mama natura GmbHLiquidiert
76227 Karlsruhe, DEUStammdaten
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Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
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Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Dr. Schwabe Holding GmbHKarlsruheKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 1.1.2020 bis zum 31.12.2020Konzernbilanz zum 31. Dezember 2020AKTIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für 2020
Konzernanhang zum 31. Dezember 2020Dr. Schwabe Holding GmbH, Karlsruhe,registriert beim Amtsgericht Mannheim unter HRB 71583 Inhaltsverzeichnis des Konzernanhangs I. Angaben zum Konzernabschluss A. Allgemeines B. Beteiligungsbesitz und Konsolidierungskreis C. Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsgrundsätze D. Erläuterungen zur Konzernbilanz E. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung F. Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung G. Erläuterungen zum Eigenkapitalspiegel II. Sonstige Angaben A. Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen B. Geschäfte mit nahe stehenden Personen und Gesellschaften C. Honorar des Abschlussprüfers D. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigen Arbeitnehmer E. Organe F. Nachtragsbericht G. Ergebnisverwendung H. Befreiende Wirkung des Konzernabschlusses für einbezogene Tochterunternehmen I. Angaben zum Konzernabschluss A. Allgemeines Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2020 wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches erstellt. Soweit für Pflichtangaben Wahlrechte bestanden, diese in der Konzernbilanz, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung oder im Konzernanhang darzustellen, wurden diese aus Gründen der Übersichtlichkeit im Konzernanhang dargestellt. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. B. Beteiligungsbesitz und Konsolidierungskreis Der Beteiligungsbesitz und Konsolidierungskreis wurde in der Aufstellung des Anteilsbesitzes dargestellt. Die unter Nr. 2 aufgeführten assoziierten Unternehmen wurden gemäß §§ 311 und 312 HGB at-equity bewertet. Aufstellung des Anteilsbesitzes 1. Vollkonsolidierte Unternehmen
Die Einbeziehung der Gesellschaften erfolgt gemäß § 290 Abs. 2 Nr. 2 HGB. 2. Assoziierte Unternehmen
3. Beteiligungen
Zum 31.12.2020 betrug das Eigenkapital der DHV Investors GmbH & Co. KG, Berlin, TEUR 3.867, der Jahresüberschuss TEUR 4.335. Die Anteile an der HiDoc Technologies GmbH, Berlin, wurden im Geschäftsjahr zum Buchwert veräußert. C. Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsgrundsätze 1. Allgemeines Die Bewertung der einzelnen Konzerngesellschaften erfolgte gemäß § 308 HGB nach einheitlichen Kriterien. Die im Konzern einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden beibehalten. Die Vermögens- und Schuldposten wurden unter Beachtung des Vorsichtsprinzips bewertet. Die Jahresabschlüsse ausländischer assoziierter Unternehmen wurden nach der modifizierten Stichtagskursmethode zum Bilanzstichtag für die Equity-Bewertung umgerechnet. Anwendung fand dabei der Mittelkurs zum Bilanzstichtag. Die Umrechnung von in den Jahresabschlüssen der konsolidierten Unternehmen enthaltenen Fremdwährungsposten erfolgte grundsätzlich zum Anschaffungstageskurs, soweit dieser nicht über dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag lag. Kurzfristige Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in fremder Währung wurden zum Stichtagskurs bewertet. 2. Kapitalkonsolidierung Die Kapitalkonsolidierung erfolgte bei den vollkonsolidierten Unternehmen grundsätzlich gemäß § 301 Abs. 1 S. 2 Nr. 1 HGB in Verbindung mit Artikel 66 Abs. 3 EGHGB nach der Buchwertmethode unter Beachtung der direkten und indirekten Anteile fremder Gesellschafter an den einbezogenen Gesellschaften (multiplikative Methode). Für nach dem 01.01.2010 erworbene Gesellschaften erfolgte die Kapitalkonsolidierung gemäß § 301 Abs. 1 HGB nach der Neubewertungsmethode unter Beachtung der direkten Anteile fremder Gesellschafter an dem einbezogenen Unternehmen (additive Methode). Zeitpunkt der Kapitalkonsolidierung war nach § 301 Abs. 2 HGB der Zeitpunkt, zu dem die Unternehmen Tochterunternehmen geworden sind. Aus der Erstkonsolidierung der OTX Force GmbH, Ettlingen, zum 01.01.2018 resultierte ein aktivischer Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 94, der als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert wurde und über 5 Jahre abgeschrieben wird. Aus der Kapitalkonsolidierung waren im Übrigen weder aktivische Unterschiedsbeträge gemäß § 301 Abs. 3 S. 1 HGB als Geschäfts- oder Firmenwert noch passivische Unterschiedsbeträge gemäß § 301 Abs. 3 S. 1 HGB als Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung auszuweisen. 3. Schuldenkonsolidierung Die Schuldenkonsolidierung gemäß § 303 Abs. 1 HGB bestand in der gegenseitigen Aufrechnung von Forderungen und Schulden. Hierbei entstandene Aufrechnungsunterschiede wurden, soweit zutreffend, erfolgswirksam verrechnet. 4. Aufwands- und Ertragskonsolidierung Alle wesentlichen Umsätze und andere Erträge und Aufwendungen zwischen den einbezogenen Unternehmen wurden gemäß § 305 HGB miteinander verrechnet. 5. Zwischenergebniseliminierung Zwischengewinne wurden auf Basis einer konzernübergreifenden Kalkulation gemäß § 304 HGB eliminiert. 6. Einzelne Bilanzposten Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und die Sachanlagen wurden grundsätzlich zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen aktiviert. Hergestellte Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden auf Einzelkostenbasis zuzüglich angemessener Gemeinkostenzuschläge, soweit diese für die Herstellung notwendig waren, bewertet. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Für abnutzbare immaterielle Vermögensgegenstände sowie für Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden planmäßige Abschreibungen grundsätzlich nach der linearen Methode und mit steuerlich höchstzulässigen Sätzen vorgenommen. Soweit jedoch degressive Abschreibungen zulässig und diese höher als die linearen Abschreibungen waren, fand die degressive Abschreibung Anwendung. Finanzanlagen Die Bewertung des Anteilsbesitzes erfolgte grundsätzlich zu Anschaffungskosten; Ausleihungen wurden mit ihren Nennbeträgen angesetzt. Anteile an assoziierten Unternehmen wurden gemäß §§ 311 und 312 HGB at-equity bewertet. Dabei wurde die Buchwertmethode nach § 312 Abs. 1 Nr. 1 HGB in Verbindung mit Artikel 66 Abs. 3 EGHGB angewandt. Ein Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert der Anteile und dem anteiligen Eigenkapital wurde gem. § 309 Abs. 1 HGB mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Als Zeitpunkt für die Ermittlung des Wertansatzes der Beteiligung und des Unterschiedsbetrages wurde nach § 312 Abs. 3 HGB der Erwerbszeitpunkt gewählt. Der ursprüngliche Wertansatz wurde für die Folgejahre entsprechend § 312 Abs. 4 HGB fortgeschrieben. Das Ergebnis aus der Änderung des Equity-Wertes wird nach Kürzung um Ertragsteuern ausgewiesen. Eine Anpassung der Jahresabschlüsse der assoziierten Unternehmen auf die im Konzernabschluss angewandten Bewertungsmethoden fand nicht statt. Zwischenergebnisse wurden gemäß § 312 Abs. 5 HGB entsprechend § 304 HGB durch Anpassung des Wertansatzes der Beteiligung eliminiert. Vorräte Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu Anschaffungspreisen einschließlich Nebenkosten abzüglich Preisnachlässen bewertet, die unter Beachtung des Niederstwertprinzips nicht über den Wiederbeschaffungskosten am Bilanzstichtag lagen. Unfertige und fertige Erzeugnisse wurden zu Konzernherstellungskosten bewertet, die durch Kalkulation auf Basis der innerbetrieblichen Kostenrechnung des Konzerns ermittelt wurden. Dabei wurde beachtet, dass die kalkulierten Konzernherstellungskosten nicht über den tatsächlichen Konzernherstellungskosten lagen. Angemessene Gemeinkostenzuschläge wurden berücksichtigt. Forderungen und sonstige Aktiva Die Bewertung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgte zum Nennwert. Dem allgemeinen Kreditrisiko sowie dem internen Zinsverlust wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % bis 4,5 % des Nettoforderungsbestandes Rechnung getragen; zweifelhaften Forderungen wurden durch angemessene Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Der Bestand an liquiden Mitteln wurde mit Nominalwerten bewertet. Aktive latente Steuern im Konzernabschluss wurden auf Basis der unternehmensindividuellen Steuer- und Hebesätze berechnet, die voraussichtlich zum Zeitpunkt des Abbaus der temporären Differenzen gelten. Vom Wahlrecht zur Aktivierung latenter Steuern gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wurde kein Gebrauch gemacht. Der Ansatz der sonstigen Aktiva erfolgte zu Nennwerten. Rückstellungen Die Rückstellungen wurden mit zu erwartenden Erfüllungsbeträgen angesetzt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB grundsätzlich mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Rückstellungen für Altersvorsorgeverpflichtungen wurden abweichend gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst. Verbindlichkeiten und sonstige Passiva Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgte zum Erfüllungsbetrag. Passive latente Steuern wurden auf Basis der unternehmensindividuellen Steuer- und Hebesätze berechnet, die voraussichtlich zum Zeitpunkt des Abbaus der temporären Differenzen gelten. D. Erläuterungen zur Konzernbilanz Anlagevermögen Die Summe der Bruttowerte (kumulierte Anschaffungs- und Herstellungskosten) und der kumulierten Abschreibungen je Anlageposition sowie die Zugänge und Abgänge des Berichtsjahres ergaben sich aus dem als Anlage beigefügten Anlagespiegel (ebenso sind dem Anlagespiegel die Abschreibungen des Geschäftsjahres zu entnehmen). Vorräte Die Vorräte wurden um eliminierte Zwischengewinne in Höhe von TEUR 2.632 (Vorjahr TEUR 3.773) gemindert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Bei den sonstigen Vermögensgegenständen hatten TEUR 2.790 eine Laufzeit von über einem Jahr (Vorjahr TEUR 2.812). Aktive latente Steuern Aktive latente Steuern wurden in Höhe von TEUR 388 (Vorjahr TEUR 554) aufgrund der Eliminierung von Zwischengewinnen (TEUR 2.632; Vorjahr TEUR 3.773) gebildet. Die maßgebenden Steuersätze betrugen 12,8 % - 14,9 %. Weitere aktive latente Steuern wurden für eine sonstige erfolgswirksame Konsolidierungsmaßnahme (TEUR 249; Vorjahr TEUR 0) in Höhe von TEUR 37 (Vorjahr TEUR 0) gebildet. Der maßgebende Steuersatz betrug 14,9 %. Rückstellungen Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgte gemäß § 253 Abs. 1 und 2 HGB nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode). Für die Bestimmung von Sterbe- und Invaliditätswahrscheinlichkeit wurden die "Richttafeln 2018G" von Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Die Abzinsung der Altersvorsorgeverpflichtungen erfolgte unter Ausübung des Wahlrechts gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen zehn Jahre für eine angenommene Laufzeit von fünfzehn Jahren. Der versicherungs-mathematischen Bewertung der Verpflichtungen wurden folgende Prämissen zugrunde gelegt:
Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB betrug zum 31.12.2020 TEUR 31.551 (Vorjahr TEUR 30.850). Steuerrückstellungen wurden nach dem Stand des Veranlagungsverfahrens berechnet. Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestanden in Höhe TEUR 48.864 (Vorjahr TEUR 37.494). Passive latente Steuern Aufgrund der Eliminierung steuerlicher Posten im Konzernabschluss (TEUR 238; Vorjahr TEUR 250) wurden passive latente Steuern in Höhe TEUR 36 (Vorjahr TEUR 38) gebildet. Der maßgebende Steuersatz betrug 15,0 %. Haftungsverhältnisse Die Haftungsverhältnisse resultierten aus Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten (TEUR 458). Aufgrund der wirtschaftlichen Situation der Gesellschaften, für die eine Eventualverbindlichkeit eingegangen wurde, ist davon auszugehen, dass keine Risiken der Inanspruchnahme entstehen. E. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach geographisch bestimmten Märkten ergibt folgendes Bild:
Sonstige betriebliche Erträge/Aufwendungen Periodenfremde Erträge und Aufwendungen waren lediglich von untergeordneter Bedeutung enthalten. F. Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Die Kapitalflussrechnung wurde nach dem Deutschen Rechnungslegungs Standard Nr. 21 des DRSC erstellt. Der Finanzmittelfonds ist definiert als Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten. Er entspricht grundsätzlich der Bilanzposition Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks. Soweit in der Bilanzposition sonstige Wertpapiere als Liquiditätsreserve dienende Wertpapiere enthalten sind, die ohne wesentliche Wertschwankungen in Zahlungsmittel umgewandelt werden können, werden diese ebenfalls in den Finanzmittelfonds einbezogen. G. Erläuterungen zum Eigenkapitalspiegel Der Eigenkapitalspiegel wurde nach dem Deutschen Rechnungslegungs Standard Nr. 22 des DRSC erstellt. II. Sonstige Angaben A. Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen
B. Geschäfte mit nahe stehenden Personen und Gesellschaften
C. Honorar des Abschlussprüfers Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers des Konzernabschlusses gliedert sich folgendermaßen:
D. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer
E. Organe Geschäftsführung: Die Angaben zu den Gesamtbezügen der Geschäftsführung der Dr. Schwabe Holding GmbH unterblieben aufgrund der Schutzwirkung des § 286 Abs. 4 HGB. Beirat: Die Gesamtbezüge des Beirats betrugen TEUR 304 (Vorjahr TEUR 190). F. Nachtragsbericht Weiterhin andauernde Einschränkungen aufgrund des Coronavirus könnten negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in 2021 haben. Wir verweisen auf unsere entsprechenden Ausführungen im Lagebericht in den Abschnitten "Risiko- und Chancenbericht" sowie "Prognosebericht". G. Ergebnisverwendung Das Bilanzergebnis wird auf neue Rechnung vorgetragen. H. Befreiende Wirkung des Konzernabschlusses für einbezogene Tochterunternehmen Der Konzernabschluss befreit nachfolgend aufgeführte einbezogene Tochtergesellschaften von den Prüfungs- und Offenlegungspflichten nach §§ 316ff. und 325 HGB gem. §§ 264 Abs. 3 bzw. 264b HGB: • APD GmbH, Karlsruhe • Deutsche Homöopathie-Union DHU Arzneimittel GmbH & Co. KG, Karlsruhe • Dr. Willmar Schwabe Business Services GmbH & Co. KG, Karlsruhe • Dr. Willmar Schwabe GmbH & Co. KG, Karlsruhe • Extracta Beteiligungsgesellschaft mbH, Düsseldorf • Farmasan Arzneimittel GmbH & Co. KG, Karlsruhe • Irexan Verwaltungs-GmbH, Düsseldorf • ISO Arzneimittel GmbH & Co. KG, Ettlingen • mama natura GmbH, Karlsruhe • OTX Force GmbH, Ettlingen • Schwabe Extracta GmbH & Co. KG, Karlsruhe • Schwabe Pharmaceuticals GmbH, Karlsruhe • Spitzner GmbH, Ettlingen
im Juni 2021 gez. Olaf Schwabe Konzernanlagengitter zum 31. Dezember 2020
Konzernkapitalflussrechnung für 2020
Konzerneigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2020
Konzernlagebericht für 2020Grundlagen des Konzerns Die Firmengruppe Schwabe ist überwiegend auf dem Gebiet der Entwicklung, Herstellung und des Vertriebs pharmazeutischer Produkte, Heilmittel und in geringem Umfang auch Kosmetika tätig und hierbei insbesondere auf dem Sektor der Phytotherapie und Homöopathie. Operativ gesteuert wird unser Konzern von Karlsruhe aus. An diesem Standort sowie am Standort in Ettlingen sind alle in der Wertschöpfungskette relevanten Funktionen (Einkauf, Forschung und Entwicklung, Produktion und Marketing/Vertrieb) angesiedelt. Die Hauptumsatzträger in unserem deutschen Phytogeschäft werden unter den Marken Tebonin®, Umckaloabo®, Crataegutt®, Prostagutt®, Lasea®, Pinimenthol®, Hametum® und Carmenthin® vertrieben, wogegen im Segment Homöopathie vor allem Dr. Schüßler Salze und homöopathische Einzelmittel von Bedeutung sind. Unsere Produkte werden in etwa zu 60 % in Deutschland abgesetzt, der Rest entfällt auf ausländische Absatzmärkte. Die Firmengruppe steht im Wettbewerb zu anderen Herstellern pflanzlicher und homöopathischer Arzneimittel, aber auch zu Herstellern chemisch-synthetischer Medikamente. Intensive Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten im Pharmabereich führen zu einer immer besser werdenden medizinischen Versorgung. Die damit verbundene demografische Entwicklung führt außerdem in wirtschaftlich gut entwickelten Ländern zu einem steigenden Anteil älterer Menschen an der Gesamtbevölkerung. Allerdings ist der Gesundheitsmarkt nicht nur in Deutschland, sondern weltweit engen rechtlichen Rahmenbedingungen unterworfen. Produktzulassungen, die Vermarktung und vor allem die Erstattung von Produkten durch die jeweiligen Sozialversicherungssysteme unterliegen häufig erheblichen Einschränkungen, die von Land zu Land unterschiedlich sind und sich regelmäßig ändern. Wir erwarten auch in Zukunft Belastungen unserer Margen durch den Eintritt neuer Wettbewerber, welche mit aggressiver Preispolitik und attraktiven Lieferkonditionen versuchen, Marktanteile zu gewinnen. Wir bewegen uns darüber hinaus in einem sehr wettbewerbsintensiven Marktumfeld, in welchem ein zunehmender Werbedruck zu beobachten ist. Auch wirken sich steigende regulatorische Anforderungen, sei es für die Verbesserung der Fälschungssicherheit, oder bei der Arzneimittelzulassung auf die Kostenentwicklung aus. Wirtschaftsbericht Rahmenbedingungen Nach Angabe der Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose (PG), welcher führende deutsche Wirtschaftsinstitute angehören, hat die weltweite Produktion in der zweiten Jahreshälfte - nach dem durch die Corona-Pandemie verursachten dramatischen Einbruch im Frühjahr - wieder deutlich zugelegt. Insbesondere Ostasien verzeichnete eine schnelle Erholung, wobei in China die gesamtwirtschaftliche Produktion auf ihren alten Wachstumspfad zurückgekehrt ist, aber auch Japan und Korea wiesen Wachstumsraten aus, welche nur wenig unter dem Vorkrisenniveau Ende 2019 lagen. Demgegenüber ist das Bruttoinlandsprodukt in den USA und in der Europäischen Union im Zuge der zweiten Infektionswelle im Schlussquartal erheblich zurückgegangen. Die Regierungen dort untersagten erneut kontaktintensive Aktivitäten, Ladeneinkäufe und Reisen wurden ebenfalls erheblich eingeschränkt. In den Ländern, in denen es im Winter zu einer erneuten Infektionswelle gekommen ist, waren die Produktionsverluste dennoch deutlich geringer als noch im Frühjahr des Berichtsjahres. Betroffen von der erneuten Infektionswelle war insbesondere das Segment der kontaktintensiven Dienstleistungen, wie etwa das Gastgewerbe und große Teile des stationären Einzelhandels, wogegen andere Wirtschaftszweige, anders als im Frühjahr 2020, durch das Pandemiegeschehen kaum behindert wurden. Die industrielle Produktion hat sich vielmehr weiter erholt und liegt mittlerweile in Summe höher als vor Ausbruch der Pandemie, wobei von der hohen Nachfrage vor allem ostasiatische Anbieter profitieren. Zur konjunkturellen Erholung trägt im Wesentlichen auch die weltweit expansiv ausgerichtete Geldpolitik bei. In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften liegen seit dem Frühjahr die Leitzinsen um 0 % und die Zentralbanken haben signalisiert, dass dieses Zinsniveau längere Zeit beibehalten wird. Außerdem sollen die umfangreichen Anleihekäufe durch die Notenbanken fortgesetzt werden. In Deutschland brach die Wirtschaftsleistung im ersten Halbjahr 2020 mit 11,5 % so drastisch ein wie nie zuvor seit Bestehen der Bundesrepublik. Nachdem im Mai ein kräftiger Erholungsprozess einsetzte, waren im dritten Quartal bereits zwei Drittel des Einbruchs aufgeholt. Im Gegensatz zu früheren Krisen bildete der private Konsum gerade keinen stabilisierenden Faktor, was vor Allem durch die Behinderung der konsumbezogenen Dienstleistungsbranchen verursacht ist. Auch in Deutschland ist im Zuge der zweiten Infektionswelle gegen Ende des Berichtsjahres ein gespaltener Konjunkturverlauf zwischen der Industrie und dem Dienstleistungssektor eingetreten. Während sich das Industriegeschäft aufgrund eines wachsenden Auslandsgeschäfts erholte, verzeichnete der Dienstleistungsbereich infolge der zweiten Shutdown Phase weitere erhebliche Einbußen. Letztendlich hat die erneute Verschärfung des Shutdowns zum Ende des Berichtsjahres dazu geführt, dass die gesamtwirtschaftliche Produktion stagnierte, nachdem sie noch im dritten Quartal um 8,1 % zugelegt hatte. Auf dem Arbeitsmarkt ging die Corona-Pandemie mit einer beispiellosen Ausweitung der Kurzarbeit und damit verbunden einer erheblichen Reduktion der Arbeitszeit einher. Im April 2020 waren 6 Millionen Personen in Kurzarbeit, in den Folgemonaten ging diese Zahl stark zurück und war im Oktober 2020 auf 2 Millionen Personen gesunken. PG zufolge ist die weltweite Wirtschaftsleistung im Berichtsjahr um 5,3 % gesunken. In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften ist die Wirtschaftsleistung um 4,8 % gesunken, wogegen die Schwellenländer in diesem Zeitraum einen Wirtschaftsrückgang von 1,0 % zu verzeichnen hatten. In China war sogar ein Produktionsanstieg von 2,3 % zu verzeichnen, wogegen die konjunkturelle Entwicklung in Japan, Indien und Südkorea rückläufig war. Auch in den USA war die Konjunktur mit 3,5 % rückläufig und auch Deutschland, die größte Volkswirtschaft in Europa, wies im Gesamtjahr 2020 eine Schrumpfung des Bruttoinlandsproduktes in Höhe von 4,9 % aus. Nach Erhebungen des Marktforschungsinstituts IQVIA verzeichnete der globale OTC-Markt im Jahr 2020 ein Umsatzvolumen von ca. € 125 Mrd. und damit einen Zuwachs von 3,8 %. Der Umsatzzuwachs wurde getrieben durch das E-Commerce Geschäft, welches gegenüber 2019 um mehr als 25 % gewachsen ist. Die Umsatzentwicklung im OTC-Segment verläuft bei Betrachtung der letzten Jahre weiterhin positiv, bedingt durch die Covid-19 Pandemie war jedoch im Jahr 2020 die Wachstumsdynamik schwächer als in den Vorjahren. Geschäftsverlauf 2020 Entsprechend unserer Prognose im letzten Geschäftsjahr wurde der Geschäftsverlauf im Berichtsjahr nicht signifikant nachteilig durch die Corona-Pandemie beeinflusst. Die Umsatzerlöse sind im abgelaufenen Geschäftsjahr um € 8,5 Mio. und damit um 2,3 % auf nunmehr € 369,8 Mio. gesunken. Der Inlandsbereich verzeichnete hierbei einen Brutto-Erlösrückgang in Höhe von € 7,7 Mio. auf nunmehr € 239,0 Mio., der Brutto-Auslandsumsatz verringerte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um € 1,2 Mio. auf € 153,8 Mio. Im Exportbereich verzeichneten wir vor allem in Italien, Niederlande und der Türkei Zuwächse, wogegen wir insbesondere in Russland Umsatzrückgänge zu verzeichnen haben. Die im Berichtsjahr in China erzielten Umsätze bewegten sich nahezu auf Vorjahresniveau. Im Inlandsbereich verzeichneten wir Zuwächse bei den Erlösen mit Apotheken, wogegen die Erlöse mit Kliniken, mit Grossisten, im Industriegeschäft, im Segment der physikalischen Therapie und die sonstigen Erlöse rückläufig waren. Der Umsatzrückgang im Industriegeschäft erklärt sich im Wesentlichen aus der strategischen Neuausrichtung eines Industriekunden. Der im Berichtsjahr erzielte Umsatz lag im Auslandsgeschäft über unseren Erwartungen wogegen sich unser Inlandsgeschäft schwächer als geplant entwickelte. Auf Präparate-Ebene lagen die Inlandsumsätze insbesondere bei Umckaloabo, Prostagutt und Lasea über Vorjahresniveau. Demgegenüber verzeichneten wir vor allem Umsatzrückgänge bei Tebonin sowie im Segment der homöopathischen Einzelmittel und den Schüßler-Salzen. Der Bestand der fertigen und unfertigen Erzeugnisse verminderte sich im Jahr 2020 um € 0,4 Mio. und lag damit € 4,3 Mio. unter Vorjahresniveau. Die sonstigen Betriebserträge erhöhten sich im Berichtsjahr um € 0,6 Mio. auf nunmehr € 5,9 Mio. In Summe verminderte sich die Betriebsleistung im Berichtsjahr von € 387,7 Mio. auf € 375,6 Mio. Der Materialaufwand (einschließlich Bestandsveränderung) im Verhältnis zum Umsatz lag mit 20,1 % signifikant unter dem Vorjahresniveau, was insbesondere auf die Preisentwicklung im Rohstoffbereich zurückzuführen ist. Das Betriebsergebnis ist im Berichtsjahr gestiegen durch die Minderung des Materialaufwandes (+ € 17,4 Mio.) sowie durch geringere Personalkosten (+ € 1,6 Mio.), Betriebskosten (+ € 4,8 Mio.), Verwaltungskosten (+ € 0,3 Mio.) und Marketing- und Vertriebskosten (+ € 3,5 Mio.). Demgegenüber haben sich im Berichtsjahr die Abschreibungen (- € 1,1 Mio.), der sonstige Betriebsaufwand (- € 4,2 Mio.) und die sonstigen Steuern (- € 0,1 Mio.) erhöht, wodurch das Betriebsergebnis entsprechend belastet wurde. Per Saldo erhöhte sich das Betriebsergebnis im Berichtsjahr um € 10,2 Mio. auf € 49,7 Mio. und war damit besser als von uns im letzten Geschäftsjahr prognostiziert, was vor allem auf den gesunkenen Materialaufwand zurückzuführen ist. Das Finanzergebnis war im Geschäftsjahr 2020 um € 3,3 Mio. besser als im Vorjahr. Ursächlich hierfür waren höhere Erträge aus Wertpapieren (+ € 0,7 Mio.), Zuschreibungen bei Finanzinvestitionen (+ € 2,5 Mio.), geringere Abschreibungen auf Finanzinvestitionen (+ € 0,1 Mio.) und geringere Zinsaufwendungen (+ € 2,3 Mio.) bei gleichzeitig geringeren Ergebnissen aus assoziierten Unternehmen (- € 2,3 Mio.). Die Zinserträge stellten sich im Berichtsjahr nahezu unverändert dar. Das neutrale Ergebnis ging im Berichtsjahr um € 2,4 Mio. auf - € 1,7 Mio. zurück, was vor allem auf höhere Währungsverluste (- € 2,3 Mio.) und geringere Währungsgewinne (- € 0,1 Mio.) zurückzuführen ist. In Summe erhöhte sich das Unternehmensergebnis vor Ertragsteuern um € 11,0 Mio. von € 21,1 Mio. auf € 32,1 Mio. Der Konzernjahresüberschuss beläuft sich auf € 25,7 Mio. und ist damit € 9,1 Mio. höher als im Vorjahr. Auch der Konzernjahresüberschuss entwickelte sich - insbesondere aufgrund der gesunkenen Materialquote - besser als erwartet. Die Umsatzrendite lag mit 7,0 % im abgelaufenen Geschäftsjahr höher als im vorherigen Geschäftsjahr (4,4 %). Die Eigenkapitalrendite beläuft sich auf 23,2 % und war damit signifikant höher als im Vorjahr und auch die Gesamtkapitalrendite lag mit 8,5 % über Vorjahresniveau (7,7 %). Der durchschnittliche Gesamtpersonalbestand in der Gruppe verminderte sich im Geschäftsjahr 2020 um 58 Personen auf insgesamt 1.526 Mitarbeiter, was im Wesentlichen auf die Neuausrichtung unseres Exportgeschäftes mit Russland zurückzuführen ist. Im Berichtsjahr wurden € 0,9 Mio. in den Erwerb von Konzessionen, gewerblichen Schutzrechten und ähnliche Rechte investiert, während € 14,7 Mio. zum Erwerb von Sachanlagen verwendet wurden. Die Sachanlageinvestitionen verteilen sich auf technische Anlagen und Maschinen (€ 9,6 Mio.), auf andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung (€ 3,3 Mio.), Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte (€ 0,7 Mio.) und auf geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau (€ 1,1 Mio.). Von der Gesamtinvestitionssumme von € 43,7 Mio. wurden € 28,0 Mio. für Finanzanlagen verwendet. Die Zugänge im Finanzanlagebereich resultieren insbesondere aus nachträglichen Ergebnisthesaurierungen bei assoziierten Unternehmen in Irland (at-equity-Bewertung), sowie aus Investitionen im Digitalbereich und Wertpapieren, die langfristig gehalten werden sollen. Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme der Schwabe-Gruppe erhöhte sich im Berichtsjahr von € 544,9 Mio. auf € 580,4 Mio. Das Anlagevermögen erhöhte sich in Summe um € 23,3 Mio., was sich aus der Zunahme bei den Finanzanlagen (€ 26,0 Mio.) und bei den Sachanlagen (€ 2,3 Mio.) bei gleichzeitiger Verminderung der immateriellen Vermögensgegenstände (€ 5,0 Mio.) erklärt. Ursächlich für die Zunahme bei den Finanzanlagen sind insbesondere Investitionen in Anteilen an Investmentfonds, die Abnahme bei den immateriellen Vermögensgegenständen ist insbesondere auf im Berichtsjahr vorgenommene planmäßige Abschreibungen auf in früheren Geschäftsjahren erworbene Vermögensgegenstände zurückzuführen. Die Zunahme beim Sachanlagevermögen ist insbesondere durch produktionsnahe Infrastrukturmaßnahmen verursacht. Die Erhöhung des Umlaufvermögens von € 312,5 Mio. auf € 324,7 Mio. ist auf die Zunahme der Vorräte (€ 1,5 Mio.) und der flüssigen Mittel (€ 26,6 Mio.) bei gleichzeitiger Abnahme der Debitoren (€ 7,1 Mio.), der Forderungen gegen Beteiligungsunternehmen (€ 1,8 Mio..), der sonstigen Forderungen und Vermögensgegenstände (€ 6,8 Mio.) und der sonstigen Aktiva (€ 0,2 Mio.) zurückzuführen. Auf der Passivseite erhöhte sich das ausgewiesene Eigenkapital zum 31.12.2020 geringfügig von € 109,5 Mio. auf € 110,7 Mio. Ausschlaggebend hierfür war fast ausschließlich die Zunahme des Ausgleichspostens für "nicht beherrschende Anteile" um € 1,1 Mio. bei einer leichten Erhöhung des Konzernbilanzgewinns (+ € 0,1 Mio.). Die Pensionsrückstellungen sind im Geschäftsjahr 2020 insbesondere infolge des bei der Rückstellungsbewertung zugrunde gelegten geringeren Diskontierungsfaktors um € 15,1 Mio. auf nunmehr € 252,1 Mio. angestiegen; die langfristigen Darlehen der Schwabe-Familie erhöhten sich von € 86,2 Mio. auf € 108,8 Mio. Das kurzfristige Fremdkapital verminderte sich im Berichtsjahr aufgrund der Abnahme von kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber der Familie Schwabe (€ - 4,3 Mio.), geringerer Kreditorenpositionen (- € 3,1 Mio.) und geringerer sonstiger Passiva (- € 1,0 Mio.) bei gleichzeitiger Zunahme der Rückstellungen (€ 3,0 Mio.) und der Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen (€ 2,0 Mio.) um € 3,4 Mio. auf € 108,8 Mio. Infolge der angestiegenen Bilanzsumme hat sich die Eigenkapitalquote im Geschäftsjahr 2020 von 20,1 % auf 19,1 % vermindert. Das langfristige Kapital, bestehend aus Eigenkapital, langfristigen Rückstellungen und langfristigen Verbindlichkeiten beläuft sich im Jahr 2020 auf € 471,6 Mio. Demnach sind mehr als 100 % des Anlagevermögens und der Vorräte langfristig finanziert. Die Bankguthaben erreichten im Geschäftsjahr 2020 mit € 115,0 Mio. einen Anteil von 19,8 % an der Bilanzsumme der Gruppe. Die Finanzlage der Firmengruppe stellt sich im Berichtsjahr als sehr gut dar. Die notwendigen Finanzierungen der Investitionen können aus dem operativen Cashflow der Gruppe getragen werden (siehe Konzern-Kapitalflussrechnung). Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren In der Familiencharta wurden die grundlegenden Werte und Ziele seitens der Unternehmerfamilie beschrieben. Dies sind insbesondere die Werte Tradition und Beständigkeit, Verantwortung für Mitarbeiter, Unabhängigkeit, Qualität und Innovation sowie die Ziele die Firmengruppe als Familienunternehmen zu erhalten und nachhaltig weiterzuentwickeln. Die Führungskräfte der Firmengruppe haben die Werte und Ziele der Familiencharta in ein Leitbild sowie in Grundsätze für Zusammenarbeit und Führung und Tugenden operationalisiert und unternehmensweit kommuniziert. Im Bereich der Herstellung betreibt die Firmengruppe Standorte im In- und Ausland. Mit besonderem Augenmerk auf Qualität und Versorgungssicherheit ist eine tiefe vertikale Integration der Wertschöpfung seit jeher Unternehmensstrategie. Dabei achten wir, angefangen beim Rohstoffanbau bis hin zur Verarbeitung zum fertigen Produkt, nicht nur auf die Einhaltung gesetzlicher Standards, sondern arbeiten kontinuierlich an Verbesserungen. Im Bereich der Rohstoffbeschaffung versuchen wir entweder über eigene Arzneipflanzenkulturen oder über die aktive Unterstützung von Anbauprojekten bspw. durch Unterstützung lokaler Kleinbetriebe langfristige Liefervereinbarungen zu etablieren. Damit stellen wir einerseits sicher, dass angemessene Arbeitsbedingungen eingehalten werden und andererseits unser hoher Qualitätsanspruch erfüllt wird. In Bezug auf Emissionen in der Verarbeitung erheben wir den jährlichen Emissionsausstoß und reduzieren diesen kontinuierlich durch die Erneuerung von Anlagen. Im Rahmen unserer Marketing- und Vertriebsaktivitäten stehen wir mit Vertriebspartnern, Großhändlern, Apotheken und Ärzten in ständigem Kontakt. Diese Geschäftskontakte unterliegen in allen Ländern gesetzlichen Vorgaben, deren Einhaltung wir über interne Kontrollsysteme sicherstellen. Darüber hinaus haben Interessenverbände freiwillige Verhaltenskodizes entwickelt, mit dem Ziel die Zusammenarbeit fair und transparent zu gestalten. Die Einhaltung dieser Kodizes ist firmenintern organisatorisch implementiert. Der Betriebsärztliche Dienst bietet nicht nur kostenlose Vorsorgemaßnahmen - wie die jährliche Grippeschutzimpfung oder Raucherentwöhnungskurse - an, sondern ist auch mitverantwortlich für die Einhaltung der Arbeitsschutzrichtlinien. Im Rahmen der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie wurde an zwei Standorten ein Impfzentrum eingerichtet, um der bislang ungeimpften Belegschaft die Möglichkeit einer Impfung eröffnen zu können. Zudem sind seit vielen Jahren Betriebsratsgremien zur Vertretung der Arbeitnehmerbelange etabliert. Im Bereich der gesellschaftlichen Verantwortung engagieren sich die Firmengruppe und deren Mitarbeiter in verschiedenen Bereichen. Die Umckaloabo-Stiftung wird regelmäßig bei Ihren Projekten im Bereich Bildung für Kinder und Jugendliche in Afrika bspw. für den Bau von Schulen oder Kindertagesstätten unterstützt. Um mehr Bewusstsein für die soziale Unternehmensverantwortung im Bereich lokaler Aktivitäten zu schaffen und gleichzeitig unsere Wertschätzung für das Engagement der Mitarbeiter zum Ausdruck zu bringen, zeichnen wir jährlich das erfolgreichste oder innovativste Projekt im Bereich Bildung, Sport, Kultur, Gesundheit und Umwelt für Kinder und Jugendliche mit dem Schwabe Corporate Social Responsibility Award aus. Außerdem hat die Firmengruppe mit dem Schwabe Corporate Grant und dem Schwabe Community Grant Fördermittel für soziale Projekte zur Verfügung gestellt, um künftige ehrenamtliche Aktivitäten der Mitarbeitenden - mit Fokus auf die Regionen der jeweiligen Schwabe-Standorte - zu unterstützen. Mit Beginn der Corona-Pandemie wurden sofortige Hilfsmaßnahmen etabliert, um der Lage um den jeweiligen Standort gerecht zu werden. In Deutschland haben lokal ansässige Apotheken die Möglichkeit gehabt, Isopropanol zur Herstellung von Desinfektionsmitteln zu bestellen. Die Auslieferung erfolgte durch Außendienst-Mitarbeitende. Der Erlös kam der Umckaloabo-Stiftung zugute. Risiko- und Chancenbericht Risikomanagement Das Risikomanagement ist bei der Schwabe-Gruppe ein wichtiger Bestandteil der Entscheidungs- und Geschäftsprozesse. Zur frühzeitigen Identifizierung, Steuerung und gegebenenfalls Vermeidung unternehmerischer Risiken ist ein Risiko-Management-System eingerichtet. Ein umfangreiches Controllingsystem erlaubt es der Schwabe-Gruppe, ihre Risikolage jederzeit zu beurteilen, zu überwachen und zielgerecht zu beeinflussen. Regelmäßige Berichte an die Geschäftsführung über den Geschäftsverlauf, verbunden mit einer Abschätzung der Geschäftslage der kommenden Monate, sollen insbesondere die Marktentwicklung transparent machen. Zur Überwachung und Steuerung kommt dem gruppenweiten Strategie-, Planungs- und Budgetierungsprozess eine wesentliche Bedeutung zu. Damit können den Fortbestand der Unternehmung gefährdende Entwicklungen frühzeitig erkannt werden. Chancenmanagement Trends und Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und zu nutzen gehört zu den grundlegenden unternehmerischen Aufgaben. Das Chancenmanagement bildet deshalb einen wichtigen Bestandteil unserer konzernweiten Planungs- und Steuerungssysteme. Wir identifizieren Chancen, insbesondere auf der Grundlage branchenspezifischer Marktbeobachtung sowie durch den permanenten Dialog mit Marktteilnehmern und Meinungsbildnern. Mit dem konsequenten Fokus auf Kunden in definierten Gesundheitsgebieten und Indikationen, unseren intensiven Forschungsbemühungen sowie der systematischen Suche nach Innovationen, wird die frühzeitige Erkennung von Chancen ermöglicht. Um an der Nutzung von Chancen in unterschiedlichen Reifegraden gleichzeitig zu arbeiten, werden die Fachbereiche untereinander eng miteinander vernetzt. Die langfristige und auf Wachstumsfelder gerichtete Allokation von finanziellen Ressourcen wird auf Basis von Planungsprozessen und Dialogveranstaltungen durch die intensive Zusammenarbeit der Geschäftsführung mit dem operativen Management sichergestellt. Wesentliche Einzelrisiken und -chancen Geschäfts- und produktbezogene Risiken/Chancen Wesentlichstes Risiko bei forschenden Unternehmen im Pharmabereich ist die Gefahr, dass kostenintensive Forschungsvorhaben auf Grund der Ergebnisse aus präklinischen und klinischen Prüfungen abgebrochen werden müssen, bevor ein marktfähiges Produkt bzw. eine vermarktungsfähige Indikation entstehen. Um dieses Risiko zu minimieren, wird bei der Schwabe-Gruppe ein effektives Projektmanagement- und Controlling betrieben. Auch nach Erlangen der Zulassung besteht die Gefahr, dass bei entsprechendem Erfolg des Produkts zunächst Konkurrenzfirmen mit ähnlichen Produkten verstärkt auf den Markt drängen, bevor anschließend dann Generikaproduzenten mit niedrigeren Preisen versuchen, Marktanteile zu gewinnen. Diesem Risiko begegnet die Schwabe-Gruppe - soweit möglich - im Einzelfall mit der Schaffung eines möglichst umfassenden internationalen Patentschutzes auf die einzelnen Produkte. Schließlich werden auch mit großem Marketingeinsatz die wichtigsten Marken aufgebaut und die Originalität der Produkte herausgestellt. Für unser Europageschäft von Bedeutung sind die Monografien des "Committees on Herbal Medicinal Products" (HMPC) der European Medicines Agency (EMA). Mögliche Risiken ergeben sich in diesem Kontext daraus, dass einige der in Deutschland zugelassenen Indikationen in der jeweiligen Monografie nicht genannt werden oder anders formuliert sind. Daneben ermöglichen die Monografien unter Umständen den erleichterten Markteintritt potentieller Wettbewerber. Andererseits berücksichtigen viele dieser Monographien unter anderem auch die Ergebnisse der Schwabe Forschungsbemühungen und harmonisieren damit die Zulassungsverfahren in Europa. Die Umsätze unseres deutschen Phyto-Geschäftes liegen im Jahr 2020 auf Vorjahresniveau (-0,1%). Im Bereich Erkältung hat sich Umckaloabo® vor allem aufgrund intensiver Markt-Bevorratung im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie positiv entwickelt. Carmenthin® im Indikationsgebiet Magen-Darm-Beschwerden entwickelt sich weiterhin sehr erfreulich. Lasea® zeigt, dass der begonnene Weg der Vermarktungsaktivitäten im Markt auf positive Resonanz stößt und weitere Marktanteile gewonnen werden können. Eine Fortsetzung Vermarktungsstrategie begründet weitere Wachstums-Chancen. Die sehr positive Umsatzentwicklung bei Prostagutt® zeigt den erfolgreichen eingeschlagenen Kurs. Aufgrund von Beschränkungen bei der persönlichen Bewerbung in den Arztpraxen während der Corona Lock-Down Phasen liegen die Umsätze von Tebonin® und Crataegutt® spürbar unter dem Vorjahr. Dem Risiko von zurückgehenden Umsätzen im Bereich Homöopathie wird mit neuen Kommunikationsansätzen für die beiden Therapieformen der homöopathischen Einzelmittel und der Schüssler Salze entgegengewirkt. Aufgrund der Corona-bedingten Einschränkungen konnten allerdings viele der im Berichtsjahr geplanten Maßnahmen nicht umgesetzt werden. Mittelfristig sollen die Umsätze durch die Kommunikationsansätze stabilisiert werden. Von Bedeutung für unser Exportgeschäft ist insbesondere der chinesische Markt. Im abgelaufenen Jahr lag der Umsatz währungsbedingt leicht unter dem Vorjahr. Zu vergleichbaren Wechselkursen konnte ein leichter Zuwachs verzeichnet werden. Seit einiger Zeit ist dieses Geschäftsfeld in zunehmendem Maße mit Risiken behaftet. Die Erneuerung von Importlizenzen (Zulassungen) durch die chinesische Gesundheitsbehörde (CFDA) ist mit immer höheren Anforderungen verbunden, weshalb in letzter Konsequenz auch Produkte verlorengehen werden. Der steigende Wettbewerb von lokalen Anbietern, die Gefahr, dass bei Erteilung einer Zulassung das jeweilige Medikament einer anderen "Produktklasse" zugeordnet wird sowie regelmäßige Preisreduzierungen im Tendergeschäft machen das Geschäft in China unsicher. Im Berichtsjahr konnte durch die Erneuerung der Importlizenzen (Zulassungen) für die wichtigsten Produkte eine Absicherung dieses Geschäftes für die kommenden Jahre erreicht werden. Im Jahr 2019 wurde im Rahmen einer Betriebsprüfung eine weitergehende behördliche Untersuchung mit Bezug auf das China Geschäft der Schwabe-Gruppe eröffnet, welche weiterhin andauert. Der derzeitige Kenntnisstand gibt nach wie vor keinen Anlass von einer Steuerschuld auszugehen, weshalb zum 31.12.2020 hierfür keine Rückstellung berücksichtigt wurde. Weiterhin wurde eine Untersuchung zum Wettbewerbsrecht mit Bezug auf das Geschäft einer ausländischen Joint Venture Gesellschaft eröffnet. Die Untersuchungen laufen noch und die bislang seitens der Behörden bereitgestellten Informationen lassen weiterhin keine annähernd zuverlässige Aussage über das finanzielle Risiko der betroffenen Gesellschaft zu. Beschaffungsrisiken Wie bei jedem anderen produzierenden Unternehmen auch, stellen die Verfügbarkeit sowie die Abhängigkeit von den Preisen für Rohstoffe, Energie sowie Vor- und Zwischenprodukte ein potentielles Risiko dar. Im Bereich der Arzneimittelpflanzungen ist unsere Gruppe dem Risiko der Abhängigkeit von klimatischen Bedingungen und der Bodenfruchtbarkeit der Anbaugebiete ausgesetzt. Diesem Risiko begegnen wir mit einer entsprechenden Bevorratungspolitik und einer zunehmenden Diversifikation der Standorte der Pflanzungen, sowie einer Vergrößerung der Anbauflächen, wenn sich die Möglichkeit ergibt. Zur Erhöhung der Liefersicherheit werden "Single-Sourcing" Situationen vermieden, indem für alle strategisch wichtigen Materialien und Dienstleistungen - soweit möglich -, Alternativlieferanten erschlossen werden. Des Weiteren gibt es eine "Preferred-Supplier-Strategie", d. h. bestehende Lieferanten werden durch entsprechende vertragliche Regelungen langfristig gebunden. Die Preis- und Bezugsrisiken verringern wir zudem durch unsere weltweiten Einkaufsaktivitäten. Speziell im Bereich kritischer Rohstoffe wird durch Eigenanbau eine weitreichende Unabhängigkeit von Lieferanten erreicht. Außerdem werden durch eine entsprechende Bevorratung auftretende Schwankungen auf den Beschaffungsmärkten oder eventuelle Lieferengpässe ausgeglichen. Die bislang als 50/50 Joint Venture geführten Unternehmen für die Herstellung von Ginkgo-Extrakt sowie die Ginkgo-Plantagen werden im Jahr 2021, durch Akquisition der Joint Venture Anteile, vollständig in die Unternehmensgruppe übergehen. Damit wird das Beschaffungsrisiko, in diesem strategisch wichtigen Bereich, deutlich reduziert. Risiken durch gesetzliche Rahmenbedingungen Weltweit ist der Gesundheitsbereich, und hier insbesondere die Pharmabranche, engen gesetzlichen Rahmenbedingungen, bspw. bei der Zulassung neuer Produkte, bei der Vermarktung und der Kostenerstattung durch die jeweiligen Sozialversicherungssysteme, unterworfen. Gesetzesänderungen werden auf Grund akuter finanzieller Schieflagen der Sozialversicherungssysteme häufig sehr kurzfristig, ohne durchdachtes Konzept und nur punktuell vorgenommen. Das Ziel solcher Eingriffe ist üblicherweise die Kostenreduktion im Gesundheitswesen, um eine Entlastung der Sozialversicherungssysteme zu erreichen. Schnelle Gesetzesänderungen führen in der Regel bei den Arzneimittelherstellern zu wesentlichen finanziellen Einschnitten, einerseits durch wegfallende Absatzmöglichkeiten, andererseits durch relevante Anpassungskosten, die durch die Umstellung von Markt- und Geschäftsstrukturen an die neuen Rahmenbedingungen entstehen. Kurzfristige Änderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen sind immer mit unvorhersehbaren Risiken bei den betroffenen Unternehmen verbunden. Eine Kalkulation der quantitativen Folgen dieser unvorhersehbaren Risiken ist oft gar nicht, bzw. nur unter vereinfachenden Annahmen möglich. Gesetzliche Regelungen zur Verbesserung der Fälschungssicherheit bekommen eine zunehmende Bedeutung. Mittels mehrdimensionaler Data Matrix Codes versuchen die Länder eine vollständige und eindeutige Nachvollziehbarkeit zum Hersteller zu etablieren. Obwohl die grundsätzliche Idee dieses Konzeptes gleich ist, ist die technische Ausführung und der erforderliche Dokumentationsaufwand höchst unterschiedlich. Die Umsetzung dieser Regelungen beeinflusst die Kosten für Anlagen und IT einerseits, andererseits bindet die Einführung neuer Regelungen massiv personelle Ressourcen, da die Übergangszeiten häufig extrem kurz bemessen sind. Rechtliche Risiken Bei manchen Arzneimitteln gibt es das Risiko neu auftretender, bis dahin unerkannter Nebenwirkungen. Deshalb sind Pharmaunternehmen der Gefahr von hohen Schadenersatzansprüchen im Falle von Produkthaftungen und Garantieverletzungen ausgesetzt, die jedoch entsprechend versichert sind. Davon unberührt besteht in diesen Fällen das wirtschaftliche Risiko des Wegfalls entsprechender Umsatz- und Ergebnisbeiträge (siehe Erläuterungen zu Geschäfts- und produktbezogenen Risiken). Darüber hinaus bestehen rechtliche Risiken aus der fortlaufenden Entwicklung der deutschen und europäischen Rechtsprechung zur Abgrenzung von Arzneimitteln und Nicht-Arzneimitteln. Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken In unserem China-Geschäft treten weiterhin Umsatz- und Ergebnisbelastungen infolge von Preissenkungen in der Pharmazeutischen Industrie auf. Diese Preissenkungen stehen im Zusammenhang mit der in China verabschiedeten Gesundheitsreform, durch welche die Ausgaben im Arzneimittelsektor signifikant reduziert werden sollen. Die Preissenkungen betreffen alle - auch lokale - Hersteller von Seiten des staatlichen Gesundheitssystems erstatteten Produkten. Somit sind die Preissenkungen für einen Großteil unseres Geschäfts in China von Relevanz. Aufgrund intensiver Anstrengungen unserer externen chinesischen Dienstleister im sogenannten Tenderverfahren, sind die Preissenkungen im Berichtsjahr deutlich geringer ausgefallen als angenommen. Für die Zukunft gehen wir weiter davon aus, dass die Umsatz- und Ergebnisbelastung durch Preissenkungen anhalten wird. Im Geschäft insbesondere mit Großhändlern und Apotheken finden kontinuierlich Diskussionen über Konditionen und Rabatte statt. Dank einer klaren Struktur in unserer Vorgehensweise ergeben sich dadurch keine wesentlichen Preisänderungsrisiken. Anpassungen bei Konditionen sind Ausnahmen und besonderen Marktsituationen geschuldet. Der zunehmende Anteil von Onlineangeboten auch im Bereich des Arzneimittelvertriebes führt zu einem erhöhten Preis- und Konditionendruck seitens größerer Versandapotheken. Da sich der Onlinemarkt noch in einer Konsolidierungsphase befindet besteht derzeit ein erhöhtes Ausfallrisiko. Beidem begegnen wir mit einer stringenten Konditionenpolitik sowie einem engen Monitoring von Außenständen und Kreditlimits. Wechselkursänderungen werden in unserer Unternehmensgruppe laufend überwacht und bei Bedarf werden entsprechende Kurssicherungsgeschäfte abgeschlossen. Per 31.12.2020 war ein Kurssicherungsgeschäft über CNY 51 Mio. mit Fälligkeit zum 03.02.2021 offen. Das Liquiditätsrisiko aus den bestehenden Verpflichtungen zu Rentenzahlungen ist im Rahmen einer Rückdeckungsversicherung teilweise abgedeckt. Alle ab dem 01. Oktober 2007 neu entstehenden Rentenanwartschaften werden durch eine rückgedeckte Gruppenunterstützungskasse abgesichert. Weitere wesentliche Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken bestehen zurzeit nicht. Das Risiko auf Grund von Zahlungsausfällen begrenzen wir durch ein straffes Debitorenmanagement. Dieses beinhaltet die laufende Kontrolle des Zahlungsverhaltens unserer Kunden, ein ordnungsgemäßes Mahnwesen, Bonitätsprüfungen und ein internes Kontrollsystem mit Kreditlimit-Sperren. Darüber hinaus sichern wir potentielle Ausfallrisiken unserer Auslandskunden über eine Kreditausfallversicherung ab. Potentiellen Risiken im Kreditorenbereich begegnen wir dadurch, dass entsprechend unseren internen Regularien fristgerechte Zahlungen, welche in der Regel unter Inanspruchnahme von Skonti erfolgen, sichergestellt sind. Aufgrund der anhaltenden Niedrig- bzw. Negativzinsphase entstehen für Geschäftsbanken zusätzliche Kosten, wenn Unternehmen größere Liquiditätsreserven halten. Diese Kosten werden seitens der Banken zunehmend weitergereicht. Diese zusätzlichen Kosten können wir nicht vermeiden, reduzieren sie aber mit mittel- und längerfristigen Geldanlagen. IT-Risiken Spezifische Risiken im Bereich der IT ergeben sich insbesondere bei der Verfügbarkeit von kritischen Systemen sowie bei der Sicherheit kritischer Systeme und Daten bzw. der Datenkommunikation. Das Risiko der Verfügbarkeit von kritischen Systemen bezieht sich auf die Ausfallsicherheit von Soft- und Hardware sowie der Verfügbarkeit von Daten. Die Firmengruppe begegnet diesen Risiken seit jeher mit der Doppelung von Servern und anderen Speichermedien, täglicher Datensicherungen sowie der Aufrechterhaltung von Supportverträgen bzw. regelmäßigen Softwareupdates, bevor Wartungsverträge auslaufen. Immer stärker rücken Risiken bezüglich der Sicherheit kritischer Systeme und Daten bzw. der Datenkommunikation in den Fokus. Einerseits aufgrund schärfer werdender gesetzlicher Regelungen im Umgang insbesondere mit persönlichen Daten, für deren Einhaltung die Firmengruppe angemessene organisatorische Maßnahmen umgesetzt hat. Andererseits aufgrund zunehmender Versuche von nicht autorisierten Personen, auf Systeme, Daten und die Datenkommunikation zuzugreifen. Hierfür werden die technischen Abwehrmaßnahmen ständig weiterentwickelt, Mitarbeiter spezifisch geschult, potenzielle Angriffe zu erkennen und persönliche Vorkehrungen zu treffen, die Angriffe erschweren. Darüber hinaus werden alle Mitarbeiter wiederholt zu umsichtigen und vorsichtigem Verhalten aufgerufen. Risiken aus der Corona-Pandemie Das größte Risiko der Gruppe im Rahmen der Corona-Pandemie ist das Infektionsrisiko der Mitarbeitenden. Ausfälle in der Belegschaft - sei es durch unmittelbare Erkrankung oder durch behördliche Anordnung einer Quarantäne - führen zu Betriebsunterbrechung und damit der Nichtverfügbarkeit von Produkten. Ein weiteres Risiko für die Betriebsfähigkeit sind Unterbrechungen im vorgelagerten Teil der Lieferkette, also bei sämtlichen Ausgangsmaterialien für die Produktion. Um diesen Risiken vorzubeugen, ist an allen Standorten ein Krisenmanagement eingerichtet, welches sich intensiv um die Lösung und Vermeidung von Problemen kümmert. Zur Reduzierung der Ansteckungsgefahr im betrieblichen Umfeld ist die Belegschaft soweit möglich derzeit im Home Office tätig. Herstellungs- und Versorgungsbereiche sind in zeitlich getrennten Schichten tätig. Sehr frühzeitig wurden allen Mitarbeitern im Rahmen einer umfassenden Teststrategie (Tests durch den betriebsärztlichen Dienst, Bereitstellung einer ausreichenden Anzahl von Selbsttests) regelmäßige Tests ermöglicht und ausreichend Hygienematerial (Masken, Desinfektionsmittel) zur Verfügung gestellt. Marktseitig zeichnet sich ab, dass zumindest kurzfristig der Bedarf an Arzneimitteln gegen Erkältungskrankheiten deutlich geringer ist. Die Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie (Lock-Down, Hygienemaßnahmen) führen dazu, dass sich die Bevölkerung auch deutlich seltener mit einer "normalen" Erkältung ansteckt. Im Gegensatz dazu ist ein spürbarer Mehrbedarf an Arzneimitteln gegen Schlafstörungen, bei Unruhe und leichten Depressionen zu verzeichnen. Es besteht das Risiko, dass verstärkte Hygienemaßnahmen auch in der Zukunft zu einer geringeren Nachfrage nach Erkältungsprodukten führen. Mittelfristig besteht das Risiko der einbrechenden gesamtwirtschaftlichen Konjunktur und der Auswirkungen auf die Kaufkraft der Bevölkerung nicht nur in Deutschland, sondern auch in wichtigen Exportmärkten der Firmengruppe. Grundsätzlich ist die pharmazeutische Industrie jedoch vom Verlauf der konjunkturellen Entwicklung weniger stark beeinflusst als andere Branchen. Im Vordergrund stehen hier vielmehr die demografische Entwicklung und ein stärker ausgeprägtes Gesundheitsbewusstsein der Bevölkerung. Deshalb ist derzeit mit keinen signifikanten und längerfristig wirkenden Negativeinflüssen der Corona-Pandemie auf die Vermögens- und Finanzlage der Gruppe zu rechnen. Prognosebericht Trotz der hohen Belastungen durch die Corona-Pandemie befindet sich die Weltwirtschaft im Frühjahr 2021 auf Expansionskurs. Zwar sind Teile der europäischen Volkswirtschaften aufgrund erneut verfügter Infektionsschutzmaßnahmen gelähmt, außerhalb Europas ist die Konjunktur jedoch im Aufschwung. In Ostasien ist die Pandemie bereits über einen längeren Zeitraum gesehen weitgehend unter Kontrolle und in den USA ist die Zahl der täglichen Neuinfektionen seit Januar 2021 stark gesunken. Erheblich gestützt wird der konjunkturelle Aufschwung von der weiterhin expansiv ausgerichteten Geldpolitik und Fiskalpolitik. Entsprechend ihrer neuen geldpolitischen Strategie will die US-Notenbank eine Zeit lang Inflationsraten über der Zielmarke von 2 % tolerieren, wenn die Preissteigerung wie gegenwärtig längere Zeit niedriger gewesen ist. Erhebliche Impulse für die konjunkturelle Entwicklung in den USA werden auch von dem im März im Kongress beschlossenen Programm der neuen US-Regierung ausgehen, Neben den geld- und fiskalpolitischen Stimuli sind die Bedingungen für eine rasche Erholung auch deshalb gut, weil im Verlauf des vergangenen Jahres die privaten Haushalte erhebliche Ersparnisse gebildet haben. PG zufolge lässt die mit diesen Ersparnissen einhergehende Kaufkraft einen globalen Konsumschub erwarten, sobald sich im Umfeld zunehmender Lockerungsmaßnahmen das wirtschaftliche Leben wieder normalisiert. Einhergehend mit der wieder gestiegenen Industrieproduktion sind zuletzt auch die Rohstoffpreise, die Energiepreise und die Preise bei Vorleistungsgütern - etwa von Halbleitern - stark angestiegen. Der Rohstoffpreisanstieg erklärt sich hierbei nicht allein aus der gegenwärtig hohen Nachfrage nach Industriegütern, denn Rohstoffe sind auch Objekte der Vermögensanlage, weshalb der Preisanstieg in diesem Segment auch Teil des derzeitigen Vermögenspreisbooms ist. Der hohe Anstieg der Vermögenspreise wiederum begründet sich im Wesentlichen auf den im Zuge der expansiv ausgerichteten Geldpolitik einhergehenden niedrigen Kapitalmarktzinsen. Nach Einschätzung von PG werden auf Grund der Preissteigerungen für Energie, Rohstoffe und Vorleistungsgütern im Laufe des Jahres weltweit deutlich höhere Raten für Verbraucherpreisinflationen zu sehen sein. Nach Auffassung von PG wird die weltweite Konjunktur rasch anziehen, sobald sich die mit der Corona-Pandemie einhergehenden Beschränkungen auflösen. Allerdings wird der Zeitpunkt des Erholungsprozesses regional sehr unterschiedlich verlaufen. In Europa, in Lateinamerika und Indien haben sich im Frühjahr 2021 infolge hochansteckender Mutanten die Infektionszahlen wieder deutlich erhöht, wogegen in den USA und Großbritannien der Pandemieverlauf durch zügig voranschreitende Impfkampagnen deutlich abgeschwächt wird. In Ostasien kommen die Impfkampagnen zwar nur schleppend voran, weil es in dieser Region jedoch aus der Vergangenheit Erfahrungen im Umgang mit Epidemien gibt, ist es dort gelungen, die Corona-Pandemie mit anderen Mitteln unter Kontrolle zu halten. Zur Jahreswende ist die Konjunktur in China auf Hochtouren gelaufen, wohl auch wegen reduzierter wirtschaftspolitischer Maßnahmen deuten einige Indizes dort auf eine moderate Verlangsamung des Wirtschaftswachstums hin. In anderen ostasiatischen Ländern dürfte die Wachstumsdynamik im Sommer abnehmen. Im Euroraum ist zu Beginn des Prognosezeitraums mit einem deutlichen Rückgang der Produktion zu rechnen. Gleiches gilt für Großbritannien, wobei der Handel dort mit der EU zusätzlich unter den Folgen des Brexits leidet. Nach Einschätzung von PG dürfte demgegenüber im Sommerhalbjahr die Konjunktur in Europa spürbar anziehen, wobei die Produktion in Großbritannien schneller wachsen wird als in der EU. In den meisten Schwellen- und Entwicklungsländern sind die konjunkturellen Aussichten dadurch getrübt, weil ein Großteil der dortigen Bevölkerung noch bis ins Jahr 2022 nicht geimpft sein wird. Eine der wesentlichen Risiken für den weltweiten Konjunkturverlauf stellt weiterhin der nicht vorhersehbare Pandemieverlauf dar. Überall dort, wo noch keine Herdenimmunität erreicht ist, können infolge hochansteckender Virusmutationen jederzeit neue Infektionswellen ausgelöst werden. Die Wirksamkeit von Impfkampagnen könnte zudem dadurch abgeschwächt werden, dass durch Engpässe bei Vorleistungsprodukten die Impfstoffproduktion gebremst wird. Zudem besteht die Gefahr, dass keine Herdenimmunität aufgrund nicht ausreichender Impfbereitschaft in der Bevölkerung erreicht wird. Kaum abzuschätzen sind derzeit ebenfalls die pandemiebedingten Folgekosten. Viele Unternehmen wurden bislang durch staatliche Zuschüsse und Förderprogramme am Leben gehalten. Es bleibt abzuwarten wie sich die Solvenz der Unternehmen entwickelt, wenn staatliche Stützungsmaßnahmen beendet werden. Setzt der infolge eines sich normalisierenden Wirtschaftsgeschehens zu erwartende Konsumschub ein, könnten bei rascher Zunahme der Inflation die Kapitalmarktzinsen weltweit anziehen, was Staaten, nichtfinanzielle Unternehmen und Banken unter Druck setzen könnte. Schließlich ist auch unter der Biden-Administration nicht auszuschließen, dass die weltweite Konjunktur weiterhin durch Handelskonflikte, insbesondere zwischen den USA und China, belastet wird. Unter der Prämisse, dass in Deutschland bis zum dritten Quartal alle pandemiebedingten Beschränkungen aufgrund eines bis dahin weitreichenden Impffortschritts aufgehoben worden sind, geht PG davon aus, dass es auch in den Dienstleistungsbereichen im Sommerhalbjahr zu einer kräftigen wirtschaftlichen Erholung kommen wird. Die Institute gehen davon aus, dass die privaten Konsumausgaben allein durch die Rückkehr zum gewohnten Sparverhalten aus der Zeit vor der Pandemie kräftig anwachsen werden. Durch die erwartete konjunkturelle Erholung im Sommerhalbjahr wird das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland nach Auffassung von PG um 3,7 % wachsen. PG zufolge wird es vorübergehend zu einem deutlichen Anstieg der Insolvenzen kommen, wenn die stattlichen Hilfspakete auslaufen und die Pflicht zur Insolvenzanmeldung wieder vollumfänglich gilt. Nach Einschätzung der Institute dürfte der Anstieg der Insolvenzen nur geringe Auswirkungen auf die Beschäftigung haben, da viele der betroffenen Betriebe relativ klein sind. Im Zuge zunehmender Lockerungsmaßnahmen wird die Zahl der Arbeitslosen verstärkt zurückgehen. Insbesondere aufgrund höherer Rohstoffpreise geht PG davon aus, dass die Zuwachsrate bei den Verbraucherpreisen im Prognosezeitraum mit 2,4 % so hoch ausfällt, wie seit 13 Jahren nicht mehr. Die Institute prognostizieren für das Jahr 2021 ein Defizit der öffentlichen Haushalte in Deutschland von 159 Mrd. Euro. Alles in allem geht PG davon aus, dass die weltweite Produktion, nach einem Rückgang von 3,6 % im Jahr 2020, im Jahr 2021 um 6,3 % zunehmen wird. Nach der Vorhersage der Institute wird der Zuwachs in den USA mit 6,5 % etwas höher ausfallen und auch die Zuwachsrate der Schwellenländer wird mit 7,5 % über der globalen Produktionsausweitung liegen. Hinsichtlich der Arbeitslosenquote wird angenommen, dass diese im Jahr 2021 mit 6,0 % unter der Arbeitslosenquote des Vorjahres (6,6 %) liegen wird. Nach Einschätzung von Nicholas Hall wird der für unsere Gruppe relevante OTC-Sektor auch im Jahr 2021 um ca. 3 %-4 % wachsen. Wachstumsreiber wird primär das Internet-basierte Geschäft sein. Nicholas Hall geht davon aus, dass ohne Berücksichtigung des E-Commerce basierten Wachstums der gesamt OTC-Markt im Jahr 2021 um 2,3 % wachsen wird, wobei dem europäischen Markt unter dieser Annahme lediglich ein Wachstum von 0,4 % vorhergesagt wird. Waren die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Schwabe Gruppe im abgelaufenen Geschäftsjahr noch relativ gering, wird mindestens das Jahr 2021 stärker, negativ beeinflusst. Da im ersten Halbjahr 2021 weiterhin starke Einschränkungen in der Bewegungsfreiheit bestehen sind Produkte negativ betroffen, die im Allgemeinen bei Ärzten besprochen und über den stationären Handel vertrieben werden. Des Weiteren ist zumindest kurzfristig der Bedarf an Arzneimitteln gegen Erkältungskrankheiten in Deutschland und wesentlichen Exportländern deutlich geringer. Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie (Lock-Down, Hygienemaßnahmen) führen dazu, dass sich die Bevölkerung derzeit deutlich seltener mit einer "normalen" Erkältung ansteckt. Zusätzlich sind nach den Bevorratungskäufen im letzten Jahr die Läger bei Vertriebspartnern, Großhändlern und Apotheken noch nicht abverkauft. Im Gegensatz dazu ist ein spürbarer Mehrbedarf an Arzneimitteln gegen Schlafstörungen, bei Unruhe und leichten Depressionen zu verzeichnen. Auch entwickelt sich der Markt in China bislang etwas besser als erwartet. Beides reicht nicht aus die negativen Auswirkungen insb. im Gesundheitsfeld Erkältung auszugleichen, so dass die Umsätze das Vorjahr deutlich unterschreiten werden. Zum Ausgleich der geringeren Umsätze werden, kurzfristig durch die Verschiebung von Maßnahmen, geplante Kosten in nicht umsatzrelevanten Bereichen, reduziert. Insbesondere im Bereich Marketing und Vertrieb sowie für Forschung und Entwicklung werden Projekte zugunsten zukünftiger Wachstumschancen nicht gekürzt. Die geringeren Umsätze und steigende Kosten werden dazu führen, dass das Betriebsergebnis und der Konzernjahresüberschuss im Prognosezeitraum spürbar unter Vorjahr liegen werden. Wir gehen davon aus, dass sich die Auswirkungen der Corona-Pandemie mit voranschreitender Impfung der Bevölkerung deutlich abschwächen wird, so dass derzeit mit keinen signifikanten und längerfristig wirkenden Negativeinflüssen der Corona Krise auf die Vermögens- und Finanzlage der Gruppe zu rechnen ist. Auf längere Sicht betrachtet streben wir weiterhin an zu wachsen, weshalb Unternehmens- bzw. Produktkäufe sowie Erweiterungen in unserer bestehenden Produktpalette fortlaufend geprüft und bewertet werden. Wir erwarten des Weiteren für die Zukunft weiterhin erhebliche Ergebnisbeiträge aus unserem chinesischen Exportgeschäft. Forschung und Entwicklung Die Schwabe-Gruppe ist sowohl im Bereich der Grundlagenforschung, als auch der klinischen Forschung tätig. Die Forschung und Entwicklung von qualitativ hochwertigen pflanzlichen Arzneimitteln erstreckt sich von der Wirkstoff- bzw. Extraktforschung über die pharmakologischen Untersuchungen und die galenische Entwicklung bis hin zur klinischen Prüfung am Menschen (Klinische Forschung). Ziel ist dabei sowohl die Herausarbeitung neuer pflanzlicher Wirksubstanzen, als auch die Weiterentwicklung und Optimierung bekannter Extrakte. Insbesondere die klinische Forschung ist auf Grund des hohen Qualitätsniveaus ein sehr kostenintensiver Faktor und macht es erforderlich, dass ein wesentlicher Teil des gesamten Forschungsetats in diesen Bereich fließt. Die Ergebnisse dieser klinischen Forschung sind Voraussetzung für zahlreiche Zulassungen der Präparate im In- und Ausland und damit für eine weitere langfristig positive Geschäftsentwicklung der Schwabe-Gruppe unerlässlich. Teilweise werden unsere Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten durch externe Dienstleister ausgeführt. Unserer Forschungs- und Entwicklungskosten bewegen sich insgesamt konstant im zweistelligen Millionenbereich. BestätigungsvermerkDem geprüften Konzernabschluss zum 31. Dezember 2020 der Dr. Schwabe Holding GmbH, Karlsruhe, erteile ich in Übereinstimmung mit dem Prüfungsstandard IDW PS 400 n.F. den nachfolgenden Bestätigungsvermerk: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Dr. Schwabe Holding GmbH, Karlsruhe Prüfungsurteile Ich habe den Konzernabschluss der Dr. Schwabe Holding GmbH, Karlsruhe, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2020, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Kapitalflussrechnung und dem Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Konzernlagebericht der Dr. Schwabe Holding GmbH, Karlsruhe, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2020 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 und • vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können; • gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben; • beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben; • ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann; • beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt; • hole ich ausreichende, geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Ich bin verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Ich trage die alleinige Verantwortung für meine Prüfungsurteile; • beurteile ich den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns; • führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Landau, 2. Juli 2021 gez. Erik Schneider, Wirtschaftsprüfer |
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