Arztpraxen für Allgemeinmedizin
Lauer CE-Safety GmbH
Bahnhofstraße 1C, 48653 Coesfeld, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Frank Holtwick seit 8.3.2023 | Prokura |
Birgit Ferber seit 8.3.2023 | Prokura |
Thomas Lebbing seit 18.11.2019 | Geschäftsführer |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Kleinewefers GmbHKrefeldKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021Geschäftstätigkeit Die Kleinewefers-Gruppe ist insbesondere in den Bereichen Industrial Solutions und Immobilien aktiv und beschäftigt weltweit rund 1.250 Mitarbeitende. Nach dem Verkauf wesentlicher Beteiligungen im Bereich Technische Textilien ist dieser Geschäftszweig nur noch von nachrangiger Bedeutung. Die Kleinewefers GmbH ist im Bereich der Immobilienwirtschaft operativ tätig und zugleich Mutterunternehmen der Kleinewefers-Gruppe. Dabei werden die industriell tätigen Beteiligungsunternehmen über die Jagenberg AG als Managementholding geführt. Der Schwerpunkt im Geschäftsfeld Industrial Solutions liegt im Bereich des Maschinen- und Anlagenbaus für die Verarbeitung bahnförmiger Materialien einschließlich der dazugehörigen Automatisierungstechnik sowie Digitalisierungs- und Serviceleistungen. Die Teilgruppe Kampf-/Atlas mit der Führungsgesellschaft Kampf Schneid- und Wickeltechnik GmbH & Co. KG, Wiehl, gilt in diesem Bereich als weltweit führender Anbieter. Die Lebbing automation & drives GmbH, Bocholt, ist auf Antriebs- und Automatisierungstechnik spezialisiert. Jagenberg Converting Solutions GmbH, Krefeld, liefert Turnkey Lösungen zur Veredelung anspruchsvoller, bahnförmiger Materialien aus einer Hand. Das Portfolio umfasst Lösungen für das Drucken, Lackieren, Beschichten und Trocknen. Dabei fokussiert sich das Unternehmen auf äußerst anspruchsvolle Anwendungen für technische Folien aus den Bereichen Dekordruck und Lithium-Ionen-Batterien. Wesentliches Standbein der Zima Corporation, Spartanburg/USA, sind Anlagen für eine effiziente Abwasserbehandlung sowie für die Textil- und Teppichveredelung. Die Herstellung von Textilmaschinen für die Nassveredelung sowie von Converting-Anlagen bilden die zentralen Geschäftsbereiche der Kusters Calico Machinery Pvt. Ltd., Baroda/Indien. Zur Erreichung weiterer Absatzmärkte für Textilmaschinen insbesondere in Europa und Südamerika gibt es mit der Jagenberg Textile GmbH & Co. KG, Krefeld, einen weiteren Produktionsstandort. Daneben bietet die Jagenberg Paper GmbH Maschinen und Retrofit im Paper Finishing Bereich an. Der Bereich Technical Textiles umfasst die Survival Armor Inc., USA, die ballistische Lösungen für den Personenschutz produziert. Im Berichtsjahr ist diesem Bereich außerdem noch die TAG Composites & Carpets GmbH, Krefeld, zugeordnet, deren Geschäftsaktivitäten in der Teppichveredelung im Laufe des Jahres 2021 eingestellt worden sind. Der Fokus des Bereichs Immobilien liegt auf der Entwicklung und Vermietung von Gewerbe- und Wohnobjekten insbesondere in Krefeld und Mönchengladbach. Wirtschaftsbericht Konjunkturelles Umfeld [1] Weltwirtschaftliches Umfeld Nach dem corona-bedingten Einbruch in der ersten Jahreshälfte 2020 erholte sich die Weltwirtschaft im Jahr 2021. In der ersten Jahreshälfte gab es einen überraschend schnellen Erholungsprozess, welcher im zweiten Halbjahr durch pandemiebedingte Rückschläge sowie angebotsseitige Engpässe in den globalen Lieferketten eingetrübt wurde. Für das Gesamtjahr 2021 schätzt der Internationale Währungsfonds (IWF) den Zuwachs der globalen Wirtschaftsleistung auf preisbereinigt 5,9 %. Nach mehreren Jahren mit niedrigen Inflationsraten kam es im abgelaufenen Jahr zu ungewöhnlich hohen Preissteigerungen. Ursächlich waren - jenseits von Basiseffekten - die im zweiten Halbjahr einsetzenden Kostensteigerungen für Energie und Transport sowie für verschiedene Verbrauchs- und Industriegüter, z.B. im Halbleitersektor. Chinas Wirtschaft wuchs mit einer deutlich nachlassenden Dynamik zum Jahresende um 8,1 %. In den USA machten sich bei einem Wachstum von 5,6 % zum Jahresende nachlassende fiskalpolitische Impulse bemerkbar. In den Ländern der Europäischen Union betrug das Wachstum 5,2 %. Hierbei profitierten die Ausrüstungsinvestitionen mit 10 % besonders dynamisch, so dass auch die EU-Maschinenproduktion um 13 % zulegen konnte. Deutsche Konjunktur Mit einem Plus von 2,8 % ist die Wirtschaftsleistung in Deutschland deutlich langsamer gewachsen, wobei zu beachten ist, dass hier das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2020 weniger stark zurückgegangen war als in den anderen großen EU-Ländern. Die Bauinvestitionen legten aufgrund von Engpässen bei Arbeitskräften und Material nur noch um 0,5 % zu. In Ausrüstungen (Investitionen in Maschinen und Geräte sowie Fahrzeuge) wurden im Jahr 2021 preisbereinigt 3,2 % mehr investiert als im Vorjahr. Der Außenhandel erholte sich und lag bei einem Exportwachstum von 9,4 % nur noch leicht unter dem Niveau des Jahres 2019. Deutscher Maschinen- und Anlagenbau Die preisbereinigte Produktion im Maschinenbau in Deutschland hat nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2021 das Vorjahresniveau um 6,1 % übertroffen. Stark ausgebremst wurde dieses Wachstum durch Engpässe insbesondere bei Elektronikkomponenten und Metallerzeugnissen. Der Auftragseingang entwickelte sich mit einem Plus von 32 % für das Gesamtjahr 2021 sehr vielversprechend. Geschäftsverlauf Wesentliche Geschäftsvorfälle Mit Anteilskauf- und Übertragungsvertrag vom 25. Mai 2021 hat die im Geschäftsjahr 2020 neu gegründete Jagenberg Converting Solutions GmbH 70 % der Geschäftsanteile an der WDB Systemtechnik GmbH, Enger, erworben. Mit Eintritt sämtlicher aufschiebender Bedingungen wird die Gesellschaft ab dem 1. September 2021 in den Konzernabschluss der Kleinewefers GmbH im Rahmen der Vollkonsolidierung einbezogen. Für die seit Jahren unter einem schrumpfenden Teppichmarkt leidende TAG Composites & Carpets GmbH wurde im Februar 2021 die Stilllegung des Geschäftsbetriebs beschlossen. Entsprechend war das laufende Geschäftsjahr von der Abwicklung der operativen Geschäftsaktivitäten geprägt. Umsatzentwicklung Der Umsatz der Kleinewefers-Gruppe lag mit 283,1 Mio. EUR um 3,5 % über dem Vorjahreswert von 273,7 Mio. EUR. Der im Vorjahr erfolgte Verkauf der Verseidag-Indutex-Gruppe wurde durch den ganzjährigen Einbezug der im November 2020 akquirierten Atlas-Gruppe sowie ein operatives Wachstum mehr als kompensiert.
Insbesondere der Bereich Industrial Solutions erzielte ein deutliches Umsatzplus von 204,5 Mio. EUR auf 256,7 Mio. EUR. Hierzu trug neben der Akquisition der Atlas-Gruppe ein operatives Wachstum von 14 % im bestehenden Geschäft bei. Bei der Kampf-Gruppe konnte insbesondere das Geschäft in den Produktbereichen Flexible Films und Flexible Packaging das Umsatzniveau des Vorjahres deutlich übertreffen. Das Produktsegment Technical Applications verzeichnete hingegen einen nennenswerten Rückgang. Nach den coronabedingten Umsatzeinbußen im Vorjahr erreichte die Lebbing automation & drives GmbH einen signifikanten Umsatzanstieg. Ebenso erholte sich das Geschäft der Zima Corp., bei der der Umsatz im Textilbereich deutlich zulegen konnte. Dagegen büßten die Gesellschaften, die im Textilmaschinenmarkt tätig sind, u.a. bedingt durch die Abwicklung eines Großauftrags im Vorjahr, an Umsatzwachstum ein. Der Unternehmensbereich Technical Textiles umfasst nach dem Verkauf der Verseidag-Indutex-Gruppe lediglich noch zwei Gesellschaften. Die Corona-Pandemie führte bei der Survival Armor Inc. wiederum zu einem Umsatzrückgang. Bei der TAG Composites & Carpets GmbH wurde nicht zuletzt durch die Entscheidung des Hauptkunden, auf Eigenproduktion umzustellen, das operative Geschäft im Jahresverlauf abgewickelt. Ab dem 1.1.2022 wird die Gesellschaft, die über eine nennenswerte Liegenschaft in Krefeld verfügt, dem Immobilienbereich zugeordnet. Mit dem weiteren Anstieg der Vermietungsquoten steigerten sich die konsolidierten Erlöse im Immobilienbereich von 8,0 Mio. EUR im Vorjahr auf 9,3 Mio. EUR. Mit einem Umsatzanteil von 80 % (Vorjahr 76 %) liegt der Schwerpunkt der Kleinewefers-Gruppe auf Geschäftsaktivitäten im Ausland. Der Umsatz mit asiatischen Kunden erhöhte sich weiter von 32 % auf 40 %. Auch der Anteil in Nord- und Südamerika wuchs von 20 % auf 23 %. Der Umsatzanteil, der auf dem europäischen Markt - ohne Deutschland - erzielt wurde, verminderte sich von 22 % auf 16 %. Auftragsentwicklung Der Auftragseingang der Kleinewefers-Gruppe lag im Berichtsjahr mit 482,7 Mio. EUR deutlich über dem Vorjahreswert von 309,4 Mio. EUR. Der Auftragsbestand wies am 31. Dezember 2021 402,2 Mio. EUR aus und lag damit signifikant über dem Vorjahr (199,2 Mio. EUR). Im Bereich Industrial Solutions lag der Auftragseingang mit 456,1 Mio. EUR weit über dem Vorjahreswert von 244,3 Mio. EUR. Bereinigt um Akquisitionen betrug das operative Wachstum über 80 %. Der Auftragseingang der Kampf-Gruppe wurde wiederum dominiert vom Bereich Flexible Films. Erfreuliche Zuwächse konnten auch in den Bereichen Rigids und Technical Applications verzeichnet werden. Leicht rückläufiges Geschäft mussten dagegen die Bereiche Flexible Packaging sowie Lifecycle Service hinnehmen. Im Bereich Textilmaschinen ging die Auftragslage im Vorjahresvergleich zurück. Eine gleichbleibende Auftragslage meldeten die Zima Corporation sowie die Lebbing automation & drives GmbH. Nach der pandemiebedingt schlechten Auftragslage im Vorjahr verzeichnete die Jagenberg Paper GmbH ein erfreuliches Ansteigen der Auftragseingänge. Ergebnisentwicklung Die Kleinewefers-Gruppe erreichte im Geschäftsjahr 2021 ein Ergebnis vor Ertragsteuern und Zinsen (EBIT) von 13,4 Mio. EUR nach 19,0 Mio. EUR im Vorjahr. Das EBIT im Unternehmensbereich Industrial Solutions verbesserte sich aufgrund des hohen Umsatzzuwachses sowie der Produktivitätsverbesserungen bei der Kampf-Gruppe signifikant gegenüber dem Vorjahr. Hingegen belasteten die zum Teil deutlich gestiegenen Beschaffungspreise das Ergebnis. Im Unternehmensbereich Technical Textiles verminderten Umsatzeinbußen sowie eine Wertberichtigung auf Vorratsbestände das Ergebnis der Survival Armor Inc. Aus der Stilllegung der operativen Geschäftstätigkeit der TAG Composites & Carpets GmbH entstanden entsprechende Sozialplanaufwendungen. Im Unternehmensbereich Immobilien lag das Ergebnis auf Vorjahresniveau. Während das EBIT auf Konzernebene (Konsolidierungseffekte und Holdingaufwand) durch den Einmaleffekt aus der Veräußerung der Verseidag-Indutex-Gesellschaften im Vorjahr deutlich positiv war, ist es bedingt durch übliche Holdingaufwendungen im Jahr 2021 negativ. Die Gesamtleistung in der Kleinewefers-Gruppe stieg i. W. aufgrund des höheren Umsatzes von 278,2 Mio. EUR auf 284,5 Mio. EUR. Die Materialaufwandsquote lag mit 48,2 % unter dem Vorjahreswert von 50,7 %. Ursächlich für den Rückgang ist im Wesentlichen das im Vorjahr enthaltene materialintensive Geschäft der Verseidag-Indutex-Gruppe. Trotz der gestiegenen Preise am Beschaffungsmarkt verblieb die vergleichbare Materialaufwandsquote auf dem Niveau des Vorjahres. Der Personalaufwand der Kleinewefers-Gruppe lag mit 94,4 Mio. EUR um 8,5 Mio. EUR über dem Vorjahreswert. Gleichzeitig stieg die Personalaufwandsquote. Neben Tarifsteigerungen und einem auslastungsbedingten Anstieg bei den Überstunden zeigte sich auch hier der Abgang der Verseidag-Indutex-Gruppe bei gleichzeitigem Zugang von personalintensiveren Maschinenbauaktivitäten. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge von 22,4 Mio. EUR auf 6,7 Mio. EUR ist im Wesentlichen auf Erträge aus dem Verkauf der Verseidag-Indutex-Gesellschaften im Vorjahr zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit 39,1 Mio. EUR um 6,6 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert. Die hohen Vorjahresaufwendungen waren u.a. auf Transaktionskosten sowie vertraglich vereinbarte Gewährleistungen im Zusammenhang mit der Veräußerung der Verseidag-Indutex-Gesellschaften zurückzuführen. Abschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens belasteten das Ergebnis mit 0,2 Mio. EUR (Vorjahr 0,6 Mio. EUR). Das Zinsergebnis hat sich mit -3,7 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahreswert von -4,2 Mio. EUR verbessert. Hierin spiegeln sich insbesondere die niedrigeren Finanzverbindlichkeiten wider. Die Ertragsteuern führten zu einem Ertrag 1,1 Mio. EUR (Vorjahr 0,7 Mio. EUR Aufwand), woraus ein Konzernjahresüberschuss von 10,8 Mio. EUR nach 14,2 Mio. EUR im Vorjahr resultierte. Gesamtaussage zur Geschäftsentwicklung Im Rahmen der Berichterstattung im Jahr 2020 haben wir für das Geschäftsjahr 2021 ein operatives Umsatzplus von 6 % prognostiziert. Bereinigt um den Verkauf der Verseidag-Indutex-Gesellschaften sowie die Akquisitionen der Atlas-Gruppe und der WDB Systemtechnik GmbH konnte ein Umsatzanstieg um nahezu 8 % erreicht werden. Auch die Ergebnisentwicklung liegt oberhalb des geplanten Niveaus. Die ungeplanten Aufwendungen aus der Abwicklung der TAG Composites & Carpets GmbH wurden überkompensiert von den operativen Ergebnissen im Bereich Industrial Solutions, so dass die prognostizierte Umsatzrendite (EBIT) von 4 % mit einer Rendite von 4,7 % übertroffen werden konnte. Vermögens- und Finanzlage Investitionen Im abgelaufenen Geschäftsjahr investierte die Kleinewefers-Gruppe 11,1 Mio. EUR (Vorjahr 6,8 Mio. EUR). Hiervon entfielen auf immaterielle Vermögensgegenstände 0,3 Mio. EUR und auf Sachanlagen 10,8 Mio. EUR. Den Investitionen standen planmäßige Abschreibungen von 6,9 Mio. EUR (Vorjahr 7,0 Mio. EUR) gegenüber. Der größte Anteil der Investitionen entfiel mit 8,0 Mio. EUR (Vorjahr 3,5 Mio. EUR) auf den Bereich Industrial Solutions. Neben Ersatzinvestitionen wurde am Kampf-Standort Wiehl in eine neue Montagehalle mit angrenzendem Bürogebäude investiert. Auf den Bereich Immobilien entfielen Investitionen in Höhe von 3,0 Mio. EUR nach 1,9 Mio. EUR im Jahr 2020. Vermögenslage Die Bilanzsumme stieg gegenüber dem Vorjahr um 30,7 Mio. EUR auf 323,1 Mio. EUR. Der Anstieg ist insbesondere auf die anzahlungsbedingte Erhöhung der liquiden Mittel um 32,0 Mio. EUR zurückzuführen. Neben Investitionen in Sachanlagen sowie eines Zugangs beim Geschäfts-/Firmenwert aus der Akquisition der WDB Systemtechnik GmbH erhöhten sich auch die Wertpapiere. Rückläufig entwickelten sich die Vorräte aufgrund höherer abgesetzter Anzahlungen sowie niedrigerer Forderungen und sonstiger Vermögensgegenstände. Letztere verminderten sich i. W. aufgrund der Kaufpreiszahlung aus dem letztjährigen Verkauf der Verseidag-Indutex-Gruppe. Das Eigenkapital stieg insbesondere aufgrund des positiven Jahresergebnisses von 142,6 Mio. EUR auf 155,0 Mio. EUR. Die Eigenkapitalquote sank mit der gestiegenen Bilanzsumme leicht von 48,8 % auf 48,0 %. Die Rückstellungen erhöhten sich aufgrund höherer Pensionsverpflichtungen sowie geschäftsbedingt höherer sonstigen Rückstellungen von 69,2 Mio. EUR auf 74,4 Mio. EUR. Trotz Rückführung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten stiegen die Verbindlichkeiten vor allem aufgrund höherer erhaltener Anzahlungen um 13,3 Mio. EUR auf 89,9 Mio. EUR. Finanzlage Aus laufender Geschäftstätigkeit ergab sich im Geschäftsjahr 2021 ein Mittelzufluss von 48,6 Mio. EUR nach 24,0 Mio. EUR im Vorjahr. Ausgehend von einem nach der Bereinigung der Endkonsolidierungseffekte im Vorjahr höherem Jahresergebnis im Jahr 2021 führte insbesondere ein Working-Capital-Abbau zu dem positiven Cash-Flow. Mit einem Mittelabfluss von 12,2 Mio. EUR lag der Cash-Flow aus Investitionstätigkeit über dem Vorjahresabfluss von 4,2 Mio. EUR. Hier spiegelt sich insbesondere das gegenüber dem Vorjahr gestiegene Investitionsvolumen wider. Der negative Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von 4,3 Mio. EUR setzt sich i. W. zusammen aus einem Zahlungseingang aus der Kaufpreisforderung aus dem Verkauf der Verseidag-Indutex-Gruppe sowie der Rückführung von Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Insgesamt verbesserte sich der Finanzmittelfonds am Ende der Periode von 62,9 Mio. EUR auf 95,0 Mio. EUR. Beschäftigte Zum 31. Dezember 2021 beschäftigte die Kleinewefers-Gruppe 1.239 Mitarbeitende nach 1.244 im Jahr zuvor. Innerhalb des Bereichs Industrial Solutions erhöhte sich deren Zahl nach dem Kauf der WDB Systemtechnik GmbH sowie eines geschäftsbedingten Aufbaus innerhalb der Kampf-Gruppe von 1.098 auf 1.170. Die Gesellschaften des Bereichs Technische Textilien beschäftigten zum Jahresende 2021 nach der Stilllegung des Geschäftsbetriebs der TAG Composites & Carpets GmbH nur noch 45 (Vorjahr 125) Mitarbeitende. Der Zahl der Auszubildenden innerhalb der Kleinewefers-Gruppe betrug 61 nach 59 im Jahr 2020. Der Personalaufwand stieg im Vergleich zum Vorjahr von 85,9 Mio. EUR auf 94,4 Mio. EUR. Auf Löhne und Gehälter entfielen 79,2 Mio. EUR. Die Beiträge zur Sozialversicherung sowie Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung beliefen sich auf 15,2 Mio. EUR. Forschung und Entwicklung Der wesentliche Teil der Aufwendungen für Forschung und Entwicklung in Höhe von 3,5 Mio. EUR (Vorjahr 2,2 Mio. EUR) entfällt auf die Kampf Schneid- und Wickeltechnik GmbH & Co. KG. Hier wurde die integrative Plattform the@vanced im Laufe des Jahres weiter verbessert. Ein wesentlicher Teil der Arbeiten konzentrierte sich auf die Realisierung von Vernetzung sowohl innerhalb der Maschine als auch entlang der Wertschöpfungskette. Im Produktbereich Flexible Films wurde die Umsetzung der PrimeSlitter Silverline (Arbeitsbreite von 2,5 bis 4,0 m) für die erste Variante abgeschlossen; der Prototyp befindet sich kurz vor dem internen Testbetrieb. Die Produkt- und Optionsmatrix der PrimeSlitter Blackline (Arbeitsbreite von 8,9 bis 11,6 m) wurde vervollständigt. Die für 2022 geplanten Entwicklungen innerhalb der Baugröße PrimeSlitter Blueline in den Arbeitsbreiten 6,0 bis 7,8 m wurden definiert und gehen in die Umsetzung. Das Produktprogramm im Bereich Flexible Packaging wurde weiterentwickelt und der Katalog an verfügbaren Optionen und Baugrößen aktualisiert. Das Lösungsportfolio der ConSlitter-Familie wurde hinsichtlich der Reduzierung von Stillstandzeiten und der datentechnischen Anbindung in die Produktionsumgebung verbessert. Ziel ist die Konfiguration einer Lösung durch Austauschbarkeit von Modulen, die unter anderem eine effiziente Bevorratungsstrategie ermöglicht. Im Bereich Rigids wurde das im Jahr 2020 entwickelte Konzept für eine Schneidmaschine für sogenannte Netto-Aluminium-Folien für den ersten Kundenauftrag umgesetzt. Die Maschine wird für die Herstellung von Kathodenmaterial benötigt und voraussichtlich Mitte 2022 ausgeliefert. Dieses Maschinenkonzept des AluSlitter ist hinsichtlich Produktivität, Verfügbarkeit und Qualität entwickelt worden und kann durch seinen Aufbau besonders gut in Automationskonzepte eingebunden werden. Die aktuellen Entwicklungen im Bereich TechApp/Energy waren und sind vom Batteriemarkt und die dortige hohe Nachfrage bestimmt. Konzepte zur weiteren Erhöhung der Produktivität, z.B. durch Steigerung der Arbeitsbreiten, und Automation der Maschinen wurden umgesetzt. Im Bereich der Schneidmaschine für Separatoren sind Breiten von mehr als 6 Metern als nächster Größensprung erreicht. Bei Maschinen für Anode und Kathode stehen Breiten von mehr als 1,4 Metern im Zielfokus der Entwicklungsarbeit. Risikobericht Die Risikopolitik der Kleinewefers-Gruppe ist auf nachhaltiges Wachstum und Steigerung des Unternehmenswertes ausgerichtet. Zu diesem Zweck besteht ein Risikomanagementsystem, dessen Ziel es ist, die Risiken zu beherrschen und gleichzeitig die sich bietenden Chancen zu erkennen. Grundsätze, Prozesse und Verantwortlichkeiten sind in einer gruppenweit gültigen Richtlinie geregelt. Die Identifizierung sowie die Steuerung der erkannten Risiken liegen im Verantwortungsbereich der Geschäftsführung der jeweiligen Gesellschaft. Darstellung der wesentlichen Risiken Geschäftsrisiken: Die potenziellen Risiken der Gruppe resultieren insbesondere aus den operativen Gesellschaften. Diese stehen in einem starken Wettbewerb in ihren Absatzmärkten. Darüber hinaus ist für den wirtschaftlichen Erfolg der Gesellschaften die positive ökonomische Entwicklung in den einzelnen Märkten entscheidend. Die Konzentration der Aufträge auf asiatische Märkte hat sich in den letzten Jahren weiter erhöht. Dies birgt ein höheres Länderrisiko. Für sich daraus teilweise ergebene Währungsrisiken werden entsprechende Sicherungsinstrumente eingesetzt. Um dem Wettbewerb durch technischen Vorsprung effizient begegnen zu können, unterliegen die Produkte der permanenten Neu- und Weiterentwicklung. Zur Steigerung der Kundenakzeptanz werden Entwicklungen häufig in Zusammenarbeit mit Kunden durchgeführt. Aufgrund von nachfrage- oder produktionstechnisch bedingten Engpässen bestehen auf den Beschaffungsmärkten Preis- und Lieferrisiken. Durch die gezielte Auswahl der Zulieferer, u.a. auch im Rahmen von strategischen Partnerschaften, und den Aufbau eines Lieferantenportfolios werden die Risiken minimiert. Der verstärkte Einsatz von befristeten bzw. Zeitarbeitskräften sowie die Nutzung von Flex- und Gleitzeit ermöglichen den kurzfristigen Ausgleich auftretender Beschäftigungsschwankungen. Finanzwirtschaftliche Risiken: Als weltweit agierendes Unternehmen ist die Kleinewefers-Gruppe einer Reihe finanzieller Risiken ausgesetzt. Hierzu zählen insbesondere Risiken, die aus der Veränderung der Zinsen und Währungskurse resultieren. Zur Begrenzung dieser Risiken werden bedarfsgerecht und soweit erforderlich grundsätzlich derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Detailliert wird hierüber im Anhang berichtet. Zu den Aufgaben der Kleinewefers GmbH sowie der Jagenberg AG gehört die Sicherung des Finanzbedarfs der Tochtergesellschaften. Hierzu gewähren sie Gesellschafterdarlehen oder - sofern erforderlich - bei einer Kreditaufnahme durch die Tochtergesellschaften den Banken Sicherheiten. Monatliche Liquiditätsprognosen dienen hierbei der Erkennung eines Finanzbedarfs. Risiken aus Verkäufen: Bei der Auftragsfertigung werden Neuaufträge in der Regel erst nach erfolgter Anzahlung oder Zahlungsabsicherung durch Akkreditiv in den Auftragsbestand übernommen und zur Bearbeitung freigegeben. Aus dem Verkauf von Geschäftsaktivitäten können Abwicklungsrisiken, z. B. aus Garantieverpflichtungen, entstehen. Soweit der Eintritt dieser Risiken wahrscheinlich ist, wurde bilanziell entsprechend vorgesorgt. Rechtliche Risiken: Zum Berichtszeitpunkt gibt es keine Rechtsstreitigkeiten, an denen Unternehmen der Kleinewefers-Gruppe als Prozesspartei beteiligt sind und von denen nennenswerte Auswirkungen auf die Finanz- oder Ertragslage zu erwarten sind. Die bestehenden Risiken aus Rechtsstreitigkeiten und vertraglich vereinbarten Verpflichtungen sowie Garantien, die gegenüber Dritten gewährt wurden, werden zurückgestellt, soweit die Geschäftsführung eine Inanspruchnahme für wahrscheinlich hält. Für mögliche Schadensfälle oder Haftungsrisiken wurden Versicherungen abgeschlossen, welche die nachteiligen finanziellen Folgen ausschließen bzw. begrenzen. Der Deckungsumfang dieser Versicherungen wird regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst. Personalrisiken: Wesentliche Erfolgsfaktoren für den wirtschaftlichen Erfolg der Gruppe sind Kompetenz, Leistungsfähigkeit und Engagement der Beschäftigten. Um diese Faktoren zu sichern und zu stärken, werden in der Kleinewefers-Gruppe Ausbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten sowie qualifizierte Weiterbildungsmaßnahmen angeboten. IT-Risiken: Die in der Kleinewefers-Gruppe eingesetzten Informationstechnologien werden, wie in der IT-Richtlinie festgelegt, kontinuierlich überprüft und aktualisiert. Auf diese Weise wird eine sichere Abwicklung der IT-gestützten Abläufe gewährleistet. Server- und Speichersysteme für kritische Anwendungen sind ausfallsicher vorhanden. Um den steigenden Anforderungen innerhalb der IT-Umgebung gerecht zu werden, verfügt die Kleinewefers-Gruppe seit dem 1.1.2022 über einen zentralen IT-Leiter. Gesamtaussage zur Risikosituation Die Kleinewefers-Gruppe nachhaltig gefährdende Risiken sind zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Lageberichts nicht erkennbar. Die Einschätzung der Gesamtrisikosituation ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Einzelrisiken, wobei aus heutiger Sicht keine Risiken erkennbar sind, die allein oder auch in Kombination den Fortbestand der Kleinewefers-Gruppe gefährden könnten. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Einschätzung der Eintrittswahrscheinlichkeiten und/oder der potenziellen finanziellen Auswirkung einzelner Risikofelder nicht wesentlich verändert. Als übergeordnetes Risiko muss angesichts der aktuellen Entwicklungen weiterhin die Corona-Pandemie sowie der Krieg in der Ukraine betrachtet werden, deren Auswirkungen auf die Weltwirtschaft im Allgemeinen und auf die Kleinewefers-Gruppe im Speziellen derzeit nicht abschließend abschätzbar sind. Nach derzeitigem Kenntnisstand gibt es jedoch keine gravierenden Negativeinflüsse, die existenzgefährdenden Charakter haben. Stabilisierend wirken hier insbesondere der hohe Auftragsbestand des Maschinenbaubereichs sowie die vorhandenen Liquiditätsreserven. Prognose- und Chancenbericht Gesamtwirtschaftliche Entwicklung [2] Für das Gesamtjahr 2022 scheint ein weltwirtschaftliches Wachstum von 4 % möglich, sofern sich der globale Erholungsprozess fortsetzt. Der Ausblick ist aufgrund der anhaltenden Pandemie sowie des Ukraine-Konflikts mit großen Unsicherheiten verbunden. Unterbrechungen der Versorgungsketten, hohe Material- und Energiepreise und eine allgemein hohe Inflation werden anhalten. Darüber hinaus schränken die geldpolitische Straffung in den USA sowie eine anhaltende Schrumpfung des chinesischen Immobiliensektors die Wachstumsaussichten ein. Die US-Volkswirtschaft soll ebenso wie die Wirtschaft der Euro-Zone im laufenden Jahr um 4 % zulegen. Für das Vereinigte Königreich ist der Ausblick mit 4,7 % optimistischer. China soll sein Wachstum deutlich, aber vermindert mit 4,8 % fortsetzen. Für Deutschland erwartet die Bundesregierung eine Zunahme des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts von 3,6 %. Entwicklung in den einzelnen Unternehmensbereichen Der Rekord-Auftragsbestand der Kampf Schneid- und Wickeltechnik GmbH & Co. KG zum Jahreswechsel garantiert zu Beginn des Jahres 2022 auf Basis des geplanten Umsatzes eine rechnerische Vollauslastung von mehr als 22 Monaten. Somit wird auch im laufenden Geschäftsjahr 2022 von einer Vollauslastung ausgegangen. In der Folge haben sich die Lieferzeiten für alle Maschinentypen teilweise sehr deutlich verlängert. Aktuelle Bedarfe außerhalb des Produktbereichs Flexible Films können kaum noch mit marktgerechten Lieferzeiten bedient werden, was teilweise zu Auftragsverlusten führt. Die mit der Akquisition der Atlas-Gruppe möglich gewordene Neuausrichtung des Maschinenportfolios wird im Laufe des Jahres 2022 abgeschlossen werden. Damit ist ein bisher am Markt nicht vorhandenes Angebotsspektrum für unterschiedlichste Anwendungen für das Schneiden bahnförmiger Materialien möglich. Mit der Fertigstellung einer 2.500 qm großen Schwerlast-Montagehalle mit Bürogebäude am Standort Wiehl bis Mitte 2022 ist die Kampf-Gruppe sehr gut für den Trend hin zu breiteren Maschinen sowie einem wachsenden Anteil von Maschinen mit verketteten Handlingssystemen aufgestellt. Aus dem im Jahr 2021 beendeten Effizienzsteigerungsprogramm wird auch für die Folgejahre mit positiven Ergebniseffekten gerechnet; gegenläufig hierzu werden jedoch deutlich steigende Beschaffungspreise und Ineffizienzen durch fehlende Zulieferungen erwartet. Für die Zima Corporation werden ein wachsendes Geschäftsvolumen und ein gleichbleibender Ergebnisbeitrag prognostiziert. Eine vollständige Erholung der Türkei als Absatzmarkt für Textilmaschinen ist nicht zu erwarten, so dass für die Jagenberg Textile GmbH & Co. KG kein Wachstum erwartet wird. Da die Kusters Calico Machinery Pvt. Ltd. jedoch auch im Bereich Converting erfolgreich ist, wird die Gesellschaft Umsatz und Ergebnis in den nächsten Jahren weiter steigern können. Für die Lebbing automation & drives GmbH erwarten wir - unterstützt durch die Tochtergesellschaft in den USA - ein gleichbleibendes Geschäftsvolumen. Für die Jagenberg Paper GmbH wird vor dem Hintergrund einer Vielzahl von Kundenanfragen, die sich u.a. coronabedingt im Jahr 2021 nicht realisieren ließen, in den nächsten Jahren mit einem profitablen Wachstum gerechnet. Potenzial liegt in der engeren Zusammenarbeit innerhalb des Geschäftsbereichs Industrial Solutions. Federführend ist hier die Jagenberg Converting Solutions GmbH, die als General Contracting- und Projektmanagement-Gesellschaft die gruppenweiten Aktivitäten in den Bereichen Dekordruck und Lithium-Ionen-Batterien bündelt. Die ersten Aufträge werden im Jahr 2022 verumsatzt. Zur weiteren Stärkung des Bereichs Dekordruck hat die Jagenberg Converting Solutions GmbH zum 9. März 2022 die Mehrheitsbeteiligung an der Firma Elrond GmbH übernommen. Mit der Stilllegung der Teppich-Aktivitäten bei der TAG Composites & Carpets GmbH verbleibt als letzte Gesellschaft des Unternehmensbereichs Technical Textiles die Survival Armor Inc., die nach schwierigen, durch Corona geprägten Jahre zu alter Stärke zurückfinden soll. Die Entwicklung des Unternehmensbereichs Immobilien innerhalb der Kleinewefers-Gruppe wird weiter vorangetrieben. Aktivitäten zur Entwicklung des Immobilienbereichs sind insbesondere die Schaffung von Baurecht am Standort Neuer Weg, der Abriss einer erworbenen Industriebrache für die Neuentwicklung am Standort LOGWERK, der Neubau einer Kita sowie die Herrichtung weiterer Loftflächen am Standort Monforts Quartier, die Herrichtung der letzten 3.500 m 2 Hallenfläche am Standort K2 für einen neuen Mieter sowie die weitere Vermietung von gut erhaltenen Bestandhallen am Standort Glockenspitz (ehemals TAG Composites & Carpets GmbH). Vor allem aufgrund der langen Mietverhältnisse mit entsprechender Steigerung der Nettokaltmieten, die an die Entwicklung des allgemeinen Verbraucherpreisindex gekoppelt sind, wird sich das operative Ergebnis im Immobilienbereich trotz steigender Inflation weiter positiv entwickeln. Ausblick der Kleinewefers-Gruppe für 2022 Im Geschäftsjahr 2022 erwarten wir für die Kleinewefers-Gruppe ein operatives Umsatzplus von mehr als 10 %. Maßnahmen, die sich positiv auf die Kostenstruktur auswirken, werden fortgeführt. Hierzu gehört neben der Verschlankung und Standardisierung von Prozessen auch die Anpassung der Vertriebsstrukturen an die sich ändernden Marktverhältnisse. Aus diesen Effekten heraus erwarten wir im Jahr 2022 eine operative Umsatzrendite (EBIT) von rund 6 %. Inwieweit sich das zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichtes nach wie vor grassierende Coronavirus auf die Erreichung dieser Ziele auswirkt, kann nicht abschließend beurteilt werden. Insbesondere schränken weltweite Reisebeschränkungen die Inbetriebnahmen von Maschinen beim Kunden weiter ein. Auch die Auswirkungen des russischen Angriffs auf die Ukraine sowie die damit verbundenen geopolitischen Verwerfungen sind derzeit nicht absehbar. Der konzernweite Umsatz mit russischen Kunden betrug im Jahr 2021 zwar lediglich 1,7 %. Deutlich relevanter sind die kurz- und mittelfristigen Auswirkungen auf die Lieferketten, Materialverfügbarkeiten und -preise sowie das Verhalten der Absatzmärkte. In welchem Ausmaß sich diese Negativ-Faktoren auf Umsatz und Ergebnis der Kleinewefers-Gruppe auswirken, lässt sich derzeit nicht seriös ermitteln.
Krefeld, den 18. März 2022 Die Geschäftsführung Jan Kleinewefers Dr. Erich Bröker [1] Quelle: VDMA [2] Quelle: VDMA Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2021AKTIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021
Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021
Kozern-Eigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2021
Konzern-Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021Allgemeine AngabenDie Kleinewefers GmbH, Krefeld, eingetragen im Handelsregister B des Amtsgerichts Krefeld unter der Nummer 249, erstellt als oberste Muttergesellschaft neben dem handelsrechtlichen Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 zusätzlich einen Konzernabschluss nach den handelsrechtlichen Vorschriften gemäß §§ 290 ff. HGB. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind verschiedene Posten der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang entsprechend aufgegliedert und erläutert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Neben der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung werden eine Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals und eine Konzern-Kapitalflussrechnung erstellt. Der Konzernabschluss ist in Euro (EUR) aufgestellt. Alle Beträge einschließlich der Vorjahreszahlen werden in Tausend Euro (TEUR) angegeben. Das Geschäftsjahr der Kleinewefers GmbH und ihrer Tochtergesellschaften entspricht grundsätzlich dem Kalenderjahr. Die Kleinewefers GmbH hat ihren Sitz in Krefeld. Sie beschäftigt sich einerseits mit der Führung und Finanzierung ihrer direkten und indirekten Tochtergesellschaften. Andererseits ist die Kleinewefers GmbH operativ im Immobilienbereich tätig und beschäftigt sich dabei insbesondere mit der Immobilienentwicklung und -vermietung. Wesentliche Tochtergesellschaft ist die Jagenberg AG, Krefeld. Die Geschäftstätigkeit der Jagenberg AG als Management-Holding bezieht sich gleichermaßen auf die Führung und Finanzierung sowie auf die operative und strategische Weiterentwicklung ihrer Tochtergesellschaften. Die Gesellschaft hält ebenfalls zahlreiche direkte und indirekte Beteiligungen im In- und Ausland. Sie beschäftigt nur einen kleinen Mitarbeiterstamm mit den entsprechenden Stabspositionen primär im Finanz- und Rechnungswesen. Weitere erforderliche Beratungsleistungen werden extern zugekauft. Die Kleinewefers-Gruppe ist in den Bereichen Maschinenbau, technische Textilien und wie bereits erwähnt in der Immobilienentwicklung und -vermietung aktiv. Zu weiteren Ausführungen verweisen wir auf die entsprechenden Erläuterungen im Lagebericht. KonsolidierungskreisIn den Konzernabschluss sind neben der Kleinewefers GmbH alle in- und ausländischen Tochterunternehmen einbezogen, bei denen die Kleinewefers GmbH über die Möglichkeit verfügt, die Finanz- und Geschäftspolitik zu beherrschen. Erst- bzw. Endkonsolidierungen erfolgen grundsätzlich zum Zeitpunkt der Erlangung bzw. des Verlustes des beherrschenden Einflusses. Beteiligungen, auf die ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt werden kann (assoziierte Unternehmen), werden nach der Equity-Methode gemäß § 311 HGB bilanziert, sofern vorhanden. Der Konsolidierungskreis hat sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt verändert: Mit Anteilskauf- und Übertragungsvertrag vom 25. Mai 2021 hat die im Geschäftsjahr 2020 neu gegründete Jagenberg Converting Solutions GmbH 70 % der Geschäftsanteile an der WDB Systemtechnik GmbH, Enger, erworben. Mit Eintritt sämtlicher aufschiebender Bedingungen wird die Gesellschaft ab dem 1. September 2021 in den Konzernabschluss der Kleinewefers GmbH im Rahmen der Vollkonsolidierung einbezogen. In der Anlage 1 zum Konzernanhang sind die in den Konzernabschluss der Kleinewefers GmbH einbezogenen Tochtergesellschaften mit den jeweiligen Kapitalanteilen aufgeführt. Konsolidierungsgrundsätze und -methodenDer Konzernabschluss beruht auf den nach konzerneinheitlichen Ausweis-, Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellten Einzelabschlüssen der Kleinewefers GmbH und ihrer in- und ausländischen Tochterunternehmen. Die Kapitalkonsolidierung wird nach der Erwerbsmethode im Rahmen der Neubewertungsmethode durchgeführt. Dabei werden die Anschaffungskosten der erworbenen Anteile dem anteiligen, neubewerteten Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt des Erwerbs gegenübergestellt. Ein sich aus der Verrechnung ergebender aktiver Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert, ein sich ergebender passiver Unterschiedsbetrag als Badwill behandelt. Geschäfts- oder Firmenwerte werden über die voraussichtliche Nutzungsdauer planmäßig nach der linearen Methode zu Lasten des Konzernergebnisses abgeschrieben; grundsätzlich ist dies in der Regel ein Zeitraum von fünf bis zehn Jahren. Liegen Anzeichen für eine dauernde Wertminderung vor, werden auch außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Passive Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung werden über ihren voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungszeitraum aufgelöst und ertragswirksam vereinnahmt. Bei der erstmaligen Aufstellung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres 2012 nach HGB erfolgte die Kapitalkonsolidierung in der Weise, als ob der Konzernabschluss der Kleinewefers GmbH schon immer nach den Vorschriften des HGB erstellt worden wäre (retrospektive Anpassung). Diese Vorgehensweise wurde in den Folgejahren beibehalten. Die Anteile konzernfremder Gesellschafter am konsolidierungspflichtigen Kapital verbundener Unternehmen werden innerhalb des Eigenkapitals als "Nicht beherrschende Anteile" gesondert dargestellt. In der Gewinn- und Verlustrechnung wird der auf die konzernfremden Gesellschafter entfallende Anteil an den Gewinnen und Verlusten ebenfalls gesondert unter dem Posten "Nicht beherrschende Anteile am Konzerngewinn" ausgewiesen. Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen, Verbindlichkeiten, Ausleihungen und Haftungsverhältnisse zwischen den konsolidierten Unternehmen werden eliminiert. Konzerninterne Lieferungen und Leistungen werden auf Basis konzerninterner Verrechnungspreise vorgenommen. Daraus resultierende Zwischenergebnisse werden eliminiert. Bei konsolidierungsbedingten temporären Differenzen werden latente Steuern abgegrenzt. Etwaige Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden grundsätzlich gemäß § 311 HGB nach der Equity-Methode bewertet. Ausgehend von den Anschaffungskosten zum Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile wird der jeweilige Beteiligungsbuchwert um Eigenkapitalveränderungen wie Ausschüttungen und Jahresergebnisse der assoziierten Unternehmen vermindert oder erhöht, soweit diese auf die Anteile des Kleinewefers-Konzerns entfallen. Sofern ein anteiliger Verlust den Buchwert der Beteiligung übersteigt, wird die Beteiligung mit einem Wert von null angesetzt. Der negative Wert wird jedoch außerbilanziell fortgeführt für den Fall, dass zukünftig anteilige Gewinne entstehen. Diese dürfen den Buchwert der Beteiligung erst wieder erhöhen, sobald sie die fortgeführten Verluste übersteigen. Endkonsolidierungen von Tochterunternehmen werden im Zeitpunkt des Verlustes der Beherrschung erfolgswirksam erfasst. Etwaige Endkonsolidierungsergebnisse werden innerhalb der sonstigen betrieblichen Erträge oder der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- und Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Die Abschreibungen erfolgen nach der linearen Methode. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung pro rata temporis. Die immateriellen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich über eine Laufzeit von drei bis zehn Jahren abgeschrieben. Der sich aus der Erstkonsolidierung der WDB Systemtechnik zum 1. September 2021 ergebende Geschäfts- oder Firmenwert (GoF) spiegelt in erster Linie die erworbene Technologie wider und wird infolge der Schnelllebigkeit des Marktes mit einhergehenden Veränderungen der Technologie über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren planmäßig abgeschrieben. Der im Rahmen eines Asset Deals im Januar 2020 entstandene Geschäfts- oder Firmenwert der Lauer CE-Safety GmbH repräsentiert insbesondere das technische Know How der Mitarbeiter und die langfristigen Kundenbeziehungen. Er wird daher über eine wirtschaftliche Nutzungsdauer von zehn Jahren planmäßig abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wird regelmäßig über folgende wirtschaftliche Nutzungsdauern abgeschrieben:
Für geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten zwischen 250,00 EUR und 1.000,00 EUR werden grundsätzlich Sammelposten gebildet, die über einen Zeitraum von fünf Jahren ergebnisbelastend aufgelöst werden. Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten bewertet, sofern sie nicht wegen einer dauerhaften Minderung des beizulegenden Wertes außerplanmäßig abgeschrieben worden sind. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren werden zu Konzernanschaffungskosten oder, soweit erforderlich, zum niedrigeren Marktwert zum Bilanzstichtag angesetzt. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten der Fertigung auch zurechenbare Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Fremdkapitalzinsen und Kosten der allgemeinen Verwaltung werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Ist der voraussichtliche Verkaufserlös abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten niedriger, wird dieser Wert angesetzt. Bestandsrisiken, die sich aus Lagerdauer oder geminderter Verwendbarkeit ergeben, wird durch Gängigkeits- und Reichweitenabschlägen Rechnung getragen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Es werden alle erkennbaren Risiken durch individuelle Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine pauschale Wertberichtigung Rechnung getragen. Wertpapiere des Umlaufvermögens werden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren Stichtagskurs bewertet. Die Bewertung der Kassenbestände und der Guthaben bei Kreditinstituten erfolgt zum Nominalwert. Latente Steuern werden gemäß §§ 274 i.V.m. 306 HGB für temporäre Bewertungsunterschiede zwischen den handelsrechtlichen und den steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden der Einzelgesellschaften sowie innerhalb der Konsolidierung gebildet. Die aktiven latenten Steuern umfassen auch Steuerminderungsansprüche, die sich aus der erwarteten künftigen Nutzung bestehender steuerlicher Verlustvorträge ergeben. Ein latenter Steueranspruch wird in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass zukünftiges zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das die noch nicht genutzten steuerlichen Verluste und die abzugsfähigen temporären Differenzen verwendet werden können. Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die in den einzelnen Ländern zum Bilanzstichtag gelten. Die Ertragsteuerbelastung inländischer Kapitalgesellschaften beträgt rund 30%. Dieser Steuersatz beinhaltet die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag sowie die Gewerbesteuer. Bereits im Geschäftsjahr 2017 erfolgte eine Änderung hinsichtlich der Bewertung der aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge in der Weise, dass der Bewertung unter Vorsichtsgesichtspunkten nur noch die Drei-Jahresplanung des Konzerns zugrunde gelegt wurde. Eine pauschale Fortschreibung der Drei-Jahresplanung für das vierte und fünfte Planjahr wird seit 2017 nicht mehr vorgenommen. Damit kann das zukünftige Nutzungspotential der steuerlichen Verlustvorträge verlässlicher bestimmt werden. Der sich aus der Erstkonsolidierung der in 2020 erworbenen Atlas-Gruppe ergebende passive Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung (Badwill) wird über einen wirtschaftlichen Nutzungszeitraum von vier Jahren ratierlich ertragswirksam aufgelöst. Das Ansatzwahlrecht hinsichtlich des Sonderpostens mit Rücklageanteil wurde in der Weise ausgeübt, dass der Sonderposten mit Rücklageanteil im Kleinewefers-Konzern nicht gesondert passiviert, sondern bereits mit Einführung des BilMoG 2010 mit den Gewinnrücklagen verrechnet wurde. Hingegen wird ein Sonderposten für Investitionszuschüsse und -zulagen separat in der Konzernbilanz ausgewiesen. Dieser wird entsprechend dem Abschreibungsverlauf des geförderten Anlagevermögens ratierlich aufgelöst. Der Auflösungsbetrag wird in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Die Rückstellungen für Pensionen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen berechnet und mit dem ermittelten Anwartschaftsbarwert passiviert. Im laufenden Geschäftsjahr wurden für die handelsrechtliche Bewertung nach der Projected-unit-credit-method folgende Parameter zugrunde gelegt:
Als Rechnungszinsfuß wurde der von der Deutschen Bundesbank nach Maßgabe einer Rechtsverordnung ermittelte Zinssatz zugrunde gelegt, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Dabei wurde für die Berechnung der von der Deutschen Bundesbank ermittelte 10-Jahres-Durchschnittszins verwandt. Der Berechnung lagen die "Richttafeln Heubeck 2018 G" zugrunde. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung tragen. Sie sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlichen Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Verbindlichkeiten sind ebenfalls mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Sonstigen Steuern werden innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. WährungsumrechnungDie Jahresabschlüsse der ausländischen Konzerngesellschaften werden nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Die funktionale Währung ist die Währung des primären wirtschaftlichen Umfeldes, in dem das Unternehmen agiert. Vermögensgegenstände und Schulden werden daher mit den Mittelkursen am Bilanzstichtag, die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung mit den Transaktionskursen zum Transaktionszeitpunkt, die durch die Jahresdurchschnittskurse approximiert werden, umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen hieraus werden erfolgsneutral in einem Ausgleichsposten im Eigenkapital erfasst. In den in lokaler Währung aufgestellten Einzelabschlüssen der konsolidierten Gesellschaften werden kurzfristige Forderungen und liquide Mittel in fremder Währung sowie Fremdwährungsschulden zum Stichtagskurs bewertet. Die daraus resultierenden Kursgewinne und -verluste werden erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen oder sonstigen betrieblichen Aufwendungen der jeweiligen Einzelabschlüsse erfasst. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von einem Jahr oder länger werden unter Beachtung des Anschaffungskostenprinzips (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) sowie des Realisationsprinzips (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB) höchstens zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Nicht-monetäre Vermögenswerte und Schulden werden zu historischen Kursen umgerechnet. Erläuterungen zur Bilanz(1) Immaterielle Vermögensgegenstände Die immateriellen Vermögenswerte erhöhten sich im abgelaufenen Geschäftsjahr von 2.316 TEUR um 2.619 TEUR auf 4.935 TEUR. Sie betreffen im Wesentlichen mit 4.302 TEUR (Vorjahr 1.628 TEUR) Geschäfts- oder Firmenwerte sowie mit 627 TEUR (Vorjahr 688 TEUR) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten. Die zum 31. Dezember 2021 ausgewiesenen Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 4.302 TEUR (Vorjahr 1.628 TEUR) betreffen mit 2.855 TEUR den Geschäfts- oder Firmenwert der im Geschäftsjahr 2021 erstkonsolidierten WDB Systemtechnik GmbH sowie mit 1.447 TEUR (Vorjahr 1.628 TEUR) den Geschäfts- oder Firmenwert hinsichtlich des im Rahmen eines Asset Deals im Januar 2020 erworbenen Ingenieurbüros Lauer, Coesfeld. Die entgeltlich erworbenen Konzessionen, gewerblichen Schutzrechte und ähnlichen Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten betreffen im Wesentlichen mit 391 TEUR (Vorjahr 424 TEUR) die Kampf-Gruppe sowie mit 77 TEUR (Vorjahr 113 TEUR) die Survival Armor Inc. (2) Sachanlagen Das Sachanlagevermögen erhöhte sich von 88.564 TEUR im Vorjahr um 4.660 TEUR auf 93.224 TEUR zum 31. Dezember 2021. Den Zugängen von 10.781 TEUR stehen Abschreibungen von 6.176 TEUR entgegen. In Höhe von 130 TEUR wurden Zuschreibungen bereits abgeschriebener zum Verkauf bestimmter Vermögensgegenstände vorgenommen. Die Investitionen betreffen im Wesentlichen mit 5.968 TEUR Investitionen der Kampf-Gruppe sowie mit 1.151 TEUR Investitionen der Zima Corporation. Daneben wurden mit 428 TEUR Investitionen in den Immobilienbereich der Kleinewefers GmbH und in Höhe von 2.609 TEUR der MQ Management GmbH & Co. KG getätigt. (3) Finanzanlagen Das Finanzanlagevermögen besteht unverändert zum Vorjahr nur noch aus einer Beteiligung von 5 TEUR an der Wirtschaftsförderungsgesellschaft. Die Aufstellung des Konsolidierungskreises kann der Anlage 1 zum Konzernanhang entnommen werden. Die Zusammensetzung der immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen und deren Entwicklung im laufenden Geschäftsjahr kann aus dem in der Anlage 2 zum Konzernanhang beigefügten Anlagenspiegel entnommen werden. (4) Vorräte Die Vorräte setzen sich wie folgt zusammen:
Die Wertberichtigungen auf die Vorräte betrugen im laufenden Geschäftsjahr 4.171 TEUR (Vorjahr 4.420 TEUR) und haben sich damit nur leicht vermindert. Erhaltene Anzahlungen für Aufträge, für die noch keine Anarbeitung stattgefunden hat, werden passiviert. Ein aktivischer Ausweis erhaltener Anzahlungen erfolgt bereits dann, wenn der zugehörige Auftrag Herstellungskosten > 0,00 EUR aufweist. Ein passivischer Ausweis erfolgt nur für den Fall, dass für den entsprechenden Auftrag noch keine Herstellungskosten aktiviert sind. Voraussetzung für diese Vorgehensweise ist, dass sich für die Summe der Bilanzposten "Fertige Erzeugnisse", "Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen" und aktivisch abgesetzte "erhaltene Anzahlungen" kein negativer Betrag ergibt. (5) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betreffen folgende Konzerngesellschaften:
In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Einzelwertberichtigungen von 823 TEUR (Vorjahr 1.027 TEUR) sowie Pauschalwertberichtigungen von 217 TEUR (Vorjahr 257 TEUR) enthalten. (6) Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich wie folgt zusammen:
Die Kaufpreisforderungen in Höhe von 12.183 TEUR (Vorjahr 21.250 TEUR) betreffen den Verkauf der Verseidag-Indutex GmbH einschließlich deren Tochtergesellschaften. Die Forderungen werden vereinbarungsgemäß in Raten in den Geschäftsjahren 2021-2023 seitens des Käufers ausgeglichen. In Höhe von 7.500 TEUR (Vorjahr 12.183 TEUR) haben diese Forderungen eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Die Forderungen aus Ertragsteuern betreffen mit 1.692 TEUR (Vorjahr 2.133 TEUR) im Wesentlichen Körperschaftsteueransprüche. Von den Mietkautionen und Sonstigen Finanzforderungen haben 78 TEUR (Vorjahr 189 TEUR) eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Sämtliche anderen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. In den übrigen sonstigen Forderungen sind Forderungen gegen den Gesellschafter in Höhe von 3 TEUR (Vorjahr 4 TEUR) enthalten. (7) Wertpapiere, Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten Die Wertpapiere in Höhe von 20.215 TEUR (Vorjahr 14.365 TEUR) betreffen überwiegend börsennotierte Unternehmensanleihen hoher Bonität sowie Aktien. Die Erhöhung ist im Wesentlichen auf erhaltene Aktien in Höhe von 4.683 TEUR zurückzuführen, die als Kaufpreisbestandteil der im Vorjahr verkauften Indutex-Gruppe anzusehen sind. Die flüssigen Mittel von 95.035 TEUR (Vorjahr 63.041 TEUR) bestehen am Stichtag in Höhe von 5.855 TEUR (Vorjahr 9.561 TEUR) aus Festgeldguthaben bei Kreditinstituten und in Höhe von 89.180 TEUR (Vorjahr 53.480 TEUR) aus laufenden Bankguthaben und Kassenbeständen. (8) Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft hauptsächlich vorausgezahlte Mieten, Versicherungsprämien sowie sonstige Vorauszahlungen. (9) Aktive und passive latente Steuern Die aktiven und passiven latenten Steuern sind den folgenden Sachverhalten zuzuordnen:
Der Ansatz von aktiven latenten Steuern erfolgt in der Höhe, wie es wahrscheinlich ist, dass zukünftig ausreichende zu versteuernde Ergebnisbeiträge erzielt werden, gegen die die abzugsfähigen temporären Differenzen sowie die aktivierten latenten Steuern auf Verlustvorträge verrechnet werden können. Darüber hinaus gehende aktive latente Steuern werden nicht angesetzt. (10) Eigenkapital Das Stammkapital der Gesellschaft in Höhe von 1.000 TEUR ist voll eingezahlt. Es wird zu 100 % von Herrn Jan Kleinewefers gehalten. Neben einer unveränderten Kapitalrücklage von 291 TEUR blieben die Gewinnrücklagen mit 20.679 TEUR annähernd auf Vorjahresniveau (Vorjahr 20.894 TEUR). Der Gewinnvortrag hat sich von 106.712 TEUR im Vorjahr auf 122.673 TEUR erhöht. Das Konzernergebnis hat sich von 14.102 TEUR im Vorjahr auf 10.838 TEUR im laufenden Geschäftsjahr 2021 leicht verschlechtert. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) beläuft sich auf 13.389 TEUR (Vorjahr 19.014 TEUR). Das Jahresergebnis der Kampf-Gruppe konnte von 9.856 TEUR im Vorjahr auf 12.510 TEUR nochmals gesteigert werden. Das Eigenkapital insgesamt erhöhte sich von 142.584 TEUR um 12.371 TEUR auf 154.955 TEUR. Infolge einer ebenfalls gestiegenen Bilanzsumme hat sich die Eigenkapitalquote von 48,8% im Vorjahr auf 48,0% leicht vermindert. (11) Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung Der aus dem Erwerb der Atlas-Gruppe zum 30. November 2020 resultierende passivische Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung (Badwill) belief sich zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung auf 1.042 TEUR. In dieser Höhe überstieg das erworbene neubewertete Reinvermögen die zu zahlenden Kaufpreisverpflichtungen. Er wird über eine wirtschaftlich begründete Laufzeit von vier Jahren ratierlich zugunsten des Konzernergebnisses ertragswirksam aufgelöst. Im laufenden Geschäftsjahr 2021 wurden Auflösungen in Höhe von 260 TEUR (Vorjahr anteilig 22 TEUR) innerhalb der sonstigen betrieblichen Erträge erfasst, so dass zum Bilanzstichtag am 31. Dezember 2021 ein Betrag von 760 TEUR (Vorjahr 1.020 TEUR) passiviert wird. (12) Sonderposten für Investitionszuschüsse und -zulagen Infolge der Akquisition der LSF-Gruppe im Geschäftsjahr 2014 wird seitdem ein Sonderposten für Investitionszuschüsse und -zulagen für das Sachanlagevermögen ausgewiesen. Der Sonderposten beträgt 34 TEUR (Vorjahr 51 TEUR). (13) Rückstellungen für Pensionen Die Rückstellungen für Pensionen haben sich von 34.120 TEUR im Vorjahr auf 36.127 TEUR im laufenden Geschäftsjahr erhöht. Bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen wurde wie bereits in Vorjahren der von der Deutschen Bundesbank ermittelte 10-Jahres-Durchschnittszins zugrunde gelegt. Bei Anwendung des in der Vergangenheit der Bewertung zugrunde gelegten 7-Jahres-Durchschnittszins hätte sich ein um 2.562 TEUR höherer Rückstellungswert von 38.689 TEUR ergeben. In Höhe dieses Unterschiedsbetrages von 2.562 TEUR besteht eine Ausschüttungssperre. Die Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen sind vollständig an einen Versorgungsberechtigten verpfändet und damit dem Zugriff aller übrigen möglichen Gläubiger entzogen. Die durch die verpfändeten Rückdeckungsversicherungen gedeckten Pensionsverpflichtungen werden gemäß § 253 Abs. 1 S. 3 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert der Rückdeckungsversicherungen bewertet. Zudem werden die korrespondierenden Pensionsverpflichtungen gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 i.V.m. § 253 Abs. 1 S. 4 HGB mit den zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Ansprüchen aus den Rückdeckungsversicherungen verrechnet. Zum 31. Dezember 2021 hat sich der beizulegende Zeitwert der Rückdeckungsversicherung von 95 TEUR im Vorjahr auf 98 TEUR leicht erhöht. (14) Steuerrückstellungen Die Steuerrückstellungen haben sich von 1.313 TEUR im Vorjahr auf 1.949 TEUR im laufenden Geschäftsjahr erhöht. Sie betreffen folgende Konzerngesellschaften:
(15) Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen haben sich von 33.717 TEUR im Vorjahr um 2.634 TEUR auf 36.351 TEUR zum 31. Dezember 2021 erhöht. Die einzelnen Rückstellungen stellen sich wie folgt dar:
Die Rückstellungen für fehlende Kosten für abgerechnete Aufträge betreffen in erster Linie auftragsbezogene Montagekosten. Die Rückstellungen für Gewährleistungen und Prozessrisiken bestehen sowohl für vertraglich vereinbarte Verpflichtungen sowie für Garantien, die gegenüber Dritten gewährt wurden als auch für Risiken aus Rechtstreitigkeiten vergangener Jahre. (16) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich im Vergleich zum Vorjahr von 38.738 TEUR um 7.009 TEUR auf 31.729 TEUR vermindert. Sie betreffen folgende Konzerngesellschaften:
Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind der nachfolgenden Übersicht zu entnehmen:
Ein Großteil der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten resultiert aus der Finanzierung von Immobilien. Zur Besicherung dieser Verbindlichkeiten sind folgende Grundschulden für Immobilien eingetragen:
Als weitere Sicherheiten gegenüber Kreditinstituten sind bei einzelnen Konzerngesellschaften Maschinen sicherungsübereignet worden. (17) Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen Die erhaltenen Anzahlungen sind mit 33.871 TEUR verglichen zum Vorjahr (14.777 TEUR) deutlich erhöht. Sie beinhalten im Wesentlichen Kundenvorauszahlungen für Aufträge, bei denen noch keine Anarbeitung erfolgt ist. Erhaltene Anzahlungen für bereits angearbeitete Aufträge werden gemäß § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB offen von den Vorräten abgesetzt. Auf die Erläuterungen unter Punkt (4) wird verwiesen. (18) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betreffen in erster Linie folgende Konzerngesellschaften:
(19) Sonstige Verbindlichkeiten Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 6.647 TEUR haben sich verglichen zum Vorjahr (7.840 TEUR) um 1.193 TEUR vermindert. Sie resultieren aus folgenden Sachverhalten:
Die Restlaufzeiten der sonstigen Verbindlichkeiten sind der folgenden Tabelle zu entnehmen:
Mit Ausnahme der oben erwähnten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und sonstigen Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr alle übrigen Verbindlichkeiten Restlaufzeiten von unter einem Jahr. (20) Passive Rechnungsabgrenzungsposten Der passive Rechnungsabgrenzungsposten von 551 TEUR (Vorjahr 482 TEUR) beinhaltet in erster Linie neben vorab vereinnahmten Mietzahlungen auch Einzahlungen aus langfristigen Wartungs- und Serviceverträgen. (21) Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Haftungsverhältnisse Nach §§ 251 und 268 Abs. 7 HGB bestehen keine Haftungsverhältnisse für fremde Verbindlichkeiten außerhalb des Konzerns. Sonstige finanzielle VerpflichtungenSonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in Folgejahren auf Grund von Miet-und Leasingverhältnissen wie folgt:
Die Gebäudemietverpflichtungen betreffen im Wesentlichen die Lebbing automation & drives GmbH, die Lauer CE-Safety GmbH, die WDB Systemtechnik GmbH sowie die Survival Armor Inc. In Höhe von 0,9 Mio. EUR bestehen hierfür noch weitere Mietverpflichtungen für Geschäftsjahre nach 2026. Die übrigen Mietverträge betreffen in erster Linie Leasingverpflichtungen für Kraftfahrzeuge sowie für Büroausstattung. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht dem Gliederungsschema gemäß § 275 Abs. 2 HGB. (22) Umsatzerlöse Die konsolidierten Umsatzerlöse der Kleinewefers-Gruppe wurden bis zum Geschäftsjahr 2020 in den Bereichen Maschinenbau / Industrial Solutions (i.W. Kampf-Gruppe), technische Textilien (i.W. Indutex-Gruppe) sowie Immobilienentwicklung und -vermietung erzielt. Mit dem Verkauf der Indutex-Gesellschaften Ende Juli 2020 ist ein Großteil des Geschäftsbereichs technische Textilien veräußert worden. Das Umsatzvolumen dieses Bereichs ist in den Konzernumsätzen des Vorjahres daher nur bis zum Zeitpunkt der Endkonsolidierung zum 29. Juli 2020 enthalten. Gleiches gilt auch für sämtliche anderen Stromgrößen der Gewinn- und Verlustrechnung. Der Bereich Industrial Solutions konnte durch die von der Kampf Schneid- und Wickeltechnik GmbH & Co. KG zum 30. November 2020 getätigte Akquisition der Atlas-Gruppe hingegen verstärkt werden. In der Gewinn- und Verlustrechnung des Vorjahres sind sämtliche Stromgrößen ab diesem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung, also nur für den Monat Dezember 2020 enthalten. Für die im laufenden Geschäftsjahr erworbene WDB Systemtechnik GmbH sind sämtliche Stromgrößen in der Gewinn- und Verlustrechnung ab dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung zum 31. August 2021 enthalten. Insgesamt hat sich das Umsatzvolumen im Vergleich zum Vorjahr von 273.664 TEUR unter Berücksichtigung dieser Sondereffekte aus dem Geschäftsjahr 2020 auf 283.142 TEUR im laufenden Geschäftsjahr erhöht. Die Umsatzerlöse verteilen sich auf die verschiedenen Tätigkeitsbereiche wie folgt:
Nach geographischen Gesichtspunkten gliedern sich die Umsatzerlöse wie folgt:
Zu weiteren detaillierteren Informationen diesbezüglich wird auf die Angaben im Konzernlagebericht verwiesen. (23) Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich nach 22.435 TEUR im Vorjahr auf 6.658 TEUR im laufenden Geschäftsjahr. Die Verminderung um 15.777 TEUR ist im Wesentlichen auf die außergewöhnlichen Erträge aus dem Verkauf der Gesellschaften der Indutex-Gruppe in Höhe von 16.513 TEUR sowie aus dem Verkauf von Technikumsmaschinen und immateriellen Vermögenswerten aus dem Bereich Polytype in Höhe von 876 TEUR im Geschäftsjahr 2020 zurückzuführen. Die weiteren wesentlichen Posten werden im Folgenden - aufgeteilt auf betriebliche und periodenfremde Erträge - dargestellt. Die betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:
Die periodenfremden Erträge beinhalten folgende Posten:
(24) Materialaufwand Der Materialaufwand hat sich verglichen zum Vorjahr von 141.024 TEUR um 2,7 % auf 137.210 TEUR vermindert und setzt sich wie folgt zusammen:
(25) Personalaufwand Der Personalaufwand ist mit 94.442 TEUR im laufenden Geschäftsjahr verglichen zum Vorjahr (85.928 TEUR) um 9,9 % gestiegen. Die Erhöhung ist u.a. konsolidierungskreisbedingt durch den Zugang der Atlas-Gruppe sowie dem Abgang der Indutex-Gesellschaften im Laufe des Geschäftsjahres 2020 zu erklären. Darüber hinaus ist das laufende Geschäftsjahr durch Tarifsteigerungen sowie durch außergewöhnliche Aufwendungen für einen Sozialplan in Höhe von 2.067 TEUR belastet. Neben Löhnen und Gehältern enthält der Personalaufwand auch die entsprechenden Sozialabgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und setzt sich wie folgt zusammen:
(26) Abschreibungen Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen betrugen im laufenden Geschäftsjahr 6.905 TEUR nach 8.384 TEUR im Vorjahr und haben sich damit um 1.479 TEUR vermindert. Der Rückgang erklärt sich u.a. aus dem Wegfall der Abschreibungen infolge des Verkaufs der Indutex-Gruppe im Geschäftsjahr 2020. (27) Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich mit 39.055 TEUR (Vorjahr 45.725 TEUR) um 6.670 TEUR vermindert. Die hohen Vorjahresaufwendungen sind u.a. auf Transaktionskosten sowie vertraglich vereinbarte Gewährleistungen im Zusammenhang mit der Veräußerung der Indutex-Gesellschaften zurückzuführen. Hierbei handelte es sich um außergewöhnliche Aufwendungen. Daneben wurde das Konzernergebnis des Vorjahres durch außergewöhnliche Aufwendungen aus einem Betrugsfall in Höhe von 1.324 TEUR negativ belastet. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
Die Vertriebsaufwendungen beinhalten neben Ausgangsfrachten, Verpackung und Zölle auch Provisionen sowie Reise- und Werbekosten. In den Verwaltungskosten sind als wesentliche Posten neben Mieten und Pachten sowie Versicherungen auch noch Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten sowie Aufwendungen aus sonstigen Dienstleistungen enthalten. Die sonstigen Aufwendungen beinhalten u.a. Währungskursverluste (174 TEUR; Vorjahr 2.016 TEUR), Gewährleistungen (1.665 TEUR) sowie Zuführungen zu Wertberichtigungen auf Forderungen (73 TEUR). Zudem sind die sonstigen Steuern (581 TEUR; Vorjahr 522 TEUR) innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. In den periodenfremden Aufwendungen sind mit 78 TEUR (Vorjahr 174 TEUR) Verluste aus Anlagenabgängen und in Höhe von 61 TEUR (Vorjahr 120 TEUR) Forderungsverzichte enthalten. (28) Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens Im laufenden Geschäftsjahr bestand wie im Vorjahr kein Wertberichtigungsbedarf hinsichtlich der Finanzanlagen. In Höhe von 202 TEUR (Vorjahr 580 TEUR) wurden aber Kurswertanpassungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens infolge der Stichtagskursbewertung vorgenommen. Sie betreffen die von der Kleinewefers GmbH und der Jagenberg AG gehaltenen Wertpapiere. (29) Zinsergebnis Das Zinsergebnis hat sich mit -3.704 TEUR im laufenden Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr (-4.157 TEUR) um 453 TEUR verbessert. Das Zinsergebnis setzt sich im Detail wie folgt zusammen:
(30) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag verringerten sich von 679 TEUR im Vorjahr auf -1.117 TEUR im laufenden Geschäftsjahr. Die Ertragsteuern setzen sich wie folgt zusammen:
Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung Die Konzern-Kapitalflussrechnung ist entsprechend den Regelungen des DRS 21 aufgestellt und gliedert sich nach Zahlungsströmen aus der laufenden Geschäftstätigkeit, Investitions- und Finanzierungstätigkeit. Die Auswirkungen aus dem Erwerb der WDB Systemtechnik GmbH im laufenden Geschäftsjahr sowie die Auswirkungen aus dem Verkauf der Indutex-Gesellschaften und aus der im Geschäftsjahr 2020 getätigten Akquisition der Atlas-Gruppe sind in der Konzern-Kapitalflussrechnung gesondert erfasst. Die Veränderungen der Zahlungsströme bei den einzelnen Bilanzposten sind entsprechend korrigiert. Der Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit hat sich im Geschäftsjahr 2021 auf 48.564 TEUR (Vorjahr 23.963 TEUR) deutlich erhöht. Ausgehend von einem Konzernjahresüberschuss von 10.838 TEUR resultiert aus der Korrektur der zahlungsunwirksamen Abschreibungen von 6.905 TEUR, dem Anstieg der Rückstellungen von 5.188 TEUR sowie aus der Erhöhung der Verbindlichkeiten und sonstiger Passiva von 17.410 TEUR und aus der Verminderung des Umlaufvermögens um 10.722 TEUR zunächst ein weiterer Cash-Zufluss. Gegenläufig führt die Berücksichtigung zahlungsunwirksamer Effekte in Höhe von -3.582 TEUR zu einer Verminderung des Cash Flows, so dass sich insgesamt unter Berücksichtigung weiterer sich kompensierender Effekte ein Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit von 48.564 TEUR ergibt. Der negative Cash Flow aus der Investitionstätigkeit von -12.221 TEUR (Vorjahr -4.248 TEUR) resultiert hauptsächlich aus Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen (-10.781 TEUR), in das immaterielle Anlagevermögen (-279 TEUR) und aus dem Kauf von Wertpapieren in Höhe von -5.265 TEUR. Demgegenüber führten Einzahlungen aus Verkäufen des Sachanlagevermögens (1.751 TEUR) sowie Verkäufe von Wertpapieren in Höhe von 4.430 TEUR zu Cash-Zuflüssen. Unter Berücksichtigung der erworbenen flüssigen Mittel sind für den Erwerb der WDB Systemtechnik GmbH insgesamt Auszahlungen in Höhe von -2.366 TEUR angefallen. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der negative Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit mit -4.349 TEUR deutlich verringert (Vorjahr 6.273 TEUR). Er setzt sich einerseits zusammen aus der Neuaufnahme von Finanzmitteln in Höhe von 2.357 TEUR und aus der Veränderung der Finanzforderungen um 4.401 TEUR. Andererseits führten Tilgungen von Finanzverbindlichkeiten (-9.857 TEUR) und Zinsauszahlungen von -1.250 TEUR zu einem höheren Cash-Abfluss. Der Finanzmittelbestand setzt sich zum Stichtag wie folgt zusammen:
Die im laufenden Geschäftsjahr in der Bilanz ausgewiesenen Wertpapiere von 20.215 TEUR (Vorjahr 14.365 TEUR) werden nicht im Finanzmittelbestand erfasst, sondern die Veränderungen werden als Ein-/Auszahlungen auf Grund von Finanzmittelanlagen im Cash-Flow aus Investitionstätigkeit sowie in der Abnahme der Finanzforderungen im Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit dargestellt. Sonstige Angaben Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter des Kleinewefers-Konzerns hat sich mit 1.295 (Vorjahr 1.257) leicht erhöht. Die Mitarbeiter (Köpfe) teilen sich wie folgt auf:
Darüber hinaus waren im laufenden Geschäftsjahr 61 Auszubildende beschäftigt (Vorjahr 59). Ein ehemaliges Mitglied der Geschäftsleitung erhielt im laufenden Geschäftsjahr 67 TEUR (Vorjahr 67 TEUR) betriebliche Rentenzahlungen. Für Pensionsverpflichtungen gegenüber diesem früheren Mitglied der Geschäftsleitung sind 661 TEUR (Vorjahr 662 TEUR) zurückgestellt. Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung nach § 314 Abs. 1 Nr. 6 HGB ist mit Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB unterblieben. Angaben zum Mutterunternehmen und zu Geschäften mit nahestehenden Unternehmen Herr Jan Kleinewefers hält als einziger Gesellschafter 100 % an der Kleinewefers GmbH. Zwischen den in den Konzernabschluss der Kleinewefers GmbH einbezogenen Unternehmen und verbundenen, nicht konsolidierten Unternehmen bestanden im laufenden Geschäftsjahr keine wesentlichen Geschäftsvorfälle, die nicht zu marktüblichen Konditionen durchgeführt wurden. Derivative FinanzinstrumenteIn der Kleinewefers-Gruppe wurden folgende derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Dabei stehen den getätigten Sicherungsgeschäften immer gegenläufige Grundgeschäfte bzw. Darlehensverträge gegenüber.
Derivative Finanzinstrumente werden, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind, grundsätzlich mit dem abgesicherten Grundgeschäft zu Bewertungseinheiten zusammengefasst. Die Wirksamkeit der Bewertungseinheit wird sowohl prospektiv als auch retrospektiv auf Basis der einschlägigen Methoden zur Effektivitätsmessung nachgewiesen. Ist die Bildung einer Bewertungseinheit nicht möglich, werden die Derivate imparitätisch bewertet. Die bestehenden Sicherungsgeschäfte betreffen grundsätzlich Währungsrisiken und wurden mit der Commerzbank AG abgeschlossen. Bei den Devisentermingeschäften handelt es sich um Mikro-Hedges, bei denen die Umrechnung mit dem durchschnittlichen Devisenterminkurs erfolgte. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes erfolgte durch die marking-to-market-Bewertung. Aufgrund der Tatsache, dass es sich um geschlossene Positionen handelt und auch keine Verluste entstanden sind, besteht zum 31. Dezember 2021 kein Rückstellungsbedarf. Abschlussprüferhonorar Im Geschäftsjahr wurden für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses Honorare für diverse Abschlussprüfungen von 284 TEUR, für Steuerberatung 233 TEUR sowie für sonstige Beratung 13 TEUR und andere Bestätigungsleistungen 5 TEUR erfasst. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Mit Geschäftsanteilskauf- und Abtretungsvertrag vom 3. Februar 2022 hat die Jagenberg Converting Solutions GmbH 75 % der Geschäftsanteile an der ELROND GmbH, Schloß Holte-Stukenbrock, erworben. Mit Eintritt aller aufschiebenden Bedingungen ist der Geschäftsanteilsübergang am 9. März 2022 wirksam geworden. Zu den weiteren Risiken des Ukraine-Kriegs und der Corona-Pandemie verweisen wir auf die Ausführungen im Konzernlagebericht. Ergebnisverwendungsvorschlag des MutterunternehmensHinsichtlich des zum 31. Dezember 2021 bestehenden Bilanzgewinns der Kleinewefers GmbH schlägt die Geschäftsführung vor, diesen auf neue Rechnung vorzutragen. Befreiungen von den Offenlegungsverpflichtungen Für folgende inländische Konzerngesellschaften wurden Gesellschafterbeschlüsse gefasst, in denen die jeweiligen Gesellschafter der Befreiung zur Offenlegungsverpflichtung für den Jahresabschluss zum 31.12.2021 zugestimmt haben: • Jagenberg Beteiligungs GmbH, Krefeld • Jagenberg Immobilien GmbH & Co. KG, Krefeld • Jagenberg Textile GmbH & Co. KG, Krefeld • Jagenberg Grundstücksverwaltungs GmbH, Krefeld • Jagenberg Paper GmbH, Krefeld • Lebbing automation & drives GmbH, Bocholt • Lauer CE-Safety GmbH, Coesfeld • Jagenberg Converting Solutions GmbH, Krefeld • WDB Systemtechnik GmbH, Enger • Jagenberg Digital Solutions GmbH, Krefeld • MQ Beteiligungs-GmbH, Mönchengladbach • MQ Management GmbH & Co. KG, Mönchengladbach • Kampf Schneid- und Wickeltechnik GmbH & Co. KG, Wiehl • Kampf Verwaltungsgesellschaft mbH, Wiehl • Kampf Immobilien GmbH & Co. KG, Wiehl • Maschinen Ritter Wickeltechnik GmbH, Wiehl • Kampf LSF GmbH & Co. KG, Laußig • Kampf LSF Verwaltungs GmbH, Laußig • TAG Composites & Carpets GmbH, Krefeld Darüber hinaus hat sich die Kleinewefers GmbH als oberstes Mutterunternehmen jeweils dazu bereit erklärt, für die von den Offenlegungsverpflichtungen zu befreienden inländischen Kapitalgesellschaften für die bis zum Abschlussstichtag 31.12.2021 eingegangenen Verpflichtungen im folgenden Geschäftsjahr einzustehen. Diese Erklärungen wurden für folgende inländische Kapitalgesellschaften ausgesprochen: • Jagenberg Beteiligungs GmbH, Krefeld • Jagenberg Grundstücksverwaltungs GmbH, Krefeld • Jagenberg Paper GmbH, Krefeld • Lebbing automation & drives GmbH, Bocholt • Lauer CE-Safety GmbH, Coesfeld • Jagenberg Converting Solutions GmbH, Krefeld • WDB Systemtechnik GmbH, Enger • Jagenberg Digital Solutions GmbH, Krefeld • MQ Beteiligungs-GmbH, Mönchengladbach • Kampf Verwaltungsgesellschaft mbH, Wiehl • Maschinen Ritter Wickeltechnik GmbH, Wiehl • Kampf LSF Verwaltungs GmbH, Laußig • TAG Composites & Carpets GmbH, Krefeld Sämtliche Gesellschafterbeschlüsse und Erklärungen des Konzernmutterunternehmens werden beim elektronischen Bundesanzeiger zur Offenlegung eingereicht. GeschäftsführungJan Kleinewefers Krefeld Mitgliedschaft in Aufsichtsratsgremien: - Jagenberg AG Dr. Erich Bröker Brüggen Mitgliedschaft in Aufsichtsratsgremien: - Kusters Calico Machinery Private Ltd. - Jagenberg US Holding Inc. - Zima Corporation - Survival Armor Inc. - WFG Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH
Krefeld, den 18. März 2022 gez. Jan Kleinewefers gez. Dr. Erich Bröker Konsolidierungskreis zum 31.12.2021
Entwicklung des Anlagevermögens
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Kleinewefers GmbH, Krefeld Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Kleinewefers GmbH, Krefeld, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Kleinewefers GmbH, Krefeld, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und • vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. • holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. • beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 18. März 2022 HSMV
- Hansen Schotenroehr Müller Voets
Partnerschaftsgesellschaft mbB
gez. Thomas Ernst Müller, Wirtschaftsprüfer gez. Martin Rohkämper, Wirtschaftsprüfer Die Billigung des Konzernabschlusses erfolgte am: 29.04.2022 |
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