Losberger Zeltbeteiligungsgesellschaft mbH
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LoGi Holding GmbHBad RappenauKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2017der LoGi Holding GmbH, Bad RappenauI. Konzernstruktur und allgemeiner Geschäftsverlauf Die im LoGi Holding Konzern zusammengefasste Unternehmensgruppe mit ihren in- und ausländischen Gesellschaften beschäftigt sich unter Führung der Losberger De Boer Holding GmbH in Bad Rappenau schwerpunktmäßig mit der Entwicklung, dem Verkauf und der Vermietung temporärer Bauten, insbesondere von Zelten, Zelthallen und Leichtbauhallen sowie Containern und Raummodulen in unterschiedlichen Größen sowie Design- und Ausstattungsvarianten für jegliche Art von zeitlich begrenztem Raumbedarf. Der Einsatz der Produkte erfolgt im Wesentlichen in den Bereichen Messe und Ausstellungen, Großveranstaltungen (Hospitality), Firmen-Events, Industrie und Handel (Produktion, Montage, Lagerhaltung), Gastronomie, kommunale Gebäude (Schulen, Kindertagesstätten und Flüchtlingsunterkünfte) und Freizeiteinrichtungen sowie im Bereich Militär und Katastrophenschutz (RDS). Dabei werden die Produkte zunehmend auch im Rahmen von größeren Projekten, wie kompletten Camp- und Feldlagerstrukturen, Wohnanlagen, Flughafenterminals etc., eingesetzt, welche von den Konzernunternehmen als Generalunternehmer abgewickelt werden. Die wesentlichen Absatzmärkte sind in Europa (schwerpunktmäßig Deutschland und Frankreich), Amerika (schwerpunktmäßig USA), der Mittlere Osten und Asien (schwerpunktmäßig China und Japan). Neue Absatzmärkte werden vor allem in Südamerika (Brasilien, Chile) und Afrika erschlossen. Die LoGi Holding GmbH wurde am 18. März 2016 als oberste Konzernmuttergesellschaft gegründet. Sie ist Alleingesellschafterin der ebenfalls am 18. März 2016 gegründeten Losberger De Boer Holding GmbH, die zum 1. Oktober 2016 die Anteile an der Losberger GmbH, Bad Rappenau, inklusive ihrer verbundenen in- und ausländischen Tochtergesellschaften übernommen hat. Das Rumpfgeschäftsjahr 2016 des LoGi Holding GmbH-Konzerns umfasste für die übernommene Losberger GmbH-Gruppe somit nur das letzte Quartal 2016. Per Ende Juni 2017 hat die Losberger De Boer Holding GmbH den Wettbewerber De Boer übernommen. De Boer bietet voll ausgestattete Raumlösungen für Großveranstaltungen und temporäre Büroräume an und hat eine starke internationale Präsenz mit Tochtergesellschaften in verschiedenen Ländern Europas und im Nahen Osten. Die Losberger De Boer Unternehmensgruppe wird damit zu einem der weltweit führenden Anbieter von temporären Raumlösungen. Im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2017 ist die übernommene De Boer Gruppe somit nur für das zweite Halbjahr 2017 enthalten. Die Konzernstruktur der LoGi Holding GmbH zum 31. Dezember 2017 wird in folgendem Organigramm dargestellte:
Im Jahr 2017 befand sich die Weltwirtschaft gemäß Internationaler Währungsfonds (IWF) mit einer Wachstumsrate von 3,9% (Vorjahr 3,1%) auf einer Höhe wie schon lange nicht mehr. Auch für 2018 erwartet der IWF ein Wachstum auf diesem Nievau. Die wichtigsten Motoren für diese Entwicklung sieht der IWF insbesondere in Europa und Asien.Wesentliche Stütze der globalen Konjunktur blieben vor allem die solide wachsenden fortgeschrittenen Volkswirtschaften. Während in den USA und in der Eurozone insgesamt die Verbesserung fortsetzte, erholte sich auch die konjunkturelle Entwicklung in den Schwellenländern in Lateinamerika und in Rußland. In den wesentlichen Märkten der LoGi Holding Gruppe war im Geschäftsjahr 2017 folgende konjunturelle Entwicklung zu verzeichnen: Die deutsche Wirtschaft befand sich gemäß dem Jahreswirtschaftsbericht 2018 des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie preisbereinigt mit einer Wachstumsrate von 2,2% im (Vorjahr 1,9%) so kräftig im Wachstum wie seit 2011 nicht mehr. Für das Jahr 2018 wird ein Zuwachs von 2,4 Prozent erwartet. Die aktuellen Konjunkturindikationen sprechen dafür, dass sich der lang anhalten Aufschwung weiter fortsetzt. Begünstigt für die deutsche Wirtschaft wirkt das wieder freundlichere weltwirtschaftliche Umfeld. Dies hat zur Belebung des Außenhandels und der Investionen beigetragen. Die binnenwirtschaftlichen Antriebskräfte bleiben eine solide Grundlage der positiven gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Die französische Volkswirtschaft wuchs gestützt durch mehr Investitionen von Unternehmen und durch einen vergleichsweise starken privaten Konsum um 1,9% (Vorjahr 1,3%) und erreichte damit ein Sechs-Jahres-Hoch. In der gesamten Eurozone wuchs die Wirtschaft um 2,5% nach 1,7% im Vorjahr. Auch in den USA zeigt sich ein Wachstum des realen BIP von 2,3% in 2017 gegenüber 1,5% in 2016. Das Wachstum in China blieb mit 6,8% (Vorjahr 6,7%) weitgehend stabil. Die brasilianische Volkswirtschaft hingegen wuchs in 2017 erstmals wieder leicht mit 1,0% (Vj. -3,3%), nach zwei Jahren schrumpfender Wirtschaftlage aufgrund anhaltener strukturelle und politischer Probleme. II. Ertragslage Das Geschäftsjahr 2017 des LoGi Holding GmbH Konzerns beinhaltet die Aufwendungen und Erträge der erworbenen De Boer Gruppe für das 3. und 4. Quartal 2017 nach dem Erwerbszeitpunkt. Das Rumpfgeschäftsjahr 2016 des LoGi Holding GmbH Konzerns umfasste für die übernommene Losberger GmbH-Gruppe nur das letzte Quartal 2016. Die Aussagefähigkeit der Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns für das Geschäftsjahr 2017 im Vergleich zum Rumpfgeschäftsjahr 2016 ist damit deutlich eingeschränkt. Der Gesamtumsatz des LoGi Holding GmbH Konzerns betrug im Geschäftsjahr 2017 EUR 226,9 Mio. (Rumpfgeschäftsjahr 2016 EUR 74,8 Mio.) Der Anteil des Vermietumsatzes im Geschäftsjahr 2017 betrug 39,9% (Rumpfgj. 2016 14,1%), während der Verkaufsumsatz 60,1% (Rumpfgj. 2016 85,9%) ausmachte. Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2017 entfielen im Wesentlichen auf die Konzerntochtergesellschaften der Losberger-Gruppe mit 82,0% sowie der De Boer-Gruppe seit der Erstkonsolidierung für das zweite Halbjahr 2017 mit 18,0% (EUR 38,7 Mio.). Während die Losberger GmbH Umsatzerlöse nur leicht unter dem Vorjahresniveau auswies und die Losberger-Gesellschaften in den USA, China und Großbritannien leichte Umsatzzuwächse erzielen konnten, zeigten sich das Projektgeschäft in Frankreich und die Verkaufsumsätze mit Containern in Deutschland deutlich rückläufig. In Frankreich lagen die Umsatzerlöse sowohl im klassischen Verkaufsgeschäft der Losberger France als auch im Projektgeschäft der ehemaligen Losberger RDS, welche zum 1. Januar 2017 auf die Losberger France verschmolzen wurde, im Geschäftsjahr 2017 deutlich unter Vorjahresniveau. In Verfehlung der Prognose sind die Umsatzerlöse in 2017 insbesondere durch Projektverzögerungen und -verschiebungen im RDS-Geschäft hinter den Planerwartungen zurückgeblieben. Aber auch Produktionsverzögerungen infolge der Verlagerung der Aluminiumproduktion von Brumath nach Bad Rappenau und die stockende Abarbeitung von öffentlichen Aufträgen im Nachgang der Verschmelzung trugen zu der negativen Umsatzentwicklung bei. Bei den französischen Gesellschaften ergab sich in 2017 auf Gesamtjahresbasis ein Umsatzrückgang von rd. 32 %. Insgesamt ging das Verkaufsgeschäft im Konzern damit im Vergleich zum Vorjahr auf Gesamtjahresbasis um ca. 26 % zurück. Das Vermietgeschäft - wenngleich insgesamt auf einem niedrigeren Niveau als der Verkaufsbereich - zeigte sich in der Losberger-Gruppe in 2017 insgesamt stabil. Die Vermietumsätze im Eventbereich waren im Vorjahr durch Umsätze im Zusammenhang mit den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro, Brasilien, geprägt, so dass bei der brasilianischen Tochtergesellschaft ein entsprechend hoher Rückgang der Umsätze im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen war. Bezogen auf die unterschiedlichen Regionen verteilen sich die Bruttoumsatzerlöse des Geschäftsjahres 2017 wie folgt: Deutschland 41,7%, Frankreich 18,5%, übriges Europa 17,2%, Asien, Australien, Ozeanien 7,6%, Amerika 8,1%, Afrika/Mittlerer Osten 6,9%. Die Gesamtleistung unter Einbeziehung der Bestandsveränderung und der aktivierten Eigenleistungen der Gruppe betrug im Geschäftsjahr 2017 EUR 235,0 Mio. (Rumpfgeschäftsjahr 2016 EUR 70,5 Mio.), darin enthalten sind EUR 6,38 Mio. (Rumpfgeschäftsjahr 2016 EUR 1,47 Mio.) aktivierte Eigenleistungen aus Investitionen in das Vermietvermögen. Die Materialaufwendungen, die Personalaufwendungen und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind in 2017 deutlich stärker angestiegen als die Umsatzerlöse und die Gesamtleistung. Insbesondere die bezogenen Leistungen und die Miet- und Leasingkosten in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich infolge des reinen Vermietungsgeschäfts der erworbenen De Boer-Gruppe und des Fremdbezugs der vermieteten Hallen und Zelte wesentlich erhöht. Insgesamt belief sich das Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) auf EUR./. 5,7 Mio., während im Rumpfgeschäftsjahr 2016 noch ein positives EBITDA von EUR 5,5 Mio. erzielt werden konnte. Das EBITDA wurde in 2017 erheblich durch einmalige und nicht operative Sondereffekte, vor allem im Zusammenhang mit dem Erwerb der Losberger Gruppe in 2016 und der De Boer Gruppe in 2017 belastet. In den Personalaufwendungen sind in 2017 außergewöhnliche Aufwendungen im Zusammenhang mit Reorganisationsmaßnahmen von EU 6,1 Mio. und in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen von EUR 1,1 Mio. enthalten. Hinzu kommen als Sondereffekte einmalige Bewertungsanpassungen und Wertberichtigungen von EUR 2,6 Mio. und erhebliche Margenverluste bei RDS-Projekten in Frankreich und Afrika von geschätzt EUR 7 Mio. vor allem aufgrund der Insolvenz eines Hauptlieferanten. Auf die De Boer Gruppe entfällt ein EBITDA von rd. EUR 4,9 Mio., so dass die De Boer-Unternehmen nach der Akquisition weiter eine stabil positive Ergebnisentwicklung zeigen. Auch die Zinsaufwendungen und die Abschreibungen sind in erheblichem Umfang durch nicht operative Belastungen im Zusammenhang mit den Unternehmensakquisitionen in 2017 und 2016 beeinflusst. Von den Zinsaufwendungen in Höhe von EUR 10,4 Mio. betrifft der weitaus überwiegende Teil die Akquisitionsfinanzierung auf Ebene der Holding-Gesellschaften. Von den Abschreibungen in Höhe von EUR 39,0 Mio. sind EUR 22,2 Mio. auf die zum 1. Oktober 2016 und 1. Juli 2017 entstandenen Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Erstkonsolidierung und weitere EUR 5,0 Mio. auf Mehrabschreibungen aus der Kaufpreisallokation auf das Vermietvermögen zurückzuführen. Vor allem infolge dieser nicht operativen Ergebnisbelastungen weist der LoGi Holding-Konzern für das Geschäftsjahr 2017 einen Konzernfehlbetrag von EUR 53,8 Mio. aus. III. Finanz- und Vermögenslage Die Bilanzsumme des LoGi Holding Konzerns beträgt zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2017 EUR 336,8 Mio. und hat sich damit zum Vorjahresstichtag um EUR 33,7 Mio. (+ 11,1%) erhöht. Diese Differenz ergibt sich mit EUR 30,4 Mio. im Wesentlichen aus dem Posten Vermietgegenstände des Anlagevermögens und resultiert aus dem Zugang des Vermietvermögens der De Boer-Gruppe (EUR 36,2 Mio.) infolge des Erwerbs zum 1. Juli 2017, wobei im Rahmen der Erstkonsolidierung stille Reserven im Vermietvermögen aufgedeckt wurden. Bei der Erstkonsolidierung und Kaufpreisallokation der De Boer-Gruppe wurden immaterielle Vermögensgegenstände (Auftragsbestände) von EUR 2,2 Mio. gesondert angesetzt und stille Reserven von EUR 12 Mio. auf das Vermietvermögen bilanziert, auf die jeweils passive latente Steuern erfasst wurden. Für den verbleibenden Unterschiedsbetrag aus der Erstkonsolidierung wurden Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von EUR 13,4 Mio. bilanziert. Insgesamt hat sich durch diese Konsolidierungseffekte der Anteil des langfristig gebundenen Vermögens an der Bilanzsumme auf 73,5% gegenüber 70,2% zum Vorjahresbilanzstichtag erhöht. Innerhalb des Anlagevermögens sind die konsolidierungsbedingten Geschäfts- oder Firmenwerte mit 55,2% (Vorjahr 66,6%) und die Vermietgegenstände des Anlagevermögens, insbesondere also Zelte, Zeltanlagen und modulare Bauten, mit 30,4% (Vorjahr 21,1%) die wesentlichen Positionen. Das Umlaufvermögen besteht etwa zur Hälfte aus Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen und zu einem guten Viertel aus Vorräten. Dazu kommen liquide Mittel, die zum 31. Dezember mit EUR 17,0 Mio. (Vorjahr EUR 17,9 Mio.) valutierten. Im Bereich des kurzfristig gebundenen Vermögens wurde im Vergleich zur Vorjahreskonzernbilanz des erworbenen Losberger GmbH-Konzerns ein leichter Rückgang bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch einen Anstieg der Vorräte, auch im Zusammenhang mit einigen Großprojekten, nahezu kompensiert. Der Bestand an liquiden Mitteln war 4,9% unter dem Vorjahresniveau. Durch das infolge der dargestellten Sonderbelastungen hohe negative Ergebnis für das Geschäftsjahr 2017 ist das bilanzielle Eigenkapital zum 31. Dezember 2017 trotz Bareinlagen der Gesellschafter in Höhe von EUR 25,8 Mio. auf EUR 24,7 Mio. zurückgegangen und beläuft sich damit noch auf 7,3% der Bilanzsumme. Unter Berücksichtigung der nachrangigen Gesellschafterdarlehen von EUR 32,5 Mio. betragen die von den Gesellschaftern zur Verfügung gestellten Mittel 17,0% der Bilanzsumme. Die Fremdkapitalstruktur wird im Wesentlichen durch die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten geprägt. Diese Finanzierungsstruktur steht im Zusammenhang mit der Akquisition der Losberger GmbH Gruppe im Vorjahr sowie dem Erwerb der De Boer-Gruppe im Berichtsjahr. Der überwiegende Teil der im LoGi Holding Konzern zum 31. Dezember 2017 ausgewiesenen Bankverbindlichkeiten wurde in Form von Darlehen für die Akquisition der beiden Unternehmensgruppen aufgenommen. Im Zusammenhang mit dem Erwerb der De Boer-Gesellschaften wurden außerdem Verkäuferdarlehen gewährt, die in den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen werden. Die latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus der im Zusammenhang mit der Erstkonsolidierung der Losberger GmbH-Gruppe sowie der De Boer-Gruppe im LoGi Holding GmbH Konzern durchgeführten Kaufpreisallokation (PPA). Trotz des aufgrund der Sonderbelastungen deutlich negativen Jahresergebnisses des LoGi Holding Konzerns im Geschäftsjahr 2017 wurde ein positiver operativer Cashflow von EUR 14,4 Mio. in diesem Zeitraum erwirtschaftet, da das Jahresergebnis in hohem Umfang durch im Finanzierungsbereich auszuweisende Zinsaufwendungen und nicht zahlungswirksame Abschreibungen belastet wurde und durch eine Verbesserung der Working Capital Positionen Mittel freigesetzt wurden. Der hohe Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit von EUR -46,3 Mio. wird vor allem durch die Auszahlungen für die Übernahme der De Boer-Gruppe abzüglich der übernommenen liquiden Mittel, aber auch die laufenden Investitionen in das Vermietvermögen, hervorgerufen. Die Akquisition wurde überwiegend finanziert durch Eigenkapitalzuführungen von Gesellschaftern der LoGi Holding GmbH. IV. Risiko- und Chancenbericht Darstellung der wesentlichen Risiken In Abhängigkeit von der konjunkturellen Entwicklung auf ihren Hauptabsatzmärkten bestehen absatzbezogenen Risiken für die Losberger De Boer-Gruppe, ungeachtet der Tatsache, dass unverändert ein grundsätzlich steigender Bedarf nach temporären Raumlösungen vorhanden ist und keine negativen strukturellen Veränderungen der Marktverhältnisse erkennbar sind. Die starke geographische, kundenbezogene und für die Branche auch produktbezogene Diversifizierung der Losberger De Boer-Gruppe kann diese allgemeinen konjunkturbedingten Risiken für die gesamte Gruppe sowie die Risiken für einzelne Teilmärkte und Geschäftssegmente abschwächen. Insbesondere der breite und sehr diversifizierte Kreis von Abnehmern der Produkte und Dienstleistungen der Losberger De Boer Holding GmbH und ihrer Tochtergesellschaften, die sich in der Summe nicht einzelnen Branchen und Märkten zuordnen lassen, führen nach eigenen Einschätzungen zu einer Relativierung der absatzbezogenen Risiken. So gehören neben der öffentlichen Hand unterschiedliche Bereiche der Industrie sowie des Event-, Messe- und Dienstleistungsgewerbes zu den Kunden der Losberger De Boer-Gruppe. Im Kalenderjahr 2017 wurde die grundsätzliche positive konjunkturelle Entwicklung durch Projektrisiken im RDS-Projektgeschäft in Frankreich überlagert, die zu Verschiebungen und Verzögerungen von wesentlichen Projekten führten. Der erwartete Umsatz wurde daher deutlich unterschritten, während die operativen Kosten nicht entsprechend reduziert werden konnten. Außerdem sind bei bedeutenden Projekten unerwartete Ergebnisbelastungen durch externe Faktoren wie die Insolvenz von Hauptlieferanten aufgetreten, die zu erheblichen Mehrkosten in der Projektabwicklung führten. Die von der Losberger De Boer-Gruppe für ihre Geschäftstätigkeit benötigten Rohmaterialien sind am Markt grundsätzlich ohne Probleme verfügbar. Wichtigster Rohstoff für die von Losberger produzierten Produkte ist Aluminium, dessen Preis im Verlauf des Jahres 2017 gestiegen ist. Am 31. Dezember 2017 war der Aluminiumpreis währungsbereinigt rund 15,0% höher als zu Jahresbeginn. Da auch für die Zukunft mit einer wechselhaften Preisentwicklung für Aluminium zu rechnen ist, bleiben latente Preisrisiken und Risiken in Bezug auf sich verändernde Beschaffungszeiten erhalten. Die Sicherung von Bezugspreisen und Abnahmekontingenten über Terminkontrakte sowie die systematische Zusammenarbeit mit jeweils mehreren alternativen Lieferanten sollen diese potentiellen Risiken, von denen auch alle wesentlichen Wettbewerber betroffen sind, abschwächen. Zur Steuerung und Kontrolle der Liquidität verfügt die Losberger De Boer-Gruppe über eine detaillierte kurzfristige Finanzplanung. Mit Unterstützung dieses Instrumentariums konnte auf Basis des erwirtschafteten operativen Cashflows, der durch die Banken zur Verfügung gestellten Betriebsmittel sowie der gewährten Gesellschaftermittel die kurzfristige Liquidität jederzeit gewährleistet werden. Ein aktives Debitorenmanagement und die Sicherung der Kundenforderungen über Anzahlungen, Akkreditivgestellung, Kreditversicherungen und Sicherungsvorbehalte sollen die Bonitätsrisiken in den einzelnen Märkten eingrenzen. Die Ende 2016 mit einem neuen Bankenkonsortium abgeschlossenen langfristigen Finanzierungsverträge sehen die Einhaltung finanzwirtschaftlicher Kennzahlen (Covenants) auf Konzernebene erstmals ab der Jahresmitte 2017 vor und anschließend an den nachfolgenden Quartalsenden vor. Die Nichteinhaltung der Covenants ermöglicht grundsätzlich eine außerordentliche Kündigungsoption für die Konsortialbanken. In Übereinstimmung mit den Definitionen der Finanzkennzahlen im Kreditvertrag sind für die Stichtage in 2017 nicht wiederkehrende und außergewöhnliche Ergebnisbelastungen der Konzerngesellschaften im Rahmen von Normalisierungspositionen bei der Berechnung eliminiert werden. Auf dieser normalisierten Basis konnten die vereinbarten Finanzkennzahlen an den Stichtagen in 2017 eingehalten werden. Bezüglich der Einhaltung der Financial Covenants im Geschäftsjahr 2018 und den getroffenen umfangreichen Restrukturierungs- und Umfinanzierungsmaßnahmen zur Gewährleistung der Unternehmensfortführung infolge der fortgesetzten negativen Ergebnisentwicklung in 2018 verweisen wir auf die Berichterstattung im Prognosebericht und zu den Ereignissen nach dem Bilanzstichtag. In einem gewissen Umfang einschlägig für die Losberger De Boer Gruppe ist das Wechselkurs- und Zinsänderungsrisiko. In der Vergangenheit wurden variable Zinsvereinbarungen in angemessenem Umfang durch entsprechende Zinssicherungsmaßnahmen unterlegt, um gegen extreme Ausschläge auf den Zinsmärkten gewappnet zu sein. Die neu aufgenommene Akquisitionsfinanzierung ist gegen Zinsänderungen zum Teil durch eine Zinscapvereinbarung abgesichert. Darüber hinaus können Währungsschwankungen gegenüber dem EURO zu Ergebniseffekten innerhalb der Gruppe führen. Dies gilt sowohl hinsichtlich der Bewertung gruppeninterner Forderungen und Verbindlichkeiten als auch hinsichtlich der operativen Währungsrisiken, die zum Teil durch Kurssicherungsgeschäfte eingegrenzt werden. Darüber hinaus können Verschiebungen der Währungsparitäten in wichtigen Absatzregionen zu Nachfrageschwankungen führen. Signifikante Umweltrisiken sind aufgrund der verwendeten Materialien, insbesondere des langlebigen, umweltfreundlichen und gut recyclingfähigen Aluminiums, nicht einschlägig. Die Losberger GmbH hat in 2017 erfolgreich die Rezertifizierung ihres Umweltmanagements nach DIN EN ISO 14001:2009 durchgeführt und wird sich dauerhaft dem Ziel des nachhaltigen und ressourcenschonenden Wirtschaftens stellen. Darstellung der wesentlichen Chancen Wesentliche Chancen für die künftige Entwicklung der Losberger De Boer Gruppe liegen insbesondere in dem wachsenden Bedarf nach flexiblen, effizienten, kurzfristig realisierbaren und hinsichtlich der Nutzung variablen Raumlösungen in den unterschiedlichsten Bereichen, wie z.B. der Industrie, öffentlicher Auftraggeber oder supranationaler Organisationen. Hier trifft Losberger De Boer auf einen strukturell wachsenden Markt. So konnte Losberger De Boer seine Geschäftstätigkeit in den letzten Jahren deutlich ausbauen und die Umsatzbasis erheblich verbreitern. Neben dem reinen Verkauf und der Vermietung von Standardprodukten konnte Losberger De Boer auf Basis seiner erheblichen Produktvielfalt insbesondere das Geschäft mit kundenindividuellen Gesamtlösungen, wie z.B. dem Aufbau und dem Betrieb kompletter Campstrukturen, deutlich steigern. Die in diesem Bereich zunehmende Kompetenz und der wachsende Bedarf der potentiellen Kunden temporäre Strukturen zur Deckung ihres Raumbedarfes einzusetzen, ermöglicht Losberger De Boer auch für die Zukunft deutliche Wachstumschancen. V. Prognosebericht Trotz des Umstandes, dass die Umsatzentwicklung in den ersten Monaten 2018 noch etwas hinter den Erwartungen zurückgeblieben war, wurde in der Planung für das Folgejahr 2018 mit einer moderaten Steigerung der Umsatzerlöse der Gruppe bei einer gegenüber 2017 stabilen Margensituation gerechnet. Bereits in 2017 wurden umfangreiche Reorganisationsmaßnahmen zur Kostensenkung eingeleitet, die zu deutlichen Einsparungen bei den Personalkosten und den sonstigen operativen Kosten führen sollten. Aus der Hebung von Synergien zwischen Losberger und De Boer im Zuge der Reorganisation wurden weitere Kostenentlastungseffekte erwartet. Für 2018 wurde daher in Verbindung mit der erfolgreichen Entwicklung bei De Boer eine Verbesserung des operativen Ergebnisses der Gruppe erwartet. Durch generisches Wachstum und der Erschließung neuer Marktpotentiale sollten weiter auch mögliche akquisitionsbedingte Wachstumschancen genutzt werden. Die Umsatzerlöse sind aber in 2018 tatsächlich weiter zurückgegangen, wovon insbesondere die wesentliche Tochtergesellschaft Losberger France betroffen war. In Verbindung mit eingetretenen Projektverlusten und ungeplanten Kostensteigerungen hat sich das operative Ergebnis der Losberger De Boer-Gruppe entgegen der Planung weiter verschlechtert. Mitte des Jahres 2018 war abzusehen, dass die Gesellschaft aufgrund des erneut deutlich negativen Ergebnisses die Financial Covenants nicht würde einhalten können, so dass von der Gesellschaft eine umfassende Restrukturierung und Umfinanzierung der gesamten Losberger De Boer-Gruppe initiiert wurde. Daraufhin haben die finanzierenden Banken eine Standstillvereinbarung hinsichtlich der Financial Covenants abgegeben. Die mehrjährige Unternehmensplanung wurde umfangreich überarbeitet und auf eine wesentliche konservativere Basis gestellt. Infolge der deutlich reduzierten Ergebniserwartungen in der Unternehmensplanung mussten auf die Geschäfts- oder Firmenwerte und aktivierte stille Reserven aus der Akquisition der Losberger-Gruppe in 2018 erhebliche außerplanmäßige Abschreibungen in einer Größenordnung von rd. EUR 100 Mio. vorgenommen werden. Das Eigenkapital der Losberger De Boer Gruppe war nach diesen Abschreibungen mit EUR -102,1 Mio. erheblich negativ, so dass eine wesentliche bilanzielle Unterdeckung vorlag. Die Geschäftsführung hat zur Gewährleistung der Fortführung der Geschäftstätigkeit in Abstimmung mit den finanzierenden Banken und den Gesellschaftern ab der zweiten Jahreshälfte 2018 mit der Umsetzung weitreichender Restrukturierungs- und Umfinanzierungsmaßnahmen begonnen, die im folgenden Abschnitt als Ereignisse nach dem Stichtag beschrieben sind. VI. Nachtragsbericht/Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Im Rahmen einer Refinanzierung der gesamten Losberger De Boer Unternehmensgruppe wurden mit Datum vom 16. Mai 2019 im Wege einer befreienden Schuldübernahme Bank- und Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von EUR 182,8 Mio. von einer außerhalb des Konzernbereichs liegenden Gesellschafterin auf Non-Recourse Basis übernommen und das Eigenkapital des Konzerns auf Ebene der Tochter Losberger De Boer Holding GmbH in gleicher Höhe verbessert und somit auf pro-forma Basis mit EUR 80,7 Mio. per 31. Mai 2019 im Vergleich zu EUR ./. 102,1 Mio. per 31. Dezember 2018 wiederhergestellt. Des Weiteren wurde der Gruppe neue Liquidität einerseits durch einen Bankkredit über EUR 30 Mio. und andererseits über eine revolvierende Kreditfazilität in Höhe von EUR 42 Mio., die sowohl für Cash-Ziehungen als auch für Avale nutzbar ist, zugeführt. Die Summe der Finanzierungsverbindlichkeiten in der Gruppe verringerte sich damit auf pro-forma Basis auf rd. EUR 94 Mio. per 31. Mai 2019 im Vergleich zu EUR 249,5 Mio. per 31. Dezember 2018. Die neue Finanzierung hat eine Laufzeit bis mindestens Mai 2022. Im Rahmen einer Aufrechnung von Forderungs- und Verbindlichkeitenpositionen im Konzern wurden Mitte des Jahres 2019 gruppenweit die Intercompany-Finanzierungen reduziert und gleichzeitig die Tochtergesellschaften Losberger GmbH, Losberger Modular Systems GmbH und Losberger SAS mit zusätzlichem Eigenkapitel durch die jeweilige Gesellschafterin ausgestattet. Der gesamte Refinanzierungsprozess wurde von Restrukturierungsberatern begleitet und findet seine Bestätigung in einem von PWC erstellten Gutachten. In den kommenden Monaten sollen die operativen und ertragswirtschaftlichen Projekte zur Erneuerung und Integration der Unternehmensgruppe weiter vorangetrieben werden, um eine positive Entwicklung der Geschäftslage mit dauernder Wirkung zu ermöglichen. Durch die umfassende Refinanzierung und die erfolgte Neukapitalisierung sind die nötigen Verbesserungsinvestitionen gesichert und die finanzielle Stabilität der Muttergesellschaft und der Tochtergesellschaften wird damit gewährleistet.
Bad Rappenau-Fürfeld, 24. September 2019 LoGi Holding GmbH Nicolas Reinhart, Geschäftsführer Arnout de Hair, Geschäftsführer Konzernbilanz zum 31. Dezember 2017der LoGi Holding GmbH, Bad RappenauAktiva
Konzerngewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017der LoGi Holding GmbH, Bad Rappenau(Vorjahr: Rumpfgeschäftsjahr vom 18. März bis zum 31. Dezember 2016)
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2017der LoGi Holding GmbH, Bad RappenauA. Rechnungslegungsgrundsätze Die LoGi Holding GmbH, Bad Rappenau, (Amtsgericht Stuttgart, HRB 758980) ist gemäß § 290 HGB als Muttergesellschaft zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet. Der Konzernabschluss wurde unter Beachtung der Vorschriften des HGB erstellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. B. Abgrenzung des Konsolidierungskreises und Geschäftsjahr Die LoGi Holding GmbH, Bad Rappenau, wurde am 18. März 2016 gegründet. Seit dem Erwerb der Losberger GmbH, Bad Rappenau, durch die unmittelbare Tochtergesellschaft Losberger De Boer Holding GmbH (vormals: Losberger Holding GmbH) bildet die LoGi Holding GmbH als Mutterunternehmen gemeinsam mit ihren direkten und indirekten Tochtergesellschaften den LoGi Holding Konzern. Die LoGi Holding GmbH ist Mutterunternehmen für Tochterunternehmen i. S. v. § 290 HGB, die damit auch verbundene Unternehmen i. S. v. § 271 Abs. 2 HGB sind. Die verbundenen Unternehmen werden mit Ausnahme von zwei Tochtergesellschaften von untergeordneter Bedeutung nach § 296 Abs. 2 HGB sämtlich in den Konzernabschluss einbezogen. Die Geschäftsjahre der direkt und indirekt gehaltenen Tochterunternehmen entsprechen dem Kalenderjahr. Die Muttergesellschaft sowie ihre unmittelbaren und mittelbaren Tochtergesellschaften werden auf Basis ihres jeweiligen Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 in den Konzernabschluss einbezogen. Aufgrund der Erlangung der Beherrschung zum 1. Juli 2017 werden die erworbene De Boer Structures Holding B.V., Alkmaar, Niederlande, und deren Tochtergesellschaften nur mit ihren Erträgen und Aufwendungen für die letzten beiden Quartale des Geschäftsjahres 2017 in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung der LoGi Holding GmbH für das Geschäftsjahr 2017 einbezogen. Im Rumpfgeschäftsjahr 2016 wurde aufgrund der Erlangung der Beherrschung zum 30. September 2016 die erworbene Losberger GmbH und deren Tochtergesellschaften nur mit ihren Erträgen und Aufwendungen für das letzte Quartal des Geschäftsjahres 2016 in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung der LoGi Holding GmbH einbezogen. Im Geschäftsjahr 2017 erfolgte die Einbeziehung der erworbenen Losberger GmbH-Gruppe erstmals für ein volles Geschäftsjahr. Aufgrund der unterschiedlichen Konsolidierungskreise ist die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2017 des LoGi Holding Holding-Konzerns nur sehr eingeschränkt mit der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr 2016 vergleichbar. Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Tausend Euro (T€) angegeben. Der Einfluss der nicht konsolidierten Tochtergesellschaft auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ist von untergeordneter Bedeutung. Eine anteilmäßige Konsolidierung bzw. eine Einbeziehung nach der Equity-Methode ist nicht erforderlich. Bezüglich des Umfanges des Konsolidierungskreises wird auch auf G. "Aufstellung des Anteilsbesitzes" des Konzernanhangs verwiesen. Zwei als Zweckgesellschaften zu klassifizierende Leasing-Objektgesellschaften werden als Tochterunternehmen konsolidiert. Der sich aus der Erstkonsolidierung der Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten der Zweckgesellschaften ergebende Unterschiedsbetrag wurde mangels Kapitalbeteiligung des Konzerns an den Zweckgesellschaften nach Abzug latenter Steuern in voller Höhe in den Ausgleichsposten für die Anteile anderer Gesellschafter eingestellt. C. Konsolidierungsgrundsätze Dem Konzernabschluss liegen die Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen zu Grunde. Bei sämtlichen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen deckt sich der Stichtag des Einzelabschlusses mit dem Stichtag des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2017. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Neubewertungsmethode des § 301 Abs. 1 HGB. Dabei wird das zu konsolidierende Eigenkapital des Tochterunternehmens zum Erstkonsolidierungszeitpunkt mit dem Zeitwert der in den Konzern aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten angesetzt. Die Erstkonsolidierung erfolgt zum Zeitpunkt, in dem das zu konsolidierende Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Die Folgekonsolidierung erfasst den Konzernanteil der nach dem Stichtag der Erstkonsolidierung erwirtschafteten Ergebnisse der Konzerngesellschaften. Die aus der Erstkonsolidierung entstandenen Geschäfts- oder Firmenwerte werden aufgrund der bisherigen Nachhaltigkeit und Stabilität des Geschäftsmodells der Tochtergesellschaften grundsätzlich planmäßig linear über einen Gesamtzeitraum von 8 Jahren abgeschrieben. Die konzerneinheitliche Bilanzierung und Bewertung erfolgte auf der Grundlage der beim Mutterunternehmen angewandten Grundsätze. Die gegenseitigen Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den Konzerngesellschaften wurden untereinander aufgerechnet. Aufwendungen und Erträge wurden im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung eliminiert, soweit sie in Beziehung der Konzerngesellschaften untereinander bestanden. Zwischengewinne im Vorratsbestand und im Anlagevermögen aus konzerninternen Lieferungen wurden zum 31. Dezember 2017 in Höhe von TEUR 1.418 eliminiert. Auf die eliminierten Zwischengewinne wurden latente Steuern abgegrenzt. Angaben zur Erstkonsolidierung der De Boer Structures Holding B.V. und ihrer Tochtergesellschaften zum 1. Juli 2017 Mit notariellem Kauf- und Anteilsübertragungsvertrag (Share Purchase Agreement) vom 27. Juni 2017 hat die Losberger De Boer Holding GmbH sämtliche Anteile an der De Boer Structures Holding B.V., Alkmaar, Niederlande, erworben. Die Veräußerung der Anteile erfolgte mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2017. Erstkonsolidierungszeitpunkt war der 1. Juli 2017, so dass die De Boer Structures Holding B.V. und ihre Tochtergesellschaften für den Zeitraum vom 1. Juli 2017 bis zum 31. Dezember 2017 in den Konzernabschluss der LoGi Holding GmbH einbezogen werden. In der folgenden Tabelle werden die im Rahmen der Erstkonsolidierung des erworbenen De Boer Structures Holding Teilkonzerns übernommenen Vermögenswerte und Schulden mit ihren Buchwerten und aufgedeckten stillen Reserven zum Erwerbszeitpunkt dargestellt:
Aus der Erstkonsolidierung hat sich ein Geschäfts- oder Firmenwert von EUR 13,4 Mio. ergeben, der den erworbenen Tochterunternehmen auf Basis der künftigen Ertragserwartungen zugeordnet wurde. Nach der gemäß den Anforderungen des § 301 HGB anzuwendenden Neubewertungsmethode wurden zum Erwerbszeitpunkt sämtliche übernommenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Hieraus ergab sich insbesondere durch die Aufdeckung von immateriellen Vermögensgegenständen und stillen Reserven im Sachanlagevermögen eine Erhöhung des erworbenen Nettoreinvermögens. Im Rahmen der Kaufpreisallokation wurden die Auftragsbestände als separat ansatzpflichtige immaterielle Vermögenswerte identifiziert und mit ihrem geschätzten beizulegenden Zeitwert bilanziert. Darüber hinaus wurden im Vermietvermögen stille Reserven in Höhe von EUR 12,0 Mio. aufgedeckt. Auf die aufgedeckten stillen Reserven wurden passive latente Steuern in Höhe von 25% gebildet. Seit der Erstkonsolidierung zum 1. Juli 2017 sind die De Boer Structures Holding B.V. und ihre Tochtergesellschaften mit Umsatzerlösen in Höhe von EUR 38,7 Mio. und mit einem Ergebnis nach Steuern in Höhe von EUR 1,1 Mio. in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung enthalten. D. Rechnungslegungsgrundsätze Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden innerhalb des Konzerns werden im Wesentlichen einheitlich ausgeübt. Die Grundsätze der Bilanzierungs-, Ausweis- und Bewertungsstetigkeit wurden im Berichtsjahr beachtet. Der Konzernabschluss wurde trotz des zum Endes des Folgejahres 2018 entstandenen negativen Eigenkapitals unter der Prämisse der Unternehmensfortführung aufgestellt, da im Mai 2019 eine umfassende Refinanzierung und Entschuldung des Logi Holding-Konzerns vereinbart wurde. Wir verweisen auf den Abschnitt H. Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag und für detailliertere Angaben auf den Nachtragsbericht im Konzernlagebericht. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer vorgenommen. Im Rahmen der Kaufpreisallokation für die Losberger GmbH-Gruppe und die De Boer-Gruppe wurden die Auftragsbestände jeweils als gesondert ansatzpflichtige immaterielle Vermögensgegenstände identifiziert und mit dem geschätzten beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunktbilanziert. Die Ermittlung der Zeitwerte erfolgte mittels Discounted-Cashflow-Modellen. Das Sachanlagevermögen ist mit den aktivierungspflichtigen Anschaffungs-/Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten des selbst produzierten Vermietvermögens werden neben den direkt zurechenbaren Material- und Fertigungskosten auch die Material- und Fertigungsgemeinkosten einbezogen. Im Rahmen der Kaufpreisallokation für die Losberger GmbH-Gruppe und die De Boer-Gruppe wurde das erworbene Vermietvermögen jeweils zum beizulegenden Zeitwert angesetzt, der auf Basis der langjährigen Erfahrungen über die bei den regelmäßig stattfindenden Verkäufen des Vermietvermögens realisierten Kaufpreise ermittelt wurde. Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die in den Vorräten enthaltenen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu den durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse wurden zu Herstellungskosten bewertet. Dabei wurden neben den direkt zurechenbaren Material- und Fertigungskosten auch die Material- und Fertigungsgemeinkosten einbezogen. Soweit Bestandsrisiken vorlagen, sind Abwertungen in ausreichendem Umfang vorgenommen worden. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt. Für das allgemeine Kreditrisiko ist eine Pauschalwertberichtigung für Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr mit 1 % gebildet. Die Pensionsverpflichtungen werden nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck) nach der "Projected-Unit-Credit-Methode" ermittelt. Zukünftig erwartete Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtung berücksichtigt. Dabei wird derzeit von jährlichen Anpassungen von 1% bei den Renten ausgegangen. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wurde in Anwendung des Wahlrechts nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei der Abzinsung pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt. Der zum Bilanzstichtag verwendete Rechnungszinssatz beträgt 3,68 % (Vj. 4,01 %) und basiert gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB auf dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre. Der Unterschiedsbetrag aus der Anwendung des abweichenden Marktzinssatzes beträgt unter TEUR 1. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst. Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert. Latente Steuern auf temporäre Differenzen aus den Einzelabschlüssen der einbezogenen Gesellschaften und latente Steuern auf Konsolidierungsmaßnahmen wurden auf der Basis der erwarteten zukünftigen Steuerbelastung der einbezogenen Gesellschaften ermittelt, die zwischen 20 % und 40 % liegt. Bei den inländischen Konzerngesellschaften wird ein Steuersatz von 28 % verwendet, der die Körperschaftsteuer zuzüglich Solidaritätszuschlag und die Gewerbesteuer auf Basis eines durchschnittlichen Hebesatzes beinhaltet. Aktive latente Steuern werden für den Bilanzausweis mit den passiven latenten Steuern saldiert. Währungsumrechnung Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit über einem Jahr erfolgt die Umrechnung mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Entstehens bzw. mit dem niedrigeren Kurs zum Bilanzstichtag. Die Umrechnung der in Fremdwährungen aufgestellten Jahresabschlüsse von ausländischen Tochterunternehmen erfolgte für die Bilanzwerte zum Stichtagskurs des Konzernabschlussstichtages, für die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung zum Jahresdurchschnittskurs. Umrechnungsdifferenzen im zu konsolidierenden Eigenkapital werden erfolgsneutral in einen Währungsausgleichsposten im Konzerneigenkapital eingestellt. E. Angaben zur Konzernbilanz und Konzerngewinn- und -verlustrechnung I. Konzernbilanz 1. Anlagevermögen Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Konzernanhangs. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben sämtlich eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. 3. Latente Steuern Auf die zum 31. Dezember 2017 erfolgte Zwischengewinneliminierung im Vorrats- und Anlagevermögen wurden aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 397 aktiviert. Ferner wurden aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 576 auf abzugsfähige temporäre Differenzen zwischen steuerlichen und handelsrechtlichen Wertansätzen und in Höhe von TEUR 1.305 bei den in 2017 erworbenen De Boer-Gesellschaften gebildet. Demgegenüber stehen passive latente Steuern aus temporären Differenzen in den Einzelabschlüssen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansatzsätzen von Pensionsrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sowie aus der Konsolidierung der Zweckgesellschaften von TEUR 329 sowie auf aufgedeckte stille Reserven aus der Erstkonsolidierung von TEUR 8.910. Die aktiven latenten Steuern werden für den Bilanzausweis mit den passiven latenten Steuern saldiert, so dass in der Konzernbilanz per Saldo passive latente Steuern von TEUR 6.961 ausgewiesen werden. 4. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf:
Für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 130.231 sind Grundschulden an Grundstücken der Losberger GmbH als Sicherheit bestellt sowie das bewegliche Anlagevermögen, gewerbliche Schutzrechte, und das gesamte Umlaufvermögen der wesentlichen Tochtergesellschaften des Losberger GmbH-Teilkonzerns, insbesondere der Losberger GmbH und der Losberger Modular Systems GmbH, als Sicherheit verpfändet und deren Forderungen abgetreten. Zusätzlich sind die Bankguthaben der Losberger GmbH, Losberger Modular Systems GmbH und Losberger De Boer Holding GmbH als Sicherheit verpfändet und deren Forderungen global abgetreten. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 4.108 sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 2.272. 5. Konzerneigenkapitalspiegel Die Entwicklung des Konzerneigenkapitals im Geschäftsjahr 2017 und im Rumpfgeschäftsjahr 2016 ist aus dem Konzerneigenkapitalspiegel ersichtlich. Der Konzerneigenkapitalspiegel wurde gemäß DRS 22 (Konzerneigenkapital) aufgestellt. Ausschüttungsgesperrte Beträge bestehen bei der Muttergesellschaft zum 31. Dezember 2017 wie im Vorjahr nicht. II. Konzerngewinn- und -verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse verteilen sich folgendermaßen auf die Verkaufsgebiete:
2. Periodenfremde Erträge und Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Posten in Höhe von TEUR 513 enthalten. Die Ertragsteuern enthalten periodenfremde Erträge aus Steuererstattungen und -guthaben in Höhe von TEUR 268. 3. Aufwendungen für Altersversorgung Der Posten "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung" enthält Aufwendungen aus Altersversorgung in Höhe von TEUR 34. 4. Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 322 enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Kursverluste in Höhe von TEUR 2.689. 5. Außergewöhnliche Aufwendungen Im Geschäftsjahr 2017 sind außergewöhnliche Aufwendungen in den Personalaufwendungen Aufwendungen im Zusammenhang mit Reorganisationsmaßnahmen von EU 6,1 Mio. und in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen von EUR 1,1 Mio. enthalten. Hinzu kommen als Sondereffekte einmalige Bewertungsanpassungen und Wertberichtigungen von EUR 2,6 Mio. im Zusammenhang mit Projekten in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und erhebliche Margenverluste bei RDS-Projekten von geschätzt EUR 7 Mio. in Frankreich und Afrika aufgrund der Insolvenz eines Hauptlieferanten. 6. Latente Steuern In den Steuern vom Einkommen und Ertrag sind latente Steuererträge in Höhe von TEUR 1.760 enthalten. F. Sonstige Angaben 1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen im Gesamtbetrag von TEUR 9.969 im Wesentlichen aus mehrjährigen Miet- und Leasingverpflichtungen, davon TEUR 5.142 im folgenden Geschäftsjahr. 2. Durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter Während des Geschäftsjahres 2017 wurden im Konzern durchschnittlich 1.005 Mitarbeiter beschäftigt. 3. Ergänzende Angaben zur Konzernkapitalflussrechnung Die Kapitalflussrechnung wurde in Übereinstimmung mit der Vorschrift des DRS 21 (Kapitalflussrechnung) aufgestellt. Der Finanzmittelfonds enthielt neben den Kassenbeständen und Guthaben bei Kreditinstituten gemäß DRS 21 im Vorjahr auch jederzeit fällige Kontokorrentverbindlichkeiten, die der laufenden Finanzmitteldisposition dienten. Ab 2017 weisen die Kontokorrentverbindlichkeiten primär einen dauerhaften Finanzierungscharakter auf und dienen nicht mehr der kurzfristigen Finanzmitteldisposition. Die Neuaufnahme von Kontokorrentkrediten wird daher in der Kapitalflussrechnung für 2017 im Finanzierungsbereich ausgewiesen. Die Umgliederung des Vorjahressaldos der Kontokorrentkredite aus dem Finanzmittelfonds wird in der Zeile "Ansatzbedingte Veränderungen des Finanzmittelfonds" ausgewiesen. 4. Honorar des Abschlussprüfers Der Abschlussprüfer hat für das Jahr 2017 ein Gesamthonorar von TEUR 169 für die Jahres-und Konzernabschlussprüfungsleistungen von den in den Konzern einbezogenen Gesellschaften erhalten. Sonstige Bestätigungsleistungen wurden durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft des Abschlussprüfers in Höhe von TEUR 20 erbracht. 5. Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen Die Liefer- und Leistungsbeziehungen zwischen dem LoGi Holding GmbH Konzern und den nicht konsolidierten Tochtergesellschaften sowie den assoziierten Unternehmen waren in 2017 von untergeordneter Bedeutung. Die mittelbaren Gesellschafter der Losberger De Boer Holding GmbH haben im Rumpfgeschäftsjahr 2016 Darlehen an die Gesellschaft ausgegeben. Auf die Darlehen in Höhe von insgesamt TEUR 30.000 sind im Geschäftsjahr 2017 kapitalisierte Zinsen von TEUR 1.800 angefallen. Die Verzinsung erfolgt mit 6 % p.a. Die Gesellschafterdarlehen sind acht Jahre nach Gewährung zurückzuzahlen. 6. Gesamtbezüge der Geschäftsführung Die Aufwendungen für die Bezüge der Geschäftsführer des Mutterunternehmens haben im Geschäftsjahr 2017 TEUR 950 betragen. Davon entfallen TEUR 649 auf fixe Bestandteile und TEUR 301 auf variable Bestandteile. 7. Derivative Finanzinstrumente Die Losberger GmbH hat zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken eine Zinscapvereinbarung über ein Kreditvolumen von EUR 73,3 Mio. mit einer Laufzeit bis Dezember 2019 abgeschlossen. Die Zinscapvereinbarung wird mit den zugrundeliegenden besicherten Darlehensverbindlichkeiten zu einer Bewertungseinheit (Micro-Hedge) zusammengefasst. Die Ermittlung der prospektiven Effektivität erfolgte anhand der Critical Term Match Methode. Der negative Marktwert dieses Zinsgeschäftes beträgt zum Bilanzstichtag TEUR -16 und wurde nach finanzmathematischen Methoden auf Basis der aktuellen Marktparameter (mark-to-market) ermittelt. G. Aufstellung des Anteilsbesitzes 1. Unmittelbare und mittelbare Beteiligungen des Mutterunternehmens an Tochterunternehmen, die in den Konzernabschluss einbezogen werden Aufgrund der bestehenden Stimmrechtsmehrheit werden die folgenden Tochtergesellschaften in den Konzernabschluss im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen:
Sonstige im Berichtsjahr neu einbezogene Tochtergesellschaften:
Die folgenden Gesellschaften werden nach § 290 Abs. 2 Nr. 4 HGB aufgrund der Klassifizierung als Zweckgesellschaften in den Konzernabschluss einbezogen:
An den Zweckgesellschaften besteht jeweils keine Kapitalbeteiligung des Konzerns und es bestehen keine Stimmrechte. 2. Assoziierte Unternehmen gemäß § 311 HGB Folgende assoziierte Unternehmen werden wegen untergeordneter Bedeutung nach § 311 Abs. 2 HGB nicht nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen:
3. Nicht in den Konzernabschluss einbezogene Tochterunternehmen Folgende Tochterunternehmen werden gemäß § 296 Abs. 2 HGB wegen untergeordneter Bedeutung nicht in den Konzernabschluss einbezogen:
H. Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 11. Juni 2018 wurden 1.000.000 neue Vorzugsgeschäftsanteile im Nennbetrag von je EUR 1,00 ausgegeben, wodurch sich das Stammkapital der Gesellschaft von EUR 249.643,00 um EUR 1.000.000,00 auf EUR 1.249.643,00 erhöht hat. Im Rahmen der Kapitalerhöhung wurde eine sonstige Zuzahlung in die freie Kapitalrücklage von EUR 7.000.000,00 geleistet. Entgegen den prognostizierten Erwartungen konnten in 2018 die Umsatzerlöse nicht gesteigert werden. Weitere Planverfehlungen und daraus resultierende operative Verluste machten eine Überarbeitung der Mehrjahresplanung erforderlich, aus der sich wiederum ein Wertberichtigungsbedarf für den Goodwill und die immateriellen Vermögensgegenstände ergab, die im Rahmen der Erstkonsolidierung in 2016 auf diverse Tochtergesellschaften des Losberger GmbH-Teilkonzerns allokiert worden waren. Daraus resultierten in 2018 hohe außerplanmäßige Abschreibungen und ein hoher Jahresfehlbetrag des LoGi Holding GmbH-Konzerns. Im Rahmen einer Refinanzierung der gesamten Losberger De Boer Unternehmensgruppe wurden die Losberger De Boer Holding GmbH, die Losberger GmbH, die Losberger Modular Systems GmbH sowie die Losberger SAS mit zusätzlichem Eigenkapital ausgestattet. Hierfür hat die Losberger De Boer Gruppe mit den Kreditgebern und Gesellschaftern im Mai 2019 eine umfassende Restrukturierungsvereinbarung bei gleichzeitigem Wechsel des Mehrheitsgesellschafters der Konzernobergesellschaft abgeschlossen. Zudem wurden die operativen Gruppengesellschaften signifikant entschuldet. Die bisherigen Darlehensgeber stellen zusätzliche Mittel zur Verfügung. Zur Verbesserung der Finanzierungspolitik wurde mit Hilfe von Restrukturierungsberatern ein Gutachten erstellt und strategische, operative und finanzwirtschaftliche Maßnahmen getroffen. In den kommenden Monaten des Jahres 2019 sollen die operativen und ertragswirtschaftlichen Projekte zur Erneuerung und Integration der Unternehmensgruppe weiter vorangetrieben werden, um eine positive Entwicklung der Geschäftslage mit dauernder Wirkung zu ermöglichen. Durch die umfassende Refinanzierung und die erfolgte Neukapitalisierung sind die nötigen Verbesserungsinvestitionen gesichert und die finanzielle Stabilität der Muttergesellschaft und der Tochtergesellschaften wird damit gewährleistet. Für detailliertere Angaben zur im Mai 2019 erfolgten Refinanzierung und Restrukturierung verweisen wir auch auf den Nachtragsbericht im Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2017. Aufgrund des Verschmelzungsvertrages vom 28. August 2019 ist die LoGi Holding GmbH, Bad Rappenau, als übertragender Rechtsträger mit Wirkung zum 1. Juni 2019 auf die Losberger De Boer Holding GmbH, Bad Rappenau, verschmolzen worden. Weitere Ereignisse mit besonderer Bedeutung für die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des LoGi Holding-Konzerns haben sich nach dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2017 nicht ergeben.
Bad-Rappenau-Fürfeld, 24. September 2019 Nicolas Reinhart Arnout de Hair Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2017der LoGi Holding GmbH, Bad Rappenau
Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017(Vorjahr: Rumpfgeschäftsjahr vom 18. März bis zum 31. Dezember 2016)
Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017
Bestätigungsvermerk des KonzernabschlussprüfersZu dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 sowie zum Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2017 erteilen wir folgenden Bestätigungsvermerk: Wir haben den von der LoGi Holding GmbH, Bad Rappenau, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang, Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalspiegel - und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Hamburg, 24. September 2019 Ebner
Stolz GmbH & Co. KG
Thorsten Benthien, Wirtschaftsprüfer Dirk Schützenmeister, Wirtschaftsprüfer |
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