Witte Technology GmbH
Sendener Stiege 4, 48163 Münster, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ruben Schmitz-Heinen seit 7.7.2025 | Prokura |
Matthias Dr.-Ing. Seiler seit 13.6.2024 | Geschäftsführer |
Marius Dr. Giesecke seit 13.6.2024 | Prokura |
Markus Majcher seit 23.12.2021 | Prokura |
Danny Nitzsche seit 23.12.2021 | Prokura |
Sandro Koppehel seit 23.12.2021 | Prokura |
Oliver Meier seit 27.6.2018 | Prokura |
Dirk Finger seit 22.3.2018 | Prokura |
Karin Isenberg seit 2.2.2018 | Prokura |
Udo Feldmann seit 24.2.2017 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
BeteiligungenBeta
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Witte Technology GmbHMünsterJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2023A. Geschäftsmodell Gegenstand der Gesellschaft ist die Herstellung und der Vertrieb von Druck- und Stanzerzeugnissen jeglicher Art, von gedruckter Elektronik und von Fahrzeugsicherheitsprodukten sowie Beratung und Herstellung von IT- und Systemlösungen. Es gibt keine Forschung und Entwicklung im Geschäftsjahr 2023. B. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die weltwirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2023 war weiterhin durch herausfordernde Rahmenbedingungen eingeschränkt. Anhaltende geopolitische Auseinandersetzungen und den Ausbruch bzw. Konflikt mit kriegerischen Auseinandersetzungen im mittleren Osten sowie eine hohe Inflation und gegenüber den Vorjahren weiter verteuerte Finanzierungsbedingungen erschweren die wirtschaftlichen Aktivitäten und die konjunkturelle Entwicklung (Quelle: BMWK Jahreswirtschaftsbericht 2023) Dass Wirtschaftswachstum bezogen auf das Bruttoinlandsprodukt lag in Deutschland im Jahr 2023 bei -0,3 % (Vorjahr + 1,8%). Damit lag das Wirtschaftswachstum in Deutschland weit unter dem europäischen Gesamtwachstum von 0,5 % (Vorjahr 3,4%) (Quelle: statista: Europäische Union: Prognose zum Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) in den Mitgliedstaaten von 2020 bis 2025). Die Inflationsrate lag mit 5,9% (Vorjahr 6,9%) zwar unter dem Vorjahresniveau, aber weiterhin auf einem hohen Niveau. (Quelle: Statista: Inflationsrate in Deutschland von 1992 bis 2023). Dadurch wurden Zinsen und Personalkosten, die sich in allen Bereichen der Lieferkette und natürlich der eigenen Produktion nieder schlagen weiterhin verteuert Die Kosten pro Arbeitsstunde im Verhältnis zur Arbeitsproduktivität sind in 2023 um 6,7 % gestiegen (Quelle: Statistisches Bundesamt, Wichtige Zusammenhänge im Überblick, 2023). Insgesamt hatten diese Einflussfaktoren Konsequenzen für die Industrieproduktion Rückgang in 2023 um 3,0% (Quelle: destatis: Pressemitteilung Nr. 048 vom 7.2.2024). Trotz dieser Entwicklung und dem starken Rückgang im Dezember 2023 sind die Zulassungszahlen für Kraftfahrzeuge um 7,3 % angestiegen, ebenfalls sind die Besitzumschreibungen um 5,3% gestiegen(Quelle: Kraftfahrt-Bundesamt - Jahresbilanz 2023 (kba.de)). Anhaltend durchschnittliche hohe Krankenstandszahlen im Jahr 2023 führten dazu das die Arbeitsproduktivität weiter gesunken ist (Quelle: statista: Krankheitsbedingte Fehltage im Jahr je Arbeitnehmer in Deutschland von 1991 bis 2023). 2. Darstellung Geschäftsverlauf Die Witte Technology GmbH ist im Rahmen ihrer Spezialisierungen dennoch auf einen breiten Industriebereich und auf den Fahrzeugbau und die Automobilindustrie ausgerichtet. Trotz der rückläufigen Marktentwicklung in diesen Bereichen und einem signifikanten Rückgang in dem sehr volatilen Auslandsgeschäft konnte das Vorjahresumsatzniveau bestätigt werden. Insbesondere in dem spezifischen Auslandsmarkt blieb die Umsatzentwicklung in diesen regionalen aufgrund lokaler politischer Gegebenheiten hinter den Erwartungen zurück. Die geplanten Auslandsumsätze verschieben sich dadurch in das Jahr 2024. Mit dieser Entwicklung konnten nicht alle Preissteigerungen aufgefangen werden. Das Jahresergebnis blieb dementsprechend mit T€ +128 (Vorjahr: T€ +1.081) auch aufgrund gestiegener Finanzierungskosten, hinter den Erwartungen zurück. 2.1. Vermögenslage Die Bilanzsumme lag mit T€ 10.555 (Vorjahr: T€ 11.452) leicht über dem Vorjahresniveau. Im Geschäftsjahr 2023 wurde in die Serienfertigung von neuen Produktentwicklungen investiert. Aufgrund der teilweise unsicheren Situation innerhalb der Lieferketten sind die Vorratsbestände auf hohem Niveau verblieben T€ 5.416 (Vorjahr T€ 5.843) Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen lagen entsprechend dem Jahresumsatz mit T€ 1.508 (Vorjahr: T€ 1.603) auf Vorjahresniveau. Im Geschäftsjahr wurden keine wesentlichen Investitionen getätigt, daher reduziert sich das Sachanlagevermögen um die normale Afa. Das Eigenkapital lag mit T€ 2.092 über dem Vorjahreswert. Dies steht im Wesentlichen im Zusammenhang mit dem gekündigten Ergebnisabführungsvertrag durch die Gesellschafterin und den dadurch verbliebenen Jahresüberschuss. Die Eigenkapitalquote lag dadurch bei 19,82 % (Vorjahr: 17,14 %). Der Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten resultiert im Wesentlichen aus der Rückzahlung der Kredite. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind gesunken dies resultiert im Wesentlichen aus dem gekündigten Ergebnisabführungsvertrag zum 31.12.2022 und der Rückzahlung von Gesellschafterdarlehen. 2.2. Finanzlage Die Witte Technology GmbH verfügt über verschiedene Kreditrahmen, die im Geschäftsjahr 2023 zum Stichtag in Höhe von T€ 3.688 (Vorjahr: T€ 4.591) in Anspruch genommen wurden. Darin enthalten ist ein Darlehen bei der Santander Bank in H. v. T€ 2.571 zur gesellschaftsrechtlichen Umstrukturierung und Ablösung von ehemaligen Gesellschafterdarlehen, sowie übrige Darlehen aus dem Erwerb von Betriebsmitteln. Die Witte Technology GmbH ist in den Cash-Pool der Muttergesellschaft Witte holding GmbH & Co. KG eingebunden. Die Zahlungsfähigkeit der Firmengruppe war in 2023 zu jedem Zeitpunkt gegeben und ist für den Prognosezeitraum gesichert. Die liquiden Mittel betragen T€ 124 (Vorjahr: T€ 163). 2.3. Ertragslage Der Geschäftsjahresumsatz lag mit T€ 20.408 (Vorjahr: T€ 20.653) auf Vorjahresniveau. Die Gesamtleistung (gesamte Umsatzerlöse und Bestandsveränderungen) war mit T€ 20.371 (Vorjahr T€ 20.918) u. a. bedingt durch geringeren Bestandaufbau um T€ 547 niedriger als im Vorjahreszeitraum. Die Rohertragsquote gegenüber dem Vorjahr hat sich insbesondere bedingt durch Materialpreissteigerungen und dem Produktmix mit 49,09 % (Vorjahr: 51,56 %) gegenüber dem Vorjahr um 2,47 % verschlechtert. Die Abschreibungen lagen mit T€ 747 über dem Vorjahresniveau, bedingt durch die Investitionen im Geschäftsjahr 2022. Die Personalaufwendungen lagen mit T€ 5.355 in vergleichbarer Höhe wie im Vorjahr: T€ 5.357). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von T€ 3.767 waren damit über dem Vorjahresniveau T€ 3.542. Die sonstigen betrieblichen Erträge von TEUR 172 beinhalten unter anderem periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 73). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von TEUR 3.767 betreffen im Wesentlichen Kostenumlagen für Personal- und Verwaltungsaufwendungen (TEUR 1.242), Raumkosten (TEUR 831), Instandhaltungsaufwendungen (TEUR 374), Kosten der Warenabgabe (TEUR 326), Messe- und Repräsentationskosten (TEUR 176), Aufwendungen für Versicherungen und Beiträge (TEUR 123) sowie Leasingaufwendungen ( TEUR 112). 2.4. Entwicklungen der Marktsegmente Die Umsatzerlöse im Bereich der Fahrzeugsicherheitssysteme konnten insgesamt um ca. 11 % auf T€ 5.096 insbesondere durch Steigerungen aus neuen Marktsegmenten weiter erhöht werden. Der industrielle Bereich bedingt durch die allgemeinen rückläufigen Tendenzen war mit T€ 6.078 leicht unter dem Vorjahreswert. Aufgrund von gesetzlich bedingten Verschiebungen bei Produkten aus dem Bereich der gedruckten Elektronik konnte dieser Trend aus dem Vorjahr nicht fortgesetzt werden. Im Bereich Sicherheitsdruck war aufgrund von Terminverschiebungen im Auslandsgeschäft und der nach wie vor verhaltenen Umsätze im bei den Zulassungszahlen, dieser Bereich mit ca. 6 % rückläufig und erzielte einen Umsatz i. H. v. T€ 9.234. 2.5. Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren Die Witte Technology verwendet als Steuerungsgröße und finanzielle Leistungsindikatoren das Geschäftsjahres EBIT und den erzielten Cash-Flow. Im nicht finanziellen Bereich werden u. a. die jährliche Reklamationsquote, die Abfallquote sowie die erzielten Energieeinsparungen betrachtet. Daneben werden in einem monatlichen Monitoring die kapazitive Verfügbarkeit sowie die auftragsbezogenen Durchlaufzeiten herangezogen. C. Risikobericht und Prognosebericht 1. Darstellung der wesentlichen Risiken der voraussichtlichen Entwicklung Die im Geschäftsjahr 2023 fortgesetzten sowie neue geopolitische Konflikte und spürbare rezessive Tendenzen insbesondere im deutschen Wirtschaftsraum, führten in weiten Teilen der Wirtschaft zu rückläufigen Auftragseingängen. Gemäß den daraus resultierenden Erwartungen gekoppelt mit einer nur schwachen konjunkturellen Entwicklung, sind die Erwartungen für das folgende Geschäftsjahr 2024 verhalten. Kaufzurückhaltung bei Neu- und Gebrauchtfahrzeugen und die Verunsicherung wegen der Elektromobilität führen zu verhaltenen Zulassungszahlen. Dies bedeutet damit ein entsprechendes niedrigeres zu erwartendes Umsatzergebnis. Die anhaltende Kriegssituation und die damit verbundenen Sanktionen der EU gegen Russland, Energieversorgungsengpässe, Preiserhöhungen für Erdgas und Strom verbunden mit dem Wegfall der Energiepreisbremse und allgemeine inflationsbedingte Preiserhöhungen und dadurch angefachte Lohnsteigerungen sind nur einige Risiken, die auf die Unternehmen zukommen. (Quelle: Ifo Konjunkturprognose). Dabei ist die Witte Gruppe keine Ausnahme. Preisanpassungen am Markt sind unabdingbar aber nicht immer durchsetzbar. Es bleibt abzuwarten, ob sich eine konjunkturelle Erholung durchsetzen könnte. Auch eine zunehmende Verschlechterung der Zahlungsmoral im öffentlichen und privaten Bereich führt zu erhöhten Aufwendungen beim Debitorenmanagement. Zunehmend sind auch die Aufwendungen für Maßnahmen, um Cyberrisken entgegenzuwirken und die eigene IT-Infrastruktur abzusichern. Die Witte Technology verfolgt das Ziel, hochwertige visuelle Kennzeichnungsprodukte bis hin zu Hybriden digitalen Lösungen kundenindividuell in den verschiedensten Marktsegmenten zu entwickeln und zu produzieren. Mit den Investitionen aus den Vorjahren und erfolgreich in Serienfertigung eingesetzten Produktionsanlagen können sehr innovative und disruptive bedruckte Materialien entwickelt werden, die Kosteneinsparungen und eine nachhaltige und Ressourcen schonende Herstellung ermöglichen. Das interne Reporting und Controlling werden stetig durch neue Technologien und Tools verbessert, um transparent die Prozesse zu verfolgen und um zeitnah negative Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Liquiditätsschwankungen insbesondere durch wachstumsbedingte und krisenbedingte (Lieferkettenstörungen) Schwankungen im Working Capital werden durch eine Cash-Pool Management Vereinbarung innerhalb der Konzernstruktur und ausreichende Kreditrahmen mit den Hausbanken abgedeckt. 2. Darstellung der voraussichtlichen Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken Aufgrund der aktuellen konjunkturellen Entwicklung erwarten wir einen Umsatz, ein EBIT und Cash-Flow auf dem Niveau vom Geschäftsjahr 2022. Durch bestehende langfristige Projekte mit bevorstehender Serienreifer, werden jedoch höhere Umsatzsteigerungen angestrebt. D. Sonstige Angaben Die Witte Technology GmbH hält 50 % der Anteile and der SecuRasta GmbH, München, Das Eigenkapital der SecuRasta GmbH beträgt zum 31. Dezember 2023 T€ 635.
Wermelskirchen, 27. Mai 2024 gez. Franz Peter Rott, Geschäftsführer gez. Udo Feldmann, Geschäftsführer |
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