ESU Eichenauer Sträter Umformtechnik GmbHLiquidiert

42651 Solingen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Wuppertal HRB 15142
Vorher
Sträter Stanzerei GmbH
Eingetragen
5.4.2004
Branche
Herstellung von Press-, Zieh- und StanzteilenHerstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungHerstellung von Handwerkzeugen
Gegenstand
Die Herstellung und der Handel mit Produkten der Stanz- und Umformtechnik, der Werkzeugbau sowie dazugehörende Projektmanagement- und Entwicklungsleistungen.

Historie

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Management

NameRolle
Adolf Dr. Stindt
seit 16.3.2011
Geschäftsführer
Kay Eugen Stute
seit 16.3.2011
Geschäftsführer
Andreas Krug
seit 13.2.2008
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
ASKES AUTOMOTIVE S.L.ESP
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
663.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

ESU Eichenauer Sträter Umformtechnik GmbH

Solingen

Jahresabschluss zum 31.12.2010

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2010

Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Nachdem in 2009 die blechverarbeitende Industrie erheblich unter der Wirtschaftskrise gelitten hatte, zeigte sich in 2010 eine schnelle Erholung. Wichtigster Zugfaktor war die Automobilindustrie. So wurden in 2010 mit 61,7 Mio. weltweit 12 % mehr PKW´s verkauft als im Vorjahr. Wachstumstreiber waren dabei vor allem die vier BRIC-Staaten Brasilien, Russland, Indien und China sowie der US-Markt. In Deutschland als Auto-Exporteur stiegen dementsprechend die PKW-Exporte in 2010 auf 4,2 Mio. Fahrzeuge. Bei den Nutzfahrzeugen lag der Zuwachs sogar bei über 40 %. Diese Entwicklung führte bei der blechverarbeitenden Industrie in Deutschland zu einer Erhöhung des Auftragsbestandes von 50% und zu einer Umsatzsteigerung von 18 % gegenüber 2009. Der skizzierte Aufwärtstrend in der deutschen Zulieferindustrie erwies sich über das gesamte Jahr 2010 als stabil.

Umsatz und Auftragsentwicklung

Der Auftragsbestand stieg in 2010 kontinuierlich an. Diese Steigerung war überwiegend konjunkturbedingt. Die Umsatzerlöse betrugen in 2010 19,4 Mio. € (Vorjahr: 15,6 Mio. €). Dieses entspricht einer Steigerung von 24 %. Die Erhöhung über dem Branchendurchschnitt erklärt sich aus dem hohen Anteil von Produkten bei ESU für die Nutzfahrzeugbranche und dessen überproportionalen Steigerung. Allerdings konnten die Umsatzrückgänge von 2009 nicht kompensiert werden (Umsatz 2008: 23,6 Mio. €).

Fertigung / Kapazitätsauslastung

Die Auslastung der Stanzen in Solingen war befriedigend. Die mangelnde Finanzkraft und die damit verbundenen niedrigen Kreditlimits bei den Stahllieferanten führten immer wieder zu verspäteten Rohmateriallieferungen, die die Prozesse negativ beeinflussten. In 2010 wurde mittels einer Insourcing-Maßnahme eine Buckelschweißanlage in Betrieb genommen, die im 3-Schichtbetrieb seit dem 2. Quartal 2010 lief. Die Anlage zur Montage des Lehnenlagers war mit 18-20 Schichten pro Woche ausgelastet. In der ungarischen Tochtergesellschaft stand die Fertigung auch unter dem Einfluss einer diskontinuierlichen Materialversorgung. Reparaturarbeiten an mehreren großen Hydraulikpressen wurden in Abhängigkeit von dem jeweils aktuellen monetären Status durchgeführt.

Beschaffung

Parallel zur Verbesserung der allgemeinen Konjunktur erhöhte sich die Nachfrage nach Stahl. Hier entstanden systembedingt erhebliche Lieferengpässe seitens der Stahlindustrie. Die Folge war eine signifikante Verteuerung aller benötigten Stahlsorten. Mangels ausreichender Finanzkraft war die Position von ESU zum Aushandeln von optimalen Preisen beschränkt. Die Stahlpreiserhöhung, die im 3. Quartal 2010 voll durchschlug, wurde mit den wichtigsten Kunden verhandelt und konnte nur teilweise weitergegeben werden.

Personal- und Sozialbereich

Im Jahresdurchschnitt waren bei ESU 55 Mitarbeiter beschäftigt. Trotz der Umsatzzuwächse konnten die Personalkosten durch Restrukturierungsmaßnahmen gesenkt werden. Der Personalbestand hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 10 Mitarbeiter vermindert.

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme erhöht sich in 2010 auf 5.794 T€ (Vorjahr: 5.703 T€). Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt unverändert 663 T€. Unter Einbezug des Jahresfehlbetrages in Höhe von 1.046 T€ und unter Berücksichtigung des Verlustvortrages ergibt sich ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag von 1.575 T€ auf der Aktivseite. Die Eigenkapitalquote ist weiterhin negativ. Die Darlehen betrugen Ende 2010 3.038 T€, die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen valutierten auf 1.883 T€.

Ertragslage

Der Jahresfehlbetrag wird als erstes bestimmt durch das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von -139 T€ (Vorjahr: -1.165 T€). Weitere bedeutsame Einflussfaktoren waren die teilweise Abschreibung des bilanzierten Firmenwertes in Höhe von 478 T€ sowie eine Abschreibung der Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebes in Höhe von 253 T€. Die Abschreibung der beiden letzten Positionen ergibt sich aus der unzureichenden Ertragskraft des Unternehmens, die die Fortführung des operativen Geschäfts nicht zulässt. Nach Abzug von Sanierungskosten in Höhe von 166 T€ und den sonstigen Steuern ergibt sich ein Jahresfehlbetrag von 1.046 T€.

Kontroll- und Steuerungssysteme

Die Gesellschaft hat Kontroll- und Steuerungssysteme zur Erkennung von Risiken installiert. Hierzu bedient sich die Gesellschaft auch der Unterstützung von externen Unternehmen. So wurden alle relevanten Unternehmensprozesse dokumentiert. Die Effizienz und Einhaltung der Kontrollen erfolgt regelmäßig durch interne und externe Prüfer. Wechselkursrisiken bestehen nicht. Für Forderungsausfallrisiken besteht eine Warenkreditversicherung. Aufgrund der angespannten Finanzsituation wird die Liquidität engmaschig gesteuert.

Chancen und Risiken - Ausblick 2011

Unter Berücksichtigung einer guten allgemeinen Wirtschaftslage in der Automobilindustrie, bei stabilem Auftragsbestand Ende 2010 in der Gesellschaft und einer Artikelstruktur, die in ihrem Lebenszyklus und ihrer Restlaufzeit keinen größeren Verwerfungen in 2011 unterliegt, konnte man von einem Umsatz in 2011 vergleichbar zu 2010 ausgehen. Die positive Fortführungsprognose ergab sich Ende 2010/Anfang 2011 vor dem Hintergrund des Fehlbetrages auf der Aktivseite auch aus dem Umstand der hinreichend vorhandenen stillen Reserven im Unternehmen. So wurden im Zuge des für Januar 2011 geplanten Verkaufes der Gesellschaftsanteile seitens verbundener Gesellschaften Forderungsverzichte in Höhe von 434 T€ zugesagt und eingehalten. Weiterhin wurde ein Darlehensverzicht in Höhe von 1000 T€ durch ein Kreditinstitut ausgesprochen. Hiermit waren in Ergänzung zu der mit einer positiven Prognose ausgestatteten normalen Geschäftstätigkeit ausreichend stille Reserven vorhanden, das Unternehmen auch in 2011 fortzuführen.

Mit Aufnahme der Tätigkeit der neuen Geschäftsführung in 2011 zeigte sich dann allerdings bei detaillierter Produktrechnung, dass der überwiegende Anteil der Produkte keinen ausreichenden bzw. negativen Deckungsbeitrag hatte. Als weiteres großes Problem erwies sich der Umstand, dass außer der Umformung alle übrigen Wertschöpfungsprozesse von externen Firmen durchgeführt wurden. Dieses resultierte in einen unerwartet hohen Cashout für externe Dienstleistungen und Transporte sowie langen Zykluszeiten, die ein erhebliches Lieferrisiko darstellen. Es wurde daher von den neuen Inhabern und der Geschäftsführung die Entscheidung getroffen, die operative Geschäftstätigkeit einzustellen und dabei die Interessen der Gläubiger zu berücksichtigen. Es ist geplant, die Gesellschaft als Dienstleistungsunternehmen weiter fortzuführen.

 

Solingen, 02.12.2011

gez. Kay Stute

gez. Dr. Adolf Stindt

Bilanz für das Geschäftsjahr 2010

Aktiva

  31.12.2010
EUR
31.12.2009
EUR
A. Aufwendungen für die Erweiterung des Geschäftsbetriebs 0,00 378.847,62
B. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 108.692,00 142.810,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 150.000,00 692.672,00
  258.692,00 835.482,00
II. Sachanlagen    
1. Bauten auf fremden Grundstücken 10.990,00 12.748,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 441.507,00 574.545,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 224.111,00 277.793,00
  676.608,00 865.086,00
III. Finanzanlagen    
1. Beteiligungen 2.200,00 2.200,00
2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 100.000,00 100.000,00
3. übrige Finanzanlagen 1,00 20.191,24
  102.201,00 122.391,24
  1.037.501,00 1.822.959,24
C. Umlaufvermögen    
I. Vorräte 2.015.867,83 2.167.604,73
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 296.741,17 119.573,07
2. übrige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 820.246,15 596.932,37
  1.116.987,32 716.505,44
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 5.769,12 12.911,76
  3.138.624,27 2.897.021,93
D. Rechnungsabgrenzungsposten 43.348,04 75.238,74
E. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 1.574.631,99 528.640,61
  5.794.105,30 5.702.708,14

Passiva

   
  31.12.2010
EUR
31.12.2009
EUR
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 663.000,00 663.000,00
II. Verlustvortrag -1.191.640,61 -17.315,30
III. Jahresfehlbetrag -1.045.991,38 -1.174.325,31
IV. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 1.574.631,99 528.640,61
  0,00 0,00
B. Rückstellungen 216.065,76 205.309,00
C. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.037.907,23 3.326.030,29
2. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 79.624,54 128.870,38
3. übrige Verbindlichkeiten 2.460.507,77 2.042.498,47
  5.578.039,54 5.497.399,14
  5.794.105,30 5.702.708,14

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01. bis 31.12.2010

  2010
EUR
2009
EUR
1. Umsatzerlöse 19.410.293,21 15.625.935,35
2. Verminderung oder Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -176.096,99 -671.059,87
3. Gesamtleistung 19.234.196,22 14.954.875,48
4. Sonstige betriebliche Erträge 38.430,26 51.158,17
5. Materialaufwand    
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie für bezogene Waren 12.160.072,05 9.009.126,61
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.762.365,49 1.224.460,48
  13.922.437,54 10.233.587,09
6. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter 2.436.935,48 2.469.462,61
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 434.661,09 466.045,83
davon für Altersversorgung: EUR 1.169,96 Vorjahr: EUR 0,00 2.871.596,57 2.935.508,44
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und auf Sachanlagen sowie auf aktivierte Aufwendungen für die Erweiterung des Geschäftsbetriebs 450.492,58 499.276,07
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.924.615,34 2.232.512,44
9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 11.738,83 0,00
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 834,94 1.008,91
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 1,00 0,00
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 254.602,75 271.038,48
13. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -138.545,53 -1.164.879,96
14. Außerordentliche Aufwendungen 896.718,02 0,00
15. Außerordentliches Ergebnis -896.718,02 0,00
16. Steuern vom Einkommen und Ertrag -13,00 0,00
17. Sonstige Steuern 10.740,83 9.445,35
18. Jahresfehlbetrag -1.045.991,38 -1.174.325,31

Anhang für das Geschäftsjahr 2010

A. Allgemeines

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne der §§ 264, 267 Abs. 2 HGB auf.

Der zugrunde liegende Jahresabschluss wird erstmals nach den Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) aufgestellt. Die bisherige Form der Darstellung und die bisher angewandten Bewertungsmethoden wurden insoweit angepasst. Eine Durchbrechung der Stetigkeit liegt insoweit nicht vor (Art. 67 Abs. 8 S. 1 EGHGB). Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend Art. 67 Abs. 8 S. 2 EGHGB nicht angepasst.

Der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung liegen die gesetzlichen Gliederungsschemata der §§ 266 bzw. 275 HGB zugrunde; mögliche Zusammenfassungen nach § 265 Abs. 7 HGB wurden nicht vorgenommen.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Jahresabschluss wird auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften sind die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Im Einzelnen werden folgende Grundsätze und Methoden angewandt:

Da der Geschäftsbetrieb im Geschäftsjahr 2011 aufgrund der bestehenden Struktur der Gesellschaft nicht fortgeführt werden konnte, erfolgte die Bilanzierung und Bewertung zum 31.12.2010 nicht mehr unter der Annahme der fortgeführten Unternehmenstätigkeit (als Produktionsunternehmen) (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Die Gesellschaft soll als Dienstleistungsunternehmen weitergeführt werden.

Da der operative Geschäftsbetrieb in 2011 eingestellt worden ist, sind die Bilanzierungshilfe " Aufwendungen für die Erweiterung des Geschäftsbetriebs" in voller Höhe sowie der nicht mehr realisierbare Firmenwert außerplanmäßig abzuschreiben. Der Geschäftsbetrieb konnte mit der bestehenden Struktur nicht fortgeführt werden.

Ansonsten werden die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. Grundlage für die planmäßigen Abschreibungen ist die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes. Die Abschreibungen werden linear oder degressiv vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Wert bis zu € 150,00 werden aus Vereinfachungsgründen im Jahr der Anschaffung gem. § 6 Abs. 2 EStG in den Aufwand genommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Wert bis zu € 410,00 werden im Jahr der Anschaffung gem. § 6 Abs.2 EStG voll abgeschrieben. Für abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungs- und Herstellungskosten über € 150,00 und bis € 1.000,00 wurde gem. § 6 Abs. 2a EStG für die Jahre 2008 und 2009 jeweils ein Sammelposten gebildet, der mit 20 % abgeschrieben wird.

Unter den Finanzanlagen wird eine Ausleihung in Höhe von € 100.000,00 ausgewiesen. Hierbei handelt es sich um ein Darlehen an die Firma ESU Hungary Kft., an der die Gesellschaft zu 100% beteiligt ist. Die Beteiligung wird mit Anschaffungskosten von umgerechnet € 2.200,00 ausgewiesen.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten und unter Abzug von Anschaffungspreisminderungen sowie unter Berücksichtigung niedrigerer Tagespreise am Bilanzstichtag bewertet.

Unfertige Erzeugnisse und unfertige Leistungen werden zu Herstellungskosten und unter Berücksichtigung der erreichten Fertigungsstufen der Erzeugnisse bewertet. Die Herstellungskosten ermitteln sich aus den Anschaffungskosten für das Material zuzüglich Lohnkosten und Gemeinkostenzuschlägen, die aus Erfahrungswerten der Vergangenheit abgeleitet werden und den firmeninternen Verhältnissen entsprechen. Das Prinzip der verlustfreien Bewertung wird beachtet.

Die Bewertung der fertigen Erzeugnisse und Waren erfolgt mit Herstellungskosten. Die Herstellungskosten ermitteln sich aus den Anschaffungskosten für das Material, den Lohnkosten und Gemeinkostenzuschlägen, die aus Erfahrungswerten der Vergangenheit abgeleitet werden und den firmeninternen Verhältnissen entsprechen. Teilweise erfolgt eine Ableitung der Herstellungskosten retrograd aus den Verkaufspreisen. Handelswaren werden mit Anschaffungskosten bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert bewertet. Bei den Forderungen wurden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird durch eine Pauschalwertberichtigung zu Forderungen Rechnung getragen.

Flüssige Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt (§ 253 Abs. 1 HGB).

Für alle ungewissen Verbindlichkeiten werden Rückstellungen gebildet und mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 1 S. 2 HGB).

Die Rückstellung für die Verpflichtung zur Zahlung von Altersteilzeitleistungen wird mit dem von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen Abzinsungssatz für eine mittlere Restlaufzeit von 2 Jahren abgezinst. Zur Berücksichtigung der einkommensabhängigen Leistungen wird bei der Ermittlung ein jährlicher Anstieg der Alterteilzeitbezüge von 2% angenommen.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert (§ 253 Abs. 1 S. 2 HGB).

C. Einzelangaben zur Bilanz

I. Anlagevermögen

Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ist im Einzelnen aus der als Anlage beigefügten Darstellung der Entwicklung des Anlagevermögens zum 31.12.2010 ersichtlich.

Die planmäßigen Abschreibungen betragen in 2010 € 450.492,58.

II. Umlaufvermögen

1. Vorräte

Die ausgewiesenen Vorräte bestehen aus Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, die zu Anschaffungskosten bewertet werden, sowie aus mit den Herstellungskosten bewerteten unfertigen und fertigen Erzeugnissen.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Von den ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen haben € 19.340,33 eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Dieses betrifft die gezahlte Kaution 'Rote Halle' und das Körperschaftsteuerguthaben, welches in 10 Jahresraten seit 2008 ausgezahlt wird und mit einem Zinssatz von 5,5 % abgezinst wird.

III. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen sind in angemessener Höhe für noch zu erwartende Aufwendungen des Geschäftsjahres 2010 gebildet worden.

Bei der DekaBank Deutsche Girozentrale, Frankfurt am Main, werden Fondsanteile zur Sicherung der Altersteilzeitverpflichtung gehalten. Die Fondsanteile sind verpfändet.

IV. Verbindlichkeiten

Restlaufzeit der Verbindlichkeiten von mehr als 5 Jahren: EUR 0,00

Die Verbindlichkeiten sind durch Warenlager, Sicherungsübereignungen von Maschinen und Globalzessionen besichert.

V. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sämtliche Miet- und Leasingverträge werden 2011 aufgelöst bzw. beendet.

D. Einzelangaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt.

1. Außerordentliches Ergebnis

Das außerordentliche Ergebnis beinhaltet:

 
Aufwendungen für die Suche nach Investoren 166.464,00
Außerplanmäßige Abschreibung der Aufwendungen für die Erweiterung des Geschäftsbetriebes 252.565,02
Außerplanmäßige Abschreibung des Firmenwertes 477.689,00
  896.718,02

2. Steuern vom Einkommen und Ertrag

Aufgrund des Jahresfehlbetrags fallen keine Ertragsteuern an.

E. Ergebnisverwendung

Der Jahresfehlbetrag beträgt € - 1.045.991,38. Dieser wird auf neue Rechnung vorgetragen.

F. Sonstige Angaben

I. Geschäftsführung

In 2010 wurde die Geschäftsführung von

Herrn Friedhelm Sträter, Industriekaufmann, Solingen

- alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit -

wahrgenommen.

Der Geschäftsführer Friedhelm Sträter hat sein Amt mit Wirkung zum 15.02.2011 niedergelegt.

Herr Dr. Adolf Stindt, Produktions- und Vertriebsgeschäftsführer, Meinerzhagen und

Herr Kay Eugen Stute, Controlling- und Vertriebsgeschäftsführer, Lüdenscheid

- beide alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit -

wurden mit Wirkung zum 15.02.2011 zu Geschäftsführern bestellt.

II. Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigte durchschnittlich 55 Mitarbeiter, davon 19 im kaufmännischen und 36 im gewerblichen Bereich sowie 2 Auszubildende.

III. Sonstiges

Die Gesellschaft ist an der ESU Hungary Kft. mit Sitz in Veszprém zu 100% beteiligt. Das Eigenkapital der ESU Hungary Kft beträgt zum 31.12.2010 T€ 90,0; das Ergebnis des Geschäftsjahres 2010 beläuft sich auf umgerechnet T€ -41,4. Die Umrechnung erfolgte mit dem Devisenkurs per 31.12.2010.

 

Solingen, den 02.12.2011

gez. Kay Eugen Stute

gez. Dr. Adolf Stindt

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2010

  Anschaffungs-/ Herstellungskosten 01.01.2010
Zugang 2010
Abgang Anschaffungs-/ Herstellungskosten
AUFWENDUNGEN FÜR DIE ERWEI- TERUNG DES GESCHÄFTSBETRIEBS 505.130,16 0,00 0,00
IMMATERIELLE VERMÖGENS- GEGENSTÄNDE      
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten      
Software EDV-Anlage 345.915,47 10.206,00 0,00
Firmenwert EUT 974.265,12 0,00 0,00
SUMME IMMATERIELLE ANLAGEN 1.320.180,59 10.206,00 0,00
SACHANLAGEN      
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken      
Hof- und Wegebefestigungen 15.825,00 0,00 0,00
Zwischensumme 15.825,00 0,00 0,00
technische Anlagen und Maschinen 1.467.203,15 46.416,92 -31.008,98
Zwischensumme 1.467.203,15 46.416,92 -31.008,98
andere Posten der Betriebs- und Geschäftsausstattung 647.808,45 11.017,04 0,00
Zwischensumme 647.808,45 11.017,04 0,00
SUMME SACHANLAGEN 2.130.836,60 57.433,96 -31.008,98
FINANZANLAGEN      
Beteiligungen 2.200,00 0,00 0,00
Ausleihungen ESU Hungary kft. 100.000,00 0,00 0,00
Sonstige Ausleihungen 208.395,12 0,00 0,00
Zwischensumme 310.595,12 0,00 0,00
SUMME FINANZANLAGEN 310.595,12 0,00 0,00
SUMME ANLAGEVERMÖGEN 4.266.742,47 67.639,96 -31.008,98
  Abschreibung kumuliert
Buchwert 31.12.2010
AUFWENDUNGEN FÜR DIE ERWEI- TERUNG DES GESCHÄFTSBETRIEBS -505.130,16 0,00
IMMATERIELLE VERMÖGENS- GEGENSTÄNDE    
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten    
Software EDV-Anlage -247.429,47 108.692,00
Firmenwert EUT -824.265,12 150.000,00
SUMME IMMATERIELLE ANLAGEN -1.071.694,59 258.692,00
SACHANLAGEN    
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken    
Hof- und Wegebefestigungen -4.835,00 10.990,00
Zwischensumme -4.835,00 10.990,00
technische Anlagen und Maschinen -1.041.104,09 441.507,00
Zwischensumme -1.041.104,09 441.507,00
andere Posten der Betriebs- und Geschäftsausstattung -434.714,49 224.111,00
Zwischensumme -434.714,49 224.111,00
SUMME SACHANLAGEN -1.480.653,58 676.608,00
FINANZANLAGEN    
Beteiligungen 0,00 2.200,00
Ausleihungen ESU Hungary kft. 0,00 100.000,00
Sonstige Ausleihungen -208.394,12 1,00
Zwischensumme -208.394,12 102.201,00
SUMME FINANZANLAGEN -208.394,12 102.201,00
SUMME ANLAGEVERMÖGEN -3.265.872,45 1.037.501,00
  Buchwert 31.12.2009
Abschreibung 2010
AUFWENDUNGEN FÜR DIE ERWEI- TERUNG DES GESCHÄFTSBETRIEBS 378.847,62 -378.847,62
IMMATERIELLE VERMÖGENS- GEGENSTÄNDE    
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten    
Software EDV-Anlage 142.810,00 -44.324,00
Firmenwert EUT 692.672,00 -542.672,00
SUMME IMMATERIELLE ANLAGEN 835.482,00 -586.996,00
SACHANLAGEN    
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken    
Hof- und Wegebefestigungen 12.748,00 -1.758,00
Zwischensumme 12.748,00 -1.758,00
technische Anlagen und Maschinen 574.545,00 -148.445,94
Zwischensumme 574.545,00 -148.445,94
andere Posten der Betriebs- und Geschäftsausstattung 277.793,00 -64.699,04
Zwischensumme 277.793,00 -64.699,04
SUMME SACHANLAGEN 865.086,00 -214.902,98
FINANZANLAGEN    
Beteiligungen 2.200,00 0,00
Ausleihungen ESU Hungary kft. 100.000,00 0,00
Sonstige Ausleihungen 1,00 0,00
Zwischensumme 102.201,00 0,00
SUMME FINANZANLAGEN 102.201,00 0,00
SUMME ANLAGEVERMÖGEN 2.181.616,62 -1.180.746,60

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Gemäß § 328 Abs. 1 Nr. 1 HGB wird darauf hingewiesen, dass die für die Offenlegung von Jahresabschlüssen mittelgroßer Kapitalgesellschaften nach § 327 HGB eingeräumten Erleichterungen bei der hiesigen Offenlegung des Jahresabschlusses zum Teil in Anspruch genommen wurden.

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Ich habe den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der ESU Eichenauer Sträter Umformtechnik GmbH, Solingen für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis 31.12.2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Meine Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von mir durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Ich habe meine Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Ich bin der Auffassung, dass meine Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für meine Beurteilung bildet.

Meine Prüfung hat mit Ausnahme der folgenden Einschränkung zu keinen Einwendungen geführt:

Das Vorhandensein der ausgewiesenen Vorratsbestände in Höhe von EUR 2.015.867,83 konnte nicht hinreichend nachgewiesen werden, da ich nicht an der Inventur teilnehmen und durch alternative Prüfungshandlungen keine hinreichende Sicherheit über den Bestand der Vorräte gewinnen konnte. Es kann daher nicht ausgeschlossen werden, dass der Jahresabschluss insoweit fehlerhaft sein könnte.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Olpe, den 20.12.2011

Engels, Wirtschaftsprüfer

Nachrichtlich:

Der Jahresabschluss ist durch Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 09.01.2012 festgestellt worden. Gleichzeitig wurde die Gewinnverwendung dem Vorschlag der Geschäftsführung folgend beschlossen.

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