Stammdaten

Register
Amtsgericht Gelsenkirchen HRB 12881
Vorher
Elbfrost Süd GmbH
Eingetragen
28.5.2009
Branche
Großhandel mit Fisch und FischerzeugnissenGroßhandel mit Mehl und GetreideproduktenGroßhandel mit Fleisch und Fleischwaren
Gegenstand
Handel mit Lebens- und Genussmitteln, insbesondere der Handel mit Tiefkühlkost, Handel mit Verpackungen jeglicher Art, ferner der Import und Export dieser Produkte. Gegenstand ist weiterhin der Erwerb, der Besitz und Verwaltung von Unternehmensbeteiligungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Florian Pelzer
seit 2.4.2025
Geschäftsführer
Oliver Stuetzer
seit 9.2.2024
Geschäftsführer
Karsten Hemmer
seit 9.2.2024
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
NPM Capital N.V.NLD
88.48%
11.52%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Sebastian Gottowik
Weißenburger Weg 18, 45701 Herten
12.500 €
50.00%
Göran Remus
Elbstraße 3, 01594 Hirschstein
12.500 €
50.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Elbfrost GmbH

Marl

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht der Geschäftsführung für das Jahr 2023

1. GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS

Die Elbfrost GmbH ist ein Lebensmittelgroßhändler, der sich auf Tiefkühlprodukte spezialisiert hat. Gegenstand des Unternehmens ist der Handel mit Lebens- und Genussmitteln, insbesondere der Handel mit Tiefkühlkost, der Handel mit Verpackungen jeglicher Art, ferner der Im- und Export dieser Produkte. Das Sortiment setzt sich aus über 1.300 Warenbestandseinheiten zusammen und reicht von Fertigprodukten bis hin zu den Produktgruppen Fleisch, Fisch, Geflügel, Früchte, Gemüse, vegetarische Produkte, Wild, Kartoffel- und Teigprodukte, sowie einem exklusiven Trockensortiment. Zusammen mit den Schwestergesellschaften Elbfrost Tiefkühlkost GmbH und A+K Kälte Team GmbH werden von vier deutschen Standorten (neben Marl und Worms auch Choren und Oberhausen) im wesentlichen Kunden in ganz Deutschland auf Basis einer eigenen Logistik beliefert.

Geschäftsführerwechsel und sonstige Änderungen

Am 29.9.2023 ist Sebastian Gottowik aus der Geschäftsführer der Elbfrost GmbH ausgeschieden. Zeitgleich wurden Karsten Hemmer und Oliver Stützer zu neuen Geschäftsführern bestellt. Die drei verbliebenen Geschäftsführer sind zusätzlich in der Geschäftsführung der Muttergesellschaft, Freezer Holding GmbH, vertreten und üben ihre Geschäftsführer-Tätigkeiten für die Elbfrost GmbH aus dieser heraus aus.

Darüber hinaus hat die Elbfrost GmbH am 28. Februar 2023 einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Freezer Holding GmbH als herrschender Gesellschaft abgeschlossen.

2. WIRTSCHAFTSBERICHT

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die konjunkturelle Lage in Deutschland ist 2023 zum einen von einer moderaten Erholung nach den Herausforderungen der Covid-19 Pandemie und zum anderen von einer geopolitischen Spannungslage, die maßgeblich durch Russlands Krieg in der Ukraine bestimmt wird, geprägt gewesen. Die deutsche Wirtschaft entwickelte sich dabei leicht rückläufig. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war 2023 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Jahresdurchschnitt 2023 um -0,3 % niedriger als im Vorjahr. Dabei verlief die Entwicklung der Bruttowertschöpfung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich.

Die Inflationsrate betrug im Kalenderjahr 2023 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 5,9%; sie lag damit das zweite Jahr in Folge deutlich über der von der Europäischen Zentralbank angegebenen mittelfristigen Zielmarke von 2%. Sehr hoch waren die Preisanstiege u.a. bei Nahrungsmitteln (12,4%), Energie (5,3%) und Dienstleistungen (4,4%).

Der Inlandsabsatz von Tiefkühlkost ist 2023 um 3,4 % und der Umsatz der Tiefkühlbranche um 18,7 % im Vergleich zum Vorjahr angestiegen. Insgesamt betrug der Absatz von Tiefkühlprodukten in Deutschland 4,04 Mill. Tonnen (Vj. 3,91 Mill. Tonnen). Nach dem starken pandemiebedingten Einbruch des Außer-Haus-Marktes in 2020 und 2021 und dem deutlichen Wachstum in 2022 (14,9%) konnte die Branche 2023 weiteres deutliches Wachstum verzeichnen (6,5%) (vgl. Statistiken des Deutschen Tiefkühlinstituts e.V., Berlin).

2.2 Geschäftsverlauf

Insbesondere der Umgang mit der starken Inflation in Nahrungsmitteln hat großen Einfluss auf den Geschäftsverlauf des Geschäftsjahres 2023 der Elbfrost GmbH gehabt. Ein Großteil des Umsatzwachstumes ist aus inflationsgetriebenen höheren Verkaufspreisen erzielt worden. Generell ist im ersten Halbjahr 2023 die Optimierung im Umgang mit stetig ändernden Einkaufs- und Verkaufspreise, sowie die Warenbeschaffung und Lieferfähigkeit Im Fokus des Managements gewesen. Im zweiten Halbjahr ist der Markt deutlich weniger volatil gewesen, sodass sich der Markt dahingehend wieder normalisiert hat.

Die Gesellschaft konnte 2023 alle regelmäßigen vertraglichen Verpflichtungen erfüllen.

2.3 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

a) Vermögenslage

Das langfristig gebundene Vermögen ist vollständig aus Eigenkapital finanziert. Darüber hinaus ist das Umlaufvermögen von TEUR 17.059 noch mit TEUR 7.809 durch Eigenkapital gedeckt.

Die Eigenkapitalquote beträgt 47,84% und ist damit im Vergleich zum Vorjahr (62,2%) gesunken, da für das Geschäftsjahr 2023 erstmals der Ergebnisabführungsvertrag zur Anwendung kommt und damit das Ergebnis als Verbindlichkeit gegenüber dem Gesellschafter ausgewiesen ist.

Zeitgleich ist das Gesamtvermögen gegenüber dem Vorjahr um TEUR 4.100 gestiegen.

b) Finanzlage

Zur Beurteilung der Finanzlage wird der liquiden Leistungsfähigkeit Bedeutung zugemessen. Die Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen einerseits werden den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen andererseits gegenübergestellt.

Es ergibt sich folgendes Netto-Umlaufvermögen (sog. Working-Capital):

2022 2023:
TEUR TEUR
Vorräte 6.613 6.155
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen * 1.980 1.865
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen * -3.186 -1.105
Working Capital 5.407 7.027

(* in 2023 vor Gewinnabführung)

Die Cash-Flow-Analyse (vereinfacht) entwickelt den zuerst gezeigten Ergebnisverlauf fort:

2022 2023
TEUR TEUR
Jahresüberschuss 2.409 4.940
Abschreibungen 379 348
Veränderung der Rückstellungen 772 87
Zunahme der Vorräte, der Forderungen und anderer Aktiva -4.988 -3.229
Abnahme der Verbindlichkeiten (Vorjahr: Zunahme) 874 -605
Vereinfachter operativer Cash Flow -554 1.541

c) Ertragslage

Das Ergebnis des letzten Geschäftsjahres setzt sich wie folgt zusammen:

2022 2023
in TEUR In TEUR
Rohergebnis 11.799 13.314
operativer Aufwand -8.175 -8.487
EBIT 3.624 4.827
Finanzergebnis 5 120
Steuern -1.240 -7
Jahresüberschuss * 2.409 4.940

(* in 2023 vor Gewinnabführung)

Der Umsatz der Elbfrost GmbH des Geschäftsjahres ist gegenüber dem Vorjahreswert gestiegen. In Der Umsatz der Elbfrost GmbH des Geschäftsjahres ist gegenüber dem Vorjahreswert gestiegen. Dies resultiert zum Großteil aus Nahrungsmittel-Inflationseffekten im ersten Halbjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Gleichzeitig haben sich die operativen Aufwendungen, trotz gestiegener Lohn- und anderer Kostenfaktoren, aufgrund von niedrigeren Energie- und Dieselpreisen in 2023 im Vergleich zu 2022 reduziert.

Insgesamt konnten die Gesellschaft die Herausforderungen aus 2023 gut bewältigen und die für das Jahr 2023 gesteckten Ziele übertreffen.

Lagebeurteilung des Unternehmens

Das Management beurteilt die Lage der Elbfrost GmbH insgesamt positiv. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird uneingeschränkt als gut beurteilt. In den Bereichen Beschaffung und Absatz ist das Unternehmen leistungsstark. Die betriebliche Ablauforganisation wurde weiter optimiert.

3. PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

Voraussichtliche Entwicklung und Betrachtung der Chancen und Risiken

Geopolitische Spannungslagen bestimmen auch Anfang 2024 das weltwirtschaftlich geschehen. Neben den anhaltenden Angriffskrieg der der Russischen Föderation auf das Nachbarland Ukraine haben sich weitere länderspezifische (z.B. Israel und Hamas) und auch länderübergreifende Konflikte (z.B. Israel und Iran) entfaltet. Laut OECD dürfte sich das globale BIP-Wachstum von 2,9 % im Jahr 2023 auf 2,7 % im Jahr 2024 abschwächen.

Einen negativen Einfluss auf die Warenverfügbarkeit unserer Produkte durch die neuen geopolitischen Konflikte können wir aktuell nicht wahrnehmen. Generell hat sich die Lieferverfügbarkeit seit Anfang/ Mitte des ersten Halbjahr 2023 deutlich verbessert. Auch die Inflation bei Nahrungsmitteln hat sich im ersten Quartal 2024 deutlich verlangsamt (1,3% zu Q1'23).

Wir erwarten daher für das aktuelle Geschäftsjahr 2024 wenig Preis-Volatilität bei der Beschaffung von Nahrungsmittel.

Die wirtschaftliche Lage in Deutschland ist schlechter als in anderen großen europäischen Ländern. Die deutsche Wirtschaftsleistung stagnierte im zurückliegenden Halbjahr. Im vierten Quartal 2023 ging diese sogar um -0,3% zurück. Eine konjunkturelle Trendwende ist in 2024 noch nicht zu erkennen. Gemäß ifo Institut ist die deutsche Wirtschaftsleistung auch im ersten Quartal 2024 um -0,1% rückläufig gewesen. Das Institut erwartet für das gesamte Jahr 2024 eine preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt- Steigerung von nur 0,2%. Zusätzlich befürchtet das Institut, dass wenn nötige politische Reformen nicht durchgeführt werden, Ausgaben für Investitionen und Konsum weiter zurückgehalten werden und die Stimmung und Unsicherheiten im Land sich weiter verschlechtert.

Wir gehen davon aus, dass die Preissensitivität aufgrund der gestiegenen Nahrungsmittel Kosten und der relativ schlechten Wirtschaftslage in Deutschland, weiterhin hoch bei unseren Kunden bleibt.

Durch die preisliche Attraktivität der Elbfrost sehen wir daher hohe Chancen den Kundenstamm zu erweitern.

Insgesamt erwarten wir ein unverändertes Rohergebnis (+1%) und aufgrund von steigenden Kosten (insbesondere von Personalkosten) ein niedrigeres Betriebsergebnis i.H.v. TEUR 3.572 in 2024.

Die Bundesregierung hat am 17.1.2023 die Ernährungsstrategie "Gutes Essen für Deutschland" beschlossenen. Es ist davon auszugehen, dass die Nachfrage nach Bio-Artikeln weiterhin hoch bzw. sich ggf. in den kommenden Jahren erhöhen wird. Durch unser breit aufgestelltes Bio-Sortiment, sehen wir uns gut für die Ernährungsstrategie der Bundesregierung aufgestellt.

Die Inflationsrate hat sich in diesem Jahr verlangsamt und belief sich im März 2024 auf 2,2%. Sollte die Inflationsrate nicht wieder überraschend stark anwachsen, sehen wir auf der Kostenseite aktuell keine großen Ergebnisrisiken für die Elbfrost GmbH für das Geschäftsjahr 2024. Ein Anstieg von Personalkosten sind in der Jahresplanung für 2024 mit budgetiert worden. Sofern die geopolitischen Konflikte sich nicht ausweiten, erwarten wir, dass auch die Energiepreise kein wesentlicher Risiko- Faktor im Geschäftsjahr 2024 und 2025 darstellen wird.

Neben den allgemeinen Preisänderungs- und Kostenrisiken bestehen in geringerem Umfang Ausfallrisiken. Liquiditätsrisiken oder Risiken aus Zahlungsstromschwankungen sieht die Geschäftsführung derzeit für die Gesellschaft nicht. Bestandsgefährdende oder entwicklungsbeeinträchtigende Risiken sind derzeit ebenfalls für die Gesellschaft nicht erkennbar.

Die von der DIHK beschriebenen Stromnetzstabilitätsrisiken, bei denen viele deutsche Unternehmen von Stromnetzausfällen von bis zu 3 Minuten in 2023 betroffen gewesen sind und. ggf. künftig sein werden. Ein so kurzer Ausfall hätte auch keine große Auswirkung auf das operative Geschehen der Gesellschaft.

Die Gesellschaft steht gefestigt im Markt und sucht aktiv nach sich ergebenden Chancen. Zur Chance weiteren Umsatz zu generieren, liegt der Fokus des Managements auf eine Sortimentserweiterung von Nicht-Tiefkühlprodukten. Das Schwesterunternehmen Elbfrost Tiefkühlkost GmbH wird dahingehend in Q2&3'24 eine Testphase mit einem Partner durchführen. Je nach Erfolg, kann sich diese Partnerschaft auch auf die Elbfrost GmbH übertragen.

 

Marl, 11.06.2024

Elbfrost GmbH

Geschäftsführung

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.208,00 3.404,00
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 3.231,00 6.949,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 687.648,00 991.018,00
693.087,00 1.001.371,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Waren 6.155.478,02 6.612.964,18
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
- sämtlich mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr -
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.864.543,24 1.979.806,72
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 6.355.516,57 2.626.344,13
3. Sonstige Vermögensgegenstände 433.655,72 329.194,23
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.249.832,45 1.056.371,81
17.059.026,00 12.604.681,07
C. Rechnungsabgrenzungsposten 22.181,55 68.401,17
17.774.294,55 13.674.453,24

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 25.000,00 25.000,00
III. Gewinnvortrag 8.452.531,91 6.043.828,10
IV. Jahresüberschuss 0,00 2.408.703,83
8.502.531,91 8.502.531,93
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 898.557,24 898.557,24
2. Sonstige Rückstellungen 237.010,69 150.500,00
1.135.567,93 1.049.057,24
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 119.625,40
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.105.559,79 1.740.043,41
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6.506.047,36 1.446.119,92
4. Sonstige Verbindlichkeiten 524.587,56 817.075,34
- davon aus Steuern: EUR 27.636,71 (i.Vj. EUR 118.547,71) -
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 228,68 (i.Vj. EUR 109,00) -
8.136.194,71 4.122.864,07
17.774.294,55 13.674.453,24

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Rohergebnis 13.313.997,30 11.798.360,21
2. Personalaufwand
a. Löhne und Gehälter -2.436.270,19 -2.108.726,80
b. soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -473.963,39 -407.514,22
- davon für Altersversorgung EUR 0 (i.Vj.: EUR 939,00)
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -347.543,50 -378.873,76
4. sonstige betriebliche Aufwendungen -5.228.924,71 -5.280.179,14
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 155.367,54 28.635,15
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 153.596,75 (i.Vj. EUR 0,00)
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -35.744,81 -3.431,88
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag 0,00 -1.224.998,73
8. Ergebnis nach Steuern 4.946.918,24 2.423.270,83
9. sonstige Steuern -6.595,75 -14.567,00
10. aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne -4.940.322,49 0,00
11. Jahresüberschuss 0,00 2.408.703,83

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

A. Allgemeine Angaben

Die Elbfrost GmbH hat ihren Sitz in Marl. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Gelsenkirchen unter HRB 12881 eingetragen.

Der Jahresabschluss wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Gesellschaft erfüllt zum Abschlussstichtag die Kriterien einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB.

Der Jahresabschluss wurde entsprechend den Gliederungsvorschriften der §§ 266 ff. HGB aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung des Jahresabschlusses nach §§ 266, 276 und 288 HGB wurden teilweise in Anspruch genommen.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögensgegenstände

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Sachanlagen

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten und, soweit abnutzbar, um planmäßiger Abschreibung vermindert.

Grundlage der planmäßigen Abschreibung war die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes.

Die Abschreibungen wurden beim beweglichen Anlagevermögen linear vorgenommen.

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten zwischen € 250,00 und € 800,00 wurden gemäß § 6 Abs. 2 EStG im Erwerbsjahr voll abgeschrieben. Aus Vereinfachungsgründen wurde diese steuerrechtliche Regelung in den handelsrechtlichen Abschluss übernommen.

Die Vorräte wurden grundsätzlich zu Anschaffungskosten vermindert um Rabatte angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Dabei erfolgte der Ansatz unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken.

Kassenbestände, Guthaben bei Kreditinstituten

Diese werden zum Nominalwert angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält für einen bestimmten Zeitraum nach dem Abschlussstichtag vorausbezahlte Aufwendungen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennbetrag angesetzt.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet und mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden beibehalten werden.

Bilanzerläuterungen

Anlagenspiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Entwicklung der Anschaffungskosten, der kumulierten Abschreibungen sowie die Zugänge und Abgänge je Anlageposten des Berichtsjahres ergeben sich aus dem beigefügten Anlagespiegel. Die Beträge in der Spalte Abschreibungen entsprechen den Abschreibungen des Geschäftsjahres.

Umlaufvermögen

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 8.653.715,53 (Vorjahr: EUR 4.935.345,08) haben in Höhe von EUR 1.788,10 eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr und in Höhe von EUR 20.738,92 eine Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 6.355.516,57 (Vorjahr: EUR 2.626.344,13) resultieren aus dem Lieferungs- und Leitungsverkehr in Höhe von EUR 112.807,32 (Vorjahr; EUR 0,00) und aus dem Verrechnungsverkehr in Höhe von EUR 6.242.631,88 (Vorjahr: 2.626.344,13). Die Forderungen aus dem Verrechnungsverkehr bestehen in Höhe von EUR 6.192.268,93 (Vorjahr EUR 0,00) gegenüber dem Gesellschafter.

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 433.655,72 (Vorjahr: EUR 329.194,23) beinhalten im Wesentlichen Steuerforderungen, Debitorische Kreditoren und Mitarbeiterdarlehen.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet hauptsächlich im Voraus bezahlt KFZ- Steuer sowie Versicherungsbeiträge.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt EUR 25.000.

Die Steuerrückstellungen enthalten die noch nicht veranlagten Steuern des Vorjahres.

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

EUR
Urlaubsrückstellung 47.600,00
Personalkosten 12.000,00
Archivierungskosten 9.000,00
Berufsgenossenschaft 23.700,00
Ausstehende Eingangsrechnungen 19.690,05
Abschluss-, Prüfungs- und Steuerberatungskosten 22.830,00
Boni für Kunden 102.190,64
Total 237.010,69

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr sämtlich eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 6.506.047,36 (Vorjahr: EUR 1.446.119,92) bestehen in Höhe von EUR 5.065.559,28 gegenüber dem Gesellschafter und betreffen in Höhe von EUR 125.236,79 (Vorjahr: EUR 0,00) den Lieferungs- und Leistungsverkehr und in Höhe von EUR 4.940.322,49 (Vorjahr: EUR 0,00) den aufgrund des Gewinnabführungsvertrages abzuführenden Gewinn. Die verbleibenden Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 1.565.724,87 (Vorjahr: EUR 1.446.119,92) resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr.

Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen Personalverbindlichkeiten und kreditorische Debitoren.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 II HGB) aufgestellt. Die Umsatzerlöse wurden fast ausschließlich im Inland erzielt.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten EUR 76.759,48 periodenfremde Erträge aus Nachberechnungen.

Mit Notarvertrag vom 28. Februar 2023 wurde ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Muttergesellschaft "Freezer Holding GmbH" vereinbart.

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß§ 251 HGB

Die Gesellschaft hat durch Sicherungsabtretungsvertrag ihre sämtlichen geldwerten Forderungen mit allen dazugehörigen Rechten an die Stadtsparkasse Düsseldorf verpfändet. Die Verpfändung dient der Sicherheit von Darlehen, die der Muttergesellschaft Freezer Holding GmbH, Döbeln, gewährt wurden. Zudem hat sie aufgrund eines Kontopfändungsvertrages sämtliche Ansprüche, Rechte und Guthaben aus verpfändeten Konten abgetreten.

Weiter ist die Gesellschaft einem Konsortialdarlehensvertrag sowie einer Darlehensüberlassungs- und Rangrücktrittsvereinbarung der Freezer Holding GmbH beigetreten und haftet, als wäre sie selbst Schuldnerin.

Das Risiko der Inanspruchnahme aus diesen Haftungsverhältnissen wird aufgrund der guten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft als gering eingeschätzt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen aus einem Mietvertrag in Höhe von 8.318.154,00 € (Tiefkühlhaus Marl, Vertragslaufzeit bis zum 31.12.2036) sowie aus einem weiteren Mietvertrag in Höhe von 10.497.918,60 € (Tiefkühlhaus Worms, Vertragslaufzeit bis zum 31.12.2036). Etwaige zukünftige Mietanpassungen auf Grund von Veränderungen des Verbraucherpreisindexes sind vertraglich vorgesehen, in die vorstehende Kalkulation aber ebenso wenig einbezogen wie Verlängerungsoptionen.

C. Sonstige Angaben

Mitarbeiterzahl

Im Jahresdurchschnitt wurden 75 Arbeitnehmer inklusive Aushilfen beschäftigt (i. Vj.:71).

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 49
Angestellte 25
leitende Angestellte 1
davon:
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 68
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 7

Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Herr Göran Remus (Kaufmann im Groß- und Außenhandel), Hirschstein

Herr Sebastian Gottowik,(Kaufmann im Groß- und Außenhandel), Marl, Abberufung mit Wirkung zum Ablauf des 29. September 2023

Herr Karsten Hemmer, (Kaufmann im Groß- und Außenhandel) Wuppertal, Bestellung mit Wirkung zum Ablauf des 29. September 2023

Herr Oliver Stützer (Master of Science in Business Administration), Bonn, Bestellung mit Wirkung zum Ablauf des 29. September 2023

Die Geschäftsführenden üben/übten ihre Tätigkeit hauptberuflich aus.

Da die Geschäftsführer bei der Gesellschafterin angestellt sind, erhalten sie von der Elbfrost GmbH keine Bezüge.

Konzernzugehörigkeit

Der Jahresabschluss der Elbfrost GmbH wird in den Konzernabschluss der Bencis MidCo 1 GmbH mit Sitz in Döbeln einbezogen, die für den kleinesten und größten Kreis von Unternehmen einen Konzernabschluss aufstellt.

Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger offengelegt.

Vorgänge von besonderer Bedeutung

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres, über die an dieser Stelle zu berichten wäre, haben sich nicht ereignet.

 

Marl, den 11.06.2024

Elbfrost GmbH

Geschäftsführung

Göran Remus

Karsten Hemmer

Oliver Stützer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 (erweiterte Bruttodarstellung)

Anschaffungskosten
Stand am 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen rechten und Werten 46.703,82 0,00 0,00 46.703,82
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 37.182,00 0,00 0,00 37.182,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.045.629,16 45.196,50 29.630,54 3.061.195,12
Summe 3.082.811,16 45.196,50 29.630,54 3.098.377,12
Summe 3.129.514,98 45.196,50 29.630,54 3.145.080,94
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen rechten und Werten 43.299,82 1.196,00 0,00 44.495,82
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 30.233,00 3.718,00 0,00 33.951,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.054.611,16 342.629,50 23.693,54 2.373.547,12
Summe 2.084.844,16 346.347,50 23.693,54 2.407.498,12
Summe 2.128.143,98 347.543,50 23.693,54 2.451.993,94
Buchwert
Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen rechten und Werten 2.208,00 3.404,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.231,00 6.949,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 687.648,00 991.018,00
Summe 690.879,00 997.967,00
Summe 693.087,00 1.001.371,00

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 11. Juni 2024 festgestellt.

F. Wiedergabe des Bestätigungsvermerks

Zu dem Jahresabschluss und dem Lagebericht habe ich folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Elbfrost GmbH

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der Elbfrost GmbH - bestehend aus Bilanz zum 31. Dezember 2023, Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Elbfrost GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss der Elbfrost GmbH in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlagen für die Prüfungsurteile

Ich habe die Jahresabschlussprüfung in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für mein Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild von der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss im Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichend geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen im Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der mein Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für mein Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieses Systems der Gesellschaft abzugeben;

beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht fortführen kann;

beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundliegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle."

 

Budenheim, 11. Juni 2024

Dr. Drews, Wirtschaftsprüfer

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