Stammdaten

Register
Amtsgericht Hildesheim HRB 202356
Eingetragen
20.1.2011
Branche
BeteiligungsgesellschaftenErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der Informationstechnologie
Gegenstand
die Beteiligung an Unternehmen, die allgemeine EDV-Dienstleistungen erbringen und/oder Hard- und Software entwickeln und vertreiben sowie EDV-Projekte als Generalunternehmer durchführen der Erwerb von Immobilien zum Zwecke der Verwaltung, Vermietung und Verpachtung, jedoch keine Tätigkeiten, die der Genehmigung nach § 34c GewO bedürfen

Historie

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Konzern- und Jahresabschlüsse

Aniber GmbH

Gifhorn

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2016

Aktiva

Stand am 31.12.2015
T€
A. Anlagevermögen      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 103.714,47   97
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.079.812,00   2.257
    2.183.526,47 2.354
II. Sachanlagen      
1. Grundstücke und Bauten 8.445.161,15   8.715
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 356.594,67   403
    8.801.755,82 9.118
III. Finanzanlagen (Beteiligungen)   4.500,00 4
    10.989.782,29 11.476
B. Umlaufvermögen      
I. Vorräte      
1. Hilfs- und Betriebsstoffe 2.229,37   16
2. unfertige Leistungen 673.903,63   1.335
3. fertige Erzeugnisse und Waren 0,00   25
    676.133,00 1.376
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.487.028,59   5.297
2. sonstige Vermögensgegenstände 5.356.013,99   3.182
    9.843.042,58 8.479
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten   1.329.799,94 4.015
    11.848.975,52 13.870
C. Rechnungsabgrenzungsposten   274.843,31 281
D. Aktive latente Steuern   25.329,67 33
    23.138.930,79 25.660

Passiva

     
      Stand am 31.12.2015
  T€
A. Eigenkapital      
I. Gezeichnetes Kapital   25.000,00 25
II. Konzerngewinnrücklagen   1.473.486,55 3.033
III. Konzernbilanzverlust (i.V.-gewinn)   -633.420,83 3.183
IV. Ausgleichsposten aus Währungsumrechnung   54.304,55 -68
V. nicht beherrschende Anteile   655.758,18 3.362
    1.575.128,45 9.535
B. Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung   176.580,50 176
C. Rückstellungen      
1. Steuerrückstellungen 169.462,65   72
2. sonstige Rückstellungen 3.557.140,71   4.185
    3.726.603,36 4.257
D. Verbindlichkeiten      
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 14.090.063,54   7.909
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 14.850,00   40
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.241.050,67   775
4. sonstige Verbindlichkeiten 2.314.646,66   2.968
(davon aus Steuern: 1.708.136,33 €; i. V. 2.411 T€,      
im Rahmen der sozialen Sicherheit 77.635,35 €; i. V. 56 T€)      
    17.660.610,87 11.692
E. Rechnungsabgrenzungsposten   7,61 0
    23.138.930,79 25.660

In der ordentlichen Gesellschafterversammlung am 1. September 2018 wurde der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 gebilligt.

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016

Vorjahr
T€
1. Umsatzerlöse   69.005.558,06 85.744
2. Verminderung (i.V. Erhöhung) des Bestandes an unfertigen Leistungen   -660.766,40 257
    68.344.791,66 86.001
3. sonstige betriebliche Erträge   1.268.357,92 1.655
    69.613.149,58 87.656
4. Materialaufwand      
a) Aufwendungen für Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 294.372,98   467
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 3.505.117,89   3.631
    3.799.490,87 4.098
    65.813.658,71 83.558
5. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter 47.791.372,05   58.898
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 8.469.643,12   10.045
  56.261.015,17   68.943
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 672.325,88   702
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 12.069.891,41   12.184
    69.003.232,46 81.829
    -3.189.573,75 1.729
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 182.265,57   111
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 581.937,13   589
    -399.671,56 -478
    -3.589.245,31 1.251
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   288.766,27 186
11. Ergebnis nach Steuern   3.878.011,58 1.065
12. sonstige Steuern   49.927,63 32
13. Aufwand aus Garantiedividenden für nicht beherrschende Anteile   63.750,00 0
14. Konzernjahresfehlbetrag (i. V. -überschuss)   -3.991.689,21 1.033
15. Auf nicht beherrschende Anteile entfallender Verlust (i. V. Gewinn)   -662.342,39 561
16. Konzernverlust (i. V. -überschuss)   -3.329.346,82 472
17. Gewinnvortrag   2.695.925,99 2.711
18. Konzernbilanzverlust (i. V. -gewinn)   -633.420,83 3.183

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2016

I. Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft mit Sitz in Gifhorn ist im Handelsregister des Amtsgerichts Hildesheim unter der Nummer HRB 202356 eingetragen.

Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2016 wurde nach Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung der Vorschriften für Kapitalgesellschaften und der sie ergänzenden Bestimmungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Der Grundsatz der Bewertungsstetigkeit wurde beachtet.

Im Interesse der Klarheit und Übersichtlichkeit werden die gesetzlich vorgeschriebenen Vermerke zu Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung fast ausschließlich im Anhang aufgeführt.

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt worden.

Die Gesellschaft hat im Jahresabschluss 2016 erstmalig das HGB in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) vom 17. Juli 2015, das am 23. Juli 2015 in Kraft getreten ist, angewendet.

Im Rahmen der Einführung des BilRUG erweiterte sich die Definition der Umsatzerlöse. Dementsprechend ist eine Vergleichbarkeit der Umsatzerlöse und sonstigen betrieblichen Erträge 2015 und 2016 nicht mehr gegeben. Ebenso ändert sich der Ausweis einzelner Positionen von sonstigen betrieblichen Aufwendungen zu Aufwendungen für bezogene Leistungen.

2016 BilRUG 2015 BilRUG 2015 BilMoG Änderung 2015
Umsatzerlöse 69.005.558,06 86.090.662,03 85.743.991,19 346.670,84
sonstige betriebliche Erträge 1.268.357,92 1.308.311,38 1.654.982,22 -346.670,84
Summe 70.273.915,98 87.398.973,41 87.398.973,41 0,00
Aufwendungen f. bez. Leistungen 3.505.117,89 3.795.061,66 3.630.863,55 164.198,11
sonstige betr. Aufwendungen 12.069.891,41 12.019.768,97 12.183.967,08 -164.198,11
Summe 15.183.023,94 15.814.830,63 15.814.830,63 0,00

Die allgemeinen Bewertungsvorschriften der §§ 252 bis 256a HGB sowie die besonderen Ansatz- und Bewertungsvorschriften für Kapitalgesellschaften gemäß §§ 270 bis 274 sowie 277 und 290 ff. HGB werden unter Berücksichtigung der Fortführung der Unternehmenstätigkeit angewendet.

II. Konsolidierungskreis

In den Konsolidierungskreis sind nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung neben dem Jahresabschluss der Aniber GmbH folgende Tochter- und Enkelgesellschaften einbezogen worden:

Sitz Anteil Eigenkapital 31.12.2016 Jahresergebnis 2016
% T€ T€
Hönigsberg & Düvel Datentechnik GmbH Wolfsburg 81,0 3.132 -3.569
H&D Business Services GmbH Wolfsburg 100,0 1) 25 0
H&D International GmbH Wolfsburg 100,0 1) 17 -15
H&D IT Solutions GmbH Wolfsburg 100,0 1) 25 0
CATIS GmbH Wolfsburg 100,0 1) 25 0
H&D Training und Consulting GmbH Wolfsburg 100,0 1) 8 0
H&D Automotive Services GmbH Wolfsburg 100,0 1) 25 0
H&D IT Professional Services GmbH Wolfsburg 100,0 1) 8 0
Hönigsberg & Düvel Datentechnik Czech s.r.o. Mladá Boleslav 91,0 1) 1.246 711
H&D ITAS Client Services GmbH Wolfsburg 100,0 1) 25 0
H&D ITAS Infrastructure Services GmbH Wolfsburg 100,0 1) 25 0
H&D ITAS Application Services GmbH Wolfsburg 100,0 1) 25 0
H&D ITAS Süd GmbH Ingolstadt 100,0 1) 10 0
CA Management Services GmbH Wolfsburg 100,0 1) 25 0
Hönigsberg & Düvel Corporation Chattanooga/USA 100,0 1) 176 62
qmo-it GmbH Gifhorn 96,0 1) 724 -38
H&D Services for Engineering Wolfsburg 91,5 1) 25 0

Die Jahresergebnisse von 0 € ergeben sich aufgrund der bestehenden Ergebnisabführungsverträge mit der Hönigsberg & Düvel Datentechnik GmbH.

1) mittelbar über Hönigsberg & Düvel Datentechnik GmbH

III. Konsolidierungsmethoden

Die Kapitalkonsolidierung ist als Vollkonsolidierung nach der Buchwertmethode (für Erwerbe vor dem 1. Januar 2010) bzw. Neubewertungsmethode (für Erwerbe nach dem 31. Dezember 2009) durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem anteiligen Eigenkapital der jeweiligen Beteiligungsgesellschaft zum Erstkonsolidierungszeitpunkt erfolgt. Die aus der Kapitalkonsolidierung verbleibenden aktiven Unterschiedsbeträge sind gemäß § 309 Abs. 1 Satz 1 HGB a. F. als Geschäftswert (2,080 Mio. €) aktiviert worden.

Der passivische Unterschiedsbetrag beträgt 177 T€.

Für nicht dem Mutterunternehmen gehörende Anteile an den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen ist gemäß § 307 HGB ein Ausgleichsposten für nicht beherrschende Anteile im Eigenkapital gebildet worden.

Die zwischen den konsolidierten Unternehmen bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten wurden gegenseitig aufgerechnet (Schuldenkonsolidierung). Eine Aufrechnung von Drittschuldverhältnissen ist nicht vorgenommen worden.

Phasengleich vereinnahmte konzerninterne Gewinnübernahmen wurden storniert. Konzerninterne Gewinnübernahmen für das Vorjahr wurden mit dem Gewinnvortrag verrechnet.

Umsätze und andere Erträge aus Lieferungen und Leistungen sowie Zinsen zwischen den einbezogenen Gesellschaften sind mit den auf sie entfallenden Aufwendungen verrechnet (Aufwands- und Ertragskonsolidierung).

IV. Währungsumrechnung

Die Währungsumrechnung erfolgte für die Bilanzposten grundsätzlich mit den Stichtagskursen. Lediglich für das zu konsolidierende Eigenkapital erfolgte die Umrechnung zu historischen Kursen. Die Währungsdifferenz wurde erfolgsneutral in den Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" umgegliedert. In der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte die Umrechnung zum Durchschnittskurs.

V. Erläuterungen zur Konzernbilanz

Die in den Konzernabschluss übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden der einbezogenen Unternehmen werden einheitlich gemäß den nachstehend beschriebenen Grundsätzen bilanziert.

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und - soweit ihre Nutzung zeitlich begrenzt ist - vermindert um planmäßige teils lineare, teils degressive Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer bewertet.

Im Berichtsjahr wurde von dem steuerlichen Wahlrecht gemäß § 6 Abs. 2 Satz 1 EStG Gebrauch gemacht und Vermögensgegenstände von über 150,00 € bis 410,00 € sofort abgeschrieben.

Die Geschäfts- und Firmenwerte werden über eine Laufzeit von 4 bzw. 15 Jahren abgeschrieben.

Die individuelle betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der in 2014 entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte (GoF) beläuft sich auf 15 Jahre. Wesentliche Faktoren für die Ausweitung der Nutzungsdauer sind die Stabilität und Bestandsdauer der Branche, aus der die Unternehmensanteile erworben wurden sowie der Lebenszyklus der Dienstleistungen der Gesellschaften. Die Nutzungsdauer ist sehr langfristig angelegt, welches u.a. dadurch dokumentiert wird, dass Neuinvestitionen in Bürogebäude mit einer Gesamtlaufzeit von 27 Jahren getätigt wurden. Des Weiteren wird das Thema "Industrie 4.0", welches ein zentrales Produktthema der Branche, aus der die Unternehmensanteile erworben wurden, darstellt und bereits heute als die "4. Industrielle Revolution" bezeichnet wird, langfristige, positive Auswirkungen sowie Veränderungen der Absatz- und Beschaffungsmärkte als auch der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nach sich ziehen.

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem nachfolgenden Anlagengitter ersichtlich:

Anlagengitter

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 01.01.2016 Währungsdifferenz Zugang des laufenden Geschäftsjahres Abgang Stand am 31.12.2016
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 890.452,10 0,27 91.254,62 8.586,91 973.120,08
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.679.142,53     19.773,64 2.659.368,89
  3.569.594,63 0,27 91.254,62 28.360,55 3.632.488,97
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke und Bauten 9.093.911,04       9.093.911,04
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.799.618,76 1.335,15 120.606,67 87.657,90 1.833.902,68
  10.893.529,80 1.335,15 120.606,67 87.657,90 10.927.813,72
III. Finanzanlagen (Beteiligungen) 4.500,00       4.500,00
Summe I. - III. 14.467.624,43 1.335,42 211.861,29 116.018,45 14.564.802,69
Abschreibungen (kumuliert)
Stand am 01.01.2016 Währungsdifferenz des laufenden Geschäftsjahres Abgang Stand am 31.12.2016
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 793.738,33 0,01 84.253,62 8.586,35 869.405,61
2. Geschäfts- oder Firmenwert 422.325,03   177.005,50 19.773,64 579.556,89
  1.216.063,36 0,01 261.259,12 28.359,99 1.448.962,50
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke und Bauten 378.131,27   270.618,62   648.749,89
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.396.846,55 33,19 140.448,14 60.019,87 1.477.308,01
  1.774.977,82 33,19 411.066,76 60.019,87 2.126.057,90
III. Finanzanlagen (Beteiligungen) 0,00       0,00
Summe I. - III. 2.991.041,18 33,20 672.325,88 88.379,86 3.575.020,40
Buchwerte
Stand am 01.01.2016 Stand am 31.12.2016
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 96.713,77 103.714,47
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.256.817,50 2.079.812,00
  2.353.531,27 2.183.526,47
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke und Bauten 8.715.779,77 8.445.161,15
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 402.772,21 356.594,67
  9.118.551,98 8.801.755,82
III. Finanzanlagen (Beteiligungen) 4.500,00 4.500,00
Summe I. - III. 11.476.583,25 10.989.782,29

Die unter Vorräten ausgewiesenen unfertigen Leistungen sind zu Herstellungskosten unter Einbeziehung von Einzel- und Gemeinkosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB bewertet. Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungskosten bewertet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bzw. niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben 4.178 (i. V. 2.836) T€ eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände von 5.665 (i.V. 5.653) T€ haben sämtlich eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen gegen einen Gesellschafter in Höhe von 919 (i.V. 70) T€.

Aktive latente Steuern betreffen Steuerabgrenzungen in den USA. Latente Steuern werden zur Berücksichtigung zukünftiger steuerlicher Folgen einer temporären Differenz gebildet. Die Bewertung erfolgt entsprechend den amerikanischen Steuersätzen. Die latenten Steuern wurden mit einem durchschnittlichen Steuersatz von 28,5 % berechnet. Die latenten Steuern betragen zum Bilanzstichtag 25 T€ (Stand 31.12.2015 = 33 T€; ertragswirksame Auflösung =8T€).

Das Stammkapital ist zum Nennbetrag angesetzt und voll eingezahlt.

Aus der Erstkonsolidierung der Hönigsberg & Düvel Datentechnik GmbH resultierte mit Stand zum 1. Januar 2016 ein passivischer Unterschiedsbetrag in Höhe von 3.033 T€, der in die Konzerngewinnrücklagen eingestellt wurde, da er aus thesaurierten Gewinnen resultiert. Aufgrund des Hinzuerwerbs von weiteren 27,2 % Anteilen an der Hönigsberg & Düvel Datentechnik GmbH resultiert ein aktivischer Unterschiedsbetrag in Höhe von -1.560 T€, der mit den Konzerngewinnrücklagen verrechnet wurde. Zum 31. Dezember 2017 ergeben sich Konzerngewinnrücklagen in Höhe von 1.473 T€.

Im Konzernbilanzverlust ist ein Gewinnvortrag in Höhe von 2.696 (i. V. 2.711) T€ enthalten.

Der Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung betrifft einen Anteilserwerb und ergibt sich aus der Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem anteiligen Eigenkapital.

Die Rückstellungen decken die erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen und wurden zum Erfüllungsbetrag dotiert. Sie betreffen insbesondere Aufwendungen für Personal (2.130; i. V. 3.753 T€) sowie Verpflichtungen aus ausstehenden Eingangsrechnungen (255; i. V. 195 T€). Zudem wurden Rückstellungen für Restrukturierung (1.068; i. V. 174 T€) gebildet.

Die zum Erfüllungsbetrag bewerteten Verbindlichkeiten gliedern sich nach Restlaufzeiten wie folgt:

davon mit einer Restlaufzeit
bis 1 Jahr über 1 Jahr über 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 14.090.063,54 2.982.424,54 11.107.639,00 5.005.075,00
  (7.908.923,00) (692.308,00) (2.769.232,00) (4.447.383,00)
erhaltene Anzahlungen aus Bestellungen 14.850,00 14.850,00    
  (40.210,00) (40.210,00)    
Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung 1.241.050,67 1.241.050,67    
  (774.884,05) (774.884,05)    
sonstige Verbindlichkeiten 2.314.646,66 2.314.646,66    
  (2.967.845,77) (2.967.845,77)    
  17.660.610,87 6.552.971,87 11.107.639,00 5.005.075,00
  (11.691.862,82) (4.475.247,82) (2.769.232,00) (4.447.383,00)

Die Zahlen in Klammern beziehen sich auf das Vorjahr.

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ist ein Darlehen (Valuta zum 31. Dezember 2016: 7.217 T€; i. V. 7.909 T€) durch Grundschulden in Höhe von nom. 8,1 Mio. € besichert. Des Weiteren wird für das Darlehen durch alle inländischen Tochter- und Enkelgesellschaften eine gesamtschuldnerische Mithaft übernommen. Ein weiteres Darlehen (Valuta zum 31. Dezember 2016: 5.000 T€; i.V. 0 T€) ist durch Verpfändung der erworbenen Geschäftsanteile besichert. Für das Darlehen wird durch eine inländische Tochtergesellschaft eine gesamtschuldnerische Mithaft übernommen.

In den sonstigen Verbindlichkeiten ist eine Verbindlichkeit mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr gegenüber Gesellschaftern i.H.v. 244 (i.V. 269) T€ enthalten.

Die Verbindlichkeiten sind - abgesehen von den üblichen Eigentumsvorbehalten - ungesichert.

VI. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Von den Umsatzerlösen entfallen auf Deutschland 90,4 (i. V. 91,8) % sowie auf das Ausland 9,6 (i. V. 8,2) %.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten 234 (i. V. 149) T€ aus der Auflösung von Rückstellungen sowie 61 (i. V. 115) T€ periodenfremde Erträge und Währungsdifferenzen von 8 (i. V. 134) T€.

Von den Personalaufwendungen entfallen 181 (i. V. 210) T€ auf Aufwendungen für die Altersversorgung.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Spenden in Höhe von 55 (i. V. 59) T€, Aufwendungen für Vorjahre 63 (i. V. 81) T€, Ausbuchungen von Forderungen 73 (i. V. 116) T€ und Währungsdifferenzen von 18 (i. V. 16) T€. Weiterhin sind außergewöhnliche Aufwendungen für Restrukturierung von 1.108 (i. V. 500) T€ enthalten.

Die Belastung mit Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betrifft das laufende Geschäftsjahr 2016 (215; i. V. 157 T€), Steuern für Vorjahre aufgrund einer Betriebsprüfung (66; i. V. 7 T€) sowie die Veränderung der latenten Steuern (8; i. V. 30 T€).

VII. Sonstige Angaben

Geschäftsführer der Muttergesellschaft:

Herr Dipl.-Ing. Bernhard Hönigsberg, Sprecher der Geschäftsführung

Frau Anita Hönigsberg, Geschäftsführerin des H&D Konzerns Bereich Verwaltung

Von der Schutzklausel gemäß § 314 Abs. 3 HGB i. V. m. § 386 Abs. 4 HGB wurde Gebrauch gemacht

In 2016 waren gemäß § 267 Abs. 5 HGB durchschnittlich beschäftigt:

Vorjahr
Arbeitnehmer 1.149 1.428
Aushilfen 8 15
gemäß § 267 Abs. 5 HGB 1.157 1.443
Auszubildende 25 30
Geschäftsführer 13 13
  1.195 1.486

Es bestehen wesentliche finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3 HGB aufgrund von:

- lmmobilien-Leasingvertrag: Laufzeit bis zu einem Jahr: 963 T€
  Laufzeit bis zu fünf Jahren: 3.862 T€
  Laufzeit über fünf Jahre (fest vereinbarte Zahlungen bis Ende 1. Mietperiode 31.12.2029) 7,9 Mio. €
  Nach Ablauf der ersten Mietperiode besteht die Möglichkeit des Erwerbs der Immobilie bzw. der Fortführung des Leasingvertrages, wobei die dann zu zahlenden Leasingraten noch nicht feststehen.
- Software-Leasingverträgen: Laufzeit bis zu einem Jahr: 1.115 T€
  Laufzeit bis zu fünf Jahren: 190 T€
- Kfz-Leasingverträgen: ein Obligo besteht in Höhe von insgesamt 986 T€.
- EDV-Leasingverträgen: ein Obligo besteht in Höhe von insgesamt 913 T€.

Der Zweck der Leasingverträge liegt in wirtschaftlichen (Sicherstellung der Liquidität) und bilanzpolitischen (Verkürzung der Bilanzsumme) Gründen.

Die Kfz- und EDV-Leasingverträge sind durch Sicherungsübereignung des jeweiligen Leasing-Gegenstandes besichert.

Wesentliche sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB bestehen für Mieten (jährlicher Aufwand 437 T€).

Die eingeräumten Kreditlinien (Kontokorrente) erfolgten ohne Sicherheiten.

Zum Bilanzstichtag hat die Gesellschaft Forderungen im Rahmen eines sog. "echten" Factorings von 7.913 (i. V. 8.935) T€ verkauft. Das Factoring dient der kurzfristigen Verbesserung der Kapitalstruktur und Liquidität des Unternehmens. Sämtliche Forderungsausfallrisiken gehen auf die Käufer über.

Zur Begrenzung der Zinsänderungsrisiken bei Kontokorrentverbindlichkeiten bestehen Zinsswapvereinbarungen über 5 Mio. € mit einer Laufzeit bis 2020. Die Höhe des mit der Bewertungseinheit abgesicherten Risikos hängt von der zukünftigen Inanspruchnahme der Kontokorrentlinie ab. Aufgrund der Übereinstimmung der Parameter von Grund- und Sicherheitsgeschäft handelt es sich bei der Bewertungseinheit um einen Micro-Hedge. Die gegenläufigen Zahlungsströme gleichen sich bis zum 30. November 2020 aus.

Zur Zinssicherung eines langfristigen Darlehens (nom. 8,1 Mio. €) wurde ein Zinsbegrenzungsgeschäft (CapTransaktion) in Form einer Höchstsatz-Vereinbarung (Rate Cape-Agreement) mit einer Laufzeit vom 29. September 2023 bis zum 30. September 2028 abgeschlossen. In 2013 wurde eine Prämie in Höhe von 224 T€ gezahlt.

Ereignisse, die besondere Bedeutung für die Ertrags-, Finanz- und/oder Vermögenslage des Hönigsberg & Düvel Datentechnik Konzerns haben könnten, sind nach Ende des Geschäftsjahres nicht eingetreten. Auf Abschnitt 3 im Lagebericht wird verwiesen.

Das Gesamthonorar des Konzernabschlussprüfers beträgt 79 T€ und betrifft Abschlussprüfungsleistungen (75 T€) sowie sonstige Leistungen (4 T€).

 

Gifhorn, den 29. August 2018

Aniber GmbH

gez. Anita Hönigsberg

gez. Bernhard Hönigsberg

Geschäftsführung

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der Aniber GmbH, Gifhorn, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang, Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalspiegel - und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr von 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags des Mutterunternehmens liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags des Mutterunternehmens und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht im Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns, entspricht den gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dar.

Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht zur finanziellen Situation unter Abschnitt 3 hin".

 

Braunschweig, den 30. August 2018

PKF FASSELT SCHLAGE
Partnerschaft mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft
Rechtsanwälte

Troch, Wirtschaftsprüferin

Villwock, Wirtschaftsprüfer

Entwicklung des Konzerneigenkapitals

Mutterunternehmen
Gezeichnetes Kapital Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital Kumuliertes übriges Konzernergebnis/ Eigenkapital
Währungsdifferenzen
T€ T€ T€ T€
Stand am 1. Januar 2015 25 5.744 -116 5.653
Gewinnausschüttungen       0
Übrige Veränderungen     48 48
Konzernjahresüberschuss   472   472
Stand am 31. Dezember 2015 25 6.216 -68 6.173
Stand am 1. Januar 2016 25 6.216 -68 6.173
Hinzuerwerb Anteile von Minderheitsgesellschafter   -1.928   -1.928
Gewinnausschüttungen       0
Übrige Veränderungen   -118 122 4
Konzernjahresergebnis   -3.330   -3.330
Stand am 31. Dezember 2016 25 840 54 919
Minderheitsgesellschafter Konzerneigenkapital
Minderheitenkapital Kumuliertes übriges Konzernergebnis Eigenkapital
Währungsdifferenzen
T€ T€ T€ T€
Stand am 1. Januar 2015 239 3.136 3.375 9.028
Gewinnausschüttungen   -574 -574 -574
Übrige Veränderungen     0 48
Konzernjahresüberschuss   561 561 1.033
Stand am 31. Dezember 2015 239 3.123 3.362 9.535
Stand am 1. Januar 2016 239 3.123 3.362 9.535
Hinzuerwerb Anteile von Minderheitsgesellschafter   -1.878 -1.878 -3.806
Gewinnausschüttungen   -165 -165 -165
Übrige Veränderungen   -1 -1 3
Konzernjahresergebnis   -662 -662 -3.992
Stand am 31. Dezember 2016 239 417 656 1.575

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016

2016
T€
Konzernjahresergebnis (vor Anteil fremder Gesellschafter) -3.992
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 672
Cash earninges nach DVFA/SG -3.320
Abnahme der Rückstellungen -628
Zunahme/Abnahme der Vorräte, Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie andere Aktive, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -667
Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -209
Gewinne/Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -10
Zinsaufwendungen 582
Zinserträge -182
Ertragsteueraufwand 289
Ertragsteuerzahlung/-erstattung (saldiert) -174
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -4.319
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -91
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 36
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -121
Erhaltene Zinsen 182
Cashflow aus Investitionstätigkeit 6
Auszahlungen aus Eigenkapitalherabsetzungen an andere Gesellschafter -3.806
Auszahlungen für die Tilgung von (Finanz-) Krediten -692
Einzahlungen aus der Aufnahme von (Finanz-) Krediten 5.000
Gezahlte Zinsen -582
Gezahlte Dividenden an andere Gesellschafter -165
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -245
Zahlungswirksame Veränderungen -4.558
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 4.015
Finanzmittelfonds am Ende der Periode -543
T€
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.330
kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -1.873
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds am Ende der Periode -543

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2016

1. Grundlagen des Unternehmens

Der Aniber Konzern ist grundsätzlich weltweit als IT- und Engineering-Dienstleister tätig. Dabei ist die Aniber GmbH als Konzernmutter des Teilkonzerns Hönigsberg & Düvel Datentechnik GmbH (im Folgenden H&D Teilkonzern) lediglich als Holding Gesellschaft tätig. Projekte werden zum überwiegenden Teil in Deutschland und hier vor allem in Wolfsburg, Braunschweig, Salzgitter, Gifhorn, Hannover, Berlin, Osnabrück, Ingolstadt und Sindelfingen durchgeführt. In geringerem Umfang werden Projekte auch im europäischen und außereuropäischen Ausland bearbeitet.

Geschäftsführer der Aniber GmbH sind Herr und Frau Höngisberg. Vorsitzender der Geschäftsführung ist unverändert Herr Hönigsberg. Als weitere Geschäftsführer des H&D Teilkonzerns zeichnen Frau Hönigsberg, Herr Düvel (bis 25.05.2016), Herr Lehmann und Frau Raabe (seit 23.08.2016) als Chief Operating Officer (COO) verantwortlich.

Die Hönigsberg & Düvel Datentechnik GmbH hält alle Verträge für am Markt akquirierte Projekte. Über Geschäftsbesorgungsverträge werden Projekte jeweils an Tochtergesellschaften zur fachqualifizierten Abarbeitung weitergegeben.

Administrative Tätigkeiten wie bspw. die finanzielle Steuerung, Personalbeschaffung und -betreuung sowie weitere wichtige administrative Tätigkeiten sind an die H&D Business Services GmbH (HDBS), eine 100%ige Tochtergesellschaft der Hönigsberg & Düvel Datentechnik GmbH, ausgelagert. Ebenso erfolgt das Risikomanagement aus der HDBS heraus.

Die Hauptgeschäftsfelder des H&D Teilkonzerns bestehen unverändert in der Erbringung von IT- und Engineering-Dienstleistungen. Als Generalunternehmer werden Projekte zum Festpreis realisiert, Outsourcing-Projekte im Kundenauftrag gefahren sowie Software und Applikationen (Apps) im Auftrag der Kunden entwickelt. Weitere wesentliche Geschäftsfelder sind Industrie 4.0/IT-Shopfloor sowie IT-Consulting.

Im Berichtszeitraum wurden im Gesamtkonzern durchschnittlich 1.157 (Vj. 1.443) Mitarbeiter sowie 13 (Vj. 13) Geschäftsführer beschäftigt.

Entwicklung der operativen Konzerngesellschaften:

H&D IT Professional Services GmbH (ITPS):

Diese Tochtergesellschaft wurde mit der Durchführung verschiedener Projekte vornehmlich in den Bereichen Banken und Versicherungen sowie der Zulieferindustrie im Automotiveumfeld beauftragt. An die ITPS wurden insgesamt Aufträge von rd. EUR 3,9 Mio. (Vj. EUR 5,4 Mio.) von der H&D vergeben. Der Grund für den starken Umsatzrückgang in Höhe von EUR 1,5 Mio. ist erneut die Verlagerung von Projekten in andere Gesellschaften des H&D Konzerns im Rahmen einer Neuausrichtung der Geschäftsfelder. In der ITPS wurden zum Bilanzstichtag 58 (Vj. 128) Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen beschäftigt.

H&D IT Automotive Services GmbH - Teilkonzern -:

Der Teilkonzern umfasst die Gesellschaften H&D IT Automotive Services GmbH, H&D ITAS Client Services GmbH, H&D ITAS Application Services GmbH, H&D ITAS Infrastructure Services GmbH und die H&D ITAS Süd GmbH.

Insgesamt wurde in diesem Teilkonzern ein Umsatzvolumen von EUR 25,3 Mio. (Vj. EUR 34,8 Mio.) erwirtschaftet. Dies ist gleichbedeutend mit einem Umsatzrückgang von EUR 9,0 Mio. (26,2%) und resultiert ist im Wesentlichen aus Projektstreichungen des Hauptauftraggebers aufgrund von Sparmaßnahmen bedingt durch die sog. VW Dieselgate Affäre. Das Ergebnis vor Steuern reduzierte sich hierdurch auf EUR -1,2 Mio. (Vj. EUR 1,9 Mio.).

Insgesamt beschäftigte der ITAS Teilkonzern 346 (Vj. 448) Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zum 31.12.2016, hiervon zwei Geschäftsführer.

H&D IT Solutions GmbH (ITSO):

Die ITSO führte Projekte mit einem Umsatzvolumen von EUR 18,5 Mio. (Vj. EUR 20,4 Mio.) durch. Dies ist gleichbedeutend mit einem Umsatzrückgang von EUR 1,9 Mio. Dieser begründet sich vor allem aus den Folgen der sog. VW Dieselgate Affäre und den damit verbundenen kundenseitigen Projektstreichungen zur kurzfristigen Kosteneinsparung. Unverändert stammen rd. 90 % der Umsätze vom einem Hauptauftraggeber im Automotivebereich. Das Ergebnis vor Steuern beläuft sich auf EUR 0,06 Mio. (Vj. 1,4 Mio.). Die Mitarbeiteranzahl belief sich zum Stichtag auf 207 (Vj. 222). Hiervon wurden zwei Personen als Geschäftsführer beschäftigt.

H&D Training und Consulting GmbH (TC):

An diese Tochtergesellschaft wurden Umsätze in Höhe von EUR 0,8 Mio. (Vj. EUR 1,6 Mio.) vergeben. Die Teilverlagerung von Themen in andere Gesellschaften des H&D Konzerns haben zu einem Umsatzrückgang von rd. 50 % geführt. Das Ergebnis vor Steuern belief sich auf EUR -0,1 Mio. (Vj. EUR -2,1 Mio). TC beschäftigte zum Stichtag keine (Vj. 48) Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen mehr. Diese Leistungen wurden von anderen Gesellschaften des H&D Konzerns eingekauft.

CATIS GmbH - Teilkonzern -:

Über diesen Teilkonzern werden Projekte vor allem im Non-IT-Umfeld abgewickelt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden insgesamt Umsatzerlöse in Höhe von EUR 5,5 Mio. (Vj. EUR 3,2 Mio.) generiert. Das Betriebsergebnis schloss im Vergleich zum Vorjahr mit einem Verlust in Höhe von EUR 0,25 Mio. (Vj. EUR 0,85 Mio. Gewinn) ab. Hintergrund hierfür war vor allem die im Rahmen der Neuausrichtung erfolgte Übernahme von diversen Projekten anderer Gesellschaften des H&D Konzerns mit geringen und teilweise negativen Deckungsbeiträgen. Zum Bilanzstichtag wurden im Teilkonzern insgesamt 112 (Vj. 28) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon ein Geschäftsführer, beschäftigt.

H&D International GmbH:

Über die H&D International werden alle Projekte mit internationalem Kontext abgewickelt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde eine Betriebsstätte in Polen eröffnet, um hierüber die Aufträge aus Polen direkt abzuwickeln.

Insgesamt wurden über diese Gesellschaft Aufträge mit einem Umsatzvolumen in Höhe von EUR 0,8 Mio. (Vj. EUR 0,02 Mio) abgewickelt. Das Betriebsergebnis belief sich auf EUR 0,02 Mio. (Vj. EUR 0,00 Mio.). Zum 31.12.2016 waren in der Gesellschaft 15 (Vj. 2) Mitarbeiter sowie 0 (Vj. 1) Geschäftsführer beschäftigt.

H&D Services for Engineering GmbH (HDSfE):

Hauptgeschäftsfeld dieser Gesellschaft ist die Erbringung von ingenieurtechnischen Dienstleistungen. Insgesamt wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr Aufträge mit einem Umsatzvolumen von EUR 9,5 Mio. (Vj. EUR 14,1 Mio.) an die HDSfE zu Abwicklung vergeben. Dieser starke Umsatzrückgang ist vor allem den Auswirkungen der VW Diesegate Affäre und den damit verbundenen Sparmaßnahmen des Hauptauftraggebers geschuldet.

Das Ergebnis vor Steuern reduzierte sich dabei auf EUR -2,5 Mio. (Vj. EUR -0,5 Mio.). Zum Bilanzstichtag wurden in der Gesellschaft noch 158 (Vj. 199) Mitarbeiter beschäftigt. Hiervon waren zwei Personen als Geschäftsführer beschäftigt.

qmo-it GmbH (qmo):

Die qmo wickelt vor allem Aufträge im Consultingbereich ab. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden hier Umsätze in Höhe von EUR 2,2 Mio. (Vj. EUR 1,3 Mio.) generiert. Für das abgelaufene Geschäftsjahr ergibt sich ein Ergebnis vor Steuern i.H.v. EUR 0,04 Mio. (Vj. EUR 0,02 Mio.). Zum 31.12.2016 war in der Gesellschaft kein (Vj. 10) Mitarbeiter mehr beschäftigt. Diese wurden im Rahmen der Projektneuorganisation in andere Gesellschaften des H&D Konzerns verlagert.

Hönigsberg & Düvel Datentechnik Czech s.r.o. (HDCZ):

Diese Tochtergesellschaft in der Tschechien Republik am Standort Mlada Boleslav stellt inzwischen die größte Auslandsgesellschaft des Konzerns dar. In 2016 wurde ein Umsatz von umgerechnet EUR 3,2 Mio. (Vj. EUR 2,2 Mio.) mit einem Betriebsergebnis in Höhe von umgerechnet EUR 0,9 Mio. (Vj. EUR 0,5 Mio.) erwirtschaftet. Die Gesellschaft beschäftigte zum Bilanzstichtag neben der Geschäftsführerin 80 (Vj. 53) weitere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.

Hönigsberg & Düvel Corporation, Chattanooga, USA (HDUS):

Nachdem die Gesellschaft in Mexiko in 2015 abgewickelt wurde, ist die Gesellschaft jetzt die einzige Auslandsgesellschaft des H&D Konzerns außerhalb Europas. Im Geschäftsjahr 2016 reduzierten sich im Vergleich zum Vorjahr die Umsatzerlöse um EUR 1,6 Mio. auf umgerechnet EUR 3,0 Mio. (Vj. EUR 4,6 Mio.). Der Gewinn vor Steuern belief sich auf umgerechnet EUR 0,1 Mio. (Vj. EUR 0,3 Mio.) erzielt. Die Gesellschaft hat zum Bilanzstichtag insgesamt 21 (Vj. 76) Mitarbeiter beschäftigt. Davon war eine Person als Geschäftsführer eingesetzt.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Ertragslage

Das Jahresergebnis 2016 von EUR - 4,0 Mio. (Vj. EUR 1,0 Mio.) gliedert sich wie folgt:

2016 Vorjahr +/-
EUR Mio. EUR Mio. EUR Mio.
Umsatzerlöse 69,0 85,7 -16,7
Rohertrag 64,6 81,9 -17,3
Zinsergebnis -0,4 -0,5 0,1
Betriebsergebnis/Ordentliches Ergebnis -2,2 2,2 -4,4
Neutrales Ergebnis -1,5 -1,0 -0,5
Ergebnis vor Ertragsteuern und Garantiedividenden -3,6 1,2 -4,8
Ertragsteuern 0,3 0,2 0,1
Garantiedividende 0,1 0,0 0,1
Konzernjahresergebnis -4,0 1,0 -5,0

Der im Vorjahr prognostizierte Umsatz von EUR 74,3 Mio. wurde im Geschäftsjahr 2016 um EUR 5,3 Mio. unterschritten. Die Umsatzerlöse ermäßigten sich um 19,5 % auf EUR 69,0 Mio. (Vj. EUR 85,7 Mio.) und stammen zu über 80 % von einem Hauptauftraggeber im Automotivbereich. Ursächlich für diesen Umsatzrückgang sind die Auswirkungen der sog. VW Dieselgate Affäre und die damit verbundenen massiven Sparmaßnahmen des Hauptabnehmers. Rund 20 % der Umsatzerlöse wurden bei anderen Auftraggebern erwirtschaftet, die etwas zur Stabilisierung beigetragen haben. Als Branchen sind hier vor allem Banken, Versicherungen sowie der gehobene, produktionsnahe Mittelstand zu nennen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge reduzierten sich um EUR 0,4 Mio. auf EUR 1,3 Mio. (Vj. EUR 1,7 Mio.). Die Reduktion resultiert im Wesentlichen aus der Umgliederung von Mieterträgen hin zu Umsatzerlösen gem. BilRUG sowie aus Währungskursdifferenzen.

Materialaufwendungen setzen sich hauptsächlich aus Aufwendungen für bezogene Leistungen zusammen. Diese reduzierten sich im abgelaufenen Geschäftsjahr nur um EUR 0,1 Mio. auf EUR 3,5 Mio. (Vj. EUR 3,6 Mio.) und resultieren unverändert aus dem Einsatz von Zeitarbeitskräften und Freelancern.

Die Personalaufwendungen gingen ebenfalls um 18,4 % zurück und beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr noch auf EUR 55,8 Mio. (Vj. EUR 68,3 Mio.). Hintergrund für diesen Rückgang ist der rückläufige Umsatz, der mit entsprechendem Personalabbau in den operativen als auch administrativen Bereichen einherging. Trotz der zum Bilanzstichtag stark rückläufigen Mitarbeiteranzahl hat sich die Personalaufwandsquote (Personalaufwand/Gesamtleistung) im Aniber Konzern im Vergleich zum Vorjahr auf 79,5 % in 2015 auf 81,6 % erhöht.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich leicht um EUR 0,1 Mio. auf EUR 12,1 Mio. (Vj. EUR 12,2 Mio.). Dieser Rückgang findet seine Begründung vor allem in der Reduzierung der Instandhaltungsaufwendungen um EUR 0,1 Mio.

Das Betriebsergebnis/ordentliche Ergebnis hat sich im Vergleich zur Vorperiode um EUR 4,4 Mio. auf EUR -2,2 Mio. (Vj. EUR 2,2 Mio.) vermindert. Hintergrund hierfür ist der Rückgang der Gesamtleistung um EUR 17,6 Mio., welche durch Reduzierungen der Personalaufwendungen um EUR 12,5 Mio. sowie weiteren Kostenreduzierungen im Volumen von EUR 0,1 Mio. nicht kompensiert werden konnte.

Die Steuerquote (Ertragsteueraufwand/Jahresergebnis) ist auf 0,0 % (Vj. 15,0 %) im Vergleich zur Vorperiode gesunken. Durch im Geschäftsjahr 2014 erfolgter Abschlüsse von Beherrschungsverträgen mit Ergebnisabführung (EAVs) zwischen der Hönigsberg & Düvel Datentechnik GmbH und ihren inländischen Tochtergesellschaften wurden in den Einzelgesellschaften entstandene Gewinne mit Verlusten anderen Konzerngesellschaften verrechnet. Die ausgewiesenen Steuern i.H.v. EUR 0,3 Mio. (Vj. EUR 0,2 Mio.) resultieren aus Steuerzahlungen vor allem der Auslandsgesellschaften und betreffen hauptsächlich das abgelaufene Geschäftsjahr.

2.2. Finanzlage

Zur Finanzierung stehen neben dem Eigenkapital dem Umsatzvolumen entsprechende Kreditmittel zur Verfügung, die im Rahmen des Cashpoolings bedarfsgerecht den inländischen Konzerngesellschaften jeweils kurzfristig zur Verfügung gestellt werden.

Die Konzerneigenkapitalquote (Eigenkapital/Bilanzsumme) hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 30,4 Prozentpunkte auf 6,8 % (Vj. 37,2 %) verschlechtert. Ursächlich hierfür ist vor allem der Konzernverlust in Höhe von EUR 4,0 Mio., der Erwerb von weiteren Anteilen an der Hönigsberg & Düvel Datentechnik GmbH, sowie eine im Vergleich zum Vorjahr um EUR 2,5 Mio. geringere Bilanzsumme. Hierzu beigetragen hat der durch Abschreibungen bedingte Rückgang des Anlagevermögens um EUR 0,5 Mio. sowie die Reduzierung der Bankguthaben um EUR 2,7 Mio.

Das Konzerneigenkapital reduzierte sich aufgrund des Konzernverlustes und der Konsolidierungsmaßnahmen aufgrund der Anteilszukäufe um EUR 7,9 Mio. auf nunmehr EUR 1,6 Mio. (Vj. EUR 9,5 Mio.). Das verbleibende Konzerneigenkapital kann als noch ausreichend bezeichnet werden. Die mit den refinanzierenden Kreditinstituten vereinbarten das Eigenkapital betreffenden Financial Covenants konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht mehr eingehalten werden. Eine Kündigung der gewährten Kreditlinien durch die refinanzierenden Banken hatte dies nicht zur Folge (vgl. hierzu auch die Ausführungen unter Punkt 3).

Die Verbindlichkeiten haben sich im Vergleich zur Vorperiode um EUR 6,0 Mio. auf EUR 17,7 Mio. (Vj. EUR 11,7 Mio.) erhöht. Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten i.H.v. EUR 14,1 Mio. (Vj. EUR 7,9 Mio.) entfallen EUR 12,2 Mio. (Vj. EUR 7,9 Mio.) auf langfristige Kredite zur Finanzierung des Büroneubaus (EUR 7,2 Mio; Vj. EUR 7,9 Mio.) sowie zur Finanzierung der Anteilszukäufe (EUR 5,0 Mio.; Vj. EUR 0,0 Mio.). Kurzfristige Kredite in Höhe von EUR 1,9 Mio. (Vj. EUR 0,0 Mio.) wurden zur Finanzierung des Umlaufvermögens aufgenommen.

Die restlichen Verbindlichkeiten sind sämtlichst kurzfristiger Natur. Als größte Positionen zu nennen sind sonstige Verbindlichkeiten mit EUR 2,3 Mio. (Vj. EUR 3,0 Mio.) - resultierend hauptsächlich aus Steuern - sowie mit EUR 1,2 Mio. (Vj. EUR 0,8 Mio.) aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die folgende verkürzte Kapitalflussrechnung nach den Grundsätzen des Deutschen Rechnungslegungsstandards Nr. 21 (DRS 21) zeigt die Entwicklung der Liquidität:

2016 Vorjahr
EUR EUR
Mio. Mio.
Cash earnings nach DVFA/SG -3,3 1,7
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -4,3 3,6
Cashflow Investitionstätigkeit 0,0 -0,4
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -0,2 -0,5
Zahlungswirksame Veränderungen -4,5 2,7
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 4,0 1,3
Finanzmittelfonds am Ende der Periode -0,5 4,0

Es ist festzustellen, dass sich die Cash Earnings im Vergleich zum Vorjahr aufgrund des deutlich rückläufigen Ergebnisses auf EUR - 3,3 Mio. reduziert haben.

Vor allem die Abnahme der kurzfristigen Rückstellungen um EUR 0,6 Mio., die Zunahme der Vorräte, Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind um EUR 0,7 Mio. bei gleichzeitiger Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind in Höhe von EUR 0,2 Mio. führen maßgeblich zu einem negativen Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von EUR 4,3 Mio.

Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen und das Sachanlagevermögen mit einem Volumen von EUR 0,2 Mio. und erhaltene Zinsen von 0,2 Mio Euro führen zu einem Cashflow aus Investitionstätigkeit von EUR 0,0 Mio.

Auszahlungen für die Tilgung von (Finanz-) Krediten i.H.v. EUR 0,6 Mio., gezahlte Zinsen von EUR 0,6 Mio. sowie Dividendenzahlungen an Gesellschafter in Höhe von EUR 0,2 Mio. führen vorläufig zu einem negativen Cashflow aus Finanzierungstätigkeit von EUR 1,4 Mio. Durch Auszahlungen aus Eigenkapitalherabsetzungen an andere Gesellschafter i.H.v. 3,8 Mio € und gleichzeitiger Aufnahme von Finanzkrediten i.H.v. 5,0 Mio Euro ergibt sich ein gesamter negativer Cashflow aus Finanzierungstätigkeit von 0,2 Mio Euro.

Es ergeben sich somit zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds i.H.v. EUR -4,5 Mio., so dass sich dieser am Ende der Periode auf EUR -0,5 Mio. beläuft.

Das Working Capital (kurzfristiges Vermögen abzüglich kurzfristiges Fremdkapital) hat sich im Vergleich zum Vorjahr aufgrund des rückläufigen Umsatzes bei gleichzeitigem Anstieg des kurzfristigen Fremdkapitals aufgrund der Verlustsituation negativ entwickelt und beläuft sich auf EUR 1,3 (Vj. 2,3 Mio.).

Die Liquidität wird im Rahmen des zentralen Cashmanagements (Cash Pooling) überwacht. Dem Konzern stehen dem Umsatzvolumen entsprechende Kreditlinien zur Verfügung. Langfristige Investitionen sind durch entsprechend langfristige Kredite refinanziert.

2.3. Vermögenslage

Das Anlagevermögen besteht sowohl aus Immateriellem Vermögensgegenständen in Form von Geschäfts- und Firmenwerten sowie aus Sachanlagen vor allem aus Immoblilienvermögen.

Immaterielle Vermögensgegenstände beinhalten in 2014 erworbene Firmenanteile von Minderheitsgesellschaftern, die über einen Zeitraum von 15 Jahren abgeschrieben werden. Diese beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf mit EUR 2,1 Mio. (Vj. EUR 2,3 Mio.).

Das Sachanlagevermögen veränderte sich im Vergleich zum Vorjahr nur geringfügig und wies nach Abschreibungen einen Wert von EUR 8,8 Mio. (Vj. EUR 9,1 Mio.) aus.

Das Umlaufvermögen verminderte sich um EUR 2,0 Mio. auf EUR 11,9 Mio. (Vj. EUR 13,9 Mio.). Diese Reduzierung resultiert im Wesentlichen aus dem Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um EUR 0,8 Mio. auf nunmehr EUR 4,5 Mio (Vj. EUR 5,3 Mio.) sowie der Verminderung der der Bankguthaben um EUR 2,7 Mio. auf EUR 1,3 Mio. (Vj. EUR 4,0 Mio.).

2.4. Gesamtaussage zur Lage des Konzerns

Über alles ist die Gesamtlage des Aniber Konzerns noch als ausreichend zu bezeichnen. Diese Beurteilung gilt auch mit Blick auf den gesamten Geschäftsverlauf 2016. Die sog. VW Dieselgate Affäre des Hautauftraggebers hat erheblichen Einfluss auf die Umsatzentwicklung gehabt. Kosteneinsparungen des Hauptauftraggebers führten zu einer bedeutsamen Umsatzreduktion im abgelaufenen Geschäftsjahr, die trotz eingeleiteter Gegensteuerungsmaßnahmen nur bedingt aufgefangen werden konnten.

Ein Umsatzrückgang von EUR 16,7 Mio. auf EUR 69,0 Mio. (Vj. EUR 85,7 Mio.) konnte trotz massiver Kostensenkungen verbunden mit Personalfreisetzungen und Einführung von Kurzarbeit bei einer Konzerngesellschaft nicht kompensiert werden, so dass am Ende des Geschäftsjahres ein Konzernverlust in Höhe von EUR 3,3 Mio. (Vj. EUR 0,5 Mio. Konzernüberschuss) zu verzeichnen ist.

Der Konzernverlust wird durch das thesaurierte Eigenkapital aufgefangen, führt jedoch dazu, dass sich die Eigenkapitalquote von im Vorjahr noch 37,2 % auf nunmehr 6,8 % vermindert.

Der Aniber Konzern ist langfristig aufgrund der Investitionen in das Bürogebäude und dem Erwerb der Anteile mit EUR 12,2 Mio. (Vj. EUR 7,9 Mio.) verschuldet. Im kurzfristigen Bereich reicht das Umlaufvermögen i.H.v. EUR 11,5 Mio. (Vj. EUR 11,0 Mio.) aus, um die kurzfristigen Verbindlichkeiten i.H.v. EUR 10,3 Mio. (Vj. EUR 8,7 Mio.) zu decken. Es ergibt sich eine Überdeckung i.H.v. EUR 1,2 Mio. (Vj. Überdeckung i.H.v. EUR 2,3 Mio.).

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Infolge der sog. VW Dieselgate Affäre wurden von mehreren Gesellschaften des H&D Teilkonzerns Jahresfehlbeträge erzielt, die von der Muttergesellschaft des H&D Teilkonzerns unmittelbar oder mittelbar übernommen werden mussten, so dass die Hönigsberg und Düvel Datentechnik GmbH (HuD GmbH) ihrerseits in 2016 einen Verlust von EUR 3,6 Mio. ausweist, der noch durch den bestehenden Gewinnvortrag und ausreichende Liquidität gedeckt werden konnte. Daraufhin hat die Geschäftsführung der HuD GmbH die Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, beauftragt, einen Independent Business Review inklusive der Planungsplausibilisierung für die Geschäftsjahre 2017 und 2018 für die deutschen Unternehmen der Hönigsberg und Düvel-Gruppe durchzuführen. Auf Basis der Management-Planungen werden zukünftig wieder positive Jahresergebnisse erzielt und freie Liquidität in der Gruppe zur Verfügung stehen. Erst bei einer deutlichen Verfehlung der Umsatzziele, bei gleichzeitiger Vornahme von Anpassungsmaßnahmen, werden die bestehenden Linien temporär überzogen, so dass weitere Liquidität zugeführt werden müsste. In einer weiteren Stellungnahme hat die Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, eine positive Beurteilung der Durchfinanzierung der deutschen Gesellschaften des Hönigsberg & Düvel Konzerns bis zum 31. Dezember 2018 abgegeben, allerdings unter der Voraussetzung, dass der erforderliche Finanzierungsrahmen bis zum 31. Dezember 2018 von den finanzierenden Banken aufrecht erhalten wird.

Am 16. Februar 2018 hat die HuD GmbH beim Land Niedersachsen eine Antrag auf Übernahme eine Bürgschaft für einen Kredit in Höhe von 3,5 Mio. € gestellt. Dazu wurde unter Einbeziehung der Ist-Zahlen 2017 von der HuD GmbH die Planung für die deutsche HuD-Gruppe bis Ende 2020 erweitert und die Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, beauftragt, eine Plausibilitätsbeurteilung durchzuführen. Im Gutachten "Project Gate 2.0 Ergänzung zum Bericht Plausibilisierung und Beurteilung der Durchfinanzierung der H&D Gruppe vom 30. Oktober 2017` vom 13. März 2018 wird bestätigt, dass sofern der angenommene Finanzierungsrahmen durch die Bürgschaftsgewährung erhalten bleibt, an der Durchfinanzierung der deutsche HuD-Gruppe keine ernsthaften Zweifel bestehen.

Mit dem Gutachten "Projekt Gate 2.0 zweite Ergänzung zum Bericht Plausibilisierung und Beurteilung der Durchfinanzierung der H&D Gruppe vom 30. Oktober 2017` vom 15. März 2018 hat die Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, untersucht, ob und unter welchen Bedingungen eine Durchfinanzierung der deutschen HuD-Gruppe ohne Erlangung der Landesbürgschaft gegeben ist. Im Ergebnis wird beurteilt, dass die Durchfinanzierung der deutschen HuD-Gruppe auch ohne Landesbürgschaft gegeben ist, sofern der im Gutachten angenommene Finanzierungsrahmen erhalten bleibt und die Umsetzung der bislang noch nicht initiierten Maßnahmen am 1. April 2018 gestartet wird.

Die HuD GmbH hat mit Schreiben vom 27. März 2018 die Zusage des Niedersächsischen Finanzministeriums über eine Landesbürgschaft für einen Kredit der Commerzbank AG, Hamburg, konsortialiter mit der Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg, Gifhorn, unter bestimmten Konditionen, Bedingungen und Auflagen in Höhe von 3,5 Mio. € und mit einer Laufzeit bis zum 31. Dezember 2022 erhalten.

Nach Erhalt der Zusage für eine Landesbürgschaft wurde der aktuelle Sachstand im Hinblick auf die zur Durchfinanzierung notwendigen Finanzierungsbeiträge in einer dritten Ergänzung zum Bericht "Projekt Gate 2.0 Plausibilisierung und Beurteilung der Durchfinanzierung der H&D Gruppe vom 30. Oktober 2017` vom 16. Mai 2018 der Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, dargestellt. Im Schlussurteil dieses Gutachtens wird mit Bezug auf das Gutachten vom 13. März 2018 bestätigt, dass der für eine Durchfinanzierung der deutschen HuD-Gruppe notwendige Finanzierungsrahmen von 16,5 Mio. € sowie eine Factoringlinie von 4,0 Mio. € mit überwiegender Wahrscheinlichkeit bis zum 31. Dezember 2020 gegeben ist bzw. erhalten bleibt.

Unter Berücksichtigung der Gutachten und der Zusage über die Landesbürgschaft kann daher zum diesjährigen Bilanzstichtag von der going-concern-Prämisse gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB ausgegangen werden.

Sollte diese positive Entwicklung im H&D Teilkonzern in den Jahren 2018 bis 2020 jedoch nicht eintreten, wäre die Entwicklung und der Bestand des Aniber Konzerns aufgrund der engen wirtschaftlichen Verflechtung ebenfalls zukünftig gefährdet.

Die Konzerngeschäftsführung nimmt zusammen mit dem Risikomanager das Risikomanagement wahr. Ferner wird in quartalsweisen Sitzungen im erweiterten Managementkreis über alle Projekte berichtet. Ggf. auftretende Störungen in den Projekten oder sich abzeichnende Risiken werden hier frühzeitig aufgedeckt und geeignete Gegensteuerungsmaßnahmen eingeleitet.

Der Chief Operation Officer (COO) führt im 14-tägigem Rhythmus zusammen mit dem Vorsitzenden der Geschäftsführung Einzel-Jour-Fixe mit den operativen Geschäftsführern durch. In diesen Meetings wird u.a. über besondere Vorkommnisse in den Projekten, sich abzeichnende Störungen und sich daraus ergebende Risiken sowie bereits ergriffene Steuerungsmaßnahmen reportet.

Der hohe Umsatzanteil bei nur einem Leistungsabnehmer, stellt bei den Konzerngesellschaften nach wie vor ein Klumpenrisiko dar. Ein Ausfall dieses Leistungsabnehmers könnte zu erheblichen Verwerfungen innerhalb des Aniber Konzerns mit damit verbundenen massiven Ausfallrisiken führen. Von einem Ausfall dieses Hauptleistungsabnehmers geht die Konzerngeschäftsführung derzeit jedoch nicht aus. Es besteht unverändert das Ziel, die Abhängigkeit von einem Auftraggeber durch konsequenten Ausbau des 2nd tier-Geschäftes und den Angang von Mittelstandskunden zu verringern.

Liquiditäts- und Ausfallrisiken zeichnen sich unter Berücksichtigung der oben gemachten Ausführungen derzeit keine ab. Die Liquidität wird für alle Konzerngesellschaften zentral überwacht und über das Cashpooling auch den inländischen Konzerngesellschaften zur Verfügung gestellt. Hier wird auch ein mögliches Zinsänderungsrisiko entsprechend abgesichert. Zahlungsverzögerungen können ohne Einschränkungen überbrückt werden.

Im Rahmen einer täglich aktualisierten Offenen Postenliste (OP-Liste) werden alle Forderungen zentral überwacht. In wöchentlichem Rhythmus erhalten alle Geschäftsführer eine Liste der offenen Forderungen sowie deren Fälligkeiten. Einzelne Posten, die drohen überfällig zu werden, sind besonders markiert. Die verantwortlichen Manager und Geschäftsführer haben die Verpflichtung, unmittelbar beim Kunden bezüglich dieser Forderungen nachzufassen und zur Zahlung aufzufordern.

Vorgenannten Punkte berücksichtigend, wird die Gesamtrisikolage des Aniber Konzerns von der Konzerngeschäftsführung unverändert als herausfordernd aber als beherrschbar beurteilt.

Dennoch ist aufgrund der Nachwirkungen der VW Dieselgate Affäre eine seriöse Einschätzung der damit verbundenen Risiken für den Gesamtkonzern nach wie vor schwer möglich. Zur Zeit wird jedoch davon ausgegangen, dass die Risiken ausreichend bekannt und beherrschbar sind und diese den Fortbestand des Aniber Konzerns nicht nachhaltig gefährden. Die Konzerngeschäftsführung geht davon aus, dass der Aniber Konzern auch in Zukunft über seine Konzerngesellschaften am Markt erfolgreich operieren wird.

Die Bundesregierung aber auch die führenden Wirtschaftsinstitute gehen für 2017 von einem durchschnittlichen Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts (BIP) i.H.v. 1,9 % aus. Der Branchenverband Bitcom sieht für 2017 aufgrund der fortschreitenden Digitalisierung für den ITK Gesamtmarkt ein Wachstum von 1,3 % voraus.

Die Chancen des Aniber Konzerns für die nächsten Jahre liegen in der speziellen Situation des Hauptkunden, der unter erheblichen Kostendruck steht, um die eigene Transformation hin zu neuen Geschäftsmodellen voranzutreiben. Hierzu sind Lösungen gefragt, welche dem Auftraggeber der Aniber Konzerngesellschaften helfen, erhebliche Kostensenkungen in der bestehenden IT Infrastruktur zu realisieren. Dieses mit dem Ziel, die aus diesem Transformationsprozess freiwerdenden Mittel in den Aufbau neuer IT Systeme zur Unterstützung der neuen Geschäftsmodelle investieren zu können.

Bereits seit 2015 investiert der Aniber Konzern in den Auf- und Ausbau einer strategischen Partnerschaft mit einem indischen Unternehmen. In dieser Kombination ergeben sich vor allem Chancen in:

1.

Der Realisierung von Kostensenkungen durch konsequentes Offshoring und Optimierung der Leistungsprozesse im eigenen Unternehmen

2.

Der gesteigerten Innovationsfähigkeit durch das Einbringen und den Zugriff auf Technologie-, Branchen- und Geschäftsprozess Know How eines indischen Partners zur Mehrwertdarstellung gegenüber dem Hauptauftraggeber und zur Differenzierung gegenüber des Wettbewerbs

Als wesentliche Risiken bei der zukünftigen Geschäftsentwicklung zu nennen sind:

1.

Unveränderter Fachkräftemangel

2.

Externe Rahmenbedingungen, die sich beim Hauptabnehmer durch die Nachwirkungen der VW Dieselgate Affäre ergeben

3.

Fehlende Akzeptanz für einen indischen Dienstleister auf der operativen Ebene des Hauptkunden, um die zur Kostenreduzierung erforderlichen Offshore-Leistungen erbringen zu können

4.

Lieferfähigkeit der Konzerngesellschaften außerhalb der Region Wolfsburg, Gifhorn, Braunschweig

Um die geplanten Umsatz- und Ergebnisziele zu erreichen, wird es im Geschäftsjahr 2017 unverändert darauf ankommen, dass hoch qualifizierte Mitarbeiter trotz der Verunsicherungen durch die VW Dieselgate Affäre gehalten bzw. neu am Arbeitsmarkt beschafft werden können. Hier wird die Konzerngesellschaft H&D Business Services GmbH (HDBS) mit der zentralen Personalabteilung gefordert sein, um die Rekrutierung des erforderlichen Personals sicherzustellen.

Vorgenannte Einflussfaktoren berücksichtigend kann zusammenfassend festgehalten werden, dass die Konzerngeschäftsführung für 2017 trotz der Nachwirkungen der VW Dieselgate Affäre von einer leichten Umsatzerhöhung auf ein Niveau von rd. EUR 73,7 Mio. (Vj. 69,0 Mio.) ausgeht. Auf dieser Basis wird trotz fortgeführter Kostenmaßnahmen dennoch mit einem Verlust in Höhe von rd. EUR 1,6 Mio. gerechnet. Für diesen Fall haben die Gesellschafter der HuD GmbH bereits avisiert, Kapital in Form eines Gesellschafterdarlehens mit qualifiziertem Rangrücktritt nachzufahren.

Soweit es die Planungen für 2018 bereits zulassen geht die Konzerngeschäftsführung des Aniber Konzerns davon aus, dass in 2018 der Turn Around in geschafft ist, alle Kostenmaßnahmen ihre volle Wirksamkeit entfaltet haben und bei einem Umsatzanstieg auf rd. EUR 76,0 Mio. ein ausgeglichenes Ergebnis erzeilt werden kann.

4. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zur Begrenzung von Zinsänderungsrisiken bei Kontokorrentverbindlichkeiten wurden Zinsswapgeschäfte in Höhe von EUR 5,0 Mio. mit einer Laufzeit bis zum 30. November 2020 abgeschlossen. Die Höhe des mit der Bewertungseinheit abgesicherten Risikos hängt von der zukünftigen Inanspruchnahme der eingeräumten Kontokorrentlinie ab. Aufgrund der Übereinstimmung der Parameter von Grund- und Sicherungsgeschäft handelt es sich bei dieser Bewertungseinheit um einen sog. Micro-Hedge. Die gegenläufigen Zahlungsströme gleichen sich zum 30. November 2020 aus.

Zur Absicherung des langfristigen Zinsänderungsrisikos aus der Finanzierung des Büroneubaus über EUR 8,1 Mio. wurde für die Zeit nach der 10jährigen Festzinsphase für die Zeit vom 29. September 2023 bis zur vollständigen Tilgung zum 30. September 2028 ein Zinscap abgeschlossen. Die CAP-Rate/Höchstsatz beläuft sich auf 2,05 % p.a.

 

Gifhorn, den 29. August 2018

Aniber GmbH

gez. Anita Hönigsberg

gez. Bernhard Hönigsberg

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