Prodalim
Rauner GmbH
Neuhausen
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Lagebericht
für das Geschäftsjahr 2023
1.
Grundlagen der Gesellschaft
Geschäftsmodell der Gesellschaft
Die Prodalim Rauner GmbH mit Sitz in Neuhausen
(nachfolgend die "Gesellschaft") ist Teil der
Prodalim-Gruppe (mit der obersten Muttergesellschaft
Prodalim Investments Ltd., Tel Aviv, Israel), einem
globalen Anbieter von Lösungen für
natürliche Inhaltsstoffe für die Lebensmittel-
und Getränkeindustrie.
Die Gesellschaft wurde 2017 als Prodalim Germany GmbH
gegründet und übernahm zum 1. Januar 2022 die
Rauner Fruchtsäfte-Konzentrate e.K. und deren
Produktionsstätten in Neuhausen. Seitdem ist die
Gesellschaft in Neuhausen ansässig und produziert
insbesondere rote Fruchtsäfte und -konzentrate
inklusive Bio-Produkte für Industriekunden.
Grundsätzlich werden die Kunden weltweit beliefert,
wobei der Großteil des Umsatzes auf dem deutschen und
europäischen Markt erzielt wird.
Steuerungssysteme
Die Geschäftsführung verwendet zur
Steuerung und Überwachung der
Geschäftstätigkeit die Umsatzerlöse, das
Rohergebnis, das EBITDA (Earnings before Interest, Tax and
Depreciation/Amortization) und den Jahresüberschuss
als finanzielle Leistungsindikatoren. Anhand dieser
Indikatoren wird die strategische bzw. operative
Zielerreichung in regelmäßigen Abständen
überprüft.
Forschung und Entwicklung
Die Prodalim-Gruppe verfügt über drei
firmeneigene Labors in Europa, drei firmeneigene Labors in
den USA und eines in Brasilien für die
routinemäßige Produktanalyse, die Entwicklung
neuer Produkte und die strenge Kontrolle der
Produktqualität.
Die Gesellschaft führt selbst keine Forschung
und Entwicklung durch und aktiviert daher keine
Entwicklungskosten.
2.
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen, Geschäftsverlauf
und Lage der Gesellschaft
Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene
Rahmenbedingungen
Die deutsche Wirtschaft wurde durch hohe Preise auf
allen Ebenen der Wirtschaft, ungünstige
Finanzierungsbedingungen und eine geringe Nachfrage
gedämpft. Infolgedessen sank das Bruttoinlandsprodukt
in Deutschland im Jahr 2023 um 0,3%. (Quelle: DESTATIS,
Pressemeldung Nr. 019 vom 15. Januar 2024).
Der Fruchtsaftmarkt in Deutschland konnte seinen
Umsatz von 3,25 Milliarden Euro auf 3,35 Milliarden Euro im
Jahr 2023 leicht steigern. Witterungsbedingte Schwankungen
bei der Ernte und der damit verbundenen Verfügbarkeit
von Rohstoffen gehören zum normalen
Geschäftsbetrieb der Fruchtsafthersteller. Die
extremen Witterungsbedingungen der letzten Jahre, die oft
zum Totalausfall einzelner Obstsorten führen, sowie
die Kostensteigerungen entlang der gesamten
Wertschöpfungskette erhöhen jedoch das
wirtschaftliche Risiko für die Unternehmen. (Quelle:
Verband der deutschen Fruchtsaft-Industrie e.V. - Verband
der deutschen Fruchtsaft-Industrie, Pressemitteilung vom
16. Mai 2024 "Deutsche Fruchtsaft-Industrie kämpft mit
Ernteausfällen und Kostensteigerungen").
Aus Sicht der Geschäftsleitung waren die
gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen
Rahmenbedingungen für die Gesellschaft im Jahr 2023
herausfordernd.
Geschäftsverlauf
Seit der Übernahme der Rauner
Fruchtsäfte-Konzentrate e.K. und deren
Produktionsstätten in Neuhausen zum 1. Januar 2022
liegt der Fokus auf der Integration des
Geschäftsbetriebs in die Prodalim-Gruppe. Dies gilt
insbesondere für die Verschlankung und Optimierung der
Geschäftsprozesse. So wurde im Jahr 2022 ein
Sale-and-Lease-Back-Vertrag für das
Produktionsgebäude und die Produktionsanlagen
abgeschlossen und im Jahr 2023 wurde Factoring
eingeführt.
Ein leichter Preisrückgang führte zu einem
Rückgang der Umsatzerlöse von TEUR 29.968 auf
TEUR 28.566. Der Materialaufwand einschließlich
der Bestandsveränderungen sank leicht von TEUR 20.703
auf TEUR 20.567. Die Materialaufwandsquote
(einschließlich Bestandsveränderungen) stieg
damit von 69,1% auf 72,0%. Diese Entwicklung spiegelt die
Gegebenheit wider, dass die Einkaufspreise für
Rohstoffe im Jahr 2022 sehr hoch waren und die
Herstellungskosten der im Vorjahr aufgebauten Vorräte
zu erhöhten Aufwendungen im Jahr 2023 führten.
Die Ausbuchung von Verbindlichkeiten in Höhe von
TEUR 625 hat sich positiv auf die sonstigen betrieblichen
Erträge ausgewirkt. Im Vorjahr waren in den sonstigen
betrieblichen Erträgen jedoch auch positive Effekte
aus dem Sale and Lease Back in Höhe von TEUR 578
enthalten, so dass sich die sonstigen betrieblichen
Erträge insgesamt von TEUR 613 auf TEUR 872
erhöhten.
Die Zahl der Mitarbeiter hat sich durch
Neueinstellungen im laufenden Jahr leicht von 32 auf
durchschnittlich 34 erhöht. Darüber hinaus wurde
seit September 2023 ein neuer lokaler
Geschäftsführer eingestellt. Insgesamt
erhöhte sich der Personalaufwand von TEUR 2.200 auf
TEUR 2.685. Dieser Anstieg spiegelt auch die
Gehaltserhöhungen des Geschäftsjahres wider.
Insgesamt sank der Jahresüberschuss von TEUR
1.411 auf TEUR 301.
Aus Sicht des Managements war der
Geschäftsverlauf der Gesellschaft trotz des
Rückgangs von Umsatz und Jahresüberschuss
zufriedenstellend. Durch die Integration des
Geschäftsbetriebs in die Prodalim-Gruppe entspricht
die Entwicklung von Umsatz und Jahresüberschuss im
Wesentlichen den Erwartungen.
Lage der Gesellschaft Zur Darstellung der Lage der
Gesellschaft werden im Folgenden Ausführungen zur
Ertragslage und hier insbesondere zur Umsatzentwicklung
sowie zur Finanz- und Vermögenslage des
Geschäftsjahres gemacht.
Ertragslage
Ein leichter Preisrückgang führte zu einem
Rückgang des Umsatzes von TEUR 29.968 auf TEUR 28.566.
Der Materialaufwand inklusive Bestandsveränderungen
sank leicht von TEUR 20.703 auf TEUR 20.567. Die
Materialaufwandsquote (einschließlich
Bestandsveränderungen) stieg damit von 69,1% auf
72,0%. Diese Entwicklung spiegelt die Gegebenheit wider,
dass die Einkaufspreise für Rohstoffe im Jahr 2022
sehr hoch waren und die Herstellungskosten der im Vorjahr
aufgebauten Vorräte zu erhöhten Aufwendungen im
Jahr 2023 führten.
Die Ausbuchung von Verbindlichkeiten in Höhe von
TEUR 625 hat sich positiv auf die sonstigen betrieblichen
Erträge ausgewirkt. Im Vorjahr waren in den sonstigen
betrieblichen Erträgen jedoch auch positive Effekte
aus dem Sale and Lease Back in Höhe von TEUR 578
enthalten, so dass sich die sonstigen betrieblichen
Erträge insgesamt von TEUR 613 auf TEUR 872
erhöhten.
Die Zahl der Mitarbeiter hat sich durch
Neueinstellungen im laufenden Jahr leicht von
durchschnittlich 32 auf 34 erhöht. Darüber hinaus
wurde seit September 2023 ein neuer lokaler
Geschäftsführer eingestellt. Insgesamt
erhöhte sich der Personalaufwand von TEUR 2.200 auf
TEUR 2.685. Dieser Anstieg spiegelt auch die
Gehaltserhöhungen des Geschäftsjahres wider.
Die Abschreibungen verringerten sich von TEUR 235 auf
TEUR 94, insbesondere durch den Abgang von
Anlagevermögen im Zuge des
Sale-and-Lease-Back-Vertrags im Jahr 2022.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen im
Geschäftsjahr leicht von TEUR 4.892 auf TEUR 5.093 und
sind insbesondere auf allgemeine Kostensteigerungen
zurückzuführen.
Der Zinsaufwand in Höhe von TEUR 549 (Vorjahr
TEUR 559; angepasstes Vorjahr TEUR 421) resultiert aus
Gesellschafterdarlehen und kurzfristigen Darlehen von
Banken.
Der Steueraufwand verringerte sich entsprechend dem
Rückgang des zu versteuernden Einkommens von TEUR 569
auf TEUR 146.
Insgesamt verringerte sich der Jahresüberschuss
aufgrund der oben beschriebenen Effekte von TEUR 1.411 auf
TEUR 301.
Finanzlage
Die Liquidität resultiert im Wesentlichen aus
dem operativen Cashflow der Gesellschaft, der durch die
Veränderung der Positionen des Working Capital
beeinflusst wird. Darüber hinaus bestehen
Gesellschafterdarlehen und kurzfristige Darlehen aus einem
Kreditrahmenvertrag mit einer Bank. Das
Gesellschafterdarlehen wird unter der Position
"Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern"
ausgewiesen und beträgt unverändert zum Vorjahr
TEUR 11.800. Im Vorjahr wurde ein Teil des
Gesellschafterdarlehens in Höhe von TEUR 6.000 noch
als "Kapitalrücklage" im Eigenkapital ausgewiesen. Der
Ausweis wurde im laufenden Jahr korrigiert.Positiv auf die
Finanzlage wirkte sich der Abschluss eines
Factoringvertrages im Jahr 2023 aus, der zu einem starken
Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen führte. Insgesamt wirkte sich der starke
Rückgang der Vorräte, Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 2.613
positiv auf den operativen Cashflow des
Geschäftsjahres aus. Dagegen wirkten sich der Abbau
der Rückstellungen um TEUR 144, der Abbau der
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um
TEUR 451 und der Abbau der innerhalb der sonstigen
Verbindlichkeiten ausgewiesenen Steuerverbindlichkeiten um
TEUR 538 negativ auf den operativen Cashflow aus. Der
Finanzierungs-Cashflow wurde insbesondere durch den Abbau
der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um
TEUR 534 beeinflusst. Insgesamt verringerte sich der
Finanzmittelbestand leicht von TEUR 112 auf TEUR 53.
Im Geschäftsjahr wurden Investitionen in
Höhe von TEUR 255 getätigt, die insbesondere aus
Mieterdarlehen im Zusammenhang mit dem
Immobilienleasingvertrag resultieren. Die Mieterdarlehen
werden monatlich bis zum Ende der Mietzeit gezahlt.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen in den
nächsten Jahren resultieren aus langfristigen
Mietverträgen im Zusammenhang mit dem
Sale-and-Lease-Back-Vertrag für das
Produktionsgebäude und die Produktionsanlagen in
Höhe von TEUR 7.496. Darüber hinaus bestehen
Investitionsverpflichtungen für Mieterdarlehen in
Höhe von TEUR 3.551 bis zum Ende der Mietzeit.
Insgesamt belaufen sich die sonstigen finanziellen
Verpflichtungen auf TEUR 11.047.
Liquiditätsengpässe waren im
Geschäftsjahr und sind auch zum jetzigen Zeitpunkt
nicht ersichtlich. Nach Ansicht der
Geschäftsführung ist die Gesellschaft in der
Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht
nachzukommen. Die Finanzlage der Gesellschaft ist
insbesondere durch die Gesellschafterdarlehen und die
Unterstützung durch den Gesellschafter sowie den
Kreditrahmenvertrag mit der Bank stabil.
Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich im
Geschäftsjahr von TEUR 20.109 auf TEUR 17.738
verringert. Der Geschäfts- oder Firmenwert in
Höhe von TEUR 477 (Vorjahr TEUR 513) resultiert aus
dem Erwerb der Rauner Fruchtsäfte-Konzentrate e.K. zum
1. Januar 2022. Der Firmenwert wird über seine
Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben.
Die Finanzanlagen erhöhten sich von TEUR 5
(angepasstes Vorjahr TEUR 143) auf TEUR 335 aufgrund von
Mieterdarlehen im Zusammenhang mit dem
Immobilienleasingvertrag. Die Mieterdarlehen werden
monatlich bis zum Ende der Mietzeit gezahlt.
Die Vorräte sanken von TEUR 16.246 auf TEUR
14.859. Diese Entwicklung spiegelt auch wider, dass die
Einkaufspreise für Rohstoffe im Jahr 2022 sehr hoch
waren.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
verringerten sich von TEUR 2.819 auf TEUR 1.028 aufgrund
des im Jahr 2023 abgeschlossenen Factoringvertrages.
Die sonstigen Vermögensgegenstände
erhöhten sich von TEUR 33 auf TEUR 622. Der Anstieg
resultiert aus Steuerforderungen aus Ertrags- und
Umsatzsteuern sowie aus Kaufpreiseinbehalten im Rahmen des
Factorings.
Das Eigenkapital beträgt TEUR 1.806 (Vorjahr
TEUR 7.506; angepasstes Vorjahr TEUR 1.506). Die
Vorjahreszahlen betrugen ursprünglich TEUR 7.506
aufgrund eines Gesellschafterdarlehens in Höhe von
TEUR 6.000, das unter der Position "Kapitalrücklage"
ausgewiesen wurde. Der Ausweis ist im laufenden
Geschäftsjahr korrigiert worden. Wir verweisen auf die
Erläuterungen im Anhang.
Steuerrückstellungen wurden aufgrund der
Reduzierung des Ergebnisses vor Steuern nicht gebildet
(Vorjahr TEUR 292). Die Steuervorauszahlungen führten
im Geschäftsjahr zu einer Forderung.
Die sonstigen Rückstellungen erhöhten sich
von TEUR 128 auf TEUR 276 aufgrund von personalbezogenen
Rückstellungen.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
verringerten sich von TEUR 2.432 auf TEUR 1.898 aufgrund
von Rückzahlungen (kurzfristige Darlehen
gemäß Kreditrahmenvertrag).
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen beinhalten insbesondere Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen und verringerten sich aufgrund
des normalen Geschäftsverlaufs von TEUR 518 auf
TEUR 67.
Die Verbindlichkeiten gegenüber dem
Gesellschafter belaufen sich auf TEUR 12.757 (Vorjahr TEUR
6.848; angepasstes Vorjahr TEUR 12.848). Diese Position
besteht im Wesentlichen aus Gesellschafterdarlehen in
Höhe von TEUR 11.800 (davon TEUR 6.000, die im Vorjahr
noch als "Kapitalrücklage" ausgewiesen wurden; der
Ausweis wurde im laufenden Geschäftsjahr korrigiert)
und mit TEUR 957 aus sonstigen Verbindlichkeiten aus einem
Verrechnungskonto.
Die sonstigen Verbindlichkeiten verringerten sich von
TEUR 2.349 auf TEUR 759 und bestehen im Wesentlichen aus
Umsatzsteuerverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten
gegenüber der Factoringgesellschaft. Im Vorjahr
bestand die Position im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten
aus Ertrags- und Umsatzsteuer sowie aus den letzten
Kaufpreisraten im Zusammenhang mit dem Erwerb der Rauner
Fruchtsäfte-Konzentrate e.K.
Die Gesellschaft hat eine Eigenkapitalquote von 10%
(Vorjahr 37%, angepasstes Vorjahr 7% nach Umgliederung von
Kapitalrücklagen in Gesellschafterdarlehen).
Berücksichtigt man bei der Berechnung der
Eigenkapitalquote die Gesellschafterdarlehen in Höhe
von TEUR 11.800 als Eigenkapital, so ergibt sich eine
angepasste Eigenkapitalquote von 77% (Vorjahr 66%).
Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage
Die Geschäftsleitung beurteilt die Lage der
Gesellschaft und den Geschäftsverlauf als positiv.
Aufgrund der Integration des Geschäftsbetriebs in die
Prodalim-Gruppe entspricht die Entwicklung von Umsatz und
Jahresüberschuss im Wesentlichen den Erwartungen.
Prognosebericht Die Entwicklung der deutschen
Wirtschaft im Jahr 2024 wird von einer schwachen
gesamtwirtschaftlichen Nachfrage geprägt sein. Das
deutsche Bruttoinlandsprodukt wird daher im Jahr 2024
voraussichtlich leicht um 0,2 % wachsen (Quelle:
Sachverständigenrat Wirtschaft, Pressemitteilung vom
15. Mai 2024).
Auch die weitere Integration der Gesellschaft in die
Prodalim-Gruppe wird im Jahr 2024 vorangetrieben. Auf Basis
der Planungen für das Jahr 2024 erwartet die
Gesellschaft einen moderaten Umsatzrückgang
gegenüber 2023, der zu einem starken Rückgang des
Jahresüberschusses führt (es wird ein leichter
Jahresfehlbetrag erwartet).
Die Liquidität gilt aufgrund des
Gesellschafterdarlehens und der Kreditlinienvereinbarung
mit der Bank als gesichert.
Chancen- und Risikobericht Wesentliche Risiken
Gesamtwirtschaftliche Risiken
Die gesamtwirtschaftliche Lage und die damit
verbundene Entwicklung der wichtigsten Märkte haben
einen erheblichen Einfluss auf das Risikoumfeld der
Gesellschaft. Die geopolitische Unsicherheit stellt ein
erhebliches Risiko für die wirtschaftliche Entwicklung
und die Inflation dar. Eine weitere Eskalation des Krieges
in der Ukraine oder im Nahen Osten, Turbulenzen auf den
Finanz-, Energie- und Rohstoffmärkten sowie
Versorgungsengpässe könnten sich negativ auf die
Umsatzerlöse und das Jahresergebnis auswirken.
Rohstoffverfügbarkeit und Rohstoffkosten
Wetterbedingte Ernteschwankungen und die damit
verbundene Verfügbarkeit von Rohstoffen können zu
erheblichen Kostenschwankungen führen, die sich
negativ auf die Umsatzerlöse und das Jahresergebnis
auswirken können.
Rückläufige Nachfrage nach Saftprodukten
Obwohl der Fruchtsaftmarkt ein wichtiger Teil der
Getränkeindustrie ist, kann ein allgemeiner
Rückgang der Verbrauchernachfrage nach
Fruchtsäften zu einem Rückgang des Rohergebnisses
und des Jahresergebnisses der Gesellschaft führen.
Gesamtrisikoeinschätzung
Insgesamt sehen wir uns gut gerüstet, um Risiken
innerhalb der Prodalim-Gruppe durch eine enge
Zusammenarbeit mit Kunden und Lieferanten adäquat zu
begegnen. Die Geschäftsleitung sieht keine Bedrohung
für den Fortbestand der Gesellschaft.
Wesentliche Chancen
Steigende Nachfrage nach Saftprodukten
Die Gesellschaft ist bekannt für die Herstellung
hochwertiger roter Fruchtsäfte und -konzentrate,
einschließlich Bio-Produkten, und verfügt
über einen starken Kundenstamm in der
Getränkeindustrie. Eine steigende Verbrauchernachfrage
nach Fruchtsäften und -konzentraten kann sich als
zuverlässiger Partner der Getränkeindustrie
positiv auf das Rohergebnis und das Jahresergebnis der
Gesellschaft auswirken.
Neue Marktchancen
Die Prodalim-Gruppe ist global tätig und bietet
ihre Dienstleistungen in allen Ländern mit einem
umfangreichen Netzwerk von Lieferanten und Partnern
weltweit an. Die Gesellschaft sieht erhebliche Chancen in
der Erschließung neuer Absatzmärkte durch die
Prodalim-Gruppe und damit einen positiven Effekt auf das
Rohergebnis und das Jahresergebnis.
Gesamtaussage zu bestehenden Chancen
Insgesamt sehen wir innerhalb der Prodalim-Gruppe ein
erhebliches Potenzial für nachhaltiges Wachstum.
Neuhausen, den 2. Oktober 2024
Tsahi Berezovsky Amnon Salhov Emil Davidi
Bilanz
Aktiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
946.262,00 |
647.401,00 |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
476.630,00 |
513.315,00 |
| 1.
Geschäfts- oder Firmenwert |
476.630,00 |
513.315,00 |
| II.
Sachanlagen |
134.413,00 |
129.086,00 |
| 1.
andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
134.413,00 |
129.086,00 |
| III.
Finanzanlagen |
335.219,00 |
5.000,00 |
| 1.
Beteiligungen |
5.000,00 |
5.000,00 |
| 2.
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht |
330.219,00 |
|
| B.
Umlaufvermögen |
16.747.488,94 |
19.418.296,60 |
| I.
Vorräte |
14.859.361,00 |
16.245.791,00 |
| II.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
1.835.408,02 |
3.060.659,45 |
| 1.
Forderungen gegen verbundene Unternehmen |
186.000,00 |
208.749,40 |
| 2.
sonstige Vermögensgegenstände |
1.649.408,02 |
2.851.910,05 |
| III.
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei
Kreditinstituten und Schecks |
52.719,92 |
111.846,15 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
44.215,82 |
43.567,96 |
| Aktiva |
17.737.966,76 |
20.109.265,56 |
Passiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Eigenkapital |
1.806.233,35 |
7.505.640,34 |
| I.
Gezeichnetes Kapital |
25.000,00 |
25.000,00 |
| II.
Kapitalrücklage |
0,00 |
6.000.000,00 |
| III.
Gewinnvortrag |
1.480.640,34 |
69.218,85 |
| IV.
Jahresüberschuss |
300.593,01 |
1.411.421,49 |
| B.
Rückstellungen |
276.123,89 |
419.628,33 |
| C.
Verbindlichkeiten |
15.655.609,52 |
12.183.996,89 |
| 1.
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten |
1.898.244,08 |
2.432.133,29 |
| davon
mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
1.898.244,08 |
2.432.133,29 |
| 2.
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern |
12.757.411,29 |
6.847.843,00 |
| davon
mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
957.411,29 |
1.047.843,00 |
| davon
mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr |
11.800.000,00 |
5.800.000,00 |
| 3.
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen |
66.609,00 |
518.487,39 |
| davon
mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
66.609,00 |
518.487,39 |
| 4.
sonstige Verbindlichkeiten |
933.345,15 |
2.385.533,21 |
| davon
mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
933.345,15 |
1.760.533,21 |
| davon
mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr |
0,00 |
625.000,00 |
| Passiva |
17.737.966,76 |
20.109.265,56 |
Gewinn- und Verlustrechnung
|
1.1.2023 - 31.12.2023
EUR |
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR |
| 1.
Rohergebnis |
8.870.273,14 |
9.878.669,10 |
| 2.
Personalaufwand |
2.685.416,97 |
2.199.882,00 |
| a)
Löhne und Gehälter |
2.333.623,58 |
1.904.840,38 |
| b)
soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung |
351.793,39 |
295.041,62 |
| davon
für Altersversorgung |
7.500,36 |
7.665,34 |
| 3.
Abschreibungen |
93.923,92 |
234.816,20 |
| a)
auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen |
93.923,92 |
234.816,20 |
| 4.
sonstige betriebliche Aufwendungen |
5.092.849,17 |
4.891.551,61 |
| davon
Aufwendungen aus der Währungsumrechnung |
15.440,75 |
4.846,59 |
| 5.
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
140,56 |
247,40 |
| 6.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
549.329,36 |
559.190,39 |
| davon
an verbundene Unternehmen |
308.659,00 |
337.943,00 |
| 7.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag |
145.886,43 |
568.733,38 |
| 8.
Ergebnis nach Steuern |
303.007,85 |
1.424.742,92 |
| 9.
sonstige Steuern |
2.414,84 |
13.321,43 |
| 10.
Jahresüberschuss |
300.593,01 |
1.411.421,49 |
Anhang
Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind
außerordentliche Erträge aus der Ausbuchung von
Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 625 enthalten.
Weiterhin sind in den sonstigen betrieblichen
Erträgen außerordentliche Erträge in
Höhe von TEUR 138 aus der Fehlerkorrektur
bezüglich der Bilanzierung der Mieterdarlehen des
Vorjahres enthalten (siehe Abschnitt "Gegenüber dem
Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
sowie Fehlerkorrekturen").
Sonstige Angaben
Anteilsbesitz
Auf die Angabe des Anteilsbesitzes wird gem. §
286 Abs. 3 HGB verzichtet.
Durchschnittliche Zahl der während des
Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer
Die durchschnittliche Zahl der während des
Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer betrug
34 (Vorjahr 32). Davon waren 13 (Vorjahr 9) im Bereich
Verwaltung und Vertrieb beschäftigt und 21 (Vorjahr
23) im Bereich Produktion und Logistik.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen
insbesondere aus dem Immobilien-Leasingvertrag sowie dem
Leasingvertrag über Betriebsvorrichtungen in Höhe
von insgesamt TEUR 7.496. Davon bestehen TEUR 5.046
gegenüber Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht. Zusätzlich
bestehen Investitionsverpflichtungen zur Gewährung von
Mieterdarlehen an den Leasinggeber aus dem
Immobilienleasingvertrag von TEUR 3.551 (davon TEUR 3.551
gegenüber Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht). Somit bestehen
insgesamt sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe
von TEUR 11.047 (davon TEUR 8.597 gegenüber
Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis
besteht).
Diese dargestellten sonstigen finanziellen
Verpflichtungen resultieren aus Sale and Lease Back
Verträgen, die im Jahr 2022 abgeschlossen wurden.
Vorteile des Abschlusses der Leasingverträge sind
insbesondere eine geringere Liquiditätsbelastung,
Bilanzneutralität und eine transparente
Kalkulationsgrundlage. Risiken ergeben sich unter anderem
aus insgesamt höheren Kosten sowie der
Laufzeitbindung.
Konzernzugehörigkeit
Die Gesellschaft wird als mittelbares
Tochterunternehmen in den Konzernabschluss der Prodalim
Investments Ltd., Tel Aviv, Israel, einbezogen, die den
Konzernabschluss für den kleinsten und
größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der
Konzernabschluss wird nicht veröffentlicht.
Organmitglieder
Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs
wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende
Personen geführt:
Tsahi Berezovsky, Ramat Hasharon / Israel, CEO der
Prodalim Gruppe Amnon Salhov, Ramat Hasharon / Israel, CFO
der Prodalim Gruppe Emil Davidi, Stuttgart,
Geschäftsführer, ab dem 01.09.2023 Jürgen
Schwenk, Kiel, Geschäftsführer, bis 06.01.2023
Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge
wird nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.
Ergebnisverwendungsvorschlag
Die Geschäftsführung schlägt vor, den
Jahresüberschuss in Höhe von EUR 300.593,01 auf
neue Rechnung vorzutragen.
sonstige Berichtsbestandteile
gez. Tsahi Berezovski Amnon Salhov Emil Davidi
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 08.10.2024 festgestellt.
BESTÄTIGUNGSVERMERK
DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS
An die Prodalim Rauner GmbH, Neuhausen:
Eingeschränkte Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der Prodalim Rauner
GmbH, Neuhausen, - bestehend aus der Bilanz zum 31.
Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für
das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember
2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung
der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.
Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Prodalim
Rauner GmbH, Neuhausen, für das Geschäftsjahr vom
1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der
beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der
möglichen Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage
für die eingeschränkten Prüfungsurteile"
beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen
den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt mit Ausnahme
dieser möglichen Auswirkungen unter Beachtung der
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-
und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie
ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1.
Januar bis zum 31. Dezember 2023 und vermittelt der
beigefügte Lagebericht mit Ausnahme der möglichen
Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für die
eingeschränkten Prüfungsurteile" beschriebenen
Sachverhalts insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen, mit
Ausnahme der möglichen Auswirkungen dieses
Sachverhalts, steht der Lagebericht in Einklang mit einem
den deutschen gesetzlichen Vorschriften entsprechenden
Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen
Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der
zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB
erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme
der genannten Einschränkungen der Prüfungsurteile
zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu keinen
Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des
Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die eingeschränkten
Prüfungsurteile
Das Vorhandensein der innerhalb der Vorräte
ausgewiesenen Fertigen Erzeugnisse und Waren zum 1. Januar
2023 (Eröffnungsbilanzwert) in Höhe von TEUR
16.072 ist nicht hinreichend nachgewiesen, weil wir die
Inventur der Fertigen Erzeugnisse und Waren zum 31.
Dezember 2022 nicht beobachten und durch alternative
Prüfungshandlungen keine hinreichende Sicherheit
über deren Bestand gewinnen konnten. Wir können
daher nicht ausschließen, dass Änderungen
insbesondere am Ausweis der Vorräte, des
Jahresergebnisses sowie des Eigenkapitals hätten
vorgenommen werden müssen. Dieser Sachverhalt
beeinträchtigt möglicherweise auch die
Darstellung des Geschäftsverlaufs im Lagebericht
einschließlich des Geschäftsergebnisses und der
Lage der Gesellschaft sowie die Darstellung der Chancen und
Risiken der zukünftigen Entwicklung.
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses
und des Lageberichts in Übereinstimmung mit
§ 317 HGB unter Beachtung der vom Institut
der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere
Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen
ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks
weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen
unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen
handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und
haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in
Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten
Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um
als Grundlage für unsere eingeschränkten
Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum
Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den
Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich
für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen
Belangen entspricht, und dafür, dass der
Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die
gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen
Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den
deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen,
der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund
von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der
Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder
Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren
haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang
mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit,
sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus
sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts,
der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den
deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen
Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und
Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet
haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in
Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen
gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um
ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht,
den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk
zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Über-einstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung
der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche
Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern
resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn
vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass
sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses
Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen
wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus identifizieren
und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher
Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht
aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen
und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf
diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise,
die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage
für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko,
dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche
falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist
höher als das Risiko, dass aus Irrtümern
resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht
aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives
Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte
Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen
bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen
beinhalten können, gewinnen wir ein Verständnis
von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses
relevanten internen Kontrollsystem und den für die
Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und
Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die
unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch
nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit
dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben, beurteilen wir
die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern
angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die
Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern
dargestellten geschätzten Werte und damit
zusammenhängenden Angaben ziehen wir
Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den
gesetzlichen Vertretern angewandten
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der
erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche
Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder
Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir
zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit
besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk
auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und
im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese
Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges
Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere
Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum
unseres Bestätigungsvermerks erlangten
Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder
Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die
Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr
fortführen kann beurteilen wir Darstellung, Aufbau und
Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich
der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde
liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so
darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt
beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem
Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm
vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens führen
wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen
Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im
Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter
Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere
die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen
Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und
beurteilen die sachgerechte Ableitung der
zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein
eigenständiges Prüfungsurteil zu den
zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde
liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein
erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige
Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben
abweichen.
Wir erörtern mit den für die
Überwachung Verantwortlichen unter anderem den
geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie
bedeutsame Prüfungsfeststellungen,
einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im
internen Kontrollsystem, die wir während unserer
Prüfung feststellen.
Rodgau, 2. Oktober 2024 DW Drasler Wullenkord
Partnerschaft mbB Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Christian Wullenkord Wirtschaftsprüfer
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