zu können, sind für unterschiedliche Kundensegmente separate Ratingverfahren im Einsatz. Gemäß unseren Grundsätzen zur Risikosteuerung nehmen wir zur Absicherung von Kreditrisiken werthaltige Sicherheiten herein. Ratingnoten und Sicherheiten fließen in alle relevanten Kreditprozesse ein - von der Kreditvergabe bis zur Kreditüberwachung. Bei den Eigenanlagen nutzen wir für Wertpapiere die Ratinginformationen der DZ BANK AG auf Basis externer Ratingagenturen und bei den Fonds die Risikoinformationen der Fondsgesellschaft Union Investment. Auch hier werden die Risikoentwicklungen im Rahmen von VRControl über ein Portfoliomodell überwacht. Turbulenzen an den Finanzmärkten begegnen wir durch eine Streuung der Eigenanlagen, Diversifikation in viele Anlageklassen und Beschränkung auf gute Bonitäten (mindestens Investmentgrade nach S&P Standard & Poors). Neben der Steuerung von Kreditrisiken auf Kundenebene, nehmen wir die Steuerung auch auf Portfolioebene vor. Zu diesem Zweck ist ein Limitsystem, unter anderem bezogen auf die Risikokonzentration, implementiert. Im Rahmen der Kreditrisikorisikosteuerung wird das Portfolio sowohl nach Bonitätsklassen, Größenklassen, Branchen, Sicherheiten und ggfls. weiteren Risikotreibern sowie deren Entwicklung analysiert und die Einhaltung des Limitsystems überwacht. Die bei den Forderungen an Kunden erkennbaren Bonitätsrisiken sind durch Bildung von Einzelwertberichtigungen und Einzelrückstellungen in Höhe des Blankoanteils abgedeckt. Den latenten Risiken im Kreditgeschäft wurde durch die Bildung von Pauschalwertberichtigungen gemäß IDW RS BFA 7 Rechnung getragen. Die Ermittlung der Pauschalwertberichtigung erfolgt über ein Expected-Credit-Loss-Modell, bei dem ein erwarteter Verlust über einen Betrachtungszeitraum von zwölf Monaten ohne Anrechnung von Bonitätsprämien ermittelt wird. Zur Begrenzung der Einzelemittentenrisiken werden vom Vorstand kombinierte Kontrahenten und Emittentenlimite ("Geschäftspartnerlimite") beschlossen. Vorstand und Aufsichtsrat werden quartalsweise über die Entwicklung des Portfolios sowie über die Auslastung der Einzel und Strukturlimite informiert. Daneben stellen die Mindestanforderungen an die Kreditvergabe risikobegrenzende Maßnahmen beim Einzelgeschäft dar. Kreditentscheidungen werden in Abhängigkeit vom Risikogehalt über unterschiedliche Kompetenzstufen getroffen. Die Bewertung der Kreditengagements und gegebenenfalls die Bildung einer Risikovorsorge erfolgen in Übereinstimmung mit den handelsrechtlichen Vorschriften. Als zentrales Kriterium für die Prüfung der akuten Ausfallrisiken wird die Nachhaltigkeit der Kapitaldienstfähigkeit herangezogen. Die Bank prüft die Bildung von Risikovorsorge bei Vorliegen von Frühwarnsignalen und Ausfallkriterien. Notleidende Engagements werden in einem marktunabhängigen Bereich betreut bzw. überwacht. Wir ermitteln vierteljährlich mit Hilfe des Kreditportfoliomodells für Kundengeschäfte (KPMKG) barwertig unter VR-Control einen unerwarteten Verlust (Credit-Value-at-Risk) aus dem Kundenkreditgeschäft. Die Berechnung erfolgt auf Basis von Kreditrisikoprämien in einem mehrstufigen Verfahren, dem sowohl die modellierten Verluste auf Basis des LGD-Modells als auch Ausfallwahrscheinlichkeiten und Sektorparameter zugrunde liegen. Das Kreditrisiko bei Eigenanlagen wird im Rahmen der Risikotragfähigkeitskonzeption der Bank vierteljährlich mit Hilfe des Kreditportfoliomodells für Eigengeschäfte (KPM-EG) ermittelt. Grundlage der Berechnungen sind verschiedene Marktpartnersegmente, die differenzierte Spread- und Ratingmigrationen, Spreadverteilungen sowie Migrationsmatrizen aufweisen. Die Ermittlung des in der Risikomessung angesetzten unerwarteten Verlustes (Risikoszenario) basiert auf einem Konfidenzniveau von 99,9% und einer Haltedauer von 250 Tagen. Adressenausfallrisiken aus Fonds werden mittels einer von der Kapitalanlagegesellschaft ermittelten Exante-Value-at-Risk-Kennziffer berücksichtigt, die nur das Adressenausfallrisiko abbildet. Das Marktpreisrisiko des Fonds berücksichtigen wir mittels einer separaten Value-at-Risk-Kennziffer. Diese VaR-Kennziffer basiert auf einem Konfidenzniveau von 99,9% (bei einer Haltedauer von 250 Tagen) und wird mittels historischer Simulation auf Basis eines Resampling-Verfahrens auf Barwertebene (Dispositionshorizont t0) ermittelt. Die von der Union Investment verwendeten Verfahren zur Ermittlung der Zins- und Adressrisiken sind methodisch grundsätzlich konsistent zu den VR-Control-Verfahren. Die Fondsrisiken werden in der Übersicht zur Risikotragfähigkeit separat (d.h. aufgeteilt in einzelne Risikoklassen) im Kredit- bzw. Marktrisiko dargestellt. Beteiligungen halten wir nur in strategischer Absicht und auch nur an Unternehmen im genossenschaftlichen Verbund. Die Risiken werden über den Ansatz pauschaler Wertabschläge (ermittelt für ein Konfidenzniveau von 99,9%) gemäß den Empfehlungen der parcIT ermittelt. Marktpreisrisiken bzw. Marktrisiken Das Marktrisiko beschreibt die Gefahr, dass aufgrund nachteiliger Veränderungen von Marktpreisen oder preisbeeinflussenden Parametern Verluste entstehen können. Marktrisiken umfassen Zins-, Aktien- und Währungsrisiken sowie sonstige Marktrisiken. Das Marktrisiko stuft die Bank anhand der Risikoinventur als aufsichtsrechtlich wesentlich und betriebswirtschaftlich hoch ein, mit einer hohen Eintrittswahrscheinlichkeit und einem hohen potenziellen Schaden, der sich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage maßgeblich auswirken kann. Im Rahmen der ökonomischen Risikomessung des Zinsrisikos berechnen wir vierteljährlich einen Value-at-Risk, der auf einem Konfidenzniveau von 99,9% basiert, eine Haltedauer von 250 Tagen (1 Jahr) berücksichtigt, auf Basis des aktuellen Stichtages (Dispositionshorizont t0) erfolgt und auf einen historischen Zeitraum von 2.500 bzw. 500 Tagen zurückgreift. Das Risiko entspricht dabei dem höheren der beiden ermittelten Barwertverluste. Als Szenariotechnik verwenden wir eine Skalierung über eintägige Verbarwertungen mittels Resampling. Die Ermittlung erfolgt mit Hilfe des Moduls ZINSMANAGEMENT unter VR-Control. Zusätzlich messen wir das Risiko einer ad-hoc-Zinsveränderung von +/- 200 Basispunkten (BASEL-II-Zinsschock). Der Zinskoeffizient betrug zum Bilanzstichtag -13,96% (Zinserhöhung) bzw. 15,16% (Zinssenkung). Das Aktienrisiko besteht lediglich in Form von Risiken aus Aktienfonds. Ein Direktbestand ist nicht vorhanden und das ermittelte Risiko quantitativ unwesentlich. Währungsrisiken bestehen nicht. Immobilienrisiken für die Bank sind in den bankeigenen Renditeimmobilien sowie in den Immobilienfonds enthalten. Die Immobilienrisiken stufen wir als wesentlich ein. Die Risikoermittlung erfolgt mittels VR-Control IRIS anhand eines Faktormodells, bei dem auf Basis von definierten Immobilienmerkmalen und Ergebnissen aus Wertgutachten Risikowerte auf Basis eines Konfidenzniveaus von 99,9% für einen Einjahreszeitraum ermittelt werden. Für eine adäquate Berechnung des Wertänderungs- und Ertragsrisikos werden im Verfahren historische Zeitreihen von Objektwerten aus dem Datenbestand der UI (interne Daten) und, falls diese nicht in ausreichender Länge oder Anzahl zur Verfügung stehen, externe Zeitreihen verwendet. Aus ihnen wird die Volatilität der Wert- und Ertragsschwankungen sowie die Korrelation der Teilmärkte abgeleitet. Hierbei werden für das Ertragsrisiko die Parameter verwendet, die aus Objektwertzeitreihen für das Wertänderungsrisiko bestimmt wurden. Zur Aufdeckung von zukünftigen Belastungen in Banken durch Fristeninkongruenzen führen wir vierteljährlich auch einen Rückstellungstest nach IDW RS BFA 3 n.F. (Verlustfreie Bewertung) durch. Zum 31.12.2023 war keine Rückstellung zu bilden. Liquiditätsrisiko Liquiditätsrisiken können grundsätzlich in der Form des Zahlungsunfähigkeitsrisikos, des Refinanzierungskostenrisikos und des Marktliquiditätsrisikos auftreten. Zahlungsunfähigkeitsrisiken treten ein, wenn Zahlungsverpflichtungen nicht fristgerecht oder nicht in ausreichender Höhe erfüllt werden können. Refinanzierungsrisiken entstehen, wenn die Liquidität nicht zu den erwarteten Konditionen beschafft werden kann oder die Refinanzierungsmittel nicht im erforderlichen Umfang zur Verfügung stehen. Marktliquiditätsrisiken treten ein, wenn Anlagen nicht zum gewünschten Zeitpunkt oder in der geplanten Höhe liquidiert werden können. Die Bank erachtet das Liquiditätsrisiko insgesamt als wesentlich im Sinne des Aufsichtsrechts und als betriebswirtschaftlich mittleres Risiko. Zwar tritt das Risiko nach unserer Einschätzung mit lediglich geringer Wahrscheinlichkeit ein, zeichnet sich in Bezug auf die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage jedoch durch ein hohes Schadenspotenzial aus. Für die aufsichtlichen Liquiditätskennzahlen zur LCR (Liquidity Coverage Ratio) und NSFR (Net Stable Funding Ratio) besteht eine Mindesthöhe von jeweils 100. Diese Grenze wurden von uns im gesamten Jahresverlauf eingehalten. Zur Verhinderung einer Unterschreitung haben wir Warngrenzen (LCR: 120 und NSFR: 115) eingerichtet. Durch entsprechende Handlungsalternativen kann eine Unterschreitung so frühzeitig verhindert werden. Zur Begrenzung von Abrufrisiken sind Strukturlimite insbesondere für die 10, 20 und 30 größten Einleger und offenen Zusagen implementiert. Die Berücksichtigung des Refinanzierungskostenrisikos in der ökonomischen Perspektive erfolgt vierteljährlich auf Basis pauschaler Werte zur Abbildung von Schwankungen des Refinanzierungsspreads. Zur Ermittlung des Risikos wird die liquiditätsbehaftete Zinskurve um einen zusätzlichen Spread erhöht und eine Verbarwertung des Auswertungsprofils durchgeführt. Das Risiko ergibt sich aus der Differenz der beiden Barwerte (mit und ohne Spreadaufschlag). Operationelles Risiko Operationelle Risiken betreffen die Gefahr von Verlusten, die infolge der Unzulänglichkeit oder des Versagens von internen Prozessen, Menschen oder Systemen oder infolge externer Ereignisse eintreten. Diese Definition schließt Rechtsrisiken ein. Anhand der Risikoinventur stufen wir das operationelle Risiko als aufsichtsrechtlich wesentlich und betriebswirtschaftlich hoch ein. Das Risiko hat eine mittlere Eintrittswahrscheinlichkeit und ein hohes Schadenspotenzial. Die Bank hat eine einheitliche Festlegung und Abgrenzung der operationellen Risiken zu den anderen betrachteten Risikokategorien vorgenommen und diese in den Organisationsrichtlinien fixiert und kommuniziert. Die Abgrenzung umfasst auch den Umgang mit nicht eindeutig zuordenbaren Schadensfällen, Beinaheverlusten und damit zusammenhängenden Ereignissen. Wesentliche operationelle Risiken werden jährlich identifiziert und analysiert. Hierzu wird auf eine Schadensfalldatenbank zurückgegriffen, in die eingetretene Schäden eingestellt werden. Das IT-Risiko stellt ein spezielles operationelles Risiko dar. Hier betrachten wir insbesondere die Teilbereiche "Zentrales Rechenzentrum" und "IT-Risiken Bank". Über die IT-Risiken, die das Rechenzentrum betreffen, erhalten wir regelmäßige Berichte vom lT-Dienstleister einschließlich Darstellung der eingeleiteten Maßnahmen bei Problemen. Über die Beseitigung der im Rahmen von Sonderprüfungen durch die Finanzaufsicht ermittelten Mängel beim IT-Dienstleister wurde zeitnah an Vorstand und Aufsichtsrat berichtet. Die vereinbarte Meilensteinplanung wurde eingehalten. Für alle wesentlichen Schadensereignisse in Bezug auf bankinterne IT-Risiken besteht ein umfassender Versicherungsschutz. Betriebliche Notfallplanungen wurden insbesondere auf die Anforderungen aus dem lT-Bereich abgestimmt. Rechtlichen Risiken begegnen wir durch die Verwendung der im Verbund entwickelten Formulare, die Inanspruchnahme juristischer Beratung im Fall von Rechtsstreitigkeiten. Im Rahmen der ökonomischen Perspektive erfolgt gemäß Vorstandsbeschluss vom 20.12.2022 für die operationellen Risiken ein Ansatz auf Basis eines vereinfachten, bewusst konservativen Ansatzes, dessen Konservativitätsniveau über die Säule-I-Anforderung abgeleitet werden kann. Hierbei handelt es sich um den Basisindikatoransatz (BIA) aus der Eigenkapitalunterlegung für operationelle Risiken. Weitere Risiken Unter dieser Kategorie analysieren wir alle nicht bankspezifischen Risiken. Besondere Aufmerksamkeit widmen wir dabei z.B. dem Geschäftsrisiko, dem Reputationsrisiko und weiteren (aus der Risikoinventur ersichtlichen) Risiken. Die Wesentlichkeit dieser Risiken überprüfen wir regelmäßig und anlassbezogen. In der ökonomischen Perspektive stufen wir aktuell alle sonstigen Risiken einzeln und auch insgesamt als unwesentlich ein. Gesamtbild der Risikolage Auf Grundlage unserer Verfahren des Risikomanagements zur Ermittlung der Risiken sowie des Risikodeckungspotenzials ist die Risikotragfähigkeit in beiden Perspektiven (ökonomisch und normativ) in den von uns simulierten Risiko- bzw. Plan- und Stressszenarien mit Ausnahme der inversen Szenarien gegeben. Die internen Simulationen kommen darüber hinaus zum Ergebnis, dass die Liquidität sichergestellt und die Eigenmittelanforderungen erfüllt werden. Bestandsgefährdende Risiken sind aufgrund der Zugehörigkeit zur kreditgenossenschaftlichen Sicherungseinrichtung nicht erkennbar. Für unsere Risikobeurteilung zum Abschlussstichtag legen wir konsistent zur unterjährigen Betrachtung einen rollierenden Zeitraum von einem Jahr zu Grunde, in dem auch das Vorliegen von bestandsgefährdenden Risiken beurteilt wird. Diese liegen für den betrachteten Beurteilungszeitraum nicht vor. Die Risikolage stellt sich zum Berichtsstichtag wie folgt dar:
Die vorgegebenen Anforderungen der CRR und des KWG wurden im Geschäftsjahr 2023 jederzeit eingehalten. Nach dem derzeitigen Planungsstand ist die Risikotragfähigkeit angesichts der laufenden Ertragskraft und der Vermögens- /Substanzsituation des Instituts auch im Planungsjahr 2024 gegeben. Die dargestellten Risiken werden die künftige Entwicklung unserer Bank nicht wesentlich beeinträchtigen. Zusätzliche wesentliche Chancen für die Ertragslage und den Geschäftsverlauf sehen wir bei einer deutlich besseren Konjunkturentwicklung als prognostiziert und einer damit verbundenen höheren Nachfrage im Kreditgeschäft. Daneben könnten sich aus einer Beilegung der kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ukraine und Nahost Chancen für eine positive Konjunkturentwicklung in Deutschland und Europa ergeben, die sich auch positiv auf unseren Geschäftsverlauf auswirken könnten, insbesondere auf das BE vor Bewertung/dBS. Wesentliche Risiken für die Ertragslage bestehen bei einer deutlich schlechteren Konjunkturentwicklung als prognostiziert und einer Ausweitung der geopolitischen Risiken, die zu einer rückläufigen Geschäftsentwicklung führen könnte. Daneben könnte eine stark steigende Entwicklung der Zinsstrukturkurve zunächst zu einer Belastung der Ertragslage durch entstehende Abschreibungen auf unseren eigenen Wertpapierbestand führen. D. Prognosebericht Hinsichtlich unserer Prognose teilen wir die nachstehende Einschätzung der Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose (im folgenden GD genannt) der 5 führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute (im Folgenden Institute genannt) aus deren Frühjahrsgutachten 2024. Die Wirtschaft in Deutschland ist aus Sicht der fünf führenden Wirtschaftsforschungsinstitute angeschlagen. In ihrem Frühjahrsgutachten revidieren sie ihre Prognose für das laufende Jahr deutlich nach unten und erwarten nun nur noch einen Zuwachs der Wirtschaftsleistung um 0,1%. Im Herbstgutachten standen noch 1,3% in Aussicht. Für das kommende Jahr belassen sie die Prognose mit +1,4% nahezu unverändert (bislang 1,5%). Laut Gutachten geht eine bis zuletzt zähe konjunkturelle Schwächephase mit schwindenden Wachstumskräften einher. In der lahmenden gesamtwirtschaftlichen Entwicklung überlagern sich konjunkturelle und strukturelle Faktoren. Zwar dürfte ab dem Frühjahr eine Erholung einsetzen, die Dynamik wird aber insgesamt nicht allzu groß ausfallen. Im laufenden Jahr avanciert der private Konsum zur wichtigsten Triebkraft für die Konjunktur, im kommenden Jahr dann vermehrt auch das Auslandsgeschäft. Derzeit bewegt sich die Wirtschaftsleistung auf einem Niveau, das kaum über dem vor der Pandemie liegt. Seitdem tritt die Produktivität in Deutschland auf der Stelle. Außen- und binnenwirtschaftlich gab es zuletzt mehr Gegen- als Rückenwind. Der private Konsum zog später und weniger dynamisch an als bislang von der Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose erwartet. Die deutschen Ausfuhren gingen trotz steigender weltwirtschaftlicher Aktivität zurück, vor allem, weil die Nachfrage nach den für Deutschland bedeutsamen Investitions- und Vorleistungsgütern schwach war und die preisliche Wettbewerbsfähigkeit bei energieintensiven Gütern litt. Fortwährende Unsicherheit über die Wirtschaftspolitik belastet die Unternehmensinvestitionen, die sich trotz der erwarteten Belebung im kommenden Jahr dann auf dem Niveau des Jahres 2017 bewegen dürften. Die Effektivverdienste werden in den Jahren 2024 und 2025 voraussichtlich um 4,6 bzw. 3,4% zulegen. Damit nehmen die Reallöhne über den gesamten Prognosezeitraum zu und holen die Verluste aus dem Jahr 2022 und dem ersten Halbjahr 2023 langsam wieder auf. Das Niveau von Ende 2021 - also vor dem drastischen Inflationsschub - wird aber voraussichtlich erst im zweiten Quartal 2025 erreicht. Insgesamt erwarten die Institute einen Anstieg der Verbraucherpreise um 2,3% im laufenden und um 1,8% im kommenden Jahr. Bereinigt um den dämpfenden Effekt der Energiepreise ergeben sich Kerninflationsraten von 2,8 (2024) und 2,3% (2025). Ein robuster Arbeitsmarkt stützt die konsumbezogenen Auftriebskräfte. Die realen Lohnstückkosten nehmen im Zuge der Lohnsteigerungen zwar wieder deutlich zu, bleiben aber beschäftigungsfreundlich. Die Arbeitslosigkeit dürfte nur noch geringfügig steigen und bereits ab dem Frühjahr wieder sinken. Auf Jahressicht prognostizieren die Institute Arbeitslosenquoten von 5,8% (2024) und 5,5% (2025). Die Fehlbeträge im gesamtstaatlichen Haushalt gehen in Relation zur Wirtschaftsleistung von 2,1% im Vorjahr auf 1,6% (2024) und 1,2% (2025) zurück. Die Einnahmenquote der öffentlichen Hand erreicht in den beiden Prognosejahren mit 47,5% und 48,4% jeweils gesamtdeutsche Rekordwerte. Voraussichtlicher Geschäftsverlauf Der Strukturanteil der bilanziellen Kundeneinlagen (zwischen 70% und 80% der durchschnittlichen Bilanzsumme) und -kredite (zwischen 60% und 70% der durchschnittlichen Bilanzsumme) bewegt sich weiterhin, wie im Vorjahr, innerhalb der von uns festgelegten Bandbreiten. Der Zinsüberschuss soll unter der Prämisse eines leicht sinkenden Zinsniveaus, bei der sich die Inversität der derzeitigen Zinskurve zudem abbaut, und einer um 8,3% steigenden durchschnittlichen Bilanzsumme bei ansonsten annähernd unveränderter Geschäftsstruktur auf 1,83% der dBS (= TEUR 5.224) zurückgehen. Daneben erwarten wir einen auf 0,90% der dBS (= TEUR 2.575) sinkenden Provisionsüberschuss. Beim Personalaufwand haben wir unter Berücksichtigung regulärer tariflicher Steigerungen bei weitgehend unveränderter Mitarbeiterzahl 1,26% (= TEUR 3.620) der dBS eingeplant. Bei den Sachkosten gehen wir von 0,89% (= TEUR 2.544) der dBS aus. Vor dem Hintergrund der geschilderten Zahlen erwarten wir gemäß der Ergebnisvorschaurechnung per März 2024 für das Jahr 2024 beim bedeutsamen Leistungsindikator BE vor Bewertung/dBS einen Wert von 0,60% (TEUR 1.705) der dBS. Für den bedeutsamen Leistungsindikator CIR erwarten wir einen Anstieg von 76,7% im Vorjahr auf 78,3%. Aus der Kapitalplanung für die Jahre 2024 bis 2028 ergeben sich für das geplante Wachstum im Kreditgeschäft unter der Prämisse von Rücklagenzuführungen und der Einwerbung von Geschäftsguthaben derzeit keine Erkenntnisse für zusätzlichen Kapitalbedarf. In unsere Planung haben wir die ab 01.01.2025 nach jetzigem Stand zu erwartende Erhöhung der gewichteten Risikoaktiva aufgrund ansteigender KSA-Werte eingerechnet. Die Gesamtkapitalquote soll zum 31.12.2024 auf 20,9% steigen. Insgesamt erwarten wir, dass sich unsere Geschäfte zufriedenstellend entwickeln. Wir rechnen unter Berücksichtigung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung mit einer angemessenen Vermögens, Finanz und Ertragslage sowie einer ausreichenden Risikotragfähigkeit.
Der Vorstand: Jörg Padtberg Matthias Jung 1.
Jahresbilanz zum 31. Dezember 2023
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| Geschäftsjahr | Vorjahr | ||||
| EUR | EUR | EUR | EUR | TEUR | |
| 1. Barreserve | |||||
| a) Kassenbestand | 1.549.556,82 | 1.639 | |||
| b) Guthaben bei Zentralnotenbanken | 0,00 | 0 | |||
| darunter: bei der Deutschen Bundesbank | 0,00 | (0) | |||
| c) Guthaben bei Postgiroämtern | 0,00 | 1.549.556,82 | 0 | ||
| 2. Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind | |||||
| a) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen | 0,00 | 0 | |||
| darunter: bei der Deutschen Bundesbank refinanzierbar | 0,00 | (0) | |||
| b) Wechsel | 0,00 | 0,00 | 0 | ||
| 3. Forderungen an Kreditinstitute | |||||
| a) täglich fällig | 35.598.067,52 | 22.762 | |||
| b) andere Forderungen | 6.423.792,17 | 42.021.859,69 | 8.134 | ||
| 4. Forderungen an Kunden | 178.094.596,80 | 170.628 | |||
| darunter: | |||||
| durch Grundpfandrechte gesichert | 75.734.659,33 | (73.214) | |||
| Kommunalkredite | 2.080.259,81 | (2.117) | |||
| 5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | |||||
| a) Geldmarktpapiere | |||||
| aa) von öffentlichen Emittenten | 0,00 | 0 | |||
| darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank | 0,00 | (0) | |||
| ab) von anderen Emittenten | 0,00 | 0,00 | 0 | ||
| darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank | 0,00 | (0) | |||
| b) Anleihen und Schuldverschreibungen | |||||
| ba) von öffentlichen Emittenten | 1.992.837,55 | 1.507 | |||
| darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank | 1.992.837,55 | (1.507) | |||
| bb) von anderen Emittenten | 30.857.489,67 | 32.850.327,22 | 29.587 | ||
| darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank | 17.026.955,76 | (14.989) | |||
| c) eigene Schuldverschreibungen | 0,00 | 32.850.327,22 | 0 | ||
| Nennbetrag | 0,00 | (0) | |||
| 6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 11.843.005,90 | 11.638 | |||
| 6a. Handelsbestand | 0,00 | 0 | |||
| 7. Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften | |||||
| a) Beteiligungen | 5.778.230,85 | 5.790 | |||
| darunter: | |||||
| an Kreditinstituten | 460.073,31 | (460) | |||
| an Finanzdienstleistungsinstituten | 0,00 | (0) | |||
| an Wertpapierinstituten | 0,00 | (0) | |||
| b) Geschäftsguthaben bei Genossenschaften | 14.500,00 | 5.792.730,85 | 15 | ||
| darunter: | |||||
| bei Kreditgenossenschaften | 3.450,00 | (3) | |||
| bei Finanzdienstleistungsinstituten | 0,00 | (0) | |||
| bei Wertpapierinstituten | 0,00 | (0) | |||
| 8. Anteile an verbundenen Unternehmen | 0,00 | 0 | |||
| darunter: | |||||
| an Kreditinstituten | 0,00 | (0) | |||
| an Finanzdienstleistungsinstituten | 0,00 | (0) | |||
| an Wertpapierinstituten | 0,00 | (0) | |||
| 9. Treuhandvermögen | 2.246.694,41 | 2.485 | |||
| darunter: Treuhandkredite | 2.246.694,41 | (2.485) | |||
| 10. Ausgleichsforderungen gegen die öffentliche Hand einschließlich Schuldverschreibungen aus deren Umtausch | 0,00 | 0 | |||
| 11. Immaterielle Anlagewerte | |||||
| a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 0,00 | 0 | |||
| b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 0,00 | 0 | |||
| c) Geschäfts- oder Firmenwert | 0,00 | 0 | |||
| d) geleistete Anzahlungen | 0,00 | 0,00 | 0 | ||
| 12. Sachanlagen | 3.725.497,15 | 3.768 | |||
| 13. Sonstige Vermögensgegenstände | 737.469,74 | 740 | |||
| Summe der Aktiva | 278.861.738,58 | 258.691 | |||
Passivseite
| Geschäftsjahr | Vorjahr | ||||
| EUR | EUR | EUR | EUR | TEUR | |
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | |||||
| a) täglich fällig | 0,00 | 1 | |||
| b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist | 39.750.991,15 | 39.750.991,15 | 36.940 | ||
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | |||||
| a) Spareinlagen | |||||
| aa) mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten | 21.175.537,48 | 27.655 | |||
| ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten | 271.757,77 | 21.447.295,25 | 302 | ||
| b) andere Verbindlichkeiten | |||||
| ba) täglich fällig | 117.935.806,45 | 152.567 | |||
| bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist | 66.478.448,22 | 184.414.254,67 | 205.861.549,92 | 9.340 | |
| 3. Verbriefte Verbindlichkeiten | |||||
| a) begebene Schuldverschreibungen | 0,00 | 0 | |||
| b) andere verbriefte Verbindlichkeiten | 0,00 | 0,00 | 0 | ||
| darunter: | |||||
| Geldmarktpapiere | 0,00 | (0) | |||
| eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf | 0,00 | (0) | |||
| 3a. Handelsbestand | 0,00 | 0 | |||
| 4. Treuhandverbindlichkeiten | 2.246.694,41 | 2.485 | |||
| darunter: Treuhandkredite | 2.246.694,41 | (2.485) | |||
| 5. Sonstige Verbindlichkeiten | 346.593,98 | 227 | |||
| 6. Rechnungsabgrenzungsposten | 0,00 | 0 | |||
| 6a. Passive latente Steuern | 0,00 | 0 | |||
| 7. Rückstellungen | |||||
| a) Rückstellungen für Pensionen u. ähnliche Verpflichtungen | 0,00 | 0 | |||
| b) Steuerrückstellungen | 75.000,00 | 133 | |||
| c) andere Rückstellungen | 1.054.219,66 | 1.129.219,66 | 820 | ||
| 8. [gestrichen] | 0,00 | 0 | |||
| 9. Nachrangige Verbindlichkeiten | 0,00 | 0 | |||
| 10. Genussrechtskapital | 0,00 | 0 | |||
| darunter: vor Ablauf von zwei Jahren fällig | 0,00 | (0) | |||
| 11. Fonds für allgemeine Bankrisiken | 7.850.000,00 | 7.350 | |||
| darunter: Sonderposten nach § 340e Abs. 4 HGB | 0,00 | (0) | |||
| 12. Eigenkapital | |||||
| a) Gezeichnetes Kapital | 8.584.996,59 | 8.084 | |||
| b) Kapitalrücklage | 0,00 | 0 | |||
| c) Ergebnisrücklagen | |||||
| ca) gesetzliche Rücklage | 5.925.550,26 | 5.911 | |||
| cb) andere Ergebnisrücklagen | 6.753.879,68 | 12.679.429,94 | 6.736 | ||
| d) Bilanzgewinn | 412.262,93 | 21.676.689,46 | 141 | ||
| Summe der Passiva | 278.861.738,58 | 258.691 | |||
| Geschäftsjahr | Vorjahr
|
||||
| EUR | EUR | EUR | EUR | TEUR | |
| 1. Eventualverbindlichkeiten | |||||
| a)
Eventualverbindlichkeiten aus weiter-
gegebenen abgerechneten Wechseln |
0,00 | 0 | |||
| b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen | 3.188.838,21 | 3.372 | |||
| c) Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten | 0,00 | 3.188.838,21 | 0 | ||
| 2. Andere Verpflichtungen | |||||
| a) Rücknahmeverpflichtungen aus unechten Pensionsgeschäften | 0,00 | 0 | |||
| b) Platzierungs- u. Übernahmeverpflichtungen | 0,00 | 0 | |||
| c) Unwiderrufliche Kreditzusagen | 6.473.744,12 | 6.473.744,12 | 10.171 | ||
| darunter: Lieferverpflichtungen | |||||
| aus zinsbezogenen Termingeschäften | 0,00 | (0) | |||
2.
Gewinn- und Verlustrechnung
für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember
2023
| Geschäftsjahr | Vorjahr | ||||
| EUR | EUR | EUR | EUR | TEUR | |
| 1. Zinserträge aus | |||||
| a) Kredit- und Geldmarktgeschäften | 5.510.188,51 | 3.921 | |||
| b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen | 393.368,87 | 5.903.557,38 | 317 | ||
| darunter: in a) und b)
angefallene negative Zinsen |
0,00 | (20) | |||
| 2. Zinsaufwendungen | 1.272.303,08 | 4.631.254,30 | 450 | ||
| darunter: erhaltene
negative Zinsen |
0,00 | (28) | |||
| 3. Laufende Erträge aus | |||||
| a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren | 356.066,16 | 297 | |||
| b) Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften | 143.348,99 | 147 | |||
| c) Anteilen an verbundenen Unternehmen | 0,00 | 499.415,15 | 0 | ||
|
4. Erträge aus Gewinngemeinschaften,
Gewinnabführungs-
oder Teilgewinnabführungsverträgen |
0,00 | 0 | |||
| 5. Provisionserträge | 3.012.590,38 | 2.744 | |||
| 6. Provisionsaufwendungen | 176.472,75 | 2.836.117,63 | 199 | ||
| 7. Nettoertrag/-aufwand des Handelsbestands | 0,00 | 0 | |||
| 8. Sonstige betriebliche Erträge | 160.133,45 | 216 | |||
| 9. [gestrichen] | 0,00 | 0 | |||
| 10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen | |||||
| a) Personalaufwand | |||||
| aa) Löhne und Gehälter | 2.755.154,43 | 2.642 | |||
| ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 651.786,50 | 3.406.940,93 | 667 | ||
| darunter: für Altersversorgung | 154.846,50 | (156) | |||
| b) andere Verwaltungsaufwendungen | 2.319.935,46 | 5.726.876,39 | 1.913 | ||
|
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf
immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen |
460.586,45 | 209 | |||
| 12. Sonstige betriebliche Aufwendungen | 32.086,29 | 84 | |||
|
13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf
Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie
Zuführungen
zu Rückstellungen im Kreditgeschäft |
636.961,22 | 875 | |||
|
14. Erträge aus Zuschreibungen zu
Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus
der Auflösung
von Rückstellungen im Kreditgeschäft |
0,00 | -636.961,22 | 0 | ||
|
15. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf
Beteiligungen,
Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere |
20.944,61 | 25 | |||
|
16. Erträge aus Zuschreibungen zu
Beteiligungen, Anteilen an
verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren |
0,00 | -20.944,61 | 0 | ||
| 17. Aufwendungen aus Verlustübernahme | 0,00 | 0 | |||
| 18. [gestrichen] | 0,00 | 0 | |||
| 19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit | 1.249.465,57 | 578 | |||
| 20. Außerordentliche Erträge | 0,00 | 0 | |||
| 21. Außerordentliche Aufwendungen | 0,00 | 0 | |||
| 22. Außerordentliches Ergebnis | 0,00 | (0) | |||
| 23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 319.551,22 | 416 | |||
| darunter: latente Steuern | 0,00 | (0) | |||
| 24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen | 17.651,42 | 337.202,64 | 24 | ||
| 24a. Aufwendungen aus der Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken | 500.000,00 | 0 | |||
| 25. Jahresüberschuss | 412.262,93 | 138 | |||
| 26. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 0,00 | 4 | |||
| 412.262,93 | 142 | ||||
| 27. Entnahmen aus Ergebnisrücklagen | |||||
| a) aus der gesetzlichen Rücklage | 0,00 | 0 | |||
| b) aus anderen Ergebnisrücklagen | 0,00 | 0,00 | 0 | ||
| 412.262,93 | 142 | ||||
| 28. Einstellungen in Ergebnisrücklagen | |||||
| a) in die gesetzliche Rücklage | 0,00 | 0 | |||
| b) in andere Ergebnisrücklagen | 0,00 | 0,00 | 0 | ||
| 29. Bilanzgewinn | 412.262,93 | 141 | |||
VR-Bank
Freudenberg-Niederfischbach eG, Freudenberg 3. Anhang
für das Geschäftsjahr 2023
A. Allgemeine Angaben
Der Jahresabschluss der VR-Bank Freudenberg-Niederfischbach eG wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute und Wertpapierinstitute (RechKredV) aufgestellt. Gleichzeitig erfüllt der Jahresabschluss die Anforderungen des Genossenschaftsgesetzes (GenG) und der Satzung der Bank.
B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden
Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden entspricht den allgemeinen Bewertungsvorschriften der §§ 252 ff. HGB unter Berücksichtigung der für Kreditinstitute geltenden Sonderregelungen (§§ 340 ff. HGB).
Bei Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden angewandt:
Barreserve
Die auf EUR lautende Barreserve wurde mit dem Nennwert angesetzt.
Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden
Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden wurden mit dem Nennwert angesetzt.
Anteilige Zinsen, deren Fälligkeit nach dem Bilanzstichtag liegt, die aber am Bilanzstichtag bereits den Charakter von bankgeschäftlichen Forderungen oder Verbindlichkeiten haben, sind dem zugehörigen Aktiv- oder Passivposten der Bilanz zugeordnet.
Die bei den Forderungen an Kunden erkennbaren Bonitätsrisiken sind durch Bildung von Einzelwertberichtigungen und Einzelrückstellungen im Höhe des Blankoanteils abgedeckt.
Den latenten Risiken im Kreditgeschäft wurde durch die Bildung von Pauschalwertberichtigungen gemäß IDW RS BFA 7 Rechnung getragen. Die Ermittlung der Pauschalwertberichtigung erfolgt zum 31. Dezember 2023 über ein Expected-Credit-Loss-Modell, bei dem ein erwarteter Verlust über einen Betrachtungszeitraum von zwölf Monaten ohne Anrechnung von Bonitätsprämien ermittelt wird. Die Berechnung des erwarteten Verlusts erfolgt unter Berücksichtigung der Ausfallwahrscheinlichkeit, der Verlustquote bei Ausfall sowie der erwarteten Kredithöhe zum Ausfallzeitpunkt für alle unter den Bilanzpositionen Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden ausgewiesenen Geschäften sowie für unter der Bilanz auszuweisende Eventualverpflichtungen und andere Verpflichtungen (einschließlich unwiderruflicher Kreditzusagen). Nicht beanspruchte Kreditzusagen (Kreditlinien) werden berücksichtigt, soweit ungeachtet vertraglicher Kündigungsrechte mit einer Inanspruchnahme ernsthaft zu rechnen ist. Im Hinblick auf Kreditzusagen und Eventualverpflichtungen erfolgt die bilanzielle Erfassung in Form einer Rückstellung.
Zusätzlich bestehen zur Sicherung gegen die besonderen Risiken des Geschäftszweigs Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB und ein Sonderposten für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB.
Wertpapiere
Die wie Umlaufvermögen behandelten festverzinslichen Wertpapiere, Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapiere wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Dabei wurden die von den "Wertpapiermitteilungen" (WM Datenservice) zur Verfügung gestellten Jahresschlusskurse herangezogen.
Strukturierte Finanzinstrumente, die nach dem strengen Niederstwertprinzip auf Basis einer Notierung auf einem aktiven Markt bewertet wurden, wurden als einheitlicher Vermögensgegenstand bilanziert, auch wenn sie durch das eingebettete Derivat wesentlich erhöht oder zusätzlich (andersartige) Risiken aufweisen, weil die besonderen Risiken des strukurierten Finanzinstruments durch eine objektive Bewertung zutreffend dargestellt werden.
Die wie Anlagevermögen behandelten Wertpapiere wurden nur bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung auf ihren niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben (gemildertes Niederstwertprinzip).
Anschaffungskosten über pari wurden linear über die Restlaufzeit bis zum niedrigeren Einlösungskurs, jedoch nicht unter den Marktwert am Bilanzstichtag abgeschrieben.
Wertpapiere des Anlagevermögens, bei denen von einer dauernden Wertminderung auszugehen ist, waren am Bilanzstichtag nicht im Bestand.
Sofern bei einzelnen Wertpapieren kein verlässlicher Börsen- oder Marktpreis vorlag, wurde der beizulegende Wert anhand eines Bewertungsmodells ermittelt. Dabei wurden die künftigen Zins- und Tilgungszahlungen prognostiziert und mit risiko- und laufzeitadäquaten Zinssätzen auf ihren derzeitigen Barwert abgezinst (Discounted Cashflow-Verfahren). Die verwendeten Diskontierungszinssätze setzen sich aus drei Komponenten zusammen: dem risikofreien Basiszins, dem Zuschlag für das Kreditrisiko (Credit Spread) und dem Zuschlag für das Liquiditätsrisiko (Liquidity Spread). Bei dem risikofreien Basiszins und dem Liquiditätsrisiko handelt es sich um in der Regel am Kapitalmarkt beobachtbare Parameter. Im Falle von AT1-Emissionen werden die Credit Spreads einer Spreadkurve entnommen, die regelmäßig von der Emittentin überprüft und beschlossen werden. Darüber hinaus ergibt sich eine Abhängigkeit des Bewertungsniveaus der AT1-Emissionen von den harten Kernkapitalquoten der Emittentin. Bei Festlegung des Bewertungsspreads wird das aktuelle Verhältnis der harten Kernkapitalquoten zum Trigger der AT1-Anleihen berücksichtigt.
Verlustfreie Bewertung der zinsbezogenen Geschäfte des Bankbuchs
Die zinsbezogenen Finanzinstrumente des Bankbuchs werden im Rahmen einer Gesamtbetrachtung aller Geschäfte nach Maßgabe von IDW RS BFA 3 n. F. verlustfrei bewertet. Hierzu werden die zinsinduzierten Barwerte den Buchwerten gegenübergestellt. Der sich daraus ergebende positive Differenzbetrag wird anschließend um den Barwert der direkt aus den Zinsprodukten des Bankbuchs resultierenden Gebühren- und Provisionserträge erhöht und um den Risikokostenbarwert und den Bestandsverwaltungskostenbarwert vermindert.
Bei den zurechenbaren Gebühren- und Provisionserträgen werden im Wesentlichen Kontoführungsgebühren und Kartenentgelte, sofern die jeweilige Karte Bestandteil des Kontomodells ist, angesetzt. Gemäß einer internen Erhebung bzw. Schätzung wird der Anteil der Verwaltungskosten für die Bestandsführung der zinsbezogenen Geschäfte an den gesamten Verwaltungsaufwendungen ermittelt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt. Bei der Bemessung der voraussichtlich noch anfallenden Verwaltungskosten für die Bestandsführung der zinsbezogenen Geschäfte werden Overheadkosten anteilig berücksichtigt. Individuelle Refinanzierungsmöglichkeiten werden bei dieser barwertigen Betrachtung berücksichtigt.
Für einen danach eventuell verbleibenden Verlustüberhang wird eine Drohverlustrückstellung gebildet, die unter den anderen Rückstellungen ausgewiesen wird.
Nach dem Ergebnis der Berechnungen zum 31. Dezember 2023 war keine Rückstellung zu bilden.
Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften
Die Beteiligungen und die Geschäftsguthaben bei Genossenschaften wurden entsprechend den für das Anlagevermögen geltenden Regeln zu Anschaffungskosten bewertet. Bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung werden Abschreibungen vorgenommen.
Die Beteiligungsbewertung erfolgt grundsätzlich auf Basis der Vorgaben des IDW RS HFA 10. Andere Bewertungsmethoden kommen dann zum Einsatz, wenn die Art bzw. der betragliche Umfang der Beteiligung dies rechtfertigen.
Treuhandvermögen
Die Bewertung des Treuhandvermögens erfolgte zum Nennwert.
Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen
Die Bewertung der entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgte zu den Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Sofern dauerhafte Wertminderungen vorliegen, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.
Aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderungen wurden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Das dieser Abschreibung zugrunde liegende Wertgutachten wurde auf Basis der BelWertV im Ertragswertverfahren durchgeführt.
Die angeschafften geringwertigen Wirtschaftsgüter mit einem Netto-Einzelwert bis zu EUR 250 wurden in voller Höhe als andere Verwaltungsaufwendungen erfasst. Sie wurden in voller Höhe abgeschrieben, sofern die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut über EUR 250, aber nicht über EUR 800 lagen.
Sonstige Vermögensgegenstände
Die Bewertung der sonstigen Vermögensgegenstände erfolgte nach dem strengen Niederstwertprinzip.
Aktive latente Steuern
Zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen bestehen zeitliche oder quasi-permanente Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren abbauen (vgl. Erläuterungen im Abschnitt D.).
Verbindlichkeiten
Die Passivierung der Verbindlichkeiten erfolgte zu dem jeweiligen Erfüllungsbetrag.
Der Belastung aus Einlagen mit steigender Verzinsung und aus Zuschlägen sowie sonstigen über den Basiszins hinausgehenden Vorteilen für Einlagen wurde durch Rückstellungsbildung in angemessenem Umfang Rechnung getragen.
Treuhandverbindlichkeiten
Die Bewertung der Treuhandverbindlichkeiten erfolgte zum Erfüllungsbetrag, der mit dem Nennwert der Verpflichtung übereinstimmt.
Rückstellungen
Die Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem Rechnungszins der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) abgezinst.
Die Altersteilzeitrückstellungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mit dem Barwert und einem Zinssatz von 1,05 % p.a. gerechnet. Der Rechnungszinssatz wurde gemäß IDW RS HFA 30 n.F. (Rz. 57) abhängig von der durchschnittlichen Restlaufzeit des Personenbestandes ermittelt. Unter der Restlaufzeit ist bei Altersversorgungsverpflichtungen und vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen nicht die Dauer bis zur vollständigen Abwicklung, sondern die Duration im Sinne eines versicherungsmathematischen Schwerpunkts aller künftigen Zahlungen an den Versorgungsberechtigten zu verstehen. Als Rechnungsgrundlage werden die "Heubeck-Richttafeln 2018 G" zugrunde gelegt. Für die Altersteilzeitrückstellungen wurde ein Gehaltstrend von 2,0 % p.a. (Vorjahr 2,0 % p.a.) unterstellt. Die Bewertung erfolgte gemäß der Stellungnahme des Hauptfachausschusses des IDW vom 19.06.2013 (IDW RS HFA 3).
Erfolgswirkungen aus einer Änderung des Diskontierungssatzes im Zusammenhang mit den Altersteilzeitrückstellungen werden analog zum Ab-/ Aufzinsungseffekt im sonstigen betrieblichen Ergebnis gemäß dem Wahlrecht nach IDW RS HFA 30 n.F. ausgewiesen.
Für noch nicht in Anspruch genommene unwiderrufliche Kreditzusagen und Eventualverbindlichkeiten wurden Rückstellungen gemäß § 249 HGB gebildet.
Im Übrigen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten Rückstellungen in angemessener Höhe gebildet.
Die erstmalige Einbuchung von Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr erfolgte mit dem abgezinsten Betrag (Nettomethode).
Währungsumrechnung
Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden mit dem Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtages umgerechnet.
Soweit die Restlaufzeit der auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenstände oder Verbindlichkeiten bis zu einem Jahr betrug oder die Anforderungen an eine besondere Deckung vorlagen, wurden Erträge aus der Währungsumrechnung in der Gewinn- und Verlustrechnung vereinnahmt.
Als besonders gedeckt wurden gegenläufige Fremdwährungspositionen angesehen, soweit sie sich betragsmäßig bzw. hinsichtlich ihrer Fristigkeit entsprechen.
Die Ergebnisse aus der Währungsumrechnung wurden bei dem Gewinn- und Verlust-Posten berücksichtigt, bei dem die sonstigen Bewertungsergebnisse des umgerechneten Bilanzpostens oder Geschäfts ausgewiesen werden.
Verwendung des Jahresergebnisses
Der Jahresabschluss wurde vor Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.
C. Entwicklung des Anlagevermögens 2023
| Anschaffungs- / | Zugänge (a) | Umbuchungen (a) | Anschaffungs- / | |
| Herstellungskosten zu | Zuschreibungen (b) | Abgänge (b) | Herstellungskosten | |
| Beginn des | am Ende des | |||
| Geschäftsjahres | im Geschäftsjahr | Geschäftsjahres | ||
| EUR | EUR | EUR | EUR | |
| Immaterielle Anlagewerte | ||||
| a) Selbstgeschaffene | 0 | 0 (a) | 0 (a) | 0 |
| gewerbliche | 0 (b) | 0 (b) | ||
| Schutzrechte und ähnliche Rechte | ||||
| b) entgeltlich erwor- | 24.264 | 0 (a) | 0 (a) | 24.264 |
| bene Konzessio- | 0 (b) | 0 (b) | ||
| nen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | ||||
| c) Geschäfts- oder | 0 | 0 (a) | 0 (a) | 0 |
| Firmenwert | 0 (b) | 0 (b) | ||
| d) geleistete | 0 | 0 (a) | 0 (a) | 0 |
| Anzahlungen | 0 (b) | 0 (b) | ||
| Sachanlagen | ||||
| a) Grundstücke und | 6.265.653 | 321.669 (a) | -250.788 (a) | 6.336.535 |
| Gebäude | 0 (b) | 0 (b) | ||
| b) Betriebs- und | 1.203.000 | 96.480 (a) | 250.788 (a) | 1.443.505 |
| Geschäftsausstattung | 0 (b) | 106.763 (b) | ||
| Summe a | 7.492.917 | 418.149 (a) | 0 (a) | 7.804.304 |
| 0 (b) | 106.763 (b) | |||
| Änderungen der gesamten Abschreibungen im Zusammenhang mit | ||||||
| Abschreibungen zu | Abschreibungen | Zugängen (a) | Umbuchungen (a) | Abschreibungen am | Buchwerte | |
| Beginn des | Geschäftsjahr (a) | Zuschreibungen (b) | Abgängen (b)
|
Ende des | Bilanzstichtag | |
| Geschäftsjahres (gesamt) | Zuschreibungen
Geschäftsjahr (b)
|
Geschäftsjahres (gesamt) | ||||
| EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | |
| Immaterielle Anlagewerte | ||||||
| a) Selbstgeschaffene | 0 | 0 (a) | 0 (a) | 0 (a) | 0 | 0 |
| gewerbliche | 0 (b) | 0 (b) | 0 (b) | |||
| Schutzrechte und ähnliche Rechte | ||||||
| b) entgeltlich erwor- | 24.264 | 0 (a) | 0 (a) | 0 (a) | 24.264 | 0 |
| bene Konzessio- | 0 (b) | 0 (b) | 0 (b) | |||
| nen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | ||||||
| c) Geschäfts- oder | 0 | 0 (a) | 0 (a) | 0 (a) | 0 | 0 |
| Firmenwert | 0 (b) | 0 (b) | 0 (b) | |||
| d) geleistete | 0 | 0 (a) | 0 (a) | 0 (a) | 0 | 0 |
| Anzahlungen | 0 (b) | 0 (b) | 0 (b) | |||
| Sachanlagen | ||||||
| a) Grundstücke und | 2.775.106 | 354.180 (a) | 0 (a) | -250.788 (a) | 2.878.498 | 3.458.037 |
| Gebäude | 0 (b) | 0 (b) | 0 (b) | |||
| b) Betriebs- und | 925.614 | 106.406 (a) | 0 (a) | 250.788 (a) | 1.176.045 | 267.460 |
| Geschäftsausstattung | 0 (b) | 0 (b) | 106.763 (b) | |||
| Summe a | 3.724.984 | 460.586 (a) | 0 (a) | 0 (a) | 4.078.807 | 3.725.497 |
| 0 (b) | 0 (b) | 106.763 (b) | ||||
|
Anschaffungskosten zu Beginn
des Geschäftsjahres
|
Veränderungen
(saldiert)
|
Buchwerte
am Bilanzstichtag
|
|||
| EUR | EUR | EUR | |||
| Wertpapiere des | 14.931.620 | 1.897.749 | 16.829.369 | ||
| Anlagevermögens | |||||
| Beteiligungen und | 5.804.383 | -11.652 | 5.792.731 | ||
| Geschäftsguthaben | |||||
| bei Genossenschaften | |||||
| Anteile an | 0 | 0 | 0 | ||
| verbundenen Unter- | |||||
| nehmen | |||||
| Summe b | 20.736.003 | 1.886.097 | 22.622.100 | ||
| Summe a und b | 28.228.920 | 26.347.597 |
D. Erläuterungen zur Bilanz
Forderungen an Kreditinstitute
In den Forderungen an Kreditinstitute (A 3) sind EUR 41.598.068 Forderungen an die genossenschaftliche Zentralbank enthalten.
Forderungen an Kunden
In den Forderungen an Kunden (A 4) sind EUR 4.205.652 Forderungen mit unbestimmter Laufzeit enthalten.
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
Von den in der Bilanz ausgewiesenen Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren (A 5) werden im auf den Bilanzstichtag folgenden Geschäftsjahr EUR 5.330.837 fällig.
Aufgliederung der in den Bilanzposten A 5 bis A 6 enthaltenen Wertpapiere
In folgenden Posten sind enthalten:
| börsenfähig
|
davon: | |||
| börsennotiert
|
nicht börsennotiert
|
nicht mit dem Niederstwert bewertete börsenfähige Wertpapiere | ||
| EUR | EUR | EUR | EUR | |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) | 32.850.327 | 28.591.971 | 4.258.356 | 15.906.975 |
| Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere (A 6) | 8.366.416 | 0 | 8.366.416 | 0 |
Im Wertpapierjournal sind die nicht nach dem strengen Niederstwertprinzip bewerteten Wertpapiere des Anlagevermögens besonders gekennzeichnet.
Außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB sind für marktpreisbezogene Wertveränderungen unterblieben. Grund für die unterlassene Abschreibung ist, dass die Wertminderung nicht als dauerhaft angesehen wird. Anhaltspunkt dafür, dass die Wertminderung voraussichtlich nicht von Dauer ist, ist ein fortwährendes Rating der Papiere mit Investment Grade.
Der Buchwert der betreffenden Wertpapiere beträgt TEUR 16.829, der beizulegende Zeitwert beläuft sich auf TEUR 15.903.
Forderungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
In den Forderungen sind folgende Beträge enthalten, die auch Forderungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind:
| Forderungen an | ||||
| Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | ||||
| Geschäftsjahr
EUR |
Vorjahr
EUR |
|||
| Forderungen an Kreditinstitute (A 3) | 41.598.068 | 29.869.248 | ||
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) | 14.175.951 | 12.304.661 | ||
Beteiligungen
Beteiligungen von nicht untergeordneter Bedeutung bestehen zum 31. Dezember 2023 wie folgt:
|
|
Anteil am Gesellschafts- | Eigenkapital der Gesellschaft | Ergebnis des letzten vorliegenden Jahresabschlusses | ||
| Name und Sitz | kapital % | Jahr | TEUR | Jahr | TEUR |
| a) WGZ 2. Beteiligungs GmbH & Co. KG, Düsseldorf | 0,14 | 2023 | 3.549.641 | 2023 | 88.744 |
| b) DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschafts bank, Frankfurt am Main | 0,00<0,01 | 2023 | 10.758.000 | 2023 | 478.000 |
| c) GAD Beteiligungs GmbH & Co. KG, Münster | 0,10 | 2023 | 119.597 | 2023 | 3.016 |
| d) UIR Beteiligungs GmbH & Co. KG, Düsseldorf | 0,18 | 2023 | 41.523 | 2023 | -6.338 |
| e) WGZ Beteiligungs GmbH & Co. KG, Düsseldorf | 0,00<0,01 | 2023 | 3.190.220 | 2023 | 95.752 |
Darüber hinaus bestehen weitere Beteiligungen im Sinne des § 271 Abs. 1 HGB, auf deren Angabe jedoch aufgrund der insgesamt untergeordneten Bedeutung verzichtet wurde.
Treuhandvermögen
Im Bilanzposten "Treuhandvermögen" (A 9) sind ausschließlich Kredite ausgewiesen, die im eigenen Namen für fremde Rechnung gehalten werden. Bei diesen Treuhandforderungen handelt es sich um Forderungen an Kunden (A 4).
Sachanlagen
Im Bilanzposten "Sachanlagen" (A 12) sind Grundstücke und Bauten, die wir im Rahmen eigener Tätigkeit nutzen, in Höhe von EUR 954.682 und Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von EUR 267.460 enthalten.
Sonstige Vermögensgegenstände
In dem Bilanzposten "Sonstige Vermögensgegenstände" (A 13) sind folgende wesentliche Einzelbeträge enthalten:
| 31.12.2023 | |
| EUR | |
| Ausstehende Provisionszahlungen Verbundpartner | 419.738 |
| Steuerforderungen | 131.445 |
Nachrangige Vermögensgegenstände
In den folgenden Posten sind Vermögensgegenstände, für die eine Nachrangklausel besteht, enthalten:
| Posten/Unterposten | Geschäftsjahr | Vorjahr |
| EUR | EUR | |
| 4 Forderung an Kunden (A 4) | 126.974 | 30.600 |
| 5 Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) | 2.126.616 | 1.126.619 |
Die Forderungen an Kunden beinhalten EUR 96.374 Weiterleitungskredite der KfW mit 100%iger Haftungsfreistellung.
Fremdwährungsposten
In den Vermögensgegenständen sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 27.419 enthalten.
Restlaufzeitenspiegel für Forderungen
Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen haben folgende Restlaufzeiten:
|
|
bis 3 Monate
EUR |
mehr als 3 Monate bis
ein Jahr
EUR |
mehr als ein Jahr bis 5
Jahre
EUR |
mehr als 5 Jahre
EUR |
| Andere Forderungen an Kreditinstitute (A 3b) (ohne Bausparguthaben) | 4.000.000 | 0 | 2.000.000 | 0 |
| Forderungen an Kunden (A 4) | 4.423.604 | 13.467.887 | 48.262.621 | 107.721.252 |
Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert.
Restlaufzeitenspiegel für Verbindlichkeiten
Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf:
|
|
bis 3 Monate
EUR |
mehr als 3 Monate bis
ein Jahr
EUR |
mehr als ein Jahr bis 5
Jahre
EUR |
mehr als 5 Jahre
EUR |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 1b) | 393.396 | 3.118.277 | 13.849.963 | 22.389.356 |
| Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten (P 2a ab) | 6.927 | 185.140 | 79.690 | 0 |
| Andere Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 2b bb) | 32.898.148 | 29.199.878 | 3.564.940 | 479.000 |
Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) sind EUR 39.750.991 Verbindlichkeiten gegenüber der genossenschaftlichen Zentralbank enthalten.
Treuhandverbindlichkeiten
Im Bilanzposten "Treuhandverbindlichkeiten" (P 4) sind ausschließlich Refinanzierungsmittel für Kredite ausgewiesen, die im eigenen Namen für fremde Rechnung gehalten werden. Bei diesen Treuhandverbindlichkeiten handelt es sich um Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1).
Sonstige Verbindlichkeiten
Im Bilanzposten "Sonstige Verbindlichkeiten" (P 5) sind folgende wesentliche Einzelbeträge enthalten:
| 31.12.2023 | |
| EUR | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung | 215.351 |
Passive latente Steuern
Latente Steuern sind nicht bilanziert. Bei einer Gesamtdifferenzbetrachtung errechnet sich ein aktiver Überhang von latenten Steuern, der in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt wurde. Den passiven Steuerlatenzen aus der Bewertung von Investmentfondsanteilen stehen höhere aktive Steuerlatenzen aus der Bewertung von Kundenforderungen gegenüber.
Der Berechnung der Steuerlatenzen wurde ein Steuersatz von 31,23 % zugrunde gelegt.
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
In den nachstehenden Verbindlichkeiten sind folgende Beträge enthalten, die auch Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind:
| Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | ||||
| Geschäftsjahr
EUR |
Vorjahr
EUR |
|||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) | 39.750.991 | 36.940.273 | ||
Eigenkapital
Die unter dem Passivposten "Gezeichnetes Kapital" (P 12a) ausgewiesenen Geschäftsguthaben gliedern sich wie folgt:
| EUR | |||
| Geschäftsguthaben | |||
| a) der verbleibenden Mitglieder | 8.374.067 | ||
| b) der ausscheidenden Mitglieder | 186.680 | ||
| c) aus gekündigten Geschäftsanteilen | 24.250 |
Die Ergebnisrücklagen (P 12c) haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:
| Gesetzliche Rücklage | andere Ergebnisrücklagen | |
| EUR | EUR | |
| Stand 01.01.2023 | 5.910.550 | 6.735.802 |
| Einstellungen | ||
| - aus Bilanzgewinn des Vorjahres | 15.000 | 18.078 |
| Stand 31.12.2023 | 5.925.550 | 6.753.880 |
Eventualverbindlichkeiten und andere Verpflichtungen
Die unter dem Bilanzstrich (Posten 1b) und 2c)) ausgewiesenen Verpflichtungen betreffen breit gestreute Bürgschafts- und Gewährleistungsverträge für bzw. offene Kreditzusagen gegenüber Kunden. Die Risiken wurden im Zuge der Einzelbewertung der Bonität dieser Kunden beurteilt. Sie unterliegen den für alle Kreditverhältnisse geltenden Risikoidentifizierungs- und steuerungsverfahren, die eine rechtzeitige Erkennung von Risiken gewährleisten. Die unter Posten 1b) ausgewiesenen Beträge zeigen nicht die künftig aus diesen Verträgen zu erwartenden tatsächlichen Zahlungsströme, da die überwiegende Anzahl der Eventualverbindlichkeiten nach unseren Einschätzungen ohne Inanspruchnahme auslaufen werden. Akute Risiken einer Inanspruchnahme aus den unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Haftungsverhältnissen sind durch Rückstellungen gedeckt. Für vorhersehbare, noch nicht individuell konkretisierbare Risiken wurden Rückstellungen nach IDW RS BFA 7 gebildet.
Durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesicherte Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten
Von den Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten sind durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesichert:
| Passivposten | Gesamtbetrag der als
Sicherheit übertragenen Vermögenswerte
in EUR |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) | 21.150.991 |
Fremdwährungsposten
In den Schulden sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 27.419 enthalten.
E. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Zinserträge und Zinsaufwendungen
Die für das Geschäftsjahr ermittelten Auf- und Abzinsungseffekte für Zinsrückstellungen aus Zinsprodukten wurden unter den Zinsaufwendungen mit EUR 12 (Vorjahr EUR 52) und Zinserträgen mit EUR 0 (Vorjahr EUR 0) erfasst.
Provisionserträge
Dienstleistungen für die Verwaltung und Vermittlung, die für die Geschäftstätigkeit von wesentlicher Bedeutung sind, werden im Depot-, Bauspar-, Versicherungs- und Kreditgeschäft erbracht.
Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen mit EUR 1.221 (Vorjahr EUR 136) Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen.
Periodenfremde Erträge bzw. Aufwendungen
| lfd. Posten der GuV
- Art
|
Betrag
Aufwand EUR |
Betrag
Ertrag EUR |
| GuV 06) Aufwand aus Abschlussgebühr von Baussparvorratsverträgen | 12.700 | 0 |
| GuV 08) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 0 | 31.236 |
| GuV 23) Steueraufwand, Steuererstattungen und Auflösung von Steuerrückstellungen für Vorjahre | 10.301 | 85.791 |
F. Sonstige Angaben
Vorstand und Aufsichtsrat
Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen EUR 10.028.
Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.
Die Forderungen an und Verpflichtungen aus eingegangenen Haftungsverhältnissen betrugen für Mitglieder des Vorstands EUR 26.242 und für Mitglieder des Aufsichtsrats EUR 2.415.868.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen in Höhe von insgesamt EUR 542.704 in Form der Garantieverpflichtungen gegenüber der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (Garantieverbund).
Ferner besteht eine Beitragsgarantie gegenüber dem institutsbezogenen Sicherungssystem der BVR Institutssicherung GmbH. Diese betrifft Jahresbeiträge zum Erreichen der Zielausstattung bzw. Zahlungsverpflichtungen, Sonderbeiträge und Sonderzahlungen, falls die verfügbaren Finanzmittel nicht ausreichen, um die Einleger eines dem institutsbezogenen Sicherungssystem angehörigen CRR-Kreditinstituts im Entschädigungsfall zu entschädigen, sowie Auffüllungspflichten nach Deckungsmaßnahmen.
Personalstatistik
Die Zahl der 2023 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:
| Vollzeitbeschäftigte | Teilzeitbeschäftigte | |
| Prokuristen | 2 | 0 |
| Sonstige kaufmännische Mitarbeiter | 32 | 11 |
| Gewerbliche Mitarbeiter | 1 | 0 |
| 35 | 11 |
Außerdem wurden durchschnittlich 6 Auszubildende beschäftigt.
Mitgliederbewegung im Geschäftsjahr
| Anzahl der
Mitglieder |
Anzahl der
Geschäftsanteile |
Haftsummen
EUR |
||
| Anfang | 2023 | 5.355 | 32.614 | 7.023.500 |
| Zugang | 2023 | 103 | 2.702 | 0 |
| Abgang | 2023 | 154 | 867 | 7.023.500 |
| Ende | 2023 | 5.304 | 34.449 | 0 |
Durch die in der Generalversammlung in 2020 beschlossene Satzungsänderung ist die Nachschusspflicht der Mitglieder ab dem 01. Januar 2022 ausgeschlossen. Die Bekanntmachung der Eintragung in das Genossenschaftsregister erfolgte am 23. Juni 2023. Die 6-monatige Nachwirkungsfrist gemäß § 22 Abs. 2 GenG ist zum Bilanzstichtag bereits abgelaufen, so dass die gesamten Haftsummen als Abgang dargestellt werden.
| Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder haben sich im Geschäftsjahr vermehrt um | EUR | 476.166 |
| Die Haftsummen haben sich im Geschäftsjahr vermindert um | EUR | 7.023.500 |
| Höhe des Geschäftsanteils | EUR | 250 |
Name und Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes
Der Name und die Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes lauten:
Genoverband e.V.
Ludwig-Erhard-Allee 20 40227
Düsseldorf
Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats
Mitglieder des Vorstands, ausgeübter Beruf
| Jung, Matthias, Vorstand Marktfolge |
| Padtberg, Jörg, Vorstand Markt |
Mitglieder des Aufsichtsrats, ausgeübter Beruf
| Fischbach, Andreas, - Vorsitzender - , Selbständiger Steuerberater |
| Reinsch, Linda, - stellvertretende Vorsitzende - , Geschäftsführerin der Reinsch Spedition GmbH |
| Koch, Christoph, Dipl. Ing., Prokurist, Mitglied der Geschäftsleitung (COO) Hochhuth GmbH |
| Leidig, Alexander, Dipl. Finanzwirt (FH), Finanzbeamter im Finanzamt Siegen |
| Nöh, Roland, Angestellter im Medical Center Südwestfalen GmbH & Co.KG |
| Schmidt, Wolfgang, Selbständiger Architekt |
Vorschlag für die Ergebnisverwendung
Der Vorstand schlägt im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat vor, den Jahresüberschuss von EUR 412.262,93 wie folgt zu verwenden:
| EUR | |
| Ausschüttung einer Dividende von 3,00 % | 247.185,20 |
| Zuweisung zu den Ergebnisrücklagen | |
| a) Gesetzliche Rücklage | 82.538,86 |
| b) Andere Ergebnisrücklagen | 82.538,87 |
| 412.262,93 |
| Freudenberg, 19. Juni 2024 | VR-Bank Freudenberg-Niederfischbach eG |
Der Vorstand
Jörg Padtberg Matthias Jung
Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
An die VR-Bank Freudenberg-Niederfischbach eG, Freudenberg
Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der VR-Bank Freudenberg-Niederfischbach eG, Freudenberg (im Folgenden "Genossenschaft") - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Genossenschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Genossenschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 und
- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Genossenschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO i. V. m. §§ 55 Abs. 2, 38 Abs. 1a GenG, dass alle bei uns beschäftigten Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Nachfolgend stellen wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar:
| Bewertung der Kundenforderungen: |
Unsere Darstellung des besonders wichtigen Prüfungssachverhalt haben wir wie folgt strukturiert:
a) Sachverhalt und Problemstellung
b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse
c) Verweis auf weitergehende Informationen
zu 1.a)
Die Genossenschaft ist hauptsächlich im Kundenkreditgeschäft tätig. Eine mögliche Verschlechterung der Kreditwürdigkeit von Kreditnehmern kann Auswirkungen auf die Höhe der zu bildenden Risikovorsorge bzw. Abschreibungen haben. Hieraus können sich erhebliche Auswirkungen auf den Jahresabschluss und insbesondere auf die Ertragslage der Genossenschaft ergeben. Im Rahmen der Rechnungslegung ist zur Bewertung der Forderungen neben der Bonitätsbeurteilung in der Regel die Nutzung geschätzter Werte für gestellte Sicherheiten erforderlich. Da die hiermit verbundenen Einschätzungen einen bedeutsamen Einfluss auf die Bildung bzw. die Höhe gegebenenfalls erforderlicher Risikovorsorge und Abschreibungen haben, und diese insofern mit erheblichen Unsicherheiten behaftet sind, haben wir die Bewertung der Kundenforderungen als einen besonders wichtigen Prüfungssachverhalt eingestuft.
zu 1.b)
Im Rahmen der Jahresabschlussprüfung haben wir zunächst die Angemessenheit und Wirksamkeit des relevanten internen Kontrollsystems der Genossenschaft zur Bewertung der Kundenforderungen beurteilt. Dabei haben wir Kontrollmaßnahmen in den zur Bewertung der Kundenforderungen relevanten Prozessen der Genossenschaft identifiziert. Für die relevanten Kontrollmaßnahmen haben wir deren Aufbau bzw. Ausgestaltung gewürdigt und uns vergewissert, dass diese Kontrollen eingerichtet sind. In Folge haben wir uns von der Wirksamkeit der eingerichteten relevanten Kontrollen der Genossenschaft überzeugt. Des Weiteren haben wir analytische Prüfungshandlungen durchgeführt. In dem Zusammenhang haben wir uns von der regelmäßigen Überprüfung der Angemessenheit der Schätzannahmen durch die Genossenschaft überzeugt. Darüber hinaus haben wir die Bewertung der Kundenforderungen einschließlich der Sicherheiten auf Basis risikoorientiert ausgewählter Einzelfälle beurteilt und mit den Einschätzungen der Genossenschaft abgeglichen.
zu 1.c)
Weitere Angaben der Genossenschaft zur Bilanzierung und Bewertung von Forderungen an Kunden sind im Anhang des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 in den Abschnitten B. und D. enthalten.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter und der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich.
Die sonstigen Informationen umfassen die übrigen Teile des Geschäftsberichts - ohne weitere Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme der Auszüge aus dem geprüften Jahresabschluss und Lagebericht.
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
- wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
- anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter der Genossenschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Genossenschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.
- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Genossenschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt.
- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Genossenschaft.
- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.
Wir erörtern mit dem Aufsichtsrat unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wir geben gegenüber dem Aufsichtsrat eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihm alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit dem Aufsichtsrat erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen
Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO
Wir sind als zuständiger Prüfungsverband gesetzlicher Abschlussprüfer der Genossenschaft.
Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit unserer Berichterstattung an den Aufsichtsrat nach Artikel 11 EU-APrVO i. V. m. § 58 Abs. 3 GenG (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
Bei uns beschäftigte Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, haben folgende Leistungen, die nicht im Jahresabschluss oder im Lagebericht der geprüften Genossenschaft angegeben wurden, zusätzlich zur Abschlussprüfung für die geprüfte Genossenschaft bzw. für die von dieser beherrschten Unternehmen erbracht:
- Prüfung des Wertpapierdienstleistungs- und Depotgeschäfts gemäß § 89 WpHG Abs. 1 und 2 WpHG
Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer
Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Christian Friedrich.
Düsseldorf, 19. Juni 2024
Genoverband e.V.
| Dieter Schulz | Christian Friedrich | ||
| Wirtschaftsprüfer | Wirtschaftsprüfer |
Feststellung des Jahresabschlusses und Beschlussfassung über die Ergebnisverwendung
Die Generalversammlung vom 25.06.2024 hat den Jahresabschluss zum 31.12.2023 festgestellt und die Verwendung des Jahresüberschusses in Höhe von EUR 412.262,93 wie vom Vorstand vorgeschlagen beschlossen.
VR-Bank Freudenberg-Niederfischbach eG, Freudenberg Bericht des Aufsichtsrates
Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben erfüllt. Er nahm seine Überwachungsfunktion wahr und traf die in seinen Zuständigkeitsbereich fallenden Beschlüsse, dies beinhaltet auch die Befassung mit der Prüfung nach § 53 GenG.
Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat in regelmäßig stattfindenden Sitzungen über die Geschäftsentwicklung, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie über besondere Ereignisse. Darüber hinaus stand der Aufsichtsratsvorsitzende in einem engen Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstand.
Der vorliegende Jahresabschluss 2023 mit Lagebericht wurde durch den Genoverband e.V. geprüft. Über das Prüfungsergebnis wird in der Generalversammlung berichtet.
Den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses hat der Aufsichtsrat geprüft und in Ordnung befunden. Der Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses entspricht den Vorschriften der Satzung.
Der Aufsichtsrat empfiehlt der Generalversammlung, den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss zum 31.12.2023 festzustellen und die vorgeschlagene Verwendung des Jahresüberschusses zu beschließen.
Durch Ablauf der Wahlzeit scheiden in diesem Jahr Herr Roland Nöh und Frau Linda Reinsch aus dem Aufsichtsrat aus. Die Wiederwahl der ausscheidenden Mitglieder des Aufsichtsrates ist zulässig.
Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand und den Mitarbeitern Dank für die geleistete Arbeit aus.
Freudenberg, im Juni 2024
Der Aufsichtsrat
Vorsitzender
Andreas Fischbach
VR-Bank Freudenberg-Niederfischbach eG, Freudenberg Anlage zum Jahresabschluss gemäß § 26a Abs. 1 Satz 2 KWG zum 31. Dezember 2023 ("Länderspezifische Berichterstattung")
Die VR-Bank Freudenberg-Niederfischbach eG hat keine Niederlassungen im Ausland. Sämtliche nachfolgende Angaben entstammen dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und beziehen sich ausschließlich auf ihre Geschäftstätigkeit als regional tätige Kreditgenossenschaft in der Bundesrepublik Deutschland. Die Tätigkeit der VR-Bank Freudenberg-Niederfischbach eG besteht darin, Einlagen oder andere rückzahlbare Gelder von Privat- und Firmenkunden entgegenzunehmen und Kredite für eigene Rechnung zu gewähren.
Die VR-Bank Freudenberg-Niederfischbach eG definiert den Umsatz aus der Summe folgender Komponenten der Gewinn- und Verlustrechnung nach HGB: Zinserträge, Zinsaufwendungen, laufende Erträge aus Aktien etc., Provisionserträge, Provisionsaufwendungen und sonstige betriebliche Erträge. Der Umsatz beträgt für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2023 TEUR 8.127.
Die Anzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger in Vollzeitäquivalenten beträgt 40,2.
Der Gewinn vor Steuern beträgt TEUR 1.249.
Die Steuern auf Gewinn betragen TEUR 320 und betreffen laufende Steuern.
Die VR-Bank Freudenberg-Niederfischbach eG hat im Geschäftsjahr keine öffentlichen Beihilfen erhalten.
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