Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Stammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Paul Armin Slavik seit 4.1.2024 | Geschäftsführer |
Thomas Feldmeier seit 2.9.2021 | Prokura |
Robert Brunner seit 2.9.2021 | Prokura |
Andree Müller seit 27.1.2017 | Prokura |
Rainer Allgeyr seit 7.7.2011 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
STW GmbHNördlingenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtI. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens STW ist ein international tätiger Anlagenbauer für die Lebensmittel-, Getränke-, Chemie- und Pharmaindustrie. Seit der Gründung im Jahr 2000 wurde kontinuierlich die Fachkompetenz im Bereich Edelstahl-Anlagen- und Rohrleitungsbau, sowie den Vor-Ort-Montagen ausgebaut. So gehört die baustellenseitige Montage, genauso wie die werkseitige Vorfertigung von Ventilknoten, Prozessmodulen und Schweißbaugruppen, sowie eine eigene Edelstahlblechbearbeitung mit Laserschneiden und Biegen zum Leistungsumfang. Als Ausbildungsbetrieb wird viel Wert auf die Entwicklung von zukünftigen Fachkräften mit branchenspezifischem Knowhow gelegt. Die qualitativ hochwertige Abwicklung und Ausführung von Projekten und Vormontagen übernimmt ein Team aus Fachmonteuren, Projekt- und Baustellenleitern. 2. Forschung und Entwicklung Als Dienstleistungsunternehmen beschränken sich die Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten auf die Weiterentwicklung vorhandener Maschinenkonzepte und der Neuentwicklung von Fertigungsverfahren zur Erbringung der Schweiß- und Montagedienstleistungen. Hier stehen die Effizienzsteigerung im Fertigungsprozess und reproduzierbare Qualität im Vordergrund der Aktivitäten, um langfristig die Wettbewerbsfähigkeit abzusichern und dem Fachkräftemangel mit effizienteren Lösungen und besseren Arbeitsbedingungen entgegenzutreten. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen Nach Corona und dem ersten Ukrainekriegsjahr beruhigten sich im Geschäftsjähr 2023 die gesamtwirtschaftliche Lage und die Rahmenbedingungen. Die Beschaffungskosten waren insgesamt stabil. Somit gab es wieder mehr Planungs- und Ausführungssicherheit für Projekte oder Angebotsphasen, die sich über einen längeren Zeitraum zogen. Auch die Verfügbarkeit von Rund- und Vierkantrohr, sowie Blech war wieder durchgängig gegeben und die Branche bzw. Zulieferer kehrten im Jahresverlauf wieder zu gewohnten bzw. planbaren Lieferzeiten zurück. Bei Prozesskomponenten wie Pumpen, Wärmetauschern, Ventilen und Messinstrumenten wurden auch die Lieferterminzusagen wieder eingehalten und es gab keine unvorhergesehenen Verzögerungen oder Verschiebungen. Gerade im Elektro- und Elektronikbereich war dies im Vorjahr ein Problem, wo teilweise Komponenten mit extremem Verzug geliefert wurden. Somit entspannten sich auch Nebenthemen wie Projektunterbrechungen durch fehlende Zulieferteile und einem höheren Platzbedarf zur Zwischenlagerung von unvollständigen Projektlieferungen oder die Einlagerungen von Zukaufteilen bis ein anteiliger Belieferungsstand einen Montagestart sinnvoll machte. Die Gesamtsituation wurde wieder planbarer und somit auch in der Abwicklung ruhiger. Insgesamt kehrte ein gewisses Maß an Normalität in der Branche ein. Es nahmen die Unsicherheiten ab und die Verlässlichkeit der Terminzusagen, sowohl von Lieferanten- als auch Kundenseite, nahm stark zu. Auch das Thema Energie eskalierte nicht weiter und trug zu einer stabilen Gesamtsituation bei der Beschaffung bei. Den schwierigen Rahmenbedingungen durch externe Einflüsse wie einem innereuropäischen Krieg und einer globalen Pandemie folgte im Jahr 2023 ein schlechtes politisches Umfeld der deutschen Regierung, das für viel Unsicherheit innerhalb der deutschen Wirtschaft sorgte und einherging mit einer grundsätzlichen Vorsicht und Investitionszurückhaltung. Keine klare Linie und kein Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort Deutschland, sowie widersprüchliche Aussagen und Uneinigkeit in der Regierungskoalition gaben keine Planungssicherheit. Dies zeigte sich auch im Lebensmittel- und Getränkebereich: es werden Investitionsprojekte geschoben, zurückgehalten oder ganz abgesagt. Somit hat sich die gesamte Branche zur Jahresmitte 2023 zu einem Käufermarkt entwickelt, d. h. die wenigen Großprojekte die noch umgesetzt wurden oder noch werden, waren unter extremem Preisdruck und hart umkämpft. Der Wettbewerbsdruck ist somit sehr hoch. Auch mittlere und kleinere Lieferanten haben mit ihrer Auslastung zu kämpfen, was den Preisdruck auf allen Projektebenen und -größen verschärft. Zum einen bedeutet dies einen Mehraufwand bei der Angebotserstellung, da sowohl mehr Angebotsrevisionen bis zu einer Vergabe notwendig sind und zum anderen sank auch die Hit Rate von erfolgreichen Angeboten, die dann zum Auftrag werden. In diesem Umfeld kommt es immer wieder zu Überraschungen bei Angebotspreisen, die so nicht rational nachvollziehbar sind. Ein wirtschaftlich erfolgreiches Agieren hängt somit stark davon ab, dass das niedrige Preisniveau effizient und im Rahmen der verkaufenden Umfänge abgewickelt wird. Im weiteren Ausblick bleibt eine Einschätzung der Gesamtmarktsituation schwierig, da keine klaren Tendenzen erkennbar sind. Sowohl Lieferanten, Partner als auch Kunden zeichnen kein eindeutiges Bild und es herrscht ein hohes Maß an Unsicherheit. Somit bleibt im Moment ein Trend zur Konsolidierung und Absicherung der Fertigungskapazitäten bei den Lebensmitteln- und Getränkeherstellern, um bis auf weiteres die Entwicklung abzuwarten. In der Chemiebranche ist der Fertigungsstandort Deutschland zunehmend unattraktiv und es droht ein Abwandern dieses Industriezweigs ins Ausland. Leider sind auch keine positiven Impulse aus der Politik zu erwarten, was zudem den Ausblick erschwert. 2. Geschäftsverlauf a) Umsatz- und Auftragsentwicklung Neben einem erwartet langsamen Umsatzstart im Januar, gab es noch umsatzschwächere Sommermonate im Juli und August, wohingegen dann die restlichen Monate verhältnismäßig konstant und solide mit einem positiven Ausreißer zum Jahresende hin verliefen. Auch 2023 war der Umsatz im Vergleich zu 2022 und 2021 weiter rückläufig. Dies war bei der Jahresbudgetierung so zwar nicht prognostiziert, aber der Wettbewerbsdruck hatte sich deutlich verschärft, so dass der reine Umsatz nicht der Maßstab für eine positive Entwicklung des Geschäftsjahres ist. Denn trotz des steigenden Preisdrucks beim Verkauf von Projekten konnte die Margensituation deutlich im Vergleich zu 2022 verbessert werden, was bei der Betrachtung der Marktsituation sehr bemerkenswert ist. Es zeigte sich aber auch wie organisatorisch und kaufmännisch schwierig das vorangegangene Jahr war. Insgesamt beurteilt die Geschäftsführung den Verlauf des Geschäftsjahres 2023 als gut, gerade weil auch noch negative Effekte aus 2022 in 2023 nachwirkten, die deutsche Politik nicht wirtschaftsfreundlich und der Wettbewerbsdruck im Markt stark angestiegen ist.Insgesamt profitierte STW von der guten Auftragslage der Bestandskunden, was dazu führte, dass gerade die umsatzstarken Kunden aus den Vorjahren auch dieses Jahr die Erwartungen erfüllten und teilweise sogar deutlich übertrafen. Die Auslastung der Vorfertigung am Firmenstandort Nördlingen war konstant gut. Leider konnte bei der Blechbearbeitung noch nicht die angestrebte Umsatzsteigerung erreicht werden. So blieb zwar Umsatz und Auslastung auf dem Vorjahresniveau, allerdings hatte man sich durch eine Großkundenakquise eine deutliche Steigerung erhofft. Leider war aber der Umsatz bei einem anderen Kunden deutlich rückläufig, so dass der Ausfall durch den Neukunden nur kompensiert werden konnte. Hier werden für das kommende Jahr weitere Vertriebsaktivitäten geplant, um zusätzliches Wachstum zu generieren. Betrachtet man die Umsätze rein von der Vorfertigung konnte dieser zum Vorjahr um 7,4% gesteigert werden. Dies war auch möglich, da sich die Logistik- und Materialsituation beruhigte und somit wieder effektiver gearbeitet werden konnte. Projekte konnten wieder ohne Unterbrechungen bearbeitet und fertiggestellt werden. b) Produktion In der Vorfertigung von Anlagen wurde weiter an Effektivitätsverbesserung gearbeitet. Im Laufe des ersten Halbjahres wurde die Fertigungskapazität auf ein festgelegtes Standardniveau angepasst und nach einer Anpassungs- und Einführungsphase auch ab dem 2. Quartal erfolgreich umgesetzt werden. Es machte sich die externe Betreuung eines Fertigungs- und Prozessspezialisten bemerkbar. Hier konnten die vorhandenen Strukturen weiter ausdefiniert und verbessert werden. Somit waren Schnittstellen klar und das Shopfloor-Management wurde mit Festlegungen zu Regelkommunikationen und einfachen Hilfsmitteln unterstützt. Außerdem wurden Grundlagen für Optimierungsmaßnahmen durch Lean-Management-Einweisungen und -Schulungen gelegt. Bei den Außenmontagen wurde durch Zusatzprogrammierungen im ERP-System mehr Transparenz zur Fortschritts- und Statuskontrolle der Projekte geschaffen. Weitere Bauleiter wurden mit Laptop, Scanner/Drucker und wenn nötig mobilem Internet ausgestattet, um die Kommunikation zu vereinfachen und verbessern. Auch wurden klare Kommunikationsintervalle und -wege festgelegt. Was zusätzlich Kontrolle und klare Abläufe geschaffen hat. c) Beschaffung Die Verfügbarkeit aller direkt beschafften Materialien ist gegeben. Die Wettbewerbssituation lässt wieder Preisverhandlungen zu, um auch wieder bessere Einkaufspreise zu erzielen. Man hat gemerkt, dass die Materialläger bei Produzenten und Lieferanten gut gefüllt sind und es könnte kurzfristig geliefert werden. Im Vergleich zu den vergangenen Jahren war das Preisniveau konstant, mit geringen Veränderungen über das Jahr gesehen. Nach den ersten extremen der Energiekrise hat sich das Umstellen auf einen Spotmarktanbieter beim Strom doch als positiv herausgestellt, da gerade nach dem milden Winter der Strom günstig eingekauft werden konnte. Nichtsdestotrotz wird eine weitere Autonomie von Stromversorgern für das kommende Jahr angestrebt und der Ausbau der bereits vorhandenen PV-Anlage vorangetrieben. Dahingegen zogen die Preise bei der Wärmeversorgung unterjährig an. Beim Fuhrpark machen sich der gestiegene Zinssatz bei den Leasingraten für Neuverträge und die stark steigenden Kosten für Service, Transport und Reparatur und den Versicherungsbeiträgen deutlich bemerkbar. So dass der Fuhrpark weiter ein treibender Kostenblock in der Gesamtbetrachtung bleibt. Der Wegfall von BAFA-Förderungen für Elektro- und Hybridfahrzeuge macht zudem die Beschaffung oder das Leasing von strombetriebenen Fahrzeugen unattraktiv. Es bleibt der Fuhrpark sehr aufwendig und betreuungsintensiv, um die Kostenkontrolle zu behalten, da auch die Strategien der Autohersteller immer weniger kundenfreundlich sind. d) Investitionen Im Geschäftsjahr 2023 musste einer der beiden vorhandenen Lagerpaternoster verschleißbedingt ersetzt werden. Hier wurde als Ersatzbeschaffung ein Lagerlift gekauft, da dieser eine höhere Gewichtsbelastung pro Tablar zulässt und insgesamt mehr Lagerfläche bietet. So können Standardteile für die Projektabwicklung zukünftig gezielt aufgestockt werden. Bei Werkzeug, Akku- und Schweißgeräten für die Montage wurde darauf geachtet, dass ausreichend Geräte verfügbar sind und rechtzeitig Ersatz beschafft wird, um keine Engpässe zu generieren. Auch wurde bei den Rohrsägen für die Baustellen aufgestockt. Zur Absicherung der Schweißqualität wurden zusätzliche Restsauerstoffmessgeräte und weitere Endoskope für die Qualitätskontrolle der Schweißnähte angeschafft. Der Werkzeugbestand bei der Biegemaschine im Bereich der Blechbearbeitung wurde weiter ausgebaut, um hier Kundenanfragen auch fertigungstechnisch auch umsetzen zu können. e) Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhaben Es bestehen aktuell keine Finanzierungsvorhaben. f) Personal und Sozialbereich Die Mitarbeiteranzahl hat sich im Vergleich zum Vorjahr leicht erhöht:
Die Organisation in der Verwaltung wurde aufgestockt, um den erhöhten Aufwand an Angebots- und Auftragsbearbeitung meistern zu können. So wurde das Projektteam um einen Projektsachbearbeiter ergänzt, der perspektivisch zum Projektleiter entwickelt werden soll. Der Mitarbeiter wurde bei seiner Technikerausbildung unterstützt, um dann das Projektteam als Einstieg für seine weitere berufliche Laufbahn bei STW zu verstärken. 2023 haben zwei Auszubildende die Lehre zum Anlagenmechaniker Fachrichtung Schweißtechnik begonnen, da aber das Vorjahr nicht besetzt werden konnte, wird derzeit nur im 1. und 3. Lehrjahr ausgebildet. In der Vorschau konnte für 2024 ein Auszubildender eingestellt werden. Allerdings ist zum heutigen Stand der zweite Ausbildungsplatz noch unbesetzt. Es bleibt äußerst schwierig am Arbeitsmarkt junge Menschen für Lehrstellen zu finden. Hier werden weiterhin die Aktivitäten forciert und neben den Standardaktivitäten wie Lehrstellenmessen und lokaler Werbung auch noch die Social Media Plattformen bedient. In der Vorfertigung wurde Wert auf die persönliche Weiterentwicklung der Teamleiter gelegt. Hier standen die Mitarbeiterkommunikation und die Führungskompetenzen der Teamleiter im Mittelpunkt, was durch einen externen Mentor im Rahmen von persönlicher Beratung und Schulungen gefördert wurde. Bei den Außenmontagen haben sich die Einstellungen des Vorjahres bezahlt gemacht. Das Team aus Projekt- und Bauleitern, sowie Obermonteuren hat sich sehr gut eingespielt. So dass von der Projektaufnahme über die Angebotsphase und der Umsetzung alle Bereiche gut ineinandergreifen. Die Kommunikation über Fortschritt, aktuelle Herausforderungen und Aufgabenstellungen wurde zur Steigerung der Effektivität bei Projektabwicklung und somit zum Vorteil der Kunden intensiviert. Das System von Standardabfragen und der Projektdokumentation wurde weiter verbessert. 2023 wurdezudem ein Bauleitertreffen durchgeführt, was zeigte wie wichtig ein Erfahrungsaustausch und die persönliche Kommunikation gerade für die Baustellenmitarbeiter ist. Die Fluktuation blieb 2023 auf einem weiterhin sehr geringen Niveau und so musste nur punktuell nachbesetzt werden. Es wurde bei der Betrachtung der Gesamtmitarbeiterzahl personell um eine Fachkraft aufgestockt. Die Personalsituation ist sehr stabil und kann als zufriedenstellend eingestuft werden. Es zeigt sich ein Gesamtbild mit einer gesunden Mischung aus erfahrenen und jungen Mitarbeitern, die gegenseitig voneinander mit ihrem jeweiligem Knowhow profitieren. 3. VFE-Lage: Darstellung, Analyse, Beurteilung a) Ertragslage Durch die verbesserten Rahmenbedingungen bei der Materialverfügbarkeit, die Beschaffungspreisen, der insgesamten Beruhigung von Nebeneinflüssen und dem weiteren Erfahrungsaufbau, sowie Verbesserungsmaßnahmen, konnte wieder Effektivität aufgebaut werden. Zwar gingen die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr um 8,1% zurück, was deutlicher ausfiel als budgetiert, dahingegen erholte sich aber der Jahresüberschuss zum Vorjahr und erreichte zwar noch nicht das Niveau von 2021, trotzdem ist er aber insgesamt unter den Gegebenheiten als positiv zu bewerten. Die negativen Einflüsse wirkten noch deutlich zu Jahresbeginn nach, konnten aber im Laufe des Jahres ausgeglichen werden. STW agiert, trotz einem volatilen Geschäftsumfeld, auf einem sehr konstanten und stabilem Niveau und bestätigt wiederum seine Kontinuität. Auch zeigte sich die Strategie im schwierigen Marktumfeld 2022, die Situation gemeinsam mit den Kunden zu meistern und Kosten nicht immer direkt durchzureichen. Dies wurde durchweg als positiv aufgenommen und förderte die Geschäftsbeziehungen und Kundenbindung. Hier konnten alle Top-Kunden Ihre Prognosezahlen bestätigen oder übertreffen. Auch 2023 war weiterhin von Lohnsteigerungen betroffen, so erhöhte sich die Personalaufwandsquote um weitere 2,0 % zum Vorjahr. b) Finanz- und Vermögenslage Die Finanz- und Liquiditätslage ist aufgrund der hohen Eigenkapitalausstattung gut. Die Eigenkapitalquote konnte trotz erhöhter Rückstellungsquote nochmals um 6 % erhöht werden. Dabei bleiben Anlagen- und Vorräteintensität prozentual in einem ähnlichen Rahmen wie zum Vorjahr und es konnte die Verbindlichkeitenquote nochmals von 43% auf 31% deutlich gesenkt werden. Die Laufzeit der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen blieb bei 32 Tagen im Jahresvergleich identisch,was ein sehr gutes Ergebnis ist, da hier grundsätzlich die Kundenintensionwar, die Zahlungsziele zu verlängern. Der Cashflow im Jahr 2023 beträgt 2.105.669,05 Euro. Das Unternehmen ist unabhängig von Finanzierung durch Banken und arbeitet Größtenteils mit Eigenmitteln, wobei förderungsrelevante Themen natürlich beleuchtet werden und in die Anschaffungs- und Finanzierungsüberlegungen einfließen. Liquiditätsengpässe sind nicht zu erwarten und das Unternehmen besitzt die Fähigkeit zuverlässig seine Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Eingangsrechnungen werden ausnahmslos, sofern vereinbart, unter Skontoabzug beglichen. 4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren a) Finanzielle Leistungsindikatoren Die Steuerung des Unternehmens erfolgt im Wesentlichen mit Hilfe der finanziellen Leistungsindikatoren Rohertrag, Jahresüberschuss und Cash-Flow. b) Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Gut ausgebildete und erfahrene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind eine wichtige Voraussetzung für den Unternehmenserfolg. Gerade in einem Dienstleistungsunternehmen wie STW ist es essenziell, dass die Mitarbeiterfähigkeiten zur Erbringung der erforderlichen Qualität gegeben sind. Hierfür ist die Ausbildungsqualität sowohl von Lehrlingen als auch von Quereinsteigern ein wichtiger Erfolgsfaktor. Ausbildungs- und Einarbeitungspläne, sowie regelmäßige Mitarbeitergespräche sind hier wichtige Instrumente, um die Leistungsindikator Mitarbeiterzufriedenheit und niedrige Fluktuation einzuhalten. 5. Gesamtaussage Insgesamt können die Vermögens-, Finanzlage und Ertragslage als zufriedenstellend bezeichnet werden. Die Geschäftsleitung beurteilt die Lage der Gesellschaft als positiv. III. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Ende des Geschäftsjahres haben sich nicht ereignet. IV. Prognosebericht Aufgrund der aktuell vorliegenden Auftragsbestände sowie des im Markt beobachteten Geschäftsklimas gehen wir für 2024 von einem stabilen Marktumfeld aus, dass allerdings bei den Verkaufspreisen stark umkämpft ist. Wir rechnen mit einem gleichbleibenden bzw. leicht steigend Umsatz im Vergleich zum abgelaufenen Geschäftsjahr. Allerdings zeichnet sich ein steigender Margendruck ab. Um ein vergleichbares Ergebnis zu 2023 abzuliefern, werden Optimierungsmaßnahmen zur Effizienzsteigerung und Kosteneinsparung notwendig sein, da generell die Tendenz der zu erlösenden Marktpreise rückläufig ist. Hierzu wurden bereits erste Maßnahmen definiert und diese müssen in 2024 erfolgreich umgesetzt werden, um Wettbewerbsfähigkeit und Umsatz abzusichern. V. Chancen- und Risikobericht 1. Chancen und Risiken, Risikomanagement Das Unternehmen betreffende Bestandsgefährdungspotenziale sowie besondere wirtschaftliche oder sonstige Risiken mit Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind aus heutiger Sicht nicht bekannt. Die internen Kontrollmaßnahmen wurden im Berichtsjahr weiterentwickelt und den sich ändernden Bedingungen angepasst. Wettbewerbsrisiken werden durch ständige Beobachtungen der Marktentwicklung minimiert. Hierbei werden auch mögliche negative Konjunkturentwicklungen, angekündigte oder eingeleitete Wirtschaft- und gesellschaftspolitische Maßnahmen, deren Realisierung für das Unternehmen negative Folgen haben könnten, beobachtet und bei der Unternehmensplanung entsprechend berücksichtigt. Für die Absicherung der erreichten Größe und als Grundlage für weiteres Wachstum müssen Prozesse weiter standardisiert und digitalisiert werden. Im kaufmännischen Bereich soll die Digitalisierung des Rechnungseingangsprozess und das Dokumentenmanagements weiter ausgebaut werden. In der Vorfertigung gilt es noch klarer Standard-Arbeitsabläufe herauszuarbeiten, um die Reproduzierbarkeit von Arbeitszeiten und Qualität zu erhöhen. Leider konnten die Erwartungen zur Steigerung des Umsatzes bei der Blechbearbeitung nicht erreicht werden. Hier gilt es nun zusätzliche Vertriebsaktivitäten zu starten, um weiteres Wachstum zu generieren. Insgesamt wird weiterhin das Controlling in allen Bereichen weiter ausgebaut, um die Transparenz zu erhöhen und hierdurch die richtigen Prioritäten für Maßnahmen abzuleiten. 2. Ertragsorientierte / Finanzwirtschaftliche Chancen und Risiken Risiken, die den Bestand der Gesellschaft oder die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage gefährden, sind nicht erkennbar. 3. Gesamtaussage Insgesamt sind die extremen externen Einflüsse durch eine Pandemie oder einen Krieg innerhalb Europas der vergangenen Jahre nicht mehr so stark beeinflussend, allerdings erhöht sich der Wettbewerbsdruck gerade auf dem Heimatmarkt Deutschland durch schlechter werdende Rahmenbedingungen und einer deutschen Wirtschaftspolitik, die keine ist und somit den Standort Deutschland gefährdet. Trotz aller Widrigkeiten gehen wir davon aus das erreichte Niveau weiter ausbauen zu können. Unterschrift der Geschäftsführung
Nördlingen, den 30.06.2024 gez. Paul Slavik Georg Slavik Rainer Allgeyr BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen. Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgt in den Fällen, in denen dies zu einer höheren Jahresabschreibung führt. Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet: - sonstige Wertpapiere zu Anschaffungskosten Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Pensionsrückstellungen betragen 984.845,00 EUR (Vorjahr 943.847,00 EUR). Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Angaben zur Bilanz Anlagespiegel für die einzelnen Posten des AnlagevermögensDie Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird als Zugang und Abgang ausgewiesen. Die Geschäftsjahresabschreibung enthält damit diese Beträge nicht.
Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr
Gewinn-/Verlustvortrag bei teilweiser Ergebnisverwendung Bei Aufstellung der Bilanz unter Berücksichtigung der teilweisen Ergebnisverwendung wurde im Bilanzgewinn ein Gewinnvortrag von 1.261.094,67 EUR einbezogen. Pensionsrückstellungen Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren angewendet. Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:
Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von 0,00 EUR. Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt:
Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten.
Angabe zu Verbindlichkeiten mit Restlaufzeitvermerken
Angaben zu Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf 1.380,49 EUR (Vorjahr: 236.653,29 EUR). Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind die folgenden Haftungsverhältnisse zu vermerken:
Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 431.000,00 EUR p.a. sonstige finanzielle Verpflichtungen. Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:
Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Anwendung der Ausnahmeregelung nach § 286 Abs. 3 HGB Auf die Aufstellung des Anteilsbesitzes wurde verzichtet, da diese Aufstellung nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung dem Unternehmen einen erheblichen Nachteil zufügen kann. Vorschlag bzw. Beschluss zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung beschließt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung: Der Jahresüberschuss beträgt 1.676.495,12 EUR. Einschließlich des zu berücksichtigenden Gewinnvortrages ergibt sich ein Betrag von 2.937.589,79 EUR, der zu verwenden ist. Auf neue Rechnung werden 2.937.589,79 EUR vorgetragen. Unterschrift der Geschäftsführung
Nördlingen, den 23.07.2024 Georg Slavik Rainer Allgeyr Paul Slavik sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 23.07.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die STW GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der STW GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der STW GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Donauwörth, 28.01.2025 dp
Audit & Advisory GmbH
Martin Demharter, Wirtschaftsprüfer |
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