KrugBros Verwaltungs UG (haftungsbeschränkt)
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Anja Christmann seit 24.1.2025 | Geschäftsführer |
Giovanni Palazzo seit 13.7.2023 | Geschäftsführer |
Mark Möller seit 6.5.2021 | Geschäftsführer |
Tobias Dr. Canz seit 2.8.2019 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Volkswagen Group Charging GmbHBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Inhaltsverzeichnis Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers Rechnungslegung Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt Hinweis: Den nachfolgenden Bestätigungsvermerk haben wir, unter Beachtung der gesetzlichen und berufsständischen Bestimmungen, nach Maßgabe der in der Anlage „Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt“ beschriebenen Bedingungen erteilt. Falls das vorliegende Dokument in elektronischer Fassung für Zwecke der Offenlegung gemäß § 325 HGB verwendet wird, sind für diesen Zweck daraus nur die Dateien zur Rechnungslegung und im Falle gesetzlicher Prüfungspflicht der Bestätigungsvermerk resp. der diesbezüglich erteilte Vermerk bestimmt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Volkswagen Group Charging GmbH Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Volkswagen Group Charging GmbH, Berlin - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Volkswagen Group Charging GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG Prüfungsurteil Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 eingehalten hat. Nach unserer Beurteilung wurden die Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten. Grundlage für das Prüfungsurteil Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Abs. 5 Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F. (07.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG" weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Anforderungen des IDW Qualitätssicherungsstandards: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QS 1) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für die Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die gesetzlichen Vertreter ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten haben. Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unser Prüfungsurteil zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG beinhaltet. Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde.
Hannover, 5. Februar 2024 EY GmbH & CO. KG Christian Hantke, Wirtschaftsprüfer Johanna Helke, Wirtschaftsprüferin Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für 2023
Anhang zum Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Volkswagen Group Charging GmbH mit Sitz in Berlin wird unter der Handelsregisternummer HRB 208967 beim Amtsgericht Berlin geführt. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Merkmale einer große Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB auf. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. II. Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden Die dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind im Vergleich zum Vorjahr unverändert angewendet worden. Immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen erfolgen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet und auf der Basis der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern um planmäßige Abschreibungen verringert. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von € 800,00 werden im Jahr der Anschaffung nach § 6 Abs. 2 EStG vollumfänglich abgeschrieben. Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten im Einklang mit dem Niederstwertprinzip bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Das Ausfallrisiko wird durch angemessene Wertberichtigung berücksichtigt. Der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennwert angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag mit dem Nennbetrag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Das Stammkapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Langfristige Rückstellungen werden abgezinst. Die Verbindlichkeiten werden zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Ein passiver Rechnungsabgrenzungsposten wurde für Einnahmen vor dem Abschlussstichtag gebildet, sofern diese einen Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. Für Vermögensgegenstände und Schulden in Fremdwährung erfolgt die Währungsumrechnung gemäß § 256a Satz 1 HGB zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag und unter Beachtung des Anschaffungskosten- und Imparitätsprinzips. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden die Umrechnungsergebnisse gemäß § 256a Satz 2 HGB voll erfolgswirksam erfasst. III. Erläuterungen zu Posten der Bilanz Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt und dem Anhang als Anlage beigefügt. Im Finanzanlagevermögen wird die Volkswagen Group Charging CZ s.r.o. mit Sitz in Prag, Ve svahu 482/5, Podoli, 147 00 Praha 4, zu Anschaffungskosten bilanziert, an der die Volkswagen Group Charging GmbH 100 % der Anteile besitzt. Das Stammkapital der Volkswagen Group Charging CZ s.r.o. beträgt 402,15 EUR und das Jahresergebnis 2022 beträgt -54 TEUR. Das Vorratsvermögen, bestehend aus dem Bestand an Waren für die Hardwareprodukte, beträgt im Berichtsjahr inklusive Wertberichtigung 36.264 TEUR (Vorjahr 21.736 TEUR), Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen über 19.333 TEUR (Vorjahr 11.373 TEUR) betreffen Lieferungen und Leistungen. Der als Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesene Verlustausgleichsanspruch gegen die Gesellschafterin (einschließlich Steuergutschrift) beläuft sich im Berichtsjahr auf 128.983 TEUR (Vorjahr 87.925 TEUR). Die sonstigen Vermögensgegenstände i. H. v. 4.729 TEUR (Vorjahr 5.013 TEUR) beinhalten im Wesentlichen Emissionsrechte über Treibhausgas- Zertifikate (1.074 TEUR) und Hinterlegungen bei Webshops (2.198 TEUR). Das Stammkapital beträgt 100 TEUR und ist voll eingezahlt. Alleinige Gesellschafterin ist die Porsche Siebte Vermögensverwaltung GmbH, Wolfsburg, mit der ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag besteht. Die sonstigen Rückstellungen enthalten insbesondere Aufwendungen für ausstehende Rechnungen von 21.214 TEUR (Vorjahr 11.483 TEUR), Personalkosten in Höhe von 7.110 TEUR (Vorjahr 4.095 TEUR) und Gewährleistungsansprüche über 3.586 TEUR (Vorjahr 3.842 TEUR). Die erhaltenen Anzahlungen über 6.818 TEUR (Vorjahr 704 TEUR) beinhalten Anzahlungen von Kunden basierend auf den Zahlungskonditionen der Wallbox und Anzahlungen von Kunden aus dem Grünstromgeschäft, sowie Anzahlungen auf Bestellungen der Flexpole- Ladesäule. Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und sind unbesichert.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen über 149.221 TEUR (Vorjahr 109.255 TEUR) resultieren überwiegend aus einem kurzfristigen Darlehen gegenüber der Volkswagen AG in Höhe von 125.000 TEUR und dem Cash-Pooling mit der Volkswagen AG über 8.025 TEUR (Vorjahr 4.679 TEUR). Hinzu kommen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen über 14.535 TEUR (Vorjahr 34.342 TEUR). Von den sonstigen Verbindlichkeiten entfallen 3.367 TEUR (Vorjahr 936 TEUR) auf Steuern und 166 TEUR (Vorjahr 108 TEUR) auf Verpflichtungen im Rahmen der sozialen Sicherheit. Für Aufwände und Erträge, die einer späteren Periode zugerechnet werden, wurden Abgrenzungsposten gebildet. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betragen 1.041 TEUR (Vorjahr 1.483 EUR) und wurden für Aufwände gebildet, die den folgenden Geschäftsjahren zugeordnet werden. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten über 2.702 TEUR (Vorjahr 2.957 EUR) wurden für Erträge gebildet, die den folgenden Geschäftsjahren zugerechnet werden. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen 23.475 TEUR (Vorjahr 19.987 TEUR), wobei 19.621 TEUR auf verbundene Unternehmen entfallen. Im Wesentlichen beinhalten diese 19.142 TEUR Verpflichtungen, die aus Abnahmeverpflichtungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen und 3.256 TEUR auf Mieten. IV. Erläuterungen zu Posten Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse betragen 169.482 TEUR (Vorjahr 88.854 TEUR). In den Umsatzerlösen sind solche gegenüber verbundenen Unternehmen i.H.v. 30.082 TEUR enthalten. Die Umsatzerlöse aus dem Hardware-Geschäft belaufen sich im Berichtsjahr auf rd. 44.836 TEUR (Vorjahr: 37.900 TEUR). Die Elli-Services (Charge@Anywhere, Charge@Site, Fleet-Charging) leisteten einen Umsatzbeitrag i.H.v. rd. 65.706 TEUR (Vorjahr 26.600 TEUR). Der Geschäftsbereich Grünstrom erzielte einen Umsatz von rd. 58.940 TEUR (Vorjahr 24.400 TEUR). Im Materialaufwand i.H.v. 187.117 TEUR (Vorjahr 83.041 TEUR) sind Wertberichtigungen auf die Vorräte in größerem Umfang (27.487 TEUR) enthalten. Die sonstigen betrieblichen Erträge entfallen mit 4.147 TEUR (Vorjahr 4.276 TEUR) im Wesentlichen auf die Auflösung von Rückstellungen. Die Währungsgewinne i.H.v. 32 TEUR (Vorjahr 40 TEUR) sind von untergeordneter Bedeutung. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultieren überwiegend aus den Aktivitäten zum Aufbau der Organisation und der Prozesse. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind 16.034 TEUR enthalten, die an verbundene Unternehmen geleistet wurden. Die Dienstleistungen zum Aufbau der Gesellschaft entfallen im Wesentlichen auf die IT- und Prozessentwicklung. Die Währungsverluste betrugen im Geschäftsjahr 184 TEUR (Vorjahr 51 TEUR).
V. Sonstige Angaben
Geschäftsführer Giovanni Palazzo, Braunschweig, (ab 13.07.2023), CEO, Sprecher Elke Temme, Recklinghausen (bis 23.03.2023), CEO, Sprecherin Dr. Tobias Canz, Karlsruhe (ab 02.08.2019), CFO Mark Möller, Lehre (ab 06.05.2021), CTO Dr. Niels Bosse, Sassenburg, (ab 08.09.2023), CHRO Simon Löffler, Bonn (bis 11.07.2023), CCO Fünf Geschäftsführer erhielten von der Gesellschaft keine Bezüge. Bei einem Geschäftsführer wird von den Erleichterungen nach § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Mitarbeiter Die Zahl der im Jahresdurchschnitt Beschäftigten beläuft sich auf 293 (Vorjahr 208). Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen Es sind keine Geschäfte mit nahestehenden Personen bekannt, die nicht fremdüblich sind. Angaben über bestimmte Geschäfte gemäß § 6b Abs. 2 EnWG Die Gesellschaft hat Geschäfte größeren Umfangs mit verbundenen Unternehmen, die aus dem Rahmen der gewöhnlichen Energieversorgungstätigkeit herausfallen, mit Ausnahme der fast ausschließlich von der Volkswagen AG bezogenen Personalleihen und Dienstleistungen in Höhe von 16.035 TEUR (Vorjahr 13.535 TEUR) nicht getätigt. Die für Unternehmen des Volkswagen-Konzerns erbrachten Leistungen beliefen sich auf 30.082 TEUR (Vorjahr 22.442 TEUR). Konzernzugehörigkeit Der Jahresabschluss wird unmittelbar in den Konzernabschluss der VOLKSWAGEN AG, Berliner Ring 2, 38440 Wolfsburg, einbezogen, die als oberstes Mutterunternehmen den Konzernabschluss (kleinster und zugleich größter Konsolidierungskreis) erstellt. Dieser basiert auf den International Financial Reporting Standards, wie sie in der EU angewandt werden, und wird beim elektronischen Bundesanzeiger eingereicht. Konzernabschluss und Konzernlagebericht des Mutterunternehmens sind unter dieser Adresse erhältlich. Latente Steuern Latente Steuern werden aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages bei der Organträgerin berücksichtigt. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, liegen nicht vor.
Berlin, den 05.02.2024 Giovanni Palazzo, CEO Dr. Tobias Canz,CFO Mark Möller, CTO Dr. Niels Bosse, CHRO Entwicklung des Anlagevermögens 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I Zum Unternehmen Volkswagen treibt die E-Mobilität konsequent voran. Bis 2025 will das Unternehmen - je nach Marktentwicklung - konzernübergreifend bis zu drei Millionen reine Elektro-Autos pro Jahr bauen und verkaufen.1 Die Volkswagen Group Charging GmbH wurde 2018 gegründet, um einerseits direkt die Elektrifizierungsstrategie des Volkswagen Konzerns europaweit für die Kernmarken zu unterstützen und andererseits auch Elektrofahrzeugnutzer von Drittmarken mit Produkten rund um die Elektromobilität anzusprechen. Die Volkswagen Group Charging GmbH ist eine mittelbare Tochter der Volkswagen AG, deren Kapital vollständig von der Porsche Siebte Vermögensverwaltung GmbH gehalten wird. Für die Gesellschaft gelten die Regelungen für große Kapitalgesellschaften. Die Geschäftstätigkeit der Volkswagen Group Charging GmbH erfolgt unter dem Markennamen „Elli“. Die Volkswagen Group Charging GmbH hat das Ziel ein vollumfassendes Lade- und Energieökosystem für Privat- und Flottenkunden zu entwickeln und zu vertreiben. Das Ökosystem besetzt dabei die Schnittstelle zwischen Energie und Mobilität und umfasst neben Ladehardware (z.B. Wallboxen, flexible Ladesäulen) und Ladedienstleistungen (z.B. Installationen) insbesondere digitale Services (z.B. Ladestromangebot für öffentliche Ladesäulen über einen Mobility Service Provider (MSP), oder den Betrieb von Ladeinfrastruktur als Teil eines Charge Site Managements) und ein Grünstromangebot, welches um erste smarte Produktkonzepte (z.B. Laden in Zeiten von guter Verfügbarkeit von erneuerbarer Energie im Stromnetz) erweitert wurde. Diese Produkte stellen damit eine Unterstützungsfunktion für den einfachen Betrieb von Elektrofahrzeugen dar (Enabler-Funktion). Elli ist gezielt als Anbieter von Energie- und Ladelösungen an der Schnittstelle zwischen Energie und Mobilität positioniert, um die Vorteile der Energiewende für alle Menschen leicht und mühelos zugänglich zu machen. Um dies zu ermöglichen ist die Volkswagen Group Charging GmbH sowohl direkter Geschäftspartner von Endkunden (B2C), Geschäfts- und Flottenkunden (B2B) sowie von anderen Volkswagengesellschaften inklusive Händlern und Importeuren.
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Vgl. https://www.volkswagenag.com/de/group/e-mobility.html#, 26.01.2023 II Geschäftsverlauf 2023 II.1 Makroökonomische Entwicklung Der Russland-Ukraine-Konflikt hat zu einer erhöhten Unsicherheit in der Entwicklung der Weltwirtschaft geführt und große Teile der westlichen Staatengemeinschaft dazu veranlasst, Russland mit Sanktionen zu belegen. Diese umfassen unter anderem ein Handelsembargo und den teilweisen Ausschluss Russlands vom globalen Finanzmarkt. Russland hat als großer Energieexporteur ebenfalls Lieferungen nach Europa eingeschränkt. Die daraus resultierende Verknappung des Angebots an Energie führte insbesondere in 2022 zu steigenden Preisen an den Energie- und Rohstoffmärkten, die infolge der schwächer werdenden globalen Wirtschaftsdynamik in den vergangenen Monaten zwar rückläufig waren, aber zum Teil weiterhin auf einem vergleichsweise hohen Niveau liegen. Zudem birgt unter anderem die Lohnentwicklung an den überhitzten Arbeitsmärkten die Gefahr einer anhaltend hohen Inflation.2 Die Neuzulassungen der alternativ angetriebenen Fahrzeuge in Deutschland sind in 2023 gestiegen. 840.304 hybridangetriebene Fahrzeuge (+1,6 %) erreichten einen Anteil an allen Neuzulassungen von 29,5 Prozent, darunter befanden sich 175.724 Plugin-Hybride (-51,5 %) mit einem Anteil von 6,2 %. 524.219 Elektro Pkw (BEV) wiesen mit einem Anteil von 18,4 % eine Steigerung von +11,4 % auf.3 Ergänzend zu den rein batteriegetriebenen Fahrzeugen (BEV) können auch die Plug-In-Hybridfahrzeuge (PHEV) extern über die Elli-Hardware und Services geladen bzw. betrieben werden. Die Auslieferungen an Kunden des Volkswagen Konzerns lag im III: Quartal 2023 mit 6,7 (Vorjahr 6,1) Mio. Fahrzeugen über dem Vorjahreswert. Die Auslieferungen vollelektrischer Fahrzeuge an Kunden steigen um 45,0 %, wodurch sich der Anteil an den Auslieferungen des Konzerns auf 7,9 (Vorjahr 6,1) % erhöhte.4 Die positive Entwicklung der Verkaufszahlen im Segment e-Mobilität spiegelt sich in den Geschäftsaktivitäten der Gesellschaft wider. II.2 Entwicklung der Volkswagen Group Charging GmbH Wesentliche Ereignisse Das Geschäftsjahr 2023 war erneut gekennzeichnet von einem schwierigen Marktumfeld. Im Bereich des Home Charging blieben die Absätze der Wallbox hinter den Ergebnissen aus 2022 zurück. Aufgrund von hohen Lagerbeständen am Markt und preisgünstigen asiatischen Anbietern erhöht sich zudem der Preisdruck am gesamten Wallboxmarkt. Diese Situation resultiert aus weniger stark steigenden Elektroautoverkäufen und einer hohen Inflation aufgrund der geopolitischen Lage.5 Der Bereich des Energiegeschäfts (Green Energy) konnte sich trotz eines volatilen Marktes solide weiterentwickeln. Durch eine erweiterte Kundenbasis konnten Umsatz und Ergebnisbeitrag im Vergleich zu 2022 gesteigert werden. Auch der Mobility Service Provider (Ladekartenanbieter) konnte im Jahr 2023 die Kundenbasis gesteigert werden und die Umsätze damit auch erhöht werden. Darüber hinaus wurde durch zusätzliche Ladepunkte im Bereich Charge Point Operation (CPO) das Netzwerk verbessert und damit die Attraktivität des Produktes für die Kunden gesteigert werden.
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Vgl. https://www.volkswagen-group.com/de/publikationen/weitere/zwischenbericht-januar-september-
2023-2521, S. 8. Im Produkt Flexpole konnten die Umsätze im Vergleich zu 2022 fast verdoppelt werden und zusätzliche Kunden gewonnen, bzw. die Absatzzahl an einzelne Großkunden erhöht werden. 2023 wurden im Kundenauftrag die ersten Projekte zur Installation von Ladehardware (Ladesäulen, Wallboxes) von der Volkswagen Group Charging GmbH durchgeführt, inklusive der Beschaffung der Hardware im Auftrag des Kunden. Für die Organisation wurden in dieser Wachstumsphase des Jahres 2023 die Schwerpunktthemen Aufbauorganisation, Personalaufbau und Stabilisierung der Geschäftsprozesse vorangetrieben. Im Juli wurde Herr Giovanni Palazzo (CEO) und im September Herr Dr. Niels Bosse (CHRO) in die Geschäftsführung berufen. Frau Elke Temme (bis März 2023) und Herr Simon Löffler (bis Juli 2023) schieden aus der Geschäftsleitung aus. Indikatoren Die Gesellschaft misst die Leistung anhand nicht-finanzieller und finanzieller Kenngrößen. Bei den nicht finanziellen Größen handelt es sich im Wesentlichen um Absatzmengen und um Kundenanzahlen der Produkte. Im Bereich der finanziellen Kenngrößen werden der Ergebnisbeitrag, EBIT und der Umsatz betrachtet. Der Ergebnisbeitrag (Saldo aus Umsatzerlösen und Materialaufwand) beträgt im Jahr 2023 -17.635 TEUR und ist damit im Vergleich zum Vorjahreswert von 5.813 TEUR gesunken. Der Materialaufwand ist überproportional zum Umsatz gestiegen, was insbesondere auf die gestiegenen Energiekosten und Wertberichtigungen aus der Vorratsbewertung zurückzuführen ist. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ist von -87.627 TEUR auf -126.997 TEUR gesunken. Personalbericht Einhergehend mit der Entwicklung der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr der Personalaufbau konsequent verfolgt. Zum 31. Dezember 2023 beschäftigte die Volkswagen Group Charging GmbH 316 aktive Mitarbeiter. Zum Vorjahresstichtag waren 250 aktive Mitarbeiter beschäftigt. III Lage des Unternehmens III.1 Ertragslage Das Geschäftsjahr 2023 ist in den Bereichen Charging und Grünstrom positiver als geplant verlaufen, wobei das anspruchsvolle Marktumfeld im Bereich der Hardware einen negativen Einfluss auf das geplante Ergebnis genommen hat. Eine positive Entwicklung konnte erneut das Grünstromgeschäft durch eine fortschreitende Skalierung von rd. 21,5 Tsd. Kunden auf rd. 60,5 Tsd. Kunden verzeichnen. Zudem konnte man in diesem Geschäftsfeld zusätzlich positive Ergebnisse durch weitere Geschäftsaktivitäten, wie den Treibhausgasemissionszertifikatshandel erzielen. Im Jahr 2023 wurden in Vergleich zum Vorjahr rd. 10 Tsd. Wallboxen weniger verkauft (VJ 21,5 Tsd. Wallboxen), was einem Rückgang von fast 50 % entspricht. Im Geschäftsbereich Mobility Service Provider hatte die Gesellschaft per Ende 2023 fast 231 Tsd. Kunden, was einer Verdopplung zum Vorjahr entspricht. Die CPO- Services (Betrieb von Ladesäulen) konnten im Geschäftsjahr um fast ein Viertel auf 4.632 (Vorjahr 3.740) Ladestationen gesteigert werden. Für die Darstellung der Ertragslage wird die GuV abweichend der handelsrechtlichen Gliederung dargestellt und zeigt die wichtigsten Erlös- und Kostenpositionen.
Die positive Umsatzentwicklung der Gesellschaft ist wesentlich geprägt von der Entwicklung der mobilen Schnellladesäule „Flexpole“, einer deutlich gestiegenen Anzahl an Kunden und Ladevorgängen im Bereich Mobility Service Provider und einer deutlich gestiegenen Anzahl an Kunden in Belieferung im Geschäftsbereich Green Energy. Die Umsatzerlöse aus dem Hardware- Geschäft belaufen sich im Berichtsjahr auf rd. 44.836 TEUR (Vorjahr rd. 37.900 TEUR). Die Elli-Services (Ladekartenbetrieb und Charge Point Operation) leisteten einen Umsatzbeitrag i.H.v. rd. 65.706 TEUR (Vorjahr rd. 26.600 TEUR). Der Geschäftsbereich Energie erzielte einen Umsatz von rd. 58.960 TEUR (Vorjahr 24.400 TEUR). Die sonstigen betrieblichen Erträge über 4.147 TEUR beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (3.121 TEUR). Den Umsatzerlösen steht ein Materialaufwand von 187.117 TEUR gegenüber. Davon entfallen rd. 69.117 TEUR auf die Hardware, rd. 63.400 TEUR auf den Geschäftsbereich Elli-Services und rd. 54.600 TEUR auf das Energiegeschäft. Im Hardware-Geschäft wirkten sich insbesondere Abwertungen auf Vorräte von aus. Bei den Aufwendungen zeigen sich im Personalaufwand die deutliche Skalierung der Gesellschaft und den damit verbundenen Anstieg der Mitarbeiterzahlen. Der Aufwand für Personal lag im Berichtsjahr bei rd. 34.569 TEUR (Vorjahr rd. 22.990 TEUR). Darin enthalten sind aufwandswirksam gebildete Rückstellungen für Personal i.H.v. 7.109 TEUR und die Aufwendungen für das erstmals bilanzierte virtuelle Stock Option Programm, das die Mitarbeiter am langfristigen Unternehmenserfolg teilhaben lässt (2.800 TEUR). Im Bereich der sonstigen betrieblichen Aufwendungen zeigen sich die Aktivitäten zum Aufbau der Organisation und deren Prozesse. Dabei entfielen rd. 46.923 TEUR als größte Kostenposition auf Dienstleistungen Dritter, da aufgrund des noch nicht abgeschlossenen Personalaufbaus vermehrt auf externe Ressourcen zurückgegriffen wurde. Die Volkswagen Group Charging GmbH ist Teil der steuerlichen Organschaft des Volkswagen Konzerns. III.2 Vermögenslage Zum Stichtag 31.12.2023 beträgt die Bilanzsumme 218.196 TEUR.
Langfristig gebundenes Vermögen besteht in erster Linie im Sachanlagevermögen i.H.v. 3.568 TEUR. Das kurzfristig gebundene Vermögen enthält vor allem die Forderung aus dem Ergebnisabführungsvertrag gegenüber der Mutter. Diese ist von -87.926 TEUR auf -128.983 TEUR aufgrund des gestiegenen Investitionsbedarfs zur Entwicklung der Gesellschaft und gestiegenen Einzelkosten angewachsen. Die Forderungen aus Ertragssteuern werden von der Organträgerin kompensiert und erstattet. Zudem bestehen zum Abschlussstichtag Forderungen aus Lieferungen und Leistungen i.H.v. 39.709 TEUR (Vorjahr 33.438 TEUR). Der Bestand an Charging-Hardware hat sich dabei im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 66,8 % auf 36.264 TEUR erhöht. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betragen 1.041 TEUR (Vorjahr 1.483 EUR) und wurden für Kundengebühren im Bereich Charging gebildet, die im Voraus gezahlt, jedoch den folgenden Geschäftsjahren zugeordnet werden. Auf der Passivseite sind die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber der VW AG aus Darlehen und aus dem Cashpool im Geschäftsjahr von 109.255 TEUR auf 149.221 TEUR gestiegen. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf das höhere Darlehen der Mutter i.H.v. 125.000 TEUR (Vorjahr 70.000 TEUR) zur Finanzierung der Gesellschaft zurückzuführen. Die sonstigen Rückstellungen enthalten insbesondere Aufwendungen für ausstehende Rechnungen von 21.214 TEUR (Vorjahr 11.484 TEUR), Personalkosten in Höhe von 7.110 TEUR (Vorjahr 4.095 TEUR) und vorsorglich antizipierte Gewährleistungsansprüche aus Hardwarelieferungen über 3.586 TEUR (Vorjahr 3.842 TEUR). Zudem wurde eine Rückstellung für drohende Verluste aufgrund der stark steigenden Energiepreise i.H.v. 728 TEUR für das Ladekartengeschäft gebildet. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten über 2.702 TEUR (Vorjahr 2.957 EUR) wurden für Erträge aus der zukünftigen Bereitstellung von Daten aus netzintegrierten Wallboxen gebildet, die beim Verkauf vereinnahmt, jedoch den folgenden Geschäftsjahren zugerechnet werden. III.3 Finanzlage Die Gesellschaft ist an das Cash Pooling der VW AG angeschlossen und finanziert sich ferner unterjährig zusätzlich über Darlehen, welche auf Basis eines mit der VW AG bestehenden Rahmens bei Bedarf gezogen werden. Die Guthaben bei Kreditinstituten belaufen sich auf 3.893 TEUR (Vorjahr 1.679 TEUR). Die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber der VW AG aus Darlehen und aus dem Cashpool ist im Geschäftsjahr von 74.912 TEUR auf 133.665 TEUR gestiegen. Die Forderung aus dem Ergebnisabführungsvertrag sind gegenüber der Mutter von 87.926 TEUR auf 128.983 TEUR angestiegen. III.4 Investitionen Die Investitionen in das Anlagevermögen betrugen im Berichtsjahr 2023 insgesamt 3.359 TEUR und lagen damit deutlich über den Abschreibungen i.H.v. 703 TEUR. Die wesentlichen Investitionen entfallen dabei auf die Übernahme von Flexpoles für betriebliche Zwecke. Allgemein verfügt die Gesellschaft, wie im Vorjahr, nur über sehr geringe Werte im Anlagevermögen. Die wesentlichen darüber hinaus gehenden Aufwendungen dienten primär dem Aufbau der Gesellschaft und wurden im Berichtsjahr aufwandswirksam erfasst. IV Bericht zur erwarteten Entwicklung IV.1 Erwartete Entwicklung Auch im Jahr 2024 wird Elli weitere Schritte im Zuge der geplanten Wachstumsstrategie umsetzen. Hierzu gehören die Erweiterung des aktuellen Produkt-Portfolios um nachhaltige Energielösungen, weitere Mobilitätsdienstleistungen, Ladestellenmanagement (u.a. Lastmanagement), die Weiterentwicklung von Wallboxen und der verstärkte Absatz der Flexpole. Der prognostizierte Umsatz für das Geschäftsjahr 2024 beläuft sich auf 446.000 TEUR. Die Gesellschaft erwartet einen Ergebnisbeitrag von 55.000 TEUR und ein Betriebsergebnis von -38.000 TEUR. Der gegenüber 2023 deutlich steigende Ergebnisbeitrag und die reduzierten Aufwendungen resultieren aus der Fokussierung der Gesellschaft auf die Kommerzialisierung vorhandener Produkte und einem reduzierten Entwicklungsaufwand. Die Finanzierung der Gesellschaft ist weiterhin über den Ergebnisabführungsvertrag mit der Volkswagen AG gesichert. Insbesondere die Konzentration auf den Absatz der mobilen Hochleistungs-Ladehardware, werden deutliche Umsatzsteigerungen angestrebt, so dass sich der Gesamtumsatz im Jahr 2024 steigern wird. Der nächste Schritt der Wachstumsstrategie umfasst ab 2024 Einführung neuer lokaler Energiedienstleistungen (Lastmanagement) und Verbreiterung der Energiemarktaktivitäten im Bereich des Managements von großen Batteriespeichersystemen. IV.2 Chancen Vor dem Hintergrund gestiegener und zunehmend volatiler Energiepreise gewinnen die Geschäftsaktivitäten der Gesellschaft grundsätzlich an Bedeutung für die Elektromobilität. Positive Effekte auf die weitere Entwicklung der Geschäftsaktivitäten der Gesellschaft können aufgrund des kontinuierlichen Ausbaus öffentlicher und privater Ladeinfrastruktur, den positive Einfluss aus möglichen Gesetzesänderungen und weiteren staatlichen Subventionen z.B. für Ladeinfrastruktur im B2B- Bereich und in Kombination mit dem stetigen Wachstum der Neuzulassungen von Elektrofahrzeugen erwartet werden. Diese Effekte wirken positiv auf die heutige Produktpalette der Gesellschaft, in der sowohl Mobilitätsdienstleistungen, Ladestellenmanagement und verschiedenste Hardware-Produkte enthalten sind. Weitere Initiativen zur Förderung der Klimaneutralität im Allgemeinen und zur Begrenzung von CO2 -Emissionen sowie deren Kompensation werden potentiell ebenfalls zu einem weiteren Ausbau der elektrischen Ladeinfrastruktur sowie zu intelligenten Ladedienstleistungen führen und gleichzeitig neue, smarte Produkte fördern, wie z.B. CO2 -optimiertes Laden oder der Handel mit Treibhausgaskompensationsmechanismen (THG-Emissionszertifikate). Speziell für das neue Hardwaregeschäft mit den mobilen Schnellladestationen ergeben sich aus den Begrenzungen der heutigen Energieinfrastruktur eine Chance, da für diese Hardware keine Trafo- Stationen genehmigt und gebaut werden müssen und somit vermiedenen Infrastrukturinvestitionen dieses Geschäftsmodell fördern. IV.3 Risiken In dem Maße wie steigende und volatile Energiepreise eine Chance für die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft darstellen, können diese speziell für das Ladekartengeschäft und die reinen Energieabsatzverträge zu Risiken werden. Gegen bezugsseitig steigende Preise wird sich die Gesellschaft daher auch 2024 durch entsprechende Absicherung der Bezugsverträge oder durch absatzseitige Preis- und Volumenflexibilität absichern. Derartige Absicherungsmaßnahmen bedingen meist auch Zusatzaufwand und eine vollständige Absicherung ist nicht immer zu erreichen. Ein Wiedereintreten der Engpässe am Halbleitermarkt oder auch allgemeine Energie- und Rohstoffknappheit können Produktionseinschränkungen in der Automobilfertigung sowie bei der Herstellung von Hardwareprodukten führen. Ebenfalls denkbar sind neuerliche, pandemiebedingte oder gesamtwirtschaftlich negative Entwicklungen auf der Zulieferseite bzw. auf den Absatzmärkten für Elektrofahrzeuge. Dies würde dann neben einer abgeschwächten Ertragslage auch zu vorübergehenden Umsetzungsengpässen im weiteren Ausbau der Elektromobilität führen. Diese Effekte würden sich ebenfalls auf ergänzende Dienstleistungen und Produkte im Portfolio der Gesellschaft auswirken. Die Gesellschaft begegnet diesen wie bereits in Vorperioden durch entsprechendes Monitoring der bezugs- und absatzseitigen Märkte sowie durch die Steuerung der Dienstleister unter Nutzung des Zugangs der VW AG zu den entsprechenden Märkten (z.B. Analyse der Rohstoff- und Halbleitersituation). Fremdwährungsrisiken, welche z.B. aus dem Bezug von Hardware entstehen können ist die Gesellschaft nur mittelbar über Vorlieferanten (u.a. VW AG) ausgesetzt und ein Risikomanagement war bisher im Konzernkontext nicht etabliert. Auch im Jahr 2024 wird die Gesellschaft weiter daran arbeiten auch diese mittelbaren Risiken einer aktiven Risikosteuerungspolitik zuzuführen. Die Gesellschaft hat Liquiditätsbedarf zum Aufbau der Organisation. Dieser Liquiditätsbedarf wird bereitgestellt durch den Cashpooling-Vertrag mit der Konzernmutter und über den Ergebnisabführungsvertrag in der Konzernstruktur abgegolten. Vor dem Hintergrund der Schwierigkeiten für den Anschluss an Mittel- und Hochspannungspunkten für Schnelladestationen, werden Hardware-Hersteller Steuerungslösungen entwickeln, die Schnelladen ohne netztechnische Erweiterungen ermöglichen. Derartige Entwicklungen würden zu einem deutlich gestiegenen Wettbewerbsdruck auf das Hardwareportfolio der Gesellschaft (flexible Schnellladesäule) führen. Ein Einzelrisiko im Bereich der mobilen Schnellladehardware im Zusammenhang mit einer Förderzusicherung gegenüber einem Kunden (Richtlinie „Öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge in Deutschland“), kann in Abhängigkeit der Zahl der unter diese Regelungen fallenden Installationen zu Lasten von Elli führen. Jedoch ist der betreffende Kundenvertrag aus gesamtwirtschaftlicher Betrachtung weiterhin positiv zu bewerten und Gespräche zur Vertragsanpassung mit dem Vertragspartner werden erwartungsgemäß im Verlauf des Jahres 2024 diese Situation bereinigen. Die Gesellschaft begegnet diesen Punkten durch Mitgliedschaften in entsprechenden Verbänden (z.B. VNE, Verband der Neuen Energieanbieter) und über die VW AG, um in den aktiven Austausch zu gehen und das Geschäft bei Veränderungen der Marktbedingungen proaktiv steuern zu können. In Summe ergibt sich aus Sicht der Geschäftsführung ein vertretbares Chancen- und Risikoprofil der Gesellschaft für das Jahr 2024. Die Gesellschaft wird das bereits etablierte Risikoreporting weiter anwenden, bzw. ausbauen und sich mit der verstärkten Etablierung allgemeiner Governance Regelungen befassen.
Berlin, den 05.02.2024 Giovanni Palazzo, CEO Dr. Tobias Canz, CFO Mark Möller, CTO Dr. Niels Bosse, CHRO Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt Wir, die EY GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, haben unsere Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung im Auftrag der Gesellschaft vorgenommen. Neben der gesetzlichen Funktion der Offenlegung (§ 325 HGB) in den Fällen gesetzlicher Abschlussprüfungen richtet sich der Bestätigungsvermerk ausschließlich an die Gesellschaft und wurde zu deren interner Verwendung erteilt, ohne dass er weiteren Zwecken Dritter oder diesen als Entscheidungsgrundlage dienen soll. Das in dem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis von freiwilligen Abschlussprüfungen ist somit nicht dazu bestimmt, Grundlage von Entscheidungen Dritter zu sein, und nicht für andere als bestimmungsgemäße Zwecke zu verwenden. Unserer Tätigkeit liegt unser Auftragsbestätigungsschreiben zur Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung einschließlich der „Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften“ in der vom Institut der Wirtschaftsprüfer herausgegebenen Fassung vom 1. Januar 2017 zugrunde. Klarstellend weisen wir darauf hin, dass wir Dritten gegenüber keine Verantwortung, Haftung oder anderweitige Pflichten übernehmen, es sei denn, dass wir mit dem Dritten eine anders lautende schriftliche Vereinbarung geschlossen hätten oder ein solcher Haftungsausschluss unwirksam wäre. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir keine Aktualisierung des Bestätigungsvermerks hinsichtlich nach seiner Erteilung eintretender Ereignisse oder Umstände vornehmen, sofern hierzu keine rechtliche Verpflichtung besteht. Wer auch immer das in vorstehendem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis unserer Tätigkeit zur Kenntnis nimmt, hat eigenverantwortlich zu entscheiden, ob und in welcher Form er dieses Ergebnis für seine Zwecke nützlich und tauglich erachtet und durch eigene Untersuchungshandlungen erweitert, verifiziert oder aktualisiert. |
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