Hecht Contactlinsen GmbH

Dorfstraße 2, 79280 Au, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Freiburg HRB 1660
Vorher
Hecht - Contactlinsen Gesellschaft mit beschränkter HaftungHecht Contactlinsen Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Eingetragen
1.6.1978
Branche
Einzelhandel mit Brillen und KontaktlinsenGroßhandel mit medizinischen und orthopädischen Artikeln, Dental- und LaborbedarfGroßhandel mit pharmazeutischen Erzeugnissen
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Entwicklung von Contactlinsen, insbesondere von Hecht-Contactlinsen, Entwicklung von Contactlinsen-Herstellungstechniken, Herstellung und Vertrieb von Contactlinsen, insbesondere von Hecht-Contactlinsen, Großhandel mit Contactlinsen und Contactlinsen-Zubehör und die Unterhaltung von Ausbildungs- und Weiterbildungsseminaren über Contactlinsen und Contactlinsen-Zubehör.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Stefan Muckenhirn
seit 31.7.2008
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (4)

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Hecht Contactlinsen GmbHEigenbeteiligung
10.00%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Hecht MidCo GmbH
Germany
378.000 €
90.00%
Hecht Contactlinsen GmbH
Germany
42.000 €
10.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Hecht Contactlinsen GmbH

Au

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023

LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2022/2023

der Hecht Contactlinsen GmbH

Geschäftsmodell des Unternehmens

Entsprechend dem vorliegendem Branchenbericht 2022/23 des Zentralverbands der Augenoptiker und Optometristen (ZVA) nimmt der Online-Vertriebskanal beim Verkauf von Contactlinsen und Pflegemitteln im Jahr 2022 mit 46% (Vorjahr 37%) einen wesentlich höheren Anteil ein als bei Brillenverkäufen mit einem Anteil von nur 8% am gesamten Branchenumsatz.

Die Firma Hecht Contactlinsen GmbH versucht mit ihrem auf die individuellen Bedürfnisse des Contactlinsenträgers ausgerichteten Geschäftskonzept maßangefertigter Contactlinsen, diesem Trend von Online-Käufen entgegenzuwirken und eine Abwanderung des Contactlinsenträgers in das Internet zu verhindern. Neben der Lieferung maßangefertigter Contactlinsen wird der Contactlinsen-Anpasser mit praxisnahen Seminaren, Dienstleistungsangeboten und Werbekonzeptionen am Markt unterstützt, um den Contactlinsenträger mit seiner professionellen Anpass- und Beratungskompetenz von den Vorteilen bzw. dem Mehrwert einer Versorgung mit individuell gefertigten Contactlinsen zu überzeugen. Durch eine klare Positionierung und Abgrenzung gegenüber Mitbewerbern entzieht sich der Contactlinsen-Anpasser damit gleichzeitig dem Wettbewerbsdruck am Markt.

Neben der Zusammenarbeit und dem Wissensaustausch mit externen Forschungseinrichtungen, Hochschulen und Material- und Messgeräte-Zulieferern führt die Firma Hecht Contactlinsen GmbH auch eigene Studien- und Entwicklungsaktivitäten durch, um kontinuierliche Verbesserungen und Innovationen bei der Herstellungs- und Anwendungstechnik sowie bei den angebotenen Produkten und Dienstleistungen sicherzustellen.

Zusätzlich ist die Firma Hecht Contactlinsen GmbH an zwei Contactlinseninstituten in Freiburg und Wiesbaden beteiligt, die im Hinblick auf die Produktanforderungen und Bedürfnisse des Contactlinsenträgers wichtige Erkenntnisse für die Entwicklung neuer, praxistauglicher Produkte liefern.

Im oben beschriebenen Geschäftsmodell ist das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern neben den Umsatzerlösen und dem Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit ein bedeutender Leistungsindikator für die Beurteilung des Erfolgs und die interne Steuerung der unternehmerischen Aktivitäten.

Branchenentwicklung

Laut dem bereits erwähnten Branchenbericht des ZVA betrug im Jahr 2022 der über alle Vertriebskanäle einschließlich Online-Handel generierte Contactlinsenumsatz inklusive Pflegemittel 609 Mio. EUR, was einer Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr 2021 von 77 Mio. EUR (+14,5%) entspricht. Der Branchenumsatz lag damit erstmals wieder über dem Vor-Corona-Niveau des Jahres 2019 von 580 Mio. EUR.

Im Unterschied zu den beiden Vorjahren nahm der stationär in den augenoptischen Fachgeschäften im Inland erzielte Umsatz mit Contactlinsen und Pflegemitteln (ohne Online-Handel) um 40 Mio. EUR auf 331 Mio. EUR zu (+13,7%). Der über das Internet generierte Branchenumsatz mit Contactlinsen und Pflegemitteln stieg wie in den beiden vorangegangenen Jahren um weitere 37 Mio. EUR auf 278 Mio. EUR (15,4%).

Wie eingangs erwähnt, nimmt zwischenzeitlich der Online-Vertriebskanal beim Verkauf von Contactlinsen und Pflegemitteln einen wesentlich höheren Anteil ein als bei Brillenverkäufen. Während im Jahr 2022 der Anteil der Umsätze mit Korrektionsbrillen, die stationär in den augenoptischen Fachgeschäften erzielt wurden, 92% betrug, entfiel vom Branchenumsatz mit Contactlinsen und Pflegemitteln nur ein Anteil von 54% (Vorjahr 63%) auf die stationäre Augenoptik, während 46% (Vorjahr 37%) des Branchenumsatzes im Multichannel- und Online-Handel generiert wurde.

Geschäftsverlauf

Erneut konnte sich die Firma Hecht Contactlinsen GmbH im zurückliegenden Geschäftsjahr in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld, das neben dem Ukraine-Konflikt durch die hohe Inflation und die Energiekrise geprägt war, mit ihrem Geschäftsmodell individuell angepasster und entsprechend maßangefertigter Contactlinsen in einem Contactlinsen-Nischenmarkt, der von den sog. Global Players und ihren Austauschlinsen-Systemen dominiert wird und damit einen intensiven Verdrängungswettbewerb hervorbringt, erfolgreich behaupten. Trotz der infolge Lieferengpässen auf Vorjahresniveau verharrenden Umsatzerlöse wurde mit einem im abgelaufenen Geschäftsjahr erwirtschafteten Jahresüberschuss von TEUR 2.478 das Vorjahresergebnis nochmals leicht übertroffen.

Umsatzentwicklung

Wie im Vorjahr entfallen vom Gesamtumsatz 81% auf das Inland und 19% auf das Exportgeschäft. Der marginale Umsatzrückgang von insgesamt 0,1% ist allein auf das Handelswarengeschäft mit Contactlinsen-Pflegemitteln und damit verbundene Lieferengpässe zurückzuführen, während im Kerngeschäft mit individuell maßgefertigten Contactlinsen wie im Vorjahr erneut ein Umsatzzuwachs verzeichnet werden konnte.

Die Umsatzzunahme mit individuell maßgefertigten Contactlinsen vor Erlösschmälerungen betrug 1,1%, wobei die Erlöse im Inland um 0,9% und im Ausland um 1,8% zulegten. Im Wesentlichen wurde der Umsatzzuwachs mit weichen Contactlinsen im Inland erzielt.

Außerhalb des Kerngeschäfts hingegen sank aufgrund von Lieferengpässen der Umsatz mit Handelswaren, Pflegemitteln und Contactlinsenzubehör, der im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022/23 einen Anteil von 14,9% des Gesamtumsatzes ausmachte, gegenüber dem Vorjahr um 11,9%.

Vermögenslage

Gegenüber dem Vorjahresstichtag ging die Bilanzsumme zum 30. Juni 2023 um TEUR 250 auf TEUR 19.632 zurück.

Das Anlagevermögen sank im abgelaufenen Geschäftsjahr um TEUR 2.086 auf TEUR 12.988 und entsprach damit zum Bilanzstichtag einem Anteil von 66,2% der Bilanzsumme (im Vorjahr 75,8%). Investitionen von insgesamt TEUR 512 (TEUR 43 für immaterielle Vermögensgegenstände, TEUR 167 für Sachanlagen und TEUR 302 für Finanzanlagen) standen Abschreibungen von T€ 552 und Abgänge von insgesamt TEUR 2.046 gegenüber. Sämtliche Investitionen wurden mit eigenen Finanzmitteln finanziert. Leasingverpflichtungen bestehen lediglich für Drucker und Kopierer, für die im zurückliegenden Geschäftsjahr Leasingentgelte von TEUR 11 entrichtet wurden.

Der Deckungsgrad des Anlagevermögens belief sich zum Bilanzstichtag auf 116,5% (im Vorjahr 98,0%), so dass entsprechend der goldenen Bilanzregel das im Anlagevermögen langfristig gebundene Kapital ausschließlich durch langfristig zur Verfügung stehendes Kapital (Eigenkapital und langfristiges Fremdkapital) und damit fristenkongruent finanziert war.

Das langfristige Fremdkapital ist aufgrund der planmäßigen Tilgungen langfristiger Bankdarlehen und der Reduzierung der Pensionsrückstellungen erneut um TEUR 318 auf TEUR 1.268 gesunken. Wie im Vorjahr nahmen auch die kurzfristigen Verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag um weitere TEUR 611 auf TEUR 4.495 ab.

Unter Berücksichtigung eines erwirtschafteten Jahresüberschusses in Höhe von TEUR 2.478 und einer vorgenommenen Dividendenausschüttung von TEUR 1.800 im zurückliegenden Geschäftsjahr erhöhte sich das Eigenkapital auch zum 30. Juni 2023 um insgesamt TEUR 678 auf TEUR 13.869, wodurch sich die Eigenkapitalquote erneut von 66,3% auf 70,6% verbesserte.

Finanzlage

Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022/2023 konnte aus laufender Geschäftstätigkeit mit TEUR 2.015 (Vorjahr TEUR 2.210) erneut ein hoher Cash-Flow generiert werden, wobei das darin enthaltene Working Capital gegenüber dem Vorjahr um TEUR 50 (Vorjahr TEUR 151) zugenommen und damit zu einer Reduzierung des Cash-Flow in gleicher Höhe geführt hat.

Im Investitionsbereich ergaben sich im zurückliegenden Geschäftsjahr 2022/2023 insgesamt per Saldo Mittelzuflüsse von T€ 1.862, die aus der vorzeitigen Rückzahlung von Wertpapieren und Ausleihungen im Finanz-Anlagevermögen einschließlich Zinsen zurückzuführen sind (per Saldo T€ 2.072 nach Abzug weiterer Investitionen in Finanzanlagen), während die Investitionen in das übrige Anlagevermögen zu Auszahlungen von T€ 210 führten.

Ebenso resultierten aus Finanzierungstätigkeiten Mittelabflüsse von insgesamt TEUR 2.146, so dass sich der Finanzmittelbestand zum Bilanzstichtag 30. Juni 2023 um insgesamt TEUR 1.731 auf TEUR 3.733 erhöhte.

Angesichts des hohen Mittelzuflusses aus der operativen Geschäftstätigkeit und des unter Einbeziehung der im Finanz-Anlagevermögen enthaltenen Wertpapiere erneut deutlich angestiegenen Finanzmittelbestands ist die eigene Zahlungsfähigkeit über einen langfristigen Zeitraum gewährleistet und die Finanzierung weiterer notwendiger Investitionen in neue Betriebsmittel, Produkte und Märkte unabhängig von Kreditgebern aus eigenen Finanzmitteln hinreichend sichergestellt.

Ertragslage

In Relation zu den Umsatzerlösen, die im Geschäftsjahr 2022/2023 marginal um 0,1% zurückgingen, nahm der Materialaufwand überproportional um TEUR 127 (4,7%) auf TEUR 2.599 ab. Entsprechend stieg der Rohgewinn trotz marginalem Umsatzrückgang um TEUR 114 (0,9%) auf TEUR 12.430.

Die übrigen Betriebsaufwendungen hingegen nahmen um TEUR 158 auf TEUR 9.244 (1,7%) zu. Während die Personalaufwendungen trotz der in der ersten Jahreshälfte 2023 vergüteten Inflationsausgleichsprämien von insgesamt TEUR 126 um TEUR 177 (-2,8%) sanken, erhöhten sich die Abschreibungen um TEUR 77 (16,2%) und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um T€ 258 (10,8%).

Trotz des Anstiegs der Abschreibungen und der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um insgesamt TEUR 335 ging das Betriebsergebnis dennoch nur um TEUR 26 und damit 0,8% gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 3.191 zurück.

Unter Berücksichtigung des Finanz- und Beteiligungsergebnisses, von Erträgen außerhalb der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit und des Abzugs von Ertragsteuern betrug der Jahresüberschuss TEUR 2.478 (im Vorjahr TEUR 2.472).

Mit diesem gegenüber dem Vorjahr erneut verbesserten Ergebnis wurde die im Lagebericht für das vorangegangene Geschäftsjahr getroffene Prognose, dass bei leicht höherem Umsatzniveau und weiter ansteigenden Preisen auf den Beschaffungsmärkten voraussichtlich von einem um höchstens TEUR 200 unter dem Vorjahresniveau liegenden Betriebsergebnis vor Ertragsteuern auszugehen ist, übertroffen.

Der entgegen der Prognose marginale Umsatzrückgang um 0,1% beruht auf Lieferengpässen im Handelswarenbereich. Das gegenüber der Prognose tatsächlich höher ausgefallene Betriebsergebnis ist auf gegenüber dem Vorjahr niedrigere Material- und Personalaufwendungen zurückzuführen.

Personal

Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren durchschnittlich 97 Mitarbeiter (im Vorjahr 99) im Unternehmen beschäftigt. Sämtliche Mitarbeiter partizipierten auch im abgelaufenen Geschäftsjahr über variable Sonder- und Einmalzahlungen am erwirtschafteten Ergebnis der Hecht Contactlinsen GmbH in Höhe von mindestens einem Monatsgehalt. Ebenso wurden wie in den Vorjahren sowohl Urlaubs- als auch Weihnachtsgelder von durchschnittlich einem Monatsgehalt bezahlt. Zusätzlich wurden wie im Vorjahr Kaufkrafteinbußen der Mitarbeiter infolge der auf hohem Niveau verharrenden Inflationsraten ab dem 1. Januar 2023 mit monatlichen Vergütungen von Ausgleichsprämien (insgesamt TEUR 126) kompensiert. Insgesamt wurden also im zurückliegenden Geschäftsjahr mehr als 14 Monatsgehälter an die Mitarbeiter vergütet.

Der Anteil der Personalkosten am Brutto-Gesamtumsatz betrug 39,7% (im Vorjahr 40,6%). Bezogen auf den Umsatz mit Contactlinsen und Dienstleistungen betrug der Personalkostenanteil 46,3% (im Vorjahr 48,8%).

Risiken aus der Geschäftstätigkeit

Die Firma Hecht Contactlinsen GmbH bewegt sich mit ihrem Vertriebskonzept individuell angepasster und entsprechend maßangefertigter Contactlinsen in einem Nischenmarkt, der einem starken Verdrängungswettbewerb ausgesetzt ist. Die von den Global Players weltweit angebotenen Austauschlinsensysteme mit monatlichen, zweiwöchentlichen, wöchentlichen und täglichen Trageintervallen drängen die konventionell hergestellten Contactlinsen zunehmend aus dem Markt, wodurch ein verschärfter Wettbewerb und ein hoher Preisdruck bestehen, was sich gleichzeitig auf die Gewinnmargen von Contactlinsen auswirkt.

Auf der Beschaffungsseite ist die Lieferantenstruktur für Rohstoffe, Maschinen, Messgeräte und übrige Materialien eher oligopolistisch geprägt, so dass Engpässe ausgeschlossen werden können. Die Lieferanten der Firma Hecht Contactlinsen GmbH fakturieren hauptsächlich in US-$ und EUR. Größere Investitionen in Fremdwährung werden durch entsprechende Devisentermingeschäfte gegen Kursschwankungen abgesichert.

Auf den Absatzmärkten liegt eine insgesamt gut diversifizierte Abnehmerstruktur vor, wonach sich die Umsätze des Unternehmens auf viele Kunden verteilen und damit keine Abhängigkeit von einzelnen Kunden besteht. Allerdings sieht sich die Firma Hecht Contactlinsen GmbH einem zunehmenden Konzentrationsprozess in der Augenoptik-Branche ausgesetzt, der auch im zurückliegenden Geschäftsjahr anhielt, indem die Anzahl der Geschäfte der größten Filialisten auch im Jahr 2022 um weitere 126 Geschäfte zunahm, während die Anzahl der augenoptischen Fachgeschäfte um weitere 180 Betriebe zurückging und damit seit 2013 von ursprünglich 12.030 Betrieben auf 11.100 Betriebe zum Ende des Jahres 2022 gesunken ist. Von den verbliebenen Fachgeschäften entfallen 2.568 Betriebe und damit 23,1% auf die zehn größten Filialisten in Deutschland. Deren Anteil am Branchenumsatz aller augenoptischen Fachgeschäfte liegt zum Ende des Jahres 2022 bei 50,7%, der damit erstmals mehr als die Hälfte des Gesamtmarkts ausmacht. Der mit dem beschriebenen Konzentrationsprozess einhergehende Verdrängungs- und Wettbewerbsdruck beeinflusst ebenfalls die Gewinnmargen der augenoptischen Industrie.

Viele mittelständische Augenoptikbetriebe sind außerdem in Einkaufsgruppen organisiert, die mit den Herstellern augenoptischer Produkte günstigere Einkaufskonditionen für ihre Mitglieder aushandeln und sie bei Werbemaßnahmen und der allgemeinen Kundenkommunikation unterstützen. Nach einem stetigen Anstieg der Mitgliedschaften bis 2010 sank die Zahl der Mitglieder bis 2020 auf 5.465 Augenoptikbetriebe. Während im Jahr 2021 21 Mitglieder hinzukamen, sank die Zahl der Mitgliedschaften im Jahr 2022 erneut um 140 Mitglieder auf 5.346 Augenoptikbetriebe, die einer Einkaufsgruppe angehören, was einem Anteil von 48,2% aller Augenoptikbetriebe entspricht.

Die beschriebenen Risiken unterliegen einer regelmäßigen Beurteilung durch die Geschäftsleitung, um gegebenenfalls rechtzeitig entsprechende Maßnahmen ergreifen zu können.

Chancen aus der Geschäftstätigkeit

Mit der Weiterentwicklung von innovativen Geometrien für Contactlinsen-Anpassungen im Bereich der Myopieprävention, Presbyopieversorgung und der klinischen Versorgung ergeben sich auch künftig gute Chancen, Marktanteile bei konventionell hergestellten Contactlinsen, die überwiegend stationär in den Augenoptikbetrieben angepasst und abgegeben werden, zu behaupten bzw. noch auszubauen. Im Jahr 2022 betrug der Anteil konventionell hergestellter Contactlinsen am stationär erwirtschafteten Branchenumsatz mit Contactlinsen laut einer Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) 19%. Dabei entfielen wiederum 14% des Gesamtumsatzes auf formstabile Contactlinsen.

Als ein besonders erfolgsversprechender Bereich für spezielle Versorgungen des Contactlinsenträgers stellt sich die gezielte Myopieprävention mit Contactlinsen dar. Veränderte Lebensbedingungen und damit einhergehende Sehbelastungen während der Entwicklungsphase des Sehens im Kindesalter führen zunehmend zu einem erhöhten Anteil an Kurzsichtigkeit (Myopie) in der Bevölkerung. Durch den Einsatz spezieller kontaktoptischer Präventionsmaßnahmen kann diesem Trend frühzeitig entgegengewirkt werden. Gerade die Anwendung spezieller Orthokeratologie-Contactlinsen erweist sich dabei als eine besonders effektive Möglichkeit im Myopiemanagement bei Kindern. Da die Orthokeratologie-Contactlinsen Sehfehler während der Schlafphase über Nacht korrigieren, bietet die Orthokeratologie darüber hinaus ein hohes Wachstumspotential in der Bevölkerungsgruppe erwachsener Fehlsichtiger, die tagsüber auf eine optische Korrektur verzichten möchten.

Ebenso bestehen im Alterssegment der über 45 Jahre alten Menschen, die in der Regel presbyop (alterssichtig) werden und deren Anzahl aufgrund der demographischen Entwicklung in Deutschland bis zum Jahr 2030 deutlich ansteigen wird, Sehkorrekturbedürfnisse, denen mit Mehrstärken-Contactlinsen, bei denen die Sehübergänge von fern zu nah fließend sind, effektiv nachgekommen werden kann.

Eine weitere wichtige Säule der individuellen Contactlinsenanpassung stellt die kontaktoptische Versorgung pathologischer Zustände dar. Hierzu gehört insbesondere die Versorgung mit individuellen Contactlinsen bei Keratokonus und nach Hornhauttransplantation, die den klinischen Versorgungsarten zugerechnet werden und ausschließlich mit individuellen Contactlinsen-Geometrien gewährleistet werden können. Hierbei kommt eine eigens entwickelte Anwendersoftware in Verbindung mit spezifisch konzipierten Linsengeometrien, die sich für jeden einzelnen Patientenfall individuell modifizieren lassen, zur Anwendung. Mit diesen medizinisch indizierten Anpassungen wird ein wichtiger Beitrag zur optischen Rehabilitation von Contactlinsen-Trägern geleistet.

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Nach Daten des Statistischen Bundesamtes lag der Anstieg der Verbraucherpreise im September 2023 erstmals seit 18 Monaten und damit seit Beginn des Ukraine-Kriegs wieder unter 5% gegenüber dem Niveau des Vorjahresmonats. Führende Wirtschaftsinstitute erwarten eine weitere Abschwächung der Teuerungsraten in den kommenden Monaten und eine sich zum Ende des Jahres 2023 bei ungefähr 4% einpendelnde Inflationsrate. Trotz der damit einhergehenden Stärkung der Kaufkraft der privaten Haushalte erwarten die Wirtschaftsforscher angesichts der weiterhin bestehenden Verunsicherungen auf Verbraucherseite für das kommende Jahr 2024 dennoch keine deutliche Erholung.

Ebenso haben die führenden Wirtschaftsinstitute ihre Erwartungen an das Wirtschaftswachstum im Jahr 2023 gegenüber ihrer Frühjahrsprognose, die noch von einem geringen Wachstum von 0,3% ausgegangen war, drastisch gesenkt und rechnen jetzt mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,6%. Auch für das kommende Jahr 2024 prognostizieren die Wirtschaftsforscher ein entgegen ihrer ursprünglichen Einschätzung um 0,2% geringeres Wirtschaftswachstum von nur noch 1,3%.

Die sich abzeichnende rückläufige wirtschaftliche Entwicklung hängt nach Meinung der Wirtschaftsinstitute auch mit der schwachen Weltkonjunktur zusammen, die zu einer geringeren Güternachfrage von internationalen Handelspartnern führt und damit die Industrieproduktion und exportstarke Firmen im Inland belastet. Auch das Wachstum der Weltwirtschaft bewegt sich auf einem historisch schwachen Niveau und erholt sich nur langsam von den Folgen der Corona-Pandemie, dem Ukraine-Krieg, der hohen Inflation und der extremen Wetterereignisse.

Prognose

Dem Einfluss einer sich im 3. Quartal 2023 abzeichnenden und im voranstehenden Abschnitt beschriebenen Konjunktureintrübung und Wirtschaftsabschwächung konnte sich die Firma Hecht Contactlinsen GmbH angesichts der zu verzeichnenden Umsatzentwicklung in den ersten drei Monaten des am 1. Juli 2023 begonnenen neuen Geschäftsjahres offenbar erfolgreich entziehen. So weist die Firma Hecht Contactlinsen GmbH bis zum 30. September 2023 Umsatzsteigerungen von insgesamt 4,2% gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum aus. Während im Inland die Umsätze einen Zuwachs von 4,3% gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum aufweisen, betragen die Umsatzzuwächse im Ausland 3,7%.

Allerdings lässt sich im Spannungsfeld einer sich abschwächenden Inflation einerseits und einer rückläufigen Wirtschaftsentwicklung andererseits die Geschäftsentwicklung im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres nur schwer abschätzen. Insbesondere können die Auswirkungen des beschriebenen Effekts der Erhöhung der Kaufkraft bei den Verbrauchern infolge zu erwartender rückläufiger Inflationsraten und der damit einhergehenden Stimulierung des Konsums auf die Nachfrage nach Contactlinsen nur schwer beurteilt werden.

Auf Basis des in den ersten drei Monaten erreichten Umsatzniveaus über Vorjahreshöhe und unter Berücksichtigung einer eventuell höheren Nachfrage nach Contactlinsen aufgrund der sich abschwächenden Inflation kann bis zum Ende des Geschäftsjahres mit einem im niedrigen einstelligen Prozentbereich liegenden Umsatzzuwachs und einem positiven Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit gerechnet werden. Gleichzeitig muss jedoch auf der Beschaffungsseite, u.a. auch aufgrund der derzeitigen Euro-Schwäche gegenüber US-Dollar und Schweizer Franken, mit weiter steigenden Einkaufspreisen und aufgrund einer zum 1. Januar 2024 beabsichtigten Lohn- und Gehaltserhöhung auch mit höheren Personalkosten gerechnet werden. Höchstwahrscheinlich kann deshalb allenfalls mit einem auf Vorjahresniveau liegenden Betriebsergebnis vor Ertragsteuern gerechnet werden.

 

Au, den 30. September 2023

Hecht Contactlinsen GmbH

Bernhard Steiert, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

30.6.2023
EUR
30.6.2022
EUR
A. Anlagevermögen 12.988.129,51 15.073.717,92
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 86.590,00 148.721,00
II. Sachanlagen 3.228.229,18 3.507.662,45
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.382.315,00 2.518.833,00
2. technische Anlagen und Maschinen 301.070,00 189.329,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 494.921,00 581.733,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 49.923,18 217.767,45
III. Finanzanlagen 9.673.310,33 11.417.334,47
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 526.304,97 526.304,97
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.725.881,77 1.745.881,77
B. Umlaufvermögen 6.643.864,06 4.807.868,71
I. Vorräte 882.331,77 907.924,19
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.028.621,37 1.898.000,37
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 262.435,24 322.845,60
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.732.910,92 2.001.944,15
Summe Aktiva 19.631.993,57 19.881.586,63

Passiva

30.6.2023
EUR
30.6.2022
EUR
A. Eigenkapital 13.868.531,26 13.190.356,32
I. Gezeichnetes Kapital / Kapitalkonto / Kapitalanteile 378.000,00 378.000,00
II. Gewinnrücklagen/Ergebnisrücklagen 7.410.000,00 7.410.000,00
III. Gewinnvortrag 3.602.356,32 2.929.658,52
IV. Jahresüberschuss 2.478.174,94 2.472.697,80
B. Rückstellungen 2.391.354,00 3.072.047,00
C. Verbindlichkeiten 3.372.108,31 3.619.183,31
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 541.632,00 843.628,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 939.982,07 780.341,97
Summe Passiva 19.631.993,57 19.881.586,63

Gewinn- und Verlustrechnung

1.7.2022 - 30.6.2023
EUR
1.7.2021 - 30.6.2022
EUR
1. Rohergebnis 12.522.487,48 12.385.464,78
2. Personalaufwand 6.055.836,42 6.232.862,47
a) Löhne und Gehälter 5.077.153,30 5.252.011,17
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 978.683,12 980.851,30
davon Aufwendungen für Altersversorgung 91.821,46 59.101,07
3. Abschreibungen 551.977,50 475.470,84
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 551.977,50 475.470,84
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.636.500,47 2.377.905,94
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 30.149,33 2.794,69
5. Aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags erhaltene Gewinne 139.100,24 104.034,95
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 328.083,39 396.922,74
davon sonstige Zinsen und ähnliche Erträge von verbundenen Unternehmen 36.130,00 37.223,33
7. Aufwendungen aus Verlustübernahmen (Mutter) 206.371,66 202.497,45
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 43.949,82 48.666,78
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.005.417,24 1.064.389,25
10. Ergebnis nach Steuern 2.489.618,00 2.484.629,74
11. sonstige Steuern 11.443,06 11.931,94
Jahresüberschuss 2.478.174,94 2.472.697,80

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022/23

HECHT CONTACTLINSEN GMBH, AU

I. Allgemeine Angaben

Die Firma Hecht Contactlinsen GmbH mit Sitz in Au ist beim Amtsgericht Freiburg unter der Nummer HRB 1660 eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des HGB und den ergänzenden Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Gegenüber dem Vorjahr ergab sich keine Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden.

II. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

A. Die Bilanz auf den 30. Juni 2023

1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Das Anlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet.

Abnutzbare Vermögensgegenstände werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer unter Anwendung der linearen Methode abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter werden gemäß § 6 Abs. 2 EStG bei Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten von über € 250,00 bis € 800,00 in vollem Umfang abgeschrieben.

Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten /Nennwerten bzw. mit dem zum Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Herstellungskosten entsprechen den Regelungen des Handelsgesetzbuches. Sie umfassen neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch die zurechenbaren Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbezogene Verwaltungskosten und Abschreibungen.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten, die halbfertigen Erzeugnisse und die Fertigerzeugnisse mit den Herstellungskosten, wie beim Anlagevermögen erläutert, bewertet. Gemäß § 256 S.1 HGB wird für den Wertansatz der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe das Fifo-Verbrauchsfolgeverfahren unterstellt, d. h. die zuerst angeschafften Vermögensgegenstände werden zuerst verbraucht. Für bestimmte Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden entsprechend der Vereinfachungsregel des § 240 Abs. 3 HGB Festwerte gebildet. Erforderliche Abschreibungen aufgrund des Niederstwertprinzips sind im Falle dauerhafter Wertminderung berücksichtigt.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die zum Nennwert angesetzt werden, ist den Risiken durch Wertberichtigungen ausreichend Rechnung getragen.

Die Pensionsrückstellungen sind gemäß § 253 HGB mit ihrem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Als Bewertungsverfahren wurde die handelsrechtliche Project-Unit-Credit-Methode gewählt. Die Berechnung erfolgte pauschal bei einer angenommenen Restlaufzeit der Verpflichtungen von 15 Jahren mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz von 1,80% (Vorjahr 1,78%) und einem Rententrend von 2,0% (Vorjahr 2,0%) unter Verwendung der in der betrieblichen Altersversorgung üblichen und für steuerliche Zwecke anerkannten "Richttafeln 2018 G" von K. Heubeck.

Unter Berücksichtigung eines Zinssatzes in den vergangenen sieben Jahren in Höhe von 1,57% beträgt der Rückstellungsbetrag € 697.013,00. Gegenüber dem passivierten Erfüllungsbetrag unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 1,80% bei 10-jähriger Durchschnittsbildung ergibt sich ein Unterschiedsbetrag von € 8.608,00, für den nach § 253 Abs.6 HGB eine Ausschüttungssperre besteht.

In den sonstigen Rückstellungen sind alle im Zeitpunkt der Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten mit den Erfüllungsbeträgen berücksichtigt, wie sie nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich sind. Ausgewiesen sind im Wesentlichen personalbezogene Rückstellungen von T€ 891 und Rückstellungen für Garantieleistungen von T€ 307.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

2. Währungsumrechnung

Devisen werden mit dem Tageskurs zum Zeitpunkt der Anschaffung eingebucht und am Bilanzstichtag gemäß § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet.

Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls bzw. dem Kurs am Bilanzstichtag unter Beachtung des Höchstwertprinzips bewertet.

3. Entwicklung des Anlagevermögens und der Abschreibungen

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 01.07.2022
Euro
Zugänge Umbuchungen
Euro
(Z) (U) Abgänge Umbuchungen
Euro
(A) (U)
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Lizenzen und ähnliche Rechte 1.080.601,38 41.522,00 (Z) 31.669,64 (A)
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 1.656,00 (Z) 0,00
1.080.601,38 43.178,00 (Z) 31.669,64 (A)
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.224.763,64 0,00 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.096.002,45 53.139,30 (Z) 0,00
168.975,00 (U)
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.873.685,69 90.946,20 (Z) 12.784,32 (A)
22.026,00 (U)
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 217.767,45 23.156,73 (Z) 191.001,00 (U)
12.412.219,23 167.242,23 (Z) 12.784,32 (A)
191.001,00 (U) 191.001,00 (U)
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 650.685,79 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 2.146.480,85 0,00 20.000,00 (A)
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 9.136.147,73 302.357,36 (Z) 2.020.381,50 (A)
4. Sonstige Ausleihungen 9.000,00 0,00 6.000,00 (A)
11.942.314,37 302.357,36 (Z) 2.046.381,50 (A)
191.001,00 (U) 191.001,00 (U)
25.435.134,98 512.777,59 2.090.835,46
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 30.06.2023
Euro
Stand am 01.07.2022
Euro
Zugänge Umbuchungen
Euro
(Z) (U) Abgänge Umbuchungen
Euro
(A) (U)
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Lizenzen und ähnliche Rechte 1.090.453,74 931.880,38 105.303,00 (Z) 31.663,64 (A)
2. Geleistete Anzahlungen 1.656,00 0,00 0,00 0,00
1.092.109,74 931.880,38 105.303,00 (Z) 31.663,64 (A)
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.224.763,64 2.705.930,64 136.518,00 (Z) 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.318.116,75 3.906.673,45 110.373,30 (Z) 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.973.873,57 2.291.952,69 199.783,20 (Z) 12.783,32 (A)
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 49.923,18 0,00 0,00 0,00
12.566.677,14 8.904.556,78 446.674,50 (Z) 12.783,32 (A)
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 650.685,79 124.380,82 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 2.126.480,85 400.599,08 0,00 0,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 7.418.123,59 0,00 0,00 0,00
4. Sonstige Ausleihungen 3.000,00 0,00 0,00 0,00
10.198.290,23 524.979,90 0,00 0,00
23.857.077,11 10.361.417,06 551.977,50 44.446,96
Buchwerte
Stand am 30.06.2023
Euro
Stand am 30.06.2023
Euro
Stand am 01.07.2022
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Lizenzen und ähnliche Rechte 1.005.519,74 84.934,00 148.721,00
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 1.656,00 0,00
1.005.519,74 86.590,00 148.721,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.842.448,64 2.382.315,00 2.518.833,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.017.046,75 301.070,00 189.329,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.478.952,57 494.921,00 581.733,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 49.923,18 217.767,45
9.338.447,96 3.228.229,18 3.507.662,45
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 124.380,82 526.304,97 526.304,97
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 400.599,08 1.725.881,77 1.745.881,77
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 7.418.123,59 9.136.147,73
4. Sonstige Ausleihungen 0,00 3.000,00 9.000,00
524.979,90 9.673.310,33 11.417.334,47
10.868.947,60 12.988.129,51 15.073.717,92

4. Beteiligungen

Am Grundkapital der Firma Ascon Contactlinsen AG, Bern/Schweiz, von CHF 50.000,00 besteht eine Beteiligung von 100,0%. Das Geschäftsjahr 2022, das dem Kalenderjahr entspricht, schloss mit einem Jahresüberschuss in Höhe von CHF 11.422,23. Das Eigenkapital der Tochtergesellschaft belief sich per 31. Dezember 2022 auf CHF 155.771,52.

Am Stammkapital der Firma INVISIO Contactlinsen GmbH, Wiesbaden, von € 155.000,00 besteht eine Beteiligung von € 130.000,00 (83,9%). Aufgrund eines im November 2007 abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrags wurde der im Geschäftsjahr 2022, das dem Kalenderjahr entspricht, erwirtschaftete Jahresüberschuss in Höhe von € 139.100,24 im Berichtsjahr an das Berichtsunter- nehmen abgeführt. Am Bilanzstichtag zum 31. Dezember 2022 wurde ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Höhe von € 61.970,84 ausgewiesen.

Die Gesellschaft hält am Stammkapital in Höhe von € 100.000,00 der Firma CONÓPTICA S. L., Barcelona/Spanien, Geschäftsanteile von nom. € 90.000,00 (90,0%). Im Geschäftsjahr 2022, das dem Kalenderjahr entspricht, erwirtschaftete die Tochtergesellschaft einen Jahresüberschuss von € 94.255,10. Am Bilanzstichtag zum 31. Dezember 2022 betrug das Eigenkapital der Tochtergesellschaft € 788.914,79.

Am Aktienkapital der Firma Medilens Säntis AG, St. Gallen/Schweiz, von CHF 500.000,00 ist das Berichtsunternehmen mit Aktien in Höhe von nom. CHF 416.000,00 (=83,2%) beteiligt. Der Jahresabschluss der Tochtergesellschaft zum 31. Dezember 2022 weist einen Jahresüberschuss in Höhe von CHF 115.944,35 und einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von CHF 421.419,54 aus.

Die Beteiligung der Gesellschaft am Stammkapital der Firma Nosch Contactlinsen GmbH, Freiburg, in Höhe von € 25.000,00 beträgt 100%. Der im Geschäftsjahr 2022/23, das dem Geschäftsjahr des Berichtsunternehmens entspricht, erzielte Jahresfehlbetrag von € 206.371,66 wurde aufgrund eines im Mai 2016 abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrags von der Gesellschaft ausgeglichen. Per

30. Juni 2023 betrug das Eigenkapital der Tochtergesellschaft € 25.000,00.

Am Stammkapital von € 50.000,00 der Firma Techlens WL Contactlinsen GmbH, München, hält die Gesellschaft Geschäftsanteile von nom. € 40.000,00 (80%). Der im Geschäftsjahr 2022/23, das dem Geschäftsjahr des Berichtsunternehmens entspricht, erwirtschaftete Jahresüberschuss betrug € 51.650,21. Entsprechend belief sich das Eigenkapital der Tochtergesellschaft zum 30. Juni 2023 auf € 199.381,65.

5. Restlaufzeiten und Sicherheiten der Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind gesichert durch Grundpfandrechte in Höhe von € 1,687 Mio. (DM 3,3 Mio.) sowie durch Sicherungsübereignung von zwei Maschinen mit Anschaffungskostenwerten von insgesamt € 473.434,32.

6. Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Am Bilanzstichtag bestanden keine Forderungen gegen Gesellschafter.

Die Verbindlichkeiten aus Gesellschafter-Darlehen betrugen zum Bilanzstichtag T€ 180 (i.Vj. T€ 180).

7. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft hat mehrere unbefristete Mietverträge abgeschlossen. Für das Geschäftsjahr 2023/2024 werden sich die Jahresmieten für Grundstücke und Gebäude auf T€ 141 belaufen (i.Vj. T€ 103).

Mit einer Inanspruchnahme aus Bürgschaftsverpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von € 847.936,75 (i.Vj. T€ 847.936,75) wird aufgrund der Bonität der begünstigten Unternehmen nicht gerechnet.

Außerdem bestehen Verpflichtungen aus Avalen von T€ 10.

B. Die Gewinn- und Verlustrechnung

Die Darstellung der Ergebnisrechnung in Form des Gesamtkostenverfahrens ist beibehalten.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen resultierte ein Nettoaufwand von T€ 11 (i.Vj. T€ 14).

III. Sonstige Angaben

1. Anzahl der Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt waren 97 Mitarbeiter (davon 2 geringfügig Beschäftigte, 30 in Teilzeit und 65 in Vollzeit Beschäftigte) im Unternehmen tätig.

2. Mitglieder der Geschäftsführung Geschäftsführer der Gesellschaft sind

Herr Dieter Muckenhirn, Wittnau (bis 14. März 2023)

Herr Stefan Muckenhirn, Au

Herr Bernhard Steiert, Merzhausen

Herr Frank Widmer, Bollschweil

3. Mitglieder des Verwaltungsrates

Herr Thomas Nosch, Freiburg (Vorsitzender)

Herr Peter Bercher, Breisach (bis 31. Dezember 2022)

Herr Christoph Gerber, Bötzingen

Herr Martin Ernst, Bahlingen (seit 1. Januar 2023)

4. Bezüge der Geschäftsführung und des Verwaltungsrates

Die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung und des Verwaltungsrates sowie früherer Mitglieder der bezeichneten Organe und ihrer Hinterbliebenen unterbleibt gemäß § 286 Abs.4 HGB.

5. Nachtragsbericht

Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2022/2023 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.

6. Ergebnisverwendung

Der Gesellschafterversammlung wird vorgeschlagen, aus dem Bilanzgewinn von € 6.080.531,26, der sich aus dem Gewinnvortrag und dem Jahresüberschuss zusammensetzt, eine Dividende von € 6.000.000,00 auszuschütten und den verbleibenden Restbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Au, den 30. September 2023

Hecht Contactlinsen GmbH

Bernhard Steiert

Stefan Muckenhirn

Frank Widmer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Hecht Contactlinsen GmbH, Au:

Eingeschränktes Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und Prüfungsurteil zum Lagebericht

Wir haben den Jahresabschluss der Hecht Contactlinsen GmbH, Au, - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Hecht Contactlinsen GmbH, Au, für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und für das Prüfungsurteil zum Lagebericht" beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt mit Ausnahme dieser Auswirkungen unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023

und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkung des Prüfungsurteils zum Jahresabschluss zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und das Prüfungsurteil zum Lagebericht

Entgegen § 285 Nr. 9 Buchstabe a) HGB wurden im Anhang die Gesamtbezüge der Geschäftsführer nicht angegeben.

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen.

Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermit

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

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