Informatik Consulting Systems GmbH

Sonnenbergstraße 13, 70184 Stuttgart, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 770405
Eingetragen
12.8.2019
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Informationsdienstleistungen
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Erbringung von Leistungen jeder Art auf dem Gebiet der Informatik, des Consultings sowie der Systemlösungen (Systems), insbesondere für die Anwendungsgebiete Industrial Solutions, Aerospace, Defence, Transportation, Methods, Processes sowie Tools im kompletten Software-Lifecycle.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Yasmin Lenth
seit 2.7.2025
Geschäftsführer
Thomas Stellmach
seit 2.7.2025
Geschäftsführer
Rainer Gerhäuser
seit 12.8.2019
Prokura
Andreas Langer
seit 12.8.2019
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

45.14% identifiziert54.86% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
40.12%
5.02%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
DZ BANK AG, Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank
54.86%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Informatik Consulting Systems Holding GmbH
Germany
2.650.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Informatik Consulting Systems GmbH

Stuttgart

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Grundlagen der Gesellschaft

Unser Unternehmen gliedert sich in die 5 Business Center - Safety, SysSW, Security, MoA und SCI - auf.

Die Business Center Safety, SysSW und Security fokussieren sich auf die Bahntechnik und decken im V-Modell von der Anforderung bis zur Zulassung alle Anwendungsgebiete ab. Wir arbeiten in diesem Umfeld mit allen systemrelevanten Zulieferern als auch mit den Bahnbetreibern zusammen. Die Business Center sind an allen unseren Standorten, dazu zählen Stuttgart, Leipzig, Braunschweig und Berlin, vertreten.

Ein Teilbereich des Business Centers Security berät, begleitet und analysiert Unternehmen, die Zertifizierungen nach ISO 27001 oder nach TISAX-Standard anstreben. Durch Schwachstelleanalysen werden Verbesserungspotentiale identifiziert, die im besten Fall bei den jeweiligen Unternehmen in ein gelebtes Informationssicherheitsmanagementsystem (ISMS) münden. Dies geschieht auch unter Berücksichtigung der Anforderungen gemäß DSGVO. Präsenz ist an allen Standorten der ICS GmbH gegeben. Die interne Beratung zur Weiterentwicklung des eigenen ISMS wird fortgeführt.

Die Business Center MoA und SCI fokussieren sich auf betriebswirtschaftliche Anwendungssysteme im produktionsnahen Umfeld. Hierzu zählen auch mobile Datenübertragungs- und Datenerfassungssysteme in der gesamten Logistik. Diese Business Center sind im Bereich Automotive und zwischenzeitlich auch im Bahnsektor tätig. Sie sind an den Standorten Stuttgart, Magstadt und Berlin vertreten.

Alle Bereiche sind, bedingt durch die Kundenstruktur, hauptsächlich auf dem deutschen Markt tätig. Durch die Zusammenarbeit mit international tätigen Unternehmen ist die Projektarbeit selbst aber international ausgerichtet.

Die Organisationsstruktur der ICS GmbH ist geprägt durch flache Hierarchien, eine direkte Ansprache der Geschäftsleitung ist jederzeit gegeben.

I.1 Die finanziellen Leistungsindikatoren betreffen:

Betriebsleistung: Umsatzerlöse zzgl. Bestandsveränderung an unfertigen Leistungen sowie Aktivierung selbst erstellter immaterieller Vermögensgegenstände

Deckungsbeitrag III: Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT)

Umsatzrendite: EBIT / Umsatz

II. Darstellung des Geschäftsverlaufs

II.1 Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der IT-Branche

Die deutsche Wirtschaft schwächelt, erwartete man noch zu Beginn des Jahres 2023 einen leichten Anstieg des BIP um 0,2 %, sieht die Realität eher düster aus. Laut dem Statistischen Bundesamts ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2023 um -0,3 % (Vorjahr +1,9 %) gesunken.

Im Winterhalbjahr 2022/2023 war ein sehr starkes Abfallen der privaten Konsumausgaben zu verzeichnen, diese erholten sich im Laufe des Jahres 2023 etwas. Im 4. Quartal 2023 stiegen die privaten Konsumausgaben leicht um 0,2 % (preis-, saison- und kalenderbereinigt) gegenüber dem Vorquartal. Positive Impulse gingen dabei von der gestiegenen Nachfrage nach Dienstleistungen aus. Die Konsumausgaben des Staates nahmen mit +0,3 % leicht gegenüber dem Vorquartal zu.

Ein ganz anderes Bild zeigt die Investitionstätigkeit, diese ging im Vorquartalsvergleich deutlich zurück: So nahmen die Bauinvestitionen preis-, saison- und kalenderbereinigt um 1,7 % ab, nachdem sie bereits in den beiden vorangegangenen Quartalen rückläufig waren. Die Investitionen in Ausrüstungen - also vor allem in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge - gingen zum Jahresende mit -3,5 % sogar noch deutlicher zurück.

Im 4. Quartal 2023 wurden preis-, saison- und kalenderbereinigt insgesamt 1,6 % weniger Waren und Dienstleistungen exportiert als im 3. Quartal 2023. Die Importe sanken mit -1,7 % noch etwas stärker. Eine verhaltene Auslandsnachfrage, anhaltende geopolitische Spannungen und hohe Energiepreise machten sich besonders im schwächeren Warenhandel bemerkbar.

Im 4. Quartal 2023 ging die preis-, saison- und kalenderbereinigte Bruttowertschöpfung um 0,4 % im Vorquartalsvergleich zurück, nachdem sie in den beiden Quartalen zuvor stagniert hatte. Die stärksten Rückgänge waren im Baugewerbe (-2,6 %) und im verarbeitenden Gewerbe (-1,4 %) zu verzeichnen. Während die Produktion von Kraftwagen und Kraftwagenteilen zunahm, hatten viele andere Branchen wie der Maschinenbau, die Herstellung von elektrischen Ausrüstungen sowie von Metallerzeugnissen und die chemische Industrie Einbußen zu verzeichnen. Die Bruttowertschöpfung in der Energieversorgung konnte im Vorquartalsvergleich dagegen kräftig zulegen. Im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr, Gastgewerbe sowie bei den sonstigen Dienstleistern kam es preis-, saison- und kalenderbereinigt zu einem Rückgang der Bruttowertschöpfung um jeweils 0,9 %, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Bereichen im 2. und 3. Quartal 2023 noch Zuwächse verzeichnet hatte. Leichte Anstiege verzeichneten im 4. Quartal 2023 die Unternehmensdienstleister und der Bereich öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit.

Die Informationstechnologie-Branche in Deutschland gewinnt aufgrund der voranschreitenden Digitalisierung weiter an Bedeutung. Das zeigt sich auch am stetigen Umsatzwachstum des IT-Sektors auf zuletzt rund 126,4 Mrd. Euro. Davon war das umsatzstärkste Segment im Jahr 2023 die IT-Dienstleistungsbranche mit etwa 47,8 Mrd. Euro, gefolgt von den Bereichen Hardware und Software. Der Wachstumstrend dürfte sich fortsetzen, denn ein Großteil der befragten Unternehmen im DACH-Raum gaben an, ihr IT-Budget steigern zu wollen. Der deutsche Markt für IT-Security wächst. Wurden im Jahr 2022 noch 7,8 Mrd. Euro für IT-Sicherheit ausgegeben, sind es im Jahr 2023 8,8 Mrd. Euro, dies entspricht einer Steigerung von 13 %. Den größten Anteil an diesen Gesamtausgaben haben Dienstleistungen rund um die IT-Sicherheit mit 3,6 Mrd. Euro.

In der deutschen IT-Branche gab es zuletzt mehr als 90.000 Unternehmen mit rund 1,1 Mio. Beschäftigten. Trotz der wachsendenden Zahl an IT-Spezialist:innen herrscht ein Fachkräftemangel in der Branche.

Etwa 35,5 Mrd. Euro wurden in Deutschland im Jahr 2022 mit Softwareprodukten umgesetzt - ein neuer Höchstwert. Im gleichen Jahr erwirtschaftete die Branche im Bereich IT-Services einen Umsatz von rund 45,7 Mrd. Euro und erwartet für das Jahr 2023 ein Wachstum auf fast 48 Mrd. Euro. Zu den größten Unternehmen gehören T-Systems und Atos Information Technology. Sowohl die Importe, als auch die Exporte von IT-Services sind bis zum Jahr 2019 stetig angestiegen. Nach der Corona-Pandemie, die ein Rückgang des Import-/Exportgeschäftes bedeutete, erholte sich die Branche wieder und ist auf Wachstumskurs. Ein wachsender Aufgabenbereich innerhalb der IT-Services dürfte im Bereich des Cloud-Computing liegen. Die allermeisten Geschäftsführer:innen und IT-Fachkräfte gaben in einer Umfrage an, bereits Cloud-Dienste zu nutzen, während weitere Unternehmen die Verwendung zumindest planen.

II.1.1 Erlös- und Auftragsentwicklung der ICS GmbH

Die Betriebsleistung der ICS GmbH hat sich um 11,24 % verbessert. Der Auftragsbestand erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 69,43 %. Der DB III per 31.12.2023 liegt mit 2.131,8 TEUR über dem Vorjahr mit einer Umsatzrendite von 14,8 % (Vj. 8,5 %). Die ausgewiesene Umsatzrendite spiegelt nicht die tatsächliche Produktivität wider und wurde nur durch aktivierte Eigenleistungen von 1.051,2 TEUR und Einsparungen im Personalbereich erreicht. In Summe war das Jahr 2023 kein zufriedenstellendes Jahr. Es war geprägt durch eine nicht zufriedenstellende Auslastung im Eisenbahnsektor als auch im industriellen Sektor.

ICS GmbH 2023 2022 Veränderung
in %
Gesamtleistung 15.495,2 TEUR 13.929,3 TEUR +11,24
Auftragsbestand per 31.12. 12.758,6 TEUR 7.530,2 TEUR +69,43

Zukünftige positive Effekte erwarten wir durch die geplante Fertigstellung unseres Softwaretools für den Bereich Security. Das Tool selbst wurde als förderungswürdig eingestuft. Aus Vorjahren wurden 89,7 TEUR an Forschungsgeldern bewilligt.

II.1.2 Personal- und Sozialbereich

Im Geschäftsjahr 2023 waren mit Stichtag zum 31.12.2023 141 Mitarbeitende im Unternehmen beschäftigt (im Vergleich hierzu 2022 138 Mitarbeiter). Wir konnten unseren Personalbestand um 2 % erhöhen. Abwanderungen von Mitarbeitern als auch Neuorientierungen konnten durch Neueinstellungen kompensiert werden. Wir stehen weiterhin vor der Herausausforderung, im Security- und Safety-Umfeld geeignetes Personal zu finden.

Der Personalaufwand ist, bezogen auf die Veränderung in der Mitarbeitendenzahl, nahezu unverändert.

III. Darstellung der Lage

III.1 Vermögens- und Finanzlage

Die Vermögens- und Finanzlage stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar.

Vermögen 2023
TEUR
2022
TEUR
Veränderung
in %
Anlagevermögen 1.523 651 >100,0
(ohne Finanzanlagen)
Anteile an verb. Untern. 122 121 1,0
Vorräte 307 90 >100,0
Forderungen 5.289 4.976 6,3
Sonst. Verm.geg. 192 78 >100,0
Liquide Mittel 1.891 1.023 84,9
Sonstige 81 36 >100,0
9.405 6.975 34,8
Kapital 2023
TEUR
2022
TEUR
Veränderung
in %
Eigenkapital 4.286 4.286 0
Rückstellungen 612 981 -37,6
kurzfristige Verbindlichkeiten 4.507 1.708 >100,0
9.405 6.975 34,8

Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um 34,8 % erhöht. Das Anlagevermögen ist durch Investitionen in selbst erstellte Software (902,5 TEUR) und übrige Betriebsausstattung gestiegen. Die Vorräte sind stichtagsbedingt um 216,4 TEUR gestiegen. Grund dafür ist der Zukauf eines Softwareproduktes im Rahmen eines größeren Softwareprojektes; dieses wurde mit 225 TEUR bilanziert. Damit befinden sich die Vorräte im Jahr 2023 auf einem akzeptablen Niveau. Die Forderungen sind gegenüber dem Vorjahr um 6,3 % gestiegen und bewegen sich auf üblichem Niveau. Die liquiden Mittel bewegen sich auf erwartetem Niveau.

Die Rückstellungen sind, bedingt durch notwendige Korrekturmaßnahmen im Personalbereich, um 37,61 % gesunken.

III.2 Finanzlage

Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt 1.605,6 TEUR (i. Vj. -948 TEUR). Grund hierfür ist das höhere Jahresergebnis sowie die Erhöhung der erhaltenen Anzahlungen. Dieser positive Effekt wurde durch die Aktivierung selbst erstellter immaterieller Vermögensgegenstände, dem Rückgang der Rückstellungen und dem Zukauf von Handelswaren kompensiert.

Die Investitionen in das Sachanlagevermögen betragen rund 26 TEUR.

Die Gesellschaft konnte zu jedem Zeitpunkt ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen.

III.3 Ertragslage

Die Ertragslage des Jahres 2023 hat sich gegenüber dem Vorjahr verschlechtert. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBIT) ist in der Darstellung deutlich gegenüber dem Vorjahr verbessert. Dies konnte aber nur durch die Aktivierung von Eigenleistungen und Korrekturmaßnahmen im Personalbereich erreicht werden.

Die Betriebsleistung konnte um 11,2 % gesteigert werden. Der Personalaufwand je Mitarbeiter hat sich durch Gehaltsanpassungen moderat erhöht.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um 192 TEUR erhöht. Begründet ist dies hauptsächlich durch die laufende Unterstützung eines Consulting-Unternehmen zur Weiterentwicklung des Security-Tools.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (DB III) beläuft sich demnach auf 2.131,8 TEUR (i. Vj. 1.143,5 TEUR). Bereinigt um die die Aktivierung selbst erstellter Vermögensgegenstände beträgt der DB III 1.080,6 TEUR (i. Vj. 736,8 TEUR).

Unter Berücksichtigung der weltwirtschaftlichen Verwerfungen, eines weiterhin andauernden Ukrainekrieges und einer lahmenden deutschen Wirtschaft, verlief das Geschäftsjahr nicht zufriedenstellend.

Die Prognose einer gesteigerten Betriebsleistung konnte erreicht werden. Die prognostizierte Umsatzrendite mit einer Steigerung des Niveaus des Jahres 2022 konnte erreicht werden.

IV. Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft und Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Prognosebericht:

Der Ausblick auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung hat sich nicht verbessert. Die kurz- und langfristigen Abwärtsrisiken für das Wachstum haben sich nicht reduziert. Die Energieversorgungslage hat sich zwar entspannt, allerdings dauert der Ukrainekrieg weiterhin an. Hinzu kommen Verwerfungen im Nahen Osten und ein möglicher neuer Präsident in den Vereinigten Staaten, der nicht auf Ausgleich, sondern auf Konfrontation ausgerichtet ist. Zudem bereitet die politische Landschaft im Euroraum - und hier vor allem auch in Deutschland - Sorge. Rechtsnationale Populisten sind auf dem Vormarsch und schädigen den Wirtschaftsstandort.

Die Inflation hat sich zwischenzeitlich auf niedrigerem Niveau eingependelt und wird im Prognosezeitraum zwischen 2 % und 3 % verharren. Der wieder anziehende private Konsum stützt die deutsche Wirtschaft. Die immer noch andauernde geldpolitische Straffung mit hohen Zinsen dämpft die Investitionsbereitschaft der Unternehmen. Die Baubranche als auch Unternehmen mit hohem Energieeinsatz stehen weiterhin vor großen Herausforderungen. Vor diesem Hintergrund wird ein sehr geringes Wirtschaftswachstum erwartet.

Obwohl sich die Energieversorgungslage vorerst entspannt hat, ist die Energiekrise noch nicht überwunden. Immer noch hohe Energiekosten belasten neben der Industrieproduktion auch den privaten Konsum. Auch in diesem Winter konnte eine Gasmangellage abgewendet werden, die eine staatlich angeordnete Rationierung erforderlich gemacht hätte. Die weggefallenen russischen Erdgaslieferungen können zum Großteil durch höhere Erdgasimporte aus anderen europäischen Ländern ersetzt werden und die vergleichsweisen milden Temperaturen im Winter haben dies zusätzlich begünstigt.

Der Exportweltmeister Deutschland hat mit massiven Problemen zu kämpfen. Vor allem im verarbeitenden Gewerbe ging die Produktion drastisch zurück. So sank die Produktion zwischen Mai 2023 und Mai 2024 um 6,9 %.

Ein weiteres erhebliches Risiko geht von der derzeitigen Wirtschafts- und Finanzpolitik aus. Zwar konnte eine Einigung für den Haushalt des laufenden Jahres erzielt werden und die Einhaltung der Schuldenbremse dürfte gewährleistet sein. Allerdings ist es vor dem Hintergrund der derzeitigen Haushaltssituation sowie vor allem im Hinblick auf die vorrausichtlich abermals schwierigen Verhandlungen zum Bundeshaushalt 2025 nicht unwahrscheinlich, dass dringend nötige Reformen auf die lange Bank geschoben oder nur zögerlich in Angriff genommen. Dieser Stillstand und die Unsicherheit über wichtige wirtschaftspolitische Weichenstellungen lähmen die Konjunktur und hemmen das langfristige Wachstum, da Ausgaben für Investitionen und Konsum zurückgehalten werden. Sollte sich die Unsicherheit, anders als in der vorliegenden Prognose unterstellt, nicht auflösen, dürfte die erwartete Erholung weiter in die Ferne rücken.

Im Gegensatz dazu zeigt sich die IT-Branche weitestgehend krisenfest. Es ist davon auszugehen, dass auch im Jahr 2024 die IT-Branche ein Wachstumsplus von ca. 4,3 % erreichen wird. Der Trend der Unternehmen, zunehmend auf intelligente Technologien zu setzen, ist weiterhin ungebrochen. Die zunehmende Sensibilisierung bei den Unternehmensentscheidern, die IT-Systeme gegen feindliche Angriffe zu schützen, wird als dringend notwendig erkannt. Der deutsche Markt für IT-Security wird bis zum Jahresende 2024 um 12,7 % wachsen.

Für das Jahr 2024 setzt sich die Prognose fort, die ITK-Branche wird zum Jobmotor für die ansonsten schwächelnde deutsche Wirtschaft. Bis zum Jahr 2025 werden ca. 1,4 Mio. Menschen in der ITK-Branche beschäftigt sein. Im Vergleich dazu waren es im Jahr 2005 nur 840 TSD Beschäftigte. Der Fachkräftemangel wird, wie in den Jahren zuvor, in der IT-Branche die größte Herausforderung darstellen. Hinzu kommt, dass in den nächsten Jahren durchschnittlich über 20 % der IT-Mitarbeitenden in den Ruhestand gehen werden. Die größten Sorgen Experten zufolge sind dabei Know-how- Verlust und weiter zunehmender Fachkräftemangel.

Der Ausbau des deutschen und europäischen Schienennetzes bis ins Jahr 2030 wird weiterhin forciert und fordert Investitionen in Milliardenhöhe. Die Mobilität innerhalb Deutschlands und Europas soll zukünftig über die Schiene (mehr Schiene - weniger Flüge) abgedeckt werden. Der Bundesverkehrswegeplan hat weiterhin Bestand und sieht Investitionen von mehreren Milliarden Euro bis in das Jahr 2030 vor, d. h. jährliche Investitionen in Höhe von ca. 10-15 Mrd. Euro werden durch den Bund für den Verkehrsweg Schiene sichergestellt. Dies hat mit dem neuen Haushaltsplan der Bundesregierung keinen Bestand mehr. Der ursprüngliche Finanzmittelbedarf von 88 Mrd. Euro wurde im Haushaltsplan für 2024 auf 24 Mrd. Euro gekürzt. Besonders schmerzlich ist dies für die digitale Fahrzeugausrüstung, die ursprünglich vorgesehenen 3,2 Mrd. Euro für deren Umrüstung wurden ersatzlos gestrichen. Inwieweit dies Einfluss auf die zukünftige Entwicklung des ICS GmbH haben wird, ist aktuell noch nicht abschätzbar.

Aktuell ist die Auslastung im Eisenbahnumfeld noch stabil, da es sich im Regelfall um sehr lang laufende Projekte handelt, aber die Notwendigkeit des "Sparens" meist am falschen Ende, macht sich in gewissen Teilen schon bemerkbar.

Trotz dessen wird sich der Bereich Security für die Branchen Bahn, Energie, Gesundheit und Maschinenbau deutlich weiterentwickeln, dies schafft großes Potential für die Informatik Consulting Systems GmbH.

Durch die im Frühjahr 2025 verbindliche Umsetzung der NIS-2 Richtline sind weitere Verschärfungen im Bereich Cyber-Security zu erwarten. Um den Anforderungen perspektivisch gewachsen zu sein, wird das Business Center Security auch im Jahr 2024 weiter ausgebaut.

Das Wirtschaftsjahr 2024 wird durch Weiterentwicklungen, der Ausrichtung auf neue Branchen und Gehaltsanpassungen, in Teilbereichen ein investitionsgetriebenes Jahr werden. Wir rechnen mit einer Ausweitung der Beauftragungen ganzheitlich um das Thema Security bzw. Safety und Security. Die notwendige Qualifizierung der Mitarbeiter und die Aufwendungen für Anforderungen an die Erweiterung der Themenkomplexe Information Security, IT-Security, OT-Security und Industrial Cyber-Security sind zu erwarten.

Im Jahr 2024 werden wir aller Voraussicht nach Marktreife für unser selbst entwickeltes Security-Tool erreichen.

Die Prognose für eine weitere Entwicklung der ICS Turkey Ltd. ist auf Grund von Umstrukturierungen im Automobilumfeld eher verhalten. Die ICS Schweiz AG wird in der Branche Rail weiter bestehen, steht aber aktuell nicht im starken Ausbau für die Gesamtgruppe.

Wir planen eine nahezu gleichbleibende Betriebsleistung, wobei sich der Anteil an Eigenleistungen der selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenstände deutlich reduzieren wird, sowie eine durch gestiegene Personalaufwendungen deutlich verschlechterte Umsatzrendite.

Chancen- und Risikobericht:

Unsere Geschäftspolitik ist darauf gerichtet, die Vermögens- Finanz- und Ertragslage langfristig stabil zu halten und kontinuierlich zu verbessern. Aufgabe unserer Risikopolitik ist es, die damit verbundenen Risiken sorgfältig abzuwägen. Risikomanagement ist daher fester Bestandteil unserer Geschäftsprozesse und Unternehmensentscheidungen.

Zentrale Bestandteile des Risikomanagementsystems sind der Planungs- und Controlling-Prozess sowie das monatliche Berichtswesen, welches wir stets verbessern.

Im Folgendem werden die Risiken, die sich nachteilig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken könnten, nach ihrer Bedeutung absteigend dargestellt:

Aufgrund des Arbeitnehmermarktes ist das größte Risiko aktuell die Fluktuation im umworbenen Fachkräftemarkt, speziell im Security und Informationstechnologie Sektor. Es bestehen Risiken im Hinblick auf den Verlust von Schlüsselpositionen. Durch Mitarbeitermaßnahmen sollen Wechseltendenzen frühzeitig erkannt werden, um dann geeignete Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Die Neueinstellung von in der Branche erfahrenden Mitarbeitern bzw. deren Abwerbung vom Wettbewerb schafft neue Kundenperspektiven, auch durch persönliche Kontakte dieser Mitarbeiter. Auch der potenzielle Zukauf von passenden Unternehmen und Eingliederung in die ICS GmbH schafft neue Möglichkeiten, das Geschäft zu erweitern und auch thematisch das Spektrum der ICS GmbH zu erweitern.

Die weitere Entwicklung der Wirtschaft ist nicht abschätzbar und mit hoher Unsicherheit behaftet. Wesentliche Risiken für die Entwicklung der Weltwirtschaft sind der Krieg zwischen der Ukraine und Russland, die sehr hohe Inflation und auch die rasanten Entwicklungen im Bereich von künstlichen Intelligenzen. Die wirtschaftliche Erholung und die internationalen Verflechtungen werden dadurch stark beeinträchtigt. Für die ICS GmbH können sich die Risiken nachteilig auf die Absatzentwicklung und die Vertriebsprozesse auswirken.

Die ICS GmbH hat eine stabile, über viele Jahre gewachsene Kundenstruktur. Abhängigkeiten bei einzelnen Kunden kann durch Diversifizierungen in Teilsegmenten anderer oder gleicher Kunden begegnet werden. Allerdings ist auch gerade im Bereich Transportation und Security eine Ausweitung der Kundenbasis angestrebt und sehr wahrscheinlich. Des Weiteren wird durch Rahmenvereinbarungen das Risiko entsprechend vermindert.

Eine weitere Herausforderung besteht aktuell in der Produktentwicklung, sowohl von Seiten der Investition als auch von der Organisation. Ein skalierbares Produkt bedarf einer anderen Aufstellung, als der eines Dienstleistungs- und Consulting Konstrukts.

Die Ertragslage der schweizerischen Tochter ist aktuell auf niedrigem Niveau stabil.

 

Stuttgart, 26. August 2024

Cid Filip Kiefer, geschäftsführender Gesellschafter

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.644.997,34 771.923,59
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.418.906,04 516.450,88
1. Geschäfts- oder Firmenwert 1.368.175,86 406.693,25
2. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 50.730,18 109.757,63
II. Sachanlagen 104.245,42 134.572,43
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 17.546,12 20.545,36
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 86.699,30 114.027,07
III. Finanzanlagen 121.845,88 120.900,28
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 121.845,88 120.900,28
B. Umlaufvermögen 7.678.731,89 6.168.011,02
I. Vorräte 306.911,45 90.517,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.480.457,67 5.054.631,48
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.400.000,00 2.400.000,00
2. sonstige Vermögensgegenstände 3.080.457,67 2.654.631,48
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.891.362,77 1.022.862,54
C. Rechnungsabgrenzungsposten 80.970,84 35.571,03
Aktiva 9.404.700,07 6.975.505,64

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 4.286.321,92 4.286.321,92
I. Gezeichnetes Kapital 2.650.000,00 2.650.000,00
II. Gewinnrücklagen 547.202,00 547.202,00
III. Gewinnvortrag 1.089.119,92 1.089.119,92
IV. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00
B. Rückstellungen 611.674,22 980.562,79
C. Verbindlichkeiten 4.506.703,93 1.708.620,93
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.091.271,90 986.974,11
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.091.271,90 986.974,11
2. sonstige Verbindlichkeiten 2.415.432,03 721.646,82
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.415.432,03 721.646,82
Passiva 9.404.700,07 6.975.505,64

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 15.086.036,54 13.354.068,27
2. Personalaufwand 10.310.694,37 9.749.640,47
a) Löhne und Gehälter 8.563.280,66 8.010.680,43
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.747.413,71 1.738.960,04
davon für Altersversorgung 74.606,44 206.033,30
3. Abschreibungen 103.022,39 112.325,06
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 103.022,39 112.325,06
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.540.550,24 2.348.630,53
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 1.217,46 2.325,95
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 48.531,00 51.969,19
6. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 481.560,93
davon außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen 481.560,93
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2,63 2,06
8. Ergebnis nach Steuern 2.180.297,91 713.878,41
9. sonstige Steuern 1.852,00 2.193,00
10. aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 2.178.445,91 711.685,41
11. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00

Anhang

I. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft

Firma: Informatik Consulting Systems GmbH (kurz: ICS GmbH)
Sitz: 70184 Stuttgart
Registergericht: Amtsgericht Stuttgart
Register-Nr.: HRB 770405

II. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss 2023 entspricht den Grundsätzen ordnungsmäßiger Bilanzierung. Für die Gliederung und Bewertung wurden die Vorschriften des HGB und GmbHG beachtet, wobei die Gliederungsvorschriften des § 266 ff. HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften angewendet wurden. Größenabhängige Befreiungen des §§ 274a, 276 und 288 HGB wurden in Anspruch genommen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren

(§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt.

Auch in diesem Jahr wurde vom Ansatzwahlrecht des § 248 Abs.2 HGB Gebrauch gemacht. Dabei wurden in der Entwicklung befindliche selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände aktiviert.

III. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

III.1 Anlagevermögen

III.1.1 Sachanlagen und immaterielle VermögensgegenständeDas Sachanlagevermögen und die immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um die Absetzung für Abnutzung, angesetzt.

Die in der Entwicklung befindlichen selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit ihren Herstellungskosten, insbesondere Personalkosten zuzüglich angemessener Gemeinkosten, angesetzt. Aufwendungen durch Dritte und verbundenen Unternehmen wurden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Zinsen für Fremdkapital wurde gemäß dem Ansatzwahlrecht des § 255 (3) HGB nicht einbezogen.

Die Abschreibungen wurden unverändert nach der linearen Abschreibungsmethode entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer bemessen.

Zuschüsse nach dem Forschungszulagengesetz wurden von den jeweiligen Anschaffungskosten abgesetzt.

Diese liegen innerhalb der folgenden Bandbreiten (in Jahren):
Entgeltlich erworbene Rechte und Lizenzen 3
Bauten auf fremden Grundstücken 10
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 7

Außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund einer technischen oder wirtschaftlichen Abnutzung sind nicht vorgenommen worden.

III.1.2 Anteile an verbundenen Unternehmen

Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind mit den Anschaffungskosten angesetzt. Soweit bei voraussichtlich dauernder Wertminderung ein niedrigerer Wert beizulegen ist, wurde eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen.

III.2 Umlaufvermögen

III.2.1 Vorräte

Die Vorräte betreffen in Arbeit befindliche Aufträge sowie Waren. Sie sind mit den Herstellungskosten bzw. Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert ausgewiesen. In den Herstellungskosten werden Einzelkosten sowie angemessene Teile herstellungsbezogener Gemeinkosten und Abschreibungen berücksichtigt. Zinsen für Fremdkapital wurde gemäß dem Ansatzwahlrecht des § 255 (3) HGB nicht einbezogen.

III.2.2 Sonstiges Umlaufvermögen

Die Forderungen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bilanziert. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Das allgemeine Kreditrisiko bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1% der Nettoforderungen berücksichtigt.

III.3 Aktive latente Steuern

Zwischen der ICS GmbH (Organgesellschaft) und der ICS Holding GmbH (Organträger) besteht ein Ergebnisabführungsvertrag. Während des Bestehens eines ertragsteuerlichen Organschaftsverhältnisses sind latente Steuern ausschließlich auf Ebene des Organträgers zu bilanzieren. Auf den Ansatz latenter Steuern wurde demnach zulässigerweise verzichtet. Diese betreffen im Wesentlichen unterschiedliche Wertansätze zwischen der Handels- und Steuerbilanz bei den Anteilen verbundener Unternehmen sowie die Aktivierung selbst erstellter immaterieller Vermögensgegenstände, für die in der Steuerbilanz ein Aktivierungsverbot (§ 5 (2) EStG) besteht.

III.4 Rückstellungen

Rückstellungen wurden in Höhe des Betrags gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung der jeweiligen Risiken und möglichen Verpflichtungen erforderlich sein wird (Erfüllungsbetrag). Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit über einem Jahr wurden mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Für Rückstellungen für Jubiläen wurde entsprechend § 253 Abs. 2 S. 2 HGB der Zinssatz mit einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren zu Grunde gelegt. Dieser entspricht am Abschlussstichtag 1,55% (i. Vj. 1,44%).Es ist vom Ansatzwahlrecht des Art. 28 Abs. 1 EGHGB über die Passivierung von mittelbaren Pensionsverpflichtungen Gebrauch gemacht worden. Die nicht in der Bilanz ausgewiesene Rückstellung für die mittelbare Pensionsverpflichtung beträgt 242.700,93 Euro. Der beizulegende Zeitwert des Vermögens der Versorgungseinrichtung beträgt 160.068,41 Euro. Der Fehlbetrag gemäß § 28 Abs. 2 EGHGB beträgt demnach 82.632,52 Euro.

III.5 Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten wurden zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

IV. Angaben zur Bilanz

IV.1 Anlagevermögen

Die Zusammensetzung und die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem Anlagespiegel, der als Anlage beigefügt ist. Hieraus ergeben sich auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres (§ 284 Abs. 3 HGB).

Die Aufwendungen für Entwicklungskosten betragen im Geschäftsjahr 1.051.167,95 Euro. Diese entfallen vollständig auf die Aktivierung der selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenstände. Forschungskosten sind keine angefallen. Von den aktivierten Entwicklungskosten wurden erhaltene Zuschüsse nach dem Forschungszulagengesetz von den Herstellungskosten in Höhe von 89.685,34 Euro abgesetzt.

IV.2 Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betreffen mit 154.117,85 Euro (i. Vj. 86.596,58 Euro) verbundene Unternehmen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen die Gesellschafterin Informatik Consulting Systems Holding GmbH. Davon betreffen 2.400.000,00 Euro (i. Vj. 2.400.000,00 Euro) Darlehen mit einer Restlaufzeit über einem Jahr.

Sämtliche Forderungen, mit Ausnahme der sonstigen Vermögensgegenstände i.H.v. 56.206,80 Euro (i. Vj. 56.206,80 Euro) mit einer Restlaufzeit von über 1 Jahr, haben eine Restlaufzeit unter einem Jahr.

IV.3 Eigenkapital/Ergebnisverwendung

Die Gewinnrücklagen betreffen andere Gewinnrücklagen im Sinne des § 272 (3) HGB und wurden im Rahmen des Formwechsels aus der gesetzlichen Rücklagen nach § 150 AktG umgegliedert.

Ausschüttungsgesperrte Beträge sind am Bilanzstichtag in Höhe von 1.368.175,86 Euro vorhanden, die vollständig auf die Aktivierung selbst erstellter immaterieller Vermögensgegenstände entfällt. Da am Bilanzstichtag ausreichend frei verfügbares Eigenkapital im Sinne des § 268 (8) HGB bestand, war die Ergebnisabführung nach § 301 AktG nicht zu begrenzen, weshalb der ganze handelsrechtliche Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung abgeführt wurde.

IV.4 Aufgliederung der sonstigen Rückstellungen

Art 31.12.2023
31.12.2022
Personalbelange 559.674,22 935.562,79
Jahresabschluss 32.000,00 25.000,00
Prozesskosten 0,00 0,00
Sonstige 20.000,00 20.000,00
611.674,22 980.562,79

IV.5 Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten:Verbindlichkeitenspiegel

2023 (2022) Gesamt
Unter 1 Jahr
Erhaltene Anzahlungen 1.044.622,70 (142.779,25) 1.044.622,70 (142.779,25)
Lieferungen und Leistungen 499.716,20 (103.801,99) 499.716,20 (103.801,99)
Verbundene Unternehmen 2.091.271,90 (986.974,11) 2.091.271,90 (986.974,11)
Sonstige 871.093,13 (475.065,58) 871.093,13 (475.065,58)
Gesamt 4.506.703,93 (1.708.620,93) 4.506.703,93 (1.708.620,93)
2023 (2022) 1 bis 5 Jahre
Über 5 Jahre
Erhaltene Anzahlungen 0,00 (0,00) 0,00 (0,00)
Lieferungen und Leistungen 0,00 (0,00) 0,00 (0,00)
Verbundene Unternehmen 0,00 (0,00) 0,00 (0,00)
Sonstige 0,00 (0,00) 0,00 (0,00)
Gesamt 0,00 (0,00) 0,00 (0,00)

Die erhaltenen Anzahlungen betreffen insbesondere Vorfälligkeiten aus der betrieblichen Leistungserbringung. Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen mit 498.994,68 Euro verbundene Unternehmen, insbesondere Verrechnungen innerhalb des umsatzsteuerlichen Organschaftsverhältnisses.

IV.6 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen i.H.v. 1.076.320,20 Euro Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverträgen sowie i.H.v. 274.210,25 Euro Verpflichtungen aus Leasingverträgen.

V. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

V.1 Abschreibungen auf Finanzanlagen

Abschreibungen auf Finanzanlagen wurden im Jahr 2023 nicht vorgenommen.

VI. Sonstige Pflichtangaben VI.1

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppe Zahl
Vollzeitkräfte 103
Teilzeitkräfte 33
Praktikanten 1
Auszubildende 4
Geringfügig Beschäftigte 0

Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 141.

VI.2 Namen der Mitglieder der Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres gehörten die folgenden Personen der Geschäftsführung an:

Michael Hils, Geschäftsführer (bis September 2023)

Cid Filip Kiefer; geschäftsführender Gesellschafter (ab September 2023)

Die Angabe der Gesamtbezüge nach § 285 Nr. 9 HGB unterbleibt gem. § 286 Abs. 4 HGB.

VI.3 Beteiligungen im Sinne des § 271 Abs. 1 HGB

Schweiz

Die ICS GmbH ist seit dem 11.03.2016 zu 100% an der Tochtergesellschaft ICS Schweiz AG beteiligt. Sitz der Tochtergesellschaft ist in 8304 Wallisellen, Hertistraße 24, Kanton Zürich.

Das Eigenkapital der Gesellschaft zum 31.12.2023 beträgt 197.078,99 CHF. Das Ergebnis zum 31.12.2023 beträgt 8.345,99 CHF.

Türkei

Die ICS GmbH ist seit dem 21.02.2022 zu 100% an der Tochtergesellschaft ICS Turkey Informatik Danismanlik Cözümleri Ltd. beteiligt. Sitz der Tochtergesellschaft ist in Cinarli Mahallesi 1572 Sokak No: 33 Konak/Izmir.

Das Eigenkapital der Gesellschaft zum 31.12.2023 beträgt 3.538.361,89 TRY. Das Ergebnis zum 31.12.2023 beträgt 902.649,49 TRY.

VI.4 Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis

Die Gesellschaft wird in den freiwilligen Konzernabschluss der Informatik Consulting Systems Holding GmbH, Stuttgart (kurz: ICS Holding GmbH), einbezogen.

VI.5 Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres

Die deutsche Wirtschaft schwächelt. Investitionen werden verschoben. Geplante Beauftragungen bleiben aus oder werden gekürzt. Im ersten Halbjahr des Jahres 2024, hatte dies auch Auswirkungen auf die ICS GmbH. Die damit verbundenen finanziellen Auswirkungen werden zur Herausforderung für die ICS GmbH.

VI.6 Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen.

VI.7 Unternehmensverträge

Zwischen der ICS GmbH und der ICS Holding GmbH besteht seit dem Jahr 2020 ein Ergebnisabführungsvertrag.

 

Stuttgart, 26. August 2024

Cid Filip Kiefer, geschäftsführender Gesellschafter

sonstige Berichtsbestandteile

 

gez. Cid Filip Kiefer, geschäftsführender Gesellschafter

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 30.08.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Für den vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten Jahresabschluss wurden gesetzlich zulässige Offenlegungserleichterungen in Anspruch genommen. Der Abschlussprüfer hat zum vollständigen Jahresabschluss nebst Lagebericht der GmbH, Musterstadt den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Informatik Consulting Systems GmbH, Stuttgart

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Informatik Consulting Systems GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Informatik Consulting Systems GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen in der Rechnungslegung und Vermögensschädi- gungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Beirat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Heidenheim, den 26. August 2024

Helmer und Partner mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Dominik Schüller, Wirtschaftsprüfer

Dr. Rüdiger Frieß, Wirtschaftsprüfer

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