Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRA 78846
Eingetragen
22.10.2001
Branche
Herstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebHerstellung von elektrischem InstallationsmaterialElektrizitätserzeugung aus erneuerbaren Energieträgern zur Verteilung

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Englbert Danhuber
seit 16.4.2004
Kommanditist
Karl Friedrich Rahm
seit 14.5.2003
Kommanditist

Gesellschafter
Beta

53 Gesellschafter

Kommanditgesellschaft (KG)

5 von 53 angezeigt

Name
Rolle
Ort
Karl Friedrich Rahm
Kommanditist
Englbert Danhuber
Kommanditist
Wohlert GmbH & Co. Kühl Logistik KG
Kommanditist
Polaris Vertriebs GmbH
Kommanditist
Newcold Germany Rheine GmbH
Kommanditist

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

IntelligentPower GmbH & Co. KG

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Darstellung der Gesellschaft

Die im Jahr 2001 gegründete IntelligentPower GmbH & Co. KG ist als Energieversorgungsunternehmen im Deutschen Markt tätig und gehört zu den großen, nicht kommunalen Marktteilnehmern. Der Kundenstamm der Gesellschaft konnte im abgeschlossenen Geschäftsjahr 2023 im Wesentlichen erhalten werden, der Energieabsatz sank im Vergleich zum Vorjahr minimal um - 0,6 %. Seit ihrer Gründung hat die Gesellschaft kontinuierlich ein positives Jahresergebnis erreichen können. Die Wahrung und der nachhaltige Ausbau der Energieabsatzpotentiale bleiben die Schwerpunkte der Unternehmensstrategie.

Im Jahr 2023 ist die Zahl der Kommanditanteile mit 59 und die Anzahl der Kommanditisten der IntelligentPower GmbH & Co. KG mit 48 jeweils konstant geblieben.

II. Darstellung des Geschäftsverlaufs

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Nach den vorliegenden Angaben des Statistischen Bundesamtes konnte die deutsche Wirtschaft im Laufe des Jahres 2023 nicht wachsen. Nach dem moderaten Wachstum des Vorjahres sank das Bruttoinlandsprodukt um - 0,3 %. Aufgrund des Ukrainekrieges und der dadurch auftretenden Energiepreiskrise sowie aufgrund der Material- und Lieferengpässe fiel das Wachstum negativ aus. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringe Nachfrage aus dem Ausland.

Damit lag das Wirtschaftswachstum im Jahr 2023 wieder deutlich unterhalb des Durchschnittswerts der letzten zehn Jahre von + 1,2 %.

Der Bausektor konnte eine minimale Steigerung um + 0,2 % erreichen, das produzierende Gewerbe verzeichnete jedoch einen Rückgang von - 2,0 %. Alleine der Bereich Dienstleistungen konnte einen nennenswerten Zuwachs von + 2,6 % erreichen.

Das Handelsvolumen der Außenwirtschaft sank 2023 hauptsächlich aufgrund der rückläufigen Export- und Importpreise. So sanken 2023 die Exporte um - 1,2 % und die Importe sogar um -9,9 % gegenüber dem Vorjahr.

Das Zinsniveau wurde 2023 deutlich erhöht, so dass in mehreren Schritten der Hauptfinanzierungssatz der Europäischen Zentralbank von 2,5 % auf 4,5 % anstieg. Der Leitzins hat damit das Zinsniveau zu Beginn der 2000er Jahre wieder erreicht.

Quelle:

https://www.destatis.de/DE/Themen/Wirtschaft/Volkswirtschaftliche-Gesamtrechnungen-Inlandsprodukt/_inhalt.html

Energiewirtschaftliche Entwicklung

Der deutsche Primärenergieverbrauch lag 2023 mit 10.651 Petajoule (Quelle: Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen e.V.) etwa - 8,8 % also deutlich unter dem des Vorjahres (11.675 Petajoule) und ist demnach auf dem niedrigsten Wert seit der Wiedervereinigung. Die wesentlichen Gründe dürften in den Einsparungen aufgrund der immer noch hohen Energiepreise, der zurückgehenden Wirtschaftsleistung und der wärmeren Witterung liegen. Der Anteil der Erneuerbaren am Primärenergieverbrauch 2023 lag mit 2.079 Petajoule bei 19,5 %, ein Zuwachs von + 1,7 % gegenüber dem Vorjahr. Der Erdgasverbrauch fiel weiter aufgrund des Erdgasembargos gegen Russland um nochmals - 3,7 %.

(Quelle: Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen e.V.).

Die Großhandelspreise für Strom zeigten im Berichtsjahr nach den Preis-Eskalationen im Vorjahr einen deutlichen Preisrückgang.

Gründe hierfür waren die deutlich zurückgehenden Sorgen über die Versorgungslage im nächsten Winter aufgrund der Erdgasmangellage, die deutlich steigenden Erdgasspeicherstände und die verbesserte Kraftwerkeverfügbarkeit, aber auch ein signifikanter Rückgang des Bedarfes halfen die Risiken zu reduzieren, so dass sich Ende des Jahres die Strompreise wieder auf einem zwar noch hohen, aber wieder vertretbaren Preisniveau einpendelten.

Die Stromkosten für private und gewerbliche Verbraucher stiegen in den Jahren 2019 bis 2023 vor allem aufgrund der steigenden Großhandelspreise und Netzentgelte. Die EEG-Umlage wurde ab Juli 2022 nicht mehr berechnet und abgeschafft. Dies führte zu einer deutlichen Entlastung aller Stromverbraucher. Zusätzlich wurden durch das Strompreisbremsengesetz weitere Milliardenbeträge zur Entlastung durch die Bundesregierung zur Verfügung gestellt.

Die Preisentwicklung für CO 2 -Verschmutzungsrechte verlief am Anfang des Jahres steigend bis ein Preis von 100 Euro/tCO 2 erreicht wurde. Danach überwogen die schwachen Wirtschaftsdaten, so dass der Preis Ende des Berichtsjahres bei ca. 70 Euro/tCO 2 lag.

Wesentlichen Einfluss auf die künftige Entwicklung des deutschen Strommarktes liegen weiterhin in der Verbrauchsentwicklung sowie dem Ausbau des preisstabileren Anteils der Erneuerbaren Energien. Die Entwicklung des Ukrainekrieges und die gravierenden, globalen Spannungen mit Russland oder im Nahen Osten werden weiterhin die Energiemärkte beeinflussen. Die Verfügbarkeit von Reservekraftwerken wird an Bedeutung gewinnen.

Unternehmensentwicklung

Im vergangenen Geschäftsjahr 2023 blieb die Absatzmenge von Strom im Vergleich zum Vorjahr konstant. Die Absatzmenge von Gas stieg um etwa + 9,0 %, die Absatzmenge von thermischer Energie (Wärme/Kälte) sank um ca. - 12,0 %.

Die nachfolgende Fünfjahresübersicht stellt die Entwicklung von bedeutenden Größen für die IntelligentPower GmbH & Co. KG dar:

2019 2020 2021 2022 2023
Umsatzerlöse in Mio. Euro (vor an HZA abgeführter Strom- und Energiesteuerlast) ca. 174,0 ca. 167,4 ca. 229,2 ca. 365,9 ca. 257,6
Veränderung zum Vorjahr +2,2 % -3,8 % +36,9 % +59,7 % -29,6 %
Energiemengen in TWh. ca. 2,03 ca. 2,00 ca. 1,99 ca. 1,79 ca. 1,78
Veränderung zum Vorjahr +1,8 % -1,5 % - 0,5 % - 10,0 % - 0,6 %
Ergebnis in Teuro ca. 66,6 ca. 58,6 ca. 336,5 ca. 187,8 ca. 150,7
Veränderung zum Vorjahr -17,9 % -12,0 % +474,4 % -44,2 % -19,8 %

Die Energiemengen sanken insgesamt im Jahr 2023 mit ca. - 0,6 % in Summe nur geringfügig.

Die Umsätze sanken angesichts der deutlichen Preisrückgänge im Großhandel extrem. Die Bezugsmengen sanken kongruent zur Absatzmenge minimal, die Bezugskosten für das Lieferjahr 2023 sanken ebenfalls extrem und kongruent zum Umsatz. So konnte auch im Jahr 2023 ein im Verhältnis zum eingesetzten Kapital zufriedenstellendes Betriebsergebnis erreicht werden.

Die Anzahl der Mitarbeiter lag 2023 bei durchschnittlich 5 Mitarbeitern (Vorjahr 5 Mitarbeiter). Der darüber hinaus bestehende zusätzliche Bedarf wurde durch die Beauftragung externer Firmen abgedeckt.

III. Darstellung der Lage

Finanzlage

Die nachhaltig gute Ertragslage sowie die gute Liquidität der IntelligentPower GmbH & Co. KG sichern nach wie vor die finanzielle Unabhängigkeit der Gesellschaft.

Die Liquidität der Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr im Wesentlichen durch den Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit determiniert. Das operative Geschäft wird ausschließlich aus dem betrieblichen Cash-Flow finanziert.

Die Gesellschaft weist am Bilanzstichtag im Vergleich zum Vorjahr einen um TEuro 7.658 höheren Bestand an flüssigen Mitteln von insgesamt TEuro 17.550 auf. Über das gesamte Geschäftsjahr lagen keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten vor.

Aufgrund der gestiegenen Verzinsung von Einlagen erzielte die Gesellschaft im Jahr 2023 Zinserträge in Höhe von insgesamt TEuro 127.

Vermögenslage

Die Bilanz zeigt bei einer für ein Handels- und Vertriebsunternehmen typischerweise niedrigen Investitionstätigkeit vorwiegend kurzfristige Vermögenspositionen sowie laufende Verbindlichkeiten. Die Bilanzsumme beläuft sich auf Mio. Euro 33,7 (Vj.: Mio. Euro 35,3). 99 % der Aktiva entfallen auf das Umlaufvermögen. Bei einer Eigenkapitalquote von 4,23 % (Vj.: 3,70 %) ist die Gesellschaft hauptsächlich durch Fremdkapital finanziert. Im Jahr 2024 wurde eine Gewinnentnahme der eingestellten Gewinnanteile aus den Geschäftsjahren 2012 bis 2020 beschlossen.

Die Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen Kunden und Lieferanten. Die Rückstellungen betreffen neben Handelspartnern und sonstigen Lieferanten auch Rückzahlungen aus den Preisbremsen sowie drohende Gewerbesteuernachzahlungen für Vorjahre.

Ertragslage

Die Umsatzerlöse 2023 lagen ca. 31,0 % unter den Umsätzen des Vorjahres und ca. 13,4 % über den Umsätzen des Vor-Vorjahres. Das Ergebnis 2023 liegt ca. 19,8 % unter dem des Vorjahres und ca. 55,2 % unter dem des Vor-Vorjahres. Die Ergebnisse der letzten fünf Geschäftsjahre waren sämtlich positiv.

An den Aussagen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben sich bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts grundsätzlich keine Änderungen ergeben.

IV. Voraussichtliche Entwicklung

Durch den russischen Militäreinsatz und die im Anschluss verhängten Sanktionen gegen die russische Wirtschaft wurden massive Verwerfungen in den Importpositionen Erdgas und Rohöl in Kauf genommen, die zur fast völligen Einstellung von russischen Erdgaslieferungen nach Europa führten. Diese Situation wird sich auf überschaubare Zeit nicht ändern. Der Bezug von Primärenergieträgern insbesondere Erdgas aus anderen Förderländern und deren Lieferung als LNG wird von hoher Bedeutung sein, genauso wie der Ausbau der Erneuerbaren Energien.

Der Energiemarkt steht somit vor einer ökologischen und ökonomischen Herausforderung, da essentielle Energiemengen nicht mehr zur Verfügung stehen und somit Versorgungsengpässe zu befürchten sind. In diesem Kontext hat die Deutsche Bundesregierung zwangsläufig entsprechende wirtschaftliche Unterstützungen den Bürgern und der Wirtschaft zur Verfügung stellen müssen (Strom- und Erdgaspreisbremse), um einen nicht völligen Einbruch der Wirtschaftsleistung und des Bruttoinlandproduktes in Kauf zu nehmen. Für 2023 wurden zu diesem Zweck milliardenschwere Entlastungen zur Verfügung gestellt.

Dies alles führt zu hohen Anforderungen an die Gesellschaft, die aber aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung und des verhältnismäßig breiten und flexiblen Portfolios an Dienstleistungen und insbesondere den langjährigen Kundenbeziehungen diesen Anforderungen gewachsen ist. Daher ist die IntelligentPower GmbH & Co. KG für den Wettbewerb in Deutschland auch für die kommenden Jahre gut gerüstet, sofern nicht weitere staatliche Eingriffe oder tatsächliche Lieferengpässe zu einer völligen Neugestaltung der Energiemärkte führen. Dies obliegt jedoch den politisch Verantwortlichen in der EU und in Deutschland.

Die Prognose der kurzfristigen Geschäftsentwicklung der IntelligentPower GmbH & Co. KG fällt aufgrund der grundsätzlich vereinbarten nicht mengenlimitierten Bezugs- und Lieferverträge (keine Mindestabnahmemengen) trotz der weiterhin hohen Energiepreise positiv aus. Auch die gesamtwirtschaftliche Entwicklung ist im Jahr 2024 nicht negativ, sondern liegt auf dem Niveau der Vorjahreswerte.

Die Lieferverträge konnten zu einem großen Teil bereits für die Jahre 2024 / 2025 bzw. 2026 / 2027 verlängert werden. Für das Geschäftsjahr 2024 ist mit einer deutlichen höheren Liefermenge aufgrund neuer Versorgungsmandate zu rechnen.

Da sich Umsatzerlöse und Materialaufwand analog dem jeweiligen Großhandelspreisniveau ergeben werden und sich die Preissituation deutlich beruhigt hat, ist mit einem stabilen Ergebnis auf Vorvorjahresniveau zu rechnen.

Investitionen größeren Umfangs sind nicht geplant.

Im November 2024 wurden durch einen Cyberangriff die EDV gestützten Systeme der IntelligentPower GmbH & Co. KG gestört. Es wurden umgehend in Abstimmung mit den Behörden alle notwendigen Maßnahmen ergriffen, um die Folgen dieses Angriffs zu minimieren. Hierzu wurde die gesamte IT-Struktur neu aufgebaut und mit umgehend forensisch untersuchten Daten wieder in Betrieb genommen. Hier ist mit einem einmaligen Aufwand in Sachanlagen und externer Unterstützung von ca. 300.000 Euro zu rechnen.

V. Chancen- und Risikosituation

Im Rahmen des Risikomanagements verfolgt die Gesellschaft die Geschäftsentwicklung systematisch mit dem Ziel, die Lage des Unternehmens laufend beurteilen zu können. Unser Risikomanagement beinhaltet insbesondere:

Risiken bei der Beschaffung (Mengen- und Preisrisiken),

Risiken im Bereich Lieferungen und Leistungen,

Zahlungsstromrisiken,

Kontrahentenrisiken sowie

Pandemierisiken.

Die sich aus dem Cyberangriff ergebenden Erkenntnisse wurden beim Neuaufbau der IT-Struktur konsequent berücksichtigt, so dass ein nochmals verbesserter Schutz der Datenstruktur gewährleistet werden kann.

Folgende Methoden zu ihrer Risikominderung werden angewendet:

Vereinbarung von tagesgenauen Zahlungsplänen

tagesgenaue Terminüberwachung bei den relevanten Geschäftsvorgängen. Hierzu zählen insbesondere die Terminüberwachung von Zahlungsplänen, benötigten Testaten und sämtlichen energiepreisrelevanten Märkten und Kennzahlen

Abschluss von Termingeschäften (Microhedging) zur Absicherung von zukünftigen Lieferverpflichtungen

keine Durchführung von spekulativen Termingeschäften

dauerhaft hoher Geldmittelbestand

Gesundheitsvorsorge und Hygienestandards

Der Geschäftsführung sind keine Risiken bekannt, die für das Unternehmen bestandsgefährdend sind.

Die Geschäftsführung sieht Chancen vor allem in der Beherrschung der energiewirtschaftlichen Prozesse sowie in der Fähigkeit, auf Basis unserer gut qualifizierten Mitarbeiter zügig, flexibel und adäquat auf neue Anforderungen reagieren zu können.

 

München, 31. März 2025

Die Geschäftsführung

Bilanz zum 31.12.2023

IntelligentPower GmbH & Co. KG, München

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 80.006,00 30.166,00
2. geleistete Anzahlungen 0,00 75.785,00
80.006,00 105.951,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 339.897,00 428.360,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 66,00 299,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.105,68 1.530,47
341.068,68 430.189,47
Summe Anlagevermögen 421.074,68 536.140,47
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. fertige Erzeugnisse und Waren 205.378,49 231.758,57
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.320.771,73 16.821.389,04
2. sonstige Vermögensgegenstände 10.240.081,72 7.831.817,37
15.560.853,45 24.653.206,41
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 17.549.936,34 9.892.345,99
Summe Umlaufvermögen 33.316.168,28 34.777.310,97
C. Rechnungsabgrenzungsposten 6.883,63 1.653,33
33.744.126,59 35.315.104,77

PASSIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Kapitalanteile Kommanditisten 73.750,00 73.750,00
II. Rücklagen 1.353.230,24 1.234.544,23
III. Bilanzgewinn 0,00 0,00
Summe Eigenkapital 1.426.980,24 1.308.294,23
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 664.683,23 43.963,27
2. sonstige Rückstellungen 12.088.264,77 4.932.757,53
12.752.948,00 4.976.720,80
C. Verbindlichkeiten
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 193.564,49 1.073.062,64
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 193.564,49 (EUR 1.073.062,64)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.600.000,81 4.409.314,07
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 4.600.000,81 (EUR 4.409.314,07)
3. sonstige Verbindlichkeiten 14.769.058,05 23.547.713,03
- davon aus Steuern EUR 4.399.467,80 (EUR 2.113.609,71)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 0,00 (EUR 56,59)
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 14.769.058,05 (EUR 23.547.713,03)
19.562.623,35 29.030.089,74
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.575,00 0,00
33.744.126,59 35.315.104,77

Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

IntelligentPower GmbH & Co. KG, München

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 240.849.900,90 349.252.145,84
2. sonstige betriebliche Erträge 545.677,34 739.111,24
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 233.870.049,47 331.120.272,36
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 5.984.547,38 17.892.722,95
239.854.596,85 349.012.995,31
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 162.249,33 159.286,72
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 35.699,91 33.965,82
- davon für Altersversorgung EUR 2.576,33 (EUR 2.549,74)
197.949,24 193.252,54
5. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 128.643,09 97.485,30
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 560.002,46 465.681,89
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 126.982,11 0,00
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 630.705,33 34.038,00
9. Ergebnis nach Steuern 150.663,38 187.804,04
10. Jahresüberschuss 150.663,38 187.804,04
11. Einstellungen in Rücklagen
a) in vertragsmäßige Rücklagen 15.066,34 18.780,40
b) in andere Rücklagen 135.597,04 169.023,64
150.663,38 187.804,04
12. Bilanzgewinn 0,00 0,00

Anhang zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023

der IntelligentPower GmbH & Co. KG, München

Amtsgericht München, HRA 78846

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Dabei wurden die für alle Kaufleute geltenden Vorschriften der §§ 246 bis 256a HGB beachtet sowie die ergänzenden Vorschriften der §§ 264 bis 288 HGB angewendet.

Die Gliederung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt entsprechend den Bestimmungen der §§ 266 und 275 i.V.m. § 264a Abs. 1 HGB.

Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung haben wir das Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Die Gesellschaft erfüllt am Bilanzstichtag die Größenmerkmale für große Personenhandelsgesellschaften nach § 264a i. V. m. § 267 Abs. 2 HGB.

II. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände sowie die Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet.

Die Vorräte, Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände, sowie die Bank- und Kassenguthaben sind mit dem Nennwert angesetzt.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 0,5 % (Vorjahr: 0,5 %) der Nettoforderungen gebildet.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen; die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

Die Steuerrückstellungen für das Wirtschaftsjahr sind in Höhe der berechneten Nachzahlungen dotiert. Zusätzlich wurden Rückstellungen für Vorjahre gebildet.

Die Verbrauchsteuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Sämtliche Rückstellungen weisen eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr auf.

Sofern am Bilanzstichtag den von der Gesellschaft getätigten, einzelnen Strom- und Erdgastermingeschäften (Beschaffung) kostendeckende und in jeweils gleicher Höhe abgeschlossene Absatzgeschäfte gegenüber stehen, werden keine Drohverlustrückstellungen gebildet, um ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Ertragslage zu vermitteln.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. Angaben zur Bilanz

1. Anlagevermögen

In der Anlage 3 a zum Anhang ist die Entwicklung des Anlagevermögens dargestellt.

2. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 585 (Vorjahr: TEUR 140) enthalten.

3. Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Ansprüche gegenüber dem Finanzamt in Höhe von TEUR 3.336 (Vorjahr: TEUR 4.862), welche rechtlich erst nach dem Bilanzstichtag entstehen.

4. Eigenkapital

Die Darstellung des Eigenkapitals erfolgte unter Beachtung der Vorschrift § 264c Abs. 2 HGB und des Gesellschaftsvertrags.

5. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für offene Kundengutschriften, für offene Netznutzungskosten sowie für die Rückforderung überzahlter Entlastungen nach dem Strompreisbremsegesetz und dem Erdgas-Wärme-Preisbremsengesetz.

6. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 99 (Vorjahr: TEUR 315) enthalten.

7. Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten umfassen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 3.566 (Vorjahr: TEUR 9.916).

8. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zur Absicherung von Lieferverpflichtungen sind im geschäftsüblichen Rahmen in verantwortungsvoller unternehmerischer Risikovorsorge in die Zukunft gerichtete Verträge über den Bezug von Energie im Rahmen des laufenden Geschäftsbetriebs geschlossen worden.

Im Zusammenhang mit der Erzeugung von Energie bestehen laufende Anlagen-Nutzungsverhältnisse, welche in den Jahren 2024 bis 2027 zu finanziellen Verpflichtungen in Höhe von TEUR 4.277 (Vorjahr: TEUR 5.313) führen.

Es bestehen am Bilanzstichtag sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 150.096(Nettoposition). Dabei handelt es sich um im OTC-Handel abgeschlossene schwebende Strom- und Erdgastermingeschäfte (Beschaffung) für künftige Lieferperioden. Es wurden mit Kunden entsprechende Lieferverträge abgeschlossen, so dass eine offene Position zu keinem Zeitpunkt gegeben ist.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Aufgliederung der Umsatzerlöse

2023 2022
EUR EUR
Strom 141.871.247,74 196.797.052,71
Gas 39.332.355,13 51.561.345,78
Kälte 40.534.376,48 101.489.850,74
Wärme 11.537.253,96 15.870.187,82
Entlastung Preisbremse 24.888.360,14 0,00
Sonstige 396.249,97 487.983,09
Gutschriften/Nachbelastungen Vorjahre -959.692,90 -317.325,23
Umsatzerlöse (brutto) 257.600.150,52 365.889.094,91
Abzüglich vereinnahmte und abgeführte Stromsteuer und Energiesteuer -16.750.249,62 -16.636.949,07
Umsatzerlöse (netto) 240.849.900,90 349.252.145,84

Die Umsatzerlöse werden sämtlich im Inland erzielt.

2. Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

In den Umsatzerlösen sind periodenfremde Erträge aus Nachbelastungen in Höhe von TEUR 171 (Vorjahr TEUR 207) und Stromsteuererstattungen in Höhe von TEUR 182 (Vorjahr TEUR 102) sowie periodenfremde Aufwendungen aus Gutschriften in Höhe von TEUR 1.131 (Vorjahr TEUR 525) enthalten.

In den Aufwendungen für bezogene Waren sind periodenfremde Erträge aus Gutschriften in Höhe von TEUR 827 (Vorjahr TEUR 1.067) sowie periodenfremde Aufwendungen aus Nachbelastungen in Höhe von TEUR 1.726 (Vorjahr TEUR 459) ausgewiesen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 514 (Vorjahr TEUR 703).

V. Sonstige Angaben

1. Zahl der Arbeitnehmer

Während des Geschäftsjahres wurden gemäß § 285 Nr. 7 HGB von der Firma durchschnittlich 5 (Vorjahr: 5) Arbeitnehmer beschäftigt.

2. Honorar des Abschlussprüfers

Das im Aufwand des Geschäftsjahres enthaltene Gesamthonorar beträgt für Abschlussprüfungsleistungen EUR 14.000,00 und für andere Bestätigungsleistungen EUR 32.469,50.

3. Gesellschaftsorgane

Geschäftsführung:

Zur Geschäftsführung und Vertretung ist ausschließlich die persönlich haftende Gesellschafterin, ELAG Geschäftsführungs GmbH, München, berechtigt und verpflichtet.

Als Geschäftsführer der ELAG Geschäftsführungs GmbH waren im Berichtszeitraum bestellt:

 

Herr Dr.-Ing. Klaus Straßburger, Geschäftsführer, München

 

Herr Helmut Jantos, Geschäftsführer, Hannover (bis 12. Dezember 2023)

 

Herr Georg Knott, Geschäftsführer, Penzberg

Bezüglich der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer nach § 285 Nr. 9a HGB wurde von der Möglichkeit des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Mit Gesellschafterbeschluss der ELAG Geschäftsführungs GmbH vom 16. September 2024 wurde Herr Lars von Glahn mit Wirkung zum 1. Oktober 2024 zum weiteren Geschäftsführer bestellt.

Beirat:

Der Beirat bestand zum Bilanzstichtag aus folgenden Mitgliedern:

 

Herr Tim Pfotenhauer, Geschäftsführer, Thüringer Kühlhäuser GmbH Erfurt, Erfurt

 

Herr Michael Weilhart, Dipl.-Ing., München

 

Herr Jan Peilnsteiner, Geschäftsführer, VDKL e.V., Bonn

 

Herr Thorsten Heitland, Geschäftsführer, Kloosterboer BLG Coldstore GmbH, Bremerhaven

 

Herr Michael Weber, Leiter Treasury & Compliance, NORDFROST GmbH & Co. KG, Schortens

Die einzelnen Mitglieder des Beirats haben keine Vergütung erhalten.

4. Komplementär der Gesellschaft

Persönlich haftende Gesellschafterin ist die ELAG Geschäftsführungs GmbH, München, mit einem gezeichneten Kapital von TEUR 25. Sie ist an der Gesellschaft ohne Einlage beteiligt.

5. Vorgänge von besonderer Bedeutung

Die globalen, kriegerischen Auseinandersetzungen stellen einschneidende Ereignisse dar, welche die globale Wirtschaft im allgemeinen und die nationale Wirtschaft im speziellen, stark beeinflussen. Darüber hinaus war die Gesellschaft Ziel eines Cyberabgriffs.

Die sich daraus voraussichtlich ergebenden Auswirkungen für unsere Gesellschaft haben wir im Lagebericht unter Punkt IV. "Voraussichtliche Entwicklung" dargestellt.

6. Ergebnisverwendungsbeschluss

Laut Gesellschaftsvertrag § 8 (3) sind 10% des Jahresüberschusses vorab den Rücklagen zuzuführen. Die Gesellschafter haben beschlossen, dass die verbleibenden 90% des Jahresüberschusses entsprechend den Kapitalanteilen der Kommanditisten den jeweiligen Rücklagenkonten gutgeschrieben werden.

 

München, den 31. März 2025

Für die Geschäftsführung:

gezeichnet

Dr.-Ing. Klaus Straßburger, Geschäftsführer der ELAG Geschäftsführungs GmbH

Georg Knott, Geschäftsführer der ELAG Geschäftsführungs GmbH

Lars von Glahn, Geschäftsführer der ELAG Geschäftsführungs GmbH

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die IntelligentPower GmbH & Co. KG, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der IntelligentPower GmbH & Co. KG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der IntelligentPower GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können je doch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 15. Mai 2025

Geist Fischmann Lins GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Oliver Lins, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses: 20. Mai 2025

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